Opernparodie, Oper einmal anders!

peter337 (09.01.2010, 10:44):
Da im anderen Forum Berkshire drei Opern parodiert hat, kann ich es drüben nicht machen, also dann hier:

Richard Strauss - Elektra

Wir befinden uns im sagenhaften Griechenland, wo zur Zeit nur Elektra, die Erfinderin der Steckdose tobt, und zum Glück keine Waldbrände!

Kalae maera!

Agamemnon, der Kürze halber lieber Agerl genannt, ist von seiner Frau Klytämnestra, Klymerl halt - und ihrem Liebhaber Ägisth ermordet worden und singt sozusagen in dieser lustigen Oper nicht mit. Ihre Tochter Elektra will sich rächen ä] und steckts alle Stecker aus den Steckkontakten, so nebenbei singt sie noch, manchmal etwas schauderhaft. Sie erträgt, was tragen muss die auch was in dieser Oper?, nein sie erträgt Spott und Mißhandlungen, nicht Mißwahlen , um ihren Vorsatz, den Hintersatz, treu zu bleiben. Ihre Absicht schleudert sie, mit einer Gummisschleuder aus dem Otto - Versand Katalog, der verkommenen, woher kommt die?, Mutti engegen. Orest auf den sie wartet "Warte, warte nur ein Weilchen", ist angeblich gestorben, die Partezettel in reinstem Koine - Griechisch verfasst, waren quisi / quasi Fälschungen, dabei waren die in Stein gehauen, 300 Stück, sang sie "Muatterl, was falsche Partezettel gibst mir, die san eh so schwer, du Kanaille!, so viel Drachmen ausgeben!" Nun will sie ihre Schwester , ein anderes Stück ich schwief ab, für ihre Tat, bzw. Untat, gewinnen. Aber Chrysothemis, das Chrysterl, kann nicht töten, sie hält sich da streng an das 5. Gebot, denn sie will Kinder gebären, na so was, doch net auf der Opernbühne, mit Gesang, die halt sich mehr ans 4.Gebot im Dekalog, späterhin. Also muass Elektra allein handeln, net hundeln, die sind bei ihr und lecken ihre Wunden, pfui Teufel. Während sie, wie späterhin weiland Schliemann, das Beil ausgräbt, tritt ein Fremder auf sie zu. Hoffentlich steht der am Besetzungszettel, da kann ja jeder kommen. Erst als sich, und net ich, seine Diener ihm zu Füßen werfen, hoffentlich hat er sie gewaschen, erkennt sie Orest-erl am Geruch, der Klymerl und den zurückkehrenden Ägisth, der auf der Jagd war, erschlägt er , erkennt die unter Starkstrom stehende Elektra ihn. Elektra bricht, durch die starke Stromleitung in ihrem Körper, nach ihrem Freudentanz, im Freudenhaus, tot zusammen.

Die Moral von der Geschicht', fahr' nie nach Griechanland nicht, am End' wirst erschlagen.
peter337 (09.01.2010, 14:06):
Richard Strass - Salome

Der junge Hauptmann Narraboth, mit 18 Jahren, schon früh eingerückt und gleich Hauptmann das nennt man Karriere, da hat der ja in Österreich drei Sterne, wie ein Kognak, ist in die lister- und lasterhafte Prinzessin Salome, auch Montscherl genannt verliebt und deshalb auch hörig, derselbigen, wie das Leben und die Oper so spielt. Sie das Montscherl will den Propheten Jeremias, da hätt's a paar hundert Jahr früher geboren werden müssen, also begnügt sie sich, beim sehen und sprechen, was heißt denn da sprechen, sie will ihn singen und derjenige heißt da Jochanaan, der in der Zisterne, gefangen gehalten wird. Er weist auf das Kommen des Messias. Obwohl es verboten ist, den Gefangenen heraufsteigen und singen zu lassen, gestattet es Narraboth und tötet sich mit diesem Frevel, nein für diesen Frevel, da ist einer weniger der singt. Jochanaan geißelt die Lasterhaftigkeit des Hofes, soll er halt zammkehren wann ihm der Hof zu dreckig is, aber der meint ja den Hof des Herodes und weist auf das Kommen von Jesu Christus hin . Fraurodes, hier auch Herodias genannt, fordert den Tod des Propheten, aber ihr Gatte der besagte Herodes fürchtet ihn. Montscherl will ihn küssen, so a Gamsige, ihn besitzen und will vn ihm geliebt werden. Herodes bittet seine Tochter, natürlich alles in gesanglicher Weise, für ihn zu tanzen. Er will ihr alles geben, was sie verlangt, sogar die Versatzzettel, womit Herodes seine Krone versetzt hat. Sie erfüllt ihm die Bitte, und ein unheimlicher Zauber geht von der Musik aus, mit dem Tanz der sieben Schleier, wo nach dem Tanz das brave Montscherl genauso angezogen ist, wie vorher, was bei älteren Montscherln oft von Vorteil, für das Publikum ist. Als Lohn verlangt sie den Kopf des Jochanaan und 90.000 Kopeken. Herodias und die Juden, die gerade vorbei gekommen sind, stimmen ihr zu. Herodes feilscht mit ihr, natürlich wir sind ja im Orient . Montscherl soll alles haben sogar die Hälfte seines Königreiches, der jkann ja was leicht hergeben, was er von Roms Gnaden empfangen hat. Er aber kann den Fratz aber nicht umstimmen. Jochanaans Kopf wird dem Montscherl auf einer Silberschüsssel übergeben. Eine besonders appetitliche Angelegenheit. Sie küsst seine Lippen, des g'fallt aber dem Herodes scho gar net, den die braucht ja fast 16 Minuten dazu, endlich am Schluss lässt er Montscherl unter den Schildern begraben, net am Friedhof, wie es sich gehört, denn die ist schließlich auch tot. Fraurodes fällt ihrem Gatten Herodes glücklich in die Arme, denn die Oper ist aus.
peter337 (10.01.2010, 10:06):
So jetzt die dritte Oper, die wo anders von wem anderm gemacht wurde:

Giuseppe Verdi - La Traviata.

Auch diese Oper beginnt, ausnahmsweise nicht mit dem 3. Akt, sondern mit dem

1. Akt: Alfredo Germont, auch Fredi genannt, liebt die Halbweltdame Violetta Valéry, a schöner Name und findet sie, wie die Stecknadel im Heuhaufen, auf ein Inserat in der Bild - Zeitung, auf der ersten Gesellschaft, die sei nach langer Krankheit gibt, Gelegenheit , sich ihr zu nähern, wie es im Libretto steht. Zum Höhepunkt des Festes wird sein Trinklied "Ach schlürfet in durstigen Zügen", natürlich auf Italienisch. Violerl nimmt Alfred nicht ernst. Immerhin schenkt sie ihm ein Edelweis, nein natürlich ein Kamelie . Wenn sie verwelkt , darf er wiederkommen. Violerl bleibt nachdenklich, singend, allein "E strano....Ah! Forse é lui", na siehst es, es geht do in Italienisch.

2. Akt: nach einer Pause. Violerl und Fredi haben sich gefunden und leben in einem Landhaus, mitten in der Stadt bei Paris. Fredi fährt, mit der U - Bahn, in die Stadt, um neue Geldquellen zu erschließen . Unterdessen kommt sein Vater mit dem Krückstock Giorgi, auch Schorschel genannt oder Georg wie belieben, und bedrängt das arme Violerl, Fredi zu verlassen "Gott schenkte eine Tochter mir" - hat der gar nix dazu beitragen?, Fredi hat eine Schwester, deren Verlöbnis aufgelöst würde, wenn seine Verbindung mit einer Kurtisane weiter bestände. Violerl ist bereit, na net, ihre Liebe zu opfern. Sie schreibt Fredi einen Abschiedsbrief mit der Versicherung ihrer Liebe. Da versucht Vater Georgio seinen Sohn zu trösten "Hat dein heimatliches Land". Fredi begegnet Violerl auf eine Ball, wie die Welt doch klein ist. In eifersüchtiger Wut, der soll zu einem Nervenarzt gehen wirft er ihr das gewonnene Geld zu Füßen, na in die Händ' hätte er ihr es schon geben können, is do ka Art nicht. Sein Vaterl führt in nach Hause . Was jetzt kommt ist erschütternd, nämlich der

3. Akt: Der Doktor besucht einen Monat später, da sie keine Krankenkassa hat, die kranke Violerl. Sie wird der Schwindsucht erliegen. Draußen, vor derTür, ertönt der Karneval. Giorgerl bedauert was er getan hat, weil er ihr erlegen ist. Es steht, na endlich, einer Verbindung von Violerl und Fredi nix mehr im Wege . Fredi sinkt ihr singend in die Arme, Sie wollen ein neues Leben beginnen "O lass und fliehen aus diesen Mauern" . Aber des arme Violerl stirbt. Na do net jetzt, das ist doch viel zu schnell, a Oper braucht a Happy End - und des is do keines. Fredi schreit vor Schmerz auf "Violerl, wir kriegen nur die halbe Gage wenn du jetzt net sofort aufstehst, mir zwoa brauchen doch dein Geld, ich habe doch zwei Linke und kann nur Rasenmäher reparieren - wie der Jonas Kaufmann"

Ende dieser Oper , die im Krankenmillieu spielt!
Leachim (10.01.2010, 13:29):
Hilfe, Peter, ich platze vor lachen. De arme Travi.
Dank der schön.
Leachim:down :down :down
Fairy Queen (10.01.2010, 15:44):
Ich finde am Besten die Elektra mit den durchgeschmorten Stimmbändern und dem griechischen Kabelbrand!!!! :rofl :down
Wenn ich die kreischen höre, sehe ich nämlich auch aus, als hätte ich gerade in die Steckdose gegriffen! :haha :ignore

Aber das Monscherl hat's auch in sich, wobei ich die Szene mit dem prophetischen Kopf auf dem Tablett noch a bisserl sadistischer ausgemalt hätte. So ganz unpervers wie bei unserem galanten Handküsser aus Wien wär die mir nciht davongekommen! Schliesslich küsst man nciht alle Tage abgeschlagene Köpfe- oder? :wink
Euphonia
peter337 (24.01.2010, 20:51):
Gaetano Donizetti - Maria Stuarda - auch - Maria Stuart genannt.

1. Akt: Im und am englischen Hof wird für den Brautwerber des französischen Königs ein Empfang gegeben. Die Queen Lieserl Number One, erkennt die Vorteile einer solchen Heirat, gerät jedoch, in einen inneren Konflikt wegen ihrer Liebe zum Grafen Leicester , der sie aber gar net so gern hat. Talbot benutzt die Feststimmung , um für die gefangene Mizzi Stuart um Gnade zu bitten, doch Schatz- und Schwatzmeister Cecil drängt Lieserl zur Hinrichtung . Lieserl vermutet, dass Mizzerl in engen Beziehungen zu ihrem Geliebten Leici steht und liegt. Die Queen sendet Leici mit der Botschaft zum französischen Gesandten, dass sie der Ehe grundsätzlich zustimme, sich aber noch eineer Sinnesänderung oder -verwirrung vorbehalte. Zu ihrem Leiterwesen, na Leidwesen zeigt Leici keinerlei Gefühlsregung bei der Nachricht . Na hätt er sich unanständig benehmen sollen? Als die Königin, also des Lieserl, den Raum verlassen hat, über gibt Talbot Leici einen Brief und ein Bild Mizzis. Leici ergeht sich,was tuat der?, in Erinnerungen an Mizzi und gelobt sie, das alle singend natürlich, sie zu befreien oder mit ihr zu sterbsen. Als er gerade weggehen will, tritt die Queen wieder ein, denn sie war ja nur mit de schiachen Hund, die auch die Lieserl Nr. 2 hat äußerln - solche Promenadenpintscher,und diese bemerkt seine Verlegenheit und Verwirrung. Leici muss ihr nun den Brief Mizzis geben, diese wünscht eine Zusammenkunft mit Lieserl . Lieserl befragt nun Leici über seine Gefühle zu Miizzi ; er bestreitet, sie zu lieben, schildert jedoch begeistert ihre Schönheit. Lieserl ist bereit Mizzi zu empfangen; Leicis Gesangel haben jedoch ihren Verdacht bestärkt. Na, wenn der so a Romanzen glei singt, da wundert mich gar nix mehr.

2.Akt: : in den blühenden Gärten von Fotherinbay beklagt sich Mizzi in Gegenwart ihrer Vertrauten Annerl ihre Abwesenheit von dem geliebten Frankreich. Freudig begrüßt sie,mit einem Schnadahüpferl, Leici, ist jedoch erdrückt - meinte bedrückt, als ihr die bevorstehende Erniedrigung vor Lieserl York] in den Sinn kommt. Bei der Begegnung der beiden Königinnen will Mizzi zuerst nicht singen , wirft sich dann, krachend in den Gebeinen, Lieserl zu Füßen und bittet um Gnade. Die Queen, also das Lieserl, weist sie zurück von sich jedoch und verhöhnt ihr Flehen "Sei nicht böse kann ja nicht sein" . Als Leici sie zu trösten versucht "Geh' Mizzerl, lass doch den Trampel reden, d.h. singen", ist zwar nicht Edelmann-like, ergießt sich, mit einer Gießkanne, Lieserls Verachtung auch über ihn, so dass Mizzi ihre, ohnedies schwache, Beherrschung verliert. Lieserl verkündigt ihr den baldigen Tod mit Rasierklingen, die Lieserl nicht mehr braucht um sich die Haare auf den Zähnen zu rasieren, jetzt nimmt sie a Haarcreme wo die Haare nach innen wachsen und da braucht sie diese nur abzubeißen. Gesanglich aber wunderschön jede Note.

3. Akt: Lieserl zögert das Todesurteil zu unterschreiben, da sie ja noch bis vor zwei Wochen Analphabeterin war und grade nur drei Kreuzerln machen kann, ein L kann sie schon nur das E. und RI. gelingt net so rasch, aber Cecil versichert ihr, ach ist der bei einer Versicherung , dass sie vor der Welt gerechtfertigt ist. Zwar schreibt ihr noch Papst Gregor XIII. eine Mail, aber sie kan's ja net lesen . Leicis Eintreten bringt die Entscheidung; sie bestätigt das Urteil mit einem Drudenfuß und hält es ihm triumphierend entgegen, so a eifersüchtige Gretel. Leici bittet erneut um Gnade "Geh Alte, sei g'scheit, lass die net von dem Cecilerl beeinflußen", doch des Lieserl ordnet an, dass er Zeuge der Hinrichtung sein müsse, kalt ,wie ein Frigidaire, weist sie seine Bitten zurück - und seitdem regnete es der Mizzerl immer in den Hals hinein, und sie hat schon eine Bronchitis und sie kann die nächsten Vorstellungen nicht singen , was auch ja nicht gut aussehen würde, mit dem Kopf in der Hand - höchstens in der Geisterbahn.

Da diese Oper, in der damaligen englischen Amtssprache - Italienisch - gesungen wird, zur Wiedergutmachung - gibt es diese Oper auch in Englisch!
Severina (24.01.2010, 21:20):
Hallo Peter,
ich krieche gerade unter dem Tisch hervor, unter den ich vor Lachen geplumpst bin :rofl, und bin natürlich seeeeeehr böse auf Dich :wink :D, denn jetzt kann ich meinen bierernsten Beitrag zur "Maria Stuarda" einstampfen - den liest keiner mehr :I (Ist das eigentlich Zufall, dass Du gerade jetzt die Mizzi parodiert hast? Das fände ich ja beinahe unheimlich, oder verstehst Du Dich auch auf Spiritismus (Spiritus :wink)??

Dass es natürlich keine Nackerten gibt, weil Du so ein staubiger Staubi bist, nehme ich Dir sehr übel! (Natürlich nur, wenn der Leici nicht von Johan Botha gesungen wird :ignore)
lg Severina :hello
Fairy Queen (24.01.2010, 22:12):
Liebe Sevi, es gibt halt noch gute Feen, die kannst du dann gerne unter Spiritus-mousse einsortieren!
Ich habe die köstliche Schotten- Mizzi von Peter heute gesehen und dann Deine köstliche Wiener- Mizzi und da mussten die Mizzis einfach zusammengeführt werden. Das Schauspiel konnte man dir ja wohl nicht vorenthalten, oder? :engel

Und da der Streifenpeter das Copyright hat, kann er seine Mizzis klonen, wie er lustig ist. Und lustig ist er allemal! :leb :rofl

Wer nun immer noch keine Lust auf die singende und kopflose Mizzi hat, muss schon ein arger Strizzi sein!
euphonia

P.S. Der Hit ist ja gerade, dass man deinen Beitrag nun erst recht liest! Der Peter liefert Vorspeise und Dessert und Du das Hauptgerciht. :times10
peter337 (25.01.2010, 06:05):
Meine liebe Fairy und liebe Severina!

ich mache es natürlich gerne,werde immer wieder was einstellen,was zwar im andern Forum auch ist, aber ich habe alle kopiert, also kommt ihr auch zum Genuss, ohne hinüber zu schauen. :haha :haha :haha

Liebe Severia!

Es war reiner Zufall, dass ich die "Maria Stuarda" genommen habe, da ich die Ges. mit Sutherland, M.Horne und Pavarotti hörte.

Liebe Grüße sendet Euch mit Handküssen Euer Peter. :hello :hello :hello
peter337 (25.01.2010, 07:11):
Gasparo Spontini - Agnese di Hohenstaufen - oder auch Agnes von Hohenstaufen genannt, ].


1. Akt: Im Thronsaal leisten die Fürsten dem Kaiser vor dem Sizilienfeldzug, der ihm die Nachfolge auf den normannischen Thron bringen soll den Treueschwur. "Schwören das kann ich nicht". Jeder der Fürsten hat einen Blutgehalt von dreieinhalb Promille im Alkohol, damit können's an Kameradschaftsabend bei der Polizei machen, falls Blutabnahme verlangt wird, und bei solchen Feldzügen ist das Normsache, kaner soll b'soffen auf die Reise gehen. Also verlassen sie Frau und Kind, sowie Rind, und auf von Mainz, 1194, mit der Air France, wo korpulente Menschen jetzt, beim Tarif, 75% mehr zahlen müssen, nach runter, weit is der Weg, die Straßen san a net des was einmal waren und als Fahrzeuge der Air France sind Leiterwagerln da. Zuerst aber, vor seiner Abreise verlangt der Kaiser, was halt Kaiser so verlangen, die Erneuerung des Bannes über seinen größten Gegner, mit lautem Gesang , Heinrich den Löwen. Derjenige welche, ein Tenor, befindet sich im Exil, bei seiner Tante Queen Elisabeth II. . Irmengard, a fescher Vorname, die Tante des Kaisers und Mutter von Agnes , tritt vor, bis knapp an den Bühnenrand und mahnt, singend natürlich in ihrem hellen Mezzo den Kaiser an den Willen Friedrich Barbarossas, der Agnes von Hohenstaufen mit dem jungen Heinri, dem Sohn des "Löwen" verbunden wissen wollte. Auch Philipp, der Bruder des Kaisers, erinnert daran, dass der junge Heini mut- und glutvoll für des Kaisers Thron gekämpft habe. Doch der Kaiser befielt Schweigen , da eben der Herzog von Burgund, mit der roten Nase und Gefolge eintritt, um als Gesandter des Königs von Frankreich das Bündnis mit dem Kaiser zu festigen. Hinter der Maske des Herzogs verbirgt und verbiegt sich der französische König selbst, der auf diesem Weg Agnes, die er heiraten soll, kennenlernen soll, wie die Sissi in Bad Ischl später, nur umgekehrt. Er bittet den Kaiser den Kaiser um a Milde für einen gemeinsamen Gegner, nämlich den jungen Heini, der nachmutigen Streit in französische Gefangenschaft, bei Sedan, geraten war. Doch der sture Kaiser weist das Begehren ab; die Festlichkeiten für die Gäste beginnen. Alleingeblieben, beklagt Philipp von Hohenstaufen, auch ein Tenorerich, beklagt die Grausamkeit seines kaiserlichen Bruaders und das Schicksal seines Tenorkollegen und Freundes Heini, alias Franco Corelli. Als ein Troubadour aus dem französischen Gefolge ein Liebeslied singt, erkennt er Heini, der es gewagt hatte , ebenfalls verkleidet zu erscheinen, um die geliebte Agnes zu sehen. Die beiden Freunde geloben im schmettrigen Tenor, beide zusammen, ihr im Krieg geleistetes Treuegelöbnis. In ihrer Zimmer, Küche, Kabinettwohnung beklagt Agnes, mit schönem Sopran, den fernen Geliebten und sie weint, dass ihr die Tränen bei den Ohren herunterrinnen, denn sie schielt sehr stark. Vergeblich versucht Irmengard sie zu trösten und ihr die Ohren mit Tempo-Taschentüchern, trocken zu legen. In seiner Verkleidung erscheint Heini, doch nur kurz ist die Freude , nein, Agens soll zur Verlobigung mit dem französischen König geleitet werden, na bin ich heute wieder a vurnehmer Bursche? Oder, keine Widerrede bitte, sonst fang' ich zu singen an, dann wird's schrecklich. Im großen Saal des kaiserlichen Palastes verkündet der Kaiser Agnes Verlobigung mit dem König von Frankreich. Während des nun folgenden Maskenballes macht dieser, in der Verkleidung des Herzogs von Burgund, Agnes eifrig den Hof eifersüchtig folgt das Heini, mit dem Feldstecher, dem Paar, tritt dem Rivalerich drohend entgegen, na wie es halt a Tenor kann, und wird erkannt. . Bei ihm findet sich ein Brief der vermuten lässt, er wolle einen Überfall seines Vaters Heinrich des Löwen vorbereiten; daraufhin lässt ihn der Kaiser festnehmen. Während der gekränkte König von Frankreich Genugtuung begehrt , wenden sich die Fürsten um und gegen den Kaiser und fordern, laut und einvernehmlich, dass Heini vor dem Reichstag erscheine, wie Martin Luther - später, beim Karli V. von Spanien, aber es ist no alles in der Margarine, oder Butter wie man so sagt und singt sozusagen.

2.Akt: In einem Kerker nahe am Rhein beklagt Heini sein Schicksal, dass er dauernd "Rheingold"und den Rest vom Richardl Nr. 1 hören muss . Sein Schildknappe Theobald ist zu ihm vorgedrungen und dreht den Plattenspieler einmal ab, das war ja Strafverschärfung gewesen, das Gehörte und erklärt, er werde zu Heinrich dem Löwen eilen und um Hilfe erbitten. Nach seinem Abgang, sehr geräuschvoll denn er haut gleich zwei Kulissen um, erscheint der Kastellan und teilt Heinrich den Spruch des Kaisers mit: Er könne zwischen ewigen Bann unter Verzicht auf Agnes und dem Todesurteil wählen . Heini entscheidet sich für den den Tod. Als er zur Richtstelle geführt wird, kommen Ritter, um ihn zu befreien, der schwarze Raubi is a dabei, der wird einmal Finanzer werden. Während des folgenden gesanglichen Streites erscheinen der Kaiser und der König von Frankreich , der auf einen Zweikampf mit Heini besteht. Nun will der Kaiser, der Schlawiner, den Gefangenen zum Schein dem französischen König übergeben , ihm die Flucht ermöglichen und ihn dann durch den Kastellan, der no immer net mehr an hat, heimtückisch töten lassen. In einem Kloster betet Agnes mit dem Erzbischof um Heinis Rettung . Irmengard bringt schlechte Nachricht; sie konnte den Kaiser nicht zur Gnade bewegen . Plötzlich erscheint Heini selber, er wurde durch des Kaisers Schergen, was das auch immer seien, nicht getötet sondern befreit. Auf Irmengards Bitten traut sich der Erzbischof was, denn er traut Heini und Agnes. Ein Gewitter bricht aus während des Sturmes dringt der König von Frankreich in das Kloster ein , um Heini zu stellen und ihn an der Zusammenkunft mit seinem Vater zu hindern . Der rasch entbrannte Kampf zwischen den Franzosen und Heinis deutschen Gefolgsleuten wird durch einen Blitzstrahl, der die Kirche trifft beendet, die Streitenden senken die Waffen - für was so a Blitz zur rechten Zeit doch guat is.

3. Akt: Im Ehrensaal des kaiserlichen Schlosses wird die Hochzeit des französischen Königs mit Agnes vorbereitet. Irmengard fordert die heimlich Vermählten zur Flucht auf, doch Heini will mit dem König um seine Ehre kämpfen . Auf dem Turnierplatz wird der Zweikampf vorbereitet. Der König von Frankreich tritt noch immer als Herzog von Burgund auf; beide Kämpen, meinte Kämpfer, werden von ihrer Gefolgschaft begleitet. Im Kampf verliert der König die Waffe , bevor Heini ihn tötet retten ihn seine Diener, indem sie seine Identität preisgeben. Heini erkennt, dass er seinen großmütigen Retter fast getötet hätte, Irmengard bekennt, dass Agnes und Heini heimlich die Ehe geschlossen haben, worauf der König von Frankreich großmütig verzeiht und verzichtet . Als der Kaiser allein unerbittlich bleibt und deshalb von seinen Fürsten, die Hein is Freiheit fordern, angegriffen wird, zeigt Heini höchste ritterliche Treue und stellt sich vor den Kaiser. In diesem, sehr unguten, Augenblick tritt ein geheimnisvoller Ritter vor und öffnet das Visier seines Helms: Es ist Heinrich der Löwe , der mittlerweile Mainz erobert hat und die Macht in den Händen hält. Als der Kaiser sich verloren glaubt, legt ihm Heinrich der Löwe sein Schwert vor die Füße, dass der derstolpert, und erklärt, den Krieg nur zur Rettung seines Sohnes geführt zu haben. Diese Großmut vermag den Kaiser endlich zur Versöhn- und Vertöchterung zu bewegen; unter dem Jubel aller Anwesenden willigt er in die Hochzeit des jungen Heini mit Agnes ein.

Ende dieser Oper die sich in der Ritterzeit abspielt, aber net zu Richardls Zeiten.


Riccardo Zandonai - Francesca di Rimini.

1. Akt: In Ravenna im Haus der da Polenta , Francesca da Polenta ist die Tochter des Herrn der Stadt Guido mit Namen, und diese soll aus politischen Gründen, den ältsten Sohn des Malatesta aus Rimini, wo sie im Vorjahr in einer Diskothek war, verheiratet werden. Weder die Braut noch ihre Schwester Samaritana oder die Haus- und Hofdamen haben den Bräutigam je gesehen, was a Glück war denn der is a Krsipindl und noch dazu häßlich und lahm ist . Aus diesem Grund schickt man dessen Bruder Paolo den ganz Schönen, der früher als Unterhosen-Model gearbeitet hat wie der Christian Clerici , als Abgesandten der Familie nach Ravanna. Als er Francesca gegenübertritt, verlieben sich die beiden ineinander . Francesca macht etwas was bei einer Oper äußerst selten vorkommt, sie überreicht Paolo wortlos eine rote Rose, aus der Baumschule Starkl in Tulln, is zwar weit weg aber wahre Liebe kennt keine Landesgrenzen.

2. Akt: Jetzt san ma endlich in Rimini und es herrscht schon wieder a Krieg zwischen den Guelfen, die da sind wieder Anhänger der papstreuen Partei, und Ghibellinen, letzere Anhänger der Hohenstaufen, Francesca hat inzwischen Gianciotto, den Schiachen heiraten müssen, ist aber tief gekränkt, weil man sie hintergangen hat, wärich auch. Die Malatesta, Anhänger der Guelfen, verteidigen mit Germknödel ihren Stadtpalast gegen die Angriffe der Parcidati, wer das auch immer sein mögen,einer der Ghibellinen zugewandten Familie Francesca, die Neugriege sieht vom Turm, der schnell aufgebaut wurde aus zu, hat die denn ka Radio dahoam?, Als Paolo, dem Francesca Vorwürfe, in gesungener Weise, gemacht hat, der wegen seiner unglücklichen Liebe den Tod sucht, dieser aber zur Zeit im "Jedermann" in Salzbug sich aufhält, wird er durch einen Pfeil getroffen und verwundet, was mich nicht wundert. Francesca verbindet ihn mit Leukoplast. Malatestino, der ein Aug verloren hat sei verletzt, mit eine Knackwurst aufgespiest und ist zärtlich zu ihm, weil sie die Knackwurst fressen möchte und nimmt seinen Kopf in ihre Hände - nebenbei singt sie natürlich auch noch, er auch trotz Verletzung und Siegestaumel. Da kommt Gianciotto den keiner gerufen hat, der aber so stolz ist, auf die ausgezeichneten Leistungen seines Bruaders im Krieg, weil er sich selber g'schlichen hat und die beiden trinken sich mit an Campari und an Almdudler zu und sind derart ausgelassen und die beiden spielen Räuber und Schanti. Paolo und Francesca schauen sich verliebt an, na wenn's net mehr tuan dann is a jugendfreie Oper, denn die Wild-West-Filme verbrauchen schließlich auch viel Bluat . Da die Familie derer von Paolo äußerst fruchtbar war, gibt es noch an Bruader Malatestino und der ist jetzt, endlich, verletzt, ma kann do kan Kriag führen ohne Verletzte und die Schlacht geht höllisch weiter, die Kavallerie und das gemeine Fußvolk werden hin und her getrieben wie auf an Fußballfeld, und das alles auf einer Opernbühne mit Gesang, a tout prix, wie die vornehmen Rimineser sagen und singen.

3. Akt: Francesca liest ihren Damen Liebesgedichte aus dem "Kapital" von Karl May und ist schon auf Seite 364 und no immer keine Indianer, des waren doch so zahlende Gäste, im Vorjahr in Rimini, und hört Musik "O sole mio und Wiener Blut" und die Ouverture von "Agnese di Hohenstaufen" schon zum sechzigsten Mal, denkt sich nur viel is ja da dem Spontini net eing'fallen, dann merkt sie ihr CD Player, der noch gar net erfunden war, geht falsch. Francesca kanns net lassen und liest weiter, singend natürlich, jetzt is "Lanzelot und Guinevere" dran vergessen auf mich" und den Bruader nicht zu betrügen, wegen a bisserl Betrügen darauf kummts do net an. Smaragdi , von dem bis jetzt keiner was gehört hat, auch nicht gesanglich, berichtet, dass Gianciotto mit Malatestino weggeritten ist,als Paolo unverhofft von Florenz zrurückkomt. Er kann ohne Francesca nicht leben Von dieser sehr langen Reise ] kommt Paolo recht durstig und hungrig zurück und findet Francesca so vor, die schon recht aufgeklärt ist und Paolo ganz offen ihre Liebe zeigt. Francesca gibt sich Paolo fast hin , aber do net auf der Bühne, da werd ich ja rot bis zu de Knöchel runter, wie der Winnetou. Aber nein, sie lesen jetzt singend von Lanzelot weiter, wie ihm die Liebe überkam. Na endlich nur lesen aber die sollen auch singen san ja schließlich in einer Oper engagiert, die müssen den Liebestrank von der Brangäne derwischt haben .

4. Akt: Malatestino der Francesca beobachtet, der ist ebenfalls in Francesca verliebt, jedoch diese mag er'm gar net und jetzt will er sie erpressen und sich willführig, bitte was? zu machen. Wütend und rasend, weil er zurückgewiesen wurde, droht er seiner Schwägerin und geht mit einer Axt zu den gefangenen Ghibellinen. Gianciotto findet sein Frau zitternd und bebend, kann aber den Grund ihrer Aufregung nicht erfahren, denn die singt so hoch und kreischend, dass er kein Wort versteht. Da, was da, auf einmal hört man den Schrei eines Gefangenen, da wird Malatestino krawutisch - immer die Schreierei von unbegabten Sängern und er macht es wie in der "Salome", grausam und bringt den Schreier zum Schweigen, indem er ihm den Kopf, mit der Axt, abehaut, so ein Sadist so ein gemeiner, pfui Teufel des macht man doch net, da verlässt Francesca die Halle aber es geschieht Ähnliches weiter, Malatestino kommt mit dem Kopf des Gefangenen und sieht plötzlich in Francesca eine andere, nämlich Salome . Während Malatestino seinem Bruder verrät , dass Francesca und Paolo ihn betrügen. Francesca hat böse Träume und ruft nach den Geliebten . Die Hofdamen versuchen sie zu beruhigen und gehen wieder, so a feige Bagage. Paolo kommt und umarmt Francesca liebevoll. Schon hört man Gianciotto, der die verschlossene Türe, mit einer Stelze, aufbricht und sich mit dem Schwert auf den waffenlosen Paolo stürzt. Francesca wirft sich mit ihrer ganzen Leibesfülle, dazwischen und wird tödlich getroffen und halt plötzlich den Mund, aber net lange sie muass ja ihre Partie zu Ende singen. Paolo hält die, aber noch immer singende Sterbende in seinen Armen und fällt auch unter dem Ansturm seines wütenden Bruders.

Das Blut rinnt schon wieder die Bühne abe, dabei wird noch gesungen, die Orchestermitglieder gurgeln nurmehr Noten, denn spielen können sie diese nicht mehr.

Kübel und Ausreibfetzen sind bitte mitzubringen, Blutwurst gibt es erst ab der 2. Vorstellung.
peter337 (25.01.2010, 07:15):
Giacomo Meyerbeer - Robert Le Diable - oder auch - Robert der Teufel - genannt.

Das ganze spielt in Palermo, wo es das 13. Jhdt hat, also a bisserl zu einer früheren Zeit!

Robertl ist der Sohn der Herzogin der Normandie und eines Abgesandten der Hölle, wird do net a Politker sein - Berlusconi am End', dessen böse Eigenschaften sich auf ihn übertragen haben. Er wird deswegen nach Sizilien verbannt, eh a schöne Gegend, wo er um die schöne Prinzessin Isabella wirbt . Sein satanischer Vater, Mephisto mit Namen, der zur Zeit in keiner Faust Oper gebraucht wird, weil der Ruggero alles schöner singt und spielt, ist in der Gestalt von Robertls Freund Bertram geschlüpft und setzt nun daran, Robert für die Hölle vorzubereiten . Unter seinem Einfluss verliert Robertl sein ganzes Vermögen das er nie besaß, jetzt macht er es sich einfach er verübt einen Kirchenraub und lässt sich verleiten vom Grab der heiligen Rosalie einen Blütenzweig zu stehlen , mit dem er das Herz Isabellas bezwingen will. Die bezaubernde Erscheinung erweckt Robertls Reue; er entledigt sich, bei der nächsten WC Schüssel, des Zauberzweiges und singt im schönsten Tenor, deswegen kommen sizilianische Ritter, von der Mafia, voran der große Pate Mario Adorf nehmen ihn in Haft. Sein teuflischer Freund Bertram befreit ihn und gibt sich ihn als sein Vater zu erkennen "Bua i bins dei Erzeuger, dei Muater war ma zu heilig, dabin ich davongerast!" . Doch Robertls Reue über sein bisheriges Leben ist stärker als Bertrams Macht. Er vermag den Sohn nicht mehr zu beeinflussen, bzw.beieinbacherln. Robertls verzwiefelte, meinte verzweifelte Mutti sendet das Bauernmädchen Alice zu Robertl, die zum Glück eine stumme Rolle hat, um ihn zu warnen . Nun ist Robertl innerlich gefestigt, mit Moltofill oder Mörtel vom Ricci Lugner das er g'fressen hat. Bertram fährt ohne sein Opfer, Erster Klasse nur Hinfahrt, zur Hölle, während Isabella und Robertl glücklich werden. In der Hölle wartet schon die Oma auf Bertram ihren lieben Sohn, und der wartet auf das nächste Engagement als Mephisto in irgendeiner Faust - Oper gibts ja a Menge, einen Baß hat er ja schließlich.

Ende dieser lustigen und ergreifenden Oper aus dem schönen, sonnigen, Sizilien ].
Fairy Queen (25.01.2010, 07:29):
Lieber Peter, das ist wirklich eine gazn besonders nette Serviceleistung von dir! Opernparodien plus Handküsse- wo bekommt man das schon geboten und dann auch noch im Sonderangebot mit Mengenrabatt so wie heute morgen! :leb

Ich kann immer nur eins nach dem anderen lesen und melde mic hdann heute abend wieder- die Pflicht ruft! :hello
Schönen Wochenanfang wünscht die Mizzi .Der Kopf sitzt gottseidank noch auf den Schultern, so dass es nciht oben reinregnen kann- bei dem S... wetter hier- fast wie in Schottland- wär das schlecht!
peter337 (25.01.2010, 08:13):
Meine liebe Euphonia!

Daran muss ich mich erst gewöhnen, aber gern - ich habe alles auf einer extra Seite gespeichert.

Habe nur Berkshires Parodien rausgenommen , Waldis Zauberflöte aber belassen.

Stimmt habe schließlich Copyright Rechte dran.

Viel Vergnügen wünscht Dir und allen Mitlesern Euer nicht ganz ernster Peter aus Wien, und das mit fast 65 Jahren wieder jung!]

Handküsse im gefrorenen Zustand, es hat an die 8 Grad minus in Wien, Dein Peter.
peter337 (28.02.2010, 20:09):
Für die liebe Fairy Queen!

Falls Du es liest! Mit lieben Grüßen und Handkuss Dein Streifen-Peter.

Henry Purcell - The Fairy Queen.

Diese Oper hat zwei Teile also schreibe ich auch Teile.

1. Teil: Titania und Oberon feiern ihren Hochzeitstag und sind in Streit wegen einem indischen Fürstenknaben - ist ja fast wie bei der Madonna . Puck meint zu den Elfen , dass die Titania ihn für sich beansprucht, und jetzt haben sich die Beiden wieder einmal entdreit, meinte entzweit. Zu allem Überdruss treten jetzt die Handwerker Squenz, Zettel, Flaut, Schnock, Schlucker und Schnauz auf . Sie wollen zur Feier der Sonnenwende das Stück "Pyramus und Thisbe" aufführen . Squenz weist als Regisseur seinen Mitspielern die Rollen zu und fordert sie auf diese auswendig zu lernen . Faune und Elfen tanzen vor Oberon Palst einen Tschitterbog. Puck erfährt , dass Titania bald erscheinen wird, und eilt davon um Oberon das zu berichten . Als Titania ankommt, streitet sich das Paar wieder . Beide beschuldigen sich den Lauf der Natur zu missachten . Zornig entfernt sich die Königin Oberon befiehl Puck, die weiße Blume die Liebeszauber schafft herbeizuholen. Jetzt kumma drei Gestalten die ich immer als unsichtbar gehalten habe: Nacht, Verschwiegenheit und Schlaf treten auf und versprechen der schlafenden Königin Liebe und Glück. Oberon kommt mit Puck und träufelt Titania den Saft der Liebesblume in die Augen Die Verzauberte wird sich in den Ersten, der ihr nach dem Aufwachen begegnet, verlieben .

Zweiter Teil: Die Handwerker proben ihr Stück. Alle haben ihre Rollen studiert, trotzdem bringt Zettel Einwände vor "Hearst es Bleampeln ihr sprecht, bzw. singt net deutlich, ich versteh' ka Wort". Puck stört die Handwerker und verwandelt Zettel in einen Esel , die anderen eilen entsetzt davon. Zettel bleibt allein zurück und weckt Titania, mit einem lauten Ia , Ia. Die Elfenkönigin verliebt sich sofort in den Esel und entschwebt mit ihm . Weil Zettel sich nicht nur um Titania kümmert, sondern auch mit den anderen Elfen tanzt, wird die Königin ungehalten . Inzwischen hat Oberon das indische Fürstenkind gefunden und lässt es durch Puck in die Menschenwelt zurückbringen . Dann erlöst er Titania und fährt mit ihr davon, diesmal mit einer Postkutsche. Zettel wird durch Puck zurückverwandelt . DemHandwerker scheint sein Erlebnis ein Traum gewesen zu sein. Geister und Elfen huldigen wieder dem vereinten Königspaar . Puck unterbricht und kündigt eine neue Probe der Handwerker an. Die Geisterwelt erfreut sich an "Pyramus und Thisbe". Nachdem Puck die Handwerker fortgebracht hat , erscheint nun Phoebus Apollo , um Titania und Oberon zu begrüßen und zu ihrer Versöhnung zu beglückwünschen . Die vier Jahreszeiten stellen das sich immer wieder erneuernde Leben dar. Oberon mahnt zu dauernder Liebe .

Ende dieser etwas älteren Oper, na is die net schön?
Fairy Queen (01.03.2010, 07:09):
Guten Morgen lieberPeter und natüilich les ich das!!!!! Das fângt der Tag doch gleich ganz fröhlich an... obschon...... "mit der Wetterhex von Titania kann man es ja net aushalten]. ...."

Hab ich da richtig gelesen?
Wie bitte??????? X( :I

Mit der Titania kann man es bestens aushalten- Zeugen kann ich jederzeit anbringen und die sind nicht mal bestochen!(nur becirct...).


Danke fûr diese schöne Oper, die ja eigentlich gar keine richtige Oper ist sondern eine Theatermusik, "Masque"genannt, und deshalb auch ein bisschen schwierig zu inszenieren und wenig gespielt. Was nicht an der Wetterhex liegt, denn die hat eine sehr schöne Rolle mit einer ganz herrlichen Arie, in der sie den Verlust ihres Esels so herzzereissend beweint "O let me weep" dass kein Mensch glaubt, dass der Zettel wirklich ein Esel war. In englisch heisst er übrigens Bottom- auch nett, gel?

Hoffen wir mal, dass das Lieserl und der Mountbottom hier nicht mitlesen- die wären sich "not amused".... :wink

kisses and greetings von der thrice happy Fairy Queen :engel
peter337 (19.04.2010, 07:45):
Wieder eine Französische Oper, und eine die füher oft gespielt wurde,

besonders für meine liebe Fairy Queen gewidmet, die Koloratursängerinnen gern hat.

Léo Delibes - Lakmé.

1. Akt: Mit einer britischen Reisegruppe kommen Gerald und Frederic, zwei englische Offiziere, in einen heiligen Tempelbezirk , den keine Fremden betreten dürfen . Gerald bleibt allein zurück und verliebt sich in Lakmé, die schöne Tochter des Brahmanen Nilakantha . Die beiden gestehen einander, gesanglich, ihre Zuneigung , doch muss Gerald rasch fliehen , als Nilakantha eintritt und wegen des Eindringen des Fremdlings Rache schwört .

2. Akt: Im bunten Treiben eines indischen Marktplatzes sucht Nilakantha zusammen mit Lakmé den Fremden, der sein Heiligtum entweiht hat . Durch den Gesang des Mädchens "Oú va la jeune Indoue?" wird Gerald herbeigelockt. Wohl kann ihn Lakmé noch warnen "Geh, Schleich dich, mei Vater kummt!", doch wird er von den Priestern eingekreist und verwundet . Lakmés Diener Hadji gelingt es ihn zu einer Hütte im Tropenwald zu bringen .

3. Akt: Auf- und Niederopfernd hat Lakmé Gerald in der Waldhütte gepflegt . Während Lakmé zur heiligen Quelle geht , wird Gerald von Frederic gefunden, dieser verbirgt sich vor der Zurückkehrenden . Lakmé muss feststellen, dass Gerald seltsam verändert ist . Man hört von Ferne kriegerische Musik . Gerald will zu seinen Kameraden eilen. Da nimmt Lakmé eine giftige Blüte zu sich. Vor ihrem Tod reicht sie Gerald noch eine Schale mit dem Wasser aus der heiligen Quelle . Dies rettet ihn vor Nilakantha, der herinstürzt, um ihn zu töten . Während Gerald fassungslos vor der Toten zuseammenbricht, dankt der Priester dem Schicksal, das sein Tochter vor der Schande bewahrt hat .

Ende der Oper aus dem Ferienparadies Indien, erreichbar durch das nächstliegende Reisebüro.

Freunde dieser Oper in russischer Sprache, auch das gibt es.
Severina (19.04.2010, 14:24):
Lieber Peter,
momentan aber nur auf dem Landweg erreichbar :D! Köstlich wie immer, Deine Parodie - und schön, dass Dich Fairy doch hin und wieder herüberlockt!
lg Severina :hello
peter337 (13.05.2010, 19:54):
Na endlich wieder eine gute Oper.

Jules Massenet – Don Quichotte.

1. Akt: An einem Markttag strömt das Volk auf einem öffentlichen Platz zusammen, kauft ein und belustigt sich . Die Männer, vor allem Juan, Rodriguez, Garcias und Pedro, huldigen der schönen Dulcinea "Belle, dont le charme est l'empire". Die Angebetete, die einen zweifelhaften Ruf hat zeigt sich auf dem Balkon und bedankt sich mit einem Chanson "Quand la femme a vingt ans . Zurzeit hofft Juan, das Herz der Schönen zu erobern und ist auf alle anderen eifersüchtig . Zum Jubel des Volkes und der Kinder reiten der seltsam gekleidete Don Quichotte und Sancho Pansa herein; der Ritter lässt unter die Menge Geld verteilen. Als sich die Leute zerstreut haben, beginnt Don Quichotte, Dulcinea den Hof zu machen mit einem Ständchen, zu dem er sich auf der Mandoline begleitet "Quand apparaissent les étoiles" . Als Juan dies bemerkt, will er sich mit dem Ritter duellieren. Dulcinea hält ihn davon ab und bedankt sich bei Don Quichotte für dessen Huldigung. Sie verlangt von dem Ritter, der ihr Herz und Hand anbietet, ihr von Räubern gestohlenes Juwelen-Halsband zurückzubringen

2. Akt: Don Quichotte und Sancho Pansa sind schon eine ganze Weile hinter den Räubern her, ohne sie zu finden. Diener beklagt sich über die Strapazen; Don Quichotte hat nur Sinn für ein Liebesgedicht, das er seiner Holden widmen will "C’est vers ton amour", ja von Liebe singen geht ja noch, aber in einem gewissen Alter, kann man nur mehr davon singen]. Sancho, der sich über diesen Kult um Dulcinea ärgert, macht seinem Herzen in einem Spottlied über die Frauen Luft "Ce qui m'enchante? La femme est un démon." . Als sich der Morgennebel, durch den beide eine Weile reiten, lichtet, sieht der Ritter eine Windmühle, die er für einen Riesen hält. Er geht auf das Ungetüm mit der Lanze los wird aber von einem Windmühlenarm erfasst und in die Höhe gezogen [nach dem alten Heimatfilm-Schlager "Hoch droben auf dem Berg" da steht eine Mühlenrad".

3. Akt: Endlich haben die zwei Reiter die Räuber aufgestöbert . Don Quichotte greift sie an, wird gefangen genommen und mit dem Tod bedroht . Er singt ein letztes Gebet "Seigneur, reçois mon âme", das die Räuber so bewegt, dass sie wissen wollen, mit wem sie es zu tun hätten. Er erklärt, dass er ein fahrender Ritter sei, der gegen das Böse kämpfe " Je suis le chevalier errant". Die Übeltäter bitten um seinen Segen , geben ihm Dulcineas Geschmeide heraus und entlassen ihn in die Freiheit "Freisein, das liegt mir nicht".

4. Akt: Dulcinea gibt in ihrem Haus ein Fest , doch sind ihr die Freier und auch Juan längst lästig "Lorsque le temps d'amour a fui". Auf das Vivat ihrer Verehrer antwortet sie mit einem Chanson zu Gitarrenbegleitung "Ne pensons qu'au plaisir d'aimer", welches mit einer Forlana im Stil der Renaissance beantwortet wird " L'aube bientôt blanchira" . Als Don Quichotte erscheint und ihr den Schmuck zurückbringt, bietet er ihr seine Hand an "Marchez dans mon chemin". Dulcinea reagiert mit Spott , lässt sich aber von Don Quichottes Betroffenheit rühren "Oui, je souffre votre tristesse" . Zuletzt erhält der Ritter einen Kuss . In diesem Moment kehren die anderen Gäste wieder und verhöhnen den verschmähten Liebhaber , der sich mit seinem Diener zurückzieht.

5. Akt: Eine schwere Krankheit hat Don Quichotte mitten im Wald ereilt . Sancho pflegt seinen kranken Herrn . Als Don Quichotte aus dem Schlaf erwacht, fühlt er den Tod nahen und nimmt von seinem Getreuen Abschied "Sancho, mon bon Sancho". Aus der Ferne erklingt Dulcineas Stimme, die das verlorene Glück beklagt "Klage, klage mein Masetto", . Mit dem Namen der Geliebten auf den Lippen stirbt Don Quichotte .

Ende dieser dramatischen Oper, wo schon wieder einer stirbt.
peter337 (15.05.2010, 12:15):
Der lieben Fairy gewidmet -

Alban Berg - Wozzek.

Wieder eine Oper mit recht vielen Bildern .

Erstes Bild: Der Hauptmann wird in seinem Zimmer von dem Soldaten Wozzek rasiert . Er verspottet ihn ihn scheinbar gutmütig und macht ihm moralische Vorhaltungen "Herst, grad a uneheliches Kind hast, genierst dich gar net, du g'scherter Lackel = Bauerntölpel". Wozzek weist auf seine Armut hin "Ich in halt net der Onkel Dagobert, alles kann ich net sein, ich bin ja schließlich net aus der Micky Maus, und dort daheim, irgendeine Unterhaltiuung müssen wir, die Mitzi und ich haben, wir haben net einmal a Radio."

Zweites Bild: Am späten Nachmittag schneiden Wozzek und Andres Stöcke aus den Gebüschen . Wozzek ist von inneren Spannungen gepeinigt . Der unsichere Moorboden versetzt ihn ihn in Angst, kaum kann ihn Andres ihn an der Flucht hindern .

Drittes Bild: In ihem Zimmer steht Marie am Fenster und beobachtet den vorbeigehenden Tambourmajor . Die Nachbarin Margret bemerkt ihre glänzenden Augen und verhöhnt sie wegen ihres unehlichen Kindes . Auf dem Weg in die Kaserne kommt sie bei Wozzek vorbei. Visionen peinigen ihn, er ist völlig ver- und zerstört, kaum beachtet er sein Kind .

Viertes Bild: Der Doktor untersucht Wozzek und stellt an ihm eine seltsame psychische Störung fest . Wozzek ist für ihn ein interessanter klinischer Fall , durch den er vielleicht berühmt werden kann .

Fünftes Bild: Der Tambourmajor kommt abends zu Marie . Er ist groß und stattlich , anders als der schwächliche Wozzek. Marie leistet kaum Widerstand , gemeinsam gehen sie ins Haus .

Sechstes Bild: Wozzek kommt eben dazu, als Marie vor einem Stück Spiegel ihre neuen, vom Tambourmajor erhaltenen Ohrringe probiert. Sie behauptet, dass sie diese gefunden hat . Wozzek vermutet wohl, woher sie den Schmuck hat, dennoch liefert er getreulich den Sold samt den Trinkgeldern vom Hauptmann und vom Doktor ab. Nach seinem Weggehen bereut Marie bitter , dass sie ihn, den Wozzek, betrogen hat.

Siebentes Bild: Auf der Strasse treffen der Hauptmann und der Doktor zusammen . Sie wissen schon von Marie und dem Tambourmajor . Als Wozzek vorbeikommt, macht der Hauptmann Andeutungen, während der Doktor Wozzeks Reaktionen beobachtet . Wozzek stürzt grußlos davon .

Achtes Bild: Vor ihrem Haus stellt Wozzek Marie zur Rede, d.h. zum Gesang. Sie leugnet nicht ihre Beziehungen zum Tambourmajor . Trotzig erklärt sie, lieber ein Messer in den Leib zu bekommen, als Wozzeks Hand auf sich zu fühlen . Wozzek wiederholt das grausige Wort vom Messer und taumelt fort .

Neuntes Bild: Im Garten der Wirtschaft wird lärmend getanzt . Marie schmiegt sich an den Tambourmajor . Wozzek beobachtet sie eifersüchtig . Während die Betrunkenen das altbekannte Lied "Der Lindwurm von Saragossa" - nein natürlich nicht das kenne ich ja selber nicht - sondern "Der Jäger aus Kurpfalz singen, drängt sich der Narr an Wozzeks Seite und flüstert ihm zu , dass es nach Blut rieche .

Zehntes Bild: . In der Kaserne schlafen die Soldaten, nur Wozzek bleibt wach, ihn quälen fieberhafte Spannungen. Vor seinem inneren Auge sieht er ein breites Messer. Er betet zu Gott, nicht in Versuchung geraten . Der betrunkene Tambourmajor platzt herein und prahlt mit seiner neuen Liebschaft. . Anfangs will Wozzek gar nicht zuhören , doch schließlich kommt es zu einer Rauferei , in der Wozzek gegen den bärenstarken Riesen unterliegt. Die aufgeschreckten Soldaten schlafen weiter, nur Wozzek starrt vor sich hin (und her, es ist halt a Jammer, wann einer stärker ist - und noch dazu a Pantscherl = Verhältnis mit einer Marie hat, ja wenn die Marie wenigsten a Marie = Geld wäre, oder hätte].

Elftes Bild: In ihrer Stube liest Marie die Bibelstelle von der Ehebrecherin . Verzweifelt bittet sie den Heiland um Gnade und Vergebung .

Zwölftes Bild: Auf dem Heimweg zur Stadt rasten Marie und Wozzek auf einem Waldweg am Teich . Marie will fort, Wozzek hält sie fest, sie zittert . Er singt, dass sie beim morgendlichen Tau nicht mehr frieren werde . Marie ahnt was er vorhat. Beim Aufgehen des Mondes stößt er ihr das Messer in den Hals , dann eilt er lautlos davon .

Dreizehntes Bild: In einer Schenke tanzen zur Nacht Burschen und Dirnen, darunter Margaret . Wozzek erscheint, trinkt hastig, tanzt wild mit Margaret an schottischen Jitterbug . Als sie an seiner Hand und an seinem Ellbogen Blut sieht und die anderen ihn umringen, hastet er davon .

Vierzehntes Bild: . Wozzek ist zum Waldweg am Teich zurückgekehrt, wo er das Messer gelassen hat . Alle wissen, dass er ein Möderer ist. Er muss das Messer weit in den Teich werfen , seine blutigen Hände waschen , schließlich ertrinkt er . Doktor und Hauptmann kommen vorbei, hören noch sein Stöhnen , vor dem rot durch den Nebel scheinenden Mond , vor 55 Jahren gewesen, a guate Tat, wenigstens] eilen sie ängstlich davon. .

Fünfzehntes Bild: Auf der Gasse vor Mariens Haus spielen die Kinder. Mariens Knabe reitet auf einem Steckenpferd . Auf die Nachricht, dass Marie tot draußen am Wegrand liege, eilen die Kinder dorthin , um sie zu sehen, sie rufen den Knaben zu, dass die Mutter tot sei . Er hört nicht auf sie und reitet auf seinem Steckenpferd hinterher.

Aus ist es, Ende der Oper, alle Ermordeten bitte vor dem Vorhang, um sich zu verbeugen, net faul sein. :haha :haha :haha
peter337 (21.05.2010, 14:24):
Einmal was von ganz weit weg.

Paul Híndemith - Das Nusch - Nuschi.

Das ganze spielt übrigens in Birma .

1. Bild: Tum tum ist der Diener des schönen Herrn Zatwai und bekommt regelmäßig Schläge, wenn er die Aufträge seines Herrn, der ständig verliebt ist, nicht zu dessen Zufriedenheit ausführt . Dieser hat sich nun in den Kopf gesetzt, dass eine der Frauen des Kaisers ihm heute Morgen aus dem Fenster ein eindeutiges Zeichen gemacht hat, und Tum tum soll sie jetzt holen . Zur nächtlichen Stunde hat er sich vor dem Frauenpalast eingefunden, weiß aber nicht, welche der liebeshungrigen Gemahlinnen er nun entführen soll . Er hat die Weisung, den Schrei des Liebesvogels nachzumachen . Sie wird dann die Strickleiter herunterkommen und in seine Arme fallen, aber nicht drin bleiben . Zwei Bajaderen kommen vorbei: Kann der Schiefmäulige ihnen vielleicht sagen, ob sie auf dem richtigen Wege zum Hause des Herrn Zatwai sind? Was haben die beiden dort zu suchen? Herr Zatwai hat heute Nacht schon etwas anderes vor . Ach so, tanzen sollen sie, stimmt das auch wirklich? Ein Weilchen sollen sie sich gedulden, dann wird Tum tum sie hinführen. Sind die Damen auch gut parfümiert? . Der Dickwanst soll seine Nase von ihnen abrücken! Ein Bettler kommt vorbei und gibt seinen Senf dazu , was die beiden Bajaderen veranlasst, sich aus dem Staub zu machen. Bangsa, des großen Kaisers Mung Tha Bya erste Frau, hat den Boten bereits ausgemacht und bewegt sich vorsichtig die Strickleiter herunter . In der Morgenfrühe hat sie einen schönen Mann gesehen, der ihr Zeichen gegeben habe, erklärt sie sicherheitshalber . Ihm gehöre das Haus mit den gelben Affen in der ersten rechten Gasse ]. Wie sehr sich auf ihn freue. Bis zum ersten Hahnenschrei werden sie miteinander spielen . Es kommt noch eine weibliche Person die Strickleiter herunter, welche die Zeichen von Herrn Zatwai auf sich bezogen hat. Es ist Osaka, die zweite Frau des großen Kaisers Mung Tha Bya . Jung und schön war der junge Mann, den sie gesichtet hat, und es wird mit ihm ein Vergnügen werden . Twaise, die dritte Frau des Kaisers, möchte nicht zurückstehen. In heißer Nacht wird Herr Zatwai ihr einen kühlen Trunk für ihren Durst anbieten . Die Strickleiter hört nicht auf zu schwingen. Als vierte stellt Ratasata sich als Frau des großen Kaisers Mung Tha Bya vor. Wie es sie nach dem Schönen hungert. Einen leckeren Bissen wird er ihr vorsetzen . Hat sein Herr nicht ein Juwel von einem Diener? Gleich vier Damen wird er ihm vorführen. Die Richtige, welcher er Zeichen gegeben hat, wird schon dabei sein. Eine hatte er gerade von der Leiter herunter geholt, schon hatte die nächste ihr Füßchen auf die erste Sprosse gesetzt, wird er vortragen. Herr Zatwai soll sich nicht mit einer begnügen, sondern alle der Reihe nach durchnehmen . Aber wenn die Geschichte im Palast herauskommt, beim Rhama, wird es kein Spaß für ihn werden. Bis jetzt war alles soweit ganz lustig, wie die Vögelchen niedlich in der Luft schwebten, aber nach dem Hinsehen kommt jetzt das Nachsehen . Am besten, er haut ab und sucht sich gleich einen neuen Herrn. Vielleicht einen soliden alten Herrn, der nichts mehr mit der Liebe zu tun hat, weil sie nichts mehr mit ihm zu tun haben kann. Ein Vogel fliegt durch die Luft und macht „Sü-ü-ü-süi“ . Es kommt jemand geschwankt. Tum tum erkennt in ihm den kaiserlichen Feldgeneral Kyce Waing, Besiegter in zahllosen Schlachten, total betrunken, große Klappe und zu nichts fähig . Dieser soll sein neuer Herr werden! Er beklagt sich, dass von den Nachtschattengewächsen niemand zur Stelle sei, um einen vom Felddienst müden Krieger nach Hause zu bringen. Durchlaucht scheint erschöpft zu sein . In Pfützen und Löcher wird der Beklagenswerte treten, wenn keine Kakerlake zur Stelle ist, um ihn zu stützen. Das ist wahr, die Nacht ist schwül und dunkel, man sieht nicht, wohin man tritt und ehe man es sich versieht, kommt so ein Nuschnuschi aus dem Fluss, um den fürchterlichen Rachen aufzusperren und zuzuschnappen. Dem Opernbesucher muss an dieser Stelle erklärt werden, dass ein Nusch-Nuschi ein Zwitterwesen aus der Zoologie ist, halb Ratte, halb Kaiman, kriecht langsam und schnauft . Kyce Waing sieht gar nichts, durchaus nicht, er ist kurzsichtig und hat seine Brille verloren . Sein Begleiter borgt sich das Schwert des Generals aus, denn das Nusch-Nuschi ist dem Sumpf soeben entstiegen, um den Krieger tätlich anzugreifen . Welch ein Glück, dass der mutige Tum tum zur Stelle ist und mit viel Tamtam das schreckliche Tier resolut bekämpft. Warte du Vieh, raß raß sa sai tschang , will es diesen guten tapferen Herrn wohl in Ruhe lassen. Sa sai! Kyce Waing schreit fürchterlich. Jetzt beißt es ihn schon ins Hinterteil . Gleich hat der Schalk es erschlagen. Irgendwann verschwindet das Ungeheuer zu Tode getroffen im Sumpf, von wo es gekommen ist . War das ein schweres Stück Arbeit. Durchlaucht ist gerettet. Wie heißt der Retter, will der General wissen. Tum tum, der letzte seiner Sklaven. Nicht doch, sein Schwertträger soll er in Zukunft sein . Jetzt will der General ins Bett. Der Kampf hat ihn müde gemacht. Mit einem Schlag hat der Überfallene das Ungeheuer niedergestreckt

Zweites Bild: Die vier kaiserlichen Gemahlinnen, sowie die beiden Bajaderen haben sich im Hause des schönen Herrn Zatwai ohne Begleitung Tum tums eingefunden. Der Verkehr wird relativ züchtig abgewickelt . Sobald eine der vier kaiserlichen Gemahlinnen das Vergnügen hatte, verlässt die das Schlafgemach des Hausherrn . Die nächste löst sich aus der Warteschleife und darf eintreten. Ähnlich wie beim Zahnarzt geht es zu. . Die beiden Bajaderen übernehmen den musischen Teil des Abends mit Gesang, Tanz und Literatur . Einen verschlüsselten erotischen Dialog führen sie miteinander , der von den drei anwesenden Affen nicht verstanden und mit „Rai Rai Rai“ quittiert wird . Diverse Liebesgötter werden angerufen , damit sie beraten und assistieren. Madana soll dafür sorgen, dass sich die beiden beißen, Ragaranta, soll den Lingam stark machen wie einen Wurfspeer, und Ratanarischta drängt auf ständige Wiederholung der Leibesübungen .

Dritte Bild: Im Palast weiß man längst, dass die kaiserlichen Damen einen ungezügelten Appetit haben . Aus den entferntesten Provinzen reisen die Kavaliere an, um mit ihnen ihre Bekanntschaft zu machen. Der kaiserlichen Bestrafung am nächsten Morgen entgehen die Ahnungslosen nicht. In einem ordentlichen Verfahren wird der Verstoß in der großen Gerichtshalle nach geltendem Recht abgeurteilt, und die Missetäter müssen einbüßen, womit sie gesündigt haben . Die kaiserliche Majestät Mung Tha Bya, der Kronprinz Ragweng und der Zeremonienmeister sind bei der Prozedur zugegen. Mit einem feierlichen Tasang werden die Erhabenen zur Prozesseröffnung begrüßt. Während der Kaiser leicht den Kopf neigt, erwidert der leicht angeschlagene Kronprinz den Morgengruß mit „Höh Höh“ . Susulü, der kaiserliche Obereunuch trägt nun die Anklage vor. Als er am Morgen nachsehen ging, wie den Damen die Nacht bekommen sei, fand er wie immer die Betten leer. Alle vier Betten waren leer, so leer, dass sie nicht einmal warm waren, wovon sich seine Hand überzeugte. Gerade in dem Moment, wie er vor Schreck erstarren wollte, hört er, wie unter dem Fenster die kaiserlichen Damen nach ihm rufen, er möge doch die Tür aufmachen, sie seien ein wenig spazieren gegangen und wollen nun ins Haus . Über eine Strickleiter hätten die Kaiserinnen das Haus verlassen und ein Bursche sei gekommen, um sie abzuholen und seinem Herrn zuzuführen . Den Burschen habe er ausfindig gemacht und mitgebracht, er heiße Tum tum. Was hat der Zeuge zur Anschuldigung zu sagen? Völlig richtig, die majestätischen Damen hat er zu seinem Herrn geführt, der es ihm befohlen hat. Ein Diener muss gehorchen . Wo ist sein Herr? Im Bett, wo sonst! Und wer ist der Herr? Ein sehr würdiger und guter und ein höchst angesehener Herr. Einen Herrn, wie es keinen zweiten gibt, was seinen Mut und sein Stattlichkeit betrifft . Wenn er den Namen nicht sagen will, wird die Strafe an ihm vollzogen, kündet das Gericht. Bei Krischna, jetzt ist er vom Regen in die Traufe gekommen . Er will es ja gern sagen, es ist der Herr Feldgeneral Kyce Waing. Mit furchtbarer Stimme wiederholt der Kaiser den Namen Kyce Waing. Der Kronprinz räuspert sich schadenfroh mit einem deutlichen „Höh höh“. Der Herold soll nun den durchlauchtigsten General fragen, ob Tum tum sein Dieser sei. Der Kaiser gibt sich tief bestürzt, dass sein treuer General ihn auf diese Weise verraten hat. Noch liegt der General erschöpft zu Bett und kann selbst nicht vorbeikommen . Er lässt aber bestätigen, dass Tum tum sein treuer Diener sei und ihm letzte Nacht einen großen Dienst erwiesen habe. In seiner Richterfunktion stellt der Zeremonienmeister fest, dass der General Kyce Waing, um es mit Respekt zu sagen, die letzte Nacht mit den kaiserlichen Gemahlinnen verbracht hat . Die Kaiserliche Majestät soll nun das Urteil verkünden. Es lautet: Das Übliche. In Vorfreude, seines Amtes walten zu dürfen, tritt der Büttel vor: Schneide, schneide scharfes Messer. Tum tum hat einen Einwand: Diese Operation, die allgemein höchst unbeliebt ist, wird seinen guten Herrn nicht freuen . In der Halle des Gerichtes geht es jedoch nicht um Vergnügen, sondern um Gerechtigkeit . Der Henker wird losgeschickt, um den General mit seinem Werkzeug im Bett zu überraschen. Völlig aufgelöst kommt dieser nach einer Weile zurück. Seine Kunst ist blamiert, sein Messer entweiht und seine Ehre befleckt . Nun, wurde das Urteil vollstreckt? Es war nicht mehr nötig! Ein anderer war ihm vor Zeiten zuvorgekommen. Allgemeine Erleichterung und man geht zum gemütlicheren Teil über .

Eine der sehr bekannten Opern von Paul Hindemith, wird alle 40 Jahre, viellelcht? oder noch länger net, aufgeführt.
peter337 (09.07.2010, 15:19):
Für meine liebe Fairy!

Zur Erholung was Italienisches.

Vincenzo Bellini - Beatrice di Tenda.


1. Akt: Betrice hat durch Mitgift und das Heer ihres verstorbenen Gatten, Facino Cane , Filippo zur Herzogswürde verholfen . Dieser aber, der Strolch, ist ihrer schon längst überdrüssig geworden , liebt die junge Agnese und will seine, nunmehrige, Gattin daher beseitigen. Agnese liebt aber wiederum heimlich Orombello, der sie wiederum verschmäht, weil er die Herzogin liebt . Die eifersüchtige Agnese lockt dieses Geheimnis aus ihm heraus und berichtet es dem Herzog und übergibt ihm Papiere , die Beatices Untreue und Rebellionsversuche beweisen sollen . Als Orombello Beatrice seine Liebe erklärt, tritt der Herzog mit seinem gesamten Hofstaat ein und lässt beide wegen Hochverrat, Ehebruchs und sonstigen Verrats gefangennehmen .

2. Akt: Beatrice und Orombello stehen vor Gericht und werden zum Tode verurteilt , obwohl Orombello sein durch die Folter erzwungenes Geständnis widerruft, d.h. wiedersingt und die Unschuld Beatrices beteuert und sie gleichfalls um Vergebung bittet, nach dem Motto: audiatur et altera pars *. Agnese bereut und bittet Beatrice um Vergebung und muss im Hintergrund geführt wird. Beatrice verzeiht auch ihrer Feindin, die zusammenbricht , als sie sieht, wie die Herzogin würdevoll, mit schönem auffrisierten Kopf, und endlich frei zum Schafott geht, ad majorem Dei gloriam .

*gehört muss werden auch die andere Partei

zur größeren Ehre Gottes - Wahlspruch der Jesuiten .

Ende dieser blutrünstigen Oper, Köpfe sind beim nächtststehenden Billeteur abzugeben, die im Orchester nimmt der 1. Konzertmeister mit .
peter337 (23.07.2010, 15:23):
Für die Freunde einer ehemaligen Wäscherin - ohne Waschmaschine.

Umberto Giordano – Madame Sans - Gene.

1. Akt: Am 10. August 1792, dem Tag der Erstürmung der Tuilerien , hat sich der Revolutionär Fouché wieder einmal in die Wäscherei der hübschen und tüchtigen Cathérine Hubscher zurückgezogen, um abzuwarten , und wie sich die Lage entwickelt . Mit Cathérine, die überall Madame Sans-Gêne genannt wird , ist auch Leutnant Napoleon Bonaparte bekannt . Kurz vor Arbeitsschluss schleppt sich ein verwundeter Österreicher herein und bittet singend um Obdach . Cathérine versteckt ihn in ihrem Schlafzimmer . Bald darauf erscheint der eifersüchtige und ehrgeizige Sergeant Lefèbvre, Cathérines Liebhaber , mit einem Trupp Soldaten . Er entdeckt den Verwundeten und bringt ihn nachts mit seiner Geliebten in Sicherheit .

2. Akt: Inzwischen sind 19 Jahre vergangen . Lefèbvre ist wegen seiner militärischen Verdienste zum Marschall und Herzog von Danzig befördert worden; er hat Cathérine geheiratet . Leider sind die Umgangsformen Madame Sans-Gênes dem Hof nicht fein genug, so dass sie ständig Anstoß erregt . Napoleon verlangt daher von Lefèbvre, sich scheiden zu lassen, doch dieser lehnt ab . Der Kaiser beschließt deshalb, mit Cathérine selbst zu sprechen, zumal diese die Fürstin Caroline, Prinzessin Elisa und die Schwestern Napoleons schon wieder gekränkt hat . Auch Graf Neipperg, der jetzt österreichischer Botschafter ist , erregt das Missfallen Napoleons, der glaubt, dass sich der Graf zu sehr um Marie Louise kümmert .

3. Akt: Napoleon verlangt von Cathérine, sich scheiden zu lassen, doch Madame Sans-Gêne erinnert den Kaiser an ihren gemeinsamen Aufstieg und vergangene Zeiten . Es wird gemeldet, dass Neipperg in den Gemächern Marie Louises gesehen worden sei . Napoleon lässt den Grafen verhaften und will ihn erschießen lassen . Cathérine aber beweist die Unschuld des Gesandten, der von Marie Louise nur einen Brief an ihren Vater, den Kaiser von Österreich, in Empfang genommen hat . Napoleon ist zufrieden gestellt und verzeiht auch Madame Sans-Gêne, die er zum Erstaunen der Hofgesellschaft am Arm zur Jagd führt .

Ende dieser kurzweiligen Oper, die vor –zig Jahren an der Volksoper gespielt wurde.
Fairy Queen (23.07.2010, 19:46):
Liebes Streiferl, mein Kopf sitzt zwar noch fest , aber der Inhalt scheint etwas locker zu sein..... :A Jedenfalls hab ich deinen liebenswürdigerweise mir gewidmeten Beatrice di Tenda Beitrag erst jetzt gelesen- und das kurz vor der Abreise in Urlaub- wenn das mal keine Albträume gibt! :I
Ich habe den Klavierauszug von Beatrice di Tenda bestellt aber im Verlag scieint auch einer den kopf verloren zu haben, denn diese... Deppen... haben mir statt dessen Mozarts Entführung aus dem Serail" geschickt. :( :S
Ist zwar auch hübsch und Folterdrohungen gibts genug, aber leider kommt kein Mezzo vor und erst recht keinTrio für mich, meinen Mezzo-Sopran und den Tenor. Als Blonde, Constanze und Belmonte im Terzett sind wir eindeutig fehlbesetzt.....und einen Osmin haben wir leider nicht.
Da Umtausch bei Internetbestellungen sehr kompliziert ist, hoffe, ich dass meien Beschwerde gelesen wird und ich nach meinem Urlaub dann das Trio ohne Kopf einstudieren kann. Jedenfalls danke ich dir von Herzen, dass ich nun einen Überblick über dieses grausige Geschehen habe. Aber wer ist nun wer? Beatrice Sopran 1 , Agnese Sopran 2 schâtze ich mal So nach dem Schema Norma und Adalgisa? Aber wer ist der Tenor, der so schön singt? Doch wohl nciht dieser Ekel von Herzog, der mir ein Double von Heinrich VIII zu sein scheint?
Ganz liebe kofferpackende Grüsse von deiner inzwischen schon 5 kg leichteren Fairy (deinen Rekord schaffe ich natürlich nicht!)
Und der Handkuss Smilie ist allerliebst!!!!!!!
peter337 (23.07.2010, 20:25):
Meine liebe Fairy!

Auf meiner Gesamtaufnahme singt die Sutherland die Beatrice und de Kabaivanska die Agnese. Giuseppe Campora ist ist der Orombello.

Liebe Grüße und Handküsse sendet Duir Peter aus dem noch immer schwülem Wien.
peter337 (03.08.2010, 07:18):
Für die liebe Fairy!

Jetzt wieder eine Französische Oper, war ja schon Zeit.

Georges Bizet - La jolie Fille de Perth - oder auch - Das hübsche Mädel von Perth.

1. Akt: In der Schmiedewerkstatt von Meister Henry Smith wird fleißig gearbeitet , die Arbeiter sind so in der Arbeit vertieft , Schwerter, Dolche, Äxte also a reine Eisenhandlung erzeugen die, und die singen sogar dabei . Da Karnevalszeit ist, verkündet der Meister einen früheren Arbeitsschluss . Nach der Arbeit das Vergnügen, meint er . Endlich ist Henry allein, er denkt an seien Liebe Catherine, an die hat er sein Herz . Wann wird sie endlich dem Drängen ihres Vaters nachgeben um ihm, den, mehr oder weniger, geachteten Waffenschmieds hohe Wertschätzung entgegenbringt. Gleich bis zum Altar will er mit der Chaterine gehen, um vor dem Herrn Pfarrer die Hand fürs Leben zu reichen. Plötzlich ist ein Lärm von draußen zu hören , eine Dame wird beleidigt "Du unschöne Schöne wir wollen haben, was du hast". Er der tapfere Henry geht mit einer Axt nach draußen, um Ordnung zu schaffen. Die Bedrohte lässt er eintreten und schließt hinter ihr die Tür. Jetzt erkennt er sie, es ist die schöne Zigeunerin Mab, deren Truppe Tag und Nacht vor der Stadt auf einem Platz lagert und herumlungert. Ein paar junge Herren wollen sie umarmen, sie werden sogar zudringlich . Gegen Umarmungen hat ja Mab nichts, aber do net mit Gewalt. Erleichtert der Gefahr entronnen zu sein, greift sie nach der Hand von Meister Smith, um ihm die Zukunft zu lesen. Ihre Auskünfte sind schon ganz guat , Katherl ist ist kokett und liebt es bewundert zu werden. Im Vorbeigehen schenkt sie jedem ihr Lächeln , aber auch oftmals einen herausfordernden Blick . Diese Flatterhaftigkeit bringt den liebenden Mann in Wut sie beschwört die Wut sogar harauf und unglücklich machen. Aber Mab liest in seinem Kaffeehäferl Anzeichen eines Glücks.Schon bald wird er von der Schönen den Preis für seine Ausdauer erhalten . Diesee jenige welche wird sich entscheiden und ihrer Bestimmung folgen . Am Valentinstag . Nur ihn allein der Henry Smith ist es den sie liebt. Seine Hoffnungen erfüllen sich, der Waffenschmied ist misstrauisch. Ihren Zauberkräften will Henry Smith erst glauben, wenn sich die Prophezeiungen erst bewarheiten . Es klopft an der Tür . Mab versteckt sich schnell in der Kammer nebenan. Es wird aufgemacht und er besuch wird hereingelassen, es ist der Handschuhmacher Glover, der Vater vom Katherl mit derselbigen.. Der Lehrbursch Ralph drängt ebenfalls herein . Die Eintretenden haben ein Bedürfnis sie wollen den Karneval mit mit Freunden verbringen und zu Abend essen , sie haben gleich aber was mitgebracht a halbes Rehlein, Whisky und einen saftigen Pudding . Ein wahres Hochzeitsmahl . Dann singen die noch , es lebe der Karneval mit seinen leuchtenden Farben. Jeder feiert den halt auf seine Weise . In dieser öden Jahreszeit soll man gut trinken und auch gut speisen . Katherl meint, dass man sich auch andere Freuden vorstellen kann . Glover will nun die Speisen unter den Augen des Meisters zubereiten . Ralph weigert sich, er sei ja kein Küchenjunge, er sei zwar Lehrling aber doch net das andere, doch Meister Smith bringt ihn doch dazu, den Schlangenfraß zu kochen . Ralph hat einen Fremden gesehen, der Katherl bis daher gefolgt ist, er will sie beschützen, jedoch das möchte der Meister auch, allein . Endlich, nach zwei Stunden, kann Henry unter vier Augen , Katherl ein paar zärtliche Worte singen. Für ihn ist es ein großes Glück, sie zu seiner Liebsten erwählt zu haben. In drei Tagen ist Valentin und dann wird er sie morgens aufwecken und ihr ein schönes Verlobungsgeschenk bringen . Ein heiterer Brauch und manchmal ist man schneller verlobt als man glaubt, äußerst sich Katherl. Sie soll nicht spotten und endlich der Hochzeit zustimmen . Aber Henry gibt ihr eine goldene Rose . Aber Katherl soll endlich keinen Grund mehr zur Eifersucht geben denn ein Fremder ist ins Haus gekommen, die Tür stand auf . In diesem Haus bemerkt er die Schöne, da ist sie ja eingetreten . Der Fremde möchte nur, dass sein Messer richtenlassen, in das ein Bauer, irrtümlich reingelaufen war und der hat sein Messer verbogen . Katherl ist sprachlos und beginnt mit dem fremden Herrn zu flirten, was Meister Smith wütend macht und er zerhaut das Messer. Katherl möchte den Namen des Fremden erfahren, der meint er habe einen hohen Rang, Herzog ist er und lädt Katherl, maskiert zu seinem Fest auf's Schloß zu kommen. Die beiden flüstern miteinander und Meister Smith haut das Messer zamm, so zornig ist der, der Herzog sagt zu Katherl, singenderweise, dass sei schöner sei als alle Damen seines Hofes, er bitte sie ihr dei Hand zu gebemn und schleckt sie von oben bis unten ab . Ein spitzer Schrei ertönt , mab hat alles gehört und stürzt aus ihre Versteck hervor, da ist der herzog aber ganz baff, was will denn die da, und Katherl sagts ich nur a fremde Frau unter diesem Dach? . Meister Smith ist der am End' ein Verführer , jeden falls hat Mab ein Unglück verhindert. Henry Smith kann nicht erklären was die Zigeunerin bei ihm im Haus macht und der Herzog nutzt die Situation für sich aus . Das Abendessen ist fertig, aber keiner ißt was . Katherl ist nicht bereit sich zu versöhnen. Der Herzog und Clover kennen sich . Der Letztere hat Ersteren um eine Audienz nachgesucht und will jetzt sein Anliegen vortragen , aber der Herzog verabschiedet sich, auch Katherl will gehen, der Vater kann sie nicht übersingen da zu bleiben. Die goldene Rose, welche ihr Henry zum Geschenk gemacht hat, schmeißt sie zu Boden und Mab hebt sie auf und bewundert das Kunstwerk und will es Katherl zurückbringen. Smith ist untreu und meineidig, sie gibt ihm ihr Wort, dass sie ihn vergessen wird, denn für so eine Beleidigung ist Vergessen das einzige was sie kann . Mab und Smith schwören zwar dass sie unschuldig seien, aber wer glaubt das schon .

2. Akt: Die Nachtwache macht ihre Runde . Strolche sollen in der Dunkelheit verschwinden. Auf dem schönen Platz von Perth stehen die schönen Bürgerhäuser, die von einer Laterne beleuchtet wird. Katherls Fenster ist im zweiten Stock, taghell, beleuchtet . Aus der ferne hört man Lärm , ein Karnevalszug nähert sich und der Herzog ist im Mittelpunkt in seiner Sänfte und verkündet wer den Riesenkelch mit Wein in einem Zug aussauft, wird zum Ritter der Freude ernannt , ob der Wein rot oder weiß ist ist egal, Hauptsache es ist Wein Ein Gruppe Zigeunnerinnen gesellt sich dazu, Mab bezaubert alle mit ihrem Lächeln, der Herzog bedeutet ihnen allen keine Angst zu haben und zu tanzen . Unauffälig flüstert der Herzog Mab zu, dass er in der Nacht noch Zeit hat , sie soll dafür soregen, dass Katherl in einem schwarzen Domino verkleidet auf dem Fest erscheint. Mab geht zum Schein auf das Angebot ein und erinnert sich, was der Herzog einstens mit ihr angestellt habe. Sie wird auch niemand was verraten, beim Licht der Fackeln wandert die Gruppe weiter. Der Platz ist leer als Smith erscheint. Unter dem Fenster der Geliebten singt er ein Serenade "O sole mio - oder "Vor der Kaserne in der Taverne". Ein anderer hat ein ähnliches Schicksal, nur hält er sein Maul, seine Geliebte ist verschwunden. Da kommt noch einer Ralph erscheint und setzt sich auf eine Bank , er Himmel ist dunkelschwarz und beide drei greifen zu Flasche, Ralph bekommt mit, dass zwei Männer mit einer Sänfte nach Katherl fragen und wo sie wohnt . Jetzt, na endlich, kommt der schwarze Domino. Plötzlich ist Ralph hellwach , mit lauter Stimme ruft er nach Meister Glover, dass man seine Tochter entführt habe , dieser will der Sänfte hinterher. Plötzlich erscheint Katherl am Fenster und wiederholt den Refrain der Serenade . Ralph glaubt, die Antwort gelte ihm und ist glückselig .

3. Akt: Im Palast des Herzogs ist man beim Würfelspiel . Die erwartete Sänfte ist soben eingetroffen. Der Domino will sich nicht demaskieren klassen, alle wissen wer sich hinter der düsteren Larve verbirgt, nur der Herzog net und er soll das Vergnügen haben dies zu entdecken. Es verbirgt sich hinter der Larve Mab, nachdem der Spaß vorbei ist, bläst sie die einzige Kerze aus und wirft die Maske von sich . Der Herzog will sie noch erwischen, aber greift nach der goldenen Rose , die Mab Katherl zurückgen wollte und huscht durch das Fenster . Smith ist Katherl bis in den Thronsaal gefolgt und versteckt sich dort hinter einer Gardine. Clover erscheint mit Katherl zur Audienz und Smith hört welches Anliegen er hat. Es ist was Angenehmes, beide wollen den Herzog zu einer Hochzeit einladen. Der Herzog ist aber kein Schlauer, denn er weiß noch immer nicht, dass nicht Katherl bei ihm als Domino war, achtlos hat er sich die goldene Rose aus dem Wams gestreckt und spottet nun, was das Zeug hält . Smith bemerkt bemerkt den Schmuck und beginnnt seinerseits zu schimpfen, sein geliebte Katherl wird ganz blaß solche Ausdrücke . Ihre Ehre sieht Katherl in den Schmutz gezogen, der behandlet ja sie wie eine Kurti . Der Vater glaubt aber auch, dass was Wahres dran ist. Der Angesungene drückt die Unschuldsvolle an die Brust und akzeptiert ihre Beteuerungen. Anders der Herzog, guten Glaubens gießt er Öl ins Feuer . Die brave Katherl soll nichts fürchten, das Geheimnis der Nacht ruhe auf seinem Herzen. Nun fleht Katherl den Herzog an ihre Unschuld zu beteuern, die Hofgesellschaft ist sich uneinig - und so wird die Katherl, wie es sich in einer Oper gehört - wahnsinnig.

4. Akt: Smith hat sich ins nahe Gebrige verzogen um seeiner Verzweiflung freien Lauf zu lassen . Seine Freund, vonClover unterstützt, sind ihm gefolgt um für Karherls Unschuld die Hand ins Feuer zu kegen. Am meisten bemüht sich Ralph, der seine geliebte Katherl nicht leiden sehen kann . Er schwört Katherl habe die Nacht daheim verbracht . Ralph ist schon ein wenig eingschnappt, weil Smith ihm nicht glaubt. Jetzt jkann nur ein Gottesurteil entscheiden. Kampf auf Leben und Tod für die Ehre der holden Dame, da kanns nur ernst werden, grausam. Smith bedauert Ralph, der Herzog wäre ihm als Gegner lieber gewesen. Da schleppt sich die sterbende Katherl, singend natürlich, heran. Ein letztes Mal möchte sie ihn sehen und seine Stimme hören . Wie die Blume, die zu rasch verwelkt, stirbt sie zusammen mit ihrer Liebe. Die Ritter nahen, wie der Valentinstag, Katherl ist wahnsinnig und singt wie die "Lucia" eine Wahnsinnsarie , was hat hier Mab denn getan, plötzlich hat die Frau Medizinalrat Mab eine Idee, Wahnsinn ist heilbar, nur Smith ist tot, niemals wird Katherl seine Liebste sein. Mab stellt sich in den Kleidern Katherls an Fenster und tut so als ob sie die Serenade, die Smith angestimmt hat, huldvoll beantworte. Smith wurde zuvor, als Toter in seine Rolle eingewiesen. Die richtige Katherl bekommt einen Schock und ihr Geist entwirrt sich. Erlöst fällt sie Henry in die Arme .
peter337 (23.08.2010, 21:01):
Für die liebe Fairy Queen, die Rossini so schätzt.

Eine schöne Oper, von der man heute fast nur mehr die Ofentüre, meine Ouvertüre, kennt.

Gioacchino Rossini – La gazza ladra – oder auch – Die diebische Elster – genannt.


1. Akt: Der Krieg ist aus , Gianetto, der Sohn des Fabritius Vingradito hat ihn überlebt und ist heimgekehrt . Aus diesem Anlass gibt es am Hofe ein großes Fest, bei dem auch eine sprechende Elster vorgeführt wird, die die Worte "Ninetta" und "Pippo" rufen kann . Das Fest ist vorbei und das Tafelsilber wird eingesammelt . Da vermisst Lucia die Hausfrau eine Gabel . Rein zufällig ist Ninettas Vater Fernando, als zerlumpter Soldat aus dem Krieg heimkehrt, er wurde nach einem Streit zum Tode verurteilt und ist deshalb desertiert . Er benötigt dringend Geld für seine Flucht . Um dieses zu bekommen gibt er Ninetta heimlich ein Silberbesteck , und bittet sie es bei Isacco dem Krämer zu versilbern = verkaufen. Das Geld wiederum möge sie in einem hohlen Baum deponieren . Zu aller Schreck ist Gottardo Podesta, der ältliche Bürgermeister gekommenen und macht Ninetta ziemliche Avancen , welch jene, mit einem Zitat aus Goethes "Götz von Berlichingen" beantwortet, d.h. beantnotet . Da kommt der Postbote, von der Gesellschaft Thurn und Taxis, mit einem Brief. Der Podesta lässt sich diesen von Ninetta vorlesen , die während des Lesens mit Erschrecken feststellt, dass es sich hier um den Steckbrief ihres Vaters handelt . Geschickt verfälscht sie die Identität des Gesuchten , plötzlich kommt es zu einem Streit, den die Elster benützt, einen weiteren Silberlöffel zu holen und damit wegzufliegen . Ninetta verkauft das Besteck, welches sie von ihrem Vater bekommen hat, an Isacco. Das Geld hat sie noch nicht im Baum versteckt , als das Fehlen des Löffels bemerkt wird . Die Elster, inzwischen wieder im Käfig ruft immer wieder: "Ninetta" . Daraufhin wird Ninetta als verdächtig untersucht und man findet das Geld welches sie von Isaaco bekommen hat. Zu allem Schreck wird bekannt, dass sie die Tochter von Fernando ist. Das genügt, da nützen keine Beteuerngen . Der Herr Bürgermeister lässt sie ins Gefängnis bringen .

2. Akt: Gianetto ist zu Ninetta, die immer wieder ihre Unschuld beteuert ins Gefängnis gekommen und beteuert ihr seine Liebe . Auch der Bürgermeister ist gekommen um Ninette zu retten – allerdings knüpft er daran eine etwas kleine Bedingung: Gianetta muss ihm Ihre Unschuld opfern . Als sie sich weigert , scheint ihr Schicksal zu sein auf sie wartet das Todesurteil , das dann auch angesungen wird . Außerdem und Überdruß wird Fernando als Deserteur erkannt und ebenfalls eingesperrt. Der Zeitpunkt der Hinrichtung naht . Aber die Elster kann das Stehlen nicht unterlassen, und so schnappte sie sich eine Münze von Pippo . Völlig erstaunt sehen er und Georgio, wie das Tier seine Beute auf einem Turm versteckt . Als sie oben ankommen finden sie eine Menge gestohlener Sachen aus Silber - darunter auch das vermisste Besteck auch eine Elster hat das Recht, ordentlich Mittag zu essen]. Um die Hinrichtung zu unterbrechen läuten die beiden nun die Glocken des Turmes . Ninettas Unschuld wird nun bewiesen, sie ist frei. Ihr Vater bekommt eine allgemeinen Amnestie und verlässt das Gefängnis ebenfalls als freier Mann . Ninetta und Gianetta jedoch werden ein Paar .

Ende dieser entzückenden Oper, von der eigentlich, fast immer, nur mehr die Ouvertüre gespielt wird.
Severina (23.08.2010, 21:12):
Lieber Peter,
ich bin zwar leider nicht die liebe Fairy - ich hoffe, Du trägst das mit Fassung :wink - aber ebenfalls Rossinifan und sage deshalb: :down :rofl :down :rofl :down :rofl :down :rofl
lg Sevi :hello
Fairy Queen (24.08.2010, 12:46):
:D Ich bin die böse Fairy, die viel mehr Bellini als Rossini-Fan ist- wobei ich dem Gioacchino sein Genie wahrlich nicht abspreche!
Merci vielmals fûr die mir gewidmete Vorstellung dieser Oper, von der ich wirklich nur die Ouvertüre kenne. Dass ein Mann Giannetta heisst , der Name (klingt eher nach Soubrette....., ist das ein Teil der Komik?
Und darf die Elster in modenren Inszenierungen auch mitsingen? :D
Tanti saluti rossiniani aus Lille nach Wien

F.Q.
peter337 (24.08.2010, 19:22):
Meine lieben Zwei Fairy und Severina!

der Vater heißt ja, auch zerlumpt Fernando und die Tochter Gianetta, nur der Vogel der in modernen Inszenierungen auch mehr singen darf, singt Ninetta.

Liebe Grüße sendezt Euch Euer Peter mit Handküssen, natürlich. :hello :hello
peter337 (24.08.2010, 19:27):
Für die liebe Severina!

Das selbe gilt auch für diese Oper von

Gioacchino Rossini - La Scala di Seta - oder auf gut Hochdeutsch - Die Seidene Leiter.

1. Akt: Giulia ist mit dem Diener Germano in ihrem Zimmer und der singt, bzw. redet wie ein Wasserfall, schulmeisterlich und selbstgefällig über den Nutzen der Ehe . Nur mit Mühe gelingt es Giulia aus dem Zimmer zu schicken 8dass mance Diener so schwerfällig sind, das ist heute durch den Kollektivvertrag schon besser geregelt, da haut man ihm eine runter und er geht]. Endlich allein , träumt sie von der Liebe. Plötzlich stürzen die Cousine Lucilla und wieder der Diener herein und rufen sie in das Zimmer von Dormont . Als sie wieder allein ist , holt sie aus dem Schrank eine seidene Strickleiter . Aus einem anderen Zimmer kommt Dorvil, ihr heimlicher Ehegatte . Er muss sich wie ein heimlicher Liebhaber durchs Fenster stehlen , um seine Frau zu sehen . Außerdem ist Dorviel von Eifersucht geplagt , denn Giulias Vormund Dormont, der eben keine Ahnung vom Ehezustand Giulias hat , will ausgerechnet Dorvils Freund Blansac als zukünftigen Ehemann für Giulia . Giulia beruhigt den unruhigen Dorvil mit der Aufforderung um Mitternacht wieder zu kommen . Mit dieser guten Aussicht verlässt Dorvil Giulias Zimmer über die am Balkon befestigte seidene Leiter . Lucilia und Dormont schießen herein. Dormont kommt Giulias ständige Zurückgezogenheit in ihrem Zimmer langsam verdächtig vor . Leicht gereizt bringt er seine Rede, natürlich in gesanglicher Form, auf den auserkorenen Biansac . Bei der nennung und bloßer Erwähnung dieses Namen gerät Lucilia in deutliches Schwärmen . Germano stürzt herein , aber diesmal kommt er herein und kündigt einen Besuch an, Biansac. Giulia wittert eine Möglichkeit , dabei gewinnt sie den sowohl intriganten als auch tollpatschigen Germano als Verbündeten für ihren Plan. Zur Lösung ihres Problems will sie Biansac mit Lucilla zusammenbringen und Germano soll bei diesem Treffen ausspionieren, ob zwischen den beiden mehr ist als nur Sympathie, und sich diese also abspielt. Inzwischen empfängt Dormont seinen zukünftigen Schwiegersohn Biansac feierlich . Biansac stellt seinen Freund Dorvil feierlich als seinen Trauzeugen vor. Die Hochzeit soll am folgenden Tag stattfinden . Als Dormont kurz das Zimmer verlässt , um Giulia zu holen nutzt Dorvil die Gelegenheit und erzählt, schmettern und niederschmetternd, dem ahnungslosen Rivalen, Giulia werde ihn nur aus Gehorsam aber nicht aus Liebe heiraten. Biansac ist in seiner Ehre gekränkt und fordert Dorviel auf, ihn beim nächsten Treffen mit Giulia heimlich zu belauschen, um sich von ihrer Liebe zu überzeugen. Dorvil lässt sich darauf ein. Als er sich im Nebenzimmer versteckt, trifft er auf Germano , der sich ebenfalls ans Spionieren macht . Vor diesem stummen Zeugen distanziert Giulia von Biansacs Werbungen mit der begründung, seine Liebe sei unbeständig . Als daraufhin Biansac glühend Treue schwört und Giulia zum Schein darauf eingeht, ist Germano ganz verwirrt davon und Dorvil reagiert nervös mit einem Wutausbruch gegen den tölpelhaften Germano "Herst du Depp, zu was brauchen wir dich in der Oper, nur weil es ein gewisser Herr Rossini das will - der kann sagen was er will, reden kann er eh net mehr"

2. Akt: Biansac fühlt sich bestätigt und verlangt von dem hochgradig nervösen Dorvil, von der Liebe in aller Welt zu erzählen. Auf der Suche nach Giulia trifft Biansac Lucilia . Sie gesteht ihm ihre Liebe und auch, dass sei ihn am liebsten heiraten würde . Giulia denkt darüber nach wie sie Dorvil wieder zur Vernunft bringen kann und gofft auf ihre nächtliche Verabredung . Germano, der seine Herrin belauscht , verwechselt aber alles und denkt sie will sich mit Biansac treffen. Giulia entdeckt Germano und bezichtigt ihn ein Spitzel des Vormundes zu sein, aufgeregt schließt sie sich ein . Germano ist nun völlig überzeugt, dass Gilia ein Verhältnis mit Biansac hat und erwähnt die mitternächtliche Verabredung . Biansac ist ganz aufgeregt über die unerhoffte Möglickeit. Vo Dormont und Lucilia aber tut er gabz gelassen und singt, dass er sich jetzt zurückziehen möchte . Germano erzählt Lucilia von dem Rendezvous zwischen Biansac und Giulia. Lucilia vesteckt sich daraufhin hinter einer Tür , Germano kriecht unter einen Tisch . Giulia lässt wie verabredet die seidene Leiter vom Balkon in den Garten hinabi. Kaum ist zur Überraschung der stillen Beobachter nicht Biansac, sondern Dorvile eingetreten, geraten die Eeheleute in Streit, der sehr heftig ist. Da, was da, da hört sie Biansac, Giulia versteckt Dorvil in ein Nebenzimmer und lässt Biansac herein. Schnell löst sich das allgemeine Missverständnis. Da nähert sich polternd Dormont . Giulia versteckt nun Biansac in ein anderes Nebenzimmer . Auf der Suche nach dem vermeintlichen Liebhaber zerrt Dormont nacheinander Lucilia, Biansac und Germano aus ihren Verstecken. Dorvil kommt freiwillig aus seinem Versteck heraus und gibt sich als Giulias Ehemann zu erkennen . Als Dormont noch immer an seiner Idee mit Biansac und Giulia festhalten will, erklärt Biansac, dass er Luciilia heiraten werde . So gibt sich Dormont den Gestzen der Liebe geschlagen .

Ende dieser Oper, wo auch nur mehr die Ouvertüre bekannt ist - auch Leider!
Severina (24.08.2010, 22:26):
Lieber Peter,
ich fühle mich hoch geehrt, dass Du mir eines Deiner köstlichen musikalischen Streiflichter gewidmet hast! Und ich kenne sogar mehr als nur die Ouvertüre der "Scala di Seta", ich habe sie vor vielen Jahren in der Kölner Oper erlebt, mit David Kuebler, Alberto Rinaldi, Carlos Feller, die Regie war von Hampe, glaube ich.

lg Sevi :hello
peter337 (25.08.2010, 07:21):
Liebe Severina! Guten Morgen!

Freut mich, dass es Dich wieder gefreut hat.

"Scala di Seta" ist wohl eine sehr sellten gespielte Oper, aber Du reist ja Raritäten nach ,

denn diese Oper hat es nicht verdient vergessen zu werden, wie der ganze "Frühe" Rossini.

Liebe Grüße sendet Dir Peter. :hello :hello
peter337 (25.08.2010, 21:46):
Eine ganz besondere Oper:

Ein Ukrainer war noch net dran .

Karol Szymanowki – Król Roger – oder auch – King Roger – genannt.

1. Akt: Roger mit seinen Kriegern erscheint zum Gebet . Der Erzbischof und die Äbtissin beschwören den König, die Kirche von ihren Feinden zu befreien und bitten um Hilfe gegen einen geheimnisvollen, fremden Hirten, der durch Sizilien zieht und das Volk mit einer anderen Religion zu sich lockt . Die Geistlichen fordern, dass der Fremde verhaftet wird, doch die schöne und kluge Roxane bittet für den Hirten . Auch der arabische Gelehrte Edrisi rät dem König, den Hirten zu empfangen und zu verhören . Der Fremde wird herbeigebracht und gibt zu, die Lehre eines neuen, friedvollen Gottes zu verkünden; wer sich nach Liebe sehne, möge ihm folgen . Roxane ist erschüttert durch die Rede des Hirten und erweckt die Eifersucht des Königs, der schließlich den Hirten, durch dessen Ruhe entwaffnet, entlässt und empfiehlt, sich an diesem Abend auf dem Schloss einzufinden .

2. Akt: In tiefer Nacht erwartet der König mit den Seinen die Ankunft des Hirten . Er ist beunruhigt über den Zauber, den der Fremde auf Roxane und ihn selbst ausübt . Der Hirte mit seinen Genossen kommt herbei und begrüßt den König im Namen der ewigen Liebe . Er erzählt, dass er als Gottgesandter aus Indien kommt , worauf der König ihn der Zauberei beschuldigt. Nun fordert der Hirte seine Gefährten auf, ihre sonderbaren Instrumente zu spielen . Eine merkwürdige Musik erklingt . Alle, die sich hier um den Hirten versammelt haben, auch Roxane, tanzen . Als der König den Hirten verhaften und fesseln lassen will, zerreißt dieser mit Leichtigkeit seine Bande und entschwindet ins Gebirge . Roxane und die anderen folgen ihm wie im Traum . Der König bleibt allein auf seinem Thron zurück, reißt sich die Krone vom Kopf, den Mantel vom Leib und geht wie ein Pilger den anderen nach .

3. Akt: Nach langem Umherirren kommt der König, geführt von Edrisi, zu den Ruinen eines griechischen Tempels . Er ruft, durch die Einsamkeit bedrückt, nach seiner Gattin, Roxane antwortet ihm . Sie heißt ihn willkommen, weil er in Demut und ohne Waffen ins Königreich der Liebe eingetreten ist . Auf dem Altar erscheint der Hirte als Gott Dionysos. Alle verwandeln sich in Bacchanten, Dryaden und Satyre . Als die Nacht zu Ende ist und es dämmert, steigt der König zum Altar empor und bietet sein Herz der Sonne dar .

Ende dieser hübschen Oper vom Glauben oder Nichtglauben.
peter337 (27.08.2010, 07:16):
Vorschlag zum Buchstaben - Z - in Alphabetisches.

Jetzt wieder was Seriöses.

Alexander von Zemlinsky – King Candaules - oder - König Kandaules

1. Akt: König Kandaules feiert mit seinen Freunden und Höflingen ein großes Gelage . Gyges, ein Fischer, dessen Frau Trydo am Hof beschäftigt ist, bringt dem Koch einen besonders großen und schonen Fisch . Er geht, als er das ausgelassene Treiben am Königshof bemerkt, schnell davon . Die Gäste loben das köstliche Mahl und die Freigiebigkeit des Herrschers. Davon stark beeindruckt, lässt König Kandaules seine, wie man sagt, wunderschöne Frau holen, der er sich gegen alle guten Sitten vor den Fremden zu entschleiern befiehlt . Die Frau gehorcht widerwillig - na net. Kurz darauf findet einer der Gäste im Fisch einen Ring, der die Inschrift "Ich verberge das Glück" trägt . König Kandaules lässt Gyges wieder zu sich kommen und lobt ihn über alle Massen. Er ist noch mehr von dem Fischer angetan, als dieser seine Frau Trydo tötet, die er der Untreue überführt .

2. Akt: König Kandaules hat Gyges eingeladen, bei ihm einige Tage Gast zu sein . Er trinkt und unterhält sich mit ihm . Der König hat inzwischen entdeckt, dass der im Fisch gefundene Ring seinen Träger unsichtbar macht . Voller Übermut steckt er ihn Gyges an die Hand und lässt wiederum Nyssia, seine Frau rufen. Diese bittet ihn, Gyges ist ja inzwischen unsichtbar, sie nie mehr vor den Augen anderer zu entschleiern . König Kandaules wird zornig, er entfernt sich; seine Frau bleibt mit dem noch immer unsichtbaren Gyges allein. Hingerissen von ihrer Schönheit, verbringt er die Nacht mit ihr, denn die Frau hält ihn für ihren Ehemann .

3. Akt: König Kandaules möchte gern seinen Ring wieder haben . Langsam kommt er zu der Erkenntnis, was er angerichtet hat und dass Gyges ihn betrogen hat. Dies wird ihm zur Gewissheit, als seine Frau Nyssia von der letzten Nacht mit ihm schwärmt . Gyges, der nicht weiß, was er tun soll, hält sich noch immer versteckt. Schließlich aber gibt er sich Nyssia gegenüber zu erkennen. Die junge Frau verlangt nicht, wie er erwartet, dass er sich selbst töten solle . Die zutiefst gekränkte Frau will, dass er ihren treulosen Gemahl, den König, erschlägt. Gyges tötet den König und wird nun selbst Herrscher mit Nyssia an seiner Seite .

Ende dieser wirklich schönen Oper.
Sfantu (27.08.2010, 08:46):
Mal wieder brilliant, lieber Peter!

Allein der Kalauer mit dem Sich-Vergessen in allen Ehren resp. Ähren - köstlich vieldeutig...
Da leg' ich doch mit grösstem Respekt das bekannte Brahms-Zitat auf meine Zunge: "Leider nicht von mir".
Obendrein eine schöne Anregung, den Opern-Zemlinsky mal weiter zu erkunden (kenne bisher nur "Es war einmal").

Dank & Gruss

:hello Sfantu
Heike (27.08.2010, 09:00):
Das ist auch irgendwie lustig, die Parodie vor dem Original zu genießen, da kriegt man richtig Lust auf diese mir bisher unbekannten Opern!
Heike
peter337 (27.08.2010, 13:37):
Endlich ein Franzsoe – wieder einmal.

Jaques Ibert – Le Roi d' Yvetot – oder – Der König von Yvetot.

1. Akt: Yvetot hat Sorgen Die schöne Jeanetton weigert sich, den vom König ausgesuchten Gemahl, den dicken Wirt, zu heiraten , und die streitlustigen Nachbarn von Rocanville drohen mit Krieg . Die Bürger von Yvetot können sich ihrer Beschimpfungen kaum erwehren, so dass Jeannot, der junge friedliebende König von Yvetot , beschließt, ohne Gefolge in den Nachbarort zu fahren, um dort zu vermitteln . Bald kehrt der Herrscher, übel zugerichtet, auf seinem Maultier heim und lässt sich von Jeanetton, die auf ihn gewartet hat, trösten "Mach da nix draus’ das nächste Mal gewinnst dann du, wir nehmen Omeletten zum Werfen". Als Minister Mederic dem Volk bekannt gibt, dass ihr Souverain schwer verletzt wurde , schreit das Volk nach Rache und zieht gegen Rocanville ins Feld .

2. Akt: Die älteren Leute von Yvetot sind zu Haus geblieben und unter der Führung des Ältesten in den Kirchturm gestiegen , wo sie vom Glöckner über das Kampfgeschehen informiert werden. Der Beobachter fällt jedoch hinunter, so dass niemand weiß, wer gesiegt hat . Bald zeigt sich, dass Yvetot verloren ist, denn einzelne Kämpfer, schwer mitgenommen, treffen ein. Es wird von Niederlage und Tod des Königs berichtet, schließlich kommt die ganze Armee in traurigem Zustand zurück . Ein vom dicken Wirt angezettelter Aufstand führt zur Absetzung des Königs , der sich versteckt hält . Die Revolution hat gesiegt, ein Freiheitsbaum wird gepflanzt

3. Akt: Die Bürger von Yvetot wünschen sich ihren verschwundenen König wieder herbei . Besonders die Frauen werden nun sehr rührig und drohen mit Streik , wenn ihre Männer sie nicht unterstützen . Jeanetton gelingt es, den König in seinem Schlupfwinkel zu überreden , wieder die Regierungsgewalt in die Hand zu nehmen. Der König, der zunächst darauf besteht, sich nur noch seinen Blumen widmen zu wollen , gibt dem Drängen des Mädchens nach .

4. Akt: Der erst vor kurzem gepflanzte Freiheitsbaum ist verdorrt . Die feindlichen Parteien geraten sich in die Haare , es herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände . Es wird geschimpft und geschossen, Verluste sind jedoch nicht zu beklagen . Der König und Jeanetton haben sieh während der Auseinandersetzungen in einer Tonne versteckt , die jetzt umkippt, so dass Jeannetton sich dem Volk zeigen muss . Die Parteien schließen Frieden . Der König erklärt Jeanetton zu seiner Königin, die Leute tanzen und feiern .

Die Oper ist aus und alle sind zufrieden, na so halbert halt.
peter337 (27.08.2010, 19:28):
Ist zwar schon ein Jahr alt, aber noch nicht hier gewesen, ich meine da - da.

Engelberg Humperdinck - Hänsel und Gretel.

1. Akt: Die Oper beginnt mit einem großem Skandal! Kinderarbeit! Mehr zu sagen, da fehlen einem ja die Worte. Hänsel und Gretel, die Kinder eines armen Besenbinders, arm sein schändet nicht , hat der keine Berufsgemeinschaft die hinter ihm steht?, besser aber er hat keine, weiß ich aus Erfahrung. Kostet nur Beitragsgeld, sollen arbeiten, man darf die Jugend nicht von der Arbeit abhalten, sonst kriegen die Hartz 4 und bilden eine Gang, so sagt man heute, aber man meint eine Jugendbande, zu zweit eine bisserl a schwache, aber man kann doch den Leuten, die die alte Frau im Wald, besuchen wollen, die Handtaschen rauben oder Handys stehlen, Kutschenreifen aufstechen, halt die ham ja koane Reifen und durch die Stahlbänder durchstechen nutzt a nix. Aber die zwoa singen und tanzen lieber "Brüderchen komm' und tanz mit mir", wollen halt zum Ballett, aber die Mutter, die Kompagneuse, ist böse über die Faulheit der Kinder, nebenbei da sollten Reisig sie für den, fast immer betrunkenen, Vater sammeln und die Besen binden, und sie stößt aus Versehen den einzigen Topf mit Milch vom Ofen, müsste bei der "Quelle" oder "Universal-Versand" dringend ein neues Geschirr kaufen. Ärgerlich schickt sie die Kinder in den tiefen Wald, um Bären zu suchen, meinte Beeren, Tschuldigung. Hoffentlich geraten die nicht in eine Beerenfalle, halt heißt ja Bärenfalle. Der Vater kommt, angedudelt wie immer, reich beladen nach Hause, in die Keuschn. Er hat gut verdient, hat auf Staubsauger umgesattelt, und kommt mit einem Korb, den er von einer jungen Dame, die so am Weg hin und her geht, da hat ihr der Besenbinder einen Strich gezogen, mit kurzem, süßen Rockerl und einem tiefen Dekolleté, bekommen, der mit vielem Essen beladen ist nach Hause. Da er der Chef der jungen süßen Dame ist, hat er ihr die Tageslosung abgenommen, hat er eingekauft, a Kloarer is a dabei. Dass die Kinder im Wald sind ängstigt ihn, beim anderen Madel hat er weniger Sorgen. Wie leicht können sie der Knusperhexe, einer lieben anständigen Frau, die nur ihrem Beruf . Sie hat sich der Pädophilie verschrieben, und lockt kleine Kinder an um aus ihnen Lebkuchen zu machen, da hat sie ein Rezept aus Lübeck bekommen und exportiert in alle Welt, speziell zur Weihnachtszeit, wenn es schneit. Die Eltern eilen mit ihrem Jeep, den sie versteckt hatten, auf dem Weg um in den großen, tiefen Wald die Kinder zu suchen. Betrunken am Steuer ist schon ein Frevel überall steht am Baum im Wege, wer die alle so vorschriftswidrig hingepflanzt hat?, aber Mama chauffiert. A Nüchterne in der Familie wenigstens, obwohl sie ungeschickt ist, Siehe Milchtopf.

2. Akt: Gretel windet, unter dem Baum sitzend, ein Kränzchen aus Blumen, und denkt an ihren Berufswunsch Erwerbsgärtnerin zuwerden, Hänsel sucht Erdbeeren. Die gibt er dann im Supermarkt ab, wo er einen Stand hat, oder Filiale in einer U - Bahn Station, aber die jetzt brauchen die zum Abendessen, a richtig stärkende Mahlzeit, so eine frische und naturverbundene Mahlzeit, fast keine Kalorien. Aus der Ferne klingt ein Echo herüber . In der Dämmerung erwachen die Geister des Waldes. Irrlichter und Nebelschwaden umschwirren die Kinder, hoffentlich fallens net in die Wolfsschlucht, das is ja a andere Oper, ich schwief ab. Sie haben Angst, hätt i auch, bei den modernen Bühnenbildern. Müde legen sie sich unter einen Baum, aber nicht unter eine Eiche, vor denen soll man nämlich weichen , Buchen soll man suchen. Müde legen sie sich zum Schlaf, das Sandmännchen singt sie in diesen . Die Kinder beten "Abends will ich schlafen gehn", a Wunder, dass Kinder no beten, bei der atheistischen Lebensweise, heutzutage. Vierzehn Engel steigen hernieder und bewachen die Kinder, eine rührende Szene, speziell in der DVD mit der Gruberova und der Fassbaender.

3. Akt: Das Taumännchen "Der kleine Taumann heiß ich", . Sie kummen an das sogenannte Knusperhäuschen, das aus Schokolade gebaut ist, die Alte muass an Klopfer haben, oder Parkinson und Alzheimer zusammen, das is ja koa Baumaterial, den gibts net amal beim BAUHAUS oder OBI, und die Kinder knabbern den Baustoff an. Da fängt sie die böse Frau Hex, wie hoaßt denn die wirklich, wegen der Anzeige, gegen sie? Aber am Programmzettel wird der richtige Name stehen, denke ich. Hänsel kommt in den Stall, bei der Wohnung drin, kann das überall sein, die Frau hat eine Sammelwut, oder wie man heutzuage sagt: Messie -Syndrom oder Bibliomanie , um fett gefüttert zu werden. Gretel muss die Hex bedienen "Haben Euro Gnaden weit're Befehle", ui das ja von Richardl Number Two or the second Richardl. Beim Hexentanz reitet sie, auf eine Besen sitzend, zum Schornstein hinaus Hänsel soll in dem glühenden Backofen gebraten werden, Kanibalismus is ja des, pfui Teufel. Aber Gretel, die Oberschlaue, hat der Hex einen Zauberspruch abgelauscht. Damit kann sie Hänsel befreien, ja Gschwister halten zamm, gegen so a Bagage, damit kann sie Hänsel befreien, aber jetzt kommt was Ungeheuerliches, das in keinem Altersheim vorkommt, trotz intensiver Pflege. Sie schieben die Hexe in den Ofen, für Kinder a enorme Leistung denn die Hex hat "Wagner - Ausmaße", muass a mal im "Ring" gesungen haben, und der Ofen Riesenausmaße. Hänsel und Gretel tanzen vor Freude um ihre Rettung, dabei hamms a oide Frau ermordet "Juchhei! Nun ist die Hexe tot!". Die Lebkuchen verwandeln sich in Kinder, die lebendig sind. A ganze Lieferung nach Lübeck is hin, und Nürnberg wartet a scho ab Ende September / Anfang Oktober auf die Weihnachtsware. Die Eltern kommen mit der Suzuki, haben das Fahrzeug getauscht, und die Suzuki ist net die aus der "Butterfly", das man und Frau, es weiß, Bitta schen. Alle danken Gott für ihre glückliche Rettung und für die Bestrafung der bösen Hexe, a oide Frau so hinzurichten is a Schand, aber alle san froh, Sadistenbande, kann man nur sagen.

Ende dieser Lindt - bzw. Suchard - Oper.
Severina (27.08.2010, 19:45):
Lieber Peter,
Du bist ja unter die parodistischen Akkordarbeiter gegangen und erheiterst mich momentan bei meinen Großputztagen. (Andere machen Frühjahrsputz, ich Herbstputz!) Da gibt's an sich wenig zu lachen, also bitte weiter so!!!! (Aber möglichst ohne Erwähnung von Schokolade, ich muss abnehmen :( )

lg Sevi :hello
peter337 (27.08.2010, 20:19):
Der lieben Severina zum Herbstputz, nur nicht überarbeiten bitte! Ich brauch' sie ja nur rüberkopieren - wenn es hier auch gefällt!

Johann Strauss - Der Zigeunerbaron.

1. Akt: Sandor Barinkay ist nach langen Reisen, auf denen er viel erlebt hat in die Heimat zurückgekehrt "Als flotter Geist" - "Ja, das alles auf Ehr" . Zur Wiedereinsetzung seiner Güter, soweit sie nicht der liebenswürdige Tierliebhaber - besonders Schweinderln, angeblich protzige Nachbar Czupán an sich gebracht hat , sind zwei Zeugen nötig. Der eine ist die alte Zigeunerin Czipra, die mit ihren Stammesgenossen auf Barikays fast neuwertigen, aber a bisserl ramponierten und verfallenen Gütern lebt. Sie erkennt ihn freudig wieder und prophezeit ihm, dass er einen Schatz finden werde "Ein Greis ist mir im Traum erschienen" . Als zweiter Zeuge wird der Nachbar Czupán aus seinem Haus geholt, der allerdings mit der Unterschriftsleistung vor dem königlichen Kommisär Conte Carnero Schwierigkeiten hat "Ja, das Schreiben und das Lesen" dafür, dass keine Volkshochschule in der Nähe war]. Barinkay interessiert sich, wie halt immer in allen Landen schon stets, zu Czupáns Freude für dessen Tochter, einer gewissen Arsena , die aber ist heimlich mit Ottokar, dem Sohn ihrer Erzieherin Arabella, nein natürlich nicht diese, sondern Mirabella , verlobt ist und sich einer Verheiratung mit Barinkay widersetzt , indem sie die Forderung aufstellt, ihr Bräutigam müsse mindestens ein Baron sein. Während Mirabella in Carnero den Vater ihres Sohnes Ottokar erkennt , geht Barinkay enttäuscht weg , nein er begibt sich zu den Zigeunern und lernt dorten das schöne Zigeunermädchen Saffi kennen, ein rassig gefühlvolles Naturkind "O habet acht" . Czipra präsentiert den Zigeunern als den Sohn ihres früheren Herrn . Er wird zum Baron der Zigeuner ausgerufen, alle huldigen ihm begeistert. Mit seiner Würde begibt er sich nun zu Arsena, wird aber dorten nur verspottet . Rasch entschließt er sich die Seife, nein ich meinte natürlich die schöne Saffi, die ihm zugetan ist, zur Frau zu nehmen .

2. Akt: Am nächsten Morgen, erinnert sich Saffi, von der Stelle geträumt zu haben, wo der Schatz von Barikays Vater verborgen war . Nach kurzer Suche finden sie wirklich den Schatz - Terzett - "Mein Auge wacht - Seht es winkt" . Nun erschein Czupán und der Kommisär Carnero, um gegen das gesetzeslose Zusammenleben Barinkays mit Saffi zu protestieren , wobei sich die Zigeuner ein Vergnügen machen, den Schweinezüchter zu bestehlen. Doch Barinkay und Saffi bekennen offen ihre Liebe, auch ohne bisher offiziell vermählt worden zu sein "Wer uns getraut . Ein wegen des Schatzes aufkeimender Streit wird durch das Eintreffen einer Truppe Husaren unter dem Kommando des Obergespans Homonay unterbrochen . Sie werben Freiwillige für den Feldzug gegen Spanien "Her die Hand es muss ja sein". Der feiste Czupán und Ottokar werden von den Werbern mit viel Schlauheit und noch mehr Gratiswein dazu gebracht, sich werben zu lassen. Als Carnero sich bei Homonay über die Zigeunerheirat Saffis mit Barikay empört , weist die alte Czipra ein Dokument vor , wonach Saffi die Tochter des letzten türkischen Paschas sei . Darauf gerät Barinkay wegen seines niedrigen Standes in Verwirrung und -zweiflung . Wie soll er die Fürstentochter heiraten? Trotz Saffis flehendlichen Bitten "Bleibe hier ich mag dich nicht verlassen, steh allein sonst auf der Gassen" , meldet Barinkay, so heißt der Herrr nämlich, freiwillig zu den Husaren, um sich der Braut würdig im Krieg zu erweisen .

3. Akt: Vor den Toren Wiens werden die siegreichen Kriegshelden vom Volk erwartet . Zunächst erscheint Czupán, der sogleich von seinen Abenteuern an der spanischen Front erzählt "Von des Tajo Strand" und dennoch nicht dekoriert wird . Barinkay hingegen erhält den Adelsbrief und das Eigentumsrecht an den auf seinen Grund gefundenen Schatz zugesprochen und gesungen. Er selbst vereint Arsena mit Ottokar, dann schließt er glücklich seien Rexona - Saffi in die Armee, meinte Arme.

Ende dieser romantischen Fast - Oper.
peter337 (27.08.2010, 20:37):
Für meine liebe Fairy der großen Richardl Nr. 1 - Freundin, nicht ein ganz getreuer Richardl, sondern:

Endlich eine Parodie.

Franz von Suppé - Lohengelb - oder - Die Prinzessin von Dragent - Musik auch, teilweise, nach Richardl Nr. 1.

Es gibt eine Aufname des WDR oder auch des ORF . [bei Fragen an mich wenden)

1. Akt: Landvogt Hans, der Gerechte, sitzt mit allen seinen Frauen und Männern unter eine Eiche und will die vorgenannten Männer und Frauen zu irgeneiner Rauferei vereidigen, alle heben die Hände, auf einen Ruf nach Ruhe und sind somit vereidigt. Da kommt sein Ruaferl und berichtet, dass der kleine Prinz Gottfried beim Schwammerlbrocken verschwunden ist und nicht mehr aufzufinden ist , doch Ritter Mordigall der Gatte von Gertud erklärt, durch seine Gattin Gertrud beeinflusst, dass Elsa ihren Bruder verzaubert hat . Alle verlangen ein Gottesgericht und Elsa verteidigt sich, dass sie dem Buberl, der ja ihr Bruader ist, nix antun könne, was Gertrud höhnisch als Ausrede, in Gesangsstil, beantwortet. Aber kurzer Rede - langer Sinn Gottfried ist weg und unauffindbar. Das Geschrei auf der Bühne wird immer ärger und Gertrud schon ganz verlegen wird und behauptet, ein Ritter werde sie verteidigen, aber wo nimmt man so schnell einen Ritter her, der sich Mordigall entgegenstellt , das arme Mädel ist schon ganz tasig = nervös. Plötzlich ein Getummel, alles schaut sich um, und es erscheint ein Schaf auf dem ein Ritter sitzt, und singt er sei ausgezogen um Elsa zu helfen, den Schwan habe er wegen Wasserverschmutzung daheim lassen müssen, so sein Gespräch. Er stellt sich Mordigall zum Kampf und es bewegt sich alles und Mordigall nimmt sein Schwert, von Gertrud angefeuert . Der fremde Ritter schlägt seinen Gegner auf den Helm und sein Haupt, darunter und er liegt danieder, was die Männer und Frauen, durch Ruaferl erklärt durch sein Horn , dass der fremde Ritter Sieger ist und Elsa ihn ganz anhimmelt und sich auf den Rat des Ritters auch gleich zu seiner Ehegesponsin erjklärt - nur darf er ihren Namen nicht erfragen , was Elsa aber gar nix ausmacht , alle werden zum Festmahl eingeladen - nur Mordigall und Gertrud net, die hat der Ritter begnadigt .

2. Akt: Es ist Abend und der Mond wird aufgegangen - ein Lied an den Mond den Mond, wo sei auf einer Bawlatschen = Söller steht und Gertrud hört ihr zu, nachdem sie mit ihrem Gatten Mordigall eine Auseinandersetzung hatte , doch Gertrud und Mordigall magerlt = ärgert der Ausgang des Kampfes, also ist Gertrud, die an der Basenna = Wasserleitung sitzt, belauscht Elsa . Gertrud möchte sich rächen und fragt Elsa nach ihrem Brautgewand, welche Modedesigner es erzeugt hätte , doch Gertrud die vor Elsa meint, sie müsse mit ihrem Gatten in die Verbannung und möchte ihr doch wenigsten eine Ansichtskarte schreiben, und sie müsse wissen wir sie denn zukünftig heißen wird . Da kommt Mordigall um die Ecke wo er gelauscht hat und sagt der Ritter sei ein Zauberer, was Elsa sehr verunsichert und Gertrud meint er sage ihr seinen Namen nicht, weil er abpaschen will . Da kommen der Ritter und Hans der Gerechte ein wenig angesäuselt schon aus der Burg , doch diese, Elsa, sagt ihm es ihm auch wegen dem Lärm und beschwert sich lautstark, was den Ritter wieder ärgert und er Elsa und Gertrud und Mordigall zur Achtung zwingen will , doch Gertrud behauptet sie sei a Hex . Der Morgen beginnt, Ruaferl sagt und singt ihn an, und Elsa geht auf den Weg in den Münster . Gertrud stellt sich Elsa in den Weg und sagt ihr gebühre der Vortritt, denn was die von ihrem Mann wisse ist a wengerl wenig. Doch wird die Trauung vollzogen und der fremde Ritter nennt sich John Wayne . Im Brautgemach wird Elsa aber a G'schamige und sagt sie gebe sich nicht einem Unbekannten hin , aber Elsa ist schon ganz hin und weg und der Ritter ist auch schon wurlat = er will halt haben was er will, aber die Hochzeitsgäste sind alle im Brautgemach noch drin . Jetzt ist der Augenblick gekommen, Elsa fragt nach dem Namen, was den Ritter aber schon sehr ärgert . Gertrud und Mordigall werden als Spanner erschlagen, mit ihnen ein Ritter der Elsa liebt und der eifersüchtig ist, jedoch kommt Ruaferl und möchte die Bühne frei haben .

3. Akt: Da die Eiche noch vorhanden ist, stehen alle herum nur der Landvogt Hans hat noch immer einen Brummschädel . Da sieht Ruaferl das etwas zerrupfte Elserl und die ist ganz eingeschüchtert und gesteht, dass sie um den Namen gefragt hat, was der Landvogt Hans net so schlecht findet, Elserl aber ist keine Elsa mehr, nur mehr a Betrübte und da kommt auch nach einem lauten Ruf vom Ruaferl auch der Ritter . Nach langen Bitten von allen Anwesenden erzählt der fremde Ritter in einer Gralserzählung wer er ist, er sei der Sohn von einem gewissen Povidal und heiße Lohengelb. Elsa ist schon wieder ganz munter und sagt ihm singend, da sei er ja vom Gral, was Lohengelb in der Gralserzählung schon gesungen hat. Plötzlich erscheint der Gral als massiges Mannsbild, nur meint Landvogt Hans "Den hab' ich mir ganz anders vorgstellt, so a wengerl unsichtbar", was Lohengelb verärgert und er holt sein Schaf . Da erscheint Gertrud und erzählt schreiend, dass sie Gottfried verzaubert habe, nämlich in dieses Schaf, was zur Folge hat, dass sie sich erstechen lässt . Lohengelb verwandelt das Schaf wieder in Gottfried , nur der Ritter meint er wäre als Schaf auch zu dämlich . Den Schluss bildet dann ein Can-Can, in dem alle einstimmen, tanzenderweise, auch Lohengelb, Mordigall und Gertrud sowie Elsa sind mit von der Partie .

Ende dieser, an Richardl angepaßten Operette, denn Oper ist das keine.
peter337 (28.08.2010, 06:26):
Endlich wieder eine Französiche Oper, war schon Zeit.

Für meine liebe Fairy aus Lille in Flandern

Gustave Charpentier – Louise.

1. Akt: Julien, ein junger Dichter , liebt Louise, die Tochter eines in der Nachbarschaft lebenden armen Arbeiterehepaares, und bringt ihr und ganz Paris ein Ständchen . Louise tritt auf den Balkon und erfährt von dem Geliebten, dass er auf seine schriftliche Werbung keine Antwort bekommen und deshalb noch einmal an ihre Eltern geschrieben hat. Louise solle ihr Versprechen halten und mit ihm durchbrennen , wenn ihre Eltern die Zustimmung zur Hochzeit verweigerten . Louises Mutter kehrt unbemerkt vom Markt zurück, hört Juliens Liebeserklärungen mit an, bis sie ungeduldig die Tochter in die Wohnung zurückzerrt . Der Vater kommt nach Hause; man isst zu Abend und liest Juliens Brief . Die Eltern streiten sich wegen des jungen Mannes . Als Louise ihn in Schutz nimmt, wird sie von ihrer Mutter geschlagen . Der Vater vermittelt und lässt sich von seiner Tochter aus der Zeitung über das Leben in Paris vorlesen .

2. Akt: Louise arbeitet in einer Näherei am Montmartre , wo schon früh am Tag die Arbeiter, Händler und Verkäufer ihr Tagewerk beginnen , aber auch Nichtstuer und Nachtschwärmer vorbeikommen . Julien will mit einigen Freunden seiner Geliebten ein Ständchen bringen, verschwindet aber, als diese mit ihrer Mutter erscheint . Die Mutter glaubt ihre Tochter in der Näherei sicher und geht . Julien kehrt mit seinen Freunden zurück und singt . Louise kann nicht widerstehen und läuft unter einem Vorwand mit Julien davon, wie die Näherinnen aus dem Fenster beobachten .

3. Akt: Julien und Louise leben seit einiger Zeit in einem kleinen Häuschen , von dem aus man die Dächer von Paris sehen kann. Sie sitzen im Garten . Da an diesem Tag das Fest der "Muse von Montmartre" ist, gehen die jungen Leute mit vielen anderen dorthin. Kaum ist Louise unter großem Jubel zur "Muse" gekrönt worden, erscheint ihre Mutter und gibt vor, der Vater sei sehr krank; nur eine Freude könne ihn retten . Gegen das Versprechen, dass sie wieder zu Julien zurückkehren könne, geht Louise mit ihrer Mutter für ein paar Tage nach Hause .

4. Akt: Wochen sind vergangen . Louise sitzt nähend am Fenster , ihre Eltern sehen verbittert zu und beklagen ihr Schicksal, die harte Arbeit und den Undank der Tochter . Als der Vater Julien verflucht, der ihm seine Tochter weggenommen hat, kommt es zu einem heftigen Streit . Louise besteht auf dem Versprechen, zu Julien zurückkehren zu dürfen und erklärt, sie werde niemals mehr kommen, wenn die Eltern ihr Wort brächen . Der Vater wird zornig und weist seiner Tochter die Tür . Louise eilt davon . Als sein Zorn verraucht, ist es zu spät. Wütend verflucht er Paris, die Stadt, die ihm seine Tochter entrissen hat .

Ende dieser wunderschönen Oper mit herrlicher Musik.
peter337 (29.08.2010, 21:15):
Herzlichst gewidmet Unserem lieben Rideamus!! :hello :hello

Für alle Wagnerianer, aber nicht nur, warum wohl?

Oscar Straus / Rideamus - Die lustigen Nibelungen.

1. Akt: Familienrat im Schloß zu Worms, warum schaut den Gunther, der König von Burgund so angefressen = mieselsüchtig drein? Hat der sich am Drachenblut überfressen , lautet die ach so besorgte Frage seiner Eltern Ute und Dankwart , seiner Geschwister Volker, Giseher, und Kriemhild, seines Onkels Hagen und der übrigen Magen . Am End hat er Liebeskummer? Doch Gunther hat nur die Furcht vor Brunhild von Isenland , er hat um diese starke Person geworben die will aber nur den heiraten, der sie im Zweikampf besiegt . Dabei hat sie fast alle Bewerber schon totgeschlagen , sie sendet Gunther ein Telegramm, sie am Nachmittag vom Bahnhof abzuholen , damit sie ihn auch erledigen kann . Gunther will vorher ausreißen und hat sich schon eine Fahrkarte in die Gegenrichtung gekauft, doch Hagen hofft auf die Rettung durch Siegfried von Niederland, der Brunhild schon einmal besiegt hat denn der König hat den Drachentöter mit der Versicherung an den Hof gelockt, nicht nur weil er den Nibelungenschatz hat, sondern auch weil er Kriemhild heiraten soll, und das Madel hofft schon, bevor er seine Visitenkjarte ans Schloßtor abgibt. Siegfried stellt sich der ganzen Familie vor, er hat zwar kein Abitur gemacht, aber er kann mit der Waffe gut umgehen und sich jeder Arbeit zu fein ist und das Gold beim Fenster außehaut und will nur reich heiraten und dann in Konkurs gehen . Als die Familie hört, dass das Gold nicht mehr im Rhein liegt sondern an der Bank in Frankfurt am Main, da ist die Heirat schon eine beschlossene Sache. "Mächtige Mitgift!" und "Brüllende Brunst!" vereinen Siegfried zu dem berühmtesten Liebesduett . Da wird Brunhilds Ankunft gemeldet , Gunther will noch immer fliehen, aber als er Siegfried ein halbes Königreich verspricht, bietet der Held sich im Schutz seiner Tarnkappe im Kampf beizustehen . Sobald Gunther den unsichtbarne Siegfried an der Seite weiß, wird er keck und nach großartigen Vorbereitungen zum Zweikampf bläst er Brunhild einfach um, anscheinend zwar nur, die Verlobigung ist besiegelt.

2. Akt: Die Doppelhochzeit hat stattgefunden, das Hochzeitsmahl ist auch vorbei und alle schwärmen von dem wunderbaren Fest mit Saalschlacht , nur hat der germanische Frohsinn alles zusammengeschlagen , wobei sich Siegfried besonders heldenhaft hervorgehoben hat, was Hagen wieder seiner Unverwundbarkeit zuschreibt und er rät Kriemhild die Stelle zu suchen, angeblich um den Recken besser schützen zu können, aber beim Bad im Drachenblut fiel ein Blatt von einer Zimmerlinde auf die Stelle. In der Hochzeitsnacht sucht Kriemhild die kleine Stelle vergeblich das Geheimnis zu entlocken . Brunhild besiegt Gunther in ihrer Hochzeitsnacht und hängt ihn an einen Kleiderkasten vor ihrer Schlafzimmertüre auf, damit der schwache Gunther sie in Ruhe lässt. Siegfried befreit ihn, ist aber nicht mehr unsichtbar, denn Kriemhild hat ihm die Tarnkappe weggenommen weil er sie als Nachtmütze genommen hat. Gunther will das Problem lösen indem er das Licht ausschaltet . Im Schutz der Dunkelheit ringt nun Siegfrid mit Brunhikd und auf einmal wird Gunther eifersüchtig und will sich einmischen, aber pardauz, er fällt hin und so ist die Anwesenheit eines Dritten im Brautgemach festgestellt . Brunhild klingelt und die ganze Familie kommt mit Laternen und halten den Ringkampf für eine Umarmung. Kriemhild und Brunhild fühlen sich von Siegfried verraten und fordern einen Zweikampf zur Rettung ihrer Ehre, zwischen Gunther und dem Drachentöter. Kriemhild hat aber doch die Stelle gefunden und durch eingesticktes Zimmerlindenblatt kenntlich gemacht und Hagen kann als Schidsrichter von hinten zuschlagen, und Siegfried dreht sich rasch um hat aber jetzt Gunther im Rücken, und beide hauen auf seine sterbliche Stelle hin, bis er zusammenbricht .

3. Akt: Am nächsten Morgen, beim Frühstück hat keiner einen richtigen Appetit, Siegfried macht einstweilen ein Sitzbad im Drachenblut, damit solche Sachen nimmer vorkommen. Brunhild schreit nach Rache und Hagen befürchtet, dass Siegfried aus Wut über die Prügel alles weiter erzählt, was in der Hochzeitsnacht vorgekommen ist. Man will Siegfried losbringen, aber seine Millionen behalten. Mit einem Heiratsantrag von König Attila bringt auch Hagen Kriemhild zur Zustimmung, im heiteren Rinelreihen wird der gute, brave, Onkel mit Kriegswaffen ausgerüstet. Siegfried ist noch mmer unlustig und auch nicht guat beisammen und fragt einen Vogel im Käfig nach der Zukunft. Der sagt den Mordversuch voraus . Gleichzeitig warnt er Siegfried vom Kursverfall seiner Aktien in Frankfurt. Der Held ist überglücklich als er nichts davon in der Rheinischen Zeitung liest und durch die Heirat abgesichert ist. Mit Hilfe des Vogels entlarvt er Hagen, der heranschleciht, und entwindet ihm das Schwert, und er verzeiht ihm weil er aus Geldgier gehandelt hat. Als Hagen vom Sturz der Aktien erfährt verzeiht er Siegfried und aus den beiden werden Freunde .

Ende dieser Wagnerianischen Operette.
peter337 (08.09.2010, 20:56):
Gewidmet der lieben Fairy - dem lieben Mädel aus Lille!

Endlich wieder eine Oper von -

Jacques Offenbach – Les Fées du Rhin – oder auch Die Rheinnixen genannt.

Und endlich wieder ein -

Prolog: Conrad von Wenckheim hatte Hedwig nach Vorspiegelung einer Trauung unter einem falschen Priester geschwängert . Ihre Tochter Armgard ist zu Beginn der Oper eine junge Frau und heimlich mit dem zu den Soldaten entlaufenen Franz verlobt .

1. Akt: Hedwigs Pachthof auf dem Gebiet des Sickingen bei Bingen. Hedwig beklagt die brutalen Soldaten und -innen . Kurz darauf werden Dorf und der Hof von Pfälzer Landsknechten unter Conrad von Wenckheim besetzt, um während der Belagerung von Trier Sickingens Burg unweit von Kreuznach zu erstürmen . Armgards Jugendfreund Franz Waldung, der Hauptmann des Haufens, leidet seit einer kriegsbedingten Kopfverletzung unter Amnesie . Armgard wird zusammen mit anderen Frauen und Mädchen unter den Augen von Franz bei dem abendlichen Gelage der Soldaten sekkiert und gezwungen, für die Soldaten zu singen . Vergeblich versucht sie Gottfried, ein Freund der Familie, zu schützen. Beim Singen des pazifistischen "Vaterlandsliedes" bricht sie zusammen und gilt als tot . Erst jetzt kommt Franz ein Teil der Erinnerung zurück .

2. Akt: In der Nähe des Pachthofes beklagt Hedwig im Beisein von Gottfried die tote Armgard , und Hedwig erzählt ihm die Vorgeschichte . Unterdessen reift in ihr der Entschluss, Armgards Leben mithilfe der Feen vom Elfenstein zu retten . Conrad und Franz planen einen heimlichen Überfall auf Sickingens Ebernburg und zwingen Gottfried, ihnen den Weg zu zeigen . Gottfried willigt zum Schein ein. Armgard erwacht zum Leben und flieht zu den Feen .

3. Akt: Im Wald beim Elfenstein, in der Nähe der Ebernburg versammeln sich die Feen . Hedwig hofft, ihre Tochter bei diesen Elementargeistern zu finden. Armgard, die aus einer tiefen Ohnmacht erwacht ist, kommt hinzu. Sie will ihren Jugendfreund Franz retten. Hedwig sieht erstmals ihre Tochter wieder, glaubt aber, dass es ein Traumbild ist . Armgard versucht, ihre Mutter zur Flucht zu bewegen . Die Landsknechte mit Conrad, Franz und Gottfried sind auf dem Weg zu Sickingens Burg und werden von den Feen vom richtigen Weg in den Wald gelockt . Nachdem sich Conrad vor den Landsknechten mit der Scheinheirat gebrüstet hat , erkennt ihn Hedwig wieder und hofft auf Rache durch die Feen . Armgard löst den Zauberbann von Franz und rettet damit die Soldaten vor dem Tod .

4. Akt: Im Hauptquartier vor den Ruinen "des Schlosses von Kreuznach" bereiten die Landsknechte die Belagerung von Sickingens Burg vor . Franz und Conrad berichten von ihrem nächtlichen Abenteuer . In einem Duett kann Armgard Franz davon überzeugen, dass sie ins Leben zurückgekehrt ist . Hedwig wird gefangen vor Conrad geführt, gibt sich ihm zu erkennen und bezichtigt ihn als Mörder ihrer Tochter . Franz kommt zusammen mit Armgard hinzu, und Armgard kann auch Hedwig überzeugen, dass sie nur scheintot war . Gottfried und Hedwig dürfen auf Befehl Konrads in ihr Dorf zurückkehren . Hedwig und Conrad versöhnen sich. In diesem Moment werden die Soldaten mithilfe der Feen in den Abgrund gerissen . Armgard, Hedwig, Franz, Conrad und Gottfried dagegen sind gerettet und singen den Refrain des Vaterlandsliedes , es ist aus].

Ende dieser Oper, aus der, leider fast nur ein Musikstück noch bekannt ist - und das noch dazu in einer anderen Offenbach Oper Platz fand.
Fairy Queen (09.09.2010, 08:53):
Lieber Streifenpeter(nicht Geissen-Peter... obschon der sicher auch nett ist!.)
Die Rheinnixen wohnen ja bei mir quasi um die ecke, leider wurden sie aber in meiner Reichweite noch nicht aufgeführt. Sind die iegentlich auch eien Parodie der Feen oder der Rheintöchter von Wagner?
So wie die lustigen Nibelungen, die ich übringens ganz köstlcih finde,(besonders Siegried, der hier wirklich ein tumber Tor ist und die kreischende Kriemhild.... :D) denn dank Rideamus habe ich einen alten Mitschnitt davon.
Liebe Grüsse aus la douce France, wo das Wetter so miserabel ist, dass ich heute morgen ohne Stimme aufgewacht bin.
F.Q.
Rideamus (09.09.2010, 09:25):
Lieber Peter,

vielen Dank für die lustigen Nibelungen, die ich hier eben erst entdeckt habe. :leb :rofl

@ Fairy:

Die RHEINNIXEN sind keine Parodie, sondern eine sehr ernst gemeinte, textlich leider nicht sehr haltbare Oper, der aber immerhin die Barcarole ursprünglich entstammt. Sie lohnt auf jeden Fall die Bekanntschaft, zumal in dieser - leider ziemlich teuren - Aufnahme aus Montpellier:


:hello Rideamus
peter337 (12.09.2010, 22:05):
Unserem lieben Rideamus gewidmet, für die Arbeit die er sich machte, uns zur Freude.

Wieder eine Berliner Operette.

Walter Kollo / Rideamus – Frauen haben das gerne.

Der äußerst fleißige Fabrikant Julius Seibold ist fest entschlossen, seine Tochter Ilse mit seinem Kompagnon Max Stieglitz zu verheiraten . Ilse hat die vergangenen Jahre in der Metropole Berlin verbracht und wird heute zurückerwartet. Max Stieglitz wurde von Seibold gründlich darauf vorbereitet, dem Mädchen heute noch einen Heiratsantrag zu machen "Geh du magst mich…". Ein fesches Cabrio hält vor Seibolds Villa. Ihm entsteigen Ilse Seibold und ihr Begleiter Heinz Fellner, ein sehr eleganter junger Mann von Welt. Die beiden haben sich in Berlin kennen gelernt und sich dabei angefreundet. Ilse wäre nicht abgeneigt, mit ihm ein engeres Verhältnis einzugehen, will aber damit noch etwas warten . Als sie von ihrem Vater dessen Teilhaber Max Stieglitz vorgestellt bekommt, kann sie das Lachen nicht mehr zurückhalten, so sehr findet sie dessen altmodisches Äußeres und sein aufgemachtes Benehmen komisch. Auch Ilses Vater bleibt natürlich nicht verborgen, dass aus den beiden nie ein Liebespaar werden kann, es sei denn ... Julius Seibold ist hin und wieder selbst ein arger Casanova und weiß natürlich, was Frauen an Männern zu schätzen wissen, ein Mann sollte in seiner Biografie wenigstens eine kleine amouröse Vergangenheit aufweisen können , dann wird er von einer Frau gleich viel besser respektiert . Also wird Max Stieglitz einfach eine solche verpasst. Seibold besitzt eine Fotografie der berühmten Filmdiva Luise Lamprecht mit Autogramm . Darauf schreibt er kurzerhand eine heiße Widmung für deren Geliebten Max Stieglitz . Als das Bild im Familienkreis die Runde macht, heißt es immer wieder, was für ein Lebemann doch Max Stieglitz sei . So etwas hätte ihm keiner zugetraut. Auch Ilse sieht den Teilhaber ihres Vaters plötzlich in einem ganz anderen Licht. Ihren Freund Heinz Fellner hat sie rasch vergessen und verlobt sich tatsächlich mit Max Stieglitz . Heinz Fellner hat vorübergehend in Seibolds Villa ein Zimmer zugewiesen bekommen . Doch jetzt ruft ihn das Dienstmädchen in den Gartensalon, wo Besuch für ihn eingetroffen ist . Sein Freund Walter Riemann ist mit seiner Verlobten auf der Durchreise und hat in der Stadt kurz Halt gemacht, weil er gehört hat, dass sich Heinz hier aufhalte . Die Verlobten sind aber keine Verlobten sie wollen nichts als auch dem dreisten und feisten Max einen Denkzettel zu verpassen. Jetzt erst entstehen dadurch etliche Irrungen und Wirrungen . Am Ende aber lösen sich alle Verwechslungen in Wohlgefallen auf. Ilse entdeckt, dass Max doch nicht so ein Trottel ist, wie sie anfangs geglaubt hat . Sie sieht in ihm den guten Kern und ist bereit, seine Ehefrau zu werden. So geht der Wunsch ihres Vaters doch noch in Erfüllung .

Ende dieser Operette, die sehr selten gespielt wird – leider.
peter337 (15.09.2010, 14:05):
Für meine liebe Fairy die Bellini so mag!

Endlich wieder ein Bellini, der hat ja noch gefehlt.

Vincento Bellini – Bianca e Fernando - oder auf gut Deutsch - Bianca und Fernando.

1. Akt: Filippo ist ein Emporkömmling der weiß was er will. Er verjagt den Herzog von Agrigent vom Thron, um ihn selbst einzunehmen . Den ältesten Sohn schickt er ins Exil aus der Stadt und Bianca behält er in Sichtweite. Sie ist noch zu klein, um zu verstehen, was ihrem Vater Schlimmes angetan wurde und spielt noch mit Barbie – Puppen]. Jedoch Fernando sinnt auf Rache und hat sein Erbe nicht aufgegeben . Er hat Gesinnungsgenossen um sich versammelt und plant zunächst herauszubekommen, was mit seinem Vater geschehen ist . Der alte Clemente, ein Vertrauter seines Vaters ist auf seiner Seite und auch sein Freund Uggero hält fest zu ihm . Fernando hat den Namen Adolfo angenommen und geht davon aus , dass ihn in seiner Verkleidung nach vielen Jahren der Abwesenheit auf der Burg niemand wiedererkennt. Es ist ihm angenehm, dass er zunächst bei Filippos Gefolgsmann Viscardo anbiedern kann, von dem er hofft, das Versteck seines Vaters in Erfahrung zu bringen . Genaues weiß Viscardo auch nicht . Wahrscheinlich befindet der Gesuchte sich in einem der nasskalten Verliese unter der Burg. Das Rheuma wird ihn daran hindern, einen Fluchtversuch zu unternehmen . Deshalb hat man ihn auch nicht angekettet . Schwesterlein Bianca ist schnell gefunden gemacht. Wahrscheinlich sind es Kindheitserinnerungen, die eine magische Anziehungskraft bei ihr aussingen. Sie möchte auf der Burg wohnen und macht dem Burgherrn Aussichten auf baldige Hochzeit . Den Vater vermutet sie unter der Erde . Die Geschwister treffen zusammen, sie erkennt den Bruder an der Stimme , Fernando aber leugnet seine Identität . Er bestreitet nicht, dass ihr Bruder noch lebt, aber kaum erfreut sein wird, wenn er ihre Sünden zur Kenntnis nehmen muss .

2. Akt: Es gelingt Adolfo, sich Filippo selbst unerkannt zu nähern. Dieser will ihn übsingen, den alten Herzog in seinem Gefängnis zu erwürgen . Zum Schein geht Adolfo auf den Vorschlag ein, um das Versteck in Erfahrung zu bringen, kann aber seine Wut kaum zurückhalten . Filippo freut sich genüßlich, die Tochter seines alten Feindes bald zu heiraten . Die Behandlung, die der Vater in seinem Verlies bekommt ist unter aller Sau, aber Fernando muss Geduld haben, bis die Zeit reif ist . Bianca fleht um das Wohlergehen von Vaters Seele , und dass der Bruder sich bald melden möge . Den letzten Wunsch erfüllt der Himmel sofort, für Bianca gibt es vom Brüderlein wegen ihrer Treulosigkeit ein mächtiges Duett "Ahi donna misera!" Doch sie versteht es, ihn von ihrer Unschuld zu überzeugen . Wenn man einen solchen Gesangspartner hat, ist eh alles o. k. Auf seine Leute kann Adolfo sich verlassen und schon bald gibt es ein kleines Familientreffen im Burgverlies . Die Geschwister haben Wein und Kuchen mitgebracht, um ihrem armen Vater eine kleine Freude zu machen . Der alte Herr hat Böses durchmachen müssen in all den Jahren und freut sich ganz besonders, seinen lieben alten Freund Clemente wiederzusehen . Man überlegt jetzt, wie der Verräter zu bestrafen ist . Filippo hat mitbekommen, dass im Burgkeller gefeiert wird . Er sieht nach und traut seinen Augen nicht . Clemente hat ihn schnell entwaffnet . Mit den paar alten Burgwächtern werden Adolfos Gefolgsleute schnell fertig . Der alte Herzog kann seinen Platz auf dem Thron wieder einnehmen und die herbeieilenden Dorfbewohner sind froh, ihren Bundeskanzler los zu sein .

Ende dieser romantischen Oper, aus fernen Tagen der Schuldenbekämpfung.
peter337 (18.09.2010, 07:35):
Endlich wieder ein Musical.

Frederick Loewe - - Alan Jay Lerner - Gigi.

Da war sogar in der deutschen Fassung Johannes Heesters gut, bei ihm eine Seltenheit, finde ich.

Gigi wird von ihrer Großmutter, einer gewissen Inez Alvarez, solide erzogen , nur die Besuche Gastons, des Neffen des reichen Honoré Lachailles , zeigen ihr, dass es auch eine andere "Welt" gibt . Großmutter und Tante Alicia geben Gigi Ratschläge für ihr künftiges Leben doch kann sie mit der Theorie nicht viel anfangen des Lebens Christbaum", denn in 97 Tagen ist Weihnachten, ich schwief, wie gewohnt, ab, sorry], Gaston lädt Gigi und die Großmutter nach Trouville ein , wo er erkennt, dass Gigi mittlerweile zur jungen Dame geworden ist . Er will sie zu seiner Mätresse machen und sie auch finanziell absichern, wobei Großmutter und Tante bestrebt sind, vorteilhafte Konditionen zu vereinbaren . Gigi lässt sich jedoch nicht einfach kaufen , was den bisher so überlegenen Gaston aus der Fassung bringt. Als Gigi dann erklärt, dass sie ihn dennoch liebt und Gaston erkennt, dass er ohne das Mädchen nicht leben kann , kommt alles zum glücklichen Ende .

Ende dieses bezaubernden Musicals, wo im Film Leslie Caron und Maurice Chevalier und Louis Jourdan bezauberten.
peter337 (18.09.2010, 07:44):
Endlich wieder ein Musical, welches in Wien mit großem Erfolg aufgeführt wurde.

Stephen Schwartz - Pippin.

Pippin der Sohn des Kaisers wird im Hinblick auf seien große Zukunft hervorragend erzogen und ausgebildet . Er weist vielfache Begabungen auf, die er zunächst dazu benutzt, sich selbst in den Mittelpunkt jedes kriegerischen Geschehens zu stellen, denn er versucht damit Ruhm zu ernten, ist jedoch nicht zum Soldaten geschaffen , was er letzlich einsehen muss. Seine Bestätigung sucht er danach bei Frauen, aber auch die oberflächlichen leiblichen Genüsse und Ausschweifungen bringen ihm nicht die gewünschte innere Befriedigung . Nun wendet er sich der Politik zu, betätigt sich als utopischer Weltverbesserer und verdrängt den eigenen Vater vom Thron . Schließlich erkennt er auch hier seien Unfähigkeit . Schließlich erkennt er auch da seine Unfähigkeit und macht die Beseitigung des Vaters wieder rückgängig. Nun lernt er Katherina und deren kleinen Sohn kennen , innerlich gereift , ermißt er die Bedeutung der Zuneigung, die ihm beide entgegenbringen. Noch einmal kommt er vom Weg ab , als ihn der unselige Drang befällt, den Märtyrertod zu sterben, wenn ihm schon keine andere historische Bedeutung zugedacht ist die ihm die Unsterblichkeit gebracht hätte. Doch rechtzeitig erkennt er die Unsinnigkeite dieser Ideeen und wiedersteht der unseligen Versuchung ist doch was Nettes, auf einer Bühne]. Beim Katherl findet er schließlich Glück und Zufriedenheit

Ende des Musicals, vom Buam vom Karl dem ganz Großen.
Fairy Queen (20.09.2010, 10:26):
Lieber Peter, aus Bianca e Ferrando kenne ich ein sehr schönes Duett, das es in einer aussergewöhnlichen Aufnahme mit Renata Tebaldi und Mirella Freni gibt.
Ich habe auch eine Gesamteinspielung der oper- sie hatte ja leider nciht so viel Erfolg wie etwa Norma oder die Puritani.
Schade! Die Melodien sind genauso herrlich.
Liebe sonnige Herbstgrüsse nach Wien
F.Q.
peter337 (17.10.2010, 12:41):
Endlich wieder eine Operette, oder eine - una piccola lirica - mei klingt das hübsch.

Virgilio Ranzato und Carlo Lombardo - Il paese dei campanelli - oder auch - Das Land der Glöckchen.

Cover finde ich keines.

Ein Ort in einem Land wo der Bürgermeister und gutgläubige Gemeinderäte regieren , haben die Wohnungen über den Eingangstüren ein mysteriöses Glöckchen , das nie läutet und gemäß einer Legende läuten könnte, wenn im Haus des Feuerengels, jemand der Versuchung des Ehebruchs verfallen würde . Jetzt wagt Niemand von die Männerleut sich der Schande auszustellen , besonders die Frauen sind immer in Spinnereien und Klöppeleinen verstrickt sind, weil die Herren der Schöpfung sich in das einzige Wirtshaus aufsuchen und sich besaufen . Eines Tages wird es etwas kompliziert, es kommt ein Schiff und legt an, der Hafen des Ortes wird überschwemmt mit Matrosen kommen und die Frauen des Ortes nehmen diese ihn Beschlag , im Eifer über diese Neuigkeit beginnen die Glocken zu scheppern = läuten an und ermahnen die Männer ihre Pflicht zu tun. Nun wird es nochmals heikel, die Frauen der Matrosen kommenn auch um ihre Mäbnner zurückzuholen. Aber um mit gleicher Münze heimzahlen zu können, wie es die Matrosen mit dem Landfrauen machten, machen es jetzt die Matrosenfrauen mit Landmännern . Am dritten Tag müssen die Matrosen Abschied nehmen und es kehrt sondern auch absolute Ruhe ein , weil das zu einer magischen Zeit geschieht , in der der verräterische Glockenklang erlischt , wenn alle Bewohner treu sind verlieren die Glocken ihre Funktion . Wie treu man ist, muss man halt mit sich selbst ausmachen , jedoch die Musik erklingt zum Abschied in Jammertönen .

Ende dieser italienischen Operette dieser una piccola lirica
peter337 (05.11.2010, 21:37):
Endlich ein grausliches Musical, welches auch verfilmt wurde.

Stephen Sondheim - Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street.

Benjamin Barker, der aus der Entbindungsanstalt kommt und Vater einer Tochter wird und glücklich verheiratet sein soll, wird aufgrund einer Intrige durch den mächtigen Richter Turpin unschuldig angeklagt und verbannt . Benjamins Frau Lucy und die Tochter Johanna geraten unter die Obhut von Richter Turpin. Lucy, getrennt von ihrem Mann, vom Richter vergewaltigt und am Ende ihrer Kräfte, stürzt tief ab und verschwindet , Benjamins Tochter wird daraufhin von Richter Turpin tapeziert, meinte adoptiert. 15,oder 17 Jahre später kehrt Benjamin Barker als Sweeney Todd, von Not und Elend gezeichnet, in seine Heimat London zurück , gerettet und begleitet von dem jungen Seemann Anthony . Beide trennen sich jedoch kurz nach der Ankunft in London, da beide Geschäfte zu erledigen hätten . Todd kehrt in die Fleet Street zurück und trifft dort auf Mrs. Lovett, die Inhaberin des Fleischpastetenladens unter dem ehemaligen Barbiergeschäft von Benjamin Barker . Sie klagt über schlechte Zeiten und wenig Kundschaft . Sie erkennt Todd als Barker wieder und erzählt ihm, Lucy, seine Frau, habe Arsen genommen und Johanna befinde sich in der Obhut von Richter Turpin . Todd ist verbittert und sehnt sich nach Vergeltung . Anthony verirrt sich in London und landet bei Richter Turpins Haus, wo er sich in Johanna verliebt , jedoch sofort von Turpin zurecht gewiesen wird . Dennoch will er Johanna eines Tages befreien . Er sucht Rat bei Todd , welcher einwilligt, dass sich Johanna während der geplanten Flucht kurzzeitig bei ihm verstecken darf . Eines Tages auf dem Londoner Marktplatz stellt Todd den Barbiermeister Adolfo Pirelli als Schwindler und Stümper dar, woraufhin beide ein öffentliches Rasierduell veranstalten, welches Todd haushoch gewinnt . Was Todd nicht weiß , Pirelli war einst bei ihm als Hand-langer eingestellt und erkannte ihn sofort wieder . Tags darauf erscheint Pirelli mit seinem Assistenten Toby, einem armen, gutmütigen Jungen, in Todds Salon , um ihn zu erpressen . Todd sieht sich gezwungen, ihn zu töten , während Mrs. Lovett Toby als Aushilfe im Geschäft bei sich aufnimmt . Kurz darauf erscheint Richter Turpin als Kunde in Todds Salon, und teilt ihm bei der Rasur mit, dass er sein Mündel, Todds Tochter Johanna, heiraten will . Todd sieht die Stunde seiner Rache kommen . Jedoch platzt, kurz bevor Todd zum Zuge kommt, Anthony herein. Turpin ist empört darüber, dass Todd den Jungen, der Johanna nachgestellt hat, kennt, und geht. Todd glaubt, nun nie wieder Gelegenheit zur Vergeltung an Turpin selbst zu haben und schwört in Wut und Verzweiflung der ganzen Welt Rache . Bei der Frage, was mit Pirellis Leiche geschehen soll, kommt Mrs. Lovett die Idee, sie zu Fleischpasteten zu verarbeiten, um das Geschäft etwas anzuheizen . Fortan tötet Todd einige seiner Kunden, die er über eine Falltür in den Backkeller rutschen lässt . Währenddessen kommt Turpin hinter Johannas Fluchtplan und lässt Johanna ins Irrenhaus sperren . Anthony gibt sich auf Todds Rat hin als Perückenmachergeselle aus, der Haar von den Patientinnen der Psychiatrie kaufen will , befreit Johanna und versteckt sie als Jungen verkleidet in Todds Laden. Währenddessen äußert Toby gegenüber Mrs. Lovett, dass er Todd für gefährlich hält. Sie schließt ihn unter einem Vorwand im Backkeller ein, damit er nicht zur Polizei gehen kann . Hier entdeckt Toby menschliche Körperteile im Hackfleisch für die Pasteten und versteckt sich in der Kanalisation . Todd tötet, ohne sie zu erkennen, seine Frau Lucy, die durch Krankheiten der Vergiftung gezeichnet als Obdachlose zu ihm gekommen ist und die er für eine Zeugin hält; anschließend ersticht er Richter Turpin . Johanna, die beide Taten mitbekommen hatte, wird beinahe sein Opfer, weil er sie ebenso wie seine totgeglaubte Frau nicht erkennt . Im Backkeller erkennt Todd Lucy und rast vor Verzweiflung . Mrs. Lovett, die aus Liebe zu ihm verschwiegen hatte, dass Lucy die Vergiftung überlebt hatte, wird von Sweeney lebendig verbrannt . Während Todd um Lucy trauert, schneidet ihm der Dienstjunge Toby, der aus der Kanalisation zurückkehrt und Mrs. Lovett rächen will, die Kehle durch [a schöneres Ende wäre fescher, aber jedes Musical kann net lustig ausgehen, wir sind ja net, allerweil, in Mary Poppins.

Ende dieser Musicals aus den Straßen Londons, wo man sich auch der Pastetenerzeugung widmet.
peter337 (11.11.2010, 21:40):
Endlich eine Chérubin Oper,die nichts mit Haarschneiden zu tun hat.

Jules Massenet - Chérubin.

1.Akt: Chérubin der junge Page des Grafen Almaviva , hat gerade einen Auftrag für die Armee bekommen . Der Philosoph Chérubin's Lehrer erzählt ihnen dass der junge Soldat des Grafen Amaviva eben eine Einberufung zur Armee bekommen hat und er will jetzt eine Feierlichkeit veranstalten , die Diener sind natürlich Feuer und Flamme, nur hat der Herzog und der Baron gehört, dass Chérubin die berühmte spanische Tänzerin L.'Ensoleillad zum Fest eingeladen hat. Nina die Gräfin und die Magd gestehen dem jungen jungen Chérubin ihre Liebe . Chérubin ist eben gekommen und ist äußerst galant zu den anwesenden Damen und begrüßt die Herren, und beim Händeküssen der Gräfin rutscht heimlich eine Liebesbrief an die dieselbe in ihren Ärmel. Beim Verlassen singt der Philosoph, dass Chérubin, dass er sowohl die Gräfin als auch die spanische Tänzerin liebt . Plötzlich droht der Graf Chérubin und möchte ihn töten, weil er den Liebesbrief an die Gräfin bemerkt hat . Nina sagt nun, singend, dass der Brief eigentlich ihr gehöre . Der Graf entschuldigt sich bei der Gräfin und ist einigermaßen beruhigt und sie gehen beide Arm in Arm und Fuß bei Fuß, zum Bankett zurück. Jetzt wird er junge Cheruberl aber recht blöd und posaunt nochmals aus, dass er sowohl L 'Ensoleillad , als auch die Gräfin liebt .

2.Akt: In einer Wirtschaft, net weit weg vom gräflichen Schloss, kommen Reisende an . Auch die Gräfin und die Baronin sind net ganz froh, weil das Zimmer ist wirklich grauslich . Bald kommen Unter -und Oberoffiziere und wollen mit Chérubin feiern, der zufällig auch da ist , aber dieserjenige flirtet mit der Geliebten von Captain Riccardo und der fordert nun Chérubin zum Duell, welches aber durch das Eintreffen der Spanierien . Chérubin udnd Riccardo beginnen zu kämpfen, doch der Philosoph , Chérubins Lehrer greift ein und arrangiert einen Waffenstillstand. Jetzt kommen die Frauenbalkone dran, denn Chérubin singt vor dem Balkon der Tänzerin, der sich aber neben dem der Gräfin und der Baronin befindet eine schmachtende Serenade und jede glaubt es ist an sie gerichtet , jede weint eine stille Träne, aber es kommt jetzt Almerl der Graf, sowie der Baron und sie entdecken Chérubin und denken er verfolgt mit seinem Liebesgedudel ihre Frauen und werden wütend, sie kommen aus den Verstecken und verlangen Genugtuung. Chérubin flieht .

3. Akt: Außerhalb des Hotels bereitet sich Chérubin auf die drei Duelle vor und schreibt seinen letzten Willen nieder . Der Philosoph kommt und gibt ihm praktische Lektionen über verschiedene Kampftechniken, wird aber vom Wirt, der das alles ansehen muss, unterbrochen. Die Gräfin und die Baronin werden aufgeklärt, dass ihnen das Ständchen nicht gehörte , was auch die beiden Gatten, das Almerl und der Baron hören, dass die Serneade für die rassige Spanierin L' Ensoleillad gesungen wurde, was diese aber gar nicht annehmen will und Nina erklärt ihm dass sie lieber in ein Kloster gehen möchte, wenn Chérubin sie nicht nehmen würde, schießlich erkennt Chérubin doch dass er zu Nina gehört und sie die richtige Frau für ihn ist. Er übersingt sie bei ihm zu bleiben und das Duell mit dem Herzog entfällt auch -

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Ende der Oper,mit einer Familie Almerl, aber keiner Familie Figaro.
Fairy Queen (12.11.2010, 12:00):
Liebes Streiferl, danke für diese Inhaltsangabe- ich habe nämlcih die DVD dieser Oper hier liegen und werde sie, sobald ich endliuch mal Zeit habe, ansehen. Ic herzähle dann ob's pervertiertes Regietheater war oder ob sie sich an Deine Anweisungen gehalten haben Immerhin weiss ich jetzt schon, dass Massenet auch nciht besser als Mozart war..... Was ist eigentlich auch der armen Barbarina udn ihrer Nadel im Heuhaufen geworden? Oder ist das niemand anders als die etwas abgekürzte Nina?????
Liebe Grüsse aus Lille
F.Q.
peter337 (12.11.2010, 14:00):
Meien liebe Fairy! :leb :leb :leb

Barbarina wird wohl die Nina sein - aber ihre Nadel die bleibt im Heuhaufen, der nicht vorhanden ist.

Liebe Grüße und Handküsse sendet Dir Dein Streiferl, :hello :hello

der heute in die Tosca in die WStO geht, mit Marco Berti als Cavaradossi.
Rideamus (12.11.2010, 16:07):
Liebe Fairy,

keine Angst, ich kenne die DVD dieser Aufführung und kann Dir sagen, dass die Inszenierung kein pervertiertes Regietheater ist und sich zum Teil sogar recht hübsch ansieht.



Leider tut sie wenig um die sehr undramatische Natur des Librettos aufzumöbeln. Dieser CHERUBIN ist wirklich mehr eine Oper zum Hören als ein wirkungsvolles Bühnendrama. Immerhin enthält er sehr schöne Musik zwischen gefährlichen Längen. Man darf halt nicht an Wolferl oder Gioacchino oder auch nur Giovanni Paisiello denken, sondern eher an CENDRILLON.

Die ist aber auch nicht schlecht. Im Gegenteil. Ich bin jedenfalls gespannt auf Deine Eindrücke, denn ich leide vielleicht darunter, nach der sehr schönen cd-Box mit Frederica von Stade, June Anderson, Dawn Upshaw und Samuel Ramey zuviel erwartet zu haben.


:hello Rideamus
peter337 (20.11.2010, 21:08):
Mein Richardl Nr.1

Lohengrin- Text und Musik vom Richardl .

König Heinrich sitzt mit seinen Mannen und Frauen, hat nicht alle geheiratet, speziell die Mannen nicht, am Ufer der Schelde, wenn einer nicht weiß was das ist, oder warum die Schelde heißt, bitte Richardl fragen, denn ich kenne sie nur als Escaut, das klingt aber für Wagnerianer zu brutal, deshalb heißt sie Schelde, jedoch sind wir schon beim Thema.

Denn der König will gegen die Ungarn kämpfen, was geografisch schwer sein wird. Telramund (klingt wie Teller am Mund - haben die keine Löffel, außerdem klingt es wie das Behältnis für eine Packerl-Suppe) und seine heidnische Gattin Ortrud, die braucht keine Kirchensteuer zu bezahlen, klagt, angestiftet von Ortrud, der miesen Gretel, Elsa von Brabant zu verklagen sie habe ihren Bruder ermordet, dabei war sie nur im Wald und hatte Herzerln in die Bäume geschnitzt, zwar nur einseitig, immer nur ein E und den Pfeil durchs Herz durch, denn sie hatte noch keinen Gschamsterer, und sie habe Vergissmeinnicht gepflückt, und schwupps war der kleine Gottfried weg. Kinder in dem Alter gehören in eine Krabbelstube und wenn es ältere Gottfrieden sind in den Kindergarten, Gottfried sagt sich halt, "Meine Schwester und ich", hoppla das ist ein anderes Werk, wir passen schon auf, aber nix ist mit aufpassen,

Ortrud ist schneller, sie nimmt das Kind an ihre Brust, bei Wagnersängerinnen oft, für das Kind, ein gefährliches Abenteuer, denn manche wiegen an die 120 Kilo, und haben einen gewaltigen Vorbau, wie ein Renault, auch Busento genannt, aber das ist wieder ein anderer Fluss, wir sind ja in Belgien, schließlich.

Kurzer Rede, langer Sinn Gottfried ist futsch, und nun wird die arme Elsa beim König Heinrich, mir graut vor dir, verklagt, wie mir die Stücke zulaufen, auch das ist ja von einem anderen, besseren Dichter, als Richardl, und die vom Hin- und Heerrufer herbeigerufene Elsa kann sich nicht verteidigen, denn so im dunklen Wald so ganz allein, da war die Elsa schließlich nun unachtsam, bei ihrer Herzerlschnitzerei, und jetzt glaubt ihr Niemand, schon die Aussicht auf den Kampf ist für die vielen Statisten unangenehm und der Chor ist sowieso immer auf einer oder der anderen Seite, nicht nur bildlich gesprochen.

Es wird ein Gottesgericht verlangt, doch Elsa behauptet, sie habe im Traum einen glänzenden Ritter gesehen, der für sie eintreten werde, Träume hat das Madel, muss einmal zu Professor Freud in die Berggasse 19 gehen, der wird ihr erklären, dass das alles einen sexistischen Hintergrund hat, jedoch Elsa wäre ein Vordergrund lieber.

Im Augenblick höchster Not naht auf der Schelde der Ritter, bei dem Wasserstand, was bei der Schelde für den Ritter ein gefährliches Abenteuer ist, zumal das Schinakerl von einem Schwan gezogen wird, was zu Aufständen des Brabantischen Tierschutzvereines geführt hat und so wird, seit geraumer Zeit, auf der Bühne, nie mehr ein Schwan gezeigt, in München hat der brave Ritter einen auf dem Arm, wie der das Boot ziehen sollte, ist mir schleierhaft.

Elsa aber erkennt, das ist der Ritter, der ihr im Traum erschienen sei, zu was alles Träume gut sind, und der Ritter gelobt beim Gottesgericht, gegen Telramund zu kämpfen, es ist halt ein Krampf mit dem Kampf. Telramund wird besiegt, doch der Ritter ist, für damalige Verhältnisse, sehr fair und schenkt ihm das Leben, was von ihm sehr vernünftig ist, denn sonst hätte er ja Ortrud am Hals und müsste Witwenrente zahlen. Was machen die anderen? Wie es sich gehört, sie jubeln ihn zu.

2.Akt: Was machen Ortrud und Telramund, sie jammern über ihr Los, statt dass sie froh sind, dass nix Ärgeres passiert ist. Der Ritter aber bemerkt zu Elsa sie solle nie um sein Geschlecht fragen a blöde Antwort, da sieht man, dass die Elsa nicht ganz aufgeklärt ist, denn zur Gemahlin hat er sie schon erkoren, wie es so schön heißt. Im Brautgemach, später, wird sie doch draufkommen, aber noch was sie dürfe nie nach seinen Namen fragen, Ausweispapiere hat er nicht mit, , nach § 17 der Brüsseler Verträge unerlaubt. Ortrud aber stellt sich zu Elsa als gute Freundin, das falsche Luder, und Elsa ist eh a neugieriges Madel, so fällt es ihr nicht schwer, über den Ritter zu zweifeln, das vor der Hochzeit, spätere Zweifel sind da eher möglich, aber jetzt schon?

Am Morgen vor der Hochzeit wird der fremde Ritter, ohne Ausweispapiere, wie bemerkt, Herzog von Brabant, das nennt man Karriere, und was macht Ortrud, beim Einzug des Brautpaares ins Münster, das ist wahrscheinlich so eine Art Kapelle, drängt sich das Luder vor die Schreitenden. Da es auf der Opernbühne immer langsam und feierlich zugeht, ist das ka Kunst, ein Hechtler und sie ist da, mit 120 Kilo eine Kunst, sie meint ihr gebühre der Vortritt, eine Heidin in ein Gotteshaus, das geschieht ja heute eher bei Sight Seeing Gruppen, und auch Telramund fragt nach dem Namen, der Priester drin wird es zwar auch tun, aber er nennt sich Pumuckl.

Das Kinderprogramm im Fernsehen ist zu was gut, so heißt Elsa künftig, Elsa von Pumuckl, doch Elsa stellt die Frage nicht, sie denkt sich wenn er schon seinen Namen nicht nennt, und sie nicht wisse wie er heißt, ist es ihr doch wichtiger, dass er im Bett dann nicht beißt. Doch im Brautgemach, da wird aus der Elsa eine Neugierige, sie fragt nach dem Namen und stellt die verbotene Frage nach dem Geschlecht, hätt's doch gewartet, er war ja noch angezogen, dann hät sich alles aufgeklärt, aber Elsa ist nicht aufgeklärt. Und so was heiratet, hat die in der Schule in Biologie nicht aufgepasst?

Jetzt simma schon wieder am Ufer der Schelde, die Mücken schwirren, die Gänse kirren und nun hören wir, bei der endloslangen, aber schönen Gralserzählung, den Namen des Ritters und wer sein Vater ist, Parsifal, hoaßt er, nicht der Ritter, der hat einen Namen der nach Farbe klingt: Lohengrün, nein Lohengrin, ich verschrieb mich.

Jetzt kommt das Ärgste, das vom Tierschutzverein immer wieder angeprangert wurde, der Schwan ist der verzauberte Prinz Gottfried, also wie mit Kindern, damals, umgegangen wurde ist ja, dass einer Sau graust, und der kleine Knabe wird rückverwandelt, da Lohengrün, ich meine Lohengrin betet. Ortrud hat ihn ja nur verwandelt um Futter zu sparen, was sie jetzt bekennt, der Kleine war doch so verfressen gewesen. Jetzt wird Gottfried Herzbub von Brabant, meinte Herzog von Brabant.

Was macht Elsa, als braves Madel, im Mittelalter, sie sinkt entseelt zu Boden, während Lohengrin nach seiner Heimat zurückkehrt, da müssten heute viele Frauen entseelen, wann die Männer abpaschen, aber es war alles sittlich und ritterlich, weniger, denn als Besucher ohne Visum, eine Frau sitzen zu lassen ist auch nicht die feine Brabanter Art, auch nicht an der Escaut, meinte Schelde, da setzte es, von ihr aus, eher Schelte.

Ende dieser bezaubernden Oper, die nur einen Riesen- Fehler hat, die Gralserzählung kommt so ziemlich am Schluss, deswegen muss man so lange bleiben.
peter337 (20.11.2010, 21:36):
Für die liebe Fairy - die das aber schon kennt!

Richardl Nr.1 - Tristan und Isolde.

1. Akt: Die irische Königstochter Isolde, die Holde, wird König Marke von Cornwall als Gattin zugeführt, wenn das die englische Königin Elisabeth II. hört, dass sich Irland einen eigenen König, samt Tochter leistet, wird sie es als not amused finden, wo die doch eh keinen Spaß versteht, bei Cornwall wird ihr Vertrauen zu den Untertanen ganz erschüttert werden, aber was solls. Isolde begibt sich auf dem Wasserweg, Bahnfahren verträgt sie nicht, und die Britischen Eisenbahnen können, bis heute nicht, eine Direktlinie nach Irland verlegen, angeblich wegen dem Wasser, auch Meer genannt, also auf ins Schiff, ahoi. Isolde also, erzählt ihrer Vertrauten Brangänge von ihrer Begnung mit Tristan, so heißt doch heute nur mehr eine Bulldogge, der sie als Brautwerber begleitet. Isolde war einst mit Morold verlobt, wenn man so heißt kann man nur erschlagen geworden sein, und zwar von Tristan den hat Isolde dann noch gepflegt, also eine Art Rote Kreuz-Schwester war sie da, weil er eine Wunde erhalten hatte und bei Isolde Heilung suchte, jedoch als sie erkannt hatte, dass Tristan ihren Bräutigam, mit dem unmöglichen Namen, getötet hatte, will sie ihn erschlagen, aber da keimt Liebe auf, eine Art "Stockholm-Syndrom" und sie wird daran gehindert, doch die Blutschuld zwischen ihnen bleibt. Isolde lässt sich von Brangäne, der alten Giftmischerin, den Sühnetrank bereiten, der den Tod bringt. Das geht wirklich nicht, denn in der Townsed Street gibt es dann das Gegenmittel, aber Cornwall ist noch weit, die Ruderer sind nicht wie die in "Ben Hur" ausgebildet. Tristan ist schließlich bereit, das Gesöff, mit Isolde zu trinken, aber sie haben nicht mir listigen Brangäne gerechnet, die vertauscht den Todestrank mit dem Liebestrank, was die alles an Bord haben, wenn das die einzige Verpflegung ist, fahre ich nicht mit dieser miesen Schiffsgesellschaft, man und Frau, Frau und Mann , will ja von einer Seereise, die ja lustig sein soll, was haben. Nur die Beiden fallen sich in die Armee, meinte Arme, noch dazu selig, was so ein Trankl alles macht, wie ein Original Bayrisches Bier auf der Wies'n. Zwei Maß und du bist weg und siehst den König Marke gar nicht, der die an Land Kommenden begrüßt, die das nicht einmal ignorieren. Die weiß / blauen Segel, die Tristan aus dem Baierland als Souvenier geholt hat, werden eingeholt, nicht einmal das merkt Marke. Von den zweien anderen gar nicht zu reden, oder zu singen. Erschütternd.

2. Akt: Während Marke mit seinem Gefolge auf der Jagd ist, wartet Isolde, natürlich zu jedem Ehebruch bereit, auf Tristan. Sie finden sich in Zweisamkeit heißt es, aber sie haben eine Stalkerin in Brangänge, das merken die noch nicht, jetzt kommt ein traumhaftes Duett "O sink hernieder Nacht der Liebe", Brangäne warnt und warnt und warnt, is schon aus mit der Warnung, denn sie ist vergeblich "Einsam in der Nacht....Habet acht". Nun geschieht das, was nicht geschehen sollte, König Marke überrascht die Liebenden, hoffentlich in einer jugendfreien Stellung, und gibt seinen Schmerz Ausdruck. Tristan vermag nicht sein Vergehen zu erklären, wie denn auch, bei Inflagranti - Derwischen, da kann ihm keine Ausrede einfallen, nicht einmal ein nächtliches Teekränzchen, heißes Wasser mit etwas Milch, wie in Asterix bei den Briten, außerdem hätte ihm das Marke verziehen, nur Melot, der immer gleich zur Waffe greift, und auch einen Namen hat, wie im ägyptischden Traumbuch, verteidigt die Ehre des Königs und verwundet Tristan schwer. Bitte den Ärzte - Notdienst verständigen.

3. Akt: Kurwenal hat Tristan auf die Burg Kareol in der Bretagne gebracht, da kann man sagen Reisen bildet, der kommt ja, selbst als Verwundeter, ganz schön herum. Traurig klagt die Schalmei, was bitte?, des Hirten. Kurwenal hat Isolde angerufen, mit seinem Handy, das damals noch nicht erfunden war, und nach ihr ausgesandt, dass sie kommt, ist ja nur ein Katzensprung, denn der sterbende Tristan will Isolde noch einmal sehen. Bei seinen Haluzi, sprich Träumen, erinnert sich Tristan an alle Begebenheiten seines Lebens, deshalb dauert das auch so lange, und endlich ertönt die lustige Weise des Hirtens, der kann leicht lustig sein, der ist ja nicht im Todeskrampf- und kampf, die die Ankunft des Schiffes mit Isolde meldet. Tristan bricht bei der Begegnung tot zusammen, da muss sich ja Isolde sehr stark verändert haben, die kann doch nicht so schrecklich aussehen. Marke folgt auf einem zweiten Schiff, reger Verkehr kann man sagen, um zu verzeihen, denn Brangäne hat ihm gestanden, dass sie den Liebestrank wählte, hätte sie Coca Cola light - Sonder-Marke, genommen, damals im Supermarkt, zu Sonderpreis 2 Liter 1,89 Euro, die Wirkung wäre aber hier dem Todestrank gleichzusetzen. Schon wieder kommen zwei Tote heraus, Kurwenal und Melot. Isolde stirbt in einer wunderschönen, aber extralangen Arie "Mild und leise, wie er lächelt". Dass da die Isolde stirbt ist ja kein Wunder, da muss sie ja Stimmbänderrissenverkrampfung bekommen.

Auch diese Oper hat besondere Längen, wie es halt beim RichardlNr.1 üblich ist.
Fairy Queen (20.11.2010, 22:43):
Du meinst wohl, weil das die einzige Wagner-Oper ist, die ich mir freiwillig anschaue? :engel
Ich geb dir jetzt mal ein echtes Intrigenstadl zur freundlichen parodistischen Bearbeitung an die Hand: Händels Agrippina! Ich sehe mir gerade die DVD an- eine Bosheit, eine Lüge und ein Verrat jagt den Nâchsten. Sitten wie im alten Rom, kein Wunder das die untergegangen sind!
Claudius, Nero, Agrippina, Poppea... Dekadenz und Niedertracht an allen Ecken und Enden!
Dagegen sind Tristan und Isolde reine Engelchen! Die betrügen wenigstens nur einen und haben dazu nur einen Grund.
Bonne nuit, den zweiten Akt der Agrippina schaue ich morgen an. Phantastische Musik!!!! :engel
Heike (21.11.2010, 00:33):
Ach du meine Güte, Isolde mit Stockholm-Syndrom :beer
Auf eine derartig stringent umgesetzte Interpretation wäre ich ja super gespannt, das ergibt ja ganz neue Perspektiven für das ganze Drama, herrlich!
Heike
peter337 (21.11.2010, 08:49):
Liebe Fairy da ist Hendel-gebraten oder gebacken.

Der war ja noch gar nicht dran – oder?

Georg Friedrich Händel – Agrippina.

1. Akt: Agrippina hat vor Jahren Claudius geheiratet, um Kaiserin zu werden und Nero, ihren Sohn aus erster Ehe, auf den Thron zu bringen . Als sie die Nachricht erhält, dass Claudius während eines Feldzugs gegen Britannien ertrunken ist , gelingt es ihr, die Höflinge Pallas und Narziss für die Wahl ihres Sohnes zu gewinnen, nachdem sie versprochen hat, ihre Liebesbeteuerungen zu erhören. Nero bittet vor dem Kapitol um die Gunst des Volkes, indem er reichlich Geld verteilt . Unterdessen versucht Agrippina die Menge zu überzeugen, dass der Kaiser tot ist . Kaum ist Nero von Pallas und Narziss zum Kaiser ausgerufen worden, ertönen Trompeten, und Lesbus meldet, dass der schiffbrüchige Claudius durch die Tapferkeit des Feldherrn Otto gerettet wurde und diesem voller Dankbarkeit das Thronerbe versprochen hat . Agrippina heuchelt Erleichterung und verspricht Otto Poppeas Hand . Lesbus überbringt Poppea die Nachricht, dass der Kaiser sie liebt und nachts besuchen will . Zufällig hört Agrippina das Gespräch mit und überzeugt Poppea, dass Otto zugunsten des Thrones auf sie verzichtet hat . Sie überredet die Empörte, ihren Geliebten beim Kaiser in Ungnade fallen zu lassen; Poppea bringt Claudius soweit, dass er seinen Retter fallen lässt .

2. Akt: Claudius zieht im Triumph in Rom ein , Pallas und Narziss erkennen endlich, dass Agrippina sie betrogen hat . Während schon alle Otto als den künftigen Kaiser feiern , wird der Feldherr von Claudius ungnädig empfangen "Du Lackel, du Gscherter, dich habe’ ich gar net braucht, habe den Zaubertrank vom Miraculix eh mitg’habt", als Verräter bezeichnet und entlassen . Otto kann sich dies Verhalten nicht erklären, zumal ihn auch seine geliebte Poppea mit äusserster Kälte behandelt . Poppea liebt Otto immer noch und trifft sich mit ihm im Garten bald stellt sich heraus, dass Agrippina an ihrer Verstimmung schuld ist . Nachdem der Feldherr gegangen ist, meldet Lesbus , dass der Kaiser und auch Nero Poppea sehen wollen . Agrippina ist besorgt, dass ihre Ränke entdeckt werden, und möchte sich ihrer Mitwisser Pallas und Narziss entledigen . Beide gehen zum Schein auf ihre neuen Pläne ein, und sie kann auch Claudius überreden, statt Otto Nero zum Nachfolger zu bestimmen .

3. Akt: Poppea will sich an Agrippina rächen und gleichzeitig ihren Geliebten rehabilitieren . Sie versteckt Otto hinter einem Vorhang und empfängt Nero, der sich ebenfalls verbirgt . Kurz darauf kommt der Kaiser "morituri te salutant". Diesem redet Poppea ein, dass Nero ihr nachstellt , und schlägt als Beweis den Vorhang zurück, hinter dem Nero steht. Der wütende Kaiser weist Nero hinaus "Raus du Rotzbua, du Staubiger!". Poppea kann Claudius davon überzeugen, dass er jetzt zunächst Agrippina besänftigen muss . Pallas und Narziss enthüllen dem Kaiser Agrippinas Pläne, die jedoch ihren Gemahl von ihrer Unschuld überzeugt "Geh glaub doch den zwei Wasteln net, du Hinicher = Kaputter". Der Kaiser weiß nicht mehr, was er tun soll und lässt Otto, Nero und Poppea zu sich rufen . Er ordnet an, dass Poppea Nero heiraten soll . Poppea lehnt ab, weil sie Otto liebt . Nero will nicht heiraten, sondern den Thron . Claudius gibt jedem, was er wünscht . Hofstaat, Offiziere, Soldaten und Volk jubeln dem Kaiser zu, vom Himmel schwebt Juno hernieder, die allen Glück wünscht .

Ende dieser tragischen Oper, die aber schon gar nichts Humoriges an sich hat.
Fairy Queen (21.11.2010, 10:30):
Himmel, du bist ja schneller als ich den letzten Akt gucken konnte! Jetzt weiss ich ja schon alles vorher!!!!
Danke liebes Streiferl, für diese köstliche Einführung in ein undurchschaubares Intrigantenstadl aus dem alten Rom. :leb :leb :leb
Leider singt hier nicht Peter Ustinov mit, aber Philipp Jaroussky trägt einen rote Clowns-Perücke und macht es fast genauso gut!
Claudius bei den Briten hat leider nciht die feine englische Art gelernt und der arme Ottone ist in allen Opern der Angeschmierte. Bei Monteverdi geht's ihm ja auch nicht besser!!!! :I
Was die Komonisten an der Poppea gefunden haben? Die Dame kommt in den Opern gar nciht so shclecht weg wie man denken sollte. Sie setzt wohl auch noch post mortem ihre Verführungskünste nciht ganz wirkungslos ein.
Was den Humor angeht, muss ich dir allerdings widersprechen. Das Libretto hat sehr ironsiche und satirische Seiten, die in der Aufführung unter Jean-Claude Malgoire und Fréderic Fisbach auch gut zur Geltung kommen. Claudius wird als schwacher Dummbold gezeigt, Agrippina ist eine ausgekochte Intrigantin, Nero ein weichlches machtgeiles Mutter-Söhnchen und Poppea schön, aber nciht so ganz helle. Einzig ottone leidet echt udn hat dazu auch wunderschône Arien von händel bekommen. Aber ein bisschen doof ist der auch , wie würde er sonst Poppea lieben? Von opera seria kann ja nur bedingt die rede sein, eigentlich ist das ein Zwitterding und bietet sich für gestreifte Parodien geradezu an.
was diesen Lesbos angeht: warum der so heisst, wüsste ich auch gerne? Ist er reif für die Insel oder kommt er von Selbiger??????

Wie auch immer: die Musik ist toll und wenn dann ach noch Veronique Gens und Philippe Jaroussky, Nigel Smith und Ingrid Perruche singen und spielen..... :engel
peter337 (21.11.2010, 18:11):
Mein Richardl Nr. 1 - Tannhäuser.

1. Akt: Tannhäuser ist im Hörselberg , des Sinnesrausches überdrüssig, wenn eine Venus auch so mies logiert, und die soll eine Göttin sein, kein Wunder, dass er da fort will, wenn sie auch von Grotten schwärmt "Geliebter sieh dort die Grotte", hat nichts mit einer Grottenbahn zu tun auch wenn es auch so aussieht, da nützen die Faune auch nichts, die sich dort aufhalten und das sonstige Geflügel wie Schwäne und anderes Ungeziefer. Tannhäuser singt ihr noch ein Lobgstanzl, quasi zum Abschied, und dann vertschüst er sich, denn sein Heil ruht in Maria, welche er da meint, keine Ahnung, aber ich denke er ist gläubig geworden, da kann ihn auch eine Venus nicht mehr halten, oder mithalten. Was geschieht? Er ist von der Wärme im Inneren des Berges in die karge Frühlings - Landschaft des Thüringerlandes ausgespuckt worden, wo ein Hirt auf seiner Flöte bläst und ein Mai-Lied singt. Hoffentlich nicht Beides zugleich, da wird nichts Hörbares daraus, eine Nuschelei wirds werden. Da hört Tannhäuser den Gesang der vorbei ziehenden Pülcher, ich meine Pilger und er will sich der Reisegesellschaft anschließen, die nach Rom wollen. Zu Fuß, man soll sich das nur vorstellen, da ist ja der Jakobsweg ein Klacks, und er will den Pilgern also folgen, wo der doch nie gefolgt hat, sonst wäre er doch nicht bei der Venus gelandet, ein Schlankerl, nicht immer in machen Besetzungen kann er ganz schön starkgebaut sein, so á la Leo Slzeak, aber Falten kaschieren immer. Doch die Falten hat Tannhäuser jetzt in seinem Gesicht, da gibt es Aufbau-Cremen, Frau Venus hat ihm ja gar kein Proviant mitgegeben. Da er aber auch Hunger hat, lässt er sich von einer Jagdgesellschaft aufhalten unter denen sich der Landgraf Hermann befindet und das sonstige Sängergesindel, wo auch Wolfram von Eschenbach dabei ist, der auf die Nichte des Landgrafen, Elisabeth, nicht nur eine Auge, sondern alle zwei, samt den Hühneraugen, geworfen hat, doch der Wurf mißlang, so erzählt er Tannhäuser von Elisabeth, der Nichte also, so ein Masochist.

2. Akt: Also heim in die Burg des Landgrafen, wo Elisabeth eine Halle begrüßt, sehr schön übrigens, die sie so lange nicht betreten hat und teuer soll sie auch sein, seit Tannhäuser nicht mehr da war. Hoffentlich wurde regelmäßig gelüftet und Staub gewischt. Wolfram führt Tannhäuser jetzt, der übrigens auch Hermann heißt, zu Elisabeth, und ein wunderschönes Duett erschallt, dabei hören sie gar nicht was draußen geschieht, sind halt so die jungen Leut', ach das ist ja aus einer anderen Oper, aber auch von einem Richardl. Jetzt kommen Gäste, wie die Heuschrecken oder Gelsen kommens und die keiner eingeladen hat, aber der Chor muss ja auch was tun, nicht nur pilgern, und so ertönt ein festlicher Gesang der Hereinschreitenden, der sich in Kanon-Weise immer wiederholt, bis alle sitzen, das kann beim Richardl lange dauern. Aber statt, dass es was zum Essen gibt, eröffnet der geizige Landgraf, den Sängerkrieg "Gar viel und schön, ward hier schon gesungen", falls alle gut disponiert waren, und Wolfram beginnt mit einem Hymnus, der muss immer der erste sein, kriegt auch eine höhere Gage, und besingt die sinnliche Liebe, Sachen gibts, die gibts gar nicht. Stellts euch vor, Walther von der Vogelweide hat auch das Engagement angenommen und singt, mit einem gewissen Biterolf, von dem bisher kein Mensch was gewusst hat, der aber beim nächsten Song - Contest mitmachen will, eine leidenschaftliche Entgegnung. Was macht der dumme Hermann von Tannhäuser, er singt das Gstanzl auf die Venus, in dieser erlauchten Gesellschaft, da werden alle Frauengesichter rot, das von Elisabeth aber bleich, ein Farbenspiel muss sein. Was machte die Bagage von Rittern, sie gehen mit gezogenem Schwert auf Tannhäuser los, dass die Schwerter haben, ist eine Leichtsinigkeit, die hätten sie in der Garderobe abgeben müssen. Elisabeth wirft sich dazwischen, hoffentlich ist sie nicht eine allzu kräftige Wagner-Sängerin, denn die könnte ja schon dann mit dem Gewicht, die Massen aufhalten. Für Tannhäuser gibt es nur eine Rettung, auf nach Rom, wie es im Mittelalter üblich war, zuerst kräftig sündigen, dann auf nach Rom, der Papa Benedict wird schon richten, und so begibt sich auch Tannhäuser auf die Pilgerfahrt, 1. Klasse zu Fuß, nach Rom um Verzeihung zu erbitten. Vorher erscheint aber noch Frau Venus, die aber gar keiner eingeladen hat, auf der Bildfläche und säuselt Tannhäuser an, doch der ist standhaft und verscheucht die Wetterhexe.

3.Akt: Durch das herbstliche Wartburgtal kehrt die Reisegesellschaft der Pilger zurück, natürlich mit Gesang, umsonst wird der Chor nicht in Vertrag genommen. Nur Tannhäuser ist nicht darunter, Elisabeth sucht ihn vergeblich bei den Pilgern, wie es so halt ist, wenn so ein Mannsbild auf Lepschi geht, kommt er nicht heim, vielleicht ist er auf der Zugspitze gelandet, statt über den Brenner zu lustwandeln, dabei singt Elisabeth eine der schönsten Arien "Allmächtge Jungfrau" und Wolfram singt den Abendstern an, da plötzlich, Elisabeth ist schon in Richtung nach hoam sterben gegangen, da sieht Wolfram, Tannhäuser, der erzählt ihm in der endloslangen "Romerzählung", wie es beim Pontifex maximus war, nix wars mit Verzeihung, und Tannhäuser will wieder im Venusberg überwintern, jedoch der Tod der heiligen Elisabeth löscht alle Wünsche aus, wie schnell damals eine heilig war, das dauert jetzt bei r. k. Kirche bedeutend länger. Jetzt weil schon alles aus ist, sinkt auch Tannhäuser, wie der Abendstern, tödlich getroffen, nieder. Herzinfarkt. Hätt' doch Elisabeth den Wolfram genommen, der ist ein Heimchen am Herd, nur singen will er dauernd, auch nicht das Ideal-Mannsbild. Komischerweise haben die jüngeren Pilger später das Wartburgtal erreicht, wahrscheinlich sind sie von den Römern aufgehalten worden, da war doch die Geschichte, wo einer sagte "Varus, gib mir meine Millionen wieder" hat wohl bei Günter Jauch im Millionenspiel mitgemacht , und sie bringen die Verzeihung für Tannhäuser, da hat er jetzt was davon, da hat der Schlawiner jetzt ka Venus und ka Elisabeth, wo sich die herumgetrieben haben, wahrscheinlich in einer Schenke, bei Lias Pastia, Hoppla das ist eine andere Oper.

Diese Oper hat, genau das was auch die anderen Richardl Nr. 1- Opern haben - sie ist einfach enorm lang!
peter337 (22.11.2010, 10:23):
Meiner lieben Fairy herlicchts gewidmet.

Vincenzo Bellini - La Straniera - oder auch - Die Fremde - genannt.

Diese Oper besteht nicht nur aus zwei Akten sondern auch aus acht Szenen, was will man mehr.

1.Akt und zugleich 1. Szene: da sind wir in der Burg Montolino in der Betragne . Isoletta, die Tochter des Burgherrn ist bereit , mit dem Grafen von Ravenstel den Bund für das Leben zu schließen . Doch diesen kommen einen Tag vor der Hochzeit Bedenken, dass er die richtige Wahl getroffen hat , und er setzt sich zur Bestürzung der Braut ab . Die Ursache ist eine geheimnisvolle Dame, die ständig verschleiert herumläuft , um nicht erkannt zu werden . Sie wohnt in einer Hütte in der Nähe der Burg an einem See und nennt sich Alaide , aber die argwöhnischen Dorfbewohner nennen sie nur als "La Straniera", die Fremde . 2. Szene: Jetzt sind wir schnell ausgewandert in die Hütte der Straniera . Auf den Grafen übt die Fremde einen geheimnisvollen Zauber aus, Arthur gesteht ihr seine Liebe . Sie weist ihn nicht zurück, fleht ihn aber an, sie nicht mehr zu besuchen , weil das Schicksal gegen sie entschieden habe und ihnen Unglück bringen würde . Die unbekannte Schöne macht ihm, gesanglich deutlich, dass es niemals zu einer Heirat kommen wird . 3.Szene: Jetzt kommen wir zu einem Waldweg in der Nähe der Burg. . Dem be- und zerdrückten Arthur begegnet Baron Waldenburg, der ihn im Namen der Dorfbewohner inständig bittet, doch zu Isoletta zurückzukehren , die ihm voller Verzweiflung nachihm sehne . Der Weggefährte kennt die Ursachen von Arthurs Abkehr von dem Mädel nicht . Er bekenne sich zu einer anderen und möchte ihm die Dame vorstellen. Wenn sie nicht für ihn standesgemäß ist, wird er sie zukünftig meiden . Waldenberg singt ihm nicht, dass es seine Schwester sei, und gibt vor die Dame aus seiner Jugend zu kennen . Ein Geheimnis umgebe sie und es empfehle sich, es nicht zu lüften . Die 4.Szene schon wieder, oder noch immer, am Felsen am See. Artuhr hat einen falschen Freund, der ihm erzählt , er habe zwischen Waldenberg und der Geheinisvollen einen Fluchtplan belauscht . Dabei schürt er Arthurs Eifersucht , der ihm glaubt. Der Getäuschte zieht falsche Schlüsse und trifft sich nach einem Streit mit Waldenburg auf einem hohen Felsen am See zum Zweikampf . Der Baron wird mit der Waffe verletzt und stürzt in den See . In Arthur erwacht der Edelmut , und er springt hinterher , um den Verletzten aus den Tiefen des Wassers zu ziehen . Alaide, die in der Nähe Heidelbeeren und Pilze für die Abendmahlzeit sammelt hat zweimal einen Plumps gehört und erscheint auf der Bildfläche . Sie sieht den blutbefleckten Degen und versucht durch angestrengtes Nachdenken , die möglichen Ursachen zu ergründen . Dorfbewohner finden sie in Schwermut versunken mit dem blutbefleckten Degen in der Hand und beschuldigen sie des Mordes .

Es folgt jetzt außer der fünften Szene auch der 2. Akt - Jetzt sind wir in einem Gerichtsaal des Johanniterordens: den Streitern Gottes obliegt auch dieweltliche Gerichtsbarkeit . Die Fremde ist des Mordversuches angeklagt und bekommt schon deshalb Schwierigkeiten, weil sie mit der Burka kommt . Arthur konnte sich schwimmend aus dem Wasser retten . Er erfährt noch von den Dorfbewohnern was sich zugetragen hat und noch vor Nässe triefend , meldet sich der Entlastungszeuge pfützebildend in der Gerichtshalle. Der Prior möchte endlich wissen wen er freisprechen soll, weil das Urteil in den Akten zu vermerken ist und nach langem Zögern ist Alaide schließlich bereit, ihr holdes Antlitz dem Prior zu zeigen . Baron Waldenberg darf den Schleer heben. Der Prior . Selbstnatürlich wird Agnes sofort freigespochen . Was jetzt kommt war zuerwarte, es folgt der -
2.Akt: und wir befinden uns vor Alaidas Hütte und der 6.Szene. Artuhr tappt immer noch im Dunklen . Er trifft, rein zufällig, Waldenburg, der sich ebenfalls aus dem kalten Wasser retten konnte , auf dem Weg zur Hütte Adelaides und verträgt sich wieder mit dem fälschlicherweise Verdächtigen, nachdem er erfahren hat, dass er der Bruader und nicht der Geliebte seiner Angebeteten ist. Er lässt sich übersingen, zu Isoletta zurückzukehren, stellt aber die Bedingung, dass Alaide auf seiner Hochzeit dabei sein möge . Die Szene ändert sich, es ist die 7. jetzt in Isolettas Gemächern. Isoletta hat ihr Brautkleid wieder angezogen und lässt sich von Arthur ewige Treue schwören, Liebe auch, wenn es nötig ist, weil es einmal zur Etikette gehört , damit die Zeremonie nicht unter Mangel an Prefektion leidet bei dem Kleidel net stimmt]. Weíl nichts Gescheiteres kommen kann, kommt jetzt die 8.Szene - Vor dem Tempel des Johannierordens. Im Gebäude des Gerichts ist auch das Standesamt, in dem der Prior des Ordens den Vorsitz führt, untergebracht. Man drängt Arthur , das es Zeit ist endlich das Jawort zu geben. Doch der Instinkt , sich nur mit dem Wesen paaren zu wollen , welches er liebt, ist stärker als die Vernunft . Weg vom Altar stürzt er in die Arme Alaides und fleht sie an, endlich, seine Liebe zu erhören . Dem Prior wird die Sache zu dumm und er hält die Zeit gekommen, Schleier und Geheimis zu lüften. Jetzt wissen alle, dass sich die Königin unerkannt in ihrer Mitte aufhalte und eine kleine Hütte mit dem Leben am Hof vertauscht hatte. Doch aus der Hauptstadt sind gute Nachrichten gekommen, Agnes darf ihren Platz an der Seite des Königs wieder einnehmen, denn die Dänin, die der König aus politischen Gründen heiraten musste, ist versterbt. Agnes musste sich verborgen halten, um nicht zum Mordopfer zu werden . Arthur der von der Aussichtslosigkeit seiner Liebe nun endlich überzeugt ist, gibt sich selbst den Tod . Völlig überflüssig bricht die Königin von Frankreich an seiner Leiche zusammen . Isoletta weiß nicht mehr , was sie von dem allem halten soll und trägt Missgeschick und Brautbouquet mit Fassung . Die Hochzeit wird, vorübergehend , abgebrochen, weil der Bräutigam tot ist .

Ende diese zuckersüßen, romatischen Oper vom Meister Bellini.
peter337 (22.11.2010, 13:54):
Jetzt kommt wieder eine Geflügel – Oper.

Georg Friedrich Händel – Rinaldo.

1. Akt: Goffredo, der mit den Kreuzrittern Jerusalem belagert, verspricht dem Feldherrn Rinaldo die Hand seiner Tochter Almirena, sobald die Stadt erobert werde . Der Herrscher von Jerusalem, Argante, hat einen dreitägigen Waffenstillstand erbeten und erhalten . Er ruft die Zauberin Armida zu Hilfe, die ihm erklärt, dass die Stadt nur dann gerettet werden kann, wenn Rinaldo vom Heer entfernt wird . Um dies zu erreichen, wird Almirena während eines Zusammenseins mit Rinaldo durch eine plötzliche Finsternis entführt , die Armida hervorgerufen hat. Der verzweifelte Rinaldo eilt auf Goffredos Rat zu dem weisen christlichen Magier in die Berge, um Rettung zu erflehen .

2. Akt: Während Rinaldo zu dem Zauberer wandert , lässt Armida nichts unversucht, um ihn in ihren Zauberpalast zu locken . Eine Sirene ist erfolglos, erst Armida selbst, teils in ihrer eigenen und teils in Almirenas Gestalt . Inzwischen hat sich Argante um die gefangene Almirena beworben, die ihn jedoch entschieden zurückweist, wie auch Rinaldo Armida ablehnt . Schwankend zwischen dem Wunsch nach Rache und Erfüllung ihrer Liebe ruft Armida ihre Krieger zum Kampf . Vergeblich versucht Goffredo, die feindliche Burg zu erobern .

3.Akt: Goffredo bittet den Magier, ihm gegen Armida beizustehen, und erhält den Rat, gegen die Burg mit Zauberruten , die er ihm gibt, vorzugehen. Goffredo bricht mit seinen Kriegern zur Erstürmung der Festung auf, die plötzlich in sich zusammenstürzt . Als Armida sieht, dass sie unterliegt, versucht sie, Almirena zu töten , wird aber von Rinaldo daran gehindert. Der befreite Rinaldo schließt sich wieder dem christlichen Heer an, Jerusalem wird genommen . Armida und Argante werden gefangen, jedoch begnadigt, da sie ihre Schuld bereuen Rinaldo und Almirena sind wieder vereint .

Ende dieser Touristen- Oper aus dem Heiligen Land.
peter337 (27.11.2010, 09:54):
Für die liebe Fairy, mit adventlichen Grüßen.

Vincenzo Bellini – Adelson e Salvini – oder auch – Adelson und Salvini – genannt.

Übrigens ist das Bellinis Erstlingswerk, daher kommt es erst jetzt.

1.Akt: Lord Adelson liebt den sonnigen Süden mehr als seine irische Heimat . Immer wieder verlässt er die grüne Insel und reist ins Land seiner Sehnsucht , um die Sonne und die schönen Künste zu genießen . Doch ganz ohne südliches Feuer ist er auch auf seinem komfortablen Landsitz in der Heimat nicht . Hier hat er als Langzeitgast den Maler Salvini einquartiert, den er vor Urzeiten in Neapel aufgegriffen hat und ihn nun als seinen besten Freund bezeichnet . Fanny, eine junge Verwandte, ist nicht nur eine Schülerin des Malers, sondern auch in heimlicher Liebe zu dem temperamentvollen Neapolitaner entbrannt . Ihre stillen Seufzer verraten ihre Sehnsucht, wenn das Mädchen allein ist und sich in die Malerei ihres Lehrers vertieft . Sie fühlt sich in ihrer Schauerei durch das Erscheinen ihrer Tante, Madama Rivers, die im Schloss die Position einer Gouvernante und Wirtschafterin einnimmt, aufgeschreckt . Die Schreckliche hat jedoch im Moment nichts weiteres im Sinn, als nach langer Abwesenheit die bevorstehende Rückkehr von Lord Adelson anzukündigen . Bedienstete und Landarbeiter machen sich fertig, den Gutsherrn willkommen zu heißen "Na endlich bist du wieder da,wir haben dich kaum vermisst". Geronio ist ein zweideutiger Charakter und lässt keine Gelegenheit aus sich unbeliebt zu machen . Er deutet an, es könne durchaus sein, dass seine Lordschaft nicht unmittelbar nach Hause findet, sondern Verpflichtungen am Hof in London nachzukommen hat . Madama Rivers hält dagegen, dass es Lord Adelson drängen wird, heimzukehren. Die Dienerschaft und vor allem die edle Nelly erwarten ihn sehnsüchtig . Die Verlobte ängstigt sich, weil sie seit langer Zeit ohne Nachricht von dem Geliebten ist . Jetzt kommt ein ganz Böser, es ist Colonel Struley, der auf seinen Komplizen und Vertrauten Geronio wartet . Als Jäger verkleidet darf er sicher sein, nicht erkannt zu werden. Den Kumpel hält er fest in der Hand und der Erpresste muss ausführen, was der andere von ihm will . Struley ist ebenfalls Aristokrat und hat mit dem Lord alte Rechnungen zu begleichen . Aus politischen Gründen wurde seine Familie von Adelsons Vater geächtet . Die Ursachen müssen schwer gewesen sein, denn der Ausgestoßene denkt an enorme Rache . Ein früherer Versuch, Nelly zu entführen, ist fehlgeschlagen . Nun nimmt er Vorteil von dem Umstand, dass seinem Kumpan die Todesstrafe des Militärgerichts droht, denn er ist abgepascht = ausgerissen von dem Verein. Um im Schloss einen Spion zu haben, hat er Geronio dort als Diener angestellt, damit er Unsitten in Erfahrung bringen kann, die der Rache seines Auftraggebers helfen können. Ohne die schützende Hand Struleys wäre Geronio ohnehin erledigt . Im Anhang von Salvini befindet sich Bonifacio, der ebenfalls eine Anstellung im Haushalt von Lord Adelson gefunden hat . Er ist ein braver Mensch und gern gesehen . Die freigebige Gastfreundschaft genießen die beiden Italiener nun schon längerer Zeit. Der Landsitz bietet ihnen ein bequemes Dach über dem Kopf und komfortable Sicherheit . An letzterer ist ihnen besonders gelegen , denn Gläubiger sind hinter ihnen her. In Italien haben sie Rechnungen auflaufen lassen, und Bonifacio wird nun auch schon in Irland gejagt . Oft denkt Bonifacio an die glücklichen Tage in Italien "Glücklich ist wer vergisst" - war schon dran, bitte nachsehen]. Er besaß ein Geschäft und verkaufte zubereitetes Fleisch . Seine eigene Verschwendungssucht hat ihn ruiniert und aus einem Meister einen Diener gemacht . Ein Brief seines Schwagers, durch facebook ,dass sein Aufenthalt bereits entdeckt wurde . Der schlaue Bonifacio weiß, dass seine Anwesenheit auf den Gütern nur so lange gesichert ist wie die Freundschaft zwischen Adelson und Salvini hält . Doch ein Verhängnis kündigt sich an, denn Salvini ist verliebt und leidet darunter wie verrückt . Der Maler ist von zwei Konflikten zerbeutelt, er wankt zwischen Freundschaft und Liebe . Sie führen dazu, dass er häufig über Selbstmord nachdenkt . Heimlich ist er in Nelly, der Verlobten Lord Adelsons verliebt . Nie könnte er seinen Freund verraten, denn dann müsste er sich selbst verachten . Bonifacio versucht, ihn von seinem ungesunden Drang abzubringen. Gewiss ist Nelly nicht die einzige Frau auf dieser Welt, die ihn in Leidenschaft setzen kann . Der Besorgte muss den Landsmann zur Vernunft bringen. Wenn diese verrückte Liebe kein Ende findet, singt Bonifacio ein Unglück voraus . Bewegt und verzweifelt denkt Salvini oft an seine Mutter und verflucht den Tag, der ihn auf die grüne Insel gebracht hat . Nelly weint , weil sie ihr Geliebter schon seit einiger Zeit ohne Neuigkeiten gelassen hat, und denkt, dass er sie verlassen will . Salvini sieht das Mädchen leiden und rückt damit heraus, dass Lord Adelson der Post an ihn eine Mitteilung für sie beigelegt hat . Nun kramt er den Brief hervor und beginnt Nelly den Inhalt vorzusingen, anstatt ihr das Schreiben zu geben. Gleich die ersten Sätze sind ein bisschen unguat, denn Adelson gibt die Information, dass sein Onkel, dessen Erbe er ist, ihm befiehlt, sich standesgemäß mit der Tochter eines befreundeten Peers zu verheiraten . Nelly besitzt die Gabe zur Hysterie und denkt, dass Adelson sie verraten hat und Salvini ihr den Brief nicht gab, weil er sie schonen wollte. Prompt fällt sie in Ohnmacht, ohne abzuwarten, dass der Lord sie im nächsten Satz seiner unwandelbaren Treue versichert . Salvini sieht die Bewusstlose ohne Abwehr und kann der Versuchung nicht widerstehen, sie in seine Arme zu schließen und heftig an sich zu drücken . Die intensive Leidenschaft des Italieners lässt das Mädchen aus der Ohnmacht erwachen. Sie beschuldigt Salvini außerodentlicher Frechheit und wirft ihm vor, in undankbarer Weise den Freund betrogen zu haben . Bonifacio kommt hinzu. kann das konfuse Mädchen beruhigen und die Wogen glätten . Er fordert Nelly auf, sich zu freuen , denn Lord Adelson sei auf dem Weg zum Schloss. Bestimmt bringt er die neue Braut gleich mit . Adelson hat ihn beauftragt, der Verlobten seine Freude zu übermitteln, sie nach langer Zeit der Abwesenheit wieder umarmen zu können . Er erscheint, sobald die Wiedersehensfreude der Schäfer und Waldarbeiter, die ihn abgefangen haben, sich gelegt hat . Im Klima allgemeiner Wiedersehensfreude ist Salvini zerrissen von seiner Qual , die er nicht abschütteln kann . Bonifacio hofft, dass es dem Freund gelingen sich endlich zu beherrschen. Zunächst muss Nelly beruhigt werden . Die freundliche Rüge ist temperiert durch die humorvolle Willkommensrede , die Bonifacio sich zurecht gelegt hat . Hoch erfreut bezeugt das Gesinde seine Befriedigung , den Hausherrn nach langer Zeit wieder in seiner Mitte zu haben . Doch wo ist Salvini? Die Freude des Hausherrn ist nicht komplett , wenn er seinen Freund nicht umarmen kann . Nelly und Bonifacio kennen den Schmerz des Malers, sind verlegen und versuchen den Abwesenden damit zu entschuldigen, dass er in Liebe zu Fanny in anderen Umständen sein könnte. Der Chor singt vom Glück dieses Tages, der ihnen ihren Herrn wohlbehalten und gesund zurückgegeben hat .
peter337 (27.11.2010, 09:56):
2. Teil und auch:

2. Akt: In einem abgelegenen Teil des Schlossgartens treffen die beiden Ungusteln = Unguten wieder aufeinander, um sich zu neuen Gemeinheiten zu beraten, was sie wie immer singend machen]. Geronio hat im Wald den unglücklichen Salvini bei Selbstgesprächen belauscht . Der Maler hat das Geheimnis seiner Liebe gesungen und gemurmelt , dass er alles dafür geben würde, um Nellys Liebe zu gewinnen . Das könnte der Anfang sein, um Verderben über Adelson zu bringen . Unheil witternd bittet Geronio den Colonel, von seiner Rachsucht abzulassen, um sich selbst nicht in unnötige Gefahr zu bringen. Aber die unmittelbare Nähe seines Feindes ermutigt Struley, die Kenntnis von Salvinis Liebschaft in seine Pläne reinzunehmen. Diese sind ziemlich bunt . Eine falsche schriftliche Botschaft an den Maler, ein Fluchtfahrzeug für Nelly und eine kleine Brandstiftung in der Jagdhütte, damit Struley seine Leute schnappen kann. Geronio soll nicht abtrünnig werden, sein Leben liegt in den Händen des Colonels, und der Zaudernde kennt Adelsons entschlossenen Verfolger . Madama Rivers fragt Bonifacio nach Neuigkeiten von Salvini und ist ungehalten. Der Maler hat nicht das Recht, durch seine Abwesenheit einen schwarzen Schatten auf den glücklichen Tag zu werfen . Fanny bittet Bonifacio, ihr zu singen, wenn er den Maestro gefunden hat . In Konversation mit Nelly zeigt diese ebenfalls Bestürzung über das ungewöhnliche Benehmen Vielleicht ist artfremder südländischer Humor die Ursache, oder Salvini hat ein Portrait gemacht, von einer gewissen Lisa, seiner Mona]. Die vielen lieben Worte können Adelson nicht überzeugen und er beschließt, selbst nach seinem Freund zu suchen. Nelly würde gern mitkommen, aber der Lord bringt sie davon ab. Man streitet sich über das Benehmen von Salvini. Bonifacio schiebt Nelly einen Schuldanteil zu und behauptet, durch überzogene Freundlichkeit in geradezu dazu aufgefordert habe, die der junge Mann falsch deuten musste . Salvini ist Adelsons bester Freund , und in seiner Abwesenheit war er der einzige Mann, der sie beachtete und mit ihr über seine Kunst singen konnte. Nelly denkt über die Worte des Neapolitaners nach und muss seiner Philosophie recht geben. In der Zwischenzeit hat Adelson Salvini gefunden. Genau in dem Moment ist er dazu gekommen, als Salvini sich das Leben nehmen wollte . Über ein stichhaltiges Motiv kann sich der besorgte Adelson keine Vorstellung machen und bildet sich zunächst ein, den Maler unbeabsichtigt beleidigt haben zu müssen . Tatsächlich erklärt dieser, dass Adelson die Ursache seiner verzweifelten Tat gewesen sei, ohne indes konkret zu werden . Deshalb zieht Adelson auch den Schluss, dass den Freund bedrängen und nimmt sich vor, nicht zu kritisieren, sondern zu verstehen . Aber Salvini weigert sich, sein Herz zu öffnen obwohl er doch seinem besten Freund vertrauen kann und dieser wirklich bereit ist, jedes Opfer zu bringen . Adelson will nichts anderes, als seinen Freund glücklich sehen Salvini befindet sich in arger Verlegenheit, denn er kann unmöglich erzählen, dass eben diese Freundschaft die Ursache seines Unglücks sei . Nachdem Adelson nochmals wiederholt, dass er bereit ist, für ihn jedes Opfer zu bringen , zieht Salvini den Schluss, dass Adelson verstanden hat und als Edelmann bereit ist, ihm Nelly zugeben . Adelson denkt jedoch nicht an Nelly, sondern an Fanny, die den jungen Maler glücklich machen soll . Die beiden erneuern ihr Gelübde von immerwährender Freundschaft und realisieren nicht, dass sie aneinander vorbeigesungen haben . Struley gelingt es, Salvini zu stellen . Er erzählt ihm, dass er von seiner Angst weiß und bereit sei, ihn glücklich zu machen, indem er ihm Nelly als seine Frau zuführt . Adelson sei unehrlich zu ihm und mit Nelly meine er es schon gar nicht ehrlich. Um ihn zu überzeugen, gibt er ihm einen gefälschten Brief, in dem Adelsons Onkel erklärt, dass er Nelly nicht heiraten soll, weil er etwas besseres für ihn habe . Diese vornehme Dame würde ihm Reichtum aushändigen und eine brillante Position bei Hofe verschaffen . Die Hochzeit, die Adelson mit dem jungen Mädchen zu feiern gedenke, sei eine falsche Hochzeit. Sie stürze das Mädchen in Unehre, weil er sich anschließend von ihr abwenden würde . Ist das Mädchen erst verführt, wird er es an Salvini weiterreichen . Doch besser sei es, wenn die Hochzeit erst gar nicht stattfinden würde . Bonifacio kommt unverhofft hinzu und denkt, der Besucher sei eher noch ein Gerichtsvollzieher und schüttelt ihm freundschaftlich die Hand . Der Verräter zieht es vor, schleunigst zu verschwinden , doch Salvini gibt die unliebsame Neuigkeit sogleich an Bonifacio weiter . Sein Instinkt sagt dem Weltgewandten , dass sich füchterbare Dinge ankündigen. Ewig misstrauisch, denkt er nach, wie eine solche Situation überhaupt entstehen kann . Er glaubt nicht, dass Adelson seiner Verlobten untreu wird, andererseits soll es schon vorgekommen sein, dass einem Hund ein Knochen schmeckt und er ihn dann einem anderen überlässt . Aber diese Art von Abmachungen ist unter Freunden nicht üblich. Tief beunruhigt wünscht er Adelson, Nelly und Salvini zum Teufel , weil sie sein Wohlbehagen stören. Welches Unheil hat das weibliche Geschlecht schon über die Menschheit gebracht Aber ein Weibchen zu Hause zu haben, kann schon ein glücklicher Trost sein . Adelson hat sich vorgenommen, seines Freundes Geist zu erhöhen und ihn mit seiner Malerei bei Hofe einzuführen . An Nelly hängt noch die körperliche Kraft seiner festen Umarmung, und sie glaubt daher nicht, dass es die Kunst ist, die dem Maler sein Gleichgewicht wiedergeben wird . Die Ursache für Salvinis Leiden liegt in der Vergangenheit . Hat er unbeendete Liebschaften in seiner Heimat zurücklassen müssen Das denkt aber nun Adelson wieder nicht, denn er denkt, dass die Geliebte auf der Insel zu finden ist. Auch Madama Rivers und Fanny machen sich Gedanken, wer die glückliche Lady wohl sein mag . Adelson macht kurzen Prozess, als Salvini mit Bonifacio zurückkommt, bietet er dem Maler im Namen seiner Freundschaft kurzerhand die Hand seiner Fanny an. Er ist der festen Überzeugung, dass nur die Schülerin das Objekt seiner Sehnsucht sein kann . Das Mädchen ist natürlich glücklich. Nur Madama Rivers sieht die Blässe, die plötzlich über des Malers Antlitz herunterkommt. Nelly und Bonifacio sind wegen dem Irrtum bestürzt, und Adelson wundert sich über den Mangel an großer Freude, die sich bei seinem Freund zeigt. Es bleibt keine Zeit, Licht in das Dunkel zu bringen , denn von draußen vernimmt man plötzlich den alarmierenden Schreie, es brennt, . Flammen verbrennen den Garten und die Jagdhütte und werden sich auf das Schloss ausbreiten , wenn nicht sofort die Feuerwehr kommt. Der Schlossherr und seine Männer eilen zu den Brandherden . Nelly möchte mitkommen . Doch Adelson will sie nicht in Gefahr zu bringen . Wieder einmal vertraut er die Verlobte der Obhut seines Freundes Salvini an. Allein mit Nelly erzählt der unglückliche Liebhaber ihr von dem Plan, den Adelson vermutlich hinter ihrem Rücken macht. Das Mädchen zweifelt das Gesangel an und ist nicht geneigt, den Ausführungen Glauben zu schenken . Sie ist verblüfft, Tränen in den Augen des geliebten Salvini zu sehen . Struley plötzliches Erscheinen reicht aus, ihr die Augen zu öffnen. In der Hektik verrät der Täter sich selbst, indem er erklärt, dass es nicht um Salvinis Wünsche, sondern nur um Rache geht. Endlich begreift Salvini, dass er nur ein Werkzeug in den Händen des Schurken war. Geronio kommt hinzu und erhält Weisung, Salvini festzuhalten, während Struley das Mädchen an der Hand zerrt und versucht, mit ihm zu enteilen . Der wütende Salvini kann sich jedoch befreien und ist entschlossen, Nelly dem Kidnapper zu entreißen . Adelson hat die Flammen in den Griff bekommen und kehrt zurück ins Schloss. Er ist erstaunt, seinen Freund und seine Braut dort nicht vorzufinden. Während er dabei ist, die Ursache zu erkunden, hört er den lauten Knall eines Gewehrschusses. Kurz darauf erscheint der prächtige Bonifacio und erzählt von der Gefahr, in der Salvini geschwebt habe. Nachdem es diesem gelungen war, den verräterischen Diener abzustechen, habe er Struley eingeholt und sich in wilder Wut auf ihn gestürzt. Aus dem Gewehr, welches der Colonel dabei hatte, habe sich ein Schuss gelöst und den Verräter getroffen . Bonifacio ist der Ansicht, dass der Mut seines Handels und der erzielte Erfolg Salvini von allen Irrungen und Wirrungen freisinge. Kein Wort erwähnt er über die Hintergründe der Geschichte, und Adelson wird die tatsächliche Wahrheit nie erfahren . Von allen unguaten Plänen und gestörten Empfindungen gereinigt, bringt Salvini die Verlobte dem Freund wohlbehalten zurück. Den Umstehenden sagt er, dass er plant, nach Italien zu reisen, um seiner Mutter eine Probe seines Maltalents vorzuführen . Wenn er zurückkommt, wird er Fanny heiraten . Die Freude ist allgemein. Adelson wird immer eine glänzende unbeschwerte Erinnerung von seinem Freund behalten. Alle Gefahren sind überstanden und der Chor singt ein Loblied auf den kommenden Tag, an dem Adelson und Nelly den Bund fürs Leben schließen werden .


Ende dieser Kurzoper vom Meister Bellini.
Fairy Queen (27.11.2010, 14:06):
Liebes Streiferl, danke fûr diese Oper, die kaum jemand kennt und mit der ich eine besondere persönliche Erfahrung gemacht habe. Ich habe auf einer wunderschönen Belcanto-CD mit Eva Mei eine Arie aus dieser Oper (Nelly "Dopo l'oscuro nembo") gehört, deren Noten ich unbedingt haben wollte und die ich buchstäblich in halb Europa gesucht habe. In Zürich gab es dann einen Klavierauszug und eine ausgesprochen liebenswürdige Dame hat mir die Arie geschickt- aber o Schreck! es war nicht dieselbe wie auf meiner Cd sondern nur ein schaler Abklatsch, an Schônheit und Grazie nicht zu vergleichen! :I
Ich habe verzweifelt weitergeforscht und endlich erfahren, dass Bellini das Ganze viel später überarbeitet, ergo stark verbessert hat. Adelson e Salvini ist seine Abschlussarbeit am Conservatorio gewesen und ein Jugend/Studentenwerk. Die Noten waren aber nciht aufzutreiben, ich hâtte nach Italien fahren müssen. Statt dessen hat mir meine damalige Musiktheorie-Lehrerin am Conservatoire dann einen Klavierauszug rein nach Gehör gemacht. Sie hat die Arie sicher an die 25mal gehört und mitnotiert- dabei das Orchester als Klavierbegleitung reduziert- einfach sagenhaft! :down :down :down

Gottseidank ist Bellini ja nicht der Komplexeste- es kommt bei ihm hauptsächlich auf die Melodie und den Bel-Canto an- so war das zumutbar bzw möglich.
Ich habe diese Oper inzwischen auch auf CD. die erste Fassung meiner Arie "Dopo l'oscuro nembo" wurde dann Vorlage für die Arie der Giulietta aus Bellinis "I Capuleti e i Montechi" O quante volte. Wenn man beide Arien singt, ist es nciht einfach , sich nciht zu irren.

Schônes Wochenende und liebe Grüsse aus dem kalten Nordfrankreich


:engel
Heike (27.11.2010, 22:29):
Lieber Herr Wiener Opernfreund,
meiner Meinung nach sind diese kleinen feinen Geschichten viel zu schade, um im internen Bereich vielen stillen Lesern vorenthalten zu werden. Du solltest Satie bitten, den Thread ins Spielzimmer zu verschieben, das gehört in den öffentlichen Bereich!!!!
Heike
peter337 (28.11.2010, 10:26):
Es war doch schon Zeit, zumal gleich FÜNF Komponisten mitmachten.

Ralph Benatzky – Im weißen Rössl.

Musikalische Einlagen von Bruno Granichstaedten, Robert Gilbert, Robert Stolz und Walter Kollo.

1.Akt: Im Hotel Zum weißen Rössl ist Hochsaison . Das Personal ist überfordert, Zahlkellner Leopold beruhigt die unzufriedenen Gäste "Aber meine Herrschaften, nur hübsch gemütlich" . Weniger Erfolg mit seinem Charme hat er bei seiner Chefin Josepha Vogelhuber, bei welcher er Annäherungsversuche macht "Es muss was Wunderbares sein, von Dir geliebt zu werden" . Diese jedoch weist ihn zurück:, denn sie ist verliebt in den Berliner Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler , einen langjährigen Stammgast, der für den Nachmittag erwartet und dann herzlich von ihr begrüßt wird, und das mit Gesang wo er meint "Im weißen Rössl am Wolfgangssee, da steht das Glück vor der Tür" . Sein aufdringliches Kommen wird auch von einem anderen Gast net gern gesehen, nämlich vom Fabrikanten Wilhelm Giesecke, nur auf Drängen seiner Tochter Ottilie hier im Urlaub und von Josepha nur unzureichend für die Gegend begeistert "Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein" hat gegen ihn und dessen Mandanten, seinen Erzrivalen Sülzheimer einen Prozess verloren. Töchterchen Ottilie hindert dies jedoch nicht, den Avancen Siedlers nachzugeben "Die ganze Welt ist himmelblau, wenn ich in deine Augen schau" – Robert Stolz. Im strömenden Regen endet der erste Akt, "Wenn es hier mal richtig regnet" .

2.Akt: Leopold weigert sich, einen Blumenstrauß von Josepha auf das Zimmer Dr. Siedlers zu bringen und gesteht ihr seine Liebe. Sie streiten sich und Leopold wird gekündigt "Zuschau’n kann i net" . Inzwischen ist auch der Sohn des Fabrikanten Sülzheimer eingetroffen, der sich im Zug dorthin in das lispelnde Klärchen verliebt hat "Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist" – Walter Kollo. Da sich als Gast auch noch Kaiser Franz Joseph I. ankündigt , ist Josepha gezwungen, Leopold wieder einzustellen , um genug Personal zu haben. Als er jedoch den Kaiser begrüßen soll, kommt es fast zum Eklat Josepha erscheint am Arm von Dr. Siedler und der eifersüchtige Leopold gerät in Wut . Kaum ist der Kaiser im Hotel, bricht Leopold in Tränen aus .

3. Akt: Der Kaiser spricht mit Josepha . Er hat die Verwirrungen durchschaut und rät ihr, lieber mit dem Möglichen zufrieden zu sein, als nach Träumen zu streben "’s ist einmal im Leben so / allen geht es ebenso / was man möcht’ so gern / ist so fern" . Josepha erkennt, dass Leopold sie aufrichtig liebt , und überreicht ihm unter dem Vorwand, ihn wegen des gestrigen Skandals erneut entlassen zu wollen, ein überraschendes Zeugnis, "Entlassen als Zahlkellner, aber engagiert auf Lebensdauer als Ehemann" . Inzwischen hat Giesecke versucht, seine Tochter mit dem Sohn seines Konkurrenten zu verbandeln, doch hat sie längst den Antrag von Doktor Siedler angenommen "Mein Liebeslied muss ein Walzer sein" – Robert Stolz . Außerdem hat Sigismund Sülzheimer auch um die Hand Klärchens angehalten . Der grantige Fabrikant muss dies nun genehmigen, was ihm durch ein Angebot von Sülzheimer zur Beilegung des Streits versüßt wird . Im Freudengesang der drei glücklichen Paare "Lasst uns Champus trinken mit lächelndem Gesicht" endet die Operette .

Ende dier zuckersüßen Operette, wo gleich fünf Komponisten mitmachten, denn einer allein wollte nicht die Verantwortung übernehmen
peter337 (04.12.2010, 12:54):
Für diel iebe Fairy!

Der war schon lange net dran.

Vincenzo Bellini – Zaira.

1.Akt: Der Harem, feierlich geschmückt und in Feststimmung, bereitet sich auf die Hochzeit des Sultans mit seiner Favoritin Zaira vor. Die Auserwählte, eine Christin, die es in den Harem nach Jerusalem verschlagen hat , ist überglücklich von dem Mann ihres Herzens auserwählt worden zu sein, ahnt aber noch nicht, dass dunkle Wolken sich über ihrem Haupt zusammenziehen sein]. Die Erinnerungen an ihre Vergangenheit hat sie aus ihrem Herzen weggewischt ; nur ein kleines goldenes Kreuz , welches sie um den Hals trägt, erinnert an ihr vormaliges Leben . Orosmane ist ihr in Liebe und Aufrichtigkeit der Empfindung zugetan und bringt ihr höchste Wertschätzung entgegen . Nun ist da die Freundin Fatima, die selbst gern den Platz an der Seite des Sultans eingenommen hätte, die ihr den Vorwurf macht, in Missachtung ihres christlichen Glaubens einen Muslimen heiraten zu wollen . Sie proklamiert: „Zaira liebt, und Liebe ist ihr eigenes Gesetz.“ Eine Gesellschaft von Hofbeamten will auf dem Thron von Jerusalem keine Christin sehen und widersetzt sich, wird aber vom Wesir, der die Verbindung ebenfalls missbilligt, zur Mäßigung angehalten . Corasmino, des Sultans bester Freund und in Loyalität seinem Herrn verbunden, will nicht Gegner sein und sucht nach tragbaren Lösungen . Orosmane erhält Besuch aus dem Frankenland , ohne zu wissen, dass es sich bei dem Gast um Zairas Bruder Nerestano handelt . Dieser besucht mit Zaira auch seine Landsleute im Kerker, in dem sich auch der alte Lusignano befindet . Dem Gefangenen des Sultans, einstmals mächtiger Rivale um die Macht im Gefolge König Balduins, ist von seiner Glorie nichts geblieben . Lusignano hat in Zaira und Nerestano seine beiden Kinder wiedererkannt, von denen er dachte, dass sie verloren gegangen seien als er festgenommen wurde Das goldene Kreuz am Hals Zairas, ein Taufgeschenk, gab das Ziechen des Wiedererkennens . Man ist bestürzt über die bevorstehende Hochzeit Zairas mit dem Sultan und das Wehklagen des alten Mannes nimmt keine Ende . Die nun folgend Sekiererei von Vater und Bruder bringt Zaira in Bedrängnis, mindert aber nicht ihre Liebe zum Sultan . Die Unvereinbarkeit, ihres Schwures, auf eine Heirat zu verzichten, aber den Mann ihrer Liebe nicht zu verlassen, ist Zaira nicht bewusst . Nerestano beendet seinen Besuch . Die Trennung zwischen Bruder und Schwester ist schmerzvoll und von Betrübnis geprägt . Die Vorhaltungen Lusignanos haben Verwirrung gestiftet . Die beiden nehmen Abschied in einer letzten verzweifelten Umarmung . Die Szene wird vom Wesir beobachtet. Er sieht Zairas Betrübnis und Nerestanos Verstörtheit und zieht in Unkenntnis des Verwandtschaftsverhältnisses den Schluss , das Sklavenmädchen liebe den jungen Franken und plane, den Sultan zu betrügen, .

2.Akt: In Zairas Gemächern drängt Fatima das Mädchen, auf seiner Entscheidung zu beharren, Orosmane nicht zu heiraten, um auf diese Weise den Glauben der Väter zu behalten und um die Liebe des Vaters und des Bruders nicht zu verlieren, die sie nach so vielen Jahren des Wartens wiedergefunden hat . Als der Sultan Zaira besucht , bittet sie ihn unter Tränen , ihr noch etwas Bedenkzeit zu geben . Lusignano stirbt . Die fränkischen Ritter versammeln sich an einem abgelegenen Platz und betrauern ihren Führer . Der Sultan gibt die Erlaubnis, den alten Ritter nach christlichem Ritus ehrenvoll zu beerdigen . Zaira ist es im Hinblick auf die bevorstehende Hochzeit nicht erlaubt, bei der Trauerzeremonie anwesend zu sein . Der Wesir offenbart dem Sultan den Verrat, der auf ihn zukommt. Corasmino hat einen Sklaven dabei überrascht, wie er eine geheime Nachricht zu Zaira bringen soll und den Brief eingezogen, welchen er nun dem Sultan präsentiert . Die Botschaft stammt von Nerestano, in welcher er das Mädchen in der kommenden Nacht zu einem Stelldichein in einem verwilderten Garten in der Nähe einer Moschee treffen will. „Wenn Du nicht kommst, “ so endet der Brief, „wirst Du mich in der Morgenfrühe tot auffinden“ . Orosmane hat nun keine Zweifel mehr über den Verrat der Frau, die er liebt . Corasmino rät dem Sultan zur Besonnenheit und schlägt vor, den Brief zu Zaira gelangen zu lassen. Als Zaira die Botschaft bekommt, ist sie einmal mehr zerrissen von dem unüberwindlichen Konflikt zwischen ihren Gefühlen der Liebe und dem Versprechen, welches sie dem Mann gegeben hat, der sie liebt und favorisiert und der Zusage, die sie ihrem Vater gemacht hat, welcher ihr wie durch ein Wunder wiedergegeben war . In diesem Moment ist ein Trauergesang zu hören, als Zaira entmutigt auf dem Balkon steht. Nun erst erfährt sie ihres Vaters Tod. Unfähig dem seelischen Druck und der Betrübnis zu widerstehen, fällt sie bewusstlos zu Boden . Damit weckt sie das Erstaunen der Sklavenmädchen und der Wachen , die angerannt kommen und nicht verstehen können, weshalb die Frau, die zur Gemahlin des Sultans ausgewählt ist, vom Tod eines Christensklaven dermaßen erschüttert ist . Die Bühne wird aufgeräumt und zeigt einen abgelegenen Platz außerhalb der Palastmauern . In kurzer Entfernung sieht man durch die Bäume das Minarett einer Moschee . Orosmane und Corasmino, im Schatten verborgen, warten auf das Erscheinen von Zaira, die in Begleitung von Fatima auch bald kommt. Nerestano ist ein wenig später zur Stelle . Das Mädchen hat sich entschlossen, ihrer Liebe zu Orosmane abzuschwören, um in ihr eigenes Land zu ihrem Volk zurückzukehren . Der dunkle Schatten des Vaters ist aufgestanden zwischen Zaira und ihrer Liebe. Aus dem Schutz der Dunkelheit springt Orosmane plötzlich hervor und sticht auf die Frau ein , von welcher er denkt, dass sie an ihm des Verrates schuldig geworden ist. Aus den letzten Worten was die sterbenden Zaira von sich gibt, erfährt er, dass Nesterano ihr Bruder und nicht ihr Liebhaber ist . Zu spät bedauert der Sultan seine irrige Eifersucht . Orosmane tötet sich selbst und bricht über dem leblosen Körper der Frau zusammen, die nun nicht mehr die Seine sein kann .

Eine besonders amüsante Oper aus dem Morgenland.
peter337 (20.12.2010, 09:59):
Vor Weihnachten eine Wiener Operette.

Edmund Eysler - Die Goldene Meisterin.

1. Akt: Christian ist seit ein paar Wochen Geselle in dem weit über Wien hinaus bekannten Goldschmiedeladen . Seine Meisterin Margarete ist schon in jungen Jahren Witwe geworden und hat das Geschäft von ihrem Mann geerbt . Die schöne Frau wird von allen nur die Gold'ne Meisterin genannt. Obwohl sie einen ausgeprägten Sinn für das Praktische hat und mit beiden Beinen fest im Leben steht , hat sie einen kleinen Fehler, ihre große Liebe gehört allem, was mit dem Adel zu tun hat . Als heimlicher Gast beim jährlich stattfindenden Maskenball des Wiener Adels machte sie Bekanntschaft sehr charmanten Tänzer. Sie wurde von ihm immer nur "Prinzessin" genannt . Von diesem Erlebnis zehrt sie immer noch. Eines Tages betritt die italienische Contessa Giulietta Margaretes Laden. Sie will für ein Familienfest einen äußerst kunstvollen goldenen Teller anfertigen lassen. Der Geselle wird gerufen und gefragt, ob er eine solche Arbeit ausführen könne. Die Contessa kennt ihn von Rom her . Christian hatte dort als Bildhauer gearbeitet . Als aber die Geschäfte nicht mehr so gut gingen, verließ er die Ewige Stadt und kehrte in sein geliebtes Wien zurück . Margarete mag ihren Gesellen sehr . Christian liebt sie, hat aber bisher nicht gewagt, ihr seine Liebe zu gestehen . Im Gespräch Christians mit Giulietta erfährt Margarete, dass ihr Geselle jener Tänzer war, der sie damals am Ball immer Prinzessin genannt hatte. Er hatte sich sehr darüber lustig gemacht. Das gefällt seiner Meisterin gar nicht . Am liebsten würde sie ihm kündigen . Dann gäbe es aber auch keinen Auftrag von der Contessa. Also behält sie ihn zähneknirschend .

2.Akt: Margarete hat zu einem Hausball geladen. Eingeladen sind auch der Ritter Fridolin von Gumpendorf und sein Spezi Graf Jaromir auf Greifenstein. Die suche intensiv nach einer reichen Frau. In ihren Portemonnaies ist nämlich schon lange nix drin. Durch eine entsprechende Heirat hoffen sie, ihre Finanzen aufzubessern. Jaromir umwirbt Margarete so mit Komplimenten, dass es ihr ganz schummrig vor den Augen wird . Er hat ja einen so klangvollen Adelstitel her Christian versucht seiner Chefin das auszureden. Er kenne den Grafen schon von Nürnberg her als Hallodri . Zudem sei der Graf schon gebunden . Als Christian sieht, dass alles nichts nützt überlegt Christian, den ihm gut bekannten Großvater der Braut brieflich zu bitten, zu kommen, um seinem künftigen Schwiegerenkel endlich zu erklären, wieder Hase läuft . Aber der Postweg ist wohl doch zu lang , es muss sofort gehandelt werden. Christian verkleidet sich als alter Mann , und verkündet, Graf Jaromir habe seine Braut mit vier nichtehelichen Kindern sitzen lassen . Der schämt sich und schleicht sich heimlich davon . Christian gibt sich zu erkennen. Margarete fühlt sich das zweite Mal von ihm hereingelegt . Kaum hat sie ihn zornig angeschrien, bereut sie, was sie getan hat. Christian will sich mit der von ihm so sehr geliebten Frau jetzt nicht versöhnen und verlässt den Ball .

3.Akt: Der Augustinermönch Ignatius vom nahen Stift Klosterneuburg genießt weithin den Ruf , jungen Leuten mit Liebeskummer helfen zu können . Heute kommen gleich vier zu ihm. So müssen nacheinander Graf Jaromir auf Greifenstein, Ritter Fridolin von Gumpendorf, der Goldschmiedegeselle Christian und seine Meisterin auf dem magischen "Bonifatius-Sessel" Platz nehmen. Wer darauf sitzt, kann sich in seinen Äußerungen nicht vor der Wahrheit drücken . Ritter Fridolin gesteht, er habe Margaretes Haushälterin Portschunkula versprochen, sie zu heiraten. Er seil allerdings dabei betrunken gewesen . Als er vernimmt, dass Portschunkula im Laufe ihres Lebens ein kleines Vermögen zusammengespart hat , will er sein Versprechen schnell einlösen. Graf Jaromir versichert, seine Nürnberger Verlobte zu heiraten, zumal ihm inzwischen zugetragen worden ist, dass sie eine reiche Erbschaft gemacht habe . Ja, und der Goldschmiedegeselle und seine Meisterin? Natürlich kommt auf dem "Bonifatius-Sessel" heraus, dass sie sich lieben .

Ende einer Operette aus dem alten Wien.
peter337 (25.12.2010, 20:32):
Einen schönen 1. Weihnachtsfeiertag Euch Allen und damit eine besondere Oper, bei der das Libretto von einer, mir besonders, verehrten Schriftstellerin stammt - Ingeborg Bachmann.

Hans Werner Henze - Der junge Lord.

1. Akt: Ganz Hülstdorf-Gotha ist auf den Beinen , um die Ankunft des vom Prinzen Heinrich empfohlenen Engländers Sir Edgar mitzuerleben . Mit großer Verspätung trifft er ein . Die beiden ersten Kutschen bringen zunächst in bunter Mischung Personal , Hausrat , Tiere , Fernrohre und anderen Utensilien . Sir Edgar kommt esrt mit dem dritten Wagen, schein reisemüde, lässst den Honoratioren des Städtchen durch seinen Sekretär für den großen Empfang danken und zieht sich wortlos zurück . Die Baronin Grünwiesel , Verkörperung der "guten Gesellschaft", des Städtchens hat zu Tee gebeten . Auch Sir Edgar ist geladen . Er soll nach dem Willen der Baronin deren Mündel Luise kennenlernen und vielleicht heiraten , doch der Mohr Jeremy teilt mit, sein Herr müsse leider absagen . Wütend über diesen Affront beschließt die Baronin , den Lord in der Stadt unmöglich zu machen. Luiserl liebt ohnedies den schüchternen Studenten Wilhelm , der auf dem Kasinoball immer wieder mit ihr getanzt hat, ohne ihr bisher seine Liebe gestanden zu haben . Sir Edgar brüskiert die Stadt noch ärger. Nach eine Vorstellung von Zirkusleuten zahlt er nicht nur deren Schulden an die Stadtverwaltung, , sondern gibt ihnen noch Geld und lädt die Artisten in das, von ihm gemietete Haus ein. Die Stadtväter ignoriert er weiterhin .

2. Akt: Es ist Winter . Langsam wird man unruhig im Städtchen , denn aus dem Haus des Lord vernimmt man mmer wieder gräßliches Heulen und Schreien , wodurch aus Luiserl und Wilhelm bei ihrem nächtlichen Rendezvous gestört werden . dem anfragenden Bürgermeister wird mitgeteilt, der junge Neffe Sir Edgars, der junge Lord Barrat bekomme deutschen Sprachunterricht, und es sei sehr streng da zu verfahren, ganz ohne Schläge geht es nicht ab. In Kürze aber werde Sir Edgar einen Empfang geben und seinen Neffen vorstellen . In Sir Edgars Bibliothek findet der mit Spannung erwarte Empfang statt . Alle wundern sich über die extravagante Kleidung und die Manieren des jungen Lords . Er küsst den Damen beide Hände und wühlt in ihren Handtäschchen , trinkt den tee in einem Zug aus und wirft die Tassen durch den Raum . Der "frische Wind der großen weiten Welt" begeistert die Baronin Gründerzeit, meinte Grünwiesel , die es gern sieht, dass sich Luiserl von denm seltsamen Jüngling angezogen fühlt , während Wilhelm von dieser Entwicklung natürlich wenig begeistert ist. Es kommt zum Streit zwischem dem Luiserl und Willi. Schließlich wird Lord Barnat von Sir Edgar und dem Sekretär zur Verabschiedung gedrängt. Im Ballsaal der Residenz findet ein großes Fest statt, auf dem alle jungen Herren die seltsame Mode und Wesensart des jungen Lord Barnat imitieren . Luiserl ist ganz im Bann des Fremden, der ihre eine Rose überreicht , wobei sie sich mit den Dornen verletzt . Besorgt beobachtet Willi das unerklärliche Verhalten Luiserls. Der junge Lord verliert nun gänzlich die Beherrschung. Einem Musiker entreisst er die Trompete , entlockt ihr schaurige Töne , wirft sie ihm auf den Kopf, tanzt dann mit dem Luiserl bis zu deren Erschöpfung und Zusammenbruch, entledigt sich dann seiner Handschuhe, der Brille, der Perücke und des Obergewandes . Mit Entsetzen erkennen die An- und Abwesenden, schließlich den Affen Adam aus dem Zirkus La Rocca. Schüchtern und verschämt geht Luiserl zu ihrem Willi kaum wagt sie ihn anzusehen......

Ende dieser Oper,dem Tiergarten Hagenbeck gewidmet.
peter337 (26.12.2010, 06:03):
Das Luiserl will sich vordrängen, na bitte, wenn's so drauf aus ist.

Gottfried von Einem - Kabale und Liebe.

Leider finde ich kein Cover dafür, dabei war es an der WStO, 1976, sogar ein Erfolg.

Der alte Musikus Miller streitet mit seiner Frau , weil ihm das Verhältnis Luiserls mit Ferdinand , dem Sohn des Präsidenten Walter, der sogar ein von ist , nicht recht ist . Als Wurm , der Sekretär des Präsidenten, erscheint und sich um Luiserl bemüht wird er des Hauses verwiesen "Schau, dass'd rauskommst, du Würmerich". Ferdl tritt ein . Luiserl glaubt, dass ihre Liebe sich gegen alle Dünkel durchsetzen werde. Als Wurm dem Präsidenten von der Beziehung seines Sohnes berichtet, wird der alte Walter krawutisch = zornig, beschließt er ihn mit Lady Milford , der Freundin des Landesfürsten zu vermählen. Der geschwätzige Hofmarschall von Kalb wird beauftragt, ein diesbezügliches Gerücht überall zu verbreiten . Ferdl zeigt sich über das Vorhaben seines Vaters empört . Ein Kammerdiener bringt Lady Milford von ihrem Galan, ein Geschenk . Als sie erfährt, dass der Herzog seine Reichtümer dadurch erwarb, dass er leibeigene Soldaten nach Übersee verkaufte , veranlasst sie den Diener, den Schmuck zur Unterstützung notleidender Menschen zu verkaufen . Ferdl lernt den edlen Charakter der Lady kennen . Sie allerdings, in Kenntnis der von Kalb verbreiteten Gerüchte, will Ferdl tatsächlich heuraten, meinte heiraten . Ferdl erklärt erneut dem alten Miller gegenüber seine Liebe zu Luiserl "Miller, spiel die net auf, ich mag das Luiserl und sie mag mich, sonst wirst als Soldat verkauft, mei Alter und sei Chef haben Erfahrung damit.". Der Päsident lässt Miller wegen einer unbedachten Äußerung verhaften . Ferdl erzwingt seine Freilassung mit der Drohung, er werde veröffenltichen, bei Hofe , wie sein Papa Präsi geworden sei. Wurm beschließt mit dem Präsi eine gemeinsame Intrige , Luiserls Eltern sollen verhaftet und Luiserl zu einem falschen Liebesbrief an Hofmarschall vonKalb zu schreiben , der Ferdl von ihrer Untreue überzeugen soll . Luiserl weigert sich , mit Ferdl zu fliehen. Nach seinem Abgang erscheint erschein der Regenwurm, meinte Wurm, und zwingt sie , den Brief zu schreiben . Ferdl hat denBrief erhalten und fordert Kalb zum Duell . Dessen Beteuerungen Luiserl gar nicht zu kennen , glaubt er nicht, verzichtet aber auf den Zweikampf und bittet seine Vater um Verzeihung "Geh mein Vaterl sie net so, ich mein es doch eh mit keiner ernst". Vergeblich bittet Lady Milford Luiserl, auf Ferdl zu verzichten. Von deren Aufrichtigkeit beeindruckt, beschließt sie, aus dem Land fortzuziehen . Miller, aus dem Gefängnis entlassen, liest Luiserls Abschiedsbrief, in der sie ihren Selbstmord andeutet . Ferdl kommt, Luiserl gibt iihm ausweichende Antworten . Sie hat Wurm "beim Sakrament" auf die Echtheit des Briefes beschworen. Ferdl schickt Miller mit einem Brief zu seinem Papa und bittet Luiserl um eine Limonade, die er heimlich vergiftet , trinkt die Hälfte und lässt Luiserl den Rest tinken . Zu spät erklärt sie ihm alles. Der Präsi eilt herbei , und lässt den Bandelwurm, meine Wurm verhaften und geht , bevor sein Sekretär alle seine Untaten veröffentlicht , freiwillig in Haft. In letzter Minute erhält er Ferdls Verzeihung. Miller findet im Haus die beiden Toten .

Ende dieser Luisen Oper, wie gesagt.
peter337 (31.12.2010, 21:13):
Zu Silvester - eine Operette.

Johann Strauss – Simplicius.

1. Akt: Der Einsiedler, Wendelin von Grubben, sucht Ruhe durch das Gebet. Der Klang der Kriegstrompeten ist in der Ferne zu hören . Wendelin Meditation ist durch das Auftreten von Melchior, ein Astrologe, und seiner schwedische Frau Ebba unterbrochen. Melchior erklärt, dass die Astrologie immer Überraschungen bereite und dass Wendelin angeblich ein Nachkomme der Familie Grubben und folglich berechtigt sei, eine gewisse Hildegard von Vliessen zu heiraten, um damit die Rettung des Grubben’schen Vermögen zu sichern . Er kann es aber nicht beweisen, dass es keine verbliebenen männlichen Nachkommen der Familie Grubben gebe , aber er behauptet jedoch, dass astrologisch gesehen gibt es keine Beweise für eine lebende Nachfahren Um in Ruhe gelassen werden schreibt Wendelin dem Abschiedsbrief, dass es zunächst der Plan war Simplicius zu töten . Ihre Besprechung wird durch den unruhigen Simplicius, der eisernen Männer gesehen hat, unterbrochen Mehrere Soldaten, die ihres Weg kommen sind der Annahme der wild und ungekämmt Simplicius auf ein Entführungsopfer sei und trennen sie ihn von seinem Vater und um mit ihn den Wald zu verlassen. Wendelin zurückbleibt, verwirrt und gebrochen .

2. Akt: Währenddessen geben Schnapslotte und ihre Tochter Tilly doppelte Rationen um die Truppen vor der Schlacht zu stärken, doch Schnapslotte ist an einen unbekannten Soldaten geraten. In den vergangenen zwanzig Jahren hat sie in jedem Fremden wie Melchior, ihr längst verlorenen Ehemann verdächtigt . Wieder einmal liegt sie falsch . Inzwischen wurde Simplicius von General von Vliessen Gefolge aufgenommen. Scheinbar ist er unfähig die feine Kunst des Krieges zu begreifen wird er ständig von der Wachtmeister zurechtgewiesen . Tilly nimmt ihn unter ihre Fittiche , entschlossen, einen richtigen Soldat aus ihm zu machen . Da die erwartetete Ankunft eines Freiherrn von Grubben nun bevorsteht, hat General seine Tochter Hildegard Vliessen aus dem Kloster in Prag, wo sie die meiste Zeit ihres Lebens verbracht hat, per Einschreibebrief, gerufen. Hildegard fleht ihren Vater erfolglos an nicht voreingenommen zu sein, wenn sie einen Fremden heiraten würde . Arnim, jetzt Student in Prag und die große Liebe Hildegard, hat sie zum Lager durchgeschlagen, wo Simplicius ihn als Feind verfolgt . Um Hildegard zu gewinnen nimmt Arnim freiwillig den Dienst im Heer an . Hildegard beschreibt einen Traum, in dem zwei Männer wetteifern um ihr Herz und ihr Vater barsch zurechtgewiesen und findet Trost bei Schnapslotte . Hildegard sagt Arnim, dass sie zu einem anderen versprochen worden ist, doch hat sie ihr Herz an ihn verloren . Der General ist empört, als seine Tochter auftaucht am den Arm eines Fremden, der die Kühnheit hat um ihre Hand anzuhalten. Arnim weist stolz auf seine Familie und sein Erbe und nennt sich selbst den Baron von Grubben Erfreut über diese unerwartete Wendung der Ereignisse, kündigt General von Vliessen ihre Verlobigung. Während der Festlichkeiten, gelangt Simplicius mit einem gebundenen Gefangenen, Melchior, den er im Lager entdeckt hatte und den er als Feind verhaftet hat. Aber auch Melchior kann, bevor er aufgehängt werden soll, verkünden, dass auch er ein Baron von Grubben sei, und als Beweis präsentiert er Wendelins Brief . Die Verwirrung verstärkt sich, denn ein kaiserlicher Brief kommt aus Wien behauptet, dass verdächtige Papiere und Dokumente in der Wohnung eines Freiherrn von Grubben entdeckt worden sind . Diese Papiere aus Schweden gekommen, und es wird angeordnet den Baron bis auf weiteres zu verhaften. Melchior, der in der Tat mit der Schwedin Ebba daran beteiligt sind, bestreitet die Vorwürfe. Beide Arnim und Melchior werden unter Arrest gestellt und Simplicius zum Fähnrich gemacht . Die Truppen setzen sich in Bewegung um gegen die Schweden zu kämpfen


3. Akt: Wendelin ist so verzweifelt, ob er jemals wieder seinen Sohn zu sehen wird und singt eine Lied, das wir bei Josef Schmdit als "Wenn nicht die Hoffnung wär" kennen. Denn eine Gruppe von wütenden Bauern jagt Simplicius . Simplicius begibt sich vor der Ergreifung unter dem Befehl des Wachtmeister . Arnim und Melchior, die noch gefangen sind können zu einer Verständigung kommen. Melchior stimmt zu, seine Behauptung zu unter der Bedingung, dass das Vermögen der Familie ihm übergeben wird, während er zustimmt, dass Hildegard Arnim heiraten könne . Bevor aber man Hildegard die gute Nachricht mitteilen kann, erhält General von Vliessen eine neue Order von Wien ein wilder junger Mann namens Simplicius gefunden werden muss. Wer ihn finden sollte, dann ist er bei seiner Ehre verpflichtet, ihn mit Respekt behandelt, weil er nichts anderes als der Sohn des Barons von Grubben ist. Der General und seine Leute befördern Simplicius in den Rang eines Leutnants und befiehlt ihm Hildegarde heiraten. Arnim ist bei Treffen mit seinem lange verschollenen Bruder wieder überglücklich. Simplicius stimmt ein verheiratet werden, doch ist verwirrt, zumal Tilly fordert jetzt seine Gefühle für sie zu kennen. Schnapslotte bietet Tilly Beratung als Simplicius und Tilly sprechen von Liebe . Für Melchior findet sich ein Opfer seiner eigenen Schlauheit: Er hatte heimlich gegeben Tillys Mutter einen Liebestrank zu Hildegarde gesandt aber Schnapslotte trank ihn selber. Tillys Mutter betritt Melchior Zelle und wieder versucht, ihn zu verführen und behauptete, ihn zu ihrem längst verlorenen Ehemann. Melchior gibt nach, ein Mal am Hals hat ihn verraten, und räumt ein, dass seine eigenes Horoskop tatsächlich etwas in dieser Richtung zu erwarten hätte Der General kehrt triumphierend aus der Schlacht gegen die Schweden und bringt Ebba mit ihm als seine Gefangene . Sie ist als der Ursprung des verdächtigen Schreibens in der schwedischen Mitteilung, welche in der Residenz des Barons gefunden wurden und identifiziert worden sind, und es wird ihr sowohl Arnim und Melchior vorgestellt . Sie identifiziert Melchior als den Adressaten der Briefe, und dass Arnim befreit wird. Simplicius bringt den anderen schwedischen Gefangenen, denn auf Befehl des Generals, sind ins Lager Moral durch das Singen zu fördern . Sie treffen sich mit einem Bauern –Wendelin, der bis jetzt hatte die Hoffnung, jemals mit seinem Sohn wieder vereint zu sein . Die Tatsache, dass Wendelin noch lebt hebt den Willen, der so viele Jahre zuvor von seiner Frau, der Gräfin von Vliessen gemacht wurde, auf . Schließlich finden Tilly und Simplicius sowie Hildegard und Arnim ihr Glück in einander .

Ende dieser romantischen Operette, am Abend des 32. Dezember geschrieben, mit packenden Melodien
peter337 (09.02.2011, 20:33):
Endlich wieder eine Operette.

Leo Fall – Der fidele Bauer.

Vorspiel: Dorfplatz. Matthäus Scheichelreuther ist ein nicht gerade reich , aber trotzdem meist froh gelaunter Landwirt und seit vielen Jahren Witwer Auf dem Sterbelager hatte seine Frau noch den Wunsch gehabt, Stefan, den einzigen Sohn, einmal Pfarrer werden zu lassen Jetzt, nach dem erfolgreich bestandenen Abitur , ist der Tag des Abschieds gekommen "Sag zum Abschied leise Servus". Stefan sagt seinem Vater und seiner Schwester Annamirl Aufwiederluaga, um im fernen Wien das Studium der Theologie aufzunehmen .

1. Akt: Dörflicher Rummelplatz. Elf Jahre sind es nun schon her, seit Stefan seine Heimat nicht mehr gesehen hat . Der alte Scheichelreuther ist freudig bewegt, seit er erfahren hat, dass er heute Besuch von seinem Sohn erhält . Auch Annamirl ist mächtig stolz auf ihren Akademikerbruder . Das geht sogar so weit, dass sie sich selbst als etwas Besseres vorkommt und ihrem Freund Vincenz, den sie seit Kindestagen kennt, nur noch die kalte Schulter zeigt . Im Dorf wird gerade Kirchweih gefeiert. Vincenz soll morgen seinen Wehrdienst antreten und würde gerne zum Abschied mit Annamirl tanzen, aber sie gibt ihm einen Korb Birnen, für die lange Winterszeit, wo er den Sterz vergessen kann, den er dauernd essen muass, beim Militär bekommt er auch nichts besseres]. Lisi, Kuhmagd bei Scheichelreuther, die ihrer Haarfarbe wegen vom ganzen Dorf nur die "rote Lisi" genannt wird , bummelt und hatscht mit ihrem unehelichen Sohn Heinerle über den Kirtagsplatz. Immer, wenn der Bub einen Wunsch äußert, beteuert ihm seine Mutter, dass sie kein Geld habe und stattdessen Medizin studiert . Gegenüber der ländlichen Bevölkerung gibt er sich anmaßend . Auch sein Vater muss schmerzvoll und -haft feststellen, dass sich sein Sohn gänzlich verändert hat . Ja, er schämt sich geradezu seiner bäuerlichen Herkunft Er hat sich zu einem arroganten Teppen entwickelt. Der alte Scheichelreuther muss dann erfahren, dass sich sein Sohn mit der Tochter eines Geheimrats aus Berlin verlobt hat und im Begriffe ist, noch heute nach dorthin weiterzureisen , weil er seine Braut in wenigen Tagen heiraten werde. Als Stefan dann auch noch sagt, dass Vater und Schwester nicht zum Fest geladen sind , überkommt den alten Scheichelreuther nicht nur eine tiefgehende Traurigkeit, sondern auch Zorn. Um seinem Sohn eins auszuwischen, beschließt er, den Sohn seiner Kuhmagd zu adoptieren .

2. Akt: Eleganter Salon in einer Wiener Villa. Stefan ist seit einem Jahr mit Friederike von Grunow verheiratet . Er betreibt nicht nur eine gut gehende Arztpraxis in Wien , sondern hat es bis zum Universitätsprofessor gebracht . Nicht einmal seiner eigenen Frau hat er seine bäuerliche Herkunft verraten . Heute erhält das Paar Besuch aus Berlin . Geheimrat von Grunow mit Ehefrau Viktoria und Sohn Horst, ein stolzer Husarenleutnant, wollen sehen, wie es den beiden geht . Zu allem Überfluss haben sich Matthäus Scheichelreuther, seine Tochter Annamirl, Stefans Patenonkel Lindoberer und dessen Sohn Vincenz auch dazu entschlossen, das junge Paar ohne Vorwarnung auch am selben Tage zu besuchen. Wie vom Dorf her gewohnt, hat der al alte Scheichelreuther seine Zipfelmütze auf und die Ziehharmonika dabei . Die vornehme Berliner Verwandtschaft gibt sich entsetzt, als sie feststellen muss, aus welchen tristen Verhältnissen Stefan kommt . Sie geht sogar so weit, dass sie Friederike empfiehlt, ihren Gatten zu verlassen . Aber da gerät sie bei Friederike an die Falsche . Sie zahlt es ihrer Verwandtschaft heim , indem sie sich besonders freundlich zu den Dorfbewohnern verhält . Es dauert nicht lange, bis ihre nette Art auch auf ihren Gatten und kurz darauf sogar auf die Berliner Verwandtschaft rüber geht . Bauer Scheichelreuther kann jetzt endlich wieder stolz auf seinen Sohn sein .


Ende dieser zu Herzen gehenden Operette, mit Ziehharmonika -begleitung.
peter337 (09.02.2011, 20:42):
Zur Abwechslung, und um auf was anderes zu denken.

Johann Strauss - Der lustige Krieg.

Wegen eines nichtigen Anlasses, eines Streits über eine gefeierte Ballett-Tänzerin ist ein Krieg zwischen Massa und Genua augebrochen . Von seinem Gefangenen , des geschwätzigen Marchese Sebastiani, erfährt der genuesische Oberst Umberto Spinola , dass seín Gegner den Oberbefehl über die Truppen von Massa seiner resoluten Gattin Artemisia übertragen hat, die sich zur Zeit auf dem neutralen Schloß Malaspina aufhält . Außerdem hat deren Nichte Violetta eingewilligt, den ihr unbekannten Herzog von Limburg zu heiraten , der nach der Heirat Hilfstruppen und Gelder schicken würde . Als sich Violetta, verkleidet als Bürgersfrau , durch die feindlichen Linien schleichen will , wird sie abgefangen "Nur für Natur" wird als Hauptschlager gesungen. Umberto verliebt sich in Violetta . Es gelingt ihm, sich als Stellvertreter des Herzogs von Limburg auszugeben und Violetta per procurationem . Violetta und der Marcese Sebastiani kehren, von Umberto freigelassen, nach Malspina zurück . Von Sehnsucht nach Violetta getrieben , besetzt Umberto Schloß Malspina und präsentiert den tölpelhaften Tupenzüchter Balthasar , der von Umbertos Soldaten und -innen ebenfalls gefangen genommen wurde, als Herzog von Limburg . Violetta, die sich bereits in Umberto verliebt hat , ist entsetzt über ihren vermeintlichen Gatten . Unterdessen ist ist es Violettas Truppen gelungen, das Schloss Malaspina und Umberto gefangen zu nehmen. Nach einigen Verwirrungen und auch Verwechsl- klärt Umbero den wahren Sachverhalt auf und bekennt , dass Violetta wirklich mit ihm verheiratet ist . Ein Depesche , die von der Flucht der Ballett-Tänzerin berichtet , beendet den "Lustigen Krieg". .

Ende dieser Operette, die im fernen Italien spielt, wo es jetzt auch net grad warm ist.
Rideamus (25.04.2011, 14:46):
Da ich mich, mit Peters Erlaubnis, mal dazwischen drängen darf, kommt hier die Inhaltsangabe einer viel zu selten zu hörenden Operette:

Eduard Künneke – Die Ehe im Kreise

Buch: Herrmann Haller und Fritz Oliven a.k.a. Rideamus (der echte), sehr frei nach Molière

Leider gibt es derzeit keine Aufnahme davon, aber die hier enthält wenigstens das Duett „Ach wie schön ist doch die Treue“, gesungen von der Originalbesetzung Kurt Lilien, Eugen Rex & Ilse Marwenga:



Auch in Preussen, in dessen Hauptstadt Berlin man das Stück 1921 zuallererst hörte, hat eine Operette, wie es sich gehört, einen

1. Akt:
Obwohl das die bekannte Geschichte von Amphitryon ist, sind wir noch nicht im verruchten Theben, denn da hört sich erst später alles auf, sondern weiter weg, aber immer noch im alten Griechenland, wo man wieder mal Krieg führt. Amphitryon, der lokale Heerführer, hat gar keine Lust, schon wieder ein Held sein zu müssen, aber seine treue Frau Alkmene erwartet nicht weniger von ihm, und so muss er wohl. Er und sein Diener Sosias geben jedoch Anweisung, ihre ältesten Kleider einzupacken, damit man sie in der Schlacht nicht für Generäle hält und bevorzugt absticht. Indessen flehen Alkmene, Sosias’ Frau Charis (nicht der Zwilling von der Scylla, die hieß Charibdis) zusammen mit den anderen Frauen der Stadt zu Füßen der steinern stolzen Statue des Zeus, der hier allerdings ganz fortschrittlich schon Jupiter heißt, den Obergott um Schutz für ihre Männer an.

Weil aber schon damals die bösen Buben den Statuen gerne den Schniedel abschlugen, ist die Statue sehr groß, so dass die Burschen nicht dran kommen konnten, und so kann Alkmene nur die Knie des Gottes umarmen, während sie mit den anderen Frauen über die bekannten Liebesabenteuer des Gottes mit dem eindrucksvoll hohen Schniedel schnattert. Wie er die Io als Wolke beglückt hat (was dem Untertitel der vorigen Operette, „Aus den Wolken kommt das Glück“, einen ziemlich unanständigen Unterton verlieh), wie der Leda zu spät etwas schwante, und wie er die Europa so lange anstierte, bis sie mit ihm von dannen ritt, wobei man sich schon denken kann, wer da wie auf wem ritt, und so weiter. Kann es sein, dass in dem Getuschel der Frauen auch ein wenig Neid mitschwingt?

Jedenfalls wird es Jupiter, der zufällig gerade persönlich in dieser Statue steckt, ganz weich in den Knien, nicht nur wegen des schmeichelhaft frivolen Geschnatters, sondern weil die schöne Alkmene seine Knie so innig heiß an ihren Busen (so nannte man das damals) drückt. Erst aber lächelt er nur hold, was die Frauen nicht übersehen und sofort besingen. Dann zittern ihm die Knie, und die Frauen lachen sich schief. Jupiter aber hat es erwischt. Er ist nicht mehr nur unsterblich, das sowieso, sondern auch mal wieder unsterblich verliebt. So verliebt, dass er mit Alkmene so schnell wie möglich einen Helden zeugen will, der Herkules heißen soll. Deshalb befiehlt er dem Götterboten Merkur, der ihn warnend darauf aufmerksam macht, dass Alkmene für ihre Treue berüchtigt sei, dafür zu sorgen, dass ihr Mann und dessen Diener gefälligst auf Reisen gehen mögen. Den Rest würde er dann schon selbst besorgen (wenigstens hat er ihn nicht gleich in eine Schlacht geschickt und dort umbringen lassen wie weiland ein berüchtigter König, nach dem später ein Meistersingerlehrling der Firma Fuchtel und Sachs benannt wurde).

Merkur rät Jupiter, Alkmene eifersüchtig zu machen. Um das zu ermöglichen, verwandelt er sich in einen richtigen Boten und geht zu Amphitryon. Der will, wie jeder echte Mann, statt einer richtigen Schlacht lieber mal eine mit Kissen und Küssen erleben und bedauert zutiefst, dass er wegen der vielen Kriege nie die Zeit dafür findet. Es freut ihn deshalb, dass der Bote bzw. Merkur ihm mitteilt, dass ein Waffenstillstand ausgebrochen sei. Amphitryon will daraufhin seine Sachen wieder auspacken lassen, aber Merkur schlägt ihm vor, statt dessen die Gelegenheit zu nutzen und zum Venussaal nach Theben zu reisen, wo die schönsten Hetären auf eheliche Häretiker wie ihn warten würden (Geh nach Theben, geh nach Theben, Dort nur kannst du was erleben). Amphitryon erkennt die Gunst der Stunde, und auch Sosias, der mitreisen darf, gibt seiner erstaunten Charis Anweisung, jetzt doch seine besten Sachen einzupacken, woraus sich prompt ein Streitduett entwickelt (Wie warst du früher doch so stark, Und wie gingst du mir um den Bart), in dem Charis und Sosias die verblichenen Reize ihrer Gesponse betrauern.

Irritiert über den Stimmungswandel ihres Mannes, geht Alkmene erneut zu Jupiter, der ihr ein unmoralisches Angebot macht. Entrüstet lehnt sie ab. Obwohl Jupiter donnert, was das Zeugs bzw. der Zeus hält, muss er verstört erkennen, das er abgeblitzt ist und Alkmene als Gott nicht erkennen kann. Er zieht also andere Saiten auf und befolgt Merkurs Rat, Alkmene eifersüchtig zu machen. Er teilt ihr mit, dass ihr vermeintlich so heldenhafter Mann nicht etwa in den Krieg zieht, sondern eher aufpassen muss, dass er keine Krankheit kriegt. Als ihr Amphitryon gleich darauf unnatürlich vergnügt verkündet, er müsse nach Theben in die Schlacht, beschließen auch die misstrauischen Ehefrauen Alkmene und Charis, nach Theben zu gehen. Prompt schließen sich auch Jupiter und Merkur ihnen an, und so schließt der Akt mit einem waschechten Kanon, manchmal auch Fuge genannt:

Ich muss mal eben
Ich muss nach Theben
Dort wollt ich hin schon lange, lange, lange, lange Zeit.
Ich muss nach Theben
Mal was erleben
Darauf hab' ich mich schon so lang gefreut.

Der zweite Akt beginnt zunächst mit einem fröhlichen Entr’Acte und dann im Venussaal von Theben. Dort sind die abgelegten Geliebten Jupiters, Leda, Io, Semele und Danae versammelt um sich an den verräterischen Männern schadlos zu halten, die ihnen nicht einmal eine Abfindung hinterlassen haben. Vor allem Europa ist noch lange nicht über das Erlebnis mit dem starken Jupiter hinweg und klagt: Ich brauch’ einen Mann. Dann beginnt der Andrang. Erst kommen die vermeintlichen Helden, dann deren Ehefrauen, und schließlich noch Jupiter und Merkur. Dummerweise läuft Jupiter gleich Europa über den Weg, die sich umgehend bei ihm beschwert Weißt du noch, wie du mich geküsst? Jupiter gibt vor, an gänzlich gottloser Amnesie zu leiden. Deshalb leidet Europa noch mehr, denn ihr mangelt es an der ewigen Jugend, die Jupiter seinen anderen Geliebten verliehen hat, während sie nur einem alten Kontinent den Namen geben durfte. Jupiter macht sich derweilen an Alkmene heran und weiß ihr mit einem Foxtrott zu gefallen: Kleines Mädel, komm mal mit. Noch aber kommen sie nicht zum Kommen.

Erst nämlich müssen die verheirateten Helden versorgt werden. Also tun sich die Hetären mit den Ehefrauen zusammen und beschließen: Wir woll’n den Gram in Sekt ertränken. Jupiter will die Gunst der Stunde nutzen und macht sich erneut an Alkmene heran, die ihn aber wieder abblitzen lässt und darin von Europa bestärkt wird, die ihr erzählt, wie schnöde Jupiter mit seinen Verlassenen umgeht. Jetzt reicht es dem Donnergott. Er beschließt, sich in Amphitryons Ebenbild zu verwandeln und so endlich doch noch an sein Ziel zu gelangen.

Derweilen erreicht die Stimmung im Venussaal einen ersten Höhepunkt. Um zu beweisen, wie zeitlos sie sind, tanzen die prominenten Hetären, angeführt von Europa, mit den immer ungezwungeneren Helden den neuesten Modetanz: Hei, Shimmy, Shimmy, Shimmy, so klingt es. Das immerhin kann man noch heute von der ersten und besten aller Europen, der unvergesslichen Claire Waldoff, gesungen hören


Die ebenfalls sich betrogen glaubende Charis versucht sich inzwischen mit Merkur zu trösten, der nicht weniger abenteuerlustig ist als sein Chef und sich deshalb in Sosias verwandelt. Deswegen ist es verständlich, dass dieser doppelt sieht, als er seinem Ebenbild begegnet. Beide versuchen, die hinzu kommende Charis entscheiden zu lassen, wer wirklich ihr Mann sei. Die aber will von ihrem Mann nichts wissen und klagt Ach wie schön ist doch die Treue, was ihre beiden identischen Männer inspiriert, richtig reimend zu flehen: Ach verzeihe, ach verzeihe. Beide wollen sich nunmehr an ihren Küssen erkennen lassen, kommen damit aber auch nicht weiter, denn Charis weiß nun selbst nicht mehr, wo ihr der Kopf steht und welcher Mund besser passt. Wie es sich für einen richtigen zweiten Aktschluss gehört, wird das Durcheinander von einer Tanzfolge auf den Höhepunkt getrieben, die mit einem Shimmy beginnt und über einen rauschenden Walzer einen reißenden Can-Can mündet, in dem niemand mehr so recht weiß, wer eigentlich auf wen eifersüchtig sein muss und warum.

Bevor der dritte Akt beginnt, kommt aber noch ein Nachklapp: Sosias kommt volltrunken an sein Haus um festzustellen, ob er der Sosias drinnen oder der draußen ist. Merkur wirft ihn hinaus, und so weiß der echte Sosias, dass er der draußen ist. Auch Amphitryon kehrt jetzt heim und will Alkmene um Verzeihung bitten. Der in Sosias verwandelte Merkur aber schickt ihn schlafen, weil er ja weiß, dass Alkmene schon schläft – mit wem auch immer.

Auch der 3. Akt fängt zunächst mit einem Entr’Acte an, der in schönster Lautmalerei das morgendlich fröhliche Vogelgezwitscher hörbar macht. Dann aber herrscht Katerstimmung, wie es sich für den Beginn eines dritten Aktes gehört, denn nun müssen alle begreifen, dass die Katze nicht nur nicht das Mausen, sondern auch nicht das Vögeln lässt. Amphitryon erfährt das von dem stolzgeschwellten Jupiter, der daraufhin Merkur belobigt, aber selbst nicht merkt, dass er tatsächlich gerade Sosias verwöhnt. Indessen versucht Amphitryon von Alkmene ein Geständnis zu entlocken, dass sie ihn betrogen hat. Die arme Alkmene aber weiß nur, dass sie sich in einem Séparée nahe dem Venussaal mit ihrem Mann auf das Innigste versöhnt hat und versteht nicht, warum der so wütend ist, obwohl er es doch war, der sie vorübergehend im Stich gelassen hatte. Nun muss sie erkennen, dass ihr Mann mit dem Verzeihen weit weniger schnell bei der Hand ist als mit seinen Bitten um Verzeihung. Da erinnert sie ihn daran, dass das nur möglich war, weil er sie verlassen hatte: Lass deine Kleine niemals alleine.

Bevor aber alle glauben, dass nicht nur die Stiere Hörner tragen, betritt Europa die Szene und klärt auf, was des Nachts wirklich geschehen ist. Sie war es nämlich, die Jupiter empfangen hat. Entsetzt erinnert dieser sich daran, dass er Alkmene einen Helden versprochen hat. Triumphierend versichert ihm Europa, dass sie dieses Versprechen zu gegebener Zeit auch halten und säugen werde, bei Zeus, der ihr Zeuge und des Helden Erzeuger sei. Jupiter versteht nicht, wie das möglich ist, aber schließlich müssen alle einsehen, dass der Ausdruck Katerstimmung nicht von ungefähr kommt. Schließlich gilt: Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da und In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine. Ups, falsche Filme, also noch einmal, und diesmal richtig.

In der Nacht sind ahal-lehe Katzen grau
In der Nacht erkennt man niemanden genau

So hat auch dieses Verwirrspiel aus der Antike das glückselige Ende gefunden, das sich für eine Operette in der Tradition von Offenbachs und Strauß gehört, denn die bei diesem Stoff immer sich aufdrängende Frage "haben sie oder haben sie nicht?", ist frivolerweise dahingehend beantwortet: sie haben, aber sie waren außer sich oder nicht sie selbst.

Und damit schalten wir zurück nach Wien für die Fortsetzung der Streifenlichter

:hello Rideamus als Gast
peter337 (13.08.2011, 21:16):
Endlich eine Tschechische Oper.

Leos Janacek – Die Sache Makropulos oder auch – Voc Makropulos.

Vorgeschichte: Kaiser Rudolf II. gibt einige Jahre vor seinem Tod bei seinem Leibarzt Hieronymos Makropulos ein Getränk in Auftrag , das das Leben um 300 Jahre verlängern soll . Makropulos soll das Mittel an seiner Tochter Elina ausprobieren , Elina fällt jedoch ins Koma , und der Leibarzt kommt in den Häfen = Gefängnis. Elina stirbt aber nicht, sondern wird wieder gesund , lebt seitdem ohne zu altern unter wechselnden Namen, aber immer den gleichen Initialen – E. M .

1. Akt: In der Anwaltskanzlei Kolenatý. Der seit fast hundert Jahren schwelende Steppenbrand und Erbschaftsstreit zwischen den Familien Prus und Gregor wird wieder vor Gericht verhandelt . In der Anwaltskanzlei fragt Albert Gregor nach dem Verlauf des Prozesses . Sein Anwalt tritt in Begleitung der Opernsängerin Emilia Marty ein , die Interesse an dem Prozess hat und auch Dinge beisteuern kann, die bislang unbekannt waren . Sie bezeichnet Gregor als Nachfahren des damals verstorbenen Barons Prus und der Sängerin Ellian MacGregor und gibt genaue Hinweise zum Verbleib des Testaments . Der Anwalt wird beauftragt, den Hinweisen nachzugehen . In der Zwischenzeit nähert sich Gregor der Frau, wird aber zurückgewiesen "Schleich dich Kieberer!" Stattdessen fragt Emilia Marty ihn nach einer bestimmten griechischen Handschrift . Der Anwalt kehrt mit dem gefundenen Testament und weiteren Papieren in Begleitung des Prozessgegners Jaroslav Prus zurück , der die Unterlagen jedoch erst herausgeben will, wenn bewiesen ist, dass Gregor der Erbe ist .

2. Akt: Bühne des Theaters nach der Vorstellung. Eine Putzfrau und ein Bühnenarbeiter plaudern über das Privatleben der Marty . Die junge Sängerin Krista glaubt vor der Entscheidung zu stehen, sich zwischen Janek Prus und der Kunst entscheiden zu müssen . Emilia Marty weist die Geschenke und Komplimente ihrer Verehrer zurück, beleidigt Janek und Krista "Das Talmi – Klumpert könnt’s euch behalten". Ein alter Mann, Hauk-Schendorf , glaubt in Marty eine Sängerin wiederzuerkennen, Eugenia Montez, mit der er vor fünfzig Jahren ein Verhältnis hatte . Emilia gibt sich ihm durch Zärtlichkeiten zu erkennen, schickt dann alle bis auf Jaroslav Prus weg . Dieser hat bei Prüfung der Unterlagen Liebesbriefe gefunden, die mit E. M. unterzeichnet sind er glaubt, dass nicht Ellian McGregor vor hundert Jahren die Mutter des in Frage stehenden Erben gewesen sei, sondern Elina Makropulos , wodurch der Besitz Gregor wiederum nicht zustehe, sondern allenfalls der Familie Makropulos. Emilia Marty bringt Janek Prus dazu, den Diebstahl der Dokumente zu versuchen, was ihm aber nicht gelingt, da sein Vater das Gespräch belauscht hat . Emilia bietet diesem daraufhin eine gemeinsame Nacht an, für die sie die Dokumente haben will. Jaroslav Prus akzeptiert .

3. Akt: Ein Hotelzimmer am nächsten Morgen. Prus übergibt der Sängerin die griechische Handschrift . Die Nachricht trifft ein, dass sein Sohn sich selbst getötet hat . Hauk-Schendorf kommt, um Emilia Marty als seine frühere Geliebte nach Spanien mitzunehmen . Prus, Gregor, der Anwalt und sein Kanzleivorsteher treten auf und nehmen Emilia Marty ins Verhör . Sie gibt dabei sowohl ihre Identitäten preis, als auch die Bedeutung der Handschrift, die es ihr ermöglichen würde, weitere 300 Jahre zu leben . Doch nun, da ihr der Weg offen steht, will sie nicht mehr . Sie gibt die Handschrift an Krista weiter, die sie verbrennt . Elina Makropulos bricht zusammen .

Ende dieser Oper die einiger Sprachkenntnisse bedarf, Tschechisch allein genügt nicht.
peter337 (25.09.2011, 21:32):
Mein geliebter Richardl Nr. 1

Richard Wagner – Parsifal.

Eine andre Fassung als drüben.

1. Akt: Auf einer Waldlichtung nahe der Gralsburg weckt Ritter Gurnemanz einige Knappen . Er fordert sie auf zu beten und das Morgenbad des jungen Königs Amfortas vorzubereiten . Kundry, die geheimnisvoll wilde Helferin der Gralsritter, kommt eilig herbeigeritten . Mit letzter Kraft überreicht sie Balsam für den verletzten König . Doch halb verzweifelt, halb spöttisch bemerkt sie, er werde wohl so wenig helfen wie das Heilkraut, das Ritter Gawan bereits gebracht hat . Kundry wird von den Knappen als "Heidin" oder und "Zauberin" verspottet . Nur Gurnemanz nimmt sie in Schutz , als die Knappen spottend fordern, Kundry solle doch losziehen, um die verloren gegangene heilige Lanze zurückzuholen . Jetzt erzählt Gurnemanz , dass nach einer Prophezeiung nur ein "durch Mitleid wissender" reiner Tor den Speer zurückgewinnen und damit Amfortas heilen könne . Denn die Wunde schließe nur der Speer, der sie auch schlug . Durch einen Lärm vom nahen See wird die Szene gestört. Die Ritter fingen einen Knaben , der einen Schwan mit Pfeil und Bogen getötet hat . Es ist Parsifal, der Sohn der Herzeleide und des im Kampf gefallenen Ritters Gamuret . Der Knabe wuchs nur mit seiner Mutter im Wald ohne Kontakt und Handy zur Außenwelt auf. Er weiß selbst nicht seinen Namen , noch woher er kommt und wer sein Vater ist . Doch Kundry kennt seine Geschichte und erzählt vom Tod seiner Mutter . Gurnemanz glaubt, den in der Vision des Amfortas angekündigten "reinen Toren" gefunden zu haben, und nimmt ihn, während Kundry in einen hypnotischen Schlaf fällt , mit zur Gralsburg . Dort versammeln sich die Ritter, Amfortas, Titurel und, als stummer Zuschauer , Parsifal zur Enthüllung des Grals. Amfortas beklagt seine Schmerzen, die der Anblick des Grals nur kurz lindern kann . Titurel und die Ritter fordern ihn auf, den Gral zu enthüllen. Der Kelch mit dem Blut Christi leuchtet in einem magischen Lichtschein . Die Ritter nehmen daraufhin das Mahl, Brot und Wein, und verlassen danach gestärkt den Tempel . Parsifal ist nicht fähig, zu all dem, was er sah, etwas zu sagen, und wird von Gurnemanz, der glaubt, sich in ihm getäuscht zu haben, vor die Tür gesetzt . Jedoch: eine Stimme aus der Höhe wiederholt mit den letzten Klängen der Gralsglocken die Worte der Prophezeiung "Durch Mitleid wissend, der reine Tor" .

2. Akt: Der führt in eine andere, fantastische Welt . Klingsor beobachtet in seinem Zauberspiegel Parsifal, der sich seiner Burg und dem Zaubergarten nähert. Mit Kundry als Werkzeug will er dem Toren die Unschuld rauben . Jetzt kommt die Rolle der Kundry ans Tageslicht: weil sie Jesus auf seinem Wege zur Kreuzigung verhöhnt hat, sucht sie ihn nun "von Welt zu Welt" in immer neuen Wiedergeburten , um endlich Erlösung von ihrer Schuld zu finden. Voller Todessehnsucht dient sie seither den Gralsrittern freiwillig büßend als Helferin und Wäscherin, aber es gelingt Klingsor immer wieder, sie in seinen Bann zu ziehen und als willenloses, schönes Werkzeug der Verlockung zu missbrauchen . Sie war es auch, die in veränderter Gestalt Amfortas verführt hat . Nunmehr soll sie Parsifal betören und damit vernichten . Erlösung kann sie nur erlangen, wenn ein Mann ihrer Verführung widersteht . So fügt sie sich nur widerstrebend dem Befehl Klingsors, Parsifal zu bezwingen, muss sich aber seiner Macht beugen . Als Parsifal den unschuldigen Verlockungen der Blumenmädchen in Klingsors Zaubergarten entfliehen will, ruft Kundry ihn bei seinem Namen . Gebannt lauscht der Knabe ihrer Erzählungen von den traurigen Schicksalen seiner Eltern . Parsifal ist zutiefst erschüttert . Tröstend, aber mit der Absicht, ihn in die Liebe einzuführen, schließt sie ihn in ihre Arme . Doch während eines langen Kusses erkennt Parsifal blitz- und sturmartig die Ursache von Amfortas Qualen und seine eigene Bestimmung; er wird "welthellsichtig" . Er stößt Kundry zurück und verspricht ihr dafür Erlösung. Ihr Ausbruch von rasendem Lachen und Schreien ruft Klingsor herbei, der nun den heiligen Speer auf Parsifal schleudert. Doch der Speer bleibt über Parsifals Haupte schweben . Er ergreift ihn und schlägt mit ihm das Kreuzeszeichen, woraufhin Klingsor und mit ihm der gesamte Zaubergarten kaputt geht . Kundry blickt im Zusammensinken auf Parsifal, der ihr im Enteilen noch zu ruft "Du weißt, wo du mich wiederfinden kannst!" .

3. Akt: Viele Jahre sind vergangen . Gurnemanz lebt nunmehr als Ein- bis Zweisiedler im Wald und findet nun Kundry in tiefer Ohnmacht im Gestrüpp . Von ihm erweckt erscheint sie völlig gewandelt: sanft, hilfsbereit und schweigsam . Da erscheint ein Ritter in schwarzer Rüstung . Gurnemanz heißt ihn, mit dem Hinweise auf den heiligen Karfreitag, seine Waffen abzulegen . Nachdem der Ritter seine Waffen und die Rüstung abgelegt hat, erkennt Gurnemanz hocherfreut , dass es Parsifal mit dem heiligen Speer ist, der zur Gralsburg zurückgefunden hat. Er begrüßt ihn und erzählt vom Zerfall der Gralsgesellschaft, Amfortas hat, um endlich seinen eigenen erlösenden Tod zu erzwingen, die lebensenergiespendende Zeremonie der Gralsenthüllung nicht mehr vollzogen . Sein Vater Titurel ist dadurch bereits gestorben und nur zu dessen Totenfeier will Amfortas noch ein letztes Mal den Gral enthüllen . Parsifal bricht daraufhin in verzweifelten Selbstanklagen zusammen , doch Gurnemanz segnet ihn und salbt ihn zum neuen Gralskönig. Als sein "erstes Amt" spendet er der heftig weinenden Kundry die Taufe . Staunend nehmen Parsifal und Gurnemanz die in der Vormittagssonne erstrahlende idyllische Natur wahr und, als gegen Mittag das Glockengeläut von der Gralsburg her ertönt , machen sich alle drei auf den Weg zur Burg . Dort hat sich die Gralsritterschaft, den Leichnam Titurels begleitend, versammelt . Amfortas klagt um seinen toten Vater, der durch seine Schuld, weil er den lebensspendenden Gral, zur Beschleunigung seines eigenen Ablebens, nicht mehr enthüllt habe, gestorben sei. Er verweigert erneut die eigentlich vorgesehene Gralsenthüllung und erfleht verzweifelt seine Erlösung von den Qualen seiner unheilbaren Verwundung , die Ritter mögen ihn töten , von selbst dann werde ihnen wohl der Gral leuchten . Da erscheint der von Gurnemanz und Kundry begleitete Parsifal und schließt mit dem heiligen Speer jene Wunde, die Amfortas einst von Klingsor zugefügt wurde . Als neuer Gralskönig enthüllt Parsifal endlich wieder den Gral und aus der Höhe schwebt eine weiße Taube als Zeichen göttlicher Gnade auf ihn herab . Amfortas und Gurnemanz huldigen dem neuen Gralshüter und Kundry sinkt, singend] endlich von ihrem Fluche erlöst, entseelt zu Boden .

Ende dieser etwas langen Oper – auch Bühnenweihspiel genannt.
peter337 (23.03.2012, 21:06):
Nach der gestrigen Aufführung in der WStO - Puccini jetzt bist dran!

Jetzt wird's g'mischt, also fang' ich mit einer meiner Lieblingsopern an,

Giacomo Puccini - Tosca.

1. Akt: Angelotti ist aus der Engelsburg geflohen, da der Mann selten auftritt, grad am Anfang nur, hat er eigentlich wenig zu tun, und sucht in der Kirche Schutz, als hätte die Kirche schon allzuvielen Leuten Schutz geboten, es sei denn sie sie zahlen die Kirchensteuer, in der ein Maler , auch so ein Gewerbe, brotlos, ein Bild der Heiligen Magdalena malt Auch mit Sünderinnen macht die Kirche noch Geschäfte eh klar, ohne die geht es ja nicht, da braucht man Personen beiderlei Geschlechts, bitte keine Zwitter verwenden, das gehört sich nicht und wäre auch unmoralisch und die leichten Damen müssen ja auch zur Beichte weil ein Priester ja auch was davon haben will. Cavaradossi singt seine erste Arie "Recondita armonia" auf die alle schon gewartet haben, natürlich in Italienisch, wie es sich gehört. Angelottis Schwester, die Gräfin Attavanti, hat dort die Kleider für den Flüchtenden versteckt, alles was recht ist, a Kirchen is ka Aufbewahrungsort für Gelumpe, bei die Lumpen, die dort Dienst tun, fällt es zwar nicht besonders auf z. B. dem Mesner. Cavaradossi hilft Angelotti. Jetzt wirds unguat, es kummt a Eifersüchtige, namens Tosca und die fangt glei mitzusingen an, und die reizt das Bild, bildet sie sich doch ein das Bild der Magdalena gleiche, in den Zügen der Attavanti, was sie so a aufbrachte Sängerin denkt, aber das große, und wunderschöne, Duett beschwichtigt sie einigermaßen. Die Chorknaben freuen sich auf die Feier zu Ehren eines großen Sieges über Napoleon. Scarpia, der is a no in die Kirchen kommen, hoffentlich ist des net a kloanes Kapellerl, sunst passen die alle net rein. Scarpia, das ist der römische Polizeichef, der, wenn ihn Ruggero Raimondi singt, den anderen die Show stiehlt, aber wenn ein Franco Corelli den Cavaradossi singt, steht er auch im Mittelpunkt, schon durch seine Ausstrahlung, nur haben die beiden, meines Wissens nie es zusammen gesungen, und was findet Scarpia an Fächer, ist der in der Fledermaus gelandet? oder war er bei die Pfadfinder?, und jetzt hofft er über die eifersüchtige Tosca, das Versteck Angelottis herauszubekommen, wo so a Madel do eh gern lüagt, außerdem woaß die angeblich absolut nix, Cavaradossi hat ihr es net verraten, singt sie. Ein Tedeum, siehst das, jetzt hammas, da is her, das dauert so lange, bis der Vorhang fällt.

2. Akt: Scarpia erwarte Tosca nach der Festkantate, in der sie singt, die singt a auch außerhalb dieser Kantaten-Räumlichkeiten, was aber der Schönheit der Musik keine Abbruch tut. Angelotti ist noch nicht gefunden aber der Maler und Anstreicher, nicht Landstreicher is was anderes, hat sich verdächtig gemacht, das is ma schnell, und wurde verhaftet. Da er nix verrät, lässt ihn Scarpia foltern, das geht ja gegen die Menschenrechtsgesetze, aber die san ja no net erfunden, damals gab es sie noch net. Cavaradossis Schmerzensschreie entlocken Tosca nun doch das Geständnis, immer so a Tratschen sein, da hat sie der Cavaradossi a feines Vogerl g'fangen, owohl er gar net der Papageno is, wo sie aber aus Liebe zum Maler, das Versteck verrät und sich verborgen hält, die Liebende is do immer Tratschen gewesen. Nach seiner Verhaftung begeht Angelotti Selbstmord, das heißt er mordet sich selbst, er stürzt sich in den Brunnen vor dem Tore, der zufällig im Garten steht. Jetzt kummt a Nachricht. der Sieg Napoleons war falsch, er wurde bei Marengo, da muass ma auf der Landkarten schauen, wo das is, ich bin kein Geograph, net amal a Graf, nicht einmal zu dem geschlagen worden von der Queen. Der ungeschickte Napoleon - Patriot Cavaradossi frohlockt über diese Wendung, mit einem "Vittoria" auf das alle, im Publikum, schon warten, und was hat er davon, keine Gagenerhöhung sondern er wird zum Tod verurteilt. Scarpia, der Lüstling verlangt als Preis seiner Begnadigung Tosca Hingabe, wo soll sich sich hinbegeben? Bin leider noch immer sehr naiv. Sie versucht ihn umzustimmen "Vissi d'arte". Scarpia befiehlt die Hin- und Herrichtung, "wie beim Grafen Palmieri" - wer is denn das schon wieder?, kummt in der ganzen Oper net vor. Cavaradossi soll nur zum Schein erschossen werden. Scarpia stellt den Passierschein für die beiden Liebenden aus, was der kann schreiben?, dachte er kann nur martern und lüstern sein und erwartet nun Tosca als Preis . Sie ersticht ihn und stellt zwei brennende Kerzenleuchter neben die Leiche, statt, dass die Erste Hilfe holt und die Flagge mit dem Roten Kreuz hisst. Nein, sie wartet gar net bis, wieder einmal, der Vorhang fällt, sondern verdruckt sich, d.h. sie rauscht effektvoll, mit einem Kleid und einer Schleppe im Empire - Stil, ab in Richtung Engelsburg, auch ka feine römische Art.

3. Akt: Am Morgen vor seiner Hinrichtung schreibt Cavaradossi eine Abschiedsbrief, natürlich in der Form einer weltberühmten Arie an Tosca "E lucevan le stelle". Da kummt des Primadonnerl und erzählt ihn von seiner Scheinhinrichtung "Sei libero!". Aber jetzt kummt das Drama, Cavaradossi wird wirklich erschossen, das auf der Engelburg, wo zuvor noch ein Hirtenknabe gesungen hat "Io de' sospiri" das ist do ka Platz, dem Himmel ganz nahe. Jetzt kummen die Verfolger, die Scarpias Leiche gefunden haben, es müssen halt mehr Leute mitwirken, und Tosca springt vor ihnen in die Tiefe, hoffentlich hat der Tiber Hochwasser und unten steht zur Flucht ein Schlauchboot zur Verfügung, aber na, diese Tiefe hält höchstens ein Engel aus. Kaiser Hadrian hat scho gwusst warum er so hoch baute, und die Päpste, typische Nachfolger der Caesaren, mit Engerln ausschmückten.

Aus ist's die drei Hauptprotagonisten haben das Zeitliche gesegnet, teilweise freiwillig, teilweise durch mordern, nicht modern, das tuans erst später.
peter337 (25.03.2012, 10:34):
Wieder mei Richardl Nr.2:

Richard Strauss: Die Frau ohne Schatten.

Nicht wie oft gemeint "Die Frau ohne Schwachstrom", bitte, auch "Die Frau ohne Schwachsinn" ist wirklich nicht richtig.

Muass eher was mit einer Schlechtwetter - Periode zu tun haben, auch bei der andauernden, herrschenden, Wetterlage, in dieser Oper, wird da ja nicht einer jeden, herumstreunenden, Sau übel - oder er wird schwachsinnig????

1. Akt: Der Kaiser wird sich in Stein verwandlen, bitte hier ist nicht Stein an der schönen blauen Donau gemeint, auch nicht die dort sich befindende Strafanstalt, auch nicht Dürn-stein, Nein, er wird zu Granit, ist dort zwar wenig vorhanden, und er wird seine Frau, die Tochter eines Geisterkönigs, verlieren meldet ein Bote, wenn sie nicht Mutter wird, was so ein Bote so alles meldet, ist wahrscheinlich der Post-Bote. Braucht ja nur die Antibaby-Pille abzusetzen. Nur drei Tage bleiben ihr, um einen Schatten zu gewinnen, das klingt ja gaustrisch, wie will sie denn das schatten, meinte schaffen, sie soll sich mehr in die Sonne stellen, dann wird sie schon einen Schatten werfen, meistens sind die Sängerinnen der Kaiserin auch, heutzutage, a bisserl wampert , also soll das keine Kunst sein. Mit der Amme, für was die eine hat weiß i net, braucht die no die Brust?, bricht die Kaiserin, doch net auf der Bühne, weder das gestillt werden, noch das brechen, wenn ich bitten darf, zu den Menschen auf, um den Schatten zu finden, Schatten wo bist du denn, i find dich net. Ma kann net immer auf der Sonnenseite des Lebens leben. Die kinderlose Ehe des Färbers ist unglücklich, wie kann a Ehe glücklich sein wenn da nix geschieht, Ehepartner und -innen eher, , Die Frau, auch Färberin genannt, die ihre ganze Ehe no nix gefärbt hat, soll für ein gutes Leben der Kaiserin ihren Schatten geben, wie stellt sich die naive Kaiserin das vor? Sie muss drei Tage im Falknerhaus, habe i ma glei denkt, dass die in a Vogelhaus gehören, wo die Kaiserin und Amme ihr dienen, drei fesche Vögel haben sich da g'funden. Die Stimmen der Ungeborenen klagen über diesen Frevel, das können die an nur beim Richardl Nr. 2 machen, wie soll das funktionieren, no net auf der Welt und scho randallieren?, da hört sich doch alles auf.

2. Akt: Ein schöner Jüngling soll die Färbersfrau zur Untreue verführen. Der Kaiser findet seine Frau, die Kaiserin, nicht im Falknerhaus, san eh drei Weiber da, der sieht net einmal die Stecknadel im Heuhaufen, und will sie für den Betrug töten. Aber sein Arm versagt, der sollte einmal zur Schweizergarde, da könnte sein Arm nicht so leicht versagen und er müsste üben, da ist der Benedict scho scharf drauf. Jetzt kummt was, was wir schon vom 1.Richardl kennen, die Amme, muss a Schwester von der Brangäne sein, schläfert Barak mit einem Trunk ein, wahrscheinlich a Spezi, halb Cola - halb Fanta. Wieder erscheint vor der Färbersfrau der schöne Jüngling , aber in ihrer Gewissensqual weckt sie Barak, da muss die Amme scho a schwaches Trankerl derwischt ham, dass der so schnell wach is. Der Färber versteht seine Frau nicht, der soll sich trösten das geschieht auch heutzutage vielen Männern so, speziell, wenn Frauen einkaufen gehen, Schuhgeschäfte und Taschengeschäfte sind wahrliche Fallen, speziell Louis Vuitton, wo Männer Frauen nicht verstehen können, oder wollen. Die Kaiserin sieht im Traum den Kaiser versteinert, kann scho sein, dass der versteinert, aber sie soll sofort zu einem Neurologen, Adresse bekannt: Berggasse 19, Dr. Freud. Durch ihre Schuld verschwindet er in einem dunklen Felsentor, wahrscheinlich ist dort ein Heuriger drin, oder Frau Venus im Hörselberg, ich schwief ab. Die Färberfrau offenbart sich Barak, na endlich, hoffentlich versteht er sie jetzt, der sie töten will, da will ja einer die andre töten, wie es so kummt, wahrscheinlich wegen der Gage, halbes Gesangel, halbe Gage. Die Kaiserin wird von wahrer Menschenliebe erfasst und will den Schatten entsagen, die kriegt nächstes Jahr den Friedens Nobel - Preis. Das Färberpaar und die Kaiserin werden vor Gericht geladen, ja beim nächsten Salzamt.

3. Akt: Barak und sein Frau sind beim Färben im Kerker, neuer Arbeitsplatz, aber getrennt, ohne von einander zu wissen, aber hören tun sie sich schon, denn sie singen ja laut gnua. Die Kaiserin kommt in einer Gondel, stimmt net, in einem Kahn, die ist ja nicht in Venedig, zum Gericht, die hat Freigang, das nenne ich keine Gerechtigkeit, Barak ist ja froh, das er sei keppelnde Alte net sieht, ist ja fast ein Freispruch. Die Amme verflucht die Menschen und versinkt, wieder eine die in den Unrast der Straße versinkt, war a Kanaldeckel offen? Im Angesicht des fast schon versteinerten Kaisers muss sich die Kaiserin verantworten, eh guat kann er ihr net auf die Zehen steigen. Schmeichelnde Stimmen fordern sie auf, vom Wasser des Lebens zu trinken, da muass aber lang suchen wo fast jedes Wasser, außer in Wien, schon geklärt wurde und so den Schatten zu gewinnen. Aber sie das Glück will nicht mehr, das sie mit dem Unglück andere erkaufen müsste, jöh wie Geschwollen, nur weils ka Wasser trinken will, Wein oder Bier is ihr halt lieba. So besteht sie ihre Prüfung, da weiß i jetzt, wo die vielen B'soffenen her kommen. Dafür wird ihr ein Schatten geschenkt, an Schatten, an Schatten, . A großzügiges Geschenk. Der Kaiser kehrt ins Leben zurück, war scho Zeit, denn sunst is ja die Oper gar net aus. Die Stimmen der Ungeborenen begrüßen das Paar. den Färberpaar wird auch der Schatten zurückgegeben, a reine Schatten-Schenkerei. Wie das Kaiserpaar hat es sich zu echter Liebe durchgerungen. Die Ungeborenen, scho wieda, umjubeln auch sie.

Vorsicht! Acht Orchesterzwischenspiele verbinden die einzelnen Bilder, habe nicht dezidiert darauf hingewiesen, wird ma scho merken um sich, beim Schlafen, umzudrehen, man zeigt nicht immer den einen Sitznachbar den Rücken, muss auch einmal der Andere dran sein. Hustenzuckerln net vergessen, denn gehustet darf, bei dieser Oper, nicht werden.

Ende der Oper. Gemma hoam, bitte nicht singend, auch nicht jubelnd.
peter337 (21.06.2012, 13:03):
Eine Fortsetzung von Fidelio - gibts den!

Zeit: 1799 in etwa bei Sevilla.

Mit etwas wienerischen Dialogen.

Zur frühen Morgenstunde

Florestan auch Flori genannt: "Ist mei Alte schon auf und hoffentlich bekomme ich net so an grauslichen Kramperltee = Kräutertee, immer wenn ich Bohnenkaffee sage, holt sie Bohnen vom Nachbarn. Da war's ja im Verlies noch besser!, da ist wenigstens frisches Wasser von der Wand runterg'ronnen!"

Leonore oder auch Lentscherl kommt herein: "In meinem Frankreich war's doch anders! Jekus ich bin im falschen Stück drin. Du Flori! Die haben beim Nachbarn nur Spinat g'habt kann man daraus auch an Kaffee machen? Auch der Rocco gibt nix mehr auf Kreide her, seit ich die Marcellina sitzen hab' lassen, dabei war der Hosenanzug so schick, an mir, hat's mir g'sagt".

Flori: "Du Lentscherl, heut kommt der Don Pizarro zu uns, er war doch immer mei bester Freund, die Weihnachtamnestie hat eam freilassen. Er war doch auch dein Hausfreund so zwischendurch! Sonst hättest du ja nie singen dürfen "Abscheulicher wo eilst du hin"! Na weg von dir, weil ich vom Skatabend heimgekommen bin!"

Letscherl: "Nur weil ich mit dem Jaquino a bisserl gebusserlt hab', darfst ma das net verübeln, er war das einzige Mannsbild da, der Rocco war doch schon damals jenseits von gut und böse! Aber mei, die kommen ja auch, das wird ja wieder a guate Jausen, allerweil die alten Geschichten ums Gefängnis herum!, und der Don Pizzerl hat ja auch g'macht was er wollte, der hat sich mit mir net abgegeben!"

Flori: "Wegen deiner hab ich ja nur solche Geschichten erlebt, da hat's mei Freund der Giovannerl besser g'habt, aber der singt in Salzburg - manchmal recht steif und recht alt sieht er aus - jetzt"! "Bei dir war ich ja nur der Depp der da unten bei an Stoa angschweisst worden war, wie der Sel. Herr Prometheus!"

Lentscherl: "Den ken' ich ja gar net, ist der wenigstens fesch?, du hast ja nachlassen nur wegen die paar Jahr die du einkastelt warst, dabei war der Herr Don Pizzerl eh ganz nett zu dir, außer dass er dich erschießen wollte, da kannst ja eam net noch heute noch nachtragend sein"!

Flori: "Lentscherl es klopft läutend an der Tür! kannst aufmachen. Merci vielmals! Ich steh' wegen der Bagage net auf!"

Alle vorher Erwähnten kommen rein: "Grüass Euch Gott alle miteinander"!

Flori: Jetzt seid' aber hin in der Marille / Wachauerkrankheit!, mir san ja nur zu Zweit da"!

Marcellintscherl: "Ja Lentscherl, geh du magst mi!", das Lied hast ja beim Ludwig Hirsch noch für mich immer, in der Musikbox, bestellt.

Jaquino: "Die wird immer blöder, seit wir kein Geschäft, sprich Gefängnis, mehr führen wird's immer antritschter = tepperter = blöder!, früher haben wir doch gesungen "Mir wird so wunderbar"! - und das im Quartett!"

Rocco: "Wenn ich jetzt net bald an Stuhl vorgesetzt bekomme, setze ich mich auf das Häusel draußen! Ich wart ja nur auf die Gefangenen aus Italien die haben a so an schönen Chor, unsere haben schon sehr oft daneben gesungen!"

Pizzaro: "Soll ich euch erzählen wie es in der Einzelzelle war?, mich hat ja ka Minister Ferdl, oder hat der Ferrando geheißen?, ich weiß nimmer, abgeholt wie dich Flori, ich hab' warten können - und wegen was denn, Flori, hast net allerweil, ganz tief unten singen dürfen, bei deinem Tenor war das eher a Belohnung!, aber der Placido will ja jetzt mei Partei, meinte Partie, haben, der nimmt sich jetzt alles was nur a wengerl Mittellage braucht!"

Flori und Lentscherl: "Jeht's geht's hoam!, wir san ja net die Caritas, geht's ins nächste Kloster zur Ausspeis, wir essen eh nur mehr den Kitt aus den Fenstern unseres Daheim, wir wollen endlich an Krimi sehen im TV!"

Flori: "Und noch was so zum Schluss "Töt erst mein Weib!, lieber Don Pizzerl!"

Ende eines heiteren Vormittags im Haus Florestan.
Zdenka Waldner (17.07.2012, 17:51):
ich habe letztens eine nette zusammenfassung der zauberflöte gefunden :)

http://www.stupidedia.org/stupi/Die_Zauberfl%C3%B6te_(Oper)
peter337 (21.01.2013, 14:23):
Hier war ich schon lange nicht, dafür was Bsonderes!

Endlich wieder ein sehr bekannte Oper.

Otto Nicolai – Il Templario.

Es ist nicht zu glauben, aber diese Oper hat eine Vorgeschichte.

England im Jahr 1194 und nach der Schlacht von Hastings sind auch schon hundert Jahre vergangen. Die Normannen schauen auf die angelsächsischen Ureinwohner sehr miserabel herunter und sie mögen auch keine maurischen Sklaven, Juden sowieso net . Ein gewisser Herr Cedrico il Soussane ist Anführer der träumt von einer wieder angelsächsischen Herrschaft . Nun hat der außer einem großen Mund noch ein Mündel eine gewisse Rovena , die war früher noch eine Nachkömmerin des letzten angelsächsischen Königs und soll jetzt mit einer Seitenlinie verheiratet werden, wodurch sie dann Anspruch auf den Königsthron hätte . Doch der Sohn von Cedrico ein gewisser Jungspund Vilfredo d’Ivanhoe . Dieser wird von dem Herrn und Vater Cedrico enterbt und verstoßen, als dieser sich weigert von der Kaffemaschine, namens Rovena abzulassen . Der junge Mann heißt übrigens Vilfredo, falls es nicht schon aufgefallen ist, und der beteiligt sich am 3. Kreuzzug der unter dem Befehl des normannischen Königs Richard Löwenherz steht . Für Cedrico ist das en beweiß eines Urverates . In Palästina angekommen, passiert schon etwas, Vilfredo wird scher verwundet und wird von der Jüdin Rebecca gesund gepflegt . Natürlich weiß Rebecca es ist sinnlos sich zu verlieben, noch dazu in eine Besatzungsmacht , die noch dazu christlich ist . Aber wie Madeln so sind, se reist mit ihrem Vater Iscacco nach England , um nur wenigsten räumlich ihrem Vilfredo nahe sein zu können . Dort wird der Tempelritter Briano de Bois-Guilbert auf sie aufmerksam, als sie durch die Straßen schlendert, die voller Gatsch = weicher Lehm sind.

Der junge Briano glaubte einst seine große Liebe gefunden zu haben, aber Schmecks, der hat sich getäuscht und ist sitzengelassen worden und so entschloss er sich kurzerhand in den Templerorden einzutreten. Aber was er da zu hören bekommt entspricht nicht seinen Idealen, weil die haben ja nur Macht und Geld im Sinn, in rein egoistischer Weise , aber das können sie noch besser kaschieren . Briano ist deshalb zum Zyniker geworden, der nun seinerseits innerhalb des Ordens Karriere machen will . Dank seines Kampfesmutes gilt er schon heute als der würdige Nachfolger des Großkomturs Luca di Beaumonoir, als ihm Rebecca begegnet . Zu seiner größten Überraschung sieht und spürt er dass er doch noch Gefühle hat, die er längst vergraben geglaubt hatte. Rebecca sieht a Chance eines Neuanfanges , für das Madel wäre er bereit den Orden zu verlassen und irgendwo eine neues Leben zu beginnen.

Alle die oben genanten Personen finden sich auf dem Tournier von Ashby ein , bei dem der sich als schwarzer Ritter verkleidete Vilfredo und der besiegt alle anderen Ritter meuchlings.

So da nun alle Unklarheiten beseitigt sind beginnt der

1. Akt. 1. Bild: Alle Statisten und Choristen rühmen den unbekannten Sieger des Tourniers von Ashby. Vilfredo sagt nun dass er alle Armen und Schutzlosen seine Unterstützung zu und gegen Unrecht und Unterdrückung zu kämpfen. Nun verleiht man ihm die Festkrone . Doch Vilfredo wählt dafür Rovena aus, dass sie eam krönt. Nach der Krönungshymne "God shave the King", verweist Vilfredo auf ein Gelübde, das ihn bindet, seine Anonymität noch einzuhalten, worauf in Cedrico in sein Schloss einlädt . Unter allgemeinen Jubel singt nun Vilfredo ein Cabaletta . Als alle die Bühne – sprich den Kampfplatz verlassen haben, tritt schleunigst der bis dato unbesiegte Herr Briano auf, der neuerdings wieder unter der schmachvollen Behandlung leidet. Also weil e nix machen kann so hat er Gedanken an Rebecca und seine Schergen meinen, da es schon bei der Gilda so leicht war, kann man die Rebecca auch entführen. Nach anfänglichen Nachdenken willigt der Raubersbua ein – und die Gegend verwandelt sich zum

2. Bild: Rovenas Hofsdamen verbreiten ausgelassen Stimmung und machen an Striptease , doch Rovena ist, auf einmal, recht nachdenklich geworden . Sie ahnt, dass der Sieger am End’ doch Vilfredo sei den sie ja einstens unverdauliche, oder heißt das unverbrüchliche, Treue geschworen hatte. Diese friedliche Szene wird durch Hilferufe Rebeccas unterbrochen. Die Schergen vom Briano haben sie inzwischen überfallen aber sie konnte sich mit’n Vater befreien. Rebecca gewährt der Flüchtenden Rotte Unterkunft und Asyl. Zur großen Freude Rebeccas erwähnt man auch dass der Sieger von Ashby da sei . Doch die Schergen vom Briano verstecken sich in einem Gebüsch. Briano der von den Angelsachsen keinerlei Widerstand erwartet, ruft Cedrico herbei und verlangt aber safurt die Herausgabe der angeblichen Sklavin Rebecca . Cedrico lehnt das aber entschieden ab , aber jetzt bildest sich ein Tumult und auf einmal haben alle Schwerter in der Hand . Und es kommt schon Vilfredo daher und zieht gegen Briano das Schwert. Nunmehr ist ja der Herr Vilfredo oben unbekleidet, da er den Helm abgelegt hat und Cedrico erkennt in ihm seinen verstoßenen Sohn. Briano ruft nun, seinerseits, die Schergen herbei und die die wenigen Angelsachsen, und Rebecca ist auch auf und davon.

Ende des 1. Aktes, auf zum Würstelstand.

2. Akt. 1. Bild: Jetzt samma in der Templerkomturei Felixstow: In einer Traumszene erlebt Rebecca neuerlich, wie der verwundete Vilfredo am Ufer des Jordans liegt und sie eam gesund pflegt . Beim Aufwachen sieht sie aber was sie jetzt für a Gfrett hat. Briano tritt auf und wirbt sofort um ihre Gunst und Liebe. Für sie will er seine Karriere fallen lassen, wenn sie ein Leben mit ihm beginnen würde. Rebecca aber weist das schroff zurück. Und als Briano sie noch dazu berühren möchte, springt sie und droht sich in die Tiefe zu stürzen . Grade in diesen ungünstigen Augenblick, erschallt eine Trompeterei, welches die Rückkehr des Großkomturs Luca bedeutet, und gleichfalls würde das den Tod für die beiden Zwei bedeuten.

2. Bild: Waffensaal in der Templerkomturei: In einer äußerst feierlichen Prozession betritt Luca die Komturei. Die Templer preisen, lautstark, seine Verdienste im Kampf gegen die Heiden . Luca ermahnt de Templer, in diesem Kampf niemals, und nicht, nachzulassen . Isacco tritt auf und bittet darum dass er und seine Tochter Rebecca freigelassen werde . Luca erfährt nun erst von deren Anwesenheit in der Komturei . Briano wird gerufen, herbei nämlich denn er war a wengerl Luftschnappen, in dem Opernhaus hat es a so schlechte Belüftung], er vermag aber auch keine Erklärung für diese Schlamperei zu geben. Luca ahnt zwar was dahinter steckt, doch um den Schaden für den Orden so gering wie möglich zu halten, bezichtet er Rebecca umgehend der Hexerei . Rebecca wird in Ketten in den Gerichtssaal geführt. Briano kann ich nur zuflüstern, im Falle quasi einer Verurteilung, ein Gottesurteil in Form eines Zweikampfes zu fordern . In diesem Fall, sei sein Plan, will er für sie zu Kampf heraustreten. Die Templer gewähren Rebecca ihre Bitte, bestimmen aber ohne Briano über ihren Körper . Briano kann sich dem nicht widersetzen . Er ergreift den Fehdehandschuh mit der Absicht, nach anfänglichen Kämpfen sich in das gegnerische Schwert zu schmeißen und durch seinen Tode Rebeccas leben zu retten .

3. Bild: Vorhof von Cedrics Schloss: Cedric ist hin und hergerissen zwischen Vaterliebe und Beharren auf seinen politischen Absichten . Vilfredo bittet ihn um Verzeihung wegen seiner Teilnahme an den Kreuzzug, doch erst Rovena entscheidet die Situation . Cedric verzeiht Vilfredo und verlobt ihn mit Rovena .

3. Akt: Es gibt nur eine Bild: Innenhof der Templerkomturei: Im Innenhof ist ein Scheiterhaufen errichtet . Die Templer ziehen ein. Ein Trompetensignal ertönt , doch kein Kämpfer erscheint, der für Rebecca streiten möchte. Unter den Klängen eines Trauermarsches wird Rebecca hereingeführt und auf den Scheiterhaufen gebunden . Das Trompetensignal wiederholt sich . Luca verweist auf die Verworfenheit der Juden vor Gott . Da, im letzten Augenblick erscheint Vilfredo, um für Rebecca zu kämpfen und zugleich ihr auch den Dank für die Pflege am Suezkanal durch Rebecca abzustatten. Was für Briano die Gelegenheit, für Revanche für Ashby gewesen wäre, wird nun zur doppelten Qual, da er Vilfredo unterlegen muss um Rebecca zu erretten . Während die Männer für den Zweikampf vor die Kommenden ziehen, bleibt Rebecca mit den Frauen zurück . I einem Gebet bittet sie Jahwe, ihr Leben und Ehre zu bewahren . Da, plötzlich, dringen von draußen Siegesrufe, denn der Zweikampf hat gar nicht stattgefunden. Grad in dem Augeblick als der Kampfrichter das Zeichen geben wollte ist der Briano tot zusammengebrochen. Das wird von allen als der überzeugendste Gottesbeweis gesehen. Rebecca erscheint als gerettet . Rebecca aber sieht in diesem Zeichen mehr, dass es Gottes Wille sei Vilfredo ihre Liebe zu gestehen, ihre Worte münden in das Geständnis, dass sie Vilfredo mehr als ihren Gott geliebt hat. Doch Vilfredo weist ihre Liebe zurück. Rebecca ersieht nun ihrerseits, dass dies die Strafe Jahwes sei und tut das was alle braven Madeln des Mittelalters tuan , sie brich tot zusammen und die Angelsachsen preisen Vilfredo weil er wiederum das Treulose besiegt habe .

Ende dieser Oper, die wirklich etwas Besonderes ist, wundervoll.

Bartomoleo Merelli hat schon gewusst wie gut Otto Nicolai war - auch wenn er das Textbuch zum "Nabucco" abgelehnt hat und den hat ja ein anderer ganz Großer der Oper komponiert, nur fällt mir der, partout, nicht ein - so ein Pech, wo sind meine Gedanken hin geflogen!
Rideamus (21.01.2013, 15:03):
Lieber Peter,

gönne uns doch bitte auch das Bild dazu:


:hello Rideamus
peter337 (21.01.2013, 21:01):
Lieber Rideamus!

Ich hab es versucht - und wieder nicht zusammengebracht.

Dank vielmals :thanks :thanks und viele Grüße sendet Peter aus Wien. :hello :hello
peter337 (18.08.2014, 11:42):
Eine meiner Lieblingsopern und speziell in Salzburg wieder einmal "so gut" gebracht??!!. :haha :haha :beer :beer

Giuseppe Verdi - Il Trovatore.

In deutschen Landen auch "Der Troubadour" genannt, wird wohl als einer der verzwicktesten und wenigst durchschaubaren Opern gehalten, doch mit Unrecht, eigentlich ist die Handlung recht einfach. Es ist halt ein Bruderstreit, ohne dass die Brüada wissen, dass Brüada san. Man / Frau kann nicht alles wissen.

Jedoch, eines ist "Il Trovatore" geblieben, eine der effektvollsten und schönsten Verdi Opern, mit herrlichen Melodien vier bis fünf Hauptprotagonisten und Chorszenen, für mich mit einer ungeheuren Dramatik.

1. Akt: "Das Düll, meine das Duell.

Ferrando, Lunas Vasall, was das auch immer sei, erzählt Folgendes: Eine Zigeunerin wurde verbrannt und ihre Tochter Azucena hat das zweite Kind aus dem Haus des Grafen Luna geraubt und ihr eigenes Kind, schwubbs, in die Flammen geworfen und verbrannt, das tuat doch weh, Zustände sind das, was so vor 15 Jahren alles geschehen ist, zu heißer Sommerzeit, hier meine ich nicht die von der EU eingeführte Sommerzeit. Erstens der Zigeunerinnenbrand, dann das Reinwerfen des eigenes Kindes in den Scheiterhaufen zur Oma, das arme Kind, hätte sie es in eine Babyklappe gelegt, im Ortskrankenhaus wäre eine vorhanden gewesen, in jeder Größe bis zum Opapa, wenn sie es nicht wollte, aber so geht das nicht, und dann das zweite Kind grapschen, aus dem Hause Luna, um es Manrico zu nennen, wenn es ein Mädchen gewesen wäre hieß es wohl Fraurica. Natürlich fand man die verbrannte Kinderleiche, Gen - Test gab es nicht, zur damaligen Zeit. Jetzt simma 15 Jahre später, Kinder wie die Zeit vergeht, grad reingekommen und Platz genommen und es war schon 15 Mal Neujahr, Prosit Neujahre.

Leonore sehnt sich nach Manrico, den sie auf einem Turnier kennengelernt hat "Es glänzte schon das Sternenheer", haben die in der Nacht, bei Fackelbeleuchtung, Turniere abgehalten? Wie hat sie ihn da erkannt, voll eingerüstet, wie ein Tresor, jedoch der Tresor, ich meine Manrico, bringt ihr ein Ständchen. Sie eilt ihm entgegen, umarmt aber in der Dunkelheit, versehentlich den Grafen Luna. Die sollte rasch zum Auenarzt, hat doch schon 4 1/2 Dioptrien, auf beiden Augen, und trägt aus lauter Stolz keine Augengläser, schon Kaiser Nero hat so eine Krankenkassafassung, zwar aus geschliffenem Edelstein getragen, oder Haftschalen. Manrico und Luna fordern sich zum Düll, schon wieder, das heißt Duell.

2. Akt: "Die Zigeunerin."

Manrico hat im Duell Luna besiegt, der Tresor ist halt stärker gewesen, ihm aber das Leben geschenkt, was Luna wurmt, der Bleampel soll doch froh sein, dass er noch lebt, was macht er, er lässt Manrico verfolgen, die Hatz beginnt, Halali, aber der bringt sich bei seiner Mutter, der Zigeunerin Azucena, in Sicherheit, Muttersöhnchen. Jetzt kommt der Wunschkonzert - Chor zum Singen, aber net so lange, wie er es sich wünschte, der Chor geht dann, in die Kantine, ab. Azucena, die vermeintliche Mutter, ein Mezzo oder Alt, wie ihn das Opernhaus halt vorrätig hat, erzählt ihm immer wieder von der Vergangenheit, na was hat denn die schon so jetzt wieder für Neuigkeiten, die Bild-Zeitung ist noch nicht da und so singt sie, was in der Oper wichtig ist "Lodernde Flammen". Wir erfahren das schon vorher erzählte, sie habe in ihrer Verwirrung nicht den Grafensohn, sondern ihr eigenes Kind ins Feuer geworfen habe, laut § E 007 1/2, schon ein Unansachtsamkeit, aber kleine Kinder sehen sich halt ähnlich, aber hat die nicht die Grafenkrone bemerkt? Jetzt, nach so vielen Erzählungen, Gesungene natürlich, die Azucena wiederholt sich ja dauernd, und da kommen Manrico Zweifel, ob er ihr Kind sei, aber Azucena weiß ihn zu beschwichtigen, sie hat ja die damaligen Zeitungsnotizen nicht aufgehoben, selbst die Kronen-Zeitung hat sie verbrannt, als sie sich ein Schale-rl Kaffee machen wollte, das das Herzerl in die Höh' hebt. Ein Bote meldet, dass Leonore ins Kloster, zu den Trappistinnen gehen werde, die dürfen nur einmal im Jahr was sprechen, singen ausgeschlossen, höchstens zur Osterzeit, dann aber langweilige Gsangeln, was natürlich ungut ist, sagt sie zur Mitschwester guten Morgen, bekommt sie ein Jahr erst später eine Antwort, dann ist vielleicht der Morgen gar nicht so gut. Trappistinnen haben aber um es vorweg zu nehmen nichts mit Trappern zu tun, das ist erst später in den USA der Fall. Als Leonore ins Kloster aufgenommen werden soll, treten Luna und Manrico dazwischen. Luna wird entwaffnet, was hat der auch in ein Kloster Waffen mitzunehmen, sagte nicht schon ein Papst, unsere Waffe ist das Kreuz, und Manrico und Leonore fliehen. Eine reine Flieh-Oper, sozusagen. Wohin sie fliehen, weiß man nicht, aber die werden sich schon ein Nesterl gebaut haben, weswegen Leonore auch singen könnte "Grüß dich Gott du liebes Nesterl" aber das ist ja schon wieder aus einer anderen Operette, und da geht es lustiger zu.

3. Akt: "Der Sohn der Zigeunerin."

Azucena wird gefangengenommen und von Luna verhört, mit herrlichen Chorszenen, und das geschieht natürlich im Duett, wie es ich für eine Oper gehört. Als Mörderin seines Bruders und als Mutter Manricos soll sie auf den Scheiterhaufen verbrannt werden. Azucena denkt sich, Scheiterhaufen, das ist ja was zum Essen, zumindest in Wien, und auch, dass Manrico sie befreien werde, hat sich was, Lenore und Manrico leben glücklich zusammen, und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie und singen sie, vor allem, heute noch. Jetzt hört Manrico, dass seine Mutter auf dem Scheiterhaufen ihr Ende finden soll, denn er ist nicht so naiv und denkt nicht, wie Azucena an a Mehlspeis, die vor sich hinsingt "So a Mehlspeis, so a Kaiserschmarrn das ist ein Hausrezept aus Wien", hoppla da bin ich ja ins Wiener Liedgut gekommen. Er zieht sein Schwert und will, Azucena, seine Mama retten, und jetzt singt er das worauf alle schon gewartet haben "Di quella pira", das ist eine Stretta, die Paul Potts, zum Glück, nicht singen kann, aber Franco Corelli der konnte es, und wie! Placido Dómingo konnte es auch aber er war der der den hohen Tönen auswich wie er konnte, wie der Teufel dem Weihwasser. Dabei vergeht die Zeit, denn manchmal musste er sie zweimal singen, das ist ja ein Hauptschlager für Rundfunkanstalten, und Opernhäusern - und solche die es werden wollen.

4.Akt: "Das Hochgericht."

Manrico wird besiegt und ist Lunas Gefangener, das hat er nun davon. Jetzt sitzen sie beide in einer Doppelzelle, bei Wasser und Brot, Brotaufstriche nur an Sonntagen, wenn die an einen ungeraden Tag fallen, zum Beispiel 31. Februar. Die Mama ist schon aufgeregt und singt, schon wieder das Gstanzl, wegen den Flammen die sie sieht, gleich wird's sie, sie spüren, sie, sie hat nichts mit dem schmalzigen Film in drei Teilen zu tun mit der Romy Schneider, namens Sissi, man sieht es an der Schreibweise - gar nix von Spanisch ist da da - Ole. Die herzenguate Leonore bietet sich für Manrico als Preis zur Begnadigung an, die Mama, Azucena, ist ihr wurscht da sie aber Gift nimmt, wo die Madeln damals alle Gift her hatten ist mir schleierhaft, ist doch Rezeptpflichtig, selbst Rattengift gibt es nur mit ärztlicher Verschreibung, denn die Viecher standen damals im Tierarteschutzgesetz, damit sich die Pest verbreiten konnte, und die Ärzte einen Zugewinn hatten, aber eh nichts erreichten, weil die Leute immer alles zum Fenster rausgeschmissen haben, wie es die Krankenkassen noch heute tun, Bewährtes soll erhalten bleiben. Sie kann Manrico, und plötzlich auch Azucena retten, im letzten Augenblick auch an die Schwiegermama, in spe, gedacht, sehr brav das Kinderl, "Sei brav mein Kind, sei brav", das ist ja schon wieder aus einer Operette, noch dazu vom Ziehrer, der es mit so tragischen Sachen gar nicht hatte. Manrico will ihr Opfer gar nicht annehmen, aber bevor er noch "Mtata" singen kann stirbt Leonore. Luna lässt nun in seiner Wut, der hat es mit der Galle zu tun, der mieselsüchtige Grafensohn, Manrico auf den Scheiterhaufen schleppen, bei dicken Manricos gehören da zumindest fünf Schlepper dazu, Wolgaschlepper, ach das ist was anderes. Da wird Azucena plötzlich munter und kommt in Rage und schreit Luna entgegen "Er war dein Bruder". Jetzt hamas, jetzt wissen wenigstens die Operngeher, um was es sich handelt, da beißt die Katz' der Maus keinen Faden ab.

Alstern ist diese Oper wirklich so undurchsichtig? Eher net, da könnte der Chor auch zum Schluss was Anständiges singen, denn außer dem Zigeunerchor bei Azucena, hat der wenig zu tun!
palestrina (18.08.2014, 12:39):
Hallo lieber Peter,
jetzt habe ich wenigstens die Geschichte des Troubadour mal verstanden ! :thanks

:down :down :down

LG palestrina
peter337 (18.08.2014, 13:53):
Lieber palestrina!

Da habe ich ja das Richtige getan, denn grad "Il Trovatore" wird oft so....verkannt, alle Museen warten schon auf den Opernabend in ihrem Haus, aber nur bei den "Tagen der geschlossenen Tür" :haha :wink.

Und die Handlung ist ja doch eh so was von einfach, selbstmurmelnd.

Liebe Grüße sendet Dir Peter. :hello :hello
peter337 (18.08.2014, 15:45):
Da es heute um 22,20 Uhr in ORF 2 wieder was aus Salzburg gibt ist hier der Inhalt:

Richard Strauss - Der Rosenkavalier.

1. Akt: Der Anfang ist wohl mehr als zweideutig, zwei Frauen erzählen sich von gemeinsamen Liebesabenteuern, da will ich doch nicht prüde sein, ist ja heute alles erlaubt, hoffentlich heiraten sie sich nicht, aber na, sie werden gestört, nicht der Gatte der einen, die eine Feldmarschallin sein soll, der also ein Feldmarschall ist, der in den böhmischen Wäldern jagd, auf was denn?, auf a resche böhmische Köchin, der Schlangenfraß bei seiner Marschallin geht ihm auf die Nerven, es kummt er net, sondern ein netter, etwas dicker Landedelmann, der noch dazu Ochs heißt und auf Lerchenau wohnt, das eine Weiberl ist ja von Beginn als Mann angezogen, heute ka Kunst, aber im Barock war das was anderes, die ziagst sie zurück und um, umbringen tuat sa sie net, na sie kummt als Dienstmadel, Mariandl, nicht die vom Wachauerlandel, und der Ochs bandelt mit ihr an. Mariandl oder Oktavian wie das andere Weibsbild heißt, das als Mann daherkummt, nur weil der Richardl so gern Sopranstimmen hatte, war nie im Stimmbruch, . Ochs auf Lerchenau prahlt mit seiner animalischen Männlichkeit, pfui Teufel, jetzt wird er ordinär. Er bittet die Marschallin, die inzwischen schon in der Morgentoilette ist, auf der anderen war sie schon, ihr jemand zu empfehlen, der seiner Braut, der reichen Jungfer von Faninal, der Tochter eines geadelten Bürgers, die silberne Rose überbringe, a normale hätts net tan, immer hoch hinaus, und ein kleiner Mohrenknabe bringt das Kisterl mit der silbernen Rose. Dann verschwindet endlich Ochs und es kann zum Lever gehen, Geschwollen wie beim anderen Richardl, es erscheint das Hofgesinde, u. a. drei Weisen, die adelig sind, denen ihr Vaterl auf dem Feld für die Ehre gefallen ist, an Schmarrn, verduftet hat er sich, drei Madeln in einem gewissen Alter, pupertär, das war ihm zuviel und a keppelnde Alte, der Friseur kommt a no, hat die net Zeit gehabt sich in der Garderobe, bei der Toilette, auch WC genannt, sich zu frisieren?, dann singt no a italienischer Tenor "Di rigori armato il seno", zu was weiß kaner und es interessiert auch keinen. Die Marschallin, endlich allein gibt sich mit ihren 35 Jahren trüben Gedanken hin "Die Zeit ist ein wunderbar Ding", muass an Uhrmacher als Gschmaster gehabt haben, vor Oktavian. Über kurz, oder lang, Vorsicht dieser Richardl dauert a recht lang, net nur der Andere, wird Oktavian sie verlieren, macht nix, es kummt a anderer. Umsonst lässt sie den Davoneilenden zurückrufen. An Reisenden soll ma net aufhalten.

2. Akt: Sophie erwartet ihren Bräutigam. Graf Oktavian überbringt die silberne Rose. Die beiden finden im Plaudern, hoaßt sie was, die singen ja nur, Sophie sogar "beim Duft der Rose, wie vom Himmel" der Angeber Oktavian meint "Es ist ein Tropfen persisches Rosenöl reingetan", sowas, des glaubt do Koaner, des wäre doch längst verduftet. Das grobe Benehmen von Baron Ochs verschreckt das arme Sopherl vom Naschmarkt. Während der aber mit Faninal den Ehekontrakt bespricht, scho wieder höre ich sprechen, die singen ja a, gestehen sich Octavian und Sophie ihre Liebe, schnell is des gangen, Liebe auf den ersten Blick, wie bei Hedwig Courths-Mahler. Das Intrigantenpaar, Annina und Valzacchi, rufen Ochs herbei. Oktavian beschimpft den Baron und verletzt im mit dem Degen, Waffen ghören nicht ins Haus - sind an der Garderobe abzugeben, das gehört sich doch net, der ist ja a nur a Gast im Haus Faninal, wie sich die Leut benehmen a Skandal. Sophie erklärt Ochs, dass sie ihn nicht heiraten will. Nach dem großen Tumult beruhigt sich Ochs, als ihn Annina, nicht Anilin wie oft behauptet wird , und diejenige welche bringt ihm die Einladung von Mariandl zu einem Rendezvous, a des gabs damals a scho, dass Madeln Herren einladen, heute ist es eher umgekehrt. Ein herrlicher Walzer beendet den 2. Akt, so ein echter Maria-/Theresianischer Dreivierteltakt, und gegen den Aktschluss wird's lyrisch, und was kummt dann?, richtig, der

3. Akt: Im Beisel, einer Vorstadtschenke, soll das Stelldichein, warum net glei Deutsch, des Barons durch allerlei Spuk, was spuken durts dort, oder spucken die vor sich hin, alles das gehört sich nicht, hintertrieben werden. Zur Tanzmusik, hinter der Bühne, umwirbt Ochs den als Mariandl verkleideten Oktavian. Diese stellt sich aber als sehr brav und anständig, hat sie was der ist ja Bi, und die Annäherungen scheitern an Mariandls weinerlichen Stimmung und den Spukgestalten die über all "Papa" rufen, und Annina behauptet frech der Baron sei ihr Gatte, der sie verlassen hat. Jetzt tritt no a ganze Kinderschar auf, die nach ihrem "Papa" rufen. Faninal, Sophie und die Marschallin erscheinen. Ochs auf Lerchenau gibt sein Spiel auf mit den bekannten Worten, d.h. Gesangel "Leopold wir gengan". "Abschieds-Souper", das ist aber vom Arthur Schnitzler, für diese Zeit, noch gar nicht geschrieben worden. Die Marschallin weiß, dass sie entsagen muss, die ist eh eine vielfache Ehbrecherin, der Nächste wartet schon vor dem Beisel "Vor der Laterne" aber das is wieda a anderes Musikstückel. Sie, Oktavian und das Sopherl bekennen ihre innerer Bewegung in dem weltberühmten Terzett "Hab' mirs gelobt". Oktavian und Sopherl finden zueinander, des hamms do scho im 2. Akt gemerkt, im Duett "Ist ein Traum". In das leer gewordene Beisel kehrt der Negerknabe zurück, der im 1. Akt, die silberne Rose brachte, um das Taschentuch zu suchen, das die schlamperte Sophie verloren hat, um es sofort, wegen Ansteckungsgefahr in die nächste Reinigung zu bringen. Aus dem Negerknaben wird bestimmt a mal der Monosatos, Siehe bei Waldi, weil der schlecht beeinflusst wird, durch den regen Männerverkehr, bei der Marschallin. Aus is, lang hats dauert, alle san zufrieden, die Marschallin hat an Neuen, dieses mal an Mann, aber net ihren Gatten, eine Konvenienzehe war des eh nur, so man, wers glaubt wird selig, so denkt man sich beiläufig.

Ende dieser geläufigen Oper von Meister Richardl Nr.2.
palestrina (18.08.2014, 17:15):
WUNDERBAR lieber Peter ! :leb :J :I :J :times10

LG palestrina
peter337 (18.08.2014, 18:58):
Es ist ja möglich das man beim "Rosenkavalier" heute abdreht, dann also eine DVD nehmen - keine leere wenn ich bittern darf - und sich diesen Film ansehen:

Ein Film – Klassiker

Max Steiner – Casablanca.

Es ist in der Zeit während des Zweiten Weltkrieges. Frankreich ist von der deutschen Wehrmacht erobert und teilweise besetzt , nicht aber das französische Protektorat Marokko , das zum vom Vichy-Regime verwalteten Französisch – Marokko gehört. Viele Menschen flüchten nach Casablanca , um von dort einen Flug ins neutrale Lissabon zu erreichen, von wo aus sie weiter nach Amerika zu fliehen versuchen . Allerdings kommen die meisten der Flüchtlinge nicht über Casablanca hinaus . Der korrupte französische Polizeichef Louis Renault , der mit den Deutschen arbeitet, erteilt Transit-Visa nur gegen Bezahlung mit Geld oder Sex . Zwielichtige Gestalten wie der Italiener Ugarte bieten Visa auf dem Schwarzmarkt gegen Höchstbeträge an . Ebenfalls in der Stadt hält sich der Amerikaner Rick Blaine auf , dessen Nachtclub "Rick's Café Américain" Treffpunkt vieler Emigranten ist. In den 1930er Jahren hatte Rick Waffenschmuggel für das von Italien angegriffene Äthiopien betrieben und auf der Seite der Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg gekämpft . Inzwischen ist er jedoch ein Zyniker geworden, der, wie er sagt, kein Interesse mehr daran hat, für andere den Kopf hin- und herzuhalten . Als eines Tages zwei deutsche Offiziere ermordet und die Transit-Visa, die sie bei sich trugen, gestohlen werden, beginnt in Casablanca eine Großfahndung nach dem Täter . Die Polizei erfährt, dass der Italiener Ugarte dahinter steckt . Die Verhaftung soll in Ricks Café stattfinden . Der deutsche Major Strasser reist nach Casablanca, um bei der Ergreifung des Mörders im nächstgelegenen Supermarkt zuzusehen]. Inzwischen bittet Ugarte seinen Bekannten Rick, die Transit-Visa für ihn aufzubewahren, bis sich die Auf- und sonstige Erregung gelegt hat . Rick versteckt die Dokumente im Klavier seines Pianisten Sam . Am Abend wird Ugarte in der Bar von Capitaine Renaults Leuten festgenommen und kurze Zeit später getötet . Die Visa findet keiner . Von Renault erfährt Rick, dass sich der berühmte und einflussreiche tschechische Widerstandskämpfer Victor László auf dem Weg nach Casablanca befindet . Er konnte den Nazis schon mehrmals entkommen und will sich nun mit seiner Begleiterin nach Amerika absetzen. Dafür benötigt er jedoch zwei Transit-Visa . Wenig später betreten László und seine Frau Ilsa Lund das Lokal . Ilsa ist eine ehemalige Geliebte Ricks . Die beiden lernten sich ein Jahr zuvor in Paris kennen und hatten eine leidenschaftliche Affäre . Ilsa erkennt Sam, den Klavierspieler, wieder und bittet ihn, den Song "As Time Goes By" zu spielen , wie er es auch in Paris immer für sie getan hatte. Als Rick das Lied hört, kommt er aus seinem Büro und sieht Ilsa, die ihm damals das Herz brach . Am Abend bleibt er lange wach, betrinkt sich und denkt an seine Zeit in Paris . Als die Deutschen in Frankreich einmarschierten, wollten er und Ilsa gemeinsam die Stadt verlassen, doch sie kam nicht zum vereinbarten Treffpunkt. In einer Nachricht teilte sie Rick mit, dass sie nicht mit ihm kommen könne . Währenddessen versucht László überall in Casablanca Transit-Visa aufzutreiben. Als ihm geraten wird, es bei Rick zu versuchen, bietet er diesem 200.000 Franc für die Dokumente. Doch der gekränkte Rick weigert sich, seinem Konkurrenten zu helfen. Selbst als er von Ilsa mit einer Pistole bedroht wird, gibt er nicht nach . Es kommt erst zum Gesinnungswandel, als sie Rick gesteht, dass sie immer noch etwas für ihn empfindet, und sich herausstellt, dass Ilsa schon in Paris mit László verheiratet war, jedoch annahm, er sei von den Nazis getötet worden . Als sie erfuhr, dass er noch lebt, verließ sie Rick und kehrte zu ihrem Mann zurück . In der Zwischenzeit verhaftet Renault László aufgrund seiner Teilnahme an einer illegalen Besprechung . Rick schlägt Capitaine Fiat, oder so ähnlich, einen Handel vor, er will László an die Polizei wegen Mordes an den deutschen Kurieren ausliefern, wenn im Gegenzug er und Ilsa frei und unbesehen das Land verlassen dürfen. Renault willigt ein . Am Abend kommt es im "Café Americain" zu einem Rendezvous zwischen Rick, Ilsa und László. Als Rick die Transit-Visa an László übergeben will, wird dieser von Renault verhaftet . Doch die Sache entpuppt sich als Trick, Rick zieht eine Waffe und bedroht Renault . Gemeinsam fahren sie zum Flughafen . Dort besteht Rick darauf, dass Ilsa mit László geht . Er lässt sie ziehen, gerade weil er sie liebt und László sie seiner Meinung nach mehr brauche als er . Ilsa zögert zunächst, steigt dann aber doch mit László in das Flugzeug, das sie beide in Sicherheit bringt, nachdem Rick László überzeugt hat, Ilsa liebe nur László und die alte Pariser Affäre sei längst vorbei . Als kurz darauf Major Strasser am Flughafen eintrifft und den Kontrollturm verständigen will, um Lászlós Abflug in letzter Sekunde zu verhindern, wird er von Rick erschossen . Überraschend entdeckt Renault seinen Patriotismus und schützt Rick, indem er den herbeieilenden Polizisten die Anweisung gibt, "die üblichenVerdächtigen" zu verhaften . Alles endet mit Ricks Worten "Louis, ich glaube, dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!" .

Ende dieses Filmes, wo auch unnötigerweise das "Horst Wessel – Lied" gesungen wird - und nötigerweise auch die "Marseillaise".
Severina (18.08.2014, 19:49):
Köstlich, lieber Peter :down :down :down :down, und doppelt schön, dass Du und auch hier Deine parodistischen Kleinode servierst!
lg Fanny :hello
peter337 (18.08.2014, 20:19):
Liebe Severina!

Wenn es gewünscht wird, sollt Ihr und Du auch von meinen "Geistesblitzen" profitieren. :beer :haha :haha

Liebe Grüße sendet Dir mit Handkuss
Mag. theol. Peter, seit 13.6.2014, in allen Ehren. :hello :hello
peter337 (19.08.2014, 08:26):
Weil der Giacomo so beliebt hier ist, denke ich.

Giacomo Puccini - La Bohéme - A Oper, die nur im Winter spielt.

1. Akt: Im sechsten Stock in aussichtreicher Lage, sitzen die Künstler der Pariser Bohéme am Weihnachtsabend, ein Kabinett ist nichts für kalte Tage, in ihrer Mansarde und hungern und frieren, na Künstler sein ist net leicht, brauchen wenigstens kein Geschirr abwaschen, Rudolf, der Dichter, opfert für etwas Wärme sein Manuskript, hat eh alles auf der Festplatte gespeichert, außerdem was der zusammenschreibt liest eh kein Uhu. Collin, der Philosoph , hat vergebens versucht, einige Bücher auf dem Leihhaus zu versetzen. Nur der Musiker Schaunard bringt Geld, hat er eh g'stohlen, hausiert oder gebettelt, und bringt Geld, Essen und Wein, natürlich saufen müssens. Die Freunde wollen den Rest des Abend im Café Momus verbringen. Kaum habens a Geld, wird's schon verpulvert, dem Hauswirt, seit wann heißt des Hauswirt - bei uns heißt das Hausherr, Bernard von der Bernhardgasse, der die längst fällige Miete fordert, entlocken sie lüsterne Sprüche, san ma in einem Sex-Shop?, und werfen ihn hinaus. Nur Rudolf bleibt zurück, da kummt a Madel in seine Kammer, der war so kalt , der is des Licht ausgangen, grad bei denen wills a Licht haben, die haben die Stromrechnung seit zwei Jahren schon net zahlt, und die nennt sich Mimi, ein Falschnamen wie sich herausstellen wird, eine Flurnachbarin, die kalte Händ hat, an einer Taschenlampe wird sie sich die Pratzen auch net aufwärmen können, deshalb nimmt die schlaue Person a Kerze mit, mit Leuchter natürlich, und bittet um Licht, dabei bemerkt sie das Bild was Marcel, der Maler, eben malt, "Der Durchzug der Israeliten durch das Rote Meer", da wird ihr no kälter und Rudolf nimmt die linke Pratzen in die seine und bemerkt nur "Wie eiskalt ist dies Händchen" zu den Abort - Deckeln sagt der Händchen, und sie gibt endlich ihren Namen bekannt, "Man nennt mich nur Mimi - eigentlich heiße ich Lucia" . Sie folgen, durch das finstere Stockhaus, den Freunden ins Café . Hoffentlich derstessen sie sich nicht, denn manche Rudolfos und Mimis, sind wohlbeleibt, net alle.

2.Akt: Im Café stellt Rudolf Mimi den Freunden vor. Musetta, die einstige Freundin des Malers Marcel, erscheint mit ihrem abgedackelten, und gallensteinreichen, Liebhaber Alcindor und erregt, was schon wieder?, mit einem Walzerlied auf Paris "Will ich allein...", die allein? net einmal dann gehts alloan, wenns runter geht und ihre Salami holt beim Pferdefleischhauer, Marcels Eifersucht . Ihre Absicht hat Erfolg. Die Wache zieht auf, san ma in der "Carmen"? Alcindor muss die Zeche bezahlen, a schöner Depp, nachdem die Freunde davongeeilt sind.

3.Akt: Musette und Marcel wohnen in einem billigen Gasthof "Zum Hundefraß" in der Nähe der Zollschranken, so lang sie net auf den Zollschranken wohnen, wie die Zeisige, geht's ja. Rudolf hat Mimi verlassen, warum weiß zwar keiner, aber das Hartz 4, reicht halt net für Zwei. Sie verbirgt sich, als Rudolf kommt und hört, natürlich hört er die huasten, als er von ihrem tödlichen Husten erzählt, soll's hat net immer dreißig Virginia, am Tag, rauchen. Nun treffen sie sich noch einmal, schließen sich wieder in die Arme, rauchen zusammen ein Packerl Zigarillos und singen in die kalte Winternacht hinaus verträumt von Frühling und nehmen Abschied. "Servus du", mei des is ja vom Stolz Robertl, ich schwief, wieder einmal, ab.

4.Akt: Ein Jahr später, Kinder wie die Zeit vergeht, in der Dachkammer, wo der Schimmel scho mehr daheim is als die Mieter, der Bohémiens, mei sag ich des elegant. Rudolf und Marcel können nicht arbeiten, haben zwei Linke und Schwarzarbeit is net erlaubt, dabei hat er sein Bild schon umbenannt "Die Reise durch das Schwarze Meer", angeblich weil sie an ihre ehmaligen Geliebten denken. Schaunard und Collin bringen einen Hering und Brot als Mahlzeit mit, da werden die Vier fett werden, alles andere muss die Phantasie ersetzen, ist wenigstens billig. In übermütiger Laune führen sie ein Ballett auf . Da kommt die sterbende Mimi, die Rudolf noch einmal sehen möchte. A Halbtote auf Besuch, aller Gram, was für ein Kram?, ist vergessen. Musette opfert ihren Schmuck, um Medizin und einen Muff besorgen zu können, den sich Mimi für ihre, immer noch, kalten Hände wünscht, vier Akte lang kalte Hände haben, is a ka b'sondere Partie. Collin bringt einen alten Mantel aufs Leihaus "Komm, du alter Mantel" . Mimi erinnert sich wieder an ihre Partie, die sie die ganze Zeit schon falsch g'sungen hat, sang immer die "Traviata", war in der falschen Oper daheim, stimmt net, ich irrte mir, meinte mich, sie erinnert noch einmal an die glücklichen Zeiten. Dann schläft sie für immer ein . Rudolf bricht mit einem Aufschrei über der Toten zusammen.

Ende der Tragödie, aus dem heiteren Pariser Künstlerleben.
palestrina (19.08.2014, 10:42):
Lieber Peter, (Mimerl) das ist ja köstlichst ! :J

LG palestrina
peter337 (20.08.2014, 07:48):
Jetzt wird's kriminell!

Jaques Offenbach - Hoffmanns Erzählungen - oder auch - Les Contes d' Hoffmann - genannt.

Da ich ein älterer Knabe bin, nehme ich doch nicht, die ältere Fassung, also nicht fassungslos sein.

Vorspiel: Wie es sich gehört. In Lutters, nicht Martin Luthers, Weinkeller zechen die Berliner Studenten, was tuan die - zechen, hat das was mit Zehen zu tun? Die Sängerin Stella, die praktischerweise in dieser Oper keinen Ton singt, hat dem Dichter ein Briefchen mit dem Schlüssel zu ihrem Zimmer gesandt, denn dort steht ihr das Wasser schon bis zum Hals. Stadtrat Lindorf, sein Nebenbuhler , fängt ihn, den Schlüssel samt Brief, mit einer Angel ab, a Fischer ist der also auch noch. Hoffmann singt, na net, is ja a Oper, für seine Kumpane das Lied vom Kleinzack "Es war einstens am Hof von Eisenack", immer diese Gstanzeln auf einen Hinter - Hof den keiner kennt, wo war denn das Nest?. Wird er Stella, die im Theater nebenan in Mozarts "Don Giovanni" die Donna Anna, Donna Elvira und Zerlina zugleich singt , jemals besitzen? Fragt's an Wachmann, steht an der Opernkreuzung und der wachelt mit die Arme, vom Mars-Riegel bewegt, oder wird es ihm wie bei seinem früheren Geliebten ergehen? Beim Punsch, was die zammsaufen geht auf ka Kuhhaut, erzählt Hoffmann seine Geschichten .

1. Akt: Olympia ist eine Puppe, die kommt also billig im Verbrauch , die ihr "Vater" Spalanzani, so a bleder Name, was is der a Vater, a Spielzeugtandler, konstruiert hat. Wie ein Automat beantwortet sie alle Fragen und singt, und sinkt, auf Geheiß, mei sag ich das schön, mit Koloraturen gespickte Lieder, is die a Fasan?, "Phöbus stolz im Sonnenwagen" . Auch die Gäste sind Spukgestalten, die sollen sich benehmen, net allerweil spucken. Der Optiker Coppelius hat Hoffmann eine Brille verkauft, die hat er ja auch nötig, wenn er net amal a Puppen erkennt, und die Brille verklärt alles, ist vom Gallus, halt des is ja a Schuhmacher, na vom Fielmann, 15 Dioptrien, mit angeblichen Prozenten für jedes Lebensalter. Niklaus, der kommt doch erst am 6. Dezember?, warnt den Freund umsonst. Dieser Niklaus hat keinen Rauschebart und eine relativ hohe Stimme, zumeist an Mezzosopran, alstern ka Manderl eher a Weiberl. Coppelius hat die Augen der Puppe gefertigt, was der alles kann, Optiker und Augenfabrikant, da kann kein Krankenhaus heute mit, und ist von Spalanzani mit einem faulen,was für einen faulen?, des können do nur Äpfel und anderes Gemüse aber auch Eier sein, bezahlt worden. Elias, der Jude, nimmt den Wechsel net an, mit so stinkenden Sachen, die hätte ich auch net g'nommen. Aus Rache zerstört er die Puppe Olympia und Hoffmann schaut blöd aus der Wäsche, als ihm die ganzen technischen Teile, wie Batterien, Stahlfedern und Schrauben so wie der Plastikkopf Olympias um und an den Schädel fliegt. Das seine teure Brille zu Bruch geht ist eigentlich eine Gemeinheit, für die hat bei Fielmann noch 299,-- Euro zu bezahlen, Prozente fürs Lebensalter bekommt er nicht .

2. Akt: Hoffmann liebt die Sängerin Antonia, die Tochter des Musikers und Schrammelgeigers Crespel, ein richtiges Grispinderl . Ihre Mutter starb an der Schwindsucht . Auch Antonia ist von dieser Krankheit bedroht und darf daher nicht mehr singen, wieder a Einnahmsquelle weniger. In der Schwärmerei für Hoffmann übertritt sie das Verbot. Die soll nur singen, da is eher fertig mit ihrer Partie. "Leise erklingt mir im Gemüt". Der unheimliche Doktor Eisenbart, ich verschrieb mich, meinte Doktor Mirakel, der gespenstisch mit seinen Medizinfläschen , verleitet Antonia mit Hilfe seines dämonischen Geigenspiels und der, wie oben erwähnten, herbeigerufenen Mutter zum Singen, obwohl es ihr auch Hoffmann verboten hat, natürlich in einem Duett, wie es sich für eine Oper gehört "Leise ertönt meiner Stimme Klang". Nun muss sie auch sterben bei an Terzett is des do klar, aber die Oper is no net aus, denn es folgt der

3. Akt: Die Kurtisane Giulietta, ei, ei wie vornehm, a Schlamperl is halt, gibt in Venedig ein Maskenfest. Die, durch die Wunschkonzerte, berühmte "Barcarole" schildert die dunkle Melancholie der Lagunenestadt, na was denn alles unter Wasser, wann wird denn da a Mal aufg'räumt? Dapertutto, ein unheimlicher Gast aus Giulettas Umgebung , versteht die Kunst, seinen Nebenbuhlern das Spiegelbild abzulisten (ist doch ganz praktisch, da fall ich net gleich in Ohnmacht, wenn ich mich in den Spiegel sehe], "Diamantenarie", in Deutsch auch "Spiegelarie" genannt. Auch Peter Schlemihl, Giulettas Liebhaber, hat es an Dapertutto verloren, beim Zensern. Wieder warnt Niklaus. Hoffmann tötet den zurückgekehrten Schlemihl, macht nix der sieht sich eh nicht mehr, um den Schlüssel zu Giulettas Zimmer zu erhalten. Dieses Schlamperl aber fährt in der Gondel, "Komm in die Gondel" na des is ja aus einer Operette, mit einem anderen davon, Recht hat's ma kann net gnua haben, is halt a Nymphomanierin - oder so ähnlich.

Nachspiel: Hoffmann hat die G'schichten der drei Geliebten beendet und is besoffen, bei dem miesen Punsch ka Wunder. Stella hat sich ausgesungen beim "Don Giovanni" und entschwindet mit dem Stadtrat Lindorf. Hoffmann bricht vom Leid überfraut, meinte übermannt, zusammen. Niklaus, der sich in die Muse verwandelt, schöner wird die /der auch net dadurch, tröstet Hoffmann "Geh Du antritschtes Hoff-manderl, sei stark und lass die bleden Weiber, werde...." , und sie weíht ihn zum Priester, na net da kannn er ja auch Weiber haben, ist schon vorgekommen, sondern der Poesie. Vorher gibt sie ihm noch ein Bücherl " Anleitung zum Thema - Wie werde ich ein ganz Anderer!"

Ende der Brutalitäten, in gesungener Form - jetzt zumeist in Französisch, wie es sich gehört.
palestrina (20.08.2014, 08:59):
:leb :leb :leb :leb das ist der Chor der Studenten ! :D

:hello LG palestrina
peter337 (20.08.2014, 20:35):
Lieber palestrina!

Hört sich ja ganz gut an. :leb :rofl :leb :thanks

Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :hello
peter337 (23.08.2014, 12:56):
Es kommt wieder eine bekannte Oper

Albert Lortzing - Der Wildschütz.

1.Akt: Der Schulmeister Baculus, ist der im alten Rom weil er einen lateinischen Namen trägt, der soll sich Hirtenstab oder Zepter nennen, aber immer diese Angeberei, hat ja nur ein kleines Gehalt und so gibt er gerne schulfrei, was den Schülern gefällt und geht der Wildschützerei nach und hat einen Rehbock erlegt, des arme Viech, und wird aus seinem Amt entlassen, eh klar statt dass er Rechenaufgeben korrigiert, so was zu machen. Gretchen, seine Braut, die um mehr als 40 Jahre jünger ist, soll auf dem Schloß um Gnade bitten, kein ganz ungefährliches Geschäft, weil sie hübsch ist, was man aber nur ganz oben in der Galerie merkt, unten sieht man 4 cm Schminke, wenn die singt springt das Gesicht auseinander, und die singt leider und der Graf ein Schürzenjäger ist, zwei Jäger müssten sich doch vertragen? "Duett: Laß doch hören". Die Schwester des Grafen, Baronin Freimann, die ihren Bruder seit ihrer Kindheit, vor 60 Jahren, nicht mehr gesehen hat, kommt mit ihrer Kammerzofe Mitzi Mutzenbacher, genannt auch Nanette in Männertracht zurück, na die muass als Frau ja g'sund ausschauen. Sie will Baron Kronthal, der ein Tenor ist, aus der Gesellschaft des Grafen kennenlernen. Hat die den net in der Garderobe gesehen? An Stelle von Gretchen will sie aufs Schloß gehen, das Alter stimmt ja annähernd. Graf Ebersbach und Baron Kronthal machen mit ihrer Jagdgesellschaft, so an die zwölf Mann und Frauen, denn jedes Opernhaus kann sich für diese Oper net gleich den Chor aus Nabucco leisten, vor dem Wirtshaus Rast und no was sie finden das falsche Gretchen entzückend. man sieht die Opernsänger tragen alle Haftschalen, oder habe sie vergessen zum reingeben.

2. Akt: Gräfin Ebersbach ist eine Liebhaberin, na do net schon jetzt, sondern von griechischen Tragödien, die sie in Ermangelung besserer Zuhörer ihrer Dienerschaft vorliest und da ich schon oben einige bekanntgegeben habe, hat sie nix anderes bei der Hand als Aristoteles "Die Nikomachische Ethik", aus dem dtv Verlag Nr. 30126 hat nur 338 Seiten, und da schlafen die Köche und Mägde dabei ein, kein ethisch gewandtes Publikum kann man sagen, dabei is die net amal so schlecht. Baculus und vor allem seine Braut, die keine Züge in ihrem Gesicht verziehen darf, was beim Singen a bisserl schwer is, werden freundlich empfangen, weil Baculus gleich mit der Gräfin Ebersbach 150 Seiten der "Nikomachischen Ethik", die unbegreiflicherweise noch nicht vertont ist, mitsingt. Da bricht draußen ein Unwetter aus, es herrscht direkt, also soll "Gretchen" im Schloß bleiben und des über Nacht, a Zumutung. Graf und Baron versuchen abwechselnd, den anderen aus de Zimmer zu entfernen, um mit "Gretchen" plaudern zu können, plaudern nennen die das, na ich will ja nicht in Einzelheiten gehen, denn die singen ja. Schließlich spielen sie eine Partie Golf, nein natürlich nicht, sie spielen Billard. Für Golf is des Zimmer a bisserl klein, jedes Schloß is net Versailles. Der Graf schlägt die Lampe entzwei, immer die Unkosten, aber die war eh nur aus Plexiglas. In der Dunkelheit, die immer näher kam, auch ins Zimmer, da reitet der Vater mit seinem Kind, hoppla a Ballade, die gehört net daher, da streiten die Galane, ah so nennt ma des Gsindel jetzt, um "Gretchen". Jetzt kommt was Schreckliches das eigentlich verboten gehört, die Gräfin erscheint im Nachtkostüm, na sehr vornehm hab ich das ausgedrückt, an alten Pyama hat's an und nimmt "Gretchen" in ihr Zimmer, wo die der Schlag trifft, lauter Spinnweben hängen da herum und die Gräfin selbst ist wie die Ahnfrau, "Lebe wohl du stilles Kläusel, denn die Ahnfrau geht auf's Häusel", des mit'n Herzerl dran. Baculus soll in einem Sessel schlafen. Feine Ausstattung, muass ma sagen. Der Baron, der das falsche Gretchen liebgewonnen hat, bietet ihm 5.000 Euro, aber singen muass der Taler, wegen dem Reim, bei der Arie, wenn er sie frei gibt. Na was denn, die kann er ruhig, falls er net grad singt, freigeben - ka Schaden.

3. Akt: Der Graf freut sich an seinem 105. Geburtstag seines Lebens "Wie freundlich strahlt...Heiterkeit und Fröhlichkeit". Die Dorfjugend gratuliert ihm mit einem drei Stunden lang dauernden Ständchen, wobei der Graf einschläft. Baculus bringt dem Baron für die versprochenen 5.000 Euro sein Gretchen. Es ist aber nicht die, die Baron Kronthal meint, na es ist die Anneliese, wie schon oben erwähnt. Der Irrtum wird aufgeklärt und nicht nur dieser. Der Graf bittet seine Schwester kniend um Verzeihung , wobei ihm die Gräfin überrascht, die ihm im schönsten Hexameter vierzehn Seiten aus Platons "Laches" vorsingt, das braucht er jetzt, die Kunst der Tapferkeit. Auch stellt sich heraus, dass Baculus gar keinen Rehbock, sondern seinen eigenen Esel erlegt hat, deshalb war des Vieh so zäh, oder zach, wie man in Wien sagt, statt Rehgulasch hat's halt Eselgulasch gegeben. Für alles Irren gibts nur eine Entschuldigung: Die Stimme der Natur hat es angerichtet. Des kann man nachher immer sagen. Baron und Baronin werden ein Paar und Baculus behält sein Gretchen, der er jeden Abend eine Gurkenmaslke machen muss.

Ende dieser tragischen Oper, wo es um Wilderei geht.
peter337 (28.08.2014, 21:09):
Endlich gemma wieder ins Kino – ein lustiger / listiger Film.

Agatha Christie / Nina Rota – Tod auf dem Nil – aber auch – Death on the Nile – genannt.

Nachdem die angeblich so wohlgenährte und auch wohlhabende amerikanische Lady Linnet Ridgeway und der eher erbärmliche Simon Doyle sich gleich am Anfang geheiratet haben , aber die zwoa verbringen sie ihre flitternden Wochen in Ägypten . Auch eine gewisse Frau Jacqueline , auch in Wald und Flur Jackie genannt, ist da und da sie auch noch dazua die beste Freundin & Verlobte im Exzustand von Simon ist . Jackie ist grad recht wütend weil ihre Gage so unangebracht niedrig ist. Sie verfolgt die beiden und sinnt auf der Hölle Rache . Als die unvorsichtige Linnet bei einer Tempelanschauung und gleichzeitig -besichtigung beinahe von einem und es können auch zwei Steinderln niederschlagen wird, beginnen die Arbeiten des Detektivs Hercule Poirot, der auch grad rein zufällig auch im doch so fröhlichen und seligen Land Ägypten ist. Er glaubt das bei dem Steinschlagarbeiten auch net das die Steine nur runter plumpsen, sondern eher an einen kalten und auch unguaten Anschlag von Mörderei.

Bei einen seiner weiteren Erforschungen auf einer Nildampferfahrt erfährt Poirot, dass nicht nur die Jackie, sondern auch viele für den Film mitengagierte Leute auch nicht gut auf Linnet zu singen aber auch net sprechen sind. Und jetzt kommen alle her, die wie nach Aufruf gerufen, z. B. auch ihr Dienstmädchen Louise Bourget, das den Dienst quittieren und heiraten mag , dazu aber Geld von Linnet haben will, die stets betrunkene und dem Sex ergebene Frau Schriftstellerin Salome Otterbourne, die hat wieder Linnet vergeblich von einer Verleumdungsklage abbringen möge denn die hat halt einmal a Bücherl von ihrem Nachhtkasterl gestohlen, was gegen den § 156 geht, der junge Salonkommunist Ferguson, der sie für eine Parasitin hält , Frau van Schuyler, eine Gesellschaftsfrau, die recht erbicht auf die Perlenkette von Linnets ist, deren Gesellschafterin Bowers, deren Vater von den Ridgeways in den Ruin getrieben wurde , Dr. Ludwig Bessner, ein Schweizer Arzt, den sein Ruaf hat sie auch ruiniert, und Pennington, ihr amerikanischer Rechts- und Linksanwalt, der sie gar so gern betrügen möchte. Das an ja gnua Leut beisammen und die können alle an die Reihe kommen .

Und werkle es vergehen ein paar Tage und da kommt es zwischen Jackie und Simon zu einem lauten und starken sowie auch heftigen Streit, infolgedessen Jackie Simon mit einer geklauten Pistole ins rechte Bein schießen tuat. Das Rote Kreuz bringt die nun die völlig heraufgelöste Jackie in ihr Kabinett und sorgt dafür, dass sie nicht ganz alleinig ist, es bleibt bei ihr die Frau Bowers, die ja geschulte Krankenpflegerin ist , bleibt die ganze lange Zeit bei Jackie . Aber ganz bald wird Simon von Dr. Bessner ent- und versorgt und in seine Kabine verbracht.

Der folgende Morgen beginnt recht schön, die Sonne geht im Westen auf und im Osten unter wie es sich gehört und schon ein Schmerzensschrei ertönt gellend, denn da wird Linnet Doyle von ihrem Dienstmädchen Louise als er ganz Toter im Bett in ihrem Bett gefunden, und was hat sie als Andenkenstück und Devotionalie am Schädel, a Kopfwunde . Ihr rechter Zeigefinger ist voller Bluat und an der Wand hat sie noch was hingeschrieben, nämlich anschenend konnte sie nicht mehr das agnze ABC schreiebn und so schreibt sie halt a J , aber es kann ja auch auf die Jackie zeigen. Bedauerlicherweise kann Linnet das gar net von ihrer Hand geschrieben oder gekritzelt haben, da sie sofort tot g’wesen ist. Also muss dies der Mörder geschrieben haben , denkt sich scharfsinnig wie er ist, der Poirot. Nun beginnen die harten Koalitionsverhandlungen denn welcher Partei kann man das in die Schuhe schieben, wo doch alle keine Waserln sind, und außer Simon und Jackie hat wirklich gar keiner der anderen Passagiere ein Alibi, alle haben die Möglichkeit, diese kleine handliche Waffe an sich zu nehmen und in der stockfinsteren Nacht die Tat zu hintergehen. Und wäre das net zu viel es wird noch a Tote g’funden die Louise ist es. Sie hat wahrscheinlich und ganz offenbar und auch –sichtlich den Mörder erpresst . Mrs. Otterbourne, die wiederum Louises Mörder gesehen hat , wird schließlich in Poirots Dasein durch einen Kopfschuss getötet. Der Schütze kann entfliehen .

Was macht da der findige Mister Poirot er ruft alle noch Lebenden im Roten Salon zamm und löst schließlich seine Schuhbänder und den Fall, der gleichsam verknotet war. Die Tat war von langer Hand großzügig vorbereitet, und Simon und Jackie sind gemeinerweise beide zusammen auch die Täter. Denn der Schuss ins Knie war nur im Film und somit war er gar net da, alle haben sich täuschen lassen, damit der Simon auch im Laufe der Verhandlungen als auch zur Tatzeit bewegungseingeschränkt gelten musste. Simon hatte rote Tinte aus einer Flasche Nagellack im Tornister gehabt und auf ein Feh – Taschentuch - kostenlose Reklame aufeg’schütt = draufregnen lassen], sodass es so ausgeschaut hat, als wäre er nun tatsächlich schwerstens getroffen und blutete. Simon hat aber gleich nach dieser kleinen Verletzung den Mord ausgeführt, um sich dann selbst wirklich zu verletzen, damit der später eintreffende Arzt diese schwere Verletzung bestätigen konnte. Nur das Zimmermäderl wollte als Zeugin die beiden Täter erpressen und wurde daraufhin von Jackie kaltgemacht. Auch die liebe Mrs. Otterbourne wird späterhin – ebenfalls von Jackie – und auch als Mitwisserin auch derschossen. Nach der Präsentation des Drehbuches, dann später, greift Poirot zu einem Bluff, woraufhin Jackie erst Simon und dann sich selbst mit der ergriffenen Tatwaffe erschießen tuat .

Ende des Dramas; und das verehrte Publikum im Kino und vor den TV – Geräten wird ersucht sich scheintot zu stellen, damit’s net auch no derschossen werden, und das Wasser im Nil sich wieder einmal rot färbt – war schon einmal, wieder in the Bible,

und das auf beiden Programmen zur selben Zeit läuft.
palestrina (28.08.2014, 22:20):
Hallo lieber Peter, ich stelle dann noch ein buntes Bildchen dazu ! :wink

http://ecx.images-amazon.com/images/I/61VanYL9KaL._SY300_.jpg

LG palestrina
peter337 (29.08.2014, 07:30):
Lieber palestrina! :beer :beer

Danke vielmals :thanks :thanks, ich bringe das nie zusammen, es ist nicht Faulheit von mir sondern Unvermögen!

Aber dafür habe ich es drüben gleich zweimal gemacht - O Schande, im Jahr 2012 war das.

Liebe Grüße sendet Dir Peter. :hello :hello
peter337 (31.08.2014, 06:42):
Mein Verdi darf nicht zu kurz kommen, wo kommen wir denn da hin!

Giuseppe Verdi – Alzira.

Die Oper hat schon wieder an Prolog, hört denn das gar net auf damit, man wird ja ganz narrisch.

Prolog. Der Gefangene: Alvaro , der Gouverneurerich von Peru ist in die Hände feindlicher Inkas gefallen, die bei Nasza gerade bei Frau Dr. Reich beschäftigt waren Viecher in die Erde vom Luftballon aus , der noch gar nicht erfunden worden ist, zu zeichnen , und soll jetzt gefoltert werden, das ist ja auch von Landesbewohnern keine Art nicht, des hebt a net den Fremdenverkehr. Otumbo, der den Stamm anführt, hat mir den Martern begonnen, denn er singt mir an net so schönen Tenor . Überraschend taucht der eigentliche Führer der Inkas, Zamoro auf, der von allen für tot gehalten wurde, weil er in die Hände und Füße der Spanier gefallen war. Zamoro berichtet von seiner wunderbaren Rettung, will aber keinen Krieg gegen Kreise, nein ich verschrieb mir – mich, gegen Greise führen und lässt den alten Spanier frei, unter der Bedingung, dass er weniger singt. Als Zamoro hört, dass seien Braut Alzira in spanischer Gefangenschaft ist, und auch dort ißt und trinkt, beschließt er sie zu befreien und die Spanier mit einem neu aufgestellten Heer von Plantagenbesitzern aus dem Land zu jagen – und das alles singend, das muss einmal gesagt werden.

1. Akt. Leben für Leben: Alvaro ist nach Lima zurückgekehrt und übergibt die Statthalterschaft an seinen tatkräftigen Sohn Gusmano, der einen schönen Bariton hat, wann er a sunst nix hat . Dieser verkündet einen Friedensschluss zwischen Spaniern und Inkas und teilt mir, dass sich Ataliba unterworfen hat und ihm um die Hand seiner Tochter Alzira versprochen hat. Der Häuptling bittet Gusmano noch um Geduld , weil Alzira noch immer, und das fast einen Akt lang, um ihren toten Verlobten Zamoro trauert . Alzira lebt mit Zuma und anderen Frauen gefangen in Lima , sie denkt immer an Zamoros Schicksal . Als sie von ihrem Vater hört, dass Gusmano ihre Hand begehrt , weigert sie sich. Ataliba entfernt sich zornig singend “Na du blöde Gurken, kriagst halt gar kann Mann, du Luader“. Kaum ist der Fürst gegangen, als der totgeglaubte Zamoro in den Kleidern eines einfachen Kriegers kommt. Überglücklich fallen sich die Liebenden in die Arme, müssen das aber sehr geräuschvoll machen, und schwören sich ewige Treue, denn sie singen dabei so laut denn dabei werden sie von Gusmano überrascht, was einem natürlich schon überrascht, der seinen Rivalen verhaften und zur Hin-und Herrrichtung bringen lässt. In diesem Augenblick, als das Leben schon an einem seidenen Faden hängt tritt Alvaro ein, erkennt Zamoro und bittet, die Inkas freizulasssen. Nach einigen Zögern entschließt sich Gusmano dazu, zumal in der Ferne anrückende Krieger zu hören sind. Dann eilt er zu seinen Soldaten die im Hof gerade die große Kanone putzen. Er und Zamoro schwören, sich gegenseitig zu töten .

2. Akt. - Die Rache eines Wilden: Das klingt ja wie in an Schundhefterl, aber die Spanier haben das Inkaheer vernichtend geschlagen. Zamoro, zahlreiche Krieger und Alzira sind wieder in ihren Händen Alzira bittet Gusmano, lange singend, um Gnade, die dieser unter der Bedingung gewährt, dass sie ihn heiratet freiwillig in die Schluchten stürzen, wenn sie ihn sehn]. Alzira willigt schließlich ein, beklagt aber ihr Los. Gusmano gesteht seine Liebe, des tangiert sie aber nur sehr peripher. Zamoro ist freigelassen worden und trifft sich mit den letzten Getreuen, darunter ist auch Otumbo. Er trauert um die erneut verloren Geliebte, doch Otumbo sagt ihm, dass Alzira ihn vergessen hat und Gusmano, also der erwähnte Gaskassier, den will sie heuraten, meinet heiraten. Zamoro beschließt, sich als Spanier zu verkleiden ums sich auf der Hochzeit an dem Gouverneur zu rächen . Die Hochzeitsfeierlichkeiten haben begonnen, schon ertönt aus „Lohengrin“ „Treulich geführt“ , Gusmano stellt seine zukünftige Frau vor „Ich lade gern mir Gäste ein! Darf ich vorstellen, net verstellen“, di sich völlig zerbrochen und gebrochen den Tod wünscht ]. Unbemerkt, na so ganz a wieder net, der rempelt ja drei Statisten um, stürzt Zamoro in spanischer Uniform herein und stößt Gusmano den Dolch in die Brust, gibt sich dann, gesanglich, zu erkennen und fordert die Spanier auf, ihn zu töten, damit die untreue Alzira ihn beweinen könne . Gusmano is aber no net ganz tot und er verzeiht seinem Mörder und lässt ihn mit Alzira frei "Hinaus in die Ferne, mit einem Kilo Speck". Dann nach so ca. zehn Minuten stirbt er in den Armen seines Vaters, der wie alle anderen Anwesenden und Verwesenden und auch das verehrte Publico, den Edelmut des Sterbenden preist.

Ende dieser grausam schönen Oper mit Gesang aus dem fernen Südamerikaner – Land.
palestrina (31.08.2014, 09:25):
Hallo lieber Peter !
Noch ein paar Cover zu der Story aus dem fernen Südamerikaner-Land :) ......

https://www.jpc.de/image/w350/front/0/8712177043033.jpghttps://www.jpc.de/image/w350/front/0/4011790057224.jpg
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Ja, die Oper ist grausam SCHÖN !

LG palestrina
peter337 (31.08.2014, 20:03):
Lieber palestrina!

Wenn ich Dich net hätt'. :down :down :thanks :thanks

Die Orfeo Aufnahme habe ich und die Oper ist wirklich sehr schön.

Die Handlung kann man eventuel mit "Il Trovatore" vergleichen - genauso wirr.

Liebe Grüße sendet Dir, mit Dank, Peter aus dem nassen Wien. :hello :hello
peter337 (01.09.2014, 11:50):
Wenn ich heute zwei Persönlichkeiten herausnehme, dann nur, weil sie die selben Initialien haben, jedoch nicht dasselbe Können.

Es sind dies zum Ersten der, Seinerzeit beliebte Fernseh - Show Master Lou van Burg, zu -

Ludwig van Beethoven - - bildet, der sich aber, meines Wissens, vom Publikum nie Onkel Ludwig nennen ließ, ist auch im "Heiligenstädter Testament" nicht erwähnt

Alstern also:

Ludwig van Beethoven - Fidelio.

in der ersten Fassung auch Leonore genannt],

die heute sehr gern noch, auch zu unpassenden Anlässen, gespielt wird.

Auch gibt es eine ähnlich gelagerte Symphonie, deren 4. Satz, dem Schluss der Oper, sehr ähnelt, zumindest am Ende der Oper. - Hauptsache es passt - nicht! Auch nicht, wie bei meiner Sponsion an der UNI in Latein gesungen nur heißt sie da "Europahymne"

Doch dies sie nur der Anfang, meiner "sehr" geistreichen Bemerkungen!

Es handelt sich hier keinesfalls um eine lustige Oper - nur weil sie Fidel-io heißt!!! Hat auch nichts mit Cuba zu tun, nur weil g'rad dort einer Fidel C. heißt!

1. Akt: Pizarro, wer das auch immer sei, hat seinen politischen Gegner von der Opposition Florestan, auch auf den Wahlplakaten, Flori genannt ins Gefängnis werfen lassen, na werfen hätt er ihn nicht müssen, da verliert er ja sei Stimm, aber die braucht er eh nur im 2. Akt. Zu seiner Rettung wagt Leonore, auch Leontscherl genannt, seine Frau, das Äußerste . Als Mann verkleidet tritt sie in den Dienst des Gefängnisaufsehers Rocco, der nicht nur nachtblind und farbenblind ist. Seine Tochter Marzelline verliebt sich in den feschen Fiderl, wie sich Leontscherl nennt "O wär ich schon mit dir vereint", das kann schon zweideutig aufgefasst werden, und will nicht mehr von dem jungen Pförtner Jaquino wissen, der auch sich Giacomo nennt und sie nicht nur liebt, sondern auch an einer Oper schreibt "Suor Angelica". Rocco würde Fiderl gern als Schwiegersohn sehen, hat der an grauen Star. Die Verwirrung der Gefühle kommt in einem Quartett-Kanon "Mir ist so wunderbar" zum Ausdruck. Fiderl bittet Rocco, ihn auch in die untersten Verliese mitzunehmen "Im tiefen Keller sitz ich hier". denn Pizzaro will Flori beiseite schaffen lassen, in an anderen Keller, sunst kriagt er es mit der Bühnen - Gewerkschaft zu tun, und braucht dazu Roccos Hilfe , "Jetzt Alter! Jetzt hat es Eile" . Rocco soll Floris Grab schaufeln , während Flori von Pizzaro selbst fallen soll, stellt der ihm a Haxel? Bumbsti, da liegt er, is eigentlich aus einer späteren Oper, aber es passt dann später, denkt sich Flori. Leontscherl belauscht dieses Gesangl "Abscheulicher wo eilst du hin" - in der ersten Fassung "O brich noch nicht du armes Herz" mit halsbrecherischen Kolorawiaturen, oder so ähnlich. Aber mir g'fallt auch die erste Fassung, ich bin ein Koloraturen - Freak, wie man etwa 1805 sagte. Weil heute Geburtstag des Königs ist, wir gratulieren "Happy Birthday to You" oder auf Spanisch - "Feliz cumpleanos" wir san ja bei Sevilla, ein wenig verwendeter Opernspielort, kann man nur sagen, dürfen die Gefangenen ihre Zellen verlassen "O welche Lust!" Auf Pizzaros Befehl müssen sie jedoch zurückkehren und dürfen nicht im Gefängnishof nicht weiter kehren. "Leb wohl du warmes Sonnenlicht", .

2. Akt - 1. Bild: Flori beklagt im dunkeln Verlies sein Geschick, wo der doch so ungschickt is "Gott! welch Dunkel hier!, des bemerkt er erst jetzt. Einer Vision der Freiheit folgt tiefe Ohnmacht, da braucht er net singen "Da lieg ich", hamma scho oben g'habt, auch beim Richardl Nr. 2. Rocco und Fiderl heben das Gras, meinte Grab aus, ka Kunst is ja alles vorbereitet. Dem Hungernden reicht Leontscherl ein Stück Schwarzbrot, aber natürlich aus Bio - Anbau "Euch werde Lohn in besseren Welten", was dann erst bekommen die den Lohn, wo die so lang schon g'sungen - aber auch g'sprochen haben? Ein Skandal, is des. Pizzaro kommt um Flori zu töten "Er sterbe!", kurz gesungen aber jetzt wissen wir's, geht aber weiter. Leontscherl springt, mit ihrem Fliegengewicht, Miss Twiggi, dazwischen "Töt' erst sein Weib!". Ehe sich Pizzaro besinnen und besingen kann, meldet ein Signal "Trari, trara der Ministerli is da!", ja wirklich die Ankunft des Ministers. Flori und Leontscherl preisen das Glück ihrer Rettung "O namenlose Freude". Leontscherl sucht bei Flori den G - Punkt, findet ihn aber nicht, wo denn auch? Jetzt kummt was für Orchestermusikfreunde, denn der Umbau dauert länger, es gibt ja einige Ouvertüren von die drei Fassungen wird ein ausgesucht und, die werden jetzt, net alle, sunst dauert des bis 24 Uhr, gespielt.

2. Bild: Der Minister kummt, eine imposante Gestalt mit schönem Bariton, manchmal, kann's auch ein Baß sein, und er schenkt, wie der Weihnachtsmann, allen Gefangenen die Freiheit. Leontscherl, die ihren wahren Namen verrät, darf die Fesseln Floris selbst lösen "Ach welch ein Augenblick". Pizzaro entgeht der Strafe nicht, er bekommt nur mehr, wegen Falschsingens, die Hälfte von seiner Gage. Alle preisen Leonores, so heißt die wirklich, Tapferkeit . "Wer ein solches Weib errungen, stimmt in unseren Jubel ein" da kann sich das arme Marzellinerl so gar net anschließen, sie gerät in eine tiefe Krise und nimmt die Bewerbung vom Jaquino an, die wird no ihr blaues Wunder erleben, weil der komponiert ja dauernd. Rocco geht in den Keller und spielt mir seiner Eisenbahn, namens Rocco HO.

Ende des Dramas - alles ist aus und alle die es begriffen haben sind ergriffen und gehen schweigend aus dem Opernhaus raus - Jöh ein Reim!
peter337 (01.09.2014, 16:13):
Hoffentlich werde ich jetzt nicht gesteinigt!

Ludwig van Beethoven / Friedrich Schiller - 4. Satz der 9. Symphonie.

Auch als die Europa Hymne gespielt und teilweise auch leider auch in Latein gesungen, dabei passt die Wortform dabei so gar nicht.

Den Text kennt beinahe Jeder, sogar Politiker die in Brüssel nur Geld scheffeln, die Melodie da wird es, für sie, ein "Aha" - Erlebnis" geben ich zitiere, damit es alle jetzt wissen und mitsingen können, falls es erlaubt wird!

O Freunde, nicht diese Töne! , sondern lasst uns angenehmere anstimmen und freudenvollere . Freude! Freude ! Freude schöner Götterfunken Tochter aus Elysium . Wir betreten feuertrunken , Himmlische dein Heiligtum ! Deine Zauber binden wieder was die Mode streng geteilt , was die Mode streng geteilt Alle Menschen werden Brüder , wo dein sanfter Flügel weilt . Wem der große Wurf gelungen , eines Freundes Freund zu sein , wer ein holdes Weib errungen , mische seinen Jubel ein . Ja, wer auch nur eine Seele sein nennt auf dem Erdenrund ! Und wer's nie gekonnt der stehle weinend sich aus diesem Bund ! Freude trinken alle Wesen an den Brüsten der Natur . Alle Guten, alle Bösen folgen ihrer Rosenspur . Küsse gab sie uns und Reben . Einen Freund, geprüft im Tod ; Wollust war dem Wurm gegeben , und der Cherub steht vor Gott . Froh wie seine Sonnen fliegen durch des Himmel's prächt'gen Plan , laufet, Brüder, eure Bahn , feudig, wie ein Held zum Siegen ! Seid umschlungen Millionen ! Diesen Kuss der ganzen Welt ! Brüder, übern Sternzelt, muss ein lieber Vater wohnen . Ihr stürzt nieder, Millionen ? Ahnest du den Schöpfer Welt? Such' ihn überm Sternenzelt ! Über Sternen muss er wohnen . Jetzt kommt etwas was wir schon kennen, nämlich: Seid umschlungen Millionen ! Diesen Kuss der ganzen Welt , überm Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen . Seid umschlungen, diesen Kuss der ganzen Welt ! Freude schöner Götterfunken Tochter aus Elysium , Freude schöner Götterfunken, Götterfunken .

Ende dieser Hymne - und ich wandere, demnächst, in die Antarktis aus! aber das war drüben im Juni 2011 nicht nötig, wird's da auch net sein, hoffe ich.
palestrina (01.09.2014, 21:30):
Hallo lieber Peter, anbei ein paar Bildchen ...... :)

http://1.1.1.1/bmi/upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f3/Gustav_Klimt_016.jpg/320px-Gustav_Klimt_016.jpg Der KUSS der ganzen Welt !! :down

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51aQIGnJ7xL._SY350_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/51yZbdyvuML._SX350_QL40_.jpg

LG palestrina
peter337 (02.09.2014, 06:24):
Lieber palestrina!

Herzlichen Dank, wenn ich Dich nicht hätte. :thanks :thanksÜbrigens habe ich beide Aufnahmen aber noch auf LPs.

Danke vielmals für das Einstellen der Covers, ich habe es wieder probiert, bei mir funktioniert es nicht, patschert bin ich. :leb :leb

Edda Moser als Leonore finde ich trotz ihrer Koloraturtechnik etwas kalt, aber sie hat den kühlen Charme der Königin der Nacht sich hinübergerettet in alle Partien.

Liebe Grüße sendet Dir am frühen Morgen, Peter aus dem regenreichen Wien. :hello :hello
peter337 (02.09.2014, 07:50):
Goethe ist schon, aber sehr, indigniert.

Charles Gounod - Faust - Margarete.

1. Akt: Faust, zur nächtlichen Stunde in seinem Studierzimmer grübelnd, ist des Lebens überdrüssig, wäre ich auch, wenn man eine Oper innerhalb von dreißig Jahren, titelmäßig, andauernd umbenennt, zumindest in deutschsprachigen Landen. Da ruft er den Satan und flugs der kommt, am Anfang hat Faust noch an Genierer, aber da Mephisto, so heißt der Satan, seit Goethes Zeiten schon, und früher auch schon, verspricht ihm ewige Jugend und ein schönes Mägdelein, und dass diese Oper endlich bei einem Namen bleibt, so geht er den Bund ein. Komisch ist nur, dass Faust nicht allein die Nacht durchwacht hatte, sondern "Draußen vor der Tür", , wie das Leben so spielt, auch die Jugendlichen, nicht wie heute randallieren und eine Gang bilden, sondern das Osterfest besingen, deswegen die Mieselsüchtigkeit Faustens, kann man denn nicht eine Stunde allein sein und sich dem Tod ergeben. Aber durch Mephistos Einschreiten wird eh nix mit dem Tod, denn das Fräuleinbild, das er Faust zeigt, gefallt dem alten Racker, da kann er nur singen "Zuschaun kann I scho", wieder ein anderes Werk, späterer Dekade, aber es geht halt nicht mehr, wie er will, da hat Mephisto ein Viagra - Trankl, mit anderen Gemüsen, und aus dem alten Tattergreis, wird ein strahlend junger Mann, wie Franco Corelli. Und Faust verschreibt sich ihn, da das Trankl nicht rezeptpflichtig war, kann man es heute auch als Aslan-Kur erwerben, ohne gleich vom Benedictus gemaßregelt zu werden.

2.Akt: Der ins Feld ziehende Valentin, ist der ein Bauer, dann soll er nicht so g'schwollen singen, verabschiedet sich von seinen Freunden "Da ich nun verlassen soll", der tut sich was an weil er arbeiten gehen muss, Jekus der geht nicht auf den Acker, sondern in den Krieg, deshalb "Feld". Mephisto gesellt sich unter das Volk, wenn es Ruggero Raimondi ist, dann kann es ja nur wunderbar werden, "Wunderbar", sang schon Zarah Leander, ich schwief ab, gehört nicht in diese Oper, und Mephisto singt das Rondo vom goldenen Kalb. Als er Margarete verlacht, dringen die Freunde auf ihn ein. Na, a bisserl was verlachen und glei, werden's grantig. Erst als sie ein Kreuz schlagen und einen Choral singen, das nenne ich wahre Kunst, heute singens eher einen Schlager von Madonna, oder der Rock Lady Tina Turner, da muss Mephisto zurückweichen. Allgemeiner Tanz "Faustwalzer". Faust lernt durch Mephisto das verheißene Mädchen kennen. "O, holdes Fräulein darf ichs wagen". Heute geht das durch Kai Pflaume, mit seiner TV - Herzerl - Sendung. Das Greterl, so heißt das Madel das aus der Kirche kommt, weist Faustens Werbung zurück. Brav, bitte nicht anpöbeln lassen auf der Straße, warten wir bis ma z'Haus sind, das meint auch Mephisto, in etwa und vertröstet Faust auf später, der kann ja leicht vertrösten, wenn Faust schon so gamsig ist.

3. Akt: Siebel, wer ist denn das schon wieder?, legt Bleamerl vor Gretels Tür ab, wie die Post und singt "Blümlein traut, sprecht für mich", muss ein Blumenverkäufer sein, denn sonst bekommt man die Morgenzeitung hingelegt, ganz ohne Blumen. Mephisto, der stadt- und ortsbekannte Fremdenführer, zeigt Faust Greterls friedliche Stube, Hilfe Wohnungsbesichtigung, ohne dass der Besitzer da ist! Gehört sich das, und was macht Faust, er grüßt die heilge Stelle, hoffentlich war's aufgräumt, und bleibt der auf einer Stelle stehen, das gehört sich auch so. Mephisto hinterlässt ein Kästchen mit Juwelen, diese sieht aber zuerst die Bleamerln, denkt aber immer an den fremden Mann, der sie, im 2. Akt, so freundlich begrüßt hat und singt das Lied vom König in Thule, wo ist denn das schon wieder und was hat das denn das hier damit zu tun, a König in der Stube im Gemeinde - Reihenhausbau? Jetzt erst sieht die kurzsichte Gretel das Postpackerl mit dem Schmuck und singt die Juwelenarie, was soll sie denn sonst machen, des Manderl ist no net da und sie ruft per SMS ihre Nachbarin Marthe Schwerdtlein. Die Nachbarin, hat dann das Vergnügen mit Mephisto zu promenieren, der ihr zur Begrüßung gleich sagt, dass ihr verschollener Mann, schon g'sterbt ist, a feine Begrüßung, und Gretel und Hermann (Faust) finden sich im Liebesduett, schnell ist gangen, viel is g'schehn, ein Quartett beendet den Akt, neun Monate drauf wird es daraus ein Qintett.

4. Akt: Während die Gretel spinnt Babypatscherln, nur weiß sie noch nicht rosa oder blau, das war ja zum Voraussehen, dass die Gehingeschädigt wird, denkt sie an den teulosen Geliebten, der sie verlassen hat, man solll sich nie mit Fremden einlassen, net einmal mit dem Gaskassier oder Briefträger. Von Gewissensbissen zermartet, betet unsere Gretel in der Kirche, dabei steht schon in der Bibel, man kann auch daheim beten, für alle Nicht-Kirchengeher. Was ist da für ein ungehöriger Lärm, Valentin kommt heim, mit einem Wunschkonzertchor, Valentin will Greterl gegen Mephisto verteidigen, als wäre es je gelungen, a Madel gegen den Teufel zu verteidigen. Im Zweikampf mit Faust, von Mephisto unterstützt, wird Valentin getötet, der ist aber noch lange nicht richtig tot, scheintot, a Zeit lang, denn er verflucht unsere Gretel, in einer etwa zehn Minuten langen Szene, so stirbt man im Mittelalter als braver Mann und Soldat, der will aber, dass es viele hören und ruft die Nachbarschaft zamm, Marthe ist natürlich auch dabei, und sie muss es sich singen lassen, dass sie eine Kupplerin, oder was Ärgeres sei, das gehört sich doch nicht, vor allen Leuten, die wissen es ja ohnedies ja lange schon, a Neuigkeit.

5. Akt: Jetzt kummt was für Ballettfreunde. Mephisto zerstreut Faust mit dem Taumel der Walpurgisnacht, seine schlechten Gedanken. Was für einer Nacht? Lauter Obszönitäten, pfui Teufel, hallo der is ja eh dabei, Faust geniest zuerst und schweigt, für Sänger eine zwanzig minütige Pause. Da hat Faust eine Halluzi, eine Erscheinung seiner Gretel, das zieht ihn mächtig an, als ob er früher nackt gewesen wäre, kann zwar in modernen Opernregien vorkommen, und was hört er da, die Gretel hat ihr Kind ermordet (Abtreibung in Eigenregie) und ist im Landesgericht, Landel sagt man in Wien an der 2er Linie, wahnsinnig geworden. Der Heini, auch Heinrich genannt (Faust) eilt zu ihr, aber Gretel erkennt ihn endlich, nach längerer Zeit des Wartens und Singens, und der drängt die Gretel zur Flucht. Vor Mephisto erfleht sie den Beistand des Himmels, und schließlich graut ihr noch vorm Heini, darauf stirbt sie, ohne fremde Hilfe und Zutun. Der Ruf vom Himmel "Gerettet" sagt ihr, dass sie in den Himmel eingegangen ist, a langes Terzett, aber wunderschön, so schön, dass es Andrew Lloyd Webber selbst in seinem "Phantom der Oper" zum Schluss verwendet hat, bei dem denkt man immer, g'stohln ist bald was, nur macht er ein Quartett daraus, und so einer wird, von der Queen Elizabeth II. geadelt. Getadelt wäre besser gewesen! Vorhang.

Mille gratia Monsieur Gounod, alles in Ordnung gebracht, fast alle sind hinüber.
palestrina (02.09.2014, 15:40):
Wie immer ein paar Cover .....für den lieben Peter ! :)

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51o9TOHCGhL._SY350_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/41kSrth0LQL._SY350_.jpg
http://ecx.images-amazon.com/images/I/519RvvMcxkL._SX350_.jpg

LG palestrina
peter337 (02.09.2014, 16:14):
Lieber palestrina!

DANKE VIELMALS kann ich nur sagen, Du bist eine wahre Hilfe und Freund. :beer :thanks :thanks :leb :leb

Da habe ich 2 davon, die mit de los Angeles leider nicht,a ber andere dafür in Französisch.

Die deutsche Aufnahme mit Rudolf Schock ist eine Zumutung aus dem Jahr 1962 oder 1964 und Rudi hatte damals schon seine Stimme irgendwo verloren.

Liebe Grüße sendet Dir Peter. :hello :hello
peter337 (10.09.2014, 10:51):
Wieder ein Franzose.

Etiennne Nicolas Méhul - Joseph - oder - Joseph in Ägypten.

Leider keine Französische Fassung gefunden, aber vielleicht hat der liebe palestrina wieder etwas.

1. Akt: Joseph ist von seinen Brüdern einem Sklavenhändler verkauft worden und nach Ägypten gekommen , weil ihn der Pharao nach Errettung aus der Hungersnot unter dem Namen Kleophas zum Statthalter eingesetzt hat . Eben hat er seinem Vertrauten Utobal seine wahre Herkunft enthüllt , nach seinem Vater forschen zu lassen, da wird die Ankunft seiner Brüder gemeldet, die bei Kleophas um Gehör bitten . Er empfängt sie, gibt sich aber nicht zu erkennen. Als er von Simeon, den wegen des Verkaufes des Bruders das Gewissen quält , hört, dass in der Heimat Not herrsche, gewährt er allen israelitischen Brüdern und dem blinden Vater Obdach in Ägypten .

2. Akt: Bei Memphis haben sich die Isrealiten niedergelassen . Zu früher Stund kommt Joseph unerkannt ins Zeltlager und trifft dort den reuigen Simeon , sieht gerührt den kleinen Benjamin und beobachtet den schlafenden Vater Jakob. Als dieser erwacht und von einem Traum, in dem er Joseph wiederfand, berichtet gibt sich Joseph zu erkennen. Utobal meldet, dass das Volk Keophas nach der Stadt Memphis geleiten wolle. Mit Benjamin und Jakob besteigt Joseph den Triumpfwagen .

3. Akt: Während Joseph mit Jakob und den Brüdern - außer dem selbstquälerischen Simeon - beim Mahl sitzt , wird ihm gemeldet, dass er von Neidern beim Pharao beschuldigt wurde, die Kanaaniter ohne königliche Erlaubnis ins Land genommen zu haben, schon sei es zu Mißhandlungen gekommen . Während Joseph seinen Widersachern entgegeneilt, beichtet Simeon dem Vater seine Tat, worauf Jakob alle seine Söhne außer dem Benni verflucht . Aber bald kommt Joseph zurück , er erfleht beim Vater Verzeihung für alle und berichtet, dass ihnen der Pharao das Land Gosen zur Wohnstätte bestimmt hat .

Ende dieser Oper, die das Alte Testament zum Vorbild, in etwa, hat.
palestrina (10.09.2014, 11:28):
Ja, der liebe palestrina hat was gefunden , eine DVD , eine deutsch gesungene GA und eine franz. GA die ich selber besitze ........

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51GeaDk4uDL._SY350_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51eySk1udjL._SY350_.jpg
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61S8W8p-AyL._AC_SX400_SY165_QL70_.jpg

lieber Peter , ganz herzliche Grüße
palestrina
peter337 (10.09.2014, 15:23):
Lieber palestrina!

Du bist eine wahre Stütze dieser Seite. DANKE!!!! :thanks :thanks Ja wenn wir Frankfurt nicht hätten, da schauerten = sehen wir net guat aus. Liebe Grüße dorthin, ich war dort vor -zig Jahren.

Ich habe grad von dieser Oper gar nix. Muss mich nach dem Krankenhaus darum kümmern. :A :A

Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :hello :hello
peter337 (02.11.2014, 06:11):
Zu Allerseelen früher alljährlich gespiell! - es ist eigentlich ein Singspiel.

Adolf Müller – Der Müller und sein Kind.

Transferiert, von den Reimen heraus - hierher von mir, Cover gibt es keines, aber Elfriede Ott sang das G’stanzl.

Der Müller Reinhard kutz, kutz, kutz, ein Geizhals lungensüchtig, hat ein Tochter, kutz, kutz, kutz, die ist sehr hold und züchtig doch gleichfalls lungensüchtig - was für das Stück sehr wichtig. Marie heißt das zarte Kind kutz, kutz, ein Engel, doch weint sie sich die Augen blind für einen Müllerbengel, der Konrad heißt und Flöte blast, tüdel, tüdel, weshalb der alte Müller rast. Marie vorurteilsfrei seufzt zu des Konrad Flöterei, sie liegt in seinen Armen und hustet zum Erbarmen, wer hilft uns aus den Nöten, mein Vater hasst dein Flöten. Dass Konrad nimmer blasen soll, das macht den Burschen toll, er bricht mit einem Schmerzenschrei, krsks, die Flöte über ‘n Knie entzwei. Marie mit ihrem Herzensweh sitzt still daheim kocht Kramperltee, für sich und ihren Vater der kagertst wie ein Kater. Doch Konrad sucht vorurteilsfrei den alten Totengräber auf und dieser ein gewifter Greis, der vieles aus Erfahrung weiß, er moant wanns 12e schlagt erscheinen alle Frauen und Herr'n die dieses Jahr alle Leut die dieses Jahr noch sterben werd'n, als Geister anzogen gar fürwahr, ja Konrad meiner Seel' is wahr, hat er g'sagt. Der Konrad denkt sich Schau, Schau, Schau, da könnt ma ja was erfahren ganz genau, ob nicht den Müller bald der Teufel holt, und wirklich der Konrad pünktlich wie er ist kummt zu der angegeb'nen Frist Punkt 12e hin zum Friedhofstor, und ist schon ganz Aug und Ohr, und wirklich es erscheinen alle Damen und Herrn, vom Schneider die Godel, vom Dorf die Madame, vom Förster der Flockerl, zuletzt auch der Müller, Konrad erschrickt wie noch nie ihm zittern die Knie, den hinter dem Müller da kummt auch sei Marie, sie scheint wie ein Bildnis des Jammers, eam war’s als tät's sagen, siegst Konrad jetzt hammas, der Müller als alter Mann bei Nacht net guat schlafen kann und hat als Geizhals der er ist, sei Geld, dass niemand was soll hab'n, am Friedhof draußen einzugrab'n, den Schrei hört der Müller und eh scho marod, erschrickt und fallt um und ist maustod. Der Konrad hat sich eine Flöte gekauft, funkelnagelneu, und flötet dazu eine Sterb-Melodei. Ich bitt sie der Jammer und auch die Not, doch des Stückel war zu sehr in der Mod', ja sterblich zwar Vater und Töchterlein sind, auf's Jahr sehn wir wieder "Der Müller und sein Kind" .

marod - nicht gesund, Kramperltee - Früchtetee, Godel - Taufpatin.

Ende dieses dramatischen Singspiels von Adolf Müller sen.