Hosenrolle1 (10.04.2017, 02:08):
Ich habe jetzt mal versucht, Webers Autograph so exakt wie möglich mit meinem Programm aufzuschreiben, inkl. der Optik der Noten (also etwa getrennte und verbundene Balken). Ich hoffe, dass das halbwegs gelungen ist. Darunter habe ich die Version von Dover, die als Quelle C.F.Peters angibt, exakt abgedruckt, ebenfalls auf Balken u.ä. geachtet.
Ich gehe mal stark davon aus, dass der Haltebogen im 1. Takt bei Weber für BEIDE Stimmen gilt, auch wenn er den Bogen nur in der oberen setzt, und dass generell die Zeichen der oberen auch für unten gelten.
Bei Dover ist es schon ganz anders. Hier werden plötzlich zumindest in der oberen Stimme im 1. Takt Staccatos hinzugefügt, Webers Balken auseinander geschrieben, und der Legatobogen sowie das Staccato im letzten Takt fehlen völlig.
Ich werde mal meine Freischütze, die ich noch habe, daraufhin überprüfen, und auch sehen, ob Harnoncourt und Weil, die beide sagen, dass sie Webers Autograph und keine herkömmliche gedruckte Ausgabe verwendet haben, sich an diese Anweisungen halten, soweit das geht.
LG,
Hosenrolle1