Pianist, Dirigent & Komponist: Emil Naoumoff

Rachmaninov (17.03.2006, 20:07):


Emil Naoumoff wurde am 20. Februar 1962 in Sofia geboren und began im alter von 5 Jahren mit dem Klavierspiel, mit 8 Komponieren.
Nadia Boulanger entdeckte ihn mit 9 und bei ihr studierte er 10 Jahre bis zu ihrem Tod. Bereits im Alter von 10 Jahren schrieb er sein erstes Klavierkonzert das er auch unter der Leitung von Y. Menuhin aufführte.

1979 wurde Assistent von Boulanger schloß er mit dem ersten Preisen für Klavier, Komposition und Dirigieren ab. 1984 dann Professur am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris.

Zahlreiche Auftritte und Preise, jedoch ist Naoumoff, der nicht zuunrecht einige an S. Richter erinnert, relativ unbekannt!

Zahlreiche Transkriptionen hat er bisher vorgenommen wie z.B. Faures Requiem für Klavier, Strawinskys Feuervogel für Klavier, Mussorgskys Bilder einer Ausstellung als Klavierkonzertfassung. Dazu noch eigene Kompositionen für das Klavier.

Sehr empfehlenswert zum Kennenlernen:
AcomA (19.03.2006, 13:46):
hallo Rachmaninov,

ich habe auch die faure-cd mit naoumoff seit einigen jahren und sie ist auch IMO empfehlenswert. da gibt es eines der nocturnes, welches horowitz bei RCA einspielte. an die ausdrucksstärke horowitz' kommt naoumoff noch nicht heran.

gruß, siamak
Rachmaninov (19.03.2006, 23:30):
Siamak,

sicherlich meinst Du diese Aufnahme:



Für mich, auch wenn Du hier Horowitz, nennst, so denke ich dennoch, daß Naoumoff ein großartiger Pianist ist, insb, im Bereich der französischen Klaviermusik wie Faure oder Debussy. Seine eigenen Kompositionen sind auch sehr durch die französische Ausbildung, die er genossen hat geprägt.

Zunächst einmal habe ich mir jetzt eine weitere Aufnahme mit/von ihm bestellt. Kann mir aber auch vorstellen, daß diese nicht die letzte sein wird. :cool
AcomA (19.03.2006, 23:42):
hallo Rachmaninov,

ich finde den 'klavierton' naoumoffs sehr sonor und sein klangempfinden sehr ausgereift, keine frage. und dass jemand nicht nur auf pianistisch hohem niveau spielt sondern auch als komponist und arrangeur tätig ist, offenbart, dass es sich hier auch um einen großen musiker handelt. dennoch erwähnte ich horowitz in diesem zusammenhang, da es was sehr besonderes war, dass sich horowitz mit dem besagten faureschen nocturne auseinandersetzte. es ist eine aufnahme aus den 70er jahren.

gruß, siamak :)
Rolf Scheiwiller (21.03.2006, 12:12):
Hallo Siamak.
Ich besitze lediglich eine einzige CD dieses Pianisten.
Auf EMI France ein Mozart-Recital , ich glaub aus dem Jahr 1986. Seit dieser Zeit habe ich von ihm nie mehr etwas gehoert noch gelesen.
Wahrscheinlich wie andere andere franz. Pianisten ist auch er ausser Frankreich nicht richtig bekannt geworden.
Obwohl er russischer Abstammung war.
Gruss. R.
Ganong (29.12.2006, 15:04):
Lieber Siamak ,

Deine im grossen und ganzen Übereinstimmung mit Richard und auch mir beweisen , welchen Rang Émile Naoumoff eigentlich gehört .

Sein Fauré ist erstklassig , seine Bach - Transkriptionen wie das WTK I & II sind vorzüglich .

Sein Klavierton bei den Transkriptionen ist s e h r stark von seinem Orgelspiel her mitbeeinflusst . Dass er , abweichend vom Notentext , oft sehr eigene Akzente setzt ( etwa in "Jesus bleibet meine Freude " oder dem h-Moll-Praeludium ) können nichts an seiner sehr an der originären Kirchenmusik orientierten Deutung ändern . Dies Spiel ist ist endlich einmal nicht gewo9llt oder bachfern , sondern beweist mir , warum J S Bach dies Jahrhunderte überdauernde Gültigkeit hat .

ich kenne keine Aufnahme , die nicht empfehlenswert wäre .

Nicht nur ein nach-weihnachtlicher Kauftip(p) !

Viele Grüsse ,

Frank
Amadé (29.12.2006, 20:42):
Hallo,

da fällt mir ein, dass ich auch eine Schubert CD mit ihm habe: Moments musicaux und die B-Dur Sonate. Als ZUgabe gibt es dann noch wieder eine Liszt-Transkription von Schuberts Ständchen EMI France 1990. Ich muss mir die CD noch mal anhören.

Gruß Bernd
Rachmaninov (30.12.2006, 11:20):
@Amade,

die Aufnahme kenne ich gar nicht!
Danke für diesen Hinweis...
Ganong (29.12.2006, 15:04):
Lieber Siamak ,

Deine im grossen und ganzen Übereinstimmung mit Richard und auch mir beweisen , welchen Rang Émile Naoumoff eigentlich gehört .

Sein Fauré ist erstklassig , seine Bach - Transkriptionen wie das WTK I & II sind vorzüglich .

Sein Klavierton bei den Transkriptionen ist s e h r stark von seinem Orgelspiel her mitbeeinflusst . Dass er , abweichend vom Notentext , oft sehr eigene Akzente setzt ( etwa in "Jesus bleibet meine Freude " oder dem h-Moll-Praeludium ) können nichts an seiner sehr an der originären Kirchenmusik orientierten Deutung ändern . Dies Spiel ist ist endlich einmal nicht gewo9llt oder bachfern , sondern beweist mir , warum J S Bach dies Jahrhunderte überdauernde Gültigkeit hat .

ich kenne keine Aufnahme , die nicht empfehlenswert wäre .

Nicht nur ein nach-weihnachtlicher Kauftip(p) !

Viele Grüsse ,

Frank
Amadé (29.12.2006, 20:42):
Hallo,

da fällt mir ein, dass ich auch eine Schubert CD mit ihm habe: Moments musicaux und die B-Dur Sonate. Als ZUgabe gibt es dann noch wieder eine Liszt-Transkription von Schuberts Ständchen EMI France 1990. Ich muss mir die CD noch mal anhören.

Gruß Bernd
Rachmaninov (30.12.2006, 11:20):
@Amade,

die Aufnahme kenne ich gar nicht!
Danke für diesen Hinweis...
Rachmaninov (01.04.2008, 18:47):
gerade höre ich die Aufnahme Faures Nocturnes in der Aufnahme vom Emile Naoumoff. Lange hatte ich gezögert mir diese Aufnahme zu kaufen, da sie nur recht teuer zu bekommen war. Glücklicherweise konnte ich sie jetzt zu einem akzeptablen Preis ergattern.

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/3760028690771.jpg

Wunderbare Werke, wunderbar gespielt von Naoumoff, der hier ausdrucksstark, mit Klangsinn und einer feinfühligen Differenzierung diesen Werken leben einhaucht.
Dieser man kann Klangfarben erzeugen, aber auch kräftig "zulangen".

Für mich immer wieder faszinierend :D