Pure Audio? - Erfahrungen

coolblue74 (17.01.2014, 18:47):
Hallo Zusammen,

ich lese auf "Klassikaktzente" immer mehr von Blue-Ray *s Pure Audio.
Kann einer damit was anfangen, bzw. hat jemand Erfahrungen damit?


Danke
Michael

http://www.amazon.de/dp/B00AFOS8OG/?tag=umgklassik-21&ascsubtag=JanineJensen_VivaldiDieVierJahreszeitenBR_Phys
Hörbert (07.04.2014, 09:32):
Hallo!

Es handelt sich dabei um ein Format für sopgenannte "audiophile" Hörer, (24 Bit/96 bis 192 KHz) wie auch schon das DVD-Audio-Format.

Ausser im Mehrkanalbereich sind echte Vorteile von solchen Formaten eigentlich nicht zu erwarten.

M.E. ein Versuch mehr mit einem neuen Format noch einmal den Berg von uralten Aufnahmen zuzüglich einiger neueren noch einmal zu verkaufen.

MFG Günther
Jürgen (07.04.2014, 11:55):
Original von Hörbert
Hallo!

Es handelt sich dabei um ein Format für sopgenannte "audiophile" Hörer, (24 Bit/96 bis 192 KHz) wie auch schon das DVD-Audio-Format.

Ausser im Mehrkanalbereich sind echte Vorteile von solchen Formaten eigentlich nicht zu erwarten.

M.E. ein Versuch mehr mit einem neuen Format noch einmal den Berg von uralten Aufnahmen zuzüglich einiger neueren noch einmal zu verkaufen.

MFG Günther

Eigentlich müßte das auch im Stereo-Bereich etwas bringen.
Leute, die behaupten, dass Analog (LP) besser klingt als CD, müßten den Unterschied jedenfalls hören.
Immerhin ist die Signalauflösung um einen Faktor 256 besser (+8 Bit) und die Abtastfrequenz 2-4 mal so hoch, wie bei einer herkömmlichen CD.
Damit ist man deutlich näher am analogen Signal dran.

Grüße
Jürgen
Hörbert (05.05.2014, 13:57):
Hallo!

Na ja.

Nur wird dir diese höhere Auflösung nichts nutzen da hier weder deine Ohren noch irgendwelche Lautsprecher oder Kopfhörer mitmachen werden.

Wenn du bedenkst das für einige wohl nicht einmal der Unterschied zwischen einer alten analogen Schallplatte und einer gut aufgenommenen 16-Bit Digitalaufnahme deutlich ist und einige sich sogar zu der Behauptung versteigen die alte Analogplätte klänge besser wird dir deutlich werden wie es eigentlich um das durchschnittliche Hörvermögen bestellt ist. Eine alte Schallplatte hat selbst gut hörbaren Frequenzspektrum zwischen 50 Hz und 12 KHz starke Frequenzgangfehler und ab unter ca. 300 Hz einen Mono zusammengeschaltetzen Tieftonbereich was gemeinhin vom Rezeptienten nicht bemerkt wird.

MFG Günther
Jürgen (05.05.2014, 15:10):
Aus diesem Grunde habe ich auch nicht für mich selbst, sondern für diese spezielle Spezies der Analogliebhaber, gesprochen/geschrieben.

Für mich persönlich überwiegen viele der Nachteile, die mir Standardschallplatten abgespielt auf Nicht-HighEnd Plattenspielern bereiten. Und die Vorteile, sofern sie existieren, höre ich nicht.

Grüße
Jürgen
Rachmaninov (05.05.2014, 16:03):
Original von Hörbert
Hallo!

Na ja.

Nur wird dir diese höhere Auflösung nichts nutzen da hier weder deine Ohren noch irgendwelche Lautsprecher oder Kopfhörer mitmachen werden.

MFG Günther

Bitte?

Das ist wohl eher ein Scherz!
Hörbert (06.05.2014, 19:07):
Hallo!

Warum sollte das ein Scherz sein?

Das Menschliche Hörvermögen ist nicht so toll, ein durschnittlicher Mensch zwischen 20 und 40 hört etwa einen Frequenzbereich zwischen 16KHz und 30 Hz, mit dem Alter nimmt die Frequenempfindlichkeit nach oben hin immer weiter ab und liegt bei 60 Jahren bei etwa 10 KHz-30 Hz.

Was nutzen dir also Frequenzen von 96 KHz die die höheren Bitraten gewährleisten?

Im hörbaren Frequenzbereich könnte allenfalls die Dynamik von 112 dB die mit den höheren Bitraten verknüpft ist (Samplingtiefe) einen Unterschied zu den üblichen 96 dB bei 16 Bit. Nur werden schon diese 96 dB Dynamik gar nicht genutzt, übliche Dynamikabstände liegen bei 40-60 dB wenn´s hoch kommt.

Zudem werden die Hochbitfiles wegen ihrwer Größe mit einem verlustfreien Kompressionsverfahren abgespeichert das nichtsdestrotz bei der Wiedergabe Kompressionsartefakte erzeugen kann.

Bei der Aufnahme allerdings haben Hochbitformate einen großen Vorteil hier hast du einen wesentlich größeren Headroom der Übersteuerungen besser Vorbeugt deswegen werden heute auch bei der Aufnahme in der Regel Hochbitformate verwendet die aber ohne weiteres für eine CD-Produktion heruntergesampelt werden können.

MFG Günther
Rachmaninov (06.05.2014, 19:34):
Original von Hörbert
Hallo!

Warum sollte das ein Scherz sein?

Das Menschliche Hörvermögen ist nicht so toll, ein durschnittlicher Mensch zwischen 20 und 40 hört etwa einen Frequenzbereich zwischen 16KHz und 30 Hz, mit dem Alter nimmt die Frequenempfindlichkeit nach oben hin immer weiter ab und liegt bei 60 Jahren bei etwa 10 KHz-30 Hz.

Was nutzen dir also Frequenzen von 96 KHz die die höheren Bitraten gewährleisten?

Im hörbaren Frequenzbereich könnte allenfalls die Dynamik von 112 dB die mit den höheren Bitraten verknüpft ist (Samplingtiefe) einen Unterschied zu den üblichen 96 dB bei 16 Bit. Nur werden schon diese 96 dB Dynamik gar nicht genutzt, übliche Dynamikabstände liegen bei 40-60 dB wenn´s hoch kommt.

Zudem werden die Hochbitfiles wegen ihrwer Größe mit einem verlustfreien Kompressionsverfahren abgespeichert das nichtsdestrotz bei der Wiedergabe Kompressionsartefakte erzeugen kann.

Bei der Aufnahme allerdings haben Hochbitformate einen großen Vorteil hier hast du einen wesentlich größeren Headroom der Übersteuerungen besser Vorbeugt deswegen werden heute auch bei der Aufnahme in der Regel Hochbitformate verwendet die aber ohne weiteres für eine CD-Produktion heruntergesampelt werden können.

MFG Günther

Du willst also behaupten ein Mensch hört eh nicht besser als das was auf einer CD als Qualität drauf ist?
satie (07.05.2014, 11:02):
Mir ist dazu gerade etwas eingefallen.
Ich bin grundsätzlich mit Hörberts Aussage einverstanden, dass die meisten Menschen vermutlich aufgrund der Beschränkung des Hörbereichs die Unterschiede nicht wahrnehmen. ABER:
Seit Tartini und Sorge ist das Phänomen der Kombinationstöne bekannt. Diese entstehen teilweise nur im Gehör selbst, auf jeden Fall sind sie aber zu hören. Es gibt Summationstöne (die Summe zweier Frequenzen ist hörbar) und Differenztöne (die Differenz zweier Frequenzen ist hörbar). Also mal als Beispiel: wir hören zwei Töne gleichzeitig, der eine hat 100Hz, der andere 25 Hz. Wir hören dann zusätzlich eine Frequenz mit 125 Hz und eine mit 75 Hz. Wie gut man das hören kann ist davon abhängig, wie klar diese Töne sind, wie laut etc. etc., und natürlich kommt es darauf an, wie fein der jeweilige Mensch hören kann. Da gibt es durchaus noch Unterschiede jenseits der bloßen Hörschwelle (hier meine Kritik an Hörbert).
Ich vereinfache das jetzt extrem, damit es nicht zu kompliziert wird. Wenn wir nun also Aufnahmen mit einem extrem hohen Frequenzspektrum hören, ist die Möglichkeit gegeben, dass sich selbst aus dem Ultraschallbereich Differenztöne ergeben, die man wahrnehmen könnte. Diese würden den Höreindruck im Vergleich zu einer komprimierteren Aufnahme vermutlich verändern, man würde tatsächlich mehr Frequenzen hören können.
Die Frage sei allerdings dahingestellt, ob das Resultat BESSER klänge, denn wenn die zusammenklingenden Frequenzen unharmonisch sind, nähme man das eher als Verzerrung wahr.
Natürlich bleibt das alles meine graue Theorie, denn die Kombinationstöne sind bei ganz komplexer Musik wie von einem Orchester derart hintergründig, dass jemand schon ein arg feines Gehör benötigt, um so etwas wahrzunehmen.
Ich möchte mich aber grundsätzlich dem Gedanken nicht verschließen, dass einfach manche Menschen sehr feine Dinge hören können, die ich persönlich nicht wahrnehme.
Für mich hat es den Vorteil, dass mir eine Mp3 mit hoher Samplerate reicht. Ich spare dadurch unglaublich viel Geld...
Rachmaninov (07.05.2014, 13:05):
Original von Hörbert

Was nutzen dir also Frequenzen von 96 KHz die die höheren Bitraten gewährleisten?


Mir ist ehrlich gesagt nicht klar warum hier der Hörbereich im Zusammenhang mit der Abtastrate verglichen wird bzw. damit argumentiert wird!

Außer das es die gleiche physikalische Einheit hat.
Hörbert (07.05.2014, 21:12):
Hallo!

@Satie

Nun ja, erhebt sich die Frage ob ein derzeitiges Microphon in der Lage wäre diese Frequenzen überhaupt linear und unverzerrt aufzunehmen so sie vorhanden wären. Die gleiche Frage stellt sich bei der Wiedergabe, selbst wenn eine ganze Kette sehr breitbandiger Verstärker vom Quellgerät bis zum Endverstärker dies Töne unverzerrt übertragen würden was würden wohl deine Lautsprecher daraus machen?

@Rachmaninov

Nun das Hauptargument mit dem höhere Bitraten beworben werden ist das breitere Frequenzspektrum und die höhere mögliche Dynamik. Mein Beitrag geht auf beides ein. Das ist keine bloße Polemik sonden soll verdeutlichen das es hier nur im Mehrkanalbetrieb echte Vorteile gibt.

Selbst bei sehr hochwertigen aktuellen Multibitaufnahmen gibt es in der Tat keinen qualitativen Unterschied im reinen Stererobetrieb der sich nicht durch einfaches unterschiedliches Mastering erklären läßt -, das läßt sich schon mit recht einfacher Hardware wie z.B. dem BR-Player Yamaha A-1020 im Rreinen Stererobetrieb mit einer der gängigen Hybrid-SACD´s leicht nachvollziehen-, hier genügt es den Player abzudecken und von einer Zweiten Person zwischen den beiden Layern umschalten zu lassen ohne das man selbst weiß welcher Layer gerade die Musik liefert. Hier sind Erkennungsraten von durschnittlich 50% usus und das heißt nicht anderes als bloßes Raten.

Natürlich haben Multibit-Aufnahmen ihre Berechtigung aber eben im Mehrkanalbetrieb, hier konnen sie ihre Stärken voll ausspielen.

Unsinnig wäre es hingegen ältere Sterero-Aufnahmen -möglicherweise sogar noch alte Analogaufnahme als Hochbit-Formate zu erwerben, hier ist kein Vorteil zu erwarten.

ASo ich hoffe das es jetzt etwas verständlicher war falls du dazu spezifische Fragen oder Einwände hast werde ich mich bemühen ndir darauf zu antworten, im Moment bin ich bewußt im Allgemeinen geblieben da ich nicht genau weiß auf was sich deine Einwände gegen diese Sicht der Dinge eigentlich beziehen.

MFG Günther