Rachmaninov (28.08.2006, 07:19): Bereits der junger Richard Strauss erkannte, daß die Sonatenform nach Beethoven für die "poetische Idee" nicht mehr taulich sein.
Dies mag erklären warum S. Rachmaninov lediglich 2 Klaviersonaten schrieb.
No.1 d-moll op.28 und No.2 b-moll op.36
Bereits bei der ersten Sonate op.28 sah sich Rachmaninov mit der Schwierigkeit konfrontiert der Sonatenform entscheidende neue Impulse zu vermitteln.
Dies geht aus entsprechenden Briefwechseln mit Morosow hervor.
Ebenfalls die 2. Klaviersonate, um die es in diesem Thread geht,hat ebenfalls eine Wechselhaftegesichte.
Insgesamt zeigt sich hier in den Sonaten oder genauer ihrer Entstehung das Wesen und eine gewisse Tragik im Leben von S. Rachmaninov. Immer unschlüssig, der romantischen Tradition verpflichtet und oftmals zweifelnd wie oft in seinem Leben. Wie völlig anders war doch hier A. Skriabin!?
Die bereits 1913 komponierte 2. Sonate wurde 1931 von Rachmaninov 1931 überarbeitet, wobei Rachmaninov die Sonate um 120 (!) Takte kürzte um sie in sein eigenes Konzertprogramm mit aufzunehmen.
V. Horowitz erstellte eine eigene "Drittfassung". Urfassung kombiniert mit Revision sowie Veränderungen.
Diese "Horowitzfassung", authorisiert durch Rachmaniniv, zeigt wohl letztendlich die "Einstllung" und Unzufriedenheit des Komponisten selbst zu seinem Werk.
Was Einspielungen angeht so muß hier natürlich die Aufnahme der original Version der Sonate mit Z. Koczis genannt werden, der die Sonate für Philips einspielte.
Glücklicherweise erscheint die Aufnahme in der Originals-Serie erneut.
Rachmaninov (28.08.2006, 08:17): weitere Aufnahmen, die ich hier in den kommenden Tagen noch besprechen möchte sind.
Freddy Kempff Olga Kern Sudbin Glemser
Cosima (28.08.2006, 10:50): Original von Rachmaninov Glücklicherweise erscheint die Aufnahme in der Originals-Serie erneut.
Ja, ganz genau! Sie ist seit dem 25.08.06 wieder offiziell auf dem Markt.
Bislang kenne ich die Interpretationen von Michael Korstick, Vladimir Horowitz und Bernd Glemser. Letzterer gefällt mir hier ganz besonders. Ich melde mich wieder zum Thema, wenn ich die Kocsis-Aufnahme gehört habe.
Gruß, Cosima
Rachmaninov (28.08.2006, 12:13): @Cosima,
Du solltest die Gelegenheit ergreifen und Dir die Koczis Aufnahme kaufen. Schon alleine da er die original version eingespielt hat ist ein wesentlicher Grund. Die Interpretation ist es allerdings auch wert :hello
Cosima (28.08.2006, 12:36): Original von Rachmaninov Du solltest die Gelegenheit ergreifen und Dir die Koczis Aufnahme kaufen.
Ähm, Richard - ich habe sie doch längst bestellt, muss sie nur noch irgendwann in den nächsten Tagen im Laden abholen. Ich dachte, das wäre klar. :D
Wir reden doch schon seit Monaten immer mal wieder über die Aufnahme.
Gruß, Cosima
ab (28.08.2006, 14:37): Es gibt doch eine hoch gelobte mit Hélène Grimaud (Denon), die in der BrilliantClassics Box erschienen sein müsste. Diese Aufnahmen werden doch gemeinhin höher als die jüngeren Aufnahmen gerühmt.
Rachmaninov (28.08.2006, 19:55): @ab,
das ist das "problem" mit den Boxen, man vergißt zu gerne was dort alles "drin" steckt.
Die Aufnahme besitze ich auch und werde sie noch hier besprechen!
ebenfalls unterschlagen:
Alexander Kobrin Idil Biret Van Clibrun M.A. Hamelin
:tongue:
Cosima (30.08.2006, 17:37): Original von Rachmaninov
Das Warten hat sich gelohnt: Ich würde sagen, dass diese Rachmaninov-CD von Zoltán Kocsis eine der besten CDs mit Klaviermusik ist, die ich in der letzten Zeit zu hören bekam! :down Ich finde gar keine Worte, sie ist großartig! So feurig und kraftvoll, dabei ganz klar und kontrolliert. Eine ganz tolle Kombination an Fähigkeiten, die Kocsis hier mitbringt, um die 2. Sonate, aber auch die Etüden usw. zu interpretieren. Ich denke, dass sie sogar Rachmaninov-Skeptikern gefallen würde, so mitreißend spielt er hier.
Bei aller Begeisterung möchte ich aber auch die Glemser-Aufnahme nicht missen!
Gruß, Cosima
Rachmaninov (30.08.2006, 17:47): Original von Cosima Das Warten hat sich gelohnt: Ich würde sagen, dass diese Rachmaninov-CD von Zoltán Kocsis eine der besten CDs mit Klaviermusik ist, die ich in der letzten Zeit zu hören bekam! :down Ich finde gar keine Worte, sie ist großartig! So feurig und kraftvoll, dabei ganz klar und kontrolliert. Eine ganz tolle Kombination an Fähigkeiten, die Kocsis hier mitbringt, um die 2. Sonate, aber auch die Etüden usw. zu interpretieren. Ich denke, dass sie sogar Rachmaninov-Skeptikern gefallen würde, so mitreißend spielt er hier.
:wink
ab (30.08.2006, 18:40): Wie ist denn sein Rach Klavierkonzerte Aufnahme mit Ivan Fischer?
Tangua (30.08.2006, 21:17): Bin schon sehr gespannt auf die angekündigten "Rezensionen", besonders die der Glemser- und der Kocsis-Aufnahme (aus welchem Jahr stammt eigentlich letztere?) - eine von beiden wird's für mich wohl werden (habe bislang nur Biret auf Naxos - gut, aber nicht wirklich überwältigend).
Wäre schön, wenn Ihr den Aspekt Aufnahmequalität nicht vergessen würdet...
Danke!
Cosima (31.08.2006, 16:22): Original von Tangua Bin schon sehr gespannt auf die angekündigten "Rezensionen", besonders die der Glemser- und der Kocsis-Aufnahme (aus welchem Jahr stammt eigentlich letztere?) - eine von beiden wird's für mich wohl werden (habe bislang nur Biret auf Naxos - gut, aber nicht wirklich überwältigend).
Wäre schön, wenn Ihr den Aspekt Aufnahmequalität nicht vergessen würdet...
Warum legst Du Dir nicht beide Aufnahmen zu und schreibst dann für uns eine eigene "Rezension"? Den Aspekt Aufnahmequalität kann man in diesem Falle vernachlässigen - bei beiden Aufnahmen gibt es m.E. in dieser Hinsicht nichts zu bemängeln.
Gruß, Cosima
Rachmaninov (03.09.2006, 17:05):
Freddy Kempf spielt die Sonate #2 auf einem durchaus klangschönen Yamaha Flügel in der 1913 Originalversion.
Seit dem ersten Hören bin ich etwas hin und her gerissen wie ich die Aufnahme finden soll. Meine Eindrücke sind mhrheitlich negativ. Auch beim letzten Hören vor einigen Tagen hatte ich den Eindruck bei Kempf wird nichts zusammen gehalten. Vielleicht ist es dies was Horowitz und andere dazu bewogen hat die Sonate in der späteren Version oder gar eigener Versionen zu spielen.
Jedenfalls erpfand ich die Aufnahme zwischenzeitlich von der Spielweise also wolle Kempf fast die "Mängel" der Sonate aufdecken.
Wer weiß, vielleicht sehe ich das irgendwann ja auch einmal ganz anders.
Rachmaninov (10.10.2006, 07:47): Gestern abend hörte ich nochmal die Aufnahme der Sonate mit Y. Sudbin.
Sudbin spielt die Sonate in einer Version wie sie von Horowitz gespielt wurde.
Mir gefällt Sudbin's Herangehensweise an die Sonate sehr gut. Die Wechsel zwischen kraftvollen und sensiblem Klavierspiel mit feinem Anschlag und schönen Klangfarbe gelingt ihm ausgesprochen gut.
Van Cliburn überzeugt mich nur Stellenweise! Hier und da läßt er die Musik schön fließen, aber in anderen Passagen wirkt das Spiel weder flüssig noch schlüssig.
Dazu noch ein "hartes" und rauschiges Klangbild!
Da gibt es IMO deutlich "bessere" und gelungenere Aufnahmen....
Rachmaninov (11.01.2007, 19:24): Heute hörte ich, zum wiederholten male, die Aufnahme der Sonate mit M.A.Hamelin.
Auf der einen Seite dieses technisch ePerfekte ausgereifte Klavierspiel bei dem man einfach jede Note, jeden Anschlag sauber hört und es wirklich ein Genuß darstellt zu lauschen.
Auf der anderen Seite jedoch dieser "Mangel" an "Gesang", eine Kühle, nicht nur im Klang sondern auch emotional. Hier fehlt mir einfach Leidenschaft und Sehnsucht.
Auch wenn man ggf. unterstellen muß, daß Rachmaninoff selber eher einen "unterkühlen" bzw. "harten" Anschlag pfegte. Was allerdings nicht zwingend das beste für das eigene Werk / die eigene Komposition sein mag.
Der sehr positiven Besprechung von Isabel Fedrizzi in der Piano News01/2007 kann ich mich was die Aufnahme der 2. Klaviersonate von S. Rachmaninov angeht nicht anschließen.
Dudana Mazmanishvilli überzeugt mich hier nicht durchgehend. Stellenweise spielt sie mir zu eintönig im Ausdruck. Da klingt jeder Anschlag monoton aneinander gereiht ohne Differenzierung und farblos.
Da haben mich andere Aufnahmen in der jüngeren Vergangenheit wie die von Sudbin mehr überzeugt.
Jeremias (18.02.2007, 18:40): Mir hat der Zugang zu der Sonate lange irgendwie gefehlt. Sehr beeindruckend waren jedoch die Live-Erlebnisse mit Pogorelich! Ansonsten gibt es da natürlich Klassiker wir Horowitz oder Ashkenazy, beide sehr vorzüglich!
Rachmaninov (28.08.2006, 07:19): Bereits der junger Richard Strauss erkannte, daß die Sonatenform nach Beethoven für die "poetische Idee" nicht mehr taulich sein.
Dies mag erklären warum S. Rachmaninov lediglich 2 Klaviersonaten schrieb.
No.1 d-moll op.28 und No.2 b-moll op.36
Bereits bei der ersten Sonate op.28 sah sich Rachmaninov mit der Schwierigkeit konfrontiert der Sonatenform entscheidende neue Impulse zu vermitteln.
Dies geht aus entsprechenden Briefwechseln mit Morosow hervor.
Ebenfalls die 2. Klaviersonate, um die es in diesem Thread geht,hat ebenfalls eine Wechselhaftegesichte.
Insgesamt zeigt sich hier in den Sonaten oder genauer ihrer Entstehung das Wesen und eine gewisse Tragik im Leben von S. Rachmaninov. Immer unschlüssig, der romantischen Tradition verpflichtet und oftmals zweifelnd wie oft in seinem Leben. Wie völlig anders war doch hier A. Skriabin!?
Die bereits 1913 komponierte 2. Sonate wurde 1931 von Rachmaninov 1931 überarbeitet, wobei Rachmaninov die Sonate um 120 (!) Takte kürzte um sie in sein eigenes Konzertprogramm mit aufzunehmen.
V. Horowitz erstellte eine eigene "Drittfassung". Urfassung kombiniert mit Revision sowie Veränderungen.
Diese "Horowitzfassung", authorisiert durch Rachmaniniv, zeigt wohl letztendlich die "Einstllung" und Unzufriedenheit des Komponisten selbst zu seinem Werk.
Was Einspielungen angeht so muß hier natürlich die Aufnahme der original Version der Sonate mit Z. Koczis genannt werden, der die Sonate für Philips einspielte.
Glücklicherweise erscheint die Aufnahme in der Originals-Serie erneut.
Rachmaninov (28.08.2006, 08:17): weitere Aufnahmen, die ich hier in den kommenden Tagen noch besprechen möchte sind.
Freddy Kempff Olga Kern Sudbin Glemser
Cosima (28.08.2006, 10:50): Original von Rachmaninov Glücklicherweise erscheint die Aufnahme in der Originals-Serie erneut.
Ja, ganz genau! Sie ist seit dem 25.08.06 wieder offiziell auf dem Markt.
Bislang kenne ich die Interpretationen von Michael Korstick, Vladimir Horowitz und Bernd Glemser. Letzterer gefällt mir hier ganz besonders. Ich melde mich wieder zum Thema, wenn ich die Kocsis-Aufnahme gehört habe.
Gruß, Cosima
Rachmaninov (28.08.2006, 12:13): @Cosima,
Du solltest die Gelegenheit ergreifen und Dir die Koczis Aufnahme kaufen. Schon alleine da er die original version eingespielt hat ist ein wesentlicher Grund. Die Interpretation ist es allerdings auch wert :hello
Cosima (28.08.2006, 12:36): Original von Rachmaninov Du solltest die Gelegenheit ergreifen und Dir die Koczis Aufnahme kaufen.
Ähm, Richard - ich habe sie doch längst bestellt, muss sie nur noch irgendwann in den nächsten Tagen im Laden abholen. Ich dachte, das wäre klar. :D
Wir reden doch schon seit Monaten immer mal wieder über die Aufnahme.
Gruß, Cosima
ab (28.08.2006, 14:37): Es gibt doch eine hoch gelobte mit Hélène Grimaud (Denon), die in der BrilliantClassics Box erschienen sein müsste. Diese Aufnahmen werden doch gemeinhin höher als die jüngeren Aufnahmen gerühmt.
Rachmaninov (28.08.2006, 19:55): @ab,
das ist das "problem" mit den Boxen, man vergißt zu gerne was dort alles "drin" steckt.
Die Aufnahme besitze ich auch und werde sie noch hier besprechen!
ebenfalls unterschlagen:
Alexander Kobrin Idil Biret Van Clibrun M.A. Hamelin
:tongue:
Cosima (30.08.2006, 17:37): Original von Rachmaninov
Das Warten hat sich gelohnt: Ich würde sagen, dass diese Rachmaninov-CD von Zoltán Kocsis eine der besten CDs mit Klaviermusik ist, die ich in der letzten Zeit zu hören bekam! :down Ich finde gar keine Worte, sie ist großartig! So feurig und kraftvoll, dabei ganz klar und kontrolliert. Eine ganz tolle Kombination an Fähigkeiten, die Kocsis hier mitbringt, um die 2. Sonate, aber auch die Etüden usw. zu interpretieren. Ich denke, dass sie sogar Rachmaninov-Skeptikern gefallen würde, so mitreißend spielt er hier.
Bei aller Begeisterung möchte ich aber auch die Glemser-Aufnahme nicht missen!
Gruß, Cosima
Rachmaninov (30.08.2006, 17:47): Original von Cosima Das Warten hat sich gelohnt: Ich würde sagen, dass diese Rachmaninov-CD von Zoltán Kocsis eine der besten CDs mit Klaviermusik ist, die ich in der letzten Zeit zu hören bekam! :down Ich finde gar keine Worte, sie ist großartig! So feurig und kraftvoll, dabei ganz klar und kontrolliert. Eine ganz tolle Kombination an Fähigkeiten, die Kocsis hier mitbringt, um die 2. Sonate, aber auch die Etüden usw. zu interpretieren. Ich denke, dass sie sogar Rachmaninov-Skeptikern gefallen würde, so mitreißend spielt er hier.
:wink
ab (30.08.2006, 18:40): Wie ist denn sein Rach Klavierkonzerte Aufnahme mit Ivan Fischer?
Tangua (30.08.2006, 21:17): Bin schon sehr gespannt auf die angekündigten "Rezensionen", besonders die der Glemser- und der Kocsis-Aufnahme (aus welchem Jahr stammt eigentlich letztere?) - eine von beiden wird's für mich wohl werden (habe bislang nur Biret auf Naxos - gut, aber nicht wirklich überwältigend).
Wäre schön, wenn Ihr den Aspekt Aufnahmequalität nicht vergessen würdet...
Danke!
Cosima (31.08.2006, 16:22): Original von Tangua Bin schon sehr gespannt auf die angekündigten "Rezensionen", besonders die der Glemser- und der Kocsis-Aufnahme (aus welchem Jahr stammt eigentlich letztere?) - eine von beiden wird's für mich wohl werden (habe bislang nur Biret auf Naxos - gut, aber nicht wirklich überwältigend).
Wäre schön, wenn Ihr den Aspekt Aufnahmequalität nicht vergessen würdet...
Warum legst Du Dir nicht beide Aufnahmen zu und schreibst dann für uns eine eigene "Rezension"? Den Aspekt Aufnahmequalität kann man in diesem Falle vernachlässigen - bei beiden Aufnahmen gibt es m.E. in dieser Hinsicht nichts zu bemängeln.
Gruß, Cosima
Rachmaninov (03.09.2006, 17:05):
Freddy Kempf spielt die Sonate #2 auf einem durchaus klangschönen Yamaha Flügel in der 1913 Originalversion.
Seit dem ersten Hören bin ich etwas hin und her gerissen wie ich die Aufnahme finden soll. Meine Eindrücke sind mhrheitlich negativ. Auch beim letzten Hören vor einigen Tagen hatte ich den Eindruck bei Kempf wird nichts zusammen gehalten. Vielleicht ist es dies was Horowitz und andere dazu bewogen hat die Sonate in der späteren Version oder gar eigener Versionen zu spielen.
Jedenfalls erpfand ich die Aufnahme zwischenzeitlich von der Spielweise also wolle Kempf fast die "Mängel" der Sonate aufdecken.
Wer weiß, vielleicht sehe ich das irgendwann ja auch einmal ganz anders.
Rachmaninov (10.10.2006, 07:47): Gestern abend hörte ich nochmal die Aufnahme der Sonate mit Y. Sudbin.
Sudbin spielt die Sonate in einer Version wie sie von Horowitz gespielt wurde.
Mir gefällt Sudbin's Herangehensweise an die Sonate sehr gut. Die Wechsel zwischen kraftvollen und sensiblem Klavierspiel mit feinem Anschlag und schönen Klangfarbe gelingt ihm ausgesprochen gut.
Van Cliburn überzeugt mich nur Stellenweise! Hier und da läßt er die Musik schön fließen, aber in anderen Passagen wirkt das Spiel weder flüssig noch schlüssig.
Dazu noch ein "hartes" und rauschiges Klangbild!
Da gibt es IMO deutlich "bessere" und gelungenere Aufnahmen....
Rachmaninov (11.01.2007, 19:24): Heute hörte ich, zum wiederholten male, die Aufnahme der Sonate mit M.A.Hamelin.
Auf der einen Seite dieses technisch ePerfekte ausgereifte Klavierspiel bei dem man einfach jede Note, jeden Anschlag sauber hört und es wirklich ein Genuß darstellt zu lauschen.
Auf der anderen Seite jedoch dieser "Mangel" an "Gesang", eine Kühle, nicht nur im Klang sondern auch emotional. Hier fehlt mir einfach Leidenschaft und Sehnsucht.
Auch wenn man ggf. unterstellen muß, daß Rachmaninoff selber eher einen "unterkühlen" bzw. "harten" Anschlag pfegte. Was allerdings nicht zwingend das beste für das eigene Werk / die eigene Komposition sein mag.
Der sehr positiven Besprechung von Isabel Fedrizzi in der Piano News01/2007 kann ich mich was die Aufnahme der 2. Klaviersonate von S. Rachmaninov angeht nicht anschließen.
Dudana Mazmanishvilli überzeugt mich hier nicht durchgehend. Stellenweise spielt sie mir zu eintönig im Ausdruck. Da klingt jeder Anschlag monoton aneinander gereiht ohne Differenzierung und farblos.
Da haben mich andere Aufnahmen in der jüngeren Vergangenheit wie die von Sudbin mehr überzeugt.
Jeremias (18.02.2007, 18:40): Mir hat der Zugang zu der Sonate lange irgendwie gefehlt. Sehr beeindruckend waren jedoch die Live-Erlebnisse mit Pogorelich! Ansonsten gibt es da natürlich Klassiker wir Horowitz oder Ashkenazy, beide sehr vorzüglich!
abendroth (06.10.2012, 17:10): Das Oktoberheft von diapason hat Rachmanonoff als Hauptthema. Da werden für die beiden Sonaten die Aufnahme mit Alexis Weissenberg besonders empfohlen (man kann sie übrigens auf youtube hören). Selbst bin ich weder Rachmaninoffkenner noch - freund. Allerdings habe ich die beiden Aufnahmen mit Helène Grimaud, da ich Grimaudfreund bin.
Rachmaninov (11.10.2012, 12:08): Nikolay Lugansky
Die Schwierigkeit bei Rachmaninov's 2. Klaversonate sehe ich vor allem in der Strukturierung, wie man aus diesen komplexen Gebilde großartiger Ideen irgendwie ein einheitliches Werk schafft.
Lugansky gelingt dies - ihm gelingt eine schlüssige Werkdarstellung und keine fragmentierte gestückelte Sichtweise.
Das wirkt einfach homogen und auch in die Interpretation nach einer klaren Vorsetllung und Deutung.
Das Lugansky technisch ohnehin zu denen gehört, die das Werk mühelos beherrschen können ist dabei kein Geheimnis. Das perlt, da leuchtet und wenn es anders sein muss dann ist es das.
Anhören!
:times10
nikolaus (11.10.2012, 23:14): Danke!
Den Eindruck hatte ich bei der Hörprobe/Rezension in Radio auch.