Richard Hickox überraschend verstorben

Jeremias (26.11.2008, 12:23):
Aus Klassik-heute.com:

Der britische Dirigent Richard Hickox ist am 23. November 2008 überraschend im Alter von sechzig Jahren an Herzversagen gestorben. Der Tod ereilte ihn nach einer Einspielung von Gustav Holsts Choral Symphony mit dem BBC National Orchestra of Wales. Hickox hatte sich vor allem als Autorität für das englische Repertoire des 20. Jahrhunderts einen Namen gemacht und viele Jahre mit Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, der Northern Sinfonia und dem National Orchestra of Wales gearbeitet.

Aber auch den internationalen Konzertpodien wurde Richard Hickox geschätzt und von namhaften Orchestern eingeladen. Er gab Gastspiele in Tokio, Washington, Köln, Wien, Los Angeles, New York und war zuletzt musikalischer Leiter der Opera Australia. Mit dem englischen CD-Label Chandos verband ihn eine intensive und langjährige Zusammenarbeit. Insgesamt hat er über 250 Aufnahmen für Chandos eingespielt, darunter überwiegend englischen Repertoires des 20. Jahrhunderts. 1997 erhielt er für seine Einspielung von Benjamin Brittens Peter Grimes einen Grammy Award für die beste Opernaufnahme. Mit Richard Hickox verliert die internationale Musikszene einen fähigen und charismatischen Dirigenten, von dem noch viele maßstabstetzende Aufführungen und Einspielungen zu erwarten gewesen wären.
HenningKolf (27.11.2008, 20:02):
Oh je, welch traurige Nachricht. Hickox habe ich als Freund britischer Kompositionen und Komponisten sehr schätzen gelernt. Ich habe eine ganze Menge CDs, deren Aufnahmen unter seinem Dirigat standen.

:(
Rachmaninov (27.11.2008, 20:16):
Ein sicherlich sehr traurige Nachricht.

Muss gestehen in meiner Sammlung befindet sich wissentlich keine seiner Aufnahmen.

Welche seiner Einspielungen sind empfehlenswert?
Cetay (inaktiv) (27.11.2008, 20:35):
Original von Rachmaninov
Ein sicherlich sehr traurige Nachricht.

Muss gestehen in meiner Sammlung befindet sich wissentlich keine seiner Aufnahmen.

Welche seiner Einspielungen sind empfehlenswert?

Ich finde die Einspielungen der Londoner Sinfonien von Hadyn sehr empfehlenswert:

Original von mir (im Rückblick vielleicht ein ganz klein wenig zu enthusiastisch)
Die Quadratur des Kreises, wo innere Dramatik und formale Spannung gleichwertig nebenenander stehen Ich mag Haydn im Originalklang lieber, allerdings fehlt mir den Aufnahmen von Franz Brüggen und Sigiswald Kuijken ein klein wenig von dem Ernst und dem Gewicht, das Karajan den Londoner Sinfonien verleiht. Bis vor kurzem war Kuijken noch der beste Kompromiss, aber mittlerweile hab ich eine Aufnahme von Richard Hickox gefunden, die für meine Ohren die perfekte Synthese darstellt.
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0095115066225.jpg

Dann habe ich noch die d-moll Messe von Hummel, die ich aber sehr selten gehört habe:
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0095115072424.jpg
HenningKolf (27.11.2008, 23:45):
Original von Rachmaninov
Ein sicherlich sehr traurige Nachricht.

Muss gestehen in meiner Sammlung befindet sich wissentlich keine seiner Aufnahmen.

Welche seiner Einspielungen sind empfehlenswert?

Wenn ich das richtig sehe, interessierst Du dich ja nicht so sehr für britische Komponisten - um diese hat sich Hickox besonders verdient gemacht

Also wenn Britten, Tippett, Bliss, Holst, Rubbra etc. drin ist und Hickox drauf steht, hat man regelmäßig eine gute bis sehr gute Interpretation in Händen - man muss halt nur die Komponisten mögen

z.B

http://ecx.images-amazon.com/images/I/517QYTTKE2L._SL500_AA240_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/610KF3EW4JL._SL500_AA240_.jpg
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41P7B4GS73L._SL500_AA240_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/5120NDSA0XL._SL500_AA240_.jpg



:hello