Rituale und Glücksbringer von Künstlern/Komponisten?

constantin (23.05.2023, 10:44):
Hallo zusammen - am Wochenende hatte ich in einem Newsletter, den ich abonniert habe, gelesen, dass Edvard Grieg einen Tonfrosch hatte, den er stets zu Aufführungen in der Hosentasche hatte. Abends war er auf dem Nachttisch. (https://derklassiker.beehiiv.com/p/ber-das-mahlerfestival-und-edvard-griegs-tonfrosch)

Da das Thema Lampenfieber/Aberglauben wahrscheinlich einige unter uns betrifft oder betroffen hat - habt ihr weitere Beispiele von Künstlern, die solche Rituale hatten? Bin mal gespannt, wie viel wir zusammenbekommen :cool
Joe Dvorak (23.05.2023, 11:56):
Bevor wir uns jetzt wieder alle die Muehe machen und dann nie wieder etwas von constantin hoeren, moechte ich erst von constantin hoeren, was er sonst noch so im Forum zu tun gedenkt, wo seine Interessen, Schwerpunkte, Erfahrungen liegen.

Sorry dafuer, aber hier marschierten in letzter Zeit zu viele Leute rein, die mit einem Post Clicks fischen wollten und dann nie wieder gesehen wurden.

Hinter dem Link befindet sich "Der Klassiker', nach eigenem Verstaendnis ein "Hochwertiger Newsletter über klassische Musik". Und dann strozt der Artikel nur so vor grammatikalischen und Interpunktions-Fehlern. Ich bin da selbst gar keine Leuchte und auch ueberhaupt nicht pingelig, aber sehe wohl den Widerspruch. Aber erst muss man am Link zum Abo und dem Wunsch, das drei Freunden weiterzuleiten, vorbei. Ein Schelm, ... ;)
constantin (23.05.2023, 12:09):
Klar, kein Thema. Wusste nicht, dass das hier in letzter Zeit so Thema war, bin ja auch neu hier.

Ich bin gelernter Cellist, habe Musikwissenschaft studiert und jetzt aber karrieretechnisch einen anderen Weg eingeschlagen. Schwerpunkte während des Studiums waren Orchestrierung, Komposition und Ethnomusikologie mit besonderem Fokus auf Sufismus. Da ich immer gerne in großen Orchestern gespielt habe, liegt mein Interesse sehr auf den großen "turn-of-the-century" Komponisten - Mahler, Bruckner, gerne aber auch die großen Russischen Symphoniker.

Und der Verweis auf den Klassiker-Artikel war eher als Quelle angedacht, nicht als Click-Köder. Das ist bloß ein Newsletter, den ich mir mal abonniert habe ;)
Sfantu (23.05.2023, 15:26):
Hallo constantin,

danke für Deine ersten Beiträge -
herzlich willkommen, viel Freude und ich hoffe auf angeregte Diskussionen!

Sfantu
Joe Dvorak (24.05.2023, 03:17):
Klar, kein Thema.
Alles klar. Danke. Dann freue ich mich auf einen anregenden Austausch und entschuldige mich nochmals fuer die ruppige Begruessung.

Zum Thema kann ich gerade nichts beitragen. Ich bin mir sicher, schon von solchen Faellen gehoert zu haben, kiege die aber gerade nicht aus dem Hirn gezogen.
Jan Van Karajan (24.05.2023, 22:06):
Willkommen bei uns, lieber constantin :) . An dieser Stelle kann ich die Gelegenheit glaub ich auch mal nutzen, um mich für meine lange Abwesenheit hier zu entschuldigen. In den letzten Monaten hatte ich ziemlich viel mit Klausuren und ähnlichen schulischen Dingen zu tun, hatte also oft keine Zeit, hier viel zu posten und mich in mehreren Threads zu beteiligen. In ein paar Wochen wird sich das aber wahrscheinlich zum Besseren ändern :thumbsup: .
Es grüßt Euch
Jan :hello
Sfantu (24.05.2023, 22:09):
Lieber Jan,

alle verfügbaren Daumen sind fest gedrückt!!!
Viel Erfolg!!!

Herzlichst,
Sfantu
Jan Van Karajan (24.05.2023, 23:13):
Vielen Dank, mein lieber Sfantu :)
Philidor (08.06.2023, 21:12):
Roget Taylor, Schlagzeuger von Queen, trank vor jedem Auftritt nach eigener Aussage zwei Shots Scotch, je nach Shot zusammen also 4 cl bis 8 cl.

EIn berühmter Bariton der Nachkriegzeit trank vor jedem Auftritt ein großes Glas Milch. Muss ich aber recherchieren, wer das war.

Ansonsten gibt es halt eine Menge Bücher zum Thema
Lampenfieber
Kurz gesagt, geht es nicht nur darum, das Symptom "Lampenfieber" zu bekämpfen. sondern nach den Ursachen zu fragen.

- Angst, für einen Fehler verachtet zu werden
- Angst vor dem Vergleich mit (vermeintlich) viel Besseren
- Angst, die Erwartungen des Publikums nicht zu erfüllen
- Angst vor dem Urteil Kompetenter
- ...
- ...

Hat man die Ursache, lässt sich viel einfacher daran arbeiten.

Freillich ist auch ein "Werkzeugkasten" hilfreich, der schnelle Hilfe bei feuchten Händen, Tunnelblick, hohem Puls, Zittern und anderen Symptomen bietet,



Zu guter Letzt: Das Lampenfieber kann man auch umarmen - es ist das Zeichen dafür, dass der Körper merkt, dass etwas Besonderes bevorsteht, und sich darum bestmöglich vorbereitet - gute Durchblutung, Ausschüttung von Adrenalin, höhere Muskelanspannung, ... weil wir dieses Körpergefühl nicht gewohnt sind, macht es uns Angst. Doch wir können es auch wertschätzen - "Danke, lieber Körper, dass Du mich jetzt nicht im Stich lässt und das Deine für den Erfolg tust!"
Sfantu (14.08.2024, 10:28):
Marie Luise Neunecker
schwört auf ein Butterbrot mit Käse vor jedem Auftritt.
Das mache sie wohlig satt und entspannt.
Maurice inaktiv (15.08.2024, 00:05):
Ich erfreue mich im Sommer an einem kalten gespritzten Apfelwein. Mal sauer, mal süß gespritzt, aber auch durchaus mal pur. Allerdings nicht ohne Frühstück, sonst könnte es bei der Hitze Probleme geben. Beim Essen sollte es nicht den Magen überstrapazieren. Ich esse, wenn möglich, erst nach einem Auftritt (wenn er nicht gerade am Abend stattfindet).

Im Sommer finde ich auch eine Suppe sehr angenehm.