Ganong (06.05.2006, 14:18): Liebe Schumann - Interessentinnen und Interessenten ,
COSIMA hatte es angeregt und ich es versprochen : Eine kurze Literaturauswahl zu Robert Schumann , seiner Familie , seinem weiteren Umfeld und seinem Werk .
1. B. R. Appel ( Hrsg. ) Robert Schumann in Endenich .( Pflichtlektüre ! )
2. E. Burger : Robert Schumann . Eine Lebenschronik in Bildern und Dokumenten . ( Anm.: Sehr instruktiv , aber extrem teuer )
3.B. R. Appel u.a. ( Hrsg. ) : "schumanniana nova" ; Studio-Verlag ; Sinzig ; 2002 (Anm: Pflichtlektüre für jeden , der tiefer in Leben und Werk Schumanns und "wie ging es mit seinen Werken und seinen Kindern weiter einen Einblick gewinnen will . Schumann Ur - Enkelin Giulia Gori - Mazzoleni , eine Enkelin von Julie Schumann ( 1845 - 1872 ) , habe ich 1994 persönlcih kennengelernt . Ein besonders spannendes Kapitel in dem Buch , weil Clara Schumann verhindern wollte , dass ihre Tochter Julie ihren späteren Ehemann so schnell heiraten wollte . Julie starb während ihrer dritten Schwangerschfat ( es wäre ein Mädchen geworden ) in Paris . Pers. Anm. : Die alte Dame , 1914 geboren , war trotz ihres sehr hohen Alters eine der besten Quellen für mich ( und andere 9), weil sie alles sehr klar und schnell auf den punkt brachte .
4. Die bisher erschienen Bände ( zur Zeit Band 9 ) der Schumann - Forschung . Erschienen beim Verlag Schott ; Mainz
5. Partituren . Das Magazin für Klassische Musik . Heft 4 , 2006
6. G. von Wasielewski . Biographi e. 1856 (Anm.: Es ist die erste Biographie über Schumann eines seiner Weggefährten . Schon darin kommen die ersten Schwierigkeiten und "Veränderungen" vor . Nach wie vor eine unverzichtbare Quelle .
7. Schumann : Tagebücher
8. Schumann : Alle Beiträge in seiner Zeitschrift .
Nochmals : Die beiden Bücher von Udo Rauchfleich stellen Annäherungsversuche an Robert Schumann dar . Man kann URs Deutungen nur auf dem Hintergrund gesicherten psychiatrischen wissens verstehen . Sehr sorgfältige Werkzusammenstellung im ersten Buch . Übernimmt leider im zweiten Buch völlig unkriritsch die Meinungen von Eva Weissweiler , deren Ansichten bizarr sind .
Viel Erfolg bei der Lektüre !
Frank
Cosima (06.05.2006, 20:59): Original von Ganong COSIMA hatte es angeregt und ich es versprochen :
Lieber Frank,
vielen Dank dafür! :)
Ich werde schauen, was ich aus Deiner Liste finden kann. Es wird etwas dauern, da noch einiges anderes hier zum Lesen wartet (z.B. Lazar Bermans Buch, und mit dem Rubinstein komme ich auch nicht weiter), aber ich komme auf Deine Empfehlungsliste ganz sicher zurück.
Viele Grüße, Cosima
ab (07.06.2006, 21:44): Gibt es auch eine gute knappe Biographie, die lesenswert ist, für jemanden der derzeit wenig Zeit erübrigen kann?
Cosima (02.07.2006, 10:09): Es sind zwei bzw. drei neue Schumann-Bücher erschienen, die sehr positive Rezensionen erfuhren.
Die Schumann-Interpretationen in ihrer Gesamtdarstellung; die einzelnen Artikel sollen durchweg sehr lesenswert sein und sich auf dem Stand der aktuellen Forschungsergebnisse befinden. Hermann Loos ist der Herausgeber der 2-bändigen Ausgabe aus dem Laaber-Verlag:
Schumanns Leben und Werke zum Lesen aus dem Bärenreiter-Verlag (Ulrich Tadday, Hrsg.). Es soll sich hierbei um eine der interessantesten Monographien handeln, die derzeit erhältlich sind:
Leider sind beide Werke sehr teuer, ansonsten würde ich mir gerne zulegen.
Gruß, Cosima
raro (03.09.2006, 14:32):
Schumanns Leben und Werke zum Lesen aus dem Bärenreiter-Verlag (Ulrich Tadday, Hrsg.). Es soll sich hierbei um eine der interessantesten Monographien handeln, die derzeit erhältlich sind:
Ich hab mir jetzt mal dieses Werk zu 602 Seiten zugelegt und bin grad so am Schmökern. Es stehen wirklich sehr interessante Sachen über die gesamten Werke drinnen und man erfährt auch viel über die Hintergrundstory von Robert und Clara.... Was ich aber noch bemerken möchte ist, dass es nicht leicht zu lesen ist (an manchen Stellen zumindest), weil die Sätze ziemlich lang sind und an Fremdwörtern fehlt es auch nicht an besagten Stellen. Vielleicht sollt ich mir mal ein einen Fremdwörterdiktionär beim Lesen zur Hand nehmen :D....
raro
Ganong (18.09.2006, 17:11): ich habe mit sehr wachem Verstnd das "Schumann-Handbuch" durchgelesen . Mein Tip(p) : Nicht kaufen . es finden sich die bereits bekannten Beiträge etwa von Frau Knetges oder J. Draheim wieder und Herrn Gülke , einem Dirigenten , der leider einmal in Wuppertal dirigieren durfte , verdanken wir einen so schwachen Beitrag , dass der Kauf mich alleine desegen ärgern würde ( wie Julia SPINOLAS , F.A.Z. ,, Dirigentenbuch ) .
64 Euro sind mehr als dreist .
Frank
Ganong (09.11.2006, 14:56): Liebe Schumannfreund e,
wer sich einmal über paramedizinisches Wissen , über ungeheuerliche "wissenschaftliche" Ignoranz u.a.m. ärgern will , der muss die Arbeiten des DDR-ausgebildetetn Neurologen Rolnad Schiffter lesen .
das solch ein vorsätzlicher Unsinn aktuell überhaupt noch gedruckt wird , ist nur dadurch zu erklöären , dass an dem ( völlig überteuerten ) Buch "Das letzte Wort der Kunst" natürlich alte Schiffter - KLandsleute aus der DDR mitwirken .
Wie gut waren die DDR-Beiträge noch zu Zeiten der Selbständigkeit der D D R ! Da wusste man sofort , woran man ist .
Ärgerlich , dass Genies wie Heinrich Heine u n d Robert Schumann dermassen falsch gewertet werden unter dem Deckmantel neuer Forschungsergebnisse . Von groben sachlichen Fehlern ganz zu schweigen .
Was ist davon zu halten (vor allem von den enthaltenen Anmerkungen zu den Briefen)?
Mir gefällt Schumanns Schreibstil sehr, weshalb ich auch gerne wüsste, ob seine Kritiken aus der 'Neuen Zeitschrift für Musik' gesammelt in Buchform erhältlich sind. Frank, Du hattest im Eingangsbeitrag unter Punkt 8 etwas angedeutet. Könntest Du bitte genauere Angaben dazu machen?
Vielen Dank und Gruß, Cosima
Ganong (29.06.2007, 14:23): ÖLiebe Birgit ,
fast jeder Autor eines Buches verwendet die Literatur , die seinen Zielsetzungen besonders nahe kommen .
Darunter leidet auch besonders das nun wirklich dürftige Schumann - Handbuch .
Auch in diesem Buch verfolgen die jeweiligen Verfasser ihr eigenes Ziel und lassen dabei oft sehr wichtige Fakten weg oder kennen sie gar nicht .
Schumanns eigener Stil zu schreiben ist einfach herrlich zu lesen . Dies sind die grossen Momente der Musikliteratur .
Die Briefe Schumanns gibt es in Fachbuchhandlungen oder in den entsprechenden Abteilungen von Uni - Bibliotheken . Man sollte stets auf die Vollständigkeit achten . U d wer die Ausgaben besorgt hat .
Bei dem Briefwechsel zwischen Clara Schumann und Johannes Brahms muss man sich schon sehr tief in das Metier vertiefen . Zuviel ist leider von dem Paar vernichtet worden . Manches überraschend aus Privatbesitz wieder aufgertaucht . Bei8 der Lektüre wäre ich s e h r vorsichtig mit einer Wertung und Analyse .
Andere als die semi - professionellen und professionellen Schumann - Experten haben zu Clara und Johannes Brahms ( wie auch zu den Damen von Arnim und J Joachim ) das Entscheidende gesagt und geschrieben . Etwa Anna Gourari oderr E. Ax .
Innerhalb der Brahms - und Schubert - Literatur und -Forschung sieht es leider nicht besser aus . Grüsse , Frank
Cosima (29.06.2007, 15:17): Lieber Frank,
vielen Dank für Deine Anmerkungen.
Nun weiß ich aber immer noch nicht, ob Schumanns Kritiken aus der 'Neuen Zeitschrift für Musik' gesammelt in Buchform erhältlich sind.
Viele Grüße!
Ganong (30.06.2007, 16:15): Liebe Birgit ,
soweit ich weiss : nein .
Aber es kann durchaus Symposien gegeben haben ,bei denen alle vorgestllt worfden sind .
Wie gesagt eine spezialisierte musikwissenschsftliche Abt. einer Uni anschreiben oder die Robert-Schumann-Gesellschaft in Düsseldorf.
Viele Grüsse ,
Frank
Cosima (30.06.2007, 16:59): Lieber Frank,
das ist ja schade...
Dann werde ich einstweilen mit den Briefen und Tagebuchaufzeichnungen vorlieb nehmen.
Viele Grüße!
Cosima (07.07.2007, 11:26): Ich habe mir jetzt das o.g. Buch bestellt (Schlage nur eine Weltsaite an. Briefe 1828-1855).
Im Dezember wird erscheinen:
Ehetagebücher 1840-1844. Zwischen Poesie und Musik. (Gerd Nauhaus, Ingrid Bodsch)
Bei amazon heißt es darüber:
„Zum ersten Mal als Einzelausgabe erscheinen die von Robert Schumann und seiner Frau, der Pianistin und Komponistin Clara Schumann, geb. Wieck, in den ersten Jahren ihrer Ehe geführten gemeinsamen Tagebücher. 1987 waren diese in Leipzig und bei Stroemfeld in wissenschaftlich-kritischer Edition von dem Schumannforscher und langjährigen Direktor des Robert-Schumann-Hauses Zwickau, Gerd Nauhaus, vorgelegt worden. Mit der Neupublikation wird die textgetreue, mit Sacherläuterungen sowie Personen-, Werk- und Ortsregistern und ergänzenden Abbildungen versehene Leseausgabe vorgelegt, die einem breiten interessierten Publikum diese einzigartigen Zeugnisse einer bewegenden Künstlerehe nahebringen.“
Sicher auch interessant, werde es mir vormerken.
Eine vernünftige Biographie habe ich aber immer noch nicht. Meine rororo-Monographie ist inhaltlich doch recht mager.
Ganong (08.07.2007, 14:17): Liebe Birgit ,
ich empfehle die Arbeiten von Prof. Franken ( Zeit in Endenich und Tod Schumanns ) , die profunde Arebeit von DR. Pascal , Paris , und die erste Publikation von Udo Rauchfleisch . Dazu kann man , je nach psychaitrischen Kenntnissen , alle Arbeiten von Herrn Prof Gruhle heranziehen .
Die Rauchfleisch - Biographie vertritt zwar nicht meine wissenschaftliche Meinung , sie öfnnet aber den Blick auf Wesentliches . Sie enthält das beste mir bekannte Literturverzeichnis . Herr Prof. Rauchfleisch ist Dipl.-Psychologe und Psychoanalytiker an der Psychaitrischen Poiliklinik Basel . Sein zweites Buch ist deutlich schwächer .
Bezüglich der Augenkrankheit(en9 Schuberts sei auf den Beitrag von Prof. T. Brandt , bis vo kurzem Direktor der Neurologischen Klinik der LMU München , verwiesen , die erschienen ist in G. Riecker : Therapie Innere Krankheiten" , 5. A. , Springer .
Besonders die Arbeit von Dr. Pascal in einer Fachzeitscharift räumt mit nahezu allem auf , was an Vorurteilen seit 150 Jahren veröffentlich wird . Zu beziehen über Uni-Bibliotheken ( ggf. via Anforderungen in anderen Universitäten ) .
Grüsse ,
Frank
Ganong (17.10.2006, 18:49): Liebe freunde der Musik Robert Schumanns ,
ich habe ja in meinen bisherigen Beiträgen zu den Werken für Klavier solo von Schumann bewusst Anmerkungen zu seinen möglichen Erkrankungen ( psychischer Ursache ) vermieden .
Im aktuellen "Deutschen Ärzteblatt" finden sich zwei Leserbriefe , die bestätigen , dass es nichts Neues an der psychaitrischen Forschungsfront gibt bzgl Robert Schumann . Eher trifft das Gegenteil zu !( Leserbrief aus der Rhein. Landesklinik für Psychiatrie / Universitätsklinik Düsseldorf ) .