Robert Simpson: Sinfonien Nr. 1 - 11

teleton (18.11.2008, 13:52):
Liebe Simpson-Freunde (es sind sicher wenige, aber es sollten mehrere werden),

der britische Musiker Robert Simpson (1921 - 1997) mit mütterlicherseits holländischer und väterlicherseits schottischer Herkunft hat über einen Zeitraum von 40Jahren 11 Sinfonien geschrieben, die heute große Beachtung verdient haben.

Simpson ist großer Verehrer von Beethoven und Haydn und nennt Georges Enescu als sein Vorbild. Enescu hatte genau wie Simpson Studiensinfonien vorangestellt, die er seinerseits aber wieder vernichtete. Somit ist die Sinfonie Nr.1 eigendlich schon seine 5.Sinfonie. Eine der Studiensinfonien soll ein strenges 12-Ton-Werk gewesen sein.


Wie komme ich auf Simpson ?
Durch Empfehlung eines Klassikforum-Mitgliedes, der meine Richtung und Geschmack kennt.

Womit fängt man ohne INFO an ?
Natürlich chronologisch von der Sinfonie Nr.1 angefangen.

Beim ersten Hören stellt man fest, dass da große Werke vorliegen, die sich aber lange nicht alle durch ihre teils dissonate Grundgebung nicht sofort erschließen. Mehrmaliges Hören und das lesen der Hintergründe im Textheft ist erforderlich.
Ein Tamino meinte mal vor längerer Zeit, das sich jedes Werk von selbst musikalisch erschließen müsste und man nichts nachzulesen braucht
das geht hier gar nicht !


Hätte ich nun chronologisch weitergemacht, hätte es wegen dem nicht einfachen Zugangs lange gedauert hier richtig gefallen zu finden und auf die Sinfonien 8-10 zu stoßen, die mir sehr liegen und mir sofortigen Zugang boten. Hier werden zunächst ungeniesbare Dissonanzen vermieden, oder zumindest so effektvoll platziert, das sie (für mich) geschmacklich angebracht erscheinen.

Die 11 Sinfonien sind sehr kontrastreich aufgebaut, jede hat eine andere Form, die sich nie wiederholt.
Die Sinfonien sind oftmals Auftragswerke verschiedener britischer Orchester/Dirigenten:

Sinfonie Nr. 1 für Kammerorchester (1951) .... 28:46
- Einsätzig mit drei deutlich voneinander abgegrenzten Abschnitten

Sinfonie Nr. 2 für Kammerorchester (1955/56) .... 28:37
- 3 Sätze

Sinfonie Nr. 3 für Orchester (1962) ....30:53
- 2 Sätze

Sinfonie Nr. 4 für Orchester (1970-72) .... 46:16
- konventioneller Aufbau (aber nur der Aufbau) mit 4 Sätzen

Sinfonie Nr.5 für Orchester (1972) .... 40:05
- symetrische Bogenform in 5 Abschnitten

Sinfonie Nr.6 für Orchester (1977) .... 31:03
- zwei Teile

Sinfonie Nr.7 für Kammerorchester (auch 1977) .... 29:02
- Einsätzig in drei Teilen

Sinfonie Nr.8 für Orchester (1981) .... 44:16
- 2 Sätze mit je 2Teilen

Sinfonie Nr.9 für großes Orchester (1985-87) ....49:55
- Einsätzig in drei Teilen

Sinfonie Nr.10 für Orchester (1988) ....54:40
- 4 Sätze

Sinfonie Nr. 11 für Kammerorchester (1990) ....29:07
- 2 Sätze

Durch einen telefonischen Gedankenaustausch mit meinem Tippgeber ergab sich, das dieser seine Simpson-Sinfonien-GA wegen der Ersthörsitzung der Sinfonie Nr.9 erfolgte.

Die :down Sinfonie Nr.9 :down war es denn auch die als Nächste bei mir dran kam.
:times10 Und das war das Werk bei dem auch bei mir der „Megafunke“ der für Simpson übergesprungen ist.

Die Sinfonienzahl Nr.9 bedeutet bei vielen Komponisten eine magische Zahl, die bei der Neunten zu einen bekenntnishaften Werk führt (so als wenn es das letzte wäre). So auch bei Simpson, der mit diesem monumentalen Werk einen genialen Über-Bruckner mit einem Schuß Mahler, Sibelius, Nielsen und Schostakowitsch schuf, die einzigartig ist und wahnsinning zu begeistern vermag. Simpson liefert eine Musik von beethovenscher rhythmischer Kraft und Zielgerichtetheit; ein wahnsinniger Kraftakt einer stürmischen Orchesterkomposition.

Die Sinfonie Nr.9 ist mit ihren 50 Minuten Spieldauer das längste Werk, das nur in einem Tempo komponiert wurde. Dieser Angabe aus dem Textheft sollte man aber nicht allzu viel Bedeutung beimessen, da die 3Teile schon verschiedene Tempi aufweisen.
Die dreiteilige Form hat in der Mitte einen Scherzo-Abschnitt, der von „kosmisch“ langsamen Außenabschnitten umrahmt wird. Das abschließende Adagio besteht aus 2Phasen - 1.Fuge 2. Variationen.

Allerspätestens, wenn man die Sinfonie Nr.9 hört begreift man, das der Komponist Simpson wiedermal bei Handley (wem sonst ?) als Dirigent in den allerbesten Händen ist. Wie er dieses Werk bis zum geht nicht mehr an die Grenzen der CD-Aufnahmefähigkeit treibt, ist fabalhaft und kann wohlmöglich nicht mehr getoppt werden.
Alleine diese Sinfonie würde die Anschaffung der Hyperion – Box, die klanglich absolut auf neustem Stand ist.


Das Simpson nach seiner Sinfonie Nr.9 in Anlehnung an Beethoven, Bruckner, Mahler keine Neunte-Sinfonie-Sperre eingebaut hat, zeigt sich bei der
Sinfonie Nr.10, die er für sich als Hammerklavieristisch ( in Anlehnung an Beethovens Hammerklaviersonate) beschrieb.
Ein weiterer Kontrast zu der vorgegangenen Sinfonie, die ebenfalls begeistert.

Seltsam das gerade bei Simpson die monumentalsten Sinfonien bei mir am besten ankommen, wo ich sonst doch eher knapperen Formen zugeneigt bin !
Die Nielsen – Variationen gefallen mir auch sehr gut - :D ;) das Nielsen-Thema ist schließlich auch ein tonales Thema aus seiner Bühnenmusik Ebbe Skammelsen.

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0034571141916.jpg
11 Sinfonien +Nielsen-Variationen
Royal PO, Bournemouth SO, Liverpool PO, London Sinfonia, Vernon Handley
Hyperion , DDD, 1987-03
HenningKolf (19.11.2008, 06:49):
Hallo Wolfgang,

optimistisch, Simpson, den mit Sicherheit kaum jemand kennt, mit dem Teilgebiet Sinfonien einzustellen. Wenn es allgemein um den Komponisten gegangen wäre, hätte ich immerhin die Kenntnis dieser Klavieraufnahme beisteuern können

http://ecx.images-amazon.com/images/I/61VCKGCRZSL._SS500_.gif

(einmal gehört, mich erinnerte es ein wenig an Tippett, vielleicht höre ich noch mal wieder hinein)

Da Hyperion nicht gerade billig ist und ich auch nicht die Möglichkeit habe, dieses label bei emusic downloaden zu können, wird es - schließlich reicht die Wunschliste für mehrere Jahre - noch einige Zeit dauern, bis ich mich mit Simpson Sinfonien beschäftige.

Gruß
Henning
teleton (19.11.2008, 09:29):
Hallo Wolfgang,
optimistisch, Simpson, den mit Sicherheit kaum jemand kennt, mit dem Teilgebiet Sinfonien einzustellen

Mein Optimismus dient ja auch dazu, das sich der Klassikhörer ggf. mit Simpson beschäftigt - es wäre allemal lohnend.

Als Einstieg empfehle ich die Sinfonien Nr. 8-10, die ich für zugänglicher halte. Ein chronologisches Vorgehen von Nr. 1 beginnend, wäre ansonsten logisch, könnte aber bei Simpson zuum baldigen verdrzuss führen, denn dazu ist intensive Beschäftigung und einlesen erforderlich.

Die Angabe Kammerorchester bei einigen Sinfonien sollte man auch nicht überbewerten, den es handelt sich nicht um eine kammerorchestrale Komposition, sondern lediglich um eine sinfonische Besetzung in der größe der Haydn-Sinfonien (z.Bsp. in der Größe der Londoner).
uhlmann (25.11.2008, 18:14):
ich kenne folgende cd mit den symphonien 2 & 4:

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0034571165059.jpg

die stücke sind ganz in ordnung, ohne dass mich deren kenntnis zur entdeckung von weiteren werken simpsons anregen würde. sie sind gut gemacht, routiniert in positivem sinne. mir fehlt etwas der zusammenhalt innerhalb einer symphonie - oder kann ich ihn nicht erkennen, kann auch sein. die sätze erscheinen mir jedenfalls recht beliebig zusammengewürfelt - hauptsache symphonie sozusagen.

für leute mit interesse an modernem, das nicht allzu modern klingt, kann simpson sicher eine entdeckung sein.
teleton (26.11.2008, 11:37):
Hallo Uhlmann,

um Simpson kennenzulernen empfehle ich nicht die chronologische Reihenfolge von Nr. 1 beginnend.
Mir liegen die Sinfonien ab Nr. 6-10 zum Beispiel viel mehr und genau diese Werke (insbesondere die Sinfonie Nr.9) führen dann auch zur absoluten Simpson-Begeisterung.

:cool Die Sinfonien Nr. 2 und 4, die Du auf der gezeigten Hyperion-CD kennengelernt hast (diese CD ist auch in der GA enthalten), sind genau die falschen um an Simpson wirklich großen gefallen zu finden !

Ich hatte in Unkenntnis auch zuerst mit den ersten Sinfonien angefangen und war nicht immer angetan.
Bis ich durch ein Telefonat meines Tippgebers auf die Nr.9 und dadurch auf die späteren Sinfonien gekommen bin - das wars - das ist Wahnsinnsmusik, die sich schneller erschließt und wirklich zu begeistern vermag.


?( Ich weis ja nicht von welchen "Geräuschemachern" Du ausgehst, wenn Du schreibst: "für leute mit interesse an modernem, das nicht allzu modern klingt, kann simpson sicher eine entdeckung sein".
Aber ich finde das Simpson eine sehr moderne Tonsprache spricht, die jede Menge Dissonanzen aufweißt, wenn auch (zum Glück) nicht in 12-Ton-Technik (das hatte er in seiner Jugend mal versucht, aber wieder verworfen und seine 12-Ton-Studiensinfonie vernichtet).
uhlmann (26.11.2008, 12:11):
hallo wolfgang,

dass ich diese cd habe und nicht irgendeine andere, ist purer zufall (super-super-sonderangebot). ich habe nicht bewußt frühe stücke gesucht, sondern wollte einfach diesen komponisten mal hören und habe daher die cd ob des preises mitgenommen. vielleicht ergibt sich mal eine gelegenheit für spätere werke.

ich finde nicht, dass simpson sehr modern klingt - ein paar dissonanzen dort und da machen noch nichts modernes draus, das gibts in vielen filmmusiken auch ("modern" soll hier allerdings nicht wertend sein). im gegenteil würde ich ihn in die kategorie der komponisten einordnen, die eigentlich traditionell, im sinne des 19. jahrhunderts, komponieren, dafür aber manche methoden des 20. jahrhunderts verwenden.

simpson macht das routiniert, etwas glatt und belanglos vielleicht, aber immerhin routiniert. erinnert mich entfernt an schostakowitsch, mit einflüssen aus england (vaughan-williams) und amerika (z.b. der späte antheil).

die von dir erwähnten "geräuschemacher" sind für mich die wirklich modernen komponisten. solche, die sich um die (weiter)entwicklung der musik kümmern und nicht einfach altes in ein neues gewand stecken. ich meine damit etwa die musikalische avantgarde nach 45, messiaen, die serialisten, john cage, xenakis, lachenmann etc., später die spektralisten,...

nachdem das alles - das meiste jedenfalls - recht schräg klingt, und deshalb viele es nicht mögen, meinte ich, simpson könne etwas sein "für leute mit interesse an modernem, das nicht allzu modern klingt".
Sfantu (22.12.2020, 19:46):
Aus einer gewissen Bequemlichkeit heraus füge ich meinen Post im "Was höre ich gerade jetzt"-Faden einmal hier ein. Zum Einen, da dort die Dinge nunmal mit der Zeit "untergehen". Zum Anderen in der Hoffnung, daß ein Simpson-Enthusiast sich aufs Neue aufgerufen fühlt, hier eine Lanze für den Komponisten zu brechen. Mich hat die Neunte - von teleton hoch gelobt - (s. o.) auch im zweiten Anlauf nicht gerade gepackt (s. u.).

Aber ja - wer weiß...



Bekehrung noch möglich?

Robert Simpson

Sinfonie Nr. 9 (1987)
Bournemouth Symphony Orchestra - Vernon Handley
(CD, Hyperion, 1988)

Irgendwann & irgendwo plädierte jemand von euch für die Sinfonien Robert Simpsons.
Nach kontroverser Debatte stand am Ende die Empfehlung, die Nr. 9 als Einstieg zu wählen. Daraufhin schaffte ich mir die Einzelaufnahme an & hörte sie gestern Abend innerhalb von 3 Jahren zum original 2. Mal.
& wieder war die Auswirkung auf meine Gemütslage: ermüdend.
Das Werk ist einsätzig & bringt es dergestalt auf knapp 50min Spieldauer. Ein durchgehender Puls, teils rhythmisch, immer aber, was die Energetik betrifft, ist schon zu verspüren. Hier drängt sich eine Parallele zu Allan Petterson auf. Auch ist im Booklet-Text die Rede von verschiedenen stilistischen Anleihen an einflussnehmende (müsste man nicht eigentlich sagen: einflussgebende?) Komponisten, sie werden aber nicht namentlich genannt. Die wiederkehrenden fahlen, offene Räume imaginierenden Klänge, gern in liegenden Tönen der Holzbläser, lassen hie & da an Carl Nielsen denken.

Neben dem Ermüdungseffekt bleiben noch diese Eindrücke hängen: interessante Musik, alles eigentlich schonmal da gewesen, also nichts umstürzend Neues, nett.
Vielleicht bin ich aber auch komplett auf dem rezeptorischen Holzweg & jemand kann das relativieren oder zum unbedingten Weiter-Erforschen motivieren.

Ein editorischer Minuspunkt: es gibt keine Zeitangaben zu den einzelnen Tracks.
Für die im Bonustrack angehängte Werkerläuterung durch den Komponisten fehlten mir zu später Stunde Energie & Fokussierung.
Andréjo (22.12.2020, 23:45):
Stärker als die Neunte packt mich die Vierte ... wenn man so will, eine Hommage an Beethoven, der mir hier wichtiger scheint als Nielsen - oder, was die Neunte anbelangt, sogar Bruckner.

Wäre das als nächstes vielleicht einen Versuch wert, Sfantu?

:) Wolfgang
Sfantu (22.12.2020, 23:52):
Lieber Andréjo,

danke für die Anregung zur Vierten!
Vielleicht finde ich am Ende doch noch einen Platz in der Simpsons' Family...
Sfantu (23.12.2020, 14:55):
Heute stand ein Besuch in Neuchâtel an. Für die Fahrt wählte ich eine gemütliche Über-Land-Strecke. Dazu das heitere bis wolkige Wetter. Passend für einen neuen Versuch mit Simpsons Neunter.
Die langsamen Rahmenabschnitte haben schon so ihre Längen - diesmal fand ich sie aber nicht so ermüdend wie zuletzt. Dennoch: ermüdend, also regelrecht an die Substanz gehend, stelle ich mir dieses Werk für die Ausführenden vor. Regelrecht Lust bereitete aber der scherzoartige Mitteltei.
Eine erste Annäherung?
Möglich.
Sfantu (03.04.2024, 23:17):
Schon mehrfach wurde hier auf die Vernon Handley / Matthew Taylor-Gesamteinspielung mit vier verschiedenen Orchestern auf hyperion bezug genommen.
Habe sie nun nach und nach per Einzelausgaben komplettiert und insbesondere in den letzten 10 Tagen komplett durchgehört - die meisten davon mehrmals. Die Anschaffungen, teils im Hochpreis-Segment, haben sich für mich gelohnt. Der Zyklus besticht durch Geschlossenheit in der Werkauffassung, exzellentes Orchesterspiel und beste Klangqualität.

"für leute mit interesse an modernem, das nicht allzu modern klingt".
Diese Kurzformel finde ich ganz treffend.
Die Einflüsse resp. das tonsprachliche Spannungsfeld, in dem sich Simpsons Musik bewegt, bleiben vertraut: der reife Nielsen, Vaughan-Williams, Schostakowitsch hie und da? Die frechen Beethoven-Allusionen in der Vierten sind unterhaltsam weil originell und dabei gut gemacht.

@teleton
der Einschätzung, man könne ab der Nummer Acht einen leichteren Einstieg zu Simpson finden, kann ich nicht folgen. Der Stil ändert sich nicht grundlegend, wird allenfalls eine Spur ruhiger. Was an dieser Schnittstelle aber auffällt, ist eine Hinwendung zur Großform. Besonders Neun und Zehn sind kapitale Brocken, die Sitzfleisch erfordern.
Nachdem mir die Neunte anfangs Mühe machte (siehe oben), erscheint sie mir nun im Gesamtfeld mit ihrer an Bruckner erinnernden Art bemerkenswert anders als die Vorgänger-und Nachfolgerinnen, zumindest aber durchgängig betont ernst. Bei der Zehn werden trotz einem Mehr an Kontrasten (und damit Abwechslung) im Vergleich zur Neun die Längen eher wahrnehmbar und ich verspüre den Impuls zu sagen: der Punkt, an dem eigentlich alles gesagt war, ist lange überschritten. Die Elf kehrt zur vor der Achten üblichen knapperen Form zurück, ist in der Summe auch wieder entspannter und verspielter als die bedeutungsschwangere Zehn.

Ich hörte alle Werke chronologisch durch und verspürte keinerlei Barrieren. Die Tonsprache fand ich zu keiner Zeit schwer zugänglich. Auch die Aussage, man könne die Musik nicht verkosten ohne Kenntnis der Booklet-Texte, verstehe ich nicht. Ich habe sie zwar gelesen - nur: was beinhalten sie, ohne das das Hören nicht möglich sei?

Eigenprofil (und somit Lust aufs Wiederhören machend) erkenne ich am ehesten bei der etwas ironisch-herausfordernden Vierten, der expressiven Fünften und der vielgestaltigen, ebenfalls expressiven Achten.

Die einzige Vergleichseinspielung zu einem der Werke, die ich mir beschaffen konnte, ist jene der ersten Sinfonie mit dem London Philharmonic und Adrian Boult.



Nr. 1

London Philharmonic Orchestra - Adrian Boult
(CD, EMI, AD 1956)

Noch in mono? Schon in stereo? Jedenfalls klangtechnisch sehr gut und und in puncto Gestaltungskraft Handleys Aufnahme ebenbürtig. Vielleicht besitzen die Liverpooler fast genau 40 Jahre später etwas mehr spieltechnische Klasse.

Die Laufzeiten im Vergleich:

Boult / Handley

Moderato e giusto 9'38 / 11'16
Molto tranquillo 6'07 / 5'30
Tre quarti come tre crome del precedente 10'44 / 11'50


optimistisch, Simpson, den mit Sicherheit kaum jemand kennt, mit dem Teilgebiet Sinfonien einzustellen.
Auch ich finde die Beschränkung auf diese eine Gattung bei einem so wenig gehörten / wenig präsenten Komponisten unglücklich.