Severina (26.11.2013, 01:38): Das gleiche Spielchen gibt es natürlich auch für die Damen! (Wieder bitte neben dem Namen auch die Rolle angeben und eventuell TV)
Also dann:
1. Nina Stemme als Isolde in "Tristan und Isolde"
2. Anna Netrebko als Tatjana in "Eugen Onegin"
3. Cecilia Bartoli als Comtesse Adèle in "Il Comte Ory"
4. Anja Harteros als Elisabetta in "Don Carlo"
5. Angela Gheoghiu als Tosca in "Tosca"
6. Krassimira Stoyanova als Ariadne in "Ariadne auf Naxos"
7. Elina Garanca als Carmen in "Carmen"
8. Anne Sofie von Otter als Baba the Turk in "The Rake's Progress"
9. Gaelle Arquez als Idamante in "Idomeneo"
10. Marina Rebeka als Donna Anna in "Don Giovanni"
lg Severina :hello
Hyacinth (26.11.2013, 18:49): Hallo, Severina! Super Idee, ich liebe solche Spielchen! :D Es war schwer sich zu erinnern, was denn tatsächlich alles in diesem Jahr war, aber so hab ich doch 10 zusammenbekommen. Das Rating ist teilweise wirklich willkürlich, weil es bei so unterschiedlichen Sängerinnen und Rollen sehr schwer ist.
1. Diana Damrau als Moll Hackabout in Bells "A Harlot's Progress" (ThadW) 2. Elina Garan a als Carmen (WSO) 3. Camilla Nylund als Salome (WSO) 4. Elisabeth Kulman als Boulotte in Offenbachs "Barbe-bleue" (Styriarte Graz) 5. Nadia Krasteva als Eboli in "Don Carlos" (frz.; WSO) 6.* Gaëlle Arquez und Sophie Karthäuser als Idamante und Ilia in "Idomeneo" (ThadW) 8. Anita Hartig als Micaëla in "Carmen" (WSO) 9. Daniela Fally als Zerbinetta in "Ariadne auf Naxos" (WSO) 10. Olga Bezsmertna als Contessa Almaviva in "Le nozze di figaro" (WSO)
Außer Konkurrenz wegen sentimentaler Befangenheit meinerseits wäre noch Genia Kühmeier als Pamina (BSO) zu nennen, die ich nach über einem Jahr endlich wieder auf der Bühne erleben durfte :down * Stimmlich war natürlich Arquez die größere Offenbarung, aber zu einem wahren Opernerlebnis wurde dieser Abend für mich nur, weil man Zeuge sein durfte, wie sich zwei fabelhafte Darstellerinnen perfekt ergänzten.
Bei den Herren dürfte es etwas schwieriger für mich werden 10 aufzutreiben, die fallen mir irgendwie selten auf.. :J
Lg, Hyacinth :hello
Fairy Queen (03.12.2013, 09:49): Meine Sängerin des Jahres ist die erst 23 Jahre alte Russin Julia Lezhneva, die ich gerade entdecke und von deren Strahlkraft und Musikalität ich restlos begeistert bin. Sie wirft zudem alle eingefahrenen Stimmklischees über den Haufen und befreit sich von dem 19.Jh Ballast. Für mich eine der grossen Zukunftshoffnungen im klassischen Gesang. Sie ist zwar auf historisch informierte Praxis spezialisiert, wurde von Marc Minkowski über Youtube entdeckt und singt (noch) überwiegend Barockrepertoire, aber hier ein Link zu einer umwerfenden Interpretation von "Come scoglio" aus Cosi fan tutte. Man beachte das sehr sparsam eingesetzte Vibrato in einer Rolle die angeblich nur von ausgewachsenen dramatischen Sopranen gesungen werden sollte. Was für eine belebende Frische bei einer gleichzeitig voll ausgereiften Stimme! Bin hin und weg!!!!! http://www.youtube.com/watch?v=Qylvp52Rck0 In einem grossen Artikel in der Wochenzeitung "Die Zeit" (Nr49) wird ihre Haltung zum Gesang und zur Musik ausführlcih besprochen. Beste Aussichten, wenn sie irgendwann anfängt Bellini zu singen....... :engel
Hier ein Link zu einem Interview mit der Sängerin mit wunderschönen Ausschnitten aus Händels "Lascia la spina" http://www.youtube.com/watch?v=9pir0WpAPXA
F.Q.
Jürgen (03.12.2013, 14:51): Original von Fairy Queen Meine Sängerin des Jahres ist die erst 23 Jahre alte Russin Julia Lezhneva, die ich gerade entdecke und von deren Strahlkraft und Musikalität ich restlos begeistert bin. Sie wirft zudem alle eingefahrenen Stimmklischees über den Haufen und befreit sich von dem 19.Jh Ballast. Für mich eine der grossen Zukunftshoffnungen im klassischen Gesang. Sie ist zwar auf historisch informierte Praxis spezialisiert, wurde von Marc Minkowski über Youtube entdeckt und singt (noch) überwiegend Barockrepertoire, aber hier ein Link zu einer umwerfenden Interpretation von "Come scoglio" aus Cosi fan tutte. Man beachte das sehr sparsam eingesetzte Vibrato in einer Rolle die angeblich nur von ausgewachsenen dramatischen Sopranen gesungen werden sollte. Was für eine belebende Frische! Bin hin und weg!!!!! http://www.youtube.com/watch?v=Qylvp52Rck0 In einem grossen Artikel in der Wochenzeitung "Die Zeit" (Nr49) wird ihre Haltung zum Gesang und zur Musik ausführlcih besprochen. Beste Aussichten, wenn sie irgendwann anfängt Bellini zu singen....... :engel
F.Q.
Volle Zustimmung.
Florestan (03.12.2013, 17:12): Sehr sympathische junge Dame. Sie singt den Händel absolut umwerfend (Arie aus "Allessandro"). Beim zuschauen merkt man, dass singen glücklich macht, und zwar offenbar Sänger und Zuhörer. Falls sie in meiner Nähe demnächst mal auftreten sollte fahre ich auf jeden Fall hin, und wenn Sie dann Händel singt erst recht. Ansonsten bin ich bei diesem Thema fehl am Platze, denn ich halte überhaupt nichts von Rankings und von dem Starkult der um Musiker im allgemeinen und Sänger im besonderen gemacht wird. Für mich zählt zuerst die Musik, und dann kommt der Interpret, niemals umgekehrt. Und Julia Lezhneva scheint ja noch unverbraucht zu sein. Hoffentlich kann sie sich diese Unschuld noch ein wenig bewahren, denn irgendwann kommt der Plattenvertrag und dann ist schluss mit lustig, denn dann wird gnadenlos vermarktet.
Florestan
Severina (03.12.2013, 21:20): Lieber Florestan, warum immer so bierernst? Ein Ranking ist ein netter Spaß, sonst gar nichts, und niemand wird wohl ernsthaft behaupten, dass daraus eine allgemeiner Wertmaßstab abgeleitet werden kann/soll. Wieso Du in meiner Frage, welche 10 Sängerinnen Euch in dieser Saison am meisten beeindruckt haben, "Starkult" witterst, wüsste ich auch gerne. Und selbst wenn eine Sängerin als "Star" gehandelt wird, bedeutet das ja nicht automatisch, dass sie schlecht ist.
Wie soll man außerdem in einer Oper Musik und Interpretin trennen? Wenn ich eine Arie großartig finde, kann es mir doch erst Recht nicht egal sein, wer sie singt! (Ebenso wie das vollendetste Klavierkonzert kaum Begeisterung hervorruft, wenn es von einem Stümper heruntergeklimpert wird, und selbst bei einem Orchesterkonzert soll es nicht ganz unwichtig sein, welcher Klangkörper es exekutiert und wer ihn dirigiert!)
lg Severina :hello
Allegra (04.12.2013, 18:35): Ah, Florestan, du sprichst mir aus der Seele!
Ich habe mich tagelang mit dem Gedanken beschäftigt, welchen Sänger oder welche Sängerin ich hier einordnen würde. Kann ich nicht. Aus den von dir genannten Gründen: Zuerst ist da die Musik, und dann die Interpretation. Die eine gefällt mir zu bestimmten Momenten besser, die andere zu anderen Zeiten. Momentan hätte ich das Bedürfnis vor zwei bestimmten Sängern und einer Sängerin anbetend zu knien … aber kommt Zeit, kommen neue hinzu und würden dieses mein "Ranking" eventuell über den Haufen werden. :P
stiffelio (04.12.2013, 20:26): Hallo Allegra, Original von Allegra Momentan hätte ich das Bedürfnis vor zwei bestimmten Sängern und einer Sängerin anbetend zu knien … aber kommt Zeit, kommen neue hinzu und würden dieses mein "Ranking" eventuell über den Haufen werden. :P Na und? Rankings sind doch (auch) dazu da, um bei nächster Gelegenheit wieder erneuert zu werden :P :P Ich begreife meine jedenfalls immer nur als Momentaufnahmen (dazu noch höchst subjektive), nichts anderes. Aber trotzdem würden mich deine "bestimmten" Sänger/innen interessieren. Allerdings sollte sich niemand genötigt fühlen, hier mitzumachen, der dazu keine Lust hat.
VG, stiffelio
Florestan (05.12.2013, 14:58): Liebe Severina
Ich möchte hier nicht als Spielverderber auftreten, und hätte mich an dieser Stelle vielleicht gar nicht zu Wort melden sollen. :ignore Wahrscheinlich bin ich auch in diesem Punkt etwas empfindlich, weil mich der Hype, welcher um manche Personen entfacht wird ziemlich nervt, und ich das ungerecht gegenüber den vielen hochbegabten Künstlern finde, die nicht so recht wahrgenommen werden. Natürlich lebt das Werk vom Interpreten und umgekehrt. Ich bevorzuge ja auch diejenigen, welche nach meiner Ansicht das Werk bestmöglich zur Geltung bringen. Das ist aber für mich nicht die Frage, sondern die wem in der Wahrnehmung der Vorzug gebührt, dem Werk oder dem Interpreten. In dieser Frage vertrete ich eine eindeutige Meinung. Ich finde halt, dass zu häufig dem Interpreten mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird als dem Komponisten, ganz unabhängig davon oder der nun gut oder schlecht ist. Wenn wir ein Ranking veranstalten, bei dem die gelungenste Opern- oder Konzertaufführung genannt werden soll, oder das beeindruckenste Werk der letzten Monate,bin ich sofort dabei. :beer