die meisten Opernhäuser haben ja nun schon die Programmvorschau für die nächste Saison veröffentlicht, und da interessiert es mich natürlich, welche Produktionen ihr im Fokus habe, worauf Ihr Euch freut, worüber Ihr enttäuscht seid, usw.
Ich mache einmal den Anfang mit Wien (no na :D!)
WSO - Frust prolongiert, wird unter Monsieur wohl zu einem Dauerzustand werden. Ich darf gar nicht daran denken, dass wir den für mich schwächsten aller Direktoren, die ich in meiner nun über 45 Jahre währenden "Karriere" als Opernfan erleben durfte, frühestens in 5 Jahren los werden. Bis dahin habe ich mir vermutlich ein anderes Hobby gesucht......
Mickrige 5 PR stehen uns bevor, davon sind 3 so überflüssig wie ein Kropf:
1. Verdi, Macbeth: OK, die alte Inszenierung von Vera Nemirova ist kein Geniestreich, aber unter Meyer war eine neue noch NIE besser. Aber ich blicke dem mir unbekannten Regisseur Christian Räth natürlich vorurteilsfrei entgegen. Dass aber ausgerechnet die schönstimmige Schlaftablette Ludovic Tézier den Macbeth singt, reduziert meine Vorfreude auf Null.
Dirigent: Alain Altinoglu Macbeth: Kudovic T´zier Lady Macbeth: Tatiana Serjan Banquo: Ferruccio Furlanetto (Der einzige Lichtblick!) Macduff: Jorge de Leon
2. Humperdinck, Hänsel und Gretel - auf diese schwachsinnige Idee muss man einmal kommen! Dieses Werk hat an einem großen Haus mM nach nichts verloren, noch dazu, wo es ohnehin am Spielplan der Volksoper steht. Dort passt und gehört es hin. Aber Herr Thielemann hat sich diese Oper gewünscht, also bestimmen bei uns neuerdings die Dirigenten den Spielplan... Thielemann ist auch der Grund, warum ich mir garantiert erst den 2. Block anschaue, wenn er nicht mehr dirigiert. Adrian Noble hat uns schon die szenisch langweilige "Alcina" beschert, also erwarte ich mir auch von der Regie nichts. Die Besetzung ist OK (Auf Eröd und Baechle freue ich mich!), aber jetzt auch nicht das, was man sich bei einer PR erwartet.
3. Janacek, Vec Makropulos Hier wäre die Freude groß (Endlich einmal nicht der übliche 0815-Kram!!), hieße der Regisseur nicht Peter Stein. Ich weiß, der Witz mit der Steinzeit" hat schon einen Bart, aber seine Inszenierungen sind tatsächlich Opernsteinzeit. Trotzdem die einzige PR, auf die ich mich wirklich freue!
Dirigent: Jakub Hrusa Emilia Marty: Laura Aikin Albert Gregor: Rainer Trost Krista: Margarita Gritskova Jaroslav Prus: Markus Marquart Janek Prus: Norbert Ernst Dr. Kolenaty: Wolfgang Bankl Hauk-Sendorf: Heinz Zednik
4. Peter Eötvös, Tri Sestri (Drei Schwestern) Auch diese PR zählt zu den Positiva der nächsten Saison, denn ich lerne immer gerne neue Werke kennen. Der Komponist steht auch am Pult, Regie führt der mir unbekannte Yuval Sharon, also vorerst einmal eine positive Erwartung!
Irina: Olga Beszmertna Mascha: Margarita Gritskova Olga: Ilseyar Khayrullova Natascha: Eric Jurenas Tusenbach: Boaz Daniel Verschinin: Paolo Rumetz
5. Puccini, Turandot
Ich habe bisher noch niemanden getroffen, der mir einen schlüssigen Grund für diese Neuproduktion nennen konnte. Vor allem, weil der geschmäcklerische Marco Arturo Marelli kaum eine Inszenierung vorlegen wird, die in irgendeiner Weise eine Verbesserung gegenüber der alten darstellen wird. Seinen Stil - alles sehr ästhetisch, alles sehr nichtssagend - kennen wir in Wien zur Genüge!
Dirigent: Gustavo Dudamel Turandot: Lise Lindstrom Calaf: Johan Botha Timur: Dan Paul Dumitrescu Altoum: Heinz Zednik Liu: Anita Hartig
Wo sind die Zeiten, als bei PR an der WSO die weltbesten Interpreten für die jeweiligen Partien aufgeboten wurden???? Heute sind 80% Hausbesetzungen, was noch nicht per se negativ wäre, hätte sie jemand engagiert, der etwas von Stimmen versteht (Und nicht mit den Augen hört.....) Den Anspruch der WSO, zu den führenden Opernhäusern der Welt zu zählen, hat sie mit diesem Programm jedenfalls endgültig verspielt. Auf jeder Provinzbühne wird wahrscheinlich spannenderes und vor allem besser besetztes Musiktheater geboten als derzeit in Wien.
Nach diesem eindeutig unter FRUST einzuordnenden Beitrag folgt demnächst ein erfreulicherer über das ThadW!!
lg Severina
X( X( :hello
Severina (07.05.2015, 16:35): Nun besteht eine Saison ja bekanntlich nicht nur aus den Premieren, sondern aus den vielen Repertoireabenden, also auch die Hoffnung auf ein paar Trostpflaster für den oben beschriebenen Frust. Klar kann nicht jeder Opernabend eine Sternstunde bescheren - wobei "Stern"stunden nicht zwingend an die so genannten Stars gebunden sind - , aber zumindest genießbare Alltagskost darf man sich schon erwarten. Dazu braucht's aber ein solides Ensemble mit SängerInnen, bei denen die Stimme mit der Optik mithalten kann, und vor allem ein Besetzungsbüro, das weiß, welche Rolle für wen passt, wie man junge Talente sorgfältig aufbaut. Beides hatten wir einmal......
Welche Trostpflaster bietet mir nun der Spielplan 2015/16 an der WSO?
Zunächst einmal Michael Volle als Holländer, auch auf seinen Scarpia würde ich mich freuen, bloß weiß ich nicht, ob ich Alagna als Cavaradossi aushalte :ignore
Javier Camarena als Almaviva, sofern er nicht wie heuer alles absagt, natürlich Anna Netrebko als Tatjana, weniger als Manon Lescaut.
Juan Diego Flórez wird sicher ein toller Romeo, skeptischer bin ich bezüglich seines Duca, aber natürlich werde ich auch den nicht versäumen, und dann darf er wieder als Ernesto blödeln.
"Un ballo in maschera" mit Ramon Vargas und Simon Keenlyside klingt von der Papierform her interessant, die zweite Serie wäre mit Piotr Beczala undf Krassimira Stoyanova noch interessanter, aber leider singt da Hvorostovsky den Renato.....
Ein Highlight wird hoffentlich dann die Tosca mit Angela Gheorghiu, Joanas Kaufmann und Brynn Terfel
Dann gibt's noch so dies und das (Z.B. Angela Denoke als Jenufa), aber insgesamt werde ich mich wohl so selten wie noch nie in mein früheres zweites Wohnzimmer begeben. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass einmal "Konservenoper" dem Livegenuss den Rang ablaufen würde, aber wenn's mit der WSO weiter so bergab geht, bleibt mir bald nur mehr der Trost in Scheibenform. :I :I :I :I
lg Severina :hello
Rotkäppchen (08.05.2015, 13:56): Original von Severina Liebe Forianer,
die meisten Opernhäuser haben ja nun schon die Programmvorschau für die nächste Saison veröffentlicht, und da interessiert es mich natürlich, welche Produktionen ihr im Fokus habe, worauf Ihr Euch freut, worüber Ihr enttäuscht seid, usw.
Dann erlaube ich mir mal, hier nachzulegen. Ihr Wiener habt es ja gut, Ihr könnt schön auf den Monsieur Directeur schimpfen. Die Opernfreunde in der sächsischen Provinzhauptstadt haben seit 2012 gar niemanden, auf den sie so richtig unverblümt sauer sein können, wenn ihnen opernmäßig etwas nicht passt, denn der Intendantenposten ist nach wie vor vakant...
Aber ich beginne mal mit Sachen, die mich freuen:
* Zunächst einmal gibt es in der nächsten Spielzeit sogenannte Barocktage. Da wird man alle drei Händelopern, die im Moment im Repertoire der Dresdner Oper sind, sehen können; Alcina, Giulio Cesare und Orlando. Für letzteren konnte erneut Sonia Prina für die Titelrolle gewonnen werden. Außerdem gibt der Countertenor Valer Sabadus ein Soloprogramm in der Semperoper. Genaueres ist noch nicht bekannt, aber sicher wird er barocke Bravourarien zum Besten geben. Auf all das freue ich mich jedenfalls sehr!
* Es gibt fünf Premieren: Der Wildschütz / Don Giovanni / Eugen Onegin / Mathis der Maler (Hindemith) / The Great Gatsby (Harbison, ein noch lebender Komponist). Die beiden letztgenannten sind ja nun ganz abseits des Mainstreams. Da ist es sicher kein Problem, kurzfristig Karten zu kaufen, was mir sehr entgegenkommt, da ich ungern langfristig plane. Von den drei bekannteren bin ich primär am Eugen Onegin interessiert.
Was mich nicht freut:
* Die Königskinder und Pelleas et Melisande, die beide diese Spielzeit Premiere hatten, werden in der kommenden Saison nicht zu sehen sein. Das bedauere ich sehr, ebenso bin ich enttäuscht, dass es wieder keine Turandot gibt. Wir haben hier eine schön schräge Inszenierung, die das Ganze als Fernsehquiz darbietet. Das hatte ich im Juni 2014 gesehen, diese Saison war die Produktion nicht im Spielplan und ich hatte so auf 2015/16 gehofft. Leider Fehlanzeige.
Ansonsten:
* Im Repertoire tummeln sich natürlich allerlei Figaros, Barbiere, Bohemiens und Toscas; es flattern Fledermäuse, es quietschen Zauberflöten, es werden Liebestränke verabreicht, Hänsel und Gretel dürfen der Knuspi im Dezember den Garaus machen usw. usf., wahrscheinlich alles ohne mich. Ins Auge gefasst habe ich aber Don Carlo, Faust (Gounod), Elektra, La Traviata, evtl. Macbeth.
* Da ich grundsätzlich keine Extremaktionen zwecks Kartenerwerb mitmache, wird das gehypte Superevent der Saison ohne mich stattfinden: A. Netrebko und P. Beczala treten als Elsa und Lohengrin auf und geben wohl damit beide ihr Wagner-Debüt; interessanterweise in einer Inszenierung aus den frühen 1980er Jahren. Die habe ich schon in den 90ern als Teenager gesehen und dann nochmal vor wenigen Jahren. Ist ganz hübsch und zeitlos und wird wahrscheinlich nochmal ordentlich aufgefrischt für die beiden.
Viele Grüße, Rk :hello
Stopp, stimmt nicht ganz. Es gibt noch eine sechste PR, die streng genommen gar keine ist: Cavalleria rusticana / Pagliacci in der Inszenierung von Philipp Stölzl, die vor kurzem bei den Salzburger Osterfestspielen gezeigt wurde und im TV zu sehen war, kommt an die Semperoper. Nur den Kaufmann Jonas kriegen wir nicht dazu und auch sonst niemanden von der Salzburger Besetzung. Da freue ich mich ein bisschen drauf, da ich das Ganze atmosphärisch gelungen fand ... mal sehen, wie die Ticketsituation da sein wird.
Schweizer (09.05.2015, 10:16): Liebe Severina, ich kann Deinen Frust wirklich nachvollziehen, denn was an Premièren an der STOP geboten wird, ist von der Anzahl her mehr als dürftig. Positiv an der Auswahl ist nur die Tatsache, dass wenigstens keine Renner (Macbeth /Turandot sind nicht die gängigsten Werke von Verdi/Puccini) und mit den Opern von Janacek und Eötvös absolute Raritäten geboten werden. Lass mich kommentieren:
Macbeth: scheint gerade en vogue zu sein: wir in Zürich bekommen ihn auch serviert (und im 85 km entfernten Basel gibt es auch einen neuen Macbeth); nachfolgend zum Vergleich die Zürcher Daten:
Dirigent: Teodor Currentzis Inszenierung: Barry Kosky Macbeth: Markus Brück Lady M: Tatiana Serjan Banco: Wenwei Zhang Macduff: Pavol Breslik
Ich finde - ist natürlich persönlicher Geschmack - unsere Besetzung spannender und nachdem Kosky bei uns eine hervorragende FANCIULLA inszeniert hat, schaue ich mit Vorfreude dieser Produktion entgegen.
Hänsel und Gretel: volle Übereinstimmung, eine unnötige Première, da an der Volksoper vorhanden.
Vec Makropulos: ein interessantes Werk abseits des Mainstream: aber wenn ich Laura Aikin als Emilia Marty in der Titelpartie angesetzt sehe, finde ich das sehr gewagt! Hat sich die sehr musikalische Künstlerin in den letzten 15 Jahren vom Koloratursopran (Lulu in Zürich) zur Hochdramatischen entwickelt? "Unsere Emilia" im Juni 2006 war Gabriele Schnaut.
tri sistri: ich lernte diese Oper vor 2 Jahren unter der Intendanz Homoki kennen, eine durchaus gute Erfahrung.
Turandot: ich mag das Werk sehr, da im Vergleich mit Butterfly und Bohème nicht "zucker-gussig"; auf diese Produktion würde ich mich freuen (wir kriegen Turandot als Wiederaufnahme mit Nina Stemme, Alexandra Tarniceru, Riccardo Massi serviert)
Ich hoffe, dass Dich immerhin einige von Dir aufgeführte Repertoire-Abende beglücken werden!
Gruss vom Schweizer
Billy Budd (09.05.2015, 12:14): Mein Kommentar zum Staatsopern-Spielplan in Ermangelung eines dazupassenden Smileys: schnarchschnarchschnarchschnarchschnarchschnarchschnarchschnarchschnarch
Konkreter:
Macbeth, Makropulos und Tri Sestri begrüße ich generell (von den Regisseuren abgesehen), aber Hänsel+Gretel (totale Schnapsidee, denn das Stück gibts ohnehin in der Volksoper, und dann kommt es nächste Saison auch noch an der Kammeroper heraus - ich hab nicht nachgeschaut, es sollt mich aber nicht wundern, wenns alle drei Opernhäuser an denselben Tagen spielen -, dann noch dazu mit dem fürchterlichen Thielemann) und Turandot (komplett unnötig, da in der Volksoper eine wunderbare Produktion auf ITALIENISCH mit wirklich guten Sängern vorhanden ist) sind ja völlig fürn Hugo. Warum man statt dessen nicht endlich diesen verstaubten Maskenball in den Orkus steckt... weiß der Kuckuck...
Die Stücke... naja, da zitiere ich Gerard Mortier: Der Spielplan der Wiener Staatsoper ist ein Desaster. Es gibt nicht einmal die großen Klassiker des 20. Jahrhunderts. Kein Szymanowski, kein Schreker, es müsste ja nicht einmal Musik von nach 1950 sein. Und beim großen Repertoire gibt es nicht einmal einen großen Berlioz. Es ist ein armer Spielplan. Alles auf Belcanto und Sänger zugerichtet. Von den Inszenierungen gar nicht zu reden. Herrn Martinoty (Regisseur Jean-Louis, Anm.) nach Wien zu holen! Was hat man sich dabei gedacht? Meyer hätte von mir aus Madrid „Mahagonny“ haben können, aber das war ihm zu modern (Regie La Fura dels Baus, Anm.). Die größten Sänger singen in Wien, das gefällt dem Durchschnitts-Abopublikum. Dabei ist eine Auslastung von 97 Prozent kein Verdienst. Ein Verdienst wäre es, für einen interessanten Spielplan 95 Prozent zu bekommen. Das wäre die Aufgabe des Staatsoperndirektors. Spielt man nur „My Fair Lady“, kann man 98 Prozent bekommen. (Quelle)
Zu den Besetzungen möcht ich gar nicht so viel sagen, weil sich eh wieder alles ändern wird... Freuen tu ich mich auf Pape als Boris (aber warum schon wieder mit dem fürchterlichen Rydl??), Furlanetto als Gremin (Luxusbesetzung!!), Gould als Parsifal (bzgl. Struckmann als Gurnemanz bin ich mehr als skeptisch), Pecororo als Herodes und Konieczny als Jochanaan, wie auch auf Siegel als Herodes, Nylund als Salome und Paterson als Jochanaan, Eiche als Albert im Werther (trotzdem ein fades Stück) sowie als Guglielmo mit Bankl als Alfonso, Smith als Florestan (einer, der das singt und nicht brüllt) warum auch immer freu ich mich auf Waltraud Meier als Sieglinde, das is vermutlich die Nostalgie, dafür kommt der Ring mit Konieczny, Watson, Ventris, Anger, Ernst, Schmeckenbecher, Gould und Pecoraro. Ulkig sind Peter Seiffert und Eva Maria Schnitzer in der Fledermaus, sowie Klaus Florian Vogt als Florestan (hahaha...); gespannt bin ich auf Evgeny Nikitin. Nein, Severina, Denoke singt leider nicht die Jenufa, sondern diesmal die Küsterin!! Bin da ziemlich skeptisch, für mich waren Denoke+Baltsa der Inbegriff von Jenufa+Küsterin... Bezüglich Dirigenten freu ich mich sehr auf Peter Schneider, Adam Fischer (endlich dirigiert jemand, der auch fähig ist, den Ring!) und Tomas Netopil.
Tja, bedauerlicherweise gibts im Theater an der Wien auch kaum was... Volksoper so lala... ABER: In Graz gibts zum Saisonanfang Franz Schrekers (!!!!!) Der ferne Klang und später Die griechische Passion von Martinu! Für mich heißts also in Hinkunft öfters "Ab nach Graz!"!!
Schweizer (09.05.2015, 14:02): Opernhaus Zürich, Spielzeit 2015/16
1) WOZZECK Musikalische Leitung Fabio Luisi Inszenierung Andreas Homoki
Wozzeck Christian Gerhaher Tambourmajor Brandon Jovanovich Andres Mauro Peter Hauptmann Wolfgang Ablinger-Sperrhacke Doktor Lars Woldt Marie Gun-Brit Barkmin
2) LA BOHEME Musikalische Leitung Mikko Franck 1, 5, 8, 15, 17, 20, 25, 28 Nov Giampaolo Bisanti 11 Nov; 1, 4, 8 Dez Inszenierung Ole Anders Tandberg
Rodolfo Michael Fabiano 1, 5, 8, 11, 15, 17, 20, 25, 28 Nov; 1 Dez Benjamin Bernheim 4, 8 Dez Marcello Andrei Bondarenko Schaunard Adrian Timpau Colline Erik Anstine Mimì Guanqun Yu Musetta Shelley Jackson
3) IL VIAGGIO A REIMS Musikalische Leitung Daniele Rustioni Inszenierung Christoph Marthaler
Corinna Rosa Feola La Marchesa Melibea Anna Goryachova La Contessa di Folleville Julie Fuchs Madama Cortese Serena Farnocchia Il Cavaliere Belfiore Edgardo Rocha Il Conte di Libenskof Javier Camarena Lord Sidney Nahuel Di Pierro Don Profondo Scott Conner Il Barone di Trombonok Yuriy Tsiple Don Alvaro Ivan Thirion Don Prudenzio Roberto Lorenzi
4) DIE HAMLETMASCHINE Musikalische Leitung Gabriel Feltz Inszenierung Sebastian Baumgarten
Hamlet I Götz Schubert Hamlet II Anne Ratte Polle Hamlet III Scott Hendricks Ophelia Nicola Beller Carbone Ophelia Double, Marx Claire de Sévigné Ophelia Double, Lenin Ivana Rusko Ophelia Double, Mao Carmen Seibel
5) KING ARTHUR Musikalische Leitung Laurence Cummings Inszenierung Herbert Fritsch
Arthur, König der Briten Wolfram Koch Oswald, König der Sachsen Florian Anderer Conon, britischer Graf Jean-Pierre Cornu Emmeline, seine Tochter Ruth Rosenfeld Mathilda, ihre Dienerin Carol Schuler Merlin, ein englischer Zauberer Corinna Harfouch Osmond, ein sächsischer Zauberer Annika Meier
Macbeth Markus Brück Banco Wenwei Zhang Lady Macbeth Tatiana Serjan Macduff Pavol Breslik
7) PELLEAS ET MELISANDE Musikalische Leitung Alain Altinoglu Inszenierung Dmitri Tcherniakov
Arkel, König von Allemonde Brindley Sherratt Pelléas, sein Enkel Jacques Imbrailo Golaud, sein Enkel Kyle Ketelsen Mélisande Corinne Winters Geneviève, Mutter von Golaud Yvonne Naef
8) I PURITANI Musikalische Leitung Fabio Luisi Inszenierung Andreas Homoki
Lord Gualtiero Valton Wenwei Zhang Sir Giorgio Michele Pertusi Lord Arturo Talbo Juan Diego Flórez Sir Riccardo Forth George Petean Elvira Pretty Yende
-
Das sind mal 8 Neuinszenierungen, dazu kommen:
9) DER SCHAUSPIELDIREKTOR (an verschiedenen Spielstätten des Kantons Zürich) Musikalische Leitung Thomas Barthel Inszenierung Rüdiger Burbach
10) NORMA (Übernahme von den Salzburger Festspielen in Originalbesetzung zu Galapreisen im Opernhaus, nur 4 Vorstellungen) Musikalische Leitung Giovanni Antonini Inszenierung Patrice Caurier/Moshe Leiser
Norma Cecilia Bartoli Adalgisa Rebeca Olvera Pollione John Osborn Oroveso Peter Kálmán Clotilde Liliana Nikiteanu Flavio Reinaldo Macias
Ensemble Mitglieder des Internationalen Opernstudios
-
17 WIEDERAUFNAHMEN: FALSTAFF (Terfel/Camarena) ELEKTRA (Herlitzius/Magee/Meier) THE TURN OF THE SCREW (Claire/Montague/Breslik) LES PECHEURS DE PERLES TRAVIATA (Hartig/Breslik/Petean) TURANDOT (Stemme) DON PASQUALE (Kurzak/Chausson/Camarena) RIGOLETTO DER FLIEGENDE HOLLÄNDER (Miller/Volle/Fischesser) LE COMTE ORY (Bartoli/Rocha) CARMEN (Rice/Chacon-Cruz) ZAUBERFLÖTE ORLANDO (MEHTA) COSI FAN TUTTE PIQUE DAME (Dyka/Soffel/Jovanonovich) TOSCA (Naglestad/Marcelo Alvarez/ Vratogna) LA CLEMENZA DI TITO (Rebeka/Vargas)
Ich werde folgende Vorstellungen sicher besuchen: Wozzeck, Viaggio di Reims, Macbeth, Orlando, Puritani, Clemenza di Tito,
ich werde mir wahrscheinlich reinziehen: Falstaff, Turandot, Holländer, Pique Dame
Insgesamt finde ich den hiesigen Spielplan um Welten interessanter als derjenige der Wiener STOP: das meine ich weder ironisch, noch als Spitze gegen Wien/Oesterreich.
Gruss vom Schweizer
Billy Budd (09.05.2015, 14:28): Original von Schweizer Insgesamt finde ich den hiesigen Spielplan um Welten interessanter als derjenige der Wiener STOP Stimmt!
Rotkäppchen (09.05.2015, 21:49): Original von Billy Budd Mein Kommentar zum Staatsopern-Spielplan in Ermangelung eines dazupassenden Smileys: schnarchschnarchschnarchschnarchschnarchschnarchschnarchschnarchschnarch
Wie wäre es vielleicht damit: http://www.smileygarden.de/smilie/Schlafen/186.gif
Oder lieber gleich mit Bettchen: http://www.smileygarden.de/smilie/Schlafen/164.gif
Severina (10.05.2015, 19:37): Original von Schweizer
Insgesamt finde ich den hiesigen Spielplan um Welten interessanter als derjenige der Wiener STOP: das meine ich weder ironisch, noch als Spitze gegen Wien/Oesterreich.
Gruss vom Schweizer
Lieber Schweizer,
beim Vergleich Wien - Zürich kann man in der Tat nur heulen...... :I :I :I :I
lg Severina :hello
PS: Bin erst morgen wieder an meinem PC - dieser her ist mir für längere Beiträge zu absturzgefährdet - dann kommt mein Beitrag zum ThadW - das ich naturgemäß viel freundlicher beurteile als Billy :D!
Billy Budd (10.05.2015, 23:35): Original von Severina Bin erst morgen wieder an meinem PC - dieser her ist mir für längere Beiträge zu absturzgefährdet - dann kommt mein Beitrag zum ThadW - das ich naturgemäß viel freundlicher beurteile als Billy :D! Hihi, dann greife ich mal schön vor: :haha
Hans Heiling --> kenn ich nicht, mal schauen L´incoronazione di Poppea --> nicht meine Musik Der fliegende Holländer --> interessant, weil die Urfassung, aber das haben wir eh an der Staatsoper Peter Grimes --> grandioses Stück, aaaaber mit Kurt Streit... Dreigroschenoper --> nicht meine Musik Rossini-Otello --> interessant, einmal nicht den Verdischen Otello zu hören; öfter als einmal wirds mich aber auch nicht reizen Agrippina --> nicht meine Musik Capriccio --> prinzipiell erfreulich, hätte aber mit Soile Isokoski kommen sollen, und das tuts doch nicht... :I
Konzertant gibts leider auch nur URalt-Zeug --> uninteressant
Natürlich alles seeehr subjektiv! :D Billy :hello
Billy Budd (10.05.2015, 23:38): Original von Rotkäppchen Original von Billy Budd Mein Kommentar zum Staatsopern-Spielplan in Ermangelung eines dazupassenden Smileys: schnarchschnarchschnarchschnarchschnarchschnarchschnarchschnarchschnarch
Wie wäre es vielleicht damit: http://www.smileygarden.de/smilie/Schlafen/186.gif
Oder lieber gleich mit Bettchen: http://www.smileygarden.de/smilie/Schlafen/164.gif Hahaha, danke für den Hinweis auf den Smileygarden!
palestrina (11.05.2015, 10:18): Original von Billy Budd Hans Heiling --> kenn ich nicht, mal schauen L´incoronazione di Poppea --> nicht meine Musik Rossini-Otello --> interessant, einmal nicht den Verdischen Otello zu hören; öfter als einmal wirds mich aber auch nicht reizen Agrippina --> nicht meine Musik Billy :hello
Lieber Billy, wenn das hintereinander käme würde ich nach Wien reisen , aber sofort ! Den Hans Heiling von Marschner solltes du unbedingt kennenlernen ! Den Otello von Rossini noch unbedingter (das ist ja was für Severina :wink) ,das singen wenn es so richtig seine Ordnung hat ,6 Tenöre mit und zumindest müssen es 3 sehr gute sein ! Den Monteverdi kann ich ja noch verstehen , aber die Agrippina solltest du dir unbedingt mal mal anhören !!!!
LG palestrina
Severina (11.05.2015, 16:20): Also dann will ich einmal eine Lanze für mein Opernhaus Nr.1, das ThadW, einlegen, das, und da ticken Billy und ich wohl völlig unterschiedlich, ganz entschieden häufiger "meine" Musik bringt als das Haus am Ring. OK, dort kann ich häufiger in Belcantoseligkeit schwelgen, vielmehr könnte es, wenn die Besetzungen entsprechend wären.... Nun denn, was bietet das ThadW 2015/16?
1. Heinrich Marschner, Hans Heiling
Dirigat: Konstantin Trinks Inszenierung: Roland Geyer (naja......) Königin: Angela Denoke :down :down Hans Heiling: Michael Nagy Anna: Katerina Tretyakova Gertrude: Stephanie Houtzel
Darauf freue ich mich besonders, weil ich ein mir bis dato unbekanntes Werk kennen lernen darf! (Von Marschner kenne ich bisher nur den "Vampyr"!)
2. Claudio Monteverdi, L'Incoronazione di Poppea
Dirigat: Jean Christophe Spinosi Inszenierung: Claus Gut (grande jubilo!) Ottone: Christophe Dumaux (grandissimo jubilo!) Ottavia: Jennifer Larmore Nerone: Valer Sabadus Poppea: Alex Penda
Endlich kommt nach Orfeo und Ulisse der 3. Teil des Monteverdi-Zyklus in der Regie von Claus Guth!!! Zwar hatten wir erst vor drei Jahren eine ausgezeichnete Poppea in der wohl allseits bekannten Inszenierung von Robert Carsen, weshalb ich doppelt neugierig bin, wie Guth es anlegen wird! Und dass einer meiner Lieblingscounter den Ottone singt, ist natürlich auch ein Grund zur Freude. (Ja, Fagioli ist stimmlich besser, aber Dumaux fasziniert mich immer wieder mit seiner intensiven Darstellung.)
3. Wagner, Der fliegende Holländer
Dirigat: Marc Minkovski Inszenierung: Oliver Py Holländer: Samuel Youn Senta: Ingela Brimberg Donald: Lars Woldt Georg: Bernhard Richter Steuermann: Manuel Günther
Diese Produktion werde ich wahrscheinlich schwänzen, denn da interessiert mich höchstens der Dirigent. Besetzungsmäßig reizt mich die Serie im September an der WSO mehr, dafür habe ich auch schon eine Karte bestellt.
4. B Benjamin Britten, Peter Grimes
Dirigat; Cornelius Meister Inszenierung: Christoph Loy Peter Grimes: Kurt Streit Ellen Orford: Agneta Eichenholz Auntie: Hanna Schwarz Niece 1: Kiandra Howarth Niece 2: Friederikke Kampmann
Pflichtbesuch!! Zwar haben (hatten?) wir da auch an der WSO eine brauchbare Produktion mit meist sehr guter Besetzung, aber dieses tolle Stück lasse ich mir auf keinen Fall entgehen! Skeptisch bin ich ein bisschen wegen der Inszenierung, denn Loy hat mich in letzter Zeit eigentlich eher enttäuscht.
5. Kurt Weill, Die Dreigroschenoper
Dirigat: Johannes Kalitze Inszenierung: Keith Warner Macheath: Tobias Moretti Peachum: Florian Bösch Frau Peachum: Angelika KIrchschlager Polly: Nina Bernstein Spelunkenjenny: Anne Sofie von Otter
Nun, warum eigentlich nicht? Die Besetzung klingt vielversprechend, Keith Warner hat vor einigen Jahren einen originellen "Don Giovanni" auf die Bretter des ThadW gehievt, also verspreche ich mir auch von der Inszenierung einiges.
6. Rossini, Otello
Dirigat: Antonello Manacorda Inszenierung: Damiano Michieletto Otello: John Osborne Desdemona: Nino Machaidze Jago: Alek Shrader Rodrigo: Martin Mitterrutzner
Palestrina hat's schon gesagt: Dieses Stück funktioniert nur, wenn man mindestens drei tolle Tenöre hat und noch 3 weitere passable! In Pesaro begeisterte mich Flórez als Rodrigo, den kann Intendant Geyer leider nicht aufbieten. (Warum eigentlich nicht???) Aaaaaber: Einer meiner absoluten Lieblingsregisseure ist am Werk! Nina Machaidze ist sicher eine überzeugende Alternative zu Cecilia Bartoli, die bei der vorjährigen Produktion (Leiser/Caurier)bei den Salzburger Pfingstfestspielen die Desdemona gesungen hat!
7. G.F. Händel, Agrippina
Dirigat: Thomas Hengelbrock Inszenierung: Robert Carsen Agrippina: Patricia Bardon Nerone: Jake Arditti Poppea: Danielle de Niese Ottone: Filippo Mineccia Claudio: Mika Kares
Steht natürlich ebenfalls auf meiner Bestelliste! Nicht nur wegen des Werks, sondern auch wegen Robert Carsen, von dessen Regie ich mir viel erwarte.
8. Richard Strauss, Capriccio
Dirigat: Bertrand de Billy Inszenierung: Tatjana Gürbaca Gräfin: Maria Bengtsson Graf: André Schuen Flamand: Daniel Behle Olivier: Daniel Schmutzhard La Roche: Lars Woldt Clairon: Tanja Ariane Baumgartner
Da bin ich echt in der Zwickmühle, denn die Musik (Billy, weghören!) ist gar nicht meine, aber Leading team und Besetzung würden mich sehr reizen!!
Wie Ihr wisst, hab ich's mit konzertanten Opern gar nicht, aber Vincis "Catone in Utica" werde ich mir wegen der tollen Besetzung (Fagioli, Sabadus, Cencic...) wahrscheinlich schon anhören.
Die Karten für "Hans Heiling", "Poppea", "Peter Grimes", "Dreigroschenoper" und "Agrippina" habe ich bereits, da ist die Vorfreude also schon sehr berechtigt, der Rest steckt noch in der Warteschleife!!
lg Severina
PS: Lieber Palestrina, Wien lohnt sich auch für drei Reisen!!!
PPS: Und da es sich hier um einen Vorfreudethread handelt: Ich freue mich trotz der Inszenierung auf "Don Pasquale" V, zu dem ich bald aufbrechen werde!
Severina (11.05.2015, 16:37): Eine Korrektur: Ich habe irrtümlich Damiana Michieletto auch die Otello-Regie bei den Pfingstfestspielen 2014 in die Schuhe geschoben, das waren natürlich Cecilia Bartolis Lieblingsregisseure Leiser/Caurier!!
lg Severina :hello
Schweizer (11.05.2015, 17:19): Liebe Severina, es freut mich, dass Du dem Spielplan des Th a.d.W. soviel Positives abgewinnen kannst, ich halte es in dieser Hinsicht viel eher mit Billy.
Mich könnte nur gerade HANS HEILING begeistern (lernte ich 1979 in Zürich mit Dernesch, Fuchs, Mödl, Hermann, Götz kennen) und bedingt noch OTELLO nach Wien locken.
Begründung für die Ablehnung aller anderen Produktionen: 2)INCORONAZIONE: Larmore und Pensa sind keine Reise wert und mit Counter-Tenören habe ich eh meine liebe Mühe. 3)HOLLÄNDER: Oliver Py bedeutet eine schwarze Bühne, grell-weisse Neonröhren, die den Zuschauer blenden (nichts für empfindliche Augen!) und mindesten ein nackerter Masken-Mann mit erigiertem Glied. 4)PETER GRIMES: Britten's Musik ertrage ich nicht, macht mich missmutig (Ausnahme: Turn of the Screw) 5)DREIGROSCHENOPER: einmal und nie wieder. 6)OTELLO: tolles Werk, das ich von Pesaro und Zürich her kenne. 7)AGRIPPINA: na ja, vor Ort würde ich das Werk hereinziehen, dafür reisen, nein. 8)CAPRICCIO: ich mag das Werk, aber es gibt ein übermächtiges Hindernis und es hat einen Namen: Tatjana Gürbaca. Sie hat in Zürich schon drei Werke inszeniert, ich sage *versaut* (Rigoletto, Aida, Zauberflöte), ein absolutes No-Go für mich!
Gruss vom Schweizer
Severina (11.05.2015, 18:01): Lieber Schweizer, danke für Deine Rückmeldung! Dass wir punkto Inszenierungen auf keinen gemeinsamen Nenner kommen, haben wir ja schon einige Male festgestellt :D
Den Holländer habe ich sowieso nicht auf meiner Rechnung, also keine Gefahr für mein Augenlicht und meine Moral!
lg Severina :hello
Hosenrolle1 (26.04.2016, 02:51): Original von Schweizer Hänsel und Gretel: volle Übereinstimmung, eine unnötige Première, da an der Volksoper vorhanden.
Das ist m.E. zu kurz gedacht. Natürlich ist sie an der Volksoper vorhanden, aber das heißt nicht, dass es sie deswegen nicht in einem größeren Haus geben sollte, oder dass sie an der VO optimalere Bedingungen hat.
Die VO hat beispielsweise eine ziemlich schlechte Akustik, und der Graben ist für das große Wagner-Orchester zu klein. Schon deswegen ist die STOP wesentlich besser geeignet. Die Inszenierung ist in der VO besser, das stimmt schon.
Wie wir ja mittlerweile gehört haben, war das Dirigat Thielemanns ja absolut großartig, das war schon herrlich musiziert, auf sehr hohem Niveau, keine unspektakuläre Interpretation von der Stange. Allein deswegen hat es sich gelohnt.
Nur der Souffleur, der bei der Premiere ständig rufen musste, weil kein Sänger seinen Text gut genug konnte, war nervig, aber wohl notwendig. Was die SängerInnen betrifft, die sind sicher gut - in anderen Rollen. Nicht in diesen.
Für mich ist keine Premiere unnötig, wenn man die Chance hat, ein Werk von einem Dirigenten wie Thielemann und einem weltberühmten Orchester zu hören.
Zumal es HUG sowieso seit den 40er Jahren nicht mehr dort gespielt hat. Sich da jetzt drüber aufzuregen finde ich ein bisschen übertrieben.
Ich bin sehr froh, dass Thielemann sich dafür eingesetzt hat.