Cosima (26.03.2006, 13:42): Gerade fiel es mir wieder auf, als ich im Fernsehen eine Sendung verfolgte: Maisky spielte Schumann und bekam ordentlich Applaus. 4 Pianisten spielten danach Smetana, das Publikum reagierte wie gehabt und klatschte brav. Dann folgte ein kurzer „Reißer“, eigentlich nichts Großes, nämlich "Stars and stripes forever" für acht Klaviere von John Philip Sousa – das Publikum war ganz hingerissen und applaudierte euphorisch!
Mir ergeht es auch so, dass ich solche Showpieces oder Paradestückchen mit Zugabencharakter immer mal wieder gerne höre. Sie sind leicht eingängig, immer mitreißend und schnell gehört.
Ich denke zum Beispiel an Listzs „Grand Galop chromatique“, das Paradepferdchen des Komponisten selber, das Cziffra fantastisch spielt. Oder Heifetz mit den Zigeunerweisen von Sarasate: Auch nur ein kurzes Werk von knapp 8 Minuten, das man mal eben zwischendurch schnell hören kann.
Die eifrigen Konzertgänger unter Euch können sicher sagen, welche Zugaben immer wieder gerne gespielt werden, welche Showpieces immer wieder gut ankommen beim Publikum. Welches sind die kleinen aber feinen „Reißer“, die nie langweilig werden?
Gruß, Cosima :)
AcomA (26.03.2006, 14:37): hallo Cosima.
ein schöner und relaxierender thread ! :down
also erstmal was zum lachen: ich hörte damals wärend der studienzeit (etwa 1985) ivo pogorelich live im essener saalbau. sein letztes offizielles werk war chopins 3. sonate h-moll. ein echtes con fuoco-finale. und dann als zugabe: beethovens 'für elise' :rofl
das vorletzte mal, dass ich pogorelich hörte, war 2004 in mülheim. da spielte er als zugabe: balakirevs 'islamey' (orientalische fantasie). so intensiv und pianistisch perfekt/markant habe ich das werk weder vorher noch nachher (auch auf platte) gehört ! :down, Jeremias wird das wohl bestätigen können.
gruß, siamak :engel
Rachmaninov (26.03.2006, 14:40): Original von AcomA also erstmal was zum lachen: ich hörte damals wärend der studienzeit (etwa 1985) ivo pogorelich live im essener saalbau. sein letztes offizielles werk war chopins 3. sonate h-moll. ein echtes con fuoco-finale. und dann als zugabe: beethovens 'für elise' :rofl
Mal ehrlich, warum auch nicht! Viele Menschen mögen dieses simple Stück.... Aber Pogo ist halt :cool
Übrigens hat E. Sanches es sogar auf CD eingespielt ........
Carola (28.03.2006, 12:05): Hallo Cosima,
Es gibt eine nette, kleine Sammlung solcher Bravourstückchen und Zugaben mit der Cellistin Maria Kliegel und Raimund Havenith, Klavier.
Dort tauchen Stücke von Bach bis Gershwin auf, meist natürlich Transkriptionen (Umschreibungen). Sich das hintereinander anzuhören wäre mir unmöglich, dazu ist das stilistische Wechselbad von Popper zu Bach zu Rachmaninov einfach zu heftig, aber einzelne Stücke höre ich mir durchaus gerne an, zum Beispiel "Ständchen" von Schubert oder auch die "Tarantella" von Shostakovich. Für Momente sentimentaler Anwandlung darf´s dann auch schon mal die "Vocalise" von Rachmaninov sein.
Mit Gruß von Carola :)
Jeremias (28.03.2006, 12:26): Ich möchte Euch diese Doppel-CD ans Herz legen, die es für knapp 10 Euro im Einzelhandel oder bei Amazon gibt. Stephen Hough präsentiert seine favorisierten Zugaben, teilweise atemberaubend schwere "showpieces", teilweise kleine Miniaturen und v.a. für Kenner gibt es hier Neues zu entdecken:
natürlich muß hier noch die "ultimative" Showpiece Aufnahme genannt werden:
u.A. mit:
Edouardo Lalo - Symphonie espagnole Pablo de Sarasate - Zigeunerweisen C.S. Saens - Introduction & Rondo Capriccioso
Rachmaninov (05.04.2006, 10:43): übrigens hat mehr oder weniger jeder Geiger der "etwas auf sich hält" so eine CD. Sei es als Showpieces, oder Artist Portrai ........
hier die entsprechende Aufnahme von Akiko Suwanai
Anton (05.04.2006, 10:52): Hallo,
wo wir gerade bei Akiko Suwanai sind:
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/3408993.jpg
Hier spielt sie auch Pablo de Sarasates Zigeunerweisen in einer hervorranden Interpretationen. Verglichen mit der genannten Heifetz Einspielung ganz anders - Heifetz und Suwanai wählen unterschiedliche Schwerpunkte bei der Interpretation, dennoch wirken beide souverän und ausgeglichen. Beide spielen attraktiv - ein wunderbarer Geigenton - und interessant - der eine wählt ein zurückhaltendes Tempo, wenn sein 'Gegenspieler' etwas aufdreht - umgedreht geschieht es ebenso.
Beide Interpretationen haben etwas für sich und es fällt schwer sich zu entscheiden - man muss sie einfach beide so nehmen, denn man kriegt immer etwas Großes geboten!
Zudem sind bei Suwanai noch zwei kurze aber intensive Werke mit dabei: Mazurek von Dvorák und die Carmen-Fantasie von Sarasate.
Es grüßt Anton.
Rachmaninov (31.10.2006, 20:22): eben hörte ich die erste CD der kürzlich bei der DG erschienenden Doppel-CD mit "Showpieces und Zugaben" mit Aufnahmen von J. Heifetz.
Es ist einfach eine wahre Freude wie Heifetz mit seinem irrsinnigen Können, aber auch genügen Gespühr für die Werke, hier ein wunderbares Erleben dieser Stücke gestattet.
:D
Cosima (26.03.2006, 13:42): Gerade fiel es mir wieder auf, als ich im Fernsehen eine Sendung verfolgte: Maisky spielte Schumann und bekam ordentlich Applaus. 4 Pianisten spielten danach Smetana, das Publikum reagierte wie gehabt und klatschte brav. Dann folgte ein kurzer „Reißer“, eigentlich nichts Großes, nämlich "Stars and stripes forever" für acht Klaviere von John Philip Sousa – das Publikum war ganz hingerissen und applaudierte euphorisch!
Mir ergeht es auch so, dass ich solche Showpieces oder Paradestückchen mit Zugabencharakter immer mal wieder gerne höre. Sie sind leicht eingängig, immer mitreißend und schnell gehört.
Ich denke zum Beispiel an Listzs „Grand Galop chromatique“, das Paradepferdchen des Komponisten selber, das Cziffra fantastisch spielt. Oder Heifetz mit den Zigeunerweisen von Sarasate: Auch nur ein kurzes Werk von knapp 8 Minuten, das man mal eben zwischendurch schnell hören kann.
Die eifrigen Konzertgänger unter Euch können sicher sagen, welche Zugaben immer wieder gerne gespielt werden, welche Showpieces immer wieder gut ankommen beim Publikum. Welches sind die kleinen aber feinen „Reißer“, die nie langweilig werden?
Gruß, Cosima :)
AcomA (26.03.2006, 14:37): hallo Cosima.
ein schöner und relaxierender thread ! :down
also erstmal was zum lachen: ich hörte damals wärend der studienzeit (etwa 1985) ivo pogorelich live im essener saalbau. sein letztes offizielles werk war chopins 3. sonate h-moll. ein echtes con fuoco-finale. und dann als zugabe: beethovens 'für elise' :rofl
das vorletzte mal, dass ich pogorelich hörte, war 2004 in mülheim. da spielte er als zugabe: balakirevs 'islamey' (orientalische fantasie). so intensiv und pianistisch perfekt/markant habe ich das werk weder vorher noch nachher (auch auf platte) gehört ! :down, Jeremias wird das wohl bestätigen können.
gruß, siamak :engel
Rachmaninov (26.03.2006, 14:40): Original von AcomA also erstmal was zum lachen: ich hörte damals wärend der studienzeit (etwa 1985) ivo pogorelich live im essener saalbau. sein letztes offizielles werk war chopins 3. sonate h-moll. ein echtes con fuoco-finale. und dann als zugabe: beethovens 'für elise' :rofl
Mal ehrlich, warum auch nicht! Viele Menschen mögen dieses simple Stück.... Aber Pogo ist halt :cool
Übrigens hat E. Sanches es sogar auf CD eingespielt ........
Carola (28.03.2006, 12:05): Hallo Cosima,
Es gibt eine nette, kleine Sammlung solcher Bravourstückchen und Zugaben mit der Cellistin Maria Kliegel und Raimund Havenith, Klavier.
Dort tauchen Stücke von Bach bis Gershwin auf, meist natürlich Transkriptionen (Umschreibungen). Sich das hintereinander anzuhören wäre mir unmöglich, dazu ist das stilistische Wechselbad von Popper zu Bach zu Rachmaninov einfach zu heftig, aber einzelne Stücke höre ich mir durchaus gerne an, zum Beispiel "Ständchen" von Schubert oder auch die "Tarantella" von Shostakovich. Für Momente sentimentaler Anwandlung darf´s dann auch schon mal die "Vocalise" von Rachmaninov sein.
Mit Gruß von Carola :)
Jeremias (28.03.2006, 12:26): Ich möchte Euch diese Doppel-CD ans Herz legen, die es für knapp 10 Euro im Einzelhandel oder bei Amazon gibt. Stephen Hough präsentiert seine favorisierten Zugaben, teilweise atemberaubend schwere "showpieces", teilweise kleine Miniaturen und v.a. für Kenner gibt es hier Neues zu entdecken:
natürlich muß hier noch die "ultimative" Showpiece Aufnahme genannt werden:
u.A. mit:
Edouardo Lalo - Symphonie espagnole Pablo de Sarasate - Zigeunerweisen C.S. Saens - Introduction & Rondo Capriccioso
Rachmaninov (05.04.2006, 10:43): übrigens hat mehr oder weniger jeder Geiger der "etwas auf sich hält" so eine CD. Sei es als Showpieces, oder Artist Portrai ........
hier die entsprechende Aufnahme von Akiko Suwanai
Anton (05.04.2006, 10:52): Hallo,
wo wir gerade bei Akiko Suwanai sind:
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/3408993.jpg
Hier spielt sie auch Pablo de Sarasates Zigeunerweisen in einer hervorranden Interpretationen. Verglichen mit der genannten Heifetz Einspielung ganz anders - Heifetz und Suwanai wählen unterschiedliche Schwerpunkte bei der Interpretation, dennoch wirken beide souverän und ausgeglichen. Beide spielen attraktiv - ein wunderbarer Geigenton - und interessant - der eine wählt ein zurückhaltendes Tempo, wenn sein 'Gegenspieler' etwas aufdreht - umgedreht geschieht es ebenso.
Beide Interpretationen haben etwas für sich und es fällt schwer sich zu entscheiden - man muss sie einfach beide so nehmen, denn man kriegt immer etwas Großes geboten!
Zudem sind bei Suwanai noch zwei kurze aber intensive Werke mit dabei: Mazurek von Dvorák und die Carmen-Fantasie von Sarasate.
Es grüßt Anton.
Rachmaninov (31.10.2006, 20:22): eben hörte ich die erste CD der kürzlich bei der DG erschienenden Doppel-CD mit "Showpieces und Zugaben" mit Aufnahmen von J. Heifetz.
Es ist einfach eine wahre Freude wie Heifetz mit seinem irrsinnigen Können, aber auch genügen Gespühr für die Werke, hier ein wunderbares Erleben dieser Stücke gestattet.