Ganong (19.04.2007, 15:02): Lieber Forums mitglieder ,
selbst Curzons Septiker anerkennen , das er der wohl überragende Interpret der Mozart- Klavierkonzerte aller Zeiten geblieben ist .
Sein Schubert ist von einer intellektuellen Tiefinnigkeit , einer nicht stets die todesnähe suchenden Exegese . Einer , etwa in den 8 Impromptus , von einer Interpretationsschräfre , die nicht annähernd ihres Gleichen findet ( so auch richtig Matthias Kornmenan in seiner Besprechung der Edition "Great Pianists of the Cebntury" , 1998 / 1999 , die ausgesprochen auch die "Wanbderer"-Sonate miteinschliesst . ).
Nun hat Matthias Kornmeann ein knappes jJahrzehnt später im aktuellen Heft von FONODFORUM dsich nach sehr langem musijournalistsiche Schweigen ( lassen wir das Brahms - Buch als Sonderfall beiseite ) wieder zu Wort gemeöldet .
F r a g e n :
1. Was haltet Ihr von dem Artikel und zieht Ihr für Euch in Eurer Hörpraxis konkrete Kosnseqeuntzen ? :
2. Wer kann aus eigener Erfahrung etwas zu dem Artikel von Matthias Kornmenann über Sir Clifford Curzon hier schreiben ?
Danke für Eure Mühe und viele Grüsse ,
Frank
Amadé (19.04.2007, 19:09): LIeber Frank,
zu Kornemann kann ich nichts schreiben, da ich ihn nicht immer kompetent fand, wohl aber zu Curzon mit Schubert und Mozart. Die beiden Komponisten waren auch die Eckpunkte seines Repertoires, zumindest in seinen letzten Jahren. Dazu muss ich aber auch noch BRahms zählen. Von SChubert kann man alle Aufnahmen, es sind leider nur wenige, Sonate D-dur D.850 "Gasteiner", dann die B-dur Sonate, die von Dir erwähnten beiden IMpromptu-Serien, die WAnderer-Fantasie sowie die Moments Musicaux wärmstens empfehlen. Leider hat er keine andere Sonate hinterlassen, oder die KLavierstücke D.946.
WAs uns von Mozart überkommen ist sind 5 Klavierkonzerte( KV 488: 3 Studio, 2 live, KV 491: 2 Studio, 2 live, KV 466: 1 Studio, KV 537: 1 Studio und KV 595: 3 Stuio , 2 Live). Curzon soll sehr kritisch seine eigenen Aufnahmen beurteilt und einige Einspielungen überhaupt nicht oder erst viel später freigegeben haben.
Curzon war ohne Zweifel eine der besten Mozart-Interpreten, aber es wirkten auch noch andere gleichberechtigte Könner ebenso überzeugend auf Mozarts musikalischem Acker. Rubinstein, Rudolf Serkin (nicht in seinen letzten Einspielungen mit Abado), Haskil, Casadesus, Kempff sowie Monique de la Bruchollerie und Annie Fischer. Alle diese genannten sowie der auch von mir verehrte Sir Clifford zeigen uns Mozarts Musik überzeugend in bestimmten Facetten, jeweils aus anderen Blickrichtungen, in anderen Farben und Stimmungen. Das ist sicher auch eine Frage des Temperaments. Ich möchte auch die anderen genannten bei Mozart nicht missen.
Zum SChluss möchte ich Dir noch ein Konzerterlebnis mit Curzon aus den 70er Jahren mitteilen: Nach der Pause spielte er die B-dur Sonate. Ziemlich am Ende der EXposition bekam eine Dame ein Hustenanfall, der Curzon so irritierte, dass er das Spiel unterbrach und auf DEutsch sagte: Ich kann nicht mehr. Nachdem die FRau den Saal verlassen hatte begann er wieder von vorn, leuchtender und inniger als zuvor.
Gruß Bernd
Cosima (23.06.2007, 20:22): Hallo,
ich meine, mich erinnern zu können, dass Kornemann auch Curzons Interpretation der Schubert-Sonate D 850 besonders hervorgehoben hat. Hier stimme ich unbedingt mit ihm überein – eine fantastische Aufnahme!
In der aktuellen FF ist übrigens wieder ein Artikel von Kornemann zu lesen. Es geht um Richter und Gilels. Ein schöner Artikel.
Gruß, Cosima
Ganong (23.06.2007, 21:08): Liebe Cosima ,
was ist an Matthias Kornmanns Artikel in FonoForum über Gilels und Richter "schön" ???
Hier wäre ich für eine Sachaufklärung wirklich dankbar .
Einen schönen Abend !
Frank
Cosima (23.06.2007, 23:00): Hallo Frank,
ich habe mich gefreut, dass Kornemann Richters Stil sehr treffend charakterisiert, wenn er z.B. über dessen legendäre Interpretation der Appassionata (Carnegie Hall, 1960) schreibt:
„Richters Vorstellung zählt zu den erregendsten Tondokumenten überhaupt. Natürlich ist die Schlussraserei der unerträglichen Anspannung in dieser Situation hysterischer Erwartungen geschuldet. Im Studio hat er das Finale dann kontrollierter, aber eben auch langweiliger gespielt. Die Hitzigkeit, dieses Alles-oder-nichts ist die Essenz von Richters großen Live-Momenten.“
Richtig!
Und dann dies:
„Richter glich dem ruhelosen, immer weiter ins unentdeckte Repertoire-Land voranziehenden Konquistador, hinter dem die Büsche zusammenschlugen, und was er einmal besaß, konnte ihm schon bald wieder verloren gehen. Was uns derart fesselt an seinem Spiel, ist die Teilhabe an dieser Eroberungsfahrt, auf der man eher den Stadien als den endgültigen Ergebnissen begegnet.“
Auch sehr schön beobachtet und formuliert, wie ich meine.
Das meinte ich mit „schön“. Eben ein Artikel, den ich mit Freude gelesen habe.
Cosima (24.06.2007, 12:17): Original von nikolaus Welcome (back), Cosima!
Nikolaus.
Danke. :)
An Frank: Wie ist denn Deine Meinung zu den beiden Kornemann-Artikeln? Du hast den Thread doch sicher aus einem bestimmten Grund eröffnet.
Mir gefällt sein Stil, auch inhaltlich fand ich nichts auszusetzen.
Gruß, Cosima
Ganong (25.06.2007, 15:02): Liebe Cosima ,
ich kenne Artikel von Matthias Korneman seit 1995 / 1996 und ihn selbt aus Briefwewchseln und persönlicher Begeggnung seit 1997/1998 . Nach seinem "Ausscheiden" aus der Gruppe der"Rondo"-Mitarbeiter ist es um ihn wie seinen grossen Mentor sehr still geworden .
Sehr wenige Arbeiten in "image hi-fi" hatten wohl keine Durchschlagskraft .
Sein Brahms-Buch habe ich hier kommentiert .Es ist , wie seine Teilnahme an einer Podiumsdiskussion über das Buch ( so auch das "Hamburger Abendblatt" sehr freundlich gestimmt ) einfach sehr schlecht .
Wenn ich seine an mich gerichtetetn Ausführungen zu dem Spätwerk für Klavier solo von Johannes Brahms nicht vorliegen hätte , so müsste man zu dem Schluss kommen , das zwei völlig verschiedene Menschen schreiben .
Schlimm diese Anektoden zu Richter versus Gilels ( damit hatte er schon vor Jahren in einem Beitrag zu Rachmaninov mit breitem Pinsl begonnen gehabt ) , die altbekante Appassionataaufnahme aus New York von 1960 ( Richter ) u8nd die von ihm herangezogenen Liveeinspielung durch Emil Gilels ) Florenz , 1951 ) . Es ist leider nichts wirklich analysiert , sondern aus dem Kontakt gerisen bzw. dieser ist gar nicht erwähnt .
Wen man schon bei einem pseudo - sportlichen Wettbewerb Richter verrsus Gilels interesiert ist , dann hat Kornmeann selbst das beste Besispiel übrigens auf höherem journalistischen Niveau bearbeitet : Prokovievs späte Klaviersonaten .
Prokoviev , der den Beitrag nicht gekant haben kan , hatte sich explizit für die sehr perkusiven Interpretationen seiner Werke ( hier durch S. Richter ) als in seinem Sinne ausgesprochen .
Der Beitrag zeichnet sich durch eine bei Korneman zunehmen anzutreffende stark plakative Sprache aus , die immer mehr im Vorderhrund steht , das er nur einen der von ihm genannten Anektdoten oder Fakten wirklich analsiert .
Vielleicht wollen die Macher vom FonoForum auch solch eine Sprache . Und eben ganz wenig sachbezogenen Inhalt .
Wer an Klassisicher Klaviermusik wirklich interesssiert ist , der wird wohl neben anderen Zeitschriften auchb gut auf FonoForum verzichten können .
Kaum aber auf "diapason" .
Gruss ,
Frank
Cosima (25.06.2007, 16:35): Hallo Frank,
der Richter/Gilels-Artikel wies vorrangig auf ein paar Neuerscheinungen historischer Aufnahmen hin. Eine Analyse habe ich an dieser Stelle gar nicht erwartet. Die Anekdoten haben mich nicht gestört.
Die FF hat inhaltlich sehr nachgelassen, ich habe mein Abo schon vor einer Weile gekündigt. Vielleicht war deshalb meine Erwartungshaltung eine andere als Deine.
Gruß, Cosima
Ganong (25.06.2007, 18:49): Liebe Birgit ,
Deine Meinung zum FonoForum teile ich uneingeschränkt .
Wenn Matthias Kornmeann zu einem seiner beiden Lieblingspianisten überhaupt schreibt , dann erwarte ich eigentlich einen ganz besonders qualifizierten Artikel . Eben so , wie MK dies früher vermochte . Er hat nirgendwo geäussert , dass Emil Gilels ( neben Arrau ) seinen Spitzenplatz als Pianist verloren hätte .
Um so erstaunter wäre ich früher über solch eine Schreibe gewesen . Nunmehr scheint er dieses Plakative immer stärker in den Mittelpunkt seiner Ausführungen ( auch an anderer Stelle ) zu rücken . Dies ist sachunangemessen .
Aber leider scheint er dies nun nötig zu haben .
Ich sage dies nach wie vor : Er hatte 1995b/ 1996 als besondere Begabung schriftlich wiemündlich begonnen . "Rondo" ist auch nicht wegen Kornemanns und seiner ihm nahestehenden Co-Autoren selbst massiv abgerutscht , sondern bereits die letzten Hefte als Matthias Kornemann noch dabei gewesen ist , haben sowohl alsPrintversion als auch im Internet , ich hatte dies seinerzeit dort kommentiert , erheblich an Substanz verloren .
Dass ein Rondo-Leser eine eigene in Rondo abgedruckte rezension Herrn Kornemann gar gewidmet (!!!) hat , war schon eher peinlich . Nicht nur wegen der kindischen Begründung .
Dass Matthias Kornmeann dann halb gegabngen ist , aufgehört hat im Rondo - Team , war auch nur halb sein eigener Entschluss . Das 1996 vorgestellte Konzept von Rondo war auch mit Herrn Kornmemann , warumn auch immer , früh zerbröckelt ( Anlehnung an 'Gramophone' ) .
Liebe Birgit , aber eigentlich geht es hier nicht um Kornemannn , sondern um Sir Clifford Curzon . Zu und über Sir Clifford hatte ich Kornemenann um 1998 eine Fülle zum Teil neuen Materiales zugeschickt . Übrigens nachdem er mich in seiner vergleichenden Besprechung der Edition "Great Pianists of the Century" in seinem Beitrag über Curzon namentlich erwähnt hatte .
Alles Gute !
Frank
Ganong (19.04.2007, 15:02): Lieber Forums mitglieder ,
selbst Curzons Septiker anerkennen , das er der wohl überragende Interpret der Mozart- Klavierkonzerte aller Zeiten geblieben ist .
Sein Schubert ist von einer intellektuellen Tiefinnigkeit , einer nicht stets die todesnähe suchenden Exegese . Einer , etwa in den 8 Impromptus , von einer Interpretationsschräfre , die nicht annähernd ihres Gleichen findet ( so auch richtig Matthias Kornmenan in seiner Besprechung der Edition "Great Pianists of the Cebntury" , 1998 / 1999 , die ausgesprochen auch die "Wanbderer"-Sonate miteinschliesst . ).
Nun hat Matthias Kornmeann ein knappes jJahrzehnt später im aktuellen Heft von FONODFORUM dsich nach sehr langem musijournalistsiche Schweigen ( lassen wir das Brahms - Buch als Sonderfall beiseite ) wieder zu Wort gemeöldet .
F r a g e n :
1. Was haltet Ihr von dem Artikel und zieht Ihr für Euch in Eurer Hörpraxis konkrete Kosnseqeuntzen ? :
2. Wer kann aus eigener Erfahrung etwas zu dem Artikel von Matthias Kornmenann über Sir Clifford Curzon hier schreiben ?
Danke für Eure Mühe und viele Grüsse ,
Frank
Amadé (19.04.2007, 19:09): LIeber Frank,
zu Kornemann kann ich nichts schreiben, da ich ihn nicht immer kompetent fand, wohl aber zu Curzon mit Schubert und Mozart. Die beiden Komponisten waren auch die Eckpunkte seines Repertoires, zumindest in seinen letzten Jahren. Dazu muss ich aber auch noch BRahms zählen. Von SChubert kann man alle Aufnahmen, es sind leider nur wenige, Sonate D-dur D.850 "Gasteiner", dann die B-dur Sonate, die von Dir erwähnten beiden IMpromptu-Serien, die WAnderer-Fantasie sowie die Moments Musicaux wärmstens empfehlen. Leider hat er keine andere Sonate hinterlassen, oder die KLavierstücke D.946.
WAs uns von Mozart überkommen ist sind 5 Klavierkonzerte( KV 488: 3 Studio, 2 live, KV 491: 2 Studio, 2 live, KV 466: 1 Studio, KV 537: 1 Studio und KV 595: 3 Stuio , 2 Live). Curzon soll sehr kritisch seine eigenen Aufnahmen beurteilt und einige Einspielungen überhaupt nicht oder erst viel später freigegeben haben.
Curzon war ohne Zweifel eine der besten Mozart-Interpreten, aber es wirkten auch noch andere gleichberechtigte Könner ebenso überzeugend auf Mozarts musikalischem Acker. Rubinstein, Rudolf Serkin (nicht in seinen letzten Einspielungen mit Abado), Haskil, Casadesus, Kempff sowie Monique de la Bruchollerie und Annie Fischer. Alle diese genannten sowie der auch von mir verehrte Sir Clifford zeigen uns Mozarts Musik überzeugend in bestimmten Facetten, jeweils aus anderen Blickrichtungen, in anderen Farben und Stimmungen. Das ist sicher auch eine Frage des Temperaments. Ich möchte auch die anderen genannten bei Mozart nicht missen.
Zum SChluss möchte ich Dir noch ein Konzerterlebnis mit Curzon aus den 70er Jahren mitteilen: Nach der Pause spielte er die B-dur Sonate. Ziemlich am Ende der EXposition bekam eine Dame ein Hustenanfall, der Curzon so irritierte, dass er das Spiel unterbrach und auf DEutsch sagte: Ich kann nicht mehr. Nachdem die FRau den Saal verlassen hatte begann er wieder von vorn, leuchtender und inniger als zuvor.
Gruß Bernd
Cosima (23.06.2007, 20:22): Hallo,
ich meine, mich erinnern zu können, dass Kornemann auch Curzons Interpretation der Schubert-Sonate D 850 besonders hervorgehoben hat. Hier stimme ich unbedingt mit ihm überein – eine fantastische Aufnahme!
In der aktuellen FF ist übrigens wieder ein Artikel von Kornemann zu lesen. Es geht um Richter und Gilels. Ein schöner Artikel.
Gruß, Cosima
Ganong (23.06.2007, 21:08): Liebe Cosima ,
was ist an Matthias Kornmanns Artikel in FonoForum über Gilels und Richter "schön" ???
Hier wäre ich für eine Sachaufklärung wirklich dankbar .
Einen schönen Abend !
Frank
Cosima (23.06.2007, 23:00): Hallo Frank,
ich habe mich gefreut, dass Kornemann Richters Stil sehr treffend charakterisiert, wenn er z.B. über dessen legendäre Interpretation der Appassionata (Carnegie Hall, 1960) schreibt:
„Richters Vorstellung zählt zu den erregendsten Tondokumenten überhaupt. Natürlich ist die Schlussraserei der unerträglichen Anspannung in dieser Situation hysterischer Erwartungen geschuldet. Im Studio hat er das Finale dann kontrollierter, aber eben auch langweiliger gespielt. Die Hitzigkeit, dieses Alles-oder-nichts ist die Essenz von Richters großen Live-Momenten.“
Richtig!
Und dann dies:
„Richter glich dem ruhelosen, immer weiter ins unentdeckte Repertoire-Land voranziehenden Konquistador, hinter dem die Büsche zusammenschlugen, und was er einmal besaß, konnte ihm schon bald wieder verloren gehen. Was uns derart fesselt an seinem Spiel, ist die Teilhabe an dieser Eroberungsfahrt, auf der man eher den Stadien als den endgültigen Ergebnissen begegnet.“
Auch sehr schön beobachtet und formuliert, wie ich meine.
Das meinte ich mit „schön“. Eben ein Artikel, den ich mit Freude gelesen habe.
Cosima (24.06.2007, 12:17): Original von nikolaus Welcome (back), Cosima!
Nikolaus.
Danke. :)
An Frank: Wie ist denn Deine Meinung zu den beiden Kornemann-Artikeln? Du hast den Thread doch sicher aus einem bestimmten Grund eröffnet.
Mir gefällt sein Stil, auch inhaltlich fand ich nichts auszusetzen.
Gruß, Cosima
Ganong (25.06.2007, 15:02): Liebe Cosima ,
ich kenne Artikel von Matthias Korneman seit 1995 / 1996 und ihn selbt aus Briefwewchseln und persönlicher Begeggnung seit 1997/1998 . Nach seinem "Ausscheiden" aus der Gruppe der"Rondo"-Mitarbeiter ist es um ihn wie seinen grossen Mentor sehr still geworden .
Sehr wenige Arbeiten in "image hi-fi" hatten wohl keine Durchschlagskraft .
Sein Brahms-Buch habe ich hier kommentiert .Es ist , wie seine Teilnahme an einer Podiumsdiskussion über das Buch ( so auch das "Hamburger Abendblatt" sehr freundlich gestimmt ) einfach sehr schlecht .
Wenn ich seine an mich gerichtetetn Ausführungen zu dem Spätwerk für Klavier solo von Johannes Brahms nicht vorliegen hätte , so müsste man zu dem Schluss kommen , das zwei völlig verschiedene Menschen schreiben .
Schlimm diese Anektoden zu Richter versus Gilels ( damit hatte er schon vor Jahren in einem Beitrag zu Rachmaninov mit breitem Pinsl begonnen gehabt ) , die altbekante Appassionataaufnahme aus New York von 1960 ( Richter ) u8nd die von ihm herangezogenen Liveeinspielung durch Emil Gilels ) Florenz , 1951 ) . Es ist leider nichts wirklich analysiert , sondern aus dem Kontakt gerisen bzw. dieser ist gar nicht erwähnt .
Wen man schon bei einem pseudo - sportlichen Wettbewerb Richter verrsus Gilels interesiert ist , dann hat Kornmeann selbst das beste Besispiel übrigens auf höherem journalistischen Niveau bearbeitet : Prokovievs späte Klaviersonaten .
Prokoviev , der den Beitrag nicht gekant haben kan , hatte sich explizit für die sehr perkusiven Interpretationen seiner Werke ( hier durch S. Richter ) als in seinem Sinne ausgesprochen .
Der Beitrag zeichnet sich durch eine bei Korneman zunehmen anzutreffende stark plakative Sprache aus , die immer mehr im Vorderhrund steht , das er nur einen der von ihm genannten Anektdoten oder Fakten wirklich analsiert .
Vielleicht wollen die Macher vom FonoForum auch solch eine Sprache . Und eben ganz wenig sachbezogenen Inhalt .
Wer an Klassisicher Klaviermusik wirklich interesssiert ist , der wird wohl neben anderen Zeitschriften auchb gut auf FonoForum verzichten können .
Kaum aber auf "diapason" .
Gruss ,
Frank
Cosima (25.06.2007, 16:35): Hallo Frank,
der Richter/Gilels-Artikel wies vorrangig auf ein paar Neuerscheinungen historischer Aufnahmen hin. Eine Analyse habe ich an dieser Stelle gar nicht erwartet. Die Anekdoten haben mich nicht gestört.
Die FF hat inhaltlich sehr nachgelassen, ich habe mein Abo schon vor einer Weile gekündigt. Vielleicht war deshalb meine Erwartungshaltung eine andere als Deine.
Gruß, Cosima
Ganong (25.06.2007, 18:49): Liebe Birgit ,
Deine Meinung zum FonoForum teile ich uneingeschränkt .
Wenn Matthias Kornmeann zu einem seiner beiden Lieblingspianisten überhaupt schreibt , dann erwarte ich eigentlich einen ganz besonders qualifizierten Artikel . Eben so , wie MK dies früher vermochte . Er hat nirgendwo geäussert , dass Emil Gilels ( neben Arrau ) seinen Spitzenplatz als Pianist verloren hätte .
Um so erstaunter wäre ich früher über solch eine Schreibe gewesen . Nunmehr scheint er dieses Plakative immer stärker in den Mittelpunkt seiner Ausführungen ( auch an anderer Stelle ) zu rücken . Dies ist sachunangemessen .
Aber leider scheint er dies nun nötig zu haben .
Ich sage dies nach wie vor : Er hatte 1995b/ 1996 als besondere Begabung schriftlich wiemündlich begonnen . "Rondo" ist auch nicht wegen Kornemanns und seiner ihm nahestehenden Co-Autoren selbst massiv abgerutscht , sondern bereits die letzten Hefte als Matthias Kornemann noch dabei gewesen ist , haben sowohl alsPrintversion als auch im Internet , ich hatte dies seinerzeit dort kommentiert , erheblich an Substanz verloren .
Dass ein Rondo-Leser eine eigene in Rondo abgedruckte rezension Herrn Kornemann gar gewidmet (!!!) hat , war schon eher peinlich . Nicht nur wegen der kindischen Begründung .
Dass Matthias Kornmeann dann halb gegabngen ist , aufgehört hat im Rondo - Team , war auch nur halb sein eigener Entschluss . Das 1996 vorgestellte Konzept von Rondo war auch mit Herrn Kornmemann , warumn auch immer , früh zerbröckelt ( Anlehnung an 'Gramophone' ) .
Liebe Birgit , aber eigentlich geht es hier nicht um Kornemannn , sondern um Sir Clifford Curzon . Zu und über Sir Clifford hatte ich Kornemenann um 1998 eine Fülle zum Teil neuen Materiales zugeschickt . Übrigens nachdem er mich in seiner vergleichenden Besprechung der Edition "Great Pianists of the Century" in seinem Beitrag über Curzon namentlich erwähnt hatte .