Severina (03.07.2012, 22:41): WSO und VO, alle großen Theater, Musikverein und Konzerthaus haben sich in die Sommerpause verabschiedet und stürzen den Klassikfreak in eine veritable Sinnkrise. Oder doch nicht?
Wie geht Ihr mit Euren Entzugserscheinungen um, so Ihr welche habt?? Schwelgt Ihr in schönen Erinnerungen? Tröstet Ihr Euch mit einem erhöhten Konsum von Musikkonserven?Fördert Ihr den Umsatz von a... und j...? Pendelt Ihr von einem Musikfestival zum nächsten? Oder seid Ihr froh, Euch vom Veranstaltungsstress erholen zu können?
Mit welchen "Kulturevents" überbrückt Ihr die Wochen bis zum Start in die neue Saison?
lg von der neugierigen Severina :hello
ar (03.07.2012, 23:11): Gutes Thema! Ich gehe jeden Sommer irgendwo an Festspiele (aber in der Schweiz, also nicht so exklusiv). Den restlichen Sommer leiden einfach meine Tonkonserven und Y..T...
Vielleicht nutze ich die Zeit auch, meine eigene "Karriere" ein bisschen zu fördern (üben...)
Billy Budd (03.07.2012, 23:41): Interessanter Thread, liebe Severina!
Ich habe ja von September bis Juni ein großes Pensum an Opernaufführungen, weswegen es mir - ich weiß, es liest sich blöd - gut tut, mich auch davon erholen zu können. Allerdings freue ich mich schon auf den Hoffmann im Theater an der Wien. Wahrscheinlich werde ich in die letzte Aufführung (Di., 10. Juli) gehen.
Natürlich höre ich im Sommer mehr Aufnahmen, wie unter dem Jahr. Allerdings kaufe ich mir fast keine CDs (mein Bestand an CDs (Gesamtaufnahmen) besteht nur aus 3x Ariadne, 1x FroSch, 1x Hänsel und Gretel und 1x Fidelio), sondern lade aus dem Internet herunter, nehme aus dem Radio auf und tausche mit Freunden. Alle meine Aufnahmen ordne ich auf dem Computer und kopiere sie dann auf meine externe Festplatte. Jede Aufnahme bekommt einen eigenen Ordner, der auch ein Textdokument enthält, in dem u.a. die gesamte Besetzung aufgelistet ist. So sieht das aus (diese beiden Mitschnitte habe ich neben anderen erst gestern sortiert):
Dmitri Schostakowitsch: Lady Macbeth von Mzensk
Wiener Staatsoper
23. Oktober 2009
Premiere
Besetzung:
Ingo Metzmacher - Dirigent
Thomas Lang - Chorleitung
Kurt Rydl - Boris Ismailow Marian Talaba - Sinowi Ismailow Angela Denoke - Katerina Ismailowa Misha Didyk - Sergej Donna Ellen - Axinja Michael Roider - der Schäbige Hans Peter Kammerer - Verwalter/Polizist Marcus Pelz - Hausknecht/Wächter Gerhard Reiterer - erster Vorarbeiter Oleg Zalytskiy - zweiter Vorarbeiter Martin Müller - dritter Vorarbeiter Johannes Gisser - Mühlenarbeiter Thomas Köber - Kutscher Janusz Monarcha - Pope Eijiro Kai - Polizeichef Wolfram Igor Derntl - Lehrer Franz Gruber - betrunkener Gast Jens Musger - Sergeant Nadia Krasteva - Sonjetka Dan Paul Dumitrescu - alter Zwangsarbeiter Sophie Marilley - Zwangsarbeiterin
Chor und Orchester der Wiener Staatsoper. Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg
Wiener Staatsoper
12. Jänner 2008
Musikalische Neueinstudierung
Besetzung:
Christian Thielemann - Dirigent
Thomas Lang - Chorleitung
Falk Struckmann - Hans Sachs Ain Anger - Veit Pogner Alexander Kaimbacher - Kunz Vogelsang Marcus Pelz - Konrad Nachtigall Adrian Eröd - Sixtus Beckmesser Wolfgang Koch - Fritz Kothner Cosim Ifrim - Balthasar Zorn Michael Roider - Ulrich Eißlinger Peter Jelosits - Augustin Moser Clemens Unterreiner - Hermann Ortel Alfred Šramek - Hans Schwarz Janusz Monarcha - Hans Foltz Peter Seiffert - Walther von Stolzing Norbert Ernst - David Ricarda Merbeth - Eva Michaela Selinger - Magdalena Wolfgang Bankl - Ein Nachtwächter
Chor und Orchester der Wiener Staatsoper.
Ich schneide aber auch manche Vorstellung verbotenerweise (das schreibe ich nur im internen Bereich!) mit meinem Mp3-Player mit. Die Qualität ist besser, als ich anfangs geglaubt habe, allerdings kommt dann noch die Nachbearbeitung. Applaus während den Akten muss ich entfernen. Wenn das Stück viele laute Passagen enthält, muss ich die auch leiser machen (derzeit arbeite ich an einer Elektra). Dennoch möchte ich diese Mitschnitte nicht missen. Meine Kostbarkeiten, die ich wie einen Augapfel hüte, sind Nylunds Ariadne, Fallys Zerbinetta, Pecoraros Tanzmeister, Goulds Tannhäuser, Jelosits' Jaquino (mE seine beste Rolle), Finks Sarastro, Meiers Santuzza, Seifferts Turiddu (gottlob habe ich die Vorstellung, in der er am besten war!) und Bothas Cavaradossi. Grundhebers Faninal und Jago und Garancas Octavian habe ich auch; muss ich aber noch bearbeiten.
Was ich generell nicht tue, ist zu Musikfestivals zu fahren. Da habe ich nicht die Möglichkeiten dazu und das Geld wäre mir es nicht wert.
Letzten Sommer habe ich mit einer Sisyphusarbeit begonnen: Jeder Sänger, den ich in einer Aufführung gehört habe, erhält eine Karteikarte. Auf dieser trage ich mit Hilfe der gesammelten Besetzungszettel ein, wann ich ihn gehört habe, in welcher Rolle, an welchem Haus und der wievielte meiner Opernbesuche es war. Ich begann mit dem Besetzungszettel meiner ersten Aufführung (2006 Hänsel und Gretel an der Volksoper mit Kulman und Zampieri) und arbeitete mich systematisch weiter. Die letzte von mir katalogisierte Aufführung war die Salome am 2. Feber 2011. Dann ist mir das Papier ausgegangen. Grund dieser Arbeit ist, damit ich genau sagen kann, wann und in welchen Rollen ich einen bestimmten Sänger gehört habe. Außerdem erinnere ich mich beim Schreiben an die bestimmte Vorstellung.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir in der Sommerpause gar nicht langweilig wird.
Billy :hello
P.S.: Und ich nütze auch die Zeit, um mich in anderen Foren umzusehen (erst seit drei Stunden wieder ein neuer Regietheaterthread bei T :rofl :rofl :rofl ). Darüner hinaus habe ich auch neben der Oper noch andere Hobbys, wie z.B. Lesen. In den Ferien habe ich auch mehr Zeit, um mich meiner Brieffreundin aus Deutschland zu widmen.
P.P.S.: "Turiddu" schreibt man natürlich nicht so: "Turridu"!
Heike (04.07.2012, 00:17): Ich habe Entzugserscheinungen :-(
Zum Glück ist die Pause überschaubar, Mitte August fängt das Konzerthaus schon wieder mit dem regulären Programm an. Zwischendrin gibt es einige Festivals in Berlin (v.a. die Jugendorchester bei Young Euro Klassik) und dann noch Sommerkonzerte in ländlichen Gegenden rund um Berlin, damit tröste ich mich etwas. Aber normalerweise sind die Programme eher selten Sternstunden, wenn auch oft gutes Mittelmaß. Außerdem mag ich keine musikalischen open air Events, das schränkt die Auswahl im Sommerangebot doch arg ein. Prinzipiell freue ich mich daher immer total auf den Beginn der neuen Saison.
Ich überbrücke die Zeit auch mit mehr Kino, Ausstellung und Museen, die kommen bei mir sonst regelmäßig zu kurz. Wenn ich aber eine Woche lang nicht im Konzert oder in der Oper war, werde ich richtig kribbelig. Es geht doch nichts über live-Musik. Sommerloch ist doof. Heike
Billy Budd (04.07.2012, 00:19): Original von Heike Wenn ich aber eine Woche lang nicht im Konzert oder in der Oper war, werde ich richtig kribbelig. Es geht doch nichts über live-Musik.
Das ist bei mir auch so! Billy :hello
Heike (04.07.2012, 00:20): @Billy: Jeder Sänger, den ich in einer Aufführung gehört habe, erhält eine Karteikarte. Das es sowas in Zeiten von Datenbanken wie MS Access noch gibt :cool Heike
Severina (04.07.2012, 00:25): Ui, damit weckst Du mein schlechtes Gewissen, denn ich sollte endlich einmal damit beginnen, meine CDs vernünftig zu katalogisieren. Aber ich finde immer andere Ausreden für diese öde Tätigkeit - aktuell ist es einfach vieeel zu heiß, und eigentlich ist das ja überhaupt eine Winterarbeit :D
Aber ich schulde Euch ja wohl noch die Erklärung, wie ich das Sommerloch fülle bzw. überstehe:
Erstens mit verstärktem CD-Konsum: In einer lauen Sommernacht auf der Loggia sitzen, ein paar Kerzenflammen wiegen sich sanft im Wind, in den Sternenhimmel schauen und mich via Kopfhörer mit meiner Lieblingsmusik berieseln lassen - Herz, was willst Du mehr!
Zweitens mit der einen oder anderen "Sondervorstellung": Im August wird das "La Donna del Lago" im ThadW sein, dann mein Spontanentschluss, nach 20 Jahren Absenz wieder die Salzburger Festspiele zu beehren und mir "Giulio Cesare" anzuschauen, und diverse Veranstaltungen des Grafenegger Musikfestival. Fix ist ein LA mit Thomas Hampson (Schumann op.39) und ein Konzert des Cleveland Orchestra unter Welser Möst (u.a. Bruckners Vierte) Ansonsten einfach spontan mit Freunden nach Grafenegg fahren und Rasenplätze (kosten 10€) kaufen - die Atmosphäre dort ist einfach zauberhaft und (noch!) völlig unprätentiös.
Drittens mit der Vorfreude auf die neue Saison, die aber in erster Linie dem ThadW (das erstmals auch als Nebenschauplatz die Kammeroper bespielt!) und dem Musikverein gilt, aber natürlich auch den Sprechbühnen. Seit Dominique Meyer an der WSO sein Unwesen treibt, habe ich wieder viel mehr Zeit für mein ebenfalls geliebtes Theater!
lg Severina :hello
Billy Budd (04.07.2012, 00:25): Liebe Heike, ich habe überlegt, ob ich dafür Excel benutzen sollte (das brächte einige Vorteile, wie leichteres Sortieren), aber ich sitze nicht gern so lang vorm Computer. Wenn ich nur etwas bestimmtes nachschauen wollte, müsste ich den Computer einschalten. Außerdem musste ich früher nach dem Sommer wieder lernen, mit der Hand zu schreiben. Das kann ich mir ersparen, wenn ich über dem Sommer nicht aus der Übung komme. Billy :hello
Billy Budd (04.07.2012, 00:28): Original von Severina Ui, damit weckst Du mein schlechtes Gewissen, denn ich sollte endlich einmal damit beginnen, meine CDs vernünftig zu katalogisieren. Aber ich finde immer andere Ausreden für diese öde Tätigkeit - aktuell ist es einfach vieeel zu heiß, und eigentlich ist das ja überhaupt eine Winterarbeit :D
Hmmm, eigentlich finde ich das gar nicht öde - ich erinnere mich da immer an Aufführungen. CDs katalogisiere ich nicht, denn da steht ohnehin alles auf dem Cover. :) Billy :hello
Severina (04.07.2012, 00:33): Original von Heike Außerdem mag ich keine musikalischen open air Events, das schränkt die Auswahl im Sommerangebot doch arg ein. Prinzipiell freue ich mich daher immer total auf den Beginn der neuen Saison.
Heike
Liebe Heike, ich bin sicher, diese Meinung würdest Du in Grafenegg revidieren! Der so genannte Wolkenturm, wie die vor einigen Jahren errichtete Freiluftarena heißt, ist akustisch einfach genial, das bestätigen alle Künstler, die dort auftreten. Und Intendant Rudolf Buchbinder gelingt es jedes Jahr, eine Reihe der weltbesten Orchester, Dirigenten und Solisten zu holen. Und das alles in wunderbar entspannter Atmosphäre in einem zauberhaften englischen Landschaftsgarten, in dem man sich mit Picknick und tollen Rahmenprogrammen auf das Hauptkonzert am Abend einstimmen kann. Ich freue mich schon riesig und hoffe nur, dass Petrus mitspielt! (Bei Regen finden die Veranstaltungen in einem ebenfalls neuen Konzertsaal statt, aber der besondere Zauber von Grafenegg ist eben diese einmalige Symbiose von Natur und Kultur.
lg Sevi :hello
Heike (04.07.2012, 00:38): Ja, das klingt doch sehr verführerisch :engel
Ich muss also konkretisieren; Ich mag weder die Berliner Waldbühnenkonzerte noch diverse lautsprecherverstärkte Classik open Air im Park XY.
Heike
Severina (04.07.2012, 00:45): Liebe Heike,
da sind wir uns völlig einig, ich hasse auch alles, was nur mit Mikro und Verstärkeranlage über die Bühne geht. Aber der Wolkenturm hat natürlich (und gottlob) nicht die Dimensionen der Waldbühne, da sind keine technischen Tricks nötig. Ebenfalls ehrlich geht es beim Opernfestival in der Ruine von Gars am Kamp zu, wo ohne Verstärker und Kopfmikro gesungen wird und ich schon sehr hübsche Opernabende erlebt habe. (u.a.die beste "Turandot" meines Lebens, denn an sich mag ich dieses Werk nicht!)
lg Sevi :hello
Severina (04.07.2012, 00:55): Und eben fällt mir ein, dass ich noch einen vierten Punkt meiner Strategien gegen das Sommerloch vergessen habe:
Das Opernfilmfestival auf dem Wiener Rathausplatz, wo bis Anfang September jeden Abend Oper, Operette, Konzerte oder Ballett über eine riesige "Leinwand" flimmern, und zwar im Unterschied zu den Live-Übertragungen der WSO auf den HvK-Platz in brillianter Ton- und Bildqualität. Und wenn man zeitig genug dort ist und einen Platz in der Mitte erobert, wird man auch nicht von den Heerscharen derer gestört, die eher wegen des vielfältigen kulinarischen Angebots auf den Rathausplatz kommen und die Musik halt in Kauf nehmen..... Allerdings muss ich sagen, dass das Programm schon aufregender war als heuer, aber wie heißt's so schön? "In der Not frisst der Teufel Fliegen!"
lg Severina :hello
Fairy Queen (04.07.2012, 08:56): Ich bin wohl aus der Art geschlagen oder einfach nicht süchtig : jedenfalls empfinde ich das Sommerloch als Erholung. Obschon ich so wie ihr, Live-Erlebnisse bei weitem jeder Konserve vorziehen, Die Konzert-Saison dauert hier 9 Monate und das reicht mir vollkommen. Drei Monate konzertfreie Zeit lassen nur die Vorfreude auf Neues wachsen und aAles wovon es zu viel gibt, kann leicht zur Routine werden. In Frankreich wimmelt es von Festivals, damit halten sich viele Künstler von Juni bis Septembe überhauptr über Wasser, aber ich reise nirgends hin. Bin wohl einfach nicht süchtig genig..... :D
Viel Freude in Salzburg (das ist sicher grossartig!) udn anderswo und ansonsten ienen langen Atem bis September und allerschönste anderee "Ersatzbefriedigungen" wünscht euch Fairy Queen
Solitaire (04.07.2012, 14:15): Für mich wird es dieses Jahr keine direkte Sommerpause geben, ehrlich gesagt wird es fast mehr Oper geben als in der ganzen letzten Saison zusammen. In unserem Theater wird das Angebot aus finanziellen Gründen immer spärlicher und trübsinniger (nur die Solidarität mit unserem von der Auflösung bedrohten Orchester hindert mich daran, mein Abo zu kündigen...). Für den Sommer nun habe ich vier Kino-Opern gebucht: der komplette Ring aus New York an zwei aufeinander folgenden Wochenenden. Bis heute morgen habe ich geglaubt, es handele sich um Liveübertragungen und mir die Abende frei gehalten, jetzt habe ich aber erfahren, daß es nur Aufzeichnungen der Vorstellungen vom letzten Jahr sind, die ab dem frühen Mittag gezeigt werden damit das Kino Abends für „Men in Black“ etc. wieder frei ist. Ich werde mir die Möglichkeit den Ring komplett zu erleben dennoch nicht entgehen lassen und pilgere im Juli und August um 11.30h ins Kino... Leider allein, denn mein Mann muß zu dieser Zeit noch arbeiten, die Bekannten mit denen wir gehen wollten auch.Wie gesagt: wir allen haben uns die Abende frei gehalten. Gespannt bin ich aber trotzdem.
Generell höre ich im Moment aber weniger Musik als sonst, was ein Grund ist, warum ich in der letzten Zeit eher selten hier bin. Ich weiß auch nicht, was gerade mit mir los ist. :I
Severina (04.07.2012, 16:18): Liebe Mina,
solche Phasen habe ich auch immer wieder, da faszinieren mich plötzlich das Sprechtheater und die Literatur viel mehr als die Oper, aber irgendwann erwacht dann doch immer wieder Lust auf Musik! Alte Süchte lassen sich auf Dauer eben nicht unterdrücken :D! Da genügt dann ein Impulsachterl, und sofort ist man wieder ein hoffnungsloser Junkie! Manchmal fehlt einem einfach auch die innere Ruhe zum Musikhören. Bei mir ist es auch so, dass ich manchmal lieber Orchestermusik höre als Opern und mich dann tagelang nur durch meine Lieblingssymphonien durchhöre.
lg Sevi :hello
Solitaire (04.07.2012, 16:26): Hallo Severina! Ja, das mit der inneren Ruhe wird es im Augenblick wohl sein. Ich höre, wenn ich denn Musik höre, zur Zeit mehr Instrumentales. Habe gerade einen Narren am Violonkonzert von Tschaikowsky gefressen (mir doch egal, ob man die Musik stinken hört... :D ) und am 23. Klavierkonzert von Mozart. :down Außerdem fresse ich mich immer noch durch die Felsenstein-Edition, von der mir manches sehr gut gefällt (Schlaues Füchslein und Blaubart) und anderes heute eigentlich nicht mehr tragbar ist (Hoffmann :ignore, trotz der wunderbaren Melitta Muszely). So ganz ohne Musik bin ich also nicht, aber es war schon mehr.
Heike (04.07.2012, 17:44): Hallo Solitaire, der komplette Ring aus New York an zwei aufeinander folgenden Wochenenden Oh, den habe ich schon im letzten Jahr gesehen, der ist großartig gesungen und auch spektakulär inszeniert für MET Verhältnisse! Terfel im Rheingold ist schon das Geld allein wert! Heike
Solitaire (04.07.2012, 20:49): Ja, auf Terfel freue ich mich auch ganz besonders, Auszüge kenne ich mit ihm, aber eben nicht die ganze Oper. Wird sowieso mein erster Ring, ich hab's ja eigentlich nicht so mit Wagner, aber ich denke, den Ring sollte man als Opernfan mal gesehen haben.
Ingrid (04.07.2012, 21:19): Von unserm neuen Ring in München habe ich nur das Rheingold gesehen und da hatte ich dann keine so große Lust auf mehr. Selten habe ich mich so gelangweilt. Die Götterdämmerung hörte ich dann am Rundfunk und war tatsächlich restlos begeistert. Unser Orchester spielt wirklich atemberaubend gut und die Besetzung war ebenfalls meisterlich. Höchstwahrscheinlich werde ich mir die dann bei Oper für alle anschauen und hoffen, dass nicht auch so ein schlimmes Gewitter über uns hereinbricht, wie gerade in einigenTeilen Bayerns. Auf Terfel als Scarpia freue ich mich, im noch nicht ganz geschlossenen Sommerloch besonders und natürlich auf die Winterreise mit Kaufmann.
Am Ende dieses Loches gibt es dann endlich mal wieder den ARD-Wettbewerb Gesang und da möchte ich nicht viel verpassen, denn die Spannung erreicht immer Siedepunkte und musikalisch ist es sowieso ein Genuss und fast umsonst. Ach ja und kurz davor steht noch ein Besuch in Bayreuth an. Also kaum Zeit zum Luft holen.
:hello Ingrid
Solitaire (05.07.2012, 07:45): Terfel als Scarpia ist immer grandios! Neulich habe ich ihn auf ARTE mit seinem Bad-Boys-Konzert gesehen. Als Scarpia trug er beim Te Deum zum Abendanzug eine Reitpeitsche in der Hand... :times10 :rofl
Honoria Lucasta (05.07.2012, 09:51): Sommerloch? Welches Sommerloch?
Hier gibt es eher im Winter weniger zu hören und zu sehen, wenn man draußen nichts machen kann und das Geld für die Beheizung von Sälen eben nicht da ist.
Am Samstag Klaviergesprächskonzert mit meinem alten Freund Gregor Vidovic auf der Kulturfinca Son Baulo - schaut mal rein: Son Baulo, Sonntag Autorenlesung ebenda, nächsten Samstag Liszt-Abend (da sing ich dann auch zwei Lieder), und dazwischen gibt es diverse Konzerte in Patios und umgebauten Ställen.
Die ganz großen Stars machen sich natürlich rar hier, aber ab und wann kann man doch ein bißchen was mitnehmen - Justino Diaz gab Mitte Juni einen Liederabend im Palma de Mallorca, und für das definitive Ende des Sommers ist am 1. Nov. im Theater von Menorca, unserer Nachbarinsel, ein Liederabend mit Rolando Villazon angekündigt - mal schauen, ob ich e schaffe, hinüberzuhüpfen...
Zuhause würde ich gern mehr Opern-DVDs anschauen, aber die Zeit dafür muß ich mir ein wenig stehlen - meist reicht es nur für einen oder zwei Akte. Trotzdem bin ich froh, so eine verhältnismäßig große Sammlung zu haben, denn gerade an der Oper fehlt es auf Mallorca doch sehr. Drei Produktionen im April, Mai und Juni müssen für's ganze Jahr live reichen! Da hilft mir dann nicht nur zur Not auch mal eine Aufzeichnung des Nabucco aus dem Steinbruch (St. Margarethen, meine ich, oder war es woanders?)
Sommerliche Grüße von der Insel
sendet Honoria
Ingrid (05.07.2012, 10:09): Original von Solitaire Terfel als Scarpia ist immer grandios! Neulich habe ich ihn auf ARTE mit seinem Bad-Boys-Konzert gesehen.
Wie schade, dass ich diese Ankündigung übersehen habe. Terfel ist auch ein Sänger und Schauspieler, von dem ich nie genug kriegen kann. Bin echt gespannt, ob er unsre öde Tosca-Inszenierung retten kann. Im Oktober muss halt Kaufmann wieder für Zuschauer sorgen. Ohne solche Zugpferde bekämen sie das Haus sicher nicht voll.
:hello Ingrid
Solitaire (05.07.2012, 10:29): Original von Ingrid [ Bin echt gespannt, ob er unsre öde Tosca-Inszenierung retten kann.