HenningKolf (15.03.2008, 11:37):
Es ist ja kein Geheimnis, dass ich zu denen gehöre, die an historisch klingenden Aufnahmen und auch sonst an schlechter Klangtechnik wenig Freude haben (Richters WTC habe ich ca. 15 Minuten gehört und dann gleich weiter verkauft :ignore), um so schöner für mich, dass es das Label Mercury Living Presence gab und die Bänder von Philips remastert und als CD herausgebracht worden sind. Mercury arbeitete in den frühen Stereoaufnahmen - wohl um Ping-Pong-Effekte zu vermeiden - mit drei Mikrofonen bzw. drei Kanälen. Teilweise wurde als Bandmaterial 35mm-Filmband verwendet - die so aufgenommen Einspielungen sind klangtechnisch gesehen die Sahnestückchen. Ein Fest für mich, der ich guten Analogklang Digitalaufnahmen allemal vorziehe.
Das Label ist nun aber nicht "audiophil" in dem des öfteren vorzufindenden Sinne, dass es zwar gut klingt, aber die Künstler zweitrangig sind. Ganz im Gegenteil!
Sicherlich eher weniger bekannt ist der Dirigent Paul Paray, der, jedenfalls französische Komponisten betreffend, in meinen Ohren hervorragende Aufnahmen eingespielt hat.
Dies hier ist meine Lieblingsaufnahme der Symphonie fantastique
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ferner eigne ich
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(anderes Cover, die CD stammt aus der Living Presence Serie)
Ein anderer bedeutender Name der mit dem Mercury-Label und der Living Presence Serie verbunden ist ist Antal Dorati
Allgemein wird seine Bedeutung als Bartók-Dirigent hervorgehoben. Ich habe diese Aufnahme:
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(Konzert f. Orchester, Tanzsuite, 2 Porträts, Auszug aus Mikrokosmos arr. f. Orchester)
(wenn ich Bartókliebhaber wäre hätte ich sicherlich mehr Doratieinspielungen)
Sehr gut auch diese Einspielungen
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(zur Zeit wohl auch auf dem Zweitmarkt nicht zu vernünftigem Preis zu bekommen)
Genannt werden muss auch Howard Hanson, der mit dem Eastman-Rochester Orchestra eigene Kompositionen, aber auch andere amerikanische bzw. in Amerika lebende Komponisten eingespielt hat, z.B.
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Nennen möchte ich auch noch die Aufnahmen mit dem Cellisten Janos Starker. Er gehört allerdings nicht zu den von mir bevorzugten Cellisten.
Fast am bekanntesten dürften die Aufnahmen mit dem Pianisten Byron Janis sein.
Diese hier ist schon dadurch bekannt geworden, dass sie mitten im kalten Krieg in Moskau aufgenommen wurde
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Für mein Dafürhalten ist der musikalische Wert geringer als der zeitgeschichtliche. Anders wie sonst überzeugt mich bei dieser Aufnahme die Klangtechnik auch nicht besonders. Von der Berufskritik - soviel sei gesagt - wird diese Einspielung allerdings musikalisch wie aufnahmetechnisch gelobt.
Gruß
Henning