was die Tscahikowsky-Sinfonien anbetrifft, so bin ich mit den Karajan-Aufnahmen aufgewachsen, die ich bis heute hoch schätze.
Erst durch die Klassikforen wurde ich auf die hochgelobten Mrawinsky - Aufnahmen aufmerksam. Natürlich seine DG-Aufnahmen von 1960, die aber nicht in Russland, sondern in London (4) und Wien (5+6) gemacht wurden und dadurch klangtechnisch brauchbar vorliegen.
:times10 In einem anderen Forum wurden Zweifel geäußert, ob diese Aufnahmen nicht sogar überschätzt werden und das Mrawinsy zu sachlich interpretiert.
:hello Ich bin gespannt was sich daraus hier im DAS-KLASSDIJFORUM ergibt !
Die Tschaikowsky Sinfonie Nr.5 ist mir mit Mrawinsky(DG 1960 im großen Musikvereinssaal Wien) zu kammermusikalisch seziert. Hier ziehe ich die Aufnahmen mit Solti(Decca), Karajan(DG) und Bernstein(SONY) vor, die sinfonischer klingen und auf mich einfach noch packender wirken. Damit ist Mrawinsky aber nicht überschätzt.
Als Glückfall empfinde ich die Mrawinsky-Aufnahme der Sinfonie Nr.6 (DG 1960). :down Was für ein Glückfall, das Mrawinsky 1960 mit den Leningrader PH nach Wien gekommen war um eine klanglich gute Stereo-Aufnahmen zu produzieren. Aber die Studio-Aufnahmebedingungen in Wien waren auch nicht perfekt. 1. Die sonst in Leningrad übliche Orchesteraufstellung (bei denen sich 1. und 2.Geigen gegenübersitzen) wurde nicht realisiert. Von den Tontechnikern wurden stattdessen die Mikrophone näher platziert um den Mischklang besser hin zu bekommen (siehe DG-Textheft). 2. Der Klang des Schlagwerkes ist ziemlich verwischt und die Pauken nicht prägnant.
Die Sinfonie Nr.4 mit Mrawinsky (DG) ist in London in der Wimbley Town Hall 09/1960 aufgenommen. Auch hier soweit packend. Aber ich vermisse auch das, was einige Hörer von fehlender Spannung (bes. im 4.Satz) beschrieben haben. Ist da nicht Bernstein (DG) ein ganzes Stück eindrucksvoller ?
Seit kurzem habe ich die ERATO-12CD-Mrawinsky - Box. Hier sind die Tschaikowsky Sinfonie Nr.5 und 6 in den Live-Aufnahmen von 1982/83 enthalten. Ein Trauerspiel, dass die Russen 22Jahre später im Digitalzeitalter nicht in der Lage sind eine Analogaufnahme hin zu bekommen die natürlicher klingt, als seine alten DG-Aufnahmen aus Wien. :thanks Aber die Orchesteraufstellung und der Klang der Pauken stimmen ! Die Leningrader sind zu Hause 1982-83 noch wesentlich ungestümer als in Wien. Höhepunkte sind bis an die Grenze alles möglichen getrieben und geben den Werken eine Spannung bis zum Bersten. Die Pauken unerbittlich - der Wahnsinn. :) Ja, diese Erato-Aufnahmen 1982/83 gefallen mir besser als die hochgelobten DG-Aufnahmen 1960 aus Wien und sind eine höchst erfreuliche Bereicherung meiner CD-Sammlung.
So schrottig die Brillant-Mrawinsky-10CD-Box war, so gut ist hier die Erato 12CD-Mrawinsyk-Box:
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9832758.jpg Schostakowitsch: Symphonien Nr. 5, 10, 12, +Tschaikowsky: Symphonien Nr. 5 & 6; Francesca da Rimini +Glinka: Ruslan & Ludmila-Ouvertüre +Glasunow: Raymonda-Suite +Mozart: Symphonien Nr. 33 & 39 +Beethoven: Symphonien Nr. 1, 3(nur diese ist klanglich schlecht),5-7 +Wagner. Orchesterstücke aus Lohengrin, Götterdämmerung, Tristan, Walküre, Tannhäuser,Meistersinger +Mussorgsky: Morgendämmerung über der Moskwa Leningrad PO, Mravinsky Label: Erato , ADD, 1964-1984
Zelenka (02.12.2007, 17:35): Original von teleton
Seit kurzem habe ich die ERATO-12CD-Mrawinsky - Box. Hier sind die Tschaikowsky Sinfonie Nr.5 und 6 in den Live-Aufnahmen von 1982/83 enthalten. Ein Trauerspiel, dass die Russen 22Jahre später im Digitalzeitalter nicht in der Lage sind eine Analogaufnahme hin zu bekommen die natürlicher klingt, als seine alten DG-Aufnahmen aus Wien. :thanks Aber die Orchesteraufstellung und der Klang der Pauken stimmen ! Die Leningrader sind zu Hause 1982-83 noch wesentlich ungestümer als in Wien. Höhepunkte sind bis an die Grenze alles möglichen getrieben und geben den Werken eine Spannung bis zum Bersten. Die Pauken unerbittlich - der Wahnsinn. :) Ja, diese Erato-Aufnahmen 1982/83 gefallen mir besser als die hochgelobten DG-Aufnahmen 1960 aus Wien und sind eine höchst erfreuliche Bereicherung meiner CD-Sammlung.
Ich besitze die alte Erato-Einzelausgabe von Mravinskys Pathétique, die laut Booklet 1982 digital aufgenommen wurde und nicht analog. (Die "Russen" hätten somit also eine Digitalaufnahme besser hinbekommen sollen ...) Die späte Mravinsky-Version ist in der Tat noch atemloser als die DG-Aufnahme, was ihr aus meiner Sicht gut bekommt. Je weniger Schmalz in Tschaikowsky desto besser! Diese weitestgehende Schmalzlosigkeit macht mir auch die Fricsay-Aufnahmen sehr sympathisch.
Gruß, Zelenka
HenningKolf (02.12.2007, 19:31): Oh, jetzt bin ich etwas verwundert. Wie unterschiedlich man doch Dinge wahrnimmt...
also die Erato-Aufnahmen der 5. und 6. mit Mrawinski - allerdings länger her dass ich die gehört habe - habe ich als weniger "gewaltig", vor allem aber als weniger exakt gespielt in Erinnerung. Ich meine, dass die Aufnahmen klangtechnisch im Verhältnis zu den 6oer-Aufnahmen auch kein Quantensprung waren....
aber da ergibt sich nahtlos - wenn auch etwas offtopic - folgende Frage: Welche Klangqualität hat der Schostakowitsch auf der Box????
abgesehen davon, dass zumindest die 6. in meinen Ohren aufgesetzt pathetisch klingt (das ist halt immer Geschmacksfrage und hat sogar möglicherweise damit zu tun, welche erste Begegnung man mit einem Werk hatte) , bin ich mir fast sicher, dass die Bernsteinaufnahmen darunter leiden, dass das Orchester nicht immer ganz sauber spielt und mancher Einsatz wenig exakt gesetzt ist......belegen kann ich es jetzt aber nicht, weil ich die Einspielung nicht mehr habe.
Anders als bei manch anderen Komponisten, wo mich die Sammelwut gepackt hat, reicht mir bei Tschaikowski Mrawinski, ich liebäugle allerdings durchaus mit Swetlanow und Roschdestwenski, so es denn gut klingende Aufnahmen aus der Vor-Perestroijka-Zeit geben sollte..wahrscheinlich werde ich auch mal versuchen in die 73er Aufnahme der 5. mit Mrawinski hineinzuhören..
Gruss Henning
teleton (03.12.2007, 08:43): Hallo Henning,
das eine der Aufnahmen in der ERATO-12CD-Mrawinsky-Box von 1982/83 digital sind ist nicht angegeben - ich meine wegen dem Grundrauschen wären es Analogaufnahmen / LIVE. Das diese Aufnahmen nach Mrawinsky´s DG-Aufnahmen von 1960 nach 22Jahren keine klanglicher Quantensprung sind, hatte ich ja auch geschrieben. Aber die Orchesteraufstellung und der Klang der Pauken stimmen ! Höre Dir mal im Vergleich den ersten Satz der Sinfonie Nr.6 an, welche Wucht Mrawinsky hier erzeugt. Die Pauken sind prägnant und der Höhepunkt bis an die Grenze des Machbaren getrieben. Im Konzertverein Wien bei DG war das 1960 ein laueres Lüftchen als in der Großen Halle der Leningrader PH 1982.
OT: Die 3 Schostakowitsch-Sinfonien in der ERATO-Box sind klangtechnisch gut, aber nicht so, wie eine Westaufnahme 1984 klingt - die Russen waren zu der Zeit technisch einfach nicht auf dem Weststandart.
Bei Bernstein meine ich hauptsächlich die DG-Aufnahme der Sinfonie Nr.4 als mein Favorit, da er hier hochemotional agiert und nicht diese wahnsinnigen Tempoverbreiterungen vornimmt. Bei den Sinfonien Nr.5 und 6 sind mit größter emotionaler Anspannung dirigiert, aber er nimmt die Tempi hier zu breit. Das die New Yorker PH nicht sauber spielen möchtee ich entschieden zurückweisen. Da hast Du wegen des Auszelebrierens warscheinlich den Eindruck, denn Bernstein schafft hier durch das langsame Tempo ungehörte Einblicke. Ich mag es aber auch bei den Sinfonien Nr.5 und 6 lieber straff wie Karajan und Mrawinsky, die ich beide gleichermaßen für Tschaikowsky schätze. ***Zu Tschaikowsky: Sinfonie Nr.6 mit Bernstein (DG) möchte ich an anderer Stelle noch etwas schreiben.
Dein Liebäugeln mit Swetlanow kann ich Dir empfehlen. Diese habe ich auf Eurodisc-LP und die haben wie Mrawinsky russische Seele. Sie waren meine Parallelaufnahme zu Karajan, von dem ich die Interpretationen von 1961 der Sinfonien Nr.5 und 6 höher schätze als seine 70erJahre Aufnahmen bei DG, die in der GA enthalten sind. Swetlanow: So wie Du schreibst - "Je weniger Schmalz in Tschaikowsky, desto besser!"
Um die Sinfonien Nr.1-3 auch zu haben, hatte ich mir damals die Roshdestwensky-Aufnahmen der Sinfonien 1-6 als Eurodisc-LP-Box gekauft. Mir diesem Aufnahmen war ich nie zufrieden, da Roshdestwensky Tschaikowsky offenbar als Klassiker sieht und diesen zwar schön, aber mit zu wenig Emotion dirigiert. Er bleibt ganz im Gegensatz zu Schostakowitsch bei Tschaikowsky total "auf dem Teppich". Diese Box hatte ich meiner Mutter geschenkt. Dort wäre sie für mich noch verfügbar.
Amadé (03.12.2007, 23:21): Hallo Wolfgang,
kennst Du die früheren Mrawinsky-Produktionen der 5. und 6. nicht? Sind wurden 1956 ebenso in Wien am Rande einer Tournee (wie 1960) noch in mono produziert. Sie sind klanglich prägnanter als die 4 Jahre älteren Stereo-Aufnahmen ausgefallen, meine Favoriten.
Grüße Bernd
teleton (04.12.2007, 08:54): Hallo bernd,
nein die MONO-Mrawinsky-Aufnahmen von 1957 kenne ich nicht. Es mag ja sein, das sie klanglich prägnanter ausgefallen sind, denn die Studio-Aufnahmebedingungen in Wien 1960 waren auch nicht die allerbesten (ich hatte dies ja beschrieben). ?( Vom MONO-Mrawinsky habe ich aber die Nase voll, wenn ich an die schrottige BRILLANT-Mrawinsky-10CD-Box denke. So etwas kommt mir nicht mehr ins Haus !
Ich empfehle Dir aber unbedingt die ERATO-CD´s von 1982/3 bei den Sinfonien Nr.5 und 6 mit Mrawinsky, der mit seinen Leningrader PH zu Hause im großen Saal der Leningrader PH ebenfalls TOP ist und die Höhepunkte bis an die Grenze des Machbaren treibt. Der Klang ist zwar nicht besser als 1960, was an dem russischen Technikstandard liegt.
Aber die antiphonische Orchesteraufstellung ist gegeben und der Klang der Pauken sehr prägnant und überrumpelnd. Man ist ergriffen, fertig, total hin - herrlich !
Hallo Henning, ich empfehle Dir, Dich diesem Vergleich nochmal zu unterziehen. Du hast die Aufnahmen lange nicht gehört. Ich vermute aber, das deine Aufnahmen ggf. noch andere sein könnten, sonst fällt eigendlich diese Gewalt direkt auf. Meine ERATO´s in der ERATO-12CD-Box sind Live 1982/3.
Ich habe die Sinfonie Nr.5 auch nochmal mit Mrawinsky von 1982/LIve in der o.g. BRILLANT-Box. Es ist eine der wenigen gerade noch brauchbaren Aufnahmen in dieser Box, aber klanglich wesentlich schlechter als in der Erato-Box
aber Stereo und ebenfalls wuchtig ! Live geht eben nicht alles so präzise, aber das ist egal, da die "Message voll rüberkommt" !
Amadé (04.12.2007, 18:51): Hallo Wolfgang,
ich möchte nochmal auf die Mrawinsky-Aufnahmen von 1956! zurückkommen. Sie wurden im Großen Konzerthaussaal in Wien, nicht dem viel berühmteren Musikvereinssaal produziert. Im Konzerthaussaal wurde auch Beethovens 9. mit Bernstein aufgenommen, das nur nebenbei. 1956 war Tonmeister der damals schon bekannte Heinrich Keilholz, der später als Akustiker berühmt wurde und bei der akustischen Ausgestaltung von Konzertsälen immer wieder zu Rate gezogen wurde. Der Klang der Sinfonien ist auf vom damaligen Stand hervorragend, es war das Ende der mono-Zeit. Natürlich hört man nicht, dass sich erste und zweite Geigen genübersitzen, das ist letztendlich bei der Größe dieser Interpretationen zu vernachlässigen. Ich plädiere hier nochmals nachdrücklich für diese Einspielung von erhabener Strenge und Größe. Die Moskauer-Aufnahmen habe ich nicht, allerdings andere Aufnahmen (Schostakowitsch) aus dieser BOx. Diese Aufnahmen leiden jedoch an einem hohen Publikumsgeräusch-Pegel, der gerade am Anfang der 6. irritiert.
Gruß Bernd
teleton (05.12.2007, 08:30): Hallo Bernd,
Die Moskauer-Aufnahmen habe ich nicht, allerdings andere Aufnahmen (Schostakowitsch) aus dieser BOx. Diese Aufnahmen leiden jedoch an einem hohen Publikumsgeräusch-Pegel, der gerade am Anfang der 6. irritiert. Bei Tschaikowsky sind es auf ERATO die Leningrader-Aufnahmen (1982(83). Es sind zwar auch hier Publikumsgeräusche zu hören, aber nicht störend oder irritierend; die "richtige" Orchesteraufstellung ist durch Stereo hier klar zu hören und der Klang gut, die Interpretation fabelhaft. :wink Das sollte dann auch für Mrawinsky reichen und voll zufriedenstellen, da man keine MONO-Kompromisse eingehen muß.
Das Heinrich Keilholz als Tontechniker gut war glaube ich Dir gerne. Leider war er zu früh - schade.
was die Tscahikowsky-Sinfonien anbetrifft, so bin ich mit den Karajan-Aufnahmen aufgewachsen, die ich bis heute hoch schätze.
Erst durch die Klassikforen wurde ich auf die hochgelobten Mrawinsky - Aufnahmen aufmerksam. Natürlich seine DG-Aufnahmen von 1960, die aber nicht in Russland, sondern in London (4) und Wien (5+6) gemacht wurden und dadurch klangtechnisch brauchbar vorliegen.
:times10 In einem anderen Forum wurden Zweifel geäußert, ob diese Aufnahmen nicht sogar überschätzt werden und das Mrawinsy zu sachlich interpretiert.
:hello Ich bin gespannt was sich daraus hier im DAS-KLASSDIJFORUM ergibt !
Die Tschaikowsky Sinfonie Nr.5 ist mir mit Mrawinsky(DG 1960 im großen Musikvereinssaal Wien) zu kammermusikalisch seziert. Hier ziehe ich die Aufnahmen mit Solti(Decca), Karajan(DG) und Bernstein(SONY) vor, die sinfonischer klingen und auf mich einfach noch packender wirken. Damit ist Mrawinsky aber nicht überschätzt.
Als Glückfall empfinde ich die Mrawinsky-Aufnahme der Sinfonie Nr.6 (DG 1960). :down Was für ein Glückfall, das Mrawinsky 1960 mit den Leningrader PH nach Wien gekommen war um eine klanglich gute Stereo-Aufnahmen zu produzieren. Aber die Studio-Aufnahmebedingungen in Wien waren auch nicht perfekt. 1. Die sonst in Leningrad übliche Orchesteraufstellung (bei denen sich 1. und 2.Geigen gegenübersitzen) wurde nicht realisiert. Von den Tontechnikern wurden stattdessen die Mikrophone näher platziert um den Mischklang besser hin zu bekommen (siehe DG-Textheft). 2. Der Klang des Schlagwerkes ist ziemlich verwischt und die Pauken nicht prägnant.
Die Sinfonie Nr.4 mit Mrawinsky (DG) ist in London in der Wimbley Town Hall 09/1960 aufgenommen. Auch hier soweit packend. Aber ich vermisse auch das, was einige Hörer von fehlender Spannung (bes. im 4.Satz) beschrieben haben. Ist da nicht Bernstein (DG) ein ganzes Stück eindrucksvoller ?
Seit kurzem habe ich die ERATO-12CD-Mrawinsky - Box. Hier sind die Tschaikowsky Sinfonie Nr.5 und 6 in den Live-Aufnahmen von 1982/83 enthalten. Ein Trauerspiel, dass die Russen 22Jahre später im Digitalzeitalter nicht in der Lage sind eine Analogaufnahme hin zu bekommen die natürlicher klingt, als seine alten DG-Aufnahmen aus Wien. :thanks Aber die Orchesteraufstellung und der Klang der Pauken stimmen ! Die Leningrader sind zu Hause 1982-83 noch wesentlich ungestümer als in Wien. Höhepunkte sind bis an die Grenze alles möglichen getrieben und geben den Werken eine Spannung bis zum Bersten. Die Pauken unerbittlich - der Wahnsinn. :) Ja, diese Erato-Aufnahmen 1982/83 gefallen mir besser als die hochgelobten DG-Aufnahmen 1960 aus Wien und sind eine höchst erfreuliche Bereicherung meiner CD-Sammlung.
So schrottig die Brillant-Mrawinsky-10CD-Box war, so gut ist hier die Erato 12CD-Mrawinsyk-Box:
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9832758.jpg Schostakowitsch: Symphonien Nr. 5, 10, 12, +Tschaikowsky: Symphonien Nr. 5 & 6; Francesca da Rimini +Glinka: Ruslan & Ludmila-Ouvertüre +Glasunow: Raymonda-Suite +Mozart: Symphonien Nr. 33 & 39 +Beethoven: Symphonien Nr. 1, 3(nur diese ist klanglich schlecht),5-7 +Wagner. Orchesterstücke aus Lohengrin, Götterdämmerung, Tristan, Walküre, Tannhäuser,Meistersinger +Mussorgsky: Morgendämmerung über der Moskwa Leningrad PO, Mravinsky Label: Erato , ADD, 1964-1984
Zelenka (02.12.2007, 17:35): Original von teleton
Seit kurzem habe ich die ERATO-12CD-Mrawinsky - Box. Hier sind die Tschaikowsky Sinfonie Nr.5 und 6 in den Live-Aufnahmen von 1982/83 enthalten. Ein Trauerspiel, dass die Russen 22Jahre später im Digitalzeitalter nicht in der Lage sind eine Analogaufnahme hin zu bekommen die natürlicher klingt, als seine alten DG-Aufnahmen aus Wien. :thanks Aber die Orchesteraufstellung und der Klang der Pauken stimmen ! Die Leningrader sind zu Hause 1982-83 noch wesentlich ungestümer als in Wien. Höhepunkte sind bis an die Grenze alles möglichen getrieben und geben den Werken eine Spannung bis zum Bersten. Die Pauken unerbittlich - der Wahnsinn. :) Ja, diese Erato-Aufnahmen 1982/83 gefallen mir besser als die hochgelobten DG-Aufnahmen 1960 aus Wien und sind eine höchst erfreuliche Bereicherung meiner CD-Sammlung.
Ich besitze die alte Erato-Einzelausgabe von Mravinskys Pathétique, die laut Booklet 1982 digital aufgenommen wurde und nicht analog. (Die "Russen" hätten somit also eine Digitalaufnahme besser hinbekommen sollen ...) Die späte Mravinsky-Version ist in der Tat noch atemloser als die DG-Aufnahme, was ihr aus meiner Sicht gut bekommt. Je weniger Schmalz in Tschaikowsky desto besser! Diese weitestgehende Schmalzlosigkeit macht mir auch die Fricsay-Aufnahmen sehr sympathisch.
Gruß, Zelenka
HenningKolf (02.12.2007, 19:31): Oh, jetzt bin ich etwas verwundert. Wie unterschiedlich man doch Dinge wahrnimmt...
also die Erato-Aufnahmen der 5. und 6. mit Mrawinski - allerdings länger her dass ich die gehört habe - habe ich als weniger "gewaltig", vor allem aber als weniger exakt gespielt in Erinnerung. Ich meine, dass die Aufnahmen klangtechnisch im Verhältnis zu den 6oer-Aufnahmen auch kein Quantensprung waren....
aber da ergibt sich nahtlos - wenn auch etwas offtopic - folgende Frage: Welche Klangqualität hat der Schostakowitsch auf der Box????
abgesehen davon, dass zumindest die 6. in meinen Ohren aufgesetzt pathetisch klingt (das ist halt immer Geschmacksfrage und hat sogar möglicherweise damit zu tun, welche erste Begegnung man mit einem Werk hatte) , bin ich mir fast sicher, dass die Bernsteinaufnahmen darunter leiden, dass das Orchester nicht immer ganz sauber spielt und mancher Einsatz wenig exakt gesetzt ist......belegen kann ich es jetzt aber nicht, weil ich die Einspielung nicht mehr habe.
Anders als bei manch anderen Komponisten, wo mich die Sammelwut gepackt hat, reicht mir bei Tschaikowski Mrawinski, ich liebäugle allerdings durchaus mit Swetlanow und Roschdestwenski, so es denn gut klingende Aufnahmen aus der Vor-Perestroijka-Zeit geben sollte..wahrscheinlich werde ich auch mal versuchen in die 73er Aufnahme der 5. mit Mrawinski hineinzuhören..
Gruss Henning
teleton (03.12.2007, 08:43): Hallo Henning,
das eine der Aufnahmen in der ERATO-12CD-Mrawinsky-Box von 1982/83 digital sind ist nicht angegeben - ich meine wegen dem Grundrauschen wären es Analogaufnahmen / LIVE. Das diese Aufnahmen nach Mrawinsky´s DG-Aufnahmen von 1960 nach 22Jahren keine klanglicher Quantensprung sind, hatte ich ja auch geschrieben. Aber die Orchesteraufstellung und der Klang der Pauken stimmen ! Höre Dir mal im Vergleich den ersten Satz der Sinfonie Nr.6 an, welche Wucht Mrawinsky hier erzeugt. Die Pauken sind prägnant und der Höhepunkt bis an die Grenze des Machbaren getrieben. Im Konzertverein Wien bei DG war das 1960 ein laueres Lüftchen als in der Großen Halle der Leningrader PH 1982.
OT: Die 3 Schostakowitsch-Sinfonien in der ERATO-Box sind klangtechnisch gut, aber nicht so, wie eine Westaufnahme 1984 klingt - die Russen waren zu der Zeit technisch einfach nicht auf dem Weststandart.
Bei Bernstein meine ich hauptsächlich die DG-Aufnahme der Sinfonie Nr.4 als mein Favorit, da er hier hochemotional agiert und nicht diese wahnsinnigen Tempoverbreiterungen vornimmt. Bei den Sinfonien Nr.5 und 6 sind mit größter emotionaler Anspannung dirigiert, aber er nimmt die Tempi hier zu breit. Das die New Yorker PH nicht sauber spielen möchtee ich entschieden zurückweisen. Da hast Du wegen des Auszelebrierens warscheinlich den Eindruck, denn Bernstein schafft hier durch das langsame Tempo ungehörte Einblicke. Ich mag es aber auch bei den Sinfonien Nr.5 und 6 lieber straff wie Karajan und Mrawinsky, die ich beide gleichermaßen für Tschaikowsky schätze. ***Zu Tschaikowsky: Sinfonie Nr.6 mit Bernstein (DG) möchte ich an anderer Stelle noch etwas schreiben.
Dein Liebäugeln mit Swetlanow kann ich Dir empfehlen. Diese habe ich auf Eurodisc-LP und die haben wie Mrawinsky russische Seele. Sie waren meine Parallelaufnahme zu Karajan, von dem ich die Interpretationen von 1961 der Sinfonien Nr.5 und 6 höher schätze als seine 70erJahre Aufnahmen bei DG, die in der GA enthalten sind. Swetlanow: So wie Du schreibst - "Je weniger Schmalz in Tschaikowsky, desto besser!"
Um die Sinfonien Nr.1-3 auch zu haben, hatte ich mir damals die Roshdestwensky-Aufnahmen der Sinfonien 1-6 als Eurodisc-LP-Box gekauft. Mir diesem Aufnahmen war ich nie zufrieden, da Roshdestwensky Tschaikowsky offenbar als Klassiker sieht und diesen zwar schön, aber mit zu wenig Emotion dirigiert. Er bleibt ganz im Gegensatz zu Schostakowitsch bei Tschaikowsky total "auf dem Teppich". Diese Box hatte ich meiner Mutter geschenkt. Dort wäre sie für mich noch verfügbar.
Amadé (03.12.2007, 23:21): Hallo Wolfgang,
kennst Du die früheren Mrawinsky-Produktionen der 5. und 6. nicht? Sind wurden 1956 ebenso in Wien am Rande einer Tournee (wie 1960) noch in mono produziert. Sie sind klanglich prägnanter als die 4 Jahre älteren Stereo-Aufnahmen ausgefallen, meine Favoriten.
Grüße Bernd
teleton (04.12.2007, 08:54): Hallo bernd,
nein die MONO-Mrawinsky-Aufnahmen von 1957 kenne ich nicht. Es mag ja sein, das sie klanglich prägnanter ausgefallen sind, denn die Studio-Aufnahmebedingungen in Wien 1960 waren auch nicht die allerbesten (ich hatte dies ja beschrieben). ?( Vom MONO-Mrawinsky habe ich aber die Nase voll, wenn ich an die schrottige BRILLANT-Mrawinsky-10CD-Box denke. So etwas kommt mir nicht mehr ins Haus !
Ich empfehle Dir aber unbedingt die ERATO-CD´s von 1982/3 bei den Sinfonien Nr.5 und 6 mit Mrawinsky, der mit seinen Leningrader PH zu Hause im großen Saal der Leningrader PH ebenfalls TOP ist und die Höhepunkte bis an die Grenze des Machbaren treibt. Der Klang ist zwar nicht besser als 1960, was an dem russischen Technikstandard liegt.
Aber die antiphonische Orchesteraufstellung ist gegeben und der Klang der Pauken sehr prägnant und überrumpelnd. Man ist ergriffen, fertig, total hin - herrlich !
Hallo Henning, ich empfehle Dir, Dich diesem Vergleich nochmal zu unterziehen. Du hast die Aufnahmen lange nicht gehört. Ich vermute aber, das deine Aufnahmen ggf. noch andere sein könnten, sonst fällt eigendlich diese Gewalt direkt auf. Meine ERATO´s in der ERATO-12CD-Box sind Live 1982/3.
Ich habe die Sinfonie Nr.5 auch nochmal mit Mrawinsky von 1982/LIve in der o.g. BRILLANT-Box. Es ist eine der wenigen gerade noch brauchbaren Aufnahmen in dieser Box, aber klanglich wesentlich schlechter als in der Erato-Box
aber Stereo und ebenfalls wuchtig ! Live geht eben nicht alles so präzise, aber das ist egal, da die "Message voll rüberkommt" !
Amadé (04.12.2007, 18:51): Hallo Wolfgang,
ich möchte nochmal auf die Mrawinsky-Aufnahmen von 1956! zurückkommen. Sie wurden im Großen Konzerthaussaal in Wien, nicht dem viel berühmteren Musikvereinssaal produziert. Im Konzerthaussaal wurde auch Beethovens 9. mit Bernstein aufgenommen, das nur nebenbei. 1956 war Tonmeister der damals schon bekannte Heinrich Keilholz, der später als Akustiker berühmt wurde und bei der akustischen Ausgestaltung von Konzertsälen immer wieder zu Rate gezogen wurde. Der Klang der Sinfonien ist auf vom damaligen Stand hervorragend, es war das Ende der mono-Zeit. Natürlich hört man nicht, dass sich erste und zweite Geigen genübersitzen, das ist letztendlich bei der Größe dieser Interpretationen zu vernachlässigen. Ich plädiere hier nochmals nachdrücklich für diese Einspielung von erhabener Strenge und Größe. Die Moskauer-Aufnahmen habe ich nicht, allerdings andere Aufnahmen (Schostakowitsch) aus dieser BOx. Diese Aufnahmen leiden jedoch an einem hohen Publikumsgeräusch-Pegel, der gerade am Anfang der 6. irritiert.
Gruß Bernd
teleton (05.12.2007, 08:30): Hallo Bernd,
Die Moskauer-Aufnahmen habe ich nicht, allerdings andere Aufnahmen (Schostakowitsch) aus dieser BOx. Diese Aufnahmen leiden jedoch an einem hohen Publikumsgeräusch-Pegel, der gerade am Anfang der 6. irritiert. Bei Tschaikowsky sind es auf ERATO die Leningrader-Aufnahmen (1982(83). Es sind zwar auch hier Publikumsgeräusche zu hören, aber nicht störend oder irritierend; die "richtige" Orchesteraufstellung ist durch Stereo hier klar zu hören und der Klang gut, die Interpretation fabelhaft. :wink Das sollte dann auch für Mrawinsky reichen und voll zufriedenstellen, da man keine MONO-Kompromisse eingehen muß.
Das Heinrich Keilholz als Tontechniker gut war glaube ich Dir gerne. Leider war er zu früh - schade.
jünter (10.06.2008, 10:33): Hallo allerseits,
ich besitze noch gar keine Aufnahme der späten Tschaikowsky-Sinfonien und bin bei der Suche natürlich auch auf Mrawinsky gestossen.
Meine Frage zur "Alternative Karajan": Welche ist die bessere Aufnahme,
Meine Hardware ist durchaus von der gehobenen Klasse, deshalb ist für mich auch die Klangqualität von Bedeutung.
Gruß, jünter
Amadé (11.06.2008, 20:19): Hallo Jünter,
das ist schon Geschmackssache, vielleicht helfen Dir folgende Hinweise: die oben aufgeführten CDs wurden Mitte der 60er Jahre in der Jesus-Christus-Kirche Berlin produziert, die unten aufgeführten 11 Jahre später in der Philharmonie. Karajans Tschaikowsky-Auffassung hat sich in diesen Jahren nicht sehr verändert. Seine Aufnahmen aus den 60er Jahren (z.B. Beethoven und Brahms) sind etwas ungestümer und kantiger geraten als die mehr klangverliebten späteren Produktionen. Mit den Wiener Philharmonikern hat er dann 1984 die Sinfonien Nr.4-6 als Video-Produktion herausgebracht, der soundtrack wurde 1985 auf DGG-Karajan-Gold veröffentlicht.
Grüße Amadé
jünter (12.06.2008, 07:34): Hallo Amadé,
erst mal schönen Dank für deine Hinweise. Habe mal in die Mrawinsky-Aufnahme von 1961 reingehört, werde mir diese sozus. als "Erstausstattung" zulegen und dann weitersehen.
Was aber auf jeden Fall später noch hinzukommen soll, ist die Bernstein-Aufnahme der "Pathetique" aus den 80er Jahren.
Grüße in die Heimat (NRW, schluchz!), jünter
Amadé (12.06.2008, 18:15): Hallo Jünter,
Original von Jünter: Was aber auf jeden Fall später noch hinzukommen soll, ist die Bernstein-Aufnahme der "Pathetique" aus den 80er Jahren..
Da rate ich ab, wenn es schon Bernstein sein soll, dann die Sony-CD von 1964. In der 1986er-Aufnahme ist beim letzten Satz ganz wenig Tschaikowsky, jedoch sehr viel Bernstein drin.
Gruß Amadé
Jürgen (13.06.2008, 10:59): Original von Amadé Hallo Jünter,
Original von Jünter: Was aber auf jeden Fall später noch hinzukommen soll, ist die Bernstein-Aufnahme der "Pathetique" aus den 80er Jahren..
Da rate ich ab, wenn es schon Bernstein sein soll, dann die Sony-CD von 1964. In der 1986er-Aufnahme ist beim letzten Satz ganz wenig Tschaikowsky, jedoch sehr viel Bernstein drin.
Gruß Amadé
Also ich rate dazu, wenigstens mal reinzuhören. Mir gefällt diese Aufnahme nämlich sehr gut. Insbesondere die sehr langsamen Ecksätze. Das ist Dramatik pur.
Grüße Jürgen
teleton (13.06.2008, 19:51): Hallo Jürgen, Jünter und alle Tschaikowsky-Freunde,
wie ich in früheren Beiträgen schon geschrieben habe sind die eher flotten, voranschreitenden Aufnahmen der Pathetique mit Karajan / Berliner Ph (DG1960) und Solti / CSO (DECCA) meine Favoriten.
Als Bernstein-Fan und weil so unterschiedliche Bewertungen zu seiner Aufnahme bezüglich der ungewohnt langen Spielzeiten, hatte ich mir 2005 die DG-CD mit den NY PH / Bernstein (1986) zugelegt : :) Man muß bereit sein sich auf die Bernsteinsche Gefühlswelt einzulassen - und wer das kann wird hier mit einer famosen Interpretation belohnt, die alles bisher dagewesene in anderem Licht erscheinen läßt. Die Dramatischen Stellen werden unheimlich gefühlvoll aufgeputscht (was ich nicht als negativ ansehe) , der dritte Satz kommt mit einem überbordenden Temprament und der 4.Satz ist in seinem gegensatz dann so eindruckvoll das man die Tränen kaum zurückhalten kann. :down Eine Wahnsinnsaufnahme, die jeder der Tschaikowsky mag kennen sollte. http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5201604.jpg DG, 1986, DDD :beer Das heißt nicht, das ich jetzt beim nächsten mal nicht wieder zur Solti-Aufnahme bei der Pathetique greife, denn man kann einfach nicht immer bereit sein, diese außergewöhnliche Bernstein-Aufnahme zu verkraften. Abgesehen davon finde ich aver auch bernsteins Sony-Aifnahme mit "normalen" Tempi sehr gut gelungen.
teleton (13.06.2008, 20:18): Hallo Amade und Jünter,
mit Deinem Kaufwunsch Mrawinsky und Karajan betretest Du sehr unterschiedliche Pfade, die beide zu einem TOP-Ergebnis führten.
Ich finde die 60er-Jahre -Aufnahmen von Karajan (DG) der Sinfonien Nr.5+6 noch ursprünglicher, gefühlvoller, emotionsgeladener und direkter, ja passender für Tschaikowsky, als die späteren. Wie Amade schon schrieb sind die die 70er-Jahre DG-Aufnahmen nicht soweit von diesem Qualitätanspruch entfernt. Besonders die Sinfonie Nr.4 finde ich in ihrer Emotionsgeladenheit einsame Spitze. Aber für die Sinfonien Nr. 5 und 6 greife ich (vielleicht auch gewohnheitsgemäß, weil, ich diese länger kenne) lieber zu den älteren Aufnahmen.
:( Gar nicht gefallen mir die DG-Aufnahmen mit den Wiener PH: Hier finde ich alles das vor, was Karajan-Gegener so gerne an Karajan auszusetzen haben
dieses geglättete, polierte, das ich bei Karajan ansonsten nie empfinde
ich gehöre nicht zu diesen Karajan Gegnern. Ich habe diese DG-CD bereits lange verkauft/verschenkt !
:) Mrawinsky begeistert und packt mich in seiner straffen Art bei den Sinfoinien Nr.4 und 6 (DG 1960). Die Aufnahmen entstanden mit dert Leningrader PH in guter Stereoqualitäöt in großen Musikvereinssall in Wien (ein Glücksfall für diese Zeit, den die Aufnahmen aus dem heimischen Russland hören sich aus dieser Zeit noch grässilich an und sind zudem meist noch in MONO).
Die Sinfonie Nr.5 ist mit Mrawinsky weisgott nicht übel, aber dieses sezieren, dieses kammermusikalische Auseinandernehmen ist nicht mein Ding. :times10 Da ziehe ich die hochsinfonische und packende Aufnahme mit Solti/CSO (Decca) vor, der auch eine der fabelhaftesten und härtesten Aufnahmen der Sinfonie Nr.6 vorlegt - beides meine Favoriten !