SusaFroschfrau (31.05.2020, 18:56): Liebe Musikfreunde, vor längerer Zeit habe ich ein Podcast gehört, in dem es um einen offenbar allgemein unbekannten deutschen Komponisten ging, ein Kapellmeister oder Musiklehrer,,,, Gelebt hat er wohl eher im 18. Jahrhundert, ggf. in Sachsen oder Sachsen-Anhalt. Er hat lustige Konzerte und Sinfonien geschrieben, z. B. Sinfonie für zwölf Bleistifte und einen Frosch (oder so ähnlich). Er hat wohl auch mit seinem Humor in der damaligen Zeit wenig Verständnis gefunden. Kennt jemand von Ihnen diesen Musiker? Vielen Dank LG Susanne
Schwierige Aufgabe! Georg Philipp Telemann lebte (hauptsächlich) im 18. Jh., war gebürtiger Anhaltiner & eines seiner Violinkonzerte trägt den Beinamen "Les Rainettes" = die Laubfrösche. Er hatte auf jeden Fall eine humoristische Ader. Was nicht paßt, wäre die fehlende Resonanz / Anerkennung. Denn Telemann war glücklicherweise (& verdientermaßen) schon zu Lebzeiten populär & erfolgreich. Telemann + Bleistift wäre mir aber neu. Mal sehen - vielleicht lösen wir das Rätsel noch... Viel Spaß hier im Forum!
LG, Sfantu
Maurice inaktiv (31.05.2020, 20:11): Die Angaben sind ja recht eingegrenzt, aber doch auslegbar. Damals war das "deutschsprachige Gebiet" recht groß gewesen, ich stolpere etwas über das Wort "Kapellmeister", denn DEN gab es eigentlich nur bedingt damals. Es kann also eher ein Hofkomponist gewesen sein, der auch Direktor der Hofoper war. Das dürfte eher zutreffen. Reine Kapellmeister kamen erst viel später auf.
Eine "Sinfonie für 12 Bleistifte und einen Frosch" kenne ich auch nicht. Ich würde es eher Haydn und dieser Richtung zutrauen, also Dittersdorf vielleicht. Bei Haydn würden wir das wissen. "Frosch" ist auch ein Fachwort in der Musik. Ich komme gerade nicht darauf, WAS es ist, aber den Begriff kenne ich irgendwo her.
Ich tippe also nicht auf einen Barock-Komponisten, sondern eher in den Bereich Haydn, Dittersdorf, JM Kraus, etc.
satie (31.05.2020, 20:23):
Dieses zum Frosch. Mich irritieren die Bleistifte extrem. Die kann ich mir bei keinem Barockkomponisten vorstellen, in der Klassik auch nicht. Wo gab es denn diesen Podcast?
Maurice inaktiv (31.05.2020, 21:30): Dieses zum Frosch. Ah, genau. Danke sehr. Ich war mir sicher, dass es bei den Streichern was war, aber nicht mehr WAS es war. Die "Schnecke" kenne ich ja, doch bis zum "Frosch" geht das "Bläser-Hirn" halt nicht. :D :wink
satie (31.05.2020, 22:28): Hehe, verständlich. Der Frosch schaut jetzt auch nicht gerade so aus, dass man das assoziieren könnte...obwohl der Name wohl daher kommen soll, dass das Teil aussieht wie ein sitzender Frosch.
Guenther (01.06.2020, 10:01): Schaut mal bei Capriccio, da sind evtl. die richtigen Hinweise...
Maurice inaktiv (01.06.2020, 11:14): Schaut mal bei Capriccio, da sind evtl. die richtigen Hinweise... Da dort einige von hier auch vertreten sind, würden das die "Doppel-User" mitkriegen. Weiter ist man DORT übrigens auch nicht. Die haben vielleicht HIER zuvor reingeschaut. Und bei Telemann und Dittersdorf sind wir hier auch schon gelandet. Daher steht es zwischen den Foren gerade 1:1 :D :wink
satie (01.06.2020, 15:28): Hier ist man auch noch nicht weiter: https://www.musiktreff.info/musik-allgemein/26839-klassische-musik-suche-bestimmten-komponisten.html
Guenther (01.06.2020, 23:20): Vielleicht kann uns Susanne einige zusätzliche Infos geben, falls sie sich erinnert:
a) Es war doch Deutschlandfunk Kultur, richtig? b) Wann ungefähr war das? c) War es wirklich ein Podcast? d) Welche Kategorie?
e) Was wurde denn sonst noch zu dem Musiker/Komponisten gesagt? f) Stimmt das denn alles (Sachsen/-Anhalt, 18. Jhdt., deutsch)?
g) Warum wurde über ihn berichtet? Irgendein Grund/Anlaß?
Abendroth (04.06.2020, 21:51): Vielleicht der Leipziger Bachsohn P. D. Q. Bach ? Aber im Werkverzeichnis ist nichts zu finden, das mit den genannten Titeln übereinstimmt, auch nicht annähernd.
satie (05.06.2020, 01:18): Vielleicht der Leipziger Bachsohn P. D. Q. Bach ? Aber im Werkverzeichnis ist nichts zu finden, das mit den genannten Titeln übereinstimmt, auch nicht annähernd. Evtl. handelt es sich hierbei um eines der jüngst wiederentdeckten Werke aus der Lehrzeit bei Ludwig Zahnstocher, der ja immerhin die singende Säge erfunden hat.