heute morgen sah ich, daß Daniel (mal wieder) eine Y. Menuhin Aufnahme hörte.
Da ich nicht die gleiche Begeisterung gegenüber Menuhin verspühre wie Daniel fragte ich mich welche Geiger er sonst schätz.
Da wollte ich im passenden Thread nachsehen, den es aber bisher gar nicht gab!
Nun, jetzt habe ich ihn kurzerhand gestartet.
Es würde mich freuen wenn ihr eure "Wahl" auch begründen würdet.
Richard
Zelenka (28.11.2007, 19:24): Menuhin ist bei mir nicht dabei ... Auf die fünf obersten Ränge haben es geschafft:
1. Fritz Kreisler: die ungeheure Menschlichkeit seines Wesens, sein wunderschöner Ton
2. David Oistrakh: vielleicht der insgesamt schönste Ton, den ich je von einem Geiger gehört habe, ein würdiger Nachfolger Kreislers
3. Leonid Kogan: ebenfalls ein perfekter Techniker und Interpret, vielleicht mit etwas größerer Bereitschaft zum Risiko, wie man etwa in der Live-Aufnahme der stupenden Kreutzer-Sonate mit Gilels hören kann (Doremi)
4. Nathan Milstein: ein technisch superber Geiger, ein sympathischer Mensch
5. Doch Jascha Heifetz (und nicht Bronislaw Huberman): ein weiterer Perfektionist, ein unsympathischer Mensch
Meine 5 Spitzengeiger sind leider allesamt tot. Ich wünschte ich könnte z.B. Hilary Hahn in die Top 5 befördern, an ihrer Technik liegt es nicht, daß ich es nicht tue ...
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (28.11.2007, 19:48): @Zelenka,
danke das Du Dich getraut hast 5 zu benennen. Eine schwere Aufgabe.
Erlaube mir bitte ein paar Anmerkungen:
zu Kreisler:
Kreisler zu Zimbalist: "Sie und ich können genausogut unsere Fiedel nehmen und über den Knien zerbrechen" Quelle: Harald Eggebrecht - Die Großen Geiger
Denke das waren die Worte eines Großen Geigers, der erkannte, daß J. Heifetz bereits als junger Geiger neue Maßstäbe setzte.
zu Oistrach:
Einer der ganz Großen, und wahrscheinlich das Vorbild #1 einer ganzen Generation von Violinisten.
zu L. Kogan:
Wahrscheinlich einer der am meisten unterschätzten Geigerüberhaupt. Glühender Ton, technische Meisterschaft.
zu Milstein:
wie geschrieben superbe
zu Heifetz:
IMO zu unrecht als reiner technisch perfekter Geiger bezeichnet.
Warum findest Du ihn unsymphatisch?
2-5 Sind alle große Geiger, leider kenne ich keine Kreisler Aufnahme!
Meine "Top 5" folgen :D
Zelenka (28.11.2007, 20:03): Lieber Rach:
Ich bin natürlich gespannt auf Deine Top 5! :D Irgendjemand mußte den Anfang machen ...
Bei Kreisler ist natürlich die technische Qualität der Aufnahmen problematisch. Da hilft nur einge Toleranz aufseiten des Hörers ...
Heifetz war wohl oft kein sehr angenehmer Mitmensch. Davon könnten u.a. seine Begleiter am Klavier ein Lied singen, wenn sie es noch könnten ...
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (28.11.2007, 20:08): Original von Zelenka Ich bin natürlich gespannt auf Deine Top 5! :D Irgendjemand mußte den Anfang machen ...
Danke das Du dies übernommen hast :thanks
Bei Kreisler ist natürlich die technische Qualität der Aufnahmen problematisch. Da hilft nur einge Toleranz aufseiten des Hörers ...
Aus "alter" Sammlung habe ich noch gern David Oistrach, Christian Ferras, Henryk Szeryng und besonders Itzhak Perlman gehört. In meinem "Wunschkorb" liegt bereits von all diesen bereits so manches Werk, welches ich mir demnächst gedenke zu ....... :ignore!
Und da ich eigentich sehr zufrieden mit meinen bisherigen Aufnahmen bin, denke ich das ich neben einem Zuwachs, besonders von David Oistrach und Itzhak Perlman eigentlich zufriedengestellt bin, aber wer weiß?
Ich habe mich auch z.T. so an die Oft Langsamen Tempi Menuhins gewöhnt (mit der ich angefangen habe), dass ich meist alles anderen als zu schnell oder weit zu schnell ansehen und auch bei genauem Hören keine Rechte Freunde an diesem schnellen Spiel finde.
Ich denke, dass in geraumer Zeit auch ich hier 5 "Lieblingsgeiger" nennen kann. Übrigens ein sehr wichtiger Thread! Die Geige ist mein Lieblingsinstrument :cool !
Gruß Daniel
Rachmaninov (28.11.2007, 21:20): Meine "Top 5"
J. Heifetz, weil er ein Maß ein technischer "Vollkommenheit" dabietet, wie es wohl zum Beginn des letzten Jahrhunderts keiner vollbrachte, er Maßstäbe ausbaute und dennoch, den steriler Musiker war, sondern eine Musiker mit eigenem Ausdruck! Sein Bruch VK, Beethoven, Mendelssohn, Tchaikovsky, Brahms... jedes immer auf höchsten Niveau und das über eine ganze Karriere. Aber keine Aufnahme der Schostakowitsch VK! Vieuxtemps ist unerreicht. :down
L. Kogan (nicht mit O. Kagan verwechseln!!), weil er technisch souverän spielt, kein Risiko scheut, sein glühender Ton immer für Leidenschaft sorgte und er den Mut hatte nicht russische Werke in seiner Heimat zu etablieren, wie z.B. A. Berg.
V. Repin, weil Y. Menuhin recht hat! Er ist ein Meister seines Fachs, technisch (so wie viele heute) ohne Zweifel, aber ein Musiker. Das Tchaikovsky Konzert ist unerreicht, sein Ausdruck, die Tiefe seine Deutungen setzen Maßstäbe!
A. Grumiaux, als Vertreter der franko-belgischen Schule. Wahrscheinlich die "Ewige Referenz" für die Mozartkonzerte. Seine Bach-Aufnahmen (Solo und Konzert) sind unverzichtbar!!!
Soweit zunächst meine 4 Nennungen. In meinem Herzen brodelt eine "Entscheidung" was Platz 5 angeht. Milstein und Shaham faszinieren beide durch individuelle Eigenschaften, der junge Kachtryan muss sich erst noch dauerhaft etablieren bevor er in den "Olymp" eintreten darf, aber er kann!
D. Oistrach nenne ich nicht. Er ist ein wahnsinniger Musiker, grandioser Interpret, aber bei vielen Aufnahmen erdrückt mich sein "Dauer"vibrato einfach.
Cosima (28.11.2007, 21:32): 1. David Oistrakh 2. Leonid Kogan 3. Nathan Milstein 4. Jascha Heifetz 5. Bronislaw Huberman (Huberman: weil Zelenka ihn nicht mehr unterbringen konnte, ich ihn aber so ins Herz geschlossen habe... Huberman meine ich, Zelenka aber auch… :engel)
Begründungen nachzulesen in Zelenkas Beitrag :tongue:. (Wenigstens bei den Geigern sind wir uns einig.)
Gruß, Cosima
ab (28.11.2007, 21:52): Mischa Elman Artur Grumiaux Wolfgang Schneiderhan Gidon Kremer Thomas Zehetmair
Um jene zu nennen, die mir besonders lieb sind, was nicht heißt, dass ich sie für die besten Geiger halte.
Rachmaninov (29.11.2007, 17:34): @Daniel,
es soll jetzt keinesfalls respektlos klingen, aber ich hatte gesehen, daß Du eigentlich nur Menuhin kennst! Daraus resultiert, wohl auch aus mangel an Vergleichen, Deine Bewunderung. Was nicht bedeutet man könne Menuhin nicht auch dann bewundern :engel
Zelenka (29.11.2007, 18:03): Original von ab Mischa Elman Artur Grumiaux Wolfgang Schneiderhan Gidon Kremer Thomas Zehetmair
Um jene zu nennen, die mir besonders lieb sind, was nicht heißt, dass ich sie für die besten Geiger halte.
Wenn es um eine "Top 10" gegangen wäre, hätte ich auch fast alle diese Namen noch genannt ... Besonders leid tat es mir bei meinen "Top 5" um Grumiaux, den ich außerordentlich schätze. Auch wegen Schneiderhan bin ich traurig, der leider auch zahlreiche Gegner hat ...
Gruß, Zelenka
daniel5993 (29.11.2007, 19:46): Original von Rachmaninov @Daniel,
es soll jetzt keinesfalls respektlos klingen, aber ich hatte gesehen, daß Du eigentlich nur Menuhin kennst! Daraus resultiert, wohl auch aus mangel an Vergleichen, Deine Bewunderung. Was nicht bedeutet man könne Menuhin nicht auch dann bewundern :engel
Guten Abend Sergej Rachmaninov :D
Ich kann oft "nur" unterscheiden zwischen verschiedenen Aufnahmen Menuhins bei z.B Beethovens Violinkonzert, Paganini, Bruch, Brahms usw. Durchschnittlich hat er ja jedes 3 mal aufgenommen und unter seinen vielen Aufnahmen kann ich unterscheiden "mitreden"! Da kenne ich mich aus.
Zur "Bewunderung" Nicht aus Mangel an Vergleichen bewundere ich Menuhin. Die Person Menuhin bewundere ich und seine "Art" Musik zu verstehen, rüberzubringen! Und die Vergleiche die ich hatte haben mir gezeigt, das mir Menuhins Romantisch-Emotionale, etwas langsamere (Tempi) Seite gegenüber vielen anderen Geigern sehr gefällt! Es muss bei mir kein Klanglich und technisch auf Höchstem Niveau gespieltes Feuerwerk sein! Er spielt halt anders. Ob Menuhin wie viele sagen, technische Probleme hatte, kann ich nicht sagen, selbst aus Vergleichen hör ich das nicht raus! Für mich klingts halt etwas anders. Aber wird die Musik dadurch schlechter? Und schnelle Tempi, gefallen mir nicht unbedingt, sodass Hahn (von der ich auch einiges kenne), Szeryng, Kremer usw (So ganz ohne vergleiche bin ich nicht) mir nicht unbedingt Freude bereiten.
Ich stell mir manchmal die Frage, warum ich eigentlich stetig weitere Aufnahmen des selben Stücks kaufe, obwohl ich mit meinen Aufnahmen (Beispiel: Menuhin) doch Super zufrieden bin?! Aber das ist ja bei jedem anders! Das Problem, das mir die Vergleiche fehlen hätte ich längst beiseite räumen können! Wenn ich aber dann an Musiker wie Hilary Hahn gerate, oder im Radio "Neue" Geiger" (aktuelle) höre und sie mir allesamt zu schnell sind, da hab ich gar keine rechte Lust mich auf die Suche zu begeben! Und die Vielfalt, Vergleiche und Abwechslung findet man auch unter den vielen Aufnahmen, welche Menuhin 2 bzw. 3 (oder auch 4x) mal aufgenommen hat. Menuhin spielt doch wirklich eine "total" aus der Mode gekommene Art und die gefällt mir sehr. Ich kann also mehr oder weniger doch Vergleiche auf Menuhin anwenden und das ist letztendlich auch der Grund, warum ich nicht die Hände nach anderen Interpretationen ausstrecke!
Dem Geiger, mit dem ich mich in nächster Zeit schwer (weiter-) beschäftigen werde ist Itzhak Perlman, mit welchem ich bei Bruch, Dvorak und Mendelssohn sehr Gute Erfahrungen gemacht habe! Ob ich darüber hinaus nach weiteren Vergleichen suche ist äußerst Fraglich! Warum nach Nahrung suchen, wenn man bereits Satt ist?
Rachmaninov, Ich habe deine Antwort nicht als "Respektlos" aufgenommen aber vielleicht verstehst du, warum ich nicht motiviert bin, nach besserem zu streben! In meiner Bewunderung zu Yehudi Menuhin dreht es sich zwar nicht nur ums Musikalische, aber das muss ja auch nicht so sein (Wie du es selbst gesagt hast") :wink
Gruß Daniel :beer
Nordolf (29.11.2007, 22:56): Hallo,
neben dem Cello ist die Violine vielleicht das Instrument, welches dem Nuancenreichtum der menschlichen Stimme am nächsten kommt. Ich liebe ihren Klang. Doch eigentlich geht es mir ähnlich wie Daniel. Manchmal merke ich schon, das ich erst seit knapp drei Jahren intensiv klassische Musik höre und daher meine Sammlung beträchtliche Lücken aufweist. :I Im Grunde kenne ich nur Leonid Kogan wirklich so intensiv, wie es seinem Geigenton entspricht und wie er es verdient:
1. Leonid Kogan :down :down :down: für mich stellt sein Geigenton so etwas wie das Violin-Äquivalent zur Dirigierweise russischer Dirigenten wie Kondrashin, Svetlanov oder Rozhdestwenski dar: - expressiv, leidenschaftlich, hochemotional, dunkel, den scharfen Ecken eher zugetan als dem Schönklang, eine Art moderner "härterer Schwarz/Weiß-Romantik"... Die Brilliant-Box gehört zu meinen meistgehörtesten Anschaffungen.
2. Jascha Heifetz - ein großartiger voller Ton, der mir immer das Gefühl des In-Sich-Ruhens vermittelt (selbst wenn er noch so schnell spielt).
3. Ulf Wallin - einer der jüngeren Generation. Er verstand es, den wunderbar elegischen Ton des Atterberg-Konzertes so herrlich umzusetzen, das er für mich sofort zu meinen liebsten Geigern zählte. Und das Richard-Wetz-Konzert mit Wallin will ich mir nun bald auch zu Gemüte führen...
4. Itzhak Perlman - den habe ich mit dem Elgar-Konzert. Er erzeugt einen wunderschönen romantischen Klang. Ich will mehr mit ihm kennenlernen.
5. Vadim Repin: ein ebenfalls sehr voller und erdiger Ton. Nach seiner Zusammenarbeit mit Gergiev bei der Tschaikowsky/Myaskovsky-Kopplung würde ich gern als nächstes die Warner-Box kennenlernen, mit der ich auch schon einen längeren Hördurchlauf im Laden gestartet hatte.
Leider kenne ich auch von Berühmtheiten wie Oistrakh und Menuhin zu wenig - aber, was ich hörte, hat mich begeistert. Es gibt noch viel zu entdecken...
Rostislav Dubinsky vom Borodin Trio will ich noch nennen, weil sein sehr warmer "russischer" Ton mich ebenfalls anspricht. Es scheint allerdings wenig Solo-Aufnahmen mit ihm zu geben.
Herzliche Grüsse! Jörg
HenningKolf (29.11.2007, 23:23): Mich auf eine Top 5 zu beschränken führt dazu, dass es die lebenden Geiger extrem schwer haben.............
Voranschicken muss ich, dass ich Fritz Kreisler nur dem Namen nach kenne. Die Aufnahmen von ihm stammen, wenn ich richtig informiert bin, aus der Zeit von vor 1950. Historische Aufnahmen höre ich nicht, eine Mindestklangqualität brauche ich einfach.
Die Namen, die mir zunächst einfallen sind (ich nenne mal die Komponisten die mir in Zusammenhang mit dem Solisten einfallen, weil ich erstens natürlich nicht unendlich Einspielungen besitze und zweitens nicht jeder alles gleich gut spielt, wie ich finde):
Oistrach (v.allem mit Schostakowitsch - Vibrato muss sein - sowie Beethoven, Sibelius)
ich verstehe im übrigen ganz und gar nicht wieso er teilweise als "nur perfekter Techniker" bezeichnet wird, Ausdruck und Musikalität vermisse ich nie
Milstein (Bach, Beethoven, Brahms - ich habe nur wenige Aufnahmen)
Grumiaux (Bach, sonst kenne ich nichts von ihm)
Stern (nicht alles, aber auf jeden Fall Lalo, Bruch)
so, das wären 5, und wenn ich mich nicht irre, handelt es sich ausschließlich um verstorbene Solisten
etwas das Thema überdehnend möchte ich zumindest noch einige wenige Lebende nennen, die mir sehr gut gefallen (natürlich kenne ich hier nur einen Bruchteil der ständig aus dem Hut gezauberten Supertalente und zudem habe ich eher wenig Einspielungen)
Shaham, Amoyal, Wengerow, Perlman (süßlicher Geigenton stört mich - allerdings repertoireabhängig - manchmal ganz und gar nicht)
so, das soll reichen
Henning
teleton (30.11.2007, 10:53): Für mich gilt auch was Henning über die erforderliche Mindestklangqualität schreibt. (Man stelle sich diesen Quitschsound historischer Aufnahmen vor, mögen sie auch interpretatorisch noch so gelungen sein - für mich unerträglich !) :engel Trotzdem sind 4 meiner 5 favorisieren Violinvirtuosen nicht meht unter den Lebenden. Von 1957 ab war halt noch genug Zeit für gute Stereoaufnahmen, die klanglich brauchbar waren.
1. David Oistrach - die ganzen russischen Meister werden von ihm glänzend und autentisch interpretiert, viele VC sind für ihn geschrieben und ihm gewidtmet, das Sibelius-VC eine der großen Aufnahmen dieses Werkes. Das Oistrach ein unangenehmes Vibrato haben soll, habe ich erstmals von Rachmaninov in diesem Forum gelesen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Für mich der Größte.
2. Isac Stern Die Aufnahmen der Bartok-VC mit Bernstein und die Prokofieff-VC sind für mich die besten Aufnahmen dieser Werke. Lalo und Bruch, daran hätte ich jetzt gar nicht gedacht - Henning hat sie erwähnt - ja, das sind Aufnahmen !
3. Jascha Heifetz Ich habe nicht viel mit Heifetz. Aber das Sibelius-VC und das Prokofieff-VC Nr.2 erheben ihn für mich zu den 5 leibsten.
4. Isaac Perlmann Mit ihm habe ich mehere Aufnahmen. das Schostakowitsch-VC Nr.1 iund das Khatchatuarian-VC st die einzige nichtrussische Aufnahme dieser Werke, die die Autentizität der Oistrach-Aufnahmen erreicht. Da das ganze unter Metha in bester Klangqualität zu haben ist, macht es diese Aufnahmen zu den Begehrenswertesten. Ravel´s Tzigan für V und Orchester habe ich nie besser gehört - mit Martinon auf EMI.
5. Gidon Kremer Er ist einer der ganz großen Perfektionisten. Sein Beethoven und Brahms-VC sind das was ich in einer Kritik passend gelesen habe: Die DG-Aufnahme dieser beiden Werke gehört zu den 10 besten Konzertaufnahmen aller Zeiten. Leider hört man in letzter zeit wenig von ihm !?!
Leonid Kogan muß wohl auch ein toller Geiger gewesen sein. Es hat sicher klangliche Gründe, weshalb ich bisher noch nie ein Konzert mit ihm gehört habe.
Rachmaninov (30.11.2007, 11:00):
1. David Oistrach - die ganzen russischen Meister werden von ihm glänzend und autentisch interpretiert, viele VC sind für ihn geschrieben und ihm gewidtmet, das Sibelius-VC eine der großen Aufnahmen dieses Werkes. Das Oistrach ein unangenehmes Vibrato haben soll, habe ich erstmals von Rachmaninov in diesem Forum gelesen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Für mich der Größte.
Sorry wenn meine Bemerkung so an kam, ich wollte nicht sagen das sein Vibrato unangenehm ist, sondern das ich es, bei bestimmten Werken, unangenehm empfinde.
Natürlich ist er einer der ganz großen Geiger. Ich sah einst einen Bericht über Ihn, Er war ja fast eine Art Volksheld udnd vor allem hat er sich offen zu Kollegen bekannt, die auch mal in der Kritik der Partei standen. Seine Feundschaft zu Richter und Rostrophovich ist sicherlich hier zu nennen.
:hello
Rachmaninov (30.11.2007, 11:19): Original von Nordolf 3. Ulf Wallin - einer der jüngeren Generation. Er verstand es, den wunderbar elegischen Ton des Atterberg-Konzertes so herrlich umzusetzen, das er für mich sofort zu meinen liebsten Geigern zählte. Und das Richard-Wetz-Konzert mit Wallin will ich mir nun bald auch zu Gemüte führen...
Weder den Geiger, noch die aufgeführten Werke sind mir ein Begriff! :I
Nordolf (30.11.2007, 19:07): Original von Rachmaninov Original von Nordolf 3. Ulf Wallin - einer der jüngeren Generation. Er verstand es, den wunderbar elegischen Ton des Atterberg-Konzertes so herrlich umzusetzen, das er für mich sofort zu meinen liebsten Geigern zählte. Und das Richard-Wetz-Konzert mit Wallin will ich mir nun bald auch zu Gemüte führen...
Weder den Geiger, noch die aufgeführten Werke sind mir ein Begriff! :I
Hallo Rachmaninov,
Ulf Wallin ist in Schweden geboren und begann dort auch mit seiner Ausbildung. Später hat er dann in Wien bei Wolfgang Schneiderhan studiert. Mit dem Komponisten Alfred Schnittke soll er eng zusammengearbeitet haben. Inzwischen ist er Professor für Violine an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Aufnahmen gibt es bei Cpo, BIS, Koch und EMI.
Diese CD ist sehr empfehlenswert:
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/1396560.jpg
Cpo veröffentlichte außerdem Aufnahmen mit den Violinsonaten Regers und Saint-Saens. Bei BIS hat er Schönberg und Schnittke aufgenommen. Auf diesem Label ist er auch mit einem Werk von Claude Loyola Allgen (1920-1989) zu hören: - die "Sonate für Violine solo". Drei(!) CDs lang erklingt nur die Violine von Wallin :D
Herzliche Grüsse! Jörg
Mime (01.12.2007, 14:58): Hallo,
dürfen es auch Geigerinnen sein?
Da gibt es eine ganze Reihe hochtalentierter Künstlerinnen, wobei ich die arrivierten Anne-Sophie Mutter, Hilary Hahn oder Julia Fischer als international bekannte Stars als bekannt voraussetzen möchte.
Wenn es 5 mit großer Zukunft zu nennen gilt, dann diese:
Janine Jansen (geboren 1978) aus Holland Leila Josefowicz (1978) aus Kanada Lisa Batiashvili (1979) aus Georgien Baiba Skride (1981) aus Lettland Alina Pogostkina (1983) aus Russland :engel
HenningKolf (01.12.2007, 15:43): Pogostkina und Josefowicz sagen mir nichts (was für Kompositionen haben die denn bisher eingespielt?, welche sind diejenigen, die dich veranlassen, sie hier anzuführen - vielleicht versuch ich ja dann mal reinzuhöhren), Lisa Batiashvili ist auch in meinen Ohren talentiert und hat Zukunft. Janine Jansen ist zwar schon bis zu einem Spiegel-Online Artikel gehypt worden, aber ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass man über diese Dame in einigen Jahren noch sprechen wird. War das Brahms den ich mit ihr gehört habe? Viel eingeprägt hat sich da nicht bei mir........
Eine CD von Baiba Skride (Schostakowitsch u.a.) habe ich mal kurzzeitig besessen. Ihren Geigenton fand ich allergieauslösend und habe die CD an die hiesige Stadtbücherei verschenkt.
Midori fiele mir noch ein, wobei ich jetzt nicht weiß, wie alt diese Dame ist.
Thema waren allerdings die persönlichen Lieblingsgeiger/geigerinnen. Soll ich jetzt glauben, Heifetz und Oistrach haben bei Dir gegen Skride und Jansen keine Chance??
Gruß Henning
Rachmaninov (01.12.2007, 19:44): Original von Mime Hallo,
dürfen es auch Geigerinnen sein?
Natürlich!
Wenn es 5 mit großer Zukunft zu nennen gilt, dann diese:
Janine Jansen (geboren 1978) aus Holland Leila Josefowicz (1978) aus Kanada Lisa Batiashvili (1979) aus Georgien Baiba Skride (1981) aus Lettland Alina Pogostkina (1983) aus Russland :engel
Würde wahrscheinlich größten Teils eher hier hin passen, oder sind es wirklich Deine liebsten?
Jansen finde ich grausig, unter Mittelmaß! Josefowicz hat mich auch nur durchschnittlich begeistert. Batiashvill sicher :D Skride Mittelmaß Pogostkina kenne ich nur den Name nach!
NAtürlich alles nur meine subjektive Meinung :wink
cellodil (01.12.2007, 23:27): Original von teleton 5. Gidon Kremer Er ist einer der ganz großen Perfektionisten. Sein Beethoven und Brahms-VC sind das was ich in einer Kritik passend gelesen habe: Die DG-Aufnahme dieser beiden Werke gehört zu den 10 besten Konzertaufnahmen aller Zeiten. Leider hört man in letzter zeit wenig von ihm !?!
Für mich ist Kremer viel mehr als ein Perfektionist, sondern ein wirklich leidenschaftlicher Musiker (der auch noch sehr gut und aufrichtig schreiben kann, dies nur nebenbei bemerkt).
Wieso hast Du den Eindruck, dass man von ihm in letzter Zeit wenig hören würde? Er gibt doch ziemlich viele Konzerte. Ich habe ihn dieses Jahr auch zwei Mal live gehört (einmal ganz großartig in Schwetzingen und einmal nicht ganz so wunderbar in Kronberg, was aber auch ein bisschen an der in meinen Augen reichlich tumben Elisabeth Hecker, mit der er zusammen gespielt hat, lag).
Liebe Grüße
Sabine
nikolaus (01.12.2007, 23:46): Original von cellodil
Für mich ist Kremer viel mehr als ein Perfektionist, sondern ein wirklich leidenschaftlicher Musiker (der auch noch sehr gut und aufrichtig schreiben kann, dies nur nebenbei bemerkt).
Zum ersten Teil des Satzes: JA! Zum zweiten Teil: Ja? Hast du sein Buch gelesen?
Original von cellodilWieso hast Du den Eindruck, dass man von ihm in letzter Zeit wenig hören würde? Er gibt doch ziemlich viele Konzerte.
Den Eindruck habe ich auch: er ist sehr viel unterwegs, nicht zuletzt mit seiner Kremerata Baltica, mit der er auch regelmässig aufnimmt.
Original von cellodil Ich habe ihn dieses Jahr auch zwei Mal live gehört (einmal ganz großartig in Schwetzingen und einmal nicht ganz so wunderbar in Kronberg, was aber auch ein bisschen an der in meinen Augen reichlich tumben Elisabeth Hecker, mit der er zusammen gespielt hat, lag).
Autsch :A, das sitzt aber. Was haben sie denn gespielt?
Herliche Grüße, Nikolaus.
Poztupimi (02.12.2007, 11:55): Nach einigem Grübeln komme ich zu einer Liste von Geigerinnen und Geigern, die ich zur Zeit oder seit langem besonders schätze:
Dies spiegelt aber weder die Reihenfolge der Anzahl an Einspielungen wider (Menuhin / Mutter / Kremer / Oistrach / Perlman), noch bedeutet es, daß ich die nicht genannten oder weniger stark in meinen Regalen vertretenen (Zehetmair, Grumiaux, Schneiderhan, Milstein, Accardo, Shaham, Carmignola, Turban, Hahn etc.) nicht auch schätze. Und Verschiebungen gibt es sowieso immer mal wieder.
Grüße, Wolfgang
Cosima (02.12.2007, 12:08): Um Carmignola (den ich auch sehr liebe!) ist es leider recht ruhig geworden. Die letzte Aufnahme liegt schon eine Weile zurück, eine neue scheint nicht in Sicht zu sein, keinerlei Tour-Daten auf seiner Website. Was ist los mit diesem Künstler? Schade!
Poztupimi (02.12.2007, 12:27): Liebe Cosima,
Original von Cosima Um Carmignola (den ich auch sehr liebe!) ist es leider recht ruhig geworden. Die letzte Aufnahme liegt schon eine Weile zurück, eine neue scheint nicht in Sicht zu sein, keinerlei Tour-Daten auf seiner Website. Was ist los mit diesem Künstler? Schade!
Ich kenne und schätze ihn aufgrund von drei CDs, hauptsächlich Vivaldi. Die jüngste dürfte wohl diese hier von 2006 sein:
Da aber seine Aufnahmen mit Mozart günstig bei Brilliant aufgelegt sind, habe ich sie gerade mal bestellt.
Viele Grüße, Wolfgang
Cosima (02.12.2007, 12:52): Lieber Wolfgang,
ja, Vivaldi, Locatelli, Tartini… dann kennst Du bestimmt auch die älteren Aufnahmen, die Brillant wieder aufgelegt hatte:
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/3896596.jpg
Concerti op. 8 Nr. 1-4 "4 Jahreszeiten" +Violinkonzerte RV 180, 199, 208, 212, 234, 270, 271, 277, 286, 581, 582 +Concerti für Streicher RV 128 & 153 Giuliano Carmignola, Sonatori de la Gioiosa Marca, Andrea Marcon
Die gefallen mir ebenso gut wie die neueren Einspielungen mit dem Venice Baroque Orchestra.
Auch seinen Bach mit Andrea Marcon mag ich sehr. Über den Mozart habe ich leider nicht so viel Positives gelesen. Berichte bitte mal, wenn Du die Aufnahmen gehört hast!
Gruß, Cosima
nikolaus (02.12.2007, 13:15): Original von Poztupimi Nach einigem Grübeln komme ich zu einer Liste von Geigerinnen und Geigern, die ich zur Zeit oder seit langem besonders schätze:
Aber es stimmt schon, ich kann wenig aktuelle Informationen finden. Wahrscheinlich ist es für die Plattenlabel auch deutlich attraktiver, junge Geigerinnen zu präsentieren, als eine Geigerin, die im nächsten Jahr doch tatsächlich schon 60 wird. Oder sie ist tatsächlich nicht mehr so sehr aktiv.
Grüße, Wolfgang
Rachmaninov (02.12.2007, 13:36): Original von Poztupimi Hallo Nikolaus, hallo Rachmaninov
Original von Rachmaninov Original von nikolaus
Was ist eigentlich mit Kyung Wha Chung. Sie hat doch noch eine Aufnahme mit Rattle gemacht, aber seither habe ich nichts mehr von ihr gehört!?
Aber es stimmt schon, ich kann wenig aktuelle Informationen finden. Wahrscheinlich ist es für die Plattenlabel auch deutlich attraktiver, junge Geigerinnen zu präsentieren, als eine Geigerin, die im nächsten Jahr doch tatsächlich schon 60 wird. Oder sie ist tatsächlich nicht mehr so sehr aktiv.
Grüße, Wolfgang
Danke, mir ist spontan nur die Schostakowitsch Aufnahmen mit Ms. Chang eingefallen!
ab (02.12.2007, 15:21): Original von Cosima Über den Mozart habe ich leider nicht so viel Positives gelesen.
Ich persönlich halte Carmignolas Mozart-Zyklus für einen der geglückten. Nach Kremer und Grumiaux sicher die mir liebste Einspielung.
Rachmaninov (10.12.2007, 12:37): Original von Mime Alina Pogostkina (1983) aus Russland :engel
Welche ihrer Aufnahmen wäre Deine Empfehlung?
Rachmaninov (28.11.2007, 07:42): Hallo Forianer,
heute morgen sah ich, daß Daniel (mal wieder) eine Y. Menuhin Aufnahme hörte.
Da ich nicht die gleiche Begeisterung gegenüber Menuhin verspühre wie Daniel fragte ich mich welche Geiger er sonst schätz.
Da wollte ich im passenden Thread nachsehen, den es aber bisher gar nicht gab!
Nun, jetzt habe ich ihn kurzerhand gestartet.
Es würde mich freuen wenn ihr eure "Wahl" auch begründen würdet.
Richard
Zelenka (28.11.2007, 19:24): Menuhin ist bei mir nicht dabei ... Auf die fünf obersten Ränge haben es geschafft:
1. Fritz Kreisler: die ungeheure Menschlichkeit seines Wesens, sein wunderschöner Ton
2. David Oistrakh: vielleicht der insgesamt schönste Ton, den ich je von einem Geiger gehört habe, ein würdiger Nachfolger Kreislers
3. Leonid Kogan: ebenfalls ein perfekter Techniker und Interpret, vielleicht mit etwas größerer Bereitschaft zum Risiko, wie man etwa in der Live-Aufnahme der stupenden Kreutzer-Sonate mit Gilels hören kann (Doremi)
4. Nathan Milstein: ein technisch superber Geiger, ein sympathischer Mensch
5. Doch Jascha Heifetz (und nicht Bronislaw Huberman): ein weiterer Perfektionist, ein unsympathischer Mensch
Meine 5 Spitzengeiger sind leider allesamt tot. Ich wünschte ich könnte z.B. Hilary Hahn in die Top 5 befördern, an ihrer Technik liegt es nicht, daß ich es nicht tue ...
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (28.11.2007, 19:48): @Zelenka,
danke das Du Dich getraut hast 5 zu benennen. Eine schwere Aufgabe.
Erlaube mir bitte ein paar Anmerkungen:
zu Kreisler:
Kreisler zu Zimbalist: "Sie und ich können genausogut unsere Fiedel nehmen und über den Knien zerbrechen" Quelle: Harald Eggebrecht - Die Großen Geiger
Denke das waren die Worte eines Großen Geigers, der erkannte, daß J. Heifetz bereits als junger Geiger neue Maßstäbe setzte.
zu Oistrach:
Einer der ganz Großen, und wahrscheinlich das Vorbild #1 einer ganzen Generation von Violinisten.
zu L. Kogan:
Wahrscheinlich einer der am meisten unterschätzten Geigerüberhaupt. Glühender Ton, technische Meisterschaft.
zu Milstein:
wie geschrieben superbe
zu Heifetz:
IMO zu unrecht als reiner technisch perfekter Geiger bezeichnet.
Warum findest Du ihn unsymphatisch?
2-5 Sind alle große Geiger, leider kenne ich keine Kreisler Aufnahme!
Meine "Top 5" folgen :D
Zelenka (28.11.2007, 20:03): Lieber Rach:
Ich bin natürlich gespannt auf Deine Top 5! :D Irgendjemand mußte den Anfang machen ...
Bei Kreisler ist natürlich die technische Qualität der Aufnahmen problematisch. Da hilft nur einge Toleranz aufseiten des Hörers ...
Heifetz war wohl oft kein sehr angenehmer Mitmensch. Davon könnten u.a. seine Begleiter am Klavier ein Lied singen, wenn sie es noch könnten ...
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (28.11.2007, 20:08): Original von Zelenka Ich bin natürlich gespannt auf Deine Top 5! :D Irgendjemand mußte den Anfang machen ...
Danke das Du dies übernommen hast :thanks
Bei Kreisler ist natürlich die technische Qualität der Aufnahmen problematisch. Da hilft nur einge Toleranz aufseiten des Hörers ...
Aus "alter" Sammlung habe ich noch gern David Oistrach, Christian Ferras, Henryk Szeryng und besonders Itzhak Perlman gehört. In meinem "Wunschkorb" liegt bereits von all diesen bereits so manches Werk, welches ich mir demnächst gedenke zu ....... :ignore!
Und da ich eigentich sehr zufrieden mit meinen bisherigen Aufnahmen bin, denke ich das ich neben einem Zuwachs, besonders von David Oistrach und Itzhak Perlman eigentlich zufriedengestellt bin, aber wer weiß?
Ich habe mich auch z.T. so an die Oft Langsamen Tempi Menuhins gewöhnt (mit der ich angefangen habe), dass ich meist alles anderen als zu schnell oder weit zu schnell ansehen und auch bei genauem Hören keine Rechte Freunde an diesem schnellen Spiel finde.
Ich denke, dass in geraumer Zeit auch ich hier 5 "Lieblingsgeiger" nennen kann. Übrigens ein sehr wichtiger Thread! Die Geige ist mein Lieblingsinstrument :cool !
Gruß Daniel
Rachmaninov (28.11.2007, 21:20): Meine "Top 5"
J. Heifetz, weil er ein Maß ein technischer "Vollkommenheit" dabietet, wie es wohl zum Beginn des letzten Jahrhunderts keiner vollbrachte, er Maßstäbe ausbaute und dennoch, den steriler Musiker war, sondern eine Musiker mit eigenem Ausdruck! Sein Bruch VK, Beethoven, Mendelssohn, Tchaikovsky, Brahms... jedes immer auf höchsten Niveau und das über eine ganze Karriere. Aber keine Aufnahme der Schostakowitsch VK! Vieuxtemps ist unerreicht. :down
L. Kogan (nicht mit O. Kagan verwechseln!!), weil er technisch souverän spielt, kein Risiko scheut, sein glühender Ton immer für Leidenschaft sorgte und er den Mut hatte nicht russische Werke in seiner Heimat zu etablieren, wie z.B. A. Berg.
V. Repin, weil Y. Menuhin recht hat! Er ist ein Meister seines Fachs, technisch (so wie viele heute) ohne Zweifel, aber ein Musiker. Das Tchaikovsky Konzert ist unerreicht, sein Ausdruck, die Tiefe seine Deutungen setzen Maßstäbe!
A. Grumiaux, als Vertreter der franko-belgischen Schule. Wahrscheinlich die "Ewige Referenz" für die Mozartkonzerte. Seine Bach-Aufnahmen (Solo und Konzert) sind unverzichtbar!!!
Soweit zunächst meine 4 Nennungen. In meinem Herzen brodelt eine "Entscheidung" was Platz 5 angeht. Milstein und Shaham faszinieren beide durch individuelle Eigenschaften, der junge Kachtryan muss sich erst noch dauerhaft etablieren bevor er in den "Olymp" eintreten darf, aber er kann!
D. Oistrach nenne ich nicht. Er ist ein wahnsinniger Musiker, grandioser Interpret, aber bei vielen Aufnahmen erdrückt mich sein "Dauer"vibrato einfach.
Cosima (28.11.2007, 21:32): 1. David Oistrakh 2. Leonid Kogan 3. Nathan Milstein 4. Jascha Heifetz 5. Bronislaw Huberman (Huberman: weil Zelenka ihn nicht mehr unterbringen konnte, ich ihn aber so ins Herz geschlossen habe... Huberman meine ich, Zelenka aber auch… :engel)
Begründungen nachzulesen in Zelenkas Beitrag :tongue:. (Wenigstens bei den Geigern sind wir uns einig.)
Gruß, Cosima
ab (28.11.2007, 21:52): Mischa Elman Artur Grumiaux Wolfgang Schneiderhan Gidon Kremer Thomas Zehetmair
Um jene zu nennen, die mir besonders lieb sind, was nicht heißt, dass ich sie für die besten Geiger halte.
Rachmaninov (29.11.2007, 17:34): @Daniel,
es soll jetzt keinesfalls respektlos klingen, aber ich hatte gesehen, daß Du eigentlich nur Menuhin kennst! Daraus resultiert, wohl auch aus mangel an Vergleichen, Deine Bewunderung. Was nicht bedeutet man könne Menuhin nicht auch dann bewundern :engel
Zelenka (29.11.2007, 18:03): Original von ab Mischa Elman Artur Grumiaux Wolfgang Schneiderhan Gidon Kremer Thomas Zehetmair
Um jene zu nennen, die mir besonders lieb sind, was nicht heißt, dass ich sie für die besten Geiger halte.
Wenn es um eine "Top 10" gegangen wäre, hätte ich auch fast alle diese Namen noch genannt ... Besonders leid tat es mir bei meinen "Top 5" um Grumiaux, den ich außerordentlich schätze. Auch wegen Schneiderhan bin ich traurig, der leider auch zahlreiche Gegner hat ...
Gruß, Zelenka
daniel5993 (29.11.2007, 19:46): Original von Rachmaninov @Daniel,
es soll jetzt keinesfalls respektlos klingen, aber ich hatte gesehen, daß Du eigentlich nur Menuhin kennst! Daraus resultiert, wohl auch aus mangel an Vergleichen, Deine Bewunderung. Was nicht bedeutet man könne Menuhin nicht auch dann bewundern :engel
Guten Abend Sergej Rachmaninov :D
Ich kann oft "nur" unterscheiden zwischen verschiedenen Aufnahmen Menuhins bei z.B Beethovens Violinkonzert, Paganini, Bruch, Brahms usw. Durchschnittlich hat er ja jedes 3 mal aufgenommen und unter seinen vielen Aufnahmen kann ich unterscheiden "mitreden"! Da kenne ich mich aus.
Zur "Bewunderung" Nicht aus Mangel an Vergleichen bewundere ich Menuhin. Die Person Menuhin bewundere ich und seine "Art" Musik zu verstehen, rüberzubringen! Und die Vergleiche die ich hatte haben mir gezeigt, das mir Menuhins Romantisch-Emotionale, etwas langsamere (Tempi) Seite gegenüber vielen anderen Geigern sehr gefällt! Es muss bei mir kein Klanglich und technisch auf Höchstem Niveau gespieltes Feuerwerk sein! Er spielt halt anders. Ob Menuhin wie viele sagen, technische Probleme hatte, kann ich nicht sagen, selbst aus Vergleichen hör ich das nicht raus! Für mich klingts halt etwas anders. Aber wird die Musik dadurch schlechter? Und schnelle Tempi, gefallen mir nicht unbedingt, sodass Hahn (von der ich auch einiges kenne), Szeryng, Kremer usw (So ganz ohne vergleiche bin ich nicht) mir nicht unbedingt Freude bereiten.
Ich stell mir manchmal die Frage, warum ich eigentlich stetig weitere Aufnahmen des selben Stücks kaufe, obwohl ich mit meinen Aufnahmen (Beispiel: Menuhin) doch Super zufrieden bin?! Aber das ist ja bei jedem anders! Das Problem, das mir die Vergleiche fehlen hätte ich längst beiseite räumen können! Wenn ich aber dann an Musiker wie Hilary Hahn gerate, oder im Radio "Neue" Geiger" (aktuelle) höre und sie mir allesamt zu schnell sind, da hab ich gar keine rechte Lust mich auf die Suche zu begeben! Und die Vielfalt, Vergleiche und Abwechslung findet man auch unter den vielen Aufnahmen, welche Menuhin 2 bzw. 3 (oder auch 4x) mal aufgenommen hat. Menuhin spielt doch wirklich eine "total" aus der Mode gekommene Art und die gefällt mir sehr. Ich kann also mehr oder weniger doch Vergleiche auf Menuhin anwenden und das ist letztendlich auch der Grund, warum ich nicht die Hände nach anderen Interpretationen ausstrecke!
Dem Geiger, mit dem ich mich in nächster Zeit schwer (weiter-) beschäftigen werde ist Itzhak Perlman, mit welchem ich bei Bruch, Dvorak und Mendelssohn sehr Gute Erfahrungen gemacht habe! Ob ich darüber hinaus nach weiteren Vergleichen suche ist äußerst Fraglich! Warum nach Nahrung suchen, wenn man bereits Satt ist?
Rachmaninov, Ich habe deine Antwort nicht als "Respektlos" aufgenommen aber vielleicht verstehst du, warum ich nicht motiviert bin, nach besserem zu streben! In meiner Bewunderung zu Yehudi Menuhin dreht es sich zwar nicht nur ums Musikalische, aber das muss ja auch nicht so sein (Wie du es selbst gesagt hast") :wink
Gruß Daniel :beer
Nordolf (29.11.2007, 22:56): Hallo,
neben dem Cello ist die Violine vielleicht das Instrument, welches dem Nuancenreichtum der menschlichen Stimme am nächsten kommt. Ich liebe ihren Klang. Doch eigentlich geht es mir ähnlich wie Daniel. Manchmal merke ich schon, das ich erst seit knapp drei Jahren intensiv klassische Musik höre und daher meine Sammlung beträchtliche Lücken aufweist. :I Im Grunde kenne ich nur Leonid Kogan wirklich so intensiv, wie es seinem Geigenton entspricht und wie er es verdient:
1. Leonid Kogan :down :down :down: für mich stellt sein Geigenton so etwas wie das Violin-Äquivalent zur Dirigierweise russischer Dirigenten wie Kondrashin, Svetlanov oder Rozhdestwenski dar: - expressiv, leidenschaftlich, hochemotional, dunkel, den scharfen Ecken eher zugetan als dem Schönklang, eine Art moderner "härterer Schwarz/Weiß-Romantik"... Die Brilliant-Box gehört zu meinen meistgehörtesten Anschaffungen.
2. Jascha Heifetz - ein großartiger voller Ton, der mir immer das Gefühl des In-Sich-Ruhens vermittelt (selbst wenn er noch so schnell spielt).
3. Ulf Wallin - einer der jüngeren Generation. Er verstand es, den wunderbar elegischen Ton des Atterberg-Konzertes so herrlich umzusetzen, das er für mich sofort zu meinen liebsten Geigern zählte. Und das Richard-Wetz-Konzert mit Wallin will ich mir nun bald auch zu Gemüte führen...
4. Itzhak Perlman - den habe ich mit dem Elgar-Konzert. Er erzeugt einen wunderschönen romantischen Klang. Ich will mehr mit ihm kennenlernen.
5. Vadim Repin: ein ebenfalls sehr voller und erdiger Ton. Nach seiner Zusammenarbeit mit Gergiev bei der Tschaikowsky/Myaskovsky-Kopplung würde ich gern als nächstes die Warner-Box kennenlernen, mit der ich auch schon einen längeren Hördurchlauf im Laden gestartet hatte.
Leider kenne ich auch von Berühmtheiten wie Oistrakh und Menuhin zu wenig - aber, was ich hörte, hat mich begeistert. Es gibt noch viel zu entdecken...
Rostislav Dubinsky vom Borodin Trio will ich noch nennen, weil sein sehr warmer "russischer" Ton mich ebenfalls anspricht. Es scheint allerdings wenig Solo-Aufnahmen mit ihm zu geben.
Herzliche Grüsse! Jörg
HenningKolf (29.11.2007, 23:23): Mich auf eine Top 5 zu beschränken führt dazu, dass es die lebenden Geiger extrem schwer haben.............
Voranschicken muss ich, dass ich Fritz Kreisler nur dem Namen nach kenne. Die Aufnahmen von ihm stammen, wenn ich richtig informiert bin, aus der Zeit von vor 1950. Historische Aufnahmen höre ich nicht, eine Mindestklangqualität brauche ich einfach.
Die Namen, die mir zunächst einfallen sind (ich nenne mal die Komponisten die mir in Zusammenhang mit dem Solisten einfallen, weil ich erstens natürlich nicht unendlich Einspielungen besitze und zweitens nicht jeder alles gleich gut spielt, wie ich finde):
Oistrach (v.allem mit Schostakowitsch - Vibrato muss sein - sowie Beethoven, Sibelius)
ich verstehe im übrigen ganz und gar nicht wieso er teilweise als "nur perfekter Techniker" bezeichnet wird, Ausdruck und Musikalität vermisse ich nie
Milstein (Bach, Beethoven, Brahms - ich habe nur wenige Aufnahmen)
Grumiaux (Bach, sonst kenne ich nichts von ihm)
Stern (nicht alles, aber auf jeden Fall Lalo, Bruch)
so, das wären 5, und wenn ich mich nicht irre, handelt es sich ausschließlich um verstorbene Solisten
etwas das Thema überdehnend möchte ich zumindest noch einige wenige Lebende nennen, die mir sehr gut gefallen (natürlich kenne ich hier nur einen Bruchteil der ständig aus dem Hut gezauberten Supertalente und zudem habe ich eher wenig Einspielungen)
Shaham, Amoyal, Wengerow, Perlman (süßlicher Geigenton stört mich - allerdings repertoireabhängig - manchmal ganz und gar nicht)
so, das soll reichen
Henning
teleton (30.11.2007, 10:53): Für mich gilt auch was Henning über die erforderliche Mindestklangqualität schreibt. (Man stelle sich diesen Quitschsound historischer Aufnahmen vor, mögen sie auch interpretatorisch noch so gelungen sein - für mich unerträglich !) :engel Trotzdem sind 4 meiner 5 favorisieren Violinvirtuosen nicht meht unter den Lebenden. Von 1957 ab war halt noch genug Zeit für gute Stereoaufnahmen, die klanglich brauchbar waren.
1. David Oistrach - die ganzen russischen Meister werden von ihm glänzend und autentisch interpretiert, viele VC sind für ihn geschrieben und ihm gewidtmet, das Sibelius-VC eine der großen Aufnahmen dieses Werkes. Das Oistrach ein unangenehmes Vibrato haben soll, habe ich erstmals von Rachmaninov in diesem Forum gelesen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Für mich der Größte.
2. Isac Stern Die Aufnahmen der Bartok-VC mit Bernstein und die Prokofieff-VC sind für mich die besten Aufnahmen dieser Werke. Lalo und Bruch, daran hätte ich jetzt gar nicht gedacht - Henning hat sie erwähnt - ja, das sind Aufnahmen !
3. Jascha Heifetz Ich habe nicht viel mit Heifetz. Aber das Sibelius-VC und das Prokofieff-VC Nr.2 erheben ihn für mich zu den 5 leibsten.
4. Isaac Perlmann Mit ihm habe ich mehere Aufnahmen. das Schostakowitsch-VC Nr.1 iund das Khatchatuarian-VC st die einzige nichtrussische Aufnahme dieser Werke, die die Autentizität der Oistrach-Aufnahmen erreicht. Da das ganze unter Metha in bester Klangqualität zu haben ist, macht es diese Aufnahmen zu den Begehrenswertesten. Ravel´s Tzigan für V und Orchester habe ich nie besser gehört - mit Martinon auf EMI.
5. Gidon Kremer Er ist einer der ganz großen Perfektionisten. Sein Beethoven und Brahms-VC sind das was ich in einer Kritik passend gelesen habe: Die DG-Aufnahme dieser beiden Werke gehört zu den 10 besten Konzertaufnahmen aller Zeiten. Leider hört man in letzter zeit wenig von ihm !?!
Leonid Kogan muß wohl auch ein toller Geiger gewesen sein. Es hat sicher klangliche Gründe, weshalb ich bisher noch nie ein Konzert mit ihm gehört habe.
Rachmaninov (30.11.2007, 11:00):
1. David Oistrach - die ganzen russischen Meister werden von ihm glänzend und autentisch interpretiert, viele VC sind für ihn geschrieben und ihm gewidtmet, das Sibelius-VC eine der großen Aufnahmen dieses Werkes. Das Oistrach ein unangenehmes Vibrato haben soll, habe ich erstmals von Rachmaninov in diesem Forum gelesen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Für mich der Größte.
Sorry wenn meine Bemerkung so an kam, ich wollte nicht sagen das sein Vibrato unangenehm ist, sondern das ich es, bei bestimmten Werken, unangenehm empfinde.
Natürlich ist er einer der ganz großen Geiger. Ich sah einst einen Bericht über Ihn, Er war ja fast eine Art Volksheld udnd vor allem hat er sich offen zu Kollegen bekannt, die auch mal in der Kritik der Partei standen. Seine Feundschaft zu Richter und Rostrophovich ist sicherlich hier zu nennen.
:hello
Rachmaninov (30.11.2007, 11:19): Original von Nordolf 3. Ulf Wallin - einer der jüngeren Generation. Er verstand es, den wunderbar elegischen Ton des Atterberg-Konzertes so herrlich umzusetzen, das er für mich sofort zu meinen liebsten Geigern zählte. Und das Richard-Wetz-Konzert mit Wallin will ich mir nun bald auch zu Gemüte führen...
Weder den Geiger, noch die aufgeführten Werke sind mir ein Begriff! :I
Nordolf (30.11.2007, 19:07): Original von Rachmaninov Original von Nordolf 3. Ulf Wallin - einer der jüngeren Generation. Er verstand es, den wunderbar elegischen Ton des Atterberg-Konzertes so herrlich umzusetzen, das er für mich sofort zu meinen liebsten Geigern zählte. Und das Richard-Wetz-Konzert mit Wallin will ich mir nun bald auch zu Gemüte führen...
Weder den Geiger, noch die aufgeführten Werke sind mir ein Begriff! :I
Hallo Rachmaninov,
Ulf Wallin ist in Schweden geboren und begann dort auch mit seiner Ausbildung. Später hat er dann in Wien bei Wolfgang Schneiderhan studiert. Mit dem Komponisten Alfred Schnittke soll er eng zusammengearbeitet haben. Inzwischen ist er Professor für Violine an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Aufnahmen gibt es bei Cpo, BIS, Koch und EMI.
Diese CD ist sehr empfehlenswert:
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/1396560.jpg
Cpo veröffentlichte außerdem Aufnahmen mit den Violinsonaten Regers und Saint-Saens. Bei BIS hat er Schönberg und Schnittke aufgenommen. Auf diesem Label ist er auch mit einem Werk von Claude Loyola Allgen (1920-1989) zu hören: - die "Sonate für Violine solo". Drei(!) CDs lang erklingt nur die Violine von Wallin :D
Herzliche Grüsse! Jörg
Mime (01.12.2007, 14:58): Hallo,
dürfen es auch Geigerinnen sein?
Da gibt es eine ganze Reihe hochtalentierter Künstlerinnen, wobei ich die arrivierten Anne-Sophie Mutter, Hilary Hahn oder Julia Fischer als international bekannte Stars als bekannt voraussetzen möchte.
Wenn es 5 mit großer Zukunft zu nennen gilt, dann diese:
Janine Jansen (geboren 1978) aus Holland Leila Josefowicz (1978) aus Kanada Lisa Batiashvili (1979) aus Georgien Baiba Skride (1981) aus Lettland Alina Pogostkina (1983) aus Russland :engel
HenningKolf (01.12.2007, 15:43): Pogostkina und Josefowicz sagen mir nichts (was für Kompositionen haben die denn bisher eingespielt?, welche sind diejenigen, die dich veranlassen, sie hier anzuführen - vielleicht versuch ich ja dann mal reinzuhöhren), Lisa Batiashvili ist auch in meinen Ohren talentiert und hat Zukunft. Janine Jansen ist zwar schon bis zu einem Spiegel-Online Artikel gehypt worden, aber ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass man über diese Dame in einigen Jahren noch sprechen wird. War das Brahms den ich mit ihr gehört habe? Viel eingeprägt hat sich da nicht bei mir........
Eine CD von Baiba Skride (Schostakowitsch u.a.) habe ich mal kurzzeitig besessen. Ihren Geigenton fand ich allergieauslösend und habe die CD an die hiesige Stadtbücherei verschenkt.
Midori fiele mir noch ein, wobei ich jetzt nicht weiß, wie alt diese Dame ist.
Thema waren allerdings die persönlichen Lieblingsgeiger/geigerinnen. Soll ich jetzt glauben, Heifetz und Oistrach haben bei Dir gegen Skride und Jansen keine Chance??
Gruß Henning
Rachmaninov (01.12.2007, 19:44): Original von Mime Hallo,
dürfen es auch Geigerinnen sein?
Natürlich!
Wenn es 5 mit großer Zukunft zu nennen gilt, dann diese:
Janine Jansen (geboren 1978) aus Holland Leila Josefowicz (1978) aus Kanada Lisa Batiashvili (1979) aus Georgien Baiba Skride (1981) aus Lettland Alina Pogostkina (1983) aus Russland :engel
Würde wahrscheinlich größten Teils eher hier hin passen, oder sind es wirklich Deine liebsten?
Jansen finde ich grausig, unter Mittelmaß! Josefowicz hat mich auch nur durchschnittlich begeistert. Batiashvill sicher :D Skride Mittelmaß Pogostkina kenne ich nur den Name nach!
NAtürlich alles nur meine subjektive Meinung :wink
cellodil (01.12.2007, 23:27): Original von teleton 5. Gidon Kremer Er ist einer der ganz großen Perfektionisten. Sein Beethoven und Brahms-VC sind das was ich in einer Kritik passend gelesen habe: Die DG-Aufnahme dieser beiden Werke gehört zu den 10 besten Konzertaufnahmen aller Zeiten. Leider hört man in letzter zeit wenig von ihm !?!
Für mich ist Kremer viel mehr als ein Perfektionist, sondern ein wirklich leidenschaftlicher Musiker (der auch noch sehr gut und aufrichtig schreiben kann, dies nur nebenbei bemerkt).
Wieso hast Du den Eindruck, dass man von ihm in letzter Zeit wenig hören würde? Er gibt doch ziemlich viele Konzerte. Ich habe ihn dieses Jahr auch zwei Mal live gehört (einmal ganz großartig in Schwetzingen und einmal nicht ganz so wunderbar in Kronberg, was aber auch ein bisschen an der in meinen Augen reichlich tumben Elisabeth Hecker, mit der er zusammen gespielt hat, lag).
Liebe Grüße
Sabine
nikolaus (01.12.2007, 23:46): Original von cellodil
Für mich ist Kremer viel mehr als ein Perfektionist, sondern ein wirklich leidenschaftlicher Musiker (der auch noch sehr gut und aufrichtig schreiben kann, dies nur nebenbei bemerkt).
Zum ersten Teil des Satzes: JA! Zum zweiten Teil: Ja? Hast du sein Buch gelesen?
Original von cellodilWieso hast Du den Eindruck, dass man von ihm in letzter Zeit wenig hören würde? Er gibt doch ziemlich viele Konzerte.
Den Eindruck habe ich auch: er ist sehr viel unterwegs, nicht zuletzt mit seiner Kremerata Baltica, mit der er auch regelmässig aufnimmt.
Original von cellodil Ich habe ihn dieses Jahr auch zwei Mal live gehört (einmal ganz großartig in Schwetzingen und einmal nicht ganz so wunderbar in Kronberg, was aber auch ein bisschen an der in meinen Augen reichlich tumben Elisabeth Hecker, mit der er zusammen gespielt hat, lag).
Autsch :A, das sitzt aber. Was haben sie denn gespielt?
Herliche Grüße, Nikolaus.
Poztupimi (02.12.2007, 11:55): Nach einigem Grübeln komme ich zu einer Liste von Geigerinnen und Geigern, die ich zur Zeit oder seit langem besonders schätze:
Dies spiegelt aber weder die Reihenfolge der Anzahl an Einspielungen wider (Menuhin / Mutter / Kremer / Oistrach / Perlman), noch bedeutet es, daß ich die nicht genannten oder weniger stark in meinen Regalen vertretenen (Zehetmair, Grumiaux, Schneiderhan, Milstein, Accardo, Shaham, Carmignola, Turban, Hahn etc.) nicht auch schätze. Und Verschiebungen gibt es sowieso immer mal wieder.
Grüße, Wolfgang
Cosima (02.12.2007, 12:08): Um Carmignola (den ich auch sehr liebe!) ist es leider recht ruhig geworden. Die letzte Aufnahme liegt schon eine Weile zurück, eine neue scheint nicht in Sicht zu sein, keinerlei Tour-Daten auf seiner Website. Was ist los mit diesem Künstler? Schade!
Poztupimi (02.12.2007, 12:27): Liebe Cosima,
Original von Cosima Um Carmignola (den ich auch sehr liebe!) ist es leider recht ruhig geworden. Die letzte Aufnahme liegt schon eine Weile zurück, eine neue scheint nicht in Sicht zu sein, keinerlei Tour-Daten auf seiner Website. Was ist los mit diesem Künstler? Schade!
Ich kenne und schätze ihn aufgrund von drei CDs, hauptsächlich Vivaldi. Die jüngste dürfte wohl diese hier von 2006 sein:
Da aber seine Aufnahmen mit Mozart günstig bei Brilliant aufgelegt sind, habe ich sie gerade mal bestellt.
Viele Grüße, Wolfgang
Cosima (02.12.2007, 12:52): Lieber Wolfgang,
ja, Vivaldi, Locatelli, Tartini… dann kennst Du bestimmt auch die älteren Aufnahmen, die Brillant wieder aufgelegt hatte:
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/3896596.jpg
Concerti op. 8 Nr. 1-4 "4 Jahreszeiten" +Violinkonzerte RV 180, 199, 208, 212, 234, 270, 271, 277, 286, 581, 582 +Concerti für Streicher RV 128 & 153 Giuliano Carmignola, Sonatori de la Gioiosa Marca, Andrea Marcon
Die gefallen mir ebenso gut wie die neueren Einspielungen mit dem Venice Baroque Orchestra.
Auch seinen Bach mit Andrea Marcon mag ich sehr. Über den Mozart habe ich leider nicht so viel Positives gelesen. Berichte bitte mal, wenn Du die Aufnahmen gehört hast!
Gruß, Cosima
nikolaus (02.12.2007, 13:15): Original von Poztupimi Nach einigem Grübeln komme ich zu einer Liste von Geigerinnen und Geigern, die ich zur Zeit oder seit langem besonders schätze:
Aber es stimmt schon, ich kann wenig aktuelle Informationen finden. Wahrscheinlich ist es für die Plattenlabel auch deutlich attraktiver, junge Geigerinnen zu präsentieren, als eine Geigerin, die im nächsten Jahr doch tatsächlich schon 60 wird. Oder sie ist tatsächlich nicht mehr so sehr aktiv.
Grüße, Wolfgang
Rachmaninov (02.12.2007, 13:36): Original von Poztupimi Hallo Nikolaus, hallo Rachmaninov
Original von Rachmaninov Original von nikolaus
Was ist eigentlich mit Kyung Wha Chung. Sie hat doch noch eine Aufnahme mit Rattle gemacht, aber seither habe ich nichts mehr von ihr gehört!?
Aber es stimmt schon, ich kann wenig aktuelle Informationen finden. Wahrscheinlich ist es für die Plattenlabel auch deutlich attraktiver, junge Geigerinnen zu präsentieren, als eine Geigerin, die im nächsten Jahr doch tatsächlich schon 60 wird. Oder sie ist tatsächlich nicht mehr so sehr aktiv.
Grüße, Wolfgang
Danke, mir ist spontan nur die Schostakowitsch Aufnahmen mit Ms. Chang eingefallen!
ab (02.12.2007, 15:21): Original von Cosima Über den Mozart habe ich leider nicht so viel Positives gelesen.
Ich persönlich halte Carmignolas Mozart-Zyklus für einen der geglückten. Nach Kremer und Grumiaux sicher die mir liebste Einspielung.
Rachmaninov (10.12.2007, 12:37): Original von Mime Alina Pogostkina (1983) aus Russland :engel
Welche ihrer Aufnahmen wäre Deine Empfehlung?
Nicolas_Aine (19.07.2008, 15:11): Jascha Heifetz - neben perfekter Technik auch sehr viel Leidenschaft Gidon Kremer - wohl einer der interessantesten Geiger überhaupt Itzhak Perlman - den mochte ich irgendwie schon immerr :D Ruggiero Ricci - habe zwar nur 2 Aufnahmen von ihm, aber die gefallen mir sehr sehr gut (Khachaturian, Dvorak)
Einen 5. könnte ich jetzt nicht benennen, mir gefallen noch so einige Geiger, wie z.B. David und auch Igor Oistrakh, Nigel Kennedy, Fritz Kreisler, Isaac Stern und noch viele andere. Eigentlich gefallen mir die meisten Geiger, die ich kenn, halt jeder auf eine andere Art und Weise :)
Dr. Schön (21.07.2008, 14:50): Ich bin nicht gerade der größte Freund der Geige. Auch habe ich in meiner Sammlung relativ wenig Werke, in denen dieses Instrument eine große Rolle spielt. Primär handelt es sich dabei um wichtige Werke von Lieblingskomponisten (Beethoven, Berg, Schostakowitsch), die ich oft auch mag, wegen meiner unliebe für dieses Instrument aber relativ selten höre. Auch habe ich die Anschaffung wohl wichtiger oder populärer Werke, wie dem Violinenkonzert von Bruch, bis auf den heutigen Tag hinaus immer wieder verschoben.
Meist reicht mir hier auch eine Aufnahme, die ich für mich als ausreichend empfinde (diese wollen jedoch erstmal gefunden sein), völlig aus. Der Drang nach dem Tieferbohren und Alternativenfinden ist hier praktisch nicht vorhanden.
Auch wenn ich mich kaum auskenne und kaum Vergleiche habe, sind es folgende Geiger, die mich idR begeistern, bzw. mir ausreichen.
Arthur Grumiaux Bach, Mozart, Berg und noch einiges anders. Ich mag seinen Ton, sein Spiel. Mein bisher klarer Favorit.
Jascha Heifetz - seine späteren Einspielungen der meisten Violinenkonzerte Beethoven, Mendelssohn, Brahms, Tschaikowasky. Vielleicht spielt er sie zu rein technisch oder perfektionistsich. Aber was will ich mehr?
Gidon Kremer - hat keinen schönen Ton (was ich so kenne), aber irgedwie ist mir das recht.
David Oistrach - manchmal oder ziemlich oft störe ich mich etwas an seinem sonorem Pathos. Diese Aufnahmen schaffe ich mir nicht an oder trenne mich wieder davon. Aber bei Schostakowitsch muss er es irgendwie sein.
Ginette Neveau - wegen ihrem Sibelius Konzert. Dann diese EMI CD, wo sie kleinere Sachen von Ravel und Debussy spielt.
Carola (21.07.2008, 18:10): Original von Dr. Schön
Arthur Grumiaux Bach, Mozart, Berg und noch einiges anders. Ich mag seinen Ton, sein Spiel. Mein bisher klarer Favorit.
Das geht mir ebenso! Besonders gerne höre ich diese Aufnahmen mit Grumiaux:
Auch sehr schön (aber auf völlig andere Weise) spielt in meinen Ohren Monica Huggett - sie leitet unter anderem das Ensemble Hausmusik, tritt aber auch solistisch in Erscheinung.
Von Anne-Sophie Mutter bin ich in letzter Zeit ein wenig abgekommen. :D Obwohl: Ihre Aufnahme der Mozart-Violinkonzerte höre ich immer noch sehr gerne...
Gruß, Carola
Frühlingsblüte (23.07.2008, 12:53): Original von Rachmaninov Original von Mime Alina Pogostkina (1983) aus Russland :engel
Welche ihrer Aufnahmen wäre Deine Empfehlung?
@ Rachmaninov: Gibt es nicht nur diese hier von Pogostkina? http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4038371000165.jpg
Ich hab hier selbst noch nicht reingehört, aber das ist ja leider bisher noch keine große Auswahl :I dieser auf der Bühne so wunderbar präsenten und lebendig spielenden jungen Geigerin....
1. Akiko Suwanai - einfach grandios, ihre Hingabe, ihr natürliches Spiel 2. Frank-Michael Erben - herrlich, ausgefeiltes, klares Spiel und diese Freude! ;) - und ein sehr sympathischer Mensch 3. Gil Shaham - sehr schönes Spiel, man hört seine Liebe zur Musik regelrecht heraus 4. Yehudi Menuhin - an vierter Stelle: ein wunderbarer Violinist, aber, nun ja, ihm fehlt eben das gewisse Herzblut manchmal beim Spielen... 5. David Garrett - ein grandioser Geiger und äußerst sympathischer Mensch, aber er ist einfach zu sehr auf Show bedacht, als dass er auf einem höheren Platz hätte positioniert werden können (wobei man das nicht vor seine Liebe zur Musik stellen darf, die steht bei ihm dennoch im Vordergrund)
So meine subjektive Ansicht... :)
Rachmaninov (01.03.2009, 10:33): Original von Gullin Meine liebsten Violinist(inn)en:
1. Akiko Suwanai - einfach grandios, ihre Hingabe, ihr natürliches Spiel 2. Frank-Michael Erben - herrlich, ausgefeiltes, klares Spiel und diese Freude! ;) - und ein sehr sympathischer Mensch 3. Gil Shaham - sehr schönes Spiel, man hört seine Liebe zur Musik regelrecht heraus 4. Yehudi Menuhin - an vierter Stelle: ein wunderbarer Violinist, aber, nun ja, ihm fehlt eben das gewisse Herzblut manchmal beim Spielen... 5. David Garrett - ein grandioser Geiger und äußerst sympathischer Mensch, aber er ist einfach zu sehr auf Show bedacht, als dass er auf einem höheren Platz hätte positioniert werden können (wobei man das nicht vor seine Liebe zur Musik stellen darf, die steht bei ihm dennoch im Vordergrund)
So meine subjektive Ansicht... :)
Hallo Gullin.
ersteinmal ein herzliches Willkommen meinerseits. Interessante Übersicht, vor allem weil du hier sehr unterschiedliche Geiger nennst. Zu Garrett: Ich finde ihn nicht gut. Habe CD's von ihm gehört und muss sagen das er technisch Welten hinter einen Shaham steht und im Ausdruck ebenso Welten hinter anderen Geiger unserer Tage. Seine Show erinnert mich an N. Kennedy und er wird sehr schnell vergessen - aber reich - in die Bedeutungslosigkeit versinken ... IMHO.
Gullin (01.03.2009, 11:51): Hallo Rachmaninov und danke für das Willkommenheißen. ;)
Was David Garrett angeht, so ist es durchaus möglich, dass er schnell wieder vergessen wird, wenn er einmal in den Hintergrund tritt. Technisch finde ich gar nicht so schlecht, aber ich kenne leider noch nicht sehr viele Violinisten und kann daher wahrscheinlich keinen sehr guten Vergleich ziehen; ebenso wenig ist es mir daher wohl möglich zu sagen, ob viele andere oder nur wenige andere besser sind. Bei mir (mit weniger Kenntnis) steht er ja auch "nur" auf Platz 5. Er ist eben keinesfalls der Beste, nur weil er so bekannt ist. Auf meiner Liste steht er wohl auch noch, weil ich ihn desöfteren (im Fernsehen) erlebt habe und er dort sehr sympathisch (und v.a. auch keineswegs abgehoben!) erscheint.
Und was mich noch interessieren würde: inwiefern findest du die Geiger meiner Aufzählung (sehr) unterschiedlich?