Rolf Scheiwiller (07.04.2006, 08:39): Guten Morgen zusammen. Ich weiss es. Die Frage ist alles andere als originell ! Aber was bei Büchern gang und gäbe ist, darf sicher auch hier im Forum erörtert werden. Ist ja nicht zu ernst zu nehmen.
Also,auf welche Eurer Schätze würdet Ihr auf keinen Fall verzichten wollen ? Auch wenn man Euch sonst Alles nehmen würde ? !
Alle Musiksparten sind natürlich gemeint. Ist ja logisch. Es wäre schön, wenn hier auch die bis anhin Nur - Leser dieses Forums mitmachen würden ! Sie sind herzlich dazu eingeladen !
Meine Unvergänglichen sind die folgenden Mozart - Opern.
Le Nozze di Figaro , Erich Kleiber und Karl Böhm
Die Zauberflöte, Otto Klemperer und Karl Böhm
Don Giovanni , Joseph Krips und Carlo Maria Giulini
Cosi fan tutte , Karl Böhm
und die letzten 3 Sinfonien Mozarts.
Diese Musik kann ich jeden Tag hören. Es ist wie das Brot. Ich werde ihrer nie überdrüssig.
Gruss. Rolf.
Jeremias (07.04.2006, 09:24): Einige Raritäten, die ich im Regal habe, z.B. von der DG zwei CDs mit Nicolas Economou im Original, auf der einen spielt er Mussorgsky und Schumann's Kreisleriana und auf der anderen mit Argerich im Duo die Nussknacker-Suite und die Sinfonischen Tänze von rachmaninoff
Rachmaninov (07.04.2006, 09:29): Hallo Rolf,
derartige CD's habe ich auch, und zwar einige.
eine davon ist diese:
Da ich ein grußer Verehrer von Repin war hatte es mich gefreut das mir ein Musikfreund diese CD einfach zum Geschenk machte. Sie war und ist auch derzeit im Handel gar nicht zu bekommen.
Einer meiner Schätze, die ich niemals hergeben würde!
Rachmaninov (07.04.2006, 20:32): Eine weiter CD die ich niemals weggeben werde ist dies
Sie war ein Geburtstagsgeschenk und meine erst oder zweite Klassik CD.
Bis heute erachte ich Mutis Aufnahme als sehr gelungen .......
Walter (07.04.2006, 21:18): Ich liebe Afanassievs Klavierspiel
diese Kreisleriana ist die für die Insel (obwohl es wirklich noch einige Andere gibt, die man auch haben muss :D)
geimeinsam mit Suchanov spielt er Brahm - Sonate für zwei Pianos als ob sie eins wären:
Man hört man hier mit Jonas Kaufmann als Hüon einen echten “Geheimtipp“. Einer der besten Tenöre die ich je gehört habe.
Gute Nacht,
Jimi
Guten Tag Jimi. Ja, diese hervorragende Einspielung hab ich auch. Seit einem knappen Jahr. Geniale, meisterhafte Musik, leider ist das Libretto wenig bühnentauglich. ( wie bei seiner Euryanthe auch ). Eine typische Oper für die CD -Aufzeichnung..
Jonas Kaufmann war einige male bei uns in Zürich . Florestan.
Warum klappt es nicht richtig betr. seiner Plattenkarriere ? Schade. Hoffe, dass er noch viele, grosse Rollen bekommt. Den Florestan hat er glänzend gesungen. Gruss. R.
Rachmaninov (16.09.2006, 11:02): Für mich ist es auch unvorstellbar mich von dieser Sofronitsky Aufnahme mit Schumann's Sinfonischen Etüden zu trennen:
:engel
ab (27.09.2006, 16:36): Diese Scarlatti-Sonaten von Gilels und das Leben ist wieder in Ordnung! http://www.aura-music.com/images/cd/copertina145.JPG
cellodil (07.10.2006, 01:06): Die späten Beethoven Quartette eingespielt vom Guarneri Quartet
Die Solo-Cello-Suiten von Bach - wenn ich mich für eine einzige Aufnahme entscheiden müsste, dann wohl doch die von Casals (lieber würde ich aber alle Einspielungen, die ich habe, behalten)
Bachs Goldberg Variationen in der späten Glen Gould Einspielung
Die Haydn Cello-Konzerte mit Müller-Schott
Dvoráks Streichquartette (da habe ich keinen eindeutigen Favoriten bei der Interpretation)
Dvorák Cello-Konzert mit Jean-Guihen Queyras
Sonatas for Cello & Piano: Shostakovich, De Falla, Weill mit Jan Vogler und Bruno Canino
... und....und...
mein Köfferchen für die Insel würde wohl doch eher voll werden.
Wenn ich mich für eine einzige CD entscheiden müsste, dann wäre es wohl was von Bach, weil ich das immer - in jeder Stimmung und Lebenslage - hören kann
Grüße Cellodil
Rolf Scheiwiller (07.04.2006, 08:39): Guten Morgen zusammen. Ich weiss es. Die Frage ist alles andere als originell ! Aber was bei Büchern gang und gäbe ist, darf sicher auch hier im Forum erörtert werden. Ist ja nicht zu ernst zu nehmen.
Also,auf welche Eurer Schätze würdet Ihr auf keinen Fall verzichten wollen ? Auch wenn man Euch sonst Alles nehmen würde ? !
Alle Musiksparten sind natürlich gemeint. Ist ja logisch. Es wäre schön, wenn hier auch die bis anhin Nur - Leser dieses Forums mitmachen würden ! Sie sind herzlich dazu eingeladen !
Meine Unvergänglichen sind die folgenden Mozart - Opern.
Le Nozze di Figaro , Erich Kleiber und Karl Böhm
Die Zauberflöte, Otto Klemperer und Karl Böhm
Don Giovanni , Joseph Krips und Carlo Maria Giulini
Cosi fan tutte , Karl Böhm
und die letzten 3 Sinfonien Mozarts.
Diese Musik kann ich jeden Tag hören. Es ist wie das Brot. Ich werde ihrer nie überdrüssig.
Gruss. Rolf.
Jeremias (07.04.2006, 09:24): Einige Raritäten, die ich im Regal habe, z.B. von der DG zwei CDs mit Nicolas Economou im Original, auf der einen spielt er Mussorgsky und Schumann's Kreisleriana und auf der anderen mit Argerich im Duo die Nussknacker-Suite und die Sinfonischen Tänze von rachmaninoff
Rachmaninov (07.04.2006, 09:29): Hallo Rolf,
derartige CD's habe ich auch, und zwar einige.
eine davon ist diese:
Da ich ein grußer Verehrer von Repin war hatte es mich gefreut das mir ein Musikfreund diese CD einfach zum Geschenk machte. Sie war und ist auch derzeit im Handel gar nicht zu bekommen.
Einer meiner Schätze, die ich niemals hergeben würde!
Rachmaninov (07.04.2006, 20:32): Eine weiter CD die ich niemals weggeben werde ist dies
Sie war ein Geburtstagsgeschenk und meine erst oder zweite Klassik CD.
Bis heute erachte ich Mutis Aufnahme als sehr gelungen .......
Walter (07.04.2006, 21:18): Ich liebe Afanassievs Klavierspiel
diese Kreisleriana ist die für die Insel (obwohl es wirklich noch einige Andere gibt, die man auch haben muss :D)
geimeinsam mit Suchanov spielt er Brahm - Sonate für zwei Pianos als ob sie eins wären:
Man hört man hier mit Jonas Kaufmann als Hüon einen echten “Geheimtipp“. Einer der besten Tenöre die ich je gehört habe.
Gute Nacht,
Jimi
Guten Tag Jimi. Ja, diese hervorragende Einspielung hab ich auch. Seit einem knappen Jahr. Geniale, meisterhafte Musik, leider ist das Libretto wenig bühnentauglich. ( wie bei seiner Euryanthe auch ). Eine typische Oper für die CD -Aufzeichnung..
Jonas Kaufmann war einige male bei uns in Zürich . Florestan.
Warum klappt es nicht richtig betr. seiner Plattenkarriere ? Schade. Hoffe, dass er noch viele, grosse Rollen bekommt. Den Florestan hat er glänzend gesungen. Gruss. R.
Rachmaninov (16.09.2006, 11:02): Für mich ist es auch unvorstellbar mich von dieser Sofronitsky Aufnahme mit Schumann's Sinfonischen Etüden zu trennen:
:engel
ab (27.09.2006, 16:36): Diese Scarlatti-Sonaten von Gilels und das Leben ist wieder in Ordnung! http://www.aura-music.com/images/cd/copertina145.JPG
cellodil (07.10.2006, 01:06): Die späten Beethoven Quartette eingespielt vom Guarneri Quartet
Die Solo-Cello-Suiten von Bach - wenn ich mich für eine einzige Aufnahme entscheiden müsste, dann wohl doch die von Casals (lieber würde ich aber alle Einspielungen, die ich habe, behalten)
Bachs Goldberg Variationen in der späten Glen Gould Einspielung
Die Haydn Cello-Konzerte mit Müller-Schott
Dvoráks Streichquartette (da habe ich keinen eindeutigen Favoriten bei der Interpretation)
Dvorák Cello-Konzert mit Jean-Guihen Queyras
Sonatas for Cello & Piano: Shostakovich, De Falla, Weill mit Jan Vogler und Bruno Canino
... und....und...
mein Köfferchen für die Insel würde wohl doch eher voll werden.
Wenn ich mich für eine einzige CD entscheiden müsste, dann wäre es wohl was von Bach, weil ich das immer - in jeder Stimmung und Lebenslage - hören kann
Grüße Cellodil
Amadé (28.05.2009, 23:23): Ich meine, dieser Faden muss noch einmal belebt werden!
Jürgen (29.05.2009, 08:49): Eigentlich trenne ich mich nie von einmal gekauften CDs.
Lediglich wenn ich mal was doppelt habe. Diese Box z.B.: http://ecx.images-amazon.com/images/I/615TY4YDJ2L._SL160_AA115_.jpg habe ich, wenn auch mit Gewinn, bei ebay verscherbelt, nachdem ich die Gesamtedition erstanden hatte. http://ecx.images-amazon.com/images/I/51488FMFAGL._SL160_AA115_.jpg
Aber ich denke, die Frage war anders gemeint. Wenn etwa Einbrecher im Hause sind. Der eine, wohl der Anführer, etwas älter mit einer Augenklappe hält meine Familie und mich mit einem Speer in Schach, während sein Handlanger, so ein Typ mit feuerrotem Haar, meine CD-Regale ausräumt. Nun ist die Frage, bei welcher CD kann ich nicht mehr an mich halten und wage einen Ausbruchsversuch? Ganz klar: Das Leben, doch nicht den Ring!
Suppé ist ein Name, bei dem ich bislang schnell die Beine unter die Arme genommen habe. Aber wenn der in so einem Faden auftaucht, muss vielleicht doch irgendwas dran sein?! Also habe ich mich bei last.fm kundig gemacht. Dort man tatsächlich alle Overtüren in voller Länge hören; die Marco Polo Aufnahmen mit der Slowakischen Staatsphilharmonie und verschiedenen Dirigenten. Und wieder mal durfte ich mich eines Besseren belehren lassen und alte Vorurteile über Bord werfen. Die Liebe zum Volke gibt ein veritablies Klarinettenkonzert ab und auch bei der Reise durch die Märchenwelt und Paragraph 3 besticht die Instrumentationskunst. Von dem befürchteten Tingeltangel und Tschingderassabum ist bei diesen Stücken wenig zu hören.
Ich kann mir gut vorstellen, dass eine so klanglich so raffiniert gestaltete Musik Zubin Metha wie auf den Leib geschrieben sein müßte. (Ich denke an seine konkurrenzlosen Aufnahmen der Alpensinfonie und der Planten.)
:helloschön, hier wieder etwas von dir zu lesen! Dein letzter Beitrag muss bestimmt schon 1 Jahr her sein.....
Im Gegenzug zu Mahlers 2ten mit Klemperer kann ich nur Lenny mit den New Yorkern bei der DGG nennen. Für mich persöhnlich DIE Erfüllung schlechthin. Kann man Mahler gewaltiger und vor allem zerrissener vortragen? Klemperer schätze ich ebenfalls aber manchmal gehts mir bei Ihm einfach zu schnell.
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028942339521.jpg Gustav Mahler (1860-1911) Symphonie Nr. 2 Hendricks, Ludwig, New Yorker Philharmoniker Leonard Bernstein 1986
Grüße Daniel
liegnitz (05.06.2009, 11:34): Original von daniel5993
Klemperer schätze ich ebenfalls aber manchmal gehts mir bei Ihm einfach zu schnell.
Danke Daniel! Meinst du etwa die beiden 1951 Einspielungen (Decca Historic und Vox)?
Ich finde Bernstein DGG ein bissle schleppend
Gruss Emma
daniel5993 (05.06.2009, 19:21): Guten Abend Emma,
ich meine diese EMI-Aufnahme mit Klemperer, welche mit deiner geposteten wohl übereinstimmt.
Bernstein bei Mahlers 2ten kann einem vielleicht schleppend erscheinen, jedoch ists das Gewaltige, das Bernstein aus diesem Werk macht. Er ist voller Elan dabei, mit soviel Power und so sanft beim Urlicht. Diese "langsamkeit" mag ich sehr, kann aber auch verstehen, dass diese Art nicht für jeden Moment, jede Art Laune das Richtige ist. Wenn ich es dramatisch und etwas schneller haben möchte, greife auch ich zu Klemperer oder (früher) zu Solti. Ich habe noch die 2te mit Walter (SONY) im Regal stehen (aber noch nicht gehört) und kann mir denken, dass dieser genau zwischen den beiden anderen spielen lässt.....?! Kennst du Mahlers 2te aus dem sechziger Jahre Zyklus von Lenny? Die hör ich auch gern! Aber wo rede ich hin? Wir haben doch einen Thread für dieses Werk......egal........ :tongue:
Grüße und ein schönes Wochenende! Daniel
kreisler (10.06.2009, 09:24): Original von daniel5993 Kennst du Mahlers 2te aus dem sechziger Jahre Zyklus von Lenny? Die hör ich auch gern!
Von diesen CD´s würde ich mich nie trennen! :wink
(von dem Klemperer aber sicher auch nicht einfach so! Mir würden auch noch einige Aufnahmen abseits von Mahler einfallen, aber ich glaube das würde hier den Rahmen dieses Threads sprengen :D)
Herbert Kegel, Rundfunkchor und Rundfunk-Sinfonie-Orchester Leipzig, Solisten: Jutta Vulpius, Hans-Joachim Rotzsch, Kurt Rehm, Kurt Hübenthal, Aufnahme 1959, Berlin Classics - diese Aufnahme besitze ich schon ca.40 Jahre, zuerst auf einer Helior-LP.
Gruß Amadé
daniel5993 (30.06.2009, 17:23): Heut ununterbrochen am Laufen....
Grandiose Kompositionen, und einen atemberaubenden Pianisten. :down
Solitaire (02.07.2009, 08:40): Da gibt es Einiges, hier zunächst die Abteilung „Tenorrecital“. Zwei CDs, die NIE in den Müll kommen und aus einem lichterloh brennenden Haus gerettet werden:
daniel5993 (05.07.2009, 00:20): so langsam werde ich meine Schätze offenbaren....
Morton Feldman; Why patterns? für Flöte, Glockenspiel und Klavier; California EAR Unit
Irgendwer hat mal geschrieben, dass er nach intensivem Genuß von Feldmans Musik beim Blick aus dem Fenster den Eindruck hatte, alles spiele sich in Zeitlupe ab, selbst die Autos würden scheinbar im Schritttempo die Strasse entlang fahren. In der Tat kenne ich keine andere Musik, die eine vergleichbar entschleunigende Wirkung auf mein Gemüt hat. Dabei brauche ich noch nicht mal intensiv zuzuhören; es reicht, dass diese Klänge im Raum sind, dann wird selbst das Denken im Kopf langsamer und ich beginne kleine Details um mich herum wahrzunehmen, die sonst von der Alltagsmühle weggespült werden. Feldman versetzt mich in eine eigene Welt, wobei ich den Verdacht habe, dass diese Welt eigentlich die "richtige", dem menschlichen Dasein angemessenere ist. Feldman hat sich dagegen gewehrt, dass man ihn mit Meditationsmusik in Verbindung bringt. Völlig zurecht, denn Meditationsmusik ist dazu gemacht, den Hörer zur Kontemplation zu bringen und wird diesem Anspruch nie gerecht. Bei Feldman dagegen sind die Klänge zweckfrei einfach das, was sie sind und erledigen die kontemplative Wirkung quasi als Nebenwirkung.
Cetay (inaktiv) (26.07.2009, 16:06): -
palestrina (04.04.2013, 22:19): Ich ganz bestimmt nicht von diesen !!!!!
Maurice inaktiv (04.04.2013, 23:18): Zusammenfassend diese Aufnahmen hier.Für im Moment 29,95 € geradezu zum Schleuderpreis zu erwerben beim großen A......
Diese CD steht für die 6 CDs mit dem Trompeter Niklas Eklund,der auf der Naturtrompete alle diese Konzerte spielt,außer die hier gezeigten Einspielungen.
Man müsste jetzt noch viele andere Aufnahmen erwähnen....
VG,Maurice
PS : Sorry,aber die musste ich einfach nennen.....
Zefira (04.04.2013, 23:37): Ich könnte auch viele Aufnahmen aufzählen, beschränke mich aber auf die, von der ich immer sage, dass es eine Zeit gegeben hat, die ich ohne diese CD nicht überlebt hätte (ich weiß natürlich, dass das Unfug ist).
Jeremias (05.04.2013, 16:54): Erstaunlich, früher hätte ich diese Scheibe von Richter auch genannt, heute mag ich sie gar nicht mehr hören, seine Appassionata finde ich einfach grauenhaft seit ich sie selber spiele...
Andréjo (05.04.2013, 17:28): Bezogen habe ich mich ausschließlich auf das Brahms-Konzert. Die Appassionata mag ich nicht besonders und habe ich auch auf dieser CD keine zwei Mal gehört. Sie ist mir zu pathetisch im Sinne des mittleren Beethoven - viel lieber höre ich etwa op. 31/3 oder die späten Sonaten ab op. 101.
Du bist am Klavier quasi ein Profi, Jeremias, richtig? In meiner Jugend habe ich die Appassionata nie gespielt, die Waldsteinsonate wenigstens für den Hausgebrauch. Jetzt hat es wohl keinen Sinn mehr, op. 57 zu üben; die Fingerfertigkeit, um damit zufrieden zu sein, bekomme ich nicht mehr her.
Die Chopin-Aufnahme, die Du anführst, finde ich auch ganz exquisit, obwohl - vielleicht auch weil :cool - sie aus dem Rahmen fällt, was die Agogik im weiteren Sinne anbelangt.
:beerWolfgang
Jeremias (05.04.2013, 18:02): Ich bin "experienced Amateur" wie wir uns nennen. Hab heute die frühere Intendantin der D'dorfer Tonhalle getroffen, die meint das sei Semi- bis 3/4 Professionell was wir hier machen, das trifft es vielleicht besser.
Ich führe in 2 Wochen die Appassionata erstmals auf. Letztlich ist sie eine Vorübung für mich für die Liszt-Sonate. Ich habe übrigens diese CD eher wegen des Beethovens gekauft, Richters Brahms gefällt mir nicht so sehr
Amonasro (05.04.2013, 21:32): Am liebsten würde ich mich von gar keiner CD Trennen; auch Negativerlebnisse sind wichtige Erfahrungen, aber auf gar keinen Fall würde ich auf diese verzichten wollen:
Cetay (inaktiv) (20.01.2019, 09:37): Es mutet wie ein Anachronismus an, diesen Uralt-Faden wieder auszugraben. Die CD röchelt in Todesqualen und heutzutage kann man sich locker davon trennen, ohne auf die Inhalte verzichten zu müssen. Sicher, mancher will die Haptik samt Booklet, will vor der Willkür der Streaming-Anbieter sicher sein und vor dem Festplatten-Crash oder ist zu faul zum Rippen und Taggen. Als der Faden vor 13 Jahren eröffnet wurde, war eine Trennung oftmals gleichbedeutend mit dem Nicht-mehr-hören-können und damit sollten in diesem Faden letztendlich die Unverzichtbarsten der Unverzichtbaren genannt werden - also ist das nichts als ein verkappter Insel-Thread.
Jetzt hat dieser Faden in seiner ursprünglichen Bedeutung für mich auf einmal eine praktische Bedeutung gewonnen. Nachdem ich beharrlich das Schicksalsgewebe bepflanzt und dann geduldig gewartet habe, kam nun die Ernte in Form eines unwiderstehlichen Jobangebots aus China. Ich bin dann mal für mindestens 3 Jahre weg und werde nur einen unverzichtbaren Minimal-Bestand mitnehmen und auch hier keine Lager oder fremde Wohnungen vollstopfen. Aus dem Inselspiel wird auf einmal erst. Es ist nicht mehr drin zu sagen, eine Beschränkung auf X ist nicht möglich, weil ich auf diese und jene zusammen 100.000 auf keinen Fall verzichten kann. Also Butter bei die Fische, wie der Süddeutsche eigentlich nicht sagt, es geht darum, die wirklich Allerunverzichtbarsten zu bestimmen; diejenigen, die ich wirklich haben muss, um auch für den Fall, dass sämtliche Computer der Welt ausfallen, gewappnet zu sein (wobei ich mir schon im Klaren darüber bin, dass dann auch kein CD-Player mehr funktioniert.) Ich gehe mal in mich...
Sfantu (20.01.2019, 19:12): Oje, lieber Cetay,
erstmal natürlich Glückwunsch! So weit weg - das ist mal 'n Schritt...ich hoffe nur, Du bleibst hier weiter unverändert aktiv - alles Andere wäre ziemlich düster für dieses Forum!
Was das ursprüngliche Thema dieses Fadens angeht: da fang' ich besser garnicht erst an - als Nicht-Streamer, nur sporadischer Youtuber zu Informationszwecken sowie passionierter CD-&-Vinyl-Jäger & Sammler, seit ich 16 war - & da kommt in 34 Jahren was zusammen...
EinTon (20.01.2019, 19:29): .ich hoffe nur, Du bleibst hier weiter unverändert aktiv - alles Andere wäre ziemlich düster für dieses Forum! Sofern das Forum nicht in China geblockt ist.
I. Ü. auch von mir herzlichen Glückwunsch an Cetay für seinen neuen Job! :-)
Guenther (21.01.2019, 14:06): Alles Gute in China, lieber Cetay!
(Klar bleibt er uns erhalten!)
:)
Cetay (inaktiv) (21.01.2019, 19:19): Ich danke euch für die guten Wünsche. :thanks Also unverändert aktiv zu bleiben dürfte nicht schwer sein, weil meine Aktivität eh nur noch aus Quasi-Inaktivität besteht. Ab und zu kommentarlos ein Cover posten oder einen alten Beitrag rezyklieren und alle Schaltjahre mal einen Mehrzeiler schreiben - mehr ist es nicht. Das hat weder etwas mit Unlust noch mit dem vielbeschworenen Konstrukt "Zeitmangel" zu tun, sondern damit, dass ich immer weniger höre. Mein Repertoire ist erschreckend dünn geworden und dazu meine ich schon alles gesagt zu haben. EinTons Bedenken sind nicht von der Hand zu weisen. Geblockt ist das Forum nicht, aber gefiltert (vermute ich), das heißt es geht alles sehr langsam, weil die KI-Algorithmen erst mal übersetzen und auf unangemessene Inhalte überprüfen (vermute ich). Das macht keinen richtigen Spaß. Und man kann nie wissen, ob die Seite morgen nicht doch geblockt wird.
Aber jetzt zu den ersten Kandidaten, die mit mir als Hartwaren-Speichermedium die Reise antreten:
Was denn sonst? Haydn hat die abendländische Klassik revolutioniert und gleichzeitig die Errungenschaften dieser Revolution vollständig ausgeschöpft. Auf äußerliche Dramatik und undurchdringliche Gedankentiefe sowie übermäßig exaltierte Ausdrucksmittel verzichte ich gerne, wenn es unter der Oberfläche harmonische, rhythmische, strukturelle und klangliche Verwandtschaften gibt, die 104 + 68 mal auf verschiedene Weise gewählt und formal angelegt werden. Müssen es interpretatorisch ausgerechnet diese betagten Pioniertaten sein? Ganz sicher. Es mag hier und da aufregendere Einzeleinspielungen geben, aber so geschlossene und mätzchenfreie Gesamteinspielungen mit Langzeittauglichkeit hat später niemand mehr hingekriegt.
satie (21.01.2019, 22:15): Lieber Cetay, ich schließe mich den Gratulanten an. Ob ich es wagen würde, weiß ich nicht, auch wenn es allein der kulinarischen Aussichten wegen schon wert sein dürfte...hehe, ich bin halt verfressen, ja, ja... Haydn mit den Aeolians wäre in meinem Koffer übrigens auch drin! Ich bin gespannt, was Du noch hinein packst.
Herzliche Grüße Satie
Cetay (inaktiv) (24.01.2019, 08:34): Man könnte meinen, dass ich ein Fan der Geige bin, aber es ist eine Koinzidenz, dass meine Favoriten bei den Großen Drei allesamt Violinkonzerte sind. Beethoven-Sinfonien mag ich eigentlich gar nicht mehr hören, aber meine Intuition sagt mir, dass das in ein paar Jahren wieder anders ist, deswegen kommt die einzig brauchbare GA auf dem Markt auch mit.
Cetay (inaktiv) (24.01.2019, 08:46): Und selbstverständlich:
- Haydn, Londoner Sinfonien; Beecham
- Haydn, Streichquartette op. 76; Quatuor Elysée
- Haydn, Streichquartette op. 76; Tokyo String Quartet
Selbstzitat I: Interpretatorisch kommt (...) nichts und niemand auch nur in die Nähe des großen Briten -seine Londoner sind nicht nur die beste Interpretation der letzten Haydn-Sinfonien, sondern die beste Interpretation, die irgendjemand von irgendwas in der Geschichte der Tonaufzeichnung abgeliefert hat. Selbstzitat II: Ich könnte locker auf alle anderen Einspielungen verzichten, aber wenn ich mich zwischen Tokyo und Elysée entscheiden müsste, dann wäre das wie Folter. Die beiden markieren anhand derselben größten Werke der Gattung unterschiedlichste Grenzfälle dessen, was Streichquartett alles sein kann und gehören deshalb beide auf den Olymp.
Cetay (inaktiv) (25.01.2019, 11:29):
Selbstzitat III: Die Geschichte sagt, dass der Cellist Arturo Bonucci und die Geigerin Pina Carmirelli das Quintetto Boccherini gründeten, nachdem sie in Paris eine komplette Sammlung der Erstausgabe der 141 Streichquintette entdeckt hatten und fanden, dass diese Musik gefördert werden müsste. Die 1954-56 entstandenen Aufnahmen der ersten Inkarnation des Quintetto sind eine Auswahl aus der Bandbreite von Opus 10 bis 60 (1771-1801) und repräsentieren damit Früh- und Mittel- und Spätwerk. HIP ist das nicht, aber das vergisst man beim Hören dieser höchst originellen Werke sehr schnell. Auf diese 3 CDs passt das Attribut unverzichtbar in vielerlei Hinsicht: Musikalische Qualität, Repertoire-Wert, historische Bedeutung - und auf den großen Streaming-Portalen sind sie nicht zu finden.
Cetay (inaktiv) (25.01.2019, 11:34):
Selbstzitat IV: Ich bin bekennender Quartalsscelsianer. Auf Phasen langer Abstinenz folgen immer wieder exzessive Phasen, in denen ich kaum etwas anderes hören will. Im Laufe der Zeit hat sich herauskristallisiert, dass mir die kleinen Besetzungen, insbesondere die Solowerke mehr liegen. (...) Ganz besonders gefallen mir die Werke für Streicher, namentlich Violine solo, Viola solo und Kontrabass solo. Mode records hat das dankenswerterweise komplett und hochkarätig eingespielt.
Cetay (inaktiv) (27.01.2019, 14:39): Damit bin ich mit dem packen des Klassik-Abteils schon fast fertig (die ebenso hoch geschätzte "U"-Musik braucht auch noch Platz). Alles was jetzt noch reinkommt, ist experimentelle/avantgardistische Klassik. Für die geschmackliche Ausrichtung mit einem "Loch" von über 100 Jahren gibt es eine plausible theoretische Erklärung: »Mozart und Bach haben die mitteleuropäische Musik bis zum Äußersten ausgeschöpft", sagt Herbert Bruhn. Da dem nichts mehr hinzuzufügen sei, lande man automatisch irgendwann bei der experimentellen Klassik – die sich genötigt gesehen habe, alle melodischen und harmonischen Strukturen aufzulösen. (Zeit Online). Abgesehen davon, dass ich Haydn zumindest ergänzen, wenn nicht sogar für Mozart einsetzen würde, gebe ich ihm 100% Recht. Die Weiterentwicklungen der Nachfolger zeigten sich in äußerlicher Dramatik, undurchdringlicher Gedankentiefe, exaltierten Ausdrucksmitteln und außermusikalischen Inhalten. Aber hinsichtlich der vollkommenen Anwendung der pythagoreischen musikalischen Grammatik sitzen sie alle auf den Schultern der Genannten. Ein paar neue Regeln hier und da machten die Konstrukte länger und komplexer aber nicht besser. Erst diejenigen, die eine andere Grammatik erfanden, konnten etwas wirklich Neues und ebenso Aufregendes schaffen.
Varèse, The Album; Craft Cage, Variations & Lecture on Nothing; Motion Ensemble Hespos, Seiltanz; Reichert Cardew, Treatise; Kotik Zappa, Civilization Phaze III Diverse (u.a. Du Yun), 100 Names; Heller
Violina95 (31.01.2019, 10:47): Es ist einiges von den Alben dabei, die ich auch habe und wohl um nichts in der Welt wieder hergeben werde.
Cetay (inaktiv) (14.03.2019, 18:01): Beim endgültigen Verpacken und Verladen der Sammlung für den Transport zum Ankäufer habe ich noch schnell vier weitere CDs aus dem Klassikbereich in den Umzugskoffer umgeschichtet.
Mahler unverzichtbar? Wenn ich bei Wiki lese, was in dieser Siebten alles drinstecken soll, dann schüttelt es mich: weltferne Einsamkeit (...) im Angesicht der Ewigkeit der letzte Gruß irdischer Wesen (...) Eichendorffsche Romantikvisionen. Wer davon noch nicht abgeschreckt ist, liest -> hier. Aber dann höre ich bei Stárek nichts dergeleichen, sondern stattdessen umwerfend direktes, fast schon derbes Musikantentum satt - was wohl daher rührt, dass er genug Mühe damit hat, das ringende Orchester irgendwie zusammenzuhalten und sich über psychologisch-philosophisch-biographischen Mumpitz hinter den Noten erst gar keinen Kopf machen konnte. Mahler ohne Mahlerismen.
Über diese Aufnahme des Requiem haben wir uns hier schon ausführlich ausgelassen. Hier erklingen (als Zugabe zur Süßmayr-Version) die Fragmente und nur die Fragmente, die von Mozarts Hand stammen. Wo (Begleit- oder Füll-) Stimmen (oder beides) fehlen, fehlen sie eben, wo die Notation abbricht, bricht sie eben ab, wo ganze Teile fehlen, fehlen sie eben. HIPper geht's nimmer.
Und schließlich konnte ich es nicht bei nur einer CD meines Co-Lieblingskomponisten belassen. Stilecht hätte ich das I-Ging Orakel befragen sollen, wer noch mit soll, aber spät in der Nacht mit einem leichten Rauschen von Malbec in den Ohren durfte das Feinkostgewölbe entscheiden:
Mahler, Sinfonie Nr. 7; Stárek Mozart, Requiem; Spering Cage, Sonata XIII / Song Books I-II; Roggenkamp, Schola Cantorum Stuttgart Cage, Solo for Cello; Gauwerky