Carola (06.05.2006, 17:07): Sieht man von den Kindheitswerken KV 10 - 15 ab, hat Mozart insgesamt sieben Klaviertrios geschrieben.
Als Zwanzigjähriger schrieb er ein als "Divertimento" bezeichnetes Trio, KV 254, in dem vor allem das Cello noch ganz als unselbständige Klavierbegleitung fungiert.
Zwischen 1786 und 1788 komponierte Mozart dann weitere sechs Klaviertrios, KV 496, 498, 502, 542, 548 und 564, die als seine eigentlichen Kompositionen in diesem Genre gelten. Die beiden früheren Begleitinstrumente Geige und Cello sind hier ganz aus ihrer untergeordneten Funktion befreit, alle drei Instrumente kommen selbständig und gleichberechtigt miteinander "ins Gespräch".
Als besonders bedeutend (und als besonders schön) gelten die Trios KV 502 und KV 542; hervorzuheben ist aber auch das sog. "Kegelstatt"-Trio" für Klavier, Klarinette und Bratsche, KV 498, das der Legende nach während eines Kegelausflugs entstanden sein soll - nun ja.
Was die Aufnahmen angeht, so hat als Klassiker wohl immer noch die Gesamtaufnahme des Beaux Arts Trios zu gelten, die zwischen 1967 und 1970 entstand.
Inzwischen sind natürlich noch weitere Aufnahmen hinzugekommen, sowohl auf modernen, als auch auf historischen Instrumenten. Vielleicht hat ja der eine oder die andere von Euch eine dieser Aufnahmen? Ansonsten stelle ich später selbst noch weitere vor.
Mit Gruß von Carola
Zelenka (06.05.2006, 17:58): Liebe Carola:
Herzlichen Dank für Deine Faden-Eröffnung in Sachen Mozarts Klaviertrios! Ich besitze das abgebildete Doppel-Album und keine weiteren Versionen, der Bedarf ist mit ihm für mich eigentlich ziemlich gedeckt. Das Spiel des Beaux Arts Trio ist für mich mehr als gut genug.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (06.05.2006, 19:15): Und die französische Zeitschrift Diapason (2/06), die derzeit zum Mozart-Jahr die Mozart-Diskografie auf die unverzichtbaren Aufnahmen hin durchkämmt, hält auch die abgebildete Aufnahme des Beaux Arts Trios für die beste ... Vor dem eigenen digitalen Remake der Beaux Arts von 1987.
Gruß,
Zelenka
Carola (06.05.2006, 20:07): Für Freundinnen und Freunde der "Historischen Aufführungspraxis" hier eine CD-Empfehlung:
Die Klaviertrios KV 502 und KV 542 erschienen 1996 zusammen mit dem "Kegelstatt-Trio" für Klavier, Klarinette und Bratsche, KV 498, in einer Aufnahme mit Schiff (Fortepiano), Perényi (Cello) und anderen.
Wie Ihr ja alle inzwischen zur Genüge wisst, kann ich vor allem den Klang der Fortepianos des 18. Jahrhunderts nicht leiden, stehe diesen "historischen" Aufnahmen also schon deshalb skeptisch gegenüber.
Diese hier ist aber eine Ausnahme. Hier spielen alle fünf einfach dermaßen gut, ausdrucksstark, lebendig, spritzig, mit "Zug", aber eben nicht schroff und ruppig, daß ich wirklich sehr angetan bin von dieser CD. Was das Fortepiano angeht, so klingt es in der Tat für meinen Geschmack ein wenig dünn und hell, andererseits habe ich da auch schon Schlimmeres gehört. Außerdem finde ich es sehr berührend, dass es sich hier um das Instrument von Mozart Höchstselbst handelt, das Gleiche gilt für die Violine, möglicherweise ebenfalls für die im "Kegelstatt-Trio" verwendete Bratsche. So oder so ähnlich hat es also geklungen im Hause Mozart.
Mit Gruß von Carola
Carola (06.05.2006, 20:22): Original von Zelenka Und die französische Zeitschrift Diapason (2/06), die derzeit zum Mozart-jahr die Mozart-Diskografie auf die unverzichtbaren Aufnahmen hin durchkämmt, hält auch die abgebildete Aufnahme des Beaux Arts Trios für die beste ... Vor dem eigenen digitalen Remake der Beaux Arts von 1987.
Gruß,
Zelenka
Das finde ich sehr interessant. Ich hatte mich nämlich schon gefragt, welche Aufnahme der Klaviertrios von 1987 das sein soll, die im Harenberg-Kammermusikführer sehr groß herausgestellt wird - das Foto des Beaux Arts Trios in der Besetzung von 1987 ist sogar auf dem Buchumschlag vorne drauf.
Ich habe diese neuere Aufnahme allerdings noch nie irgendwo im Angebot gesehen und auch noch nie gehört. Aber es dürfte vermutlich seine Gründe haben, das überall die ältere Aufnahme verkauft wird.
Mit Gruß von Carola
Zelenka (06.05.2006, 20:39): Original von Carola Original von Zelenka Und die französische Zeitschrift Diapason (2/06), die derzeit zum Mozart-jahr die Mozart-Diskografie auf die unverzichtbaren Aufnahmen hin durchkämmt, hält auch die abgebildete Aufnahme des Beaux Arts Trios für die beste ... Vor dem eigenen digitalen Remake der Beaux Arts von 1987.
Gruß,
Zelenka
Das finde ich sehr interessant. Ich hatte mich nämlich schon gefragt, welche Aufnahme der Klaviertrios von 1987 das sein soll, die im Harenberg-Kammermusikführer sehr groß herausgestellt wird - das Foto des Beaux Arts Trios in der Besetzung von 1987 ist sogar auf dem Buchumschlag vorne drauf.
Ich habe diese neuere Aufnahme allerdings noch nie irgendwo im Angebot gesehen und auch noch nie gehört. Aber es dürfte vermutlich seine Gründe haben, das überall die ältere Aufnahme verkauft wird.
Mit Gruß von Carola
Die digitale Aufnahme von 1987 auf drei CDs scheint in der Tat vergriffen zu sein. Sie enthält auch noch ein siebtes Trio (KV 442), und die Beaux Arts spielen wohl auch großzügiger Wiederholungen. Und schneller, in z.T. anderer personeller Ausstattung, sind sie wohl auch nicht geworden, eher langsamer. All das weiß ich auch nur aus zweiter Hand.
Gruß,
Zelenka
Carola (06.05.2006, 21:33): Nach dem Divertimento KV 254 von 1776 komponierte Mozart Anfang der achtziger Jahre noch Teile von zwei Sätzen eines weiteren Klaviertrios, hat das Werk dann aber nicht vollendet. Später hat ein gewisser Maximilian Stadler diese beiden Sätze fertig gestellt, und einen nach 1788 von Mozart komponierten weiteren Klaviertriosatz als 3. Satz einfach hinten dran gehängt. Das als Klaviertrio d-moll kursierende Werk wurde später unter Nr. 442 in das Köchelverzeichnis aufgenommen.
Offenbar hat das Beaux Arts Trio in der Aufnahme von 1987 dieses KV 447 gegen das Divertimento KV 254 aus der früheren Aufnahme ausgetauscht. Auf beiden Aufnahmen wären dann insgesamt 7 Klaviertrios oder genauer gesagt 6 Klaviertrios und das "Kegelstatt"- Klarinettentrio
Mit Gruß von Carola, heute mal Erbsenzählerin
Carola (07.05.2006, 13:16): Nicht vergessen werden darf natürlich diese wunderbare Aufnahme von 1997 mit Pires/Dumay/Wang
Leider haben sie nicht alle Klaviertrios eingespielt, zu hören ist neben KV 496 und KV 502 auch das Divertimento KV 254.
Gerade bei diesem doch vergleichsweise einfach "gestrickten" Divertimento zeigt sich die Klasse von Pires/Dumay/Wang. Langeweile kommt hier in keinem Moment auf, das sprüht alles nur so vor Spielfreude und Expressivität.
Aber auch die anderen beiden Klaviertiros spielen die drei unglaublich schön, allen voran Maria Joáo Pires am Klavier. Der Klang von Dumays Geigenspiel ist sehr warm und breit, nichts für Puristen. Ich mag gerade das sehr gern.
Mit Gruß von Carola
Carola (06.05.2006, 17:07): Sieht man von den Kindheitswerken KV 10 - 15 ab, hat Mozart insgesamt sieben Klaviertrios geschrieben.
Als Zwanzigjähriger schrieb er ein als "Divertimento" bezeichnetes Trio, KV 254, in dem vor allem das Cello noch ganz als unselbständige Klavierbegleitung fungiert.
Zwischen 1786 und 1788 komponierte Mozart dann weitere sechs Klaviertrios, KV 496, 498, 502, 542, 548 und 564, die als seine eigentlichen Kompositionen in diesem Genre gelten. Die beiden früheren Begleitinstrumente Geige und Cello sind hier ganz aus ihrer untergeordneten Funktion befreit, alle drei Instrumente kommen selbständig und gleichberechtigt miteinander "ins Gespräch".
Als besonders bedeutend (und als besonders schön) gelten die Trios KV 502 und KV 542; hervorzuheben ist aber auch das sog. "Kegelstatt"-Trio" für Klavier, Klarinette und Bratsche, KV 498, das der Legende nach während eines Kegelausflugs entstanden sein soll - nun ja.
Was die Aufnahmen angeht, so hat als Klassiker wohl immer noch die Gesamtaufnahme des Beaux Arts Trios zu gelten, die zwischen 1967 und 1970 entstand.
Inzwischen sind natürlich noch weitere Aufnahmen hinzugekommen, sowohl auf modernen, als auch auf historischen Instrumenten. Vielleicht hat ja der eine oder die andere von Euch eine dieser Aufnahmen? Ansonsten stelle ich später selbst noch weitere vor.
Mit Gruß von Carola
Zelenka (06.05.2006, 17:58): Liebe Carola:
Herzlichen Dank für Deine Faden-Eröffnung in Sachen Mozarts Klaviertrios! Ich besitze das abgebildete Doppel-Album und keine weiteren Versionen, der Bedarf ist mit ihm für mich eigentlich ziemlich gedeckt. Das Spiel des Beaux Arts Trio ist für mich mehr als gut genug.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (06.05.2006, 19:15): Und die französische Zeitschrift Diapason (2/06), die derzeit zum Mozart-Jahr die Mozart-Diskografie auf die unverzichtbaren Aufnahmen hin durchkämmt, hält auch die abgebildete Aufnahme des Beaux Arts Trios für die beste ... Vor dem eigenen digitalen Remake der Beaux Arts von 1987.
Gruß,
Zelenka
Carola (06.05.2006, 20:07): Für Freundinnen und Freunde der "Historischen Aufführungspraxis" hier eine CD-Empfehlung:
Die Klaviertrios KV 502 und KV 542 erschienen 1996 zusammen mit dem "Kegelstatt-Trio" für Klavier, Klarinette und Bratsche, KV 498, in einer Aufnahme mit Schiff (Fortepiano), Perényi (Cello) und anderen.
Wie Ihr ja alle inzwischen zur Genüge wisst, kann ich vor allem den Klang der Fortepianos des 18. Jahrhunderts nicht leiden, stehe diesen "historischen" Aufnahmen also schon deshalb skeptisch gegenüber.
Diese hier ist aber eine Ausnahme. Hier spielen alle fünf einfach dermaßen gut, ausdrucksstark, lebendig, spritzig, mit "Zug", aber eben nicht schroff und ruppig, daß ich wirklich sehr angetan bin von dieser CD. Was das Fortepiano angeht, so klingt es in der Tat für meinen Geschmack ein wenig dünn und hell, andererseits habe ich da auch schon Schlimmeres gehört. Außerdem finde ich es sehr berührend, dass es sich hier um das Instrument von Mozart Höchstselbst handelt, das Gleiche gilt für die Violine, möglicherweise ebenfalls für die im "Kegelstatt-Trio" verwendete Bratsche. So oder so ähnlich hat es also geklungen im Hause Mozart.
Mit Gruß von Carola
Carola (06.05.2006, 20:22): Original von Zelenka Und die französische Zeitschrift Diapason (2/06), die derzeit zum Mozart-jahr die Mozart-Diskografie auf die unverzichtbaren Aufnahmen hin durchkämmt, hält auch die abgebildete Aufnahme des Beaux Arts Trios für die beste ... Vor dem eigenen digitalen Remake der Beaux Arts von 1987.
Gruß,
Zelenka
Das finde ich sehr interessant. Ich hatte mich nämlich schon gefragt, welche Aufnahme der Klaviertrios von 1987 das sein soll, die im Harenberg-Kammermusikführer sehr groß herausgestellt wird - das Foto des Beaux Arts Trios in der Besetzung von 1987 ist sogar auf dem Buchumschlag vorne drauf.
Ich habe diese neuere Aufnahme allerdings noch nie irgendwo im Angebot gesehen und auch noch nie gehört. Aber es dürfte vermutlich seine Gründe haben, das überall die ältere Aufnahme verkauft wird.
Mit Gruß von Carola
Zelenka (06.05.2006, 20:39): Original von Carola Original von Zelenka Und die französische Zeitschrift Diapason (2/06), die derzeit zum Mozart-jahr die Mozart-Diskografie auf die unverzichtbaren Aufnahmen hin durchkämmt, hält auch die abgebildete Aufnahme des Beaux Arts Trios für die beste ... Vor dem eigenen digitalen Remake der Beaux Arts von 1987.
Gruß,
Zelenka
Das finde ich sehr interessant. Ich hatte mich nämlich schon gefragt, welche Aufnahme der Klaviertrios von 1987 das sein soll, die im Harenberg-Kammermusikführer sehr groß herausgestellt wird - das Foto des Beaux Arts Trios in der Besetzung von 1987 ist sogar auf dem Buchumschlag vorne drauf.
Ich habe diese neuere Aufnahme allerdings noch nie irgendwo im Angebot gesehen und auch noch nie gehört. Aber es dürfte vermutlich seine Gründe haben, das überall die ältere Aufnahme verkauft wird.
Mit Gruß von Carola
Die digitale Aufnahme von 1987 auf drei CDs scheint in der Tat vergriffen zu sein. Sie enthält auch noch ein siebtes Trio (KV 442), und die Beaux Arts spielen wohl auch großzügiger Wiederholungen. Und schneller, in z.T. anderer personeller Ausstattung, sind sie wohl auch nicht geworden, eher langsamer. All das weiß ich auch nur aus zweiter Hand.
Gruß,
Zelenka
Carola (06.05.2006, 21:33): Nach dem Divertimento KV 254 von 1776 komponierte Mozart Anfang der achtziger Jahre noch Teile von zwei Sätzen eines weiteren Klaviertrios, hat das Werk dann aber nicht vollendet. Später hat ein gewisser Maximilian Stadler diese beiden Sätze fertig gestellt, und einen nach 1788 von Mozart komponierten weiteren Klaviertriosatz als 3. Satz einfach hinten dran gehängt. Das als Klaviertrio d-moll kursierende Werk wurde später unter Nr. 442 in das Köchelverzeichnis aufgenommen.
Offenbar hat das Beaux Arts Trio in der Aufnahme von 1987 dieses KV 447 gegen das Divertimento KV 254 aus der früheren Aufnahme ausgetauscht. Auf beiden Aufnahmen wären dann insgesamt 7 Klaviertrios oder genauer gesagt 6 Klaviertrios und das "Kegelstatt"- Klarinettentrio
Mit Gruß von Carola, heute mal Erbsenzählerin
Carola (07.05.2006, 13:16): Nicht vergessen werden darf natürlich diese wunderbare Aufnahme von 1997 mit Pires/Dumay/Wang
Leider haben sie nicht alle Klaviertrios eingespielt, zu hören ist neben KV 496 und KV 502 auch das Divertimento KV 254.
Gerade bei diesem doch vergleichsweise einfach "gestrickten" Divertimento zeigt sich die Klasse von Pires/Dumay/Wang. Langeweile kommt hier in keinem Moment auf, das sprüht alles nur so vor Spielfreude und Expressivität.
Aber auch die anderen beiden Klaviertiros spielen die drei unglaublich schön, allen voran Maria Joáo Pires am Klavier. Der Klang von Dumays Geigenspiel ist sehr warm und breit, nichts für Puristen. Ich mag gerade das sehr gern.
Mit Gruß von Carola
Carola (15.06.2008, 14:22): Hinzugekommen ist bei mir eine weitere historisch-angenäherte Aufnahme und zwar diese hier mit den amerikanischen Mozartean Players. http://ecx.images-amazon.com/images/I/31T7X2FYTVL._SL500_AA240_.jpg
Inzwischen komme ich mit dem silbrigen Klang eines Fortepiano und auch mit der vibratoarmen Spielweise der "HIP"-Leute deutlich besser zurecht, ja, es gefällt mir sogar recht häufig ausgesprochen gut - hier zum Beispiel. Auch empfinde ich den Wechsel zwischen extrem gegensätzlichen Interpretationen als gutes Mittel, die Werke wieder mit frischen Ohren anzuhören.
Gruß, Carola
Sarastro (15.06.2008, 19:22): Liebe Carola, ich besitze seit langer Zeit ein altes LP-Album (deutsche harmonia mundi/electrola, 1982) mit sämtlichen Mozart-Klaviertrios (auch KV 10-15, aber ohne das fragmentarische KV 442), gespielt vom Mozart-Trio auf Originalinstrumenten, und bin damit immer recht zufrieden gewesen. Ob es diese Einspielung in einer neueren Ausgabe auf CD gibt, weiß ich nicht.
Ich mag Mozarts Klaviertrios genauso wie die Haydnschen, auch wenn letztere im Schaffen des Komponisten - nicht nur quantitativ - einen breiteren Raum einnehmen als bei Mozart. Dafür besticht in Mozarts späteren Trios die gegenüber Haydn wesentlich selbständigere Führung des Cellos, was der Musik nach meinem Empfinden einen mehr intimen, "duftigen" und "luftigen" kammermusikalischen Charakter verleiht, während Haydns späte Trios vor allem in den schnellen Sätzen manchmal "voller" und symphonischer klingen (wozu die Behandlung von Klavierstimme und Cello beiträgt).
Meine Lieblingstrios von Mozart, aktiv wie passiv, sind KV 496, 502 und 564, ganz besonders die beiden letzteren (ich schätze aber natürlich auch die anderen). Unbekannt ist mir das von Dir erwähnte unvollendete KV 442; in die mir vorliegende Notenausgabe der Henle-Edition ist die leider nicht mit aufgenommen worden. Mich würde interessieren, wie der gute Maximilian Stadler die Sätze zu Ende gebracht hat - einigermaßen bruchlos und stilistisch passend? (Zu dem wunderschönen Menuett für Klavier in D-Dur KV 355 hat Stadler ein Trio in h-Moll dazukomponiert, das in der Notenausgabe des Könemann-Verlags im Unterschied zur Henle-Ausgabe sogar mit abgedruckt ist, ich finde diesen Mittelteil aber sowohl uninspiriert als auch stilistisch äußerst schlecht zu Mozart passend, so daß man ihn beim Spielen ohne Schaden ignorieren kann ... Stadler hat auch die unvollendete Fuge in der Violinsonate A-Dur/a-moll KV 402 fertiggestellt, aber zur Qualität dieser Ergänzung kann ich nichts sagen, da mir genau diese Sonate immer noch fehlt).
Herzliche Grüße, Sarastro
Carola (15.06.2008, 20:15): Lieber Sarastro,
ich kenne das KV 442 bisher leider auch nur dem Namen bzw. der Nummer nach - auf meinen Aufnahmen ist es nicht mit drauf.
Bei jpc werden für das Werk diese drei Treffer angezeigt:
Wobei lediglich das Abegg-Trio beide Sätze eingespielt zu haben scheint. Ob man da hören kann, was Mozart, was Stadler ist? Kennt jemand dieses KV 442?
Ich habe mir jetzt gerade noch mal das von Dir erwähnte Trio KV 564 aufgelegt, wirklich sehr schön. Ich fürchte, die anderen beiden (496 und 502) habe ich mir ein wenig leid gehört, da ist eine kleine Pause angebracht. Dafür kenne ich aber die Haydn-Trios bisher erst oberflächlich, es gibt also noch genug zu entdecken...