Also ich spiele seit ca. 12,5 Jahren Geige und seit ca. 8 Jahren (glaub ich) Klavier.
Und ihr?
nikolaus (04.01.2009, 21:20): Leider gar keins :I
Jürgen (04.01.2009, 23:41): Original von nikolaus Leider gar keins :I
dito
Heike (05.01.2009, 08:15): Leider nur Gitarre für den Hausgebrauch (seit ich Kind bin).
Irgendwann kauf ich mir ein Klavier und lerne das noch als "alte" Frau - aber da muss ich entweder vorher umziehen oder mich mal über solche mit Kopfhöer zum Üben informieren... Hebre
ich habe ca. seit meinem siebten Lebensjahr bis in die Oberstufe hinein Klavier gespielt. Irgendwann will ich das wieder fortsetzen. Ich hatte aber stets Probleme beim Vom-Blatt-Spiel, das hat mich stets ein wenig eingeschränkt. Ich glaube aber, das Klavier wird mich noch eine Zeit lang begleiten.
Herzlichst, Gerion
HenningKolf (05.01.2009, 11:18): Spiele leider kein Instrument, mit elf oder zwölf habe ich einen Gitarrenversuch gestartet, aber anscheinend war ich höchst unbegabt (und die Finger für die Barré-Griffe zu krumm und kurz)
cellodil (05.01.2009, 13:24): ... nomen est omen... und alles weitere steht im Vorstellungsthread*.
Herzliche Grüße
Sabine
* ich weiß nicht, ob ich das hier verlinken kann und tu's mal lieber nicht... wenn es Dich interessieren sollte: Es steht auf der 5. Seite des Threads
Sarastro (05.01.2009, 20:19): Hallo, wieder was dazugelernt - erst jetzt habe ich bei Google gelesen, daß Nicolas Aîné (von dem ich noch nie gehört hatte) ein berühmter Geigenbauer des frühen 19. Jahrhunderts war ...
Nun ja, ich spiele Klavier, schon sehr lange, gern und viel, aber in der Regel nur zum eigenen Vergnügen, ohne Publikum, und das ist in diesem Fall auch besser so. Wäre ich jünger, würde ich es vielleicht noch mit einem Streichinstrument versuchen, aber die Zeit hätte ich sowieso nicht. Grüße, Sarastro
cellodil (06.01.2009, 12:39): Original von Sarastro Nun ja, ich spiele Klavier, schon sehr lange, gern und viel, aber in der Regel nur zum eigenen Vergnügen, ohne Publikum, und das ist in diesem Fall auch besser so. Wäre ich jünger, würde ich es vielleicht noch mit einem Streichinstrument versuchen, aber die Zeit hätte ich sowieso nicht.
Lieber Sarastro,
auch Streichinstrumente lassen sich hervorragend ohne Publikum (dafür aber bisweilen mit Mitspielern) spielen. Und das Alter ist definitiv kein Argument (es sei denn, Du wolltest Deinen Lebensunterhalt als Geigenvirtuose verdienen...) - eher schon der Mangel an Zeit... Ansonsten gilt: Wer will (oder muss), der kann. Aber Du hast ja Dein Klavier, das Du auch zu mögen scheinst, also wird es Dich vermutlich nicht so sehr zu einem anderen Instrument drängen.
Liebe Grüße
Sabine
Nicolas_Aine (06.01.2009, 13:18): Original von Sarastro Hallo, wieder was dazugelernt - erst jetzt habe ich bei Google gelesen, daß Nicolas Aîné (von dem ich noch nie gehört hatte) ein berühmter Geigenbauer des frühen 19. Jahrhunderts war ...
Genau, und ich denke, es ist nicht mehr allzu schwer, jetzt darauf zu kommen, warum ich mich hier so genannt habe :D Bevor ich meine Geige gekauft habe, hatte ich von ihm auch nie was gehört, und ich habe damals auch so gut wie nichts über ihn rausfinden können, das erste was ich gefunden hab, war ein Eintrag in einem Buch von meinem Geigenlehrer, bei dem ich seit September Unterricht habe.
Gerion (19.01.2009, 08:32): In einem anderen Thread schrieb Kreisler:
Original von Amadeus Kreisler Ja ich schätze zwar Pollini sehr, aber diese Aufnahme mit den 3 letzten Klaviersonaten und diesen Klavierstücken ist wirklich nicht so besonders, da fehlt einfach die Tiefe, der Ausdruck.
Ich habe das Gefühl es gibt hier nicht allzu viele die Klavier spielen, oder hat man einfach keine Zeit mehr neben dem Beruf, kein Klavier im Haus? Wird wohl so sein...
kreisler
Also, bei mir waren es einfach zwei Faktoren: Vordergründig die zeitliche Belastung/Umorientierung durch andere Interessen/Hobbies und die Oberstufe; hintergründig (und gravierend) aber auch das Problem, dass ich sehr schlecht vom Blatt spielen kann. Das hängt (wahrscheinlich, untersucht wurde das nie) mit meiner Sehschwäche zusammen, aufgrund derer es mir schwer fiel, die Noten genau zu verfolgen. Trotzdem habe ich immerhin zehn Jahre gespielt, der Grundstock ist gelegt, und hätte ich jetzt hier ein Klavier, würde ich wohl wieder anfangen...
Grüße Gerion
cellodil (19.01.2009, 13:45): Original von Gerion In einem anderen Thread schrieb Kreisler:
Original von Amadeus Kreisler Ich habe das Gefühl es gibt hier nicht allzu viele die Klavier spielen, oder hat man einfach keine Zeit mehr neben dem Beruf, kein Klavier im Haus? Wird wohl so sein...
kreisler
(...) Trotzdem habe ich immerhin zehn Jahre gespielt, der Grundstock ist gelegt, und hätte ich jetzt hier ein Klavier, würde ich wohl wieder anfangen...
Lieber Gerion,
wo ein Wille (oder eher: ein starker Wunsch) ist, da ist (oder findet sich) auch ein Klavier! :D
Liebe Grüße
Sabine
P.S. Zu Kreislers Vermutung...
Ich habe zwar mittlerweile wieder ein Klavier im Haus, aber das ist in erster Linie deshalb da, damit ich mit Freunden hier Musik machen kann. Ich selbst spiele nur gelegentlich und auch (fast) nur Bach. Für zwei Instrumente reicht meine Zeit dann doch nicht. Und das Cellole, das ist halt die große Liebe.
kreisler (19.01.2009, 16:21): Also mein hier viel zitierter Beitrag :D war ursprünglich auf den Beitrag von Daniel zu Schuberts späten Klavierstücken, dass es ein Segen sein müsste, die mal spielen zu können, gedacht.
Ich hatte mich nur gewundert, das ich noch in keinem thread von "direkten erfahrungen" mit dem Stück gelesen habe. Aber wahrscheinlich ist das auch einfach Bescheidenheit, was mich, der hier groß rumposaunt, was er gerade "einübt", (eigentlich spiele ich gar kein Blasinstrument, aber das wort hat hier gut gepasst) in ein viel schlechteres Licht rückt.
Naja, jedenfalls hab ich mich mit meiner Behauptung jedenfalls total geirrtt, wie ich hier lesen kann
...aber weil es nun mal zu Thread passt: wie im Vorstellungsthread vermerkt: Ich spiele seit ich im Gymnasium bin (also etwa 6 Jahre lang) Klavier...ende nicht in sicht...arme Nachbarn...
Cello erst seit einem Jahr. Eieieieiei, meine Intonation ist echt schlimm dafür, wenn ichs mir überleg :( - egal macht trotzdem unheimlich spaß.
kreisler
cellodil (19.01.2009, 17:24): Original von Amadeus Kreisler ...Ich spiele seit ich im Gymnasium bin (also etwa 6 Jahre lang) Klavier...ende nicht in sicht...arme Nachbarn...
Cello erst seit einem Jahr. Eieieieiei, meine Intonation ist echt schlimm dafür, wenn ichs mir überleg :( - egal macht trotzdem unheimlich spaß.
Lieber Kreisler,
das wird schon noch mit der Intonation... und strategisch ist das doch gar nicht so schlecht. Da sind die Nachbarn dann froh, wenn Du Klavier spielst...
Liebe Grüße
Sabine
Gullin (25.02.2009, 17:40): Also grüßt euch erstmal, denn ich bin neu. :)
Ich spiele seit 6,5 Jahren Gitarre, davon allerdings nur 2 im Unterricht, und seit 3 Jahren Geige (diese alle in Unterricht). Eine Mandoline habe ich auch, allerdings erst seit einem halben Jahr, und ich komme leider selten zum Üben der Mandoline, wegen der anderen beiden Instrumente.
Dennoch würd ich gern noch Cello und Klavier lernen, aber mal sehen, wann das wohl wird... :wink
Grüße, Gullin
cellodil (25.02.2009, 18:55): Original von Gullin Also grüßt euch erstmal, denn ich bin neu. :)
Ich spiele seit 6,5 Jahren Gitarre, davon allerdings nur 2 im Unterricht, und seit 3 Jahren Geige (diese alle in Unterricht). Eine Mandoline habe ich auch, allerdings erst seit einem halben Jahr, und ich komme leider selten zum Üben der Mandoline, wegen der anderen beiden Instrumente.
Dennoch würd ich gern noch Cello und Klavier lernen, aber mal sehen, wann das wohl wird... :wink
Grüße, Gullin
:hello und Willkommen und viel Freude hier im Forum, Gullin!
Du scheinst ja ein komplettes Ein-Frau-Orchester anzustreben... Das macht neugierig. Wenn Du magst, kannst Du Dich ja gelegentlich mal im Mitgliederbereich (das ist wahrscheinlich für Dich noch nicht freigeschaltet, weil die Freischaltung hier ja in mehreren Schritten passiert) im entsprechenden Thread vorstellen.
Liebe Grüße
Sabine
Gullin (01.03.2009, 21:23): Danke für den Tipp! :) und ebenfalls :hello
etrawgew (13.02.2010, 11:46): Liebe Heike, ich habe als "alte 61-jährige Frau" vor 2 1/2 Jahren mit dem Geigenspiel begonnen! :haha Es macht mir ungebrochen viel Freude, ich bin regelrecht Geigen-süchtig. :rofl Natürlich werde ich keine Konzertreife mehr erreichen können, aber in einem Laienorchester möchte ich schon bald einmal mitspielen dürfen. Auch, wenn jetzt den Berufsmusikern die Haare zu Berge stehen werden. Doch ich denke, das ist allemal besser, als im Alter frustriert und kauzig X( den Mitmenschen das Leben unnötig schwer zu machen. Mit lieben Grüßen, Etrawgew - Wegwarte. :hello
cellodil (13.02.2010, 13:58): Liebe Wegwarte,
Original von etrawgew Natürlich werde ich keine Konzertreife mehr erreichen können
... das hat doch durchaus auch Vorteile, wenn man sich über eine mögliche Solistenkarriere oder Berufsmusikerkarriere gar keine Gedanken machen muss, sondern etwas nur um seiner selbst willen und zum eigenen Vergnügen tut (und die Brötchen anderswo verdient)
Original von etrawgew Auch, wenn jetzt den Berufsmusikern die Haare zu Berge stehen werden.
... ist Dir das schon einmal passiert? Meine Erfahrungen mit Profimusikern ist da ganz gegenteilig. Durchweg positive Reaktionen und häufig auch freundliche Rückenstärkung und Unterstützung.
Und hin und wieder mal mit Profis zu spielen (wenn sie einem das anbieten), das ist gerade als Anfänger wunderbar (weil die tatsächlich das ganze Gestümpere von solchen wie uns ausgleichen können).
Liebe Grüße
Sabine
etrawgew (14.02.2010, 09:05): Liebe Sabine, mir persönlich ist tatsächlich noch kein Berufsmusiker begegnet, der sich spöttisch oder gar abfällig über mein Geigenspiel geäußert hätte, denn bislang hatte ich noch nicht die Gelegenheit mit meiner Geige in die Öffentlichkeit zu gehen - das ist bei meinem jetzigen "Können" auch ganz gut so! :rofl Doch in einem Violin-Forum las ich diesbez. mal eine sehr negativ Beurteilung in Bezug auf Hobby-Geiger. X( Allerdings wird mich solch eine arrogante und dazu auch dumme Stellungnahme nicht von meinem Vorhaben abbringen können. :cool Einen schönen Sonntag wünscht Dir, herzlichst, Etrawgew - Brigitte. :hello
Leachim (14.02.2010, 14:34): Ich habe vom Alter von 4 bis 24 Jahren Klavier gespielt (Klassik), und als Hauptfach am Konservatorium abgeschlossen. Danach habe ich praktisch nie wieder gespielt. Michael
:engel
cellodil (14.02.2010, 16:15): Original von etrawgew Doch in einem Violin-Forum las ich diesbez. mal eine sehr negativ Beurteilung in Bezug auf Hobby-Geiger. X( Allerdings wird mich solch eine arrogante und dazu auch dumme Stellungnahme nicht von meinem Vorhaben abbringen können. :cool
Liebe Brigitte,
das hoffe ich doch sehr!
Liebe Grüße
Sabine
P.S. Ich vermute, dass es sich um eines dieser vertrollten Streicherforen handelt, in denen gegenseitige Schmähungen und Beschimpfungen zum Umgangsstil gehören. Ich war vor ein paar Jahren auch gelegentlich in einem dieser deutschsparchigen Foren unterwegs, fand das dann aber doch recht unerquicklich. Mittlerweile gehe ich nur noch gelegentlich auf die Seite der Internet Cello Society, da gibt es nicht nur mehr nützliche Informationen, sonder der Ton geht auch eher in Richtung "support".
Mimì (18.02.2010, 20:03): Hallo liebe Fories,
ich spiele seit mehreren Jahren Klavier. Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht mehr genau, wie lange. Als Kind habe ich mit Keyboard angefangen und später, als das Klavier ins Haus kam, nahm ich Klavierunterricht. Ich war damals vielleicht so neun oder zehn Jahre alt (bin jetzt 19). Leider musste ich jetzt aufhören, aber mit meiner Lehrerin, die mich sehr gefördert hat, habe ich immer noch Kontakt. Im März steht das nächste Konzert an :wink. Und ich habe mit Singen angefangen. Seit einem halben Jahr nehme ich Unterricht und kann und will nicht mehr aufhören :).
@Brigitte: Ich find's super, dass Du angefangen hast, Geige zu lernen und solche Ambitionen hast. Lass Dir da von niemandem reinreden :wink. (Meine Gesangslehrerin heißt auch Brigitte :).)
@Michael: Warum hast denn aufgehört?
cellodil (18.02.2010, 23:42): Original von Leachim Ich habe vom Alter von 4 bis 24 Jahren Klavier gespielt (Klassik), und als Hauptfach am Konservatorium abgeschlossen. Danach habe ich praktisch nie wieder gespielt. Michael
:engel
Lieber Michael,
das klingt nach einer spannenden Geschichte...
Liebe Grüße
Sabine
Leachim (19.02.2010, 01:52): Meinst Du, Sabine? Ich weiß es nicht, ich war süchtig nach dem Klavier, Instrument und Lehrkraft waren vorhanden, nur war mir und meinen Eltern immer klar, daß dies nicht meim Beruf werden sollte, ich selbst wollte dies am wengistens. Es war vielleicht auch reiner Ehrgeiz (und Stolz), alles spielen können zu wollen, was es in etwa gibt, und es gibt in der Tat eine unglaubliche Befriedigung, wenn man plötzlich Stücke spielen kann, die man zuvor beinahe für unspielbar hielt (jedenfalls für sich selbst). Ich habe dann noch 2 Jahre unterrichtet, was mir viel Freude bereitet hat, aber dann war endgültig Schluß, und ich mußte endlich einen Beruf erlernen. LG Michael :thanks
Fairy Queen (19.02.2010, 07:19): Lieber Leachim, wenn Du schreibst, dass du danach praktisch nie mehr gespielt hast, woran liegt das? Mir fällt es schwer mir vorstellen, dass man jahrelang gazn intensiv mit einem Instrument lebt udn dann, wenn man die Fähigkeiten erworben hat, es endlich so zu spielen, dassman eben "Alles, was unspielbar war" doch spielen kann, aufhört. Hat Dir das Musizieren nicht furchtbar gefehlt? Ich werde jedenfalls schon total unleidlich und habe echte Entzugserscheinungen wenn ich mal eine Woche nicht singen kann. Und das sind auch körperlche Entzugserscheinungen, denn Musizieren schütett einen Hormoncocktail aus, der eine euphorisierende udn antidepressive Wirkung hat. F.Q.
cellodil (19.02.2010, 10:33): Original von Leachim Meinst Du, Sabine? Ich weiß es nicht, ich war süchtig nach dem Klavier, Instrument und Lehrkraft waren vorhanden, nur war mir und meinen Eltern immer klar, daß dies nicht meim Beruf werden sollte, ich selbst wollte dies am wengistens. Es war vielleicht auch reiner Ehrgeiz (und Stolz), alles spielen können zu wollen, was es in etwa gibt, und es gibt in der Tat eine unglaubliche Befriedigung, wenn man plötzlich Stücke spielen kann, die man zuvor beinahe für unspielbar hielt (jedenfalls für sich selbst). Ich habe dann noch 2 Jahre unterrichtet, was mir viel Freude bereitet hat, aber dann war endgültig Schluß, und ich mußte endlich einen Beruf erlernen. LG Michael :thanks
Lieber Michael,
doch, doch, ich finde das schon spannend. Das scheint ja doch etwas gewesen zu sein, was Du mit viel Leidenschaft betrieben hast, was dann aber zu einem bestimmten Zeitpunkt auch erledigt war. Und ich denke, immerhin kommt so der Moment von dem "hätte ich damals doch..." vermutlich eher nicht, weil Du es getan hast.
Ich habe so ähnliches bei einer befreundeten Klarinettistin erlebt, die mittlerweile allerdings zu ihrem Vergüngen wieder spielt (und auch einen "anständigen Beruf" zum Broterwerb hat).
Liebe Grüße
Sabine
etrawgew (19.02.2010, 20:47): Liebe Mimi, vielen Dank für Deine ermutigenden Worte! :thanks In meiner Spielfreude kann mich nichts und niemand bremsen. :J Die Geige ist zwar ein anspruchsvolles, aber auch faszinierendes Instrument. Sie ist die Aqurellmalerin der Musik; transparent, durchscheinend und zart, aber auch kraftvoll farbig und direkt. :down Mit lieben Grüßen, Brigitte. :hello
Leachim (20.02.2010, 01:31): Original von Fairy Queen Lieber Leachim, wenn Du schreibst, dass du danach praktisch nie mehr gespielt hast, woran liegt das? F.Q.
Liebe Fairy, der nächste Schritt wären Konzerte gewesen, und eine sehr ungewisse Zukunft. Wenn ich heute so sehe, wie sich jene Altersgenossen entwickelt haben, die diese Laufbahn ergriffen haben, dann muß ich mir im Nachhinein rechtgeben: dies wäre nichts für mch gewesen So für mich kann ich ja spielen, wie es mir behagt, und dies reicht mir wohl auch. Michael
Leachim (20.02.2010, 01:37): Original von cellodil Lieber Michael,
doch, doch, ich finde das schon spannend. Das scheint ja doch etwas gewesen zu sein, was Du mit viel Leidenschaft betrieben hast.... Sabine
Liebe Sabine, klar war da eine große Leidenschaft vorhanden, und sie ist auch nie abhanden gekommen. Vielleicht höre ich heute lieber Musik, als selber zu spielen. lg Michael
satie (20.02.2010, 08:40): Original von Leachim Meinst Du, Sabine? Ich weiß es nicht, ich war süchtig nach dem Klavier, Instrument und Lehrkraft waren vorhanden, nur war mir und meinen Eltern immer klar, daß dies nicht meim Beruf werden sollte, ich selbst wollte dies am wengistens. Es war vielleicht auch reiner Ehrgeiz (und Stolz), alles spielen können zu wollen, was es in etwa gibt, und es gibt in der Tat eine unglaubliche Befriedigung, wenn man plötzlich Stücke spielen kann, die man zuvor beinahe für unspielbar hielt (jedenfalls für sich selbst). Ich habe dann noch 2 Jahre unterrichtet, was mir viel Freude bereitet hat, aber dann war endgültig Schluß, und ich mußte endlich einen Beruf erlernen. LG Michael :thanks
So ungewöhnlich ist das gar nicht. Wir denken immer, nur anders herum wäre so ein Weg verständlich: wenn man zuerst Bäcker gelernt hat und später als Sänger Karriere macht, fragt niemand nach, weshalb man denn den schönen Bäckersberuf aufgegeben hat. Ich hatte an der Hochschule vor allem viele Mitstudentinnen, die das Studium gar nicht wegen einer späteren musikalischen Tätigkeit absolvierten, sondern mehr wegen des Status, der sich durch das Studium selbst für sie ergab. Aber ich habe auch männliche Kollegen, die die Musik mehr oder weniger an den Nagel gehängt haben. Es liegt an vielen Dingen, vor allem darf man nicht vergessen, dass Musikstudenten ein ziemlich junges Volk sind, teilweise beginnen die mit 16 zu studieren, in einer Phase, wo man gewiss noch Feuer und Flamme ist. Später kann man durchaus feststellen, dass man vielleicht eher etwas anderes tun möchte. Ich hatte einen Kommilitonen, der bei seiner Aufnahmeprüfung (!) Sachen wie "Gaspard de la nuit" von Ravel spielte, und noch dazu ziemlich gut. Er hat dann aufgehört und ist in die Wirtschaft gegangen. Allerdings ist der völlige Abschied von der Musik für mich schon eher die Ausnahme. Viel öfter kommt es vor, dass Musiker dann zu Organisatoren, Veranstaltern o.ä. werden, also immer noch Teil des Musiklebens sind, ohne dass sie selber noch aktiv Musik produzieren.
Herzlich, S A T I E
Fairy Queen (22.02.2010, 06:43): Guten Morgen, lieber Leachim, ich weiss nicht, ob ich Dich richtig verstanden habe: spielst Du privat noch weiter Klavier und hast nur aufgehört öffentlich aufzutrezten? Für mich hatte aufhören bedeutet, gar nciht mehr spielen. Musik machen ist ja nciht nur mit einer Karriere in der Öffentlichkeit verbunden sondern hat hat viele Facetten vom stillen Kämmerlein bis zum grossen Konzertsaal. Ganz aufhören kônnte ich mir für mich nur vorstellen, wenn der Frust, Musik nicht so machen zu kônnen, wie man eigentlcih wollte, grösser ist als die Leidenschaft für die Sache. Ich habe aus diesem Grund leider leider etwa 15 Jahre nciht gesungen und heute ist das total unvorstellbar geworden. F.Q.
Leachim (22.02.2010, 08:31): Liebe Fairy, mich hat nichts mehr zum Klavier hingezogen, aus welchem Grunde weiß ich eigentlich selbst nicht mehr. Bis zum Ende habe ich immer auf ein bestimmtes Ziel hingearbeitet und stundenlang geübt, nach den Anregungen meiner tollen Lehrkraft, und dann war dieses Ziel sozusagen erreicht, und ich war mit dem Studium an der Uni arg in Verzug, was mich fast in eine Krise stürzte. Es ging dann nur mehr darum, jede Energie in letzteres zu investieren, wobei mir ehrlich gesagt nie der Gedanke kam, mich ans Klavier zu setzen. Vielleicht erlkäre ich mal, wie bei mir das Klavierstudium vor sich ging: Alle 2 Wochen hatte ich Unterricht, und daheim wurde so an die 3 bis 6 Stunden am Tag geübt (mit einem starken Dämpfer am Klavier, sodaß ich selbst fast nichts hörte) und was mich heute noch wundert ist, daß mein Klavierlehrer mir in etwa sagen konnte, welche Note ich bekommen würde, und ich sogar noch ein Jahr überspringen konnte, und mit der Abschlußprüfung war für mich mein Studium zu Ende, was die Lehrkraft nicht sonderlich gefreut hat. Es war schlicht nichts mehr geplant, Fairy, wie bei einem Rennen, wenn man ans Ziel kommt und man weiß: das war es!!!!!!!!! LG Michael
Fairy Queen (22.02.2010, 13:36): Lieber Leachim, danke für die Erklärung, nun verstehe ich besser was Du gemeint hast. Aber die Musik mit einem Rennen zu vergleichen und wenn "nichts mehr geplant ist" keine Lust mehr zu haben zu spielen, fällt mir serh schwer nachzuvollziehen. Hängt das auch mit der Methode und der Strenge des Wegs zur Prüfung zusammen oder nur damit, dass das Selbst Musizieren an sich nciht wichtig für dich ist? Wenn Dir das nun zu indiskret gefragt ist, sag mir das ruhig, ich habe volles Verständnis, wenn Fragen aus diesem Grund nciht beantwortet werden .
F.Q.
Leachim (22.02.2010, 14:37): Liebe Fairy, nein nein, indiskret ist die Frage nicht. Ehrlich gesagt, höre ich gerne Musik, beim Spielen verfalle ich immer in eine Art Perfektionswahn, weil ich es nicht anders kenne. Wenn ich etwas nicht so spiele, daß es in jeder Hinsicht, perfekt ist, dann fühle ich mich nicht wohl, und versuche dies zu ändern. Den letzten Grund, mich vom Klavier abuzwenden, mag wohl auch gewesen sein, daß 1. die Umwelt das Üben nicht versteht und genervt ist und 2. daß mir immer schleierhaft war, was man tut, wenn man die Stücke sozusagen perfekt spielen kann, aber nicht weiß, was daran noch verbessert werden könnte. Es macht mir daher Spaß große Pianisten zu hören, die ihren persönlichen Ausdruck, jeder auf seine Weise, gefunden haben, oder glauben, ihn gefunden zu haben. Ich denke, damit kann ein Mensch leben. lg Michael
PS: und schließlich gibt es ja auch noch eine Unmenge anderer Musik, die ich kennenlernen möchte, außer immer nur Klaviermusik. Die ist mir zu eng.
Fairy Queen (22.02.2010, 17:43): Lieber Michael, ich denke anscheinend zu wenig ergebnisorientiert als vielmehrprozessorientiert, denn für mich ist nicht die Perfektion des Resultats sondern das Erlebnis des Musizieren und das, was dabei abläuft, entscheidend. Weshalb dann auch jedes Mal neu und beriechernd ist, egal ob es noc hwas technisch zu verbessern gibt oder nicht. Allerdings kann ich Deinen Standpunkt bestens nachvollziehen, denn genauso lâuft ja eine Musiker-Ausbildung normalerweise ab. Aber dass du dein Glück nun im Zuhören und Entdecken findest ist ja eine sehr gute Alternative. Liebe Grüsse :engel
Michael Schlechtriem (04.03.2010, 02:07): Ich kann Michael sehr gut verstehen.
Nun ja, ich bin zwar Cellist, aber bis zu meinem 32.Lebensjahr etwa habe ich auch als Pianist gearbeitet. Hatte mit drei Jahren bereits angefangen und mich immer eher als Pianist denn als Cellist gesehen und wesentlich mehr Klavier geübt als Cello. Eigenartigerweise hatte ich aber dann mit 13 Jahren die Möglichkeit, als Jungstudent im Fach Cello an der MHS Köln bei Pergamenschikow unterzukommen.
Ich dachte, ok, dann mache ich halt mal etwas mehr Cello, aber zwei Instrumente gut beherrschen, dazu war ich dann doch zu faul.
Dabei hatte ich einen excellenten Klavierlehrer, einen ehemaligen Cortot-Schüler.Und Klavierkonzerte mit Orchester habe ich auch gegeben, Mozart KV488, Beethovens 5.Konzert u.a. . Außerdem habe ich etwa 18 Jahre lang Klavier unterrichtet. Damit meine ich, daß ich immer mind. 20 Klavierschüler hatte.
Das Ende kam ganz schleichend: je mehr ich als Cellist zu tun hatte (Studium, Probespiele, Wettbewerbe) , desto weniger pflegte ich mein Klavierspiel.
Irgendwann reichte es mir, wenn ich privat für mich oder Freunde spielte oder improvisierte.
Ich hätte niemals gedacht, daß es möglich wäre, völlig mit dem Klavierspielen aufzuhören, aber 1996 war es dann soweit:
Meine Eltern sind sehr gute und geschätzte Chorleiter und damals habe ich zugestimmt, den Chor in einigen Bearbeitungen von Mendelssohn- Liedern zu begleiten.
Die Chorkonzerte meiner Eltern finden meistens vor etwa 1000 Zuhörern statt und so war es auch dieses mal.
Ich war schon in den Proben unsicher, als Cellist bin ich ein erfahrener und sicherer Musiker, aber als Pianist war ich es damals nicht mehr.
Und dann geschah es: Ich verhaute mich im vollbesetzten Konzert, und als Reflex stand ich mitten in der Darbietung vor versammelter Mannschaft auf, knallte den Klavierdeckel zu, ließ Publikum, meine Eltern und den Chor einfach stehen,rannte von der Bühne, ab in's Auto, und fuhr nach Hause.
Ich hatte meinen eigenen gewohnten Standards nicht mehr entsprochen und sah auch keinen Sinn mehr darin, diese wiederzuerlangen. Das war höchst unprofessionell und ich schäme mich dafür bis heute.
An diesem Abend hörte ich auf, Klavier zu spielen. Mein Flügel steht zwar immer noch hier zuhause, aber nur für die Pianisten, mit denen ich als Cellist probe.
Aber es würde mir keine Freude mehr bereiten, selber zu spielen, zu wissen: Das konnte ich einmal............ Denn ich kann es nicht mehr.
Im Zuge dessen habe ich auch kurz danach aufgehört, Klavier zu unterrichten. Es war einfach vorbei, denn als Lehrer hatte ich schon den Anspruch, alles selber vorspielen zu können.......aber da ich nicht mehr selber spielte, war das obsolet geworden......Realsatire in etwa. Und es gibt leider genügend Realsatiriker unter den Instrumentallehrern, dazu wollte ich nicht gehören.
Als Musikhörer bin ich Klavierkonzertliebhaber geblieben, Cellomusik höre ich kaum.
Insoferne kann ich Michael /Leachim 100% verstehen:
Wenn nichts mehr geplant ist als Pianist, dann gibt es Stillstand, und dieser ist tödlich. Ich war damals schon weit in der "Overtime" , habe aber schlußendlich dieselben Konsequenzen gezogen.
Hätte ich keinen Job als Cellist und regelmäßig Konzerte, ganz ehrlich....auch dort würde ich mich zurückziehen.
Man ist ein Sklave seines Instrumentes, ein Leben lang. Sicher, es gibt sehr schöne erfolgreiche Momente, da will ich mich gar nicht beklagen.
Trotzdem, manchesmal beschleicht mich der Gedanke, hätte ich das Musikhören und die Musik zwar als das wichtigste im Leben, aber eben als Hobby und Zuhörer, und daneben einen "normalen" Job.......es wäre interessant und hätte Vorteile..............
Ich merke das immer in der Sommerpause: Was nehme ich mir alles vor zu üben....und dann bin ich doch nur noch froh, wenn mein schönes Bernardel-Cello einfach im Kasten bleibt.
Und ich fühle mich frei, unendlich frei....
:ignore
Michael
Fairy Queen (04.03.2010, 07:26): Lieber Michael, dieser sehr persönliche, offene und vertrauensvolle Einblick, den du uns gibst, zeigt einfach auch nochmal die Unterschiede zwsichen Musik als Beruf mit all den Zwängen und dem Druck und Musik als "freie Leidenschaft" ohne jeden Leistungszwang und Perfektionismus. Wenn man nicht in den Schuhen eines Berufsmusikers von pike auf gegangen ist, kann man das wohl kaum wirklich beurteilen, denke ich Ich bin für mich froh, dass ich neben dem "Hörer Sein" trotzdem beruflich ganz viel mit Musik zu tun habe. Das ist für mich eine Alternative, die zwar den Leistungszwang des "auf der Bühne stehen müssen und den Standard zu halten , um Geld zu verdienen" rausnimmt, aber doch ermôglicht, die Leidenschaft für die Musik auch beruflich auszuleben.Iin jedem Fall ist mein Respekt für Musiker serh serh gross, denn ich weiss, unter welchem Druck man steht und welch eisernes Nervenkostüm und Fliess und Begabung man braucht, um in dieser Welt nicht unterzugehen. Aber ich stehe trotzdem auf dem Standpunkt, dass die Leideschhft für eine Sache nicht ergebnisorientiert sein muss sondern auch ganz einfach der Prozess als solches ein Freudenquell ist. Wenn dem nciht so wâre, kônnten leider nur nur noch die ganz Perfekten Musik machen.
F.Q.
Leachim (04.03.2010, 10:06): Original von Michael Schlechtriem Ich kann Michael sehr gut verstehen.
............
Und ich fühle mich frei, unendlich frei....
:ignore
Michael
Genauso habe ich es empfunden, Michael, und da ein Mensch nur ein Leben hat, war es mir für diese Tortur dann letztendlich zu schade.
Grüße Michael/Leachim :)
Fairy Queen (04.03.2010, 12:37): Lieber Leachim,für Torturen sollte einem jede Lebensstunde zu schade sein, es sei denn der Vorteil, den man aus den Torturen zieht überwiegt. Wie z.B. beim Masochismus.. :D Im Ernst: Wenn Musik zur Tortur wird, sollte man spâtestens aufhören. Liebe Grûsse F.Q. Es gibt da so eine Arie, die von Callas ins Italiensiche übertragen wurde und dann "Tutte le torture" heisst..... die zu singen ist aber leider auch eine Tortur :wink
Michael Schlechtriem (04.03.2010, 22:19): Ich möchte gerne noch hinzufügen, daß ich aus meinen o.g. Gründen eine sehr große Hochachtung vor jeder Art von Hobbymusizieren habe.
Ich bewundere und beneide jene, welche Kraft und Freude aus Ihrem Hobby schöpfen.
In Münster gibt es eine große Anzahl von Studenten(nicht Musikstudenten! ) und Liebhaber- Orchestern.
Ich spiele bei einigen regelmäßig in meiner Freizeit mit, sofern Bedarf besteht, und werde auch regelmäßig vom größten Orchester, dem Studentenorchester, als Dozent für Stimmproben engagiert.
Was diese Arbeit für mich besonders macht, das ist der große Enthusiasmus und das große musikalischen Fachwissen, welches diese Hobbymusiker auszeichnet.
Ganz ehrlich, hervorragendes Fachwissen und "über den Tellerrand sehen" , wie ich es ausdrücken möchte, das findet man eher bei Hobbymusikern und Musikenthusiasten, welche u.U. "lediglich" Musikhörer sind.
Immer, wenn ich mit diesen Menschen zusammenarbeite, fühle ich mich nachher erfrischt und meine Batterien sind wieder aufgeladen.
Dies ist übrigens auch der Hauptgrund, warum ich in meiner Freizeit ausgesprochen gerne in Klassikforen unterwegs bin.
Hier finde ich ein Fachwissen und eine Begeisterung, welche mir ansonsten sehr fehlen würde. Und außerdem lerne ich noch 'ne Menge dazu!
Profis sind leider oft (nicht immer natürlich, aber leider oft) Fachidioten und viel zu sehr (natürlich, das muß ja sein) mit Ihrem jeweiligen Instrument beschäftigt.
Außerdem besteht die Gefahr als Orchestermusiker, daß man seinen Enthusiasmus an der Musik verliert. Dagegen hilft nur regelmäßige Kammermusik und der regelmäßige Austausch mit anderen Enthusiasten.
Mir hilft das enorm und ich finde es eigenartig, wie wenig die Klassikforen von Orchestermusikern genutzt werden.
Aber die meisten haben leider sowieso keine Ahnung von der Existenz dieser Foren..... :ignore
:hello Michael
Heike (17.03.2010, 20:56): Lieber Michael, ich habe ganz schön lange über deine Beiträge in den Thread hier nachgedacht, ich hatte ganz spontane Antwortgedanken, aber fand sie dann doch wieder zu unausgegoren. Aber du hast ein Thema berührt, was mich schon ganz oft beschäftigt hat und immer wieder beschäftigt:
Wie motivieren sich Berufsmusiker? Wie behalten sie ihre Liebe zur Musik in dem großen Konzertbetrieb?
Machen wir uns doch nichts vor, das Leben als Musikprofi ist wahrscheinlich anstrengend, stressig, extrem partner- und familienfeindlich und oft auch noch finanziell undankbar. Und gerade der Orchestermusiker ist - wenn man mal die Publikumsgunst ansieht - sehr abhängig vom Programm und vom Dirigenten, das individuelle Können steht ja selten vorn in der feedback- Rangfolge. Das Publikum ist anspruchsvoll und oft unbarmherzig.
Ich finde das sehr interessant, was du über nebenberufliche Kammermusik geschrieben hast. Dir nehme ich das auch sofort ab, weil ich deine CD "Scenes" super finde und genau das da wiederfinde, was du gesagt hast: Leidenschaft, Herz und Individualität.
Andererseits ärgere ich mich mitunter über teure, aber langweilige, uninspiriert und unkonzentriert dahingespielte Konzerte der Profiorchester (komischerweise eher von den gutsituierten Orchestern wie den Philharmonikern).
Dann wieder kenne ich (beruflich) einige Musiker, die sich regelmäßig mit Medikamenten/ Alkohol/ Drogen aufrechterhalten, weil sie sonst gar nicht mehr funktionieren. Wie kann man so Musik machen, wenn Angst und Stress so vordergründig wird, frage ich mich dann und erhalte keine Antworten .
Und dann wieder berührt es mich, wenn jemand wie du schreibt, dass ihn die Begegnungen mit Hobbymusikern und Forenenthusiasten erfrischen und neu motivieren und einfach mit Begeisterung anstecken.
Ach das war eigentlich ein Monolog, auch natürlich schon fernab vom Threadthema. Ich wollte es trotzdem loswerden. Heike
Fairy Queen (18.03.2010, 06:20): Liebe Heike, das hast Du schön gesagt und mir geht es ähnlich.
Der grosse Vorteil der Nicht-Profis (wobei ich die Definition von Profi nicht am Geldverdienen sondern an der Qualität des Könnens festmache) ist die Freiheit, ihre Kunst als Leidenschaft ausüben zu können und damit nciht unter Druck zu stehen. Der Nachteil ist, meistens keine Zeit zu haben, sich wirklich so damit zu beschäftigen wie man geren würde, denn Kunst verlangt nun mal serh intensives Arbeiten und Üben und Erfahrung. Michaels selbsthinterfragender Ansatz hat mich auch serh berührt und was die Kammermusik angeht, kan ncih das vollkommen nachempfinden. Es gibt auch für mich ncihts Schöneres, Befriedigenderes in der Musik, als mit einer kleien Gruppe von Menschen(2-5) wirklich etwas zu erarbeiten, das den eigenen Wünschen und Ansprüchen gerecht wird und wo einem niemand Repertoire und Interpretation vorschreibt, man aber trotzdem diesen Wahnsinnsflow des Zusammen- Spiels hat. Ich habe bei Duetten oder Terzetten immer viel grössere Glücksgefühle als bei Soli- der Zusammenklang mit anderen Musikern ist wirklich auch physisch da.
vor zwei Jahren habe ich bei ienem Projekt mitgewirkt wo der regisseur offen gesagt hat, er arbeite lieber mit Amateuren als mit Profis, weil die viel mehr Begesiterungsfähigkeit mitbringen.
Kein Wunder bei dem Stress, den man z.B. in diesem Fall als Solo-Sänger, wenn man jederzeit abgesägt werden kann und massenweise Konkurrenz nur darauf wartet.
Sich da immer die Motivation und Ausdrucksfähigkeit zu erhalten ohne zu Aufputschmitteln zu greifen (Alkohol ist auch in der Opernszene ein grosses Problem) ist nciht gerade einfach. Der Preis den viele Künstler zahlen, ist hoch, deshalb sollten wir Fans nciht damit geizen, sie immer wieder mit Elogen zu entschädigen! :down
F.Q.
Katka (03.10.2015, 22:08): Ich spiele Blockflöte, und zwar (wenn man die Sopranflöte mitzählt, auf der ich das Flöten erlernt habe) seit über 30 Jahren.
Nun spiele ich fast ausschließlich auf der Alt- und (ein wenig seltener) auf der Sopranino-Flöte. Mit fast 37 Jahren habe ich noch die Altflöte in g dazugenommen.