Was höre ich gerade jetzt-Jahr 2021

Jan Van Karajan (31.12.2020, 10:21):
An dieser Stelle können ab morgen die gehörten Scheiben gepostet werden :) .
Grüße
Jan :hello
Klassiknerd (01.01.2021, 10:40):
Frohes neues Jahr!!!



Hieraus die Sinfonien 5 + 6
Jan Van Karajan (01.01.2021, 11:42):
Prosit Neujahr, meine lieben Freunde :) . Als Jahresauftakt bei mir die Wiener Philharmoniker und Riccardo Muti mit dem Neujahrskonzert :times10
Grüße
Jan :hello
Amonasro (01.01.2021, 12:13):
Frohes neues Jahr euch allen! Heute diese zum Datum passende Oper (der letzte Akt spielt in der Nacht von Silvester auf Neujahr):



Pietro Mascagni/Giovacchino Forzano: Lodoletta

Lodoletta - Giovanna de Liso
Flammen - Orfeo Zanetti
Giannotto - Giuseppe Altomare
Antonio - Franco Boscolo
La Vanard - Corina Iustian Schmidt
La Pazza - Fulvia Bertoli
Il Portalette/Una voce di tenore - Carlo Bosi
Franz - Ettore Cresci
Maud - Alessandra Rossi Trusendi

Coro Cooperativa Artisti Associati, Coro di Voci Bianche Corale "Guido Monaco"
Orchestra Camerata Strumentale, Massimo De Bernart

Wie viele seiner Opern war Lodoletta zu Mascagnis Lebzeiten relativ erfolgreich, geriet dann aber in Vergessenheit. Der Oper ging ein etwas skurriler Rechtsstreit mit Puccini voraus, der die Geschichte ebenfalls vertonen wollte. Tatsächlich könnte ich mir die Handlung über das holländische Mädchen, dessen Vater an ihrem Geburtstag verunglückt und die sich dann in einen Maler verliebt, der sie verlässt und in Schande zurücklässt, gut in einer Puccini-Oper vorstellen (erinnert sehr an Butterfly). Das Werk ist voll von eingängigen Melodien und sehr symphonisch. Der Kinderchor hat eine sehr große Rolle. Die Atmosphäre der ersten beiden Akte erinnert dabei stark an das sentimentale Idyll in L'amico Fritz. Der Höhepunkt ist der sehr tragische 3. Akt. Lodoletta ist Flammen nach Paris nachgereist und kommt in der Silvester-Nacht bei seiner Villa an, wo er gerade mit Freunden ins neue Jahr hineinfeiert. Als er aus dem Haus tritt, findet er sie erfroren im Schnee. Die beiden emotionalsten Arien sind in diesem Akt zu finden: Se Franz dicesse il vero! und Flammen, perdonami. Abgesehen von diesem 3. Akt bin ich nicht sehr überzeugt. Verglichen mit früheren Opern Mascagnis (insbesondere Iris und Isabeau) scheint mir Mascagnis Musik hier schlichter und konventioneller.
Die Live-Aufnahme mit musikalischen Kräften aus Pisa und Livorno (Mascagnis Heimat) ist ungeschliffen, aber gibt einen guten Eindruck von der Oper. Die Sänger sind gut (abgesehen von dem recht heiseren Antonio, der aber nur im 1. Akt vorkommt), de Liso singt eine anrührende Lodoletta.

Gruß Amonasro
Klassiknerd (01.01.2021, 12:34):
Scheint ein Abbado-Tag zu werden.....
Nicolas_Aine (01.01.2021, 12:40):
Prosit Neujahr, meine lieben Freunde :) . Als Jahresauftakt bei mir die Wiener Philharmoniker und Riccardo Muti mit dem Neujahrskonzert :times10
Grüße
Jan :hello
auch von mir ein frohes, zufriedenes und nicht zuletzt gesundes neues Jahr an alle!

Bei den Wienern mach ich erstmal mit :)
Jan Van Karajan (01.01.2021, 13:54):
Nach der Wiener Heiterkeit nun Russisches:

Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 7 in C-Dur, op.60 "Leningrader"

London Philharmonic Orchestra, Bernard Haitink

Grüße

Jan :hello
Philidor (01.01.2021, 14:26):
Allen Forianer*innen wünsche ich ein frohes neues Jahr in körperlicher, geistiger und seelischer Gesundheit!

Hier gab es nach dem Wiener Neujahrskonzert Bachs Choralkantate zum Tage:

J. S. Bach: "Jesu, nun sei gepreiset" BWV 41

Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Jan Kobow, Dominik Wörner
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.01.2021, 15:02):
Ad festum circumcisionis.

J. S. Bach: "Fallt mit Danken, fallt mit Loben" BWV 248/4
(Teil IV des Weihnachtsoratoriums)

Gundula Janowitz, Christa Ludwig, Fritz Wunderlich, Franz Crass
Münchener Bach-Chor
Münchener Bach-Orchester
Karl Richter



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.01.2021, 15:31):
Hier wieder Graupner.

Christoph Graupner: "Gott sei gnädig und segne uns"
Kantate zum Neujahrstag

Elisabeth Scholl, Stefan Geyer
Ex tempore
Mannheimer Hofkapelle
Florian Heyerick



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.01.2021, 16:57):
Nun wieder Bruckner.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 2 c-Moll

RSO Frankfurt
Eliahu Inbal



Inbal und seine Frankfurter Musiker, die für ihre Aufnahmen der dritten, vierten und achten Sinfonie im Jahr 1983 den Deutschen Schallplattenpreis erhalten haben, fand ich auch hier wieder ganz ausgezeichnet.

Gruß
Philidor

:hello
Klassiknerd (01.01.2021, 17:05):
Ich denke, damit endet dann mein Abbado-Tag



Speziell: Sinfonie Nr. 1 und Hebriden-Overtüre.

:hello
Jan Van Karajan (01.01.2021, 18:35):
Hier weiter mit Schubert:

Symphonie Nr.7 in h-moll "Unvollendete"

Grand Duo (Orchestration von Joseph Joachim)

Chamber Orchestra of Europe, Claudio Abbado

Grüße

Jan :hello
tapeesa (01.01.2021, 19:35):
Auch von mir noch gute Wünsche zum neuen Jahr!
_______

Richard Strauss - Music for wind instruments

Suite für 13 Blasinstrumente in B-Dur op. 4 TrV 132, 1 - 4
Serenade in Es-Dur für 13 Bläser op. 7 TrV 106 • Andante
Sonatine Nr. 2 für 16 Bläser TrV 291 “Fröhliche Werkstatt” • I. - IV.

Octophoros, Paul Dombrecht
Philidor (01.01.2021, 19:58):
Was für eine herrliche Skandalinszenierung! (Googeln nach „Fledermaus Neuenfels“)

Johann Strauß II: Die Fledermaus

Gabriel von Eisenstein – Christoph Homberger
Rosalinde – Mireille Delunsch
Alfred – Jerry Hadley
Frank – Dale Duesing
Dr. Falke – Olaf Bär
Prinz Orlofsky – David Moss
Adele – Malin Hartelius
Dr. Blind – Franz Supper
Frosch – Elisabeth Trissenhaar (sic!)
Gertrud – Kerstin Slawek
Heinz – Daniel Eberle
Ida – Daniela Mühlbauer
Ivan – Andreas Bettinger

Arnold Schönberg Chor
Orchester des Mozarteum Salzburg

Marc Minkowski

Inszenierung: Hans Neuenfels



Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (01.01.2021, 22:17):

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Streichersymphonien Nr. 1, 4, 6, 7 und 12
Concerto Köln
Das ganze erinnert mich sehr an Barockmusik, was ich aber gar nicht schlimm finde. Es ärgert mich nur, dass die Symphonien nicht chronologisch in die Boxen passen.
Grüße
Jan :hello
Philidor (02.01.2021, 09:26):
Hier nochmals Bachs Choralkantate zum Neujahrstag.

Johann Sebastian Bach: "Jesu. nun sei gepreiset" BWV 41

Ruth Holton, Charles Humphries, James Gilchrist, Peter Harvey
The Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.01.2021, 09:55):
Hier nochmals Bach zum Neujahrstage.

Johann Sebastian Bach: "Fallt mit Danken, fallt mit Loben" BWV 248/4

Barbara Schlick, Michael Chance, Howard Crook, Peter Kooij
Collegium Vocale Ghent
Philippe Herreweghe



Gruß
Philidor

:hello
Klassiknerd (02.01.2021, 11:30):
Guten Morgen!

Aktuell schätze ich die Fünfte von Bruckner am meisten. Heute mit Inbal....
Philidor (02.01.2021, 11:34):
Aktuell schätze ich die Fünfte von Bruckner am meisten.
Oh ja .... ob's meine liebste Bruckner-Sinfonie ist, weiß ich gar nicht, aber Top 3 mit 8+9.

Das Finale ist einfach der Hammer. Diese Architektur, dieses Amalgam aus Sonatenhauptsatz, Fuge und Choral. EIn singulärer Satz, ein singuläres Werk.

Die Aufnahme mit Inbal folgt bei mir wohl morgen. Wieder mit fantastischem Blech.

Gruß
Philidor

:hello
Klassiknerd (02.01.2021, 13:32):
Das steht für den Spätnachmittag an.

Hieraus die Sinfonie Nr. 8 - ein Werk, das mich immer wieder überwältigt.
Rudolf Barschai habe ich ein paar beeindruckende Live-Erlebnisse mit Schostakowitsch in der Kölner Philharmonie zu verdanken.... :down . Ich fand es sehr berührend, wenn er zum Ende des Konzerts seinen Blumenstrauß voller Ehrfrucht auf die Partitur legte.
Maurice inaktiv (02.01.2021, 14:06):
Rudolf Barschai habe ich ein paar beeindruckende Live-Erlebnisse mit Schostakowitsch in der Kölner Philharmonie zu verdanken....
Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Für MICH (ich bin allerdings kein wirklich guter Kenner von DSCH) ist es die überzeugenste GE der Sinfonien. Ich hatte mir mal Haitink und auch Rostropowitsch zugelegt und angehört, aber Barschai wirkt mir dabei überzeugender als die beiden anderen Dirigenten, jenseits von Kondraschins Zyklus aus Moskau.
Klassiknerd (02.01.2021, 14:14):
Rudolf Barschai habe ich ein paar beeindruckende Live-Erlebnisse mit Schostakowitsch in der Kölner Philharmonie zu verdanken....
Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Für MICH (ich bin allerdings kein wirklich guter Kenner von DSCH) ist es die überzeugenste GE der Sinfonien. Ich hatte mir mal Haitink und auch Rostropowitsch zugelegt und angehört, aber Barschai wirkt mir dabei überzeugender als die beiden anderen Dirigenten, jenseits von Kondraschins Zyklus aus Moskau.

Ja, die Einschätzung kann ich gut teilen.
Interessanterweise gibt es gerade aus Köln eine weitere interessante Gesamteinspielung. Kitajenko mit dem Gürzenich-Orchester.
aiel (02.01.2021, 14:49):
Nach zehn Jahren habe ich mir mal wieder dieses Stück angehört und die Orgelpassage hat mich überwältigt.
Als ich es zum ersten Mal hörte, fiel mir auf, dass ein Teil davon in dem Lied "If I had words" von Yvonne Keeley und Scott Fitzgerald verwendet wurde. Dieses Lied habe ich früher gerne gehört.
Jan Van Karajan (02.01.2021, 15:38):
Hier wieder Debussy:

Claude Debussy. La Boite a joujoux
Berceuse heroique
Page d`album
Six Epigraphes antiques
Elegie
Douze Etudes
Aldo Ciccolini
Pierre-Laurent Aimard
Grüße
Jan :hello
Philidor (02.01.2021, 15:47):
Hier wurde geschmiedet.

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen
Zweiter Tag - Siegfried

Siegfried – Heinz Kruse
Mime – Graham Clark
Wanderer – John Bröcheler
Alberich – Henk Smit
Fafner – Carsten Stabell
Erda – Anne Gjevang
Brünnhilde – Jeannine Altmeyer
Waldvogel – Stefan Pangratz (Knabensopran)

Rotterdams Philharmonisch Orkest

Hartmut Haenchen



Den „Siegfried“ fand ich im Gegensatz zur ersten Hälfte der Tetralogie ziemlich spannend. Pierre Audi scheinen die intimen Szenen in Mimes Schmiede deutlich besser gelegen zu haben als die großformatigen Abläufe in Rheingold und Walküre (wobei es ja auch da genug Momente kleineren Formats gibt).

Heinz Kruse schlägt sich als Siegfried mMn sehr, sehr achtbar. Ihn kommt sicher zugute, dass er vor dem Orchester singt. Tolle Stimme. Und er hat sogar noch Reserven, wenn er im dritten Aufzug auf die bis dahin ausgeruhte Brünnhilde trifft. Graham Clark ist nicht nur stimmlich, sondern auch schauspielerisch hinreißend. Er trägt den ganzen ersten Aufzug fast im Alleingang.

Requisiten sind Mangelware. Wotans Speer ist eine der Stützstreben des Bühnenaufbaus). Immerhin ist Nothung sichtbar. Der Fafner-Wurm erscheint höchst stilisiert. – Gut gelungen fand ich die Verwandlung von der Szene mit dem Zerhauen des Speers zum Walkürenfelsen.

Hartmut Haenchen organisiert und koordiniert die Musik m. E. herausragend gut. Was vielleicht nicht nur daran liegt, dass er als erster den Ring nach der neuen Richard-Wagner-Gesamtausgabe dirigiert. Das Orchester sitzt mitten im Geschehen, Bühnenelemente sind um das Orchester herum gruppiert, gesungen werden kann von überall. Zumeist jedoch vor dem Orchester, was bedeutet, dass die Sänger*innen den Orchesterklang dann im Rücken haben. Erhöhter Aufwand für die Souffleure. –

Haenchen hatte ich für Wagner gar nicht auf dem Schirm, hatte ihn bis auf eine Mahler-Aufnahme in der Ecke Phimanuel Bach, Gluck und Haydn verortet. Tatsächlich ist mit ihm auch der „Holländer“ in der Kusej-Inszenierung zu haben. Tja, das ist wohl alternativlos …

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.01.2021, 19:34):
Nun wieder Bruckner.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 4 Es-Dur
Urfassung 1874

RSO Frankfurt
Eliahu Inbal



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (02.01.2021, 19:46):
Antonín Dvořák - American Suite Op. 98b
Luzerner Sinfonieorchester, James Gaffigan
Maurice inaktiv (02.01.2021, 20:38):
Interessanterweise gibt es gerade aus Köln eine weitere interessante Gesamteinspielung. Kitajenko mit dem Gürzenich-Orchester.
Ja, die Konkurrenz dort ist groß.
tapeesa (02.01.2021, 21:08):
The Beethoven Project
Klavierkonzerte Nr. 1 - 5, Ouvertüren (Coriolan, Leonore No. 1, Fidelio, Egmont)
Oliver Schnyder, Bechstein-Flügel
Luzerner Sinfonieorchester, James Gaffigan
Amonasro (02.01.2021, 21:54):


Dmitri Schostakowitsch: Cellokonzerte Nr. 1 & 2

Heinrich Schiff (Cello)
Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks, Maxim Schostakowitsch

Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (02.01.2021, 21:57):
Bei mir nun die große C-Dur Symphonie Schuberts mit Abbado und dem Chamber Orchestra of Europe.
Grüße
Jan :hello
Cetay (inaktiv) (03.01.2021, 02:27):
The Beethoven Project
Klavierkonzerte Nr. 1 - 5, Ouvertüren (Coriolan, Leonore No. 1, Fidelio, Egmont)
Oliver Schnyder, Bechstein-Flügel
Luzerner Sinfonieorchester, James Gaffigan

In einer amazon Rezension beschwert sich jemand, was für ein Projekt das denn sein solle - auf jpc wird ein wenig dazu erklärt.
Im Booklettext steht dazu:

„Beethoven ertasten“ könnte man es nennen – das große Projekt des Luzerner Sinfonieorchesters mit den fünf KlavierkonzertenBeethovens. Denn die Annäherung an diesen einzigartigen Klavierkosmos erfolgte schrittweise, sozusagen als Entdeckungsreise über die ganze Saison, und für alle Beteiligten – für die Musikerinnen und Musiker ebenso wie für das Publikum – war es gleichzeitig eine Art Reifungsprozess in der Beschäftigung mit Beethoven. Das begann behutsam und gleichsam verspielt mit einer ersten kammermusikalischen Sichtung der Klavierkonzerte im Herbst 2016, führte weiter zu einervom Luzerner Sinfonieorchester in dieser Form noch nie veranstalteten „Beethovenprima vista“-Begegnung im Frühjahr 2017 und gipfelte schließlich in einernintegralen Aufführung der fünf Klavierkonzerte im Juni sowie im Anschluss daran in einer Gesamteinspielung.

Also nur eine weitere GA, aber zur Vermarkung klingt Projekt besser als Die 282. Neuaufnahme der abgenudelten Beethoven-KK. Womit nichts gegen diese Aufnahmen gesagt sein soll, zumindest das probegehörte Dritte hat mir seinerzeit sehr gut gefallen.
Amadé (03.01.2021, 09:54):
Musik eines anderen Vergessenen:



Gruß Amadé
Philidor (03.01.2021, 10:04):
Hier Bachs Choralkantate zum Sonntag nach Neujahr.

Johann Sebastian Bach: "Ach Gott, wie manches Herzeleid" BWV 58

Carolyn Sampson, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Diese Kantate wurde von Bach weder im Dienstjahr 1724/25 (seinem zweiten Leipziger Amtsjahr) komponiert noch ist sie eine Choralkantate im Sinne der meisten anderen Beiträge zur Gattung. Dort hatte Bachs Textdichter i. d. R. des ersten und letzten Vers eines protestantischen Chorals (= "evangelisches Kirchenlied") unverändert stehen lassen und die Binnenstrophen zu Rezitativen und Arien umgedichtet.

Nun, im Jahr 1725 gab es keinen "Sonntag nach Neujahr". Neujahr fiel auf einen Montag, der erste Sonntag des Jahres war also der 7. Januar, demzufolge bereits der erste Sonntag nach Epiphanias (= 6. Januar).

Bach hatte mehrere solche Lücken aus kirchenjahresarithmetischen Gründen in seinem 1724/25 aufgebauten Choralkantatenjahrgang, die er teilweise nachträglich schloss. Auch diese 1727 komponierte Kantate ordnete er nachträglich dem Chroralkantatenjahrgang zu, was einigermaßen passte, da die Kantate zumindest mit einer Choralvertonung begonn und schloss.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.01.2021, 10:46):
Zum Sonntag nach Neujahr.

J. S. Bach: "Ehre sei dir, Gott, gesungen" BWV 248/5
(Teil V des Weihnachtsoratoriums)

Gundula Janowitz, Christa Ludwig, Fritz Wunderlich, Franz Crass
Münchener Bach-Chor
Münchener Bach-Orchester
Karl Richter



Gruß
Philidor

:hello
Klassiknerd (03.01.2021, 11:35):
Villa-Lobos - Klavierkonzerte

Cristina Ortiz, Klavier
Philidor (03.01.2021, 15:25):
Weltenbrand.

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen
Dritter Tag – Götterdämmerung

Siegfried – Heinz Kruse
Brünnhilde – Jeannine Altmeyer
Gunther – Wolfgang Schöne
Gutrune – Eva-Maria Bundschuh
Hagen – Kurt Rydl
Alberich – Henk Smit
Waltraute – Anne Gjevang
Drei Nornen – Hebe Dijkstra, Irmgard Vilsmaier, Kirsi Tiihonen
Drei Rheintöchter – Gabriele Fontana, Hanna Schaer, Catherine Keen

Chor der Nederlands Opera
Netherlands Philharmonic Orchestra

Hartmut Haenchen



Drei Orchester wurden eingesetzt, um diesen niederländischen Ring zu schmieden. Für meine Ohren haben die ihren Job ausgezeichnet gemacht. Auch war dank der Platzierung in der Mitte des Geschehens – eine ringförmige Laufbahn für die Agierenden umschloss die Instrumentalist*innen – Dirigent Haenchen oft gut zu sehen. Ich sage mal, dass sein klarer Schlag sich für mich wohltuend von dem Gepinsele manches Pultstars unterschied. Am Instrumentalspiel und an allgemeinen musikalischen Parametern wie Tempowahl (eher zügig) und Temporelationen lag es ganz bestimmt nicht, dass dieser Ring mich nicht ganz überzeugte.

Die Inszenierung setzt auch am letzten Tag der Tetralogie wieder auf großformatige Elemente – vor allem schiefe, gekrümmte Wände in verschiedenen Beleuchtungen. Am positivsten könnte ich noch sagen, dass die Inszenierung des gesamten Rings „im Kleinen“ minimalistisch ist (mit Ausnahme des fantastischen Mime im „Siegfried“) und „im Großen“ mit Flächen und Beleuchtungen Atmosphäre schafft. Zusammen mit den oft fernöstlich inspirierten Kostümen ergibt das sehenswerte Bilder, etwa im zweiten Aufzug der Götterdämmerung mit dem Aufzug der Mannen, bei der Schwurszene, bei der Diskussion von Brünnhilde und Hagen und bei anderen mehr. Das alleine trägt (mich) aber nicht über die vier Stunden eines Teils. Viel gelernt habe ich über das Werk nicht.

Weder die Nornenszene noch die Waltrautenszene berührten mich irgendwie. Habe dann irgendwann auch nicht mehr viel hingesehen. Warum traten nach dem Eid auf dem Walkürenfelsen sowohl Siegfried als auch Gunther auf, beide mit einem Tarnhelm bewehrt? Wundersame Verdopplung der durch Zauber geschaffenen Wehr.
Der Aufzug der von Hagen herbeigerufenen Gibichsmannen erinnert sehr stark an Star Wars. Mal was fürs Auge …

Was diesen Ring rettet, ist aus meiner unmaßgeblichen Sicht die Musik. Zum einen das Orchesterspiel, oft in ungewohnter, glücklicher Balance mit den Sängern, da jene meist vor dem Orchester singen. Zum anderen sind es die durchweg sehr guten vokalen Leistungen. Siegfried, Brünnhilde, Hagen, Alberich, Waltraute – sehr fein.

Ton- und Bildqualität (DVD) fand ich sehr gut. Nervig fand ich, außer, dass das Rheingold auf zwei DVDs verteilt war, die Tatsache, dass bei der Anwahl von Audiospur und Untertitel ein ca. zehnsekündiges Ausblenden des Hauptmenübildschirms und Aufblenden des Untermenüs erfolgt, bis man auswählen kann. Und bei jedem Aufzug wieder von vorne, da Walküre, Siegfried und GöDä auf jeweils drei DVDs verteilt sind …

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (03.01.2021, 16:30):


Giacomo Puccini/Giuseppe Adami/Renato Simoni: Turandot
Finale nach Franco Alfano

Turandot - Joan Sutherland
Calaf - Luciano Pavarotti
Liù - Montserrat Caballé
Timur - Nicolai Ghiaurov
Altoum - Sir Peter Pears
Ping - Tom Krause
Pang - Pier Francesco Poli
Pong - Piero De Palma
Mandarino - Sabin Markov
Principe di Persia - Pier Francesco Poli

John Alldis Choir, Wandsworth School Boy's Choir
London Philharmonic Orchestra, Zubin Mehta

Das war meine erste Operngesamtaufnahme und ich bin immer noch begeistert.

Gruß Amonasro
Philidor (03.01.2021, 16:35):
Das war meine erste Operngesamtaufnahme und ich bin immer noch begeistert.
Ja! Eine beglückende Koinzidenz von farbprächtiger Partitur, angemessener Klangtechnik und sehr, sehr guten Sänger*innen.

... mit Nilsson/Björling/Leinsdorf muss ich das Werk dringend nochmal hören ...

Gruß
Philidor

:hello
Klassiknerd (03.01.2021, 16:35):
Shostakovich - Cellokonzerte

Schiff, M. Shostakovich
Klassiknerd (03.01.2021, 17:34):
Damit werde ich dann wohl in den Abend gehen:




Ich wünsche allen einen schönen Sonntagabend und einen guten Wochenstart.
Philidor (03.01.2021, 19:14):
Nun wieder Bruckner.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5 B-Dur

RSO Frankfurt
Eliahu Inbal



Diese Aufnahme wurde in FONOFORUM 12/2008 in der Rubrik "(Jahres-)Empfehlungen unserer Mitarbeiter" von Stephan Schwarz in der Kategorie "Lieblingsaufnahme aus dem eigenen Archiv" benannt. "Wegen der unglaublichen Blechbläser."

Da mag ich nichts hinzufügen.

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (03.01.2021, 19:20):
Hier weiter mit Schostakowitsch:

Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 8 in c-moll, op. 65

Concertgebouw Orchester, Bernard Haitink

Grüße

Jan :hello
Philidor (03.01.2021, 22:22):
Noch vor dem Krimi in den ARD.

Emilie Mayer: Sinfonie Nr. 1 c-Moll

NDR Radiophilharmonie Hannover
Leo McFall



Danke für den Hinweis!

Auf den ersten Lausch klang das für mich ein wenig formelhaft, wiedergekäut, vor allem in den dramatischen Gesten, so ähnlich wie beim jungen Schubert und Mendelssohn - eine "erlernte" Sprache, keine eigene Formulierung.

Bin gespannt, was noch kommt.

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (03.01.2021, 22:23):
Nun wieder Kammermusik der Extraklasse:

Johannes Brahms: Cellosonaten Nr. 1 & 2

Rudolf Serkin, Klavier

Mstislav Rostropowitsch, Cello

:down :down :down :down :down

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (04.01.2021, 03:10):

Johannes Kalitzke: Story Teller & Figuren am Horizont
Story Teller fur Violoncello und Orchester
Johannes Moser, Deutsches Sinfonie-Orchester Berlin, Johannes Kalitzke
Figuren am Horizont für Solovioline und 6 Instrumentalisten
Ivana Pristašová, Österreichisches Ensemble für Neue Musik, Johannes Kalitzke
Eine neue CD mit Kompostionen von Johannes Kalitzke löst bei mir grosse Vorfreude aus. Sein Bericht über den Tod des Musikers Jack Tiergarten ist eines der aufregendsten Werke des ausgehenden 20. Jahrhundert. Ein Kritiker bezeichnete die Musik als ätzend und obwohl er damit wohl nur extemes Missfallen zum Ausdruck bringen wollte, trifft es das verblüffend gut. Den Bericht zu hören, ist wie Säure in die Ohren zu giessen. Das ist kompromisslose Avantgarde, wie ich sie liebe. Aber diese ätzenden Klänge fügen sich durch die Handlung und formal in einem unwiderstehlichen Fluss logisch zusammen - das behaupte ich, ohne es wie der Sitznachbar erst analysieren zu müssen.

Dies im Hinterkopf und damit mit einer entspechenden Erwartungshaltung ausgestattet, ist die Neuerscheinung eine grosse Enttäuschung. Es beginnt mit Perkussionskaskaden, das Cello spielt 'schön' irgendwelche beliebigen Melodielinien. Dann Bläserfanfaren... alles sehr moderat. Ein Beitrag weiter oben steht zu einem anderen Werk: Auf den ersten Lausch klang das für mich ein wenig formelhaft, wiedergekäut. Ich übernehme das fur diese Platte und füge noch hinzu: wie zig mal gehört. Dutzende andere moderne Orchesterwerke klingen so. Interessant sind die gelegentlichen Zuspielungen von Samples, aber die reissen es nicht raus. Es zieht vorbei und hinterlässt keinen Eindruck - auch beim zweiten mal nicht. Der Sitznachbar warnt, dass ich vorschnelle Schlüsse ziehe, ich müsste das Stück erst analysieren. Aber ich nutze die Zeit lieber, um den Bericht mal wieder zu hören.
Philidor (04.01.2021, 08:21):
Hier nochmals Bachs Choralkantate zum Sonntag nach Neujahr.

Johann Sebastian Bach: "Ach Gott, wie manches Herzeleid" BWV 58

Ruth Holton, Peter Harvey
The Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (04.01.2021, 09:36):


Wolfgang Amadeus Mozart; Haffner Serenade & Ein Musikalischer Spass
Die Kölner Akademie, Michael Alexander Willens
Marsch D-Dur, K. 249
Serenade Nr. 7 D-Dur, K. 250 "Haffner"
Ein musikalischer Spass, K. 522
Durch den Mozart-Faden angefixt ströme ich diese CD. Auf mich eine der beeindruckendsten Platten der lezten Jahre.
Philidor (04.01.2021, 09:55):
Hier nochmals Bach zum Sonntag nach Neujahr.

Johann Sebastian Bach: "Ehre sei dir, Gott, gesungen" BWV 248/5
(Teil V des Weihnachtsoratoriums)

Barbara Schlick, Michael Chance, Howard Crook, Peter Kooij
Collegium Vocale Ghent
Philippe Herreweghe



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (04.01.2021, 19:20):
Unter Donner und Blitz.

Giuseppe Verdi: Rigoletto

Il Duca di Mantova – Marcelo Álvarez
Rigoletto – Paolo Gavanello
Gilda – Christine Schäfer
Sparafucile – Eric Halfvarson
Maddalena – Graciela Araya
Giovanna – Elizabeth Sikora
Il Conte di Monterone – Giovan Battista Parodi
Marullo – Quentin Hayes
Matteo Borsa – Peter Auty
Il conte di Ceprano – Graeme Broadbent
La contessa di Ceprano – Dervla Ramsay

Royal Opera Chorus
Orchestra of the Royal Opera House

Sir Edward Downes

Inszenierung: David McVicar



Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (04.01.2021, 19:25):
Hier wieder Schubert:

Bühnenmusik zu "Rosamunde, D 797

Anne Sofie von Otter

Ernst Senff Chor

Chamber Orchestra of Europe, Claudio Abbado

Grüße

Jan :hello
Jan Van Karajan (04.01.2021, 22:10):

Grüße
Jan :hello
Amonasro (04.01.2021, 22:13):


Béla Bartók:

Der wunderbare Mandarin
Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta

Chicago Symphony Orchestra and Chorus, Pierre Boulez

Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (04.01.2021, 23:00):
hier Strauss:



Salome: Schleiertanz
Also sprach Zarathustra

Herbert von Karajan
Berliner Philharmoniker

ich mag ja so Aufnahmen von Opernausschnitten nicht (Wobei ich insgesamt kein großer Opernhörer bin), aber in den Schleiertanz musste ich doch mal reinhören, nachdem dass die einzige Strauss Oper ist, die mir bisher aufs Pult gelegt wurde, mit einer Probe... ihr könnt euch vorstellen, wie ich in den Vorstellungen Blut und Wasser geschwitzt habe :D
Cetay (inaktiv) (05.01.2021, 01:40):
Wolfgang Amadeus Mozart; Haffner Serenade & Ein Musikalischer Spass
Die Kölner Akademie, Michael Alexander Willens
Marsch D-Dur, K. 249
Serenade Nr. 7 D-Dur, K. 250 "Haffner"
Ein musikalischer Spass, K. 522
Durch den Mozart-Faden angefixt ströme ich diese CD. Auf mich eine der beeindruckendsten Platten der lezten Jahre.
Ich muss feststellen, dass die Rechen- und Speichermaschine im meinem Topdeck-Hohlraum langsam Macken bekommt. Die CD kam mir seltsam unvertraut vor und die Suchfunktion musste Aufklärung schaffen. Es war nicht diese, sondern jene, die mich seinerzeit so beeindruckt hat:



Wolfgang Amadeus Mozart; Posthorn Serenade & Eine kleine Nachtmusik
Die Kölner Akademie, Michael Alexander Willens
Marsch D-Dur, K. 335 Nr. 1
Serenade Nr. 9 D-Dur, K. 250 "Posthorn"
Serenade Nr. 13 G-Dur, K. 525 "Eine kleine Nachtmusik""
Diese Nachtmusik macht wach und bietet sogar 5 Sätze. Beide CDs mit allerfeinst und höchstengagiert musizierten "Reissern" kann ich Mozart-Verharmlosern und -Liebhabern gleichermassen allerwärmstens empfehlen.
Cetay (inaktiv) (05.01.2021, 06:52):


Dieter Ammann; The Freedom of Speech
Ensemble für Neue Musik Zürich
Violation I & II
Imagination against Numbers
Gehörte Form - Hommage I - III
The Freedom of Speech
Forengetriggerte Neulanderkundung.
Jan Van Karajan (05.01.2021, 10:20):
Nun weiter mit Schostakowitsch:

Symphonie Nr. 9 in Es-Dur, op. 70

London Philharmonic Orchestra, Bernard Haitink

Grüße

Jan :hello
Klassiknerd (05.01.2021, 15:08):


Brucker Sinfonie Nr. 4
WP Claudio Abbado
Jan Van Karajan (05.01.2021, 19:32):
Weiter mit Debussy:

Douze Etudes

Pierre-Laurent Aimard

Grüße

Jan :hello
Philidor (05.01.2021, 19:39):
Auch Bakterien können töten.

Giuseppe Verdi: La Traviata

Violetta Valéry – Anna Netrebko
Alfredo Germont – Rolando Villazón
Giorgio Germont – Thomas Hampson
Flora Bervoix – Helene Schneiderman
Annina – Diane Pilcher
Barone Douphol – Paul Gay
Dottore Grenvil – Luigi Roni

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Wiener Philharmoniker

Carlo Rizzi

Inszenierung: Willi Decker



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (05.01.2021, 22:48):
Nach Turandot nochmal ein chinesischer Kaiserhof:



Antonio Vivaldi/Apostolo Zeno: Teuzzone

Teuzzone - Paolo Lopez
Zidiana - Raffaella Milanesi
Zelinda - Delphine Galou
Cino - Roberta Mameli
Sivenio - Furio Zanasi
Egaro - Antonio Giovannini
Troncone/Argonte - Makoto Sakurada

Le Concert des Nations, Jordi Savall

Gruß Amonasro
Philidor (06.01.2021, 09:16):
Heute ist Epiphanias. Höchste Zeit für Musik zum Tage - Bachs Choralkantate:

J. S. Bach: "Liebster Immanuel, Herzog der Frommen" BWV 123

Robin Blaze, Andreas Weller, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Ist der Eingangschor nicht fantastisch? Muss ich mir gleich nochmal geben.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.01.2021, 11:57):
"Nun seid Ihr wohl gerochen ..."

J. S. Bach: "Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben" BWV 248/6
(Teil VI des Weihnachtsoratoriums)

Gundula Janowitz, Christa Ludwig, Fritz Wunderlich, Franz Crass
Maurice André, 1. Trompete
Münchener Bach-Chor
Münchener Bach-Orchester
Karl Richter



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.01.2021, 17:14):
Nun wieder Bruckner.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 6 A-Dur

RSO Frankfurt
Eliahu Inbal



Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (06.01.2021, 19:12):

La mer (Fassung für Klavier zu vier Händen)
Jean-Pierre Armengaud, Olivier Chauzu
Grüße
Jan :hello
Philidor (06.01.2021, 19:41):
Düstere Sache.

Giuseppe Verdi: Simon Boccanegra

Simon Boccanegra – Thomas Hampson
Maria Boccanegra/Amelia Grimaldi – Cristina Gallardo-Domás
Jacopo Fiesco/Andrea – Ferruccio Furlanetto
Gabriele Adorno – Miroslav Dvorský
Paolo Albiani – Boaz Daniel
Pietro – Dan Paul Dumitrescu
Un capitano – John Nuzzo
Un’ancella di Amelia – Songmi Yang

Chor und Orchester der Wiener Staatsoper

Daniele Gatti

Inszenierung: Peter Stein



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (06.01.2021, 23:59):
Nach den beiden starken Platten mit Gassenhauern wollte ich mehr Mozart von Willens und den Kölnern hören. Dafür muss man dann wohl oder übel das Klavier als 'Kollateralschaden' hinnehmen. Leider empfinde ich es hier eher als übel. Brautigam ist gut bei Beethoven und ich mag das Fortepiano - aber bei Mozart erscheint mir der Klavierpart oft als Geklimper... :ignore
Mit den Mozart-KKs bin ich nie richtig warm geworden. Die eine Ausnahme -und zwar eine sehr grosse Ausnahme- ist das d-Moll Konzert.



Wolfgang Amadeus Mozart; Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur, K. 488
Ronald Brautigam, Die Kölner Akademie, Michael Alexander Willens
Maurice inaktiv (07.01.2021, 01:12):
Ich wurde bei Mozart erst durch das Dirigat von Sir Roger Norrington überzeugt. Bei den KK habe ich die Einspielungen mit Matthias Kirschnereit, der das sicher sehr gut macht, aber mir liegen die Konzerte auch nicht so wirklich.
Marcie (07.01.2021, 06:45):
Ich lasse mir die Klavierkonzerte gerne von Murray Perahia vorspielen. Komme grad von der Nachtschicht und höre noch das von @Cetay angesprochene d-moll:
Philidor (07.01.2021, 07:08):
HIer nochmal Drei-Königs-Bach:

J. S. Bach: Kantate Nr. 123 "Liebster Immanuel, Herzog der Frommen"

Sally Bruce-Payne, James Gilchrist, Peter Harvey
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (07.01.2021, 10:19):
Mit den Mozart-KKs bin ich nie richtig warm geworden.
Bei Mozart-Klavierkonzerten steht bei mir ebenfalls Perahia ziemlich oben, dazu aber auch Brendel/Marriner und erst recht die wenigen späten Aufnahmen Brendel/Mackerras. Dazu Friedrich Gulda, sowohl mit Abbado als auch mit Harnoncourt.

Hier nochmals Epiphanias-Bach.

Johann Sebastian Bach: "Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben" BWV 248/6
(Teil VI des Weihnachtsoratoriums)

Barbara Schlick, Michael Chance, Howard Crook, Peter Kooij
Collegium Vocale Ghent
Philippe Herreweghe



Diese nun 31 Jahre alte Aufnahme hat mMn nichts von ihrem Reiz verloren. Damals buhlte sie zusammen mit Gardiner um die Gunst der Käufer, und wem Gardiners Aufnahme zu sehr zugespitzt war, konnte hier eine ausgeglichenere Lesart hören.

Freilich sind andere nachgekommen, Suzuki, van Veldhoven, denen man eventuell noch mehr Detailfreude zugute halten mag. Dennoch finde ich Herreweghes Einspielung nach wie vor frisch und schätze diese Leistung auf dem agilen HIP-Markt sehr hoch ein - sozusagen ein Oldtimer der Aufnahmen mit historischen Instrumenten, der mit Neuwagen mithalten kann.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (07.01.2021, 14:55):
Nochmal Musik zum gestrigen Epiphanias-Tag.

Christoph Graupner: "Merk auf, mein Herz"
Kantate zum Epiphaniastag

Amaryllis Dieltiens, Lothar Blum, Stefan Geyer
Ex tempore
Mannheimer Hofkapelle
Florian Heyerick



Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (07.01.2021, 15:51):
Hier Mendelssohn:

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Streichersymphonien Nr. 9 und 10

Concerto Köln

Grüße

Jan :hello
Amonasro (07.01.2021, 18:08):


Arcangelo Corelli: 12 Concerti grossi op. 6

The English Concert, Trevor Pinnock

Gruß Amonasro
tapeesa (07.01.2021, 19:10):
Luise Greger - Vergessene Lieder
Das Meer op. 81 (Text: Anonymous)
Isabell Großmann (Mezzosopran), Martin Wenning (Klavier)


Fanny Mendelssohn Hensel - Lied Edition Vol.2
Das Meer erglanzte weit hinaus
Nacht ist wie ein stilles Meer (Text: Joseph von Eichendorff)
Roswitha Müller (Mezzosopran), Kelvin Grout (Klavier)
Jan Van Karajan (07.01.2021, 19:10):
Nun ein symphonisches Schwergewicht:

Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 10 in e-moll, op. 93

London Philharmonic Orchestra, Bernard Haitink

Grüße

Jan :hello
Marcie (07.01.2021, 21:02):
tapeesa (07.01.2021, 21:34):
Nadia Boulanger • Drei Improvisationen für Orgel (Prélude, Petit Canon, Improvisation)

Jeanne Demessieux • Te Deum für Orgel op. 11

Jennifer Higdon • Ceremonies Suite •
I. Meditation, II. Prayer Song, III. Celebration

Judith Bingham • The Everlasting Crown •
Gail Archer, Orgel
Philidor (08.01.2021, 10:12):
Hier nochmal en bloc:

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium (Teile IV bis VI)

Ruth Ziesak, Monica Groop, Christoph Prégardien, Klaus Mertens
Vokalensemble Frankfurt
Concerto Köln
Ralf Otto



Meine Wertschätzung für diese Aufnahme ist unverändert hoch. Top-Qualität jenseits des Mainstreams der ersten HIP-Garde.

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (08.01.2021, 10:46):
Hier wieder Französisches:

Claude Debussy: Nocturnes (Transkription für zwei Klaviere von Maurice Ravel)

Yukie Nagai, Dag Achatz

Grüße

Jan :hello
Jan Van Karajan (08.01.2021, 14:56):
Nun mal wieder Geistliches:

Franz Schubert: Messe Nr. 6 in Es-Dur, D 950

Karita Mattila, Sopran

Marjana Lipovsek, Alt

Jerry Hadley, Tenor

Robert Holl, Bass

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

Wiener Philharmoniker, Claudio Abbado

Grüße

Jan :hello
Philidor (08.01.2021, 15:33):
Nun wieder Bruckner.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur

RSO Frankfurt
Eliahu Inbal



Ohne Beckenschlag und Triangel im zweiten Satz! Zusammen mit Günter Wand ist Inbal einer der wenigen DIrigenten, welche die "effektärmere" Variante spielen lassen.

Ansonsten drängt sich mir der Eindruck auf, dass Inbal einen ähnlich sachlichen Zugang zu den Werken anbietet wie Günter Wand, das Blech an den einschlägigen Stelle zwar noch mehr von der Leine lässt, aber auch dichter an einem reinen Referieren des Notentextes ist. Hm. Muss ich bei Wand gegenhören.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (08.01.2021, 16:35):


Richard Strauss/Hugo von Hofmannsthal: Elektra

Klytämnestra - Regina Resnik
Elektra - Birgit Nilsson
Chrysothemis - Marie Collier
Aegisth - Gerhard Stolze
Orest - Tom Krause
Pfleger des Orest - Tugomir Franc
Vertraute - Margareta Sjöstedt
Schleppträgerin - Margarita Lilowa
Mägde - Helen Watts, Maureen Lehane, Yvonne Minton, Jane Cook, Felicia Weathers
Aufseherin - Pauline Tinsley
junger Diener - Gerhard Unger
alter Diener - Leo Heppe

Wiener Philharmoniker, Sir Georg Solti

Gruß Amonasro
Klassiknerd (08.01.2021, 16:47):
Von der Overtüre an einfach nur mitreißend...




Beethoven: Fidelio (DVD)
Oper Zürich

Regie: Jürgen Flimm
Musikalische Leitung: N. Harnoncourt
Philidor (08.01.2021, 16:57):
Gesagt, getan.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur

Kölner RSO
Günter Wand
(Remastering 2002)



Spannend, dieser direkte Vergleich mit Wand.

Tatsächlich scheint Inbal das Blech gerne stärker hervortreten zu lassen, Wand macht jedoch mehr Gestaltung „im Kleinen“.

Das erkennt man schon an der Wiedergabe der langen Phrasen des ersten Themas in der Exposition des Kopfsatzes, ca. die ersten zwei Minuten. Wo Inbal quasi mit Terrassendynamik arbeitet und die bisweilen so apostrophierten „Kuben und Quader“ Bruckners Musik erscheinen und verschwinden lässt, setzt Wand die vielen dynamischen Anweisungen in der Partitur wesentlich deutlicher um. Für mich wirkte das beseelter (habe kein besseres Wort) als die vergleichsweise binnenausdrucksscheue, quasi monoton vorgelesene Lesart Inbals.

Fazit: Inbal setzt sich einen größeren Rahmen der äußeren Mittel, Wand betreibt mehr Mikromanagement. Meine Vorliebe gilt bei dieser Sinfonie Wand.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (08.01.2021, 18:05):
Gestern und heute gesehen und gehört. – Eine Besetzungsliste, so fantasieanregend wie die Karte für ein exklusives Degustationsmenü. – Die vierte Verdi-Oper in dieser Woche, zum dritten Mal Thomas Hampson (Giorgio Germont, Simon Boccanegra, Rodrigue), zum zweiten Mal Eric Halfvarson (Sparafucile, Grand Inquisiteur). Gerne mehr davon!

Giuseppe Verdi: Don Carlos
(gekürzte fünfaktige Fassung)

Philippe II, roi d‘Espagne – José van Dam
Don Carlos, infant d‘Espagne – Roberto Alagna
Elisabeth de Valois – Karita Mattila
Rodrigue, marquis de Posa – Thomas Hampson
La princesse Eboli – Waltraud Meier
Le Grand Inquisiteur – Eric Halfvarson
Charles V – Czaba Airizer
Le Comte de Lerme – Scot Weir

Chœur du Théâtre du Châtelet
Orchestre de Paris

Antonio Pappano

Inszenierung: Luc Bondy



So viel anregender als Peter Steins 2013er Salzburger Version fand ich diese jetzt auch nicht, obwohl die Bilder ziemlich stimmungsvoll waren.

Leider ist der erste Akt gekürzt – es fehlt der Chor der hungrigen Holzfäller, der Elisabeths Entscheidung eigentlich erst plausibel macht; das Motiv der „misericordia regnatorum“, welche den Gegenpol zur grausamen Machterhaltungspolitik des Großinquisitors bildet.

Ich muss doch wohl auf Konwitschnys herrliche Inszenierung warten … die wartet im Regal auf ein Wiedersehen.

Aber rein vokal ist das mMn schon ziemlich ultimativ … Waltraud Meier in „O don fatale“, Karita Mattila in ihrer großen Arie zu Beginn des fünften Aktes, Thomas Hampson im Sterben, das Duett Philippe II/Le Grand Inquisiteur, nur Alagna schien mir anfangs doch sehr mit der Intonation zu ringen, steigerte sich aber … hier stehen ein paar ältere Aufnahmen, Stiedry/Met 1950, 2 x Santini, Solti, 2 x Giulini (Covent Garden live + Studio), Karajan Studio, ich bin gar nicht sicher, ob die vokal wirklich noch besser sind – müsste ich im A/B-Vergleich hören. Boris Christoff vielleicht, auch Björling/Bergonzi/Domingo habe ich noch beglückender im Ohr als hier Alagna, aber so etwas mal live zu erleben, das wäre was …

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (08.01.2021, 18:05):
Béla Bartók - Solosonate für Violine, BB 124, Sz. 117 (1944)
jeweils gespielt von
Gerhard Taschner & Yehudi Menuhin
Philidor (08.01.2021, 18:45):
Es ist genug - jetzt auch hier.

Alban Berg: Violinkonzert ("Dem Andenken eines Engels")

Gil Shaham, Violine
Staatskapelle Dresden
David Robertson



Ganz schön ruppig für so ein körperloses geflügeltes Geistwesen. Da höre ich doch nochmal bei Frank Peter Zimmermann/Gelmetti rein ...

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (08.01.2021, 21:12):
Die Nummer 14.
Jan Van Karajan (08.01.2021, 22:02):
Hier mehr Geistliches:

Franz Schubert: Messe Nr. 2 in G-Dur, D 167

Barbara Bonney, Sopran

Jorge Antonio Pita, Tenor

Andreas Schmidt, Bass

Katrine Bryndorf, Orgel

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

Chamber Orchestra of Europe, Claudio Abbado

Grüße

Jan :hello
Philidor (09.01.2021, 10:38):
Bach am Morgen.

Johann Sebastian Bach

Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050
Brandenburgisches Konzert Nr. 6 B-Dur BWV 1051
Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048

Concentus musicus Wien
Nikolaus Harnoncourt
Aufnahme 1981



Schönes Beispiel für ein fehlendes Booklet bei Qobuz. Hätte schon gerne gewusst, wer das Cembalo in BWV 1050 so bedächtig spielte. Aber das Beiheft meiner Doppel-CD aus der "Ultima"-Reihe von Teldec (andere Ausgabe als die bei Qobuz präsentierte) verrät es auch nicht ...

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (09.01.2021, 10:55):
Hätte schon gerne gewusst, wer das Cembalo in BWV 1050 so bedächtig spielte. Aber das Beiheft meiner Doppel-CD aus der "Ultima"-Reihe von Teldec (andere Ausgabe als die bei Qobuz präsentierte) verrät es auch nicht ...
Die Beilage zu meiner LP-Box verrät es:
in allen 6 Konzerten spielt Herbert Tachezi, auf einem Cembalo von Martin Skowronek, Bremen 1971
Klassiknerd (09.01.2021, 11:50):
Ich wünsche einen schönen Samstag!




Bruckner: Sinfonie Nr. 3
Royal Concertgebouw Orchestra
Nikolaus Harnoncourt


Gruß
Andreas
tapeesa (09.01.2021, 11:55):
Johann Sebastian Bach - Brandenburgische Konzerte 1 - 6
Concentus Musicus Wien, Nikolaus Harnoncourt (1964)
Philidor (09.01.2021, 13:53):
Die Beilage zu meiner LP-Box verrät es:
in allen 6 Konzerten spielt Herbert Tachezi, auf einem Cembalo von Martin Skowronek, Bremen 1971
Oh, vielen Dank! Ja, ein großer Vorteil des Vinyls ist die Möglichkeit von Beilagen mit lesbaren Schriftgrößen ... ;)

Rossini goes Pop-Art. Großes buffo-Vergnügen.

Gioachino Rossini: I’italiana in Algeri

Mustafa – Alex Esposito
Elvira – Mariangela Sicilia
Zulma – Raffaela Lupinacci
Haly – Davide Luciano
LIndoro – Yijie Shi
Isabella – Anna Goryachova
Taddeo – Mario Cassi

Orchester und Chor des Teatro Comunale di Bologna

José Ramón Encinar

Inszenierung: Davide Livermore



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (09.01.2021, 16:42):
Nun wieder Bruckner.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Erste Fassung 1887

RSO Frankfurt
Eliahu Inbal



Hm. Sind die Ohren erst einmal gespitzt für Inbals, höflich gesagt, vor allem "im Großen" ordnenden Zugriff auf das Stück, so wird doch schnell und dauerhaft klar, dass er eher grobmotorisch an diese Musik heranging. Tempi, Tempobalancen, Dynamik "im Großen", Klangausgleich zwischen Streichern, Holz und Blech - alles fein. Aber die Gestaltung im Kleinen lässt Wünsche offen. Manchmal ist's fast roh.

Dennoch: Es klingt schon klasse. Das HR Sinfonieorchester musste sich wahrlich nicht verstecken.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (09.01.2021, 18:22):
Knaller.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Erste Fassung 1887

Philharmoniker Hamburg
Simone Young



Sehr dynamisch geht Frau Young durch das Werk, etliche Stellen fand ich ungewohnt zügig. Das fügte sich in meinen Ohren dennoch zum stimmigen Ganzen. Dazu fein herausgearbeitete Details - sorry, Inbal hat da (bei mir) keine Chance.

Tolle Aufnahme, ein engagiertes Plädoyer für die erste Fassung.

Da mein Strömer bei dieser Aufnahme "nur" CD-Qualität anbietet, gönnte ich mir das Hören der SACD.

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (09.01.2021, 19:07):
Nun wieder Kammermusik:

Antonin Dvorak, Streichquartett Nr. 12 in F-Dur, op. 96 "Amerikanisches"

Pavel Haas Quartett

Grüße

Jan :hello
michael74 (09.01.2021, 20:52):
Durch eine Buchstelle von Rudolf Buchbinder gefunden

(gestreamt)

Gruß Michael
Jan Van Karajan (09.01.2021, 22:07):
Weiter gehts:

Antonin Dvorak: Streichquartett Nr. 13 in G-Dur, op.106

Pavel Haas Quartett

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (10.01.2021, 04:38):
(...)



Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Erste Fassung 1887

RSO Frankfurt
Eliahu Inbal


Hm. Sind die Ohren erst einmal gespitzt für Inbals, höflich gesagt, vor allem "im Großen" ordnenden Zugriff auf das Stück, so wird doch schnell und dauerhaft klar, dass er eher grobmotorisch an diese Musik heranging. Tempi, Tempobalancen, Dynamik "im Großen", Klangausgleich zwischen Streichern, Holz und Blech - alles fein. Aber die Gestaltung im Kleinen lässt Wünsche offen.

(...)

Da bin ich ganz bei dir, ausser, dass die offenen Wunsche fur mich erfüllte Wünsche sind. Ich habe -nachdem Inbal bei mir für eine kleine Mahler-Renaissance gesorgt hat- gestern die 4. von Bruckner gehört und fand diese 'schnörkellose' Art sehr erhellend, weil dadurch die Form fast plastisch greifbar wird.

Hier verklang gerade eine abwechslungsreiche und eindringlich anregende Platte:




Lajos Huszár: The 69th Psalm - Brass Quintet - Songs of Loneliness
Psalm 69, op. 4
- Boldizsar Keoch (Tenor), Lajos Huszár (Klavier)
Blechbläserquintett, op. 12
- Budapest Brass Quintet
Lieder von der Einsamkeit
- Zsuzsanna Skoff (Sopran), Zeno Lang (Vibraphon), Zoltan Varga (Perkussion)
Kammerkonzert fur Violoncello und 17 Streicher
- Katalin Sin, Weiner Kammerorchester, Richard Weninger
Dies Sanctificatus, op. 15
- Lauda Frauenchor
Philidor (10.01.2021, 08:31):
dass die offenen Wunsche fur mich erfüllte Wünsche sind
Das ist fein! Wie gesagt - "im Großen" finde ich Inbal sehr stark.

Hier die Choralkantate zum Tage (1.Sonntag nach Epiphanias).

Johann Sebastian Bach: "Meinen Jesum lass ich nicht" BWV 124

Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Andreas Weller, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.01.2021, 09:08):
Nun getasteter Mozart.

Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 25 C-Dur KV 503

Friedrich Gulda, Klavier
Wiener Philharmoniker
Claudio Abbado



Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (10.01.2021, 10:43):
Als Begleitung zu einer Sysiphos-Arbeit lief & läuft heute Vormittag leichte, unterhaltsame aber keineswegs belanglose Musik:


Friedrich von Flotow

Klavierkonzerte Nr. 1 c-moll & Nr. 2 a-moll
Carl Petersson, Klavier,
Plzeňská filharmonie - Hans Peter Wiesheu
(CD, Sterling, 2007)


Stanisław Moniuszko

Opern-Ouvertüren
Filharmonia Pomorska Bydgoszcz - Robert Satanowski
(CD, cpo, 1992)



Pjotr Iljitsch Tschaikowskij

Suite für Orchester Nr. 1 d-moll op. 43
Staatliches Akademisches Sinfonieorchester der UdSSR - Jewgenij Swetlanow
(LP, Melodija, 1985)
Klassiknerd (10.01.2021, 10:48):
Guten Morgen!



Hieraus:

Le Poéme de l´extase
Dimitri Kitajenko leitet das RSO Frankfurt

:engel
Cetay (inaktiv) (10.01.2021, 13:10):

Bedřich Smetana: Má Vlast
RSO Frankfurt, Eliauh Inbal
Philidor (10.01.2021, 15:56):
Ein Highlight.

Arrigo Boito: Mefistofele

Mefistofele – Ildar Abdrazakov
Faust – Ramón Vargas
Margherita, Elena – Patricia Racette
Martha – Erin Johnson
Wagner, Nereo – Chuanyue Wang
Pantalis – Renée Rapier
Eve – Brook Broughton
Adam – Luke Lazzaro

Chor, Orchester und Corps de Ballet der San Francisco Opera

Nicola Luisotti

Inszenierung: Robert Carsen



Alleine die spektakuläre Inszenierung ist diese Blu-ray wert. Schon der Prolog ist optisch für meine Augen bezwingend. Dann im ersten Aufzug – mehr Karneval in Rio als Ostersonntag in Frankfurt am Main, aber was für ein Spektakel … ohne (für meinen Geschmack) irgendwie over the top zu sein.

Leider ist das bis auf Weiteres die letzte Oper, die ich per DVD oder Blu-ray genießen kann, da unser Wohnzimmer ab morgen renovierungsbedingt in den Lockdown geht.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.01.2021, 17:49):
Überraschung ...

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll
mit rekonstruiertem Finale (Fassung Samale-Mazzuca 1985)

RSO Frankfurt
Eliahu Inbal



Laut Webseite von Benjamin-Gunnar Cohrs ist dies die einzige Einspielung dieser Fassung. Wusste gar nicht, dass Inbal sich nicht nur um frühe, sondern auch um posthume Fassungen kümmerte ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.01.2021, 19:02):
Und nochmal - nun ohne Finale.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll

Kölner RSO
Günter Wand



Mein Strömer bietet diese Aufnahme nicht ... tststs ... da musste ich zur CD aus dem Regal greifen, und die sieht so aus wie auf dem Bild ... Ist natürlich aufnahmeseitig identisch mit der bekannten Ausgabe bei RCA.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (10.01.2021, 19:17):
Philidor (10.01.2021, 20:05):
Den Lockdown des Wohnzimmers (zu Renovierungszwecken) läute ich mit diesem Werk in dieser Aufnahme ein. Das Werk, weil noch Weihnachtszeit ist und es eine ebenso effektvolle wie tiefe und mystische Musik ist. Die Aufnahme, weil Notre-Dame de Paris genauso eine Baustelle ist wie ab morgen das Wohnzimmer ...

Olivier Messiaen: La Nativité du Seigneur

Oliver Latry
Orgel zu Notre-Dame de Paris



Klingt (fast) ohne Möbel ziemlich bombastisch, und der Raum liefert einen prima Nachhall. Ich dachte, ich müsse weniger laut stellen, weil ja weniger dämpfende Objekte im Raum sind; das Gegenteil war indes der Fall ... volle Dröhnung.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (10.01.2021, 20:16):
Bei mir steht seit längerem mal wieder ein Ring-Durchlauf an:



Richard Wagner: Das Rheingold

Wotan - Theo Adam
Donner - Gerd Nienstedt
Froh - Hermin Esser
Loge - Wolfgang Windgassen
Alberich - Gustav Neidlinger
Mime - Erwin Wohlfahrt
Fasolt - Martti Talvela
Fafner - Kurt Böhme
Fricka - Annelies Burmeister
Freia - Anja Silja
Erda - Vera Soukupova
Woglinde - Dorothea Siebert
Wellgunde - Helga Dernesch
Floßhilde - Ruth Hesse

Orchester der Bayreuther Festspiele, Karl Böhm

Gruß Amonasro
Klassiknerd (10.01.2021, 20:51):
Nichts für Anhänger der "reinen Lehre". Obwohl ich aber selbst die historisch informierte Praxis bei Bach sehr schätze, liebe ich diese Aufnahme. Jede dieser Orchersterfassungen ist ein eigenes Kunstwerk. Hier sind echte Meister der Orchestrierung am Werk. Die Ergebnisse schätze ich mehr als die bekannteren von Stokowski.



Bach Transkriptionen
BBC Philharmonic unter L. Slatkin

(...auch ein guter Test für die heimische Hifi-Anlage)
Jan Van Karajan (10.01.2021, 21:56):
Hier Vokales:

Johannes Brahms:

Neue Liebeslieder, op. 65

3 Quartette, op. 31

3 Quartette, op. 64

Gabriele Hierdeis, Sopran

Eibe Möhlmann, Alt

Daniel Sans, Tenor

Ken Gould, Bass

Friederike Haug und Jürgen Meier, Klavier

Chamber Choir of Europe, Nicol Matt

Gewiss nicht die bekanntesten Interpreten. Das sagt in diesem Fall aber gar nichts über die Qualität aus. Sehr gelungen. :)

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (10.01.2021, 23:58):


Franz Schubert; Sinfonien Nr. 3 & 8
Budapest Festival Orchestra, Ivan Fischer
Sinfonie h-Moll, D.759 "Unvollendete"
Sinfonie Nr. 3 D-Dur, D.200
Cetay (inaktiv) (11.01.2021, 00:57):


Kui Dong, Larry Polansky, Christian Wolff; Trio fur 2 Klaviere & Bundlose Gitarre

Wenn sich drei Komponisten an ihre Instrumente setzen und Neue Improvisationsmusik machen, dann ist das strengenommen keine Klassik mehr. Aber Jazz ist das noch viel weinger. Weniger strenggenommen ist es egal. Sehr spannenende Sache!
Cetay (inaktiv) (11.01.2021, 02:27):

Laszlo Tihanyi; Krios / Enodios / A Szelek Csendje
Budapest Symphony Orchestra, Zoltán Győngyőssy

Statische Klangflächen, innerlich bewegt, mal anschwellend, dann wieder auseinanderfallend bis nur noch Einzelinstrumente übrig sind. Die Stille der Winde bingt dazu schräg verfremdete folkloristische Einflüsse mit Soloflöte. Grober Referenzpunkt: Avet Terterian. Durchaus ohne Reue hörenswert, auch wenn es wohl einmalig bleiben wird.
Cetay (inaktiv) (11.01.2021, 02:41):
Ich bleibe im Land:



Zoltan Kodály; Konzert für Orchester & Tänze
Buffalo PO, JoAnn Falletta
Cetay (inaktiv) (11.01.2021, 04:24):
Zoltan Kodály; Konzert für Orchester & Tänze
& Variationen über das ungarische Volklied "Der Pfau".

Das ist alles grosse Orchestrierungskunst. Farben, Farben, Farben. Grell, pastell, grau. Harmonisch wider (mein) Erwarten keine spätromantische Suppe mit Fettaugen. Effektvoll und mitreissend. Das bleibt bestimmt nicht einmalig.

Next:



Wolfgang Amadeus Mozart; Es-Dur Sinfonien K. 132, K. 184 (161a/166a) & K. 543
Budapest Festival Orchestra, Ivan Fischer
Cetay (inaktiv) (11.01.2021, 05:18):


Zoltán Kodaly; Budávari Te Deum / Missa Brevis
Éva Andor, Márta Szirmay, Jozsef Réti, Jozsef Gregor
Ungarischer Rundfunk & TV Chor, Budapester SO, János Ferencsik
Klassiknerd (11.01.2021, 15:30):
Georg Solti war und ist für mich immer noch einer der ganz großen Dirigenten. Besonders gelungen sind ihm neben Mahler oft besonders Opern.

Trotzdem bin ich immer noch von dieser Einspielung fasziniert und überrascht. Solti, der ja letztlich doch eher dem klassischen bis spätromantischen Repertoire verpflichtet und sicher eher konservativ war, liefert hier eine wahrhaft überzeugende Einspielung dieses zentralen Werkes der Zwölftonmusik ab.



Schönberg - Moses und Aron
Chicago Symphony Orchestra und Chorus
Sir Georg Solti
palestrina (11.01.2021, 16:38):
Hallo Klassiknerd, mir gefällt die Aufnahme auch, jedoch einen Tick besser diese ......


.....mit Gielen am Pult und Günter Reich als Moses und Louie Davos als Aron!
Überhaupt liebe ich diese Oper sehr und deswegen möchte ich dir auch noch jene mit Boulez ans Herz legen.....



.....und wenn du Schönberg magst, diese 11 CD BOX mit Boulez ist äußerst empfehlenswert! :!:



Hier noch die Rückseite......


......da ist auch Moses und Aron drauf! Ich habe Günter Reich in div.Produktionen erlebt ein Spezialist für dieses Repertoire!

LG palestrina7
Philidor (11.01.2021, 16:39):
Solti, der ja letztlich doch eher dem klassischen bis spätromantischen Repertoire verpflichtet und sicher eher konservativ war,
Hm. Die Menge der Schallplattenaufnahmen eines Musikers vermittelt manchmal ein mehr oder weniger verzerrtes Bild seiner Aktivitäten. Es ist fast wie im Höhlengleichnis: Wir sehen die Schatten und halten sie für die ganze Realität.

Um ein krasses Beispiel zu nennen: Solti hatte vor der Aufnahme des "Rings" denselben noch nie ganz dirigiert, es gab nur eine "Walküre" in München (die John Culshaw allerdings sehr überzeugte). Nach der "Papierform" wäre Solti also ziemlich hinten auf der Liste der Kandidaten für die erste Studio-Aufnahme des monumentalen Werkes gewesen. - Wer konnte schon ahnen, dass dies der Jahrhundert-Ring werden sollte`? (Zumindest für viele.)

Solti dirigierte etliche Uraufführungen. Martinů, Henze, Tippett und Lutosławski. Dazu die britische Erstaufführung von "Moses und Aron". Bartók hat er sehr viel gemacht - der ist ein paar Jahre nach Schönberg geboren ... in Frankfurt hat er z. B. Cardillac, Oedipus Rex und Pénélopé (Rolf Liebermann) dirigiert - als GMD, d. h., die hat er sich selbst ausgesucht.

Dass die Schallplattenfirmen ihn nach dem Erfolg des Rings als Dirigent für das große Opern-Repertoire vermarkteten ("Salome" und "Aida" allerdings schon, als das "Rheingold" gerade frisch aus der Plattenpresse kam), und ihm später auch das sinfonische Repertoire anvertrauten, steht auf einem anderen Blatt. Mit seinen persönlichen Vorlieben haben die Vermarktungspläne der Plattenfirmen nur bedingt zu tun.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.01.2021, 16:41):
......da ist auch Moses und Aron drauf!
Lieber Palestrina, kennst Du auch die DG-Aufnahme des Werks mit Boulez? WIe schätzt Du diese ein?

Gruß
Philidor

:hello
palestrina (11.01.2021, 17:02):
......da ist auch Moses und Aron drauf!
Lieber Palestrina, kennst Du auch die DG-Aufnahme des Werks mit Boulez? WIe schätzt Du diese ein?
Gruß
Philidor

:hello

Du meinst diese!

Lieber Philidor das ist so eine Sache, die Aufnahme ist für meine Begriffe gut aber Chris Merritt den ich von anderen Aufnahmen auch kenne gefällt mir hier in diesem Repertoire nicht so arg! :( :cool
Ich weiß gar nicht ob ich die GA ein zweites mal überhaupt gehört habe, denn in Erinnerung geblieben ist mir Pittman-Jennings denn seinetwegen ich mir die Aufnahme zugelegt habe, den fand ich als Wozzeck unglaublich gut!
Aber du weisst es ja am besten das ist alles eine Sache des Geschmacks und der Vorlieben!


in Frankfurt hat er z. B. Cardillac, Oedipus Rex und Pénélopé (Rolf Liebermann) dirigiert - als GMD, d. h., die hat er sich selbst ausgesucht.
Leider leider, habe ich das nicht erlebt :I , aber er kam ja oft zurück und somit habe ich ihn doch noch des öfteren gehört!

LG palestrina
Philidor (11.01.2021, 18:13):
So, die Anlage ist nun im Arbeitszimmer wieder aufgebaut - sie spielt nun an über 30 Jahre alten Kleinboxen (Infinity Modulus). Was will man machen ... Mahler 8 wäre nun vielleicht nicht die beste Idee.

Aber das hier klingt sehr fein:

Johann Sebastian Bach: Lautenwerke

Suite e-Moll BWV 996
Partita c-Moll BWV 997
Präludium, Fuge und Allegro Es-Dur BWV 998

Sean Shibe, Gitarre



Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (11.01.2021, 19:12):
Nun wieder Orchestrales:

Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr.12 in d-moll "Das Jahr 1917"

Concertgebouw Orchester, Bernard Haitink

Grüße

Jan :hello
Amonasro (11.01.2021, 20:44):


Richard Wagner: Die Walküre

Siegmund - James King
Sieglinde - Leonie Rysanek
Hunding - Gerd Nienstedt
Brünnhilde - Birgit Nilsson
Wotan - Theo Adam
Fricka - Annelies Burmeister
Gerhilde - Danica Mastilovic
Ortlinde - Helga Dernesch
Waltraute - Gertraud Hopf
Schwertleite - Sieglinde Wagner
Helmwige - Liane Synek
Siegrune - Annelies Burmeister
Grimgerde - Elisabeth Schärtel
Roßweiße - Soňa Červená

Orchester der Bayreuther Festspiele, Karl Böhm

Gruß Amonasro
Marcie (11.01.2021, 21:01):
Jan Van Karajan (11.01.2021, 21:58):
Hier Orchesterlieder:

Franz Schubert: Lieder (Orchestrationen von Berlioz, Brahms, Britten, Liszt, Offenbach, Reger und Webern)

Anne Sofie von Otter, Mezzosopran

Thomas Quasthoff, Bassbariton

Chamber Orchestra of Europe, Claudio Abbado

Normalerweise wäre ich Skeptisch, ob eine fremde Orchestration Schubert überhaupt gerecht werden kann. Ich muss aber sagen, dass alle den Ausdruck in den Texten gut einfangen und die Bearbeitungen durchaus hochwertig sind :)

Grüße

Jan :hello
palestrina (12.01.2021, 17:18):
Georg Solti war und ist für mich immer noch einer der ganz großen Dirigenten. Besonders gelungen sind ihm neben Mahler oft besonders Opern.
Das kann ich im großen und ganzen BESTÄTIGEN!

Eine meiner gerade gehörten Lieblingsaufnahmen ist diese.....



.......ich liebe diese DRAMATISCHE LEGENDE über alles, wie immer kann man sich auch hier über die Besetzung streiten, ich allerdings nur wegen Kenneth Riegel am Anfang der Aufnahme dann jedoch wird er immer besser bis hervorragend, wie im Duett mit Marguerite :) vielleicht hatte er ja am Anfang der Aufnahme einen schlechten Tag ;) . Der Rest der Besetzung ist vortrefflich, vor allem Jose van Dam als Méphistophélès sowie Frederica von Stade, aber der Clou ist Solti mit dem Chicago Symphonie Orchestra, da ist alles toll ausgelotet! :down

LG palestrina
Klassiknerd (12.01.2021, 18:27):
Lieber Palestrina!
Solti hatte einfach ein untrügliches Gefühl für das dramatische Fach. Dies kommt natürlich gerade epischen Werken sehr zu gute. Selbst bei den Opern Mozarts, wo ich eigentlich Hip bevorzuge, finde ich seine Herangehensweise immer noch spannend.

....und, auch wenn ich es mir mit vielen hier verderben: Karajan kommt diesbezüglich nicht an ihn heran. Schöner, perfekter Klang...ja, aber Spannung?
Amonasro (12.01.2021, 18:59):
Heute Puccini:



Giacomo Puccini/Giuseppe Giacosa/Luigi Illica: Madama Butterfly

Madama Butterfly - Victoria de los Ángeles
Suzuki - Miriam Pirazzini
B. F. Pinkerton - Jussi Björling
Sharpless - Mario Sereni
Goro - Piero De Palma
Yamadori - Arturo La Porta
Il Bonzo - Paolo Montarsolo
Yakuzide - Bonaldo Giaiotti
Il commissario imperiale - Antonio Sacchetti
L'ufficiale del registro - Paolo Caroli
La madre - Vera Magrini
La zia - Nina de Courson
Kate Pinkerton/La cugina - Silvia Bertona

Orchestra e Coro del Teatro dell'Opera di Roma, Gabriele Santini

Victoria de los Ángeles finde ich eine sehr berührende Cio-Cio-San. Auch die Restbesetzung ist sehr überzeugend, Björling vielleicht etwas zu kalt, passt aber in gewisser Weise zur Rolle.

Gruß Amonasro
Philidor (12.01.2021, 19:01):
Solti hatte einfach ein untrügliches Gefühl für das dramatische Fach. Dies kommt natürlich gerade epischen Werken sehr zu gute.
Hm, das verstehe ich nicht ... Drama und Epos sind, wenn ich mich ganz dunkel erinnere, zumindest in der Literatur zwei verschiedene Gattungen (und "episch" nicht einfach ein klug klingendes Wort für "irgendwie groß". Hast Du auch sicher nicht so gemeint.).

In einem stimme ich zu: Ein Meister der lyrischen Stellen war er eventuell weniger.

Hier sehr kleine Besetzung:

Johann Sebastian Bach

Suite für Violoncello solo Nr. 1 G-Dur BWV 1007
Suite für Violoncello solo Nr. 2 d-Moll BWV 1008
Suite für Violoncello solo Nr. 3 C-Dur BWV 1009

Hidemi Suzuki, Violoncello



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (12.01.2021, 19:11):
Fanny Mendelssohn Hensel, Lieder 1
Dorothea Craxton, Sopran; Babette Dorn, Klavier
Marcie (13.01.2021, 08:48):
Serenade For String Orchestra aus diesem erstaunlichen Set:
tapeesa (13.01.2021, 08:54):
Johannes Schenck - Les Fantaisies bisarres de la Goutte
Werke für Gambe - mit und ohne Begleitung -
Lorenz Duftschmid & Sophie Watillon (beide Gambe), Rold Lislevand (Theorbe und Gitarre), Wolfgang Zerer (Cembalo und Orgelpositiv)
Klassiknerd (13.01.2021, 16:29):


Prokofiev - Klavierkonzerte
Vladimir Krainev
RSO Frankfurt
Dimitri Kitaenko
Amadé (13.01.2021, 18:33):


Ein Juwel !!!
GRuß Amadé
Marcie (13.01.2021, 20:15):
Heute darf ich ja mal die #9...
Amonasro (13.01.2021, 21:41):


Richard Wagner: Siegfried

Siegfried - Wolfgang Windgassen
Mime - Erwin Wohlfahrt
Der Wanderer - Theo Adam
Alberich - Gustav Neidlinger
Fafner - Kurt Böhme
Brünnhilde - Birgit Nilsson
Erda - Vera Soukupova
Der Waldvogel - Erika Köth

Orchester der Bayreuther Festspiele, Karl Böhm

Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (13.01.2021, 22:22):
Angeregt durch Distanzunterricht im historischen Bereich:

Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 13 in h-moll, op. 113 "Babi Yar"

Herren des Chors des Concertgebouw Orchesters

Marius Rintzler, Bass

Cocertgebouw Orchester, Bernard Haitink

Diese Symphonie gedenkt mit ihrem Text hunderten sowjetischen Juden, die in der gleichnamigen Schlucht von deutschen Soldaten niedergemetzelt wurden. Auf stalinistischen Druck hin musste hinzugefügt werden, dass auch Russen und Ukrainer unter den Opfern waren. Diese grausamsten Kapitel der Menschheitsgeschichte sind aktuell in meinem Lehrplan zu finden, wenn auch nicht konkret auf Babi Yar bezogen. Und der Unterricht hat meine Dankbarkeit verstärkt, dass ich nicht im Deutschland zu dieser Zeit leben musste. In der Symphonie meine ich die Schrecken des Krieges herauszuhören.

Grüße

Jan :hello
Marcie (14.01.2021, 07:39):
Ich höre mich weiter begeistert durch dieses Tolle Set eines mir bisher unbekannten Komponisten.
Jetzt "Der Sturm" und anschließend #4:
Philidor (14.01.2021, 08:29):
Hier gab es Gezupftes:

Fernando Sor

Fantaisie op. 10
Thèmes variés et douze minuets op. 11
Fantaisie op. 12

John Holmquist, Gitarre



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (14.01.2021, 09:39):
Mein Strömdienst führt über alles genau Buch, deshalb weiss ich, welches die 2020 am häufigsten gehörte Klassik-Platte ist. 17 mal kam sie zum Einsatz und liegt damit im Gesamtranking auf Platz 21. Unter den ersten 20 rangieren 17 x Metal, 2 x Jazz & 1 x Blues. Es scheint, dass das Forentopic bei mir zu einem Nebenhörplatz verkommen ist. :whistling:



KLEMPERER Rarities, Budapest Vol. 2
Budapest Symphony Orchestra, Otto Klemperer (Live, 2. Nov. 1948)
Wolfgang Amadeus Mozart; Maurerische Trauermusik, K.477/479a
Gustav Mahler; Das Lied von der Erde
+ Judith Sándor, Endre Rösler
Maurice inaktiv (14.01.2021, 10:10):
Ich höre mich weiter begeistert durch dieses Tolle Set eines mir bisher unbekannten Komponisten
Ja, das ist Spätromantik pur in bester Bruckner-Tradition. Felix von Weingartner war zu seiner Zeit als Dirigent seiner Zeit sicher bekannter und wichtiger gewesen, also etwa so wie das bei Bruno Walter und Wilhelm Furtwängler ebenfalls gewesen war. FW war rund 20 Jahre lang einer der "Konzertdirigenten" der Wiener Philharmoniker gewesen. Studiert hatte er bei Liszt und Carl Reinecke. Er wurde Direktor der Wiener Volksoper und später auch kurzzeitig der Wiener Staatsoper. Dann ging er in die Schweiz 1936, da ihm die politische Lage nicht mehr zusagte Mitte der 1930-er Jahre. Die CPO-Aufnahmen sind wirklich sehr gut geworden.
Amonasro (14.01.2021, 10:42):


Heitor Villa-Lobos:

Gitarrenkonzert
Sexteto místico
Harmonikakonzert
Quinteto instrumental

Manuel Barrueco (Gitarre), José Staneck (Mundharmonika)
Cláudia Nascimento (Flöte), Layla Köhler (Oboe), Douglas Braga (Alt-Saxophon), Fábio Zanon (Gitarre), Rogéria Zaghi (Celesta), Suélem Sampaio (Harfe), Adrian Petrutio (Violine), Ederson Fernandes (Bratsche), Adriana Holtz (Cello)

São Paulo Symphony Orchestra, Giancarlo Guerrero

Gruß Amonasro
Klassiknerd (14.01.2021, 16:37):



Arnold Bax
Sinfonien Nr. 1 + 6
London Philharmonic
Bryden Thomson
tapeesa (14.01.2021, 18:13):
Australian Percussion

1. Nigel Westlake • Omphalo Centric Lecture *
2. Michael Askill • Lemurian Dances
3. Ross Edwards • Marimba Dances *
4. Peter Sculthorpe • How the Stars Were Made

5. Nigel Westlake • Fabian Theory *
6. Martin Wesley-Smith • White Knight and Beaver *

Michael Askill: Marimba* und Schlagwerk **
Jan Van Karajan (14.01.2021, 19:15):
Hier wieder Kammermusik in feinster Ausführung:

Claude Debussy: Klaviertrio in G-Dur

Renaud Capucon, Violine

Edgar Moreau, Cello

Bertrand Chamayou, Klavier

Grüße

Jan :hello
Philidor (14.01.2021, 20:04):
Hier die junge Cecilia Bartoli - mit geläufiger Gurgel.
(Der Titel der CD hat nichts mit verbotenen analgetischen bzw. euphorisierenden Substanzen zu tun.)

Rossini - Heroines

Cecilia Bartoli, Mezzosopran
Orchester und Chor des Teatro de la Fenice
Ion Marin



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (14.01.2021, 20:37):
Jan Van Karajan (14.01.2021, 21:43):
Ich bleibe erstmal bei Kammermusik:

Claude Debussy: Streichquartett in g-moll, op. 10

Quatuor Ebene

Grüße

Jan :hello
Amonasro (14.01.2021, 22:50):


Camille Saint-Saëns:

Le Carnaval des Animaux

Robin McGee - Kontrabass
Antony Pay - Klarinette
Sebastian Bell - Flöte
Christopher van Kampen - Violoncello
Pascal Rogé - Klavier
Cristina Ortiz - Klavier
The London Sinfonietta, Charles Dutoit

Phaéton op. 39
Le Rouet d'Omphale op. 31
Danse macabre op. 40

Philharmonia Orchestra, Charles Dutoit

Gruß Amonasro
Sfantu (14.01.2021, 23:21):
@Amonasro

dieses Album macht immer wieder große Freude! Der perfekte Carnaval, der perfekte Phaéton, die fast perfekte Danse macabre (die Donnerschläge nach dem Hahnenschrei müssten deutlicher zu hören sein). Daß die Decca damals die Jeunesse d'Hercule nicht mit aufs Album presste sondern man dafür die Box mit den Klavierkonzerten (Pascal Rogé) kaufen musste, war ein dreister Marketing-Trick. Alle Tondichtungen beisammen wäre schon fein gewesen. An der mangelnden Kapazität kann es jedenfalls nicht gelegen haben. & das gilt für die CD ebenso wie für die originale LP-Ausgabe.
Trotzdem - ein absolutes Bijou!
Amonasro (15.01.2021, 11:42):
Ja, eine tolle Aufnahme. Dutoits Jeunesse d'Hercule kenne ich gar nicht, auf meiner Ausgabe der Klavierkonzerte ist das Stück leider auch nicht enthalten.

Gruß Amonasro :hello
Cetay (inaktiv) (15.01.2021, 12:45):


Ludwig van Beethoven; Sinfonie Nr. 9 d-Moll, op. 125
Kwangchul Youn, Benjamin Bruns, Elisabeth Kulman, Marlis Petersen, Rundfunkchor Berlin, Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko
tapeesa (15.01.2021, 12:56):
François Couperin - Apothéose de LullyThomas Goff (Hammerklavier), Raymond Leppard (Cembalo),
English Chamber Orchestra, 1966, London, Kingsway Hall
Marcie (15.01.2021, 16:11):
Marcie (15.01.2021, 19:04):


:down :down :down
Philidor (15.01.2021, 19:25):
Auch hier Getastetes.

Franz Liszt: Harmonies poétiques et religieuses

François-Frédéric Guy, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (15.01.2021, 20:01):


Richard Wagner: Götterdämmerung

Siegfried - Wolfgang Windgassen
Gunther - Thomas Stewart
Alberich - Gustav Neidlinger
Hagen - Josef Greindl
Brünnhilde - Birgit Nilsson
Gutrune - Ludmila Dvořáková
Waltraute - Martha Mödl
Woglinde - Dorothea Siebert
Wellgunde - Helga Dernesch
Floßhilde - Sieglinde Wagner
1. Norn - Marga Höffgen
2. Norn - Annelies Burmeister
3. Norn - Anja Silja

Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele, Karl Böhm

Gruß Amonasro
Philidor (15.01.2021, 20:39):
Richard Wagner: Götterdämmerung



Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele, Karl Böhm
Im Böhm-Ring aus Bayreuth 1967 gefiel mir die Walküre am besten. - Die GöDä war mir kurioserweise zu schnell, wodurch die Nornenszene, die Waltrautenszene und der Schlussgesang m. E. an Spannung verloren. - Mödl, Nilsson und Greindl sorgten für die Höhepunkte, Windgassen und Stewart auch gut.

Dennoch fand ich diesen Böhm-Ring beim letzten Durchhören (2014) durchwachsen. Für Bayreuth live würde ich eher zu Krauss oder Keilberth greifen, für Stereo zu Solti plus Leinsdorf für die Walküre. (Das ist freilich geschummelt ... cherry-picking ... )

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (15.01.2021, 20:39):
Amonasro (15.01.2021, 21:58):
Im Böhm-Ring aus Bayreuth 1967 gefiel mir die Walküre am besten. - Die GöDä war mir kurioserweise zu schnell, wodurch die Nornenszene, die Waltrautenszene und der Schlussgesang m. E. an Spannung verloren. - Mödl, Nilsson und Greindl sorgten für die Höhepunkte, Windgassen und Stewart auch gut.
Dennoch fand ich diesen Böhm-Ring beim letzten Durchhören (2014) durchwachsen. Für Bayreuth live würde ich eher zu Krauss oder Keilberth greifen, für Stereo zu Solti plus Leinsdorf für die Walküre. (Das ist freilich geschummelt ... cherry-picking ... )
Das entspricht auch weitestgehend meinem Eindruck. Böhm ging den ganzen Ring ziemlich schnell an (oder vielleicht Wagner generell, denn auch sein Tristan zählt zu den schnelleren). Solti gefällt mir da besser, zumal er zum Teil die selben Sänger hat.

Gruß Amonasro :hello
Jan Van Karajan (15.01.2021, 22:07):
Zum Abend wieder Kammermusik:

Claude Debussy: Sonate für Flöte, Viola und Harfe

Michel Debost, Flöte

Lily Laskine, Harfe

Yehudi Menuhin, Viola

Sonate für Violine und Klavier

Yehudi Menuhin, Violine

Jacques Fevrier, Klavier

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (16.01.2021, 03:31):


Wolfgang Amadeus Mozart; Eine kleine Nachtmusik, Divertimenti & Adagio und Fuge
Sinfonia Varsovia, Emmanuel Krivine
Serenade G-Dur, K. 525 "Eine kleine Nachtmusik"
Divertimento D-Dur, K. 136 (125a)
Divertimento B-Dur, K. 137 (125b)
Divertimento F-Dur, K. 138 (125c)
Adagio und Fuge c-Moll, K. 546
Cetay (inaktiv) (16.01.2021, 04:49):


Bohuslav Martinu, Stin (Der Schatten), Ballett in einem Akt H. 102
Dorota Szczepańska (Sopran offstage), Anna Maria Staśkiewicz (Violine), Agnieszka Kopacka (Klavier), Sinfonia Varsovia, Ian Hobson

Ein grober Misserfolg des 24-jährigen:

(...) monoton und selten lebhaft im Tempo... die Orchestrierung ist einfach und kunstlos, mit exzessivem Einsatz von Klavier und Celesta (...) es nicht möglich, diese Arbeit für die Aufführung am Nationaltheater zu empfehlen. Otakar Ostrčíl, Direktor

Naja, es hat schon seine Längen aber auch einige grosse Momente. Ich finde es sehr originell und anregend.
tapeesa (16.01.2021, 10:37):
Alla Pavlova:
Sinfonien 2 & 4 - Tchaikovsky Symphony Orchestra of Moscow Radio, Vladimir Fedoseyev
Sinfonien 7 & 8 - Saulė Rinkevičiūtė (Violine)
Lithuanian State Symphony Orchestra, Gintaras Rinkevicius
Marcie (16.01.2021, 11:05):
Philidor (16.01.2021, 14:19):
Hier ein wenig Bach.

Johann Sebastian Bach

Brandenburgisches Konzert Nr. 4 G-Dur BWV 1049
Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046
Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur BWV 1047



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (16.01.2021, 15:19):
Soeben die Munch-Schatztruhe geöffnet und sogleich ein Wow-Erlebnis:
Marcie (16.01.2021, 17:41):
Und weiter gehts mit "Wow!", auch bei meiner Blomstedt-Box. ich glaube, diese Eroica-Aufnahme wird noch sehr oft bei mir laufen:



:down :down :down
Philidor (16.01.2021, 18:53):
Was der im zarten Alter von 22 Jahren konnte ...

Franz Schubert: Winterreise D 911

Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton
Klaus Billing, Klavier
Aufnahme 19. Januar 1948



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (16.01.2021, 19:47):


Giacomo Puccini/Luigi Illica/Giuseppe Giacosa: Tosca

Floria Tosca - Maria Callas
Mario Cavaradossi - Giuseppe Di Stefano
Scarpia - Tito Gobbi
Cesare Angelotti - Franco Calabrese
Spoletta - Angelo Mercuriali
Sagrestano - Melchiorre Luise
Sciarrone/Carceriere - Dario Caselli
Pastore - Alvaro Cordova

Coro e Orchestra del Teatro alla Scala, Victor De Sabata

Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (16.01.2021, 22:24):

Claude Debussy: Premiere Suite d`orchestre
Les Siecles, Francois-Xavier Roth
Grüße
Jan :hello
Philidor (16.01.2021, 22:36):
Giacomo Puccini/Luigi Illica/Giuseppe Giacosa: Tosca

Floria Tosca - Maria Callas
Mario Cavaradossi - Giuseppe Di Stefano
Scarpia - Tito Gobbi
Soso, der Böhm-Ring, die Callas/di Stefano/Gobbi-Tosca, ... da kann ja nur noch Figaro oder Rosenkavalier mit Erich Kleiber oder Traviata mit Callas kommen ... oder so ... ;)

Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (16.01.2021, 22:46):


aus dieser Box:

L. van Beethoven: Violinkonzert D-Dur Op. 61

Viktoria Mullova, Violine
John Eliot Gardiner,
Orchestré Revolutionnaire & Romantique

Mal sehen, ob sich der äußerst positive erste Höreindurck bestätigt :)
Philidor (17.01.2021, 08:26):
In Sachen "Beethoven op. 61 HIP" ist ja Zehetmair/Brüggen mein Liebling ... wobei ich die Aufnahme mit Mullova/Gardiner nicht kenne.

Hier Musik zum Tage - 2. Sonntag nach Epiphanias.

Johann Sebastian Bach: "Ach Gott, wie manches Herzeleid" BWV 3

Dorothee Mields, Pascal Bertin, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.01.2021, 08:50):
Habe ich's schon mal gesagt? Die Japaner können nicht nur Bach ... und hört mal die Missa solemnis mit Suzuki ...

... heute vor 248 Jahren uraufgeführt:

W. A. Mozart: Exsultate, jubilate KV 165

Carolyn Sampson, Sopran
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Carolyn Sampson in Hochform. Eine meine Lieblingssängerinen für dieses Repertoire unter denen derzeit aktiven.

Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (17.01.2021, 09:45):
die Missa Solemnis war der eigentliche Grund für den Kauf dieser Beethoven Box, nachdem ich mich durch den entsprechenden Thread hier gewühlt hatte. Die Symphonien finde ich nicht sehr lohnenswert, alles richtig gemacht, aber eigentlich langweilig. Die Klavierkonzerte muss ich noch genauer anhören, aber Levin mag ich gern, seit ich ihn mal live in Konzert und Vorträgen erlebt habe. Aber die Violinkonzert Aufnahme gefällt mir wirklich gut. Die Geige fügt sich so gut ins Orchester ein wie in keiner anderen mir bekannten Aufnahme. Die Zehetmair Aufnahme kenne ich leider nicht, aber ich setze sie mal auf die Liste... mein armes Konto.

Jetzt wieder aus o.g. Box:

L. van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 c - moll Op. 37

Robert Levin, Klavier
John Eliot Gardiner
Orchestré Revolutionnaire & Romantique
palestrina (17.01.2021, 10:10):
Carolyn Sampson in Hochform. Eine meine Lieblingssängerinen für dieses Repertoire unter denen derzeit aktiven.
:down :leb :beer :hello :times10

LG palestrina
Philidor (17.01.2021, 10:17):
die Missa Solemnis war der eigentliche Grund für den Kauf dieser Beethoven Box, nachdem ich mich durch den entsprechenden Thread hier gewühlt hatte.
Ja. Tolle Aufnahme! Ich mag noch Harnoncourts letzte Aufnahme sehr, sehr persönlich, anrührend. Vielleicht "too much" im Sinne von Seelen-Exhibitionismus, wenn man das nicht mag, dann nicht.
Die Symphonien finde ich nicht sehr lohnenswert, alles richtig gemacht, aber eigentlich langweilig.
Oho! Für mich wäre das die Insel-Box in Sachen Beethoven ... nun ja, das müsste man en détail besprechen. Bei der Ersten, Dritten, Siebten und Neunten steht die Gardiner-Aufnahme bei mir jeweils ziemlich vorne ... Top 5 oder so, wenn ich das so flapsig sagen darf.
Die Zehetmair Aufnahme kenne ich leider nicht, aber ich setze sie mal auf die Liste... mein armes Konto.
"Gebraucht - wie neu" zurzeit € 1,71 zzgl. Versand. - Ich werbe immer wieder gerne für Streaming. Mullova/Gardiner werde ich mir "for free" anhören, wenn das Wohnzimmer wieder nutzbar und die Anlage vom Arbeitszimmer wieder dorthin transferiert ist.

Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (17.01.2021, 10:29):
ich bin grad eher dabei, ein neues CD Regal anzuschaffen :D Ich gebe den Symphonien durchaus noch Chancen, immerhin hab ich dafür bezahlt... (ja, ich bin Schwabe). Aber bisher will der Funke nicht überspringen. Järvi und die Bremer reißen mich da eher mit, alternativ schafft es Karajan auch immer wieder, mich in den Klang reinzuziehen.

Jetzt weiter mit der Box:

Fantasie für Klavier, Chor & Orchester Op. 80

Robert Levin, Klavier
Angela Kayimiercyuk
Constanze Backes
Susanna Spicer
Julian Podger
Robert Johnston
Julian Clarkson
The Monteverdi Choir
John Eliot Gardiner
Orchestre Révolutionnaire et Romantique


für die EInleitung hat Levin in dieser Aufnahme drei verschiedene Varianten eingespielt.
Marcie (17.01.2021, 11:38):
Philidor (17.01.2021, 12:00):
Järvi und die Bremer reißen mich da eher mit, alternativ schafft es Karajan auch immer wieder, mich in den Klang reinzuziehen.
Järvi: :beer Die DVDs finde ich noch besser als die CDs, aber auch die CDs sind (bei einigen Sinfonien) ganz großes Kino. Meine Favoriten sind Nr. 1, Nr. 3 und Nr. 8, mit Abstrichen auch die 9., bei der Sechsten ist er m. E. nicht so stark. Die anderen habe ich gerade nicht präsent, erinnere mich aber, dass ich die Bremer Stadtmusikanten bei der 4. und 7. eher dünn fand; das freilich mit Carlos Kleiber im Ohr.

Und ja ... Karajan ist allemal dabei. Die Philiharmonia-Aufnahmen und der Zyklus aus 1961/62. DIe Neunte ist mit ihm immer wieder ein Knaller. Im 1961/62-er Zyklus auch die 5. und 7, mit dem Philharmonia finde ich die Eroica gut gelungen, das hat er in Berlin m. E. weder 1961/62 noch 1977 so hinbekommen.

Hier nochmal Musik zum Tage.

Johann Sebastian Bach: "Ach Gott, wie manches Herzeleid" BWV 3

Joanne Lunn, Richard Wyn Roberts, Julian Podger, Gerald Finley
Monteverdi Choir
The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (17.01.2021, 12:37):
Sfantu (17.01.2021, 14:03):
Zum Auftakt einer sturmfreien Woche hab' ich bis heute Früh um halb sechs Musik gehört. Daher startet mein Tag etwas später - dafür aber mit einem echten Aufsteller, auf der Stuhlkante mit Biß & Feinschliff musiziert:



Johann Gottfried Müthel

Klavierkonzert B-dur
Christine Schornsheim, Hammerklavier (Weymar nach Silbermann)
Akademie für Alte Musik Berlin
(CD, harmonia mundi France, 2001)
Marcie (17.01.2021, 15:43):
Philidor (17.01.2021, 16:32):
Inspiriert durch die Ring-Audition Amonasros nebst First-Class-Tosca ... dass zurzeit Musik im Arbeitszimmer mit den Boxen aus meiner Studentenzeit gehört wird, stört beim Alter dieser Aufnahme nicht sonderlich.

Richard Wagner: Die Walküre

Siegmund - Lauritz Melchior
Sieglinde - Astrid Varnay
Hunding - Alexander Kipnis
Brünnhilde - Helen Traubel
Wotan - Friedrich Schorr
Fricka - Kerstin Thorborg

Metropolitan Opera Orchestra
Erich Leinsdorf
live 6. November 1941



Ich waltet' der hehrsten Wonnen ... die Besetzung ist fantastisch gut, sogar Helen Traubel macht fast vergessen, dass es noch eine andere Besetzung gab.

Die Aufnahme hält das Bühnendebut von Astrid Varnay fest. Die eigentlich vorgesehene Lotte Lehmann hatte sich erkältet und musste absagen, Varnay erfuhr davon am Vortag der Aufführung. - Sechs Tage später sprang sie für Helen Traubel als Brünnhilde ein. 23 Jahre war sie da alt. - Man versteht kaum, warum heutige Sängerinnen so herumzicken, wenn sie mal Wagner singen sollen ... :D (ist natürlich nicht so gemeint)

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (17.01.2021, 17:23):
Morgen beginnt auch hier wieder ein landesweiter Lockdown, weshalb ich gestern dem hiesigen Klassik-Tonträger-Händler einen vorläufig letzten Besuch abstattete um mal wieder deutlich mehr Geld als geplant da zu lassen. Inklusive einiger Blindkäufe - einer davon ist dieser:


Nimrod Borenstein

Violinkonzert op. 60 (2013)
"The Big Bang and Creation of the Universe" für Orchester (2009)
"If You will it, it's not a dream" für Orchester (2012)

Irmina Trynkos, Violine,
Oxford Philharmonic Orchestra - Wladimir Ashkenazy
(CD, Chandos, 2017)

Borenstein? Noch nie gehört, diesen Namen.
Ich dachte mir, wenn sich Ashkenazy dafür einsetzt, kann es so schlecht nicht sein. & genau das ist es: nicht sooo schlecht. Die niederländischsprachige Wikipedia beschreibt die Tonsprache des 1969 Geborenen so:
Borenstein komponiert in einem postmodernen, eklektizistischen Stil, der die Grenzen der Tonalität nie verläßt, nach einer Methode, den er scientific nennt.
Im Blindtest ist das eine Art Prokofiev-Rodrigo-Kunstmusik-Smoothie. In etwa so schreibt wohl die Figur eines zeitgenössischen Komponisten, wie sie in einer Rosamunde-Pilcher-Verfilmung oder in einer Episode des "Traumschiffs" vorkäme.
Das tönt jetzt nach einem rigorosen Verriß? Der Eindruck täuscht. Nach zweimaligem Hören gefällt mir die Musik zum Teil gut.
Im Konzert ist mir der Solopart tendenziell zu melodiös, dafür kontert das Tutti mit markanter Rethorik. Sehr schön bspw. die prominente Paukenstimme. Auch das Vibraphon tritt häufig hervor - in den beiden anderen Stücken noch deutlicher - das Instrument scheint eine Art Markenzeichen Borensteins zu sein. Überhaupt schreibt Borenstein mit sicherem Gespür für Klang & Effekt.
Der "Big Bang" ist längst nicht so reißerisch, wie der Titel erwarten lassen könnte. Die Musik ist sogar introspektiver als das Geigenkonzert. Die drei Sätze beleuchten Einzelaspekte der Idee einer Schöpfungsgeschichte: Licht, Frieden, Leben. Dieses & das letzte, einsätzige Stück sprechen am unmittelbarsten an.
Als Neue Musik kann man das alles nur bedingt gelten lassen. Allein aber die Tatsache, daß beliebte Zutaten aus Minimal Music, Crossover oder Soundtracks vermieden werden, spricht für Borenstein.

Formidable Solistin, formidables Orchester, überragender Sound.
Philidor (17.01.2021, 17:51):
Sehr anregend.

Jan Dismas Zelenka

Triosonate Nr. 1 F-Dur
Triosonate Nr. 2 g-Moll

Heinz Holliger, Maurice Bourgue, Oboe
Klaus Thunemann, Fagott
Christiane Jaccottet, Cembalo



... und den BoringsteinBorenstein lasse ich hinterher mal einströmen, wenigstens die Schöpfung.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.01.2021, 18:14):
Inklusive einiger Blindkäufe - einer davon ist dieser:


Nimrod Borenstein

"The Big Bang and Creation of the Universe" für Orchester (2009)

Oxford Philharmonic Orchestra
Wladimir Ashkenazy
(CD, Chandos, 2017)

Borenstein? Noch nie gehört, diesen Namen.
Ich dachte mir, wenn sich Ashkenazy dafür einsetzt, kann es so schlecht nicht sein. & genau das ist es: nicht sooo schlecht. Die niederländischsprachige Wikipedia beschreibt die Tonsprache des 1969 Geborenen so:
Borenstein komponiert in einem postmodernen, eklektizistischen Stil, der die Grenzen der Tonalität nie verläßt, nach einer Methode, den er scientific nennt.
Im Blindtest ist das eine Art Prokofiev-Rodrigo-Kunstmusik-Smoothie. Ääääh, ja ... also ganz offen: Wenn mir nach dieser Musik zumute ist, greife ich auch weiterhin zu Leifs, Vasks oder Nørgård

Als Neue Musik kann man das alles nur bedingt gelten lassen.Äääääh, ja. Jedenfalls, wenn "Neu" mit großem "N" geschrieben wird.

Allein aber die Tatsache, daß beliebte Zutaten aus Minimal Music, Crossover oder Soundtracks vermieden werden, spricht für Borenstein.
Hm.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (17.01.2021, 18:27):
Ich geb's ja zu:
Hätt' ich's vorher gewußt, hätt' ich mir die Anschaffung gespart. Aber ja - hab' schon krassere Enttäuschungen erlebt.
Philidor (17.01.2021, 18:30):
:beer

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (17.01.2021, 18:50):
Das nehm' ich sogar wörtlich. Gönn' mir gerade ein Fläschli zum Apéro.
:beer
Jan Van Karajan (17.01.2021, 18:58):
Ich bin hingerissen :down . Spritzig, elegant, kreativ:

Claude Debussy: La mer

Nocturnes

Philharmonia Chorus

Philharmonia Orchestra, Carlo Maria Giulini

In dieser Box geföllt mir diese CD bisher am besten, auch wenn mich schon viele andere Werke angesprochen haben.

Grüße

Jan :hello
Philidor (17.01.2021, 19:01):
Das nehm' ich sogar wörtlich. Gönn' mir gerade ein Fläschli zum Apéro.
Prosit! Hier leider nicht, hier werden noch Weihnachtspfunde bekämpft ... ab Ende Januar wieder.

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (17.01.2021, 19:03):
Ich fühle mit dir, lieber Philidor :beer . Auch ich müsste mich im Moment etwas zurückhalten. Ist aber ziemlich schwer :D
Philidor (17.01.2021, 19:07):
Ist aber ziemlich schwer
Gar nicht. Kohlenhydratreduktion. Erste Woche 20 g pro Tag, ab der zweiten Woche 50 g. Wenn der Körper keine (oder nicht genug) Kohlenhydrate bekommt, dann muss er anfangen, Fett zu verbrennen, um daraus Kohlenhydrate zu erzeugen. Kohlenhydrate braucht er nämlich. Da Kohlenhydrate durch Eiweißpulver ersetzt werden (Du willst ja keine Muskeln abbauen, weil Du sonst weniger Verbraucher an Bord hättest, wenn Du wieder normal isst -> Jojo-Effekt), hält sich der Hunger in engen Grenzen. Nach 2-3 Tagen ist es gut.

Minus 3 kg in der ersten Woche sind Standard, dann 1 bis 1,5 kg/Woche.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (17.01.2021, 19:08):
Wohl wahr, ihr Brüder vom Orden der fleissigen Gürtelloch-Zange!
Jan Van Karajan (17.01.2021, 19:14):
An sich habe ich mit sowas eigentlich kein Problem, weil ich mich größtenteils sehr gesund ernähre. Während des Lockdowns hab ich allerdings wieder ziemlich süß und fettig gegessen :D . Es geht bei mir ohnehin eher weniger um zu viel auf den Rippen, sondern um die allgemeine Gesundheit :D . Von ärztlicher Seite wurde mir Stressreduktion und ein gesünderer Lebensstil aufgetragen. Also hält es sich noch im Rahmen :D
Philidor (17.01.2021, 19:22):
Na, wenn's dem Arzt schon auffällt, wo der nur viereinhalb Minuten hat, um das festzustellen ...

Bei mir war es eine nur halbherzig durchgeführte Abnehmaktion im Januar 2020, die zusammen mit Home Office seit Mitte März 2020 dazu führte, dass ich im Juni dann ein all-time-high erreichte. Wurde dann nach dem Sommerurlaub angegangen, so dass das zweite Halbjahr halbwegs ok war. Und jetzt bin ich 1 kg unter dem Minimum von 2020. Sieht gut aus. Jetzt nur noch 2 bis 3 kg abnehmen und dann so ungefähr halten bis Ostern ...

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (17.01.2021, 19:31):
Bei mir ging es aber leider um andere gesundheitliche Probleme :D . Ich wünsche dir allzeit das Wunschgewicht :)
Philidor (17.01.2021, 19:48):
Ich wünsche dir allzeit das Wunschgewicht
Danke! Das wäre ca. 12 kg weniger als jetzt. Als ich so leicht war, bin ich noch Langstrecke gelaufen ... tempi passati... aber auch Dir alles Gute!

Hier langsameres Marschtempo:

Franz Schubert: Winterreise D 911

Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton
Hermann Reutter, Klavier
Dezember 1952



Was für ein Riesenschritt nach der 1948er Aufnahme! Viel weniger gefühlig, ganz schön auflehnend bei den entsprechenden Textstellen, insgesamt viel geschlossener.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (17.01.2021, 19:58):
Hier während des Apéros ein wenig Vogelkunde.
Nicht zu pietätlos, wie ich hoffe - es gibt Gänseschmalz auf Dinkelbrot...
Immerhin - eine "l'Oye" hat Messiaen nicht mit in seiner Sammlung.



Olivier Messiaen

Catalogue dóiseaux
Anatol Ugorski, Klavier
(3 CDs, DG, 1994)

Daraus: "Le Cochard des Alpes" & "Le Loriot"
Jan Van Karajan (17.01.2021, 21:49):
Danke! Das wäre ca. 12 kg weniger als jetzt. Als ich so leicht war, bin ich noch Langstrecke gelaufen ... tempi passati... aber auch Dir alles Gute!
Vielen Dank lieber Philidor. Tatsächlich befinde ich mich mittlerweile auf dem Weg der Besserung :) .
Nun finaler Schostakowitsch:

Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 15 in A-Dur, op. 141

London Philharmonic Orchestra, Bernard Haitink

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (18.01.2021, 02:37):


Richard Strauss; Eine Alpensinfonie, op. 64, TRV 233
Tschechische Philharmonie, Zdeněk Košler
Sfantu (18.01.2021, 15:02):
,
Charlotte Seither

Champlève (Klaviertrio Nr. 1), 1994
Equal ways of difference (Klaviertrio Nr. 2), 2011

elole-Klaviertrio
(CD, Wergo, 2015)

Ich höre gern & viel Neue Musik.
Was aber problematisch bleibt: passende Begriffe zur Beschreibung zu finden. Nach wie vor auch wegen der Schwierigkeit, mich in diesem Feld insgesamt zu orientieren.
Als Einstieg bei Seither wählte ich von dieser CD (es sind weitere Solo-& Duo-Kompositionen enthalten) ihre beiden Klaviertrios - meine Lieblings-Kammermusik-Gattung. Seither charakterisiert das Wirkprinzip des Klaviertrios so: das Klavier gibt das harmonische Fundament, das Cello übersetzt dieses ins Lineare, die Violine in die figurative Vertikale. Ihr (Seithers) erklärtes Ziel ist, dieses Prinzip aufzubrechen.

Was ich immerhin versuchen kann, ist - im Rahmen meiner Möglichkeiten - zu beschreiben:

Beide Werke sind einsätzig & von gut 9 bzw. knapp 15min Spieldauer. Es bewegt sich Vieles extrem leise knapp über der Hörschwelle. Vor allem im ersten Trio ist das Klavier gewissermaßen gefesselt & geknebelt, indem es durch Präparation durchweg verfremdet klingt & außerdem sich in seinem Part auf knappe kommentierende Einwürfe beschränken muß. Die beiden Streicher dominieren das Geschehen, schweben häufig auf selber Tonhöhe in schier endlosen Primen. Daß es dennoch nicht einförmig ist, bewirkt die bunte Ausgestaltung, was die Spielweise betrifft. Oft entsteht das Bild des einander Zuspielens: lange, durch Mikrointervall "unscharf" gemachte Töne, gefolgt von knappen pizzicati. Das könnte etwa ein Tennis-Match sein. Oft ist das Cello höher notiert als die Geige.
Im zweiten Trio darf das Klavier etwas mehr, bleibt aber untergeordnet. Die Streicher liefern sich in teils heftigen Schlagabtauschen erregte Gefechte, schweifen in zahllosen Glissandi auf & ab wie Luftschutzsirenen, was beim Zuhören auf Dauer anstrengend sein kann. Hier wirkt die Musik gerade in den leisen Passagen viel eindringlicher.

Eine interessante Klangwelt. Leider ist dies - soweit ich sehe - bislang die einzige Seither-CD.
Cetay (inaktiv) (18.01.2021, 15:36):
Hier Altbewährtes in ganz alter Interpretation:



Pjotr Tchaikovsky; Sinfonie Nr. 6 h-Moll, op. 74 "Pathetique"
Berliner Philharmoniker, Oskar Fried (1932)
Marcie (18.01.2021, 18:43):
Sfantu (18.01.2021, 19:08):

Ludwig van Beethoven

Streichquartette F-dur & G-dur op. 18. Nr. 1 & 2
Belcea-Quartett
(CD, ZIG-ZAG, 2013)

Eigentlich war geplant, die LvB-Quartette komplett peu à peu auf Platte zu hören (Melos bzw. Quartetto Italiano). Da aber viel nebenher zutun ist (momentan gerade Kochen), mußte ich auf CD ausweichen (lasse den Plattendreher samt Naßabspielsystem niemals unbeaufsichtigt).
Eine ganz vorzügliche Aufnahme. Was für ein Drama sie im langsamen Satz des F-dur-Quartetts aufziehen - großes Kino! Sorgfältige Gestaltung im Großen wie im Kleinen. Bin gespannt auf den Rest! Die Komplett-Box hab' ich im Wie-neu-Zustand in einem Brocki für ganze CHF 4,90 erstanden!
Durch solche Glücksfunde gleichen sich gewisse, äähhm, Fälle wie der Boringstein für 25 Franken locker wieder aus.
Marcie (18.01.2021, 19:13):

Ludwig van Beethoven

Streichquartette F-dur & G-dur op. 18. Nr. 1 & 2
Belcea-Quartett
(CD, ZIG-ZAG, 2013)

Eigentlich war geplant, die LvB-Quartette komplett peu à peu auf Platte zu hören (Melos bzw. Quartetto Italiano). Da aber viel nebenher zutun ist (momentan gerade Kochen), mußte ich auf CD ausweichen (lasse den Plattendreher samt Naßabspielsystem niemals unbeaufsichtigt).
Eine ganz vorzügliche Aufnahme. Was für ein Drama sie im langsamen Satz des F-dur-Quartetts aufziehen - großes Kino! Sorgfältige Gestaltung im Großen wie im Kleinen. Bin gespannt auf den Rest! Die Komplett-Box hab' ich im Wie-neu-Zustand in einem Brocki für ganze CHF 4,90 erstanden!
Durch solche Glücksfunde gleichen sich gewisse, äähhm, Fälle wie der Boringstein für 25 Franken locker wieder aus.
Dank einem Tipp hier im Forum hatte ich mir auch die Komplettaufnahme des Belcea Quartets gekauft und bin immer noch begeistert!
Philidor (18.01.2021, 19:24):
Die Komplett-Box hab' ich im Wie-neu-Zustand in einem Brocki für ganze CHF 4,90 erstanden!
Na, herzlichen Glückwunsch! Was für ein Glücksgriff.

Gruß
Philidor

:hello
michael74 (18.01.2021, 20:14):
Hallo Zusammen

ich fang mal langsam an



Passend dazu



Gruß Michael
Nicolas_Aine (18.01.2021, 21:21):
die Beethoven Aufnahmen vom Belcea Quartett werden hier regelmäßig gelobt, sollte ich die dann auf die Liste setzen? Ich liebäugele schon länger damit…
Marcie (18.01.2021, 21:36):
die Beethoven Aufnahmen vom Belcea Quartett werden hier regelmäßig gelobt, sollte ich die dann auf die Liste setzen? Ich liebäugele schon länger damit…
Aber unbedingt sogar!
Amonasro (18.01.2021, 21:44):


Gioachino Rossini/Luigi Romanelli: La pietra del paragone

La Marchesa Clarice - Sonia Prina
La Baronessa Aspasia - Jennifer Holloway
Donna Fulvia - Laura Giordano
Il Conte Asdrubale - François Lis
Il Cavalier Giocondo - José Manuel Zapata
Macrobio - Joan Martin-Royo
Pacuvio - Christian Senn
Fabrizio - Filippo Polinelli

Coro del Teatro Regio di Parma
Ensemble Matheus, Jean-Christophe Spinosi

Inszenierung: Giorgio Barberio Corsetti & Pierrick Sorin
Théâtre du Châtelet, Paris

La pietra del paragone ist eine relativ frühes Werk Rossinis. Die Handlung ist zwar belanglos (gelangweilter Adliger testest seine Freunde, in dem er seinen finanziellen Ruin vortäuscht), musikalisch aber schon typisch Rossini. Zu den Höhepunkten zählen Clarices Echo-Arie Eco pietosa mit Horn-Solo, das lange Finale des 1. Akts, Pacuvios Nonsense-Arie Ombretta sdegnoso del Missipipì ("Schnöder Schatten des Missipipì") oder der lebhafte Kanon zu Beginn des 2. Akts.
Die Inszenierung lässt die Darsteller vor einem blauen Hintergrund agieren und projeziert sie auf den Bildschirmen darüber in am Bühnenrand abgefilmte Miniaturbühnenbilder, was zu vielen komischen Effekten genutzt wird. Die Kostüme und Einrichtung würde ich in den 50er-Jahren verorten. Teilweise vielleicht etwas zu slapstickhaft, aber insgesamt eine sehr unterhaltsame, bunte, einfallsreiche Aufführung. Die Sänger sind stimmlich und darstellerisch sehr gut. Spinosi und sein HIP-Ensemble spielen einen sehr spritzigen Rossini mit zackigen Tempi und teilweise auch etwas rauerem Klang. Das komische Klarinetten-Glissando in der Ouvertüre (später in Tancredi wiederverwendet) kommt in keiner anderen mir bekannten Aufnahme so gut zur Geltung wie hier. Wie zu Rossinis Zeit in Italien üblich wird eine Bass-lastige Streicherbesetzung verwendet (im Scala-Orchester kamen zur Zeit der Uraufführung 9 Kontrabässe auf nur 3 Celli).
Die DVDs befinden sich in einem Hardcover-Buch. Neben Inhaltsangabe und Sängerbiografien enthält es zahlreiche Texte, darunter der dieser Oper gewidmete Teil aus Stendhals "Vie de Rossini" (Stendhal hielt La pietra für Rossinis beste Komödie), ein Interview mit Regisseur und Dirigent, eine Einordnung der Oper in Rossinis Entwicklung, ein Text über die historisch informierte Aufführungspraxis bei Rossini, Erklärung der verwendeten Bühnentechnik mit farbigen Bühnenskizzen Sorins, Erläuterungen des Kameramanns über die Schwierigkeiten des Abfilmens dieser Inszenierungen und mehrere witzige Anekdoten über Rossini (ebenfalls Stendhals "Vie de Rossini" entnommen). Alle Texte in Englisch und Französisch. Leider sind das auch die einzigen Untertitel-Optionen. Auf der zweiten DVD ist noch ein etwas seltsamer Film Sorins, der allerdings nichts mit der Oper (oder überhaupt Musik) zu tun hat.

Gruß Amonasro :hello
Philidor (18.01.2021, 21:51):
die Beethoven Aufnahmen vom Belcea Quartett werden hier regelmäßig gelobt, sollte ich die dann auf die Liste setzen? Ich liebäugele schon länger damit…
Wenn Du sie noch nicht hast, könnte ein Gegenhören mit der neuesten Aufnahme des Quatuor Ébène sinnvoll sein. Das Bessere ist des Guten Feind ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.01.2021, 21:53):
Heute mal keine Winterrreise, dennoch eine wunderbare Lied-CD:

Abendbilder. Lieder von Franz Schubert

Christian Gerhaher, Bariton
Gerold Huber, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.01.2021, 21:56):
Wenn Du sie noch nicht hast, könnte ein Gegenhören mit der neuesten Aufnahme des Quatuor Ébène sinnvoll sein. Das Bessere ist des Guten Feind ...
Hier gibt es einen Appetizer. Op. 59 Nr. 1+2.



Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (18.01.2021, 22:19):
Auch ich bleibe im Kammerformat:

Johannes Brahms: Sonate für Klarinette und Klavier Nr. 1 in f-moll, op. 120 Nr.1

Sonate für Klarinette und Klavier Nr. 2 in Es-Dur, op. 120 Nr.2

Karl Leister, Klarinette Jörg Demus, Klavier

Trio für Klavier, Klarinette und Cello in a-moll, op. 114

Tamas Vasary, Klavier

Karl Leister, Klarinette

Ottomar Borwitzky, Cello

Grüße

Jan :hello
tapeesa (18.01.2021, 23:07):
Dame Ethel Smyth - The Prison (1930)
Text: Henry Bennet Brewster

I. Close on Freedom
II. The Deliverance

The Prisoner: Dashon Burton (Bassbariton)
His Soul: Sarah Brailey (Sopran)
Experiential Chorus (Steven Fox), Experiential Orchestra (Henry Wang), James Blachly
Cetay (inaktiv) (19.01.2021, 03:22):


Richard Strauss; Eine Alpensinfonie, op. 64, TRV 233
RSO Stuttgart, Carl Schuricht (7. Apr. 1960)
Maurice inaktiv (19.01.2021, 09:02):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.1 (Version 1866, Edition Carragan)

Philharmonie Festiva , Gerd Schaller AD: Juli 2011 , Live
Amonasro (19.01.2021, 16:23):


Edward Elgar:

Cockaigne

Philharmonia Orchestra, Sir John Barbirolli

Cellokonzert

Jacqueline du Pré (Cello)
London Symphony Orchestra, Sir John Barbirolli

Sea Pictures

Janet Baker (Mezzosopran)
London Symphony Orchestra, Sir John Barbirolli

Gruß Amonasro
tapeesa (19.01.2021, 16:51):
Aus
"Dō (Pathways)"

Sofia Gubaidulina - Der Seiltänzer (für Violine und Klavier), 1993
Zhi-Jong Wang (Violine), Yashuangzi Xie (Klavier)

Lera Auerbach - Lonely Suite (Ballet for a lonely Violinist), op. 70, 2002
Dancing with Oneself, Boredom, No escape, Imaginary Dialogue, Worrisome Thought, Question
Zhi-Jong Wang
Marcie (19.01.2021, 17:25):
Philidor (19.01.2021, 19:55):
Hier nochmals Winterreise.

Franz Schubert: Winterreise D 911

Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton
Gerald Moore, Klavier



Gleich die erste Aufnahme des Dreamteams aus Januar 1955, noch in Mono, finde ich eine der besten seiner Diskographie.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (19.01.2021, 20:30):
Ich höre mich weiter, meist begeistert durch die superb remasterte Entremont-Box von Sony. Nun diese:
Cetay (inaktiv) (20.01.2021, 02:19):


Bela Bartok; Orchestersuiten Nr. 1 op. 3, BB 39 & Nr. 2 op. 4, BB40
Ungarisches National PO, Tibor Ferenc
Cetay (inaktiv) (20.01.2021, 03:38):


Bartók: Divertimento pour orchestre à cordes - Schoenberg: Sérénade, Op. 24
Bela Bartok; Divertimento fur Streichorchester
- Zimbler Sinfonietta, Lukas Foss
Arnold Schönberg; Serenade op. 24
- Clark Brody (Klarinette), Eric Simon (Bassklarinette), John Smith (Gitarre), Sal Piccardy (Mandoline), Louis Krasner (Violine), Ralph Hirsch (Viola), Seymour Barab (Violoncello), Warren Galjour (Bariton), Dimitri Mitropoulos (Leitung)
Cetay (inaktiv) (20.01.2021, 09:26):


Béla Bartók; Music for Strings, Percussion and Celesta / Divertimento and other works
Tapiola Sinfonietta, Jean-Jacques Kantorow
Divertimento, BB 118
Suite paysanne hongroise
+ Hanna Juutileinen (Flöte)
Rumänische Volkstänze, BB 76
Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta, BB 114
Cetay (inaktiv) (20.01.2021, 11:53):
Diese farbenstarken orchestralen BB-"Nebenwerke" mit viel Lokalkolorit machen mir ordentlich Laune. Mehr davon!



Béla Bartók: Suite No. 1 / 2 Pictures / Transylvanian Dances / Hungarian Peasant Songs
Ungarisches National PO, Zoltán Kocsis
Orchestersuite Nr. 1, op.3, BB 39 (1905 Version)
2 Kep (2 Bilder), op. 10, BB 59
Erdelyi tancok (Transylvanische Tänze), BB 102b
Magyar parasztdalok (Ungarische Bauernlieder für Orchester), BB 107

Sehr erfreulich. Gleich den Beginn der ersten Suite lässt Kocsis im Vergleich zu Ferenc viel akzentuierter spielen, das Blech ist deutlich prominenter und der Orchesterklang transparenter. Diese Schokolade schmeckt mir, wobei auch die Leseart der anderen ihre Meriten hat. Das ist einfach gute Musik.
Maurice inaktiv (20.01.2021, 13:36):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.3 , 3.Fassung von 1889

NDR-Sinfonieorchester (Hamburg) , Günter Wand AD: Live, 12.-14-01-1992, Musikhalle Hamburg

Eine wunderbare Einspielung des einzigartigen Bruckner-Dirigenten Günter Wand.
Cetay (inaktiv) (20.01.2021, 13:37):


Béla Bartók: Suite No. 2 / Romanian Dances / Dance Suite
Ungarisches National PO, Zoltán Kocsis
Orchestersuite Nr. 2, op.4, BB 40 (1943 Version)
Roman tanc (Rumänischer Tanz), BB 61
Román népi táncok (Rumänische Volkstänze), BB 76
Tanzsuite, Sz. 77
Orchestersuite Nr. 2 (Sätze 3 & 4, 1923 Version)
Marcie (20.01.2021, 16:20):
Ich höre mich immernoch durch die Sony-Entremont-Box und finde, das alleine schon diese Doppel-CD die Anschaffung rechtfertigt:
tapeesa (20.01.2021, 16:59):
aus "... und nicht vergessen"

Luna Alcalay:

Fluchtpunktzeile
Christina Ascher (Mezzosopran), Manfred Hemm (Bassbariton)
Wiener Symphoniker, Carlos Kalmar

Una Strofa di Dante
ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Chor des Österreichischen Rundfunks, Bruno Maderna
Jan Van Karajan (20.01.2021, 18:53):
Ich bleibe bei Debussy:

Claude Debussy: Khamma

Rotterdams Philharmonisch Orkest, James Conlon

La Boite a joujoux

Berceuse heroique

Orchestre National de ORTF, Jean Martinon

Grüße

Jan :hello
Marcie (20.01.2021, 19:08):
Amonasro (20.01.2021, 19:34):


Giacomo Puccini/Luigi Illica/Giuseppe Giacosa: Tosca

Floria Tosca - Birgit Nilsson
Mario Cavaradossi - Franco Corelli
Barone Scarpia - Dietrich Fischer-Dieskau
Cesare Angelotti - Silvio Maionica
Sagrestano - Alfredo Mariotti
Spoletta - Piero De Palma
Sciarrone - Dino Mantovani
Carceriere - Libero Arbace
Pastore - Patrizio Veronelli

Orchestra e coro dell'Accademia di Santa Cecilia di Roma, Lorin Maazel

Gruß Amonasro
Philidor (20.01.2021, 19:53):
Geradezu ideal im Ausgleich von Verinnerlichung und dem Einsatz äußerer Mittel. Mag ich sehr.

Franz Schubert: Winterreise D 911

Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton
Gerald Moore, Bariton
November 1962



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (20.01.2021, 21:09):


:down
Jan Van Karajan (20.01.2021, 22:26):
Vor der Nachtruhe mal Abwechslung. In den letzten Tagen fast ausschließlich Scostakowitsch, Debussy und Brahms:

Robert Schumann: Nachtstücke, op. 23

Fantasiestücke, op. 12

Chants de l`aube, op. 133

Eric Le Sage, Klavier

Wunderbar romantisch und gefühlvoll. Für kleiner gegliederte Klavierstücke hatte Schumann echt ein Händchen :down

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (21.01.2021, 02:37):


Gustav Mahler; Sinfonie Nr. 8 Es-Dur
Solisten, Chöre, RSO Frankfurt, Eliahu Inbal

Frankfurts Exportschlager Nummer 1 besteht nicht aus Schlachtabfällen, sondern aus Blech. :P
Philidor (21.01.2021, 19:41):
Hier ein paar Sänger weniger.

Fritz Wunderlich, Hubert Giesen: Der Salzburger Liederabend vom 19. August 1965

Ludwig van Beethoven
- Adelaide
- Maillied
- Der Wachtelschlag
- Resignation
- Der Kuss

Franz Schubert
- Der Einsame
- Nachtstück
- An die Laute
- Lied eines Schiffers an die Dioskuren
- An Sylvia
- Der Musensohn

Robert Schumann: Dichterliebe op. 48

Zugaben

Franz Schubert
- Im Abendrot
- Ungeduld



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (21.01.2021, 20:28):
:times10 :times10 :times10

:down :down :down
Jan Van Karajan (21.01.2021, 22:05):
Hier ein Eckpfeiler der romantischen Klavierliteratur:

Robert Schumann: Kinderszenen, op. 15

Eric le Sage, Klavier

Grüße

Jan :hello
Amonasro (21.01.2021, 23:18):


Benjamin Britten: Suiten für Violoncello Nr. 1-3

Truls Mørk

Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (22.01.2021, 00:14):


P. Vasks: Musica Adventus

Normunds Sne
Sinfonietta Riga
Cetay (inaktiv) (22.01.2021, 01:32):


Franz Schubert; Winterreise op. 89, D 911
Alan Bennett (Tenor), Albert Tiu (Steinway D Piano), Live @ Universität Singapur, 27-29. Mai 2015
Amonasro (22.01.2021, 12:18):
Nochmal Britten:



Benjamin Britten:

The Young Person's Guide to the Orchestra
Four Sea Interludes and Passacaglia
Soirées musicales (nach Rossini)
Matinées musicales (nach Rossini)

National Philharmonic Orchestra, Richard Bonynge

Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (22.01.2021, 14:54):


F. Schubert: Fantasie für Violine & Klavier D934

Isabelle Faust, Violine
Alexander Melnikov, Klavier

:times10
tapeesa (22.01.2021, 16:22):
Franz Schubert - Sinfonie Nr. 2 in B-Dur D 125
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Karl Böhm

Johannes Brahms - Sinfonie Nr. 3 in F-Dur op. 90
Wiener Symphoniker, Otto Klemperer
Marcie (22.01.2021, 18:33):
Amonasro (22.01.2021, 18:57):


Giacomo Puccini/Carlo Zangarini/Guelfo Civinini: La fanciulla del West

Minnie - Birgit Nilsson
Jack Rance - Andrea Mongelli
Dick Johnson - João Gibin
Nick - Renato Ercolani
Ashby - Antonio Cassinelli
Sonora - Enzo Sordello
Trin - Florindo Andreolli
Sid - Giuseppe Castariol
Bello - Dino Mantovani
Harry - Dino Formichini
Joe - Antonio Costantino
Happy - Leonardo Monreale
Jim Larkins - Giuseppe Morresi
Jake Wallace - Nicola Zaccaria
Billy Jackrabbit/José Castro - Carlo Forti
Wowkle - Gabriella Carturan
Un postiglione - Angelo Mercuriali
Orchestra e Coro del Teatro alla Scala di Milano, Lovro von Matačić

Gruß Amonasro
Sfantu (22.01.2021, 18:58):

Geirr Tveitt

Klavierkonzert Nr. 4 "Aurora Borealis" op. 130 (1947)
Håvard Gimse,
Royal Scottish National Orchestra - Bartje Engeset
(CD, Naxos, 2002)

Was für ein fesselndes Werk!!
Zärtlich, brutal, unberechenbar wie eine (schöne) Bestie. Gerade erstmals gehört & absolut hingerissen - bei mir eine der erstaunlichsten Entdeckungen der letzten Zeit!
Eine atemberaubende Darbietung in beinahe audiophilem Klang.
Philidor (22.01.2021, 19:22):
Hier wieder Jahreszeitliches.

Franz Schubert: Winterreise D 911

Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton
Jörg Demus, Klavier
Aufnahme Mai 1965



Meine Güte, was für ein Wechsel im Timbre! Dunkler, ernsthafter, abgründiger ... Ich verstehe, warum diese Aufnahme für einige Lied-Aficionados der Höhepunkt der FiDi-Winterreisen ist. (Ich bleibe trotzdem bei FiDi/Moore Nov 1962.) Aber diese will nochmal gehört sein.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (22.01.2021, 19:29):
@Philidor
auch bei mir ist FiDi/Demus meine Winterreisen-Favoritin - selbstverständlich auf 2 LPs. Auf Augenhöhe mit Peter Anders/Michael Raucheisen.

"Sfantu gefällt das"
Marcie (22.01.2021, 19:38):


Geirr Tveitt

Klavierkonzert Nr. 4 "Aurora Borealis" op. 130 (1947)
Håvard Gimse,
Royal Scottish National Orchestra - Bartje Engeset
(CD, Naxos, 2002)

Was für ein fesselndes Werk!!
Zärtlich, brutal, unberechenbar wie eine (schöne) Bestie. Gerade erstmals gehört & absolut hingerissen - bei mir eine der erstaunlichsten Entdeckungen der letzten Zeit!
Eine atemberaubende Darbietung in beinahe audiophilem Klang.
Und schwupps in den Warenkorb... :thumbup:
Maurice inaktiv (22.01.2021, 20:22):
Geirr Tveitt

Klavierkonzert Nr. 4 "Aurora Borealis" op. 130 (1947)
Håvard Gimse,
Royal Scottish National Orchestra - Bartje Engeset
(CD, Naxos, 2002)
Tveitt ist sehr interessant. Ich finde auch die BIS-Einspielungen ganz ausgezeichnet gelungen.

https://smile.amazon.de/Prillar-Solgud-Symfonien-Ole-Kristian-Ruud/dp/B00005AULL/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=1VSW0I3Y8L8EY&dchild=1&keywords=geirr+tveitt&qid=1611343193&s=music&sprefix=geir%2Caps%2C160&sr=1-1

Und natürlich auch Naxos :

https://smile.amazon.de/Geitt-Tveitt-Hardingertunar-Einhundert-Wedding-Suite/dp/B00005MFGZ/ref=sr_1_5?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=1VSW0I3Y8L8EY&dchild=1&keywords=geirr+tveitt&qid=1611343242&s=music&sprefix=geir%2Caps%2C160&sr=1-5

https://smile.amazon.de/Geirr-Tveitt-Klavierkonzerte-Nr-1-5/dp/B000058UU2/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=1VSW0I3Y8L8EY&dchild=1&keywords=geirr+tveitt&qid=1611343242&s=music&sprefix=geir%2Caps%2C160&sr=1-2

https://smile.amazon.de/Suiten-aus-100-Volkslieder-Harda/dp/B0000B0A04/ref=sr_1_17?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=1VSW0I3Y8L8EY&dchild=1&keywords=geirr+tveitt&qid=1611343242&s=music&sprefix=geir%2Caps%2C160&sr=1-17

Mal als Beispiele für Geirr Tveitt
tapeesa (22.01.2021, 20:52):
Benjamin Britten - Cello Suites 1 - 3
Truls Mørk, Violoncello
Sfantu (22.01.2021, 21:39):
Und schwupps in den Warenkorb...
Soweit ich Deinen Geschmack einschätzen kann, denke ich, daß Du es nicht bereuen wirst.
Die Nummern 1 & 5 in derselben Besetzung, auch auf Naxos, sind ebenfalls lohnend. Die Sprödheit & Kompromisslosigkeit von Nr. 4 erreichen sie allerdings nicht. Leider kann die Werkreihe nicht gesamthaft betrachtet werden, da ein Großteil der Manuskripte Tveitts verloren ging, als, 10 Jahre vor seinem Tod, sein Haus niederbrannte.

Wünsche Dir jedenfalls eine mindestens so umwerfende Hörerfahrung, wie ich sie hatte.
Maurice inaktiv (22.01.2021, 22:37):
Wünsche Dir jedenfalls eine mindestens so umwerfende Hörerfahrung, wie ich sie hatte.
Ich kenne Tveitt seit über 10 Jahren bereits. Und wie Du richtig geschrieben hast, der größte Teil seiner Werke ist verbrannt. Sehr tragisch.
Marcie (22.01.2021, 22:49):
Vielleicht sollte jeder, der sich hier im Forum anmeldet, automatisch einen Kaufgutschein von mindestens 500 Euro als Willkommensgeld erhalten, sodass der Eintritt ins Forum/und die damit verbundenen klaffenden Löcher in der Haushaltskasse nicht allzu sehr bereut werden... :leb
Nicolas_Aine (22.01.2021, 22:50):
ich bleibe bei Schubert:



F. Schubert: Streichquintett C - Dur D956

Isaac Stern, Alexander Schneider, Violine
Milton Katims, Viola
Pablo Casals, Paul Tortelier, Violoncello
Marcie (23.01.2021, 01:06):
https://youtu.be/bq_c8Za33To
Cetay (inaktiv) (23.01.2021, 04:52):


Franz Schubert; Winterreise op. 89, D 911
Klaus Mertens (Bass-Bariton), Tini Mathot (Fortepiano, Rosenberger 1802)

Oha! Die ist für mich. Dazu demnächst ein paar oberflächliche Tasting Notes im Wekfaden.
Sfantu (23.01.2021, 07:37):
Vielleicht sollte jeder, der sich hier im Forum anmeldet, automatisch einen Kaufgutschein von mindestens 500 Euro als Willkommensgeld erhalten, sodass der Eintritt ins Forum/und die damit verbundenen klaffenden Löcher in der Haushaltskasse nicht allzu sehr bereut werden...
Ich finde auch, über kurz oder lang kommen wir eh nicht drum herum. & die Milliönchen in unserer Vereinskasse in Zeiten von Minuszins vergammeln zu lassen, ist nun auch keine Lösung. Sinnvoll investiert wäre es allamal.
Philidor (23.01.2021, 09:26):
Mozart am Morgen.

Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 9 Es-Dur KV 271 ("Jenamy")

Alfred Brendel, Klavier
Scottish Chamber Orchestra
Sir Charles Mackerras



Die späten Klavierkonzert-Aufnahmen mit Brendel und Mackerras finde ich herrlich.

Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (23.01.2021, 11:26):
Vielleicht sollte jeder, der sich hier im Forum anmeldet, automatisch einen Kaufgutschein von mindestens 500 Euro als Willkommensgeld erhalten, sodass der Eintritt ins Forum/und die damit verbundenen klaffenden Löcher in der Haushaltskasse nicht allzu sehr bereut werden...
Ich finde auch, über kurz oder lang kommen wir eh nicht drum herum. & die Milliönchen in unserer Vereinskasse in Zeiten von Minuszins vergammeln zu lassen, ist nun auch keine Lösung. Sinnvoll investiert wäre es allamal.
gibts da irgendwelche Konten in der Schweiz, von denen ich nichts weiss…? ?(
Sfantu (23.01.2021, 11:42):
Haha! Schön wär's...
Maurice inaktiv (23.01.2021, 11:42):
gibts da irgendwelche Konten in der Schweiz, von denen ich nichts weiss…?
Frage mal beim DFB nach, vielleicht laufen sie ja unter deren Namen dort. :rofl
Philidor (23.01.2021, 13:29):
Oh - ein Radiobeitrag bei der samstäglichen Einkaufstour erinnerte mich daran, dass wir beinahe ein SzopenChopin-Jahr haben ...

Frédéric Chopin: Variations sur „Là ci darem la mano“ de „Don Juan" de Mozart B-Dur für Klavier und Orchester op. 2


Claudio Arrau, Klavier
London Philharmonic Orchestra
Eliahu Inbal

Daniil Trifonov, Klavier (Version für Klavier solo)

Jan Lisiecki, Klavier
NDR Elbphilharmonie Orchester
Krzysztof Urbański



Gruß
Philidor

:hello
Joanne August (23.01.2021, 13:54):

2. Satz.

Ich bin eigentlich kein wirklicher Mahler-Fan - der ist bisher irgendwie einfach weitestgehend an mir vorbeigegangen. Ich habe neulich "der Vollständigkeit halber" ein paar seiner Sinfonien in meine Playlist eingefügt. Sie gefallen mir gut, aber im Gegensatz zu denen von Sibelius ist bei mir der Funke bisher noch nicht übergesprungen. Einzige Ausnahme ist dieser Satz mit seinem stürmischen Beginn und dann dem ziemlich unerwarteten Übergang in ein "gesittetes", feierliches Thema in den Blechbläsern.

Ich habe vorhin von einem Treffen Mahlers mit Sibelius gelesen und musste laut lachen - anscheinend war Mahler ein recht launischer und störrischer Geselle, jedenfalls bei der Begebenheit. Die Musik der beiden hat ein wenig Ähnlichkeit, wie ich finde, obwohl Mahlers Chaos vielleicht noch etwas organisierter klingt als das von Sibelius. Auch habe ich das Gefühl, dass Mahler Spannung eher mit den Bläsern erzeugt, Sibelius nutzt oft den Kontrast hoher und tiefer Streicher dazu (siehe Violinkonzert, 1. Sinfonie).

Cis-Moll ist jedenfalls eine gewagte Tonart für ein Orchester - also ich als Posaune verabschiede mich beim dritten Kreuz :D
Philidor (23.01.2021, 13:59):
Die Musik der beiden hat ein wenig Ähnlichkeit, wie ich finde, obwohl Mahlers Chaos vielleicht noch etwas organisierter klingt als das von Sibelius.
Wo klingt denn Sibelius nach Chaos bzw. nicht hinreichend bzw. nicht nachvollziehbar organisiert? :D

Gruß
Philidor

:hello
Joanne August (23.01.2021, 14:46):
Wo klingt denn Sibelius nach Chaos bzw. nicht hinreichend bzw. nicht nachvollziehbar organisiert?
Ich suche noch nach einem besseren Ausdruck dafür als Chaos. Im Vergleich mit Mozartsinfonien, deren Abschnitte sehr klar nachvollziehbar ineinander übergehen, oder auch früh- und hochromantischen Sinfonien von Schubert, Mendelssohn, Bruckner etc., die ganz anders strukturiert sind, kommen bei Sibelius die Passagen doch eher plötzlich, werden abrupt abgeschnitten oder dergleichen. Übergänge, die in früheren Epochen vielleicht als unsauber oder einfach überraschend bezeichnet worden wären.

Ich meine Chaos nicht im Sinne von einem Mangel an Ordnung, sondern im Sinne einer Änderung der Struktur gegenüber vorangegangenen Komponisten. Wobei ich zugeben muss, dass Sibelius' spätere Sinfonien da auch wieder anders klingen. Mein Favorit ist ja die erste, und für die finde ich beim besten Willen kein passenderes Adjektiv als chaotisch - das soll keine Wertung sein.
Philidor (23.01.2021, 14:54):
Hier weiter mit frühem Chopin.

Frédéric Chopin: Klaviersonate Nr. 1 c-Moll op. 4

Adam Harasiewicz, Klavier
Vladimir Ashkenazy, Klavier
Leif Ove Andsnes, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (23.01.2021, 15:21):
Christoph Willibald Gluck - La Rencontre imprévue
(aus dem Sujet der komischen Oper)

Libretto: Louis Hurtaut Dancourt
Julie Kaufmann (Sopran), Iris Vermillion (Mezzosopran), Annegeer Stumphius (Sopran), Anne-Marie Rodde (Sopran), Robert Gambill (Tenor), Claes-Håkan Ahnsjö (Tenor), Ulrich Ress (Tenor), Jan-Hendrik Rootering (Bassbariton)
Münchner Rundfunkorchester, Leopold Hager
tapeesa (23.01.2021, 17:35):
1 - 4 Joseph Haydn - Sinfonie Nr. 39 in g-Moll Hob. I:39
The Mozartists, Ian Page
2020, London, St. John's, Smith Square

Christoph Willibald Gluck -
5 - "O del mio dolce ardor" (aus Paride ed Elena, Akt I)
6 - 7 "Tutto qui mi soprende... Le belle immagini" (Rec. & Aria aus Paride ed Elena)
Libretto: Ranieri de’ Calzabigi
Ida Evelina Ränslöv (Mezzosopran), The Mozartists, Ian Page
Philidor (23.01.2021, 18:51):
Weiter mit dem Wahlfranzosen. (Was man wohl keiner Pol*in sagen darf.)

Frédéric Chopin

Mazurken op. 6
Mazurken op. 7

Artur Rubinstein (Aufnahme 1938/39)
Idil Biret
Artur Rubinstein (Aufnahme 1965/66)



Frau Birets variables, geschmeidiges Spiel hat mir sehr gefallen. Und Rubinstein ist Rubinstein.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (23.01.2021, 19:17):
https://www.youtube.com/watch?v=uOerZ-ewUcA
Jan Van Karajan (23.01.2021, 22:09):

Claude Debussy: Frühe Lieder (1879-1882)
Grüße
Jan :hello
Philidor (23.01.2021, 22:36):
Hier gab's nochmal Mozart:

Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551

Academy of St.-Martin-in-the-Fields
Sir Neville Marriner



Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (23.01.2021, 22:37):
Ich habe vorhin von einem Treffen Mahlers mit Sibelius gelesen und musste laut lachen - anscheinend war Mahler ein recht launischer und störrischer Geselle, jedenfalls bei der Begebenheit. Die Musik der beiden hat ein wenig Ähnlichkeit, wie ich finde, obwohl Mahlers Chaos vielleicht noch etwas organisierter klingt als das von Sibelius
Ich suche gerade das Chaos bei Mahler und Sibelius. Vielleicht rufe ich mal bei der Hundestaffel der Polizei an, die sind nur wenige Km von mir entfernt, vielleicht finden die das irgendwo vor.

"Ähnlichkeit" zwischen Mahler und Sibelius? Wo bitte? Auch DIE suche ich dann seit vielen Jahren vergebens. "Störrisch" sind Esel und hin und wieder Kinder oder alte Menschen, aber Mahler? Okay, er trifft vielleicht nicht unbedingt direkt Deinen Geschmack, aber Mahlers Musik zu verstehen kann dauern. Auch bei Sibelius kommt selten der Aha-Effekt sofort, auch kommt es immer auf die Dirigenten und Orchester an. MIR würde Mahler unter Boulez nicht liegen, sein Ansatz ist hier völlig anders als ich ihn nehmen oder empfinden würde.
Marcie (24.01.2021, 00:46):
finde ich beim besten Willen kein passenderes Adjektiv als chaotisch
Finde ich einigermaßen spannend, da ich es überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Also für mich wäre "chaotisch" auch ein unpassendstes, unverständlichstes Adjektiv für Jean Sibelius, insbesondere für dessen Sinfonik, die sich doch eher wohlgeordnet, geradezu in gebirgsbachartiger kristallenen Klarheit logisch durchkomponiert entfaltet?! Vielleicht versuchst Du doch noch genauer darauf einzugehen, was Du mit Chaos meinst.

Auch finde ich absolut keine Ähnlichkeiten in der Musik von Mahler und Sibelius. Meinst Du da womöglich Empfundenes, eigene beim Hören entstandene Stimmungen? Weil solche Höreindrücke verändern sich ja in der Regel doch noch deutlich, je intensiver und länger man sich der Musik widmet.
Cetay (inaktiv) (24.01.2021, 02:58):
finde ich beim besten Willen kein passenderes Adjektiv als chaotisch
Finde ich einigermaßen spannend, da ich es überhaupt nicht nachvollziehen kann.
Der Dirigent Kenneth Woods schreibt dazu: Sibelius simply keeps moving. There is no new theme, only a further evolution of the old one; there are no formal landmarks, because his material is in a constant state of evolution and development (...) He forces you to think about the art of composition, about form, about key, about expectation, because he is so clearly rethinking the very notion of symphonic form.

Das Fehlen von klar voneinander abgegrenzten Themen und von gewohnten formalen Angelpunkten kann im Vergleich zu den Klassikern durchaus 'chaotisch' wirken. Mir fällt zu Sibelius eher der Begriff 'zerklüftet' ein.

Hier verklang gerade Hochspannendes:



Frank Martin; Ein Totentanz zu Basel im Jahre 1943
Edith Habraken (Basler Trommel), Geoffrey Douglas Madge (Klavier), Sacramentskoor, Hineni String Orchestra, ARMAB Orchestra, Bastiaan
Blomhert

Die Solistin schreibt auf ihrer Netzseite: (...) Musik zu einer Theateraufführung, die die traditionelle, empathisch-verständnisvolle Figur des Todes in den Mittelpunkt des Geschehens stellt und sich so bewusst von den furchtbaren Schrecken und der Massenvernichtung des Zweiten Weltkrieges abheben sollte. Frank Martin entwarf ein Szenario für einen professionellen Tänzer, der den Tod verkörperte, sowie für ein Dutzend Pantomimen. Die »Aktion« besteht aus acht Szenen, in denen der Tod mit Menschen zusammentrifft, deren Zeit abgelaufen ist. Sie werden von einem Knabenchor gesungen und von einem kleinen Orchester begleitet. Die Musik der Totentänze – die sogenannte musique profane – lässt Martin von einer großen Jazzband spielen. Basler Trommeln begleiten den Tod.
Marcie (24.01.2021, 03:06):


Das Fehlen von klar voneinander abgegrenzten Themen und von gewohnten formalen Angelpunkten kann im Vergleich zu den Klassikern durchaus 'chaotisch' wirken. Mir fällt zu Sibelius eher der Begriff 'zerklüftet' ein.
Fällt mir spontan meine geliebte 2. Sinfonie ein, die haufenweise abgegrenzte Themen und Angelpunkte aufweist.
Cetay (inaktiv) (24.01.2021, 03:10):
Jetzt geht es wieder auf die Reise:



Franz Schubert: Winterreise op 89, D 911
Mathias Hedegaard (Tenor), Tove Lønskov (Klavier)
Philidor (24.01.2021, 07:24):
Der Dirigent Kenneth Woods schreibt dazu: Sibelius simply keeps moving. There is no new theme, only a further evolution of the old one; there are no formal landmarks, because his material is in a constant state of evolution and development (...) He forces you to think about the art of composition, about form, about key, about expectation, because he is so clearly rethinking the very notion of symphonic form.

Das Fehlen von klar voneinander abgegrenzten Themen und von gewohnten formalen Angelpunkten kann im Vergleich zu den Klassikern durchaus 'chaotisch' wirken. Mir fällt zu Sibelius eher der Begriff 'zerklüftet' ein.
Na ja, der Sibelius der ersten beiden Sinfonien ist eventuell ein anderer als der von Sinfonie 4 und die letzten beiden sind dann formal nochmal ganz anders.

Ganz reduziert (und darum auch in einigen Aspekten falsch und angreifbar) würde ich sagen, dass sich die sinfonische Form bei Sibelius von der Dialektik des Sonatenhauptsatzes nach Modellen aus Anfang und MItte des 19. Jhds. zu einer mehr linear und evolutionär gedachten Form entwickelt.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.01.2021, 10:51):
111 = 3 x 37 ... die Choralkantate zum heutigen 3. Sonntag nach Epiphanias:

J. S. Bach: "Was mein Gott will, das g'scheh allzeit" BWV 111

Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Andreas Weller, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Andréjo (24.01.2021, 11:19):
Sibelius und Chaos? Der alte Adorno hätte dem zugestimmt, könnte ich mir vorstellen. Aber meine Bedenken sind da schon ähnlich denen von Maurice und Marcie und Philidor ...

:) Wolfgang
Andréjo (24.01.2021, 11:27):
Ganz reduziert (und darum auch in einigen Aspekten falsch und angreifbar) würde ich sagen, dass sich die sinfonische Form bei Sibelius von der Dialektik des Sonatenhauptsatzes nach Modellen aus Anfang und MItte des 19. Jhds. zu einer mehr linear und evolutionär gedachten Form entwickelt.
Dem kann ich ebenso zustimmen. Die Frage ist allenfalls, wie radikal sich Sibelius da unterscheidet von den Anfängen in der Romantik - wenn man denn nicht so weit gehen will und schon den späten Beethoven dazunimmt. Evolution ist alles ... ;) :) Revolution dazuerfinden und einen Sponti-Spruch daraus machen ...]

:hello Wolfgang

EDIT: Die zweifelhafte innere Logik in meinem etwa drei Sätze langen musikalischen Weltbild dürfte allerdings schon darin bestehen, dass der späte Beethoven nichts anderes ist als große Romantik ... :whistling: ^^
Philidor (24.01.2021, 11:52):
Hier ein anderer Revolutionär.

Franz Liszt: Années de pèlerinage - Première année: Suisse

Suzanna Bartal, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (24.01.2021, 14:39):


Dmitri Kabalewskij : Sinfonien Nr.1 und 2 : Malmö SO , Darrell Ang AD: 2017

Ich kenne die beiden Werke überhaupt nicht. Daher mal schauen. Da ich bereits durch Naxos einige Stücke von ihm gehört habe, sollte er mir aber liegen.
Philidor (24.01.2021, 15:05):
Hier nochmals Musik zum Tage.

Johann Sebastian Bach: "Was mein Gott will, das g'scheh allzeit" BWV 111

Lisa Larsson, Annette Markert, Christoph Prégardien, Klaus Mertens
The Amsterdam Baroque Orchestra & Choir
Ton Koopman



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.01.2021, 16:23):
Weiter mit den Pilgerjahren.

Franz Liszt

Années de pèlerinage - Deuxième année: Italie
Supplément: Venezia e Napoli

Suzanna Bartal, Klavier



Tolle Aufnahme der Dante-Sonate! Der wäre zu wünschen, dass sie ein wenig aus ihrem Mauerblümchen-Dasein herauskommt.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.01.2021, 16:45):
Da werden schwierigste Themen in wenigen Sätzen greifbar gemacht ... :down :down :down
Die Frage ist allenfalls, wie radikal sich Sibelius da unterscheidet von den Anfängen in der Romantik - wenn man denn nicht so weit gehen will und schon den späten Beethoven dazunimmt. Evolution ist alles ...
Tja. Was sind die Anfänge der Romantik? Das Vorspiel zu Haydns "Schöpfung" mit seinen harmonischen Kühnheiten, mit seiner Behandlung von Holzbläsern, Hörnern und Pauken, die auf den Freischütz vorausweist? Die ja auch das "Durch die Nacht zum Licht" expressis verbis malt? C. Ph. E. Bachs Fantasien für Klavier ohne Taktstriche?

Eigentlich ist ja zur Zeit des späten Beethoven schon alles da. Beethoven starb 1827, da war Carl Maria von Weber schon fast ein Jahr tot und der Freischütz wurde sechs Jahre vorher uraufgeführt. Spohrs von ihm selbst so bezeichnete "Romantische Opern" waren überwiegend schon auf der Bühne, ebenso zwei seiner romantischen Oratorien. Marschners "Vampyr" stand kurz vor seiner Uraufführung.

War der späte Beethoven "frühromantisch"? Weiß nicht ... drei Themen im Kopfsatz seiner Neunten statt derer zweie, ok, ein sehr langes Werk überhaupt, deutlich länger als jede SInfonie von Haydn oder Mozart, ok ... aber ansonsten sehe ich beim späten Beethoven eher, dass er ein ganz eigenes Gleis schafft. Die monothematische Fuge anstelle des dualistischen Sonatenhauptsatzes in den späten Quartetten. Die letzten drei Sonaten - ebenfalls ganz eigen, zum Teil mit fast schon verklärten Schlüssen. Bagatellen ...

Ja, die Bagatellen weisen "fast" auf den späten Brahms voraus ... aber eben auf den späten Brahms, nicht auf seine frühen Sonaten und mittleren Variationenwerke.

EDIT: Die zweifelhafte innere Logik in meinem etwa drei Sätze langen musikalischen Weltbild dürfte allerdings schon darin bestehen, dass der späte Beethoven nichts anderes ist als große Romantik ...

Wie gesagt, die Gleichsetzung "später Beethoven = große Romantik" sehe ich bestenfalls punktuell. EIne Kontinuität von späten Beethoven in Richtung Schumann, Berlioz, Chopin,. Liszt kann ich eigentlich kaum erkennen. Ja, Liszt - der nahm dann die Virtuosität aus op- 106 auf. Meinetwegen. Aber ist die Virtuosität bei Liszt denn (überwiegend) in eine Sonatenlogik gebändigt, wie in op. 106, wenn wir mal von der h-Moll-Sonate absehen? Diesem Einzelfall (ok, noch Dante-Sonate) wären doch zig Opern-Paraphrasen gegenüber zu stellen.

Ich meine, es spricht mehr für die Sicht, dass der späte Beethoven noch schlechter in ein stromlinienförmiges Geschichtsbild passt, als der mittlere. Die direkten Nachfolger von etwa op. 47, 53, 57. 59. 67 sehe ich nicht. Oder erst bei Brahms, was aber ein paar Jahrzehnte überspringt, wenn man die Zeit zwischen den jeweils korrespondierenden Werken errechnet.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.01.2021, 18:34):
Nur weiter denn, nur weiter ...

Franz Schubert: Winterreise D 911

Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton
Gerald Moore, Klavier
Aufnahme 1971 (? Die CD sagt: (c) 1972)



Hmmmmjaaaa ... wirklich nicht schlecht, aber bisweilen klingt mal eine Stelle leicht maniriert ... ich bleibe bei der Aufnahme aus 1962 oder mit Demus 1965.

Gruß
Philidor

:hello
Andréjo (24.01.2021, 19:06):
Interessante Ausführungen, werter Philidor! Ich hätte Deinen Einzelbeobachtungen - sowie Impulsfragen - kaum etwas entgegenzusetzen - warum auch?

Den Romantik-Begriff hier genauer zu explizieren, fehlt mir denn doch die Muse. Man müsste vielen Seitenzugängen nachgehen, die Gattungs-, ja die Fakultätsgrenzen überschreiten und das Problem bleibt letztlich ein terminologisches - in der Musik noch stärker als in der Literatur, was man ja allein schon daran erkennt, dass der zeitliche Bezug ein bei Weitem größerer ist.

Beethoven ist in seinem Spätwerk ohnehin ein Unikat und das gilt ebenso für die Einzelwerke. Welchen großen Sinn soll es haben, gemeinsame Nenner zwischen etwa den Quartetten und der neunten Sinfonie zu finden? Ein "Frühromantiker" ist Beethoven kaum, denke ich - das ist Schubert. Ein Romantiker - und dann eben ein "großer" - ist er aufgrund der neuartigen Betonung des Subjekts, als jemand, dessen philosophischer Überbau viel anspruchsvoller ist im Sinne einer aufgeklärten Humanität UND zugleich viel stärker disparat zwischen radikalem Optimismus und modernem Zweiflertum UND als jemand, der Formen stärker sprengt, als dies je zuvor geschehen ist. So ungefähr waren meine Gedanken hinter den banalen Worten.

Wenn ich davon geschrieben habe, dass Beethoven ein "großer Romantiker" sei, dann habe ich gar nichts anderes gemeint, als dass er nicht hineinpasst in ein "stromlinienförmiges Geschichtsbild". Wir sind da keineswegs auseinander.

Wie gesagt: Das sind selbst für uns Halbexperten Überlegungen, die in wohlgesetzte Worte zu fassen, eigentlich jeden Rahmen sprengen würde, geschweige denn, dass man sie hier im Forum - und sei der Faden noch so spezifisch und niveauvoll - ernsthaft diskutieren könnte. Nun, das wollte ich ja auch nicht mit meinen vagen und eher selbstironischen Tönen und das hast Du ja auch gewusst. :)

:hello Wolfgang
Philidor (24.01.2021, 19:18):
Ein "Frühromantiker" ist Beethoven kaum, denke ich
Lieber Andréjo, da sind wir absolut beieinander.
Ein Romantiker - und dann eben ein "großer" - ist er aufgrund der neuartigen Betonung des Subjekts, als jemand, dessen philosophischer Überbau viel anspruchsvoller ist im Sinne einer aufgeklärten Humanität UND zugleich viel stärker disparat zwischen radikalem Optimismus und modernem Zweiflertum UND als jemand, der Formen stärker sprengt, als dies je zuvor geschehen ist. So ungefähr waren meine Gedanken hinter den banalen Worten.
Danke für Deine Erläuterung! Jetzt verstehe ich, was Du meintest - ...

Ein paar Gedankenfetzen: Ja, alte Gesellschaftsordnungen waren auseinandergebrochen, die neuen waren noch nicht etabliert ... die Unsicherheit des Individuums und seine unklare Rolle in der Welt, nicht mehr qua Geburt festgelegt, ... Geworfenheit wie in op. 135 oder im langsamen Satz von op. 132, neue Lösungen wie im Finale von op. 111, Grenzen sprengendes wie op. 106 (auch und gerade im langsamen Satz) und in der "Großen Fuge" ... eine Welt erfindet sich neu, und Beethoven sucht Bausteine ...
Nun, das wollte ich ja auch nicht mit meinen vagen und eher selbstironischen Tönen und das hast Du ja auch gewusst.
Hihi ... Ironie ist bei diesem schriftlichen Austausch nicht immer als solche zu erkennen - nein, ich habe Deine Ironie nicht erkannt.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (24.01.2021, 19:30):
Den Romantik-Begriff hier genauer zu explizieren, fehlt mir denn doch die Muse.
Das könnte doch die elegante Einführung zu einer entsprechenden Kontaktanzeige sein :)
Sorry, aber die Steilvorlage durfte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen.
Ganz im Ernst: sehr spannend, euer Romantik-Diskurs hier!
Philidor (24.01.2021, 19:39):
Hier stehen die romantischen ("Romance") Aspekte wohl außer Frage.

Franz Liszt: Années de pèlerinage - Troisième année

Suzanna Bartal, Klavier



Ja - sehr spannende Neuaufnahme, imho ... vor allem die Dante-Sonate hatte es mir angetan.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (24.01.2021, 21:13):
Ich höre weiter das wunderbare Weingartner-Set durch. Jetzt läuft die 5. Sinfonie:
Jan Van Karajan (24.01.2021, 22:23):

Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett in A-Dur, KV 169
Streichquartett in C-Dur, KV 170
Streichquartett in Es-Dur, KV 171
Streichquartett in H-Dur, KV 172
Amadeus Quartett
Grüße
Jan :hello
Andréjo (25.01.2021, 01:01):
Den Romantik-Begriff hier genauer zu explizieren, fehlt mir denn doch die Muse.
Das könnte doch die elegante Einführung zu einer entsprechenden Kontaktanzeige sein :) Sorry, aber die Steilvorlage durfte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen.
Ganz im Ernst: sehr spannend, euer Romantik-Diskurs hier!
Mal schauen! Erst mal nicht von meiner Seite, fürchte ich.

Ich will aber die Gelegenheit beim Schopf ergreifen, um mich für Deine Hinführung zu Emilie Mayer an anderem Ort zu bedanken, Sfantu. Die CD mit den Sinfonien 1 und 2 habe ich schon zweimal gehört - an die Anschaffung des Klavierkonzerts und der 4. Sinfonie denke ich ebenso. Vorhin habe ich den Booklet-Text von Bert Hagels gelesen, der auch dann wirklich interessant ist, wenn man nicht die ganz große Lust verspürt, die Struktur der Werke detailliert nachzuvollziehen.

Unsere Kollegin tapeesa müsste die Scheibe auch interessieren - also neben anderen Foristen dahier ...

Es grüßt Wolfgang
Andréjo (25.01.2021, 01:10):


Hihi ... Ironie ist bei diesem schriftlichen Austausch nicht immer als solche zu erkennen - nein, ich habe Deine Ironie nicht erkannt.
Vielleicht habe ich mich da unklar ausgedrückt oben - das mag sein. Die Selbstironie bestand darin, dass ich Distanz zu meiner eigenen Ideen-Konzeption hatte - das habe ich nun nicht noch zusätzlich ironisch verpackt - wozu auch. Dass ich diese Distanz, diese Zweifel verspürt habe - nun, das steht ja explizit dort - meine ich zumindest.

Was nichts daran ändert, dass ich gerne ironisch und selbstironisch bin. Ich versuche aber, solche Ironie als Waffe gegen andere nur dann zu verwenden, wenn dies zum Selbstschutz auch nötig ist. Ironie weist ja nun ein extrem breites Spektrum auf - die romantische Ironie etwa wäre ein schönes Diskussionsthema. ;)

:hello Wolfgang
Cetay (inaktiv) (25.01.2021, 01:55):
Da werden schwierigste Themen in wenigen Sätzen greifbar gemacht ...
Genius might be the ability to say a profound thing in a simple way (Charles Bukowski)

Hier verklang gerade:



Franz Schubert; Winterreise op. 89, D 911
Jan Martiník (Bass), David Mareček (Klavier)
Cetay (inaktiv) (25.01.2021, 06:48):


Franz Schubert; Sinfonie h-Moll, D 759 "Unvollendete"
Concentus Musicus Wien, Stefan Gottfried

Stark! Schroff akzentuiert und verhement vorwartsdrängend. Schneidendes Blech. So entfesselt kenne ich das sonst nur mit Zinman.
Unmittelbar nach D759 wird ein Scherzo-Satz aus dem Jahr 2015 von Samale/Chors, basierend auf Skizzen von Schubert und danach die Entr'acte No. 1 aus Rosamunde, D797 gegeben. Kann man machen, muss man aber nicht als Vollendete verkaufen. Abgesehen von solchen Sperenzchen, ist das ein Hörvergnügen erster Gute. Die zauberhafte Ouvertüre zu Die Zauberharfe, D644 gibt es als Bonus.
Nicolas_Aine (25.01.2021, 10:11):


F. Mendelssohn-Bartholdy: Klaviertrio Nr. 1 d - moll Op. 40

Eugene Istomin, Klavier
Isaac Stern, Violine
Leonard Rose, Violoncello
Amadé (25.01.2021, 10:25):
Nochmal Mendelssohn:



Sinfonie Nr. 3 "Schottische", Toscaninis einzige Aufnahme, live 1941 NY Studio 8-H :times10
Gruß Amadé
tapeesa (25.01.2021, 11:53):
- aus Benjamin Britten - Chamber and Instrumental Works

- Rhapsodie
- Phantasie für Streichquintett in f-Moll
- Alla Marcia

Endellion Quartet (Andrew Watkinson (Violine), Ralph de Souza (Violine), Garfield Jackson (Viola), David Waterman (Violoncello))

- Elegie für Solo Viola (1930)
Garfield Jackson (Viola)

- Charakterstücke für Klavier (1930) (John, Daphne, Michael)
Stephen Hough (Klavier)

- Lullabies für 2 Klaviere (1. Lullaby, 2. Lullaby for a retired Colonel)
Stephen Hough (Klavier), Ronan O'Hora (Klavier)
Cetay (inaktiv) (25.01.2021, 12:01):
Kocsis gibt Bartok zum Dritten:



Bela Bartok; Music for Strings/Divertimento/Hungarian Sketches
Ungarisches National PO, Zoltan Kocsis

Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug & Celesta, BB 114
Divertimento für Streichorchester, BB 118
Magyar képek (Ungarische Skizzen) für Orchester, BB 103

Nicht ganz so innervierend und koloriert wie die Suiten und andere Nebenwerke. Das ist der Preis für die höhere 'Reife'.
Andréjo (25.01.2021, 12:14):
Es gibt so viel zu hören ...
Das ist sie, die Crux schlechthin. Und dazu würde nun eigentlich jeder beliebige Smiley passen ...

:) Wolfgang
Andréjo (25.01.2021, 12:19):
Kocsis gibt Bartok zum Dritten:





Nicht ganz so innervierend und koloriert wie die Suiten und andere Nebenwerke. Das ist der Preis für die höhere 'Reife'.
Was Du mit "koloriert" meinst, Cetay, leuchtet mir sofort ein und ich sehe Deine Schlussfolgerung genauso. "innervierend" soll "enervierend" sein, nehme ich an. Inwiefern? Stört Dich eben genau die Koloristik? Das könnte ich verstehen - "der Preis für die höhere Reife" in allen Schattierungen eines solchen "Preises".

:) Wolfgang
Cetay (inaktiv) (25.01.2021, 12:30):
Kocsis gibt Bartok zum Dritten:



Nicht ganz so innervierend und koloriert wie die Suiten und andere Nebenwerke. Das ist der Preis für die höhere 'Reife'.
Was Du mit "koloriert" meinst, Cetay, leuchtet mir sofort ein und ich sehe Deine Schlussfolgerung genauso. "innervierend" soll "enervierend" sein, nehme ich an. Inwiefern? Stört Dich eben genau die Koloristik? Das könnte ich verstehen - "der Preis für die höhere Reife" in allen Schattierungen eines solchen "Preises".
:) Wolfgang
Nein. Enervierend wäre ja negativ besetzt. Ich sollte gängiges Vokabular verwenden: anregend, mitreißend...
Philidor (25.01.2021, 13:22):
Ich sollte gängiges Vokabular verwenden: anregend, mitreißend...
Exciting, flashing, ...
Joanne August (25.01.2021, 14:26):
Ich suche gerade das Chaos bei Mahler und Sibelius. Vielleicht rufe ich mal bei der Hundestaffel der Polizei an, die sind nur wenige Km von mir entfernt, vielleicht finden die das irgendwo vor.
Wirklich witzig.

1. Subjektives Empfinden.
2. Die Epoche, die ich am meisten höre, ist Wiener Klassik. Mein Lieblingskomponist ist Mozart. Vielleicht versucht man mal aus der Perspektive, das nachzuvollziehen?
3. Ähnlichkeit ist der erste Höreindruck. Ich habe allerdings in den nächsten Sätzen direkt die Unterschiede erklärt, die mir durchaus auch aufgefallen sind.
4. Meine hauptsächlichen Studieninhalte waren Moderne, Klassik, Barock und Mittelalter. Ich habe Hausarbeiten über Mozart, Rautavaara und Vertonungen von Bildern Francisco de Goyas (Hans Werner Henze etc.) geschrieben. Wir hatten kaum ernsthaft Seminare zur Romantik, also entschuldigt bitte, wenn ich wenig Ahnung davon habe, das ist für mich ein völlig neues Feld, mit dem ich mich bisher fast ausschließlich aus privatem Interesse und anhand von subjektivem Empfinden befasst habe. Ich kann euch allerdings eine Menge über das Musikleben zu der Zeit erzählen!
5. Die Vergleichspunkte und mein Hörempfinden mögen sehr wohl allgemein und umfassend für die (Spät-)Romantik im Vergleich zur Wiener Klassik sein, nicht komponistenspezifisch! Ich stelle nur fest, dass ich Ähnlichkeiten wahrnehme, die ich bei Mendelssohn, Schumann, Dvorak, Tschaikowsky (ja, Hochromantik, ich weiß) nicht bemerke. Ich würde sehr gern eine ausführliche Analyse schrieben, in der ich Gemeinsamkeiten zwischen Mahler und Sibelius herausstelle, aber die Zeit habe ich leider nicht.
Das Fehlen von klar voneinander abgegrenzten Themen und von gewohnten formalen Angelpunkten kann im Vergleich zu den Klassikern durchaus 'chaotisch' wirken. Mir fällt zu Sibelius eher der Begriff 'zerklüftet' ein.
Ich habe Sibelius noch nie im Konzert gehört, nur auf Aufnahmen, vielleicht macht das schon einen Unterschied. Aber ja, wenn Mozart Ordnung ist, dann empfinde ich Sibelius als wesentlich chaotischer. In erster Linie ist es wahrscheinlich das Fehlen im Grunde vorhersehbarer harmonischer Strukturen und Dynamiken. Das gilt übrigens nicht für all seine Werke (auch das meine ich gesagt zu haben): die Finlandia finde ich sehr logisch strukturiert und definitiv nicht chaotisch. Den Valse Triste und die Karelia-Suite ebenso. Dieses Gefühl habe ich nur bei seinen Sinfonien (vorwiegend der ersten) und seinem Violinkonzert. Das sind auch zwei meiner Lieblingskompositionen, insofern möchte ich noch einmal betonen, dass ich in diesem Zusammenhang keinerlei negative Assoziationen mit dem Wort Chaos habe.
Zu Mahler habe ich wie gesagt noch nicht so recht einen Zugang gefunden. "Nicht nachvollziehbar" ist auch eine Art von empfundenem Chaos. Das mag mangelndes Wissen auf meiner Seite sein, vielleicht ist es auch einfach die mangelnde Motivation, mich ernsthaft mit ihm zu befassen, weil er beim besten Willen niemals zu meinen Lieblingskomponisten gehören wird.


"Störrisch" sind Esel und hin und wieder Kinder oder alte Menschen, aber Mahler?
Eine witzige Anekdote, mehr nicht. Lies doch bitte selbst über die Begegnung Mahlers und Sibelius' und sag mir, ob sich Mahler da stur verhält oder nicht! Störrisch und stur sind in unserem Regiolekt Synonyme, nebenbei bemerkt. Ich habe mich nicht auf seine Musik bezogen.
Nicolas_Aine (25.01.2021, 14:35):
falls Interesse besteht, kann ich die Diskussion gerne in einen extra Thread verschieben :) Das Violinkonzert von Sibelius ist formal übrigens ziemlich traditionell, der 1. Satz ist ein Sonatensatz, das.einzig ungewöhnliche ist, dass die Solokadenz die Durchführung bildet. Den 2. Satz hab ich grade formal leider nicht aufm Schirm, der 3. Satz ist einfach ein Rondosatz.



G. Mahler: Symphonie Nr. 5 cis - moll

Bruno Walter
New York Philharmonic Orchestra
tapeesa (25.01.2021, 14:54):
@Joanne August - ich finde deine Gedankengänge nicht unlogisch. Du schreibst ja selbst, dass Chaos evtl. nicht das passende Wort ist / subjektives Empfinden.
tapeesa (25.01.2021, 15:18):
Ich sollte gängiges Vokabular verwenden: anregend, mitreißend...
Bitte nein :)
_____

Keiko Abe - Reflexionen über japanische Kinderlieder II für 2 Marimbas (2003)
The Wave Quartet (Bogdan Bacanu (Marimba), Vladimir Petrov (Marimba), Emiko Uchiyama (Marimba), Christoph Sietzen (Marimba))

Keiko Abe - Tambourin Paraphrase für Marimba (1993)
Katarzyna Mycka (Marimba)

Keiko Abe - Dream of the Cherry Blossoms für Marimba (1983)
Odd Børge Sagland (Schlagwerk)
1993, Berlin, Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin
Andréjo (25.01.2021, 15:26):
Kocsis gibt Bartok zum Dritten:



Nicht ganz so innervierend und koloriert wie die Suiten und andere Nebenwerke. Das ist der Preis für die höhere 'Reife'.
Was Du mit "koloriert" meinst, Cetay, leuchtet mir sofort ein und ich sehe Deine Schlussfolgerung genauso. "innervierend" soll "enervierend" sein, nehme ich an. Inwiefern? Stört Dich eben genau die Koloristik? Das könnte ich verstehen - "der Preis für die höhere Reife" in allen Schattierungen eines solchen "Preises". :) Wolfgang
Nein. Enervierend wäre ja negativ besetzt. Ich sollte gängiges Vokabular verwenden: anregend, mitreißend...
8o ;( Ja verreck ... und besten Dank!

Mon Dieu, ich bin promovierter Germanist und habe dieses Wort noch nie gehört. Es entspricht also dem englischen "to nerve" als Präsenspartizip. (Ich bin heilfroh, dass ich nicht mild süffisant auf einem vermeintlichen Druckfehler herumgeritten bin ...)

:hello Wolfgang
Philidor (25.01.2021, 15:37):
Mon Dieu, ich bin promovierter Germanist und habe dieses Wort noch nie gehört. Es entspricht also dem englischen "to nerve" als Präsenspartizip. (Ich bin heilfroh, dass ich nicht mild süffisant auf einem vermeintlichen Druckfehler herumgeritten bin ...)
https://de.wiktionary.org/wiki/innervieren ;)

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (25.01.2021, 15:37):
Die Epoche, die ich am meisten höre, ist Wiener Klassik. Mein Lieblingskomponist ist Mozart. Vielleicht versucht man mal aus der Perspektive, das nachzuvollziehen?
Kein Problem, aber


Meine hauptsächlichen Studieninhalte waren Moderne, Klassik, Barock und Mittelalter. Ich habe Hausarbeiten über Mozart, Rautavaara und Vertonungen von Bildern Francisco de Goyas (Hans Werner Henze etc.) geschrieben.
Da solltest Du, wenn Du etwa einen Bezug zu Rautavaara hast, mit Mahler oder Sibelius doch ganz gut zurecht kommen. Sicher, es gibt Komponisten, da braucht es einer besonderen Einspielung, oder dem berühmten "Aha-Effekt" (mir ging es bei Mozart so. Mit ihm kam ich eine lange Zeit nicht zurecht, weil mir die vorliegenden Einspielungen damals den Zugang quasi kaputt gemacht hatte. Das war Karl Böhm gewesen, dessen Sinfonien mir Mozart quasi versaut hatten, was den Zugang angeht. Erst die HIP-Bewegung, und da vor allem Sir Roger Norrington, konnte mir endlich einen Zugang zu seinen Sinfonien ermöglichen.

Dann bist Du ja kein Anfänger oder Neuling in diesem Bereich.


ch stelle nur fest, dass ich Ähnlichkeiten wahrnehme, die ich bei Mendelssohn, Schumann, Dvorak, Tschaikowsky (ja, Hochromantik, ich weiß) nicht bemerke. Ich würde sehr gern eine ausführliche Analyse schrieben, in der ich Gemeinsamkeiten zwischen Mahler und Sibelius herausstelle, aber die Zeit habe ich leider nicht.
Zum ersten Teil. Okay. Zum zweiten Teil: Zeit ist oftmals so ein Problem, aber es würde mich schon interessieren, welche Gemeinsamkeiten Du zwischen Mahler zu Sibelius finden würdest.


Lies doch bitte selbst über die Begegnung Mahlers und Sibelius' und sag mir, ob sich Mahler da stur verhält oder nicht!
Ich empfinde Mahler nun mal nicht als "stur", sorry.
Amonasro (25.01.2021, 16:58):


Dvořák: Konzert für Violoncello und Orchester

Tschaikowsky: Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester

Mstislaw Rostropowitsch (Cello)
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

Gruß Amonasro
Sfantu (25.01.2021, 17:22):
Ich will aber die Gelegenheit beim Schopf ergreifen, um mich für Deine Hinführung zu Emilie Mayer an anderem Ort zu bedanken, Sfantu. Die CD mit den Sinfonien 1 und 2 habe ich schon zweimal gehört - an die Anschaffung des Klavierkonzerts und der 4. Sinfonie denke ich ebenso. Vorhin habe ich den Booklet-Text von Bert Hagels gelesen, der auch dann wirklich interessant ist, wenn man nicht die ganz große Lust verspürt, die Struktur der Werke detailliert nachzuvollziehen.
Lieber Andréjo,

das freut mich sehr.
& bitte fühl' Dich frei, mir beim Beschreiben des Klavierkonzertes & der anderen Stücke jenes Albums zuvor zu kommen.

von Herzen,
Sfantu
Philidor (25.01.2021, 18:49):
Für Kopf-Hörer.

Franz Schubert: Winterreise D 911

Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton
Alfred Brendel, Klavier
Juli 1985



Die Version mit Barenboim habe ich nicht und hatte irgendwie auch keine Lust, diese einströmen zu lassen. Auch die Aufnahme mit Perahia werde ich mir wohl nicht mehr geben.

Aber diese, bei allem, was man zu einer in Ehren gealterten lyrischen Stimme sagen könnte, spricht mich sehr an. Weniger so, dass der Bauch sagt "toll, mit dieser Aufnahme fühle ich mich wohl" als vielmehr, weil hier zwei hörbar in Resonanz geraten sind, die in ihrem Zugang zu Musik vielleicht doch ein paar gemeinsame Aspekte haben. Was hörbar ist - meine ich.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (25.01.2021, 19:19):
Marcie (25.01.2021, 20:49):
Wo bei Entremont auch Ecken und Kanten, ist hier nur Schönheit. Weiss nicht, was mir besser gefällt, irgendwie ergänzen sich die beiden Aufnahmen hervorragend:
Joanne August (25.01.2021, 20:59):
Ich empfinde Mahler nun mal nicht als "stur", sorry.
Sorry, dass ich noch mal darauf rumreiten muss, aber ich habe nicht Mahler grundsätzlich als stur bezeichnet. Ich habe gesagt, dass er sich bei einer Begebenheit so verhalten hat. Das ist ein ganz schöner Unterschied - wenn ich sage, dass jemand sich in einer Situation wie ein Idiot verhalten hat, macht ihn das nicht grundsätzlich zu einem.
Etepetete wäre ein anderes Wort - Mahler war in Finnland das Wetter zu nass, Sibelius war ihm nicht fein genug, das Essen nicht gut genug usw. Das sind Fakten, die aus Briefen zu entnehmen sind, dabei geht es nicht darum, wie du Mahler siehst, sondern was er selbst geschrieben hat. Wenn man das Ganze aus einem anderen Blickwinkel betrachten wollte, könnte man darauf hinweisen, dass er von der Anreise müde und schlecht gelaunt war. Fakt ist, dass ich nicht seinen gesamten Charakter verurteilen wollte, weil ich eben nur diese Geschichte kenne und sonst gar nichts, wirklich absolut überhaupt gar nichts über ihn weiß.
Ich kenne von Mozart auch Anekdoten, in denen er nicht gut weg kommt, trotzdem war er nicht grundsätzlich oberflächlich oder dergleichen.
tapeesa (25.01.2021, 21:44):
Gabriel Fauré - Requiem in d-Moll op. 48
Reri Grist (Sopran), Donald Gramm (Bariton), Vernon De Tar (Orgel)
New York Philharmonic, Choral Art Society, Nadia Boulanger
Februar 1962, New York, Carnegy Hall
Maurice inaktiv (25.01.2021, 22:05):
Okay. Ich lasse das so stehen.

Ob Mahler in Finnland ständig gemeckert hat, ist eine Sache, und war alles andere als höflich gewesen. Doch es geht weniger um diese Dinge, sondern um die Musik von ihm. Die entstand vor allem aus einer inneren Zerrissenheit heraus, aber einigen Schicksalsschlägen.


Ich kenne von Mozart auch Anekdoten, in denen er nicht gut weg kommt, trotzdem war er nicht grundsätzlich oberflächlich oder dergleichen.
Nun, bei Mozart bin ich mir nicht sicher, wie Mahler ihn gesehen hat. Ich denke mal, dass er ihn als Mensch nicht sonderlich geschätzt haben dürfte. Anekdoten über ihn kenne ich nicht, ich habe mal einen Teil seiner Brief gelesen, diese Teile fand ich eher primitiv. Doch das ist lange her, daher muss ich vorsichtig sein. Ich will dem armen Mozart nicht unrecht tun.
Jan Van Karajan (25.01.2021, 22:10):
Ich höre mich weiter durch Debussys Lieder:

Claude Debussy: Ariettes

Magali Leger, Sopran Jean-Louis Haguenauer, Klavier

Cinq Poemes de Baudelaire

Barbara Hendricks, Sopran Jean-Louis Hagenauer, Klavier

Hierbei handelt es sich um die ersten beiden größeren Liederzyklen von Debussy. Zuvor werden noch 10 weitere frühere Lieder auf der Scheibe vorgestellt, die alle sehr fein gearbeitet sind. Neben Schubert, Schumann und Brahms kann er meiner Meinung nach jedoch nicht ganz bestehen, was aber auch durch meine geringen Sprachkenntnisse verfälscht worden sein könnte ;) .

Grüße

Jan :hello
Nicolas_Aine (25.01.2021, 23:17):


endlich bin ich dazu gekommen, diese Box zu öffnen. Vorher gelaufen:

L. van Beethoven: Violinsonate Nr. 7 c - moll Op. 30 Nr. 3

und jetzt im Anschluss noch die Kreutzersonate. Jeweils mit Alfred Holecek am Klavier.
Cetay (inaktiv) (26.01.2021, 02:21):
Hier Flötentöne und Geräusche:



Henri Pousseur: Werke für Flöte
Roberto Fabricciani
Litanie du miel matinal (Version für Flöte)
Éclipticare ou les Périples constellés (Version für 3 Flöten)
Éclipticare ou les Périples constellés (Version für 3 Bassflöten)
Flexions I
Scambi (für Tonband)
Vers l’ile du mont pourpre
Zeus joueur de flûtes (Célébrant les dix octannies d’Orphée étoilé) für Flöte, Tonband & Live-Elektronik
+ Roberto Fabbriciani (Co-Komponist), Alvise Vidolin (Elektronik)
Litanie du miel vesperal (Version für Bassflöte)
Cetay (inaktiv) (26.01.2021, 05:11):


Haydn 2032 Vol. 8 - La Roxolana
Il Gardino Armonico, Giovanni Antonini
Joseph Haydn; Sinfonien C-Dur, Es-Dur & A-Dur, Hob. I: 63, 43, & 28
Bela Bartok; Rumanische Volkstänze BB76
Anonymus; Sonata Jucunda (MS Kromeriz, c.i.1673-80)
Seltsam das. Ich habe die CD in den letzten Tagen zweimal bei Halbzeit abgebrochen, weil mir Haydns Nos. 63 und 43 recht unispiriert und farblos vorkamen und ich kaum konzentriert dabei bleiben konnte oder wollte.
Heute habe ich den Bartok, wegen dem ich das Album eigentlich heruntergeladen habe, gehört und das wahr sehr innervierend. :rolleyes: Auch die anschliessende Nr. 28 blies mit Orkanstärke. Also habe ich von vorne angefangen und nun zünden auch die beiden anderen Sinfonien. Manchmal muss man erst die Ohren durchputzen. Die Frage die sich für mich ergibt: Wie stark beeinflusst das zuvor Gehörte mein Urteil über das gerade Gehörte?
tapeesa (26.01.2021, 12:51):
Ida Haendel plays Sibelius

Konzert für Violine und Orchester in d-Moll op. 47
Serenaden für Violine und Orchester op. 69, (Nr. 1 in D-Dur & Nr. 2 in g-Moll)
Humoresken für Violine und Orchester op. 89 (Nr. 5 in E-Dur)

Ida Haendel
Bournemouth Symphony Orchestra, Paavo Berglund, 1976
Maurice inaktiv (26.01.2021, 14:28):


Johannes Brahms : Sinfonien Nr.3 & 4 AD: 2009 (Nr.3, Salzburg) & 2008 (Nr.4, Amsterdam)

Staatsorchester Rheinische Philharmonie , Daniel Raiskin

Für MICH eine der besten GA der Sinfonien. Weder das Orchester, noch deren Dirigent gehören zu den großen Namen, aber manchmal muss das nicht sein. Da kann man getrost auf Barenboim, Orozco-Estrada oder Masur verzichten.
Nicolas_Aine (26.01.2021, 14:59):


endlich bin ich dazu gekommen, diese Box zu öffnen. Vorher gelaufen:

L. van Beethoven: Violinsonate Nr. 7 c - moll Op. 30 Nr. 3

und jetzt im Anschluss noch die Kreutzersonate. Jeweils mit Alfred Holecek am Klavier.
ich mache hier weiter, heute morgen liefen schon die Zigeuerweisen und die Teufelstrillersonate, jeweils mit Alfred Holecek am Klavier. Nun folgt:

J. Brahms: Violinkonzert D - Dur Op. 77

Ida Haendel, Violine
Sergiu Celibidache
London Symphony Orchestra
tapeesa (26.01.2021, 15:53):
Johannes Brahms - Symphonie Nr. 3
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Sergiu Celibidache

Unter Celibidache passt nun auch Brahms 3. . Das Personale tritt hier teils beinahe gänzlich zurück, ist mein Eindruck.
Philidor (26.01.2021, 16:40):
Johannes Brahms - Symphonie Nr. 3
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Sergiu Celibidache

Unter Celibidache passt nun auch Brahms 3. . Das Personale tritt hier teils beinahe gänzlich zurück, ist mein Eindruck.Diese Stuttgarter Aufnahmen der beiden letzten Brahms-Sinfonien finde ich auch sehr stark. Die gehören für beide Sinfonien bei mir zu den Favoriten unter den "konventionellen" Aufnahmen. (Die Aufnahmen mit Norrington/LCP, Mackerras, Paavo Järvi/Bremen würde ich nicht als konventionell bezeichnen.)

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (26.01.2021, 18:54):


Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen

Fabio Bonizzoni (Cembalo)

Gruß Amonasro
Marcie (26.01.2021, 19:59):
Jan Van Karajan (26.01.2021, 21:57):
Hier wieder Vokales:

Johannes Brahms

14 Volkslieder, WoO 34

12 deutsche Volkslieder, WoO 35

Amadeus-Chor, Nicol Matt

Ich bin positiv überrascht vom Label Brilliant. Interpretennamen eher aus der zweiten Reihe, aber dennoch hohe Qualität zu fast geschenkten Preisen. Auch Brahms Klavierwerk und die Symphonien unter Jaap van Zweden finden sich in meinem Regal. Bei den Symphonien werde ich mir aber wahrscheinlich auch noch den Karajan anschaffen.

Grüße

Jan :hello
Nicolas_Aine (26.01.2021, 22:49):


endlich bin ich dazu gekommen, diese Box zu öffnen. Vorher gelaufen:

L. van Beethoven: Violinsonate Nr. 7 c - moll Op. 30 Nr. 3

und jetzt im Anschluss noch die Kreutzersonate. Jeweils mit Alfred Holecek am Klavier.
ich mache hier weiter, heute morgen liefen schon die Zigeuerweisen und die Teufelstrillersonate, jeweils mit Alfred Holecek am Klavier. Nun folgt:
J. Brahms: Violinkonzert D - Dur Op. 77

Ida Haendel, Violine
Sergiu Celibidache
London Symphony Orchestra
und weiter gehts mit einem meiner liebsten Violinkonzerte:

A. Khachaturian: Violinkonzert d - moll

Ida Haendel, Violine
Hans Müller-Kray
Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks
Nicolas_Aine (27.01.2021, 15:53):
weiter, immer weiter...

P. I. Tchaikovsky: Violinkonzert D - Dur Op. 35

Ida Haendel, Violine
Sir Eugene Goossens
Royal Philharmonic Orchestra
Maurice inaktiv (27.01.2021, 16:31):
Heute gehört:



Ernö Dohnanyi : Konzertstück in D-Dur
George Enescu : Symphonie concertante in b-moll
Eugene D'Albert: Cellokonzert in C-Dur

BBC Scottish SO, Carlos Kalmar Solist : Alban Gerhardt (Cello)

Alban Gerhardt höre ich sehr gerne. Dazu kommt, dass er ein ausgefallenes Repertoire spielt, und dieses auch aufnimmt. Dazu gehört auch diese CD, die ich für wirklich extrem wenig Geld erwerben konnte.



Eivind Groven : Sinfonien Nr.1 & 2 : Kristiansand SO, Peter Szilvay

Ich hatte zuvor noch nie etwas vom norwegischen Komponisten Groven gehört. Musikalisch ist das alles im tonalen Bereich, also weit davon entfernt von wirklich damals modernen Einflüssen. Für mich klang das eher nach einem britischen Komponisten, der mal in Norwegen gelebt hat, aber es ist einfach "nur" schöne und problemlos anzuhörende Musik. Klangtechnisch auch sehr gut eingefangen. Doch jetzt Dissonanzen oder gar Anleihen der Zweiten Wiener Schule erwartet hat, der wird enttäuscht werden. Damit schreibt er völlig anders als etwa Fartein Valen.



Hans Rott : Orchesterwerke, Vol.1

Gürzenichorchester Köln, Christopher Ward

Hier ist NICHT die Sinfonie dabei, die gibt es auf Vol.2 zu hören. Doch die Orchesterwerke wurden weitaus seltener eingespielt, so dass sich auch diese CD wirklich lohnt. Schöne Einspielung, auch klanglich gelungen. Es freut mich sehr, dass Hans Rott inzwischen auch bei den deutschen Orchestern angekommen ist.
Amonasro (27.01.2021, 18:08):


Vincenzo Bellini/Carlo Pepoli: I puritani

Elvira Valton - Montserrat Caballé
Lord Arturo Talbo - Alfredo Kraus
Sir Riccardo Forth - Matteo Manuguerra
Enrichetta di Francia - Julia Hamari
Sir Giorgio Valton - Agostino Ferrin
Lord Gualtiero Valton - Stefan Elenkov
Sir Bruno Roberton - Dennis O'Neill

Ambrosian Opera Chorus
Philharmonia Orchestra, Riccardo Muti

Gruß Amonasro
tapeesa (27.01.2021, 19:17):
Ernest Bloch: Suite Hébraïque, u. a. , Daniel Raiskin (viola), Lisa Smirnova, piano -

Carl Rütti - Sacred Choral Music - daraus: Alpha et Omega
BBC Symphony Chorus, Stephen Jackson
Philidor (27.01.2021, 20:05):
Feierliche Wiederinbetriebnahme des frisch renovierten Wohnzimmers. - Beim Transport von einigen Regalmetern CDs erklang:

Wolfgang Amadé Mozart

Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543
Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550
Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551

Concentus musicus Wien
Nikolaus Harnoncourt



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (27.01.2021, 20:43):

und weiter gehts mit einem meiner liebsten Violinkonzerte:
Ja, bei mir auch:
Toni Bernet (27.01.2021, 21:42):
In den letzten Tagen hörte ich viel Musik, vor allem entdeckte ich für mich einige Werke von Emil Niklaus von Reznicek. Ein Komponist mit einer grossen Anzahl von Kompositionen, die in ihrer farbigen Orchestrierung und etwas grotesken und selbstironischen Art durchweg zwischen den Weltanschaungs-Sinfonien Mahlers und den jugendlich auftrumpfenden sinfonischen Dichtungen von Richard Strauss ihren Platz hätten.
Bei Reznicek klingt alles etwas entspannter, aber nicht weniger ernst. Vor allem sind seine Orchesterkompositionen virtuos instrumentiert, zeugen aber auch etwas von der Orientierungslosigkeit der Zeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Wohin soll es mit der Musik weitergehen? Ich beziehe mich im Moment nur auf zwei Werke, die ich eben gehört habe: Schlemihl von 1912 und die 3. Sinfonie im alten Stil von 1918.

Würde sich ein eigener Threat zu Emil Niklaus von Reznicek lohnen, oder gibt es ihn hier schon?
Gruss Toni
Sfantu (27.01.2021, 22:05):
@Toni Bernet

unbedingt wäre ein eigener Faden zu Reznicek lohnend - fühl' Dich frei!
Ihm haftet unverdientermaßen der Ruf des one-hit-wonders "Donna Diana" an (u. a. "Erkennen Sie die Melodie" im ORF schlug damals zielsicher in die entsprechende Klischee-Kerbe).
Ich bin neugierig...

Von Herzen,
Sfantu
Jan Van Karajan (27.01.2021, 22:08):
Hier wieder französische Lieder:

Claude Debussy: Fetes galantes (Buch 1)

Veronique Gens, Sopran

Roger Vignoles, Klavier

Trois Melodies

Gerard Souzay, Bariton

Dalton Baldwin, Klavier

Proses lyriques

Elly Ameling, Sopran

Dalton Baldwin, Klavier

Grüße

Jan :hello
Nicolas_Aine (27.01.2021, 23:32):


endlich bin ich dazu gekommen, diese Box zu öffnen. Vorher gelaufen:

L. van Beethoven: Violinsonate Nr. 7 c - moll Op. 30 Nr. 3

und jetzt im Anschluss noch die Kreutzersonate. Jeweils mit Alfred Holecek am Klavier.
weiter gehts.

B. Bartok: Violinsonate Nr. 2 Sz 76

Ida Haendel, Violine
Alfred Holecek, Klavier

und danach:

F. Mendelssohn-Bartholdy:

Violinkonzert e - moll Op. 64

Ida Haendel, Violine
Sir Malcom Sargent
National Symphony Orchestra
Maurice inaktiv (28.01.2021, 07:59):


Johann Wilhelm Wilms: Sinfonien , op.23 c-moll & op.14 Es-Dur

Niederländisches Radio-Kammerorchester , Anthony Halstead

Als ich die Doppel-CD damals nach einer sehr guten Kritik im Fono-Forum gekauft hatte, war Wilms für mich Neuland. Ein Kauf, den ich nie bereut habe. Auch heute noch ein absoluter Gewinn in meiner Sammlung.

Wilms galt als "der holländische Beethoven", seine Werke wurden um 1806 herum in Leipzig, Schwerin, Breslau oder Prag gespielt, eines seiner Werke wurde später die Nationalhymne der Niederlande. 1820 erhielt er noch einmal einen ersten Preis für seine 6.Sinfonie (op.58, ist hier auf der Doppel-CD auf der zweiten Seite vertreten), dann begann sein Stern aber zu sinken. Schuld daran dürften seine privaten Schicksalsschläge gewesen sein. 1821 erlitt seine Frau eine Fehlgeburt, wenige Wochen später verstarb sie selbst. 1822 verstarb seine kleine Tochter und sein Schwiegervater. So begann er sich aus dem Musikleben zurückzuziehen. Er übernahm die Stelle des Organisten einer Gemeinde und wurde Gutachter für die "Gesellschaft zur Förderung der Tonkunst" in den Niederlanden.
Klassiknerd (28.01.2021, 10:20):



Schubert - Sinfonien
Berliner Philharmoniker
N. Harnoncourt


Verbringe heute mal den Vormittag mit Schubert. Ich muss zugeben, dass der Sinfoniker Schubert bei mir erst seit wenigen Jahren wirklich angekommen ist.
Inzwischen schätze ich ihn sehr, und zwar nicht nur wegen der Unvollendeten und der "Großen C-Dur". Im letzten Jahr sind Schuberts Sinfonien häufiger durch meine Lautsprecher geströmt als die Beethovens.
Maurice inaktiv (28.01.2021, 14:00):


Alberic Magnard : Orchesterwerke

Philharmonisches Orchester Freiburg, Fabrice Bollon

Und weiter geht es mit selten gehörten und vor allem auch gespieltem Matrial

Die Sinfonien von Magnard kenne ich schon sehr lange. Die alte Einspielung unter Michel Plasson ist aber auch sehr gut gelungen.
tapeesa (28.01.2021, 16:58):
- André Caplet - Quintett für Klavier, Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott (1898)
- Albéric Magnard - Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Klavier op. 8
La société des Vents de Montréal
tapeesa (28.01.2021, 18:00):
Henri Dutilleux - Tout un monde lointain & Trois strophes sur le nom de Sacher
Andé Caplet • Épiphanie für Violoncello und Orchester (1923)

Marc Coppey (Violoncello)
Orchestre Philharmonique Royal de Liège, Pascal Rophé
Philidor (28.01.2021, 19:01):
Hier ein gerüttelt Maß Rachmaninoff.

Serge Rachmaninoff

Klavierkonzert Nr. 1 fis-Moll op. 1
Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18
Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30

Byron Janis, Klavier

op. 1:
Moscow Philharmonic Orchestra
Kirill Kondraschin

op. 18:
Minneapolis Symphony Orchestra
Antal Dorati

op. 30:
London Symphony Orchestra
Antal Dorati



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (28.01.2021, 21:05):
Maurice inaktiv (28.01.2021, 21:43):


Gustav Mahler : Sinfonie Nr.5 Philharmonia Orchestra , Giuseppe Sinopoli

Manchmal ist es schon seltsam, wie so hervorragende Einspielungen dann teilweise verramscht werden. Für 76 Cent beim Mops zu haben. Echt unfassbar !!
Jan Van Karajan (28.01.2021, 21:46):
Hier wieder Kammermusik bester Qualität:

Johannes Brahms: Klaviertrio Nr. 3 in c-moll, op. 101

Quartett für Klavier, Violine, Bratsche und Cello Nr. 2 in A-Dur, op. 26

Tamas Vasary, Klavier
Thomas Brandis, Violine
Ottomar Borwitzky, Cello
Wolfram Christ, Bratsche
Grüße
Jan :hello
Cetay (inaktiv) (29.01.2021, 02:23):
Bleischwerer Stoff:



Allan Pettersson; Sinfonie Nr. 1 (Fragment, Aufführungsversion von C. Lindberg)
Norrköping SO, Christian Lindberg
Amadé (29.01.2021, 09:39):


Die sängerischen Leistungen sind nicht zu verachten, der eigentliche Star ist jedoch das Cleveland Orchester. Erstaunlich, was Dohnanyi da unaufdringlich (!) aus dem Rhein und Nibelheim herausholt und auf wonnige Höhen befördert. Man sollte das gehört haben.

Gruß Amadé
Maurice inaktiv (29.01.2021, 10:30):


Jean Sibelius : Sinfonie Nr.1 ,Karelia Ouvertüre und Suite, Finlandia AD: Aug.-Dez.1987

Finnisches RSO, Jukka-Pekka Saraste

Aus der Box die erste CD. Diese Box beinhaltet nicht nur die Sinfonien, sondern auch einige Orchesterwerke, sowie das Violinkonzert, die Humoresken und Serenaden für Violine und Orchester.
tapeesa (29.01.2021, 11:26):
Richard Wagner - Das Rheingold
Robert Hale, Hanna Schwarz, Nancy Gustafson, Kim Begley, Peter Schreier, Franz Josef Kapellmann, Jan-Hendrik Rootering, Walter Fink, Gabriele Fontana , Ildikó Komlósi, Margareta Hintermeier, Thomas Sunnegårdh, Eike Wilm Schulte, Elena Zaremba
The Cleveland Orchestra, Christoph von Dohnányi (2012)
Maurice inaktiv (29.01.2021, 17:10):


Carl Nielsen : Sinfonien Nr.1 & 6 : Danish NSO, Michael Schönwandt AD: 2000 beide Werke

Nach Sibelius dann noch Carl Nielsen. Passend zum Wetter Nordisches heute erst mal.
Marcie (29.01.2021, 21:03):
Na da mache ich mit:



Die 3. Sinfonie.
Jan Van Karajan (29.01.2021, 22:22):

Claude Debussy: Trois Chansons de Bilitis
Veronique Gens, Sopran
Roger Vignoles, Klavier
Grüße
Jan :hello
Maurice inaktiv (30.01.2021, 00:09):


Edvard Grieg : Lyrische Stücke, Buch 1, op.12 / Buch 2, op. 38 / Buch 3, op.43 / Buch 4, op. 47

Hakon Austbo (Klavier)

Diese wunderschönen Stücke laufen bei mir nur selten, aber wenn, genieße ich sie total. Manchmal entsprechen sie auch einfach meiner Stimmung. Einen kleinen Teil davon habe ich als Teenager mal selbst einstudieren dürfen. Komponiert im Laufe von 38 Jahren (1863 - 1901), sind sie so etwas wie der "wahre Schatz des einzigartigen Edvard Grieg". Mich erinnern sie ein wenig an den Jazz-Pianisten und Komponisten Duke Ellington, der ja auch vom Klavier her dachte und komponierte. Doch Grieg schrieb nur wenige Werke daraus auch für das Orchester. So weit ich es weiß (ich bin kein Grieg-Spezialist), nur drei oder vier Stücke daraus (etwa den "Zug der Zwerge", "Hochzeit auf Troldhaugen", "Norwegischer Tanz").

Hakon Austbo spielte alle Werke ein, und er hat das meiner Meinung nach ganz ausgezeichnet getan. Auch aufnahmetechnisch ist diese schöne Box sehr gut gelungen.
Cetay (inaktiv) (30.01.2021, 00:37):

Richard Strauss; Eine Alpensinfonie op. 64, TRV 233
Sofia PO, Emil Tabakov
Maurice inaktiv (30.01.2021, 08:27):


Louise Farrenc : Sinfonien Nr.2 & 3

Solists Européens, Luxembourg , Christoph König
tapeesa (30.01.2021, 09:07):
Richard Wagner - Die Walküre
Gabriele Schnaut, Robert Hale, Poul Elming, Alessandra Marc, Alfred Muff, Anja Silja, Karin Goltz, Susan Marie Pierson, Michèle Crider, Katherine Ciesinski, Susan Shafer, Ruth Falcon, Penelope Walker, Sandra Walker
The Cleveland Orchestra, Christoph von Dohnányi
tapeesa (30.01.2021, 10:31):
Sofia Gubaidulina - Lamento für Tuba und Klavier (1977)
Stephanie Frye (Tuba), Kirstin Ihde (Klavier)

Elizabeth Raum - Sweet Dances I - IV
Stephanie Frye (Tuba)
Amonasro (30.01.2021, 16:25):


Richard Strauss: Salome

Salome - Birgit Nilsson
Herodes - Gerhard Stolze
Herodias - Grace Hoffman
Jochanaan - Eberhard Wächter
Narraboth - Waldemar Kmentt
Page der Herodias - Josephine Veasey

Wiener Philharmoniker, Sir Georg Solti

Gruß Amonasro
Philidor (30.01.2021, 16:37):
Hier feierliche Wiedereröffnung der Home Opera mit einer Aufführung in Festspielqualität.

Giuseppe Verdi: Don Carlos

Philippe II. – Alastair Miles
Don Carlos – Ramón Vargas
Rodrigue – Bo Skovhus
Le Grand Inquisiteur – Simon Yang
Un moine – Dan Paul Dumitrescu
Elisabeth de Valois – Iano Tamar
La princesse Eboli – Nadja Michael
Thibault – Cornelia Salje
Le comte de Lerme – Benedikt Kobel

Chor und Orchester der Wiener Staatsoper

Bertrand de Billy

Inszenierung: Peter Konwitschny
(Inszenierung der UA der Urfassung)



„Ebolis Traum“ ist immer wieder ein Schenkelklopfer sondergleichen. Und die Einbeziehung von Staatsopernfoyer, Haupttreppe und Zuschauerraum im Vorfeld des Autodafé finde ich ebenfalls sehr gelungen.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (30.01.2021, 19:54):
Wir stellen uns den Herausforderungen. Her mit den Aufnahmen von Bruckner 8! Los geht es mit der 1887er Fassung.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Erste Fassung 1887

RSO Frankfurt
Eliahu Inbal



Die Klangtechnik und das bärenstarke Blech der Frankfurter blenden. Tatsächlich ist das wohl doch eine eher harte, unbiegsame Wiedergabe. Bruckner goes heavy metal. Hat irgendwie was, aber einige Dimensionen fehlen halt.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (30.01.2021, 21:08):
Bach zwischen den Knien:



Johann Sebastian Bach: Sonaten für Viola da gamba und Cembalo BWV 1027-1029

Jordi Savall (Viola da Gamba)
Ton Koopman (Cembalo)

Gruß Amonasro
Marcie (30.01.2021, 21:19):
@Sfantu

Es "wirkt" langsam aber sicher. Und Du hast recht: man kann das Werk schlecht in Worte fassen.
Maurice inaktiv (30.01.2021, 21:29):


Johannes Brahms ; Sinfonie Nr.1 AD: 1997
Ludwig van Beethoven : Sinfonie Nr.1 AD: 1994

Münchner Philharmoniker , Günter Wand

Alle Einspielungen in dieser Konstellation halte ich, so weit ich sie kenne, für außerordentlich gute Veröffentlichungen. Sei es die Bruckner-Sinfonien (4.,5.6.,8. und 9.Sinfonie), Schubert (8. & 9. Sinfonie) oder wie hier, Brahms und Beethoven. Allerdings waren das auch Wands "Steckenpferde". Wobei ich über die "Erste" von Beethoven überrascht bin. Frühe Werke von Bruckner, Schubert oder Beethoven kamen bei ihm meines Wissens nach nur selten auf das Programm.
Jan Van Karajan (30.01.2021, 22:09):
O Fledermaus, o Fledermaus...

Johann Strauß Sohn: Die Fledermaus, Operette in 3 Akten

Gabriel von Eisenstein: Eberhard Wächter

Rosalinde: Pamela Coburn

Frank: Benno Kusche

Prinz Orlofsky: Brigitte Fassbaender

Alfred: Josef Hopferwieser

Dr. Fallke: Wolfgang Brendel

Adele: Janet Perry

Chor der Bayerischen Staatsoper

Bayerisches Staatsorchester, Carlos Kleiber

Hier stimmt einfach alles :down . Hervorragende Sänger, wunderbares Orchester, ein Dirigent der Superlative, eine passende Inszenierung...

Ich habe noch nie so schnell zugang zu einem Werk des Musiktheaters gefunden :times10 .

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (31.01.2021, 04:12):


Richard Strauss; Eine Alpensinfonie op. 64, TRV 233
Bayerisches Staatsorchester, Richard Strauss
Philidor (31.01.2021, 09:01):
Kompliziertes Kirchenjahr! Heute feiern die Protestanten den Letzten Sonntag nach Epiphanias, das Fest der Verklärung Jesu. - Im Leipzig der Bachzeit gab es diesen "Letzten" Sonntag nach Epiphanias nicht, man zählte tapfer die Sonntage nach Epiphanias weiter durch und wäre nun also beim vierten. - Zu diesem Sonntag hat Bach diese späte (1735) Choralkantate komponiert:

Johann Sebastian Bach: "Wäre Gott nicht mit uns diese Zeit" BWV 14

Hana Blazikova, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki

Allerdings, allerdings, ... dass wir erst heute den Letzten Sonntag nach Epiphanias feiern, ist eineer neumodischen und höchst überflüssigen Reform des Kirchenjahres geschuldet, die erst seit wenigen Jahren in Kraft ist. Eigentlich wäre heute Septuagesimae. Nun ja.

Ersatzweise kann man zum heutigen Letzten Sonntag nach Epiphanias die Kantate "Herr Christ, der einge Gottessohn" hören. Die hat Bach zwar zum 18. Sonntag nach Trinitatis geschrieben, sie ist aber eine Choralkantate über das Wochenlied des Letzten Sonntags nach Epiphanias. Selbiges tat ich:

Johann Sebastian Bach: "Herr Christ, der einge Gottessohn" BWV 96

Yukari Nonoshita, Timothy Kenworthy-Brown, Makato Sakurada, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (31.01.2021, 09:19):


Johannes Brahms : Sinfonien Nr.2 & 3 AD. 1975 & 1976

RSO Stuttgart, Sergiu Celibidache

Die "Zweite" hat mir sehr gut gefallen, bei der Dritten empfinde ich manche Tempi irgendwie "anders", aber das kann an mir liegen.
Philidor (31.01.2021, 10:53):
Wer sich von Schmidts "Sieben Siegeln" gerne verwundern wie anregen lässt, könnte hier ein ähnliches, innere wie äußere Grenzen sprengendes Werk finden:

Olivier Messiaen: La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus-Christ

Gunhild Ott, Flöte - Wolfhard Pencz, Klarinette
Franz Lang, Xylomarimbaphon - Horst Friedel, Vibraphon
Jochen Schorer, Marimbaphon - Reinhard Latzke, Violoncello
Florent Boffard, Klavier

EuropaChorAkademie
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg

Sylvain Cambreling



Das ist freilich die Musik schlechthin zum "Fest der Verklärung", welches in den Ostkirchen wesentlich prominenter als bei uns begangenen wird ("Metamorphosis" in der griechisch-orthodoxen Kirche). Für meine unmaßgeblichen Ohren ist diese Aufnahme unter Cambreling denen unter Dorati und Myung-Whun Chung klar vorzuziehen, interpretatorisch wie klangtechnisch.

Dieses Monumentalwerk würde ich gerne mal live erleben ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (31.01.2021, 11:51):
Hier weiter mit Lisztigem - mit entspannten Grüßen in die Schweiz!

Franz Liszt: Années de pèlerinage - Première année: Suisse

Louis Lortie, Klavier



Lortie entlockte seinem Fazioli herrliche Klangfarben und verfügt auch über die Pranke an den einschlägigen Stellen. Tolle Aufnahme.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (31.01.2021, 14:16):
Auch bei mir ein paar Neuzugänge:


Diese h-Moll ist ein echter Kracher. :thumbsup:
Vielen Dank für den Hinweis! Die strömte gerade hier ein.

J. S. Bach: Messe h-Moll BWV 232

Concertino: Maria Keohane, Joanne Lunn, Alex Potter, Jan Kobow, Peter Harvey
Ripieno: Elsa Torp, Hanne Kappelin. Valdemar Villadsen, Chris Watson, Jakob Block Jespersen

Concerto Copenhagen

Lars Ulrik Mortensen

Was soll ich sagen - die kommt bei mir in den Olymp für BWV 232, wo schon Herreweghe III wohnt. Deutlich angeschärfterer Klang als beim tendenziell harmonisierenden Herreweghe, aber nicht so rauh wie bisweilen bei Kuijken. Tolle Tempi mit einem geradezu halsbrecherischen "et expecto resurrectionem mortuorum", ein Favorit-Chor, der schon in anderen Aufnahmen seine Sonderklasse zeigte ... großes Bach-Kino.

Danke für den Tipp an Cetay!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (31.01.2021, 15:31):
Weiter in Italien.

Franz Liszt: Années de pèlerinage

Deuxième année: Italie
Supplément: Venezia e napoli

Louis Lortie, Klavier



Eine großartige Aufnahme. Ich verstehe sofort - jedenfalls erliege ich der Illusion, zu verstehen - , dass dies der zentrale Klavierzyklus in der Mitte des 19. Jahrhunderts ist, jedenfalls die ersten beiden "Années". Vom knapp zweiminütigen Pièce bis zu viertelstündigen, sonatenartigen Stücken ist alles drin.

Hier formidabel gespielt, im Lyrischen wie im Zupackenden.

Bin weiter gespannt auf die Aufnahmen mit Berman, Arrau, Brendel, Korstick. Aber diese ist schon phänomenal.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (31.01.2021, 17:25):
Geht es anderen Autofahrern unter uns ähnlich wie mir?
Es gibt Musik, die sich zum Fahren besser eignet als andere.
Welches wären die Kriterien (neben Fragen des Geschmacks, versteht sich)?
Hier sind meine:

1.) Unterhaltsam, anregend, Freude machend, dabei aber
2.) Nicht zu verstiegen, verästelt, die Aufmerksam über Gebühr fordernd
3.) In berechenbarem Dynamikspektrum, sodaß man an leisen Stellen nicht aufdrehen muß um dann bei lauten plötzlich vom Sitz gefegt zu werden. Man stelle sich vor, jemand hört zum ersten Mal ohne Vorwarnungen Jón Leifs Saga-Sinfonie oder Hekla...nicht auszudenken!

Auf die unten Stehenden trifft das zu. & so versüßten diese Scheiben mir heute die Fahrt auf der etwas langweiligen A1 Bern-Lausanne-Genf. Holte meine Freundin dort vom Flughafen ab. Besonders der Ries macht in den famosen Einspielungen Christopher Hinterhubers immer aufs Neue richtig Spaß! & bei Haydn durfte es heute mal eine Alternative zu meinem sonstigen Favoriten Harnoncourt sein.


Franz Joseph Haydn

Sinfonie Es-dur Hob. I: 99
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR - Roger Norrington
(CD, Hänssler, 2009)


Ferdinand Ries

Klavierkonzerte
As-dur op. 151 "Gruß an den Rhein" &
C-dur op. 123
Christopher Hinterhuber,
New Zealand Symphony Orchestra, Wellington - Uwe Grodd
(CD, Naxos, 2005)
Philidor (31.01.2021, 17:54):
Geht es anderen Autofahrern unter uns ähnlich wie mir?
Es gibt Musik, die sich zum Fahren besser eignet als andere.Aber hallo.
1.) Unterhaltsam, anregend, Freude machend, dabei aber
2.) Nicht zu verstiegen, verästelt, die Aufmerksam über Gebühr fordernd
3.) In berechenbarem Dynamikspektrum, sodaß man an leisen Stellen nicht aufdrehen muß um dann bei lauten plötzlich vom Sitz gefegt zu werden. Man stelle sich vor, jemand hört zum ersten Mal ohne Vorwarnungen Jón Leifs Saga-Sinfonie oder Hekla...nicht auszudenken!Kann man wohl kaum besser formulieren ... und ja, die Londoner Sinfonien sind prima Kandidaten. Mozart-Opern funktionieren ebenfalls prächtig. Auch Schumann-Sinfonien, Mozart-Klavierkonzerte usw. usw.

Hier wieder Bruckner 8:

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Erste Fassung von 1887

National Symphony Orchestra of Ireland
Georg Tintner



Teilweise geschmeidiger als bei Inbal, im Tutti nicht ganz so blechgepanzert, aber stellenweise doch ein wenig monoton "vorgelesen".

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (31.01.2021, 18:44):
Liszt zum Dritten.

Franz Liszt: Années de pèlerinage - Troisième année

Louis Lortie, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (31.01.2021, 19:40):
Und noch einmal Bach - fast zum Tage.

Johann Sebastian Bach: "Wär Gott nicht mit uns diese Zeit" BWV 14

Monika Frimmer, Eberhard Büchner, Andreas Scheibner

Thomanerchor Leipzig
Neues Bachisches Collegium Musicum Leipzig

Hans-Joachim Rotzsch



Zeugnisse einer verdienstvollen Bachpflege aus dem Geist des 19. Jahrhunderts.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (31.01.2021, 20:54):
Beat Furrer - Die Blinden (1989)
Oper nach Texten von Maurice Maeterlinck, Arthur Rimbaud, Friedrich Hölderlin, Platon
Auftragswerk der Wiener Staatsoper

Linda Watson (Sopran), Patricia Caya (1. Mezzosopran), Petra Schuwareck (2. Mezzosopran)
Sprechgesang:
Margarete Jungen, Elfi Aichinger, Alfred Werner, Roman Sadnik, Timothy Breese, Sebastian Vittucci

Ein Vokalensemble (Einstudierung: Errico Fresis)
Klangforum Wien
Musikalische Leitung: Beat Furrer
michael74 (31.01.2021, 21:00):
Hallo Zusammen
zum Abschluss des Wochenendes noch



Gruß Michael
Marcie (31.01.2021, 22:14):
Cetay (inaktiv) (01.02.2021, 02:42):
@Philidor: Gerne. Es war ja nur eine wenig aufwendige Kurzrezension. :P

Auch ich wurde gestern von den Sieben Sieglen inspiriert. Dasselbe Coverbild ziert -mit einem kleineren Auschnitt- auch die Aufnahme von Schnittkes Chorkonzert mit Valery Polyansky, die ich ewig nicht mehr gehört habe. Beim Suchen fand ich auch jede Menge Sinfonien unter diesem Dirigenten. Und ich dachte, dass es eigentlich ein unhaltbarer Zustand ist, dass ich längst noch nicht alle von Schnittkes Sinfonien gehört habe. Wie sich herausgestellt hat, ist das ein Fehler, zumindest was die Zweite angeht. Die ist ganz anderes geartet als die tumultreiche Erste. Ueber weite Strecken wirkt diese im Gedenken an Bruckner entstandene, seltsame Kreuzung aus Messe und Sinfonie recht statisch, ist aber innerlich bewegt - mit einem Detailreichtum, der eine unheimliche Sogkraft hat. Cembalo, Klavier. Orgel und viel gestimmtes Schlagwerk sind in der Orchestertextur verwoben, der Chor -wenn er nicht gerade acapella singt- eher dahinter. Ab und an kommt es zu heftigen Ausbrüchen, dann wieder zu quälend langsamen Steigerungen. Der Dynamikumfang ist enorm. Dissonanzreich ist das, keine Frage, aber selten grell. Dass Schnittke Filmmusik kann, ist stellenweise schwer zu überhören, doch wirkt hier nichts auf Effekt getrimmt. Ein ganz starkes Werk.


Alfred Schnittke; Sinfonie Nr. 2 "St. Florian"
Russisches Staatsorchester & Chor, Valery Polyansky
Philidor (01.02.2021, 19:38):
Hammer.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Erste Fassung von 1887

Philharmoniker Hamburg
Simone Young
Live-Aufnahme 15./16. Dezember 2008, Laeiszhalle Hamburg



Mein Favorit bei der Urfassung. – Einfach beseelter als die beiden anderen Aufnahmen, die ich kenne. Und zumindest rhythmisch auch exakter – z. B. bei der vertrackten Stelle kurz vor Beginn des zweiten Themas in der Exposition des Kopfsatzes. Oder auch mal dynamisch: am Ende der Exposition und bei Beginn der Durchführung – endlich mal dreifaches Piano in den Violinen. Quasi ein Hauch von nichts. Aber nicht immer: generell etwas zu laut fand ich das zweite Thema. Piano steht da mit „breit und ausdrucksvoll“ – na, für meine Begriffe war das schon ein gesundes Mezzoforte. Aber gut …

Die großangelegten Steigerungen fand ich sehr gut durchorganisiert. Der Blechklang – nicht so martialisch wie in Frankfurt unter Inbal (wobei das ein Spaßfaktor dieser Aufnahme ist), sondern klanglich fein differenziert – da klingen Hörner, Tuben und Posaunen schön trennscharf. Aber wehe, wenn das Blech losgelassen wird, wie etwa am Höhepunkt der Kopfsatz-Durchführung.

Die Coda des Kopfsatzes … der Fortissimo-Einsatz nach der Generalpause mit vorausgehendem dreifachem Piano – wie ein Schlag in die Fr.. äh, ins Gesicht.

Im Scherzo kommen alle Freund*innen fetzigen Orchesterspiels wohl auf ihre Kosten. – Auch hier ist der Klang eingangs des Trios trotz „Piano“ ziemlich gesund.

Das Adagio … ein großer Strom. Prima disponiert. Frau Young weiß die knapp 28 Minuten bestens zu füllen.

Auch im Finale bewunderte ich die Stringenz, mit der die Dirigentin die grandiose Architektur entfaltete. Sogar die „Dreikaiserzusammenkunft“ am Ende, sonst gerne wie ein entbehrlicher Appendix wirkend, fügte sich gerade noch ins Ganze ein. – Tolle Aufnahme. Wenn nur eine Einspielung der Urfassung, dann diese.

Tempovergleich Inbal/Tintner/Young:
Kopfsatz 14:01/17:41/16:05
Scherzo 13:26/15:14/14:37
Adagio 26:47/31:10/27:44
Finale 21:09/25:10/24:10

Am Wochenende geht's dann wohl weiter mit den Aufnahmen der Nowak-Ausgabe der Fassung von 1890 ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.02.2021, 22:19):
Subtil - feinsinnig ausgehört - behutsam.

Johann Sebastian Bach: Das wohltemperierte Klavier Band II (Auszüge)#

Piotr Anderszewski, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (01.02.2021, 22:22):
Cetay (inaktiv) (02.02.2021, 00:20):


Johannes Brahms; Sinfonie Nr. 4 e-Moll, op. 98
Wiener Philharmoniker, Carlo Maria Giulini
Maurice inaktiv (02.02.2021, 11:29):
Da mache ich doch glatt mit, und bleibe auch bei zwei weiteren "Altmeistern", die leider nicht mehr unter uns weilen:



Johannes Brahms : Sinfonien Nr.2 & 4 : Gürzenichorchester Köln, Günter Wand AD; 1958 & 160

Das waren Wands erste Einspielungen zweier Brahms-Sinfonien, die er immer wieder in den Konzerten, aber auch auf CD/Platte eingespielt hatte.

Anschließend erneut die 4.Sinfonie von Brahms (die passt noch rein bis zum Mittagessen ) :



Johannes Brahms : Sinfonie Nr.4 : Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern , Stanslaw Skrowaczewski AD: 2011

Zwei große "Altmeister" des romantischen Repertoires, die bei Brahms, Bruckner und Beethoven immer wieder zur Höchstform aufgelaufen sind.
Philidor (02.02.2021, 17:54):
Nach der Fertigstellung der Urfassung seiner Achten (1887) kümmerte sich Bruckner zunächst nochmal um die Dritte und schuf die letzte Fassung des Werkes, datiert 1888/89.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Fassung 1888/89, Ausgabe Nowak

Radio-Sinfonieorchester Stuttgart (so hießen die damals)
Sergiu Celibidache
live Liederhalle Stuttgart 24. November 1980



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (02.02.2021, 19:29):


Giacomo Puccini/Giuseppe Adami/Renato Simoni: Turandot

Turandot - Birgit Nilsson
Calaf - Franco Corelli
Liù - Galina Viscnjevskaja
Timur - Nicola Zaccaria
Altoum - Angelo Mercuriali
Ping - Renato Capecchi
Pang - Franco Ricciardi
Pong - Piero de Palma
Mandarino - Virgilio Carbonari

Coro e Orchestra del Teatro alla Scala di Milano, Gianandrea Gavazzeni
Live 1964 Mailand

Die Aufnahmequalität ist sehr sehr bescheiden, das "Duell" Nilsson/Corelli live elektrisierender als in der Studio-Einspielung. Die überzeugendste Leistung dieser Aufführung liefert jedoch Galina Viscnjevskajas sehr emphatische Liù, deren langes Crescendo auf dem B am Schluss von Signore, ascolta beim Publikum zu Recht Beigeisterungsstürme hervorruft. Die übrigen Rollen (insbesondere die Minister) und Gavazzeni lassen keine Wünsche offen.

Gruß Amonasro
Philidor (02.02.2021, 21:07):
Hier pianistische Feuerwerke.

Franz Liszt: Études d’exécution transcendante

Daniil Trifonov, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (02.02.2021, 21:50):
Zum Abend hier Brahms:

Johannes Brahms: Klavierquartette Nr. 1 und 3

Tamas Vasary, Klavier

Thomas Brandis, Violine

Wolfram Christ, Bratsche

Ottomar Borwitzky, Cello

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (03.02.2021, 07:25):


Richard Strauss; Eine Alpensinfonie op. 64, TRV 233
EC Youth Orchestra, James Judd
Maurice inaktiv (03.02.2021, 09:57):
Hier läuft gerade die "Konkurrenz" von Strauss:



Emil Nicholaus von Reznicek : Der Sieger WDR-Sinfonieorchester & WDR-Rundfunkchor Köln , Michail Jurowski + Beate Koepp (Alt)

Dieses gigantische Werk eines großartigen, aber immer wieder auf die Nase gefallenen Komponisten, der im harten Konkurrenzkampf zu Richard Strauss stand.

Über das Werk habe ich im entsprechenden Thread was geschrieben.
Maurice inaktiv (03.02.2021, 10:47):


Felix Woyrsch : Sinfonien Nr.4 & 5 : NDR-Radiophilharmonie , Thomas Dorsch

Weiter geht es mit einem Zeitgenossen von Richard Strauss und Emil N. von Reznicek - Felix Woyrsch. Seine beiden Sinfonien sind Neuland für mich, der Komponist nicht.
Philidor (03.02.2021, 12:19):
Hier Musik zum gestrigen Feiertag "Mariä Reinigung".

J. S. Bach: "Mit Fried und Freud ich fahr dahin" BWV 125

Robin Blaze, Andreas Weller, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (03.02.2021, 16:18):
Zuerst Rezniceks Donna Diana-Ouvertüre - hr-Sinfonieorchester, DaYe Lin. Der Komponist war mir bisher noch nicht mal dem Namen nach bekannt...

Dann:



Dmitri Schostakowitsch: Sinfonien Nr. 1-3

WDR Sinfonieorchester, Rudolf Barshai

Der Name des Chors wird verschwiegen (wahrscheinlich der WDR Rundfunkchor?)

Gruß Amonasro
Sfantu (03.02.2021, 17:09):
Lieber Amonasro,

aus dem Kölner Barshai-Zyklus habe ich als Einzelveröffentlichung nur die "Babi Yar". Dort wird (neben dem Solisten Sergeij Aleksashkin) eine "Chorakademie Moskau" genannt.

Gruß,
Sfantu
Philidor (03.02.2021, 18:15):
Hier wieder Bruckner in Letztfassung.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 4 Es-Dur
(Fassung 1878/1880 steht auf der Rückseite des Covers,
genauer: revidierte Fassung von 1878 mit Finale in der Fassung von 1879/80)

Wiener Philharmoniker
Bernard Haitink



Keine besonderen Vorkommnisse.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (03.02.2021, 19:41):
Lieber Amonasro,

aus dem Kölner Barshai-Zyklus habe ich als Einzelveröffentlichung nur die "Babi Yar". Dort wird (neben dem Solisten Sergeij Aleksashkin) eine "Chorakademie Moskau" genannt.

Gruß,
Sfantu
Danke Sfantu,

bei nochmaligem Durchgehen der Papphüllenrückseiten habe ich bei der 13. Sinfonie die Nennung dieses Chors gefunden. Das ist aber auch die einzige Stelle, an der in dieser Gesamtausgabe ein Chor genannt wird. Noch schlimmer ist es bei der 14. Sinfonie: hier werden noch nicht mal die Solisten genannt. Etwas ärgerlich, dabei ist das Booklet gar nicht so schlecht, es gibt zumindest zu jeder einzelnen Sinfonie einen Einführungstext.

Gruß Amonasro :hello
Philidor (03.02.2021, 19:45):
Und nochmal Musik zum gestrigen Tage.

Johann Sebastian Bach: "Mit Fried und Freud ich fahr dahin" BWV 125

Ingeborg Danz, Mark Padmore, Peter Kooy
Collegium Vocale Gent
Philippe Herreweghe



Was für ein herrliches Werk.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (03.02.2021, 21:11):
Lieder aus der Welt des Zwielichts
von Wolf, Schreker, Brahms, u. a.
Marlis Petersen, Gesang, Camillo Radicke, Klavier
Philidor (03.02.2021, 22:13):
Hier gab's nochmal Liszt.

Franz Liszt

Funérailles
Bénédiction de Dieu dans la solitude
Ballade Nr. 2 h-Moll

Claudio Arrau, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (04.02.2021, 00:17):
Beethoven - Missa solemnis
Marlis Petersen, Gerhild Romberger, Benjamin Hulett, David Wilson-Johnson
Collegium Vocale Gent, Orchestre des Champs-Elysees, Philippe Herreweghe
Marcie (04.02.2021, 00:24):
Wow, das ist ja mal eine tolle Aufnahme des Evergreens. Die fade Karajanplatte mit seiner "Mutter" brauche ich ja nun nie wieder hören!
Cetay (inaktiv) (04.02.2021, 02:23):


Luigi Boccherini; 3 Symphonies 'La Casa del Diavolo'
The Academy of Ancient Music, Christopher Hogwood
Sinfonie Nr. 4 d-Moll, op. 12/4, G506
Sinfonie Nr. 10 F-Dur, op. 35/4, G512
Sinfonie Nr. 17 c-Moll, op. 41, G519
agravain (04.02.2021, 08:50):
Hier:

Joseph Haydn: Symphonie Nr. 45 fis-Moll Hob. I:45 „Abschied“

Il Giardino Armonico
Giovanni Antonini

Knackig.



:hello Agravain
Maurice inaktiv (04.02.2021, 11:38):


Johann Seb. Bach : Matthäus-Passion - Arrangement für Trompete und Orgel AD: Januar 2012

Bearbeitungen für andere Instrumente können richtig gut sein, so wie hier. Für mich war diese CD damals (2013 habe ich sie erworben) eine Entdeckung, bei der ich auf Nachfolge-CDs gehofft hatte. Leider vergebens.

Die dänische Trompeterin Dorthe Zielke stiduerte u.a. in Ejsbergm, Chicago, Wien und Oslo Trompete. Später war sie Schülerin von Ole Edvard Antonsen. Leider habe ich anschließend (also nach dieser CD) nichts mehr von ihr gehört, was ich sehr bedauere.

Eine ihrer zahlreichen Formationen lautet "Women in Brass". Soren Johannsen studierte ebenfalls in Dänemark Orgel und Orchesterleitung. So ist er Leiter und Gründer des "Copenhagen Festival Orchestras" und als Organist in diversen Kirchen in Dänemark tätig. Er spielte bereits das gesamte Orgelwerk JS Bachs , und einmal sogar fast 24 Stunden hintereinander am gleichen Tag Orgel. Auch eine Leistung.
Maurice inaktiv (04.02.2021, 13:58):


Sir Arnold Bax: Sinfonien Nr.2 & 4 BBC Philharmonic , Vernon Handley

Nun wird "gebaxt" bei mir.
Amonasro (04.02.2021, 14:38):


Gioachino Rossini/Andrea Leone Tottola: Mosè in Egitto

Mosè - Lorenzo Regazzo
Elcìa - Akie Amou
Faraone - Wojtek Gierlach
Osiride - Filippo Adami
Amaltea - Rossella Bevacqua
Aronne - Giorgio Trucco
Amenofi - Karen Bandelow
Mambre - Giuseppe Fedeli

San Pietro a Majella Chorus, Naples
Wildbad Wind Band
Württemberg Philharmonic Orchestra, Antonio Fogliani

Besonderheit dieser Aufnahme ist, dass der Pharao anstelle der von Rossini nachkomponierten Arie die von Michele Carafa für die Uraufführung komponierte Version singt. Rossinis Arie mit neuem Text ersetzt hier Mosès schwache Arie, die von einem anonymen Mitarbeiter Rossinis stammt.
Die Wildbad-Aufnahme höre ich mittlerweile weitaus häufiger als die opulenter besetzte Scimone-Aufnahme, hauptsächlich wegen Foglianis lebendigerem Dirigat; lediglich der Chor hätte etwas größer sein dürfen.

Gruß Amonasro
Amadé (04.02.2021, 16:54):
Bei mir auch Haydn Nr. 45 fis-Moll.



Nicht zu verachten.
Gruß Amadé
Philidor (04.02.2021, 18:17):
Hier Triumph in B-Dur.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5 B-Dur

Wiener Philharmoniker
Carl Schuricht
live Musikvereinssaal 24. Februar 1963



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (04.02.2021, 18:47):


Johann Seb. Bach : Matthäus-Passion - Arrangement für Trompete und Orgel AD: Januar 2012

Bearbeitungen für andere Instrumente können richtig gut sein,
Ohne Zweifel können Bearbeitungen ausgezeichnet sein und sogar bestimmte Aspekte einer Komposition noch besser darstellen als das Original.

Auf diese CD trifft das m. E. leider nicht zu.

Mal ganz grundsätzlich: Zu Bachs Zeit war die Trompete in Passionsmusiken "verboten". Sie diente zur Doxologie, zur Verherrlichung des Höchsten oder eines von seinen Gnaden eingesetzten Machthabers. Punkt.

Im Eingangschor geht die theologisch-musikalische Struktur völlig verloren. Die Trompete spielt mal den Sopran von Chor I, mal den Sopran von Chor II und mal den "Soprano in ripieno" mit dem Choral. Diese drei Soprane haben nicht nur koloristische, sondern ganz konkret theologisch-homiletische Funktion: Chor I steht für die Tochter Zion, Chor II für die Gläubigen. Beide Chöre sind im Dialog miteinander. Spielt die Trompete mal den einen, mal den anderen Sopran, ist diese Idee der musikalischen Architektur zerstört. Es bleibt ein gefälliges Stück Musik. - Der "dritte Sopran", zumal tonal exterritorial (Choral in G-Dur in einem e-Moll-Stück), ist wieder eine dritte dramatis persona, die das zusammenhaltende Band des großartigen Eingangschores bildet. Spielt die Trompete auch noch den, so ist es, als ob man Tosca, Cavaradossi und Scarpia aus ökonomischen Gründen von einem einzigen Sänger ausführen ließe.

Ich habe eine Bearbeitung des Eingangschores für Orgel alleine und spiele die manchmal zu meinem Privatvergnügen. Immerhin ist die so eingerichtet, dass der Choral auf einem separaten Manual vorgetragen wird. Dann hat man wenigstens noch Scarpia versus Tosca/Cavaradossi. Im Gottesdienst würde ich aber auch das nicht spielen.

Trompete und Orgel spielen ganz wunderbar, das sollte ich noch sagen. Meister ihres Fachs, die das maximal Mögliche im Unmöglichen bieten.

Ich beeile mich, hinzuzufügen, dass bisweilen noch weitere Instrumente mitwirken, Violine (für die beiden großen Arien mit Solo-Violine), Flöte ("Aus Liebe will mein Heiland sterben") und Oboe. Ich habe auch nur die ersten sechs Tracks ganz gehört und mich dann durchgezappt.

Sorry, nicht mein Ding, diese CD.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (04.02.2021, 19:31):
Ohne Zweifel können Bearbeitungen ausgezeichnet sein und sogar bestimmte Aspekte einer Komposition noch besser darstellen als das Original.

Auf diese CD trifft das m. E. leider nicht zu.
Okay. Du hast es anschließend begründet, warum Du es nicht so siehst. Bach ist nicht mein Bereich, daher wirst Du mit Deiner Begründung recht haben, dafür kenne ich die Passion gesungen zu schlecht.


Mal ganz grundsätzlich: Zu Bachs Zeit war die Trompete in Passionsmusiken "verboten". Sie diente zur Doxologie, zur Verherrlichung des Höchsten oder eines von seinen Gnaden eingesetzten Machthabers. Punkt.
Auch das mag historisch gesehen richtig sein, ist mir aber völlig egal hier, weil :


Trompete und Orgel spielen ganz wunderbar, das sollte ich noch sagen. Meister ihres Fachs, die das maximal Mögliche im Unmöglichen bieten.
Ich genau DAS als am Ende wichtigsten Punkt ansehe. Die Qualität der Musiker ist exzellent. Und es ist richtig, dass noch weitere Kollegen hier und da mitwirken, die habe ich unterschlagen.


Sorry, nicht mein Ding, diese CD.
Muss es auch nicht, aber es ist MEIN Ding, und darum geht es MIR, wenn ICH Musik höre. Die höre ich für MICH, nicht für andere Leute. Das ist nicht böse gemeint, entspricht aber der Wahrheit.
tapeesa (04.02.2021, 20:16):
aus Tanz Grotesk
vor allem
Hindemith: Der Dämon
Gewandhausorchester Leipzig, Lothar Zagrosek
tapeesa (04.02.2021, 20:56):
Stravinsky - The Rite of Spring
Philharmonia Orchestra, Igor Markevitch
Jan Van Karajan (04.02.2021, 21:56):
Zum Abend mal wieder Debussy nach viel Kammermusik von Brahms und Mozart in letzter Zeit:

Claude Debussy: L`Enfant prodigue, Kantate für Sopran, Tenor, Bass und Orchester (revidierte Fassung von 1907 gemeinsam mit Andre Caplet)

Karina Gauvin, Sopran

Roberto Alagna, Tenor

Jean-Francois Lapointe, Bass

Orchestre Philharmonique de Radio France, Mikko Franck

Ursprünglich hatte Debussy diese Kantate für den Rompreis komponiert, überarbeitete sie aber über 20 Jahre später nochmal gemeinsam mit Andre Caplet. In dieser Fassung kommt die Orchestrierung meiner Ansicht nach besser zur Geltung, auch die Besetzung ist hervorragend. Diese Version kann durchaus mit dem Original mithalten, vielleicht sogar noch mehr...

Grüße

Jan :hello
Maurice inaktiv (05.02.2021, 08:17):


Felix Mendelssohn : Sinfonie Nr.5 & Streichersinfonien Nr.5, 6 + 10

Heidelberger Sinfoniker , Thomas Frey
Marcie (05.02.2021, 08:31):
Frey, dachte der kann garnichts?? ;) ;) ;)
Maurice inaktiv (05.02.2021, 09:15):


Louise Farrenc : Sinfonie Nr1, 2 Ouvertüren & Grandes Variations sur un theme du comte Gallenberg

Solists Européens , Luxeembourg , Christoph König + Jean Muller (Klavier)
Maurice inaktiv (05.02.2021, 09:16):
Frey, dachte der kann garnichts??
:D Es kommt halt darauf an WER ihn hört. Tauben Menschen kann halt wenig geholfen werden. :D
Sfantu (05.02.2021, 10:49):
Jaaaa,
lörning Doitsch peu être es bitzeli complicat.
Philidor (05.02.2021, 11:54):
Jaaaa,
lörning Doitsch peu être es bitzeli complicat.
"Farben sehen" auch. Dabei gibt es mehr als Schwarz und Weiß ...

... aber man hilft ja gerne wo man kann.

Shades of Grey matter. :D

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (05.02.2021, 12:45):


... aber man hilft ja gerne wo man kann

Das will hier niemand, bitte zukünftig sein lassen!
Sfantu (05.02.2021, 13:15):
Ich rekapituliere:
Ein Schreibfehler - ein neckischer Kommentar dazu in Form eines Insiders - ein weiterer Kommentar - & noch einer - Doppelbödiges - Spitzfindiges - unterschiedliche Ideen von Humor - Mißverstehen - Dünsten - Schmoren - Köcheln - & schon schießt ein Galle-Geysir empor.
Was machen wir jetzt mit dem ganzen Schlamassel? Zusammen fegen & in die Tonne kloppen. Und siehe: schon weht wieder der süße & friedensreiche Duft von Liebe, Verständnis & Brüderlichkeit.
Sfantu (05.02.2021, 13:18):
... & Denk-, Schreib-& Kommentierverbote überlassen wir doch gern den Profis bei T...
Marcie (05.02.2021, 13:19):
Am besten Mucke hörn!
Marcie (05.02.2021, 13:21):
@Sfantu

...und Du mit Deinem „dünsten“ und „köcheln“ gehst am besten in die Küche! :rofl
Sfantu (05.02.2021, 13:25):
Wird gemacht. Kann ich Dir was mitbringen? Ich hol' mir Kaffee & Kekse.
Marcie (05.02.2021, 13:39):
Hab ich grad von der Orgeljule bekommen.
Schade, nun darf ich keine Klassik mehr anhören...
Maurice inaktiv (05.02.2021, 13:41):
https://www.youtube.com/watch?v=v_EWWyJfgPc

Probiert es mal mit Gemütlichkeit...... :D
Marcie (05.02.2021, 13:42):
Ich sollte nicht so viel Wein zum Mittagessen nehmen...
Philidor (05.02.2021, 13:46):
Frey, dachte der kann garnichts?? ;) ;) ;)

Frey, dachte der kann garnichts??
:D Es kommt halt darauf an WER ihn hört. Tauben Menschen kann halt wenig geholfen werden. :D
Nicolas_Aine (05.02.2021, 14:13):
https://www.youtube.com/watch?v=v_EWWyJfgPc

Probiert es mal mit Gemütlichkeit...... :D
das ist doch mal ein guter Vorschlag. Lasst uns das doch machen.

@Marcie ich empfehle ja Obschdler. Aber besser erst nach dem Essen.

@Sfantu wie kochst denn Du?! :P :D
Klassiknerd (05.02.2021, 15:39):


Henze: Sinfonien Nr. 3-5
RSO Berlin
M. Janowski

Besonders die Dritte hat es mir angetan. Rhytmisch prägnant und sehr farbenreich.
Janowski ist für diesen Zyklus sehr zu danken.

Als Freund sinfonischer Musik fehlen mir hinsichtlich aktueller Musik echte Sinfoniker vom Schlage eines Henze.
Philidor (05.02.2021, 18:26):
Das ist doch was.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 6 A-Dur

Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester
Günter Wand



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (05.02.2021, 20:49):
Richard Wagner - Die Meistersinger von Nürnberg
WWV 96: Vorspiel zum ersten Aufzug
Gewandhausorchester Leipzig, Andris Nelsons
Amonasro (05.02.2021, 21:09):


Georg Friedrich Händel/Thomas Morell: Theodora

Theodora - Sophie Daneman
Dydimius - Daniel Taylor
Septimius - Richard Croft
Valens - Nathan Berg
Irene - Juliette Galstian
Messenger - Laurent Slaars

Les Arts Florissants, William Christie

Gruß Amonasro
tapeesa (05.02.2021, 22:26):
Richard Wagner - Rienzi, der Letzte der Tribunen WWV 49
Historische Gesamtaufnahme

Rienzi - Günther Treptow
Irene - Trude Eipperle
Steffano Colonna - Helmut Fehn
Adriano - Erna Schlüter
Paolo - Rudolf Gonszar
Raimondo - Heinz Prybit
Baroncelli - Willy Hofmann
Cecco del Vecchio - Josef Lindla
Ein Friedensbote / Messenger of Peace - Berta Preisker

Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, Chor des Hessischen Rundfunks, Winfried Zillig
Frankfurt am Main, 1950
Jan Van Karajan (05.02.2021, 22:29):
Vor der Nachtruhe noch reichlich Klaviermusik:

Robert Schumann: Carnaval, op. 9
Humoresque, op. 20
Scenes de la Foret, op. 82
Eric Le Sage, Klavier
Grüße
Jan :hello
Philidor (06.02.2021, 09:50):
Dank der genialen Erfindungen heutiger Liturgie-Experten findet der Sonntag Septuagesimae in diesem Kirchenjahr nicht statt. - Kein Grund, die Choralkantate zum Sonntag nicht zu hören:

J. S. Bach: "Ich hab in Gottes Herz und Sinn" BWV 92

Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Jan Kobow, Dominik Wörner
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (06.02.2021, 10:14):


Joseph Haydn : Sinfonien Nr. 45 & 64 : Schlierbacher KO , Thomas Fey AD: 1999

Bei mir beginnt der mal wieder verregnete Tag mit Joseph Haydn. Und da habe ich mich heute für Thomas Fey entschieden. Zum Glück ist es noch nicht verboten Musik Zuhause zu hören, obwohl die Orchester bei der Einspielung keinen Abstand gehalten hatten. :D
Maurice inaktiv (06.02.2021, 11:14):


Johannes Brahms : Sinfonie Nr.4 RSO Stuttgart , Sergiu Celibidache

Ich muss sagen, dass ich HIER wirklich begeistert bin. Sehr ruhiger, kluger Aufbau, ein in sich ruhender Brahms, aber ausgezeichnet ausbalanciert. Nicht zu langsam, wie etwa sein Bruckner. Ich bin wirklich positiv überrascht. Dass Celi das konnte, war mir schon klar. Doch HIER freue ich mich sehr über diese CD. WOW !!
Philidor (06.02.2021, 11:44):
Ich muss sagen, dass ich HIER wirklich begeistert bin.
Na, das freut mich doch sehr!
Nicht zu langsam, wie etwa sein Bruckner.
Hier gilt dasselbe - nicht nur die Münchener Aufnahmen hören, sondern auch z. B. die Vierte mit dem RSO Schweden sowie die Siebte, Achte und Neunte aus Stuttgart. Dann verschwinden (m. E.) auch Formulierungen wie "sein Bruckner" von ganz alleine. Wirklich.
Dass Celi das konnte, war mir schon klar.
Aber sicher. Sehr gut!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.02.2021, 12:46):


daraus:
Richard Wagner - Die Meistersinger von Nürnberg WWV 96: Vorspiel zum ersten Aufzug
Gewandhausorchester Leipzig, Andris Nelsons
Vielen Dank für den Hinweis! Nelsons ist also schon bei der Achten angekommen, fein. Das war mir ein willkommener Einstieg zur Nowak-Ausgabe der Fassung von 1890.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Fassung von 1890, Nowak-Ausgabe

Gewandorchester
Andris Nelsons

Ja ... in den ersten drei Sätzen fand ich Nelsons zurückhaltend, wie mit angezogener Handbremse. Auch die Höhepunkte in der Kopfsatzdurchführung oder in der Coda des Kopfsatzes waren nicht so durchschlagend. Ich vertraute nach zwei Sätzen auf eine Gesamtdramaturgie - die Achte ist ja im Gegensatz zur Siebten klar hecklastig. Aber auch das Adagio war geradezu sanft. - Ich beeile mich, zu sagen, dass es wunderschön lyrisch ausgehörte Stellen gab, dass mancher Akzent in der Partitur mir "nur hörend" so nie aufgefallen war, aber bei Nelsons (für meine Ohren) stimmig gesetzt wurde. Sehr fein, behutsam, zurückhaltend, so ganz weit weg von einem "hoppla, jetzt komm ich und ich weiß genau, wie das mit Bruckner geht".

Im Finale gingen die Schleusen dann auf. Grandios. Auch hier der Lackmustest - ist die Drei-Kaiser-Zusammenkunft stimmig eingebunden? Ich sage: Ja.

Ich weiß noch nicht, ob ich das Werk mit so klarem Schwerpunkt auf dem Finale hören will. Muss ich nochmal hören. Das Konzept überzeugt mich noch nicht ganz, die Ausführung des Konzeptes fand ich aber hinreißend. (Den gewohnt leicht wattigen Klang dieser entstehenden Bruckner-GA aus Leibzsch mal als gegeben hinnehmend.)

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (06.02.2021, 13:47):


Anton Buckner : Sinfonie Nr.9 , mit Finale (Rek. Samale/Philllios/Cohrs/Mazzuca)

Berliner PO , Sir Simon Rattle

Man kann sich streiten, was die Rekonstruktion abgeht, man kann darüber diskutieren, ob Rattle hier der "große Wurf" gelungen ist, aber ich halte diese Einspielung für sehr gelungen. Gerade auch WEGEN des bis dato besten Orchesters, dass diese Fassung eingespielt hat.

Ich dachte, ich hätte auch die Neunte unter Inbal mit dem rekonstruierten Finale, aber leider nicht. Ich lasse mir aber die Einspielung von Marcus Bosch schicken, er wählte die gleiche Fassung wie Rattle.
Philidor (06.02.2021, 15:44):
Hier eine Erstbegegnung. Ohne Kugelsegen.

Carl Maria von Weber: Oberon

Oberon - Deon van der Walt
Puck - Melinda Paulsen
Rezia - Inga Nielsen
Fatime - Vesselina Kasarova
Hüon von Bordeaux - Peter Seiffert
Scherasmin - Bo Skovhus
Meermädchen - Heidi Person, Hermine May
Harun al Raschid - Gunther Schoß
Babekan - Viktor Neumann
Almansor - Peter Fitz
Abdallah - Dieter Kursawa
Kaiser Karl der Große - Ulrich Voß

Rundfunkchor Berlin
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Marek Janowski



Nun ja. Feine Musiknummern. Bisschen viel Sprechtext, na ja, das gibt's im Schreifritz auch. Zum Libretto wurde schon alles gesagt.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (06.02.2021, 16:21):
@Klassiknerd

angeregt durch Deinen Post, gab es heute bei mir eine längst überfällige Neubegegnung mit Henzes Dritter. & ich war mal wieder hingerissen. Speziell das Finale mit seinem perkussiven Drive & seiner puren Energie wirkt elektrisierend.


Hans Werner Henze

Sinfonie Nr. 3 für großes Orchester
Berliner Philharmonisches Orchester - Hans Werner Henze
(LP, DG, 1966)

Anrufung Apolls. Allegro molto moderato 8'17
Dithyramb. Moderato 10'52
Beschwörungstanz 5'13
Philidor (06.02.2021, 17:36):
Wow!

Emilie Mayer

Sinfonie Nr. 1 c-Moll
Sinfonie Nr. 2 e-Moll

NDR Radiophilharmonie
Leo McFall



Vielen Dank an Sfantu für den Tipp! Bin offen gesagt bei "Neuentdeckungen" gerne erst einmal skeptisch, ließ mich aber gerne etwa von Jan Dismas Zelenka oder Joseph Martin Kraus überraschen.

Hier sind Vorbehalte m. E. völlig unnötig. Die erste Sinfonie mag in einigen Wendungen noch formelhaft erklingen, die zweite fand ich richtig gut. Auf fröhliches Wiederhören!

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (06.02.2021, 17:40):
@Philidor

hoch erfreut, daß diese Musik auch Dir zusagt.
Philidor (06.02.2021, 19:09):
Hier Himmelsflüge.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Kölner Rundfunk-Sinfonieorchester
Otto Klemperer
live Funkhaus Köln 7. Juni 1957



Mannmannmann ... über diese Aufnahme hatte ich mich schonmal eher gleichgültig geäußert. Dabei ist die großartig ... tempora mutantur, nos et mutamur in illis. Klar geschnitten, formal gesehen geradezu ideal übersichtlich, auf emotionale Drücker völlig verzichtend, einfach die monumentale Architektur, ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.02.2021, 19:22):
hoch erfreut, daß diese Musik auch Dir zusagt.
Ja - die Zweite fand ich richtig gut!

Mein Streamer bietet noch die Vierte (samt Klavierkonzert und noch weiteren Stücken) und die Fünfte, cpo plant eine GA ... es bleibt spannend. Und da ist ja noch die Kammermusik.

Die Musik wird bisweilen um Mendelssohn und Schumann herum verortet; ich meinte auch, Nähe zu Schuberts SInfonien 3 bis 6 wahrzunehmen. Aber das braucht noch ein paar Auditionen.

Und, ja, Mendelssohn 1-5 und Schumann 1-4 sind bei mir in der Tat einigermaßen abgenudelt, so sehr ich diese Musik auch mag.

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (06.02.2021, 22:08):
Hier wieder Debussy:

Claude Debussy: Printemps,symphonische Suite für Chor und Klavier zu vier Händen

Marie-Joseph Jude und Jean-Francois Heisser, Klavier

Flemish Radio Chor, Herve Niquet

La Damoiselle elue,lyrisches Gedicht für Sopran, Mezzosopran, Frauenchor und Orchester

Barbara Hendricks, Sopran

Jocelyne Taillon, Mezzosopran

Chor des Orchestre de Paris

Orchestre de Paris, Daniel Barenboim

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (07.02.2021, 04:26):

Ludwig van Beethoven; Sinfonie Nr. 1 C-Dur, op. 29
Orchestra Filarmonica della Scala, Carlo Maria Giulini
Philidor (07.02.2021, 08:23):
Hier Lusthören von Orgelmusik.

Herbert Murrill: Carillon

Peter Hurford

Louis Vierne: Carillon de Westminster

Olivier Latry




Super Wachmacher!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (07.02.2021, 08:47):
Hier Bachs Choralkantate zum heutigen Sonntag Sexagesimae (= ca. 60 Tage bis Ostern).

J. S. Bach: "Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort" BWV 126

Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Das Werk ist aus wenigstens drei Gründen bemerkenswert: (1) Ihm liegt nicht, wie bei Choralkantaten üblich, ein einziger Choral zugrunde, sondern ein Pasticcio aus drei Chorälen, die auf dieselbe Melodie gesungen werden konnten: "Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort", nachkomponierte Zusatzstrophen von Justus Jonas, Luthers "Verleih uns Frieden genädiglich" mit einer Zusatzstrophe von Johann Walter. (2) Der originale Text Luthers blieb in der ersten Strophe stehen: "Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort, / und steur' des Papsts und Türken Mord, / ..." (3) Es beginnt mit einem Mollsatz mit konzertierender Trompete.

Gruß
Philidor

:hello
Klassiknerd (07.02.2021, 09:00):


Mozart: Klavierkonzerte Nr. 20, 21, 25, 27
Wiener Philharminer
F. Gulda
C. Abbado

Die Klavierkonzerte waren für mich immer das Zentrum Mozarts orchestralen Schaffens.
Die Aufnahme mit Gulda/Abbado war daebi meine erste.
Guldas Mozart, den ich sogar live erleben durfte, überzeugt mich immer noch. Kein Zuckerguss, keine unnöige Spielerei! Gulda spielt einen kraftvollen, maskulinen Mozart, ohne ihn aber unnötig in die Nähe Beethovens zu rücken. Mozart bleibt hier Mozart!
Abbado lässt die Wiener farbenreich und an den richtigen Stellen zupackend spielen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Perfekt!
:down
Klassiknerd (07.02.2021, 13:14):



...und weil es so schön war nochmal Abbado.

Bruckner - Sinfonie Nr. 4
Wiener Philharmoniker
C. Abbado


Abbado gilt nicht umbedingt als einer der zentralen Bruckner-Dirigenten. Auch ich habe ihn erst spät diesbezüglich kennengelernt. Nach Inbal, Wand, Celibidache, Harnoncourt.....

...und er überzeugt mich. Abbado gelingt es, finde ich, feine und lyrische Passagen zu gestalten, zu tänzeln, wenn es passt, dann aber auch temeramentvoll und brilliant das Blech im Fortissimo in den Vordergrund zu schieben. Kontrastreich und stimmig, aber ohne jede Extreme.
Philidor (07.02.2021, 13:24):
Abbado gilt nicht umbedingt als einer der zentralen Bruckner-Dirigenten.
Achja. Da muss man sich vom Gerede über angebliche "Bruckner-Dirigenten" nicht kirre machen lassen. Jochum galt als Bruckner-Dirigent und hat eine der attraktivsten Aufnahmen der "Entführung" vorgelegt. Bernstein galt nicht unbedingt als Bruckner-Dirigent, aber seine Aufnahme der Neunten sollte man mal gehört haben, ob man sie mag oder nicht.

Und Abbado hat eine phänomenale "Bruckner 9" in Luzern hingelegt, da kann man gerne mal Karajan, Wand, Jochum e tutti quanti gegenhören. - Seine Vierte und Siebte (beide mit den Wienern) stehen noch hier im Plattenschrank, lange nicht gehört, die Fünfte aus Luzern steht auf der Blu-Ray-Wunschliste.

Ich fand Abbados Wiedergabe der Vierten in Wien hinreißend. Klassizistischer Ansatz, aber richtig gut.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (07.02.2021, 13:26):
Hier Repertoire, das ich sonst nicht so auf dem Zettel habe:

P. I. Tschaikowsky: Manfred-Sinfonie op. 58

London Symphony Orchestra
Igor Markevich



Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (07.02.2021, 14:09):
Abbado gilt nicht umbedingt als einer der zentralen Bruckner-Dirigenten. Auch ich habe ihn erst spät diesbezüglich kennengelernt. Nach Inbal, Wand, Celibidache, Harnoncourt.....
Seine Erste fand ich klasse. Ich kann mir ihn auch als wirklich sehr kompetenten Bruckner-Dirigenten vorstellen. Warum nicht?
Philidor (07.02.2021, 18:00):
Hier eine berüchtigte Bruckner 8 mit Klemp.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Fassung 1890, Nowak-Ausgabe, mit zwei vom Dirigenten vorgenommenen Strichen im Finale

New Philharmonia Orchestra
Otto Klemperer
Okt/Nov 1970



Ich meine, dass man dem Gedenken an "Old Klemp" keinen Gefallen getan hat, indem man diese Aufnahme veröffentlicht hat.

Kopfsatz: Alles etwas behäbig und wie mit Bleigewichten. Breite Tempi sind kein Problem, aber die Energien in den Themen und zwischen den Phrasen müssen schon spürbar werden. Ich habe sie nicht gehört. Dies
gilt vor allem für die Durchführung: Die Kraftfelder sind mir dort viel zu flach, da geht kein Sog von aus. Die Aufnahme klingt für meine Ohren so, wie Celi-Gegner es von dessen späten Aufnahmen behaupten: Langsam
und langweilig.

Langsamer Satz. Irgendwie wird er immer langsamer und legt dann doch eine großartige Steigerung hin.

Finale. Ebenfalls mit angezogener Handbremse. Schwach: Anfangs sind die Vorschläge in den Streichern („Kosaken“) deutlich hörbar, doch nach wenigen Takten schon verwischt. Sogar beim Ausklingen vor dem zweiten Thema. Weia.

Die beiden Striche im Finale habe ich mit den Taktzahlen in meiner Studienpartitur so gehört:
Ende T. 230 (Buchstabe Q) nach T. 387 (Buchstabe Aa)
(Also kurz vor Ende der Exposition mitten rein in die Durchführung.)
Ende T. 582 (Buchstabe Pp) nach T. 647 (Buchstabe Uu)

Ich gebe zu, dass ich beim Hören oft abgelenkt war, meine aber auch, dass das nicht nur Tagesform war. Die Aufnahme ist über weite Strecken tranig, wie mit Gewichten beschwert. Bei Bruckner spielt doch dieses
"alles hängt mit allem zusammen" m. E. eine besondere Rolle, das habe ich hier nicht wahrgenommen.

Nein, wenn Bruckner 8 mit Klemp, dann Köln 1957.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (07.02.2021, 19:18):


Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion ("Passio secundum Joannem")

James Gilchrist (Evangelist)
Hana Blažíková (Sopran)
Damien Guillon (Alt)
Zachary Wilder (Tenor)
Christian Immler (Jesus, Bass)
Aki Matsui (Magd)
Yosuke Taniguchi (Knecht)
Chiyuki Urano (Petrus)
Yusuke Watanabe (Pilatus)

Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki

Gruß Amonasro
Philidor (07.02.2021, 19:30):
Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion ("Passio secundum Joannem")



Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki
Danke für den Hinweis! Live 2020 aus der Kölner Philharmonie .... ist zum Hören ab übernächster Woche vorgemerkt.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (07.02.2021, 19:46):
Diese CD ist von außen besehen ein (gewissermaßen verzeihlicher) Etikettenschwindel.
Auf dem Cover sehen wir mit den Karyatiden des Erechtheion ein Postkartenmotiv, wie es griechischer nicht sein könnte. Im Inneren des CD- jewel case befindet sich Werbung für andere Naxos-Veröffentlichungen mit Musik griechischer Komponisten & es singen & spielen griechische Künstler. Was wir auf diesem Album hören, ist allerdings durch & durch russische Kunstmusik im Fahrwasser des mächtigen Häufleins bzw. in seinem Nachhall, ähnlich Kallinikow, Gretschaninow oder dem späten Balakirew höchstselbst.
Wassili Pawlowitsch Kalafati (1869-1942) war Sohn einer Familie von Krim-Griechen. Das ist dann aber auch schon Alles, was Bezugspunkte an Griechenland, geschweigedenn griechische Folklore, angeht.


Wassili Pawlowitsch Kalafati

Sinfonie a-moll op. 12 (1912)
ΦΙΛΑΡΜΟΝΙΑ ΟΡΧΗΣΤΡΑ ΑΘΗΝΩΝ = Philarmonia Orchestra Athinon = Philharmonia Orchester Athen - Byron Fidetzis
(CD, Naxos, 2020)

Kalafati verbrachte den Großteil seines Lebens in Sankt Petersburg/Petrograd/Leningrad. Als Schüler Rimskij-Korsakows war er von 1902 bis 1929 selbst Lehrer (ab 1916 Professor) am Konservatorium. Zu seinen Schülern zählte Igor Strawinskij. Das kompositorische Werk ist überschaubar, seine ausladende, einzige Sinfonie bringt es auf stolze 45'36 min.
Der knapp viertelstündige Kopfsatz steckt bereits das Feld ab: das Allegro moderato führt uns recht behäbig aber mit ausgesprochener Noblesse in die Atmosphäre Tschechowscher Dramen, wo tief raisoniert wird, wo aber von außen betrachtet praktisch nichts passiert. Der zweite Satz ist ein Prototyp des Häuflein-resp. Post-Häuflein-Scherzos. Das Adagio breitet einen prachtvollen Teppich sehnsuchtsvoll epischer Themen aus. Das ist russische schwarze Sääääle par excellence. Prachtvoll auftrumpfend der abermals weit ausladende Schlußsatz.

Kein must have für Menschen, die bereits gut mit Borodin/Rimskij/Glasunow & Artverwandten versorgt sind. Aber durchaus lohnend, wenn's "etwas mehr"sein darf.

Vollauf werkgerechte Darbietung durch die wackeren Athener. Gute Klangqualität.

Seinen tragischen Tod fand Kalafati während der Belagerung Leningrads durch die Wehrmacht.

Die Angaben zu Kalafatis Person stützen sich auf den New Grove, 2nd edition, Band 13, S. 320.
tapeesa (07.02.2021, 20:56):
Robert Schumann - Kreisleriana
Klara Min, Piano
Amonasro (07.02.2021, 21:08):
Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion ("Passio secundum Joannem")



Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki
Danke für den Hinweis! Live 2020 aus der Kölner Philharmonie .... ist zum Hören ab übernächster Woche vorgemerkt.
Gruß
Philidor

:hello
Es ist eigentlich keine Live-Aufnahme, sondern wurde über mehrere Tage ohne Publikum aufgenommen (14. bis 17. März 2020). Suzuki beschreibt die Ereignisse ausführlich im Booklet: Eigentlich waren Live-Konzerte in Köln geplant, die wegen Corona nicht mehr stattfinden konnten. Spontan entschied man sich, die wenigen Tage, die das Bach Collegium Japan noch in Köln bleiben konnte, für eine Aufnahme zu nutzen. Da jeden Tag immer mehr Flüge gestrichen wurden, war der Zeitdruck entsprechend groß. Der Tonmeister Martin Sauer kam ohne Gepäck aus Frankreich gefahren und versäumte so den Geburtstag seiner Frau. Am letzten Tag wollte die Polizei die Aufnahmen stoppen, einer der Beamten entpuppte sich jedoch als Fan und so gab man dem Team noch eine Stunde, um die Aufnahme schnell zu Ende zu bringen.

Gruß Amonasro :hello
Maurice inaktiv (07.02.2021, 21:09):
Wassili Pawlowitsch Kalafati (1869-1942) war Sohn einer Familie von Krim-Griechen. Das ist dann aber auch schon Alles, was Bezugspunkte an Griechenland, geschweigedenn griechische Folklore, angeht.


Wassili Pawlowitsch Kalafati

Sinfonie a-moll op. 12 (1912)
ΦΙΛΑΡΜΟΝΙΑ ΟΡΧΗΣΤΡΑ ΑΘΗΝΩΝ = Philarmonia Orchestra Athinon = Philharmonia Orchester Athen - Byron Fidetzis
(CD, Naxos, 2020)
Die Aufnahme habe ich auch noch hier liegen. Schön, dass Du jetzt den Einführungstext und die Qualität so schön erklärt und geschrieben hast. Danke Dir. Ich habe auch nicht erwartet, dass da "griechische Einflüsse" zu hören wären bei dem Lebenslauf.
Philidor (07.02.2021, 21:19):
Es ist eigentlich keine Live-Aufnahme, sondern wurde über mehrere Tage ohne Publikum aufgenommen (14. bis 17. März 2020). Suzuki beschreibt die Ereignisse ausführlich im Booklet: Eigentlich waren Live-Konzerte in Köln geplant, die wegen Corona nicht mehr stattfinden konnten. Spontan entschied man sich, die wenigen Tage, die das Bach Collegium Japan noch in Köln bleiben konnte, für eine Aufnahme zu nutzen. Da jeden Tag immer mehr Flüge gestrichen wurden, war der Zeitdruck entsprechend groß. Der Tonmeister Martin Sauer kam ohne Gepäck aus Frankreich gefahren und versäumte so den Geburtstag seiner Frau. Am letzten Tag wollte die Polizei die Aufnahmen stoppen, einer der Beamten entpuppte sich jedoch als Fan und so gab man dem Team noch eine Stunde, um die Aufnahme schnell zu Ende zu bringen.
Vielen Dank, lieber Amonasro, für die Information!

Dann bin ich mal gespannt ... die erste Aufnahme des Werks mit Suzuki finde ich ausgezeichnet.

Viele Grüße
Philidor

:hello
Sfantu (07.02.2021, 22:15):
Schön, dass Du jetzt den Einführungstext und die Qualität so schön erklärt und geschrieben hast. Danke Dir. Ich habe auch nicht erwartet, dass da "griechische Einflüsse" zu hören wären bei dem Lebenslauf.
Was meinst Du mit Einführungstext?
Das Booklet zur CD? Auf das beziehe ich mich nicht - meine Quelle hatte ich angegeben. Alles Andere sind meine eigenen Hör-Eindrücke.


Ich habe auch nicht erwartet, dass da "griechische Einflüsse" zu hören wären bei dem Lebenslauf.

Das hatte ich sehr wohl. Die CD gehörte zu einem Stapel, den ich im Sommer in der Zwischen-Lockdown-Zeit beim lokalen Klassik-Händler hier erstanden hatte um ihn zu unterstützen. Hatte bis dahin noch nie etwas über Kalafati gehört. Bei dem Namen, dem Cover-Design & bei einer von A bis Z griechischen Besetzung lag der Verdacht nunmal sehr nahe, daß es sich um griechische Musik handelt..

Das Ergebnis kann sich hören lassen.
Eine Mogelpackung bleibt es irgendwie dennoch.
Maurice inaktiv (07.02.2021, 22:35):
Was meinst Du mit Einführungstext?
Das Booklet zur CD? Auf das beziehe ich mich nicht - meine Quelle hatte ich angegeben. Alles Andere sind meine eigenen Hör-Eindrücke.
Und genau DAS habe ich zusammen genommen gelobt. Sorry, ich lobe besser nicht mehr. :D :saint:


Bei dem Namen, dem Cover-Design & bei einer von A bis Z griechischen Besetzung lag der Verdacht nunmal sehr nahe, daß es sich um griechische Musik handelt..

Das Ergebnis kann sich hören lassen.
Immerhin etwas. Das mit den griechischen Einflüssen hattest Du nicht erwähnt. Na, dann bin ich mal gespannt. Ich kannte ihn auch nicht mit dem Namen. Er wurde mir mit anderen Naxos-CDs bei Amazon quasi "empfohlen".
Cetay (inaktiv) (08.02.2021, 02:48):


Niccolò-Paganini; Violinkonzerte Nr. 2 & 4
Mario Hossen (Violine von G.B. Gudagnini, 1749), Bulgarisches RSO, Valeri Vatchev
Violinkonzert Nr. 4 d-Moll, MS 60
Violinkonzert Nr, 2 h-Moll, op. 7
Irre Kadenz im Kopfsatz des Vierten!
Maurice inaktiv (08.02.2021, 08:07):


Edvard Grieg : Lyrische Stücke, Band 5-7

Hakon Austbo , Klavier



Robert Schumann : Sinfonie Nr.4 & Franz Schubert : Sinfonie Nr.8, h-moll, "Unvollendete"

NDR-SO, Günter Wand 1990

Hier mal Günter Wand ohne Bruckner. Am Morgen sollte es etwas legerer sein. Die Nacht war eh nur kurz, dem Schnee sei Dank.
Maurice inaktiv (08.02.2021, 09:47):


Wolfgang Amadeus Mozart : Divertimento B-Dur, KV 287 , Divertimento D-Dur, KV 205

Camerata Academica des Mozarteums Salzburg, Sandor Vegh

Ich mag Veghs Einspielungen sowohl die ganzen Divertimenti, als auch seinen Schubert. Das ist frisches Musizieren, ohne HIP, aber trotzdem hervorragend gemacht.
xarddam (08.02.2021, 10:55):
Joseph Haydn: Cellokonzert D-Dur Hob VIIb:2
Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern - Simon Gaudenz
Benedict Kloeckner - Violoncello

Nicht von CD oder LP, sondern eine Radioübertragung von einem Konzert in Kaiserlautern am 09. Juni 2011

Sehr schön !
Sfantu (08.02.2021, 15:04):
Ich mag Veghs Einspielungen sowohl die ganzen Divertimenti, als auch seinen Schubert. Das ist frisches Musizieren, ohne HIP, aber trotzdem hervorragend gemacht.
Das sehe (höre) ich genauso - Véghs Schubert ist vom Allerfeinsten!
Philidor (08.02.2021, 17:28):
Um non-Standard-Repertoire aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu hören, kann man durchaus auch bei den "großen Namen" bleiben. ;)

Robert Schumann

Konzertstück für vier Hörner und Orchester op. 86
Konzertstück für Klavier und Orchester G-Dur op. 92

Paul van Zelm, Ludwig Rast, Rainer Jurkiewicz, Joachim Pöltl, Horn
Alexander Lonquich, Klavier
WDR Sinfonieorchester
Heinz Holliger



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (08.02.2021, 18:29):
aus Debussy - Piano Transcriptions:
Robert Schumann - Studien für den Pedalflügel op. 56 (Bearb. C. Debussy für 2 Klaviere)
Martha Argerich, Lilya Zilberstein
Philidor (08.02.2021, 18:50):
Bruckner als Achterbahnfahrt - spannend.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Fassung von 1890, Nowak-Ausgabe

Berliner Philharmoniker
Eugen Jochum
1964
13:36/13:54/26:35/19:49



Sehr spannende Aufnahme. Nervös und drängend in den ersten beiden Sätzen, im Scherzo kommt Jochum sogar bis auf zwei Sekunden an Celibidaches Temporekord in Stuttgart heran (Jochum 13:54, Celi 13:52), eine Differenz, die freilich im Bereich der einleitenden und nachfolgenden Pausen eines Tracks liegt. Dabei fällt auf, wie Jochum bei Steigerungen mal mehr, mal weniger auffällig das Tempo anzieht.

Diese Tendenz ist dann mit höchster Deutlichkeit im Adagio festzustellen – nein, eigentlich ist es keine Tendenz mehr, sondern ein ungehemmtes Davonlaufen im Tempo, wenn es lauter wird, extrem vor dem Höhepunkt des Satzes mit Triangel und Becken, wo es in der Partitur gar keine Tempoangaben Bruckners gibt außer einem „Etwas bewegter“ am Höhepunkt. – Sehr schön fand ich die große Ruhe eingangs des Satzes, die Jochum nach dem Höhepunkt auch fast wieder erreicht. Puuh … was für eine Achterbahnfahrt in Sachen Tempo … Geschmackssache.

Auch im Finale gibt es kräftige Accelerandi, wiederum gerät Jochum bei den Höhepunkten in den Temporausch.

Spannend, das Werk mal so zu hören. „Weihrauch“, wie er bisweilen Jochum vorgeworfen wurde, höre ich nicht … eine höchst bewegte, spannende, oft nervöse Wiedergabe ist das für meine Ohren. Ob man solche Tempovariationen goutieren mag, ist freilich eine andere Frage. Mir hat’s sehr gefallen, meine aber, auch in Zukunft vielleicht doch öfter zu ausgeglicheneren Aufnahmen des Werkes greifen zu wollen als zu dieser bemerkenswerten.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (08.02.2021, 19:27):


Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 4

WDR Sinfonieorchester, Rudolf Barshai

Gruß Amonasro
Klassiknerd (08.02.2021, 20:31):


So heute dann mal Jansosns

Bruckner Sinfonie Nr. 4
Symphonieorchester der BR
M. Jansons

Hier hat mich Abbados kürzlich gehörte Version deutlich mehr überzeugt.
Jansons musiziert sehr solide. Insbesondere bei den ersten 3 Sätzen fehlt es mir allerdings an Spannung und Lebendigkeit. Teilweise empfand ich es als müde. Der letzte Satz dagegen gefiel mir mehr-
Cetay (inaktiv) (09.02.2021, 03:59):
(...)






(...)

Spannend, das Werk mal so zu hören. „Weihrauch“, wie er bisweilen Jochum vorgeworfen wurde, höre ich nicht … eine höchst bewegte, spannende, oft nervöse Wiedergabe ist das für meine Ohren. Ob man solche Tempovariationen goutieren mag, ist freilich eine andere Frage.

(...)

Ich habe das früher schon mal geschrieben, die alten Hasen mögen mir die Wiederholung vergeben. Meiner Ausgabe der "Collectors Editon" lag ein Begleittext mit einem Essay von Jochum zur Fünften bei. Darin erklärt er an einigen Beispielen, wie er zu seinen Entscheidungen bezüglich des Dirigats gekommen ist. Ein echter Mehrwert, den ich bei Booklets genre öfter gesehen hatte.

Hier nun auf Anregung von uhlmann im Alpenthread:


Emil Tabakov; Sinfonien Nr. 2 & 6
Plovdiv PO, Emil Tabakov

Steckenweise ganz schön martialisch. Für meinen Geschmack möglicherweise etwas zu viel des Guten.
Marcie (09.02.2021, 07:28):
Marcie (09.02.2021, 08:14):
Fantastisch! :thumbup:
tapeesa (09.02.2021, 09:47):
Robert Schumann - Kinderszenen
Wilhelm Kempff
Maurice inaktiv (09.02.2021, 10:01):


Wolfgang A. Mozart : Sinfonien Nr.28, 31, 32 & 35

RSO Stuttgart, Sir Roger Norrington

In den kalten Tag mit Mozart. Vielleicht wird es mir dann warm.
Maurice inaktiv (09.02.2021, 10:02):


Franz Schubert : Sinfonien Nr.5, D 485 & Nr.6 , D 589

Camerata Academica des Mozarteums Salzburg , Sandor Vegh

Weiter geht es mit Schubert. Heute mal mit Sandor Vegh, einem meiner Meinung nach unterschätzen Musiker und Dirigenten. Doch sein Mozart und Schubert haben genau die Eleganz und Grazie, die man sich für diese Stücke wünschen kann, ohne dass es gleich kitschig wirkt.
Amonasro (09.02.2021, 10:44):


Johann Sebastian Bach: Französische Suiten Nr. 4, 2 & 6

Blandine Rannou (Cembalo)

Gruß Amonasro
xarddam (09.02.2021, 11:08):
Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Es-Dur KV 271


Irish Chamber Orchestra - Jörg Widmann - Igor Levit : Piano

nicht von einer CD, sondern ein Radio-Mitschnitt vom 21. April 2016 aus Heidelberg, vom Heidelberger Frühling 2016

Igor Levit's Piano spiel mag ich total gerne
Philidor (09.02.2021, 18:00):
Hier nochmals weniger Bekanntes vom Bekannten.

Robert Schumann

Fantasie für Violine und Orchester op. 131
Konzertstück für Klavier und Orchester d-Moll op.134

Patricia Kopatchinskaja, Violine
Alexander Lonquich, Klavier
WDR Sinfonieorchester
Heinz Holliger



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (09.02.2021, 18:00):


Jules Massenet/Édouard Blau/Paul Milliet/Georges Hartmann: Werther

Werther - Jonas Kaufmann
Charlotte - Sophie Koch
Albert - Ludovic Tézier
Sophie - Anne-Catherine Gillet
Le Bailli - Alain Vernhes
Schmidt - Andreas Jäggi
Johann - Christian Tréguier
Brühlmann - Alexandre Duhamel
Käthchen - Olivia Doray

Orchestre e Chœur d'enfants de l'Opéra national de Paris, Michel Plasson

Regie: Benoît Jacquot

Die stimmige Inszenierung setzt auf historische Kostüme und weite Bühnenräume ohne viel Inventar. Die Hauptdarsteller Kaufmann und Koch singen und spielen sehr intensiv, insgesamt eine sehr runde Sache. Lediglich die häufigen Backstage-Fahrten der Kamera auch während gesungen wird, sind etwas gewöhnungsbedürftig.

Gruß Amonasro
tapeesa (09.02.2021, 18:05):
Wagner - Die Walküre, Akt 1

Siegmund - René Kollo
Sieglinde - Eva-Maria Bundschuh
Hunding - John Tomlinson

London Philharmonic Orchestra, Klaus Tennstedt
Leitung: David Nolan
Philidor (09.02.2021, 18:21):
Leitung: David Nolan
Eher Leader, also Konzertmeister? Geleitet hat wohl Tennstedt. ;)

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (09.02.2021, 19:20):
Eher Leader, also Konzertmeister? Geleitet hat wohl Tennstedt.
Vielleicht war Tennstedt nicht fit an dem Abend? :D
Philidor (09.02.2021, 19:57):
Ups ... wenn einer das Gleiche tut, dann ist es noch lange nicht dasselbe ... oder so ...

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Fassung von 1890, Nowak-Ausgabe

Staatskapelle Dresden
Eugen Jochum
3. bis 7. November 1976. Lukaskirche Dresden




Hmmm ... ja, das ist schon oberflächlich ganz ähnlich wie weiland 1964 mit den Berlinern ... die ersten beiden Sätze ziemlich zügig, das Adagio eingangs seeehr ruhig, dann dieses riesige Crescendo-cum-Accelerando zum Höhepunkt ... und doch ... die Dringlichkeit, diese vorwärts ziehende Nervosität, die fehlte mir in den ersten beiden Sätzen. Auch das Adagio fand ich weniger eindrucksvoll. Tagesform? Jochums oder meine? ;) Erst im Finale habe ich wieder Momente wahrgenommen, die an die mitreißende Berliner Wiedergabe anknüpften.

DIe Dresdener hatten hier einen schlechten Tag. Das Orchester ist für meine Ohren weit von dem entfernt, was es bspw. sechs Jahre zuvor in Karajans "Meistersingern" abgeliefert hat .

Schade ... also, wenn Bruckner 8 mit Jochum, dann lieber Berlin als Dresden ... (es gibt noch eine aus Hamburg aus dem Jahre 1949)

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (09.02.2021, 21:37):
Richard Wagner - Parsifal
The Hallé, Sir Mark Elder
Jan Van Karajan (09.02.2021, 22:12):
Hier eine wahre Rarität:

Claude Debussy: Rodrigue et Chimene,Oper in drei Akten (Arrangement und Orchestration: Richard Langham/Edison Denisov) Akt 1

Donna Brown- Chimene

Laurence Dale- Rodrigue

Gilles Ragon- Hernan

Jean-Paul Fouchecourt- Bermudo

Jose van Dam- Don Diege

Jules Bastin- Don Gomez

Vincent Le Texier- Le Roi

Jean-Louis Meunier- Don Juan d`Arcos

Chor und Orchester der Oper Lyon, Kent Nagano

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (10.02.2021, 04:48):

Niccolò Paganini; Violinkonzert Nr. 1 D-Dur, op. 6
Shizuka Ishikawa, Prager Kammerorchester, Zdeněk Košler

Eine meiner Lieblingsaufnahmen des Ersten, nicht zuletzt wegen des elaborierten Dirigats. Košler, der in den Anfangszeiten einiges bei Naxos gemacht hat, ist mir zuletzt immer wieder unvorhergesehen begegnet (Bartok, Prokovief, R, Strauss, Martinu) und es war jedesmal sehr erfreulich.
Maurice inaktiv (10.02.2021, 12:38):
Košler, der in den Anfangszeiten einiges bei Naxos gemacht hat, ist mir zuletzt immer wieder unvorhergesehen begegnet (Bartok, Prokovief, R, Strauss, Martinu) und es war jedesmal sehr erfreulich.
Er macht seine Sache auch oft wirklich sehr gut. Seine GE der Prokofiew-Sinfonien soll sehr gut gelungen sein. Ich habe ihn mit Martinu ("Der Gilgamesh") und Dovrak (Slawische Rhapsodien; und ich meine auch dem Requiem), die Einspielungen finde ich wirklich gut.
tapeesa (10.02.2021, 15:38):
Richard Wagner - Parsifal -
Sir Georg Solti
Amonasro (10.02.2021, 17:18):


Jean-Baptiste Lully/Philippe Quinault: Thésée

Thésée - Howard Crook
Médée - Laura Pudwell
Æglé - Ellen Hargis
Ægée - Harry van der Kamp
Cleone - Suzie LeBlanc
Dorine/Venus/Une Bergere - Mireille Lebel
La Grande Prestresse/Minerve/Une Bergere - Amanda Forsythe
Arcas - Olivier Laquerre
Mars/Un Combattant - Marek Rzepka
Bachus/Un Vieillard/Un Berger - Marc Molomot
Un Plaisir/Un Jeux/Un Vieillard - Aaron Sheehan
Un Plaisir/Un Jeux - Aaron Engebreth
Cerés/Une Bergere - Yulia van Doren
Une Bergere - Teresa Wakim

Boston Early Music Festival Orchestra & Chorus; Paul O'Dette, Stephen Stubbs

Gruß Amonasro
agravain (10.02.2021, 17:32):


Jean-Baptiste Lully/Philippe Quinault: Thésée

Thésée - Howard Crook
Médée - Laura Pudwell
Æglé - Ellen Hargis
Ægée - Harry van der Kamp
Cleone - Suzie LeBlanc
Dorine/Venus/Une Bergere - Mireille Lebel
La Grande Prestresse/Minerve/Une Bergere - Amanda Forsythe
Arcas - Olivier Laquerre
Mars/Un Combattant - Marek Rzepka
Bachus/Un Vieillard/Un Berger - Marc Molomot
Un Plaisir/Un Jeux/Un Vieillard - Aaron Sheehan
Un Plaisir/Un Jeux - Aaron Engebreth
Cerés/Une Bergere - Yulia van Doren
Une Bergere - Teresa Wakim

Boston Early Music Festival Orchestra & Chorus; Paul O'Dette, Stephen Stubbs

Gruß Amonasro
Ich meine: Eine herausragende Produktion. Überhaupt finde ich die Aufnahmen, die Stubbs & O‘Dette bei cpo vorgelegt haben, durchweg hoch-, wenn nicht höchstrangig (Lully: Psyché / Charpentier: Acteon / Graupner: Antiochus usw.).
Philidor (10.02.2021, 17:50):
Hier gab's Schumann.

Robert Schumann

Manfred-Ouvertüre op. 115
Sinfonie g-Moll ("Zwickauer")

WDR Sinfonieorchester Köln
Heinz Holliger



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.02.2021, 19:58):
Nun wieder größer Angelegtes.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Fassung 1890, Nowak-Ausgabe

Wiener Philharmoniker
Carl Schuricht
Dezember 1963
15:40/14:03/21:47/19:45



Weder Weihrauch noch Monumentales höre ich in dieser Aufnahme. Schuricht scheint sich auf das symphonische Drama selbst zu beschränken, ohne zu Außermusikalisches evozieren zu wollen. Um dieses Drama darzustellen, macht er von deutlichen Tempovariationen Gebrauch. Weniger durch Crescendo-Accelerando-Orgien wie bei Jochum 1964, obwohl es auch bei Schuricht einen Zusammenhang von „lauter“ und „schneller“ gibt, sondern eher durch deutliches Nachgeben bei plötzlich dynamisch zurückgenommenen Stellen. Das ist mehr als nur die Kehrseite des „lauter=schneller“-Prinzips, denn es verleiht den zurückgenommenen Abschnitten eine mir nicht unwillkommene Nachdenklichkeit, ein Innehalten auf dem langen Weg durch das Werk.

Die Grundtempi sind auf der schnellen Seite, das Adagio in 21:47 und das Finale in 19:45 sind sogar rekordverdächtig. – Im Orchester ist leider nicht immer alles zusammen, schade. Auch ist mir einiges schlicht zu laut, z. B. der Beginn des Adagios. Bemäkeln muss ich leider auch die Vorschläge in den Streichern im Hauptthema des Finales („Kosaken-Ritt“). Es wundert mich sehr, dass nun doch schon einige First-Class-Orchester damit Probleme hatten. Hm.

Wenn man mit der Variabilität des Tempos leben kann, dann ist das Hauptkriterium, an welchem sich die Meinungen zu dieser Aufnahme scheiden, vermutlich das Adagio. Der Durchschnitt der Spieldauern meiner Aufnahmen der Nowak-Ausgabe ist 27:02. Selbst, wenn ich Celi/München rausnehme, der mit 35:04 den Schnitt versaut, sind es 26:14. Mir ist das bei Schuricht jedenfalls zu schnell, mir fehlt über weite Strecken die Adagio-Anmutung. Dahinter stehen ganz gewiss meine Hörgewohnheiten und meine dadurch bestimmte Hörerwartung an diesen Satz, aber schon in den ersten zwei, drei Minuten fehlt mir der Zauber, den diese Musik in anderen Aufnahmen auf mich ausübt. Das ist mir zu sachlich und zu schnell drüber gespielt.

Meine Lieblingsaufnahme wird das daher wohl eher nicht.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (10.02.2021, 20:15):
Ich meine: Eine herausragende Produktion. Überhaupt finde ich die Aufnahmen, die Stubbs & O‘Dette bei cpo vorgelegt haben, durchweg hoch-, wenn nicht höchstrangig (Lully: Psyché / Charpentier: Acteon / Graupner: Antiochus usw.).
Ich kenne nur ihre beiden Lully-Interpretationen, stimme dir aber zu, das sind fantastische Aufnahmen. Auch die Sängerleistungen brauchen den Vergleich nicht scheuen (wobei die Psyché in dieser Hinsicht noch einen drauflegt). Ein Glücksfall, zumal es sich um die einzigen Aufnahmen dieser Werke handelt.

Gruß Amonasro :hello
michael74 (10.02.2021, 20:45):


Ja nicht die beste Aufnahmequalität aber da waren Mischpulte noch übersichtlich

Gruß
Michael
Jan Van Karajan (10.02.2021, 22:03):
Hier eine wahre Rarität:

Claude Debussy: Rodrigue et Chimene,Oper in drei Akten (Arrangement und Orchestration: Richard Langham/Edison Denisov)


Donna Brown- Chimene

Laurence Dale- Rodrigue

Gilles Ragon- Hernan

Jean-Paul Fouchecourt- Bermudo

Jose van Dam- Don Diege

Jules Bastin- Don Gomez

Vincent Le Texier- Le Roi

Jean-Louis Meunier- Don Juan d`Arcos

Chor und Orchester der Oper Lyon, Kent Nagano
Hier nun Akt 2 und 3 dieser Rarität. Leider ist kein Text dabei, musikalisch aber durchaus gelungen.
Grüße
Jan :hello
Maurice inaktiv (11.02.2021, 01:25):


Anton Bruckner : Messe E-Moll (1882-er Fassung) & Te Deum (1884-er Fassung) AD: 1990 Edel Classics/Berlin Classics

Rundfunkchor Berlin, Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin , Heinz Rögner + Magdalena Hajossyova (Sopran), Rosemarie Lang (Alt), Hermann Christian Polster (Bass), Peter-Jürgen Schmidt (Tenor)

Bruckner zu sehr später Stunde.....
tapeesa (11.02.2021, 10:28):
@Jan Van Karajan
Danke dir für dein konstantes Posten der sämtliche Werke-Aufnahme von Debussy.
"Rodrigue et Chimène" habe ich noch nie gehört und es ist vorgemerkt.
Die Farbholzschnittserie "36 Ansichten des Berges Fuji" von Katsushika Hokusai mag ich sehr - deshalb freut mich auch das Cover jedes Mal :)

Falls du magst und noch nicht kennst hier mehr Ansichten (bei den 36 blieb es aber nicht):
36 Ansichten des Berges Fuji
_______________

Robert Schumann - Messe in c-Moll op. 147
Ágnes Kovács, Mirko Ludwig, Raimonds Spogis
Balthasar-Neumann-Chor, Balthasar-Neumann-Ensemble, Thomas Hengelbrock
Maurice inaktiv (11.02.2021, 10:31):


Johannes Brahms : Sinfonien Nr.3 & 4 : Cleveland Ochestra, Christoph von Dohnayi AD: 1988 & 1987

Es gibt die Sinfonien aus Cleveland in diversen Aufmachungen. Ich habe wiederum ein anderes Cover, es sind aber, so denn sie aus Cleveland kommen, die gleichen Einspielungen. Christoph von Dohnanyi nahm die Sinfonien auch noch mit dem Philharmonia Orchestra live auf (aus der Royal Albert Hall), allerdings wohl rund 20 Jahre später, wenn ich das richtig im Kopf habe.

Die hier vorliegenden EInspielungen erscheinen mir wohl ausgewogen, dazu mit einem nach wie vor ausgezeichneten Orchester aus Cleveland.
Amonasro (11.02.2021, 10:36):


Marc-Antoine Charpentier: La Descente d'Orphée aux enfers

Orphée - Cyril Auvity
Euridice - Cécile Scheen
Pluton - Étienne Bazola
Proserpine - Floriane Hasler
Daphné - Maïlys de Villoutreys
Apollon & Titys - Virgile Ancely
Œnone - Jeanne Crousaud
Aréthuze - Dagmar Saskova
Ixion - Kevin Skelton
Tantale - Guillaume Gutierrez

François-Nicolas Geslot (haute-contre)
David Witczak (Bass)
Ensemble Desmarest, Ronan Khalil

Aufgrund Lullys faktischem Monopol auf die öffentlichen Opernbühnen, konnten andere Komponisten Opern nur in privaten Salons konzertant aufführen. Diese Werke sind in ihren Ausmaßen, sowohl was die Länge als auch die Orchesterbesetzung angeht, deutlich kleiner gehalten als die Werke Lullys. Charpentiers Orphée ist eines dieser Werke. Das Stück, das die oft vertonte Orpheus-Sage zum Thema hat, besteht nur aus zwei Akten und endet mit Plutos Einwilligung Euridice mit Orphée ziehen zu lassen. Ob das Werk hier tatsächlich endet oder noch ein dritter Akt existierte oder geplant war ist umstritten. Musikalisch finde ich das Werk sehr reizvoll: Orphée hat mehrere schöne Soli (hinreißend gesungen von Cyril Auvity) und die kurzen lebhaften Tanzsätze stehen denen Lullys nicht nach.

Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (11.02.2021, 11:31):


Johannes Brahms : Ungarische Tänze
Joseph Joachim : Andantino & Romanze

Marat Bisengaliev (Violine) - John Lenehan (Klavier)

Hier fühlt man sich irgendwie direkt nach Ungarn versetzt. Ich liebe diese Einspielung.
Jan Van Karajan (11.02.2021, 11:39):
Danke dir für dein konstantes Posten der sämtliche Werke-Aufnahme von Debussy.
Gerne, liebe tapeesa :)

Falls du magst und noch nicht kennst hier mehr Ansichten (bei den 36 blieb es aber nicht)
Danke für den Hinweis. Ich bin ein großer Kunstliebhaber :)
tapeesa (11.02.2021, 12:45):
Robert Schumann - Frauenliebe und Leben, op. 42 (1840)
Text: Adelbert von Chamisso
Kindra Scharich (Mezzosopran), Jeffrey LaDeur (Klavier)

diese CD begleitet mich hintergründig seit einiger Zeit:

Vassas Nicolaou: Spielwechsler. Versteckt
Luciano Berio: Call (St. Louis Fanfare)
Benedict Mason: Brass Quintett
Pascal Dusapin: Stanze; Dyade pour quintette de cuivres, I und II
Jarkko Hartikainen: Radix
Sofia Gubaidulina: Quattro

Ensemble Schwerpunkt (Matthew Brown, Trompete; Matthew Sadler, Trompete; Cecilie Marie Schwagers, Horn; Mikael Rudolfsson, Posaune; Janne Matias Jakobsson, Tuba)
Philidor (11.02.2021, 20:00):
Bruckner-Interpretation auf dem Weg zu (für uns) moderneren Lesarten.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Fassung von 1890, Nowak-Ausgabe

Wiener Philharmoniker
Georg Solti
September 1967
5:25/14:53/25:13/21:10



Bedeutungsvoll hebt das erste Thema – hier geht es um eine ernste Sache, das ist von Anfang klar. Intensiv erklingt dann die Überleitung der Streicher zum Fortissimo-Einsatz. Intensität gewinnt Solti nicht aus sich quasi selbst überholenden Tempojagden, sondern aus dem Streicherton der Wiener. Dennoch bleibt der Orchesterklang transparent – auch, wenn die Blechbläser an den Höhepunkten ein wichtiges Thema mit höchster Kraft spielen, bleiben die Streicher und das Holz präsent. Sehr fein. Ja, freilich gibt auch Solti im Tempo ab und zu, doch vergleichsweise (v. a. Jochum, aber auch Schuricht) moderat. In den ersten beiden Sätzen habe ich für meine Ohren viel Erfreuliches gehört.

Im Adagio hat sich das nicht ganz fortgesetzt – irgendwie unrund. Festmachen kann ich das nur an wenigen Einzelbeobachtungen, z. B. dass einige Akzente wie aus dem Nichts unerwartet schroff losplatzen und die Linie dadurch beschädigt wird. Auch hat die Wiedergabe für mich etwas Unruhiges.

Das Finale fand ich wiederum ziemlich überzeugend. Schöne Steigerungen, transparenter Orchesterklang, der Ablauf für meine Ohren stringent.

Vor allem aber: In dieser Aufnahme von Bruckner 8 ließ es Solti dankenswerterweise nicht so krachen um des Krachens willen, wie ich es aus anderen Aufnahmen mit ihm noch halb im Ohr habe. Seine raubkatzenartigen Dirigierbewegungen sind ja bisweilen zu einem Klang geronnen, der die Reißzähne und Krallen fast physisch wahrnehmen lässt; das ist hier einen Tick weniger animalisch. Fein. Dazu kommt eine Präzision des Orchesterspiels, die klar in einer anderen Liga spielt als vier Jahre zuvor bei Schuricht.

Transparenz, mehr Tempokonstanz, dadurch mehr Geradlinigkeit, tolles Orchesterspiel ... hätte das Adagio etwas mehr Ruhe, wäre das eine tolle Aufnahme. Schade.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (11.02.2021, 20:22):


Johann Sebastian Bach: Sonaten für Violine & Cembalo Nr. 1-6

Giuliano Carmignola (Barockvioline)
Andrea Marcon (Cembalo)

Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (11.02.2021, 20:54):


Josef Suk : Asrael AD: 2008 , Prag

BBC SO, Jiri Belohlavek

Was für ein Verlust Jiri Belohlavek für die Musikwelt war, kann man auch hier wieder erhören. Man kann nur hoffen, dass Jakub Hrusa seinen Weg gehen wird, und er eines Tages nicht nur Erster Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie, sondern auch ihr Chefdirigent wird. Zur Zeit sieht es ja gut und erfreulich aus.
Marcie (11.02.2021, 21:07):
Philidor (11.02.2021, 22:43):
Hier ein surrrealistischer Schocker. Mit Lenin in der Titelrolle. Angeblich ...

Alfred Schnittke: Leben mit einem Idioten (Жизнь с идиотом)
Libretto von Viktor Jerofejew

Ich - Dale Duesing/Romain Bischoff
Ehefrau - Teresa Ringholz
Wowa - Howard Haskin
Wächter - Leonid Zimnenko
Marcel Proust - Robin Leggate

Vokalensemble
Philharmonisches Orchester Rotterdam
Mstislav Rostropowitsch, Violoncello, Klavier und Leitung



Das Lesen von Jerofejew (insbes. "Москва — Петушки") galt in Russland mal als Anzeichen für Intelligenz.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (11.02.2021, 22:52):


Horn Concertos : Sören Hermansson (Horn) spielt werke von Gordon Jacob, Lars-Erik Larsson, Matyás Seiber, Max Reger, Kurt Atterberg

Umea Sinfonietta , Edvard Tjivzjel + Sören Hermansson (Waldhorn)

Tonale, teils hochromantische Konzerte, die man vermutlich hier nicht kennen dürfte, geschweige im Konzert zu hören bekommen würde. Und das ganz ohne Schockerlebnis.
Sfantu (11.02.2021, 23:42):
Konzerte, die man vermutlich hier nicht kennen dürfte
Was gibt Anlaß zu dieser Vermutung?

Auszug aus > Das Spielzimmer > "Das Wichtigste" am 1. Juli 2010:
Reger - Scherzino für Horn und Streichorchester. Ein Nichts, mit Witz dahingeworfen und doch so vielschichtig, so hintergründig. Diese zwei, drei Minuten besten Schalldrucks sind fast Therapie, hinterlassen ein unwillkürliches, beinahe unmerkliches Schmunzeln, nicht ohne ein kleines Aber: "Ooops, war das mehr als ein Scherz...?
Der Post bezog sich auf eben dieses Hermansson-Album.
Diesen Mini-Reger würde ich gegen den Rest der Musik auf dieser CD eintauschen (wenn ich müßte).
Maurice inaktiv (11.02.2021, 23:57):
Was gibt Anlaß zu dieser Vermutung?
Ich meinte weniger das Forum, als im Land Deutschland allgemein. Reger ist ja ein gängiger Komponist noch, die anderen dagegen weitaus weniger. Schön, dass Du vor 11 (!!) Jahren dazu mal was geschrieben hattest.

Eine Bekannte von mir studiert Horn. Sie konnte auch nur mit dem Reger-Stück was anfangen. Okay, sie hat noch einige Semester vor sich, aber erstaunt war ich schon gewesen.
Maurice inaktiv (12.02.2021, 08:13):


Friedrich Witt : Sinfonie in C-Dur, "Jena", Sinfonie in A-Dur, Flötenkonzert in G-Dur, op.8

Sinfonia Finlandia Jyyäskylä , Patrick Gallois, Flöte und Leitung

Heute mal in den Tag mit einem weniger bekannten Komponisten, dessen Lehrer aber mit Anton Rösler (Antonio Rosetti) weitaus bekannter war.

Witts "Jenaer" Sinfonie ist noch streng an Joseph Haydn angelehnt, dessen Werke Witt zum Teil im Orchester selbst gespielt hatte. Die beiden Sinfonien sind um 1790-1794 herum entstanden, das Flötenkonzert wurde 1806 veröffentlicht. Witts Stil blieb dabei in der Tradition von Haydn hängen, es gibt, so mein Eindruck, keine Ambitionen, sich der frühen Romantik hin weiter zu entwickeln. Man sollte nicht vergessen, dass er sehr ähnliche Lebenszeiten wie Beethoven hatte (1770-1836, Beethoven 1770-1827).
Maurice inaktiv (12.02.2021, 13:25):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.5 AD: 1989 , Musikhalle Hamburg

NDR-SO , Günter Wand

Wand hatte zur "Fünften" Buckners eine besondere Beziehung. Er setzte sie auch oft auf den Spielplan, so dirigierte er das Werk mit fast allen Orchestern, mit denen er längerfristig arbeitete.
tapeesa (12.02.2021, 13:28):
Richard Wagner - Tristan und Isolde

Tristan - Stephen Gould
Isolde - Nina Stemme
König Marke - Kwangchul Youn
Kurwenal - Johan Reuter
Brangäne - Michelle Breedt
Melot - Simon Pauly
Ein Hirte - Clemens Bieber
Ein Steuermann - Arttu Kataja
Ein junger Seemann - Timothy Fallon

Rundfunkchor Berlin (Eberhard Friedrich), Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Marek Janowski
Marcie (12.02.2021, 14:59):
Boah, was für eine UNFASSBAR tolle Aufnahme, raubt mir richtig den Atem.
Schade, dass beim Remastering nicht die gröbsten Livegeräusche wie Husten, Poltern usw. enfernt wurden, aber egal. Das ist tatsächlich: :times10 :down
Philidor (12.02.2021, 17:53):
Hier wieder Schumann.

Robert Schumann: Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129

Oren Shevlin, Violoncello
WDR Sinfonieorchester
Heinz Holliger



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (12.02.2021, 19:13):
Hm.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Fassung 1890, Nowak-Ausgabe

Chicago Symphony Orchestra
Sir Georg Solti
1990, aufgenommen in Leningrad/heute St. Petersburg
15:04/14:26/24:03/20:20



DAS Ereignis dieser Aufnahme ist m. E. das fantastische Spiel des CSO, welches die bisher gehörten Orchester bei Bruckner 8/1890/Nowak klar übertrifft. Diese Präzision. Dieses Blech.

Ansonsten hat mich die Aufnahme ziemlich kalt gelassen.

Bis jetzt war kein Remake eines Dirigenten überzeugender als die jeweils ältere Aufnahme. Muss aber nichts heißen … spätestens bei der Haas-Fassung kommen ja noch Wand und Karajan.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (12.02.2021, 21:17):


Johannes Brahms : Ein Deutsches Requiem AD: 1976 EMI

Wiener Singverein + Berliner Philharmoniker , Herbert von Karajan plus Anna Tomowa-Sintow (Sopran) & José van Dam (Bariton)

Heute Abend Brahms mit dem Deutschen Requiem in Erinnerung an einen mir sehr sehr lieben und wichtigen Menschen.
Maurice inaktiv (12.02.2021, 22:39):


Anton Bruckner : Messe Nr.1, D-moll AD: 01/2003

Chamber Choir of Europe & Württembergische Philharmonie Reutlingen , Nicol Matt plus Isabelle Müller-Kant (Sopran), Eibe Möhlmann (Alt), Daniel Sans (Tenor), Christof Fischesser (Bass)
Jan Van Karajan (12.02.2021, 23:44):


Johannes Brahms : Ein Deutsches Requiem AD: 1976 EMI

Wiener Singverein + Berliner Philharmoniker , Herbert von Karajan plus Anna Tomowa-Sintow (Sopran) & José van Dam (Bariton)

Heute Abend Brahms mit dem Deutschen Requiem in Erinnerung an einen mir sehr sehr lieben und wichtigen Menschen.
Ich spreche Dir mein tiefstes Beileid aus und wünsche Dir viel Kraft in dieser für Dich sicher sehr schweren Zeit.
Maurice inaktiv (13.02.2021, 00:38):
Ich spreche Dir mein tiefstes Beileid aus und wünsche Dir viel Kraft in dieser für Dich sicher sehr schweren Zeit.
Danke sehr. Das ist sehr freundlich von Dir. Es ist schon fast zwei Monate her, aber es fühlt sich an wie gestern.
Maurice inaktiv (13.02.2021, 12:02):


Antomin Dvorak : Sinfonie Nr.9 AD: 1985
Bedrich Smetana: Die Moldau

Wiener Philharmoniker , Herbert von Karajan

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass man die Musik Dvoraks einfach nicht kaputt dirigieren kann. Egal, wer sie dirigiert hat in meinen mir vorliegenden Einspielungen, keiner konnte die wunderschönen Melodien der Nr.9 zerstören. Damit meine ich jetzt nicht, dass Herbert von Karajan das hier getan, oder gar erst versucht hätte, aber selbst der späte Karajan, der sich mit seinem eigenen Orchester so sehr verkracht hatte, dass er lieber mit den Wiener Philharmonikern ins Studio ging, war bei Dvorak immer in seinem Element. Okay, er dirigierte meines Wissens nach auch nur die drei letzten Sinfonien überhaupt, aber die hatte er einfach drauf, so wie seinen Brahms und Bruckner.
Philidor (13.02.2021, 12:51):
Vier freie Tage in Folge wollen genutzt sein.

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen
Vorabend – Das Rheingold

Wotan – Ferdinand Frantz
Alberich – Alois Pernerstorfer
Loge – Joachim Sattler
Fricka – Elisabeth Höngen
Freia – Walburga Wegener
Donner – Angelo Mattiello
Froh – Günther Treptow
Fasolt – Ludwig Weber
Fafner – Albert Emmerich
Mime – Emil Markwort
Erda – Margret Weth-Falke
Woglinde/Wellgunde/Floßhilde – Magda Gabory/Margherita Kenney/Sieglinde Wagner
Orchestra della Scala
Wilhelm Furtwängler
4. März 1950



Furtwängler führt den Vorabend des Bühnenfestpiels leicht und fließend auf. Erinnert mich an den Konversationston der späteren Strauss-Opern. Finde ich sehr stimmig. Sozusagen der Gegensatz zu Solti, der von Höhepunkt zu Höhepunkt dirigiert, um seinen Leitmotiv-Zauberkasten auszuprobieren (überspitzt gesagt - sorry). Tolle Stimmen - na ja, Eulen nach Athen ... ich freue mich auf Kirsten Flagstad, die in diesem Ring alle drei Brünnhilden übernahm.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (13.02.2021, 14:33):


Benjamin Godard : Symphonie N3.2, op. 57 , Symphonie gothique, op. 23 & Trois Morceaux, op. 51

Münchner Rundfunkorchester, David Reiland

Ich tue mir etwas schwer damit, die CD einzuordnen. Das klingt so wenig nach einem französischen Komponisten wie ich selbst Franzose bin. Man kann Richard Wagner und Franz Liszt heraushören, bilde ich mir ein. Wenn ich das richtig aus dem Booklet heraus verstanden habe, war das auch nie das Bestreben Godards gewesen. Damit unterscheidet er sich grundlegen von seinen Zeitgenossen, etwa Chausson, Lalo, Franck oder Saint-Saens.

Von den Dirigenten David Reiland habe ich noch nie gehört. Er scheint auch sonst nicht bei CPO mehr eingesetzt worden zu sein.
Sfantu (13.02.2021, 15:51):
@Maurice André

Du meinst, es sei das Bestreben Chaussons, Lalos, Francks & Saint-Saëns' gewesen, typisch "französische" Musik zu schreiben?
Maurice inaktiv (13.02.2021, 16:23):
Du meinst, es sei das Bestreben Chaussons, Lalos, Francks & Saint-Saëns' gewesen, typisch "französische" Musik zu schreiben?
Nein, bei Lalo bestimmt nicht. Doch man kann bei den anderen Komponisten zumindest die Herkunft an manchen Stellen erahnen, bei Godard geht es mir nicht so.
Philidor (13.02.2021, 16:31):
Das klingt so wenig nach einem französischen Komponisten wie ich selbst Franzose bin.Du meinst, es sei das Bestreben Chaussons, Lalos, Francks & Saint-Saëns' gewesen, typisch "französische" Musik zu schreiben?Die Frage ist vielleicht auch: Was ist ein französischer Komponist - und wie klingt er?

Auf den deutschsprachigen Raum transponiert, nehme ich einfach mal Bruckner und Brahms und frage: wie klingt ein deutschsprachiger Komponist? Humperdinck lassen wir mal schön außen vor.

Es ist aber auch kompliziert ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.02.2021, 17:29):
Hier ein richtiger Franzose.

Georges Bizet

L'Arlésienne - Suite Nr. 1
L'Arlésienne - Suite Nr. 2 (arr. Ernest Guiraud)

Les Musiciens du Louvre
Marc Minkowski



Georges Bizet - geboren in Paris, gestorben in der Umgebung von Paris, ausgebildet am Conservatoire de Paris, Komposition studiert bei Halévy ... mehr Franzose geht wohl kaum.

Welche offenbar typischen Charakteristika französischer Musik nehme ich aus diesen Werken mit? Die Vorliebe für zackige Märsche, für Walzer, mal anmutig, mal kraftvoll, für verliebte Melodien und vor allem den weitgehenden Verzicht auf koloristische Effekte - die Instrumentation unterstützt die formalen Gegebenheiten und spielt sich nicht in den Vordergrund.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (13.02.2021, 17:43):
Es ist aber auch kompliziert
Ja, wahrlich kompliziert.
Gerade das Schlagwort des Wagnérisme wurde in Frankreich gern & oft als (meist pauschaler) Kampfbegriff verwandt. 1870/71 hat das sicher noch verstärkt (Wagner als Repräsentant des Erzfeindes - da wurden ästhetische Aspekte mal auf dem kurzen Dienstweg dem beschädigten Nationalstolz geopfert).
Philidor (13.02.2021, 17:51):
Gerade das Schlagwort des Wagnérisme wurde in Frankreich gern & oft als (meist pauschaler) Kampfbegriff verwandt.Ravel schreib in irgendeiner Partitur "wagneramente", ich weiß nicht mehr wo ... eine Huldigung war das jedenfalls nicht ... ;)

Ich weiß auch gerade nicht, wem der "Wagnérisme" vorgeworfen wurde (Franck in seiner Symphonie?), aber man wollte sich durchaus abgrenzen.

1870/71 hat das sicher noch verstärkt (Wagner als Repräsentant des Erzfeindes - da wurden ästhetische Aspekte mal auf dem kurzen Dienstweg dem beschädigten Nationalstolz geopfert).Ich schaue jeden Morgen auf das Niederwalddenkmal ... ;) ... die Schmach im Spiegelsaal von Versailles war allerdings eine tiefe Beleidigung. Hätte nicht unbedingt sein müssen ... so warn sie halt, unsere Vorfahren.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.02.2021, 19:08):
Aus der Ruhe.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Fassung 1890, Nowak-Ausgabe

Radio-Sinfonieorchester Stuttgart
Sergiu Celibidache
live Liederhalle Stuttgart, 23. November 1976
16:16/13:52/27:08/26:04



Celibidache verrät nicht gleich die ganze Karte – der Anfang klingt prophetisch und geheimnisvoll. Was mit diesem Thema geschehen wird, bleibt noch verborgen. Auch der nachfolgende Fortissimo-Einsatz – eher gewichtig als laut – klingt eher noch nach Vorspiel als nach der Sache selbst. Überhaupt scheint hier weniger Musik „gemacht“ zu werden im Sinne von „hier bitte etwas lauter, hier bitte etwas schneller, hier ein Akzent, …“, sondern sie entsteht – sie wird, sie geschieht, angefangen beim ersten Halbtonschritt der tiefen Streicher im Takt 1 und 2. – Ich staune im weiteren Verlauf, wie entspannt Celibidache sein Orchester durch den Satz führt und wie doch die Kraftfelder deutlich zu spüren sind. Der Höhepunkt in der Coda klingt gewaltig, aber nicht brutal, die „Todesverkündung“ schließt bruchlos an … mehr Schicksalswalten als Aktion.

Dann der Temporekord – Celi dirigierte das schnellste Scherzo ever (jedenfalls innerhalb meiner Sammlung). Klingt es gehetzt? Nö, klingt wie „das gehört so“.

Adagio. Wir werden entrückt in eine andere Welt. Streicherraunen. Dann der Gesang der Violinen. Wären die Augen ein Fernglas, wir würden sie auf „unendlich“ stellen. Sorry, natürlich die Ohren, nicht die Augen. Alles geschieht – ich höre abermals nichts „Gemachtes“, sondern darf an einem Geschehen teilhaben, das sich gerade so vollzieht, wie es muss. Aarrrghh … da sind zwei Holzbläsereinsätze nicht zusammen … plumps, wir sitzen eben doch auf unserem Sofa und schweben gar nicht auf einer Wolke. Am meisten bewundere ich vielleicht die Stringenz des Fortschreitens. Jeder, der ein paar Semester Musik studiert hat, kann eine Phrase sauber und musikalisch sinnvoll spielen. Aber wie viele können zwei aufeinanderfolgende Phrasen sinnvoll verbinden? Und wie oft haben wir nicht Bruckner gehört mit zauberhaften Pianissimi und monumentalen Höhepunkten, und irgendwann hat es „Knack“ gemacht, weil ein Übergang nicht rund war? Gibt’s hier nicht …

Das Finale hebt weniger „Star Wars“-like an als gewohnt. Auch hier gestaltet Celi aus der Ruhe, lasst die Dinge sich entwickeln, wie sie müssen, lässt sich, seinen Musikern und uns Zeit, zu hören, Zusammenhänge wahrzunehmen, gibt verhalteneren Abschnitten Raum, forciert nie. Gewaltig-gewaltfrei dann der Moment, in welchem das Hauptthema aus dem Kopfsatz im Fortissimo wie eine dunkle Verheißung wiedererscheint. Wie schlüssig folgen die nächsten Takte, bis die abrupte Wendung nach Dur das Happy End bringt. Wer hätte je die Dreikaiserzusammenkunft so schlüssig aus dem Vorhergehenden entwickelt …? Die anderen waren doch auch keine Anfänger … Wahnsinn.

Bis jetzt ist diese Aufnahme die mir liebste dieser Fassung.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (13.02.2021, 20:51):
@Sfantu

Vielen Dank für diese Empfehlung, Du hattest Dich nicht geirrt, dass es mir gut gefallen könnte! Das ist ja ganz großes Kino, melodieschwanger, überraschend, mitreißend.
Nächste Woche müsste dann auch die von Dir gehörte Platte mit dem 3. Konzert hier ankommen.
Jan Van Karajan (13.02.2021, 22:12):
Hier mal wieder Vokales:

Johannes Brahms

7 Volkslieder für Solisten, Chor und Klavier, WoO 33

Tafellied, op. 93

Kleine Hochzeitskantate

Dem dunklen Schoß der Erde

13 Kanons, op. 113

Jürgen Kruse und Friederike Haug, Klavier

Chamber Choir of Europe, Nicol Matt

Grüße

Jan :hello
Marcie (13.02.2021, 22:15):
Noch solch ein Knaller aus meiner neuen Perlman-Schatzkiste:
Philidor (14.02.2021, 09:55):
Hier die wunderbare Choralkantate zum heutigen Sonntag Estomihi oder Quinquagesimae, ganz, wie man mag. Fassenachtssonntach halt.

J. S. Bach: "Herr Jesu Christ, wahr' Mensch und Gott" BWV 127

Carolyn Sampson, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (14.02.2021, 09:58):
tapeesa (14.02.2021, 11:10):
York Höller
- Topic
WDR Sinfonieorchester Köln, Michael Gielen
- Horizont
Studio für elektronische Musik des WDR, Péter Eötvös & Volker Müller
- Mythos
musikFabrik, Zsolt Nagy
Studio für elektronische Musik des WDR (Volker Müller)
- Schwarze Halbinseln (Text: Georg Heym)
WDR Sinfonieorchester Köln, WDR Rundfunkchor Köln, Diego Masson
Studio für elektronische Musik des WDR (Volker Müller)
Marie-Louise Gilles (Sprecherin)
Marcie (14.02.2021, 11:24):
tapeesa (14.02.2021, 13:22):
Michaël Lévinas - Par-delà

Mozart et les Oiseaux
mit Werken von W. A. Mozart, Olivier Messiaen, Michaël Levinas, Denis Gougeon, François-Bernard Mâche
Lise Daoust (Flöte), Louise Bessette (Klavier)
Marcie (14.02.2021, 13:44):
Philidor (14.02.2021, 15:40):
Weiter mit dem Ring.

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen
Erster Tag – Die Walküre

Siegmund – Günther Treptow
Sieglinde – Hilde Konetzni
Hunding – Ludwig Weber
Wotan – Ferdinand Frantz
Brünnhilde – Kirsten Flagstad
Fricka – Elisabeth Höngen
Helmwige/Gerhilde/Ortlinde/Waltraute – Ilona Steingruber/Walburga Wegener/Karen Marie Crkall/Dagmar Schmedes
Siegrune/Rossweiße/Grimgerde/Schwertleite – Margherita Kenney/Margret Weth-Falke/Sieglinde Wagner/Polly Batic

Orchestra della Scala
Wilhelm Furtwängler
9. März 1950



Ferdinand Frantz ist offen gesagt nicht ganz mein Fall. Zuviel Hagen, zu wenig Göttervater. Aber Furtwängler und Flagstad sind das alles wert. Und das Wälsungenpaar ist ebenfalls großartig. - Alles freilich nur imho.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (14.02.2021, 16:27):


Felix von Weingartner : Sinfonie Nr.1 - 1898 entstanden & König Lear - 1895 entstanden

Felix von Weingartner (1863-1942), dessen vollständiger Name Felix von Weingartner, Edler von Münzberg lautet, wurde in Österreich geboren. Er wurde vor allem als Dirigent, Pianist, Klaviersolist, Pädagoge, Musikschriftsteller und eben auch Komponist bekannt.

1901 wurde er 1.Kapellmeister der Berliner Hofoper, 1907 Nachfolger von Gustav Mahler an der berühmten Wiener Hofoper. 1911 gab er diesen Posten wieder ab, um sich ganz den berühmten Wiener Phiharmonikern zu widmen. 1927 wurde er Direktor des Konservatoirums in Basel und der Leiter der dortigen Konzerte der Allgemeinen Musikgesellschaft, einen Posten, den er bis 1935 behielt.

1935-1936 leitete er erneut die Wiener Staatsoper, verließ aber das Land dann endgültig, als Österreich immer stärker dem deutschen Nachbarn nacheiferte, was 1938 in der Übernahme ins "Deutsche Reich" den negativen Höhepunkt erreichte. Er selbst lebte ab da in der Schweiz.

Er dirigierte vor allem der Klassik und Romantik, vor allem auch den Sinfonien Beethovens. Moderne Musik war nicht so wirklich seine Sache gewesen.

Als Komponist war er zu Lebenszeiten bereits nicht sonderlich bekannt gewesen, ein Umstand, den man bis heute so sehen kann. Daher muss man mal wieder dem Label CPO danken, dass alle Sinfonien, aber auch noch einige weitere Werke von ihm einspielen hat lassen. Er schrieb sieben Sinfonien, je ein Violin - und Cellokonzert, eine Sinfonietta und sieben Opern, mal grob geschrieben.

Durch seine Tätigkeit in Basel entstand eine enge Bindung an das Sinfonieorchester Basel. Daher lag es nahe, für das große Aufnahme-Projekt von CPO, alle Sinfonien einzuspielen, dieses Orchester nur in Frage kommen würde. Diese Aufgabe übertrug man den damals neu gekürten Chefdirigenten Marko Letonja, der bis 2006 dem Orchester und Theater verbunden war. Er betreute auch nach seinem Ausscheiden als Chef die Serie weiter bis zu ihrem Abschluss 2012.

2011-2018 war er Chefdirigent des Tasmanian Symphony Orchestras, ab 2012 ist er Chefdirigent der Straßburger Philharmoniker. 2017 übernahm Letonja die Bremer Philharmoniker von Markus Poschner.
Philidor (14.02.2021, 16:46):
Lieber Maurice, vielen Dank für Deine umfangreichen Informationen! Ich habe mal vergleichend bei Wikipedia geschaut - da ist ja kaum etwas zu ergänzen. Chapeau!

Wie hat Dir die Musik und Ihre Interpretation gefallen?

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (14.02.2021, 17:41):


Jules Massenet/Édouard Blau/Paul Milliet/Georges Hartmann: Werther

Werther - José Carreras
Charlotte - Frederica von Stade
Albert - Thomas Allen
Sophie - Isobel Buchanan
Le Bailli - Robert Lloyd
Schmidt - Paul Crook
Johann - Malcolm King
Käthchen - Linda Humphries
Brühlmann - Donalson Bell

Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden; Sir Colin Davis

Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (14.02.2021, 17:54):
Lieber Maurice, vielen Dank für Deine umfangreichen Informationen! Ich habe mal vergleichend bei Wikipedia geschaut - da ist ja kaum etwas zu ergänzen. Chapeau!
Du kannst diese Informationen auch im Booklet, teilweise auf Amazon oder JPC, aber auch auf der Homepage von Maestro Letonja finden. Wikipedia ist nicht der Nabel der Welt, aber sicherlich hilfreich. Aber schön, dass Du nachgeschaut hast, ob ich alles richtig hier geschrieben habe. Ich wusste noch nicht, dass Du hier auch die Rolle des Lektors übernommen hast. Da muss ich doch glatt was verpasst haben. :hello
Sfantu (14.02.2021, 18:00):
Wie hat Dir die Musik und Ihre Interpretation gefallen?
Würde mich auch interessierten.
Philidor (14.02.2021, 19:33):
Nun aus München.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Fassung 1890, Nowak-Ausgabe

Müchner Philharmoniker
Sergiu Celibidache
live Philharmonie am Gasteig, München, 12./13. September 1993
20:56/16:05/35:04/32:08



Es funktioniert. Es funktioniert. Einfach den Kopf von überflüssigem Ballast freimachen, einfach zuhören. Nicht überlegen, was man Kluges oder Dummes dazu schreiben könnte. Es ist alles in der Musik.

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (14.02.2021, 21:57):
Zum Abend Mozart:

Wolfgang Amadeus Mozart

Streichquartett in Es-Dur, KV 160

Streichquartett in F-Dur, KV 168

Streichquartett in C-Dur, KV 465 "Dissonanzenquartett"

Streichquartett in D-Dur, Kv 499 "Hoffmeister"

Amadeus Quartett

Grüße

Jan :hello
Marcie (14.02.2021, 22:38):
Wie hat Dir die Musik und Ihre Interpretation gefallen?
Würde mich auch interessierten.
Sag bloß, dieses tolle Set kennst Du wirklich noch nicht? =O
Sfantu (14.02.2021, 22:50):
Sag bloß, dieses tolle Set kennst Du wirklich noch nicht
Ich gestehe: ich kenne es nicht. Bloß ein paar sporadische Appetithappen aus dem Radio.
Eben darum interessiert mich, etwas über die Musik zu erfahren. Quadratmeterweise Cover-Abbildungen & Wikipedia-Inhalte kann ich auch selbst finden.
Marcie (14.02.2021, 22:52):
Und schwups, schon läuft bei mir die Suite "Der Sturm" aus:



https://www.youtube.com/watch?v=nhi6uyK7jio


Es funktioniert. Es funktioniert. Einfach den Kopf von überflüssigem Ballast freimachen, einfach zuhören. Nicht überlegen, was man Kluges oder Dummes dazu schreiben könnte. Es ist alles in der Musik.

Was für ein beeindruckend selbstkritisches, mutmachendes Leitmotiv hoffentlich all Deiner zukünftigen Beiträge! Bravo!
Marcie (14.02.2021, 23:32):
Zur Nacht:
Maurice inaktiv (14.02.2021, 23:39):
Ich gestehe: ich kenne es nicht. Bloß ein paar sporadische Appetithappen aus dem Radio.
Eben darum interessiert mich, etwas über die Musik zu erfahren. Quadratmeterweise Cover-Abbildungen & Wikipedia-Inhalte kann ich auch selbst finden.
Ach, weißt Du was das Schöne daran ist? Es soll Leute geben, die wissen wo man über Weingartner viele interessante Dinge nachlesen kann, alleine dort könnte man zumindest eine Vermutung haben, in welche Richtung es gehen könnte.

Ich wiederhole es nochmals gerne zum Mitlesen und Mitschreiben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen weniger bekannten Komponisten/Musiker eine gewisse Plattform zu bieten, dem einen gefällt das, dem anderen User gefällt das nicht. Ein anderer User meckert grundsätzlich über jede Einspielung die man hört, um dann postwendend andere Aufnahmen zu präsentieren, die doch seiner Meinung nach "so viel besse
Inzwischen bin ich am Überlegen, ob es überhaupt ratsam ist, nähere Infos zur Verfügung zu stellen, oder einfach nur kommentarlos seine ausgesuchten Aufnahmen einzustellen. Hier gibts dann keine Kommentare darüber, ich bin schneller fertig, erspare mir, was ich denn für erwähnenswert halte und was nicht.

Mir sagt die Zeit um 1850-1920 herum insgesamt sehr zu, weil in dieser Zeitspanne eine Menge in der Musikgeschichte geschehen ist. Zunächst noch in der Romantik tief verwurzelt, kommen langsam aber sicher immer mehr Instrumente, gewagte Akkorde und auch größere Besetzungen dazu von Komponisten, die sich selbst von der Tonalität zumindest an die Grenze dieser entwickelt haben, etwa auch Bruckner (in seiner Neunten z.B. hat er sich offenbar in diese Richtung entwickelt) und Mahler. Dann kamen die Schöpfer der berühmten "Zweiten Wiener Schule" - Berg, Schönberg, Webern - und fangen an mit dieser Tonalität zu brechen. Um 1920 herum fangen wiederum Komponisten wie Kurt Weill, Viktor Ullmann, Ervin Schulhoff oder Pavel Haas dies weiter, teilweise mit aus dem Jazz entliehenen Einflüssen.

In dieser Zeitspanne dürften sich dann die vielleicht größte Menge und auch Qualität an Komponisten vereint haben, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Auf der einen Seite noch die mehr der Tradition verpflichteten Carl Reinecke, Friedrich Gernsheim, Salomon Jadassohn, Max Bruch, Robert Fuchs, usw. Auf der anderen Seite Alexander von Zemlinsky, Siegmund von Hausegger, Emil Nicholaus von Reznicek, Hugo Wolf, Franz Schmidt, Max Reger, Hans Rott (der leider viel zu früh verstorben war), Ernst Toch, Erich W. Korngold, etc.

Und dann gab es jene Musiker, die eigentlich weitaus mehr als Dirigent bekannt geworden sind: Wilhelm Furtwängler, Brun Walter und etwa Felix von Weingartner.

Anders geschrieben: Eine Vielzahl von Musikern, die oftmals Einflüsse von ihren Zeitgenossen, aber auch von Kompnisten früherer Epochen mit ihrem eigenen Stil vereint haben. Darunter war auch Felix von Weingartner.

Weingartner war Schüler von Franz Liszt und Carl Reinecke. Ich würde das eine Mischung aus Feuer und Wasser nennen. Reinecke ist das Wasser, was formschön vor sich hin plätschert, während dessen Liszt mit seinen Werken eine Menge Komponisten beeinflusst hat, zusammen mit Richard Wagner.

Felix von Weingartner gehört für mich zur "Liszt-Fraktion", ohne aber als Kopie zu schreiben, sondern mit weiteren Einflüssen von angeblich Mendelssohn, aber wohl auch RIchard Wagner und eben Franz Liszt. Dazu kommt noch seine eigene Note, wie bei vielen anderen Dirigenten, die gleichzeitig komponieren auch.

Man hat wohl wegen der Tradition das Orchester aus Bern ausgesucht für die Werke, was die Einspielungen angeht. Da ich keine weiteren Einspielungen der Werke von Weingartners habe (es gibt wohl auch nur einige Einspielungen noch aus der Schellack-Ära), ist es natürlich schwer, hier eine wirklich vernünftige Antwort zu geben, die man unterlegen kann mit möglichen Vergleichseinspielungen.

Ich halte sowohl den Dirigenten, als auch das Orchester selbst, für qualifiziert genug, um eine vernünftige GA letzten Endes vornehmen zu können. Mir liegen alle CDs vor, was die Sinfonien angeht, die bei CPO gemacht worden sind. Ich höre zumindest keinen Mahler, Brahms oder Bruckner heraus, und ebenfalls keinen Berg, Schönberg oder später auch Kurt Weill.

Sorry, wenn ich das jetzt so ausführlich geschrieben habe, weil ich das Umfeld eben schon wichtig finde. Denn wenn man eine Ära mit so großer Anzahl an exzellenten Komponisten zur Verfügung hat, dürften wohl einige Stellen in veränderter Form auch beim Kollegen zu finden sein.
Marcie (14.02.2021, 23:44):

Mir sagt die Zeit um 1850-1920 herum insgesamt sehr zu, weil in dieser Zeitspanne eine Menge in der Musikgeschichte geschehen ist. Zunächst noch in der Romantik tief verwurzelt, kommen langsam aber sicher immer mehr Instrumente, gewagte Akkorde und auch größere Besetzungen dazu von Komponisten, die sich selbst von der Tonalität zumindest an die Grenze dieser entwickelt haben, etwa auch Bruckner (in seiner Neunten z.B. hat er sich offenbar in diese Richtung entwickelt) und Mahler. Dann kamen die Schöpfer der berühmten "Zweiten Wiener Schule" - Berg, Schönberg, Webern - und fangen an mit dieser Tonalität zu brechen. Um 1920 herum fangen wiederum Komponisten wie Kurt Weill, Viktor Ullmann, Ervin Schulhoff oder Pavel Haas dies weiter, teilweise mit aus dem Jazz entliehenen Einflüssen.

In dieser Zeitspanne dürften sich dann die vielleicht größte Menge und auch Qualität an Komponisten vereint haben, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Auf der einen Seite noch die mehr der Tradition verpflichteten Carl Reinecke, Friedrich Gernsheim, Salomon Jadassohn, Max Bruch, Robert Fuchs, usw. Auf der anderen Seite Alexander von Zemlinsky, Siegmund von Hausegger, Emil Nicholaus von Reznicek, Hugo Wolf, Franz Schmidt, Max Reger, Hans Rott (der leider viel zu früh verstorben war), Ernst Toch, Erich W. Korngold, etc.
Da bin ich ganz bei Dir! Eine spannende, vielfältige und reiche Zeit.
Philidor (14.02.2021, 23:59):
Hier konnte ich ein paar konkrete Aussagen zu Weingartners Musik finden:
https://magazin.klassik.com/reviews/reviews.cfm?TASK=REVIEW&RECID=4968&REID=3141
http://www.klassik-heute.com/4daction/www_medien_einzeln?id=17253
http://www.klassik-heute.com/4daction/www_medien_einzeln?id=19236

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (15.02.2021, 00:00):
Sfantu (15.02.2021, 06:49):
@Philidor

Merci für die Links.
Jetzt bekomme ich selbst Appetit auf die Box.
Philidor (15.02.2021, 08:01):
Jetzt bekomme ich selbst Appetit auf die Box.
Ja - klingt doch spannend, nicht wahr? Mein Strömer stellt dankenswerterweise einige der CDs zur Verfügung. Hier ist erst mal weiter Ring und Bruckner 8 dran, aber dann mal schauen ...

Hier Bach mit seinem strengsten Richter - nochmal die Choralkantaten zu den Sonntagen Septuagesimae und Sexagesimae:

Johann Sebastian Bach

"Ich hab in Gottes Herz und Sinn" BWV 92
"Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort" BWV 126

Edith Mathis, Peter Schreier, Dietrich Fischer-Dieskau (BWV 92)
Anna Reynolds, Peter Schreier, Theo Adam (BWV 126)
Münchener Bach-Chor
Münchener Bach-Orchester
Karl Richter



Auch schon wieder eine historische Aufführungspraxis.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (15.02.2021, 08:49):
Ich besaß bisher, ungefähr seit Ende der 90er, ausschließlich die erste Sinfonie unter Rozhdestvensky von Chandos auf CD. Und ich finde immer noch, dass das ziemlich harter Tobak ist, aber das soll es ja wohl auch...
Jedenfalls sah ich stets von weiterführenden Käufen nach dem Anhören dieser Platte ab. Letztens hatte hier in diesem Thread, glaub es war @Cetay, die zweite gehört und gelobt, darum hatte ich mir dann dieses Set gekauft. Habe schon überrascht und begeistert die 2. und 3. Sinfonie gehört und nun läuft die vierte. Eine richtige Entdeckungsreise!
Maurice inaktiv (15.02.2021, 09:55):
Jetzt bekomme ich selbst Appetit auf die Box.
Ich kann Dir nur abraten von der Box. Ich kann nicht verantworten, dass Du am Ende nicht mehr davon loskommst. Nicht, dass Marcie und ich daran schuld sind, dass Du zum bekennenden, süchtigen Weingarterianer verkommst. Nein, das geht nun beim besten Willen nicht. :D
Marcie (15.02.2021, 09:58):
@Maurice André

Richtig, wir wollen doch nicht zum Drogenkonsum anstacheln! :haha
tapeesa (15.02.2021, 10:56):
Joonas Kokkonen - ... durch einen Spiegel ....
für 12 Solostreicher und Cembalo
Jukka Tiensuu (Cembalo)
Lahti Symphony Orchestra, Ulf Söderblom

Krzysztof Penderecki
Violinkonzert Nr. 1 & Violinkonzert Nr. 2 "Metamorphosen"
Kim Chee-Yun & Konstanty Kulka (Violine)
Polish National Radio Symphony Orchestra, Antoni Wit
Andréjo (15.02.2021, 11:43):
Ich besaß bisher, ungefähr seit Ende der 90er, ausschließlich die erste Sinfonie unter Rozhdestvensky von Chandos auf CD. Und ich finde immer noch, dass das ziemlich harter Tobak ist, aber das soll es ja wohl auch...
Jedenfalls sah ich stets von weiterführenden Käufen nach dem Anhören dieser Platte ab. Letztens hatte hier in diesem Thread, glaub es war @Cetay, die zweite gehört und gelobt, darum hatte ich mir dann dieses Set gekauft. Habe schon überrascht und begeistert die 2. und 3. Sinfonie gehört und nun läuft die vierte. Eine richtige Entdeckungsreise!


Die erste Sinfonie ist ein faszinierendes formloses Monstrum - aber die Dritte ist einfach nur faszinierend! Da ist auch Form da!

Allein dieser Anfang aus dem Urgrund! Und es geht nach allen Regeln der Schnittke-Kunst weiter!

Längst kann ich auch den kargen, eiskalten Spätsinfonien viel abgewinnen. Man muss wissen, was einen erwartet, dann geht das ruckzuck ... Da steht dann jeder Ton für sich. Der Schluss der siebten (achten?) Sinfonie hat sogar wieder aparten klanglichen Charme.

:thumbup: Wolfgang
Marcie (15.02.2021, 11:44):
Ich schon die zweite beeindruckend.
Andréjo (15.02.2021, 11:49):
Ich komme gerne drauf zurück - heute noch - hab die nur zu wenig im Hinterkopf!
Philidor (15.02.2021, 12:53):
Ins Herz deutscher Sagenwelt.

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen
Zweiter Tag – Siegfried

Siegfried – Set Svanholm
Brünnhilde – Kirsten Flagstad
Mime – Peter Markwort
Wanderer – Josef Hermann
Alberich – Alois Pernerstorfer
Fafner – Ludwig Weber
Erda – Elisabeth Höngen
Waldvogel – Julia Moor
Orchestra della Scala
Wilhelm Furtwängler
22. März 1950



Oha, die ersten beiden Aufzüge kamen mir recht zäh vor – Tagesform? Ab dem dritten Aufzug fand ich die Gestaltung großartig. – Josef Hermann fehlte für meine Ohren ein wenig die Autorität in der Stimme. Set Svanholm und Kirsten Flagstad sind mir die herausragenden Interpreten dieser Aufnahme. Set Svanholm hat in diesem Live-Mitschnitt nach zweieinhalb Aufzügen, in denen er ja weit überwiegend auf der Bühne war, genug Reserven, um mit seiner Partnerin eine sagenhaft gut gesungene Schlussszene zu bieten. Ganz am Schluss klang der eine oder andere Ton in meiner Wahrnehmung ein wenig gestemmt, aber was soll’s – Furtwängler, Flagstad und Svanholm bringen das Ende dieses Naturstücks zum Abheben.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (15.02.2021, 13:55):


Felix von Weingärtner : Sinfonie Nr.2 & "Das Gefilde der Seligen", op. 21 (Symphonische Dichtung)

SO Basel, Marko Letonja

Das ist Hochromantik pur. Meiner Meinung nach etwas "grüblerischer" als die Musik von Richard Strauss und Emil von Reznicek, zwei seiner Zeitgenossen. Allerdings ist die Symphonische Dichtung hier ein weniger gutes Beispiel dafür. Hier geht es doch um die Seligen, nicht um der Seelen der Seligen.

Am 27.Mai 1897 fand ein damals überaus bemerkenswertes Konzert der Tonkünstlerversammlung statt. Kein geringerer als damalige Hofkapellmeister Emil Nicholaus von Reznicek sollte Richard Strauss' Meisterwerk "Eine Alpensinfonie" dirigieren. Anschließend war ein gewisser Felix von Weingartner vor Ort, der sein neuestes Werk "Das Gefilde der Seligen" dirigieren sollte. Zum Schluss wurde dann Rezniceks "Requiem" erneut von Reznicek selbst dirigiert und gespielt. Richard Strauss war eigentlich auch angekündigt worden, erschien aber dann doch nicht zum Konzert.

Das Konzert wurde ein großer Erfolg, auch Dank des dabei sehr gelobten Werkes des jungen von Weingärtners.

Seine 2.Sinfonie hat Einflüsse von Bruckner, Mahler, Beethoven. Und Weingartner scheint das auch bewusst so gemacht zu haben, wenn man das in Kurzform aus dem sehr interessanten Booklet so entnehmen will.

Für alle, die nun wieder zu Wikipedia schauen, würde ich eher das Booklet von Eckhardt van den Hoogen ans Herz legen, denn dort findet man das alles viel besser und ausführlicher beschrieben als ich das hier je könnte oder wollte.
Philidor (15.02.2021, 14:03):
Bei Hochromantik mache ich mit.

Frédéric Chopin: Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll op. 11
(eigentlich Nr. 2, da im Jahr 1830 entstanden, d. h., nach demjenigen, das heute als Nr. 2 bezeichnet wird)

Polish Festival Orchestra
Krystian Zimerman, Klavier und Leitung



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (15.02.2021, 14:18):
Jules Massenet - Werther
Libretto: Édouard Blau, Paul Milliet, Georges Hartmann
Plácido Domingo, Elena Obraztsova, Kurt Moll, László Anderko, Alejandro Vazquez, Arleen Augér, Franz Grundheber
WDR Sinfonieorchester Köln, WDR Kinderchor, Riccardo Chailly
Philidor (15.02.2021, 15:51):
Musik zum Tage gips nicht nur vom ollen Bach, auch in der Spätromantik und Zuspätromantik (Achtung, Ironie!).

Richard Strauss: Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28

NDR Elbphilharmonie Orchester
Krzysztof Urbański

Emil Nikolaus von Reznicek: Wie Till Eulenspiegel lebte
Sinfonisches Zwischenspiel in Form einer Ouvertüre

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Marcus Bosch



Fein! Der Reznicek - gut gemacht.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (15.02.2021, 17:42):
Jetzt bekomme ich selbst Appetit auf die Box.
Ich kann Dir nur abraten von der Box. Ich kann nicht verantworten, dass Du am Ende nicht mehr davon loskommst. Nicht, dass Marcie und ich daran schuld sind, dass Du zum bekennenden, süchtigen Weingarterianer verkommst. Nein, das geht nun beim besten Willen nicht.
Richtig, wir wollen doch nicht zum Drogenkonsum anstacheln!
Ist das Zeug wirklich sooo infektiös?
Dann sollt' ich's mir vielleicht wirklich nochmal überlegen. Habe ja schon meine bisherigen Süchte kaum im Griff...
Maurice inaktiv (15.02.2021, 17:44):
Ist das Zeug wirklich sooo infektiös?
Dann sollt' ich's mir vielleicht wirklich nochmal überlegen. Habe ja schon meine bisherigen Süchte kaum im Griff...
:D :D :D

Ich war so frei und habe einen Extra-Thread für Weingartner eröffnet. Du darfst Dich dann gerne als frischer Besitzer der Box outen. :D

:rofl
Philidor (15.02.2021, 18:22):
Nun also der Winzer.

Felix Weingartner: Sinfonie Nr. 3 E-Dur op. 49 (1909/10)
(Nur der erste Satz)

Sinfonieorchester Basel
Marko Letonja



Also, Liszt und Reinecke habe ich nicht gehört. Eher Richard Strauss. Manchmal „Alpensinfonie“, manchmal „Aus Italien“. – Wegen der Tonart E-Dur und des Beginns mit einem weit geschwungenen, kantablen Thema in den Celli unter Tremoli der Violinen fühlte ich mich allerdings sofort an Bruckners Siebte erinnert. Was freilich nur eine Allusion war. Dennoch: Das Thema wird in hoher Lage wiederholt – wie bei Bruckner – und steigert sich dann bereits durchführungsartig. Weingartner gab dem ersten Thema in der Exposition viel Raum und verarbeitete es dort bereits weidlich. Wenn Du meinst, jetzt müsste aber wirklich das zweite Thema kommen – Generalpause (bei ca. 2:28) – Pustekuchen. (Mir kam der Gedanke: „Beethoven hat Durchführung und Coda ausgedehnt, da hat sich der Weingartner wohl gedacht: ‚Das mach ich jetzt mit der Exposition!‘ …“) Den hinabströmenden Streichergesang ab etwa 2:55 würde ich noch der Überleitung zwischen erstem und zweitem Thema zuordnen (oder ist das ein weiteres Thema? Es ist kompliziert wie bei Bruckner 4 …) Als zweites Thema würde ich das neckische, mit punktiertem Rhythmus arbeitende Thema bei etwa 3:17 in den Holzbläsern bezeichnen. (Wir sind gerade in G-Dur.) Das steigert sich nach und nach. Generalpause bei 4:26. Was ist das Folgende? Ich würde sagen: Epilog, obwohl es so durchführungsartig klingt. Aber was klingt eigentlich nicht durchführungsartig in dieser Exposition? Choral im tiefen Blech … sehr schön, das Register hatten wir noch nicht …

Die Durchführung würde ich ab 5:37 verorten. Sie beginnt mit dem alten Brahms-4-Trick – als ob der Komponist die Exposition wiederholen würde. Hier wird es für meine Ohren auch am ehesten alpensinfonisch. Diese Vielschichtigkeit der musikalischen Prozesse, komplexer Kontrapunkt, neu adaptiert für den Zweck der Dramatisierung. Großes Sinfonie-Kino. Weingartner konnte was, keine Frage. Freilich konnte das auch Brahms, und der Beethoven hat es ihnen allen in op. 59 Nr. 1 vorgemacht. – Höhepunkt bei einem nackten Tritonusklang – das Teufelsintervall. Außermusikalische Konnotation? Wäre spannend vor dem Hintergrund von Weingartners eigenen Worten zum Werk … (siehe unten)

Bei 11:07 löst sich die Musik in das wohlklingende erste Thema auf. Das ist wohl die Reprise, wenngleich das Thema in den Violinen und nicht in den Celli erklingt. Mal schauen – ist Weingartner nochmal genauso weitschweifig durchführend wie in der Exposition? Eigentlich ist doch alles gesagt, oder? Oh – schon das zweite Thema? War das nur eine Scheinreprise? Tja, kurz nach 13:10 geht es auf einen neuen Höhepunkt, dem eine weiter gefasste Darstellung des zweiten Themas folgt. Das heißt, das Muster ist ähnlich wie in Tschaikowsky 6, wo der Komponist in der Reprise das erste Thema ganz wegließ, wohl, weil er meinte, dass er in der Durchführung dazu alles gesagt habe. Ganz so weit ging von Weingartner nicht, aber im Vergleich zur Expo war das erste Thema in der Reprise schon ziemlich kurz.

Ab 15:00 dann so etwas wie eine Apotheose des ersten Themas und seiner Begleiterscheinungen. Und spätestens da wird das Stück mMn unglaubwürdig und ist nicht mehr Kind seiner Zeit. Die Uhr für Heldenverehrungen, Triumphmärsche und Preußens Gloria war abgelaufen. Die Intelligentia der Zeit war vom Zusammenbruch des Systems längst überzeugt, was man in der zeitgleich entstandenen 9. Sinfonie von Mahler auch deutlich hört, von Schönberg ganz zu schweigen (Drei Klavierstücke op. 11, 1909). Was bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs und der Niederlage folgte, waren eher die Todeszuckungen einer von sich selbst besoffenen parlamentarischen Monarchie. Mahler lässt das m. E. hören, Weingartner nicht. Und da ist er eben – bei aller gerne attestierten handwerklich-musikalischen Meisterschaft – unglaubwürdig.

Weingartner beschreibt einige Aspekte des Werks später in seinen „Lebenserinnerungen“ wie folgt: „ Das E setzt sich aus den Anfangsbuchstaben unserer Vornamen F und L zusammen. Einigen Themen sind geheime Worte unterlegt, die nur wir Beide zu lesen verstanden. Am Schluss des Finale, eines Variationensatzes, wob ich kontrapunktisch eine Tanzmelodie ein, die, obwohl sie aus dem Vorangehenden herauswächst, an ein Motiv der „Fledermaus“ anklingt. So huldigte ich der Stadt, der ich, wenn auch sehr indirekt, ein neues Leben verdanke. Niemals hatte ich ein Werk von so grossen Dimensionen geschaffen, niemals verwendete ichy ein so riesiges Orchester. Nur in solcher Form konnte ich aussprechen, was hier auszusprechen war. Ich vollendete die Skizze in der kurzen Zeit von fünf Wochen.“ Wenigstens im Falle des „Fledermaus-Zitats“ lassen sich die geheimen, unterlegten Worte doch recht gut dingfest machen, dort heißt es im Original „Wonne, Seligkeit, Entzücken! Oh, wie macht dies Wort mich froh! Gattin, laß ans Herz dich drücken…..“.

Ich bitte, meine unzulänglichen Worte zu entschuldigen.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (15.02.2021, 19:45):


Jean-Baptiste Lully/Philippe Quinault: Amadis

Amadis - Cyril Auvity
Oriane - Judith van Wanroij
Arcabonne - Ingrid Perruche
Arcalaüs - Edwin Crossley-Mercer
Florestan - Benoit Arnould
Urgande - Bénédicte Tauran
Corisande - Hasnaa Bennani
Alquif/Ardan Canile - Pierrick Boisseau

Chœur de Chambre de Namur
Les Talens Lyriques, Christophe Rousset

Die erste französische Oper, deren Handlung nicht auf einem Stoff aus der griechisch-römischen Mythologie basiert. Musikalisch ist sie eine von Lullys schönsten. Im Vergleich mit seinen früheren Opern ist der Anteil arioser Passagen erhöht, diese werden auch häufiger nicht nur vom Generalbass begleitet. Das Libretto ist fokussierter ohne langwierige Nebenhandlungen. Zudem enthält Amadis mit Bois épais Lullys wahrscheinlich eingängigste Arie.

Gruß Amonasro
Philidor (15.02.2021, 19:58):
Nun wieder Wesentliches.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Fassung 1890, Nowak-Ausgabe

Wiener Philharmoniker
Carlo Maria Giulini
Saal des Wiener Musikvereins Mai 1984
17:07/16:25/29:24/24:36



Auch diese Aufnahme macht mich grundsätzlich erst einmal glücklich. Wie bei Celibidache nehme ich die Gestaltung wahr als eine, die aus der Ruhe kommt. Dennoch: Das Problem der Temporelationen fand ich nicht ganz so glücklich gelöst, z. B. das erste Thema in der Reprise des Kopfsatzes, wo fast schon ein wenig Hektik in einen ansonsten für meine unzulänglichen Begriffe sehr fein und akkurat organisierten Kopfsatz gerät.

Vielleicht ist der Hauptunterschied zu Celibidache: Wo sich beim Rumänen die Dinge gewaltfrei ereignen, aber eben ereignen – realiter –, da scheint bei Giulini ein letzter Vorbehalt über dem Ganzen zu schweben. Das Stück ereignet sich wie hinter einem zarten Schleier, als wäre es nicht ganz so gemeint. Bei Car-Hifi spricht man von Kompressoren, welche leise Stellen anheben und laute Stellen leiser machen, damit auch eine Mahler-Sinfonie im fahrenden Auto ohne dauernden Griff zum Lautstärke-Regler goutierbar ist. Hier bin ich in analoger Weise versucht, von einem Emotions-Kompressor zu sprechen. Irgendwo bewundernswert, irgendwo auch nicht.

Erst im Finale scheint er zur Sache zu kommen. Was für ein Ding. Hier wird real, was für nur angedeutet schien. Hier knallen die Dinge allerdings auch heraus und sind weniger in ein Ganzes eingebettet als bei Celi – z. B. das Wiedererscheinen des Hauptthemas des Kopfsatzes im Finale. Monumental ist das schon, und mir fällt auf, dass ich dringend mal das fantastische Spiel der Wiener Philharmoniker loben sollte. Transparent auch im fetten Tutti. Dennoch … das letzte Gran an Überzeugungskraft fehlt mir hier.

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (15.02.2021, 22:16):
Heute Abend die ersten beiden Akte:

Claude Debussy: Pelleas et Melisande, lyrisches Drama in 5 Tableaus
Melisande: Rachel Yakar
Pelleas: Eric Tappy
Golaud: Philippe Huttenlocher
Genevieve: Jocelyne Taillon
Yniold: Colette Alliot-Lugaz
Arcel: Francois Loup
Orchestre National de lÒpera de Monte Carlo, Armin Jordan
Grüße
Jan :hello
Maurice inaktiv (16.02.2021, 08:38):


Edvard Grieg : Sinfonie in C-Moll, u.a.

Malmö SO, Bjarte Engeset

Bjarte Engeset ist leider mit seinen Grieg-Aufnahmen ziemlich unter dem Radar gelaufen. Dabei kann er sich gerade mit dem Orchester aus Malmö durchaus mit den Einspielungen von Neem Järvi messen lassen. Hier mal die selten gespielte Sinfonie von Edvard Grieg. Dazu drei Orchesterstücke aus "Sigurd Jorsalfar" und die "Altnorwegische Romanze mit Variationen" als weitere Werke.
Philidor (16.02.2021, 10:33):
Hier nochmal die Choralkantate zum Sonntag Estomihi.

Johann Sebastian Bach: "Herr Jesu Christ, wahr' Mensch und Gott" BWV 127

Dorothee Mields, Jan Kobow, Peter Kooij
Collegium Vocale Gent
Philippe Herreweghe



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (16.02.2021, 11:56):


Johann Sebastian Bach: Brandenburgische Konzerte Nr. 1-3

Le Concert des Nations, Jordi Savall

Gruß Amonasro
Marcie (16.02.2021, 12:24):
Marcie (16.02.2021, 14:21):
Auf Entdeckungsreise durch meine Peter Serkin-Schatztruhe...
Philidor (16.02.2021, 16:08):
Grandioser Schlussgesang.

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen
Dritter Tag – Götterdämmerung

Siegfried – Max Lorenz
Brünnhilde – Kirsten Flagstad
Alberich – Alois Pernerstorfer
Hagen – Ludwig Weber
Gunther – Josef Hermann
Gutrune – Hilde Konetzni
Waltraute – Elisabeth Höngen
Nornen – Margret Weth-Falke, Margherita Kenney, Hilde Konetzni
Rheintöchter – Magda Gabory, Margherita Kenney, Sieglinde Wagner
Coro e Orchestra della Scala
Wilhelm Furtwängler
04. April 1950



Unterm Strich bleiben bei mir vier Gründe für diesen Ring hängen: Kirsten Flagstad, Wilhelm Furtwängler, Set Svanholm und Max Lorenz. Die sind es aber wert. – Na, nach Ostern kommt dann vielleicht der andere Furtwängler-Ring dran … mit Martha Mödl in den drei Brünnhilde-Partien und Ludwig Suthaus bei den beiden Siegfrieden.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (16.02.2021, 16:09):
xarddam (16.02.2021, 16:25):
Mein Bruckner Vorhaben ist nicht vergessen; ich muss nur zwischendurch mal Pause machen.
Aber heute habe ich mal wieder Lust auf Bruckner (was auch ein bissel bedingt ist durch die 3. Sinfonie von Herrn Weingartner, die ich heute Mittag anhörte und die mich teils ein bissel an Bruckenr erinnerte)

So höre ich jetzt

Anton Bruckner - Symphony No. 4 in E-flat major, WAB 104 (Haas edition) - Günther Wand - Münchner Philharmoniker

... und muss gestehen, mich hat es direkt im ersten Satz beim Thema gleich zu beginn wieder mitgerissen.
Einzigartige Musik
Maurice inaktiv (16.02.2021, 16:55):
Anton Bruckner - Symphony No. 4 in E-flat major, WAB 104 (Haas edition) - Günther Wand - Münchner Philharmoniker

... und muss gestehen, mich hat es direkt im ersten Satz beim Thema gleich zu beginn wieder mitgerissen.
Einzigartige Musik
Die Aufnahme ist ganz ausgezeichnet !! Nicht schlechter als mit den Berliner Philharmonikern, meiner Meinung nach.
xarddam (16.02.2021, 17:25):
Anton Bruckner - Symphony No. 4 in E-flat major, WAB 104 (Haas edition) - Günther Wand - Münchner Philharmoniker

... und muss gestehen, mich hat es direkt im ersten Satz beim Thema gleich zu beginn wieder mitgerissen.
Einzigartige Musik
Die Aufnahme ist ganz ausgezeichnet !! Nicht schlechter als mit den Berliner Philharmonikern, meiner Meinung nach.
was mir hier -neben der Musik- noch so besonders zusagt ist der (meiner Meinung nach) wirklich exzellente Klang dieser Aufnahme.
Eine wahre Freude da zuzuhören
Philidor (16.02.2021, 17:43):
Hier nun Norwegisches.

Geirr (Nils) Tveitt

A Hundred Hardangar Tunes - Suite Nr. 1
(wie auch immer der Komponist das Werk bezeichnet haben mag)

Klavierkonzert Nr. 4 "Aurora Borealis"

Håvard Gimse, Klavier
Royal Scottish National Orchestra
Bjarte Engeset



Okay ... also, die 100 Volkslied-Bearbeitungen sind prima, um nebenbei E-Mails zu checken. - Aber das KK 4 gilt als ambitionierter, das erweckt vordergründig den Eindruck einer moderneren Tonsprache. Die Gesten sind imho und nach dem ersten Hören aber aus einer wesentlich älteren Musikwelt.

Trotzdem - gar nicht mal so unübel.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (16.02.2021, 18:01):
was mir hier -neben der Musik- noch so besonders zusagt ist der (meiner Meinung nach) wirklich exzellente Klang dieser Aufnahme.
Eine wahre Freude da zuzuhören
Auch da kann ich Dir nur beipflichten. Hast Du die anderen Aufnahmen aus München auch von Günter Wand? Ich ja. Schubert, Brahms, Beethoven und viiiiiiiiiiiiiiel Bruckner !! Ich bin sehr glücklich, dass man dort, in Berlin (mit dem DSO Berlin) und auch in Stuttgart (mit dem RSO Stuttgart) einige Abende mitgeschnitten hatte. Übrigens ist auch seine Einspielung der Carmina Burana mit dem NDR-SO und NDR-Chor, u.a. aus dem 1980-er Jahren noch so eine Einspielung, die nie wirklich bekannt geworden war.
tapeesa (16.02.2021, 18:41):
Darkness Visible - Musik von Philip Grange

Cimmerian Nocturne
Lament of the bow
Variationen für Instrumentalensemble I - III

Gemini, Ian Mitchell
Marcie (16.02.2021, 19:38):
Philidor (16.02.2021, 19:44):
Hier wieder c-Moll.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Staatskapelle Dresden
Giuseppe Sinopoli
Dezember 1994
17:19/15:19/27:53/25:20



Noch eine Aufnahme, die mich rundum überzeugt. Auch bei Sinopoli geschieht vieles aus der Ruhe heraus. Kopfsatz – herrlich. Scherzo – hier hat mich das wunderbar zart entfaltete Trio begeistert. Adagio – hmmm … vielleicht anfangs eine Spur zu kräftig? Überhaupt: Anders als bei Celibidache, wo hinter dem Klang das, „was größer ist als wir“ stets spürbar bleibt, scheint mir Sinopolis Aufnahme deutlich nüchterner gehalten zu sein. Dennoch gibt es schier bestürzende Höhepunkte im Kopfsatz und im Finale. Sehr schlüssig auch die Finalcoda imho.

Insgesamt finde ich die Wiedergabe höchst stringent angelegt. Klanglich finde ich sie ausgezeichnet. Die Dresdener spielen in deutscher Sitzordnung – das Werk mal mit Violinen links und rechts hören zu können, hat was.

Gruß
Philidor

:hello
Andréjo (16.02.2021, 19:58):


Trotzdem - gar nicht mal so unübel.
Das scheint mir der Negation zu viel ... ;)

:hello Wolfgang
Philidor (16.02.2021, 20:01):
Das scheint mir der Negation zu viel ...
Nein, nein, alles ok, es liegt auch keine doppelte bayerische Verneinung vor ... ;)

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (16.02.2021, 21:38):


Charles-Valentin Alkan:

Études dans tous les tons mineur op. 39 Nr. 1-7
3 Morceaux dans le genre pathétique op. 15

Vincenzo Maltempo

Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (16.02.2021, 21:43):



Claude Debussy: Pelleas et Melisande, lyrisches Drama in 5 Tableaus
Melisande: Rachel Yakar
Pelleas: Eric Tappy
Golaud: Philippe Huttenlocher
Genevieve: Jocelyne Taillon
Yniold: Colette Alliot-Lugaz
Arcel: Francois Loup
Orchestre National de lÒpera de Monte Carlo, Armin Jordan
Grüße
Jan :hello
Nun die Akte 3 und 4.
Grüße
Jan :hello
Maurice inaktiv (17.02.2021, 00:07):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.9 AD: März 1990 , Wien

Wiener PO , Leonard Bernstein

Etwa ein halbes Jahr vor seinem Tode am 14.10.1990 war Leonard Bernstein mal wieder in Wien. Dieses Mal mit der Neunten von Anton Bruckner. Ich kenne Bernstein nicht als Bruckner-Dirigenten, aber diese Einspielung wurde mir so ziemlich überall trotz ihrer Patzer ans Herz gelegt. Und ich muss sagen, es war auf der einen Seite ein Gipfelsturm gewesen, und man hat beim Hören den Eindruck, dass sich die Wiener noch mal so richtig für ihn ins Zeug gelegt hatten. Manchmal auch ein wenig zu viel des Guten, aber genau DAS macht den Reiz hier aus. Natürlich ist Bernstein ein völlig anderer Mensch wie etwa Günter Wand, und ich bin mir sicher, dass Wand diese Einspielung so nie freigegeben, geschweige denn, diese Interpretation gebilligt hätte.

Danke für die Empfehlung, auch wenn sie nicht spieltechnisch ganz rund ist. DAS macht aber ein Live-Konzert aus. Man wusste bei Bernstein nie, wohin der Weg gehen würde. Auch das ist ein Qualitätsmerkmal, daran gibt es nichts zu deuten. Ich mag Bernsteins Inbrunst, es ist seine Art des Musizierens: Alles oder Nichts. Danke, Maestro !!
Andréjo (17.02.2021, 00:39):
Das scheint mir der Negation zu viel ...
Nein, nein, alles ok, es liegt auch keine doppelte bayerische Verneinung vor ... ;)
Gruß
Philidor

:hello
?(

Du willst doch ausdrücken, dass die Aufnahme ordentlich war - überraschenderweise vielleicht für Dich. Du bringst aber genau das Gegenteil zum Ausdruck.

Eine bayrische Verneinung würde sowieso anders funktionieren.
Philidor (17.02.2021, 07:35):
Lieber Andéjo!
Du willst doch ausdrücken, dass die Aufnahme ordentlich war
Wie kommst Du darauf? Im Übrigen: Die Aufnahme halte ich tatsächlich für ordentlich, das hast Du völlig Recht. "Die Aufnahme" verstehe ich dabei als die gemeinsame Leistung der Interpreten und der Tontechnik.

Die Musik hat mich nicht so mitgerissen. Gut gemacht, farbig, aber eben auch "gemacht". Ich bin mir allerdings auch nicht hundertprozentig sicher, dass das nicht so ganz auf dem Level von Sibelius oder Per Nørgård ist - das wäre beim ersten Hören vielleicht etwas viel verlangt. Darum die doppelte Verneinung im von Dir zitierten Posting, die ja einerseits (logisch korrekt) die Bejahung bedeuten kann oder eben auch die Verstärkung der Verneinung.

Jetzt musste ich das erklären, sorry ... Witze zu erklären hat etwas Gequältes. Gerne hätte ich die Ambiguität stehen lassen.
überraschenderweise vielleicht für Dich
Nein, leider nicht. Ich fühle mich durchaus von nordischer Musik angezogen, vor allem bisher von Sibelius, Tüür (wenn ich den Esten als Ostseeanrainer mal hinzunehmen darf), Kokkonen und Nørgård. Auch Holmboe fand ich sehr stark. Ansonsten habe ich eben auch viel Enttäuschendes oder sagen wir: weniger Erfüllendes gehört - Melartin, Stenhammar, Rangström, Atterberg, Langgaard (mit wenigen Ausnahmen), Tubin, Nordgren, Sumera, Hillborg und vermutlich ein paar mehr, die ich vergessen habe, waren bisher nicht so die "Bringer" imho.

Das Leben ist halt kurz. Darüber hinaus finde ich es für mich - es ist mir fern, da jemanden belehren zu wollen - sinnvoller und befriedigender, wenige Werke oft zu hören und dabei eventuell ein wenig von der Größe dieser Werke zu erhaschen, als nach Art der Biene mal hier, mal da Nektar zu saugen, letztlich aber wurzellos zu bleiben und nur ganz oberflächliche Eindrücke zu empfangen. Ein Forianer (andernorts) hat mal sinngemäß geschrieben: "Das Differenzierungsvermögen auf dem Niveau von 'gefällt mir' und 'gefällt mir nicht' hat mein anderthalbjähriger Neffe bereits erreicht: Nahrung im Mund schluckt er entweder runter oder spuckt sie wieder aus." Alles, was darüber hinaus geht und eventuell zu einer Verbalisierung führt, die dann auch bei allen möglichen Missverständnissen und Menschlichkeiten etwa in einem Klassikforum kommunizierbar wäre, ist zusätzliche Arbeit, die ich jedoch bereichernd finde und darum anstrebe, was die Möglichkeit des Scheiterns inkludiert. In einem Klassikforum halte ich dieses Verbalisieren auch nicht für völlig deplatziert. Wie gesagt - nur mein Weg. Also, in Abwandlung des alten Witzes von Schneewittchen und den sieben Zwergen, lieber zehnmal Sibelius' Erste als einmal Tubins Zehnte. Zumindest solange, bis ich etwas von Tubins Zehnter kapiere. Und dafür brauche ich wohl noch lange, was ja an meiner Blödheit liegen kann und vermutlich auch liegt.

Insofern hat es mich nun nicht gewundert, dass auch Tveitt leider, leider bis auf Weiteres eventuell kein dauerhaft bereichender Baustein meines kleinen, bescheidenen Hörrepertoires sein wird. Hey - aber ich hab's versucht. Expressis verbis: Ohne Ansehen der Person. Ich gebe mir Mühe. Und ja, die lobenden "offiziellen" Kritiken habe ich auch gelesen, Hurwitz vorneweg.

Von einer Seite, die ich als ziemlich kompetent einschätze, wurde mir die Beschäftigung mit Halvorsen nahegelegt. Gerne lasse ich mich darauf ein, wie ich mich ja auch hier immer wieder gerne inspirieren lasse.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (17.02.2021, 08:58):


Norbert Burgmüller : Sinfonie Nr.1, c-moll, op.2
Hugo Staehle : Sinfonie Nr.1, c-moll

Orchester des Staatstheaters Kassel, Marc Piollet

Huete mal mit zwei Exoten in den Tag. Diese CD hat JPC gerade günstig im Programm drin habe ich gerade gesehen.
Andréjo (17.02.2021, 11:50):
@ Philidor:

Gut - jetzt ist mir alles klar. Und ich finde auch Deine Ausführungen zuletzt interessant, kann sie, zumindest zum größeren Teil, sehr wohl nachvollziehen.

Trotzdem möchte ich noch ein wenig säuerlich reagieren. So verquast, wie Du hier Deine Bedenken artikuliert hast, hat es für den betreffenden Liebhaber etwas Beleidigendes. Jede Form von Litotes übertreibt. Da könntest Du auch gleich vom letzten Dreck schreiben. Das wiederum wolltest Du doch eigentlich überhaupt nicht, wie Du selbst sagst.

Ich bin meinerseits sehr gerne ironisch und manchmal zynisch, habe aber gelernt, in solchen Foren lieber mich selbst zum Ziel dessen zu nehmen. Was ja meist auch berechtigt ist - ich bin nicht die große Nummer vor dem Herrn.

Du verstehst mich schon, denke ich.

Nichts für ungut!

Wolfgang
Andréjo (17.02.2021, 11:54):
@ Sachbezug ganz kurz:

Für mich sind die beiden Tveitt-CDs im Schrank - eine davon ist die zuletzt verlinkte des vierten Klavierkonzerts - hörenswert. Es ist stimmungsvolle Spätestromantik mit einem plüschigen Klaviersatz. Das ist nicht über die Maßen bedeutungsvolle und vor allem keine wegweisende Musik. Aber sie scheint mir gut gemacht. Das mag ich - und dann muss wieder Beethoven ran oder Nörgard oder etwas dazwischen. Kleiner Scherz, das etwas dazwischen.

EDIT: nicht über die Maßen bedeutungsvoll ... verdammt, jetzt bestätige ich mein eigenes Geschwätz am falschen Ort.

Ich revidiere: Es ist keine wirklich bedeutende Musik. Und alles eben für mich - subjektiv kann da jeder widersprechen, objektiv kann ich es mir eigentlich nicht vorstellen ...

Euch allen und besonders tapeesa wünsche ich einen Tag, der sich hinterher gelohnt hat!

Wolfgang
Maurice inaktiv (17.02.2021, 12:09):
Für mich sind die beiden Tveitt-CDs im Schrank - eine davon ist die zuletzt verlinkte - hörenswert. Es ist stimmungsvolle Spätestromantik mit einem plüschigen Klaviersatz. Das ist nicht über die Maßen bedeutungsvolle und vor allem keine wegweisende Musik. Aber sie scheint mir gut gemacht. Das mag ich
Muss Musik denn immer "bedeutungsvoll" sein? Ich persönlich finde die Musik von Geirr Tveitt einnehmend schön und wunderbar anhörbar. Er hat sein musiktechnisches Handwerk verstanden, und da fast alle Werke nicht mehr vorhanden sind - was alleine schon nur eine völlig unvollkommenen Eindruck über den Komponisten hinterlassen würde - daher ist es schwierig, ihn für UNS hier im deutschsprachigen Raum richtig einzuordnen.

Lieber Wolfgang, das geht jetzt überhaupt nicht gegen Dich, doch Dein Zitat hat mir durchaus so gefallen. So kann man das auch meiner Meinung nach stehen lassen. Über die Äußerungen, die vom User Philidor gekommen sind, hast Du Dich genügend ausgelassen, und ich gebe Dir da auch nicht unrecht, denn es war eindeutig abwertend geschrieben, da braucht es auch keine Versuche, sich da wieder mal herauszuwinden.
Andréjo (17.02.2021, 12:23):
Nein, werter Kollege von den Trompeten: Musik muss nicht immer bedeutend sein. Tveitt ist schön und ich habe ihn ein paar Mal gerne gehört - vielleicht nicht hellauf begeistert, aber das ist subjektiv, das kann Tag für Tag sich auch wieder ändern.

Ich wollte keinen anderen Eindruck erwecken und Du scheinst das ja auch nicht anders aufgefasst zu haben. Ich habe versucht, Tveitt einzuordnen, so gut ich das als engagierter Laie kann. Dann kann ich aber natürlich nicht ernsthaft schreiben, dass er wegweisende und bedeutende Musik geschrieben hat. Das wäre ja Quatsch.

Auch sonst hast Du wohl Recht. Aber da will ich mich zurückhalten jetzt.
Andréjo (17.02.2021, 12:46):
Jetzt wird's völlig außertopisch, aber das kann ja auch der Sinn eine eigentlich wertneutralen Fadens sein, der Was höre ich gerade jetzt heißt. Ansonsten bitte ich um Verschiebung, weiß aber nicht recht, wohin und wie.

Mir ist mittlerweile etwas anderes viel verhasster:

Ich mach's am Beispiel: Du hast geschrieben, Maurice André II , dass Du mit den Sinfonien von Humphrey Searle einst nicht viel anfangen konntest. Es ist eine Zeitfrage, wenn man sie deswegen erst mal oder überhaupt ruhen lässt. (Letzteres hast Du vielleicht nicht geschrieben, ich deute das mal hinein.)

Ich habe diese Searle-Sinfonien mir kürzlich zum zweiten Mal angehört und mich ein wenig informiert. Es sind harte Brocken und da kam nicht die Begeisterung auf - wie beispielsweise im Moment bei dem durchaus avantgardistischen, aber eben hoch interessanten und vor allem klanglich ungemein reizvollen Violinkonzert von Heinz Holliger. Und doch: Ich bereue nichts, denn da gibt es stilistisch eben doch intellektuell Reizvolles in dieser Musik, eben doch Stimmiges und eine Qual ist es für mich ohnehin nicht.

Du hast nicht gesagt, dass diese Musik ungenießbar sei ,Punkt, Du hast nicht einmal gesagt, dass sie für Dich "ungenießbar" sei. Du hast gesagt, dass Du nichts mit ihr anfangen konntest und der Tag nur 36 Stunden hat. (Das deute ich jetzt wieder hinein, ich weiß ...).

Das ist der feine große Unterschied.

Denn es gibt Foristen aaO, die sofort dabei sind im verallgemeinerden Pauschalstil von ungenießbar etc. Da Du weißt, wen ich meine und der Kerl mir früher keineswegs unsympathisch war, möchte ich es bei dieser Andeutung belassen. Solche "ungenießbaren" Klänge haben mich manchmal schon begeistert. Ich finde ein solches Verhalten noch kränkender, als wenn eine Musik als nur unbedeutend hingestellt wird, die mich vollauf überzeugt. Es mag schwer sein, wenn man Experte ist oder sich für einen solchen hält, zuzustimmen, wenn andere etwas wirklich Schwaches für bedeutend halten, aber das Gegenteil halte ich für unangenehmer und für respektloser - um nicht ein schrofferes Attribut zu verwenden. Denn im letzteren Fall könnte ich nun wirklich schweigen, wenn ich nichts zu sagen habe.

Habe ich schon gesagt, dass ich mit Barockopern bisher nichts anfangen kann und dass ich das Gefühl habe. Dafür felt mir leider die Zeit. :A :D

Aber jetzt ist Schluss von meiner Seite!

:) Wolfgang
Philidor (17.02.2021, 13:04):
Trotzdem möchte ich noch ein wenig säuerlich reagieren.
Nur zu - aber: Es ist Deine Entscheidung, mit welcher Emotion Du reagierst ... ;)
So verquast, wie Du hier Deine Bedenken artikuliert hast, hat es für den betreffenden Liebhaber etwas Beleidigendes.
Wenn das der Maßstab wäre, dann wäre die Funktion eines Klassikforums aus meiner Sicht pervertiert.

Wir reden doch über die Sache, nicht über Personen, nicht wahr?

Wenn ich schreiben würde, dass Karajans Aufnahme von Bachs h-Moll-Messe mir ziemlich gegen den Strich ginge, dann möchte ich das sagen dürfen. Auf Wunsch begründe ich das gerne auch, z. B. viel zu großer Chor, zu viel Vibrato im Chorklang, zu viel Legato usw. usf.

Das Problem entsteht doch (aus meiner Sicht) nur dann. wenn jemand das Thema personal versteht. Also: "Wer Karajans Aufnahme der h-Moll-Messe nicht gut findet, der beleidigt mich! Und überhaupt hat der vermutlich auch überhaupt keine Ahnung, weil jeder wahre Kenner selbstverständlich genau dieselbe Meinung haben muss wie ich!"

EIn Prominenter (weiß nicht mehr, wer) sagte mal, Demokratie und Menschenrechte finden genau dann statt, wenn man sagen darf, 2 x 2 = 4, ohne deswegen eingesperrt zu werden. Der Rest ergibt sich dann automatisch. - Ich möchte ergänzen: Es gehört auch dazu, dass ich sagen darf "Schokoladenpudding schmeckt mir nicht", ohne deswegen eingesperrt zu werden.

Was passiert, wenn man eine Diskussion über Dinge zur Diskussion über Menschen und/oder Gruppen macht, sieht man in den USA. Schließlich erstürmt eine tumbe Menge das Herz der US-amerikanischen Demokratie. Da wird nicht mehr um des Erkenntnisgewinns willen gestritten, sondern um zu polarisieren. Dann gibt es "likes" oder auch nicht, und es gibt anonymisierte, abfällige Bemerkungen oder gleich Hasstiraden in den einschlägigen Foren.

Ich sage nicht, dass das hier stattgefunden hätte, aber ich sage, dass ich das nicht brauche.
Da könntest Du auch gleich vom letzten Dreck schreiben.
Mache ich ausdrücklich nicht! Siehe nächster Beitrag:
Das ist nicht über die Maßen bedeutungsvolle und vor allem keine wegweisende Musik. Aber sie scheint mir gut gemacht.
Das kann ich so unterschreiben, und die Formulierung "gut gemacht" habe ich auch selbst verwendet. Das hast Du sicher auch gelesen.

Ich meine, dass wir uns dann weiterentwicklen, wenn wir Standpunkte zur Sache austauschen und diese auch begründen. Wenn wir auf dem Differenzierungsgrad "gefällt mir"/"gefällt mir nicht" bleiben würden, dann fände genau das nicht statt. Das fände ich schade. Jede(r) weiß etwas, jede(r) hört etwas, jede(r) hat etwas anders gelagerte Wahrnehmungen derselben Aufnahmen. Wenn alle ihr Wissen und ihre Hörerfahrungen zusammentragen, können wir alle nur profitieren. Wie wäre es, wenn einer, der sich beleidigt fühlen könnte, stattdessen mal helfend und hinweisend auftreten würde und würde sagen: "Ich verstehe, dass Dir das nicht so gut gefällt. Aber hast Du mal die tolle Orchestrierung bei der Stelle vor der Reprise gehört? Dafür würde ich glatt den ganzen Webern hergeben ..." Das wäre aus meiner Sicht eine der bestmöglichen Funktionen eines solchen Klassikforums.

Die Alternative wäre es, nach dem Muster "Er hat Jehova gesagt! Schlagt ihn tot!" vorzugehen und eine eigene judäische Volksfront zu gründen (oder war's die Volksfront von Judääa? ;) ). Vielleicht ist es möglich, die Erkenntnis wieder zu gewinnen, dass die judäische Volksfront und die Volksfront von Judäa irgendwann mal dasselbe wollten.

Dazu gehört aber auch. dass man fake news beim Namen nennen darf (der Ton macht da wohl die Musik). Siehe oben: Wenn ich sagen darf "2 x 2 = 4", dann darf ich auch widersprechen, wenn jemand "2 x 2 = 5" sagt. Und solange wir dabei über die Sache sprechen und niemand beleidigt ist, wenn man sagt "2 x 2 = 5 ist falsch", dann könnte das mMn auch funktionieren.

Zurück zu Deinem Einwand "das hat für Liebhaber etwas Beleidigendes" - ja eben gerade nicht, solange alle bereit sind, über die Sache zu sprechen.

Celibidache sagte mal sinngemäß, dass das Adagio von Bruckners Achter uns lehre, dass unser Ego überhaupt keine Rolle spielt. (Ich finde die Stelle leider gerade nicht.) Ich will das nicht zu einem universell geltenden Lehrsatz erheben, aber manchmal meine ich, es könne sich lohnen, darüber nachzudenken. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.

Ich schlage Dir vor, das Thema einfach nicht so hoch zu hängen.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (17.02.2021, 13:29):
Ich wollte keinen anderen Eindruck erwecken und Du scheinst das ja auch nicht anders aufgefasst zu haben. Ich habe versucht, Tveitt einzuordnen, so gut ich das als engagierter Laie kann. Dann kann ich aber natürlich nicht ernsthaft schreiben, dass er wegweisende und bedeutende Musik geschrieben hat. Das wäre ja Quatsch.
Ich kann Deine Meinung ja nachvollziehen, daher passt das schon so.


Mir ist mittlerweile etwas anderes viel verhasster:

Ich mach's am Beispiel: Du hast geschrieben, Maurice André II , dass Du mit den Sinfonien von Humphrey Searle einst nicht viel anfangen konntest. Es ist eine Zeitfrage, wenn man sie deswegen erst mal oder überhaupt ruhen lässt. (Letzteres hast Du vielleicht nicht geschrieben, ich deute das mal hinein.)

Ich habe diese Searle-Sinfonien mir kürzlich zum zweiten Mal angehört und mich ein wenig informiert. Es sind harte Brocken und da kam nicht die Begeisterung auf - wie beispielsweise im Moment bei dem durchaus avantgardistischen, aber eben hoch interessanten und vor allem klanglich ungemein reizvollen Violinkonzert von Heinz Holliger. Und doch: Ich bereue nichts, denn da gibt es stilistisch eben doch intellektuell Reizvolles in dieser Musik, eben doch Stimmiges und eine Qual ist es für mich ohnehin nicht.

Du hast nicht gesagt, dass diese Musik ungenießbar sei ,Punkt, Du hast nicht einmal gesagt, dass sie für Dich "ungenießbar" sei. Du hast gesagt, dass Du nichts mit ihr anfangen konntest und der Tag nur 36 Stunden hat. (Das deute ich jetzt wieder hinein, ich weiß ...).

Das ist der feine große Unterschied.
Nun, man hat nicht unbedingt zu einer bestimmten Zeit die Ohren für solche Musik. Ich weiß nicht einmal, ob es eine "richtige Zeit" für sowas gibt, denn jeder Hörer hat eine gewisse Richtung, die er/sie bevorzugt zu hören. Manchmal grundsätzlich, manchmal situationsbedingt, aber auch, weil man selbst noch nicht so weit ist mit dem Hörern und Wahrnehmen dieser Art von Musik. Und mir sind andere Werke einfach "interessanter" als eben Searle, auch wenn diese vermutlich nicht schlechter oder "besser" sind als die schwerer zu verdauenden Searle-Brocken.

Mir müsste eigentlich Allan Pettersson liegen. Also kaufte ich mir damals mal einen Teil der Sinfonien. Doch ich war damit schlicht und einfach völlig überfordert und ratlos gewesen. Sie waren mir zu deprimierend und verstörend gewesen. Das könnte ich selbst heute noch nicht verarbeiten. Daher verurteile ich nicht diesen Komponisten, sondern lasse ihn für MICH PRSÖNLICH ruhen. Die CDs habe ich verkauft, vielleicht konnte ich damit einen anderen Menschen mit beglücken.

Musik kann manchmal so einfach sein. Um dann, im gleichen Augenblick, wieder genau die andere Seite aufzeigen. Ich gebe mal ein Beispiel dazu: Jeder Mensch wird in seinem Leben mal "What a wonderful World" gehört haben, was Louis Armstrong weltweit bekannt gemacht hatte 1967. Es ist im Grunde ein recht banaler Song, doch er ergreift immer wieder die Menschen - und sogar die Musiker, die das Stück mal wieder spielen (müssen/dürfen). Es ist ein Stück, was irgendwie nahe am Wasser gebaut ist, und die Menschen gerade in schweren Zeiten eine gewisse Art von Trost zukommen lässt. Spieltechnisch gesehen, ist das Stück recht schlicht gehalten. Ähnlich ist die Wirkung bei "Hello, Dolly!". Doch es ist ein eher "fröhliches" Stück, während das andere Stück mehr zum Nachdenken und zur Melancholie neigt. Beide Stücke wurden Welthits, und jeder Komponist würde nur zu gerne so einen Hit schreiben.

Komponisten wie Tveitt, Searle, Pettersson juckt das Alles überhaupt nicht. Sie schreiben nicht um zu gefallen. Der Ansatz ist ein völlig anderer. Und doch würde man die beiden Welthits, was die Qualität angeht, verreißen, während man das bei Searle, etc. sicher nicht täte. Oje, jetzt werden sie mich wieder zitieren und Gegenpostings veranstalten. Die Menschen können sehr seltsam sein, gerade in ihren Reaktionen. Man kann das natürlich gerade in Foren wie diesem ja täglich feststellen. Der Weg vom Menschen zum Troll ist auch hier hin und wieder sehr kurz.
Maurice inaktiv (17.02.2021, 13:54):
So, wieder zurück zum eigentlichen Thread:



Anton Bruckner : Sinfonie Nr.8 (Version 1884-1887)

Brucknerorchester Linz, Dennis Russell Davies

Arte Nova machte, nachdem der Bruckner-Zyklus mit Stanislav Skrowaczewski mit zu Oehms gewandert war, erneut eine GA der Bruckner-Sinfonien. Dieses Mal mit dem fast schon naheliegenden Brucknerorchester aus Linz und seinem damaligen Chefdirigenten Dennis Russell Davies. Davies, den viele Hörer vor allem mit zeitgenössischer Musik (etwa Philip Glass) kennen dürften, hat aber nicht nur hier bereits seine vorzügliche Eignung auch für die Welt der Romantik/Spätromantik bewiesen. Leider erreichte dieser Zyklus nie die gleiche Begeisterung wie jener von Skrowaczewski, aber qualitativ steht er absolut nicht dahinter.

Diese "Achte" ist ein weiteres Juwel dieser Reihe. Hier in der weitaus seltener gespielten "Urfassung" von 1884-1887, also nicht in der Novak-Fassung von 1890.
Andréjo (17.02.2021, 15:29):
Lieber Maurice - auch was Du jetzt noch geschrieben hast, sehe ich ganz genauso. Pettersson spricht mich oft ungemein an, gleich, ob ich gut drauf bin oder schlecht, aber auch nicht immer, und das ist dann eben etwas Subjektives. Über die objektive Qualität dieser Musik zu urteilen - sollte das möglich sein - fällt mir schwer. Da sind Längen, da ist Gestrüpp, da ist gewiss auch eine besonders intensive Verknüpfung zwischen Werk und Autor. Und da ist - über mein persönliches Urteil hinaus - vor allem eine bemerkenswerte Rezeption, die sich nicht im luftleeren Raum abspielen kann.

Louis Armstrong und seine wundervolle Welt. Diese Erfahrung kenne ich ebenso. Am Klavier habe ich unseren Dorfchor begleitet. Keine Widerrede auch von daher.
Andréjo (17.02.2021, 16:48):
Werter Philidor: Ja, so hoch sollte und wollte ich das Thema auch gar nicht hängen. Insofern bin ich bei Dir!

Mittlerweile gibt es ja noch mehr Off-Topisches hier, für das ich mitverantwortlich zeichne. :P

Geschmacksurteile ohne jedes weitere erläuternde Wort sind sinnlos oder bewegen sich im schlechteren Fall auf dem Niveau von für den normalen Musikhörer ungenießbarem Zeug - und mit diesem Quasi-Zitat bewege ich mich sowohl auf der Objekt- wie auf der Metaebene :D ;( . Ansonsten macht der Ton die Musik - der sollte freundlich sein, nicht herablassend. Ich denke, dass wir uns auch alle darum bemühen. Die beiden großen Parallelforen sind da in der Tat ein klein wenig diffiziler - was wohl auch an ihrer Größe liegt.

Lasst uns daher Alldiesbezüglichem zum Trotze in Frieden auseinandergehen!

:) Wolfgang
Philidor (17.02.2021, 16:58):
Lasst uns daher Alldiesbezüglichem zum Trotze in Frieden auseinandergehen!
Pax tibicum.

Ite missa est.

Kantaten zum Aschermittwoch hat der selige Bach m. W. nicht komponiert, doch zum dies cinerum mag auch eine Kantate über einen Bußtext angemessen sein.

J. S. Bach: "Aus der Tieffen rufe ich, Herr, zu Dir" BWV 131

Katharine Fuge, Carlos Mena, Hans Jörg Mammel, Stephan MacLeod
Ricercar Consort
Philippe Pierlot



By the way eine imho sehr hörenswerte Aufnahme in solistischer Vokal-Besetzung dieses Frühwerks aus 1707/08. Klar, lebendig, fein differenziert artikuliert, dabei nie angestrengt.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.02.2021, 17:30):
Geschmacksurteile ohne jedes weitere erläuternde Wort sind sinnlos oder bewegen sich im schlechteren Fall auf dem Niveau von für den normalen Musikhörer ungenießbarem Zeug - und mit diesem Quasi-Zitat bewege ich mich sowohl auf der Objekt- wie auf der Metaebene .
Metaebene? Du meinst, der Satz "Geschmacksurteile ohne ... sind sinnlos" sei auf sich selbst anwendbar? :D
für den normalen Musikhörer
Gefährlicher Begriff ... wer ist denn "normal"? Und wer legt das fest? ;( Muss man mit den nicht-Normalen anders umgehen ...? Weia.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.02.2021, 19:45):
Nun wieder Bruckner 8.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Fassung 1890, Nowak-Ausgabe

Berliner Philharmoniker
Nikolaus Harnoncourt
Live Berliner Philharmonie April 2000
16:25/14:19/27:22/24:32



Und? Was hat der Niki bei DIESEM Ausnahmewerk anders gemacht als alle anderen? Hm ... gar nicht so viel ... hier eine ungewohnte Artikulation, dort eine ungewohnte Phrasierung ... eigentlich ist das eine ziemlich normale Aufnahme. Was bei Harnoncourt eventuell schon wieder exotisch ist. Aber alleine die Tempi ... in den ersten drei Sätzen bis auf wenige Sekunden identisch mit Celi in Stuttgart ... nur im Finale, da ist Niki anderthalb Minuten schneller.

So weit, so gut. Mir hat schon bisweilen das "Boah" gefehlt, was den ganzen Bruckner eigentlich ausmacht. (Jedenfalls für mich zu einem großen Teil.) EIne eher nüchterne Angelegenheit. Schade eigentlich.

Gruß
Philidor

:hello
Andréjo (17.02.2021, 21:14):
für den normalen Musikhörer
Gefährlicher Begriff ... wer ist denn "normal"? Und wer legt das fest? ;( Muss man mit den nicht-Normalen anders umgehen ...? Weia.
:D Du weißt doch ganz genau, wer mit solchen Begriffen wie "normaler Musikhörer" hausieren geht ... Weiter ausführen will ich hier in der Tat nicht. Oder nötigenfalls per PN, aber diese Not dürfte nicht gegeben sein für Dich.

Objektebene: moderne, "ungenießbare" Musik (= Quasi-Zitat)
Metaebene: ungenießbar zu lesende Nicht-Argumentation

Aber gut - vielleicht habe ich mich denn doch zu finster-verwaschen ausgedrückt. Das übliche Problem der hier von uns zwangsläufig praktizierten Kommunizierweise.

Weia kenne ich nur von Wagner, Richard.

:hello Wolfgang
Philidor (17.02.2021, 21:17):
Du weißt doch ganz genau, wer mit solchen Begriffen wie "normal" in jenem anderen Forum hausieren geht. Ich nicht!
Jessas ... ja, momentan fällt es mir schwer, Ironie zu erkennen. Sorry! :beer

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (17.02.2021, 22:01):

Hier nun der letzte Akt meines Pelleas.
Grüße
Jan :hello
Sfantu (17.02.2021, 22:17):
Lieber Jan,

schildere doch bitte, wenn Du magst, "nach getaner Arbeit" ein paar Eindrücke von Deinem Pelléas. Über die Aufnahme und/oder das Stück an sich. Findest Du z. B., daß diese Oper sich nahtlos in das Gesamtwerk einfügt, also ein typischer Debussy ist?
Jetzt, wo Deine Sinne geschärft, quasi "debussiert" sind.

Herzlichst,
Sfantu
Maurice inaktiv (17.02.2021, 23:08):


Antonin Dvorak ; Slawische Tänze, op. 46 & 72

Slowakische Philharmonie Braislava , Zdenek Kosler

Kosler (1928-1995) war Schüler von keinem geringeren als Karel Ancerl gewesen. Er gewann (mit dem jungen Sergiu Comissiona) den internationalen Wettbewerb von Besancon 1959 und 1964 den Dimitri Mitroupolos Wettbewerb in New York (mit Caudio Abbado und dem mir völlig unbekannten Pedro Ignacio Calderon).

Bereits 1948 begann er am Prager Nationaltheater als Korrepetitor 1949 ging er an die Oper von Olmütz. 1962-1964 am Theater von Ostrava, 1965 ging er als Musikdirektor an die Komische Oper Berlin, war dann sehr viele Jahre zweiter Dirigent der Tschechischen Philharmonie in Prag, ab 1971 Chefdirigent an der Slowakischen Oper Bratislava und dazu 1980-1984 Chefdirigent des Prager Nationaltheaters.

Er galt auch als recht erfolgreich im Ausland, etwa in Wien (wo er alle Sinfonien Dvoraks aufführte). Er zog sich 1992 aus seinen Ämtern in den verdienten Ruhestand zurück.

Ich bin gerade eher "dvorakisiert" und das ohne Böhmische Knödeln mit Sauerkraut. :D Mal schauen, ob ich noch ein paar seiner Sinfonischen Dichtungen hören kann, oder die Müdigkeit gewinnen wird.
Maurice inaktiv (18.02.2021, 01:49):


Josef Suk : Serende für Streciher, Es-Dur, op. 6 AD, 1990
Antonin Dvorak : Serenade für Streicher, Es-Dur, op. 22

Capella Istropolitana , Jaroslav Krecek

Beide Werke bekommt man nur selten zu hören. Hier wurden sie ganz wunderbar eingespielt. Auch klangtechnisch wurde das Ganze sehr gut eingefangen. Für Naxos in der eher frühen Phase ein echtes Highlight.
Maurice inaktiv (18.02.2021, 09:35):

Johann Wenzel Kalliwoda : Sinfonie Nr.3, Variationen für Klarinette und Orchester, Konzertrondo für Horn und Orchester, Ouvertüre Nr.12

Hamburger Symphoniker , Johannes Moesus + Dieter Klöcker (Klarinette) & Radovan Vlatkovic (Horn)

Die Sinfonien Nr.2,4,5 und 7 wurden von CPO veröffentlicht, Die Nr.1 (plus dem Violinkonzert) auf Carus mit Frieder Bernius am Pult, die Nr.3 hier auf Dabringhaus&Grimm, die Nr.5&6 ebenfalls mit Bernius auf Orfeo. Das Violinkonzert auch noch bei CPO. Es stehen also Einspielungen zur Verfügung. Dazu kommen noch diverse Kammermusikwerke und auch die "Variationen für Fagott und Orchester auf Naxos. Doch da wäre noch viel Luft nach Oben, meiner Meinung nach.

Hier jedenfalls hat man eine gelungene CD veröffentlicht. Da hätte gerne noch mehr kommen können. Schade.
Maurice inaktiv (18.02.2021, 10:04):


Robert Schumann : Die "Zwickauer Sinfonie" & diverse Ouvertüren

Robert-Schumann-Philharmonie , Frank Beermann

Das Fragment der frühen Sinfonie wurde hier in Ersteinspielung nach der quellenkritischen Neuausgabe von Matthias Wendt eingespielt.

Eine kleine Empfehlung auch für die GA der Sinfonien bei CPO der Schumann-Sinfonien unter Simon Gaudenz.
Andréjo (18.02.2021, 11:15):
Gaudenz mit Schumann ist verblüffend gut gelungen - das wollte ich nur bestätigen. Dabei hatte ich mich vor dieser Anschaffung eigentlich mit seinen Sinfonien ein wenig überhört und keine Lust mehr darauf.

:thumbup:
Maurice inaktiv (18.02.2021, 11:26):
Gaudenz mit Schumann ist verblüffend gut gelungen - das wollte ich nur bestätigen. Dabei hatte ich mich vor dieser Anschaffung eigentlich mit seine Sinfonien ein wenig überhört und keine Lust mehr darauf
Japp. Danke für die positive Rückmeldung. Die Einspielungen sind wirklich total frisch, kaum zu glauben, man muss sie einfach gehört haben.

:down :down :down
Jan Van Karajan (18.02.2021, 12:05):
Lieber Jan,

schildere doch bitte, wenn Du magst, "nach getaner Arbeit" ein paar Eindrücke von Deinem Pelléas. Über die Aufnahme und/oder das Stück an sich. Findest Du z. B., daß diese Oper sich nahtlos in das Gesamtwerk einfügt, also ein typischer Debussy ist?
Jetzt, wo Deine Sinne geschärft, quasi "debussiert" sind.

Herzlichst,
Sfantu
Zunächst muss ich sagen: Musikalische Analysen kann ich aufgrund mangelnder Kenntnisse in der Musiktheorie nicht abgeben :D . Alles, was ich dazu sagen kann, ist rein subjektiv.
Ich merke, dass der Pelleas sich klar von Debussys anderen Werken abgrenzt, schon allein durch seine Dauer. Ich weiß zudem, dass Debussy den Text mit sehr viel Bedacht wählte, nur leider fehlt in der Box das Libretto. Das fand ich schade, da der Text mir häufig hilft, Zugang zu Opern zu finden, damit tue ich mich nämlich schwer, bisher habe ich nur eher wenige Opern vollständig gehört (Tosca, Rosenkavalier, Norma, Rigoletto, Boheme, Salome und Teile anderer Opern). Der Pelleas hat mir aber tatsächlich ganz gut gefallen. Gute Sänger, und die Orchestrationen von Debussy fand ich von Anfang an toll :times10 . Musikalisch bildet die Oper alle Facetten von Debussys Stil ab. Lyrik, Gebrochenheit und eine gewisse Nähe zu der Tonsprache Skrjabins habe ich alles entdecken können. Also ein ungeheuer vielfältiges Werk :) .
Grüße
Jan :hello
Sfantu (18.02.2021, 18:09):
Zunächst muss ich sagen: Musikalische Analysen kann ich aufgrund mangelnder Kenntnisse in der Musiktheorie nicht abgeben . Alles, was ich dazu sagen kann, ist rein subjektiv.
Wenn Du es so beschreibst, wie Du es subjektiv empfindest, ist es doch perfekt. Nichts Anderes tue ich z. B., da ich mich mit Analysen ebenfalls schwer tue. Das Wesen der Musik erfaßt Du ohnehin zuerst mit dem Herzen, erst in zweiter Linie über die Ratio.
Danke jedenfalls für Deine Eindrücke.
Den Text könnte ich Dir abfotografieren, wenn Du möchtest.

Gruß,
Sfantu
Jan Van Karajan (18.02.2021, 18:39):
Recht herzlichen Dank, lieber Sfantu :) . Im Moment ist das nicht nötig, aber vielen Dank für dein Angebot, sehr nett von dir :) . Es wird wahrscheinlich noch eine Weile dauern, bis das Werk wieder den Weg in meinen Player findet :) . Jetzt bin ich opernmäßig erstmal gesättigt für eine Weile :D .
Trotzdem vielen Dank :)
Grüße
Jan :hello
Jan Van Karajan (18.02.2021, 19:29):
Nun wieder edelste Kammermusik:

Johannes Brahms: Trio für Klavier, Violine und Horn in Es-Dur, op. 40

Tamas Vasary, Klavier

Thomas Brandis, Violine

Norbert Hauptmann, Horn

Ich finde, dass das Horn hier ganz hervorragend zur Geltung kommt, vor allem im Andante. In der Kammermusik scheint das Horn ja nicht so zahlreich vertreten zu sein wie zum Beispiel die Klarinette. Ich finde allerdings, dass das Horn, das Ensemble hier sehr bereichert.

Grüße

Jan :hello
Marcie (18.02.2021, 19:42):
Seit langer Zeit mal wieder die 8. Sinfonie aus diesem beeindruckenden Set:
Jan Van Karajan (18.02.2021, 22:19):
Vom Horn zur Klarinette:

Johannes Brahms: Klarinettenquintett in h-moll, op. 115

David Shifrin, Klarinette

Emerson String Quartet

Grüße

Jan :hello
tapeesa (19.02.2021, 09:13):
aus "open score":
Donnacha Dennehy - A Fatal Optimist
Alexander Campkin - Counting my Numberless Fingers
Howard Jones - The Illusion of Progress
London Sinfonietta, Gregory Rose

Betsy Schramm -

Arrays of Light * (I. Altair, II. Orion, III. Algol) /
Light Excelleth Darkness * (I. Light Excelleth Darkness, II. Crucible, III. Fair as the moon, clear as the sun)
JeongSoo Kim (Klavier) /
Transformations * (I. Paired Metamorphosis, II. Undulating Waves, III. Clarion Calls, IV. Dawn Echoes, V. Air, VI. Tangled, VII. Hommage à Hindemith)
David Gauger II (Trompete) /
Illusions of the Masque *
Lev Garber (Trompete), Kathryn Swope (Horn), Ian Fitzwater (Posaune), Jason Lyons (Tuba)

* Mark Ponzo (Trompete)
Maurice inaktiv (19.02.2021, 10:07):


Robert Fuchs : Sinfonien Nr.1 & 2 : WDR-SO Köln , Karl-Heinz Steffens

Robert Fuchs (1847-1927) dürfte wohl einer der wichtigsten Lehrer gewesen sein damals in Wien. Er selbst war u.a. einer der wenigen Schüler von Anton Bruckner, aber auch von Felix Otto Dessoff.. Zu seinen Schülern gehörten u.a. Erich Wolfgang Korngold, Erkki Melartin, Gustav Mahler, Franz Schmidt, Franz Schreker, Richard Strauss, Robert Stolz, Jean Sibelius, Hgo Wolf, Alexander von Zemlinsky und Richard Heuberger.

Fuchs selbst schrieb drei Sinfonien, zwei Opern, fünf Orchesterserenaden, ein Klavierkonzert, div. Kammermusiken, Leider und Orgelwerke.
Maurice inaktiv (19.02.2021, 11:27):


Ernst Rudorff : Sinfonie Nr.3, op. 50, h-moll & Variationen über ein eigenes Thema, op. 24

Bochumer Symphoniker , Frank Beermann

Ernst Rudorff (1840-1916) wurde in Berlin geboren. Ersten Klavierunterricht erhielt er von seiner Patentante, die wiederum das Patenkind Carl Maria von Webers war. Außerdem war sie eine gute Freundin von Clara Schumann. Da sieht man, wie eng manche Familien miteinander verbunden waren. Rudorff wurde ab dem 10.Lebensjahr von Woldemar Bargiel im Klavierspiel unterrichtet. Auch Clara Schumann gab ihm einige Stunden. Beide sollten eng befreundet bleiben, die mit 200 Briefen verbürgt ist.

Rudorff studierte später in Leipzig bei u.a. Ignaz Moscheles, Carl Reinecke und Moritz Hauptmann. Er gründete später in Berlin eine Musikgesellschaft, und leitete vier Tage nach Gründung der Berliner Philharmoniker erstmals dieses heutige Eliteorchester. 1880-1890 leitete er den Stern'schen Gesangverein als Nachfolger Max Bruchs.

Beriets 1865 wurde er Lehrer in Köln, 1869 wurde er Professor für Klavier und Orgel an der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin-Charlottenburg. Dort sollte er bis zu seiner Pensionierung 1910 bleiben.

Rudorff schrieb drei Sinfonien, zwei Serendaden, jeweils eine Romanze für Violine und Cello, weitere Orchesterwerke, aber auch viele Chorwerke, Werke für Klavier und Gesang und Klavier. Dagegen schrieb er nur ein Streichsextett, keine weitere Kammermusik.

Neben der Musik war der Naturschutz seine weitere große Leidenschaft.

Der Dirigent Frank Beermann ist inzwischen längst so etwas wie der "neue Hausdirigent" bei CPO geworden. Hier quasi Nachfolger von Werner Andreas Albert (1935-2019), der sonst in früheren Jahren sowas wie die "Allzweckwaffe" bei CPO war (etwa Hindemith, Korngold, Pfitzner, Siegfried Wagner, Richard Wetz, Benjamin Frankel).

Beermann kann man aber auch mit Werken von von Reznicek, Pfitzner, von Herzogenberg, Otto Nicolai, Fesca, Schumann, Lehar und Goldmark, und bei Arte Nova mit den Klavierkonzerten von Mozart mit dem Pianisten Matthias Kirschnereit "hören".
Amonasro (19.02.2021, 13:04):


Luigi Cherubini/François-Benoît Hoffman: Medea

Medea - Maria Callas
Glauce - Renata Scotto
Neris - Miriam Pirazzini
Giasone - Mirto Picchi
Creonte - Giuseppe Modesti
Prima ancella - Lidia Morimpietri
Seconda ancella - Elvira Galassi
Capo delle guardie - Alfredo Giacomotti

Coro e Orchestra del Teatro alla Scala di Milano, Tullio Serafin

Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (19.02.2021, 14:22):


Havergal Brian : Sinfonien Nr.31, 7 & The Tinker's Wedding AD: 1987

Royal Liverpool PO, Sir Charles Mackerras

Ich kann mit dem Orchester aus Liverpool mehr anfangen als mit dem dortigen Fußballclub. Allerdings werde ich mich mit dem sperrigen Werken Brians immer schwer tun. Immerhin bin ich mit diesen Einspielungen zurecht gekommen. Das lag wohl auch an dem exzellenten Orchester unter dem ebenso ausgezeichneten Sir Charles Mackerras.

In der 7.Sinfonie sind wirklich viele, sehr farbreiche Kontraste vorhanden, etwa die Schlagwerkeinleitung, oder das fanfarenartige Motiv, als ob man an die Ritterburgen des Mittelalters in England erinnern wollte. Auch die Aufnahmetechnik bei der EMI hat hervorragende Arbeit geliefert.
Jan Van Karajan (19.02.2021, 14:26):
Nun der letzte Teil meiner Reise durch das Werk von Debussy:

Claude Debussy: Le Martyre de saint Sebastien (ohne Sprechrollen)

Marc: Rita Gorr

Marcellien: Solange Michel

La Voix de la Vierge Erigone: Martha Angelici

Vox Coelestis: Mattiwilda Dobbs

ONRF, Andre Cluytens

Ziemlich schnell abgebrochen, da mir die Sprechrollen zu viel Raum eingenommen haben. Werde wahrscheinlich mal versuchen, ein Textbuch aufzutreiben. Vielleicht geht es ja dann. Ich wechsle dann mal zu den symphonischen Auszügen unter James Conlon.

Grüße

Jan :hello
Andréjo (19.02.2021, 14:37):
Ein seltsamer Stoff - schwüle Verquickung von Religiosität, Masochismus und Sexualität. Also schon interessant für den ehemaligen Deutschlehrer. Eben typischer literarischer Jugendstil, der hier genauso charakteristisch musikalisch umgesetzt wird.

Wirklich eingestiegen in die Materie bin ich noch nicht.

Ich höre eigentlich nur die (oder eine der) Orchestersuite(n) daraus, aber das sehr gerne. Sollte es Dir ähnlich ergehen, Jan, brauchst Du Dir wahrlich nichts zu denken - da bin ich mir sicher.

:) Wolfgang
Jan Van Karajan (19.02.2021, 14:43):
Die Orchestersuite läuft ja gerade hier :) . Sehr schön, Debussy eben :D . Den Stoff an sich finde ich auch sehr interessant, aber da der Text vollkommen fehlt, kann man den halt nicht sonderlich gut mitverfolgen. Das Stück soll ja den Kaiser teilweise angeblich als Liebhaber von Sebastien darstellen. Doch um das mal zu untersuchen, müsste ich mir erst den Text anschaffen :D . Wenn ich so weiter mache, hab ich bald vor lauter Tonträgern keinen Platz mehr :D .
Grüße
Jan :hello
Maurice inaktiv (19.02.2021, 14:47):
Wenn ich so weiter mache, hab ich bald vor lauter Tonträgern keinen Platz mehr
Ich sehe schon Du bist für solche Foren bestens geeignet. Weiter so, wir sind sehr stolz auf Dich. :beer
Jan Van Karajan (19.02.2021, 14:50):
Dankesehr :D . Und die Bücher kommen dann noch dazu :D
Maurice inaktiv (19.02.2021, 14:52):
Dankesehr . Und die Bücher kommen dann noch dazu
Das gibt jetzt aber keinen Bonuspunkt. :D
Nicolas_Aine (19.02.2021, 14:55):
ich bin grad am CD Regal bestellen, falls Du Tipps brauchst… :P
Jan Van Karajan (19.02.2021, 14:57):
Und wenn es Bücher zum Thema des Forums sind? :D .
Jetzt hier Vokales:

Johannes Brahms: 2 Motetten, op. 29

Geistliches Lied, op. 30

2 Motetten, op. 74

Jens Wollenschläger, Orgel

Chamber Choir of Europe, Nicol Matt

Grüße

Jan :hello
Jan Van Karajan (19.02.2021, 14:58):
ich bin grad am CD Regal bestellen, falls Du Tipps brauchst… :P
Ich denke, da müssen die Handwerksmeister in der Familie mal ran :P
Marcie (19.02.2021, 17:01):
Robert Fuchs
Das ist ein schöner Impuls! Ich muss zugeben, dass mir von diesen beiden Sinfonien, die ich längere Zeit nicht gehört habe (muss ich nochmal vertiefen) kaum etwas haften geblieben ist, wobei ich mich nicht an unangenehme Höreindrücke erinnern kann.
Ganz im Gegenteil zu seinem fantastischen, großen Klavierkonzert, welches ich regelmäßig genieße und nicht müde werde, es zu empfehlen. Ganz großes Kino! Würde ich sehr gerne mal in einem Konzertsaal erleben.
Maurice inaktiv (19.02.2021, 18:01):
Das ist ein schöner Impuls! Ich muss zugeben, dass mir von diesen beiden Sinfonien, die ich längere Zeit nicht gehört habe (muss ich nochmal vertiefen) kaum etwas haften geblieben ist, wobei ich mich nicht an unangenehme Höreindrücke erinnern kann.
Fuchs wusste sehr gut, wie und was er schreiben musste, konnte oder dürfte. Ich empfehle immer seine Streicherserenaden von Naxos. Die haben mir eigentlich den Blick zu Fuchs gerichtet, nicht die Sinfonien, die kamen später erst.

https://smile.amazon.de/Serenaden-1-2-Andante-Grazioso/dp/B004KDO2OS/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=BS7JET3C31LW&dchild=1&keywords=robert+fuchs&qid=1613753895&s=music&sprefix=robert+fuchs%2Cpopular%2C149&sr=1-2

https://smile.amazon.de/Serenaden-3-5-Christian-Ludwig/dp/B007C7FFS6/ref=pd_bxgy_img_2/259-0153849-9874611?_encoding=UTF8&pd_rd_i=B007C7FFS6&pd_rd_r=b54885ce-f34a-4723-820a-1438aaf3e4c9&pd_rd_w=mzsEL&pd_rd_wg=qMbPz&pf_rd_p=4490d326-3239-499b-8c8a-0dd8d6ad582a&pf_rd_r=DEAKYR3ZN7CYRVYJKJPF&psc=1&refRID=DEAKYR3ZN7CYRVYJKJPF
Marcie (19.02.2021, 18:02):
https://www.youtube.com/watch?v=B8euxavGpps
Philidor (19.02.2021, 18:03):
Hier nach zwei Arbeitstagen, die deutlich anstrengender waren als geplant, ein Klassiker:

Antonín Dvořák: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104

Pierre Fournier, Violoncello
Berliner Philharmoniker
George Szell



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (19.02.2021, 18:50):
Hinterher Klangrausch.

Nikolai Rimsky-Korsakow: Scheherazade

Erich Gruenberg, Violine
London Symphony Orchestra
Leopold Stokowski



Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (19.02.2021, 22:04):
Und weiter mit Brahms:

Johannes Brahms: Missa canonica

Chöre für Frauenstimmen, 2 Hörner und Harfe, op. 17

Jens Wollenschläger, Orgel

Martina Schrott, Harfe

Sebastian Schindler, Horn

Sebastian Schorr, Horn

Chamber Choir of Europe, Nicol Matt

Grüße

Jan :hello
Jan Van Karajan (19.02.2021, 22:43):

Claude Debussy: Preludes
Dùn cahier dèsquisses
Childrens Corner
Claude Debussy, Klavier
Hier handelt es sich um Klavierrollen für Playerpianos, die Debussy selbst bespielt hat. Echte HIP also, auch wenn das sonst nicht meine Sache ist :D .
Grüße
Jan :hello
Philidor (20.02.2021, 09:52):
Moin.

Antonio Vivaldi: Concerti No. 7-12 aus "'Estro Armonico" op. 3

John Holloway, Monica Huggett, Catherine Mackintosh, Elizabeth Wilcock, Violine
The Academy of Ancient Music
Christopher Hogwood



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (20.02.2021, 10:22):
Variations

Karol Szymanowski - Variations on a Polish Theme / h-Moll, Op. 10
Helmut Lachenmann - 5 Variations on a Theme of Franz Schubert
Harrison Birtwistle - Variations from the Golden Mountain
John Adams - I Still Play
Aaron Copland - Piano Variations
Paul Hindemith - Variations
Sofia Gubaidulina - Chaconne

Clare Hammond, Klavier
Philidor (20.02.2021, 10:43):
Angeregt durch einige aktive Fäden.

Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 4 a-Moll op. 63

London Symphony Orchestra
Anthony Collins



Eine meiner liebsten Aufnahmen des Ausnahmewerks. In meinen Ohren völlig unsentimental und frei von mitteleuropäischen Klischees von finnischen Wäldern und Seen. Pars pro toto: Collins ist so ziemlich der einzige mir bekannte Dirigent, der am Schluss des Werkes tatsächlich (fast) kein Ritardando spielen lässt.

Sibelius schrieb im Jahre 1935 in einem Brief an Sir Thomas Beecham: „Von Buchstabe W bis zum Ende Halbe = 100. Die letzten sechs Takte: mf. So ernst wie möglich und ohne Ritardando (tragisch, ohne Tränen, fest umrissen).“

So klingt das bei Collins. Herzlich empfohlen. - Übrigens bestes Mono.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (20.02.2021, 11:20):


Xaver Scharwenka : Sinfonien in C-Moll, op.60 , Andante Religioso, op.46a

SO Gävle, Christopher Fifield

In den sonnigen Frühlingstag mit einem Exoten der Sinfonik, dessen Klavierkonzerte aber hier bekannt sein dürften.
tapeesa (20.02.2021, 11:54):
Notes from Home - Music of the British Isles

Musik von William Hurlstone, Arthur Bliss, John Ireland
Edwin Roxburgh - Wordsworth Miniatures (Calm is the fragrant air, Water on a starry night, Thoughts that often lie too deep for tears, The cataracts blow their trumpets)
Charles Villiers Stanford, Gerald Finzi, Richard Rodney Bennett

Jonathan Holden, Klarinette; Eun-Hee Park, Klavier
Maurice inaktiv (20.02.2021, 12:01):


Asger Hamerik : Sinfonien Nr.1 & 2 : SO Helsingborg, Thomas Dausgaard AD: 1997

Der Däne Asger Hamerik (1843-1923 - eigentlich Hammerich. Den Nachnamen änderte er im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 ab) war ein Zeitgenosse Xaver Schwarwenkas und Schüler von u.a. Niels Gade und Johann Peter Emilius Hartmann gewesen. Später wurde er Schüler von Hans von Bülow in Berlin. 1864 ging er nach Paris um bei Hector Berlioz zu studieren. 1871-1895 übernahm er in Baltimore das Peabody Institute als Leiter und damit auch Lehrer.

Hamerik, dessen Einflüsse seiner Heimat eher als sehr gering anzusehen seind, wurde vor allem von Hector Berlioz und der deutsch-französischen Tradition beeinflusst. Er schrieb 8 Sinfonien, wobei die ganz früher C-Moll-Sinfonie aus dem Jahre 1860 als verschollen gilt. Die hier gehörten Werke wurden 1879/80 und 1882/83 geschrieben.

Obwohl er im Grunde in seiner Heimat weniger bekannt gewesen war als etwa Gade, galt er doch als der nach ihm bekannteste Komponist Norwegens.
Maurice inaktiv (20.02.2021, 13:39):


Robert Schumann : Sinfonie Nr.1 , "Frühlingssinfonie"

Odense SO, Simon Gaudenz

Ich wurde nach den ersten Tönen, als ich die CD-Nr.1 das erste Mal im Player hatte, total mitgerissen. Dass das kein Zufall war, und ich damit nicht alleine stand, verdeutlichen die Kritiken der Fachpresse sehr deutlich. Daher war ich so frei, diese mit zu übernehmen, da ja die Einspielung offenbar nicht bei allen Usern "angekommen" zu sein scheint Die, die sie gehört hatten, waren meines Wissens nach ebenso begeistert wie ich.

Hier einige Kritiken zu dem Zyklus mit dem jungen Dirigenten aus der Schweiz:

Christof Jetzschke in klassik-heute. com 06 / 2015: »Als erstes fällt eine wahrhaft begeisternde Spiellaune des dänischen Symphonieorchesters Odense ins Ohr. Wo man auch hinhört, pulsierende Leidenschaft, die (ohne zu überziehen) sich innerhalb zielsicherer Steigerungsverläufe gleichmäßig auf Überschwängliches, Inniges, Sehnsuchtsvolles, aber auch Obsessives verteilt. Ich scheue mich nicht, diese Einspielung als ein Fest Schumannschen Klangzaubers zu bezeichnen, was natürlich auch den bestens ausbalancierten und aufeinander abgestimmten Instrumentengruppen zu verdanken ist. Die hoch eloquente und filigrane Schumann-Lesart des Schweizers erzwingt in jedem Moment ungeteilte Aufmerksamkeit und überzeugt rein klangilch – es handelt sich um eine Super-Audio-Surround-Produktion – selbst auf einer normalen Stereoanlage.

concerti 10 / 2015: »Diese Doppel-CD kann getrost in die Reihe mit den Referenzaufnahmen gestellt werden.«

artistxite. de: »Unverkrampf und entstaubt: eine aufregende, aufwühlende und mitreissende Gesamteinspielung der vier Sinfonien Schumanns. Mit so viel Verve, Lebensfreude und Energie hört man die ›Frühlingssinfonie‹ und die optimistische ›Rheinische Sinfonie‹ viel zu selten. Auch das schwermütige Element, zweifelsfrei ein integrer Bestandteil der ambivalenten Persönlichkeit und Klangsprache des Zwickauers, kommt ohne die Schwerfälligkeit anderer Aufnahmen besser, dramatischer und authentischer zur Geltung. Fazit: Schumanns Sinfonien, befreit vom Ballast der Behäbigkeit und überzogen romantisierender Gesten, sind aufregende, aufwühlende und mitreißend spannende Musik.«

FonoForum 06 / 16: »Als große Überraschung bei der ersten Sinfonie darf der Schweizer Simon Gaudenz gelten. Er kommt mit dem dänischen Orchester zu einer herrlich intensiven Darstellung. Leicht, entschlossen, draufgängerisch, dann wieder verträumt. Mit historischem Ansatz fängt er den elan vital dieser Musik auf schlanke, angenehm bewegliche Weise ein – jugendlicher Schumann, dessen Erste hier tatsächlich als Geniestreich erscheint!«
tapeesa (20.02.2021, 14:31):
Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 6
Berliner Philharmoniker, Bernard Haitink
Philidor (20.02.2021, 16:06):
Hier eine Erstbegegnung.

Johan Halvorsen
(1864-1935)

Norwegische Rhapsodie Nr. 1 A-Dur (1919/20)
Violinkonzert op. 28 (1908/09)
Sinfonie Nr. 1 c-Moll (1923)

Rhapsodie und Sinfonie:
Marianne Thorsen, Violine
Bergen Philharmonic Orchestra
Neeme Järvi

Violinkonzert:
Henning Kraggerud, Violine
Malmö Symphony Orchestra
Bjarte Engeset




Zur großen Entdeckung will ich das nicht hochsterilisieren (Zitat Bruno Labbadia). (Da gäbe es freilich anderes, wie etwa die erste Sinfonie von Langgaard. Aber die ist ja schon entdeckt ... ;) ) Auf den ersten Lausch finde ich das wirklich gut gemacht und auch in anderer Weise "rund", in sich geschlossen, als ich das neulich bei Erstbegnungen wahrgenommen habe. Der bisweilen hymnische Tonfall in der Sinfonie war mir für ein 1923 komponiertes Werk zu viel des Guten. Mal schauen, wie andere Werke von Halvorsen so wirken.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (20.02.2021, 16:10):
Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 2
Elly Ameling, Aafje Heynis
Concertgebouw Orchestra, Bernard Haitink
Amonasro (20.02.2021, 16:26):
Und noch eine Medea:



Giovanni Simone Mayr/Felice Romani: Medea in Corinto

Creonte - Roberto Lorenzi
Egeo - Enea Scala
Medea - Davinia Rodriguez
Giasone - Michael Spyres
Creusa - Mihaela Marcu
Evandro - Paolo Cauteruccio
Ismene - Nozomi Kato
Tideo - Marco Stefani

Chorus of the Transylvania State Philharmonic Orchestra of Cluj-Napoca
Orchestra Internazionale d'Italia, Fabio Luisi

Mayrs Medea von 1813 ist mit den durchgängig vom Orchester begleiteten Rezitativen, dem tödlichen Schluss und der an die französische Oper angelehnten Stimmverteilung (Verzicht auf Hosenrollen und Kastraten, zwei große Tenor-Rollen) ein Vorläufer von Rossinis neapolitanischen Opern.

Gruß Amonasro
Philidor (20.02.2021, 19:28):
Vorfreude auf die von Cetay empfohlene Aufnahme, die gestern hier angekommen ist.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
(Fassung von Franz und Josef Schalk/Max von Oberleithner, 1892)

Berliner Philharmoniker
Hans Knappertsbusch
8. Januar 1951
15;05/14:03/26:55/22:35



Ja - wenn so subjektiv, dann bitte mindestens so überzeugend wie hier! "Over the top" fand ich nur eine Stelle im Finale, dort, wo die Pauke wie manisch ihr "B - F - B - f" perpetuiert. Auch das Adagio begann etwas flott.

Ansonsten für meine Ohren eine sehr befriedigende Aufnahme, auf deren Wiederhören ich mich freue.

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (20.02.2021, 22:12):

Wolfgang Amadeus Mozart: Preußische Streichquartette
Amadeus Quartett
Grüße
Jan :hello
tapeesa (21.02.2021, 10:04):
Vykintas Baltakas - Ouroboros – Zyklus (2004-2005); für Sopran, Ensemble und Elektronik
Rita Balta (Sopran)
Klangforum Wien, Johannes Kalitzke

Howard Bashaw - 15 for Piano
Roger Admiral (Klavier)
tapeesa (21.02.2021, 11:17):
Jón Leifs - Edda
Teil 1 - Die Schöpfung der Welt
Gunnar Gudbjörnsson, Bjarni Thor Kristinsson
Schola cantorum, Iceland Symphony Orchestra, Hermann Bäumer
Philidor (21.02.2021, 11:37):
Nordisches auch hier.

Johan Halvorsen
(1864-1935)

Nordische Rhapsodie Nr. 2 G-Dur (1919/20)
Passacaglia für Violine und Viola (frei nach G. F. Händel) (1893)
Sinfonie Nr. 2 (1924, rev. 1928)

Melina Mandozzi, Violine
Ilze Klava, Viola
Bergen Philharmonic Orchestra
Neeme Järvi



Wenn ich mich mal ganz weit aus dem Fenster lehnen wollte: Nein, das ist kein weiterer Grieg, von Sibelius ganz zu schweigen. Aber stärker als bspw. Stenhammar fand ich das schon. Ungefähr so, wie Bizets Sinfonie C-Dur zwischen Titanen wie Berlioz, Franck und Debussy steht.

Und wenn das falsch sein sollte: Selbstverständlich nehme ich mir die Freiheit, jeden Fehler zu machen, auf den ich Lust habe. Und frage vorher niemanden, ob ich das darf.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (21.02.2021, 12:19):
Wenn ich mich mal ganz weit aus dem Fenster lehnen wollte: Nein, das ist kein weiterer Grieg, von Sibelius ganz zu schweigen. Aber stärker als bspw. Stenhammar fand ich das schon. Ungefähr so, wie Bizets Sinfonie C-Dur zwischen Titanen wie Berlioz, Franck und Debussy steht.
Den Anspruch hatte er auch nie. Er wurde zunächst als Violinist ausgebildet, Komposition studierte er erst ab 1893 in Berlin. Er war viele Jahre als Dirigent tätig, von 1899-1929 in Kristina Als Chefdirigent am Nationatheater. Seine Hauptwerke entstanden erst ab 1919. Man kann ihn vielleicht am besten mit Felix von Weingartner, Wilhelm Furtwängler oder Bruno Walter vergleichen. Alles Dirigenten, die AUCH komponierten, mit mehr oder weniger Erfolg, aber mit absolut solidem Können, aber ohne den ganz großen, bleibenden Eindruck eben.

Halvorsen "tut nicht weh", seine Werke lassen sich angenehm anhören, aber sie mit Grieg oder Sibelius zu vergleichen ist natürlich völliger Unsinn. Daher hast Du meiner Meinung nach in der Einschätzung absolut recht. Es gibt kein "richtig" oder "falsch", wenn man versucht, seine Meinung so objektiv als möglich zu sagen. Es ist aber auch menschlich, dass man zu einem Komponisten (oder einer Interpretation) einen besseren Zugang findet als bei einer anderen Ansatzweise oder eben Komponisten. Niemand wird Schönberg einen schlechten Komponisten nennen, doch ihn zu verstehen ist eine andere Sache. So kann man das im Grunde auf jeden weiteren Komponisten übertragen.
Philidor (21.02.2021, 12:27):
Den Anspruch hatte er auch nie. Er wurde zunächst als Violinist ausgebildet, Komposition studierte er erst ab 1893 in Berlin. Er war viele Jahre als Dirigent tätig, von 1899-1929 in Kristina Als Chefdirigent am Nationatheater. Seine Hauptwerke entstanden erst ab 1919.
Danke für die Informationen zu seiner Biografie. Du kannst Dir sicher vorstellen, dass ich da bereits ein Weniges recherchiert hatte.

Vielen Dank für Deine klugen Worte über den Anspruch von Halvorsen an sich selbst. Ich habe ihn dazu nicht befragt, kann dazu also auch nichts Substanziiertes sagen. Ich stelle mir es allerdings auch schwierig vor, wenn ein im Jahre 1864 geborener Komponist sagen würde, dass er ein weiterer Sibelius (* 1865) werden wolle.
Man kann ihn vielleicht am besten mit Felix von Weingartner, Wilhelm Furtwängler oder Bruno Walter vergleichen.
Wer ist "man"? Du? Was wäre dabei das tertium comparationis?
Alles Dirigenten, die AUCH komponierten, mit mehr oder weniger Erfolg, aber mit absolut solidem Können, aber ohne den ganz großen, bleibenden Eindruck eben.
Wer beurteilt so?`Mendelssohn war auch so ein Dirigent, der AUCH komponierte. Gerne vergessen wir, dass die Trennung zwischen Komponisten und Dirigenten ein Kind unserer Zeit ist. Der historisch angemessene Blick auf die Zeit Halvorsens wäre mMn, zu sagen, dass es die Ausnahme wäre, wenn ein Dirigent nicht komponierte.

Nehmen wir Mahler, der im Hauptberuf Chef in Budapest, dann in Wien war, und im Nebenberuf, im Sommer, zum Zeitvertreib Sinfonien komponierte. Primär war das ein Dirigent. Wenn wir es mit Großbuchstaben hervorheben, dass ein Dirigent auch komponierte, dann offenbaren wir unser Geschichtsbild und könnten an dieser Stelle einfach nochmal nachdenken, was unsere post-1950-Brille ist und was seinerzeit üblich war. - Sorry, ich bin freilich kein Experte, habe nicht den umfassenden und allwissenden Blick. Ich behaupte aber auch nicht, diesen zu haben, und bemühe mich redlich, "Meinung" nicht mit "Ahnung" zu verwechseln.

Herzlichen Dank für Deinen Impuls, nochmal über den historisch angemessenen Zusammenhang von "Dirigenten" und "Komponisten" nachzudenken!
Halvorsen "tut nicht weh",
Manches andere schon.
Es gibt kein "richtig" oder "falsch", wenn man versucht, seine Meinung so objektiv als möglich zu sagen.
Eine "Meinung" kann mehr oder weniger objektiv gesagt werden? Und dabei gibt es kein "Richtig" oder "Falsch"? Sorry, ich muss mich jetzt ausklinken. Das Leben ist kurz. Aber vielen Dank für Deine Rückmeldung!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.02.2021, 12:57):
Cool. Zwei Zweierpotenzen hinreißend gespielt.

P. I. Tschaikowsky

Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64
Francesca da Rimini op. 32

Tonhalle Orchester Zürich
Paavo Järvi



Und da ist sie wieder, diese wunderbare Symbiose von Präzision, Transparenz und Leidenschaft, welche Aufnahmen von Paavo Järvi so oft in beglückender Weise auszeichnet ... freilich alles nur als subjektive Meinung (man verzeihe den Pleonasmus) eines Ahnungslosen, doch Meinungsvollen ausgesprochen.

Francesca da Rimini hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Tolle Musik. Vielleicht mag ja jemand biographische Daten oder als eigene geistige Leistung eine kleine Analyse beisteuern?

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (21.02.2021, 12:58):
Sorry, ich muss mich jetzt ausklinken.
:thumbsup:

Hoffentlich bleibt es dabei.


Das Leben ist kurz.
:engel


Aber vielen Dank für Deine Rückmeldung!
Es war mein letzter Versuch und wird nicht wieder vorkommen. Definitiv nicht mehr.
Maurice inaktiv (21.02.2021, 14:26):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr. 0 , , D-Moll, WAB 100 : Tapiola Sinfonietta , Mario Venzago

Warum Mario Venzago hier ein Kammerorchester verwendet hat, schreibt er selbst im sehr umfassenden, vom Dirigenten selbst verfassten Booklet-Text. Daher verzichte ich darauf, dies hier jetzt zu zitieren. Seinen Ansatz kann ich nachempfinden, auch wenn mir dann manchmal ein wenig die Wucht des großen Orchesters fehlt. Doch es ist eine sehr runde, stimmige Interpretation. Auch das KO gehört sicher zu den besten Klangkörpern in dieser Richtung.

Ähnliche "Versuche" mit kleineren Orchestern haben Paavo Berglund mit Sibelius und Sir Charles Mackerras und Thomas Dausgaard bei Brahms gemacht. Bei Mackerras und Brahms ging es meiner Meinung nach gut auf, Dausgaards Brahms kenne ich nicht, bei Berglunds Sibelius war mir das hin und wieder dann doch zu dünn im Klangvolumen, auch war dieser Zyklus insgesamt umstritten gewesen. Hier ist mir sein früherer Zyklus mit dem Bournemouth SO einfach unschlagbar gewesen unter seiner Leitung.

Eine persönliche Anmerkung zur Verkaufs-Strategie bei JPC/CPO zu Einzel-CDs. Ich finde es unmöglich, dass man nach der Boxenveröffentlichung ziemlich zügig die Einzel-CDs zu Dumping-Preisen verschleudert. Manchmal bringen sie ewig die Box nicht heraus, ein anderes Mal ist sie schneller da als man schauen kann. Für Kunden, die sich oftmals für die "Goldene Mitte" entscheiden, also reduzierte Einzel-CDs nach und nach zu kaufen, ist das leider überhaupt nicht glücklich gewählt.
Philidor (21.02.2021, 17:11):
Es ist gewisslich an der Zeit ...

J. S. Bach: Johannes-Passion BWV 245

Fritz Wunderlich, Evangelist
Dietrich Fischer-Dieskau, Jesusworte
Elisabeth Grümmer, Sopran
Christa Ludwig, Alt
Josef Traxel, Tenor
Karl Christian Kohn, Bass
Lisa Otto, Magd
Horst Schäfertöns, Diener

Chor der St.-Hedwigs-Kathedrale Berlin
Berliner Symphoniker
Karl Forster



Die raison d'écouter sind freilich die Solisten, allen voran Fritz Wunderlich.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (21.02.2021, 19:25):
Philidor (21.02.2021, 19:54):
Hier wieder B8.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
(Fassung Schalk/von Oberleithner 1892)

Bayerisches Staatsorchester
Hans Knappertsbusch
live Kongresssaal des Deutschen Museums, 5. Dezember 1955
12:31/13:01/21:59/22:08



Ich fange mal mit der Fassung an - wenn ich es richtig verstanden habe und richtig mit vergleichender Erinnerung verfolgt habe, dann besteht der Unterschied zur Fassung von 1890 in der Nowak-Ausgabe lediglich in einigen geänderten Instrumentierungen sowie im Weglassen weniger Takte. Das heißt, diese meist so genannte "Schalk-Fassung" ist dichter an Bruckners Text als die sogenannte Haas-Fassung, welche stets von Karajan und Wand gewählt wurde.

Erstaunlich, dass man diese "Schalk-Fassung" irgendwie als etwas Ekliges anschaut und nur quasi mit spitzen Fingern erwähnt. Erstaunlich auch, dass auf den CD-Boxen von Wands Aufnahmen großspurig "Originalfassung" draufsteht. Jedenfalls ist das bei meinen CD-Boxen mit der Aufnahme mit dem RSO Köln (erste GA) sowie mit der Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern so. Schlampig gearbeitet, eine glatte Lüge am Konsumenten. - Zur Ehrenrettung erwähne ich gerne, dass auf der CD-Box mit der Live-Aufnahme aus dem Lübecker Dom richtigerweise "Haas-Fassung" draufsteht, was auch bei den anderen Aufnahmen die richtige Information des Verbrauchers gewesen wäre.

Das Beiheft informiert, warum Kna an der "Schalk-Fassung" festhielt. Ich gehe mal davon aus, dass das Beiheft nicht jedem/r vorliegt. In Kürze: Kna hatte die Fassungsproblematik noch mit Schalk selbst diskutiert. Dieser hat ihm "von des Komponisten beschwörender Bitte berichtet, nie die Originalpartituren, sondern stets die Bearbeitungen zum Klingen zu bringen". Spannend.

Oha ... man verzeihe mir die erbsenzählerische Notierung der Spielzeiten, aber das ist hier bei Kna 1955 doch eine sehr schnelle Angelegenheit. Dennoch wirkt es auf mich ruhiger und stringenter als andere "schnelle" Aufnahmen; Solti fällt mir spontan ein. Mein persönliches DIng ist diese Aufnahme trotzdem nicht, ich mag es bei diesem Werk eher ruhiger.

Eines noch - diese Aufnahme straft die von Generation zu Generation kolportierte Geschichte der Probenfaulheit Knas Lügen. Diese Aufführung wurde, so weit ich das sagen kann, sorgfältig vorbereitet. Daran ändern auch ein paar kleiner Patzer im Orchester nichts.

Danke an Cetay für den Tipp - definitiv ist diese Aufnahme eine Bereicherung der Diskographie dieses Ausnahmewerks! Und wir müssen ja nicht in allen Geschmacksfragen übereinstimmen.

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (21.02.2021, 22:00):
Hier wesentlich kleineres Format:

Johannes Brahms: Streichsextette Nr. 1 und 2

Amadeus Quartett

Cecil Aronowitz, 2. Viola

William Pleeth, 2. Cello

Grüße

Jan :hello
Maurice inaktiv (22.02.2021, 09:22):


Ernst Eichner : 4 Sinfonien

l'arte del mondo , Werner Ehrhardt

Für mich ach wie vor eines der schönsten und besten Einspielungen, die je im Bereich der Haydn-Zeit eingespielt worden sind. Dazu eine kluge Auswahl (4 Sinfonien, davon zwei in Moll gehalten; mit d-moll, F-Dur,g-moll und C-Dur auch vier unterschiedliche Tonarten, wobei natürlich dm-moll/F-Dur miteinander verwandt sind klar).
tapeesa (22.02.2021, 10:56):
Russian Seasons
Tchaikovsky, Rubinstein, Glinka
Roberte Mamou
Andréjo (22.02.2021, 12:36):


Ernst Eichner : 4 Sinfonien

l'arte del mondo , Werner Ehrhardt

Für mich ach wie vor eines der schönsten und besten Einspielungen, die je im Bereich der Haydn-Zeit eingespielt worden sind. Dazu eine kluge Auswahl (4 Sinfonien, davon zwei in Moll gehalten; mit d-moll, F-Dur,g-moll und C-Dur auch vier unterschiedliche Tonarten, wobei natürlich dm-moll/F-Dur miteinander verwandt sind klar).
Die habe ich jetzt bestellt - als Ergänzung zur folgenden quasi:



:) Wolfgang
Maurice inaktiv (22.02.2021, 12:41):
Die habe ich jetzt bestellt - als Ergänzung zur folgenden quasi:
Sehr schön. Dann fehlt nur noch diese CD: :D
Amonasro (22.02.2021, 18:53):


André Campra/Antoine Houdar de la Motte: L'Europe galante

Vénus/Une espagnole/Olimpia/Roxane - Caroline Mutel
La Discorde/Doris/Une femme du Bal/Zaide - Isabelle Druet
Une grace/Céphise/Une espagnole/Une femme du Bal - Heather Newhouse
Philène/Dom Pedro/Octavio - Anders J. Dahlin
Silvandre/Dom Carlos/Zuliman - Nicolas Courjal
Le Bostangis - Jérémie Delvert

Les Nouveaux Caractères, Sébastian d'Hérin

Sehr gelungene Aufnahme des Vorläufers von Rameaus Les Indes galantes. Ähnlich wie bei letzterem spielt jeder Akt in einem anderen Land (Frankreich, Spanien, Italien, Türkei), wobei das Libretto auch spanische und italienische Texte enthält. Seltsamerweise ist der Italien-Teil vollständig französisch, im Türkei-Teil wird dann teils Italienisch gesungen. ?(

Gruß Amonasro
Philidor (22.02.2021, 19:00):
Hier etwas fürs Herz.

Baltische Chormusik
Werke von Arvo Pärt, Rytis Mažulis, Pēteris Vasks, Veljo Tormis, Andris Dzenītis, Justė Janulytė

SWR Vokalensemble
Marcus Creed



Überirdisch gut gesungen.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (22.02.2021, 19:02):
Viel Freude damit, Amonasro!
Wenn ich mich recht erinnere, kommt sogar eine Figur darin vor, die Französisch mit Schweizer Akzent singt?

Gruß,
Sfantu
Sfantu (22.02.2021, 20:26):
Ich hab' das mit Lullys "Bourgeois Gentilhomme" verwechselt. Hatte mal Beides zusammen in einer CD-Box.
Amonasro (22.02.2021, 21:30):
Vielen Dank Sfantu, auf der Suche nach dem Schweizer Französisch im Libretto ist mir aufgefallen, dass auch ich mich korrigieren muss: In der türkischen Szene wird kein Italienisch gesungen, sondern eine nur ähnlich klingende Sprache. Dein Hinweis auf den Bourgeois gentilhomme hat mich darauf gebracht, dass es sich wahrscheinlich um die Lingua Franca/Sabir handelt, die auch im Bourgeois gentilhomme vom Mufti benutzt wird.

Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (22.02.2021, 22:27):
Hier mal wieder Beethoven:

Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 in Es-Dur, op. 73

Friedrich Gulda, Klavier

Wiener Philharmoniker, Horst Stein

Grüße

Jan :hello
Maurice inaktiv (23.02.2021, 02:05):


Leos Janacek : Donau - Symphonische Dichtung, u.a. AD: 1985

Slowakische Philharmonie , Libor Pesek

Zu später Stunde noch Janacek.
Maurice inaktiv (23.02.2021, 09:51):


Antonin Dvorak : Sinfonien Nr.4 & 5 : Tschechische Philharmonie Prag, Jiri Belohlavek

Leider lebt dieser ausgezeichnete Dirigent auch nicht mehr. Doch seine wunderbaren Aufnahmen lassen ihn weiterleben. Diese Box enthält solche Aufnahmen.
tapeesa (23.02.2021, 12:17):
Johann Sebastian Bach
Das wohltemperierte Klavier I, BWV 846 - 869
Evgeni Koroliov
Maurice inaktiv (23.02.2021, 13:31):


Edvard Fiflet Braein : Die drei Sinfonien Nr.1-3

Norwegisches Radio-Orchester, Peter Szilvay

Der Komponist Braein (1924-1976) ist absolutes Neuland für mich. Er wurde in Kristiansund/Dänemark geboren. Sein Vater war auch Komponist, Organist und Dirigent. Sein Weg war also quasi vorgezeichnet gewesen. 1942-1945 studierte er in Oslo, 1950-1951 in Paris.

Seine drei Sinfonien entstanden 1949/50, 1954 und 1968. Er schrieb weitere Orchesterwerke, 2 Opern (wovon "Arnne Pedersdotter" 1972 eines seiner größten Erfolge wurde), diverse Kammermusiken, Werke für Klavier Solo und Werke für Gesang und Orchester oder Klavier.

Seine 1.Sinfonie ist tonal gehalten, weiter bin ich noch nicht gekommen bis jetzt.
tapeesa (23.02.2021, 14:49):
Joseph Haydn - Piano Sonatas
Evgeni Koroliov
Klassiknerd (23.02.2021, 15:01):



Hieraus die 2. Sinfonie


Entdecke gerade mal wieder Tschaikowsky neu...
Tschaikowsky wird meiner Ansicht nach immer noch schnell in die "Schnulzen-Schublade" gesteckt. Zu unrecht finde ich. Vielleicht eine Folge typisch miteleuropäischer Arraoganz.
Mich reißt die Musik auf jeden Fall mit und sie hat eine ganz eigenständige Sprache.


Zur Vertiefung habe ich dann mal den Roman von Klaus Mann bestellt. Bin gepannt.
michael74 (23.02.2021, 15:21):



Hieraus die 2. Sinfonie


Entdecke gerade mal wieder Tschaikowsky neu...
Hallo Klassiknerd,

Tschaikowsky ist zeitlos ;)


Ein Instrumentalgewitter ..echt der Hammer ;)

Gruß
MIchael
Klassiknerd (23.02.2021, 17:24):


Sibelius Sinfonie Nr. 1
Wiener Philharmoniker
L. Bernstein

Ein wirklich erstklassige Einspielung. Rau, ursprünglich und ungeschönt. Sibelius ist bei Bernstein immer in guten Händen.
Philidor (23.02.2021, 17:52):
Ein wirklich erstklassige Einspielung. Rau, ursprünglich und ungeschönt.
Da stimme ich voll zu. Bei mir in den "Top 4" für das Werk. (Noch Santtu-Matias Rouvali, Colin Davis/LSO live und Berglund/COE)
Sibelius ist bei Bernstein immer in guten Händen.
Bei "immer"-Sätzen bin ich immer vorsichtig ... ;) ... mir gefällt unter den Sibelius-Aufnahmen in Wien noch die Fünfte, aus New York auch die Fünfte. Die Siebte finde ich in Wien - sorry - verschleppt, hier fehlt mir die Spannung. Die Vierte finde ich in der New Yorker Aufnahme unerträglich larmoyant. Von wegen "klares, frisches Quellwasser". Aber, wie immer, ist das eben auch eine Geschmacksfrage ... :beer

Aber, lustig, aus konkretem Anlass hatte ich auch gerade Sib1 mit Bernstein/WP aufgelegt ...

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (23.02.2021, 19:13):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.1, "Linzer Fassung von 1866" AD: 1995

RSO Saarbrücken , Stanislaw Skrowaczewski

Es gibt wohl drei verschiedene Cover, meines ist hier nicht vertreten, und müsste die erste Wiederveröffentlichung noch unter Arte Nova gewesen sein.

Eine klangtechnisch vorzügliche Einspielung, meiner Meinung nach. Auch kommt mir das Spiel des Orchesters äußerst engagiert vor, als würden die Musiker vorne auf der Stuhlkante sitzen. Ein Effekt, den man auch bei den Aufnahmen von Günter Wand immer zu spüren glaubt.
Philidor (23.02.2021, 19:47):
Die Aufnahme macht mich ganz kirre.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Haas-Fassung

Wiener Philharmoniker
Wilhelm Furtwängler
17. Oktober 1944



Meine Güte … Hammer … die Exposition des Kopfsatzes kommt noch halbwegs tempokonstant daher (aber diese Stringenz! Diese Selbstverständlichkeit und Folgerichtigkeit der Entwicklung!), doch dann in der Durchführung die Temposteigerungen … was für eine aufregende Reise. Bestürzend der Höhepunkt in der Coda. Voll rein, mit offenem Visier. Todesverkündigung. Streicher- und Klarinettenklage über verbrannter Erde.

Das Scherzo. Ganz schön rasant, sogar noch schneller als Celibidache in Stuttgart. Aber das liegt an der Wiederholung: Da legte Furtwängler nochmal eine Schippe Kohlen drauf – mit irrem Effekt. Aber die Abschnitte mit den Harfen-Einsätzen … himmlisch.

Auch im Adagio und Finale gibt es manches groß angelegte Accelerando. (Wer hätte das vermutet?) Kohärent fand ich es dennoch. Wahnsinnsaufnahme.

Großes Bruckner-Kino. Zusammen mit Celi/Stuttgart steht diese Aufnahme für meine unmaßgeblichen Ohren zurzeit ganz vorne. Sie ist gleichzeitig der Beweis, dass man sich diesem Riesenwerk nicht nur professoral-distanziert nähern kann. Ein exzellenter Start in die Aufnahmen der Haas-Fassung.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (23.02.2021, 19:56):
Ein Wohltat! :thumbup:
Maurice inaktiv (23.02.2021, 20:33):


Arnold Schönberg : Verklärte Nacht, op. 4 & Pelleas und Melisansde, op. 5 AD: 12/1973 ,Berlin

Berliner Philharmoniker , Herbert von Karajan

Noch heute sicher eine seiner Besten Einspielungen, die Musik der "Zweiten Wiener Schule" in der Zeit 1973/74. Ich bin immer wieder geflasht von der CD.
Amonasro (23.02.2021, 21:15):


Johann Sebastian Bach: Das wohltemperierte Klavier I

Christophe Rousset (Cembalo)

Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (23.02.2021, 21:44):
Hier vokaler Brahms:

Johannes Brahms: Marienlieder, op. 22

Fest- und Gedenksprüche, op. 109

5 Lieder für Männerchor, op. 41

Lieder und Romanzen für Frauenchor, op. 44

3 geistliche Chöre, op. 37

Chamber Choir of Europe, Nicol Matt

Grüße

Jan :hello
Maurice inaktiv (23.02.2021, 21:57):


Jean Sibelius : Sinfonie Nr.4, op. 63 & Nr.6, op. 104, "Der Schwan von Tuonela,op. 22, Nr.3

Rundfunk-Sinfonie-Orchester Leipzig, Herbert Kegel (Nr.4) AD: 1965
Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin, Paavo Berglund (Nr.6, Schwan....) AD: 1967

Klangtechnisch erstaunlich gut ist die Nr.4 gelungen. Weiter bin ich noch nicht.
Maurice inaktiv (24.02.2021, 01:50):


Sir Hamilton Harty : An Irish Symphony, With the Wild Geese & In Ireland

National SO of Ireland , Proinssias O'Duinn
Cetay (inaktiv) (24.02.2021, 04:45):


Sebastian Hilli, confluence / divergence
Petri Kumela, Uusinta Ensemble, Jozsef Hárs
confluence / divergence für Gitarre solo, Flöte, Perkussion, Harfe & Violoncello
Elegio de la sombra für Streichquartett nach 9 Gedichten von Jorge Luis Borgas
Paraphrase II - 'Giant steps and eden acid' für Flöte, Klarinette, Klavier, Violine, Viola & Violoncello
Lange ist es her, dass mich eine Produktion mit aktueller Klassik (die Kompositionen entstanden von 2013 - 2016) so gefesselt hat. Und das ohne Ambitionen, die Musik geniessbar ( :P ) zu machen. Dafür gibt es abenteuerliche Klänge und Spieltechniken, wodurch die Instrumente letzlich kaum noch unterscheidbar sind (1. Satz des Titelstücks, Schluss), Horrorstimmung abseits einschlägiger Klischees (2. Satz, Anfang) und abenteuerliche abstrakte Linien von Coltrane zur minimalistischen elektronischen Tanzmusik der 80er (Paraphrase II).
Cetay (inaktiv) (24.02.2021, 08:23):
(...)
Ein Forianer (andernorts) hat mal sinngemäß geschrieben: "Das Differenzierungsvermögen auf dem Niveau von 'gefällt mir' und 'gefällt mir nicht' hat mein anderthalbjähriger Neffe bereits erreicht: Nahrung im Mund schluckt er entweder runter oder spuckt sie wieder aus." Alles, was darüber hinaus geht und eventuell zu einer Verbalisierung führt, die dann auch bei allen möglichen Missverständnissen und Menschlichkeiten etwa in einem Klassikforum kommunizierbar wäre, ist zusätzliche Arbeit, die ich jedoch bereichernd finde und darum anstrebe, was die Möglichkeit des Scheiterns inkludiert. In einem Klassikforum halte ich dieses Verbalisieren auch nicht für völlig deplatziert. Wie gesagt - nur mein Weg. Also, in Abwandlung des alten Witzes von Schneewittchen und den sieben Zwergen, lieber zehnmal Sibelius' Erste als einmal Tubins Zehnte. Zumindest solange, bis ich etwas von Tubins Zehnter kapiere. Und dafür brauche ich wohl noch lange, was ja an meiner Blödheit liegen kann und vermutlich auch liegt.
Zwischen der Reaktion eines Kleinkindes auf einen gustatorischen Reiz und der Reaktion eines Erwachsenen auf auditive Reize kann man schon noch etwas feiner differenzieren, aber der Gedanke ist nicht uninteressant. In beiden Faellen erfolgt auf eine sensorische Erfahrung eine Reaktion, die an ein Empfinden gekoppelt ist. Der Kleine spukt das nicht aus Spass an der Freude aus, sondern weil er etwas empfindet, das ihm unangenehm ist. Mit der inhaerenten Qualitaet der Speise hat das nichts zu tun, denn die gleichaltrige Tochter der Nachbarin verspeist vielleicht die gleiche Nahrung mit Wonne. Wenn ich ein gutes Metal-Riff hoere, fange ich begeistert das Headbangen an, waehrend die Frau eines Freundes Kopfschmerzen bekommt - nicht metaphorisch, sondern physisch. Da gibt es keine Basis und es ist vollkommen sinnlos, so jemanden erklaeren zu wollen, worin die Qualtaet dieser Musik liegt und warum die Riffs von X originell und die von Y generisch sind. Kopfweh bleibt Kopfweh. Wenn es mir bei Wagner oder Debussy so den Kragen zuschnuert, dass ich schier nach Luft japse, dann gibt es nichts zu verbalisieren. Es gefaellt mir nicht, Punkt - und ich wende mich anderen Dingen zu. "Das Leben ist kurz" (auf welcher Skala eigentlich und was waere lange genug?) und wir muessen Entscheidungen treffen. Und die trifft jedes Individuum auf seine Weise. Der eine sortiert aus, weil die Musik missliches Empfinden -und wenn es nur Langeweile ist- ausloest und die andere, weil sie die Musik nicht kapiert oder weil diese nicht in die Zeit ihrer Entstehung passt.

Ich hoere jetzt Frank Martins Konzert fuer 7 Blasinstrumente, Pauke, Perkussion und Streicher. Eines meiner Lieblingswerke. Warum? Weil ich den Klang von Blasinstrumenten liebe und es mag wenn sie solistisch agieren und so wie hier auch mal 'exotisch' klingen. Und weil es bei Martin keinen fetten Streicherschwulst gibt. Warum mag ich 'exotische' solistische Blasinstrumente? Weil ich in meiner musikalischen Sozialisationsphase viel Jazz gehoert habe. Warum? Weil mir die 'exotischen' Skalen der Blaeser gefallen haben. Warum? Moeglicherweise weil ich als Kind staendig das Hoerspiel Alibaba und die 40 Raeuber von Platte gespielt habe - und dort Begleitmusik mit exotischen Blaesern zu hoeren war. Warum hat mir gerade dieses Hoerspiel so gefallen? Da koennte man ebensogut man den Neffen fragen, warum er das Essen jetzt ausgespukt hat, wo doch das Nachbarskind das gleiche so mag. Als Kind ist jedes ein Individuum und auch wenn man mehr oder weniger erfolgreich versucht hat, es uns auszutreiben, ist es noch da. Zum Beispiel in Form von individuellem Musikgeschmack, den man nicht immer begruenden kann.



Frank Martin; Konzert fuer 7 Blasinstrumente, Pauke, Perkussion und Streicher
The London Philharmonic, Matthias Bamert
Philidor (24.02.2021, 08:51):
Mit der inhaerenten Qualitaet der Speise hat das nichts zu tun, denn die gleichaltrige Tochter der Nachbarin verspeist vielleicht die gleiche Nahrung mit Wonne.
Wir sind da völlig beieiander. Es ging mir darum, den Unterschied zwischen Qualitätsurteilen und Geschmacksurteilen herauszuarbeiten.

Manchmal kommen Geschmacksurteile halt in der (mMn nach) anmaßenderen Sprache von Qualitätsurteilen daher ("Diese Aufnahme ist gut" anstelle von "diese Aufnahme gefällt mir"), wobei leider nicht einmal das Geschmacksurteil irgendwie nachvollziehbar gemacht wird. Wenn es so bliebe, dann wäre der Austausch nach "Schokoladenpudding schmeckt mir " - "Mir aber nicht" beendet oder würde sich im Kreise drehen. Fände ich schade. Erst der Austausch der positiv und negativ wahrgenommenen Aspekte ermöglicht doch die Weiterentwicklung. Meine ich.

Keinesfalls will ich in Anspruch nehmen, dass ich diesem oben formulierten Anspruch immer standhalten würde. Aber ich gebe mir Mühe ... Wie gesagt: "In einem Klassikforum halte ich dieses Verbalisieren auch nicht für völlig deplatziert."
Der eine sortiert aus, weil die Musik missliches Empfinden -und wenn es nur Langeweile ist- ausloest und die andere, weil sie die Musik nicht kapiert oder weil diese nicht in die Zeit ihrer Entstehung passt.
Selbstverständlich steht es jedem frei, auszusortieren, was man nicht kapiert.

Das wäre dann der Unterschied zwischen "angeborenem" und "geschultem" Geschmack. Ich würde bspw. behaupten, dass niemandem die erste Zigarre schmeckt und dass man erst später dazu kommt, den Unterschied zwischen einer Zigarre für € 5,- und einer für € 50,- auch mit einem anderen Geschmackserlebnis positiv zu korrelieren.

In dem Moment, in dem ich versucht bin, etwas auszusortieren, aber Leute, die mehr davon verstehen als ich, gesagt haben, dass das erste Liga sei, habe ich versucht, dieser Qualität auf die Schliche zu kommen. Meistens hat es sich gelohnt. - Mein erstes "Rheingold" habe ich nach etwa einer halben Stunde gelangweilt abgestellt (1989?). Bin eigentlich ganz froh, dass es dabei nicht geblieben ist. - Könnte ein Klassikforum nicht solches unterstützen? Das wäre m. E. eine Möglichkeit neben dem schieren Posten von Coverbildern oder Zusammenfassen biographischer Informationen (was freilich völlig legitim ist - mMn).

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (24.02.2021, 10:02):
Tan Dun - ''Rhapsody and Fantasia'' & "Fire Ritual"
Eldbjørg Hemsing (Violine), Oslo Philharmonic

Tan Dun - Death and Fire: Dialogue with Paul Klee (1992)
Helsinki Philharmonic Orchestra, Muhai Tang
Maurice inaktiv (24.02.2021, 10:06):


Michael Haydn : Sinfonien Nr.13 & Nr.20, Notturno Nr.1, F-Dur, MH 185

Deutsche Kammerakademie Neuss, Lavard Skou Larsen
Maurice inaktiv (24.02.2021, 11:19):


Robert Schumann : Sinfonien Nr.2 & 3

Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern , Stanlislaw Skrowaczewski
Jan Van Karajan (24.02.2021, 13:09):
Hier nun eine Neuerwerbung:

Johann Sebastian Bach: Cellosuiten Nr. 1, 4 und 5

Mstislaw Rostropowitsch

Grüße

Jan :hello
Amonasro (24.02.2021, 14:24):


Robert Schumann: Sinfonien Nr. 3 & 4

Wiener Philharmoniker, Leonard Bernstein

Gruß Amonasro
tapeesa (24.02.2021, 15:31):
1. Thomas Adès - Arcadiana, Op. 12
Danish String Quartet (Frederik Øland & Rune Tonsgaard Sørensen (Violine), Asbjørn Nørgaard (Viola), Fredrik Schøyen Sjölin (Violoncello))

2. Leoš Janáček: Solo Piano
Po zarostlém chodníčku (Auf verwachsenem Pfade); Klaviersonate 1.X.1905 "from the street", I. Předtucha (Die Vorahnung)
II. Smrt (Der Tod); V mlhách (Im Nebel)
Thomas Adès
Klassiknerd (24.02.2021, 16:13):
Mit der inhaerenten Qualitaet der Speise hat das nichts zu tun, denn die gleichaltrige Tochter der Nachbarin verspeist vielleicht die gleiche Nahrung mit Wonne.
Wir sind da völlig beieiander. Es ging mir darum, den Unterschied zwischen Qualitätsurteilen und Geschmacksurteilen herauszuarbeiten.
Manchmal kommen Geschmacksurteile halt in der (mMn nach) anmaßenderen Sprache von Qualitätsurteilen daher ("Diese Aufnahme ist gut" anstelle von "diese Aufnahme gefällt mir"), wobei leider nicht einmal das Geschmacksurteil irgendwie nachvollziehbar gemacht wird. Wenn es so bliebe, dann wäre der Austausch nach "Schokoladenpudding schmeckt mir " - "Mir aber nicht" beendet oder würde sich im Kreise drehen. Fände ich schade. Erst der Austausch der positiv und negativ wahrgenommenen Aspekte ermöglicht doch die Weiterentwicklung. Meine ich.

Keinesfalls will ich in Anspruch nehmen, dass ich diesem oben formulierten Anspruch immer standhalten würde. Aber ich gebe mir Mühe ... Wie gesagt: "In einem Klassikforum halte ich dieses Verbalisieren auch nicht für völlig deplatziert."
Der eine sortiert aus, weil die Musik missliches Empfinden -und wenn es nur Langeweile ist- ausloest und die andere, weil sie die Musik nicht kapiert oder weil diese nicht in die Zeit ihrer Entstehung passt.
Selbstverständlich steht es jedem frei, auszusortieren, was man nicht kapiert.
Das wäre dann der Unterschied zwischen "angeborenem" und "geschultem" Geschmack. Ich würde bspw. behaupten, dass niemandem die erste Zigarre schmeckt und dass man erst später dazu kommt, den Unterschied zwischen einer Zigarre für € 5,- und einer für € 50,- auch mit einem anderen Geschmackserlebnis positiv zu korrelieren.

In dem Moment, in dem ich versucht bin, etwas auszusortieren, aber Leute, die mehr davon verstehen als ich, gesagt haben, dass das erste Liga sei, habe ich versucht, dieser Qualität auf die Schliche zu kommen. Meistens hat es sich gelohnt. - Mein erstes "Rheingold" habe ich nach etwa einer halben Stunde gelangweilt abgestellt (1989?). Bin eigentlich ganz froh, dass es dabei nicht geblieben ist. - Könnte ein Klassikforum nicht solches unterstützen? Das wäre m. E. eine Möglichkeit neben dem schieren Posten von Coverbildern oder Zusammenfassen biographischer Informationen (was freilich völlig legitim ist - mMn).

Gruß
Philidor

:hello
Nun ja.....
Als Psychologe bringe ich mal eine fachliche Perspektive ein:
Aus Sicht der modernen Neurowissenschaften dürften Geschmacks- und Qualitätsurteile bei einer Person im Ergebnis eng beieinander liegen. Letztlich baiseren unsere Urteile auf emotionalen Bewertungen. Dies geschieht im rasenden Tempo und oft ohne jede Beteiligung höhere kognitiver Prozesse. Letztere kommen erst im Nachklang hinzu und stellen, wenn man so will, einen Versuch unserer Großhirns dar, zu erklären, warum uns etwas gefallen hat. Das kann auf sehr unterschedliche Art geschehen. Die musikwissenschatliche Perspektive versucht dies mit einer Form von Analyse von Aufbau, Harmonik etc.. Nach einigen Semestern Musikwissenschaften frage ich mich allerdings immer noch, was diese letztlich damit aber erklären kann. Unser Erleben von Musik sicherlich nicht. Und Menschen können sicherlich ohne Kenttnisse entsprechender Regeln Musik sehr differenziert erleben und zu dem Urteil kommen, dass es "gute Musik" ist- Sie werden dann aber keine musikwissenschaftliche Analyse als Erklärung anbringen können. Es bleibt also nach uaßen hin bei einem Geschmacksurteil.
Somit ist es auch denkbar, dass jemand ohne wirklich emotionale Beteiligung eine höchst exakte Analyse einer Musikwerkes anfertigt und erklären kann, warum es sich um ein großes Kunstwerk handelt. Ob das aber den Kern von Musikhören trifft, wage ich zu bezweifeln. Das ist aber meine ganz persönliche Haltung.
Dann wäre auch noch denkbar, dass ein Hörer emotional völlig ergriffen ist von einem Musikstück. Wenn er sich dann aber damit beschäftigt, muss er feststellen, dass dies halt nicht besonders kunstvoll gearbeitet ist. Dies kann z.B. bei Filmmusik u.ä. schnell passieren. Das mit dem Qualitätsurteil wird für ihn dann schwierig. Je nach Mentalität kann das sogar dazu führen, dass er mit der Zeit das Stück nicht mehr mag und auch die emotionale Ergriffenheit schwindet. Dann hätte das Großhirn mit der Zeit Einfluss auf das emotionale Erleben genommen. Ein denkbarer Prozess, aber einer der Zeit in Anspruch nehmen dürfte, den so schnell lassen sich emotionale Reaktionen nicht modifizieren.

Damit ist übringes unbenommen, dass sich unsere emotionale Bewertung mit Hörerfahrung verändern kann. Das ist eine Erfahrung, die hier wahrscheinlich viele gemacht haben.

Unterm Strich dürften aber die genannten Geschmacks- und Qualitätsurteile zumindest im Ergebnis meist eng beieinander liegen.

Soweit meine Meinung bis hier hin......
Philidor (24.02.2021, 16:29):
Aus Sicht der modernen Neurowissenschaften dürften Geschmacks- und Qualitätsurteile bei einer Person im Ergebnis eng beieinander liegen.
Ich bin da sicher kein Experte, aber ich meine, dass man gerade mit fortschreitenden Kenntnissen zu Urteilen kommen kann wie "Das Stück gefällt mir zwar nicht, aber wie das Orchester das abliefert, das ist schon richtig gut". (Z. B. Sacre du printemps).

Oder: "Diese Musik verursacht bei mir Ohrenkrebs, aber wenn ich genau hinschaue, wie kombinatorisch raffiniert das "Kreuzspiel" von Stockhausen gearbeitet ist, dann stelle ich fest, dass dies keine geringere Kunst als eine Doppelfuge von Bach ist."

Oder: "Wagners Überwältigungsdramaturgien gehen mir ziemlich gegen den Strich, weil ich solche Musik im Kern als faschistoid einschätze, aber wie raffiniert Wagner den Feuerzauber in der Walküre instrumentiert hat, ist einfach großartig."

Ich glaube, dass die Auseinandersetzung mit Musik uns gerade dorthin bringt, dass wir in der Lage sind, Qualität und Geschmack voneinander zu trennen. Das Kleinkind spuckt den Spinat dann vielleicht immer noch aus, aber es sagt: "Oh, ich mag zwar keinen Spinat, aber der schmeckt zum einen superfrisch wie gerade geerntet, ist nicht totgekocht und hat noch eine Spur Biss, und die Spur Muskat hebt die dem Spinat eigenen Geschmacksnoten fantastisch hervor. Ich mag's immer noch nicht, aber besser kann man Spinat wohl nicht zubereiten."
Dies geschieht im rasenden Tempo und oft ohne jede Beteiligung höhere kognitiver Prozesse.
Wie gesagt: Bewusstmachung ist das Zauberwort. Den Eisberg anheben.
Somit ist es auch denkbar, dass jemand ohne wirklich emotionale Beteiligung eine höchst exakte Analyse einer Musikwerkes anfertigt und erklären kann, warum es sich um ein großes Kunstwerk handelt. Ob das aber den Kern von Musikhören trifft, wage ich zu bezweifeln. Das ist aber meine ganz persönliche Haltung.
Ok. - Meine persönliche Meinung: Wer ohne jede emotionale Beteiligung bei einem Musikstück bleibt, wird vielleicht dazu keine höchst exakte Analyse erstellen - es sei denn, er/sie muss, z. B. für eine Hausarbeit.
Dann wäre auch noch denkbar, dass ein Hörer emotional völlig ergriffen ist von einem Musikstück. Wenn er sich dann aber damit beschäftigt, muss er feststellen, dass dies halt nicht besonders kunstvoll gearbeitet ist. Dies kann z.B. bei Filmmusik u.ä. schnell passieren. Das mit dem Qualitätsurteil wird für ihn dann schwierig.
Meine Erfahrung ist, dass sich die Ergriffenheit im Laufe der Zeit abnutzt und dass man dann auch die notwendige Distanz gewinnt, um etwas rationaler auf die Musik zu schauen.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.02.2021, 17:39):
Mit Blick aufs Thermometer und auf den strahlenden Sonnenschein am heutigen Tage:

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 1 B-Dur op. 38 ("Frühlings-Sinfonie")

WDR Sinfonieorchester
Heinz Holliger



Temposeitig gar nicht mal so flott, das Finale sogar eher zurückhaltend. Beeindruckend finde ich die Balance zwischen Stimmigkeit "im Großen" und Detailarbeit "im Kleinen". Trotz aller liebevollen Filigranarbeit geht der Blick aufs Ganze nie verloren. Sehr fein.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (24.02.2021, 19:43):
Mein letztes, real besuchtes Konzert, Paavo Järvi und das NHK SOT...
...VOR EINEM JAHR! :I :I :I
Damals mit Bruckners 7, heute aus meinen Boxen mit Mahlers 6:
Philidor (24.02.2021, 19:48):
Nochmal B8 mit Fu.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Fassung Haas (mit Furtwänglerschen Modifikationen)

Berliner Philharmoniker
Titania-Palast Berlin live 15. März 1949
15:30/13:42/24:55/21:55



Hat mich nicht ganz so überzeugt wie die 1944er Aufnahme aus Wien.

Im Kopfsatz gab es wieder diese seltsame Balance von (scheinbarer?) Spontaneität und Kontrolle, hier zwar mit weniger Variabilität als 1944 in Wien und dennoch (für meine Ohren) weniger Kontinuität im Sinne von logischer Entwicklung. Die Durchführung klang über weite Strecken gelassener, als ich dies aus der älteren Aufnahme in Erinnerung habe, dann jedoch mit großer Temposteigerung zum Höhepunkt. Die Coda hat hier überraschenderweise längst nicht die Wucht wie in der Wiener Aufnahme. Hm.

Hitzig wie in Wien das Scherzo. Das Trio bietet erst nach und nach Entspannung. Aber ok … meine Ohren fanden es schlüssig.

Adagio. Inneres Zentrum des Werks und darum Lackmus-Test jeder Aufnahme. Gemischt von Sehnsucht und Schmerz erklingt der Gesang der Violinen, der erste Fortissimo-Aufschwung ereignet sich jäh, ist nicht gut mit dem Vorhergehenden verbunden, wirkt spontan wie eine plötzliche Erregung. Die Harfenstellen mit den lang ausgehaltenen Akkorden bieten weder Transzendenz noch Entspannung. Ach ja, das Leiden der Welt … Furtwängler geizt überhaupt mit Beschaulichkeit, weiter, nur weiter, auch der Druck ist wahrlich nicht gering. Zartheit? Iwo. Kraft, Vorwärtsdrang, Wucht. Stellenweise geradezu sogartig, was ich durchaus positiv meine, aber einige Dimensionen, die ich in anderen Aufnahmen wahrgenommen hatte, fehlten mir hier. Schade. Auch der Höhepunkt wird im Sturm erreicht, mit äußeren Mitteln.

Im Finale dann wieder Accelerandi zu Höhepunkten hin, mal für meine Ohren mehr, mal weniger überzeugend. Auch das Ende der Coda, eher hineingestürzt als schlüssig zum Ende gebracht. Bitte, alles auf hohem Niveau gemäkelt – die Aufnahme bietet mMn vieles, an dem man sich freuen kann. Nur sind fünf Jahre vorher in Wien doch einige Dinge besser gelungen als an jenem Abend im Titania-Palast, wie ich meine. Solange die 1944er Aufnahme verfügbar ist, ist das ja auch zu ertragen ...

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (24.02.2021, 20:53):


Marc-Antoine Charpentier/Thomas Corneille: Médée

Médée - Lorraine Hunt
Jason - Mark Padmore
Créon - Bernard Deletré
Créuse - Monique Zanetti
Oronte - Jean-Marc Salzmann
Nérine - Noémi Rime
Cléone - Isabelle Desrochers
Arcas - François Bazola
La Victoire - Sophie Danemann
La Gloire - Katalin Károlyi
Bellone - Valérie Picard
La Vengeance - Jean-Claude Sarragosse
La Jalousie - François Piolino

Les Arts Florissants, William Christie

Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (24.02.2021, 21:47):

Johann Sebastian Bach: Cellosuiten Nr. 2, 3 und 6
Mstislaw Rostropowitsch
Grüße
Jan :hello
Amadé (25.02.2021, 09:18):


Nach so vielen Veröffentlichungen in den letzten Jahren, die mich wenig überzeugen konnten, hier eine Einspielung, die sich mehr mit Dvoraks Partitur, also mit der Musik, beschäftigt als mit vermeintlichen Gefühlen, die sie evozieren wollte/sollte/könnte. Ein würdiger Nachfolger der klassischen Fournier/Szell-Aufnahme der DGG aus dem JAhre 1961.

Gruß Amadé
tapeesa (25.02.2021, 10:34):
Philippe Bodin - Inner Banners
Genevieve Feiwen Lee, Klavier
tapeesa (25.02.2021, 12:26):
Gioachino Rossini - Tancredi, Libretto: Gaetano Rossi

Tancredi - Ewa Podleś
Amenaide - Sumi Jo
Argirio - Stanford Olsen
Orbazzano - Pietro Spagnoli
Isaura - Anna Maria di Micco
Roggiero - Lucretia Lendi

Ewald Demeyere, Harpsichord; Lieven Baert, Cello; Franck Coryn, Double Bass
Capella Brugensis (Chorus), Collegium Instrumentale Brugense, Alberto Zedda
Klassiknerd (25.02.2021, 17:44):


Meine Neuentdeckung von Tschaikowsky geht weiter.
Bei der 3. Sinfonie haben mich besonders die Ecksätze beeindruckt. Teilweise kunstvoll kontrapunktisch gestaltet. Emotional mitreißend sowieso. Für mich eine lohnenswerte Hörerfahrung.

Tja..und die Overtüre 1812. Klassische Pop-Musik! Kann man in der passenden Verfassung sicher mal hören. Ist natürlich jetzt kein großes Meisterwerk.

Abbado konnte scheinbar auch Tschaikowsky, wenn dieser in den späten Jahren auch kaum noch Raum bei ihm eingenommen hat. Sein Gefühl für Klangästhetik wird auch schon in dieser Aufnahme sehr deutlich. Feinfühlig, sinnlich, aber an passender Stelle auch temperamentvoll zupackend. Dabei aber immer für die nötige Transparenz sorgend. So entsteht insgesamt ein sehr kontrstreiches Gesamtbild, ohne in Extreme zu verfallen.
Ich habe mal die Hypothese gehört, dass Abbado sehr gezielt bei der Werkauswahl das jeweilige Orchester, das ihm zur Verfügung stand, mit berücksichtigt hat. In diesem Fall wirkt das CSO tatsächlich ideal. Das zu diesem Zeitpunkt für seine Blechbläser bekannte Orchester kann bei Tschaikowsky glänzen.
Philidor (25.02.2021, 17:59):
Abbado konnte scheinbar auch Tschaikowsky,
Schlagt mich, aber ich bin der festen Meinung, dass Musiker auf diesem, für uns wohl kaum erfassbaren Niveau, alles in überzeugender Weise aufführen können. Von Gregorianischem Choral bis ins 21. Jhd.

Einem Dirigenten diesen Levels zu unterstellen, dass er "scheinbar" Tschaikowsky konnte ... ich mag jedenfalls seine Aufnahmen der 2., 4. und 6. bei DG sehr.

... ich gebe mir große Mühe, mich immer wieder daran zu erinnern, dass die mediale Hinterlassenschaft eines Musikers eventuell nur einen kleinen Teil seines tatsächlichen Wirkens abbildet.

Anscheinend ist die Unterscheidung von "anscheinend" und "scheinbar" nicht trivial. ;)
Ich habe mal die Hypothese gehört, dass Abbado sehr gezielt bei der Werkauswahl das jeweilige Orchester, das ihm zur Verfügung stand, mit berücksichtigt hat.
Das kann mein Handwerker auch. Wenn er bei mir einen Einsatz hat, bei dem er sein komplettes Werkzeug tatsächlich oder eventuell braucht, dann nimmt er den VW-Bus. Muss er nur schnell eine Schraube festziehen oder eine DIchtung wechseln, nimmt er den Polo. Wenn er übers Wochenende mit seiner Frau wegfährt, nimmt er das Wohnmobil.

Bitte nicht ganz so ernst nehmen ...

... aber ja, Dirigenten sind denkende Wesen und wählen je nach Aufgabe das richtige Werkzeug. Oder umgekehrt - wenn sie gerade nur einen Hammer zur Verfügung haben, werden sie vermutlich nicht unbedingt den Bau eines Hamsterkäfigs aus Draht in Angriff nehmen. Meine ich. Jedenfalls als Anfangsverdacht. ;)

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (25.02.2021, 20:01):
Next one. Geradlinig und korrekt.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Haas-Fassung

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan
Mai 1957
17:05/16:01/27:38/26:12



Der Kopsatz - bezwingend. Ganz ähnlich wie Celi in Stuttgart lässt Karajan das Stück aus der Ruhe entstehen. Jedenfalls fast, bisweilen ist mir zuviel Kraft, zuviel Wollen im Spiel. Aber ok. – Das Hornsolo zu Beginn der Durchführung war mir zu wenig gestaltet. Da habe ich in eigentlich allen anderen Aufnahmen „mehr“ gehört. Jedenfalls hat sich mir der Sinn einer betont ausdruckskeuschen Wiedergabe da nicht erschlossen, was freilich an mich liegen kann.

Das Scherzo kam ziemlich erdenschwer daher, wie gebremst. Exakter Vollzug bei gebremstem Schaum.

Den Beginn des Adagios nahm ich als ziemlich neutral wahr. Karajan und seine Berliner sparten mit Emotion. Auch die frühe Fortissimo-Stelle hatte nichts Bezwingendes. Muss auch nicht – mal hören, was noch kommt. Kam aber nicht viel … Neutralität ist vielleicht auch das Wort, welches das Finale angemessen beschreibt.

Mein Eindruck zur Aufnahme: Klar ein neuer Ansatz, jedenfalls vor dem Hintergrund der Aufnahmen von Furtwängler, Knappertsbusch und Jochum. Die Beschleunigungsorgien sind weggefallen, Tempi bleiben zumindest abschnittsweise überwiegend konstant. Am besten hat mir der Kopfsatz mit seiner Entfaltung aus der Ruhe heraus gefallen; vielleicht benötigen hier die Themen auch am wenigsten Gestaltung und sprechen am ehesten für sich. Im Adagio ist das anders – das erste Thema will gestaltet sein, nach äußeren wie nach inneren Parametern. Doch Emotion werden klein gehalten, Bericht ist Trumpf.

Schlüssig fand ich die Temporelationen. Auch die Transparenz des Klanges fand ich gut. Doch irgendwie schaue ich auf diese Aufnahme wie auf ein zweitausend Jahre altes Arztbesteck – sehr interessant und in manchen Aspekten eine Meisterleistung, aber bitte, bitte kommt nicht auf die Idee, mich damit zu operieren …

Man könnte freilich versucht sein, die Aufnahme als eine aus der „Frühphase“ von Karajan und den Berlinern zu apostrophieren und ihr auf diesem Wege das Etikett „noch auf dem Weg“ oder so anzukleben. Das halte ich für grundfalsch. „Früh“ ist die Aufnahme nur aus der Retrospektive mit dem Blick auf über 40 Jahre weiterer Zusammenarbeit. Zur Zeit der Aufnahme waren Dirigent und Ensemble seit über zwei Jahren zusammen und kannten sich schon wesentlich länger. Offenbar hielten sie die Zeit für reif, ein Werk von den inneren und äußeren Dimensionen der 8. Sinfonie Bruckners aufzunehmen. Das ist ja schon mal ein Statement. Ich glaube nicht, dass auch nur ein Orchestermusiker sich bei der Aufnahme dachte „ok, das ist nun eine Aufnahme aus unserer Frühzeit“. Na ja, man kann Schuberts mit 31 Jahren komponiertes Streichquintett auch zum „Spätwerk“ etikettieren und Bruckners mit 49 Jahren komponierte dritte Sinfonie als „frühe Sinfonie“ … klingt alles irgendwie gut und es kommt wohl auch nicht so genau drauf an.

Ich schätze den neuen tempokonstanteren Ansatz und vermisse die Emotion.

Gruß
Philidor

:hello
michael74 (25.02.2021, 20:08):
So jetzt bin ich erstmal für nen paar Stunden schwer beeindruckt.



Gruß
Michael
Klassiknerd (25.02.2021, 20:22):
Abbado konnte scheinbar auch Tschaikowsky,
Schlagt mich, aber ich bin der festen Meinung, dass Musiker auf diesem, für uns wohl kaum erfassbaren Niveau, alles in überzeugender Weise aufführen können. Von Gregorianischem Choral bis ins 21. Jhd.
Einem Dirigenten diesen Levels zu unterstellen, dass er "scheinbar" Tschaikowsky konnte ... ich mag jedenfalls seine Aufnahmen der 2., 4. und 6. bei DG sehr.

... ich gebe mir große Mühe, mich immer wieder daran zu erinnern, dass die mediale Hinterlassenschaft eines Musikers eventuell nur einen kleinen Teil seines tatsächlichen Wirkens abbildet.

Anscheinend ist die Unterscheidung von "anscheinend" und "scheinbar" nicht trivial. ;)
Ich habe mal die Hypothese gehört, dass Abbado sehr gezielt bei der Werkauswahl das jeweilige Orchester, das ihm zur Verfügung stand, mit berücksichtigt hat.
Das kann mein Handwerker auch. Wenn er bei mir einen Einsatz hat, bei dem er sein komplettes Werkzeug tatsächlich oder eventuell braucht, dann nimmt er den VW-Bus. Muss er nur schnell eine Schraube festziehen oder eine DIchtung wechseln, nimmt er den Polo. Wenn er übers Wochenende mit seiner Frau wegfährt, nimmt er das Wohnmobil.
Bitte nicht ganz so ernst nehmen ...

... aber ja, Dirigenten sind denkende Wesen und wählen je nach Aufgabe das richtige Werkzeug. Oder umgekehrt - wenn sie gerade nur einen Hammer zur Verfügung haben, werden sie vermutlich nicht unbedingt den Bau eines Hamsterkäfigs aus Draht in Angriff nehmen. Meine ich. Jedenfalls als Anfangsverdacht. ;)

Gruß
Philidor

:hello
Lieber Philidor,

da möchte ich doch kurz ein ppar Worte verlieren:

Ja, im Falle von Abbado scheint es sich um einen solchen Musiker zu handeln. Er ist, gerade wenn man seine gesamte Karriere betrachtet, äußerst breit aufgestellt und das in überzeugender Weise. Trotzdem finde ich, dass dies gerade Abbado auszeichnet und nicht für große Msiker im Allgemeinen gilt. Ein Spektrum von Bach bis Nono ist ungewöhnlich. Viele sehr erfolgreiche Pultstars überzeugen in mancher Hinsicht sehr, enttäuschen aber auch oder machen ganz bewusst einen großen Bogen um bestimmte Komponisten, Werke, Genres oder Epochen. Karajan und Bach, Hadyn oder Mozart, Blomstedt und Opern, Maazel und die Wiener Klassik, Thielemann und Barock oder Moderne.
Dies sind nur einige Beispiele. Abbado trifft doch bei sehr vielen, sehr unterschiedlichen Komponisten und Werken einen passenden Ton. Das ist sicherlich kein Alleinstellungsmerkmal, aber auch nicht typisch für große Dirigenten. Meine Meinung zumindest.

Auch mit dem "Werkzeug" Orchester teile ich Deine Einschätzung nicht zu 100%., auch wenn die Analogie schön gewählt ist. Es gab und gibt nicht wenige Dirigenten, die mit ein oder zwei Ochestern ziemlich viel durchspielen. Karajan und die BP sind da nur ein Beispiel. Sicher ist Abbado hinsichtlich der genannten Hypothese auch keine absolute Ausnhame, aber Standard scheint mir das auch nicht zu sein- Meine Meinung.
Amonasro (25.02.2021, 20:54):


Giuseppe Verdi/Salvadore Cammarano: Il trovatore

Il Conte di Luna - Giorgio Zancanaro
Leonora - Rosalind Plowright
Azucena - Brigitte Fassbaender
Manrico - Plácido Domingo
Ferrando - Evgeny Nesterenko
Ines - Anna Di Stasio
Ruiz - Walter Gullino
Un vecchio zingaro - Alfredo Giacomotti
Un messo - Aldo Verrecchia

Coro e Orchestra dell'Accademia di Santa Cecilia, Carlo Maria Giulini

Sehr getragene Tempi, keine (oder kaum) unnotierte Spitzentöne, keine Kürzungen, eine sehr lyrische Azucena - nicht das typische Trovatore-Erlebnis, aber auf seine Art sehr gelungen.

Gruß Amonasro
Philidor (25.02.2021, 21:06):
Danke für Deine Rückmeldung, lieber Klassiknerd!
Trotzdem finde ich, dass dies gerade Abbado auszeichnet und nicht für große Msiker im Allgemeinen gilt. Ein Spektrum von Bach bis Nono ist ungewöhnlich.
Ich sag's mal so: Vier Stücke aus vier verschiedenen Epochen sind für die niedrigsten Studiengänge im Fach Musik (z. B. im Hauptfach bei "Schulmusik" oder bei der Prüfung zum Diplom-Privatmusiklehrer) nichts Ungewöhnliches. M. a. W.: Jeder Musikstudierende muss von Barock bis Moderne halbwegs stilistisch sattelfest sein. Ein Spektrum von Bach bis Nono ist der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Auch hier - bitte nicht nur auf den Schallplattenoutput achten. Sawallisch hat eine Menge Sibelius dirigiert und soll da ziemlich gut gewesen sein. Ist halt wenig bekannt, weil es keine Platten gibt.
Viele sehr erfolgreiche Pultstars überzeugen in mancher Hinsicht sehr, enttäuschen aber auch oder machen ganz bewusst einen großen Bogen um bestimmte Komponisten, Werke, Genres oder Epochen.
Bitte: Auf welchem Niveau enttäuschen die?
Karajan und Bach, Hadyn oder Mozart, Blomstedt und Opern, Maazel und die Wiener Klassik, Thielemann und Barock oder Moderne.
Dies sind nur einige Beispiele.
Mit Karajan habe ich die "Brandenburgischen" kennengelernt und mich sofort in diese Musik verliebt. Ok, ich habe heute andere Vorlieben bzgl. der Interpreten dieser Werke ...

Karajan hat die Erstaufführung von Monteverdis "L'incoronazione di Poppea" in Wien dirigiert. Soll ziemlich gut gewesen sein ... ok, sicher anders als bei René Jacobs.

Karajans "Nozze di Figaro" aus den 1970ern zählt für etliche Mozart-Fans zu den Inkunabeln der Aufnahmegeschichte des Werks. Zitat "Hermes Handlexikon 'Opern auf Schallplatten'": "Neben den schon historischen Aufnahmen unter Busch und Kleiber ist dies der beste, weil musikalisch und stimmlich einheitlichste Platten-Figaro". Wahrlich kein geringes Lob.

Genauso seine Cosi-Aufnahme aus den 1950ern. Die wurde von Gesangsexperte Jürgen Kesting als Aufnahme für die Insel bezeichnet.

Es steht Dir selbstverständlich frei, Karajans Mozart-Aufnahmen nicht zu mögen, der Aufschrei der Kenner wird Dir gewiss sein. Das steht diesen wiederum frei ... ;)

Blomstedt hat in Dresden etliche Opern dirigiert. Das ist schon mal mehr als bei Celibidache ... ;) ... wieder: Nicht nur auf die Platten schauen.

Maazel und Haydn? Bitteschön:
http://operalounge.de/cd/geistliches-chormusik/maazels-einstand-in-koeln

Wenn einer bei seinem Einstandskonzert Haydn aufs Programm setzt, wird man ihm die Affinität zur Wiener Klassik nicht ganz absprechen können.

Dies sind nur einige Beispiele. Abbado trifft doch bei sehr vielen, sehr unterschiedlichen Komponisten und Werken einen passenden Ton. Das ist sicherlich kein Alleinstellungsmerkmal, aber auch nicht typisch für große Dirigenten. Meine Meinung zumindest.
"Trifft einen passenden Ton" ist freilich eine subjektive Bewertung ... wie gesagt, grundsätzlich muss jeder Musikstudent im Examen zeigen, dass er das kann. Und nicht nur ein Dirigent, der sich gegen Dutzende, Hunderte andere durchgesetzt hat, die gerne denselben Job gemacht hätten.

Musiker wie Sawallisch, Bernstein, von Dohnanyi, Jansons, Paavo Järvi, Mackerras, Gielen, Solti, Beecham, Munch, Monteux usw. usf. sind mit etlichen Idiomen nicht nur zurechtgekommen, sondern haben überzeugt. Ich meine, dass auf diesem Level diese "Universalität" sogar wesentlich häufiger ist, als das Spezialistentum.

Ich denke, einfache Klischees à la "X macht immer Y, und das besonders gut" sind bei Musikern dieser Klasse genauso wenig angebracht wie bei Nationaltitäten oder Berufsgruppen.

Viele Grüße
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (25.02.2021, 22:50):
Hier mal wieder Symphonisches:

Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 1 in f-moll, op. 10

London Philharmonic Orchestra, Bernard Haitink

Wirklich großartig :down . Haitink zeigt, ähnlich wie bei Liszt und Tschaikowsky, viele Stimmungen genau auf und macht die Vielschichtigkeit des Werks deutlich

Grüße

Jan :hello
Maurice inaktiv (26.02.2021, 07:36):


Franz Schubert : Sinfonie in D-Dur, D615, Sinfonie in D-Dur, D708A, Sinfonie Nr.10, D-Dur, D936A (alle rekonstruiert von Brian Newbould) AD: 1997

Scottish Chamber Orchestra , Sir Charles Mackerras
tapeesa (26.02.2021, 07:39):
Gioachino Rossini - La Cenerentola
Libretto: Jacopo Ferretti

Angiolina - Cecilia Bartoli
Don Ramiro - William Matteuzzi
Dandini - Alessandro Corbelli
Don Magnifico - Enzo Dara
Clorinda - Fernanda Costa
Tisbe - Gloria Banditelli
Alidoro - Michele Pertusi

Orchestra e coro del Teatro Comunale di Bologna, Riccardo Chailly
Maurice inaktiv (26.02.2021, 08:24):


Franz Schubert : Sinfonien Nr.3 und Nr.4 AD: 1982

Staatskapelle Dresden , Herbert Blomstedt

Weiter geht es mit Schubert. Dieses Mal mit der "Wunderharfe", der großartigen Staatskapelle Dresden. Klar, das ist keine HIP-Einspielung, aber dafür mit einem wunderbar klingenden Orchester. Blomstedt steht sicher im "traditionellen Lager" mit seiner Interpretation, aber das kann man so machen. Sicher, es gibt aufregendere Einspielungen (Harnoncourt, Goodman, Vegh, Manacorda, Wand, Brüggen, Abbado), aber das ist sicher Geschmackssache.
Klassiknerd (26.02.2021, 08:37):
Danke für Deine Rückmeldung, lieber Klassiknerd!
Trotzdem finde ich, dass dies gerade Abbado auszeichnet und nicht für große Msiker im Allgemeinen gilt. Ein Spektrum von Bach bis Nono ist ungewöhnlich.
Ich sag's mal so: Vier Stücke aus vier verschiedenen Epochen sind für die niedrigsten Studiengänge im Fach Musik (z. B. im Hauptfach bei "Schulmusik" oder bei der Prüfung zum Diplom-Privatmusiklehrer) nichts Ungewöhnliches. M. a. W.: Jeder Musikstudierende muss von Barock bis Moderne halbwegs stilistisch sattelfest sein. Ein Spektrum von Bach bis Nono ist der Normalfall, nicht die Ausnahme.
Diese Argumentation verstehe ich nicht. Worüber reden wir hier im Forum dann, wenn wir Interpretationen vergleichend bewerten. Natürlich hat jeder Musiker mit solider Ausbildung die erforderlichen Fähigkeiten, Werke unterschiedlichster Epochen zu spielen. Ich spreche hier schon von Qualitätsunterschieden auf einem sehr hohen Niveau. Und unabhängig von meiner alltagssprachlichen Nutzung des Wortes "scheinbar" habe ich auch den Eindruck, dass Du verstanden hast, was ich meine.



Es steht Dir selbstverständlich frei, Karajans Mozart-Aufnahmen nicht zu mögen, der Aufschrei der Kenner wird Dir gewiss sein. Das steht diesen wiederum frei ...
Ja, das steht mir frei. Allerdings finde ich den Hinweis auf den "Aufschrei der Kenner" schon eine ziemlich suggestive Aussage. Es gibt also die Kenner und dann Leute wie mich?


"Trifft einen passenden Ton" ist freilich eine subjektive Bewertung ..
Ja, genau. Meine ganz subjektive Ansicht ist, dass jede Bewertung von Musik subjektiv ist. Es gibt nun einmal keine objektiven Maßstäbe dafür. Auch ein Verweis auf das Hermes Handlexikon oder "den Gesangsexperten Jürgen Kesting" machen eine Aussage nicht objektiver.
Maurice inaktiv (26.02.2021, 09:18):


Franz Schubert : Sinfonien Nr.1 und 2 : AD: 1986 (nr.1) & 1987 (Nr.2)

Chamber Orchestra of Eurrope , Claudio Abbado

Weiter geht es im Zyklus, dieses Mal mit Claudio Abbado und dem COE.

Der Thread heißt doch "Was höre ich gerade jetzt - 2021", und nicht "Bin ich Kenner, Liebhaber oder Dauernörgler bei anderen Usern". Es nervt inzwischen einfach nur noch, wenn jemand ständig andere User am Kritisieren ist, nur weil man andere Ansichten hat. So werden die Leute nur vergrault, aber nicht ermutigt, mal was zu schreiben. Eine Unart, was leider auch in anderen Foren inzwischen Usus ist.
Philidor (26.02.2021, 09:22):
Lieber Klassiknerd, danke für Deine Rückmeldung!
Ich spreche hier schon von Qualitätsunterschieden auf einem sehr hohen Niveau.
Ok, danke für die Klarstellung - ich hatte Deinen Satz "Abbado konnte scheinbar auch Tschaikowsky" anders aufgefasst.
Allerdings finde ich den Hinweis auf den "Aufschrei der Kenner" schon eine ziemlich suggestive Aussage. Es gibt also die Kenner und dann Leute wie mich?
Sorry, ich kann verstehen, dass Du das anders gelesen hast als gemeint. "Kenner" ist ja oft eine "von eigenen Gnaden" benutzte Kategorie. Ich meinte eher Mozart-Fans, die eher eine zweistellige Zahl im mittleren Bereich von Figaros im Regal stehen haben und Dir bei Bedarf gerne den Unterschied zwischen den verschiedenen Aufnahmen Böhms erläutern ... um das klarzustellen: Ich halte mich auch nicht für einen Mozart-Kenner in diesem Sinne, denn hier stehen nur 10 CD-Aufnahmen und eine knappe Handvoll auf DVD/Blu-ray ... ;) .. zu dieser erlauchten Kategorie gehöre ich also sicher nicht. Und die Karajan-Aufnahme der 1970er steht hier auch nicht ... da bin ich eher Paria.

Das "Hermes Handlexikon" halte ich allerdings für eine sehr belastbare und hilfreiche Quelle. Wir sind wieder beim Unterschied von Qualitäts- und Geschmacksurteilen - ich denke, dass den Autoren das Kunststück gelungen ist, auf engstem Raum sowohl durchblicken zu lassen, was Qualitäts- und Geschmacksanteil in ihrer Bewertung ist als auch das Koordinatensystem ihrer Bewertung zumindest durchschimmern zu lassen. - Um auch das deutlich anzusprechen: Das nehme ich als durchaus recht differenziert wahr und freue mich, wenn jemand in der Lage ist, sich derart kompetent und differenziert zu äußern. Diese Kommentare haben mir oft geholfen, meine Ohren genauer zu spitzen. Das heißt ja nicht, dass ich mit allem übereinstimme, z. B., wenn es zur Solti-Walküre heißt "Hotter und die Nilsson sind perfekt" 8|

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (26.02.2021, 09:50):
Ich habe mal die Hypothese gehört, dass Abbado sehr gezielt bei der Werkauswahl das jeweilige Orchester, das ihm zur Verfügung stand, mit berücksichtigt hat. In diesem Fall wirkt das CSO tatsächlich ideal. Das zu diesem Zeitpunkt für seine Blechbläser bekannte Orchester kann bei Tschaikowsky glänzen.
Das kann mein Handwerker auch. Wenn er bei mir einen Einsatz hat, bei dem er sein komplettes Werkzeug tatsächlich oder eventuell braucht, dann nimmt er den VW-Bus. Muss er nur schnell eine Schraube festziehen oder eine DIchtung wechseln, nimmt er den Polo. Wenn er übers Wochenende mit seiner Frau wegfährt, nimmt er das Wohnmobil.
Philidor machte noch den Zusatz "Bitte nicht ganz so ernst nehmen..."
Doch selbst mit einem Augenzwinkern gemeint/geschrieben, hat dieser Vergleich doch einen gewaltigen Hinkefuß, wie ich meine:
Wenn der Handwerker einmal mit dem VW-Bus, ein andermal mit dem Polo anrollt, nur mit Zange oder mit dem großen Werkzeugkasten, dann ist seine oder Deine (als Kunde) emotionale Beteiligung beim Ziehen oder Schrauben wohl weniger tief oder mittelbar als wenn 80 Musiker Spätromantik spielen & Du Dir das konzentriert anhörst.


Jeder Musikstudierende muss von Barock bis Moderne halbwegs stilistisch sattelfest sein. Ein Spektrum von Bach bis Nono ist der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Musiker wie Sawallisch, Bernstein, von Dohnanyi, Jansons, Paavo Järvi, Mackerras, Gielen, Solti, Beecham, Munch, Monteux usw. usf. sind mit etlichen Idiomen nicht nur zurechtgekommen, sondern haben überzeugt. Ich meine, dass auf diesem Level diese "Universalität" sogar wesentlich häufiger ist, als das Spezialistentum.
Hierzu meinerseits ein (mehr oder weniger zum Vergleich taugendes) Bild:

Als ausgebildeter Therapeut mit Staatsexamen bin ich erstmal Allrounder & sollte alle Störungsbilder behandeln können.
Es hat aber jeder seine Stärken & Schwächen, Vorlieben & Abneigungen. Wenn ich es mit Stottern oder Mutismus zu tun habe, bin ich froh, wenn meine Kollegin das übernimmt. Im Gegenzug übergibt sie mir vielleicht einen trachealkanülierten Patienten mit schwerer Schluckstörung oder einen Dysarthriker. Dann bin ich dankbar, denn da bin ich in meinem Element.
Ein Kollege besteht auf eine apparative, bildgebende Diagnostik während ich der Meinung bin: den Fall sehe ich jetzt nicht als so gravierend an. Wäre das mein Patient, würde ich (mit etwas mehr Erfahrung oder auch nur mit einem anderen Blick auf die Sache) sagen: das kläre ich erstmal klinisch ab. Falls dann noch Fragen offen bleiben, können wir immer noch mit dem Fiberendoskop draufschauen.

Will sagen: Wenn Abbado als bekannter Tiefgänger & Feindifferenzierer Tschaikowskij 3 mit den Chicagoern macht (ist es Zufall, daß das Blech dieses Orchesters den Ruf genießt, den es hat?), dann ist meine Erwartung, vielleicht meine Vorfreude, eine andere, als wenn es Orchester x & Dirigent y wären (ob berechtigt oder nicht).

Wenn ich von allen Profi-Orchestern die gleiche Top-Qualität erwarten kann, was macht dann noch den Reiz aus, sich durch ein Dutzend Bruckner 8 oder Mahler 3 zu hören? Ich bekomme glänzende Augen bei dem Gedanken, wie viele Regalmeter ich da einsparen könnte.

Auch ich denke, daß jede Aussage zu Musik & ihrer Darbietung zunächst einmal subjektiv ist.
Das kleine aber feine Detail, das Philidor hinsichtlich der Trennung von eigenem Empfinden (Geschmack) & Qualität reklamiert, unterstütze ich dagegen ausdrücklich. Weg vom "Das hat keinen Wert", hin zu "Das gefällt mir nicht".

Übrigens: als Kleinigkeitenkrämer vor dem Herrn wäre ich natürlich brennend an der Unterscheidung von "scheinbar" & "anscheinend" interessiert.
Philidor (26.02.2021, 10:01):
Übrigens: als Kleinigkeitenkrämer vor dem Herrn wäre ich natürlich brennend an der Unterscheidung von "scheinbar" & "anscheinend" interessiert.
In einem Forum hilft man sich ... :saint:

"Scheinbar": Es sieht so aus, als etwas so wäre, aber das stimmt nicht.
(Scheinbar war er ein Spezialist auf dem Gebiet, aber es stellte sich heraus, dass seine Zeugnisse gefälscht waren.)

"Anscheinend": Es sieht so aus, als ob etwas so wäre, das ist zwar nicht ganz sicher, aber sehr plausibel.
(Er ist anscheinend ein Spezialist auf dem Gebiet, denn seine Zeugnisse sind hervorragend.)

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (26.02.2021, 10:06):
Wenn der Handwerker einmal mit dem VW-Bus, ein andermal mit dem Polo anrollt, nur mit Zange oder mit dem großen Werkzeugkasten, dann ist seine oder Deine (als Kunde) emotionale Beteiligung beim Ziehen oder Schrauben wohl weniger tief oder mittelbar als wenn 80 Musiker Spätromantik spielen & Du Dir das konzentriert anhörst.
Du kennst meinen Handwerker nicht ... der ist mit vollem emotionalen Einsatz dabei ... das ist "seins" und er ist stolz drauf ... :D
Wenn ich von allen Profi-Orchestern die gleiche Top-Qualität erwarten kann, was macht dann noch den Reiz aus, sich durch ein Dutzend Bruckner 8 oder Mahler 3 zu hören? Ich bekomme glänzende Augen bei dem Gedanken, wie viele Regalmeter ich da einsparen könnte.
Bruckner 8 ist ein gutes Beispiel. Lieferte Solti mit dem Chicago SO in Top-Qualität ab. Erreichte mich aber nicht ... Celi/RSO Stuttgart war etwas weniger brillant, aber ... hmmm ... Sternstunde ... alles freilich nur subjektiv.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (26.02.2021, 10:45):


Franz Schubert : Sinfonien Nr.5 & 6 AD: 1995, Lukaskirche zu Dresden

Staatskapelle Dresden, Sir Colin Davis

Ein weiterer Zyklus wurde von der Staatskapelle Dresden rund 10 Jahre nach der GA unter Blomstedt eingespielt. Dieses Mal mit Sir Colin Davis.

Heute Vormittag war das auch mein Anreiz gewesen, mal diese Zyklen wieder verteilt mir anzuhören. Es fehlen dann noch die Nr.8 und 9 nach alter Zählweise.
Maurice inaktiv (26.02.2021, 12:16):


Franz Schubert : Sinfonien Nr.8, "Unvollendete" & Nr.9, "Große C-Dur" AD: 1965 (Nr.8) & 1969 (Nr.9)

Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

Die "Unvollendete" wird mit viel Leidenschaft gespielt, die "Große C-Dur" haut Karajan im Eiltempo von ca. 46 Minuten weg. Das ist schon recht "zügig". In der EMI-Einspielung sind es immerhin 52 Minuten, also 8 Minuten länger. Abbado und Sir Colin Davis brauchen etwas über 61 Minuten dafür, Wand ist recht stabil.Er schwankt zwischen 52-54 Minuten (je nachdem, welche Aufnahme man heranziehen mag. Mit den Berlinern sind es etwas über 54 Minuten).
Maurice inaktiv (26.02.2021, 14:17):


Gustav Mahler : Sinfonie Nr.5 AD: 2013

WDR-SO Köln, Jukka-Pekka Saraste
Klassiknerd (26.02.2021, 18:00):


Bin drangeblieben:

Heute dann die 4. Sinfonie. Meine Bewertung bleibt positiv. Details erspare ich mir mal.

Aber kleine Anekdote dazu (passenderweise heute im Radio gehört):
Solti hatte wohl durchaus seine Konkurrenz im Blick. Auf jeden Fall kam der Tschaikowsky-Zyklus mit Abbado und dem CSO wohl deshalb zustande, weil Solti keine "Lust" darauf hatte. Obwohl ich Soltis Interpretationen durchaus spannend finde, muss ich sagen, dass sich die Nachwelt über seine Lustlosigkeit freuen kann. Zudem hat er, wenn ich richtig sehe, die letzten Sinfonien trotzdem eingespielt. Die frühen waren ihm velleicht nicht gewichtig genug.
Nicolas_Aine (26.02.2021, 18:03):
freu Dich auf die 5.! Die hab ich als Einzelaufnahme und finde sie ganz fantastisch :)
Philidor (26.02.2021, 19:14):
Fettes Teil.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan
1975
16:45/15:07/26:06/24:06



Dichte Texturen, intensive Linien, kaum lockert sich das Geflecht. So sehr ich Temporelationen und den Aufbau der Steigerungen schätze, so sehr ich die durchaus für meine Ohren sehr überzeugende Darstellung der Größe des Werkes schätze, so sehr bedauere ich, dass der fette Legato-Klang den Blick auf weitere Schönheiten des Werks verstellt. Bin gespalten – einerseits Ströme von Schönheit, welche die Berliner hier entäußern, andererseits aber auch einfach ein morastiger Klang aus Hauptstimme, Bässen und irgendwas dazwischen. Darum ist bei mir ganz oben auf dem Treppchen leider kein Platz für diese Aufnahme. Aber direkt danach …

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (26.02.2021, 19:42):
Habe gerade zum ersten mal das Klarinettenkonzert von Aaron Copland gehört. Ich finde es umwerfend schön und mitreißend. Wieder hat indirekt Paavo Järvi mir Musik nahegebracht.

https://www.youtube.com/watch?v=Fu1ZqTC5RIA
Maurice inaktiv (26.02.2021, 20:51):
Habe gerade zum ersten mal das Klarinettenkonzert von Aaron Copland gehört. Ich finde es umwerfend schön und mitreißend. Wieder hat indirekt Paavo Järvi mir Musik nahegebracht.
Ich habe das Konzert das erste Mal mit Leonard Bernstein gehört. Stanley Drucker war der Solist. Erschienen auf der DGG.
Marcie (26.02.2021, 20:59):
Habe gerade zum ersten mal das Klarinettenkonzert von Aaron Copland gehört. Ich finde es umwerfend schön und mitreißend. Wieder hat indirekt Paavo Järvi mir Musik nahegebracht.
Ich habe das Konzert das erste Mal mit Leonard Bernstein gehört. Stanley Drucker war der Solist. Erschienen auf der DGG.

Stimmt ja, die habe ich auch in einer meiner Bernsteinboxen. Danke für den Hinweis!
Maurice inaktiv (26.02.2021, 21:26):
Stimmt ja, die habe ich auch in einer meiner Bernsteinboxen. Danke für den Hinweis!
Kein Problem. Immer wieder gerne. :beer
Maurice inaktiv (26.02.2021, 21:27):


Leo Weiner : Complete Works for Orchestra, Vol.3

Buapest SO, Valéria Csányi
Maurice inaktiv (26.02.2021, 22:41):


Jean Sibelius : Finlandia, Der Schwan von Tuonela, Valse triste, Tapiola AD: 1984

Berliner Philharmoniker , Herbert von Karajan

Man kann hier ein großartiges Orchester hören, was extrem klangschön diese wunderbare Musik des finnischen Meisters Jean Sibelius präsentiert. Sicher, Karajans früherer Sibelius hatte mehr Ecken und Kanten, aber trotzdem gelingt ihm hier eine faszinierend klingende Musik. Das Orchester geht bis ins leiseste Pianissimo mit. Jede Tempoveränderung (etwa im Valse triste) gelingt traumwandlerisch sicher. Eine CD, die man immer wieder anhören kann.
Maurice inaktiv (26.02.2021, 23:25):


Jean Sibelius : Sinfonie Nr.3, Belsazars Gastmahl & König Christian III - Suite AD: 1989

Finnisches RSO, Jukka-Pekka Saraste

Nochmal Sibelius. Ich bin gerade dazu in der passenden Stimmung.
Maurice inaktiv (27.02.2021, 01:59):


Carl Nielsen : Sinfonien Nr.1 & 2

Royal Danish Orchestra , Paavo Berglund

Ich weiß, die GA von Berglund wird gerne viel gescholten. Vielleicht ist sie in der Tat die Schwächste auch meiner GA der Nielsen-Sinfonien, aber MIR hat sie erst den Blick auf Nielsen ermöglicht. Daher möchte ich Berglunds Einspielungen nicht kritisieren.
Maurice inaktiv (27.02.2021, 08:17):


Franz Berwald : Sinfonien Nr. 1 & 2 :

Danish National Symphony Orchestra, Thomas Dausgaard

In den Tag heute mit einem anderen Franz, dem Franz Berwald.
Maurice inaktiv (27.02.2021, 09:30):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.4 (Novak-Edition) AD: 1990

Wiener Philharmoniker , Claudio Abbado

Alleine die grandiosen Hörner der Wiener sind das Geld wert.
Philidor (27.02.2021, 09:55):
Es-Dur auch hier. Sonnenschein macht gute Laune.

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 ("Rheinische")

Orchestre de la Société des Concerts du Conservatoire
Carl Schuricht
Juni 1953



Sehr feine Aufnahme, imho.

Gruß
Phildor

:hello
Philidor (27.02.2021, 10:23):
Einen Halbton tiefer ging's weiter.

Maurice Ravel: Konzert für Klavier linke Hand und Orchester D-Dur

Michel Béroff
London Symphony Orchestra
Claudio Abbado



Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (27.02.2021, 11:01):


Erwin Schulhoff : Sinfonien Nr.2 (1932) & 5 (1938/39) & Suite für Kammerorchester (1921)

SO des BR ; James Conlon

Man kann nur dankbar sein, wenn sich Dirigenten wie James Conlon für Musik aus der Zeit der Jahrhundertwende bis hin zur Zeit der "Entarteten Kunst" deren Komponisten und Werken widmet. Hier mit dem hervorragenden Orchester des BR. Neben Schulhoff nahm er vor allem Alexander von Zemlinskys Werke auf, aber auch Franz Schreker und Viktor Ullmann.

Da passe ich ja nach Ravel mit Erwin Schulhoff gut rein, was die Zeit angeht.
Andréjo (27.02.2021, 11:10):
Ich weiß, die GA von Berglund wird gerne viel gescholten. Vielleicht ist sie in der Tat die Schwächste auch meiner GA der Nielsen-Sinfonien, aber MIR hat sie erst den Blick auf Nielsen ermöglicht. Daher möchte ich Berglunds Einspielungen nicht kritisieren.
Das war bei mir ganz genauso! :)
Maurice inaktiv (27.02.2021, 11:23):
Das war bei mir ganz genauso!
Freut mich zu lesen :beer Schon komisch, wie sich immer mal wieder die Wege kreuzen.
Philidor (27.02.2021, 11:39):
Hier Lineares.

Johann Sebastian Bach: Die Kunst der Fuge BWV 1080
Contrapuncti I-IX
Canon alla Ottava
Canon per Augmentationem in Contrario Motu
(= CD 1 dieser Aufnahme:)

Evgeni Koroliov, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.02.2021, 12:12):
Eine Aufnahme als unerhöhte Neuentdeckung anzupreisen, bloß, weil ich sie gerade zum ersten Mal gehört habe, versuche ich nach besten Kräften zu vermeiden. Die vermeintliche Neuentdeckung hat ja schließlich schon ein anderer aus einer Bibliothek ausgegraben, ein Verlagslektor ließ sich vom Druck überzeugen, ein Dirigent und ein Ensemble fanden das Stück der Aufführung wert, eine Plattenfirma meinte, damit Geld verdienen zu können ... also, vor unseren Ohren haben viele, viele andere "entdeckt". Und selbst habe ich mich von einer Notiz in einer Zeitschrift anregen lassen, mal hier reinzuhören.

Dennoch fand ich diese Aufnahme sensationell anregend und neu - was freilich nur an meiner eigenen Blödheit liegt. dass ich das Stück vorher nicht kannte.

Paul Wranitzy/Vranický: Sinfonie D-Dur op. 52

Dvořák Chamber Orchestra
Bohumil Gregor



Da das Dvořák Chamber Orchestra offenbar nicht einmal eine eigene Homepage hat, die unter diesem internationalen Namen firmiert, könnte man argwöhnen, dass es ein reines KarteikartenEXCEL-Orchester sein könne.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (27.02.2021, 13:32):
Hach... :love:
Philidor (27.02.2021, 13:34):
Wurde vor etwa zwanzig Jahren bejubelt. - Aber ein tolles Stück, komponiert im Alter von 14-15 Jahren, revidiert mit 17 ... Hammer.

Rued Langgaard: Sinfonie Nr. 1 "Klippenpastorale"

The Danish National Radio Symphony Orchestra
Leif Segerstam



Leif ist Leif.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (27.02.2021, 14:02):
Paul Wranitzy/Vranický: Sinfonie D-Dur op. 52

Dvořák Chamber Orchestra
Bohumil Gregor
Es gibt davon sogar eine Doppel-CD.




Das etwas dubiose Orchester dürfte von der Dvorak-Philharmonie Brünn/Brno herkommen, aber das ist meine Herleitung, wäre aber zumindest naheliegend, wenn es kein reines "Telefonorchester" ist. Doch dafür ist mir die Qualität doch zu gut für. Ich habe die Doppel-CD schon mehrere Jahre in meinem Besitz (seit 2008, wie mir Amazon sagt :D ).

Es gäbe auch noch eine SACD von CPO (Howard Griffiths) und eine CD von Chandos (Matthias Bamert) mit Sinfonien von Vranichy oder Wranitzky, wie die eingedeutschte Schreibweise lautet.
Philidor (27.02.2021, 14:22):
Ich habe die Doppel-CD schon mehrere Jahre in meinem Besitz (seit 2008, wie mir Amazon sagt ).
Sehr fein! Magst Du vielleicht auch etwas zur stilistischen Entwicklung Wranitzkys sagen? Lohnen die früheren Sinfonien das Hören in derselben Weise wie op. 53? Op. 31 soll ja sogar der politischen Zensur zum Opfer gefallen sein ... die zieht mich freilich in besonderer Weise an ... dabei klingt die doch im Titel so völkerverständigend: "pour la paix avec la République française"

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (27.02.2021, 14:28):
Nach dem Klarinettenkonzert, meiner schönsten Neuentdeckung dieser Tage, nun mein Copland-Dauerbrenner:
Klassiknerd (27.02.2021, 14:34):
Nach dem Klarinettenkonzert, meiner schönsten Neuentdeckung dieser Tage, nun mein Copland-Dauerbrenner:


Oh, ja. Ich liebe diese Aufnahme schon sooo lange. Macht immer wieder Spaß, sie zu hören.
Marcie (27.02.2021, 14:43):
Nach dem Klarinettenkonzert, meiner schönsten Neuentdeckung dieser Tage, nun mein Copland-Dauerbrenner:


Oh, ja. Ich liebe diese Aufnahme schon sooo lange. Macht immer wieder Spaß, sie zu hören.
Kennst Du sein Klarinettenkonzert? Wenn nicht, blättere mal zurück, ich hatte gestern einen Youtubelink gepostet. Einfach toll.
Jan Van Karajan (27.02.2021, 15:09):
Nun endlich meine zweite Neuerwerbung:

Frederic Chopin: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 in e-moll, op. 11
Arthur Rubinstein, Klavier

New Symphony Orchestra of London, Stanislaw Skrowaczewski

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich teilweise positiv überrascht bin. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass mich auch der Orchesterpart so sehr überzeugen würde. Erwartet hatte ich, dass der Orchesterpart weniger gut wäre als die Klavierstimme. Es passt aber alles wunderbar, auch wenn Chopin wirklich nur sehr selten für Orchester komponiert hat. Ich dachte zunächst, dass das Orchester kaum eine Rolle spielen würde. Falsch gedacht, alles wunderbar :hello .

Grüße

Jan :hello
agravain (27.02.2021, 16:11):
Nach dem Klarinettenkonzert, meiner schönsten Neuentdeckung dieser Tage, nun mein Copland-Dauerbrenner:


Eine wundervolle Aufnahme der Quelle in den Appalachen. Höre ich oft und gerne. Und schwupps ist sie auf meiner Playlist für morgen.
Philidor (27.02.2021, 16:39):
Hier Froozösisches.

César Franck: Symphonie en ré mineur FWV 48

Philadelphia Orchestra
Eugene Ormandy



Saftig.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (27.02.2021, 17:26):
Magst Du vielleicht auch etwas zur stilistischen Entwicklung Wranitzkys sagen? Lohnen die früheren Sinfonien das Hören in derselben Weise wie op. 53?
"Frühe Sinfonien" ist gut. Wenn ich es richtig sehe, entstand die früheste Sinfonie 1790 (Opus 2), die letzte Sinfonie um 1805 herum (Opus 52). Das ist eine relativ kurze Zeitspanne, gemessen an Haydn etwa. Die früheste Sinfonie (Opus 11) stammt von 1791, sie ist auf der Bamert-CD, aber auch auf der zweiten CD unter Bohumil Gregor drauf. Ich müsste mir diese CD mal wieder anhören. Es ist zu lange her, um das wirklich halbwegs sagen zu können.


Op. 31 soll ja sogar der politischen Zensur zum Opfer gefallen sein ... die zieht mich freilich in besonderer Weise an ... dabei klingt die doch im Titel so völkerverständigend: "pour la paix avec la République française"
Die ist wiederum nur bei Bamert und Griffiths zu finden. Sie wurde per Kaiserlichem Erlass am 20.12.1797 verboten worden aufzuführen, war aber bereits im Druck.

Er dürfte es im Umfeld vom Haydn, Mozart und Beethoven nicht einfach gehabt haben, war aber mit allen drei Komponisten bekannt und teilweise wohl auch befreundet. Doch das wirst Du selbst alles auch wissen.
Philidor (27.02.2021, 17:33):
Vielen Dank für Deine Rückmeldung, lieber (seinerzeit) weltbester Trompeter!
Lohnen die früheren Sinfonien das Hören in derselben Weise wie op. 53?
"Frühe Sinfonien" ist gut.
Nun, "früher" ist mMn nicht unbedingt "früh", auch, wenn es grammatisch freilich der Komparativ ist und auf den ersten Blick "mehr als früh" suggerieren könnte. Aber danke - dann werde ich mal meinen Streaming-Dienstleister in Anspruch nehmen und dem sinfonischen Werke Wranitzkys nähertreten. Bin gespannt!

Hier Altbewährtes:

Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83

Wilhelm Backhaus, Klavier
Wiener Philharmoniker
Carl Schuricht
25./26. Mai 1952


Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (27.02.2021, 17:42):
Und weiter mit Chopin:

Frederic Chopin: Konzert für Klavier und Orchester in f-moll, op. 21
Arthur Rubinstein, Klavier

Symphony of the Air, Alfred Wallenstein

Hier scheint der Solist größeren Raum einzunehmen als im Opus 11. Ein "Virtuosenkonzert" im positiven Sinne.

Grüße

Jan :hello
Marcie (27.02.2021, 18:03):
Auch bewegungslos im Sessel herrlich! ;)
Maurice inaktiv (27.02.2021, 18:22):
Vielen Dank für Deine Rückmeldung, lieber (seinerzeit) weltbester Trompeter!
Bitte behalte jede Art solcher Sätze bei Dir, danke. Du hast mich weder spielen gehört, noch mag ich persönlich solche Bewertungen von Leuten, die mich weder kennen noch mögen. Das wird mir hier sonst echt zu kindisch. Zusammen vom Barhocker gefallen sind wir auch noch nicht. Abstand halten gilt nicht nur beim Einkaufen, sondern auch in den Foren. Das muss auch niemand mehr jetzt weiter hier kommentieren, ich kann das eigentlich erwarten von erwachsenen Leuten.
Philidor (27.02.2021, 18:27):
Bitte behalte jede Art solcher Sätze bei Dir, danke. Du hast mich weder spielen gehört, noch mag ich persönlich solche Bewertungen von Leuten, die mich weder kennen noch mögen. Das wird mir hier sonst echt zu kindisch.
Ups - Entschuldlgung, aber (der echte) Maurice André wurde seinerzeit als weltbester klassischer Trompeter angesehen, nicht wahr? Ich habe Dich sicher nicht veranlasst, dass Du Dich nach diesem benennst, das war Deine Entscheidung.

Oder?

Mit dem freundlichen Gruß eines heute nur als bestenfalls durchschnittlich angesehenen Schachspielers und Mathematikers,

Philidor

:hello
Maurice inaktiv (27.02.2021, 18:32):
Ups - Entschuldlgung, aber (der echte) Maurice André wurde seinerzeit als weltbester klassischer Trompeter angesehen, nicht wahr? Ich habe Dich sicher nicht veranlasst, dass Du Dich nach diesem benennst, das war Deine Entscheidung.
Ich habe geschrieben was zu schreiben war, Du weißt auch, wie Du und wie ich es gemeint habe. Damit sollte das Thema durch sein.
Philidor (27.02.2021, 18:38):
Ich bezog mich alleine auf Deinen Nickname. Sorry, wenn das anders angekommen sein sollte. Jedenfalls ist alles andere Deine Erfindung.
Du hast mich weder spielen gehört
Das weißt Du doch gar nicht. Rhein-Main ist bei mir um die Ecke. Ich arbeite in dieser Region. ;) Wie sagt man heute? "Alder, isch weiß, wo Deine Haus wohnt ..."

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.02.2021, 19:18):
Na ja, was schon …

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Wiener Philharmoniker
Herbert von Karajan
November 1988
16:56/16:25/25:13/23:59



Eine der immer wieder als Referenz gehandelten Aufnahmen des Ausnahmewerks. Immerhin – das Beiheft hat mir eine neue Information gegeben: Das Hauptthema des Kopfsatzes und damit der Sinfonie lässt sich zurückführen auf eine Stelle in der großen Arie des Holländers im ersten Aufzug von Wagners romantischer Oper: „Wann alle Toten auferstehn, dann werde ich in Nichts vergehn“. – Das stellt die von Bruckner selbst so bezeichnete „Todesverkündigung“ in ein anderes Licht.

Den Kopfsatz fand ich einfach großartig. Nochmal mehr aus der Ruhe heraus gestaltet als 1975 in Berlin, nicht so fett im Klang. Das Scherzo ist mir auch hier etwas zu gewichtig, das Adagio auch hier zu emotionslos. Im Finale geht nochmal die Post ab, die Wiedergabe dieses Satzes schließt für meine unmaßgeblichen Ohren dort an, wo HvK und die Wiener im Kopfsatz aufhörten. Grandios disponierter Ablauf.

Dennoch … bei aller sehr gerne zugegebenen Perfektion bleiben bei mir Wünsche offen … nach dem Kopfsatz dachte ich noch „ganz vorne mit dabei“, das hat sich bei den beiden Mittelsätzen leider geändert.

Meine völlig unmaßgebliche Rangordnung der drei vollständigen Aufnahmen des Werkes mit Heribert Karajan, der als Künstlernamen "Herbert von Karajan" führte, wäre also von oben nach unten: Wien 1988 - Berlin 1975 - Berlin 1957. - Die Kriegsaufnahme mit dem Stereo-Experiment werde ich mir sicher nochmal zu Gemüte führen, aber nicht dieser Tage.

Jetzt kommt noch Karli, der Kartoffelsack (O-Ton Celibidache), dann Günter Wand, eine der Ikonen vergangener Jahrzehnte in Sachen Bruckner. Na ja, das war Böhm in Sachen Mozart seinerzeit auch … tempora mutantur et nos mutamur in illis.

Gruß
Philidor

:hello -
Jan Van Karajan (27.02.2021, 19:40):
Auf Anregung Sfantus:

Claude Debussy: Jeux
Orchestre de la Societe des Concerts du Conservatoire, Andre Cluytens

Ich entschuldige mich, tatsächlich habe ich vorhin in Sfantus Thread dieses Werk dem falschen Dirigenten zugeordnet, Conlon ist in dieser Box durch das Ballet "Khamma" vertreten. Ändert allerdings nichts daran, dass mir das Stück sehr gefällt :D

Grüße

Jan :hello
Jan Van Karajan (27.02.2021, 22:04):
Nun wandere ich in höhere Gefilde:

Richard Strauss: Eine Alpensinfonie, op. 64
Staatskapelle Dresden, Rudolf Kempe

Ähnlich wie Debussy war auch Richard Strauss ein absoluter Meister in der Instrumentation seiner Werke. Im Vergleich klingen Strauss Orchesterwerke häufig härter und kräftiger als die von Debussy, allerdings lassen sich auch gewisse Ähnlichkeiten in der Tonsprache feststellen. Immerhin haben beide Wagner sehr bewundert und gewisse Stilmerkmale von ihm übernommen, vor allem im Bezug auf den Umgang mit dem "Instrument" Orchester und in der Vermeidung bestimmter Elemente der Wiener Klassik, zum Beispiel die klare Aufteilung von orchestralen Werken in das symphonische beziehungsweise Sonatenschema. Für beide spielte in gewisser Weise die Programmmusik die größte Rolle. Gewisse Ähnlichkeiten sehe ich also. Ich bin aber natürlich kein Experte und kann mein Empfinden nur anhand von Fachliteratur aus meinem privaten Bestand und meinen subjektiven Hörerlebnissen begründen :) .

Grüße

Jan :hello
tapeesa (28.02.2021, 05:03):
Gioachino Rossini - Aureliano in Palmira

Aureliano - Juan Francisco Gatell
Zenobia - Silvia Dalla Benetta
Arsace - Marina Viotti
Publia - Ana Victória Pitts
Oraspe - Xiang Xu
Licinio - Zhiyuan Chen
High Priest - Baurzhan Anderzhanov

Camerata Bach Choir, Poznań, Virtuosi Brunensis, José Miguel Pérez-Sierra
agravain (28.02.2021, 07:51):
Sonntag.



Reinhard Keiser: Markuspassion

Jan Kobow - Tenor (Evangelist)
Thomas E. Bauer - Bass (Jesus)

Anne Magouët - Sopran
David Erler - Countertenor
Stephan Van Dyck - Tenor

Ensemble Jacques Moderne
Gli Incogniti
Joël Suhubiette
Philidor (28.02.2021, 08:21):
Hier wieder der Stardirigent. Oder besser: Kapellmeister.

Paul Wranitzky/Vranický: Sinfonie C-Dur op. 11

Dvořák Chamber Orchestra
Bohumil Gregor



Das Concerto Köln hatte in den 1990ern eine Menge "Ausgrabungen" vorgelegt, Joseph Martin Kraus, Vanhal, Eberl, Rosetti und einige mehr. Aber das hier finde ich auf den ersten Lausch noch spannender. Endlich mal eine echte Alternative (sagen wir:) zu Haydns Pariser Sinfonien und Mozarts Sinfonien vor den letzten sechs. Auch, wenn dieses Werk eventuell etwas plakativer in seinen Themen und Gesten ist und auch weniger komplex im Tonsatz als op. 52.

Gruß
Philidor

:hello
Klassiknerd (28.02.2021, 10:12):


Sbeius - Symphonische Dichtungen
P. Berglund/K. Sanderling

Den sonnigen Sonntagmorgen mit frischen Klängen aus dem Norden begonnen.
Philidor (28.02.2021, 12:36):
Nicht nur Bruckner konnte Achttausender.

Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244

Peter Pears, Evangelist
Dietrich Fischer-Dieskau, Jesusworte

Elisabeth Schwarzkopf, Sopran (Arien, Pilatus‘ Frau)
Christa Ludwig, Alt (Erste Magd, Pilatus‘ Frau)
Nicolai Gedda, Tenor (Arien)
Walter Berry, Bass (Arien, Petrus)

Boys of Hampstead Parish Church Choir
Philharmonia Choir
Philharmonia Orchestra

Otto Klemperer



Vor Jahren schrob ich mal andernorts dazu:

Bei Klemperer gibt es die ganze Matthäus-Passion ohne Kürzungen. Ca. 3h 45min, also länger als der „Parsifal“ unter Boulez. Die Musik hat in dieser Aufnahme eine strenge Größe. Nichts wäre ferner als süßlicher Passionskitsch oder plüschige Gefühligkeit à la Richter. Ernst, gewaltig, tief – so würde ich den Gesamteindruck beschreiben. Sicher nicht jedermanns Geschmack. Ich fand es sehr beeindruckend.

Wiederum zeigt der Eingangschor wesentliche Züge der Interpretation des ganzen Werkes: In fast zwölf Minuten wird er als dunkles, ernstes Monument gespielt und gesungen. Wie ein unabänderliches Ereignis schreitet die Musik im 12/8-Takt voran. Der Boys of Hampstead Parish Church Choir ist deutlich zu hören, singt seinen Part aber nicht trompetenhaft-triumphal wie der Knabenchor bei Richter 1958.

Die Aussprache des Philharmonia Chorus lässt bisweilen zu wünschen übrig („Quell aller Güter“, „Mir hat die Welt trüg’risch gericht‘“, aber auch in etlichen anderen Chorälen, z. B. „Erkenne mich, mein Hüter“). Ansonsten wurde der Chor m. E. ausgezeichnet auf die riesige Aufgabe vorbereitet und liefert seinen Part mit großer Intonationssicherheit und Homogenität ab, mit voluminösen, aber halbwegs transparentem Klang. Manche Chorstellen werden ungewohnt zart gesungen, etwa zu Beginn des zweiten Teils „Wo hat sich denn dein Freund hingewandt?“

Peter Pears ist für meine Ohren ein großartiger Evangelist, der den Text von der dramatischen Seite her angeht, dabei aber eher langsame Tempi anschlägt. Beste Textverständlichkeit, weitgehende Akzentfreiheit und völlige Beherrschung der unangenehmen Tessitura sind nur Hinweise darauf, dass Pears seine Interpretation nicht durch technische Beschränkungen hat einschränken müssen.

Dietrich Fischer-Dieskau bietet eine eindringliche Darstellung der Jesusworte. Ruhig, zurückhaltend, im besten Sinne gütig, bisweilen geradezu deklamierend („Wahrlich, ich sage euch:“). Herrlich gelungen finde ich insbesondere die Abendmahlsszene. – Ob ein lyrischer Bariton die richtige Besetzung für die Partie ist, ist eine andere Frage. - Harnoncourt hat als erster darauf hingewiesen, dass die drei Basspartien zwar fast identischen Umfang haben (G bzw. A bis e‘), aber dass die Jesusworte „immer wieder den ganzen Tonraum durchmessen, während der Solist des 1. Chores, der ja auch die die Petrus-, Pilatus- und Judasworte zu singen hat, bis weit in den zweiten Teil des Werkes nur bis zum d hinab singt“. Von daher müsste der am dunkelsten klingende Bass des Ensembles die Jesusworte übernehmen. Ohnehin sei Christus die „Basis, das Fundament der neun Solisten“ und von daher die kanonisch tiefste Stimme. (Die Zuweisung „dunkler Bass“ = „Bösewicht“ entlarvt Harnoncourt als Attitüde des 19. Jhds, man denke an Kaspar, Sparafucile, Hagen.)

Elisabeth Schwarzkopf singt ihre Partie völlig makellos. Ein hoher ästhetischer Genuss, der durch Perfektion fasziniert, aber durch die gefühlte Keimfreiheit wirkt es stellenweise gleichzeitig distanziert. Emotionen gibt sie nur in sehr diskreter Form preis. Ich bewundere die technische Leistung und genieße den völlig schlackenlosen Gesang, bin aber nicht immer ergriffen von „her master’s voice“.

Ein Juwel: Die „Erbarme dich“-Arie mit Christa Ludwig, verinnerlicht, ohne jede Larmoyanz, mit einem Grad von angedeuteter Emotion, der mich als Hörer nicht erdrückt, aber berührt. Es ist wie beim Schach: Die Drohung ist stärker als die Ausführung.

Nicolai Gedda ist herrlich anzuhören, pars pro toto nenne ich das Rezitativ „O Schmerz, hier zittert das gequälte Herz“, vor allem die ausdrucksvolle und intensiv ausgesungene Stelle „Er soll für fremden Raub bezahlen“. – Etwas teilnahmslos finde ich bei ihm die Arie „Geduld, wenn mich falsche Zungen stechen“.

Wer Wotan und Kurwenal, Wozzeck und Barak, Masetto und Leporello, Papageno und Scarpia, Sachs und Kaspar und vieles anderes mehr gesungen hat, hat mit ein paar Bach-Arien natürlich keine Probleme. Walter Berry singt vielleicht manchmal zu problemlos, zu glatt, zu schön („Gebt mir meinen Jesum wieder“). Auch er legt die Emotionalität seiner Rezitative und Arien nur wohldosiert offen. Dennoch sehr gut imho!

Die Choräle werden breit, manchmal sehr breit genommen. „Wenn ich einmal soll scheiden“ erklingt im traditionellen Pianissimo. – „Sind Blitze, sind Donner in Wolken verschwunden“ ist zwar ähnlich langsam wie bei Richter. Hatte es aber dort den Beigeschmack des hart Erarbeiteten, des Erzwungenen, so wirken das Tempo und der Gestus hier vollkommen natürlich, gleichwohl wuchtig. – Sehr breit wird der Schlusschor des ersten Teils genommen, gefühlt mit Puls auf Achteln, über elf Minuten lang. – „Barrabam!“ ertönt hingegen kurz und knapp.

Als Continuo-Instrumente werden zwei Cembali verwendet, für jedes Orchester eines (George Malcolm, Viola Tunnard). Bei den Jesusworten übernimmt eine Orgel den Part (Ralph Downes).

Ein wesentlicher Unterschied zu Richter ist, dass Klemperer die Musik nicht um eines behaglichen Wohlklanges willen so breit singen und spielen lässt, sondern dass er die geistige Größe und Tiefe des Werkes erfahrbar macht. In jedem Takt wird der unbedingte Ernst des Interpreten spürbar. Eitelkeit oder eigenwillige Mätzchen wird man im Continuo genauso vergeblich suchen wie anderswo.

Vor allem aber macht Klemperer mit seiner Auslegung des Notentextes klar, dass ihm nichts fremder ist als eine wie auch immer geartete Beliebigkeit. Ich kann nicht genau begründen, woran es liegt, aber die Aufnahme teilt nicht nur die Musik, sondern auch das vollkommene Überzeugtsein des Dirigenten von „seiner“ Interpretation mit – wie so oft bei Klemperer. Ohne Namen zu nennen: Das könnte ich so nicht von jeder flott dahingezappelten HIP-Aufnahme sagen – und auch nicht von jeder nicht-HIPpen.

Die Vokalsolisten sind für meine Ohren ausgezeichnet, allen voran Pears als Evangelist und Fischer-Dieskau für die Jesusworte, dazu ein Solistenquartett herrlicher Stimmen, die ihre Emotionalität mit britisch anmutender Zurückhaltung einbringen. Wirkte dies der genius loci? Insgesamt eine monumentale und in ihrer (äußeren) Breite und (inneren) Tiefe bisweilen verstörende Matthäus-Passion voller Ernst. Sicher keine einzig gültige, einzig denkbare Auffassung, aber eine, die Größe erfahrbar macht – wenn man sich ihr ausliefert. Ich will das Werk nicht immer so hören, doch bin ich froh, dass ich diese Aufnahme im Regal habe. Ein Schatz.

Kann ich heute noch so unterschreiben.

Gruß
Philidor

:hello
Klassiknerd (28.02.2021, 13:22):


Ich bleibe heute erstmal nordisch....

Stenhammar
Sinfonie Nr. 2 + Serenade
Göteborg Sinfoniker
H. Blomstedt
Klassiknerd (28.02.2021, 14:25):


Ich bleibe heute erstmal nordisch....

Stenhammar
Sinfonie Nr. 2 + Serenade
Göteborg Sinfoniker
H. Blomstedt
Jetzt zitiere ich mich mal selber, um öffentlich zu gestehen, dass mich der Schlusssatz der Sinfonie und damit letztlich das ganze Werk mit einem gewissen Fragezeichen zurücklässt.
Der Schlusssatz endete und mein erster Impuls war: Das war es jetzt? Kommt da nichts mehr?

Nein, es kam nichts mher, nur die Serenade halt. Bei mir bleibt der Eindruck von etwas Unfertigem zurück.Ich weiß nicht, was ich erwartet habe und vielleicht ist dieser Eindruck vom Komponisten so auch gewünscht. Keine Ahnung.
Ich werde die Sinfonie zu gegebener Zeit nochmal hören.
Marcie (28.02.2021, 14:28):
Philidor (28.02.2021, 15:13):
Nein, es kam nichts mher, nur die Serenade halt. Bei mir bleibt der Eindruck von etwas Unfertigem zurück.Ich weiß nicht, was ich erwartet habe und vielleicht ist dieser Eindruck vom Komponisten so auch gewünscht. Keine Ahnung.
Lieber Klassiknerd,

da stimme ich Dir zu - dieselbe Erfahrung durfte/musste ich auch machen. Verheißungsvoll geht's los, und vieles klingt ziemlich interessant und auch besser gelungen als in Stenhammars sinfonischem Erstling, aber irgendwie blieb ich "leer" zurück. Schade.
Ich werde die Sinfonie zu gegebener Zeit nochmal hören.
Viel Erfolg!

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (28.02.2021, 15:36):
Nach der 3. Sinfonie höre ich noch das 2. Klavierkonzert:
Philidor (28.02.2021, 15:51):
Hier weiter mit Fugenkunst.

Johann Sebastian Bach: Die Kunst der Fuge BWV 1080

Contrapuncti X-XII
Canon alla Decima
Contrapunctus à 3
Contrapunctus inversus à 3
Canon alla Duodecima in Contrapuncto alla Quinta
Fuga à 3 Soggetti
(= CD 2 dieser Aufnahme:)

Evgeni Koroliov, Klavier
Ljupka Hadzigeorgieva, Klavier 2 (bei Alternativfassungen des Contrapunctus à 3 und des Contrapunctus inversus à 3)



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (28.02.2021, 15:56):
Windward - Duo del Sol
Karen Dannessa (Klarinette), Henry Grabb (Englisch Horn)
Marcie (28.02.2021, 16:22):
Die unbeschreiblich tolle 4. Sinfonie, bei mir stets gänsehauterzeugend.
Philidor (28.02.2021, 16:43):
Hier Froozösisches aus Schweden.

César Franck: Sinfonie d-Moll

Schwedisches RSO
Sergiu Celibidache
live Dezember 1967



Sehr fein.

Gruß
Philidor

:hello
agravain (28.02.2021, 16:59):
Nach dem Klarinettenkonzert, meiner schönsten Neuentdeckung dieser Tage, nun mein Copland-Dauerbrenner:


Eine wundervolle Aufnahme der Quelle in den Appalachen. Höre ich oft und gerne. Und schwupps ist sie auf meiner Playlist für morgen.
Gesagt, getan.
Wunderbar.
agravain (28.02.2021, 17:25):


Sir Edward Elgar: Symphonie Nr. 2 Es-Dur, op. 63

BBC Symnphony Orchestra
Sir Malcolm Sargent

Eine der ganz starken des Aufnahmen des Werkes, finde ich. Vor längerer Zeit habe ich HIER einmal in ein paar dürren Worten erläutert, warum ich zu dieser Einschätzung gekommen bin.
Klassiknerd (28.02.2021, 17:33):


Bruckner
Sinfonie Nr. 7
Concertgebouw Orchstra Amsterdam
B. Haitink

Der Sonntag wird dann gleich mit etwas "Großem" beendet.....
Philidor (28.02.2021, 18:01):
Vor der täglichen B8 noch dicht Geschlungenes.

Max Reger

Fantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46
Fantasie über den Choral "Straf mich nicht in deinem Zorn" op. 40 Nr. 2 (*)
Sonate Nr. 2 d-Moll op. 60

Max Schmeding
Wilhelm-Sauer-Orgel im St. Petri Dom zu Bremen (IV/99)
(*) Wilhelm-Sauer-Orgel in der Erlöserkirche zu Bad Homburg (III+Fernwerk/64)



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (28.02.2021, 18:18):


Giuseppe Verdi/Joseph Méry/Camille du Locle: Don Carlo

Don Carlo - Placido Domingo
Elisabetta di Valois - Montserrat Caballé
La Principessa Eboli - Shirley Verrett
Rodrigo, Marchese di Posa - Sherrill Milnes
Filippo II - Ruggero Raimondi
Il Grande Inquisitore - Giovanni Foiani
Un monaco - Simon Estes
Tebaldo - Delia Wallis
Il Conte di Lerma - Ryland Davies
Un araldo reale - John Noble
Una voce dal cielo - Maria-Rosa del Campo

Ambrosian Opera Chorus
Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden; Carlo Maria Giulini

Sehr stimmige Aufnahme der fünfaktigen italienischen Fassung. Verrett ist eine überragende Eboli, Raimondi klingt für den König etwas zu leichtgewichtig.

Gruß Amonasro
Philidor (28.02.2021, 19:30):
Wow!

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Haas-Fassung

Wiener Philharmoniker
Karl Böhm
Februar 1976
14:51/14:23/27:47/23:00



Auch Böhm scheint das erste Erklingen des Hauptthemas prophetisch zu lesen. Beim nachfolgenden Fortissimo-Einsatz gehen die Schleusen allerdings schon voll auf … dabei stehen nur zwei „f“ in der Partitur … ok, in der Nowak-Ausgabe jedenfalls. Vielleicht hat Haas ja drei daraus gemacht. – Böhm kommt im Laufe des dritten Themas ins Drängen, bis zum Beginn der Durchführung regt er sich wieder ab. Das sind dann schon sehr beschauliche Momente, bis mit den Pizzicati wieder Puls reinkommt. Gefällt mir gut – finde ich schlüssig. Bis kurz vorm Höhepunkt („breit“) lässt Böhm nicht nach, erst die letzten Takte werden Ritardando genommen. Ich bin ja ganz weg … sagenhaft. – Der Höhepunkt des Satzes in der Coda – ja, das ist schon grandios. Geradezu lakonisch der Schluss, ohne ersterbendes Ritardando. Also, hier gibt es imho viel eigene Handschrift. Mir gefällt’s.

In Scherzo und Trio haben mir die Tempobalancen ebenso gut gefallen. Auch hier: An den Fortissimo-Stellen dreht Böhm für meinen Geschmack bisweilen etwas viel auf, der Unterschied zwischen ff und fff wird (mir) bei ihm nicht immer klar.

Böhm bietet eine der breiteren Lesarten des großen Adagios. Abermals fand ich das stimmig, abermals hörte ich die Lautstärkegrade oft am oberen Rand der jeweils vorgegeben Dynamik. Wie Böhm bei aller Tempovariation das Stück in einem großen Fluss mit stets erkennbarem Bezug zum Grundpuls hält, finde ich sehr stark. Ich glaube, da waren bis jetzt nur wenige Aufnahmen dabei, in denen dies erreicht wurde (wenn es denn ein Dirigent überhaupt angestrebt hat; auf Furtwängler, Jochum und Kna trifft das wohl eher nicht zu).

Finale. Gleich mit vollen Segeln … war zu erwarten. Eigentlich nichts Neues: Relativ fest im Tempo, im Zweifelsfalle lieber etwas lauter, für meine Ohren sehr stimmig im Ablauf. Und ganz am Schluss, ja, da legt Böhm tatsächlich noch eine Schippe drauf …

Unterm Strich halte ich diese für eine der herausragenden Aufnahmen des Werkes. Mit den Tempowechselorgien von Jochum et al. hatte Böhm nichts am Hut, seine Tempi sind mMn stets klar auf einen Grundpuls bezogen und die vergleichsweise kleinen Variationen fand ich schlüssig. Um ganz, ganz vorne dabei zu sein (ja, ich weiß, es ist kein sportlicher Wettkampf … also: um sie gegenüber allen anderen vorzuziehen), ist sie mir manchmal etwas zu laut, was auf Kosten der eigentlichen Höhepunkte geht, und mir fehlt entweder die quasi-Spiritualität, die Celi in Stuttgart dem Werk mit gewaltfrei-gewaltigem Spiel angedeihen ließ oder eben eine sehr stimmige Achterbahnfahrt wie bei Fu in Wien 1944 oder eben eine ganz andere, besondere Qualität …

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (28.02.2021, 19:39):
Bei mir läuft momentan die 5. Sinfonie:
tapeesa (28.02.2021, 20:30):
Giuseppe Verdi - Aida
Ignacio Ruffino, Oralia Domínguez, Maria Callas, Mario del Monaco, Roberto Silva, Giuseppe Taddei, Carlos Sagarminaga
Palacio de Bellas Artes Orchestra, Coro del Palacio de Bellas Artes, Oliviero de Fabritiis
Mexico City, 1951
Jan Van Karajan (28.02.2021, 22:31):
Auch bei mir nun diese Aufnahme:

Aaron Copland: Klarinettenkonzert

Stanley Drucker, Klarinette

New York Philharmonic, Leonard Bernstein

Grüße

Jan :hello
Maurice inaktiv (01.03.2021, 02:10):


Friedrich Schneider : Sinfonie Nr. 17 c-moll
Felix Mendelssohn : Violinkonzert in d-moll & Nr.1, c-moll

Cappella Coloniensis , Sigiswald Kuijken + Solist : Hiro Kurosaki (Violine)

Zum Abschluss noch drei Werke sog. "Wunderkinder", die bereits im Teenageralter Sinfonien geschrieben haben.
agravain (01.03.2021, 10:20):
Nun Uraltes - Musik (eventuell) zur Krönung von Edward dem Bekenner.



Music for a King - The Winchester Troper

Discantus
Brigitte Lesne
palestrina (01.03.2021, 11:23):


Giuseppe Verdi - Aida
Ignacio Ruffino, Oralia Domínguez, Maria Callas, Mario del Monaco, Roberto Silva, Giuseppe Taddei, Carlos Sagarminaga
Palacio de Bellas Artes Orchestra, Coro del Palacio de Bellas Artes, Oliviero de Fabritiis
Mexico City, 1951

Auszüge daraus kannte ich, aber habe die Aufnahme noch nie ganz gehört. Bei der Aufführung wäre ich liebend gerne dabei gewesen. Ich glaube den Künstlern jedes Wort.
Kopf komplett ausgeschaltet. Das kommt weit jenseits der personalen Ebene an. Da verselbständigt sich etwas für meine Begriffe.

Gibt auch ein Remastering - über die verschiedenen CDs habe ich keinen Überblick, tut für den Moment auch nicht not. Die Aufnahme hat - so wie sie ist - für mich sehr viel Charme.

Genug der Worte.
Hallo tapesa, ich gebe dir trotzdem einen Überblick, ich habe mir den Klste gleich nach Erscheinen 2017 zugelegt und habe es bis HEUTE nicht bereut, gerade und im speziellen bei den LIVE Aufnahmen!
Auch das Bildmaterial und die 3 DVDs sind erstklassig, da hat sich Warner mächtig ins Zeug gelegt, denn das Ergebniss ist sensationell!

Der Flammen-Koffer




Rezension...
Rondomagazin

Die Tuben Auschnitte sind sehr kurz aber interressant!

YouTube
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LG palestrina
Andréjo (01.03.2021, 11:24):


Mein Cover. Da scheint es eine ganze Reihe zu geben, wo die dritte Sinfonie mit Bernstein enthalten ist. Eines der quasi seriösesten Werke Coplands. Die berühmte Fanfare gehört zur Thematik des Finalsatzes.
Maurice inaktiv (01.03.2021, 13:04):


Georg Philipp Telemann : 3 Darmstädter Ouvertüren AD: 1998

Kölner Kammerorchester, Helmut Müller-Brühl

Auch fast 20 Jahre später lassen sich diese Einspielungen wunderbar anhören. Damals nicht ohne Grund mit dem "Cannes Classical Award 2001" ausgezeichnet, dazu von der internationalen Presse hochgelobt, war es eine meiner ersten Telemann-Einspielungen gewesen. Ich habe sie viele Jahre nicht mehr gehört.
Maurice inaktiv (01.03.2021, 14:57):


Karol Rathaus : Sinfonie Nr.1 AD: 1996

Deutsches SO Berlin, Israel Yinon

Auch hier wieder ein ganz hervorragender Komponist, dem das 3. Reich wohl die Karriere gekostet hat. Rathaus (1895-1954) wurde in Tarnopol geboren, was damals noch zu Österreich-Ungarn gehörte. Alleine die Geschichte der Stadt Tarnopl (oder Tarnopil) wäre einen eigenen Thread wert, aber dann wäre das hier das falsche Forum für. 1772-1867 (mit der Unterbrechung von 1809-1815 durch den Frieden von Schönbrunn) zum Kaiserreich Österreich und dann von 1867-1918 zum Österreich-Ungarischen Kronland Galizien gehörig, begann bereits in seiner Jugend zu komponieren. 1913/14 ging er nach Wien zur Akademie für Darstellende Kunst. Dann musste auch er seinen Kriegsdienst leisten.

1919 wurde er der Lieblingsschüler Franz Schrekers in Berlinan der Hochscule für Musik. Nach dem Abschluss seines Studiums wurde er sofort Lehrer für Komposition und und Musiktheorie an der gleichen Hochschule. Seine 1.Sinfonie entstand bereits 1922, als er noch bei Schreker studierte. Das Werk konnte aber erst am 11.Januar 1926 in Darmstadt uraufgeführt werden. Das Werk wurde damals heftig diskutiert und vom Publikum weitgehend abgelehnt. Sicher, es ist teilweise recht dissonant, auch rhythmisch sehr anspruchsvoll, aber doch auch wiederum meiner Meinung nach in der Tradition Mahlers und seines Lehrers Schreker stehend.

1933 ging er nach Paris, 1934 nach London, dann nach New York, wo er auch verstarb.
Amonasro (01.03.2021, 15:47):


Dmitri Schostakowitsch: Sinfonien Nr. 5 & 6

WDR Sinfonieorchester, Rudolf Barshai

Gruß Amonasro
tapeesa (01.03.2021, 17:32):
Friedhelm Döhl - Medea; Oper in 3 Akten, Gesamtaufnahme
Text: Friedhelm Döhl, Franz Grillparzer

Hans Georg Ahrens, Helen Centner, Attila Kovács, Brenda Roberts, Margaret Russel, Mario Taghadossi, Roar WikUwe Asmus (Sprecher / Erzähler)
Philharmonisches Orchester und Philharmonischer Chor Kiel, Klauspeter Seibel
agravain (01.03.2021, 18:38):
Hier gibt es:



Jean Sibelius: Symphonie Nr. 1 e-Moll, op. 39

Wiener Philharmoniker
Leonard Bernstein

Natürlich kann man an Bernsteins Technicolor-goes-Cinemascope-Ansatz herumkritteln. Ich kann diese geradezu orgiastische Aufnahme eigentlich immer hören - wohl wissend, dass man das durchaus ganz anders spielen lassen kann. Das tut meinem Genuss an dieser Stelle allerdings keinen Abbruch.
Philidor (01.03.2021, 19:54):
Moderner Bruckner der späten 1970er. Liebe zur Phrase, Verzicht auf manipulative Überwältigung.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester
Günter Wand
Mai/Juni 1979
15:48/15:04/26:10/24:24



Was bei Solti und Böhm erahnbar war, wird hier in Perfektion exekutiert: Die möglichst objektive Wiedergabe des Notentextes. Keine Accelerando-Ritardando-Erfindungen, geboren aus dem Ego eines Dirigenten, keine Versuche, das Publikum durch schiere klangliche Überwältigung einer primär dramatisch angelegten Dynamik-Strategie zum Schlussapplaus zu nötigen.

„Ich bin ein Kapellmeister und muss darauf achten, dass alles so gespielt wird, wie es da steht“ – so Günter Wand über sein Wirken. Nun, es ist freilich klar, dass man nicht „nicht interpretieren“ kann. Nur spielen zu lassen, „wie es da steht“, wäre viel zu wenig. Ganz einfach: Der Kopfsatz beginnt mit den ersten vier Hörnern, zwei spielen klingend „f“, zwei „f1“, dazu spielen die beiden Violingruppen, die auf „f1“ tremolieren. Alle haben „pianissimo“ notiert. – Wie ist das Verhältnis der Lautstärke der Hörner zu den Violinen? Beide „gleich laut“, weil beide pianissimo haben? Oder die Hörner eher als Grundierung, als nicht hervortretende Einfärbung des Violintremolos, als wagnerischer Mischklang? Oder soll der Hornklang sich als Spaltklang deutlich vom Klang der Streicher abheben? Da muss man dem Orchester schon sagen, wie man es gerne hätte … in der Partitur steht es jedenfalls nicht. Für meine Ohren dominieren bei Wand die Hörner, klanglich ist es ein Spaltklang. Legitim! Ein Pianissimo für ein Horn ist eben nicht dasselbe wie für die Violinen. – Dann die ersten beiden Töne in Celli und Bässen, Pause, dann der zweite Einsatz mit einer Phrase. Diese ist anfangs mit „Crescendo“- und zum Ende hin mit „Decrescendo“-Gabeln bezeichnet. Pianissimo geht es los. Aber wie laut soll das Crescendo werden? Irgendetwas zwischen pp und p? Oder klares p? Oder gar mf oder mehr? Steht nicht da – der Dirigent muss entscheiden. Wand entschied sich (für meine Ohren) für „knapp Mezzoforte“ und ließ dem Zentralton der Phrase noch einen (in der Partitur nicht notierten) Akzent mitgeben. Also, das „spielen, wie es da steht“ wäre nochmal kritisch zu hinterfragen. – Selbstverständlich war Wand klar, dass das unbefriedigend wäre.

Wo andere vielleicht vor allem die Dramaturgie „im Großen“ herausputzen wollten und das Tempo in den Dienst der Überwältigung des Zuhörers stellten, widmete sich Wand eher den kleineren Bausteinen, den Phrasen, den Dialogen zwischen Instrumenten und Instrumentengruppen. Und die Phrasen kann ich bei Wand nicht anders als „beseelt“ bezeichnen. Wer redet da noch von brucknerschen „Kuben“ und „Quadern“? Das sind atmende Wesen, die sich hier zum Ganzen eingliedern. Liebe zur Phrase, Verzicht auf manipulative Überwältigung , so würde ich das Spiel beschreiben wollen. Dazu kommt eine dank entfetteten Klangs und liebevoller Phrasierungen mögliche hohe Transparenz der Verläufe, auch im Tutti, was meine Ohren vor allem im Scherzo samt Trio schätzten. Man höre, wie fast beiläufig der Höhepunkt am Ende der Exposition des Kopfsatzes genommen wird – Lautstärke ist Nebensache.

Ich kann gut nachvollziehen, dass dieser Ansatz vor dem Hintergrund von Furtwängler, Knappertsbusch, Jochum und auch Karajan als neu und gültig wahrgenommen wurde, dass man diese Aufnahmen mangels eines direkt ins Ohr springenden Dirigenten-Egos als zeitlos eingestuft hat. Und ich bin gerne mit Wand durch das Werk spaziert. Aber eben: Spaziert – ein geführter Spaziergang mit vielen schön gestalteten Phrasen links und rechts des Weges, habe das Werk betrachtet, betroffen hat es mich nicht. Der Höhepunkt am Schluss des Kopfsatzes überwältigt nicht. Alles wirkt bei aller Schönheit und Korrektheit ein wenig distanziert. Nur dabei statt mittendrin. Sicher, Ende der 1970er, Anfang der 1980er mag das neu und modern gewirkt haben, Bruckner quasi entrümpelt von historisch-geistesgeschichtlichen Altlasten. Begeisterung? Seinerzeit gut nachvollziehbar.

Ich bin auf die späteren Aufnahmen gespannt, Lübeck 1987 (lange Zeit meine Lieblingsaufnahme des Werks) und Berlin 2001 stehen im Regal, die Aufnahme der Achten aus München ist strömend verfügbar. Hoffentlich hat da nicht ein Kritiker vom anderen die Lobeshymnen abgeschrieben, sondern seine eigenen Eindrücke gesammelt, reflektiert und formuliert …

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (01.03.2021, 20:20):
Pēteris Vasks -
"Tālā gaisma" (Fernes Licht)*, Konzert für Violine und Streichorchester (1997) (Georgisches Kammerorchester Ingolstadt)
Vox Amoris*, Fantasie für Violine und Streichorchester (2009) (Chaarts Chamber Artists)

Giya Kancheli -
Chiaroscuro* für Violine und Orchester (2010), (Andreas Fleck, Chaarts Chamber Artists)

*Sebastian Bohren (Violine)

und:

Elusive Affinity

Johann Sebastian Bach - Konzert in g-moll BWV 975 (nach Vivaldi RV 316) II. Largo +
Konzert in d-Moll BWV 974 (nach A. Marcello: Oboenkonzert in d-Moll S. Z799), II. Adagio
Alfred Schnittke - 5 Aphorismen für Klavier
Giya Kancheli - Klavierstücke Nr. 15 + 23
Rodion Schtschedrin: Diary - 7 Stücke für Klavier
Arvo Pärt - Variationen zur Gesundung von Arinuschka
Wolfgang Rihm: Zwiesprache I - V für Klavier

Anna Gourari, Klavier
Amonasro (01.03.2021, 20:50):
Aus der Mediathek von Arte:

https://www.arte.tv/de/videos/100855-001-A/giuseppe-verdi-aida/

Giuseppe Verdi/Antonio Ghislanzoni: Aida

Il re - Soloman Howard
Amneris - Ksenia Dudnikova
Aida - Sondra Radvanovsky
Radamès - Jonas Kaufmann
Ramfis - Dmitry Belosselskiy
Amonasro - Ludovic Tézier
Un messaggero - Alessandro Liberatore
Una sacerdotessa - Roberta Mategna

Chœurs de l’Opéra national de Paris
Orchestre de l’Opéra national de Paris, Michele Mariotti
Inszenierung: Lotte de Beer

Paris, 2021

Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (02.03.2021, 01:45):


Albert Schweitzer Oktett : Harmoniemusiken zu Bizets "Carmen", Nicolais "Die Lustigen Weiber von Windsor" und Mozarts "Titus" AD: 1997

Mal ungewohntes Programm von mir, aber mir war mal danach.
tapeesa (02.03.2021, 09:46):
Igor Strawinsky - Oedipus Rex, Opern-Oratorium in zwei Akten
Libretto: Jean Cocteau (nach Sophokles)

Martha Mödl, Peter Pears, Heinz Rehfuss, Otto von Rohr, Helmut Krebs
Sprecher: Werner Hessenland

Verstärkter Männerchor des Nordwestdeutschen Rundfunks, Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, Igor Strawinsky
(Aufzeichnung vom 08.10.1951)

https://opera-guide.ch/operas/oedipus+rex/libretto/de/
agravain (02.03.2021, 10:33):
Gestern Abend lief noch:



Anton Bruckner: Symphonie Nr. 8 c-Moll WAB 108

The Cleveland Orchestra
Christoph von Dohnányi

Hm. Eine überaus korrekte Sache. Tolles Orchester. Klanglich bestens. Wenig, woran man herummäkeln könnte, meine ich.
Und dennoch verbleibt bei mir der Eindruck einer insgesamt distanzierten Angelegenheit, bei deren Hören mich emotinal eigentlich nichts erreicht.

Ganz anders diese Aufnahme, die ja wegen HvKs Darstellung des letzten Satzes gern und viel bekrittelt wurde und wird. Und in der Tat kann man sich sicher darüber streiten, ob dem Meister aus Anif hier nicht irgendwie das "Allegro" abhanden gekommen und zu sehr vom "moderato" verdrängt worden ist. Und dennoch packt mich der angestrebte und auch erzielte Effekt hier immer wieder. Eine Besserung gelobe ich aber nicht, zumal mir auch das, was ich vor dem Finale höre viel zu gut gefällt.



Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 43

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan
Marcie (02.03.2021, 13:32):
Bei mir läuft die Romanze D-Dur für Violine & Orchester:
Maurice inaktiv (02.03.2021, 14:15):


Karol Rathaus : Sinfonien Nr.2 & 3 : AD: 2002

Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt , Israel Yinon

Die 2.Sinfonie wurde bei ihrer Uraufführung in Frankfurt 1924 bereits heftig zerrissen. Es gab einen handfesten Skandal. Es wurden zwei ultramoderne Stücke aufgeführt: Alban Bergs drei Bruchstücke aus dem "Wozzeck", die ein voller Erfolg wurden, während man bei Rathaus' 2.Sinfonie auf ein sehr geteiltes Echo schließen musste. Von totaler Ablehnung bis hin zu großer Begeisterung war alles dabei.

Ich muss selbst sagen, dass diese Sinfonie hart an der Grenze steht, damals sicher das Modernste war, was man anzubieten hatte.

Die 3. Sinfonie mag nicht mit der modernen Nummer Zwei mithalten können, gerade wenn man die Zeit (1942/43) mit berücksichtigt, als es in der ganzen Welt nur Mord, Zerstörung, Verfolgung und Folterung gab. Vielleicht hätte man da "mehr" erwarten können, nach den beiden geradezu avantgardistischen Sinfonien zuvor.

Man muss aber vor allem Dirigent und Orchester ein großes Lob aussprechen. Yinon, der leider viel zu früh verstorben ist, setzte sich unermüdlich für die vergessenen Werke der verfolgten Künstler ein. Das Orchester zeigt sich den enormen Anforderungen der Werke äußerst souverän gewachsen, da konnte wohl wirklich ausführlich geprobt werden für.

Klassik-Heute-de vom 11/2004 schrieb dazu : Eine ganz vorzügliche Veröffentlichung zur Erinnerung an Karol Rathaus - dem möchte ich nichts mehr hinzu fügen.
tapeesa (02.03.2021, 17:21):
Wolfgang Amadeus Mozart - Klaviersonate A-Dur, KV 331, "Alla Turca"
Maria Yudina (Klavier)
Klassiknerd (02.03.2021, 17:44):


Hieraus:
Bruckner Sinfonie Nr. 0
Concertgebouw Orchestra
B. Haitink


Die Nullte kommt bei mir selten zu Gehör. Heute war es mal wieder Zeit. Bei Bruckner stellt sich häufig die Frage, war er selbst mit einem Werk oder Teilen eines Werkes unzufrieden oder ist er einfach zu schnell Kritik von außen gefolgt.Für mich kann ich sagen, die Nullte wird wahrscheinlich nie eine große Rolle für mich speilen. Manches im Detail gefällt mir, aber es fehlt mir doch der Eindruck eines organischen Ganzen.
michael74 (02.03.2021, 18:04):


Hieraus:
Bruckner Sinfonie Nr. 0
Concertgebouw Orchestra
B. Haitink


Die Nullte kommt bei mir selten zu Gehör. Heute war es mal wieder Zeit. Bei Bruckner stellt sich häufig die Frage, war er selbst mit einem Werk oder Teilen eines Werkes unzufrieden oder ist er einfach zu schnell Kritik von außen gefolgt.Für mich kann ich sagen, die Nullte wird wahrscheinlich nie eine große Rolle für mich speilen. Manches im Detail gefällt mir, aber es fehlt mir doch der Eindruck eines organischen Ganzen.
Hallo Klassinerd,

sehr merkwürdig, denn ich habe mich heute in einen Park gesetzt und die Nullte gehört..schön und schöner Sonnenschein ☀️

Gruß Michael
Amonasro (02.03.2021, 18:15):
"Dormons, dormons tous!" :sleeping:



Jean-Baptiste Lully/Philippe Quinault: Atys

Atys/Le Sommeil - Romain Champion
Sangaride/Flore - Bénédicte Tauran
Cybèle/Melpomène - Amaya Dominguez
Célénus/Phantase - Aimery Lefèvre
Doris/Iris - Maud Ryaux
Mélisse - Maïlys de Villoutreys
Idas/Phobétor/Sangar/Le Temps - Matthieu Heim
Morphée/Un Zéphyr - Vincent Lièvre-Picard

Le Chœur du Marais
La Simphonie du Marais, Hugo Reyne

Sehr schöne Aufnahme der "Oper des Königs", Reynes Interpretation ist in den Rezitativen und Divertissements lebhafter als Christie, dem dafür die berühmte Schlafszene stimmungsvoller gelingt. Reynes Orchester ist kleiner, was aber nicht schadet.

Gruß Amonasro
Philidor (02.03.2021, 19:17):
"Dormons, dormons tous!"
Nicht jetzt, da sich Großes mit besonderer Aura ereignet:

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks
Günter Wand
live Lübecker Dom 22./23. August 1987
16:50/15:37/28:29/25:15



Ausgerechnet bei Wands Bruckner-Wiedergaben von Weihrauch zu sprechen, scheint sich zu verbieten, doch die hallige Akustik des Lübecker Doms evoziert das Bild so mächtig, dass es noch falscher wäre, dies mit Rücksicht auf den Nimbus des Dirigenten zu verschweigen. Nun ist diese gewaltige Backsteinkirche obendrein ein evangelisches Gotteshaus, so dass es schon zwei gute Gründe gäbe, dieses Beinahe-Schimpfwort wegzulassen. Dennoch: Der Hall scheint mir den Klängen eine Aura zu verleihen, die nicht aus dieser Welt stammt. Freilich ist das nur meine unreflektierte Empfindung, aber ich sage auch, dass ich dies bei diesem Werk als sehr passend wahrnehme. Wands Darstellung erhält eine zusätzliche Dimension, die ich in der Kölner Studioaufnahme vermisst habe. Darüber hinaus scheinen mir die Phrasen noch deutlicher modelliert zu sein, persönlicher, liebevoller, so dass ich gar nicht mehr von Distanz sprechen mag. Diese Aufnahme kann mich berühren.

Dass Wand sich mehr Zeit nahm als achtzehn Jahre vorher beim WDR, mag man für eine Konzession an die Akustik halten. Doch die Feststellung, dass er knapp dreizehneinhalb Jahre später in Berlin die drei schnellen Sätze nochmal langsamer nahm als in Lübeck, deutet an, dass Wands Bruckner-Bild Veränderungen unterworfen war und dass das „wie es da steht“ stets neu erforscht wurde. Denn die Philharmonie in der Herbert-von-Karajan-Straße 1 bot deutlich geringere Nachhallzeiten, die sicher näher bei denen in Köln lagen als bei denen im Dom der Hansestadt.

Raumbedingt ist die Durchhörbarkeit nicht so herausragend gut wie in der älteren Aufnahme. Dafür entfalten die Höhepunkte große Wucht, gerade in den gewaltigen letzten beiden Sätzen. Es scheint ratsam, den Lautstärkeregler in Griffweite zu halten.

Diese Aufnahme stelle ich für mich mal vorsichtig neben diejenigen von Furtwängler (Wien 1944) und Celibidache (Stuttgart 1976) …

(Kleine Erkenntnis am Rande: Das Beiheft weist darauf hin, dass die letzten drei Töne des Werks, das Unisono e – d – c, auf die letzten drei Töne des Kopfes des ersten Themas im Kopfsatz bezogen sind: d – des – c).

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (02.03.2021, 19:20):
Das 2. Klavierkonzert aus diesem günstigen, aber gelungenen Set:
Jan Van Karajan (02.03.2021, 22:33):
Hier nun Symphonisches:

Franz Schubert: Symphonie Nr. 2 in B-dur, D 125

Chamber Orchestra of Europe, Claudio Abbado

Schubert war mir vorher vor allem durch die Wandererfantasie und diverse Kunstlieder ein Begriff, bis ich zum Geburtstag dieses Set bekam. Die Symphonien sind so lyrisch und schwungvoll, dass sie immer mehr Platz in meinem Hörreportoire einnehmen, wo ohnehin symphonische Musik den größten Raum einnimmt.

Grüße

Jan :hello
Maurice inaktiv (02.03.2021, 22:40):
Schubert war mir vorher vor allem durch die Wandererfantasie und diverse Kunstlieder ein Begriff, bis ich zum Geburtstag dieses Set bekam. Die Symphonien sind so lyrisch und schwungvoll, dass sie immer mehr Platz in meinem Hörreportoire einnehmen, wo ohnehin symphonische Musik den größten Raum einnimmt.
Sie sind es auch wert gehört und gespielt zu werden. Und Abbados GE ist wirklich sehr gut dafür geeignet.
Jan Van Karajan (02.03.2021, 22:53):
In der Box sind auch noch andere Interessante Werke enthalten, zum Beispiel zwei Messen und die Bühnenmusik zu "Rosamunde". Demnächst werden noch die Klaviersonaten und die Streichquartette in meinem Einkaufskorb landen :)
agravain (03.03.2021, 09:15):
Gestern Abend lief noch:


English Royal Funeral Music

Vox Luminis
Lionel Meunier

Auch diese CD dieses herausragenden Ensemble ist ein kleines Wunder. Diese Musik, die dereinst anlässlich des Begräbnisgottesdienstes von Queen Mary 1695 gesungen und gespielt wurde, ist enorm intensiv. Vox Luminis' Darstellung ist nicht nur vorbildlich, sondern in meinen unbedarften Ohren geradezu ideal. Die "Dirge Anthems" von Thomas Morley habe ich kaum je berührender gehört (auch wenn beispielsweise McCreeshs Aufnahme mit dem Gabrieli Consort auch schon sehr hörenswert ist). Also: Hammer.

Heute früh lief dann Filmmusik von Bax: seine Paritur zu meiner liebsten "Oliver Twist"-Verfilmung. Richtig: David Lean, 1948.



Sir Arnold Bax: Oliver Twist. Complete original score for the film by David Lean

BBC Philharmonic
Rumon Gamba

Und jetzt? Mahler mit "Glorious John".



Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 D-Dur

New York Philharmonic
John Barbirolli
Maurice inaktiv (03.03.2021, 09:31):


Baroque Bohemia : Werke von Vanhal, Dusek, Brixi und Anton Wranitzky

Vanha l: Sinfonie in g-moll
Brixi : Konzert in C-Dur für Cembalo
Dusek ; Sinfonie in C-Dur
Wranitzky : Sinfonie in c-moll

Tschechische Kammerphilharmonie , Vojech Spurny (Leitung und Cembalo)

Leider ist die Reihe sehr sparsam mit Angaben zu den Werken. Dafür bekommt man doch einige selten zu findende Komponisten und Werke zu hören.
Maurice inaktiv (03.03.2021, 10:21):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.1 , "Linzer Fassung" 1865/66

Mozarteumorchester , Ivor Bolton

Im Vergleich zu Abbado ist Bolton ca. 3 Minuten langsamer sehe ich gerade.
Maurice inaktiv (03.03.2021, 11:42):


Carl Ph. E.Bach : Sinfonien Wq 173-175, 178 und 180 AD: 1996
Les Amis de Philippe , Ludger Rémy

Bester "Sturm und Drang", mit einem bekannt hervorragendem Ensemble. Sehr spritzig, das Ganze. Auch klangtechnisch exzellent eingefangen. Entstanden sind die Werke hier zwischen 1741 und 1758, so das Booklet.
tapeesa (03.03.2021, 12:59):
(Oliver Twist gehörte zu meinen Kindheits-Literatur-Favoriten. Ich weiß nicht, wie oft gelesen. Letztes Jahr habe ich mir eine ungekürzte Lesung gekauft).

Jean-Baptiste Lully - Atys - Akt V, 8., Je commence à trouver
Les Arts Florissants, William Christie
Maurice inaktiv (03.03.2021, 13:33):


Ernst Toch : Sinfonie Nr.1, op. 72

Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin, Alun Francis

So, da beginne ich also mit den Sinfonien von Ernst Toch. Ich werde sie auch in der richtigen Reihenfolge anhören, also nicht nach den CD-Formaten. Mal schauen, ob ich den Zugang finde dazu.
Marcie (03.03.2021, 14:26):


Ernst Toch : Sinfonie Nr.1, op. 72

Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin, Alun Francis

So, da beginne ich also mit den Sinfonien von Ernst Toch. Ich werde sie auch in der richtigen Reihenfolge anhören, also nicht nach den CD-Formaten. Mal schauen, ob ich den Zugang finde dazu.
Berichte mal, das Set steht bei mir auch noch ungehört rum...
Maurice inaktiv (03.03.2021, 14:31):


Erwin Schulhoff : Sinfonien Nr.2 & 3

Tschechische Staatsphilharmonie Brünn , Israel Yinon

Passend zu Toch noch eine CD mit Musik aus der Zeit der "Entarteten Kunst", nun mit Erwin Schulhoff, den man 1942, der bereits die Ausreisepapiere nach Russland in den Händen hatte, aber durch den Ausbruch des Krieges mit Russland in Prag interniert wurde. Er verstarb am 18.August 1942 auf der Wülzburg in Bayern, wo man ihn hin deportiert hatte. Dort wurden wichtige Kriegsgefangene und auch andere wichtige Personen gefangen gehalten, darunter etwa auch Charles de Gaulle.

Schulhoffs Sinfonien galten damals - 1932 und 1935 - als ultramodern. Er verwandte als einer der ersten modernen Klassik-Komponisten auch Elemente des Jazz in seinen Werken. Es sind sehr eindringliche Sinfonien, die auch das Unheil des Dritten Reiches in Form von harter, fast schon brutaler Musik im Marschrhythmus beschrieb. Das kann man vor allem im ersten Satz der 3.Sinfonie hören.
Maurice inaktiv (03.03.2021, 14:32):
Berichte mal, das Set steht bei mir auch noch ungehört rum...
Ich klaue das mal aus einem anderen Forum, aber es ist mein Eintrag dort, also nicht von einem Kollegen dort verfasst.


Ernst Toch : Sinfonie Nr.1, op. 72

Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin, Alun Francis

Toch (1887 - 1964) schrieb seine 7 Sinfonien - und damit genau so viele wie etwa Jean Sibelius oder Sir Arnold Bax, in der Zeit von 1950 bis 1964, also in der Spätzeit seines Lebens.Er studierte in Frankfurt am bekannten Dr.Hochs Konservatorium von 1909-1913 Komposition und Klavier. Sofort wurde er 1913 an die Musikhochschule nach Mannheim gerufen, um genau diese Fächer dort zu unterrichten.

Tochs 1.Sinfonie ist viersätzig. Allerdings kann man keinen der Sätze in uns bekannte Formen unterteilen. So ist der erste Satz dreiteilig und wirkt sehr kammermusikalisch, einer Form, die er perfekt beherrschte. Der zweite Satz hat eine kurze Einleitung, der das Hauptthema folgt, welches durch die einzelnen Stimmen hindurch "wandert". Der dritte Satz hat eine langsame Flöten-Einleitung, das Tonmaterial ist chromatisch angelegt. Der Finalsatz beginnt mit einer Art Trompeten-Fanfare, doch anschließend wird es wieder ruhiger. Das Trompeten-Signal wird dann erneut als Variation von der Solo-Trompete immer leiser werdend gespielt. Dann übernehmen Streicher und Flöten. Hier wechseln ruhige Passagen mit vollen Orchesterpassagen ab.

Das Werk wurde bei der Uraufführung 1950 in Wien durch die Wiener Symphoniker unter Herbert Häfner ein voller Erfolg.
Marcie (03.03.2021, 15:00):
agravain (03.03.2021, 15:46):
Ich bin zunächst bei der Kombination Mahler-Barbirolli hängengeblieben.



Gustav Mahler: Symphonie Nr. 3

Lucretia West - Alt
Frauen- und Knabenchor der St. Hedwigskathedrale, Berlin
Berliner Philharmoniker
Sir John Barbirolli

Es könnte schlimmer kommen. :D Nein, im Ernst: Ich habe die Aufnahme gern gehört. Ich mag ja auch den in verschiedenen (eher technischen) Punkten angreifbaren BBC-Mitschnitt. Beide zeigen - meine ich - höchst interessante, integre und bereichnernde Ergebnisse der intensiven Beschäftigung Barbirollis mit Mahler.

Nun wieder Musik von Janne aus Finnland.



Jean Sibelius: Symphonie Nr. 3 C-Dur, op. 52

London Symphony Orchestra
Anthony Collins

Herrlich kompakt und ohne verschlepptes Andantino.
tapeesa (03.03.2021, 16:24):
Sofia Gubaidulina - Fachwerk & Silenzio
Geir Draugsvoll (Bayan), Anders Loguin (Percussion), Geir Inge Lotsberg (Violine), Øyvind Gimse (Cello)
Trondheim Symphony Orchestra, Øyvind Gimse
Klassiknerd (03.03.2021, 17:21):


H. Brian - Sinfonien 8, 21 + 26


Erstmalig diesen Komponisten gehört. Hat mich positiv überrascht. Zumindest in diesen Sinfonien zeigt sich eine sehr individuelle Klangsprache. Wenn man Elgar oder Vaughan-Williams jetzt mal als typische englische Kompinisten versteht, dann unterscheidet sich Brian hörbar von diesen. Eine sehr farbenreiche Instrumentierung, aber auch rhythmisch sehr prägnant und pointiert. Nicht unbedingt die großen Melodiebögen, eher Fragmente, die kontrastreich gegenber gestellt werden. Teilweise scharf dissonante Passagen. Das ist zumindest mein erster Eindruck. Nochmaliges Hören ist sehr wahrscheinlich....
tapeesa (03.03.2021, 17:43):
Ralph Vaughan Williams - Réveillez-vous, Piccars (1903)
Robert Tear (Tenor), Sir Philip Stevens Ledger (Klavier)

Anonymus - Reveillez-vous, belle endormie und (Anonymus (Traditional) - La fille au roi Louis)
Le Poème Harmonique, Vincent Dumestre

Jean-Philippe Rameau - Canon: "Réveillez-vous dormeur"
Les Arts Florissants und Solisten, William Christie
Amonasro (03.03.2021, 19:08):



Gioachino Rossini/Andrea Leone Tottola: Zelmira (Fassung: Paris 1826)

Polidoro - Alex Esposito
Zelmira - Kate Aldrich
Ilo - Juan Diego Flórez
Emma - Marianna Pizzolato
Antenore - Gregory Kunde
Leucippo - Mirco Palazzi
Eacide - Francisco Brito
Gran Sacerdote - Sávio Sperandio

Orchestra e Coro del Teatro Comunale di Bologno, Roberto Abbado

Großartige Sänger in angemessen düsterer Inszenierung.

Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (03.03.2021, 22:02):
Hier mal wieder groß angelegte Symphonik:

Anton Bruckner: Symphonie Nr. 4 in Es-Dur "Romantische (Ed. Haas, 1880)

Kölner Radio-Symphonie-Orchester, Günter Wand :down

Tja, was soll ich sagen... Wieder mal gepackt beim ersten Hornsignal und weit darüber hinaus :down . Auch wenn mir die Darbietungen anderer Dirigenten auf diesem Gebiet häufig auch sehr gut gefallen, bleibt Wand in meinem persönlichen Ranking der beste Interpret Bruckners :down . Klar, strukturiert, dabei doch ein romantischer Kern. Ich bin zufrieden :) .

Grüße

Jan :hello
Maurice inaktiv (03.03.2021, 22:21):
Tja, was soll ich sagen... Wieder mal gepackt beim ersten Hornsignal und weit darüber hinaus . Auch wenn mir die Darbietungen anderer Dirigenten auf diesem Gebiet häufig auch sehr gut gefallen, bleibt Wand in meinem persönlichen Ranking der beste Interpret Bruckners . Klar, strukturiert, dabei doch ein romantischer Kern. Ich bin zufrieden .
Kannst Du auch sein. Wobei es noch weitere exzellente "Vierte" unter ihm gibt (NDR 2x, Berliner Philharmoniker, Münchner Philhamroniker - alle eine "besser" als die andere).
Marcie (04.03.2021, 11:47):
tapeesa (04.03.2021, 12:06):
Aus If = :
Annie Gosfield - Five Will Get You Seven
und
Eleanor Hovda - If Tigers Were Clouds … Then Reverberating, They Would Create All Songs
Zeitgeist Ensemble

Annie Gosfield
- Lightning Slingers and Dead Ringers
(I. with enthusiasm and a little violence II. Languid and layered III. Machine-like, but with some groove)
- Brooklyn, October 5, 1941, für Klavier, Baseballs und Baseballhandschuh
Lisa Moore (Klavier), Annie Gosfield (sampling keyboard)

Ensemble Modern - They Are
Das Internationale Kompositionsseminar
Amonasro (04.03.2021, 18:20):


Villancicos y danzas criollas
de la Iberia antigua al nuevo mundo 1550-1750

La Capella Reial de Catalunya
Hespèrion XXI, Jordi Savall

Gruß Amonasro
Philidor (04.03.2021, 20:06):
Hm.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Berliner Philharmoniker
Günter Wand
live 19.–22. Januar 2001 Berliner Philharmonie
17:03/16:07/27:36/26:21



Herausragend oder einfach nur eine weitere sehr gute Aufnahme? Bin unschlüssig - war aber auch nicht mit den Gedanken bei der Sache ... solche Tage gibt's.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (05.03.2021, 00:03):
Heute Abend ausnahmsweise ein Konzert über youtube:

Johannes Brahms : Sinfonie Nr.2 AD: 1984 aus dem Kieler Schloss Live

NDR RSO , Günter Wand

Hier also auch Wand, aber anderes Orchester, Komponist und entsprechend auch Werk.

youtube.com/watch?v=uPv7nYCCX9I
Maurice inaktiv (05.03.2021, 09:53):


Friedrich Schneider : Sinfonie Nr.16, A-Dur & andere Werke

Anhaltische Philharmonie Dessau , Markus L. Frank

Schneider schreibe von 1798 bis 1847 23 Sinfonien. 14 alleine bis 1810 bereits. Wirklich bekannt geworden ist keine davon. Er selbst studierte in Leipzig, war mit Mendelssohn und Moscheles bekannt und war vor allem von 1822-1853 Hofkapellmeister in Anhalt-Dessau gewesen. Entsprechend widmet sich die Philharmonie hier einem ihrer Vorgänger. Zu Lebzeiten war er sehr anerkannt gewesen. Noch heute steht sein Elternhaus in Wattersdorf, und es gibt diverse Büsten im Raum Dessau und der Stadt selbst mit ihm als Portrait. Seine Werke haben mich jetzt nicht gerade in Ekstase versetzt, aber lassen sich schön anhören.
tapeesa (05.03.2021, 10:25):
Jean-Baptiste Lully - Phaéton LWV 61
Libretto: Philippe Quinault

Eva Zaïcik, Lisandro Abadie, Mathias Vidal, Cyril Auvity, Elizaveta Sveshnikova, Victoire Bunel, Léa Trommenschlager, Viktor Shapovalov, Aleksandr Egorov, Alfiya Khamidullina

Le Poème Harmonique, Chor und Orchester MusicÆeterna, Vincent Dumestre
Maurice inaktiv (05.03.2021, 10:48):


Peter Tschaikowsky : Sinfonie Nr.6 , & Romeo & Julia-Fantasie AD: 1964 & 1966

Berliner PO , Herbert von Karajan

Viele Werke unter Herbert von Karajan gibt es in mehreren Einspielungen, manchmal für das gleiche Label, aber oftmals auch sowohl für die DGG, als auch der EMI. So auch bei der 6.Sinfonie Tschaikowskys. Er hat sie mit dem Philharmonia Orchestra, den Wiener Philharmonikern und mindestens 3x mit den Berlinern eingespielt. Doch das dürfte uns unser Dirigent sicher viel besser beantworten können.

Mir liegen immerhin zwei Einspielungen mit den Berlinern vor. Eben jene hier, und dann noch die mit den Berlinern, die er 1971 mit der EMI gemacht hatte. In der Spielzeit sind sie beide im Grunde genommen gleich, doch man gibt der DGG-Einspielung den Vorzug, wohl auch, wegen der besseren Aufnahmequalität, obwohl diese sieben Jahre älter ist. Ich persönlich empfand oftmals die EMI-Einspielungen als gute Alternativen, die aber weniger bekannt wurden als jene von der DGG.
Maurice inaktiv (05.03.2021, 11:44):


Franz Liszt : Ungarische Rhapsodien Nr.1-6 AD: 1997

Budapest Festival Orchestra , Ivan Fischer

Orchester und Dirigent gehören zu meinen Lieblingen inzwischen, gerade im slawischen Repertoire. Manchmal brauche ich diese Art der Heiterkeit, Melancholie aber auch das Virtuose im Spielen einzelner Orchestermitglieder.
Maurice inaktiv (05.03.2021, 13:39):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.2 , c-moll (Version 1872, Ed. Carragan)

Philharmonie Festiva , Gerd Schaller
Klassiknerd (05.03.2021, 13:56):


Heute dann wieder mal Tschaikowsky, aber unten Bernstein.

Sinfonie Nr. 5
NYP (Sony)
L. Bernstein

Rauher Duktus. Da wird auf Kante musiziert. Interpretation unter Hochdruck und mit hohem Risiko. Ich mag das.
Schätze allerdings auch die spätere Aufnahme bei der DGG sehr
Maurice inaktiv (05.03.2021, 14:09):
Interpretation unter Hochdruck und mit hohem Risiko.
Was verstehst Du bitte darunter? Ich kann Dir da gerade nicht folgen. ;(
tapeesa (05.03.2021, 14:39):
Song of Songs
Palestrina, Guerrero, Gombert, Lasso, Victoria, Anonymous, l'Héritier, Ceballos, Vivanco
Stile Antico
Klassiknerd (05.03.2021, 14:39):
Interpretation unter Hochdruck und mit hohem Risiko.
Was verstehst Du bitte darunter? Ich kann Dir da gerade nicht folgen. ;(
Ja, ist wirklich etwas unglücklich formuliert.
Teilweise höre ich extreme Temposteigerungen. Gerade im letzten Satz wirkt das sehr drängend und druckvoll. "Risko" meint dabei, dass ich bei manch sehr schnellen Passagen schon fast Sorge hatte, dass da gleich alles auseinanderfällt oder gepatzt wird. Was natürlich nicht passiert.

Etwas verständlicher?
Maurice inaktiv (05.03.2021, 14:43):
Etwas verständlicher?
Ja, danke für die Erläuterungen.
tapeesa (05.03.2021, 14:56):
Ja, ist wirklich etwas unglücklich formuliert.
Fand ich nicht.
Die Nachfrage von Maurice fand ich aber auch nicht "unglücklich" und auch interessant, wie du es etwas ausführlicher noch beschreibst.
Sfantu (05.03.2021, 18:02):
Franz Liszt : Ungarische Rhapsodien Nr.1-6 AD: 1997

Budapest Festival Orchestra , Ivan Fischer

Orchester und Dirigent gehören zu meinen Lieblingen inzwischen, gerade im slawischen Repertoire.
Hab' ich da was übersehen & es gibt slawisches Repertoire auf dieser CD?
Philidor (05.03.2021, 18:32):
Hab' ich da was übersehen & es gibt slawisches Repertoire auf dieser CD?
Ich glaube, des Maurice Favoriten-Bekundung hatte nichts mit den Werken auf der zufällig gehörten CD zu tun. Kann ja gar nicht anders sein.

Ich mag die wenigen Einspielungen mit Iván Fischer und seinem Budapest Festival Orchestra, die ich gehört habe, auch sehr gerne - bis jetzt allerdings nur Bartók und Mahler (1, 2, 3, 6, wenn ich mich richtig erinnere ... die dritte ist schon richtig gut ...).

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (05.03.2021, 19:05):
Dem kann ich nur beipflichten -
ein vortreffliches Orchester! Egal welcher Herkunft der Komponist auch sei. Auch Teutonisches pflegten sie gerade in ihrer Anfangszeit: Brahms' Ungarische Tänze (hie & da mit magyarisierenden Arrangements) oder Mendelssohns 3. Einen Schubert-Zyklus haben sie damals, soweit ich weiß, nicht komplettiert. Dort (mit der 3. bspw.) überzeugten sie mich nicht ganz - da fehlte mir etwas Geschmeidigkeit.
Maurice inaktiv (05.03.2021, 20:01):
Hab' ich da was übersehen & es gibt slawisches Repertoire auf dieser CD?
Du hast nichts übersehen, ich hatte zwar das richtige Bild, aber dann irgendwie das Cover noch von der Tschaikowsky-CD vorliegen. Daher also mein Fehler. Es gibt Schlimmeres, denke ich mal.
Maurice inaktiv (05.03.2021, 23:14):


Gustav Mahler : Sinfonie Nr.1 AD: Dezember 1989 , live aus der Berliner Philharmonie

Berliner Philharmoniker , Claudio Abbado

Meiner Meinung nach ein glänzender Mitschnitt mit echt furiosem Finale.
Maurice inaktiv (05.03.2021, 23:50):


Johannes Brahms : Sinfonie Nr.2 AD: 1992

The London Classical Players , Roger Norrington

Ehrlich gesagt, klingt mir das gerade im Adagio-Satz zu "dünn" und "glatt". Ohne Vibrato zu agieren, scheint mir bei Brahms nicht wirklich so ganz zu passen. Das klingt mir dann wie Dixieland-Musik von Modern Jazz-Leuten gespielt. Es sind die gleichen Stücke, aber sie klingen völlig anders und nicht mehr so stimmig in sich. Der Vergleich hinkt natürlich, das weiß ich selbst, doch so in etwa kommt es mir dann doch vor.

Doch man muss auch sagen, dass das wunderbar musiziert wurde. Da wirkt nichts aufgesetzt und bewusst gegen den Strich gebürstet. Das Ganze ist gut durchdacht, darüber gibt es wirklich nichts zu diskutieren. Keine Frage, die Aufnahme hat was für sich.

Das ist bei Norrington wie mit seinen Mahler und Bruckner-Einspielungen. Alles hat seine Grenzen, bei Brahms, Bruckner und Mahler wird es mir dann zu fade. Haydn, Mozart Schumann, Schubert, Beethoven, Mendelssohn ja, Brahms mit einem Kammerorchester zu spielen, kann funktionieren, aber da kann schon mal jemand böse auf die Nase fallen mit. Sir Charles Mackerras hat den Spagat sehr gut hin bekommen, aber das war auch ein Dirigent, der eine sehr breite Palette und auch einen riesigen Erfahrungsschatz zur Verfügung hatte. Von Haydn und Mozart bis hin zu Janacek und Suk.

Ich bin grundsätzlich ein großer Fan von der HIP-Bewegung, daher kann ich mit Norrington, Fey, Harnoncourt, Hogwood, etc. sehr gut leben. Gerade ab dem Frühbarock (früher muss ich völlig passen, mit vielleicht Heinrich Schütz hin und wieder als Ausnahme) und bis ca. 1850 herum erscheint mir deren Ansatz weitgehend nachvollziehbar zu sein
Philidor (06.03.2021, 08:26):
Moin.

Maurice Ravel: Daphnis et Chloé Suite No. 2

Orchestre symphonique de Montréal
Charles Dutoit



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.03.2021, 08:59):
Brütend, brutal und brachtvoll. Je nachdem.

Béla Bartók: Klavierkonzert Nr. 2

Jean-Efflam Bavouzet
BBC Philharmonic
Gianandra Noseda



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.03.2021, 10:13):
Spätwinter mit Sonnenschein.

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120
(Originalversion von 1841)

WDR Sinfonieorchester Köln
Heinz Holliger



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.03.2021, 10:18):
erscheint mir deren Ansatz weitgehend nachvollziehbar zu sein
Sag mal, lieber Maurice, wie meinst Du denn das? Wenn ich Deine Worte oberflächlich lesen würde, dann könnte ich auf die Idee kommen, dass Du eventuell suggerieren wolltest, dass (Zitat) "Norrington, Fey, Harnoncourt, Hogwood, etc." alle denselben Ansatz haben.

Meinst Du das wirklich? Falls nicht: Was unterscheidet Deiner Meinung nach den Ansatz von Norrington von demjenigen von Harnoncourt, etwa bei Schumanns Dritter?

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (06.03.2021, 10:27):
Pascal Dusapin - Wenn du dem Wind..., 3 Szenen aus der Oper "Penthesilea"
Natascha Petrinsky (Mezzo-Sopran)
Orchestre National des Pays de la Loire, Pascal Rophé

Carl Reinecke - Dornröschen, op. 139
Märchen-Dichtung von Heinrich Carsten
Catalina Bertucci, Gerhild Romberger, Markus Köhler, Maria Pönicke, Janina Hollich
Erzähler: Christian Kleinert
Feen-Ensemble, Anne Kohler
Peter Kreutz, Klavier
Maurice inaktiv (06.03.2021, 11:08):


Georg Ph. Telemann : 3 Konzerte (TWV 51:D8, 54:ES1 , 52:D2, 55:G1)
Jan Dismas Zelenka : Capriccio Nr.3, F-Dur, ZWV 184

Berliner Barock Solisten AD: Live-Mitschnitt Berliner Philharmonie 2011
Maurice inaktiv (06.03.2021, 11:13):
ag mal, lieber Maurice, wie meinst Du denn das? Wenn ich Deine Worte oberflächlich lesen würde, dann könnte ich auf die Idee kommen, dass Du eventuell suggerieren wolltest, dass (Zitat) "Norrington, Fey, Harnoncourt, Hogwood, etc." alle denselben Ansatz haben.

Meinst Du das wirklich? Falls nicht: Was unterscheidet Deiner Meinung nach den Ansatz von Norrington von demjenigen von Harnoncourt, etwa bei Schumanns Dritter?
Grundsätzlich falscher Thread dazu. Daher keine Antwort von mir dazu. Außerdem ging es bei mir um Brahms, nicht um Schumann.
Klassiknerd (06.03.2021, 12:34):


Taschkowsky Sinfonie Nr. 5
CSO
C. Abbado

Gestern mit Bernstein, heute dann Abbado.
Ich bin eigentlich nicht der Typ, der viel Spaß daran hat, X Aufnahmen eines Werkes miteinander zu vergleichen....
Hier jetzt trotzdem mal mein Eindruck im Vergleich zu gestern:
Abbado lässt ebenfalls sehr kontrastreich musizieren, stößt dabei aber weniger in die Extreme vor als Bernstein. Mir gefällt hier wieder seine punktgenauen Temperamentsdurchbrüche. Lyrische oder melancholische Passagen lässt er dabei allerdings ebenfalls viel Raum. Insgesamt wirkt das Ganze auf mich bei aller inneren Spannung gelassener und entspannter.

Ich kann nicht sagen, welche Aufnahme mir jetzt besser gefällt. Beides scheint seine Berechtigung zu haben.

So erlebe ich das aber oft bei großer Musik:
Interpreten sind da irgendwie wie Wanderführer, die einen durch eine Landschaft führen. Die gleiche Landschaft aber jeder wählt einen anderen Weg oder lenkt die Aufmerksamkeit auf andere Details. ...und der Betrachter selbst erlebt dies natürlich auch wieder ganz subjektiv. Fühlt sich durch manches mehr und anderes weniger angesprochen.
Willkürlich ist das natürlich nicht. Niemand wird sich in einer Sandwüste an strahlend grünen Wiesen erfreuen......
Maurice inaktiv (06.03.2021, 13:11):


Ernst Toch : Sinfonien Nr.2 & 3

Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin, Alun Francis

Weiter geht es mit Ernst Toch. Heute die zwei folgenden Sinfonien. Mal schauen, wann dann die Nummer Vier dran ist. Ich kann das nur in Etappen hören. Tochs Musiksprache ist sehr vielseitig, man kann es stilistisch nicht packen, was ich sehr interessant finde. Es schwankt immer wieder zwischen tonalen und atonalen Passagen. Ich würde daher schon die Zweite Wiener Schule als Ausgangsbasis sehen, aber das würde Toch nicht gerecht werden, weil ER ja wieder zurück in die Tonalität geht dazwischen.
Sfantu (06.03.2021, 13:53):
So erlebe ich das aber oft bei großer Musik:
Interpreten sind da irgendwie wie Wanderführer, die einen durch eine Landschaft führen. Die gleiche Landschaft aber jeder wählt einen anderen Weg oder lenkt die Aufmerksamkeit auf andere Details
Schönes Bild.
& es bringt die Rolle des Interpreten auf den Punkt.
Philidor (06.03.2021, 17:31):
Keine neuen Erkenntnisse.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Berliner Philharmoniker
Günter Wand
live 19.–22. Januar 2001 Berliner Philharmonie
17:03/16:07/27:36/26:21



Den ersten Satz finde ich überwältigend. Ich fühle mich sofort ins Geschehen hineingezogen. Warum eigentlich? Es läuft doch alles so unaufdringlich ab … Weiß nicht. Sogartig. – Seltsam unruhig die Violinentremoli eingangs der Durchführung. Wie perfekt haben das doch die Stuttgarter unter Celi abgeliefert.

Im Scherzo klingt es, wie bei der Kölner und der Lübecker Aufnahme auch, ein wenig wie mit angezogener Handbremse, im Trio obendrein vielleicht etwas fett im Klang. Kann man freilich genau so mögen.

Im Adagio bin ich stellenweise ausgestiegen. Wie beim letzten Mal. Ich dachte, es läge an mir, weil ich an dem Tag nicht so ganz wach war, vielleicht liegt es aber doch auch an der Aufnahme. Das Sogartige des Kopfsatzes ist das jedenfalls nicht. Irgendwie ist es auch (für meine Ohren) kein Grundpuls mit Variationen, sondern auf seltsame Weise (minimal) schwankend im Tempo, als ob Orchester und Dirigent miteinander um das Metrum rängen. Da kommt manchmal ein Einsatz (im Tutti!) knapp vor der Zeit, da wird ein neuer Abschnitt mit anderer Instrumentierung schneller gespielt … rund wirkt es nicht auf mich. Ok, die Höhepunkte sind überwältigend, und manches Solo ist ganz wunderbar. Das alleine zeigt aber nicht das ganze Wunder dieses Adagios. Sehr deutlich habe ich an den Stellen mit den vielstimmig geteilten Streicherakkorden mit Harfenarpeggios gemerkt: Zauber war nicht die Sache von Günter Wand. Er berichtet akkurat und lässt sich daran genügen.

So schnell, wie die Berliner unter Wand ins Finale stürmten, hätte ich nie darauf getippt, dass dies die längste Version aller mir vorliegenden Aufnahmen der Haas-Fassung ist. Noch ein Hinweis darauf, dass hier nicht alles so rund ist, wie es vordergründig scheint (und von der Mehrzahl der Kritiker mit Formulierungen aus der obersten Schublade bescheinigt wurde).Auch das Finale ist mMn eher auf der berichtenden Seite. Schade.

Eine sehr, sehr gute Einspielung – aber mMn keine exzeptionelle, abgesehen von Kopfsatz.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.03.2021, 19:52):
Nun Jahreszeitliches.

J. S. Bach: Johannes-Passion BWV 245

Anthony Rolfe Johnson, Evangelist
Stephen Varcoe, Jesusworte

Nancy Argenta, Ruth Holton, Sopran
Michael Chance, Alt
Neill Archer, Rufus Müller, Tenor
Cornelius Hauptmaann, Bass

The Monteverdi Choir
The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner



Immer noch eine der mir liebsten Aufnahmen des Werkes.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (06.03.2021, 19:54):
Interpreten sind da irgendwie wie Wanderführer, die einen durch eine Landschaft führen. Die gleiche Landschaft aber jeder wählt einen anderen Weg oder lenkt die Aufmerksamkeit auf andere Details. ...und der Betrachter selbst erlebt dies natürlich auch wieder ganz subjektiv. Fühlt sich durch manches mehr und anderes weniger angesprochen.

Willkürlich ist das natürlich nicht. Niemand wird sich in einer Sandwüste an strahlend grünen Wiesen erfreuen......
Eine treffende Versinnbildlichung!

Ich lasse mich mal von Michael Tilson Thomas durch die Winterlandschaften führen:
Jan Van Karajan (06.03.2021, 22:07):
Hier ein Modernist am Pult:

Bela Bartok: 4 Orchesterstücke, SZ 51

Konzert für Orchester, SZ 116

Chicago Symphony Orchestra, Pierre Boulez

Ich bin nach wie vor begeistert von dieser Box :down . Boulez interpretiert die Stücke so, dass jede Nuance in der Orchestration wahrnehmbar ist, nichts wird verschluckt.

Der Meister fehlt uns auf Erden, immer mehr große Dirigenten sind von uns gegangen :(

Grüße

Jan :hello
Marcie (06.03.2021, 22:25):
Maurice inaktiv (07.03.2021, 01:51):


Tor Aulin : Vier Schwedische Tänze, Drei Tänze aus Gotland & Master Olaf

WDR Rundfunkorchester Köln , Niklas Willén

Zu später Stunde noch einmal eher Musik der "leichteren Art". Tor Aulin (1866-1914) wurde keine 50 Jahre alt und verstarb noch vor dem Ausbruch des 1.Weltkrieges. Bereits mit einem angeborenen Herzfehler aufgewachsen, bekam er noch rheumatische Probleme. 1912 wurde bei ihm eine unheilbare Proteinurie und musste in ein Sanatorium eingeliefert werden. Davon sollte er sich nie wieder erholen. Er musste das Geige spielen und dann auch das Dirigieren aufgeben. Er verstarb in einem Pflegeheim.

Seine Musik finde ich dagegen wunderschön anzuhören. Herrliche Melodien, die vermutlich kaum jemand anhört, zumindest finde ich ihn im Grunde nicht in den Musikforen vor. Inzwischen ist die CD nicht mehr bei CPO gelistet.
Marcie (07.03.2021, 05:59):

Inzwischen ist die CD nicht mehr bei CPO gelistet.
Oh na gut, dass ich sie mir noch bestellt hatte.


Ich höre die 1. Sinfonie:
Philidor (07.03.2021, 08:03):
Zum heutigen Sonntag Oculi. Keine Choralkantate, aber mit Passionskantaten darf man bei Bach nicht wählerisch sein.

J. S. Bach: "Widerstehe doch der Sünde" BWV 54

Yoshikazu Mera
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (07.03.2021, 08:17):
Die Soloflöte - Eine Auswahl repräsentativer Werke vom Barock bis zur Gegenwart
vol. 4: Moderne bis 1960
Mirjam Nastasi
Philidor (07.03.2021, 08:41):
In Berlin hatten sie eine Mauer ...

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21

Münchner Philharmoniker
Günter Wand



Leider macht die mir vorliegende Version des Beiheftes keine genaueren Angaben zum Aufnahmedatum als "1993-2001".

Die Wiedergabe fand ich etwas plüschiger als den doch ziemlich drahtigen Beethoven-Zyklus mit dem NDR SO. Trotzdem imho sehr hörenswert.

Gruß
Philidor

:hello
Amadé (07.03.2021, 10:12):
In Berlin hatten sie eine Mauer ...

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21

Münchner Philharmoniker
Günter Wand



Leider macht die mir vorliegende Version des Beiheftes keine genaueren Angaben zum Aufnahmedatum als "1993-2001".

Die Wiedergabe fand ich etwas plüschiger als den doch ziemlich drahtigen Beethoven-Zyklus mit dem NDR SO. Trotzdem imho sehr hörenswert.

Gruß
Philidor

:hello
Aufnahme Februar 1994


Einen schönen Sonntag wünscht
Amadé
Maurice inaktiv (07.03.2021, 10:18):
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21

Münchner Philharmoniker
Günter Wand
Leider macht die mir vorliegende Version des Beiheftes keine genaueren Angaben zum Aufnahmedatum als "1993-2001".
Das müsste die Koppelung mit der 1.Sinfonie von Brahms sein. AD Beethoven: 04.02.1994 , Brahms : 19./21./23.02.1997 So steht es im Booklet der Einzel-CD.
Andréjo (07.03.2021, 12:05):
Dank an Maurice für Tor Aulin, den ich mir bestellen werde!

Cpo ist eigentlich ein vorbildliches Label, was Ausgrabungen anbelangt und auch die Qualität der Booklets. Leider sind viele ältere - nur ältere? - Nummern oft bereits gestrichen, selbst wenn der Erwerb dieser Musik vorher bei jpc oft günstiger war als bei amazon. Letzteres ist ja oft nicht der Fall, und auf dem Marktplatz bekommt man die Sachen immerhin meist noch und zu guten Konditionen.

Auch die Sinfonien von Ernst Toch müssen jetzt wohl her ... und es gilt das Gleiche wie oben ... hoffe ich zumindest.

:) Wolfgang
Philidor (07.03.2021, 12:26):
Aufnahme Februar 1994
Das müsste die Koppelung mit der 1.Sinfonie von Brahms sein. AD Beethoven: 04.02.1994 , Brahms : 19./21./23.02.1997 So steht es im Booklet der Einzel-CD.
Herzlichen Dank für Eure Rückmeldung! Nun läuft hier Brahms' Erste aus dieser Box:

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Münchner Philharmoniker
Günter Wand



Gruß
Philidor

:hello

Warum ist der als Bruckner-Guru verschrieen? Ich höre "seinen" Bruckner, denke mir "ok, schön die Partitur erzählt, aber gepackt hat's mich nicht", und dann liefert der so einen endgeilen Brahms ab ... würde ich jetzt gerade mal in den Olymp für dieses Werk heben ... Hammer, Hammer, Hammer, ...
Leonardo (07.03.2021, 12:54):
Hallo,

ich bin hier neu und kann leider nicht erkennen, wie man Cover von amazon und jpc hier verlinkt.

Wenn ich auf die "F.A.Q." klicke, kommt immer nur "not found".

Danke für die Hilfe.

Gruß,

Leonardo
Philidor (07.03.2021, 13:04):
Auf amazon oder jpc gehen, Bild mit der rechten Maustaste anklicken, "Grafikadresse kopieren" oder so ähnlich auswählen - hängt von Deinem Brauser ab -, und dann die Grafikadresse mit

Grafikadresse

in Deinen Text schreiben.

Dabei sind die oben verwendeten spitzen Klammern <> durch eckige Klammern zu ersetzen. Das konnte ich oben nicht tun, sonst hätte das Forenprogramm den Text "Grafikadresse" als Grafikadresse verwendet, was uns auf den Unterschied von Bezeichung und Bezeichnetem hinweist ...

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (07.03.2021, 13:05):
Hallo Leonardo,

herzlich willkommen!
Versuch's mal hier

Viel Erfolg & herzliche Grüße,
Sfantu
Maurice inaktiv (07.03.2021, 13:12):
Dank an Maurice für Tor Aulin, den ich mir bestellen werde!
Kein Ding. Es ist mehr Unterhaltungsmusik, aber wirklich sehr melodiös geschrieben. Sein Violinkonzert ist aber auch noch da, er war auch ein großer Virtuose auf der Violine gewesen.


Auch die Sinfonien von Ernst Toch müssen jetzt wohl her ... und es gilt das Gleiche wie oben ... hoffe ich zumindest.

Wolfgang
Den gibts noch bei JPC ganz normal als Box zu erwerben. Ich hatte das Glück, über Ebay davon noch mal 2/3 zu sparen. Die Box kam übrigens von einem nicht ganz unbekannten Namen zu mir. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das Zufall ist, oder die Box tatsächlich von einem Dirigenten kam, der auch einige Einspielungen vorgelegt hat. Eine davon habe ich auch. Den Namen erwähne ich nicht, da ich nicht weiß, ob es am Ende nicht nur eine Namesgleichheit ist.
Maurice inaktiv (07.03.2021, 13:13):
ich bin hier neu und kann leider nicht erkennen, wie man Cover von amazon und jpc hier verlinkt.
Im Zweifel kopiere einfach rein über die bekannte Variante Strg-C und Strg-V
Sfantu (07.03.2021, 13:18):
Nachdem Du die Graphikadresse kopiert hast, in der Leiste hier oben das Symbol "Bild" anklicken & die Adresse dort einfügen.
Per Linksklick auf das Bild wird es blaß & bekommt einen gestrichelten Rahmen. Unten rechts in der Bildecke erscheint ein kleines schwarzes Quadrat. Wenn dort mit Linksklick draufgehst & gedrückt hältst, kannst Du die Bildgröße durch Ziehen anpassen. Du siehst ja, welche Standardgröße sich hier in etwa eingebürgert hat. Ungefähr 350x350.
Philidor (07.03.2021, 13:22):
Ungefähr 350x350.
Ach so? In einem uralten Post las ich 250x250 und habe mich bemüht, mich daran zu halten ...
je mehr Grafikdaten, desto mehr klimaschädlicher Stromverbrauch in den Clouds dieser Welt ...

Gruß
Philidor

:hello
Andréjo (07.03.2021, 13:30):
sonst hätte das Forenprogramm den Text "Grafikadresse" als Grafikadresse verwendet, was uns auf den Unterschied von Bezeichung und Bezeichnetem hinweist ...
Heute Diskussion im Metabereich nur ohne mich. Morgen vermutlich auch. Heute ist Sonntag und morgen ich bin unverändert im Ruhestand.

Ohne mich, also ohne mich durchaus möglich. Kleiner Scherz.

:) Wolfgang
Andréjo (07.03.2021, 13:33):


Ich hatte das Glück, über Ebay davon noch mal 2/3 zu sparen.
:D :) Es sei Dir von Herzen gegönnt, Maurice. Mit dieser Firma will ich aber nicht auch noch was anfangen ... Bin heilfroh, dass ich sonst im Internet klarkomme in meinem Alter und bei spärlicher praktischer Intelligenz.
Philidor (07.03.2021, 13:33):
Ohne mich, also ohne mich durchaus möglich. Kleiner Scherz.
;) :beer

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (07.03.2021, 13:47):
@Andréjo

die Toch-Box mit derzeit 14,99 für 3 CDs ist als Neuware beinahe schon unanständig günstig. Weshalb ich selbst noch zögere? Habe mir 1 & 4 sowie 2 & 3 seinerzeit als Einzelausgaben gekauft & hatte die 5 bis 7 dann letztendlich "verpennt". Nun trage ich mich mit der (ich fürchte, vergeblichen) Hoffnung, sie irgendwann, irgendwo noch einzeln zu finden.
Ergo, was die Box betrifft > zugreifen & genießen!
Maurice inaktiv (07.03.2021, 13:55):
hatte die 5 bis 7 dann letztendlich "verpennt". Nun trage ich mich mit der (ich fürchte, vergeblichen) Hoffnung, sie irgendwann, irgendwo noch einzeln zu finden.
Du hast dazu eine PN mit Link von mir bekommen.
Leonardo (07.03.2021, 14:24):


Vielen Dank für Eure Antworten. Ich hoffe, daß ich das so halbwegs richtig gemacht habe (vermutlich eher nicht, aber das wird bestimmt noch).

Jedenfalls habe ich aus dieser Schubert-Sinfonien-Gesamtaufnahme mit Harnoncourt und dem Chamber Orchestra of Europe (live aus Graz 1988) die Sinfonien Nr. 1 und 2 gehört.
Nun, das ist schon wirklich gut. Harnoncourt "fetzt" gleich in der Ersten ziemlich drauf los mit scharfen Akzenten und seiner gewohnten Trennschärfe. Aber er hält die Musik auch im Fluss mit zügigen aber nicht gehetzten Tempi. Das COE ist mit vollem Einsatz und Feuer und Hingabe dabei. Das macht großen Spaß zu hören. In der Zweiten geht es ähnlich zu. Die Intensität der Darbietungen ist wirklich beeindruckend. Das ist der frühe Schubert in voller Blüte und Meisterschaft. Und eine gewisse Getriebenheit ist Ihm ja auch zu Eigen.
Der Klang ist übrigens ziemlich gut, kaum Nebengeräusche, sehr dynamisch und transparent, etwas scharf und höhenbetont. Eine gute Liveaufnahme.
Soviel zunächst.

Herzliche Grüße,

Leonardo
Klassiknerd (07.03.2021, 14:56):


Vielen Dank für Eure Antworten. Ich hoffe, daß ich das so halbwegs richtig gemacht habe (vermutlich eher nicht, aber das wird bestimmt noch).

Jedenfalls habe ich aus dieser Schubert-Sinfonien-Gesamtaufnahme mit Harnoncourt und dem Chamber Orchestra of Europe (live aus Graz 1988) die Sinfonien Nr. 1 und 2 gehört.
Nun, das ist schon wirklich gut. Harnoncourt "fetzt" gleich in der Ersten ziemlich drauf los mit scharfen Akzenten und seiner gewohnten Trennschärfe. Aber er hält die Musik auch im Fluss mit zügigen aber nicht gehetzten Tempi. Das COE ist mit vollem Einsatz und Feuer und Hingabe dabei. Das macht großen Spaß zu hören. In der Zweiten geht es ähnlich zu. Die Intensität der Darbietungen ist wirklich beeindruckend. Das ist der frühe Schubert in voller Blüte und Meisterschaft. Und eine gewisse Getriebenheit ist Ihm ja auch zu Eigen.
Der Klang ist übrigens ziemlich gut, kaum Nebengeräusche, sehr dynamisch und transparent, etwas scharf und höhenbetont. Eine gute Liveaufnahme.
Soviel zunächst.

Herzliche Grüße,

Leonardo
Herzlich willkommen!
Eine schöne Beschreibung. Ich mag Harnoncourts Schubert sehr, wobei ich eher mit den beiden früher erschienenen Veröffentlichungen aus Amsterdam und Berlin vertraut bin.

Gruß
Andreas
Sfantu (07.03.2021, 15:26):
Lieber Leonardo,

Andreas möchte ich mich gern anschließen: Du hast eine schöne Art, zu beschreiben!
Das ist der frühe Schubert in voller Blüte und Meisterschaft. Und eine gewisse Getriebenheit ist Ihm ja auch zu Eigen.
Gerade Harnoncourt sprach ja angesichts Schuberts Sinfonien-Finali von seinem Eindruck, man befinde sich wie auf der Flucht.
Seinen Schubert finde ich im Kleinen wie im Großen gelungener als Abbado mit demselben Orchester.
Marcie (07.03.2021, 16:23):
@Leonardo

Auch von mir ein herzliches Willkommen in dieser kleinen, aber feinen Runde. Es gibt andere, größere Klassikangebote, aber wir hier sind das Genießer-Forum! :thumbup:


Falls Du Lust hast, kannst Du Dich ja HIER kurz vorstellen!
Marcie (07.03.2021, 16:35):
Bei mir läuft die eiskalte,
trotzdem prachtvolle "Sinfonia Antartica" von RVW aus diesem Set:
Philidor (07.03.2021, 16:54):
Hier Beethoven à la française.

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

Wiener Philharmoniker (op. 21)
London Symphony Orchestra (op. 36)
Pierre Monteux


(Jetzt auch in 122.500 = 350x350.)

Voilà! Ein Beweis mehr, dass straffe Artikulation, spritzige Tempi und ein durchaus anspringender EIndruck in den schnellen Sätzen keine Erfindung von irgendwelchen Typen ist, die alte Instrumente aus irgendwelchen Museen geholt haben. Macht richtig Spaß.

Gruß
Philidor

:hello
agravain (07.03.2021, 17:02):
Bei mir läuft die eiskalte,
trotzdem prachtvolle "Sinfonia Antartica" von RVW aus diesem Set:


Keine schlechte Idee - und auch keine schlechte Wahl.
Ich hänge mich mal dran, höre aber die folgende Aufnahme aus dem Jahr 1953, zu der ich HIER einmal ein paar dürre Worte verloren habe.



Ralph Vaughan Williams: Sinfonia antartica (Symphonie Nr. 7)

Margaret Ritchie - Sopran
Hallé Choir
Hallé Orchestra
Sir John Barbirolli
Maurice inaktiv (07.03.2021, 17:03):
Jedenfalls habe ich aus dieser Schubert-Sinfonien-Gesamtaufnahme mit Harnoncourt und dem Chamber Orchestra of Europe (live aus Graz 1988) die Sinfonien Nr. 1 und 2 gehört.
Nun, das ist schon wirklich gut. Harnoncourt "fetzt" gleich in der Ersten ziemlich drauf los mit scharfen Akzenten und seiner gewohnten Trennschärfe. Aber er hält die Musik auch im Fluss mit zügigen aber nicht gehetzten Tempi. Das COE ist mit vollem Einsatz und Feuer und Hingabe dabei. Das macht großen Spaß zu hören. In der Zweiten geht es ähnlich zu. Die Intensität der Darbietungen ist wirklich beeindruckend. Das ist der frühe Schubert in voller Blüte und Meisterschaft. Und eine gewisse Getriebenheit ist Ihm ja auch zu Eigen.
Herzlich willkommen auch von mir. Viel Spaß bei uns. Meist sind wir auch ganz nett. :D

Ja, Harnoncourt und Schubert passt hervorragend zusammen. Meinen Zyklus aus Amsterdam habe ich aber wieder verkauft. So ganz rund war der nicht gewesen. Die Du vorliegende Einspielung würde ich mir bei einem passenden Angebot vermutlich kaufen, aber das ist keine dringende Notwendigkeit. Ich habe da eine große Bandbreite, etwa Marriner (der erstmals auch die Rekonstruktionen einspielte), Roy Goodman, Abbado, Karajan, einige Sinfonien unter Sandor Vegh, die ich für hervorragend halte, Wand und natürlich, Blomstedt, Sir Colin Davis und die mitreißende GE unter Manacorda. Frans Brüggen wäre noch interessant, aber auch hier besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf.
Amadé (07.03.2021, 17:36):


Hallo,.
diese Box lag auf meinem Geburtstagstisch, habe jedoch noch nicht alle Sinfonien gehört. Der Eindruck, den Leonardo von den Sinfonien 1-4 vermittelt, trifft auch bei mir zu. Allerdings sehe ich die 9. nicht oben auf dem Podest, hier lässt H. oft zu hart artikulieren, werde sie nochmal hören müssen. Hervorrangender Klang.

Gruß Amadé
Maurice inaktiv (07.03.2021, 17:41):
Hallo,.
diese Box lag auf meinem Geburtstagstisch, habe jedoch noch nicht alle Sinfonien gehört. Der Eindruck, den Leonardo von den Sinfonien 1-4 vermittelt, trifft auch bei mir zu. Allerdings sehe ich die 9. nicht oben auf dem Podest, hier lässt H. oft zu hart artikulieren, werde sie nochmal hören müssen. Hervorrangender Klang.
Die Neunte war auch bei den Holländern der Schwachpunkt gewesen, so meine Meinung damals.
Philidor (07.03.2021, 17:55):
Die Neunte war auch bei den Holländern der Schwachpunkt gewesen, so meine Meinung damals.
DIe Neunte (bzw. Achte) ist mMn in Schubert-Zyklen das, was die Pastorale in Beethoven-Zyklen ist - gerne mal der Schwachpunkt.

Bei Beethoven würde ich die Zyklen mit Old Klemp und HvK 1961/62 dafür in den Zeugenstand rufen, bei Schubert den ansonsten mMn hinreißend gelungenen mit Manacorda.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (07.03.2021, 17:58):
Ich habe da eine große Bandbreite, etwa Marriner (der erstmals auch die Rekonstruktionen einspielte),
Nicht ganz.
Allenfalls vielleicht, was Brian Newboulds Rekonstruktionen angeht. Marriners Einspielungen sind von 1983. Peter Gülke nahm seine eigenen Bearbeitungen bereits 1979 mit der Dresdner Staatskapelle auf: die Fragmente D 615, 708A & 936A.
Allemale interessant - gerade auch der Vergleich Gülke-Newbould. Am Ende bleibt es (für meinen Geschmack) aber doch halb Spekulation, halb Leichenfledderei.


(LP, Eterna - VEB Deutsche Schallplatten 8 27 394)
Leonardo (07.03.2021, 18:15):
Ich danke euch wirklich sehr für eure freundlichen und einladenden Worte. Das bestärkt mich, hier auch weiterhin zu schreiben. Und das mache ich gerne.

Und wenn das hier ein "Geniesserforum" ist, dann ist das umso besser... :)

Ich bin jetzt kein übermässiger Harnoncourt-Fan und -Kenner, aber ich würde sagen, dass er hier bei diesen Schubert-Aufnahmen ziemlich gut zum Kern der Werke vordringt. Sicherlich spielt da auch die Live-Situation hinein, denn es wird sehr konzentriert, engagiert und spannungsgeladen musiziert. Die anderen frühen Sinfonien werde ich in den nächsten Tagen hören.
Die Unvollendete und die Neunte sind ja nun sowieso Sonderfälle, da es da eine Unzahl von Aufnahmen gibt. Hier sind meine Erwartungen auch recht gering. Da ziehe ich dann eher ältere Aufnahmen vor, z.B. von Josef Krips, Günter Wand, Giulini.

Leonardo
Maurice inaktiv (07.03.2021, 18:30):
Nicht ganz.
Allenfalls vielleicht, was Brian Newboulds Rekonstruktionen angeht. Marriners Einspielungen sind von 1983. Peter Gülke nahm seine eigenen Bearbeitungen bereits 1979 mit der Dresdner Staatskapelle auf: die Fragmente D 615, 708A & 936A.
Allemale interessant - gerade auch der Vergleich Gülke-Newbould. Am Ende bleibt es (für meinen Geschmack) aber doch halb Spekulation, halb Leichenfledderei.
Ich gebe zu, noch nie was von Gülkes Rekonstruktionen gelesen zu haben. Danke für den Hinweis. Mackerras hat auch die Newbould-Fassungen eingespielt, Chmura wohl auch. "Leichenfledderei" sehe ich keine, sondern ich bin dankbar, dass man hier einfach um etwas bemüht war/ist, aber man muss es auch als VERSUCH ansehen, nicht als die letzte Instanz. Übrigens gilt das Gleiche für die Versuche, Bruckner oder Mahler zu vervollständigen.
Jan Van Karajan (07.03.2021, 18:43):
Ich danke euch wirklich sehr für eure freundlichen und einladenden Worte. Das bestärkt mich, hier auch weiterhin zu schreiben. Und das mache ich gerne.

Und wenn das hier ein "Geniesserforum" ist, dann ist das umso besser... :)

Ich bin jetzt kein übermässiger Harnoncourt-Fan und -Kenner, aber ich würde sagen, dass er hier bei diesen Schubert-Aufnahmen ziemlich gut zum Kern der Werke vordringt. Sicherlich spielt da auch die Live-Situation hinein, denn es wird sehr konzentriert, engagiert und spannungsgeladen musiziert. Die anderen frühen Sinfonien werde ich in den nächsten Tagen hören.
Die Unvollendete und die Neunte sind ja nun sowieso Sonderfälle, da es da eine Unzahl von Aufnahmen gibt. Hier sind meine Erwartungen auch recht gering. Da ziehe ich dann eher ältere Aufnahmen vor, z.B. von Josef Krips, Günter Wand, Giulini.
Willkommen bei uns, lieber Leonardo :)
Philidor (07.03.2021, 19:16):
Ein Elberfelder in Oberbayern.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
(Haas-Fassung)

Münchner Philharmoniker
Günter Wand
15. September 2000
17:24/16:31/27:58/27:48
(Bei etwa 26:30 ist der letzte Satz einschließlich Nachhall beendet, der Rest ist Applaus.)



Etwa ein Vierteljahr vor der Aufnahme des Werkes mit den Berliner Philharmonikern dirigierte Wand die Achte in München. Das Orchesterspiel der Bajuwaren finde ich in Sachen Timing und Ensemblespiel dem der Berliner deutlich überlegen. War ich beim Mitschnitt aus dem Scharoun-Bau immer wieder leicht irritiert – „war das wirklich zusammen?“, „kam der Einsatz wirklich auf den Punkt?“ –, so klingt das im Gasteig wie aus einem Guss. – Doch, wie dort, so habe ich auch hier überwiegend den Eindruck des Korrekten; des Korrekten und ein wenig Zugeknöpften.

Erster Satz. Ähnlich wie in Berlin, für meine Ohren total schlüssig. Großartig, Bruckner-Spiel vom Feinsten. Zweiter Satz, wieder mit gebremstem Schaum, aber ok. Dritter Satz. Imho wesentlich organischer entfaltet als in Berlin, da die dort störenden Temporuckeleien hier nicht dauernd reingrätschten. Dennoch: Obwohl ich den Satz nicht ganz so neutral fand wie in der Berliner Aufnahme, ist er mir auch hier, höflich gesagt, mit zu viel emotionalem Understatement gespielt. Erst im Finale machte Wand die Schleusen ein wenig auf. Hier, wie auch in den anderen Sätzen, gibt es weidlich Gelegenheit, sich am hinreißenden Orchesterspiel der Münchner zu erfreuen.

Wand legt den Bauplan auf den Tisch und zeigt, wie toll die Proportionen sind. Bei einer Schlossbesichtigung in natura könnte man allerdings auch erfahren, wie es sich anfühlt, wirklich drin zu sein. Das geschieht hier mMn nur partiell. Seine Flasche Château Haut-Brion, steter Vergütungsbestandteil des späten Günter Wand, selbstverständlich aus einem sehr guten Jahrgang und bei bester Trinkreife, hat er sich an diesem Abend dennoch redlich verdient. Genießer allüberall.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (07.03.2021, 19:28):
Jedenfalls habe ich aus dieser Schubert-Sinfonien-Gesamtaufnahme mit Harnoncourt und dem Chamber Orchestra of Europe (live aus Graz 1988) die Sinfonien Nr. 1 und 2 gehört.
Nun, das ist schon wirklich gut. Harnoncourt "fetzt" gleich in der Ersten ziemlich drauf los mit scharfen Akzenten und seiner gewohnten Trennschärfe. Aber er hält die Musik auch im Fluss mit zügigen aber nicht gehetzten Tempi. Das COE ist mit vollem Einsatz und Feuer und Hingabe dabei. Das macht großen Spaß zu hören. In der Zweiten geht es ähnlich zu. Die Intensität der Darbietungen ist wirklich beeindruckend. Das ist der frühe Schubert in voller Blüte und Meisterschaft. Und eine gewisse Getriebenheit ist Ihm ja auch zu Eigen.
Der Klang ist übrigens ziemlich gut, kaum Nebengeräusche, sehr dynamisch und transparent, etwas scharf und höhenbetont. Eine gute Liveaufnahme.
Lieber Leonardo,

dann mal viel Vergnügen an diesem virtuellen Ort! Ich freue mich immer, wenn es jemandem gelingt, seine Höreindrücke so eloquent zu beschreiben, wie Du das tust! Genießen ist die eine Sache - sich austauschen können, Hörerfahrungen miteinander teilen und einander auf diesen oder jenen Aspekt eines Werks oder einer Aufnahme hinweisen zu können, finde ich eine der größten Stärken von Foren.

Ich freue mich auf den Austausch mit Dir!

Viele Grüße
Philidor

:hello
Marcie (07.03.2021, 21:53):
Ich glaube, hier im Forum gibt es einen Thread, der etwas keck mit "Karajan hat auch gute Platten veröffentlicht" betitelt ist.
Diese Platte würde ich als eine solche "gute" nennen. Von meinen, allerdings nur 4 Tosca-CD's, gefällt mir diese am besten.
Marcie (07.03.2021, 23:08):
Eine tolle Platte, welche ich jetzt sicher ohne dieses Forum nicht hören würde:
Maurice inaktiv (08.03.2021, 06:17):


Franz Schubert : Sinfonien Nr.4 & 6 AD: 1990

London Classical Players , Roger Norrington

Die Box gibts für den gleichen Preis wie die Einzel-CD. Wo bleibt da noch die Wertschätzung der Musik und der Künstler?
Leonardo (08.03.2021, 13:55):
Ich habe jetzt die Sinfonien Nr. 3-6 aus der Harnoncourt/COE-Schubert-Ausgabe gehört.
Bei der Unvollendeten hatte ich die Befürchtung, daß Harnoncourt eine oberflächliche und zu schnelle Darbietung abliefern würde. Aber zum Glück ist das nicht so. Er nimmt sich Zeit, um die Abgründe und Tiefen zu erforschen. Das ist scharfkantig, aber nicht lärmig. Eine absolut überzeugende Interpretation.
Am dramatischsten und fast schon gewalttätig kommt die Vierte rüber. Aber das passt ja auch sehr gut zu dieser "Tragischen".
Die oft zu harmlos und "schön" klingende Fünfte wird mit harten Einbrüchen versehen und kommt recht unheimlich und trügerisch daher.
Die Dritte und Sechste fügen sich in dieses Konzept ein und werden ebenso mit höchstem Engagement und einer unbedingten Dringlichkeit gespielt, die diesen Werken gerecht wird.
Die Neunte steht noch aus.
Bis jetzt finde ich diesen Zyklus einfach nur gut, anregend und auch begeisternd. Harnoncourt überlässt wirklich nichts dem Zufall, gestaltet und strukturiert diese Werke konsequent durch, nimmt sie extrem ernst und treibt ihnen jede Harmlosigkeit aus.
Philidor (08.03.2021, 17:30):
Ein Haydn-Spaß.

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 94 G-Dur ("Mit dem Paukenschlag")

Wiener Philharmoniker
Pierre Monteux



Wie der Beethoven - geistreich, spritzig, animierend, eine herrliche Wiedergabe. Und das lange vor HIP ...

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (08.03.2021, 17:50):
Ich höre die fantastische 6. Sinfonie aus diesem gut gekauften Set:
Maurice inaktiv (08.03.2021, 18:06):
Ich höre die fantastische 6. Sinfonie aus diesem gut gekauften Set:
Die GA ist sehr gut geworden. Da hast Du wirklich gut gekauft. Allerdings ist sein "Ma Vlast" von Smetana mit dem gleichen Orchester schrecklich geworden (sehr lärmend, keine guten Lautstärke-Abstufungen, alles viel zu laut und dröhnend). Doch sein Martinu ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Marcie (08.03.2021, 18:10):
Ich höre die fantastische 6. Sinfonie aus diesem gut gekauften Set:
Die GA ist sehr gut geworden. Da hast Du wirklich gut gekauft. Allerdings ist sein "Ma Vlast" von Smetana mit dem gleichen Orchester schrecklich geworden (sehr lärmend, keine guten Lautstärke-Abstufungen, alles viel zu laut und dröhnend). Doch sein Martinu ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Ja, das hatten wir schonmal. Ich habe mir die Einspielung auch gekauft und empfinde sie garnicht so undynamisch oder dröhnend wie Du?!
Philidor (08.03.2021, 18:47):
Heute mal keine Achte, dennoch wieder die famosen Münchner mit Bruckner.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 4 Es-Dur ("Romantische")
(Version 1878-80)

Münchner Philharmoniker
Günter Wand



Wunderbare Aufnahme imho. Noch besser gelungen als die Achte. Oberste Liga nach meinem vernachlässigbaren Dafürhalten.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (08.03.2021, 18:50):
Wegschweben mit:
Marcie (08.03.2021, 20:09):
Amonasro (08.03.2021, 22:34):


Giuseppe Verdi/Antonio Ghislanzoni: Aida

Aida - Maria Callas
Radamès - Mario Del Monaco
Amneris - Oralia Domínguez
Amonasro - Giuseppe Taddei
Ramfis - Roberto Silva
Il re d'Egitto - Ignacio Ruffino
Una sacerdotessa - Rosa Rodriguez
Un messaggero - Carlos Sagarminaga

Orquesta y Coro del Palacio de Bellas Artes, México; Oliviero de Fabritiis
Live, 3. Juli 1951

Elektrisierende Aufführung, allerdings bei gewöhnungsbedürftiger Tonqualität.

Gruß Amonasro
tapeesa (09.03.2021, 06:11):
Betty R. Wishart - Piano Sonorities
Jeri-Mae G. Astolfi (Klavier)
Maurice inaktiv (09.03.2021, 09:14):


Joseph Wölfl : 2 Sinfonien

Pratum Integrum Orchestra

Heute mal wieder was Ausgefallenes. Das auf historischen Instrumenten spielende Ensemble kennt vermutlich keine Socke, aber sie spielen hervorragend zusammen.

Die beiden Sinfonien entstanden vermutlich um 1803-1805 herum. Auch wenn Wölfl sehr eng mit Mozart verbunden war (er bekam von ihm mal ein sehr wohlwollendes Schreiben überreicht, was ihm Arbeit beim Graden Oginsky brachte. Er schrieb nur drei Sinfonien, wobei die letzte nur als Klavierauszug existiert. Die hier vorliegenden Werke stehen zufällig in der gleichen Tonart wie jene von Mozart. Das war aber wohl wirklich nur Zufall, weil Mozarts Sinfonien erst später durch Köchel nummerisiert worden sind.

Das Ensemble wurde 2003 in Russland gegründet.
Maurice inaktiv (09.03.2021, 09:43):


Antonin Dvorak : Sinfonie Nr.1, "Die Glocken von Zlonice" AD: 1987

Tschechische Philharmonie Prag , Vaclav Neumann
tapeesa (09.03.2021, 13:37):
Béla Bartók - The Wooden Prince (Complete Ballet)
Libretto: József Újfalussy nach Béla Balázs.
Bournemouth Symphony Orchestra, Marin Alsop
Maurice inaktiv (09.03.2021, 14:05):
Nachdem ich neulich eine Doku über Marin Alsop gesehen habe, die durchaus mein Interesse geweckt hat -
Eine sehr interessante Dirigentin. Ich habe Einspielungen von Kurt Weill, Leonard Bernstein und auch diversen sehr jazzintensiven Werke bei mir vorliegen, die mir ausgesprochen gut gefallen. Zudem habe ich sie einmal live am Pult erlebt in Frankfurt vor vielen Jahren.
Philidor (09.03.2021, 17:54):
Hier nochmals spritziger Haydn.

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 101 D-Dur ("Die Uhr")

Wiener Philharmoniker
Pierre Monteux



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (09.03.2021, 18:20):
Hier wird scharf geschossen:
Toni Bernet (09.03.2021, 20:01):


Was ich in letzter Zeit am intensivsten gehört habe, ist dieses neu auf CD erschienene Violinkonzert von Rebecca Saunders. Ein spannendes Werk! Was für ungewohnte Violin-Gesten und Klangmischungen im Orchester. Was mir beim Einstieg zum Hören und Besprechen dieses Konzertes geholfen hatte, waren die folgenden Worte der Komponistin selbst...

«Ich wünsche mir, dass der Hörer mit der grösstmöglichen Neugier der Musik begegnet. Und die Musik soll diese Neugier dann wachhalten und den Hörer möglichst nah an die Musik bringen, sodass man wirklich im Klang bleibt. Vielleicht komponiere ich deshalb so oft diese Wechselbäder zwischen extrem starkem Ausdruck und diesen Pianissimo-Momenten, in denen die Ohren sich plötzlich fokussieren und mit erneuter Aufmerksamkeit der Musik folgen können. An dem Ineinandergreifen dieser verschiedenen Energiefelder, der Nebeneinanderstellung dieser Zustände zu arbeiten, ist für mich sehr spannend. Musik ist ja ein körperliches Phänomen. Und das Zuhören ist ebenso ein körperliches Erlebnis wie auch das Musizieren.» (Rebecca Saunders, in: Musik-Konzepte 188/189 s. 49-50)
Philidor (09.03.2021, 20:22):
Nummer Fünf.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5 B-Dur

Münchner Philharmoniker
Günter Wand



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (09.03.2021, 20:35):
Leonardo (09.03.2021, 20:39):
Nikolay Myaskovsky:

Cellosonate Nr. 1 op. 12 (1911)

Cellosonate Nr. 2 op. 81 (1948)

Andreas Brantelid, Cello

Bengt Forsberg, Klavier

(Naxos, 12/2019, Smalands)
Amonasro (09.03.2021, 20:59):


Gioachino Rossini/Gaetano Gasbarri: L'equivoco stravagante

Ernestina - Petia Petrova
Gamberotto - Marco di Felice
Buralicchio - Marco Vinco
Ermanno - Dario Schmunck
Rosalia - Monica Minarelli
Frontino - Eduardo Santamaria

Czech Chamber Chorus
Czech Chamber Soloists, Alberto Zedda

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (10.03.2021, 03:43):


Was ich in letzter Zeit am intensivsten gehört habe, ist dieses neu auf CD erschienene Violinkonzert von Rebecca Saunders. Ein spannendes Werk! Was für ungewohnte Violin-Gesten und Klangmischungen im Orchester. Was mir beim Einstieg zum Hören und Besprechen dieses Konzertes geholfen hatte, waren die folgenden Worte der Komponistin selbst...

«Ich wünsche mir, dass der Hörer mit der grösstmöglichen Neugier der Musik begegnet. Und die Musik soll diese Neugier dann wachhalten und den Hörer möglichst nah an die Musik bringen, sodass man wirklich im Klang bleibt. Vielleicht komponiere ich deshalb so oft diese Wechselbäder zwischen extrem starkem Ausdruck und diesen Pianissimo-Momenten, in denen die Ohren sich plötzlich fokussieren und mit erneuter Aufmerksamkeit der Musik folgen können. An dem Ineinandergreifen dieser verschiedenen Energiefelder, der Nebeneinanderstellung dieser Zustände zu arbeiten, ist für mich sehr spannend. Musik ist ja ein körperliches Phänomen. Und das Zuhören ist ebenso ein körperliches Erlebnis wie auch das Musizieren.» (Rebecca Saunders, in: Musik-Konzepte 188/189 s. 49-50)
Danke für den Hinweis auf diese neue Saunders-CD. Das Violinkonzert ist in der Tat spannend und beeindruckend, das Trompetenkonzert gefällt mir noch einen Ticker besser. Allerdings hatte ich bei beiden Werken in einigen Passagen einen starken Wiedererkennungeffekt, als ob ich das schon mal gehört habe, ganz besonders am Schluss des VK. Ich scanne mein Hirn vergeblich, ich komme nicht drauf. Dabei kenne ich gar nicht soviele moderne Violinkonzerte wirklich gut: Maderna, Carter, Lindberg 1, Xenakis - dann wird es schon dünn. Hast du einen Tip, mit wessen man Saunders' VK am ehesten vergleichen konnte?

Ich meine, der vielfach gehörte Wunsch, dass der Hörer mit der grösstmöglichen Neugier (oder Offenheit, oder Vorbehaltlosigkeit) der Musik begegnet (oder sich auf die Musik einlässt), ist legitim und gilt für jede Art von Musik. Mir scheint, dass die Komponisten der Modernen Klassik diesen Wunsch oder Anspruch allzu häufig äussern. Ob beabsichtigt oder nicht, bei mir kommt das so an, als ob ich selbst schuld wäre, wenn mir etwas missfällt - dann war ich halt nicht neugierig oder offen genug...

Hier läuft jetzt etwas, auf das man sich vorbehaltlos einlassen muss. ;)



Wang Lu - An Atlas of Time
Boston Modern Orchestra Project feat. Gil Rose
tapeesa (10.03.2021, 07:22):
Chopin - Waltzes
Simon Mulligan, Klavier
Maurice inaktiv (10.03.2021, 07:40):


Hermann Goetz : Sinfonie in F-Dur, op. 9 & Violinkonzert, op. 22

Radio-Philharmonie Hannover des NDR, Werner Andreas Albert + Gottfried Schneider (Violine)

Hermann Goetz wurde bereits um 1990/91 herum vom Label CPO "entdeckt" und durch Einspielungen der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein Run auf ihn blieb aber aus. Orchester und Dirigent waren viele Jahre lang für viele Ersteinspielungen und/oder Neueinspielungen verantwortlich gewesen. Noch heute wird die Radio-Philharmonie immer mal wieder für CD-Einspielungen bei CPO verwendet. Dirigent Albert verstarb aber im November 2019 in seiner Wahlheimat Australien mit 84 Jahren.

Diese Einspielungen sind grundsätzlich zu begrüßen und auch heute noch absolut hörenswert. Stilistisch ist sein Stil an Robert Schumann, Felix Mendelssohn und Johannes Brahms angelehnt
Maurice inaktiv (10.03.2021, 08:29):


Josephh Joachim Raff : Sinfonie Nr.8, op. 205 AD: 1992

Philharmonia Hungaria , Werner Andreas Albert

Es ist jetzt Zufall, dass erneut Werner Andreas Albert ran muss, aber die "Frühlings-Klänge" von Raff sollen mir den Tag nun verschönen. Das Orchester aus Marl gibt es inzwischen auch nicht mehr.....
Sfantu (10.03.2021, 10:43):
Hermann Goetz wurde bereits um 1990/91 herum vom Label CPO "entdeckt" und durch Einspielungen der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein Run auf ihn blieb aber aus.
Wieder einer der klassischen Maurice'schen Schnellschüsse.
Gerade in den 70er Jahren wurde bereits Einiges von Hermann Goetz eingespielt & veröffentlicht.
Leonardo (10.03.2021, 10:47):
Leo Ornstein (1893-2002):

Klavierquintett op. 92

Marc-André Hamelin, Klavier

Pacifica Quartet

(Hyperion, 4/2014, London)



Das ist schon wirklich sehr gut, aber schwer zu beschreiben. Es hat auf jeden Fall was Surreales.

Leonardo
Philidor (10.03.2021, 11:08):
Ohne das hochsterilisieren zu wollen (Zitat Bruno Labbadia): Was genau sind die stilistischen Aspekte des Stils einer Stilblüte? Bevor ich mich in den Wirrungen eines Antwortversuchs verfange, sage ich mir, dass man am besten eben doch Experten fragt und gehe der stilistischen Entwicklung eines einzigen Komponisten nach:

Felix Mendelssohn Bartholdy

Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 11
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

Heidelberger Sinfoniker
Thomas Fey



Das macht doch gleich Lust auf einen Islay, z. B. Lagavulin. Aber nicht vor 12:00 Uhr.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.03.2021, 11:56):
Leo Ornstein (1893-2002): Klavierquintett op. 92

Marc-André Hamelin, Klavier
Pacifica Quartet
(Hyperion, 4/2014, London)



Das ist schon wirklich sehr gut, aber schwer zu beschreiben. Es hat auf jeden Fall was Surreales.

Leonardo
Vielen Dank für den Tipp! "Surreal" hat mich angefixt, das ist doch mal etwas anderes als die Perpetuierung der Zuspätromantik.

Die Aufnahme mit Hamelin habe ich leider nicht im Zugriff, dafür aber diese:

Janice Weber, Klavier
Lydian String Quartet



Das ist schon wirklich sehr gut, aber schwer zu beschreiben. Es hat auf jeden Fall was Surreales.
Das "Surreal" unterschreibe ich. Die Überschrift des Kopfsatzes ("Allegro barbaro") beschreibt als Zitat zumindest einige Aspekte der Musik inklusive der stilistischen Nähe zu anderen. Traumverlorenheit mit erweiterter Tonalität über weite Strecken im langsamen Mittelsatz. Herrlich. Agil und mit großen rhythmischen Energien knüpft das Finale (fast) wieder an die Stimmungen und Farben des Kopfsatzes an, aber der langsame Satz hat seine Spuren hinterlassen ... sehr hörenswert! -

Vielen Dank für den Tipp! Ich revanchiere mich mit dem Gattungsbeitrag von Schnittke, sofern noch nicht bekannt.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (10.03.2021, 13:46):
Elektrisierende Aufführung, allerdings bei gewöhnungsbedürftiger Tonqualität.
Elektrisierend - den Begriff finde ich schön dazu -
Die von dir gehörte remasterte Aida-Aufnahme vom 03.07.1951 in Mexico, habe ich noch nicht gehört.
Ich weiß nicht warum, aber ich habe ein Faible für Aufnahmen mit älterer Tonqualität, die nicht remasterte Live-Aufnahme hatte etwas sehr Ursprüngliches.

Auf dem verlinkten Cover-Bild der von dir gehörten CD habe ich gerade zu "Elektrizität" den Text zu Blitz - Gewitternacht entdeckt.
:hello
________________

Sergej Rachmaninov - Final Edison and First Victor RecordingsWerke von Rachmaninov, Tschaikowsky, Daquin, Mendelssohn, Chopin, Debussy, Grieg, Kreisler, Dohnany, Bizet
Sergej Rachmaninoff (Klavier)
Andréjo (10.03.2021, 13:48):
Da ich die CD mit Leo Ornstein und Marc-André Hamelin besitze - und ein vielleicht drittes Mal auch wieder mal hören könnte - schließe ich mich gerne den bisherigen Charakterisierungen an. Diese Musik überschreitet bloße Spätromantik, in deren Nähe sie sich prinzipiell meines Erachtens noch aufhält, um eine Portion Eigenwilligkeit und Widerständigkeit, die zu ihrer Originalität wesentlich beiträgt.

Und jener Schuss "Surrealismus" passt ja auch zu den Lebensdaten ihres Schöpfers. Nicht jeder erreicht ein Alter von deutlich über 100 Jahren . um es mal ein klein wenig zynisch zu formulieren.

^^ Wolfgang
Cetay (inaktiv) (10.03.2021, 13:52):


Existentia - Orchesterwerke von Bálint Karosi
Orgelkonzert Nr. 2
- Bálint Karosi (Orgel), Charles Kiger (Perkussion), Spectrum Symphony of New York, David A. Grunberg
Tripelkonzert
- Miklós Környei (Gitarre), Anastasia Razvalyaeva (Harfe), András Szalai (Cimbalom), Anima Musicae, Balázs Horvath
Existentia (Sinfonische Dichtung zum Andenken an Sándor Weöres)
- Boston Modern Orchestra Project, Gil Rose

Hochinteressanter, unplakativ-effektvoller Stoff -hart an der Grenze zum Crossover- mit spannenden Klangkonstellationen. Eher auf der mystischen denn auf der surrealen Seite.
Andréjo (10.03.2021, 14:45):
Da ich die CD mit Leo Ornstein und Marc-André Hamelin besitze - und ein vielleicht drittes Mal auch wieder mal hören könnte - schließe ich mich gerne den bisherigen Charakterisierungen an. Diese Musik überschreitet bloße Spätromantik, in deren Nähe sie sich prinzipiell meines Erachtens noch aufhält, um eine Portion Eigenwilligkeit und Widerständigkeit, die zu ihrer Originalität wesentlich beiträgt.

Und jener Schuss "Surrealismus" passt ja auch zu den Lebensdaten ihres Schöpfers. Nicht jeder erreicht ein Alter von deutlich über 100 Jahren . um es mal ein klein wenig zynisch zu formulieren.

^^ Wolfgang
"Spätromantik" möchte ich nach dem Wieder-Hineinlauschen von soeben lieber deutlich einschränken. Das ist die futuristische Richtung russischer Prägung. Wir sind in den Zwanzigern ... das darf man nicht vergessen ... andererseits gibt es keine Grell-Virtuosität ohne Romantik ... die teuflische Mischung macht's wohl aus ...

Ansonsten existiert die folgende CD, die ich aber nicht vom Hören her kenne. Wenn ich mir da den ersten Titel anschaue, dann wird es gleich wieder surreal ...



Er wird ein seltsamer Vogel gewesen sein, jener Ornstein - Futter für einen Hamelin allenthalben.

:) Wolfgang
Philidor (10.03.2021, 14:55):
"Spätromantik" möchte ich nach dem Wieder-Hineinlauschen von soeben lieber zurücknehmen. Das ist schon eher die futuristische Richtung russischer Prägung.
Also, die Überschrift des Kopfsatzes "Allegro barbaro" fand ich als Anspielung auf Bartók schon ziemlich treffend ... ;)

Gruß
Philidor

:hello
Andréjo (10.03.2021, 14:57):
Stimmt absolut!
Leonardo (10.03.2021, 14:57):
Also, mir hat dieses Klavierquintett von Ornstein unglaublich gut gefallen. Es dauert ja immerhin vierzig Minuten, aber es hat eine so fesselnde, ungewöhnliche und eben surreale Atmosphäre und Klangwelt, die nie eintönig oder fade wird.
Das Streichquartett auf der CD ist ebenso gut.
Hamelin hat sich schon sehr verdient gemacht um Ornstein.

Leonardo
Maurice inaktiv (10.03.2021, 15:32):
Wieder einer der klassischen Maurice'schen Schnellschüsse.
Gerade in den 70er Jahren wurde bereits Einiges von Hermann Goetz eingespielt & veröffentlicht.
Da liegen dann aber auch wieder 20 Jahre dazwischen. Und passiert ist weder nach den 1970-er Jahren oder später noch wirklich viel. So falsch liege ich also nicht. Es war kein Schnellschuss, es gab weder bei Amazon noch JPC gerade eine große Auswahl an CDs mit Musik von Hermann Goetz, wenn man überlegt, wie viel in der Zwischenzeit von Brahms veröffentlicht worden ist.
Andréjo (10.03.2021, 15:52):
... nochmals Ornstein ...

Jetzt komplett angehört. Das Streichquartett, an das ich mich überhaupt nicht mehr erinnern kann, soll später folgen.

Ja, es ist eine faszinierende Nummer, und wenn man sich mal in die bisweilen abrupte Struktur und den tendenziellen Bruitismus des Kopfsatzes eingehört hat, empfindet man das Werk auch auf seine Art als geschlossen. Auf die fahle Atmosphäre des Mittelsatzes folgt ein ebenso ausgedehnter Finalsatz - alle drei Sätze unterscheiden sich ja nicht wesentlich in der Dauer. Jetzt wird noch klarer, was sich im Kopfsatz bereits angedeutet hat: der jüdische Modus. Das Trio von Schostakowitsch oder Ernst Bloch sind dann so fern nicht - vielleicht auch Khatschaturian. Ornstein stammte ja aus der Ukraine. Abgesehen davon, dass man Armenien und andere GUS-Staaten nicht in einen Topf werfen darf, bin ich aber bei solchen subjektiv empfundenen Parallelen unsicher und setze lieber ein großes Fragezeichen.

Danke von daher (nochmals) an Leonardo und Philidor.

... Und an Maurice, könnte man doch auch Goetz wieder mal hören, das Klavierkonzert - vertrauteres Terrain, aber kein uninteressantes ... :)
Maurice inaktiv (10.03.2021, 16:09):
... Und an Maurice, könnte man doch auch Goetz wieder mal hören, das Klavierkonzert - vertrauteres Terrain, aber kein uninteressantes ...
Ich habe ja gerade eine CD drei Werken von Hermann Goetz gehört. Das KK habe ich auch vorliegen, aber bin nur selten in Stimmung für KK. Ich hatte auch mal die Kammermusik von ihm, aber die besitze ich nicht mehr.
Andréjo (10.03.2021, 17:57):
Die weiter oben diskutierte CD mit dem Violinkonzert von Rebecca Saunders könnte meiner avantgardistischen Seite - klein, aber vorhanden :D - entgegenkommen und ich habe sie auf die Warteliste gesetzt.

:) Wolfgang
Philidor (10.03.2021, 18:03):
Tja, welches Werk besitzt man schon ...

... hier wieder Herr Peter Monntoiks. Heute mit kapitaler Verstärkung am Pianoforte.

Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15

Julius Katchen, Klavier
London Symphony Orchestra
Pierre Monteux



Wow. Tolle Aufnahme. Ich gestehe, dass ich bei Brahms' KK1 meistens ganz froh bin, wenn das Klavier das zweite Thema vorstellt, dann ist der düster-bedrückende Anfang überstanden ... hier so gar nicht. Der Anfang klingt eher unternehmslustig und aufgekratzt, sehr fein. Auch die aufgelockerten Abschnitte wirken so selbstverständlicher eingebunden als in anderen Aufnahmen. Im langsamen Satz schaffen Katchen und Monteux zusammen mit den Londonern ganz entrückte Stimmungen.

Insgesamt für mich eine beglückend andere und zudem "runde" Aufnahme.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (10.03.2021, 18:15):
@Maurice André

Schöne Idee! Ich höre mal das erste Klavierkonzert von dieser CD, welche glaube ich meine erste gekaufte überhaupt vom cpo-Label war:
Maurice inaktiv (10.03.2021, 18:21):
@Maurice André

Schöne Idee! Ich höre mal das erste Klavierkonzert von dieser CD, welche glaube ich meine erste gekaufte überhaupt vom cpo-Label war:
Die habe ich auch parat. Viel Spaß beim Hören. Ich bin kein so großer Fan von Klavierkonzerten. Darauf muss ich dann auch wirklich Bock haben. Erstaunlicherweise habe ich davon recht viele herumliegen, etwa aus der tollen Hyperion-Serie.
Marcie (10.03.2021, 19:08):
Philidor (10.03.2021, 19:31):
Heute verlasse ich die Bruckner-Wanderung unter Führung von Günter Wand und lausche diesem:

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
(Fassung 1888/9)

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Klaus Tennstedt



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (10.03.2021, 20:40):


Jean-Philippe Rameau: Diverses

Nadine Koutcher (Sopran)
Alexei Svetov (Bass)
musicAeterna, Teodor Currentzis

Gruß Amonasro
tapeesa (11.03.2021, 00:20):
Gioachino Rossini - Péchés de vieillesse, 7
Excerpts from Volums I, II, III, X, XI und XIV
Alessandro Marangoni (Klavier und Orgel)
Ars Cantica Choir and Consort, Marco Berrini
tapeesa (11.03.2021, 02:46):
Zeitreise - Werke von und mit Andreas Hepp
Dialoge für Flöte, Altflöte, Piccolo, Schlagzeug & Klavier; Intermezzi 1 & 2; Schlagzeugquintett "Ronin" für Marimbafon, usw.; Concerto Grosso für Cembalo, Schlagzeug & Streichorchester; Endurance, Antarktisexpedition; Unendlichkeit für Streichquartett, Marimbafon / Schlagwerk
Andreas Hepp (Schlagzeug, Klavier, Komposition) und Ensemble

Traumsequenzenanmutende Musik, auf gewisse Art tröstlich.
Cetay (inaktiv) (11.03.2021, 03:18):


Morton Feldman - Letzte Stücke
Stephane Ginsburgh (Klavier)
Palais de mari
Intermisson 6 für 2 Klaviere
Last Pieces for Piano
Maurice inaktiv (11.03.2021, 06:36):


Johannes Brahms : Haydn-Variationen & Sinfonie Nr.1 AD: 1990

The London Classical Players , Roger Norrington

Heute mit Brahms in den Tag
Maurice inaktiv (11.03.2021, 09:54):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.7 AD: 1983

Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin , Heinz Rögner

Was für eine wunderbare Einspielung !! Vielen Dank für die tolle Empfehlung hier aus dem Forum !! Ich bin total geflasht !! Der zweite Satz wird so klagschön ausmusiziert, wie man es selten zu hören bekommt. Ich habe bereits Rögners Vierte schätzen gelernt, nun also auch seine Siebte von Bruckner. Da sind viele Jahre durch die verfluchte Grenze doch einige exzellente Dirigenten unter dem Radar geflogen. Schade. Zum Glück gibt es die Einspielungen zu erwerben, ein kleiner Trost.
Maurice inaktiv (11.03.2021, 10:49):


Ernst Toch : Sinfonie Nr.4

Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin, Alun Francis

Die Vierte von Ernst Toch wurde 1957 geschrieben und der Witwe des Komponisten Edward MacDowell gewidmet, die damals hochbetagt viele Jahre eine Künstler-Kolonie in ihrem Haus eingeladen hatte. Sie verstarb allerdings mit 96 Jahren noch vor der Fertigstellung des Werkes. Am 22.11.1957 erfolgte die Uraufführung durch Antal Dorati und dem Minneapolis Symphony Orchestra. Toch schrieb zu Ehren der Verstorbenen einige Zeilen, die zwischen den drei Sätzen vorgelesen werden sollten. Dorati tat das nicht, und ging damit gegen den Willen Tochs. Es wäre zufällig auch der 100. Geburtstag Frau MacDowells gewesen. Hier in der Einspielung wird der Text verlesen. Es ist nur kurz, daher kein Störfaktor. Alun Francis übernahm das Lesen selbst.

Das Werk ist dreisätzig, und auch hier wieder besticht Toch durch die kammermusikalische Art, wie er die Instrumente sparsam, aber doch höchst abwechslungsreich eingesetzt hat.
Philidor (11.03.2021, 18:09):
Hier Getanztes.

Peter I. Tschaikowsky: Dornröschen (Auszüge)

London Symphony Orchestra
Pierre Monteux



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (11.03.2021, 18:17):
Morton Feldman - Something Wild: Music for Film
ensemble recherche

Ich bin nicht sicher, ob alles Filmmusik ist, so oder so scheint es besser in den Klassik-Thread zu passen.
Leonardo (11.03.2021, 18:28):
Joseph Haydn:

Sinfonie Nr. 82 C-Dur "Der Bär"

Concentus Musicus Wien,

Nikolaus Harnoncourt, Ltg.

(DHM, 2001, Wien)
Marcie (11.03.2021, 19:27):
Bei mir läuft italienische Klaviermusik. Unaufgeregt und schön.
Philidor (11.03.2021, 19:30):
Hier wieder Bruckner aus München.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 6 A-Dur

Münchner Philharmoniker
Günter Wand



Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (11.03.2021, 21:49):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.3 (Ed. Carragan, Version 1874) AD: Live Juli 2012

Philharmonie Festiva , Gerd Schaller

Hier soll es sich um die "Weltersteinspielung" der Carragan-Fassung handeln. Die Fassung beruft sich auf eine Abschrift des Duplikates der Widmungspartitur für Richard Wagner aus dem Jahre 1873, so steht es im Booklet zumindest.

Schaller hat die Dritte aber auch noch mal in der Fassung von 1890 (Joseph und Franz Schalk) eingespielt.

Eine auch klagtechnisch gelungene Einspielung.
Jan Van Karajan (11.03.2021, 22:04):
Hier Tondichtungen:

Richard Strauss: Tod und Verklärung, op. 24

Also sprach Zarathustra, op. 30

Staatskapelle Dresden, Rudolf Kempe

Sehr schön :) . Kempes Zarathustra kann es durchaus mit Karajan aufnehmen, der ja auch auf diesem Gebiet zu meinen Ikonen gehört. Hier höre ich wirklich viel Liebe zum Detail :times10

Grüße

Jan :hello
Maurice inaktiv (11.03.2021, 23:07):


Eduard Erdmann : Sinfonien Nr.1 & 2 , Rondo, op. 9

RSO Saarbrücken, Israel Yinon

Das "Rondo" wurde im März 1918 vollendet. Auf Grund der geschichtlichen Ereignisse (Ende des 1. Weltkrieges und der draus folgenden Probleme) wurde das Werk erst im Februar 1921 von Arthur Nikisch und den Berliner Philharmonikern uraufgeführt. Das Werk war Erdmanns Lehrer Heinz Tiessen gewidmet.

Die 1.Sinfonie beendete Erdmann am 31.August 1919. Das Werk wurde am 09.Juni 1920 in Weimar uraufgeführt und sollte den Durchbruch als Komponist für ihn einbringen. Das Werk ist einsätzig, aber mit zwei größere Abschnitte unterteilt.

Die 2. Sinfonie wurde am 23.August 1923 beendet und Ernst Krenek gewidmet. Die Uraufführung fand im April 1924 statt.

Erdmann galt als ausgezeichneter Pianist, einer der Besten nach dem 1. Weltkrieg, der sich vor allem für die Moderne einsetzte. Er unterrichtete ab 1925 in Köln (ab 1929 Professor) und gab seine Stelle 1935 auf. Ab da zog er sich als Komponist rund 10 Jahre zurück, trat aber als Pianist weiter auf. Nun mit einem Programm, was "nazi-tauglich" war. Er selbst wollte das Land nicht verlassen. Seine Werke durften nicht gespielt werden, da er zu modern war. Obwohl er am 01.Mai 1937 Mitglied der NSDAP wurde, war ihm das Regime und deren Einstellung ein Kreul. Nach dem Kriege schämte er sich für seine Mitgliedschaft, die ihm aber das Überleben der Nazi-Zeit ermöglichte.

Seine Werke sind tonal-modern geschrieben, teilweise ebenfalls sehr kammermusikalisch gehalten, was die Instrumentierung angeht, was einen an Toch erinnern könnte. Doch Erdmann ist bei diesen Werken hier nicht ins Atonale verfallen, Seine zwei weiteren Sinfonien kommen Ende des Monats zu mir.

Erdmann wurde von Hitler auf die berühmte "Gottbegnadeten-Liste" gesetzt, so dass er keinen Kriegsdienst verrichten musste. Das hatte aber nach dem Kriege zur Folge, dass er als Komponist im Grunde vergessen wurde.

Ich habe das auch nur aus dem Booklet der CD übernommen, welches Franko Schmidt verfasst hatte damals.
Cetay (inaktiv) (12.03.2021, 01:49):
Damit der Debussy-Faden nicht verwaist, nehme ich mir jetzt ein Werk aus meinem äusserst schmalen ständigen Hörrepertoire (das aus genau diesem Stück besteht) des Franzosen vor:


Claude Debussy - Violinsonate g-Moll, CD 148, L. 140
Christian Ferras, Pierre Barbizet
Cetay (inaktiv) (12.03.2021, 03:47):
Gelegentlich kommt das hier -in derselben "aufgeregten" Tonart- noch ins Ohr:


Claude Debussy - Streichquartett g-Moll, op. 10, L. 85
The Lindsays
tapeesa (12.03.2021, 07:59):
Hier tauchen ja zunehmend Katzen auf :)

Seit langer Zeit wieder Beethoven.

Beethoven - Chamber Music 4, Large Works
Maurice inaktiv (12.03.2021, 11:36):


Richard Strauss : Frühe Sinfonien - d-moll, o.op. AV 69 & f-moll, op. 12) AD: 1996 & 1997

SO des BR & Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin, Karl Anton Rickenbacher

Die Serie "Der unbekannte Richard Strauss" der Firma Koch kann man heute noch als Geheimtipp ansehen, da leider die Aufnahmen wohl nur noch über den Gebrauchtmarkt erwerben kann.

Die beiden Sinfonien hier sind sicher noch weit entfernt von dem, was man später unter den großen Orchesterwerken des Komponisten verstehen sollte, aber er war auch erst knappe 16 Jahre jung gewesen, als er die D-Moll-Sinfonie schrieb. Hier erinnert noch manche Stelle (nicht nur die Tonart) auf sein großes Vorbild Beethoven. Am 30.März 1881 wurde in München das Werk durch Hermann Levi und der Königlichen Hofkapelle das Werk uraufgeführt. Die F-Moll-Sinfonie schrieb er 1883, nun mit deutlichem Faible für Brahms, den er ebenfalls sehr verehrte. Hier fand die Uraufführung in New York unter Theodore Thomas am 13.12.1884 statt. Kurz darauf durch Franz Wüllner in Köln die europäische Uraufführung durch das Gürzenich-Orchester.
Philidor (12.03.2021, 12:29):
Die Serie "Der unbekannte Richard Strauss" der Firma Koch kann man heute noch als Geheimtipp ansehen, da leider die Aufnahmen wohl nur noch über den Gebrauchtmarkt erwerben kann.
Was jemand freundlicherweise andernorts schon erwähnte, wäre sicher auch hier für die Freund*innen weniger bekannter Werke von Richard II. interessant:

Die ursprünglich bei Koch-Schwann erschienenen Aufnahmen wurden von DG wieder aufgelegt und man kann sie problemlos erwerben




Gruß

Philidor


:hello
Marcie (12.03.2021, 18:53):
Ich höre Jeu De Cartes aus diesem tollen Set:
Philidor (12.03.2021, 22:22):
Gipfeltreffen.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur

Berliner Philharmoniker
Sergiu Celibidache
31. März/1. April 1992



Vielleicht hat diese Blu-ray doch eher dokumentarischen Wert. - Celibidaches Musikverständnis war eventuell zu weit vom berlinphilharmonischen Alltag entfernt, als dass sechs Proben diesen Graben hätten überwinden können. Trotz großartiger Momente bleiben mMn genug Stellen, in denen das Orchester die Wünsche des Dirigenten nicht vollständig verinnerlicht hat.

Legendär sind die Probenberichte - 20 Minuten alleine für das Tremolo der Violinen (vor dem Einsatz der Celli mit dem Hauptthema!), weitere 45 Minuten für das erste Thema in Celli und Horn, ... die beigegebene Dokumentation zu Celibidache in Berlin bis 1954 und in 1992 fand ich sehr sehenswert.

Mit den Stuttgarter und Münchner Aufnahmen des Werkes unter Celi hört man vielleicht noch eher, was der Rumäne erreichen konnte, wenn er lange genug mit einem Orchester arbeiten konnte.

Viele Grüße
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (13.03.2021, 00:30):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.4 , Es-Dur AD: Müsste 1974 gewesen sein

Wiener PO , Karl Böhm

Ein tolles Orchester !! Böhm und Bruckner passt offenbar gut zusammen. Ob ich mir noch die Nr.3,7 und 8 zulegen werde, kann ich nicht sagen. An sich bin ich mit Bruckner gut eingedeckt.
Cetay (inaktiv) (13.03.2021, 05:06):
Nachdem ich zum wiederholten Mal vor La Mer und den Images kapitulieren mußte, jetzt etwas Durchsichtigeres:



Ludwig van Beethoven - Serenade D-Dur für Violine, Viola & Violoncello, op. 8
Leopold String Trio
Maurice inaktiv (13.03.2021, 07:53):


Juan Crisotomo de Arriaga : Orchesterwerke

Il Fondamento , Paul Dombrecht

Arriaga (1806-1826) wurde nur knapp 20 Jahre jung an Tuberkulose. Er geriet dann viele Jahre in Vergessenheit, bis er Ende des 19. Jahrhunderts in Spanien wiederentdeckt wurde. Paul Dombrecht und sein Ensemble spielen hier auf Original-Instrumenten seine Orchesterwerke ein.
Maurice inaktiv (13.03.2021, 08:59):


Wolfgang Amadeus Mozart : 3 Hornkonzerte & Hornquintett Es-Dur, KV 407

Mannheimer Mozartorchester , Thomas Fey * Wilhelm Bruns (Naturhorn)

Wilhelm Bruns, einst Schüler von Hermann Baumann, besticht hier durch brillante solistische Leistungen, unterstützt von einem Ensemble, was durch Thomas Fey geleitet, ein exzellentes Begleitorchester ist.
tapeesa (13.03.2021, 09:23):
Olga Neuwirth - Lost Highway, 2002 / 03, Musiktheater
Libretto: Elfriede Jelinek & Olga Neuwirth nach einem Drehbuch von David Lynch und Barry Gifford
Gesang / Sprache, Vokalartistik: Vincent Crowly, Constance Hauman, David Moss, Georg Nigl, Andrew Watts, Jodi Melnick, Grayson Millwood, Lukas Rössner, Rodolfo Seas-Araya, Gavin Weber, Kai Wessel
Klangforum Wien, Johannes Kalitzke
Philidor (13.03.2021, 09:27):
Hier mal wieder Beethoven.

Ludwig van Beethoven

Ouvertüre zu "Egmont" op. 84
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 ("Eroica")

London Symphony Orchestra (Ouvertüre)
Wiener Philharmoniker (Sinfonie)

Pierre Monteux



Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (13.03.2021, 09:58):


Jean Sibelius : Sinfonie Nrr.4, Pohjola's Tochter , Der Barde & Die Okeaniden AD: 1988

Finnisches RSO , Jukka-Pekka Saraste

Weiter bei dem Wetter mit Sibelius. Der Sturm und das Klappern der Fensterläden bekommen dadurch eine etwas andere Bedeutung
Maurice inaktiv (13.03.2021, 11:03):


Johannes Brahms : Serenade Nr.2 & Sinfonie Nr.3 AD: 2003 & 2004 Live

London SO , Bernard Haitink

Insgesamt drei GA der Sinfonien gibt es von Bernard Haitink: die Erste mit dem Concertgebouw Orkesta (das muss Anfang der 1970-er Jahre gewesen sein), mit dem Boston Symphony Orchestra (das müsste in den 1990-er Jahre gewesen sein) und dann diese hier (2003-2004). Jede hat so ihre Meriten, daher soll sich jeder die für sich "beste" Einspielung heraussuchen. Ich habe gelesen, dass er bei der Dritten hier eher zu den "langsamen Dirigenten" gehört hat, was stimmen mag, aber was ich nicht sonderlich störend fand. Er nimmt sich knapp 40 Minuten Zeit, der Schnitt scheint so um die 37/38 Minuten zu liegen. Bernstein zeigt mir 43 Minuten an (es ist eine Live-Einspielung, daher könnte dort auch der Applause noch einige Sekunden mit drauf sein), Skrowaczewski hat sich auch knapp 40 Minuten Zeit gelassen, um mal zwei Dirigenten zu nennen, die ebenfalls schon älter waren, als sie die Einspielungen machten. Bei Wand waren es etwas über 37 Minuten (1990-er Live-Einspielung).
tapeesa (13.03.2021, 12:57):
Franz Schreker - Der Schatzgräber (Oper in einem Vorspiel, vier Akten und einem Nachspiel)
Libretto: Franz Schreker

Elis - Josef Protschka
Els - Gabriele Schnaut
Der König - Harald Stamm
Der Narr - Peter Haage
Der Vogt - Hans Helm
Albi - Heinz Kruse

Der Wirt - Carl Schultz, Der Graf / Herold - Urban Malmberg, Der Kanzler / Der Schreiber - Peter Galliard, Der Magister - Ude Krekow, Der Schultheiss - Dieter Weller, Der Junker - Franz Ferdinand Nentwig
Chor der Hamburgischen Staatsoper (Jürgen Schulz), Philharmonisches Staatsorchester, Gerd Albrecht

War eine der meistgespielten zeitgenössischen Opern der Weimarer Republik und wohl sein größter Bühnenerfolg.
In der Oper Frankfurt uraufgeführt, am 21. Januar 1920.
Philidor (13.03.2021, 13:44):
Hier Jahreszeitliches.

Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244

Howard Crook, Evangelist
Ulrik Cold, Jesusworte

Barbara Schlick, Sopran
René Jacobs, Countertenor
Hans-Peter Blochwitz, Tenor
Peter Kooij, Bass

Ensemble vocale de la Chapelle Royale (Chor 1)
Collegium Vocale, Gent (Chor 2)
Choeur d’Enfants “In dulci jubilo”
La Chapelle Royale, Paris

Philippe Herreweghe

September 1984



Immer noch eine der mir liebsten Aufnahmen des Werkes. Schon der dunkel angelegte Eingangschor ... insgesamt ein eher auf der introvertierten Seite liegendes Musizieren. Dann vor allem Peter Kooij, aber auch die anderen Solisten ...

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (13.03.2021, 14:00):


August Halm : Sinfonie A-Dur

Württembergische Philharmonie Reutlingen , Per Borin

Hier also die Sinfonie von Halm, der sich Anton Bruckner als Vorbild genommen hatte. Während er sich als Musikschriftsteller einen Namen machen konnte, fällt seine Sinfonie doch hinter jenen seines Vorbildes ziemlich ab. Man kann das schön anhören, aber ich würde das harmonisch und melodisch noch vor Bruckner ansetzen. Das Booklet erwähnt Einflüsse von Mahler, Bruckner und Richard Strauss. Die suche ich heute weitgehend vergebens, wenn man bedenkt, dass er an dem Werk um die 15 Jahre lang gearbeitet hatte (ca. 1911-1926 ; eine genauere Angabe scheint nicht möglich zu sein).

Seit 2013 besitze ich diese Aufnahme jetzt. Damals war ich vermutlich mit mehr Begeisterung dabei. Inzwischen habe ich aber auch jede Menge mehr Musik gehört, gerade auch von Komponisten, die fast zur gleichen Zeit weitaus moderner, aber trotzdem innovativ geschrieben haben. Dagegen wirkt Hals Werk geradezu bieder und hausbacken. Wie gesagt, sie ist schön anzuhören, aber eben nicht mehr zeitgemäß.
Philidor (13.03.2021, 14:55):
So, Ihr habt's geschafft ... Debussy jetzt auch hier ...

Claude Debussy

La Mer
Images pour orchestre

Orchestre National de la Radiodiffusion Française
Désiré-Émile Inghelbrecht



Die Debussy-Liebhaber wissen es sowieso: Inghelbrecht war ein enger Vertrauer Debussys. Das Orchester, das er hier dirigiert, hat er selbst gegründet, heute firmiert es unter dem Namen "Orchestre National de France".

Eine Pseudo-Authentizität der Interpretation möchte ich nicht herbeifabulieren, aber die Klänge, die Inghelbrecht hier hervorzaubert, finde ich schon spektakulär. Die geradezu schütteren Hörner, der Holzbläser-Klang, spannend.

Die Erfüllung impressionistischer Klischees wird man vergeblich suchen. Umso mehr - um andere Etiketten zu verwenden - clarté und esprit.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.03.2021, 15:35):
Apropos clarté.

Anton Webern

Passacaglia op. 1
Sechs Stücke für Orchester op. 6

London Symphony Orchestra
Pierre Boulez




Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (13.03.2021, 16:05):
Franz Schreker - Flammen, op. 10 (1901-1902)
Libretto: Dora Leen
Kristin Theisen, Eugen Procter, Lesley Bollinger, Adam Krużel, Sabine Fues,
Instrumental-Ensemble und Chor des PPP (pianopianissimo)- Musiktheaters München, Frank Strobel
Philidor (13.03.2021, 17:00):
Nun nochmal Debussy.

Claude Debussy

La mer
Nocturnes

Damen des Berkshire Festival Chorus
Boston Symphony Orchestra
Pierre Monteux



Sehr gute Aufnahme, aber der "Sound" der Nachkriegsfranzosen fehlt.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.03.2021, 18:37):
Auch heute Bruckner in Ton und Bild.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Wiener Philharmoniker
Herbert von Karajan
live Stiftskirche St. Florian zu Linz, Juni 1979



Ja, ja, ... ziemlich hastig, das Ganze. Ob Heribert da unbedingt noch irgendeinen Zug erreichen musste?

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (13.03.2021, 19:31):
ziemlich hastig, das Ganze. Ob Heribert da unbedingt noch irgendeinen Zug erreichen musste?
Nee, aber er musste starten mit seinem Privat-Jet wegen des Nachtflugverbotes :D
Leonardo (13.03.2021, 20:03):
Ich habe mich hiermit vergnügt:

Johannes Brahms:

Akademische Festouvertüre op. 80
Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11
Alt Rhapsodie op. 53*

Janet Baker, Mezzosopran*
Herren des John Aldis Choir
London Philharmonic Orchestra,

Sir Adrian Boult, Ltg.

(EMI, 1970-78, London)



Seit gefühlten zwanzig Jahren habe ich wohl diese Doppel-CD. Nun höre ich sie auch endlich einmal - gut. Das LPO hatte offensichtlich ein hervorragendes Niveau unter Boult. Dieser Brahms ist absolut konkurrenzfähig. Alle Werke habe ich schon wesentlich schlechter gehört. Die erste Serenade gefällt mir meistens sowieso nicht. Hier schon.
Leonardo (13.03.2021, 20:20):
Nun aber zu Unterhaltung auf höchstem Niveau:



Stücke von Mascagni, Ponchielli, Schmidt, Gounod, Bayer, Offenbach, Gotovac, Schubert, Gluck

Wiener Philharmoniker,

Rudolf Kempe, Ltg.

(SBT, 1961, Wien)

Was für ein herrlicher Klang in jeder Hinsicht. Und das für 1961, wo die EMI ja sonst nicht gerade für sonderlich guten Klang bekannt war. Hier hat auch Testament ganze Arbeit geleistet. Und Rudolf Kempe sowieso.

Leonardo
Marcie (13.03.2021, 20:28):
Maurice inaktiv (13.03.2021, 20:31):
idten" komme, wird bei mir erst mal kräftig "gemahlert"



Gustav Mahler : Sinfonie Nr.1 (mit "Bluminen-Satz") AD: 1974

Boston Symphony Orchestra , Seiji Ozawa

Ich habe eine japanische Pressung vorliegen, daher weiß ich nicht, ob die beiden verlinkten Bilder mit oder ohne den Bluminen-Satz sind oder eben nicht. Die Eloquence-Reihe bekommt man nachgeworfen.


Hier hat auch Testament ganze Arbeit geleistet. Und Rudolf Kempe sowieso.
Kempe ist ein exzellenter Dirigent gewesen. Leider ist er irgendwie unter dem Radar gelaufen. Immerhin bleibt er vielen Leuten als DER Richard Strauss-Dirigent in bester Erinnerung (damit möchte ich nicht den Herbert und Karl verärgern, aber der Rudi mit seiner Staatskapelle war schon harte Konkurrenz gewesen.
Marcie (13.03.2021, 20:33):





mit oder ohne den Bluminen-Satz sind oder eben nicht. Die Eloquence-Reihe bekommt man nachgeworfen.
Mit. Also auf meiner zumindest.
Leonardo (13.03.2021, 20:48):
Ja, natürlich war Rudolf Kempe ein hervorragender Dirigent und zwar besonders für die sog. Unterhaltungsmusik bzw. leichte Muse. Ich merke das gerade wieder beim Abhören der CD. Also, da fehlt es einfach an nichts. Wie er hier diese Ouvertüren und Intermezzi brilliant und pikant auf den Punkt bringt, mit Witz und Pfeffer und wie die Wiener Philharmoniker das spielen - einmalig. Das können heutige Dirigenten gar nicht mehr.

Gruß,

Leonardo
Maurice inaktiv (13.03.2021, 21:04):
Mit. Also auf meiner zumindest.
Ah,ok. Danke für die Info. Ich konnte leider keinen Blick auf die Rückseite werfen im Netz.
Maurice inaktiv (13.03.2021, 21:52):


Gustav Mahler : Sinfonie Nr.5 AD: 1980

Chicago SO, Claudio Abbado

Hier hat ein exzellenter Mahler-Dirigent das Orchester mit dem, so sagte man sich, besten Blech aller Symphonieorchester der Welt, eine exzellente Einspielung vorgelegt. Leider werden die Solisten nicht extra erwähnt, was ich bei solchen Soli doch gerne wissen würde. Einzig Solo-Trompeter Adolph "Bud" Herseth" ist klar. Er spielte von 1948-2001 (!!!!!) diesen Part im Orchester. Das dürfte einsamer Rekord sein. Man kann ihn quasi bei seiner Abschluss-Tournee 2001 mit dem gleichen Werk und eben dem gleichen Solo-Part noch auf Youtube erleben. Das Orchester spielte damals auch einige Konzerte in Deutschland. Am Pult stand Daniel Barenboim. Auch eine Einspielung unter ihm gab es noch mal (ich glaube aber, einige Jahre früher).

Ich dürfte inzwischen über 20 Einspielungen dieses Werkes haben (darunter Rattle, Bernstein 2x, Karajan, Boulez, Barbirolli, Suitner, Leaper, Solti, Chailly, Bertini, von Dohnanyi, van Zweden, Ozawa, Herbig, Mackerras, Abravanel, Kondrashin, Conlon, Stenz), aber diese Einspielung kann man unter die Topp Five setzen.
Marcie (13.03.2021, 22:16):
Jan Van Karajan (13.03.2021, 22:23):
Heute gehen meine Forschungen in eine andere Richtung:

Alexander Skrjabin: 2 Impromptus a la Mazur, op. 7

12 Etüden, op. 8

Gordon Fergus-Thompson, Klavier

Hm... Ich meine bei Debussy und Skrjabin im jeweiligen frühen Klavierwerk eine Nähe zu der Tonsprache von Chopin wahrzunehmen. Anschließend haben sich scheinbar beide davon gelöst und sich aufgemacht in die Moderne, wobei ich das Spätwerk von Skrjabin als noch radikaler empfinde. Seine letzte Klaviersonate sprengt ja nahezu die Grenzen von Form und Tonalität. Dabei kommt mir Schönberg in den Sinn... auch sein Klavierwerk müsste mal den Weg in mein Ohr finden. Bevor Skrjabin derartig in neue Bereiche vorstieß, ähnelte sein Klang durchaus dem von Debussy, vor allem am Klavier. In der Orchestrierung war Skrjabin längst nicht so raffiniert, wenn man vielleicht den Prometheus und das Poeme de`l extase ausklammert. Das Klavier war und blieb immer seine größte Stärke, dort entwickelte er auch seine Tonsprache immer weiter. Ähnlichkeiten und Unterschiede werde ich in der nächsten Zeit weiter erforschen, trotz meiner geringen Kenntnis der Musiktheorie. Meine größte Hilfe bleibt das Gehör :)

Grüße

Jan :hello
Amonasro (13.03.2021, 22:27):
Schreker höre ich auch sehr gerne. Speziell Flammen hatte bei mir aber keinen größeren Eindruck hinterlassen, das letzte Hören ist aber auch schon lange her. Jetzt den Schatzgräber in der Aufnahme von Marc Albrecht, die mir besser gefällt als die ältere von Gerd Albrecht, der einige seltsame Kürzungen vorgenommen hatte:



Franz Schreker: Der Schatzgräber

Elis - Raymond Very
Els - Manuela Uhl
Der Narr - Graham Clark
Der König - Tijl Faveyts
Der Kanzler/Der Schreiber - Alasdair Elliott
Der Graf - André Morsch
Der Magister/Der Schultheiß - Kurt Gysen
Der Vogt - Kay Stiefermann
Der Junker - Mattijs van de Woerd
Der Wirt - Andrew Greenan
Albi - Gordon Gietz
Ein Landsknecht - Peter Arink
Erster Bürger - Cato Fordham
Zweiter Bürger - Richard Meijer

Chorus of De Nederlandse Opera
Netherlands Philharmonic Orchestra, Amsterdam; Marc Albrecht

Gruß Amonasro :hello
Maurice inaktiv (14.03.2021, 00:04):
Mein Gustav Mahler-Abend neigt sich dem Ende entgegen. Da passt es ganz gut rein, dass zuvor der Weggefährte Franz Schreker an der Reihe war.



Gustav Mahler : Sinfonie Nr.10, komplettiert von Deryck Cooke und Berthold Goldschmidt AD: 1979

Berliner Sinfonie-Orchester , Kurt Sanderling

Eine Einspielung, die mehr als nur ihren Reiz hat. Auch aufnahmetechnisch ist diese Einspielung aus Ost-Berlin gut gelungen. Eine interessante Alternative zu Harding, Rattle, Chailly und Barschai. Letzterer fertigte eine eigene Fassung an.
Philidor (14.03.2021, 07:44):
Lääääätare, oh, oh, cantare, oh, oh, ... zum heutigen Sonntag anstelle einer Bach-Kantate die Motette des Thomaskantors zum Wochenlied:

Johann Sebastian Bach: "Jesu, meine Freude" BWV 225

Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Unser Bildchengeber informiert mich gerade, dass ich mir diese SACD vor zehn Jahren und drei Monaten gekauft habe. Das war meine erste CD mit dem Bach Collegium Japan und Masaaki Suzuki, und ich war seinerzeit völlig geflasht von der Detailarbeit, der Virtuosität, der Aussprache bei gleichzeitig (für meine Ohren) vollständiger Selbstverständlichkeit der Darbeitung. Klang alles so, als könne es gar nicht anders sein, und als ob es nicht im Mindesten schweirig sei.

Fand ich noch besser als die einschlägigen Ensembles aus den Niederlanden, aus Flandern oder England. Und Lichtjahre von den Bemühungen in Leipzig entfernt. Nicht nur Unterhaltungselektronik und Autos ...

... nel blu dipinto di blu.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (14.03.2021, 08:33):


Wenzel Pichl (Auch Vaclav Pichl geschrieben) : 4 Sinfonien

Toronto Chamber Orchestra , Kevin Mallon

Heute mal wieder mit eher selten gespielten Repertoire in den Tag.
Philidor (14.03.2021, 09:29):
Mit dem Uraufführungsdirigenten des Petruschka.

Igor Strawinsky

Der Feuervogel
Petruschka

Orchestre de la Société des concerts du Conservatoire
Pierre Monteux



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.03.2021, 09:53):
Kombinatorische Köstlichkeiten.

Anton Webern

Passacaglia op. 1
Sechs Stücke für Orchester op. 6

Berliner Philharmoniker
Pierre Boulez



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.03.2021, 10:20):
Zweite Wiener Schule komponiert Dirigenten. Oder so.

Arnold Schönberg: Fünf Orchesterstücke op. 16

RSO Saarbrücken
Hans Zender



Keine Wiederentdeckung eines Werkes von cpo, aber die Veröffentlichung einer rattenscharf durchgezeichneten Wiedergabe.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.03.2021, 11:25):
Dirigenten schulen zweite Wiener Komponisten. Nee, doch nicht ...

Alban Berg: Drei Orchesterstücke op. 6

BBC Symphony Orchestra
Pierre Boulez



Sozusagen voll der Hammer.

Gruß
Philidor

:hello
Klassiknerd (14.03.2021, 11:47):


Heute der Abschluss:
Tschaikowsky Sinfonie Nr. 6
CSO
C. Abbado

Insgesamt bin ich von dem gesamten Paket sehr beeeindruckt. In meinen Ohren fällt die 6. aber am schwächsten aus. Das soll man jetzt bitte nicht falsch verstehen. Ich meine nicht "schlecht"!
Habe lange überlegt, woran es liegt....Natürlich wird auch hier wieder sehr auf den Punkt musiziert. Prägnant und mit Temparement. Ich glaube, mir fehlt dann hier doch etwas das "Schwelgerische".
Im letzten Satz schreitet Abbado doch sehr zügig voran. Mir fehlt da etwas die Ruhe, das Versinken im Klang.
Ixh muss aber auch zugeben, dass ich an dieser Stelle durchaus Extreme mag. So schätze ich immer noch Bernsteins Version mit den NVP bei der DGG. Diese ist vielen zu extrem. Ich schätze sie aber gerade deswegen. Hier scheint mir manchmal die Zeit regelrecht zum Stillstand zu kommen.
Leonardo (14.03.2021, 12:03):
Ich muss in Sachen Rudolf Kempe nochmal nachlegen:



Ouvertüren von Mendelssohn, Weber, Reznicek, Nicolai, Schubert, Smetana, Suppé, J. Strauss II

Wiener Philharmoniker,

Rudolf Kempe, Ltg.

(SBT, 1958-61, Wien)
Philidor (14.03.2021, 12:05):
Komponisten wienern Dirigenten zwei Schuhe.

Franz Schubert: Musik zum Schauspiel "Rosamunde" D 797
Anton Webern: Sechs Stücke für Orchester op. 6

(Pasticcio-artige Aufführung, Schubert und Webern im Wechsel)

SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
Michael Gielen



(Gerade sehe ich, dass Leonardo ebenfalls die "Rosamunde"-Musik hörte ... welch ein Zufall!)

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (14.03.2021, 12:17):
Schreker höre ich auch sehr gerne.
Weiß ich :) Bin über dich hier im Forum auf Schreker aufmerksam geworden.

Das mit den "seltsamen Kürzungen" überblicke ich noch nicht, da ja nur diese eine Aufnahme bisher gehört. Zu Marc und Gerd Albrecht hatte ich dann noch etwas geschaut.
Wenn ich es richtig sehe, sind die beiden nicht verwandt. Marc Albrecht ist ein verhältnismäßig junger Dirigent.
_________

Anonymus - Ach kommet von Himmel, ihr göttliche Flammen (Salzburg, 16. Jahrhundert)
Emma Kirkby, Annegret Siedel

Franz Schubert - Lied des Orpheus, als er in die Hölle ging, D. 474 (Jacobi)
Wälze dich hinweg, du wildes Feuer
Text: Johann Georg Jacobi
Konstantin Wolff, Ulrich Eisenlohr (Klavier)
________

Erwin Schulhoff - Plameny - Flammen, Eine musikalische Tragikomödie in 2 Akten zu 10 Bildern
Libretto: Karel Josef Beneš, Übersetzung: Max Brod

Don Juan - Kurt Westi
Donna Anna - Jane Eaglen
La Morte - Iris Vermillion

Carola Höhn, Celina Lindsley, Regina Schudel, Elvira Dressen, Christianne Berggold, Kaja Borris, Gerd Wolf, Johann-Werner Prein
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, RIAS Kammerchor (Marcus Creed), John Mauceri
Philidor (14.03.2021, 12:45):
Nach so vielen Katastrophen hilft es nur, das Tanzbein zu schwingen.

Maurice Ravel

Boléro
La Valse

London Symphony Orchestra
Pierre Monteux



Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (14.03.2021, 12:55):
Nach einem prachtvollen englischen Spätstück (mit fränkischem upgrade: würzige Nürnberger statt der undefinierbaren originalen
Sättigungsmasse in Wurstform) nun Musik eines kauzigen englischen Komponisten.


Rutland Boughton

Streichquartett Nr. 1 F-dur "From the Welsh Hills"

The Rasumowsky Quartet
(CD, helios, 2004)
Philidor (14.03.2021, 13:06):
Nach einem prachtvollen englischen Spätstück (mit fränkischem upgrade: würzige Nürnberger statt der undefinierbaren originalen Sättigungsmasse in Wurstform)
Du sprichst in Rätseln, lieber Sfantu ... ?( ... welches Werk meinst Du damit?

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (14.03.2021, 13:11):
Entschuldige bitte mein verklausuliertes Geschwurbel.
Dieses Werk meinte ich:


(Foto: britishresidents.ch)
Philidor (14.03.2021, 13:19):
Dieses Werk meinte ich:
:thumbup: Möge es Dir wohl bekommen sein!

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (14.03.2021, 13:51):
Weiß ich Bin über dich hier im Forum auf Schreker aufmerksam geworden.
Das freut mich.

Das mit den "seltsamen Kürzungen" überblicke ich noch nicht, da ja nur diese eine Aufnahme bisher gehört.
Seltsam finde ich die Kürzungen deswegen, weil es relativ viele, aber sehr kleine Kürzungen sind, die in Summe kaum Zeitersparnis bringen, aber den musikalischen Fluss unterbrechen. In dieser englischen Rezension wurden die einzelnen Kürzungen aufgeschlüsselt: http://www.musicweb-international.com/classrev/2013/oct13/Schreker_Schatzgraber_c5175.htm
Marc Albrechts Aufnahme ist auch nicht ganz vollständig, die Kürzung betrifft bei ihm aber nur eine Szene.

Jetzt:



Carlos V - Mille Regretz: La Canción del Emperador
Luces y sombras en el tiempo de Carlos V

Musik aus der Zeit von Kaiser Karl V. (u. a. von Heinrich Isaac, Juan del Enzina, Josquin des Prés, Antonio de Cabezón, Cristóbal de Morales)

La Capella Reial de Catalunya
Hespèrion XXI, Jordi Savall

Gruß Amonasro
Philidor (14.03.2021, 13:52):
Ich blieb beim Tanzen - meine Güte, was für eine großartige Scheibe, frisch gestreamt ...

Anton Heiller: Tanz-Toccata

Jehan Alain: Trois Danses
- I. Joies
- II. Deuils
- III. Luttes

Igor Strawinsky: Le Sacre du printemps
(Bearbeitung für Orgel 4händig und 4füßig)

Olivier Latry und Shin-Young Lee, Orgel
Mühleisen-Orgel der Kathedrale Notre-Dame de Bon-Voyage zu Cannes



Wahnsinns-CD. Die Heiller-Toccata habe ich noch nicht so swingend gehört, die zentrale Passacaglia in den Alain-Tänzen noch nicht so bedrückend. Und dass der Sacre so fantastisch für Orgel 4-händig funktioniert, hätte ich nie gedacht ... wer das streamen kann, herzliche Empfehlung.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (14.03.2021, 14:12):


(RCA, 1957/60)

Eulen nach Athen.
Philidor (14.03.2021, 14:36):
Nun das Original mit dem Uraufführungsdirigenten.

Igor Strawinsky: Le Sacre du printemps

Boston Symphony Orchestra
Pierre Monteux
Aufnahme 1951



Wer den Sacre so richtig kratzbürstig möchte, wird hier vortrefflich bedient. Nicht vom Mono-Klang abschrecken lassen, der ist phänomenal gut ...

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (14.03.2021, 14:48):
Entschuldige bitte mein verklausuliertes Geschwurbel.
Dieses Werk meinte ich:
Falscher Thread. Bitte nicht auch hier noch Essen posten, sonst nehme ich beim Lesen und Anschauen gleich wieder zu. :D
Leonardo (14.03.2021, 15:06):
Ich finde, man muss auch mal was Essen. Ja, doch, wirklich, echt.

Musik ist doch nun wirklich nicht alles, oder? Oder doch?

Also, ich bin jetzt verwirrt...

Gruß,

Leonardo
Philidor (14.03.2021, 15:16):
Ich finde, man muss auch mal was Essen. Ja, doch, wirklich, echt.

Musik ist doch nun wirklich nicht alles, oder? Oder doch?
Das schreit ja nach einem eigenen Thread ... Händel, Rossini, Levine, ... alles keine Kostverächter ... Tafelmusiken, Vivaldi zum Champagner, Haydn zum Salat, Schumann zur Suppe, Mozart zum Fisch, Jazz zum Sorbet, Rachmaninow zum Filetsteak medium, Pavarotti zur Käseplatte und schließlich Songs von Kurt Weill zum Dessert ...

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (14.03.2021, 15:30):
Ja, aber ich kenne mich nicht so gut aus mit Essen. Ich esse halt.

Leonardo
Philidor (14.03.2021, 17:18):
Nun wieder Debussy.

Claude Debussy

Prélude à l'après-midi d'un faune
La mer
Nocturnes

Choeurs de l'O. R. T. F.
Orchestre de l'O. R. T. F.
Jean Martinon



Schlagt mich, aber könnte man nicht ganze Abschnitte des "Prélude" in den zweiten Aufzug des Tristan implantieren, ohne dass es auffallen würde?

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (14.03.2021, 17:33):
@Leonardo -

also, ich habe heraus gefunden, wer das auf deinem Avatar-Bild ist.
Den Text schlussendlich auch entschlüsseln können.
Was zu Reiner / Humor und Jähzorn gefunden.

Jetzt bleibt noch eine Frage offen - ist dein Nick da Vinci-angelehnt?

Gruß, tapeesa
Philidor (14.03.2021, 19:34):
Hier nochmals Bruckner mit Wand.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll

Müchner Philharmoniker
Günter Wand



Noch eine Flasche Château Haut-Brion.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (14.03.2021, 19:50):
Noch eine Flasche Château Haut-Brion.
Nobel, nobel!
Bei mir liegt die Schmerzgrenze eigentlich bei 25 bis 30 Euro pro Flasche. Von daher begnüge ich mich mit einem Maienfelder Pinot Noir aus Graubünden.
& für die Ohren?


Edward Elgar

Konzertouvertüren

Scottish National Orchestra - Alexander Gibson
(CD, Chandos, 1982)

Dieses audiophile Elgar-Fest steht bei mir seit jeher in höchstem Kurs. Wenn ich die mal als LP im MINT-oder nearly-MINT-Zustand ergattere - allenfalls dann würde ich über die o. g. 30 Euro-Grenze nochmal nachdenken.
Philidor (14.03.2021, 19:52):
Nobel, nobel!
Oh - dass kein falscher Eindruck entsteht: Den Haut-Brion gab es nicht bei mir.

Der war beim späten Günter Wand Bestandteil des Honorars fürs Dirigieren.

Immer noch vergieichsweise bescheiden vor dem Hintergrund des A8 für Carlos Kleiber ...
Bei mir liegt die Schmerzgrenze eigentlich bei 25 bis 30 Euro pro Flasche.
So auch hier, wobei das genannte Limit höchstens bei einer Handvoll Gelegenheiten im Jahr erreicht wird.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (14.03.2021, 22:26):


Franz Schmidt : Sinfonie Nr.2 & Fuga Solemnis für Orgel, 16 Blasinstrumente und Schlagwerk

SO Malmö , Vassily Sinaisky & Anders Johnsson (Orgel)

Bei Franz Schmidt mache ich heute Abend mit. Hier aber die Naxos-Einspielung. Ich finde, dass Naxos da eine sehr gute Wahl mit Dirigent und Orchester getroffen hatte. Meine CDs sind bereits seit 2013 in meinem Besitz, auch schon wieder acht Jahre.

PS: Wenn ich das hier so lese, wäre es langsam besser, wenn ich auf Strauß umsteigen würde: "Wein, Weib und Gesang" oder "Champagner-Galopp" von Lumbye wären da erste Wahl. :D
Leonardo (14.03.2021, 23:37):
@Leonardo -

also, ich habe heraus gefunden, wer das auf deinem Avatar-Bild ist.
Den Text schlussendlich auch entschlüsseln können.
Was zu Reiner / Humor und Jähzorn gefunden.

Jetzt bleibt noch eine Frage offen - ist dein Nick da Vinci-angelehnt?

Gruß, tapeesa
Ja, es ist ein Bild von Fritz Reiner in jungen Jahren, als er noch in Dresden tätig war (1914-21).
Ich verweise hierzu sehr gerne auf diesen Link:
https://www.musik-in-dresden.de/2013/11/19/ein-bewnddirigentendirigent/

Und mein Nick ist in der Tat an da Vinci angelehnt, aber ich mag einfach auch den Klang des Namens Leonardo. So wie andere italienische Namen auch klingt er sehr musikalisch.

Gruß,

Leonardo
Maurice inaktiv (15.03.2021, 00:35):


Johannes Brahms - Arnold Schönberg - Luciano Berio (Klavierquartett, op. 25, g-moll ; arrangiert von Schönberg ; Sonate für Klarinette und Klavier, op. 120,1, arrangiert für Orchester von Berio)

Staatsorchester Rheinische Philharmonie , Daniel Raiskin + Karl-Heinz Steffens (Klarinette)
tapeesa (15.03.2021, 05:29):
@Leonardo - Danke! Auf der verlinkten Seite war ich dann auch - die ist wirklich sehr interessant.

In dieser englischen Rezension wurden die einzelnen Kürzungen aufgeschlüsselt: musicweb-international.com/cla…er_Schatzgraber_c5175.htm
Habe vor später noch mit einigen Fragen zu den Kürzungen auf dich zuzukommen.

Liebe Grüße, tapeesa :hello

__________________

Arthur Honegger - Jeanne d’Arc au bûcher (Johanna auf dem Scheiterhaufen) (1938)
Uraufführung 12. Mai 1938
Libretto: Paul Claudel

Jeanne d'Arc - Judith Chemla
Frère Dominique - Jean-Claude Drouot
La Vièrge - Claire de Sévigné
Marguerite - Christine Goerke
Catherine - Judit Kutasi
verschiedene Rollen:
Christian Gonon, Adrien Gamba-Gontard, Jean-Noël Briend, Steven Humes

Rotterdam Symphony Chorus (Wiecher Mandemaker)
Netherlands Children's Choir (Wilma ten Wolde)
Concertgebouworkest
Stéphane Denève, Live Amsterdam, September 2018
Maurice inaktiv (15.03.2021, 10:51):


Henri-Joseph Rigel : 5 Sinfonien AD: 2008

Concerto Köln

In den Tag mit dem Franzosen Rigel, der uns hier mit 5 Sinfonien in 5 verschiedenen Tonarten wunderbar vorgestellt wird. Eine Ausgrabung des Concerto Köln, die ich mir immer mal wieder gerne anhöre.
Maurice inaktiv (15.03.2021, 11:32):


Claude Debussy : La Mer & Prelude a l'apres-midi d'un faune AD: 1977 & 1971 (Alborada)
Maurice Ravel : Bolero , Alborada del gracioso , La Valse

Berliner Philharmoniker & Orchestre de Paris (Alborada nur) , Herbert von Karajan
Maurice inaktiv (15.03.2021, 14:39):


Henri Vieuxtemps : Violinkonzerte Nr.2 & 3 AD: 1995

Janacek-Philharmonie , Dennis Burkh & Misha Keylin (Violine)

Für mich ist diese Reihe mit dem Geiger Misha Keylin sehr gut gelungen. Heute mal der zweite Teil mit den Konzerten Nr.2 und 3.

Misha Keylin, 1970 in St.Peterburg geboren, studierte bei eine der bekanntesten Lehrer für Violine überhaupt, der legendären Dorothy DeLay an der Juilliard School in den USA. Bereits mit 11 Jahren gab er sein Debut in der berühmten Carnegie Hall, Er gewann Preise bei Wettbewerben in Hannover, Italien (Paganini-Wettbewerb), Spanien (Sarasate-Wettbewerb) und Chile (Sigall-Wettbewerb). Sonst scheint er mir doch eher unterrepräsentiert zu sein auf dem hart umkämpften Markt der besten Geiger der Welt. Doch da kenne ich mich zu wenig aus.

Er spielt auf einer Michelangelo Bergonzi aus dem Jahre 1765, zumindest bei diesen Einspielungen.
Philidor (15.03.2021, 17:30):
Hier Süffiges.

Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 2 Es-Dur

Wiener Philharmoniker
Semyon Bychkov



Zum Werk: Orchestrierungskunst ohne Anlass? Zur Aufnahme: Freund*innen dieser Musik können diese günstige CD wohl bedenkenlos erwerben. Wie Bychkov und die Wiener die wuseligen Strukturen gleichzeitig transparent und dicht halten, finde ich einfach fantastisch.

Gruß
Philidor

:hello
Toni Bernet (15.03.2021, 17:32):


Danke für den Hinweis auf diese neue Saunders-CD. Das Violinkonzert ist in der Tat spannend und beeindruckend, das Trompetenkonzert gefällt mir noch einen Ticker besser. Allerdings hatte ich bei beiden Werken in einigen Passagen einen starken Wiedererkennungeffekt, als ob ich das schon mal gehört habe, ganz besonders am Schluss des VK. Ich scanne mein Hirn vergeblich, ich komme nicht drauf. Dabei kenne ich gar nicht soviele moderne Violinkonzerte wirklich gut: Maderna, Carter, Lindberg 1, Xenakis - dann wird es schon dünn. Hast du einen Tip, mit wessen man Saunders' VK am ehesten vergleichen konnte?
Ich rate mal: Könnte es der Schluss von Graal Theatre sein, dem Violinkonzert von Kaija Saariaho, das 1994 entstanden ist. Auch hier endet die Violine fast im Unhörbaren, in der Stille, bei Saariaho ganz sull' ponticello. Ansonsten stehen klar andere Konzepte hinter den beiden Kompositionen, beide aber loten die Klangmöglichkeiten einer Violine bis ins Letzte aus. Wunderschön!

Übrigens ist kürzlich eine Neuaufnahme von Saariahos Konzert erschienen, mit dem Solisten Peter Herresthal:
Toni Bernet (15.03.2021, 17:47):
... die "Frühlings-Klänge" von Raff sollen mir den Tag nun verschönen.
Auch wenn der Frühling im Moment noch etwas auf sich warten lässt, hier aber noch ein Tipp zu Joseph Joachim Raff, bei dem es sowohl um Frühling wie auch um die Liebe geht:

Joseph Joachim Raff (1822 – 1882): La fée d'amour (Die Liebesfee), a-moll, op. 67 (1854)

Raff schrieb das Stück zu seiner Verlobung mit Doris Genast. Es sei bei dieser Komposition um «das innere Erleben seiner Verlobung" gegangen, meinte später seine Tochter.
Das Konzertstück La fée d’amour erhielt von Liszt viel Lob. Liszt meinte, Raff könne sich nach einem solchen Werk lange auf seinen Lorbeeren ausruhen. Das Werk wurde denn auch von seinem Widmungsträger Edmond Singer, dem Konzertmeister von Liszts Weimarer Orchesters, uraufgeführt. Und auch Pablo de Sarasate spielte es sehr oft und sehr gerne.
Ich kann dieses bezaubernde, aus innerem Liebeserleben stammende, formal originelle Violinkonzert dieses damals 32jährigen, am Anfang seiner Laufbahn stehenden Raff nur empfehlen. Gerne würde ich es in einem Konzert einmal live erleben.
Philidor (15.03.2021, 18:25):
Und nochmal.

Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 2 Es-Dur

Chicago Symphony Orchestra
Neeme Järvi



Bei Neeme Järvi ist die Diskrepanz von Verpackung und Inhalt m. E. nochmal deutlicher.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (15.03.2021, 21:09):
Bezüglich der Sinfonie Nr. 2 von Schmidt mit WP/Bychkov:

Mir gefällt diese Aufnahme auch sehr gut. Es ist wohl die beste Aufnahme einer Schmidt-Sinfonie bis jetzt.

Mit Neeme Järvis Aufnahmen bin ich nie warm geworden. Die erscheinen mir einfach zu steif und schematisch. Da kommt nicht viel rüber.

Auch Paavo Järvi finde ich nicht gerade überzeugend. Ich habe sogar zwei Sinfonien mit Ihm live gehört. Besonders bei der Vierten dachte ich mir hinterher: "Naja, hier rein - da raus.". Da blieb einfach nichts hängen. Das war glatt, anonym, uninteressant, belanglos. Von daher interessiert mich auch die Gesamtaufnahme mit Ihm nicht.

Aber bei Bychkov/WP würde ich mir eine Gesamtaufnahme wünschen.

Gruß,

Leonardo
Philidor (15.03.2021, 21:32):
Aber bei Bychkov/WP würde ich mir eine Gesamtaufnahme wünschen.
Zumindest die Vierte, bei der ich zurzeit zu Mehta oder Kreizberg greifen würde. Aber Bychkov mit den Wienern, das könnte in der Tat sagenhaft werden ...

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (15.03.2021, 21:38):
Eine Platte für die (meine zumindest) Insel... :down
tapeesa (15.03.2021, 22:08):
Seltsam finde ich die Kürzungen deswegen, weil es relativ viele, aber

sehr kleine Kürzungen sind, die in Summe kaum Zeitersparnis bringen,
aber den musikalischen Fluss unterbrechen.
Marc Albrechts Aufnahme ist auch nicht ganz vollständig, die Kürzung betrifft bei ihm aber nur eine Szene.
- Weißt du, warum Gerd Albrecht den Schatzgräber auf diese Weise gekürzt hat?
War der Grund konkret Zeitersparnis?

- gibt es eine vollständige Aufnahme? Wieso hat Marc Albrecht ausgerechnet diese eine Szene rausgenommen?
Jan Van Karajan (15.03.2021, 22:20):
Hier eine musikalische Reise:

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Symphonie Nr. 3 in a-moll, op. 56 "Schottische"

Gewandhausorchester Leipzig, Kurt Masur

:times10

Grüße

Jan :hello
tapeesa (16.03.2021, 07:03):
Joseph Joachim Raff - Songs
Einiges aus
- Sanges-Frühling: 30 Kompositionen für eine Singstimme (Romanzen, Balladen, Lieder und Gäsange) mit Pianoforte-Begleitung op. 98
- Maria Stuart: Ein Cyklus von Gesängen op. 172, 10. Vor dem Gang zum Schaffot, u. a.

Andrea Meláth (Mezzosopran), Emese Virág (Klavier)
Maurice inaktiv (16.03.2021, 09:51):


Georges Bizet : Sinfonie in C & L'Arlesienne Suites Nr.1 & 2

Acadme of St-Martin-in-the-Fields, Sir Neville Marriner

Ich habe mich auch aufge"rafft" , und starte mit Schwung in den Tag, aber mit Bizet, aber ohne dessen Carmen. Die musste Zuhause bleiben.
Maurice inaktiv (16.03.2021, 10:17):


George Enescu : Sinfonien Nr.1 & 2 AD: 1990 & 1992

Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, Lawrence Foster

Man muss Lawrence Foster wohl ewig dankbar sein, dass er sich den Werken Enescus so intensiv widmete und neben den Sinfonien auch die Rhapsodien einspielte. Enescu hatte fünf Sinfonien komponiert, aber die letzten beiden blieben unvollendet. Es gibt aber jeweils Aufführungsfassungen davon von Pascal Bentoiu.

Die Aufmachungen der CDs sind unterschiedlich. Ich hatte mich 2013 für die ganz rechte Doppel-CD entschieden. Sie enthält die drei vollendeten Sinfonien und die Violinsonate zu einem guten Preis.
Amonasro (16.03.2021, 15:49):
Seltsam finde ich die Kürzungen deswegen, weil es relativ viele, aber

sehr kleine Kürzungen sind, die in Summe kaum Zeitersparnis bringen,
aber den musikalischen Fluss unterbrechen.
Marc Albrechts Aufnahme ist auch nicht ganz vollständig, die Kürzung betrifft bei ihm aber nur eine Szene.
- Weißt du, warum Gerd Albrecht den Schatzgräber auf diese Weise gekürzt hat?War der Grund konkret Zeitersparnis?

- gibt es eine vollständige Aufnahme? Wieso hat Marc Albrecht ausgerechnet diese eine Szene rausgenommen?

Lieben Gruß!
Hallo tapeesa,

leider kann ich das nicht beantworten, die Booklets geben dazu keine Auskunft. Die bei Marc Albrecht fehlende Szene ist allerdings für die Handlung unerheblich: mehrere Bürgerinnen unterhalten sich im 3. Akt über Elis' bevorstehende Hinrichtung. Außerdem ist es eine Live-Aufnahme einer szenischen Aufführung, vielleicht hängt es also auch mit der Inszenierung zusammen. Ähnliche retardierende Szenen gibt es auch in anderen Schreker-Opern, z. B. eine Szene für Lehrer, Bürgermeister und Schreiber in Irrelohe, die auch auf keiner mir bekannten Aufnahme enthalten ist.
Eine andere Aufnahme des Schatzgräbers ist mir nicht bekannt.

Heute:



Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: La forza del destino

Donna Leonora di Vargas - Leontyne Price
Don Alvaro - Richard Tucker
Don Carlo di Vargas - Robert Merrill
Preziosilla - Shirley Verrett
Il Padre Guardiano - Giorgio Tozzi
Fra Melitone - Ezio Flagello
Mastro Trabuco - Piero De Palma
Il marchese di Calatrava - Giovanni Foiani
Curra - Corinna Vozza
Un alcalde - Ron Bottcher
Un chirurgo - Mario Rinaudo


RCA Italian Opera Orchestra and Chorus, Thomas Schippers

Gruß Amonasro :hello
Leonardo (16.03.2021, 16:38):
Philip Glass:

Symphony No. 8

Bruckner-Orchester Linz,

Dennis Russell Davies, Ltg.

(OMM, 2006)



Philip Glass habe ich in den letzten Jahren zunehmend schätzen gelernt und diese Aufnahme seiner achten Sinfonie hat massgeblich dazu beigetragen.
Das dreisätzige und ca. vierzigminütige Werk entwickelt einen gewaltigen Sog und ist hoch atmosphärisch in seiner düster-dräuenden Kraft. Das Bruckner-Orchester mit dem Uraufführungsdirigenten Russell Davies bildet das alles perfekt ab. Sehr gerne würde ich diese Achte wie auch die Neunte einmal live hören.

Leonardo
Leonardo (16.03.2021, 18:03):
Besonders das desolate Ende dieser Achten begeistert mich. Da ist kein Optimismus, kein Aufbrauch, keine Freude, keine Zukunft.
Es passt also perfekt zum derzeit vorherrschenden Gesamtzustand.
Philip Glass ist ein Visionär.

Ich schiebe noch die Neunte hinterher:
tapeesa (16.03.2021, 18:35):
Pietro Mascagni - Iris
Libretto: Luigi Illica
Plácido Domingo, Ilona Tokody, Juan Pons, Bonaldo Giaiotti
Chor des Bayerischen Rundfunks, Münchner Rundfunkorchester, Giuseppe Patanè
Philidor (16.03.2021, 18:45):
Tolle Aufnahme!

Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 2 Es-Dur

Malmö Symphony Orchestra
Vassily Sinaisky



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (16.03.2021, 19:34):
Strukturell gefällt mir diese Aufnahme sogar am besten.

Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 2 Es-Dur

RSO Frankfurt
Paavo Järvi



Paavo gibt sein Bestes, die Strukturen hinter dem Gewusel aufzuzeigen.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (16.03.2021, 19:51):
Strukturell gefällt mir diese Aufnahme sogar am besten.

Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 2 Es-Dur

RSO Frankfurt
Paavo Järvi



Paavo gibt sein Bestes, die Strukturen hinter dem Gewusel aufzuzeigen.

Gruß
Philidor

:hell
Ich mag dieses Set sogar sehr, finde es deutlich gelungener als beispielsweise das vom Papa.




Ich höre, wegen Birgit Nilsson mit offenem Mund, gerade:
Philidor (16.03.2021, 20:00):
Ich mag dieses Set sogar sehr, finde es deutlich gelungener als beispielsweise das vom Papa.
Zumindest für die Zweite geht mir das genauso - die anderen drei Sinfonien habe ich nicht mit Papa Neeme gehört.

In Sachen Süffigkeit finde ich die Aufnahme der Zweiten mit Bychkov sogar noch stärker, da ergänzen sich beide EInspielungen eventuell ganz gut.

Doch mit dem Werk selbst liege ich noch über Kreuz ...

Viele Grüße
Philidor

:hello
Marcie (16.03.2021, 22:19):
Bewegend! Fantasia For Cello And Orchestra von:



Ein großartige, oft erschütternde Platte.
Maurice inaktiv (16.03.2021, 22:36):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.5 AD: 1984 ?

Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin, Heinz Rögner
Maurice inaktiv (16.03.2021, 22:37):


Ludwig van Beethoven : Sinfonie Nr.3 AD: 30.08.2002 , live

RSO Stuttgart , Sir Roger Norrington
Maurice inaktiv (16.03.2021, 23:29):


Ralph Vaughan-Williams : Sinfonie Nr.3

London Philharmonic Orchestra , Sir Roger Norrington & Rosa Mannion (Sopran)

Mal weg von der Linie Bruckner-Mahler-Schmidt heute Abend. Da bringt Sir Roger Norrington genau den richtigen Wind mit. Nach seinem Beethoven nun meine Lieblings-Sinfonie von RVW. Allerdings weiß ich auch nach doch schon einigen Durchgängen dieses Werkes unter ihm, ob mir das so gefällt. Sein Ansatz entspricht im Grunde dem von Leonard Slatkin und auch Sir Andrew Davis, die weniger auf die Wärme in RVW abzielen, sondern das Ganze mehr "nüchtern" angehen. Hier kommt das weitgehend vibratofreie Spiel der Streicher dazu.

Doch ich finde nicht, dass Sir Roger "neutral" spielen lässt, da würde man ihm sicher Unrecht tun. Er hat einen runden, niemals zu spitzen Klang mit seinem Orchester erzeugt, der auch an den lauteren Stellen nicht verloren geht. Es ist vielleicht nicht beste Einspielung dieses Werkes, aber durchaus eine gute. Sehr schade finde ich, dass die Solisten nicht genannt worden sind. Leider werden diese immer noch zu wenig berücksichtigt. Komischerweise wird die Sopranistin erwähnt, deren Part auch nicht mehr wert ist als jener der Solisten.
Cetay (inaktiv) (17.03.2021, 10:05):

Claude Debussy - Violinsonate g-Moll
Andrei Rosianu, Roxana Rosianu (AD: 1997)

Ein Wahnsinnsdarbietung, die mich mit ihrer unaufdringlichen Dramatik und Detailflut unwiderstehlich in den musikalischen Fluss hineinzieht. Nach der Biographie, die mein Stromanbieter zu dem Geiger bringt, handelt(e) sich es um ein echtes Wunderkind. Mit 5 an der "George Enescu" Musikhochschule, mit 10 erster Auftritt als Solist mit Orchester, mit 11 Sieger beim Nationalwettbewerb in der Heimat, mit 12 erste Auftritte im Ausland, mit 15 Stipendium in den USA und erste Plattenaufnahme. Zahlreiche renommierte internationale Preise... und dann kam nicht mehr viel. Schwer verständlich, wenn man dieses Spiel hört.
Maurice inaktiv (17.03.2021, 10:32):


Giovanni Sgambati : Sinfonie Nr.1 & Cola di Rienzo (Ouvertüre)

Orchestra Sinfonica di Roma , Francesco La Vecchia

Heute geht es bei mir erst einmal italienisch zu.
Maurice inaktiv (17.03.2021, 11:39):


Gioachino Rossini : Ouvertüren AD: 1960 & 1958 (nur die Wilhelm Tell-Ouvertüre) Stereo

Philharmonia Orchestra , Herbert von Karajan

Hier ist der gute Herbert natürlich voll in seinem Element. Eine tolle CD für Leute, die Ouvertüren mögen. Damals für 1,12 € erworben.
Leonardo (17.03.2021, 11:40):
Warum nicht?

Antonin Dvorak:

Sinfonie Nr. 9 e-moll op. 95

Tonhalle-Orchester Zürich,

Rudolf Kempe, Ltg.

(Scribendum, 1971)



Diese Aufnahme überzeugt sicher nicht durch sonderlich brilliantes und markantes Spiel, sondern eher durch den inneren Reichtum und die Beseeltheit. Das merkt man besonders dem zweiten Satz an.
Deshalb empfehlenswert.
Maurice inaktiv (17.03.2021, 13:58):


Ferruccio Busoni : Turandot-Suite, op. 41 , u.a.

Hong Kong Philharmonic Orchestra , Samuel Wong

Weitgehend unbekannte Interpreten, aber mMn ein überzeugendes Ergebnis.
tapeesa (17.03.2021, 14:22):
Weinberg hören ist eine gute Idee. Habe mit der Aufnahme unter Anna Duczmal-Mróz begonnen:

Mieczysław Weinberg (auch Wajnberg und Moishei Vainberg)

Sinfonie Nr. 1, op. 10 (1942), der Roten Armee gewidmet
Gothenburg Symphony Orchestra, Thord Svedlund

Sinfonie Nr. 2, op. 30 (1946)
Oskar Krawiecki (Kontrabass)
& Sinfonie Nr. 7, op. 81 (1964), Rudolf Barshai gewidmet
Dorota Frąckowiak-Kapała (Cembalo)
Amadeus Chamber Orchestra of Polish Radio, Anna Duczmal-Mróz

Kammersinfonie Nr. 1, op. 145 (1987) & Kammersinfonie Nr. 3, op. 151 (1990)
East-West Chamber Orchestra, Rostislav Krimer
Philidor (17.03.2021, 18:03):
Weinberg hören ist eine gute Idee.
Sehr richtig! - Hier trotzdem nochmal Schmidts Katze, äh, Klavier:

Franz Schmidt: Konzert für Klavier linke Hand und Orchester Es-Dur

Karl-Andreas Kolly, Klavier
Wiener Jeunesse Orchester
Herbert Böck



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (17.03.2021, 18:08):
Percy Grainger (1882-1961):

Klavierwerke

Marc-André Hamelin, Klavier

(Hyperion, 1/1996, Bristol)
Jan Van Karajan (17.03.2021, 19:34):
Nun eine Neuerwerbung:
m
Georg Friedrich Händel: Feuerwerksmusik, HWV 351

The English Baroque Soloists, Sir John Eliot Gardiner

Bisher habe ich mich eher wenig mit Barockmusik befasst, eine Ausnahme bildeten die Brandenburgischen Konzerte von Bach. Diese CD zeigt mir jedoch, dass es für mich auf diesem Gebiet noch viel zu entdecken gibt. Danke Maestro Gardiner :down

Grüße

Jan :hello
Marcie (17.03.2021, 19:40):
Philidor (17.03.2021, 19:51):
So lasst uns dem Ende aller Zeiten mutig ins Auge blicken!

Franz Schmidt: Das Buch mit Sieben Siegeln

Johannes Chum (Johannes)
Robert Holl (Stimme des Herrn)

Sandra Trattnigg, Sopran
Michelle Breedt, Mezzosopran
Nikolai Schukoff, Tenor
Manfred Hemm, Bass

Robert Kovács, Orgel

Wiener Singverein
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Kristjan Järvi



Hier fällt es mir wesentlich leichter, Individualität und Meisterschaft zu erkennen, als bei der zweiten Sinfonie.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (17.03.2021, 20:24):
Max Richter - Three Worlds: Music from Woolf Works

- Mrs. Dalloway
- Orlando
- The Waves

Texte: Virginia Woolf

Deutsches Filmorchester Babelsberg + Sprecher & Instrumentalisten
Andréjo (17.03.2021, 20:38):
So lasst uns dem Ende aller Zeiten mutig ins Auge blicken!

Franz Schmidt: Das Buch mit Sieben Siegeln

Johannes Chum (Johannes)
Robert Holl (Stimme des Herrn)

Sandra Trattnigg, Sopran
Michelle Breedt, Mezzosopran
Nikolai Schukoff, Tenor
Manfred Hemm, Bass

Robert Kovács, Orgel

Wiener Singverein
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Kristjan Järvi



Hier fällt es mir wesentlich leichter, Individualität und Meisterschaft zu erkennen, als bei der zweiten Sinfonie.

Gruß
Philidor

:hello
Das ist mit ja auch mit einigem Abstand sein wichtigstes Werk und deutlich vor der Zweiten kommt erst die Vierte!

Dann hätten wir noch die Kammermusik, die mit Sicherheit unterschätzt ist - ganz im Gegensatz zu diesem plüschigen Notre-Dame-Intermezzo ... Und die ganze Oper brauche ich nun wirklich nicht, wo mir in diesem Sektor viel zu viel Wichtigeres fehlt ...

Orgelmusik findest Du auf mindestens vier CDs - da kann ich allerdings nicht mitreden und bräuchte gegebenenfalls Überredung. Wie ich mich kenne, ginge das schnell ...

;) :) Wolfgang
Jan Van Karajan (17.03.2021, 21:40):
Nun weiter mit mehr Händel:

Georg Friedrich Händel: Wassermusik, Suiten 1-3

The English Baroque Soloists, Sir John Eliot Gardiner

Grüße

Jan :hello
Philidor (17.03.2021, 21:51):
Das ist mit ja auch mit einigem Abstand sein wichtigstes Werk und deutlich vor der Zweiten kommt erst die Vierte!
Auch gegen die Vierte habe ich nichts Substanzielles einzuwenden außer Geschmack ... aber je nach Stimmung kann ich das Werk gut hören, am ehesten vielleicht in der Mehta-Aufnahme mit den Wiener Philharmonikern, in der die Farben des Werkes, stellenweise wie violetter bis schwarzer Samt, bestens zur Geltung kommen.

Wobei ich auch mit der Kreizberg-Aufnahme gut leben kann.

Jetzt kommt aber erst nochmal "Das Buch" mit Welser-Möst und Harnoncourt und dann wohl die Vierte ...

Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (18.03.2021, 03:34):
Nachtrag von gestern:


Claude Debussy - La Mer / Fêtes (aus Trois nocturnes) / Ibéria (aus Images pur orchestre)
L'Orchestre Des Concerts Colonne, Pierrre Dervaux

Das scheint mir der bislang beste Versuch, diese Monstren mehr als nur (v)erträglich zu spielen. Die Aufnahme stammt von 1961.

Und jetzt kommt die ultimativ kultige Atrozität. Ganze 6 CDs hat Marco Polo damit gefüllt, einschliesslich Vervollständigungen & Arrangements (von Christian Pollack) und zweifelhafte Zuschreibungen. Das wäre auch was für die Geständnisse (wobei ich nicht müde werde, zu betonen, dass das streckenweise raffiniert instrumentiert ist und immer wieder überraschend in Tiefen blicken lässt, die in diesem Schlagerramsch-Umfeld regelrecht surreal wirken).


Franz von Suppe - Ouverturen (Vol. 5)
Slowakische Staatsphilharmonie - Julius Klein / Christian Pollack
Maurice inaktiv (18.03.2021, 08:20):


Richard Hol : Sinfonien Nr.1 & 3

Residenz-Orchester Den Haag , Matthias Bamert

Richard Hol 1825-1904) war ein holländischer Zeitgenosse von Bruckner, Brahms und Mahler. Er schrieb vier Sinfonien (1863,1866, 1867/1884, 1889). Auf Grund der Lebensdaten und der vier Sinfonien könnte man zunächst einmal von einer gewissen Annäherung zu Brahms ausgehen, aber dem ist nicht so. Hier kommen eher Schubert und Schumann zu Wort.

Die 1.Sinfonie besticht durch eine wunderbar ausgewogene Instrumentierung. Die melodiösen Stimmen der Bläser kommen wunderbar dabei zur Geltung. Seine 3.Sinfonie ist russischen Komponisten/Pianisten Anton Rubinstein gewidmet, der Holland drei Mal besuchte. Hol dirigierte 1867 Rubinsteins Sinfonie "Der Ozean" (seine 2.Sinfonie). Es ist denkbar, dass Hol den Komponisten ein Jahr später bei dessen Besuch kennen gelernt hat, was aber nicht nachweisbar ist.
Maurice inaktiv (18.03.2021, 09:01):


Franz Schmidt : Sinfonie Nr.3 AD: 1983

Slowakische Philharmonie , Libor Pesek

Nachtrag von gestern Spätabend.
Maurice inaktiv (18.03.2021, 09:54):


Richard Wagner : Symphonie in C-Dur & Siegfried-Idyll AD: 1978

Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin , Heinz Rögner

Seine C-Dur-Sinfonie schreib Wagner als neunzehnjähriger Teenager 1832. Hier noch ganz in der Tradition Beethovens stehend, aber auch dem Einfluss seines Kompositionslehrers Theodor Weinlig folgend, der ein Kontrapunkt-und Beethoven-Liebhaber war. Das Idyll widmete er Cosima zum 33. Geburtstag 1870, aber auch als Erinnerung an seinen 1869 geborenen Sohn Siegfried.
Maurice inaktiv (18.03.2021, 13:20):


Johannes Brahms : Sinfonien Nr.3 & 4 AD: 1995

The London Classical Players , Roger Norrington
Philidor (18.03.2021, 19:25):
Im Bemühen, mich durch das Hören zu vieler Sinfonien nicht sonatenhauptsatztechnisch zu überreizen ;) hier wieder das Alpha und das Omega.

Franz Schmidt: Das Buch mit Sieben Siegeln

Stig Andersen, Johannes
René Pape, Stimme des Herrn

Christiane Oelze, Sopran
Cornelia Kallisch, Alt
Lothar Odinius, Tenor
Alfred Reiter, Bass

Friedemann Winkelhofer, Orgel

Chor des Bayerischen Rundfunks
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Franz Welser-Möst



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (18.03.2021, 19:37):
Nun hat es also James Levine mit 77 Jahren erwischt. Traurig. Leider habe ich Ihn nie live erleben können.
Aber er hat ja bei DG einige verdammt gute Aufnahmen hinterlassen, die mit zu meinen Lieblingsaufnahmen überhaupt gehören, so zum Beispiel Prokofievs Fünfte Sinfonie, Bartoks Musik für Saiteninstrumente oder Stravinskys Sacre. Diese sind in dieser kleinen, aber feinen Box enthalten:




Mit etwas Glück kann man sie noch gebraucht erwischen.

Levine wurde ja quasi von George Szell entdeckt und ausgebildet. Und das merkt man vor allem in seiner perfekten Beherrschung und Kontrolle des orchestralen Apparats, seiner absoluten Ernsthaftigkeit und Seriosität und seiner Gründlichkeit. Das MET-Orchester hat er zu einem absoluten Spitzenorchester geformt (wie man hier exemplarisch in Stravinskys Sacre hören kann - unglaublich diese Aufnahme).

Gruß,

Leonardo
Maurice inaktiv (18.03.2021, 22:15):


Romantic Orchestral Music by Flemish Composers, Vol.1

Werke von Peter Benoit, Lodewijk Mortelmans, Lodeweijk De Vocht

VRT Philharmonic Orchestra , Silveer Van den Broeck + Roel Dieltiens (Cello)

Das Orchester hat einen interessanten Werdegang. 1935-1988 unter dem Namen Groot Symfonie Orkest laufend, fand dann ein Wechsel zum VTR Radio Orkest statt. Ab 2008 nun der aktuelle Name Brussels Philharmonic statt. Die Chefdirigenten hießen: Fernand Terby (1978-1988) , Alexander Rhabari (1988-1996), Frank Shipway (1996-2001), Yoel Levi (2001-2007), Michel Tabachnik (2008-2015) , seit 2015 ist Stephane Denéve dort tätig.

Von den Kompobisten war mir nur Peter Benoit ein Begriff. Daher wirklich eine CD mit Neuland für mich.
Maurice inaktiv (19.03.2021, 09:17):


Giuseppe Verdi: Ouvertüren, Vol.1

Orchester der Ungarischen Staatsoper , Pier Giorgio Morandi

Ich bleibe mal in dem Unterhaltungsbereich. Jetzt aber Verdis Werke unter dem aus der Mailänder Scala hervor gegangenen Pier Giorgio Morandi. Der macht das mit den Musikern aus Ungarn auch richtig schmissig und klasse.
Marcie (19.03.2021, 11:10):
Ich höre gerade etwas, hüstel, Gebrauchsmusik... :P
Maurice inaktiv (19.03.2021, 11:15):


Antonin Dvorak : Sinfonien Nr.6 & 7 AD: 1979-1981

Staatskapelle Berlin , Otmar Suitner

Es gibt die CD in diversen Aufmachungen. Ich habe eine Box mit den Sinfonien von Brahms und Dvorak zusammen. Die finde ich gerade überhaupt nicht mehr im Programm. Es ändert aber nichts an der Gesamtqualität der Einspielungen. Man kann Suitner vielleicht als Opern-Dirigenten vergessen (zumindest scheint das hier im Forum die Mehrheit zu sein), als Dirigent von Brahms und Dvorak war er richtig gut gewesen.
Leonardo (19.03.2021, 11:28):
W. A. Mozart:

Klavierkonzert Nr. 22 Es-Dur KV 482

Sviatoslav Richter, Klavier

NHK Symphony Orchestra,

Rudolf Barshai, Ltg.

(NHK, 9/1970, live, Bunka Kaikan, Tokyo)



Das ist ja das Gute an Amazon: Man kann sehen, wann und für wieviel man eine CD erworben hat. Diese also bereits 2016 für 7,63,-€. Ja, wirklich, neu!
Richter und Barshai sind für mich sowieso ein Dreamteam bei Mozart.

Leonardo
Leonardo (19.03.2021, 13:14):
Und nun aus dieser von mir kürzlich erworbenen Box, die ich schon sehr lange auf der Liste hatte:



Ein weiterer Meilenstein von Testament.

Franz Schubert:

Sinfonie Nr. 8 h-moll D 759 "Unvollendete"

Wiener Philharmoniker,

Otto Klemperer, Ltg.

(SBT, 16.06.1968, live, Wiener Festwochen)
Maurice inaktiv (19.03.2021, 13:36):


Franz Schmidt : Sinfonie Nr.4 & Variationen über ein Husarenlied AD: 1994

London Philharmonic Orchestra , Franz Welser-Möst

Hier noch eine Einspielung von Schmidts 4.Sinfonie, die damals wohl recht gut angekommen war. Ich habe sie lange nicht mehr gehört in dieser Einspielung, also mal schauen.
Marcie (19.03.2021, 14:00):
Amonasro (19.03.2021, 15:33):


Antonio Carlos Gomes/Antonio Scalvini/Carlo d'Ormeville: Il Guarany

Don Antonio de Mariz - Hao Jian Tian
Cecilia - Verónica Villarroel
Pery - Plácido Domingo
Don Alvaro - Marcus Haddock
Gonzales - Carlos Álvarez
Ruy-Bento - Graham Sanders
Alonso - John-Paul Bogart
Il Cacico - Boris Martinovich
Pedro - Pieris Zarmas

Chor und Extrachor der Oper der Stadt Bonn
Orchester der Beethovenhalle Bonn, John Neschling
Live 1994

Trotz brasilianischem Komponisten und brasilianischem Sujet enthält Il Guarany keine irgendwie spezifisch brasilianisch anmutende Musik. Ähnlich wie Verdis Aida oder Ponchiellis La Gioconda bewegt sich das Werk irgendwo zwischen italienischer Oper (4 Akte, Belcanto-Arien) und französischer Grand-Opéra (Ballett, große Chorszenen, szenisch spektakuläres Schlusstableau).

Gruß Amonasro :hello
Philidor (19.03.2021, 18:11):
Und nochmal.

Franz Schmidt

Sinfonie Nr. 3 A-Dur
SInfonie Nr. 4 C-Dur

Chicago Symphony Orchestra (Nr. 3)
Detroit Symphony Orchesta (Nr. 4)
Neeme Järvi



Nach der Dauerbestrahlung mit Bruckner 8 ist das ein starkes Stück, äh, das Gegenteil. Sorry.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (19.03.2021, 19:21):
Das hier scheint mir etwas Reelles zu sein.

Wolfgang Amadé Mozart: Serenade D-Dur KV 250 ("Haffner-Serenade")

Lucy van Dael, Violine
Orchestra of the 18th century
Frans Brüggen



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (19.03.2021, 21:19):


Folia-Variationen von Diego Ortiz, Antonio de Cabezón, Juan del Enzina, Antonio Martín y Coll, Arcangelo Corelli & Marin Marais

Jordi Savall (Viola da gamba), Rolf Lislevand (Vihuela), Michael Behringer (Cembalo), Arianna Savall (Harfe), Bruno Coeset (Basse de violon), Pedro Estevan (Percussion), Adela González-Campa (Kastagnetten)

Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (19.03.2021, 21:28):


Alberto Nepomuceno : Sinfonie in G-Moll, u.a.

Minas Gerais Philharmonic Orchestra , Fabio Mechetti

Neuland für mich, aber die ersten Takten nehmen mich gleich mit auf die große Reise durch Brasilien. Klangtechnisch auch eine gelungene Einspielung.
Sfantu (20.03.2021, 00:40):
@ Maurice André,

kein weiterer Kommentar


Bei mir lief nun zum Ausklang das


Konzert für Klavier & Orchester op. 30 von Henning Mankell (1868-1930)

Anna Christensson,
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz - Roberto Paternostro
(CD, Capriccio, 2015)

Allegro moderato 17'10
Molto andante 9'49
Finale. Allegro scherzoso 9'43


Zur Einordnung von Mankells Stil:
Eine spätromantische Klangsprache, die hie & da an einen Prä-Rachmaninow gemahnt. Es sind aber auch Anklänge an den französischen Impressionismus hörbar. Mankell war (ähnlich Chopin) eher ungeübt in der Orchesterbehandlung. Als hauptberuflicher Privat-Klavierlehrer lag sein Sinnen & Streben kaum in Öffentlichkeitswirksamkeit. Er scheint ein stiller, introvertierter Charakter gewesen zu sein. Sein Hauptwerk liegt schwerpunktmäßig in der Solo-Klavier-Literatur.
Das recht ausladende Werk ist allemal hörenswert & eine echte Bereicherung, wenn es um das Gesamtbild der schwedischen Kunstmusik um die & nach der Jahrhundertwende geht.
Besonders die weitschweifige Kadenz des Kopfsatzes & der gesamte langsame Satz bringen die epische Ader des Komponisten zum Ausdruck. Die Solistin agiert mit vollem Einsatz. Beim Orchester könnte ich mir (ordentliche Leistung - keine Frage) mehr Emphase, mehr Unbedingtheit vorstellen.
Philidor (20.03.2021, 09:27):
Wie gut man doch für Klavier linke Hand komponieren kann, wenn man kann ...

Richard Strauss

Burleske für Klavier und Orchester d-Moll

Parergon zur Sinfonia Domestica op. 73
für Klavier (linke Hand) und Orchester

Panathenäenzug op. 74
Symphonische Etüden in Form einer Passacaglia für Klavier (linke Hand) und Orchester

Malcolm Frager, Klavier (Burleske)
Peter Rösel, Klavier (op. 73/74)
Staatskapelle Dresden
Rudolf Kempe



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (20.03.2021, 09:42):
entfernt, da Ausgangszitat entfert, d. Admin
Nicolas_Aine (20.03.2021, 10:28):
So, ich habe die ganze Diskussion mal in einen eigenen Thread ausgelagert, da könnt ihr gerne weiterdiskutieren. Aber: Bitte benehmt euch! Wir sind hier doch nicht im Kindergarten! Eigentlich sollten wir hier alle alt und verständig genug sein, um zivilisiert miteinander umzugehen.
Maurice inaktiv (20.03.2021, 11:39):


Friedrich Gernsheim : Sinfonien Nr.1 & 3

Philharmonisches Staatsorchester Mainz, Hermann Bäumer

Das wsr mein Start in den Tag.



Robert Schumann : Sinfonie Nr.1 "Frühlingssinfonie"

Berliner Philharmoniker , James Levine

Heute ist kalendarischer Frühlingsanfang. Die Sonne scheint, aber die Temperaturen sind zu kalt für den Frühling. Hier und heute mal mit James Levine, der ja die Tage verstorben ist.

Die Vierte kam dann doch noch im Anschluss hinterher.

Levine hat die Sinfonien auch noch mit dem Philadelphia Orchestra aufgenommen (bei RCA). Die Aufnahmen sollen aber 1977/78 entstanden sein. Doch ob diese Info stimmt, weiß ich nicht, da ich die Einspielungen nicht besitze.
Leonardo (20.03.2021, 12:00):
Maurice Ravel:

Ma Mère l'Oye

London Symphony Orchestra,

André Previn, Ltg.

(DG, 6/1997, Abbey Road Studios, London)



Leider kann ich hier immer nur diese Amazon-Riesenbilder einstellen. Geht das auch anders, also etwas kleiner?
Ich finde das mit dem Bildereinstellen hier sehr unpraktisch gelöst. Wieso geht das nicht einfach mit der ASIN oder der JPC-Bestellnr.?
Nicolas_Aine (20.03.2021, 12:06):
Hallo Leonardo,

wenn Du das Bild einfügst, kannst Du einfach draufklicken und siehst dann am rechten unteren Bildrand einen schwarzen Kasten. Mit dem kannst Du das Bild auf die gewünschte Größe ziehen :)
Maurice inaktiv (20.03.2021, 12:11):
Leider kann ich hier immer nur diese Amazon-Riesenbilder einstellen. Geht das auch anders, also etwas kleiner?
wenn Du das Bild einfügst, kannst Du einfach draufklicken und siehst dann am rechten unteren Bildrand einen schwarzen Kasten. Mit dem kannst Du das Bild auf die gewünschte Größe ziehen
Kleine Anmerkung dazu: Vielleicht haben das einige User auch manchmal so: Nicht immer endet das Bild optimal, vor allem dann nicht, wenn noch Text dazu kommt. Dann verschwindet das schwarze Kästchen und klickt man drauf, verschwindet die Umrandung wieder. Dann muss man sein Posting fast bündig abschließen Unten und erst dann ins Foto einklicken. Das klappt zumindest bei mir dann auch noch. Vielleicht tritt das Ganze aber nicht bei allen Geräten auf. hinweisen wollte ich trotzdem darauf noch zusätzlich.

Man kann auch alternativ die Bilder von JPC nehmen, wenn verfügbar. Die sind kleiner und daher ohne Probleme zu kopieren.
Maurice inaktiv (20.03.2021, 12:16):


August Klughardt : Sinfonie Nr.2, d-moll "Lenore", op. 27 AD: 2002
Friedrich Gernsheim : Zu einem Drama - Tondichtung für großes Orchester, op. 82 AD: 1995

SWR-Rundfunkorchester Kaiserslautern , Klaus Arp (Gernsheim)
Anhaltische Philharmonie , Manfred Mayrhofer (Klughardt)

Damit wäre der Vormittag auch ausgefüllt.
Philidor (20.03.2021, 12:24):
Live aus dem Kaiserdom zu Königslutter, 22. März 2003:

J. S. Bach: Johannes-Passion BWV 245
(Fassung 1724 )

Mark Padmore, Evangelist und Arien
Hanno Müller-Brachmann, Jesus
Peter Harvey, Pilatus und Arien

Katharine Fuge, Joanne Lunn, Sopran
Bernarda Fink, Alt

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner



Meiner unmaßgeblichen Meinung nach eine der ausgewogensten Aufnahmen jüngerer Zeit. - Der bisweilen aggressive Gestus früherer Gardiner-Aufnahmen ist jedenfalls nicht mehr dominierend.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (20.03.2021, 12:59):
Aus der o.g. Previn -Box nun:

Erich Wolfgang Korngold:

Sinfonie Fis-Dur op. 40

London Symphony Orchestra,

André Previn, Ltg.

(DG, 6/1996, All Hallows Gospel Oak, London)

Optimal. Kann ich mir nicht besser vorstellen. Hier kommen alle Stimmungsumschwünge, Atmosphären und Details sehr plastisch zum Vorschein. Das LSO und sein EX-Chef Previn zeigen mal wieder ihr immenses Können.
Maurice inaktiv (20.03.2021, 13:10):
us der o.g. Previn -Box nun:

Erich Wolfgang Korngold:

Sinfonie Fis-Dur op. 40

London Symphony Orchestra,

André Previn, Ltg.

(DG, 6/1996, All Hallows Gospel Oak, London)

Optimal. Kann ich mir nicht besser vorstellen. Hier kommen alle Stimmungsumschwünge, Atmosphären und Details sehr plastisch zum Vorschein. Das LSO und sein EX-Chef Previn zeigen mal wieder ihr immenses Können.
Stimmt. Das ist aber auch Previns Bereich gewesen, von Anfang an. Er hatte viel mit Korngold gemein, so auch das Können, Filmmusik zu schreiben. Nein, das hier ist natürlich keine Filmmusik, aber ebenfalls "großes Kino".

Hier das Bildchen dazu:
Leonardo (20.03.2021, 13:41):
Ja, ich habe einfach das Gefühl, dass Previn das hier perfekt auf den Punkt bringt. Es fügt sich alles zusammen wie eine Einheit. Und so entsteht der Eindruck eines Meisterwerks, ja. Alleine der wunderbar verinnerlichte langsame Satz, wie ein künstliches Paradies, eine Utopie, etwas, nach dem Korngold sicherlich auch auf der Suche war in seinem von Getriebenheit und Flucht geprägten Leben. Previn scheint das zu verstehen, er hat ja eine ähnliche Lebensgeschichte.

Gruß,

Leonardo
Philidor (20.03.2021, 13:48):
Hier nochmal Schmidt.

Franz Schmidt

Sinfonie Nr. 4 C-Dur
Variationen über ein Husarenlied

London Philharmonic Orchestra
Franz Welser-Möst



Tolle Aufnahme, aber mit Schmidts Musik werde ich nicht warm, abgesehen mal vom "Buch mit Sieben Siegeln". Die drei Sträusse von heute morgen, wohl nicht unbedingt seine herausragendsten Werke, sind für meine unmaßgeblichen Ohren einfach eine andere Liga. Und das meine ich nicht nur als Geschmacksurteil.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (20.03.2021, 13:49):
Ja, ich habe einfach das Gefühl, dass Previn das hier perfekt auf den Punkt bringt. Es fügt sich alles zusammen wie eine Einheit. Und so entsteht der Eindruck eines Meisterwerks, ja. Alleine der wunderbar verinnerlichte langsame Satz, wie ein künstliches Paradies, eine Utopie, etwas, nach dem Korngold sicherlich auch auf der Suche war in seinem von Getriebenheit und Flucht geprägten Leben. Previn scheint das zu verstehen, er hat ja eine ähnliche Lebensgeschichte.
Das sehe ich auch so. Ich habe die Einspielung damals selbst erworben, als sie vom Fono-Forum entsprechend euphorisch beschrieben worden war.
Philidor (20.03.2021, 17:23):
Die drei Klavier-Sträusse wollte ich mir nochmal geben.

Richard Strauss

Burleske für Klavier und Orchester

Jean-Yves Thibaudet
Gewandhausorchester
Herbert Blomstedt

Parergon zur Sinfonie Domestica
für Klavier (linke Hand) und Orchester

Gary Graffman
Wiener Philharmoniker
André Previn

Panathenäenzug
Symphonische Etüden in Form einer Passacaglia für Klavier (linke Hand) und Orchester

Anna Gourari, Klavier
Bamberger Sinfoniker
Karl Anton Rickenbacher



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (20.03.2021, 18:46):
Und weiter in der Previn-Box:

Dmitri Shostakovich:

Sinfonie Nr. 8 c-moll op. 65

London Symphony Orchestra,

André Previn, Ltg.

(DG, 10/1992, All Saints Church, London)

Nun, es ist schon mehr als erstaunlich, dass Previn auch hier eine Meisterleistung abliefert. Hinzu kommt die perfekte DG-4D-Klangtechnik.
Previn hat man ja nun nicht gerade als Shostakovich-Experten auf dem Schirm. Nach dem Abhören dieser Aufnahme hat man es. Er formt dieses Werk aus und fächert es dynamisch weit auf, er wird den dynamischen Extremen voll gerecht - in beiden Richtungen.
Das LSO ist in einer überragenden und hochkonzentrierten Verfassung.
Dabei hetzt Previn nicht durch die Partitur und wird auch bei den dynamischen Ausbrüchen nicht schneller - ein Fehler, der oft gemacht wird. Dadurch behält das Werk hier seine Architektur und wirkt umso bedrohlicher.
Also, kurz gesagt: einfach nur toll.

Leonardo
Philidor (20.03.2021, 19:21):
Hier etwas Solides. ;) - Weiter mit Monteux.

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

London Symphony Orchestra
Pierre Monteux



Gruß
Philidor

:hello
Andréjo (20.03.2021, 20:39):
Wie gut man doch für Klavier linke Hand komponieren kann, wenn man kann ...

Richard Strauss





Parergon zur Sinfonia Domestica op. 73
für Klavier (linke Hand) und Orchester

Panathenäenzug op. 74
Symphonische Etüden in Form einer Passacaglia für Klavier (linke Hand) und Orchester


Da will ich Dir gar nicht widersprechen, Philidor - den Seitenhieb auf Schmidt nehme ich nicht zur Kenntnis, denn die entsprechende Kammermusik ist schön und geistreich, ebenso die Beethoven-Variationen und für mich auch das Konzert in Es-Dur. Abgesehen davon, dass Schmidts Es-Dur-Konzert von manchen - gewiss nicht allen mir zugänglich gewordenen Profi-Kritikern nicht unbedingt als Geniestreich angesehen wird, habe ich noch keinen Beleg gefunden dafür, dass die beiden Strauss-Nummern mehr seien als aus dem dritten Glied. Gelegenheitsmusik par excellence.

Aber wie gesagt: Auch diese Musik reizt mich und was kümmern mich hier die Sekundärquellen. Erstens ist die Thematik originell, ist die Instrumentierung gekonnt, strukturell bin ich mir unsicher allerdings, zweitens hat Strauss hier für mich einen klaren Exoten-Bonus - wer kennt schon diese Stücke? -, drittens sind die meist Wittgenstein gewidmeten Werke stets reizvoll weil nur für die linke Hand und zumindest im Falle Ravels auch aus der ersten Reihe.

:) Wolfgang
Philidor (20.03.2021, 21:52):
Abgesehen davon, dass Schmidts Es-Dur-Konzert von manchen - gewiss nicht allen mir zugänglich gewordenen Profi-Kritikern nicht unbedingt als Geniestreich angesehen wird, habe ich noch keinen Beleg gefunden dafür, dass die beiden Strauss-Nummern mehr seien als aus dem dritten Glied. Gelegenheitsmusik par excellence.
Tjaja. Schwierige Materie. Dauernd hören muss ich die beiden Nummern sicher auch nicht.

Doch ein Quasi-Klavierkonzert für linke Hand, dann noch in Form einer knapp halbstündigen Passacaglia - das sind doch schon mal zwei Dinge, die mich bewegen, mal genauer hinzuhören, und nicht schon wieder Brahms oder Medtner aufzulegen.

Schön, dass keine Stellvertreterdiskussionen geführt werden. Erst brennen Bücher, ...

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (21.03.2021, 08:16):
Mmmh, das ist ja schöne Klaviermusik.
Maurice inaktiv (21.03.2021, 09:11):


Ignaz Pleyel : 3 Sinfonien (C-Dur - 1778, f-moll - 1786, c-moll - 1786)

Capella Istropolitana , Uwe Grodd

In den Tag mit Pleyel. Die drei Sinfonien wurden in den Jahren 1778 und 1786 geschrieben. Pleyel, der mehrere Jahre bei Joseph Haydn Unterricht nahm, stand auch bei seinen Sinfonien Pate.
Maurice inaktiv (21.03.2021, 10:56):


Ruperto Chapi : Sinfonie d-moll & Fantasia morisca

Orchesta de la Comunidad de Madrid , José Ramón Encinar

Wenn es hier schon nicht frühlingshaft warm werden will, dann hole ich mir die Wärme eben musikalisch aus Spanien ins Haus.
Philidor (21.03.2021, 11:08):
Mmmh, das ist ja schöne Klaviermusik.
Bei Janáček mache ich mit ...

Leoš Janáček: Sinfonietta

Česká filharmonie
Karel Ančerl



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.03.2021, 11:40):
... bleibe bei osteuropäischer Musik in historischen Aufnahmen ...

Béla Bartók: Klavierkonzert Nr. 3

Géza Anda, Klavier
RSO Berlin
Ferenc Fricsay



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.03.2021, 12:20):
… und schließe vorläufig mit dieser Aufnahme:

Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70

London Symphony Orchestra
Pierre Monteux



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.03.2021, 15:14):
Heute nachmittag mal einige Quartettaufnahmen jüngeren Datums.

Joseph Haydn: Streichquartett h-Moll op. 33 Nr. 1

Quatuor Terspycordes



Ein sehr hörenswerter Beginn, drahtig, lebendig, fokussiert.

Wie geht es Euch mit Haydn? Meistens denke ich, anderes ist doch viel spannender, und wenn er dann mal läuft, dann denke ich: Besser kann man nicht komponieren. Ein irrer Typ.


Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.03.2021, 15:44):
Weiter mit dem, der Papa Haydn einige nicht ganz unwichtige Gattungsbeiträge widmete.

Wolfgang Amadé Mozart: Streichquartett G-Dur KV 387

Armida Quartett



Einen wunderschönen Ton und Gestus haben die Armiden imho für den Donnerblitzbub. Weniger drahtig als eben bei den Terpsycordes, eher biegsam, geschmeidig. Passt für meine Ohren herrlich. Was für ein Vergnügen ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.03.2021, 16:26):
Nach der Pause ... genau:

Ludwig van Beethoven: Streichquartett Es-Dur op. 74 ("Harfenquartett")

Miró Quartet



Sozusagen eine Synthese von Terpsycordes und Armida: Nicht ganz so drahtig wie bei Haydn, nicht ganz so geschmeidig wie bei Mozart, aber ebenso hellwach und auf den Punkt. Nur im Scherzo schien mir nicht alles völlig schlackenlos bewältigt, technisch gesehen. Dennoch sehr hörenswert.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (21.03.2021, 16:36):


Carl Nielsen : Sinfonien Nr.5 & 6

New York PO , Alan Gilbert

Vorbildlich, dass hier die Solisten genannt werden : Mark Nuccio (Klarinette) und Christopher Lamb (Kleine Trommel) in der Fünften jeweils



Ernst Toch : Sinfonie Nr.6

Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin, Alun Francis
Maurice inaktiv (21.03.2021, 17:00):


Max Reger : Orchesterwerke

Nordwestdeutsche Philharmonie , Hermann Scherchen

AD: MONO, 1960-1962
Philidor (21.03.2021, 17:13):
Den Tod von Schuberts Mädchen übersprang ich.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett f-Moll op. 80

Minguet Quartet



Als die hochromantischen Gesten noch echt und unverbraucht waren …

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (21.03.2021, 17:25):
Ich höre die 4. Sinfonie, erschütternd, bewegend. Für mich eine nicht zu verbessernde Einspielung:
Sfantu (21.03.2021, 17:27):
Die Wiener Virus-Mutante hat in Gestalt Ignaz Pleyels am Ende dann auch mich erwischt:


Klaviertrio C-dur (keine Angabe von Opus-oder Benton-Nummer)

Gamerith Consort
(CD, Divertimento, 1989)


Sinfonie C-dur op. 66 B 154

London Mozart Players - Matthias Bamert
(CD, Chandos, 1997)


Sinfonie d-moll op. 3 Nr. 1 B 126

Zürcher Kammerorchester - Howard Griffiths
(CD, cpo, 2002)

Das Gamertith Consort ist zunächst einmal aufnahmetechnisch nicht optimal abgebildet, wie mir scheint. Eher diffus & ohne zufriedenstellende Ortbarkeit der Instrumente. Zudem hinkt der verwendete 1790er Anton Walter-Hammerflügel bei raschen Tonrepetitionen da & dort leicht hinterher. Das Trio wirkt stellenweise etwas zopfig, im Schlußsatz dann aber unerwartet facettenreich: unvermittelte Taktwechsel & Moll-Passagen - sehr anregend & unterhaltsam. Anders als bei Haydns Trios sind bei Pleyel (zumindest in diesem Werk) keine Emanzipationsbestrebungen für das Cello spürbar - es darf nur wenig mehr als den Klavierbaß zu zverstärken. Überhaupt: Haydn & Pleyel:

Pleyel, der mehrere Jahre bei Joseph Haydn Unterricht nahm, stand auch bei seinen Sinfonien Pate.
Warum soll nicht auch mal der Schüler den Lehrer beeinflußt haben? Da müßte man noch etwas graben, wo Haydn sich an Pleyel orientiert haben könnte. Oder war's am Ende umgekehrt gemeint?

Die von den London Mozart Players eingespielte C-dur-Sinfonie von 1803 kommt schon deutlich größer gedacht & ausladender daher als die schlankere D-dur-Schwester aus der Mitte der 1780er Jahre. Letztere ist im Finale (Hauptthema) recht mozartisch, gibt sich insgesamt schlanker, kapriziöser. Im Trio des Menuetts der C-dur kommt die Flöte zu reizvollen Auftritten. U. a. mit rasenden Prim-Ketten scheint sie Tierlaute zu imitieren.

Beide Einspielungen sind tadellos - egal ob hier konventionell dort historisierend.
Gleiches gilt im Falle zweier Sinfonie concertante:

2ème Symphonie concertante F-dur B 115 mit Jakub Dzialak, Violine - Riccardo Bovino, (modernes) Klavier, ebenfalls auf dem Griffiths-Album mit dem Zürcher Kammerorchester
sowie:


5ème Symphonie concertante F-dur

Hans Jürgen Möhring, Flöte
Günter Passin, Oboe,
Jürgen Gode, Fagott
Walter Lexutt, Horn
Kölner Kammerorchester Helmut Müller-Brühl
(LP, ex libris, 1977)

Fein & geistreich allenthalben, klangtechnisch aber leicht artifiziell, keine optimale Räumlichkeit.
Maurice inaktiv (21.03.2021, 17:31):
Warum soll nicht auch mal der Schüler den Lehrer beeinflußt haben? Da müßte man noch etwas graben, wo Haydn sich an Pleyel orientiert haben könnte. Oder war's am Ende umgekehrt gemeint?
Lach....Ich musste zuerst bei Deinem Satz überlegen, wo der Fehler gerade lag. Er lag bei mir. Haydn hatte Pleyel beeinflusst. Es mag sicher auch umgekehrt Fälle geben, aber das habe ich alleine verdaddelt. Der "Mich-an-den-Kopf-greif-Smiley" gibt es hier leider nicht. ;(
Philidor (21.03.2021, 17:54):
Der Dvořák heute morgen hat mir gut gefallen. Da darf es noch einer sein, und wenn es auf Kosten von Brahms geht.

Antonín Dvořák: Streichquartett G-Dur op. 106

Pavel Haas Quartet



Was soll ich sagen ... imho oberste Liga der 16Saiter ... Eulen nach Athen.

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (21.03.2021, 18:34):
Eine tolle Aufnahme! :) . Die Quartette haben mich wirklich an Brahms erinnert, auch wenn mir dessen Quartette besser gefallen haben.
Leonardo (21.03.2021, 18:35):
Naja, dann höre ich mir das Werk auch mal an:

Franz Schmidt:

Sinfonie Nr. 4 C-Dur

Berliner Philharmoniker,

Kirill Petrenko, Ltg.

(BPhil, 13.04.2018, live, Philharmonie, Berlin, Hi-Res-Download)
Klassiknerd (21.03.2021, 18:36):


Mahler Sinfonie Nr- 2
Wiener Philharmoniker
Claudio Abbado

Den Sonntag mit einer meiner liebsten Werke beendet. Eine wirklich absolut runde Einspielung unter Abbado. Punktgenau, transparent und spannungsgeladen. Erstklassige Klangqualität.
Es gibt viele sehr gute Aufnahmen des Werkes. Diese gehört für mich dazu.
Philidor (21.03.2021, 18:46):
Ich habe überlegt, ob ich Zemlinksys drittes Quartett von 1924 hören mag, in welchem dieser gegen seinerzeit modernste Kompositionstechniken protestierte. Unregelmäßige Metren wie bei Strawinsky, Polytonalität wie bei Milhaud, neue Sachlichkeit wie bei Hindemith – alles das findet sich in diesem Werk in parodierter und verzerrter Form. Köstlich und gleichzeitig bissig. Mag ich.

Dann zog mich die Home Story von Schönberg und Zemlinsky noch mehr an. Arnold Schönberg und Mathilde Zemlinsky heirateten 1901. Im Jahre 1908 wurde bekannt, dass Frau Schönberg eine Affäre mit dem Maler Richard Gerstl hatte – die beiden wurden quasi in flagranti erwischt. Mathilde kehrte um der Kinder willen zu ihrer Familie zurück, Gerstl erhängte sich.

Schönberg war zu jener Zeit mitten in seinem zweiten Streichquartett – und die beiden letzten Sätze überschritten die Grenze zur Atonalität, obendrein kommt im dritten und vierten Satz unversehens ein Sopran zum Streichquartett hinzu, von außen wie ein Fremdkörper … denke sich jede(r), was er will … „Tief ist die Trauer, die mich umdüstert, / Ein trete ich wieder, Herr, in dein Haus. Nimm mir die Liebe, gib mir dein Glück!“ (Stefan George, bekanntlich am schönen Rhein-Nahe-Eck geboren.)

Also erst einmal Schönbergs Zweites:

Arnold Schönberg: Streichquartett Nr. 2 fis-Moll op. 10

Christine Schäfer, Sopran
Petersen Quartett



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.03.2021, 18:51):
Die Quartette haben mich wirklich an Brahms erinnert, auch wenn mir dessen Quartette besser gefallen haben.
Dvoraks Quartette will ich bestimmt nicht auf böhmische Melodienseligkeit reduzieren, doch sie sprechen m. E. nicht so einseitig die kopflastigen Teile des Musikhörens an wie Brahms' Quartette (von denen ich op. 67 am miesten mag).
Es gibt viele sehr gute Aufnahmen des Werkes. Diese gehört für mich dazu.
Wenn Abbado - hast Du mal die Aufnahme der Zweiten aus Luzern gehört? Mahler und Abbado, da habe ich bisweilen gemischte Gefühle, manchmal ist das in meinen Ohren ein wenig distanziert. Doch bei der Luzerne Aufnahme, da geht echt der Himmel auf ...
Leonardo (21.03.2021, 19:08):
Naja, diese Vierte von Schmidt ist ein seltsam trübsinniges Werk, das unaufhörlich vor sich hin mäandert. Ich kann da keine Begeisterung für entwickeln. Auch nicht für diese Aufnahme (die mit Mehta und WP habe ich etwas besser in Erinnerung).

Gruß,

Leonardo
Philidor (21.03.2021, 19:37):
An dem unseligen Geschehen des Jahres 1908 gab der gehörnte Schönberg vor allem seinem Schwager Zemlinsky die Schuld. Dem ging es Jahre zuvor nicht viel besser: Eine Affäre mit seiner Schülerin Alma Schindler dauerte genau so lange, bis jene im Dezember 1901 den Heiratsantrag eines gewissen Gustav Mahler annahm. – Mahler lehnte später als Hofoperndirektor die Aufführung von Zemlinskys Ballett „Der Triumph der Zeit“ ab.

Wo es gerade so schön passt: Das Verhältnis von Mahler zu Franz Schmidt war alles andere als einfach. Schmidt war Violoncellist im Hofopernorchester. Konzertmeister Arnold Rosé, der Mahlers Schwester Justine geheiratet hatte (ja, der Genpool dieser Clique ist im richtigen Leben nicht größer als in der Musik), mochte Schmidt nicht und sorgte dafür, dass jener am letzten Cellopult saß. Mahler hingegen forderte, dass Schmidt die Solocellopartien am ersten Pult spielen solle, wenn er dirigierte (ich folge hier einer Darstellung von Wilhelm Sinkovicz; Jens Malte Fischer stellte es in seiner Mahler-Biographie etwas anders dar). So sehr Mahler den Cellisten Schmidt schätzte, so wenig hielt er offenbar vom Komponisten – eine Aufführung der Oper „Notre Dame“ lehnte er in seiner Rolle als Hofoperndirektor ab.

Zurück zu Zemlinsky. Mahlers Nachfolger als Hofoperndirektor, Felix Weingartner, setzte Zemlinskys dritte Oper „Der Traumgörge“ kurz vor der Premiere ab. Was für ein Affront. Für die später aufgeführte vierte Oper „Kleider machen Leute“ gab es nur mäßiges Wohlwollen in der Presse. Längst wollte Zemlinsky Wien verlassen, und als sich in Prag die Chance bot, Musikdirektor am Neuen Deutschen Theater zu werden, griff er zu.

Zemlinsky hatte offenbar das Bedürfnis, die Ereignisse des Jahres 1908 noch einmal komponierend zu verarbeiten. Alma Mahler vertraute er an, dass dies in seinem zweiten Quartett (1913) geschehen sei: „Vielleicht wird es einen gewissen Eindruck auf Sie machen, namentlich, wenn Sie wissen, welcher Zeitabschnitt meines Lebens darin zum Ausdrucke gekommen ist.“ Das kapitale Werk (ca. 40 Minuten) beginnt mit den Noten D-E-G, die Zemlinsky auch in anderen Werken als Chiffre für sich selbst verwendete. Auch ein Mathilde-Motiv kommt vor: (M-)A-(T-)H-(I-L-)D-E. – Viel Autobiographisches, viel Chiffriertes, das wäre mal eine Aufgabe, auf Spurensuche zu gehen.

Alexander von Zemlinsky: Streichquartett Nr. 2 op. 15

Brodsky Quartet



Gibt es da ernstlich noch eine Diskussion, auf welchem Stand das Komponieren in Wien und Umfeld in den Jahren vor WK I angekommen war? Dieser überirdisch-transzendente Schluss … wesensverwandt mit dem Schluss von Mahler 9 … existenzielle Musik.

Und entschuldigt bitte meine nichtsnutzigen Worte.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (21.03.2021, 21:06):
Maurice inaktiv (21.03.2021, 22:42):


Rued Langgaard : Die Sinfonien Nr. 15 & 16, Drapa, Sphinx, Hvidbjerg-Drapa, Danmarks Radio, Res Absurda!?

Danis National SO & Danish National Vocal Ensemble & Danish National Choir , Leitung: Thomas Dausgaard

Das ist die siebte und letzte CD der tollen Box mit den Sinfonien Langaards (plus weiteren Werken)
Maurice inaktiv (22.03.2021, 00:42):


Gustav Mahler : Sinfonie Nr.5

Royal Philharmonic Orchestra , Frank Shipway

Wieder eine Einspielung, die man überhaupt nicht auf dem Schirm haben dürfte.
Philidor (22.03.2021, 07:41):
Wieder eine Einspielung, die man überhaupt nicht auf dem Schirm haben dürfte.Lieber Maurice, erst einmal vielen Dank für Deine Empfehlung. Dennoch: wie kommst Du nur auf die Einschätzung, dass "man die überhaupt nicht auf dem Schirm haben dürfte"? Ich finde das herablassend gegenüber vielen anderen Musikhörern, die in der Lage sind, sich selbst zu informieren. Wer ist "man"?

Wie eigentlich jede(r), der/die selbst recherchiert, weiß: Eine der prominentesten Seiten im Netz mit Mahler-Rezensionen eines einzigen Rezensenten ist "The Mahler Symphonies: A synoptic survey by the late Tony Duggan (1954-2012)".
http://www.musicweb-international.com/mahler/index.html

Die Seite steht seit mindestens 20 Jahren im Netz und wurde bis zum Tode von Tony Duggan immer mal wieder aktualisiert.

Shipways Aufnahme von Mahler 5 ist da unter den Top 6 gelistet. (Neben Bernstein/WP, Boulez. Gatti, Zander und Tennstedt). - Daneben findet man freilich auf Anhieb noch mehr als nur eine Handvoll Empfehlungen der Aufnahme im Netz, der Aufwand dieser Suche geht gegen Null.

Was mir gut gefällt: Der Autor Tony Duggan ist in der Lage, zwischen einer guten Aufnahme und seinem personlichen Geschmack zu differenzieren und verbalisiert das auch. Seine Lieblingsaufnahmen sind NICHT diese sechs, sondern diejenigen mit Rudolf Schwarz und John Barbirolli sowie Kubeliks 1951er Aufnahme mit dem Concertgebouworkest.

Ich gehe nicht immer mit Duggans Empfehlungen oder seinem persönlichen Geschmack konform (wäre ja auch ein Wunder), aber lesenswert finde ich die Seite besonders wegen der klugen und differenzierten Begründungen, die ich beim Versuch des eigenen Nachvollzugs als teilweise sehr ohrenöffnend wahrgenommen habe. Eine wohltuende Art, gescheit über Aufnahmen und Musikhören zu schreiben, wie ich finde. Und sie macht auch empfindlich gegen Pauschalurteile, die sich wer weiß wie aufspielen, wenn im Gegensatz dazu bei Tony Duggan hohe Qualität und geistreiches Schreiben in bescheidener, sympathischer Weise angeboten werden.

Auch Shipways Aufnahme der Alpensinfonie wird hoch geschätzt - einfach mal googeln.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (22.03.2021, 09:11):
Meinen Faultier-Tag starte ich zum Käffchen mit:
Maurice inaktiv (22.03.2021, 09:18):


Joao Bomtempo : Sinfonien Nr.1 & 2

Algarve Orchestra , Alvaro Cassuto

In den Tag mit mal mit dem Beethoven-Zeitgenossen Bomtempo (1771-1842).
Maurice inaktiv (22.03.2021, 09:30):
Lieber Maurice, erst einmal vielen Dank für Deine Empfehlung. Dennoch: wie kommst Du nur auf die Einschätzung, dass "man die überhaupt nicht auf dem Schirm haben dürfte"? Ich finde das herablassend gegenüber vielen anderen Musikhörern, die in der Lage sind, sich selbst zu informieren. Wer ist "man"?
Ach, Philidor. Du und Deine Art sind extrem nervend und unpassend. So lange ich in diesen Musikforen unterwegs bin, wurde diese Einspielung nicht ein einziges Mal gepostet. Ich kenne diese Seite nicht, aber weiß trotzdem, dass sie sehr weit vorne dort stehen soll. Es ist Deine Sache, ob Du solchen Seiten viel oder wenig abgewinnen kannst, die Fünfte unter ihm wurde sonst nirgendwo erwähnt. Daher finde ich Deine Unterstellung überaus arrogant und fehl am Platze. Etwas gut zu verpacken ist ja bei Dir bekannt, aber auch Deine provozierende Art dabei, es dann zu schreiben ebenso.

Es nutzt also überhaupt nichts, wenn Du zum Thema "Nettikette" mal wieder ganze Romane schreibst, aber einen Tag später wieder anfängst, hier Anderen etwas zu unterstellen. Lasse es doch einfach sein. Dann muss hier aber auch keiner sich wundern, wenn wieder entsprechend geantwortet wird.
Maurice inaktiv (22.03.2021, 09:55):
Den Sonntag mit einer meiner liebsten Werke beendet. Eine wirklich absolut runde Einspielung unter Abbado. Punktgenau, transparent und spannungsgeladen. Erstklassige Klangqualität.
Es gibt viele sehr gute Aufnahmen des Werkes. Diese gehört für mich dazu.
Ich halte Abaddo auch für sehr überzeugend bei Mahler. Er wählt letzten Endes einen anderen Ansatz als der enorm emotionale Leonard Bernstein oder auch der vielleicht eher reservierte Boulez. Es gibt genug Dirigenten und Ansätze. Dem einen Hörer gefällt jener besser, dem Anderen eben ein anderer Dirigent. Die wenigen Mahler-Einspielungen von Herbert von Karajan spalten auch, mir persönlich sagen sie zu.
Philidor (22.03.2021, 10:14):
Ach, Philidor. Du und Deine Art sind extrem nervend und unpassend.
Lieber Maurice, ich verbitte mir solche Bemerkungen. Mich nervt auch manchmal etwas, deswegen treffe ich keine undifferenzierten Pauschalurteile über andere Menschen.
So lange ich in diesen Musikforen unterwegs bin, wurde diese Einspielung nicht ein einziges Mal gepostet.
Ich verstehe Dich, das heißt, ich glaube Dich zu verstehen. Dir sind die Postings zu Shipway noch nicht aufgefallen? Nimm doch mal die Suchfunktion in diesem Forum. Darüber hinaus konnte ich mich an diese Erwähnungen der Aufnahme erinnern:

Mahler 5/Shipway 1
Mahler 5/Shipway 2
Mahler 5/Shipway 3
Vielleicht gibt es noch mehr, alles habe ich bestimmt nicht im Blick. Wer könnte das schon.
die Fünfte unter ihm wurde sonst nirgendwo erwähnt.
Ich meine, auch da irrst Du.
http://www.classical.net/music/recs/reviews/t/tri00096a.php
https://www.sa-cd.net/showreviews/3244
https://mahlerfest.org/wp-content/uploads/2018/01/StansRecordingReviewsSym3-7andKTL.pdf

... nur ein paar Beispiele.

Es liegt mir fern, mich zu Deinem Berater aufspielen zu wollen, aber angesichts der Faktenlage hielte ich persönlich ein etwas defensiveres Auftreten für nicht völlig unangemessen.

Viel Freude mit Mahler 5 unter Shipway! Das Gefühl, "die besondere Aufnahme" gefunden zu haben, ist tatsächlich unbeschreiblich.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (22.03.2021, 10:24):
Lieber Maurice, ich verbitte mir solche Bemerkungen. Mich nervt auch manchmal etwas, deswegen treffe ich keine undifferenzierten Pauschalurteile über andere Menschen.
Daran arbeitest Du kräftig mit. Und so lange werde ich das auch schreiben. Ende.


Es liegt mir fern, mich zu Deinem Berater aufspielen zu wollen, aber angesichts der Faktenlage hielte ich persönlich ein etwas defensiveres Auftreten für nicht völlig unangemessen.
Jetzt werde mal nicht größenwahnsinnig.


Dir sind die Postings zu Shipway noch nicht aufgefallen? Nimm doch mal die Suchfunktion in diesem Forum. Darüber hinaus konnte ich mich an diese Erwähnungen der Aufnahme erinnern:
Schön, ich suche doch nicht permanent nach Einspielungen. Sie sind mir halt nicht aufgefallen. Und ich zappe mich auch nicht durch alle möglichen Internet-Seiten deswegen. Es sind letzten Endes einige Informationen vorhanden. Schön, dass Du nun als Assistent fungiert hast. Du hast sie nachgeschaut jetzt, erinnern würde ich das nicht nennen.
Maurice inaktiv (22.03.2021, 10:25):


Enrique Granados : Danzas Espanolas

Orchestra Simfonica de Barcelona i Nacional de Catalunya , Salvador Brotons

Heute scheint keine Sonne, da hole ich sie mir wieder nach Hause. Nun mit den "Spanischen Tänzen" von Granados.
Marcie (22.03.2021, 10:34):
tapeesa (22.03.2021, 10:57):
Claude Vivier -
daraus 1. - Prologue pour un Marco Polo (1981)
Text: Claude Vivier, Paul Chamberland
Susan Narucki, Alison Wells, Helena Rasker, Peter Hall, James Ottaway, Harry van der Kamp, Sprecher: Johan Leysen
Schönberg Ensemble, Asko Ensemble, Reinbert de Leeuw
Marcie (22.03.2021, 11:31):
Bücher abstauben mit:
Leonardo (22.03.2021, 11:34):
P. I. Tchaikovsky:

- Streicherserenade C-Dur op. 48

- Romeo und Julia

Boston Symphony Orchestra,

Charles Munch, Ltg.

(RCA, 1957/61)
Amonasro (22.03.2021, 12:24):


Georges Bizet/Louis Gallet: Djamileh

Djamileh - Lucia Popp
Haroun - Franco Bonisolli
Splendiano - Jean Philippe Lafont
Hassan - Jacques Pineau

Chor des Bayerischen Rundfunks
Münchner Rundfunkorchester, Lamberto Gardelli

Gruß Amonasro
Philidor (22.03.2021, 18:03):
Hier die sogenannte leichte Muse mit einem ihrer würdigsten Exegeten - naklar ist auch Franz Schmidt dabei.

Giuseppe Verdi - Preludio zum 3. Akt aus "La Traviata"
Pietro Mascagni - Intermezzo aus "Cavalleria rusticana"
Giacomo Puccini - Intermezzo aus "Suor Angelica"
Ruggero Leoncavallo - Intermezzo aus "Pagliacci"
Modest Mussorgsky - Intermezzo aus "Khovanshchina"
Giacomo Puccini - Intermezzo aus "Manon Lescaut"
Franz Schmidt - Intermezzo aus "Notre Dame"
Jules Massenet - Méditation aus "Thais"
Umberto Giordano - Intermezzo aus "Fedora"
Francesco Cilea - Intermezzo aus "Adriana Lecouvreur"
Ermanno Wolf-Ferrari - Intermezzo aus "Der Schmuck der Madonna"
Pietro Mascagni - Intermezzo aus "L'amico Fritz"

Michel Schwalbé, Violine
Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (22.03.2021, 18:38):
das Fagottkonzert aus diesem Set:
Philidor (22.03.2021, 18:47):
Und nochmal Schmidt.

Franz Schmidt: Streichquartett G-Dur (1829)

Franz Schubert Quartett



Dieses Werk fand ich auf den ersten Lausch wesentlich ambitionierter und auch komplexer als das bei mir eher als "nett" in Erinnerung gebliebene Schwesterwerk in A-Dur.

Gruß
Philidor

:hello
Andréjo (22.03.2021, 19:01):
Und nochmal Schmidt.

Franz Schmidt: Streichquartett G-Dur (1829)

Franz Schubert Quartett



Dieses Werk fand ich auf den ersten Lausch wesentlich ambitionierter und auch komplexer als das bei mir eher als "nett" in Erinnerung gebliebene Schwesterwerk in A-Dur.

Gruß
Philidor

:hello
So ging es mir auch - zweimal gehört beide, vermutlich nicht öfters. Beim zweiten ist - zum Beispiel - der Abstand zu den Quartetten von Zemlinsky gar nicht so groß. Einen teilweise bemerkenswert herben Ton findet man da vor, auch wenn vermutlich nirgends über chromatische Tonalität hinausgehend.

Ich muss aber gestehen, dass ich den Personalstil auch im zweiten Quartett viel weniger durchhöre als in den weitaus markanteren, sicher auch bequemer sich anzueignenden drei Quintetten mit dem linkshändigen Klavier. Das kann nicht nur daran liegen, dass ich die Dutzende Male gehört habe.

:) Wolfgang
Leonardo (22.03.2021, 19:16):
Richard Strauss:

Aus Italien op. 16

Wiener Philharmoniker,

Clemens Krauss, Ltg.

(SBT/Decca, 12/1953, Musikverein, Wien)
tapeesa (22.03.2021, 19:52):
David Lang - The difficulty of crossing a field
Libretto: Mac Wellman

Nach einer Geschichte von Ambrose Bierce.

https://cantaloupemusic.com/albums/difficulty-of-crossing-field#:~:text=Based%20on%20a%20one-page%20story%20by%20Ambrose%20Bierce%2C,what%20the%20neighbors%20have%20to%20say%20about%20it.%E2%80%9D
Philidor (22.03.2021, 20:12):
"Ich fühle luft von anderem planeten ..." (Stefan George, geboren im wunderschönen Bingen am Rhein)

Arnold Schönberg: Streichquartett Nr. 2 fis-Moll op. 10

Alexander von Zemlinsky: Streichquartett Nr. 2 op. 15

Margaret Price, Sopran
LaSalle Quartet



Hammermusik. Wahnsinn. Heute beide Werke mit Partitur gehört, teilweise hochkomplexe Strukturen. Und wie genial die Harmonik weitergedacht wurde. Bisweilen scheint es, als ob sich die Harmonik als Abfallprodukt der Stimmführung ergäbe. Eine neue Balance von Horizontale und Vertikale, die mich auch an Palestrina und Bachs KdF denken ließ, freilich mit einem Tristan zum Quadrat kombiniert ... aber selbst vor dem Hintergrund von op. 7 ist es Wahnsinn, wie weit Schönberg in op. 10 ging. Und Zemlinsky blieb diesem Pioniergeist nichts schuldig und schritt gewiss nicht weniger sicher und fest auf ungebahntem Weg voran. - Wer war da Lehrer und wer Schüler? Solche Begriffe scheinen in dieser Liga völlig untauglich. Das ist wirklich wie von anderem Stern.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (23.03.2021, 00:29):


Francisco Escudero : Illeta (Ein Oratorium über den Tod)

Coral Andra Mari & Orchesta Sinfonica de Bilbao , Juan José Mena + Ricardo Salaberria (Bariton)

Ein sehr bewegendes Tondokument
tapeesa (23.03.2021, 09:06):
Barber, Hindemith, Schönberg
Chamber Music of XX c.
Samuel Barber - Streichquartett in h-Moll op. 11 (1936)
Paul Hindemith - Streichquartett Nr. 4 op. 22 (1921)
Arnold Schönberg - Streichquartett Nr. 2 op. 10 (1907-1908), Lyudmila Belobragina (Sopran)
Borodin Quartet
Maurice inaktiv (23.03.2021, 09:39):


Joseph Eybler : Sinfonien Nr.1 & 2

L'Orchestre de Chambre de Geneve , Michael Hofstetter
Maurice inaktiv (23.03.2021, 10:44):


Luis Humberto Salgado : Sinfonien Nr. 1 - 3 AD: 2019

Cuenca SO , Michael Meissner

Völliges Neuland für mich. Sicher haben noch einige andere User von dem Komponisten nicht gerade viel gehört.
Maurice inaktiv (23.03.2021, 12:01):


Philip Glass : Sinfonie Nr.3 AD: 2003

Bournemouth SO, Marin Alsop

Ich habe die CD nun auch schon wieder fast sechs Jahre hier herumstehen. Immerhin ist das keine Erstbegegnung mehr, aber dazu muss ich wirklich mal Lust haben. In Häppchen zwar, aber dann komme ich damit auch zurecht. Wer Philip Glass kennen lernen möchte, bekommt eine meiner völlig unwichtigen Meinung nach aber eine hochwertige Einspielung für wenig Geld auf dem Marktplatz für.
Leonardo (23.03.2021, 13:14):
Richard Strauss:

Hornkonzerte Nr. 1 und 2

Stransky, Janezic,

Wiener Philharmoniker,

André Previn, Ltg.

(DG, 11/1996)
Maurice inaktiv (23.03.2021, 13:23):


Paul Hindemith : "Die Harmonie der Welt" & Pittsburgh Symphony AD: 1984 & 1985

Heute ist bei mir die Musik des 20.Jahrhunderts an der Reihe. Man kann das erste Werk auch als bitterböse Ironie zur heutigen Zeit sehen. Beide Werke werden meiner Meinung nach exzellent von Dirigent und Orchester umgesetzt : Sehr strukturiert, gut durchhörbar, auch dann, wenn das komplette Orchester gefragt ist. Herbert Kegel beweist hier einmal mehr seine Kunst, die Werke bis in die Moderne hervorragend umzusetzen mit dem jeweiligen Orchester.
Marcie (23.03.2021, 13:24):
Das 3. Klavierkonzert und
Leonardo (23.03.2021, 14:25):
Richard Strauss:

Der Bürger als Edelmann - Suite op. 60

Chicago Symphony Orchestra,

Fritz Reiner, Ltg.

(RCA-Living Stereo, 4/1956)
Marcie (23.03.2021, 14:28):
Maurice inaktiv (23.03.2021, 14:29):


Ernest Bloch : Nigun, Schelomo & Israel-Symphony for Orchestra and Five Soloists AD: 1998

Russisches Staatsorchester, Jewgenij Swetlanow

1923 - 1916 - 1916 lauten die Entstehungsjahre der drei Werke dieser hervorragenden Einspielung.
Marcie (23.03.2021, 17:10):
Ich mag sehr die 5. Sinfonie von Raff, besonders in dieser Einspielung, welche mir die liebste ist:
Maurice inaktiv (23.03.2021, 17:49):
Ich mag sehr die 5. Sinfonie von Raff, besonders in dieser Einspielung, welche mir die liebste ist:
ich kenne Järvis Einspielung nicht, aber was ich darüber gelesen habe war sehr geteilt. Mir sind jene von Marco Polo/Naxos, Tudor und Schwann/Koch bekannt, die ich alle drei mag. Grundsätzlich gefällt mir die Sinfonie sehr gut, auch das einfache, aber schöne Hornthema (für zwei Hörner geschrieben) ist ein richtiger Ohrwurm. Ich bin mal gespannt, ob Järvi die GA der Sinfonien zu Ende bekommt dort noch.
Philidor (23.03.2021, 18:15):
Schwüles Gedünst schwebt in der Luft ...

Arnold Schönberg: Pelleas und Melisande op. 5 (1902/03)

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (23.03.2021, 18:22):
aber was ich darüber gelesen habe war sehr geteilt.
Ja, die Einspielung scheint zu polarisieren. An welchem der Pole ich mich gerne aufhalte, hatte ich ja schon beschrieben. :)
Für mich ist die Aufnahme eine rundum gelungene Sache, Feinheiten herausarbeitend und, trotzdem schwungvoll und mitreißend, dazu noch klangtechnisch referenzverdächtig.
Auch eine der am meist gespielten Platten hier bei mir, darauf habe ich einfach sehr oft Lust.
Philidor (23.03.2021, 18:26):
Weiter in diesem Umfeld.

Alexander Zemlinksy: Maiblumen blühten überall (1902/03)
für Sopran und Streichsextett

Susan Narucki, Sopran
Schoenberg Quartet
Jan Erik van Regteren Altena, Bratsche
Taco Koiistra, Violoncello



Texter Richard Dehmel war in zweiter Ehe mit Ida geb. Coblenz verheiratet, die in Bingen am Rhein geboren war ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (23.03.2021, 19:01):
Nochmal Richard Dehmel.

Arnold Schönberg: Verklärte Nacht op. 4 (1899)
(Originale Fassung für Streichsextett)

The Raphael Ensemble



Eine wohltuende subtile Aufnahme, die weit von den Schwelgereien eines HvK entfernt ist, so gerne ich auch diese gelegentlich hören mag.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (23.03.2021, 19:15):
Jean Sibelius:

Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Royal Philharmonic Orchestra,

Sir John Barbirolli, Ltg.

(SBT/Reader's Digest, 10/1962, London)
tapeesa (23.03.2021, 19:32):
@Philidor - Bingen ist schön. Generell die Rheinecke dort mag ich sehr.
Der Wanderpfad-Abschnitt von der Loreley nach Kaub ist wunderschön.
Erinnere auch äußerst sinnbefreite spaßige Stunden in Rüdesheim zwischen haufenweise Touri-Nepp ^^

Bingen, der Mäuseturm, das Niederwalddenkmal sind Kindheitserinnerungen. Die Sage um diesen Bischof, der bei lebendigem Leibe von den Mäusen gefressen wurde, war in der 4. Klasse Thema, aus irgendwelchen Gründen hat die mich nachhaltig beschäftigt.
Ich fahre sehr gerne Fähre, sowie die Bahnstrecke am Rhein - mit den alten ICs, habe ich geliebt.
Habe mir öfters vorgestellt, wie es ist zwischen dem Rhein und den Berghängen zu wohnen.

Über Eltville bin ich allerdings schon länger nicht mehr hinaus gekommen.
Wäre vielleicht mal wieder was.

Zu Stefan George / der Gedichtzeile bei Schönberg hatte ich etwas geschaut. Komme grad aber nicht hinterher.
Die Beschäftigung mit klassischer Musik ist ein paar Etagen tiefer gerutscht und intensiver zu schauen und auch op. 10 zu hören braucht Zeit. Interesse ist geweckt.

:hello

______________

Giuseppe Verdi - Un ballo in maschera
Libretto: Antonio Somma

Francesco Meli, Vladimir Stoyanov, Kristin Lewis, Elisabetta Fiorillo, Serena Gamberoni, Antonio Barbagallo, Enrico Rinaldo, Filippo Polinelli, Cosimo Vassallo, Enrico Paolillo

Orchestra e Coro del Teatro Regio di Parma, Gianluigi Gelmetti
Philidor (23.03.2021, 19:56):
Zu Stefan George / der Gedichtzeile bei Schönberg hatte ich etwas geschaut. Komme grad aber nicht hinterher.
Obwohl das Gymnasium, das ich besuchen durfte, nach Stefan George benannt ist, wurde mir zwischen der 5. und der 13. Klasse nicht ein einziger Text von diesem Dichter vorgelegt ... halt, stimmt nicht, einer unserer Musiklehrer war Hobbykomponist, der hat ein paar einfache Texte von George für Laienchor vertont, die habe ich gesungen ... na ja, Schönberg ist schon besser ... ;)

Ich fahre sehr gerne Fähre
Ein Muss zwischen Bingen und Rüdesheim.

Apropos Schule: Hier nochmals Zweite Wiener.

Anton Webern: Fünf Sätze für Streichquartett op. 5 (1909)
Alban Berg: Streichquartett op. 3 (1910)
Anton Webern: Sechs Bagatellen op. 9 (1911)

LaSalle Quartet



Ich war dann doch überrascht, in welcher zeitlichen Nähe diese drei Werke bei Schönbergs op. 10/11 stehen.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (24.03.2021, 10:14):
Ich starte in den Tag mit und der 2. Sinfonie von:
Marcie (24.03.2021, 11:10):
Lächelnd die Serenade für Flöte, Violine, Viola, Cello und Harfe:
Andréjo (24.03.2021, 11:46):
Hübsche Sachen in einem Stil irgendwo zwischen Impress und Express und Klassizismus. ;) :)

Mein ist die Gesamtausgabe der Kammermusik:



:hello Wolfgang
Andréjo (24.03.2021, 11:47):
Und die Svendsen-Sinfonien wollte ich mir auch schon längst zulegen. Ich muss nicht fragen, ob das lohnt ... :D
Maurice inaktiv (24.03.2021, 12:17):
Und die Svendsen-Sinfonien wollte ich mir auch schon längst zulegen. Ich muss nicht fragen, ob das lohnt .
https://www.jpc.de/jpcng/cpo/detail/-/art/Johan-Svendsen-1840-1911-Orchesterwerke/hnum/7591501

https://smile.amazon.de/Sinfonien-1-2-Jansons/dp/B00000DQYE/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=johan+svendsen+jansons&qid=1616584567&s=music-classical&sr=1-2

https://smile.amazon.de/Sinfonie-1-2-Engese/dp/B00000DAJ8/ref=sr_1_3?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=svendsen+engeset&qid=1616586935&s=music-classical&sr=1-3

Das wären meine drei Empfehlungen dazu, jeweils per Link direkt schon hin

Die Box bei JPC ist eine Lizenzübernahme, das weiß ich, und die andere CD ist mit dem jungen Mariss Jansonss und meiner Meinung nach eine seiner besten Einspielungen aus Oslo. Auch Engeset gehört dazu. Den habe ich nachgreicht.
Maurice inaktiv (24.03.2021, 13:03):


Johan Svenden : Sinfonien Nr.1 & 2

Bournemouth SO, Bjarte Engeset

Svendsen, der leider nur zwei Sinfonien geschrieben hat, ist für mich immer wieder angenehm anzuhören. Er steht leider noch im Schatten seines zeitgleich lebenden Landsmannes Edvard Grieg, der auch über 110 Jahre nach seinem Tod einen großen Namen hat im Musikleben der Welt. Dabei können sich seine beiden Sinfonien, sein Violinkonzert und seine Norwegischen Rhapsodien jederzeit hören lassen.

Bjarte Engeset gelingt mit dem Orchester aus Bournemouth eine rundherum sehr gute Einspielung beider Werke.
tapeesa (24.03.2021, 13:16):
Claude Debussy - Prélude à l'après-midi d'un faune
Boston Symphony Chamber Players

George Enescu - Rumänische Rhapsodie Nr. 1 in A-Dur, op. 11 (1901) (Bearb. für Klavierquartett von Thomas Wally)
Ensemble Raro
Andréjo (24.03.2021, 15:07):
@ Svendsen:

Ich danke für die Tipps, werter Maurice, und schau mir mal an, was mir ggf. besser gefällt - ich tendiere nach Oslo ... :) Die kleinen Orchesterstücke sind - aus Erfahrung - dann immer hübsch, wenn man sie eh beifängt, aber nicht primär interessant. Nielsen war da eine Ausnahme dank diverser Nummern wie der Helios-Ouverture - aber der ist ohnehin allererste Sahne und ich habe fünf Gesamteinspielungen im Regal.

In selteneren Fällen lege ich mir auch im zweiten Komponisten-Glied eine Alternative zu - bei Magnard etwa habe ich das gemacht. Du verfolgst da eine noch mal andere Politik - wie ich weiß - wenn das noch so gilt. Stop 'n go - or so. ;) :D

:hello Wolfgang
Maurice inaktiv (24.03.2021, 16:16):
In selteneren Fällen lege ich mir auch im zweiten Komponisten-Glied eine Alternative zu - bei Magnard etwa habe ich das gemacht. Du verfolgst da eine noch mal andere Politik - wie ich weiß - wenn das noch so gilt. Stop 'n go - or so.
Nicht unbedingt. Bei Magnard habe ich ebenfalls Alternativen zu bieten, bei Svendsen ebenso. Ich habe die letzten Jahre nichts mehr verkauft, werde aber damit bestimmt im Laufe des Jahres wieder beginnen. Es haben sich genug Einspielungen "hervor getan", die bei mir keine Zukunft haben werden. :D
Philidor (24.03.2021, 18:02):
Hier Frühes von Schönberg, uneitel dargeboten.

Arnold Schönberg: Nachgelassene und frühe Lieder der Jahre 1893-1904

Claudia Barainsky, Sopran
Konrad Jarnot, Bariton
Urs Liska, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.03.2021, 19:04):
Und noch das frühe Quartett.

Arnold Schönberg: Streichquartett D-Dur (1897)
("Streichquartett Nr. 0")

LaSalle Quartet



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.03.2021, 19:37):
Nochmals frühe Lieder.

Arnold Schönberg

Zwei Gesänge op. 1 (1898)
für eine Baritonstimme und Klavier

Vier Lieder op. 2 (1899)
für eine Singstimme und Klavier

Donald Gramm, Bassbariton (op. 1)
Ellen Faull, Sopran (op. 2)
Glenn Gould, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (25.03.2021, 07:21):
Und weiter.

Arnold Schönberg: Sechs Lieder op. 3 (1899-1903)
für eine mittlere Singstimme und Klavier

Donald Gramm, Bassbariton (Nr. 1)
Helen Vanni, Mezzosopran (Nr. 2 bis 6)
Glenn Gould, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
palestrina (25.03.2021, 11:03):
Und weiter.

Arnold Schönberg: Sechs Lieder op. 3 (1899-1903)
für eine mittlere Singstimme und Klavier

Donald Gramm, Bassbariton (Nr. 1)
Helen Vanni, Mezzosopran (Nr. 2 bis 6)
Glenn Gould, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Hallo lieber Philidor, die ausgezeichnete Capriccio Box habe ich auch, brauche ich die mit Glenn Gould auch!?

LG palestrina
Maurice inaktiv (25.03.2021, 11:24):


Johan Svendsen : Norwegische Rhapsodien Nr.1 - 4 , u.a.

South Jutland SO , Bjarte Engeset

Noch einmal Svendsen, dieses Mal mit den Norwegischen Rhapsodien. Sehr angenehm zu hören am Morgen.
tapeesa (25.03.2021, 11:37):
George Enescu - Complete Works for Violin and Piano - 2
Axel Strauss (Violine), Ilya Poletaev (Klavier)
Maurice inaktiv (25.03.2021, 13:44):



Luis Humberto Salgado : Sinfonien Nr. 4 & 5


Cuenca SO , Michael Meissner


Weiter mit der Box des Komponisten Salgado aus Ecuador.


Ich übernehme mal den Text aus JPC . Ich hoffe, das ist von mir richtig gekennzeichnet worden, damit es keine Beschwerden gibt.


Luis Humberto Salgado (1903 - 1977) war ein ecuadorianischer Komponist. Er galt als einer der einflussreichsten und produktivsten Komponisten seines Landes.


Er studierte am Nationalen Konservatorium für Musik, das sein Vater Francisco Salgado gegründet hatte, und an dem er 1924 seinen Abschluss machte. Er war sowohl als Lehrer als auch zweimal als Direktor der Institution tätig.


Luis Salgado komponierte neun Sinfonien, vier Opern, ein Opernballett, eine Operette, fünf Ballette und acht Konzerte sowie Kammermusik, Klavierwerke, Lieder und Chormusik, dazu viele Stücke ecuadorianischer Volksmusik, immer mit bedeutenden Innovationen. Er extrahierte melodische Motive, Rhythmen und Harmonien aus der traditionellen ecuadorianischen Musik und integrierte sie in einen ebenso einzigartigen wie universellen Stil, den er von den folkloristischen Anfängen zu einer sehr persönlichen Sprache entwickelte. Seine Musik ist lebendig, energiegeladen, voller Schwung und lateinamerikanischer Leidenschaft und Lyrik, während seine Orchestrierungen äußerst farbig und innovativ sind.


Diese Ersteinspielung der kompletten 9 Sinfonien ist eine Liebes- und Ehrenarbeit für das Cuenca Symphony Orchestra unter der Leitung von Michael Meissner. Die Aufführungen sind auf höchstem internationalem Niveau und die Musiker spielen sich für ihren Landsmann die Seele aus dem Leib.
tapeesa (25.03.2021, 13:52):
Édouard Lalo - Le Roi d'Ys
Libretto: Édouard Blau

1 - Chœur et Orchestre de la Radiodiffusion Française, André Cluytens
2 - Orchestre et Chœurs de l'Opéra Royal de Wallonie, Patrick Davin

Habe in beide Aufnahmen hinein gehört und versuche nun die Aufnahme der Opéra Royal de Wallonie ganz zu hören.

Zum Mythos des Untergangs der Stadt Ys, nach einer bretonischen Legende.
Philidor (25.03.2021, 13:52):
Hallo lieber Philidor, die ausgezeichnete Capriccio Box habe ich auch, brauche ich die mit Glenn Gould auch!?
Hallo lieber Palestrina,

da ich gerade anfange, mich durch die Capriccio-Box zu hören, kann ich vergleichend noch nicht so viel sagen ...

... Gould als Liedbegleiter - was soll ich sagen, herausragend. So viele Schattierungen ... die Sänger sind m. E. nicht ganz so hörenswert wie Gould, aber da spielt sicher auch mein Stimmgeschmack eine Rolle.

Es gibt auch eine 4-CD-Box mit den Klavierwerken und den Liedern, wenn Du die mal günstig erhaschen können solltest, würde ich Dir diese empfehlen:



Viele Grüße
Philidor

:hello
palestrina (25.03.2021, 14:19):
Hallo lieber Philidor, die ausgezeichnete Capriccio Box habe ich auch, brauche ich die mit Glenn Gould auch!?
Hallo lieber Palestrina,
da ich gerade anfange, mich durch die Capriccio-Box zu hören, kann ich vergleichend noch nicht so viel sagen ...

... Gould als Liedbegleiter - was soll ich sagen, herausragend. So viele Schattierungen ... die Sänger sind m. E. nicht ganz so hörenswert wie Gould, aber da spielt sicher auch mein Stimmgeschmack eine Rolle.

Es gibt auch eine 4-CD-Box mit den Klavierwerken und den Liedern, wenn Du die mal günstig erhaschen können solltest, würde ich Dir diese empfehlen:



Viele Grüße
Philidor

:hello
Lieber Philidor, ich Danke dir ganz herzlich für die Auskunft! :hello Ich werde mal schauen wie ich mich entscheide!

LG palestrina
tapeesa (25.03.2021, 15:30):
Wolfgang Amadeus Mozart - Mitridate, re di Ponto
Libretto - Vittorio Amadeo Cigna-Santi, nach "Mithridate" von Jean Racine

Mitridate - Barry Banks
Aspasia - Miah Persson
Sifare - Sophie Bevan
Farnace - Lawrence Zazzo
Ismene - Klara Ek
Marzio - Robert Murray
Arbate - Anna Devin

The Orchestra of Classical Opera, Ian Page
Philidor (25.03.2021, 17:31):
Weiter im Text.

Arnold Schönberg: Verklärte Nacht op. 4 (1899)
Originale Fassung für Streichsextett

LaSalle Quartet (Walter Levin, Henry Meyer, Peter Kamnitzer, Lee Fiser)
Donald McInnes, 2. Bratsche
Jonathan Pegis, 2. Violoncello



Im Jahre der Uraufführung (1902) kamen auch Debussys "Pelléas et Mélisande", Mahlers Dritte und Sibelius' Zweite erstmals zu Gehör.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (25.03.2021, 18:24):
Eine hinreißende Aufnahme imho.

Arnold Schönberg: Pelleas und Melisande op. 5 (1902-03)

Philharmonia Orchestra
Giuseppe Sinopoli



Gleichzeitig transparent und dicht und aufgwühlt.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (25.03.2021, 19:02):
Eine hinreißende Aufnahme imho.

Arnold Schönberg: Pelleas und Melisande op. 5 (1902-03)

Philharmonia Orchestra
Giuseppe Sinopoli
Stimmt. Wir mögen selten einer Meinung sein, aber die Einspielungen finde ich auch verdammt gut. Auch jene mit der Staatskapelle Dresden von Schönberg/Berg/Webern.
Amonasro (25.03.2021, 19:41):


Johann Sebastian Bach: Sonaten für Violine & Cembalo BWV 1014-1019

Florence Malgoire (Barockvioline)
Blandine Rannou (Cembalo)

Gruß Amonasro
Philidor (25.03.2021, 20:12):
Stimmt.
:beer

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (25.03.2021, 21:53):
Hier Liszt:

Franz Liszt: Fantasie und Fuge über B.A.C.H

Harmonies poetiques et religieuses (Auszüge)

Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen, Variationen über Bachs Kantate

Isoldes Liebestod (Transkription nach Wagner)

Alfred Brendel, Klavier

Diese Box gefällt mir sehr gut, sie reicht allerdings nicht ganz an den Schubert von Brendel heran. Ich glaube aber, das liegt eher an den Werken als am Interpreten.

Grüße

Jan :hello
Maurice inaktiv (26.03.2021, 01:22):


Antonin Dvorak : Slawische Tänze, op. 46 & 72

Cleveland Orchestra , George Szell
Cetay (inaktiv) (26.03.2021, 03:20):


Joseph Haydn - Sinfonien Nr. 99, 101 & "105"
NBC Symphony Orchestra, Arturo Toscanini (AD: 1946 - 1949)
Sinfonie D-Dur, Hob. I:101 "Die Uhr"
Sinfonie Es-Dur, Hob. I:99
Sinfonia Concertante B-Dur, Hob. I:105
+ Leonard Sharrow (Fagott), Paolo Renzi (Oboe), Mischa Mischakoff (Violine), Frank Miller (Violoncello)
tapeesa (26.03.2021, 08:41):
Tristan Murail - Portulan
Seven Lakes Drive, Feuilles à travers les cloches, Dernière nouvelles du vent d'ouest, Les ruines circulaires, Garrigue, Paludes,
La chambre des cartes
Ensemble CAIRN, Guillaume Bourgogne
Marcie (26.03.2021, 08:49):
Piano Sonata In D, Op. 53, D 850, "Gasteiner" aus und von:
Maurice inaktiv (26.03.2021, 09:06):


Josef Bohuslav Foerster : Sinfonien Nr,1 & 2

SO Osnabrück , Hermann Bäumer
Cetay (inaktiv) (26.03.2021, 09:41):
Josef Bohuslav Martinu : Sinfonien Nr,1 & 2
:D

Ein sehr naheliegender Verschreiber, denkt man* doch bei Bohuslav automatisch an den einen.

*Für Sprachsensible: Gemeint ist 'eine -ohne Belege- vermutete Mehrheit'
Maurice inaktiv (26.03.2021, 09:52):
Ein sehr naheliegender Verschreiber, denkt man* doch bei Bohuslav automatisch an den einen.
Danke Dir. Das ist mir so früh am Morgen nicht mal im Ansatz aufgefallen. Er steht bei mir halt auch direkt bei Martinu. So weit weg war ich also nicht gewesen.
Maurice inaktiv (26.03.2021, 10:35):


Bohuslav Martinu : Ouvertüre, Rhapsodie für großes Orchester, Sinfonia Concertante für zwei Orchester, Concerto Grosso für Kammerorchester, Die Parabeln für Orchester AD: 1987-1989

Tschechische Philharmonie , Jri Belohlavek + Jaroslav Saroun & Karel Ruzicka (Klavier)

Weiter mit Martinu, aber dem weniger bekannten Martinu. Und ja, dieses Mal ist er es wirklich :D
Maurice inaktiv (26.03.2021, 12:54):


Antonin Dvorak : Symphonische Dichtungen ("Das Goldene Spinnrad" & "Die Mittagshexe")

Royal Concertgebouw Orchestra , Nikolaus Harnoncourt

Die Doppel-CD gibt es wohl in zwei Varianten, was das Cover angeht. bei mir ist die Hintergrundfarbe rot. Egal, der Inhalt ist identisch. Die Kritik überschlug sich damals bei der Bewertung der Einspielungen, und das meiner Meinung nach zu recht. Auch klangtechnisch hervorragend eingefangen.
Amonasro (26.03.2021, 13:00):


Giuseppe Verdi/Antonio Somma: Un ballo in maschera

Riccardo - Luciano Pavarotti
Amelia - Margaret Price
Renato - Renato Bruson
Ulrica - Christa Ludwig
Oscar - Kathleen Battle
Silvano - Peter Weber
Samuel - Robert Lloyd
Tom - Malcolm King
Un giudice - Alexander Oliver
Un servo d'Amelia - Peter Hall

London Opera Chorus, Royal College of Music Junior Department Chorus
National Philharmonic Orchestra, Sir Georg Solti

In jeder Hinsicht gelungene Aufnahme. Zurzeit auch überraschend günstig.

Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (26.03.2021, 14:06):


Anton Rubinstein : Sinfonie Nr.1

Slowakische Staatsphilharmonie Kosice , Robert Stankovsky

Die letzte CD erst einmal für heute. Ich bin ein Stück weitergereist und in Russland, genauer gesagt, im damaligen St. Petersburg gelandet. Dort vollendete Rubinstein 1850 seine 1.Sinfonie. Er war Kammervirtuose veii der Großherzogin Elena Pawlowna gewesen. AR war da noch deutlich von Mendelssohn beeinflusst, der wenige Jahre zuvor erst verstorben war.

Der hier tätige Dirigent Robert Stankovsky verstarb bereits Anfang 2001 mit nur 33 Jahren. Er gehörte zu einer jungen Dirigentengarde, die vielleicht nicht sehr bekannt wurde, aber bei Naxos und Marco Polo für Werke von etwa Miaskovsky, Chopin, Alkan, Smetana, Dvorak und eben Rubinstein herangezogen wurden. Er war Chefdirigent in seiner Heimatstadt Bratislava beim dortigen RSO und dirigierte auch das Prager SO, das Orchester des WDR in Köln und der Tschechischen Philharmonie in Prag.
Philidor (26.03.2021, 18:17):
Und weiter.

Arnold Schönberg: Acht Lieder op. 6 (1903-05)
für eine Singstimme und Klavier

Helen Vanni, Mezzosopran
Glenn Gould, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (26.03.2021, 18:29):
Carl Orff - De temporum fine comoedia
Libretto: Carl Orff
Anna Tomowa-Sintow, Christa Ludwig, Peter Schreier, Josef Greindl, Rolf Boysen
Sprecher: Rolf Boysen
Kölner Rundfunk-Sinfonieorchester und Rundfunkchor, RIAS Kammerchor, Tölzer Knabenchor, Herbert von Karajan
Uraufführung 20. August 1973, Salzburger Festspiele
Philidor (26.03.2021, 19:09):
Einfach großes Komponieren.

Arnold Schönberg: Streichquartett Nr. 1 d-Moll op. 7 (1904-05)

LaSalle Quartet



Alles nur imho - doch ich meine, das Werk setzt einen klaren Maßstab, was "komponieren können" am Anfang des 20. Jhds. heißen könnte.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.03.2021, 08:58):
Weiter mit frühem Schönberg.

Arnold Schönberg

Brettl-Lieder (1901)
Nachgelassene und frühe Lieder sowie Fragmente der Jahre 1893-1903

Claudia Barainsky, Sopran
Urs Liska, Klavier
Michael Hasel, Piccoloflöte; Florian Dörpholz, Trompete; Dominic Oelze, kleine Trommel



Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (27.03.2021, 09:09):


Joseph Joachim Raff : Sinfonie Nr.6, D-Moll, op. 189 & Suite Nr.2 für Orchester, op. 194 "In Ungarischer Weise"

Bamberger Symphoniker , Hans Stadlmair

In den Tag mal locker-flockig mit Raff
Maurice inaktiv (27.03.2021, 09:32):


Johannes Brahms : Sinfonie Nr.4 AD: Oktober 1981 , Live aus Wien

Wiener Philharmoniker , Leonard Bernstein
Toni Bernet (27.03.2021, 09:34):
Bei Raff kann ich mich jetzt gleich anschliessen:

Joseph Joachim Raff (1822 – 1882): La fée d'amour (Die Liebesfee), a-moll, op. 67 (1854)

Das Konzertstück, das der Geigenvirtuose Pablo de Sarasate zu seinen Lebzeiten am meisten gespielt und geliebt hatte, sei La fée d’amour von Joseph Joachim Raff gewesen. Er spielte es sowohl mit Klavierbegleitung wie auch mit Orchester. So unbekannt dieses damals erfolgreiche Konzertstück unterdessen geworden ist, so unbekannt ist auch dessen Komponist bei vielen Konzertbesuchern geworden. Gemäss einer zeitgenössischen englischen Musikkritik gehörte er aber damals zu den drei berühmtesten deutschen Komponisten seiner Zeit: Joachim Raff war – für uns erstaunlich - der Dritterwähnte neben Wagner und Brahms! Das hier empfohlene Konzertstück La fée d’amour erhielt von Liszt viel Lob. Liszt meinte, Raff könne sich nach einem solchen Werk lange auf seinen Lorbeeren ausruhen. Das Werk wurde denn auch von seinem Widmungsträger Edmond Singer, dem Konzertmeister von Liszts Weimarer Orchesters, immer wieder aufgeführt. Und – wie erwähnt – spielte auch Pablo de Sarasate es sehr gerne. Klar, das Thema ist unsterblich, es geht um die Liebe, die alle Liebenden und Konzertstücke überlebt. Raff schrieb das Stück zu seiner Verlobung mit Doris Genast. Es sei bei dieser Komposition um «das innere Erleben seiner Verlobung" gegangen, meinte später seine Tochter.
Ich kann dieses bezaubernde, aus innerem Liebeserleben stammende, formal originelle Violinkonzert dieses damals 32jährigen, am Anfang seiner Laufbahn stehenden Musikers nur empfehlen. Gerne würde ich es in einem Konzert einmal live erleben.
Mehr über dieses Violinkonzert auf www.unbekannte-violinkonzerte.jimdofree.com/romantik/
Maurice inaktiv (27.03.2021, 10:00):
Joseph Joachim Raff (1822 – 1882): La fée d'amour (Die Liebesfee), a-moll, op. 67 (1854)
Du meinst bestimmt diese Aufnahme und dieses Werk auch:
Toni Bernet (27.03.2021, 10:43):
Es gibt auch eine Aufnahme der Klavierversion von La fée d'amour, die Pablo Sarasate zusätzlich zur Orchesterfassung auch häufig gespielt hat.
Mir gefällt die Orchesterversion besser, auch wenn Tianwa Yang virtuos und schön spielt. Das Orchester bringt halt viel mehr Klangfarbe.
Marcie (27.03.2021, 10:58):
Philidor (27.03.2021, 11:26):
Die schönste Sackgasse der Musikgeschichte?

Arnold Schönberg: Gurrelieder

Waldemar - Siegfried Jerusalem
Tove - Susan Dunn
Waldtaube - Brigitte Fassbaender
Bauer - Hermann Becht
Klaus-Narr - Peter Haage
Sprecher - Hans Hotter

Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin
Städtischer Musikverein Düsseldorf
RSO Berlin

Riccardo Chailly



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (27.03.2021, 11:59):
Carl Orff: Gisei - Das Opfer, Musikdrama, op. 20
Dichtung von Carl Orff nach "Terakoya" (Die Dorfschule) von Takeda Izumo (Übersetzung Karl Florenz)

1913 entstanden, Uraufführung erst fast 100 Jahre später: 30. 01. 2010 / Darmstadt.

Kathryn Lewek - Kwan Shusei
Ryan McKinny - Genzo
Ulrike Helzel - Tonami
Markus Brück - Matsuo
Elena Zhidkova - Chiyo
Jana Kurucová - Kotaro
Burkhard Ulrich - Gemba

Orchester und Chor der Deutschen Oper Berlin, Jacques Lacombe

Dorfschule Japan; Vater opfert Sohn, um den Sohn seines Fürstenherrn zu retten.

Ausführlichere Inhaltsangabe / Orff-Zentrum München
Maurice inaktiv (27.03.2021, 13:31):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.4 AD: 1988

Royal Flanders Philharmonic , Günter Neuhold

Eine "Exoten-Einspielung", die mich bis jetzt doch positiv überrascht. Leider könnte das Klangbild etwas klarer sein, aber das war damals auch nicht gerade die Stärke bei Naxos gewesen. Den 2.Satz finde ich sehr schön ausmusiziert. Das Orchester scheint mir recht dunkel zu klingen, aber das kann auch an der Klangtechnik liegen, das weiß ich nicht.
Philidor (27.03.2021, 13:39):
Weiter mit dem konservativen Revolutionär.

Arnold Schönberg

Sechs Orchesterlieder op. 8

Kammersinfonie Nr. 1 E-Dur op. 9
für 15 Solo-Instrumente

Alessandra Marc, Sopran
Staatskapelle Dresden
Giuseppe Sinopoli



Die Orchesterlieder sind auf Tonträger eher unterrepräsentiert. - Die Kammersinfonie ist ein weiterer Geniestreich.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.03.2021, 14:01):
Nun Klavieriges.

Johann Sebastian Bach

Präludien und Fugen C-Dur, c-Moll, Cis-Dur cis-Moll BWV 870-873
(aus dem zweiten Band des "Wohltemperierten Klaviers")

Svjatoslav Richter, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.03.2021, 14:23):
Ein Haydn-Spaß.

Joseph Haydn: Klaviersonate Es-Dur Hob. XVI:52

Svjatoslav Richter, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (27.03.2021, 14:36):
Amadé (27.03.2021, 14:40):


Sonate KV 331, schon ein fast lebenslanger Begleiter.

Gruß Amadé
Maurice inaktiv (27.03.2021, 14:56):


Max Reger : Klarinettenquintett in A-Dur, op. 246 & Streichquartett in Es-Dur, op. 109 AD. 1999

Philharmonia Quartett Berlin & Wenzel Fuchs (Klarinette)

Hier war Naxos ein echtes Highlight gelungen !! Vier ehrenwerte Herren der Berliner Philharmoniker spielen Kammermusik von Max Reger für das Billig-Label Naxos ein: Daniel Stabrawa (1.Violine) ist seit 1986 lange einer der Konzertmeister des Orchesters (kam 1983 dazu), Christian Stadelmann (2.Violine) war der Stimmführer der zweiten Geigen, Neithard Resa war Solo-Bratschist von 1978-2010 dort gewesen. Jan Diesselhorst (1954-2009) war von 1977 an festes Mitglied im Orchester und verstarb unter tragischen Umständen bei einer schweren Operation 2009.

Das Quartett wurde 1985 gegründet übrigens.

Wenzel Fuchs ist seit 1993 Solo-Klarinettist der Berliner Philharmoniker (mit Andreas Ottensamer zusammen. Beide stammen aus Österreich, beide wirkten zuvor auch bei den Wiener Philharmonikern mit).

Die CD bekam den Preis der Deitschen Schallplattenkritik, wenn ich das richtig im Kopf habe.

Das Klarinettenquintett ist das letzte von Max Reger vollendete Werk gewesen und stammt aus dem Jahre 1915. Das Streichquartett wurde 1909 geschrieben und ist wohl Regers bekanntestes Kammermusikwerk gewesen was er geschrieben hatte.
Philidor (27.03.2021, 14:58):
Ekstase wäre untertrieben.

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate f-Moll op. 57 ("Appassionata")

Svjatoslav Richter, Klavier
Carnegie Hall live 19. Oktober 1960



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (27.03.2021, 15:11):
Die 2. Sinfonie:
Philidor (27.03.2021, 17:29):
Zwischendurch mal Allerbekanntestes.

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 ("Pastorale")

Wiener Philharmoniker
Pierre Monteux



Sehr fein.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (27.03.2021, 17:59):



Giuseppe Verdi/Francesco M. Piave: La forza del destino

Il Marchese di Calatrava - Giorgio Algorta
Donna Leonora di Vargas - Renata Tebaldi
Don Carlo di Vargas - Ettore Bastianini
Don Alvaro - Franco Corelli
Preziosilla - Oralia Dominguez
Padre Guardiano - Boris Christoff
Fra Melitone - Renato Capecchi
Curra - Anna Di Stasio
Un Alcalde - Giuseppe Forgione
Mastro Trabuco - Mariano Caruso
Un Chirurgo - Gianni Bardi

Orchestra e Coro del Teatro San Carlo Napoli, Francesco Molinari-Pradelli

Diese Aufzeichnung vom 15.03.1958 in Neapel hat fraglos einige Schwächen: die Bildqualität ist so, wie es das Cover vermuten lässt; das naturalistische Bühnenbild wirkt als würde es beim ersten Lufthauch zusammenfallen; die Kostüme sind zum Teil unfreiwillig komisch (siehe Christoffs Rauschebart); das Sleale-Duett wurde gestrichen; Tebaldi singt die meiste Zeit bewungslos, mit geschlossenen Augen; Corelli wird bei seinem Rollendebut vom Publikum mit Gemüse beworfen...

Und doch ist das eine musikalisch in jeder Hinsicht überzeugende Aufführung. Tebaldi, Corelli, Bastianini & Co. liefern eine gesangliche Sternstunde. Molinari-Pradelli dirigiert zupackender als auf seiner ähnlich besetzten Studio-Aufnahme, die dafür annähernd vollständig ist. Und die berühmten Sänger der 50er einmal nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen, ist auch schon ein Wert an sich.

Gruß Amonasro :hello
Philidor (27.03.2021, 18:09):
Corelli wird bei seinem Rollendebut vom Publikum mit Gemüse beworfen...
Sozusagen historische Aufführungspraxis. ;) Steht hier im Regal, müsste ich mir mal wieder geben. Die DVD-Lust ist gerade eingeschlafen ...
nun wieder Richter:

Robert Schumann: Fantasie C-Dur op. 17

Svjatoslav Richter, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.03.2021, 18:46):
Und weiter.

César Franck: Prélude, choral et fugue

Alexander Skriabin: Vers la flamme op. 72

Svjatoslav Richter, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.03.2021, 19:08):
Eine noch.

Serge Prokofiev: Klaviersonate Nr. 7 op. 83

Svjatoslav Richter, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.03.2021, 19:45):
Und wieder früher Schönberg.

Arnold Schönberg

Zwei Balladen op. 12 (1907)

Helen Vanni, Mezzosopran
Cornelis Opthof, Bariton
Glenn Gould, Klavier

Friede auf Erden op. 13 (1907)
für gemischten Chor a cappella

BBC Singers
Pierre Boulez




Don't panic ... ungeachtet der Opuszahl entstand das alles noch vor op. 10.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (28.03.2021, 09:16):
Ups - den 25. März habe ich übersehen. Das Fest Mariä Verkündigung, neun Monate vor Weihnachten (habt Ihr schon Eure Geschenke?), insoweit biologische Gegebenheiten berücksichtigend.

Datum Lipsiae 25ta Martii MDCCXXV.

J. S. Bach: "Wie schön leuchtet der Morgenstern" BWV 1

Carolyn Sampson, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (28.03.2021, 10:11):
Weimar, 25. März 1714 (Palmsonntag).

J. S. Bach: "Himmelskönig, sei willkommen" BWV 182
(Weimarer Fassung)

Yoshikazu Mera, Makoto Sakurada, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (28.03.2021, 10:27):
Joseph Joachim Raff - Shakespeare Overtures, Bamberger Symphoniker, Hans Stadlmair
tapeesa (28.03.2021, 11:00):
Carte Postale
daraus vorwiegend Reynaldo Hahn und Hugo Wolf, sowie die Francis Poulenc - Lieder
Académie Orsay-Royaumont

Aus Kursen der Orsay-Royaumont-Akademie für junge Sängerinnen und Sänger + Klavierbegleitung.
(Ehemaliges Zisterzienserkloster Royaumont.)
Marcie (28.03.2021, 12:25):
Passend zur Witterung hier:
Philidor (28.03.2021, 12:58):
Nach guter alter Tradition wird am Palmsonntag die Passion nach Matthäus gelesen.

Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244

Deborah York, Sopran I - Julia Gooding, Sopran II
Ulla Munch, Sopran in ripieno
Magdalena Kožená, Mezzosopran - Susan Bickley, Mezzosopran
Mark Padmore, Tenor I (auch Evangelist) - James Gilchrist, Tenor II
Peter Harvey, Bass I (auch Jesusworte) - Stephan Loges, Bass II

Gabrieli Players

Paul McCreesh



Eine Hammeraufnahme in solistischer Besetzung, die auch fast zwanzig Jahre nach ihrem Erscheinen immer noch subkutan wirken kann. Auch, wenn die solistische Besetzung dieses Werkes bei Bach mittlerweile ziemlich schlüssig widerlegt sein mag.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (28.03.2021, 13:57):
Hier nochmals Außerirdisches.

Arnold Schönberg: Streichquartett Nr. 2 fis-Moll op. 10 (1907-08)

Marieke Koster, Sopran
Quatuor Manfred



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (28.03.2021, 14:38):
Grenzüberschreitungen.

Arnold Schönberg

Zwei Lieder op. 14 (1907-08)
für eine Singstimme und Klavier

Drei Klavierstücke op. 11 (1909)

Helen Vanni, Mezzosopran
Glenn Gould. Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (28.03.2021, 16:48):
Philidor (28.03.2021, 17:06):
Zwischendurch Mozart in Moll.

Wolfgang Amadé Mozart

Sinfonie Nr. 25 g-Moll KV 183
Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550

The English Concert
Trevor Pinnock



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (28.03.2021, 18:54):
Weiter mit Sing-Sang.

Arnold Schönberg: Das Buch der hängenden Gärten op. 15 (1908-09)

Helen Vanni. Mezzosopran
Glenn Gould, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (29.03.2021, 11:41):


The Immortal - Ludwig van Beethoven - 9 Sinfonien & Missa Solemnis (AD: 1951-53, "UV22"-Remaster 1999)
NBC Symphony Orchestra, Arturo Toscanini
daraus: Sinfonie Nr. 1 C-Dur, op. 21
Der späte Beethoven Zyklus mit Toscanini hat den von 1939 in meiner Gunst mittlerweile überholt. Duchweg stramme Tempi, metronomisch präzise Rhythmen, abgestossene Artikulation. Das ist eine Interpretation 'Note für Note' mit minimaler Invasion - zu 100% frei von Romantizismen, an der Grenze zur Sprödigkeit. Selbst die lyrischen Holzbläser-Motive in der Coda des 1. Satzes kommen ungebunden und die abschliessende Trompetenfanfare ist bei aller Energie nicht auftrumpfend. Doch es wirkt nicht sachlich oder gar buchstabiert und es fällt nichts auseinander - das ist bei der furiosen Schlagzahl und -genauigkeit gar nicht möglich. Vielleicht ist das gerade das Geheimnis. Der Notentext wird fast mechanistisch als 'so-sein' hörbar gemacht, daher muss ihm durch die extreme Dirigier-Technik Leben eingehaucht werden. Die Interpretation bleibt dann dem Hörer selbst überlassen. Das gefällt mir.

Der Transfer ist sensationell. Es wird das "UV22"-Verfahren ausgelobt, doch diese Technik war einer der vielen unzulänglichen Versuche, mehr Bit auf einer CD unterzubringen, als drauf passen. Die Klangverbesserung gegenüber den älteren Ausgaben ist mehr darauf zurückzuführen, dass bessere Masterbänder aufgetaucht sind; für die Eroica wurde gar eine andere Aufnahme -aus dem Jahr '53- gewählt. Und die Methoden der digitalen Klangbearbeitung waren ausgereifter. Auf der Bonus-Disk werden einige Vorher-Nacher-Beispiele mit -allerdings recht pauschalen- Erläuterungen gebracht. Trotz Mono ist der Klang verblüffend räumlich (etwa wie wenn man in Konzertsaal hinten auf der Empore sitzt), die einst schrillen Streicher sind seidig, die vorher trötigen Hölzblaser haben Körper und Farbe, das Ganze lebt und atmet.

Das einzigartige und meiner Präferenz entsprechende Dirigat und der für das Alter tolle Klang machen das zu meinem Goldstandard der Beethoven-Sinfonien-GAs (genauer: der Sinfonen 1, 2, 5, 6 & 9 - die restlichen mag ich nicht beurteilen).
Maurice inaktiv (29.03.2021, 12:03):


Joseph Joachim Raff : Sinfonie Nr.2 & Suite für Orchester "Aus Thüringen"

Bamberger Symphoniker, Hans Stadtmair

Dann weiter mit :




Czeslaw Marek : Orchesterwerke, Vol. 1 (Suite für Orchester, op. 25 , Meditations, op. 14 , Sinfonina, op. 28)

Philharmonia Orchestra, Gary Brain

Zwei Komponisten mit Werken, die auch eher wenig zu hören sein dürften bei uns im Lande.
Maurice inaktiv (29.03.2021, 14:10):


Heinrich Kaminski : Werk für Streichorchester (eigentlich Streichquintett in fis-moll; Orchestration durch Reinhard Schwarz-Schilling)

Aus der "Reste-Ecke" von JPC zu mir gefunden hat diese Scheibe. Ein tolles Werk, irgendwie modern, aber nicht atonal, und es erinnert mich hin und wieder an die "Verklärte Nacht" von Schönberg. Aber es ist eine eher "intensive Nacht", Orchestriert wurd es von einem Schüler Kaminskis, Reinhard Schwarz-Schilling, dessen Werke teilweise bei Naxos erschienen sind. Uraufgeführt wurde es 1929 in Wuppertal-Elberfeld durch Frank von Hoeßlin.

Man kann die CD noch für 2,99 € erwerben. Wer auf diese Musik steht, kann wirklich eine meiner Meinung nach hervorragende Einspielung bekommen für ein Taschengeld.
Marcie (29.03.2021, 15:20):


Heinrich Kaminski : Werk für Streichorchester (eigentlich Streichquintett in fis-moll; Orchestration durch Reinhard Schwarz-Schilling)

Aus der "Reste-Ecke" von JPC zu mir gefunden hat diese Scheibe. Ein tolles Werk, irgendwie modern, aber nicht atonal, und es erinnert mich hin und wieder an die "Verklärte Nacht" von Schönberg. Aber es ist eine eher "intensive Nacht", Orchestriert wurd es von einem Schüler Kaminskis, Reinhard Schwarz-Schilling, dessen Werke teilweise bei Naxos erschienen sind. Uraufgeführt wurde es 1929 in Wuppertal-Elberfeld durch Frank von Hoeßlin.

Man kann die CD noch für 2,99 € erwerben. Wer auf diese Musik steht, kann wirklich eine meiner Meinung nach hervorragende Einspielung bekommen für ein Taschengeld.
Bestellt! :thumbup:
Andréjo (29.03.2021, 15:58):
Ins Zwischenlager befördert!

;) Wolfgang

PS: Gerne hätte ich allerdings die Dorische Musik - wenigsten in einer uralten Einspielung mit Keilberth greifbar - und das Concerto grosso in neueren Einspielungen gesehen - nach wie vor nichts erhältlich. Auf Kassette ist mir die Dorische Musik noch einigermaßen zugänglich - und mittlerweile habe ich mir youtube zunutze gemacht. :wink :ignore ... wenn's gar nicht anders geht, ist das schon mal was ...
Maurice inaktiv (29.03.2021, 16:11):
Bestellt!
Gute Entscheidung. ;)


Ins Zwischenlager befördert!
Du, das könnte knapp werden. Die CD wird schon für 2,99 € verramscht, die wird bald dort ausverkauft sein.
Marcie (29.03.2021, 17:15):
Die Sonne strahlt, die Krokusse leuchten, die Knospen brechen auf...ein herrlicher Frühlingstag hier in Potsdam, momentan läuft dazu:
Philidor (29.03.2021, 18:18):
Hier Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 26 d-Moll ("Lamentatione")
Sinfonie Nr. 49 f-Moll ("La Passione")
Sinfonie Nr. 58 F-Dur

The English Concert
Trevor Pinnock



Gruß
Philidor

:hello
Andréjo (29.03.2021, 18:24):
Du, das könnte knapp werden. Die CD wird schon für 2,99 € verramscht, die wird bald dort ausverkauft sein.
Das Risiko gehe ich jetzt mal ein. Zum einen hatte ich die Scheibe auf der Suche nach den oben benannten zwei anderen Werken von Kaminski schon vor einiger Zeit auf dem Schirm und mir dann gesagt: Nicht so wichtig. Da war's noch nicht so billg, wenn auch kein Vollpreis. Zum anderen habe ich auch schon Nummern bei jpc Monate später in dieser Preisklasse aus dem Zwischenlager heraus doch noch bestellt.

Ich hätte halt gerne noch mit einer etwas größeren Bestellung gewartet, weil ich erst vor zwei oder drei Wochen eine hatte aus Georgsmarienhütte.

Sollte ich Pech haben, gilt der Spruch aus der Gegend von Würzburg - nicht exakt, aber sehr grob auch mein Dialekt: Dann hammä nix gewöllt!


:hello Wolfgang


Was ich gerade höre, ist die Abschiedssinfonie:
Philidor (29.03.2021, 19:10):
Hier nochmals Frühlings Erwachen.

Arnold Schönberg: Das Buch der hängenden Gärten op. 15 (1908-09)

Helen Vanni, Mezzosopran
Glenn Gould, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (30.03.2021, 11:00):


Joseph Joachim Raff : Sinfonie Nr.3 & "Italienische Suite" für Orchester

Bamber Symphoniker , Hans Stadlmair

Heute dann passend zum Frühling die "Wald-Sinfonie" von Raff.
tapeesa (30.03.2021, 11:39):
Lili und Nadia Boulanger - Mélodies
Cyrille Dubois, Tristan Raës

Nikolai Tcherepnin - Narcisse et Echo, op. 40
Moon Yung Oh (Tenor), Ein Vokalensemble
Bamberger Symphoniker
Łukasz Borowicz
Leonardo (30.03.2021, 12:54):
Jean Sibelius:

Sinfonie Nr. 3 C-Dur op. 52

Sinfonie Nr. 6 d-moll op. 104

Hallé Orchestra,

Sir John Barbirolli, Ltg.

(Warner, 1969/70)
Maurice inaktiv (30.03.2021, 13:10):
Ich bin gerade in weitaus wärmeren Gefilden unterwegs:



Luis Umberto Salgado : Sinfonie Nr.6

Cuenco SO , Michael Meissner

Es wird nun deutlich freier und moderner. Dabei muss ich sagen, dass ich die Sinfonie Nr.9 noch nicht gehört habe, die auf der zweiten CD mit drauf war. Die Sechste wurde schon sehr frei geschrieben. Das ist weder lateinamerikanisches Feeling, noch Impressionismus, geschweige denn, Romantik. Es erinnert mich weitaus mehr an Berg und Webern, also der Zweiten Wiener Schule verpflichtet. Es klingt auch völlig anders als etwa Toch oder wie den gestern gehörten Kaminski. Es ist für mich keine Entspannungsmusik. Da werde ich mir auch nur die Sechste anhören, sonst wird es mir zu viel auf einmal an Modernität.
Maurice inaktiv (30.03.2021, 14:04):


Hans Rott : Sinfonie in E-Dur , Sinfonie für Streichorchester, As-Dur & Sinfoniesatz E-Dur AD: 2020

Gürzenich-Orchester Köln , Christopher Ward

Hans Rott war DER Schüler von Anton Bruckner gewesen. Rott hatte zumindest Einblick in die Sinfonien bis hin zur Nummer 5, und wenn man diese Musik als Bruckners damalige "Highlights" ansehen musste, kann man erahnen, wie sehr Rott hier bereits Bruckner verinnerlicht hatte, aber auch die Werke Richard Wagners gekannt haben muss. Rott lässt am Anfang die Solo-Trompete spielen, ganz wie sein Meister in der Dritten Sinfonie, oder das Horn in der Vierten. Der ganze Satz wirkt sehr "hymnisch", auch hier wieder ist die Nähe zu Bruckner und Wagner schon greifbar. Der 1. Satz wurde 1878 geschrieben, sollte man dazu schreiben.

Die restlichen Sätze schrieb Rott dann alle 1880, Der 2. Satz von Rott (Adagio, sehr langsam) hat bei weitem nicht die Auswüchse wie bei Bruckner. Rott setzt hier auch in weiten Teilen nicht auf das volle Orchester, mit allerdings zwei recht dramatisch ansteigendem Orchester. Der 3. Satz (Frisch und Lebhaft) erinnert mich dann schon sehr an Mahlers Werke. Es ist ja bekannt, dass Mahler von seinem Freund und Studienkollegen Rott die Partitur damals einsehen konnte nach dessen dramatischen Tod. Man könnte also heute sagen, dass Rott bereits acht Jahre vor Mahler dessen Stil bereits selbst entwickelt hat bevor Mahler das wusste. Sicher nicht im vollen Umfang, aber doch meiner Meinung nach deutlich hörbar.

Der Finalsatz bringt am Ende ein furioses Fugenspiel mit sich, und dürfte 1880 doch viele Hörer ratlos gelassen haben, wäre das Werk je aufgeführt worden. Doch nachdem er es Brahms vorgelegt hatte (warum ausgerechnet der Gegenseite der Wagner/Bruckner-Richtung ist wohl heute nicht mehr nachvollziehbar.

Die Streichersinfonie stammt aus den Jahren 1874/75. Hier nun erleben wir einen Teenager von 16 Jahren, der noch in der Entwicklung sich befindet. Dieses Werk kommt sicher eher an die Serenaden von Dvorak, Volkmann oder Robert Fuchs heran. Es sind noch keinesfalls Ansätze zu erkennen, dass er 1878-1880 eine so moderne, großartige Sinfonie schreiben würde. Allerdings hat der Rott-Forscher Johannes V. Schmidt Parallelen zu Richard Wagners "Tannhäuser" (Pariser Fassung) feststellen können, die er als unbeabsichtigt deutete.

Das Werk blieb nur dreisätzig, aber es gibt genug Skizzen, die auch hier einen Finalsatz nicht ausschließen lassen, doch man kann damit eben diesen Satz nicht rekonstruieren.

Ich habe mir erlaubt, einige Teile aus dem Booklet von Christian Heindl auszuleihen und möchte das hier auch mit angeben. Durch die beiden CDs aus Köln dürfte ich nun alle Orchesterwerke von Hans Rott in meiner Sammlung haben.
Philidor (30.03.2021, 18:52):
Sphärenklänge.

Arnold Schönberg: Fünf Orchesterstücke op. 16

BBC Symphony Orchestra
Pierre Boulez



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (30.03.2021, 19:43):
Nie war Beethoven näher bei Bach.

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110

Ronald Brautigam, Hammerflügel



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (30.03.2021, 19:46):


Hans Rott : Sinfonie in E-Dur , Sinfonie für Streichorchester, As-Dur & Sinfoniesatz E-Dur AD: 2020

Gürzenich-Orchester Köln , Christopher Ward

Hans Rott war DER Schüler von Anton Bruckner gewesen. Rott hatte zumindest Einblick in die Sinfonien bis hin zur Nummer 5, und wenn man diese Musik als Bruckners damalige "Highlights" ansehen musste, kann man erahnen, wie sehr Rott hier bereits Bruckner verinnerlicht hatte, aber auch die Werke Richard Wagners gekannt haben muss. Rott lässt am Anfang die Solo-Trompete spielen, ganz wie sein Meister in der Dritten Sinfonie, oder das Horn in der Vierten. Der ganze Satz wirkt sehr "hymnisch", auch hier wieder ist die Nähe zu Bruckner und Wagner schon greifbar. Der 1. Satz wurde 1878 geschrieben, sollte man dazu schreiben.

Die restlichen Sätze schrieb Rott dann alle 1880, Der 2. Satz von Rott (Adagio, sehr langsam) hat bei weitem nicht die Auswüchse wie bei Bruckner. Rott setzt hier auch in weiten Teilen nicht auf das volle Orchester, mit allerdings zwei recht dramatisch ansteigendem Orchester. Der 3. Satz (Frisch und Lebhaft) erinnert mich dann schon sehr an Mahlers Werke. Es ist ja bekannt, dass Mahler von seinem Freund und Studienkollegen Rott die Partitur damals einsehen konnte nach dessen dramatischen Tod. Man könnte also heute sagen, dass Rott bereits acht Jahre vor Mahler dessen Stil bereits selbst entwickelt hat bevor Mahler das wusste. Sicher nicht im vollen Umfang, aber doch meiner Meinung nach deutlich hörbar.

Der Finalsatz bringt am Ende ein furioses Fugenspiel mit sich, und dürfte 1880 doch viele Hörer ratlos gelassen haben, wäre das Werk je aufgeführt worden. Doch nachdem er es Brahms vorgelegt hatte (warum ausgerechnet der Gegenseite der Wagner/Bruckner-Richtung ist wohl heute nicht mehr nachvollziehbar.

Die Streichersinfonie stammt aus den Jahren 1874/75. Hier nun erleben wir einen Teenager von 16 Jahren, der noch in der Entwicklung sich befindet. Dieses Werk kommt sicher eher an die Serenaden von Dvorak, Volkmann oder Robert Fuchs heran. Es sind noch keinesfalls Ansätze zu erkennen, dass er 1878-1880 eine so moderne, großartige Sinfonie schreiben würde. Allerdings hat der Rott-Forscher Johannes V. Schmidt Parallelen zu Richard Wagners "Tannhäuser" (Pariser Fassung) feststellen können, die er als unbeabsichtigt deutete.

Das Werk blieb nur dreisätzig, aber es gibt genug Skizzen, die auch hier einen Finalsatz nicht ausschließen lassen, doch man kann damit eben diesen Satz nicht rekonstruieren.

Ich habe mir erlaubt, einige Teile aus dem Booklet von Christian Heindl auszuleihen und möchte das hier auch mit angeben. Durch die beiden CDs aus Köln dürfte ich nun alle Orchesterwerke von Hans Rott in meiner Sammlung haben.
Schöner Impuls! Ich höre mal seine Lieder-Reise:
Maurice inaktiv (30.03.2021, 21:15):
Schöner Impuls! Ich höre mal seine Lieder-Reise:
Immer wieder gerne. Viel Spaß beim Anhören. Die CD habe ich übrigens auch da.
Amonasro (30.03.2021, 22:21):


Vincenzo Bellini/Carlo Pepoli: I puritani

Lord Arturo Talbo - Juan Diego Flórez
Elvira - Nino Machaidze
Sir Giorgio Valton - Ildebrando D'Arcangelo
Lord Gualtiero Valton - Ugo Guagliardo
Sir Riccardo Forth - Gabriele Viviani
Sir Bruno Roberton - Gianluca Floris
Enrichetta di Francia - Nadia Pirazzini

Orchestra e Coro del Teatro Comunale di Bologna, Michele Mariotti
Regie: Pier'Alli

Sängerisch sehr überzeugend, die sehr statische Inszenierung mit ihren grau-blauen Kostümen vor grau-blauem Hintergrund bei sehr spärlicher Beleuchtung macht weniger Freude. Eine Besonderheit ist, dass hier der von Bellini selbst kurz nach der Uraufführung gestrichene sehr schöne Mittelteil des Terzetts Enrichetta/Arturo/Riccardo im 1. Akt gespielt wird. Dafür wurde im 3. Akt mehr als sonst gekürzt.

Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (30.03.2021, 22:56):


Reinhard Schwarz-Schilling : Sinfonie in C, Introduktion und Fuge für Streichorchester , Sinfonia diatonica

Staatskapelle Weimar, José Serebrier

Gestern war der Meister (Heinrich Kaminski) an der Reihe, heute sein Schüler Reinhard Schwarz-Schilling. Jener studierte auch bei Walter Braunfels. Schwarz-Schilling heiratete eine Schülerin Kaminskis, die Pianisten Dusza von Harkrid, eine Polin jüdischer Abstammung. Die beiden lebten in großer Angst während der Nazi-Zeit in Deutschlands, ständig den Verhören der Gestapo ausgesetzt (man konnte die Papiere seiner Frau aber sehr gut fälschen). Schwarz-Schilling war Professor an der Berliner Musikhochschule, aber nie Mitglied der Partei gewesen.

Sein Bruder Balduin Schwarz flüchtete mit seiner Frau 1933 in die USA (auch sie war Jüdin gewesen), sein jüngster Bruder war Unternehmer. Erst 20 Jahre nach dem Tode Reinhard Sch-Sch.'s brachte dessen Sohn, den ehemaligen Postminister Christian Schwarz-Schilling in Erfahrung, woher seine Mutter ursprünglich stammte.

Und wieder ein Leben, was durch die unerträgliche Zeit 1933-1945 stark beeinflusst wurde. Wieder Menschen, die nicht in Frieden und Freiheit zusammen leben konnten. Man möge mir die Worte verzeihen, aber da ich in letzter Zeit doch verstärkt Komponisten jener Zeit auf dem Programm stehen habe, wird man immer wieder an 12 Jahre Schreckensherrschaft erinnert, die uns nie wieder erreichen darf !!

Die Musik Schwarz-Schillings empfinde ich als modern, aber tonal und angenehm zu hören. Im Booklet wird seine Richtung als beeinflusst von Bach, Beethoven, Bruckner eben hin zur Moderne im Umfeld um eben Heinrich Kaminski. Es war also die Zeit von 1918-1937 in etwa gewesen, in der er eine erste Schaffensperiode hatte. Die zweite kam nach dem 2.Welkrieg von 1947 bis 1968 in etwa. Während des Krieges kamen nur wenige Werke von ihm heraus, so "Da Jesus an dem Kreuze stund" aus dem Jahre 1942, "Drei Lieder" (1944) und "Der Musikant" (1944), alles keine Orchesterwerke. Da wurde er 1948 (Introduktion und Fuge), 1953 (Violinkonzert), Sinfonia diatonica (1957) und "Symphonie in C" (1963) noch einige Male recht kreativ und auch durchaus erfolgreich.

Er schrieb viele werke für Orgel, Kammer-und Vokal-Musik. Seine letzten Werke schrieb er noch im Todesjahr 1985.
Cetay (inaktiv) (31.03.2021, 05:22):

John Cage - Music for Piano 4-84 (Aufnahme mit überschnittenen Spuren)
Pascale Berthelot (Steinway Piano, Präparation: Alain Massoneau)
Maurice inaktiv (31.03.2021, 08:36):


Joseph Rheinberger : "Wallenstein", op. 10 - Sinfonisches Tongemälde für großes Orchester & Vorspiel zur Oper "Die sieben Raben"

Philharmonisches Orchester Frankfurt/Oder , Nikos Athiäos

Joseph Rheinberger, der in Vaduz/Liechtenstein geboren wurde, dürfte vor allem als Komponist von Orgel-und Chorwerken, aber auch als Lehrer von etwa Max Bruch, Richard Strauss, Engelbert Humperdinck, Emmano Wolf-Ferrari, George Chadwick und Wilhelm Furtwängler bekannt geworden sein. Er schrieb auch zwei Opern und Sinfonien, sowie diverse Kammermusik, geistliche Vokalmusik ein Klavierkonzert und zwei Orgelkonzerte.

Der Dirigent Nikos Athiäos machte drei CD-Einspielungen auf Signum mit Werken Rheinbergers, der viele Jahre lang kaum aufgeführt wurde.
tapeesa (31.03.2021, 12:47):
John Adams -

- The Wound-Dresser (Bearing the bandages, water and sponge)
Text: Auszüge aus dem Gedicht "The Wound-Dresser" von Walt Whitman
Sanford Sylvan (Bariton), Naoko Tanaka (Violine), Chris Gekker (Trompete)
- Fearful Symmetries

Orchestra of St. Luke's, John Adams
Maurice inaktiv (31.03.2021, 13:18):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.4 AD: 27.-30.10.2001 , live aus der Musikhalle Hamburg

NDR-SO , Günter Wand

Es war die letzte Einspielung, die Wand machen konnte. Es war die letzte Konzertreise gewesen, die er mit dem Orchester machen konnte. So wirkte er noch einmal in Hamburg, Frankfurt und Wuppertal. Am 14.02.2002 verstarb er kurze Zeit nach seinem 90. Geburtstag in Ulmiz in der Schweiz, seiner zweiten Heimat.
tapeesa (31.03.2021, 19:39):
Carl Goldmark - Merlin, Oper in 3 Akten

Merlin - Robert Künzli
Viviane - Anna Gabler
Lancelot - Brian Davis
Demon - Frank van Hove
Morgana The Fairy - Gabriela Popescu
Modred - Daniel Behle
King Arthur - Sebastian Holecek
Glendower - In-Sung Sim
Gawain - Michael Mantaj
Bedwyr - Werner Rollenmüller

Philharmonischer Chor München, Philharmonie Festiva, Gerd Schaller
agravain (01.04.2021, 06:57):


Carl Goldmark - Merlin, Oper in 3 Akten

Merlin - Robert Künzli
Viviane - Anna Gabler
Lancelot - Brian Davis
Demon - Frank van Hove
Morgana The Fairy - Gabriela Popescu
Modred - Daniel Behle
King Arthur - Sebastian Holecek
Glendower - In-Sung Sim
Gawain - Michael Mantaj
Bedwyr - Werner Rollenmüller

Philharmonischer Chor München, Philharmonie Festiva, Gerd Schaller
Sehr schön!
Das erinnert mich daran, dass auf meinem gedanklichen Schreibtisch noch immer die Idee liegt, einen Faden zum Thema des Artus-Mythos in der Musik zu gestalten. So viel Interessantes zu tun, so wenig Zeit...
Jetzt aber erst einmal weiter mit den Opern Albions...
Leonardo (01.04.2021, 11:37):
Rued Langgaard:

Streichquartett Nr. 2 BVN 145

Nightingale String Quartet

(dacapo, 2011)
palestrina (01.04.2021, 12:42):
Sehr schön!
Das erinnert mich daran, dass auf meinem gedanklichen Schreibtisch noch immer die Idee liegt, einen Faden zum Thema des Artus-Mythos in der Musik zu gestalten. So viel Interessantes zu tun, so wenig Zeit...
Jetzt aber erst einmal weiter mit den Opern Albions..
Lieber agravain, wie auch immer es wird mit dieser Idee auf deinem gedanklichen Schreibtisch, ich würde mich riesig darüber freuen! :hello

LG palestrina
Maurice inaktiv (01.04.2021, 13:01):


Richard Wetz : Sinfonie Nr.2

Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz , Werner Andreas Albert

So, nach 15 Stunden Internetausfall wegen einer Störung bin ich wieder da. Gestern war ich nur mal per Handy hier, doch Bilder posten, etc. war nicht machbar.

Heute geht es mit Richard Wetz los, auch einem Zeitgenossen von Franz Schmidt.
agravain (01.04.2021, 13:08):
Sehr schön!
Das erinnert mich daran, dass auf meinem gedanklichen Schreibtisch noch immer die Idee liegt, einen Faden zum Thema des Artus-Mythos in der Musik zu gestalten. So viel Interessantes zu tun, so wenig Zeit...
Jetzt aber erst einmal weiter mit den Opern Albions..
Lieber agravain, wie auch immer es wird mit dieser Idee auf deinem gedanklichen Schreibtisch, ich würde mich riesig darüber freuen! :hello
LG palestrina
Lieber palestrina -

das wiederum freut mich! Immerhin habe ich dann einen Leser... ;)

Hier geht es nun weiter mit:



Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 D-Dur & "Blumine"

Danish National Radio Symphony Orchestra
Leif Segerstam

Eine beglückende Aufnahme, finde ich.
Maurice inaktiv (01.04.2021, 13:37):


Felix Draeseke : Sinfonie Nr.2 &Serendade, op. 49 , D-Dur

Radio-Philharmonie Hannover des NDR, Jörg-Peter Weigle

Es gibt durchaus Parallelen zu Johannes Brahms. Draeseke schrieb vier Sinfonien, ein Requiem für Chor und großes Orchester, viel Kammermusik und ein Violinkonzert. Doch stilistisch gehörte er bis ca. 1871/72 zu den Anhängern von Liszt und Richard Wagner, wandte sich dann aber von diesen ab, um sich in die Brahms-Ecke zu verkriechen, der ihn als einen seiner Hauptkonkurrenten erachtete. Nach dem Tode von Brahms galt er bei den jüngeren Komponisten als der Komponist, der die traditionellen Werte am meisten vermittelte.

1876 entstand seine 2.Sinfonie. Sie steht ganz traditionell in der klassischen Form mit dem Scherzo im dritten Satz.
tapeesa (01.04.2021, 19:55):
das wiederum freut mich! Immerhin habe ich dann einen Leser...

Ich erhöhe auf zwei :) Die Texte zum englischen Musiktheater lese ich auch und finde sie inspirierend.
Die Geschichte um Psyche hat mich gerade auch wegen der lebendigen Erzählweise in ihren Bann geschlagen.
__

Karl Goldmark

Ouvertüre zum 'Gefesselten Prometheus' op. 38 (1889)
Sinfonie Nr. 2 in Es-Dur op. 35 (1887)
In Italien, op. 49 (1904)

Philharmonia Orchestra, Yondani Butt
agravain (01.04.2021, 20:11):
das wiederum freut mich! Immerhin habe ich dann einen Leser...
Ich erhöhe auf zwei :) Die Texte zum englischen Musiktheater lese ich auch und finde sie inspirierend. Die Geschichte um Psyche hat mich gerade auch wegen der lebendigen Erzählweise in ihren Bann geschlagen.
Darüber freue ich mich natürlich sehr, liebe tapeesa, bedeutet das doch für mich: „mission accomplished“. ^^
Amonasro (01.04.2021, 20:26):


Giuseppe Verdi/Francesco M. Piave: Ernani

Ernani - Mario Del Monaco
Elvira - Anita Cerquetti
Don Carlo - Ettore Bastianini
Don Ruy Gomez de Silva - Boris Christoff
Don Riccardo - Athos Cesarini
Jago - Aurelian Neagu
Giovanna - Luciana Boni

Orchestra e Coro del Maggio musicale fiorentino, Dmitri Mitropoulos
Live 1957

Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (01.04.2021, 21:22):
Karl Goldmark

Ouvertüre zum 'Gefesselten Prometheus' op. 38 (1889)
Sinfonie Nr. 2 in Es-Dur op. 35 (1887)
In Italien, op. 49 (1904)

Philharmonia Orchestra, Yondani Butt
Guter Tipp. Ich habe aus der Serie die Nr.1, die Nr.2 ist eher selten an der Reihe. Ich habe eine Marco Polo-Aufnahme hier noch. Die werde ich mal die Tage mir anhören.
Cetay (inaktiv) (02.04.2021, 05:13):
Absolutes Neuland:


Eva Reiter - Noch sind wir ein Wort...
Klangforum Wien
Noch sind wir ein Wort... (für Kontrabassflöte, Kontrabass, Stimmen & Elektronik)
Masque de Fer (für Stimme, Flöte, Đàn bầu (vietnamesische Stabzither), Viola & Perkussion)
Allemande multiplée (für Violine & Pedalklaviatur)
Irrlicht für (Ensemble & Elektronik)
In groben Zügen (für Streichquartett & Schallwandler)
Konter (für Kontrabassflöte & Elektronik)

Es gibt noch Komponistinnen Neuer Musik, die neue Musik machen. Das ist allerdings hartes Brot - schwer, mich darauf einzulassen. Wenn es gelang, war das Hörerlebnis überwaltigend (das Titelstuck & Irrlicht & Konter), wenn nicht, wurde es zu einer Nervenprobe, die ich durch Ausitzen oder durch Abbruch verloren habe (ganz schlimm: Allemande multiplée).
Maurice inaktiv (02.04.2021, 08:42):


Hermann Bischoff : Sinfonie Nr.2 & Introduktion & Rondo

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz , Werner Andreas Albert

Heute mit Hermann Bischoff in den Tag. Nicht sonderlich feierlich, dafür passt der Name gut dazu. Seltsamerweise ist diese CD weder bei JPC noch Amazon erhältlich mehr.

Hermann Bischoffs Werke sind nicht sehr umfangreich. Es gibt überhaupt nur wenig Greifbares über ihn zu berichten. Er war ein recht enger Freund von Richard Strauss, pflegte gute Kontakte zu der Münchner Komponisten-Schule um Ludwig Thuille und Max von Schillings, kannte auch Fritz Erler recht gut. Er stammte aus einer wohlhabenden Industriellen-Familie, deren Vermögen bei der Weltwirtschafskrise 1929 komplett verloren ging.

Die 2.Sifnonie muss 1912 uraufgeführt worden sein. Ein genaues Datum scheint nicht bekannt zu sein.

Stilistisch ist das eine Gemengelage diverser Komponisten der damaligen Zeit: Richard Strauss, Antonin Dvorak, Peter Tschaikowsky, Anton Bruckner.

Obwohl er Förderer wie Richard Strauss und auch Siegesmund von Hausegger hatte (der ebenfalls 1912 in Berlin seine 2.Sinfonie aufführte) hatte, und auch die Kritiken durchaus wohlwollend ausfielen, kamen letzten Endes nur ganze vier Orchesterwerke von ihm heraus: Zwei Sinfonien, die hier eingespielte "Introduktion & Rondo" , sowie "Pan", eine Symphonische Dichtung, die er selbst 1902 dirigierte.

Bis heute hat sich nichts mehr getan, seitdem CPO seine beiden Sinfonien und eben die Introduktion eingespielt hatte. "Pan" scheint noch überhaupt nicht aufgenommen worden zu sein.
Maurice inaktiv (02.04.2021, 08:56):


Luigi Cherubini : Marche Funebre & Requiem in C-Moll

Coro & Orchestra della Radio Svizzera Italiana, Gruppo Vocale Cantemus , Diego Fasolis

Diese CD gehört zu meinen vielleicht schönsten CDs überhaupt. Fasolis lässt derart geschmackvoll spielen und singen, die beiden Chöre singen extrem sauber, und er lässt auch hörbar Einflüsse aus der HIP-Bewegung einfließen.

Der Trauermarsch wurde 1820 im Jahre der Ermordung des Herzogs von Berry geschrieben, der Sohn von Karl X. Interessant ist dabei der Gong, der am Anfang zu hören ist, und das Fehlen der Flöten, die Cherubini nicht leiden konnte. Das Requiem entstand 1816 anlässlich einer Erinnerungsfeier an König Ludwig XVI., der von den Revolutionären hingerichtet wurde. Es erklang auch bei den Begräbnisfeierlichkeiten Beethovens 1827.
Maurice inaktiv (02.04.2021, 10:08):


Franz Schreker : Sinfonie A-Moll, op. 1 (ohne den verloren gegangenen Finalsatz) & Psalm 116, op.6

WDR-RSO Köln, Peter Gülke

1899 schrieb der junge Franz Schreker eine einzige Sinfonie für ein volles Orchester als Student bei Robert Fuchs am Wiener Konservatorium. Schreker wurde von den Nazis bereits in den 1920-er Jahren angefeindet und seine Musik galt als "entartet". Nach 1933 geriet seine Musik leider in Vergessenheit, und das einem Komponisten, der bis zu seiner "Entartung" einer der meistgespielten und wichtigsten deutschen Komponisten auf dem Gebiet der Oper war nach Richard Wagner. Erst Ende der 1970-er Jahre erfolgte eine neue Welle der Begeisterung, etwa durch seine Opern "Flammen", "Der Ferne Klang" oder "Der Schmied von Gent".

Schreker hatte einige später wichtige Schüler, darunter Karol Rathaus, Ernst Krenek, Jascha Horenstein, Alois Haba, Berthold Goldschmidt, Ignace Strasfogel, Grete von Zieritz, Hans Schmidt-Isserstedt, Werner Bochmann und Wladislaw Szpilman.

Die dreisätzige Sinfonie wurde 1999 erstmals aufgeführt. Peter Gülke, der sich immer wieder mit Wiederentdeckungen hervorgetan hat, nahm dieses Werk dann auch auf. Dirigenten wie James Conlon und Gerd Albrecht nahmen Einspielungen seiner Werke vor.
Maurice inaktiv (02.04.2021, 10:49):


Ernest Bloch : Sinfonie Cis-Moll & Poems of the Sea

London SO, Dalia Atlas

Der Film "Schindlers Liste" gehört für mich zu den bewegendsten und eindrucksvollsten Filmen die ich kenne. Gestern Abend war ich erneut ergriffen, denn er zeigt derart eindringlich, wie grausam und irre die Zeit 1933-1945 in diesem Land und später auf der Welt war, teilweise noch immer ist. , kann man sich nicht diesem Film entziehen. Zu Ehren der vielen sinnlosen Toten aller Länder und Herkunft, die von Hitler und seinen Schergen ins Verderben geführt wurden, nun diese CD mit Werken des jüdischen Komponisten Ernest Bloch, der als Schweizer Staatsbürger bereits früh in die USA ging, und damit einer der wenigen Komponisten jüdischer Herkunft waren, die nicht vor der Nazis direkt fliehen mussten.
Philidor (02.04.2021, 11:01):
Bach georgelt.

J. S. Bach: Partita "Sei gegrüßet, Jesu gütig" BWV 768

Ton Koopman
Dreifaltigkeitsorgel von Karl Joseph Riepp in der Basilika St. Aleyander und Theodor zu Ottobeuren



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (02.04.2021, 11:28):
Richard Wagner - Die Feen
Text vom Komponisten nach La donna serpente (1762) und Il corvo (1761) von Carlo Gozzi

Feenkönig - Alfred Reiter
Ada - Tamara Wilson
Zemina - Anja Fidelia Ulrich
Farzana - Juanita Lascarro
Arindal - Burkhard Fritz
Lora - Brenda Rae
Morald - Michael Nagy
Drolla - Christiane Karg
Gernot - Thorsten Grümbel
Gunther - Simon Bode
Harald - Sebastian Geyer
Stimme des Zauberers Groma - Simon Bailey
Ein Bote - Simon Bode

Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Chor und Extrachor der Oper Frankfurt (Matthias Köhler),
Sebastian Weigle
Live-Mitschnitt der zwei konzertanten Aufführungen an der Alten Oper Frankfurt vom Mai 2011
Philidor (02.04.2021, 11:42):
Stabat aller Martern.

Giovanni Battista Pergolesi: Stabat mater

Julia Lezhneva, Sopran
Philippe Jaroussky, Countertenor
I Barocchisti
Diego Fasolis



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.04.2021, 11:55):
Und nochmal Bach.

J. S. Bach: Präludium und Fuge h-Moll BWV 544

Ton Koopman
Rudolf-Garrels-Orgel der Grote Kerk zu Maasluis



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (02.04.2021, 11:59):



Giuseppe Verdi/Francesco M. Piave: Stiffelio

Stiffelio - Plácido Domingo
Lina - Sharon Sweet
Stankar - Vladimir Chernov
Raffaele - Peter Riberi
Jorg - Paul Plishka
Federico - Charles Anthony
Dorotea - Margaret Lattimore

The Metropolitan Opera Orchestra and Chorus, James Levine
Regie: Giancarlo del Monaco

Gruß Amonasro
Philidor (02.04.2021, 12:41):
In derselben Tonart.

Franz Schubert: Sinfonie Nr. 8 (Nr. 7) h-Moll D 759

Wiener Philharmoniker
Wilhelm Furtwängler



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (02.04.2021, 12:56):
Felix Mendelssohn-Bartholdy:

Klavierkonzerte Nr. 1 und 2, Capriccio Brilliant

Howard Shelley, Klavier und Leitung

London Mozart Players

(Chandos, 1992, London)



Sehr gut gelungen, auch orchestral.
Maurice inaktiv (02.04.2021, 14:41):


Karl Goldmark : Sinfonie Nr.2, Es-Dur, op. 35 & Penthesilea-Ouvertüre AD: 1985

Rheinische Philharmonie Koblenz , Michael Halasz

Eher selten hört man was von Karl Goldmark. Vielleicht noch sein Violinkonzert oder seine 1.Sinfonie, die man auch unter "Ländliche Hochzeit" kennt. Seine "Ouvertüren" und "Symphonische Dichtungen" liegen auch als Einspielungen vor, etwa bei CPO.

Ich habe ja versprochen, dass ich die Einspielung die Tage mal hören werde.
palestrina (02.04.2021, 15:54):
Stabat aller Martern.

Giovanni Battista Pergolesi: Stabat mater

Julia Lezhneva, Sopran
Philippe Jaroussky, Countertenor
I Barocchisti
Diego Fasolis



Gruß
Philidor

:hello
Das ist ja schon ein Knaller,.........




....aber diese Aufnahme setzt dem ganzen die Krone auf ! :down :down :down :down :down
Sopran ist und Counter bei bester Stimme!

LG palestrina
Philidor (02.04.2021, 16:26):
Lieber Palestrina-Fiesco,

vielen Dank für Deinen Hinweis! Ist vorgemerkt. Ja, angefangen etwa bei Bonney/Scholl ist die Ernte der Aufnahmen des Werkes der letzten rund 20 Jahre wahrlich nicht schlecht. Wie gut es uns doch geht ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.04.2021, 17:06):
Noch eins.

Antonín Dvořák: Stabat mater op. 56

Eri Nakamura, Sopran
Elisabeth Kulman, Mezzosopran
Michael Spyres, Tenor
Jongmin Park, Bass

Pražský filharmonický sbor
Česká filharmonie

Jiří Bělohlávek



Auch, wenn ich ahne, was jetzt kommt ... mir hat's sehr gefallen.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (02.04.2021, 18:03):
1. The Knights - The ground beneath our feet
- Steve Reich - Duet
Guillaume Pirard (Violine), Ariana Kim (Violine)
- Christina Courtin - The Ground Beneath Our Feet
Christina Courtin (Gesang), The Knights

2. Sergei Rachmaninoff - Francesca da Rimini, op. 25
Oper in 2 Szenen mit Prolog und Epilog
Libretto: Modest Tschaikovsky nach Dante
Gennady Bezzubenkov, Evgeny Akimov, Sergey Murzaev, Svetla Vassileva, Misha Didyk
BBC Philharmonic & Singers, Gianandrea Noseda
Marcie (02.04.2021, 18:26):
Meine liebste Planetenaufnahme:
Philidor (02.04.2021, 18:53):
Sequebat ad diem:

Krzysztof Penderecki: Passio et mors Domini nostri Iesu Christi secundum Lucam

Izabella Klosinska, Sopran
Adam Kruszewski, Bariton
Romuald Tesarowicz, Bass
Krzysztof Kolberger, Evangelist
Jaroslav Malanowicz, Orgel

Warszawski Chór Chłopięcy (Warsaw Boys Choir)
Chór Filharmonii Narodowej (Warsaw National Philharmonic Choir)
Orkiestra Symfoniczna Filharmonii Narodowej (Warsaw National Philharmonic Orchestra)

Antoni Wit



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (02.04.2021, 20:35):
Amonasro (02.04.2021, 21:42):


Johann Sebastian Bach/Picander: Matthäus-Passion

Christoph Prégardien (Evangelista)
Matthias Goerne (Jesus)
Chrisina Schäfer
Dorothea Röschmann
Bernarda Fink
Elisabeth von Magnus
Michael Schade
Markus Schäfer
Dietrich Henschel
Oliver Widmer
Jan Leibnitz

Wiener Sängerknaben, Arnold Schoenberg Chor
Concentus musicus Wien, Nikolaus Harnoncourt

Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (03.04.2021, 00:37):


Karol Szymanowski : Sinfonien Nr.1 & 4, Konzertouvertüre, op. 12, Studie in E-Moll, op. 4 (Orch. G. Fitelberg)

Philharmonie der Stadt Warschau , Antoni Wit (Solisten: Ewa Marczyk (Violine), Marek Marczyk (Bratsche), Jan Krzysztof (Klavier)

Der Dirigent und Karajan-Preisträger (2. Platz 1971 in Berlin) Antoni Wit ist bei Naxos einer der meiner Meinung besten Dirigenten gewesen, die dort viele Einspielungen vornehmen durften (Schumann, Richard Strauss, Szymanowski, Penderecki, Smetana, Dvorak, Mahler, Gorecki, Tschaikowsky, Weinberg, Karlowicz, Janacek, Brahms, Lutoslowaski, Weber, Messiaen, Rachmamonov, Bartok, Moszkowski). Gerade die Werke seiner Landsleute lagen ihm am Herzen.
Maurice inaktiv (03.04.2021, 10:24):
Robert Fuchs : Sinfonie Nr.3, E-Dur, op. 79 , Ouvertüre zu "Des Meeres und der Liebe Wellen", op. 59 , Andante Grazioso und Capriccio für Streichorchester, op. 63

Mährische Philharmonie , Manfred Müssauer

In den Tag mit Robert Fuchs und seiner 3.Sinfonie. Leider ohne Bild.
tapeesa (03.04.2021, 10:52):
In den Tag mit Robert Fuchs und seiner 3.Sinfonie. Leider ohne Bild.
Das Bild dürfte passen?

https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Robert-Fuchs-1847-1927-Symphonie-Nr-3/hnum/7384877
Maurice inaktiv (03.04.2021, 11:03):
Das Bild dürfte passen?
Danke. Stimmt, hier hätte ich es reinkopieren können. Beim anderen Forum geht das nämlich nicht zu machen.
Maurice inaktiv (03.04.2021, 11:15):
Erneut ohne Bild :

Antonin Dvorak : Sinfonie Nr.6
Vitezslav Novak: "Ewige Sehnsucht"

BBC-SO, Jiri Belohlavek

Diese CD gab es mal als Beilage zum BBC-Music Magazine. Manchmal findet man die CDs auch auf dem Marktplatz, aber diese hier offenbar nicht.
tapeesa (03.04.2021, 11:24):
Manchmal findet man die CDs auch auf dem Marktplatz, aber diese hier offenbar nicht.
amazon. com statt .de
Hat länger gebraucht, aber mittlerweile hat sich eingeprägt, dass die englische Seite manchmal noch Erfolg verspricht.
Philidor (03.04.2021, 11:51):
Vielen Dank an Amonasro für Hinweis und Empfehlung! Denn hier lief:


Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion ("Passio secundum Joannem")

James Gilchrist (Evangelist)
Hana Blažíková (Sopran)
Damien Guillon (Alt)
Zachary Wilder (Tenor)
Christian Immler (Jesus, Bass)
Aki Matsui (Magd)
Yosuke Taniguchi (Knecht)
Chiyuki Urano (Petrus)
Yusuke Watanabe (Pilatus)

Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki

Gruß Amonasro
Es ist eigentlich keine Live-Aufnahme, sondern wurde über mehrere Tage ohne Publikum aufgenommen (14. bis 17. März 2020). Suzuki beschreibt die Ereignisse ausführlich im Booklet: Eigentlich waren Live-Konzerte in Köln geplant, die wegen Corona nicht mehr stattfinden konnten. Spontan entschied man sich, die wenigen Tage, die das Bach Collegium Japan noch in Köln bleiben konnte, für eine Aufnahme zu nutzen. Da jeden Tag immer mehr Flüge gestrichen wurden, war der Zeitdruck entsprechend groß. Der Tonmeister Martin Sauer kam ohne Gepäck aus Frankreich gefahren und versäumte so den Geburtstag seiner Frau. Am letzten Tag wollte die Polizei die Aufnahmen stoppen, einer der Beamten entpuppte sich jedoch als Fan und so gab man dem Team noch eine Stunde, um die Aufnahme schnell zu Ende zu bringen.
Mein Eindruck: Wo Gardiner mit zunehmendem Alter milder wurde, war es bei Suzuki umgekehrt ... ;) ... hat mir sehr gut gefallen. Auch sehr gute Solisten. James Gilchrist als Evangelist - Granate.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (03.04.2021, 13:21):


Mieczyslaw Karlowicz : Serenade, op. 2 & Violinkonzert in A-Dur, op. 18

Philharmonisches Orchester der Stadt Warschau , Antoni Witt + Ilya Kaler (Violine)

Die Reihe finde ich sehr hörenswert. Wer die Musik der Romantik mag, wird hier bestens bedient, ohne immer bei den gleichen Komponisten suchen zu müssen.
Maurice inaktiv (03.04.2021, 13:28):
amazon. com statt .de
Hat länger gebraucht, aber mittlerweile hat sich eingeprägt, dass die englische Seite manchmal noch Erfolg verspricht.
Danke sehr. Daran denke ich nie.
Philidor (03.04.2021, 13:36):
Angeregt durch den neuen Thread - dafür vielen Dank!

Hans Eklund

Musik för Orkester (1960)

Schwedisches RSO (Symphonie)
Stig Westerberg

Symfoni Nr. 3 ("Sinfonia rustica", 1967-68)

Norrköping Symphony Orchester
Hermann Bäumer




Vielen Dank an Sfantu für den Hinweis! Über Hans Eklund konnte ich nicht viel im Internet finden (wenn ich mal von gleichnamigem Fußballer absehe ;) ), umso wertvoller, dass er hier im Forum nun verankert ist! - Dass es im Internet (noch) nicht so viel gibt, erspart andererseits die Arbeit, diejenigen Beiträge auszusondern, die ihr Gewicht durch Orthografie, Grammatik, Syntax, Gedankenführung und das Wiederkäuen angelesener und nur halb verdauter Vorurteile von innen heraus beschädigen.

Pettersson? Vielleicht ... dennoch, wo Pettersson doch Gedanken an wie durch schwerste Verletzungen herbeigeführte Depressionen und den Rückzug in die Innerlichkeit weckt, scheint mir - man verzeihe mir die Worte auf Grundlage zweier je einmal gehörte Werke - Eklunds Musik extrovertierter zu sein, auch, wenn beide, vorsichtig gesagt, einen nicht optimistischen Grundton eignen.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.04.2021, 14:37):
Wunderschöne Musik, ganz in naivem Sinne gemeint.

Karol Szymanowski: Stabat mater op. 53

Florence Quivar, Mezzosopran
CBSO Chorus
City of Birmingham Symphony Orchestra
Sir Simon Rattle



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.04.2021, 16:10):
Eine geht noch. Jetzt Pärt. Rihm muss bis nächstes Jahr warten.

Arvo Pärt: Passio Domini Nostri Jesu Christi Secundum Johannem

Michael George, Jesusworte
John Potter, Pilatus

Lynne Dawson, David James, Rogers Covey-Crump, Gordon Jones, Evangelisten-Quartett

Eliabeth Layton, Violine
Melinda Maxwell, Oboe
Elisabeth Wilson, Violoncello
Catherine Duckett, Fagott
Christopher Bowers-Broadbent, Orgel

Western Wind Chamber Choir

Paul Hillier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.04.2021, 17:09):
Und noch'n Schubert.

Franz Schubert: Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759

London Classical Players
Roger Norrington



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.04.2021, 18:34):
Musik zum Ostersamstag.

Krzysztof Penderecki: Utrenja
Teil I: Złożenie Chrystusa do grobu (Die Grablegung Christi), 1970)

Iwona Hossa, Sopran
Agnieszka Rehlis, Mezzosopran
Piotr Kusiewicz, Tenor
Piotr Nowacki, Bass

Warszawski Chór Chłopięcy (Warsaw Boys Choir)
Chór Filharmonii Narodowej (Warsaw National Philharmonic Choir)
Orkiestra Symfoniczna Filharmonii Narodowej (Warsaw National Philharmonic Orchestra)

Antoni Wit



Gruß
Philidor

:hello
Marcie (03.04.2021, 18:47):
Bei mir läuft das dritte Klavierkonzert von Bartók, welches mich zunehmend begeistert:
tapeesa (03.04.2021, 19:50):
Richard Strauss - Eine Alpensinfonie, op. 64
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Franz Welser-Möst
Maurice inaktiv (03.04.2021, 21:44):


Gustav Mahler : Sinfonie Nr.5 AD: 1988 Live, Royal Festival Hall London

London PO, Klaus Tennstedt

Die Tempi sind schon sehr gewöhnungsbedürftig. Ich mag diese breite Einleitung und das Langsame im 1.Satz überhaupt nicht. Nach dem Trompetensignal hätte ich fast ausgeschaltet, furchtbar. Allerdings muss man ihm lassen, dass er mit seinen Tempi zurecht kommt, es zerfällt nichts, das macht er schon super. Man merkt, dass Tennstedt mit den Tempi spielt, nicht nur im ersten Satz. Auf der einen Seite ist das wirklich klasse, auf der anderen Seite ist es überhaupt nicht mein Ding. Es ist, wie mit seinem gesamten Mahler: Man liebt ihn oder man läuft davon. Die GA habe ich schnell wieder verkauft, und diese Einspielung wird sicher nicht zu meinen Favoriten gehören, aber sie ist grundsätzlich nicht schlecht.

Letzte Woche hatte ich Shipway gehört. Eine Einspielung, von der ICH zuvor nie etwas gehört hatte. Das sind zwei völlig unterschiedliche Auffassungen und Interpretationen. Ich bin gespannt, wenn ich Solits späte Einspielung aus Chicago anhöre (aus dem Jahre 1990). Seine frühe Einspielung aus Chicago war ja recht wuchtig gewesen. Das Blech ist halt dort der Hammer.
Maurice inaktiv (03.04.2021, 22:55):


Ralph Vaughan-Williams : Sinfonie Nr.3 & Fantasia on Greensleeves AD: 1991 & 1992

Philharmonia Orchestra , Leonard Slatkin - Solisten: Hugh Bean (Violine), John Chambers (Bratsche), Jane Marshall (Englischhorn), Mark David (Trompete), Nigel Black (Waldhorn), Linda Hohenfeld (Sopran)

Die erste GA der Sinfonien von Vaughan-Williams habe ich vor vielen Jahren mal bei Zweitausendundeins gekauft. Keine Ahnung, auf was ich da einließ, denn Internet war zu der Zeit noch fast in den Kinderstuben gewesen. Daraus hatte mich DIESE Einzel-CD von Anfang an am meisten begeistert, oder besser gesagt, die Kombination von "Greensleeves" mit der "Pastoralen" von ihm. Die kristallklare Einspielung mag nicht die am besten bewertete Aufnahme sein von dem Werk, aber für mich persönlich wird es immer DIE Einspielung bleiben. Sie hat mir letzten Endes diesen wunderbaren Komponisten möglich gemacht. Daher gilt mein großer Dank an Leoanard Sklatkin, seinem Orchester und den hervorragenden Tontechnikern, die einen kristallklaren Klang ermöglicht haben.
Andréjo (03.04.2021, 23:25):
Slatkin war auch mein erster Vaughan Williams-Zyklus und ich habe ihn oft und gerne gehört. Es kann nicht vor, aber auch nicht wesentlich später als 1994 gewesen sein - erst seit dieser Zeit besitze ich einen CD-Player - mittlerweile einen besseren zweiten zusätzlich - und mit der Anschaffung von Slatkin habe ich damals mit Sicherheit nicht lange gewartet. Die Bestellung muss ebenso über 2001 gelaufen sein - auch bei mir ging das wohl nicht anders.

Mittlerweile finde ich außerdem Boult und Handley diesbezüglich im Regal ... und natürlich manche Einzelaufnahmen. Dass sie nicht so oft wie Slatkin gehört wurden bislang, liegt am viel größeren Repertoire, das ich mir mittlerweile erarbeitet habe. Das ist sicher der einzige Grund, denn diese Zyklen sind gewiss nicht schlechter - vielleicht interpretatorisch etwas besser, aber der Klang ist auf jeden Fall hervorragend. Da stimme ich meinem Vorredner gerne zu.

Die Cover entsprechen dem ersten und dem dritten oben verlinkten, nicht der mittleren Veröffentlichung. Mit anderen Worten: Die CDs beanspruchen ihren Platz! :P

:) Wolfgang
Maurice inaktiv (04.04.2021, 05:32):
Mittlerweile finde ich außerdem Boult und Handley diesbezüglich im Regal ...
Neben Boult und Handley habe ich noch Sir Andrew Davis (dessen Zyklus dem Slatkins nicht unähnlich ist), den Naxos-Zyklus und Haitink hier. Überall gibt es mal hier, mal dort einen Vorteil oder Nachteil, dazu natürlich Einzelaufnahmen, etwa von Sir Roger Norrington.
Philidor (04.04.2021, 07:27):
Χριστὸς ἀνέστη - frohe Ostern!

Gesänge zur Osterzeit

- Nunc tempus acceptabilis (Hymnus Tempus Paschalis, Dominica Resurrectionis)
- Alleluia. Confitemini (Antiphona VIII)
- Resurrexit (Introitus IV)
- Haec dies (Gradule II)
- Alleluia. Pascha nostrum (Antiphona VII)
- Victimae paschali laudes (Sequentia I)
- Terra tremuit (Offertorium IV)
- Pascha nostrum (Communio VI)

Choralschola der Wiener Hofburgkapelle
P. Hubert Dopf S. J.



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (04.04.2021, 08:01):
Der junge Johann Sebastian in Mühlhausen, 1707 oder 1708.

Johann Sebastian Bach: "Christ lag in Todes Banden" BWV 4

Yumiko Kurisu, Akira Tachikawa, Koki Katano, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (04.04.2021, 08:30):
Mit Pauken und Trompeten ging es weiter.

Johann Sebastian Bach: Ouverture Nr. 3 D-Dur BWV 1068

Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (04.04.2021, 10:22):
Richard Wagner - Das Liebesverbot (1836)

Friedrich - Michael Nagy
Luzio - Peter Bronder
Claudio - Charles Reid
Antonio - Simon Bode
Angelo - Franz Mayer
Isabella - Christiane Libor
Mariana - Anna Gabler
Brighella - Thorsten Grümbel
Danieli - Kihwan Sim
Dorella - Anna Ryberg
Pontio Pilato - Julian Prégardian

Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Chor der Oper Frankfurt (Matthias Köhler), Sebastian Weigle
Philidor (04.04.2021, 13:37):
Nun wieder Allerbekanntestes.

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92
Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93

London Symphony Orchestra (Nr. 7)
Wiener Philharmoniker (Nr. 8 )
Pierre Monteux



Oha - die Siebte, und es schmerzt mich, das schreiben zu müssen, nicht ganz auf dem Level vom Rest für meine Ohren ... wo z. B. Karajan 1962, Carlos Kleiber und Hogwood wohnen ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (04.04.2021, 17:29):
Musik zum Ostersonntag.

Krzysztof Penderecki: Utrenja
Teil II: Zmartwychwstanie Pańskie (Die Auferstehung des Herrn, 1971)

Iwona Hossa, Sopran
Agnieszka Rehlis, Mezzosopran
Piotr Kusiewicz, Tenor
Piotr Nowacki, Bass
Gennady Bezzubenkov, Basso profondo

Warszawski Chór Chłopięcy (Warsaw Boys Choir)
Chór Filharmonii Narodowej (Warsaw National Philharmonic Choir)
Orkiestra Symfoniczna Filharmonii Narodowej (Warsaw National Philharmonic Orchestra)

Antoni Wit



Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (04.04.2021, 18:17):
Da Pendereckis Grablegung & Auferstehung hier gerade gehört werden, frag' ich nochmal schüchtern nach
(Beitrag Nr. 5)

Herzlichst,
Sfantu
Philidor (04.04.2021, 19:27):
Beitrag Nr. 5?

Hier nochmals Auferstehung.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 2 c-Moll ("Auferstehung")

Stefania Woytowicz, Sopran
Anna Delorie, Alt

Kölner Rundfunkchor
Kölner RSO

Hans Wilhelm Steinberg



Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (04.04.2021, 19:45):
Beitrag Nr. 5?
Nunja, die Posts sind durchnummeriert.
Wenn ich verlinke, dann führt das zum Faden oder zu der betreffenden Seite des Fadens, nicht aber direkt zu einem bestimmten Post. Drum wies ich auf Beitrag Nr 5 in jenem Faden hin. So, wie dies hier Beitrag Nr. 1.398 in diesem Faden ist.
Philidor (04.04.2021, 19:50):
Hm ... danke für Deine Antwort, lieber Holger, aber ich weiß immer noch nicht, wohin Du geistig verlinken magst ... außerdem kann man doch sehr wohl einen bestimmten Post verlinken. Klick doch mal die Nummer an.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (04.04.2021, 19:51):
Ach ja - auch von mir allen ein gesegnetes Osterfest!
Stehe da manchmal auf dem Schlauch, da "unsere", also die orthodoxen Ostern, erst in vier Wochen sind.

Von Herzen,
Sfantu
Philidor (04.04.2021, 19:56):
orthodoxen Ostern,
Sollte ich Чурин kennen?

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (04.04.2021, 19:56):
Ich kopier's mal kurzerhand hier hinein:
Wenn nicht auf Deutsch,
dann würd' ich mich genau so über Englisch oder Französisch freuen:

Ich suche eine Textübersetzung zu Krzysztof Pendereckis "Utrenja" (Grablegung & Auferstehung Christi). Vielleicht hat jemand die Naxos-Aufnahme mit Antoni Wit (könnte mir vorstellen, dass dort ein englischer Text mit drin ist). Ich habe die Erstaufnahme der Polskie Nagrania auf Doppel-LP. Dort ist der Text "nur" auf Polnisch & "Altslawisch" beigelegt. Bis zur nächsten Passionszeit ist es jetzt zwar erst mal wieder ein Weilchen. Aber eben: wer früh beginnt, der viel gewinnt.

Merci im Voraus,
Gruss, Sfantu
Marcie (04.04.2021, 20:03):
Was ist der Unterschied zwischen Jesus und Casanova?


...Der Gesichtsausdruck beim Nageln.


:beer In dem Sinne Frohe Ostern, Eiersuche oder was auch immer...! :beer




Bei mir läuft derzeit das Violakonzert aus diesem schönen Set:
Philidor (04.04.2021, 20:07):
Hallo Sfantu,

das Beiheft zur Naxos-Aufnahme findest Du hier:
https://albums.primephonic.com/747313203178.pdf

Ein Libretto mit Übersetzung bleibt leider Desiderat.

Viele Grüße
Philidor

:hello
Marcie (04.04.2021, 20:08):
@Sfantu

PN mit Lösungsvorschlag.
Sfantu (04.04.2021, 21:57):
Merci allerseits für die Erste-Hilfe-Aktionen!
Amonasro (04.04.2021, 22:09):
Auch ich wünsche allen frohe Ostern.



Vincenzo Bellini/Domenico Gilardoni: Bianca e Gernando

Bianca - Silvia Dalla Benetta
Gernando - Maxim Mironov
Carlo - Luca Dall'Amico
Filippo - Vittorio Prato
Clemente - Zong Shi
Viscardo - Marina Viotti
Uggero - Gheorghe Vlad
Eloisa - Mar Campo

Camerata Bach Choir Poznán
Virtuosi Brunenses, Antonio Fogliani
Live 2016

Gruß Amonasro :hello
tapeesa (05.04.2021, 07:51):
Pēteris Vasks - Musica dolorosa
Stuttgarter Kammerorchester, Dennis Russell Davies

Kate Moore -

The Open Road: No. 5, Whoever you are come forth (Bearb. für Violoncello solo)
Stories for Ocean Shells
Velvet
Dolorosa
Homage to my Boots
Broken Rosary

Ashley Bathgate (Violoncello)
Philidor (05.04.2021, 09:19):
Hier umwerfende Spielfreude.

J. S. Bach

Konzert für zwei Violinen und Streicher d-Moll BWV 1043
Konzert für Oboe, Violine und Streicher c-Moll (rekonstruiert nach BWV 1060)

Ryo Terakado, Natsumi Wakamatsu, Violine
Marcel Ponseele, Oboe
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.04.2021, 13:20):
Man gönnt sich ja sonst nix ...

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen
Vorabend - Das Rheingold

Wotan - Ferdinand Frantz
Alberich - Gustav Neidlinger
Loge - Wolfgang Windgassen
Fricka - Ira Malaniuk
Freia - Elisabeth Grümmer
Mime - Julius Patzak
Fasolt - Josef Greindl
Fafner - Gottlob Frick
Donner - Alfred Poell
Froh - Lorenz Fehenberger
Erda - Ruth Siewert
Rheintöchter - Sena Jurinac, Magda Gabory, Hilde Rössl-Majdan

Orchestra SInfonica della Radio Italiana

Wilhelm Furtwängler



Eine Besetzungsliste wie ein Menü eines Sternerestaurants ... und dann singen sie auch noch so ... :times10

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.04.2021, 14:42):
Hier ging's österlich weiter.

James MacMillan

The World's Ransoming (1996)
A concertante work for cor anglais and orchestra
(Part I of 'Triduum', an Easter triptych)

Concert for Cello and Orchestra (1996)
(Part II of 'Triduum', an Easter triptych)

Christine Pedrill, Englischhorn
Raphael Wallfisch, Violoncello

BBC Scottish Symphony Orchestra
Osmo Vänskä



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (05.04.2021, 16:09):
Bei mir ebenfalls Wagner:



Richard Wagner: Tristan und Isolde

Tristan - Fritz Uhl
Marke - Arnold van Mill
Isolde - Birgit Nilsson
Kurwenal - Tom Krause
Melot - Ernst Kozub
Brangäne - Regina Resnik
Ein Hirt - Peter Klein
Ein Steuermann - Theodor Kirschbichler
Ein junger Seemann - Waldemar Kmentt

Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde
Wiener Philharmoniker, Sir Georg Solti

Gruß Amonasro
Philidor (05.04.2021, 16:29):
Tristan mit Solti? Gerade diese Kombination konnte ich mir nie als gelungen vorstellen ... vielleicht sollte ich mal reinhören, um mein Vorurteil zu hinterfragen, zumal die Frauenstimmen vielversprechend klingen ...

... hier weiter im Festtagsmodus:

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125

Elisabeth Söderström, Regina Resnik, Jon Vickers, David Ward
London Bach Choir
London Symphony Orchestra

Pierre Monteux



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.04.2021, 18:21):
Nun etwas fürs Herz.

Sergej Rachmaninow

Sinfonie Nr. 1 d-Moll op. 13
Sinfonische Tänze op. 45

The Philadelphia Orchestra
Yannick Nézet-Séguin



Fetzisch.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.04.2021, 19:51):
Leipzig, Ostermontag, 2. April 1725.

Johann Sebastian Bach: "Bleib bei uns, denn es will Abend werden" BWV 6

Yukari Nonoshita, Robin Blaze, James Gilchrist, Dominik Wörner
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.04.2021, 07:52):
Das waren noch Zeiten, als es drei Osterfeiertage gab! - Leipzig, Osterdienstag, 19. April 1729.

Johann Sebastian Bach: "Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen" BWV 145

Hana Blazikova, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.04.2021, 08:05):
Hinterher Strawinsky zum 50. Todestag.

Igor Strawinsky: Der Feuervogel (Suite 1919)

London Symphony Orchestra
Claudio Abbado



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (06.04.2021, 09:27):
Gaetano Donizetti - Lucia di Lammermoor, Querschnitt in deutscher Sprache
Libretto: Salvadore Cammarano
Maria Stader, Dietrich Fischer-Dieskau, Ernst Haefliger, Horst Wilhelm
RIAS-Symphonie-Orchester Berlin, RIAS Kammerchor, Ferenc Fricsay
Maurice inaktiv (06.04.2021, 09:46):


Igor Stravinsky : Symphony in C, Psalmen-Sinfonie, Konzert für Streichorchester AD: 1970 - 1975 - 1969

Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

Bei Stravinsky mache ich heute Morgen mit. Hier aber mit Abbados Vorgänger in Berlin, mit Herbert von Karajan höchstselbst. Immer mal wieder bricht er aus seiner Bruckner, Brahms, Beethoven und Strauss-Ecke aus. Und ja, er "konnte" auch Stravinsky.
tapeesa (06.04.2021, 12:38):
Die Lucia di Lammermoor-Aufnahme mit Maria Stader war ein Türöffner.
Auch wenn nur Querschnitt und auf deutsch und in einer gelesenen Rezension Maria Stader
auch etwas:

An dieser Aufname wird ja meist herumgemäkelt, weil die Caballé insgesamt zu schrill klinge, besonders die Wahnsinnsszene sei kaum auszuhalten.
analog zum Zitierten nachgesagt wird.
Was wiederum der Grund sein dürfte, der mich zu weiterem Hören bewegen konnte.

Nach einigem Vergleichshören von "Il dolce suono" war (edit): eine Aufnahme mit Edita Gruberová (weiß nicht mehr welche, hatte beim Streaming-Anbieter eine der dort gelisteten spontan ausgewählt) in der engeren Auswahl aber mir zu viel "Nachtigall".

Deswegen jetzt nach und nach mit Montserrat Caballé als Lucia, verschlägt mir einfach die Sprache:

Gaetano Donizetti - Lucia di Lammermoor

Enrico - Vicente Sardinero
Lucia - Montserrat Caballé
Edgardo - José Carreras
Arturo - Claes H. Ahnsjö
Raimondo - Samuel Ramey
Alisa - Ann Murray
Normanno - Vincenzo Bello

Ambrosian Opera Chorus, New Philharmonia Orchestra, Jesús López-Cobos
Leonardo (06.04.2021, 12:53):
Johan Helmich Roman:

Drottningholmsmusiken

Musicae Antiquae Collegium Varsoviense,

Kai Bumann, Ltg.

(PMC, 11/2004, Warschau)
Philidor (06.04.2021, 13:15):
Hier wieder Weltendrama.

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen
Erster Tag - Die Walküre

Siegmund - Wolfgang Windgassen
Sieglinde - Hilde Konetzni
Hunding - Gottlob Frick
Wotan - Ferdinand Frantz
Brünnhilde - Martha Mödl
Fricka - Elsa Calveti
Walküren - Judith Hellwig, Magda Gabory, Gerda Schreyer, Dagmar Schmedes, Olga Bennings, Ira Malaniuk, Elsa Cavelti, Hilde Rössl-Majdan

Orchestra Sinfonica della Radio Italiana

Wilhelm Furtwängler



Ich höre hier einen Stream mit dem rechts abgebildeten Cover - exzellentes Remastering!

Gruß
Philidor

:hello
palestrina (06.04.2021, 14:07):
Nach einigem Vergleichshören von "Il dolce suono" war die Aufnahme mit Edita Gruberová in der engeren Auswahl aber mir zu viel "Nachtigall".
Lieber tapeesa, von welcher Aufnahme mit Gruberova sprichst du? ;)
Die Slowakische Nachtigall hat vier hinterlassen!

LG palestrina
palestrina (06.04.2021, 14:29):
Ich hatte mal wieder Lust auf diese schöne CD Zusammenstellung!

Ian Bostridge - Requiem (The Pity of War)


Piano: Antonio Pappano

Butterworth: A Shropshire Lad
Stephan: Ich will dir singen ein Hohelied
Weill: Four Walt Whitman Songs *
Mahler: 3 Lieder aus Des Knaben Wunderhorn* das gefällt mir unglaublich gut!
Überhaupt ist die Zusammenstellung sehr gut gelungen und stellt sich für mich als Besonderheit dar!
Eigentlich wollte ich die CD nur wegen den 3 Mahler Liedern, aber dann stellte ich fest das der Rest ebenfalls auch wunderschön ist anzuhören besonders * der Weil!
ich bin ja auch ein ausgesprochener Bostridge Fan! :)

LG palestrina
tapeesa (06.04.2021, 15:25):
von welcher Aufnahme mit Gruberova sprichst du?
Liebe palestrina,

keine Ahnung, werde es korrigieren.

tapeesa
Philidor (06.04.2021, 17:01):
Hier Doppelauferstehung.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 2 c-Moll ("Auferstehungssinfonie")

Carol Neblett, Sopran
Marilyn Horne, Mezzosopran
Chicago Symphony Orchestra & Chorus

Eteri Gvazava, Sopran
Anna Larsson, Alt
Orfeón Donostiarra
Lucerne Festival Orchestra

Claudio Abbado




Pars pro toto lassen schon die ersten wenigen Minuten hören, wie viel persönlicher, detaillierter die Luzerner Aufnahme wirkt, auch, wenn das Finale noch mehr Kohärenz vermissen lässt, als dies bei diesem Satz ohnehin der Fall ist. - In Chicago ist gewiss alles korrekt, keine Frage, aber darüber hinaus?

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (06.04.2021, 18:14):
Antonio Vivaldi:

Violinkonzerte RV 282, 278, 380, 186, 288, 330

Fabio Biondi, Violine und Leitung

Europa Galante

(Naive, 11/2017, Padua, Italien)
Philidor (06.04.2021, 18:46):
Und nochmals Österliches mit spekulativen Anteilen.

Eine venezianische Ostermesse

Werke von Merulo, Andrea Gabrieli, Giovanni Gabrieli, Orlando di Lasso und Cesare Bendinelli

Gabrieli Consort & Players
Paul McCreesh



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.04.2021, 19:29):
Ziemlich lärmig.

John Adams: Must the Devil Have all the Good Tunes?
für Klavier und Orchester

Yuja Wang, Klavier
Los Angeles Philharmonic
Gustavo Dudamel



Bei Qobuz als HiRes-Stream.

Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (07.04.2021, 09:20):
Sehr sympathisch, dass die beiden ihre Popularität nutzen, um weniger gängiges Material einzuspielen und bekannt zu machen. Mein Strömer hat das nur als Video, aber das ist bei Miss Wang nicht verkehrt.
Leonardo (07.04.2021, 11:41):
Antonio Vivaldi:

Violinkonzerte RV 389, 257, 371, 273, 367, 390

Alessandro Tampieri, Violine

Accademia Bizantina,

Ottavio Dantone, Ltg.

(Naive, 4/2019, Bagnacavallo, Italien)
Andréjo (07.04.2021, 12:34):
Ziemlich lärmig.

John Adams: Must the Devil Have all the Good Tunes?
für Klavier und Orchester

Yuja Wang, Klavier
Los Angeles Philharmonic
Gustavo Dudamel



Bei Qobuz als HiRes-Stream.

Gruß
Philidor

:hello
Mittlerweile "beigetrieben", allerdings nicht als LP, weil ich keine Lust habe, bei dieser seltsamen aktuellen Mode mitzumachen. Es reicht vollauf, dass ich hin und wieder eine alte LP erwerbe, wenn ich an die Musik anders nicht oder nicht zu einem vertretbaren Preis herankomme.

Man hört den Personalstil von John Adams, man wird schon gepackt von der Rhythmik und der Struktur. Dennoch hatte ich mir mehr erwartet. Weder ist das sonderlich neuartig in seinem dezenten Crossover-Charakter, noch ist es sonderlich originell im Detail. Ich würde auch Philidor nicht deutlich widersprechen wollen, wenn er kurz und bündig "ziemlich lärmig" schreibt.

Da scheint mir sehr grob Vergleichbares von Peter Michael Hamel oder Dieter Ammann (das Klavierkonzert) oder Peter Eötvös oder vor allem Erkki-Sven Tüür eigentlich interessanter.

Sympathisch finde ich Dudamel und besonders Yuja Wang auch - kein Problem.

:) Wolfgang
Amonasro (07.04.2021, 16:09):
Tristan mit Solti? Gerade diese Kombination konnte ich mir nie als gelungen vorstellen ... vielleicht sollte ich mal reinhören, um mein Vorurteil zu hinterfragen, zumal die Frauenstimmen vielversprechend klingen ...
Mir gefällt die Aufnahme durchaus. Der relative Schwachpunkt ist nicht Solti, sondern eher Fritz Uhl, der zwar ein sehr einnehmendes baritonales Timbre hat, es aber zuweilen an stimmlicher Durchschlagskraft vermissen lässt, was gerade in Kombination mit der stimmgewaltigen Birgit Nilsson auffällt, die sich allerdings im Liebesduett mehr zurücknimmt als unter Böhm. Etwas kurios ist, dass der Chor am Ende des 1. Akts "Deil, deil" statt "Heil, heil" zu singen scheint...

Heute Verdis Kreuzfahrerepos:



Giuseppe Verdi/Temistocle Solera: I Lombardi alla prima crociata

Arvino - Jerome Lo Monaco
Pagano - Ruggero Raimondi
Viclinda - Desdemona Malvisi
Giselda - Cristina Deutekom
Pirro - Stafford Dean
Un priore - Keith Erwen
Acciano - Clifford Grant
Oronte - Plácido Domingo
Sofia - Montserrat Aparici

Ambrosian Singers
Royal Philharmonic Orchestra, Lamberto Gardelli

Mit dem Werk sollte erkennbar der Erfolg von Nabucco weitergesponnen werden. Die ganze Oper ist voll mit patriotischen Chören à la Va pensiero. Durch diesen overkill und die sehr fragmentarische Handlung erreichen die Lombardi für mich nicht das Niveau des frischeren Vorgängers.

Gruß Amonasro :hello
tapeesa (07.04.2021, 18:00):
Sofia Gubaidulina
- Repentance
Wen-Sinn Yang (Violoncello), Philipp Stubenrauch (Kontrabass), Franz Halász (Gitarre), Jacob Kellermann (Gitarre), Lucas Brar (Gitarre)
- Sonata "Et Exspecto"
Vincent van Amsterdam (Akkordeon)
Jan Van Karajan (07.04.2021, 22:17):
Hier ebenfalls Russisches:

Dmitri Schostakowitsch: Symphonien Nr. 1 und 3
London Philharmonic Choir
London Philharmonic Orchestra, Bernard Haitink
Die 1. Symphonie fasziniert mich, weil ich mir jedes Mal vor Augen führen muss, dass Schostakowitsch bei der Uraufführung so alt war wie ich jetzt. Eine solche Schaffenskraft bewundere ich immer wieder :down . Allein die Orchestrierung ist bereits hier ein wahrer Geniestreich. Die 3. Symphonie ist für Chor und Orchester gesetzt und feiert den stalinistischen Kommunismus in ihrem Text (Pfui Deibel Grüße
Jan :hello
Philidor (08.04.2021, 09:18):
Hier wieder Spielfreude pur.

Johann Sebastian Bach

Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048
Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046
Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050

Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (08.04.2021, 10:49):
Hier mal wieder vokale Versuche:

Giuseppe Verdi: Requiem

Anja Harteros

Sonia Ganassi

Rolando Villazon

Rene Pape

Chor und Orchester der Accademia Nazionale Di Santa Cecilia, Antonio Pappano

Grüße

Jan :hello
Leonardo (08.04.2021, 11:11):
Franz Schubert:

Oktett F-Dur D 803

Mullova Ensemble

(Onyx, 2005)
Leonardo (08.04.2021, 12:57):
Joseph Haydn:

Sinfonien Nr. 92, 94, 96

Cleveland Orchestra,

George Szell, Ltg.

(Sony, 1961-68)



Diese Aufnahmen wurden m. E. bis heute nicht übertroffen in ihrem großsinfonischen Zug, der röntgenologischen Strukturdurchleuchtung und der zupackenden und straffen Spielfreude.
Ein wahrer Klassiker.
Philidor (08.04.2021, 15:57):
Wie schon Loriot so treffend bemerkte: Als SIegfried die erste Frau in seinem Leben sah, rief er nach seiner Mama.

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen
Zweiter Tag - Siegfried

Siegfried - Ludwig Suthaus
Mime - Julius Patzak
Wanderer - Ferdinand Frantz
Alberich - Alois Pernerstorfer
Fafner - Josef Greindl
Brünnhilde - Martha Mödl
Erda - Margarete Klose
Waldvogel - Rita Streich

Orchestra Sinfonica della Radio Italiana

Wilhelm Furtwängler



Die Aufnahme hat für meine Ohren das Zeug zu einem Inselring ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (08.04.2021, 17:34):
Nun Brahms vom Feinsten.

Johannes Brahms

Variationen über ein Thema von Haydn op. 56a
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

London Symphony Orchestra (Variationen)
Wiener Philharmoniker (Sinfonie)

Pierre Monteux



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (08.04.2021, 17:38):
Joseph Haydn:

Sinfonie Nr. 103 Es-Dur "Mit dem Paukenwirbel"

London Philharmonic Orchestra,

Eugen Jochum, Ltg.

(DG, 1972)
Philidor (08.04.2021, 18:14):
Nochmal Gehupftes à la russe.

Igor Strawinsky: Pétrouchka
(Originalfassung von 1911)

London Symphony Orchestra
Claudio Abbado



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (08.04.2021, 19:21):
Nun mal wieder volle Dröhnung. "Da müssen Sie gar nicht mehr hinsehen, das hab ich schon alles wegkomponiert!" Ach nein, das war ein anderer ...

Richard Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64

São Paulo Symphony Orchestra
Frank Shipway



Teilweise ein wenig breit, aber spannend! Und ein fantastischer Klang ...

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (08.04.2021, 19:47):
Joseph Haydn:

Sinfonien Nr. 9, 65, 67

W. A. Mozart:

Thamos, König in Ägypten

Kammerorchester Basel,

Giovanni Antonini, Ltg.

(Alpha, 10/2017, Landgasthof Riehen)



Also, die Aufnahmen gefallen mir durch die Bank sehr gut. Besonders der Mozart wird wirklich dramatisch zugespitzt.
Zu den Fotografien auf dem Cover und im Booklet kann ich nur sagen: geschmacklos und überflüssig. Verbindung zu Haydn und Mozart: keine. Hier durfte sich ein Fotograf "kreativ" austoben. Aber warum hier?
tapeesa (08.04.2021, 20:35):
Rossini - Der Barbier von Sevilla
Libretto: Cesare Sterbini
Roberto Servile, Sonia Ganassi, Ramón Vargas, Angelo Romero, Franco De Grandis,
Hungarian Radio Chorus, Failoni Chamber Orchestra, Budapest, Will Humburg
Amonasro (08.04.2021, 20:57):


Erich Wolfgang Korngold: Violinkonzert op. 35 & Violinsonate op. 6

Kristóf Baráti (Violine)
Gábor Farkas (Klavier)

Philharmonie Zuidnederland, Otto Tausk

Gruß Amonasro
Marcie (09.04.2021, 06:46):
Philidor (09.04.2021, 09:52):
Hier ging es wieder alert in den Tag.

Johann Sebastian Bach

Brandenburgisches Konzert Nr. 6 B-Dur BWV 1051
Brandenburgisches Konzert Nr. 4 G-Dur BWV 1049
Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur BWV 1047

Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (09.04.2021, 10:31):
Nikolai Rimsky-Korsakov - Skazka o Tsare Saltane (Das Märchen vom Zaren Saltan)
Libretto: Wladimir Belski, nach dem gleichnamigen Märchen von Alexander Puschkin
Malaysian Philharmonic Orchestra, Kees Bakels

Nikolai Rimsky-Korsakov - Scheherazade
Lorand Fenyves, Violine
L'Orchestre de la Suisse Romande, Ernest Ansermet
Philidor (09.04.2021, 16:03):
Finale.

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen
Dritter Tag - Götterdämmerung

Siegfried - Ludwig Suthaus
Brünnhilde - Martha Mödl
Hagen - Josef Greindl
Gunther - Alfred Poell
Gutrune - Sena Jurinac
Alberich - Alois Pernerstorfer
Waltraute - Margarete Klose
Nornen - Margarete Klose, Hilde Rössl-Majdan, Sena Jurinac
Rheintöchter - Sena Jurinac, Magda Gabory, Hilde Rössl-Majdan

Orchestra Sinfonica e Coro della Radio Italiana

Wilhelm Furtwängler



Der RAI-Ring aus dem Jahr 1953, aktweise bei öffentlichen Aufführungen mitgeschnitten, ist imho wirklich ganz wunderbar, zumal in diesem Remastering.

Martha Mödl hatte vielleicht nicht den Flagstad-Stahl in ihrer Stimme, bringt dafür eine herrliche Durchzeichnung der Emotion - und mehr Wärme im Klang. Ich mag beide nicht missen und freue mich auf die Aufnahmen mit Astrid Varnay (Krauss, Keilberth, Knappertsbusch).

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (09.04.2021, 16:58):
Nochmal Gehupftes à la russe.

Igor Strawinsky: Le Sacre du printemps
(Fassung von 1947)

London Symphony Orchestra
Claudio Abbado



Nicht schlecht, wirklich nicht schlecht ... hoffentlich klappt das jetzt mal mit dem Frühling!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (09.04.2021, 18:20):
México ...

Carlos Chávez: Sinfonie Nr. 6 (1961)

London Symphony Orchestra
Eduardo Mata



Mit landestypischer Passacaglia am Ende. ;)

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (09.04.2021, 19:23):
Max Bruch:

Schottische Fantasie op. 46

Violinkonzert Nr. 1 g-moll op. 26

Joshua Bell, Violine und Leitung

Academy of St. Martin in the Fields

(Sony, 9/2017, London)
Marcie (09.04.2021, 20:57):
tapeesa (09.04.2021, 21:56):
Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 1 in D-Dur & "Blumine"
The Philadelphia Orchestra, Eugene Ormandy
Cetay (inaktiv) (10.04.2021, 05:32):


Robert Schumann - Violinkonzert d-Moll, WoO 23
Orchestre de chambre de Paris, Thomas Zehetmair (Violine & Leitung)
Philidor (10.04.2021, 10:16):
Strawinsky neoklassidingenskirchen. Jedenfalls ebenfalls gehupft.

Igor Strawinsky: Pulcinella
(Rev. Fassung von 1947)

Teresa Berganza, Mezzosopran
Ryland Davies, Tenor
John Shirley-Quirk, Bassbariton
London Symphony Orchestra
Claudio Abbado



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.04.2021, 11:06):
Dann wieder Musik aus den Estados Unidos Mexicanos.

Silvestre Revueltas: La noche de los mayas

Orquesta Filarmónica de la Ciudad de México
Enrique Bátiz



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (10.04.2021, 11:30):
Joseph Haydn:

Sinfonie Nr. 102 B-Dur

Orpheus Chamber Orchestra

(DG, 12/1988, New York)
Leonardo (10.04.2021, 12:26):
Joseph Haydn:

Sinfonien Nr. 53 & 64

Oregon Symphony,

Carlos Kalmar, Ltg.

(Pentatone, 2016)
Leonardo (10.04.2021, 13:09):
W. A. Mozart:

Klavierkonzerte Nr. 15 & 17

Leonard Bernstein, Klavier & Leitung

Columbia Symphony Orchestra

(Sony, 5/1956, NYC)
Philidor (10.04.2021, 14:27):
Mal hören, was es bei Dvořák 5 so gibt.

Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 5 F-Dur op. 76

Česká filharmonie
Jiří Bělohlávek



Ach - der Bělohlávek hat bei Celibidache studiert ... sieh mal einer an. Aber wohl nicht mit Studentenausweis.

Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (10.04.2021, 14:28):

Gustav Holst - The Planets, op. 32
RPO, James Judd
tapeesa (10.04.2021, 15:13):
Harry Partch - The Wayward (cycle or 4 pieces for voices & Partch instruments)

1. Barstow. Eight Hitchhiker Inscriptions from a Highway Railing at Barstow, California
2. San Francisco. A Setting of the Cries of Two Newsboys on a Foggy Night in the Twenties
3. The letter. A Depression Message from a Hobo Friend

Stephen Kalm, Robert Osborne
Newband, Dean Drummond

Nachträglich zur Aufnahme entdeckt:
"A collection of musical compositions based on the spoken and written words of hobos and other characters - the result of my wanderings in the Western part of the United States 1935-1941" (Harry Partch)
Philidor (10.04.2021, 17:29):
Das G.Wand-Hausorchester.

Franz Schubert: Sinfonie Nr. 8 (9) C-Dur D 944

Münchner Philharmoniker
Günter Wand



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.04.2021, 18:28):
Yeah.

Igor Strawinsky: Der Feuervogel
(vollständiges Ballett, 1910)

London Philharmonic Orchestra
Bernard Haitink



Bestens geeignet, die Behauptungen vom angeblichen Langweiler Haitink zu widerlegen.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.04.2021, 19:48):
Nun noch ein wenig kapitales Clavierspiel.

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110

Ronald Brautigam, Fortepiano



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (11.04.2021, 05:08):
25 Grad, Sonne, Kopfhörer auf. Ich sample mich durch diverse Aufnahmen mit Thomas Zehetmair als Solist, Dirigent und Leiter seines Quartetts. Bisher gehört: Beethoven - op. 135, Vivaldi - 4 Jahreszeiten, Paganini - 24 Capricen (Auswahl), Schumann - Quartett Nr. 1, Ysaye - Solosonate Nr. 1. Alles ganz hervorragend.

Jetzt wird es zu heiss, da ist kühles, klares Quellwasser das richtige:



Jean Sibelius - Sinfonie Nr. 6 d-Moll, op. 104
Northern Sinfonia, Thomas Zehetmair
Marcie (11.04.2021, 07:37):
Philidor (11.04.2021, 09:20):
Hier Musik zum heutigen Sonntag Quasimodogeniti - Leipzig, 8. April 1725.

Johann Sebastian Bach: "Am Abend aber desselbigen Sabbats" BWV 42

Yukari Nonoshita, Robin Blaze, James Gilchrist, Dominik Wörner
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Ein herrliches Werk, insbesondere Sinfonia und Alt-Arie.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (11.04.2021, 09:45):
Erik Satie - The Rosicrucian Music 1891 - 1895
aus: The Complete Piano Music Vol. 2

Première Pensée Rose + Croix
Trois Préludes du "Fils des étoiles"
Sonneries de la Rose et Croix
Préludes Nr. 1 - 4
Messe des pauvres (Auszug)
Pages Mystiques

Olof Höjer, Klavier
Philidor (11.04.2021, 13:15):
Nun Günter Wand bei der Perpetuierung seines Repertoires.

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Deutsches Sinfonie-Orchester Berlin
Günter Wand



Na, das klingt doch auf den ersten Lausch aufregender als seine Bruckner-Deutungen mit den Philharmonikern aus der Herbertstraße.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (11.04.2021, 13:16):
Leonardo (11.04.2021, 14:01):
Johannes Brahms:

Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

BBC Symphony Orchestra,

Sir Adrian Boult, Ltg.

(ICA/BBC, 06.08.1977, live, Royal Albert Hall, London)
Marcie (11.04.2021, 14:58):
Philidor (11.04.2021, 16:45):
Hier nochmals Strawinsky auf neoklassischen Wegen.

Igor Strawinsky: Jeu de cartes

London Symphony Orchestra
Claudio Abbado



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.04.2021, 17:25):
Sehr stark, imho.

Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 5 F-Dur op. 76

Oslo Philharmonic Orchestra
Mariss Jansons



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (11.04.2021, 17:35):
Johannes Brahms:

Violinkonzert D-Dur op. 77

Joshua Bell, Violine

Cleveland Orchestra,

Christoph von Dohnanyi, Ltg.

(Decca, 1996)
Philidor (11.04.2021, 17:50):
Hier weiter lateinamerikanisch.

Francisco Mignone: Sinfonia tropical (1958)

São Paulo Symphony Orchestra
John Neschling



Freue mich aufs Wiederhören.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.04.2021, 18:21):
Die Musiker von St. Pauli haben mich begeistert, ich wollte davon mehr hören:

Paul Hindemith: Sinfonie "Mathis der Maler"

São Paulo Symphony Orchestra
John Neschling



Boah ... Hammeraufnahme, alles, was recht ist ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.04.2021, 19:33):
Nun Vergeistigteres.

Franz Liszt: Années de pèlerinage - Première année: Suisse

Alfred Brendel, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (12.04.2021, 03:41):


Telmann & Haydn - Hornkonzerte / Leopold Mozart - Sinfonia da caccia
Adam Friedrich, Franz Liszt Kammerorchester Budapest, Janos Rolla
Georg Friedrich Telemann, Hornkonzert D-Dur, TWV 51:D8
Joseph Haydn, Konzert für 2 Hörner Es-Dur, Hob. VIId:2
+ Tibor Maruza
Joseph Haydn, Hornkonzert D-Dur, Hob. VIId:2
Leopold Mozart, Sinfonie G-Dur für 4 Hörner und Orchester "Sinfonia da caccia / Jagdsinfonie"
+ Istvan Borza, Miklos Nagy, Tibor Maruza
Cetay (inaktiv) (12.04.2021, 08:42):


Ottorino Respighi - Römische Trilogie
Sinfonia of London, John Wilson

Schon die normale Stereospur dieser 5-Kanal-Surround-Aufnahme bietet ein Klangserlebnis, wie ich es selten zu hören bekomme. Wichtig: das wird nicht mit der plakativen Darstellung der Werke als reine Schaustücke erkauft. Es bläst nicht vom Stuhl, sondern fesselt an denselben. Stark.
Cetay (inaktiv) (12.04.2021, 14:58):


Charles Ives - Symphony No. 3
RSO Saarbrücken, Michael Stern
Symphony No. 3 "The Camp Meeting"
Four Ragtime Dances for Theatre Orchestra
Robert Browning Overture
Ives ist auch so einer, bei dem ich mich jedesmal wenn ich ihn höre frage, warum ich ihn so selten höre. ?(
Philidor (12.04.2021, 18:38):
Hier wieder der Böhme.

Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 5 F-Dur op. 76

Staatskapelle Dresden
Otmar Suitner



Hm ... da ziehe ich weiterhin Mariss Jansons vor.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (12.04.2021, 18:44):
- Beethoven: Die Geschöpfe des Prometheus-Ouvertüre
- Schönberg: Ein Überlebender aus Warschau op. 46*
- Stravinsky: L'Oiseau de feu-Suite Nr. 2 (1919)

Maximilian Schell, Rezitation*
Jeunesse-Chor Wien*,
European Community Youth Orchestra,

Claudio Abbado, Ltg.

(Orfeo/ORF, 13.08.1979, live, Felsenreitschule)
Philidor (12.04.2021, 20:04):
Nun wieder Strawinsky-Hupf.

Igor Strawinsky: Pétrouchka
(Version 1911)

London Philharmonic Orchestra
Bernard Haitink



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (12.04.2021, 21:45):
Giacomo Puccini - La Bohème
Libretto: Luigi Illica & Giuseppe Giacosa nach dem Roman "Les Scènes de la vie de bohème" von Henri Murger
Mirella Freni, Nicolai Gedda, Mariella Adani, Mario Sereni
Orchestra e Coro del Teatro dell'Opera di Roma, Thomas Schippers
Jan Van Karajan (12.04.2021, 21:58):
Hier mal wieder edelste Kammermusik:

Johannes Brahms: Cellosonaten Nr. 1 & 2

Mstislaw Rostropowitsch, Cello

Rudolf Serkin, Klavier

:down :down :down :down :down :down :down :down :down :down

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (13.04.2021, 00:13):

Vivaldi - Gloria / Bach - Magnificat
Boston Baroque, Martin Pearlman
Antonio Vivaldi - Gloria D-Dur, RV 589
Johann Sebastian Bach - Magnificat D-Dur, BWV 243
Dieses Ensemble werde ich im Ohr behalten.
Marcie (13.04.2021, 10:28):
Igor Stravinsky - Pulcinella

Teresa Berganza,
Ryland Davies,
John Shirley-Quirk,

London Symphony Orchestra & Claudio Abbado.
Leonardo (13.04.2021, 12:29):
Joseph Haydn:

Sinfonien Nr. 53, 73, 79

Orpheus Chamber Orchestra

(DG, 1991)
Marcie (13.04.2021, 13:51):
Noch einmal meine liebsten Planeten:
Philidor (13.04.2021, 17:58):
Hier wieder Böhmisches.

Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 5 F-Dur op. 76

Berliner Philharmoniker
Rafael Kubelik




Hat mir sehr gut gefallen! Ist allerdings klanglich etwas fetter als bei Jansons.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.04.2021, 18:44):
Nun wieder Strawinsky-Hupf.

Igor Strawinsky: Le Sacre du printemps

London Philharmonic Orchestra
Bernard Haitink



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (13.04.2021, 19:03):
Bei Streichquartetten bin ich in aller Regel nicht schnell zu überzeugen oder zu begeistern. Bislang haben das nur Shostakovich und Weinberg geschafft.
Und nun, unerwarteterweise, Rued Langgaard.
Es ist dieses Werk:

Rued Langgaard:

Streichquartett Nr. 2 BVN 145 (1918, rev. 1931)
- 1. Sturmwolken auf dem Rückzug
- 2. Vorüberziehender Zug
- 3. Landschaft im Zwielicht
- 4. Die Wanderung

Nightingale String Quartet

(dacapo, 8/2011, Royal Danish Academy of Music)



Insgesamt dauert es gut 25 Minuten.
Die Satzüberschriften sprechen für sich.
Das dänische NSQ holt hier m. E. das Optimum heraus.
Ein unglaublich tolles Werk, das mir ein weiteres mal gezeigt hat, dass Langgaard mit Titulierungen wie "obskur" oder "komisch" nicht treffend beschrieben wird. Er war ein Könner.

Gruß,

Leonardo
Marcie (13.04.2021, 19:10):
@Leonardo

Auch seine Sinfonien kann ich Dir wärmstens empfehlen, falls Du die nicht eh schon kennst.
Leonardo (13.04.2021, 19:24):
Ja, danke, Marcie. Ich kenne einige seiner Sinfonien. Besonders die Aufnahme mit Sakari Oramo und den Wiener Philharmonikern hat mich begeistert. Kennst Du die?
Und wie findest du das zweite Streichquartett?

Gruß,

Leonardo
Marcie (13.04.2021, 19:42):
Ja, danke, Marcie. Ich kenne einige seiner Sinfonien. Besonders die Aufnahme mit Sakari Oramo und den Wiener Philharmonikern hat mich begeistert. Kennst Du die?
Und wie findest du das zweite Streichquartett?

Gruß,

Leonardo
Nein, ich habe das Sinfonien-Set mit Thomas Dausgaard, welches mir sehr gut gefällt.
Streichquartette kenne ich bislang noch gar keine von ihm. Aber das sollte ich wohl ändern. Danke für den Impuls.
Amonasro (13.04.2021, 23:19):


Jean-Baptiste Lully/Jean-Galbert de Campistron: Acis et Galatée

Acis - Jean-Paul Fouchécourt
Galatée - Véronique Gens
Polyphème - Laurent Naouri
L'Abondance/Aminte - Mireille Delunsch
Neptune - Thierry Félix
Apollon/Télème/Le prêtre de Junon - Howard Crook
Diane - Monique Simon
Scylla - Françoise Masset
Comus - Jean-Louis Meunier
Tircis - Rodrigo del Pozo

Chœur des Musiciens du Louvre
Les Musiciens du Louvre, Marc Minkowski

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (14.04.2021, 03:23):

Gustav Holst - The Planets, op. 32
Bergen PO, Andrew Litton
tapeesa (14.04.2021, 04:50):
Harrison Birtwistle:
Night's Black Bird, The Shadow of Night, The Cry of Anubis
Owen Stade (Tuba)
The Hallé, Ryan Wigglesworth

aus Crystal Tears:
- John Dowland - The First Booke of Songes or Ayres, 6. Now o now I needs must part
Concerto di Viole
- Robert Johnson - Have you seen the bright lily grow? Text: Ben Jonson
- John Dowland - The Third and Last Booke of Songes or Ayres, 2. Time stands still
Andreas Scholl, Julian Behr (Laute)
Cetay (inaktiv) (14.04.2021, 05:00):


Charles Ives - Robert Browning Overture
Nashville SO, Kenneth Schermerhorn

Was für ein Unterschied zu der Aufnahme mit Michael Stern. Dort lärmend, tumultartig und chaotisch in den schnellen Passagen, romantisch aufgedickt und expressiv in den langsamen. Hier zurückhaltend, geordnet und strukuriert in den schnellen und fein ziseliert, 'mystisch'-impressionistisch in den ruhigen Teilen. Man könnte sagen, Stern ist emotional und Schermerhorn sachlich, wenn beide Begriffe nicht so unscharf wären und bei letzterem nicht so oft die (falsch-)negative Konnotation 'langweilig' mitschwingen würde.
Leonardo (14.04.2021, 12:31):
Ludwig van Beethoven:

Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Chamber Orchestra of Europe,

Nikolaus Harnoncourt, Ltg.

(Teldec, 1990, live)
Philidor (14.04.2021, 16:54):
Hier der Jubilar des Jahres.

Josquin Desprez: Missa L'homme armé super voces musicales

The Tallis Scholars
Peter Phillips



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.04.2021, 17:37):
Der heutige kommt aus England.

Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 5 F-Dur op. 76

London Symphony Orchestra
István Kertész



Spritzig, aber für meine Ohren auch ein wenig al fresco drauflos. Das klang bei Jansons raffinierter.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.04.2021, 19:12):
Und nochmals Strawinsky.

Igor Strawinsky: Apollon musagète
(Version 1947)

London Philharmonic Orchestra
Bernard Haitink



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.04.2021, 20:57):
Auch Beethovens späte As-Dur-Sonate lief nochmal.

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110

Igor Levit, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (14.04.2021, 23:01):


Heitor Villa-Lobos: Choros Nr. 6, 1, 8, 4 & 9

Fabio Zanon (Gitarre, Nr. 1)
São Paulo Symphony Orchestra, John Neschling

Gruß Amonasro
tapeesa (15.04.2021, 08:50):
Mikalojus Konstantinas Čiurlionis:

Kęstutis (Sinfonische Ouvertüre), Im Wald, Das Meer
Lithuanian National Symphony Orchestra, Modestas Pitrėnas

Jūra (The Sea) & Miške (In the Forest) (Sinfonische Dichtungen)
Preliudai for String Orchestra
Dainele: Grave
Preludias (Tranquillo, Andante), Preludias op 7, No. 2 & 12, No. 1
Slovak Philharmonic Orchestra, Juozas Domarkas

Stefana Sabin, auf faust-kultur (.de):
"Čiurlionis malte, was er komponierte, und komponierte, was er malte. „Ich stelle mir die Welt als eine gemalte Symphonie vor,“ schrieb er einmal. Er bezeichnete Bilder als Sonaten oder Préludes und die Klavierstücke als „symphonische Landschaften."

Mikalojus Konstantinas Čiurlionis: Meeressonate, Finale (von 1908, gemeinfrei)
https://de.wikipedia.org/wiki/Mikalojus_Konstantinas_%C4%8Ciurlionis#/media/Datei:Juros_sonata.Finale.jpg
Leonardo (15.04.2021, 11:27):
William Sterndale Bennett:

Klavierkonzert Nr. 1 d-moll op. 1

Malcolm Binns, Klavier

London Philharmonic Orchestra,

Nicholas Braithwaite, Ltg.

(Lyrita, 1990)
Leonardo (15.04.2021, 17:49):
Noch ein Klavierkonzert des englischen Mendelssohn- und Schumann-Zeitgenossen, die Ihn überschwänglich lobten:

William Sterndale Bennett:

Klavierkonzert Nr. 5 f-moll

Malcolm Binns, Klavier

Philharmonia Orchestra,

Nicholas Braithwaite, Ltg.

(Lyrita, 1990)
Philidor (15.04.2021, 18:11):
Heute wieder mit Heimvorteil.

Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 5 F-Dur op. 76

Tschechische Philharmonie
Karel Šejna



Sehr fein.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (16.04.2021, 07:26):
tapeesa (16.04.2021, 08:13):
Olivier Messiaen - La Nativité du Seigneur
Wolfgang Rübsam an der Cavaillé-Coll Orgel der Kathedrale Sainte-Croix in Orléans
tapeesa (16.04.2021, 10:41):
The Raven Nevermore
Moritz Eggert - Music of Infinite Variety
Stuttgarter Kammerorchester, Michael Hofstetter

"Ich bin der Welt abhanden gekommen" / nach Rückert, das erste Stück auf der CD, ist beim Streaming-Anbieter auch rausgenommen.

Deswegen nun noch:

Gustav Mahler - Ich bin der Welt abhanden gekommen
Text: Friedrich Rückert
Marjana Lipovšek (Mezzosopran)
Berliner Philharmoniker, Claudio Abbado
Leonardo (16.04.2021, 11:58):
Ludwig van Beethoven:

Tripelkonzert C-Dur op. 56

Aimard, Zehetmair, Hagen

Chamber Orchestra of Europe,

Nikolaus Harnoncourt, Ltg.

(Teldec, 2004)
Leonardo (16.04.2021, 12:39):
Ludwig van Beethoven:

Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Le Concert des Nations,

Jordi Savall, Ltg.

(Alia Vox, 2019)
Amonasro (16.04.2021, 13:59):


Bohuslav Martinů:

Cellokonzert Nr. 1
Cellokonzert Nr. 2
Concertino für Violoncello, Bläser, Klavier und Schlagzeug

Raphael Wallfisch (Cello)
Czech Philharmonic Orchestra, Jiří Bělohlávek

Gruß Amonasro
palestrina (16.04.2021, 16:38):
Nach dem ich nur zuerst die Walküre* hätte und sie mir ausgesprochen gut gefiel dachte ich, bei dem Preis vom Urwaldfluss kann ich mir auch das Gesammtpaket zulegen!
* ich sammle nämlich Walküren :leb
Heute fange ich mal wieder mit dem Rheingold an......



.....für mich ist zuerst mal das Orchester der Star der Aufnahme, da kann so man anderes sich eine Scheibe abschneiden, was Jaap van Zweden da aus dem Orchester herausholt ist schon aller Ehren wert.
Gesanglich liegt Goerne der Wotan hervorragend in der Kehle, der ganze Rest wird seinen Rollen mehr als gerecht, für mich ist dieser Ring sehr gelungen im Gegensatz zu mach anderen hochgejubelten!

LG palestrina
Philidor (16.04.2021, 18:58):
Hier nochmal die Fünfte mit Jansons

Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 5 F-Dur op. 76

Oslo Philharmonic Orchestra
Mariss Jansons



Jo, passt. Die bleibt bei mir zusammen mit der Sejna-Aufnahme auf dem Treppchen.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (16.04.2021, 19:24):
Und nochmals die Polizei-Sonate.

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110

Alfred Brendel, Klavier



... aus seiner zweiten GA für Philips. Imho sehr hörenswert.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (16.04.2021, 19:25):
ich sammle nämlich Walküren
... es gibt doch nur neun ... :D

... aber im Ernst: Welche sind denn Deine Favoriten unter den Aufnahmen des Werks?

Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (17.04.2021, 06:19):

Joseph Haydn - 12 Londoner Symphonien
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

Daraus Hob. I:94 G-Dur & 93 D-Dur
Philidor (17.04.2021, 09:25):
Hier Mozart am Morgen.

Wolfgang Amadé Mozart

Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201
Sinfonie Nr. 31 D-Dur KV 297 "Pariser"

Scottish Chamber Orchestra
Sir Charles Mackerras



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.04.2021, 10:20):
Nun ein Traumduo. Warum haben die nicht mehr aufgenommen?

Robert Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54

Martha Argerich, Klavier
Chamber Orchestra of Europe
Nikolaus Harnoncourt



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (17.04.2021, 10:50):
Joseph Haydn - Sonates et Variations pour le Pianoforte
Paul Badura-Skoda

Für später:

Joseph Haydn - L'anima del filosofo: Orpheus und Eurydice (Live), Hob. XXVIII:13
Libretto: Carlo Francesco Badini
Elena Xanthoudakis, Andrew Goodwin, Derek Welton, Craig Everingham
Cantillation
Orchestra of the Antipodes, Antony Walker
Leonardo (17.04.2021, 11:43):
Joseph Haydn:

Sinfonien Nr. 45 & 81

Orpheus Chamber Orchestra

(DG, 1987)
Philidor (17.04.2021, 12:03):
Hammeraufnahme.

Igor Strawinsky: L'Oiseau de feu
(Fassung von 1910 in der Orchestrierung von 1919)

Royal Concertgebouw Orchestra
Mariss Jansons



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.04.2021, 14:46):
Kathedralen.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5 B-Dur

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Günter Wand



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (17.04.2021, 15:39):
Joseph Haydn:

Klaviersonaten Nr. 20, 33, 29, 31

Zoltán Kocsis, Klavier

(Hungaroton, 1976)
Philidor (17.04.2021, 15:45):
Klavier auch hier:

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110

Emil Gilels, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (17.04.2021, 16:57):
Ich brauche jetzt mal wieder das:

Charles Ives:

Symphony No. 2

Dallas Symphony Orchestra,

Andrew Litton, Ltg.

(Hyperion, 1/2005, live, Dallas)



Das sind und bleiben ausgezeichnete Ives-Aufnahmen.
Orchester wie Dirigent scheinen eine Art intuitives Verständnis für diesen Komponisten zu haben.
Diese Mischung aus Sentiment, Witz, Lyrismus, greller Schärfe und Draufgängertum ist sehr eigenwillig und nicht leicht zu realisieren.

Leonardo
tapeesa (17.04.2021, 17:07):
Haydn, Mozart, Schumann - Piano Trios
aktuell:
Joseph Haydn - Klaviertrio in g-Moll Hob. XV:19, I. Andante
Emil Gilels (Klavier), Leonid Kogan (Violine), Mstislav Rostropovich (Violoncello)

Das hat ja fast Wiegenliedcharakter. Wunderschön.
https://www.altenbergtrio.at/haydn-trio-g-moll-hob-xv19-op-70-nr-2/
Auf der verlinkten Seite des Altenberg Trios steht, dass der erste Satz des Klaviertrios "ursprünglichster Haydn" sei (Claus-Christian Schuster).
Leonardo (17.04.2021, 19:14):
Olivier Messiaen:

Turangalila - Sinfonie

Roger Muraro, Klavier
Valerie Hartmann-Claverie, Ondes Martenot

Orchestre Philharmonique de Radio France,

Marek Janowski, Ltg.

(RCA, 9/1992, Studio 104, Radio France)
Amonasro (17.04.2021, 21:29):


Richard Strauss/Hugo von Hofmannsthal: Der Rosenkavalier

Feldmarschallin Fürstin Werdenberg - Régine Créspin
Baron Ochs auf Lerchenau - Manfred Jungwirth
Octavian - Yvonne Minton
Herr von Faninal - Otto Wiener
Sophie - Helen Donath
Jungfer Marianne Leitmetzerin - Emmy Loose
Valzacchi - Murray Dickie
Annina - Anne Howells
Ein Polizeikommissar - Herbert Lackner
Ein Sänger - Luciano Pavarotti

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Wiener Philharmoniker, Sir Georg Solti

Gruß Amonasro
Philidor (18.04.2021, 08:59):
Hier Nachösterliches.

Johann Sebastian Bach: "Kommt, eilet und laufet" BWV 249
(Osteroratorium, Fassung von 1749)

Yukari Nonoshita, Patrick van Goethem, Jan Kobow, Chiyuki Urano
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.04.2021, 10:21):
Und zweimal Bach zum Tage, heute ist der Sonntag "Misericordias Domini", der vom guten Hirten erzählt.

Johann Sebastian Bach

"Ich bin ein guter Hirt" BWV 85
"Der Herr ist mein getreuer Hirt" BWV 112

Carolyn Sampson (BWV 85), Hana Blažíková (BWV 112), Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Bach hat BWV 85 im zweiten Leipziger Jahrgang komponiert. Den hat er als Choralkantatenjahrgang begonnen, aber ab Ostermontag wieder gewöhnliche Kantaten geschrieben - warum auch immer, vielleicht war sein Textdichter, der die Überarbeitung der in Rezitative und Arien besorgt hatte, abhanden gekommen.So ist auch BWV 85 eine "gewöhnliche" Kantate. -

Die Lücken füllte Bach jedoch in späteren Jahren teilweise auf, so entstand auch die Choralkantate BWV 112. - Man kann wohl sagen, dass der Choralkantatenjahrgang sein größes Projekt überhaupt war.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.04.2021, 11:59):
Hier wieder Frühes von Schönberg, uneitel dargeboten.

Arnold Schönberg

Zwei Gesänge op. 1
Vier Lieder op. 2
Sechs Lieder op. 3

Konrad Jarnot, Bariton
Urs Liska, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
palestrina (18.04.2021, 12:15):
ich sammle nämlich Walküren
... es gibt doch nur neun ... :D
... aber im Ernst: Welche sind denn Deine Favoriten unter den Aufnahmen des Werks?

Gruß
Philidor

:hello
Lieber Philidor, ich picke mal 4 heraus die mir lieb und teuer sind....


...Lorenz und die Mödl als Siegmund und Sieglinde erste Sahne!
Einzig bei den Keilberth's dieser Zeit was mir missfällt ist ewig der Hotter als Wotan!


Hier, Vinay als Siegmund mit Gré Brouwenstijn und der Varnay als Sieglinde und einmal die Varnay und einmal die Mödl als Brünhilde beide Aufnahmen '55. :!:


Diese Aufnahme habe ich mindestens 8X gesehen mit Frank van Aken und seiner Ehefraus Eva Maria Westbroek als Siegmund und Sieglinde, sowie dem herrlichen Terje Stensvold als Wotan und Susan Bullock als Brünhilde! :down

Ach, aber es gibt ja noch viele wunderbare Walküre Einspielungen!

LG palestrina
Philidor (18.04.2021, 12:43):
Hinterher wieder Beethoven.

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110

Maurizio Pollini, Klavier



Die bekannte, eher nüchterne Darstellung.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.04.2021, 13:14):
Das passt schon besser zum frühen Schönberg.

Richard Strauss: Klaviersonate h-Moll op. 5

Glenn Gould, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (18.04.2021, 13:36):
Es ist an der Zeit, diese Box endlich einmal näher zu begutachten:

Joseph Haydn:

Sinfonie Nr. 102 B-Dur

Wiener Sinfoniker,

Hermann Scherchen, Ltg.

(Westminster/DG, 1951, Wien)
Amonasro (18.04.2021, 14:17):


Johann Sebastian Bach: Sonaten und Partiten für Violine solo ("Sei Solo a Violino senza Basso accompagnato")

Gidon Kremer

Gruß Amonasro
Philidor (18.04.2021, 14:24):
Gleich zweimal gehört, weil die Aufnahme so hinreißend ist:

Arnold Schönberg: Verklärte Nacht op. 4

Leipzger Streichquartett
Hartmut Rohde, Viola
Michael Sanderling, Violoncello



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.04.2021, 14:37):
Hier, Vinay als Siegmund mit Gré Brouwenstijn und der Varnay als Sieglinde und einmal die Varnay und einmal die Mödl als Brünhilde beide Aufnahmen '55.Diese Aufnahme habe ich mindestens 8X gesehen mit Frank van Aken und seiner Ehefraus Eva Maria Westbroek als Siegmund und Sieglinde, sowie dem herrlichen Terje Stensvold als Wotan und Susan Bullock als Brünhilde!
Lieber Palestrina,

vielen Dank für Deine ausführliche Rückmeldung! Der 1955er Keilberth-Ring steht hier im Regal, später wurden ja zwei alternative Einzelaufnahmen nachgereicht, insbes. mit Martha Mödl in der Titelpartie ... meinst Du, die Alternativ-Aufnahme könne selbst dann lohnen, wenn der ganze 1955er Ring mit Keilberth im Plattenregal steht?

Ansonsten denke ich bei der Walküre gerne an New York 1941 mit dem Bühnendebüt der Varnay unter Leinsdorf, und dann gerne noch an die Studioaufnahme desselben Dirigenten. Außerdem noch an Furtwänglers Studioaufnahme, die ja hätte zum ganzen RIng werden sollen.

Viele andere haben teilweise ihre Meriten (ja, auch Solti; Karajan, Kna, ...), aber diese drei wären bei mir vorne.

Und Du meinst, ich solle in die Frankfurter Walküre unbedingt mal reinschauen ...?

Gruß
Philidor

:hello
palestrina (18.04.2021, 15:11):
meinst Du, die Alternativ-Aufnahme könne selbst dann lohnen, wenn der ganze 1955er Ring mit Keilberth im Plattenregal steht?
Lieber Philidor, natürlich allein wegen der Mödl als Brünhilde!


Und Du meinst, ich solle in die Frankfurter Walküre unbedingt mal reinschauen ...?
Ja, auch die Inszenierung ist wunderbar!

Natürlich haben die div.Walküren auch ihr Meriten, aber jeder nach seinem Gusto! :hello
So findet einjeder seine Aufnahme!

LG palestrina
Philidor (18.04.2021, 15:54):
Lieber Philidor, natürlich allein wegen der Mödl als Brünhilde!
Irgendwie dachte ich mir das ... habe sie gerade noch von Furtwänglers RAI-Ring in bester Erinnerung ...
Ja, auch die Inszenierung ist wunderbar!
Wie soll ich das bloß erklären ...? Ich glaube, das geht nur als "Altersvorsorge" durch - wenn ich dereinst im wohlverdienten Ruhestand bin, werde ich Zeit haben, das alles zu goutieren ... :D

Hier nach Schönberg noch Brahms:

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Berliner Philharmoniker
Cluadio Abbado



Gruß
Philidor

:hello
palestrina (18.04.2021, 16:47):
wenn ich dereinst im wohlverdienten Ruhestand bin, werde ich Zeit haben, das alles zu goutieren ...
Nun dann beeil dich mal lieber Philidor, deshalb habe ich sozusagen den ganzen Tag Zeit meiner Muse zu frönen! :rofl

LG palestrina
tapeesa (18.04.2021, 17:14):
Beloved that Pilgrimage
Theodore Chanler - Epitaphs
Samuel Barber - Hermit Songs
Aaron Copland - Poems of Emily Dickinson
Sanford Sylvan (Bariton), David Breitman (Klavier)
Philidor (18.04.2021, 19:42):
Hier Ernstes.

Wolfgang Amadé Mozart: Idomeneo KV 366

Idomeneo - John Mark Ainsley
Idamante - Pavol Breslik
Ilia - Juliane Banse
Elettra - Annette Dasch
Arbace - Rainer Trost
Gran Sacerdote - Guy de Mey
La voce - Steven Humes

Bewegungsschor der Bayerischen Staatsoper
Chor und Extrachor der Bayerischen Staatsoper
Bayerisches Staatsorchester

Kent Nagano

Inszenierung: Dieter Dorn



Inszeniert zur Wiedereinweihung des Cuvilliés-Theaters in München

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (19.04.2021, 17:40):
Hür Hüstorisches.

Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61

Erich Röhn, Violine
Berliner Philharmoniker
Wilhelm Philharmoniker

live Alte Philharmonie Berlin 12. Januar 1944



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (19.04.2021, 19:03):
Noch eine historische Aufnahme, historisch belastet. Heute vor 79 Jahren.

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125

Erna Berger, Gertrude Pitzinger, Helge Rosvaenge, Rudolf Watzke
Bruno-Kittel-Chor
Berliner Philharmoniker
Wilhelm Furtwängler



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (19.04.2021, 21:00):


Giuseppe Verdi/Antonio Ghislanzoni: Aida

Aida - Nina Stemme
Amneris - Luciana d’Intino
Radamès - Salvatore Licitra
Amonasro - Juan Pons
Ramfis - Matti Salminen
Il re - Günther Groissböck
Un messaggero - Miroslav Christoff
Una sacerdotessa - Christiane Kohl

Zürich Opera Orchestra & Chorus, Adam Fischer
Regie: Nicolas Joël

Eine sehr schöne, nicht überladene Inszenierung, die die Handlung im kolonialen Ägypten im 19. Jahrhundert verortet; allerdings nicht sehr konsequent: die Tempelszene wirkt in diesem Kontext wie ein Fremdkörper. Trotzdem: eine der wenigen Aidas auf DVD, die nicht in Hollywood-Kitsch verfallen. Die drei Protagonisten überzeugen, der sehr einförmig-laut singende Juan Pons fällt leider deutlich ab. Die ständigen Split Screens hätte es meines Erachtens nicht gebraucht.

Gruß Amonasro :hello
tapeesa (20.04.2021, 01:30):
Jean-Baptiste Lully - Isis
Libretto: Philippe Quinault

Thalie, Isis, Io - Ève-Maud Hubeaux
La Renommée, Melpomène, Mycène, Junon - Bénédicte Tauran
Calliope, Iris, Syrinx, Hébé - Ambroisine Bré
Apollon, Pirante, La Furie - Cyril Auvity
Jupiter, Pan - Edwin Crossley-Mercer
Neptune, Argus - Philippe Estèphe
Mercure - Fabien Hyon
Hiérax - Aimery Lefèvre
Deux nymphes - Julie Calbète & Julie Vercauteren

Chœur de Chambre de Namur
Les Talens Lyriques, Christophe Rousset
Cetay (inaktiv) (20.04.2021, 04:02):

Ludwig van Beethoven - Sonate für Pianoforte & Violine Nr. 5, F-Dur, op. 25 - "Frühling"
Hiro Kurosaki (Violine; Franz Geissenhof, Wien, 1801), Linda Nicholson (Fortepiano; Johann Fritz, Wien, 1812)

Jedesmal wenn ich eine Violinsonate von Beethoven herausgreife, bekomme ich anschliessend Lust, sie wiederholt in verschiedenen Aufnahmen zu hören. Am Ende ist es immer dieses Duo, das mir mit Abstand am besten gefällt. Der Klang und die Balance der Instrumente passt perfekt und wenn ich die Spielweise nur mit Oxymoronen (hier etwa: gravitätisch-leicht, leidenschaftlich-kontrolliert, perkussiv-fliessend) adäquat beschreiben kann, ist das immer ein gutes Zeichen.
Cetay (inaktiv) (20.04.2021, 08:31):
Durchdacht und historisch informiert bis in kleinste Detail. Körperhaltung, Gemütszustand, Atmung, Aufstellung, Grösse und Aufbau des Instruments, Material und Spannung der Saiten, Bogenform und insbesondere -als echte Neuerung- Bogentechnik. Letztere ist das Resultat einer langjährigen Forschungsarbeit, die schliesslich zu einer neuen Urtext-Edition führte. Diese noch nicht publizierte Edition ist die Grundlage der gehörten Aufnahme. Die Interpretin versteht das als "Projekt" und will daher so objektiv wie möglich bleiben. Als Cellist war es mein Ziel, eine Verbindung zwischen der Schwingung des Violoncello und der Harmonie herzustellen, damit Bachs Musik ihre Magie entfalten kann (Website der Interpretin). Na das ist doch mal was:


Johann Sebastian Bach - Suite für Violoncello solo Nr. 1, G-Dur, BWV 1007
Marianne Dumas
Leonardo (20.04.2021, 11:44):
"American Dreams"



Werke von Chadwick, Barber, Foote, Carpenter, Canning, Gershwin, Carmichael

Indianapolis Symphony Orchestra,

Raymond Leppard, Ltg.

(Decca, 1997)
Marcie (20.04.2021, 11:49):
Barber, da mache ich mit:
Philidor (20.04.2021, 18:17):
Hier wieder Beethoven.

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55

Deutsches Sinfonie-Orchester Berlin
Günter Wand



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (20.04.2021, 19:35):
Hinterher wurde zum Tanz aufgespielt.

Igor Strawinsky: Petrouchka

Serge Rechmaninow: Sinfonische Tänze op. 45

Concertgebouworkest
Mariss Jansons



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (21.04.2021, 03:40):

Ludwig van Beethoven - Sonate für Pianoforte & Violine Nr. 5, F-Dur, op. 24 - "Frühling"
Ryo Terakado (Violine; Landolfi, Milano, 1772), Boyan Vodenitcharov (Fortepiano; Clarke, 1992 - Nachbau v. Walter, 1773, Wien)

Auch ganz exquisit, mit denselben klanglichen und interpretatorischen Meriten wie Kurosaki/Nicholson.
Beide Frühlinge sind Teil einer GA, bei der je nach Kompositonsdatum ein zeitnahes historisches Tastenistrument oder ein Nachbau eingesetzt wird. Man kann nicht nur die kompositorische Entwicklung, sondern ebenso die des Instrumentenbaus verfolgen. Das finde ich spannend.
Gut gefallen hat mir auch die Aufnahme mit Schroeder/Immerseel. Es scheint, bei diesen Werken ist HIP erste Pflicht. Die Ausnahme sind -wie immer, wenn dieses Duo etwas anpackte- Ferras/Barbizet.
Cetay (inaktiv) (21.04.2021, 05:20):
Durchdacht und historisch informiert bis in kleinste Detail. Körperhaltung, Gemütszustand, Atmung, Aufstellung, Grösse und Aufbau des Instruments, Material und Spannung der Saiten, Bogenform und insbesondere -als echte Neuerung- Bogentechnik. Letztere ist das Resultat einer langjährigen Forschungsarbeit, die schliesslich zu einer neuen Urtext-Edition führte. Diese noch nicht publizierte Edition ist die Grundlage der gehörten Aufnahme. Die Interpretin versteht das als "Projekt" und will daher so objektiv wie möglich bleiben. Als Cellist war es mein Ziel, eine Verbindung zwischen der Schwingung des Violoncello und der Harmonie herzustellen, damit Bachs Musik ihre Magie entfalten kann (Website der Interpretin). Na das ist doch mal was:
(...)
Johann Sebastian Bach - Suite für Violoncello solo Nr. 1, G-Dur, BWV 1007
Marianne Dumas
Machmal erscheint es mir so, dass die Wirkung einer Neuaufnahme umgekehrt proportional zu dem Gewese, das darum gemacht wird, ist. Dieses -mit Verlaub- dröge Gesäge ist selbst für mich als eifriger Verfechter von no-nonsense Interpretationen schlicht unanhörbar. Ein Gutes hatte das aber. Auf der Website findet sich das Ergebnis einer unter +300 Cellisten durchgeführten Umfrage nach den besten Interpreten dieser Werke. Das ist nicht die schlechteste Führungshilfe fur eine weitere Beschäftigung.

Hier spielt jetzt Rang #2:


Johann Sebastian Bach - Suite für Violoncello solo Nr. 1, G-Dur, BWV 1007
Yo-Yo Ma (Aufnahme von 1983)
tapeesa (21.04.2021, 09:32):
Joseph Haydn - Konzert für Violoncello und Orchester in D-Dur Hob. VIIb:2, III. Rondo. Allegro
Arnold Choi (Violoncello)
Shanghai Opera House Orchestra, Guoyong Zhang

Heitor Villa-Lobos
- Bachianas Brasileiras Nos. 2 & 5
- Concerto for Guitar
- Amazonas
Orchestre National de Lyon, Emmanuel Krivine
Leonardo (21.04.2021, 12:13):
W. A. Mozart:

Klavierkonzert Nr. 25 C-Dur KV 503

Martha Argerich, Klavier

Orchestra Mozart,

Claudio Abbado, Ltg.

(DG, 2013, live, Luzern)
Amonasro (21.04.2021, 16:41):


Hector Berlioz: Les Troyens

Didon - Susan Graham
Cassandre/Clio - Anna Caterina Antonacci
Énée - Gregory Kunde
Anna - Renata Pokupić
Chorèbe - Ludovic Tézier
Panthée - Nicolas Testé
Narbal/Le Grand Prêtre - Laurent Naouri
Iopas - Mark Padmore
Ascagne - Stéphanie d’Oustrac
Hylas/Hélénus - Topi Lehtipuu
Le Fantôme d’Héctor - Fernand Bernadi
Priam/Mercure - René Schirrer
Hécube - Danielle Bouthillon
Deux sentinelles - Laurent Alvaro, Nicolas Courjal
Un soldat - Benjamin Davies
Un chef grec - Robert Davies
Polyxène - Frances Jellard
Andromaque - Lydia Koniordou
Astyanax - Quentin Gac

Monteverdi Choir, Chœur du Théâtre du Châtelet
Orchestre Révolutionnaire et Romantique, Sir John Eliot Gardiner
Regie, Bühnenbild & Kostüme: Yannis Kokkos

Schlichte, ansprechende Inszenierung. Die Sänger gefallen mir etwas besser als in der Version aus Covent Garden.

Gruß Amonasro
Philidor (21.04.2021, 17:02):
Hier wieder Günter Wands Repertoire-Wiederholungen

Ludwig van Beethoven

Ouvertüre zu "Coriolan" op. 62
Ouvertüre zu "Egmont" op. 84

Robert Schumann

Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120 (Zweite Fassung)

Deutsches Sinfonie-Orchester Berlin
Günter Wand



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.04.2021, 18:03):
So, das habe ich mir nun mal gegeben ...

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 101 D-Dur "Die Uhr"

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan



... und kann Cetays Worte eigentlich nur bestätigen. Im besten Sinne eine klassische Aufnahme. Eigentlich kein Wunder - bei Beethoven hat Karajan mehrfach vorgeführt, wie perfekt er Proportionen gestalten kann. Keine schlechten Kompetenzen für Haydn.

Das man es sich klanglich anders wünschen mag - geschenkt. Und dass "Witz" noch nie eine Stärke Karajanscher Wiedergaben war - auch geschenkt. Aber, dennoch, weitaus mehr als am Klang würde ich eben genau über diesen fehlenden Spielwitz mäkeln wollen.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.04.2021, 19:01):
Vom Feinsten.

Igor Strawinsky: Le Sacre du printemps
(Fassung von 1913)

Royal Concertgebouw Orchestra
Mariss Jansons



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (21.04.2021, 20:23):
Giuseppe Verdi - Otello
Ambrosian Opera and Boys' Chorus (John McCarthy)
National Philharmonic Orchestra, James Levine

Otello - Plácido DomingoDesdemona - Renata Scotto
Iago - Sherrill Milnes
Cassio - Frank Little
Roderigo - Paul Crook
Lodovico - Paul Plishka
Montano - Malcolm King
Emilia - Jean Kraft
Un araldo - Malcolm King
Leonardo (22.04.2021, 11:19):
W. A. Mozart:

Klavierkonzerte Nr. 11, 12, 13

Alexander Schimpf, Klavier

Bayerische Kammerphilharmonie,

Gabriel Adorjan, Ltg.

(Avi, 2019)
Cetay (inaktiv) (22.04.2021, 12:03):
So, das habe ich mir nun mal gegeben ...

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 101 D-Dur "Die Uhr"

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan

('...)

bei Beethoven hat Karajan mehrfach vorgeführt, wie perfekt er Proportionen gestalten kann. Keine schlechten Kompetenzen für Haydn.

Das man es sich klanglich anders wünschen mag - geschenkt. Und dass "Witz" noch nie eine Stärke Karajanscher Wiedergaben war - auch geschenkt. Aber, dennoch, weitaus mehr als am Klang würde ich eben genau über diesen fehlenden Spielwitz mäkeln wollen.
Davon gibt es hier ein gerüttelt Maß - bei ähnlichem Big Band Sound.


Joseph Haydn - Sinfonie D-Dur, Hob. I:101 "Die Uhr"
RPO, Thomas Beecham

Läuft hier noch von CD.
Cetay (inaktiv) (22.04.2021, 15:13):
Gerade verklangen mir bislang völlig unbekannte Werke von Martinů:


Bohuslav Martinů - Sinfonietta La Jolla & Toccata e due canzoni
Prager Kammerorchester, Václav Jan Sýkora

Das hat mir so gut gefallen, dass ich es gleich nochmal hören will. Ich bin erstaunt, wie oft das aufgenommen wurde. Es hat den Anschein, dass diese beiden Werke gerne gekoppelt werden, so unter anderm auf dem jetzt strömenden Album.


St. Paul Chamber Orchestra, Christopher Hogwood
Amonasro (22.04.2021, 17:06):


Antonio Vivaldi/Niccolò Beregan: Il Giustino

Giustino - Delphine Galou
Arianna - Emőke Baráth
Anastasio - Silke Gäng
Leocasta - Verónica Cangemi
Vitaliano - Emiliano Gonzalez Toro
Amanzio - Arianna Vendittelli
Andronico/Polidarte - Alessandro Giangrande
Fortuna - Rahel Maas

Accademia Bizantina, Ottavio Dantone

Gruß Amonasro
tapeesa (22.04.2021, 17:50):
Giuseppe Verdi - Il Trovatore
Libretto: Salvatore Cammarano

Manrico - Salvatore Licitra
Leonora - Barbara Frittoli
Il Conte di Luna - Leo Nucci
Azucena - Violeta Urmana
Ferrando - Giorgio Giuseppini
Ruiz - Ernesto Gavazzi
Ines - Tiziana Tramonti
Un Messo - Francesco Biasi
Un Vecchio Zingaro - Ernesto Panariello

Coro del Teatro alla Scala (Roberto Gabbiani)
Orchestra del Teatro alla Scala, Riccardo Muti
Philidor (22.04.2021, 18:04):
Veni redemptor.

Teodor CurrentzisLudwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

musicAeterna
Teodor Currentzis



Jo mei ... schaun's ... des is doch ganz nett, was die junge Leut da mache. Der Anfang vum zwoten Satz, jo, der is e bissele leise, aber sonst ... die gebbe sich doch soviel Müh ... also, ich finn das gued. Unn scheene Mussick isses aach.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (22.04.2021, 18:33):
Beecham, ja, das ist eine sehr gute Anregung. Der steht bei mir auch noch im Regal.

Joseph Haydn:

Sinfonien Nr. 96, 97, 98

Royal Philharmonic Orchestra,

Sir Thomas Beecham, Ltg.

(EMI, 1957/58)
Marcie (22.04.2021, 19:57):
Ich schmeiß mal eine eher unbekannte Haydnplatte mit in die Runde, die mir aber sehr gefällt:
Jan Van Karajan (22.04.2021, 21:58):
Ich griff zu Tongemälden:

Richard Strauss: Aus Italien, op. 16

Macbeth, op. 23

Staatskapelle Dresden, Rudolf Kempe

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (23.04.2021, 05:26):


Bohuslav Martinů - Sinfonie Nr. 5, H. 310
RSO des ORF Wien, Cornelius Meister
tapeesa (23.04.2021, 10:59):
aus: Der heitere Beethoven
Ludwig van Beethoven - "Der Floh" - Sechs Gesänge op. 75, 3. Aus Goethes Faust
Nicolai Gedda (Tenor), Jan Eyron (Klavier)

(Habe gelesen, dass Goethe nicht sehr erfreut war, dass seine Texte vertont wurden.)

Joseph Haydn - Piano Sonatas
Nos. 13, 33, 35, 39, 43, 47, 50 & 53 + Andante & Variations
Alain Planès
Leonardo (23.04.2021, 11:07):
Peteris Vasks:

Sinfonie für Streicher "Stimmen" (Balsis)

Sinfonietta Riga,

Maxim Rysanov, Ltg.

(BIS, 10/2018, Riga, Lettland)
Cetay (inaktiv) (23.04.2021, 12:01):


Bedřich Smetana - Má Vlast
Slowakische Staatsphilharmonie, Reinhard Seifried
Philidor (23.04.2021, 14:56):
Durchdacht und historisch informiert bis in kleinste Detail. Körperhaltung, Gemütszustand, Atmung, Aufstellung, Grösse und Aufbau des Instruments, Material und Spannung der Saiten, Bogenform und insbesondere -als echte Neuerung- Bogentechnik. Letztere ist das Resultat einer langjährigen Forschungsarbeit, die schliesslich zu einer neuen Urtext-Edition führte. Diese noch nicht publizierte Edition ist die Grundlage der gehörten Aufnahme. Die Interpretin versteht das als "Projekt" und will daher so objektiv wie möglich bleiben. Als Cellist war es mein Ziel, eine Verbindung zwischen der Schwingung des Violoncello und der Harmonie herzustellen, damit Bachs Musik ihre Magie entfalten kann (Website der Interpretin). Na das ist doch mal was:


Johann Sebastian Bach - Suite für Violoncello solo Nr. 1, G-Dur, BWV 1007
Marianne Dumas
Ich folgte Cetays Hinweis und gab mir die ersten drei Suiten - G-Dur, d-Moll, C-Dur, BWV 1007-1009 - und gebe ihm recht: Das brauche ich nicht öfter.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (23.04.2021, 14:58):
Ich höre diese Neuerscheinung:

Anton Bruckner:

Sinfonie Nr. 3 d-moll (1877, Nowak)

Wiener Philharmoniker,

Christian Thielemann, Ltg.

(Sony, 11/2020, Wien)



Tja nun, vom Hocker reisst mich das jetzt nicht. Es ist halt Thielemann. Da wird viel auszelebriert, die Spannung erlahmt, die Tempi werden gedehnt. Ab und zu gibt es "grosse Momente" (wie in der Werbung halt auch).
Da bleibe ich lieber bei Szell und Sinopoli.

Leonardo
Philidor (23.04.2021, 16:08):
Ich mache einen Cello-Tag.

Ludwig van Beethoven

Variationen über "Ein Mädchen oder Weibchen" WoO 66
Cellosonate A-Dur op. 69

Gautier Capuçon, Violoncello
Frank Braley, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (23.04.2021, 16:54):
Nun zum Glücklichen.

Felix Mendelssohn Bartholdy

Variations concertantes op. 17
Sonate Nr. 2 D-Dur für Violoncello und Klavier op. 58

Mischa Maisky, Violoncello
Sergio Tiempo, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (23.04.2021, 17:00):
Offensichtlich die Erstaufnahme dieser Sinfonie in Stereo:

Ernest Chausson:

Sinfonie B-Dur op. 20

Conservatoire-Orchester Paris,

Robert Denzler, Ltg.

(Eloquence/Decca, 5/1956, Paris)
Marcie (23.04.2021, 17:52):
#4 "Incantations", aus diesem fantastischen Set von Supraphon:
Philidor (23.04.2021, 18:39):
Nun eine der Perlen im Repertoire.

César Franck: Violinsonate A-Dur
(für Violoncello bearbeitet von Delsart)

Jacqueline du Pré, Violoncello
Daniel Barenboim, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (23.04.2021, 22:39):


Gaetano Donizetti/Giovanni Ruffini: Don Pasquale

Don Pasquale - Ruggero Raimondi
Ernesto - Juan Diego Flórez
Norina - Isabel Rey
Malatesta - Oliver Widmer
Un notaro - Valeriy Murga

Chorus and Orchestra of the Opernhaus Zürich, Nello Santi
Regie: Grischa Asagaroff

Gruß Amonasro
tapeesa (24.04.2021, 06:39):
Rebecca Saunders - Fury I für Kontrabass solo
Florentin Ginot (Kontrabass)

Rebecca Saunders - Stirrings Still II
Riot Ensemble

Sofia Gubaidulina - Am Rande des Abgrunds
tapeesa (24.04.2021, 07:12):
Gaetano Donizetti - Lucrezia Borgia
Libretto: Felice Romani

Don Alfonso I. d'Este - Ingvar Wixell
Lucrezia Borgia - Joan Sutherland
Gennaro - Giacomo Aragall
Maffio Orsini - Marilyn Horne
Jeppo Liverotto - Graham Clark
Apostolo Gazella - Lieuwe Visser
Ascanio Petrucci - John Bröcheler
Oloferno Vitellozzo - Piero De Palma
Gubetta - Richard Van Allan
Rustighello - Graeme Ewer
Astolfo - Nicola Zaccaria
Un usciere - David Wilson-Johnson
Un coppiere - Paul Taylor

London Opera Chorus
National Philharmonic Orchestra, Richard Bonynge
Philidor (24.04.2021, 09:35):
So, das habe ich mir nun mal gegeben ...

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 101 D-Dur "Die Uhr"

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan

('...)

bei Beethoven hat Karajan mehrfach vorgeführt, wie perfekt er Proportionen gestalten kann. Keine schlechten Kompetenzen für Haydn.

Das man es sich klanglich anders wünschen mag - geschenkt. Und dass "Witz" noch nie eine Stärke Karajanscher Wiedergaben war - auch geschenkt. Aber, dennoch, weitaus mehr als am Klang würde ich eben genau über diesen fehlenden Spielwitz mäkeln wollen.
Davon gibt es hier ein gerüttelt Maß - bei ähnlichem Big Band Sound.

Joseph Haydn - Sinfonie D-Dur, Hob. I:101 "Die Uhr"
RPO, Thomas Beecham

Läuft hier noch von CD.
Das Werk habe ich mir in dieser Aufnahme auch gerade gegeben - so toll konnte man Haydn in prä-HIP-Zeiten schon spielen. Klasse.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (24.04.2021, 12:19):
Peteris Vasks:

Musica serena

Musica dolorosa

Musica appassionata

Münchner Rundfunkorchester,

Ivan Repusic, Ltg.

(brklassik, 2020)
Leonardo (24.04.2021, 15:52):
Dag Wirén:

Sinfonie Nr. 3 op. 20 (1943-44)

Iceland Symphony Orchestra,

Rumon Gamba, Ltg.

(Chandos, 2017)
Philidor (24.04.2021, 17:10):
Ein Beecham durfte noch sein.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 ("Italienische")

Columbia Symphony Orchestra
Sir Thomas Beecham



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (24.04.2021, 19:17):
Peteris Vasks:

Konzert für Violine und Streichorchester "Distant Light"

Gidon Kremer, Violine und Leitung

Kremerata Baltica

(Teldec, 1999)
Marcie (24.04.2021, 20:34):
tapeesa (25.04.2021, 06:31):
Lars Hegaard

Four Rhythmical Pieces
Trois Poèmes d'Arthur Rimbaud
Rituals
Points of Disappearance
Configurations
Octagonal Room

Alba String Quartet / Solisten

Spannend. Auf der dänischen Wikipedia-Seite sind 2 Zitate von Lars Hegaard zu seiner Musik zu finden.
Die vielen drehenden Ebenen, finde ich hörbar, ebenso meine ich auch Volksliedelemente zu entdecken. Nachdenkliches neben Heiterem, meditativ-sanftes neben aggressiveren Sequenzen, instrumental - vokal, finden, verlieren, den Faden neu aufnehmen; das ist sehr unvollständig wahrgenommen / beschrieben (zu meinem Ärger, aber ich höre es auch erst das zweite Mal), ein großes Spektrum / aber nicht auseinander fallend, sondern grundsätzlich gehalten im Raum, manchmal leicht schwebend, dann mehr "am Boden", weniger "ätherisch", mäandernd - ja, Prisma passt gut - mit Tendenz zum Auflösenden, Infinitiven, dann doch wieder schwer zu fassen - weswegen ich mit dem Schreiben auch nicht zum Ende komme ... immer was Neues entdecke und es dann doch nicht wirklich in Worte zu fassen ist und dieses Imperfektionsgefühl auslöst.
Philidor (25.04.2021, 08:19):
Zum heutigen Sonntag Jubilate - Leipzig, 22. April 1725. Den Kasus des Tages und den Titel des Werkes mag man als zueinander widersprüchlich empfinden.

Johann Sebastian Bach: "Ihr werdet weinen und heulen" BWV 103

Robin Blaze, James Gilchrist
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (25.04.2021, 08:20):
Pierre Bartholomée - Fancy as a Ground
Georges-Elie Octors, Musiques Nouvelles

Philip Glass - In the Upper Room, Glassworks
Michael Riesman, Philip Glass Ensemble
Philidor (25.04.2021, 13:56):
Hier Fetziges.

Sergej Prokofieff: Klavierkonzert Nr. 1 Des-Dur op. 10

Maurice Ravel: Konzert für Klavier linke Hand und Orchester D-Dur

Andrej Gavrilov, Klavier
London Symphony Orchestra
Simon Rattle



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (25.04.2021, 14:52):
Edvard Grieg:

Lyrische Stücke

Mikhail Pletnev, Klavier

(Melodiya, 1986)
Leonardo (25.04.2021, 18:38):
Peteris Vasks:

Sala - Sinfonische Elegie für Orchester

Musica appassionata für Streichorchester

Credo für Orchester

Liepaja Symphony Orchestra,

Atvars Lakstigala, Ltg.

(Wergo, 2014)
Philidor (25.04.2021, 19:14):
Hier feiner Dvořák.

Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60

London Symphony Orchestra
István Kertész



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (26.04.2021, 04:56):


'49-'50 Mono Studio Recordings
NBC Symphony Orchestra, Guido Cantelli
Joseph Haydn - Sinfonie D-Dur, Hob. I:93
Paul Hindemith - Sinfonie 'Mathis der Maler'

Eine durch und durch erfreuliche Platte.
tapeesa (26.04.2021, 08:11):
Joseph Haydn - Die wüste Insel (L'isola disabitata)
Libretto: Pietro Metastasio
Ulrike Hofbauer, Barbara Kraus, Christian Zenker, Reinhard Mayr
L'Orfeo Barockorchester, Michi (Michaela) Gaigg
Amonasro (26.04.2021, 23:14):


Gioachino Rossini/Felice Romani: Bianca e Falliero, o sia Il consiglio dei tre

Priuli - Laurent Kubla
Contareno - Kenneth Tarver
Capellio - Baurzhan Anderzhanov
Loredano - Marcin Banas
Falliero - Victoria Yarovaya
Bianca - Cinzia Forte
Costanza - Marina Viotti
Pisani/Un usciere/Un uffiziale - Artavazd Sargsyan

Camerata Bach Choir, Poznan
Virtuosi Brunensis, Antonio Fogliani

Gruß Amonasro
tapeesa (27.04.2021, 18:02):
1. Erkki-Sven Tüür - Crystallisatio
daraus:
Architectonics VI & Crystallisatio
Estonian Philharmonic Chamber Choir
Tallinn Chamber Orchestra, Tõnu Kaljuste

2. Chaya Czernowin - Shifting Gravity
daraus:
- Anea Crystal - Seed I, Anea und Seed II (für ein und zwei Streichquartette)
Quatuor Diotima
- Sahav (für 4 Instrumentalisten)
Ensemble Nikel
- Sheva (für 7 Instrumentalisten)
Ensemble Ascolta, Jonathan Stockhammer
Amonasro (28.04.2021, 21:55):
Heute diese Oper mit der kürzlich verstorbenen Christa Ludwig:



Camille Saint-Saëns/Ferdinand Lemaire: Samson et Dalila

Dalila - Christa Ludwig
Samson - James King
Le Grand-Pretre de Dagon - Bernd Weikl
Abimélech - Alexander Malta
Premier Philistin - Albert Gaßner
Deuxième Philistin - Peter Schranner
Un messager Philistin - Heinrich Weber
Un vieillard Hébreu - Richard Kogl

Chor des Bayerischen Rundfunks
Münchner Rundfunkorchester, Giuseppe Patanè

Gruß Amonasro
tapeesa (29.04.2021, 07:12):
aus L'ange et le Diable
Giuseppe Tartini - Sonate in g-Moll, B.G5 "Il trillo del Diavolo (Teufelstriller)"
Chouchane Siranossian (Violine), Jos van Immerseel (Cembalo)

Tolle Einspielung !
Leonardo (29.04.2021, 10:38):
J. S. Bach:

Cembalokonzerte BWV 1052, 1053, 1058

Andreas Staier, Cembalo

Freiburger Barockorchester,

Petra Müllejans, Ltg.

(HM, 7/2013)
Amonasro (29.04.2021, 13:30):


Gioachino Rossini: Arien aus L'Italiana in Algeri, Semiramide, Tancredi, Maometto II, La donna del lago, Il barbiere di Siviglia & La Cenerentola

Ewa Podles (Alt)

Hungarian State Opera Chorus
Hungarian State Opera Orchestra, Pier Giorgio Morandi

Gruß Amonasro
Amonasro (29.04.2021, 18:56):


Giuseppe Verdi/Antonio Somma: Un ballo in maschera

Riccardo - Giuseppe Di Stefano
Renato - Tito Gobbi
Amelia - Maria Callas
Ulrica - Fedora Barbieri
Oscar - Eugenia Ratti
Silvano - Ezio Giordano
Samuel - Silvio Maionica
Tom - Nicola Zaccaria
Un guidice/Un servo - Renato Ercolani

Coro e Orchestra del Teatro alla Scala di Milano, Antonino Votto

Gruß Amonasro
tapeesa (29.04.2021, 19:38):
Giuseppe Verdi - Luisa Miller
Libretto: Salvadore Cammarano, nach Kabale und Liebe / Schiller

Walter - Bonaldo Giaiotti
Rodolfo - Franco Bonisolli
Federica - Christa Ludwig
Wurm - Malcolm Smith
Miller - Giuseppe Taddei
Luisa - Lilian Sukis
Laura - Milkana Nikolova
Un contadino - Horst Nitsche

Chor und Orchester der Wiener Staatsoper, Alberto Erede
Live-Aufnahme aus der Wiener Staatsoper vom 23. Januar 1974
Leonardo (29.04.2021, 23:25):
Leos Janacek:

Tagebuch eines Verschollenen
- Orchesterfassung -

Langridge, Balleys,
Damen des RIAS-Kammerchors,
Berliner Philharmoniker,

Claudio Abbado, Ltg.

(DG, 11/1987)
Cetay (inaktiv) (30.04.2021, 02:10):

Guiseppe Verdi - Messa da Requiem
Elisabeth Schwarzkopf, Oralia Dominguez, Giuseppe di Stefano, Cesare Siepi
Coro e Orchesta Del Teatro Alla Scala Milano', Victor de Sabata (AD: 1954)
Leonardo (30.04.2021, 13:24):
Felix Mendelssohn-Bartholdy:

Konzerte für zwei Klaviere E-Dur & As-Dur

Ammara und Prosseda, Klaviere

Residentie Orchester Den Haag,

Jan Willem de Vriend, Ltg.

(Decca, 2019)
Philidor (30.04.2021, 16:37):
Nach ein paar Tagen beruflich bedingter Aushäusigkeit (ein ganz neues Gefühl ...) hier nun wieder Musik.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Die erste Walpurgisnacht op. 60

Annelies Burmester, Eberhard Büchner, Siegfried Lorenz, Siegfried Vogel
Rundfunkchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Kurt Masur



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (30.04.2021, 16:58):
M. Weinberg (1919-1996):

Kammersinfonie Nr. 3 op. 151 (1990) für Streichorchester

Kremerata Baltica,

Gidon Kremer, Ltg.

(ECM, 2015)
Amonasro (30.04.2021, 17:10):


Gustav Mahler: Das Lied von der Erde

Christa Ludwig
Fritz Wunderlich
Philharmonia Orchestra, New Philharmonia Orchestra, Otto Klemperer

Gruß Amonasro
Leonardo (30.04.2021, 17:18):
M. Weinberg:

Streichquartett Nr. 10 op. 85

Göteborg Quartett

(Olympia, 1997)



Dies sind die Welterstaufnahmen der Quartette Nr. 1, 10, 17.
tapeesa (30.04.2021, 17:54):
Giuseppe Verdi - I Masnadieri
Montserrat Caballé, Carlo Bergonzi, Piero Cappuccilli, Ruggero Raimondi
Ambrosian Singers
New Philharmonia Orchestra, Lamberto Gardelli
Leonardo (30.04.2021, 19:20):
M. Weinberg:

Sinfonie Nr. 6 op. 79 für Knabenchor und Orchester (1962-63)

Konzertchor Rutheneum,
Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera,

Laurent Wagner, Ltg.

(Klanglogo/Dlf, 1/2019, live, Theater Gera)



Eine absolute Spitzenaufnahme. Toller Klang, tolles Orchester und Dirigat, exzellenter Knabenchor, der die russische Sprache ganz offensichtlich sehr gut beherrscht.
agravain (30.04.2021, 19:43):
Weilala.



Richard Wagner: Das Rheingold

Wotan - Dietrich Fischer-Dieskau
Donner - Robert Kerns
Froh - Donald Grobe
Loge - Gerhard Stolze
Alberich - Zoltán Kelemen
Mime - Erwin Wohlfahrt
Fasolt - Martti Talvela
Fafner - Karl Ridderbusch
Fricka - Josephine Veasey
Freia - Simone Mangelsdorff
Erda - Oralia Dominguez
Woglinde - Helen Donath
Wellgunde - Edda Moser
Floßhilde - Anna Reynolds

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan

Immer wieder eine Freude. Für mich.
tapeesa (01.05.2021, 11:35):
Giuseppe Verdi - Attila
Libretto: Temistocle Solera, vollendet von: Francesco Maria Piave, basierend auf "Attila, König der Hunnen" von Zacharias Werner

Odabella - Liudmyla Monastyrska
Foresto - Stefano La Colla
Uldino - Stefan Sbonnik
Ezio - George Petean
Attila - Ildebrando D'Arcangelo
Leone - Gabriel Rollinson

Chor des Bayerischen Rundfunks
Münchner Rundfunkorchester, Ivan Repušić
Philidor (01.05.2021, 12:34):
Hier ging's stürmisch in den Feiertag, irgendwie passt die Musik zum Wetter ... schon zum Frühstück gehört, aber aus irgendeinem Grunde habe ich den Beitrag nicht abgeschickt ... hier läuft mittlerweile das Europakonzert der Berliner Philharmoniker.

Felix Mendelssohn Bartholdy

Ouvertüre "Die Hebriden" op. 26
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56

Philharmonia Orchestra
Otto Klemperer



... mit der Klemperer-Coda im Finale.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.05.2021, 14:21):
Endlich komme ich dazu, mich an Christa Ludwig hörend zu erinnern.

Gustav Mahler: Rückert-Lieder

Christa Ludwig, Mezzosopran
Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (01.05.2021, 14:27):
Felix Mendelssohn-Bartholdy:

Cellosonaten Nr. 1 und 2

Mischa Maisky, Cello

Sergio Tiempo, Klavier

(DG, 2002)
Amonasro (01.05.2021, 15:45):


Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8

WDR Sinfonieorchester, Rudolf Barshai

Gruß Amonasro
Philidor (01.05.2021, 15:48):
... gefolgt von der ersten CD dieser Sammlung:

The Very Best of Christa Ludwig



In der Tat eine großartige Zusammenstellung.

Gruß
Philidor

:hello
agravain (01.05.2021, 16:16):
Hier gab es vormittags allerhand Hojotoho und Heiaha!



Richard Wagner: Die Walküre

Siegmund – Jon Vickers
Sieglinde – Gundula Janowitz
Hunding – Martti Talvela
Wotan – Thomas Stewart
Brünnhilde – Régine Crespin
Fricka – Josephine Veasey
Gerhilde – Liselotte Rebmann
Ortlinde – Carlotta Ordassy
Waltraute – Ingrid Steger
Schwertleite – Lilo Brockhaus
Helmwige – Daniza Mastilovic
Siegrune – Babro Ericson
Grimgerde – Cvetka Ahlin
Roßweiße – Helga Jenckel

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan

Anschließend hörte ich anlässlich der Meldung vom Tode Anthony Paynes:



Sir Edward Elgar: The Sketches for Symphony 3 elaborated by Anthony Payne

London Symphony Orchestra
Sir Colin Davis
Philidor (01.05.2021, 17:43):
Auferstehn, ja, auferstehn, wirst Du, mein Staub, nach kurzer Ruh ...

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 2 c-Moll ("Auferstehungssinfonie")

Barbara Hendricks, Sopran
Christa Ludwig, Mezzosopran
The Westminster Choir
New York Philharmonic
Leonard Bernstein



Ein wunderbares "Urlicht".

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.05.2021, 08:57):
Heute ist der Sonntag "Cantate", der vierte Sonntag nach Ostern. Ergo cantemus.

J. S. Bach: "Singet dem Herrn ein neues Lied" BWV 225

Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.05.2021, 09:12):
Nochmal Bach mit einer Kantate zum Sonntag Kantate.

Johann Sebastian Bach: "Es ist euch gut, dass ich hingehe" BWV 108

Robin Blaze, James Gilchrist, Dominik Wörner
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.05.2021, 12:05):
Seit langem mal wieder dieses Repertoire ...

Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39

Chamber Orchestra of Europe
Paavo Berglund



Ich mag diese Aufnahme in (relativ) kleiner Besetzung sehr; sie gehört mit Bernstein/Wien, Sir Colin Davis/LSO live und besonders Rouvali/Göteborg SO zu meinen Lieblingsaufnahmen des Werkes. - Die große Besetzung vermisse ich nicht.

Immerhin spielen die Streicher hier in 14/12/10/8/6, mehr bekommt man bei manchem B-Orchester um die Ecke auch nicht zu hören. Der Unterschied zu anderen Aufnahmen liegt vielleicht eher im transparenten Einsatz dieses Klangkörpers. So ist mir diese Aufnahme eigentlich lieber als die 76. Mainstream-Einspielung des herrlichen Werkes.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (02.05.2021, 12:48):
Igor Stravinsky:

Messe für Chor und Blasinstrumente (1948)

Rundfunkchor Berlin,
Bläser des RSB,

Gijs Leenaars, Ltg.

(Pentatone, 6/2019, Grosser Sendesaal des RBB, Berlin)
Philidor (02.05.2021, 17:42):
Hier nochmal Christa Ludwig ... ewig, ewig ...

Gustav Mahler: Das Lied von der Erde

Christa Ludwig, Mezzosopran
Fritz Wunderlich, Tenor
Philharmonia Orchestra
Otto Klemperer



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (02.05.2021, 19:46):


Jules Massenet/Louis Gallet: Thaïs

Thaïs - Renée Fleming
Athanaël - Thomas Hampson
Nicias - Giuseppe Sabbatini
Palémon - Stefano Palatchi
La Charmeuse - Elisabeth Vidal
Crobyle - Marie Devellereau
Myrtale - Isabelle Cals
Albine - Enkelejda Shkosa
Serviteur - David Grousset

Chœur de l'Opéra de Bordeaux
Orchestre National Bordeaux Aquitaine, Yves Abel
Renaud Capuçon (Violinsolo)

Gruß Amonasro
Leonardo (03.05.2021, 11:06):
Claude Debussy:

La Mer

London Symphony Orchestra,

Francois-Xavier Roth, Ltg.

(lsolive, 3/2018, Barbican, London)
tapeesa (03.05.2021, 11:34):
Jules Massenet - La Navarraise
Anita - Lucia Popp
Araquil - Alain Vanzo
Remigio - Gérard Souzay
Garrido - Vicente Sardinero
Ramon - Michel Sénéchal
Bustamente - Claude Meloni

Ambrosian Opera Chorus
London Sympony Orchestra, Antonio de Almeida
Leonardo (03.05.2021, 19:37):
Igor Stravinsky:

Kantate (1951-52)

Messe (1944-48)

Diverse Sänger(innen),

Prager Philharmonischer Chor,

Tschechische Philharmonie,

Karel Ancerl, Ltg.

(Supraphon, 1967, Prag)
Leonardo (04.05.2021, 12:54):
Igor Stravinsky:

Petruschka (1911, rev. 1947)

Tschechische Philharmonie,

Karel Ancerl, Ltg.

(Supraphon, 1962, Prag)
Leonardo (04.05.2021, 17:21):
Hans Rott:

Sinfonie E-Dur (1878-80)

Gürzenich-Orchester Köln,

Christopher Ward, Ltg.

(Capriccio, 1/2020, Köln)



Erstaunliche Aufnahme. Ward lässt das Orchester bereits im ersten Satz mächtig aufrauschen und erschafft einen vollblütigen Klang, der ganz ausgezeichnet zu diesem Werk passt.
Leonardo (04.05.2021, 18:16):
Also, diese Aufnahme der Rott-Sinfonie ist wirklich der absolute Hammer und vermutlich die neue Referenz.
Christopher Ward erzeugt eine durchgehende Hochspannung und lässt das Gürzenich-Orchester völlig von der Leine. Das Werk wird dadurch auf eine nicht für möglich gehaltene Art und Weise aufgewertet, ja im Grunde zu einem Meisterwerk. Alle Brüche, Aufschwünge und Zerrissenheiten kommen voll zur Geltung. Nie zuvor habe ich das Werk als derartig "wagnerianisch" im besten Sinne empfunden, nie zuvor hat es so geschlossen und logisch gewirkt.
Das Orchester übertrifft sich wirklich selber (besonders das Blech und die Streicher) und die Klangtechnik ist Spitzenklasse.
Einfach nur unglaublich gut.

Leonardo
Philidor (04.05.2021, 19:28):
Hier old school Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 103 Es-dur ("Mit dem Paukenwirbel")
Sinfonie Nr. 104 D-Dur

London Symphony Orchestra
Eugen Jochum



Hmmmm ... da fand ich Beechams Aufnahmen geistreicher, spritziger, witziger.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (04.05.2021, 20:50):
Aus dem Franz Werfel - Roman: "Verdi", habe ich nun zusätzlich das Bild von Verdi und Wagner nachts auf einem venezianischen Kanal, in Gondeln, im Kopf - sehr dicht, das Ganze.
Diesen Roman habe ich mir auch schon seit längerem vorgenommen, bin leider noch nicht dazu gekommen.

Heute:



Gioachino Rossini/Cesare della Valle: Maometto II

Maometto II - Mirco Palazzi
Paolo Erisso - Mert Süngü
Anna Erisso - Elisa Balbo
Calbo - Victoria Yarovaya
Condulmiero/Selimo - Patrick Kabongo Mubenga

Camerata Bach Choir, Poznan
Virtuosi Brunenses, Antonio Fogliani

Gruß Amonasro
tapeesa (05.05.2021, 01:17):
1.
Toshio Hosokawa - Lotus under the Moonlight, Hommage à Mozart für Klavier und Orchester
Momo Kodama (Klavier)
Mito Chamber Orchestra, Seiji Ozawa

2.
Toshio Hosokawa - In die Tiefe der Zeit (Fassung für Violoncello und Akkordeon)
Thomas Demenga (Violoncello), Teodoro Anzellotti (Akkordeon)

3.
Heitor Villa-Lobos - Suite populaire brésilienne
Alexander Skryabin - Prélude pour la main gauche, op. 9 (Bearb. für Gitarre)
Tōru Takemitsu - Equinox
Judicaël Perroy (Gitarre)
Leonardo (05.05.2021, 12:12):
John Adams:

Absolute Jest (2011, rev. 2012)
für Streichquartett und Orchester

Doric String Quartet,

Royal Scottish National Orchestra,

Peter Oundjian, Ltg.

(Chandos, 2017, Glasgow)
Jan Van Karajan (05.05.2021, 15:13):
Hier heute eine Neuerwerbung zum Schnäppchenpreis:

Richard Wagner: Ouvertüren, Vorspiele und orchestrale Auszüge

Chicago Symphony Orchestra/Wiener Philharmoniker

Sir Georg Solti

Ein Meister interpretiert einen Meister :times10 .

Grüße

Jan :hello
Philidor (05.05.2021, 21:13):
Yeah.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 93 D-Dur
Sinfonie Nr. 94 G-Dur ("Mit dem Paukenschlag")

Les Musiciens du Louvre
Marc Minkowski



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (06.05.2021, 11:16):
Toshio Hosokawa - In die Tiefe der Zeit (Fassung für Violoncello und Akkordeon)
Thomas Demenga (Violoncello), Teodoro Anzellotti (Akkordeon)
Falls der Wunsch nach Wiederhören dieses wunderbaren Werkes besteht, empfehle ich die WERGO-Aufnahme mit Julius Berger und Stefan Hussong. Dort scheint mir die Idee der musikalischen Kalligraphie (Töne, die aus dem Raum des Schweigens stammen und auch wieder dorthin zurückkehren) noch besser hör- und erfahrbar zu werden.
Es gibt auch eine Aufnahme mit den Beiden und mit Streichorchester. Die werde ich mir nun einverohren:


Toshio Hosokawa - In die Tiefe der Zeit (Fassung für Violoncello, Akkordeon und Streichorchester)
Julius Berger, Stefan Hussong, Kammerorchester Diagonal, Chosel Komatsu
tapeesa (06.05.2021, 11:24):
Benjamin Britten - The Beggar's Opera, op. 43
Text: John Gay

Lockit – John Rawnsley
Peachum – Robert Lloyd
Mrs. Peachum – Anne Collins
Mrs Trapes – Nuala Willis
Polly – Ann Murray
Lucy Lockit – Yvonne Kenny
Filch – Christopher Gillett
Macheath – Philip Langridge

Aldeburgh Festival Orchestra, Steuart Bedford
Leonardo (06.05.2021, 14:19):
Valentin Silvestrov (*1937):

Sinfonie Nr. 6 (1994/95)

RSO Stuttgart des SWR,

Andrey Boreyko, Ltg.

(ECM, 6/2005)
Cetay (inaktiv) (07.05.2021, 03:06):

Antonio Vivaldi - Concerti
Anthony Robson (Oboe), Andrew Clark (Horn), Roger Montgomery (Horn), David Watkin (Violoncello), Lisa Beznosiuk (Flöte), Elizabeth Kenny Laute), Catherine Mackintosh (Viola d'amore), Orchestra of the Age of Enlightenment

Das ist alleine schon wegen der vielfältigen Instrumentenkombinationen sehr erfreulich. Jedes Konzert erhält individuellen Zugriff und der Hörer wird mit einem Füllhorn ständig wechselnder Farben, Formen, Texturen, Rhythmen, Melodien und Harmonien überschüttet - sehr engagiert dargeboten. Ganz stark!
Amonasro (07.05.2021, 12:26):


Richard Wagner: Lohengrin

Lohengrin - Jess Thomas
Elsa von Brabant - Elisabeth Grümmer
Ortrud - Christa Ludwig
Friedrich von Telramund - Dietrich Fischer-Dieskau
König Heinrich der Vogler - Gottlob Frick
Heerrufer - Otto Wiener

Chor der Wiener Staatsoper
Wiener Philharmoniker, Rudolf Kempe

Gruß Amonasro
Philidor (07.05.2021, 17:41):
Hier Nordisches.

Jean Sibelius

Vier Lemminkäinen-Legenden op. 22

Philadelphia Orchestra
Eugene Ormandy

Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Chamber Orchestra of Europe
Paavo Berglund




Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (07.05.2021, 20:10):
Habe vorsichtig getestet, ob diese Oper geht, aber hier überschlägt sich nichts, im Moment wirkt es eher gedämpft, verhalten, passt deshalb sehr gut. Gerade kommt mir noch in den Sinn: kein ganz großes Kino, sondern eher Richtung sich erzählerisch aufspannender Geschichtenbogen. Sehr detail-bezogen.

Inhaltsangabe, etwas Info, Beschreibung und Hörbeispiel, WDR

Ferdinand Ries - Die Räuberbraut, op. 156
Libretto: Georg Döring nach einer Vorlage von Johann Josef Reiff

Laura - Ruth Ziesak
Gianettina - Julia Borchert
Fernando - Thomas Blondelle
Graf Viterbo - Jochen Kupfer
Anselmo - Christian Immler
Carlo - Konstantin Wolff
Räuberhauptmann Roberto - Yorck Felix Speer

WDR Rundfunkchor Köln, Einstudierung: David Marlow
WDR Sinfonieorchester Köln, Leitung: Howard Griffiths
Philidor (08.05.2021, 09:23):
Frisch.

Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 3 C-Dur op. 53

Chamber Orchestra of Europe
Paavo Berglund



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (08.05.2021, 12:56):
Sergei Rachmaninov:

Klavierkonzert Nr. 2 c-moll op. 18

Boris Giltburg, Klavier

Royal Scottish National Orchestra,

Carlos Miguel Prieto, Ltg.

(Naxos, 2016, Glasgow)
tapeesa (08.05.2021, 14:30):
Dmitri Shostakovich: Songs and Waltzes

daraus:
- Die goldenen Berge, Suite aus der Filmmusik op. 30a (1931), 2. Walzer
- Lied der Ströme für Orchester op. 95 (1954), 1. Walzer (zum Film "Lied der Ströme", Dokumentarfilm DEFA / Joris Ivens, Text: Bertolt Brecht)
- Suite aus der Filmmusik „Die Pferdebremse“ op. 97a (1955), 5. Drehorgel-Walzer, zusammengestellt von Levon Atowmjan
5. Drehorgel-Walzer
- Musik zum Schauspiel „Menschliche Komödie“ von Pawel Suchotin nach Honoré de Balzac (1933-1934), 6. Walzer

Russian Philharmonic Orchestra, Thomas Sanderling
Leonardo (08.05.2021, 16:26):
P. I. Tchaikovsky:

The Tempest op. 18
(sinfonische Fantasie nach Shakespeare)

Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt,

Eliahu Inbal, Ltg.

(Philips, 5/1974, FFM)
Philidor (08.05.2021, 17:34):
Ein toller Zyklus.

Jean Sibelius

Sinfonie Nr. 4 a-Moll op. 63
Sinfonie Nr. 5 Es-Dur op. 82

Chamber Orchestra of Europe
Paavo Berglund



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (08.05.2021, 21:59):


Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Der Nussknacker

Libera (Chor)
Berliner Philharmoniker, Simon Rattle

Gruß Amonasro
tapeesa (09.05.2021, 07:08):
Sofia Gubaidulina
The Deceitful Face of Hope and of Despair
Sieben Worte
Sharon Bezaly (Flöte), Mie Miki (Akkordeon), Torleif Thedéen (Violoncello)
Gothenburg Symphony Orchestra, Mario Venzago
Philidor (09.05.2021, 08:37):
Bach zum heutigen Sonntag "Rogate".

Johann Sebastian Bach: "Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen" BWV 87

Robin Blaze, Makoto Sakurada, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (09.05.2021, 10:37):
Johann Sebastian Bach: "Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen" BWV 87

Bogna Bartosz, Alto; Jörg Dürmüller, Tenor; Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Choir and Orchestra, Ton Koopman

Paul Esswood, Alto; Kurt Equiluz, Tenor; Ruud van der Meer, Bass
Tölzer Knabenchor
Concentus musicus Wien, Nikolaus Harnoncourt

Katharine Fuge, Sopran; Robin Tyson, Alto; Steve Davislim, Tenor; Stephan Loges, Bass
English Baroque Soloists, Sir John Eliot Gardiner
Philidor (09.05.2021, 13:36):
Fii - naaa - le ... o - ho ...

Jean Sibelius

Sinfonie Nr. 6 op. 104
Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105

Chamber Orchestra of Europe
Paavo Berglund



Die Sechste finde ich großartigin diesem Zyklus. Die Siebte kommt für meine Ohren anfangs nicht so recht in Fahrt, steht auf der Stelle. Aber ok. - Insgesamt finde ich diese GA zeimocih hörenswert.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (09.05.2021, 15:06):
Johannes Brahms:

Konzert für Violine, Cello und Orchester op. 102

Mira Wang, Violine

Jan Vogler, Cello

Royal Scottish National Orchestra,

Peter Oundjian, Ltg.

(Sony, 11/2017, Glasgow)
Philidor (09.05.2021, 16:16):
Bisher habe ich nur Bachkantaten unter Koopman gehört.
Aber Harnoncourt sagt mir - bei BWV 87 mehr zu.

Masaaki Suzuki höre ich ein anderes Mal.

Trifft mitten ins Herz. Darauf war ich nicht vorbereitet. Wunderbare Kantate.



Johann Sebastian Bach: "Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen" BWV 87

Katharine Fuge, Sopran; Robin Tyson, Alto; Steve Davislim, Tenor; Stephan Loges, Bass
English Baroque Soloists, Sir John Eliot Gardiner
Danke für die Anregung! Die Gardiner-Aufnahme dieses Kleinods habe ich mir nochmal gegeben. Ich staune immer wieder, was der Meister da Sonntag für Sonntag geschaffen hat.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (09.05.2021, 18:42):
Nun wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 95 c-Moll
Sinfonie Nr. 96 D-Dur ("The Miracle")

Royal Concertgebouw Orchestra
Sir Colin Davis



Sir Colin hob den Charme dieser Werke hervor - gefällt mir sehr gut.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (09.05.2021, 19:42):
Albert Roussel:

Sinfonien Nr. 3 und 4

Orchestre des Concerts Lamoureux,

Charles Munch, Ltg.

(Erato, 4/1965, Paris)
tapeesa (10.05.2021, 07:15):
Danke für die Anregung! Die Gardiner-Aufnahme dieses Kleinods habe ichmir nochmal gegeben. Ich staune immer wieder, was der Meister da Sonntag für Sonntag geschaffen hat.

Gerne. War froh über deine "Erinnerung". :)
____

Jenö Hubay - Works for Violin and Piano Vol. 3

daraus:
Gyermekjelenetek (Kinderszenen), für Violine und Klavier op. 84
und
Orgonacsokor (Fliederbusch), Alter Wiener Walzer für Violine und Klavier op. 109

Ferenc Szecsődi (Violine), István Kassai (Klavier)

Diese "Kinderszenen" gefallen mir spontan besser als die von Robert Schumann.
Leonardo (10.05.2021, 11:52):
Arthur Honegger:

Mouvement symphonique Nr. 1, 2, 3
Sinfonie Nr. 2
Monopartita
Pastorale d'été

Tonhalle-Orchester Zürich,

David Zinman, Ltg.

(Decca, 1999)
Amonasro (10.05.2021, 16:33):


Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Schwanensee

London Symphony Orchestra, André Previn

Gruß Amonasro
Philidor (10.05.2021, 18:14):
Hier wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 97 C-Dur
Sinfonie Nr. 98 B-Dur

The Cleveland Orchestra
George Szell



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (11.05.2021, 01:33):
Gioachino Rossini - The Thieving Magpie (Englisch)
Geoffrey Mitchell Choir
Philharmonia Orchestra, David Parry
palestrina (11.05.2021, 11:59):


Majella Cullagh (Ninetta), Barry Banks (Giannetto), Prunella Scales (The Magpie), Jeremy White (Fabrizio), Susan Bickley (Lucia), Nerys Jones (Pippo), Russell Smythe (Fernando), Christopher Purves (Il Podestà))
Geoffrey Mitchell Choir, Philharmonia Orchestra, David Parry

Habe das auch gerade zu Ende gehört und bin nach wie vor begeistert trotz des englischen Textes!
Ich hoffe tapeesa hat das auch gefallen mit den britischen Spitzenkräften! :thumbsup:

LG palestrina
Leonardo (11.05.2021, 12:45):
George Frederick Boyle:

Klavierkonzert d-moll

Piers Lane, Klavier

Adelaide Symphony Orchestra,

Johannes Fritzsch, Ltg.

(Hyperion, 2015)
Philidor (11.05.2021, 18:01):
Diese Aufnahmen mag ich sehr. Mal saftig, mal verspielt, mal witzig, immer stimmig. In meinen Ohren.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 99 Es-Dur
Sinfonie Nr. 100 G-Dur ("Militär")

New York Philharmonic
Leonard Bernstein



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (11.05.2021, 22:14):


Robert Schumann: Myrthen op. 25

Camilla Tilling (Sopran)
Christian Gerhaher (Bariton)
Gerold Huber (Klavier)

Gruß Amonasro
Philidor (12.05.2021, 17:56):
Hier wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 101 D-Dur ("Die Uhr")
Sinfonie Nr. 102 B-Dur

Royal Concertgebouw Orchestra
Nikolaus Harnoncourt



Mein Favorit für diese Musik.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (12.05.2021, 20:46):
Anton Rubinstein - Le Bal
Warren Lee, Piano
palestrina (13.05.2021, 10:37):
.........
Hallo tapesa, wenn man angesprochen wird so wie hier sollte man sich doch wenigstens kurz dazu äußern!

LG palestrina
tapeesa (13.05.2021, 10:57):
Hallo tapesa, wenn man angesprochen wird so wie hier sollte man sich doch wenigstens kurz dazu äußern!
aha.

Mal abgesehen davon, dass ich noch darauf Bezug genommen hätte. Mir ist es schlicht "durchgerutscht", da mein Kopf ziemlich voll gestern war.

Ich hoffe tapeesa hat das auch gefallen mit den britischen Spitzenkräften!
interpretiere ich das auch nicht zwingend als direkte Ansprache.

Aber ja - tapeesa hat das auch gefallen.

LG, tapeesa
Philidor (13.05.2021, 13:02):
Nun wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 103 Es-Dur "Mit dem Paukenwirbel"
Sinfonie Nr. 104 D-Dur

Royal Philharmonic Orchester
Sir Thomas Beecham



Eine der ersten Gesamtaufnahmen der Zwölf, entstanden Ende der 1950er Jahre, und gleich so ein Knaller. Klasse.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.05.2021, 16:40):
Hier Bach zum Tage - Leipzig, 10. Mai 1725.

Johann Sebastian Bach: "Auf Christi Himmelfahrt allein" BWV 128

Robin Blaze, Makoto Sakurada, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.05.2021, 18:18):
Neueres. Aber auch mit Bach.

Alban Berg

Drei Orchesterstücke op. 6
Violinkonzert ("Dem Andenken eines Engels")

Gil Shaham, Violine
San Francisco Symphony Orchestra
Michael Tilson Thomas



Die "Drei Orchesterstücke" - phänomenal. Wahnsinn.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.05.2021, 19:23):
Sehr fein.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
(Zweite Fassung von 1877)

Wiener Philharmoniker
Christian Thielemann



Da schau her! Meine erste Begegnung mit Thielemann-Bruckner war die Fünfte mit den Münchnern, die war echt zum Abgewöhnen. Viel zu schnell im Fortissimo, Hauptsache laut. Aber das hier ...

Sieht so aus, als ob zwei der herausragenden Aufnahmen der zweiten Fassung von Bruckners Dritter nun aus Wien stammen, eine unter Haitink, eine unter Thielemann.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.05.2021, 20:05):
Zum Schluss nochmals Himmelfahrtsmusik. Das Kommando hat Paavo Järvi.

Olivier Messiaen: L'Ascension

Tonhalle-Orchester Zürich
Paavo Järvi



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (14.05.2021, 08:10):
Howard Hanson conducts American Masterworks
Werke von:
Samuel Barber, Charles Tomlinson Griffes, Walter Piston, Kent Kennan, William McCauley, William Bergsma, Charles Ives, William Schuman, Peter Mennin, Morton Gould, George Whitefield Chadwick, Edward Alexander MacDowell, Johann Friedrich Peter, Douglas Moore, John Alden Carpenter, Bernard Rogers, Burrill Phillips
Eastman-Rochester Orchestra
Philidor (14.05.2021, 12:51):
Hier Klavier plus vier.

Wolfgang Amadé Mozart: Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur KV 452

Murray Perahia, Klavier
Mitglieder des English Chamber Orchestra



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.05.2021, 13:09):
Danach französische Orgelmusik.

César Franck: Choral No. 1 en mi majeur

Marie-Claire Alain
Cavaillé-Coll-Orgel in St François-de-Sales zu Lyon (III/45)



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.05.2021, 13:55):
Und nochmals Klavier plus vier.

Franz Schubert: Forellenquintett D. 667

Alfred Brendel, Klavier
Mitglieder des Cleveland Quartet
Jan van Denmark, Kontrabass



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.05.2021, 14:27):
Hauptwerk eines im Krieg gefallenen fantastischen Komponisten.

Jehan Alain: Trois Danses

Kevin Bowyer
Marcussen-Orgel der Kapelle der Tonbridge School zu Kent (IV/67)



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.05.2021, 15:21):
Nun eine wunderbare Aufnahme eines wunderbaren Werkes.

Johannes Brahms: Klavierquintett f-Moll op. 34

Maurizio Pollini, Klavier
Quartetto Italiano



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.05.2021, 16:14):
Immer wieder überwältigend.

Louis Vierne: Symphonie No. 1 ré mineur op. 14

Pierre Cochereau
Orgel zu Notre-Dame de Paris



Sollte jemand der französischen Orgelsinfonik nähertreten wollen, so empfehle ich von Franck das "Grande Piéce Symphonique", den Urahn dieser Gattung, sowie diese Box. - Widors abgedroschene Toccata aus der fünften Sinfonie kann man sich mMn hingegen sparen.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (14.05.2021, 16:54):


Antonio Vivaldi/Matteo Noris: Tito Manlio

Tito Manlio - Sergio Foresti
Manlio - Elisabeth Scholl
Lucio - Nicki Kennedy
Vitellia - Rosa Dominguez
Servilia - Lucia Sciannimanico
Decio - Thierry Grégoire
Geminio - Davide Livermore
Lindo - Bruno Taddia

Modo Antiquo, Federico Maria Sardelli

Gruß Amonasro
Philidor (14.05.2021, 16:58):
Ich unterbreche die "Klavierquintett plus frz. Orgelmusik"-Audition und mache tierisch mit Haydn weiter.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 82 C-Dur ("L*Ours")
Sinfonie Nr. 83 g-Moll ("La Poule")

New York Philharmonic
Leonard Bernstein



Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (14.05.2021, 22:18):
Hier Doppel-B:

Bela Bartok: Musik für Streicher, Schlagzeug und Celesta

Chicago Symphony Orchestra, Pierre Boulez

Viel zu tun im Moment. Nicht immer leicht, da Zeit für das Forum zu finden :cursing: . Aber ich gelobe Besserung und werde mich hier künftig wieder mehr einbringen :engel . Boulez lässt alles hier sehr transparent klingen, das bringt die tolle Orchestrierung Bartoks besonders gut zur Geltung. Ich liebe diese Box ohnehin und bin sehr glücklich mit ihr :) .

Grüße

Jan :hello
tapeesa (15.05.2021, 08:43):
Giacomo Puccini - Manon Lescaut

Manon Lescaut - Maria Guleghina
Lescaut - Lucio Gallo
Il Cavaliere Renato des Grieux - José Cura
Geronte di Ravoir - Luigi Rono
Edmondo - Marco Berti
L'oste - Orazio Mori
Un musico - Gloria Banditelli
Il maestro di ballo - Mario Bolognesi
Un lampionaio - Ernesto Gavazzi
Un comandante di Marina - Ernesto Panariello
Un sergente - Silvestro Sammaritano

Orchestra e Coro del Teatro alla Scala, Riccardo Muti
Philidor (15.05.2021, 09:50):
Muti auch hier - mit vollen Segeln ging es in den Tag. Und Metaphern sind wie immer Glückssache.

Ottorino Respighi: Pini di Roma

Philadelphia Orchestra
Riccardo Muti



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (15.05.2021, 11:33):
Bela Bartok
Da mache ich mit:

Béla Bartók: Konzert für Orchester

Chicago Symphony Orchestra
Fritz Reiner



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (15.05.2021, 16:47):
Nun wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 84 Es-Dur
Sinfonie Nr. 85 B-Dur ("La Reine")

Orchestra of the Age of Enlightenment
Sigiswald Kuijken



Was für eine wunderbare Musik. Warum höre ich sie nicht öfter?

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (15.05.2021, 21:36):


Jules Massenet/Henri Meilhac/Philippe Gille: Manon

Manon - Anna Netrebko
Le Chevalier des Grieux - Rolando Villazón
Le Comte des Grieux - Christof Fischesser
Lescaut - Alfredo Daza
Guillot de Morfontaine - Rémy Corazza
Brétigny - Arttu Kataja
Poussette - Hanan Alattar
Javotte - Gal James
Rosette - Silvia de la Muela
L’oste - Matthias Vieweg

Staatsopernchor
Staatskapelle Berlin, Daniel Barenboim
Regie: Vincent Paterson

Gruß Amonasro
Philidor (16.05.2021, 09:19):
Heute ist der Sonntag Exaudi. Jesus ist gen Himmel aufgefahren, und die Jünger haben Angst, der Heilige Geist ist noch nicht da, der kommt ja erst nächste Woche. So ist die Musik zum Tage bei weitem nicht so osterzeitlich-freudig wie an den Sonntagen davor.

Johann Sebastian Bach: "Sie werden euch in den Bann tun" BWV 183

Carolyn Sampson, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (16.05.2021, 11:28):
Johann Sebastian Bach -

"Sie werden euch in den Bann tun", BWV 183
Kantatentext: Christiana Mariana von Ziegler
Barbara Schlick, Sopran; Andreas Scholl, Altus; Christoph Prégardien, Tenor; Gotthold Schwarz, Bass
Concerto Vocale Leipzig, Ensemble Baroque de Limoges, Christophe Coin

"Sie werden euch in den Bann tun", BWV 44
Textdichter unbekannt (laut dem "Taschenbuch Bach-Texte")
Siri Thornhill, Sopran; Petra Noskaiová, Alt; Christoph Genz, Tenor; Jan Van der Crabben, Bass
La Petite Bande, Sigiswald Kuijken
Philidor (16.05.2021, 12:31):
Noch ne Missa Solemnis.

Ludwig van Beethoven: Missa solemnis D-Dur op. 123

Polina Pastirchak, Sophie Harmsen, Steve Davislim, Johannes Weisser
RIAS Kammerchor
Freiburger Barockorchester
René Jacobs




Na ... hätte schlimmer sein können ... :D ... nein, ohne Spaß: Hat mir gut gefallen! Muss mal in seine Aufnahme der Pastorale reinhören.


Gruß

Philidor


:hello
agravain (16.05.2021, 15:15):
Hier lief:



Anton Bruckner: Symphonie Nr. 3 d-Moll WAB 103

Wiener Philharmoniker
Christian Thielemann

Sehr erfreulich.

Nun:



Gustav Mahler: Symphonie Nr. 9

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Bernard Haitink

Höchst respektabel.
Leonardo (16.05.2021, 15:46):
Johannes Brahms:

Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Wiener Philharmoniker,

Rafael Kubelik, Ltg.

(Decca Eloquence, 3/1957)



Ganz gut.

L.
Philidor (16.05.2021, 17:40):
Tolle Musik!

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 86 D-Dur
Sinfonie Nr. 87 A-Dur

Concentus musicus Wien
Nikolaus Harnoncourt



Irre ich mich, oder sind die Pariser Sinfonien komplexer als die bisweilen doch recht plakativ gehaltenen Londoner Sinfonien?

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (16.05.2021, 18:49):
Johannes Brahms:

Sinfonie Nr. 2

London Symphony Orchestra,

Pierre Monteux, Ltg.

(Eloquence, 1962)



Monteuxs letzte Aufnahme dieser Sinfonie ist wunderbar. Hier fließt alles ineinander, ohne angestrengt oder gewollt zu sein. Es gibt keine aufgesetzte Dramatik. Man hört Brahms.

L.
Philidor (16.05.2021, 19:17):
Bach mit Kuijken und in solistischer Besetzung jetzt auch hier - danke für die Anregung!

Johann Sebastian Bach

"Lobet Gott in seinen Reichen" BWV 11 ("Himmelfahrtsoratorium")
"Sie werden euch in den Bann tun" BWV 183

Siri Thornhill, Sopran; Petra Noskaiová, Alt; Christoph Genz, Tenor; Jan Van der Crabben, Bass
La Petite Bande
Sigiswald Kuijken



Manchmal höre ich das aufgeraute Spiel der Petite Bande sehr gerne. Und die solistische Vokalbesetzung hat auch was, obwohl sie wohl widerlegt ist.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.05.2021, 17:31):
Heute Ärmelkanal-Sinfonien.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 88 G-Dur
Sinfonie Nr. 89 F-Dur

Wiener Philharmoniker
Karl Böhm



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (17.05.2021, 21:04):
Manchmal höre ich das aufgeraute Spiel der Petite Bande sehr gerne. Und die solistische Vokalbesetzung hat auch was, obwohl sie wohl widerlegt ist.
Mir hat die La Petite Bande / Kuijken Version gefallen, bevor ich auf den Begriff OVPP - one voice per part - aufmerksam wurde :)
__

Ruggero Leoncavallo - I Pagliacci (Der Bajazzo)
Sherrill Milnes, Plácido Domingo, Leo Goeke, Brian Etheridge, Peter Hall, Montserrat Caballé, Barry McDaniel
John Alldis Choir
London Symphony Orchestra, Nello Santi
Amonasro (17.05.2021, 22:53):


Giuseppe Verdi/Temistocle Solera: Nabucco

Nabucco - Piero Cappuccilli
Ismaele - Plácido Domingo
Zaccaria - Evgeny Nesterenko
Abigaille - Ghena Dimitrova
Fenena - Lucia Valentini Terrani
Il Gran Sacerdote - Kurt Rydl
Abdallo - Volker Horn
Anna - Lucia Popp

Chor & Orchester der Deutschen Oper Berlin, Giuseppe Sinopoli

Gruß Amonasro
tapeesa (18.05.2021, 18:37):
Ludwig van Beethoven - Klaviersonaten Nr. 1 - 32
Wilhelm Kempff
Philidor (18.05.2021, 18:54):
Hier wieder Ärmelkanal-Sinfonien.

Joseoh Haydn

Sinfonie Nr. 90 C-Dur
Sinfonie Nr. 91 Es-Dur
Sinfonie Nr. 92 G-Dur ("Oxford")

The Hanover Band
Roy Goodman



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (18.05.2021, 22:16):
Ludwig van Beethoven - Leonore
Hillevi Martinpelto, Christiane Oelze, Kim Begley, Franz Hawlata, Michael Schade,
Matthew Best, Alastair Miles
The Monteverdi Choir, Orchestre Révolutionnaire et Romantique, John Eliot Gardiner
Amonasro (18.05.2021, 23:19):


Elisabeth Jacquet de la Guerre: Violinsonaten

Les Dominos
Florence Malgoire (Violine)
Guido Balestracci (Basse de viole)
Blandine Rannou (Cembalo)
Jonathan Rubin (Theorbe & Gitarre)

Gruß Amonasro
tapeesa (19.05.2021, 14:07):
Jetzt Leonore / Fidelio in der endgültigen Fassung von 1814.

Ludwig van Beethoven - Fidelio

Christine Brewer - Leonore / Fidelio
John Mac Master - Florestan
Kristinn Sigmundsson - Rocco
Sally Matthews - Marzelline
Juha Uusitalo - Don Pizarro
Andrew Kennedy - Jaquino
Daniel Borowski - Don Fernando
Andrew Tortise - First Prisoner

London Symphony Chorus & Orchestra, Sir Colin Davis
Philidor (19.05.2021, 18:10):
Diese wunderbaren Werke machen mich gerade ganz kirre ...

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 82 C-Dur ("L'Ours")
Sinfonie Nr. 83 g-Moll ("La Poule")

Concentus musicus Wien
Nikolaus Harnoncourt



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (19.05.2021, 18:14):


Marin Marais/Antoine Houdar de la Motte: Sémélé

Sémélé - Shannon Mercer
Dorine - Bénédicte Tauran
La Grande Prêtresse de Bacchus - Jaël Azzaretti
Junon - Hjördis Thébault
Adraste - Anders J. Dahlin
Jupiter - Thomas Dolié
Mercure - Lisandro Abadie
Cadmus, Le Grand Prêtre de Bacchus - Marc Labonnette

Le Concert Spirituel, Hervé Niquet

Gruß Amonasro
tapeesa (20.05.2021, 10:11):
Saints Inouïs -
Chants sacrés perdus et retrouvés du XIIe siècle
Lost and found sacred songs of the 12th century
Ensemble Scholastica, Rebecca Bain & Pascale Duhamel
Philidor (21.05.2021, 17:45):
Hier wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 84 Es-Dur
Sinfonie Nr. 85 B-Dur ("La Reine")

New York Philharmonic
Leonard Bernstein



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (21.05.2021, 21:50):
Und hier wieder Rossini:



Gioachino Rossini/Andrea Leone Tottola: Zelmira

Polidoro - Federico Sacchi
Zelmira - Silvia Dalla Benetta
Ilo - Mert Süngü
Antenore - Joshua Stewart
Emma - Marina Comparato
Leucippo - Luca Dall'Amico
Eacide - Xiang Xu
Gran Sacerdote - Emmanuel Franco

Górecki Chamber Choir, Kraków
Virtuosi Brunenses, Gianluigi Gelmetti

Gruß Amonasro
Philidor (22.05.2021, 13:05):
Im Marienmonat Mai ...

Claudio Monteverdi: Vespro della Beata Vergine

Dorothee Mields, Sopran
Barbora Kabátková, Sopran
Benedict Hymas, Tenor
William Knight, Tenor
Reinoud van Mechelen, Tenor
Peter Kooij, Bass
Wolf Matthias Friedrich, Bass
Collegium Vocale Gent
Philippe Herreweghe



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (22.05.2021, 13:53):
Hier liefen die Tage viel die "Leçons de ténèbres" von François Couperin; oft im Hintergrund.
"Je meurs sans mourir" von Antoine de Boësset hat mich vor 2 Wochen, im Radio gespielt, aufhorchen lassen und beschäftigt mich immer noch.

Jetzt:

aus 1.:
Mark Hagerty - Meridian Flux
Astor Piazzolla - Oblivion (1972) (Bearb. für Erhu, Violine und Klavier)
6-Wire
Xiang Gao (Violine), Cathy Yang (Erhu), Matthew Brower (Klavier)
2019, Carnegie Hall

aus 2.:
Jennifer Higdon - On a Wire
Atlanta Symphony Orchestra, Eighth Blackbird, Robert Spano

aus 3.:
James MacMillan - The Confession of Isobel Gowdie
London Philharmonic Orchestra, Marin Alsop
Philidor (22.05.2021, 17:42):
Nun wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 86 D-Dur
Sinfonie Nr. 87 A-Dur

Orchestra of the Age of Enlightenment
Sigiswald Kuijken



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (22.05.2021, 18:54):
Darauf hatte ich mal krass Lust ...

Olivier Messiaen: Turangalîla-Sinfonie

Jean-Yves Thibaudet, Klavier
Takashi Harada, Ondes Martenot
Royal Concertgebouw Orchestra
Riccardo Chailly



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (23.05.2021, 08:22):
Ein sonniges Pfingstfest allen Klassikforianer*innen! Lasst Euch be-geistern!

Johann Sebastian Bach: "Wer mich liebet, der wird mein Wort halten" BWV 74

Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Makoto Sakurada, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (23.05.2021, 09:28):
Dann bei mir heute auch mal eine Kantate:



Johann Sebastian Bach: "O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe" BWV 34

Bogna Bartosz (Alt)
Paul Agnew (Tenor)
Klaus Mertens (Bass)

The Amsterdam Baroque Orchestra & Choir, Ton Koopman

Allen frohe Pfingsten!

Gruß Amonasro
agravain (23.05.2021, 09:55):
Twas Pentecost, the Feast of Gladness,
When woods and fields put off all sadness,
Thus began the King and spake:
So from the halls
Of ancient Hofburgh's walls,
A luxuriant Spring shall break...

Ritterliches Gruselpfingsten à la Elgar:



Edward Elgar: The Black Knight, op. 25

London Symphony Chorus
London Symphony Orchestra
Richard Hickox

Short and sweet.
Amadé (23.05.2021, 09:57):


Mozart: Hornkonzert D-Dur KV 412 - Teunis van der Zwart, Freiburger Barockorchester, Petra Müllejans

Dieses Hornkonzert ist von Köchel auf den ersten Platz seiner vier Hornkonzerte gesetzt worden. Nach neueren Untersuchungen ist es jedoch sein letztes, Mozart hat den zweiten Satz nicht mehr fertigstellen können, ein unvollständiger Entwurf ist jedoch erhalten geblieben. Vermutlich auf Wunsch von Mozarts Witwe erstellte F.X. Süßmayr einen vollständigen aufführbaren Satz, der danach zusammen mit Mozarts Original immer wieder gespielt wurde und noch heute gespielt wird. Im Köchelverzeichnis erhielt er nachträglich die Nummer 514. Süßmayr jedoch fertigte keine Instrumentation der von Mozart hinterlassenen Skizzen an, sondern komponierte auf Grund dieser einen eigenen Satz.
Auf dieser besonderen CD kann man nach Mozarts Original des Kopfsatzes die bekannte Süßmayr-Version hören und anschließend die vervollständigte Mozart-Fassung, die Torsten Johann rekonstruiert hat. Süßmayr klingt gefällig, bei Mozart/Johann ereignet sich musikalisch doch mehr.

Einen schönen Pfingstsonntag wünscht
Amadé
tapeesa (23.05.2021, 10:56):
Auch von mir: Frohe Pfingsten!

Johann Sebastian Bach - BWV 172 - Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten!
Eva Oltiványi, Sopran; Markus Forster, Countertenor; Bernhard Berchtold, Tenor; Raphael Jud, Bass
Chor & Orchester der J. S. Bach Stiftung St. Gallen, Rudolf Lutz
Philidor (23.05.2021, 11:53):
Hier volle Möhre Heiliger Geist - Veni creator spiritus!

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 8 Es-Dur

Cheryl Studer, Sylvia McNair, Andrea Rost, Anne Sofie von Otter,
Rosemarie Lang, Peter Seiffert, Bryn Terfel, Jan-Henrik Rootering
Tölzer Knabenchor
Rundfunkchor Berlin
Prager Philharmonischer Chor
Berliner Philharmoniker
Claudio Abbado



Yeah ...

Gruß
Philidor

:hello
agravain (23.05.2021, 13:24):
Auf den frühen folgte der späte Elgar:



Sir Edward Elgar:
Klavierquintett a-Moll, op. 84

Carolin Widmann - Violine
David MacCaroll - Violine
Pauline Sachse - Viola
Marie-Elisabeth Hecker - Cello
Martin Helmchen - Klavier

Cellokonzert e-Moll, op. 85

Marie-Elisabeth Hecker - Cello
Antwerp Symphony Orchestra
Edo de Waart

Hervorragende Aufnahme insbesondere des Klavierquintetts.
Philidor (23.05.2021, 16:31):
Hier nun Klaviergetöse der bekannteren Sorte.

P. I. Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23

Emil Gilels, Klavier
New Philharmonia Orchestra
Lori Maazel



Gruß
Philidor

:hello
agravain (23.05.2021, 17:18):
Hier:



Joseph Haydn: Symphonie Nr. 103 Es-Dur Hob. I:103 „mit dem Paukenwirbel“

Royal Concertgebouw Orchestra
Sir Colin Davis

Meine liebste Symphonie aus Haydns produktiver Feder. Sir Colin findet sich hier bestens und höchst entspannt zurecht. Eine Aufnahme, die Spaß macht. Mir zumindest.
Philidor (23.05.2021, 17:41):
Hier nochmal russisches Kernrepertoire, nochmal das Philharmonia.

Sergej Prokofieff: Sinfonie Nr. 5 B-Dur op. 100

Philharmonia Orchestra
Santtu-Matias Rouvali



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (23.05.2021, 18:22):


Jean-Baptiste Lully/Philippe Quinault: Cadmus et Hermione

Cadmus - Thomas Dolié
Hermione - Adèle Charvet
Charite/Melisse - Eva Zaïcik
Arbas/Pan - Lisandro Abadie
Nourrice/Dieu Champêtre - Nicholas Scott
Draco/Mars - Virgile Ancely
Grand Sacrificateur/Jupiter - Guilhem Worms
Pallas/Aglante/Hymen/Palès - Marine Lafdal-Franc
Soleil/1. Prince Tirien - Enguerrand De Hys
1. Africain/Envie - Benoit-Joseph Meier
2. Africain/Echion - Kaëlig Boché
Amour/Junon - Brenfs Poupard
2. Prince Tirien - Olivier Fichet
Vénus/Nymphe - Agathe Boudet

Ensemble Aedes
Orchestre du Poème Harmonique, Vincent Dumestre

Gestern eingetroffen: Lullys erste "Tragédie en musique" enthält noch deutlich mehr komische Szenen als seine späteren Werke und hat eine weniger stringente Dramaturgie. Insbesondere die von einem Mann gesungene Amme ist ein in italienischen Opern der Zeit (Monteverdi, Cavalli) oft vorkommendes Motiv, dass Lully hier zum einzigen Mal verwendet.
Der Prolog zeigt den allegorischen Kampf zwischen Apollon (= Sonne = Louis XIV.) gegen Python (= Chaos = Holland, gegen das Frankreich gerade Krieg führte). Die Haupthandlung kreist dann um Cadmus, den Gründer von Theben, seinen Kampf gegen einen Drachen und aus der Erde wachsende Krieger sowie seine Hochzeit mit der Göttertochter Hermione/Harmonia. Höhepunkte sind die Chor- und Tanzszenen (Divertissements) am Schluss jeden Akts, insbesondere die Chaconne im ersten und die Tempelzeremonie im dritten Akt. Die Rezitative sind hier noch nicht so dramatisch und charaktervoll wie in Lullys Spätwerken, Cadmus' Monolog zu Beginn des 5. Akts ist aber sehr schön, eine lyrische Liebesklage ("Belle Hermione").

Gruß Amonasro :hello
Philidor (23.05.2021, 18:45):
Joseph Haydn: Symphonie Nr. 103 Es-Dur Hob. I:103 „mit dem Paukenwirbel“

Royal Concertgebouw Orchestra
Sir Colin Davis
Gegen Sir Colins charmanten Haydn habe ich überhaupt nichts einzuwenden. - Hier ein anderer Brite am Pult:

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 88 G-Dur
Sinfonie Nr. 89 F-Dur

Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (23.05.2021, 22:30):
Vincenzo Bellini - Norma
Fiorenza Cedolins, Vincenzo La Scola, Carmela Remigio, Andrea Papi
Orchestra Filarmonica Marchigiana, Coro Lirico Marchigiano, Fabrizio Maria Carminati
agravain (24.05.2021, 07:54):
Hier:
Pfingsten, Edwardian style.



Sir Edward Elgar: The Kingdom, op. 51

Yvonne Kenny (The Blessed Virgin)
Alfreda Hodgson (Mary Magdalene)
Christopher Gillett (Saint John)
Benjamin Luxon (Saint Peter)

London Philharmonic Choir
London Philharmonic Orchestra
Leonard Slatkin
Philidor (24.05.2021, 09:27):
Hier Bach zum heutigen Pfingstmontag - Leipzig, 21. Mai 1725.

Johann Sebastian Bach: "Also hat Gott die Welt geliebt" BWV 68

Carolyn Sampson, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.05.2021, 14:17):
Hier Haydns Spätwerk mit frühromantischen Einschlägen.

Joseph Haydn: Die Jahreszeiten

Genia Kühmeier, Werner Güra, Christian Gerhaher
Arnold Schoenberg Chor
Concentus Musicus Wien
Nikolaus Harnoncourt



Imho eine der ganz großen Aufnahmen des späten Harnoncourt.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (24.05.2021, 15:55):
Also, ich zähle das jetzt mal unter Klassik, auch wenn die Grenzen fließend sind:

Duke Ellington:

- Black, Brown and Beige Suite
- Three Black Kings
- New World a-Comin'
- Harlem

Jimmy Heath, Sir Roland Hanna u.a.

American Composers Orchestra,

Maurice Peress, Ltg.

(Music Masters, 1988)
Leonardo (24.05.2021, 19:16):
Naja, man erhält ja hier in diesem seltsamen Forum eigentlich gar keine Reaktionen mehr auf seine Beiträge. Neuerdings schreiben auch kaum noch Leute. Es macht einfach keinen Spaß und keine Freude. Es ist zutiefst deprimierend.
Es war wohl ein Fehler, sich hier anzumelden.

L.
Philidor (24.05.2021, 20:00):
Ich finde, ein Forum ist immer die Summe seiner Beiträge.

Wer bekommt schon auf jeden Beitrag Feedback?

Und wer reagiert schon auf jeden Beitrag - eventuell auch alle, die Reaktionen einfordern?

Fleißig schreiben, nicht nachlassen, dann wird sich die Diskussion schon ergeben.

Just my 5 cts ...

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (24.05.2021, 21:59):
Naja, man erhält ja hier in diesem seltsamen Forum eigentlich gar keine Reaktionen mehr auf seine Beiträge. Neuerdings schreiben auch kaum noch Leute. Es macht einfach keinen Spaß und keine Freude. Es ist zutiefst deprimierend.
Es war wohl ein Fehler, sich hier anzumelden.

L.
Lieber Leonardo;
Es tut mir sehr Leid, dass Du dich hier nicht wohlfühlst :( . Ich hatte mir auch schon vorgenommen, wieder wesentlich aktiver im Forum zu werden, aber das ist zeitlich nicht immer leicht für mich: Mein Schuljahr geht in die heiße Phase und auch sonst werde ich im Moment durch einige Dinge etwas blockiert. Aber ich hatte schonmal Besserung gelobt, und so soll es jetzt auch kommen :) . Das Forum hatte mit diesem Problem auch schon lange vor der Zeit von uns beiden zu kämpfen. Nach dem, was ich im Archiv lese, ist auch unsere Community wesentlich kleiner geworden in den vergangenen Jahren. Daher ist hier vielleicht nicht ganz so viel "Bewegung" wie in anderen Internetforen. Lass dich davon doch bitte nicht entmutigen. Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass wir dringend auf neue Mitglieder angewiesen sind. Und du gehörst zu den wenigen, die noch den Weg in unser kleines Grüppchen gefunden haben. Also bleib bei uns und hilf uns, das Forum am Leben zu erhalten :) . Das wäre meine Meinung dazu, vielleicht konnte ich dich ja etwas ermutigen :) .
Grüße
Jan :hello
Jan Van Karajan (24.05.2021, 22:01):
Nun wieder Bartok:

Bela Bartok: Divertimento

Chicago Symphony Orchestra, Pierre Boulez

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (25.05.2021, 02:22):
Also, ich zähle das jetzt mal unter Klassik, auch wenn die Grenzen fließend sind:

Duke Ellington:

- Black, Brown and Beige Suite
- Three Black Kings
- New World a-Comin'
- Harlem
Das kann man für seine ambitionierten Werke durchaus so sehen. Chandos hat Ellington-Werke mit denen von "klassischen" Komponisten gekoppelt - eingespielt von Neeme Järvi. Er wurde mit Ravel verglichen und mit Stravinsky - mit letzterem von Stravinsky höchstselbst.
Cetay (inaktiv) (25.05.2021, 05:40):
Naja, man erhält ja hier in diesem seltsamen Forum eigentlich gar keine Reaktionen mehr auf seine Beiträge. Neuerdings schreiben auch kaum noch Leute. Es macht einfach keinen Spaß und keine Freude. Es ist zutiefst deprimierend.
Es war wohl ein Fehler, sich hier anzumelden.
Lieber Leonardo,

Ich bin deine Aktivitaetenliste runtergescrollt und fand fuer die letzten Wochen praktisch nur Eintraege in diesem Faden hier. Auf unkommentierte CD-Vorstellungen zu reagieren, finde ich schwierig, ausser ich kenne die Aufnahme selbst. Auch besteht ohne Kommentar fuer mich kein Anreiz, das selbst anzuhoeren - und dann ggf. zu kommentieren. Mir ist nicht ganz klar, welche Reaktionen du erwartest.
N.B.: Ich habe gesehen, dass in einigen Faellen von dir kommentiert wurde, aber da die Sinfonien von Rott und Brahms nicht in meinem Hoerrepertoire sind, konnte ich darauf nicht eingehen.
Mein Tip: Nimm einen der Fachfaeden auf und schreibe dort - da ist der Resonanz-Erwartungswert hoeher.

Die Pause einiger Vielschreiber ist mir auch aufgefallen, aber dafuer sollte sich niemand rechtfertigen muessen. Mir gegenueber sowieso nicht, weil ich selbst ein Wenigschreiber bin (die hohe Beitragzahl ist historisch bedingt).
Maurice inaktiv (25.05.2021, 09:31):
Also, ich zähle das jetzt mal unter Klassik, auch wenn die Grenzen fließend sind:

Duke Ellington:

- Black, Brown and Beige Suite
- Three Black Kings
- New World a-Comin'
- Harlem

Jimmy Heath, Sir Roland Hanna u.a.

American Composers Orchestra,

Maurice Peress, Ltg.
Das kann man für seine ambitionierten Werke durchaus so sehen. Chandos hat Ellington-Werke mit denen von "klassischen" Komponisten gekoppelt - eingespielt von Neeme Järvi. Er wurde mit Ravel verglichen und mit Stravinsky - mit letzterem von Stravinsky höchstselbst.
Ich sehe es anders. Duke Ellington ist so wenig ein "Klassischer Komponist" wie Leonard Bernstein ein Jazzmusiker war. Ellington hat zwar selbst mit der Klassik stark sympathisiert (was übrigens viele Jazzmusiker hatten. Auch Lester Young und Charlie Parker hatten einen starken Bezug zur Klassik), aber erst ab 1950 hin und wieder mit Symphonieorchestern gearbeitet. In der Regel aber nur seine Werke für diese arrangiert, und auch in der Regel immer mit mindestens zwei seiner Musiker als Orchestermitgliedern (meist waren es Bass und Schlagzeug).

Es gab meines Wissens auch nur EINE Auftragskomposition eines Dirigenten klassischer Musik, und das war Arturo Toscanini ("A Tone Parallel to Harlem" aus dem Jahre 1950. Es wurde am 20.Juni 1951 mit dem NBC-Symphony Orchestra aufgeführt. Die Uraufführung fand im Januar 1951 an der Met statt). Es war quasi der Übergang der "alten" Ellington-Band (mit den Veteranen Lawrence Brown, Johnny Hodges und Sonny Greer) zur "neuen" Band mit Drummer Louie Bellson, der auch später immer wieder mit dem Duke spielen sollte. Hodges und Brown kamen 1955 und 1960 zum Duke zurück. Der Rest ist Geschichte.

Es gibt noch zwei Platten mit Symphonie-Orchestern. Eine wurde mit diversen europäischen Orchestern aufgenommen, die andere mit dem Boston Pops Orchestra unter Arthur Fiedler. Die Entstehung ist völlig spontan, der Duke brachte jeweils in der Nacht schnell geschriebene Stücke mit, die alle dann vom Blatt spielen mussten.

Die von Maurice Peress eingespielten Werke wurden grundsätzlich nicht für das SO geschrieben. "Black, Brown and Beige" wurde 1943 mit der Bigband in der Carnegie Hall uraufgeführt, "New World a-Comin'" Stammt vom "The First Sacred Concert", "Harlem" aus dem Jahre 1950 ist die einzige Komposition, die ursprünglich auch für das SO geschrieben wurde. "Three Black Kings" hatte der Duke nicht mehr selbst fertig gestellt, das war dann sein Sohn Mercer, der es 1976 auch aufführte dann. Das Arrangement schrieb Luther Henderson dazu.

Das zu den Werken mal grundsätzlich.

Die klassischen Komponisten gaben sich um 1930 herum fast die Klinke in die Hand um dem Duke zuzuhören: Ravel, Gershwin, später Strawinksy und andere, sie wollten alle nur vom Duke lernen und stehlen. Wie wenig das geklappt hat, zeigt sich auf fast allen Alben, an denen kein Ellington-Musiker mitwirkte, denn Ellingtons Stil war auch extrem stark auf seine Solisten bezogen. Meines Wissens gibt es nur sehr wenige Einspielungen, die dieses "Ellington-Flair" auch für sich gewinnen konnten. Das waren etwa "Mingus, Mingus, Mingus, Mingus, Mingus" und "Black and Sinner Lady" von und mit Charlie Mingus (der aber selbst kurze Zeit in der Ellington-band spielte. Auch Rolf Ericson, Eddie Preston, Quentin Jackson und Britt Woodman spielten beim Duke, die an den Aufnahmen mitwirkten) und viel später das "Amerian Jazz Orchestra" unter John Lewis. Er hatte sich ebenfalls einige Leute der Ellington-Band ausgeliehen für seine Einspielung. Dann wird es schon eng. Auch das Lincoln Jazz Orchestra hat das sehr gut gemacht, teilweise auch mit Ex-Ellington-Mitgliedern als Musikern.

Heute wird vor allem "Harlem" und auch zumindest Teile aus den beiden "Sacred Concerts" immer mal wieder aufgeführt.

Ja, Neeme Järvi nahm sich ebenfalls "Harlem" an, auch auf Naxos kam eine CD mit seinen Werken heraus, ich weiß gerade nicht, wer dirigiert hat.
Leonardo (25.05.2021, 14:43):
Also, die von Maurice Peress dirigierten Werke auf dieser CD klingen auch eindeutig nach Jazz, sie wurden nicht sinfonisch aufgeblasen, philharmonisiert oder ähnliches. Es klingt nach einer größeren Big Band.

Neeme Järvi und Simon Rattle haben ja beide Ellington-Werke aufgenommen. Ich werde mir die jetzt mal genauer anhören.

Gruß,

Leonardo
Maurice inaktiv (25.05.2021, 16:34):
Also, die von Maurice Peress dirigierten Werke auf dieser CD klingen auch eindeutig nach Jazz, sie wurden nicht sinfonisch aufgeblasen, philharmonisiert oder ähnliches. Es klingt nach einer größeren Big Band.
Peress war ein sehr guter Mann dafür. Er war Assistent bei Leonard Bernstein und leitete diverse SO in seiner Laufbahn. Leider verstarb er vor einigen Jahren. Von Hause aus war er Kornettist gewesen. Es gibt übrigens einen Namensvetter, der Bass-Posaune in diversen Bigbands spielte.

Er nahm einige Stücke Ellingtons auf, so weit ich es weiß, war er auch beim Lincoln Jazz Center Orchestra als Gast tätig.
Maurice inaktiv (25.05.2021, 16:39):
Neeme Järvi und Simon Rattle haben ja beide Ellington-Werke aufgenommen. Ich werde mir die jetzt mal genauer anhören.
Järvi hatte neben Ellington noch William Grant Still und William Levi Dawson bei seinen Einspielungen dieser Musik eingespielt (mit dem Detroit SO). Rattle hatte sich für seine Einspielung (bzw. seine Ellington-CD aus dem Jazzbereich Gastmusiker geholt. Auch hier hat Luther Henderson arrangiert). Ich finde das jazziger als Järvis Einspielung, Ich habe beide hier.
Philidor (25.05.2021, 17:48):
Hier herrlich uneitler Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 90 C-Dur
Sinfonie Nr. 91 Es-Dur
Sinfonie Nr. 92 G-Dur ("Oxford")

Wiener Philharmoniker
Karl Böhm



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (25.05.2021, 19:28):
Sixth Sense - Finnish contemporary music for piano

Eero Hämeenniemi - Kanggul vellam / Yön tulva (Die Flut der Nacht) & Le Trastevere Variazioni
Matthew Whittall - The Wine-dark Sea V
Juho Miettinen - Klaviersonate Nr. 1 "Sixth Sense"
Matei Gheorghiu - Klaviersonate Nr. 3

Risto-Matti Marin, piano
tapeesa (25.05.2021, 21:04):
Polarities: Exploring the Contemporary Expanse
daraus:
Mathew Fuerst - Sinfonie
Moravian Philharmonic Orchestra, Petr Vronský
und nun auch noch:
Katherine Saxon - East of the Sun / West of the Moon
Jessica Lizak (Flöte), Peter Sulski (Viola), Karolina Rojahn (Klavier)

Nun auch noch den Rest der CD:

Katherine Saxon - Vox dilecti mei
Amanda Kohl (Sopran), Jessica Lizak (Flöte), Michael Norsworthy (Klarinette), Jing Li (Violoncello)

Chi-hin Leung - Afterimage: The Dreamy Butterfly
Sezto Kin (Gaohu)
Hong Kong Cantabile Winds, Sit Hok-chuen

Alex Freeman - Blueshift
Lisa Hennessy (Flöte), Jan Halloran (Klarinette), Peter Sulski (Violine), Karolina Rojahn (Klavier), Leo Eguchi (Violoncello),
Robert Schulz (Schlagwerk)
Amonasro (25.05.2021, 22:41):


Richard Wagner: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

Hermann - Gottlob Frick
Tannhäuser - Hans Hopf
Wolfram von Eschenbach - Dietrich Fischer-Dieskau
Walter von der Vogelweide - Fritz Wunderlich
Biterolf - Rudolf Gonszar
Heinrich der Schreiber - Gerhard Unger
Reinmar von Zweter - Reiner Süss
Elisabeth - Elisabeth Grümmer
Venus - Marianne Schech
Ein junger Hirt - Lisa Otto

Chor und Orchester der Staatsoper Berlin, Franz Konwitschny

Schöne Aufnahme der Dresdner Fassung. Mit Grümmer, Fischer-Dieskau und Frick eine Traumbesetzung, nur die Stimme von Hans Hopf finde ich etwas gewöhnungsbedürftig.

Gruß Amonasro
NicMys (25.05.2021, 23:16):
In der letzten Zeit vor allem Wagner - speziell "Lohengrin" packt mich in der immer wieder(vor allem das Finale im ersten Akt).Meiner Meinung nach ist die Kempe Aufnahme unschlagbar.
Jan Van Karajan (26.05.2021, 08:03):
Ah, ein Neumitglied :) . Willkommen in unserer kleinen Runde, NicMys :thumbsup:
Grüße
Jan :hello
Amonasro (26.05.2021, 09:46):
Herzlich willkommen! Die Kempe-Aufnahme ist auch mein Favorit.

Gruß Amonasro :hello
Philidor (26.05.2021, 10:59):
Ein neuer Forianer oder eine neue Forianerin - und dann auch noch mit Antennen für Wagner - wie schön! Herzlich willkommen!

Lohengrin steht unter Wagners Werken in meiner Gunst nicht ganz vorne, aber wenn Lohengrin, dann Kempe ...

Viele Grüße und viel Vergnügen an diesem virtuellen Ort!

Philidor

:hello
Sfantu (26.05.2021, 11:50):
Hallo NicMys,

ein herzliches Willkommen auch von mir!

Viele Grüsse,
Sfantu
tapeesa (26.05.2021, 13:51):
@NicMys
Herzlich Willkommen!
____________________________

@Leonardo
Stichwort seltsame Orte:

"Die seltsamsten Orte der Welt - Geheime Städte, Verlorene Räume, Wilde Plätze, Vergessene Inseln"
- von Alastair Bonnett

Wenn du runterscrollst kannst du vom gleichen Autor noch "Die allerseltsamsten Orte der Welt" oder auch so etwas wie: den "Atlas der unheimlichen Orte" finden (das Buch habe ich selbst gerade erst neu entdeckt).
(Photographien von verlassenen Orten, usw. finde ich auch faszinierend.)

Was ich ansonsten zu deinem formulierten Frust denke, haben die anderen bereits geschrieben.
Wenn es für dich gar nicht passt okay - du bist hier nicht gefangen. Ist manchmal so.
Aber vielleicht lohnt ja auch auszuprobieren, was ist, wenn du mehr selbst schreibst, auch zum gerade Gehörten, oder eigene Threads eröffnest - deine Prägung hier mehr hinein bringst.
Evtl. verändert sich darüber auch etwas.
Es kamen ja jetzt durchaus Reaktionen.

Ich würde gerne ab und an mehr inhaltlich / theoretischer zu etwas schreiben und nehme das als Anlass, es nicht immer wieder aufzuschieben.

Lieben Gruß, tapeesa :hello
Philidor (26.05.2021, 18:09):
Hier wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 82 C-Dur ("L'Ours")
Sinfonie Nr. 83 g-Moll ("La Poule")

Orchestra of the Age of Enlightenment
Sigiswald Kuijken



Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (26.05.2021, 22:48):
@NicMys Auch von mir herzlich willkommen!
tapeesa (26.05.2021, 23:27):
Giuseppe Verdi - Rigoletto

Rigoletto - Ettore Bastianini
Il Duca di Mantova - Alfredo Kraus
Gilda - Renata Scotto
Maddalena - Fiorenza Cossotto
Sparafucile - Ivo Vinco
Giovanna - Clara Foti
Borsa - Matteo Guagni
Marullo - Virginio Carbonari
Il Conte di Ceprano - Giuseppe Morresi
Monterone - Silvio Maionica

Orchestra e Coro del Maggio Musicale Fiorentino, Gianandrea Gavazzeni
Leonardo (26.05.2021, 23:37):
Vielleicht, verehrte Tapeesa, ist das Internet ja auch grundsätzlich ein seltsamer "Ort". Dieses Gefühl habe ich durchaus schon länger.

Ich werde mich über das von Dir vorgestellte Buch mal informieren. Es klingt ganz gut.

Ich hatte früher mal so ein ähnliches Buch, es hieß "Öde Orte". Das würde auch passen.

Es grüßt,

Leonardo
Cetay (inaktiv) (27.05.2021, 03:49):

Sofia Gubaidulina - In tempus praesens (Konzert für Violine und Orchester)
Anne-Spohie Mutter, LSO, Valery Gergiev

Aus gegebenem Anlass. Die Suchfunktion verrät, dass ich die Komponistin vor langer Zeit stark kritisiert habe, aber vor noch längerer Zeit von dieser Platte recht angetan war. Mal sehen, wie ich das heute sehe.
Amonasro (27.05.2021, 17:46):


Ludwig van Beethoven: Streichquartette op. 59 Nr. 1-3

Gewandhaus-Quartett

Gruß Amonasro
Philidor (27.05.2021, 19:00):
Hier wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 84 Es-Dur
Sinfonie Nr. 85 B-Dur ("La Reine")

Concentus musicus Wien
Nikolaus Harnoncourt



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (27.05.2021, 22:47):
ist das Internet ja auch grundsätzlich ein seltsamer "Ort". Dieses Gefühl habe ich durchaus schon länger.
Ich habe schon länger das Gefühl, dass dieser Planet im Gesamten ein äußerst seltsamer Ort ist, und insbesondere meine Wohnung 8|

Schön, dass mein Buchpost nicht völlig deplaziert war. Ödnis ist manchmal nicht leicht auszuhalten. Immerhin ist es kein "toter" Ort. Manchmal schichtet sich auch einfach etwas um / muss sich neu einpendeln. Wird sich zeigen.

Würde mich freuen, wenn du hier nicht "die Segel streichst".
____

Hilary Tann - and the snow did lie (10 Bilder für Streichquartett),
basierend auf den Lithographien von André Bergeron
I. Ragged Earth – II. A Single Cloud Reddened – III. Lake and Sky Black with Birds - IV. Wreathing Mists – V. Signs in the Sun – VI. The Weather Is White - VII. Winter Gives Way – VIII. Overcast with Rain – IX. Floods of May – X. Into Darkness
Sirius Quartet (Fung Chern Hwei (Violine), Gregor Huebner (Violine), Ron Lawrence (Viola), Jeremy Harman (Violoncello))
Cetay (inaktiv) (28.05.2021, 05:49):
Seltsam ist noch mild ausgedrückt. Ich würde dem Planten, bzw. der Mehrheit der Bewohner des "Ortes" Internet das Attribut wahnsinnig verleihen. (Das gilt natürlich nicht für den speziellen Ort hier. :engel )



Wolfgang Amadeus Mozart - Oboenkonzerte (& Transkriptionen)
Ingo Goritzki, Polnische Kammerphilharmonie, Wojciech Rajski
Oboenkonzert C-Dur, K. 314
Flötenkonzert Nr. 1 G-Dur, K313 / 285c
Andante fur Flöte und Orchester C-Dur, K. 315
Oboenkonzert F-Dur K. 293 / 416f (Fragment)
Amonasro (28.05.2021, 11:57):


Folia-Variationen von u.a. Cabezón, Mudarra, Ruffo, Piccinini, Falconiero, Storace, Playford, Corbetta, Corelli, Cabanilles, Albicastro, Murcia, Vivaldi

Manfredo Kraemer (Violine)
Jordi Savall (Gambe)
Rolf Lislevand (Gitarre, Theorbe)
Michael Behringer (Cembalo)
Mauro Lopes (Violine)
Arianna Savall (Harfe)

Hespèrion XXI, Jordi Savall
Philidor (28.05.2021, 18:17):
Hier wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 85 D-Dur
Sinfonie Nr. 86 A-Dur

New York Philharmonic
Leonard Bernstein



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (28.05.2021, 19:19):
Es braust das Werk wie Donnerhall ... vielleicht etwas viel Hall ...

Louis Vierne: Symphonie No. 1 en ré mineur op. 14

Jeremy Filsell
Cavaillé-Coll-Orgel in St. Ouen zu Rouen



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (29.05.2021, 09:50):
Hier der jüngst verstorbene Claudio Cavina.

Claudio Monteverdi: Selva morale e spirituale
Vespro di San Gabriele Arcangelo

La Venexiana
Claudio Cavina



Cavina kompilierte aus der Sammlung zwei Vespern und eine Messe und spielte das Werk unter Weglassen einiger weniger weltlicher Sätze in dieser Reihenfolge, d. h. abweichend vom originalen Druck, ein.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (29.05.2021, 12:33):
Bedrich Smetana:

Má Vlast

Wiener Philharmoniker,

Nikolaus Harnoncourt, Ltg.

(RCA, 2001, live)



Ziemlich eigenwillig, aber nicht schlecht...

Gruß,

Leonardo
Philidor (29.05.2021, 15:12):
Ziemlich eigenwillig, aber nicht schlecht...
Da stimme ich gerne zu! Meine Favoriten für den Zyklus sind Talich 1954 und Kubelik 1990, doch die "something else"-Aufnahme im Regal ist die mit Harnoncourt.

Hier will ich ein älteres Thema nochmal aufnehmen:

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Royal Concertgebouw Orchestra
Bernard Haitink
Mai 1981
14:06/13:42/25:23/20:46



Schon die Spielzeiten zeigen es: Haitink ist meist auf der drängenden Seite. Gepaart mit dem Eindruck der Weiträumigkeit und Großzügigkeit finde ich das eigentlich ziemlich spannend. Zu Beginn der Durchführung des Kopfsatzes kehrt ganz wunderbar Entspannung ein, und Haitink nimmt auch nicht bei der ersten Gelegenheit (Pizzicati) wieder Fahrt auf, ist erst zu Beginn der Reprise wieder „da“. – Auch im Scherzo bleibt der Puls hoch. – Das Adagio … ok … da ist meine Erwartung am ehesten eine andere. – Finale. Boah, ist das flott. Ich meine, eine Spur langsamer wäre das erste Thema überwältigender. So wirkt es auf mich etwas rastlos, fast gehetzt. – Tja, dafür, dass Haitink so schnelle Tempi wählte, finde ich das ganz schön überzeugend. Ist aber nicht ganz mein Geschmack.

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (29.05.2021, 17:01):
Ziemlich eigenwillig, aber nicht schlecht...
Ich fand sie im höchstem Niveau misslungen, weil der Part "Die Moldau" mir persönlich viel zu zäh war. Die Moldau fließt nicht, sie "steht" fast. So hatte ich es damals hier bei meinem Vergleichshören auch in etwa geschrieben. Ich habe sie verkauft. Sonst fand ich das Werk wirklich eigenwillig, aber ganz hervorragend gespielt.
Philidor (29.05.2021, 17:07):
Hier wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 88 G-Dur
Sinfonie Nr. 89 F-Dur

La Petite Bande
Sigiswald Kuijken



Sehr fein. Spritzig, schlank, geistreich, nie überdreht, im langsamen Satz von Nr. 88 sogar sehr behutsam. Nie wie ein kleines Kind aufgeregt herum hüpfend, den Finger in die Luft streckend, "Herr Lehrer, Herr Lehrer, ich weiß was, ich weiß was!"

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (29.05.2021, 17:47):
Heute vor 108 Jahren in Paris ...

Igor Strawinsky: Le Sacre du printemps

New York Philharmonic
Leonard Bernstein



... na, hoffentlich klappt das jetzt mal mit dem Frühling.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (30.05.2021, 08:37):
Heute ist Trinitatisfest. Hier Bach zum Tage - UA Leipzig, 27. Mai 1725.

Johann Sebastian Bach: "Es ist ein trotzig und verzagt Ding" BWV 176

Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (30.05.2021, 08:52):
Zum Trinitatisfest 1725 komponierte Bach keine Choralkantate, wie er dies ansonsten in diesem Jahrgang bis vor Ostern getan hatte. Später komponierte er jedoch eine nach:

Johann Sebastian Bach: "Gelobet sei der Herr" BWV 129

Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (30.05.2021, 12:43):
Es kristallisiert sich etwas heraus, dass die HIP-orientierten Aufnahmen mir besser gefallen, wenn ich das richtig einordne (Harnoncourt, Herreweghe - HIP-orientiert, Suzuki, Gardiner nicht? Kuijken eher etwas sehr Spezielles im HIP-Bereich?)
______

If there were water

Stratis Minakakis -
Crossings' Epigrams & Crossings …I. If There Were Water... II. Who is the Third
Gregory W. Brown - Un/bodying/s -
I. The Meeting of the Waters II. The valley of lost names III. Questions for a Disincorporation/Atlantis IV. Poem with Any End

The Crossing, Donald Nally

Das klingt schon fast nach Wüsten-Delirium. Langsamkeit mit sehr viel Spannung.
Leonardo (30.05.2021, 13:59):
Ich verstehe schon, wenn man die Smetana/Harnoncourt-Aufnahme kritisch beurteilt. Es sind doch recht viele Eigenwilligkeiten darin.
Aber was mir gefällt, ist die sehr genaue Ausdifferenzierung der einzelnen Stimmen, das wirklich sehr engagierte Spiel der WP und auch der gute Klang der Liveaufnahme. Ich werde die Aufnahme behalten.

Ich höre jetzt in aller Ruhe:

Dmitri Shostakovich:

24 Präludien und Fugen op. 87

Keith Jarrett, Klavier

(ECM, 7/1991)
tapeesa (30.05.2021, 14:57):
Tōru Takemitsu -
- Ame zo furu (Rain Coming) (1982)
- Guntō S (Archipel S) für 21 Spieler in fünf Gruppen (1993)
- Fantasma/Cantos II für Posaune und Orchester (1994)
- Requiem für Streichinstrumente (1957)
- How Slow the Wind für Orchester (1991)
- Tree Line für Kammerorchester (1988)
Christian Lindberg, Posaune
Kioi Sinfonietta Tokyo, Tadaaki Otaka
Philidor (30.05.2021, 15:29):
@Philidor - Habe heute morgen auch Kantaten gehört.
"Es ist ein trotzig und verzagt Ding" BWV 176 war Favorit.

Es kristallisiert sich etwas heraus, dass die HIP-orientierten Aufnahmen mir besser gefallen, wenn ich das richtig einordne (Harnoncourt, Herreweghe - HIP-orientiert, Suzuki, Gardiner nicht? Kuijken eher etwas sehr Spezielles im HIP-Bereich?)
Auf historischen Instrumenten spielen sie alle, Harnoncourt, Herreweghe, Suzuki, Gardiner und auch Kuijken. Die Unterschiede liegen m. E. woanders. - Bei Herreweghe und Suzuki entsteht m. E. der spirituelleste Gesamteindruck, jeglicher Verzicht auf Effekte, Gleichmaß ist angesagt. Harnoncourt schwankt zwischen genial und hölzern mit wenig dazwischen, Gardiner ist in seiner live aufgenommenen GA ein Stück entfernt von seinen aggressiv-schnellen Bach-Wiedergaben der 1980er Jahre, Kuijken ist speziell durch die solistische Vokalbesetzung.

Mögen tue ich sie alle - je nach Kantate mit individuellen Vorlieben. Könnte ich nur eine GA auf die Insel mitnehmen, wäre es Suzuki, von Herreweghe gibt es keine GA. Dazu dann Einzelaufnahmen mit Kuijken, Herreweghe und Gardiner.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (30.05.2021, 16:18):
Weiter mit Monteverdi in der Lesart von Claudio Cavina.

Claudio Monteverdi: Selva morale e spirituale
Vespro di San Giuseppe

La Venexiana
Claudio Cavina



Auch diese "Vespro di San Giuseppe" ist spekulativ aus Monteverdis Sammlung zusammengestellt. Freilich scheint dieses Verfahren völlig legitim, da Monteverdi ja keine liturgisch orientierte Reihenfolge für die "Selva" angab, sondern die Sammlung offenbar anbot, um den Ausführenden genau solche Möglichkeiten zu lassen.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (30.05.2021, 17:23):
Nun wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 90 C-Dur
Sinfonie Nr. 91 Es-Dur

La Petite Bande
Sigiswald Kuijken



Sehr fein. Werde mich wohl noch mit Kuijkens Aufnahmen der Londoner Sinfonien befassen ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (30.05.2021, 19:08):
Zum Trinitatis-Fest noch dieses Werk mit etlichen trinitären Bezügen:

Johann Sebastian Bach: Dritter Teil der Klavierübung BWV 552, 669-689, 802-805

Hans Fagius
Wahlberg-Orgel der Fredrikskyrkan zu Karlskrona/Schweden (II/33)
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrichskirche_(Karlskrona)
1989



Insgesamt mMn eine sehr hörenswerte Einspielung. Fagius verzichtet auf jedes Blendwerk, agiert klanglich oft auf der kammermusikalischen Seite. Dezente Agogik und lebendige Artikulation machen mir das Hören zum Vergnügen.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (31.05.2021, 17:37):
Nun wieder Haydn.

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 92 G-Dur ("Oxford")

La Petite Bande
Sigiswald Kuijken



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (31.05.2021, 21:51):


Richard Wagner: Parsifal

Amfortas - George London
Titurel - Martti Talvela
Gurnemanz - Hans Hotter
Parsifal - Jess Thomas
Klingsor - Gustav Neidlinger
Kundry - Irene Dalis

Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele, Hans Knappertsbusch
1962 live

Gruß Amonasro
Philidor (31.05.2021, 22:33):
Richard Wagner: ParsifalChor und Orchester der Bayreuther Festspiele, Hans Knappertsbusch
1962 liveMMn immer noch die führende Aufnahme. Rein vokal ist die 1951er Aufnahme m. E. noch überzeugender, ist mit ihren sehr breiten Tempi jedoch grenzwertig.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (01.06.2021, 09:56):
Richard Wagner - Das Rheingold
Jerome Hines, Wilma Schmidt, Regina Resnik, Marga Höffgen, Otakar Kraus, Gerhard Stolze, Peter Roth-Erang,
Thomas Stewart, Ingeborg Moussa-Felderer, Elisabeth Steiner, Elisabeth Schärtel, David Ward, David Thaw, Herold Kraus
Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele, Rudolf Kempe
Leonardo (01.06.2021, 16:51):
Aus:



Ludwig van Beethoven:

Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58

Emil Gilels, Klavier

Moscow Philharmonic Orchestra,

Neeme Järvi, Ltg.

(Melodiya, 24.03.1966, live)
Philidor (01.06.2021, 17:30):
Hier wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 93 D-Dur
Sinfonie Nr. 94 G-Dur ("Mit dem Paukenschlag")

La Petite Bande
Sigiswald Kuijken



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.06.2021, 18:52):
Weiter mit Monteverdi in der Lesart von Claudio Cavina.

Claudio Monteverdi: Selva morale e spirituale
Missa solemnis

La Venexiana
Claudio Cavina



Selbstverständlich - auch diese "Missa solemnis" ist spekulativ aus Monteverdis Sammlung zusammengestellt. Freilich scheint dieses Verfahren völlig legitim, da Monteverdi ja keine liturgisch orientierte Reihenfolge für die "Selva" angab, sondern die Sammlung offenbar anbot, um den Ausführenden genau solche Möglichkeiten zu lassen.

Feine Aufnahme.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (01.06.2021, 20:48):
L. v. Beethoven:

Klavierkonzerte Nr. 4 & 5

Emil Gilels, Klavier

Philharmonia Orchestra,

Leopold Ludwig, Ltg.

(Testament, 1957, London)
Jan Van Karajan (01.06.2021, 22:04):
Jetzt Bruckner:

Anton Bruckner: SYmphonie Nr. 3 in d-moll (Fassung von 1889)

Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, Günter Wand

Grüße

Jan :hello
Leonardo (02.06.2021, 12:11):
Aus:



Franz Schubert:

Sinfonien Nr. 1 & 3

Staatskapelle Dresden,

Sir Colin Davis, Ltg.

(RCA)
Amonasro (02.06.2021, 12:59):
Richard Wagner: Parsifal
Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele, Hans Knappertsbusch
1962 live
MMn immer noch die führende Aufnahme. Rein vokal ist die 1951er Aufnahme m. E. noch überzeugender, ist mit ihren sehr breiten Tempi jedoch grenzwertig.
Gruß
Philidor

:hello
Ich finde die Aufnahme auch hervorragend, die 1951er kenne (noch) nicht. Du meinst diese hier, oder?



-

Jetzt:



Johann Sebastian Bach:

Violinkonzerte BWV 1041-1042

Fredrik From (Violine)

Doppelkonzert für 2 Violinen BWV 1043

Peter Spissky (Violine I), Bjarte Eike (Violine II)

Doppelkonzert für Violine & Oboe BWV 1060R

Manfredo Kraemer (Violine), Antoine Torunczyk (Oboe)

Concerto Copenhagen, Lars Ulrik Mortensen

Gruß Amonasro :hello
Philidor (02.06.2021, 13:40):
Ich finde die Aufnahme auch hervorragend, die 1951er kenne (noch) nicht. Du meinst diese hier, oder?
Ja, genau. Parsifal, Gurnemanz und Kundry finde ich nochmal besser als in der 1962er Aufnahme. Wenn halt die Tempi nicht wären ... für Wagners eigenes Dirigat des Parsifal-Vorspiels hat man 14:30 gemessen, da ist Kna 1951 allerdings ganz dicht dran ... 14:13 anno 1951 vs. 12:02 anno 1962 ... vielleicht wäre einfach unsere Hörerwartung zu justieren.

VIele Grüße
Philidor

:hello
tapeesa (02.06.2021, 16:24):
Sergej Rachmaninov
- Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll, op. 30
Alicia de Larrocha (Klavier)
London Symphony Orchestra, André Previn
- Klavierkonzert Nr. 1 fis-Moll, op. 1
Peter Katin (Klavier)
London Philharmonic Orchestra, Sir Adrian Boult

... vielleicht wäre einfach unsere Hörerwartung zu justieren.
Also nach der Prelude und hier und da kurz anhören, wird meine Hörerwartung um einiges übertroffen. 8|
Sehr tragend und lässt wunderbar viel Raum.
Philidor (02.06.2021, 18:00):
Also nach der Prelude und hier und da kurz anhören, wird meine Hörerwartung um einiges übertroffen.
Sehr tragend und lässt wunderbar viel Raum.
Definitiv! Aber über viereinhalb Stunden halte ich das nicht an jedem Tag aus ... da muss schon vieles passen, damit ich das wirklich mit Genuss höre.

Hier wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 95 c-Moll
Sinfonie Nr. 96 D-Dur ("The Miracle")

La Petite Bande
Sigiswald Kuijken



Ganz ausgezeichnet. Nr. 95 - Wahnsinn.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.06.2021, 19:14):
Nachklapp zum Trinitatis-Fest und gleichzeitig Auftakt einiger Messiaen-Orgel-Auditionen mit der zurzeit unspielbaren Orgel in Notre-Dame de Paris ...

Olivier Messiaen: Méditations sur le mystère de la Sainte Trinité

Olivier Latry
Orgel in Notre-Dame de Paris



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (02.06.2021, 20:22):
- Manuel de Falla - Noches en los jardines de España
- Frédéric Chopin - Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll, op. 21 B. 43
Alicia de Larrocha (Klavier)
Orchestre de la Suisse Romande, Sergiu Comissiona
Leonardo (02.06.2021, 20:39):
Rodrigo: Concierto de Aranjuez

Arnold: Gitarrenkonzert

Takemitsu: To the Edge of Dream

Julian Bream, Gitarre

CBSO, Rattle

(EMI, 1990/92)
Maurice inaktiv (02.06.2021, 22:47):
ranz Schubert:

Sinfonien Nr. 1 & 3

Staatskapelle Dresden,

Sir Colin Davis, Ltg.
Das ist ein sehr feiner, edler Zyklus. Nicht HIP, aber immer sehr geschmackvoll und wunderbar ausmusiziert. Dazu sehr schön aufgenommen. Ausgezeichnetes Orchester aus Dresden.
Philidor (03.06.2021, 10:03):
Der Fronleichnam begann sinfonisch.

Jan Křtitel Vaňhal

Sinfonie d-Moll Bryan d1
Sinfonie g-Moll Bryan g1

Concerto Köln



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.06.2021, 10:46):
Nun Musik zum Tage vom Jubilar des Jahres.

Hymnus "Pange lingua"

Josquin Desprez: Missa Pange lingua

Tallis Scholars
Peter Philips



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.06.2021, 12:03):
Nun wieder Musik zum Tage, jedenfalls das erste Stück.

Olivier Messiaen

Le Banquet céleste
Apparition de l'église éternelle

Olivier Latry
Orgel in Notre-Dame de Paris



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.06.2021, 13:35):
Zurück zu Christi Himmelfahrt.

Olivier Messiaen: L'Ascension

Olivier Latry
Orgel in Notre-Dame de Paris



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.06.2021, 15:50):
Zurück zu Christi Himmelfahrt.... zu Pfingsten.

Olivier Messiaen: Messe de la Pentecôte

Olivier Latry
Orgel in Notre-Dame de Paris



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (03.06.2021, 17:42):
Lange nicht gehoertes Georgel:



Camille Saint-Saens - Sinfonie Nr. 3 c-Moll, op. 78 "Orgelsinfonie"
Jan Hora, RSO Prag, Vladimir Valek"
Philidor (03.06.2021, 17:44):
Hier wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 97 C-Dur
Sinfonie Nr. 98 B-Dur

La Petite Bande
Sigiswald Kuijken



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (03.06.2021, 19:20):
Camille Saint-Saëns
- Danse macabre, Op. 40 (Bearb. für Orgel: Edwin Lemare, rev. Vincent Warnier)
- Cyprès et Lauriers, Op. 156 *
- Sinfonie Nr. 3 in c-Moll, Op. 78 "Orgelsinfonie" *
Vincent Warnier (Orgel)
* Orchestre National de Lyon, Leonard Slatkin
Philidor (03.06.2021, 19:51):
Finale - zurück zum genius diei.

Olivier Messiaen: Livre du Saint Sacrement

Olivier Latry
Orgel in Notre-Dame de Paris



Sein letztes Orgelwerk, ein abendfüllender Zyklus. Innerlich wie äußerlich riesig.

Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (04.06.2021, 02:54):


Camille Saint-Saens - Sinfonie Nr. 3 c-Moll, op. 78 "Orgelsinfonie"
George Cook, NBC SO, Arturo Tocanini (1952)
tapeesa (04.06.2021, 13:30):
@Philidor

a) Ich habe mir die Messiaen / Latry CD-Box gekauft. Gerade mal 1,5 Tage widerstanden ;) .
Bereue es aber nicht. "Gebraucht / wie neu" für knapp 20 Euro gefunden. Kenne bereits einiges daraus. Olivier Latry hat mich mit der Orgel versöhnt. Mit Messiaens Orgelwerken ist das eine tolle Kombination.

b)
Definitiv! Aber über viereinhalb Stunden halte ich das nicht an jedem Tag aus ... da muss schon vieles passen, damit ich das wirklich mit Genuss höre.
Wagner und Genuss gehen für mich kaum zusammen.
Mit dem Frühwerk habe ich keine Probleme, wobei das auch nicht wirklich Genuss ist. In den langsamen oder sachlich-distanzierteren (Kempe / Ring) Aufnahmen, entfaltet sich das Werk anders und ich kann besser wahrnehmen, wo ich irritiert bin oder aussteige(n) / mich distanzieren mag.
_______

jetzt:

Camille Saint-Saëns

- Danse macabre, op. 40, Felix Kok (Violine)
- Der Karneval der Tiere, Brenda Lucas Ogdon (Klavier), John Ogdon (Klavier)
- Sinfonie Nr. 3 in c-Moll, op. 78, Christopher Robinson (Orgel)
City of Birmingham Symphony Orchestra, Louis Frémaux

- Samson et Dalila, op. 47: Bacchanale (Akt III)
Orchestre du Théâtre National de l'Opéra de Paris, Georges Prêtre
Cetay (inaktiv) (04.06.2021, 14:26):
Das ist noch ein Komponist, bei dem ich mich frage, warum ich nicht mehr von ihm hoere. Extrem grob vereinfachend ist das ein Romantiker, der entlang der Linie Beethoven - Bach zurueckblickt und nicht zur Seite in Richtung Wagner. So hat man den Harmonie- und Farbenreichtum der Epoche, doch es bleibt klassisch klar und formvollendet. Ganz meins.



Camille Saint-Saens - Sinfonie Nr. 2 a-Moll, op. 55
Ulster Orchestra, Yan Pascal Tortelier
Leonardo (04.06.2021, 15:16):
Joseph Haydn:

Sinfonien Nr. 48, 44, 42

Orchestra of the Age of Enlightenment,

Frans Brüggen, Ltg.

(Philips, 1995-97)
Philidor (04.06.2021, 17:28):
a) Ich habe mir die Messiaen / Latry CD-Box gekauft. Gerade mal 1,5 Tage widerstanden .
Bereue es aber nicht. "Gebraucht / wie neu" für knapp 20 Euro gefunden.
Sehr fein! Wünsche Dir viel Freude daran.
Wagner und Genuss gehen für mich kaum zusammen.
Hmmm ... sowohl orchestral wie vokal wie aus der Perspektive des Gesamtkunstwerkes fühle ich mich bei kaum einem Opernkomponisten so gut genussgefördert wie bei Wagner ... höchstens noch Verdis Falstaff ...

Hier Musik, bei der ich mir nicht ganz sicher bin, ob sie in diesem Thread gehört, aber gut:

Steve Reich: Music for 18 Musicians

Ensemble Signa
Brad Lubman



Cool! Bisher kannte ich nur die Aufnahme mit dem Komponisten, aber diese hier ist auch nicht schlecht.

Kaum eine Musik steht für mich so sehr für Sommer, Liegestuhl, Soft Drink, easy living wie diese. Ich lege sie zum ersten Mal in diesem Jahr auf, was passiert? Ein Hagelschauer zieht durch ... 8| ... na ja. Schenkt das Leben Dir Zitronen, mach Limonade draus ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (04.06.2021, 18:33):
Nun wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 99 Es-Dur
Sinfonie Nr. 100 G-Dur ("Militär")

La Petite Bande
Sigiswald Kuijken



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (04.06.2021, 19:17):
Kürzlich hörte ich Schubert mit Colin Davis und der ist, wie Maurice André völlig richtig anmerkte, sehr gut.

Noch besser allerdings gefällt mir sein Mozart in diesen Aufnahmen:

W. A. Mozart:

Sinfonien Nr. 28, 29, 34

Staatskapelle Dresden,

Sir Colin Davis, Ltg.

(Philips, 1981, Lukaskirche, Dresden)



Noch zu DDR-Zeiten entstanden, sind das wahrhaft Höhepunkte der Mozart-Diskographie. HIP ist unnötig, denn das klingt einfach auch so transparent, feinsinnig, markant und zupackend.

L.
Philidor (05.06.2021, 09:10):
Ein wunderbares Werk, um den Tag zu beginnen.

Antonin Dvorak: Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Rafael Kublik
München live 16. Oktober 1981



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.06.2021, 14:17):
Ein frühes Werk.

Olivier Messiaen: Diptyque

Olivier Latry
Orgel in Notre-Dame de Paris



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.06.2021, 17:08):
Und wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 101 D-Dur ("The Clock")
Sinfonie Nr. 102 B-Dur

La Petite Bande
Sigiswald Kuijken



Bin nach wie vor sehr angetan von dieser GA.

Gruß
Philidor

:hello
Klassiknerd (05.06.2021, 20:27):


Mahler - 3. Sinonie
Wiener Philharmoniker
P. Boulez

Ich gebe zu, ich habe lange Jahre einen Bogen um Mahler mit Boulez gemacht. Mir schien sich diese Kombination zu widersprechen. Vielleicht eine Frage des Alters und meines damit einhergehenden Bildes von Mahlers Musik.

Dies ist heute anders. Ich schätze Boulez Klarheit und Transparenz bei Mahler sehr. Er scheint mir, wie kein anderer, die Klangexperimente von Mahler zu betonen und damit seine Modernität. Sicher, da gibt es kein großes Pathos. Emotionslos, wie ich schon manchmal gelesen habe, finde ich Boulez Ansatz allerdings keinesfalls.
Amonasro (05.06.2021, 21:27):


Richard Wagner: Tristan und Isolde

Tristan - Ramón Vinay
Isolde - Martha Mödl
König Marke - Ludwig Weber
Kurwenal - Hans Hotter
Brangäne - Ira Malaniuk
Melot - Hermann Uhde
Steuermann - Gerhard Stolze
Seemann - Werner Faulhaber
Hirt - Gerhard Unger

Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele, Herbert von Karajan
1952

Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (06.06.2021, 08:25):
endlich läuft bei mir auch mal wieder was, eine Neuerwebung auf Emfpehlung von euch:



ich beginne mit F-Dur Op. 135
Philidor (06.06.2021, 09:10):
Oh, Beethoven mit den Belceas ... super Idee ... hmmm ... ich könnte ja mal wieder ...

... heute ist der erste Sonntag nach dem Trinitatisfest. Anno 1724 komponierte Bach zu diesem Sonntag seine erste Leipziger Choralkantate und begann damit sein wohl größtes Kompositionsprojekt, den Choralkantatenjahrgang. Es geht zünftig los mit einer französischen Ouvertüre.

Johann Sebastian Bach: "O Ewigkeit, du Donnerwort BWV 20"

Robin Blaze, Jan Kobow, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
palestrina (06.06.2021, 10:18):


Richard Wagner: Tristan und Isolde

Tristan - Ramón Vinay
Isolde - Martha Mödl
König Marke - Ludwig Weber
Kurwenal - Hans Hotter
Brangäne - Ira Malaniuk
Melot - Hermann Uhde
Steuermann - Gerhard Stolze
Seemann - Werner Faulhaber
Hirt - Gerhard Unger

Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele, Herbert von Karajan
1952

Gruß Amonasro
Ich gehe mal forsch ans Werk und behaupte für mich und viele andere, diese Besetzung und Umsetzung wird wohl nie mehr erreicht werden!
Eine Sternstunde, ach was sage ich, vier Sternstunden. :down :down :down :down
Ich habe sehr viele Aufnahmn und viele Live gehört und es gibt auch viele wunderbare Einspielungen, jedoch diese Aufnahme bleibt meine liebste bis an mein seliges Ende!

Einen schönen Sonntag wünscht ...
palestrina
Philidor (06.06.2021, 13:27):
Na, was schon ...

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 103 Es-Dur ("Mit dem Paukenwirbel")
Sinfonie Nr. 104 D-Dur

La Petite Bande
Sigiswald Kuijken



Dicke Empfehlung für alle Aufnahmen in dieser Besetzung von Nr. 82 bis Nr. 104.

Der wichtigste Aspekt scheint mir zu schein, dass Kuijken trefflich herausarbeitete, wie geistreich diese Musik ist. Und das wiederum ist mir eins der wesentlichen Charakteristika bei Haydn. Andere Aspekte wie Transparenz, Spritzigkeit, Changieren von Leichtigkeit und Fülle usw. usf. liefern auch viele andere, z. B. Harnoncourt und Minkowski. Aber den jugendlichen, frischen, hochkreativen Geist des etwa 60jährigen Komponisten, den fangen Kuijken und seine Musiker mustergültig ein. Herrlich.

Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (06.06.2021, 15:23):
endlich läuft bei mir auch mal wieder was, eine Neuerwebung auf Emfpehlung von euch:



ich beginne mit F-Dur Op. 135
und weiter gehts mit Op. 59 Nr 1 & 2
tapeesa (06.06.2021, 16:45):
Giya Kancheli - Abii ne viderem
- Morning Prayers
Vasiko Tevdorashvili (Gesang), Natalia Pschenitschnikova (Altflöte)
Stuttgarter Kammerorchester, Dennis Russell Davies
- Abii ne viderem
Kim Kashkashian (Viola)
Stuttgarter Kammerorchester, Dennis Russell Davies
- Evening Prayers
Stuttgarter Kammerorchester, Hilliard Ensemble, Dennis Russell Davies
Philidor (06.06.2021, 20:06):
Zum Schluss noch etwas Bewährtes ...

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110

Alfred Brendel, Klavier



Aus seiner ersten GA für Philips.

Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (06.06.2021, 22:24):
endlich läuft bei mir auch mal wieder was, eine Neuerwebung auf Emfpehlung von euch:



ich beginne mit F-Dur Op. 135
und weiter gehts mit Op. 59 Nr 1 & 2
und nun folgt die Nr. 3 sowie Op. 18 Nr. 4 und Op. 132
Cetay (inaktiv) (07.06.2021, 05:21):
Schoen, wie man hier inspiriert wird. Ueber die Diskussion um Jack DeJohnette im Nebenzimmer bin ich zu Terje Rypdal gekommen und habe ein paar seiner klassischen Kompositionen angetestet, die mir aber zu durchwachsen waren und dann diese, wo er als Interpret klassischer Avantgarde auftritt und da bin ich restlos begeistert:


Heinz Reber - Mnaomai, Mnomai
Tschin Zhang (Stimme), Ellen Horn (Stimme), Thomas Demenga (Violoncello, Viola), Terje Rypdal (Gitarre), Jon Christensen (Perkussion)
tapeesa (07.06.2021, 13:37):
Auf historischen Instrumenten spielen sie alle, Harnoncourt, Herreweghe, Suzuki, Gardiner und auch Kuijken. Die Unterschiede liegen m. E. woanders. - Bei Herreweghe und Suzuki entsteht m. E. der spirituelleste Gesamteindruck, jeglicher Verzicht auf Effekte, Gleichmaß ist angesagt. Harnoncourt schwankt zwischen genial und hölzern mit wenig dazwischen, Gardiner ist in seiner live aufgenommenen GA ein Stück entfernt von seinen aggressiv-schnellen Bach-Wiedergaben der 1980er Jahre, Kuijken ist speziell durch die solistische Vokalbesetzung.
Danke!
_____________




Galina Ustvolskaya -
Sonate Nr. 6
Grand Duet für Violoncello und Klavier *
Marino Formenti (Klavier), Rohan de Saram (Violoncello) *
Nicolas_Aine (07.06.2021, 16:03):
endlich läuft bei mir auch mal wieder was, eine Neuerwebung auf Emfpehlung von euch:



ich beginne mit F-Dur Op. 135
und weiter gehts mit Op. 59 Nr 1 & 2
und nun folgt die Nr. 3 sowie Op. 18 Nr. 4 und Op. 132
heute morgen beim Frühstück lief Op. 18 Nr. 2, nun Nr. 1. Bisher gefällt mir das alles gut!
Amonasro (07.06.2021, 16:38):


Richard Wagner: Tristan und Isolde

Tristan - Ramón Vinay
Isolde - Martha Mödl
König Marke - Ludwig Weber
Kurwenal - Hans Hotter
Brangäne - Ira Malaniuk
Melot - Hermann Uhde
Steuermann - Gerhard Stolze
Seemann - Werner Faulhaber
Hirt - Gerhard Unger

Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele, Herbert von Karajan
1952

Gruß Amonasro
Ich gehe mal forsch ans Werk und behaupte für mich und viele andere, diese Besetzung und Umsetzung wird wohl nie mehr erreicht werden!Eine Sternstunde, ach was sage ich, vier Sternstunden. :down :down :down :down
Ich habe sehr viele Aufnahmn und viele Live gehört und es gibt auch viele wunderbare Einspielungen, jedoch diese Aufnahme bleibt meine liebste bis an mein seliges Ende!

Einen schönen Sonntag wünscht ...
palestrina
Es ist vor allem Martha Mödl, die diese Aufnahme für mich unverzichtbar macht. Eine so expressive, gleichzeitig wortverständliche Isolde haben spätere Aufnahmen nicht zu bieten. Vinay kommt da für mich nicht ganz ran, aber die Aufnahme ist schon großartig.

-

Heute:



Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 6 "Pastorale" in F-Dur op. 68

Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

Gruß Amonasro
Philidor (07.06.2021, 17:53):
Hier Brahms. Das Wetter ist so herbstlich ...

Johannes Brahms

Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11
Haydn-Variationen op. 56a

Residentie Orkest/The Hague Philharmonic
Jan Willem de Vriend



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (07.06.2021, 19:25):
Beethovens Pastorale mit Karajan, naja, bevor mir komplett schlecht wird höre ich lieber

Igor Stravinsky:

Sinfonie C-Dur

Sinfonie in drei Sätzen

London Symphony Orchestra,

Sir Colin Davis, Ltg.

(Philips, 1964/65)
Philidor (07.06.2021, 19:41):
Beethovens Pastorale mit Karajan, naja, bevor mir komplett schlecht wird höre ich lieber
Oh ja, HvK-Bashing, ich bin dabei ... :leb ... nein, nicht wirklich ... die Pastorale ist auch für meine Ohren nicht unbedingt die Vorzeigenummer aus dem 1961/62er-Zyklus. Zum Ohrenöffnen in Sachen Karajanscher Pastoralen weise ich gerne auf seine Digitalaufnahme mit den Berlinern hin ... anschallen bitte, Karajans pastoraler Privatjet startet in Kürze ...

... hier eine andere klassische Aufnahme fantastischer, äh, fantasiegeformter Musik:

Franz Schubert: Wandererfantasie C-Dur D 760
Robert Schumann: Fantasie C-Dur op. 17

Murray Perahia, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (08.06.2021, 03:15):
Zum Ohrenöffnen in Sachen Karajanscher Pastoralen weise ich gerne auf seine Digitalaufnahme mit den Berlinern hin ... anschallen bitte, Karajans pastoraler Privatjet startet in Kürze ...
Ja. Ich habe die einst, wie man so sagt, zu Informationszwecken gehoert, in Erwartung eines Beton-begradigten Flusses in Wolgabreite und wurde dann von den Stomschnellen eines Klamm-Wildbachs fortgerissen. Ok, ich uebertreibe, aber die Botschaft ist klar...

Ich hoere jetzt seltenen Haydn.


Joseph Haydn - Die drei- und vierstimmigen Gesänge (1805)
Glen Wilson (Fortepiano, McNulty 1988, nach Walter 1795), Niederländischer Kammerchor, Uwe Gronostay
tapeesa (08.06.2021, 10:29):
Das ist (bisher) meine liebste Aufnahme unter Karajan.
In einer Rezension steht "Schokolade für die Ohren" - ja.
Im Rondeau der Serenade aber spannungsgeladen "bitter-süß". "Gewittrig" ist, was ich vorrangig mit Wagner verbinde - das "bitter-süß" dockt da an.

- Tomaso Albinoni - Adagio für Streichinstrumente und Orgel in g-Moll
(David Bell (Orgel), Leon Spierer (Violine)
- Antonio Vivaldi • Konzert in g-Moll RV 439, op. 10 Nr. 2 “La Notte”
Andreas Blau (Flöte)
- Johann Sebastian Bach - Suite Nr. 3 in D-Dur BWV 1068 II. Air
David Bell (Orgel)
- Johann Pachelbel • Kanon und Gigue in D-Dur (arr. Max Seiffert)
Frank Maus (Cembalo)
- Christoph Willibald Gluck - Orfeo ed Euridice, Reigen seliger Geister (Akt II)
Karlheinz Zoeller (Flöte)
- Wolfgang Amadeus Mozart - Serenade Nr. 6 „Serenata notturna“ in D-Dur KV 239
Thomas Brandis (Violine), Emil Maas (Violine), Neithard Resa (Viola), Rainer Zepperitz (Kontrabass)

Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
Philidor (08.06.2021, 22:16):
Hier nochmals Fantasien in C-Dur auf dem Weg zu Liszt.

Franz Schubert: Wanderfantasie C-Dur D 760

Robert Schumann: Fantasie C-Dur op. 17

Alfred Brendel, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (09.06.2021, 02:34):
Dann also auf zur Hörtat:


Ludwig van Beethoven - Sinfonie Nr. 6 F-Dur, op. 68
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan (AD: Nov. 1982)
Cetay (inaktiv) (09.06.2021, 06:51):

Cesar Franck - Trois Pieces & Trois Chorals pour grand orgue, FWV 35-40
Petur Sakari (Cavaille-Coll Orgel der Chatedrale Sainte-Croix, Orleans)
Cetay (inaktiv) (09.06.2021, 08:18):
Die Abscheidsfloskel Auf Wiederhoeren kann ich auf das Franck-Georgel nicht anwenden. Nun lieber wieder Altbewaehrtes:



Bruno Maderna - Grande Aulodia, Widmung & Concerto per Violino
Orchestra Sinfonica di Milano Guiseppe Verdi, Sandro Gorli
Grande Aulodia fuer Floete & Oboo solo mit Orchester
+ Claudio Snatambrogio, Omar Zoboli
Widmung fuer Violine solo
Violinkonzert
+ Myriam Dal Don
Philidor (09.06.2021, 09:37):
Dann also auf zur Hörtat:Ludwig van Beethoven - Sinfonie Nr. 6 F-Dur, op. 68
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan (AD: Nov. 1982)Und? Wie war's?

Cesar Franck - Trois Pieces & Trois Chorals pour grand orgue, FWV 35-40Die Abscheidsfloskel Auf Wiederhoeren kann ich auf das Franck-Georgel nicht anwenden.Hmmm ... die "Trois Pièces", ok ... aber die "Trois Chorals" gehören zum ansonsten wie auch immer zu definierenden Kernrepertoire für das Instrument ... ganz große orgelgemäße Musik imho ... der große Wurf des ersten Chorals, wie aus einem Guss, die Passacaglia mit Fuge im zweiten Choral, die Kombination von toccatenartigem ersten Thema und dem Choral als zweitem Thema am Schluss des dritten Chorals ... probier mal die Aufnahme mit Guillou. Something else.

Gruß
Philidor

:hello
Amadé (09.06.2021, 09:59):



Nr. 6 Pastorale, an einem lichtdurchflutenen Tag um die Mittagszeit, klingt sehr frisch, lebendig und transparent, ohne lähmende Schwüle.

Gruß Amadé
tapeesa (09.06.2021, 10:59):
1. aus Carl Philipp Emanuel Bach - Gamba Sonatas & Fantasias:

- Freie Fantasie in c-Moll H 75, Hamlet, der über den Selbstmord raisoniert (Gianluca Buratto (Bassbariton), Lorenzo Ghielmi (Fortepiano))
Text: William Shakespeare, Übersetzung: August Wilhelm Schlegel, Kompilation: Heinrich Wilhelm von Gerstenberg
- La Stahl H 94, (Lorenzo Ghielmi (Fortepiano))
- Solo a Viola da Gamba e Basso in G-Dur, H 558 (Lorenzo Ghielmi (Fortepiano), Vittorio Ghielmi (Viola da Gamba))
- Les langueurs tendres H 110, (Lorenzo Ghielmi (Fortepiano))

2. Leo Ornstein - Klaviersonaten Nr. 4 (1924) und Nr. 7 (1988) &
A Morning in the Woods (1971), Danse Sauvage (Wild Men's Dance) (1913), Impressions of the Thames (1914), Tarantelle (1960), A long remembered Sorrow (1964), Suicide in an Airplane (1913)
Janice Weber (Klavier)
Andréjo (09.06.2021, 12:01):
:D Nun - es gab auch nicht viele, die ihre 4. (!) Sonate 64 (!) Jahre vor ihrer 7. geschrieben haben ... Ob die 7. die letzte war? Das weiß ich nicht, das könnte man nachschauen. Aber keineswegs notwendigerweise, wenn man die Lebensdaten von Leo Ornstein kennt.

:) Wolfgang
Amonasro (09.06.2021, 14:42):
Bin bisher bis Akt 2, 3. "O sink hernieder, Nacht der Liebe" - "Einsam wachend in der Nacht" (Tristan, Isolde, Brangäne)
gekommen - allerdings mit dieser, vermutlich remasterten, Aufnahme?
Die Tonqualität meiner Membran-Ausgabe finde ich nicht gut, aber noch akzeptabel. Ob die Orfeo besser ist, weiß ich nicht.

Gestern gab es bei mir noch einen Tristan:



Richard Wagner: Tristan und Isolde

Tristan - Ludwig Suthaus
Isolde - Kirsten Flagstad
Brangäne - Blanche Thebom
König Marke - Josef Greindl
Kurwenal - Dietrich Fischer-Dieskau
Ein Seemann/Ein Hirt - Rudolf Schock
Melot - Edgar Evans
Ein Steuermann - Rhoderick Davies

Chorus of the Royal Opera House, Covent Garden
Philharmonia Orchestra, Wilhelm Furtwängler
1953 Mono

Ludwig Suthaus und das Dirigat gefallen mir hier sehr, die Tonqualität ist natürlich auch nicht ideal.

Dann heute noch:



Ludwig van Beethoven - Sinfonie Nr. 6 F-Dur, op. 68
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan (AD: Nov. 1982)

Naja, die Aufnahme ist zwar etwas zügiger als die aus den 60ern, aber mir kommt der Unterschied jetzt nicht sehr groß vor...

Gruß Amonasro :hello
Amonasro (09.06.2021, 17:20):


Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68

Orchestre Révolutionnaire et Romantique, Sir John Eliot Gardiner

Ein schlankerer Klang mit deutlich dramatischerem Sturm.

Gruß Amonasro
tapeesa (09.06.2021, 18:35):
Die Tonqualität meiner Membran-Ausgabe finde ich nicht gut, aber noch akzeptabel. Ob die Orfeo besser ist, weiß ich nicht.
Oh, das hatte ich zu ungenau formuliert.
Die Membran-Ausgabe, ist bei meinem Streaming-Anbieter nicht hörbar.
Ich war dann wegen möglicher inhaltlicher Unterschiede verunsichert.
Habe gerade nochmal geschaut und die Spielzeit ist fast identisch. Hat sich also geklärt.

Ich bin über deine Wagner-CD-Posts sehr weitergekommen - vielen Dank!
___

@Andréjo - Zu den biographischen Daten Leo Ornsteins habe ich erst im Nachhinein geschaut.
Ja, eine außergewöhnlich lange Lebenszeitspanne.
Wikipedia sagt die 8. Klaviersonate hat er mit Ende 90 geschrieben.
Die ersten drei sind verloren, er hatte die Fähigkeit, Kompositionen lange im Kopf aufzubewahren, in dem Fall war es aber zu lange und er hatte sie dann doch vergessen.

:hello
Nicolas_Aine (09.06.2021, 19:05):


meine nächste Neuerwerbung:

P. I. Tchaikovsky: Violinkonzert D-Dur Op. 35

Augustin Hadelich, Violine
Vasily Petrenko
London Philharmonic Orchestra
Jan Van Karajan (09.06.2021, 22:10):
Hier musikalische Blicke durch Europa:

Franz Liszt: Hungarica

London Philharmonic Orchestra, Bernard Haitink

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (10.06.2021, 04:59):
Cesar Franck - Trois Pieces & Trois Chorals pour grand orgue, FWV 35-40
Die Abscheidsfloskel Auf Wiederhoeren kann ich auf das Franck-Georgel nicht anwenden.
Hmmm ... die "Trois Pièces", ok ... aber die "Trois Chorals" gehören zum ansonsten wie auch immer zu definierenden Kernrepertoire für das Instrument ... ganz große orgelgemäße Musik imho ... der große Wurf des ersten Chorals, wie aus einem Guss, die Passacaglia mit Fuge im zweiten Choral, die Kombination von toccatenartigem ersten Thema und dem Choral als zweitem Thema am Schluss des dritten Chorals ... probier mal die Aufnahme mit Guillou. Something else.
Ich habe es probiert. Die Aufnahme bietet in der Tat in allen Aspekten mehr Variation: Klang, Dynamik, Tempo. Aber der Funke wollte auch hier nicht ueberspringen. Ich hoere nur ganz selten Orgelmusik, kann mich aber durchaus hier und da begeistern, etwa fuer Saties Messe des pauvres oder Schoenbergs Variationen op. 40
Dann also auf zur Hörtat:
Ludwig van Beethoven - Sinfonie Nr. 6 F-Dur, op. 68
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan (AD: Nov. 1982)
Und? Wie war's?
Etwa so, wie ich es in Erinnerung hatte. Zuegig und schnoerkellos. Aber hinsichtlich Klarheit und Proportioniertheit nicht den grossen Eindruck hinterlassend wie die um die gleiche Zeit herum enstandenen Haydn-Platten. Jetzt stroemt:


Ludwig van Beethoven - Sinfonie Nr. 6 F-Dur, op. 68
AAM Berlin, Bernhard Forck

Interessante Werkkopplung. Justin Heinrich Knechts knapp ein Vierteljahrhundert frueher entstandenes Portrait musical de la nature ou Grande Simfonie ist Neuland und fuer spaeter vorgemerkt.
tapeesa (10.06.2021, 08:48):
William Byrd - Pescodd Time
Bertrand Cuiller (Cembalo)
Philidor (10.06.2021, 18:52):
Frisch eingeströmt.

Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15

Orchestra of the Age of Enlightenment
András Schiff, Klavier und Leitung



Bin auf den ersten Lausch sehr angetan. Die massiven Klänge eingangs des Kopfsatzes haben mich in mancher Aufnahme durchaus verstört. Hier ist das alles schön schlank, gefällt mir gut! Für meine Ohren tut das dieser Musik auch mal gut.

Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (11.06.2021, 07:20):
Zu Wagner hat sich gestern noch etwas gelöst. Es gab bei "Tristan und Isolde" dann einen kurzen Moment, in dem ich mir vorstellen konnte, warum andere das so sehr mögen. Wenn ich im Forum lese: 4 Sternstunden, dann ist Bedauern, dass ich das nicht ebenso erleben kann.
Vielleicht unternimmst du noch einen letzten Versuch mit Donald Runnicles / BBC. Da kommt bei mir der zwanghafte Abschaltimpuls etwas spaeter als sonst. Grund genug, mich bei diesem Dirigenten mal etwas umzuhoeren:


Wolfgang Amadeus Mozart - Sinfonie Nr. 39 Es-Dur, K. 543
Orchestra of St. Lukes, Donald Runnicles
tapeesa (11.06.2021, 10:13):
Vielleicht unternimmst du noch einen letzten Versuch mit Donald Runnicles / BBC.
Habe den Anfang gehört und ich glaube, ich behalte erstmal den Kurs Kempe / Knappertsbusch (in den sehr langsamen Versionen), Karajan bei "Tristan und Isolde" und Furtwängler bei.
______
Morton Feldman - For Samuel Beckett (für 23 Spieler)
Klangforum Wien, Sylvain Cambreling
palestrina (11.06.2021, 11:34):
Wenn ich im Forum lese: 4 Sternstunden, dann ist Bedauern, dass ich das nicht ebenso erleben kann.Finde ich zwar traurig, aber kann es nun jenseits von Ambivalenz einigermaßen hinnehmen.Es löst keine ohnmächtige Wut mehr aus.Darüber bin ich ganz froh.
Hallo lieber tapeesa, ohnmächtige Wut soll sowas doch nicht auslösen, du hast doch an anderer Musik viel Freude, man oll nichts erzwingen!
Wenn ich so gedacht hätte, würde ich vor lauter ohnmächtiger Wut nicht mehr leben :I , vieles an Musik löst sich erst nach und nach, ich konnte lange Zeit nichts mit Monteverdi und Zeitgenossen anfangen!
Ich kam dann dazu nachdem ich Monteverdis Orfeo im Opernhaus sah, will damit sagen, ich kam durch Opernbesuche auf vieles was mir vorher nicht so zusagte, also abwarten und mal (wenn es wieder möglich wird) ein Opernhaus besuchen in dem T&I gespielt wird besuchen. Auf dem TV schaue ich mir, bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen keine Opern an, erst dann wenn ich ein eigenes Kino besitze :rofl !

Habe mir gestern Abend und heute Morgen noch meine neue Lieblings Aufnahme von T&I angehört......

Live Perth Concert Hall August 2018

....da ich ein großer Stuart Skelton Fan bin, aber die große Überraschung der Aufnahme ist die Isolde von Gun-Brit Barkmin!
Eine Isolde mit Vor und Nachteilen, aber für mich zählt die Gesamtleisung und die ist sehr gut!
Skelton hat viel gelernt in den letzten Jahren und Ist zu einem wahren großen Tenor gereift ich habe ihn von seinen Anfängen an kennen gelernt, und auch schon als Tristan gehört!
Mir gefällt das sehr!

LG palestrina
Philidor (11.06.2021, 12:25):
Es gab bei "Tristan und Isolde" dann einen kurzen Moment, in dem ich mir vorstellen konnte, warum andere das so sehr mögen. Wenn ich im Forum lese: 4 Sternstunden, dann ist Bedauern, dass ich das nicht ebenso erleben kann.
Liebe Tapeesa, Tristan und Isolde würdigen und mit positivrn Emotionen hören zu können, hat nich Jahre meines Lebens gekostet ... nur Mut und nicht aufgeben, es lohnt sich! :thumbup:

Eine nicht ganz unbedeutende Hürde war für mich der Text ... sowas von verschwurbelt.

Einer der Aufhänger zum Durchhalten für mich war die Information, dass der Tristan-Akkord in der ersten Phrase des Vorspiels als Dissonanz in den Raum gestellt wird und erst in den letzten Takten des dritten Aufzugs korrekt aufgelöst wird. Das korreliert freilich mit dem Inhalt. Dieser Spannungsbogen war etwas, was mich früh durch das Stück getragen hat.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (11.06.2021, 17:39):
Eine nicht ganz unbedeutende Hürde war für mich der Text ... sowas von verschwurbelt.
Mich hatte die Tristan-Musik gleich beim ersten Hören angesprochen, wobei ich den 1. Aufzug zunächst als weniger zugänglich empfunden habe als die anderen beiden. Der Text stellt für mich aber immer noch eine gewisse Hürde da. Was an Stellen wie "Des Schweigens Herrin
heisst mich schweigen:/fass' ich, was sie verschwieg,/verschweig' ich, was sie nicht fasst." ausgesagt werden soll, habe ich nie ganz verstanden. ?(

Heute:



Gioachino Rossini/Giovanni Pacini/Jacopo Ferretti: Matilde di Shabran ossia Bellezza, e cuor di ferro (1. Fassung, Rom 1821)

Corradino - Michele Angelini
Matilde di Shabran - Sara Blanch
Raimondo Lopez - Shi Zong
Edoardo Lopez - Victoria Yarovaya
Aliprando - Emmanuel Franco
Isidoro - Giulio Mastrotoraro
Contessa d'Arco - Lamia Beuque
Ginardo - Ricardo Seguel
Egoldo/Rodrigo - Julian Henao Gonzalez

Górecki Chamber Choir
Passionart Orchestra, José Miguel Pérez-Sierra
Gianluca Ascheri (Fortepiano)

Diese Oper hat eine verwickelte Entstehungsgeschichte. Aufgrund des hohen Zeitdrucks verwendete Rossini nicht nur Musik aus früheren Werken, sondern ließ auch einige Stücke von seinem Kollegen Giovanni Pacini komponieren. Für eine spätere Aufführung in Neapel ersetzte er Pacinis Stücke durch neue Musik und eliminierte die meisten Selbstanleihen. Bei dieser Umarbeitung wurden die Stücke nicht eins zu eins ersetzt, z. B. wurde ein Duett Matilde-Edoardo und die nachfolgende Arie von Corradino im 2. Akt in der Neufassung durch einen Chor und ein Duett Corradino-Edoardo ersetzt. Dramaturgie, Gewichtung der Charaktere und Inhalt unterscheiden sich zwischen den Fassungen daher erheblich.
Matilde di Shabran ist eine Opera semiseria, eine Komödie mit ernsten Abschnitten.
Die Handlung um einen misogynen Tyrannen, der schließlich dem Charme der verschlagenen Titelfigur erliegt und (nach vielen Verwicklungen) geläutert wird, hat sowohl märchenhafte als auch satirische Züge. Der weinerliche Gefangene Edoardo z. B. ist als Karrikatur der damals üblichen heroischen Hosenrollen angelegt. Musikalisch befand sich Rossini hier auf der Höhe seinen Könnens, vor allem die zahlreichen brillanten Ensembles überzeugen. Die Zweitfassung gefällt mir bessser, sie strafft den Handlungsverlauf etwas und verstärkt die auch schon in der Erstfassung vorhandene Dominanz der Ensembles. Die Höhepunkte wie das Quintett im ersten Akt sind aber in beiden Fassungen gleich. Eine Besonderheit der 2. Fassung ist, dass der Part Isidoros in neapolitanischen Dialekt übersetzt wurde.
Von der Zweitfassung existieren sowohl eine CD-Aufnahme als auch eine BD/DVD, beide mit Juan-Diego Flórez und sehr zu empfehlen. Die Naxos-Aufnahme ist die einzige der Erstfassung. Sie ist wohl vor allem für Komplettisten interessant. Die Interpretation ist gut, wie man es aus Wildbad gewohnt ist, reicht an die gesanglich hervorragenden Flórez-Aufnahmen aber nicht heran. Da die zudem „Rossini pur“ bieten, würde ich sie jederzeit vorziehen.

Gruß Amonasro :hello
Philidor (11.06.2021, 18:31):
Hier Abendliches.

Johannes Brahms: Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11

London Symphony Orchestra
Michael Tilson Thomas



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.06.2021, 19:55):
Und wieder feine Klaviermusik.

Robert Schumann

Fantasie C-Dur op. 17
Kinderszenen op. 15

Franz Schubert

Fantasie C-Dur op. 15 D 760 ("Wanderer-Fantasie")

Clifford Curzon, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (11.06.2021, 23:20):
Lieber palestrina, lieber Philidor,

eure Anteilnahme hat mich gefreut und eure Vorschläge sind angekommen! Über den Tristanakkord bin ich die ganze Zeit gestolpert, wusste nur nicht, dass er so heißt. Nur erlebe ich das Ende leider auch nicht positiv. Darüber kann ich jetzt aber fast schon lachen.
Habe heute ein Libretto hier gefunden und eine ganze Weile über "Mein!", "Dein!", "Ewig!" usw. philosophiert.
Dieser Ambivalenz-Knoten ist jetzt einigermaßen gelöst, war aber auch recht heftig.

Ich werde mich weiter durchstottern. Erzwingen wollen ist es weniger. Eher wie ein starker Sog, je mehr ich dagegen ankämpfe, desto schlimmer wird es. Mittlerweile gebe ich auf, dem was entgegensetzen zu wollen, die Befürchtung samt Wagner ins Verderben zu stürzen ist aber noch hoch. Dass ich auf der anderen Seite erleuchtet herauskomme, glaube ich ja eher nicht. Vielleicht später mal. :P
"Einfach mal durch", würde mir reichen.

Gruß, tapeesa :hello
________________________

Gloria Coates:
Symphony No. 2 "Illuminatio in Tenebris"
I. Aurora Borealis II. Aurora Australis III. Dawn
Stuttgarter Philharmoniker, Wolf-Dieter Hauschild
- Homage to Van Gogh
Musica Viva Ensemble Dresden, Jürgen Wirrmann
- Fragment from Leonardo's Notebook "Anima della Terra"
Jiřina Marková-Krystlíková (Sopran), Gerda Maria Knauer (Alt), Miroslav Kopp (Tenor), Piotr Nowacki (Bass)
Orchester Des Internationalen Jugendfestspieltreffens Bayreuth, Matthias Kuntzsch
- Time frozen
I. Time advances to no destiny II. I go through time III. Where there is life, there is time
Das Neue Werk Hamburg, Dieter Cichewiecz
Philidor (12.06.2021, 09:10):
Gloria Coates
Oh ja, die könnte ich auch mal wieder hören ... die Sinfonien 2+4 sind bei mir hängengeblieben ...

... mal was ganz Neues.

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 15
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

Danmarks Underholdningsorkester
Ádám Fischer



Ganz schön ruppig, was die Dänen da im Kopfsatz der Ersten veranstalten.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (12.06.2021, 09:51):
Danmarks Underholdningsorkester
Das wäre doch ein schöner Einstieg zu einer Art Stilblüten-und-Gimmick-Sammlung, oder?
Philidor (12.06.2021, 10:28):
as wäre doch ein schöner Einstieg zu einer Art Stilblüten-und-Gimmick-Sammlung, oder?
Wieso? Die heißen wirklich so ... ;)

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (12.06.2021, 13:27):
Hier nochmal Brahms im Schiff.

Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83

Orchestra of the Age of Enlightenment
András Schiff, Klavier und Leitung



HIer ist der Zugewinn im Vergleich zu anderen Aufnahmen auf den ersten Lausch geringer, wohl der lichteren Texturen des Werkes wegen. Dennoch, was ich an Detailarbeit hören durfte, fand ich sehr spannend und bereichernd. Müsste jetzt Klassiker wie Richter/Leinsdorf oder Zimerman/Bernstein im Vergleich hören, um etwas dazu sagen zu können, wie es mit dem "großen Bogen" steht.

Da mir Clifford Curzon mit Schubert und Schumann gestern so gut gefallen hat, könnte ich mir auch den nochmal mit diesen Werken zu Ohren führen.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (12.06.2021, 17:21):
Und nochmal.

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 ("Eroica")

Danmarks Underholdningsorkester
Ádám Fischer



So richtig überzeugt bin ich nicht.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (12.06.2021, 18:49):
Pyotr Tchaikovsky - Sinfonie Nr. 5
Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt, Eliahu Inbal
Amonasro (12.06.2021, 20:20):
Hier Blaublütiges:



Prinz Johann Ernst IV. von Sachsen-Weimar:

Concerti Nr. 1-8
+Concerto für 2 Violinen in C-Dur
+Concerto für Trompete in D-Dur

Thüringer Bach Collegium

Gruß Amonasro
Philidor (13.06.2021, 09:24):
Ob nicht Paavo Järvi doch die interessantere Aufnahme vorgelegt hat? Aber sehr detailliert kommt das schon rüber.

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

Danmarks Underholdningsorkester
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.06.2021, 09:51):
Nun die Choralkantate zum heutigen Sonntag, dem zweiten nach Trinitatis.

Johann Sebastian Bach: "Ach Gott, vom Himmel sieh darein" BWV 2

Pascal Bertin, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.06.2021, 12:14):
Hier volle Dröhnung. Postpentecostal.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 8 Es-Dur ("Sinfonie der Tausend")

Julia Varady - Sopran I
Jane Eaglen - Sopran II
Susan Bullock - Sopran III
Trudeliese Schmidt - Alt I
Jadwiga Rappé - Alt II
Kenneth Riegel - Tenor
Eike Wilm Schulte - Bariton
Hans Sotin - Bass

London Symphony Chorus
London Philharmonic Choir
Eaton College Boys' Choir
London Philharmonic Orchestra
Malcolm Hicks, Orgel

Klaus Tennstedt



Tennstedt, wie so oft, bigger than life. Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis ...

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (13.06.2021, 15:03):


Johann Bernhard Bach: Orchestersuiten Nr. 1-4

Freiburger Barockorchester, Thomas Hengelbrock

Gruß Amonasro
Philidor (13.06.2021, 17:14):
Mit Gewitter und Sturm aus fernem Meer ...

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 ("Pastorale")

Danmarks Underholdningsorkester
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.06.2021, 19:46):
Nach Mahler 8 heute morgen darf es noch einmal Bruckner 8 sein:

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
(Haas-Fassung)

Wiener Philharmoniker
Bernard Haitink
Januar 1995



So etwas wie das Normalnull für die Haas-Fassung. Wer hören will, was die Eigentümlichkeit der einen oder anderen Aufnahme denn nun sei, vergleiche hiermit.

Längst nicht so flott wie Haitinks 1981er Aufnahme mit dem Concertgebouworkest. Mehr Ruhe, was auch mehr Raum für die Klänge schafft. Gefiel mehr sehr gut, mir fehlte nur ab und zu etwas Begeisterungsqualität.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (13.06.2021, 20:01):


Percy Grainger: Jungle Book & andere Chorwerke

Libby Crabtree (Sopran)
Lesley Jane Rogers (Sopran)
John Mark Ainsley (Tenor)
James Gilchrist (Tenor)
David Wilson-Johnson (Bariton)

Polyphony
The Polyphony Orchestra, Stephen Layton

Der elfteilige Zyklus Jungle Book nach Texten von Rudyard Kipling entstand über einen Zeitraum von fast 50 Jahren. Die Besetzung reicht von a-capella-Chor bis zu großem Orchester. Manche Stücke bestechen durch ihre üppige Instrumentierung, z. B. das sehr atmosphärische Sea Shanty Shallow Brown mit u.a. Gitarren, Mandolen, Mandolinen, Ukulelen, Harmonium.

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (14.06.2021, 02:04):
Hier verklang zum Feiertagsauftakt gerade eine perfekt proportionierte Fuenfte:



Franz Schubert - Sinfonie Nr. 5 B-Dur, D. 485
Philharmonia Orchestra, Otto Klemperer (ca. 1960)
Cetay (inaktiv) (14.06.2021, 02:32):
Und nun eine Sechste mit dem Schalk im Nacken. Der Duesen-Turbo wird gleich zum Auftakt gezuendet und Herbies Privat-Jet einfach stehen gelassen.



Ludwig van Beethoven - Sinfonie Nr. 6 F-Dur, op. 68
Wiener Philharmoniker, Franz Schalk (1930)
Amonasro (14.06.2021, 15:53):


Pietro Mascagni/Nicola Daspuro: L'amico Fritz

Suzel - Mirella Freni
Fritz Kobus - Luciano Pavarotti
Beppe - Laura Didier Gambardella
David - Vicente Sardinero
Hanezò - Benito di Bella
Federico - Luigi Pontiggia
Caterina - Malvina Major

Chorus & Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden; Gianandrea Gavazzeni

Gruß Amonasro
Philidor (14.06.2021, 17:44):
Amonasro gönnt sich stets die Grands Crus der Aufnahmegeschichte ... recht hat er! Das Leben ist zu kurz, um zweitklassige Musik zu hören ...

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92
Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93

Danmarks Underholdningsorkester
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (15.06.2021, 08:19):
Hans Gál
Cellokonzert op. 67 in h-Moll
Raphael Wallfisch (Violoncello)
Konzerthausorchester Berlin, Nicholas Milton
Cetay (inaktiv) (15.06.2021, 08:29):


Joseph Haydn - Sinfonie C-Dur Hob. I:31 "Mit dem Hornsignal"
Wilhelm Bruns (Naturhorn), Heidelberger Sinfoniker, Thomas Fey

Was fuer ein -im Wortsinne- schmetternder Hornklang!
tapeesa (15.06.2021, 09:53):
Ernest Bloch - Voice in the Wilderness (Stimme in der Wildnis), 1936
Symphonische Dichtung für Cello Obligato
Wolfgang Emanuel Schmidt (Violoncello)
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Fabrice Bollon
Cetay (inaktiv) (15.06.2021, 12:18):


Wolfgang Amadeus Mozart - Sinfonie Nr. 38 D-Dur, K.504 "Prager"
London Classical Players, Roger Norrington (ca. 1990)

Extrem transparent und farbensstark. Ein langjaehriger Favorit fuer die spaeten Mozart-Sinfonien.
Leonardo (15.06.2021, 12:30):
Igor Stravinsky:

Les Noces

Mass

diverse Solisten und Chöre,

English Bach Festival Orchestra,

Leonard Bernstein, Ltg.

(DG, 3/1977, Henry Wood Hall, London)
Amonasro (15.06.2021, 12:31):
Amonasro gönnt sich stets die Grands Crus der Aufnahmegeschichte ... recht hat er! Das Leben ist zu kurz, um zweitklassige Musik zu hören ...
:D Das ist sicher nicht immer so, aber speziell beim L'amico Fritz ist die Konkurrenz nicht gerade zahlreich und enttäuscht mich eigentlich immer an der ein oder anderen Stelle. Da erscheint es mir meist tatsächlich wie Zeitverschwendung, eine andere als die in jeder Hinsicht hervorragende Gavazzeni-Aufnahme zu hören. Am ehesten käme sonst noch Mascagnis eigene Aufnahme in Frage, insbesondere da Mascagnis eigene Interpretationen weitaus belcantesker und delikater klingen, als man es gerne mit dem Verismo verbindet (sein Cavalleria-Dirigat steht dem Karajans recht nahe). Diese Aufnahme ist aber leider tontechnisch eingeschränkt und man wird mit einer antisemitsch motivierten Bearbeitung des Librettos konfrontiert. Bei den Sängern sehe ich Gavazzeni ohnehin auf dem 1. Platz.

Gruß Amonasro :hello
Amonasro (15.06.2021, 16:40):


Heitor Villa-Lobos: Chor-Transkriptionen

Transkriptionen von Klavierwerken von Bach, Mendelssohn, Schubert, Chopin, Schumann, Rachmaninow, Beethoven, Massenet für a-capella-Chor

São Paulo Symphony Choir, Valentina Peleggi

Gruß Amonasro
Philidor (15.06.2021, 17:20):
Villa-Lobos ist eine gute Idee bei diesem Wetter ... bei diesen Temperaturen zieht es mich zu leichtgewichtigeren, aber reizvollen Werken:

Josef Suk: Serenade für Streichorchester Es-Dur op. 6

Pražská komorní filharmonie
Jakub Hrůša



Sehr fein.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (15.06.2021, 19:14):
Und noch so eins.

Joseph Haydn: Sinfonia concertante B-Dur

Toru Yasunaga, Violine
Georg Faust, Violoncello
Jonathan Kelly, Oboe
Stefan Schweigert, Fagott
Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (16.06.2021, 04:14):
Amonasro gönnt sich stets die Grands Crus der Aufnahmegeschichte ... recht hat er! Das Leben ist zu kurz, um zweitklassige Musik zu hören ...

(...)

:hello
Ich schwanke... Ein kerninger Trollinger hat auch was fuer sich und ist in seiner Leichtigkeit vermittelnden Wirkung manchmal einem schweren, an einem miesen Tag nach Reifenabrieb und feuchtem Tabak in Brombeersaft schmeckendem Muedemacher vorzuziehen. Alles zu seiner Zeit. Aber ich wuerde zweitklassige Musik nicht unbedingt mit einem schlechten Getraenk mischen. Da es fuer einen Balvenie Single Malt Whisky, 17 Jahre, Zweifassreifung noch etwas frueh ist, muss also jetzt, wenn nicht ein Grand Cru, so zumindest ein Grand Prix der Aufnahmegeschichte her:



Ancerl Gold Edition (ausgezeichnet mit dem Grand Prix du Disque de l’Académie Charles Cros, 2006) Vol. 11
Tschechisches PO, Karel Ancerl
Miloslav Kabelac - Mystery of Time, Passacaglia fuer grosses Orchester, op. 31
Miloslav Kabelac - Hamlet Improvisation fuer grosses Orchester, op. 46
Jan Hanus - Sinfonia Concertante fuer Orgel, Harfe, Pauke & Streicher, op. 31
Philidor (16.06.2021, 08:25):
Ich schwanke... Ein kerninger Trollinger hat auch was fuer sich und ist in seiner Leichtigkeit vermittelnden Wirkung manchmal einem schweren, an einem miesen Tag nach Reifenabrieb und feuchtem Tabak in Brombeersaft schmeckendem Muedemacher vorzuziehen. Alles zu seiner Zeit.
Der Cetay ... :D ... gut, dass Du von Musik auf Wein schwenkst! Mein launiger Spruch war ja beim Wein geklaut ... "Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken" ....
Da es fuer einen Balvenie Single Malt Whisky, 17 Jahre, Zweifassreifung noch etwas frueh ist,
EIn richtiger Schotte haut so ein Marmeladenbrötchen zum Frühstück weg.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (16.06.2021, 08:50):
Richard Wagner - Tristan und Isolde

Tristan - Wolfgang Windgassen
König Marke - Martti Talvela
Isolde - Birgit Nilsson
Kurwenal - Eberhard Waechter
Melot - Claude Heater
Brangäne - Christa Ludwig
Ein Hirt - Erwin Wohlfahrt
Ein Steuermann - Gerd Nienstedt
Ein junger Seemann - Peter Schreier

Orchester & Chor der Bayreuther Festspiele, Karl Böhm (1966)
Amonasro (16.06.2021, 16:17):
Die Böhm-Aufnahme ist noch mein meistgehörter Tristan, nur Böhms teils sehr schnellen Tempi sagen mir leider nicht mehr so zu.

Jetzt:



Ludwig van Beethoven: Sinfonien Nr. 1 & 2

Chicago Symphony Orchestra, Sir Georg Solti

Gruß Amonasro
Philidor (16.06.2021, 18:08):
Hier wieder Leichteres.

Wolfgang Amadé Mozart

Marsch D-Dur KV 249
Serenade D-Dur KV 250 ("Haffner-Serenade")

Alexander Janiczek, Violine
Die Kölner Akademie
Michael Alexander Willens



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (16.06.2021, 22:19):


Hector Berlioz: Grande Messe des Morts (Requiem)

Michael Spyres (Tenor)
London Philharmonic Choir, Philharmonia Chorus
Philharmonia Orchestra, John Nelson

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (17.06.2021, 03:14):

Richard Wagner - Die Walküre, WWV 86b - 1. Akt
Lotte Lehmann, Marta Fuchs, Margarete Klose, Lauritz Melchior, Hans Hotter, Emanuel List
Wiener Philharmoniker, Bruno Walter (1935)
tapeesa (17.06.2021, 09:50):
Die Böhm-Aufnahme ist noch mein meistgehörter Tristan, nur Böhms teils sehr schnellen Tempi sagen mir leider nicht mehr so zu.
Nach dem einmalig ganz Durchhören, zähle ich die Aufnahme zu den eher distanzierteren Zugängen. Die Schnelligkeit erzeugt Distanz.
Den Übergang vom 2. zum 3. Aufzug: die König Marke Szene, sowie "Man hört einen Hirtenreigen", fand ich herausragend.
Im dritten Aufzug, ging mir dann das Tempo zu sehr zu Lasten der Entfaltungsmöglichkeit (der Stimmen).
Leonardo (17.06.2021, 14:19):
Edouard Lalo:

Symphonie Espagnole op. 21

Joshua Bell, Violine

Orchestre Symphonique de Montreal,

Charles Dutoit, Ltg.

(Decca, 9/1988)



Spitzenaufnahme.

Grüße,

L.
tapeesa (17.06.2021, 14:48):
Richard Wagner - Die Walküre

Siegmund - Peter Seiffert
Hunding - Kurt Rydl
Wotan - John Tomlinson
Sieglinde - Waltraud Meier
Fricka - Mihoko Fujimura
Brünnhilde - Gabriele Schnaut
Helmwige - Sally du Randt
Gerhilde - Irmgard Vilsmaier
Ortlinde - Jennifer Trost
Waltraute - Ann-Katrin Naidu
Siegrune - Heike Grötzinger
Grimgerde - Marita Knobel
Schwertleite - Anne Pellekoorne
Roßweiße - Ingrid Bartz

Bayerisches Staatsorchester, Zubin Mehta
Amonasro (17.06.2021, 21:32):


Heitor Villa-Lobos: Floresta do Amazonas

Anna Korondi (Sopran)
São Paulo Symphony Orchestra & Choir, John Neschling

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (18.06.2021, 02:55):


Across the Sea (Chinese-American Flute Concertos)
Sharon Bezaly, Singapore SO, Lan Shui
Zhou Long - Five Elements. Concerto for flute and orchestra
Bright Sheng - Flute Moon for piccolo/flute, harp, percussion and strings
Zhou Long - The Deep, Deep Sea for alto flute/piccolo solo, timpani, harp and strings
Chen Yi - The Golden Flute. Concerto for flute and orchestra
Cetay (inaktiv) (18.06.2021, 03:34):
Across the Sea (Chinese-American Flute Concertos)
Also nee... das geht ueberhaupt nicht. Da war ich schnell im Skip- & Zapp-Modus. Das ist schon arg bildhaft. (Ich verkneife mir den Zusatz plakativ, weil er abwertend ist und es mir nicht zusteht, ein Kunstwerk auf Basis meiner Empfindungen und Praeferenzen abzuwerten - aber bringe ihn doch durch die Hintertuer, ichdem ich sage, dass ich es nicht sage, woraus der Leser schliesst, dass ich es meine und deswegen meine, es doch irgendwie sagen zu muessen... Ich schweife ab). Jetzt brauche ich etwas abstrakteres:



Henri Pousseur et al. - 4 Parabolic Mixes.

Daraus:
Philip Jeck - Third Parabolic Mix (basierend auf den 8 Etudes parabolique von Henri Pousseur)
tapeesa (18.06.2021, 09:44):
Love I obey
Rosemary Standley & Helstroffer's Band

Barocke Lieder, Traditionals in einer modernen Verknüpfung; gesungen von einer Sängerin mit franko-amerikanischen Wurzeln..
Philidor (19.06.2021, 09:55):
Villa-Lobos kommt heute noch dran. Jetzt erst einmal das Flirrende:

André Jolivet: Chant de Linos
(in der Fassung für Flöte, Violine, Viola und Harfe)

Maurice Ravel: Introduction et Allegro
pour harpe, flûte, clarinette et quatuor à cordes

Claude Debussy: Sonate pour flûte, alto et harpe

Oxalys



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (19.06.2021, 13:25):
Nun also:

Heitor Villa-Lobos: Bachianas brasileiras No. 1-3

Jorge Federico Osorio, Klavier (No. 3)
Royal Philharmonic Orchestra
Enrique Bátiz



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (19.06.2021, 15:33):
Mahl wieder Maler.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1 D-Dur

Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Eine tolle Aufnahme, nur im Finale fehlt mir ein wenig die Durchzugskraft. Meine Favoriten bleiben Bruno Walter (1961), Bernstein/Concertgebouw und Gielen.

Gruß
Philidor

:hello
michael74 (19.06.2021, 20:06):
Hallo Zusammen



Das war richtig schön als HD im Streaming

Gruß Michael
Philidor (20.06.2021, 07:56):
Hier Bachs Choralkantate zum heutigen 3. Sonntag nach Trintatis.

Johann Sebastian Bach: "Ach Herr, mich armen Sünder" BWV 135

Pascal Bertin, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (20.06.2021, 09:55):
aus J.S. Bach: “Actus Tragicus” (Single Volume Cantatas Vol. 10):
Johann Sebastian Bach - BWV 21 - "Ich hatte viel Bekümmernis"
Barbara Schlick, Sopran; Kai Wessel, Alto; Guy de Mey, Tenor; Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Orchestra & Choir, Ton Koopman
Philidor (20.06.2021, 10:48):
Die Bach-Kantaten, Sonntags, werden zunehmend zu einem beständigen Ritual. Finde das ganz schön.
Manche meinen ja, sie würden etwas von ihrer Freiheit aufgeben, wenn sie ihre freie Zeit strukturieren und Pläne machen.

Das Gegenteil ist der Fall: Wer immer nur das macht, worauf er gerade in diesem Moment Lust hat, ist in Wahrheit nur der Sklave seiner Lüste und Launen.

Die Freiheit hingegen besteht darin, sich für etwas zu entscheiden, und in der Freiheit, diese Entscheidung zu bestätigen. Rituale sind feste Säulen, die ein Leben tragen können.

So. jetzt komm ich runter von der Kanzel ... :D

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (20.06.2021, 11:40):
Nun der andere Fischer.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1 D-Dur

Düsseldorfer Symphoniker
Ádám Fischer



Wirklich gut. Besser als Iván ...? Ach, falsche Fragekategorie ... Ádám scheint nicht alles zu geben ... bleibt innerhalb eines nichtexhibitionistischen Gefühlsradius. Geschmackssache.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (20.06.2021, 15:19):


Michel Lambert: Leçons de Ténèbres (1662-63)

Marc Mauillon (Bariton)
Myriam Rignol (Viola da gamba)
Thibaut Roussel (Theorbe)
Marouan Mankar-Bennis (Cembalo & Orgel)

Gruß Amonasro
Amonasro (20.06.2021, 18:34):
Nochmal Villa-Lobos:



Heitor Villa-Lobos:

Chôros Nr. 8
Fantasia für Violoncello & Orchester
Uirapurú

Marlos Nobre:

Convergências

Janos Starker (Cello)
Orquestra Sinfônica da Paraíba, Eleazar de Carvalho

Gruß Amonasro
tapeesa (21.06.2021, 07:48):
Leoš Janáček - Msa Glagolskaja (Glagolitische Messe), JW III/9Evelyn Lear, Hilde Rössel-Majdan, Ernst Haefliger, Franz Crass
Bedřich Janáček (Orgel)
Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Rafael Kubelík

von der gleichen CD:

Leoš Janáček - Zápisník zmizelého (Tagebuch eines Verschollenen), JW V/12
Kay Griffel, Ernst Haefliger
Frauenchor des Bayerischen Rundfunks
Rafael Kubelík, Leitung und Klavier
Philidor (21.06.2021, 10:06):
Hier nochmal Villa-Lobos.

Heitor Villa-Lobos: 12 Etüden für Gitarre

Narciso Yepes. Gitarre



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (21.06.2021, 13:19):

Fred Frith - Stone, Brick, Glass, Wood, Wire (Graphic Scores 1986-96)
Ikuo Mori (Rhythmusmaschine), Zeena Perkins (Harfe, Akkordion), The International Occasional Ensemble, Fred Frith (Leitung, Gitarre, Violine)

Frith ist ein Omni-/Post-Stilist, der sich einer Kategorisierung entzieht. Er macht Projkete mit Rockgruppen und Jazz-Combos, findet sich im Umfeld der Neuen Improvisationsmusik, ist Multiinstrumentalist und komponiert fuer Ballet und Film, sowie "absolute" Moderne Klassik, wobei sich vielfaeltige Ueberschneidungen ergeben, so wie bei diesem Projekt, der Realisierung von graphischen Partituren durch live geleitet-improvisierende Musiker, davon einige wie Frith selbst Grenzgaenger. Spannend!
Amonasro (21.06.2021, 17:27):


Gaetano Donizetti/Giovanni Ruffini: Don Pasquale

Don Pasquale - Sesto Bruscantini
Norina - Mirella Freni
Dottore Malatesta - Leo Nucci
Ernesto - Gösta Winbergh
Notaro - Guido Fabbris

Ambrosian Opera Chorus
Philharmonia Orchestra, Riccardo Muti

Gruß Amonasro
tapeesa (21.06.2021, 19:22):
Thomas Daniel Schlee - Ich, Hiob, op. 68
Kurt Azesberger (Tenor), Ursula Langmayr (Sopran);
Dávid Ottmar (Trompete), Matthias Schulz (Flöte), Wolfgang Zuser (Flöte), Matthias Eckart (Flöte), Anneliese Fuchsluger (Flöte), Veronika Schulz (Violine), Martin Rummel (Violoncello)

Hin- und hergerissen trifft mein Hörerleben ganz gut. Zu Hiob habe ich bisher wenig Vertontes gefunden.
tapeesa (22.06.2021, 08:36):
Heitor Villa-Lobos - Chôros Nos. 8 & 9
Hong Kong Philharmonic Orchestra, Kenneth Schermerhorn
Nicolas_Aine (22.06.2021, 23:01):
nicht jetzt, aber heute schon:

Bearbeiten

P. I. Tchaikovsky: Violinkonzert D-Dur Op. 35

Augustin Hadelich, Violine
Vasily Peyrenko
London PO



G. P. Telemann: 12 Fantasien für Violine Solo

Augustin Hadelich, Violine




L. v. Beethoven: Streichquartett Op. 18 Nr. 4 c-moll

Belcea Quartett

und nun aber tatsächlich jetzt:



ich habe zwar ein anderes Cover, aber trotzdem diese Aufnahme:

H. Wieniawski: Violinkonzert Nr. 1 fis moll Op. 14

Itzhak Perlman, Violine
Seiji Ozawa
London PO
Cetay (inaktiv) (23.06.2021, 03:19):
Viel zu lange vernachlaessigt:


Joseph Haydn - Streichquartett C-Dur op. 76/1, Hob. III:75
Tokyo String Quartet

Die steht gemeinsam mit dem Quatour Elyssee ganz oben auf meinem Opus 76 Gesamtaufnahmen-Podest.
Philidor (23.06.2021, 13:38):
Joseph Haydn - Streichquartett C-Dur op. 76/1, Hob. III:75
Tokyo String Quartet
Die Tokyo Boys? Ohä ... da bin ich gespannt ... als ich vor Jahren mal im späte-Schubertsche-Kammermusik-Fieber war, verbreite jemand die Kunde, die Aufnahme mit dem Tokyo String Quartert sei überhaupt die Überaufnahme von D 887, da habe ich sie zum Mondpreis gebraucht erstanden ... und war sowas von enttäuscht ... eines der Bretter für die Brücke zum Streaming.

Frisch geprüft - op. 76 mit TSQ steht zum EInströmen bereit.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (23.06.2021, 21:16):
Scheiss Fussball gibts bei mir nicht - dafür:

Dmitri Shostakovich:

Love and Hate op. 38 (1935) - Musik für den Film "Love and Hate" von Albert Gendelshtein

MOC, DSPRP,

M. F.-G., Ltg.

(Naxos, 2019)
Nicolas_Aine (23.06.2021, 23:16):
Scheiss Fussball gibts bei mir nicht -



keine schlechte Stimmung verbreiten bitte, wir sind weiter :leb :ignore
Cetay (inaktiv) (24.06.2021, 07:59):
Scheiss Fussball gibts bei mir nicht -



keine schlechte Stimmung verbreiten bitte, wir sind weiter :leb :ignore
Ein solches Attribat wie L wuerde ich nicht zwar vergeben, aber eine gewisse Indifferenz ist nicht zuletzt wegen der Distanz schon da. Den Austragungsmodus mit der aufgeblaehten Vorrunde finde ich bescheuert. 36 Partien, um 8 von 24 Teams zu eliminieren (wobei man die vier Lucky Loser genau so gut auswuerfeln koennte), und dann wieder alles auf Null zurueck...


Josef Haydn; Klaviertrios Hob. XV:15-17 (Versionen fuer Floete, Violincello & Cembalo)
Barthold Kuijken Ensemble
Philidor (24.06.2021, 10:54):
Heute ist Johannis-Tag. 24. Juni, genau sechs Monate vor der Geburt Christi.

Man könnte "Salome" hören oder auch die "Meistersinger".

Bach hat zum Tage eine Choralkantate komponiert. Es war im sog. "Choralkantatenjahrgang" 1724/25 das dritte Werk. Nachdem Bach im Eingangschor des ersten Beitrags den cantus firmus in den Sopran gelegt hat und beim zweiten in den Alt, war hier der Tenor dran. War schon ein Systematiker, der gute Bach ...

Johann Sebastian Bach: "Christ unser Herr zum Jordan kam" BWV 7

Robin Blaze, Jan Kobow, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.06.2021, 10:55):
Den Austragungsmodus mit der aufgeblaehten Vorrunde finde ich bescheuert. 36 Partien, um 8 von 24 Teams zu eliminieren (wobei man die vier Lucky Loser genau so gut auswuerfeln koennte), und dann wieder alles auf Null zurueck...
Da ist schon was dran ...

... aber wer will angesichts der EM von Sport reden? Hier gilt's dem Geld!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.06.2021, 12:32):
Weiter mit dieser Werkgruppe - und irgendwie auch mit Bach.

Heitor Villa-Lobos: Bachianas brasileiras No. 4-7

Barbara Hendricks, Sopran (No. 5)
Royal Philharmonic Orchestra
Enrique Bátiz



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.06.2021, 14:05):
Nun folgte ich Cetays Empfehlung:
Viel zu lange vernachlaessigt:


Joseph Haydn - Streichquartett C-Dur op. 76/1, Hob. III:75
Tokyo String Quartet

Die steht gemeinsam mit dem Quatour Elyssee ganz oben auf meinem Opus 76 Gesamtaufnahmen-Podest.
Joseph Haydn

Streichquartett G-Dur op. 76 Nr. 1
Streichquartett d-Moll op. 76 Nr. 2 ("Quinten-Quartett")
Streichquartett C-Dur op. 76 Nr. 3 ("Kaiser-Quartett")

Tokyo String Quartet

Hmmm ... wahrlich nicht schlecht, aber so süffig im Klang, so legato-verliebt ... ich erinnere mich, dass Du auch die Londoner Sinfonien mit HvK gut fandest ... das passt irgendwie.

Ich mag es bei diesem Repertoire lieber mit schärferen Konturen. Doch kann ich gut nachvollziehen, dass man "seinen" Haydn gerade so mögen kann.

Gruß
Philidor


:hello
Leonardo (24.06.2021, 14:46):
Dmitri Shostakovich:

Jazz-Suite Nr. 2
Klavierkonzert Nr. 1 op. 35
Das Goldene Zeitalter-Suite op. 22

Antonii Baryshevskyi, Klavier

Romain Leleu, Trompete

Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt/Oder,

Howard Griffiths, Ltg.

(Klanglogo, 1/2018)
Leonardo (24.06.2021, 20:55):
Dmitri Shostakovich:

Sinfonie Nr. 10 e-moll op. 93

Philadelphia Orchestra,

Eugene Ormandy, Ltg.

(Sony, 4/1968)
Cetay (inaktiv) (25.06.2021, 11:46):
Joseph Haydn
Streichquartett G-Dur op. 76 Nr. 1
Streichquartett d-Moll op. 76 Nr. 2 ("Quinten-Quartett")
Streichquartett C-Dur op. 76 Nr. 3 ("Kaiser-Quartett")

Tokyo String Quartet

Hmmm ... wahrlich nicht schlecht, aber so süffig im Klang, so legato-verliebt ... ich erinnere mich, dass Du auch die Londoner Sinfonien mit HvK gut fandest ... das passt irgendwie.

Ich mag es bei diesem Repertoire lieber mit schärferen Konturen.
Dann will ich dir meine Co-Empfehlung Quatour Elyssee umso mehr ans Herz legen. Im Fach-Thread schrieb ich: Die beiden markieren anhand derselben größten Werke der Gattung unterschiedlichste Grenzfälle dessen, was Streichquartett alles sein kann.

Ich lies mich inspirieren und hoerte DSCH, aber blieb beim Streichquartett:



Dmitri Shostakovich - Streichquartett Nr. 13 h-Moll, op. 138
Fitzwilliam String Quartet

Das ist eher etwas fuer den Spaetherbst: trist, grau, fahl, trostlos...
Philidor (25.06.2021, 12:45):
Hier Georgeltes.

Georg Friedrich Händel

Orgelkonzert g-Moll op. 4 Nr. 1
Orgelkonzert B-Dur op. 4 Nr. 2
Orgelkonzert g-Moll op. 4 Nr. 3

Simon Preston, Orgel
The English Concert
Trevor Pinnock



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (25.06.2021, 16:00):
Brahms, fein ertastet.

Johannes Brahms

Klaviersonate Nr. 1 C-Dur op. 1
Scherzo es-Moll op. 4
Klaviersonate Nr. 2 fis-Moll op. 2

Alexander Melnikov
Bösendorfer von 1875



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (25.06.2021, 16:03):


Heitor Villa-Lobos:

Bachianas brasileiras No. 4
A Lenda do Caboclo
Saudades das Selvas brasileiras
Choros No. 5
Ciclo brasileiro

Marcelo Bratke (Klavier)

Gruß Amonasro
Leonardo (25.06.2021, 16:28):
Dmitri Shostakovich:

Scherzo op. 1
Thema und Variationen op. 3
Scherzo op. 7
Fünf Fragmente op. 42

Orchestre Philharmonique du Luxembourg,

Gustavo Gimeno, Ltg.

(Pt, 6/2016)
Philidor (25.06.2021, 18:59):
Hier wieder piscatoresker Mahler. Oder ein malerischer Fischer.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 2 c-Moll ("Auferstehungssinfonie")

Lisa Milne, Sopran
Birgit Remmert, Alt
Ungarischer Rundfunkchor
Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Ganz ok - was mir bei diesem Werk viel zu wenig ist.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (26.06.2021, 09:51):
Urlaub ...

Richard Wagner: Siegfried-Idyll

San Francisco Symphony Orchestra
Herbert Blomstedt



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (26.06.2021, 11:02):
Tschacka.

P. I. Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23

Martha Argerich, Klavier
Berliner Philharmoniker
Claudio Abbado



Ja, genau, der Abbado, der auch bei Pogorelichs eigensinniger Deutung der Partner war.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (26.06.2021, 12:42):
Schließlich ein wenig Lokalkolorit.

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 ("Rheinische")

Chamber Orchestra of Europe
Nikolaus Harnoncourt



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (26.06.2021, 13:06):
"The French Touch"

Werke von Satie, Fauré, Ravel

National Philharmonic Orchestra,

Charles Gerhardt, Ltg.

(RCA, 1978 ; Produzent und Tonmeister: Kenneth Wilkinson)
Leonardo (26.06.2021, 14:24):
Und nun:

The Classic Film Scores of

Franz Waxman (1906-67):

- Prince Valiant
- A Place in the Sun
- The Bride of Frankenstein
- Sunset Boulevard
- Rebecca

National PO, Gerhardt, Ltg.

(RCA, 7/1974)
Philidor (26.06.2021, 14:55):
Filmmusik auch hier.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 2 c-Moll ("Auferstehungssinfonie")

Tünde Szabóki, Sopran
Nadine Weißmann, Alt
Chor des Städtischen Musikvereins Düsseldorf
Düsseldorfer Symphoniker
Ádám Fischer



Bei der Zweiten gefiel mit Ádám mit seinen Düsseldorfern wesentlich besser als der (bei diesem Werk) ziemlich sterile Iván. - Darauf ein Alt.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (26.06.2021, 16:40):
endlich läuft bei mir auch mal wieder was, eine Neuerwerbung auf Empfehlung von euch:



ich beginne mit F-Dur Op. 135
Ja. Wunderbare Aufnahme unserer Zeit, so sehr ich die GAs des ABQ (beide) und des Tákacs Quartets schätze. - Einen Komplettdurchlauf schiebe ich seit Langem vor mir her, jetzt ist das dran:

Ludwig van Beethoven

Streichquartett F-Dur op. 18 Nr. 1
Streichquartett Es-Dur op. 74 ("Harfenquartett")
Streichquartett F-Dur op. 135

Belcea Quartet

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (26.06.2021, 17:46):
Ganz schöne Granate.

Gustav Holst: The Planets op. 92

Ladies of the London Philharmonic Choir
London Philharmonic Orchestra
Vladimir Jurowski
live 22. Mai 2009



Ups ... diese Aufnahme scheint sich pari mit den bekannten Referenzen zu zeigen und sie klangtechnisch eventuell zu übertreffen ...

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (26.06.2021, 20:15):
Frederick Delius:

Sea Drift*
Thomas Hampson (Bariton)
Florida Suite*
* Chorus & Orchestra of the Welsh National Opera, Sir Charles Mackerras

Appalachia, Variationen über ein altes Sklavenlied*
Andrew Rupp (Bariton)
The Song of the High Hills*
Olivia Robinson (Sopran), Christopher Bowen (Tenor)
* BBC Symphony Chorus & Orchestra, Sir Andrew Davis
michael74 (26.06.2021, 21:07):
Hallo Zusammen

heute kommt für mich eine Neuenddeckung zum Einsatz

Mendelssohns zwölf Symphonien für Streicher
Henry Raudales
Von BR Klassik




Gruß Michae
Cetay (inaktiv) (27.06.2021, 02:56):

John Cage - Cheap Imitation (Arr. v. Morton Feldman)
Margaret Lancaster (Floeten, Piccolo), David Shively (Glockenspiel), Aki Takahashi (Klavier)

Neues Kaefigfutter, sehr geschmackvoll arrangiert. Die maximale Entschleunigung und die identische Besetzung reminiszieren Why Patterns?
Philidor (27.06.2021, 09:51):
Kleine Reminiszenz an 120 austro-italienische Minuten.

Pietro Antonio Locatelli: Concerto F-Dur op. 4 Nr. 12

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
Amadé (27.06.2021, 09:53):


Viel Lärmen um nichts - Suite op. 11; Symphonische Ouvertüre "Sursum corda" op. 13

Nordwesrdeutsche Philharmonie, Werner Andreas Albert

Gruß Amadé
Philidor (27.06.2021, 10:31):
Beim nächsten Ton ist der 4. Sonntag nach Trinitatis.

J. S. Bach: Kantate BWV 177 "Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ"

Hana Blažíková, Robin Blaze, Gerd Türk
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.06.2021, 11:30):
Nun wieder Brahms.

Johannes Brahms: Klaviersonate Nr. 3 f-Moll op. 5

Matthias Kirschnereit, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (27.06.2021, 11:30):
Cantates pour la Saint Jean-Baptiste (Kantaten für Johannes den Täufer)
Johann Sebastian Bach - Christ unser Herr zum Jordan kam, BWV 7 (Leipzig, 24. Juni 1724)
Suzie LeBlanc (Sopran), Daniel Taylor (Countertenor), Charles Daniels (Tenor), Stephan MacLeod (Bass)
Montréal Baroque, Eric Milnes, Leitung, Orgel
tapeesa (27.06.2021, 12:49):
- Jean Sibelius - Sinfonie Nr. 4 in a-Moll, op. 63
New York Philharmonic, Artur Rodziński

- Edvard Grieg - Sonate für Violoncello und Klavier in a-Moll, op. 36
Truls Mørk (Violoncello), Håvard Gimse (Klavier)

- Jean Sibelius - Malinconia für Violoncello und Klavier, op. 20
David Geringas (Violoncello), Ian Fountain (Klavier)
Leonardo (27.06.2021, 13:22):
Aus der einmaligen "Classic Film Scores"-Box:

The Classic Film Scores of Max Steiner (1888-1971):

- Now, Voyager
- King Kong
- Four Wives
- The Big Sleep
- Johnny Belinda
- The Informer
- The Fountainhead

National PO,

C. Gerhardt, Ltg.

(RCA, 2/1973, Kingsway Hall, London)
Philidor (27.06.2021, 15:30):
Was für ein Stimmenfest.

Leonardo Vinci: Artaserse

Artaserse – Philippe Jaroussky
Arbace – Franco Fagioli
Mandane – Max Emanuel Cencic
Semira – Valer Barna-Sabadus
Megabise – Yuriy Mynenko
Artabano – Juan Sancho

Concerto Köln
Diego Fasolis

Inszenierung: Silviu Purcărete




Sängerisch genial – was für ein Gipfeltreffen von fünf Countertenören der obersten Liga. Concerto Köln unter Fasolis – großartig. Bei der Inszenierung blieben für mich Wünsche offen, da muss ich nicht erst an McVicars Giulio Cesare denken.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.06.2021, 16:36):
Gestern verstarb der Komponist.

Frederic Anthony Rzewski: The People United Will Never Be Defeated

Marc-André Hamelin, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.06.2021, 18:18):
Nun nochmal Mahler.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll

Gerhild Romberger
Cantemus Children's Choir
Chor des Bayerischen Rundfunks
Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Hier wird es Ádám schwer haben ... einer meiner Favoriten für Mahler 3, zusammen mit Bernstein/DG und Abbado/Lucerne ...

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (27.06.2021, 23:25):


Marin Marais/Antoine Houdar de la Motte: Alcione

Alcione - Lea Desandre
Ceix - Cyril Auvity
Pelée - Marc Mauillon
Pan/Phorbas - Lisandro Abadie
Tmole/Le Grand Prêtre/Neptune - Antonio Abete
Ismène - Hasnaa Bennani
Junon - Hanna Bayodi-Hirt
Apollon/Le Sommeil - Sebastian Monti
Doris - Maud Gnidzaz
Céphise - Lise Viricel
Aeglé - Maria Chiara Gallo
Phosphore - Gabriel Jublin

Le Concert des Nations, Jordi Savall

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (28.06.2021, 06:32):

Wolfgang Amadeus Mozart - Sinfonia Concertante, Duos for Violin & Viola
Philippe Graffin, Nobuko Imai, Het Brabants Orkest
Violinkonzert Nr. 3 G-Dur, K. 216
Adagio für Violine und Orchester E-dur, K. 261
Rondo für Violine und Orchester C-Dur, K. 373
Sinfonia Concertante fuer Violine & Viola Es-Dur, K. 364
Duo für Violine & Viola B-Dur, k' 423
Duo für Violine & Viola G-Dur, k' 424

Eine voll und ganz befriedigende, ja Euphorie induzierende Sache ist das: Werkkopplung, Darbietung, Klang. Der innere Kritiker hat nichts zu maeklen und der aussere keinen Bedarf das zu erklaeren. Mozart eben.
Philidor (28.06.2021, 11:16):
Hier geht es weiter mit Beethoven in der Lesart der Belceas.

Ludwig van Beethoven

Streichquartett D-Dur op. 18 Nr. 3
Streichquartett c-Moll op. 18 Nr. 4
Streichquartett a-Moll op. 132

Belcea Quartet



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (28.06.2021, 12:20):
Anton Bruckner:

Sinfonie Nr. 6 A-Dur

Oberösterreichisches Jugendsinfonieorchester,

Rémy Ballot, Ltg.

(Gramola, 19.08.2016, live, St.Florian)



Die Aufnahmen in dieser Besetzung gefallen mir sehr gut.
tapeesa (28.06.2021, 13:16):
Camille Saint-Saëns: Samson et Dalila
Libretto: Ferdinand Lemaire

Dalila - Christa Ludwig
Samson - James King
Premier Philistin - Albert Gaßner
Un messager Philistin - Heinrich Weber
Le Grand-Prêtre de Dagon - Bernd Weikl
Abimélech - Alexander Malta
Un vieillard Hébreu - Richard Kogel
Deuxième Philistin - Peter Schranner

Chor des Bayerischen Rundfunks & Münchner Rundfunkorchester, Giuseppe Patanè
Philidor (28.06.2021, 16:36):
Urlaubsfreuden ...

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen
Vorabend: Rheingold

Wotan – Hans Hotter
Alberich – Gustav Neidlinger
Mime – Paul Küen
Loge – Erich Witte
Fricka – Ira Malaniuk
Fasolt – Ludwig Weber
Fafner – Josef Greindl
Froh – Gerhard Stolze
Donner – Hermann Uhde
Erda – Maria von Ilvosay
Rheintöchter – Erika Zimmermann, Hetty Plümacher, Gisela Utz

Orchester der Bayreuther Festspiele
Clemens Krauss
Bayreuth live 08. August 1953



Vokal ziemlich umwerfend ... der junge Hotter, der junge Neidlinger, Weber und Greindl, Stolze und Uhde, ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (28.06.2021, 19:29):
Nun der andere Fischer mit dem Sommermorgentraum.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll

Anna Larsson, Alt
Clara-Schumann-Jugendchor
Damen des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf
Düsseldorfer Symphoniker
Ádám Fischer



Ich finde das sehr, sehr stark. Wer hätte vor 20, 30 Jahren einen Pfifferling auf eine Mahler-Aufnahme aus Düsseldorf gegeben? Bitte, D'Dorf ist hier nur Platzhalter für viele andere Orchester Deutschlands, die eben nicht eines der großen Berliner Orchester oder ein Radio-Sinfonieorchester sind.

Inzwischen ist die nächste Generation dran, und sie spielen (fast) wie ihre Kolleg*innen in New York, San Francisco, London, Berlin und Wien et ubique. Hört alleine mal die Soloposaune im Kopfsatz. Hammer,

Ádám Fischer gelingen für meine Ohren die "schönen", lyrischen Stellen, an denen dieses zauberhafte Werk so reich ist, sehr bezwingend. Verweile doch ... Leise Kritik regt sich in mir ob der sich nicht immer einstellenden Durchzugskraft, vor allem im gigantischen Kopfsatz. Da habe ich bei Bernstein (DG) und Iván Fischer, aber auch bei Kubelik, Horenstein und anderen mehr Stringenz im Ohr. - Dennoch: Eine herrliche Aufnahme.

Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (29.06.2021, 07:09):
Boah... Echt jetzt? Du ziehst dir an einem Tag drei Beethoven-Quartette, darunter ein spaetes, eine Ring-Oper, das Vorspiel zwar, aber doch tageszeitfuellend und dann noch Mahlers 'Little Third' rein?

Hier leichtes Leisten:


Johannes Brahms - Klarinettensonaten op. 120 Nr. 1 f-Moll & Nr. 2 Es-Dur
Karl Leister, Gerhard Oppitz

Diese oppulente, klangschoene Einspielung war in meinen Kunstmusik-Anfangsjahren eine Tritthilfe beim Abstieg von der Moderne zur Klassik im eigentlichen Sinne. Auch heute noch gerne gehoert.
Philidor (29.06.2021, 08:30):
Boah... Echt jetzt? Du ziehst dir an einem Tag drei Beethoven-Quartette, darunter ein spaetes, eine Ring-Oper, das Vorspiel zwar, aber doch tageszeitfuellend und dann noch Mahlers 'Little Third' rein?
Aber warum denn nicht ...? Das ist das wahre Leben ... ich esse ja auch dreimal am Tag. - Heute gibt es zur Walküre allerdings "nur" Klaviersonaten von Brahms. Außerdem will ich mich noch Deinen Alternativempfehlungen zu Yes, Genesis und Uriah Heep widmen. Und heute abend ist wieder Fußball ... ganz schön stressig, so ein Urlaubstag!

Hier Georgeltes und Geharftes.

Georg Friedrich Händel

Orgelkonzert F-Dur op. 4 Nr. 4
Orgelkonzert F-Dur op. 4 Nr. 5
Orgelkonzert B-Dur op. 4 Nr. 6 (gespielt auf der Harfe)

Simon Preston, Orgel
Ursula Holliger, Harfe
The English Concert
Trevor Pinnock



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (29.06.2021, 09:47):
Boah... Echt jetzt? Du ziehst dir an einem Tag drei Beethoven-Quartette, darunter ein spaetes, eine Ring-Oper, das Vorspiel zwar, aber doch tageszeitfuellend und dann noch Mahlers 'Little Third' rein?
Aber warum denn nicht ...? Das ist das wahre Leben ... ich esse ja auch dreimal am Tag. - Heute gibt es zur Walküre allerdings "nur" Klaviersonaten von Brahms. Außerdem will ich mich noch Deinen Alternativempfehlungen zu Yes, Genesis und Uriah Heep widmen. Und heute abend ist wieder Fußball ... ganz schön stressig, so ein Urlaubstag!
Ich esse nur nur zweimal - aber wenn ich mir zum Mittag ein ganzes fettes Rheinferkel in dicker Goldhonigkruste gegoennt habe, kriege ich abends keinen Sechsfachburger mit Allem mehr runter. :P

Hier Gespenstisches:


Paul Elwood - Emissions Transparents für E-Gitarre solo & Ensemble
Pablo Gomez, Callithumpian Consort of the New England Conservatory, Stephen Drury

This five-movement composition explores invisible communications – be they radio transmissions, angelic apparitions, or ghostly voices from the unknown, that manifest Elwood’s interest in the paranormal and interstellar space travel (Innova).
tapeesa (29.06.2021, 10:53):
aus: Ludwig van Beethoven - Complete Piano Trios
Klaviertrio D-Dur op. 70,1, "Geistertrio"
Seraphin-Trio
Leonardo (29.06.2021, 11:15):
Ich hatte eine ausgesprochen negative Hörerfahrung mit Adam Fischers Mahler Fünf aus Düsseldorf. Das war einfach nur kümmerlich, besonders in den Streichern, aber auch sonst. Seitdem ist mir komplett die Lust auf diese Kombination vergangen. Muss sowas wirklich veröffentlicht werden angesichts erdrückender Konkurrenz aus Amsterdam, Berlin, Wien, Chicago, Philadelphia, San Francisco oder sonstwoher? Klare Antwort: Nein.

Ganz anderer Ansicht bin ich bezüglich dieser Aufnahme, die ich als neue Referenzaufnahme betrachte:

Hans Rott:

Sinfonie Nr. 1 E-Dur

Gürzenich-Orchester Köln,

Christopher Ward, Ltg.

(Capriccio, 1/2020)



Diese Aufnahme wurde zum Glück noch vor diesem Corona-Zusammenbruch aufgenommen, als die kulturelle Welt noch halbwegs in Ordnung schien.

Gruß,

L.
Philidor (29.06.2021, 11:50):
Ich esse nur nur zweimal - aber wenn ich mir zum Mittag ein ganzes fettes Rheinferkel in dicker Goldhonigkruste gegoennt habe, kriege ich abends keinen Sechsfachburger mit Allem mehr runter.
Ich bin nicht ganz sicher, was Du meinst ... jedenfalls wächst nicht nur die Leber, sondern auch der Magen mit seinen Herausforderungen. Wolltest Du etwa Beethoven-Quartette, Wagnersche Musikdramen oder Mahler-Sinfonien mit Schweinebraten oder Burgern vergleichen? Zu jenen Speisen fiele mir eher eine Star-Wars- oder Harry-Potter-Totale ein ...

... und überhaupt, bei Beethoven-Quartetten, Rheingold und Mahler 3 kommen ja verschiedene Bereiche zu ihrem Recht. Beethoven-Quartette für den Kopf, Rheingold mit seinen Machttypen für den Bauch und Mahler 3 fürs Herz. Wie kann man da nur mit einem Sechsfach-Burger vergleichen?

Ok, alle Beethoven-Quartette oder der Ring an einem Tag, das wäre eventuell zu viel des Guten, aber so? (Die Emersons haben mal alle Beethoven-Quartette an einem Tag aufgeführt, wenn ich das richtig in Erinnerung habe .. es scheint also Berufene und Kompetente zu geben, die eine solche Totale für gewinnbringend halten ...)

Hier zwei Neuentdeckungen: ich reagiere seit neuestem auf die wirklich bedrohlichste aller bedrohlichen Lebensformen "Melone" allergisch
Oh, schade ... heute gibt es Parmaschinken mit Melone als Vorspeise. Vor dem Kabeljaufilet nach Art der Müllerin.
Ich hatte eine ausgesprochen negative Hörerfahrung mit Adam Fischers Mahler Fünf aus Düsseldorf. Das war einfach nur kümmerlich, besonders in den Streichern, aber auch sonst. Seitdem ist mir komplett die Lust auf diese Kombination vergangen. Muss sowas wirklich veröffentlicht werden angesichts erdrückender Konkurrenz aus Amsterdam, Berlin, Wien, Chicago, Philadelphia, San Francisco oder sonstwoher? Klare Antwort: Nein.
Danke für den Hinweis. Ich bin gespannt. Ja, bei Mahler 5 gibt es bei mir fast nur Bernstein/Wien ...

Ganz anderer Ansicht bin ich bezüglich dieser Aufnahme, die ich als neue Referenzaufnahme betrachte:

Hans Rott: Sinfonie Nr. 1 E-Dur
Gürzenich-Orchester Köln,
Christopher Ward, Ltg.
Danke für den Hinweis - kommt auf die Hörliste.
als die kulturelle Welt noch halbwegs in Ordnung schien.
Das war sie nie. Nicht mit Karajan, nicht mit Levine e tutti quanti.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (29.06.2021, 13:20):
Nunja, die "kulturelle" Welt war vor Corona schon noch "halbwegs" in Ordnung. Oder ich sollte wohl besser sagen, daß der Konzertbetrieb noch halbwegs in Ordnung war. Das ist er nun nicht mehr und keiner weiß, wie es weitergehen wird.

Von dieser Aufnahme nun bin ich sehr positiv überrascht:

Ralph Vaughan Williams:

Sinfonie Nr. 2 "A London Symphony"

London Philharmonic Orchestra,

Roger Norrington, Ltg.

(Decca)



Hier scheint mir Norrington einmal nicht seine dogmatische Non-Vibrato-Masche anzuwenden, sondern freier und ungezwungener zu dirigieren, was diesem Werk sehr gut bekommt. Die Interpretation ist bemerkenswert leidenschaftlich und hingebungsvoll. Ausgezeichnet.
Philidor (29.06.2021, 15:02):
Oder ich sollte wohl besser sagen, daß der Konzertbetrieb noch halbwegs in Ordnung war.
Das vielleicht schon eher ... jedenfalls in dem Sinne, dass Konzerte und Opernaufführungen stattfanden.

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen
Erster Tag: Die Walküre

Siegmund – Ramón Vinay
Sieglinde – Regina Resnik
Hunding – Josef Greindl
Brünnhilde – Astrid Varnay
Wotan – Hans Hotter
Fricka – Ira Malaniuk
Gerhilde, Ortlinde, Waltraute, Schwertleite – Brünnhild Friedland, Bruni Falcon, Lise Sorrell, Maria von Ilosvay
Helmwige, Siegrune, Grimgerde, Roßweiße – Liselotte Thomamüller, Gisela Litz, Sibylla Plate, Erika Schubert

Orchester der Bayreuther Festspiele
Clemens Krauss
Bayreuth, 9. August 1953



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (29.06.2021, 17:37):
Nun wieder Brahms in Schwarz und Weiß.

Johannes Brahms

Klaviersonate Nr. 1 C-Dur op. 1
Scherzo für Klavier es-Moll op. 4
Klaviersonate Nr. 2 fis-Moll op. 2

Julius Katchen, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (29.06.2021, 21:09):
Shostakovich: Sinfonie Nr. 10 e-moll op. 93

Lutoslawski: Musique funèbre

Cleveland Orchestra,

Christoph von Dohnnáyi, Ltg.

(Decca, 1990)
Jan Van Karajan (29.06.2021, 21:29):
Hier Symphonisches:

Antonin Dvorak: Symphonie Nr. 6 in D-Dur, op. 60

Tschechische Philharmonie, Jiri Belohlavek

Nach diesem Fußballspiel muss ich erstmal Musik hören, um wieder runterzukommen ;) . Beschäftige mich im Moment gerne und viel mit den symphonischen Werken von Dvorak, Schumann und Mahler, dazu noch Beethovens Kammermusik. Leider ist man durch die Schule nicht immer selbst der Meister seiner Zeit...

Grüße

Jan :hello
Cetay (inaktiv) (30.06.2021, 05:28):
Hier jetzt:



Antonin Dvorak - Sinfonie Nr. 7 d-Moll, op. 70
Malaysia PO, Claus Peter Flor
Cetay (inaktiv) (30.06.2021, 06:33):
Und jetzt der absolute Oberhammer aus diesem Drittel-Zyklus:



Antonin Dvorak - Sinfonie Nr. 9 e-Moll, op. 95
Malaysia PO, Claus Peter Flor

Da zieht ein Hurrikan durch die Neue Welt. Die Wiener haetten Flor -das ist jetzt haltlos spekuliert- wohl vom Podium gejagt.
tapeesa (30.06.2021, 07:33):
Ludwig van Beethoven - Sinfonie Nr. 3
KlangVerwaltung, Enoch zu Guttenberg
Philidor (30.06.2021, 12:19):
Hier geht es weiter mit Beethoven in der Lesart der Belceas. Auch so eine Ausnahmeaufnahme, die auf einen bestens gefüllten Markt geworfen wurde.

Ludwig van Beethoven

Streichquartett G-Dur op. 18 Nr. 2
Streichquartett B-Dur op. 130 (mit dem nachkomponierten Finale)
Große Fuge B-Dur op. 133

Belcea Quartet



... wenn der Meister den Meister ausspricht.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (30.06.2021, 15:13):
Claudio Monteverdi • Vespro della Beata Vergine (Marienvesper)
Venezia, 1610
La Compagnia del Madrigale, Cantica Symphonia, La Pifarescha, Giuseppe Maletto
Philidor (30.06.2021, 19:05):
Hier nochmal Mahler.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur

Miah Persson, Sopran
Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Bei diesem Werk erkläre ich mich für völlig unzuständig. Ich traue seiner Unschuld keinen Zentimeter über den Weg, habe aber die Stelle noch nicht gefunden, wo man der Sinfonie die Tarnkappe der himmlischen Freuden über ihre Ohren ziehen könnte.

Es hat also gar nichts zu heißen, dennoch fiel mir auf, dass einige Stellen in dieser Wiedergabe besonders entrückt klangen. Ganz schön überzeugend.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (30.06.2021, 23:29):
entfernt wegen Netikette, d. Admin
Sfantu (01.07.2021, 00:14):
Lasst uns bitte sachlich bleiben.
Persönliche Angriffe führen zu Nichts.
Argumente von beiden Seiten kann ich nachvollziehen.
Vielleicht kann ich auch deshalb dabei so vergleichsweise cool bleiben, weil ich den Komponisten Mahler dieser Aufregung nicht für wert erachte :rolleyes: .
Können wir die Standpunkte hierzu nicht einfach mal so stehen lassen?
Unsere gemeinsame Leidenschaft für die Klassik ist so edel wie selten > daher finde ich: noblesse oblige!
Nicolas_Aine (01.07.2021, 01:09):
Schade! Ich wollte schon anbieten, die Beiträge in einen neuen Faden zu verschieben, weil ich das durchaus für ein diskussionswürdiges Thema halte. Falls daran trotzdem noch Interesse besteht und ihr versprecht, sachlich bleiben, mach ich das gerne trotzdem noch.

Ansonsten hat Sfantu alles gesagt. (Auch wenn man über Deine Meinung zu Mahler sicher auch wieder diskutieren kann :P :beer )
Cetay (inaktiv) (01.07.2021, 03:19):
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur



(...)


Bei diesem Werk erkläre ich mich für völlig unzuständig. Ich traue seiner Unschuld keinen Zentimeter über den Weg, habe aber die Stelle noch nicht gefunden, wo man der Sinfonie die Tarnkappe der himmlischen Freuden über ihre Ohren ziehen könnte.
Ich ztierte mal einen Beitrag anlaessslich der Interpretation von Emil Tabakov. Das ist ohne Gewaehr, weil es ein paar Jahre her ist und ich den heutigen Stand nicht mehr ueberprufen kann, weil die 4. aus meinem Hoerrepertoire gestrichen wurde. Ein Spur koennte es wohl sein.

Wie der sich organisch aus sich selbst heraus in weiten Bögen entwickelt, wie Tabakov das Ermatten nach dem ersten Aufbäumen ausspielt und wie sich dann der so treffend durch einen Walzer symbolisiete innere Höllenkreis absolut ansatzlos aus der im nichts mäandrierenden Klangfläche löst - das ist zum ausflippen! Und dann gibt es obendrauf das Lied-Finale endlich mal nicht als Stilbruch sondern als konsequente Weiterentwicklung interpetiert - der Himmel als innerster Höllenkreis!

Hier Konkretes:



Pierre Schaffer & Pierre Henry - Symphony pour un homme seul
tapeesa (01.07.2021, 06:40):
Jean-Marie Leclair - Premier Livre de Sonates
A violon seul avec la basse continue (Solovioline mit Basso Continuo)
Fabio Biondi (Violine), Rinaldo Alessandrini (Fortepiano), Maurizio Naddeo (Violoncello), Pascal Monteilhet (Theorbe)
Philidor (01.07.2021, 09:11):
Wie der sich organisch aus sich selbst heraus in weiten Bögen entwickelt, wie Tabakov das Ermatten nach dem ersten Aufbäumen ausspielt und wie sich dann der so treffend durch einen Walzer symbolisiete innere Höllenkreis absolut ansatzlos aus der im nichts mäandrierenden Klangfläche löst - das ist zum ausflippen! Und dann gibt es obendrauf das Lied-Finale endlich mal nicht als Stilbruch sondern als konsequente Weiterentwicklung interpetiert - der Himmel als innerster Höllenkreis!
Vielen Dank, Cetay! Das legt schon mal eine Spur ... der Himmel als innerster Höllenkreis, sehr schön ... das geht in die Richtung von "Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen" ...

... hier Musik pro hominibus bonae voluntatis:

Arnold Schönberg: Friede auf Erden op. 13

Stockholmer Kammerchor
Eric Ericson



Gruß
Philidor

:hello
Amadé (01.07.2021, 09:44):


Nicht von schlechten Eltern, kann durchweg gegenüber anderen Interpretationen der Gegenwart bestehen. Im Vergleich ein eher kammermusikalischer Ansatz, an den Höhepunkten weniger die Extreme suchend, sorgfältig erarbeitet.

Gruß Amadé
Philidor (01.07.2021, 09:54):
Vor dem Angriff auf den Drachen strömten hier noch süffige Klänge ein.

Francis Poulenc: Gloria

Catherine Dubosc
Westminster Singers
City of London Sinfonia
Richard Hickox



Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (01.07.2021, 11:34):
Schade! Ich wollte schon anbieten, die Beiträge in einen neuen Faden zu verschieben, weil ich das durchaus für ein diskussionswürdiges Thema halte. Falls daran trotzdem noch Interesse besteht und ihr versprecht, sachlich bleiben, mach ich das gerne trotzdem noch.
Eine schöne Idee - bitte, bitte ja!
Auch wenn man über Deine Meinung zu Mahler sicher auch wieder diskutieren kann
Das ist ja gerade die Knacknuß: über Geschmack läßt sich nicht streiten.

Gruß zurück mit Kaffeetasse (kein Bier vor vier :P )
bin heute abend wieder zu hause,.dann mach ich das am Rechner, am Handy ist das etwas frickelig.
Leonardo (01.07.2021, 11:58):
entfernt, wegen Netikette, d. Admin
Cetay (inaktiv) (01.07.2021, 12:08):
entfernt, da Bezug nicht mehr vorhanden, d. Admin
Maurice inaktiv (01.07.2021, 13:12):
entfernt, da Bezug nicht mehr vorhanden, d. Admin
tapeesa (01.07.2021, 13:33):
Leoš Janáček -
Streichquartette Nr. 1 & Nr. 2
Znělka (Sonett) in d-Moll & A-Dur (arr. für Streichquartett)
Helene Pohl (Violine I), Monique Lapins (Violine II), Gillian Ansell (Viola), Rolf Gjelsten (Cello)
New Zealand String Quartet
Philidor (01.07.2021, 16:23):
Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen.

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen
Zweiter Tag: Siegfried

Siegfried - Wolfgang Windgassen
Mime - Paul Kuen
Wanderer – Hans Hotter
Alberich - Gustav Neidlinger
Fafner – Josef Greindl
Brünnhilde – Astrid Varnay
Erda - Maria von Ilosvay
Waldvogel - Rita Streich

Orchester der Bayreuther Festspiele
Clemens Krauss
Bayreuth, 10. August 1953



Hotter und Windgassen (fast) noch in jungen Jahren - wunderbar. Varnay mit viel Ausdruck im Ton, was gelegentliche Approximationsversuche der verlangten Tonhöhen m. E. mehr als kompensiert.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.07.2021, 17:36):
Hier strömte nochmal die Vierte ein.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur

Hanna-Elisabeth Müller, Sopran
Düsseldorfer Symphoniker
Ádám Fischer



Keine Einwände. - David Hurwitz schloss seine Rezension des Beginns des Mahler-Zyklus aus D'dorf (Sinfonie Nr. 7) mit folgenden Worten: "In short, I can’t think of a compelling reason why you should own this, but you’d probably enjoy it if you did."

Das ist doch ein netter und versöhnlicher Diskussionsbeitrag!

Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (02.07.2021, 03:50):
Irgendein prominenter Kritiker hat mal in Erinnerung gebracht, dass es den angeborenen und den geschulten Geschmack gäbe. Letzterer ließe sich, wie der Name sagt, entwickeln. Ich glaube, dass niemandem die erste Zigarre schmeckt oder Schönbergs Streichtrio beim ersten Hören im naiven Sinne "gefällt". Aber man kann wohl lernen, die Geister zu scheiden ... die Sechste von Mahler würde ich auch Heavy Metal Fans sofort empfehlen. Zum Beispiel mit Tennstedt.
Da stimme ich zu.Und muß daher präzisieren: Über angeborenen Geschmack läßt sich nicht streiten. Der duldet bei mir allerdings in der Causa Mahler neben sich keinen zweiten, geschulten Geschmack. Trotz etlicher Versuche während inzwischen drei Jahrzehnten. Daher ist das Thema (vermutlich dauerhaft) durch bei mir. Und das Schöne ist: da ist kein Leidensdruck.
Ja, du hast es gut. Als Mahler-Nichtversteher bist du allenfalls ein Schaf, das nichts capiert. Da muss ich mit meiner gleichgearteten Causa Wagner anderes durchmachen. Ich bin der unwuerdige Wurm, ewig dazu verdammt, unilluminiert im Staube zu kriechen, nicht in der Lage, die erleuchtenden Strahlen dieses groessten aller Universalgenies zu empfangen und durch das menschliche Drama transzendierenden Sinnesrausch zur kosmischen Weisheit zu gelangen - oder so aehnlich.

Ich wollte jetzt eigentlich zur Sechsten von Mahler headbangen, bin aber auf der Suche nach der Aufnahme aus Mähren ueber etwas anderes gestolpert. Das macht neugierig. Wer hat schon mal von einem Anti-Konzert gehoert (ausser dem von Brahms nicht so benannten)? Reinhoeren steigerte die Gier nach Neuem, also wird jetzt durchgehoert:



Michael J. Evans - Misery (Anti-Konzert fuer Fagott)
Jan Hudecek, Mährisches PO, Petr Vronsky
tapeesa (02.07.2021, 07:00):
Ich bin der unwuerdige Wurm, ewig dazu verdammt, unilluminiert im Staube zu kriechen, nicht in der Lage, die erleuchtenden Strahlen dieses groessten aller Universalgenies zu empfangen und durch das menschliche Drama transzendierenden Sinnesrausch zur kosmischen Weisheit zu gelangen - oder so aehnlich.
Ja, so ähnlich.
Cetay (inaktiv) (02.07.2021, 10:53):
Es muss nicht gerade 4'33'' sein, aber mir hilft Cage gegen verklebte Ohren immer gut. Das bringt mich auf die Idee, mal wieder diese verblueffende Combo zu hoeren:



John Cage / Domenico Scarlatti - Changes
Pi-Hsien Chen

Was Greilshammer vergeblich (natuerlich nur imio) zu konstruieren versucht, ist hier einfach da: Die unmittelbare Erfahrung von Geistesverwandtschaft.
Philidor (02.07.2021, 12:30):
Hier weiter mit Herrn Ludwig van.

Ludwig van Beethoven

Streichquartett B-Dur op. 18 Nr. 6
Streichquartett f-Moll op. 95 ("Quartetto serioso")
Streichquartett Es-Dur op. 127

Belcea Quartet



Alles B-Tonarten, aber op. 18 Nr. 6 und op. 95 haben gut gepasst. Die "Malincolia" in der Introduktion des Finales, deren Auflösung und dann der Furor im Kopfsatz von op. 95 ...

Bei op. 127 ist die erste Aufnahme des ABQ mein Favorit. Da nimmt Beethoven das ganze Hessesche Gesülze von der heiteren Gelassenheit in Tönen vorweg und die Alban Bergs spielten das hinreißend. - Auch Takács und Hagen fand ich bei diesem Werk sehr stark, und Belcea scheint sich da einzureihen.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (02.07.2021, 12:45):
Ja, du hast es gut. Als Mahler-Nichtversteher bist du allenfalls ein Schaf, das nichts capiert
Das gefällt mir!
(Ich nehme gern die Mühe auf mich, diese drei kleinen Wörter zu tippen - als Like-Button-Allergiker).

Was hat es denn nun mit dem "Anti-Konzert" auf sich? Vielleicht bläst der Fagottist ja auch in das Schallstück statt ins Rohrblatt?
tapeesa (02.07.2021, 13:18):
Gabriel Fauré - Pénélope
Libretto: René Fauchois

Pénélope - Jessye Norman
Euryclée - Jocelyne Taillon
Ulysse - Alain Vanzo
Cléone - Norma Lerer
Mélantho - Michelle Command
Alkandre - Colette Alliot-Lugaz
Phylo - Christine Barbaux
Lydie - Danièle Borst
Antinoüs - Jean Dupouy
Eurymaque - Philippe Huttenlocher
Léodès - Gérard Friedmann
Ctésippe - Paul Guigue
Pisandre - François Le Roux
Eumée - José van Dam

Ensemble Vocal Jean Laforge, Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, Charles Dutoit
Leonardo (02.07.2021, 13:43):
Dmitri Shostakovich:

Sinfonie Nr. 10 e-moll op. 98

Gewandhausorchester Leipzig,

Franz Konwitschny, Ltg.

(Scribendum/VEB, 1954)
Philidor (02.07.2021, 18:37):
Nun nochmal ...

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Huch ... das klang ja stellenweise wie sediert ... was war da los?

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.07.2021, 19:04):
Heute ist das Fest "Mariä Heimsuchung". Das passt zwar nicht zum Geburtstermin von Johannes dem Täufer, aber gut ...

Johann Sebastian Bach: "Meine Seel erhebt den Herren" BWV 10

Yukari Nonoshita, Matthew White, Makoto Sakurada, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (02.07.2021, 19:07):
Gustav Holst:

The Planets H 125

Female Voices of the Los Angeles Master Chorale (Roger Wagner)

Los Angeles Philharmonic Orchestra,

Zubin Mehta, Ltg.

(Decca, 4/1971)
Amonasro (02.07.2021, 22:36):


Pietro Mascagni: Guglielmo Ratcliff
Libretto: ital. Übersetzung des Dramas "William Ratcliff" von Heinrich Heine

Guglielmo Ratcliff - Angelo Villari
Maria - Mariangela Sicilia
Douglas - David Stout
Margherita - Annunziata Vestri
MacGregor - Gianluca Buratto
Lesley - Alexandros Tsilogiannis
Tom - Quentin Hayes
Willie - Sarah Richmond

Orchestra and Chorus of Wexford Festival Opera, Francesco Cilluffo
2015

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (03.07.2021, 02:47):
Ja, du hast es gut. Als Mahler-Nichtversteher bist du allenfalls ein Schaf, das nichts capiert
Das gefällt mir!(Ich nehme gern die Mühe auf mich, diese drei kleinen Wörter zu tippen - als Like-Button-Allergiker).

Was hat es denn nun mit dem "Anti-Konzert" auf sich? Vielleicht bläst der Fagottist ja auch in das Schallstück statt ins Rohrblatt?
Hoerend hat sich mir das nicht so recht erschlossen. Es gibt einige Passagen, da haelt das Instrument lange Liegetoene aus und verschwimmt im Orchester, waehrend sich eins der anderen Soloinstrumente (Oboe, Trompete, Horn) austobt, hier und da geht es mal im Tutti unter, aber dann spielt es einen guten Teil der zweiten Haelfte alleine - naja, das ist dann auch kein konzertieren mehr. Des Raetsels Loesung finden wir auf der Seite des Labels. Evans schreibt: A fact that kept coming up was that the bassoon tends to get swallowed up by the orchestra. This has always been perceived as a weakness. My thought was to incorporate this aspect of the instrument somehow, rather than work around it.
Wie auch immer, ich finde das aeusserst hoerenswert. Da ist die interessante -angetaeuscht zyklische- Form. Das Konzert koennte eigentlich zur Haelfte enden, nachdem es in die Anfangssequenz zuruckgekehrt ist, geht dann aber nochmal von vorne los und muendet letzlich in ein quasi unbegleitetets Solostueck. Klanglich wird viel geboten. Glockenspiel und Klavier sind gekonnt in den Orchesterpart integriert, die Blaeser treten immer wieder prominent solistisch heraus - die erste Haelfte ist mehr ein Konzert fuer Orchester, denn ein Fagottkonzert. Dann gibt es ein 'orientalisches' Thema (wer es mag), das aber nicht ueberstrapaziert wird. Am besten ist das, was fehlt. Die fuer Werke dieser Art typischen Schlagzeugradau- und Streicherkitsch-Exzesse sind Fehlanzeige. Fuer mich ist das eine Bereicherung, die bereits zwei Wiederhoeren erfahren hat und weiter gewinnt. Ich meine, wer Sibelius' Belshazzar's Feast und Frank Martins Konzert fuer 7 Blaeser weit oben auf der Hoerliste hat, wird hier keine Lebenszeit verschwenden.
Cetay (inaktiv) (03.07.2021, 04:16):


Gustav Mahler - Sechste Symphonie für grosses Orchester in a-Moll
Mährisches PO, Petr Vronsky
Philidor (03.07.2021, 09:40):
Hier wieder Händel am Morgen.

Georg Friedrich Händel

Orgelkonzert B-Dur op. 7 Nr. 1
Orgelkonzert A-Dur op. 7 Nr. 2

Simon Preston, Orgel
The English Concert
Trevor Pinnock



Gruß
Philidor

:hello
Amadé (03.07.2021, 11:39):


Mahler 9. Sinfonie, Ancerl, Tschechische Philharmonie, Spielzeit 78'47''

Gruß Amadé
Leonardo (03.07.2021, 12:56):
W. A. Mozart:

Streichquartette Nr. 21, 22, 23 "Preussische Quartette"

Doric String Quartet

(Chandos, 2020)
Philidor (03.07.2021, 16:02):
FInale.

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen
Dritter Tag: Götterdämmerung

Siegfried - Wolfgang Windgassen
Brünnhilde – Astrid Varnay
Alberich - Gustav Neidlinger
Hagen - Josef Greindl
Gunther - Hermann Uhde
Gutrune - Natalie Hinsch-Gröndahl
Waltraute - Ira Malaniuk
Nornen - Maria von Ilosvay, Ira Malaniuk, Regina Resnik
Rheintöchter - Erika Zimmermann, Hetty Plümacher, Gisela Litz

Orchester der Bayreuther Festspiele
Clemens Krauss
Bayreuth, 12. August 1953



Ein vokal gesehen herrlicher Ring imho. Bin auf Keilberth 1955 gespannt - so um Weihnachten 2021 herum, wenn alles gut geht in diesen Zeiten ...

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (03.07.2021, 22:00):
Richard Wagner - Parsifal

Amfortas - José van Dam
Titurel - John Tomlinson
Gurnemanz - Matthias Hölle
Parsifal - Siegfried Jerusalem
Klingsor - Günter von Kannen
Kundry - Waltraud Meier

Chor der deutschen Staatsoper Berlin
Berliner Philharmoniker, Daniel Barenboim
Philidor (04.07.2021, 08:41):
Heute ist der 5. Sonntag nach Trinitatis.

J. S. Bach: Kantate Nr. 93 "Wer nur den lieben Gott lässt walten"

Yukari Nonoshita, Matthew White, Makoto Sakurada, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
palestrina (04.07.2021, 10:04):
Bin auf Keilberth 1955 gespannt - so um Weihnachten 2021 herum, wenn alles gut geht in diesen Zeiten ...


Hallo lieber Philidor, für mich ist der '53 Ring besser, weil :) ...die Mödl die Brünhilde singt! :down

LG palestrina
Amadé (04.07.2021, 11:18):
Hallo Palestrina und Philidor,

die Varnay gefällt mir besser, da jugendlicher, als die Mödl, das ist jedoch Geschmackssache. Über Hotters Wotan-Darstellung habe ich schon an anderen Stellen berichtet, er muss auf der Bühne ein viel größe Präsenz entfaltet haben, seine Stimme aus den Klangkonserven gibt dies leider nicht wieder, so auch 1955.
Vom Klang der 55er-Decca/Testament-CDs bin ich enttäuscht, sie klingen mir etwas flach, ohne richtigen Kern.

Grüße Amadé
tapeesa (04.07.2021, 12:40):
Johann Sebastian Bach:
- "Wer nur den lieben Gott läßt walten" BWV 93
Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent, Philippe Herreweghe
- "Siehe, ich will viel Fischer aussenden" BWV 88
Amsterdam Baroque Choir & Orchestra, Ton Koopman
Leonardo (04.07.2021, 12:41):
John Adams:

Road Movies
Hallelujah Junction
China Gates
American Berserk
Phrygian Gates

Leila Josefowicz, Violine
John Novacek, Rolf Hind, Nicolas Hodges, Klavier

(Nonesuch)
Philidor (04.07.2021, 13:42):
die Varnay gefällt mir besser, da jugendlicher, als die Mödl, das ist jedoch Geschmackssache.
Über die Flagstad geht sowieso nichts ... ;) ... Mödl fand ich in der Furtwängler-Aufnahme sehr gut und möchte ihre Darstellung nicht missen. Varnay - superemotional, aber leider schleicht sie sich manchmal von unten an die richtige Tonhöhe an. Je nach meiner Stimmung ist das dann ein Schmunzler oder nahe an Zahnschmerzen. :D

Weiter nun mit dieser Werkgruppe.

Heitor Villa-Lobos

Bachianas brasileiras No. 8+9

Royal Philharmonic Orchestra
Enrique Bátiz

Gitarrenkonzert

Alfonso Moreno, Gitarre
Orquesta Filarmónica de la Ciudad de México
Enrique Bátiz



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (04.07.2021, 17:02):
Weiter mit Mahler.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Düsseldorfer Symphoniker
Ádám Fischer



Na, für meine Ohren ist das eine eher zahnlose Angelegenheit.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (04.07.2021, 21:55):
Villa-Lobos aus Dänemark:



Heitor Villa-Lobos:

Uirapurú
Bachianas Brasileiras Nr. 4
The Emperor Jones

Odense Symphony Orchestra, Jan Wagner

Die Ballette Uirapurú und The Emperor Jones spielen - wie sollte es anders sein - im tropischen Regenwald und bestechen durch die Villa-Lobos-typische farbige Orchestrierung mit diversen exotischen Instrumenten. So kommt am Schluss von Uirapurú ein Violinophon zum Einsatz, quasi eine Geige ohne Resonanzkörper und einem Trichter wie bei einem Grammophon.

Gruß Amonasro
Philidor (05.07.2021, 09:01):
Hier wieder Händel am Morgen.

Georg Friedrich Händel

Orgelkonzert B-Dur op. 7 Nr. 3
Orgelkonzert d-Moll op. 7 Nr. 4

Simon Preston, Orgel
The English Concert
Trevor Pinnock



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.07.2021, 09:33):
Angeregt durch ein paar letzte zufällig per Autoradio erhaschte Minuten des Violinkonzertes von Ginastera:

Alberto Ginastera: Danzas Argentinas op. 2

Martha Argerich, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.07.2021, 10:24):
Nachschlag:

Alberto Ginastera

Concierto Argentino
Klavierkonzert Nr. 1

Xiayin Wang, Klavier
BBC Philharmonic
Juanjo Mena



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (05.07.2021, 10:39):
Erik Jørgensen -
1. Konfrontationer (Confrontations for Orchestra), 1967 / 68
Odense Symphony Orchestra, Tamás Vető
Cetay (inaktiv) (05.07.2021, 12:37):
Hier wieder so ne ueberfluessige Neuaufnahme aus der Provinz. Immerhin gibt es als Anreiz haufenweise Kadenzen zur Auswahl - so dass jedes Konzert eine ganze CD beansprucht. Ich hoere wie immer bei einem neuen BKK-Zyklus das Dritte und habe im ersten Satz die Wahl zwischen Kadenzen von Beethoven, Brahms, Liszt und Faure, der natuerlich den Zuschlag bekommt.


Ludwig van Beethoven - Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll, op. 37
Giovanni Bellucci, Sinfonie Orchester Biel Solothurn, Kaspar Zehnder
Philidor (05.07.2021, 16:49):
Hier nicht unbedingt aus der Provinz ...

Wolfgang Amadé Mozart: Idomeneo KV 366

Idomeneo - Ramón Vargas
Idamante - Magdalena Kožená
Ilia - Ekaterina Siurina
Elettra - Anja Harteros
Arbace - Jeffrey Francis
Gran Sacerdote - Robin Leggate
La voce - Günther Groissböck

Salzburger Bachchor
Camerata Salzburg

Sir Roger Norrington

Inszenierung: Ursel und Karl-Ernst Herrmann



In jeder Beziehung sehr gelungen, wie ich meine.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.07.2021, 19:48):
Hier noch so'n modernes Zeugs. Und dann auch noch (horribile dictu!) gestreamt.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 6 a-Moll

Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Das klang für meine Ohren zu sehr kantengerundet.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (05.07.2021, 22:45):


Marc-Antoine Charpentier/Thomas Corneille: Médée

Médée - Lorraine Hunt
Jason - Mark Padmore
Créon - Bernard Deletré
Créuse - Monique Zanetti
Oronte - Jean-Marc Salzmann
Nérine - Noémi Rime
Cléone - Isabelle Desrochers
Arcas - François Bazola
La Victoire - Sophie Danemann
La Gloire - Katalin Károlyi
Bellone - Valérie Picard
La Vengeance - Jean-Claude Sarragosse
La Jalousie - François Piolino

Les Arts Florissants, William Christie

Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (06.07.2021, 07:12):


Leevi Madetoja : Sinfonien Nr.1 & 3 : Hesinki PO , John Storgards

Hier eher wenig geläufiges Repertoire aus Finnland. Es muss nicht immer Sibelius sein, aber ohne ihn geht es halt auch nicht. Doch ich kann mich auch eines Madetoja erfreuen, dessen Ansatz mir "fröhlicher" daher kommt als der seines Lehrers Sibelius (Madetoja studierte bei Sibelius von 1908-1910).
Philidor (06.07.2021, 08:32):
Hier wieder Händel am Morgen.

Georg Friedrich Händel

Orgelkonzert g-Moll op. 7 Nr. 5
Orgelkonzert B-Dur op. 7 Nr. 6

Simon Preston, Orgel
The English Concert
Trevor Pinnock



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.07.2021, 10:00):
Nun wieder Ginastera.

Alberto Ginastera: Konzert für Violine und Orchester

Andrew Wan, Violine
Orchestre Symphonique de Montréal
Kent Nagano



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.07.2021, 11:25):
Nach der Runde mit den B-Tonarten können wir nun sieben Kreuze schlagen. Ohne Anna Seghers.

Ludwig van Beethoven

Streichquartett A-Dur op. 18 Nr. 5
Streichquartett cis-Moll op. 131

Belcea Quartet



Bei op. 131 bin ich ja auf Busch und Takács eingeschworen ... aber auch hier: Sehr hörenswert. was die Belceas da digital einfangen ließen.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (06.07.2021, 11:39):
Sofia Gubaidulina
1. Offertorium
Gidon Kremer (Violine)
Boston Symphony Orchestra, Charles Dutoit
Philidor (06.07.2021, 14:32):
Wow.

Arnold Schönberg: Verklärte Nacht op. 4
(Fassung für Streichorchester)

Concertgebouw Orchestra
Otto Klemperer



Wunderbar. Eine Deutung ganz aus dem Geiste des 19. Jhds., weit entfernt von der Sachlichkeit jüngerer Lesarten. Ich bekomme eine Idee, was wir verpassten, weil kein Mitschnitt der Tristan-Deutung des strengen Maestros vorliegt.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.07.2021, 17:07):
I have been studying how I may compare
These treasures that I hear unto the world:
And for because the world is populous
And here is not a creature but myself,
I cannot do it; yet I'll hammer it out.

... Music do I hear?

Wolfgang Amadé Mozart

Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543
Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550
Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551

Philharmonia Orchestra
Otto Klemperer



Ha, ha! keep time: how sour sweet music is,
When time is broke and no proportion kept!
So is it in the music of men's lives.
And here have I the daintiness of ear
To cheque time broke in a disorder'd string;
But for the concord of my state and time
Had not an ear to hear my true time broke.
I wasted time, and now doth time waste me.

Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (07.07.2021, 13:23):

Robert Schumann - Sinfonie Nr. 3 Es-Dur, op. 97
Odense Symfoniorkester, Simon Gaudenz
tapeesa (07.07.2021, 14:41):
Olivier Greif - The Battle of Agincourt (Sonate für 2 Violoncelli)
Patrick Langot, Agnès Vesterman
Philidor (07.07.2021, 14:51):
Hier Musik zwischen Tag und Traum.

Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen BWV 988

Glenn Gould, Klavier
Aufnahme 1955



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (07.07.2021, 15:11):

Robert Schumann - Violinkonzert d-Moll, WoO 23
Alena Baeva, PERSIMFANS

Persimfans? Dieses aussergewoehnliche Moskauer Ensemble war mir bis eben unbekannt. Das Bild auf der Homepage ihrer Webpraesenz sagt mehr als viele Worte.


Bildquelle: http://cdrcb.com.persimfans.com/
Nicolas_Aine (07.07.2021, 15:15):
wie machst sich die Baeva? Hab ich vor Jahren mal in Stuttgart gehört und als positiv abgespeichert. Aber genauer weiß ichs nicht mehr.
Cetay (inaktiv) (08.07.2021, 01:20):
wie machst sich die Baeva? Hab ich vor Jahren mal in Stuttgart gehört und als positiv abgespeichert. Aber genauer weiß ichs nicht mehr.
Ganz hervorragend macht sie sich. Ich habe sie mit meiner Referenzaufnahme (in dem Sinne, dass es die einzige ist, die ich mehrfach gehoert habe) von Thomas Zehetmair verglichen. Der spielt das voellig anders, mit mehr Nachdruck, praegnanter und einer groesseren dynamischen Bandbreite. Baeva verlegt sich mehr auf die Binnengestaltung, schattiert feindynamisch und spielt subtil mit den (warmen) Klangfarben, fuegt sich mehr in den Orchesterteil, als dass sie begleitet wird - ich koennte ihren Ansatz als anti-virtuos zusammenfassen. Das passt auf dieses Werk, das oftmals nicht so recht vom Fleck kommen will, als Alternative. Statt aggressiv oder auftrumpfend (schlimm bei Menuhin) ueber den zaehen Strom hinweg zu saegen, laesst sie sich hinein fallen und macht von innen heraus das beste draus. .


Robert Schumann - Violinkonzert d-Moll, WoO 23
Orchestre de chambre de Paris, Thomas Zehetmair (Violine & Leitung)

Ich stelle fest, dass mir dieses Konzert mehr und mehr gefaellt. Unter den romantischen Konzerten ist es mir mittlerweile das liebste (es sei den man zaehlt Beethoven schon dazu, da geht nichts dreuber und Paganini bleibt aussen vor, das ist eine eigene Welt). Ich schiebe jetzt noch eine weitere Aufnahme nach:


Robert Schumann - Violinkonzert d-Moll, WoO 23
Gidon Kremer, Philharmonia Orchestra, Ricardo Muti
Cetay (inaktiv) (08.07.2021, 02:07):
Naja, jetzt hab ich zu Beava und Zehetmair was geschrieben, nur um festzustellen, dass Kremer/Muti die beiden schlichtweg abrauchen lassen. Da weiss ich doch gleich, was ich als naechstes hoere:


Nicolo Paganini - Violinkonzert Nr. 4 d-Moll, MS. 60
Gidon Kremer, Wiener Philharmoniker, Ricardo Muti
Cetay (inaktiv) (08.07.2021, 04:37):


Franz Schubert - Sinfonie Nr. 7 "Unvollendete"/Begräbniß-Feyer/Moser: Echoraum zu Schuberts "Begräbniß-Feyer"
Kammerorchester Basel, Heinz Holliger

Starke Platte mit einer Unvollendeten im Spitzenfeld. Ebenso interessant ist das Beiwerk. Es geht los mit einem "Andante h-Moll D. 936 (Arr. fuer Orchester von Roland Moser)". Keinerlei Marketing mit einer 10. Sinfonie, sehr symphatisch. Die hier gebotene Version gefaellt mir besser als die von Newbold, auch wenn ich bezweifle, dass die zum Teil sehr kammermusiklische Fraktur 'richtig' ist. Dann gibt es die Begräbniß-Feyer als Jugendwerk. Gerade durch die Monotonie wirkt das recht modern und was Moser anschliessend in seinern Variationen daraus macht, finde ich spannend. Weberns Orchestrierung der Deutschen Tänze D820 gibt es als Zugabe. Seltsam mechanisch interpretiert, gar nicht tänzerisch und damit auch wieder irgendwie modern.
Cetay (inaktiv) (08.07.2021, 05:26):
Franz Schubert - Sinfonie Nr. 7 "Unvollendete"/Begräbniß-Feyer/Moser: Echoraum zu Schuberts "Begräbniß-Feyer"
Kammerorchester Basel, Heinz Holliger

Starke Platte mit einer Unvollendeten im Spitzenfeld.
Zu schnell geurteilt. :/
Nach wiederholtem Hoeren ist das bei mir doch eher oberes Mittelfeld. Oder gar mittleres. Da gibt es von Lehmann bis Zinman, von Sinopoli/PO bis Harnoncourt/RCO & von de Froment bis Boesch doch einige, die ich beim naechsten Wiederhoeren bevorzugen werde.
Philidor (08.07.2021, 09:32):
Hier wieder Händel am Morgen. Drei Orgelkonzerte außerhalb des Kanons von op. 4 und op. 7.

Georg Friedrich Händel

Orgelkonzert F-Dur "The Cuckoo and the Nightingale" HWV 295
Orgelkonzert A-Dur HWV 296
Orgelkonzert d-Moll HWV 304

Simon Preston, Orgel
The English Concert
Trevor Pinnock



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (08.07.2021, 10:17):
Naja, jetzt hab ich zu Beava und Zehetmair was geschrieben, nur um festzustellen, dass Kremer/Muti die beiden schlichtweg abrauchen lassen.
In Sachen Schumann-Violinkonzert wohnt auch bei mir Kremer im Olymp, aber mit Harnoncourt. Soeben gehört:

Robert Schumann: Violinkonzert d-Moll

Gidon Kremer, Violine
Chamber Orchestra of Europe
Nikolaus Harnoncourt



Isabelle Faust wäre auch wieder einen Lausch wert. Und die Faust-Szenen, wenn hier schon über die D'dorfer gesprochen wird ...

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (08.07.2021, 11:22):
Sergei Prokofiev:

Sinfonie Nr. 5 B-Dur op. 100

Cleveland Orchestra,

Lorin Maazel, Ltg.

(Decca, 10/1977)
Amonasro (08.07.2021, 15:13):


Pietro Mascagni/Luigi Illica: Le maschere

Pantalone - Graziano Polidori
Rosaura - Antonia Cifrone
Florindo - Danilo Formaggia
Dottor Graziano - Dario Giorgelè
Colombina - Susanne Bungaard
Brighella - Antonio De Angelis
Il Capitan Spavento - Alessandro Paliaga
Arlecchino - Marcello Bedoni
Tartaglia - Alessandro Battiato
Giocadio - Emanuele Barresi

Orchestra e Coro CittàLirica, Bruno Aprea
Live Livorno 2001

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (09.07.2021, 03:14):

Wolfgang Amadeus Mozart - Complete Music for Flute and Orchestra
Rune Most (Holz-Querfloete), Sivan Magen (Harfe, K. 299), Odense Symphony Orchestra, Scott Yoo & Benjamin Schwartz (K. 315)
Floetenkonzert Nr. 1 G-Dur, K. 313/285c
Floetenkonzert Nr. 2 D-Dur, K. 314/285d (Transkription d. Oboenkonzert C-Dur, K. 314/271k)
Konzert fuer Floete & Harfe C-Dur, K. 299
Andante C-Dur, K. 315

Eine sehr erfreuliche Angelegenheit, die mich gleich am fruehen Morgen in Hochstimmung versetzt hat. Mit eigenen Kadenzen.
Cetay (inaktiv) (09.07.2021, 04:25):
Naja, jetzt hab ich zu Beava und Zehetmair was geschrieben, nur um festzustellen, dass Kremer/Muti die beiden schlichtweg abrauchen lassen.
In Sachen Schumann-Violinkonzert wohnt auch bei mir Kremer im Olymp, aber mit Harnoncourt. Soeben gehört:
Robert Schumann: Violinkonzert d-Moll

Gidon Kremer, Violine
Chamber Orchestra of Europe
Nikolaus Harnoncourt



Isabelle Faust wäre auch wieder einen Lausch wert. Und die Faust-Szenen, wenn hier schon über die D'dorfer gesprochen wird ...

Gruß
Philidor

:hello
Ich bin dem Tip mit Harnoncourt nachgegangen und empfand das fuer meinen Geschmack zu elaboriert. Ich bevorzuge den direkteren Zugriff (von beiden, Dirigent und Solist) der aelteren Aufnahme.
Philidor (09.07.2021, 08:47):
Was für ein Vergnügen.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 1 D-Dur
Sinfonie Nr. 2 C-Dur
Sinfonie Nr. 3 G-Dur
Sinfonie Nr. 4 D-Dur
Sinfonie Nr. 5 A-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (09.07.2021, 10:55):
Liebe tapeesa, ich empfehle dreispurigen Ausbau.
Oh, vielen Dank! (War heute morgen in Gedanken kurz bei Olga Neuwirth: "Lost Highway".)

Jetzt hier:

Alma Mahler-Werfel - Complete Songs
5 Lieder : 1. Die stille Stadt 2. In meines Vaters Garten 3. Laue Sommernacht 4. Bei dir ist es traut 5. Ich wandle unter Blumen
4 Lieder: 1. Licht in der Nacht 2. Waldseligkeit 3. Ansturm 4. Erntelied
5 Gesänge * : 1. Hymne 2. Ekstase 3. Der Erkennende 4. Lobgesang 5. Hymne an die Nacht
- Alexander Zemlinsky - Songs, op, 7
1. Da waren zwei Kinder 2. Entbietung 3. Meeraugen 4. Irmelin Rose 5. Sonntag
Ruth Ziesak (Sopran) *, Iris Vermillion (Mezzosopran)
, Christian Elsner (Tenor), Cord Garben (Klavier)

Johannes Brahms - Die Bratschensonaten
- Sonata für Klarinette (Viola) und Klavier Nr. 1 in f-Moll op. 120/1 *
- Sonate für Klarinette (Viola) und Klavier Nr. 2 in Es-Dur op. 120/2 *
- Zwei Gesänge für Singstimme, Viola und Klavier op. 91 * (Text: Friedrich Rückert, Lope de Vega, Übersetzung: Emanuel Geibel)
Veronika Hagen (Viola) *, Paul Gulda (Klavier) * + Iris Vermillion (Mezzosopran)
Leonardo (09.07.2021, 11:39):
W. A. Mozart:

Klavierkonzerte Nr. 8 und 9

Vladimir Ashkenazy, Klavier

London Symphony Orchestra,

Istvan Kertesz, Ltg.

(Decca, 1966, Kingsway Hall, London; Smith/Wilkinson)
palestrina (09.07.2021, 12:24):


Pietro Mascagni/Luigi Illica: Le maschere

Pantalone - Graziano Polidori
Rosaura - Antonia Cifrone
Florindo - Danilo Formaggia
Dottor Graziano - Dario Giorgelè
Colombina - Susanne Bungaard
Brighella - Antonio De Angelis
Il Capitan Spavento - Alessandro Paliaga
Arlecchino - Marcello Bedoni
Tartaglia - Alessandro Battiato
Giocadio - Emanuele Barresi

Orchestra e Coro CittàLirica, Bruno Aprea
Live Livorno 2001

Gruß Amonasro
Hallo lieber Amonasro, die Aufnahme ist gut, aber diese ist vortrefflich.....





Conductor Gianluigi Gelmetti - 1988(LI)
Orchestra - Teatro Comunale di Bologna
Chorus - Teatro Comunale di Bologna


Colombina - Amelia Felle
Florindo - Vincenzo La Scola
Arlecchino Battocchio - Giuseppe Sabbatini
Tartaglia - Enzo Dara
Capitan Spavento - Angelo Romero
Brighella - Oslavio Di Credico
Pantalone de' Bisognosi - Carlos Chausson
Rosaura - Maria José Gallego
Dottor Graziano - Nelson Portella

LG palestrina :hello
Philidor (09.07.2021, 12:54):
Zwischen zwei Akten von Pfitzners Palestrina hier wieder Brahms in Schwarz und Weiß.

Johannes Brahms: Klaviersonate Nr. 3 f-Moll op. 5

Julius Katchen, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
palestrina (09.07.2021, 13:56):
Alma Mahler-Werfel - Complete Songs
Sehr schöne Lieder von der Alma! :)

Aber was noch besser ist, ich musste die CD erwerben, eildiweil das Bild bei mir an der Wand hängt! :D Natürlich oder leider nur ein Plakat! :I


>Frau mit Hut und Federboa< von G.Klimt

Bin ein großer Klimt Fan,!

LG palestrina
Amadé (09.07.2021, 16:45):


Violinkonzert G-Dur KV 216, nun differenzierter und mit mehr Anteilnahme als in der früheren Aufnahme bei Teldec.

Gruß Amadé
Nicolas_Aine (09.07.2021, 18:14):
@Cetay etwas verspätet: Danke für die Rückmeldung zu Baeva! Und ja, die Kremer Aufnahme(n) sind schon eine eigene Welt.
Philidor (09.07.2021, 18:35):
Die Sechste ist mit Ádám Fischer offenbar noch nicht auf dem Markt, also weiter mit dem Budapester Mahler-Zyklus.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 7 e-Moll ("Lied der Nacht")

Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Die dritte gefiel mir in diesem Zyklus sehr gut, die vierte - wenn man sie derart entrückt mag, ist das wohl erste Sahne (nicht ganz meins).

Ansonsten kommt auch diese Sinfonie für meine Ohren wieder quasi in FSK12-Fassung daher. Zu belanglos. imho. Am ehesten erinnert mich das an manche späte Mahler-Dirigate Abbados (vor allem 3 - Luzern, 6 - Berlin, 9 - Berlin und Luzern). Bei der dritten meine ich wie bei der Fischer-Aufnahme, dass der Ansatz da gut funktioniert, bei der sechsten finde ich ihn geradezu verstörend, auf die neunte mit Iván Fischer bin ich gespannt.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (09.07.2021, 19:24):
Gestern und heute aktweise gesehen und gehört:

Hans Pfitzner: Palestrina

Giovanni Pierluigi da Palestrina - Christopher Ventris
Papst Pius IV - Peter Rose
Ighino - Christiane Karg
Silla - Claudia Mahnke
Giovanni Morone - Michael Volle
Bernardo Novagerio - John Daszak
Kardinal Christoph Madruscht - Roland Bracht
Carlo Borromeo - Falk Struckmann
u. v. a. m.

Chor der Bayerischen Staatsoper
Bayerisches Staatsorchester

Simone Young

Inszenierung: Christian Stückl



Meine Lieblingsoper wird das nicht mehr. Dennoch fand ich Aufführung und Ausführung sehens- und hörenswert. Schönes Farbkonzept auf der Bühne. Die Seitenhiebe auf die S. R. E. (herrlich die überdimensionale Langlimousine des Papstes).

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (09.07.2021, 22:51):


Pietro Mascagni/Luigi Illica: Le maschere

Pantalone - Graziano Polidori
Rosaura - Antonia Cifrone
Florindo - Danilo Formaggia
Dottor Graziano - Dario Giorgelè
Colombina - Susanne Bungaard
Brighella - Antonio De Angelis
Il Capitan Spavento - Alessandro Paliaga
Arlecchino - Marcello Bedoni
Tartaglia - Alessandro Battiato
Giocadio - Emanuele Barresi

Orchestra e Coro CittàLirica, Bruno Aprea
Live Livorno 2001

Gruß Amonasro
Hallo lieber Amonasro, die Aufnahme ist gut, aber diese ist vortrefflich.....




Conductor Gianluigi Gelmetti - 1988(LI)
Orchestra - Teatro Comunale di Bologna
Chorus - Teatro Comunale di Bologna


Colombina - Amelia Felle
Florindo - Vincenzo La Scola
Arlecchino Battocchio - Giuseppe Sabbatini
Tartaglia - Enzo Dara
Capitan Spavento - Angelo Romero
Brighella - Oslavio Di Credico
Pantalone de' Bisognosi - Carlos Chausson
Rosaura - Maria José Gallego
Dottor Graziano - Nelson Portella

LG palestrina :hello

Diese Aufnahme habe ich auch und mag eigentlich beide gleich gerne. Die Gelmetti-Aufnahme hat bei den Sängern, insbesondere bei den tiefen Stimmen, die Nase vorn; andererseits scheint mir die Aprea-Aufnahme etwas quirliger, schwungvoller in den Ensembleszenen und der Furlana.

Heute:



Giuseppe Verdi/Antonio Ghislanzoni: Aida

Aida - Birgit Nilsson
Radamès - Franco Corelli
Amneris - Grace Bumbry
Amonasro - Mario Sereni
Ramfis - Bonaldo Giaiotti
Il Re d'Egitto - Ferruccio Mazzoli
Un messaggero - Piero De Palma
Una sacerdotessa - Mirella Fiorentini

Chor & Orchester des Teatro dell'Opera di Roma, Zubin Mehta

Hier beeintruckt vor allem Grace Bumbry als eine sehr jung und leidenschaftlich klingende Amneris. Corelli singt ein sehr schönes Diminuendo am Schluss seiner Arie. Für Birgit Nilsson scheint die Aida nicht die ideale Rolle, da würde ich mir einen wärmeren Klang wünschen. Mehta akzentuiert klar die konfrontativem Höhepunkte, weniger den Schönklang - also eher mit Solti als Karajan vergleichbar.

Gruß Amonasro :hello
Philidor (09.07.2021, 23:05):
Aida - Birgit Nilsson
Radamès - Franco Corelli
:D

Man bedenke: Es ist Aida - und nicht Turandot.

Wurden diese Rollen nicht mal mit Freni und Carreras besetzt ... von so einem ehemaligen GMD aus Aachen ... "Nemorino in Theben" und was da noch so alles feuilletoniert wurde ...
Hier beeintruckt vor allem Grace Bumbry als eine sehr jung und leidenschaftlich klingende Amneris.
Das glaube ich sofort! Meine liebste Eboli.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (10.07.2021, 09:15):
Natürlich oder leider nur ein Plakat!
Ja, das ist wirklich sehr schade ;) . Ich weiß gar nicht, wo sich das Original befindet.
______

Giacomo Puccini - Turandot
Libretto: Giuseppe Adami, Renato Simoni, Komplettierung: Franco Alfano

Turandot - Inge Borkh
Calaf - Mario del Monaco
Liù - Renata Tebaldi
Timur - Nicola Zaccaria
Ping - Fernando Corena
Pang - Mario Carlin
Pong - Renato Ercolani
Altoum - Gaetano Fanelli
Mandarin - Ezio Giordano

Coro e Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Alberto Erede
Maurice inaktiv (10.07.2021, 09:54):


Gustav Mahler : Sinfonie Nr.5 AD: 30.11.1990, Live aus dem Saal des MV, Wien

Nicht mehr ganz so wuchtig wie die alte 1970-er Einspielung, dafür klangtechnisch viel besser gelungen. DIe alte Einspielung wurde ja auch von Solti und Teilen der Musiker scharf kritisiert wegen des Klanges.

Es gibt auch noch eine Spielung der Fünften mit Solti und dem Tonhalleorchester Zürich, habe ich gesehen. Diese kenne ich überhaupt nicht.
palestrina (10.07.2021, 10:16):

Ich weiß gar nicht, wo sich das Original befindet.
Auch dieses zentrale Werk aus dem großen Schaffen Klimts wurde auf Beschluss des Restitutionsbeirates von der Österreichischen Galerie im Schloß Belvedere in Wien den Erben der ursprünglichen Besitzerin Hermine Lasus zurückgegeben.
Original: Öl auf Leinwand, jetzt in Privatbesitz.

LG palestrina
Philidor (10.07.2021, 10:43):
Hier wurde wieder hemmungslos geschwelgt.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 6 D-Dur ("Le matin")
Sinfonie Nr. 7 C-Dur ("Le midi")
Sinfonie Nr. 8 G-Dur ("Le soir")

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.07.2021, 13:10):
Pfitzner-Nachklänge:

Giovanni Pierluigi da Palestrina: Missa Papae Marcelli

The Tallis Scholars
Peter Philips



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (10.07.2021, 13:41):
W. A. Mozart:

Klaviersonaten Nr. 7 - 12

Roberto Prosseda, Klavier

(Decca)
Philidor (10.07.2021, 15:41):
In iustam memoriam danicorum fortissimorum victorum poena iniusta.

Carl Nielsen

Sinfonie Nr. 1 op. 7
Sinfonie Nr. 2 op. 16 ("Die vier Temperamente")

London Symphony Orchestra
Ole Schmidt



Ich weiß ja nicht, wie die ehrwürdigen Experten der Aufnahmen nordischer Sinfonik diese Einspielungen einschätzen, doch für meine unwürdigen Ohren sind sie fulminant gut.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (10.07.2021, 16:57):
Man bedenke: Es ist Aida - und nicht Turandot.

Wurden diese Rollen nicht mal mit Freni und Carreras besetzt ... von so einem ehemaligen GMD aus Aachen ... "Nemorino in Theben" und was da noch so alles feuilletoniert wurde ...
Wobei zu Radamès, der immer wieder als "guerriero vindice", "Salvator della patria", usw. bezeichnet wird, ein gewisses heroisches Auftrumpfen schon dazugehört. Einen Tenor, der beide Aspekte der Rolle (Krieger und realitätsferner Träumer) gleichermaßen überzeugend verkörpert, habe ich noch nicht gefunden. Bei Karajan sagt mir seine erste Aufnahme weitaus mehr zu als die spätere.

Heute:



Hans Pfitzner: Palestrina

Giovanni Pierluigi Palestrina - Peter Bronder
Ighino - Britta Stallmeister
Silla - Claudia Mahnke
Carlo Borromeo - Wolfgang Koch
Giovanni Morone - Johannes Martin Kränzle
Bernardo Novagerio - Frank van Aken
Kardinal Christoph Madruscht - Alfred Reiter
Der Kardinal von Lothringen - Magnús Baldvinsson
Abdisu - Peter Marsh
Anton Brus von Müglitz - Franz Mayer
Graf Luna - Michael Nagy
Der Bischof von Budoja - Richard Cox
Theophilus - Hans-Jürgen Lazar
Avosmediano - Dietrich Volle
Bischof Ercole Severolus - Sungkon Kim
Papst Pius IV. - Alfred Reiter
und andere

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Kirill Petrenko

Die gespenstische Szene mit den Meistern der Tonkunst, das majestätische Nachspiel mit Glockenläuten am Ende des 1. Akts und der trostlose Schluss der Oper nehmen mich immer wieder gefangen. Der 2. Akt ist vielleicht etwas zu ausschweifend, hat aber auch seine Höhepunkte (wie z. B. die hier von Kränzle hinreißend interpretierte Eröffnungsrede "Der Heilige Geist, der die Konzilien leitet").

Gruß Amonasro :hello
Philidor (10.07.2021, 17:03):
Hans Pfitzner: Palestrina

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Kirill PetrenkoOh ja, danke! Kirill Petrenko wäre wohl tatsächlich einen Zweitlausch wert.
Wobei zu Radamès, der immer wieder als "guerriero vindice", "Salvator della patria", usw. bezeichnet wird, ein gewisses heroisches Auftrumpfen schon dazugehört. Einen Tenor, der beide Aspekte der Rolle (Krieger und realitätsferner Träumer) gleichermaßen überzeugend verkörpert, habe ich noch nicht gefunden. Bei Karajan sagt mir seine erste Aufnahme weitaus mehr zu als die spätere.Ja, ein Durchhören meiner Aidas steht auf der Liste der Dinge, die ich in diesem Leben nochmal machen will ... für den Radamès braucht man wohl zwei Sänger. Oder Caruso.

Hier nochmal Villa-Lobos.

Heitor Villa-Lobos: Gitarrenkonzert

Narciso Yepes, Gitarre
London Symphony Orchestra
Luis Antonio García Navarro



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.07.2021, 19:46):
Nun noch Oper im Wiederholungsmodus.

Philip Glass: Akhnaten

Scribe - David Warrilow
Aye - Cornelius Hauptmann
Akhnaten - Paul Esswood
Nefertiti - Milagro Vargas
Queen Tye - Melinda Liebermann

Chor und Orchester der Württembergischen Staatsoper Stuttgart

Dennis Russell Davies



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (11.07.2021, 08:43):
aus J. S. Bach, Famous Cantatas:
"Vergnügte Ruh´, beliebte Seelenlust" BWV 170, Solokantate, 1726
Text: Georg Christian Lehms
Sytse Buwalda, Alto
Netherlands Bach Collegium, Pieter Jan Leusink
palestrina (11.07.2021, 09:49):
Nun noch Oper im Wiederholungsmodus.

Philip Glass: Akhnaten

Scribe - David Warrilow
Aye - Cornelius Hauptmann
Akhnaten - Paul Esswood
Nefertiti - Milagro Vargas
Queen Tye - Melinda Liebermann

Chor und Orchester der Württembergischen Staatsoper Stuttgart

Dennis Russell Davies



Gruß
Philidor

:hello
Daran denke ich mit Wehmut zurück, meine erste Begegnung mit Glass und eine Wiederholte mit Paul Esswood!

LG palestrina
Philidor (11.07.2021, 10:47):
Haydn am Morgen. Frisch und geistreich.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 9 C-Dur
Sinfonie Nr. 10 D-Dur
Sinfonie Nr. 11 Es-Dur
Sinfonie Nr. 12 E-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.07.2021, 11:13):
Heute ist der 6. Sonntag nach Trinitatis. Leipzig, 20. Juli 1732 (?).

Johann Sebastian Bach: "Es ist das Heil uns kommen her" BWV 9

Hana Blažíková, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (11.07.2021, 11:51):
L. v. Beethoven:

Klavierkonzerte Nr. 1 und 4

Robert Casadesus, Klavier

Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam,

Eduard van Beinum, Ltg.

(Sony, 3/1959)
Philidor (11.07.2021, 12:56):
Mein Strömer bietet die Siebte mit Ádám F. leider nicht an, die Achte hat Iván F. noch nicht aufgenommen ... also ist die Achte mit Ádám F. dran. - Wow.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 8 Es-Dur

Manuela Uhl, Polina Pastirchak, Fatma Said, Sopran
Katrin Wundsam, Mezzosopran
Katharina Magiera, Alt
Neal Cooper, Tenor
Hanno Müller-Brachmann, Bariton
Peter Rose, Bass

Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf
Philharmonischer Chor Bonn
Kartäuserkantorei Köln
Clara-Schumann-Jugendchor Düsseldorf
Düsseldorfer Symphoniker

Ádám FIscher



Fand ich sehr respektabel! Habe ich mit Vergnügen gehört. Ekstatisch wie Tennstedt oder Bernstein ging Ádám F. nicht an das Werk, muss auch nicht sein, wie so oft fällt mir auch hier Abbado (Berlin) am ehesten als Vergleich ein. Der hat die (noch) besseren Solisten, aber was die acht in den kleinen Ensembles veranstalten, fand ich sehr homogen und stellenweise beglückender als ein eventuelles Um-die-Wette-Brüllen noch bekannterer Vokalsolisten.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.07.2021, 14:47):
L. v. Beethoven:

Klavierkonzerte
Vielen Dank für die Anregung! Mein Strömer empfahl mir eine Aufnahme, die mich sofort neugierig machte:

Ludwig van Beethoven

Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15
Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19

Krystian Zimerman, Klavier
London Symphony Orchestra
Sir Simon Rattle



Sehr hörenswert imho!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.07.2021, 17:34):
"Was ist Wahrheit?" (Pontius Pilatus)

Pietro Mascagni: Cavalleria rusticana

Turiddu - Aleksandrs Antonenko
Santuzza - Eva-Maria Westbroek
Mamma Lucia - Elena Zilio
Alfio - Dimitri Platanias
Lola - Martina Belli

Ruggero Leoncavallo: Pagliacci

Tonio - Dimitri Platanias
Canio - Aleksandrs Antonenko
Nedda - Carmen Giannattasio
Beppe - Benjamin Hulett
Silvio - Dionysios Sourbis

Royal Opera Chorus
Orchestra of the Royal Opera House

Antonio Pappano

Inszenierung: Damiano Michieletto



Zwei weitere Schätzchen aus dieser Box.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (11.07.2021, 18:38):
W. A. Mozart:

Klavierkonzerte Nr. 18 und 22

Robert Casadesus, Klavier

Columbia Symphony Orchestra,

George Szell, Ltg.

(Scribendum, 1956/59)
tapeesa (12.07.2021, 08:29):
Johannes Brahms - Ein deutsches Requiem
Ruth Ziesak (Sopran), Konrad Jarnot (Bariton)
Friedemann Winklhofer (Orgel)
Münchener Bach-Chor, Münchner Rundfunkorchester, Hansjörg Albrecht
Philidor (12.07.2021, 11:56):
Ich liebe es.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 13 D-Dur
Sinfonie Nr. 14 A-Dur
Sinfonie Nr. 15 D-Dur
Sinfonie Nr. 16 B-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (12.07.2021, 14:57):
Hier gab es wieder Beethoven und hinterher Mozart.

Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37

Krystian Zimerman, Klavier
London Symphony Orchestra
Sir Simon Rattle

Wolfgang Amadé Mozart

Klavierquartett Nr. 1 g-Moll KV 478
Klavierquartett Nr. 2 Es-Dur KV 493

Fauré Quartett



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (12.07.2021, 16:18):


Giuseppe Verdi/Salvadore Cammarano: Luisa Miller

Luisa - Montserrat Caballé
Rodolfo - Luciano Pavarotti
Miller - Sherrill Milnes
Walter - Bonaldo Giaiotti
Wurm - Richard Van Allan
Federica - Anna Reynolds
Laura - Annette Céline
Un contadino - Fernando Pavarotti

London Opera Chorus
National Philharmonic Orchestra, Peter Maag

Gruß Amonasro
Philidor (12.07.2021, 17:46):
Hier wieder Mahler.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

New York Philharmonic
Bruno Walter
10. Februar 1947



Beim Hören beschlich mich bisweilen der Verdacht, ein Orchester der zweiten Reihe des Jahres 2021 könne ein Orchester der ersten Reihe des Jahres 1947 mitunter ganz schön alt klingen lassen.

Dass das Adagietto in siebeneinhalb Minuten funktioniert, finde ich bemerkenswert.

Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (12.07.2021, 18:43):
spätestens seit ich diese Aufnahme kenne, frage ich mich eher, wie das in 11 Minuten funktioniert :D Ich habs sogar schonmal in knapp14 gespielt, das hat aber - zumindest aus Orchestersicht - nicht mehr funktioniert…
Jan Van Karajan (12.07.2021, 21:50):
Heute Abend ist mir nach Schubert:

Franz Schubert: Klaviersonate in c-moll, D 958

Alfred Brendel, Klavier

Einfach wunderbar :down

Grüße

Jan :hello
Philidor (13.07.2021, 08:58):
Hier wieder Haydn mit seiner fantastischen Mischung origineller Einfälle und handwerklichen Könnens. - Aus Begeisterung habe ich mal bei der deutschprachigen Wikipedia nachgeschaut. Haydn sei "bekannt für seine liebenswürdige und optimistische Persönlichkeit" gewesen, heißt es da, die einen "kräftigen Sinn für Humor" hatte. Spitzt man die Ohren, so mag es sein, dass man dies hören könnte.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 17 F-Dur
Sinfonie Nr. 18 G-Dur
Sinfonie Nr. 19 D-Dur
Sinfonie Nr. 20 C-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (13.07.2021, 09:30):

Antonin Dvorak - Sinfonie Nr. 9 e-Moll, op. 95, B. 178
Concertgebouw Orchestra, Willem Mengelberg
Philidor (13.07.2021, 10:01):
Hier gab es wieder Beethoven.

Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58

Krystian Zimerman, Klavier
London Symphony Orchestra
Sir Simon Rattle



Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (13.07.2021, 10:12):
Ich bleibe in der Neuen Welt:


Antonin Dvorak - Sinfonie Nr. 9 e-Moll, op. 95, B. 178
Detroit SO, Paul Paray

Da ist ordentlich Zug drin, fuer Schnoerkeleien bleibt da keine Zeit. 8o
Cetay (inaktiv) (13.07.2021, 11:27):
Eine geht noch:


Antonin Dvorak - Sinfonie Nr. 9 e-Moll, op. 95, B. 178
LSO, Istvan Kertesz
Leonardo (13.07.2021, 11:37):
Richard Strauss:

Ein Heldenleben op. 40

London Symphony Orchestra,

Leopold Ludwig, Ltg.

(Everest, 6/1959)
Philidor (13.07.2021, 12:07):
Hier wieder Mahler.

Gustav Mahler

Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
Fünf Rückert-Lieder

Dame Janet Baker, Mezzosopran
Philharmonia Orchestra
Sir John Barbirolli



Die innere Intensität von Barbirollis Mahler-Wiedergaben finde ich immer wieder bezwingend. Und mit dem Adagietto in knapp zehn Minuten kann ich leben ... ;)

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.07.2021, 13:26):
Was für eine abwechslungsreiche Wohltat nach dem Status-Quo-Boogie-Rhythmus-Geklampfe ...

Steve Reich: Music for Mallet Instruments, Voices and Organ

Steve Reich and Musicians




Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (13.07.2021, 14:28):


Joseph Haydn : Sinfonien Nr.26,27 & 42 : Heidelberger Sinfoniker , Thomas Fey AD: 2012
Philidor (13.07.2021, 21:36):
Hier gab es noch Brahms.

Johannes Brahms

Klaviersonate Nr. 1 C-Dur op. 1
Scherzo es-Moll op. 4
Klaviersonate Nr. 2 fis-Moll op. 2

Gerhard Oppitz, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (13.07.2021, 22:23):


Amilcare Ponchielli/Arrigo Boito: La Gioconda

La Gioconda - Anita Cerquetti
La Cieca - Franca Sacchi
Alvise Badoero - Cesare Siepi
Laura Adorno - Giulietta Simionato
Enzo Grimaldo - Mario Del Monaco
Barnaba - Ettore Bastianini
Zuàne - Giorgio Giorgetti
Isèpo - Athos Cesarini

Orchestra e coro del Maggio Musicale Fiorentino, Gianandrea Gavazzeni

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (14.07.2021, 03:15):

Michael Haydn - Sinfonien 13 & 20 / Notturno Nr. 1
Deutsche Kammerphilharmonie Neuss, Lavard Skou Larsen
Sinfonie Nr. 13 D-Dur, MH 132
Notturno Nr. 1 F-Dur, MH 185
Sinfonie Nr. 20 C-Dur MH 252
Andante & Menuett II aus Sinfonie Nr. 13, Version Goettweig
Maurice inaktiv (14.07.2021, 08:27):


Jean Sibelius : Sinfonien Nr.1 & 3 : Island SO, Petri Sakari

Aus der Box die erste CD. Passend zum verrückten Wetter diese mMn sehr gelungene Einspielung der beiden Sinfonien.
Philidor (14.07.2021, 09:02):
Hier wieder Haydn am Morgen.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 21 A-Dur
Sinfonie Nr. 22 Es-Dur ("Der Philosoph")
Sinfonie Nr. 23 G-Dur
Sinfonie Nr. 24 D-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.07.2021, 10:00):
Und nun wieder Beethoven.

Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73

Krystian Zimerman, Klavier
London Symphony Orchestra
Sir Simon Rattle



Die ersten beiden Konzerte fand ich sensationell frisch gespielt, mit vielen (für mich) neuen und schlüssigen Ideen, aber die letzten drei treffen auf große Konkurrenz, imho.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (14.07.2021, 10:13):
aus Lost Landscapes:
- Franz Schubert - Sonate in fis-Moll D 571 (Fragment)
Moisès Fernández Via (Klavier)
- Einojuhani Rautavaara - Notturno
- Franz Schubert - Fantasie in C-Dur D 934, Op.posth 159
Moisès Fernández Via (Klavier), Joanna Kamenarska (Violine)

aus: Somewhere East of Topeka:
David Gunn - Do Aliens Wear Sombreros?
Vermont Contemporary Music Ensemble
Philidor (14.07.2021, 11:14):
Hier wieder Mahler 5.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Royal Concertgebouw Orchestra
Bernard Haitink



Da gibt's nix zu meckern, meine ich. Großartige Aufnahme.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (14.07.2021, 12:23):
Henri Dutilleux:

Sinfonie Nr. 1 (1951)

Orchestre National de Lille,

Jean-Claude Casadesus, Ltg.

(Naxos, 7/2016, Lille, FR)
Philidor (14.07.2021, 15:43):
Ist frau nicht gerade Eisprinzessin, hat sie bei Puccini keine Chance …

Giacomo Puccini: Manon Lescaut

Manon Lescaut – Kristine Opolais
Chevalier Des Grieux – Jonas Kaufmann
Lescaut, fratello di Manon – Christopher Maltman
Geronte de Revoir – Maurizio Muraro
Edmondo – Benjamin Hulett
Un musico – Nadezhda Karyazina
Un oste – Nigel Cliffe
Il maestro di ballo – Robert Burt
Sergente – Jihoon Kim
Lampionaio – Luis Gomes
Il Comandante di Marina – Jeremy White

Royal Opera Chorus
Orchestra of the Royal Opera House

Antonio Pappano

Inszenierung: Jonathan Kent



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.07.2021, 17:07):
Schließt quasi nahtlos an.

Gustav Mahler: Das Lied von der Erde

Gerhild Romberger, Alt
Robert Dean Smith, Tenor
Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Hat mir gut gefallen. Der Tenor war nicht ganz mein Fall, alles andere - keine Einwände.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (14.07.2021, 19:32):
"Espana"

Werke von Chabrier, Rimsky-Korsakov, Moszkowski, Granados

London Symphony Orchestra,

Ataulfo Argenta, Ltg.

(Decca, 1/1957, Kingsway Hall, London)
Cetay (inaktiv) (15.07.2021, 01:15):

Joseph Haydn - Baryton Trios (komplett)
Esterházy Ensemble
Michael Brüssing (Baryton), András Bolyki (Violine, Viola), Maria Andrásfalvy-Brüssing (Baryton, Violoncello)

Daraus: Baryton Trios A-Dur, Hob. XI:1-7
Cetay (inaktiv) (15.07.2021, 05:41):
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37

Krystian Zimerman, Klavier
London Symphony Orchestra
Sir Simon Rattle


Normalerweise weurde ich nicht daran denken, auch nur in Erwaegung zu ziehen, auch nur ein paar Minuten dafuer zu investieren. Aber da wir gerade die Diskussion fuehren, ob es zuviele Neuaufnahmen von Standardreprtoire gibt, habe ich diese hergenommen, um mal nachzupruefen, ob meine stoerrische Verweigerung von neu eingespieltem Standardrepertoire mit "Standardinterpreten" gerechtfetigt ist. Mein Fazit: Sie ist gerechtfertigt. Zu dieser Aufnahme ist meine Rezension schnell geschrieben: Sie existiert.
Philidor (15.07.2021, 08:31):
ob meine stoerrische Verweigerung von neu eingespieltem Standardrepertoire mit "Standardinterpreten" gerechtfetigt ist.
Da Du diese nur vor Dir selbst rechtfertigen musst, hast Du ja das strengste Gremium. :D
Mein Fazit: Sie ist gerechtfertigt.
Die ersten beiden Konzerte fand ich hammerhaft! Hör die beiden unbedingt nochmal.

Beim Fünften bleiben meine Favoriten Brendel & Brendel (mit Haitink und mit Rattle).

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (15.07.2021, 09:21):
Hier wieder Haydn am Morgen.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 25 A-Dur
Sinfonie Nr. 26 d-Moll ("Lamentatione")
Sinfonie Nr. 27 G-Dur
Sinfonie Nr. 28 A-Dur
Sinfonie Nr. 29 E-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (15.07.2021, 10:04):
UA heute vor 109 Jahre mit dem Komponisten an den Tasten.

Sergej Prokofiev: Klavierkonzert Nr. 1 Des-Dur op. 10

Alexander Toradze, Klavier
Orchester des Marinskij-Theaters
Valeri Gergiev



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (15.07.2021, 10:19):
Von der in Beitrag 2126 gezeigten CD:

Claude Debussy:

Images pour Orchestre

Orchestre de la Suisse Romande,

Ataulfo Argenta, Ltg.

(Decca, 5/1957, Victoria Halle, Genf; Walker/Wallace)

Eine optimale Interpretation und Aufnahme. Habe ich lange Zeit leider gar nicht beachtet. Das von Ansermet ohnehin exzellent für französisches Repertoire trainierte OSR trifft hier auf Argentas spanische Idiomatik und Leidenschaftlichkeit.
Philidor (15.07.2021, 11:30):
Eine tour de force. Doch eine überwiegend erfreuliche, wie ich meine. Zumindest sehr hörenswert. Dass man Mahler anders spielen kann - geschenkt. Ja. Man kann ihn aber auch langweiliger spielen.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Chicago Symphony Orchestra
Sir Georg Solti



Wenn ich richtig informiert bin, dann war das Soltis erste Aufnahme mit dem CSO, der sogleich die Sechste Mahler folgte.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (15.07.2021, 16:13):
Valentin Silvestrov -
- Silent Songs (1974-1977), 24 Lieder in 4 Teilen
Sergey Yakovenko (Bariton), Ilya Scheps (Klavier)
- Four Songs after Osip Mandelstam
Sergey Yakovenko (Bariton), Valentin Silvestrov (Klavier)

Valentin Silvestrov - Bagatellen und Serenaden
Valentin Silvestrov (Klavier), Alexej Lubimov (Klavier)
Münchener Kammerorchester, Christoph Poppen
Leonardo (15.07.2021, 16:20):
Klemperer dirigiert Chopin. Hat man auch nicht alle Tage...

Frederic Chopin:

Klavierkonzert Nr. 1 e-moll op. 11

Claudio Arrau, Klavier

RSO Köln,

Otto Klemperer, Ltg.

(ICA/WDR, 25.10.54, Funkhaus, Saal 1, Köln)
Maurice inaktiv (15.07.2021, 16:59):
Nun Bekanntes mit einem mir unbekannten Orchester aus Frankreich, mti einem mir bekannten Dirigenten aus England.



Gustav Mahler : Sinfonie Nr.5 AD: 09./10.10.2014 , Bordeaux/Frankreich

L'Orchestre National Bordeaux Aquitaine , Paul Daniel

Ein vor allem sehr aufwendiges Booklet, mit vielen Bildern, der genauen Besetzungsliste, und vielen weiteren Infos, aber leider alles nur in französischer Sprache, nicht mal mit einer englischen Übersetzung. Auch wurden die Solisten nicht extra erwähnt.

Ob ich die Einspielung wirklich mag? Ich weiß es nicht. Mir kommt es so vor, als wäre "mehr" drin gewesen. Ob es am Orchester, Dirigenten oder einfach nur der Aufnahmetechnik liegt? Keine Ahnung. Gerade die Pianissimo-Stellen hätte ich mir auch so gespielt gewünscht. Doch das ist bekanntlich Ansichtssache.
Philidor (15.07.2021, 18:00):
Malheur auch hier.

Gustav Mahler: Das Lied von der Erde

Anna Larsson, Alt
Stuart Skelton, Tenor
Düsseldorfer Symphoniker
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (15.07.2021, 19:20):
aus "Variations"
Anton Webern - Variationen für Klavier, op. 27
Galina Ustvolskaya - Sonaten Nr. 3 und Nr. 5 für Klavier
Ingrid Karlen (Klavier)
(Da muss ich genauer hinhören, das ist ziemlich interessant / gut (imho)).

Zur Sicherheit, bzw. später wohl noch:
Valentin Silvestrov "Sacred Songs"
Kiev Chamber Choir, Mykola Hobdych
Cetay (inaktiv) (16.07.2021, 00:06):

Joseph Haydn - Baryton Trios (komplett)
Esterházy Ensemble
Michael Brüssing (Baryton), András Bolyki (Violine, Viola), Maria Andrásfalvy-Brüssing (Baryton, Violoncello)
Daraus:
Baryton Trios A-Dur, Hob. XI:8-10 & 12
Baryton Trios D-Dur, Hob. XI:11 & 14
Philidor (16.07.2021, 00:09):
Valentin Silvestrov - Bagatellen und Serenaden
Valentin Silvestrov (Klavier), Alexej Lubimov (Klavier)
Münchener Kammerorchester, Christoph Poppen
Diese CD gehört seit dem ersten Hören zu meinen Top-10-CDs ... und zur musikalischen Hausapotheke.

Great stuff.

Viele Grüße
Philidor

:hello
tapeesa (16.07.2021, 05:58):
@Leonardo - du hörst viel Schostakowitsch?Habe nach den "4 Liedern nach Osip Mandelstam" von Silvestrov, kurz zu Ossip und Nadeschda Mandelstam und auch Anna Achmátowa gelesen. Mit dieser Zeit in Russland habe ich mich bisher nicht tiefer beschäftigt. Von Schostakowitsch intensiver nur Einiges von seiner Filmmusik gehört und das fand ich, von den Abgründen und dem Konflikt zwischen Anpassung unter Lebensgefahr und Freiheit im Sein und Komponieren, schwer erträglich.
(Ich hoffe, so kann man das formulieren.)
Würde wohl wirklich gerne mehr in die Richtung schauen.
Auch zu Chopin evtl.
____

aus "French Piano Rarities"

Claude Debussy - Étude retrouvée (1915)
Olivier Messiaen - Morceau de lecture à vue (1934)
Pierre Boulez
- Prélude, Toccata et Scherzo (1944)
- 12 Notations (1945)
- Une page d'éphéméride (2005)
Maurice Ravel - Menuett in cis-Moll (1904)

Ralph van Raat (Klavier)
Philidor (16.07.2021, 10:01):
Hier wieder Haydn am Morgen.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 30 C-Dur ("Halleluja"
Sinfonie Nr. 31 D-Dur ("mit dem Hornsignal")
Sinfonie Nr. 32 C-Dur
Sinfonie Nr. 33 C-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (16.07.2021, 10:08):


Karl Goldmark : Symphonic Poems, Vol.1

Bamberger Symphoniker , Fabrice Bollon

Sehr angenehmes Repertoire für den Morgen. Vor allem mal was Anderes.
Philidor (16.07.2021, 10:37):
Hier weiter mit titanischen Tastentaten.Täterä.

Sergej Prokofiev: Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll op. 16

Alexander Toradze, Klavier
Orchester des Marinskij-Theaters
Valeri Gergiev



Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (16.07.2021, 10:44):


Robert Schumann : Aus der GA der Sinfonien die CD1 : Sinfonien Nr.1 & 4

Odense SO, Simon Gaudenz

Für mich eine der packenensten GA überhaupt. Das konnte man sicher nicht unebdingt erwarten durch die eher wenig bekannten Ausführenden.

Kern-Repertoire neu eingespielt muss nicht sinnlos oder schlecht sein, sondern kann durchaus sehr beglückende Momente erhalten, bzw. sich als neuer Meilenstein erweisen. Letzten Endes entscheidet jeder selbst, ob er/sie sich was Aktuelles kaufen möchte, oder weiterhin auf dem Stand stehen bleiben will, den er/sie gerade hat.
Leonardo (16.07.2021, 11:37):
@Leonardo - du hörst viel Schostakowitsch?
Habe nach den "4 Liedern nach Osip Mandelstam" von Silvestrov, kurz zu Ossip und Nadeschda Mandelstam und auch Anna Achmátowa gelesen. Mit dieser Zeit in Russland habe ich mich bisher nicht tiefer beschäftigt. Von Schostakowitsch intensiver nur Einiges von seiner Filmmusik gehört und das fand ich, von den Abgründen und dem Konflikt zwischen Anpassung unter Lebensgefahr und Freiheit im Sein und Komponieren, schwer erträglich.
(Ich hoffe, so kann man das formulieren.)
Würde wohl wirklich gerne mehr in die Richtung schauen.
Auch zu Chopin evtl.
Danke für Deine Rückmeldung.
Also, Silvestrov kenne ich vor allem als Sinfoniker. Vor einiger Zeit hatte ich hier mal seine sechste Sinfonie gepostet (RSO Stuttgart, Boreyko, ECM). Das ist ein komplexes und immenses Werk von einstündiger Dauer, das mich zutiefst gepackt und begeistert hat. Mittlerweile hat er auch eine siebte Sinfonie komponiert (gibt es auf Naxos). Er lebt ja noch, vielleicht kommt da noch etwas. Die von Dir geposteten CDs kenne ich (noch) nicht.

Zu Shostakovich habe ich mittlerweile ein sehr tiefes und inniges Verhältnis. 15 Sinfonien, 15 Streichquartette, Filmmusiken, Klavierwerke, Kammermusik, Opern, Konzerte - er war extrem produktiv, und das alles auf einem unglaublich hohen Niveau. Es stimmt zwar, das seine Musik oft schwer erträglich ist, er hat sich eben oft mit Krieg und Verzweiflung auseinandergesetzt und das besonders in die Sinfonien und Streichquartette hineinkomponiert. Aber er ist immer faszinierend, involvierend, mitreissend. Lass Dich darauf ein (für den Einstieg empfehle ich immer die zehnte Sinfonie).
Aber es gibt eben auch den anderen Shostakovich: die beiden herrlichen Klavierkonzerte, die Jazzsuiten, die sehr farbigen Filmmusiken.
Er hat einen so umfassenden Kosmos hinterlassen, schier unerschöpflich in seinem inneren Reichtum. Ich kenne keinen anderen Komponisten, der so war wie er.

Gruß,

Leonardo
Philidor (16.07.2021, 12:00):
Nach dem gerüttelt Maß Altbier hatte ich Lust auf ein Kölsch.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Gürzenich-Orchester Köln
Markus Stenz



Ein sehr starker Einstieg in diesen Zyklus, den Stenz und die Kölner da vor zwölf Jahren hingelegt haben imho. Klar, unter den geschätzt 150 Aufnahmen des Werkes wird man vier, fünf oder auch sechs finden, die noch besser sind, Barbirolli fand ich neulich bärenstark, Bernstein/Wiener ist mir begeisternd in Erinnerung, Barshai müsste ich mal wieder hören, aber diese hier ist mMn, wenn keine der allerbesten, dann doch nur knapp dahinter.

Für Stenz habe ich ohnehin seit seiner Aufnahme der Alpensinfonie ein Faible.

Die Aufnahmetechnik ist hoch zu loben und unterstützt die (auch) auf Klarheit angelegte Wiedergabe aufs Beste.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (16.07.2021, 15:35):
Lieber Leonardo,

erstmal vielen Dank für deine Antwort.

Aber er ist immer faszinierend, involvierend, mitreissend.

Die 8. Sinfonie habe ich bereits öfters gehört und auch die 13. - neben den paar Filmmusiken -
Habe vorhin in einiges mehr noch hinein gehört, aber ich denke, es bleibt erstmal beim Gehörten. Die 8. mag ich gerne.

Glinka und auch Weinberg berühren mehr in mir.
Vielleicht passt auch besser im Literarischen bei Anna Achmátowa weiter zu schauen.

Gruß, tapeesa
Philidor (16.07.2021, 15:46):
Im Selbstversuch.

Richard Strauss: Don Juan op. 20
Sergej Prokofiev: Klavierkonzert Nr. 3 C-Dur op. 26
* * *
Claude Debussy: La mer

Strauss:
Wiener Philharmoniker
Christoph von Dohnányi

Prokofiev:
Alexander Toradze, Klavier
Orchester des Marinskij-Theaters
Valeri Gergiev

Debussy:
Lucerne Festival Orchestra
Claudio Abbado



Nun ja, das Publikum bekommt durchaus etwas geboten. Doch der Pianist bzw. die Pianistin könnte sich beschweren, dass das Orchester ihm/ihr mit dem "Don Juan" die Schau stiehlt. Ich fand den vor dem Klavierkonzert auch etwas zu lang. Vieleicht eher "Geysir" von Jon Leifs oder "Pacific 231" von Honegger, die sind auch effektvoll zum Auftakt, machen sich aber nicht so breit.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (16.07.2021, 19:14):
Wow!

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9 D-Dur

Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Oha ... imho eine der stärksten Aufnahme in diesem Set, vielleicht gar die stärkste ... wäre sie einen Tick weniger diesseitig im Kopfsatz, würde ich sie gerne mit Walter (1961), Klemperer, Abbado und einigen anderen üblichen Verdächtigen im Vergleich hören wollen ...

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (16.07.2021, 20:34):
Ivan Fischer und das BFO habe ich vor einigen Jahren mit Mahlers Zweiter live gehört. Das war schlichtweg überwältigend. Kein Vergleich zur eher matten Studioeinspielung.

Diese Studio-Neunte hingegen finde ich fantastisch. Hier gehen Klang und Interpretation eine perfekte Partnerschaft ein.

Gruß,

Leonardo
Philidor (16.07.2021, 21:33):
Diese Studio-Neunte hingegen finde ich fantastisch. Hier gehen Klang und Interpretation eine perfekte Partnerschaft ein.
:beer
Amonasro (16.07.2021, 22:36):
Aus dieser Box:




Giacomo Puccini/Giuseppe Adami/Renato Simoni: Turandot

Turandot - Birgit Nilsson
Calaf - Franco Corelli
Liù - Renata Scotto
Altoum - Angelo Mercuriali
Timur - Bonaldo Giaiotti
Ping - Guido Mazzini
Pang - Franco Ricciardi
Pong - Piero De Palma
Mandarino - Giuseppe Morresi
Principe di Persia - Piero De Palma

Coro e Orchestra del Teatro dell'Opera di Roma, Francesco Molinari-Pradelli

Die Nilsson/Corelli-Live-Mitschnitte sind natürlich nochmal eine Klasse für sich, dafür singt Nilsson in der Studio-Aufnahme "Del primo pianto" im 3. Akt, das sie live offenbar immer ausgelassen hat.

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (16.07.2021, 23:57):

Joseph Haydn - Baryton Trios (komplett)
Esterházy Ensemble
Michael Brüssing (Baryton), András Bolyki (Violine, Viola), Maria Andrásfalvy-Brüssing (Baryton, Violoncello)
Heute hieraus:
Baryton Trios A-Dur, Hob. XI:15, 16, 19 & 21
Baryton Trios D-Dur, Hob. XI:17, 20 & 24
Maurice inaktiv (17.07.2021, 00:16):


Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt , Cond.: Nikos Athinäas , Jürgen Bruns & Christoph Campestrini

CD-Nr.2 der Doppel-CD mit Werken von :

Karol Rathaus : Ouvertüre für großes Orchester, op.22
Vladinir Vogel : Zwei Edtüden für Orchester

Egon Wellesz : Vorfrühling, op.12
Alfredo Casella : Concerto Romano Solist: Martin Schmeding (Orgel)

Diese positiv zu bewertende Doppel-CD vereint viele eher nur selten gespielte oder aufgenommene Komponisten mit weitgehend unbekannten Werken, entstanden zwischen 1904 und 1930. Auf CD1 sind noch Franz Schreker und Eugene Goosens vertreten.
Philidor (17.07.2021, 08:31):
Hier wieder Haydn am Morgen.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 34 d-Moll
Sinfonie Nr. 35 B-Dur
Sinfonie Nr. 36 Es-Dur
Sinfonie Nr. 37 C-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (17.07.2021, 09:21):
Einiges aus:
"900 Years, 1098 - 1998, Hildegard von Bingen"
Sequentia (Ensemble für Musik des Mittelalters, gegründet von Barbara Thornton (Gesang) und Benjamin Bagby (Gesang, Harfe, Leier))
Maurice inaktiv (17.07.2021, 10:19):


Joseph Haydn : Sinfonien Nr. 93, 96 und 97 : Heidelberger Sinfoniker , Thomas Fey

Für mich einer der besten Dirigenten der Musik Joseph Haydns.
Philidor (17.07.2021, 10:38):
Bekommt der Pianist hier nur das halbe Honorar?

Sergej Prokofiev: Konzert für Klavier linke Hand und Orchester B-Dur op. 53 ("Klavierkonzert Nr, 4")

Alexander Toradze, Klavier
Orchester des Marinskij-Theaters
Valeri Gergiev



Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (17.07.2021, 11:21):


Arnold Schönberg : Verklärte Nacht, op.4 & Pelleas et Melisande, op.5

Berliner PO, Herbert von Karajan

Für mich eine der besten CDs, die je eingespielt wurden. Sicher nicht nur von Karajan selbst, sondern in der Musikwelt überhaupt. Gerade die "Verklärte Nacht" haben weder Boulez noch Sinopoli oder Chailly übertroffen.
Philidor (17.07.2021, 12:15):
Hier wieder Mahler 5.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Bamberger Symphoniker
Jonathan Nott



Mann, was geht da in der Durchführung des Kopfsatzes die Post ab ... geradezu apokalyptisch ... als wolle Nott diejenigen Lügen strafen, die behaupten, der zweite Satz sei die eigentliche Durchführung des ersten ...

Leider ging es für meine Ohren nicht ganz so energiegeladen weiter. Dennoch eine sehr gute Aufnahme des Werkes, wie ich meine.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.07.2021, 12:47):
Hier noch ein wenig Suche nach dem effektvollem Saisonauftakt, der nicht allzusehr in Konkurrenz zu Prokofjews KK 3 tritt ...

Jon Leifs: Geysir op. 51

Iceland Symphony Orchestra
Osmo Vänskä

Arthur Honegger: Pacific 231

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Charles Dutoit



Na, da würde ich doch den Honegger nehmen ...

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (17.07.2021, 13:26):
Hier ohne Konkurrenzdenken, auch habe ich nicht mitgespielt dabei:



Antonin Dvorak : Sinfonien Nr.8 & 9 : Staatskapelle Berlin , Otmar Suitner AD: 1977 & 1978

Das Cover der GA der Dvorak-Sinfonien gibt es in unterschiedlichen Aufmachungen. Original auf "Edel" veröffentlicht, hier nun die Lizenz-Fassung von Brilliant Classics. Die Aufnahmen sind identisch. Meiner Meinung nach hat Suitner hier sehr gute Arbeit mit seiner Staatskapelle abgeliefert.

EIgentlich gehört Dvorak auch auf meinen Spielplan, aber man kann nicht alles bekommen.
Philidor (17.07.2021, 14:43):
Selbstversuch Nr. 2.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Die Hebriden op. 26
Robert Schumann: Konzertstück für vier Hörner und Orchester F-Dur op. 86
* * *
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 ("Eroica")

Roger Montgomery, Gavin Edwards, Susan Dent, Robert Maskell, Horn
London Symphony Orchestra (Mendelssohn)
Orchestre Révolutionnaire et Romantique (Schumann, Beethoven)
John Eliot Gardiner






Keine Einwände. ;) Die "erste Halbzeit" ist mit nur etwa 28 Minuten Musik vielleicht etwas kurz - na ja, mit Applaus, Ein- und Auszug der Solisten nebst Dirigent sind es dann wohl 35+ Minuten und vielleicht gibt es ja noch eine Zugabe für Hornquartett ... und die Eroica entschädigt freilich mit Länge und Gewicht.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.07.2021, 18:15):
Letztvollendetes.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9 D-Dur

Düsseldorfer Symphoniker
Ádám Fischer



Dieser Punkt geht zweifelsfrei an Bruder Iván.

Sehr respektabel, was die Altbierstädter da aufs Medium bannten. - Wenn es zu jeder Sinfonie schon gefühlt 150 Aufnahmen aus ca. 80 Jahren Aufnahmegeschichte gibt, ist es halt schwierig, den Unique Selling Point aufzuzeigen.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.07.2021, 08:06):
Hier Bachs Choralkantate zum 7. Sonntag nach Trinitatis - Leipzig, 23. Juli 1724.

Johann Sebastian Bach: "Was willst du dich betrüben" BWV 107

Yukari Nonoshita, Makoto Sakurada, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (18.07.2021, 10:52):
Gustav Mahler:

Sinfonie Nr. 4 G-Dur

Elly Ameling, Sopran

Pittsburgh Symphony Orchestra,

André Previn, Ltg.

(EMI, 1979)
Philidor (18.07.2021, 11:05):
Hier wieder Haydn am Morgen.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 38 C-Dur ("Echo")
Sinfonie Nr. 39 g-Moll

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.07.2021, 12:49):
Die "Mahler 5 of the day" kam heute aus Berlin. Rattles Antrittskonzert bei den Berlinern ... fast 19 Jahre her ...

Gustav Mahler: Sinfonie Nr.5 cis-Moll

Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle
September 2002



Eine weitere sehr gute, sehr hörenswerte imho, aber keine für meinen Olymp ... was hat doch die Hütte bei Barbirolli gebrannt ... ich werde mal in Berlin weiterhören ... HvK, Haitink, Abbado ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.07.2021, 19:51):
Finale.

Ludwig van Beethoven

Streichquartett F-Dur op. 59 Nr. 1
Streichquartett e-Moll op. 59 Nr. 2
Streichquartett C-Dur op. 59 Nr. 3

Belcea Quartet



Es ist mir immer eine besondere Freude, diese Trias zu hören, quasi die Eroica der Streichquartette. So sehr ich zahllose Details der Wiedergabe genossen habe, so sehr habe ich doch den "großen Bogen" vermisst ... na ja, vielleicht nächstes Jahr wieder, mit den Artemisianern, den Ébènes oder altbewährten Takács/ABQ, mal schauen ...

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (18.07.2021, 21:41):
Hier Sowjetisches:

Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 3 in Es-Dur "Der 1. Mai"

London Philharmonic Choir

London Philharmonic Orchestra, Bernard Haitink

Grüße

Jan :hello
tapeesa (19.07.2021, 07:31):
Sofia Gubaidulina - Canticle of the Sun
1. The Lyre of Orpheus
Gidon Kremer (Violine) / Kremerata Baltica
2. Der Sonnengesang (Text: Franz von Assisi)
- The Sun and the Moon, - Air, Water, Fire and Earth, - Glorification of Life, - Glorification of Death
Nicolas Altstaedt (Violoncello), Andrei Pushkarev (Schlagwerk), Rihards Zaļupe (Schlagwerk), Rostislav Krimer (Celesta)
Riga Chamber Choir "Kamēr...", Māris Sirmais
Philidor (19.07.2021, 07:43):
Hier wieder Haydn am Morgen. Heute mit zwei Sinfonien außerhalb des durchnummerierten Kanons.

Joseph Haydn

Sinfonie "A" B-Dur
Sinfonie "B" B-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (19.07.2021, 10:27):
Serge Prokofiev - Sonaten für Violine und Klavier Nr. 1 f-Moll, op.80 & Nr. 2 D-Dur, op. 94 a
Shlomo Mintz (Violine), Yefim Bronfman (Klavier)
Maurice inaktiv (19.07.2021, 10:51):


Leevi Madetoja : Sinfonie Nr.2, Kullervo,op.15, Elegy,op.4/1

Helsinki PO, John Storgards
Philidor (19.07.2021, 17:31):
Das letzte und vielleicht eigensinnigste Klavierkonzert dieses Komponisten.

Sergej Prokofiev: Klavierkonzert Nr. 5 G-Dur op. 55

Alexander Toradze, Klavier
Orchester des Marinskij-Theaters
Valeri Gergiev



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (19.07.2021, 23:17):
Schwüle Spätromantik:



Riccardo Zandonai/Tito Ricordi: Francesca da Rimini

Francesca - Christina Vasileva
Paolo il bello - Martin Mühle
Gianciotto - Juan Orozco
Malatestino - Adriano Graziani
Garsenda - Kim-Lillian Strebel
Biancofiore - Bénédicte Tauran
Adonella - Sally Wilson
Altichiara - Marija Jokovic
Samaritana/Smaragdi - Victória Mester
Torrigiano/Ostasio - Levente Molnár
Ser Toldo - Aaron Judisch
Giullare - Alejandro Lárraga Schleske
Balestriere/Prigioniero - Se Hun Jin

Freiburger Kammerchor, Opern- und Extrachor des Theater Freiburg, Vokalensemble der Hochschule für Musik Freiburg
Philharmonisches Orchester Freiburg, Fabrice Bollon

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (20.07.2021, 06:25):

Joseph Haydn - Baryton Trios (komplett)
Esterházy Ensemble
Michael Brüssing (Baryton), András Bolyki (Violine, Viola), Maria Andrásfalvy-Brüssing (Baryton, Violoncello)
Heute hieraus:Baryton Trios A-Dur, Hob. XI:15, 16, 19 & 21
Baryton Trios D-Dur, Hob. XI:17, 20 & 24
Mittlerweile bin ich bei Nr. 31 angelangt. Keine besonderen Vorkommnisse, ausser dass mit Nr. 26 erstmalig G-Dur gesichtet wurde. Auch die Form bleibt stur im Schema. Mit Ausnahme des viersaetzigen ersten sind alle Trios dreisaetzig mit der vorherrschenden Folge langsam/schnell/Menuett, wobei die ersten beiden oder die letzten beiden gelegentlich ausgetauscht werden. Von der Abwechslung und Originalitaet der Sinfonien sind wir weit entfernt. Klanglich ist das allererste Sahne. Der obertonreiche Sound der Instrumente fuellt den Raum bis unter die Decke. Sehr einnehmend. Sonst ist das nicht viel anders als eine Death Metal Platte aus den fruhen 90ern zu hoeren. Man kann die Lieder kaum voneinander unterscheiden, aber es blitzen immer wieder mal sporadisch Hakenlinien auf, die zum Weiterhoreren animieren...

Nach einem Fuenftel der Wegstrecke ist nun erst mal Rast angesagt. Ich verspreche, dass ich wenn es weitergeht das Cover nicht noch 17 mal posten werde... :P
Vielleicht nochmal bei dem Grossereigniss, wenn im Nr. 90er-Bereich auf einer CD ein h-Moll und ein siebensaetziges Trio versammelt sind. Bis dahin ist es aber noch ein Weilchen hin.
Philidor (20.07.2021, 07:48):
Hier wieder Haydn am Morgen.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 40 F-Dur
Sinfonie Nr. 41 C-Dur
Sinfonie Nr. 42 D-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (20.07.2021, 10:08):
Richard Wagner - Der Ring des Nibelungen - Das Rheingold

Wotan - Falk Struckmann
Donner - Jan Buchwald
Froh - Ladislav Elgr
Loge - Peter Galliard
Alberich - Wolfgang Koch
Mime - Jürgen Sacher
Fasolt - Tigran Martirossian
Fafner - Alexander Tsymbalyuk
Fricka - Katja Pieweck
Freia - Hellen Kwon
Erda - Deborah Humble
Woglinde - Ha Young Lee
Wellgunde - Gabriele Rossmanith
Floßhilde - Ann-Beth Solvang

Philharmoniker Hamburg, Simone Young
Live-Mitschnitt aus der Hamburgischen Staatsoper, 16. März 2008

Eine andere Lesart, die unterschiedliche Reaktionen auslöst. Weg vom "Heldischen", Dramatischen, mehr beziehungsorientiert, verflechtend vielleicht. Subtiler.
palestrina (20.07.2021, 10:52):
Richard Wagner - Der Ring des Nibelungen - Das Rheingold
Den Ring finde ich eher durchwachsenen, für meine Ohren ist der Schwachpunkt der Aufnahmen Falk Struckmanns Wotan/Wanderer.
Um beim Rheingold zu bleiben, eine Aufnahme bei der nur der Alberich überzeugt, bei den anderen Teilen sieht es etwas besser aus! :D

LG Fiesco
Amonasro (20.07.2021, 12:54):


Hans Pfitzner:

Das dunkle Reich op. 38
Der Blumen Rache
Fons Salutifer op. 48

Yvonne Wiedstruck (Sopran)
Yvi Jänicke (Alt)
Yaron Windmüller (Bariton)
Sigurd Bruns (Orgel)
Rundfunkchor Berlin
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Rolf Reuter

Gruß Amonasro
Philidor (20.07.2021, 18:28):
Eine perfekte Wiedergabe der Noten.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan



"Das Wesentliche steht nicht in den Noten" (Gustav Mahler)

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (20.07.2021, 18:47):
Eine perfekte Wiedergabe der Noten.
Ja, aber das wars dann auch schon, nicht wahr?
Leonardo (20.07.2021, 19:29):
Hintergründig:

Gustav Mahler:

Sinfonie Nr. 9 D-Dur

Oslo Philharmonic Orchestra,

Mariss Jansons, Ltg.

(Simax, 12/2000, live, Oslo, Konzerthalle)



Mit einer derartigen Schärfe hat Jansons dieses Werk später nicht mehr dirigiert. Superber Liveklang.
Philidor (20.07.2021, 19:39):
Ja, aber das wars dann auch schon, nicht wahr?
Mahler hat dazu alles gesagt - ich habe nichts hinzuzufügen ... ;)

Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (21.07.2021, 03:36):
Ja, aber das wars dann auch schon, nicht wahr?
Mahler hat dazu alles gesagt - ich habe nichts hinzuzufügen ... ;)
Sagte er "das Wesentliche/Wichtigste" oder "das Beste". Letzterem begegne ich weit haeufiger. Vielleicht stimmen auch beide Zitate?
Wie auch immer, das Wesentliche steht nicht in diesem Zitat, naemlich wie es gemeint ist. Daraus abzuleiten, eine perfekte Wiedergabe der Noten (samt Dynamik- und Spielanweisungen, etc.) sei zu wenig, ist moeglich aber nicht zwingend. Mahler hat nicht gesagt: "das Wesentliche/Wichtigste/Beste steht nicht in den Noten, deshalb muss der Interpret sich Gedanken machen, was dahinter steht und seine gewonnenen Erkenntnisse einflechten und dem Publikum vermittlen". Er hat auch nicht gesagt: "das Wesentliche/Wichtigste/Beste steht nicht in den Noten, deshalb muss der Interpret die Noten perfekt wiedergeben, so dass das, was dahinter steht, unverstellt beim Publikum ankommt und erkannt werden kann." Fuer mich ist die eine wie die andere Auslegung plausiblel.
Oder gibt es zu dem Zitat einen Kontext, aus dem klarer wird, was gemeint ist?

Hier laeuft:


Johann Sebastian Bach - Violinkonzerte Nr. 1 a-Moll & Nr. 2 E-Bur, BWV 1041-1042
Josuah Bell, ASMF
tapeesa (21.07.2021, 08:37):
Hector Berlioz - Messe solennelle H20
Adriana Gonzalez (Sopran), Julien Behr (Tenor), Andreas Wolf (Bass)
Le Concert Spirituel, Hervé Niquet
Philidor (21.07.2021, 08:45):
Sagte er "das Wesentliche/Wichtigste" oder "das Beste". Letzterem begegne ich weit haeufiger. Vielleicht stimmen auch beide Zitate?
Oh ... muss ich recherchieren. Eine "Suche auf Schnelle" ergab nur, dass mehrere Fassungen des Aphorismus überliefert werden und dass niemand eine genaue Quelle angeben kann ....
Wie auch immer, das Wesentliche steht nicht in diesem Zitat, naemlich wie es gemeint ist.
Ja. Eine flapsig hingeworfene Bemerkung genügt nicht immer den Standards einer wissenschaftlichen Veröffentlichung. Ich antworte noch dazu, denn grundsätzlich finde ich das Thema spannend, aber nicht jetzt. Urlaub ist vorbei ... :( ... danke für die Anregung!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.07.2021, 08:46):
Sturm und Drang vom Feinsten.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 43 Es-Dur ("Merkur")
Sinfonie Nr. 44 e-Moll ("Trauersinfonie")
Sinfonie Nr. 45 fis-Moll ("Abschiedssinfonie")

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (21.07.2021, 09:25):

Den Ring finde ich eher durchwachsenen,

Hätte mich auch gewundert, wenn die unterschiedlichen Reaktionen, die in den Rezensionen sichtbar werden, sich hier nicht widerspiegeln würden.
Deine Meinung sei dir unbenommen und sicher kann man an den einzelnen Gesangsleistungen eine Menge kritisieren.
Für mich ist es, wie geschrieben, eine andere Lesart, konkreter: eine Lesart, die sich jenseits von Einzelgesangsleistungen bewegt.
Ich vermute, wir betrachten das mit unterschiedlichem Fokus.

:hello
Cetay (inaktiv) (21.07.2021, 09:47):
Ich antworte noch dazu, denn grundsätzlich finde ich das Thema spannend, aber nicht jetzt. Urlaub ist vorbei ... :( ... danke für die Anregung!
Gruß
Philidor

:hello
Oh weh! Ja, das Gefuehl kenne ich noch. Nach 2-3 Wochen Urlaub habe ich mich am ersten Tag im Buero immer gefragt, was ich da eigentlich soll...
Da habe ich es jetzt 'besser'. Zusammenhaengenden Urlaub gibt es hier nur, wenn alle Urlaub machen, also in den beiden National Holiday weeks. Die dauern, wie der Name schon sagt, maximal 7 (Wochen-, nicht Arbeits-) Tage (von denen i.d.R zwei an Wochenenden wieder eingearbeitet werden). Das reicht nicht zum entwoehnen. :thumbup:

Hier Hochspannenendes:


Joel Bons - Nomaden (A richely varied mosaic in 38 movements for cello and large intercultural ensemble)
Jean-Guihen Queyras, Atlas Ensemble, Ed Spanjaard
tapeesa (21.07.2021, 10:27):
Joel Bons - Nomaden
Joël Bons / Nomaden, nachgeschaut: habe ich am 31. Mai 2019 gehört.
und das hier:
"Das Flirrende, Gleißende der Wüste, wurde sehr gut transportiert. Das Ende, kein explosives Sprungbrett-Erleben, wie bei Villa-Lobos gehört, sondern - fragenden Charakters eher, würde ich sagen."
dazu geschrieben.

Ist eine wunderbare Aufnahme.

Falls in China machbar: kennst du die CD-Besprechung?
http://www.klassik-heute.com/4daction/www_medien_einzeln?id=22845
Leonardo (21.07.2021, 11:32):
Heitor Villa-Lobos:

Konzert für Gitarre und kleines Orchester

Sexteto Mistico

Harmonikakonzert

Quinteto Instrumental

Barrueco, Stanek,
Sao Paulo SO,
Guerrero, Ltg.

(Naxos, 2017/18)
Cetay (inaktiv) (21.07.2021, 12:42):
Joel Bons - Nomaden
Joël Bons / Nomaden, nachgeschaut: habe ich am 31. Mai 2019 gehört.und das hier:
"Das Flirrende, Gleißende der Wüste, wurde sehr gut transportiert. Das Ende, kein explosives Sprungbrett-Erleben, wie bei Villa-Lobos gehört, sondern - fragenden Charakters eher, würde ich sagen."
dazu geschrieben.

Ist eine wunderbare Aufnahme.

Falls in China machbar: kennst du die CD-Besprechung?
http://www.klassik-heute.com/4daction/www_medien_einzeln?id=22845
________

Ich bekomme heute überwiegend eine 502 Proxy Error Meldung, wenn ich das Forum aufrufe - Microsoft erklärt mir, dass ich vermutlich nicht das passende Zertifikat habe :I
Der Link funktioniert. Danke dafuer, auch wenn ich beim Lesen des Rezensenten-Namens ein kleines saeuerliches Aufstossen nicht unterdruecken konnte. Der Herr hat sich nachhaltig disqualifiziert als er in einer einzigen Rezension (zum Beethoven-Zyklus mit Zinman) die Worte "Parodie", "Slapstik" und "Muell" benutzt hat. Auch auesserstes Missfallen kann man angemessener ausdruecken. Andererseits ist das ueber 20 Jahre her, also Schwamm drueber.

Beim Namen Ed Spanjaard, der die Nomaden dirigiert, klingete es bei mir donnerlaut. Eine einstige Lieblings-CD, die ewig nicht mehr gehoert wurde, muss jetzt sofort aufs Programm.
(Klaviertrios muessen warten. Ich finde das Lustsklaven-Dasein halt doch beglueckender. :D )


Mauricio Kagel - Kantrimusik (Pastorale fuer Stimmen und Instrumente)
Nieuw Ensemble - Ed Spanjaard
tapeesa (21.07.2021, 17:10):
Douce amie - Chansons de Trouvères
Lieder & Tänze aus der Zeit der Troubadoure und Spielleute.
- Musik von Moniot d'Arras, Blanche de Castille, Gautier d'Epinal, Gace Brulé, Chastelain de Couci, Thibaut de Champagne, Richard Cœur de Lion und nach Arnautz Daniel und Lambert Ferri
- Cantiga de Santa Maria
- & einiges anonymer Herkunft
Ensemble Millenarium
Philidor (21.07.2021, 17:15):
Selbstversuch, die nächste.
Konzert 3 – November

Ralph Vaughan-Williams: Fantasy on a Theme by Thomas Tallis
Giya Kantscheli – „Vom Winde beweint“. Liturgie für Viola und Orchester
* * *
Paul Hindemith: Sinfonie „Mathis der Maler“

RVW:
City of Birmingham Symphony Orchestra
Mirga Gražinytė-Tyla

Kantsch:
Kim Kashkashian, Viola
Orchester der Beethovenhalle Bonn
Dennis Russell Davies

Hindemith:
São Paulo Symphony Orchestra
John Neschling



Hmmm ... also, mir hat es gut gefallen ... der Kantsch könnte nach dem RVW ziemlich depressiv rüberkommen, ich höre nochmal in Bartóks drittes Klavierkonzert rein, das könnte in diesem Kontext auch gut passen.

Grüß
Philidor

:hello
Philidor (21.07.2021, 17:45):
Besser is' das ...

Béla Bartók: Klavierkonzert Nr. 3

Jean-Efflam Bavouzet
BBC Philharmonic
Gianandrea Noseda



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.07.2021, 19:45):
Nun wieder Mahler.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Berliner Philharmoniker
Bernard Haitink



Wirklich nicht schlecht (Adagietto in 13:55 ... 8o <3 ) ... aber die Amsterdamer Aufnahme Haitinks fand ich geschlossener, einheitlicher, und in den entscheidenden Stellen im ersten und zweiten Satz auch zupackender, was mir mehr zusagte.

Wäre auch ein schöner Thread: Welche zweite Aufnahmen welchen Werks gelangen welchem Dirigenten besser als die erste? ;)

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (21.07.2021, 23:31):
Claude Debussy:

Images I
Images II

Seong-Jin Cho, Klavier

(DG, 6/2017, Berlin, Siemensvilla)
Cetay (inaktiv) (22.07.2021, 04:46):

Strawinsky / Schönberg - Violinkonzerte
Michael Erxleben, Berliner SO
Igor Stravinsky, Violinkonzert in D
+ Michael Schønwandt
Arnold Schönberg, Violinkonzert op. 36
+ Claus Peter Flor
tapeesa (22.07.2021, 07:24):
@Philidor - wenn du Kancheli lässt und danach das Hauptthema vom Weißen Hai (John Williams) ins Programm nimmst, würde ich mir das anschauen ^^ Hindemith ist super, den Übergang vom Weißen Hai dahin, fände ich interessant.
_______

Musique de chambre avec saxophone

Heitor Villa-Lobos - Sexteto Místico
Paul Hindemith - Sonate
Joaquin Nin - Le Chant du Veilleur (Wächterlied)
André Jolivet - Fantaisie-Impromptu
Henri Tomasi - Printemps
Jacques Charpentier - Gavambodi 2
Charles Koechlin - Épitaphe de Jean Harlow, op. 164
Conrad Beck - Nocturne

Jean-Marie Londeix (Alt-(Saxophon))
Henriette Puig-Roget (Klavier, Celesta), Lily Laskine (Harfe), Danielle Millet (Mezzosopran), Pierre Urban, u. a. Solisten
Quintette à vent de Paris
Philidor (22.07.2021, 08:02):
@Philidor - wenn du Kancheli gelassen und danach das Hauptthema vom Weißen Hai (John Williams) ins Programm genommen hättest, würde ich kommen
Hey! Es ist ein November-Programm! ;) Kein Halloween-Programm ... aber danke für Deine Rückmeldung!

... im Abo-Konzert finde ich den Kancheli schwierig. Ok, vielleicht gerade deshalb, aber dann mit anderer Einbettung ... vielleicht "Der Sturm" von Tschaikowksy davor und nach der Pause dann Schumanns Rheinische oder so ... oder die Pastorale. Das wäre dann: Sturm, Wind, Gewitter und Dank danach. Aber auch hier: Eher im September/Oktober als im November.

Viele Grüße
Philidor

:hello
tapeesa (22.07.2021, 08:28):
Hey! Es ist ein November-Programm! Kein Halloween-Programm ...
Na, Halloween ist der Abend vorm / die Nacht zum 1. November. Erntedank ist ja Anfang Oktober und ein Abschluss einer anderen Phase.

Viel Spaß noch beim Planen!

:hello
Philidor (22.07.2021, 09:19):
Na, Halloween ist der Abend vorm / die Nacht zum 1. November.Ja, aber die, in dieser Nacht verkleidet herumlaufen, sind eventuell nicht dieselben, die dann am Tag des 1. November auf den Friedhöfen sind ...

... ein Halloween-Konzert wäre aber auch spannend. Ich denke an Ligetis "Lux aeterna", an die "Danse macabre" von Saint-Saens, ... Fluorescences von Penderecki, das ist überhaupt der Komponist zum Thema, z. B. auch Anaklasis.

Hier wieder Sturm und Drang. Ist das gut ...

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 46 B-Dur
Sinfonie Nr. 47 G-Dur
Sinfonie Nr. 48 C-Dur ("Maria Theresia")

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (22.07.2021, 16:56):
Claude Debussy:

Jeux

La plus que lente

San Francisco Symphony,

Michael Tilson Thomas, Ltg.

(sfsmedia, 2013, live)
Amonasro (22.07.2021, 23:40):


Modest Mussorgsky: Bilder einer Austellung

Lazar Berman (Klavier)

Gruß Amonasro
Philidor (23.07.2021, 08:22):
Haydn am Morgen.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 49 f-Moll ("La Passione")
Sinfonie Nr. 50 C-Dur
Sinfonie Nr. 51 B-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (23.07.2021, 10:38):
Lieber Philidor, ich halte mich mit weiteren Gedanken und Erklärungen zum weißen Hai-Vorschlag besser zurück. Ufere momentan leider zu sehr aus und verzettele mich.
Penderecki könnte ich mir in dem Rahmen auch gut vorstellen - aber: dein Programm!
tapeesa
_____

John Dowland - Third Booke of Songs
Schwerpunkt: 8. Flow not so fast ye fountains, 12. By a fountain where I lay
Anthony Rooley (Laute)
Emma Kirkby (Sopran), John York-Skinner (Countertenor), Martyn Hill (Tenor), David Thomas (Bass)
The Consort of Musicke, Anthony Rooley
Philidor (23.07.2021, 15:28):
Lieber Philidor, ich halte mich mit weiteren Gedanken und Erklärungen zum weißen Hai-Vorschlag besser zurück. Ufere momentan leider zu sehr aus und verzettele mich.
Schade eigentlich! 8)

Hier weiter Selbstversuch:
Konzert 4 – Januar

Jean Sibelius – Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105
Kalevi Aho – Konzert für Posaune und Orchester
* * *
Vagn Holmboe – Sinfonie Nr. 8 („Sinfonia boreale“)

Sibelius
(welcher Principal bei dieser Aufnahme trombonierte, sagt das Beiheft leider nicht ... das LSO hat zwei "Principals" bei den "Trombones")
London Symphony Orchestra
Sir Colin Davis

Aho
Jörgen van Rijen, Posaune
Antwerp Symphony Orchestra
Martyn Brabbins

Holmboe
Aarhus Symphony Orchestra
Owain Arwel Hughes



Keine Einwände gegen dieses Programm!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (23.07.2021, 17:38):
Hier nochmal Mahler 5 aus Bärlin.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Berliner Philharmoniker
Claudio Abbado



Bei den Berliner Mahler-Aufnahmen Abbados habe ich bisweilen den Eindruck, alles sei wie durch einen Schleier gespielt. Also nicht klangtechnisch, sondern mir fehlt etwas Zupackendes, Beißendes, Kratzendes, Widerborstiges, wie es bei Mahler stellenweise da ist. Jedenfalls in anderen Aufnahmen.

So auch hier. Auch, wenn ich Adagietto (Tempo und Ausdruck) und Finale (schön transparent) sehr gut gelungen fand.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (24.07.2021, 07:14):
Richard Wagner - Das Rheingold

Wotan - Heinz Rehfuss
Donner - Fridolin Mosbacher
Froh - Albert Kunz
Loge - Julius Pölzer
Alberich - Alois Pernerstorfer
Mime - Julius Brombacher
Fasolt - Manfred Jungwirth
Fafner - Siegfried Tappolet
Fricka - Inge Borkh
Freia - Gerty Wiessner
Erda - Waltraut Demmer
Woglinde - Frieda Blatter
Wellgunde - Helga Kosta
Floßhilde - Waltraut Demmer

Berner Stadtorchester, Otto Ackermann
Bern 1951
Cetay (inaktiv) (24.07.2021, 07:47):

Carl August Nielsen, Violinkonzert op. 33, FS61
Liya Petrova, Odense SO, Kristiina Poska

Das machte heute morgen maechtig Eindruck und wird jetzt hellwach nachgehoert.
Philidor (24.07.2021, 09:11):
Es ist freilich keine objektive Realität, aber ich bilde mir ein, die Tonsprache würde verbindlicher ...

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 52 c-Moll
Sinfonie Nr. 53 D-Dur ("L'Impériale")
Sinfonie Nr. 54 G-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.07.2021, 10:25):
Hier gab es wieder Brahms.

Johannes Brahms: Klaviersonate Nr. 3 f-Moll op. 5

Gerhard Oppitz, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.07.2021, 13:29):
Lange Zeit nicht gehört - schade eigentlich! Tolle Musik!

Arcangelo Corelli: Violinsonaten op. 5

Andrew Manze, Violine
Richard Egarr. Cembalo



Great stuff.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (24.07.2021, 14:37):
Hans Rott (1858-84):

Hamlet-Ouvertüre
Suite E-Dur
Vorspiel zu "Julius Cäsar"
Orchestervorspiel E-Dur
Suite B-Dur
Pastorales Vorspiel F-Dur

Gürzenich-Orchester Köln,

Christopher Ward, Ltg.

(Capriccio, 1/2020)
Philidor (24.07.2021, 15:17):
Oh ja, der Rott, da wollte ich doch nochmal ...

... hier Schumann. Auch viel zu lange vernachlässigt.

Robert Schumann

Violinsonate Nr. 1 a-Moll op. 105
Violinsonate Nr. 3 a-Moll WoO 2
Violinsonate Nr. 2 d-Moll op. 121



Wahnsinnsmusik.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (24.07.2021, 18:20):
Jaja, der Rott, der ist halt auch schon verrottet...

Robert Fuchs:

Serenaden Nr. 3, 4, 5

Kölner Kammerorchester,

Christian Ludwig, Ltg.

(Naxos, 2009/10)
Philidor (24.07.2021, 18:23):
Nun wieder eine Fünfte.

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Wiener Philharmoniker
Pierre Boulez




Mein Strömer bot die Aufnahme unter dem Cover der Focus-Edition an.

Mahler und Boulez - ich kannte in dieser Kombination bisher die Dritte, die Sechste, die Achte und die Neunte. Vor allem bei der Dritten fand ich das ziemlich steril - so ähnlich wie Wörter ohne Sinn. Ganz so negativ würde ich das hier nicht sehen, aber tendenziell ist das die Richtung Karajans - alle Noten perfekt gespielt. Nur mit wesentlich höherer Transparenz als beim Meister von Anif. Klanglich echt eine Nummer, aber sonst ...?

Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (25.07.2021, 03:37):
Hier gibt es Farben, Farben, Farben!


Concertos for Orchestra
Cincinnati SO, Louis Langree
Zhou Tian - Concerto for Orchestra
Thierry Escaich - Psalmos, sinfonia concertante pour orchestra
Sebatian Currier - FLEX
tapeesa (25.07.2021, 07:17):
Johann Sebastian BachBWV 136 - Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz
Sytse Buwalda (Alto), Nico van der Meel (Tenor), Bas Ramselaar (Bass)
Netherlands Bach Collegium, Holland Boys Choir, Pieter Jan Leusink

BWV 45 - Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist
Alex Potter (Alto), Thomas Hobbs (Tenor); Peter Kooij (Bass)
Collegium Vocale Gent, Philippe Herreweghe
_______

Heute Abend die Live-Übertragung vom "Fliegenden Holländer" aus Bayreuth.
Daland: Georg Zeppenfeld, Senta: Asmik Grigorian, Erik: Erik Cutler, Mary: Marina Prudenskaya,
Der Steuermann: Attilio Glaser, Der Holländer: John Lundgren
Leitung: Oksana Lyniv
Philidor (25.07.2021, 10:08):
Na, was schon ...

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 55 Es-Dur ("Der Schulmeister")
Sinfonie Nr. 56 C-Dur
Sinfonie Nr. 57 D-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (25.07.2021, 11:51):
Rachmaninov: Klaviersonate Nr. 2

Villa-Lobos: Rudepoema

Chopin: Klaviersonate Nr. 2

Schulz-Evler: Arabesquen über "An der schönen blauen Donau"

Marc-André Hamelin, Klavier

(Port Royal, 1994)
Philidor (25.07.2021, 12:06):
Sonntags immer noch Bachkantaten.
:beer Was der Kerl seinerzeit Sonntag für Sonntag rausgehauen hat ... Heute ist der 8. Sonntag nach Trinitatis. Hier die Choralkantate zum Tage.

Johann Sebastian Bach: "Wo Gott der Herr nicht bei uns hält" BWV 178

Matthew White, Makoto Sakurada, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (25.07.2021, 16:13):
Froonzösisches. Mit russischen Wurzeln.

Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung
(orch. Maurice Ravel)

Maurice Ravel: La Valse

Les Siècles
François-Xavier Roth



Aus meiner nichtssagenden Sicht ist das unter dem Aspekt der Produktion von Aufnahmen einer der interessantesten Dirigenten dieser Zeit. (Paavo Jätvi wäre naklar noch zu nennen.) Angenehm, dass der Hype nicht ganz so groß ist.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (25.07.2021, 18:55):
Nun macht Roth sogar Werbung für Logisitik-Unternehmen (nach eigener Aussage) ...

Étienne Nicolas Méhul: Ouvertüre "Les Amazones, ou La Fondation de Thèbes"

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 ("Eroica")

Les Siècles
François-Xavier Roth



Vielleicht nicht ganz mit der Ausnahmequalität wie beim Sacre oder den Bildern einer Ausstellung ...

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (25.07.2021, 21:30):


Leonardo Vinci/Francesco Briani: Gismondo, re di Polonia

Gismondo - Max Emanuel Cenčić
Otone - Yuriy Mynenko
Cunegonda - Sophie Junker
Primislao - Aleksandra Kubas-Kruk
Ernesto - Jake Arditti
Giuditta - Dilyara Idrisova
Ermano - Nicholas Tamagna

{oh!} Orkiestra Historyczna, Martyna Pastuszka
Marcin Świątkiewicz (Maestro al cembalo)

Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (25.07.2021, 23:02):


Gustav Mahler : Sinfonie Nr.7 AD: 1984

Chicago SO , Claudio Abbado

Nach langer Zeit mal wieder die Siebte von Mahler unter Claudio Abbado. Der Eine mag Abbados Mahler, der Andere nicht. Jedem das Seine, es gibt ja eine Menge Einspielungen von dem Werk.
Leonardo (25.07.2021, 23:57):
Volkmar Andreae (1879-1962):

Streichquartett Nr. 1 op. 9

The Locrian Ensemble of London

(Guild, 7/2008, London)
Cetay (inaktiv) (26.07.2021, 00:18):

Elliott Carter - Concerto for Orchestra
London Sinfonietta, Oliver Knussen

Ein Geniestreich sondergleichen. Das steht fuer mich in einer Reihe mit Bartok und Lutoslawski.
Cetay (inaktiv) (26.07.2021, 05:27):

Severi Pyysalo - Concerto for Orchestra
Turku PO, Jani Telaranta
Maurice inaktiv (26.07.2021, 07:05):


Trumpet Concertos - en route to romanticism AD: 2006

Sinfonietta Schaffhausen , Paul K. Haug - Solist : Claude Rippas (Trompete)

Hier werden vier Werke für Trompete und Orchester vorgestellt : Zwei Klassiker des Repertoires (J.Haydn-Trompetenkonzert und das Hummel-Trompetenkonzert) und zwei eher selten gespielte Werke kombiniert (Otto Nicolais Trompetenkonzert und Oscar Böhmes Trompetenkonzert). Solist ist der Schweizer Trompeter Claude Rippas. Er spielte u.a. im Musikkollegium Winterthur, dem SO des BR, den Münchner Philharmonikern und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Von 1972 bis 2009 war er auch als Dozent und zum Schluss auch als Professor an der Musikhochschule Zürich tätig.
tapeesa (26.07.2021, 08:33):
Thomas Tallis - The Complete Works - Volume 8
Lamentations and Contrafacta
- Lamentations of Jeremiah, parts 1 & 2,
O sacred and holy banquet, Sing and Glorify (40 voices), u. a.
Chapelle du Roi, Alistair Dixon
Amonasro (26.07.2021, 16:25):


Ruggero Leoncavallo/Enrico Cavacchioli/Guglielmo Emanuel: Zingari

Fleana - Denia Mazzola Gavazzeni
Radu - Giuseppe Veneziano
Tamar - Armando Likaj
Il Vecchio - Giorgio Valerio

Coro Ab Harmoniae
Orchestra Filarmonica Italiana, Daniele Agiman

Gruß Amonasro
Leonardo (26.07.2021, 16:59):
Von der CD in Beitrag 2230:

Volkmar Andreae:

Streichquartett Nr. 2 op. 33

The Locrian Ensemble of London

(Guild, 2008)

Die Musik des Komponisten und Dirigenten Andreae ist schon erstaunlich. Irgendwie zwischen den Stilen angesiedelt und nicht wirklich kategorisierbar. Spätromantisch, ja, aber zukunftszugewandt. Auf jeden Fall sehr gekonnt, interessant, spannend, gut anhörbar. Die Sinfonien folgen demnächst bei mir. Das Label Guild hat hier wirklich echte Pionierarbeit geleistet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Volkmar_Andreae
Philidor (26.07.2021, 18:35):
Weiter mit dem Selbsttest.
Konzert 5 – März

George Gershwin: Concerto in F
* * *
Leonard Bernstein: Sinfonische Tänze aus „West Side Story“
John Williams: Star-Wars-Suite
Gershwin
André Previn, Klavier und Leitung
Pittsburgh Symphony Orchestra

Bernstein
Los Angeles Philharmonic Orchestra
Leonard Bernstein

Williams
Los Angeles Philharmonic Orchestra
Zubin Mehta



Keine Einwände!

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (26.07.2021, 18:50):
Anders Hillborg:

- King Tide (1999), - Exquisite corpse (2002), - Dreaming river (1998)
&
Eleven Gates
1. Drifting into D major 2. Suddenly in the room with chattering mirrors 3. D major still life
4. Confused dialogues with woodpecker
5. Suddenly in the room with floating mirrors 6. Into the great wide open 7. Meadow of sadsongs 8. Toypianos on the surface of the sea 9. String quartet spiralling to the seafloor 10. Seafloor meditation (Whispering mirrors at the seafloor) 11. Waves, pulse and elastic seabirds

Royal Stockholm Philharmonic Orchestra,
Sakari Oramo (King Tide) + Alan Gilbert (Exquisite Corpse) + Esa-Pekka Salonen (Dreaming River + Eleven Gates)
Maurice inaktiv (26.07.2021, 20:46):
Die Musik des Komponisten und Dirigenten Andreae ist schon erstaunlich. Irgendwie zwischen den Stilen angesiedelt und nicht wirklich kategorisierbar. Spätromantisch, ja, aber zukunftszugewandt. Auf jeden Fall sehr gekonnt, interessant, spannend, gut anhörbar. Die Sinfonien folgen demnächst bei mir. Das Label Guild hat hier wirklich echte Pionierarbeit geleistet.
Da bin ich sogar mal bei Dir. Ich habe aus der Serie die Sinfonien Nr.1 und Nr.2 vorliegen, dazu noch einige Werke mit dabei. Da muss ich auch mal weder reinhören.
Leonardo (27.07.2021, 00:58):
Da bin ich sogar mal bei Dir. Ich habe aus der Serie die Sinfonien Nr.1 und Nr.2 vorliegen, dazu noch einige Werke mit dabei. Da muss ich auch mal weder reinhören.
Das freut mich wirklich sehr zu hören. Ich bin sehr froh, diesen Komponisten entdeckt zu haben. Er hat eine sehr eigene und unabhängige kompositorische Stimme.

Volkmar Andreae:

Sinfonie C-Dur op. 31 (1919)

Bournemouth Symphony Orchestra,

Marc Andreae, Ltg.

(Guild, 6/2011)
Cetay (inaktiv) (27.07.2021, 02:26):
Schaun mer mal:


Volkmar Andrea - Streichquartette 1 & 2 / Quartett für Flöte und Streichtrio
The Locrian Ensemble of London
Streichquartett Nr. 2 E-Dur, op. 33
Quartett (Divertimento) für Flöte, Violine, Viola & Violoncello op. 43
Streichquartett Nr. 1 B-Dur, op. 9
Cetay (inaktiv) (27.07.2021, 05:40):
Was fuer ein Plot. Ihr Opernkonsumenten seid ganz schoen hart drauf. :D Da brauche ich mich mit meiner Vorliebe fuer Todesmetal nicht zu verstecken.

Grob: Ein vefeindedes Koenigs-Zwillingsbruederpaar will die Fehde beenden und verheiratet deswegen die 50 Toechter des einen mit den 50 Soehnen des anderen. Weil der eine dem anderen misstraut und nicht glaubt, dass das Versoehnungsangebot aufrichtig ist, nimmt er seinen Toechtern den Schwur ab, ihre Ehemaenner in der Hochzeitsnacht umzubringen. Eine weigert sich, wird verflucht und muss sich entscheiden. Als es soweit ist, flieht sie von den Feierlichkeiten. Ihr Mann will folgen wir aber zurueckgehalten. Sie kehrt zurueck, bittet den Vater um Gnade - vergeblich. Sie versucht den Mann zur Flucht zu bewegen, der versteht das als Betrug. Sie schweigt aus Furcht. Als das Schlachtfest in den Gemaechern beginnt, kommt der Oberwaechter, um ihn zu warnen und flieht mit ihm. Der Vater legt die Tochter in Ketten und macht sich auf die Jagd. Aber die beiden haben inzwischen ihre Truppen mobilisiert und greifen den Palast an. Bevor der Vater die abtruennige Tochter toeten kann, erwischt es ihn selbst. Die Erde bebt, ein Gewitter zieht auf und setzt den Palast in Brand, bevor er schliesslich von der Erde verschluckt wird. Schluss: Ein Blick in die Hoelle. Der Vater ist an einen Felsen gekettet und wird von einem Geier traktiert, die Toechter werden von Daemonen, Schlangen und Furien bearbeitet. Betteln um Gnade ist vergeblich.

Das hat echt was und die Musik dazu ist stark! :thumbsup:


Antonio Salieri - Les Danaides
Sophie Marin-Degor, Hans Christoph Begemann, Christoph Genz
Kirsten Blaise, Chor und Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele,
Michael Hofstetter

Die Aufnahme mit Les Talents Lyrics und Christophe Rousset ist klar besser, aber da hat mein Stroemer die Titelliste total durcheinandergeworfen. Bei 44 Tracks ist mir das Ordnen jetzt zu muehsam. Die Musik ist freilich so gut, dass ich in das in einer Mussestunde mal machen werde.
Sfantu (27.07.2021, 06:41):
@Leonardo,
@ Maurice,

ich teile eure Andreae-Begeisterung. Er war der vielleicht interessanteste Schweizer Tonschöpfer der Jahrhundertwende, wenn auch nicht der Tonangebende.
Und ich finde, ein eigener Komponisten-Faden wäre überfällig. Habe das bisher erfolgreich vor mir her geschoben. Es wäre einfach schade, wenn Beiträge und damit der Austausch über Andreae in diesem Hop-on-hop-off-Faden hier versickern.
Also, wenn ihr mögt... ich selbst werde nicht vor übernächstem Wochenend' dazu kommen.

Gruß, Sfantu
Maurice inaktiv (27.07.2021, 08:21):


Georg Ph. Telemann : Bläserkonzerte, Vol.1

La Stagnione Frankfurt (1-13, 18-21) & Camerata Köln (14-17), Michael Schneider

Das ist nicht unbedingt mein Repertoire, aber als JPC Teile davon zu Gunsten der Komplett-Box verramscht hat habe ich dann doch einige CDs davon gekauft.
Maurice inaktiv (27.07.2021, 08:31):
Das freut mich wirklich sehr zu hören. Ich bin sehr froh, diesen Komponisten entdeckt zu haben. Er hat eine sehr eigene und unabhängige kompositorische Stimme.
Ja, das sehe ich auch so.
ich teile eure Andreae-Begeisterung. Er war der vielleicht interessanteste Schweizer Tonschöpfer der Jahrhundertwende, wenn auch nicht der Tonangebende.
Ich finde ihn z.B. weitaus interessanter als etwa Hans Huber oder auch Fritz Brun. Wobei Brun auch teilweise sehr interessante Sinfonien geschrieben hat.


Und ich finde, ein eigener Komponisten-Faden wäre überfällig. Habe das bisher erfolgreich vor mir her geschoben. Es wäre einfach schade, wenn Beiträge und damit der Austausch über Andreae in diesem Hop-on-hop-off-Faden hier versickern.
Also, wenn ihr mögt... ich selbst werde nicht vor übernächstem Wochenend' dazu kommen.
Ich fühle mich dazu nicht berufen. Vielleicht mag das ja Leonardo übernehmen. Es ist eher Zufall, dass ich von Andreae die beiden CDs mal erworben habe. Gefallen hat es mir, aber befähigt dazu genug zu wissen bin ich bestimmt nicht.
Maurice inaktiv (27.07.2021, 09:03):


Volkmar Andreae : Sinfonie in F-Dur, Li-Tai-Pe, op 37 & Concertino für Oboe und Orchester, op. 42

Bournemouth SO, Marc Andreae Solist: John Anderson (Oboe) & Benjamin Hulett (Tenor)

Nach langer Zeit mal wieder diese CD. Danke an Leonardo, der mich an Andreae erinnert hat dadurch.
Cetay (inaktiv) (27.07.2021, 12:08):
Kontrastprogramm:


Antonio Vivaldi - Flötenkonzerte op. 10
Jennifer Stinton, Concertgebouw Kammerorkest, Harry Christophers
Daraus: Nr. 1 F-Dur RV 433 “La Tempesta Di Mare” & Nr.2 g-Moll RV439 “La Notte”
Dazwischen:


Roger Sessions - Sinfonie Nr. 6
ACO, Dennis Russell Davies
palestrina (27.07.2021, 15:13):
Die Aufnahme mit Les Talents Lyrics und Christophe Rousset ist klar besser


....da ist was wahres dran lieber Ceray, besonders vom Gesang her!
Aber auch diese ......
ist sehr schön, war meine erste die ich hörte, damals als Fan von Margaret Marshall und Raul Giménez!

Die mit Caballé!! ist lange nicht so ergiebig !

LG palestrina
Cetay (inaktiv) (28.07.2021, 04:02):
Die Aufnahme mit Les Talents Lyrics und Christophe Rousset ist klar besser

....da ist was wahres dran lieber Ceray, besonders vom Gesang her!
Aber auch diese ......
ist sehr schön, war meine erste die ich hörte, damals als Fan von Margaret Marshall und Raul Giménez!

Die mit Caballé!! ist lange nicht so ergiebig !

LG palestrina
In die EMI Aufnahme habe ich auch reingehoert, aber Gelmettis Orchesterbehandlung ist mir zu old school. Die Ludwigsburger haben durchaus ihre Meriten oder mir faellt es leicht, die lokalpatriotisch schoenzuhoeren - das ist mein Geburtsort.

Hier jetzt Kontrastprogramm II. Gleiche Aufnahmen, andere Cover.


Antonio Vivaldi - Flötenkonzerte op. 10
Jennifer Stinton, Concertgebouw Kammerorkest, Harry Christophers
Daraus: Nr. 3 D-Dur RV 428 “Il Gardellino” & Nr. 4 G-Dur RV435
Dazwischen:


Roger Sessions - Sinfonie Nr. 7
ACO, Dennis Russell Davies
tapeesa (28.07.2021, 07:34):
Lorin Maazel - The Complete Early Recordings

Berlioz, Tschaikowski und Prokofiev mit Lorin Maazel (Berliner Philharmoniker)
sowie:
Igor Strawinsky - Le chant du rossignol (Gesang der Nachtigall), Sinfonische Dichtung
Radio-Symphonie-Orchester Berlin, Lorin Maazel
Maurice inaktiv (28.07.2021, 08:55):


Johannes Brahms : Streichquintett G-Dur, op. 111
Arnold Schönberg : Verklärte Nacht, op. 4

Camerata Academica des Mozarteums Salzburg, Sandor Vegh

Ich kenne keine schlechte Einspielung unter Veghs Leitung. Auch einer der meiner Meinung nach sehr unterschätzten Musiker.
Maurice inaktiv (28.07.2021, 08:58):


Volkmar Andreae : Sinfonie in C-Dur, op. 31, Notturno und Scherzo, op. 30, Musil für Orchester, op. 35, Kleine Suite, op. 27

Bournemouth SO, Marc Andreae

Dias hier meine zweite und letzte CD mit Werken von VA. Aufnahmetechnisch finde ich sie nicht so ganz gelungen. Es kann aber auch meinem Gerät liegen.
tapeesa (28.07.2021, 10:18):
Morton Gould - Jekyll and Hyde Variations + Fall river legend
Nashville Symphony Orchestra, Kenneth Schermerhorn
Maurice inaktiv (28.07.2021, 11:04):


Anton Bruckner : Sinfonie Nr.7 Wiener PO , Carlo Maria Giulini

Bestimmt nicht die "schnellste" Einspielung, dafür aber sehr schön ausmusiziert. Die Wiener zeigen sich unter bestimmten Dirigenten immer wieder von ihrer besten Seite. Eine wirklich hervorragende Interpretation durch CMG. Auf dem Marktplatz bei Amazon bekommt man sie nachgeworfen. Unglaublich !!
Leonardo (28.07.2021, 11:37):
Bruckner & Giulini = Top!

Dieses Werk und Ich treffen nicht oft aufeinander:

Ralph Vaughan Williams:

Symphony No. 1 "A Sea Symphony"

Kenny, Cook,
London Symphony Orchestra and Chorus,
Bryden Thomson, Ltg.

(Chandos, 1989)
Cetay (inaktiv) (28.07.2021, 12:05):
Kontrastprogramm III (letzte Runde):


Antonio Vivaldi - Flötenkonzerte op. 10
Jennifer Stinton, Concertgebouw Kammerorkest, Harry Christophers
Daraus: Nr. 5 F-Dur RV 434 & Nr. 6 G-Dur RV437
Dazwischen:


Roger Sessions - Sinfonie Nr. 9
ACO, Dennis Russell Davies
tapeesa (28.07.2021, 12:24):
Maurice Ravel - L'Enfant et les Sortilèges (Das Kind und der Zauberspuk)
Libretto: Sidonie-Gabrielle Colette

L'Enfant (Das Kind) - Julie Boulianne
Maman (Mama), La Libellule (Die Libelle), L'Ecureuil (Das Eichhörnchen) - Geneviève Després
La Tasse chinoise (Die chinesische Tasse), Un Pâtre (Ein Hirt), La Chatte (Die Katze) - Kirsten Gunlogson
La Théière (Die Teekanne), Le Petit Vieillard (Der kleine alte Mann), La Rainette (Der Baumfrosch) - Philippe Castagner
L'Horloge comtoise (Die Standuhr), Le Chat (Der Kater) - Ian Greenlaw
Le Fauteuil (Der Sessel), Un Arbre (Ein Baum) - Kevin Short
La Princesse (Die Prinzessin), La Chauve-souris (Die Fledermaus) - Agathe Martel
Le Feu (Das Feuer), Le Rossignol (Die Nachtigall) - Cassandre Prévost
La Bergère (Die Hirtin), Une Pastourelle (Eine Pastorelle), La Chouette (Die Eule) - Julie Cox

Nashville Symphony Orchestra, Members of the Nashville Symphony Chorus,
Members of the Chicago Symphony Chorus, Chattanooga Boys Choir
Alastair Willis
Philidor (28.07.2021, 20:05):
Happy Birthday, Maestro Muti!

Ottorino Respighi

Pini di Roma
Fontane Romane
Feste Romane

The Philadelphia Orchestra
Riccardo Muti



Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (29.07.2021, 07:54):


Wolfgang A. Mozart : Cassationen, KV 63 & 99 (63a) & Adagio& Fuge G-Moll , KV 546 AD: 1987

Camerata Salzburg, Sandor Vegh

In den Tag mit der CD aus der sehr schönen 10-CD-Box mit der Kombination Mozart/Vegh. Auch heute noch ist die hier eingespielte Musik einfach nur zum Genießen. Vegh versteht es ausgezeichnet, diese Musik zu interpretieren mit seinem Orchester.
Maurice inaktiv (29.07.2021, 10:01):


William Grant Still : Snfonien Nr.2 % 3, Wood Notes AD: 2011

Fort Smith Symphony , John Jeter

William Grant Still war einer der allerersten schwarzen "Klassik-Komponisten" gewesen, wenn auch mit einem starken Einfluss von Blues und dem Jazz. Trotzdem sind das sehr interessante Werke, die allerdings manchmal nahe dem Hollywood-Filmmusik-Sektor kommen können. Das muss nicht gefallen, kann es aber.
Viele Grüße sendet Maurice
tapeesa (29.07.2021, 10:05):
Erich Wolfgang Korngold - Orchestral Works Vol. 2
daraus:
Klavierkonzert in cis-Moll für die linke Hand, op. 17
Steven de Groote, Klavier
Nordwestdeutsche Philharmonie, Werner Andreas Albert
Leonardo (29.07.2021, 10:30):
Da bin ich mal wieder auf den Geschmack gekommen:

Ralph Vaughan Williams:

Symphony No. 2 "A London Symphony"

London Symphony Orchestra,

Bryden Thomson, Ltg.

(Chandos, 1988)
Maurice inaktiv (29.07.2021, 22:10):


John Knowles Paine : Sinfonie Nr.1 & div. Orchesterwerke

Ulster Orchestra , JoAnn Falletta

PS: Es gibt sogar zwei CDs mit Zubin Mehta am Pult des NYPO mit Paines Sinfonien, CDs mit diversen Klavierwerken von ihm und sogar eine Messe unter der Leitung von Gunther Schuller.
Philidor (30.07.2021, 08:22):
Höchste Zeit, diese Serie fortzusetzen.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 58 F-Dur
Sinfonie Nr. 59 A-Dur ("Feuersinfonie")
Sinfonie Nr. 60 C-Dur ("Il Distratto")

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (30.07.2021, 10:06):
Ich freue mich auch, daß Du wieder hier bist Marcie!

Paul Dukas:

La Péri - Ballett

Polyeucte - Ouvertüre

L'Apprenti sorcier (Der Zauberlehrling)

Tschechische Philharmonie,

Antonio de Almeida, Ltg.

(Supraphon, 1973, Rudolfinum, Prag)
tapeesa (30.07.2021, 17:05):
Tōru Takemitsu

- November Steps, für Biwa, Shakuhachi und Orchester
- Eclipse, für Biwa und Shakuhachi
- A string around autumn, für Viola und Orchester
- Corona, für Pianist(en)

Katsuya Yokoyama (Shakuhachi), Kinshi Tsuruta (Biwa)
Nobuko Imai (Viola), Roger Woodward (Piano)
Saito Kinen Orchestra, Seiji Ozawa
Philidor (30.07.2021, 17:26):
Hier weiter mit diesem Zyklus:

Carl Nielsen

Sinfonie Nr. 3 op. 27 ("Sinfonia espansiva")
Sinfonie Nr. 4 op. 29 ("Det Uudslukkelige")

London Symphony Orchestra
Ole Schmidt



Robert Simpson schrieb in seinem Buch "Carl Nielsen. Symphonist" (2. Aufl. von 1979) zum vierten Satz: "The drums crash in at Fig. 47 ... a turbulent struggle ensues."

Heißt, der Komponist Simpson bezeichnet diesen Abschnitt in der Sinfonie seines älteren Kollegen als Kampf. Ich mag diese Aussage nicht als absolute Wahrheit hinstellen - wer bin ich, dass mir dies zukäme? -, aber bemerkenswert finde ich sie durchaus.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (30.07.2021, 19:20):
Letzte Runde.
Konzert 6 - Mai

Gustav Mahler: Fünf Rückert-Lieder
* * *
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 6 a-Moll
Rückert-Lieder
Anne Sofie von Otter, Mezzosopran
NDR-Sinfonieorchester
John Eliot Gardiner

Sinfonie
London Symphony Orchestra
Mariss Jansons



Keine Einwände gegen das Programm ... ;) ... ich dachte erst an die Kindertotenlieder, aber was zu viel ist, ist zu viel.

Jansons' (aus zwei Aufführungen montierter) Live-Mitschnitt der Sechsten aus dem Jahre 2002 ist bei mir vor einiger Zeit, als ich mehrere Aufnahmen des Werks vergleichend hörte, sehr positiv in Erinnerung geblieben durch Vermeiden aller "zu viel x, zu wenig y" - irgendwie passte alles in meinen Ohren. Das einzige, was mich störte, war, dass das Adagio an zweiter Stelle kommt.

Beim Wiederhören mochte ich gleich wieder diese reinschriftartige Lesart. Einen Hang zur Neutralität kann ich ihr aber auch nicht absprechen ... vielleicht ist mir da eine emotionale Achterbahnfahrt à la Bernstein oder Tennstedt unterm Strich doch lieber ... vielleicht kommt es auch auf die Tagesform an.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (31.07.2021, 09:56):
Spirituoso.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 61 D-Dur
Sinfonie Nr. 62 D-Dur
Sinfonie Nr. 63 C-Dur ("La Roxelane")

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (31.07.2021, 10:43):
Nino Rota:

Filmmusik

- Der Pate
- 8 1/2
- La dolce vita
- Orchesterprobe
- Rocco und seine Brüder
- Der Leopard

Filarmonica della Scala,

Riccardo Muti, Ltg.

(Sony, 6/1997)
tapeesa (31.07.2021, 11:12):
Eugen d'Albert - Die toten Augen
Libretto: Hanns Heinz Ewers, Marc Henry

Eberhard Bendel, Sabine Brohm, Eberhard Büchner, Olaf Bär, Margaret Chalker, Anne Gjevang, Barbara Hoene, Gerald Hupach, Angela Liebold, John Maxham, Lothar Odinius, Norbert Orth, Dagmar Schellenberger, Hartmut Welker, Cornelia Wosnitza

Philharmonischer Chor Dresden
Dresdner Philharmonie, Ralf Weikert
Leonardo (31.07.2021, 12:05):
Schumann, Saint-Saens, Gliere:

Werke für Horn und Orchester

Maskuniitty, RSPO, Oramo, Ltg.

(Ondine, 2016/18)
Philidor (31.07.2021, 13:52):
Irgendwie an das Thema heranrobben ...

Witold Lutosławski: Konzert für Orchester
Béla Bartók: Konzert für Orchester

Cleveland Orchestra
Christoph von Dohnányi



Spannender Auftakt.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (31.07.2021, 13:54):
Das ist etwas, worüber ich bei Simone Young nachgedacht habe.
Bei dem von ihr Gehörten habe ich "das Ganze" stark wahrgenommen. Was aber heißt, dass Elemente, Facetten zusammenfließen oder auch zurücktreten, die einzeln stark herausgestellt oder herausgearbeitet, aber durchaus auch ihren Reiz haben.
Es ist freilich sehr klischeehaft, was ich schreibe, aber bei den wenigen Dirigaten von Simone Young, die ich hörte, schien mir das Wort "ganzheitlich" als gemeinsamer Nenner nicht völlig unangemessen ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (31.07.2021, 15:59):
Das Unzulängliche, hier wird's Ereichnis ...

Helmut Lachenmann: Streichquartett Nr. 1 - Gran Torso (1972)

The JACK Quartet



Auch schon fast ein halbes Jahrhundert alt, diese Gruselfilm-taugliche Musik.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (31.07.2021, 17:04):
Vorfreude.

Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543

Ensemble Resonanz
Riccardo Minasi



Dass die Latte für Manacorda hoch liegt ... Tauben nach Thessaloniki, oder wie das heißt ... aber dass sie so hoch liegt ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.08.2021, 10:04):
Hier wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 64 A-Dur ("Tempora mutantur")
Sinfonie Nr. 65 A-Dur
Sinfonie Nr. 66 B-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (01.08.2021, 10:51):
Johann Sebastian Bach:

BWV 105 - Herr, gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht
Sopran: Barbara Schlick; Alto: Gérard Lesne; Tenor: Howard Crook; Bass: Peter Kooy
Chor & Orchester Collegium Vocale Gent, Philippe Herreweghe

BWV 94 - Was frag ich nach der Welt
Sopran: Marjon Strijk; Alto: Sytse Buwalda; Tenor: Nico van der Meel; Bass: Bas Ramselaar
Holland Boys Choir, Netherlands Bach Collegium, Pieter Jan Leusink

sowie
BWV 168 - Tue Rechnung! Donnerwort / Gardiner
Cetay (inaktiv) (01.08.2021, 13:05):

Erhard Grosskopf - Sprachklang
Dialectics, op. 9 (Version 5 for Tonband, Flöte, Viola & Posaune)
- Eberhard Blum, Claude Lelong, Vinko Golobkar
Prozess der Veränderung, op. 12
Night Tracks, op. 14
Dialectics, op. 9 (Version 5 for Tonband, Flöte, Klarinette & Posaune)
- Eberhard Blum, Hans Deinzer, Vinko Golobkar
Philidor (01.08.2021, 13:33):
Nochmal Minasi-

Wolfgang Amadé Mozart

Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550
Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551

Ensemble Resonanz
Riccardo Minasi



Bei KV 550 steht Minasi zurzeit bei mir ganz oben auf dem Treppchen. Hier ist die Balance zwischen Wut und Melancholie in einer imho sehr anregenden Art in Richtung der Wut verschoben, wie ich das von keiner anderen Aufnahme kenne. - Nix für die Ewigkeit, andere Aspekte des Werkes bleiben ja eher unterbelichtet, aber das hat vor dem Hintergrund der Aufnahmegeschichte schon was ...

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (01.08.2021, 14:31):
Maurice Ravel:

Rapsodie espagnole

Pavane pour une infante défunte

Sergei Rachmaninov:

Die Toteninsel

Chicago Symphony Orchestra,

Fritz Reiner, Ltg.

(Living Stereo, 1956/57)
Toni Bernet (01.08.2021, 15:28):
oder

Egal wann und zu welcher Stunde: immer mal wieder Vivaldi hören, zB. eine dieser Aufnahmen mit Carmignola oder Biondi

des wunderschönen Largos aus dem Concerto in e-moll RV 278


Erstaunlicher Beginn: Vivaldi schreibt lange geheimnisvolle Streicherakkorde, die harmonisch ungewohnte Gänge gehen. Ein Bassrhythmus liegt allem zugrunde, je nach Interpretation fast eine Art Toten-Konduktus. Es folgen Seufzermotive, das Tutti zieht sich zurück und überlässt der Geige den Klagegesang. Es folgt, was Hörende bei Vivaldi immer wieder in Bann zieht: eine Solomelodie über verschwindend leiser Begleitung, inniger als Operngesang, nur die Geige kann so klagen und gleichzeitig zum Weinen schön trösten. Einfach innerlich Mitsingen, und sich der Geige überlassen. Das Orchester beschliesst die Szene, in Ruhe verklingend.



Es gibt auf youtube auch noch eine brillante Aufnahme dieses Konzerts live mit Midori Seiler und dem Bremer Barockorchester!
Philidor (01.08.2021, 17:59):
Hier Bach zum Tage. - UA Leipzig, 6. August 1724.

Johann Sebastian Bach: "Was frag ich nach der Welt" BWV 94

Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Jan Kobow, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.08.2021, 19:59):
Und noch eins.

Zoltán Kodály: Konzert für Orchester

Hungarian State Orchestra
János Ferencsik



Feines Stück! Muss ich öfter hören ...

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (01.08.2021, 22:15):


Dmitri Schostakowitsch: Sinfonien Nr. 9 & 10

WDR Sinfonieorchester, Rudolf Barshai

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (02.08.2021, 01:36):

Anton Bruckner - Sinfonie Nr. 4 E-Dur, WAB 104 "Romantische" (Version 1886, Ed. Novak)
SWR SO Baden Baden und Freiburg, Sylvain Cambreling
tapeesa (02.08.2021, 07:22):
Udo Zimmermann - "Der Schuhu und die fliegende Prinzessin"
DLF-Kultur Ausstrahlung vom 31.07.2021
Andreas Beinhauer (Schuhu), Marie Hänsel (Die fliegende Prinzessin), und viele andere Solisten.
Robert-Schumann-Philharmonie, Diego Martin-Etxebarria

Szenische Aufführung, Musiktheater
Corona-bedingt in die Chemnitzer Spielzeit 2024 / 25 verschoben.

Die (politische) Oper wurde am 30. Dezember 1976 in der Staatsoper Dresden uraufgeführt.

Nach dem gleichnamigen Kunstmärchen von Peter Hacks.
Philidor (02.08.2021, 08:32):
Hier wieder Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 67 F-Dur
Sinfonie Nr. 68 B-Dur
Sinfonie Nr. 69 C-Dur ("Laudon")

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Perlen, Perlen, Perlen, ... alleine die fantastische 67 wäre Grund genug gewesen, sich den ganzen Zyklus zu geben, um sie zu finden ...

Gruß
Philidor

:hello
Cetay (inaktiv) (02.08.2021, 09:33):
Szenische Aufführung, Musiktheater
Corona-bedingt in die Chemnitzer Spielzeit 2024 / 25 verschoben
Na, da macht sich doch so etwas wie vorsichtiger Optimismus breit. :P

alleine die fantastische 67 wäre Grund genug gewesen, sich den ganzen Zyklus zu geben, um sie zu finden ...
So ist es. Um Gold zu finden, muss man im Dreck wuehlen. (Wobei das bei Haydn104 ein unangebrachter Vergleich ist - da ist alles, das ich kenne, zumindest Silber.)

Da steige ich doch gleich mal aufs Trittbrett :D :


Joseph Haydn - Sinfonie F-Dur, Hob. I:67
Ungarisches Kammerorchester, Vilmos Tatrei
Cetay (inaktiv) (02.08.2021, 11:19):

Roger Sessions - Sinfonien 1, 2 & 3
Verschiedene Orchester und Dirigenten

Was fuer ein Fest!
Leonardo (02.08.2021, 14:23):
Vincent d'Indy:

Médée op. 47

Karadec Suite op. 34

Saugefleurie op. 21

Malmö Symphony Orchestra,

Darrell Ang, Ltg.

(Naxos, 8/2017)
Philidor (02.08.2021, 18:00):
Hier nochmal Nr. 67.

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 67 F-Dur

Stuttgarter Kammerorchester
Dennis Russell Davies



Hmmm ... das habe ich bei Ádám Fischer witziger gehört ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.08.2021, 19:49):
Die Begeisterung für Kodály von gestern abend wollte ich noch ein wenig verlängern.

Zoltán Kodály

Psalmus hungaricus
Fölszállott a páva (variációk egy magyar népdalra)

József Simándy, Tenor
Budapest Chorus
Hungarian Radio and Television Children's Chorus
Hungarian State Orchestra
Antal Doráti



Die Melodie des Volkslieds und damit das Thema der Variationen kann man hier finden:
https://hu.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6p%C3%BClj,_p%C3%A1va,_r%C3%B6p%C3%BClj

Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (02.08.2021, 22:30):
Hier heute Abend mein liebstes Quartett von Beethoven:

Ludwig van Beethoven: Streichquartett in G-Dur, op. 18 Nr. 2

Ich muss an dieser Stelle mal ganz offen zugeben, dass mir das ganze Opus 18-Paket besser gefällt als die meisten anderen Quartette. Aber auch die mag ich an sich gern. Die Interpreten lassen wirklich keine Wünsche offen, das ist wirklich Musik auf Weltniveau. Nach dem G-Dur-Quartett bleibe ich heute wahrscheinlich bei kleinerer Besetzung. Mal sehen, was die Sammlung noch so hergibt ;) .

Grüße

Jan :hello
Jan Van Karajan (02.08.2021, 22:47):
Planänderung:

Bela Bartok: Klavierkonzert Nr. 3, SZ 119

Helene Grimaud, Klavier

London Symphony Orchestra, Pierre Boulez

Grüße

Jan :hello
tapeesa (02.08.2021, 23:52):
Dmitri Schostakowitsch - Sinfonie Nr. 14
damaliges Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt, Eliahu Inbal
Aufnahme vom 27. April 1979 aus dem HR Sendesaal
Cetay (inaktiv) (03.08.2021, 00:43):
Gute Inspiration. Der komme ich nach, aber lieber mit dem weniger Schrecklichen, dem die Vergangenheit gehoerte:


Alexander Glazunov - Sinfonie Nr. 6 c-moll, op. 58
Russian State SO, Valeri Polyansky
Cetay (inaktiv) (03.08.2021, 04:02):

Chaikin - Accordion Concerto / Shishakov - Balalaika Concerto / Gordovskaya - Suite for Orchestra of Folk Instruments / Vitolyn - Village Polka
Yuri Kazakov, Mikhail Rozhkov, Moscow Region SO, Russian State RO of Folk Instruments, Veronika Dudarova, Victor Smirnov
tapeesa (03.08.2021, 08:19):
Dmitri Shostakovich - Sinfonie Nr. 1 & 5
London Symphony Orchestra, Gianandrea Noseda
Leonardo (03.08.2021, 11:18):
Die 14. Sinfonie von Shostakovich ist ein sehr schwieriges Stück. Ich habe sie einmal live gehört - das war ein sehr zwiespältiges Erlebnis.
Als Einstieg in die Sinfonien von Shostakovich ist sie absolut ungeeignet. Sie kann abschreckend wirken.

Trotzdem finde ich es sehr gut, daß Du sie hörst, liebe tapeesa.

Ich höre mir jetzt auch eine Vokalsinfonie von Shostakovich an - und zwar eine, die ich sehr gerne höre:

Dmitri Shostakovich:

Sinfonie Nr. 13 b-moll op. 113 "Babi Yar"

Alexey Tikhomirov, Bass

Chicago Symphony Orchestra and Chorus,

Riccardo Muti, Ltg.

(csoresound, 9/2018, live)
Amadé (03.08.2021, 12:30):


Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (03.08.2021, 13:01):

Bela Bartok - Kossuth (Sinfonische Dichtung fuer grosses Orchester) Sz. 21
ORF RSO Wien, Cornelius Meister

Ist es Kalkuel oder realistische Selbsteinschaetzung, das 40 Jahre vor dem Concerto entstandene Fruehwerk auf dem Cover als Hauptsache herauszustellen? Mit dem beruehmten Orchester-Schlachtross kann man bei mehr als hundert Konkurrenzaufnahmen nicht gewinnen, bei Kossuth sieht das anders aus. Hier gewinnt der Meister, weil es ihm gelingt, dieses Schlachtengemaelde ohne plakativen Laerm zu bringen und stattdessen den grossen Bogen unter Spannung herauszuarbeiten. Sauber! Ich glaube, dieser Dirigent koennte sogar eine Sinfonische Dichtung von Lizst geschmackvoll darbieten.
Leonardo (03.08.2021, 14:43):
Carl Maria von Weber: Ouvertüren

Paul Hindemith: Weber-Metamorphosen

Philharmonia Orchestra,

Neeme Järvi, Ltg.

(Chandos, 4/1989)
Jan Van Karajan (03.08.2021, 22:31):
Finde ich auch gut, vielleicht sollte man ihm sich nicht beginnend mit den späten Sinfonien nähern, welche mitunter doch ein wenig abschreckend wirken können.Ich würde vielleicht zu Beginn die 4., 5., 7. Sinfonie vorschlagen, eventuell auch die Klavierkonzerte und Filmmusiken.
Das kann ich auch unterschreiben :) . Meine Empfehlungen wären die Symphonien 1, 3 und 5. Die haben stilistisch eine enorme Bandbreite und fügen sich gut in deine Liste ein, lieber Marcie. Ich selbst möchte mich demnächst vielleicht auch mit den Streichquartetten von Schostakowitsch befassen, weil ich im Moment meine liebe zu dieser Gattung entdecke und hier gerne verschiedene Ansätze erkunden möchte, die abseits von Mozart, Beethoven, Brahms, Debussy oder Dvorak bewegen. Demnächst lasse ich mir wahrscheinlich Schubert bringen, aber auch Schostakowitsch, Bartok oder Berg reizen mich.

Doch jetzt größeres Format:

Gustav Mahler: Symphonie Nr. 4 in G-Dur

Reri Grist, Sopran
New York Philharmonic, Leonard Bernstein
Ganz ehrlich: Meiner (!) Meinung nach ist Bernstein der größte Mahler-Interpret, der je gelebt hat. Es gibt viele andere Dirigenten, bei denen mir Mahler an sich auch gut gefällt (Abbado, Rattle, Haitink, Walter, Klemperer usw.), aber an Bernstein kommen sie alle nicht heran :down . Er war es, der als Thema eines Referats meine Liebe zu Mahler geweckt hat. Auch sein Schumann ist Weltklasse.
Grüße
Jan :hello
tapeesa (03.08.2021, 23:11):
das war ein sehr zwiespältiges Erlebnis.
Deswegen schrieb ich von "dahinter" gehen. Hinter den Zwiespalt.
Für mich war die 14. der Türöffner. Mit den anderen Sinfonien, das fließt nun.
Leonardo (03.08.2021, 23:27):
Das finde ich schon sehr erstaunlich, daß ausgerechnet die 14. Sinfonie für Dich der Türöffner zu Shostakovich ist.
Ich tue mich nach wie vor sehr schwer mit ihr. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Also, für mich war es die Zehnte. Und das ausgerechnet in Karajans Digitalaufnahme... :D - die aber erstaunlich gut ist.

Man kann natürlich auch ganz einfach mit der Ersten anfangen... :)

Gruß,

Leonardo
tapeesa (04.08.2021, 00:00):
Dmitri Shostakovich - Symphonie Nr. 10
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
Cetay (inaktiv) (04.08.2021, 01:28):
Bei Empfehlungen spielen die Hintergruende der Beschenkten eine wichtige Rolle. Nicht wenige Menschen sind bei Shostakovich von den martialischen Klangmassen und dem bisweilen -so empfundenen- laermenden Gestus abgestossen.

Da waere zum Einstieg gerade die letzte Sinfonie die richtige, sowie eventuell noch die erste und dann nicht unbedingt mit einem Interpreten, der da noch oben draufschlaegt, sondern das aus der Ruhe heraus und mit Atem fuer sich selbst sprechen laesst. Voilà - hier kommt meine Top-Empfehlung, die aber nur fuer die im ersten Abschnitt genannte Zielgruppe gilt.


Dmitri Shostakovich - Sinfonien Nr. 1 & 15
Netherlands RPO, Mark Wigglesworth

Ich hoere die 15. tatsaechlich gerade, aber in einer anderen Einspielung mit programmatischer Werkkopplung.


Abgesang (Live, Berliner Philharmonie, 12. Mrz 2017)
Junge Deutsche Philharmonie, Jonathan Nott
Maurice Ravel - Valses nobles et sentimentales
Dmitri Shostakovich - Sinfonie Nr. 15 A-Dur, op. 141
Cetay (inaktiv) (04.08.2021, 08:38):
Euphorie-Spritze am Mittag. Das ist eigentlich auch so'n Uffschtäuer.


Joseph Haydn - Sinfonien D-Dur, G-Dur & c-Moll, Hob. I:93 - 95
RPO, Thomas Beecham
tapeesa (04.08.2021, 13:07):
Dmitri Schostakowitsch
aus CD 1:
The Execution of Stepan Razin op. 119 (1964)
Libretto: Yevgeny Yevtushenko
Alexei Tanovitsky (Bass)

Das Lied von den Wäldern, Oratorium op. 81 (1949)
Text: Yevgeny Dolmatovsky
Alexei Tanovitsky (Bass), Konstantin Andreyev (Tenor)

Narva Boys Choir
Estonian Concert Choir, Estonian National Symphony Orchestra, Paavo Järvi

aus CD 2:
Über unserer Heimat strahlt die Sonne, op. 90
Kantate zum 35. Jahrestag der Oktoberrevolution nach einem Text von Yevgeny Dolmatovsky
Kölner Rundfunk-Sinfonieorchester, WDR Kinderchor
WDR Rundfunkchor Köln, Michail Jurowski
Leonardo (04.08.2021, 13:24):
"Die Hinrichtung des Stepan Razin" ist ein ganz tolles Stück. Leider sehr unbekannt. Wie so vieles von Shostakovich.

Bei mir aktuell:

L. v. Beethoven:

Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15

Boris Giltburg, Klavier

Royal Liverpool PO,

Vasily Petrenko, Ltg.

(Naxos, 5/2019)



Ganz wunderbare Aufnahme. Perfektes Zusammenspiel von Solist und Orchester.
Boris Giltburg ist in erster Linie ein hervorragender Musiker und dann erst Pianist.
Leider ist er nicht so bekannt wie der medial gehypte Igor L.
Leonardo (04.08.2021, 19:15):
Gut, dann bin ich eben heute alleine hier.

Camille Saint-Saens:

Werke für Violine und Orchester

Yang, Schwabe,
Malmö SO,
Soustrot, Ltg.

(Naxos, 2014/16)
Philidor (04.08.2021, 19:23):
Endlich wieder Musik. Im Urlaub war das doch einfacher ...

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 70 D-Dur
Sinfonie Nr. 71 B-Dur
Sinfonie Nr. 72 D-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (04.08.2021, 22:14):
Hier wieder Mahler:

Gustav Mahler: Symphonie Nr. 8 "Symphonie der Tausend"

Erna Spoorenberg, Sopran

Gwyneth Jones, Sopran

Gwyneth Annear, Sopran

Anna Reynolds, Alt

Norma Procter, Alt

John Mitchinson, Tenor

Vladimir Ruzdjak, Bariton

Donald McIntyre, Bass

Leeds Festival Chorus

London Symphony Orchestra Chorus

Orpington Junior Singers

Highgate School Boys Choir

Finchley Childrens Music Group

Hans Vollenweider, Orgel

London Symphony Orchestra, Leonard Bernstein

Grüße

Jan :hello
Amonasro (04.08.2021, 22:39):


Ottorino Respighi:

Concerto gregoriano
Concerto all'antica

Andrea Cappelletti (Violine)
The Philharmonia, Matthias Bamert

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (05.08.2021, 06:01):

Gleichzeit - Eine musikalische Zeitreise (Live @ Tonhalle Dusseldorf, 2008)
Junge Deutsche Philharmonie, Susanna Mälkki
Enno Poppe - Markt
Bernd Alois Zimmermann - Nobody Knows de Trouble I see (Konzert für Trompete und Orchester)
+ Marco Blaauw
Paul Hindemith - Sinfonie 'Mathis der Maler'
tapeesa (05.08.2021, 10:52):
Dmitri Shostakovich - Das neue Babylon
Musik in 8 Teilen zum Stummfilm "Das neue Babylon. Episoden aus der Pariser Kommune 1871" (Uraufführung 1929)
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, James Judd

Die Partitur wurde erst 1975 wiederentdeckt.
Philidor (05.08.2021, 17:11):
Hier weiter Kodály.

Zoltán Kodály

Háry-János-Suite
Tänze aus Galanta

Philharmonia Hungarica
Antal Dorati



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (05.08.2021, 22:34):
Camille Saint-Saens:

Klavierkonzerte Nr. 3 und 5

Louis Lortie, Klavier

BBC Philharmonic,

Edward Gardner, Ltg.

(Chandos, 2019)



Supergut. Hier geht wirklich mal die Post ab. Lortie ist gewitzt und hochvirtuos - unwiderstehlich.

https://www.classicstoday.com/review/lorties-saint-saens-concertos-3-and-egyptian-the-new-reference/?search=1
tapeesa (06.08.2021, 09:50):
aus Ballets Russes:
Dmitri Schostakowitsch - Das goldene Zeitalter, Ballett-Suite op. 22a - 3. Polka
Sergei Prokofjew - Marsch aus L'Amour des trois oranges (Die Liebe zu den drei Orangen)
Peter Iljitsch Tschaikowski - Blumenwalzer aus dem Nussknacker
Orchestre Philharmonique de Radio France, Paavo Järvi

aus:
Dmitri Shostakovich: Complete Works for Piano Duo; sowie Werke von Stravinsky, Prokofiev, Dinicu
- Schostakowitsch - The Golden Age, Ballett Suite op. 22a (Arr. for Piano Duo) / Walzer und Polka
- Igor Strawinski - Konzert für 2 Klaviere (1935)
Aglika Genova (Klavier), Liuben Dimitrov (Klavier)
Leonardo (06.08.2021, 13:15):
Zu lange nicht mehr gehört:

Franz Xaver Scharwenka:

Klavierkonzert Nr. 4 f-moll op. 82

Stephen Hough, Klavier

CBSO, Foster, Ltg.

(Hyperion, 1994)
Leonardo (06.08.2021, 17:14):
Dieses Konzert kann es einem schon antun und Hough/Foster sind sehr mitreißend.

Diese Aufnahme kommt wuchtiger daher:

F. X. Scharwenka:

Klavierkonzert Nr. 4

Alexander Markovich, Klavier

Estonian National SO,

Neeme Järvi, Ltg.

(Chandos, 2013)



Wuchtig und mitreißend! Gefällt mir genausogut.
Irgendwo habe ich gelesen, dieses Konzert wäre auf der Höhe von Brahms Zweitem. Naja, also dafür ist es doch viel zu anders. An Brahms erinnert mich hier gar nichts. Es ist einfach für sich genommen ausgezeichnet und gelungen. Da müssen nicht solche hochgegriffenen Vergleiche her.

Gruß,

L.
Amonasro (06.08.2021, 18:42):


Charles Gounod/Jules Barbier/Michel Carré: Faust

Faust - Franco Corelli
Méphistophélès - Nicolai Ghiaurov
Marguerite - Joan Sutherland
Valentin - Robert Massard
Siebel - Margreta Elkins
Marthe - Monica Sinclair
Wagner - Raymond Myers

Ambrosian Opera Chorus
London Symphony Orchestra, Richard Bonynge

Bei dieser Aufnahme gibt es Licht und Schatten: stellenweise wunderschöner Gesang (insbesondere von Ghiaurov und Sutherland aber auch dem wenig bekannten Robert Massard), sehr unidiomatische Interpretation von Corelli und Sutherland (bei Corelli kommt zusätzlich zur fragwürdigen Aussprache noch sein Lispeln hinzu), ein sehr mitreißendes Schlussterzett und die vollständige Walpurgisnachtsszene ohne das Ballett als Appendix auszulagern.

Gruß Amonasro :hello
tapeesa (07.08.2021, 06:26):
Sergei Rachmaninov - Aleko
Libretto: Vladimir Nemirowitsch-Dantschenko
Bearbeitung des Gedichts "Die Zigeuner" von Alexander Puschkin

Semfira - Maria Guleghina
Aleko - Sergei Leiferkus
Old Gypsy, Semfiras Vater - Anatoli Kotscherga
Young Gypsy - Ilya Levinsky
Old Gypsy Woman - Anne Sofie von Otter

Gothenburg Opera Chorus
Göteborgs Symfoniker, Neeme Järvi
____
Sergei Rachmaninov:
- Concerto Elégiaque für Klavier und Orchester in d-Moll op. 9b (Orch. A. Kogosowski)*
- Variationen über ein Thema von Corelli op. 42 (Orch. C. Dumbraveanu)
- Vocalise op. 34 No. 14 (Orchesterfasssung, arr. S. Rachmaninov)
Alan Kogosowski (Klavier)*
Detroit Symphony Orchestra, Neeme Järvi
Philidor (07.08.2021, 09:39):
Weiter mit Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 73 D-Dur ("La Chasse")
Sinfonie Nr. 74 Es-Dur
Sinfonie Nr. 75 D-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (07.08.2021, 12:06):
Camille Saint-Saens:

Klavierkonzerte Nr. 2 und 4

Francois-Rene Duchable, Klavier

Orchestre Philharmonique de Strasbourg,

Alain Lombard, Ltg.

(Erato, 1981)
Leonardo (07.08.2021, 13:19):
Pablo Sarasate:

Musik für Violine und Orchester 1

T. Yang, Violine
Orquesta Sinfonica de Navarra,
E. M. Izquierdo, Ltg.

(Naxos, 2008)
Philidor (07.08.2021, 13:48):
Hier weiter Kodály.

Zoltán Kodály

Variationen über "EIn Pfau flog auf"
Marosszeker Tänze

Philharmonia Hungarica
Antal Dorati



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (07.08.2021, 16:20):
Die Sarasate-Aufnahmen mit Tianwa Yang sind absolut zu empfehlen. Da stimmt alles!

Nun eher ein Gegenprogramm, wenn man das so sagen kann:

Sergei Rachmaninov:

Klavierkonzert Nr. 2 c-moll op. 18

Boris Giltburg, Klavier

Royal Scottish National Orchestra,

Carlos Miguel Prieto, Ltg.

(Naxos, 2016)
Philidor (07.08.2021, 17:42):
Ich blieb in der Ecke ...

Dohnanyi Ernö

Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll op. 5
Klavierkonzert Nr. 2 h-Moll op. 42

Howard Shelley, Klavier
BBC Philharmonic
Matthias Bamert



Das erste - was für ein kapitaler Brocken, eine knappe dreiviertel Stunde ... das Zweite fand ich eigentlich noch schöner, angefangen beim ersten Thema des Kopfsatzes, wunderbar im Horn ...

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (07.08.2021, 20:44):
Giacomo Puccini - Madama Butterfly (Original 1904 Version)
Libretto: Giuseppe Giacosa, Luigi Illica

Butterfly (Cio-Cio-San): Svetlana Katchour
F. B. Pinkerton, amerikanischer Marineleutnant: Bruce Rankin
Suzuki, Butterflys Dienerin: Fredrika Brillemburg
Sharpless, amerikanischer Konsul in Nagasaki: Heikki Kilpeläinen
Goro, Heiratsvermittler: Uwe Eikötter
Kate Pinkerton, F. B. Pinkertons Frau: Kristen Strejc
Fürst Yamadori: Loren Christopher Lang
Bonze, Cio-Cio-Sans Onkel: Andreas Haller
Yakusidé, Cio-Cio-Sans Onkel: Armin Kolarczyk

Chor des Bremer Theaters
Bremer Philharmoniker, Günter Neuhold
Philidor (07.08.2021, 22:26):
Mitten im Kalten Krieg spielt ein amerikanischer Pianist russische Klavierkonzerte - und wie!

Serge Rachmaninow

Klavierkonzert Nr. 1 fis-Moll Nr. 1
Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18
Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30

Byron Janis. Klavier

Nr. 1
Moskauer Philharmonisches Orchester
Kirill Kondraschin

Nr. 2
Minneapolis Symphony Orchestra
Antal Dorati

Nr. 3
London Symphony Orchestra
Antal Dorati



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (07.08.2021, 23:07):


Georges Bizet/Henri Meilhac/Ludovic Halévy: Carmen

Carmen - Julia Migenes
Don José - Plácido Domingo
Escamillo - Ruggero Raimondi
Micaëla - Faith Esham
Mercédès - Susan Daniel
Frasquita - Lilian Watson
Moralès - François Le Roux
Zuniga - Jean Paul Bogart
Dancaïre - Jean-Philippe Lafont
Remendado - Gérard Garino
Lillas Pastia - Julien Guiomar

Chœur et Maîtrise de Radio France
Orchestre national de France, Lorin Maazel
Verfilmung von Francesco Rosi
1984

Gruß Amonasro
Sfantu (08.08.2021, 00:25):

Xaver Scharwenka

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 h-moll op. 32

Earl Wild,
Boston Symphony Orchestra - Erich Leinsdorf
(LP, RCA, 1970)



Xaver Scharwenka

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-moll op. 56

Michael Ponti,
Symphoniker Hamburg - Richard Kapp
(LP, Candide / Vox, 1971)


Dank Leonardos Impuls höre ich nach einer Ewigkeit endlich mal wieder die prächtigen Scharwenka-Konzerte. Und es ist ein Hochgenuß! Von der Nr. 4 mit Hough habe ich ebenfalls ein Exemplar. Um die Lücke (Nr. 3) zu schließen, überlege ich nun: die Einzel-CD samt Nr. 2 mit Seta Tanyel (Hyperion) oder die Gesamtaufnahme mit Markovich /Järvi (Chandos)?
Wer rät mir zu was?

Härzlichi Grüess,
Sfantu
Philidor (08.08.2021, 10:15):
Haydn am Morgen.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 76 Es-Dur
Sinfonie Nr. 77 B-Dur
Sinfonie Nr. 78 c-Moll

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (08.08.2021, 11:25):
Voll vermessen.

Guillaume de Machaut: Messe de Nostre Dame (ca. 1360-65)
(ergänzt um Teile des Propriums)

Diabolus in musica
Antoine Guerber



Der kehlige, nasal-resonante Ton scheint jetzt in Mode zu sein ...

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (08.08.2021, 11:29):
Johann Sebastian Bach

- BWV 102 - 1. Coro: Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben, Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki
- BWV 101 - Nimm von uns, Herr, du treuer Gott, Collegium Vocale Gent, Philippe Herreweghe
- BWV 46 - Schauet doch und sehet, ob irgend ein Schmerz sei, Amsterdam Baroque Choir & Orchestra, Ton Koopman
______

Dmitri Shostakovich - Katerina Izmailova
Katerina: Eleonora Andreyeva, Boris Timofeyevich: Edward Bulavin, Zinovy Borisovich: Vyacheslav Radziyevsky,
Sergei: Gennady Efimov, u. a.
K. Stanislavsky und V. Nemirovich-Danchenko Music Theatre
The Choir & Orchestra of the State Moscow, Gennady Provatorov
Philidor (08.08.2021, 12:06):
Weiter in Froonkreich.

Nicolas Gombert: Missa à la incoronation à 5 (gedruckt 1542)

Beauty Farm



Ensemble-Namen werden immer verrückter ...

... man versuchte, diese Messe den Krönungsfeierlichkeiten von Karl V. zuzuordnen; wäre dies wahr, so wäre diese Musik schon 1530 oder etwas früher entstanden. Ach ja - ich könnte mal wieder den Don Carlo hören ...

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (08.08.2021, 12:47):
Dank Leonardos Impuls höre ich nach einer Ewigkeit endlich mal wieder die prächtigen Scharwenka-Konzerte. Und es ist ein Hochgenuß! Von der Nr. 4 mit Hough habe ich ebenfalls ein Exemplar. Um die Lücke (Nr. 3) zu schließen, überlege ich nun: die Einzel-CD samt Nr. 2 mit Seta Tanyel (Hyperion) oder die Gesamtaufnahme mit Markovich /Järvi (Chandos)?
Wer rät mir zu was?
Ich rate Dir eindeutig zu Markovich/Järvi als Gesamtaufnahme. Die ist mit Herzblut gespielt und aufgenommen. Und es ist eine Doppel-CD zum Preis einer Hochpreis-CD!
Die Seta Tanyel mit Nr. 2 und 3 steht hier auch noch - muss ich mir mal wieder in Erinnerung rufen.
Es gibt ja auch noch das Erste Konzert mit Marc-André Hamelin bei Hyperion. Ich glaube, die habe ich hier auch irgendwo.

Angeregt von Dir Sfantu höre ich gerade die Earl Wild/Leinsdorf-Aufnahme von Konzert Nr. 1. Und es ist schon erstaunlich, wie anders diese Aufnahme als Markovich/Järvi ist. Vor allem auch klangtechnisch. Insgesamt klingt sie leider dünner und weniger ausgewogen als die Chandos-Aufnahme. Sie stammt halt von 1969. Das Klavier klingt mir zu hart und ungünstig im Verhältnis zum Orchester positioniert. Ein wirklicher Hörgenuss ist das nicht. Wie empfindest Du das?

Gruß,

Leonardo
Philidor (08.08.2021, 13:08):
Und noch eine.

Heinrich Franz Ignaz Biber: Missa Salisburgensis à 53 (1682)

The Amsterdam Baroque Orchestra and Chorus
Ton Koopman



Heavy Metal à la Baroque.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (08.08.2021, 13:39):
Anstelle einer der feinen lutherischen Messen Bachs oder gar der h-Moll-Messe die Choralkantate zum heutigen 10. Sonntag nach Trinitatis. UA Leipzig, 13. August 1724.

Johann Sebastian Bach: "Nimm von uns, Herr, du treuer Gott" BWV 101

Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Concerto Palatino
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (08.08.2021, 14:38):
Dove sono ...? - Weiterer Sprung nach vorne.

Wolfgang Amadé Mozart: Messe C-Dur KV 317 ("Krönungsmesse") (1779)

Sandrine Piau, Sopran
Renata Pokupić, Alt
Benjamin Bruns, Tenor
Andreas Wolf, Bass

accentus
Insula orchestra

Laurence Equilbey



Sehr feine Aufnahme.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (08.08.2021, 15:03):
Siebzehn Jahre nach Mozarts Krönungsmesse ... (hat eigentlich Jacobs die Krönungsmesse aufgenommen? Sorry für den billigen Kalauer, der musste jetzt sein ...)

Joseph Haydn: Missa in tempore belli ("Paukenmesse") (1796)

Joanne Lunn, Sopran
Sara Mingardo, Alt
Topi Lehtipuu, Tenor
Brindley Sherratt, Bass

The Monteverdi Choir
English Baroque Soloists

John Eliot Gardiner



Siehe da ... da künden die Pauken und Trompeten im "Agnus Dei" davon, wie gefährdet der besungene Friede doch stets ist ... hat der Haydn das also dem Beethoven vorgeäfft ...

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (08.08.2021, 17:15):
{...} höre ich gerade die Earl Wild/Leinsdorf-Aufnahme von Konzert Nr. 1. Und es ist schon erstaunlich, wie anders diese Aufnahme als Markovich/Järvi ist. Vor allem auch klangtechnisch. Insgesamt klingt sie leider dünner und weniger ausgewogen als die Chandos-Aufnahme. Sie stammt halt von 1969. Das Klavier klingt mir zu hart und ungünstig im Verhältnis zum Orchester positioniert. Ein wirklicher Hörgenuss ist das nicht. Wie empfindest Du das?
Die Jahreszahl allein sagt, finde ich, noch nicht so viel aus. Gerade 60er-Jahre-Stereo-Einspielungen sind teils aufnahmetechnische Feinkost (Bartóks Konzert für Orchester mit dem LSO und Solti / das Leoncavallo-Mascagni-Einakter-Paar mit Karajan / Prokofievs Aschenbrödel mit Roshdestwjenskij). Hier allerdings muß ich Dir leider zustimmen - das ist nicht auf der Höhe der Zeit. Was meinst Du mit ungünstiger Positionierung des Klaviers gegenüber dem Orchester? Zu weit vorn? Zu weit hinten? Auf meiner Schallplatte klingt es recht natürlich und ausgeglichen, was die Klangbalance angeht. Im Vergleich zur Chandos-Totale muß sie klangltechnisch freilich hintan stehen. Gerade auch bei einem Liebhaber des opulenten Klangs, des breiten Pinselstrichs, wie es Papa Järvi zweifelsohne ist.
Und wie Du schon erwähntest - die Preispolitik spricht für Chandos.

Die Platte hat aber auch einen gewissen Sammlerwert bei mir. Man findet sie nicht leicht. Dann reizte mich definitiv die Paarung Wild-Leinsdorf.
Bin eigentlich ganz zufrieden mit ihr. Auf Markovich-Järvi hast Du mich nun aber ordentlich neugierig gemacht.
Philidor (08.08.2021, 17:22):
Franz Xaver Scharwenka: Klavierkonzert Nr. 4 f-moll op. 82
Dank Leonardos Impuls höre ich nach einer Ewigkeit endlich mal wieder die prächtigen Scharwenka-Konzerte. Und es ist ein Hochgenuß!
Ich rate Dir eindeutig zu Markovich/Järvi als Gesamtaufnahme. Die ist mit Herzblut gespielt und aufgenommen.
Danke Euch beiden für die Anregung! Habe dann mal die ersten beiden Gattungsbeiträge Scharwenkas einströmen lassen:

Franz Xaver Scharwenka

Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 32 (1869-77)
Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 56 (1879-81)

Alexander Markowitsch, Klavier
Estonian National Symphony Orchestra
Neeme Järvi



Hmmm ... ich freue mich auf die deutlich später entstandenen letzten beiden Konzerte. Vor allem das erste hat mich eher an ein paar Anfängerkonzerte für Violine erinnert - die großen Gesten, die Dramatik, am Anfang ist alles da, aber das Versprechen der Exposition wird nicht eingelöst. Ein paar schöne Stellen, das Klavier macht häufig gar fein klingeling, doch es bleiben auch Lücken dazwischen. Das zweite Konzert ist für meine Ohren ein wenig runder. Bin eben doch ein Kohärenz-Fetischist ... es lebe Sibelius!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (08.08.2021, 18:35):
DAS ist Musik ...

Zoltán Kodály: Körusmüsvek (Chorwerke)

Pécsi Nevelök Háza (Kammerchor Pécs)
Tillai Aurel (Aurel Tillai)



Eine feine Zusammenstellung. Darin das herrliche "Esti dál" (Abendlied) und "Adventi ének" (Adventslied; 'Veni. veni Emmanuel') und vor allem auch "Túrót eszik a cigány", Paradestück ungarischer Chöre bei internationalen Chorwettbewerben früherer Zeiten.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (08.08.2021, 18:36):
Die Jahreszahl allein sagt, finde ich, noch nicht so viel aus. Gerade 60er-Jahre-Stereo-Einspielungen sind teils aufnahmetechnische Feinkost
Ja schon, aber diese Aufnahme leider nicht. Sie klingt harsch, kalt, technisch und unangenenhm. Das ist meilenweit entfernt von RCAs Living Stereo-Ära. Ich mag Earl Wild eigentlich schon, aber hier finde ich Ihn eher abstoßend. Und Leinsdorf hackt den Orchesterpart einfach nur runter.
Da bleibe ich lieber bei Markovich und Hamelin.

Ich teste jetzt mal diese Aufnahme in der Hoffnung auf besseren Klang:

Edward MacDowell (1860-1908):

Klavierkonzert Nr. 2 d-moll op. 23

Van Cliburn, Klavier

Chicago Symphony Orchestra,

Walter Hendl, Ltg.

(Living Stereo, 10/1960)
Philidor (08.08.2021, 18:59):
Weiter mit dem Volksliedsammler.

Zoltán Kodály: Variationen über "Ein Pfau flog auf"

London Philharmonic Orchestra
Sir Georg Solti
(Aufnahme 1954)



Solti ... war halt von Anfang an Solti ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (08.08.2021, 19:28):
Eine jüngere Aufnahme des Dirigenten mit den raubkatzenartigen Bewegungen.

Béla Bartók: Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta

Chicago Symphony Orchestra
Sir Georg Solti
(Aufnahme 1989)



Eine Übersicht der Solti-Aufnahmen Bartókscher Orchesterwerke wäre mal spannend ... das geht wohl von den 1950ern bis kurz vor seinem Tod ... da gibt es einige Werke wohl in mehreren Aufnahmen ... und dann im Vergleich mit Klassikern wie Reiner, Fricsay, Ancerl, Dorati, ... 8o

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (08.08.2021, 20:05):
Wahnsinnsding.

Béla Bartók: Konzert für Orchester

London Symphony Orchestra
Sir Georg Solti
(Aufnahme 1965)



Ich höre diese Aufnahme ungläubig und frage mich, was in Chicago noch besser gewesen sein soll ...

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (09.08.2021, 08:10):
aus Russian Songs:
Modest Mussorgsky - Mephistos Lied in Auerbachs Keller
Mikhail Svetlov (Bass), Pavlina Dokovska (Klavier)

aus der King Arthur, 1691, CD:
Henry Purcell - Amphitryon or The Two Sosias Z 572, Text: John Dryden
6. Air 7. Minuet 8. Hornpipe 4. Scotch Tune
Gabrieli Consort & Players, Paul McCreesh
Leonardo (09.08.2021, 11:58):
"Vida Breve"

Werke von Bach/Busoni, Chopin, Liszt, Hough, Gounod

Stephen Hough, Klavier

(Hyperion, 12/2018)



Interpretatorisch wie programmatisch ausgezeichnet.

Gruß,

Leonardo
Leonardo (09.08.2021, 13:28):
Franz Liszt:

Réminiscences de Norma de Bellini - Grande fantaisie S394 (1831)

Marc-André Hamelin, Klavier

(Hyperion, 5/2019)
Philidor (09.08.2021, 17:41):
Hier weiter mit Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 79 F-Dur
Sinfonie Nr. 80 d-Moll
Sinfonie Nr. 81 G-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (09.08.2021, 18:54):
Johann Sebastian Bach - Brandenburgisches Konzert Nr. 4 in G-Dur BWV 1049
Alan Loveday (Violine), David Munrow (Blockflöte), John Turner (Blockflöte), Raymond Leppard (Cembalo), Thurston Dart (Cembalo)
Academy of St. Martin in the Fields, Sir Neville Marriner
Rekonstruktion: Thurston Dart

aus Mr. Bach at Vauxhall Gardens:
Johann Christian Bach - Konzert für Tasteninstrument und Orchester in F-Dur op. 7/2 W C56
Boyd Neel Orchestra, Thurston Dart (Orgel und Dirigat)
Leonardo (09.08.2021, 18:56):
Vielen Dank für den Tipp!
Sehr gerne. Ich hoffe, die Aufnahmen gefallen Dir!

Gruß,

Leonardo
Philidor (09.08.2021, 19:11):
Das wollte ich nun doch nochmal hören.

Béla Bartók: Konzert für Orchester

London Symphony Orchestra
(Aufnahme 1965)

Chicago Symphony Orchestra
(Aufnahme 1981)

Sir Georg Solti



Schlagt mich, aber ich finde die ältere Aufnahme eine Liga besser ... mehr Biss, mehr Atmosphäre ...
Die Jahreszahl allein sagt, finde ich, noch nicht so viel aus. Gerade 60er-Jahre-Stereo-Einspielungen sind teils aufnahmetechnische Feinkost (Bartóks Konzert für Orchester mit dem LSO und Solti
Eben. Richtig guter Klang.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (09.08.2021, 19:56):
Nummer drei.

Franz Xaver Scharwenka: Klavierkonzert Nr. 3 cis-Moll op. 80 (1898-99)

Alexander Markowitsch, Klavier
Estonian National Symphony Orchestra
Neeme Järvi



Uuuääähh ... also, ich tue mich mit dieser Musik schwer. Die Themen kommen mit Oberarmen wie bei einem Bodybuilder aus der Box, gewichtige Gesten, großes Drama, Bedeutung, Schicksal, Leiden, ... aber dann?

Alles irgendwie prätentiös. Große Inszenierung mit wesentlich kleinerem Inhalt.

Sorry für meine unverschämten Worte.

Gruß
Philidor

:hello
Andréjo (09.08.2021, 22:04):
Nummer drei.

Franz Xaver Scharwenka: Klavierkonzert Nr. 3 cis-Moll op. 80 (1898-99)

Alexander Markowitsch, Klavier
Estonian National Symphony Orchestra
Neeme Järvi



Uuuääähh ... also, ich tue mich mit dieser Musik schwer. Die Themen kommen mit Oberarmen wie bei einem Bodybuilder aus der Box, gewichtige Gesten, großes Drama, Bedeutung, Schicksal, Leiden, ... aber dann?

Alles irgendwie prätentiös. Große Inszenierung mit wesentlich kleinerem Inhalt.

Sorry für meine unverschämten Worte.

Gruß
Philidor

:hello
Vermutlich hast Du nicht ganz Unrecht, Philidor. Ich höre die vier Konzerte trotzdem ganz gern. Nicht gerade im dritten, aber in mehreren Kontexten, die ich auswendig auch nicht so genau benennen kann, findet sich rhythmisch sehr Pfiffiges, kleine Pointen, ein gewisses Raffinement der schönen Stellen.

Es sind halt - und da möchte ich gerade das Konzert in cis nennen - Ohrwürmer, einfache oder etwas originellere. Statt geistreicher Verarbeitung haben wir dann fingerbrechende Virtuosität ... der freilich recht austauschbaren Machart.

Scharwenka ist kein Komponist der ersten Garde, aber gerade, was romantische Klavierkonzerte anbelangt, will ich nicht immer das Gleiche hören. Es reicht, dass im Konzertsaal immer das Gleiche gespielt wird auf diesem Sektor, dass viele - nicht alle - Pianistinnen und Pianisten meinen, es ginge gerade am Anfang nicht ohne Tschaikowsky, Grieg, Schumann und Rachmaninoff ... in der hundertfünfzigsten Einspielung auf dem Markt.

:hello Wolfgang
Philidor (09.08.2021, 22:35):
Es reicht, dass im Konzertsaal immer das Gleiche gespielt wird auf diesem Sektor
Liegt es vielleicht auch am Publikum? Oder an den Veranstaltern? In manchen Künstlerinterviews habe ich gelesen, dass sie das kaum bekannte Werk X oder Y sehr gerne mal öffentlich spielen würden, aber dafür kein Engagement bekommen ...
viele - nicht alle - Pianistinnen und Pianisten meinen, es ginge gerade am Anfang nicht ohne Tschaikowsky, Grieg, Schumann und Rachmaninoff ... in der hundertfünfzigsten Einspielung auf dem Markt.
... jungen Künstlern gestehe ich gerne zu, dass sie sich mit Tschaikowsky KK1 und Rach 2 präsentieren wollen, genauso wie ihre Altvorderen.

Doch ich stimme dir zu: Es gibt viel rechts und links von den Hauptwerken. Bei einem mittleren Label gab es eine verdienstvolle Reihe mit "romantischen" Klavierkonzerten ...

... mich hat zuletzt Medtner sehr überzeugt. Das ist von der Qualität her m. E. doch ein gutes Stück dichter an Tschai und Rach als die pathetisch aufgeladene Heldengestik Scharwenkas. Muss ich mal wieder hören.

Auch Vladigerovs Klavierkonzerte fand ich ganz fantastisch. Rimski-Korsakow und Khachaturjan könnte ich mal wieder hören, Milhaud, dazu Korngolds Konzert für linke Hand.

Also, ich habe durchaus ein Herz für die Werke neben dem Mainstream, möchte aber auf Qualität nicht allzusehr verzichten ... es geht doch ...

... aber jetzt hoffe ich erst einmal auf Nr. 4.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (10.08.2021, 11:28):
Johann Sebastian Bach - Chromatic Fantasia and Fugue, Toccatas
Pierre Hantaï (Cembalo)
Leonardo (10.08.2021, 12:04):
Ludwig van Beethoven:

Die Weihe des Hauses op. 124

Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Staatskapelle Dresden,

Jeffrey Tate, Ltg.

(Eterna)
Andréjo (10.08.2021, 12:17):
Bei einem mittleren Label gab es eine verdienstvolle Reihe mit "romantischen" Klavierkonzerten ...
Von Hyperion besitze ich eine ganze Reihe einzelner Nummern, auch wenn sich nicht jede wirklich gelohnt hat - und falls Du die meinst: Die dürfte schon noch weiterlaufen. Es sind jetzt bald hundert Scheiben.

Da ist dann wohl diverse Dutzendware dabei, wo einem kein stilistisches Kriterium als mehr oder minder eigenständig auffällt, wo die Thematik völlig blass bleibt. Scharwenka sticht da noch einmal heraus, meine ich.

Mit den diversen anderen Namen, die Du oben genannt hast, bist Du entweder schon über die Spätromantik hinaus oder hast - etwa mit Korngold und Milhaud - eine völlig unverwechselbare eigene Stimme. Wenn ich einen interessanten Personalstil wahrnehme, tendiere ich auf jeden Fall dazu, gewisse Schwächen in der Struktur zu ignorieren. Denn die hat auch Korngold beispielsweise.

Da bist Du vermutlich strenger!

Das Konzert von Rimsky-Korssakow finde ich besonders gelungen, weil es knapp gehalten ist und blendend in der Melodik.

Milhaud ist eine Hausnummer erster Ordnung. Da könnte ich viel über meine Erfahrungen schreiben.

Einen wirklich ausgeprägten Personalstil hat Scharwenka wohl noch nicht - oder ich höre ihn nicht ... Er genießt ja auch nicht den Namen, den Bekanntheitsgrad der letzten drei, die ich hier und Du zuvor genannt hast, was kein Zufall sein dürfte.

Vladigerov habe ich erst kennengelernt - zwangsläufig, da so gut wie unveröffentlicht - und die Konzerte nicht öfters als einmal gehört, allenfalls ein zweites Mal. Nicht schlecht und nun in der Tat keineswegs ein bekannter Name.

Das Konzert von Khatschaturian liegt äußerlich auf der Rachmaninoff-Linie. Unverwechselbarer Stil, zweifellos ein Renner. Aber das Pathos, welches da beschworen wird, ist doch auch nicht weniger äußerlich als bei Scharwenka.

:D Ich fürchte, dass man sich über solche Bewertungen lange streiten kann ...

:hello Wolfgang
Philidor (10.08.2021, 12:49):
wo die Thematik völlig blass bleibt. Scharwenka sticht da noch einmal heraus, meine ich.
Da stimme ich Dir gerne zu - die Themen haben Profil ...
Das Konzert von Rimsky-Korssakow finde ich besonders gelungen, weil es knapp gehalten ist und blendend in der Melodik.
Das Konzert von Khatschaturian liegt äußerlich auf der Rachmaninoff-Linie. Unverwechselbarer Stil, zweifellos ein Renner. Aber das Pathos, welches da beschworen wird, ist doch auch nicht weniger äußerlich als bei Scharwenka.
Leider habe ich die Konzerte von RImsky und Khachaturjan beide längere Zeit nicht gehört. Stehen auf der Hörliste!
Milhaud ist eine Hausnummer erster Ordnung. Da könnte ich viel über meine Erfahrungen schreiben.
Sehr gerne! Doch sowohl im (deutschen) Konzertsaal als auf Medium sind seine Klavierkonzerte kaum vorhanden, oder?

Ja, diskutieren könnte man da in der Tat lange drüber - was mich sehr freuen würde ... das würde doch über das Posten bunter Bildchen hinausgehen ... :-)

Gruß
Philidor

:hello
Andréjo (10.08.2021, 12:58):
Noch kurz - und vielleicht später mehr, aber nicht hier im Massenfaden ...

Milhaud ist - das weißt Du vermutlich so gut wie ich - durch eine überschaubare Zahl sehr bequem und auch immer wieder zu hörender Werke bekannt geworden: La création du monde, Le boeuf sur le toit, Saudades do Brazil, Scaramouche ...

Die Überzahl seines extensiven Werks ist aber kaum bekannt und auch oftmals deutlich schwerer zu hören. Dazu gehören die fünf Klavierkonzerte auf alle Fälle - und die letzten beiden sind nicht nur extrem schwer zu spielen, sondern auch so undurchsichtig wie Urwaldgestrüpp ...

Exzellent: der Korstick.



:hello Wolfgang
Leonardo (10.08.2021, 13:34):
gekürzt, Netikette, d. Admin

Bei mir unterdessen:

Franz Liszt:

12 Études d'exécution transcendante, S139/R2b (1852)

Boris Giltburg, Klavier

(Naxos, 6/2018)
Philidor (10.08.2021, 16:11):
Bienvenue à Paris!

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 82 D-Dur ("L'Ours")
Sinfonie Nr. 83 g-Moll ("La Poule")

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Haydn war seinerzeit wohl als liebenswürdige Persönlichkeit bekannt.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.08.2021, 17:48):
The last one.

Franz Xaver Scharwenka: Klavierkonzert Nr. 4 f-Moll op. 82 (1907/08)

Alexander Markowitsch, Klavier
Estonian National Symphony Orchestra
Neeme Järvi



Versöhnlicher Ausklang.

1907/08 ... was haben wir denn da so links und rechts ... Mahler 6 1903/04, Elektra 1905-08, Schönbergs op. 9 1906, Mahler 8 1906, Sibelius 4 1907-11, Mahler 9 1908-10, Schönberg op. 16 und op. 17 1909, Feuervogel 1910, ...

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (10.08.2021, 22:23):


Giacomo Puccini/Luigi Illica/Giuseppe Giacosa: Madama Butterfly

Cio-Cio-San - Victoria de los Angeles
Pinkerton - Giuseppe di Stefano
Suzuki - Anna Maria Canali
Sharpless - Tito Gobbi
Goro - Renato Ercolani
Bonzo - Bruno Sbalchiero
Yamadori/Imperial Commissario/Ufficiale di Registro - Arturo La Porta
Kate Pinkerton - Maria Huder

Coro e Orchestra del Teatro dell'Opera di Roma, Gianandrea Gavazzeni

Gruß Amonasro
tapeesa (11.08.2021, 07:11):
John Cage - One, One², One⁵
Sabine Liebner (Klavier)
Leonardo (11.08.2021, 12:07):
George Gershwin:

Ouvertüren

The New Princess Theater Orchestra,

John McGlinn, Ltg.

(EMI, 6/1986, RCA Studios, NYC)
Amonasro (11.08.2021, 14:07):


Béla Bartók:

Concerto for Orchestra
Tanzsuite
Bilder aus Ungarn
Rumänische Volkstänze

Chicago Symphony Orchestra, Chicago Symphony Strings, Sir Georg Solti

Gruß Amonasro
Philidor (11.08.2021, 17:29):
Hier weiter Haydns merchandise.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 84 Es-Dur
Sinfonie Nr. 85 B-Dur ("La Reine")

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.08.2021, 18:14):
Hier nun wieder slawische Großtaten in Schwarz und Weiß.

Nikolai Rimski-Korsakow: Klavierkonzert cis-Moll op. 30 (1882/83)

Sergej Prokofjew: Klavierkonzert Nr. 1 Des-Dur op. 10 (1911/12)

Svjatoslav Richter
Moskauer Sinfonieorchester (Rimsky-Korsakow)
Sinfonieorchester der Moskauer Staatlichen Philharmonie (Prokofjew)
Kyrill Kondraschin



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (11.08.2021, 19:30):
Richard Wagner - Die Walküre, Akt 3 + Die Todesverkündigung aus Akt 2

Brünnhilde - Kirsten Flagstad
Sieglinde - Marianne Schech
Siegmund - Set Svanholm
Wotan - Otto Edelmann
Helmwige - Clare Watson
Gerhilde - Oda Balsborg
Ortlinde - Ilona Steingrüber
Waltraude - Grace Hoffmann
Siegrune - Anny Delorie
Roßweisse - Hetty Plumacher
Grimgerde - Frieda Roesler
Schwertleite - Margaret Bence

Wiener Philharmoniker, Georg Solti; 1957
Leonardo (11.08.2021, 19:34):
Joseph Haydn:

Sinfonie Nr. 50 C-Dur
Sinfonie Nr. 87 A-Dur
Sinfonie Nr. 89 F-Dur

Cappella Coloniensis,

Ulf Björlin, Ltg.

(Capriccio, 1988)



Konventionell, aber sehr gut.
Was man in schmutzigen Flohmarktkisten so alles finden kann...
Philidor (11.08.2021, 19:41):
Gianluigi Gelmetti verstarb vor Kurzem. RIP.

Alban Berg: Violinkonzert ("Dem Andenken eines Engels")

Frank Peter Zimmermann, Violine
RSO Stuttgart
Gianluigi Gelmetti



Diese Aufnahme ist mir die liebste dieses herrlichen Werkes.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (12.08.2021, 08:57):
Music for Bass Viols:
Werke von Marin Marais, Antoine Forqueray, François Couperin, Jean de Sainte-Colombe, Matthew Locke,
Christopher Simpson, Christoph Schaffrath
Viola da Gamba: Jérôme Hantaï, Kaori Uemura und Alix Verzier; Cembalo: Pierre Hantaï
Marcie (12.08.2021, 20:24):
tapeesa (13.08.2021, 09:54):
eleven-string baroque
Silvius Leopold Weiss - Passacaille in D-Dur
François Couperin - Les Barricades Mystérieuses
und Werke von J. S. Bach, David Kellner, Johann Pachelbel, u. a.
Göran Söllscher (Gitarre)
Sfantu (13.08.2021, 09:55):
@Marcie,

das Lied von der Erde ist eines von vielleicht einer handvoll Werke Mahlers, die ich ab und zu freiwillig höre.
Noch dazu läuft bei Dir die selten gewählte Version mit zwei männlichen Gesangssolisten.
Wie gefällt Dir die Aufnahme?

Gruß,
Sfantu
Philidor (13.08.2021, 18:34):
Hier weiter Haydns merchandise.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 86 D-Dur
Sinfonie Nr. 87 A-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.08.2021, 19:16):
Jo, der konnte komponieren ...

Aram Khachaturjan: Klavierkonzert Des-Dur

Yakov Flier, Klavier
Moscow Philharmonic Symphony Orchestra
Kirill Kondrashin



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.08.2021, 20:02):
Der Auftraggeber spielt auf.

Béla Bartók: Konzert für Orchester

Boston Symphony Orchestra
Sergej Koussevitzky



Mitschnitt vom 30. Dezember 1944 aus der Boston Symphony Hall, 29 Tage nach der UA daselbst.

Hier ist noch der originale Schluss des Werks zu hören, der 1945 von Bartók gegen die heute ausschließlich gespielte Fassung ersetzt wurde. - In einem Punkte gebe ich Hurwitz recht: Das war eine gute Idee des Komponisten ...

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (13.08.2021, 20:10):
François Couperin -
- Première & Deuxième Suite pour Viole de Gambe et Continuo, Pièces de viole avec la basse chiffrée
- Les Goûts-Réunis:
- Douzième & Treizième Concert (à deux violes) & Plainte pour les Violes
Paolo Pandolfo & Amélie Chemin (Viola da Gamba); Thomas Boysen (Theorbe und Barockgitarre);
Markus Hünninger (Cembalo)
Philidor (14.08.2021, 09:09):
Umwerfend gut gespielt. Hallo wach.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 88 G-Dur
Sinfonie Nr. 89 F-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.08.2021, 13:37):
Diese CD gefiel mir so gut, dass sie gleich zweimal lief ...

Mili Balakirew: Klavierkonzert Nr. 1 fis-Moll op. 1

Nikolai Rimski-Korsakow: Klavierkonzert cis-Moll op. 30

Nikolai Medtner: Klavierkonzert Nr. 1 c-Moll op. 33

Igor Zhukov, Klavier
Большой симфонический оркестр Всесоюзного радио и Центрального телевидения
(Großes Sinfonieorchester des Allunionsradios und des zentralen Fernsehens)
Alexander Dmitriev (Balakirew, Medtner)
Gennady Rozhdestvensky (Rimski)



Aus meiner irrelevanten Sicht muss man abseits des Mainstreams nicht unbedingt große Einbußen an Substanz oder Stringenz akzeptieren ... mit den richtigen Werken.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.08.2021, 15:05):
Noch eine ältere Aufnahme des herrlichen Werkes.

Béla Bartók: Konzert für Orchester

RSO Berlin
Ferenc Fricsay



Eulen nach Athen - großartige Aufnahme.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (14.08.2021, 15:48):


Béla Bartók/Béla Balázs: A kékszakállú herceg vára (Herzog Blaubarts Burg)

Kékszakállú - Walter Berry
Judit - Christa Ludwig

London Symphony Orchestra, István Kertész

:times10

Gruß Amonasro
Philidor (14.08.2021, 16:08):
Rouvali und seine Göteborger Sinfoniker spielten Sibelius vom Feinsten.

Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39

Gothenburg Symphony
Santtu-Matias Rouvali



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.08.2021, 17:42):
Nun eine wunderbare Zweite.

Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Royal Philharmonic Orchestra
Sir John Barbirolli
Oktober 1962



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.08.2021, 18:25):
Weiter mit Sibelius in Premium-Aufnahmen (imho).

Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 3 C-Dur op. 53

Wiener Philharmoniker
Lorin Maazel



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.08.2021, 19:13):
Eine noch.

Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 4 a-Moll op. 63

London Symphony Orchestra
Anthony Collins
Februar 1954



Eine herrlich unsentimentale Wiedergabe.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (15.08.2021, 07:53):
Ist heute wirklich der 11. Sonntag nach Trinitatis ...? Das Jahr ist quasi schon wieder um ... hier die Choralkantate zum Tage:

Johann Sebastian Bach: "Herr Jesu Christ, du höchstes Gut" BWV 113

Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (15.08.2021, 12:05):
Wer redet da von einer Außenseiter-Aufnahme?

Ludwig van Beethoven: Missa solemnis op. 123

Carolyn Sampson <3 , Marianne Beate Kielland, Thomas Walker, David Wilson-Johnson
Cappella Amsterdam
Orchestra of the Eighteenth Century
Daniel Reuss



Daniel Reuss, der ja schon mehrfach durch seine Aufnahmen u. a. mit dem RIAS-Kammerchor aufhorchen ließ (z. B. "Le vin herbé" von Frank Martin), hat hier eine Einspielung des hochprominenten Werkes vorgelegt, die sich vor (noch) größeren Namen m. E. nicht verstecken muss. Sehr hörenswert.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (15.08.2021, 13:11):
Nun weiter mit Sibelius in einer herrlichen Aufnahme.

Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 5 Es-Dur op. 82

Wiener Philharmoniker
Leonard Bernstein



Dass in dieser kleinen Reihe nun schon zweimal die Wiener Philharmoniker vorkamen, wundert mich nun doch - die sind nicht gerade auf meiner Liste der führenden Sibelius-Orchester ... aber wenn sie so großartig spielen ... es muss an meinen Vorurteilen liegen ...

... ja, es ist eine der längsten Aufnahmen des Werkes ... in meiner Sammlung sogar insgesamt die längste (35:34), wobei für jeden einzelnen Satz noch längere Kandidaten vorliegen: Celi für den Kopfsatz, Salonen für den langsamen und Segerstam I fürs Finale. Mit Bernstein am Pult geht das gerade noch gut ...

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (15.08.2021, 16:17):
Kaija Saariaho: "Innocence" (Oper in fünf Akten)verfügbar bis 13.09.2021
Libretto: Sofi Oksanen
("Aren’t you always guilty from the moment you run off?" Sofi Oksanen: Purge (Fegefeuer))

Kellnerin: Magdalena Kožená
Schwiegermutter: Sandrine Piau
Schwiegervater: Tuomas Pursio
Braut: Lilian Farahani
Bräutigam: Markus Nykänen
Priester: Jukka Rasilainen
Lehrerin: Lucy Shelton

Estnischer Philharmonischer Kammerchor, London Symphony Orchestra, Susanna Mälkki
Aufnahme der Uraufführung vom 10. Juli 2021 aus dem Grand-Théâtre de Provence, Aix-en-Provence

Wurde gestern im Rahmen des ARD Radiofestivals gespielt.

Link zur Beschreibung auf der Festival-Aix-Seite:
https://festival-aix.com/en/event/innocence
Philidor (15.08.2021, 17:34):
Ob's stimmig ist, weiß ich nicht, aber diese Sibelius-Aufnahmen finde ich großartig gelungen:

Jean Sibelius

Sinfonie Nr. 6 op. 104
Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105
Tapiola op. 112

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan



Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (15.08.2021, 18:29):
Haydns Hob. XVI: 40-42 entstanden 1784 mit Widmung an Prinzessin Maria Esterházy.
Ob zuerst die Fassung für Klavier oder jene für Streichtrio entstand, ist (meines Wissens) nicht geklärt. Auch kursieren Zuschreibungen an andere Urheber, bspw. Franz Anton Hoffmeister. Im Unterschied zu vorangegangenen Klaviersonaten Haydns ist die jeweilige Zweisätzigkeit dieses Werktrios bemerkenswwert. Weder der Streichtrio-noch der Klavierfassung möchte ich einen letztgültigen Vorzug geben. Beide haben ihren unverwechselbaren Reiz. Im Nachgang zu den beiden Trio-Versionen in meiner Sammlung liefen jene im Gewand von Klaviersonaten (Buchbinder, Jandó , Piazzini)



Wiener Streichtrio
Jan Pospichal, Violine
Wolfgang Klos, Bratsche
Wilfried Rehm, Violoncello
(LP, Calig, 1985)



Deutsches Streichtrio
Hans Kalafusz, Violine
Christian Hedrich, Bratsche
Reiner Ginzel, Violoncello
(CD, Saphir/Intercord, 1981)

Gängige Klischees gehen beim Vergleichshören dieser Einspielungen sehr bald in den Kopfstand: das "Deutsche Streichtrio" geht diese Werke mit Schmäh, mit augenzwinkerndem Witz an. Details werden liebe-und lustvoll ausgekostet. Ihre Wiener Kollegen exekutieren dagegen recht trocken. Es fehlen kleine Prisen Pfeffer und Muskat in diesem Fondue.
Philidor (15.08.2021, 18:45):
Hier wieder Tastenzauber.

Nikolai Medtner: Klavierkonzert Nr. 1 c-Moll op. 33

Dmitri Alexeev, Klavier
BBC Symphony Orchestra
Alexander Lazarev



Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (15.08.2021, 19:33):

Alice Mary Smith (1839-84)

Sinfonie a-moll

London Mozart Players - Howard Shelley
(CD, Chandos, 2005)

Etwas verzopft für Musik der Hoch-/beginnenden Spätromantik kommt Smiths klangschöne a-moll-Sinfonie daher. Das klingt nach dem jungen Mendelssohn, nur mit mehr Stringenz. Auch schleßen Kopf-und Finalsatz plastisch und knapp, ohne endloses Tonika-Dominant-Oktav-Gedonner - gefällt mir sehr.
Runde, gediegene Darbietung der London Mozart Players.
Philidor (15.08.2021, 22:16):
Was für ein Werk.

P. I. Tschaikowsky: Klaviertrio a-Moll op. 50
("À la memoire d'un grand artiste")

Gidon Kremer, Violine
Mischa Maisky. Violoncello
Martha Argerich, Klavier



Gruß
Philidor


:hello
Amonasro (15.08.2021, 22:30):


Vincenzo Bellini/Felice Romani: I Capuleti e i Montecchi

Capellio - Tiziano Bracci
Giulietta - Anna Netrebko
Romeo - Elina Garanča
Tebaldo - Joseph Calleja
Lorenzo - Robert Gleadow

Wiener Singakademie
Wiener Symphoniker, Fabio Luisi

Wunderschöne Musik und prächtiger Gesang. Der Ausdruck kommt mir bei Netrebko und Garanča aber etwas zu kurz, da ziehe ich mittlerweile die Kasarova/Mei-Aufnahme unter Abbado vor.

Gruß Amonasro
Sfantu (15.08.2021, 22:46):
Lieber Amonasro,

wie schätzt Du die Gruberova-Baltsa-Muti-Aufnahme ein?
Die LP-Box steht seit Jahr und Tag ungehört in meinem Regal.
Da ich aber
1.) nur wenig Opern höre und
2.) aus akuten Platzgründen aussortieren muß,
wäre ich für eine entsprechende Enschätzung dankbar:
1.) Welchen Stellenwert haben die Capuleti innerhalb Bellinis Œuvre?
2.) Wie schneidet die Muti-Einspielung ab?

Merci und herzliche Grüße,
Sfantu
Amonasro (16.08.2021, 00:42):
Lieber Sfantu,

leider kann ich zur Muti-Aufnahme nichts sagen, da ich sie nicht kenne. Neben den beiden genannten Aufnahmen habe ich nur noch eine DVD aus Zürich.

Was den Stellenwert der Oper angeht, würde ich sie unter Bellinis Werken im Mittelfeld verorten. An die späteren Opern (Puritani, Sonnambula, Beatrice, Norma) kommen die Capuleti nicht heran. Bellini hat das Werk in großer Eile komponiert und in großem Umfang auf ältere Musik zurückgegriffen. Das Werk macht trotzdem einen überraschend geschlossenen Eindruck und enthält viele von Bellinis langen Kantilenen, einige effektvolle Instrumentalsoli (insbesondere das Klarinettensolo am Beginn von Akt II, Szene 2) und mehrere sinnliche Sopran-Mezzo-Duette. Die Grundstimmung ist sehr elegisch, abgesehen von ein paar eher trivial wirkenden, martialischen Chören. Die einzelnen Nummern sind schlichter und formal konventioneller gehalten als bei den späteren Opern, Ausnahme bildet die Schlussszene, die zwischen rezitativischen und ariosen Abschnitten changiert.

Gruß Amonasro :hello
Sfantu (16.08.2021, 06:59):
Lieber Amonasro,

top Service - vielen Dank!

Gruß,
Sfantu
tapeesa (16.08.2021, 08:03):
Henri Dutilleux
- Correspondances; Barbara Hannigan, Sopran
- Tout un monde lointain (Eine ganze ferne Welt); Anssi Karttunen, Cello
- The Shadows of Time; 3 Jungen-Solisten der Maîtrise de Radio France
Orchestre Philharmonique de Radio France, Esa-Pekka Salonen
Sfantu (16.08.2021, 10:11):

Arthur Sullivan

The Pirates of Penzance

Frederic - John Marc Ainsley
Mabel - Rebecca Evans
Sergeant of Police - Richard van Allan
Pirate King - Donald Adams
Major General Stanley - Richard Stuart
Ruth - Gillian Knight
Edith - Judie Gossage
Kate - Genevora Williams
Samuel - Nicholas Folwell
Chorus and Orchestra of the Welsh National Opera - Charles Mackerras
(CD, Telarc, 1993)

Immer wieder aufs Neue pure Freude bereitet diese famose Einspielung.
Hier sitzt jeder Akzent und jede Pointe. Mackerras läßt süffig musizieren, das Sängerensemble ist weitgehend homogen. Herausragend ist sicher das Liebespaar, Richard Stuart ist stimmlich wohl am schwächsten - allerdings ist die Figur, die er verkörpert, eine Karikatur - warum also das nicht auch sanglich-darstellerisch so transportieren? Köstlich Richard van Allans glasklarer, knarziger, nachtschwarzer Baß und auch bei ihm eine stimmige Darstellung des linkisch-verschnarchten Polizei-Chefs.
Luxuriöser Klang, auf den Stuhlkanten agierendes Orchester.
Für die einzige Träne im Knopfloch sorgt das Fehlen der effektvollen Ouvertüre. Zwar wird damit argumentiert, sie sei erst nach der Uraufführung entstanden. Ich vermute aber stark, sie hätte in erster Linie die Tonnage dieser auch so schon randvollen CD überschritten. Pragmatische Gründe also.
Ich empfehle das Stück (und insbesondere diese Idealeinspielung) Menschen, die Berührungsängste mit dem Musiktheater haben.
Die CD hat das Zeug zur (fast sicheren) Missionierung.
Philidor (16.08.2021, 15:35):
Hier wieder Geistreiches von liebenswürdigen Haydn.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 90 C-Dur
Sinfonie Nr. 91 Es-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (16.08.2021, 16:24):
Nun wieder Getastetes.

Nikolai Medtner: Klavierkonzert Nr. 1 c-Moll op. 33

Geoffrey Tozer, Klavier
London Philharmonic Orchestra
Neeme Järvi



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (16.08.2021, 17:20):
Ups ...

Béla Bartók: Konzert für Orchester

Chicago Symphony Orchestra
Fritz Reiner



Oha ... ist das eventuell eine Aufnahme fürs Legenden-Bashing? Die Akkuratesse des CSO, die rhythmische Präzision, die Intonation (klar besser als bei Fricsays RSO Berlin) ... und doch, wie steril klingt das denn ... bei Fricsay knisterte von Anfang an die Luft, beim Einsatz des Bläserchorals im zweiten Satz war es, als ob eine neue Welt hereinbricht ... von solcherlei Ereignissen habe ich hier wenig gehört. Ein präziser Bericht, aber sonst?

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (16.08.2021, 18:33):
Hier wieder eine Messe.

Franz Schubert: Messe Nr. 6 Es-Dur D 950

Susann Gritton, Pamela Helen Stephen, Mark Padmore, James Gilchrist, Matthew Rose
Collegium Musicum 90
Richard Hickox



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (16.08.2021, 19:04):
Weiter mit spätem Bartók.

Béla Bartók: Konzert für Viola und Orchester

Kim Kashkashian, Viola
Netherlands Radio Chamber Orchestra
Peter Eötvös



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (16.08.2021, 19:58):
Ich wollte das KfO nochmal in gut hören ... hätte ich von dieser Kopplung gewusst, hätte ich das Bratschenkonzert gleich von dieser CD mitgenommen:

Béla Bartók: Konzert für Orchestra

Česká filharmonie
Karel Ančerl



Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (16.08.2021, 20:22):

Franz Xaver Scharwenka

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 f-moll op. 82

Stephen Hough,
CBSO - Lawrence Foster
(CD, hyperion, 1994)


Also, ich habe durchaus ein Herz für die Werke neben dem Mainstream, möchte aber auf Qualität nicht allzusehr verzichten ...
Ich höre die vier Konzerte trotzdem ganz gern. Nicht gerade im dritten, aber in mehreren Kontexten, die ich auswendig auch nicht so genau benennen kann, findet sich rhythmisch sehr Pfiffiges, kleine Pointen, ein gewisses Raffinement der schönen Stellen.

Es sind halt - und da möchte ich gerade das Konzert in cis nennen - Ohrwürmer, einfache oder etwas originellere. Statt geistreicher Verarbeitung haben wir dann fingerbrechende Virtuosität ... der freilich recht austauschbaren Machart.

Scharwenka ist kein Komponist der ersten Garde, aber gerade, was romantische Klavierkonzerte anbelangt, will ich nicht immer das Gleiche hören. Es reicht, dass im Konzertsaal immer das Gleiche gespielt wird auf diesem Sektor, dass viele - nicht alle - Pianistinnen und Pianisten meinen, es ginge gerade am Anfang nicht ohne Tschaikowsky, Grieg, Schumann und Rachmaninoff ... in der hundertfünfzigsten Einspielung auf dem Markt.
Ich kann mich hier nur Andréjo anschließen.
Abseits des Mittelstroms Qualitätsabstriche (definiere Qualität) als Ausschlußkriterium zu setzen, erschwert die Suche spürbar. Und ich würde auf eine Menge Hörvergnügen verzichten, würde ich bspw. Scharwenka außen vor lassen. Die Nr. 4 (finde den Kopfsatz trotz hypertropher Monströsität grandios) schliddert bisweilen schon arg in die hollywoodeske Sentimentalität Rachmaninovs (langsamer Satz - noch deutlicher übrigens im nachfolgenden Sauer-Konzert).
Und doch: die Abdrift vom Goldenen Schnitt - gerade sie kann ihren eigentümlichen Reiz haben.
Philidor (16.08.2021, 20:56):
Abseits des Mittelstroms Qualitätsabstriche (definiere Qualität) als Ausschlußkriterium zu setzen, erschwert die Suche spürbar.Leicht kann ja jede(r) ... ;) ... Johann Wolfgang, die erste: "Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken". Jetzt Transfer zu Musik ...
Und doch: die Abdrift vom Goldenen Schnitt - gerade sie kann ihren eigentümlichen Reiz haben.Johann Wolfgang, die zweite: "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten.“ ;) - Aber ich mag das weder zum Dogma erheben noch Goethe die Unfehlbarkeit zusprechen. Musik gibt es ja genug ...

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (16.08.2021, 22:14):

Botho Sigwart Graf zu Eulenburg (1884-1915)

Streichquartett H-dur op. 13

Botho Sigwart-Streichensemble
(CD, Pink Tonträger, 1999)

Aus dem Staunen nicht heraus komme ich beim Hören der Musik dieses Frühvollendeten.
Benachbarte Fixsterne scheinen mir Karl Weigl, Sibelius und Enescu zu sein. Oft bis an den Rand der Dur-Moll-Tonalität getrieben, expressiv, ausufernd. Der faszinierede dritte Satz, Allegro non troppo (ein Quasi-Scherzo), in gespenstischen Pizzicato-Abschnitten von fahlem Licht durchschienen, bewirkt kalte Schauer. Leider starb Eulenburg als Kanonenfutter im von unserem Willem Zwo angezettelten Krieg.
tapeesa (17.08.2021, 08:37):
1
Dmitri Shostakovich - Sinfonie Nr. 4
Los Angeles Philharmonic, Esa-Pekka Salonen

Die ansprechendste Aufnahme der Vierten, die ich bisher gehört habe.

2
Kurt Weill - Der Lindberghflug, Text Bertolt Brecht, ""radiophonische Kantate"
Pro Musica Köln
Kölner Rundfunkorchester, Jan Latham-König

Aus schlichtem historischen Interesse.
Philidor (17.08.2021, 16:37):
Haydn rulez.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 92 G-Dur

Sinfonia concertante B-Dur
für Violine, Violoncello, Oboe, Fagott und Orchester

Rainer Küchl, Violine
Wolfgang Herzer, Violoncello
Gerhard Turetschek, Oboe
Michael Werba, Fagott
Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.08.2021, 17:29):
Und nochmal ...

Nikolai Medtner: Klavierkonzert Nr. 1 c-Moll op. 33

Tatjana Nikolajewa, Klavier
USSR State Academy Symphony Orchestra
Jewgenij Swetlanow




Das Cover ist nicht dasjenige, welches mein Strömer anzeigt, das beim Strömer sieht ungefähr so aus wie das rechts gezeigte.

Bisher keine Abnutzungserscheinungen an meinen Ohren bei diesem Konzert.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.08.2021, 18:44):
Eine Vollsaftversion! Macht (mir) Laune ...

Béla Bartók: Konzert für Orchester

New York Philharmonic
Leonard Bernstein



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.08.2021, 21:22):
Was für ein bezauberndes Spätwerk eines Opernkomponisten, der mit dem Tonsatzgeschäft längst abgeschlossen hatte ... 34 Jahre nach dem Tell.

Gioachino Rossini: Petite Messe solennelle
(1. Fassung für Solisten, Chor, 2 Klaviere und Harmonium von 1863)

Krassimira Stoyanova, Birgit Remmert, Steve Davislim, Hanno Müller-Brachmann
RIAS Kammerchor

Ryoko Morooka, Harmonium
Philip Mayers, Philip Moll, Klavier
Marcus Creed



Erstbegegnung mit diesem Werk, welches nach dem Tristan, nach der Forza del destino, entstand. Unglaublich.

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (18.08.2021, 12:55):

Ludwig van Beethoven

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37

Stefan Vladar,
Capella Istropolitana - Barry Wordsworth
(CD, Naxos, 1988)

Trotz erdrückender Konkurrenz und nicht optimaler Aufnahmequalität immer noch und immer wieder mein liebstes drittes Konzert.
Ausgewogene, geschmackvolle Gestaltung des Orchesterparts (herrliche Pauken im Kopfsatz!), brillanter Solist und ein wunderbar glockenfarbener Bösendorfer.
Das Geheimnis scheint mir die gelungene Balance zwischen weltmännischer Gelassenheit und titanischem Aufruhr zu sein.
Einfach eine glückliche Zusammenkunft vieler Pluspunkte.
Philidor (18.08.2021, 17:18):
Nun geht's auf die Insel.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 93 D-Dur
Sinfonie Nr. 94 G-Dur ("Mit dem Paukenschlag")

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.08.2021, 18:13):
Zeit fürs nächste Konzert. Neue Opuszahl, selbe Tonart.

Nikolai Medtner: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 50

Geoffrey Tozer, Klavier
London Philharmonic Orchestra
Neeme Järvi



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.08.2021, 18:51):
Klar und energiegeladen.

Béla Bartók: Konzert für Orchester

Philadelphia Orchestra
Eugene Ormandy



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.08.2021, 19:55):
Eine weitere Messe, die vielleicht nicht so ganz im großen Kanon ist.

Franz Liszt: Missa solemnis (Graner Festmesse)

Veronika Kincses, Klára Takács, György Korondy, József Gregor
Hungarian Radio and Television Chorus
Budapest Symphony Orchestra
János Ferencsik



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (18.08.2021, 20:16):
Summer Night
Works by Othmar Schoeck
Christoph Croisé, Cello
Chamber Orchestra I TEMPI, Gevorg Gharabekyan
palestrina (18.08.2021, 21:08):
Gruberova-Baltsa-Muti-Aufnahme


Habe die Aufnahme gerade zu Ende gehört, die Gruberova ist einfach eine Wucht, dass die Baltsa nicht zu meinen Lieblingen gehört tut nichts zu Sache, macht das aber sehr gut besonders in den Duetten! Raffanti ist ein würdiger Tebaldo und die Herren Howell und Tomlinson sind adäquat eingesetzt!
Was die Aufnahme aber besonders macht, abgesehen von der Gruberova, ist das Royal Opera Orchestra unter Muti, er wusste schon immer wie es geht!
Ob ich nun die OPER im Mittelfeld einordnen möchte ist Geschmackssache, wenn dann schon im oberen, jedoch meiner Meinung nach sind die Bellini Opern so dicht beieinander.
Wie schon geschrieben hatte es Bellini eilig, denn die Oper war eigentlich für Paccini angedacht der jedoch absagte!

LG palestrina
Sfantu (18.08.2021, 22:24):
Lieber Palestrina,

besten Dank für Deine Eindrücke.
Vielleicht landet sie nun doch noch auf meinem Plattenteller.

Herzlichst,
Sfantu
Sfantu (18.08.2021, 23:02):

Felix Mendelssohn

Sinfonie Nr. 3 a-moll op. 56

The Chamber Orchestra of Europe - Nikolaus Harnoncourt
(CD, Teldec, AD 1991, ℗ 1992)

Hatte große Lust, nach längerer Pause die herrliche Schottische endlich mal wiederzuhören. Harnoncourts vielfach hochgelobte Einspielung lag schon eine halbe Ewigkeit auf meinem To-do-Stapel. Fazit > wenn die Italienische mich nicht buchstäblich vom Hörmöbel pustet, kommt die Scheibe zur Ausschußware. Weshalb so gnadenlos? Weil mir 3 Punkte den Hörgenuß schmälern:

1.) Harnoncourt läßt keinerlei Rubati zu. Dies aber ist Hochromantik. Sie darf und muß schwelgen, sonst fehlt mir etwas Essentielles.
2,) Die Streicher geraten (vermutlich aufgrund sparsamen Vibratos resp. Non-Vibratos) ins Hintertreffen. Viel Schönes wird so verschenkt.
3.) Der Aufnahme aus dem Teatro Communale Ferrara fehlen Schmelz und Brillanz. Die Mitten bleiben eigentümlich blaß.

Wohl verstanden - dies ist beileibe keine schlechte Mendelssohn Drei. Es wird mit Ernsthaftigkeit und großer Sorgfalt interpretiert - Harnoncourt gelingt es beinahe wie dem reifen Abbado, viel Unerhörtes hörbar zu machen. Was ich weiter oben hinsichtlich fehlender Rubati schrieb, kann man umgekehrt auch lobend hervorheben: die Disziplin (Sturheit?), mit der einmal gewählte Tempi eisern durchgezogen werden, ist beinahe schon wieder bewundernswert. Wem das gefällt, wird sich hier gewiß dran erbauen.
HIP-OMI war keineswegs eine Zürcher Erfindung David Zinmans - auch diese CD stellt das unter Beweis. Mendelssohn beschenkt dieser Ansatz mit neuen Faccetten. Nur raubt er ihm leider aber auch welche.
tapeesa (19.08.2021, 08:20):
Giuseppe Verdi - Attila
Libretto: Temistocle Solera, abgeschlossen von: Francesco Maria Piave

Attila: Ruggero Raimondi
Ezio: Sherrill Milnes
Odabella: Cristina Deutekom
Foresto: Carlo Bergonzi
Uldino: Riccardo Cassinelli
Leone: Jules Bastin

Ambrosian Singers, Finchley Children's Music Group
Royal Philharmonic Orchestra, Lamberto Gardelli
palestrina (19.08.2021, 10:08):


Giuseppe Verdi - Attila
Libretto: Temistocle Solera, abgeschlossen von: Francesco Maria Piave

Attila: Ruggero Raimondi
Ezio: Sherrill Milnes
Odabella: Cristina Deutekom
Foresto: Carlo Bergonzi
Uldino: Riccardo Cassinelli
Leone: Jules Bastin

Ambrosian Singers, Finchley Children's Music Group
Royal Philharmonic Orchestra, Lamberto Gardelli
Eine sehr schöne Aufnahme des Attila lieber tapeesa, aber leider hat sie einen Attila der zu geschniegelt ist! ;)

LG palestrina
Amonasro (19.08.2021, 12:45):
Nochmal Bellini



Vincenzo Bellini/Felice Romani: Norma

Norma - Maria Callas
Pollione - Mario Filippeschi
Adalgisa - Ebe Stignani
Oroveso - Nicola Rossi-Lemeni
Flavio - Paolo Caroli
Clotilde - Rina Cavallari

Coro e Orchestra del Teatro alla Scala di Milano, Tullio Serafin

Gruß Amonasro
tapeesa (19.08.2021, 12:55):
Eine sehr schöne Aufnahme des Attila lieber tapeesa, aber leider hat sie einen Attila der zu geschniegelt ist!
Ich bin keine Kennerin dieser Oper, es war das erste Mal, dass ich Attila ganz durchhören konnte. (Fand bisher schwer auszuhalten, dass Odabella tatsächlich mordet, geht jetzt aber.)
Mein erster Eindruck unterscheidet sich von deiner Sicht. Soweit ich in Rezensionen gesehen habe, scheiden sich aber auch hier "die Geister" generell.

Habe mit etwas Abstand das Finale noch einige Male gehört - mit Blick auf ein italienisches, wie deutsches Libretto.
Mein Erleben ist, dass in Raimondi als Attila sehr wohl die Abgründe erlebbar sind. Subtil. Habe überlegt, ob ich Fragilität ein passendes Wort finde - nein - eher Brüchigkeit. Das sind, glaub', nicht zwingend Synonyme. Ich meine Brüchigkeit im Sinne von: Anfälligkeit, Feinheit und insbesondere: Irritabilität.
Gepaart mit einer hohen Verstörtheit. Das spiegelt sich in Odabella und Attila hier auf - für meine Begriffe - recht ideale Weise.

Alleine wie Raimondi "Rea donna" (im vorliegenden Libretto mit "Elendes Weib" übersetzt) singt ... verstört mich hochgradig. Da eine klare Linie beizubehalten und als Odabella noch morden zu können, uff.
Ich habe Mühe mich loszureißen.

:hello
Philidor (19.08.2021, 17:25):
Hatte große Lust, nach längerer Pause die herrliche Schottische endlich mal wiederzuhören.
Lieber Sfantu, von der Schottischen kann ich leider nur sagen, dass ich ihr vor allem mit Respekt, weniger mit Zuneigung begegne ... obwohl es mMn Mendelssohns bedeutendster Beitrag zur "großen Sinfonie" ist, dies auch vor dem Hintergrund der Zweiten ("something else") und der Italienischen. - Wenn ich mir das Werk auf(er)lege, greife ich meist zu Klemperer (mit dessen Retuschen im Finale), Maag oder Manacorda ... was wären Deine Favoriten?
Dies aber ist Hochromantik. Sie darf und muß schwelgen, sonst fehlt mir etwas Essentielles.
... Deine Vorlieben mag ich gar nicht bemäkeln, wage jedoch einzuwerfen, dass Mendelssohn unter den Hochromantikern eventuell derjenige ist, der am meisten "klassizistisch eingebremst" ist. Doch Schwelgen kann man ja auch bei Mozart ...

Hier geht's weiter mit den "Londonern".

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 95 c-Moll
Sinfonie Nr. 96 D-Dur ("The Miracle")

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
palestrina (19.08.2021, 18:12):
Mein erster Eindruck unterscheidet sich von deiner Sicht. Soweit ich in Rezensionen gesehen habe, scheiden sich aber auch hier "die Geister" generell.
Liebe tapeesa, meine Lieblingsaufnahme ist diese ....



.....mit dem, für mich, besten Attila >Samuel Ramey<. :thumbsup:

Ich poste dir ;) noch ein Cover mit Raimondi als Attila!



LG palestrina
tapeesa (20.08.2021, 08:37):
Ich poste dir noch ein Cover mit Raimondi als Attila!
Herzlichen Dank :)

Habe eben vergleichend die Ouvertüre gehört. Die Gardelli-Aufnahme holt mich sofort "in die Geschichte", könnte ich wieder- und wieder hören.
Beim Trovatore fand ich das Muti-Dirigat beeindruckend.

Ist zu vermuten, dass die Gardelli-Aufnahme mein Favorit bleibt.
Aber Missionierungsbedarf habe ich nicht :)

:hello tapeesa
tapeesa (20.08.2021, 09:05):
Viktor Ullmann:
- Klavierkonzert, op. 25
- Klaviersonaten Nr. 3, op. 26b & 7
Annika Treutler
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Stephan Frucht
Sfantu (20.08.2021, 09:09):
Carl Philipp Emanuel Bach

Konzert F-dur für zwei Cembali, Streicher und B. c. Wq 46

Christine Schornsheim, Raphael Alpermann,
Akademie für Alte Musik Berlin
(CD, Berlin Classics, 1992)

Eine dieser Aufnahmen, die einfach nicht altern.
Bachs Doppelkonzert besitzt unwiderstehlichen Drive, der hier aufs Glücklichste und in mitreißendem Schwung ausgespielt wird. Ein Energieschub für den ganzen Tag.
Doch auch insgesamt kann ich dieses Album uneingeschränkt empfehlen.
Ein überzeugendes Plädoyer für diese Schätze der Vorklassik.

Bei mir noch in der alten Ausgabe:





Inzwischen in der reference gold-Serie zum attraktiven Preis neu aufgelegt:
palestrina (20.08.2021, 10:13):
Aber Missionierungsbedarf habe ich nicht
Also, von mir hörst du in dieser Hinsicht nichts mehr! :thumbdown:
Philidor (20.08.2021, 14:20):
Tapeesa, Palestrina, ich lese Eure Beiträge als gegenseitiges Missverständnis ... mir drängt sich der Verdacht auf, Ihr hättet aneinander vorbei geschrieben, was Eure jeweilige Reaktion zwar nachvollziehbar macht, aber der vermutete Anlass war eventuell gar nicht gegeben ...? Alles weitere per PN ...

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 97 C-Dur
Sinfonie Nr. 98 B-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (20.08.2021, 15:43):
Oha! :down

Nikolai Medtner: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 50

Marc-André Hamelin
London Philharmonic Orchestra
Vladimir Jurowski



Meine Öhrlein, die bei dieser Musik mangels Hörerfahrung gewiss kaum zuständig sind, fanden sich beim Hören dieser Aufnahme auf äußerste positiv angeregt! Medtner ist ja schon klasse, aber das hier ist echt verschärft gut.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (20.08.2021, 17:58):
Ich habe die Serie ... Hammer, Hammer, Hammer!

Béla Bartók: Konzert für Orchester

New York Philharmonic
Pierre Boulez



Kein Gramm Fett im Klang - drahtig, sehnig, hellwach, voller Kraft und doch stets agil. Herrlich.

Gruß
Philidor

:hello

(NB. Zwischenbilanz in Sachen Bartóks KfO: Auf dem Treppchen sind bisher Fricsay, Boulez/Sony, Solti/LSO. Dahinter Bernstein/NYPO, Ancerl. Solti/CSO? Sorry ...)
Philidor (20.08.2021, 19:24):
Nun wieder eine Messe.

Anton Bruckner: Messe Nr. 3 f-Moll

Maria Stader, Claudia Hellmann, Ernst Haefliger, Kim Borg
Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Eugen Jochum



Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (20.08.2021, 20:05):
Diese Aufnahme ist wirklich wunderbar :) . Könnte ich auch mal wieder hören. Bruckner habe ich ohnehin schon länger nicht gehört.
Grüße
Jan :hello
Philidor (21.08.2021, 08:28):
Carl Philipp Emanuel Bach

Konzert F-dur für zwei Cembali, Streicher und B. c. Wq 46

Christine Schornsheim, Raphael Alpermann,
Akademie für Alte Musik Berlin
(CD, Berlin Classics, 1992)

Eine dieser Aufnahmen, die einfach nicht altern.
Danke für den Tipp! Die verströmt mein Strömer leider nicht, darum - bestellt.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 99 Es-Dur
Sinfonie Nr. 100 G-Dur ("Militär-Sinfonie")

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Es ist einfach eine Wahnsinnsmusik ... dieser Anfang der Durchführung des Kopfsatzes von Nr. 99 ... das hat auch Bruckner nicht anders gemacht ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.08.2021, 10:10):
Das Elefantenkonzert.

Sergej Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30

Marc-André Hamelin
London Philharmonic Orchestra
Vladimir Jurowski



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.08.2021, 10:55):
Und nochmal Bartók.

Béla Bartók: Konzert für Orchester

Concertgebouw Orchestra
Antal Dorati



Tolle Aufnahme. Vielleicht ein wenig auf den letzten Satz fokussiert, der mich am meisten überzeugt hat. Wer bei diesem Werk vor allem ein fetziges Finale wünscht, könnte hier fündig werden ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.08.2021, 12:17):
Das fängt ja gut an ...

Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

NBC Symphony Orchestra
Arturo Toscanini
live April 1941



Von wegen "Typische Kennzeichen des Biedermeierstils sind in der Malerei wie in der Dichtkunst Ehrfurcht und Gläubigkeit, ein maßvoller Gefühlsausdruck und die Neigung zum Bewahren. Diese Züge treten auch im Schaffen Mendelssohns vorherrschend in Erscheinung." (Rudolf Kloiber, Handbuch der klassischen und romantischen Sinfonie, 3. Auflage, Wiesbaden: Breitkopf & Härtel, 1981, in der Einführung zum vorgenannten Werk).

Biedermeier? Hier geht die Post ab ... eine hitzige Aufnahme, welche die HIP-Bewegung per Zeitmaschine rechts überholt.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.08.2021, 14:10):
Die letzte des einen, die ersten des anderen ...

Dmitri Schostakowitsch

Sinfonie Nr. 1 f-Moll op. 10
Sinfonie Nr. 2 H-Dur op. 14 ("An den Oktober")
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 20 ("Zum 1. Mai")

Russian State Choral Chapel
Moscow Philharmonic Symphony Orchestra
Kirill Kondraschin



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.08.2021, 14:54):
Ich blieb im Osten.

Nikolai Medtner: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 50

Abram Shatskes, Klavier
USSR State Academy Symphony Orchestra
Jewgenij Swetlanow



Das klingt in meinen banausigen Ohren ziemlich amtlich. Scheint so, als ob wir unter mindestens zwei sehr guten bis ausgezeichneten Aufnahmen für dieses Werk wählen könnten, Shatskes und Hamelin. - Bin auf Sudbin gespannt.

Das Cover ist nicht dasjenige, welches mein Strömer anzeigt, das beim Strömer sieht ungefähr so aus wie das rechts gezeigte.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.08.2021, 17:42):
Auf den Tag genau heute vor 61 Jahren bei den Salzburger Festspielen - war nicht so geplant, aber hat sich so ergeben.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")
* * * * *
Arnold Schönberg: Variationen für Orchester op. 31
Claude Debussy: La Mer

Berliner Philharmoniker
Dmitri Mitropoulos
Salzburg live 21. August 1960



Schönes non-Standard-Programm!

Ja - der Mendelssohn ... deutlich biedermeierlicher als unter Toscanini, aber ... sehr stimmig. Passt. Keine "something else"-Aufnahme, eher eine richtig gute "normale".

Apropos "normal" - Schönbergs Variationen habe ich noch nie so vertraut gehört. Sie klingen, als ob wir den ganzen Tag solchen Kram hören. Frappierend. - Das Meer klingt hier schön aufgefächert, bisweilen ein wenig hitzig, aber gut.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (22.08.2021, 08:45):
Endspurt.

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 101 D-Dur ("Die Uhr")

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Fischer und seine Haydn-Philharmonie müssen sich m. E. nicht hinter anderen Namen, die man auf Medium gerne mit diesen Werken verbindet, verstecken. Harnoncourt und Bernstein fielen mir zuvörderst ein, auch Beecham, Minkowski, Abbado, Kuijken. Aber bei Fischer fehlt mir nichts ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (22.08.2021, 09:12):
Diese Scheibe erscheint Anfang September 2021. Bei Qobuz gibt es schon die Appetizer:

Wolfgang Amadé Mozart

Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550 (1. Satz)

Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 ("Jupiter", 2. Satz)

Kammerakademie Potsdam
Antonello Manacorda



Macht Lust auf mehr! Nicht ganz so energisch-ruppig wie bie Minasi, aber auf den ersten Lausch ziemlich hörenswert.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (22.08.2021, 09:27):
Hinterher die Choralkantate zum heutigen 12. Sonntag nach Trinitatis. UA Leipzig 19. August 1725.

Johann Sebastian Bach: "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" BWV 137

Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Makoto Sakurada, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Einer der kürzeren Gattungsbeiträge. Aber welche Klangpracht ... und die Arie mit Solovioline ist hinreißend - die hat er ja in den Schübler-Chorälen nochmal verwertet ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (22.08.2021, 10:37):
Nun wieder Medtner cum equis proelii diversis.

Nikolai Medtner: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 50

Sergej Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 4 g-Moll op. 40
(Originalfassung von 1926)

Yewgenij Sudbin, Klavier
North Carolina Symphony
Grant Llewellyn



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (22.08.2021, 11:19):
Wie Jansons zu Jansons wurde, kann man an seinen frühen Aufnahmen aus Oslo hören ...

Béla Bartók: Konzert für Orchester

Oslo Philharmonic Orchestra
Mariss Jansons



Sehr fein, stellenweise ein ganz klein wenig kühl, aber sehr trennscharf und voller Energie.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (22.08.2021, 12:28):
Diese Aufnahmen maag ich sehr.

Felix Mendelssohn Bartholdy

DIe Hebriden op. 26
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

London Symphony Orchestra
Peter Maag



Da gibt's nix zu meckern ... oder?

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (22.08.2021, 13:36):
So ... die prominenten Messen des 19. Jhds. gehen mir so langsam aus ... es gäbe freilich noch Beethovens C-Dur-Messe, einen kleinen Stapel Schubert, Schumanns Messe, Rheinberger, Draeseke, Brahms, Bruckner, ... aber diese hier ist noch so ein Kleinod:

Charles Gounod: Messe solennelle en l'honneur de Sainte-Cécile
("Cäcilienmesse")

Luba Orgonášová, Christian Elsner, Gustáv Beláček
Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Mariss Jansons



Ein zauberhaftes Werk! Nach dem ersten Hören - das müsste doch ein Favorit für alle Laienchöre sein, für die eine h-Moll-Messe oder Beethovens Missa solemnis etwas zu hoch hängt, aber ein Werk dieser Länge und die Organisation sowie die finanziellen Herausforderungen mit Orchester und Solisten machbar erscheinen ... auch sind es nur drei Solisten ...

... darüber hinaus ist das auch eine Musik, die sich sicher vielen erschließt, die vielleicht nicht zum Frühstück die Kunst der Fuge, mittags Webern und nach dem Abendessen ein spätes Beethoven-Quartett hören. Musik für Menschen. Nach Rossinis Spätwerk die zweite sehr erfreuliche Entdeckung.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (22.08.2021, 15:16):
Nun wieder Regimetreues. Oder auch nicht.

Dmitri Schostakowitsch

Sinfonie Nr. 1 f-Moll op. 10
Sinfonie Nr. 2 H-Dur op. 14 ("An den Oktober")
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 20 ("Zum 1. Mai")

Berliner Phlharmoniker (Nr. 1)
Chor und Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks (Nr. 2 und 3)
Mariss Jansons



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (22.08.2021, 18:27):
Ziemlich fetzisch ... Luks aeternus.

Claudio Monteverdi

Dixit Dominus secondo à 8 voci concertato (aus Selva morale e spirituale)
Beatus vir primo à 6 voci concertato (aus Selva morale e spirituale)
Sonata sopra 'Sancta Maria ora pro nobis' (aus Vespro della Beata Vergine)
Laudate pueri primo à 5 voci concertato (aus Selva morale e spirituale)
Gloria in excelsis Deo à 7 voci concertato (aus Selva morale e spirituale)

* * * * *

Heinrich Franz Ignaz Biber: Missa Salisburgensis à 53 voci

Collegium vocale 1704
Collegium 1704
Václav Luks

Mitschnitt eines Konzertes aus dem Salzburger Dom vom 27. Juli 2016



Die Messe erklingt am einkomponierten Orte unter Einbeziehung der vier Pfeileremporen an der Vierung samt den vier Orgeln darauf. Der größte Teil des Apparates hat seinen Platz zwischen Epistel- und Evangelienorgel, also am Übergang von Vierung und Chor.

Luks wie so oft in hochkonzentrierter, spannend durchorganisierterWiedergabe, die den großen Klang nicht scheut. Der Raum tut mit reichlichem Nachhall ein Übriges. Ein üppiges Fest für Augen und Ohren.

Die BluRay ist wohl ein gutes Argument für 5.1. Leider habe ich eine solche Anlage nicht. Spaß gemacht hat es trotzdem.

Wie viele derart gelungene Aufführungen des Ausnahmewerkes es wohl gibt? Es ist wohl die "Mahler 8" des Barock ... Knaller.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (23.08.2021, 16:35):
Je öfter ich Haydn höre, desto besser finde ich ihn. Dieser "Punkt des Überdrusses" will sich nicht einstellen, dabei habe ich seit dem ersten Lockdown viel Haydn gehört, alle Streichquartette mindestens einmal, die Pariser und Londoner Sinfonien mehrfach, jetzt die GA der Sinfonien mit Fischer ... einfach fantastisch.

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 102 B-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (23.08.2021, 17:41):
Nun das dritte - mit kapitaler Zugabe.

Nikolai Medtner

Klavierkonzert Nr. 3 e-Moll op. 60 ("Ballade")
Sonate-Ballade Fis-Dur op. 27

Geoffrey Tozer, Klavier
London Philharmonic Orchestra
Neeme Järvi



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (23.08.2021, 18:20):
Sir Simon spielt auf.

Béla Bartók: Konzert für Orchester

City of Birmingham Symphony Orchestra
Simon Rattle



Die fetzigen Passagen - klasse. Bei den ruhigeren Abschnitten kam es mir bisweilen so vor, als ob Sir Simon dazu nicht viel eingefallen wäre. Die hingen für meine Ohren schon mal durch.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (23.08.2021, 19:08):
Was für eine wunderbare Aufnahme!

Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

San Francisco Symphony Orchestra
Herbert Blomstedt



Rhythmisch angeschärft und mit Drive serviert Mr. Blomstedt an der Golden Gate Bridge ein schottisches Menü vom Feinsten. - Wer dunkle Pferde sucht, könnte hier nochmal reinhören ... die schönsten Blumen wachsen bisweilen im Verborgenen. Meine Begeisterung für dieses Werk hat durch die Aufnahmen von Toscanini und Blomstedt jedenfalls nicht unwesentlich zugenommen.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (24.08.2021, 11:37):
David Lang - Love Fail
// nach Lydia Davis, Marie de France, Gottfried von Straßburg, Béroul, Thomas of Britain und Richard Wagner //
Elizabeth Bates, Sonja Tengblad, Sarah Brailey, Carrie Cheron, Christina English, Clare McNamara, Stephanie Kacoyanis, Emily Marvosh

Lorelei Ensemble, Beth Willer
Amonasro (24.08.2021, 16:33):


Jean Sibelius:

Sinfonie Nr. 4
Der Schwan von Tuonela
Sinfonie Nr. 5

Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

Gruß Amonasro
Philidor (24.08.2021, 16:46):
Habe ich Euch eigentlich schon gesagt, wie ich über Haydn denke? Also, ich finde den richtig gut ...

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 103 Es-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.08.2021, 17:18):
Nun wieder Medtner.

Nikolai Medtner: Klavierkonzert Nr. 3 e-Moll op. 60 ("Ballade")

Michael Ponti, Klavier
Orchestra of Radio Luxembourg
Pierre Cao



Wow!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.08.2021, 18:00):
Ein weiteres KfO.

Béla Bartók: Konzert für Orchester

Chicago Symphony Orchestra
Pierre Boulez



Hmmm .. da hat mir die Sehnigkeit der Sony-Aufnahme mit Boulez wesentlich besser gefallen ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.08.2021, 19:12):
Und nochmal MB3.

Felix Mendelssohm Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

London Classical Players
Roger Norrington



Der schlanke Klang hat mir sehr gefallen, aber bei Blomstedt ging einfach mehr ab ...

Gruß
Philidor

:hello
michael74 (24.08.2021, 19:22):
Hallo Zusammen,

da schon als Streaming verfügbar ertönt gerade




Gruß Michael
Amonasro (24.08.2021, 23:47):


Charles Gounod/Michel Carré: Mireille

Mireille - Mirella Freni
Vincent - Alain Vanzo
Taven - Jane Rhodes
Ramon - Gabriel Bacquier
Ourrias - José Van Dam
Vincenette - Christine Barbaux
Clémence - Michèle Command
Ambroise - Marc Vento
Le passeur - Jean-Jacques Cubaynes
Andreloun - Luc Terrieux

Orchestre et Chœurs du Capitole de Toulouse, Michel Plasson

Gruß Amonasro
Sfantu (25.08.2021, 06:35):
@michael74,

was sind Deine ersten Eindrücke zu Zimermans Beethoven?

Viele Grüße,
Sfantu
tapeesa (25.08.2021, 08:34):
Felix Mendelssohn - Klavierkonzerte Nr. 1 & 2
Peter Katin (Klavier)
London Symphony Orchestra, Anthony Collins

Diese Konzerte hätte ich nicht direkt Mendelssohn zugeordnet.
michael74 (25.08.2021, 08:59):
@michael74,

was sind Deine ersten Eindrücke zu Zimermans Beethoven?

Viele Grüße,
Sfantu
Hallo Stantu,

ich habe mich in meiner Formulierung mit der kommenden Aufnahme von R Buchbinder vertan, die abgebildete Aufnahme gibt es schon ein paar Wochen

ich finde die Aufnahme extrem gut und im Vergleich zum Lisiecki viel weicher flüssiger gespielt. Bei Lisiecki ist allerdings auch eine Liveaufzeichnung
michael74 (25.08.2021, 09:04):


die steht noch an
Philidor (25.08.2021, 14:46):
Alles hat einmal ein Ende ... es war eine gute Zeit mit Haydn, Fischer und der Österreichisch-Ungarischen Haydn-Philharmonie ... in ein paar Jahren mal wieder.

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 104 D-Dur

Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (25.08.2021, 17:15):
Suchet, so werdet ihr finden ... klopfet an, so wird euch aufgetan ...

Alexandr Skrjabin: Klavierkonzert fis-Moll op. 20

Nikolai Medtner: Klavierkonzert Nr. 3 e-Moll op. 60 ("Ballade")

Yewgenij Sudbin, Klavier
Bergen Philharmonic Orchestra
Andrew Litton



Den Skrjabin hatte ich gar nicht auf dem Zettel ... ein wunderbares Werk, noch so ein spätromantisches, russisches Kraftstück ... da sind wohl weitere Tiefenbohrungen in den nächsten Tagen fällig. Die Aufnahmen mit Ashkenazy und Scherbakov am Geflügel stehen noch im Regal, im Strom gibt es weitere. Bin gespannt.

Das dritte Konzert von Medtner fällt für meine Ohren gegenüber den ersten beiden ein wenig ab. Ich kann den Beinamen "Ballade" nachvollziehen, diesen epischen Erzählton, dennoch ... jedenfalls ist die Aufnahme mit Ponti bisher mein Favorit.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (25.08.2021, 19:33):
Glaubt ja nicht, dass ich dem Hurwitz alles glaube, was der so absondert, ...

Béla Bartók: Konzert für Orchester

Boston Symphony Orchestra
Rafael Kubelik



... der hat gesagt, dass die Aufnahme mit Kubelik eine der besten von Bartóks KfO wäre ... und sie ist wirklich richtig gut. Meine ich. Nicht so "on the edge" als Thriller wie bei Solti/LSO, nicht so drahtig-elastisch-sehnig wie bei Boulez/NYPO, einfach so in der über-alles-Qualität, alles passt, manches klingt wie "voll auf den Punkt gebracht" ... da das Orchester darüber hinaus klar besser als das RSO Berlin unter Fricsay spielt, sind bei mir nun Solti/LSO, Boulez/NYPO und eben diese mit Kubelik auf dem Treppchen.

Demnächst kommt noch Ivan Fischer. Bin gespannt. Außerdem gibt es mindestens noch zwei Live-Aufnahmen mit Kubelik. Bei Mahler und Dvorak sind die Live-Mitschnitte unter Kubelik den Studio-Aufnahmen mMn vorzuziehen ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (26.08.2021, 20:04):
Es gibt Tage, da kommt man zu nix ... aber für diesen Kracher war gerade noch Zeit:

Béla Bartók: Konzert für Orchester

Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer
Juni 1997



... ist ab sofort mit Boulez (NYPO), Solti (LSO) und Kubelik (Boston SO) bei mir auf dem Treppchen.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.08.2021, 17:36):
Der Einstieg ins Wochenende war schon mal gelungen ...

Christoph Nichelmann: Ouvertüre B-Dur für zwei Oboen, Streicher und B. c.
Johann Philipp Kirnberger: Sinfonia D-Dur für zwei Hörner, Streicher und B. c.
Johann Joachim Quantz: Konzert e-Moll für Flauto traverso, Streicher und B. c. ("Pour Potsdam")
Christoph Schaffrath: Ouvertüre und Allegro assai für Streicher und B. c.
Carl Philipp Emanuel Bach: Konzert F-Dur für zwei Cembali, zwei Hörner, Streicher und B. c.

Ernst Burghard-Hilse, Flauto traverso
Christine Schornsheim, Cembalo I
Raphael Alpermann, Cembalo II
Akademie für Alte Musik Berlin



Danke an Sfantu für den Tipp! Feine Musik in erwartbarer, aber nicht selbstverständlicher Wiedergabequalität - Akamus eben.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.08.2021, 18:16):
... und es geht wunderbar weiter:

Nikolai Medtner: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 50

Nikolai Demidenko, Klavier
BBC Scottish Symphony Orchestra
Jerzy Maksymiuk



Ich weiß gar nicht, welcher Aufnahme ich den Vorzug geben soll ... Hamelin, Shatskes, Demidenko ... reine Luxusprobleme.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.08.2021, 19:09):
Eine hab ich noch, eine hab ich noch ...

Béla Bartók: Konzert für Orchester

Münchner Philharmoniker
Sergiu Celibidache
München, Philharmonie am Gasteig live 20. März 1995



Hörenswert? Absolut.
Lieblingsaufnahme? Eher nicht. Aber unglaublich spannend.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (28.08.2021, 09:52):
Hier zum Tagesbeginn nochmal diese:

Christoph Nichelmann: Ouvertüre B-Dur für zwei Oboen, Streicher und B. c.
Johann Philipp Kirnberger: Sinfonia D-Dur für zwei Hörner, Streicher und B. c.
Johann Joachim Quantz: Konzert e-Moll für Flauto traverso, Streicher und B. c. ("Pour Potsdam")
Christoph Schaffrath: Ouvertüre und Allegro assai für Streicher und B. c.
Carl Philipp Emanuel Bach: Konzert F-Dur für zwei Cembali, zwei Hörner, Streicher und B. c.

Ernst Burghard-Hilse, Flauto traverso
Christine Schornsheim, Cembalo I
Raphael Alpermann, Cembalo II
Akademie für Alte Musik Berlin



Musik aus einer spannenden Zeit des Umbruchs. Das alte Handwerkzeug ist noch da, Imitation als Impuls zum Start, Sequenzen als Motoren des weiteren Vorankommens. Und doch - wie viel leichter, anmutiger klingt das hier häufig, als das bei Corelli oder Händel sein kann.

Ausgenommen Phimanuel - da geht's mal wieder ums Ganze. Trotzdem eine spannende, aktive, lebensbejahende (man verzeihe das Pathos) Musik. Des alten Bachs Doppelkonzert für zwei Violinen scheint nahe.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (28.08.2021, 10:37):
Eine tolle CD, wenn man Medtner mag.

Nikolai Medtner: Klavierkonzert Nr. 3 e-Moll op. 60 ("Ballade")

Nikolai Demidenko, Klavier
BBC Scottish Symphony Orchestra
Jerzy Maksymiuk



Demidenko spielt das vielleicht ein wenig redselige Konzert schön stringent, packt es unter einen großen Bogen.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (28.08.2021, 11:00):
Jean-Féry Rebel -
aus der Sammlung von 12 Sonaten in 2 oder 3 Stimmen:
Sonate Nr. 7 in c-Moll, "Tombeau de Monsieur de Lully"
Ensemble Rebel, Jörg-Michael Schwarz

Olivier Messiaen - Le tombeau resplendissant (1931)
Orchestre National de Lyon, Jun Märkl
Philidor (28.08.2021, 14:54):
Nach der Sichtung von Aufnahmen des KfO habe ich Lust auf den übrigen Bartók bekommen ... wenn das Gedächtnis am Urwaldfluss nicht trügt, dann habe ich das zuletzt in 2005 gemacht ... ich hab's in sehr guter Erinnerung, also auf ein Neues.

Béla Bartók

Rhapsodie für Klavier und Orchester op. 1 (1905)
Scherzo für Klavier und Orchester op. 2 (1905)

Zoltán Kocsis
Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Die beiden frühen Werke für Klavier und Orchester stehen eigentlich völlig im Schatten der Klavierkonzerte. Ob zu recht oder nicht, mögen andere beurteilen. Hier nur so viel, dass sie mit 24 bzw. 30 Minuten Spieldauer alles andere als kleine Intermezzi sind, sondern verkappte Klavierkonzerte mit eigenwilliger Form. Die gehörten Klänge würde ich als vollkommen spätromantisch einordnen. Es gibt freilich kleinste Stellen, wo ich denke "oh, das hätte er auch später komponiert haben können", aber eigentlich sind das spätromantische Kräftemessen für Helden am Klavier, die sich trauen, gegen ein ganzes Orchester anzutreten.

Sehr hörenswert imho! Viele Aufnahmen scheint es nicht zu geben, mit diesen hier bin ich sehr zufrieden.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (28.08.2021, 15:49):
Auch Bartók hatte seine nationale Phase, bevor ihn die Volksmusik Rumäniens und der Slowakei mehr interessierten.

Lajos Kossuth war einer der Anführer des (erfolglosen) ungarischen Unabhängigkeitskampfes gegen Österreich in den Jahren 1848/49.

EIn Jahr vor der Komposition von "Kossuth" hatte Bartók in Budapest die sinfonische DIchtung "Also sprach Zarathustra" kennengelernt. Überliefert sind seine Worte: " ... das von den meisten Musikern mit Entsetzen angehörte Werk erfüllte mich mit dem größten Enthusiasmus: endlich erblickte ich eine Richtung, die Neues barg."

Béla Bartók: Kossuth (1903)

Budapest Symphony Orchestra
György Lehel



Persiflage der damaligen österreichischen Nationalhymne "Gott erhalte Franz, den Kaiser" inkludiert.

Die CD weist mich auf die Existenz eines frühen Klavierquintetts hin, welches ich gar nicht auf dem Schirm hatte. Sehr gut.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (28.08.2021, 17:15):
Nun Tastendrang und Sinnenrausch.

Aleksandr Skrjabin

Klavierkonzert fis-Moll op. 20
Le Poème de l'extase op. 60

Vladimir Ashkenazy, Klavier
London Philharmonic Orchestra (Klavierkonzert)
Cleveland Orchestra (Poème)
Lorin Maazel



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (28.08.2021, 18:28):
Talisker wird auf der Insel Skye (innere Hebriden) gebrannt ...

Felix Mendelssohn Bartholdy

DIe Hebriden op. 26
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

The Hanover Band
Roy Goodman



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (28.08.2021, 19:46):


Gaetano Donizetti/Salvadore Cammarano: Roberto Devereux ossia il conte di Essex

Elisabetta - Nelly Miricioiu
Roberto Devereux - José Bros
Sara - Sonia Ganassi
Duca di Nottingham - Roberto Frontali
Sir Gualtiero Raleigh - Graeme Broadbent
Lord Cecil - Robin Leggate

Royal Opera House Chorus
Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden; Maurizio Benini

Gruß Amonasro
Philidor (29.08.2021, 08:42):
Los geht's im Tengelmann ...

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production I - 1. Ouverture en mi mineur

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel




Sehr schön! Meilenweit entfernt von den kurzatmigen Geschwindigkeitsrekorden, die Goebel in den "Brandenburgischen" aufgestellt hat und sich gerne damit brüstete, dass noch niemand schneller war.

Geschmackvoll, delikat, detailbewusst.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (29.08.2021, 09:10):
Hinterher die Choralkantate zum 13. Sonntag nach Trinitatis.

Johann Sebastian Bach: "Allein zu dir, Herr Jesu Christ" BWV 33

Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (29.08.2021, 13:29):
Warst du auf Skye?
Nein. Aber ich habe Talisker getrunken. 8o Das muss so um 2000 herum gewesen sein, als ich mich für Single Malt begeisterte. Seitdem hat sich der Markt wohl deutlich verändert, viele prominente Destillerien haben ihre Einsteigs-Edition wohl im Alter gesenkt und im Geschmack stromlinienförmiger ausgestaltet. Von wegen, "der Markt wird es richten". Der Markt generiert BILD-Zeitung und MacDoof sowie Schweinefleisch für € 4,99 das Kilo, das ist der Markt.
Aber einen rauchigen Single Malt habe ich eigentlich immer im Regal, zurzeit Ardbeg 10 ...
Ich bin mal die schottische Westküste hinab gereist (von Ullapool nach Fort William). Auf Skye war ich, zeitbedingt, nur eine Nacht.
Die Hebriden und die Orkneys (Highland Park 18y) würden mich interessieren ... und eine Wanderung auf den Ben Nevis. Nebst Besuch von Konzerten des BBC Scottish Symphony Orchestra und des Scottish Chamber Orchestra.
Meine Schwierigkeit mit Felix Mendelssohns Werken, hat andere Gründe. Ich tippe auf den Biedermeier und Klassizismus-Einfluss. Früh- und Spätromantik sind mir deutlich näher. In der Hochromantik eher Komponisten, Werke die noch in anderen Phasen verwurzelt sind, oder Ähnliches.
Das geht mir genauso! Bei Mendelssohn 2 und 4 hat es sofort "klick" gemacht, und auch die erste kann ich mir gut anhören. Aber die dritte, die verkörpert so alles, was ich bei Biedermeier nicht so anziehend finde.
Da andere (viele) Menschen diese Musik gut finden, halte ich die Annahme aufrecht, dass es an mir liegen müsse, wenn ich die Dritte nicht so mag, und arbeite daran ... heute mit dieser Aufnahme:

Felix Mendelssohn Bartoldy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

Orchestra of the Eigtheenth Century (ohne Fox)
Frans Brüggen



Achtung. Ich dachte, es wäre die früh-HIPpe Aufnahme mit Brüggen, aber nein. Diese Aufnahme entstand 2009 oder 2012, Genaueres sagt das Cover leider nicht.

Nun denn, dann werde ich die ältere Aufnahme eben später hören ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (29.08.2021, 16:33):
Na, das klingt in meinen Ohren doch schon nach Bartók ...

Béla Bartók: Violinkonzert Nr. 1 (1907/08)

Isaac Stern, Violine
Philadelphia Orchestra
Eugene Ormandy



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (29.08.2021, 18:10):
Und nochmal Bartóks frühnationaler Versuch.

Béla Bartók: Kossuth (1903)

ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Cornelius Meister



Die Aufnahme ist hilfreicherweise in zehn Tracks entsprechend den zehn Abschnitten der sinfonischen DIchtung gegliedert. Sehr gut ... warum ist so etwas nicht selbstverständlich?

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (29.08.2021, 18:33):
Und nochmal die frühe Klavierrhapsodie.

Béla Bartók: Rhapsodie für Klavier und Orchester op. 1 (1905)

Andor Foldes, Klavier
Orchestre Lamoureux
Roger Desormière



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (29.08.2021, 20:11):
Und noch ein anderer Ungar.

Franz Liszt: Études d'exécution transcendante

Daniil Trifonov, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (30.08.2021, 08:08):
Pour le petit-déjeuner.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production I - 2. Quatuor en sol majeur

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (30.08.2021, 17:09):
Hier historische Schätzchen.

Béla Bartók

Rhapsodie für Klavier und Orchester op. 1 (1905)
Scherzo (Burlesque) für Klavier und Orchester op. 2 (1905)

Erzsebet Tusa, Klavier
Budapest Symphony Orchestra
György Lehel



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (30.08.2021, 17:26):
Weitere ...

Béla Bartók: Zwei Portraits op. 5 (1907)
für Violine und Orchester

Mihály Szücs, Violine
Budapest Philharmonic Orchestra
Miklós Erdélyi



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (30.08.2021, 18:32):
Und nochmal.

Béla Bartók

Kossuth (1903)
Konzert für Orchester (1943)

San Francisco Symphony Orchestra
Herbert Blomstedt



Schöne Kopplung!

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (31.08.2021, 12:25):
Arnold Schönberg: Orgelwerk
- Variationen über ein Rezitativ, op. 40 - Zwei Sonatenfragmente - Sechs kleine Stücke, op. 19
Viktor Ullmann: Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke - Erster und Zweiter Teil
Torsten Meyer, Sprecher
Martin Schmeding, Eule-Orgel, Mercatorhalle Duisburg
Philidor (31.08.2021, 17:02):
Pour le diner.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production I - 3. Concert la majeur pour flûte, violon, violoncelle, cordes et B. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (31.08.2021, 17:39):
Nun wieder Getastetes.

Aleksandr Skrjabin: Klavierkonzert fis-Moll op. 20

Konstantin Scherbakov, Klavier
Moscow Symphony Orchestra
Igor Golovschin



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (31.08.2021, 18:17):
Früher Bartók.

Béla Bartók: Zwei Portraits op. 5

Shlomo Mintz, Violine
London Symphony Orchestra
Claudio Abbado



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (31.08.2021, 19:11):
Meine Seele lobet den Dirigenten, und mein Geist freuet sich der Musiker, die mein Herz freudig erregten ...

Felix Mendelssohn Bartholdy

DIe Herbiziden op. 26
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

Orchestra of the 18th Century
Frans Brüggen



Coole Aufnahme, welche die anderen früh-HIPpen von Norrington und Goodman imho klar hinter sich lässt. G..les Teil.

Kennt Ihr die Aufnahme von Beethovens Violinkonzert mit Brüggen und Thomas Zehetmair? Selbe Liga. Ohrenputzer. Geistanreger.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (31.08.2021, 21:21):


Johann Sebastian Bach: Englische Suiten Nr. 2, 4 & 5

Blandine Rannou (Cembalo)

Gruß Amonasro
Sfantu (31.08.2021, 21:46):
@Amonasro

Herrliche Musik! I
ch hoffe, Madame Ramou bringt sie gebührend zum Funkeln, zum Rauschen, zum Erglühen?!
tapeesa (01.09.2021, 11:39):
Henry Purcell - The Fairy Queen

Ann Murray
Lorna Anderson
Gillian Fisher
Michael Chance
John Mark Ainsley
Ian Partridge
Richard Suart
Michael George

The Sixteen, Harry Christophers
Philidor (01.09.2021, 15:33):
Hier wieder früher Bartók.

Béla Bartók: Kossuth

Hungarian National Philharmonic Orchestra
Zoltán Kocsis



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.09.2021, 16:24):
Ganz Frühes.

Béla Bartók: Klavierquintett op. 3 (1904)

Csilla Szabó
Tatrai Quartet



Das klingt für meine Ohren ziemlich nach Brahms ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.09.2021, 17:22):
Oha ...

Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

Chamber Orchestra of Europe
Nikolaus Harnoncourt



... beim Hören dieser Aufnahme frug ich mich, ob man das mit dem klassizistischen Ansatz auch übertreiben könne. Hörenswert finde ich das schon, ob ich dieses Werk wirklich so hören will, ist eine andere Frage - bei der Antwort mit einfließen würde, ob nur der Kopf auf seine Kosten kommen soll oder auch andere Ecken der sinnlichen Wahrnehmung.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.09.2021, 18:55):
Was für ein Sprung!

Béla Bartók: Streichquartett Nr. 1 op. 7 (1908)

Hungarian String Quartet



Wahnsinn. Die Fuge im ersten Satz ... irgendwo zwischen Beethovens op. 131 und der "Musik für Saiteninstrumente ...".

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (01.09.2021, 23:48):
@Amonasro

Herrliche Musik! I
ch hoffe, Madame Ramou bringt sie gebührend zum Funkeln, zum Rauschen, zum Erglühen?!
Ich finde das eine sehr klare, elegante Interpretation. Das Instrument hat zudem einen runden, warmen Klang. Für ein Cembalo sehr klangschön.

Heute:



Verdi-Arien von Oberto bis Falstaff

Carlo Bergonzi (Tenor)

:times10

Gruß Amonasro
Philidor (02.09.2021, 07:34):
Du hast die Bergonzi-GA der Verdi-Arien? Herzlichen Glückwunsch! Wenn "alles von Verdi" mit einem einzigen Tenor, dann wohl Bergonzi ... sehe gerade, dass das Set unwürdigerweise zum Schnäppchen mutiert ist ... was für Zeiten ... niemand kennt mehr die Bedeutung von "Preis" und "Wert" ...

Pour le petit-déjeuner.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production I - 4. Trio en mi bémol majeur pour deux violons et b. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (02.09.2021, 10:29):
Charles Gounod - La Reine de SabaLibretto: Jules Barbier, Michel Carré

Kara Shay Thomson
Dominick Chenes
Kevin Thompson
Michelle Trainor
Matthew DiBattista
David Kravitz
David Salsbery Fry
Katherine Maysek

Odyssey Opera Orchestra & Chorus, Gil Rose
Amonasro (02.09.2021, 21:39):
Du hast die Bergonzi-GA der Verdi-Arien? Herzlichen Glückwunsch! Wenn "alles von Verdi" mit einem einzigen Tenor, dann wohl Bergonzi ...

Ja, volle Zustimmung. Bergonzi ist mein liebster Verdi-Tenor.

Jetzt aber Donizetti:



Gaetano Donizetti/Salvadore Cammarano: Poliuto

Poliuto - Franco Corelli
Paolina - Maria Callas
Severo - Ettore Bastianini
Callistene - Nicola Zaccaria
Nearco - Piero De Palma
Felice - Rinaldo Pelizzoni
Due cristiani - Virgilio Carbonari, Giuseppe Morresi

Orchestra e coro del Teatro alla Scala, Antonino Votto

Elektrisierender Live-Mitschnitt einer großartigen Oper.

Gruß Amonasro
Philidor (03.09.2021, 07:22):
Hier nochmals Telemann am Morgen.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production I
5. Solo en si mineur pour flûte et b. c.
6. Conclusion en mi mineur pour deux flûtes, cordes et b. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (03.09.2021, 17:37):
Franz Schubert - Winterreise
Christine Schäfer, Sopran; Eric Schneider, Klavier
Philidor (03.09.2021, 17:39):
Das Wochenende begann verheißungsvoll.

Béla Bartók: Kossuth (1903)

Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Bestimmt bin ich da "biased", aber das war schon eine tolle Aufnahme. Da ich auch das KfO von dieser Scheibe erstklassig fand: Herzliche Empfehlung für diese CD!

Kossuth lege ich jetzt mal auf die Seite und schaue nach den nächsten Werken in Bartóks Leben.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.09.2021, 17:44):
Franz Schubert - Winterreise
Christine Schäfer, Sopran; Eric Schneider, Klavier
Liebe Tapeesa, wie hat Dir diese Winterreise gefallen? Klingt sie so, wie das Cover aussieht ...? Ich glaube doch nicht ... oder?

VIele Grüße
Philidor

:hello
tapeesa (03.09.2021, 18:20):
Klingt sie so, wie das Cover aussieht ...? Ich glaube doch nicht ... oder?
Lieber Philidor,

wie klingt denn das Cover für dich?

Über die weibliche Sopranstimme entsteht Irritation, die m. E. auch bewusst genutzt wird.
Ein erhöhter Entfremdungseffekt. Es ist eine distanzierte Aufnahme, aber nicht emotionskalt. Eher ein Entfremden und sich dann von einer leichten Meta-Ebene zuwendend.
Auf jpc sprechen sie von "narrativ" - ja.
Bei mir löst es ein leichtes Umarmungsgefühl aus, ich denke, auf Grund dieser "Spaltung".
Es entsteht etwas Dreidimensionales. Dialogisches vielleicht. Raum, Luft, Eigenleben.

Ich finde es hochgradig fesselnd / spannend, richtig klasse.

Jetzt starte ich die Aufnahme nochmal und gehe =>
"Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen."
(Theodor W. Adorno)
dem nach .

Gruß, tapeesa
Philidor (03.09.2021, 18:55):
Liebe Tapeesa, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!
wie klingt denn das Cover für dich?Ich finde, das Cover sieht kahl, karg und farblos aus, um nur die oberflächlichsten EIgenschaften zu benennen. Das matte Grau der Schrift wirkt auf mich wie "hinter einem Schleier", als ob es hinter der Kargheit noch etwas gäbe.

Ja, dem Hörer noch Raum für seine eigene Interpretation der gehörten Interpretation zu lassen, ist eine Kunst, die selbst den allergrößten Liederfürsten nicht immer gelang ... wenn anstelle der Darbietung des Werkes so etwas wie ein Vortrag darüber, was alles in dem Werke steckt treten mag, zumindest stellenweise. - Aber danke für Deine Eindrücke!

Hier nochmal früher Bartók, auch vorerst zum letzten Mal.

Béla Bartók

Rhapsodie für Klavier und Orchester op. 1 (1905)
Scherzo für Klavier und Orchester op. 2 (1905)

Zoltán Kocsis
Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Sehr hörenswert. Ich meine, dass diese Musik für alle Entdecker von Nebengleisen der Klavierkonzertliteratur zumindest mal einen Lausch wert sein könne.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.09.2021, 19:55):
Verachtet mir die Meister nicht ...

Felix Mendelssohn Bartholdy

Die Hesperiden op. 26
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan



Also, wenn ich mal versuche, da ganz vorurteilsfrei zuzuhören ... was freilich nicht geht, aber mal hypothetisch ... die spielen das echt gut ...

... ok, ok, Toscanini, Blomstedt und Brüggen machen mich ungleich mehr an, aber auf ihre Art ist das schon toll gespielt.

Da werden sich in den nächsten Tagen die Scheiben mit von Dohnányi, Abbado, Muti und Bernstein drehen, äh, die Bits werden einströmen.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (03.09.2021, 22:33):



Vincenzo Bellini/Carlo Pepoli: I puritani

Gualtiero Valton - Gian Carlo Luccardi
Elvira Valton - Joan Sutherland
Giorgio Valton - Nicolai Ghiaurov
Arturo Talbo - Luciano Pavarotti
Riccardo Forth - Piero Cappuccilli
Bruno Roberton - Renato Cazzaniga
Enrichetta di Francia - Anita Caminada

Chorus of the Royal Opera House, Covent Garden
London Symphony Orchestra, Richard Bonynge

Gruß Amonasro
Philidor (04.09.2021, 08:48):
Das ist mal eine festliche Eröffnung des Wochenendes!

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production II - 1. Ouverture en ré majeur pour hautbois, trompette, cordes et b. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (04.09.2021, 09:06):
Nun wieder Bartók.

Béla Bartók: Zwei Porträts op. 5

Gerhart Hetzel, Violine
Hungarian State Symphony Orchestra
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (04.09.2021, 09:20):
Igor Stravinsky - L'Oiseau de feu (Der Feuervogel) (Auszüge)
Libretto: Michel Fokine
Dirigat: Igor Stravinsky
zum Orchester finde ich nur Angaben wie: Orchester oder Grand Orchestre
Philidor (04.09.2021, 09:45):
Und weiter.

Béla Bartók: Violinkonzert Nr. 1 (1907/08)

Kyung Wha Chung, Violine
Chicago Symphony Orchestra
Sir Georg Solti



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (04.09.2021, 10:14):
Noch eins.

Béla Bartók: Zwei Bilder op. 10 (1910)

Philadelphia Orchestra
Eugene Ormandy



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (04.09.2021, 11:40):
Nun mal wieder Getastetes.

Vladimir Horowitz live in Carnegie Hall (1965)

Johann Sebastian Bach
- Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564
(bearbeitet von Ferruccio Busoni)

Robert Schumann
- Fantasie C-Dur op. 17

Aleksandr Skrjabin
- Sonate Nr. 9 op. 68
- Poème in Fis-Dur

Frédéric Chopin
- Mazurka cis-Moll op. 30 Nr. 4
- Etude F-Dur op. 10 Nr. 8
- Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23

Zugaben
- Claude Debussy: Serenade for the Doll
- Aleksandr Skrjabin: Etüde cis-Moll op. 2 Nr. 1
- Moritz Moszkowski: Etüde As-Dur op. 72 Nr. 11
- Robert Schumann: Träumerei (Nr. 7 aus "Kinderszenen" op. 15)

Vladimir Horowitz, Klavier
9. Mai 1965



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (04.09.2021, 14:17):
Nun Vertrautes in fremder Aufführungspraxis.

Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll BWV 232

Principals:
Susan Hamilton, Cecilia Osmond, Sopran
Margot Oitzinger, Alt
Thomas Hobbs, Tenor
Matthew Brook, Bass

Ripienists:
Nicola Corbishley, Katie Trethewey, Sopran
Annemieke Cantor, Alt
Christopher Watson, Tenor (die Angabe "Alt" im Beiheft ist wohl falsch)
Christopher Adams, Bass

Dunedin Consort (das sind wohl die obigen ...) & Players
John Butt



Hmm ... also, die h-Moll-Messe ist für mich eventuell dasjenige der großen Vokalwerke Bachs, welches sich am wenigsten für eine (im Wesentlichen) solistische Besetzung des "Chores" eignet ... ich ziehe doch die "kleine" Besetzung mit zwei bis drei Sängerinnen und Sängern pro Stimme vor. - Meine Favoriten sind zur Zeit Herreweghe III und Suzuki.

Aber hörenswert isses schon. Wer diese Musik fetzig und expressiv braucht, ist hier wohl gut bedient.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (04.09.2021, 17:13):
Nun wieder Nordeuropäisches.

Felix Mendelssohn Bartholdy

Die Hybriden op. 26
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

Wiener Philharmoniker
Christoph von Dohnányi



Das kommt mir zwischen HvK und, sagen wir:, Brüggen nun vor wie der Mittelweg, der nicht nach Rom führt.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (04.09.2021, 18:16):
Neu im Regal - und so gut!

Béla Bartók: A kékszakállú herceg vára (1911)
(Herzog Blaubarts Burg)

Herzog Blaubart - Kolos Kováts
Judith - Sylvia Sass
London Philharmonic Orchestra
Sir Georg Solti
Verfilmung: Miklós Szinetár



Wow! Unter den Opernfilmen, die ich kenne, ist dies auf Anhieb das gelungenste Exemplar dieser Gattung!

(Wer verfilmt endlich den Ring? Gerne als Zeichentrick ...?)

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.09.2021, 08:59):
Der Sonntag begann geistreich.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production II - 2. Quatuor en ré mineur pour deux flûtes traversières, flûte à bec, violoncelle et b. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Die Goebel-Aufnahme strömt hier nur bitweise ein. Physisch im Regal steht aber die GA mit Hünteler (MDG). Habe mal ein Beiheft rausgesucht. Spannend.

Das Erstellen von Musik zur Begleitung voin Tafelfreuden gehörte zur Hauptaufgabe vieler Komponisten (heißt: Ich kann mein schlechtes Gewissen beruhigen, wenn ich beim Essen Musik höre :saint: ).

Im Dezember 1732 warb Telemann für seine "Tafelmusik", die er zur Subskription anbot. Quartalsweise waren je 2 Reichstaler nach Hamburger Wert im Voraus zu entrichten, der Komponist versprach dann Lieferung von vier Teilen zum Neujahrstag, zu Christi Himmelfahrt, zu Michaelis und zum Weihnachtsfest des Jahres 1733. - Beachtlich, wie damals das Wirtschaftsleben nach dem Kirchenkalender geordnet war. Heute würde man "zum Ende des jeweiligen Quartals" oder so etwas Ähnliches schreiben.

Halb Europa subskribierte. Der französische Flötist Michel Blavet orderte gleich 12 Exemplare (Aktienspekulationen sind keine Erfindung der Neuzeit), der Geigenvirtuose Pisendel aus Dresden, der Flötist, Komponist und Musiktheoretiker Quantz. Und sogar der seinerzeit vielleicht berühmteste Komponist, ein gewisser Mr. Hendel, Docteur en Musique, Londres. Letzterer verwendete einige Themen der Telemannschen Musik in seinen eigenen Werken. Für ihn waren die 8 Reichstaler also offenbar eine lohnende Investition.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.09.2021, 09:23):
Apropos Kirchenkalender - hier die Choralkantate zum heutigen 14. Sonntag nach Trinitatis.

Johann Sebastian Bach: "Jesu, der du meine Seele" BWV 78

Yukari Nonoshita, Daniel Taylor, Makoto Sakurada, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Ein Eingangschor(al) wie ein Monument, formal eine Passacaglia mit überlagertem Choral, aber was heißt schon die Form ... ein Duett, das Scheibes Kritik Lügen straft, ein tief empfundenes Rezitativ, die Tenor-Arie im Passions-Ton, ... was für ein Werk ... und das ist wochenweise Dutzendware ... jede Woche neues Staunen, auch nach wiederholtem Hören.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.09.2021, 10:23):
Totaliter aliter.

Frank Martin: Messe für Doppelchor
Zoltán Kodály: Missa brevis für gemischten Chor und Orgel

Chor des Bayerischen Rundfunks
Max Hanft, Orgel
Peter Dijkstra



Die Messe von Martin - weich, flutend, ganz wunderbar sanft. Krasser Gegensatz etwa zur gleißend-harten Aufnahme mit The Sixteen (die ich ebenfalls sehr mag).

Die Kodály-Messe - ebenfalls ein Kleinod.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.09.2021, 12:14):
Hier zwei erste.

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21

London Classical Players
Roger Norrington

Academy of Ancient Music
Christopher Hogwood



Ich kann mit beiden Aufnahmen gut leben. Norrington etwas knackiger, schroffer, Hogwood etwas homogenisierter ... aber so fantasievoll, wie etwa Bernstein die langsame Einleitung des Finales gestaltete, ist keiner von beiden. Schnell und kurz und bisweilen hart ist nicht alles. - Allerdings ging es bei diesen ersten HIPpen Beethoven-Zyklen wohl auch um das Anders-Sein, nicht primär um eine Lesart für die Ewigkeit.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.09.2021, 13:13):
Ein Favorit, wenn ich zu Mendelssohn greife ...

Felix Mendelssohn Bartholdy

DIe Herbiden op. 26
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

London Symphony Orchestra
Claudio Abbado



... und er enttäuscht nicht. Viele Details, schön transparent aufgefächerte Wiedergabe, die Stimmungen scheinen sehr gut getroffen, die Londoner spielen richtig gut. Es bleibt ein letzter Rest, bei dem ich mich frage, ob Abbado das ernst meint - geht es ihm um alles oder will er einfach nur zeigen, was für ein tolles Stück der Mendelssohn da schrieb? Ich glaube, eher Letzteres, was vom Ansatz her freilich ok ist, aber Toscanini, Blomstedt und Brüggen haben halt um ihr Leben gespielt ...

Dennoch: Unter den Mainstream-Einspielungen ist das schon eine tolle. Meine ich.

Darauf einen Ardbeg Ten.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.09.2021, 15:59):
Hier wieder früher Bartók.

Belá Bartók: Klavierquintett (1904)

Steven de Groote, Klavier
Chilingirian Quartet



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.09.2021, 16:37):
Der Unterschied zwischen gut gemachter und wesentlicher Musik ... sorry ...

Alfred Schnittke: Klavierquintett

Mark Lubotsky, Dimitri Hall, Violine
Irina Morozova, Viola
Julian Smiles, Violoncello
Irina Schnittke, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (05.09.2021, 17:22):
Und noch eins.

Dmitri Schostakowitsch: Klavierquintett g-Moll op. 57

Borodin Quartet
Elisabeth Leonskaja, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (05.09.2021, 19:09):
Der Unterschied zwischen gut gemachter und wesentlicher Musik ... sorry ...
Und welche Klassifizierung bezieht sich auf welches Werk?
Philidor (05.09.2021, 20:12):
Und welche Klassifizierung bezieht sich auf welches Werk?
Bartóks frühes Klavierquintett finde ich gut gemacht; Schnittkes Gattungsbeitrag finde ich wesentlich, existenziell ...

Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (05.09.2021, 20:31):
Danke für die Einordnung.
Bin gespannt aufs Vergleichshören.
tapeesa (05.09.2021, 22:28):
Franz Schubert -
Arpeggione-Sonate* & Piano Trio Nr. 2
Erich Höbarth, Violine
; Alexander Rudin, Arpeggione*, Cello**; Aapo Häkkinen, Fortepiano
tapeesa (06.09.2021, 09:16):
in Etappen:

Richard Wagner - Der fliegende Holländer

Der Holländer - Theo Adam
Senta - Anja Silja
Daland - Martti Talvela
Erik - Ernst Kozub
Mary - Annelies Burmeister
Der Steuermann - Gerhard Unger

BBC Chorus, New Philharmonia Orchestra, Otto Klemperer
Philidor (06.09.2021, 17:41):
Hier wieder früher Bartók.

Béla Bartók

Für Kinder (1908)
- Heft I
- Heft II

Allegro barbaro (1911)

Dezsö Ránki, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.09.2021, 18:37):
Und noch ein wenig.

Béla Bartók

Zwei Portraits für Violine und Orchester op. 5 (1907)
Zwei Bilder für Orchester op. 10 (1910)
Vier Stücke für Orchester op. 12 (1912)

Pierre Amoyal, Violine
Rotterdam Philharmonic Orchestra
James Conlon



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.09.2021, 20:07):
Schneidig ... aber Silbereisen sieht irgendwie noch schicker aus ... irgendwie cooler ...

Felix Mendelssohn Bartholdy

Ouvertüre "Meeresstille und glückliche Fahrt" op. 27
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

New Philharmonia Orchestra
Riccardo Muti



Muti lässt keine Möglichkeit aus, sein Orchester wuchtig aufspielen zu lassen, gerne mit eingedunkelten Farben. Er hebt die potenziellen Energien der Musik zulasten der kinetischen hervor. Da, wo ers flott laufen lässt, klingt es in meinen Ohren dann auch gleich ein wenig oberflächlich (2. Satz). Aber unterm Strich ist das schon hörenswert. Meine ich.

Bei vergleichbar fülligem Klang könnte es die Ohren weiter schärfen helfen, jetzt mit Karajans Berliner Aufnahme so vergleichen. Aber sooo spannend finde ich die beiden Einspielungen nun auch wieder nicht.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (07.09.2021, 07:26):
Hier ging es mit Telemanns Zyklus weiter.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production II - 3. Concert en fa majeur pour trois violons, cordes et b. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (08.09.2021, 07:13):
Aus obigem Zyklus mit obigen Interpreten:

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production II - 4. Trio en mi mineur pour flûte, hautbois et b. c.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (08.09.2021, 16:06):
Hier wieder Bartók.

Béla Bartók: Streichquartett Nr. 1 a-Moll op. 7

Alban-Berg-Quartett



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (08.09.2021, 16:44):
Das frühe Violinkonzert.

Béla Bartók: Violinkonzert Nr. 1 (1907/08)

Barnabás Kelemen, Violine
Hungarian National Philharmonic Orchestra
Zoltán Kocsis



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (08.09.2021, 22:28):


Giacomo Puccini/Luigi Illica/Giuseppe Giacosa: Tosca

Tosca - Leontyne Price
Cavaradossi - Franco Corelli
Scarpia - Cornell MacNeil
Angelotti - Norman Scott
Sagrestano - Ezio Flagello
Spoletta - Paul Franke
Sciarrone - George Cehanovsky
Pastore - Alan Fischer
Carceriere - Roald Reitan

The Metropolitan Opera Orchestra and Chorus, Kurt Adler

Hervorragendes Sängertrio, bei allerdings uneinheitlicher Aufnahmequalität.

Gruß Amonasro
tapeesa (09.09.2021, 04:42):
Samuel Barber - Solo Piano Music
daraus: Excursions, op. 20 (1942 - 44)
Daniel Pollack, Klavier

Claude Debussy
La Mer (revidierte Fassung, 1909)
aus der Uraufführungsversion von 1905: La Mer - Dialogue du vent et de la mer
Orchestre National de France, Emmanuel Krivine
Philidor (09.09.2021, 19:23):
Fiebrig, nervös.

Arnold Schönberg: Verklärte Nacht op. 4
Fassung für Streichsextett

Ensemble InterContemporain
Pierre Boulez



Der Rezensent, der diese Aufnahme dankenswerterweise empfahl, watschte die berühmte HvK-Aufnahme ein wenig ab. - Nun ja, vieles kommt im Laufe der Zeiten unter die Räder der sich wandelnden Geschmäcker. Böhms Mozart ist ja auch nicht mehr das Maß aller Dinge.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.09.2021, 06:45):
Hier nochmals Telemann am Morgen.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production II
5. Solo en la majeur pour violon et b. c.
6. Conclusion en ré majeur pour hautbois, trompette, cordes et b. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (10.09.2021, 11:22):


Vincenzo Bellini/Felice Romani: I Capuleti e i Montecchi
+ Schlussszene aus Nicola Vaccai/Felice Romani: Giulietta e Romeo

Romeo - Vesselina Kasarova
Giulietta - Eva Mei
Tebaldo - Ramón Vargas
Capellio - Umberto Chiummo
Lorenzo - Simone Alberghini

Chor des Bayerischen Rundfunks
Münchner Rundfunkorchester, Roberto Abbado

Gruß Amonasro
Philidor (10.09.2021, 13:32):
Hier wieder früher Bartók.

Béla Bartók: Klavierquintett (1904)

Barnabás Kelemen, 1. Violine
Vilde Frang, 2. Violine
Katalin Kokas, Viola
Nicolas Altstaedt, Violoncello
Alexander Lonquich, Klavier



C-Dur benennt diese CD als Tonart des Werkes. Dann wird es wohl stimmen. Die Aufnahme fand ich sehr hörenswert. Bevor ich jetzt einen Unsinn schreibe wie "Die Musiker nehmen das Frühwerk ernst" (was ja wohl eine Minimalanforderung an eine CD-Aufnahme ist) - mir kam das Stück in dieser Wiedergabe deutlich reicher vor als bisher. - "Allein der Vortrag macht des Redners Glück." (Johann Wolfgang von Goethe)

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.09.2021, 15:06):
Am Streichquartett erkennt man den Meister.

Béla Bartók: Streichquartett Nr. 1 a-Moll op. 7 (1908)

Emerson Quartet



Spannend. Habe ich mich beim ABQ noch darüber gewundert, wie natürlich diese seinerzeit neuartige Tonsprache unter ihren Händen erklang, so fasziniert mich hier, wie viel Expressivität die Emersons freilegen.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.09.2021, 16:28):
Und das frühe Violinkonzert.

Béla Bartók: Violinkonzert Nr. 1

Renaud Capuçon, Violine
London Symphony Orchestra
François-Xavier Roth



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (10.09.2021, 18:15):
Noch so ein Schätzchen ...

Felix Mendelssohn Bartholdy

Die Herbiden op. 26
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

Israel Philharmonic Orchestra
Leonard Bernstein



Was soll ich sagen - Knaller! Wenn unHIP und großorchestral, dann doch gerne so schwungvoll und fast schlank wie hier ...

Gruß
Philidor

:hello
Amadé (10.09.2021, 18:25):


eine etwas geschönte Interpretation, zum Kennenlernen der Sinfonie aber gut geeignet

Gruß Amadé
Philidor (11.09.2021, 09:07):
Letzte Runde.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production III - 1. Ouverture en si bémol majeur pour deux hautbois, cordes et b. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.09.2021, 09:36):
Ad diem.

Steve Reich: WTC 9/11 (2010)

Kronos Quartet


Das Werk wurde vom Kronos Quartet mit Unterstützung mehrerer Gesellschaften in Auftrag gegeben. Es wurde inspiriert von den Ereignissen des World Trade Center (WTC) in New York am 11. September 2001 und von den Auftraggebern am 19. März 2011 uraufgeführt.

Im Jahre 2009 fragte das Kronos Quartet bei Steve Reich um ein neues Werk für Streichquartett und Stimmen vom Tonband an. Im Januar 2010 kam der Komponist auf die Idee, Stimmen vom 11. September 2001 zu benutzen, insbesondere Tonaufzeichnungen
der NORAD, des North American Aerospace Defense Command
des FDNY, des New York Fire Department
Interviews mit Freunden und Bekannten, die zur Zeit von 9/11 in Manhattan lebten oder arbeiteten.
Reichs Bezug zu 9/11 ist, wie er im Beiheft schreibt, nicht der übliche Bezug zu einem Medienereignis. Der Komponist und seine Familie waren direkt betroffen. Seit 25 Jahren lebte er vier Häuserblocks vom World Trade Center entfernt. Am 11. September war er zwar in Vermont, aber sein Sohn, seine Enkelin und seine Schwiegertochter waren im fraglichen Apartment in Manhattan. Sechs lange Stunden telefonierten sie an diesem Tag miteinander. Es waren schließlich die Nachbarn, die es schafften, Reichs Angehörige aus der Stadt in Richtung Norden zu bringen.

WTC 9/11 ist der dritte Kompositionsauftrag des Kronos Quartet an Steve Reich. Es kann entweder von drei Streichquartetten live mit Tonband gespielt werden oder von einem Streichquartett, das live spielt, und die Partien der beiden anderen Quartette vorher aufgenommen hat. Das kompositorische Verfahren ähnelt stark demjenigen, das Reich auch in Different Trains verwendete, in dem er Sprache und Instrumente in einem dialogischen Prozess bringt. Insbesondere ahmen die Instrumente häufig Sprachmelodien nach. Neu ist, dass Reich gelegentlich Schlussvokale verlängert, so dass diese eine Zeit lang den Gesamtklang grundieren.

Das Werk ist dreisätzig:
9/11
2010
WTC
Der Komponist merkt im Beiheft an, dass WTC nicht nur „World Trade Center“ bedeutet, sondern auch „world to come“.

Der erste Satz beginnt mit einem repetierten f in der 1. Violine, das Reich gewählt hat, weil es sich anhört wie ein Telefonhörer, der nicht auf die Gabel gelegt wird, jedenfalls in den USA. Weitere Instrumente folgen, dann der erste Stimmeinsatz (NORAD): „They came from Boston – going to LA – and they’re headed South. – They’re going the wrong – they’re going the wrong way.” Weiter Musik … vorherige Textfragmente werden verhallt und gedehnt, dazu Hintergrundrauschen. – Neuer Text “no contact – no contact with the pilot – no contact with the pilot whatsoever“. Wiederum Wiederholung und Dehnung. – Die Musik bleibt während der ganzen Zeit auf dem repetitiven Rhythmus des Anfangs.

Ein zweiter Abschnitt (1:58), Stimmen des FDNY: „Go ahead – plane just crashed – plane just crashed into the World Trade – every available – every available ambulance – the plane was aiming towards the building – Mayday! Mayday! Liberty and West, I’m trapped in the rubble – the second plane – the second plane - … Other tower just collapsed. “

Der zweite Satz verarbeitet Stimmen von Nachbarn, einen FDNY officer und den Fahrer des Rettungswagens, der zuerst beim WTC ankam. Diese Stimmen wurden erst in 2010 aufgenommen. Nach und nach öffnet sich ein Abgrund von Hintergrundklängen, die aus verhallten Vokalen gebildet werden. Für mich ist das eine der eindringlichsten Stellen des Werkes. Nach einer knappen Minute beginnt wieder ein repetitiver Rhythmus. Dazu weiter die Zitate der Zeitzeugen, der Gestus ist eher berichtend. – Bei 6:06 bleibt die Musik stehen, es erscheinen nur noch kurze Melodiefragmente.

Im dritten Satz kommt wieder ein Nachbar zu Wort, ferner eine Frau, die bei den Leichen vor deren Begräbnis Psalmen gesungen hat, dazu ein jüdischer Kantor. – Psalm 121,8 („Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit“) und ein Vers aus dem Buch Exodus (23, 28 – „Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe“) werden auf hebräisch integriert. – Die Musik besteht im Wesentlichen aus gehaltenen Klängen. Der jüdische Kantor wird stellenweise von den Instrumenten colla parte begleitet. – Gegen Ende wird der repetitive Rhythmus wieder kurz aufgenommen.

Ein besonderer Trauergestus fehlt mMn dem Stück in weiten Teilen, es wirkt eher wie ein nüchterner Bericht. Ich vermisse Stellen, die betroffen machen. Bei “Different Trains” gab es doch manchmal Aha-Erlebnisse, ein Gefühl der Angst bei den Sirenen im zweiten Satz, Beklommenheit bei den Berichten über Deportation im dritten Satz. – Hier gibt es ähnliche Augenzeugenberichte, aber eine vergleichbare Wirkung stellt sich nicht ein. Das Stück bleibt seltsam distanziert, das im Text des letzten Satzes genannte Fenster zur Ewigkeit öffnet sich nicht. Wollte oder konnte Reich hier keine Emotionen erzeugen?-

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.09.2021, 10:48):
Wo ich schon mal dabei war ... (nein, das ist keine Ergänzung zum Telemann ...)

Steve Reich: The Desert Music (1984)

Steve Reich and Musicians
with Members of the Brooklyn Philharmonic and Choir
Michael Tilson Thomas



So lasse ich mir minimal music gefallen.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.09.2021, 11:13):
Nun wieder Bartók.

Béla Bartók: Violinkonzert Nr. 1 op. posth.

James Ehnes, Violine
BBC Philharmonic
Gianandrea Noseda



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.09.2021, 11:32):
Pittoreskes.

Béla Bartók: Zwei Bilder op. 10

Detroit Symphony Orchestra
Antal Doráti



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (11.09.2021, 12:46):
Steve Reich => wollen / können ? =>
nicht wollen können?

// Mit Gruß aus dem hypokonnektiven Kerker (kein Festnetz, kein W-LAN und kein Internet über Kabel, open end)

tapeesa
:hello
Philidor (11.09.2021, 12:52):
Steve Reich => wollen / können ? =>
nicht wollen können?
Tja, wer weiß das schon ...? Grüße zurück in den hypokonnektiven Kerker!

Hier nochmal Bartók.

Béla Bartók: Vier Orchesterstücke op. 12

New York Philharmonic
Pierre Boulez



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (11.09.2021, 13:10):
Immerhin wieder Strom und Wasser. War auch schon weg in letzter Zeit.
8|
Philidor (11.09.2021, 14:04):
Immerhin wieder Strom und Wasser. War auch schon weg in letzter Zeit.
8|
Oha ... Daumendrück, dass es so bleibt ...

Hier wieder FrühHIPpes.

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

London Classical Players
Roger Norrington

Academy of Ancient Music
Christopher Hogwood



Na, der Punkt geht für mich an Hogwood ... nicht weniger anspringend als bei Norrington und seinen LCPs, aber unterm Strich runder, geschlossener. Sehr fein!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.09.2021, 15:36):
Hier gab es Herbstliches.

Johannes Brahms

Klavierstücke op. 76 Nr. 1-4
Drei Intermezzi op. 117
Klavierstücke op. 118

Arcadi Volodos, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.09.2021, 16:39):
Und wieder Konzentriertes.

Béla Bartók: Streichquartett Nr. 1 a-Moll op. 7

Hagen-Quartett



Hmmm ... eine Synthese der Natürlichkeit des ABQ mit der Expressivität der Emersons? Jedenfalls eine großartige Aufnahme ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (11.09.2021, 18:07):
Das ist doch was!

Felix Mendelssohn Bartholdy

Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 11
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

NDR Radiophilharmonie
Andrew Manze



Die Aufnahme hat mir sehr gut gefallen, insbesondere die beiden Mittelsätze der Schottischen, vor allem der zweite Satz - quirlig, wunderbar transparent, begeisternd aber nicht überdreht, ... toll.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (12.09.2021, 07:25):
Ein kurzes Quatuor.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production III - 2. Quatuor en mi mineur pour flûte traversière, violon, violoncelle et b. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (12.09.2021, 08:03):
Hinterher die Choralkantate zum 15. Sonntag nach Trinitatis - UA Leipzig 17. September 1724.

Johann Sebastian Bach: "Was Gott tut, das ist wohlgetan" BWV 99

Yukari Nonoshita, Daniel Taylor, Makoto Sakurada, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (12.09.2021, 11:35):
Nun wieder früher Bartók. Liebesmusik.

Béla Bartók: Violinkonzert Nr. 1 op. posth. (1907/08)

Thomas Zehetmair, Violine
Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (12.09.2021, 12:05):


A. Dvorak: Symphonie Nr. 9 e - moll "Aus der neuen Welt"

Ferenc Fricsay
Berliner Philharmoniker
Philidor (12.09.2021, 12:08):
Jetzt eine schottische Angelegenheit, wenngleich kirchenjahreszeitlich eventuell nicht ganz passend ...

James MacMillan: Veni, Veni Emmanuel
Konzert für Schlagwerk und Orchester (1991/92)

Evelyn Glennie, Schlagwerk
Scottish Chamber Orchestra
James MacMillan



Zusammen mit "Magma" von Erkki-Sven Tüür wäre das wohl ein ziemlich fetzisches Konzertprogramm ... vornedran noch "Hekla" von Leifs oder so ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (12.09.2021, 12:54):
Leider hat auch Manacorda keine Ouvertüren berücksichtigt. Noch nicht.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

Kammerakademie Potsdam
Antonello Manacorda



Gar nicht schlecht. Wenn ich den ersten Satz mit Manacorda und die folgenden drei bitte mit Manze haben könnte ... aber Fey habe ich bei dieser Sinfonie als sehr stark im Hinterkopf. Bin gespannt.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (12.09.2021, 17:42):
Und nochmal dieses achtstimmige Kleinod.

Frank Martin: Messe für Doppelchor

The Sixteen
Harry Christophers



Oh ... die Aufnahme ist längst nicht so hart, wie ich sie in Erinnerung hatte ... staun.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (12.09.2021, 19:25):
Ferenc Fricsay
Selbiger auch hier.

Béla Bartók: Herzog Blaubarts Burg
(auf Deutsch gesungen)

Hertha Töpper, Judith
Dietrich Fischer-Dieskau, Herzog Blaubart
Radio-Symphonie-Orchester Berlin
Ferenc Fricsay



Voll der Psycho, dieser Blaubart.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.09.2021, 07:54):
Halali.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production III - 3. Concert en mi bémol majeur pour deux cornes, cordes et b. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (13.09.2021, 15:48):
Béla Bartók - Bluebeard's Castle
Libretto: Béla Balázs
Blaubart: Kolos Kováts, Judith: Sylvia Sass
Sprecher: István Sztankay
London Philharmonic Orchestra, Sir Georg Solti

Solti und Blaubart gehen sehr gut zusammen.
Philidor (13.09.2021, 16:48):
Solti und Blaubart gehen sehr gut zusammen.
Definitiv. Eine packende Wiedergabe.

Hier Wirtschaftswundermusik.

György Ligeti: Atmosphères

Sinfonie-Orchester des Südwestfunks, Baden-Baden
Ernest Bour
Mai 1966



Diese Aufnahme nannte Ligeti selbst "die beste". Was immer das heißt.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.09.2021, 17:57):
Hier wieder Seitenlinien der Klavierkonzertliteratur ...

Pancho Vladigerov: Klavierkonzert Nr. 1 a-Moll op. 6 (1918)

Teodor Moussev, Klavier
Bulgarian National Radio Symphony Orchestra
Alexander Vladigerov



Das soll ein Examensstück eines gewissen Hauptfachpianisten mit dem Namen Heribert Karajan gewesen sein.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.09.2021, 18:21):
Nun wieder Pittoreskes mit Bartók.

Béla Bartók: Zwei Bilder op. 10

Hungarian State Symphony Orchestra
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.09.2021, 18:52):
Ormandys Bartók-Aufnahmen gefielen mir bisher ausgezeichnet. Hier ein weiterer Eintrag für "il catalogo (è) questo".

Béla Bartók: Vier Orchesterstücke op. 12 (1912)

The Philadelphia Orchestra
Eugene Ormandy



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (13.09.2021, 19:42):
Showdown.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

Heidelberger Sinfoniker
Thomas Fey



Ja! Flott, leicht, transparent, anspringend, attraktiv, ...

... und doch ... eventuell auch oberflächlich?

Weiß nicht. Eine Interpretation wie eine Dauerreizüberflutung, so viele Details in federnder Abfolge. Aber was ist unter der locker-flockigen Oberfläche? Warum hat sich Mendelssohn hingesetzt und so viele Noten von Hand notiert? Warum hat er sich diese mühevolle Arbeit gemacht? Weiß Fey einen Grund dafür, der über die Dauerzurschaustellung eines drahtig-federnden Musizierens hinausgeht?

Ich muss das nochmal hören ...

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (14.09.2021, 10:38):
Richard Wagner/ Mathilde Wesendonck - Wesendonck Lieder (orch. Felix Mottl)
Christa Ludwig
Philharmonia Orchestra, Otto Klemperer
tapeesa (14.09.2021, 16:32):
Olivier Greif: Danse des Morts
- Symphonie pour voix de baryton et orchestre (op. 327); Sur des poèmes de Paul Celan
1. Mandorla 2. Psalm 3. Grabschrift für François 4. Stehen, im Schatten 5. Tenebræ
Edwin Fardini (Bariton); L’atelier de Musique, Pierre Dumoussaud
- Le livre des Saints Irlandais (op. 323); Sur des poèmes de John Irvine
6. Saint Colm-Cille and the Cairnof Farewell 7. Saint Patrick and the Serpents / Saint Kevin and the Wild Beasts 8. Invocation to Saint Bride 9. A Rathling Cradle Song 10. Saint Finbarr’s Hermitage
Stephan Genz (Bariton), Olivier Greif (Klavier)
- Quadruple Concerto «Danse des Morts» (op. 352)
11. Le réveil des morts 12. Lamentationes Jeremiæ 13. Danse des morts
Pierre Fouchenneret (Violine), Lise Berthaud (alto), Yan Levionnois (Violoncello), Philippe Hattat (Klavier)
L’atelier de Musique, Pierre Dumoussaud
Philidor (14.09.2021, 16:55):
Mikrodingenskirchen.

György Ligeti: Atmosphères

Weiner Philharmoniker
Claudio Abbado



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.09.2021, 17:38):
Nun wieder diese eigenwilligen Stücke.

Pancho Vladigerov: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op.22 (1930)

Krassimir Gatev, Klavier
Bulgarian National Radio Symphony Orchestra
Alexander Vladigerov



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (14.09.2021, 19:31):
Ein würdiger Abschluss dieser schottischen Totale.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Die Herbsttiden op. 26

Robert Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54

Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")

Maria João Pires, Klavier
London Symphony Orchestra
Sir John Eliot Gardiner



Sehr fein! Möge Sir John Eliot doch bitte, bitte endlich noch die Mendelssohn-Oratorien aufnehmen ...

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (14.09.2021, 21:14):


Leonardo Vinci/Pietro Metastasio: Artaserse

Artaserse – Philippe Jaroussky
Arbace – Franco Fagioli
Mandane – Max Emanuel Cencic
Semira – Valer Barna-Sabadus
Megabise – Yuriy Mynenko
Artabano – Juan Sancho

Concerto Köln, Diego Fasolis
Regie: Silviu Purcărete

Gruß Amonasro
Philidor (15.09.2021, 07:22):
Hier geht es auf die Zielgerade.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production III - 4. Trio en ré majeur pour deux flûtes traversières et b. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (15.09.2021, 10:55):
Felix Mendelssohn - Streichquartette Nr. 1 & 2 & 4 & 5 & 6
New Zealand String Quartet
Viola (15.09.2021, 14:20):
Sorry, ich muss hier mal kurz hereinschneien und das eben Gehörte empfehlen:

https://youtu.be/QkKnwvPpvf8

Ansonsten grüße ich alle von früher, die hier noch manchmal (oder auch nicht?) vorbeigucken -
und tauche wieder ab ...

Beste Grüße
Viola
Philidor (15.09.2021, 16:23):
und tauche wieder ab ...
... schade ...

... für die richtige Atmosphäre sorgen heute die Berliner:

György Ligeti: Atmosphères

Berliner Philharmoniker
Jonathan Nott



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (15.09.2021, 16:57):
Ich blieb im Lande:

Béla Bartók: Vier Orchesterstücke op. 12 (1912)

Chicago Symphony Orchestra
Pierre Boulez



Sehr starke Aufnahme, imho. Auch klangtechnisch eine Wucht.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (15.09.2021, 17:33):
Nun fein Gediegenes.

Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543

Academy of St. Martin-in-the-Fields
Sir Neville Marriner



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (15.09.2021, 18:31):
Ein anderes Genie mit M.

Claudio Monteverdi: L'ottavo libro de madrigali (1638): Madrigali guerrieri

The Consort of Musicke
Anthony Rooley



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (15.09.2021, 19:05):
Oha ...

Béla Bartók: Streichquartett Nr. 1 a-Moll op. 7

Belcea Quartet



Was für eine Psychonummer! Die Belceas loteten das depressive Potenzial dieser Musik bis in die letzten Winkel aus.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (16.09.2021, 07:38):
Finis.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production III
5. Solo en sol mineur pour hautbois et b. c.
6. Conclusion en si bémol majeur pour deux hautbois, cordes et b. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Was für ein spritziger Rausschmeißer!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (16.09.2021, 19:49):
Hier wieder Mozart mit Marriner.

Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550

Academy of St. Martin-in-the-Fields
Sir Neville Marriner



Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (17.09.2021, 00:06):


Aus dieser CD läuft nun noch vor dem Schlafen:

E. Ysaye: Sonate für Violine solo Op. 27 Nr. 1 G - Dur

Ingolf Turban, Violine
Philidor (17.09.2021, 07:14):
Hier Sächsisches.

Johann David Heinichen: Concerto F-Dur

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (17.09.2021, 13:12):
Sorry, ich muss hier mal kurz hereinschneien und das eben Gehörte empfehlen:
Schön, dich hier, wenn auch nur kurz auftauchend, zu sehen.
Auf Mariam Batsashvili bin ich durch eine Radiosendung zu georgischer Musik aufmerksam geworden.

Gruß, tapeesa
tapeesa (17.09.2021, 13:43):
Choruses for Male Voices and Orchestra

1. Jean Sibelius - Vapautettu kuningatar (The Captive Queen), Op. 48 (Version für Männerchor und Orchester)
(Laut Booklet eine offene politische Botschaft; die gefangene Königin repräsentiert das Finnische / die von Russland gefangene nationale Identität Finnlands in Zeiten der finnischen Loslösung. Uraufführung Originalwerk 1906.)
2. Claude Debussy - Invocation (Version für Männerchor und Orchester)
3. Richard Strauss - Die Tageszeiten, Op. 76: 2. Mittagsruhe
4. Anton Bruckner - Helgoland in G Minor, WAB 71
5. Franz Schubert - Gesang der Geister über den Wassern, Op. 167, D. 714
6. Edvard Grieg - Landkjending (Landsichtung), Op. 31
7. Richard Wagner - Das Liebesmahl der Apostel (Auszug)

Mikael Stenbaek (Tenor)², Daniel Hällström (Bariton)⁶
Lund Student Singers
Malmö Opera Orchestra, Alberto Hold-Garrido

So ziemlich das Beste, das ich seit langem gehört habe.
Philidor (17.09.2021, 13:59):
So ziemlich das Beste, das ich seit langem gehört habe.
Werke für Männerchor und Orchester!!! Wie kommst Du denn dazu? Perlen, die im Konzertsaal so gut wie nie zu hören sind ... die Landerkennung von Grieg ist doch der Hammer?! Und Bruckners Helgoland (mal abgesehen vom Text) - richtig gut!

Von Sibelius gibt es noch "Tulen Synty" (Der Ursprung des Feuers) - auch nicht schlecht.

Hier spielt die Jugend ein Werk aus der Generation ihrer Großväter.

György Ligeti: Atmosphères

Gustav Mahler Jugendorchester
David Afkham



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.09.2021, 14:29):
Was für eine fantasievolle, farbige Musik!

Pancho Vladigerov: Klavierkonzert Nr. 3 b-Moll op. 31 (1937)

Ivan Drenikov, Klavier
Bulgarian National Radio Symphony Orchestra
Alexander Vladigerov



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (17.09.2021, 14:37):
Wie kommst Du denn dazu?
Gedanken zu Sfantus Puschkin-Onegin-Deutung, haben zu Gedanken über russische Strukturen geführt und und hin zu Finnland war dann nicht weit.

Helgoland ist das letzte Werk, das Bruckner zugeschrieben wird? Stimmt das?

Von Sibelius gibt es noch "Tulen Synty" (Der Ursprung des Feuers) - auch nicht schlecht.
Da mag ich hinein hören.
Philidor (17.09.2021, 15:07):
Helgoland ist das letzte Werk, das Bruckner zugeschrieben wird? Stimmt das?
Jedenfalls das letzte vollendete, wenn ich das richtig in Erinnerung habe ...

Hier wieder Mozart mit Marriner.

Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 ("Jupiter")

Academy of St. Martin-in-the-Fields
Sir Neville Marriner



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.09.2021, 17:21):
Heute aus down under.

Béla Bartók: Vier Orchesterstücke op. 12 (1912)

Melbourne Symphony Orchestra
Edward Gardner



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.09.2021, 18:31):
... und nun vom Home Ground.

Béla Bartók: A fából faragott királyfi op. 13
(Der holzgeschnitzte Prinz)

Budapest Philharmonic Orchestra
András Kórodi



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (17.09.2021, 19:36):
Und nochmal früher Bartók.

Béla Bartók: Für Kinder (1908)
- Heft III
- Heft IV

Dezsö Ránki, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.09.2021, 08:42):
Hier wieder Musik vom Dresdener Hof.

Charles Dieupart: Concerto a-Moll
für Blockflöte, zwei Oboen, Streicher und B. c.

Johann Friedrich Fasch: Concerto d-Moll
für Laute, Streicher und B. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.09.2021, 09:09):
Angesteckt vom barocken Schwung:

J. S. Bach: Konzert d-Moll für zwei Violinen, Streicher und B. c. BWV 1043

Petra Müllejans, Gottfried von der Goltz, Violine
Freiburger Barockorchester
Gottfried von der Goltz



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.09.2021, 09:48):
In Finnland gibt es klare Luft. Und man kann Polarlichter sehen ...

György Ligeti: Atmosphères

Finnish Radio Symphony Orchestra
Hannu Lintu



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.09.2021, 10:19):
Vielleicht das attraktivste Werk dieser Serie. Vielleicht 40 Jahre zu spät komponiert, aber was für eine glänzende Musik!

Pancho Vladigerov: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 48 (1953)

Ivan Drenikov, Klavier
Bulgarian National Radio Symphony Orchestra
Alexander Vladigerov



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.09.2021, 10:41):
Mozart in vollem Saft.

Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 35 D-Dur KV 385 ("Haffner")

Wiener Philharmoniker
Leonard Bernstein



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (18.09.2021, 11:23):
Franz Schubert
Singphonic Schubert - Complete Edition Vol. 2
Goethe (1. & 8.), ansonsten bis auf 20. Schiller

1. Gesang der Geister über den Wassern, D. 538
2. Vorüber die stöhnende Klage, D. 53
3. Unendliche Freude, D. 51
4. Unendliche Freude, D. 54
5. Hier strecket der wallende Pilger, D. 57
6. Dessen Fahne Donnerstürme wallte, D. 58
7. Hier umarmen sich getreue Gatten, D. 60
8. Sehnsucht (Nur wer die Sehnsucht kennt), D. 656
9. Selig durch die Liebe, D. 55
10. Ein jugendlicher Maienschwung, D. 61
11. Thronend auf erhabnem Sitz, D. 62
12. Majestätische Sonnenrosse, D. 64
13. Wer die steile Sternenbahn, D. 63
14. Liebe, D. 983a
15. An den Frühling, D. 338
16. Dreifach ist der Schritt der Zeit, D. 43
17. Dreifach ist der Schritt der Zeit, D. 69
18. Die zwei Tugendwege, D. 71
19. Frisch atmet des Morgens lebendiger Hauch, D. 67
20. Salve regina, Op. 149, D. 811

Die Singphoniker
(Alfons Brandl & Hubert Nettinger, Tenor; Ludwig Thomas, Bariton; Gunnar Mühling, Bassbariton; Christian Schmidt, Bass)
Philidor (18.09.2021, 13:54):
Franz Schubert
Singphonic Schubert - Complete Edition Vol. 2
Ja, liebe Tapeesa, das ist doch kostbare Musik?! Der "Gesang der Geister", und vor allem "Nur wer die Sehnsucht kennt" - wunderbar. Und die solistische Besetzung der SIngphoniker ist wohl historisch korrekt, aller Liedertafelei zum Trotz ...

... hier eine CD mit wunderbarem Cover:

Béla Bartók: A fából faragott királyfi op. 13 (1914-16)
(Der holzgeschnitzte Prinz)

New York Philharmonic
Pierre Boulez



Die frühen Boulez-Aufnahmen der Bartókschen Musik ... klasse bis jetzt!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.09.2021, 14:36):
Und weiter mit frühen Klavierwerken.

Béla Bartók

Sechs rumänische Volkstänze (1915)
Suite op. 14 (1916)

Zoltán Kocsis, Klavier



Die rumänischen Volkstänze - tolle Musik!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.09.2021, 18:58):
Kubelík, der so ein wunderbares KfO dirigierte, finde ich auch hier richtig gut:

Béla Bartók: Herzog Blaubarts Burg
(auf deutsch gesungen)

Blaubart - Dietrich Fischer-Dieskau
Judith - Irmgard Seefried
Swiss Festival Orchestra
Rafael Kubelík
Luzern live 15. August 1962



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (18.09.2021, 19:59):
Staunen.

Béla Bartók: Streichquartett Nr. 2 op. 17 (1915-17)

Hungarian String Quartet



Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (18.09.2021, 22:38):
ich kann leider kein Cover mehr finden, ich hab das aus einer Schubert Box:

Streichquartett d - moll D810 "Der Tod und das Mädchen"

Busch Quartett
Amonasro (18.09.2021, 23:27):
Hier wagnert es wieder:



Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg

Hans Sachs - José van Dam
Walther von Stolzing - Ben Heppner
Sixtus Beckmesser - Alan Opie
Eva - Karita Mattila
David - Herbert Lippert
Magdalene - Iris Vermillion
Veit Pogner - Rene Pape

Chicago Symphony Orchestra & Chorus, Sir Georg Solti

Solti und Wagner erweisen sich mal wieder als gelungene Kombination.

Gruß Amonasro
Philidor (19.09.2021, 08:56):
]Hier wieder Musik vom Dresdener Hof.

Johann Georg Pisendel: Sonata c-Moll
für zwei Oboen, Streicher und B. c.

Johann David Heinichen: Pastorale A-Dur
für zwei Oboen, Streicher und B. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (19.09.2021, 09:18):
Und weiter mit dieser mMn sehr gelungenen CD.

J. S. Bach: Konzert E-Dur für Violine, Streicher und B. c. BWV 1042

Gottfried von der Goltz, Violine und Leitung
Freiburger Barockorchester



Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (19.09.2021, 09:19):
2x Schuberts Dritte,
2x mit Günter Wand


Kölner Rundfunk Sinfonie Orchester
(LP, EMI, 1984)


NDR Sinfonieorchester Hamburg
(CD, RCA, live, Musikhalle Hamburg, 1993)

Die Hamburger Version klingt besser (voller, satter Orchestersound, die Pauken haben mehr Profil), ist etwas weniger streng. Die Live-Situation trägt wohl mit dazu bei, daß Wand (natürlich nur ein klein wenig - sonst wäre er nicht Wand) die Zügel weniger straff zieht und kleine Schmankerl zuläßt > affirmativer Abschluß des Menuetts, verzögerter Schlußakkord im Finale. Insgesamt kommt die Hamburger Dritte vorwärts gewandter, "erwachsener" daher.
Die Platte mit den Kölnern habe ich jetzt seit ca. 30 Jahren. Aus nostalgischen Gründen bleibt sie bei mir. Und weil Einzelausgaben mit der Sechsten selten waren und sind.
Philidor (19.09.2021, 09:39):
Nun Bachs Choralkantate zum heutigen 16. So. n. Tr.

Johann Sebastian Bach: "Liebster Gott, wann wird ich sterben" BWV 8

Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (19.09.2021, 10:50):
aus Cantatas from Mühlhausen & Weimar, Cantata Series Vol. III
Johann Sebastian Bach - BWV 161 - Komm, du süße Todesstunde
Christine Brandes, Sopran; Drew Minter, Countertenor; Jeffrey Thomas, Tenor; William Sharp, Bariton
American Bach Soloists, Jeffrey Thomas

Das Spektrum reicht vom Fall ins Bodenlose, hin zu umfassender tiefer Freude, ein Rahmen, der in Worten und personal nicht mehr zu fassen ist.
tapeesa (19.09.2021, 11:36):
Johann Sebastian Bach - Six Partitas, BWV 825 - 830
Trevor Pinnock, Cembalo
Philidor (19.09.2021, 11:42):
Das Spektrum reicht vom Fall ins Bodenlose, hin zu umfassender tiefer Freude, ein Rahmen, der in Worten und personal nicht mehr zu fassen ist.
Ja, ja, der Bach ... der hat schon in der anderen Welt gelebt und ein paar Funken Abglanz hierher transportieren können ...

... hier wieder Bartók:

Béla Bartók: A fából faragott királyfi op. 13 (1914-16)
(Der holzgeschnitzte Prinz)

London Symphony Orchestra
Antal Doráti




Gruß
Philidor

:hello
Philidor (19.09.2021, 12:06):
Hier nochmal diese wunderbaren Kleinode.

Béla Bartók: Sechs rumänische Volkstänze

Alain Planès, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (19.09.2021, 13:13):
Zwei dürre Pizzicati am Ende eines düsteren Schlusssatzes .. geradezu ein offenes Ende ... oder doch nicht?

Béla Bartók: Streichquartett Nr. 2 op. 17 (1915-17)

Alban-Berg-Quartett



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (19.09.2021, 14:49):
Der Meister selbst spielt auf.

Pancho Vladigerov: Klavierkonzert Nr. 5 D-Dur op. 58 (1963)

Pancho Vladigerov, Klavier
Bulgarian National Radio Symphony Orchestra
Alexander Vladigerov



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (19.09.2021, 15:38):
Nun wieder vollsaftiger Mozart.

Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 36 C-Dur KV 425 ("Linzer")

Wiener Philharmoniker
Leonard Bernstein



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (19.09.2021, 16:39):


Jean-Baptiste Lully/Philippe Quinault: Atys

Atys - Bernard Richter
Cybèle - Stéphanie d'Oustrac
Sangaride - Emmanuelle de Negri
Célènus - Nicolas Rivenq
Idas - Marc Mauillon
Doris - Sophie Daneman
Mélisse - Jaël Azzaretti
Dieu du Sommeil - Paul Agnew
Morphée - Cyril Auvity
Le Temps/Sangar - Bernard Deletré

Compagnie Fêtes Galantes
Les Arts Florissants, William Christie
Inszenierung: Jean-Marie Villégier
Salle Favart 2011

Sehr viele, sehr prunkvolle Kostüme. Fabelhaft gesungen und gespielt. Die Musik gefällt mir hier besser als in Christies älterer Aufnahme aus den 80ern.

Gruß Amonasro
Philidor (19.09.2021, 18:02):
Zur Vorbereitung auf den nächsten Levit-Hype zunächst das Original.

Johann Sebastian Bach: Das wohltemperierte Klavier (Teil I, BWV 846-869)

Zhu Xiao-Mei, Klavier



Die Interpretin habe ich mich ihrer Aufnahme der Französischen Suiten kennengelernt. Dort wie hier bewundere ich ihre zurückhaltende, bescheidene, Strukturen in den Vordergrund stellende, im besten Sinne dienende Wiedergabe des Werkes. Nie "ich, ich, ich, ich habe dieses und jenes über das Stück herausgefunden", sondern immer "schaut, wie herrlich der Bach das gemacht hat".

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (20.09.2021, 07:11):
Hier wieder Musik vom Dresdener Hof.

Johann Joachim Quantz: Concerto G-Dur
für zwei Traversflöten (solo), zwei Traversflöten (ripieno), zwei Oboen, zwei Hörner, Streicher und B. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (20.09.2021, 09:08):
Solo Cantatas by Thomas A. Arne
Six Cantatas for a Voice and Instruments

- The School of Anacreon
1 » Recitative: The festive board - Aria: Tell me not the Joys
2 » Aria: Business title, pomp and state…But let Love, let Life be mine
- Delia
3 » Recitative: From golden slumber - Aria: O'er Hill and Dale
4 » Aria: The sun too soon withdraws his Pow'r…O let us then the Time improve
usw.

Mária Zádori, Sopran; Timothy Bentch, Tenor; Zsolt Kalló, Violine
Capella Savaria, Mary Térey-Smith
Philidor (20.09.2021, 17:19):
Und weiter mit dieser mMn sehr gelungenen CD.

J. S. Bach: Konzert a-Moll für Violine, Streicher und B. c. BWV 1041

Petra Müllejans, Violine
Freiburger Barockorchester
Gottfried von der Goltz



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (20.09.2021, 17:31):
Und noch eine Neuerwerbung:



Philip Glass: Akhnaten

Amenhotep III - Zachary James
Aye - Richard Bernstein
High Priest of Amon - Aaron Blake
Horemhab - Will Liverman
Akhnaten - Anthony Roth Costanzo
Queen Tye - Dísella Lárusdóttir
Nefertiti - J'Nai Bridges

The Metropolitan Opera Orchestra and Chorus, Karen Kamensek
Inszenierung: Phelim McDermott
Met 2019

Gruß Amonasro
Philidor (20.09.2021, 17:55):
Mozart. Aus Weann.

Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 ("Prager")

Wiener Philharmoniker
Leonard Bernstein



Hier habe ich hippe Aufnahmen doch wesentlich spritziger in Erinnerung ...

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (20.09.2021, 18:25):
Nun wieder Miniaturen für Klavier.

Béla Bartók

Allegro barbaro (1911)
Sechs rumänische Volkstänze (1915)
Suite op. 14 (1916)

Jenö Jandó, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (20.09.2021, 18:59):
Beim Kochen war mir während der zurückliegenden Stunde nach lustvollem Tastendonner mit ordentlich Schmackes zumute.



Theodor Kullak - Klavierkonzert c-moll op. 55
Alexander Dreyschock - Klavierkonzert d-moll op. 137

Piers Lane,
BBC Scottish Symphony Orchestra - Niklas Willén
(CD, hyperion, 1999)

Mag sein, daß hier das Pendel mehr in Richtung Oberfläche als in Richtung Tiefgang ausschlägt. Aber ja - ein Jedes hat seine Zeit. So halt auch das Spektakel, das Zirzensische. Mir macht die Scheibe jedenfalls mächtig Spaß. Und mit den genannten Kräften ist das geeignete Personal am Werke um meinen Lautsprechern so richtig Zucker zu geben.
Ein Erlebnis!
Philidor (20.09.2021, 19:11):
Ächz ... aber in der Komfortzone gibt es halt keine Entwicklung ...

Béla Bartók: Streichquartett Nr. 2 op. 17 (1915-17)

Emerson Quartet



Gruß
Philidor

:hello
Sfantu (20.09.2021, 22:53):


Theodor Kullak - Klavierkonzert c-moll op. 55

Piers Lane,
BBC Scottish Symphony Orchestra - Niklas Willén
(CD, hyperion, 1999)

Den Kullak gönne ich mir gleich noch ein zweites Mal. Die Musik besitzt einen bisweilen überrumpelnden Vorwärtsdrang, dem ich mich gern geschlagen gebe. Einfach ein fantastisches Party-Album.
Sfantu (20.09.2021, 23:14):
Im Anschluß weiter mit vollsaftigem deutschen Klavierkonzert-Gedonner:



Xaver Scharwenka

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 h-moll op. 32

Earl Wild,
Boston Symphony Orchestra - Erich Leinsdorf
(LP, RCA, 1970)

@'Leonardo,

nicht vergessen ist,
- daß Du für Markovich/Järvi plädiertest (und meine Neugier ist weiterhin wach)
- daß die Version Earl Wilds nicht gut bei Dir wegkam

Ich kann mir nicht helfen - mir sagt diese Aufnahme nach wie vor zu. Weder eine unterirdische Klangqualität noch eine grundfalsche Werkauffassung oder eine desaströse Umsetzung machen sich störend bei mir bemerkbar. Aber gut - wir alle wissen, worüber sich am Ende nicht streiten läßt...
Sfantu (20.09.2021, 23:41):
Und zum Kehraus für heute:



Franz Joseph Haydn

Klaviertrio g-moll Hob. XV: 19

Ensemble Trazom:
Urte Lucht, Fortepiano
Elisabeth Bundies, Violine
Stefan Fuchs, Violoncello
(CD, Arte Nova, 1998)

Eines der mitreißendsten Kammermusik-Alben für mich.
Immer wieder mit Herzklopfen und voller Freude zu erleben.
tapeesa (21.09.2021, 01:47):
@Sfantu - ich finde schön, dass du mal wieder frei gepostet hast, was du hörst.

Hoffe dich stört nicht, wenn ich zwischen Haydn, Scharwenka und den anderen, jetzt wieder eine Oper poste, auch wenn sich das nicht unbedingt aufeinander bezieht, ich habe auch nicht die Erwartung, dass du dich mit deinem Gehörten auf meins beziehen musst (das gilt auch für andere).
Die Spannbreite oder vielleicht auch Kluft der hiesigen Interessen ist aktuell vielleicht einfach sehr hoch.
___________________

Giuseppe Verdi - Macbeth
Première Recording of the original version (Florence 1847)

Macbeth: Evgenij Demerdjiev
Lady Macbeth: Iano Tamar
Banco: Andrea Papi
Macduff: Andrea La Rosa
Malcolm: Emil Alekperov
Dama di Lady Macbeth: Sonia Lee
Medico: Han-Gweong Jang
Domestico: Jae Jun Lee
Araldo / Sicario: Han-Gweong Jang

Orchestra Internazionale d'Italia & Bratislawa Chamber Choir, Marco Guidarini
Sfantu (21.09.2021, 07:11):
@tapeesa,

der Brückenschlag fällt im Grunde nicht so schwer.
Die zwei Macbeths, die hier stehen (Abbado / DG und Gardelli / Hungaroton) habe ich beide in knapp 20 Jahren original 1x durchgehört.
Was ich aber immer wieder gern auflege, ist die Ballettmusik. Und dabei überzeugt mich Antonio de Almeida seit jeher am meisten.




London Symphony Orchestra - Antonio de Almeida
(LP, Philips, 1972)

Blutrünstiges Shakespeare-Drama beim mittleren Verdi - das trifft sich stimmungsmäßig nicht so schlecht mit Dreyschocks und Kullaks Schlachtrössern. Danke für die Inspiration.
Philidor (21.09.2021, 08:14):
ich habe auch nicht die Erwartung, dass du dich mit deinem Gehörten auf meins beziehen musst (das gilt auch für andere).Diese Sichtweise teile ich. Ich betrachte diesen Thread eher wie eine Ansichtskartenwand in der Firma, wohin viele ihre Grüße von dem Ort senden, an welchem sie gerade - kurzzeitig - sind. Bildeindruck inklusive. Die Vielfalt macht's, und manche Karte weckt Gedanken der Art "da könnte ich ja auch mal wieder hinfahren ...".

So geschehen bei Sfantus Bemerkungen zu Telemanns Tafelmusik mit Goebel, eine Audition, welche hinterher das Hören dieser CD anregte:

Francesco Maria Veracini: Ouvertüre Nr. 5 B-Dur
für zwei Oboen, Streicher und B. c.

Musica Antiqua Köln
Reinhard Goebel



Ebenfalls eine tolle CD. Goebel als Schatzgräber.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.09.2021, 08:46):
Neues Spiel, neues (Hör)-Glück.

Joseph Haydn: Streichquartett B-Dur op. 1 Nr. 1

Tátrai Quartet



Noch in der Serenaden-Form - ein langer, langsamer Satz im Zentrum der fünfteiligen Folge, gerahmt von zunächst zwei Menuetten und außen dann schnellen Sätzen. Die Sonatenhauptsatzform kündigt sich an mit Themenaufstellung (eigentlich nur eins?), Verarbeitung und Reprise.

Ich hoffe, die wahrgenommenen gelegentlichen Intonationstrübungen der Primgeige sind nur meinem schlechten Ohr zuzuordnen.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (21.09.2021, 10:37):
der Brückenschlag fällt im Grunde nicht so schwer.
Nun sehe ich auch den Bezug.
_________

Joseph Haydn - aus 12 Menuette, Hob.IX:11: Menuett Nr. 3
Ragna Schirmer, Klavier
Philidor (21.09.2021, 17:40):
Bei dieser Sinfonie überzeugt mich Bernstein mit den Wienern voll und ganz.

Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543

Wiener Philharmoniker
Leonard Bernstein



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.09.2021, 18:06):
Auch das letzte Werk der CD enttäuscht (mich) nicht. Ein Streicherfeuerwerk.

J. S. Bach: Konzert D-Dur für drei Violinen, Streicher und B. c. BWV 1064R
(rekonstruiert aus dem Konzert für drei Cembali, Streicher und B. c. BWV 1064)

Gottfried von der Goltz, Petra Müllejans, Anne Katharina Schreiber, Violine
Freiburger Barockorchester
Gottfried von der Goltz



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.09.2021, 19:12):
Nun wieder Bartók.

Béla Bartók: A csodálatos mandarin op. 19 (1918-23)
(Der wunderbare Mandarin)

Hungarian State Opera Chorus
Budapest Philharmonic Orchestra
János Sándor



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (21.09.2021, 20:00):
Russisch. Sahnig. Optimistisch.

Aleksandr Glazunov: Sinfonie Nr. 5 B-Dur op. 55 (1895)

The USSR Symphony Orchestra
Jewgeni Swetlanow



Gruß
Philidor

:hello
michael74 (21.09.2021, 20:34):
Hallo Zusammen

an der ein oder anderen Stelle eigenartig aber gut





Gruß Michael
Amonasro (21.09.2021, 21:12):


Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Macbeth

Macbeth - Sherrill Milnes
Lady Macbeth - Fiorenza Cossotto
Banco - Ruggero Raimondi
Macduff - José Carreras
Malcolm - Giuliano Bernardi
Una dama - Maria Borgato
Un dottore - Carlo Del Bosco

Ambrosian Opera Chorus
New Philharmonia Orchestra, Riccardo Muti

Dann höre ich heute auch den Macbeth, allerdings in der 2. Fassung. Wie fast immer bei Verdi stellt die überarbeitete Fassung für mich eine deutliche Verbesserung dar, die Originalfassung höre ich fast nie. Sfantus Empfehlung der Ballette unter Almeida kann ich mich anschließen, zumal man diese Stücke selbst bei Opernaufführungen selten zu hören bekommt. Der Titel ist allerdings irreführend, denn Verdi hat noch ein paar andere Ballette geschrieben.

Gruß Amonasro
tapeesa (22.09.2021, 11:16):
Ludwig van Beethoven
- aus Bagatelles and Dances, Vol. 1:
4. Zwölf deutsche Tänze WoO 8 (Fassung für Klavier) (Hess 100)
5. Menuett für Klavier in C-Dur WoO 218
6. Sechs Menuette WoO 10 (Fassung für Klavier)
Jenő Jandó (Klavier)

von der zweiten CD:
- Zwölf Kontratänze für Orchester WoO 14
- Zwölf Menuette für Orchester WoO 7
Capella Istropolitana, Oliver von Dohnányi
Philidor (22.09.2021, 18:28):
Weiter mit den Serenaden-Quartetten.

Joseph Haydn: Streichquartett Es-Dur op. 1 Nr. 2

Tátrai Quartet



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (22.09.2021, 19:02):
So gut wie das auch gespielt ist - gerade im Menuett vermisse ich die hippen Ansätze doch sehr ... dabei habe ich diese Bernstein-Mozart-Aufnahmen mal sehr gemocht.

Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550

Wiener Philharmoniker
Leonard Bernstein



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (22.09.2021, 19:55):
Nun wieder Feenmusik.

Béla Bartók: A fából faragott királyfi op. 13 (1914-16)
(Der holzgeschnitzte Prinz)

Chicago Symphony Orchestra
Pierre Boulez



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (23.09.2021, 07:22):
Hier steht der langsame Satz mal am Anfang.

Joseph Haydn: Streichquartett D-Dur op. 1 Nr. 3

Tátrai Quartet



Spannend finde ich, wie immer mal wieder barocke Vokabeln in die Tonsprache einfließen, z. B. im Trio des zweiten Menuetts. Und auch, wie Haydn sie sich anverwandelt.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (23.09.2021, 10:56):
American Chamber Winds - Radix TyrannisJoseph Alessi, Posaune
David A. Waybright

Beinhaltet die Zirkuspolka ("Circus Polka: For a Young Elephant") von Stravinsky.
Radix Tyrannis ist von Peter van Zandt Lane.
Ansonsten Varèse neben Mozart.
Philidor (23.09.2021, 20:48):
Und wieder Konzentriertes.

Béla Bartók: Streichquartett Nr. 2 op. 17 (1915-17)

Hagen-Quartett



Fand ich zugänglicher als den Hochdruck-Zugang der Emersons. Mag aber auch Tagesform sein, in jedem Falle dürfte die Vorliebe für die eine oder andere Aufnahme in besonderer Weise eine Geschmacksfrage sein.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (24.09.2021, 07:45):
Was erlauben Haydn!?

Joseph Haydn: Streichquartett G-Dur op. 1 Nr. 4

Tátrai Quartet



Boah ... tief auslotende Seelenklänge in der Durchführung des Kopfsatzes, reizvolle Solo-Tutti-Effekte im langsamen Satz, ein nicht unterkomplexes Finale, wahrlich mehr als ein Rausschmeißer, ... der Beiname "Serenadenquartette" trifft hier wohl nicht ganz ... ja, die Menuette, die sind ziemlcih simpel gehalten, bis zur realen Zweistimmigkeit ...

Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (24.09.2021, 22:43):


ein neuer Versuch mit diesen Beethoven Symphonien.

L. van Beethoven: Symphonie Nr. 7 A - Dur Op. 92

John Eliot Gardiner
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Nicolas_Aine (24.09.2021, 23:27):
und nun eine Neuerwerbung, zuerst das "Beiwerk":



Gerald Finzi: Violinkonzert

Ning Feng, Violine
Carlos Miguel Prieto
Royal Liverpool Philharmonic Orchestra
Philidor (25.09.2021, 08:42):
Und weiter ...

Joseph Haydn: Streichquartett Es-Dur op. 1 Nr. 5

Tátrai Quartet



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (25.09.2021, 11:31):
Kann man den Titel dieses Werkes gendern?

Béla Bartók: A csodálatos mandarin op. 19 (1918-23)
(Der wunderbare Mandarin)

Schola cantorum of New York
New York Philharmonic
Pierre Boulez



Sehr fein. Muss sich hinter dem Sacre nicht unbedingt verstecken, oder?

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (25.09.2021, 12:24):
Diese Sinfonie hat mir in Bernsteins vollmundiger Wiedergabe wiederum gut gefallen.

Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 ("Jupiter")

Wiener Philharmoniker
Leonard Bernstein



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (25.09.2021, 12:59):
Ludwig van Beethoven - Klaviersonaten

Nr. 8 c-moll op. 13 "Pathétique"
Nr. 14 cis-moll op. 27 / 2 "Mondschein-Sonate"
Nr. 15 D-Dur op. 28 "Pastorale"
Nr. 24 Fis-Dur op. 78

Wilhelm Kempff, Klavier
Philidor (25.09.2021, 14:12):
Hier Froozösisches.

César Franck: Symphonie ré mineur

Philiadelphia Orchestra
Eugene Ormandy



Eine wundervolle Aufnahme mMn.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (25.09.2021, 14:42):
Wunderbar.

Béla Bartók: Streichquartett Nr. 2 op. 17 (1915-17)

Belcea Quartet



Bis jetzt die mich am allermeisten überzeugende Wiedergabe. Ich finde es momentan bei diesem Werk besser, wenn nicht einseitig die allgegenwärtigen Härten und Schroffheiten hervorgehoben werden, sondern auch aufgezeigt wird, wie viel Verbindliches in dieser Musik steckt. Das gab es auch beim ABQ, hier vielleicht noch runder.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (25.09.2021, 17:21):
Nun wieder Feenmusik.

Béla Bartók: A fából faragott királyfi op. 13 (1914-16)
(Der holzgeschnitzte Prinz)

Hungarian National Philharmonic Orchestra
Zoltán Kocsis



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (25.09.2021, 19:49):
Nun eine Konzept-CD.

Schumann Quartett: Landscapes

Joseph Haydn: Streichquartett B-Dur op. 76 Nr. 4 ("Sonnenaufgang")
Tore Takemitsu: Landscape I für Streichquartett
Béla Bartók: Streichquartett Nr. 2 op. 17
Arvo Pärt: Fratres



Rundum überzeugend.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (25.09.2021, 22:22):
Richard Wagner - Sinfonie in E-Dur (Fragment, orch. kompl. Felix Mottl)
MDR Sinfonieorchester, Jun Märkl

Modest Mussorgsky:
- Eine Nacht auf dem kahlen Berge (Bearbeitung Rimsky-Korsakov)
- Bilder einer Ausstellung (orch. L. Funtek und S. Gorchakov)
Toronto Symphony Orchestra, Jukka-Pekka Saraste
Philidor (26.09.2021, 08:39):
Das letzte im ersten Opus. Tante Wiki will wissen, dass die Zusammenstellung von opp. 1 und 2 ohnehin nicht von Haydn sei ...

Joseph Haydn: Streichquartett C-Dur op. 1 Nr. 6

Tátrai Quartet



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (26.09.2021, 08:56):
Nun die Choralkantate zum heutigen 17. So. n. Tr.

J. S. Bach: Kantate Nr. 114 "Ach, lieben Christen, seid getrost"

Yukari Nonoshita, Daniel Taylor, Makoto Sakurada, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (26.09.2021, 14:03):
Hier nochmals Musik zum Tage.

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
("Schicksalssinfonie")

London Classical Players
Roger Norrington



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (26.09.2021, 15:18):
Nun wieder Bartóks frühe Oper.

Béla Bartók: A kékszakállú herceg vára (1911)
(Herzog Blaubarts Burg)

Judit - Christa Ludwig
Kékszakallú - Walter Berry
London Symphonay Orchestra
István Kertész



Hoffen wir mal, dass da nicht zu viel aus dem Berry-Ludwigschen Eheleben hervorschimmerte.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (26.09.2021, 16:20):
Nun wieder Musik vom Schicksal.

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
("Schicksalssinfonie")

Academy of Ancient Music
Christopher Hogwood



Hogwood enttäuscht auch hier nicht. Hörenswert.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (26.09.2021, 17:39):
Von wegen Kleinmeister.

Jan Ladislav Dussek: Messe solemnelle

Stefanie True, Helen Charlston, Gwilym Bowen, Morgan Pearse
Choir of the Academy of Ancient Music
Academy of Ancient Music
Richard Egarr



Frisch mit dem Gramophone Award ausgezeichnet.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.09.2021, 07:23):
Hierauf war ich sehr gespannt.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production I - 1. Ouverture en mi mineur

Camerata des 18. Jahrhunderts
Konrad Hünteler, Leitung und Flöte



Auf den ersten Lausch: Luftiger, leichter, intimer, subtiler als bei Goebel, allerdings klanglich auch stark auf die Flöte fokussiert. Mal schauen, wie das wird - bis hierher eine gültige, gleichwertige Alternative.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.09.2021, 16:07):
Das lernt jeder Fliesenleger ...

J. S. Bach: Die Kunst der Fuge

Hespèrion XX
Jordi Savall



Fein ausgehört.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.09.2021, 17:07):
Nun wieder früher (gar nicht mehr so ganz) früher Bartók.

Béla Bartók: Der holzgeschnitzte Print op. 13 (1914-16)

Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.09.2021, 18:11):
Und die andere Tanzmusik.

Béla Bartók: Der wunderbare Mandarin op. 19 (1918-23)

Le Choeur de l*Orchestre symphonique de Montréal
Orchestre symphonique de Montréal
Charles Dutoit



Karlchen vom Dach, der ja auch die Planeten oder Respighis römische Trilogie ganz wunderbar auf den Diskus bannte, enttäuscht auch hier nicht. Gut aufgefächerter Klang, virtuoses Orchesterspiel, schön getroffene Stimmungen - sehr fein!

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (27.09.2021, 19:28):
Eine wunderbare Celi-Scheibe aus der unten abgebildeten Box.

César Franck: Symphonie ré mineur

Paul Hindemith: Sinfonie "Mathis der Maler"

Schwedisches RSO
Sergiu Celibidache



Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (27.09.2021, 20:16):
Dutoit auch hier:



Claude Debussy/Maurice Maeterlinck: Pelléas et Mélisande

Pelléas - Didier Henry
Mélisande - Colette Alliot-Lugaz
Golaud - Gilles Cachemaille
Arkel - Pierre Thau
Geneviève - Claudine Carlson
Yniold - Françoise Golfier
Un berger/Le médecin - Phillip Ens

Chœur de l'Orchestre symphonique de Montréal
Orchestre symphonique de Montréal, Charles Dutoit

Gruß Amonasro
Philidor (28.09.2021, 07:45):
Pour le petit-déjeuner.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production I - 2. Quatuor en sol majeur

Camerata des 18. Jahrhunderts
Konrad Hünteler, Leitung und Flöte



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (28.09.2021, 10:19):
Unerreicht:

Béla Bartók:

Konzert für Orchester

Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta

Ungarische Skizzen

Chicago Symphony Orchestra,

Fritz Reiner, Ltg.

(Living Stereo, 1955/58)
tapeesa (28.09.2021, 10:45):
Dmitri Shostakovich
- Kammersinfonie, op. 110a (arr. R. Barshai / nach oder aus dem Streichquartett Nr. 8 )
- Antiformalistischer Rayok
- Präludium und Scherzo, op. 11
Alfred Schnittke:
- Präludium in Memoriam Dmitri Schostakowitsch

Alexei Mochalov, Bass⁶; Choir of the Academy of Choral Art⁶
Moscow Virtuosi, Vladimir Spivakov
Philidor (28.09.2021, 17:29):
Nun wieder der Belgo-Franzose.

César Franck: Symphonie en ré mineur

Berliner Philharmoniker
Carlo Maria Giulini



Na, das klingt in meinen Ohren nach einer eher teutonischen (= gewichtigen, bedeutungsschwangeren) Angelegenheit. Nicht schlecht, aber da ist Ohrenputz angesagt.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (28.09.2021, 18:26):
Starcker Toback.

Béla Bartók

Violinsonate Nr. 1 (1921)
Violinsonate Nr. 2 (1922)

Barnabás Kelemen, Violine
Zoltán Kocsis, Klavier




Gruß

Philidor


:hello
tapeesa (28.09.2021, 18:28):
Ravel: "Jeux d´eaux"
Debussy: "Reflets dans l'eau (Images I, 1)"

Maurice Ravel: Streichquartett in F-Dur
Gabriel Fauré: Streichquartett in e-Moll, op. 121
Ad Libitum Quartet
Philidor (28.09.2021, 19:20):
Und nochmal Bartók.

Béla Bartók: Der wunderbare Mandarin op. 19

Chicago Symphony Orchestra
Pierre Boulez



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (29.09.2021, 17:21):
Pour le dîner. (Ups, auch die Franzosen hatten eine Rechtschreibreform ...)

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production I - 3. Concert la majeur pour flûte, violon, violoncelle, cordes et B. c.

Camerata des 18. Jahrhunderts
Konrad Hünteler, Leitung und Flöte



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (29.09.2021, 18:11):
Einmal noch diese feine Musik.

Béla Bartók: Der holzgeschnitzte Prinz op. 13 (1914-16)

Helsinki Philharmonic Orchestra
Susanna Mälkki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (29.09.2021, 18:37):
Cooles Stück!

Béla Bartók: Tanzsuite (1923)

Hungarian State Orchestra
János Ferencsik



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (29.09.2021, 19:10):
Und noch eins ...

Béla Bartók: Klavierkonzert Nr. 1 (1926)

Géza Anda, Klavier
RSO Berlin
Ferenc Fricsay



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (29.09.2021, 23:38):
Samuel Barber:
Streichquartett in h-Moll, op. 11 + ursprünglicher Finalsatz
Charles Ives:
- Streichquartett Nr. 1 "From the Salvation Army" ("A Revival Service")
- aus: A Set of Three Short Pieces 2. Scherzo "Holding your own"
- Streichquartett Nr. 2 (1. Conversations and Discussions 2. Arguments 3. The Call of the Mountains)
Escher String Quartet
tapeesa (30.09.2021, 16:17):
Richard Wagner -
Szenen aus Tristan und Isolde & Götterdämmerung
Margaret Jane Wray, John Horton Murray, Nancy Maultsby
Russian State Symphony Orchestra, John McGlinn
Philidor (30.09.2021, 17:57):
Schlussrunde.

Georg Philipp Telemann: Musique de table
Production I
4. Trio en mi bémol majeur pour deux violons et b. c.
5. Solo en si mineur pour flûte et b. c.
6. Conclusion en mi mineur pour deux flûtes, cordes et b. c.

Camerata des 18. Jahrhunderts
Konrad Hünteler, Leitung und Flöte



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (30.09.2021, 19:05):
Intensiv, teilweise verstörend.

Béla Bartók: Violinsonate Nr. 1

Leoš Janáček: Violinsonate

Olivier Messiaen: Thème et variations

Gidon Kremer, Violine
Martha Argerich, Klavier




Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (30.09.2021, 20:08):


Giuseppe Verdi/Salvadore Cammarano: Il trovatore

Ferrando - William Wilderman
Ines - Teresa Stratas
Leonora - Leontyne Price
Conte di Luna - Mario Sereni
Manrico - Franco Corelli
Azucena - Irene Dalis
Zingaro - Carlo Tomanelli
Messo - Robert Nagy
Ruiz - Charles Anthony

The Metropolitan Opera Orchestra and Chorus, Fausto Cleva
Live 1961

Verglichen mit dem berühmten Salzburg-Mitschnitt unter Karajan gefallen mir Corelli und Price hier ein vielleicht Quentchen besser. Die Stimmen sind in der Aufnahme präsenter, das Di quella pira strahlender und besser koordiniert. Salzburg bietet aber das überlegene Gesamtpaket.

Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (30.09.2021, 22:35):


Hier eine Neuerwerbung:

C. Saint-Saens: Klavierkonzert Nr. 4 F - Dur Op. 44

Louis Lortie, Klavier
Edward Gardner
BBC Philharmonic Orchestra
Nicolas_Aine (30.09.2021, 23:41):


Hier eine Neuerwerbung:

C. Saint-Saens: Klavierkonzert Nr. 4 F - Dur Op. 44

Louis Lortie, Klavier
Edward Gardner
BBC Philharmonic Orchestra
und das Ägyptische (Nr. 5) gleich hinterher.
Philidor (01.10.2021, 07:43):
Hier mal wieder der Esterhase.

Joseph Haydn: Streichquartett A-Dur op. 2 Nr. 1

Tátrai Quartet



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (01.10.2021, 09:17):
- George Gershwin - Concerto in F
- John Harbison - Remembering Gatsby (Foxtrot for Orchestra)
- Joan Tower - Sequoia
- Walter Piston - Symphony No. 5
Kevin Cole, Klavier ¹
National Orchestral Institute Philharmonic, David Alan Miller
Nicolas_Aine (01.10.2021, 13:48):


E. Elgar: Violinkonzert h - moll Op. 61

Ning Feng, Violine
Carlos Miguel Prieto
Royal Liverpool PO
Philidor (01.10.2021, 13:53):
Nun wieder Bartók.

Béla Bartók: Tanzsuite (1923)

London Symphony Orchestra
Sir Georg Solti
(Aufnahme 1965)



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.10.2021, 14:26):
Und nochmal ...

Béla Bartók: Klavierkonzert Nr. 1 (1926)

Stephen Bishop Kovacevich
London Symphony Orchestra
Sir Colin Davis



Sehr fein. Wie so oft, finde ich es auch bei diesem Werk gut, wenn eine Bartók-Aufführung nicht mit dem Ziel maximaler Schärfe und Kratzbürstigkeit stattfindet.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.10.2021, 15:04):
Einer geht noch.

Béla Bartók: Der wunderbare Mandarin op. 19 (1918-23)

Hungarian Radio Chorus
Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.10.2021, 16:25):
Ach - so schön klar und schlank kann man das Werk also auch spielen ...

César Franck: Symphonie en ré mineur

Royal Philharmonic Orchestra
Claus Peter Flor



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.10.2021, 18:28):
Apropos klar und schlank.

Joseph Haydn: Missa in angustiis d-Moll ("Nelson-Messe")

Sylvis Stahlman, Helen Watts, Wilfred Brown, Tom Krause
The Choir of King's College, Cambridge
London Symphony Orchestra
Sir David Willcocks



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (01.10.2021, 20:25):
Es wird Herbst.

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Wiener Philharmoniker
Wilhelm Furtwängler
17.-20. November 1947



Hm. Bei Brahms cum Furtwängler sind (meine) Erwartungen freilich hoch. In den ersten drei Sätzen war ich noch enttäuscht. Aber das Finale - yeah.

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (02.10.2021, 00:06):
Albert Roussel:
Le festin de l'araignée (The Spider's Banquet) op. 17, Ballett-Pantomime (komplett), 1912
Royal Scottish National Orchestra, Stéphane Denève
Philidor (02.10.2021, 08:45):
Romantische Märchen.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Das Märchen von der schönen Melusine op. 32

Swedish Chamber Orchestra
Thomas Dausgaard



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.10.2021, 09:15):
Geistesverwandte.

Robert Schumann: Klavierkonzert op. 54

Martha Argerich, Klavier
Chamber Orchestra of Europe
Nikolaus Harnoncourt



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.10.2021, 10:13):
Noch so eine Aufnahme, die an der Inkunabelschnur hängt.

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks
Wilhelm Furtwängler
live Musikhalle Hamburg 27. Oktober 1951



Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (02.10.2021, 10:41):


Hier eine Neuerwerbung:

C. Saint-Saens: Klavierkonzert Nr. 4 F - Dur Op. 44

Louis Lortie, Klavier
Edward Gardner
BBC Philharmonic Orchestra
und das Ägyptische (Nr. 5) gleich hinterher.
Wie gefallen Dir denn die Aufnahmen?

Gruß,

Leonardo
tapeesa (02.10.2021, 16:08):
Hector Berlioz - Les Troyens

Énée - Michael Spyres
Chorèbe - Stéphane Degout
Panthée - Philippe Sly
Narbal - Nicolas Courjal
Iopas - Cyrille Dubois
Ascagne - Marianne Crebassa
Cassandre - Marie-Nicole Lemieux
Didon - Joyce DiDonato
Anna - Hanna Hipp
Hylas & Hélénus - Stanislas de Barbeyrac
Priam - Bertrand Grunenwald
Un Soldat & Un Chef grec - Richard Rittelmann
L'Ombre d'Hector & Le dieu Mercure - Jean Teitgen
Sentinelle I - Jérôme Varnier
Sentinelle II - Frédéric Caton
Hécube - Agnieszka Sławińska

Les Chœurs de l'Opéra national du Rhin, Badischer Staatsopernchor,
Chœur Phiharmonique de Strasbourg
Orchestre Philharmonique de Strasbourg, John Nelson
Philidor (02.10.2021, 17:03):
Hier wieder Gehupftes.

Béla Bartók: Tanzsuite (1923)

RIAS-Symphonie-Orchester Berlin
Ferenc Fricsay



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.10.2021, 17:40):
Und Getastetes.

Béla Bartók: Klavierkonzert Nr. 1 (1926)

György Sándor, Klavier
Hungarian State Orchestra
Ádám Fischer



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.10.2021, 18:31):
Und wieder ein Bühnenwerk.

Béla Bartók: Der weunderbare Mandarin op. 19 (1918-23)

Philharmonia Voices
Philharmonia Orchestra
Esa-Pekka Salonen



Hat mir ausgezeichnet gefallen.

Gruß
Philidor

:hello
Philidor (02.10.2021, 19:13):
Und wieder etwas aus dem Schaffen für Klavier solo.

Béla Bartók: Klaviersonate (1926)

Alain Planès, Klavier



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.10.2021, 07:32):
Haydn am Morgen. Das fand Brahms schon gut ... reinigt den Geist oder so ...

Joseph Haydn: Streichquartett E-Dur op. 2 Nr. 2

Tátrai Quartet



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.10.2021, 07:50):
Nun Musik zum heutigen 18. Sonntag nach Trinitatis.

Johann Sebastian Bach: "Herr Christ, der einge Gottessohn" BWV 96

Yukari Nonoshita, Timothy Kenworthy-Brown, Makato Sakurada, Peter Kooij
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.10.2021, 10:06):
Fu.

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

Berliner Philharmoniker
Wilhelm Furtwängler
Alte Philharmonie live 30. Juni 1943



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.10.2021, 11:29):
Und nochmal.

Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61

Yehudi Menuhin, Violine
Berliner Philharmoniker
Wilhelm Furtwängler
Berlin 28. September 1947



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.10.2021, 12:23):
Sehr stark imho.

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Berliner Philharmoniker
Wilhelm Furtwängler
Titania-Palast live 10. Februar 1952



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.10.2021, 13:29):
Hammer. Die Metamorphosen, die Bartók da durchgemacht haben muss, finde ich schier unglaublich.

Béla Bartók: Streichquartett Nr. 3 op. 17 (1927)

Hungarian String Quartet



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.10.2021, 13:56):
Und nochmals fein Gehupftes.

Béla Bartók: Tanzsuite

Hungarian National Philharmonic Orchestra
Zoltán Kocsis



Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (03.10.2021, 14:40):


Hier eine Neuerwerbung:

C. Saint-Saens: Klavierkonzert Nr. 4 F - Dur Op. 44

Louis Lortie, Klavier
Edward Gardner
BBC Philharmonic Orchestra
und das Ägyptische (Nr. 5) gleich hinterher.
Wie gefallen Dir denn die Aufnahmen?
Gruß,

Leonardo
Hallo Leonardo,

sehr gut, vielen Dank für Deine Empfehlung! Für mich sind die Werke ja weitgehend Neuland, die Nr. 2 & 5 habe ich je ein-, zweimal live gehört, aber sonst kenn ich die nicht. Ist für mich aber eine lohnenswerte Beschäftigung, zumal mir die Interpretation sehr zusagt.
Philidor (03.10.2021, 17:58):
Hm. Ziemlich gesoftet.

Béla Bartók: A kékszakállú herceg vára (1911)
(Herzog Blaubarts Burg)

Judit - Anne Sofie von Otter
Kékszakallú - John Tomlinson
Rejtett női kar - Sandor Elès

Berliner Philharmoniker
Bernard Haitink



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (03.10.2021, 19:04):
Das gefiel mir wiederum ziemlich gut. Gar nicht mal so impulsiv-aggressiv, wie bisweilen bei Solti.

Béla Bartók: Klavierkonzert Nr. 1 (1926)

Vladimir Ashkenazy, Klavier
Chicago Symphony Orchestra
Sir Georg Solti



Gruß
Philidor

:hello
Amadé (03.10.2021, 19:21):


Mahler 9. Sinopoli, Dresden
Gruß Amadé
Nicolas_Aine (03.10.2021, 23:47):


Hier eine Neuerwerbung:

C. Saint-Saens: Klavierkonzert Nr. 4 F - Dur Op. 44

Louis Lortie, Klavier
Edward Gardner
BBC Philharmonic Orchestra
Nund die Nr. 2 sowie die kleinen Beiwerke:

Allegro appassionato cis - moll Op. 70
Rhapsodie d'Auvergne C - Dur Op. 73
Klavierkonzert Nr. 2 g - moll Op. 22
tapeesa (04.10.2021, 08:34):
Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 4
Lucia Popp, Sopran
London Philharmonic Orchestra, Klaus Tennstedt
Philidor (04.10.2021, 20:21):
Heute war nicht so viel Zeit zum Hören ...

César Franck: Symphonie en ré mineur

Orchestre de Paris
Semyon Bychkov



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (05.10.2021, 08:51):
Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 3
Anne Gjevang, contralto
Copenhagen Boy's Choir
The Danish National Radio Symphony Orchestra & Choir, Leif Segerstam
Amonasro (06.10.2021, 11:39):


Jules Massenet/Alfred Blau/Louis de Gramont: Esclarmonde

Esclarmonde - Joan Sutherland
Parséis - Huguette Tourangeau
L'empereur Phorcas - Clifford Grant
Le chevalier Roland - Giacomo Aragall
L'évêque de Blois - Louis Quilico
Énéas - Ryland Davies
Cléomer - Robert Lloyd
Un envoyé sarrasin - Ian Caley
Un héraut byzantin - Graham Clark

Finchley Children's Music Group, John Alldis Choir
National Philharmonic Orchestra, Richard Bonynge

Gruß Amonasro
Philidor (06.10.2021, 16:54):
Hier wieder Tänzerisches.

Béla Bartók: Tanzsuite (1923)

New York Phlharmonic
Pierre Boulez



Gruß
Philidor

:hello
Philidor (06.10.2021, 17:34):
Perkussiv.

Béla Bartók: Klavierkonzert Nr. 1 (1926)

Zoltán Kocsis, Klavier
Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (06.10.2021, 18:54):
W. A. Mozart / Emanuel Schikaneder: Die Zauberflöte

Sarastro: Kristinn Sigmundsson
Tamino: Kurt Streit
Sprecher: Håkan Hagegård
Erster Priester: Herbert Lippert
Zweiter Priester: Oliver Widmer
Königin der Nacht: Sumi Jo
Pamina: Barbara Bonney
Erste Dame: Ruth Ziesak
Zweite Dame: Pia Hansen
Dritte Dame: Iris Vermillion
Papageno: Gilles Cachemaille
Papagena: Lillian Watson
Monostatos: Martin Petzold
Erster geharnischter Mann: Robert Wörle
Zweiter geharnischter Mann: Petteri Salomaa
Die drei Knaben: Dennis Naseband, Kai Suzuki, Simon Schnorr (Tölzer Knabenchor)

Sprechrollen -
Priester: Arman Tonsöl, Karl Mottaw, Hans Randsholdt; Sklaven: Helmut Wogh, Johanes U. Vorbloem; Königin der Nacht: Chang Min-Ju

The Drottningholm Court Theatre Orchestra and Chorus, Arnold Östman
Philidor (06.10.2021, 18:58):
Hier Hochdruckbrahms.

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

NBC Symphony Orchestra
Arturo Toscanini
6. November 1951



Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (07.10.2021, 15:16):
Ludwig van Beethoven - Große Fuge, op. 133
Alban Berg Quartett
Philidor (07.10.2021, 19:21):
Ludwig van Beethoven - Große Fuge, op. 133
"The 19th century most 20th century music"- weiß nicht mehr, von wem der Aphorismus ist, der kaum verlustfrei übersetzbar zu sein scheint

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (08.10.2021, 20:25):
Giuseppe Verdi - Oberto, Conte di San Bonifacio
Libretto: Temistocle Solera

Oberto: Adrian Gans
Leonora: Francesca Lombardi Mazzulli
Cuniza: Manuela Custer
Riccardo: Norman Reinhardt
Imelda: Naroa Intxausti

Chor und Extrachor des Stadttheaters Gießen
Philharmonisches Orchester, Michael Hofstetter
Aufnahme aus dem Stadttheater Gießen, Dezember 2012
Jan Van Karajan (08.10.2021, 22:35):
Alban Berg Quartetts beinhaltet beide Varianten
Das ABQ gehört ohnehin zu meinen absoluten Favoriten, was Beethoven angeht. Die Aufnahme steht hier im Schrank :thumbsup: . Bin im Moment eh häufig in kleinerer Besetzung unterwegs.
Jetzt:

Franz Schubert: Klaviersonate in B-Dur D 960

Alfred Brendel, Klavier

Grüße

Jan :hello
Nicolas_Aine (09.10.2021, 00:00):
beim ABQ muss ich leider immer an einen Youtube Kommentar unter einem Video von Beethoven Op. 18 Nr. 1 denken: "There are some phenomenal beards in this video" :J
Maurice inaktiv (09.10.2021, 06:17):


Anton Zimmermann : 3 Sinfonien l'arte del mondo , Werner Ehrhardt AD: 2018

Ich reiche mal das nach von dieser Woche. Das war nur diese CD mit einigen Sinfonien von Anton Zimmermann.
Maurice inaktiv (09.10.2021, 07:53):
Wieder ein Name, welcher mir gänzlich unbekannt ist. der Wikipedia-Eintrag macht neugierig!
Die CD bekommst Du nachgeworfen. Und wenn Werner Ehrhardt sich um ihn bemüht hat, kannst Du das schon mal als "sehr interessant" ansehen. Ernst Eichner , Johann M. Sperger, Johann Franz Y. Sterkel, Karl von Ordonez.....Die Liste wäre lang.
Maurice inaktiv (09.10.2021, 07:55):


Theodor von Schacht: Symphonies, Vol.1 (Sinfonia in C, Sinfonie in Es-Dur, Sinfonia con Eco in Es-Dur)

Evergreen Symphony Orchestra , Gernot Schmalfuss

In den Tag mit einer neuen CD in meinem Regal. Man hört hier einen Komponisten, der sehr eng mit der Musik Joseph Haydns verbunden war. Auch seine eigenen Kompositionen haben einen unüberhörbaren "Haydn-Touch".

Hier gab es aber wiederum einen Komponisten dieser Generation, aber mit Gernot Schmalfuss. Unter der gleichen Kombination gibt es aber auch zwei CDs mit den Sinfonien Franz Krommers.
Maurice inaktiv (09.10.2021, 08:30):


Johann B. Vanhal : Sinfonie in G-Dur, Bryan G8
Ignaz Pleyel : Sinfonie in F-Dur, Op. 136 & Violinkonzert in D-Dur AD: 2014

Orchestra di Padova e del Veneto , Luca Bizzorero , Solist: Sebastian Bohren (Violine)

Die beiden Sinfonien sind Welt-Ersteinspielungen, Dirigent und Solist kenne ich überhaupt nicht, sind auch noch recht jung.
Leonardo (09.10.2021, 12:38):
John Adams (*1947):

Harmonielehre

Orchestre Symphonique de Montréal,

Kent Nagano, Ltg.

(Decca, 11/2017, live, OSM Home, Montréal)
palestrina (09.10.2021, 15:36):

Beitrag von palestrina (Vor 4 Stunden)
Dieser Beitrag wurde von Nicolas_Aine gelöscht (Vor einer Stunde).
Aha, das will man nicht hören! :thumbdown:
Sfantu (09.10.2021, 15:52):
@palestrina,

freie Meinungsäußerung darf und soll sein.
Aber bItte in gemäßigtem Ton und dann vielleicht an thematisch passender Stelle im Mitgliederbereich anstatt hier.

Viele Grüße
Sfantu
Nicolas_Aine (09.10.2021, 16:11):
wie Sfantu sagt: jeder darf hier gern seine Meinung äußern, das schließt natürlich auch Kritik an der Administration mit ein. Aber bitte in angemessenem Tonfall, und zielführender ist es sicher auch an geeigneter Stelle.
Maurice inaktiv (10.10.2021, 08:40):


Musik am Berliner Hof AD: 1991

Werke von Christoph Nichelmann, Johann Philipp Kirnberger, Johann Joachim Quantz, Christoph Schaffrath und Car Ph. Emanuel Bach

Akademie für Alte Musik Berlin + Gästen

Mit diesen hier fast alle1987 quasi neu entdeckten Werken bekommt der Freund des Spätbarock hin zum Übergang in die Klassik einige wunderbare Werke geliefert. Heute passt das auch gut zu meiner Stimmung.


s ist zwar etwas früh für die "Winterträume", aber hier in Potsdam ist es schon überraschend kalt
Hier im Rhein-Main-Gebiet ist es auch nicht gerade sommerlich warm (3 Grad Plus heute Früh !! Brrrrrrrrrr). Zufällig stehen hier Werke aus dem Raum Berlin auf der Liste.


gekürzt, Netikette, d. Admin
Leonardo (10.10.2021, 11:43):
Gustav Holst:

Suite Nr. 1 Es-Dur op. 28 Nr. 1

Suite Nr. 2 F-Dur op. 28 Nr. 2

Cleveland Symphonic Winds,

Frederick Fennell, Ltg.

(Telarc, 4/1978, Severance Hall, Cleveland)
Sfantu (10.10.2021, 13:08):
@Leonardo

danke für den Hörimpuls. Wie gefallen Dir die Holst-Suiten? Wie ist diese Musik?
Soweit ich es überblicke, habe ich das nicht in meiner Sammlung. Es sind aber noch Holst-Platten und CDs auf meinem Hörstapel. Eine davon beinhaltet den Cloud Messenger, eine großangelegte Kantate mit Mezzo-Solo. Die ist gerade verklungen und haut mich absolut um. Ein schillerndes Stück - mystisch, dramatisch, mit Allem zwischen düsterer Versenkung und strahlendem Triumph. Dabei gespickt mit allerlei ausgefallenen Instrumentations-Ideen.
Eine fulminante Darbietung in dieser Aufnahme:




Gustav Holst

The Cloud Messenger op. 30 (1913)

Della Jones, Mezzo-Sopran,
London Symphony Chorus
London Symphony Orchestra - Richard Hickox
(CD, Chandos, 1990)
Leonardo (10.10.2021, 13:54):
Diese kleinen Suiten von Holst (jeweils ca. zehn Minuten) sind gekonnte Werke mit leicht militärischem Einschlag. Ich werde sie wiederhören. Ich schätze Holst sowieso sehr. Wirklich schwache Werke kenne ich von Ihm nicht - eher im Gegenteil.

Hier nun eine CD mit Früh- und Gelegenheitswerken:
Sfantu (10.10.2021, 14:15):
Danke für die Kurzbeschreibung.
Bei mir ist nach diesem orgiastischen Klangrausch erstmal Entschlackung und Entschleunigung angesagt:




Morton Feldman

Intermission 5
Piano Piece for Philip Guston
Vertical Thoughts 4
Piano
Palais de Mari

Marianne Schroeder, Klavier
(CD, hat, 1990)
Amonasro (10.10.2021, 18:59):


Giuseppe Verdi/Temistocle Solera: Oberto conte di San Bonifacio

Cuniza - Ruža Baldani
Riccardo - Carlo Bergonzi
Oberto - Rolando Panerai
Leonora - Ghena Dimitrova
Imelda - Alison Browner

Chor des Bayerischen Rundfunks
Münchner Rundfunkorchester, Lamberto Gardelli

Gruß Amonasro
Sfantu (10.10.2021, 19:01):
Als Begleitung zu einer Sisyphos-Aufgabe läuft hier diese charmante Musik:



Johann Nepomik Hummel

Violinkonzert G-dur

James Ehnes,
London Mozart Players - Howard Shelley
(CD, Chandos, 2004)

Wie verortet sich das im Lichte schillernder Zeitgenossen?
Noch nicht so extrovertiert wie Paganini.
Vielleicht nicht ganz so meisterlich wie Spohr,
bereits von frühromantischem Geist durchpulst - wie beseelt beispielsweise der viel zu kurze langsame Satz?!
Gleichsam virtuos wie empfindsam das abschließende Rondo.

Tadellose Darbietung der Engländer.
Das Orchester könnte sich vom Solisten mit seiner auufgekratzten Laune, seiner Attacke etwas mehr anstecken lassen.
Rundes, ausgewogenes klangbild.
Jan Van Karajan (10.10.2021, 21:44):
Ich blieb auch im kleineren Format:

Ludwig van Beethoven: Streichquartett Nr. 11 in f-moll, op. 95 "Quartetto serioso"

Alban Berg Quartett :down

Grüße

Jan :hello
Sfantu (10.10.2021, 21:51):
@Marcie (inaktiv)

man muß vielleicht nicht Alles bis ins Kleinste schildern.
Trotzdemr: gibt es Stellen, an denen Du sagst: Wow! Hier ist sie / er klar besser?
Ich fände es auch deshalb spannend, weil der Eine bei demselben Stück vielleicht auf andere Details achtet als der Andere.

Gruß,
Sfantu
Sfantu (10.10.2021, 22:02):
Als (möglichen) Abschluß für heute noch ein echtes Schwergewicht.
Der selbstbewußte Sinfonien-Erstling eines Nachromantikers. Volle, satte Farben, kühne (nicht zu kühne) Harmonien und eine Stringenz, ein Vorwärtsdrang, die überrumpeln, überwältigen, beglücken. Nur ein Mosaikstein aus dieser mustergültigen Atterberg-Box.



Kurt Atterberg

Sinfonie Nr. 1 h-moll op. 3

RSO Frankfurt - Ari Rasilainen
(CD, cpo, 1999)
Sfantu (10.10.2021, 22:10):
@Marcie (inaktiv)

danke für das Vergleichsbeispiel.
Und weiterhin viel Freude damit. Finde es ebenfalls immer sehr von Vorteil, zwei (oder mehr) Versionen bei der Hand zu haben, die auf unterschiedliche Art überzeugen. Zwar hat man hie und da seine Lieblinge, seine Favoriten. Neues, Anderes zu wertschätzen, kann aber sehr bereichernd sein. Und hält geistig rege (sage ich mal mit meinen 53 Lenzen).

Gruß,
Sfantu
Leonardo (10.10.2021, 23:49):
L. v. Beethoven:

Sinfonie Nr. 5 c-moll op. 67

Coriolan-Ouvertüre op. 62

Chicago Symphony Orchestra,

Fritz Reiner, Ltg.

(RCA, 5/1959)
Cetay (11.10.2021, 07:20):


Johann Sebastian Bach - Cellosuiten BWV 1007 - 1012, Transkription fuer Viola.
Kim Kashkashian

Wie man aufgrund der fehlenden Umlaute vermuten kann. Ich habe es ohne Euch nicht ausgehalten und bin wieder da. Cetay heisst jetzt VAT69 und auch sonst aendert sich was. Erklaerung im Mitgliederbereich, wenn ich freigeschaltet bin.

Auf ein Neues!
:hello
Jan Van Karajan (11.10.2021, 07:23):
Herzlich willkommen zurück in unserer Mitte :thumbsup: . Ich freue mich, dass du wieder bei uns bist :beer
Maurice inaktiv (11.10.2021, 07:35):
Wie man aufgrund der fehlenden Umlaute vermuten kann. Ich habe es ohne Euch nicht ausgehalten und bin wieder da. Cetay heisst jetzt VAT69 und auch sonst aendert sich was. Erklaerung im Mitgliederberiech, wenn ich freigeschaltet bin.
Herzlich willkommen, lieber Cetay/VAT69. Ich bin gespannt, warum Du Dich deshalb neu angemeldet hast, und nicht den alten Account weiter verwendet hast.

:beer
Leonardo (11.10.2021, 10:41):
Igor Stravinsky:

Der Kuss der Fee - Divertimento

RSO Stuttgart,

Sergiu Celibidache, Ltg.

(DG, 12.03.1976, live)



Absolut erstaunlich. Diese Musik liegt Celibidache wie kaum eine zweite. Sehr gutes Orchester.
Sfantu (11.10.2021, 11:14):
@VAT69

willkommen zurück!

Von Herzen,
Sfantu
Leonardo (11.10.2021, 12:31):
Endlich auch zur Witterung passend, dieser für mich absolut einzigartige, wundervolle Musik-Koloss aus Wirbelwinden, mäandernden Mustern aus buntem Laub, Mittagsgeistern und trüben Gedanken, aber auch mutmachender Strahlkraft:
Ich habe um dieses Werk bislang einen großen Bogen gemacht.
Ich muß halt auch sagen, daß ich von diesem Komponisten bislang noch nicht ein Werk gehört habe, daß ich irgendwie bemerkenswert oder sogar unvergesslich fand.
Also, was macht denn diese "Herbstsinfonie" abgesehen von ihrer exorbitanten Länge so bemerkenswert?
Kann das irgendwie mit Richard Strauss, Gustav Mahler, Alexander Zemlinsky, Franz Schreker o. ä. mithalten?

Herzliche Grüße,

Leonardo
Andréjo (11.10.2021, 13:05):
Schwer - für mich - zu sagen, ob die Herbst-Sinfonie von Joseph Marx so mithalten kann, wie Leonardo fragt.

Es ist sehr stimmungsvolle Musik, die ich jetzt nicht so oft hören muss - auch bedingt durch den Umfang des Werks. Man kann in diese Stimmung eintauchen und fragt dann gar nicht mehr so sehr nach Dichte des Materials und der Verarbeitung.

Von Joseph Marx könnte ich aber mit einem Lieblingswerk dienen, das gerade zweimal sich auf dem Markt befindet und von dem ich dank dunkler Kanäle sogar vier Einspielungen besitze. Ich habe es zweimal gekauft und die beiden Aufnahmen mit dem Pianisten Jorge Bolet stammen vom Rundfunk beziehungsweise handelt es sich um einen amerikanischen Mitschnitt, den mir ein früher in mehreren Foren aktiver Berufsmusiker zugänglich gemacht hat.



Ich würde David Lively vorziehen - der Übervirtuose Marc André Hamelin nimmt der Musik zu sehr die Schwere, die sie benötigt - das ist auch die Meinung jenes Berufsmusikers, selbst wenn es vielleicht paradox klingt.

Die Musik ist nicht ununstritten. Man kann ihr vorwerfen - und wirft ihr auch vor -, dass sie klanglich zu dicht gearbeitet ist. Doch ich mag diesen Fin-de-Siècle-Überschwang, diese schwelgerisch virtuose Hochstimmung. Zum Hineinhören genügen beinahe schon die ersten zwei Minuten.

Verglichen mit der Herbst-Sinfonie empfinde ich das Klavierkonzert als weniger mit Längen behaftet. Das mag aber unfair sein, denn öfter als zweimal habe ich sie vermutlich nicht gehört. Beim Klavierkonzert liegt das hingegen, grob geschätzt, im mittleren zweistelligen Bereich ...

Ich sehe das Cover, das Marcie oben verlinkt hat, mal als aktuelle Anregung ... :D :)

:hello Wolfgang
Leonardo (11.10.2021, 18:33):
Marc-André Hamelin -

in a state of jazz

Werke von Gulda, Kapustin, Weissenberg, Antheil


Immer wieder gut.

L.
Jan Van Karajan (11.10.2021, 21:38):
Hier endlich mal wieder größere Dimensionen mit meiner ersten je gehörten Mahler-Aufnahme:

Gustav Mahler: Symphonie Nr. 9 in D-Dur

Wiener Philharmoniker, Claudio Abbado

Grüße

Jan :down
Sfantu (11.10.2021, 22:32):


Joseph Marx

Eine Herbstsymphonie

Grazer Philharmoniker - Johannes Wildner
(CD, cpo, 2019)

Ein Herbstgesang 8´52
Tanz der Mittagsgeister 15´49
Herbstgedanken 16´02
Ein Herbstpoem 26´12

Endlich auch zur Witterung passend, dieser für mich absolut einzigartige, wundervolle Musik-Koloss aus Wirbelwinden, mäandernden Mustern aus buntem Laub, Mittagsgeistern und trüben Gedanken, aber auch mutmachender Strahlkraft:
Das kann man wohl kaum schöner in Worte fassen.
Heute war - auf Deine Anregung hin - original das zweite Mal, daß ich mir diese Musik gebe. Nach erstem Hören war ich komplett erschlagen von diesem tönenden Monstrum. Heute war die Wirkung weitaus angenehmer. Gut, das Stück dürfte gern eine reichliche Viertelstunde kürzer sein. Denn es ist irgendwann mal alles gesagt. Dieser instrumentale Liebestod - hypertroph per magna - trägt für mein Empfinden eher bloß das Etikett "Herbst" als daß er tatsächlich explizite Herbststimmungen evozieren würde. Bei der ersten Hörsitzung herrschte nebelverhangene Weltuntergangsstimmung - die Musik ließ mich kalt. Heute strahlte hier nochmal der goldene Nachsommer: in der Früh war zwar Scheiben-Freikratzen angesagt, am Nachmittag aber konnte ich im T-Shirt in der Sonne sitzen. Die Herbstsymphonie verfing auf Anhieb. Die Namensgebung erscheint mir daher nicht besonders zwingend. Es wird geschwelgt in Naturempfindungen und/oder in einem Liebesrausch. Immerhin überrascht Marx im Finalsatz mit einigen instrumentatorischen Gimmicks - Exotismen mit slawischem Einschlag oder gar Gamelan-Anklängen. Etwas Mitleid hatte ich irgendwann mit den tapferen Steierern - das zu spielen, muß wirklich auf die Knochen gehen.
Aber ja - auf seine obskure Art nimmt diese Musik gefangen. Und zugegeben - da hat es Stellen: zum Niederknien...
Sfantu (11.10.2021, 23:09):
Auf den Geschmack gekommen, laufen nun auch die übrigen Marx-Scheiben aus meiner Sammlung:



Josph Marx

Natur-Trilogie

Bochumer Symphoniker - Steven Sloane
(CD, ASV, 2003)

Eine Symphonische Nachtmusik 26´01
Idylle - Concertino über die pastorale Quart 14´53
Eine Frühlingsmusik 23´11

Es vermittelt sich quasi die gleiche Grundaussage wie in der Herbstsymphonie auch in diesen Werken - nur ist alles knapper, leichter verdaulich. Am ehesten ein eigenes Gepräge und Abwechslungsreichtum trägt vielleicht noch die "Frühlingsmusik" in sich.
Sfantu (11.10.2021, 23:35):


Joseph Marx

Die Klavierkonzerte


David Lively,
Bochumer Symphoniker - Steven Sloane
(CD, ASV, 2005)

Romantisches Klavierkonzert

Lebhaft. Allegro Moderato 16´53
Nicht zu langsam (Andante affettuoso) 10´16
Sehr lebhaft. Allegro molto 13´16


Castelli romani

Villa Hadriana. Allegro maanon troppo 11´07
Tusculum. Andante 8"04
Frascati. Presto 10´30

Prachtvolle Musik - ein ums andere Mal.
Eine gelegentliche Nähe zu Rachmaninows Sentiment ist kaum zu überhören. Doch stellt Marx letztendlich ein sicheres Gespür für verführerische, irisierende Klänge, am Ende aber ohne Schmalzhäubchen, unter Beweis, sodaß die Werke mit eigenem Profil im musikhistorischen Umfeld bestehen.
Engagierte und überzeugende Darbietungen in tadellosem Klanggewand.
Andréjo (12.10.2021, 00:36):
Deine Höreindrücke freuen mich natürlich, Meister Sfantu! Das römische Konzert gefällt mir durchaus ebenso. Es ist farbenprächtig, aber vielleicht ein wenig verwechselbarer - in Richtung Respighi zum Beispiel.

Doch das Romantische Klavierkonzert mochte ich vom ersten Moment an - vor bald vierzig Jahren auf Band festgehalten, mit Jorge Bolet und einem deutschen Orchester -, obwohl der Rundfunkmitschnitt wirklich nicht besonders gut klang. Den höre ich kaum mehr, auch weil das noch funktionsfähige Zweitgerät zwangsläufig entweder abdumpft oder rauscht, da nicht mit ihm aufgenommen wurde.

:) Wolfgang
Cetay (12.10.2021, 04:10):


Gustav Holst - The Cloud Messenger, op. 30 (chamber version, arr. Joseph Fort)
The Choir of King's College London, Caitlin Goraing (Alt), The Strand Ensemble, Joseph Fort
Sfantu (12.10.2021, 07:02):
@Andréjo

unter den beiden Konzerten sagen mir die Castelli etwas mehr zu.
Deine Bolet-Version ist natürlich eine echte Rarität. An anderer Stelle hatte ich den Plattenspieler mal als die Modelleisenbahn des Audiophilen bezeichnet. Damit bin ich schon reichlich beschäftigt. Mit der Tonbandtechnik hatte ich mehrfach geliebäugelt.
Wenn ich damit auch noch anfange, läßt mich meine Freundin endgültig ins betreute Wohnen einweisen.

Viele Grüße,
Sfantu
Sfantu (12.10.2021, 07:08):
@VAT69

den Cloud Messenger als Kammerversion??
Du hast ja bekanntlich ein Faible für diese verknappenden, entrahmten Versionen überzücchteter romantischer Schlachtrösser (> LvE).
Wie sind Deine Eindrücke?

Viele Grüße,
Sfantu
Maurice inaktiv (12.10.2021, 07:50):
Herrlich, 3 Wochen Urlaub!
Der sei Dir gegönnt.


Ich versuche es mal mit Bruckner, ob der mir heute mehr geben kann als bisher:
Wenn nicht, versuche es mal damit:

https://smile.amazon.de/BRUCKNER-Sym-No-4-flat-G%C3%BCnter-Wand/dp/B000KCI9VA/ref=sr_1_4?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=KWBY3TOY0JSL&dchild=1&keywords=bruckner+4+wand&qid=1634017382&qsid=260-9915807-1047117&sprefix=bruckner+4+wand%2Caps%2C170&sr=8-4&sres=B07YMFVT1D%2CB0000247D1%2CB000026HD6%2CB000KCI9VA%2CB0876BCL7S%2CB01G7OG1OG%2CB01AXLWS9Q%2CB013Q6YA1O%2CB01G654JJA%2CB0042U2HLY%2CB079VTLYKV%2CB00000JXZA%2CB006H4EXF6%2CB06XYQ525W%2CB07NTXC6T9%2CB073625JNB&srpt=ABIS_MUSIC



Es ist eine nicht so bekannte Einspielung von ihm, die erst später veröffentlicht wurde. Sie ist keinesfalls "schwächer" als jene aus Berlin, aber vielleicht vom Orchesterklang her noch einen Ticken "wärmer", aber nicht weniger altersmild als die Berliner Aufnahme mit den Philharmonikern (von 1998). Auch ist sie preislich erschwinglich. Die Aufnahme stammt von 2001, ist also keinesfalls von vor-vor-gestern.
Cetay (12.10.2021, 08:50):
@VAT69

den Cloud Messenger als Kammerversion??
Du hast ja bekanntlich ein Faible für diese verknappenden, entrahmten Versionen überzücchteter romantischer Schlachtrösser (> LvE).
Wie sind Deine Eindrücke?

Viele Grüße,
Sfantu
Es war eine Erstbegegnung aus Neugierde wegen der Sanskrit/Veden-Einfluesse, daher fehlen Vergleiche. Ich habe jedenfalls keine zusaetzlichen Orchesterkraefte vermisst, die vorhandenen spielen das sagenhaft lebendig, klangschoen und transparent.

Jetzt kommt ein Altmeister zum Zug:




Wolfgang Amadeus Mozart - Requiem d-Moll, K. 626
Pamela Heuvelmans, Barbara Werner, Róbert Morvai, Thomas Pfeiffer, Chamber Choir of Europe, Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim, Nicol Matt
Sfantu (12.10.2021, 09:04):
Jetzt noch meine letzte Nur-Marx-CD.
Nach den gestrigen hypertrophen Klangwogen schleichen sich die Streichquartette wohltuend entschlackend ins Ohr. Im Blindtest hätte ich schnell auf einen britischen Komponisten getippt: Delius, Finzi, VW.
Vom Stimmungsgehalt her, vor allem aber klanglich ein angenehmer Gegenpol zur überladenden (bis überfordernden) Herbstsymphonie.




Joseph Marx

Quartetto in modo antico

Thomas Christian Ensemble
(CD, cpo, 2006)

Allegro poco moderato 8'17
Presto 7'22
Adagio molto 4'43
Vivace 4'40
Maurice inaktiv (12.10.2021, 09:40):


Friedrich Gernsheim: Sinfonien Nr.1, g-moll, op. 32 & Nr.3, c-moll, op. 54

Philharmonisches Staatsorchester Mainz, Hermann Bäumer

Es muss nicht immer Brahms sein. Der Zeitgenosse und enge Freund ist es auch wert gehört zu werden. Ich "marxe" und "brahmse" nicht heute, auch passt Bruckner nicht ins Bild, da ich mit Sicherheit unterbrochen werde beim Hören. Daher darf es ein wenig Gernsheim sein. Er passt zeitlich bestens hinein, und ich persönlich mag seine Sinfonien sehr.
Andréjo (12.10.2021, 11:38):
Auch die Streichquartette von Joseph Marx könnte ich mal wieder hören. Da habe ich keine rechte Erinnerung und das war wohl eher eine einmalige Begegnung bislang. Jetzt bin ich insofern interessiert, als Sfantu weiter oben ganz konkrete Vergleichsnamen genannt hat - quasi eine Art roten Faden zum Wiederhören. ;) :)

Finzi ist eine Zufallsbegegnung für mich. Ich habe einst ein TV-Portrait über den großen Frühromantiker Novalis im Leistungskurs Deutsch gezeigt. Das Klarinettenkonzert von Gerald Finzi lief im Hintergrund - ich konnte es stilistisch allenfalls pauschal, aber nicht wirklich einordnen und wurde sehr hellhörig. Der Abspann war dann dahingehend erfreulich, als die Aufnahmedaten angezeigt wurden. Meiner Erinnerung zufolge kannte ich damals noch nicht einmal den Namen des Komponisten.

Spät-, besser neuromantische Musik - da erst vor gut siebzig Jahren entstanden - und von unverwechselbar englischer Prägung - voller Melancholie und erst im Schlusssatz auch nicht ganz frei von tänzerischen Momenten.



Bemerkenswerterweise gibt es mindestens ein halbes Dutzend Einspielungen, auch wenn ich wohl nur die obere kennen dürfte.

:) Wolfgang
Leonardo (12.10.2021, 17:31):
J. S. Bach:

Englische Suiten Nr. 1, 3, 5

Piotr Anderszewski, Klavier

(Warner, 2014)
Maurice inaktiv (13.10.2021, 07:52):


Johann Wenzel Kalliwoda : Sinfonien Nr.5, h-moll, op.106 & Nr.7, g-moll, WoO/01

Das Neue Orchester, Christoph Spering

Der Tscheche Jan Vaclav Kallowida, wie man ihn auch schreiben könnte, schrieb insgesamt sieben Sinfonien, die in der Zeit von 1825 bis 1843 entstanden. Er schrieb alle in seiner Zeit in Donaueschingen, als er im Dienste des Fürsten Carl Egon II zu Fürstenberg stand. Dieser durchaus modern denkende Fürst ermöglichte ihm nicht nur die Chancen durch eigene Werke zu glänzen, sondern auch die Aufführung der damals zeitgenössischen Werke von Beethoven und dessen Zeitgenossen.

Nach der Revolution 1848 veränderte sich die Situation grundlegend, und nach dem Tode des Fürsten 1854 musste sich Kalliwoda sich neu orientieren und zog nach Karlsruhe. Dort verstarb er dann 1866. Dort agierte er nicht mehr so kreativ wie noch zuvor in Donaueschingen, was seinen Ruf nicht gut bekam. Vielleicht liegt es daran, dass man seine Werke heute kaum noch spielt, obwohl sie es absolut wert sind. Haben sie doch der Sinfonie den ersten Einfluss der Melodienseligkeit der tschechischen Musik mit eingebracht und nahmen ihr ein wenig die Wucht der Musik Beethovens ab.
Leonardo (13.10.2021, 12:15):
J. S. Bach:

Französische Suiten Nr. 1 und 2

Murray Perahia, Klavier

(DG, 7/2013)
Sfantu (13.10.2021, 17:13):
Eine exquisite Bruckner 4 mit Blomstedt!
Auch wenn weder Orchester noch Dirigent zu den Bruckner-Instanzen zählen. Oder vielleicht eben drum.
Vielleicht lösen sie ja den Knoten...?
Leonardo (14.10.2021, 11:36):
J. S. Bach:

Partiten Nr. 2, 3, 4

Murray Perahia, Klavier

(Sony, 2008)
Andréjo (14.10.2021, 11:46):
Bei mir geht der Tag mit dem herrlichen, kleinen Klavierkonzert von Françaix los. Einfach wunderbar, und mutmachend vor einem Zahnarztbesuch, der mir gleich bevorsteht.......


Die CD kenne ich nicht. Ist das Concertino drauf oder das "große" Klavierkonzert, das ein bisschen länger dauert? Mit dem "großen" fing vor rund fünfundvierzig Jahren meine Francaix-Schwärmerei an. Ich finde es noch einen Schuss attraktiver als das Concertino - aber das könnte etwas mit Initiation zu tun haben. Francaix höre ich schon noch gerne, aber es ist natürlich nicht mehr die gleiche Begeisterung ... :)

:hello Wolfgang
Cetay (14.10.2021, 13:10):


Wolfgang Amadeus Mozart - Klavierkonzerte K. 467, 488, 595; Mauerische Trauermusik, K. 477; Sinfonie g-Moll, K. 550
Keith Jarrett, Stuttgarter Kammerorchester, Dennis Russell Davies

Daraus laeuft in den letzten Tagen regelmaessig als Home-Mini-Konzertprogramm das C-Dur Konzert mit der Trauermusik als Vorspiel und der Sinfonie als Abschluss. Grosser Stoff!

Wer etwa meiner Altersliga (58J) angehoert, hatte die Erstbegegnung mit Jarrett vielleicht auch durch das Koeln Concert. Damals kannte jeder jemanden, der jemanden kennt, der diese Platte hat. Und wir waren schwer begeistert. Allein am Klavier und alles improvisiert (was nicht stimmte - er reihte vorgefertigte Module aneinander, ueber die er dann improvisierte). Noch besser war in er den Quartett-Aufnahmen mit Kenny Wheeler oder mit Jan Garbarek. Dann verlegte er sich aufs Trio und das Interesse verlosch. Das flammte auch nicht wieder auf, als er sich Bach und Mozart widmete, weil ich -wie so viele- das toerichte Vorurteil hatte, dass Jazzer in der Klassik nichts verloren haben und umgekehrt. Erst jetzt, mit der wiederaufflammenden Leidenschaft fuer das ECM Label habe ich ihm eine Chance gegeben. Und die habe ich genutzt. Das ist perfekt, da gibt es nichts dran zu ruetteln. Neulich schrieb jemand sinngemaess: Es gibt Pianisten, die sagen, schaut her was ich ueber den Komponisten herausgefunden habe und es gibt wenige, die sagen, schaut her, wie herrlich der Komponist das gemacht hat. Jarrett faellt in keine dieser Kategorien. Er sagt, schaut her was ich hier habe und was es mit euch macht. Er spielt das 'runter', so wie er improvisiert. Da gibt es keine delikaten Anschlagsvarianten, keine opernhafte Dramaturgie, keine verdeutlichenden Kunstkniffe (Tempo- oder Dynamikvariationen an formalen Angelpunken). Die Musik spricht fuer sich selbst und sie hat genug zu sagen. Man hoere nur den zweiten Satz. Was aus dem gemacht wurde, grenzt oft an Verballhoernlitum. Jarrett und DRD machen ... gar nichts damit und es fliesst und traegt. Ich hoere die Gelehrten mahnen: Man darf das nicht so neutral spielen, diese Musik ist zeitgebunden und man muss bei der Interpretation die Konventionen der Epoche beruecksichtigen. Der Ungelehrte meint: Mozart ist zeitlos und diese Aufnahme zeigt das wie keine andere.
Hervoragende Aufnahmequalitaet mit perfekter Balance von Solist und Orchester.
Maurice inaktiv (14.10.2021, 14:04):
weil ich -wie so viele- das toerichte Vorurteil hatte, dass Jazzer in der Klassik nichts verloren haben und umgekehrt.
Ehrlich gesagt, trifft das auch heute noch oftmals zu. Doch durch die moderne Konzert-Literatur ist das Gefälle kleiner geworden. Und vor allem in den USA, GB und Australien sieht die Situation völlig anders aus Dort wird oftmals zwischen den Stilen hin und her gesprungen. Gerade die Studio-Musiker sind dort seit vielen Jahren sehr flexibel im Einsatz.

Der Übergang ist ja auch fließend. Man höre Gershwin, Bernstein, Andrew Lloyd Webber, George Antheil, WIlliam Russo (der im Jazz als Bill Russo Posaunist und Arrangeur für Stan Kenton war) oder Jon Adams, nehme Dave Brubeck, Paul Desmond, Benny Goodman, Jimmy Maxwell, den vermutlich vielen unbekannten Jazz-Trompeter Joe Wilder, der Lead-Trompete und Solo-Trompete im Jazz, aber auch als einer der ersten Farbigen mit der "Symphony of the New World" und den New Yorker Philharmoniker spielte. Alles Jazzer mit gewissen Tendenzen zur Klassik, oder gar mit langjährigen Tätigkeiten eben auch dort. Wynton Marsalis, sein Bruder Branford, Arturo Sandoval, Paquito D'Rivera und der Pianist Marcus Roberts sind weitere gute Beispiele, dass man beide Bereiche durchaus kann.
Cetay (14.10.2021, 15:09):


Gustav Holst - The Coming of Christ, H170
Robert Hardy (Sprecher), City of London Choir, The Holst Orchestra, Chamber Choir of the St Paul's Girls' School, Hilary Davan Wetton

Ca. 15 von 37 Minuten sind Rezitation - das muss man abkoennen. Ich nehme es als musikalisch illustriertes Hoerbuch und bin beeindruckt. Auch das CD-Fuellmaterial (u.a. Two Psalms, H117) ist sehr wirkungsvoll.
Maurice inaktiv (14.10.2021, 19:16):
ich muss zugeben, dass ich noch nie etwas von diesem Komponisten gelesen oder gar gehört habe.
Ich schon, allerdings habe ich nur ein zwei Werke von ihm. Eines ist für Trompete, ein anderes Werk für Saxophon.

Offenbar hat er viel Filmmusik geschrieben (11 Filme laut Wikipedia). Vielleicht schaust Du mal bei Wikipedia nach, da er auch Konzerte für etwa Klarinette, Flöte, Harfe, Posaune, usw. geschrieben hat. Eventuell dann über Youtube mal reinhören in die Werke. Mehr kann ich Dir leider auch nicht schreiben dazu.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Fran%C3%A7aix
Maurice inaktiv (14.10.2021, 21:04):
Aber mir ist lieber, wenn ein Liebhaber wie Wolfgang mir Tipps für Werke und Platten geben kann. Wenn ich was zu Dizzy fragen möchte, würde ih auch lieber was von Dir lesen als bei Wikipedia!
Das verstehe ich durchaus. Manchmal hilft es aber auch, wenn man in die Werke mal reinhören kann. Da der Komponist nicht gerade in den Foren "übergehört" wird, ist die Auswahl an Leuten, die wirklich was gut kennen davon recht gering. Das geht natürlich nicht gegen Wolfgang, nur mein Mitlesen in den Foren bringt im Grunde kein Werk von ihm hervor, was einem in Erinnerung geblieben wäre. Du weißt, was und wie ich es meine.
Jan Van Karajan (14.10.2021, 21:55):
Heute mal wieder Beethoven:

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 4 in Es-Dur, op. 7

Friedrich Gulda, Klavier

Tatsächlich wurde ich heute durch den Deutschunterricht in der Schule zu dieser Wahl inspiriert, da wir am Beispiel von Goethes Sonett "Natur und Kunst" das menschliche Verständnis von Kunst im Sinne der Aufklärung und der Weimarer Klassik behandelt haben. Mein Lehrer brachte mich allerdings zum Nachdenken, als er die These aufstellte, man müsse eine gewisse musikalische Bildung haben, um mit Mozart oder Beethoven etwas anfangen zu können und ihre Werke wirklich zu schätzen. Ich sehe das allerdings vollkommen anders. Musik ist zu subjektiv in der Wahrnehmung, als dass es feste Regeln für ihr Verständnis gäbe. Ich sehe schon, ich muss meine Kenntnisse in den Geisteswissenschaften und der Philosophie mal wieder aufpolieren :D .

Grüße

Jan :hello
Sfantu (14.10.2021, 21:58):


Magnus Lindberg

Feria (1997)

Radion sinfoniaorkesteri Helsinki - Jukka Pekka Saraste
(CD, Ondine, 1998)

17´03

Herrlich schillernd, unberechenbar, hier umgarnend, dort überrumpelnd. Hier kammermusikalisch, dort mit voller orchestraler Wucht.
Hellwache Darbietung, luxuriöser Klang. Der Schlußakkord hämmert unerbittlich plastisch ein grob geschnitztes und doch funkensprühendes Ausrufezeichen. Kolossal!
Sfantu (14.10.2021, 22:10):
Mein Lehrer brachte mich allerdings zum Nachdenken, als er die These aufstellte, man müsse eine gewisse musikalische Bildung haben, um mit Mozart oder Beethoven etwas anfangen zu können und ihre Werke wirklich zu schätzen. Ich sehe das allerdings vollkommen anders. Musik ist zu subjektiv in der Wahrnehmung, als dass es feste Regeln für ihr Verständnis gäbe.
Ich kann Dir grundsätzlich (wenn auch nur grundsätzlich) zustimmen.
Ein Mehr an musikalischer Bildung wird Dich sicher diese oder jene Facette beim erneuten Hören neu erleben oder verstehen lassen. Im weiteren Verlauf gewiß auch die übergeordnete Logik des jeweiligen Stücks. Und das ist zweifelsohne ein Gewinn. Zu allererst aber muß die Musik Dein Herz erreichen. Ist das nicht der Fall, nützt auch das fundierteste Verstehen und Analysieren nichts.
Lass` Dich nicht beirren.
Maurice inaktiv (15.10.2021, 06:46):
Zu allererst aber muß die Musik Dein Herz erreichen. Ist das nicht der Fall, nützt auch das fundierteste Verstehen und Analysieren nichts.
Nicht unbedingt. Manchmal hilft es weiter, denn durch das Verstehen der Musik versteht man eventuell auch die Interpretation besser. Ich gebe mal ein Beispiel, wenn auch nicht aus dem Bereich der Klassik.

Ich hatte sehr lange Zeit keinen Draht zur Musik von Miles Davis, bekanntlich einer DER prägenden Trompeter des modernen Jazz. Ich kam mit seinen Kollegen Dizzy Gillespie oder dann auch Clifford Brown oder Lee Morgan klar, aber nicht mit dem Sound und der Spielweise von Miles. Seine Stücke waren nicht unbedingt das Problem, aber mir hatte weder sein derart vibratoloser Ton, noch seine Spielweise, die lange Zeit von technischen Problemen geprägt war, begeistert.

Erst, als ich anfing, den frühen Miles zu hören, dazu seine Biographie gelesen habe, und mich auch mit jenen Trompetern beschäftigt hatte, die in seinem Umfeld zu suchen waren, bemerkte ich, was dahinter stand. Das hat zumindest dazu geführt, dass ich ihn heute bis 1968 hören kann. Dann allerdings wird es wieder stockfinster, da ich mit dem Rock-Jazz Null anfangen kann.

Durch diese Beschäftigung konnte ich den modernen Jazz in weiten Teilen für mich als Gewinn erschließen, wenn auch immer noch nicht im vollen Umfang. Noch immer gibt es Musiker, die mir fremd geblieben sind, etwa Chet Baker, der zumindest in weiten Teilen einen nicht unähnlichen Miles-Ansatz hatte. Er inspiriert mich überhaupt nicht. Mir ist das zu zart und weich, wirkt zudem kalt, auch wenn es das überhaupt nicht ist.

Und da kommt das ins Spiel, was Du jetzt "Herz" schilderst. Bei Miles und Chet klingt es unterkühlt, aber bei Miles berührt es mein Herz, bei Chet denke ich an einen Eisklotz. Beide spielten technisch viele Jahre unvollkommen, beide spielten teilweise die gleichen Stücke (nicht viele, aber genug, um eben zu meiner persönlichen Ansicht über beide zu kommen), aber Chet sprach mein Herz nicht an, Miles schon. Es hat übrigens nichts damit zu tun, dass Miles ein Schwarzer war und Chet weiß. Bei dem Schwarzen Art Farmer ergeht es mir heute noch so, dass er grandios auf seine ebenfalls durch Miles geprägte Art spielte, aber ich mir sehr schwer tue mit ihm.

Sorry, wenn ich jetzt vielleicht "böhmische Dörfer" versucht habe zu beschreiben, aber ich wollte damit nur schreiben, dass man auch Musik zunächst mal "verstehen" sollte, und man dadurch am Ende auch das Herz überzeugen kann - nicht immer, aber doch zumindest manchmal......
Jan Van Karajan (15.10.2021, 07:17):
Ein Mehr an musikalischer Bildung wird Dich sicher diese oder jene Facette beim erneuten Hören neu erleben oder verstehen lassen. Im weiteren Verlauf gewiß auch die übergeordnete Logik des jeweiligen Stücks. Und das ist zweifelsohne ein Gewinn. Zu allererst aber muß die Musik Dein Herz erreichen. Ist das nicht der Fall, nützt auch das fundierteste Verstehen und Analysieren nichts.
Lass` Dich nicht beirren.
Grundsätzlich möchte ich mich in dem Bereich natürlich gerne weiterbilden. Ohnehin bin ich ein Freund der Bildung, nicht nur im musikalischen Bereich. Aber da stehe ich mit meinen zarten 17 Jahren ja noch ganz am Anfang :D .

Sorry, wenn ich jetzt vielleicht "böhmische Dörfer" versucht habe zu beschreiben, aber ich wollte damit nur schreiben, dass man auch Musik zunächst mal "verstehen" sollte, und man dadurch am Ende auch das Herz überzeugen kann - nicht immer, aber doch zumindest manchmal......
Ich verstehe aber tatsächlich deinen Gedankengang. Das grundsätzliche musikalische Verständnis hilft natürlich sich auf einer anderen Ebene mit den Werken auseinanderzusetzen und so zu ihrem "Kern" zu gelangen. Auch wenn das manchmal ziemlich lange dauert. Ein wichtiger Faktor ist bei mir dabei tatsächlich Begleitliteratur (Biografien usw.). Weil sich dort häufig auch vernünftige musikalische Ausführungen finden können, die die Werke leichter zugänglich machen. Mit selbst musizieren und Partituren hab ich nämlich so meine Probleme :D .
Grüße
Jan :hello
Sfantu (15.10.2021, 07:31):
@Maurice,
inwiefern steht das in Widerspruch zu dem, was ich schrieb?

@Jan Van Karajan,
ich bin mir sicher, Du hast bereits einen Weg zur Kunstmusik gefunden. Alles Weitere - fehlende technische Grundlagen, Interpretationsfragen, biographische, zeitgeschichtliche Kontexte etc. erschließt Du Dir mit der Zeit und mit Deiner wachsenden Hör- und Leseerfahrung.

Gute Ratschläge, sei es von eurem Deutschlehrer oder von uns, können Denkanstöße sein. Entscheidend ist am Ende Dein eigenes Hören und Erleben. Du bist bereits auf dem Weg.
Cetay (15.10.2021, 10:23):
Ich bin zwar nicht gefragt, aber es springt ins Auge: Zu allererst aber muß die Musik Dein Herz erreichen. Ist das nicht der Fall, nützt auch das fundierteste Verstehen und Analysieren nichts. Maurice schildert nun einen Fall, in dem erst durch Verstehen und Analysieren der Weg zum Herz gefunden wurde. Das sieht nach einem Widerspruch aus - aber im Sinne der Aussagenlogik ist es tatsaechlich keiner.

S: Allgemein gilt, wenn nicht-a dann folgt nicht-b
M: Es gibt einen Fall, nur dann wenn b, dann folgt a

Die beiden Aussagen koennen friedlich koexisiteren.

Aber sind es nicht gerade solche Spitzfindigkeiten, die hier gelegentlich zum Zoff fuehren? :D
Jan Van Karajan (15.10.2021, 13:02):
ich bin mir sicher, Du hast bereits einen Weg zur Kunstmusik gefunden. Alles Weitere - fehlende technische Grundlagen, Interpretationsfragen, biographische, zeitgeschichtliche Kontexte etc. erschließt Du Dir mit der Zeit und mit Deiner wachsenden Hör- und Leseerfahrung.
Auch ich bin davon fest überzeugt :) . Die klassische Musik ist ja ein Gebiet, auf dem es fast immer etwas Neues zu entdecken gibt.

S: Allgemein gilt, wenn nicht-a dann folgt nicht-b
M: Es gibt einen Fall, nur dann wenn b, dann folgt a
Ergibt auf jeden Fall beides Sinn. Muss ja auch nicht unbedingt ein direkter Widerspruch sein.
Andréjo (15.10.2021, 14:12):
Zu Francaix:

Er war ein Vielschreiber, hat seinen Stil eigentlich nie wirklich verändert, wiederholt sich zwangsläufig. Ich habe ihn eine Zeit lang gezielt auf Kassette festgehalten. Als ich diesen hübschen Sport nicht mehr betrieben habe und längst auf CD umgestiegen war, spielte er nicht mehr die Rolle wie zuvor. Das hat einen furchtbar banalen Grund: Es gibt so viel und ich will so vieles kennenlernen, von unterschiedlichster Art ... :D Freund VAT69 wird möglicherweise kein Freund von Francaix sein, ich wiederum habe mein Herz für die Paganini-Konzerte noch nicht so ganz entdeckt. Was soll's! Niemand ist fehlerlos. :D

Du liegst quasi mit fast nichts falsch bei ihm, wenn Dir eine Komposition wie das Concertino gefällt. Und irgendwann wirst Du Dir sowieso sagen: Jetzt reicht's auch wieder.

Ich habe mich mit Francaix schon selbst am Klavier versucht ... an den leichten Sachen natürlich nur. Die Musik ist gar nicht so ohne - das liegt an der wie nebenbei wirkenden, aber allenthalben oft komplexen Harmonik - schwer zu lesen, schwer zu greifen -, den Sprüngen, dem Schwung, hin und wieder auch an der Rhythmik.

Francaix wird oft abgewertet als kleiner Unterhaltungskomponist. Völlig falsch mag das auch gar nicht sein. Doch werde ich den Verdacht nicht los, dass sich Leute interessant machen wollen, die gar nicht so viel verstehen von der Materie oder die gar neidisch sind. "Mozart des 20. Jahrhunderts" - auch das hört man immer wieder, aber natürlich ist diese unglaublich charmante Musik zum einen etwas ganz anderes und ganz Eigenes ... und zum anderen ist der Vergleich mit der Musik eines der größten Genies überhaupt dann halt auch wieder überzogen ...

Kammermusik spielt letztlich die wichtigere Rolle, verglichen mit dem Orchester. Die vielen Solokonzerte sind aber alle reizvoll. Regelrechte Sinfonien hat er kaum geschrieben - was ich da in der Nähe davon kenne, ist eher blass. Er war sicher am wenigsten jemand, der Thematik für einen größeren Zeitraum durchexerziert hat.

Ich gebe Dir mal zwei Tipps, Marcie, mit denen Du gleich eine ganze Reihe seiner Werke kennenlernen kannst.

(Die dritte Scheibe ist nicht so wichtig, meine ich. Das beinahe pathetische Konzert für zwei Klaviere und Orchester aber hat mich lange so begeistert, dass ich es ständig hören wollte.)

(Das Klarinettenquintett gefällt mir besonders gut.)

Leider enthalten die beiden Sammlungen nicht das erste Bläserquintett von 1948; es ist nicht nur aus meiner Sicht denn tatsächlich das bedeutendste Kammermusikwerk von Francaix wegen der feinsinngen Klangeffekte und der anspruchsvollen Gesamtkonzeption. Vielleicht die folgende CD? Ich kenne sie und ihr fehlt nichts, aber ich bin da von früher an einen Rundfunkmitschnitt gewöhnt.



Ich bin nun wahrlich nicht primär Hörer großer Vokalwerke. Aber das folgende Oratorium hat mich vom Stuhl gerissen und ich hätte das nicht für möglich gehalten - es dürfte so ziemlich das einzige seiner Werke sein, mit dem er sich ganz weit weg bewegt von der kleinen Form. Und dennoch hört man immer Francaix heraus.



Eine äußerst hübsche Sache sind die Danses exotiques, in diversen Fassungen vorhanden. Ich wüsste jetzt gar nicht spontan, ob sie auf genannten Sammlungen enthalten sind bzw. wo ich sie selber finde im Schrank. Ohne lang nachzugucken, bin ich aber überzeugt, dass man bei yt fündig wird.

Viel Freude mit eventuellen Neuanschaffungen!

:) Wolfgang

PS: Und jetzt hammer einen ganzen Schwung Beiträge, die nicht in diesen Faden gehören. Nicht, dass mich das belasten würde ... :P
Leonardo (15.10.2021, 15:01):
John Adams:

Klavierwerke

- China Gates
- Phrygian Gates
- American Berserk
- Halleluiah Junction*

Jeroen Van Veen, Klavier
Sandra Van Veen, Zweites Klavier*

(Brilliant, 2015-17)
Maurice inaktiv (15.10.2021, 19:28):
Ich bin zwar nicht gefragt, aber es springt ins Auge: Zu allererst aber muß die Musik Dein Herz erreichen. Ist das nicht der Fall, nützt auch das fundierteste Verstehen und Analysieren nichts.
Maurice schildert nun einen Fall, in dem erst durch Verstehen und Analysieren der Weg zum Herz gefunden wurde. Das sieht nach einem Widerspruch aus - aber im Sinne der Aussagenlogik ist es tatsaechlich keiner.
Danke. Der Widerspruch von mir war, dass die Reihenfolge nicht entscheidend ist. Manchmal führen mehrere Wege zum Ziel. Hin und wieder sind es gar zwei Ecken.


Aber sind es nicht gerade solche Spitzfindigkeiten, die hier gelegentlich zum Zoff fuehren?
Ich glaube nicht, dass jemand spitzfindig war jetzt. Ich hatte es nicht so empfunden, Sfantu auch nicht, denke ich mal.
Sfantu (15.10.2021, 19:35):
Nein, alles im grünen Bereich.
Maurice inaktiv (15.10.2021, 21:08):
:beer
Maurice inaktiv (16.10.2021, 14:36):


Johannes Brahms : Sinfonie Nr.2

Deutsche Radio-Philharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern , Stanislaw Skrowaczewski

Wer sich diesen viel zu langen, klumpen Namen ausgedacht hat, gehört zu 100 Jahren Heino anhören verdonnert. Wenn man schon diverse Orchester zusammenlegt, sollte zumindest ein Name entstehen, der sich einprägt und keiner, für den man auf Plakaten zwei Reihen benötigt. Zum Glück ist die Einspielung in dieser Hinsicht um Lichtjahre besser als der Namen des Orchesters.
Leonardo (16.10.2021, 19:54):
Nimm die. Die wird dir gefallen:



Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks,

Otto Klemperer, Ltg.

(EMI, 01.04.1966, live, Herkulessaal, München)
Jan Van Karajan (16.10.2021, 22:02):

Anton Bruckner: Symponie Nr. 7 in E-Dur
Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, Günter Wand
:down :down :down :down :down :down :down :down :down
Grüße
Jan :hello
Leonardo (16.10.2021, 22:52):
@Leonardo

Ohje Live, wird da etwa gehustet?
Es hält sich sehr in Grenzen mit Nebengeräuschen aller Art. Es ist eine Rundfunkaufnahme von großer Präsenz, Plastizität und Durchschlagskraft mit einem Orchester und Dirigenten in vollkommener Übereinstimmung. Eine der besten Aufnahmen von Otto Klemperer.

Es gibt auch eine Studioaufnahme der Vierten mit Ihm. Aber diese hier ist besser.
Cetay (17.10.2021, 03:10):
Freund VAT69 wird möglicherweise kein Freund von Francaix sein, ich wiederum habe mein Herz für die Paganini-Konzerte noch nicht so ganz entdeckt. Was soll's! Niemand ist fehlerlos. :D


(...)


Francaix wird oft abgewertet als kleiner Unterhaltungskomponist. Völlig falsch mag das auch gar nicht sein. Doch werde ich den Verdacht nicht los, dass sich Leute interessant machen wollen, die gar nicht so viel verstehen von der Materie oder die gar neidisch sind.
Ich krame im Gedaechtnis, aber finde nichts. Vermutlich habe ich noch nicht viel von ihm gehoert. Der Versuch mit dem Floetenkonzert ging dann auch gleich maechtig schief. Es dauerte keine zwei Minuten bis ich dachte: Freund Andréjo hat wohl recht. Dann sprang mir diese ins Auge:



Ja und das ist doch gleich etwas ganz anderes. Das Strichtrio ist eine echte Wonne. Abwechslungsreich mit ueberraschenden Wendungen und grossen Momenten. Ich meine, Anklaenge an Ravel und Debussy wahrzunehmen, aber das geht mir immer so, wenn Kammermusik mit Streichern auch nur entfernt franzoesisch klingt. Ein grosser Wurf ist das Duo fuer Floete und Altfloete, vor allem die beiden Larghetto-Saetze mit betoerenden Zusammenklangeffekten. Ist das Unterhaltung? Egal, ich kann es eh nicht leiden, wenn mir ein Komponist irgendwelche gewichtigten Botschaften aufs Ohr druecken moechte. Das hier ist l'art pour l'art und einfach gut gemacht. Francaix hat diese 1996 entstandenen Aufnahmen 'ueberwacht', den Begleittext geschrieben und beim Divertimento fuer Floete & Klavier selbst Hand angelegt. Die Cantate de Mephisto, gesungen von Bartion Romian Bischoff und begleitet von Streichquartett und Kontrabass rundet das Programm ab.
Cetay (17.10.2021, 03:21):
Und jetzt greife ich die Anregung zum Wiederhoren auf:



Niccolo Paganini - Violinkonzert Nr. 1 D-Dur, op. 6
Rudolf Koelman, The Netherlands Symphony Orchestra, Jan Willem de Vriend
Maurice inaktiv (17.10.2021, 08:09):


Heinrich von Herzgenberg : Sinfonien Nr.1 & 2

NDR-Radiophilharmonie (Hannover)

In den Tag mit einem Zeitgenossen von Brahms.
Leonardo (17.10.2021, 12:54):
J. S. Bach:

Klavierkonzert Nr. 2 BWV 1053

Konzert für drei Klaviere BWV 1064*

Edwin Fischer, Klavier
Ronald Smith, Denis Matthews, Klaviere*

Philharmonia Orchestra,

Edwin Fischer, Ltg.

(EMI, 1950, Abbey Road, London)



Man spürt und hört, daß Edwin Fischer ein Bach-Spezialist war. Ganz wunderbar und auch ein sehr moderner bzw. zeitloser Bach-Stil.
Andréjo (17.10.2021, 13:23):
nochmals @ Francaix und @ alle dahier und natürlich @ VAT69 im Besonderen:

Nach der von Dir verlinkten CD schaue ich mal. Ob ich das Flötenkonzert kenne, weiß ich nicht genau. Möglich, dass es eine von den blasseren und oft späteren Kompositionen ist.

Das Flöten-Duo kenne ich sicher nicht. Auch keine Mephisto-Kantate.

Das Streichtrio dürfte aus den Dreißigern sein. Das mag ich auch.

Ich glaube, dass ich mir heute mal wieder die Apokalypse gebe ...

:) Wolfgang
Leonardo (17.10.2021, 15:59):
Zum 150. Geburtstag des Komponisten:

Alexander Zemlinsky:

Lyrische Sinfonie op. 18

Johanna Winkel, Sopran

Michael Nagy, Bariton

Polish National RSO,

Alexander Liebreich, Ltg.

(Accentus, 2017, Katowice, Polen)



Das ist schon wirklich gut. Liebreich geht ausdrucksstark und expressiv zu Werke. Der mächtige Bariton von Michael Nagy ist vielleicht etwas zu prominent aufgenommen und wirkt im Verhältnis zum Orchester etwas zu groß. Aber andersrum wäre es schlechter. Frau Winkel überzeugt vollkommen.

L.
Jan Van Karajan (17.10.2021, 21:48):

Max Bruch: Symphonie Nr. 3 in E-Dur, op. 51
Gewandhausorchester Leipzig, Kurt Masur
Grüße
Jan :hello
Cetay (18.10.2021, 01:52):


Johann Sebastian Bach - Brandenburger Konzerte BWV 1046 -1051
Capella Savaria, Zsolt Kallo

Die Aufnahmen entstanden im Juni 2015. Der Cover-HInweis auf Originalinstrumente liess mich erst vermuten, dass es sich um eine aeltere Aufnahme handeln muesse. Heutzutage muesste man eher extra vermerken, wenn es auf modernen Instrumuenten gespielt wird.
Leonardo (18.10.2021, 11:23):
Antonio Salieri:

Konzert für Fortepiano und Orchester B-Dur

Paul Badura-Skoda, Fortepiano

I Solisti Veneti,

Claudio Scimone, Ltg.

(Erato, 1985)
Amonasro (18.10.2021, 15:01):


Giuseppe Verdi/Francesco M. Piave/Arrigo Boito: Simon Boccanegra

Simon Boccanegra - Tito Gobbi
Jacopo Fiesco - Boris Christoff
Amelia Grimaldi - Victoria de los Ángeles
Gabriele Adorno - Giuseppe Campora
Paolo Albiani - Walter Monachesi
Pietro - Paolo Dari
Capitano dei balestrieri - Paolo Caroli
Ancella d'Amelia - Silvia Bertona

Orchestra e coro del Teatro dell'Opera di Roma, Gabriele Santini

Gobbi und Christoff großartig, kommt aber aufgrund des spannungsarmen Dirigats, der Tonqualität und leichten Kürzungen nicht an die Abbado-Aufnahme ran.

Gruß Amonasro
Cetay (18.10.2021, 16:47):


Johann Sebastian Bach - 3 Sonaten fuer Viola da Gamba und Cembalo, BWV 1027-1029, Transkription fuer Viola
Kim Kashkashian, Keith Jarrett
Cetay (19.10.2021, 06:00):


Georg Philipp Telemann - Doppelkonzerte mit Blockfloete TWV52:a1, a2, e1, A1 & E1
Drottningholm Baroque Ensemble
Cetay (19.10.2021, 09:57):


William Byrd & seine Zeitgenossen - Consort Songs
Jill Feldman (Sopran), Concerto delle Viole

8o 8o Was fuer eine Stimme! :love:

Da musste ich gleich suchen, was es sonst noch gibt ... und es ist klar, was als neachstes kommt:



Charles Ives - Songs
Jill Feldman (Sopran), Jeannette Koekkoek (Klavier)
Leonardo (19.10.2021, 12:09):
J. S. Bach:

Partiten BWV 825 - 830

Walter Gieseking, Klavier

(DG)
tapeesa (19.10.2021, 13:51):
Adagio e Cantabile - Italian Adagios
Giuliano Giuliani (Oboe, Oboe d'amore, Englischhorn), Constance Frei (Violine), Emanuela Degli Esposti (Harfe), Andrea Macinanti (Orgel)
Angela Troilo (Gesang)
Leonardo (20.10.2021, 10:56):
Guten Morgen!

W. A. Mozart:

Klavierkonzert Nr. 25 C-Dur KV 503

Edwin Fischer, Klavier

Philharmonia Orchestra,

Josef Krips, Ltg.

(EMI, 10.10.1947, Abbey Road, London)
Cetay (21.10.2021, 06:04):


Nova Metamorfosi
Le Poeme Harmonique, Vincent Dumestre

In Sakralwerke umgewandelte Madrigale von Anonymus, Coppini, Monteverdi & Ruffo. Die Zeit um 1600 herum, der Uebergang von der Renaissance zum Barock ist etwas ganz besonderes. Hier wurde auf dem Weg zu Le Nuove Musiche viel herumexperimentiert und man hat Florenz um diese Zeit als un laboratoire musical bezeichnet. Und so toent diese Musik selbst in heutigen Ohren zeitweise verblueffend modern. Mich faszinieren vor allem die betoerenden obertonreichen Zusammenklaenge der Vokal-Stimmen mit den alten Instrumenten (Cister, Zink, Dulzian, Violone, Gambe, Orgelpositiv) in nicht-temperierter Stimmung.
Cetay (21.10.2021, 09:16):


Claudio Monteverdi - Scherzi Musicali A Tre Voci (Venezia 1607)
L'EsaEnsemble, Baschensis Ensemble La Spezia, Sergio Chierici

Ganz wunderbar! ^^
Leonardo (21.10.2021, 10:59):
Franz von Suppé:

Ouvertüren

Münchner Rundfunkorchester,

Ivan Repusic, Ltg.

(brklassik, 5/2018, Studio 1, BR, München)
palestrina (21.10.2021, 11:28):


Nova Metamorfosi
Le Poeme Harmonique, Vincent Dumestre

In Sakralwerke umgewandelte Madrigale von Anonymus, Coppini, Monteverdi & Ruffo. Die Zeit um 1600 herum, der Uebergang von der Renaissance zum Barock ist etwas ganz besonderes. Hier wurde auf dem Weg zu Le Nuove Musiche viel herumexperimentiert und man hat Florenz um diese Zeit als un laboratoire musical bezeichnet. Und so toent diese Musik selbst in heutigen Ohren zeitweise verblueffend modern. Mich faszinieren vor allem die betoerenden obertonreichen Zusammenklaenge der Vokal-Stimmen mit den alten Instrumenten (Cister, Zink, Dulzian, Violone, Gambe, Orgelpositiv) in nicht-temperierter Stimmung.
So ist auch dies

.....eine wunderschöne Einspielung ausgehend vom Allegris Miserere!
1.Gregorio Allegri -Miserere : I. Miserere mei
2.Gregorio Allegri - Miserere : II. Tibi soli peccavi
3.Gregorio Allegri - Miserere : III. Auditui meo
4.Gregorio Allegri - Miserere : IV. Redde mihi laetitiam
5.Gregorio Allegri - Miserere : V. Quoniam si voluisses sacrificium
6.Luigi Rossi - Un allato messagier
7.Claudio Monteverdi -Si dolce è 'l martire
8.Anonyme - Domine, ne in furore tuo: I. Domine in furore tuo
9.Anonyme -Domine, ne in furore tuo: II. Non est sanitas carni meae
10.Anonyme - Domine, ne in furore tuo: III. Adflictus sum
11.Domenico Mazzocchi -Breve è la vita nostra
12. Antonio Maria Abbatini -La comica del cielo : Sinfonia
13.Marco Marazzoli - Chi fà : I. Odimi, il passo arresta
14.Marco Marazzoli -Chi fà : II. Chi fà che ritorni
15.Marco Marazzoli -Un sonno ohimè
16.Claudio Monteverdi - Maria, quid ploras
17.Claudio Monteverdi -Pascha concelebranda: I. Pascha concelebranda
18.Claudio Monteverdi-Pascha concelebranda: II. Nunc ubi est o mors Victoria

LG palestrina
Cetay (21.10.2021, 11:42):

Claudio Monteverdi - Scherzi Musicali A Tre Voci (Venezia 1607)
Concerto delle Dame di Ferrara, Sergio Vartolo

Da schmurgle mir doch einer einen Adabar! Die Naxos-Aufnahme ist bei dem alten Italiener klar besser als die Aufnahme des auf alte italienische Musik spezialisierten italienischen Tactus-Labels.

.....eine wunderschöne Einspielung ausgehend vom Allegris Miserere!

LG palestrina
Danke. Die ist bereits vorgemerkt. :thumbup:
Mit Dumestres Ensemble lag ich noch nie daneben. Herausragend die Firenze 1616.
palestrina (21.10.2021, 16:15):

Claudio Monteverdi - Scherzi Musicali A Tre Voci (Venezia 1607)
Concerto delle Dame di Ferrara, Sergio Vartolo

Da schmurgle mir doch einer einen Adabar! Die Naxos-Aufnahme ist bei dem alten Italiener klar besser als die Aufnahme des auf alte italienische Musik spezialisierten italienischen Tactus-Labels.

.....eine wunderschöne Einspielung ausgehend vom Allegris Miserere!

LG palestrina
Danke. Die ist bereits vorgemerkt. :thumbup: Mit Dumestres Ensemble lag ich noch nie daneben. Herausragend die Firenze 1616.
Gönn dir doch gleich die Unvergleichliche Box....

....und du sagst es, da macht man rein garnichts verkehrt! Was da alles drin ist ist schier unglaublich!!

CD1: Domenico Belli, IL NUOVO STILE
CD2: Antoine de Boësset, JE MEURS SANS Mourir
CD3: LUIS DE briceño, EL FENIX DE PARIS
CD4: LE musiche DI BELLEROFONTE CASTALDI
CD5: Emilio de‘Cavalieri, KLAGELIEDER
CD6: Marc-Antoine Charpentier, TE DEUM H.146 / JEAN-BAPTISTE LULLY TE DEUM LWV.55
CD7 : JEREMIAH CLARKE / HENRY PURCELL, SON OF ENGLAND
CD8 : LOUIS-NICOLAS CLÉRAMBAULT, MISERERE / FRANÇOIS COUPERIN, LEÇONS DE TÉNÈBRES LA
-9, CD10
: : MICHEL-RICHARD DE LALANDE, TENEBRÆ
CD11 : ROBERT DE VISÉE / THÉOPHILE DE VIAU, LA CONVERSATION
CD12 : PIERRE GUÉDRON, LE CONSERT DES CONSORTS
CD13 : ESTIENNE MOULINIÉ, L'HUMAINE COMÉDIE
CD14: CHARLES TESSIER, CARNETS DE VOYAGE
CD15: CLAUDIO MONTEVERDI / MARCO MARAZZOLI, COMBATTIMENTI!
CD16: COEUR, FRANZÖSISCHE HOFLIEDER AUS DEM SPÄTEN 16. JAHRHUNDERT
CD17: FIRENZE 1616
CD18: IL FÁSOLO?
CD19: LOVE IS STRANGE, WORKS FOR LUTE CONSORT
CD20: NOVA METAMORFOSI HEILIGE MUSIK IN MAILAND IM FRÜHEN 17. JAHRHUNDERT



Die Vartolo Scherzi Musicali habe ich auch, finde auch seine restlichen Monteverdi Aufnahmen gut!

LG palestrina
Cetay (22.10.2021, 03:24):


Ludwig van Beethoven - Streichquartett Nr. 12 Es-Dur, op. 127
Lindsay String Quartet (VO 1983)

Das gefaellt mir ganz ausgezeichent! Dieses Set geht fuer den Rest auf Wiedervorlage.
Maurice inaktiv (22.10.2021, 06:08):
Franz von Suppé:

Ouvertüren
Da finde ich diese Aufnahmen ganz ausgezeichnet:



Hier passt wirklich alles zusammen: Ein grandioses Orchester mit wunderbaren Solisten, dazu ein Dirigent, der es meisterhaft versteht, diese Musik derart frisch, mit Schwung und Schmackes zu servieren, als würde er nie was Anderes getan haben.

Alternativ dann



Auch Charles Dutoit hat das mit seinem langjährigen Orchester ganz hervorragend gemacht.

Auch die Reihe, die ursprünglich auf Marco Polo herauskam, und dann später zumindest teilweise bei Naxos wieder herausgebracht worden ist, macht einen sehr guten Eindruck:



natürlich waren solche Werke auch bei Herbert von Karajan und Sir Neville Marriner in sehr guten Händen gewesen, da auch sie exzellente Orchester dafür zur Verfügung hatten. Karajan hat sowas ja bei Verdi oder Rossini und dem Doppel-Album mit Märschen immer wieder bewiesen, dass er solche Musik bestens präsentieren konnte. Marriner hat eine sehr schöne Box mit den ganzen Rossini-Ouvertüren um 1976 herum vorgelegt.
Cetay (22.10.2021, 09:41):

Bildquelle: danielbarenboim.com

Pierre Boulez - Messagesquisse fuer Solo-Cello und 6 Violoncelli
Astrig Siranossian, Yulia Deyneka, Boulez Ensemble, Daniel Barenboim, F.-X. Roth

Wieso braucht man bei dieser Besetzung 4 Namen auf dem Cover? Es gibt neben dem Original noch ein vom Komponisten abgenicktes Arrangment fuer Bratschen zu hoeren und dafuer wechseln Solistin und Dirigent. Mit seinen langen ruhigen Passagen ist das Stueck ziemlich untypisch fuer Boulez.
tapeesa (22.10.2021, 10:43):
Chronologisch bin ich bei Verdis dritter Oper angekommen. Nabucco fiel mir schon immer sehr schwer zu hören.

Giuseppe Verdi: Nabucco (Querschnitt)
Libretto: Temistocle Solera

Nabucco - Piero Cappuccilli
Ismaele - Plácido Domingo
Zaccaria - Evgeny Nesterenko
Abigaille - Ghena Dimitrova
Fenena - Lucia Valentini Terrani
Il Gran Sacerdote - Kurt Rydl
Abdallo - Volker Horn
Anna - Lucia Popp

Chor & Orchester der Deutschen Oper Berlin, Giuseppe Sinopoli
xarddam (22.10.2021, 16:20):
und ich höre jetzt

https://www.youtube.com/watch?v=_DAQQY7yzSk
den ersten Satz, der 3. Sinfonie von Bruckner, die ich sehr mag.
Das Royal Concertgebouw Orchestra unter Bernard Haitink

R.I.P. Bernard Haitink
Leonardo (22.10.2021, 23:29):
Ich höre jetzt ein Werk mit Haitink, daß man mit Ihm nicht verbindet:

Maurice Ravel:

Daphnis et Chloé (Gesamtaufnahme)

Tanglewood Festival Chorus,

Boston Symphony Orchestra,

Bernard Haitink, Ltg.

(Philips, 1990)
Amonasro (23.10.2021, 00:56):
Chronologisch bin ich bei Verdis dritter Oper angekommen.
Verdi chronologisch durchzuhören, ist immer sehr interessant, da bei ihm (sicher auch bedingt durch sein langes Leben) eine sehr deutliche Entwicklung hörbar ist: von den frühen Nummernopern über die immer stärker an französischen Vorbildern orientierten mittleren Opern bis hin zu den durchkomponierten Musikdramen der letzten Jahre; zwischen der ersten und letzten Oper liegen Welten.

Nabucco fiel mir schon immer sehr schwer zu hören.
Nabucco finde ich durch die scharfen Kontraste sehr kurzweilig und zugänglich. Neben der mitreißenden Dramatik der Märsche und pulsierenden Cabaletten gibt es lyrisch-delikates wie Zaccarias nur von Celli begleitedes Gebet im 2. Akt oder Abigailles Sterbeszene mit Englischhorn. Unter Verdis frühen Opern ist allerdings Ernani mein Favorit.

Bei mir lief:



Gaetano Donizetti/Domenico Gilardoni: Il diluvio universale

Noè - Mirco Palazzi
Jafet - Simon Bailey
Sem - Mark Wilde
Cam - Dean Robinson
Tesbite - Irina Lungu
Asíene - Ivana Dimitrijevic
Abra - Anne Marie Gibbons
Cadmo - Colin Lee
Sela - Majella Cullagh
Ada - Manuela Custer
Artoo - Roland Wood

Geoffrey Mitchell Choir
London Philharmonic Orchestra, Giuliano Carella

Ähnlich wie Rossinis Mosè in Egitto eine Fastenzeitoper mit alttestamentlischem Thema und hohem Choranteil. (In gewisser Weise gehört auch Nabucco in diese Reihe.)

Gruß Amonasro :hello
Maurice inaktiv (23.10.2021, 05:33):
Nielsen und Berwald könnte ich auch mal auf den Wunschzettel setzen, danke für den Hinweis
Kein Problem. Die Hinweise sind kostenlos, die Einspielungen dagegen nicht. :D Bei Berwald Thomas Dausgaard (Sinfonien) oder Neeme Järvi (Sinfonien), als EInzel-CD auch Blomstedt (mit den Sinfonien 1&4). Bei Nielsen die Live-Einspielung der Sinfonien unter Sir Colin Davis (die sind wirklich großartig geworden und erschwinglich). Blomstedt als Box kriegst Du selten und wenn dann nur teuer. Als Einzel-Aufnahmen muss man suchen. Die frühe GE der Sinfonien ist erschwinglich, aber hier würdest Du gegenüber Davis den schlechteren Kauf machen. Bei Nielsen kann man erstaunlicherweise fast keine Einspielung überhaupt nicht brauchen.

Die Vierte Nielsen unter Bernstein und Karajan sind meiner Meinung nach auch Hammer-Einspielungen.
Andréjo (23.10.2021, 11:34):
Wow, ich weiss grad nicht mehr genau, wer von Euch hier mal Emilie Mayer empfohlen hatte, @Sfantu ?
Jedenfalls bin ich schon beim ersten Anhören begeistert. Das ist ja oft zum Niederknien anmutig und fesselnd! ganz ganz wunderbar, Vielen Dank nochmal für den Tipp.
Ganz bemerkenswert eigenständige hochromantische Musik, die ich auch erst seit einem halben Jahr vielleicht kenne.

Ich glaube auch nicht, dass es vor zwanzig Jahren irgendwelche Einspielungen mit ihrer Musik gab.

Ein bisschen enttäuscht bin ich nur von ihrem Klavierkonzert, das wie stark verflachter Mozart klingt.



Ansonsten kann man noch Klaviertrios und -quartette von ihr erwerben. Mal schauen - prinzipiell mag ich diese Gattungen sehr.

Sfantu hat vor etlichen Wochen die Mayer ans Herz gelegt und mir den Anstoß gegeben zum Erwerb. Auf den bloßen Namen war ich durch die Cover von cpo schon vorher aufmerksam geworden.

:) Wolfgang
Leonardo (23.10.2021, 11:34):
Wenn man unbedingt "umgehauen" werden will, sollte man sich diese Aufnahme "geben":

P. I. Tchaikovsky:

Sinfonie Nr. 4 f-moll op. 36

Concertgebouw Orchester Amsterdam,

Bernard Haitink, Ltg.

(Philips, 12/1978)



Haitink geht das Werk mit konfrontativer Direktheit an, vermeidet jede schmalzige Sentimentalität und befeuert das Concertgebouw Orchester auf unglaubliche Art und Weise.

L.
Nicolas_Aine (23.10.2021, 13:18):
soll ich die Beiträge von hier dorthin verschieben?
tapeesa (23.10.2021, 13:56):
Nabucco finde ich durch die scharfen Kontraste sehr kurzweilig und zugänglich. Neben der mitreißenden Dramatik der Märsche und pulsierenden Cabaletten gibt es lyrisch-delikates wie Zaccarias nur von Celli begleitedes Gebet im 2. Akt oder Abigailles Sterbeszene mit Englischhorn.
Erstmal habe ich gehört und nur bei einer Szene (die ich vergessen habe) nachgeschaut, welche das ist.
Die Sterbeszene fand ich am berührendsten. Das Englischhorn konnte ich spontan nicht einordnen.
Was ich vor allem mit der Oper verbunden habe, ist "Gold". Nabucco gehört zu den Opern, die viele Farben und Symbole in meinem Kopf evozieren.
Jan Van Karajan (23.10.2021, 14:07):
Gibt es nicht auch einen uralten Haitink-Thread, der schon jahrelang nicht genutzt wurde?
Nicolas_Aine (23.10.2021, 14:29):
Gibt es nicht auch einen uralten Haitink-Thread, der schon jahrelang nicht genutzt wurde?
tatsächlich: klick

ich füge nachher alles da ein.
Leonardo (23.10.2021, 15:08):
Mal sehen, ob das irgendwas hergibt:

Josef Holbrooke:

The Birds of Rhiannon op. 87

Symphony No. 3 op. 90 "Ships"

Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern,

Howard Griffiths, Ltg.

(cpo, 1/2016)
Leonardo (23.10.2021, 20:19):
"New World Jazz"

Werke von Adams, Gershwin, Bernstein, Milhaud, Stravinsky, Hindemith, Antheil, Raksin

New World Symphony,

Michael Tilson Thomas, Klavier & Ltg.

(RCA, 1/1997, Fort Lauderdale, Florida)
Sfantu (24.10.2021, 00:11):
Nach Verklingen dieses Albums heißt es erstmal tief durchatmen und ein paar Minuten absoluter Stille auskosten.



Poul Ruders

Solar Trilogy (1992-95)

Odense Symfoniorkester - Michael Schønwandt
(CD, dacapo, 1997)

Gong
Throbbing - Dancing - Pulsating - Pounding - Blinding
18´51

Zenith
Dawning
25´57

Corona
Sizzling - Piercing - Sizzling - Maajestic
21`09

Die Sonnentrilogie ist meine Erstbegegnung mit der Musik Poul Ruders` (*1949).
Die Klänge sind so neuartig (neben dem großorchestralen Grundgerüst kommen Wassergongs, Wasserglocken, eine bronzene Donnerplatte, Digitalklavier, ein elektronisch verstärkter Flügel und eine Sampling-Anlage zum Einsatz), die schieren Dimensionen mit über einer Stunde Spielzeit so raumgreifend, die gesamte Energetik so pulsierend wie fordernd, daß es mir schwer fällt, das mit angemessenen Worten zu beschreiben. Hier ein paar Näherungswerte: wuchtig, hyptnotisierend, fesselnd, manisch, abgespaced.
Vieles ist so neuartig, so (im wahrsten Wortsinne) unerhört, daß ich aus dem Staunen nur schwer herauskomme.
Ein Hexenmeister, dieser Ruders!

Eine Herausforderung an ein Sinfonieorchester - in allen denkbaren Parametern. Auf Fünen hält ein Ensemble dieser Aufgabe souverän stand. Da ist etwas schwer in Ordnung im Staate Dänemark...
Nicolas_Aine (24.10.2021, 01:38):
sorry, hat etwas länger gedauert. Die Beiträge bezügl. Haitink sind nun im entsprechenden Thread.
Cetay (24.10.2021, 03:06):
Poul Ruders

Solar Trilogy (1992-95)

Odense Symfoniorkester - Michael Schønwandt
(CD, dacapo, 1997)

(...)

Eine Herausforderung an ein Sinfonieorchester - in allen denkbaren Parametern. Auf Fünen hält ein Ensemble dieser Aufgabe souverän stand. Da ist etwas schwer in Ordnung im Staate Dänemark...
Auf diesem Weg bin ich zu Ruders gekommen. Wann immer ich ueber dieses Orchester gestolpert bin, hat es maechtig Eindruck auf mich gemacht und ich habe den Stromdienst systematisch durchsucht und dabei diese gefunden. Die habe ich gleich mal wieder gehoert:


Poul Ruders - A Nightshade Trilogy
Odense Symphony Orchestra, Oliver Knussen, Paul Mann, Scott Yoo

Das in Worte zu fassen, ueberlasse ich dem Komponisten: A collection of compositions that evoke for me an almost Gothic association with pale moonlight, tombstones crypts and the elusive shadows deep inside an ancient forest at the deep of night.
Maurice inaktiv (24.10.2021, 05:13):
Grundsolider Nielsen, ideal zum Einstieg/Kennenlernen.
Ich finde die Box hervorragend. Die Vierte habe ich in dieser Besetzung selbst live in Frankfurt erleben dürfen, das war ein tolles Konzert gewesen.
Sfantu (24.10.2021, 07:41):
@Marcie

ja, die Auswahl ist eher schmal im Moment. Hatte meine Ruders-CDs bei dodax.ch bestellt.
Sfantu (24.10.2021, 10:39):


Johann Sebastian Bach

Brandenburgische Konzerte BWV 1046 - 1051

Akademie für Alte Musik Berlin
(2 CDs, harmonia mundi France, 2000)
An der ein oder anderen Stelle eigenartig aber gut.
Ja, man hat halt so seine Brandenburgischen im Ohr, nicht wahr?
Und mit manchem, was davon abweicht, freundet man sich dann bisweilen nur ungern an. Oder garnicht. Letzteres erfüllt der Schlußsatz des 3. Konzerts. Konsequenterweise müßte es in absehbarer Zeit olympische Disziplin werden, das so schnell wie möglich herunter zu nudeln - Die Musica Antiqua Köln und Reinhard Goebel setzten anno tuck wohl den Grundstein für diese abstruse Mode. Bei solch seelenlosem Fiddle Faddle fiel es mir auch heute (beim 2. Hören überhaupt) wieder schwer, hier nicht vorzteitig entnervt abzubrechen.

Auf der Habenseite der famose Raphael Alpermann mit individueller und teils recht freier Gestaltung. Auch Friedemann Immer beeindruckt mit Präzision und knackigem Trompetenton. Auch hier (also im 2. Konzert) finde ich das Tempo überzogen. Immerhin scheint mir die Blockflöte nicht durch die Tontechnik künstlich nach vorn geholt worden zu sein. Daß sie gut heraushörbar bleibt, muß man wohl als Ergebnis eines guten Miteinanders und Aufeinander-Hörens zählen.
tapeesa (24.10.2021, 10:59):
Through the Looking Glass

Poul Ruders - Star-Prelude and Love-Fugue
Per Nørgård - Heyday's Night + Isternia
Hans Abrahamsen - Flowersongs + Schnee
Bent Sørensen - Looking on Darkness
Poul Ruders - Carnival

Trio Alpha
_____

Richard Strauss - Ariadne auf Naxos
Gundula Janowitz (Ariadne), Edita Gruberová (Zerbinetta), Agnes Baltsa (Komponist), James King (Bacchus), Walter Berry (Musiklehrer), Barry McDaniel (Harlekin), Erich Kunz (Haushofmeister) u.a.
Orchester der Wiener Staatsoper, Karl Böhm
Maurice inaktiv (24.10.2021, 16:07):
Bei Ruders habe ich die mal irgendwann besessen, aber keine Erinnerung mehr an die Einspielung.



Sie ist recht günstig zu erwerben. Mit Michael Schönwandt agiert ein von mir in diesem Umfeld sehr geschätzter Dirigent. Vielleicht freut sich jemand auf diese Einspielung oder kennt sie.
palestrina (24.10.2021, 20:00):

1. Gregorian Chant: Lamentations of the Prophet Jeremiah,
2. Claudio Monteverdi: Pianto della Madonna sopra il Lamento d' Arianna,
3. Giovanni Felice Sances: Cantada sopra il Passacaglio,
4. Luigi Rossi: Lamento di Mustafa e Bajazet,
5. Barbara Strozzi: Le tre Grazie a Venere,
6. Luigi Rossi: Hor ch'in notturna pace.

.....hieraus

Eine wunderschöne 3 CD Box :down

LG palestrina
Amonasro (24.10.2021, 20:15):


Luigi Boccherini: Cellokonzerte G478, G474, G481, G483

Julius Berger (Cello)
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim, Vladislav Czarnecki

Gruß Amonasro
Cetay (25.10.2021, 03:39):
Brandneu bei meinem Stromanbieter. Das fetzt ordentlich in den schnellen und setzt pastorale Ruhepunkte in den langsamen Saetzen.


Bildquelle: HRAudio.net

Ib Glindemann - Concertos (Trompetenkonzert, Posaunenkonzert, Medley)
Per Morten Bye (Trompete), Robert Homsted (Posaune), Odense Symphony Orchestra, Giordan Bellincampi

Laut Begleittext waren Jazz und Swing die Schwerpunkte in Glindemanns kreativem Leben und er erlangte grosse Bedeutung fuer die daenische Big Band- & Jazz-Musik ab den 50ern. Auf dieser CD wird mit einem rein klassischen Programm -das freilich seine Wurzeln nicht verleugnet- eine weniger bekannte Seite herausgestellt.
Cetay (25.10.2021, 05:39):


Wolfgang Amadeus Mozart - Klavierkonzerte C Dur, K. 415/378b & B-Dur K. 238
Anne-Marie McDermott, Odense Symphony Orchestra, Scott Yoo
Leonardo (25.10.2021, 11:34):
L. v. Beethoven:

Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15

Murray Perahia, Klavier

Concertgebouw Orchester Amsterdam,

Bernard Haitink, Ltg.

(Sony, 12/1985)
tapeesa (25.10.2021, 11:48):
Launch
Ida Gotkovsky - Eolienne
Natalie Moller - starshine and moonfall
Patrick O'Malley - Thaumaturgy
Christine Delphine Hedden - Anhrán na Cásca + Kitchen Dance
Stephen Rush - Whirlwind
Angélica Negrón - Still Here
Jasper Sussman - nice box! "Oh So Square"
Yusef Lateef - Romance
Marcel Tournier - La Lettre du Jardinier

Jonathan Hulting-Cohen (Saxophon), Jennifer R. Ellis (Harfe)
Admiral Launch Duo
Cetay (26.10.2021, 03:21):


Wadada Leo Smith - Luminous Axis (An Electronic Sonic Garden of Delights and Transformations, Events 1-15)
Leo Smith (Trompete mit Elektronik, Fluegelhorn), William Winnant (Pauke, Grosse Basstrommel, Gong, Zimbel, Glocken), Chris Brown, Ikue Mori, John Bischoff, Mark Trayle & Tim Perkis (Computergesteuerte Elektronik)

Neue Improvisationsmusik im Spannungsfeld von Moderner Klassik, Jazz und Elektronik. Die Kompositionsmethode (graphische Partitur) und die klangliche Aesthetik dieses Werkes stehen der klassischen Avantgarde deutlich naeher als dem Jazz, deswegen sehe ich es on-topic.
Um das zu goutieren, muss man fuer Experimente abseits aller gewohnten Pfade ein offenes Ohr haben und Musikhoeren -zumindest gelegentlich- als Abenteuer mit ungewissem Ausgang begreifen. Der Lohn ist Unerhoertes.
Cetay (26.10.2021, 04:06):
Smith ist schon sehr hartes Brot. Wenn wir schon mal dabei sind:



Geroge Crumb - Makrokosmos I, 12 Fantasie-Stuecke nach dem Tierkreis fuer verstaerktes Klaiver
Martin Klett

Auch dem liegt eine graphische Partitur zugrunde, es ist aber deutlich leichter zu Hoeren. Dananch gibt es dann aber sicher Bach oder Mozart,,,
tapeesa (26.10.2021, 12:01):
Klavierkonzerte:
- César Franck - Symphonic Variations
François-Joël Thiollier, Klavier
Ireland National Symphony Orchestra, Antonio de Almeida
- Ottorino Respighi - Klavierkonzert in a-Moll (1902)
Konstantin Scherbakov, Klavier
Slovak Radio Symphony Orchestra, Howard Griffiths
- Maurice Ravel - Klavierkonzert in G-Dur
François-Joël Thiollier, Klavier
Polish National Radio Symphony Orchestra, Antoni Wit
Andréjo (26.10.2021, 12:21):
Smith ist schon sehr hartes Brot. Wenn wir schon mal dabei sind:



Geroge Crumb - Makrokosmos I, 12 Fantasie-Stuecke nach dem Tierkreis fuer verstaerktes Klaiver
Martin Klett

Auch dem liegt eine graphische Partitur zugrunde, es ist aber deutlich leichter zu Hoeren. Dananch gibt es dann aber sicher Bach oder Mozart,,,
Hartes Brot ist gesund - oder so! :)



Das muss ich mir mal wieder anhören - dann melde ich mich. Ich erinnere mich nur, dass ich nach dem Ersthören Albträume hatte. Allerdings keine Ahnung, warum noch mal.


:hello Wolfgang
agravain (26.10.2021, 14:56):
Hier zwei große RWV-Aufnahmen.



Ralph Vaughan Williams:
A Pastoral Symphony (Symphonie Nr. 3)
Symphonie Nr. 5 D-Dur

Amanda Roocroft - Sopran
London Philharmonic Orchestra
Bernard Haitink

:hello Agravain
Amonasro (26.10.2021, 23:26):


Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Macbeth

Macbeth - Giovanni Meoni
Lady Macbeth - Nadja Michael
Banco - Fabrizio Beggi
Macduff - Giuseppe Valentino Buzza
Malcolm - Marco Ciaponi
Dama di Lady Macbeth - Valentina Marghinotti
Medico/Servo - Federico Benetti

Podlasie Opera and Philharmonic Choir
Europa Galante, Fabio Biondi

Erste Fassung und HIP, die Sänger - insbesondere die Sopranistin - sprechen mich allerdings nur wenig an.

Gruß Amonasro
Cetay (27.10.2021, 04:47):


Johann Sebastian Bach - Motetten BWV 225 - 230
Chamber Choir of Europe & European Chamber Soloists, Nicol Matt

Eine im Wortsinne attraktive Aufnahme. Man (ich) kann die Ohren nicht mehr davon lassen, sobald es losgegangen ist.
Cetay (27.10.2021, 09:54):


John Dowland - The Books of Songs (Auszuege) & Lachrimae or Seven Teares
Roberta Invernizzi, Academia Stumentale Italiana, Alberto Rasi

Ich bin Dowland-Dummy und auch ein wenig Recherche schaffte keine Klarheit, ob die 7 Lachrimae-Variationen fuer eine zyklische Auffuehrung gedacht sind oder nur eine Sammlung darstellen. Die am Stueck zu hoeren, ist eine Hörausforderung, die der Kunst der Fuge nicht nachsteht. Deswegen verteilen viele Interpeten die Sieben Traenen ueber ein Album und alternieren mit Galiards and Alemands, die 1604 gemeinsam mit den Lachrimae publiziert wurden. Oder sie streuen andere Stuecke dazwischen, wie auf dem hier gerade gehörten Album. Und das funktioniert praechtig. Roberta Invernizzis dunkel kolorierter Sopran ist einfach irdisch und die wechselnde Folge von Liedern und Instrumentalstuecken beugt einem Zuviel des einen oder anderen vor. Eines meiner liebsten Dowland-Alben bislang.
palestrina (27.10.2021, 10:47):
die Sänger - insbesondere die Sopranistin - sprechen mich allerdings nur wenig an

Lieber Amonasro, ich finde Nadja Michael auf der einen Seite imposant und auf der anderen fast unerträglich! ;)
Hier eine Rezension von Volkmar Fischer.....

BR klassik

Ich bin immer noch ein Fan dier Aufnahme...



LG palestrina
Leonardo (27.10.2021, 10:55):
L. v. Beethoven:

Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15

Emanuel Ax, Klavier

Royal Philharmonic Orchestra,

André Previn, Ltg.

(RCA, 7/1985, London)



Eine äußerst positive Überraschung. Ax und Previn in voller Übereinstimmung. Das Orchester ist ausgezeichnet. Sehr gute Aufnahme.

L.
agravain (27.10.2021, 11:12):
Hier:



Alexander von Zemlinsky: Die Seejungfrau

Royal Liverpool Philharmonic Orchestra
Vasily Petrenko

Erfreulich!
Amonasro (27.10.2021, 15:44):
Lieber Amonasro, ich finde Nadja Michael auf der einen Seite imposant und auf der anderen fast unerträglich!
Bei mir ist es hauptsächlich letzteres. Aber natürlich hat die Aufnahme auch gute Seiten, allein schon, um mal die erste Fassung der Oper zu hören. Auch der Chor gefällt mir sehr gut.

Heute weiter mit Donizetti:



Gaetano Donizetti/Felice Romani: Ugo conte di Parigi

Luigi V - Della Jones
Emma - Eiddwen Harrhy
Bianca - Janet Price
Adelia - Yvonne Kenny
Ugo - Maurice Arthur
Folco di Angiò - Christian du Plessis

Geoffrey Mitchell Choir
New Philharmonia Orchestra, Alun Francis

Gruß Amonasro :hello
agravain (27.10.2021, 18:30):
Heute jährt sich die Uraufführung von Elgars Cellokonzert zum 102. Male.

Ich höre darum nun:



Sir Edward Elgar: Cellokonzert e-Moll, op. 85

Beatrice Harrison - Cello
New Symphony Orchestra
Sir Edward Elgar

Steven Isserlis - Cello
Philharmonia Orchestra
Paavo Järvi

Über Dezennien hielt sich ja die Meinung, die Uraufführung sei auf musikalischer Ebene ein ziemlicher Reinfall gewesen. Ich selbst habe es vor 11 Jahren in der hiesigen Threaderöffnung so mitgeteilt. Aber inzwischen wissen wir dank der Arbeit von Tully Potter, dass es sich bei dieser Darstellung wohl eher um einen Mythos handelt. Betrachtet man die Quellen (Briefe, Rezensionen usw.), so ergibt sich ein einigermaßen gegenteiliges Bild. Exemplarisch hier ein Ausschnitt aus der Berichterstattung der „Yorkshire Post“ vom 28.10.1919:

„Der Eindruck, den Konzert hinterlassen hat, ist der, dass die Musik mit absoluter Wahrhaftigkeit den Charakter des Cellos zum Ausdruck bringt. Es ist ganz essentiell ein Cello-Konzert.
Ein weiterer Punkt ist die herausragende Fertigkeit, mit der das Timbre des Soloinstrumentes den Klangfarben des Orchesters gegenübergestellt wird. Der Solopart ist integraler Bestandteil des Orchestersattes, wird aber doch niemals durch die anderen Instrumente überlagert.
Es handelt sich in erster Linie um intellektuelle, rationale Musik, gepaart Würde und ernstem Gefühl, die den Hörer zum Nachdenken bringt. Der Solopart von Mr Felix Salmond gut gespielt, der sowohl die intellektuellen als auch die technischen Herausforderungen des Werkes meisterte. Der Komponist dirigierte und die Aufnahme war enthusiastisch.“
Leonardo (27.10.2021, 19:29):
Robert Schumann:

Sinfonie Nr. 4 d-moll op. 120

Concertgebouw Orchester Amsterdam,

Bernard Haitink, Ltg.

(Philips, 12/1984)



Sehr gut.

L.
Cetay (28.10.2021, 05:23):
Ich bin Dowland-Dummy und auch ein wenig Recherche schaffte keine Klarheit, ob die 7 Lachrimae-Variationen fuer eine zyklische Auffuehrung gedacht sind oder nur eine Sammlung darstellen. Die am Stueck zu hoeren, ist eine Hörausforderung, die der Kunst der Fuge nicht nachsteht. Deswegen verteilen viele Interpeten die Sieben Traenen ueber ein Album und alternieren mit Galiards and Alemands, die 1604 gemeinsam mit den Lachrimae publiziert wurden.

John Dowland - Lachriamae (or Seven Teares, 1604)
Fretwork
Richard Campbell, Wendy Gillespie, Richard Boothby, William Hunt, Elizabeth Liddle & Julia Hodgson (Gamben), Christopher Wilson (Laute)

Hier werden die Variationen am Stueck gespielt. Das ist auf seine Weise ebenfalls hartes Brot und eher etwas fuer die spaeteren Stunden. Tempo (langsam), Stimmung (melancholisch) und Grobdynamik (leise) bleiben ueber die gesamte Dauer von knapp einer halben Stunde konstant. Da braucht es konzentriertes Hinhoeren, was freichlich reichen Ertrag bringt.

Die 14 zusaetzlichen diversen Pavans, Galiards und Alemands sind komplett auf dem Album vertreten. Die historische Bedeutung dieser Sammlung kann man kaum ueberschaetzen. Sie gelten als früheste allgemein bekannte Sammlung von Instrumentalmusik.
Maurice inaktiv (28.10.2021, 07:30):


August Klughardt : Sinfonie Nr.2, d-moll,op. 27, Leonore Anhaltische Philharmonie (Dessau) , Manfred Mayrhofer AD,: 14.10.2001 , Live
Friedrich Gernsheim : Zu einem Drama. Tondichtung für großes Orchester SWR-RSO Kaiserslautern , Klaus Arp AD: 076.07.1995

In den Tag mit zwei Werken, die man selten auf einem Spielplan finden dürfte. Ebenso selten auch auf CDs zu finden, wird man nicht enttäuscht werden, wenn man hier rein hört. Die Sinfonie, die man auch als "Symphonische Dichtung in vier Akten" finden kann, klingt nach purem Drama.

Sowohl Klughardt, als auch Joseph Joachim Raff schrieben eine "Leonoren-Sinfonie. Klughardt 1872, Raff 1876, also etwas später. Die Booklet-Informationen sagen, dass beide Komponisten weitgehend "zeitgleich" ihre Werke geschrieben haben, unabhängig voneinander zum gleichen Thema (es gibt da Briefe, die das aufzeigen). Raff veröffentlichte 1876 aber bereits seine 8.Sinfonie. Auch wenn Klughardt und Raff ein offenbar freundschaftliches Verhältnis zueinander hatten, soll sich Klughardt wegen Raffs "Leonore" auch entschieden haben, das Werk nicht als Sinfonie, sondern als "Symphonische Dichtung" herausgegeben haben.

Friedrich Gernsheim hatte dagegen engen Kontakt zu Johannes Brahms. Wie Brahms schrieb auch Gernsheim vier Sinfonien, denen man ihre Nähe zu Brahms anhören kann. Die Werke sind aber gut geschrieben worden, und ich würde sie mir öfter im Saal wünschen, an Stelle mal wieder einer Brahms-Sinfonie. Doch die Programm-Direktoren scheuen sich das Risiko einzugehen, dass der Saal dann nicht voll besetzt sein könnte. Dabei könnte man doch beide Komponisten wunderbar koppeln. Eine Gernsheim-Sinfonie mit einem Brahms-Konzert oder eine Brahms-Sinfonie mit dem Cello-Konzert von Gernsheim etwa.
Maurice inaktiv (28.10.2021, 08:03):


Joseph Joachim Raff : Sinfonie Nr.5, E-Dur, op.177, "Leonore" RSO Berlin, Matthias Bamert AD: 24.-26.08.1982

Da wir endlich einmal Ruhe vor den Handwerkern haben, kann ich auch mal wieder Musik ohne laute Begleitumstände hören. Daher folgt nun eben jene "Leonoren-Sinfonie" von Raff hinterher. Hier in der mMn sehr gelungenen Einspielung aus Berlin mit Matthias Bamert als Dirigenten.
tapeesa (28.10.2021, 08:58):
Vincenzo Bellini - Bianca e Gernando (Melodrama in 2 Akten)

Bianca - Silvia Dalla Benetta
Gernando - Maxim Mironov
Carlo - Luca Dall’Amico
Filippo - Vittorio Prato
Clemente - Zong Shi
Viscardo - Marina Viotti
Uggero - Gheorghe Vlad
Eloisa - Mar Campo

Camerata Bach Choir, Poznań; Virtuosi Brunensis
Antonino Fogliani
Sfantu (28.10.2021, 11:02):
Zu Raffs Fünfter ist das eine Art Déjà-lu zu vergangenem Jahr.
Und auch Klughardt orientierte sich an Lenore, nicht an Leonore.

Kurios (und unaufgelöst) bleibt die Frage, ob es nun Bamert oder Albrecht war, der damals dirigierte - immerhin könnte man sich bei Ersterem noch selbst erkundigen.
Ähnlich ominös wie das Philharmonia und das New Philharmonia Orchestra, mit denen Klemperer laut EMI das Lied von der Erde einspielte - auch das steht, soweit ich weiss, bis heute auf den reissues.
agravain (28.10.2021, 11:37):
Kurios (und unaufgelöst) bleibt die Frage, ob es nun Bamert oder Albrecht war, der damals dirigierte - immerhin könnte man sich bei Ersterem noch selbst erkundigen.
Die Aufnahme erscheint auf der offiziellen Homepage von Matthias Bamert als Teil seiner Diskographie (und zwar in dem dort hinterlegten Pdf-Dokument). Dann dürfte er es wohl gewesen sein. https://www.matthias-bamert.com/files/bamert-discography.pdf
Maurice inaktiv (28.10.2021, 13:18):
Zu Raffs Fünfter ist das eine Art Déjà-lu zu vergangenem Jahr.
Und auch Klughardt orientierte sich an Lenore, nicht an Leonore.
Ach, habe ich wieder nicht richtig gelesen. Zum K......Meine Lesebrille habe ich nur auf der Nase sitzen, damit sie nicht verloren geht. Bald sollte das Drama ein Ende haben. Dann schauen wir mal, wie die neue Brille ausfallen wird. Das wird in dem Jahr nichts mehr. Nach der OP muss ich 3-4 Wochen warten. Das linke Auge wird sich dann bei um die 4 Dioptrien einpendeln. So hat man mir es gesagt bei der Untersuchung.
Sfantu (28.10.2021, 13:40):
Au Backe,
da kann ich nur gutes Gelingen wünschen.
Sfantu (28.10.2021, 13:47):
@agravain
danke für den Hinweis. Als Gegenprobe taucht die Aufnahme auf Albrechts Website nämlich nicht auf. Das paßt.
Maurice inaktiv (28.10.2021, 14:09):
Au Backe,
da kann ich nur gutes Gelingen wünschen.
Danke. Ist nichts Dramatisches. Der "Graue Star" ist heute kein Problem mehr. Wir haben zum Glück eine hervorragende Augenklinik in Frankfurt Dort wurde ich schon einmal am anderen Auge operiert, ich kann den Leuten vertrauen. Vermutlich wird mich der gleiche Oberarzt operieren, und der gilt als Koryphäe in seinem Gebiet.
Cetay (28.10.2021, 15:57):


Alexander Borodin - Sinfonie Nr. 2
State Symphony Orchestra of Mexico, Enrique Batiz
Leonardo (28.10.2021, 19:16):
Anton Bruckner:

Sinfonie Nr. 7 E-Dur

Chicago Symphony Orchestra,

Bernard Haitink, Ltg.

(csoresound, 5/2007, live, Orchestra Hall, Chicago)
Cetay (29.10.2021, 01:29):


Wolfgang Amadeus Mozart - Sinfonien Nr. 29 A-Dur, K. 201 & Nr. 33 B-Dur, K. 319 & Nr. 25 g-Moll, K. 183
Amsterdam Baroque Orchestra, Ton Koopman

Da ist maechtig Zug drin, das hat schon fast aufputschende Wirkung. Es wirkt aber nicht gehetzt oder sonstwie gegen den Strich gebuerstet. Eine ganz feine Sache.
Cetay (29.10.2021, 04:49):


"New Mozart"
Miriam Contzen (Violine), Mozarteumorchester Salzburg

Was gibt es Neues von Mozart? Zunaechst das ihm untergeschobene Violinkonzert K. 268. Ich liebe die Geigenkonzerte -alle Fuenfe- von Mozart sehr und bin daher nicht boese, wenn es im gleichen Stil noch ein Sechstes gibt, das qualitativ nicht merklich abfaellt - sonst waere es kaum so lange fuer echt gehalten worden. Interessant ist die 1800 publizierte "Sinfonia Concertante" op. 91, fuer die Franz Gleissener die Gran Partita K. 361 fuer grosses Blaeser- und Streicherensemble arrangiert hat. Ich bin gespannt.
Cetay (29.10.2021, 05:39):
Interessant ist die 1800 publizierte "Sinfonia Concertante" op. 91, fuer die Franz Gleissener die Gran Partita K. 361 fuer grosses Blaeser- und Streicherensemble arrangiert hat. Ich bin gespannt.
Die Spannung war schnell gewichen. Abbruch nach 3 Saetzen. :thumbdown: Das ist zurecht eine Ersteinspielung und ich schaetze bei der wird es bleiben.
tapeesa (29.10.2021, 10:25):
Ich habe mir endlich ein Akkordeon gekauft. Ganz entspannt, erstmal 1 Monat ohne Probleme mögich zu schauen, ob es passt.
-
Joseph Haydn
- aus Londoner Sinfonien I und VI: Sinfonie Nr. 93, D-Dur & Sinfonie Nr. 103 Es-Dur (Mit dem Paukenschlag)
Dresdner Philharmonie, Günther Herbig
- aus: Die letzten drei Streichquartette: Streichquartett in G-Dur op. 77/1 Hob. III:81
Pražák Quartet (Jana Vonášková (Violine), Maria Fuxová (Violine), Josef Klusoň (Viola), Jonáš Krejčí (Violoncello))

- Jean Françaix - Concertino für Klavier und Orchester; Jutta Czapski, Klavier, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Günther Herbig
- Astor Piazzolla: Maria de Buenos Aires Suite, Verano porteno, Milonga del Angel, u. a.
Versus Ensemble (Enrique Moratalla, Gesang; Maria Rey-Joly, Sopran; Horacio Ferrer, Rezitator)
Cetay (29.10.2021, 11:17):
Dann waere das doch einen Versuch wert: :W
Leonardo (29.10.2021, 11:26):
W. A. Mozart:

Sinfonien Nr. 29, 33, 34

Wiener Philharmoniker,

Riccardo Muti, Ltg.

(Philips, 1999)
Andréjo (29.10.2021, 12:19):
Hartes Brot ist gesund - oder so! :)


Das muss ich mir mal wieder anhören - dann melde ich mich. Ich erinnere mich nur, dass ich nach dem Ersthören Albträume hatte. Allerdings keine Ahnung, warum noch mal.
Nein - hartes Brot ist das nun nicht. Siebzig (!) Minuten in einem stark meditativ gehaltenen Stil mit diversen Auflockerungen modernistisch verspielter Klavierfiguration. Wir befinden uns irgendwo zwischen Arvo Pärt, Morton Feldman und Giacinto Scelsi. Warum es ein Klavierkonzert sein muss oder soll oder will, drängt sich mir nicht auf.

Es handelt sich ja um eine elektronische Version. Die akustische Version scheint man nicht so ohne Weiteres einsehen zu können. Vielleicht gibt es sie auch gar nicht, weil niemand die Musik akustisch eingespielt hat. Das weiß ich auf die Schnelle nicht.

Ich habe schon Spannenderes gehört - aber das klingt vielleicht ironischer als gemeint. Warum hatte ich damals Albträume hinterher? Vermutlich, weil ich recht laut angehört habe und die tiefen Frequenzen auf der früheren ordentlichen Stereoanlage noch mehr gedröhnt haben als jetzt auf der noch etwas ordentlicheren. Ich hatte Horrorklänge erwartet ... Aber auch jetzt habe ich mich rasch dazu entschieden, deutlich leiser zu hören.

:hello Wolfgang
tapeesa (29.10.2021, 12:52):
Ich kenne die CD und hatte nach dem Hören damals das:
Das Orchester ist echter Hinlauscher, die lassen es richtig krachen. Ansonsten gilt, was für (fast) alle Kuriositäten, wie auch für (fast) alle extremen Interpretation gilt: der Effekt nutzt sich schnell ab.
von dir im Forum zu gefunden. Da sind wir einer Meinung.

Ich würde schon gerne auch Klassisches auf dem Akkordeon spielen lernen. Aber moderat.
Die weite Bandbreite spricht mich sehr an.
Maurice inaktiv (29.10.2021, 18:07):
Schöne Grüße an Euch aus Tirol/Zillertal. Ich liege hier seit 2 Wochen total faul auf saftig grünen Wiesen bei fast 20 C bei meinem tollen Wellnesshotel flach, schaue aus dem sprudelnden Außen-Salzpool auf die Berge ringsherum und lass mich bedienen und verwöhnen.
Sehr schön. Dann wirst Du nach Dem Urlaub einen Wanderurlaub nachlegen müssen, damit Du die 8 Kilo Mehrgewicht bis Weihnachten wieder los geworden bist. :rofl :beer

Weiterhin gute Erholung.

Zur Feier des Tages gibts jetzt eine Brise Musik für Dich:

https://www.youtube.com/watch?v=G9W6Ns6n-co

:W
Cetay (30.10.2021, 03:14):


Alexander Borodin - Sinfonie Nr. 2 h-Moll
Seattle Symphony, Gerard Schwarz
tapeesa (30.10.2021, 11:18):
Ida Haendel - Prague Recordings 1957 - 1965
Cetay (31.10.2021, 02:40):


Alexander Bordin - Sinfonie Nr.2 h-Moll
Grand SO (USSR), Nikolai Golvanov (AD: spaete 40er)

Vielleicht kennt die eine oder der andere das Phaenomen. Man hoert eine Interpretation, die eher Zwiespalt, wenn nicht sogar Ablehnung zuruecklaesst. Doch wenn das Werk beim naechsten mal auf dem Hoerzettel steht, will man genau diese wieder hoeren und dann schlaegt sie ein. So gings mir mit dieser hier. Beim ersten Hoerdurchgang bin ich nicht mal bis zum Schluss drangeblieben. Das ist einfach zu viel von allem. Tempovariationen ohne Ende -auch auf kleinstem Raum- von Stillstand bis voellig ueberdreht, zerdehnte, zuammengezogene, abgehackte Phrasen, harte Schnitte, extreme Ausreizung des dymamischen Spektrums mit abprubten Aenderungen, voellig entfessetes Orchesterspiel, in einigen Passagen fast schon rituelles 'Reinschlagen", archaisch kreischendes Blech. Das ist eine der extremsten und intensivsten Interpretationen irgendeines Werks, dagegen waren Leute wie Mengelberg oder Bernstein Waisenknaben. Und wie bei einer Achterbahnfahrt kann es einem mal uebel werden, waehrend es ein anderes mal hoechstes Vergnuegen bereitet.
Cetay (31.10.2021, 04:39):


John Dowland - Larchiamea or Seven Tears - Figured in Seven Passionate Pavans, with divers other Pavans, Galiards, and Almands, set forth for the Lute, Viols, or Violons, in five parts (1604)
Hathor Consort, Romina Lischka
Maurice inaktiv (31.10.2021, 08:47):


Franz Berwald : Sinfonien Nr.1 & 2 ; Erinnerung an die norwegischen Alpen

Danish National RSO , Thomas Dausgaard

Original auf Chandos herausgekommen, wurden die Aufnahmen später bei Brilliant Classics wieder aufgelegt. Die Chandos-Aufnahmen sind nach wie vor wohl erhältlich. Egal, die Einspielungen halte ich für rundherum gelungen. Auch aufnahmetechnisch ist das sehr gut eingefangen worden.



Johannes Brahms : Sinfonie Nr.4

London SO , Bernard Haitink

Der Zyklus scheint nicht mehr erhältlich zu sein, wie ich aus dem bei Amazon ausgerufenen Mondpreis ersehen konnte. Vor 4,5 Jahren habe ich etwas über acht Euro gezahlt dafür.



Antonin Dvorak : Sinfonien Nr. 6 & 7

Tschechische Philharmonie Prag, Jiri Belohlavek

Die GA der Sinfonien und aller Konzerte von Dvorak konnte der grandiose Dirigent Jiri Belohlavek noch beenden, auch die "Slawischen Tänze" und das "Stabat Mater", sowie "Ma Vlast" von Smetana. Leider ist er am 31.05.2017 verstorben.
Leonardo (31.10.2021, 11:27):
Camille Saint-Saens:

Sonaten für Violine und Klavier Nr. 1 op. 75* & Nr. 2 op. 102°

Ayako Tanaka, Violine*

Pierre Fouchenneret, Violine°

Laurent Wagschal, Klavier

(Advitam, 2019)
tapeesa (31.10.2021, 12:04):
Vielleicht kennt die eine oder der andere das Phaenomen. Man hoert eine Interpretation, die eher Zwiespalt, wenn nicht sogar Ablehnung zuruecklaesst. Doch wenn das Werk beim naechsten mal auf dem Hoerzettel steht, will man genau diese wieder hoeren und dann schlaegt sie ein.
Ja. Ich erlebe das so: man kann jenseits von Ambivalenz / Zerrissenheit gelangen. Vielleicht kann man auch "ins Zentrum des Zwiespalts" sagen. Musik finde ich sehr hilfreich auf dem Weg, scheinbar Widersprüchliches mehr und mehr aufzulösen.
____
J. S. Bach - BWV 80 - Ein feste Burg ist unser Gott
Chorus Musicus Köln, Das Neue Orchester, Christoph Spering

Sowie BWV 89 - Was soll ich aus dir machen, Ephraim (Ton Koopman) und BWV 115 - Mache dich, mein Geist, bereit (Rudolf Lutz)
Leonardo (31.10.2021, 14:12):
Camille Saint-Saens:

Klavierquintett a-moll op. 14

Streichquartett Nr. 1 e-moll op. 112

Andrea Lucchesini, Klavier

Quartetto di Cremona

(Audite, 2016)
Maurice inaktiv (31.10.2021, 18:06):
Vielleicht kennt die eine oder der andere das Phaenomen. Man hoert eine Interpretation, die eher Zwiespalt, wenn nicht sogar Ablehnung zuruecklaesst. Doch wenn das Werk beim naechsten mal auf dem Hoerzettel steht, will man genau diese wieder hoeren und dann schlaegt sie ein. So gings mir mit dieser hier.
Mmmmmmmh, eigentlich bei mir weniger. Ausnahmen bestätigen immer die Regel. So wie Du das in DEINEM Fall beschreibst, dürfte mir die Einspielung grundsätzlich weniger gefallen. Allerdings scheint das bei den Einspielungen aus dem Ostblock in der Tat so eine gewisse Unausgewogenheit zu geben, was frühe Einspielungen angeht. Vielleicht hängt es mit dem politischen System zusammen, dass man dann seine Wucht oder Wut bei der Musik wieder rauslässt. Das ist menschlich, führt aber zu uneinheitlichen Aufführungen, die man 50 Jahre später unter völlig anderen Bedingungen nicht mehr so wirklich nachvollziehen kann - oder umgekehrt, wenn man zu sehr von "weichgespülten" Aufnahmen gesättigt ist.
Cetay (01.11.2021, 04:18):


Johann Sebastian Bach - Motetten BWV 225-230 & BWV Anh. 159
Salicus Kammerchor, Genki Sakurai

Jeez! Der Inhalt ist so beeindruckend wie das Cover. Das scheint im Westen nicht als CD vertrieben zu werden und ich habe nur ganz spaerliche Informationen ueber diesen Chor gefunden. Der dort beschriebene Interpretationsweg klingt interessant und das Resultat ist noch 'kosmischer' als das von Suzukis Bach Collegium Japan.
Leonardo (01.11.2021, 10:09):
Nikolai Rimsky-Korsakov:
Sinfonie Nr. 2 op. 9 "Antar"

Nikolai Miaskovsky:
Sinfonie Nr. 21 op. 51

Chicago Symphony Orchestra,

Morton Gould, Ltg.

(RCA, 1/1968, Medinah Temple, Chicago)



Unglaublich gute Aufnahmen durch Morton Gould und das CSO. Der Miaskovsky war ein Auftragswerk für das Orchester.

L.
Leonardo (01.11.2021, 12:11):
Also, diese Aufnahmen haben mir so gut gefallen und mich so in Bann gezogen, daß ich sie mir gleich zweimal hintereinander angehört habe. Beide Sinfonien sind sehr intensiv und von beschwörender Kraft.

Aus derselben Box nun dieses Werk:

Carl Nielsen:

Sinfonie Nr. 2 op. 16 "Die vier Temperamente"

Chicago Symphony Orchestra,

Morton Gould, Ltg.

(RCA, 6/1966, Orchestra Hall, Chicago)

Auch hier stellt sich derselbe Eindruck ein: brennende Intensität und Feurigkeit im Ausdruck. Wieso ist diese Aufnahme der Zweiten nicht bekannter? Das CSO brennt ein orchestrales Feuerwerk sondergleichen ab. Überragend.

L.
Toni Bernet (01.11.2021, 18:06):


Florence Price: Violin Concerto No 2

Möchte jemand in eine ungewohnte und vergessene Welt eintauchen, dann empfehlen sich die Werke der amerikanischen Komponistin
Florence Price (1887 - 1953).
Mehr zu diesem Violinkonzert habe ich in einem separaten Themenbeitrag hier bei Das Klassikforum geschrieben.
Leonardo (01.11.2021, 19:37):
Ja, sehr gerne, Marcie. Es ist halt die Aufnahme, mit der ich das Dritte von Prokofiev erst so wirklich kennen und schätzen gelernt habe.

Ich bin weiterhin auf einem russischen Trip:

Mikhail Glinka & Anatoly Liadov:

Orchesterwerke

Orchestre de la Suisse Romande,

Ernest Ansermet, Ltg.

(Decca, 1954/61/64)



Auch hier hat man absolut idiomatische und hervorragend klingende Aufnahmen. Hier konnte ich zahlreiche Entdeckungen machen bei den kleinen Stücken von Glinka und Liadov. Ausgezeichnete Musik. Ansermet at his best.

L.
Amonasro (01.11.2021, 22:34):


Hans Pfitzner: Von deutscher Seele

Solveig Kringelborn (Sopran)
Nathalie Stutzmann (Mezzosopran)
Christopher Ventris (Tenor)
Robert Holl (Bass)

Rundfunkchor Berlin
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Ingo Metzmacher

Gruß Amonasro
Cetay (02.11.2021, 00:24):


Alexander Borodin - Sinfonie Nr. 2 h-Moll
LSO, Jean Martinon
Cetay (02.11.2021, 02:05):


Robert de Visee - Suiten fuer Theorbe solo, D-Dur, c-Moll & d-Moll
Hopkinson Smith

Sagenhaft voller, tief fundierter und feinveraestelt raumaufspannender Klang des Instruments.
Cetay (02.11.2021, 06:51):


"Highland King" - Lautenbuecher (Rowallan (c. 1620), Wemyss (c. 1644-1648) Balcarres (c. 1700)) aus Schottland
Ronn McFarlane (Laute)

Nichts fuer Freunde der grossen Form: 44 Stuecke in knapp einer Stunde. Was der Interpret aus diesen Minuaturen macht, ist freilich eine wahre Freude. Das ist allerbeste Oberhaltung. Da will man am liebsten gleich einen Single Malt eingiessen.

:times10
Maurice inaktiv (02.11.2021, 07:19):


Ernst Rudorff : Sinfonie Nr.3, o. 50, h-moll & Varationen über ein eigenes Thema, op.24

Bochumer Symphoniker, Frank Beermann

Mmmmm, für 1911 ist das doch im Grunde schon "kalter Kaffee" gewesen. Nimmt man die Bewertungen bei JPC zu dieser Einspielung als Basis, liegen die Meinungen offenbar weit auseinander. Immerhin bewerten 19 Kritiker die Einspielung mit 4 oder 5 Sternen (5 Sterne sind die Höchstbewertung), aber auch 35 Kritiker bewerten die Einspielung nur mit 2 Sternen. Genau so unterschiedlich werden die beiden "besten Kritiken" bewertet, wenn es darum geht, ob die Bewertung "hilfreich" war oder eben nicht. Ob man darauf was geben kann, sei dahin gestellt. Auf Amazon gibt es sieben Bewertungen, alle mit der vollen "Sternenanzahl" von 5 Sternen. Alle Bewertungen, die ich einsehen konnte, stammen aus den USA oder Kanada. Merkwürdig.

Was mir persönlich gefällt, ist die doch irgendwie hörbare Begeisterung (wenn man so etwas überhaupt ermessen kann auf einer Studio-Einspielung) und der Drang von Dirigent und Orchester, das Werk im besten Licht stehen zu lassen. Das ist das Werk auch wert, wenn es auch vielleicht 25 -30 Jahre zu spät komponiert wurde. Mich würden seine beiden ersten Sinfonien und seine zwei Serenaden interessieren.

Rudorff wird offenbar zum Kreis der "Berliner Akademiker" zugeordnet. Dort sind auch Max Bruch, Heinrich von Herzogenberg und Friedrich Kiel angesiedelt. Bei keinem der genannten Komponisten haben sich die Sinfonien durchgesetzt.

Rudorff war Schüler von Woldermar Bargiel, Ignaz Moscheles, Julius Rietz, Moritz Hauptmann und Carl Reineke. Alles keine "Modernisten", alles keine Komponisten, deren symphonische Werke heute wirlich geläufig sind. Bei Bruch gibt es immerhin drei Werke, die auf den Spielplänen der Orchester und Solisten stehen: das 1. Violinkonzert, die Schottische Fantasie und Kol Nidrei, Seine drei Sinfonien kann man ebenfalls zumindest in guten Einspielungen hören. Bei Reinecke ist zumindest die Liste seiner Schüler sehr lange und glänzt mit vielen heute noch bekannten Namen (Edvard Grieg, Frederick Delius, Leos Janacek und Isaac Albeniz dürften die bekanntesten gewesen sein; auch viele Komponisten, die man durch Einspielungen neu zum Leben erweckt hat, wird man finden: Sir Charles V. Stanford, Johan Svendsen, Hans Huber, Richard Wetz, Julius Röntgen, Christian Sinding, George Chadwick, Ethel Smyth, Emil Nikolaus von Reznicek, Felix von Weingartner und Cornelis Dopper etwa).

Reineckes drei Sinfonien (eine frühe Sinfonie gilt als verschollen) findet man nur bei CPO komplett vor, seine vier Klavierkonzerte auch nur auf dem gleichen Label. Seine Solo-Werke kann man immerhin meist mit noch einem Werk gekoppelt erwerben, dazu diverse Kammermusik und Opern. Doch im Konzertsaal sind sie Exoten.

Moscheles kennt man durch seine Klavierkonzerte noch am besten. Seine Sinfonie aus dem Jahre 1828 kennt kaum jemand. Bei von Herzogenberg und Kiel sieht es ähnlich aus wie bei Reinecke,
Maurice inaktiv (02.11.2021, 07:50):


Ernest Bloch: Symphonie cis-moll & Poems of the Sea

London Symphony Orchestra , Dalia Atlas

Von der Dirigenten Dalia Atlas liest und hört man wenig. Sie ist die vielleicht größte Förderin der Musik Ernest Blochs überhaupt. Es gibt Einspielungen von 25 Werken Blochs durch sie, alle auf ASV und später dann Naxos veröffentlicht.

Die hier eingespielte Sinfonie in cis-moll habe ich das erste Mal durch eine Marco Polo-Einspielung erleben dürfen - und war ganz von den Socken gewesen. Und das bei einer frühen Einspielung mit keinesfalls bekannten Musikern. Dass das keine wirklich so berauschende Einspielung war. kann man hören, wenn man sich diese hier vorgenommen hat. Das Orchester ist eine ganz andere Güteklasse, und Dalia Atlas weiß das bestens für sich, aber vor allem auch für die Musik zu nutzen. Danke an alle Beteiligten und Naxos, dass es diese Einspielung gibt.
Cetay (02.11.2021, 08:17):


Charles Ives - Holiday Symphony
San Francisco Symphony, Michael Tilson Thomas (Live, 2005)
Leonardo (02.11.2021, 10:51):
J. S. Bach:

Cembalokonzerte Nr. 1 - 3 BWV 1052 - 1054

Zuzana Ruzickova, Cembalo

Prager Kammersolisten,

Vaclav Neumann, Ltg.

(Supraphon, 1966/68, Rudolfinum, Prag)
Andréjo (02.11.2021, 11:33):
@ Einspielung Ernst Rudorff

Werter Maurice - ich fürchte oder hoffe, dass Du die schlechten Bewertungen bei jpc nicht ernst nehmen darfst. Das könnten Trolle sein wie in vielen anderen Beispielen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese vielen Zweipunkte-Kandidaten die wenig bekannte Musik eben auch nicht kennen. :D :)
Maurice inaktiv (03.11.2021, 09:01):
@ Einspielung Ernst Rudorff

Werter Maurice - ich fürchte oder hoffe, dass Du die schlechten Bewertungen bei jpc nicht ernst nehmen darfst. Das könnten Trolle sein wie in vielen anderen Beispielen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese vielen Zweipunkte-Kandidaten die wenig bekannte Musik eben auch nicht kennen.
Nun, ich kann so eine doch recht große Menge an Kritiken auch nicht unterschlagen. Das wäre genau so "trollhaft" von mir. Du kennst mich inzwischen lange genug, dass ich mir Meinungen nicht aufschwatzen lasse, sondern mir ganz gut meine eigene Meinung bilden kann. Bei Rudorff ist es genau so.

Dass sich auch in Foren solche Typen gerne tummeln, wissen wir ja alle selbst bestens. :D Beim Einen fällt es schnell auf, beim Anderen dauert etwas länger.

Ich persönlich fand die CD von der Interpretation her sehr gelungen. Es liegt also nicht an Dirigent und Orchester, dass nach wie vor der Name Ernst Rudorff nicht gerade halbwegs geläufig ist. Doch man muss auch Veranstalter und die Programm-Planer mal in die Pflicht nehmen, dass nicht nur Umsatz und Auslastung alleine das Kriterium sein dürfen, damit solche Werke auch mal die Chance haben, im Saal zur Aufführung zu kommen.

Auch wenn man das nicht unbedingt alles übertragen kann, stehe ich als Musiker, der im Jahr eine gewisse Zahl an Konzerten selbst zusammenstellen darf, auch immer in der Pflicht, Stücke ins Programm zu nehmen, die weniger bekannt sind, aber deshalb nicht weniger geschmackvoll sind als das Altbekannte. Ich kenne viele Kollegen, die verhunzen jedes Mal die gleichen "Gassenhauer" und finden das auch nur ganz toll, was sie da gerade abgeliefert haben. Viel schlimmer dabei ist, dass das früher anerkannte Publikum nicht mehr existiert, und die, die kommen, mit dem Mist auch noch zufrieden sind.

Ich habe den Eindruck, dass das in der Klassik oftmals auch nur wenig anders abläuft. Sicher auf einem etwas anderen Level, vielleicht auch nicht zu krass, gemessen an dem, was ich im Jazzbereich erleben muss oftmals. Doch wer "erzieht" denn das Publikum, dass es heute so ist wie es eben reagiert? Die Veranstalter und Musiker selbst.
Leonardo (03.11.2021, 10:03):
W. A. Mozart:

Klavierkonzert Nr. 25 C-Dur KV 503

André Tchaikovsky, Klavier

Chicago Symphony Orchestra,

Fritz Reiner, Ltg.

(RCA, 2/1958, Orchestra Hall, Chicago)
tapeesa (03.11.2021, 11:29):
Giuseppe Verdi / Francesco Maria Piave - I due Foscari

Francesco Foscari - Gian Giacomo Guelfi
Jacopo Foscari - Mirto Picchi
Lucrezia Contarini - Leyla Gencer
Jacopo Loredano - Alessandro Maddalena
Barbarigo - Ottorino Begali
Pisana - Marisa Salimbene
Fante del consiglio de’ dieci - Augusto Veronese
Servo del Doge - Uberto Scaglione

Orchestra e Coro del Teatro La Fenice di Venezia, Tullio Serafin
Teatro La Fenice, Venice, 31.12.1957
Andréjo (03.11.2021, 11:45):
Nun, ich kann so eine doch recht große Menge an Kritiken auch nicht unterschlagen. Das wäre genau so "trollhaft" von mir. Du kennst mich inzwischen lange genug, dass ich mir Meinungen nicht aufschwatzen lasse, sondern mir ganz gut meine eigene Meinung bilden kann. Bei Rudorff ist es genau so.
:) Das weiß ich natürlich. Mein Hinweis war ganz allgemeiner Art und für die diejenigen, denen der Sachverhalt noch nicht aufgefallen sein sollte - wobei Du ja auch selber in dem Beitrag, auf den ich mich beziehe, die Problematik andeutest.

Das Hauptproblem besteht wohl darin, dass jpc solches Verhalten entweder nicht unterbinden will oder nicht unterbinden kann - kaum anzunehmen eigentlich - und damit das System völlig entwertet. Und das ist schade. Ähnlicher Krampf - uns beiden und sicher vielen anderen bestens bekannt: Amazon-Kunden bewerten eine Einspielung negativ, weil die Hülle der CD beschädigt ist. Da der erste Blick auf die Durchschnittsbewertung fällt, entsteht sofort ein falscher Eindruck. All das wäre doch technisch bequem zu umgehen und dürfte allenthalben im Sinne der Verkäufer sein.

:hello Wolfgang
Maurice inaktiv (03.11.2021, 13:41):
Amazon-Kunden bewerten eine Einspielung negativ, weil die Hülle der CD beschädigt ist. Da der erste Blick auf die Durchschnittsbewertung fällt, entsteht sofort ein falscher Eindruck. All das wäre doch technisch bequem zu umgehen und dürfte allenthalben im Sinne der Verkäufer sein.
Ja. Dort werden auch falsche "Kritiken" von anderen CDs auf völlig andere CDs übernommen. Selbst dann, wenn man das reklamiert geschieht - richtig - NICHTS. Offenbar besteht kein Interesse daran, dass man aus diesen teilweise grauenhaften Bewertungen überhaupt eine Schlussfolgerung ziehen kann, die halbwegs akzeptabel ist für einen selbst.
Leonardo (03.11.2021, 19:10):
Paul Hindemith:

Nobilissima Visione - Suite

Chicago Symphony Orchestra,

Jean Martinon, Ltg.

(RCA, 10/1967, Medinah Temple, Chicago)
Cetay (04.11.2021, 06:47):


John Dowland - Selected Lute Music
Jakob Lindberg

Diese Single-CD ist eine Best of aus Lindbergs Kompletteinspielung des Dowlandschen Solo-Lautenwerks inklusive des Superhits Flow my Tears.

…happy they that in hell
feel not the world’s despite.
(John Dowland
Flow, my tears)
tapeesa (04.11.2021, 09:00):
https://georginaisabelrossi.bandcamp.com/album/mobili-music-for-viola-and-piano-from-chile

Mobili - Ein Überblick über chilenische Kompositionen für Bratsche
Georgina Isabel Rossi - Bratsche, Silvie Cheng - Klavier
Leonardo (04.11.2021, 11:21):
Ralph Vaughan Williams:

The Lark Ascending*

Sinfonie Nr. 5

Ida Haendel, Violine*

London Philharmonic Orchestra,

Sir Roger Norrington, Ltg.

(Decca, 1996/97)
Cetay (04.11.2021, 12:28):


Reinhold Friedel - Mort aux Vaches: Random Dilletants
Zeitkratzer Ensemble

Von der Rubbel-Verpackung ueber die Komposition und die Spielanweisung bis zur Abspielanweisung ist das ein Friedelsches Original.

Die Komposition ist fuer Saxophon, Trompete, Tuba, Violine, Violoncello, Kontrabass, Accordeon, Perkussion und Stimme geschrieben und es treten auch 9 fuer die Besetzung kompetente Profi-Musiker an, aber keiner spielt sein Stamminstrument, sondern wechselt im Verlauf die 8 Instrumente der Kollegen durch: Dilletants. Die 8 Saetze sind in insgesamt 50 Unterabschnitte gegliedert, die neben der von Komponisten vorgesehenen Reihenfolge, ausdruecklich auch in einer eigenen programmierten Reihenfolge oder per Zufallswiedergabe abgespielt werden koennen: Random.

Ich hoere die Version des Komponisten und habe an diesem "unanhoerbaren Zeugs" meine helle Freude - auch wenn sich der Effekt zur Haelfte etwas abnutzt.
Amonasro (04.11.2021, 21:59):


Ruggero Leoncavallo: Chatterton

Thomas Chatterton - Francisco Granados & Francesco Signorini
Jenny Clark - Ines de Frate
John Clark - Francesco Frederici
Henry - Annita Santoro
Giorgio - Giuseppe Quinzi-Tapergi
Lord Klifford - Francesco Cigada
Skirner - Gaetano Pini-Corsi

Chor & Orchester der Mailänder Scala, Ruggero Leoncavallo

Die Aufnahme aus dem Jahr 1908 ist schon allein wegen des Aufnahmedatums bemerkenswert, wahrscheinlich eine der ältesten Operngesamtaufnahmen überhaupt. Die Tonqualität ist entsprechend jenseits von Gut und Böse. Die Hauptrolle wird kurioserweise von zwei Tenören alternierend gesungen, einer davon singt die sehr schöne Arie: Tu sola a me rimani.

Gruß Amonasro
Cetay (05.11.2021, 02:16):


Pyotr Ilyich Tchaikovsky - Sinfoine Nr. 6 h-Moll, op. 74
CGO Amsterdam, Willem Mengelberg (AD: 1941)
Cetay (05.11.2021, 04:38):


The Italian Lute Song
Julianne Bird (Sopran), Ronn McFarlane (Laute)

LIeder und Werke fuer Laute solo von Monteverdi, Frescobaldi, Caccini, u. a.
tapeesa (05.11.2021, 18:49):
Ruggero Leoncavallo - Chatterton

Thomas Chatterton - Renato Zuin
Jenny Clark - Tiziana Scaciga della Silva
Il piccolo Henry - Enrica Bassano
John Clark - Iacobone Cesidio
Giorgio - Maurizio Zanchetti
Lord Klifford - Fabrizio Neri
Lord Strafford - Massimiliano Fiorini
Lord Lingston / Skirner - Salvatore Bellia
Servo - Vittorio Chisi

Coro Filarmonico di Pesaro
Orchestra dell'Opera Ucraina di Dniepropetrovsk, Silvano Frontalini
Amonasro (05.11.2021, 23:06):
Ja, diese jüngere Chatterton-Aufnahme werde ich demnächst auch mal hören müssen, um einen besseren Eindruck von dem Werk zu bekommen.

Heute erstmal:



Francesco Cilea/Leopoldo Marenco: L'Arlesiana

Federico - Giuseppe Filianoti
Rosa Mamai - Iano Tamar
Vivetta - Mirela Bunoaica
L'Innocente - Kyoung-Eun Lee
Marco - Jin Seok Lee
Baldassare - Francesco Landolfi
Metifio - Juano Orozco

Opernchor und Kinderchor des Theater Freiburg, Camerata Vocale Freiburg
Philharmonisches Orchester Freiburg, Fabrice Bollon

Gruß Amonasro
Leonardo (06.11.2021, 12:20):
Felix Mendelssohn:

Ouvertüren:

Paulus, Die schöne Melusine, Trompeten, Die Hebriden, Athalie, Ein Sommernachtstraum, Meeresstille und glückliche Fahrt, Ruy Blas

City of Birmingham Symphony Orchestra,

Edward Gardner, Ltg.

(Chandos, 2013-18, Town Hall, Birmingham)
Leonardo (06.11.2021, 13:28):
Das ist eine absolut hervorragende Mendelssohn-Ouvertüren-CD. Gespielt und aufgenommen mit Aplomb und Lust.

Und wenn ich schonmal bei diesem Komponisten bin:

Felix Mendelssohn:

Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90

Ouvertüre "Die Hebriden" op. 26

Concertgebouw Orchester Amsterdam,

Bernard Haitink, Ltg.

(Philips. 1960/63)
tapeesa (06.11.2021, 14:22):
Lento
- Alfred Schnittke - Klavierquintett *
- Dmitri Shostakovich - Streichquartett Nr. 15 in es-Moll, op. 144
Alexei Lubimov (Klavier) *, Keller Quartett
tapeesa (06.11.2021, 18:52):
Richard Strauss - Violinsonate Es-Dur, op. 18
Alfred Schnittke - Violinsonate Nr. 1
Wu Dan, Violine; Tianshu Wang, Klavier
agravain (06.11.2021, 19:11):
Statt 3G hier 3B:



Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll, op. 15

Wilhelm Backhaus - Klavier
BBC Symphony Orchestra
Adrian Boult

Gefällt!
Cetay (07.11.2021, 03:55):
Nach dem Chinesischen Lunaren Kalender ist heute Winteranfang. Prompt fiel die Temperatur in der Nacht zum ersten Mal seit Mitte Februar wieder unter die 20 Grad Marke. Aus diesem Anlass gibt es nun weder Tchaikovksy noch Cage, sondern dieses Neuland:



Lars-Erik Larsson - Pastoralsvit & En vintersaga
Stockholm PO, Stig Westerberg
Sfantu (07.11.2021, 09:17):
Prompt fiel die Temperatur in der Nacht zum ersten Mal seit Mitte Februar wieder unter die 20 Grad Marke.
Du bist wirklich zu bedauern - zieh Dich bloß warm an.
Hier hat es heute Morgen Eisblumen an den Fenstern. Und der Jura ist mit Puderzucker bestreut.

Hey, Larsson wollte ich schon lange mal wieder auflegen. Hatte die Vintersaga nicht mehr im Ohr. Das ist mir fast zuviel Schönklang am Morgen. Dafür sind die Geigensachen angenehm feinherb. Und das op. 42 hat streckenweise ordentlich virtuosen Zunder.



Lars-Erik Larsson

En vintersaga - 4 Vignetten zu Shakespeares Schauspiel op. 18
Violinkonzert op. 42
Concertino für Violine und Streichorchester op, 45 Nr. 8

Leo Berlin,
Stockholms filharmoniska orkester - Stig Westerberg
(LP, Swedish Society / Grammofon AB Electra, 1977)
Leonardo (07.11.2021, 13:16):
Camille Saint-Saens:

Sinfonie A-Dur

Sinfonie Nr. 1 op. 2

Sinfonie Nr. 2 op. 55

Orchestre Philharmonique Royal de Liège,

Jean-Jacques Kantorow, Ltg.

(BIS, 2019/20)



Unterschätzte Werke. Wie so vieles von Saint-Saens.

L.
Sfantu (07.11.2021, 14:50):
(Zum Teil) Fremdbestimmte Hörprogramme können Spaß machen - so auch heute bei mir.
Drum vielen Dank an VAT69 und Leonardo für die Impulse.




Camille Saint-Saëns

Sinfonie Nr. 2 a-moll op. 55

London Symphony Orchestra - Yondani Butt
(LP, ASV, 1987)

Allegro marcato 7`33
Adagio 3`47
Scherzo. Presto 5`17
Prestissimo 7`13

Ja, das mit dem Unterschätzt-Werden ist so eine Sache bei diesem Komponisten. Die ewig wiedergekäuten Superhits sind präsent: die Danse macabre, die Dritte, der Carnaval des animaux und das Bacchanal aus Samson et Dalida - das war`s dann.
Neben der Martinon-Box habe ich die Zweite noch in dieser Einspielung. Zwar könnte der Klang ein wenig direkter sein und im Kopfsatz gibt es kleine Wackler im Zusammenspiel. Die fein empfunde romantische Stimmung nimmt aber sehr für diese Platte ein.
Außerdem gibt es noch die prächtige Suite Algerienne als Dreingabe.
Leonardo (07.11.2021, 15:21):
Freut mich sehr, dass Du Dich hast anregen lassen. Diese frühen Sinfonien scheinen mir überwiegend die lyrische und empfindsame Seite von Saint-Saens zu zeigen. Ein wohltuender Kontrast zur übermächtigen Orgelsinfonie, die ich eigentlich nicht mehr hören kann.

Ich mache mit diesen Werken von Ihm weiter:

Camille Saint-Saens:

Sinfonische Dichtungen:

Phaéton, Marche héroique, La Jeunesse d'Hercule, Le Rouet d'Omphale, Sarabande, Rigaudon, Danse macabre

Orchestre National de Lille,

Jun Märkl, Ltg.

(Naxos, 9/2016)



Das hört sich sehr gut an, auch aufnahmetechnisch. Das Orchester hat hörbar Freude an den Werken. Sollte ich öfter hören.

L.
Sfantu (07.11.2021, 20:34):
1939 shrieb Lars-Erik Larsson seine Lyrische Suite op. 24 "Förklädd Gud" (der Gott in Verkleidung) während seines Engagements als Dirigent für Radioproduktionen beim Schwedischen Rundfunk (1937-44) auf einen Text von Hjalmar Gullberg. Die vordergründig naive Lyrik ist geprägt von Symbolik und Naturpoesie. Alf Thoor schreibt im Klappentext zu der Westerberg-Aufnahme von einer Art Eskapismus, welchen das Werk darstellt, angesichts der akuten Bedrohung durch die kriegerisch-expansive deutsche Gewaltherrschaft jener Jahre.
Gott tritt in Verkleidung eines Flöte spielenden Hirten auf. Vielleicht ein stiller Protest gegen den grassierenden Faschismus erkennt Thoor in den Zeilen:

Ej för de starka i världen, men de svaga
Ej för krigare men bönder, som ha pljöt
Sin jordlott utan att klaga

Dies ist nicht für die Starken in der Welt, sondern für die Schwachen
Nicht für die Krieger sondern für die Bauersleute, die ihre Ackerfurchen pflügen
Ohne zu klagen.

Berührend finde ich diese klangschöne, geschmackvolle (hoffnungslos eklektizistische) Musik immer wieder.
Salonens Aufnahme ist eindeutig der Vorzug zu geben. Nicht wegen des erwartungsgemäß besseren Klangs. Sondern aufgrund der ärgerlich schlechten Balance zwischen den Musiknummern und der Rezitation in der älteren Aufnahme: der Sprecher ist zu laut und in einer deutlich anderen akustischen Umgebung aufgenommen als die Musiker: trocken und direkt.



Erland Josephson, Erzähler
Hillevi Martinpelto, Sopran
Håkan Hagegågard, Bariton
Radiokören
Sveriges Radio symfoniorkester - Esa-Pekka Salonen
(CD, Sony, 1993)



Lars Ekborg, Erzähler
Elisabeth Söderström, Sopran,
Erik Saedén, Bariton,
Martin Listams Vokalensemble,
Radioorkestern - Stig Westerberg
(LP, Swedish Society discofil, 1956)
tapeesa (08.11.2021, 09:52):
Sinfonia
Johann Sebastian Bach
Academia Bizantina, Ottavio Dantone

"Rockig" war die erste Assoziation, lebendig-schwungvoll, dynamisch. Eine Art aufbrechender Bach.
Cetay (08.11.2021, 10:45):

Bildquelle/source: music.163.com

Antonio Caldara - Dies Irae fuer Soli, Chor und Orchester
Czech Philharmonic Chorus Brno, Czech Chamber Soloists, Petr Fiala

Meinen eingeschraenkten Recherche-Moeglichkeiten zufolge, ist das die einzige Einspielung dieses Werks und nicht auf CD erhaetlich? Kann das sein bei dieser tollen Musik?
tapeesa (08.11.2021, 11:15):
Zu Caldara / Dies Irae finde ich auch nur eine Arie daraus noch auf dieser CD:

Baroque Consolation - Sacred Arias at the Imperial Viennese Court
Antonio Caldara: Ora Supplex
Sarah van Mol (Sopran); Oltremontano, Wim Becu
Sfantu (08.11.2021, 11:26):
@VAT69

vielleicht wäre diese hier einen Versuch wert?
Es sei denn, es gibt mehr als eine Totenmesse von ihm.
Oder eben ein isoliert erhaltenes Dies irae?

Antonio Caldara

Requiem

Musica Fiorita - Daniela Dold
(CD, panclassics, 2014)
agravain (08.11.2021, 15:40):
Hier:



Peter Iljitsch Tschaikowsky: Symphonie Nr. 1 g-Moll, op. 13 „Winterträume“

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan

Das „konnte“ er schon, der Meister aus Anif.
Cetay (09.11.2021, 03:16):
@Sfantu @tapeesa Vielen Dank fuer eure Hinweise. Mir erscheint das mit ueber einer halben Stunde Spielzeit zu lang fuer den Teil eines Requiems. Die Herausgeber der Partitur vermerken sequence compostion, was immer das auch ist. (Die Suchmaschine spukt dazu Genetik aus.)

Edit: Ich habe jetzt doch noch einen Hinweis darauf gefunden, sogar samt Link zu einem YT-Video mit derselben Besetzung. Caldara kommt jedenfalls oefters auf den Hoerzettel. Das geschaetzte Tactus-Label hat einiges im Programm.
tapeesa (10.11.2021, 09:18):
Meyerbeer - Romilda e Costanza
Passionart Orchestra, Luciano Acocella
Cetay (10.11.2021, 09:26):


Ludwig van Beethoven - Streichtrio E-Dur, op. 3 & Serenade D-Dur, op. 8
Mitglieder des Kodaly Quartett
agravain (10.11.2021, 09:43):
Hier:



Joseph Haydn: Die Schöpfung Hob. XXI:2

Genia Kühmeier - Gabriel
Toby Spence - Uriel
Dietrich Henschel - Raphael
Sophie Karthäuser - Eva
Markus Werba - Adam

Les Arts Florissants
William Christie

Mein hipper Favorit.
michael74 (10.11.2021, 18:55):
Gefällt mir mit jedem Anhören mehr:


Danke für den Impuls.. finde es auch sehr schön

Es gibt dazu folgendes Buch




Gruß Michael
Amonasro (11.11.2021, 17:21):


Marin Marais/Antoine Houdar de la Motte: Sémélé

Sémélé - Shannon Mercer
Dorine - Bénédicte Tauran
La Grande Prêtresse de Bacchus - Jaël Azzaretti
Junon - Hjördis Thébault
Adraste - Anders J. Dahlin
Jupiter - Thomas Dolié
Mercure - Lisandro Abadie
Cadmus, Le Grand Prêtre de Bacchus - Marc Labonnette

Le Concert Spirituel, Hervé Niquet

Gruß Amonasro
tapeesa (12.11.2021, 09:47):
Aus Continuo, Addio!: Andreas und Bernhard Romberg - Duo für Violine und Cello in e-Moll, Nr. 1; Duo Tartini (David Plantier, Annabelle Luis)
Aus Canciones: Leo Brouwer - English Folk Songs
No. 5. I Am a Poor Wayfaring Stranger, No. 1. Down by the Salley Gardens, No. 4. O Waly - Waly; Andreas Scholl (Countertenor), Edin Karamazov (Laute)

Khachaturian - Ballet Music from Gayane, Spartacus, Masquerade
St. Petersburg State Symphony Orchestre, André Anichanov
Leonardo (12.11.2021, 13:30):
Antonio Vivaldi:

Concerti a due - Doppelkonzerte

Wiener Akademie,

Martin Haselböck, Ltg.

(Novalis, 1990)
Leonardo (13.11.2021, 12:52):
Joseph Haydn:
Sinfonie Nr. 101 D-Dur "Die Uhr"

Johannes Brahms:
Sinfonie Nr. 4 e-moll op. 98

Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks,

Otto Klemperer, Ltg.

(brklassik, 1956/57, Herkulessaal, München, live)
Leonardo (13.11.2021, 15:35):
Giuseppe Verdi:

Ouvertüren

London Symphony Orchestra,

Claudio Abbado, Ltg.

(RCA, 5/1978, Kingsway Hall, London; Produzent: Charles Gerhardt)
tapeesa (13.11.2021, 19:45):
Giya Kancheli - In l'istesso tempo
Time ... and again *, V and V , In l'istesso tempo *
Gidon Kremer, Violine * , Oleg Maisenberg *, Klavier
Kremerata Baltica
, The Bridge Ensemble ***
Amonasro (13.11.2021, 23:00):


Modest Petrowitsch Mussorgski: Boris Godunov

Boris Godunov - Anatoly Kotcherga
Fjodor - Liliana Nikiteanu
Xenia - Valentina Valente
Amme - Eugenia Gorochovskaya
Shuisky - Philip Langridge
Andrei Shchelkalov - Albert Shagidullin
Pimen - Samuel Ramey
Grigory - Sergei Larin
Marina Mnishek - Marjana Lipovšek
Rangoni - Sergei Leiferkus
Varlaam - Gleb Nikolsky
Missail - Helmut Wildhaber

Slovak Philharmonic Chorus Bratislava, Rundfunkchor Berlin, Tölzer Knabenchor
Berliner Philharmoniker, Claudio Abbado

Mischung aus den Fassungen 1869 & 1874

Gruß Amonasro
Cetay (14.11.2021, 03:32):


Wolfgang Amadeus Mozart - Violinkonzerte Nr. 1-5 / Rondos K. 269/261a & K. 373 / Adagio K. 261
Ungarisches Kammerorchester, Kristof Barati

Diese Konzertmitschnitte sind ganz wunderbare Wiedergaben meiner Dauerbrenner, die ich den Klavierkonzerten vorziehe. Historisch informiert auf modernen Instrumenten, lebendig, pointiert und vorwartsdraengend, bei einer eher warmen und weichen Klangaesthetik.
Cetay (14.11.2021, 08:02):


Nokalai Rimsky-Korsakov - Le Coq d'Or (Suite)
USSR RSO, Nikolai Golovanov
tapeesa (14.11.2021, 11:52):
Andreas Romberg / Schiller - Das Lied von der Glocke, op. 25Barbara Schlick (Sopran), Mechthild Georg (Alt), Frieder Lang (Tenor), Peter Lika (Bass), Klaus Mertens (Bass)
Chorus Musicus Köln, Das Neue Orchester, Christoph Spering
Leonardo (14.11.2021, 13:29):
Antonio Vivaldi:

Concerti RV 149, 253, 540, 552, 180, 558

The Academy of Ancient Music,

Andrew Manze, Ltg.

(Harmonia Mundi USA, 4/1996, London)
michael74 (14.11.2021, 22:16):
Hallo Zusammen

da ich sogenannte Themenschwerpunkte aus der Fotografie kenne habe ich mir für diese Woche mal
Felix Mendelssohn Bartholdy im musikalischen Bereich vorgenommen

Ich werde mich auf die

Streicher-Symphonien
Symphonien 1-5
und
die beiden Klavierkonzerte (2hämdig)

vorgenommen

ui ui ui mal schauen was ich davon schaffe :)

Gruß michael
tapeesa (15.11.2021, 18:50):
Brian Ferneyhough:
Complete Piano Music 1965 - 2018; Ian Pace & Ben Smith
Complete Works for String Quartet & Trios; Arditti Quartet, Claron McFadden (Sopran)
Cetay (15.11.2021, 23:42):


Franz Schubert - Streichquartett a-Moll, D. 804, op. 29
Fitzwilliam String Quartet (2020)

Die Fitzwilliams haben vor ewigen Zeiten eine -leider nur ganz kleine- Auswahl von Beethoven-Quartetten vorgelegt, die ich fuer unschlagbar halte. Auch der klassisch-ebenmaessige, den Werken gut tuende Ansatz bei Shostakovich hat mir ganz ausgezeichnet gefallen. Da darf ich jetzt gespannt sein.
Cetay (16.11.2021, 01:51):

Camille Saint-Saëns - Sinfonie Nr. 3 c-Moll, op. 78
Les Siècles, François-Xavier Roth
Cetay (16.11.2021, 04:20):


John Dowland - Lachrimea
Opera Prima Ensemble , Cristiano Contadin

Brilliant, was Brilliant da vorgelegt hat. Das ist die bisher groesstbesetzte Aufnahme, die ich gehoert habe und die einzige mit -sporadisch eingesetzter- Floete. Das ist nicht nach Lehrbuch, aber sehr effektvoll.
agravain (16.11.2021, 07:45):
Ich weine mal mit:



John Dowland: Lachrimae or Seaven Teares

The Parley of Instruments
Peter Holman

Ein Fest.
Leonardo (16.11.2021, 12:11):
Steve Reich (*1936):

Sextet

Double Sextet

Ekkozone,

Mathias Reumert, Ltg.

(mode, 2014/16)
Cetay (17.11.2021, 03:28):
Ich weine mal mit:




John Dowland: Lachrimae or Seaven Teares

The Parley of Instruments
Peter Holman

Ein Fest.
Leider hat mein Stromanbieter die nicht.

Hier jetzt:


Claudio Monteverdi - Vespro della Beata Vergine
Il Gusto Barocco, Joerg Halubek

Bei einer erstgehoerten Einspielung der Marienvesper kann ich nach 30 Sekunden raten, ob mir das zusagen wird oder nicht und liege meist richtig. Diese hier verspricht ein Riesen-Fest zu werden.
8o
Leonardo (17.11.2021, 11:13):
Johannes Brahms:

Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Wiener Philharmoniker,

James Levine, Ltg.

(DG, 1996)



Ausgezeichnet.
Leonardo (17.11.2021, 21:17):
L. v. Beethoven:

Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 "Pastorale"

Orchestra della Radio della Svizzera Italiana Lugano,

Hermann Scherchen, Ltg.

(Vavan Media, 3/1965, live, Auditorium RTSI)
Cetay (18.11.2021, 01:42):

Source: Website des Labels https://yokermusic.scot/

Peroitn - The Scottish Source
luchair (Vokalensemble)
Joshua Stutter, Edward Marshall, Harold Thalange, Alasdair Robertson

Das sind faszinierende Einlausche und Einblicke (Begleittext) in die fruehesten bekannten Quellen der polyphonen Musik und abendlaendischen Klassik.
Cetay (18.11.2021, 02:35):
Rund ein viertel Jahrtausend spaeter:



Josquin Desprez - Missa L'homme arme sexti toni
Ensemble Obsidienne, Emmanuel Bonnardot

Sehr schoen. Die Messe selbst wird a capella vorgetragen, das Rahmen- und Zwischenprogramm ist meist mit Instrumentenbegleitung oder ganz instrumental gehalten.
tapeesa (18.11.2021, 09:46):
Dante Dances - music for clarinet and piano
Arthur Frackenpohl + Douglas Lilburn (Sonatinen für Klarinette und Klavier), Elliot Del Borgo (Elegie für Solo-Klarinette), Dan Welcher (Dante Dances (Dante's Inferno: Introduction: The Gates of Hell, Tango (for Charon), Charleston (for Cerberus), Polka (for the Furies), Gymnopedie (for Paolo and Francesca), Schottische (for Ulysses), Prestissimo! Tarantella (for Gianni Schicchi))
Julianne Kirk Doyle, Klarinette; Michael Sitton, Klavier
Leonardo (18.11.2021, 10:29):
Lange nicht mehr gehört:

Franz Berwald:

Sinfonie Nr. 3 C-Dur

Sinfonie Nr. 4 Es-Dur

Berliner Philharmoniker,

Igor Markevitch, Ltg.

(DG, 12/1955, Jesus-Christus-Kirche, Berlin)



Igor Markevitch war Schüler von Hermann Scherchen, und das spürt man hier überdeutlich. Die Präsenz, die Spannung, die Schärfung, die zügigen Tempi, die klare Präsenz, die Unsentimentalität. Das wird Berwalds Werken absolut gerecht; ich würde sogar sagen, daß diese Aufnahmen hier nie übertroffen wurden.

L.
Cetay (19.11.2021, 02:48):


William Lawes - Consorts in Four or Five Parts
Phantasm
Cetay (19.11.2021, 03:56):
Phantasm sind phantastisch! Mehr davon steht auf der Spielliste - aber jetzt erst mal was anderes:



Bela Bartok - Concerto for Orchestra
Royal Scottish Orchestra, Neeme Jarvi
tapeesa (19.11.2021, 08:47):
Emilia Giuliani - Opera omnia per chitarra
Federica Artuso, Gitarre

Emilia Giuliani ist eine italienische Gitarristin und Komponistin (*1813 in Wien - † 1850 in Pest, heute Budapest). Tochter von Mauro Giuliani, verheiratet mit Luigi Guglielmi. Ca. 20-jährige Konzertkarriere, ab 1834 Eigenkompositionen.
Amonasro (19.11.2021, 23:21):


Johann Sebastian Bach: Musikalisches Opfer

Le Concert des Nations, Jordi Savall

Gruß Amonasro
Leonardo (20.11.2021, 12:30):


(Newport Classic, 1992/93)
tapeesa (20.11.2021, 12:34):
Born into this (The music of rattle)
https://genredefying.bandcamp.com/album/born-into-this-vol-1?from=search&search_item_id=2767688572&search_item_type=a&search_match_part=%3F&search_page_id=1969160207&search_page_no=1&search_rank=12&search_sig=f44a17866e01386aa2dad0df37fa9db8
Rattle Records (1991) ist ein Label für zeitgenössische Musik in Neuseeland, das überwiegend Kompositionen von neuseeländischen Komponisten veröffentlicht.
"The de facto home of New Zealand music that didn't fit the three-minute pop song format" (Wikipedia)
Amonasro (20.11.2021, 21:47):


Ottorino Respighi:

Il tramonto
Streichquartett d-Moll "Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst"
Quartetto dorico

Stella Doufexis (Mezzosopran)
New Hellenic Quartet

Gruß Amonasro
Cetay (21.11.2021, 03:15):


Boris Tishchenko - Dante-Sinfonie Nr. 3 "Hoelle, Kreise 7-9"
Moskau SO, Gennadi Rozhdestvenski
tapeesa (21.11.2021, 13:36):
Giuseppe Verdi / Temistocle Solera - I Lombardi alla prima crociata

Roberto De Biasio - Arvino, Sohn des Folco, Herr von Rò
Michele Pertusi - Pagano, Arvinos Bruder (später der Eremit)
Christina Giannelli - Viclinda, Arvinos Frau
Dimitra Theodossiou - Giselda, Arvinos Tochter
Roberto Tagliavini - Pirro, Arvinos Knappe
Gregory Bonfatti - Ein Mailänder Prior
Jansons Valdis - Acciano, Tyrann von Antiochia
Francesco Meli - Oronte, Accianos Sohn
Daniela Pini - Sofia, Accianos Frau, heimlich getauft

Chor und Orchester Parma Teatro Regio, Daniele Callegari
michael74 (21.11.2021, 21:55):
Hallo Zusammen


auch wenn ich mein Ziel mit Mendelssohn nicht ganz erreicht habe, mache ich diese Woche eine Tschaikowski Woche:





Und das Violinkonzert , Klavierkonzert








Gruss michael
Leonardo (23.11.2021, 12:10):
Nikolai Rimsky-Korsakov:

Russische Ostern, Weihnachtsabend-Suite, Dubinushka, Sadko, Schneemädchen-Suite

Orchestre de la Suisse Romande,

Ernest Ansermet, Ltg.

(Decca, 1957-59)
Cetay (23.11.2021, 15:30):

John Jenkins - Five Part Consorts
Phantasm

Ja, ja, ja! Alleine um das zu entdecken lohnten die vielen Stunden Investition in Dowland.
Leonardo (23.11.2021, 18:09):
Josef Suk:

Asrael op. 27

Sinfonieorchester des BR,

Rafael Kubelik, Ltg.

(Panton/BR, 10/1981, Herkulessaal, München)
tapeesa (23.11.2021, 18:50):
@Leonardo
Von der Rimsky-Korsakov / Ansermet-CD kenne ich bisher die Scheherezade-Aufnahme und fand sie die beste, die ich gefunden habe.
Deine Posting-Reihe von neulich (Vivaldi, Klemperer, ...) hat übrigens ein Stück mitgeholfen, dass ich selbst aus einer "beklopptes Forum"-Krise herausgefunden habe. Fand ich eine sehr gelungene Überleitung.
___

- Peter Cavallo - The Weight of Fear
- The Josquin Songbook - Music for two Voices and Vihuela
Josquin Desprez:
Nymphes, nappés / Circumdederunt me; Praeter rerum seriem; Kyrie; Mille Regretz; Confiteor; Pater noster; Ave Maria; Stabat mater dolorosa; Vultum tuum deprecabuntur; Nymphes des bois / Requiem
Cristóbal de Morales: Benedictus
Francisco de Peñalosa: Kyrie
María Cristina Kiehr (Sopran), Jonatan Alvarado (Tenor), Ariel Abramovich (Vihuela)
Leonardo (23.11.2021, 23:51):
Von der Rimsky-Korsakov / Ansermet-CD kenne ich bisher die Scheherezade-Aufnahme und fand sie die beste, die ich gefunden habe.
Ja, diese Scheherazade gehört zu den wenigen Spitzeneinspielungen. Sie ist eine Ansermet-Decca-Sternstunde. Es macht großen Spaß, sie zu hören.


Deine Posting-Reihe von neulich (Vivaldi, Klemperer, ...) hat übrigens ein Stück mitgeholfen, dass ich selbst aus einer "beklopptes Forum"-Krise herausgefunden habe. Fand ich eine sehr gelungene Überleitung.
Vivaldi hat auf mich immer wieder eine erstaunliche Wirkung. Eine sehr positive. Ich kann das nicht wirklich erklären, es ist einfach so. Er ist ein Meister der kleinen Form, ein Meister der Stimmungsdarstellung.

Lieber Gruß,

Leonardo
tapeesa (24.11.2021, 10:51):
Vivaldi hat auf mich immer wieder eine erstaunliche Wirkung. Eine sehr positive. Ich kann das nicht wirklich erklären, es ist einfach so. Er ist ein Meister der kleinen Form, ein Meister der Stimmungsdarstellung.
Der Grund, warum ich bisher noch nicht so viel Vivaldi gehört habe, dürfte die Popularität der 4 Jahreszeiten sein; die verbindet sich bei mir mit einem abschreckenden Faktor.
Mir ist bewusst, dass er viel mehr komponiert hat und ich habe ein "mehr hören wollen" nun festgepinnt.
___

Joseph-Guy Ropartz - Masses and Motets
- Missa Te Deum laudamus in honour of S. Aloisii Gonzagæ
- Sub tuum præsidium
- Five Motets for four voices, a cappella
- Salve Regina, for four voices and organ
- Hic vir despiciens mundum
- Missa brevis in honour of Saint Anne
- Ave verum
- Ave Maria for four voices, a cappella
- Mass in honour of Saint Odile
Ensemble Vocal Michel Piquemal
Eric Lebrun, Organ (Cavaillé-Coll Organ, Saint Antoine des Quinze-Vingts, Paris), Michel Piquemal
Leonardo (24.11.2021, 12:27):
Vivaldis "Vier Jahreszeiten" sind ein Meisterwerk für sich (wenn sie nicht routiniert runtergeleiert werden), aber sie verstellen leider den Blick auf die anderen Werke Vivaldis. Zum Glück bin ich über diesen Punkt weit hinaus.

Nun:

Anton Bruckner:

Sinfonie Nr. 5 B-Dur (Schalk Edition 1894)

London Philharmonic Orchestra,

Leon Botstein, Ltg.

(Telarc, 1/1998)
Cetay (24.11.2021, 14:29):


Wolfgang Amadeus Mozart - Violinkonzerte Nr. 4 D-Dur, K. 218 & Nr. 5 A-Dur, K. 219
Ryo Terakado, La Petite Bande, Sigiswald Kuijken

Ich verbleibe wunschlos.
Leonardo (24.11.2021, 18:45):
Durch einen edlen Spender bin ich unter anderem zu dieser Doppel-CD gelangt:

Anton Bruckner:

Sinfonie Nr. 2 c-moll (1873)

Bruckner Orchester Linz,

Kurt Eichhorn, Ltg.

(Camerata, 3/1991, Brucknerhaus, Linz)





Diese Doppel-CD beinhaltet tatsächlich zwei Fassungen der Zweiten Sinfonie, nämlich neben der endgültigen 1873er Fassung auch diejenige von 1872 (sog. erstes Konzept). Herausgegeben wurden beide Fassungen von William Carragan.
Es liegen hier zwei massive und dicke Booklets bei, die genauestens Aufschluß geben über diese Fassungen und die Aufnahmen. Da hat das japanische Label Camerata ganze Arbeit geleistet.
Die Klangtechnik, das Orchesterspiel und die Interpretationen sind außergewöhnlich. Kurt Eichhorn hat mit dem Orchester unglaublich gründlich und intensiv gearbeitet, das hört und spürt man in jedem Takt. So gut hat das Bruckner Orchester Linz m. E. nie vorher und auch nie nachher geklungen.
Dieser Bruckner klingt klar, hart und massiv, wie eine Art Naturereignis. Dabei wird aber jede "moderne Sportlichkeit" vermieden, wie sie heutzutage leider allzuoft bei Bruckner anzutreffen ist. Nein, das hier ist eher erschreckend und furchteinflößend. Die brutale Härte, mit der z. B. das Scherzo gespielt wird, muß man gehört haben.
Es ist schon erstaunlich, wie "anders" hier die Zweite klingt, ohne daß auf Biegen und Brechen einer auf "anders" gemacht würde.

L.
Amonasro (24.11.2021, 23:13):


Antonio Vivaldi/Agostino Piovene: Bajazet

Tamerlano - David Daniels
Bajazet - Ildebrando d'Arcangelo
Asteria - Marijana Mijanović
Andronico - Elina Garanča
Irene - Vivica Genaux
Idaspe - Patrizia Ciofi

Europa Galante, Fabio Biondi

Gruß Amonasro
tapeesa (25.11.2021, 09:23):
Gaetano Donizetti / Jean-François Bayard, Jules-Henri Vernoy de Saint-Georges: La Fille du Régiment

Marie - Joan Sutherland
Tonio - Luciano Pavarotti
La Marquise de Berkenfield - Monica Sinclair
Hortensius - Jules Bruyère
Sulpice - Spiro Malas
Le corporal - Eric Garrett
La Duchesse de Crakentorp - Edith Coates
Un paysan - Allan Jones

Orchestra and Chorus of the Royal Opera House, Covent Garden; Richard Bonynge
Leonardo (25.11.2021, 22:48):
William Walton (1902-83):

Sinfonie Nr. 1 b-moll

Philharmonia Orchestra,

Bernard Haitink, Ltg.

(EMI, 11/1981)



Dies dürfte meine erste Aufnahme der Ersten Sinfonie von Walton gewesen sein. Es handelt sich um eine frühe EMI-Digitalaufnahme.
Es dürfte auch die einzige Aufnahme von Haitink mit dem Philharmonia Orchestra sein.
Das Orchester zeigt sich hier in Topform und gibt dem Werk eine fast brucknersche Größe und Dimension, was dem interpretatorischen Ansatz von Haitink vollkommen entspricht. Er holt aus dem Werk wahrhaft ungeahnte emotionale Tiefen heraus und führt das Ganze zu großer Ausdrucksgewalt.
Im Grunde eine Sternstunde. Der Klang ist sehr gut.

L.
Sfantu (25.11.2021, 23:13):
Es dürfte auch die einzige Aufnahme von Haitink mit dem Philharmonia Orchestra sein.
Auf die Schnelle fällt es mir schwer, mir einen kompletten Überblick zu verschaffen.
Es gibt aber zumindest mal Elgars 2. Sinfonie mit diesem Gespann (1984). Eine meiner ersten "Klassik"-CDs überhaupt.
Leonardo (25.11.2021, 23:34):
Achso. Ja, das ist möglich. Sicher nicht uninteressant.
Sfantu (26.11.2021, 15:15):


Anders Eliasson

Desert Point (1981)
Ostácli (1987)
Sinfonia per archi (2001)

Arcos Chamber Orchestra - John-Edward Kelly
(CD, neos, 2008)

Meine Erstbegegnung mit der Musik Eliassons (1947-2013).
Im Booklet lese ich, daß Eliasson ein Schüler Ingvar Lidholms war. Ein interessanter Zufall, da ich mich derzeit etwas mit Lidholm beschäftige. Wenn die Auswahl auf diesem Album repräsentativ für seinen Stil ist, dann werde ich mich wohl eher schwer mit Eliasson tun.
Düster und beklemmend sind diese Klänge. Gerade der 20minütige Kopfsatz der Sinfonia ist recht anstrengend. Assoziiere unwillkürlich Selbstmord, wenn ich das höre. Das ist sehr fordernd. Vor einer neuen Hörsitzung wäre eine stille Meditation sicher hilfreich.
Und auch jetzt,da die CD durch ist, brauche ich erstmal eine ganze Weile Stille.
tapeesa (26.11.2021, 16:48):
Solo per Flauto -
Werke von Debussy, Ferneyhough, Takemitsu, Varèse, u. a.
Mats Möller
Amonasro (26.11.2021, 20:31):


Gioachino Rossini/Luigi Balocchi: Il viaggio a Reims, ossia L’albergo del giglio d’oro

Anastasia Belyaeva (Madame Cortese)
Vladislav Ouspenski (Baron von Trombonok)
Larissa Youdina (Countess di Folleville)
Daniil Shtoda (Count Libenskof)
Anna Kiknadze (Marquise Melibea)
Alexeï Safiouline (Don Alvaro)
Irma Guigolachvili (Corinna)
Dmitri Voropaev (Belfiore)
Olga Kitchenko (Modestina)
Edouard Tsanga (Lord Sidney)
Nikolaï Kamenski (Don Profondo)
Elena Sommer (Maddalena)
Alexeï Tannovistski (Don Prudenzio)
Andreï Iliouchnikov (Don Luigino)
Pavel Chmoulevitch (Antonio)

Chorus and Orchestra of the Mariinsky Theatre, Valery Gergiev
Inszenierung: Alain Maratrat
Paris 2005

Quirlige, bunte Inszenierung, die den Revue-artigen Charakter dieser Oper betont.

Gruß Amonasro
Cetay (27.11.2021, 00:32):
Der Uffschtäuer am Morgen:



Ludwig van Beethoven - Sinfonie Nr. 1 C-Dur, op. 21
NBC SO, Arturo Toscanini (1939 Zyklus)

Der sensationelle Transfer von Music & Arts aus dem Jahr 2007 (die blaue Box) hat 2013 nochmal einen Feinschliff erhalten. Mal hoeren...
Cetay (27.11.2021, 01:22):
Ja, das rockt! Danke an Sfantu fuer diese Anregung. Das will ich gleich nochmal hoeren:



Ludwig van Beethoven - Sinfonie Nr. 1 C-Dur, op. 21
NBC SO, Arturo Toscanini (1952 Zyklus)

RCA ist hier eine nicht weniger beeindruckende Meisterleistung gelungen. Diese 1999 rausgekommene Ueberarbeitung des 1952-Zyklus ist klanglich das beste, was man von dem unsterblichen Gespann bekommen kann.
tapeesa (27.11.2021, 10:52):
Giovanni Pierluigi da Palestrina, Vol. 6
daraus zunächst: Parce mihi, Peccantem me quotidie & Si ambulavero
The Sixteen, Harry Christophers
Leonardo (27.11.2021, 11:14):
W. A. Mozart:

Klaviersonaten KV 331 und KV 333

Friedrich Gulda, Klavier (Bösendorfer)

(Amadeo, 1977)
Cetay (27.11.2021, 18:47):

Alain Bancquart - Livre du labyrinthe

Abendfuelled und anstrengend, aber sehr lohnend. Mit Starensemble eingespielt. Carol Robinson, Martine Joste, Nicholas Isherwood, Pascal Gallois, Pierre-Yves Artaud u.v.m. Die 6 Saetze sind unterschiedlich und aussergewoehlich instrumentiert, samt u.a. 2 Violen da Gamba, 1/4- und 1/16-Ton Klaviere und Tonband - ein Fest fuer Freunde erregender Musik.
Jan Van Karajan (27.11.2021, 22:00):
Jetzt:

Franz von Suppe: Ouvertüren

Staatskapelle Dresden, Otmar Suitner
Grüße
Jan :hello
Sfantu (28.11.2021, 00:08):
@ Jan Van Karajan

danke für die Anregung.
Die Platte (anderes Cover) hatte ich ewig nicht mehr auf dem Teller.




Franz von Suppè

Ouvertüren zu

Die Schöne Galathee
Dichter und Bauer
Banditenstreiche
Leichte Kavallerie
Flotte Bursche
Pique Dame

Staatskapelle Dresden - Otmar Suitner
(Amiga/VEB Deutsche Schallplatten, 1969)

Suitner sagte mal, die Dresdner besitze im Unterschied zur Berliner Staatskapelle eine Art mediterraner Wärme. Ob es nun Einbildung ist oder nicht - gerade bei Suppè (mußte heute lesen und lernen, daß das jahrzehntelang übliche accent aigu auf dem "e" eigentlich ein accent grave sein muß) möchte ich dieser Aussage bereitwillig glauben. Liegen die Handlungsorte Suppèscher Operetten doch gern auch mal in Bella Italia.
In den Banditenstreichen wird statt der Gitarre eine Mandoline eingesetzt. Ein Zugeständnis an den Handlungsort Italien. Nett gemeint aber wohl nicht authentisch - am Ende stört das jedoch nicht weiter. Die Stretta wird hier aber in überdrehtem Tempo gespielt. Das bietet zwar eine staunenmachende Zirzensik, wirkt aber nicht wirklich organisch.
Herrliche Kavallerie!
Die Flotte Bursche sind allein schon wegen ihrer Abseitsstellung von den üblichen Suppè-smash hits zu begrüßen. Und sie werden hier überzeugender dargeboten als in der mir zur Verfügung stehenden Alternativ-Einspielung (Berliner Symphoniker - Werner Eisbrenner, LP, maritim).
Pique Dame schließlich wird so pointiert, ja lustvoll ausgespielt, daß die Dresdner hier sogar den Wiener Philharmonikern und Zubin Mehta (Sony) die Stirn bieten können.

Satter, genereuser Stereo-Klang.
Die Platte ist ein echter Aufsteller. Auch und gerade nach einem düsteren, bedeutungsschwangeren Hörprogramm: Mjaskowskij Sechs und Sibelius` Lemminkäinen-Suite.
Cetay (28.11.2021, 02:07):


John Cage - Sonatas & Interludes for Prepared Piano
Maro Ajemian

Ajemian ist Widmungstraegerin und hat Teile des Zyklus zur Zufriedenheit des Komponisten uraufgefuehert, man darf hier also ausnahmsweise mal das Wort Referenz fallen lassen. Die Aufnahme wurde 1951 gemacht.

Die zweite Runde laueft dann verhackstueckt programmiert:
Sonatas I-IV & Interlude 1 - Philipp Vandre
Sonatas V-VIII & Interlude 2 - Yuji Takahashi
Interlude 3 & Sonatas IX - XII - Kathleen Solose
Interlude 4 & Sonatas XIII - XVI - John Tilbury
Leonardo (28.11.2021, 14:54):


(Lyrita, 1973/76)

Hier ist der gute Sir Adrian mal wieder in seinem Element. Für mich war er einfach der beste Dirigent englischer Musik.
Die Aufnahmen wurden durchweg von exzellenten Decca-Teams aufgenommen, überwiegend sogar von Kenneth Wilkinson.
So kann auch die sog. "leichte Musik" sehr erfüllend und begeisternd sein.
Maurice inaktiv (28.11.2021, 22:21):
Franz von Suppè

Ouvertüren zu

Die Schöne Galathee
Dichter und Bauer
Banditenstreiche
Leichte Kavallerie
Flotte Bursche
Pique Dame

Staatskapelle Dresden - Otmar Suitner
(Amiga/VEB Deutsche Schallplatten, 1969)


Das ist ein weiteres Cover der gleichen Einspielungen.

Wenn es jemanden interessieren sollte, kann sich günstig auch die Mozart-Ouvertüren kaufen. Dieses Mal mit der Staatskapelle Berlin, um 1977 herum eingespielt.
Cetay (28.11.2021, 22:27):


Bernard Parmegiani - Stries (fuer 3 Synthesizer und Tonband)
Colette Broeckaert, Martin Lorenz, Sebastian Berweck
Cetay (29.11.2021, 00:11):

John Cage - Sonatas & Interludes for Prepared Piano
Maro Ajemian

Ajemian ist Widmungstraegerin und hat Teile des Zyklus zur Zufriedenheit des Komponisten uraufgefuehert, man darf hier also ausnahmsweise mal das Wort Referenz fallen lassen. Die Aufnahme wurde 1951 gemacht.

Die zweite Runde laueft dann verhackstueckt programmiert:
Sonatas I-IV & Interlude 1 - Philipp Vandre
Sonatas V-VIII & Interlude 2 - Yuji Takahashi
Interlude 3 & Sonatas IX - XII - Kathleen Solose
Interlude 4 & Sonatas XIII - XVI - John Tilbury

Nachtrag: Ich habe den Rest des Vormittags auf der Dachterasse mit Kopfhoerern auf der Liege fleazend verbracht und eine Playlist mit allen Aufnahmen, die ich finden konnte, per Zufallswiedergabe abgespielt. Immer dann, wenn mir ein Stueck besonders positiv ins Ohr fiel, wurde das Album gespeichert. Damit ergibt sich die naechste Runde:
Sonatas I-IV & Interlude 1 - Margaret Leng Tan
Sonatas V-VIII & Interlude 2 - Julie Steinberg
Interlude 3 & Sonatas IX - XII - Herbert Henck
Interlude 4 & Sonatas XIII - XVI - Johanna MacGregor
tapeesa (29.11.2021, 05:12):
Richard Wagner - Der Ring des Nibelungen, Sinfonische Auszüge
Nina Stemme, Orchestre de l'Opéra National de Paris, Philippe Jordan
tapeesa (29.11.2021, 07:34):
Joseph Marx - Orchestral Songs
Lieder und Gesänge / Italienisches Liederbuch / Verklärtes Jahr
Angela Maria Blasi, Sopran; Stella Doufexis, Mezzo-Sopran
Bochumer Symphoniker, Steven Sloane
Leonardo (29.11.2021, 11:50):


(Lyrita, 1977/78)
tapeesa (29.11.2021, 23:20):
Georg Philipp Telemann - Concerti for Wind Instruments
il Gardellino
Cetay (29.11.2021, 23:58):
Vivaldi hat auf mich immer wieder eine erstaunliche Wirkung. Eine sehr positive. Ich kann das nicht wirklich erklären, es ist einfach so. Er ist ein Meister der kleinen Form, ein Meister der Stimmungsdarstellung.
Der Grund, warum ich bisher noch nicht so viel Vivaldi gehört habe, dürfte die Popularität der 4 Jahreszeiten sein; die verbindet sich bei mir mit einem abschreckenden Faktor.
Mein Therapeutikum:


Antonio Vivladi -Violinkonzerte op. 8 Nr. 1-4, RV 269, 315, 293 & 297 "Die vier Jahreszeiten" (arr. fuer Floete & Orchester)
Eszter Horgas, Ventoscala Symphony Orchestra, Ilona Mesko

Die Floetenversion halte ich fuer gelungen. Das wirkt absolut stimmig und gefaellt mir zig mal besser als die Originalversion. Ein Fingerzeig, dass eine naehere Beschaeftigung mit den echten Floetenkonzerten des Italieners angebracht ist. Eszter Horgas ist klasse, vor allem ihr dunkler, voluminoeser Ton in den langsamen Saetzen ist betoerend. Horgas ist in ihrer Heimat mit Crossover-Projekten (Klassik, Jazz, Tango, Latin) bekannt geworden. Wer befurechtet, dass sie auch auf diesem Live-Mitschnitt irgendwelche Sakrilegien begeht, hat Recht. Es gibt -mit nahtlosen Uebergaengen- ein paar Zwischenspiele, Intros & Codas mit einer sechs koepfigen Band (Fluegelhorn, el-g, p, b, dr, perc), von denen sich einge Mitglieder sogar in den Herbst verirren. Gimmmick? Nein, ich finde das ist sehr gut gemacht.
Cetay (30.11.2021, 01:57):


Antonio Vivaldi - Floetenkonzerte RV433, 439, 428 & 443; Concerto di Camera KV107 / Ancillotti - Le Printemps de Vivaldi fuer Solofloete
Mario Ancillotti, I Solisti di Perugia
Leonardo (30.11.2021, 13:40):
Charles Koechlin:

Au loin op. 20

Sur les flots lointains op. 130

Le buisson ardent opp. 203 & 171

Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz,

Leif Segerstam, Ltg.

(MP/SWF, 1985-87, Ludwigshafen, Pfalzbau)



Absolut erstaunlich gut, auch klangtechnisch!

L.
Cetay (30.11.2021, 14:50):


Ernst Toch - Sinfonien 1 & 4
RSO Berlin, Alun Francis
tapeesa (30.11.2021, 17:06):
Hallo Cetay ( @VAT69 ) (wie magst du denn am liebsten angesprochen werden? Mir kommt Cetay noch viel leichter über die Tastatur) -
_____

The Austrian Sound of the Baroque era: The Music of the Habsburg Empire
Ars Antiqua Austria, Gunar Letzbor
tapeesa (30.11.2021, 18:49):
Den Versuch mit der Habsburger Barockmusik habe ich schnell abgebrochen. Habe erst im Nachhinein gesehen, dass es sich um ein groß angelegtes Projekt von Ars Antiqua Austria / Gunar Letzbor handelt, das momentan zu viel ist.

Deswegen nun hier:

Georg Philipp Telemann - Twelve Fantasies for Solo Violin
Augustin Hadelich
Amonasro (30.11.2021, 22:19):


Richard Wagner: Parsifal

Gurnemanz - René Pape
Kundry - Katarina Dalayman
Amfortas - Peter Mattei
Parsifal - Jonas Kaufmann
Titurel - Rúni Brattaberg
Klingsor - Evgeny Nikitin

The Metropolitan Opera Orchestra, Chorus and Ballet, Daniele Gatti
Inszenierung: François Girard

Tolle Aufführung. Speziell die Szenen mit Amfortas erlebe ich hier sehr intensiv.

Gruß Amonasro
Leonardo (01.12.2021, 12:17):
Joseph Haydn:

Sinfonien Nr. 99 & 104

SWF-SO Baden-Baden,

Michael Gielen, Ltg.

(Intercord, 1987/88, Rosbaud Studio)



Ich wußte gar nicht mehr, daß Haydn mit Gielen so gut ist - aber er ist es!

L.
tapeesa (01.12.2021, 13:26):
Giuseppe Verdi / Alphonse Royer, Gustave Vaëz - Jérusalem

Gaston, Vicomte de Béarn - Marcello Giordani
Der Graf von Toulouse - Philippe Rouillon
Roger, Bruder des Grafen - Roberto Scandiuzzi
Hélène, Tochter des Grafen - Marina Mescheriakova
Adhémar de Monteil, päpstlicher Gesandter - Daniel Borowski
Raymond, Edelmann von Gaston - Simon Edwards
Isaure - Hélène Le Corre
Ein Soldat - Wolfgang Barta
Ein Herold & Der Emir von Ramla - Slobodan Stanković
Ein Offizier des Emirs - Jovo Reljin
Ritter, Damen, Soldaten, Pilger, Büßer, Haremsfrauen, die Bevölkerung von Ramla

Chœur du Grand Théâtre de Genève
L’Orchestre de la Suisse Romande, Fabio Luisi
Amonasro (01.12.2021, 18:17):


Georg Friedrich Händel: Messiah

Elly Ameling, Anna Reynolds, Philip Langridge, Gwynne Howell

Academy and Chorus of St Martin-in-the-Fields, Neville Marriner

Gruß Amonasro
tapeesa (02.12.2021, 09:29):
Danke <3
tapeesa (02.12.2021, 13:06):
Leoš Janáček - On overgrown path
Andrea Pestalozza, Klavier
Leonardo (02.12.2021, 19:23):
Erwin Schulhoff:

Kammermusik

Ysaye Qt., Holliger, Brunner, Thunemann, Kremer, Imai u. a.

(Philips, 1986-90, Lockenhaus, Österreich)
Cetay (03.12.2021, 03:24):


Wolfgang Amadeus Mozart - Streichquartette G-Dur, B-Dur & g-Moll, K. 80, 458 & 499
Armida Quartett
Leonardo (03.12.2021, 17:11):
Anton Bruckner:

Sinfonie Nr. 4 Es-Dur

Münchner Philharmoniker,

Oswald Kabasta, Ltg.

(Preiser, 30. 06. 1943)



https://de.wikipedia.org/wiki/Oswald_Kabasta
Jan Van Karajan (03.12.2021, 22:06):
Very british:

Edward Elgar: Symphonie Nr. 2 in Es-Dur, op. 63
Staatskapelle Berlin, Daniel Barenboim
Grüße
Jan :hello
Amonasro (03.12.2021, 23:21):


Georg Friedrich Händel: Ariodante

Ariodante - Joyce DiDonato
Ginevra - Karina Gauvin
Dalinda - Sabina Puértolas
Polinesso - Marie-Nicole Lemieux
Lurcanio - Topi Lehtipuu
Il Re di Scozia - Matthew Brook
Odoardo - Anicio Zorzi Giustiniani

Il Complesso Barocco, Alan Curtis

Gruß Amonasro
Cetay (04.12.2021, 02:51):


Johann Sebastian Bach - Motetten BWV 225-230
Bach Collegium San Diego, Ruben Valenzuela
Cetay (04.12.2021, 08:41):


Johann Sebastian Bach - Motetten BWV 225-230
Ensemble Vocal Jean Sourisse
tapeesa (04.12.2021, 11:03):
Nikolai Rimsky-Korsakov - The Snow Maiden, Suite (1881)
I. Prologue, II. Dance of the Birds, III. The Procession, IV. Dance of the Clowns
Malaysian Philharmonic Orchestra, Kees Bakels

Sehr leichtfüßige Interpretation.
Philidor (04.12.2021, 11:30):
Hier 16-Saiter.

Franz Schubert: Quartettsatz c-Moll D 703
("Streichquartett Nr. 12")

György Kurtág: Streichquartett op. 1

Franz Schubert: Streichquartett Nr. 13 a-Moll D 804
("Rosamunde")

Emerson String Quartet (Schubert)
Keller-Quartett (Kurtág)




Gruß
Philidor

:hello
Cetay (05.12.2021, 07:08):


Johannes Brahms - Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll, op. 15
Andras Schiff, Orchestra of the Age of Enlightenment

So kann das auch von einem Brahms-Wenig- und Pranken-Nichtmoeger goutiert werden. Stark!
Cetay (05.12.2021, 14:54):
Unbestimmtes:



John Cage - Variations IV
Avant Music Festival Performers, Randy Gibson
Cetay (05.12.2021, 22:43):


Johann Sebastian Bach - Motetten BWV 225-230
La Petite Bande, Sigiswald Kuijken
Philidor (05.12.2021, 22:59):
Johannes Brahms - Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll, op. 15
Andras Schiff, Orchestra of the Age of Enlightenment

So kann das auch von einem Brahms-Wenig- und Pranken-Nichtmoeger goutiert werden. Stark!
Brahms KK 1 fand ich in dieser Aufnahme ebenfalls sehr hörenswert! KK2 dann nicht mehr so ...

Gruß
Philidor

:hello
Cetay (06.12.2021, 00:38):
Johannes Brahms - Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll, op. 15
Andras Schiff, Orchestra of the Age of Enlightenment

So kann das auch von einem Brahms-Wenig- und Pranken-Nichtmoeger goutiert werden. Stark!
Brahms KK 1 fand ich in dieser Aufnahme ebenfalls sehr hörenswert! KK2 dann nicht mehr so ...
Gruß
Philidor

:hello
Das Zweite habe ich nicht gehoert, das mag ich nicht sonderlich. Hier jetzt:



Igor Strawinsky - Agon
SWF Baden-Baden SO, Hans Rosbaud (Aufnahme von 1957)
tapeesa (06.12.2021, 11:51):
P. I. Tchaikovsky: 18 Stücke aus op. 72: Nr.. 5. Meditation & 4 Stücke aus "The Seasons" op. 37a
Anatoli Liadov: Variationen über ein polnisches Thema, op. 51
Sergei Rachmaninov: 6 Präludien, op. 23 & 32
Alexander Scriabin: Klaviersonate Nr. 2, op. 19
Nikolai Medtner: 3 Stücke aus "Forgotten Motives", Vol. 1 op. 38

Dmitry Paperno, Klavier
Leonardo (06.12.2021, 21:33):


(All That Dust, 28.07.2015, Sendessal, Bremen)
tapeesa (06.12.2021, 22:13):
Bomarzo / Alberto Ginastera

Selim Palmgren - Late Works for Piano
Fog Figures, Why?, Venetian Gondola, Sun and Clouds, Ivy, 2 Contrasts, u. a.
Izumi Tateno
Amonasro (06.12.2021, 22:48):


Nicola Porpora/Nicola Coluzzi: Germanico in Germania

Germanico - Max Emanuel Cenčić
Ersinda - Julia Lezhneva
Arminio - Mary-Ellen Nesi
Segeste - Juan Sancho
Rosmonda - Dilyara Idrisova
Cecina - Hasnaa Bennani

Capella Cracoviensis, Jan Tomasz Adamus

Gruß Amonasro
Cetay (07.12.2021, 15:16):

Johann Sebastian Bach - Motetten BWV 225-230
Cantus Cölln, Konrad Junghänel
tapeesa (07.12.2021, 19:02):
Leonard Bernstein: Touches
Tan Dun: 8 Memories in Watercolor (2002 Version), Traces (1992 Version), Dew-Fall-Drops
Warren Lee, Klavier
Leonardo (08.12.2021, 11:23):
Maurice Ravel:

Klavierkonzert für die linke Hand

Klavierkonzert G-Dur

Vlado Perlemuter, Klavier

Orchestre des Concerts Colonne,

Jascha Horenstein, Ltg.

(Vox, 1955)
tapeesa (08.12.2021, 14:58):
Hören über den Tellerrand, bezogen auf meinen üblicheren Hörpfad:

Maurice Ravel - Klavierkonzert für die linke Hand
Leon Fleisher, Klavier
Baltimore Symphony Orchestra, Sergiu Comissiona
Leonardo (08.12.2021, 17:06):
Hören über den Tellerrand, bezogen auf meinen üblicheren Hörpfad:
Das ist sehr lobenswert, vereehrte tapeesa.

Was genau ist eigentlich Dein "üblicher Hörpfad"?

L.
Cetay (09.12.2021, 04:51):

Johann Sebastian Bach - Motetten BWV 225-230
Bach Collegium Japan - Masaaki Suzuki

Ich bin ganz vernarrt in diese Werke. Vor allem BWV 225 ist der polyphone Himmel. Spannend finde ich die unterschiedlichen Ausfuehrungen. Mit einem Saenger pro Stimme, oder mit 2-4 oder choral. Acapella oder mit Continuo (in unterschiedlichen Besetzungen) oder mit Instrumentalbegleitung (in unterschiedlichen Besetzungen). Das gibt reichlich Kombinationsmoeglichkeiten. Was musikwissenschaftlich als historisch richtig angenommen wird, ist mir noch unklar aber auch egal. Ich mag sie alle. Bisher am beeindruckendsten: Junghänel.
tapeesa (09.12.2021, 08:49):
Was genau ist eigentlich Dein "üblicher Hörpfad"?
Ich probiere am Beispiel der "Touches and Traces" CD zu antworten:

Leonard Bernstein = nicht üblicher Hörpfad
Tan Dun = einer meiner Lieblingskomponisten

aus: http://www.warren-lee.com/product-page/touches-and-traces
>> Bernstein: charaktervolle, subtile Miniaturen; über einen längeren Zeitraum geschrieben
Tan Dun: evokativ / antreibend, an Schlüsselpunkten komponiert
Spannend an der CD finde ich die Verbindung zwischen beiden Ansätzen.
Vor allem "Touches" / Bernstein - Teststück; "Drew-Drop-Falls"/ Tan Dun - kompliziert / ätherisch.<<

Ich denke, ich komme mehr von: extrovertiert, abstrakt, entgrenzt-auflösend, situativ-intuitiv.
_______

G. F. Händel - Messiah
Kerstin Avemo, Sopran; Anna Zander, alto, Michael Weinius, Tenor; Karl-Magnus Fredriksson, Bass
St. Jacobs Kammarkör, Rebaroque (Maria Lindal); Gary Graden
Liveaufnahme, 25. - 27. November 2016, Domkirche Stockholm
Cetay (09.12.2021, 08:53):
Mist! Hier auch Dvorak - leider aus aktuellem Anlass. :|

Antonin Dvorak - Requiem op. 89
Kantorei der Schlosskirche Wellburg, Capella Weiburgensis, Doris Hagel

https://www.prestomusic.com/classical/products/7950593--brahms-dvorak-choral-works
Philidor (09.12.2021, 13:41):
Ich bin ganz vernarrt in diese Werke. Vor allem BWV 225 ist der polyphone Himmel.
:thumbsup:

Bei mir wohnt Suzuki im Bachschen Motettenolymp ("Bach" und "Olymp" passen irgendwie nicht gut zusammen. Aber egal ...). Doch in Junghänels Aufnahme höre ich gerne nochmal rein.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (09.12.2021, 14:09):
Ich finde es sehr gut, dass Du Dich abseits der Haupthörpfade bewegst, verehrte tapeesa. Mach weiter auf diesem Weg.

Carl Nielsen:

Sinfonien Nr. 3 & 5

RSNO, Thomson

(Chandos, 1991)
tapeesa (09.12.2021, 18:09):
Franz Schubert - Winterreise
Edwin Crossley-Mercer (Bariton), Yoan Héreau (Klavier)
Leonardo (09.12.2021, 22:48):
Carl Nielsen:

Sinfonien Nr. 4 & 5

National Symphony Orchestra of Ireland,

Adrian Leaper, Ltg.

(Naxos, 11/1992)



Das war damals meine erste Nielsen-CD überhaupt, und ich habe sie immer noch - zum Glück!
Besonders auch das Bild auf dem Cover zieht mich immer wieder in Bann (Jens Ferdinand Willumsen: Nach dem Sturm).

L.
Amonasro (09.12.2021, 23:11):


Claudio Monteverdi/Francesco Busenello: L'incoronazione di Poppea

Poppea - Danielle de Niese
Nerone - Philippe Jaroussky
Ottavia - Anna Bonitatibus
Ottone - Max Emanuel Cenčić
Seneca - Antonio Abete
Drusilla - Anna Quintans
Nutrice - José Lemos
Arnalta - Robert Burt
Lucano - Mathias Vidal
etc.

Les Arts Florissants, William Christie
Inszenierung: Pier Luigi Pizzi

Die Inszenierung ist eher statisch mit dunklem, stilisiertem Bühnebild. Gesanglich exzellent.

Gruß Amonasro
Cetay (10.12.2021, 06:18):
Ich bin ganz vernarrt in diese Werke. Vor allem BWV 225 ist der polyphone Himmel.
:thumbsup:
Bei mir wohnt Suzuki im Bachschen Motettenolymp ("Bach" und "Olymp" passen irgendwie nicht gut zusammen. Aber egal ...). Doch in Junghänels Aufnahme höre ich gerne nochmal rein.

Gruß
Philidor

:hello
Ich meine die koennen nebeneinander bestehen, ohne sich etwas zu nehmen. Junghänel mit OVPP und geerdet, Suzuki wahrlich 'himmlisch'.

Gerade bin ich hiervon maechtig geflasht:


James MacMillan - The Sun Danced & Symphony Nr. 5 "Le grand Inconnu"
Mary Bevan (Sopran), The Sixteen, Britten Sinfonia, Harry Christophers
Cetay (10.12.2021, 07:55):
James MacMillan - The Sun Danced & Symphony Nr. 5 "Le grand Inconnu"
Das ist mit unendlich vielfaeltiger Klangraffinesse und orgiastischen Steigerungen so manipulativ auf emotionale Ueberwaeltigung ausgelegt, dass Mahler und Wagner dagegen wie Unschuldslaemmer wirken. Dem muss man schon wieder Respekt zollen. Trotzdem brauche ich es jetzt eine Nummer kleiner:



Matthis Weckmann - Wie liegt die Stadt so wueste
Cantus Cölln - Konrad Junghänel
Leonardo (10.12.2021, 13:32):
Carl Nielsen:

Maskerade-Ouvertüre
Klarinettenkonzert
Sinfonie Nr. 3 "Sinfonia Espansiva"

Schill, Raanoja, Skram,

Göteborger Sinfoniker,

Myung-Whun Chung, Ltg.

(BIS, 1985)



Was soll man zu diesen Aufnahmen noch schreiben?
Das sind Aufnahmen aus der goldenen BIS- & Göteborg-Zeit.
Sie wurden m. E. nie übertroffen.

L.
tapeesa (10.12.2021, 17:56):
Maurice Ravel - Daphnis et Chloé
Rundfunkchor Berlin
Berliner Philharmoniker, Pierre Boulez
Leonardo (10.12.2021, 18:19):
Und weiter:

Carl Nielsen:

Sinfonie Nr. 2 "Die vier Temperamente"

Aladdin-Orchestersuite

Göteborger Sinfoniker,

Myung-Whun Chung, Ltg.

(BIS, 1983)
Cetay (11.12.2021, 04:01):
Matthis Weckmann - Wie liegt die Stadt so wueste
Cantus Cölln - Konrad Junghänel
Grosser Stoff. Wahnsinn, was da so alles in der Musikgeschichte vergraben ist - den Namen hatte ich vor dieser Begegnung noch nicht gehoert. Dazu eine Frage an die Experten: Ich habe im Zusammenhang mit Weckmann gelesen, dass in seinem Umfeld versucht wurde, auf Basis der mitteltoenigen Stimmung moeglichst viele Intervalle rein (d.h. mit rein ganzzahligen Verhaeltnissen) auf der Orgel oder dem Cembalo spielbar zu machen, indem durch zusaetzliche gebrochene Tasten (sog. Subsemitonien) die Oktave in 14 Töne geteilt wurde. Werden solche Instrumente heute noch gebaut und gibt es vielleicht sogar Aufnahmen, die darauf gemacht wurden?
tapeesa (11.12.2021, 09:05):
Erik Belgum - strange neonatal cry
(vertonte Ambient Fiction)
____

@Cetay - wegen Dvořák / Requiem? Wäre Beileid angemessen? Wenn ja - mein Beileid.
Maurice inaktiv (11.12.2021, 10:36):


Jean Sibelius : Sinfonie Nr.5 & En Saga, Tapiola

Finnisches RSO , Jukka-Pekka Saraste

Passend zur kalten Jahreszeit komme ich irgendwie wieder zu Sibelius zurück.
Leonardo (11.12.2021, 14:51):
Bei mir auch:

Carl Nielsen:

Sinfonien Nr. 4 & 6

RSNO, Thomson

(Chandos, 1991)
satie (11.12.2021, 19:44):
Matthis Weckmann - Wie liegt die Stadt so wueste
Cantus Cölln - Konrad Junghänel
Grosser Stoff. Wahnsinn, was da so alles in der Musikgeschichte vergraben ist - den Namen hatte ich vor dieser Begegnung noch nicht gehoert. Dazu eine Frage an die Experten: Ich habe im Zusammenhang mit Weckmann gelesen, dass in seinem Umfeld versucht wurde, auf Basis der mitteltoenigen Stimmung moeglichst viele Intervalle rein (d.h. mit rein ganzzahligen Verhaeltnissen) auf der Orgel oder dem Cembalo spielbar zu machen, indem durch zusaetzliche gebrochene Tasten (sog. Subsemitonien) die Oktave in 14 Töne geteilt wurde. Werden solche Instrumente heute noch gebaut und gibt es vielleicht sogar Aufnahmen, die darauf gemacht wurden?
Nachgebaut werden sie offenbar (zumindest die Archicembali) :

https://youtu.be/hZHBAoxarG0

Aufnahmen damit kenne ich nicht. Leider.
Amonasro (11.12.2021, 23:10):


Agostino Steffani/Luigi Orlandi: Niobe, regina di Tebe

Niobe - Karina Gauvin
Anfione - Philippe Jaroussky
Manto - Amanda Forsythe
Tiresia - Christian Immler
Clearte - Aaron Sheehan
Creonte - Terry Wey
Poliferno - Jesse Blumberg
Tiberino - Colin Balzer
Nerea - José Lemos

Boston Early Music Festival Orchestra; Paul O'Dette, Stephen Stubbs

Gruß Amonasro
tapeesa (12.12.2021, 08:31):
Johann Sebastian Bach - Magnificat, BWV 243
Natalie Dessay, Philippe Jaroussky, Toby Spence, Laurent Naouri
Le Concert d'Astrée, Emmanuelle Haïm

und BWV 147 - Herz und Mund und Tat und Leben
Münchener Bach-Chor und -Orchester, Hansjörg Albrecht
Leonardo (12.12.2021, 12:43):
Wenn man einmal auf dem Trip ist...

Carl Nielsen:

Sinfonie Nr. 6 "Sinfonia Semplice"

RSO Frankfurt,

Paavo Järvi, Ltg.

(RCA, 12/2011)



Unglaublich, dass dieses Set schon wieder gestrichen ist.
Ich habe die Sechste Sinfonie lange Zeit eher gemieden. Warum, frage ich mich jetzt?
Vermutlich war ich zu stark auf die Dritte und Fünfte fixiert.
Dabei hat die Sechste einen ganz besonderen inneren Reichtum. Ein ganz starkes Werk.
Paavo Järvi identifiziert sich völlig mit dieser Musik und treibt das Orchester zur Höchstleistung an. Spitze.
Bemerkenswert ist, dass das Werk bei Järvi wesentlich moderner und verstörender klingt als in anderen Aufnahmen, so z.B. Thomson und Oramo. Ich finde das faszinierend. Und ich mag alle drei Aufnahmen sehr.
Maurice inaktiv (12.12.2021, 13:23):
Unglaublich, dass dieses Set schon wieder gestrichen ist.
Ich habe die Sechste Sinfonie lange Zeit eher gemieden. Warum, frage ich mich jetzt?
Vermutlich war ich zu stark auf die Dritte und Fünfte fixiert.
Dabei hat die Sechste einen ganz besonderen inneren Reichtum. Ein ganz starkes Werk.
Paavo Järvi identifiziert sich völlig mit dieser Musik und treibt das Orchester zur Höchstleistung an. Spitze.
Bemerkenswert ist, dass das Werk bei Järvi wesentlich moderner und verstörender klingt als in anderen Aufnahmen, so z.B. Thomson und Oramo. Ich finde das faszinierend. Und ich mag alle drei Aufnahmen sehr.
Ein ganz toller Nielsen, finde ich auch. Läuft bei mir sehr oft.
Japp. Ich hatte das große Glück, in einem der Konzerte der GA gewesen zu sein. Da wurde die Vierte gespielt, mit meine Lieblings-Sinfonie aus dem Zyklus. Allerdings muss ich zugeben, dass ich auch keine schlechte GE der Sinfonien kenne - und ich habe davon wirklich eine ganze Menge.

PS: Man kann die GA über den HR in der Regel immer noch beziehen
Cetay (13.12.2021, 02:04):
@Cetay - wegen Dvořák / Requiem? Wäre Beileid angemessen? Wenn ja - mein Beileid.
Hallo tapeesa,

das ist nicht noetig. Das Requiem war eher gegen den Schock ueber die Vorstellung einer solchen Szenerie. Ein gesunder 43-jaehriger Mann zieht sich mit leichten Kopfschmerzen ins Schlafzimmer zurueck und als seine Frau eine Stunde spaeter nach ihm sieht antwortet er nicht mehr.

Hier stroemt ein wichtiger Wegbereiter fuer die Musik, wie wir sie heute kennen:



Philippe de Vitry - Motetten (14. Jhd.)
The Orlando Consort
tapeesa (13.12.2021, 10:05):
Lukas Lauermann - How I Remember Now I Remember How
- ein nichts-zeigen ein durchscheinen-lassen, - sterile Pression, - die großen räume daneben, - in understanding's palm, - words -- bows and lines, - (y)our hands are caught doves, - between and above, - backwards and forwards and down and up, - wir sind abgründe (ein brunnen, der in den himmel schaut)
Lukas Lauermann, Cello

Vom Künstler selbst als barrierefreie moderne Klassik bezeichnet.
____

@Cetay - okay, ich konnte das "Mist! - leider aus aktuellem Anlass" nicht einordnen.
Leonardo (13.12.2021, 12:58):
Saint-Saens hat ja am 16. Dezember 100. Todestag.

Gestern Nacht lief auf arte eine einstündige Sendung über Ihn mit dem Titel "Saint-Saens, der Unergründliche".

Ich fand das durchaus sehenswert, zumal man ja sonst über Ihn nicht viel erfährt.

Hier kann man die Sendung nachsehen:

https://www.arte.tv/de/videos/098144-000-A/saint-saens-der-unergruendliche/

L.
Cetay (14.12.2021, 00:14):


G.F. Telemann, J. Haydn & L. Mozart - Hornkonzerte
Adam Friedrich, Franz Liszt Kammerorchester, Janos Rolla
Cetay (14.12.2021, 01:28):


Carl Nielsen - Sinfonie Nr. 5, op. 50
Swedish RSO, Esa-Pekka Salonen
Cetay (14.12.2021, 05:01):
Nielsen bleibt ein Fall von Geschmackstransformation. Einst innig geliebt, jetzt kaum noch gehoert und ohne grosse Wirkung. Mehr hat mir heute der Namensvetter zu bieten:


Sven Hvidtfelt Nielsen - Ophelia Dances
Tocatta* / Ophelia Dances / 3. Sinfonie

Svend Hvidtfelt Nielsen (Orgel), Bjarke Mogensen (Akkordeon), Aarhus Sinfonietta & SO, Henrik Vagn Christensen, *Ari Rasilainen
tapeesa (14.12.2021, 08:30):
Dmitri Shostakovich - Sinfonie Nr. 7 "Leningrad"
Leningrad Philharmonic Orchestra, Mariss Jansons
Leonardo (14.12.2021, 11:13):
Nielsen bleibt ein Fall von Geschmackstransformation. Einst innig geliebt, jetzt kaum noch gehoert und ohne grosse Wirkung.
Schade. Das ist bei mir völlig anders. Ich weiß natürlich nicht, wie es in zehn oder zwanzig Jahren aussieht, aber ich komme immer wieder auf Carl Nielsen zurück und kann keine nachlassende Wirkung oder Begeisterung bei mir feststellen. Diese Musik berührt etwas tief in mir, das immer wieder geweckt wird.

Besonders die Sechste Sinfonie ist mir aktuell sehr nah:

Carl Nielsen:

Sinfonie Nr. 6 "Sinfonia Semplice"

BBC Philharmonic,

John Storgards, Ltg.

(Chandos, 2013)



Vom nicht gelungenen Cover mal abgesehen (so furchtbar hat Nielsen nie ausgesehen), ist das eine außergewöhnliche Aufnahme mit einer sehr individuellen Prägung. John Storgards ist eine Art Feingeist unter den aktuellen Dirigenten.
Jan Van Karajan (14.12.2021, 22:03):
Ui, da hast du mich jetzt neugierig gemacht, lieber Marcie :) . Steht auf der Liste beim großen A ;)
Amonasro (14.12.2021, 22:50):


Andrea Zani: Cellokonzerte Nr. 9, 4, 7, 11, 1 & 12

Martin Rummel (Violoncello)
Die Kölner Akademie, Michael Alexander Willens

Gruß Amonasro
Leonardo (14.12.2021, 23:31):
Silvestre Revueltas (1899-1940):

Ocho X Radio

Toccata

Alcancias

Planos

London Sinfonietta,

David Atherton, Ltg.

(Catalyst, 11/1979, London)
tapeesa (14.12.2021, 23:32):
Vom nicht gelungenen Cover mal abgesehen (so furchtbar hat Nielsen nie ausgesehen), ist das eine außergewöhnliche Aufnahme mit einer sehr individuellen Prägung.
Die individuelle Prägung spiegelt es gut wider.
_____

Ludwig van Beethoven -
1. Sinfonie (David Zinman)
2. Sinfonie (Leonard Bernstein)
3. Sinfonie (Nikolaus Harnoncourt)

Concertgebouw Orchestra
Cetay (15.12.2021, 02:36):
Nielsen bleibt ein Fall von Geschmackstransformation. Einst innig geliebt, jetzt kaum noch gehoert und ohne grosse Wirkung.
Schade. Das ist bei mir völlig anders. Ich weiß natürlich nicht, wie es in zehn oder zwanzig Jahren aussieht, aber ich komme immer wieder auf Carl Nielsen zurück und kann keine nachlassende Wirkung oder Begeisterung bei mir feststellen. Diese Musik berührt etwas tief in mir, das immer wieder geweckt wird.
Auf der einen Seite ist es schade, wenn man einen Komponisten verliert, vor allem wenn man viel Zeit investiert hat, um ein tieferes 'Verstaendnis' zu erlangen, auf der anderen Seite schafft es Hoerzeit fuer Neues. Nielsen ist fuer mich noch nicht ganz verloren. Die gestern gehoerte 5. hallte heute morgen in Form von durch meinen Kopf geisternden 'exotischen' Holzblaeser-Floskelen nach, also habe ich meine bevorzugte Aufnahme meiner bevorzugten Sinfonie nochmal gehoert und das alte Feuer ist wieder etwas aufgelodert.


Carl Nielsen - Sinfonie Nr. 5, op. 50
Gothenburg SO, Myung-Whun Chung
Cetay (15.12.2021, 03:31):


Carl Nielsen - Symphony No. 6, FS 116, CNW 30 "Sinfonia semplice"
Danish RSO, Thomas Jensen
Philidor (15.12.2021, 07:48):
Carl Nielsen - Symphony No. 6, FS 116, CNW 30 "Sinfonia semplice"
Danish RSO, Thomas Jensen
Diese Box finde ich ausgezeichnet! Vielleicht ohne eine einzige Referenz (was soll das überhaupt in einem multidimensionalen Geschehen wie der Wiedergabe eines nicht unterkomplexen Musikstücks sein), aber die Farben und Stimmungen sind sensationell ... ein guter Gradmesser für jüngere Aufnahmen, die mit Attacke, Verve, höchster Orchesterkultur und sehr guter Klangtechnik punkten, aber in puncto Farben und Stimmungen einfach nicht an diesen Maßstab herankommen.

Gruß
Philidor


:hello
Leonardo (15.12.2021, 10:59):
Auf der einen Seite ist es schade, wenn man einen Komponisten verliert, vor allem wenn man viel Zeit investiert hat, um ein tieferes 'Verstaendnis' zu erlangen, auf der anderen Seite schafft es Hoerzeit fuer Neues. Nielsen ist fuer mich noch nicht ganz verloren. Die gestern gehoerte 5. hallte heute morgen in Form von durch meinen Kopf geisternden 'exotischen' Holzblaeser-Floskelen nach, also habe ich meine bevorzugte Aufnahme meiner bevorzugten Sinfonie nochmal gehoert und das alte Feuer ist wieder etwas aufgelodert.
Nun, manchmal brauchen viel und gerne gehörte Komponisten auch eine Pause und Abstand, um dann wieder mit Begeisterung und innerer Anteilnahme gehört werden zu können. Ich kenne das nur zu gut.
Die von Dir bevorzugte Aufnahme der Fünften mit Chung ist übrigens auch die meine. Die Sogwirkung ist unglaublich.
tapeesa (15.12.2021, 11:04):
En klassisk sommarsamling
Jussi Björling, Håkan Hagegård, Olle Adolphson, Nicolai Gedda, Birgit Nilsson, Gösta Winberg, u. v. a.
__
Agostino Steffani/Luigi Orlandi: Niobe, regina di Tebe
Damit hast du mir für eine sehr lange Zeit etwas zu tun gegeben X/
Etwas in der Art habe ich noch nie gehört.
Leonardo (15.12.2021, 11:53):
Das Cover ist super Die individuelle Prägung spiegelt es gut wider.
Ja, das stimmt schon.
Als Karikatur ist diese Zeichnung gut gelungen.
Es gibt von Nielsen sehr lustige und bezeichnende Fotos aus seiner Jugendzeit, in denen er die unterschiedlichsten Grimassen schneidet und Typen nachahmt.
Er hatte wohl einen scharfen Humor und eine ziemlich sarkastische Seite.
Das hört man auch seiner sehr originellen, individuellen und scharf gezeichneten Musik an.

Gruß,

Leonardo
Cetay (16.12.2021, 00:38):


Franz Schubert - Oktett F-Dur, D. 803
Wigmore Soloists (feat. Isabelle van Keulen & Michael Collins)
tapeesa (16.12.2021, 10:10):
Martin Ptak - River Tales
Martin Ptak, Klavier; Albin Janoska: Fender Rhodes, Harmonium, Live-Sampling; Julia Maly & Claus Riedl, Violine; Lena Fankhauser, Viola; Melissa Coleman - Cello; Alois Eberl, Martin Riener & Dominik Stöger, Posaune; Gerald Pöttinger, Bass- und Kontrabassposaune;
Franz Winkler, Tuba; Martin Eberle, Trompetensolo; Alois Eberl, Posaunensolo
Leonardo (16.12.2021, 12:34):
Jean Sibelius:

Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Orchestre de Paris,

Paavo Järvi, Ltg.

(RCA, 3/2015, live, Philharmonie de Paris)



Erstaunlich, wie idiomatisch und vollblütig das Orchestre de Paris hier Sibelius spielt. Wirklich sehr gut.

L.
Philidor (16.12.2021, 15:24):
Erstaunlich, wie idiomatisch und vollblütig das Orchestre de Paris hier Sibelius spielt. Wirklich sehr gut.
Vor nur kurzer Zeit habe ich mir den ganzen Zyklus gegeben. Mit Ausnahme von Nr. 1 und Nr. 3 fand ich jede Wiedergabe mindestens sehr gut. Höhepunkt war vielleicht Nr. 5. Ansonsten mag ich vielleicht zu jeder Sinfonie eine einzelne Aufnahme benennen, die mir wegen irgendeines isolierten Aspektes noch besser gefällt, aber als Zyklus finde ich das sehr stark.

Gruß
Philidor

:hello
Amonasro (16.12.2021, 16:48):
Damit hast du mir für eine sehr lange Zeit etwas zu tun gegeben
Etwas in der Art habe ich noch nie gehört. Geht nur in Etappen, erlebe es wie ein (genügend großes) auf- und abwogendes Meer, in Schleifen, Wiederkehren ohne identische Wiederholungen.
Ich finde Niobe auch ungewöhnlich. Die üppige Orchestrierung, der kleinteilige Aufbau und die eingestreuten Ballette machen die Oper sehr abwechslungsreich, keine formal strenge Opera seria; manches erinnert auch stark an die französischen Barockopern.

Heute zum 100. Todestag:



Camille Saint-Saëns/Ferdinand Lemaire: Samson et Dalila

Dalila - Rita Gorr
Samson - Jon Vickers
Le Grand-Prêtre de Dagon - Ernest Blanc
Abimélech/Un vieillard hébreu - Anton Diakov
Un messager philistin - Rémy Corazza
Premier Philistin - Jacques Potier
Deuxième Philistin - Jean-Pierre Hurteau

Chœurs René Duclos
Orchestre du Théâtre National de l'Opéra de Paris, Georges Prêtre

Gruß Amonasro
Leonardo (16.12.2021, 18:54):
Hier nun eine (leider) ziemlich unbekannte Aufnahme von:

Carl Nielsen:

Sinfonie Nr. 4 FS 76 op. 29

Los Angeles Philharmonic Orchestra,

Zubin Mehta, Ltg.

(Decca, 1973)



Ui, hier hört man wirklich, was für ein ausgezeichnetes und nicht routiniert spielendes Orchester das LAPO unter Mehta einmal war. Alle Orchestergruppen sind hervorragend besetzt. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass dieses Werk nicht zum Standardrepertoire des Orchesters gehört. In dieser Aufnahme hört man "mehr" als in vielen anderen.

L.
tapeesa (16.12.2021, 21:13):
Adriana Hölszky - Tragödia - Der unsichtbare Raum
Otto Kränzler & Melvyn Poore - Live-Elektronik und Klangregie
Musikfabrik, Johannes Debus
Cetay (17.12.2021, 04:52):
Neues aus Finnland:



Sebastian Fagerlund - Oceano (Kammermusik)
Christoffer Sundqvist (Klarinette), Hervé Joulain (Horn), Minna Pensola (Violine), Atte Kilpeläinen (Viola), Tomas Djupsjöbacka (Violoncello), Paavali Jumppanen (Klavier), Meta4 String Quartet

Duos, Trios & Quartette mit unterschiedlichen Besetzungen. Sehr spannend.
tapeesa (17.12.2021, 08:59):
Adriana Hölszky - wie ein gläsernes meer, mit feuer gemischt
1 ... und ich sah wie ein gläsernes meer, mit feuer gemischt ...
2 efeu und lichtfeld (Sabine Akiko Ahrendt, Violine)
3–6 ... und wieder dunkel I (Jens Brülls, Schlagzeug)
Dominik Susteck, Orgel
Cetay (18.12.2021, 04:45):


Glenn Branca, Sinfonie Nr. 9 "L'Eve Future"
Camerata Silesia, Polnisches RNSO, Christian von Borries
Andréjo (18.12.2021, 11:44):
The Water Goblin, The Noon Witch, The Golden Spinning-Wheel & The Wild Dove
Hi, Marcie!

Wassermann, Mittagshexe, Goldenes Spinnrad, Waldtaube - ich glaube, dass sie Wood Dove heißt auf Englisch.

Auf Tschechisch bekomme ich das überraschenderweise nicht hin ......

Diese Nummern mag ich auch sehr gerne und finde Aufnahmen mit Rafael Kubelik und mit Theodore Kuchar als Orchesterleiter von BRSO und Janacek-Philharmonie.

Was die Supraphon-Einspielungen anbelangt: Orchester vielleicht nicht unbedingt, aber die Kammermusik sollte wirklich noch ins Haus!

:) Wolfgang
Andréjo (18.12.2021, 11:48):
Glenn Branca, Sinfonie Nr. 9 "L'Eve Future"
Camerata Silesia, Polnisches RNSO, Christian von Borries
Eine Frage, werter Cetay: In welche Richtung geht die Musik auf dieser Platte?

Hinweise gibt es auf der entsprechenden Seite beim Anklicken. Die klingen so spannend wie vage. Insofern würde mich Deine Sicht auf jeden Fall noch interessieren.

Ich mag es schon auch grell, exzentrisch, grenzwertig. Man muss es ja nicht täglich hören.

Danke Dir!

:) Wolfgang
Leonardo (18.12.2021, 12:46):
Hébert Leemans (1741-1771):

Kammermusik

Sechs Quartette op. 3

Terra Nova Collective

(Et'Cetera, 2020)



Das ist sehr schöne und ruhige Bläserkammermusik dieses unbekannten belgischen Komponisten.

L.
Amonasro (18.12.2021, 22:57):


Michel Lambert: Leçons de Ténèbres

Marc Mauillon (Bariton)
Myriam Rignol (Viola da gamba)
Thibaut Roussel (Theorbe)
Marouan Mankar-Bennis (Cembalo & Orgel)

Wunderschöne Musik und wunderschöne, sehr individuelle Stimme. :times10

Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (19.12.2021, 00:05):
Wassermann, Mittagshexe, Goldenes Spinnrad, Waldtaube - ich glaube, dass sie Wood Dove heißt auf Englisch.
Hm, das müsstest Du mit Supraphon klären:
Im Deutschen heißt es in der Tat "die Waldtaube". Auch ist richtig, dass die englische Übersetzung dafür eindeutig "The Wood Dove" lauten müsste. Man sollte hier aber bitte nicht mit "Google translate" agieren, das wird dann abenteuerlich.

Warum man das auf der Rückseite der Box falsch geschrieben hat, weiß ich nicht. Auf meiner Supraphon-CD, ebenfalls mit Neumann als Dirigenten, steht es auch falsch drauf. Gehen wir mal davon aus, dass damals in der alten Tschechoslowakei da noch etwas Nachholbedarf an Englisch-Kenntnissen vorhanden war. :D
Andréjo (19.12.2021, 00:38):
Also auf meinen beiden Ausgaben steht Waldtaube bzw. wood dove.

Gut - aus der Musik hört man nichts dergleichen heraus ... :P Eine ländliche und gerne auch tragische Stimmung lasse ich gelten.

:) Wolfgang
Cetay (19.12.2021, 01:22):
Glenn Branca, Sinfonie Nr. 9 "L'Eve Future"
Camerata Silesia, Polnisches RNSO, Christian von Borries
Eine Frage, werter Cetay: In welche Richtung geht die Musik auf dieser Platte?
Hinweise gibt es auf der entsprechenden Seite beim Anklicken. Die klingen so spannend wie vage. Insofern würde mich Deine Sicht auf jeden Fall noch interessieren.

Ich mag es schon auch grell, exzentrisch, grenzwertig. Man muss es ja nicht täglich hören.

Danke Dir!

:) Wolfgang
Grell und grenzwertig finde ich Branca nicht. Ich war neugierig, wie er sich mit einem 'normalen' Orchester schlaegt. (In der Regel komponiert er fuer Rock-Orchester mit bis zu 100 Gitarren.) Wie soll man die 9. beschreiben? Das ist statisch-minimalistisch, aber mit konstanter Unruhe darin, weil es immer auseinanderzulaufen droht. Spannung, die sich nie richtig aufbaut und nie aufgeloest wird - und das 45 Minuten lang. Mich liess das ratlos und ohne ein "auf Wiederhoeren" zurueck.
Cetay (19.12.2021, 01:27):
Da machen es uns diese Herren einfacher:


Leopold Mozart / Georg Druschetzky - Musica Curiosa
Capella Savarina, Pal Nehmet
Cetay (19.12.2021, 02:19):
Ich bleibe in dieser Ecke:



Wolfgang Amadeus Mozart - Sinfonie Nr. 29 A-Dur, K. 201 & Ein Musikalischer Spass, K. 522
Philharmonia Orchestra, Guido Cantelli

Wo wir schon beim Scherzen sind: Ist das auf dem Cover nicht Karanelli?
tapeesa (19.12.2021, 12:00):
aus Brahms, Complete Songs 1:
5 Lieder, Op. 105
Christoph Prégardien, Tenor; Ulrich Eisenlohr, Klavier
Leonardo (19.12.2021, 13:24):


(Chandos, 11/2020, Henry Wood Hall, London)
Cetay (20.12.2021, 04:47):


Music & Graphic - Orgelimprovisationen ueber Graphische Partituren von Zsigmond Szathmáry, Roman Haubenstock-Ramati, John Cage, Shin-ichi Matsushita & Michael Vetter

Zsigmond Szathmáry (Orgel)

Wahnsinn, was man aus diesem Instrument alles rausholen kann. Ich bin begeistert.
tapeesa (20.12.2021, 09:04):
Camille Saint-Saëns - Oratorio de Noël, op. 12
Ute Selbig, Sopran; Elisabeth Wilke, Mezzosopran; Annette Markert, Alt; Armin Ude, Tenor; Egbert Junghanns, Bariton
Jutta Zoff, Harfe; Michael-Christfried Winkler, Orgel
Dresdner Kreuzchor und Philharmonie, Martin Flämig
Cetay (20.12.2021, 10:30):
Oha, ist es tatsaechlich schon wieder soweit?
Weil ich das nur einmal im Jahr hoere, erlaube ich mir keine Experimente, sondern greife zum Bewaehreten, zumal ich mir nicht vorstellen kann, wie mir das anders besser gefallen koennnte.



Johann Sebastian Bach; Weihnachtsoratorium BWV 248
Ruth Ziesak, Monica Groop, Christoph Prégardien, Klaus Mertens
Vokalensemble Frankfurt, Concerto Köln, Ralf Otto
Philidor (20.12.2021, 10:39):
zumal ich mir nicht vorstellen kann, wie mir das anders besser gefallen koennnte.
:beer Da sind wir doch einig ... eine der wenigen Aufnahmen, mit denen man als einzige glücklich sein könnte. (Der Chorsopran ist bisweilen minimal unausgeglichen, das bekommen die besten Ensembles in NL/Flandern, UK und Japan besser hin, aber das ist echt in den Krümeln gesucht ...)

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (20.12.2021, 19:17):
Olivier Messiaen:

L'Ascension

Polish National Radio Symphony Orchestra,

Antoni Wit, Ltg.

(Naxos, 10/1998, Katowice, Polen)
Cetay (21.12.2021, 02:59):

Bildquelle: archiphon® now continued by Werner Unger

Wolfgang Amadeus Mozart - Die Zauberflöte (gesungen in ungarischer Sprache)
Budapest State Opera Orchestra & Chorus - Otto Klemperer

Sarastro: Mihály Székely; Tamino: Lászlo Nagypál; Pamina: Julia Osváth; Papageno: Ödön Mindszenti; Papagena: Edina Pavlánszky; Monostatos: Pál Fekete

Ich weiss nicht, welche Art von Magie zwischen der Stadt Budapest und Klemperer am Werk war, aber alles, was ich aus dieser Serie bisher gehoert habe, ist von aussergewoehnlicher Sogwirkung. Da vergesse ich den nicht ganz audiophilen Klang ebenso schnell wie den meinen ueblichen Praeferenzen nicht entgegenkommenden Gesangsstil. Da muss ich einfach dranbleiben.
Cetay (21.12.2021, 04:41):
Da muss eine Zugabe her:


Bildquelle: archiphon® now continued by Werner Unger

Wolfgang Amadeus Mozart - Sinfonie Nr. 39 Es-Dur, K. 543
Budapest SO - Otto Klemperer
Leonardo (21.12.2021, 12:10):


Werke von Ravel, Fauré, Hoffmann, Gordon, Debussy, Caplet

Anne-Sophie Bertrand, Harfe

L'Ensemble Ondine

(Naxos, 2/2021, HR-Sendesaal, FFM)
Cetay (22.12.2021, 02:58):


John Jenkins - Six-Part Consorts (Fantasy 1-12, In Nomine 1 & 2, Pavane in F, Belle Pavane in a)
Phantasm

Dafuer gab es hoechstes Lob von der Kritik. Da schliesse ich mich gerne an.
Leonardo (22.12.2021, 18:48):
Irgendwie ist mir gerade danach:

György Ligeti:

Lontano (1967)

Atmosphères (1961)

San Francisco Polyphony (1974)

Finnish Radio Symphony Orchestra,

Hannu Lintu, Ltg.

(Ondine, 2012/13, Helsinki)
Cetay (23.12.2021, 01:50):


Wolfgang Amadeus Mozart - Bläserkonzerte K. 622, 314 & 191
Karl Leister (Klarinette), Lothar Koch (Oboe), Günter Piesk (Fagott), Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

Diese seinerzeit aus der Bücherei ausgeliehene CD war ein wichtiger Meilenstein bei meiner Erkundung der Klassik im engeren Sinne. Bis dahin war mir ausser Bruckner alles, das aelter als Sibelius ist, suspekt. Gerade die aus heutiger Sicht fragwürdige Romantisierung durch Karajan -insbesondere in den langsamen Sätzen- schuf eine Brücke, ebenso wie die Solisten mit ihren klangschönen, nicht historischen Instrumenten.
Cetay (23.12.2021, 04:15):

Georg Phillip Telemann - Koncerty
Ars Redivivia, Milan Munclinger
Concerto in A fuer Floete, Violine, Violoncello und Steichorchester, TWV 52:A2
Concerto in a fuer 2 Floeten und Streichorchester, TWV 52:a2
Septett in B fuer 3 Oboen, Violinen I - III und Basso Continuo, TWV44:43
Dieses Gespann gefaellt mir immer wieder. Wie schon bei allem, was sie von Bach aufgenommen haben oder bei Benda, finde ich auch hier diese unmoegliche, bald hypnotische Mischung aus gewichtiger Tiefe und schwebender Leichtigkeit.
Cetay (23.12.2021, 10:36):

Cornelius Cardew - Treatise (Pages 138, 183, 168, 160, 159, 173, 121, 169)
Ensemble 303

Interessant. Obwohl die Instrumentierung dieser graphischen Partitur voellig offen ist, begegnet mir hier bereits das vierte Ensemble (von 5), welches bei der Realisierung ein Saxophon dabei hat.
Maurice inaktiv (23.12.2021, 13:43):


Bejamin Britten : Sinfonia da Requiem

BBC-SO , Jiri Belohlavek
Maurice inaktiv (23.12.2021, 14:15):


Leos Janacek : Glagolitische Messe

Tschechische/r Philharmonie und Chor Prag , Jiri Belohlavek

Heute ist ein sehr persönlicher Tag einerseits, daher möchte ich die beiden gehörten EInspielungen sowohl meinem Vater, als auch dem Dirigenten Jiri Belohlavek widmen, die beide nicht mehr unter den Lebenden weilen leider. Doch sie bleiben mir immer in Erinnerung. Macht es gut, wo immer ihr gerade seit.
Amonasro (23.12.2021, 18:45):


Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium

Christine Schäfer
Bernarda Fink
Werner Güra
Gerald Finley
Christian Gerhaher

Arnold Schoenberg Chor
Concentus Musicus Wien, Nikolaus Harnoncourt

Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (23.12.2021, 22:59):


Jean Sibelius : Sinfonie Nr.6 , Scenes historiques I, op. 25 & II, op. 66
Finnisches RSO, Jukka-Pekka Saraste
Cetay (24.12.2021, 05:29):
Lise Davidsen singt Sibelius! 8o


Jean Sibelius - Lunnotar op. 70 / Pelléas Och Mélisande Suite op. 46 (incl. De Trenne Blinda Systrar - Version fuer Sopran & Orchester) / Orchesterwerke
Lise Davidsen, Bergen PO, Edward Gardner
Maurice inaktiv (24.12.2021, 09:04):


Ralph Vaughan-Williams : Hodie

Royal Philharmonic Orchestra , Guildford Choral Society , Hilary Davan Wetton + Janice Watson (Sporan), Peter Hoare (Tenor) & Stephen Gadd (Bariton)

In diesem Sinne wünsche ich euch ein friedvolles und schönes Weihnachtsfest. Bleibt gesund und munter.
tapeesa (24.12.2021, 22:50):
Giuseppe Verdi - Opernchöre
Nabucco, Don Carlo, La Traviata, usw.
Slovak Philharmonic Choir & Slovak Radio Symphony Orchestra (Bratislava), Oliver Dohnányi
Cetay (25.12.2021, 01:41):

Jean Sibelius - Suiten op. 51 & 54
Gothenburg SO, Neeme Jarvi

Vermeintliche Nebenwerke, die mir sehr viel Spass bereiten.
Cetay (25.12.2021, 02:54):


Johann Strauss II - Walzer (Transk. v. Berg, Schoenberg, Webern) / Igor Stravinsky - Oktett, Pastorale, Ragtime, Concertino
Boston Symphony Chamber Players
Maurice inaktiv (25.12.2021, 09:39):


William Henry Fry : Santa Claus, A Christmas Symphony, Overture to "Macbeth", Niagara Symphony, "The Breaking Heart"

Royal Scottish National Orchestra , Tony Rowe

William Hery Fry (1813-1864) war der wohl erste in Amerika geborene Komponist, der für große symphonische Besetzung geschrieben hat, so das Booklet. Er war der erste Musikkritiker einer großen amerikanischen Zeitung, der erste, der sich sehr für die Musik seines Landes einsetzte und war viele Jahre "Europa-Korrespondent" für Kultur und Politik diverser Zeitungen in den Staaten.

Leider verstarb er viel zu früh, vermutlich an Tuberkulose.

Die Einspielung gefällt mir seit dem ersten Hören damals immer wieder sehr gut, auch wenn das keine Symphonien im Stile der europäischen Kollegen sind, sondern mehr Symphonische Dichtungen. Weder die "Weihnachts-Sinfonie" noch die "Niagara Symphony" haben etwas vom Geiste der Musik Europas in sich, wenn man von dem Einfließen diverser Weihnachtslieder absieht. Das kommt schon eher an Filmmusik oder Programm-Musik heran, geht vielleicht sogar an den Rande von Kitsch, also etwas typisch "Amerikanisches" der späteren Jahre.
tapeesa (25.12.2021, 10:06):
Johann Sebastian Bach - BWV 110 - Unser Mund sei voll Lachens
Coro della Radio Svizzera, I Barocchisti, Diego Fasolis

Richard Strauss - Salome
Salome - Hildegard Behrens; Herodes - Karl-Walter Böhm; Herodias - Agnes Baltsa; Jochanaan - José van Dam; Narraboth - Wieslaw Ochman
Wiener Philharmoniker, Herbert von Karajan
Leonardo (25.12.2021, 23:27):
Johannes Brahms:

Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Bergen Philharmonic Orchestra,

Edward Gardner, Ltg.

(Chandos, 10/2018)
Cetay (26.12.2021, 01:01):


Ludwig van Beethoven - Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll, op. 37
Claudio Arrau, Prager SO, Zdenek Kosler

Klasse, da gibt es nichts zu bekritteln. Alluerenloses Spiel und gehaltvolles Dirigat. Gerne lasse ich mir von diesem Taktstockschwinger nun Neuland zeigen:



Ivo Jirasek - Symfonie "Matka Nadeje"
Tschechische Philharmonie, Zdenek Kosler
Leonardo (26.12.2021, 13:15):
Nino Rota:
Sinfonische Suite aus dem Film "La Strada" (Fellini)

Kurt Weill:
Sinfonie Nr. 2

Orchestre Métropolitain du Grand Montréal,

Yannick Nézet-Séguin, Ltg.

(Atma, 2002/04)
Philidor (26.12.2021, 14:23):
Hier der herrliche Weihnachtszyklus Messiaens in einer ziemlich neuen Aufnahme.

Oliver Messiaen: La Nativité du Seigneur

Arkadiusz Bialic
Zych-Orgel im Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes zu Krakau-Lagiewniki (V/73)
(Sanktuarium Bożego Miłosierdzia)



Hat mir sehr gut gefallen! Die Disposition der Orgel ist französisch geprägt.

Meine Favoriten bleiben Jennifer Bate/Beauvais, Olivier Latry/Notre Dame de Paris und freilich die eigene Aufnahme des Komponisten. Aber hörenswert ist das allemal, imho.

Gruß
Philidor

:hello
Leonardo (26.12.2021, 16:05):
Irgendwie ist heute ein Scheisstag. Aber man ist ja von Weihnachten im Großen und Ganzen auch nichts anderes gewohnt. Von daher.

Außerdem hat man ja Musik und ohne die wäre das Leben ja bekanntlich ein Irrtum, gell?

Nino Rota:

Werke für Harfe



(Warner)
tapeesa (26.12.2021, 17:56):
Irgendwie ist heute ein Scheisstag.
:(
______

Hubert Parry - Jerusalem (arr. D. Ogden), Text: William Blake
Mark Holt, Orgel
Clifton Cathedral Choir, Lochrian Ensemble, David Ogden
Philidor (26.12.2021, 18:08):
Irgendwie ist heute ein Scheisstag.
Vor allem, wenn man Herodes heißt. :D Oder Stephanus. ;(

Gott wird Mensch ...

Gruß
Philidor

:hello
Cetay (27.12.2021, 00:13):
Als Scheisstag wuerde ich es nicht bezeichnen, da gibt es dann doch zuviel Glueck, das ich oft allzu selbstverstaendlich an- und hinnehme. Aber suboptimal ist er wohl. Hier gibt es gerade eine 'Kaeltewelle' auf dem Tiefpunkt und die Temperatur wird heute auch tagsueber nicht ueber 8 Grad steigen. Das klingt nun nicht dramatisch, aber wenn man suedlich des sogenannten Heizungsaequators lebt, ist es unangenehm. Hier gibt es keine Zentralheizungen - nirgends. (Das macht auch keinen Sinn, den die braeuchte selbst so ein verweichlichter Westler wie ich zusammengerechnet hoechstens 2 Wochen im Jahr.) Das heisst, egal wo man hingeht, ob ins Buero, in einen Laden, ein Restaurant oder ein oeffentliches Gebaeude: drinnen ist es fast genau so kalt wie draussen. Man kann sich nirgends richtig aufwaermen. Daran gewoehne ich mich wohl nie. Der Heizluefter, mit dem ich mir Zuhause helfe, hat nur eine bessere Alibifunktion. Also tippe ich gerade dick eingepackt. Allerdings nur heute. Morgen ist es noch ein wenig frischer, dann erreichen wir tagsueber wieder das angestammte Monatsmittel von 21 Grad.

Musik gibt es auch. Die Sonaten von Beethoven und die Konzerte von Mozart gefallen mir mit Ryo Terakado ganz ausgezeichnet, daher folge ich diesem Geiger nun ganz vertrauensvoll in einen unbekannten Zauberwald:



Francesco Geminiani - La Foresta Incantata
Ryo Terakado, Orchestra Barroca Italiana
Cetay (27.12.2021, 01:19):


C.P.E. Bach - Flotenquartette a-Moll, D-Dur, G-Dur, Wq 93-95/H 537-539 & Sonate G-Dur, Wq 133/H 564 & Solosonate a-Moll, Wq 132/H 562
Jan de Winne (Floete), Marlen Boecken (Viola), Roel Dieltiens (Violoncello), Shalev Al-El (Pianoforte)
Leonardo (27.12.2021, 11:56):
Nino Rota:

Klavierkonzert C-Dur

Klavierkonzert e-moll "Piccolo mondo antico"

Giorgia Tomassi, Klavier

Filarmonica della Scala,

Riccardo Muti, Ltg.

(EMI, 1999, Mailand)
tapeesa (27.12.2021, 14:52):
"La Strada" habe ich mir so lange schon vorgenommen zu sehen, vielleicht klappt es noch dieses Jahr.
______

Nino Rota
1) Trio für Flöte, Violine und Klavier; Massimo Palumbo, Klavier; Ensemble Nino Rota
2) Lo Spiritismo nella vecchia casa (Spiritism in the old house), 1950; Rocco Parisi, Klarinette

1) Kontrastprogramm, schwer in Worte zu fassen, viele Strömungen,von quirlig, bis tragend. Manchmal wie gegenläufige Strömungen unter einem Dach.
2) Die Klarinette solo ist sehr faszinierend / lebendig. Kann ich mir gut im Theaterstück vorstellen.
__________

Johannes Brahms - Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
London Philharmonic Orchestra, Wolfgang Sawallisch

Brahms war ein Buch mit sieben Siegeln, das einzig intensiver gehörte Werk die 3. Sinfonie (Stuttgart / Celibidache). Vor Weihnachten hat es mich bei seinen Liedern dann umgeworfen.
Hubert Parry gestern zu entdecken, dürfte kein Zufall gewesen sein, hier im Forum wurde geschrieben, dass man anstatt Parry lieber "das Original" (Brahms) hören würde. Das kann ich nicht beurteilen, aber der Eindruck einer reinen Kopie war es eher nicht.
tapeesa (27.12.2021, 16:58):
Johannes Brahms - Sinfonie Nr. 2 D-Dur
RSO Stuttgart, Carl Schuricht
Amonasro (27.12.2021, 18:05):


Hector Berlioz: L'enfance du Christ

Marie - Susan Graham
Joseph - François Le Roux
Le récitant - John Mark Ainsley
Hérode - Philip Cokorinos
Le père de famille - Andrew Wentzel
Un centurion - Gordon Getz
Polydorus - Marc Belleau

+ Chorwerke: Sara la Baigneuse, Hélène, La belle voyageuse, Quartetto e coro dei maggi & Chant sacré

Chœur et Orchestre symphonique de Montréal, Charles Dutoit

Gruß Amonasro
Leonardo (27.12.2021, 19:26):
"La Strada" habe ich mir so lange schon vorgenommen zu sehen, vielleicht klappt es noch dieses Jahr. Auf Festplatte ist der Film zumindest schon mal.
Ich kenne "La Strada" noch nichtmal, habe dafür aber drei Aufnahmen der Musik dazu. Die Musik ist halt auch ohne Kenntnis des Films hervorragend zu hören, was m.E. absolut für die Musik von Rota spricht. Ob für Fellini, Visconti, Coppola oder sonstwen - Rota komponierte immer sehr eigenständig und so auch anzuhören.

Gruß,

Leonardo
Cetay (28.12.2021, 00:22):


Sergey Prokofiev - Violinkonzert Nr. 1 D-Dur, op. 19
Tianwa Yang, ORF Wien RSO, Jun Markl
Cetay (28.12.2021, 00:58):


Sergey Prokofiev - Sinfonie Nr. 3 c-Moll, op. 44
Bergen PO, Andrew Litton
Cetay (28.12.2021, 02:24):
Mein liebes Auge. Ich hatte schon fast vergessen, was fuer ein heftiges Brett Prokofievs Dritte ist. Das ist eine gute Einspielung aus Bergen und eine gleichwertige Alternative zu Kosler - IMHO und aus der Sicht des Hoerers, dem russische Komponisten und russische Dirgenten gemeinsam meist zuviel des Guten sind.

Jetzt der Auftakt zu einem weiteren Hoerprojekt. Geplant sind alle Achte:



Alexander Glazunov - Sinfonie Nr. 1 E-Dur, op. 5
BBC National Orchestra of Wales, Tadaaki Otaka
Cetay (28.12.2021, 08:01):
Eine saubere erste Kostprobe mit 17 Lenzen. Die darf nochmal spielen:



Alexander Glazunov - Sinfonie Nr. 1 E-Dur, op. 5
Russisches Staats-SO, Valeri Polyansky
Maurice inaktiv (28.12.2021, 09:51):


Jean Sibelius : Sinfonie Nr.7 & Lemminkainen-Suite, op. 22

Finnisches RSO, Jukka-Pekka Saraste
Maurice inaktiv (28.12.2021, 10:00):
Mein liebes Auge. Ich hatte schon fast vergessen, was fuer ein heftiges Brett Prokofievs Dritte ist. Das ist eine gute Einspielung aus Bergen und eine gleichwertige Alternative zu Kosler -
Sergey Prokofiev - Sinfonie Nr. 3 c-Moll, op. 44
Bergen PO, Andrew Litton
Andrew Litton scheint ein sehr guter Dirigent für russische Werke zu sein. Mir persönlich hat sein Tschaikowsky als Alternative zu den Russen gut gefallen. Nicht mit ihm verwandt ist übrigens der Jazzpianist Martin Litton. Der ist Brite und hat auch schon Russland bereist. :D

Prokofiev ist nicht so mein Fall. Ganz früher hatte ich die GE unter Seiji Ozawa, hier steht dann als Nachfolger die GE unter Rostropowitsch, den ich wegen seiner Emotionalität sehr mag.
Leonardo (28.12.2021, 13:01):
Nino Rota:

Fellini - Filmmusik

La Dolce Vita (Suite für Orchester arrangiert von William Ross)

Casanova (Sinfonische Suite orchestriert von Bruno Moretti)

Filarmonica della Scala,

Riccardo Chailly, Ltg.

(Decca, 6/2017, Mailand)



Mit diesen beiden Filmen habe ich mich in letzter Zeit intensiver beschäftigt, und es sind einfach beides absolute Klassiker. Beides sind Filme über liebesunfähige Menschen und entsprechende Gesellschaften (Klatschreporter Marcello in "La Dolce Vita " gespielt von Marcello Mastroianni und eben "Casanova" gespielt von Donald Sutherland).
Die Musiken zu diesen beiden Filmen snd ungewöhnlich, da sie keine richtige Orchestermusik beinhalten. Die Orchestrierungen sind gut gelungen, aber man sollte die Filme kennen, dann versteht man die Musik besser.

L.
Jan Van Karajan (28.12.2021, 16:41):

Franz List: Les preludes

London Philharmonic Orchestra, Bernard Haitink
Da kommt mir irgendwie Loriot in den Sinn... :D
Grüße
Jan :hello
Philidor (28.12.2021, 17:58):
Hier mal wieder Schubert.

Franz Schubert: Streichquintett C-Dur D 956

Pavel Haas Quartet
Danjulo Ishizaka,Violoncello



... die Aufnahme wohnt bei mir im Olymp für dieses Werk, zusammen mit ABQ/Schiff und Ébène/Capuçon. Teilweise sinfonisch im Klang, doch reich differenziert. Alleine das Trio ...

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (28.12.2021, 18:32):
Ich kenne "La Strada" noch nichtmal, habe dafür aber drei Aufnahmen der Musik dazu. - Rota komponierte immer sehr eigenständig und so auch anzuhören.
aber man sollte die Filme kennen, dann versteht man die Musik besser.
Dass du bisher ausschließlich die Musik zu "La Strada" gehört hast, ist interessant, ebenso, dass bei anderen Fellini-Filmen Film und Musik für dich doch in Kombination wichtig sind.
Cetay (28.12.2021, 23:30):


Alexander Glazunov - Sinfonie Nr. 2 fis-Moll, op. 16
Moskauer SO, Alexander Anissimov
Cetay (29.12.2021, 00:16):


Alexander Glazunov - Sinfonie Nr. 2 fis-Moll, op. 16
Bamberger Symphoniker, Neeme Jarvi
tapeesa (29.12.2021, 10:08):
- 1) aus Gregorian Chant for the Church Year: 13 / 5 Adventus: Dominica II (anonymous) - Communio: Jerusalem surge; 69 Tenebrae factae sunt
Choralschola der Wiener Hofburgkapelle, Hubert Dopf
- 2) Hildegard von Bingen - O Jerusalem
Sequence to St. Rupert; Glocken des Bamberger Doms, Frauengesangsensemble, Solistinnen: Maria Jonas & Diane Severson, Sopran; Allegra Silbiger; Instrumentalensemble
- 3) aus Gregorian Chant and early Polyphony: 1 Urbs beata Jerusalem, 7 Hierusalem surge, 14 O Ierusalem, aurea civitas, 15 Letare Ierusalem
Discantus, Brigitte Lesne
Maurice inaktiv (29.12.2021, 13:05):


Ralph Vaughan-Williams: Partita for Double String Orchestra, Concerto for Oboe and Strings, Fantasia on a Theme by Thomas Tallis,
English Folk Songs-Suite, Fantasia on "Greensleeves"

Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, Vernon Handley AD: Nov./Dez. 1990, Liverpool, GB
Cetay (29.12.2021, 23:21):


Alexander Glazunov - Sinfonie Nr. 3 D-Dur, op. 33
Staatl. SO der UdSSR, Evegeny Svetlanov / / Royal Scottish NSO, Jose Serebrier

Die eine gerade verklungen, die andere wartet auf den Strom. Es macht Spass, jeden Tag damit zu beginnen, einen noch weitgehend unbekannten Zyklus zu erkunden. Vor allem wenn sich herausstellt, dass er gar nicht so zweitrangig ist, wie angenommen.
Cetay (30.12.2021, 03:41):


Johann Sebastian Bach - Brandenburger Konzerte BWV 1046-51
Kammerorchester der Wiener Symphoniker , Jascha Horenstein

Das ist sicher nicht nach heutigem Lehrbuch, aber schon mit Kammerorchester und ein paar Originalinstrumenten. Wichtiger: Es ist so profund und hineinziehend, wie vieles, das der Meister angepackt hat.
Leonardo (30.12.2021, 13:15):
Nino Rota:

Sinfonie Nr. 1 G-Dur

Sinfonie Nr. 2 F-Dur

Filarmonica '900 del Teatro Regio di Torino,

Marzio Conti, Ltg.

(Chandos, 2005/6, Turin)
Jan Van Karajan (30.12.2021, 22:41):
Hier natürlich:

Joseph Haydn: Symphonien Nr. 6-8 "Die Tageszeiten"
Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie, Adam Fischer
Zwei von insgesamt 33(!) CDs hätte ich dann schon mal durch. Und was soll ich sagen: Meine Erwartungen wurden übertroffen :down . Haydn hat gute Chancen, in den Olymp meiner absoluten Lieblingskomponisten aufzusteigen :down . Heiter, ausdrucksstark, kraftvoll, melodisch... Hier vermisse ich wirklich nichts :times10 .
Grüße
Jan :hello
Cetay (31.12.2021, 01:52):
Auch hier keine Ueberraschung bei der Hoerauswahl. Damit ist Halbzeit. Das ist bislang ein ganz hervorragendes Spiel und bin schon sehr gespannt auf die 2. Haelfte. Mal sehen, ob die Interpretenrotation bis zum Schluss moeglich bleibt.




Image Source: Chandos Classical Shop

Alexander Glazunov - Sinfonie Nr. 4 Es-Dur, op. 48
Leningrad PO, Yevgeny Mravinsky / / Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia Roma, Jacques Rachmilovich
Cetay (31.12.2021, 02:39):
Waehrend der Halbzeitpause:



Jospeh Haydn - Sinfonien D-Dur, C-Dur & G-Dur, Hob. I:6-8 "Le Matin, Le Midi, Le Soir"
Orquestra Barroca de Mallorca, Barry Sargent
Cetay (31.12.2021, 06:24):


Alexander Glazunov - Sinfonie Nr. 5 B-Dur, op. 55
Grosses SO (UdSSR), Nikolai Golovanov

Eine andere Ausgabe (gekoppelt mit der 7.) nennt das "Moscow Radio Great Symphony Orchestra" ist aber inhaltlich indentisch. Diese hier klingt besser.
tapeesa (31.12.2021, 08:29):
Antonio Salieri / Marco Coltellini - Armida

Lenneke Ruiten - Armida
Florie Valiquette - Rinaldo
Teresa Iervolino - Ismene
Ashley Riches - Ubaldo

Chœur de chambre de Namur
Les Talens Lyriques - Christophe Rousset
Cetay (31.12.2021, 09:12):
Auweia! Die 5. ist eines dieser Werke, fuer die man euphemistisch das Attribut 'problematisch" heranzieht. Das ist schon arg dick aufgetragen, wobei die beiden gehoerten Interpreten alles andere als dagegensteuern. Ich hatte kuerzlich in einem anderen Zusammenhang erwaehnt, dass Dirigate von Russen durch Russen gerne ueber das Ziel hinausschiessen und das scheint sich hier zu bestaetigen. Da werde ich zum einem spaeteren Zeitpunkt nochmal die BBC-Aufnahme zur Gegenprobe heranziehen.



Alexander Glazunov - Sinfonie Nr. 5 B-Dur, op. 55
Moskauer RTV SO, Vladimir Fedoseyev
Maurice inaktiv (31.12.2021, 10:59):
Hallo, Cetay !!

Ich freue mich, dass Du Glazunov für Dich entdeckt hast. Ich selbst hatte mir damsls die Naxos-Einspielungen gekauft, auch jene mit den Orchesterwerken. Später kaufte ich dann GA der Sinfonien unter Serebrier, der für mich sen oftmals recht "süffigen" Tonfall wunderbrar getroffen hat. Das wollte ich einfach mal als Feedback weitergeben, damit Du nicht denkst, dass es untergeht, was Du da gerade für schöne Werke hörst.

Ich könnte mir denken, dass Fedoseyev das hervorragend gemacht hat mit seinem Orchester.
Leonardo (31.12.2021, 14:04):
Nino Rota:

Cellokonzerte Nr. 1 und 2 (1972/3)

Silvia Chiesa, Cello

Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI,

Corrado Rovaris, Ltg.

(Sony, 2012)



Ich höre ja ziemlich viel Rota in letzter Zeit, was sicherlich mit dem intensiven Betrachten der Filme Fellinis zusammenhängt, aber eben auch an Rotas kompositorischer Qualität und Originalität. Er ist da Fellini nicht ganz unähnlich, weshalb die beiden auch permanent zusammengearbeitet haben. Leider starb Rota schon 1979.
Seinen Stil würde ich als neoklassisch bzw. neoromantisch beschreiben, aber ohne billig plagiatorisch zu sein. Irgendwie entsteht immer eine subtile und spannende Atmosphäre in seinen Werken, geheimnisvoll, schattenhaft, spielerisch. Einfach faszinierend.

L.
Cetay (01.01.2022, 04:53):
Hallo, Cetay !!

Ich freue mich, dass Du Glazunov für Dich entdeckt hast. Ich selbst hatte mir damsls die Naxos-Einspielungen gekauft, auch jene mit den Orchesterwerken. Später kaufte ich dann GA der Sinfonien unter Serebrier, der für mich sen oftmals recht "süffigen" Tonfall wunderbrar getroffen hat. Das wollte ich einfach mal als Feedback weitergeben, damit Du nicht denkst, dass es untergeht, was Du da gerade für schöne Werke horst..
Danke fuer die Rueckmeldung Maurice. Wenn ich mit dem Zyklus durch bin, werde ich hoffentlich ein paar Worte dazu finden. Jetzt bin ich in der 6. Runde:



Alexander Glazunov - Sinfonie Nr. 6 c-Moll, op. 58
LSO, Yondani Butt / / USSR Ministry of Culture SO, Gennadi Rozhdestvensky