Janina Baechle singt von Charles Spencer begleitet
Franz Liszt: Was Liebe sei
Drei Fassungen bietet die 2. CD der Gesamteinspielungen der Lieder von Liszt - ein berückendes und weitgehend unbekanntes Archipel ...
Liebe Grüße Peter
Armin70 (01.01.2011, 04:05): Da hatte ich "gepennt" und nicht bedacht, dass dies ja bereits in den Thread "Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2011" gehört...
Original von Armin70 Als erste CD im neuen Jahr lege ich mal was beschwingtes auf:
"...Champagner hats verschuldet, tralalalala..."
Peter Brixius (01.01.2011, 11:28): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51QWpsCUfiL._SS400_.jpg
Antonio Vivaldi: Salve Regina RV617
Es singt Susan Gritton, das King's Consort wird geleitet von Robert King.
Peter Ruzicka. Klavierwerke Sophie-Mayuko Vetter, Klavier
Beste Neujahrsgrüße, Gamaheh
Peter Brixius (01.01.2011, 22:18): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51wXvITyqLL._SS500_.jpg
Vincenzo Bellini: Norma - Dormono entrambi ... Mira, o Norma ... Si, fino all'ore
Mirella Freni, Renata Scotto und Janice Alford singen, es musiziert das National Philharmonic Orchestra unter Lorenzo Anselmi.
Liebe Grüße Peter
Peter Brixius (02.01.2011, 13:03): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51mo7j0RIfL._SS500_.jpg
Reynaldo Hahn: A Chloris
Susan Graham wird begleitet von Roger Vignoles.
Liebe Grüße Peter
Heike (02.01.2011, 13:24): großen Dank für die vielfältigen Anregungen und Tipps, auch wenn sie zu meinem finanziellen Ruin beitragen Dem schließe ich mich an :beer
Bei mir jetzt ein Weihnachtsgeschenk: Caro Amor - Arien aus Händel-Opern Mein Gott, was hat der Händel für Unmengen an schöner Musik geschrieben!
Arien aus Ariodante, Alcina, Arminio, Poro, Rinaldo, Admeto, Serse, Rodelinda, Il pastor fido, Salomon, Radamisto, Giulio Cesare, Armida abbandonata, Riccardo Primo, Messias, Floridante, Orlando +Instrumentalsätze aus Opern & Konzerten
Angelika Kirchschlager, Nuria Rial, Vesselina Kasarova, Lawrence Zazzo, Ian Bostridge, Maria Bayo, Marijana Mijanovic, Annette Dasch, Bryn Terfel, Nathalie Stutzmann, Kammerorchester Basel, Il Complesso Barocco, Capriccio Stravagante, Age of Enlightenment Orchestra, London Musici, Hanover Band, Laurence Cummings, Alan Curtis, Paul Goodwin, Skip Sempe u. a.
Cetay (inaktiv) (02.01.2011, 17:55): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61QK302720L._SL500_AA300_.jpg Beethoven; Sinfonie Nr. 3; La Scala, Giulini
Rekordverdächtige 59.41 braucht Giulini für die Eroica. Bei so breit angelegten Spannungsbögen werden auch Nebengedanken, die sonst gerne überspielt werden, mit profunder Tiefe versehen. Erstaunlicherweise wirkt das Ergebnis weder langatmig noch zerfasert.
Cetay (inaktiv) (02.01.2011, 17:56): Zerfaserung pur gibt es hier:
Hieraus CD1 u.a. mit der berühmten berührenden Bach- Choralbearbeitung "Jesu bleibet meine Freude" und der ersten Partita, dann noch mehr Bach und am Schluss 3 atemberaubend schön gespielten Scarlatti-Sonaten.
Peter Brixius (02.01.2011, 18:50): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51mAqLNV7VL._SS400_.jpg
Johannes Brahms: Stück für Klavier op.119 Nr.1
Es spielt Murray Perahia.
Liebe Grüße Peter
Heike (02.01.2011, 19:02): Lieber Peter, bitte berichte, wie dir die CD gefällt - mit der liebäugele ich nämlich auch! Heike
Cetay (inaktiv) (03.01.2011, 07:32): Schon ewig keinen Mozart mehr gehört.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51cZJFLKkiL._SL500_AA300_.jpg Mozart; Konzert für Flöte & Harfe K.299; Freiburger Barockorchester
Die Reihe der Mozart-Konzertaufnahmen mit dem Freiburger Barockorchester (es gibt neben der gerade gehörten Concertante noch die Wind Concertos (Horn 1+4, Fagott, Oboe) und die Last Concertos (Klarinette, Klavier K.595)) gehören zum Schönsten, das je den Weg in meine Sammlung gefunden hat. Farbenreich, beseelt, voller mitreißender Spielfreude, dabei tief und gewichtig musiziert.
Rachmaninov (03.01.2011, 09:03): Original von Amadé http://ecx.images-amazon.com/images/I/51dv1jypNdL._SL500_AA300_.jpg
KLavierkonzert Nr.1 b-moll
:times10
Gruß Amadé
die aufnahme reizt mich auch. Hough und vaenskae habe ich beide eher als nuechterne vertreter im ohr. Bitte berichtenvon deinen eindruecken im passenden thread. Danke
Peter Brixius (03.01.2011, 09:34): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51MIhVaIYAL._SS400_.jpg
Claudio Monteverdi: Una donne fra l'altre
Mit La Venexiana weiter auf Erkundungstour durch das "Sestro Libro dei Madrigali (1614)"
@Heike: Ich werde erst morgen Zeit haben, die Brahms-CD in Ruhe zu hören, ich melde mich dazu noch einmal.
Liebe Grüße Peter
Jeremias (03.01.2011, 12:52): Während ich gestern die erste Wochenendschicht des Jahres eingelegt habe:
Gamaheh (03.01.2011, 20:17): Original von Rachmaninov Mullowa mit bach vk Kurz und "to the point" !
Heute ist nun bei mir die neulich erwähnte und dann sogleich bestellte Paley-Aufnahme der Goldberg-Variationen angekommen, und da ich viele andere Dinge zu tun habe und nicht weiß, womit ich anfangen soll, höre ich erstmal diese Aufnahme:
In der Tat sehr speziell (und meiner Meinung nach sehr hörenswert - mehr dazu vielleicht demnächst im passenden Faden).
Grüße, Gamaheh
P.S.: Und mit 105 Minuten mehr als 2,5 mal so lang wie Goulds erste Aufnahme.
nikolaus (03.01.2011, 22:13): Leicht genervt nach einer unruhigen Nacht, einem noch unruhigeren Arbeitstag und einem schier endlos sich hinziehendem Telefonat heute abend höre ich jetzt
Armin70 (03.01.2011, 23:20): Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 11 "Das Jahr 1905"
Göteborger Sinfoniker, Neeme Järvi
Rachmaninov (04.01.2011, 08:04): Dausgaard berezovsky mit beethoven kk eins und zwei.
Da die telekom.austria so schnell ist per handy und ohne bild.
R
Agravain (04.01.2011, 08:14): Obwohl das Neujahrsfest schon vorbei ist, so höre ich doch nun erst eine entsprechende Bachsche Kantate, und zwar BWV 171 "Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm", die eine der schönsten Arien für Tenor enthält, die Bach geschaffen hat ("Herr, so weit die Wolken gehen").
Peter Brixius (04.01.2011, 08:42): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61WPjayeuXL._SS400_.jpg
Georg Philipp Telemann: Der aus der Löwengrube errettete Daniel
Ein in jedem Sinne prächtiges Oratorium, abwechselungsreich, dank der genialen Instrumentierung ungemein farbig und voller überzeugender melodischer Einfälle.
Telemann at his best!
Liebe Grüße Peter
Agravain (04.01.2011, 08:46): Weiter geht es mit Purcells Welcome Song für Charles II (1682), dessen Titel auch für die unmittelbare Gegenwart als Motto dienen könnte ( :D ):
"The summer's absence unconcerned we bear" (Z 337):
ab (04.01.2011, 16:27): Haydn. Baryton Trios Esterházy Ensemble Brilliant
Habe nun CD Nr. 16 herausgegriffen und höre auch hier beseelt und äußerst ruhend eingespielte, entspannt interpretierte Musik, der ich genauso gerne aufmerksam nachlausche, wie auch nebenher hören kann, ohne dass sie je nerven würde. Und das ist bei Haydn schon sehr viel: bravo!
Agravain (05.01.2011, 09:53): Heute ist - zumindest bis auf Weiteres Brahms-Tag. Ich beginne mit einigen Chorliedern, die zum Schönsten gehören, was er geschreiben hat, beispielsweise "Vineta" , das "Abendständchen", "Darthulas Grabgesang" oder "O schöne Nacht".
Jürgen (05.01.2011, 15:45): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61w%2BT4xBDML._SL500_AA300_.jpg
Utopia triumphans (Musik der Renaissance), Huelgas Ensemble, Paul Van Nevel
Grüße Jürgen
nikolaus (05.01.2011, 21:20): http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028947785705.jpg Brahms: Haydn-Variationen op. 56b für 2 Klaviere Rachmaninoff: Symphonische Tänze op. 45 für 2 Klaviere Ravel: La Valse für 2 Klaviere+Schubert: Grand Rondeau A-Dur D. 951 für 2 Klaviere
Nikolaus.
Peter Brixius (05.01.2011, 22:18): Den ganzen Tag über beschäftigte ich mich mit
Johann Friedrich Reichardt: Die Geisterinsel
Die Oper auf ein Libretto nach Shakespeares "The Tempest" hat bei jedem erneuten Hören bei mir gewonnen. Der Sturm-und-Drang-Komponist, Gluck-Bewunderer und Sansculotte, Goethe-Freund, der als "Herberge" der deutschen Romantik galt ist mE vollkommen unverdient vergessen. Eine Anzahl seiner Lieder haben durch ihr Hineinwachsen ins Volksgut den Namen des Komponisten (übrigens von Goethe als Vertoner seiner Gedichte hoch geschätzt) "verloren".
Das romantische und von der Romantik (wie von Beethoven) geliebte Stück Shakespeares hat bei ihm durch die Vermittlung des Librettisten von Gotter eine Realisation gefunden, die man nur bewundern kann und die mich ihrer Vielfältigkeit wegen begeistert. Der Bogen geht von einer stürmischen Moll-Ouvertüre, die man sehr wohl dem Sturm-und-Drang zuschreiben kann, über eine Reihe von Arien, die durchaus den Geist Glucks atmen. Der Geist der Aufklärung ist ebenso zu hören wie der Romantik (etwa die wunderschönen Romanzen) und das Biedermeier (1798) mit dieser köstlichen Korallen-Zähl-Szene, in der der besorgte Vater Prospero seine Tochter Miranda vor den Gefährlichkeiten der Erotik zu bewahren sucht.
Meinen großen Dank nicht an Herrn Colas, sondern an Hermann Max, dem ich die Aufführung dieses wundervollen dreiaktigen Singspiels verdanke, das schon auf Marschner verweist.
Über Jahre waren die Vorstellungen dieses Werkes in Berlin vom Publikum bestürmt, selbst die Aufführung eines neuen Oratoriums führte dazu, dass man nach dessen Ende wieder in die "Geisterinsel" strömte, wie ein zeitgenössiger Bericht vermittelt.
Ich werde ausführlicher berichten ...
Liebe Grüße Peter
Karolus Minus (05.01.2011, 23:23): Ich weiß nicht genau ob "was SEHE ich gerade jetzt" auch in dieser Rubrik Platz findet, so nicht bitte ein Hinweis.
Ich habe mir gestern "Assassinio nella Catedrale" von Ildebrando Pizzetti angeschaut. Es handelt sich dabei um eine Verfilmung, die im Dezember 2006 auf der Grundlage einer Aufführung in einer Kirche in Bari gemacht wurde. Da ich nur einen Mitschnitt vom ZDFTheaterkanal besitze kann ich kein Cover liefern, aber die DVD ist z.B. bei Amazon leicht zu finden.
Pizzetti (1880-1968) ist inzwischen eigentlich herzlich "out", dabei war er mit 13 Opern vermutlich der fruchtbarste italienische Opernkomponist des vorigen Jahrhunderts. Das Stück beruht auf T.S.Eliots "Murder in the Cathedral", Pizzetti selbst strich die italienische Übersetzung des Originals für seine Zwecke zusammen, ließ es aber ansonsten unangetastet (u.a. behielt er auch die Einteilung in 2 Teile mit Intermezzo bei). Die Musik ist für die Entstehungszeit Mitte der 50er sicher konservativ (besonders im Vergleich mit dem, was damals in Deutschland experimentiert wurde), aber sie hat durchaus ihren Reiz; weniger durch die meist eher rezitativischen Gesangslinien als durch die Orchesterbehandlung, die Pizzeti als hervorragenden Instrumentator ausweist. Letztlich steht und fällt das Werk aber mit der Besetzung für den Thomas Beckett, dem der damals immerhin schon 66jährige Ruggero Raimondi beeindruckendes Profil verleiht. Die zweite Hauptrolle hat der Chor, der in der Art des antiken Theaters kommentierende Funktion hat, inklusive zweier Chorführerinnen, wobei die erste mit Paoletta Marrocu ungewöhnlich prominent besetzt ist. Da auch die szenische Seite gelungen ist, da die Kirche als Aufführungsort sowohl wegen des Themas als auch wegen der statischen Anlage des Werks sozusagen die halbe Miete ist, und man obendrein die etwas hallige Akustik durchaus nutzbringend eingefangen hat ist das Ganze eine rundum erfreuliche Angelegenheit. Karolus -
Agravain (06.01.2011, 07:05): Der Tag beginnt mit Purcells Birthday Ode for Queen Mary "Love's goddess sure was blind" (1692; Z 331)
Viele Grüsse und noch ein erfolgreiches und vor allem gesundes 2011 an alle Mitglieder hier im Forum :rofl
Stefan
Agravain (06.01.2011, 08:43): Eben sehe ich mir von drinnen den Eisregen an und denke das, womit Mendelssohn seine Kantate "Die erste Walpurgisnacht" beginnen lässt: "Das schlechte Wetter!"
Darum - und weil sehr lange nicht gehört - "Die erste Walpurgisnacht" in dieser sehr packenden Aufnahme:
Ich bin zugegebenermassen ein grosser Fan des Consortium Classicum und von Dieter Klöcker.
Grüsse Stefan
P.S.: Das Wetter hier in Zürich ist auch nicht das gelbe vom Ei :A
Maria-Anna (06.01.2011, 21:40): Ich hör grad die Neue von Patricia Kopatchinskaja: Rapsodia.... Mhh, nun ja - erst ja irgendwie ganz witzig, aber irgendwann geht's einem auf den Keks. Mir jedenfalls. :ignore
Aber ich geb ihr am Wochenende nochmal 'ne Chance, wenn ich ausgeschlafen in den Tag starte .....
Poztupimi (06.01.2011, 22:03): Hallo zusammen,
zum diesjährigen Einstieg in diesen Faden ein weihnachtlicher Neuzugang:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51sqyvy7u1L._SL500_AA300_.jpg Claudio Monteverdi (c. 1567-1643) Secondo Libro dei Madrigali La Venexiana Einfach großartig :times10
Und bei der Gelegenheit: Euch ein schönes und vor allen Dingen gesundes neues Jahr :hello
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (06.01.2011, 22:08): Original von Maria-Anna Ich hör grad die Neue von Patricia Kopatchinskaja: Rapsodia.... Mhh, nun ja - erst ja irgendwie ganz witzig, aber irgendwann geht's einem auf den Keks. Mir jedenfalls. :ignore
Aber ich geb ihr am Wochenende nochmal 'ne Chance, wenn ich ausgeschlafen in den Tag starte .....
In die CD habe ich zwischen Weihnachten und Silvester im Kulturkaufhaus eine Weile reingehört, so richtig warm geworden bin ich damit nicht. Und so habe ich sie erstmal auf den Stapel zurückgelegt und die eine oder andere CD mitgenommen.
Grüße, Wolfgang
Armin70 (06.01.2011, 22:35): Hallo Wolfgang,
auch Dir noch ein gutes neues Jahr :hello
Bei mir jetzt Francis Poulencs Klavierkonzert und vielleicht noch mehr aus dieser Doppel-CD:
Armin
Peter Brixius (06.01.2011, 23:13): Heute Nachmittag habe ich mit zunehmender Begeisterung den zweiten Teil von Prom 5 gehört. Semyon Bychkov verabschiedete sich vom WDR Sinfonieorchester mit
Gunther Schuller: Where the Word Ends
eine viersätzige Sinfonie, die ohne Pausen verläuft, ein Stück, bei dem das Orchester seine Stärken zeigen kann. Und dann kam ein Stück, um das ich bisher eher einen Bogen gemacht habe, wenn ich es konnte
Richard Strauss: Eine Alpensymphonie
Bychkov und sein Orchester boten eine so überzeugende Darbietung, dass ich gebannt von Anfang bis Ende zuhörte. Was für ein Abschiedskonzert!
Ursula Buckel, Sopran Hertha Töpper, Alt John van Kesteren, Tenor Kieth Engen, Baß
Münchener Bach-Orchester Münchener Bach-Chor Karl Richter
1961
____________________________________________
Ach! ich bin ein Kind der Sünden, Ach! ich irre weit und breit. Der Sünden Aussatz, so an mir zu finden, Verlässt mich nicht in dieser Sterblichkeit. Mein Wille trachtet nur nach Bösen. Der Geist zwar spricht: ach! wer wird mich erlösen? Aber Fleisch und Blut zu zwingen Und das Gute zu vollbringen, Ist über alle meine Kraft. Will ich den Schaden nicht verhehlen, So kann ich nicht, wie oft ich fehle, zählen. Drum nehm ich nun der Sünden Schmerz und Pein Und meiner Sorgen Bürde, So mir sonst unerträglich würde, Ich liefre sie dir, Jesu, seufzend ein. Rechne nicht die Missetat, Die dich, Herr, erzürnet hat! _____________________________________________
:engel :engel :engel
Beste Grüße und eine Gute Nacht euch allen! Daniel
Peter Brixius (07.01.2011, 14:40): http://ecx.images-amazon.com/images/I/519lIcNcN9L._SS500_.jpg
Dimitri Schostakowitsch: Aus jüdischer Volkspoesie
Ein von mir geliebtes Werk in der Interpretation, die die Juroren von "Diskothek im Zwei" überzeugte. Es singen Elisabeth Söderström, Ortrun Wenkel und Ryszard Karczykowski.
Agravain (07.01.2011, 16:48): Wenn man sich tatsächlich einmal ein Elgar-Dokument (als solches sollte man es wirklich verstehen) anhören möchte, das zeigt, wie sehr sich der Komponist - der meines Erachtens trotz seines sozialen Aufstiegs zeitlebens unter seiner Herkunft litt - mittels seiner Musik an die den Imperialismus tragende Society Großbritanniens anzubiedern versucht, der höre:
Elgars Partitur zur Masque "The Crown of India" (1912)- deren von Henry Hamilton stammender Text streckenweise nun tatsächlich sehr grenzwertig genannt werden darf - ist vor einiger Zeit von Anthony Payne vervollständigt und von Sir Andrew Davis eingespielt worden. Hört man nun ganz bewusst einmal weg vom Text und richtet das Ohr auf die Musik, so begegnet man einem in vielen Charakteren schillernden Beispiel des Exotismus der Jahrhundertwende, das sehr nach "Jungle Book" oder "Kim" klingt. Trefflich charaktersiert Nalini Ghuman das Werk in einem sehr lesenswerten Aufsatz aus dem Jahre 2007:
"a fascinating work of imperialism: historically illuminating and often musically rich, it is nevertheless a profoundly embarrassing piece - a significant contribution to the orientalised India of the English imagination."
Telemanns Oratorium auf das Michaelisfest, das bis vor kurzem fälschlicherweise Händel zugeordnet wurde, ist ein dramatisch gestimmtes, das die Nähe zur Oper nicht verbergen will. Man begegnet ausdrucksstarken Arien (etwa gleich die des Daniel "Brüllende Henker") und Chören, erfreut sich an der Instrumentationskunst und der Melodienseligkeit Telemanns und ist von den interpretatorischen Leistungen sehr angetan - was bedarf es mehr zu einem gelungenen Tagesanfang.
Liebe Grüße Peter
Poztupimi (08.01.2011, 09:55): Guten Morgen,
zum musikalischen Start in den Tag was von dieser CD:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51cB%2BF5GctL._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 D-Dur op. 12 Nr. 1 Alina Ibragimova, Cédric Tiberghien Mitschnitt vom 27. Oktober 2010
Ihn als 2. Pavarotti bezeichnen möchte ich nicht, sie sind zu unterschiedlich. Aber es ist eine tolle Debut-CD und eine Einstimmung auf das Konzert in Dortmund mit ihm am Mittwoch :leb :leb :leb
Poztupimi (08.01.2011, 11:26): Nun einer der letzten Zugänge des vergangenen Jahres:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51PptHq-a8L._SL500_AA300_.jpg Georg Philipp Telemann (1681-1767) Musique de table, 2. Production Ouverture (Suite) – Quartett – Concerto – Trio – Sonata – Conclusion Freiburger Barockorchester / Petra Müllejans, Gottfried von der Goltz
Grüße, Wolfgang
Peter Brixius (08.01.2011, 11:44): Nach Soler und Schumann habe ich eine Box wieder hervorgeholt, die unglücklicherweise hinter einem Stapel von Neuzugängen meinem Blick verstellt war
London Symphony Orchestra Leitung: Sir Edward Elgar
Aufnahme: Kingsway Hall (London), 20. - 22. November 1930 Restaurierung: Mark Obert-Thorn
:hello Agravain
Peter Brixius (08.01.2011, 14:18): Nach einem Mitschnitt des 1. Aktes der Tschaikowsky-Oper "Cherevichki" (Pantöffelchen), über den ich noch berichten werde, lief bei mir
Das Ensemble Perceval gefiel mir ausgesprochen gut. Das auf Mittelaltermärkten oft verhunzte Palästinalied klang hier einmal meditativ - eine schöne Entdeckung,wie überhaupt Auswahl und Darbietung bestechen.
Brahms: Sonate für 2 Klaviere op. 34b Mendelssohn: Klaviertrio Nr. 1 Martha Argerich, Lilya Zilberstein, Renaud Capucon, Gautier Capucon
Nikolaus.
Poztupimi (08.01.2011, 16:43): Nach einer kleinen Pause erklingt zum Tee ein Werk des noch recht jungen Mozarts:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41U61Qa-XkL._SL500_AA300_.jpg Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Die Schuldigkeit des ersten Gebotes – Geistliches Singspiel für 3 Soprane, 2 Tenöre und Orchester KV 35 (1766/67) Margaret Marshall, Ann Murray, Inga Nielsen, Hans Peter Blochwitz, Aldo Baldin / Radio-Sinfoniorchester Stuttgart / Sir Neville Marriner
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (08.01.2011, 18:20): Genrewechsel:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41rr71Gz3FL._SL500_AA300_.jpg Édouard Lalo (1823-1892) Symphonie espagnole für Violine und Orchester op. 21 Camille Saint-Saëns (1835-1921) Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 A-Dur op. 20 Kyung Wha Chung / Orchestre Symphonique de Montreal / Charles Dutoit
Grüße, Wolfgang
Peter Brixius (08.01.2011, 19:20): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51uykZElJ8L._SS500_.jpg
Tekla Badarszewska-Baranhowska: Das Gebet einer Jungfrau
... Blätter aus dem Klavieralbum meiner Großmutter ... trifft es nicht schlecht.
Liebe Grüße Peter
Poztupimi (08.01.2011, 23:07): Aus diesem letztjährigen Neuzugang (gab es auf der anderen Seite des großen Teichs schon im Oktober):
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51L-IKRTadL._SL500_AA300_.jpg Jennifer Higdon (*1962) Violin Concerto – Dedicated to Hilary Hahn (2008) Hilary Hahn / Royal Liverpool Philharmonic Orchestra / Vasily Petrenko
Kann ich schwer einordnen, aber für meinen Geschmack keine allzu ungewohnten Klänge, wenn man bei Werken für Violine und Orchester auch mal über den Tellerrand des 19. Jahrhunderts hinaus gehört hat, ich denke da so an Schostakowitsch, Bernstein, Barber, Schönberg oder Strawinsky – um mal ein paar aufzuzählen, die Hilary Hahn auch schon eingespielt hat.
Grüße, Wolfgang
Peter Brixius (09.01.2011, 00:19): http://ecx.images-amazon.com/images/I/21BWRXM95GL._SL500_AA300_.jpg
schön, dass es die Boxnoch/wieder gibt. Bei mir singt jetzt Soeur Marie Keyrouz und der Chorale de l'église Saint-Julien-le-Pauvre byzantinischen Gesang aus der Zeit, in der das Christentum begann. Da gibt es etwa die Expostulatio des Gottesdienstes vom Kardienstag in zwei arabischen und einer griechischen Version. Wenn Musikarchäologie auch packend sein darf, ist man hier richtig.
Liebe Grüße Peter
Jeremias (09.01.2011, 09:56): Während ich die Weihnachtsdeko wegräume:
der Tag beginnt musikalisch wie der gestrige geendet hat – mit Hilary Hahn:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51L-IKRTadL._SL500_AA300_.jpg Peter Tschaikowsky (1840-1893) Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35 Hilary Hahn / Royal Liverpool Philharmonic Orchestra / Vasily Petrenko
Eine schönen Sonntag, Wolfgang
Poztupimi (09.01.2011, 10:55): Jetzt der "3. Teil" aus dieser Box:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51PptHq-a8L._SL500_AA300_.jpg Georg Philipp Telemann (1681-1767) Musique de table, 3. Production Ouverture (Suite) – Quartett – Concerto – Trio – Sonata – Conclusion Freiburger Barockorchester / Petra Müllejans, Gottfried von der Goltz
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (09.01.2011, 12:16): So, jetzt wieder was aus dem 20. Jahrhundert:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/31SOjX89nBL._SL500_AA300_.jpg Walter Braunfels (1882-1954) Jeanne d'Arc – Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna (1939-43) Juliane Banse, Monika Mannerström, Katarina Böhm-Altéus, Lars Arvidson, Robert Künzli, Per-Arne Wahlgren u. a. / Swedish Radio Choir, Eric Ericson Chamber Choir, Children's Choir from Nacka Musikklasser / Swedish Radio Symphony Orchestra / Manfred Honeck Mitschnitt der Uraufführung im Jahr 2001
Wer ein wenig mehr über dieses Werk erfahren möchte, der könnte einen Blick auf diese Seite werfen.
Grüße, Wolfgang
Peter Brixius (09.01.2011, 13:44): Nach Verdis Nabucco in einem Mitschnitt unter de Fabritiis (Triest, 1981)
Interessant: obwohl Jansons, so empfand ich es, die Sinfonie mehr legato nahm und wenige, aber wohl überlegte Akzente setzte, war es alles andere als langweilig. Er hat sie spannend aufgebaut und in bestem Sinne "schön" zu Ohren gebracht. Klasse, hat mir gefallen. Hinsichtlich Dynamik, Leichtigkeit und auch "Witz" haben die Bremer die Nase vorn.
Nikolaus.
Jeremias (09.01.2011, 21:42): Bin sehr angenehm überrascht, es erschlägt einen fast...
Kennst Du auch deren Bartok-Aufnahme? Taugt die was? :thanks
ab (10.01.2011, 09:12): Original von Peter Brixius Nach Soler und Schumann habe ich eine Box wieder hervorgeholt, die unglücklicherweise hinter einem Stapel von Neuzugängen meinem Blick verstellt war
Kommst Du zurande mit einer solchen vibratoreichen Interpretation?
Cantus Arcticus (10.01.2011, 13:03): Das hier habe ich in meiner Sammlung wieder einmal ausgegraben: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51N5D5M3HXL._SS500_.jpg
Gruss Stefan
Cantus Arcticus (10.01.2011, 13:05): ...und dazu als Kontrastprogramm:
Kennst Du auch deren Bartok-Aufnahme? Taugt die was? :thanks
Bisher nicht, tut mir leid. Bei den Bartok-Quartetten ist mein Bestand aber sehr überschaubar – das Ungarische Streichquartett, mehr nicht. Ich konnte mich bisher noch nicht dazu durchringen, die Newton-Ausgabe mit den Hagens zu kaufen, irgendwie warte ich noch darauf, mal günstig auf dem Gebrauchtmarkt auf die Original DGG-Ausgabe zu stoßen – bei momentan >€50 für zwei CDs kann ich mich noch beherrschen.
Grüße, Wolfgang
Peter Brixius (10.01.2011, 19:01): http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0825646209224.jpg
Domenico Scarlatti: Sonaten L. 401-405
Da ich ein Band aus der Longo-Edition ausgeliehen habe, geht es halt nach Longo und ich springe kreuz und quer durch die Box. Schon Longo 401 = Kk 72 ist eine Wucht.
Liebe Grüße Peter
Peter Brixius (10.01.2011, 20:29): http://ecx.images-amazon.com/images/I/510DGMHZqFL._SS400_.jpg
Heinrich Berté: Das Dreimäderlhaus
Oft genug gestänkert - aber nun wollte ich das Werk selbst kennen lernen. Demnächst im Korngold/Operetten-Thread Weiteres ...
Liebe Grüße Peter
Agravain (10.01.2011, 20:46): Bei mir läuft wieder einmal Sir Edward:
Ralph Vaughan Williams: Fantasy on a Theme by Thomas Tallis
Liebe Grüße Peter
ab (10.01.2011, 22:50): Von LP überspielt bekommen, weiß ich nicht einmal, wer da spielt.
Pál Kadosa (1903-83) Sinfonie Nr. 6, op. 62 vermutlich eine Hungaroton-LP? :leb
Ein Jammer, dass von der Musik dieses Kompositionschülers von Kodaly und Lehrers Ligetis (sowie Klavierlehrer von András Schiff, Zoltán Kocsis, Deszö Ranki, and Balász Sokolay ) derzeit so gut wie nichts auf CD greifbar ist.
Für mich war Kadosa die Komponisten-Entdeckung des Jahres 2010!
Peter Brixius (11.01.2011, 13:03): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51bQLn-45dL._SS400_.jpg
Für jemanden, der angeblich keine Melodien schreiben konnte, hat Liszt eine große Zahl an Liedern hinterlassen. Gleich auf der ersten CD einer neuen Gesamtausgabe tritt Liszt den Beweis an, dass er Melodiker ist. Sobald ich die Noten in der Hand habe (bei meinem letzten Besuch der Musikbibliothek war leider der Band, den ich wollte, ausgeliehen), werde ich einen Lisztlieder-Thread aufmachen. Ein wenig Zeit im Liszt-Jahr habe ich ja noch ...
Liebe Grüße Peter
Armin70 (11.01.2011, 20:11):
Grandiose Aufnahme, die ich denjenigen empfehlen kann, die interessiert, was der Schöpfer der "Planeten" noch so komponierte. Das sind schon faszinierende Werke, sehr vielseitig (von mysthisch-verklärenden Momenten bis hin zu schillernd-virtuoser Brillianz) und z. T. sehr kühn, fast schon gewagt (Edgon Heat oder Hammersmith).
Übrigens muss John Adams beim komponieren seiner Fanfare "Short ride in a fast machine" die "Fugal-Ouverture" von Holst im Ohr gehabt haben, zumindest in Bezug auf die perkussive Rhythmik gibts da meiner Meinung schon Ähnlichkeiten.
:times10
Armin70 (11.01.2011, 21:28):
+
Nocturne ('Whispers of Heavenly Death') für Bariton und Orchester nach Walt Whitman
"Whispers of heavenly death murmur'd I hear, Labial gossip of night, sibilant chorals, Footsteps gently ascending, mystical breezes wafted soft and low, Ripples of unseen rivers, tides of a current flowing, forever flowing, (Or is it the plashing of tears? the measureless waters of human tears?) I see, just see skyward, great cloud-masses, Mournfully slowly they roll, silently swelling and mixing, With at times a half-dimm'd sadden'd far-off star, Appearing and disappearing. (Some parturition rather, some solemn immortal birth; On the frontiers to eyes impenetrable, Some soul is passing over.)"
Robert Williams, Bariton London Symphony Orchestra, Richard Hickox
ab (11.01.2011, 21:41): Original von Peter Brixius http://ecx.images-amazon.com/images/I/51bQLn-45dL._SS400_.jpg
Für jemanden, der angeblich keine Melodien schreiben konnte, hat Liszt eine große Zahl an Liedern hinterlassen. Gleich auf der ersten CD einer neuen Gesamtausgabe tritt Liszt den Beweis an, dass er Melodiker ist. Sobald ich die Noten in der Hand habe (bei meinem letzten Besuch der Musikbibliothek war leider der Band, den ich wollte, ausgeliehen), werde ich einen Lisztlieder-Thread aufmachen. Ein wenig Zeit im Liszt-Jahr habe ich ja noch ...
Liebe Grüße Peter
Ist das ein Sohn des Komponisten Ivan Eröd ?
daniel5993 (11.01.2011, 22:35): Seit Tagen mit großer Freude dabei mich den Cellosuiten Bachs weiter anzunähern...
Peter Brixius (12.01.2011, 09:10): Original von ab Original von Peter Brixius http://ecx.images-amazon.com/images/I/51bQLn-45dL._SS400_.jpg
Für jemanden, der angeblich keine Melodien schreiben konnte, hat Liszt eine große Zahl an Liedern hinterlassen. Gleich auf der ersten CD einer neuen Gesamtausgabe tritt Liszt den Beweis an, dass er Melodiker ist. Sobald ich die Noten in der Hand habe (bei meinem letzten Besuch der Musikbibliothek war leider der Band, den ich wollte, ausgeliehen), werde ich einen Lisztlieder-Thread aufmachen. Ein wenig Zeit im Liszt-Jahr habe ich ja noch ...
Liebe Grüße Peter
Ist das ein Sohn des Komponisten Ivan Eröd ?
Weder das Booklet noch seine Internetpräsenz geben das an - wohl aber wikipedia: Er ist Ivan Eröds Sohn.
Liebe Grüße Peter
Ein kleiner Nachtrag: Ich habe den zweiten Akt von Tschaikowskys "Pantöffelchen" gehört, eine komisch-phantastische Oper, deren Musik mir viel Freude macht. Ich brauche allerdings noch den Text, um mehr schreiben zu können als eine Fußnote.
ab (12.01.2011, 11:31): Ein Tipp noch von unserem verstorbenen Zelenka :I
Debussy: l Oeuvre pour Piano Vol.4 Francois Chaplin Arion, 2004
Mir gefällt das Melos Quartett auf dieser Scheibe ganz besonders.
Und dann die CD, welche Bruckners Quartett und Quintett zusammen präsentiert:
http://www.mdg.de/cover/1297rc.jpg
Das Leipziger Streichquartett und Hartmut Rohde, Viola.
Grüsse Stefan
ab (12.01.2011, 15:34): Ich platze fast vor Spannung, wie man so sagt: Erstmals Mahlers 9 in der Horenstein-Interpretation im Ohr, wo doch seine 7. seit Jahren meine Lieblingsaufnahme ist.
Peter Brixius (12.01.2011, 17:15): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51bQLn-45dL._SS400_.jpg
Die CD ist, wie schon angesprochen, Teil einer Gesamteinspielung der Lieder Liszts. Wenn ich das Unternehmen nun mit dem der Lieder Mendelsohns vergleiche, so fällt die Neueinspielung doch zurück. Vor allem die Edition als solche ärgert mich, bei einem Hochpreisprojekt erwarte ich deutlich mehr Informationen über die Lieder im Booklet. Doch Datierung, geschweige denn weiteres wird geliefert. Von dem ersten auf der CD ("Kling leise, mein Lied" S. 301-1) wird behauptet, die Interpretation von Eröd sei eine Ersteinspielung, es erwies sich aber, dass dieses Lied von Margaret Price (am Klavier Cyprien Katsaris) auf ihrer Liszt-Lieder-CD enthalten ist.
Die größere Anzahl der Sänger bei Mendelssohn trägt sicher zur Attraktion bei, denn so wird die einzelne CD nicht ein Recital eines einzelnen, sondern trägt zur Breite der Interpretationsansätze bei.
Für dieses Jahr wird eine vollständige Edition des Notenmaterials angekündigt - und ein Begleitbuch in der Verlagsgruppe Hermann (Wien). Da darf ich dann wohl wieder hochpreislich das nachlesen, was ich hier vermisse.
Liebe Grüße Peter
Armin70 (12.01.2011, 18:39): Noch ein weihnachtlicher Nachtrag:
Samuel Barber (1910 - 1981):
Die natalie: Choral Preludes for Christmas op. 37
Komponiert im Jahr 1960 als Auftragskomposition für die Koussevitzky-Music-Foundation und uraufgeführt am 22. Dezember 1960 durch das Boston Symphony Orchestra unter der Leitung von Charels Munch. In diesem Werk verarbeitet Samuel Barber einige bekannte Weihnachtslieder in Form einer symphonischen Fantasie. Zu den Weihnachtsliedern gehören z. B. "O come, o come Emmanuel", "Lo, how a rose e'er blooming", "We three kings of Orient are", "God rest you merry, gentlemen", "Good King Wenceslas" und Silent Night (Stille Nacht).
Ralph Vaughan Williams (1872 - 1958):
Hodie (This Day), Weihnachtskantate für Sopran, Tenor, Bariton, Kinderchor, Chor, Orchester und Orgel
Ein Spätwerk von Vaughan Williams aus dem Jahr 1953/54 in dem er u. a. Texte aus dem Neuen Testament sowie von Milton, Hardy und seiner zweiten Ehefrau Ursula vertonte. Diese Kantate bietet eine interessante und reizvolle Mischung aus ernsten und heiter-frohen Stimmungen sowie viele eindrucksvolle Chorpassagen mit einer triumphalen Steigerung am Schluss des Werks.
Radio-Mitschnitt vom Weihnachtskonzert vom 25. Dezember 2010 aus dem Gewandhaus Leipzig:
MDR-Kinderchor MDR-Rundfunkchor MDR-Sinfonieorchester Leitung: Howard Arman
Peter Brixius (12.01.2011, 19:20): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Q7cyPA4pL._SS400_.jpg
Giovanni Battista Pergolesi: Stabat mater
Eva Mei und Marjana Lipovsek - was für eine Besetzung!
ab (13.01.2011, 13:48): Im Radio gerade vorgestellt:
Ralph Vaughan Williams - Sinfonie Nr. 6 Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Colin Davis BR Klassik, Live-Recording, Munich, Philharmonie, 02.03.04.1998
What is especially remarkable is how the players take to this music so enthusiastically. Their control of RVW's jazzily syncopated writing has just the right degree of freedon and the pianissimo finale is superbly sustained...Elgar's Enigma Variations are just as beautifully sustained...Sir Colin's interpretation is marked by steady speeds and high contrasts.
Das hat mir so gefallen, dass ich diese Sinfonie kennen lernen möchte. Im Netz zum Anhören habe ich folgende Dirigenten gefunden. Mal hören wie weit ich damit komme:
Boult (mono Decca, Andres Davis (Warner), Handley, Norrington, Haitink & Silvestri.
Bei musicweb wird besonders Andrew Davis von Telarc empfohlen, zurecht?
Jürgen (13.01.2011, 15:04): http://www.freedownloadmp3album.com/wp-content/plugins/wp-o-matic/cache/2d5ec_Cover.jpg
Messe in h-moll BWV 232, Herreweghe 1996
Sopranos: Johannette Zomer, Véronique Gens; Alto: Andreas Scholl; Tenor: Christoph Prégardien; Basses: Peter Kooy, Hanno Müller-Brachmann; Chœr et Orchestre du Collegium Vocale Gent, Philippe Herreweghe;
angesichts der teilweise doch recht hohen Luftfeuchtigkeit da draußen:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ObaNzoZrL._SL500_AA300_.jpg Georg Friedrich Händel (1685-1759) Wassermusik – Suiten Nr. 1–3 Les Musiciens du Louvre – Grenoble / Marc Minkowski
Grüße, Wolfgang
Waldi (13.01.2011, 18:40): Bei mir läuft eine leicht gekürzte MET-"Tosca" von 1965 unter Fausto Cleva.
Die Stimme der Callas ist deutlich angegriffen, trotzdem: Ihre Leistung ist anbetungswürdig, der Ausdruck beim "Vissi d'arte" unvergleichlich. Der heldische Cavaradossi Franco Corellis paßt eigentlich ganz gut dazu, auch wenn er ein paar Mal recht dick aufträgt. Superb aber der satanische Scarpia Tito Gobbis. "Tosca" als perfekter Thriller!
Andrej Gawrilow, Klavier Kammerorchester Jurij Nikolewski Jurij Nikolewski
1981
daniel5993 (13.01.2011, 23:01): Original von daniel5993 http://i.ebayimg.com/05/!B+qIi!QEGk~$(KGrHqV,!lcEz+7Zsi4FBN!UzB!go!~~_12.JPG
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Klavierkonzert Nr. 1 BWV 1052
Andrej Gawrilow, Klavier Kammerorchester Jurij Nikolewski Jurij Nikolewski
1981
Die Ecksätze sind rasant, das Herzstück dagegen massiv verlangsamt und innig auseinandergenommen worden, Ton für Ton. Gefiel mir sehr!
daniel5993 (13.01.2011, 23:10): Jetzt ein weiterer Zugang der letzten Tage....
Schon auf CD von mir hoch geschätzt wegen den mäßigen Tempi und der innigen Wiedergabe, man verliert sich quasi in den Werken und vergisst sich für eine Zeit selbst :engel
Violinkonzerte Nr. 1 & 2, BWV 1041 & 1042 Konzert für Violine, Oboe und Streicher BWV 1060
Isaac Stern, Violine Mitglieder der New Yorker Philharmoniker Mitglieder des Londoner Symphonie-Orchesters Leonard Bernstein
1966
Beste Grüße und eine Gute Nacht! Daniel
ab (14.01.2011, 09:26): Schnee fällt nur über 1.800 m. , da vergeht einem der Winter und mir ist nach
Sibelius - Sinfonie Nr. 7 im Interpretationsvergleich von: Karajan, EMI K.Sanderling, Berlin Classics Barbirolli, EMI :hello
Peter Brixius (14.01.2011, 14:07): Nach viel Berlioz gestern (im Schwerpunkt sein Requiem) heute Morgen erst ein kleiner Nachtrag
Hector Berlioz: Römischer Karneval
in einem Mitschnitt von den Proms. Es spielte das Royal Scottish National Orchestra unter Stéphane Denève. Beeindruckend war dann nicht das folgende 5. Klavierkonzert mit Paul Lewis (für mich ziemlich mainstream, da fallen einem Dutzende von Alternativen ein), sondern Three Interludes aus The Sacrifice von James Macmillan. Stücke wie Interpreten waren exzeptionell.
Liebe Grüße Peter
ab (14.01.2011, 14:13): Es git sie noch, die Überraschungen: Gerade im Radio mit Begeisterung gehört:
Maurice Ravel -Valses nobles et sentimentales Artur Rubinstein RCA
Ist die derzeit noch offiziell erhältlich? ?(
Auch erklangen Auschnitte von Ahos Klarinettenkonzert. Auch das sollte ich mir einmal in Ruhe anhören!
frei nach, äh gegen Schubert: "Heitere Musik? Ich kenne eine!"
Agravain (15.01.2011, 06:48): Nun geht es weiter mit Elgars früher symphonischer Kantate "The Black Knight" op. 25 nach einem von Longfellow übertragenen Uhland-Gedicht ("Der schwarze Ritter", 1807). In diesem Werk präsentiert sich der junge Elgar als einfallsreicher, gekonnt auf Dramatik und Effekt setzender Komponist, der dieses Metier bestens beherrscht.
Ich höre die von der Elgar-Society initiierte Ersteinspielung aus dem Jahre 1984:
Auch wenn man del Monaco bisweilen (und vielleicht auch zu Recht) vorwirft, er schreie sich durch Partien, so ist er hier doch ganz ausgezeichnet, passt seine kraftvolle Stimme und sein metallisches Timbre doch einfach bestens zum Manrico. Und dann noch der Rest der Besetzung: Renata Tebaldis Leonora provoziert bisweilen den Griff zur Kleenex-Kiste, Giluetta Simoniatos Azucena lehrt einem im besten Sinne das Gruseln und auch der Rest der Combo ist hervorragend, ganz besonders im Übrigen der Coro del Maggio Musicale Fiorentiono. Der Umstand, dass die Aufnahme klingt, als sei sie gestern aufgenommen worden und nicht vor mehr als 50 Jahren, ist ein weiteres dickes, fettes Plus dieser Platte.
Agravain (15.01.2011, 18:58): Noch einmal Sir Edward für heute, und zwar in schwer rekonstruierter. Denn Elgar hat auch Skizzen für ein Klavierkonzert hinterlassen, die von Robert Walker in eine aufführbare Form gebracht wurden, wobei er auf die von Elgar selbst hinterlassenen Skizzen, Ausarbeitungen und Klavierimprovistationen über die existierenden Theman zurückgreifen konnte. Sicher ist das noch deutlich mehr Walker dabei als z.B. Payne in der rekonstruieretn dritten Symphonie. Aber wie kann man es im sehr instruktiven Booklet sehr richtig lesen: "Thanks to Robert Walker's knowledge of the composer this splendidly Elgarian concerto allows us to hear Elgar's themes in a convincing setting." Das ist es auch, nicht mehr, nicht weniger. Interessant und gut zu hören ist das allemal:
Agravain (15.01.2011, 19:38): Im Urlaub schon einmal durchgehört, jetzt noch einmal, damit ich eine kurze Einschätzung abliefern kann. Der erste Eindruck war recht gut. Schaun wir mal, was das Ohr heute sagt:
Schwungvoll und dynamisch, teilweise sogar rasend und unter Spannung gehts durch die Partitur , zudem spielt er sehr kantig und manchmal wie in Ekstase. Die Cellosuiten mal anders, eigenwilliger würd ich sagen. Macht Spaß zuzuhören!
ab (17.01.2011, 09:31): Noch ganz erfüllt von dem Konzert letzter Woche, wo Thomas Zehetmair bei uns die Frühlingssinfonie Schumanns exemplarisch dirigierte, nun bei mir dieses Werk erstmals im Ohr interpretiert von Haitink in Amsterdam.
Piano Concertos in the Netherlands Henriëtte Bosmans , Kees van Baaren , Leo Smit , Ton de Leeuw Ronald Brautigam (Klavier 1&3), David Kuyken (Klavier 2&4), Netherlands Rco Ed Spanjaard
Das L'Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg gehört so ein bisschen zu meinen "Lieblingen", genauso wie etwa "Das kleine Konzert" und die "Rheinische Kantorei" unter Hermann Max.
Zu den in dieser Aufnahme vorliegenden Tänze muss allerdings gesagt werden, dass die Kontretänze 11 & 12 aus WoO 14 von Kaspar Karl von Beethoven (1774-1815) stammen und die 11 Mödlinger Tänze WoO 17 Beethoven zugeschrieben werden.
Grüsse aus der sonnigen Schweiz Stefan
Peter Brixius (17.01.2011, 16:39): http://ecx.images-amazon.com/images/I/21BWRXM95GL._SL500_AA300_.jpg
Einstimmige Gesänge vor der Gregorianik. Es singt das Ensemble Organum unter Leitung von Marcel Péres.
Liebe Grüße Peter
PS: Zu den Mödlinger Tänzen findet man hier etwas.
Ursula Buckel, Sopran Hertha Töpper, Alt John van Kesteren, Tenor Kieth Engen, Baß
Münchener Bach-Orchester Münchener Bach-Chor Karl Richter
1961
____________________________________________
Das Blut, so meine Schuld durchstreicht, Macht mir das Herze wieder leicht Und spricht mich frei. Ruft mich der Höllen Heer zum Streite, So stehet Jesus mir zur Seite, Dass ich beherzt und sieghaft sei. _____________________________________________ :engel
Concerto "Gratioso" D-dur für Oboe, 2 Violinen, Streicher und Continuo
Einfach schön.
Liebe Grüße Peter
ab (17.01.2011, 23:20): Ausgeliehen aus der Kaiser-Box: Marta Argerich Chopin - Scherzo Nr. 3 cis-moll Rach #3 aus Berlin unter Chailly Prokofieff: Sonate Nr. 7
Irgendwie finde ich nicht und nicht heraus, warum mich diese Dame nie wirklich zu fesseln verstehen. Von "virtuosem Feuerwerk" und ähnlichem ist da bei den Usern im Netz die Rede, ich kanns aber nicht so empfinden. Vor allem den Chopin empfinde ich als geradezu steril. :I
Den Prokofieff aber finde ich da von ihr deutlich mehr feurig! Da spüre ich ein Glühen, wie ich es auch manchmal von Stokowski kenne...
Mit was für einer genialen Intensität Queyras hier das Prelude aus der 3. Suite spielt ist geradezu unbeschreiblich, diese Leidenschaft, ich berausche mich glatt ein ums andere mal.
:down :down :down :down :down
Trunken musikalische Grüße Daniel
ab (18.01.2011, 10:49): mich hat Queyras Bach eher kühl gelassen, aber ich habe ja auch eine vielzahl an Alternativeinspielungen, zu denen ich gerne greifen kann.
Bei mir nun auch Bach, aber Carl Philipp Emanuel und am Cello Peter Bruns, der übrigens eine ganz wunderbare Einspielung der JSBach-Suiten gemacht hat, die ich ich sehr gerne höre!
ab (18.01.2011, 15:26): Johannes Brahms - Klavierwerke Vol. 2 Peter Rösel Berlin Classics
ein Amazon-Kunde lobt: "Obwohl es bei jedem Werk sicherlich noch faszinierendere Einzeleinspielungen gibt, überzeugt diese Gesamtschau durch ihre quasi objektive Nüchternheit."
Jürgen (18.01.2011, 15:44): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41-08bo3-qL._SL500_AA240_.jpg
Bach: Johannes-Passion, 1992 Frans Brüggen, Orchestra of the 18th Century, Netherlands Chamber Choir
Grüße Jürgen
ab (18.01.2011, 15:49): Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/41-08bo3-qL._SL500_AA240_.jpg
Bach: Johannes-Passion, 1992 Frans Brüggen, Orchestra of the 18th Century, Netherlands Chamber Choir
Grüße Jürgen
Herrlich, nicht!? Meine Lieblingseinspielung der Johannes-Passion! (Seltsamerweise konnte bei Brüggens Matthäus-Passion nicht so recht ein Funke überspringen...)
ab (18.01.2011, 17:21): Boris Blacher - Das Klavierwerk Horst Göbel Thorofon
Gamaheh (19.01.2011, 01:16): Ich höre zum wiederholten Male eine Radio-Aufnahme von 2005 oder 2006 eines Konzertes, das Michel Dalberto am 19.11.2005 im Pariser Théâtre des Champs-Elysées gegeben hat:
Schubert: Drei Klavierstücke D.946 Klavier-Sonate in c D. 958 Klavier-Sonate in A D. 959 Klavier-Sonate in B D. 960 -
ein Programm von gut über zwei Stunden und ganz große Klasse !
Michel Dalberto spielt demnächst im Bechstein Centrum Berlin.
Grüße, Gamaheh
Jürgen (19.01.2011, 08:51): Original von ab Original von Jürgen Bach: Johannes-Passion, 1992 Frans Brüggen, Orchestra of the 18th Century, Netherlands Chamber Choir
Herrlich, nicht!? Meine Lieblingseinspielung der Johannes-Passion! (Seltsamerweise konnte bei Brüggens Matthäus-Passion nicht so recht ein Funke überspringen...)
Ich habe grundsätzlich Schwierigkeiten mit den Bachschen Passionen. Insbesondere bei raschen Wechselgesängen mit den dazwischengequetschten Moderationen des Evangelisten. Da geht für mich jeglicher Musikfluss flöten. Z.B: Evangelist Pilatus sprach zu ihnen: Pilatus Nehmet ihr ihn hin und kreuziget ihn; denn ich finde keine Schuld an ihm! Evangelist Die Jüden antworteten ihm: Volk Wir haben ein Gesetz
Wenn ich davon aber mal absehe, habe ich beim Hören von Brüggen erstmals sehr schöne Musik wahrgenommen.
Grüße Jürgen
P.S: Mal wieder ein Beispiel, wie eine alte Philips-Aufnahme unter dem DECCA-Mäntelchen, man habe eine bessere Klangqualität, neu aufgelegt wird. Naja, und das Cover wurde wirklich verschlimmbessert.
Agravain (19.01.2011, 08:56): Der Tage beginnt mit Purcells "Fantazias" in dieser erfreulichen Aufnahme (die in meinen Ohren nur noch von der aktuellen Fretwork-Einspielung getoppt wird):
ab (19.01.2011, 10:14): Nach Sibelius Sinfonie Nr. 7 von Karajan (EMI), die mir igendwie nicht so recht munden mag, wohingegen doch seine ältere DG-Aufnahme ganz vorzüglich war, höre ich nun weiter mit :
Egon Wellesz Symphonien Nr. 2 & 9 RSO Wien Gottfried Rabl CPO , 2002
ab (19.01.2011, 10:27): Original von Jürgen P.S: Mal wieder ein Beispiel, wie eine alte Philips-Aufnahme unter dem DECCA-Mäntelchen, man habe eine bessere Klangqualität, neu aufgelegt wird.
Den Klang dieser Aufnahme, insbesondere wegen ihrer natürlichen Räumlichkeit, habe ich immer als ausnehmend schön empfunden - und überdruchschnittlich gut für ihre Zeit gefunden -, (sieht man einmal von der Arie ab, die wohl nachträglich (noch einmal?) vom Gesang - womöglich in einam ganz anderen Studio? - aufgenommen wurde und wo die Räumlichkeit völlig zusammenbricht). Ich glaube nicht, dass DECCA da noch einmal ein neues Master gemacht hat, wo es doch schon eine Digitalaufnahme vom Februar 1992 des Universal-Hauses ist.
Die Leistung des Evangelisten Nico van der Meel finde ich ganz besonders geglückt und schön; ich habe aber auch nie die Rezitative als "dazwischengequetscht" zwischen Arien und Chor empfunden, so wie Du, sondern als durchwegs stimmig im Gesamtfluss... :hello
ab (19.01.2011, 10:28): Original von Cetay http://www.jpc.de/image/w183/front/0/7318590015742.jpg Aho; Tubakonzert & Kontrafagottkonzert
Gut? :thanks
ab (19.01.2011, 10:33): Original von Gamaheh Ich höre zum wiederholten Male eine Radio-Aufnahme von 2005 oder 2006 eines Konzertes, das Michel Dalberto am 19.11.2005 im Pariser Théâtre des Champs-Elysées gegeben hat:
Schubert: Drei Klavierstücke D.946 Klavier-Sonate in c D. 958 Klavier-Sonate in A D. 959 Klavier-Sonate in B D. 960 -
ein Programm von gut über zwei Stunden und ganz große Klasse !
Michel Dalberto spielt demnächst im Bechstein Centrum Berlin.
Grüße, Gamaheh
Liebe Gamaheh,
Kennst Du eigentlich auch die Aufnahmen aller Schubert-Sonaten, die der Salzbuger Pianist Gilbert Schuchter bei Tudor gemacht hat? Immer wieder höre ich da Ausschnitte im Radio, die mir trotz - oder gerade wegen - der langsamen Tempo, in den sich der Klang so schön entwickeln kann, und seiner tiefen Musikalität sehr gut gefällt.
Leider ist sie derzeit vergriffenund niemand meiner Musikfreunde besitzt sie, um sie überspielen zu können... :I
ab (19.01.2011, 11:18): Alfred Schnittke - Konzert für Klavier zu 4 Händen und Kammerorchester Klavierduo Genova & Dimitrov Radio-Philharmonie Hannover des Ndr Eiji Oue cpo, 2001
Cetay (inaktiv) (19.01.2011, 18:44): Original von ab Original von Cetay http://www.jpc.de/image/w183/front/0/7318590015742.jpg Aho; Tubakonzert & Kontrafagottkonzert
Gut? :thanks
Ich weiß nicht so recht. Die Soloinstumente sind nicht gerade die beweglichsten, entsprechend statisch ist das angelegt, was bei der Spieldauer doch zu einigen empfundenen Längen führt. Originiell finde ich, dass sich -in beiden Konzerten- das Soloinstument erst zu erkennen gibt, nachdem es eine Weile lediglich als "interessante Klangfarbe" (mit-)gewirkt hat. Sonst: Ein paar Steichercluster hier, ein paar Tuttieruptionen da, exotisch anmutende Melodiefragmente der Holzbläser dort. Das habe ich alles schon ähnlich aber schlüssiger in Nielsens 5ter Sinfonie gehört. Ich bin nicht in der Lage, in diesen Aho-Konzerten große Entwicklungslinien und motivische Verklammerungen zu erkennen. Um sie bloß als unmittelbares Klangerleben zu nehmen, sind sie wiederum zu tonal. Das läßt mich etwas zwiespältig zurück.
Interessante Aufnahme, wobei sich Znaider meiner Meinung nach etwas mehr "trauen" könnte: In einigen Passagen wirkt er mir manchmal etwas zurückhaltend. Auf der anderen Seite ist Valery Gergiev ein aufmerksam begleitender Dirigent und die WP bieten besonders bei Korngold einen luxuriös-opulenten Klang.
ab (19.01.2011, 21:07): Johann Sebastian Bach: The Brandenburg Concertos No. 1-4, BWV 1046-1049 I Barocchisti Diego Fasolis Arts , 2006
Jürgen (20.01.2011, 08:58): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51hOGrf3yFL._SL500_AA300_.jpg
J.S.Bach: Messe in h-moll BWV 232, Herreweghe 1988 (Virgin)
Aus meinem gestrigen Einkauf.
Grüße Jürgen
ab (20.01.2011, 09:06): Johann Rufinatscha (1812 -1893 ) The Bride of Messina - overture BBC Philharmonic Gianandrea Noseda (conductor)
Letztes Jahr erstmals wieder nach über hundert Jahren bei uns ausgegraben und aufgeführt, was gleich zu Dokumentationszwecken unserers Landesmuseeums aufgenommen wurde, haben wohl die Leute von BBC diese Produktion - bei uns in kleiner Orchesterbesetzung gespielt - gehört, und die Noten bestellt. Nun ist die Ouvertüre bei der BBC mit großem Orchester aufs Programm gesetzt worden. Weitere Aufnahmen sind geplant. Vor allem, war zu lesen, dass Chandos gleich drei CDs mit orchestraler Musik von ihm aufzunehmen plant. In den englischsprachigen Foren ist zu spüren, dass Rufinatscha den Ruf genießt, der bedeutendste der "unbekannten" Komponisten seiner Zeit neben Ries zu sein.
Noch zwei Tage hier anzuhören
auch, weil danach Vilde Frang das Brahms Violin-Konzert spielt, wenn man sich nicht von drögen Orchester abhalten lässt...]
Rufinatschas Sinfonien sind bereits früher bei uns aufgenommen worden, nämlich unter der Leitung von Edgar Seipenbusch, den womöglich einige von euch kennen, weil Marco Polo mit ihm Orchesterwerke von Zemlinsky und Schreker produziert hatte. Besonders beeindruckt Rufinatschas 5. Sinfonie.
Rufinatsch - bald also kein Geheimtipp mehr :D
:hello
Agravain (20.01.2011, 09:38): Gestern bereits habe ich erstmals in diese Scheibe
hinein gehört, wobei mich da nicht eben viel begeister hat. Das mag zum einen an dem recht muffigen Klang, dessen Halllosigekeit mir persönlch insgesamt zu trocken erscheint, liegen. Zum anderen finde ich die Rollenverteilung gewöhnungsbedürftig. Lanzelot ein Bariton, Merlin ein heldenhafter Tenor? Well. Ich muss mich da vielleicht einfach einhören. Verdammte Erwartungshaltung. Darum jetzt gleich noch einmal.
ab (20.01.2011, 17:12): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/416lu0SN64L._SL500_AA300_.jpg Debussy; Preludes; Bolet
Da springt der Funke nicht über.
Danke für diese Hinweis auf die Wiederveröffentlichung. Ich höre sie gerde über live-strem und muss sagen: eine eigenwillige Interpretation, bei der bei mir aber Funken sprühen...
Mit den Préludes geht es vielen so, dass sie zunächst als sperrig empfunden werden. Dran bleiben: Es lohnt sich! Sie gehören mittlerweile zu meinen Lieblingswerken der Klaviertradition. :hello
Steht etwas bei Deiner Ausgabe über ein Remaster? Ich sah nämlich, dieselbe CD hat auch Decca im Repertoir:
Tolle Aufnahme einer interessanten Musik: einerseits meditativ-kontemplativ und auf der anderen Seite aber auch mit kraftvollen-energischen Momenten.
Cetay (inaktiv) (20.01.2011, 22:30): Original von ab Steht etwas bei Deiner Ausgabe über ein Remaster? Ich sah nämlich, dieselbe CD hat auch Decca im Repertoir:
Nein, es gibt keine Angaben zum Mastering. Im Begleittext ist der Hinweis zu finden, dass "die gesamte Decca-Produktion wegen der Qualität des Klavierklangs (...) berühmt" wurde. Es dürfte sich also um das Original handeln.
ab (21.01.2011, 09:20): Ralves Bolero, von ihm selbst interpretiert: Großartig wie da der Takt durchgezogen wird, als ticke ein Metronom im Kinderzimmer, wo all die gesammelten Porzelanpüpchen herumstehen ...
Armin70 (21.01.2011, 19:54): Radiomitschnitt eines Konzerts, das am 16.12.2010 im Freiburger Konzerthaus stattfand:
Johann Sebastian Bach: Kantate "Ich bin vergnügt" BWV 204
Wilhelm Friedemann Bach: Flötenkonzert D-Dur
Johann Sebastian Bach/Wilhelm Friedemann Bach: Kantate "Jauchzet Gott in allen Landen" BWV 51
Zugabe: Johann Sebsastian Bach: Fantasia c-moll aus BWV 562
Die Kantate BWV 51 wurde in diesem Konzert in der selten zu hörenden Bearbeitung von Wilhelm Friedemann Bach gespielt. W. F. Bach fügte im ersten und letzten Satz eine 2. Trompete und Pauken hinzu. Die mittleren Sätze sind, soweit ich das feststellen konnte, mit J. S. Bachs Originalfassung identisch. Diese Fassung gefällt mir auch ganz gut.
Insgesamt sind das hervorragende Interpretationen aller Werke. Besonders die Sopranistin Julia Kleiter singt brilliant und das Zusammenspiel mit dem Orchester ist fantastisch: sehr homogen und dabei auch kammermusikalisch-transparent.
Julia Kleiter: Sopran Karl Kaiser: Flöte Friedemann Immer und Jaroslav Roucek: Trompeten Freiburger Barockorchester Petra Müllejans: Konzertmeisterin und Leitung
Agravain (21.01.2011, 20:40): Bei mir verklingt gerade:
Obwohl ich ja an sich durchaus mal ein Freund langsamer Mahler-Interpretationen bin, so gehört Neumanns straffe, besonders im ersten Satz recht düstere Einspielung der Neunten aus Leipzig (1967) zu meinen liebsten.
:hello Agravain
Agravain (22.01.2011, 08:47): Tagesbeginn mit Sergej Tanejews Symphonie Nr. 3 in der von der FAZ zu Recht gerühmten Sanderling-Einspielung aus dem Jahre 2006:
Peter Brixius (23.01.2011, 10:04): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41xeyTTjZ2L._SL500_AA300_.jpg
Langsam schmilzt der Berg dessen, was ich mir über die Feiertage alles aufgenommen habe. Nicht dass alles nur Film war, darunter war etwa auch das Weihnachtsoratorium unter Dijkstra, das mich beim ersten Ansehen nicht unbedingt begeistert hat) und ich kann mich wieder mehr den CDs widmen. Heute Morgen
Französische Suite Nr. 6 Italienisches Konzert BWV 971 Präludium & Fuge Nr. 1 in C BWV 846 aus "Das wohltemperierte Klavier" Bach / Liszt: Präludium & Fuge BWV 543 Bach / Busoni: Chaconne in d aus BWV 1004
Nikolaus
Peter Brixius (23.01.2011, 12:58): http://www.umsiedlerdienst.de/bilder/mozart_bbc.bmp
Nix für Hippe, aber BBC Symphony Orchestra und Chorus sind großartige Ensemble, die eine überzeugende Aufführung der c moll-Messe eingespielt haben. Auch die Solisten Laura Aikin, Emma Bell, Jeremy Ovenden und James Rutherford erfreuen. Aufgenommen wurde ein Konzert in der Barbican Hall vom 27.1.2006.
Man erhält die CD zusammen mit dem aktuellen BBC Music Magazine.
Liebe Grüße Peter
ab (23.01.2011, 13:36): Ich ließ es mir heute Vormittag nicht entgehen, in die Generalprobe der Sinfonie Nr. 2 von Michael FP Huber zu gehen, die heute uraufgeführt werden wird. Was für eine Vorfreude, sie noch ein weiters Mal hören zu dürfen! Mir fehlen die Worte! Eine Sinfonie von solcher Qualität gibt es nur wenige! :down :down :down Merkt euch diesen Namen! Huber ist ein wahrer Meister des Kontrapunkts, der Instrumentierung, der Melodieführung, des Aufbaus, des Zusammenhangs, usw.usf. Grandios, wie man auch mit tonalen Mitteln die Ziele so mancher klangaufbauschenen Serialisten viel überzeugender umsetzen kann, indem diesen sinnfällig eine thematische Rollen zukommt. :engel
Schwer, nun überhaupt etwas zu finden, das ich hören möchte - und so wechsle ich zur Kammermusik:
Wie aus einem Guss gespielt, Spannungsgeladen, keine Hacken, keine Kanten, absolute Klasse !!!
Beste Grüße und Gute Nacht! Daniel
daniel5993 (24.01.2011, 01:11): Original von Amadé http://www.klassikschallplatten-bremen.de/World2/B_57.JPG
Na, da hast Du aber ein interessantes Schnäppchen, Perlemuter war der Lehrer von Christian Zacharias.
Gruß Amadé
Abend Amade,
da kenn ich den Lehrer wohl besser als seinen Lehrling. Zacharias ist leider nur ein Name unter vielen, mit welchen ich mich kaum oder garnicht beschäftigt habe. Ich hab mal ein paar Mozartaufnahmen mit ihm gehabt, mehr aber auch nicht..... :ignore
Beste Grüße Daniel
Peter Brixius (24.01.2011, 08:29): http://ecx.images-amazon.com/images/I/514c6qEMrOL._SS400_.jpg
Georg Philipp Telemann: Die Tageszeiten - Der Morgen
Liebe Grüße Peter
ab (24.01.2011, 09:12): Bartók - Streichquartett Nr. 2 A-Moll op. 17 Hungarian String Quartet
Immer mehr mag ich deren Interpretation, Bartok weniger aus der Sicht der Moderne, sondern mehr der historischen Vorläufer zu interpretieren. (Das überzugt mich einfach wesentlich mehr als die sonst so gerühmten Einspielungen von Juilliard String Quartet über Alban Berg Quartett bis Emerson Quartet.)
Peter Brixius (24.01.2011, 11:18): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51NPbd4NWsL._SS400_.jpg
Karlheinz Stockhausen: Stimmung
Was für ein Werk! Erbe der ganzen Musikgeschichte in einer Form, die nur von einem Mann vom Sirius geschrieben sein kann, eine Klangschönheit, die nie langweilt, auch weil der Mann lange genug am Rhein gelebt hat, so dass es hin und wieder nur so funkelt von Witz und Humor.
Fantastisch das Theatre of Voices!
Liebe Grüße Peter
Peter Brixius (24.01.2011, 12:03): http://ecx.images-amazon.com/images/I/514c6qEMrOL._SS400_.jpg
Georg Philipp Telemann: Die Tageszeiten - Der Mittag
Peter Brixius (24.01.2011, 22:08): http://www.umsiedlerdienst.de/bilder/mozart_bbc.bmp
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 40 g-moll KV 550
bei den Proms 2010 aufgezeichnet ...
Liebe Grüße Peter
Jürgen (24.01.2011, 22:50): Ich habe heute meinen sonntäglichen Radiomitschnitt ausgewertet.
Neben der Bachkantate BWV 111 "Was mein Gott will, das g'scheh allzeit" wurden auch noch 2 weitere Coverversionen dieser schönen Melodie gesendet. Diejenige von Heinrich Schütz hat mich beinahe mehr berührt, als die Bach'sche. Bach's Version in der MaPa ist natürlich unschlagbar :D.
Geistliche Chormusik 1648: Was mein Gott will, das g'scheh allzeit SWV 392 Dresdner Kammerchor / Capella Sagittariana Dresden, Hans-Christoph Rademann
Ich werde morgen in der Bücherei mal nach weiteren Schütz-Werken Ausschau halten.
Grüße Jürgen
Peter Brixius (24.01.2011, 23:18): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51eb3oc0xBL._SS500_.jpg
Benjamin Britten: Serenade for Tenor, Horn and Strings
Ein wunderbares Stück in einer beispielhaften Interpretation mit Peter Pears, Tenor Dennis Brain, Horn The Boyd Neel String Orchestra Benjamin Britten, Dirigent
Magische Momente, für mich die Einspielung des Werkes
Liebe Grüße Peter
Agravain (25.01.2011, 08:15): Ich bin zwar früh dran, aber mir ist irgendwie danach, zumal dies das erste Jahr seit Ewigkeiten ist, in denen es für mich keine aktive Aufführung der Matthäus-Passion geben wird. Bis heute finde ich Herreweghes erste Einspielung ausgesprochen überzeugend, nicht zuletzt wegen der ausgesprochen menschlichen Jesus-Darstellung durch Ulrik Cold und trotz der in den Chorälen ausgehaltenen Fermaten.
Peter Brixius (25.01.2011, 08:28): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61PX2CEZB2L._SS500_.jpg
Zunächst mal den 1. Akt ...
Liebe Grüße Peter
Peter Brixius (25.01.2011, 11:09): Ich bleibe bei Vokalmusik.
http://www.umsiedlerdienst.de/bilder/souzay.jpg
Gérard Souzay begleitet von Dalton Baldwin. Jacqueline Bonneau ist die Partnerin bei dem Strauß fabulöser Schubertlieder.
Liebe Grüße Peter
Cantus Arcticus (25.01.2011, 11:41): Original von Peter Brixius
Benjamin Britten: Serenade for Tenor, Horn and Strings
Ein wunderbares Stück in einer beispielhaften Interpretation mit Peter Pears, Tenor Dennis Brain, Horn The Boyd Neel String Orchestra Benjamin Britten, Dirigent
Magische Momente, für mich die Einspielung des Werkes
Liebe Grüße Peter
Lieber Peter Da stimme ich Dir ohne Vorbehalte zu, magische Momente!!!
ab (25.01.2011, 17:38): Original von Cantus Arcticus Original von Peter Brixius
Benjamin Britten: Serenade for Tenor, Horn and Strings
Ein wunderbares Stück in einer beispielhaften Interpretation mit Peter Pears, Tenor Dennis Brain, Horn The Boyd Neel String Orchestra Benjamin Britten, Dirigent
Magische Momente, für mich die Einspielung des Werkes
Liebe Grüße Peter
Lieber Peter Da stimme ich Dir ohne Vorbehalte zu, magische Momente!!!
Viele Grüsse Stefan
ein tolles Werk! Vor einiger Zeit hatte ich das Glück, es im Konzert hören zu dürfen. Seltsam, wie schwer sich Hornisten tun, wenn sie absichtlich unsauber spielen sollen (ein Schelm ist, der denkt: "und umgekehrt." :J )
Ich liebe bei dieser Mono-Aufnahme auch ihr Klangkonzept! :hello
Peter Brixius (25.01.2011, 19:14): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41uZr6oWwOL._SS500_.jpg
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 in der Fassung für Klavier und Streichquintett G-dur
Nach den überaus positiven Informationen bin ich neugierig geworden und die CD gerade auf Marketplace bestellt. Ich habe bisher nur die ausdrucksstarke Stereo-Aufnahme mit Britten und Tuckwell. Ich bin gespannt. Gruß Amadé
Bisher hat mich Tennstedt nie so recht überzeugen können, abgesehen Mahlers 2. live.
Gruß Amadé
Peter Brixius (25.01.2011, 22:18): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51EhXptXQCL._SL500_AA300_.jpg
I Ciarlatani bringen Musik des Mittelalters zu Gehör. Liedern aus dem Codex Manesse sind Instrumentalstücke aus anderen Quellen beiseite gestellt worden. Ein preiswerter Einstieg in mittelalterliche Musik mit guter interpretatorischer Leistung und einem leidlich informativen Booklet, das die Texte (ohne Übertragung) bringt und zu jedem Werk eine kurze Hinführung, die man gerne ergänzen würde (ich habe vor, das in einem Thread - vielleicht "Musik des Mittelalters" ? - zu tun, wenn sich hier kein heftiger Widerstand regt).
Liebe Grüße Peter
Armin70 (25.01.2011, 23:42): Bei mir läuft jetzt auch mal wieder Musik von Benjamin Britten, allerdings nicht die großartige Serenade sondern andere Orchesterwerke:
ab (26.01.2011, 19:01): In Vorfreude auf das Konzert gleich: Cappella Andrea Barca András Schiff Klavier & Dirigent Wolfgang Amadeus Mozart Symphonie Nr. 33 B-Dur KV 319 Joseph Haydn Symphonie D-Dur Hob I:104 „Salomon“ Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73
Ericson hatte schon Ahnung von Chorgesang. Auch seine Einspielung (live 1992) der "h-moll-Messe" ist dafür ein beredtes Beispiel. Da wird durchweg ausgesprochen kultiviert gestaltet, was verhindert, dass bei aller Vermeidung des Extremen keine maingestreamte, öde, x-te Darstellung des Bachschen Opus summum dabei herauskommt.
:hello Agravain
ab (27.01.2011, 08:56): Meine "CD des Jahres 2010" an erstmaligen Erscheinungen am Plattenmarkt. Und eine der wenigen mich wirklich überzeugenden Produktionen von Violinkonzerten des letzten Jahrzehnts.
Peter Brixius (28.01.2011, 11:39): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51A1K1NoSBL._SS500_.jpg
Richard Wagner: Das Liebesverbot - ungewohnter Wagner, wenn es da und dort auch in der Partitur von Zukünftigem irrlichtert. Eigentlich hört man die Oper nur deswegen.
Liebe Grüße Peter
Jeremias (28.01.2011, 16:46): Viel zu lange nicht mehr gehört:
immer mal wieder läuft bei mir die 1. von Beethoven, diesmal aus dieser Box:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41QC8B6HKTL._SL500_AA240_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 Orchestre Révolutionaire et Romantique / John Eliot Gardiner
Einen schönen Sonntag, :hello Wolfgang
Poztupimi (30.01.2011, 11:24): Von einer CD, die schon ein paar Monate auf ihren Einsatz wartet:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YyjVCIBZL._SL500_AA300_.jpg Joseph Haydn (1732-1809) Streichquartett Nr. 69 B-Dur op. 71, Nr. 1 / Hob. III: 69 Auryn Quartett
:hello Wolfgang
Poztupimi (30.01.2011, 12:15): Epochenhüpfung:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51vpcLH3XqL._SL500_AA300_.jpg Antonio Vivaldi (1678-1741) Ercole sul Termodonte – Dramma per musica in tre atti RV 710 Mitwirkende: alles was Rang und Namen hat: Rolando Villazón, Romina Basso, Patrizia Ciofi, Diana Damrau, Joyce di Donato, Vivica Genaux, Philippe Jaroussky, Topi Lehtipuu / Coro da Camera «Santa Cecilia» di Borgo San Lorenzo / Europa Galante / Fabio Biondi
Fabio Biondi hat Partiturfragmente zusammengetragen und um Rezitative ergänzt. Der Kritiker in der letzten Fono Forum hält Villazón für deplaziert und vergibt insgesamt nur drei von möglichen fünf Sternen.
Um auf einen Beitrag aus dem Jahre 2008 zurückzugreifen:
"Weniger von theatralischen Ausbrüchen als von einer sehr differenzierten Dosierung der Ausdrucksmittel bestimmt", war in einer FF-Kritik zu lesen. Sie ist nur von eine Chitarrone begleitet. Dadurch bekommen die Madrigale und Arien eine äußerst intimen Charakter. Barazzoni singt so gut wie vibratofrei :engel, hat eine wunderschöne Stimme :engelund eine äußerst differenzierte Gestaltung im musikalischen Ausdrucksbereich engel . Die Chitarrone ist ganz auf zurückhaltende Begleitung eingestellt, was der Intention Caccinis enspricht: Affetto ist der Ausdruck der Worte und des sprachlichen Inhalts concetto, und dieser soll Gefühle in den Hörenden erwecken affetto, nämlich kraft der verschiedenen Noten und Akzente sowie der Gegesätzlichkeit bei der Intensitätsgestaltung der Sprache. :hello
Peter Brixius (31.01.2011, 10:06): Eines der Stücke, die bei mir seltener auf den "Plattenteller" kommen
Edouard Lalo: Symphonie espagnole
Aber wenn das Orchestre Lamoureux unter Manuel Rosenthal beteiligt ist, Arthur Grumiaux den Violinpart spielt, dann ist es deutlich mehr als ein musikalischer Reisebericht. In derselben Besetzung folgten dann noch Ravel:Tzigane und Saint-Saens: Havanaise und Introduction et Rondo capriccioso ...
Liebe Grüße Peter
Armin70 (31.01.2011, 17:17): Auf Anregung durch das Forum höre ich jetzt:
Der Komponist Tommaso Traetta sagte mir bis dahin gar nichts aber das gefällt mir ausgesprochen gut. Für weitere Informationen erlaube ich mir, auf Heikes Bericht von der Berliner Aufführung dieser Oper zu verweisen: Klick
Peter Brixius (31.01.2011, 17:31): Original von Armin70 Auf Anregung durch das Forum höre ich jetzt:
Der Komponist Tommaso Traetta sagte mir bis dahin gar nichts aber das gefällt mir ausgesprochen gut. Für weitere Informationen erlaube ich mir, auf Heikes Bericht von der Berliner Aufführung dieser Oper zu verweisen: Klick
Ich habe mir die Oper auch wieder aufgelegt - eine Antigone mit gutem Ausgang ... bärenstarke Musik, gute Interpretation.
Liebe Grüße Peter
Jürgen (31.01.2011, 21:23): Original von Peter Brixius Original von Armin70 Auf Anregung durch das Forum höre ich jetzt:
Der Komponist Tommaso Traetta sagte mir bis dahin gar nichts aber das gefällt mir ausgesprochen gut. Für weitere Informationen erlaube ich mir, auf Heikes Bericht von der Berliner Aufführung dieser Oper zu verweisen: Klick
Ich habe mir die Oper auch wieder aufgelegt - eine Antigone mit gutem Ausgang ... bärenstarke Musik, gute Interpretation.
Liebe Grüße Peter
Ich höre gerade die Amazon-Schnipsel. Ist zwar nicht gerade meine Lieblingsrichtung, ist aber gut gemacht und als Begleitung für einen sommerlichen Roséwein hervorragend geeignet.
Wenn's -8°C hat, sind die Vorstellungen von lauen Sommernächten besonders verklärt. :W
Grüße Jürgen
Peter Brixius (31.01.2011, 21:50): Original von Jürgen Ich höre gerade die Amazon-Schnipsel. Ist zwar nicht gerade meine Lieblingsrichtung, ist aber gut gemacht und als Begleitung für einen sommerlichen Roséwein hervorragend geeignet.
Wenn's -8°C hat, sind die Vorstellungen von lauen Sommernächten besonders verklärt. :W
Lieber Jürgen,
es gibt eine Anzahl interessanter Zeitgenossen von Gluck, die sich zu entdecken lohnt, darunter auch Piccini, der angebliche Rivale Glucks (die beiden konnten miteinander etwas anfangen und hatten persönlich ein gutes Verhältnis). Traetta ist mehr als lohnenswert, da brauchte es ein gutes Marketing, damit er auf dem Markt präsent bleiben könnte - die musikalische Substanz hat er auf jeden Fall ... und warm wird's einem auch dabei :wink
Liebe Grüße Peter
Peter Brixius (01.02.2011, 09:13): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51SCYWCV7ML._SS500_.jpg
Felix Mendelssohn: Die Heimkehr aus der Fremde. Liederspiel in einem Akt
Eine schöne Alternative zu der Wallberg-Aufnahme.
Liebe Grüße Peter
ab (01.02.2011, 10:05): erstmals im Ohr, bekomme ich kaum den Mund zu :down
Brahms - Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 Danish State Radio Symphony Orchestra Fritz Busch, Dirigent recorded in: 1947
Bislang kenne ich ja von Busch (dessen interessante Biographie ich leider nur häpchenweise lesen kann, weil ich sie nicht besitze und immer nur zu ein paar Minuten komme, wo sie vorhanden ist) nur Beehtovens 9., die ich - trotz etlicher Mängel - überwältigend durch seinen Klangfüllengestaltung finde, Mozarts Cosi, die ich so vergnüglich wie keine andere mir bekannte finde, Mozarts Don Giovanni sowie Beethovens Violinkonzert mit Bruder Adolf - und nun dieses Brahms :B
By the way: Zu seiner ersten Meistersingerproduktion in den 20ern in Bayreuth schreibt er, dass er allein mit dem Chor gut 100 Einzelproben abhalten konnte: die Londoner müssen heute bei ihren fünf Konzerten pro Woche in der Regel mit jeweils einer einzigen auskommen, und bei uns nützen selbst die fünf Proben kaum etwas....
Agravain (01.02.2011, 10:37): Bei mir läuft eine Vertonung der Missa pro defunctis, die ich wirklich lange nicht gehört habe:
Johann Christian Bach: Sextuor en ut majeur pour hautbois, 2 cors, violon, violoncelle & instrument à clavier
(Ein eleganter Ausdruck für eine Zeit, in der es mehrere Alternativen für ein Tasteninstrument gab, die als mehr oder weniger gleichwertig angesehen wurden)
Liebe Grüße Peter
ab (01.02.2011, 23:22): Original von ab erstmals im Ohr, bekomme ich kaum den Mund zu :down
Karajans 1. finde ich matt, aber Knas 3 ist gut, Krips 4 vorzüglich, Menuhins Violinkonzert eine seiner eher guten Aufnahmen, Solomos 2. KlaKo exzellent, das Sextett mit Casals mehr als nur legendär: eine Traumbox, sozusagen! Bin gespannt auf den Rest! :hello
Jürgen (02.02.2011, 09:06): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51tlo4712jL._SL500_AA300_.jpg
J.S.Bach: Brandenburgische Konzerte, Egarr 2008
Die Interpretation des Ersten ist bei Egarr sehr Hornlastig gelungen. Mir gefällt das.
Grüße Jürgen
Cantus Arcticus (02.02.2011, 09:30): Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/51tlo4712jL._SL500_AA300_.jpg
J.S.Bach: Brandenburgische Konzerte, Egarr 2008
Die Interpretation des Ersten ist bei Egarr sehr Hornlastig gelungen. Mir gefällt das.
Grüße Jürgen
Hallo Jürgen Dem kann ich nur zustimmen, diese Interpretation gefällt mir auch sehr gut. :)
Gruss Stefan
Cantus Arcticus (02.02.2011, 09:35): Josef Haydn ist bei mir das Thema heute morgen :J
Wieder einmal Eugen Jochum und das London Philharmonic Orchestra:
Karajans 1. finde ich matt, aber Knas 3 ist gut, Krips 4 vorzüglich, Menuhins Violinkonzert eine seiner eher guten Aufnahmen, Solomos 2. KlaKo exzellent, das Sextett mit Casals mehr als nur legendär: eine Traumbox, sozusagen! Bin gespannt auf den Rest! :hello
Tja, was soll man sagen! Auf CD 7 ist das angekündigte Klaviertrio Nr. 1 mit Hess, Casals & nicht droben und ebenso hebt auf CD 8 das als "Streichsextett" auf Box, Cover und CD angekündigte Werk gleich mit einem Klavier an. :S
Muss noch nachforschen, worum es sich bei dem gepressten Zeugs tatsächlich handelt. Jedenfalls fallen damit zwei Überscheidungen mit der früheren Box unten von Membran weg, und das wäre an sich ja sehr erfreulich, wenn es nur halt auch droben stehen würde... Einzige Überschneidung ist die Violinsonate Nr. 2 mit den Geschwistern Menuhin; ärgerlicherweise einmal als 1934, dann aber als 1936 angekünidgt, wo es sich um dieselbe Aufnahme handelt. In der Wallet-Box klingt sie übrigens deutlich angenehmer!
ab (02.02.2011, 10:18): Auch bei mir Haydn, nachdem ich sie im Konzert so ausnehmend schön interpretiert gehört habe unter dem Dirigat von András Schiff und seiner Truppe.
Peter Brixius (02.02.2011, 12:46): Tommaso Traetta: Ifigenia in Tauride
Ein Mitschnitt vom Martina Franca Festival 1987. Mit Glucks Iphigénie en Tauride sollte man das Werk nicht vergleichen. Aber es hat für sich selbst viele Argumente und verdiente Beachtung. Das Werk wurde 1763 für Wien geschrieben, ein Jahr nach Glucks Orfeo. Es war die erste abendfüllende Reformoper (Leopold/Zimmermann). Gluck nahm sich die Erinnyenszene später für seine Iphigénie zum Vorbild.
Der Rundfunkmitschnitt hat zwar hin und wieder einen kurzen Aussetzer, aber vermittelt einen guten Eindruck der Oper.
Liebe Grüße Peter
ab (02.02.2011, 14:34): Haydn: Sonnen-Quartette Hagen Quartett DG http://ecx.images-amazon.com/images/I/518J5XR3Y9L._SL500_AA300_.jpg
Das war dringend, denn im Radio erklang gerade vom Hugo Wolf Quartett aus dieser Sammlung etwas von ihrer neuen CD, aufgenommen in Lockenhaus, die mir überhaupt nicht gefallen hat. http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2BzaSnofIL._SL500_AA300_.jpg
Poztupimi (02.02.2011, 17:30): Original von ab Haydn: Sonnen-Quartette Hagen Quartett DG http://ecx.images-amazon.com/images/I/518J5XR3Y9L._SL500_AA300_.jpg
Das war dringend, denn im Radio erklang gerade vom Hugo Wolf Quartett aus dieser Sammlung etwas von ihrer neuen CD, aufgenommen in Lockenhaus, die mir überhaupt nicht gefallen hat. http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2BzaSnofIL._SL500_AA300_.jpg Nun lieber ab,
dann wird Dir hoffentlich diese CD besser gefallen, die für den 18. Februar 2011 angekündigt ist:
Während mit den Bartók-Quartetten die erste DGG-Aufnahme bei einem Zweit-Vermarkter gelandet ist (auch schon weitere??), gibt die vier offensichtlich bei einem neuen Label.
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (02.02.2011, 17:34): Jetzt bei mir im CD-Spieler:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51jWAdT-IeL._SL500_AA300_.jpg 'Ne me refuse pas' Arien von Massenet, Cherubini, Halévy, Berlioz, Wormser, Thomas, Bizet & Camille Saint-Saëns Marie-Nicole Lemieux, François Lis / Le Jeune Chœur de Paris / Orchestre National de France / Fabien Gabel
Einen schönen Abend, :hello Wolfgang
ab (02.02.2011, 17:34): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51RHSXLSS4L._SL500_AA300_.jpg Endlich! bin gespannt!
:leb :leb :leb :leb
ab (02.02.2011, 17:35): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41V6eOOwGvL._SL500_AA240_.jpg
Poztupimi (02.02.2011, 17:36): Original von ab http://ecx.images-amazon.com/images/I/51RHSXLSS4L._SL500_AA300_.jpg
Endlich!
:leb :leb :leb :leb
Das habe ich nicht anders erwartet :D
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (02.02.2011, 17:47): Original von Poztupimi Original von ab http://ecx.images-amazon.com/images/I/51RHSXLSS4L._SL500_AA300_.jpg
Endlich!
:leb :leb :leb :leb
Das habe ich nicht anders erwartet :D
Grüße, Wolfgang
Nachtrag:
Angeregt durch die "30" auf dem Cover habe ich bei Tante Google gestöbert. Auf der Internet-Seite des Impressariats Simmennauer lese ich den Satz
"2011 feiert das Hagen Quartett sein 30-jähriges Jubiläum, dazu werden neue CD-Einspielungen bei "myrios classics" erscheinen."
+ W. A. Mozart: Bearbeitungen aus Bachs WTK, KV 405 Adagio und Fuge c-moll, KV 546
Poztupimi (02.02.2011, 23:10): Nachdem jetzt die letzten Takte Schubert verklungen sind:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51EDhdmW03L._SL500_AA300_.jpg Franz Schubert (1797-1828) Sonate für Klavier B-Dur D 960 Stephen Kovachevich
lege ich jetzt auch mal ein Streichquartett ein, allerdings nicht die Hagens:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YyjVCIBZL._SL500_AA300_.jpg Joseph Haydn (1732-1809) Streichquartett D-Dur op. 71 Nr. 2 Auryn Quartett
Grüße, Wolfgang
Peter Brixius (03.02.2011, 08:50): Lortzing schrieb 1848 die Oper Regina, tatsächlich eine Revolutionsoper. Im Moment gibt es auf dem Markt leider nur diese Aufnahme
Aufnahme: 14.–20.10.1951, Studio Spieldauer: 86'47 (52'32, 19'38, 14'37) Dirigent: Walter Schartner Orchester des Berliner Rundfunks der DDR Kommentar: stark gekürzt, Dialogbearbeitung: Wilhelm Neef
Beides (Kürzung und Bearbeitung) macht die Aufnahme leider zu einer der zweiten Wahl. Denn der DDR war die Lortzingoper nicht revoloutionär genug - und so wurde Geschichte gefälscht.
Inzwischen wurden mehrere Versuche unternommen, die Oper in der Originalfassung auf die Bühne zu bekommen. Der gegenwärtige Versuch ist eine konzertante Aufführung, deren Mitschnitt ich mit Vergnügen gehört habe
Die habe ich heute erstmalig gehört - im Auto auf dem Weg ins Büro um 5 morgens. Trotz dieser widrigen Begleitumstände war ich schwer beeindruckt. Bemängeln muss ich freilich, dass auf dem vorderen Cover der Name der Interpretin größer geschrieben ist als die Namen der Komponisten und dass man es selbst auf der Rückseite nicht für nötig befunden hat, die Opuszahlen der Werke anzugeben, dafür aber ein weiteres Bild plazieren musste. Und im Booklet geht es so weiter, was soll dieser sinnliche Mund auf der Nahaufnahme des Gesichts? Da will man uns wohl wieder das nächste durchschnittliche Geigensternchen mit unlauteren Marketingmethoden schmackhaft machen. :wink :D
top-parsifal: exzellentes, gefühlvolles dirigat, sehr guter klang. und wie großartig ist kurt moll hier.
Jürgen (03.02.2011, 15:54): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51LvRDz0AIL._SL500_AA300_.jpg
Heinrich Schütz: Weinachtshistorie SWV 435, Parrott 1987
ab (03.02.2011, 18:15): Auf eine weitere Box bei Documents gestoßen, diesmal nicht Historisches von der ersten Hälfte des 20. Jahrhhunderts, sondern Neue Musik, aufgenommen in Skandinavien: Snapshots - Developments of Contemporary Classical Music http://www.jpc.de/image/w183/front/0/4011222330888.jpg
Daraus höre ich die CD 1, die mir gerade Freude macht, weil er deutlich besser sein Handwerkzeug versteht als so viele seiner Zeitgenossen. Schade, erstmals bei Documents, dass ich das Originalbooklet vermisse...
Niels Viggo Bentzon: Symphony No. 8; Symphonic Variations The Gothenburg-Aarhus Philharmonic Douglas Bostock einst bei Classico, 2005
Rachmaninov (03.02.2011, 18:51): Original von Cetay Da will man uns wohl wieder das nächste durchschnittliche Geigensternchen mit unlauteren Marketingmethoden schmackhaft machen. :wink :D
ab (03.02.2011, 20:31): Ich bemerke gerade, dass es gar nicht 12.2009 war, sondern erst 04.2010, dass Mahler 2 mit Nott herausgekommen ist, und damit habe ich meine Aussage, die Sibelius-CD mit Vilde Frang sei "meine" Neuaufnahme dieses Jahres gewesen, insofern zu revidieren, als ich ihr Notts Meisterleistung beiseite stellen muss. :times10
Dieses Jahr steht, den Konzertankündigungen zufolge, Mahler '7 bei ihm auf dem Programm. :leb
ab (03.02.2011, 20:56): Original von Rachmaninov Original von Cetay Da will man uns wohl wieder das nächste durchschnittliche Geigensternchen mit unlauteren Marketingmethoden schmackhaft machen. :wink :D
Ist das Deine Einschätzung ihrer Qualitäten?
Das ist wohl eher eine Spitze gegen die heutige Vermarktungesmode. :A
Wer sie im Konzert gesehen hat, weiß, dass die Fotographen hochwertige Arbeit geliefert haben. Sie wirkt vollständig anders als auf den Fotos, finde ich...
Armin70 (03.02.2011, 23:05):
ab (03.02.2011, 23:21): http://cover7.cduniverse.com/MuzeAudioArt/Large/61/1147961.jpg
:engel
Cetay (inaktiv) (04.02.2011, 12:24): Original von ab Original von Rachmaninov Original von Cetay Da will man uns wohl wieder das nächste durchschnittliche Geigensternchen mit unlauteren Marketingmethoden schmackhaft machen. :wink :D
Ist das Deine Einschätzung ihrer Qualitäten?
Das ist wohl eher eine Spitze gegen die heutige Vermarktungesmode. :A
Noch eher ist das eine Spitze gegen die manchmal anzutreffenden und offenbar völlig ernst gemeinten Reaktionen auf die heutige Vermarktungsmethode. Ich habe mal einen alten Beitrag rausgesucht, der das erhellt:
Es gibt etliche, die erheblich besser sind (...), aber weniger Erfolg haben (...) weil sie mit Verantwortung gegenüber Werk und Komponist interpretieren und nicht aus persönlicher Willkür heraus. Das sagt für mich einiges über die Mechanismen aus, die auch im Klassikmarkt herrschen. Ein Blick auf das CD-Cover zeigt schon deutlich, wo die Reise hingeht: Der Name des Interpreten oben ganz gross, dann seine Silhouette und ganz unten erheblich kleiner die Namen der Komponisten und die gespielten Werke.
Wenn ich diesen Gedankengang nachvollziehe, dann muss ich folgern, dass es um Frangs Qualitäten nicht sonderlich gut bestellt sein kann.
Wenn ich lediglich auf meine Ohren und mein Herz höre, dann bin ich frisch verliebt. :engel
Peter Brixius (04.02.2011, 15:13): Nachdem gestern Massenets Werther im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit stand, heute weiter mit
(Diese Oper schaffe ich nicht auf einen Sitz ... im Unterschied etwa zum Werthér)
Liebe Grüße Peter
ab (04.02.2011, 16:04): Original von Cetay
Wenn ich lediglich auf meine Ohren und mein Herz höre, dann bin ich frisch verliebt. :engel
In sie oder aber in ihre Version des Sibelius Violinkonzert?
weil sie mit Verantwortung gegenüber Werk und Komponist interpretieren und nicht aus persönlicher Willkür heraus
Man muss aber nicht nur "mit Verantwortung gegenüber Werk und Komponist interpretieren", sondern auch sich selbst gegenüber: Beim Musikzieren geht es um die Freiheit, zu zeigen, wer man wirklich ist.
Cantus Arcticus (04.02.2011, 16:16): Mich hat's gerade mit einer Erkältung so richtig erwischt. Gegenmittel:
http://www.chandos.net/hiresart/CHAN%209310.jpg
Vielleicht hilfts :A
Mal ganz im Ernst: Sir Charles Mackerras und das Danish National Radio Symphony Orchestra & Choir /Tina Kiberg / Randi Stene / Peter Svensson / Ulrik Gold/ Per Salo, Orgel
Gefällt mir und passt zu meiner Stimmung!
Grüsse Stefan
Agravain (04.02.2011, 17:24): Bei mir mittelalterliches Marienspectaculum à la Clemencic:
daniel5993 (04.02.2011, 18:51): Unter anderem lag diese Platte hier heut in der Post, jetzt kann die CD ja in meines Vaters Hand weitergereicht werden, der liebt diese Aufnahmen ebenfalls sehr.
Cantus Arcticus (05.02.2011, 21:32): Original von Jürgen Hallo Stefan,
ich kenne Allegris Miserere nur mit Preston: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51EAN7Z6TAL._SL500_AA300_.jpg
Tolle Musik. .... Grüße Jürgen
Hallo Jürgen Leider habe ich die Aufnahme von Preston nicht, werde mir diese bei Gelegenheit einmal besorgen.
Wie ist das mit dem Choir of Westminster Abbey: Wieviele Stimmen resp. Sänger sind da beteiligt? Auf meiner Aufnahme sind es neun Stimmen resp. Sänger/ innen.
Was auch interessant ist: Es sind auf der CD 2 Versionen des Miserere vorhanden. Die erste Version ist mit "barocken Verzierungen" versehen (Originaltitel auf CD: Miserere à neuf voix, version avec ornementations baroques), die zweite Version ist meiner Meinung nach die "originale" ohne Verzierung.
Ich habe gerade gesehen, dass die Missa Papae Marcelli auch auf der Archiv-Aufnahme drauf ist. Ich habe hier diese Einspielung vorliegen, die ich nicht schlecht finde:
Tracklist: CD1 Missa Ave Maria (1-8) Missa Hodie Christus natus est (9-14) Hodie Christus natus est (15) Canite tuba (16)
CD2 Ave Maria (1) Tui sunt caeli (2) Jubilate Deo (3) O magnum mysterium (4) Missa Papae Marcelli (5-11) Missa Brevis (12-18)
Anzumerken wäre, dass nur die Missa Papae Marcelli sowie die Missa Brevis von Sir David Willcocks dirigiert werden.
Aber hier fehlt mir der direkte Vergleich zu anderen Aufnahmen... :(
Grüsse Stefan
Armin70 (05.02.2011, 22:09): Erstmals höre ich Musik aus der Zeit des "Ars subtilior", siehe auch hier für weitere Informationen.
Das ist wahnsinnig schöne und faszinierende Musik., die einerseits eine fast meditative Stimmung verbreitet und auf der anderen Seite lassen ungeheuere expressive und vor allem chromatisch-dissonante Strukturen aufhorchen, die fast avantgardistisch wirken.
Hier ein Beispiel für die kunstvolle Notationsweise aus der Zeit des "Ars subtilior":
Die Interpretation des Huelgas-Ensembles unter der Leitung von Paul van Nevel ist schlicht genial und sorgt für Gänsehaut.
Gaston III. Febus (1331 - 1391) war übrigens Graf von Foix, Vizegraf von Bearn, Marsan und Lautrec.
Cantus Arcticus (05.02.2011, 22:41): Original von Armin70 Erstmals höre ich Musik aus der Zeit des "Ars subtilior", siehe auch
Das ist wahnsinnig schöne und faszinierende Musik., die einerseits eine fast meditative Stimmung verbreitet und auf der anderen Seite lassen ungeheuere expressive und vor allem chromatisch-dissonante Strukturen aufhorchen, die fast avantgardistisch wirken.
Hier ein Beispiel für die kunstvolle Notationsweise aus der Zeit des "Ars subtilior":
Hallo Armin70
Ein sehr schönes Beispiel für die damals gebräuchliche Mensuralnotation, würde ich behaupten. Ich habe mich dazu einmal informiert, aber ich bin beileibe kein Musikwissenschaftler und habe mir das so aufgeschrieben:
Mensuralnotation (kommt vom lateinischen mensura -> das Mass) Da der Text im Gregorianische Choral ein bestimmtes Versmass hat, sind die Tondauern sozusagen "vorbestimmt". Eine Notwendigkeit zur Längennotation war also nicht gegeben. Mit dem Einzug der Mehrstimmigkeit jedoch wurde das Problem evident. Das Zeitalter zwischen 1300 und 1600 wurde somit durch diese Mensuralnotation bestimmt. Aus dieser entwickelte sich unsere heutige Notenschrift.
Aber ich denke, das weisst Du wahrscheinlich sowieso. :)
Herzlichen Dank für den Tip!!
Viele Grüsse Stefan
Armin70 (05.02.2011, 23:07): Hallo Stefan,
danke für Deine Infos zur Mensuralnotation, mit der ich mich bislang wenig bis gar nicht beschäftigte. Gleiches gilt übrigens für die sog. "Ars subtilior".
Der Wikipedia-Artikel zeigt, dass das ein komplexes und interessantes Thema ist. Die "Ars subtilior" ist, wie der Name schon andeutet, eine Verfeinerung der Musik, die ungeheuer fortschrittlich war und die sehr zukunftsweisend war bzw. ist.
Auf jeden Fall zeigt mir dies, dass man nie auslernt und dass es sich in jedem Fall lohnt, sich auch mit "alter Musik" zu beschäftigen.
Gruss Armin
Agravain (06.02.2011, 08:39): Seit einem guten halben Stündchen läuft bereits:
Cantus Arcticus (06.02.2011, 11:14): Original von Armin70 Hallo Stefan,
danke für Deine Infos zur Mensuralnotation, mit der ich mich bislang wenig bis gar nicht beschäftigte. Gleiches gilt übrigens für die sog. "Ars subtilior".
Der Wikipedia-Artikel zeigt, dass das ein komplexes und interessantes Thema ist. Die "Ars subtilior" ist, wie der Name schon andeutet, eine Verfeinerung der Musik, die ungeheuer fortschrittlich war und die sehr zukunftsweisend war bzw. ist.
Auf jeden Fall zeigt mir dies, dass man nie auslernt und dass es sich in jedem Fall lohnt, sich auch mit "alter Musik" zu beschäftigen.
Gruss Armin
Hallo Armin Ich habe zu danken :thanks
Die "Ars subtilior" fehlt in meiner - ich will mal sagen - Informationssammlung. Es klingt vielleicht verrückt, aber ich habe bisher immer Buchquellen für meine Informationslücken benutzt. (Die Wiki-Seite ist sehr gut!!)
Ich habe so ein bisschen meine Vorbehalte bei Onlinequellen, da ich in der Vergangenheit zu anderen Themengebieten schon in den Hammer gelaufen bin wegen falscher Angaben, die publiziert wurden. Na ja, mea culpa :( ich hätte es ja wissen müssen...
Gruss Stefan
daniel5993 (06.02.2011, 11:18): Diese Musik hat Eindruck hinterlassen, deshalb bleibt sie auch heut auf dem Plattenteller.
Cantus Arcticus (06.02.2011, 11:40): Original von daniel5993 Diese Musik hat Eindruck hinterlassen, deshalb bleibt sie auch heut auf dem Plattenteller.
Finlandia op. 26 (7'50) Valse Triste op.44 (4'20) Der Schwan von tuonela op.22 Nr.3 (7'46) Festivo op.25 Nr.3 (aus Scènes historiques #I) (7'22) Karelia-Suite op.11 (15'35) Tapiola op.112 (18'26)
Nun ja, es ist nicht die "original" Vinylplatte (leider). Da hast Du in meinen Augen ein Schmuckstück :engel
Die Intensität, die hier Hans Rosbaud mit den Berlinern erreicht, ist für mich einmalig! Karajan kommt bei mir gleich danach, zusammen mit Paavo Berglund.
Auch Dir einen schönen und sonnigen Sonntag.
Gruss Stefan
daniel5993 (06.02.2011, 14:10): Original von Cantus Arcticus Original von daniel5993 Diese Musik hat Eindruck hinterlassen, deshalb bleibt sie auch heut auf dem Plattenteller. http://i.ebayimg.com/01/!BlmWyMQB2k~$(KGrHqQH-EQEtr,MNjliBLcWP9g,N!~~_12.JPG
Jean Sibelius (1865-1957)
Finlandia Valse Triste Der Schwan von Tuonela Tapiola
Berliner Philharmoniker Herbert von Karajan
1967
Beste Grüße und einen schönen Sonntag euch allen! Daniel
Hallo Daniel Ein wirklich gelungenes Album :)
Dann darf ich noch ein weiteres Album hier aufführen, dass meiner Meinung nach einen Platz unter den besten Aufnahmen verdient:
Finlandia op. 26 (7'50) Valse Triste op.44 (4'20) Der Schwan von tuonela op.22 Nr.3 (7'46) Festivo op.25 Nr.3 (aus Scènes historiques #I) (7'22) Karelia-Suite op.11 (15'35) Tapiola op.112 (18'26)
Nun ja, es ist nicht die "original" Vinylplatte (leider). Da hast Du in meinen Augen ein Schmuckstück :engel
Die Intensität, die hier Hans Rosbaud mit den Berlinern erreicht, ist für mich einmalig! Karajan kommt bei mir gleich danach, zusammen mit Paavo Berglund.
Auch Dir einen schönen und sonnigen Sonntag.
Gruss Stefan
Guten Tag Stefan,
Paavo Berglund mit Sibelius gibts öfter auf Platte, auch in dieser oder ähnlichen Zusammenstellung der Werke. Kennen tu ich aber keine Aufnahme von ihm, noch nicht, ich hab mal im Bestand einer meiner bevorzugten Plattenhändler nachgesehen und sowohl Berglund (EMI), als auch Rosbaud (alte Heliodor-Platte) dort mit diesen oder ähnlichen Werken gefunden. Mal sehen, ich wollte mich mit Sibelius sowieso mehr beschäftigen....
Sehr gern höre ich bei diesen Dichtungen (neben Karajan) Barbirolli, Malcolm Sargent und beim "Schwan" am liebsten Okko Kamu.
Schon länger auf meinem Wunschzettel die späte Aufnahme dieser Werke unter Karajan mit dem für mich schönsten Lp-Cover aller Zeiten!
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028941375520.jpg Bei diesem Exemplar warte ich aber noch auf eine erschwingliche Platte, allzuoft gibts die leider nicht, eigentlich verwunderlich bei diesem KarajanKaufrausch der Menschen zu Vinylzeiten.
Ja, so ein schönes Cover verschönt einem doch die Sache weit über die Musik hinaus.
ab (07.02.2011, 16:18): :times10 http://ecx.images-amazon.com/images/I/413K11QTB3L._SL500_AA300_.jpg
Cetay (inaktiv) (07.02.2011, 16:27): Original von ab Original von Cetay
Wenn ich lediglich auf meine Ohren und mein Herz höre, dann bin ich frisch verliebt. :engel
In sie oder aber in ihre Version des Sibelius Violinkonzert?
In ihren Ton. Schon bei den ersten Takten läuft es mir heiß und kalt den Rücken runter. So wie ich heiß und kalt tippe, sehe ich, dass das perfekt zu ihrem Spiel passt. Es ist geradezu gespenstisch, wie unvereinbare Gegensätze einfach transzendiert werden. Fahl und leuchtend zugleich? Feurig und kontrolliert, schneidend und weich? Das geht - und zwar gleichzeitig. Zeitgeistig objektiverende Ausdrucksarmut muss man anderswo suchen, hier gibt es Emotion satt. Aber nicht als subjektiven Gefühlsausdruck, sondern als eigenständige Qualität/Energie, deren Deutung erst im Hörer passiert. (Habe ich zu solchen Fragen nicht kürzlich einen Thread gesehen?) Das klingt so unspektakulär richtig, dass ich mich frage, warum da noch keiner drauf gekommen ist. Der Prokoffief funktioniert ganz genau so und wahrscheinlich könnte ich sie sogar mit Mendelssohn oder Tschaikowski hören, aber ich glaube, darauf will es nicht ankommen lassen und hoffe stattdessen auf DSCH und Nielsen; von Maderna und Carter zu träumen wäre wohl utopisch.
Solitaire (07.02.2011, 18:06): Dank der wunderbaren Möglichkeit der Online-Ausleihe der Bibliotheken im Bergischen Land komme ich gerade in den Genuß dieser Aufnahme:
Eine wirklich sehr schöne Traviata von 1928. Manche sängerischen Eigenheiten dieser Zeit (Portamenti ohne Ende und alles ziemlich schnell gesungen und gespielt) sind etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Aufnahme ist sehr anrührend. Aufgenommen wurde sie in Italien und vermutlich dürfte der eine oder andere Mitwirkende den Komponisten noch persönlich erlebt haben...
ab (07.02.2011, 18:26): Machaut - Messe de Notre Dame - Parrott
Cantus Arcticus (07.02.2011, 21:14): Original von daniel5993 Guten Tag Stefan,
Paavo Berglund mit Sibelius gibts öfter auf Platte, auch in dieser oder ähnlichen Zusammenstellung der Werke. Kennen tu ich aber keine Aufnahme von ihm, noch nicht, ich hab mal im Bestand einer meiner bevorzugten Plattenhändler nachgesehen und sowohl Berglund (EMI), als auch Rosbaud (alte Heliodor-Platte) dort mit diesen oder ähnlichen Werken gefunden. Mal sehen, ich wollte mich mit Sibelius sowieso mehr beschäftigen....
Sehr gern höre ich bei diesen Dichtungen (neben Karajan) Barbirolli, Malcolm Sargent und beim "Schwan" am liebsten Okko Kamu.
Schon länger auf meinem Wunschzettel die späte Aufnahme dieser Werke unter Karajan mit dem für mich schönsten Lp-Cover aller Zeiten!
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028941375520.jpg Bei diesem Exemplar warte ich aber noch auf eine erschwingliche Platte, allzuoft gibts die leider nicht, eigentlich verwunderlich bei diesem KarajanKaufrausch der Menschen zu Vinylzeiten.
Ja, so ein schönes Cover verschönt einem doch die Sache weit über die Musik hinaus.
Beste Grüße Daniel
Hallo Daniel da gebe ich Dir recht! Okko Kamu....., mal sehen....., da habe ich nur eine CD - Einspielung der 2ten Symphonie mit den Berlinern von 1970. Das original Plattenlabel war Polydor....
Malcolm Sargent habe ich auf CD EMI Classics:
Mit den Wiener Philharmonikern: Karelia Suite, op.11 Swan of Tuonela, op.22 No.2 Finlandia, op.26 Karelia Suite, op.11
Mit dem BBC Symphony Orchestra: Pohjola's Daughter, op.49
PS.: Was für mich ein bisschen "gewöhnungsbedürftig" ist, sind folgende 2 Einspielungen der Symphonien von Jean Sibelius:
Nun, ich mag Ashkenazy als Pianist, vor allem seine Einspielung der Diabelli Variationen und die 4 Rachmaninov Konzerte. Als Dirigent hat er seine Meriten sicherlich verdient, er spricht mich da nur bedingt an.
Viele Grüsse Stefan
ab (07.02.2011, 21:42): Armenische Musik von 1988 im neoklassizistischen Stil:
Alexander Arutjunjan - Violinkonzert Ilya Grubert Moskauer Kammerorchester Constantine Orbelian
ab (08.02.2011, 09:52): Neugierig geworden durch die Beiträge oben, habe ich Jochums Johannes-Passion als Live-Strem gefunden, dem ich gerade nachlausche:
Ich beginne langsam zu verstehen, weshalb Fritz Busch in den 30ern noch etwas 100 Einzelproblen allein mit dem Chor (dort bei den Meistersingern) benötigte :ignore Was für ein Rauschen und Brausen!
ab (08.02.2011, 10:52): Ich bleibe bei Jochum, wechsle aber zu Sibelius: Der Sturm, die Okeaniden, Nächtlicher Ritt und Sonnenaufgang
Peter Brixius (08.02.2011, 12:44): Schon gestern habe ich daran gesessen - da ging es darum, die Tracks bei dem Rundfunkmitschnitt zu setzen ... und zu benennen. Die Schartner-Einspielung war da meist hilfreich, aber es gab doch eklatante Abweichungen. Nun, bis auf zwei Chöre habe ich herausgefunden, was da gesungen wurde. Heute Morgen konnte ich mir die Oper dann entspannt anhören:
Albert Lortzing: Regina
in der Münchner konzertanten Aufführung vom 30.1.
Beschlossen ist's, zu Ende sei Die Knechtschaft und die Tyrannei! Wir werden Recht uns bald verschaffen, Wenn nicht mit Worten, dann mit Waffen.
Die kühne Mixtur von Biedermeier und Liberalismus, die manchmal so verworren ist wie die Handlung führt streikende Fabrikarbeiter zum ersten Mal auf die Bühne - ein Kollektiv, das nicht mehr patriachalisch gebunden ist an den "gnädigen Herrn", das aber noch "gebändigt" werden kann durch eine persönliche Ansprache. Doch wenn der Streikführer, der Werkmeister Stephan, gleich die Forderung stellt, Regina, die Tochter des Fabrikbesitzers, zu heiraten (auch wenn sie ihn abgewiesen hat), geht es deutlich zu weit. Die unsichere politische Lage hat zu Marodeuren geführt, denen sich Stephan anschließt, nachdem er Regina entführt hat. Am Ende wird er noch drohen - als für die Marodeure durch die Entschlossenheit der Bürger alles verloren ist - den Pulverturm zu sprengen, damit er in der Hölle mit Regina Hochzeit feiern kann. Regina erschießt ihn und so feiert das Volk am Ende die bestandene Gefahr und die neue Freiheit.
Das Volk läßt sich nicht spotten ... So kommt dem Volk die Herrlichkeit
im Dreivierteltakt ...
Ein tolles Stück, eine gelungene Aufführung
Liebe Grüße Peter
Jürgen (08.02.2011, 13:14): http://ecx.images-amazon.com/images/I/514hHmLOBcL._SL500_AA300_.jpg
Callas à Paris II, Prêtre 1963
Peter Brixius (08.02.2011, 18:19): Johann Friedrich Reichardt ... diesmal mit Kammermusik
ab (08.02.2011, 23:22): gewaltig gut! :down :engel :down Koroliov hat mittlerweile meine Lieblinge von Fellner, Richter und Feinberg vom Thron gestoßen, Hewitt, Gulda und Gould sowieso.
ab (09.02.2011, 10:53): Im Netz schon vor der CD-Veröffentlichung anhörbar: Ich mag solche französische Musik; leider aber singen die Sänger nicht mehr mit einer solchen Technik wie zur Zeit der Entstehung...
Lucien Durosoir (1878-1955) Le Balcon; Sonnet a un enfant; Idylle für Bläserquartett; Trilogie für Cello & Klavier; Klaviertrio; Berceuse für Cello & Klavier Sequenza 9.3, Quatuor Diotima, Trio Hoboken, Quintette Aquilon Alpha
Served by very high level interpreters, the fourth volume in this series underlines and strengthens the public’s growing interest in this previously unpublished repertoire. Fondation Bru plans to organize an international symposium in Venice about this unjustly forgotten composer. This new volume reveals a Lucien Durosoir somewhere between impressionism and modernism, confirming the genius of his very atypical language. Blending in with the shimmering colors of Le Balcon, for choir and string quintet, we find a tender lullaby (a French melody), a virtuoso trilogy for piano and cello, an Idylle where music becomes Poem
Jürgen (09.02.2011, 11:06): http://ecx.images-amazon.com/images/I/510TA1QKMYL._SL500_AA300_.jpg
Clavier-Büchlein für Anna Magdalena Bach 1725, Behringer 1999
Peter Brixius (09.02.2011, 15:13): Gestern habe ich mich mit einer fantastischen Aufführung von
Wolfgang Amadeus Mozart: La finta giardiniera
unter René Jacobs beschäftigt. Das Besondere war, dass er sich auf Noten einer Prager Aufführung stützte, bei denen gegenüber den bei der NMA benutzten Quellen (weitere) Bläserstimmen dazu gefügt waren. Die einzige Kürzung, die Jacobs machte, betraf die Nardo/Serpetta-Szene (Nr. 24 + Nr. 25) zu Beginn des 3. Aktes.
Heute machte ich mir das Vergnügen einer fulminanten Aufführung von
Naja, es gibt ja auch Leute, die trinken kurz vor dem Schlafen Gehen noch einen Kaffee und haben keine Probleme damit. Ich bin da anders gestrickt und höre diese CD lieber morgens, wenn ich nicht richtig wach werde. :D
Grüße Jürgen
ab (10.02.2011, 23:28): Original von ab Claude debussy: Pelléas et Mélisande L'orchestre De La Suisse Romande Jean-Marie Auberson , Genf 1969 Claves Records
Diesen hervorragenden Liederkomponist habe ich durch meine Beschäftigung mit Heines Mein Herz, mein Herz ist traurig kennen gelernt. Johann Vesques von Püttlingen, der unter dem Pseudonym Johann Hoven schrieb, wurde nicht nur von seinen Zeitgenossen (zu Recht) hochgeachtet. Auch in der heutigen Musikwissenschaft wird er als der Komponist gesehen, der am nächsten an Heines Ironie kam (an der Schumann etwa häufig vorbeikomponiert hat). Wer den Komponisten kennen lernt, ist erstaunt über die melodische und harmonische Einfallskraft. Vesques hat die komplette "Heimkehr" aus den Reisebildern Heines komponiert - und überrascht von Stück zu Stück durch seine Gestaltung.
Ich werde anderen Orts etwas ausführlicher berichten. Für Liederfreunde ist die Ausgabe auf drei CDs mE Pflicht - ohnedies wird sie wohl im Augenblick verscherbelt.
Liebe Grüße Peter
Fairy Queen (11.02.2011, 08:44): Das klingt spannend...... habe den Namen noch nie gehört..... schäm! F.Q.
Cantus Arcticus (11.02.2011, 10:56): Nun, zur Zeit höre ich dies:
Bohuslav Martinu (1890 - 1959)
Complete Symphonies - Bamberg Symphony Orchestra - Neeme Järvi
Agravain (12.02.2011, 07:47): Nach einer Woche, der es mächtig an Möglichkeiten zum Musikhören mangelte, kann ich jetzt wieder ein bisschen loslegen. Mein Tag beginnt mit Henry Purcell:
"Of old, when heoes thought it base" (Z 333) - The Yorkshire Feast Song, 1690 "Swifter, Isis, swifter flow" (Z 336) - Welcome Song for Charles II, 1681 "What shall be done in behalf of the man?" (Z 341) - Welcome Song for the Duke of York, 1682
Von El Amor Brujo kenne ich nur die Mata-Aufnahme. Eigentlich schöne Musik, dort aber zu authentisch interpretiert (für meinen Geschmack).
Leontyne Price, so schätze ich sie ein, hat das sicherlich mehr in der mitteleuropäischen Operntradition gesungen. Ausserdem schätze ich diese Sängerin aussergewöhnlich.
Grüße Jürgen
Armin70 (12.02.2011, 21:47): Original von Jürgen Original von Armin70
Diese Aufnahme sieht sehr interessant aus. :hello
Von El Amor Brujo kenne ich nur die Mata-Aufnahme. Eigentlich schöne Musik, dort aber zu authentisch interpretiert (für meinen Geschmack).
Leontyne Price, so schätze ich sie ein, hat das sicherlich mehr in der mitteleuropäischen Operntradition gesungen. Ausserdem schätze ich diese Sängerin aussergewöhnlich.
Grüße Jürgen
Hallo, von El Amor Brujo kannte ich zuvor nur die Dutoit-Aufnahme, die sicherlich auch nicht schlecht ist. Allerdings ist die Reiner-Aufnahme viel rassiger und feuriger und in den lyrischen Momenten auch subtiler. Leontyne Price singt voller Leidenschaft und mit jeder Menge Sex-Appeal.
Des weiteren lässt der legendäre Living-Stereo-Klang so manch neue Aufnahme ziemlich alt aussehen wenn ich z. B. wenn ich an die Transparenz oder an die markanten Basstrommel-Schläge im Finale des "Dreispitz" denke.
Peter Brixius (13.02.2011, 13:06): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51wtO7VgAML._SS500_.jpg
Adolphe Adam: Bravura Variations
Auch Mozart hat über das Thema (Dezède zugeschrieben) "Ah, vous dirai-je Maman" Variationen geschrieben.Gekauft hatte ich die schöne CD eigentlich wegen der Ronsard-Vertonungen von Roussel. Aber sie brilliert im wahrsten Sinne mit all den Kleinodien, die Dorothy Dorow dort aufgenommen hat. Dass dann einer meiner Lieblingsarien von Mozart in einer virtuosen Form auch noch zu hören ist (L'amerò, sarò costante) ist dann das Sahnehäubchen (statt des Violinsolos spielt Gunilla von Bahr einen Flötenpart).
Hin und wieder sollte man sich so etwas leisten
Liebe Grüße Peter
Armin70 (13.02.2011, 15:49): Teilweise musikalisches Neuland, was Alan Hovhaness (1911 - 2000) betrifft:
(Aufnahmen von 1957/58)
Agravain (13.02.2011, 15:50): Hier nun Purcells "Music for the Funeral of Queen Mary" (1695):
Peter Brixius (13.02.2011, 15:58): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qR2dBBfqL._SS400_.jpg
Louis Andriessen. De Tijd
Ein großartiges Stück. Zum ersten Mal habe ich das in einem Abo-Konzert in London gehört. Die beiden alten Damen neben mir waren ganz fasziniert. Es gab übrigens vor dem Konzert eine Einführung mit dem Komponisten. Ich war damals sehr beeindruckt ...
Liebe Grüße Peter
Agravain (13.02.2011, 17:33): Ich bleibe bei Purcell:
Peter Brixius (13.02.2011, 18:04): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ubXvxtVwL._SS400_.jpg
John Adams: Harmonielehre
Liebe Grüße Peter
Cetay (inaktiv) (13.02.2011, 21:05): Original von Peter Brixius
Louis Andriessen. De Tijd
Das inspiriert mich, mal wieder Icebreaker aufzulegen:
http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/01/ciu/28/83/030d51c88da09247a3db1210.L.jpg Terminal Velocity - Werke von Michael Gordon, Louis Andriessen, Gavin Bryars, Damian le Gassick, David Lang; Icebreaker
Jede Menge Entdeckungsstoff aus dem Reich des "Post-Minimalismus".
Armin70 (13.02.2011, 22:22):
ab (13.02.2011, 23:09): http://ecx.images-amazon.com/images/I/417CxxSdZHL._SL500_AA300_.jpg
Peter Brixius (13.02.2011, 23:30): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61VBVKRE36L._SS500_.jpg
Das gibt's auch von Johann Friedrich Reichardt ...
Amadé (14.02.2011, 12:28): Original van ab http://ecx.images-amazon.com/images/I/512KHFAdkVL._SL500_AA300_.jpg
Brahms c-moll Quartett, Überleitung vom Trio zum Menuett/Scherzo: fantastisch, kein Quartett hat das jemals so inspiriert geschafft, eine Meisterleistung!
Gruß Amadé
:hello
Cantus Arcticus (14.02.2011, 13:16): Gestern und heute, neben Elgar höre ich noch dies:
ab (14.02.2011, 14:48): Original von Amadé Original van ab http://ecx.images-amazon.com/images/I/512KHFAdkVL._SL500_AA300_.jpg
Brahms c-moll Quartett, Überleitung vom Trio zum Menuett/Scherzo: fantastisch, kein Quartett hat das jemals so inspiriert geschafft, eine Meisterleistung!
Gruß Amadé
:hello
:beer
Meinst Du im Satz III. Allegretto molto moderato e comodo - Un poco piu animato?
Peter Brixius (14.02.2011, 17:09): Ein Mitschnitt der TV-Übertragung von
Georg Friedrich Händel: Giulio Cesare in Egitto
aus der Opéra National de Paris unter der Leitung von Emmanuelle Haim
Liebe Grüße Peter (höre ich nicht nur ... aber zum Gesehenen muss ich mir erst noch einen reißerischen Threadtitel einfallen lassen :haha)
Bach: Partita BWV 826 Schumann: Faschingsschwank aus Wien op. 26 Janacek: Im Nebel (1912) Beethoven: Klaviersonate Nr. 31 Bartok: 3 Ungarische Volkslieder
Nikolaus.
Im Moment wird er ja mal wieder mächtig "gehypt", bevor er ein ein angekündigtes sabbatical geht (ich meine, das hat er schon einmal gemacht). Aber ich muß gestehen, daß ich ihn und insbesondere diese CD sehr spannend finde. Der z.T. etwas harte, knallige Anschlag (oder die Akkustik?) ist sicher Geschmacksache, aber ich finde sein Spiel ungeheuer plastisch, und die live-Atmosphäre nimmt mich gefangen.
nikolaus (14.02.2011, 20:03): Original von Rachmaninov http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0095115882023.jpg
Die angeblich Lieblingsschülering von Oistrach.
Und nach - ich glaube Kai Luehrs-Kaiser war's - eine der besten Aufnahmen des 1. Violinkonzertes nach Oistrach.
Nikolaus :hello
Rachmaninov (14.02.2011, 20:24): Original von nikolaus Original von Rachmaninov http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0095115882023.jpg
Die angeblich Lieblingsschülering von Oistrach.
Und nach - ich glaube Kai Luehrs-Kaiser war's - eine der besten Aufnahmen des 1. Violinkonzertes nach Oistrach.
Nikolaus :hello
Die habe ich ganz sicher schon besprochen, oder?
nikolaus (14.02.2011, 20:44): Original von Rachmaninov Original von nikolaus Original von Rachmaninov http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0095115882023.jpg
Die angeblich Lieblingsschülering von Oistrach.
Und nach - ich glaube Kai Luehrs-Kaiser war's - eine der besten Aufnahmen des 1. Violinkonzertes nach Oistrach.
Nikolaus :hello
Die habe ich ganz sicher schon besprochen, oder?
Ja, hier!
:wink
Peter Brixius (14.02.2011, 21:02): Ich habe Lydia Mordkovitch mehrfach live erlebt, u.a. mit dem Violinkonzert von Brahms. Begeisternd ...
Liebe Grüße Peter
Agravain (14.02.2011, 21:03): Zum Tagesabschluss etwas Rachmaninov:
Peter Brixius (14.02.2011, 21:14): Original von Fairy Queen
Einen reisserischen Threadtitel? Wie wârs mit: " Caesar und die Brustwarzen der Cleopatra?"
jedenfalls mal was anderes als ihre Nase........ :D
Liebe Barockfee,
das würde sich dann nur auf diese Inszenierung beziehen, wo die letzteren tatsächlich ein hervorstechendes Merkmal sind.
Für das Werk sind aber sicher die verführerischen Eigenschaften Cleopatras ein zentrales Motiv ... und natürlich die verführerische Musik Händels. Als ich damals den Giulio Cesare (mit Janet Baker) kennen lernte, schnackelte es zu ersten Mal im Bereich Händel-Oper (Oratorium und Instrumental-Musik waren ohnedies schon gebongt).
Dass Dich die Aufführung in Lille begeistert hat, kann ich nach Ansicht der Produktion gut nachvollziehen.
Liebe Grüße Peter
Cantus Arcticus (15.02.2011, 10:42): Original von nikolaus Original von Rachmaninov http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0095115882023.jpg
Die angeblich Lieblingsschülering von Oistrach.
Und nach - ich glaube Kai Luehrs-Kaiser war's - eine der besten Aufnahmen des 1. Violinkonzertes nach Oistrach.
Nikolaus :hello
Hallo nikolaus Die Aufnahme mit ihr und diese sind nach wie vor " two of a kind":
Schumann: Fantasiestücke op. 88 für Klaviertrio Mendelssohn: Ouvertüre & Scherzo aus Ein Sommernachtstraum op. 21 für 2 Klaviere; Klaviersextett op. 110 Chopin: Introduction & Polonaise brillante op. 3 für Cello & Klavier
Nikolaus.
nikolaus (15.02.2011, 19:38): Weiter aus der gleichen Box mit CD 2:
Bartok: Violinsonate Nr. 2 Liszt: Reminiscences de Don Juan für 2 Klaviere Glinka: Klaviersextett Es-Dur Rachmaninoff: Romanze & Walzer für Klavier 6-händig; Russische Rhapsodie für 2 Klaviere
Sfantu (15.02.2011, 22:30): Karajan mit Bartoks Konzert zu lauschen, konnte ich mich bisher nie durchringen. Mit welchem eigenartigen "In-welchem-Film-bin-ich-hier"-Gefühl müsste ich zwangsläufig die "Da-geh-ich-ins-Maxim's"-Zitate miterleben - dirigiert von einem stromlinieförmigen, auf den eigenen Vorteil bedachten Karrieristen der Täter-Generation...? Gab es da wirklich zur Zeit der Aufnahme einen geläuterten Karajan, der erkannte, welchen Barbaren er sich andiente? Widerlegt bitte mein (Vor)Urteil, wenn ihr könnt.
:hello Sfantu
Peter Brixius (15.02.2011, 22:36): Engelbert Humperdinck: Die Königskinder
Zwei von mir hochgeschätzte Künstler treffen sich bei dieser (englischsprachigen) Aufführung aus der ENO. Mark Elder ist der Dirigent,die Hexe singt Sally Burgess. Aber auch sonst kann sich die Produktion aus dem Jahr 1992 hören lassen. Das ganze ist ein Rundfunkmitschnitt. Vielleicht kommt ja irgendwann DIE Carmenaufführung mir in die Hände mit der überzeugendsten Carmen, die ich auf der Bühne erlebt habe ... eben jener Sally Burgess - wiederum in der ENO - auf Englisch, aber ...
Liebe Grüße Peter
Jürgen (15.02.2011, 22:45): Gute Idee, das Bartok O-Konzert. Da ich Karajan nicht habe - ich hätte gerne etwas Erhellendes beigetragen - werde ich nun Solti auflegen:
Armin70 (15.02.2011, 22:46): Original von Sfantu Karajan mit Bartoks Konzert zu lauschen, konnte ich mich bisher nie durchringen. Mit welchem eigenartigen "In-welchem-Film-bin-ich-hier"-Gefühl müsste ich zwangsläufig die "Da-geh-ich-ins-Maxim's"-Zitate miterleben - dirigiert von einem stromlinieförmigen, auf den eigenen Vorteil bedachten Karrieristen der Täter-Generation...? Gab es da wirklich zur Zeit der Aufnahme einen geläuterten Karajan, der erkannte, welchen Barbaren er sich andiente? Widerlegt bitte mein (Vor)Urteil, wenn ihr könnt.
:hello Sfantu
Vielleicht hat Karajan das Bartok-Konzert nur wegen des Lehar-Zitats dirigiert...Abgesehen davon ist der Vergleich bei Bartok zwischen Karajan und Reiner nicht ganz fair, wobei sich Karajan bei der MfSSuC ganz wacker schlägt. Vielleicht einfach mal Karajans Bartok-Ausflüge anhören, ob dabei allerdings (Vor)Urteile widerlegt werden oder nicht, muss dann jeder für sich selbst entscheiden. Ich fands einfach mal interessant, diese beiden Aufnahmen nacheinander zu hören.
Armin70 (15.02.2011, 22:58): Noch einmal Bartok:
Peter Brixius (16.02.2011, 00:15): Chapeau Hanns ...
http://www.umsiedlerdienst.de/bilder/adorno.jpg
Hanns Eisler. Streichquartett 1938 op. 75
und dann noch
Präludium und Fuge über B-A-C-H für Streichtrio op.46
Sfantu (16.02.2011, 08:10): Danke, lieber Armin, für Deine entwaffnend ironische Spitze, Karajan könnte das Bartok-Konzert gerade wegen des Lehar-Zitats dirigiert haben...sehr schön :rofl! Auf diese Weise erkenn' ich dann doch den politisch korrekten Bierernst im Spiegel, der mir manchmal um die Mundwinkel spielt...
Ich selbst komme heute auch endlich mal zum Hören - mit Kehlkopfentzündung an den heimischen Herd gefesselt. Aus der Klaviersonaten-Totale beim Bonner Beethovenfest 2002, die von einer Schar aufstrebender Talente, allesamt Wettbewerbs-Preisträger, dargeboten wurde: G-dur op. 31 Nr. 1 mit Markus Bellheim (damals vom braven GEZ-Kunden mitgeschnitten).
:hello Sfantu
Cantus Arcticus (16.02.2011, 08:51): Lieber Sfantu auf diesem Wege: Gute Besserung!
Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit, im Kopfhörer dies:
Karl Amadeus Hartmann Adagio (2. Symphonie) für grosses Orchester
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Rafael Kubelik
Nun, man muss dazu sagen: Es sind allesamt Liveaufnahmen, die Aufnahmequalität ist soso-lala. Trotzdem sind es berührende Tondokumente... Rafael Kublik hat sich immer sehr für Hartmanns Werke eingesetzt. So ist auch diese Aufnahme des Concerto Funebre zu empfehlen:
besten Dank für Deine Genesungswünsche! Hartmann ist ein guter Anstoss - in jene Ecke meiner Sammlung verirre ich mich sonst nicht so oft.
Grüsse aus dem Züri-Oberland hinunter in die Stadt - deutlich weniger Nebel hat's hier aber auch nicht...
:hello Sfantu
Peter Brixius (16.02.2011, 10:07): Bei mir
Niccolo Jommelli: L'isola disabitata
Die Oper wurde 1761 uraufgeführt. Das Libretto von Metastasio liegt auch der Haydnoper mit gleichem Namen zugrunde.
Rino Alessandrini dirigierte die Oper 1998 im Teatro dell'Opera di Roma.
Liebe Grüße Peter
@sfantu - Lieber sfantu auch von mir alle guten Wünsche zur Besserung!
Sfantu (16.02.2011, 11:26): Vielen Dank, lieber Peter!
Da meine Stimme mein Handwerkszeug ist, ist so eine Laryngitis tatsächlich ein Grund zur Arbeitsunfähigkeit. Also pfleg' ich mich und halte schlicht die Klappe (als eifriger Selbstgesprächler eine echte Herausforderung). Ich will das mal als Chance zu stiller Innenschau begreifen. Ausserdem hab' ich so auch mal Gelegenheit, mich auf Musik einzulassen, dei ich nicht mal so nebenbei hören kann. Daher geh' ich nach langer Pause mal wieder an die 5-teilige György Ligeti-Edition von Teldec heran - die ist vor 8 Jahren zu seinem 80. erschienen. Den Anfang machen Marie Luise Neunecker, Jacques Zoon, Heinz Holliger, das Asko-Ensemble sowie das Schönberg-Ensemble unter Reinbert de Leeuw mit dem Hamburgischen Konzert (Hornkonzert) und dem Doppelkonzert für Flöte und Oboe.
Der Tag ist noch fern, an welchem es mir gelingt, die Coverabbildungen hier hereinzustellen. Wenn er dann aber heraufdämmert, geb' ich einen aus... :wink
:hello Sfantu
Peter Brixius (16.02.2011, 14:07): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41626OMmnYL._SS400_.jpg
Dane Rudhyar: Granites
Interessantes Stück, das dazu verleitet, auch den Rest der CD zu hören.
Liebe Grüße Peter
Agravain (16.02.2011, 16:41): Bei mir läuft Delius. Erst einmal gibt es die "Florida Suite" (ja, ich träume von wärmeren Klimata) und dann - realitätsnäher - die "North Country Sketches":
Es musiziert das Orchestra of Welsh National Opera unter der Leitung von Sir Charles Mackerras.
:hello Agravain
Peter Brixius (16.02.2011, 16:47): http://www.umsiedlerdienst.de/bilder/wolff.jpg
Georges Antheil: Symphony No 6 "after Delacroix"
Im Booklet vermutet man, dass Antheil seine Probleme mit Senator McCarthy bekommen hätte, wäre dieser denn schon 1948 aktiv in der Verfolgung von Lefties unter den Künstlern gewesen, so sehr ist die Sinfonie mit dem Werk sowjetischer Künstler verknüpft. Eine faszinierende Collage. Am Ende der CD steht dann (nicht auf der Vorderseite angezeigt) Antheils Archipelago, ein rassiger Rausschmiss.
Liebe Grüße Peter
Armin70 (16.02.2011, 18:50): Gerade angehört bzw. angeschaut:
Gustav Mahler: 7. Sinfonie Chicago Symphony Orchestra Pierre Boulez
Peter Brixius (17.02.2011, 07:59): Ich werde mir heute einen Hans Erich Apostel-Vormittag bescheren. Am Anfang stehen seine wunderbaren Lieder op. 9
Hans Erich Apostel: 5 Gesänge auf Texte von Friedrich Hölderlin für tiefe Stimme und Orchester op. 9 (1939/40)
Es spielt das Deutsche Symphonieorchester Berlin unter John Carewe, Es singt der Mezzosopran Manuela Bress. Die fünf Stücke:
1. Diotima 2. Sonnenuntergang 3. Abbitte 4. Schlumm're, schlumm're nun 5. Die Entschlafenen
Es geht dann mit Orchesterwerken weiter, am Ende die köstlichen Österreichischen Miniaturen - Variationen über Themen von Haydn, Mozart, Schubert, Beethoven und ... Johann Strauß.
Liebe Grüße Peter
Jürgen (17.02.2011, 08:16): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41LTRzgRzAL._SL500_AA300_.jpg
Lauritz Melchior - Portrait
Ausschnitte aus Tristan & Isolde, 1936 mit Kirsten Flagstad, Sabine Kalter, London Philharmonic Orchestra, Fritz Reiner
Grüße Jürgen
Cantus Arcticus (17.02.2011, 08:40): Heute wieder aus meiner Sammlung Schönberg / Berg / Webern:
Webern: Chamber Music for Strings - Das Schoenberg Quartett und Sepp Grotenhuis am Piano
Arne war ein begnadeter Melodiker. Die meisten kennen aus dieser Masque nur das abschließende "Rule Britannia" (Lieblingsinterpreten: Magaret Rutherford und Bryn Terfel). Aber von der ersten Note (Ouvertüre) bis zum pompösen Schluss (eben Rule Britannia) lohnt sich jede Sekunde. Neben dieser hervorraagenden Gesamtaufnahme habe ich noch eine durchaus nicht zu verachtende unter Nicholas Kraemer mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment mit Diana Montague, Mark Padmore, Ruth Holton u.a., damals als Beilage zum BBC Music Magazine erworben (das Musikmagazin mit den bis dato noch immer besten Beigaben!)
Liebe Grüße Peter
Jürgen (17.02.2011, 15:51): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61W2H8555KL._SL500_AA300_.gif
Ralph Vaughan Williams: The Lark Ascending, Barenboim / Zukerman 1975
Rachmaninov (17.02.2011, 17:55): jetzt gleich im Player
nach jahren höre ich wieder mal fidelio. werde aber wohl nur einen teil schaffen, denn das libretto ist imo dermaßen unterträglich (kindergeburtstagsreime lassen grüßen) - kaum auszuhalten. wie konnte beethoven nur so einen schmarren vertonen?
Armin70 (18.02.2011, 19:42):
Heike (18.02.2011, 20:05):
:thanks Meine Entdeckung vom Januar, diese Oper, die die Staatsoper ausgegraben hatte und für die ich mir (dank einer spannenden Radio-Vorankündigung) noch kurzfristig eine Karte besorgt habe. Dieser Herr Traetta, der hat wirklich schöne Musik geschrieben, cih höre mich da in den letzten Wochen ausgiebig durch! Heike
Agravain (19.02.2011, 13:36): Das ist schon eine sehr gelungene Aufnahme des "Isreals Brünnlein". Ohnedies höre ich die Einspielungen der Weser-Renaissance unter Cordes' Leitung recht gerne:
Agravain (19.02.2011, 17:23): Da ich heute wieder mal eine Lücke geschlossen und Herreweghes Einspielung der vier „Missae breves" Bachs bestellt habe, habe ich eben meine bisher einzige Einspielung gehört, nämlich diese:
Was soll ich sagen? Oft gehört habe ich sie bisher nicht, eben ist mir allerdings ganz deutlich geworden, warum es überhaupt an diesem war.
Ich mache ja gar keinen Hehl daraus, dass ich beispielsweise Richters Bach zu einem Gutteil durchaus gelungen finde und ihn trotz des Umstandes, dass das ganz und gar unHIP ist, oft und gern höre. Ich bin da ja nicht ganz so empfindlich.
Im Gegensatz also zu Richters Bach-Einspielungen, die ich bisweilen musikalisch ausgesprochen frisch und gar nicht altertümlich finde (dies betrifft besonders eine Reihe der von ihm eingespielten Kantaten), so klingt Martin Flämigs Aufnahme der Bach-Messen (1972) ganz und gar alt, schwerfällig und verstaubt. Die Solisten, die ja zum Teil auch bei Richter singen (so Peter Schreier und Theo Adam) singen hier ganz entsetzlich uninspiriert (speziell gruselt es mich, wenn Annelies Burmeister anhebt) und auch der Dresdner Kreuzchor singt nur die Töne. Besonders fürchterlich ist das maschinengewehrartige Heruntergezähle der langen Melismen (wie z.B. im Gloria der g-moll-Messe BWV 235). Formung, Phrasierung, Anschwellen, Abschwellen, andere Stimmen vorlassen etc.? Gibt es nicht. Da kann einem – und das bei Bach ! – schon langweilig werden.
Auch hier muss man die Weser-Renaissance und Manfred Cordes loben. Eine ganz wunderbar Scheibe (inklusive eines meiner liebsten Konzerte des Sagittarius: "Teutoniam dudum belli"). Nach meinem Dafürhalten bleiben da an Spielfreude und stilsicherer Gestaltung keine Wünsche offen.
"Evening Prayer" heißt diese sehr schöne Purcell-Scheibe des amerikanischen Ensembles Chanticleer, das instrumental vom Capriccio Stravagante unterstützt wird. Selbiges spreche ich denn nun gleich und dann geht's ab ins Lullaby-Land.
:hello Agravain
Armin70 (20.02.2011, 00:07):
Agravain (20.02.2011, 07:28): Nach Bachs Kantate BWV 84 nun ein Erstkontakt. Ralph Vaughan Williams' Suite für Viola, kleinen gemischten Chor und Kammerorchester "Flos Campi" (Die Blumen des Feldes) aus dem Jahre 1925:
Jeremias (20.02.2011, 15:30): eine ganz tolle Einspielung, nicht zuletzt wegen der fantastischen Bearbeitung des "Vallée d'Obermann" für Klaviertrio...
Toscanini dirigiert sie flüssig, nicht so erdenschwer, wie man es oft hört. Erstaunlich gute Klangverhältnisse.
Gruß Amadé
Sfantu (20.02.2011, 23:02): Lieber Stefan,
Dank vielmal für Deine Genesungswünsche! Nach einem Wochenend' in der Romandie und gebotener Stimmhygiene ist mein Goldkehlchen wieder gestählt. Franz Schmidts "Buch mit sieben Siegeln" verdanke ich eines der eindrücklichsten Konzerterlebnisse meines Lebens, im Oktober 2006 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt zu Berlin. Man mag bedauern, dass er uns ein so überschaubares Oevre hinterliess - umso kostbarer steht es in seiner handwerklichen Dichte und Durchdringung, seiner Noblesse, seiner Feierlichkleit da.
Schönen Abig und Ade -
Sfantu
Rachmaninov (21.02.2011, 07:06):
ab (21.02.2011, 09:19): Original von Amadé Original van ab http://ecx.images-amazon.com/images/I/512KHFAdkVL._SL500_AA300_.jpg
Brahms c-moll Quartett, Überleitung vom Trio zum Menuett/Scherzo: fantastisch, kein Quartett hat das jemals so inspiriert geschafft, eine Meisterleistung!
Gruß Amadé
:hello
Diese Brahms-Einspielung des ABQ finde ich auch überragend, wesentlich schöner jedenfalls für mich als deren spätere EMI-Einspielung. Gerne höre ich bislang sonst auch noch das Amadeus Quartett von 1951, dem diese genannte heikle Stelle aber bloß "gewöhnlich" gelingt. http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Aaxw2P0IL._SL500_AA300_.jpg Höre ich das Amadeus Quartett meine ich stets, schöner lässt sich Brahms nicht mehr spielen; aber vergleiche ich dann unmittelbar mit dem ABQ, geht mir beim Amadeus Quartett dann doch deren überragende Tonballance ab sowie deren Subtilitäten der Interpretation. Höre ich hingegen das ABQ für sich, dann lässt das keine Wünsche offen, außer dass ich eine Spur mehr berührt und erfüllt werden würde. :hello
Cetay (inaktiv) (21.02.2011, 11:45): Zur Zeit wird in der Forengemeinde viel Mainstream gehört. Da passe ich mich an:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51AkVr%2BfRyL._SL500_AA300_.jpg Mahler; Sinfonie Nr. 6; Levi
Eine Großtat der Klangingenieure. Ein Farbenreichtum zum besoffen werden und eine Dynamik zum Boxen killen. Den finalen Tuttischlag habe ich nirgendwo anders so gewaltig gehört.
ab (21.02.2011, 12:06): Brahms Violinsonaten Nr. 1 & 3 Gioconda de Vito & Edwin Fischer 1954
http://www.membran.net/images/18162_200x197.jpg
Peter Brixius (21.02.2011, 12:23): Pasquale Anfossi: La finta giardiniera Bayerische Kammeroper Siegfried Kohler
Nur eine Saison vor der Münchener Uraufführung von Mozarts Finta giardiniera war die Vertonung desselben Librettos durch Anfossi entstanden - und Mozart konnte die Oper Anfossis. Es ist unglaublich spannend die Lösungen zu vergleichen, immerhin war Anfossi ein anerkannter und erfolgreicher Opernkomponist. Wie ihm Mozart Mal um Mal enteilt, ist ein Erlebnis, das mich darin bestätigt, auch Jugendwerke von Mozart nicht als etwas anzusehen, das man nur wegen einer späteren Meisterschaft beachtet. Für mich ist Mozarts Finta ein vollwertiges Werk.
Liebe Grüße Peter
Agravain (21.02.2011, 14:36): Seit geraumer Zeit läuft Oberamergau für die Ohren:
Peter Brixius (21.02.2011, 22:23): Gerade von Smetanas "Vlatava" gibt es eine Anzahl von gelungenen Einführungen auf CD und DVD - wozu auch die dokumentierten Orchesterproben von Fricsay und Celibidache rechne. Wer Kindern eine rundum gelungene Einführung bieten will, liegt mit
Albrecht und den Wiener Symphonikern richtig. Mit großem Vergnügen (und der entsprechenden Vorfreude, das nun auch mit meinen Kindern anzusehen) habe ich diese schöne und einfühlsame Präsentation den der "Moldau" genossen-
Es scheinen sich ja gerade die deutlich narrativen Musikstücke für Kinder zu eignen (Rimsky-Korssakovs "Scheherazade" ist da ein anderes Beispiel). Vielleicht sollten wir einen Thread "Klassik für Kinder" - ich weiß, dass unsere Fee da wunderbare Erfahrungen mit Kindern und der "Zauberflöte" mitbringt - aufmachen, um uns einmal auszutauschen, wo wir selbst oder wir bei unseren Kindern Durchbrüche erreicht haben, die sie der Klassischen Musik näher brachten. Meine "Initialmusik" war damals die "Kleine Nachtmusik", die mich mit ihrer genialen Mischung von Initiation und unergründlichem Geheimnis der Schönheit bis heute fasziniert. Je besser ich die leider so abgenudelte "Kleine Nachtmusik" kennen lerne, umso mehr entzieht sie sich mir. Aber immer aufs Neue finde ich Neues und Schönes in ihr - aber das ist wieder ein anderes Thema.
Juan Chrisóstomo de Arriaga: Streichquartett Nr. 1 d-moll
Gern wird Arriaga mit Mozart verglichen, aber das ist nur eine oberflächliche Assoziation. Bei aller Qualität dieses Streichquartetts, dass er auch früh gestorben ist, macht nichts an Gleichwertigkeit mit den Streichquartetten Mozarts aus. Mozart maß sich mit dem Besten, mit Haydn, und führte eine Konversation mit ihm auf höchstem Level. Arriage schreibt ein Streichquartett auf erstaunlichem Niveau, allerdings kaum vergleichbar mit Mozart, er spricht deutlich die Sprache des 19. Jahrhunderts. Interessant das Erbe eines Frühvollendeten, aber die Höhe Mozarts hat er nicht erreicht -IMHO
Liebe Grüße Peter
Rachmaninov (22.02.2011, 06:39):
Cantus Arcticus (22.02.2011, 10:49): Heute bei mir ebenfalls Heifetz:
ab (22.02.2011, 16:33): Clara Haskils D960er-Sonate von Schubert aus dem Jahre 1951. Wieso nur muss man Mono-Aufnahmen von 1951 unnatürlich in eine Stereobreite ziehen?!
http://www.membran.net/images/17321_200x203.jpg
Cantus Arcticus (22.02.2011, 17:11): Original von ab Clara Haskils D960er-Sonate von Schubert aus dem Jahre 1951. Wieso nur muss man Mono-Aufnahmen von 1951 unnatürlich in eine Stereobreite ziehen?!
http://www.membran.net/images/17321_200x203.jpg
Lieber ab, das habe ich mich auch schon mehrfach gefragt ?( ?( ?(
Ich habe in meiner Sammlung weiss Gott auch Mono-Aufnahmen, die so gut sind, dass ich den Stereo-Sound da nicht vermisse....
Viele Grüsse Stefan
ab (22.02.2011, 17:40): Original von Cantus Arcticus Lieber ab, das habe ich mich auch schon mehrfach gefragt ?( ?( ?(
Ich habe in meiner Sammlung weiss Gott auch Mono-Aufnahmen, die so gut sind, dass ich den Stereo-Sound da nicht vermisse....
Viele Grüsse Stefan
Ganz im Gegenteil sogar! Wie viele dieser heutigen schlechten Stereo-Aufnahmen wünschte ich mir in so liebevollem Mono, wie einst noch gearbeitet wurde... :I
(Dennoch klingt diese Dokument-Box deutlich besser als meine kaputt-restaurierte Mono-Fassung durch das Italienische Label The 50's...)
Armin70 (22.02.2011, 22:49): Noch einmal Messiaens eindrucksvolles Quartett:
Original von Armin70
ab (22.02.2011, 23:00): Mozart - Klavierkonzert Nr. 20 d-Moll, KV 466 Mit Fricsay aus Berlin
Was für ein toller Dirigent!
http://www.membran.net/images/17321_200x203.jpg
Was, eigentlich, ist das wahrhaft Großartige an Haskil? Bislang kann ichs einfach nicht hören... ?(
ab (23.02.2011, 09:23): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51UT%2BWnHXwL._SL500_AA300_.jpg
Agravain (23.02.2011, 10:32): Dass Dänemark nicht nur das Land der Hotdogs, des Smørrebrød, der breiten Strände und der Ferienhaussiedlungen ist, beweist diese ganz außerordentlich packende Einspielung der Bachschen Cembalokonzerte. Lars Ulrik Mortensen zupft das Cembalo, dass es eine Freude ist: in den flotten Sätzen mit viel Elan, in den langsamen poetisch. Das Concerto Copenhagen begleitet versiert. Eine Einspielung mit einer Menge Drive und einer guten Portion Swing.
Jürgen (23.02.2011, 10:32): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61shPqsJNgL._SL500_AA300_.jpg
Gustav Mahler: Sinfonie Nr.9, Rattle 1993
Gestern in der Bücherei ausgeliehen.
ab (23.02.2011, 11:00): Original von Agravain Dass Dänemark nicht nur das Land der Hotdogs, des Smørrebrød, der breiten Strände und der Ferienhaussiedlungen ist, beweist diese ganz außerordentlich packende Einspielung der Bachschen Cembalokonzerte. Lars Ulrik Mortensen zupft das Cembalo, dass es eine Freude ist: in den flotten Sätzen mit viel Elan, in den langsamen poetisch. Das Concerto Copenhagen begleitet versiert. Eine Einspielung mit einer Menge Drive und einer guten Portion Swing.
Darüber hinaus ist es auch ein Hochgenuss, Mortensen heiter-witziges Spielen und Dirgieren zu sehen!
ab (23.02.2011, 11:01): Sagenhaft diese Homogenität!
Leider hat sich der Bratscher entschlossen, aus dem Quartett auszusteigen. Der Nachfolger sei schon designiert, hörte ich, und sie probten schon zusammen, während die letzten internationalen Konzertverpflichtungen in der alten Bestzung vorgenommen würden. (So bekommt das Cover noch nachträglich einen anderen Sinn :W )
ab (23.02.2011, 17:49): Ich kann mich noch gut erinnern, als das Hagen Quartett den Wolf um die Zeit dieser Aufnahme bei uns im Konzert in einer Homogenität musizierten, dass das übrige Programm des Abends geradezu verblasste. :engel
Bei mir jetzt aber nach unglaublich langer Hörpause endlich einmal wieder der zu (?) überspannt-expressiv interpretierte Janacek.
Ich kann mir vorstellen, was Du meinst. Ich muss aber sagen, das auf der hier genannten Zusammenstellung auch KV466 sehr geglückt ist. Im direkten Vergleich z.B. mit Richter ist sie weicher, kann aber der Einspielung von Geza Anda und dem Mozarteum Orchester nicht das Wasser reichen. Was aber wirkliche Perlen sind bei ihr, dass sind Schumann, Scarlatti und De Falla. Ihr Klang ist manchmal - ich kann es nur in einfachen Worten schildern - ein bisschen "gläsern". Das hängt wahrscheinlich mit der Aufnahme zusammen, denn die Philips Takes sind aus den 50ger und anfang der 60ger. Trotzdem: Ich mag ihren Stil sehr... sie hat für mich das gewisse Etwas...
Pierre Fournier in einer Zusammenstellung, die mich in ihren Bann gezogen hat:
Edouard Lalo: Konzert für Violoncello und Orchester d-moll Camille Saint-Saëns: Konzert für Violoncello und Orchester No.1 a-moll op. 33 Max Bruch: Kol Niderei op. 47 - Adagio nach hebräischen Melodien für Violoncello und Orchester Ernst Bloch: Schelomo - Hebräische Rapsodie für Violoncello und Orchester
Orchestre Lamoureux, Paris unter Jean Martinon, 1961 Berliner Philharmoniker unter Alfred Wallenstein, 1967 (Bloch) :down
Grüsse Stefan
Amadé (23.02.2011, 21:18): Original von ab http://www.membran.net/images/17321_200x203.jpg
Was, eigentlich, ist das wahrhaft Großartige an Haskil? Bislang kann ichs einfach nicht hören...
Hier geht es mir ähnlich: das kann ich weder beschreiben noch tatsächlich nachempfinden. Ich kenne keine Aufnahme, wo ich sagen könnte, dass dies die ultimative Aufnahme wäre oder dass mich ein bestimmtes Stück von ihr gespielt in besonderem Maße affiziierte, auch nicht mit dem von mit hochgeschätzten Begleiter Fricsay, mit dem eine enge künstlerische Verbindung bestand. Einige Aufnahmen finde ich sehr gelungen (Mozart KK Nr.19 und 27), jedoch nicht alles überragend.
Viele Künstler haben zwei Leben: im Konzertsaal und auf der Schallplatte, ich denke, dass dies auch auf Haskil zutrifft. Sie konnte auf dem Podium ihr Publikum verzaubern und in ihren Bann schlagen, das zeitigt bei einigen Künstlern eine Aura, die weiter tradiert wird, der Betreffende wird zu einer Ikone, deren Leistung dann nicht mehr hinterfragt wird bzw. werden darf. Hört man nun unvoreingenommen Schallplatten z.B. von Haskil, kann eine Ernüchterung oder auch Ratlosigkeit ob der nicht anzutreffenden Besonderheit der Interpretation die Folge sein. Viele ältere Musikfreunde berichteten, wie sie im Konzertsaal von Knappertsbuschs Interpratationen hingerissen wurden, auf der Platte sucht man dann solche bleibenden Eindrücke meist vergebens.
Gruß Amadé :hello
Armin70 (23.02.2011, 21:42):
Absolute Weltklasse.
ab (23.02.2011, 21:52): Ausgezeichet; aber doch irgendetwas fehlt
Für mich bleibt diese Aufnahme eine der bedeutensten Aufnahmen eines KK überhaupt.
:down
ab (24.02.2011, 09:51): Kenne ich leider nicht, aber gerade gestern erklang im Radio der Orchesterbeginn des ersten Satzes daraus (der mich von Rattle nicht gerade umgehauen hatte), um auf die vierhändige Klavierfassung, gerade neu von Tal & Groethuysen eingespiet, einzustimmen. Ich wollte bereits gestern ebendieses Konzert mir wieder einmal anhören, und zwar von Fleisher & Szell mit den "erbarmugslosen Hörnern", wie irgendjemand schwärmend einmal dazu sagte. Nun komme ich endlich dazu:
Rachmaninov (24.02.2011, 13:12): Original von ab Kenne ich leider nicht, aber gerade gestern erklang im Radio der Orchesterbeginn des ersten Satzes daraus (der mich von Rattle nicht gerade umgehauen hatte), um auf die vierhändige Klavierfassung, gerade neu von Tal & Groethuysen eingespiet, einzustimmen. Ich wollte bereits gestern ebendieses Konzert mir wieder einmal anhören, und zwar von Fleisher & Szell mit den "erbarmugslosen Hörnern", wie irgendjemand schwärmend einmal dazu sagte. Nun komme ich endlich dazu:
Die Fleisher / Szell Aufnahme gehört IMHO ohnehin ins Regal! :engel
Jürgen (24.02.2011, 14:54): Original von Rachmaninov
Für mich bleibt diese Aufnahme eine der bedeutensten Aufnahmen eines KK überhaupt.
:down
Dank Deiner Empfehlung höre ich es mir auch mal wieder an. Und siehe da, gar nicht so schlecht für'n Brahms. Ich sollte mal meine Vorurteile überdenken.
Grüße Jürgen
Armin70 (24.02.2011, 16:31): Das 1. Klavierkonzert von Brahms ist eine gute Idee. Bei mir jetzt in dieser Aufnahme:
(Aufnahme von 1954)
Rachmaninov (24.02.2011, 16:50): Original von Jürgen Original von Rachmaninov
Für mich bleibt diese Aufnahme eine der bedeutensten Aufnahmen eines KK überhaupt.
:down
Dank Deiner Empfehlung höre ich es mir auch mal wieder an. Und siehe da, gar nicht so schlecht für'n Brahms. Ich sollte mal meine Vorurteile überdenken.
Grüße Jürgen
Bitte? Brahms ist völlig unterschätz im Vgl. zu Beethoven und Schumann z.B.
uhlmann (24.02.2011, 17:43): frühe symphonien von allan pettersson: 3 & 4
sind noch nicht ganz so düster wie die späteren symphonien, dafür aber auch nicht so intensiv. seine schroffe und spröde musiksprache hat er hier aber schon gefunden.
Jürgen (24.02.2011, 19:31): Original von Rachmaninov
Bitte? Brahms ist völlig unterschätz im Vgl. zu Beethoven und Schumann z.B.
Ja, da magst Du recht haben. Ich höre ihn jedoch wesentlich seltener (und das ist bei mir ein Gradmesser für die Wertschätzung), als Bach, Mahler, Wagner oder R.Strauss oder Debussy oder Strawinsky oder Sibelius oder Ravel oder Schubert oder Rachmaninov oder Vaughan-Williams oder Prokofiev oder Grieg .........
Aber, wie gesagt, das KK 1 klang gar nicht schlecht. Die Ungarischen Tänze kann ich allerdings nicht mehr hören. Und sonst ist der Funke noch nicht richtig übergesprungen. Vielleicht hast Du ja einen Tip für mich?
Peter Brixius (25.02.2011, 10:55): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61IJxdncUfL._SS400_.jpg
Eine faszinierende Kompilation.
Gestern gab es bei mir Mahlers 2. unter Stenz und viel Händels Giulio Cesare (1. Akt) in einer größeren Anzahl von Einspielungen im Vergleich, darunter auch die unter Haim, bei der ich mich mehr und mehr an den Counter gewöhne. Die Darstellung von Janet Baker gefällt mir unverändert - gut war aber auch Daniels unter Minkowski (Mitschnitt Amsterdam 2001)-
Liebe Grüße Peter
Cetay (inaktiv) (25.02.2011, 10:56): Matinée in der CHCH:
ab (25.02.2011, 11:16): Gestern hat mich eine weitere Box ereilt. Eigentlich wollte ich ja von Samson François nur Debussy & Ravel, habe nun aber ganze 36 Silberlinge in einer Schmalen Box mit angenehm weiten Papierhüllen und einem dünnen Büchlein. So führe ich mir also Chopin zu Gemüte und höre überrascht hin:
Was für ein exzentrisches Klavierspiel höre ich da bei den beiden Chopin-Konzerten!
Samson François Orch Ste Conc Du Conservatoire Georges Tzipine & Orch National Radiodiffusion de France Paul Kletzki
Als Felix Mendelssohn die Abschrift der mittlerweise als apokryph erachteten Lukas-Passion von Johann Sebastian Bach sah, schrieb er: "... wenn das von Sebastian ist, so lass ich mich hängen, und doch ist's seine Handschrift. Aber es ist zu reinlich, er hat es abgeschrieben."
Ganz ehrlich: Ich kann ihn verstehen. Sicher, das ist eine nette Passionsmusik, sie ist auch sehr gewissenhaft musiziert, aber sie ist eben "nett" und hat - bei allem Respekt vor ihrem Komponisten - etwas derart Belangloses, dass es mich wundert, wie jemand wie Spitta das für Bachs Arbeit halten konnte - auch wenn er es für ein Jugendwerk hielt. Man höre spaßeshalber im Vergleich einmal andere frühe Kompositionen, z.B. BWV 106. Das liegen Welten zwischen.
:hello Agravain
Armin70 (25.02.2011, 16:12):
(Aufnahme von 1958)
ab (25.02.2011, 16:27): Karen Vourc'h singt Grieg, Sibelius, Debussy und ein Lied von Rangström, von Susan Manoff im Einklang begleitet: Zurecht höchst gelobt, wenn auch mit einer Technik, die mir fast mit einer Spur zuviel Vibrato, wenn auch selten hoch kontrolliert, arbeitet. Wie gesagt: "fast"...
Eine sehr erfreuliche Produktion!
Mich würde aber doch sehr interessieren, ob Muttersprachler ihren Skandinavischen Zungenschlag als hervorragend bezeichnen würden; die in Frankreich geborene Sängern mit Norwegischem Vater jedenfalls klingt viel spezieller als diese Lieder von der von Otter gesungen. Eine Spur herb fast, was sich angenehm reibt mit ihrer langsamen-verinnerlichten Art.
Welcher Art Musik ist das? Woher der Mann oder die Frau? Gut die Interpretation? Akzeptabel der Klang? :thanks
Ich dachte immer, Pavlova sei eine Torte à la, äh Alla Pavlova erweckt bei mir ganz süßliche Vorstellungen :J
Ich habe dieser 1952 in Russland geborenen und seit 1990 New York lebenden Komponistin schon mehrfach gehuldigt und greife daher zum Selbstzitat:
(...) die 3. Sinfonie von Alla Pavlova (...) stammt aus dem Jahr 2001, klingt aber knapp 100 Jahre älter. 40 Minuten Spielzeit, 4 Sätze, tonal, romantisch, großorchestral. Pavlovas Sinfonik fehlen die dramatischen Ausbrüche und erschütternd-emotionalen Tiefen eines Schostakowitsch, auch alles Grelle ist ihr fremd. Statt dessen ist sie von einer melancholischen Grundstimmung durchzogen, die der fast schon surrealen Schönheit der Klänge eine tragische Note verleiht. Pavlova arbeitet mit wenigen miteinander verwandten Motiven, die (u.a. von einer solistischen Geige) wiederholt und variiert werden; eine durchführungsgemäße Verarbeitung findet nur rudimentär statt. Das verleiht dem Ganzen leicht minimalistische Züge und ist wahrscheinlich das einzige Merkmal, an dem man diese Sinfonie als "modern" erkennen kann.
Es ist fast schon unverschämt, heutzutage so eine Musik zu komponieren; als ob es die Neue Musik nie gegeben hätte! Pallova schreibt im Geist der großen (Spät-)Romantiker, doch heute ohne den Zwang, mit kompositorischer Komplexität und übersteigerten Ausdrucksmitteln irgendwelche Vorbilder übertreffen zu müssen. Was übrig bleibt, ist die Kraft des Schönen und Einfachen.
Die Interpretation ist insofern "gut", als dass sie genau das herausarbeitet. Der Klang ist Naxos-untypisch farbenreich.
ab (25.02.2011, 17:50): Schönberg 15 Gedichte aus "Das Buch der hängenden Gärten" op.15 Brigitte Fassbaender/Aribert Reimann
leider, leider nicht mit Irvin Gage, mit dem sie ja auch viel gearbeitet hatte :I
ab (25.02.2011, 17:57): Original von Cetay Ich dachte immer, Pavlova sei eine Torte à la, äh Alla Pavlova erweckt bei mir ganz süßliche Vorstellungen :J
Ich habe dieser 1952 in Russland geborenen und seit 1990 New York lebenden Komponistin schon mehrfach gehuldigt und greife daher zum Selbstzitat:
(...) die 3. Sinfonie von Alla Pavlova (...) stammt aus dem Jahr 2001, klingt aber knapp 100 Jahre älter. 40 Minuten Spielzeit, 4 Sätze, tonal, romantisch, großorchestral. Pavlovas Sinfonik fehlen die dramatischen Ausbrüche und erschütternd-emotionalen Tiefen eines Schostakowitsch, auch alles Grelle ist ihr fremd. Statt dessen ist sie von einer melancholischen Grundstimmung durchzogen, die der fast schon surrealen Schönheit der Klänge eine tragische Note verleiht. Pavlova arbeitet mit wenigen miteinander verwandten Motiven, die (u.a. von einer solistischen Geige) wiederholt und variiert werden; eine durchführungsgemäße Verarbeitung findet nur rudimentär statt. Das verleiht dem Ganzen leicht minimalistische Züge und ist wahrscheinlich das einzige Merkmal, an dem man diese Sinfonie als "modern" erkennen kann.
Es ist fast schon unverschämt, heutzutage so eine Musik zu komponieren; als ob es die Neue Musik nie gegeben hätte! Pallova schreibt im Geist der großen (Spät-)Romantiker, doch heute ohne den Zwang, mit kompositorischer Komplexität und übersteigerten Ausdrucksmitteln irgendwelche Vorbilder übertreffen zu müssen. Was übrig bleibt, ist die Kraft des Schönen und Einfachen.
Die Interpretation ist insofern "gut", als dass sie genau das herausarbeitet. Der Klang ist Naxos-untypisch farbenreich.
Ich entsinne mich gerade wieder an diese Stelle, hatte aber den Namen Pavlova vergessen und auch das Cover nicht mehr präsent... Muss mal reinhören. Etwas einfach klingen zu lassen, ohne platt zu werden, das ist allerhöchste Kunst! Vor allem würde mich interessieren, ob und wie sie kontrapunktisch ihr Handwerk versteht.
Mich verwirrt nur, dass du davon sprichtst "eine durchführungsgemäße Verarbeitung findet nur rudimentär statt", denn ich nehme an, gerade in diesen Variationen der Themen bestehen gerade ihre Durchführungen.
:hello
ab (25.02.2011, 18:22): Ich bleibe bei Vokalmusik, gehe aber etwas weiter zurück in der Musikgeschichte:
Josquin Desprez: Stabat Mater, Motets La Chapelle Royale Philippe Herreweghe
Außer den oben genannten singen u.a. auch Karl Schmitt-Walter und Paul Kuen. Etliche Anklänge an Carmina burana, konnte sich der Komponist zeitlebens nicht mehr von ihr lösen?
Gruß Amadé
Armin70 (25.02.2011, 20:37): Shostakovich: Klavierkonzert Nr. 1
Sergej Nakariakov spielt den Trompetenpart absolut bravourös.
Cantus Arcticus (25.02.2011, 22:19): Original von ab Ich habe dieser 1952 in Russland geborenen und seit 1990 New York lebenden Komponistin schon mehrfach gehuldigt....
Hallo ab hier mein Beitrag zu Alla Pavlova aus meiner Sammlung:
Diese Aufnahme entdeckte ich erst kürzlich. Sie gefällt mir recht gut. Nicolai Gedda singt wie gewohnt fantastisch, nur etwas mehr Leidenschaft bzw. Herzensleid hätte er durchaus vermitteln können. Aber wie immer verzeihe ich ihm diese kleine Schwäche gern. :D
ab (27.02.2011, 12:28): Nach gestrigem phantastischen Konzert mit dem Ensemble Resonanz von Haydns Früh-Sinfonie mit verwirrend später Nummerierung Nr. 59, bin ich im Netz auf folgende Aufnahme gestoßen, die ich gerade als live-stream mit Hochgenuss höre:
Ein Kunde meint: Höhepunkt der Haydn-Interpretationen In dieser Aufnahme, die zudem noch sehr preiswert ist, sind wichtige Sinfonien aus allen Perioden zusammengestellt und thematisch geordnet. Die Aufnahmen sind auf dem höchsten Stand der Aufführungspraxis und von größter Lebendigkeit. Virtuos gespielt aber immer den musikalischen Inhalt im Vordergrund. Sehr empfehlenswert. Es gibt z.Z. nichts Besseres auf dem Markt.
Agravain (27.02.2011, 13:46): Am Sonntag pflichtschuldigst Bach:
Cetay (inaktiv) (27.02.2011, 14:14): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51V1FK2sw6L._SL500_AA300_.jpg Gorecki; A Ta Nasza Narew (aus dem Zyklus Szeroka Woda); Lira Chamber Chorus, Lucy Ding Sträflicherweise ist A Ta Nasza Narew das einzige Stück, das ich aus der gezeigten CD kenne (es findet sich bei mir auf dem Nonesuch Label Sampler Late Night). Gorecki erzielt mit einfachen Mitteln eine überwältigend "himmlische" Wirkung.
Bach: Partita BWV 826 Schumann: Faschingsschwank aus Wien op. 26 Janacek: Im Nebel (1912) Beethoven: Klaviersonate Nr. 31 Bartok: 3 Ungarische Volkslieder
Nikolaus.
Armin70 (27.02.2011, 21:39):
Auf dieser CD befindet sich zusätzlich noch Borodins Ouvertüre zur Oper "Fürst Igor". Die sinfonische Fantasie "Francesca da Rimini" wird vom Minneapolis Symphonie Orchestra gespielt und alle anderen Werke vom LSO.
(Aufnahmen von 1958/1960)
Peter Brixius (27.02.2011, 23:52): Andrea Bernasconi: Miserere d-moll
Über Andrea Bernascononi erfährt man wenig, da werde ich mich morgen noch ein wenig dahinter setzen. Aber diese Aufnahme seines Miserere d-moll ist überzeugend. Geistliche Musik ist immer konservativer als weltliche. Auch sind kontrapunktische Künste eher gefordert als in anderer Vokalmusik. Dass hier eine Sprache verwirklicht ist, die dunkle Klänge so explodieren lässt, dass die Nähe zu Gluck für mich mit den Händen greifbar wird, ist sicher ein Teil meiner Begeisterung geschuldet. Bei mir musiziert das Ensemble I Barocchisiti mit Solisten und dem Chor des Radiotelevisione Svizzera unter Leitung von Diego Fasolis. Dazu kommt hochwillkommen Giovanni B.Sammartini:Beatus vir.
Ein absolutes Schmankerl ...
Liebe Grüße Peter
ab (28.02.2011, 11:21): Chopin - Klaviersonate nr. 2 Samson François
By the way: Gestern hörte ich Auschnitten gleich dreier schöner Sachen im Radio, die mir durchaus zugesagt hatten: Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 von Nikolai Tokarev & Vladimir Spivakov, sony sowie: Britten: Violin Concertos Janine Jansen, & P. Järvi und: Britten: Four Sea Interludes New York Philharmonic & Leonard Bernstein
Jürgen (01.03.2011, 11:26): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51rCoiVRULL._SL500_AA300_.jpg
Agravain (01.03.2011, 15:12): Original von Cantus Arcticus http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Xt-V345vL._SS400_.jpg
Lieber Stefan, wenn das die Haitink-Aufnahme der Symphonien ist, dann hast Du - nach und neben Sinopoli - jetzt die zweite außergewöhnlich gute Einspielung im Schrank stehen.
:hello Agravain
Cantus Arcticus (01.03.2011, 16:46): Original von Agravain Original von Cantus Arcticus http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Xt-V345vL._SS400_.jpg
Lieber Stefan, wenn das die Haitink-Aufnahme der Symphonien ist, dann hast Du - nach und neben Sinopoli - jetzt die zweite außergewöhnlich gute Einspielung im Schrank stehen.
:hello Agravain
Lieber Agravain
Yesss!!! :leb Es ist die Haitink-Aufnahme der Symphonien aus den Jahren 1983 (1ste) und 1984 (2te).
Die 1ste ist gerade gelaufen und sie ist wirklich sehr gut :hello.
.... hätte ja nicht gedacht, dass es mir hier den Ärmel so 'reinzieht...
Grüsse Stefan
Agravain (01.03.2011, 17:58): Original von Cantus Arcticus Lieber Agravain
Yesss!!! :leb Es ist die Haitink-Aufnahme der Symphonien aus den Jahren 1983 (1ste) und 1984 (2te).
Die 1ste ist gerade gelaufen und sie ist wirklich sehr gut :hello.
.... hätte ja nicht gedacht, dass es mir hier den Ärmel so 'reinzieht...
Grüsse Stefan
:times10
Da mache ich mit: Auch bei mir ist es Zeit für Sir Edward.
Cetay (inaktiv) (02.03.2011, 08:55): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Bwnk6MJZL._SL500_AA300_.jpg Mahler; Sinfonie Nr. 9; Klemperer
Endlich eingetroffen. Ich hatte nur Zeit für Satz 1-3, war aber auf Anhieb sehr angetan. Das ist natürlich ein völlig anderer Ansatz als mein Favorit Barbirolli (die Turiner Mono-Aufnahme, nicht das überall gelobte laue Berliner Lüftchen), gefällt mir aber ausgesprochen gut. Während Barbirolli das Werk wie eine überdimensionale Improvisation quasi von selbst laufen lässt, wird bei Klemperer gebändigt und objektiviert. Dass mir dabei immer gleich der Begriff "streng" in den Sinn kommt, hat möglicherweise etwas mit der Physiognomie zu tun; oder will uns das Coverbild etwas anderes suggerieren? Für ein EMI Remastering ist der Klang recht natürlich, körperhaft und farbig.
ab (02.03.2011, 10:05): Schon den ganzen Vormittag geht mir das Andante con moto der B-dur Sinfonie Nr. 5 von Schubert fast ohrwurmmäßig durch den Kopf. (Seltsam, wenn einem solche Musikfetzen plötzlich überkommen, obgleich man schon lange nicht mehr die Musik gehört hat. Manchmal muss ich erst lange danach suchen, was es überhaupt ist, das mir da im Kopf herum geht.) Um es daraus zu vertreiben, höre ich sie mir jetzt an, natürlich von István Kertész vom April 1970 aus Wien. (unglaublich, dass diese Box immer im Hopreissegment verblieben ist: die DECCA weiß wohl, was gut ist...)
ab (02.03.2011, 23:13): Ich wechsle zu Alter Musik
The Angel's Voice Musik von Francisco Guerrero Ensemble La Sestina
Francisco Guerrero (1528 - 1599) gehört zu den drei größten spanischen Polyphonikern der Renaissance. Seine Werke für Hohe Stimmen haben einen symbolischen Charakter: Sie beschreiben den Erzengel Gabriel. Ganz im Zeichen dieses Engels steht diese hervorragende Aufnahme des Schweizer Ensembles La Sestina mit prunkvollen vierstimmigen Motetten wie "Gabriel Archangelus" oder "Sancta et Immaculata" Das zentrale Werk dieser Aufnahme ist die Weltersteinspielung der zu Guerreros Zeiten unveröffentlichten Missa "L'homme armé", die auf dem damals sehr populären gleichnamigen mittelalterlichen Lied beruht.
Guerrero schuf 18 Messen und ca. 150 liturgische Stücke, darunter Motetten, Psalmvertonungen, Vespern und außerdem geistliche und weltliche Lieder.
Agravain (03.03.2011, 10:00): So schlecht, wie Maazels Wiener Mahler bisweilen geredet wird, finde ich ihn nicht. Besonders gelungen finde ich beispielsweise die Erste, die gegenwärtig bei mir rotiert:
Jürgen (03.03.2011, 11:17): http://media.buch.de/img-adb/07822021-00-00/das_rheingold_ga_de.jpg
Wagner: Das Rheingold, Haitink 1988
ab (03.03.2011, 14:24): nun also:
Beethoven Violin Concerto Janine Jansen Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Paavo Järvi
Irgendwie knallig vom Orchester aber doch dann zugleich wieder zu streng, fast zäh. Jansen aber zeigt ein recht schönes Gespür für Linien und Zusammenhang. Vielleicht etwas vordergründig auf Effekt und doch geziemlich traditionell in der Auffassung; aber in diesem Rahmen eine ganz passable Einspielung, der ich gerne zuhöre, will mir nach den ersten 15 Minuten scheinen. Mal hören, wie es weitergeht...
Ich habe schon an Meisterkursen von Prof. Bron hier in Zürich "mithören" dürfen, was die jungen Talente so mitbringen. Enorm, enorm: :down :down
Repins Aufnahme, fand ich, war eine der besseren der letzten Jahre. :hello
Jüngst erst sah ich durch Zufall einen Film über drei seiner Zöglinge im Fernsehen. Bron ist offensichtlich ein Didakt, der die Eigenheiten seiner "Zöglinge" zu fördern versteht, statt sie in einem Einheitsallerlei untergehen zu lassen!
ab (03.03.2011, 21:25): Original von nikolaus Original von ab Original von ab Brittens Violinkonzert ertönt bei mir gerade im Vergleich:
Ida Haendel Daniel Hope Janine Jansen Mark Lubotsky Maxim Vengerov Frank Peter Zimmermann
Ich muss einfach nach mehrfachen Hören des Britten-Konzerts mit Nachdruck sagen: And my perfect appreciation goes to:
Janine Jansen The London Symphony Orchestra, Paavo Järvi :leb
Und das mit deutlichem Abstand vor Zimmermann und Hope.
Hier gehts ja auch weniger um persönlichen Geschmack als viel mehr um ein echtes Qualitätsurteil! :wink
:beer
ab (03.03.2011, 21:40): György Ligeti String Quartet No. 1 Hagen Quartett
Schade, dass sie nicht auch das 2. Quartett aufgenommen haben: Ich werde nie vergessen, wie ich dieses 2. Quartett das erste Mal hörte, nämlich von ihnen mit Restkarten in der zweiten Reihe des Wiener Konzerthaus in den frühen 1990ern im Konzert gespielt: Ich war völlig überwältigt über die Perfektion bei gleichzeitiger, wie ich es damals erlebet hatte, Hypersterilität, wie jeder für sich allein und unzusammenhängend.
Ich habe schon an Meisterkursen von Prof. Bron hier in Zürich "mithören" dürfen, was die jungen Talente so mitbringen. Enorm, enorm: :down :down
Repins Aufnahme, fand ich, war eine der besseren der letzten Jahre. :hello
Jüngst erst sah ich durch Zufall einen Film über drei seiner Zöglinge im Fernsehen. Bron ist offensichtlich ein Didakt, der die Eigenheiten seiner "Zöglinge" zu fördern versteht, statt sie in einem Einheitsallerlei untergehen zu lassen!
Lieber ab
Ich stimme Deiner Einschätzung vollkommen zu. Zakhar Bron ist ein begnadeter Pädagoge in dem Sinne, dass er in seinen Kursen versucht, den "Charakter" der Interpreten zu erhalten und gleichzeitig ihren Sinn für die Vielfältigkeit der Technik, ihr Gehör für die Musik und ihren Sinn für die Intention dahinter zu schärfen. In den Stücken, die jeweils die Grundlagen bilden für die Lektionen, arbeitet er mit seinen Schülern glassklar und sehr fokussiert die Kernaussagen des Instruments in den Werken heraus. Bei seinen Erläuterungen greift er oft zur Geige und zeigt auf, wie diese Aussagen klingen können, aber nicht zwingend so sein müssen.
Ich habe grossen Respekt vor ihm und vor allen Musikern, die sich der Bildung und Förderung junger Menschen widmen und dafür engagieren.
Armin70 (04.03.2011, 20:01): @Cantus Arcticus: Hallo, Bartoks Klavierkonzerte kenne ich nur in der Anda/Fricsay-Aufnahme. Allerdings gefällt mir diese Aufnahme so gut, dass ich nicht das Bedürfnis habe, andere Einspielungen kennenzulernen, obwohl es sicherlich interessante Alternativen gibt wie z. B. die von Dir genannte Boulez-Aufnahme.
Jetzt mal wieder was neues:
Sinfonisches und Konzertantes von Peter Mennin (1923 - 1983). Mennin war ein us-amerikanischer Komponist und war von 1962 bis zu seinem Tod Präsident der Juilliard School. Die auf dieser CD eingespielten Werke basieren zwar alle auf der Tonalität aber dennoch scheut Mennin nicht vor Dissonanzen und z. T brachialen Fortissimo-Ausbrüchen zurück. Ganz gewiss keine Musik bei der man sich gemütlich zurücklehnen kann. Das klingt auf jeden Fall interessant und die CD gehört sicherlich nicht zu denjenigen, die ich nach einmaligem Hören nicht mehr anfasse.
Auf dieser CD spielen: New York Philharmonic Orchestra, Dimitri Mitropoulos (3. Sinfonie) John Ogdon, Royal Philharmonic Orchestra, Igor Buketoff (Klavierkonzert) Chicago Symphony Orchestra, Jean Martinon (7. Sinfonie)
daniel5993 (04.03.2011, 22:08): Ich bleibe schon seit Tagen auf YouTube bei Chopins Ballade Nr. 1 stehen und komme nach unendlich vielem Hören doch nicht los von dieser Interpretation
Arrau plays Chopin Ballade no.1
Arrau hat diese Ballade meinses wissens nur 2 mal aufgenommen. Einmal 1952 und einmal in späteren Jahren. Diese Aufnahme scheint wohl eher die wildere aus 1952 zu sein, welche jedoch auf Tonträgern (CD) nicht zu finden ist.
:A
Agravain (05.03.2011, 09:14): Original von Cantus Arcticus
wenn Du Sibelius mit Maazel magst, dann möchte ich Dir den interpretativ ungleich interessanteren und klanglich wesentlich besseren zweiten Zyklus Maazels (aus Pittsburgh) empfehlen. Von den mir mittlerweile vorliegenden 14 (meine Gott, es sind tatsächlich 14!) GAs ist das meine in ihrer Gänze favorisierte.
bruckner 9 - svetlanov, schwedisches rso, live 1999
sehr gefühlvoll interpretierte neunte von svetlanov. ganz "unrussisch" irgendwie - vom ansatz her eher wie giulini (oder auch celibidache). könnte einen zacken mehr drive haben, sonst aber richtig schöner bruckner.
Zur Zeit ist diese wirklich eine meiner Lieblings-CDs, und ich kann gar nicht sagen warum. Er spielt nicht spektakulär, aber einfach für mich auf eine ganz stimmige Weise...
daniel5993 (06.03.2011, 19:19): Original von daniel5993 http://i.ebayimg.com/14/!BsVYhcQEGk~$(KGrHqQH-CQEvdkN4B3lBL3chHbgk!~~_12.JPG
Klaviersonate D.958
Mir ist schleierhaft, warum mir Schuberts Musik trotz vielen Hörens nicht überdrüssig wird. Ein Beispiel sind gerade die Impromptus, welche wohl in der Rangliste der am meist gehörtesten Platten auf Platz 1 steht (bei mir). Die Interpretationen vieler verschieder Interpreten tun das eine zur Abwechslung, aber ich glaube der größte Teil ist wohl, dass es einfach komponierte Musik vom allerfeinsten ist, Musik die Bestand hat über Jahreszeiten, Lust, Laune und Mode hinweg.
Gerade läuft bei mir die packende frühere Interpretation Brendels, des Werkbündels D.899.
Jürgen (07.03.2011, 15:25): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51pD13Wjd5L._SL500_AA300_.jpg
Palestrina: Missa "Ut re mi fa sol la", Huelgas Ensemble - Paul van Nevel 2007
Gestern habe ich BWV 127 mit Koopman im Deutschlandfunk aufgenommen. Als Beifang geriet mir dabei diese wunderschöne Messe mit auf die Festplatte. In der Fischerei wird so etwas als Rückwurf betrachtet und wieder über Bord geworfen.
Jürgen (08.03.2011, 08:47): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51GZjj4MVNL._SL500_AA240_.jpg
Bach: Messe in h-moll BWV 232, Dunedin Consort & Players, John Butt 2009
Eine solistische Aufnahme.
Sie wurde hier schon von Armin vorgestellt und gelobt.
Grüße Jürgen
ab (08.03.2011, 11:07): Im Vorfreude auf das Konzert des jungen Quatuor Modigliani in zwei Wochen höre ich gerade die ganzsätzigen Klagbeispiele von Mendelssohn, Haydn und Wolf auf deren Webseite hier, die sie mir wenn auch nicht im klassischen, so im romantischen Repertoir durchaus anwachsen lässt.
Als Programm bei uns wird Haydn G-Dur Hob. III:81, Ravel sowie Mendelssohn f-Moll op. 80 geboten werden und ich kann mir gut vorstellen, dass mir deren Ravel besser gefallen werden wird als vom Quatuor Ebèn.
Warum aber nur immer das Ewiggleiche? Wie gerne würde ich einmal von Französischen Ensembles zB Ropartz oder Milhaud im Konzert zu hören bekommen...
:hello
ab (08.03.2011, 11:43): Lange, lange, lange nicht mehr gehört, nun aber mit neuen Ohren: Sibelius & Heifetz
Sinfonieorchester des Südwestfunks Baden-Baden Hans Rosbaud
1954 (live)
Mir scheint das ein recht straffer Zugriff zu sein, schon im Kopfsatz weniger auf epische Darstellung denn vielmehr auf (Seelen-?) Drama setzend. Ich höre höchst gespannt weiter.
Sinfonieorchester des Südwestfunks Baden-Baden Hans Rosbaud
1954 (live)
Was ist denn noch droben auf der Box, weder bei Amazon, noch bei Membran finde ich entsprechendes, danke! :hello
ab (08.03.2011, 16:11): Sibelius & Heifetz zum Vergleich als live-stream gefunden:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51dnINXiGDL._SL500_AA240_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/514dOAXRP4L._SL500_AA240_.jpg dem Titel zu trotz dieselbe verhustete Aufnahme wie diese: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51spnyCXaqL._SL500_AA240_.jpg
Nervig, dass bei mir heute ständig das Netz zusammenbricht...
Agravain (08.03.2011, 16:36): Original von ab Original von Agravain Aus dieser frisch angekommenen Box
nikolaus (08.03.2011, 17:56): Original von ab Im Vorfreude auf das Konzert des jungen Quatuor Modigliani in zwei Wochen höre ich gerade die ganzsätzigen Klagbeispiele von Mendelssohn, Haydn und Wolf auf deren Webseite hier, die sie mir wenn auch nicht im klassischen, so im romantischen Repertoir durchaus anwachsen lässt.
Als Programm bei uns wird Haydn G-Dur Hob. III:81, Ravel sowie Mendelssohn f-Moll op. 80 geboten werden und ich kann mir gut vorstellen, dass mir deren Ravel besser gefallen werden wird als vom Quatuor Ebèn.
Warum aber nur immer das Ewiggleiche? Wie gerne würde ich einmal von Französischen Ensembles zB Ropartz oder Milhaud im Konzert zu hören bekommen...
:hello
Auf medici.tv kannst du die Modiglianis mit Ravel und Chausson hören...
Nikolaus :hello
Armin70 (08.03.2011, 19:26): Daraus die Sinfonie Nr. 3:
Jürgen (08.03.2011, 23:18): Original von Armin70 Daraus die Sinfonie Nr. 3:
Das Cover bringt es an den Tag: Herr Ozawa singt und Frau Norman wird dann wohl dirigieren.
Über das Ergebnis wirst Du berichten müssen, Armin.
Grüße Jürgen
Armin70 (08.03.2011, 23:45): Original von Jürgen Original von Armin70 Daraus die Sinfonie Nr. 3:
Das Cover bringt es an den Tag: Herr Ozawa singt und Frau Norman wird dann wohl dirigieren.
Über das Ergebnis wirst Du berichten müssen, Armin.
Grüße Jürgen
Also, wenn Herr Ozawa und Frau Norman bei dieser Aufnahme "Job-Rotation" gemacht hätten, dann hätte ich diese Aufnahme längst ins Jenseits befördert. Was den Vokalteil der 3. Sinfonie angeht, d. h. konkret der 4. Satz "O Mensch", gefällt mir Jessye Normans Gesang eigentlich am besten im Vergleich zu den anderen mir vorliegenden Aufnahmen von Mahlers 3. Sinfonie. Als das Foto gemacht wurde, sagte Herr Ozawa wahrscheinlich zu Frau Norman: "Boah ey, geil gesungen Jessye."
Kathleen Ferrier BBC Symphony Orchestra and Choir Adrian Boult
(1947, live)
Der erste Satz ist bereits verklungen und ich muss sagen, dass mich Boults Mahler anspricht, ja beeindruckt. Zwar ist die Tonqualität der Aufnahme einigermaßen schlecht, sodass man wohl eher ein Echo der Aufführung erlebt, dieses Echo macht aber durchaus etwas her. Mir scheint das ein sehr gradliniger Zugriff zu sein, im Kopfsatz den Gegensatz von Schwere und Leichtigkeit sehr schön und ohne Schnickschnack herausarbeitend. Mal sehen, wie es weitergeht.
:hello Agravain
Peter Brixius (09.03.2011, 09:33): http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4011222217417.jpg
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es-dur op. 73
Zur Aschermittwoch-Ernüchterung ein Versuch ins Erhabene
Elly Ney Wiener Philharmoniker Karl Böhm 1944
Dieser Versuch scheitert in meinen Ohren, nicht in meinem Wissen um die Biografien. Aber was da Joachim Kaiser im Booklet schreibt
Es war staunenswert, mit welcher Frische die Künstlerin das kraftvollste und strahlendste aller Beethoven-Konzerte, das Es-dur Klavierkonzert, auch im hohen Alter noch spielte. Technische Probleme interessierten sie nicht. Aber immer wieder versuchte sie, selbst im "Emperor"-Konzert, herauszuholen, worüber blendende Pianisten gern hinweghören: die Innigkeit.
befremdet mich doch.
Nun, 1944 war die Hohepriesterin Beethovens 62 (geb. 1882), das scheint mir kein so hohes Alter zu sein. Wen meint Kaiser mit blendenden Pianisten? Etwa Schnabel
dessen Einspielung unter Malcolm Sargent mit dem London Symphony Orchestra (1932) ich mir gleich als Gegenmittel auflegen werde? Bringt Kaiser hier nicht gerade die Auffassung Neys zur Sprache, die sich gegen das (jüdische) Virtuosentum richtete und auf (nur Deutschen zugängliche) Innerlichkeit setzte? Und welchem Emperor huldigte man hier?
Da kann ich an meinem Wissen nicht vorbei hören. Ich habe gegen Innigkeit nichts einzuwenden, auch bei diesem Konzert, das ich AFAIR mit Backhaus als Jungendlicher kennen lernte und das mich gleich begeisterte. Aber Schnabel etwa Innerlichkeit absprechen, eine solche Meinung kann ich nicht nachvollziehen - klar, Kaiser nannte keine Namen, aber wen meint er?
Zurück zu dieser Aufführung: Böhms Dirigat ist für mich hier reichlich medioker, da gibt es Besseres von ihm (etwa mit Pollini), Elly Ney ist sich nie für einen Fehlgriff zu schade, eine allenfalls durchschnittliche Interpretation, wie ich das höre.
Jetzt aber zum Schnabel, auf die Doppel-CD werde ich wieder zurückkommen.
Liebe Grüße Peter
Jürgen (09.03.2011, 10:04): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61M5wTqYgjL._SL500_AA300_.jpg
Gestern on the fly im 2001 Laden mitgenommen. Hauptsächlich, weil ich bislang nur Erich Kunzels Interpretation der rumänischen Rhapsodie hatte. Das Stück gefiel mir schon immer gut. Ich hatte aber auch den Eindruck, da könne man noch mehr rausholen.
Und siehe da: Bernstein schaffts! Mehr Rubato und transparenter (Harfen, die ich zuvor dort noch nicht gehört hatte).
Die Zusammenstellung auf dieser CD steht wohl unter dem Motto: Osteuropäische folkloristisch Angehauchtes. Rhapsodien und Tänze. Auch wenn es nicht von Osteuropäern komponiert wurde:
Brahms: Ungarische Tänze Nr.5 & 6 Liszt: Les Préludes Liszt: Ungarische Rhapsodien für Orchester Nr.1 & 4 Enescu: Rumänische Rhapsodie Nr.1 A-Dur op.11 Borodin: Fürst Igor (Polowetzer Tänze)
Alles mit dem New York Philharmonic Orchestra, Leonard Bernstein
Vielleicht ist das etwas für Matthias, dem Klassikfreund, falls der hier noch länger existiert?
Grüße Jürgen
ab (09.03.2011, 11:39): Original von nikolaus Original von ab Im Vorfreude auf das Konzert des jungen Quatuor Modigliani in zwei Wochen höre ich gerade die ganzsätzigen Klagbeispiele von Mendelssohn, Haydn und Wolf auf deren Webseite hier, die sie mir wenn auch nicht im klassischen, so im romantischen Repertoir durchaus anwachsen lässt.
Als Programm bei uns wird Haydn G-Dur Hob. III:81, Ravel sowie Mendelssohn f-Moll op. 80 geboten werden und ich kann mir gut vorstellen, dass mir deren Ravel besser gefallen werden wird als vom Quatuor Ebèn.
Warum aber nur immer das Ewiggleiche? Wie gerne würde ich einmal von Französischen Ensembles zB Ropartz oder Milhaud im Konzert zu hören bekommen...
:hello
Auf medici.tv kannst du die Modiglianis mit Ravel und Chausson hören...
Nikolaus :hello
Danke! Läuft schon bei mir!
Cantus Arcticus (09.03.2011, 15:04): Nun, nach meinem Exkurs zu Mahler und Zinman habe ich mir dies in den Player gelegt und bin begeistert:
Vor allem Enscu hat es mir angetan, dies nicht zuletzt wegen des "Gipfeltreffens der Künstler". :down :down :down Per se muss so eine Besetzung nicht das absolute non-plus-ultra darstellen, aber faszinierend ist es schon.
Grüsse Stefan
ab (09.03.2011, 15:51): Original von Agravain Lieber ab,
Oha, danke!, dann scheint es sich ja um die auf den Olymp gelobte Aufnahme der sechsten zu handeln, die erstmals in dieser Box erschienen sein soll, die ich schon immer einmal hören wollte. (und die vermutlich in der neuen Mitropoulos-Box bei Music&Arts mit droben sein dürfte) Auf Deine Einschätzungen der weiteren Aufnahmen warte ich also gebannt! :thanks
ab (09.03.2011, 15:54): Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/61M5wTqYgjL._SL500_AA300_.jpg
rumänischen Rhapsodie hatte. Das Stück gefiel mir schon immer gut. Ich hatte aber auch den Eindruck, da könne man noch mehr rausholen.
Und siehe da: Bernstein schaffts! Mehr Rubato und transparenter (Harfen, die ich zuvor dort noch nicht gehört hatte).
Eben daraus hörte ich jüngst im Radio, als auch ich so angetan war. :hello
ab (09.03.2011, 16:07): Original von Peter Brixius Aber was da Joachim Kaiser im Booklet schreibt
Es war staunenswert, mit welcher Frische die Künstlerin das kraftvollste und strahlendste aller Beethoven-Konzerte, das Es-dur Klavierkonzert, auch im hohen Alter noch spielte. Technische Probleme interessierten sie nicht. Aber immer wieder versuchte sie, selbst im "Emperor"-Konzert, herauszuholen, worüber blendende Pianisten gern hinweghören: die Innigkeit.
befremdet mich doch.
Nun, 1944 war die Hohepriesterin Beethovens 62 (geb. 1882), das scheint mir kein so hohes Alter zu sein. Wen meint Kaiser mit blendenden Pianisten? Etwa Schnabel?
Über Schnabel sprach Kaiser in seinem Buch der großen Piansiten (S. 15) als "feuriger, die Grenze des Möglichen riskiernder Analytiker Beethovenscher Formprozesse".
Ich vermute eher, Kaiser hat hier Pianisten unserer Zeit im Sinn...
:hello
ab (09.03.2011, 16:25): Etwas mehr Sibelius Violinkonzert im Vergleich, nämlich der zweite Satz von
Und Szeryng/Roschdéstwenskij werde ich vielleicht noch diese Woche geliehen bekommen. In diesem Forum wurde auch Cho Liang Lin sehr gelobt; leider ist die nicht mehr zu bekommen und ich kenne niemanden in meinem Umfeld, der sie hat.
Peter Brixius (09.03.2011, 16:37): Ich habe mal ein wenig herumgekramt, was ich in letzter Zeit an Interpretationen von Beethovens 5.Klavierkonzert gehört habe. Da gab es zweimal Paul Lewis, einmal unter Harding und einmal unter Denève (Proms 2010), beide Male nicht schlecht, dann Schoonderwoerd, der nicht ganz mein Geschmack ist, dann lieber Gardiner/Levin. Eine mir unbekannte Solistin, nun wieder eine traditionelle Interpretation, machte das Rennen: Maria Grinberg, eine Aufnahme von 1949, es dirigierte Sanderling ein nicht genanntes Orchester. Die werde ich mir nun auflegen ...
eben las ich die rezension des liederabends von rolando villazon, die in entsprechendem thread verlinkt ist. irgendwie kam mir da fritz wunderlich in den sinn, den ich nun gleich mit einer sternstunde des liedgesangs höre, seiner "schönen müllerin".
Ich weiß ja, dass diese Aufnahme berühmt ist, aber jetzt beim ersten Hören bin ich mir nicht ganz sicher, warum das so ist. Sicher, es handelt sich sicher um eine gute Aufnahme, mir fehlt aber beispielsweise im Kopfsatz (bspw. gleich in den ersten Takten) doch etwas panache. Vielleicht bin ich da durch Soltis Einspielung verdorben. Ich höre mal weiter.
:hello Agravain
Agravain (10.03.2011, 09:34): Es geht weiter mit Sibelius' Violinkonzert mit Accardo/Davis:
Hallo Agravain Jaja, Salvatore Accardo: Der Meisterinterpret der Bruch'schen Werke und von Paganini (okay, ich gebe zu, die heutige Garde junger Geiger(innen) geht ziemlich unverkrampft an die 24 Capricen heran und das ebenfalls auf höchstem Niveau). Doch ich mag seinen Stil sehr, manchmal ein bisschen harsch, aber nie zu forciert und auch nie "weinerlich" finde ich.
zu Bruch: Natürlich mit Kurt Masur und dem Gewandhausorchester Leipzig http://ecx.images-amazon.com/images/I/41RYGA2MR2L._SL500_AA300_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/41VHX07BNKL._SL500_AA300_.jpg
zu Paganini: Charles Dutoit und das London Philharmonic Orchestra http://ecx.images-amazon.com/images/I/41MASAXAFVL._SL500_AA300_.jpg
Gruss Stefan
Sfantu (10.03.2011, 14:35): Hallo Stefan,
wenn der Inhalt der gleiche ist wie der der Erstausgabe, dann enthält die Sinfonien-Box auch noch die Schwedischen (Miniatur-)Tänze als Dreingabe - ganz nett und in den schnellen Tänzen für Bruch ungewohnt zupackend.
Kann jemand etwas zu der Konkurrenzeinspielung der Sinfonien mit James Conlon und dem Gürzenich (EMI) sagen? Bei Masur ist alles sehr gediegen und das Gewandhausorchester spielt seine luxuriöse Klangkultur geradezu schwelgerisch aus - eine etwas forschere Gangart, mehr Kontur und Parforce würde diesen (typisch Bruch) sehr sanglichen und das Sentiment streifenden Werken sicher mal gut tun.
Das schwungvolle Scherzo aus der Ersten ist mein Favorit. So tönt klingende Rheinromantik.
Gruss aus dem Oberland
Sfantu
Armin70 (10.03.2011, 22:12):
Die Aufnahme des 2. Klavierkonzerts von Johannes Brahms aus dem Jahr 1960 entstand während Richters erster Konzerttournee in den USA.
Armin70 (11.03.2011, 00:01): Als Betthupferl noch etwas Mozart aus diesem schönen Album:
Jürgen (11.03.2011, 08:46): http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0755138100923.jpg
Josquin Desprez: Missa Pange lingua & Missa La sol fa re mi, Phillips 1986
Am Dienstag in der Bücherei ausgeliehen, komme ich erst heute dazu sie zu hören. Und es beginnt gleich wie Balsam für die Seele.
Grüße Jürgen
ab (11.03.2011, 09:12): Welcher Niederländer hat denn das Gemälde geschaffen, das zur Cover-Abbildung herangezogen wurde? :thanks
ab (11.03.2011, 09:17): CD 3
Ein Chopin, der mir bislang nicht einen Ton lang irgendwo ungut aufstoßen wäre, weder wird hier bloß virtuos brilliert noch sentimentalisiert. Da höre ich sogar mit Genuss diesen Werken zu! Danke, Monsieur Francois!
Seit jeher lebt der schöpferische Mensch in einem Paradoxon: Einerseits drängt er nach Neuem, auf Fortschritt, andererseits blickt er zurück, auf der Suche nach dem Ursprünglichen, der Wahrheit. Es war kein Geringerer als der Komponist György Ligeti, der den großen Beethoven-Interpreten Pierre-Laurent Aimard mit der Musik der Aka-Pygmäen bekannt machte. Die erste Begegnung mit dem afrikanischen Stamm fand 1999 in einem Werkstatt-Konzert am Theatre du Chatelet statt, in dem Ligetis Musik den Gesängen der Gruppe gegenüber gestellt wurde. "Das Ergebnis war so aufregend", erinnert sich Aimard, "so spielerisch und unwiderstehlich, dass ich entschied, dieses Konzert zu wiederholen und in der Folge auch aufzunehmen".
Musik spielt für den seit Jahrtausenden in Zentralafrika lebenden Stamm, der dort in kleinen Gruppen von etwa 30 Personen lebt, eine große Rolle. Aus fundamentalen Mustern entwickeln sie mit Klanghölzern, Klatschen und Stimmen eine dichte, polyfone Musik, deren zunehmende rhythmische Komplexität sie in einen tranceähnlichen Zustand versetzt; so können sie Kontakt mit dem Übersinnlichen und ihren Ahnen aufnehmen.
Neben sechs Etüden von Ligeti für Klavier, die vom starken Eindruck der afrikanischen Rhythmen leben, fügte Aimard dem Programm noch zwei Stücke von Steve Reich hinzu, der "ebenfalls vieles afrikanischen Modellen verdankt." Für zwei oder mehrere Interpreten mit Claves oder Händeklatschen sind sie gedacht. Aimard spielt die Stücke auf dem Klavier und fügt in Mehrspurtechnik sein Klatschen hinzu. Die Musik der Pygmäen wird vom Stamm der Aka selbst aufgeführt.
Jürgen (11.03.2011, 11:29): Original von ab Welcher Niederländer hat denn das Gemälde geschaffen, das zur Cover-Abbildung herangezogen wurde? :thanks
Das Besondere an dieser Aufnahme ist Josef Greindl als Hans Sachs, sein einzigster mir bekannter Sachs auf Schallplatte. Greindl war in Bayreuth meist in anderen Rollen eingesetzt: Daland, König Heinrich, Landgraf, Hunding, Hagen.
ab (12.03.2011, 09:24): Original von Jürgen Original von ab Welcher Niederländer hat denn das Gemälde geschaffen, das zur Cover-Abbildung herangezogen wurde? :thanks
Es war wohl ein Belgier (Flame): Gerard David
Und das Bild heißt: Die Kreuzabnahme
Danke!
ab (12.03.2011, 09:26): Original von Agravain Seit einiger Zeit läuft bereits:
Agravain (12.03.2011, 18:17): Bevor ich mich deutlich älterer Musik widme, höre ich noch einmal Mahler 3, da ich diese lang ersehnte Einspielung gerade - nachdem ich ab Mittag nicht im Hause war - nun aus dem Briefkasten gefischt habe:
ab (12.03.2011, 23:08): Diel letzten drei Klaviersonataten Beethovens in der ersten der drei Gesamteinspielungen von Friedrich Gulda, dereinst in Wien in der Russischen Zone der Nachkriegszeit in aller kürzester Zeit aufgenommen.
So habe ich den Zusammenbruch der Variation 3 überhaupt noch nie gehört: genial!
ab (12.03.2011, 23:59): Zum nächtlichen Abschluss noch im direkten Vergleich: Beethovens op. 111 Claude Franck Music&Artis
Franck,1925 in Nürnberg geboren, war nach Emigration in die USA Schüler von Artur Schnabel und ist Vater von der Geigerin Pamela Franck, mir der er auch die Beethovenschen Violinsonaten aufgenommen hat.
Cetay (inaktiv) (13.03.2011, 21:28): Nachdem ich mich heute im Konzertsaal diesem Werk ca. 75 von 80 Minuten nur gelangweilt und mir zwischendrin Teile des Publikums geradewegs zum Teufel gewünscht habe, als kleine Entschädigung die Konserve:
Ein fröhliches Stück, bei dem Kirkpatrick eine marschierende Kapelle hört, mit Einwürfen von zwei Trompeten und Pauken solo ... Im Partnerstück (Kk 407) gibt es gar ein verstimmtes Horn Reminiszenzen an Blaskapellen, ob nun spanischer oder italienischer Provinienz gibt es in einer Reihe von Scarlatti-Sonaten.
Liebe Grüße Peter
ab (14.03.2011, 11:56): Gerade in Netz entdeckt, höre ich gleich rein:
Mir kam gerde vor, da ist eine Achse Zürich-Pittsburgh nicht zu überhören: Zur Schönheit geglätteter Mahler, wenn auch bei Honeck volksmusikalischer zugespitzt...
ab (14.03.2011, 14:07): Krystian Zimerman spielt Musik von Grazyna Bacewicz
Warum eigentlich ist Zimerman noch immer unter Vertrag bei der DG und darf sogar solches Repertoire aufnehmen, wo doch sonst bei allen anderen der Vertrag nicht verlängert wird und nur mehr Selbsverkäufer produziert werden. ?(
Wie spricht man eigentlich den Namen dieser polnischen Geigerin und Komponistin und Nadia Boulanger-Schülerin aus? Basewitsch, Bazewitsch, Batschewitsch oder ganz anders?
Rachmaninov (14.03.2011, 19:44): Original von ab Krystian Zimerman spielt Musik von Grazyna Bacewicz
Warum eigentlich ist Zimerman noch immer unter Vertrag bei der DG und darf sogar solches Repertoire aufnehmen, wo doch sonst bei allen anderen der Vertrag nicht verlängert wird und nur mehr Selbsverkäufer produziert werden. ?(
Weil selbst die bei der DG ein wenig Horizont haben!
daniel5993 (14.03.2011, 20:28): Schon sehr lange nicht mehr gehört....
L'Arpeggiata, Christina Pluhar Philippe Jaroussky Nuria Rial Jan van Elsacker Cyril Auvity Nicolas Achten usw. 2008 Eigentlich schade, dass ich diese CD schon seit ein paar Monaten nicht mehr gehört habe. Sie ist so frisch und im positiven Sinne angenehm unterhaltend.
Und nun läuft gerade mein Radiomitschnitt vom Sonntag:
Dame Margaret Price Alan Titus Philharmonischer Chor München Münchner Philharmoniker Sergiù Celibidache 1994
Das ist süßlich romantisch und schmeichelt der Seele. Beim Hören dieses Requiems geht der Puls nicht über 60. Hach ist das schön.
Grüße Jürgen
ab (15.03.2011, 10:59): Original von Rachmaninov Original von ab Krystian Zimerman spielt Musik von Grazyna Bacewicz
Warum eigentlich ist Zimerman noch immer unter Vertrag bei der DG und darf sogar solches Repertoire aufnehmen, wo doch sonst bei allen anderen der Vertrag nicht verlängert wird und nur mehr Selbsverkäufer produziert werden. ?(
Weil selbst die bei der DG ein wenig Horizont haben!
Na, dann besteht ja doch noch Hoffung für das Gelb-Label. Ich hoffe sehr darauf, ein Jammer, wenn es vom Mark verschwände...
Schon fast eine Ewigkeiten her, dass ich zuletzt eine CD dieses Labels gekauft habe...
ab (15.03.2011, 11:04): Original von daniel5993 Original von Cantus Arcticus Kempf und Schubert, wahrlich ein Kleinod :down
Alfred Brendel und Svjatoslav Richter höre ich bei D.960 weit lieber, dennoch ist Kempff bei Schubert (siehe Impromptus) nicht zu verachten!
Kennt ihr auch die dereinst von unsrem verstorbenen Zelenka so gelobte DECCA-Einspielung, die gerade erst wiederveröffentlicht worden ist?
ab (15.03.2011, 11:58): In bester Erinnerung, dass diese CD ganz großartig ist, hatte ich ganz vergessen wie großartig sie doch ist! Eine wahre Perle! :engel
Dabei - sehe ich gerade - ist sie nun wohlfeil wieder aufgelegt worden. Allein, mir fehlt der Glaube, hier blind zuzuschlagen... Aber mir fällt auch gerade wieder ein, dass mir dereinst beim Reinhören ins Violinkonzert mit Rachlin, mir das recht gut gefallen hatte - völlig vergessen!
ich kenne die Aufnahme nicht und bin nicht sicher, ob ich Sie jemals kaufen würde?! Kempff klingt mir bei dieser Sonate sehr oberflächlich, ohne Tiefgang, geschweigedenn Emotionen, das klingt sehr kalt und heruntergespielt und gehetzt fühlt man sich auch. Das mag vielleicht seine Art sein, passt meines Erachtens aber nicht in mein Schubert-Bild hinein. Da geht wirklich mehr, auch ohne sich wie z.B Arrau in eine Apokalyptische Endzeitstimmung ( :down :down :down) hineinzusteigern. Wenn ich in die JPC-Schnipsel hineinhöre, scheint sich mein Eindruck fortgesetzt bzw. bestätigt zu werden. Kempffs Spiel kling auf diesen kurzen Metern wenig verändert.
Beste Grüße Daniel
daniel5993 (15.03.2011, 22:54): Jetzt leg ich doch noch einmal diese Sonate auf, dann aber ins Bett...
Dabei - sehe ich gerade - ist sie nun wohlfeil wieder aufgelegt worden. Allein, mir fehlt der Glaube, hier blind zuzuschlagen... http://ecx.images-amazon.com/images/I/51M2iQKw-ML._SL500_AA300_.jpg
Bei 14,99 kein allzugroßes Risiko, meine ich. Allerdings bin ich wirklich nicht sicher, ob das - gerade was z.B. die Interpretation der Ersten angeht - "your cup of tea" ist.
Bei mir wird jetzt ein kleines Vergleichshören veranstaltet:
Agravain (16.03.2011, 07:47): Original von Armin70 Eben erstmals gehört:
Sehr spannende Musik.
Eine der spanendsten Musiken überhaupt! "Blaubart" wird thematisch bisweilen als dunkles Gegenstück zu Mahlers "Lied von der Erde" gedeutet und ich finde diese Gegenüberstellung recht interessant. Kürzlich habe ich einen recht instruktiven Aufsatz dazu gefunden (ich glaube sogar im Netz). Finde ich ihn wieder, poste ich gern den Link.
Muss ich im Laufe der nächsten Tage wohl wieder auf meine "Playlist" setzen.
:hello Agravain
Cetay (inaktiv) (16.03.2011, 08:59): Original von Agravain Muss ich im Laufe der nächsten Tage wohl wieder auf meine "Playlist" setzen.
ab (16.03.2011, 09:01): :leb Post soeben eingetroffen :leb
Es gibt - soweit ich Musik höre - auch nichts nur annähernd vergleichbares wie das Hagen Quartett derzeit. Musizieren wie von einem anderen Stern, zufällig auf unsere Erde gefallen. Fragte mich jemand, was das Leben wirklich wertvoll macht, würde ich in der Antwort auch dieses Ensemble nennen. Alles so irritierend anders und zugleich doch so vertraut wie schon immer genau so zu empfinden. :ignore
ab (16.03.2011, 09:10): Original von Armin70 Eben erstmals gehört:
Sehr spannende Musik.
Sage und betone ich seit Jahren! :beer Gerade das Dirigat von Dorati schätze ich besonders - von der überwältigenden Einstereomikrophonaufnahme ganz zu schweigen -, wenn natürlich auch gesanglich das bei weitem nicht in der Liga spielt, in der Walter Berry & Christa Ludwig das mit Istvan Kertesz und dem London Symphonic Orchestra gezeigt haben.
Agravain (16.03.2011, 10:09): Ich bleibe heute Vormittag bei Chormusik. Allerdings bewege ich mich jetzt deutlich zurück in die Vergangenheit, und zwar ins 15. Jahrhundert an den Hof des Duke von Bedford:
ab (16.03.2011, 10:12): Chopin Scherzi aus der EMI-Box von Francois
Jürgen (16.03.2011, 16:12): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51a%2BpTGr0iL._SL500_AA300_.jpg
BWV 011: Lobet Gott in seinen Reichen (Himmelfahrts-Oratorium), Parrott 1989
Und nun als knackiges Kontrastprogramm: http://1.bp.blogspot.com/_fA01IiPlGm8/TSRSOme8P_I/AAAAAAAAAII/lOVeBV1WeBY/s400/Dorati+Conducts+Prokofiev+-+Mercury+LP+1991+iPod.png
Prokofiev: Skythische Suite (Ala und Lolly) Op.20, Dorati 1957 Die Liebe zu den drei Orangen (Suite) Op.33a, Dorati 1957
Grüße Jürgen
Rachmaninov (16.03.2011, 18:57): Original von ab Fragte mich jemand, was das Leben wirklich wertvoll macht, würde ich in der Antwort auch dieses Ensemble nennen. Alles so irritierend anders und zugleich doch so vertraut wie schon immer genau so zu empfinden. :ignore
Also da behaupte ich mal wäre dies wohl Teil eine seeeehr langen Antwort, oder?
Das ist experimentelle Musik, die als solche gehört werden muss. Hat die Musik der Antike so geklungen? Reicht es die Musiktheorie der Antike zu kennen, um den Klang derselben überzeugend zu imagnieren? Ich bezweifle es. Dennoch ist das Ergebnis nicht uninteressant und das höchst unzureichende Booklet (es fehlt jegliche philologisch ausreichende Ausführung zum Projekt, selbst die gesungenen Texte werden nicht geliefert) schafft es doch zumindest, sich von jeglichem Richtigkeitsanspruch zu distanzieren.
"To preclude any misunderstandings: The resulting music is newly imagined, yet its elements are oriented as closely as possible on the historical circumstances."
Der Inhalt der CD
"Die Musik des antiken Griechenlands" - "Die Musik der Bibel" - "Gesänge aus Byzanz" - "Geistliche Gesänge der Melkiten" - "Gallische Allelujas und Offertorien"
Es musizieren
Arianna Savall, Luiz Alves da Silva - Massimo Cialfi, Conrad Steinmann, Adolphe Attia, Michel Scherb, Emile Kacmann, Martine Géliot, Raymond Cousté, Gérard Perrotin, Pierre Pollin, Suzanne Haik Vantoura, Soeur Marie Keyrouz SBC, Chorale de l'église Saint-Julien-de-Pauvre (Paris), L'Ensemble de la Paix, Igor Reznikoff
:hello Agravain
Agravain (17.03.2011, 08:43): Weiter geht es mit altem Zeugs:
Benjamin Bagby und sein Ensemble Sequentia haben sich hier an die Carmina Canterbrigiensia gewagt, laut Wikipedia (ich gebe es zu) eine Liedersammlung verschiedener Verfasser aus dem 10./11. Jahrhundert. Ich finde, das Ergebnis kann sich hören lassen, wobei mir nicht ganz klar ist, warum Bagby in seinem Einführungstext die Lieder als "Aufführungmaterial eines (Hervorhebung von mir) zweisprachigen Harfners und Sängers aus dem Rheinland" festzurren möchte. Er beruft sich auf nicht weiter benanntes Quellmaterial, das die Vermutung nahe lege. Mir scheint das im Moment - besonders aufgrund des vorgeschalteten, einen Spielmann beschreibenden Zitates aus den Predigten des Sextus Amaricus Gallus Piostratus aus Speyer - wie ein Versuch, die CD mit einer marketingwirksamen mystischen Atmosphäre zu versehen, à la: "Aus den Tiefen der Zeit spricht ein Spielmann, dessen Persönlichkeit wir wie hinter einem Schleier erahnen müssen". Oh ha, sehr geheimnisvoll. Vielleicht bin ich da aber auch zu misstrauisch.
:hello Agravain
ab (17.03.2011, 09:55): Original von Rachmaninov Original von ab Fragte mich jemand, was das Leben wirklich wertvoll macht, würde ich in der Antwort auch dieses Ensemble nennen. Alles so irritierend anders und zugleich doch so vertraut wie schon immer genau so zu empfinden. :ignore
Also da behaupte ich mal wäre dies wohl Teil eine seeeehr langen Antwort, oder?
Leider nein, ich wünschte, es wäre so, aber soooo viel gibts nun wirklich nicht, was man als wirklich wertvoll erlebt.... Aber Musik gehört jedefalls essenziell dazu :leb
Agravain (17.03.2011, 11:00): Jetzt läuft Musik von Sir Edward:
ab (17.03.2011, 13:26): Im Radio gerade blind zugeschaltet zum Adagio aus dem Mozart G-Dur-Violinkonzert. Schrecklich manieriertes Spiel, alles gekünstelt; aber mit schön-geglättetem Ton mit Gestaltungreichtum, jedenfalls präsent, dass man hinhört, auch überraschend klangfarbangeglichen von den Streichern des Orchesters begleitet. Schon lange habe ich nicht mehr so hingebangt, um vom Moderator zu erfahren, wer denn nun der Interpret ist, der hier so grauslich unnatürlich Mozart spielt, alles vorhersehbar und unflexibel, ohne sagen zu können, es sei schlecht. Dann war es Julia Fischer unter Yakov Kreizberg, der, wie ich dadurch erfahren habe, eben verstorben ist.
Umso erfreulicher das eben erklingende: Erst jetzt, im 84. Lebensjahr, legt der englische Dirigent Colin Davis gemeinsam mit dem London Symphony Orchestra seine erste Aufnahme der sechs Symphonien Carl Nielsens vor. Hier ab Sendungsende nachzuhören.
Jürgen (17.03.2011, 13:35): Original von Agravain Ich höre aus dieser Box
Das ist experimentelle Musik, die als solche gehört werden muss. Hat die Musik der Antike so geklungen? Reicht es die Musiktheorie der Antike zu kennen, um den Klang derselben überzeugend zu imagnieren? Ich bezweifle es. Dennoch ist das Ergebnis nicht uninteressant und das höchst unzureichende Booklet (es fehlt jegliche philologisch ausreichende Ausführung zum Projekt, selbst die gesungenen Texte werden nicht geliefert) schafft es doch zumindest, sich von jeglichem Richtigkeitsanspruch zu distanzieren.
"To preclude any misunderstandings: The resulting music is newly imagined, yet its elements are oriented as closely as possible on the historical circumstances."
Der Inhalt der CD
"Die Musik des antiken Griechenlands" - "Die Musik der Bibel" - "Gesänge aus Byzanz" - "Geistliche Gesänge der Melkiten" - "Gallische Allelujas und Offertorien"
Es musizieren
Arianna Savall, Luiz Alves da Silva - Massimo Cialfi, Conrad Steinmann, Adolphe Attia, Michel Scherb, Emile Kacmann, Martine Géliot, Raymond Cousté, Gérard Perrotin, Pierre Pollin, Suzanne Haik Vantoura, Soeur Marie Keyrouz SBC, Chorale de l'église Saint-Julien-de-Pauvre (Paris), L'Ensemble de la Paix, Igor Reznikoff
:hello Agravain
Gallische Allelujas Ich wollte immer schon wissen, wie sich die Musik von Troubadix anhört. :W
Ich hatte letzte Woche mal die JPC-Schnipsel dieser Box gehört. Da ging die erste CD nur recht sperrig ins Ohr. Interessant ist da die korrekte Beschreibung. Die folgenden CDs gefielen mir besser.
Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1974 - 1979 und zeigen das Quarett in ihrer 1. Schaffensperiode. Zu hören sind darauf: Haydn: String Quartets op. 74 no. 3 "Rider"; op. 76 no. 3 "Emperor"
Agravain (18.03.2011, 09:47): Ich bleibe bei Bach und höre zwei meiner favorisierten Kantaten (BWV 51 & BWV 84) in dieser ganz vorzüglichen Einspielung:
ab (18.03.2011, 10:17): Original von Cantus Arcticus
Nebst dem Hagen Quartet für mich eines der besten Quartette überhaupt... :down
In Puncot Klangausgewogenheit der absolute, einsame Gipfel! (Das Minetti Quartett küpft derzeig gerade daran an! Hoffentlich kann es das auch mit dem neuen Bratscher beibehalten...)
Rachmaninov (18.03.2011, 10:25): Klassik Radio
Jürgen (18.03.2011, 10:38): http://ecx.images-amazon.com/images/I/5187T2E0BKL._SS500_.jpg
Jacobus Gallus: Opus musicum & Missa super "Sancta Maria"
Huelgas Ensemble - Paul van Nevel, 1994
Jacobus Gallus, eigentlich Jacob Handl (* 31. Juli 1550 wahrscheinlich in Ribnica (Reifnitz), Unterkrain; † 18. Juli 1591 in Prag)
Grüße Jürgen
Agravain (18.03.2011, 10:47): Ich bin im Bach-Modus. Weiter geht es mit der kürzlich erworbenen Schumann-Bearbeitung der Johannes-Passion:
Ah, endlich jemanden, den ich das fragen kann: Ist der Ravel eigentlich identisch mit der später bei Erato (1975? damals jedenfals von gramophone rezensiert) herausgekommenen Einspielung? Ist diese oder jene identisch mit der Aufnahme, die bei Brilliant Classics veröffentlich worden ist? http://ecx.images-amazon.com/images/I/61KRjh8ydCL._SL500_AA300_.jpg :thanks
Amadé (18.03.2011, 12:58): Original van ab http://ecx.images-amazon.com/images/I/61KRjh8ydCL._SL500_AA300_.jpg
Auf der Brilliant CD steht angegeben: Rec.1985 und 1987, iussed under license og Union Square, UK.
Gruß Amadé :hello
Armin70 (18.03.2011, 13:34): Original von ab Original von Armin70
Ah, endlich jemanden, den ich das fragen kann: Ist der Ravel eigentlich identisch mit der später bei Erato (1975? damals jedenfals von gramophone rezensiert) herausgekommenen Einspielung? Ist diese oder jene identisch mit der Aufnahme, die bei Brilliant Classics veröffentlich worden ist? http://ecx.images-amazon.com/images/I/61KRjh8ydCL._SL500_AA300_.jpg :thanks
Also, bei den bei Brilliant erschienen Aufnahmen handelt es sich um die urspr. bei Denon herausgekommenen Aufnahmen.
Zum Vergleich die Spielzeiten von Ravels Klaviertrio bei Brilliant/Denon:
Und hier bei Erato: 1.: 09:10 2.: 04:04 3.: 07:34 4.: 05:14
Die Unterschiede sind nur minimal. Anscheinend haben sich zumindest die Tempi von 1973 (Erato) zu 1985/87 (Denon/Brilliant) nicht wesentlich verändert.
Bei den Aufnahmen der Streichquartette von Debussy und Ravel mit dem Carmina-Quartett, die ebenfalls in der Brilliant-Box enthalten sind, handelt es sich urspr. übrigens um diese Aufnahme:
Agravain (18.03.2011, 17:31): Bei mir Brahms 4 mit Otto dem Großen:
Cetay (inaktiv) (19.03.2011, 07:59): Während ich überlege, welche der neu angeschafften Brucknerschen Achten ich als Hauptgang nehme, erst mal die Vorspeise:
Aus dem Toscanini - Beethoven Zyklus von 1939 die Nr. 1. Nachdem dieser Zyklus endlich so kunstvoll restauriert wurde, dass er praktisch störungsfrei und lebendig klingt (meine Hochachtung vor den Music & Arts Ingenieuren) kann ich das Thema optimale Beethoven Sinfonien GA endlich ad acta legen.
Die ersten beiden Sätze sind rum. Young braucht mehr als 80 Minuten, deswegen ist CD-Wechsel angesagt. Ich sage schon mal: Hell Yeah! und Agravain, Geldbeutel zücken!
Agravain (19.03.2011, 12:16): Original von Cetay Ich sage schon mal: Hell Yeah! und Agravain, Geldbeutel zücken!
Verdammt! :D
:hello Agravain
Cetay (inaktiv) (19.03.2011, 13:42): Original von Agravain Original von Cetay Ich sage schon mal: Hell Yeah! und Agravain, Geldbeutel zücken!
Verdammt! :D
:hello Agravain
:cool
Überwältigend! Inbal ist halt Inbal, aber Young bietet ein einziges, rumdum überzeugendes Plädoyer für die Urfassung.
Agravain (19.03.2011, 14:59): Weiter geht es mit Sibelius:
Das Bournemouth Symphony Orchestra unter der Leitung von Paavo Berglund spielt:
Frühlingslied op. 16 En Saga op. 9, König Christian II. op. 27 und Der Barde op. 64
:hello Agravain
Agravain (19.03.2011, 15:57): Seit längerer Zeit wieder einmal Bruckner. Es läuft die Sechste in der jüngst erschienenen Einspielung mit Lorin Maazel und des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks:
Langsam? Ja! Ohne Spannung? Nein! Anders als sonst? Ja!
Celibidaches Interpretation dieses Werkes ist vielleicht die laszivste.
:hello Agravain
ab (19.03.2011, 18:23): danke, ja die Carmina-Aufnahme kenne ich schon lange und habe sie zudem damals im Konzert mit genau dem Programm erleben können.
Ich wusste nur nicht, ob es sich beim Trio bei Erato vs. Denon um zwei verschiedenen handelt. Nun frage ich mich natürlich umso mehr, welche die besser ist, die Erato-Aufnahme habe ich auf einer alten Kassette aber die andere nie gehört.
:hello
ab (19.03.2011, 18:31): Bei mir laufen drei verschiedene Neuzugänge des op.59/2 eine fällt deutlich ab, finde ich...
Nachdem ich vorgestern im Radio einen Ausschnitt aus dem Stabat Mater in der neuen Aufnahme mit Anna Nebrebko mit Mißfallen gehört habe, nun diese im Vergleich zur Netrebko-Aufnahme viel subtilere...
Nikolaus.
Heike (20.03.2011, 10:40): Ich beginne einen richtig freien Sonntag mal mit Händels gute- Laune- Musik (eine recht gute Zusammenstellung von Hit-Arien und für eine Doppel_CD ein sagenhaft günstiger Preis!):
Bei mir laufen drei verschiedene Neuzugänge des op.59/2 eine fällt deutlich ab, finde ich... Welche denn?
Heike (20.03.2011, 12:42): Rate mal! Keine Ahnung, weil ich keine der CDs kenne. Wenn ich mir nur die Musiker angucke und die mit deinen Hörvorlieben vergleiche, würde ich auf Artemis tippen? Heike
ab (20.03.2011, 17:17): Original von Heike Rate mal! Keine Ahnung, weil ich keine der CDs kenne. Wenn ich mir nur die Musiker angucke und die mit deinen Hörvorlieben vergleiche, würde ich auf Artemis tippen? Heike :beer
Um nicht falsch zu verstehen: Diese Artemis-Aufnahme dürfte in ihrer Fetzigkeit vermutlich jene der drei Aufnahmen sein, die von Klassik-Neulingen deutlich vorgezogen werden würde.
Bei mir jetzt noch das op. 59/2 vom Guarneri Quartet http://ecx.images-amazon.com/images/I/51iM7PWh-hL._AA115_.jpg
und vom Minetti Quartett (ÖNB), kein Cover auffindbar.
Cantus Arcticus (20.03.2011, 18:26): Ziel meiner musikalischen Reise ist heute Dänemark:
Göteborgs Symphoniker unter Neeme Järvi 1. und 2. Symphonie
Mange Hilsener :wink
Stefan
Cantus Arcticus (20.03.2011, 18:47): Original von teleton Hallo Amade, ..... ich bin bei einem Neuzugang eigendlich nicht der Meinung, dass man immer bei der 1.Sinfonie anfangen sollte. (Ich lerne derzeit auch die Raff-Sinfonien kennen und da habe ich mit 8 und 10 angefangen, weil ich gelesen habe das diese die kraftvollsten sein sollen.) .....
Hallo teleton Schön, dass sich noch jemand für die Symphonien von Johann Joachim Raff interessiert. :)
Da mein Kommentar sich hier nicht auf den Thread über Rautavaara bezieht, habe ich den Einschub hierher kopiert...
Ich habe den Tudor-Zyklus vor einiger Zeit erworben und finde ihn sehr gelungen. Die Bamberger Symphoniker unter Hans Stadlmair arbeiten das Kraftvolle, das Du erwähnst, auf eindringliche Weise heraus. Daneben sind auch Werke wie dii beiden Orchester-Suiten, die Italienische Suite und die Suite "aus Thüringen" darauf vertreten und zeigen das vielfältige Schaffen dieses - meiner Meinung nach immer noch zu wenig bekannten - grossen Komponisten in allen seinen Facetten auf.
Armin70 (20.03.2011, 22:36): Daraus die Sinfonien Nr. 1 & 2:
Cantus Arcticus (21.03.2011, 12:44): Original von Armin70 Daraus die Sinfonien Nr. 1 & 2:
Lieber Armin70 Mich würde Dein Eindruck zu dieser Einspielung interessieren, ich habe nur Järvi, die Naxos-Ausgabe sowie Herbert Blomstedt zu Hause. Diese kenne ich nicht.
Viele Grüsse Stefan
Armin70 (21.03.2011, 19:34): Original von Cantus Arcticus Original von Armin70 Daraus die Sinfonien Nr. 1 & 2:
Lieber Armin70 Mich würde Dein Eindruck zu dieser Einspielung interessieren, ich habe nur Järvi, die Naxos-Ausgabe sowie Herbert Blomstedt zu Hause. Diese kenne ich nicht.
Viele Grüsse Stefan
Hallo Stefan,
ich finde diese Einspielung insgesamt positiv. Das Orchester hat eine recht gute Qualität, wobei das Blech vielleicht nicht ganz so die Strahlkraft hat, wie man es z. B. aus Blomestedts Decca-Aufnahme her kennt aber das ist eher Geschmackssache. Insgesamt dirigiert Kuchar sehr zupackend und die Musik wird vom Orchester auf hohem Niveau, soweit ich das beurteilen kann, umgesetzt.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich nicht die gesamte CD-Box habe, sondern nur die Sinfonien Nr. 1 und 2. Mir fehlte schon seit langer Zeit Nielsens 1. Sinfonie auf CD. Ich hatte nur einen Radiomitschnitt auf MC aus den 1990er Jahren mit dem NY PO und Bernstein. Dank eines lieben Bekannten bin ich seit kurzem im Besitz von Kuchars Aufnahme. Wenn die Interpretationen der übrigen Sinfonien auf dem gleichem Niveau der ersten beiden Sinfonien sind, macht man sicherlich keinen Fehler, wenn man sich diese CD-Box zulegt.
Gruß Armin
Peter Brixius (21.03.2011, 20:16): Nach Keisers Brockes-Passion war heute Nachmittag das Editieren von
Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor
dran, einem Mitschnitt der (fantastischen) Aufführung vom 19.3.2011 in der Met.
Armin70 (21.03.2011, 20:32): Klasse Aufnahme und sehr schöne Balance zwischen Violoncello und Klavier:
(Aufnahmen von 1962/64)
ab (21.03.2011, 21:41): Sehr gute Idee, einmal wieder die Brahms-Sonaten zu hören, aber bei mir eine Konkurenzeinspielung. (Der beigepackte Mendelssohn bei Starker gefällt mir, übrigens, überhaupt nicht).
Mstislav Rostropowitsch & Rudolf Serkin Aufnahme von 1982 DGG
Auf der CD befinden sich noch von Chopin die Etüde in F-Dur und der Walzer in a-moll zwischen der Klavier- und der Orchesterfassung der "Bilder einer Ausstellung".
(Aufnahmen: 1959 - 1962)
ab (22.03.2011, 10:21): Mahler: Symphony No. 6 Chicago Symphony Orchestra Claudio Abbado Dgg, 1979
Cantus Arcticus (22.03.2011, 12:33): Original von Armin70 Hallo Stefan,
ich finde diese Einspielung insgesamt positiv. Das Orchester hat eine recht gute Qualität, wobei das Blech vielleicht nicht ganz so die Strahlkraft hat, wie man es z. B. aus Blomestedts Decca-Aufnahme her kennt aber das ist eher Geschmackssache. Insgesamt dirigiert Kuchar sehr zupackend und die Musik wird vom Orchester auf hohem Niveau, soweit ich das beurteilen kann, umgesetzt.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich nicht die gesamte CD-Box habe, sondern nur die Sinfonien Nr. 1 und 2. Mir fehlte schon seit langer Zeit Nielsens 1. Sinfonie auf CD. Ich hatte nur einen Radiomitschnitt auf MC aus den 1990er Jahren mit dem NY PO und Bernstein. Dank eines lieben Bekannten bin ich seit kurzem im Besitz von Kuchars Aufnahme. Wenn die Interpretationen der übrigen Sinfonien auf dem gleichem Niveau der ersten beiden Sinfonien sind, macht man sicherlich keinen Fehler, wenn man sich diese CD-Box zulegt.
Gruß Armin Hallo Armin
Vielen Dank für Deine Ausführungen. Du sprichst ein Detail an, dass mich immer wieder überrascht, nähmlich das Blech und der Einfluss auf die jeweilige Interpretation. Neeme Järvi findet bei seiner Gesamteinspielung auf DG einen - ich sage einmal - sehr integrativen Ansatz des Blechs. Es tritt nicht so sehr in den Vordergrund (oder strahlend) wie Blomstedt. In diesen Einspielungen von Naxos ist es ebenso, diese kann ich als gute Balance zwischen Blomstedt und Järvi empfehlen:
CD1 R.Schumann: Violinsonate No. 1 a-moll op. 105 (R.Capuçon, Argerich) F.Chopin: Rondo in C op. 73 (Zilberstein, Edelmann) J.Brahms: Variationen über ein Thema von Schumann (Angelich, L.Maisky) F.Chopin: Klavierkonzert No. 1 e-moll op. 11 (Argerich)
CD2 R.Schumann: Adagio und Allegro op. 70 (G.Capuçon, Argerich) F.Liszt: Les Préludes S97, Fassung für zwei Klaviere (Argerich, Rivera) E.Korngold: Klavierquintett in E op. 15 (Mogilevsky, A.Margulis, Hall, Romanoff-Schwarzberg, Dobrinsky) B.Bartok: Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug Sz110 (Argerich, Kovacevich, Sauvêtre, Grassi)
CD3 E.Granados: Klavierquintett g-moll op. 49 (Montero, A.Margulis, Hosszu-Legocky, Chen, N.Margulis) I.Stravinsky: L'Oiseau de feu - Suite, transskribiert für drei Klaviere von C.M.Griguoli (Tomassi, Griguoli, Stella) G.Gershwin/P.Grainger: Fantasy on Porgy and Bess für zwei Klaviere (Montero, Gurning) A.Schnittke: Klavierquintett op. 108 (Zilberstein, Schwarzberg, Hall, Chen, Bosso)
Nikolaus :D
nikolaus (22.03.2011, 20:22): Original von nikolaus
Unglaublich! Wie lebendig - welch ein Esprit - was für ein Risiko! Ja, sie spielt es wahnsinnig schnell, aber sie kann es eben auch, und die Übergänge zu den lyrischen Momenten sind nahtlos. Das wirkt so natürlich, phänomenal...
Aus dem Toscanini - Beethoven Zyklus von 1939 die Nr. 1. Nachdem dieser Zyklus endlich so kunstvoll restauriert wurde, dass er praktisch störungsfrei und lebendig klingt (meine Hochachtung vor den Music & Arts Ingenieuren) kann ich das Thema optimale Beethoven Sinfonien GA endlich ad acta legen.
Als Gesamteinspielung unschlagbar! Was in den letzten 60 Jahre an Beethoven-Sinfonien GAs rausgekommen ist, kann ich getrost vergessen. Toscaninis Dritte ist weit und breit konkurrenzlos, bei der 1. und 8. findet man mit viel Glück etwas wenigstens annähernd Wasser reichendes und beim Rest -außer der 9- gibt es vielleicht hier und da Gleichwertiges, aber kaum Besseres. Die Achillesferse stellt die Neunte da, wobei sich die Frage aufdrängt, bei welcher GA die eigentlich nicht der Schwachpunkt ist.
Jürgen (23.03.2011, 09:23): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51jYfjH9OxL._SL500_AA300_.jpg
Xavier de Maistre, Harfe Radio Sinfonie Orchester Wien, Bertrand de Billy
Also das Concierto de Aranjuez kommt mir mit der Harfe zu glatt, steril und kalt daher. Den Ginastera höre ich besser noch einmal, bevor ich etwas dazu schreibe.
Jürgen (23.03.2011, 13:27): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51pVxj4zDVL._SL500_AA300_.jpg
Mozart: Die Zauberflöte, Jacobs 2009
Grüße Jürgen
ab (23.03.2011, 14:04): Herrlich, nicht!!? Ein ganz anderer Mozart als sonst so zu hören! :hello
ab (23.03.2011, 14:08): Gestern erklang für mich blind im Radio der erste Satz aus dem Beethovenschen op. 111, auf einem unglaublich klangschönen alten Instrument, gespielt. Der Klang war so suggestiv, dass ich schon nach kürzerer Zeit auf Lubimov tippte, umso mehr als ich ja weiß, dass er eigentlich von alten Instrumenten herkommt und auch seine letzte Schubert CD, die mir nicht so recht schmecken wollte, auf einem Hammerklavier des 19. Jahrhunderts einspielt hatte. Und tatsächlich, dann war er es auch. Wer also aus seiner ECM-CD „Der Bote“ die CPE-Bach-Sonate liebt, wird auch den ähnlich interpretierten Beethoven ins Herz schließen! Mich habe nicht einmal die Haltetöne, mir denen er diesen Satz einen Struktur zu geben versucht, nicht gestört.
Heute erklang erneut für mich blind im Radio diesmal eine absolut aseptisch klingende Scarlatti-Sonate, in dafür absoluter abgestufter Klang-Perfektion. Ich tippte sofort auf Tharaud. Diesmal aber weit gefehlt: Es war Dejan Lazic, den ich ja sonst als eher zupackenden Pianisten kenne. Hier gar nicht mein Fall....
Bei mir jetzt weiter mit Mahler 6, diemal mit Bernstein aus Wien, und erneut finde ich, dass mir, genauso wie mir bei Bruckner ohne diesen Klang etwas fehlt, dafür bei Mahler mir das immer etwas zu viel ist. Da ist schon sehr viel unexakt bei diesem Live-Konzert...
Jürgen (23.03.2011, 15:57): Original von ab Herrlich, nicht!!? Ein ganz anderer Mozart als sonst so zu hören! :hello
Ganz anders trifft die Sache ziemlich genau. Über weite Strecken ist es auch herrlich, aber nicht überall. Der Hölle Rache z.B. ist wahrlich unterirdisch. Im Theater (bzw. in der Oper) fände ich mich von Jacobs Darstellung gut unterhalten. Beim Konsum von Konserven ziehe ich die sonst zu hörenden Aufnahmen vor.
Das Besondere dieser Aufnahme ist die vokale Unterstützung eines leider auf dem Cover nicht genannten Baritons. Die Wortverständlichkeit lässt jedoch stark zu wünschen übrig. Selbst die Sprache ist nicht erkennbar. Überflüssig, zu erwähnen, dass auch kein Libretto beiliegt.
Der reine Instrumentalpart ist hingegen sehr gelungen.
Gerade wird Rufinatscha bei Chandos neu entdeckt, Rufinatscha: Orchestral Works 1 mit seiner (problematischen) Sinfonie Nr. 6 ist gerade mit Gianandrea Noseda und dem BBC-Philharmonic herausgekommen, drauf auch die Ouvertüre Die Braut von Messina, die damit zwar nicht die Weltersteinspielung ist, aber noch vor dieser (die demnächst erscheinen wird) als Welterstveröffentlichung herausgekommen ist. http://ecx.images-amazon.com/images/I/614bMkBCWbL._AA115_.jpg
ab (23.03.2011, 22:39): Gerade entdeckt, dass diese Sinfonie Nr. 6 von Rufinatscha der besagten neuen CD, die gerade im Erscheinen ist, auch die kommenden Tage noch hier kostenfrei anzuhören ist (etwa bei 1h:05min), sehr lesenswerte Infos kann man sich über das Booklet auf der Chandos-Seite kostenlos herunterladen.
Was soll ich sagen? Eben läuft BWV 8 "Liebster Gott, wann werd ich ich sterben", anschließend wird sich BWV 84 "Ich bin vergnügt in meinem Glücke" laufen. Das sind intime Kantaten, zu denen Herrweghes milde Herangehensweise gut passt. Probleme habe ich indes mit der Art und Weise, wie er die festlichen Kantaten angeht. Gestern Abend habe ich in BWV 11 "Lobet Gott in seinen Reichen" (Himmelfahrtsoratorium) und in BWV 249 "Kommt eilet und laufet" (Osteroratorium) hineingehört und war eher enttäuscht. Eher etwas breiig im Orchester und besonders im Chor mit sehr niedrigem Druck musiziert. Wenn da die ersten Einsätze so weich (wenn man böse ist, dann kann man an dieser Stelle auch von "lasch" sprechen) sind, dass durch diese Art der Konnex zwischen Musik und Text aufbricht, dann ist es meines nicht. Schaue ich mich bei der Konkurrenz um (z.B. bei Parrott oder auch beim provokativ langsam aber doch energisch musizierenden Leonhardt), dann fällt das, was Herreweghe hier präsentiert, doch ab. Mal schauen, ob sich das Phänomen durch die gesamten Aufnahmen zieht.
:hello Agravain
ab (24.03.2011, 09:25): Original von Agravain Ich höre Bach aus den Herreweghe-Boxen.
... mit sehr niedrigem Druck musiziert. Wenn da die ersten Einsätze so weich (wenn man böse ist, dann kann man an dieser Stelle auch von "lasch" sprechen) sind, dass durch diese Art der Konnex zwischen Musik und Text aufbricht, dann ist es meines nicht.
Aber genau dieses "verobjektivierende" Musizieren, sozusagen Ent-Dramatisieren, aus sich selbst heraus Entstehen-Lassen des Klangs, dieser - zeitgeistig würde man wohl sagen - "buddhistische" Ansatz, macht ja gerade Herreweghes Interpretation aus. Wenn ich mich darauf einlasse, auch wenn es "mein Ding" (ebenfalls) gerade nicht ist, dann bekommt das so eine suggestive Kraftlosigkeit, das aber etwas Meditatives hat.
In dieser Hinsicht, so könnte man argumentieren wollen, ist es gerade essenziell, dass der "Konnex zwischen Musik und Text aufbricht", nicht nur, um sozusagen den theologischen Inhalt gleichsam protestantisch-vergeistigt auf den Punkt zu bringen, sondern auch wegen des Miterleidenlassens, das zwangsläufig entsteht, weil man selbst viel hereinbringen muss, um diese Kraftlosigkeit mit eigener Kraft zu erfüllen. Überzeugend? Probier doch mal aus, ob ein derartiges Hören, Dir neue Aspekte zu erschließen vermag. Über Rückmeldung, ob das klappt, würde ich mich freuen! Ich jedenfalls bin dadurch zu einer völlig anderen Einschätzung der Interpretationen Herreweghes gelangt. :hello
ab (24.03.2011, 09:35): Johann Rufinatscha Sinfonie Nr. 6 (um 1865)
im Vergleich bei mir die Produktion um die späte Uraufführung aus dem Jahre 2007 mit der Cappella Istropolitana und Edgar Seipenbusch und, dank dieses Links zum bbc-iPlayer, der Neueinspielung von Gianandrea Noseda und dem BBC-Philharmonic.
Agravain (24.03.2011, 09:54): Original von ab Überzeugend?
Ganz ehrlich? Nicht besonders. Ich kann deinen Argrumentationsstrang natürlich nachvollziehen, aber - und da endet es für mich auch schon wieder - ein rein meditativer Ansatz geht für mich an Bach an vielen Stellen vorbei. Ich höre - um das noch einmal ganz deutlich darzustellen - die an sich eher introspektiven Vokalwerke Bachs durchaus gerne mit Herreweghe. Auch seine Darstellung der Passionen finde ich aufgrund des von Dir geschilderten meditativen Ansatzes gelungen - besonders liebe ich seine erste Einspielung der Matthäus-Passion. Sich Bach aber im Meditativen erschöpfen zu lassen, das geht mir dann doch zu sehr an Bach vorbei und das gibt beispielsweise auch die Breite der Affektenlehre aus der Bachs Musik herauswächst in meinen Augen nicht her.Mir will das weniger als eine Verbreiterung der Perspektive auf Bach als vielmehr wie eine Reduktion derselben erscheinen. Es gibt auch im Protestantismus nicht nur die Kultur der Introspektion und Reflexion - es gibt dort auch eine klares Ja zur Freude an und in Gott, dem auch als solcher Ausdruck verliehen werden muss, kann und soll. Sagt nicht der Psalmist: "Der Himmel freue sich, und die Erde sei fröhlich, das Meer brause und was darinnen ist; 12 das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist; es sollen jauchzen alle Bäume im Walde 13 vor dem HERRN; denn er kommt"? Diese überbordende Freude fehlt mir bisweilen - bei aller Richtigkeit Deiner Hinweise - schlicht in manchen der Interpretationen Herreweghes.
Jürgen (24.03.2011, 10:19): Original von Sfantu Original von Jürgen:
Das Besondere dieser Aufnahme ist die vokale Unterstützung eines leider auf dem Cover nicht genannten Baritons.
Lieber Jürgen,
wo, beim Zeus, kommt denn in den genannten Werken ein Bariton-Solo vor??
Sich ungläubig die Äugelein reibend -
Sfantu
Ja, das ist wirklich seltsam. Und wie gesagt, es ist überhaupt nicht dokumentiert. Man hätte ja wenigstens schreiben können, dass es sich um eine bearbeitete Fassung handelt.
Mir ist das bisher lediglich bei Solo-Klaviermusik aufgefallen. Z.B. von Glenn Gould oder noch deutlicher Keith Jarrett. Da steht auf dem Cover: Klavier Solo. Und trotzdem vokalisiert da jemand fröhlich rum. Ich halte das für eine arglistische Täuschung des Kunden. :D
heitere Grüße Jürgen
Sfantu (24.03.2011, 11:30): Lieber Jürgen,
jetzt ist auch bei mir der Groschen gefallen - besten Dank :rofl!!
Im Falle von Celi könnte es sich ja um eine eigene Bearbeitung mit rumänischem Text handeln - sollte meine Holde mal reinhören und übersetzen... Wär' das nicht eine schöne Faden-Idee? Ein Ranking der spontan accompagnierenden Singsang-, Schluchz-, Grunz- und sonstiger Geräusche beim Musizieren? Ausser Konkurrenz natürlich das "Köln Concert"...
:hello Sfantu
ab (24.03.2011, 11:32): Original von Agravain Diese überbordende Freude fehlt mir bisweilen - bei aller Richtigkeit Deiner Hinweise - schlicht in manchen der Interpretationen Herreweghes.
:hello Agravain
Danke für diese Rückmeldung. In welchen Werken hörst du denn ganz konkret bei Herreweghe eine Interpretation in "überbordende Freude"? (In den Aufnahmen, die ich kennen, kommt keine solche vor.) Das würde ich mir gerne einmal anhören, um ggf. mein Herreweghe-Bild revidieren zu können.
:thanks
Agravain (24.03.2011, 11:56): Original von ab Original von Agravain Diese überbordende Freude fehlt mir bisweilen - bei aller Richtigkeit Deiner Hinweise - schlicht in manchen der Interpretationen Herreweghes.
:hello Agravain
Danke für diese Rückmeldung. In welchen Werken hörst du denn ganz konkret bei Herreweghe eine Interpretation in "überbordende Freude"? (In den Aufnahmen, die ich kennen, kommt keine solche vor.) Das würde ich mir gerne einmal anhören, um ggf. mein Herreweghe-Bild revidieren zu können.
:thanks
Grundsätzlich gelingt Herreweghe dieser Ton aus meiner Perspektive in einer Reihe von Kantaten, besonders bei jenen, die für das Weihnachtsfest geschrieben wurden, bspw. BWV 63 "Christen, ätzet diesen Tag", BWV 91 "Gelobet seist Du, Jesu Christ", aber auch in BWV 110 "Unser Mund sei voll Lachens" oder in der Ratwechselkantate BWV 119 "Preise Jerusalem den Herrn". Auch das "Magnificat" (sowohl in der BWV 243 als auch in der BWV 243a Version) gehört in diese Reihe. Darum war ich ja über die extrem weich genommenen Eingangschöre von BWV 11 und BWV 249 so verdutzt. Denn auf diese bezog sich meine obige Kritik ja im Wesentlichen.
:hello Agravain
Jürgen (24.03.2011, 15:53): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61K1XSMZKKL._SL500_AA300_.gif
Pops Caviar (Russian Orchestral Fireworks) Boston Pops Orchestra, Arthur Fiedler; 1957/58/59
Khachaturian: Gayaneh (Auszüge) & Masquerade Suite Borodin: Fürst Igor (Auszüge) & Eine Steppenskizze aus Mittelasien
Armin70 (24.03.2011, 22:10): Johann Sebastian Bach:
Kantate "Preise, Jerusalem, den Herrn" BWV 119:
Caroline Stam, Michael Chance, Paul Agnew, Klaus Mertens
Deborah York, Ingeborg Danz, Mark Padmore, Peter Kooij
Armin70 (24.03.2011, 23:51): Howard Hanson (1896 - 1981):
6. Sinfonie (1967)
Seattle Symphony Gerard Schwarz
Agravain (25.03.2011, 07:25): Bei mir beginnt der Tag mit einem Schwung Bachscher Gelegenheitskompositionen, komponiert sowohl zu erquicklichen als auch zu weniger erquicklichen Gelegenheiten:
BWV 198: "Lass, Fürstin, lass noch einen Strahl" (Trauerode für Christiane Eberhardine, Kurfürstin von Sachsen und Königin von Polen, 1727) BWV 207: "Vereinigte Zwietracht der wechselnden Saiten" (Dramma per musica zum Antritt der Professur des Dr. Gottlieb Kortte, 1726) BWV 214: "Tönet ihr Pauken! Erschallet, Trompeten" (Dramma per musica zum Geburtstag der Königin/Kurfürstin Maria Josepha, 1733).
Carolyn Sampson, Ingeborg Danz, Mark Padmore, Peter Kooy (BWV 198) Ingrid Schmithüsen, Charles Brett, Howard Crook, Peter Kooy (BWV 207 & 214)
Collegium Vocale Gent La Chapelle Royale Philippe Herrweghe
:hello Agravain
ab (25.03.2011, 08:40): Original von daniel5993 http://i.ebayimg.com/00/$(KGrHqYOKpME1qk46tk7BNblYS)eCw~~_12.JPG
Gustav Mahler (1860-1911)
Symphonie Nr. 2 "Auferstehungssymphonie"
Londoner Symphonie-Orchester Georg Solti
1966
Welche gefällt Dir besser, die 2. aus Chicago oder die aus London? Diese Londoner Aufnahme und Klangperle war viele Jahre lang mein absoluter Favorit bei dieser Sinfonie Mahlers; bevor sie durch die Neuaufnahme von Nott vegangens Jahr von diesem Thron gestoßen wurde. :hello
Agravain (25.03.2011, 08:50): Ich höre Bachs Johannes-Passion, und zwar seit längerer Zeit einmal wieder in dieser Aufnahme:
"Diese Aufnahme ist ein besonderer Glücksfall... Es ist ein in höchstem Maße dynamischer Chorgesang. Nichtsdestoweniger ist für das hohe Niveau dieser Einspielung auch die musikdramaturgische Konzeption Ton Koopmans bestimmend, der die Dramatik dieser Passion besonders eindrucksvoll herausarbeitet. Die instrumentale Seite ist ebenfalls hervorragend. Stern des Monats!"
Mein Eindruck war vollkommen anders. Ich empfand diese Einspielung als - ich sage es einmal so, wie es ehedem war - sterbenslangweilig. Ich erinnere mich an den sich mir damals aufdrängenden Gedanken, dass hier dem Hörer die Leidensgeschichte auf recht unfreiwillige Art ganz nah gebracht wird. Nun höre ich erneut hinein und bin gespannt...
Jeremias (25.03.2011, 16:44): Ich schwelge gerade in Erinnerungen an unseren Urlaub auf Teneriffa vor einigen Wochen, wo Frau Otter den Zyklus sang....
Eine der besten Aufnahmen, sowohl sängerisch als auch vom Dirigat. Für 1953 sehr guter KLang.
Gruß Amadé
daniel5993 (25.03.2011, 19:12): Original von ab Original von daniel5993 http://i.ebayimg.com/00/$(KGrHqYOKpME1qk46tk7BNblYS)eCw~~_12.JPG
Gustav Mahler (1860-1911)
Symphonie Nr. 2 "Auferstehungssymphonie"
Londoner Symphonie-Orchester Georg Solti
1966
Welche gefällt Dir besser, die 2. aus Chicago oder die aus London? Diese Londoner Aufnahme und Klangperle war viele Jahre lang mein absoluter Favorit bei dieser Sinfonie Mahlers; bevor sie durch die Neuaufnahme von Nott vegangens Jahr von diesem Thron gestoßen wurde. :hello
Guten Abend ab,
die Londoner gefällt mir auch deutlich besser, sie ist dem Anschein nach zügiger und spannender, jedoch verschwimmt das Klangbild so manches mal, da die Trompeten und "Krachmacher" des öffteren die Streicher ins Abseits stellen. Die Aufnahme mit dem CSO ist geruhsamer und für mich dadurch nicht wirklich interessanter. Bernstein hat mich nach letzterem Hören sehr enttäuscht, der Orchesterklang war sehr gedrückt und glich teilweise nach einem Kammerorchester, was vielleicht aber auch an der Platte lag... Trotzdem, Bernstein ist zu langsam und leider zu selten dabei Spannung und dramatik aufzubauen, da habe ich seine 2te bei der DGG aber anders in Erinnerung...
Deine Begeisterung für Nott ist mir nicht entgangen, auch muss ich sagen, dass mir neben Stokowski auch diese Solti-Aufnahme am Besten gefällt. Großes Plus bei Stokowski ist die exakte Einheit, die das Orchester im Spiel bildet. Zu verschmerzen ist da, dass der Eingangssatz sehr behäbig klingt. Satz 2 und 3 habe ich nirgends inniger und schöner gehört.
Heut Abend steht (neben viel Schreibarbeit) Abbado's Interpretation der 2ten auf dem Programm, welche ich nach letzterem Hören zwar nicht besonders Spannungsgeladen fand, dennoch aber einen positiven Gesamteindruck hinterlassen hat. Abbado kenne ich ja auch weniger dramatisch als Durchsichtig und klar.
Beste Grüße Daniel
Armin70 (25.03.2011, 19:15):
(Aufnahme von 1954)
Bis lang habe ich mich kaum mit den Klavierkonzerten von Brahms beschäftigt aber seit dem ich diese Aufnahme habe, bin ich jedesmal fasziniert von der Power und der Spannung, die ich beim Anhören empfinde. Genauso muss das gespielt werden. Ok, auch die Aufnahmen von Fleischer/Szell oder Serkin/Szell sollen sehr gut sein aber mir reicht erst mal ein "Ferrari" in der Garage...
Andreas Scholl La Chapelle Royale Philippe Herreweghe
Kann man das als Altus besser singen als Andeas Scholl? Ich bin nun wirklich alles andere als ein Groupie, aber wenn ich an die Einspielungen dieser Kantate denke, die ich kenne (z.B. Chance http://www.smileygarden.de/smilie/Traurig/17.gifoder Buwalda http://www.smileygarden.de/smilie/Schockiert/tdo12.gif), so klingt Scholl wie aus olympischen Gefilden gesandt. Was für eine glänzende Beherrschung der Stimme, was für eine hellsichtige Interpretation. Klasse!
:hello Agravain
Agravain (26.03.2011, 10:17): Nun kommt es zu einem Erstkontakt:
Arthur Bliss - Meditations on a Theme by John Blow
Agravain (26.03.2011, 18:13): Nachdem ich den größeren Teil des Tages bei herrlichem Wetter im Garten verbracht habe, hör ich jetzt als Nachhall Aaron Coplands "Appalachian Spring" in der herrlichen Bernstein-Einspielung.
(Aufnahmen: Shostakovich: 17.09.1964; VW: 15.09.1964; Royal Albert Hall, London)
Ungewöhnliche, expressive Aufnahme beider Werke mit teils sehr ungewöhnlichen Tempi. Das Scherzo von VW`s 8. Sinfonie z. B. rast in einem atemberaubend schnellen Tempo vorbei. Insgesamt sind das sehr spannende, kraftvolle Interpretationen.
Ordentlicher Stereo-Klang und die Live-Atmosphäre kommt gut rüber, ohne zu stören.
Na, der Bliss von heute Morgen hat mir so gut gefallen, dass ich im Anschluss gleich einmal die Colour Symphony gehört habe – zu meiner Schande wiederum ein Erstkontakt.
Und auch selbige ist wahrhaftig nicht übel, wenngleich mir die Meditations on a Theme by John Blow noch besser gefallen haben. Sicher ist Bliss’ Spiel mit den Farben von einem eindrucksvollen Einfalls- und Facettenreichtum und man kann Sir Edward Elgar nur danken, dass er Bliss anregte, etwas für das Gloucester-Festival zu schreiben (wenngleich er das Werk hinterher als zu modern empfand), woraufhin dann dieses eindruckvolle Opus entstand. Besonders der zweite Satz Red – the Colour of Rubies, Wine, Revelry, Furnaces, Courage and Magic hat es mir hier angetan. Wie Sven Precht im Einführungstext zur Naxos-Aufnahme allerdings auf die Idee kommt, der Satz klinge wie „ein Hexensabbat“ ist mir einigermaßen schleierhaft. Das Finale der Symphonie fantastique klingt nach Hexensabbat, es ist quasi der Musik gewordene Hexensabbat – aber das Bliss’sche Red? Das ist doch ein Satz voller Energie, Drive, Lebenslust, orgiastischem Vorwärtsdrängen. Aber Hexensabbt? Nö. Auch der dritte Satz Blue – the Colour of Sapphires, Deep Water, Skies, Loyalty and Melancholy spricht mich sehr an – vielleicht, weil er mich von seiner Sprache her sehr an Holst, aber auch an Delius erinnert. Pastoral, weich, voller Schönheit aber – wie Blau nunmal so ist – auch kühl, etwa so wie eine marmorne Venus-Statue. Die beiden Ecksätze habe mich im Moment noch nicht so recht angesprungen – aber das kann ja noch kommen.
Die Meditations hingegen empfinde ich als ein Werk von durchgehend ganz außergewöhnlicher klanglicher und charakterlicher Noblesse. Bliss äußert sich in seiner Autobiographie ja dahingehend, dass es sich bei dem Werk um eines der aus seiner Perspektive zentralen seines Schaffens handelt. Ich empfinde schon den Beginn als ausgesprochen gelungen – wie wundervoll stellt die Oboe das erste Bruchstück des Blow’schen Themas vor. In seinem ausgesprochen interessanten Einführungstext charakterisiert Giles Easterbrook das Werk wie folgt:
„It is both personal odysee and private tribute to a generation cut down in its youth, including his own brother, expressed with warmth, humanity and an objectivity of distance to give it power and durability.“
Schön gesagt finde ich. Tatsächlich empfinde ich das Werk, das hier wie wohl auch im allgemeinen in Bezug zum Sterben der in den Schützengräben an der Marne, an der Somme und bei Verdun verlorenen Generation gesetzt wird, bei allen bisweilen Klang gewinnenden dunklen Momenten (etwa in I will fear no evil oder in Through the Valley of the shadow of death) – als von Beginn an pastoral, tröstlich, Heilung verheißend (z.B. im der höchst klangintensiven Meditation V: In green pastures). Nicht umsonst gipfelt das Werk, nun das volle Thema Blows im besten Sinne festlich-affirmativ präsentierend, in einem Satz der mit In the House of the Lord überschrieben ist, den Vers des Psalms selbst zwar abkürzend seine Kenntnis doch als bekannt voraussetzend: „And I will dwell in the house of the Lord.“ Die Gewissheit, dass die Toten des ersten Weltkriegs bei Gott wohnen, ist wohl eine der ganz persönlichen Positionen des Komponisten.
In jedem Fall machen mir beide Werke Lust auf mehr.
:hello Agravain
Cantus Arcticus (26.03.2011, 19:33): Bei mir sind es die Contemporaries of Mozart:
Die ganze Serie (24 CDs) ist durchwegs sehr gelungen, was sowohl den Klang, als auch die Musik betrifft. Die London Mozart Players und Matthias Bamert sind damit zu einer Institution in Sachen Musik von Mozarts Zeitgenossen geworden.
Gruss Stefan
Agravain (26.03.2011, 21:33): Den Tag beschließt Ravels Musik zu "Daphnis et Chloé":
ab (26.03.2011, 21:47): Original von Armin70 Neuerwerbung:
(Aufnahmen: Shostakovich: 17.09.1964; VW: 15.09.1964; Royal Albert Hall, London)
Ungewöhnliche, expressive Aufnahme beider Werke mit teils sehr ungewöhnlichen Tempi. Das Scherzo von VW`s 8. Sinfonie z. B. rast in einem atemberaubend schnellen Tempo vorbei. Insgesamt sind das sehr spannende, kraftvolle Interpretationen.
Ordentlicher Stereo-Klang und die Live-Atmosphäre kommt gut rüber, ohne zu stören.
danke für diese Hinweise; mit dieser CD liebäugle ich schon länger....
Armin70 (26.03.2011, 22:55):
(Aufnahme: 1955)
Diese Aufnahme macht wirklich spass und das Alter von 56 Jahren merkt man ihr weder interpretatorisch noch klanglich an. Lediglich ein leichtes Grundrauschen ist wie eine Art Edel-Patina zu vernehmen.
ab (26.03.2011, 23:12): Gérard Grisey - Vortex Temporum
A propos "Temporum": Mir graut vor der nun monatelang drohenden Sommerzeit! http://smiliestation.de/smileys/Kotzen/1.gif
Robert Casadesus, Klavier Columbia Symphony Orchestra George Szell
1962
Cantus Arcticus (27.03.2011, 12:19): Hallo Forianer Der Sonntag bei mir hat Giuliano Carmignola und das Venice Baroque Orchestra unter der Leitung von Andrea Marcon zum Thema.
und
Ich oute mich hier als einen grossen Verehrer Carmignolas :down.
Klar, andere Künstler sind ebenso versiert aber mit der Stilistik eines Andrew Manze z.B. bekunde ich so meine liebe Mühe. Eine gewisse Zeit lang war die venezianische Musik von Vivaldi, Lolli, Locatelli, Uccellini, Merula und wie sie alle heissen, sehr "en vogue". Vor allem wurde gerade Vivaldis "Vier Jahreszeiten" ja immer wieder "durchgekaut".
Das Carmignola nicht nur im Barock zuhause ist, beweist diese Einspielung der Violinkonzerte Mozarts sehr eindrücklich:
Diese Einspielung kann ich wirklich nur empfehlen :hello
daniel5993 (27.03.2011, 23:41): Original von daniel5993 http://i.ebayimg.com/00/$(KGrHqMOKjUE1nBUinUVBNi2ywrEI!~~_12.JPG
Klaviersonate Nr. 9 Klaviersonate Nr. 21 Klaviersonate Nr. 14
Beste Grüße und Gute Nacht! Daniel :hello
ab (28.03.2011, 09:02): Original von Cantus Arcticus Das Carmignola nicht nur im Barock zuhause ist, beweist diese Einspielung der Violinkonzerte Mozarts sehr eindrücklich:
Diese Einspielung kann ich wirklich nur empfehlen :hello
Grüsse Stefan
aber auch bereits seine erste Einspielung bei Divox mit Il Quartettone unter Carlo de Martini von 1997, die dann von Brilliant Classics übernommen wurde (und mir persönlich eigentlich besser als die mit Abbado gefallen hat, obwohl diese Kritik auch einen wahren Kern hat.)
Mili Balakirev: Symphonie Nr. 1 C-Dur und die Tondichtung "Russia".
:hello Agravain
Agravain (28.03.2011, 16:52): Karajans ganz später Bruckner (also die 7. und die 8.) gehört sicher zu den Highlights seiner Diskographie. Schade, dass der schon fast Jenseitige die Neunte nicht mehr eingespielt hat.
Im vergangenen Sommer hörte ich im Konzert mit Julia Fischer, Diemuth Poppen und Alexander Chaushian diese von Dmitri Sitkovetsky angefertigte Bearbeitung von Bachs Goldberg-Variationen BWV 988 zum ersten Mal und war sehr angetan davon.
Nach dem ich mir jetzt diese CD anhörte, hat sich mein positiver Eindruck von dieser Bearbeitung noch verstärkt. Ich finde, dass die Strukturen von Bachs großartiger Musik in der Streichtrio-Version noch deutlicher offen gelegt werden als in der Tastenversion. Vor allem, wenn so drei brilliante Musiker wie in dieser Aufnahme zusammen kommen. Das ist musizieren auf der Stuhlkante. Die Musik wird mal verinnerlicht, zart, fast lyrisch gespielt, so dass die Musik brüchig und dadurch ungemein modern klingt. Auf der anderen Seite spielen die drei Musiker aber auch mit ungeheuerer Expressivität und sehr zupackend und dadurch klingt die Musik sehr kraftvoll.
Wenn Bach die Goldberg-Variationen selbst bearbeitet hätte, könnte das durchaus so klingen.
Die drei Musiker widmeten diese Aufnahme übrigens Glenn Gould.
ab (29.03.2011, 09:25): Diese Einspielung erinnert mich im Tonafall sehr an das Quintett von Franz Schmidt, ein guter Grunde, dieses gern gehörte CD endlich wieder einmal zu hören.
Franz Schmidt Quintett für Klavier, Klarinett, Violine, Viola und Violoncello A-Dur Wiener Kammermusiker Preiser, 1984 http://ecx.images-amazon.com/images/I/21LQAQdN3fL._SL500_AA300_.jpg
Dereinst sagten mir die Namen noch nicht, doch heute sehe ich, dass da Leute mitspielten wie Andrea Bischhof, die Geigerin vom Quatuor Mosaique, Martin Horenstein, der Cellist vom Altenberg Trio, Christoph Eberle, Klarinette, der dann als Dirigent Karriere gemacht hat, und der Wiener Symphoniker Martin Ortner, der auch viel im Concentus Musicus Bratsche gespielt hat. Kein Wunder also, dass mir eine solche Interpretation zugesagt hat. Diese Schmidt-Aufnahme zu bekommen, fällt mir gerade ein, war 1988 noch eine richtige Odysee. Im Radio als Romantik-Muffel, der ich damals war, mit Begeisterung als Präsentation der erstmaligen CD-Auflage gehört, beschoss ich, sie mir zu kaufen, bekam aber der Reihe nach in allen Plattenläden die Antwort, eine solche Aufnahme gäbe es gar nicht. Justament im riesigen Münchner Beck an Eck, wo mir am vehementesten der freundliche Verkäufer versicherte, es müsse sich um einen ORF-Konzertmitschnitt, der unveröffentlich sei, handeln, wurde ich dann, zwar nicht unter der Rubrik "Reger", dafür aber "Klarinette" fündig. Dieses Gesicht des Verkäufers werde ich nie vergessen. :J Tja, Geschichten aus der Vor-Internet-Zeit...
:hello
Cantus Arcticus (29.03.2011, 12:32): Bei mir Sibelius:
Die Einspielung der 1. Symphonie reicht nicht an Lorin Maazel und die Wiener Philharmoniker heran. Da PO unter Ashkenazy spielt verhalten und der Klang ist bei weitem nicht so strahlend wie bei Maazel. Klingt mehr so nach "akustischem Weichzeichner"...
Maazel meisselt die Struktur des Werkes förmlich heraus. Die Musik wirkt dadurch trockener, entschlackter und transparenter als bei Ashkenazy und zeigt auch die Abgründe, die sich Sibelius im Verlauf seines kompositorischen Schaffens immer wieder auftaten, in schonungsloser Weise. Denn mit zunehmendem Alter hat er die Macht der nachdrängenden jüngeren finnischen Komponisten gespürt. Das hat in oftmals nachdenklich gestimmt bezüglich seiner eigenen Vergänglichkeit als Komponist, obwohl diese Ängste unbegründet waren.
Hallo Jürgen Würde mich interessieren, wie du die Einspielung findest :hello
Gruss Stefan
Ich habe sie zwar während der Arbeit gehört, so dass ich ihr nicht meine volle Aufmerksamkeit widmen konnte, aber sie gefällt mir gut.
Karajan (EMI) und obige Aufnahme sind meine Favoriten. Karajan ist etwas behäbiger, erstellt aber große Spannungsbögen in prachtvoller romantischer Dramatik. Ashkenazy steht ihm darin nur wenig nach, hat aber die größere Transparenz. Man hört mehr Details. Ich sollte es wohl lieber andersherum formulieren: Bei Karajan ist das Klangbild - sicherlich auch der miserablen Tonqualität geschuldet - sehr nebulös und matschig.
Ich bin ein Freund dieser spätromantischen Sinfonik und freue mich daher auch, wenn diese Sinfonie derart interpretiert wird.
Grüße Jürgen
ab (29.03.2011, 16:20): Michelle Makarski - Thomas Larcher Elogio Per Un'ombra ECM
ab (29.03.2011, 20:58): Gerade blind im Radio zu den letzten Minute zu spannend dramatischer Musik zugeschaltet , die sich als "Thamos, König in Ägypten", KV 345 von Mozart entpupt hat. Für mich Neuland, höre ich es mir gleich nach und finde im Netz aus der Philips-Mozart-Edition Vol. 17, wenn auch etwas bieder musziert:
Die 11. Sinfonie von Schostakowitsch wurde am 30.10.1957 in Moskau uraufgeführt. Am 17. März 1958 fand die us-amerikanische Erstaufführung mit dem Houston Symphony Orchestra unter der Leitung von Leopold Stokowski statt und einen Monat später entstand diese Aufnahme.
Ich bin sehr begeistert von dieser Aufnahme, weil sie durchaus so etwas wie eine Pionierleistung darstellt. Stokowski versteht es meiner Meinung nach sehr gut, einerseits das Bedrohliche und die Trauer dieser Musik und auf der anderen Seite die dramatischen Steigerungen und unglaublichen Fortissimo-Ausbrüche umzusetzen. Ich finde diese Interpretation fast noch eindringlicher als die auch sehr gute Aufnahme mit den Göteborger Sinfonikern und Neeme Järvi.
Die Klangqualität ist angesichts des Alters der Aufnahme auch hervorragend. Vor allem die Pauken und die Basstrommelschläge kommen bei dem satten Bassfundament sehr gut zur Geltung.
Armin70 (29.03.2011, 22:15):
(Aufnahmen: VW: 16.08.1963; Sibelius: 02.09.1965; Royal Albert Hall, London; alles Stereo)
ab (29.03.2011, 23:09): Original von Armin70
(Aufnahme: April 1958)
Die 11. Sinfonie von Schostakowitsch wurde am 30.10.1957 in Moskau uraufgeführt. Am 17. März 1958 fand die us-amerikanische Erstaufführung mit dem Houston Symphony Orchestra unter der Leitung von Leopold Stokowski statt und einen Monat später entstand diese Aufnahme.
Ich bin sehr begeistert von dieser Aufnahme, weil sie durchaus so etwas wie eine Pionierleistung darstellt. Stokowski versteht es meiner Meinung nach sehr gut, einerseits das Bedrohliche und die Trauer dieser Musik und auf der anderen Seite die dramatischen Steigerungen und unglaublichen Fortissimo-Ausbrüche umzusetzen. Ich finde diese Interpretation fast noch eindringlicher als die auch sehr gute Aufnahme mit den Göteborger Sinfonikern und Neeme Järvi.
Die Klangqualität ist angesichts des Alters der Aufnahme auch hervorragend. Vor allem die Pauken und die Basstrommelschläge kommen bei dem satten Bassfundament sehr gut zur Geltung.
:hello :times10
ab (29.03.2011, 23:26): Mozart: Requiem Simone Kermes / Stéphanie Houtzeel / Markus Brutscher / Arnaud Richard MusicAeterna / The New Siberian Singers Teodor Currentzis Alpha
Ich finds so auf hohem Niveau so furchtbar unausgeglichen und uneinheitlich , dass ich es kaum glauben kann und nicht ausschalten vermag. Etwas für Fans der spontanen Änderungen und Brüche und der überflotten Tempi.
Jürgen (30.03.2011, 13:01): http://image1.altnet.com/images/41/888880152541/Fritz_Reiner_Maureen_Forrester_Rich/Mahler_Das_Lied_von_der_Erde/Fritz_Reiner-Mahler_Das_Lied_von_der_Erd_3.jpg
Mahler: Das Lied von der Erde, Reiner 1959
Maureen Forrester (Alt), Richard Lewis (Tenor), Chicago Symphony Orchestra, Fritz Reiner
Grüße Jürgen
Armin70 (30.03.2011, 15:24): Original von ab Original von Armin70
(Aufnahmen: VW: 16.08.1963; Sibelius: 02.09.1965; Royal Albert Hall, London; alles Stereo)
empfehlenswert? :thanks
Ja, die Aufnahme kann ich empfehlen: Die 4. von Vaughan Williams wird straff, zupackend gespielt, so dass die Aggressivität, die in diesem Werk steckt, gut zur Geltung kommt.
Bei Sibelius`4. Sinfonie baut Sargent sehr gut die Spannungsbögen auf, die sich dann in den Bläserstellen immer wieder entladen. Sehr gut ist vor allem der langsame Satz.
Insgesamt lassen sich die Vorzüge einer Live-Aufnahme bei dieser CD gut nachempfinden: Das Orchester spielt hochengagiert und motiviert auch wenn vielleicht nicht jeder Einsatz hundertprozentig klappt oder es den ein oder anderen Wackler gibt. Gerade bei so zwei expressiven Werken muss man mit viel Einsatz spielen und das wird hier getan. Die Klangqualität ist auch hier in Ordnung und bietet guten Stereo-Klang. Lediglich im Finale der 4. Sinfonie von Sibelius schwenkt das Klangbild für wenige Sekunden in mono um aber sch... egal.
Diese BBC-Legends Reihe bietet noch einige interessante Aufnahmen.
ab (30.03.2011, 21:19): Original von Armin70
(Aufnahmen: VW: 16.08.1963; Sibelius: 02.09.1965; Royal Albert Hall, London; alles Stereo)
Ja, die Aufnahme kann ich empfehlen: Die 4. von Vaughan Williams wird straff, zupackend gespielt, so dass die Aggressivität, die in diesem Werk steckt, gut zur Geltung kommt.
Bei Sibelius`4. Sinfonie baut Sargent sehr gut die Spannungsbögen auf, die sich dann in den Bläserstellen immer wieder entladen. Sehr gut ist vor allem der langsame Satz.
Insgesamt lassen sich die Vorzüge einer Live-Aufnahme bei dieser CD gut nachempfinden: Das Orchester spielt hochengagiert und motiviert auch wenn vielleicht nicht jeder Einsatz hundertprozentig klappt oder es den ein oder anderen Wackler gibt. Gerade bei so zwei expressiven Werken muss man mit viel Einsatz spielen und das wird hier getan. Die Klangqualität ist auch hier in Ordnung und bietet guten Stereo-Klang. Lediglich im Finale der 4. Sinfonie von Sibelius schwenkt das Klangbild für wenige Sekunden in mono um aber sch... egal.
Diese BBC-Legends Reihe bietet noch einige interessante Aufnahmen.
:thanks
Cantus Arcticus (30.03.2011, 21:20): Original von Cantus Arcticus Auch bei mir Shostakovich: Die 7te im Vergleich
Zum Klang: Die Aufnahme unter Gergiev fällt - was die Durchhörbarkeit und Transparenz betrifft- deutlich gegenüber der Einspielung von Jansons ab. Hierbei habe ich aber das Gefühl, dass der Aufnahmeort unglücklich gewählt war. Die ersten Anfangstakte der Streicher im 1. Satz sind bei Gergiev verwaschen und es fehlt ihnen der marschartige Charakter, der bei Jansons mit gebieterischer Macht daherschreitet. Zudem hat man das Gefühl, ein kurzes Echo zu hören.. Die EMI Aufnahme (Jansons) kommt viel ausgewogener daher, das gesamte Frequenzspektrum ist vertreten, bei Gergiev fehlt das Fundament in den tiefen Lagen. Die Philips Aufnahme ist so ein bisschen, als ob Jemand vor dem Lautsprecher stehen würde...
Zur Interpretation: Gergiev nimmt sich mehr Zeit als Jansons, er brütet mehr, es ist so eine drückende Schwere in der Luft. Jansons Interpretation ist forscher, er treibt die Musik unbeirrbar dem Kulminationspunkt entgegen.
Intressant ist auch zu verfolgen, wie die Steigerung des 1. Satzes bei Jansons anders verläuft als bei Gergiev. Mathematisch könnte man es so erklären: Gergiev lässt den Anstieg fast linear ansteigen und dann auslaufen wie eine Achterbahn, bevor sie in die Tiefe stürzt. Jansons entwickelt diese Linie in einer aufsteigenden e-Funktion, kippt und schlägt hart auf dem Boden auf. Dies erzeugt einen anderen Charakter des Satzes, die Struktur erscheint nicht identisch in den Interpretationen.
Beide Einspielungen habe ihre Stärken, ich gebe hier der klanglich ausgewogenen und für mich in der Interpretation zwingenderen Aufnahme von Jansos den Vorzug.
P.S: Da ich kein Musikwissenschaftler bin, erscheint meine Beschreibung vielleicht ein bisschen "ungewöhnlich". Aber es trifft so meine Empfindungen am besten. In Kürze mehr dazu.
Viele Grüsse Stefan
Armin70 (30.03.2011, 22:40): Peter I. Tschaikowsky: 1. Klavierkonzert
(Aufnahmen: 1. Klavierkonzert am 29.10.1955; Nussknacker: 30.03.1959)
:times10
Agravain (31.03.2011, 07:30): Der Tag beginnt - für mich recht untypisch ( :D ) - mit Musik aus Frankreich:
Zum Klang: Die Aufnahme unter Gergiev fällt - was die Durchhörbarkeit und Transparenz betrifft- deutlich gegenüber der Einspielung von Jansons ab. Hierbei habe ich aber das Gefühl, dass der Aufnahmeort unglücklich gewählt war. Die ersten Anfangstakte der Streicher im 1. Satz sind bei Gergiev verwaschen und es fehlt ihnen der marschartige Charakter, der bei Jansons mit gebieterischer Macht daherschreitet. Zudem hat man das Gefühl, ein kurzes Echo zu hören.. Die EMI Aufnahme (Jansons) kommt viel ausgewogener daher, das gesamte Frequenzspektrum ist vertreten, bei Gergiev fehlt das Fundament in den tiefen Lagen. Die Philips Aufnahme ist so ein bisschen, als ob Jemand vor dem Lautsprecher stehen würde...
Zur Interpretation: Gergiev nimmt sich mehr Zeit als Jansons, er brütet mehr, es ist so eine drückende Schwere in der Luft. Jansons Interpretation ist forscher, er treibt die Musik unbeirrbar dem Kulminationspunkt entgegen.
Intressant ist auch zu verfolgen, wie die Steigerung des 1. Satzes bei Jansons anders verläuft als bei Gergiev. Mathematisch könnte man es so erklären: Gergiev lässt den Anstieg fast linear ansteigen und dann auslaufen wie eine Achterbahn, bevor sie in die Tiefe stürzt. Jansons entwickelt diese Linie in einer aufsteigenden e-Funktion, kippt und schlägt hart auf dem Boden auf. Dies erzeugt einen anderen Charakter des Satzes, die Struktur erscheint nicht identisch in den Interpretationen.
Beide Einspielungen habe ihre Stärken, ich gebe hier der klanglich ausgewogenen und für mich in der Interpretation zwingenderen Aufnahme von Jansos den Vorzug.
P.S: Da ich kein Musikwissenschaftler bin, erscheint meine Beschreibung vielleicht ein bisschen "ungewöhnlich". Aber es trifft so meine Empfindungen am besten. In Kürze mehr dazu.
Viele Grüsse Stefan
Schade, ohne passenden Thread versinkt diese Information in der "Versenkung"!
Armin70 (31.03.2011, 21:11):
(Aufnahmen: 12. Sinfonie am 04.09.1962, Usher-Hall, Edinburgh / 6. Sinfonie am 10.12.1980, Royal Albert Hall, London / Strauss, Sohn und Youmans am 14.08.1981, Royal Albert Hall, London; alles in Stereo)
Die 12. Sinfonie wurde am 01. Oktober 1961 im Rahmen des 22. Parteitags der KPdSU von den Leningrader Philharmonikern unter der Leitung von Jewgeni Mrawinski uraufgeführt.
Die westliche Erstaufführung dieser Sinfonie erfolgte am 04. September 1962 im Rahmen des Edinburgh Festivals mit dem Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Gennadi Roshdestwensky. In jenem Jahr erklang beim Edinburgh Festival übrigens auch Schostakowitschs 4. Sinfonie mit dem gleichen Orchester und Dirigenten zum ersten Mal im westlichen Ausland.
Man spürt dieser Aufnahme diese Premierenspannung durchaus an. Die Orchesterleistung ist phänomenal vor allem, weil Roshdestwensky z. T. sehr schnelle Tempi wählt.
Tiefgründig dann die Aufnahme der 6. Sinfonie mit diesem atemberaubenden Largo. Die Brüche und Tragik in diesem Satz werden wirklich gut umgesetzt und die beiden schnellen Sätze werden von Roshdestwensky ernst genommen und verkommen nicht zu reinen Orchester-Showpiecen. Wobei natürlich die Schluss-Stretta im Presto schon rasant effektvoll gespielt wird.
Richtig hübsch sind die 3 Zugaben auf dieser CD: Schostakowitsch bearbeitete 2 Polkas von Johann Strauss, Sohn und peppte die etwas mit ulkigen Instrumentierungen auf, z. B. Xylophon und skurril dreinfahrende Hörner. Dann das bekannte "Tea for Two" von Victor Youmans in der pfiffigen Schostakowitsch-Bearbeitung. Hier kommt besonders das tolle "Proms-Feeling" herüber, weil das Publikum mitsummt und zwischendurch lacht, weil wahrscheinlich Roshdestwensky und/oder die Musiker einige Späße machen.
Großartige Live-Dokumente.
Armin70 (31.03.2011, 22:26):
(Aufnahmen: Nielsen: 30.07.1965; Sibelius: 08.08.1969; Royal Albert Hall, London; alles Stereo)
Armin70 (31.03.2011, 22:41): Original von Rachmaninov Original von Cantus Arcticus Original von Cantus Arcticus Auch bei mir Shostakovich: Die 7te im Vergleich
Zum Klang: Die Aufnahme unter Gergiev fällt - was die Durchhörbarkeit und Transparenz betrifft- deutlich gegenüber der Einspielung von Jansons ab. Hierbei habe ich aber das Gefühl, dass der Aufnahmeort unglücklich gewählt war. Die ersten Anfangstakte der Streicher im 1. Satz sind bei Gergiev verwaschen und es fehlt ihnen der marschartige Charakter, der bei Jansons mit gebieterischer Macht daherschreitet. Zudem hat man das Gefühl, ein kurzes Echo zu hören.. Die EMI Aufnahme (Jansons) kommt viel ausgewogener daher, das gesamte Frequenzspektrum ist vertreten, bei Gergiev fehlt das Fundament in den tiefen Lagen. Die Philips Aufnahme ist so ein bisschen, als ob Jemand vor dem Lautsprecher stehen würde...
Zur Interpretation: Gergiev nimmt sich mehr Zeit als Jansons, er brütet mehr, es ist so eine drückende Schwere in der Luft. Jansons Interpretation ist forscher, er treibt die Musik unbeirrbar dem Kulminationspunkt entgegen.
Intressant ist auch zu verfolgen, wie die Steigerung des 1. Satzes bei Jansons anders verläuft als bei Gergiev. Mathematisch könnte man es so erklären: Gergiev lässt den Anstieg fast linear ansteigen und dann auslaufen wie eine Achterbahn, bevor sie in die Tiefe stürzt. Jansons entwickelt diese Linie in einer aufsteigenden e-Funktion, kippt und schlägt hart auf dem Boden auf. Dies erzeugt einen anderen Charakter des Satzes, die Struktur erscheint nicht identisch in den Interpretationen.
Beide Einspielungen habe ihre Stärken, ich gebe hier der klanglich ausgewogenen und für mich in der Interpretation zwingenderen Aufnahme von Jansos den Vorzug.
P.S: Da ich kein Musikwissenschaftler bin, erscheint meine Beschreibung vielleicht ein bisschen "ungewöhnlich". Aber es trifft so meine Empfindungen am besten. In Kürze mehr dazu.
Viele Grüsse Stefan
Schade, ohne passenden Thread versinkt diese Information in der "Versenkung"!
Den passenden Thread gibt es und zwar hier. Wenn man Stefans Beitrag dahin verschiebt, verschwindet er nicht in der Versenkung.
Gruß Armin
Cantus Arcticus (31.03.2011, 22:51): Original von Armin70
Den passenden Thread gibt es und zwar hier. Wenn man Stefans Beitrag dahin verschiebt, verschwindet er nicht in der Versenkung.
Gruß Armin
Lieber Armin Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe den Thread gelesen und denke dabei: "Uups, ich laufe ja diametral zum Forum mit meiner Einschätzung :B !!"
Nun, meine Gergiev Einspielung ist keine SACD-Einspielung wie zum Bsp. die 5te und 9te in meiner Sammlung. Die sind schon ein anderes Kaliber..
ab (01.04.2011, 08:58): Bei mir Schostakowitsch 3. Streichquartett im Vergleich, und zwar die Aufnahme, mit der ich es einst durch eine Kassette kennen gelernt hatte, dem Beethoven Quartett, dann von jener ausgezeichneten GA, die ich mir gleich gekauft hatte, als sie herausgekommen ist, dem Brodsky Quartett, und dann von jenen, die die Jahre hinzugestoßen sind, nämlich Borodin Quartett in ihrer ersten damaligen sozusagen GA (weil ohne die noch nicht komponierten letzten beiden Quartette) und aus der berühmten Stereo-GA sowie die schöne späte bei Virgin als auch jüngst vom St. Petersburger Streichquartett.
Agravain (01.04.2011, 09:28): Es geht weiter mit der länger nicht mehr gehörten Zweiten von Rachmaninow in Jansons Einspielunge mit den St. Petersbruger Philharmonikern:
Jürgen (01.04.2011, 10:01): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51z8ymoHsVL._SL500_AA300_.jpg
Bach: BWV 140: Wachet auf ruft uns die Stimme Soprano: Agnes Giebel; Tenor: Peter Schreier; Bass: Theo Adam; Thomanerchor Leipzig / Gewandhausorchester Leipzig, Erhard Mauersberger; Recorded at Thomaskirche, Leipzig, Germany. Oct 1966
Agravain (01.04.2011, 11:19): Bei mir nun Vergleichshören.
Johann Sebastian Bach: BWV 1 "Wie schön leuchtet der Morgenstern". Hier kenne ich bislang "nur" vier Einspielungen, obwohl ich die Kantaten an sich sehr schön finde. Es sind (nur) eine HIPpe (Leusink) und drei eher klassische, nämlich Richter, Rotzsch und Rilling:
(Aufnahmen: 4. Sinfonie am 07.09.1962; Suite am 04.09.1962 jeweils in der Usher-Hall in Edinburgh; Festliche Ouvertüre am 08.07.1985 in der Royal Albert Hall, London; alles Stereo)
Wie schon die Aufnahme von Schostakowitschs 12. Sinfonie aus der BBC Legends-Reihe, die ich gestern hörte, entstanden auch die Aufnahmen der 4. Sinfonie und der Suite aus der Oper "Katerina Ismailova" beim Edinburgh-Festival 1962. Die Musik von Dmitri Schostakowitsch bildete damals einen Schwerpunkt dieses Festivals und die Aufführungen der Sinfonien Nr. 4 und 12 und der "Katerina Ismailova-Suite" waren die westlichen Erstaufführungen.
Gennadi Roshdestvensky, der zum Zeitpunkt der Edinburgh-Aufnahmen auch erst 31 Jahre alt war, gelingt eine sehr packende Interpretation der 4. Sinfonie, die ich schon länger nicht mehr hörte. Das ist schon eine irre Musik, die der Schostakowitsch da komponierte und er war sicher gut beraten, dieses Werk nach seiner Vollendung 1936 erst mal in der Schublade verschwinden zu lassen. Die Zeit war damals noch nicht soweit für diese Musik.
Armin70 (01.04.2011, 18:26):
(Aufnahme: Kingsway Hall, London 1959)
Das ist eine der besten Aufnahmen von Sibelius`2. Sinfonie, die ich kenne. Vielleicht sogar die beste. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich dieses Werk jemals so packend, kraftvoll und voller Energie wie in dieser Aufnahme hörte. 11 von 10 Punkten.
ab (01.04.2011, 22:51): Original von Armin70
(Aufnahme: Kingsway Hall, London 1959)
Das ist eine der besten Aufnahmen von Sibelius`2. Sinfonie, die ich kenne. Vielleicht sogar die beste. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich dieses Werk jemals so packend, kraftvoll und voller Energie wie in dieser Aufnahme hörte. 11 von 10 Punkten.
Danke für den Tipp, werde versuche, sie anhören zu können.
Bei mir jetzt: Karol Szymanowsky & Frederic Chopin - Preludes Ewa Kupiec Koch
Cantus Arcticus (02.04.2011, 12:13): Gestern in der Post gewesen. Somit habe ich den Mahler-Zyklus mit Solti nun komplett. (Amazon, gebraucht, sehr guter Zustand: 15.- Euro):
Agravain (02.04.2011, 12:46): Original von ab Sibelius- 2. Sinfonie London SO Monteux
Sehr strahlend und extrem pathetisch.
Oh. Das hört sich an, als könnte es was für mich sein. :D
:hello Agravain
Armin70 (02.04.2011, 13:51): Mein Musikwochenende beginnt mit dieser Erstbegegnung, d. h. ich kannte bis dahin Tschaikowskys "Manfred-Sinfonie" gar nicht und wusste nur, dass es dieses Werk halt gibt.
Agravain (02.04.2011, 14:25): Bei mir nun auch Tschaikowsky, und zwar die Sechste:
Agravain (02.04.2011, 15:24): Jetzt habe ich mich doch glatt selbst angefixt. Ich mache ein wenig Vergleichshören von Einspielungen der "Pathétique". Es drehen sich nun nacheinander diese Aufnahmen:
???? keine heftigen Entladungen, wie es des Cover suggeriert.
Eine irigendwie ambivalente live-Aufnahme, vieles verzärtelt, in den Tempi aufgeweicht, wenig Stringenz. Ich komme damit im Augenblick noch gar nicht klar! ?(
Gruß Amadé
Agravain (03.04.2011, 07:44): Da für den heutigen Sonntag keine Kantaten vorliegen, höre ich Bachs Motetten:
Fricsay hat mich seit meiner Jugend bis heute fasziniert.
Gruß Amadé
ab (04.04.2011, 09:42): Original von Amadé http://ecx.images-amazon.com/images/I/51IRmyyjljL._SL500_AA300_.jpg
Fricsay hat mich seit meiner Jugend bis heute fasziniert.
Gruß Amadé
Bislang habe ich noch nichts bloß gutes oder gar nur mittelmäßiges von Fricsay gehört.
Weichen eigentlich diese Aufnahmen von jenen ab, die dann bei der DG herausgekommen sind, sind das hier Konzertmitschnitte? Danke!
:hello
ab (04.04.2011, 09:47): sorry, doppet: heute ruckkelt die Verbindung zum Netz wieder einmal ...
ab (04.04.2011, 09:48): Schumann/Holliger Alexander Lonquich ECM
Seit ich ihm in Konzert gehört habe, wo er mir durch extremes und schlampiges Pedal sowie ungleichmäßige Läufe bei Debussys Préludes das Herz schwer gemacht hat, kann ich nun auch in seinen Aufnahmen so gut wie gar nicht von den pianistischen Unperfektionen abhören und es gelingt mir kaum mehr, mich auf seinen Ausdruck und seine Musikalität einzulassen...
Eine sehr schöne und mit etwa 40 Minuten sehr lange Kantate, die eigentlich dem 3. Sonntag nach Trinitatis zugeordnet ist. Ich freue mich schon darauf, sie zu gegebener Zeit im Kantaten-Thread zu besprechen.
Grüße Jürgen
ab (04.04.2011, 10:01): Original von ab :leb Post soeben eingetroffen :leb
Es gibt - soweit ich Musik höre - auch nichts nur annähernd vergleichbares wie das Hagen Quartett derzeit. Musizieren wie von einem anderen Stern, zufällig auf unsere Erde gefallen. Fragte mich jemand, was das Leben wirklich wertvoll macht, würde ich in der Antwort auch dieses Ensemble nennen. Alles so irritierend anders und zugleich doch so vertraut wie schon immer genau so zu empfinden. :ignore
Agravain (04.04.2011, 17:43): Ich beginne, mich gaaaanz langsam auf meinen Osterurlaub einzustimmen. Knappe zwei Wochen noch und dann heißt es auch bei mir "Behold, the sea". Nun also Vaughan Williams: A Sea Symphony.
Armin70 (04.04.2011, 21:53): Weiter gehts mit der spannenden Erkundung der Sinfonien des estnischen Komponisten Eduard Tubin:
Jürgen (04.04.2011, 22:36): Original von Armin70 Weiter gehts mit der spannenden Erkundung der Sinfonien des estnischen Komponisten Eduard Tubin:
Die Sinfonie Nr.2 entstand 1937 und die Nr.6 1954. Und die CD, die 1985 erschien, ist auch gleich die Erstaufnahme.
Da fragt sich doch der Skeptiker, warum das so lange gedauert hat? Sind die Sinfonien so brillant, dass sich vielleicht schon nach weiteren 30 Jahren (also schon in 4 Jahren) wieder ein Label an sie heranwagt?
Nein, Spaß beiseite, zumindest von der Legendären habe ich schon mehrere Aufnahmen gefunden. Aber berichte mal von Deinen Eindrücken.
Grüße Jürgen
Armin70 (04.04.2011, 23:39): Original von Jürgen Original von Armin70 Weiter gehts mit der spannenden Erkundung der Sinfonien des estnischen Komponisten Eduard Tubin:
Die Sinfonie Nr.2 entstand 1937 und die Nr.6 1954. Und die CD, die 1985 erschien, ist auch gleich die Erstaufnahme.
Da fragt sich doch der Skeptiker, warum das so lange gedauert hat? Sind die Sinfonien so brillant, dass sich vielleicht schon nach weiteren 30 Jahren (also schon in 4 Jahren) wieder ein Label an sie heranwagt?
Nein, Spaß beiseite, zumindest von der Legendären habe ich schon mehrere Aufnahmen gefunden. Aber berichte mal von Deinen Eindrücken.
Grüße Jürgen
Der Grund, warum Tubins Musik lange ein Schattendasein fristete oder es immer noch tut kann ich nicht schlüssig erklären.
Vielleicht vermag ein kleiner Blick in seinen Lebenslauf dies zu erhellen: Im Jahr 1944 emigrierte er und seine Familie vor der heranrückenden Roten Armee von Estland nach Schweden. Wie das Emigranten oft so ergeht, fiel es ihm schwer, sich in Schweden zu etablieren. Tubins Werke waren übrigens lange Zeit in der damaligen Sowjetunion verboten.
Erst ab 1961, als er die schwedische Staatsbürgerschaft erhielt, machte er mit seinen Kompositionen von sich Reden und diese wurden öfters in Schweden und anderen skandinavischen Ländern aufgeführt. Ab 1966 erhielt er eine staatliche Förderung. Wenige Jahre vor seinem Tod erhielt er einige Preise und Ehrungen, z. B. wurde er zum Mitglied der "Königlich Schwedischen Musikakademie" ernannt.
Tubins größter Fürsprecher ist sein Landsmann Neeme Järvi, der nach seiner Auswanderung in den Westen mit der Gesamtaufnahme von Tubins Sinfonien begann. Nur die unvollendete 11. Sinfonie fehlt bei dessen Gesamtaufnahme aber Paavo Jarvi hat dieses Werk dafür in einer Koppelung mit Werken anderer estnischer Komponisten (Pärt und Tüür) aufgenommen. Inzwischen gibt es eine weitere neuere Gesamtaufnahme mit dem Estnischen Nationalen Sinfonieorchester unter der Leitung von Arvo Volmer, die ich aber nicht kenne aber die Messlatte, die Neeme Järvi mit seinen Aufnahmen legte, ist verdammt hoch.
Immerhin hat Tubins Heimatland Estland seinen Stellenwert erkannt und er gilt als DER estnische Nationalkomponist. Sein 100. Geburtstag im Jahr 2005 wurde in Tallinn mit einem Festival gefeiert wo alle Sinfonien und einige Kammermusikwerke Tubins aufgeführt wurden.
Zu meinen bisherigen Eindrücken von Tubins Musik, nachdem ich immerhin bereits die Sinfonien Nr. 2, 4, 6 und 9 hörte:
Tubins Musik ist geprägt von der estnischen Volksmusik. Dazu kommen großflächig aufgebaute Klangschichtungen, die etwas episch-rhapsodisches an sich haben. Die Themen erwachsen oft aus kleinteiligen Motiven, die dann kontrapunktisch entwickelt werden. Sehr stark ist das rhythmische Moment in seinen Werken vertreten mit z. T. ostinatohaft stampfenden perkussiven Elementen.
Im Prinzip basiert Tubins Musik auf der Tonalität aber in seinen Spätwerken kommen öfters atonale Strukturen vor. Vereinfacht ausgedrückt erinnert seine Musik zumindest teilweise an die Spätwerke von Sibelius und Nielsen, vielleicht mit einem Schuss Schostakowitsch und Strawinsky aber alles vermengt zu einem ganz eigenen Stil. Vergleichbar mit anderen nordischen Komponisten durchweht seine Musik auch eine gewisse Melancholie. Übrigens ist Tubin ein glänzender Orchestrator seiner großbesetzten Sinfonien.
Neeme Järvis Aufnahmen lassen für mich keine Wünsche offen. Man spürt, dass er und die Orchester (Schwedisches Rundfunk-Sinfonieorchester, Bamberger Sinfoniker, Göteburger Sinfoniker und Bergen Philharmonic Orchestra) mit Herzblut und vollem Engagement bei der Sache sind.
ab (05.04.2011, 09:36): Barraqué: Concerto, Le Temps Restitué Ensemble 2e2m hmf
und dann ab 10:05 Uhr hier für jeden mithörbar das Programm, das sie am Vortag auch bei uns gespielt hatten: Konzert am Vormittag Quatuor Modigliani. Joseph Haydn: Streichquartett G-Dur, Hob. III/81 Maurice Ravel: Streichquartett F-Dur Felix Mendelssohn-Bartholdy: Streichquartett f-Moll, op. 80 Zugabe: Dmitrij Schostakowitsch: Polka aus dem Ballett "Das goldene Zeitalter" (Aufgenommen am 25. März im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins im Rahmen der "Jeunesse")
Jürgen (05.04.2011, 10:01): Vorgestern habe ich bei HR2 anstelle einer Bachkantate 4 Doppelmotetten aus Schütz' Schwanengesang mitgeschnitten. (SWV 482 - 485)
Die Aufnahme mit Herreweghe von 2007 konnte ich folgendem Cover zuordnen:
Ich habe in den letzten Monaten viel von Schütz mitgeschnitten bzw. ausgeliehen, den Zugang zu dieser Musik allerdings nicht so recht gefunden.
Nach zweimaligem Hören der 4 Motetten unter Herreweghe bin ich guter Hoffnung, dass sich da was ändern könnte. Ich formuliere das absichtlich so vorsichtig, weil das morgen schon vergessen sein könnte. Aber heute erscheinen sie mir frischer und nicht so depressiv wie andere Einspielungen.
Grüße Jürgen
ab (05.04.2011, 11:38): Original von ab ab 10:05 Uhr hier für jeden mithörbar das Programm, das sie am Vortag auch bei uns gespielt hatten: Konzert am Vormittag Quatuor Modigliani. Joseph Haydn: Streichquartett G-Dur, Hob. III/81 Maurice Ravel: Streichquartett F-Dur Felix Mendelssohn-Bartholdy: Streichquartett f-Moll, op. 80 Zugabe: Dmitrij Schostakowitsch: Polka aus dem Ballett "Das goldene Zeitalter" (Aufgenommen am 25. März im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins im Rahmen der "Jeunesse")
Der Wiener Abend war deutlich weniger gelöst und weniger intonationssicher, schade...
Bislang habe ich noch nichts bloß gutes oder gar nur mittelmäßiges von Fricsay gehört. Weichen eigentlich diese Aufnahmen von jenen ab, die dann bei der DG herausgekommen sind, sind das hier Konzertmitschnitte?
Lieber ab, bei der neuen Bartok-Zusammenstellung unter Leitung von Ferenc Fricsay handelt es sich sowohl um Konzertmitschnitte aus dem Berliner Titania-Palast (Berlins Hauptkonzertsaal nach dem Krieg) als auch um Eigenproduktionen des RIAS für den Rundfunkgebrauch. Interessant ist, dass einige Aufnahmen in unmittelbarer Nähe zu Aufnahmen der DGG mit demselben Dirigenten und Solisten stehen, auch ist das Orchester das RIAS Symphonie-Orchester: Tanzsuite 6/53, Cantata profana 9/51. Bartoks 2.Violinkonzert hat das Team Fricsay/Varga bereits im Januar 1951 für die DGG mit den Berliner Phil. aufgenommen, die audite Aufnahme ist ein Konzert-Mitschnitt aus dem Titania-Palast des RIAS vom September desselben Jahres. Die Aufnahmen der Klavierrhapsodie und der KK Nr.2 und 3 entstanden etliche Jahre vor den berühmten Studio-Einspielungen mit Geza Anda und dem Radio Sinfonie-Orchester Berlin (1959/60). Die Rhapsodie wurde im Studio der Jesus-Christus-Kirche 1951 mit Andor Foldes eingespielt, die des 2.KK ebenso dort mit Geza Anda. Im 3.Konzert liegt wieder ein Konzertmitschnitt aus dem Titania-Palast vor, hier spielt der ungarisch-amerikanische Pianist Louis Kentner, der vor allem als Liszt-Interpret der alten Schule bekannt war. Die RIAS-Studio-Aufnahme der Musik für Saiteninstrumente …. entstand im Okt.1952, die DGG Produktion im Juni 1953, beim Divertimento für Streichorchester liegen die Aufnahmen auch ca. ein Jahr auseinander: RIAS live 2/52, DGG Studio 4/53, ebenso bei den eher selten gespielten Deux Portraits: RIAS Studio 9/51, DGG Studio 6/52. Fricsay erarbeitete die selben Werke immer wieder neu, auch mit anderen Orchestern, z.B. Kölner RSO, daraus ergeben sich fast zwangsläufig jeweils andere Laufzeiten. Für Fricsay-Freunde ergibt die audite-Zusammenstellung eine willkommene Erweiterung sowie Abrundung seiner Bartok-Auffassung(en). Grüße Amadé
Armin70 (05.04.2011, 22:49): Bei mir gehts weiter mit der Musik von Eduard Tubin, die mir immer besser gefällt.
ab (06.04.2011, 10:08): Original von Amadé http://ecx.images-amazon.com/images/I/51IRmyyjljL._SL500_AA300_.jpg
Weichen eigentlich diese Aufnahmen von jenen ab, die dann bei der DG herausgekommen sind, sind das hier Konzertmitschnitte?
Lieber ab, bei der neuen Bartok-Zusammenstellung unter Leitung von Ferenc Fricsay handelt es sich sowohl um Konzertmitschnitte aus dem Berliner Titania-Palast (Berlins Hauptkonzertsaal nach dem Krieg) als auch um Eigenproduktionen des RIAS für den Rundfunkgebrauch. Interessant ist, dass einige Aufnahmen in unmittelbarer Nähe zu Aufnahmen der DGG mit demselben Dirigenten und Solisten stehen, auch ist das Orchester das RIAS Symphonie-Orchester: Tanzsuite 6/53, Cantata profana 9/51. Bartoks 2.Violinkonzert hat das Team Fricsay/Varga bereits im Januar 1951 für die DGG mit den Berliner Phil. aufgenommen, die audite Aufnahme ist ein Konzert-Mitschnitt aus dem Titania-Palast des RIAS vom September desselben Jahres. Die Aufnahmen der Klavierrhapsodie und der KK Nr.2 und 3 entstanden etliche Jahre vor den berühmten Studio-Einspielungen mit Geza Anda und dem Radio Sinfonie-Orchester Berlin (1959/60). Die Rhapsodie wurde im Studio der Jesus-Christus-Kirche 1951 mit Andor Foldes eingespielt, die des 2.KK ebenso dort mit Geza Anda. Im 3.Konzert liegt wieder ein Konzertmitschnitt aus dem Titania-Palast vor, hier spielt der ungarisch-amerikanische Pianist Louis Kentner, der vor allem als Liszt-Interpret der alten Schule bekannt war. Die RIAS-Studio-Aufnahme der Musik für Saiteninstrumente …. entstand im Okt.1952, die DGG Produktion im Juni 1953, beim Divertimento für Streichorchester liegen die Aufnahmen auch ca. ein Jahr auseinander: RIAS live 2/52, DGG Studio 4/53, ebenso bei den eher selten gespielten Deux Portraits: RIAS Studio 9/51, DGG Studio 6/52. Fricsay erarbeitete die selben Werke immer wieder neu, auch mit anderen Orchestern, z.B. Kölner RSO, daraus ergeben sich fast zwangsläufig jeweils andere Laufzeiten. Für Fricsay-Freunde ergibt die audite-Zusammenstellung eine willkommene Erweiterung sowie Abrundung seiner Bartok-Auffassung(en). Grüße Amadé
:thanks
Jürgen (06.04.2011, 15:40): Ich höre von Prokofiev zwei Mitbringsel aus der Bücherei:
Irgendwie überzeugt mich das Kronos Quartet bei Schnittke nicht wirklich, schade...
Ich wünschte mir, das Brodsky Quartet und das Minguet Quartett würden jeweils eine GA des Schnittkenschen Streichquartettwerks vorlegen, denn vom Hagen Quartett wage ich gar nicht zu träumen...
Sfantu (07.04.2011, 11:36): Ich biete mich der EMI als Deutsch-Lektor an... :tongue: (Peinlich!)
Jürgen (07.04.2011, 14:27): Original von Sfantu Ich biete mich der EMI als Deutsch-Lektor an... :tongue: (Peinlich!)
Vielleicht war es zusätzlich B-Ware, und deswegen nochmals günstiger im Preis? Aber ich finde es auch herabsetzend, wie stiefmütterlich die deutschen Übersetzungen behandelt werden.
Btw, ich mache mit bei Mahler.
Bei mir die Vierte, unter Reiner mit Lisa della Casa, 1958
Jürgen (07.04.2011, 15:46): Aus dieser wunderschönen Box: http://ecx.images-amazon.com/images/I/414ZVjzwU1L._SL500_AA300_.jpg
höre ich nun die Venezianische Ostermesse (Musik von Gabrieli und Lassus) unter McCreesh: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51SQXR6XWKL._SL500_AA300_.jpg
Grüße Jürgen
ab (07.04.2011, 18:28): Beethoven - Konzert für Violine und Orchester D-Dur Op. 61 (Für Klavier und Orchester Bearb.) Amadeus Webersinke Gewandhousorchester Leipzig Kurt Masur
Armin70 (07.04.2011, 18:40): Als Radiomitschnitt vom letzten Sonntag Bachs Kantate BWV 21 "Ich hatte viel Bekümmernis":
Agravain (08.04.2011, 08:07): Mein Tag beginnt mit Musik von Henry Purcell. Die erste CD aus dieser höchst empfehlenswerten und löblichen Box
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/7756217.jpg
enthält eine Reihe von sogenannten "verse anthems", also Anthems deren musikalische Ausarbeitung sich durch die Gegenüberstellung von solistisch besetzten Abschnitten ("verse") und solchen für vollen Chor auszeichnet.
Hier:
"O sing unto the Lord" Z 44 "O praise the Lord in his holiness" Z 42 "Praise the Lord, o Jerusalem" Z 46 "It's a good thing to give thanks" Z 18 "O give thanks unto the Lord" Z 33 "Let mine eyes run down with tears" Z 24 "My beloved spake" Z 28
:hello Agravain
ab (08.04.2011, 09:56): Ligeti Kammerkonzert Ramifications Lux Eterne Atmosphères Ensemble Die Reihe, Stuttgart Schola Cantorum SWR Baden-Baden and Freiburg Symphony Orchestra, Middle German Radio Orchestra, Saarbrucken Radio Symphony Orchestra Friedrich Cerha, Ernest Bour, Antonio Janigro, Clytus Gottwald Wergo
http://s.dsimg.com/image/R-998229-1205082166.jpeg
Cantus Arcticus (08.04.2011, 09:58): Original von Sfantu Ich biete mich der EMI als Deutsch-Lektor an... :tongue: (Peinlich!)
Hallo Sfantu Ja, habe es auch gerade gesehen. Also mir fällt immer wieder auf, dass vor allem in den EMI Booklets immer wieder solche Böcke auftauchen. Wenn es aber auf dem Cover ist..... naja.....
Agravain (08.04.2011, 10:35): Eben läuft Sibelius 7 in der Naxos-Aufnahme unter Sakari:
Bisweilen wird diese GA ja gescholten, oft mit dem Hinweis, das Orchester sei nicht "up to scratch". Aber, aber, aber. Vor lauter (Vor?) Urteil scheint mir hier bisweilen nicht recht hingehört zu werden.
Die Einspielung der 7 ist nämlich gut - da beißt die Maus keinen Faden ab. Sicher, sie erreicht nicht mein Ideal (ihr wisst schon: Maazels Einspielung aus Pittsburgh), aber sie ist mitnichten schlecht, noch von orchestraler Seite her schwach. Im Gegenteil: Mir scheint hier ambitioniert und begeistert musiziert zu werden.
Selbst Hurwitz, seines Zeichen ja auf Sibelius spezialisiert (man denke an sein ganz glänzendes Sibelius' Buch: http://www.di-arezzo.de/multimedia/images/halleonard/couv/hl00331735.jpg), ist höchst angetan:
Symphony No. 7 is, if anything, even more impressive. The opening rising gesture, broadly conceived, really "launches" the music, and once again Sakari's sense of timing impresses. He gives that thrilling wind sequence over deep string tremolos (anyone who loves this work will know the exact spot) plenty of breadth, moving forward as the great string hymn begins and gathers strength like some great river current. He prepares the entry of the principal trombone theme as well as anyone, and the recording gets the balances exactly right: clear and majestic playing from the brass, but imbedded in a luminous aura of strings and winds. The transitions from this moment through the various, quicker episodes that ultimately lead to the central pastoral section all proceed with organic inevitability. One of Sakari's greatest achievements lies in his satisfying way with Sibelius' often abrupt endings. Both in the Sixth and Seventh Symphonies, there's no feeling, as there so often is in other performances, of the composer simply giving up and saying "Okay, stop," with a sort of musical shrug. In fact, I've never heard the closing bars of the Sixth's first two movements done better, and the Seventh's last page offers a satisfying sense of serene fulfillment.
:hello Agravain
Agravain (08.04.2011, 10:48): Weiter geht es mit Vaughan Williams' zweiter Symphonie, besser bekannt als "A London Symphony":
Besonders die langsame Einleitung des ersten Satzes empfinde ich immer so, als hörte ich eines der berühmtesten Gedichte Wordsworths in Töne verwandelt:
William Wordsworth: Upon Westminster Bridge Sept. 3, 1802
Earth has not anything to show more fair: Dull would he be of soul who could pass by A sight so touching in its majesty: This City now doth like a garment wear
The beauty of the morning: silent, bare, Ships, towers, domes, theatres, and temples lie Open unto the fields, and to the sky, All bright and glittering in the smokeless air.
Never did sun more beautifully steep In his first splendour valley, rock, or hill; Ne'er saw I, never felt, a calm so deep!
The river glideth at his own sweet will: Dear God! the very houses seem asleep; And all that mighty heart is lying still!
:hello Agravain
ab (08.04.2011, 10:53): György Ligeti Musica Ricercata Karl-Hermann Mrongovius Wergo
Irgendwie finde ich das erquicklicher als das Ligeti-Spiel eines, wenn auch viel geläufigeren, Aimards.
Dieser Josquin Desprez (1450 - 1521), den ich bis vor kurzem (fast) nicht kannte, gefällt mir immer besser. Zur Interpretation des Hilliard Ensemble habe ich zwar keine Alternativeinspielungen, aber isoliert betrachtet (angehört) habe ich keinen Grund zur Klage.
Grüße Jürgen
Agravain (08.04.2011, 13:20): So, ich mache weiter mit meinem schon vor einigen Tagen begonnenen Hörvergleich von Einspielungen der Bachschen Kantate BWV 1: "Wie schön leuchtet der Morgenstern". Nun erst mit Suzuki und dann mit Kuijken:
Hieraus: Rafal Blechacz: Preludes :times10 Nachdem ich gestern ein bezauberndes Konzert mit Blechacz gehört habe (Bach, Mozart, Debussy, Chopin, Szymanowski), muss jetzt diese CD mal wieder in den Player. Das war klasse gestern. Bach habe ich natürlich schon besser gehört (oder sagen wir mal "anders" gehört, so dass es mir noch besser gefiel). Der Rest war Spitze, besonders die gestrige Barcarolle von Chopin gehört auf den Olymp der großen Interpretationen! Also, jetzt nochmal die Preludes, die er auch ganz phantastisch spielt. Heike
P.s. von Szymanowski war ich überrascht! Tolle Musik.
Armin70 (08.04.2011, 20:46): Für mich mal wieder musikalisches Neuland. Zum ersten Mal höre ich eine Oper von Gaetano Donizetti:
(Aufnahme: Rom, 1965)
Ganz großes Kino: Anna Moffo singt atemberaubend schön und auch das übrige Sängerensemble erscheint mir aus einem Guss.
Agravain (09.04.2011, 07:46): Das Wochenende beginnt ruhig mit der zweiten CD aus dieser Box:
Agravain (09.04.2011, 09:20): Original von Agravain
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/7756217.jpg
Ich schließe an gestern an und höre erneut geistliche Musik von Henry Purcell:
"Blessed are they that fear the Lord" Z 5 "Behold now, praise the Lord" Z 3 "I will give thanks unto Thee, O Lord" Z 20 "My song shall be alway" Z 31 Te Deum and Jubilate Deo in D Z 232
:hello Agravain
Armin70 (09.04.2011, 20:09): Georg Philipp Telemann (1681 - 1767):
Von Telemann kenne ich bis jetzt nicht so viel aber das gefällt mir sehr gut. Sehr frische und abwechslungsreiche Musik. Hinzu kommt die gewohnt zupackende kraftvolle Interpretation der Musica Antiqua Köln mit Reinhard Goebel.
Armin70 (09.04.2011, 21:30): Noch was neues für mich:
(Aufnahme: 07/1966)
Peter Brixius (10.04.2011, 15:28): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61VBVKRE36L._SS500_.jpg
Othmar Schoeck: Erwin und Elmire
Nach der Herzogin Anna Amalia von Weimar, Johann Friedrich Reichardt nun eine Vertonung von Goethes Singspiellibretto, die 1916 zur Uraufführung kam. Ausführlicher hoffe ich das in einem geplanten Thread im Zusammenhang Reichardt zu diskutieren, hier kann ich zumindest meinen Zwiespalt dokumentieren. Man kann 1916 natürlich nicht mehr Goethe komponieren wie 1793, als Reichardts Vertonung entstand.
Aber wie komponiert man ein solches leichtes Gefüge mit Tiefgang. Die NZZ schrieb zur Uraufführung (13.11.1916 - ich notiere das, wenn ich aus der NZZ zitiere!)
Als Schoeck an die Komposition ging, schwebte ihm fraglos das einzig richtige Ziel vor Augen,musikalische Formen zu finden, die ihrerseits dem einfach schlichten Geist der Dichtung entsprachen. Im ersten Akt ist ihm das denn auch überzeugend gut gelungen.
Ich stimme mit der Meinung des Rezensenten nicht überein. Es ist für mich ein Wechsel von Neoklassizismus (in der Ouvertüre) und spätromantischer Liedkunst zu hören, die das Stück beschwert. Ja z.T. mit Bleischuhen, die Goethe gestempelt sind, stakst das Stück weiter. Gerade Leichtigkeit, die Tiefe evozieren kann, möchte ich hören, nicht Schlichtheit in der Melodie, die in der Orchesterbegleitung zurückgenommen wird. Die geschilderten Gefühle müssen für ein Singspiel ernst, aber nicht zu ernst genommen werden. Im Kunstlied kann das Veilchen auf der Wiese jede mögliche Tiefendimension erhalten, aber nicht auf der Bühne.
Nun hat am das 1916 sicher nicht so gesehen, weil sich da wesentlich verpflichtender der Schatten des Autors auf die Bemühungen legte, dem Text gerecht zu werden.
Liebe Grüße Peter
Jürgen (11.04.2011, 09:58): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51IaLZb4JEL._SL500_AA300_.jpg
Humperdinck: Hänsel & Gretel, Solti 1978
Und danach die gestern mitgeschnittene Stabat Mater von Pergolesi unter Abbado:
Armin70 (11.04.2011, 20:24): Nach einem musikfreien Sonntag jetzt Mahlers 3. Sinfonie:
Agravain (11.04.2011, 20:51): Original von Armin70 Nach einem musikfreien Sonntag jetzt Mahlers 3. Sinfonie:
Habe in letzter Zeit - nachdem ich nun stolzer Besitzer einer Partitur bin - sehr viel Mahler 3 gehört. Boulez allerdings nicht. Wie findest Du sie? Wie bewältigt er das heikle Finale? Wie singt Frau von Otter?
Bei mir jetzt allerdings nicht Gustav, sondern Peter. Ich höre vergleichend zwei der extremen Einspielungen der "Pathétique":
Armin70 (11.04.2011, 21:11): Original von Agravain Original von Armin70 Nach einem musikfreien Sonntag jetzt Mahlers 3. Sinfonie:
Habe in letzter Zeit - nachdem ich nun stolzer Besitzer einer Partitur bin - sehr viel Mahler 3 gehört. Boulez allerdings nicht. Wie findest Du sie? Wie bewältigt er das heikle Finale? Wie singt Frau von Otter?
Ich habe diese Aufnahme eben zum ersten Mal gehört, so dass ich jetzt nicht detailliert etwas dazu sagen kann. Mein erster Eindruck ist, dass Boulez bei Mahlers 3. Sinfonie seinen Ansatz der "anti-romantischen" Interpretation konsequent und logisch fortsetzt. Das ist der genaue Gegensatz zu den Aufnahmen von Bernstein (DG) oder Ozawa (Philips). Ich finde das aber gar nicht so schlecht, wenn die Musik von irgendwelcher "Gefühlsduselei" befreit wird. Die Interpretation ist glasklar und vor allem die heiklen an Ives erinnernden Klangballungen im ersten Satz habe ich selten so eindrucksvoll wie hier gehört.
Mit einer Spielzeit von 22:22 Minuten im Finale gehört Boulez zu den schnelleren Vertretern aber es passt stimmig zu Boulez`Ansatz. Bei der Gesangssolistin zählen zwar Christa Ludwig und Jessye Norman zu meinen Favoritinnen aber Anne Sophie von Otter schlägt sich im Vergleich dazu aber mehr als wacker. Auf keinen Fall ist sie ein Totalausfall wie Hanna Schwarz in Sinopolis Aufnahme.
Insgesamt ist Boulez`Aufnahme für mich eine lohnenswerte Alternative zu Bernstein, Horenstein, Ozawa und Solti.
Agravain (11.04.2011, 21:15): Original von Armin70 Ich habe diese Aufnahme eben zum ersten Mal gehört, so dass ich jetzt nicht detailliert etwas dazu sagen kann. Mein erster Eindruck ist, dass Boulez bei Mahlers 3. Sinfonie seinen Ansatz der "anti-romantischen" Interpretation konsequent und logisch fortsetzt. Das ist der genaue Gegensatz zu den Aufnahmen von Bernstein (DG) oder Ozawa (Philips). Ich finde das aber gar nicht so schlecht, wenn die Musik von irgendwelcher "Gefühlsduselei" befreit wird. Die Interpretation ist glasklar und vor allem die heiklen an Ives erinnernden Klangballungen im ersten Satz habe ich selten so eindrucksvoll wie hier gehört.
Mit einer Spielzeit von 22:22 Minuten im Finale gehört Boulez zu den schnelleren Vertretern aber es passt stimmig zu Boulez`Ansatz. Bei der Gesangssolistin zählen zwar Christa Ludwig und Jessye Norman zu meinen Favoritinnen aber Anne Sophie von Otter schlägt sich im Vergleich dazu aber mehr als wacker. Auf keinen Fall ist sie ein Totalausfall wie Hanna Schwarz in Sinopolis Aufnahme.
Insgesamt ist Boulez`Aufnahme für mich eine lohnenswerte Alternative zu Bernstein, Horenstein, Ozawa und Solti.
:thanks
Jürgen (11.04.2011, 21:31): Original von Agravain Bei mir jetzt allerdings nicht Gustav, sondern Peter. Ich höre vergleichend zwei der extremen Einspielungen der "Pathétique":
Die zweite "Pathétique" mit Bernstein kenne und liebe ich. Sie ist wahrlich extrem insofern, dass Bernstein in den Ecksätzen extrem breite Tempi wählt, ohne dass Spannung und Dramatik verloren gehen.
In welcher Richtung ist denn Celi extrem?
Grüße Jürgen
Agravain (11.04.2011, 21:39): Original von Jürgen
In welcher Richtung ist denn Celi extrem?
Grüße Jürgen
Naja: Eingangssatz: 25:45. Da ist unser Lenny schon recht flott gegen. :D
Tatsache ist, das Celibidaches Langsamkeit gerade diesem ersten Satz sehr gut zu Gesicht steht. Da türmen sich bisweilen Klänge auf, die ich so bisher noch nie gehört habe - auch nicht bei Bernstein. Dann wird auch der dritte Satz mit über 11 Minuten eher langsam musiziert, was mir - bevor ich mich tatsächlich darauf eingelassen habe - sehr eigen vorkam. Das Finale mit "nur" 13 Minuten ist dann weitaus weniger zerreißend als bei Bernstein und insgesamt nicht ganz so hoffnungslos. Wie gesagt: Es ist vornehmlich der Kopfsatz, der mich bei Celibidache umhaut.
:hello Agravain
Jürgen (11.04.2011, 21:51): Original von Agravain Naja: Eingangssatz: 25:45. Da ist unser Lenny schon recht flott gegen. :D .... Wie gesagt: Es ist vornehmlich der Kopfsatz, der mich bei Celibidache umhaut.
:hello Agravain
Okay, wenn er die Spannung hält, ist das schon hörenswert.
(Singt und brummt er wieder mit?)
:W
Grüße Jürgen
ab (11.04.2011, 23:18): Höre ich gerade erstmals und mit großem Genuss
klassik. com 01 / 08: "Man muss sich in der Tat bei dieser Pianistin von üblichen Hörgewohnheiten hinsichtlich der Interpretation der Werke Prokofjews verabschieden. Dafür eröffnet Ivanova nicht nur eine überaus überzeugende und persönliche Perspektive, sondern sie lässt auch erkennen, wie eng verzahnt manche Klangvorstellungen Prokofjews mit denen eines Claude Debussys oder Igor Strawinskys waren."
Jürgen (12.04.2011, 08:19): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51HGsrG0F3L._SL500_AA300_.jpg
Ich höre diese CD gleich noch einmal, weil sie mir wirklich gut gefällt.
Grüße Jürgen
ab (12.04.2011, 09:55): Da gehen einem die Ohren auf! Mir wurde diese Aufnahme nachdrücklich und innig ans Herz gelegt, nun kann ich das nur euch ebenso tun: atemberaubend!
Frank Martin - Golgotha Oratorio d'après les Evangiles et des textes de Saint Augustin Judith Gauthier, soprano Marianne Beate Kielland, alto Adrian Thompson, tenor Mattijs van de Woerd, baritone Konstantin Wolff, bass Cappella Amsterdam Estonian Philharmonic Chamber Choir Estonian National Symphony Orchestra Daniel Reuss, Dirigent hmf, Aufnahme 2009
Danach Kodalys Variationen über das ungarische Volkslied "Der Pfau" und Blachers Variationen über ein Thema von Paganini Op. 26. Beide Aufnahmen von der jüngeren CD.
Grüße Jürgen
Jürgen (12.04.2011, 14:12): http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4010276006046.jpg
Felix Mendelssohn Bartholdy: Elias Op.70, Rilling 1994
Ein Arbeitskollege sang das Stück am WE und schwärmte davon. Deswegen höre ich es mir nun an.
Grüße Jürgen
Cantus Arcticus (12.04.2011, 15:17): Josef Suk, Asrael:
Brahms: Haydn-Variationen op. 56b für 2 Klaviere Rachmaninoff: Symphonische Tänze op. 45 für 2 Klaviere Schubert: Grand Rondeau A-Dur D. 951 für 2 Klaviere Ravel: La Valse für 2 Klaviere
Jürgen (13.04.2011, 10:18): Gestern frisch ausgeliehen:
http://pixhost.info/avaxhome/2007-10-11/01_2.jpg
Josquin Desprez: Sechsstimmige Lieder (Renaissance), The King's Singers 1992 Hui, welch ein Cover. Die Musik wird aber sauber dargebracht. Leider ist die CD schon in einem üblen Zustand, so dass sich nicht alle Titel störungsfrei abspielen lassen.
Und seither:
Nikolai Rimsky-Korsakow: Sinfonien 1-3, Svetlanov 1977/1983
Das Label ist "Le Chant du Monde" von der Harmonia Mundi. Trotzdem habe ich kein passendes Cover gefunden.
Grüße Jürgen
ab (13.04.2011, 10:20): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61GW7KN76QL._SL500_AA300_.gif
Cantus Arcticus (13.04.2011, 10:29): Habe gestern in der Ausverkaufsaktion eines Warenhauses für 5.- Euro diese Aufnahme erworben:
Also, es bestätigt sich, dass Kleiber der Nachwelt wirklich eigenwillige Interpretationen hinterlassen hat, wenn auch wenige an der Zahl. Diese Einspielung ist für mich wirklich "gewöhnungsbedürftig" und - abgesehen davon- ist die Aufnahme klanglich nicht das Gelbe vom Ei, vor allem die Streicher in den hohen lagen näseln und es entsteht ein undurchsichtiger Klang, so à la " wer möchte, darf mit Vibrato spielen, die anderen spielen ohne...". Das ergibt - zumindest meinem Empfinden nach - ein ungenaues Intonationsbild. Eigentlich erstaunlich bei den Wienern....
Aber: Unbedingt zu empfehlen ist diese Aufnahme von Kleiber:
Also, es bestätigt sich, dass Kleiber der Nachwelt wirklich eigenwillige Interpretationen hinterlassen hat, wenn auch wenige an der Zahl. Diese Einspielung ist für mich wirklich "gewöhnungsbedürftig" und - abgesehen davon- ist die Aufnahme klanglich nicht das Gelbe vom Ei, vor allem die Streicher in den hohen lagen näseln und es entsteht ein undurchsichtiger Klang, so à la " wer möchte, darf mit Vibrato spielen, die anderen spielen ohne...". Das ergibt - zumindest meinem Empfinden nach - ein ungenaues Intonationsbild. Eigentlich erstaunlich bei den Wienern....
Ich habe zufälligerweise gestern Abend diese Kleiber CD noch einmal gehört und danach mit einer weiteren Aufnahme der 4. verglichen:
Gerade das, was m.E. unbedingt zur 4. wie zu keiner anderen Brahms-Sinfonie gehörig ist, hat C.Kleibers Aufnahme nicht: Wärme, das Klangbild ist zu steril. Die Aufnahme wurde zu Beginn der Digital-Zeit gemacht, da hatten die Techniker der DGG höchst wahrscheinlich noch nicht die Erfahrungen, ein Orchesterwerk akustisch befriedigend einzufangen, ich habe zuerst die LP besessen, schon da war ich vom Klang irritiert. Kleibers Interpretation ist höchst überzeugend, was man vom äußeren Gewand leider nicht sagen kann. Belohlaveks 4. ist sicher nicht so perfekt wie die von KLeiber, trotzdem gefällt sie mir besser, da sie das besitzt, was Kleibers Aufnahme fehlt, den warmen KLang.
Grüße Amadé
ab (13.04.2011, 19:56): Die Zeilen zu Brahms vierter Symphonie motivieren mich, diese mit Klemperer anzuhören. http://ecx.images-amazon.com/images/I/51PfaelgPhL._SL500_AA300_.jpg
By the way: Heute im Radio den ersten Satz aus der Neuaufnahme des Violinkonzerts mit Isabelle Faust gehört. Ich fürchte, die ist unübergehbar und da wird für eine weitere Hochpres-CD das Geld zu berappen sein. Faust ist wohl die interessanteste Geigerin unserer Tage, weil sie die Werke neu den Ohren präsentiert, ohne aber dabei "interessant" wirken zu müssen. :hello
Armin70 (13.04.2011, 21:58): Nachdem ich die Königlichen aus Amsterdam in der DCH hörte nun noch mal aus der Konserve:
ab (13.04.2011, 22:14): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61FwiGyW7OL._SL500_AA300_.jpg
Sfantu (13.04.2011, 23:17): Original von ab: Warum nur muss Fischer hier ein Gesicht wie Harnoncourt aufsetzen ?
Aus meiner Sicht nicht der schlechteste Versuch einer Gesichtsrenovierung: Kannte ich Fischer bisher doch nur als den "grausamen Lächler", quasi mit "Grinsklemme" beim Dirigieren - der gutmütige, nicht ganz ernst zu nehmende Spass-Onkel vor dem Musizier-Kränzchen...Zum Glück kommt das "nur" den Musikern oder dem Video-Betrachter zu Bewusstsein - der Konzert- oder Konserven-Hörer sieht das nicht, und ankommen tut's zudem glücklicherweise eh mehr auf das, was die Gehörknöchelchenkette vermittelt, weniger auf die Leistungen von Visus-Zapfen und Netzhaut. Überhaupt wär' es einmal eine interessante Fragestellung, zu erörtern, was die Mediendisigner bewegt, Interpreten, Landschaftsbilder, Nicht-Gegenständliches oder Weiss-der-Kuckuck was zur Cover-Gestaltung heranzuziehen.
Agravain (14.04.2011, 08:51): Vor mir liegt ein langer und anstrengender Tag. Darum höre ich zwei Werke aus der Feder des Ludovico van, die mir in der Regel einen gehörigen Energieschub geben.
Jürgen (14.04.2011, 09:07): Original von Armin70 Original von Jürgen Und seither:
Nikolai Rimsky-Korsakow: Sinfonien 1-3, Svetlanov 1977/1983
Das Label ist "Le Chant du Monde" von der Harmonia Mundi. Trotzdem habe ich kein passendes Cover gefunden.
Grüße Jürgen
Das müsste diese Aufnahme sein:
Diese Aufnahme müsste mit dieser identisch sein, auf der es zusätzlich noch die Scheherazade gibt:
Herzlichen Dank, Armin.
Das obere Cover ist es. Das zweite habe ich auch gefunden, ich hatte aber noch Zweifel insbesondere weil sich die Benennungen der russischen/sowjetischen Orchester ständig ändert. Und dann noch französisch!
Christóbal de Morales: Officium Defunctorum, Savall 1991 Zusammen mit der Missa Pro Defunctis auf einer Scheibe.
Das sind wunderbare Stimmen, tontechnisch sauber eingefangen. Einzig das Parce mihi domine, das ich vorher schon kannte und weswegen ich mir diese Gesamteinspielung überhaupt zugelegt habe, gefällt mir mit dem Hilliard Ensemble (und nur mit diesem) besser. Da sind die hohen Stimmen etwas dezenter. Das Stück strahlt dadurch mehr Ruhe aus, ist meditativer. Außerdem ist es deutlich länger, wobei ich noch nicht überprüft habe, ob dort noch eine Wiederholung gesungen wird.
Gerade das, was m.E. unbedingt zur 4. wie zu keiner anderen Brahms-Sinfonie gehörig ist, hat C.Kleibers Aufnahme nicht: Wärme, das Klangbild ist zu steril. Die Aufnahme wurde zu Beginn der Digital-Zeit gemacht, da hatten die Techniker der DGG höchst wahrscheinlich noch nicht die Erfahrungen, ein Orchesterwerk akustisch befriedigend einzufangen, ich habe zuerst die LP besessen, schon da war ich vom Klang irritiert. Kleibers Interpretation ist höchst überzeugend, was man vom äußeren Gewand leider nicht sagen kann. Belohlaveks 4. ist sicher nicht so perfekt wie die von KLeiber, trotzdem gefällt sie mir besser, da sie das besitzt, was Kleibers Aufnahme fehlt, den warmen KLang.
Grüße Amadé
Lieber Amadé Du sprichst es genau an: Die Wärme auf der mir vorliegenden 4ten ist nicht gegeben. Ich habe auch nach mehrmaligem Hören den Eindruck bekommen, dass das Remastering nicht wirklich geglückt ist... Wie Du es ja eingangs erwähnt hast, es war der Beginn der Digital-Zeit..
Viele Grüsse Stefan
ab (14.04.2011, 11:33): Antonin Dvorak - Sinfonie Nr. 9 Tschechisches PO Vaclav Neumann Supraphon
Der "grausame Lächler" ist nicht Ivan Fischer sondern sein Bruder Adam. Ich sinke in Asche!
Jürgen (14.04.2011, 15:01): http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0755138101920.jpg
Joaquin Desprez: 2 Missae L'homme armé, The Tallis Scholars, Directed by Peter Phillips 1989
Die Messen für den bewaffneten Mann
Grüße Jürgen
ab (14.04.2011, 23:50): nach einem nicht wirklich erquicklichen Konzert mit dem Kuss Quartett und der gehypten Sopranistin aus Hamburg Mojca Reimann, stoße ich gerade auf die Debussy/Ravel-Aufnahme des Lasalle Quartetts
Nach einer harten Woche jetzt etwas Leichtes zum Entspannen: Mendelssohn: 4.Sinfonie "Italienische"
Gruß Amadé
ab (16.04.2011, 10:42): Gestern im Konzert das Ensemble Recherche mit Vortex Temporum von Gerard Grisey (sowie Stockhausens Balance - altersverklärte thematische und "schöne" Musik - welche Überraschung ) gehört. Ein ausgezeichnetes Ensemble!
Jetzt höre ich die Aufnahme dieser Spektralmusik nach.
nikolaus (16.04.2011, 23:00): Gerade zu Ende auf 3sat:
Die Passagierin
Oper in zwei Akten von Mieczyslaw Weinberg
Nach der gleichnamigen Novelle der polnischenAuschwitz-Überlebenden Zofia Posmysz
Libretto: Alexander Medwedew Chor: Prager Philharmonischer Chor Chor: Wiener Symphoniker Musikalische Leitung: Teodor Currentzis Inszenierung: David Poutney Literarische Vorlage: Zofia Posmysz
Zwei junge Frauen, beide unterwegs in ein neues, anderes Leben, werden auf einem Schiff von ihrer gemeinsamen Geschichte eingeholt: In den frühen 1960er Jahren reist auf einem Ozeanliner ein deutscher Diplomat in Begleitung seiner jungen Ehefrau Lisa nach Südamerika, um dort einen neuen Posten anzutreten. Erschrocken entdeckt Lisa unter den anderen Passagieren eine Frau, die sie eigentlich für tot hielt. Angesichts dieser schockierenden Begegnung offenbart sie ihrem Ehemann, dass sie einst SS-Aufseherin in Auschwitz war. Von nun an wechselt der Schauplatz der Oper zwischen dem Schiff und dem Konzentrationslager Auschwitz hin und her: Während Lisa versucht, die Erinnerung an ihre zwiespältige Beziehung zu der Lagergefangenen Martha zu bewältigen, kämpft ihr Mann mit der Enthüllung einer Vergangenheit, die ihm seine Frau in einem völlig neuen Licht zeigt.3sat zeigt Mieczyslaw Weinbergs Oper "Die Passagierin", basierend auf dem gleichnamigen Roman der polnischen Auschwitz-Überlebenden Zofia Posmysz, in einer Aufzeichnung aus dem Festspielhaus in Bregenz vom Sommer 2010. 1968 vollendet, wurde das Werk des polnisch-russischen Komponisten erst 2006 in konzertanter Form in Moskau uraufgeführt.
Erschütternd. Hervorragende Singdarsteller in einer eindringlichen Inszenierung.
Nikolaus.
Peter Brixius (17.04.2011, 08:55): http://ec5.images-amazon.com/images/I/51Gs4fAVnXL._SS400_.jpg
Jean-Ferry Rebel:Tombeau de Monsieur de Lully (Septième Sonate) c-moll
Was für ein Werk! Bisher kannte ich nur sein geniales Les Elemens - dies war eine freudige Überraschung in der Morgenstunde. Allein wegen dieser Sonate pour Violon & Basse continue lohnt sich schon die ganze Box.
Cetay (inaktiv) (19.04.2011, 07:50): Mein Klassischer Hörhorizont reicht in den letzten Wochen von Beethoven bis Beethoven und beschränkt sich weiter auf die Sinfonien - dank Toscaninis 1939 Zyklus. Diese Aufnahmen zu kommentieren, ist etwa so sinnvoll, wie in einem Film-Forum über die 12 Geschworenen zu referieren. Allerdings wäre im letzten Fall kaum die Reaktion zu erwarten, dass jemand den Film nicht ansieht, weil er in Schwarz-Weiss ist. Toscanini fällt freilich durch ein solches Raster, weil sein überragender Zyklus oft wegen des schlechten Mono-Sounds ignoriert wird. Das klangliche Optimum wurde für mich auf dem Music & Arts Transfer herausgeholt -und dabei die Musikalität freigelegt statt wie üblich wegrestauriert. Hier lohnte sich für mich sich jeder hochpreisige Cent.
Jürgen (19.04.2011, 09:13): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qi0ooPn8L._SL500_AA300_.jpg
Schubert-Lieder-Edition Hyperion, Volume 15 Margaret Price - Sopran; Graham Johnson - Klavier
1. An die untergehende Sonne (Sonne, du sinkst) D 457 2. Der Mondabend (Rein und freundlich lacht der Himmel) D 141 3. Klage an den Mond (Dein Silber schien durch Eichengrün) D 436 4. Die Mainacht (Wann der silberne Mond durch die Gesträuche blinkt) D 194 5. Der Unglückliche (Die Nacht bricht an) op. 87 Nr. 1 D 713b 6. An die Sonne (Sinke, liebe Sonne) D 270 7. Der Morgenkuss nach einem Ball (Durch eine ganze Nacht sich nah zu sein) D 264 8. Kolmas Klage (Rund um mich Nacht) D 217 9. Ins stille Land D 403 10. Der Gondelfahrer (Es tanzen Mond und Sterne) op. 28 D 809 11. Der Winterabend (Es ist so still) D 938 12. Der Wanderer an den Mond (Ich auf der Erd, am Himmel du) D 870 13. Im Freien (Draußen in der weiten Nacht) op. 80 Nr. 3 D 880 14. Am Fenster (Ihr lieben Mauern hold und traut) op. 105 Nr. 3 D 878 15. Sehnsucht (Die Scheibe friert, der Wind ist rauh) D 879 16. Der blinde Knabe (O sagt, ihr Lieben, mir einmal) op. posth. 101 Nr. 2 D 833b 17. Die junge Nonne (Wie braust durch die Wipfel der heulende Sturm) op. 43 Nr. 1 D 828
Ich finde, Margaret Price hat eine angenehme Liederstimme.
Leider gibt die Music&Arts-Box nicht alles wieder, was im Herbst des Jahres 1939 gespielt und mitgeschnitten wurde. Es fehlen die Chorfantasie, die der 9.Sinfonie im Konzert vorausging, sowie die Ouvertüren zu Fidelio und Coriolan. Ich habe beim ersten Erscheinen dieser Mitschnitte mangels Alternative die Ausgabe des italienischen Labels Nouva Era erwerben müssen, hier wurde wahrscheinlich ohne Filter 1 zu 1 auf CD kopiert, alles kommt sehr präsent und klar aus den Lautsprechern, allerdings auch das Knacken und Knistern der alten Acetat-Platten, woran ich mich jedoch gewöhnt habe. Für mich stellt sich nicht die Frage einer Neuerwerbung. Im Vergleich ziehe ich diese Aufnahmen der späteren von RCA wegen ihrer Ursprünglichkeit vor.
Gruß Amadé
ab (19.04.2011, 18:51): Antonín DVOXÁK (1841-1904) Symphonic Poems: Zlatý kolovrat (The Golden Spinning Wheel) (1896), Op. 109/B197a; Polednice (The Noon Witch) (1896), Op. 108/B196b; Vodník (The Water Goblin) (1896), Op. 107/B195c. Holoubek (The Wild Dove) (1896), Op. 110/B198d. Royal Concertgebouw Orchestra/Nikolaus Harnoncourt rec. Concertgebouw, Amsterdam, a24-26 October 2001 (live); bDecember 1998 (live); cOctober 1999; dDecember 1997. DDD WARNER CLASSICS 2564 60221-2
Jürgen (20.04.2011, 09:49): Original von ab Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qi0ooPn8L._SL500_AA300_.jpg
Schubert-Lieder-Edition Hyperion, Volume 15 Margaret Price - Sopran; Graham Johnson - Klavier
Ich finde, Margaret Price hat eine angenehme Liederstimme.
War das nicht ihre allerletzte Aufnahme, die sie gemacht hatte?
Ich habe mich gerade mal schlau gemacht:
Diese Aufnahme entstand 1991. Margaret Price's Rückzug von der Bühne war 1999. Und sie verstarb am 28. Januar 2011.
Ich tippe also eher nicht auf ihre letzte Aufnahme.
Grüße Jürgen
P.S: Momentan höre ich den, mir freundlicher weise zur Verfügung gestellten, Radiomitschnitt des Matthäus-Passions-Vergleichs-Contests von DRS2.
golioni (20.04.2011, 12:11): Original von Jürgen Original von ab Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qi0ooPn8L._SL500_AA300_.jpg
Schubert-Lieder-Edition Hyperion, Volume 15 Margaret Price - Sopran; Graham Johnson - Klavier
Ich finde, Margaret Price hat eine angenehme Liederstimme.
War das nicht ihre allerletzte Aufnahme, die sie gemacht hatte?
Ich habe mich gerade mal schlau gemacht:
Diese Aufnahme entstand 1991. Margaret Price's Rückzug von der Bühne war 1999. Und sie verstarb am 28. Januar 2011.
Ich tippe also eher nicht auf ihre letzte Aufnahme.
Grüße Jürgen
Ich vermute eine Ihrer letzten, wenn nicht sogar die letzte Aufnahme von Margaret Prize ist die Ariadne auf Naxos unter Nagano von 1997:
Jürgen (21.04.2011, 15:11): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51bKOyVEEOL._SL500_AA300_.jpg
The Hyperion Schubert Edition Vol. 27 Eine Goethe Schubertiade, 1994
John Mark Ainsley - Tenor Christine Schäfer - Sopran Michael George - Bass Simon Keenlyside - Bariton The London Schubert Chorale, Stephen Layton Graham Johnson - Klavier
Grüße Jürgen
Jürgen (21.04.2011, 23:48): Original von ab Antonín DVOXÁK (1841-1904) Symphonic Poems: Zlatý kolovrat (The Golden Spinning Wheel) (1896), Op. 109/B197a; Polednice (The Noon Witch) (1896), Op. 108/B196b; Vodník (The Water Goblin) (1896), Op. 107/B195c. Holoubek (The Wild Dove) (1896), Op. 110/B198d. Royal Concertgebouw Orchestra/Nikolaus Harnoncourt rec. Concertgebouw, Amsterdam, a24-26 October 2001 (live); bDecember 1998 (live); cOctober 1999; dDecember 1997. DDD WARNER CLASSICS 2564 60221-2
Ich habe ihn mal mit Smetana (Ma Vlast) gehört, was mir überhaupt nicht gefallen hat. Völlig ohne Esprit. Aber vielleicht hat es ja beim nächsten Böhmen besser geklappt?
Grüße Jürgen
ab (22.04.2011, 14:31): Original von Jürgen
Wie ist denn Harnoncourt so mit Dvorak?
Ich habe ihn mal mit Smetana (Ma Vlast) gehört, was mir überhaupt nicht gefallen hat. Völlig ohne Esprit. Aber vielleicht hat es ja beim nächsten Böhmen besser geklappt?
Grüße Jürgen :beer
Auch "beim nächsten Böhmen" findet er zu einer österrichische-klassischen Interpretation. Jedenfalls deultich erquicklicher als beim Semetana, wo es mir ganz gleich wie Dir ging. Die Kompositionen selbst schwanken innerhalb zwischen so lala Stellen bis ganz phantastische Momente.
:hello
ab (22.04.2011, 14:35): Für die Reise in die Osterferien habe ich mir fürs Auto diese so phantastische Musik zurecht gelegt. Nachdrücklich noch einmal wärmstens empfohlen. Etwas definitiv für Liebhaber von Debussys Pelleas et Melisande mit moderneren Anklängen. Ich wünsche allen ein frohes F(r)est!
endlich habe ich sie in weitgehend anhörbarer Form, . die Fassung von "Iphigenie auf Tauris", die Richard Strauss 1889 herstellte. Bei dem Festival in Martina Franca wurde 2009 diese Fassung aufgeführt die mir nun mit ausführlichem Kommentar vorliegt.
Wenn man die Oper so hört, so findet man (wie bei Wagners Fassung der Iphigenie auf Aulis) reines Regietheater vor. Die beiden Herren dürften sich nicht beschweren, was mit ihren Werken geschieht, denn beide haben tiefgehende Veränderungen vorgenommen.
Richard Strauss hat nicht nur im ersten Akt einige Umstellungen, die deutlichste ist die, Iphigénies 1. Arie "Ô toi qui prolongeas mes jours" ans Ende des 1. Aktes zu stellen, was die schöne Einheit von Nr. 1-3 zerstört, wo die Arie notwendig aus dem Sturm der Introduction herauswächst. In der Originalfassung bezog sie sich auf ihren Traum vom Verhängnis ihrer Familie, jetzt scheint sie sich mehr auf die Barbarei der Skythen zu beziehen.
Hin und wieder hört man etwas. das Strauss dazukomponiert hat, das klingt (in der nun notwendigen Einleitung von "Ô toi qui prolongeas") mehr nach Wagners Tristan als nach Gluck. Am energischsten hat er am Ende der Oper eingegriffen. Der Erscheinung der Diane folgt ein Terzett Iphigenie-Orst-Pylades, das deutlich an das Schlussterzett vom Rosenkavalier erinnert. Der bewusst einfach gesetzte Schlusschor, der eben alles andere als triumphal ist (dafür sind die Wunden noch zu frisch und die Zukunft unsicher) geht hier mit Pauken, Trompeten, entsprechendem Nachspiel zu Ende. Reines Regietheater in musikalischer Form.
Insgesamt eine spannende Sache - für jeden Gluckfreund auf jeden Fall. Der einzige Makel - für mich - ist Olga Kotlyarova als Iphigenie. Ich habe über Google festgestellt, dass es mit diesem Namen mehrere Personen gibt, die bekannteste wohl eine russische Läuferin.Ob die für ihre Namensvetterin gesungen hat? Auf you tube kann man Kotlyarova singen hören,ich habe mir das nicht mehr angetan. Meine Lieblingsmusik von diesem Vibrato beschädigt zu hören, hat mir für heute gereicht. Vielleicht kann das ja einer der Sänger einmal bestätigen bzw.kommentieren.Mein Geschmack ist das nicht - auf jeden Fall bei Glucks Iphigenie.
Liebe Grüße Peter
daniel5993 (26.04.2011, 00:33): Claudio Arrau spielt die Nocturnes von Chopin
Und zwar aus besonderem Grund: Mit dem Pianisten und seiner Lebensgefährtin waren meine Frau und ich gestern zwei Stunden Kaffee trinken :beer :beer :beer
ab (27.04.2011, 21:40): Le Chant des Templiers Ensemble Organum Marcel Pérès
Wen bislang mittelalterliche Musik immer eher genervt hat, sollte dringend einmal da hineinhören. (Die anderen sowieso!) Archaische Kraft ist da zu hören. Sagenhaft!
Bach 5.Französische Suite, Schubert 4 Impromptus D.899 und 2 Klavierstücke von Brahms, aufgenommen 1963 in seiner alten Heimatstadt Potsdam. Der Saal soll überfüllt gewesen sein, ein Stromausfall während des Konzerts war zu überstehen.
Gruß Amadé
daniel5993 (28.04.2011, 21:31): Heute diese Neuwertige Platte mit der Post bekommen :leb
Mmmhhh, die habe ich mir zugelegt, nachdem ich die GA der Symphonien Mozarts unter Hogwood erworben habe. Hat Unterhaltungswert und ist so ein bisschen "Retro" :cool
Grüsse Stefan
ab (29.04.2011, 21:35): Scriabin: La Poeme de l'extase Leopold Stokowski BBC-Legends
die einzige Aufnahme, die ich bislang kenne, wo ich tatsächlich Extatisches in der Musik höre. Einfach geil, diese Interpreation, wie man heute so sagt. http://ecx.images-amazon.com/images/I/51OfT%2B7zlqL._SL500_AA240_.jpg
Agravain (30.04.2011, 07:03): Bei mir gibt es mit Arthur Bliss' "Adam Zero" gleich zu Beginn des Hörtages eine Neuentdeckung:
Aida - Maria Callas Radames - Richard Tucker Amneris - Fedora Barbieri Amonasro - Tito Gobbi Ramfis - Giuseppe Modesti Il re d'egitto - Nicola Zaccaria Una Sacerdotessa - Elvira Galassi Un Messaggero - Franco Ricciardi
Coro del Teatro alla Scala, Milano Orchester der Mailänder Scala Tullio Serafin
1955
Beste Grüße Daniel
Peter Brixius (01.05.2011, 10:05): http://www.jpc.de/image/w183/front/0/4027031000126.jpg
Daraus - Alfonso el Sabio: Cantigas de Santa Maria (10, 77, 282) - Anonym: O divina virgo fiore - Llibre Vermell: Mariam Matrem - Codex Calixtinus: Dum Pater Familias - Anonym (sephardisch) Morena me llaman und Durme, durme
Amadé (02.05.2011, 22:23): Hallo Daniel, Lazar Berman muss zumindest in seinem Alter Schuberts B-dur-Sonate geschätzt haben, in einem Besitz befinden sich noch diese Aufnahme:
vom Juni 1992 sowie eine russische aus dem Jahr in der Brilliant Box. Schade dass Deine EMI Platte nicht kopiert werden kann.
Gruß Amadé
daniel5993 (02.05.2011, 23:07): Bester Amade,
ich mag suchen und kaufen was ich will, Alfred Brendel bleibt mir bei Schubert (Ich will mal die Frechheit haben, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen) das Maß aller Dinge!
Lebendiger Spielfluss voll Inniger Angespanntheit, zügig und doch voller Emotionen und das alles ohne die Sonate unendlich lang zu ziehen. Brendel holt für mich aus diesen doch kleinen emotional entsteheden Lücken alles heraus.
Wenn ich auf meine Sammlung schaue und ich mir überlege, welches wohl auf Anhieb meine wichtigsten Aufnahmen wären, so geht mein Blick immer gleich zu Schubert und seinen Sonaten und Impromptus mit Alfred Brendel (meist die Aufnahmen aus dem späteren Zyklus).
Ich muss überhaubt gestehen, dass mir als zweites kaum etwas für mich vergleichbar wertvolles einfällt. Wenn mein Herz irgendwo in der Plattensammlung vergeben ist, dann jawohl bei den Schubert-Sonaten und Alfred Brendel :engel
An welche Aufnahmen würdest du in der Schrecksekunde denken, wenn dein Haus in Flammen stehen würde und du noch Zeit hättest ein oder zwei Aufnahmen zu retten (Komponist egal). Das würde mich besonders bei dir interessieren.
Wo dein Schatz ist, da denkst du als erstes dran, also bitte raus mit der Sprache!
Dir Amade Beste Grüße und eine
http://www.smilies.4-user.de/include/Schilder/smilie_schild_006.gif Daniel
PS: Und wer hätte das gedacht, wo ich doch Jahre lang ein Muffel von Klavier-Solo war :ignore
Jürgen (03.05.2011, 08:56): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51GM5xvYD7L._SL500_AA300_.jpg
Dvorak: Ouvertüren & Sinfonische Dichtungen Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Rafael Kubelik
Grüße Jürgen
Amadé (03.05.2011, 13:40): Original von daniel5993 An welche Aufnahmen würdest du in der Schrecksekunde denken, wenn dein Haus in Flammen stehen würde und du noch Zeit hättest ein oder zwei Aufnahmen zu retten (Komponist egal).
Lieber Daniel, Du stellst ja die Frage nach den Aufnahmen für die berühmte einsame Insel, sofern dort ein Stromanschluss und ein Player verhanden sind. Wenn ich nicht doch lieber Noten/Partituren mitnehmen dürfte, die hätte ich schneller zusammen als nach bestimmten Aufnahmen zu suchen, würde ich ganz schnell zu Schuberts A-dur!-Sonate D.959 mit Rudolf Serkin und dem KLarinettenquintett h-moll op.115 von Brahms greifen, interpretiert von Karl Leister und dem Amadeus Quartett, dass hier bestens aufspielt. Aber jetzt fallen mir noch eine Menge anderer ein :down
Liebe Grüße Amadé
:hello
AcomA (03.05.2011, 23:22): hallo,
Francois Couperin le Grand
Les Nations
Purcell Quartet
interpretation: 9/10 (IMO) klang: 9/10 (IMO)
LG, Siamak
Armin70 (03.05.2011, 23:37): Damit man sich ein besseres Bild von der Aufnahme machen kann:
leider weiß ich nicht, wie ich die CD-cover mit dem apple (macbook) hier herein kriege !
Johann Friedrich Meister Auswahl von Triosonaten Reinhard Goebel, Musica Antiqua Koeln
letzte aufnahme des ensembles
interpretation: 10/10 (IMO) klang: 9/10 (IMO)
LG, siamak
Armin70 (04.05.2011, 23:49): Interessante Aufnahme von Bachs Brandenburgischen Konzerte in einer sehr kleinen Besetzung:
Aufnahme von 2009
Agravain (05.05.2011, 07:14): Bei mir dreht sich heute Vormittag alles um symphonische Dichtungen. Ich beginne mit vier aus der Feder Dvoráks nach Balladen von Karel Jaromír Erben: "Der Wassermann" op. 107, "Die Mittagshexe" op. 108, "Das goldene Spinnrad" op. 109 und "Die Waldtaube" op. 109. Es spielen die Tschechischen Philharmoniker unter der Leitung von Václav Neumann (1977):
Agravain (05.05.2011, 10:06): So, den Vormittag abschließend nun ein Erstkontakt.
Kürzlich bin ich von einem Bekannten auf die symphonischen Dichtungen des Mieczyslaw Karlowicz hingewiesen worden, der die Sogwirkung betonte, die diese Musik auf ihn habe. Da mir der Komponist nicht einmal dem Namen nach geläufig war, habe ich eine CD beschafft und nun - voilà - höre ich sie und bin hingerissen:
Was für grandezzaschwangere, morbid-süffige Musik. Herrlich! Höchst empfehlenswert!
:hello Agravain
Jürgen (05.05.2011, 10:56): http://ecx.images-amazon.com/images/I/411XF3T9D8L._SL500_AA300_.jpg
Dvorak: Slawische Tänze Opp.46 & 72, Kubelik 1975
Jürgen (05.05.2011, 12:01): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41KT4GZAE6L._SL500_AA300_.jpg
Pierre de Manchicourt: Missa Veni Sancte Spiritus, Huelgas Ensemble - Paul van Nevel 1996
Pierre de Manchicourt (c.1510-1564) was one of the last generation of Franco-Flemish polyphonists prior to the supremacy of the homophonic style with the era of Lassus. He worked for some time in France, and then took up the chapel master position to Emperor Philip II of Spain.
Grüße Jürgen
Cantus Arcticus (05.05.2011, 16:52): Bei mir Szymanowski und Britten:
ab (05.05.2011, 21:55): Bei mir wechseln sich gerade Valery Afanassiev und Angela Hewitt Stück für Stück ab beim ersten Band des Bach'schen Wohltemperierten Klavier.
ab (06.05.2011, 15:47): Gulda fand Schubert immer höchst gefährlich zum Spielen, an der Grenze zum eigenen Wahnsinn. Zum Glück hat er sich der Gratwanderung doch zuweilen ausgesetzt, hier 1967.
Seit Anbruch der CD-Ära hatte ich keine, seit ein paar Jahren eine Brilliant-Aufnahme dieser Klaviereinspielung. Und die hat mich überhaupt nicht mitgerissen. Vor vielen Jahren hörte ich einen einzelnen Tanz obiger Aufnahme im Autoradio (also flüchtig) und war hingerissen.
Nun liegt mir das gesamte Paket vor und ich kann mein Urteil von einem auf alle übrigen Tänze ausdehnen. Sie sind wunderbar temperament- und gefühlvoll. Fragte man mich heute, ob mir die Orchesterversion oder die für Klavier zu 4 Händen besser gefällt, ich würde zu Letzterer tendieren. Aber nur in der Einspielung der Labèque-Schwestern, bei denen einige lyrischen Stellen sehr intim erklingen.
ab (06.05.2011, 21:27): Im Radio erstarb bei mir gerade ein verhusteter Konzertmitschnitt des Adagios von Mahlers 10. Symphonie. Pianissimo war das Ende zwar nicht, aber schön polyphon aufgefächert dirigiert. Laut Webseite hätten eigentlich Strauss' Metamorphosen erklingen sollen. Keine Ahnung, warum das die Radioanstalt falsch ins Internet hineingestellt hat.
Nun erklingt Brittens Serenade für Horn und Tenor, eigentlich zu klangschön geglättet das Horn, so dass die absichtlich unsauber zu blasenden Stellen eigentlich "richtig" wirken. Unverkennbar das Timbre von Ian Bostridge, der auch hier wiederum oft seltsam presst. Ach ja, Dirigent ist hier Sir Simon Rattle, der mit den Berlinern Philharnonikern bei den Salzburger Osterfestspielen tätig war. Vorzüglich der Hornist, aber brit(t)isch klingt mir das dann doch zu wenig, irgendwie alles zu geglättet. Aber das ist einfach ein ganz tolles Werk!
Wer noch einsteigen mag: hier.
daniel5993 (06.05.2011, 21:57): Original von Amadé Wenn ich nicht doch lieber Noten/Partituren mitnehmen dürfte, die hätte ich schneller zusammen als nach bestimmten Aufnahmen zu suchen, würde ich ganz schnell zu Schuberts A-dur!-Sonate D.959 mit Rudolf Serkin und dem KLarinettenquintett h-moll op.115 von Brahms greifen, interpretiert von Karl Leister und dem Amadeus Quartett, dass hier bestens aufspielt. Aber jetzt fallen mir noch eine Menge anderer ein :down :hello
D.959 ist auch mein Favorit bei den Sonaten, die Platte mit Serkin habe ich auch im Regal. Durch die Droge "Claudio Arrau" bekomme ich aber bei anderen Pianisten keinen richtigen "Kick" mehr. Ich bin quasi dahingegeben (Andantino). Ob ich eines Tages doch noch von dem "der den Teufel an die Wand mahlt" wegkomme ist fraglich. Bis dahin jedoch beste Grüße und Danke für die Antwort!
Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe, Die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, Für seine Knechte. _____________________________________
:down :down :down
Beste Grüße! Daniel
Severina (07.05.2011, 01:02):
Tolle Stimme! :down :down :down
lg Severina :hello
Heike (07.05.2011, 08:15):
Bach- h moll Messe Le Petite Bande, Sigiswald Kuijken Gerline Sämann, Elisabeth Hermans, Patrizia Hardt, Christoph Genz,
Die CD habe ich mir zugelegt, nachdem ich von Kuijkens Matthäuspassion so begeistert war. Und auch hier gibts von mir großes Lob.
ab (07.05.2011, 13:27): Isaac Albeniz - Ibéria Rena Kyriakou
Ich kann nur nochmals wiederholen: Eine der ganz vorzüglichen Einspielungen! Auch auf amazon.com wird ins selbe Horn gestoßen: Rena Kyriakou was the most prominent Greek female pianist in the first half of the last century, who emerged and triumphed with a particular sense of the color tonal. Moreover, she established (with the other brilliant colorist as the Brazilian Guiomar Novaes) new standards of imaginative execution in Felix Mendelssohn; Enrique Granados, and specially around the legendary Isaac Albeniz. It's not by mere casualty, the following generation of female pianists such as Alicia de la Rocha, Marylenne Dosse or Ilse von Alpenheim (Antal Dorati's wife have traveled similar runs: Of course, we shoul not forget other remarkable names such as Lili Kraus (in Mozart); Nikolayeva and Tureck (Bach), Annie Fisher (Bartok and Beethoven), Edith Farnadi (Liszt) Rosita Renard; Marie Darre, Landowska, , Myra Hess, Beatriz Klien, Hilda Sommers, Ursula Oppenheimer, Selma Kramer and Annia Dorffman. But along the way Kyriakou and De la Rocha have been the most consequent and tenacious interpreters of Albeniz . In the case of Rena Kyriakou, her approach is so Mediterranean, limpid and brilliant that literally is impossible to figure a better depiction of those musical canvas that are part from the suite Iberia;. Additionally, you will find out other lesser works that complement the whole vision of this well gifted Spanish composer. This set is not only a fabulous choice but a successful purchase, (keeping in mind the level of artistic stature of this excel pianist). So, please, don't forget to acquire this album.
Dem kann ich nur zustimmen, bis auf das natürlich, dass sie nicht bloß in der ersten Hälfte des 20. Jahhrunderts tätig war. Die Aufnahme stammt von 1972.
Dame Kiri Te Kanawa Orchestre de Paris Daniel Barenboim
(1981)
:hello Agravain
Kenst Du eigentlich die Inbal-Berlioz-GA-Box, die erzeit für 5 EUR verscherbelt wird. Taugt das was? Außer die Symphonique Fantastique kenne ich fast nichts... :A
:thanks
Agravain (08.05.2011, 13:32): Original von ab
Kenst Du eigentlich die Inbal-Berlioz-GA-Box, die erzeit für 5 EUR verscherbelt wird. Taugt das was? Außer die Symphonique Fantastique kenne ich fast nichts... :A
:thanks
Ja, die habe und kenne ich. :D
Wenn ich jetzt einmal ein knappes (und in seiner Gänze vielleicht nicht ganz gerechtes) Urteil fällen sollte, so würde ich sagen: Investiere den Fünfer anders. In der Box ist nichts, was ich nicht schon (z.T. weit) besser gehört habe.
Viel, viel teurer, allerdings in eben solchem Rahmen auch überzeugender ist diese Kiste:
Cetay (inaktiv) (08.05.2011, 15:37): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51mpolMrCZL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51GFf2C9xHL._SL500_AA300_.jpg Bruckner; Sinfonie Nr. 8; Tintner / Young
Dass ich die Erstfassung der Achten mittlerweile klar bevorzuge, liegt zum einen an der Version selbst (die Coda im ersten Satz ist nun mal Brucknertypisch und der sechsfache Beckenschlag im Adadio ist einfach nur orgiastisch) und zum anderen daran, dass sich mit Simone Young und Georg Tintner die beiden herausragenden Interpreten für diese Fassung entschieden haben. Man lasse sich diese Aufnahmen weder von Schwätzern, die mit der Partitur und den neuesten Ergebnissen der Brucknerforschung herumwedeln und interpretatorische "Fehler" finden, noch von Feldermausohren, die ganz genau hören, dass nur in einschlägigen Metropolen akzeptabel musiziert wird, madig machen. Das sind Marginalien, für die man minimalste Abzüge in der A-Note geben kann, aber nicht umsonst zählt immer dann, wenn Technik und Ästehtik verlangt werden, die subjektive B-Note mehr.
Bach- h moll Messe Le Petite Bande, Sigiswald Kuijken Gerline Sämann, Elisabeth Hermans, Patrizia Hardt, Christoph Genz,
Die CD habe ich mir zugelegt, nachdem ich von Kuijkens Matthäuspassion so begeistert war. Und auch hier gibts von mir großes Lob.
Da mir Kuijkens Matthäuspassion sowie seine Aufnahmen von Bach-Kantaten und der Brandenburgischen Konzerte auch sehr gefallen, komme ich wohl an dieser Aufnahme nicht vorbei.
Jetzt höre ich erstmals diese, ebenfalls sehr klein besetzte Aufnahme der h-moll Messe:
Tenor : Kurt Equiluz; Bass : Marius Rintzler;Soprano: Heather Harper; Alto: Gertrude Jahn; Bass: Jakob Stampfli
Vienna Academy Chamber Choir & Wiener Sängerknaben Vienna State Symphony Orchestra Hans Swarowsky
1967
_______________________________
Ich bin's, ich sollte büßen, An Händen und an Füßen Gebunden in der Höll. Die Geißeln und die Banden Und was du ausgestanden, Das hat verdienet meine Seel. _______________________________
:engel :engel :engel
Beste Grüße Daniel
Cantus Arcticus (09.05.2011, 08:01): Heute Shostakovich:
Anatolij Konstantinovich Liadov (1855-1914) Orchesterwerke (Kikimora, Baba Yaga, Der Zaubersee, Acht russische Volkslieder für Orchester, Aus der Apokalypse, Tanz der Amazone, Von alten Zeiten, Erstes Scherzo für Orchester, Das klagende Lied & Polonaise C-Dur)
The Symphony Orchestra of Russia Veronika Dudarova
(1992)
:hello Agravain
Jürgen (11.05.2011, 18:36): http://www.shugarecords.com/images/records/ef79e578-1471-49e8-baf0-5b9a5dca5147-0.JPG
Holst: Die Planeten, Steinberg 1971
Nachdem ich einige Tage krank war, geht es mir heute Nachmittag besser. Daher kann ich auch die Musik wieder genießen. Nun lege ich nach:
ab (11.05.2011, 20:52): Original von Agravain Original von ab
Kenst Du eigentlich die Inbal-Berlioz-GA-Box, die erzeit für 5 EUR verscherbelt wird. Taugt das was? Außer die Symphonique Fantastique kenne ich fast nichts... :A
:thanks
Ja, die habe und kenne ich. :D
Wenn ich jetzt einmal ein knappes (und in seiner Gänze vielleicht nicht ganz gerechtes) Urteil fällen sollte, so würde ich sagen: Investiere den Fünfer anders. In der Box ist nichts, was ich nicht schon (z.T. weit) besser gehört habe.
Viel, viel teurer, allerdings in eben solchem Rahmen auch überzeugender ist diese Kiste:
ab (11.05.2011, 20:55): In der Bücherei ausgeliehen, werde ich positiv überrascht mit Unsentimentalität ganz frei von Wiener Seeligkeit. Gut nicht nur zum Hören, sondern auch Zuhören!
16 Lieder von Schubert, Mahler und Brahms sowie ein Ungarischer Tanz.
Buß und Reu Knirscht das Sündenherz entzwei, Dass die Tropfen meiner Zähren Angenehme Spezerei, Treuer Jesu, dir gebären. ___________________________
:engel
Beste Grüße Daniel
Jürgen (13.05.2011, 08:23): Bislang: http://ecx.images-amazon.com/images/I/511MFX6XSTL._SL500_AA300_.jpg
Wagner: Der fliegende Holländer, Sawallisch 1961 Mir gefällt diese Aufnahme mit Anja Silja als Senta. Sie war damals 21 Jahre jung und verkörperte auf ideale bzw. glaubhafte Weise die Senta mit ihrer spätpubertären Holländer-Schwärmerei.
Nun aber was ganz anderes: http://ecx.images-amazon.com/images/I/518vZfTsC-L._SL500_AA240_.jpg
Meine erste Zauberflöte und immer noch eine meine liebste.
Gruß Amadé
Severina (13.05.2011, 22:04):
Bin leider wieder einmal zu blöd, ein Coverfoto einzustellen... Die CD heißt "Colori d'amore" und enthält eine Reihe Barockarien, die zum ersten Mal eingespielt wurden. Eine meiner liebsten Recitals, denn Simone Kermes ist für mich in diesem Repertoire momentan Spitze! Sie verfügt nicht nur über eine stupende Technik, sondern auch über genügend Farben und Nuancierungsvermögen, um die unterschiedlichsten Emotionen vokal zum Ausdruck zu bringen. Bei ihr ist wirklich jede Nummer ein kleines Porträt. lg Severina :hello
PS: Heike sei Dank - die Nachhilfe per PN hat funktioniert :thanks
Münchener Bach Chor Münchener Bach Orchester Karl Richter
1979 ________________________________
Ich bin's, ich sollte büßen, An Händen und an Füßen Gebunden in der Höll. Die Geißeln und die Banden Und was du ausgestanden, Das hat verdienet meine Seel. ________________________________
:down :down :down
Beste Grüße Daniel
Agravain (15.05.2011, 09:29): Zum heutigen Sonntag Jubilate nun BWV 12: Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen in zwei völlig unterschiedlichen Einspielungen:
Der Titel passt perfekt zur phasenweise eruptiven Interpretation der Kermes! Im Unterschied zu "Colori d'amore", wo sie auch besinnliche Töne anschlägt, kann sie hier ihr Temperament voll ausspielen. Eine CD, die auch an einem verregneten Sonntag richtig gute Laune macht!
lg Severina :hello
daniel5993 (15.05.2011, 12:08): Jetzt den Rest dieses wunderbaren Werkes
Münchener Bach Chor Münchener Bach Orchester Karl Richter
1979 ___________________________________________
O Schmerz! Hier zittert das gequälte Herz; Wie sinkt es hin, wie bleicht sein Angesicht! Was ist die Ursach aller solcher Plagen? Der Richter führt ihn vor Gericht. Da ist kein Trost, kein Helfer nicht. Ach! meine Sünden haben dich geschlagen; Er leidet alle Höllenqualen, Er soll vor fremden Raub bezahlen. Ich, ach Herr Jesu, habe dies verschuldet Was du erduldet. Ach, könnte meine Liebe dir, Mein Heil, dein Zittern und dein Zagen Vermindern oder helfen tragen, Wie gerne blieb ich hier! __________________________________________
:engel :engel :engel
Euch allen einen schönen Sonntag!
Grüße Daniel
Agravain (15.05.2011, 13:05): Schon seit geraumer Zeit läuft:
Cetay (inaktiv) (16.05.2011, 09:38): http://ec5.images-amazon.com/images/I/21fOoWUOhDL._SL500_AA300_.jpg Ryoji Ikeda; op - op.1 für 9 Streicher; op. 2 & 3 für Streichquartett; op.1 Prototyp (Trioversion); Ensemble Musiques Nouvelles
Ryoji Ikeda, einer der innovativsten und radikalsten (im Wortsinne: kaum jemand geht so sehr an die Wurzel der Klänge) Köpfe im Bereich der Elektronischen Avantgarde versucht sich hier an traditionellem Instrumentarium. Das Ergebnis fällt vergleichsweise konventionell aus. Vergleiche mit Feldmann und Pärt sind schlampig, geben aber einen Fingerzeig.
Cantus Arcticus (16.05.2011, 19:12): Heute Schubert in historischer Aufführungspraxis:
Brilliant Classics hat die Aufnahmen in Lizenz von Nimbus Records herausgebracht.
Schön gemacht, guter Klang :J
Grüsse Stefan
Heike (16.05.2011, 19:32): hier auch Schubert:
daraus: Schubert: Klaviersonate D960 Die höre ich morgen live mit Pollini :engel
Amadé (16.05.2011, 21:32): Nach der Chorprobe jetzt entspannen bei der Sonate Nr.4 Es-dur op.7 mit Wilhelm Backhaus http://ecx.images-amazon.com/images/I/51WnW%2Bhny9L._SL500_AA300_.jpg
Jürgen (17.05.2011, 09:04): http://ecx.images-amazon.com/images/I/6148RA2BFSL._SL500_AA300_.gif
Dvorak: Slawische Tänze Opp.46 & 72 für Klavier zu vier Händen, Katia & Marielle Labèque
Grüße Jürgen
Jürgen (17.05.2011, 13:37): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51H24JXQ7GL._SL500_AA300_.jpg
Mahler: Sinfonie Nr.3, Abbado/Norman 1982
Jürgen (17.05.2011, 17:20): http://lh4.ggpht.com/_QxsooA9gSE4/TFZDG0pusoI/AAAAAAAACAM/zp3NyuyXMuk/BrahmsDanceLabeque%5B2%5D.jpg
Brahms: Ungarische Tänze für Klavier zu vier Händen, Katia & Marielle Labèque 1981
ab (17.05.2011, 22:01): Heute wären sie im Konzert bei uns zu hören gewesen - aber mit dem Streichquintett G-Dur op. 111 (1890) mit Lawrence Powers an der Bratsche statt dem Klavierqunitett mit dem französich-israelischen Pianisten Jonathan Gilad -, aber weil ich nicht hin konnte, höre ich mir hier gerade per live-stream von letzter Woche von der Schubertiade Hohenems 2011 an:
Jerusalem Quartet; Jonathan Gilad, Klavier. Johannes Brahms: a) Streichquartett a-Moll, op. 51/2; b) Klavierquintett f-Moll, op. 34 (aufgenommen am 12. Mai im Markus-Sittikus-Saal in Hohenems)
Und morgen musziert das Hagen Quartett bei uns live im Konzert drei große Bs: Bach - aus: «Die Kunst der Fuge» BWV 1080 (1740 – 46) Contrapunctus I – IV Bartók - Streichquartett Nr. 2 op. 17 (1915 – 17) Beethoven - Streichquartett B-Dur op. 130 mit Großer Fuge B-Dur op. 133 :J :leb :leb :leb :leb :leb :leb :leb :leb :leb :leb :leb :leb :leb
ab (17.05.2011, 22:42): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2BxrzNkCYL._SL500_AA300_.jpg
irgendwie noch ruppiger und spitzer als früher?
Cantus Arcticus (18.05.2011, 10:35): Heute ebenfalls das Hagen-Quartett bei mir zu Gast:
Jagd-Quartett Dissonanzen-Quartett Kleine Nachtmusik
Siegmund von Hauseggers 1911 vollendete Natursymphonie dürfte jeden Freund monumentaler epischer Symphonik ansprechen. Die musikalischen "Gebirgsmassive" werden von Ari Rasilainen, der mir schon positiv von seinen Atterberg-Einspielungen im Gedächtnis geblieben ist, farbenreich und mit Freude am wirkungsvollen Effekt umgesetzt. Die CD hat zudem einen ganz hervorragenden Sound.
Cetay (inaktiv) (19.05.2011, 20:53): N o r d o l f !!
Cetay (inaktiv) (22.05.2011, 08:06): Monteverdi kam die letzen Wochen (Monate, Jahre?) eindeutig zu kurz. Hier besonders arm an Vibrato und frei von romantischem Gestus dargeboten. :engel
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51LrSox%2BhjL._SL500_AA300_.jpg Monteverdi; Madrigali Erotici (aus dem 7. und 8. Buch); The Consoert of Musicke, Antony Rooley
Poztupimi (22.05.2011, 10:56): Original von ab http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2BxrzNkCYL._SL500_AA300_.jpg
irgendwie noch ruppiger und spitzer als früher?
Wenn man der Information auf der JPC-Seite Glauben schenken darf, ist dies die letzte Einzel-CD von Artemis' Beethoven-Zyklus. Das noch fehlende op. 74 soll dann im Rahmen der GA erscheinen. Da frage ich mich doch schon, was das soll. Wer also am kompletten Zyklus interessiert ist und die Einzelveröffentlichungen erworben hat – bei mir bisher drei –, kann jetzt nach Erscheinen der GA diesen erwerben und mit seinen Einzel-CDs den Gebrauchtmarkt beleben? ?(
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (22.05.2011, 11:05): Letztens habe ich auf einer Plattenbörse – das Klassik-Angebot war mehr als überschaubar, und irgendwie kam ich mir vor wie auf einer Tattoo-Convention – für gerade mal € 2,50 eine Scheibe mitgenommen, deren Nr. 1 mir schon gut gefallen hat und die jetzt erneut im CD-Spieler liegt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/21MSZYSQNFL._SL500_AA300_.jpg Georges Enescu (1881-1955) Streichquartett G-Dur op. 22 Nr. 2 (1951) Quatuor Athenaeum Enesco
Hey, da schließe ich mich an! :leb :leb :leb :hello :beer :down
SCHMERZLICHST VERMISST :times10 :down :down :down
Jürgen (25.05.2011, 12:55): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51rdtZgKnXL._SL500_AA300_.jpg
Thomas Tallis: Music for Queen Elisabeth, Dixon 2000
ab (25.05.2011, 22:30): Vergangenes WE und somit auch dieses Jahr von einem Freund auf die High End Messe nach München mitgenommen worden, und erneut vom Hornsystem euphorisiert, habe ich statt einem solchen zumindest beim Tacet-Stand etwas Wunderschönes mit heimgebracht:
Johann Sebastian Bach (1685-1750) Klavierwerke "Original Works and Transcriptions" Ricercar a 6 BWV 1079 aus "Das Musikalische Opfer"; Choral-Arrangements nach BWV 672-675, 677, 679, 681, 683, 685, 687, 689 +Bach / Koroliov: Passacaglia BWV 582 +Bach / Kurtag: Arrangements für Klavier 4-händig nach BWV 637, 687, 711, 106, 525, BWV deest +Bach / Liszt: Präludium & Fuge BWV 543 Evgeni Koroliov & Ljupka Hadzigeorgieva Tacet , DDD, 2010
Sehr gut gefallen hat mir am Ohr - übrigens - das, (aber leider nur mit Vinyl bespielt, so dass man sich dann mit der eigenen mitgebrachten Test-CD doch kein tiefer gehendes Urteil bilden konnte): http://www.swissonor.ch/images/Bach12_1.jpg
und, wie schon letztes Jahr: http://www.highendsociety.de/deutsch/highend/images/HE09_F.jpg
Agravain (26.05.2011, 07:24): Mein Tag beginnt mit der Entdeckung eines neuen musikalischen Kontinents:
Anton Rubinstein Symphonie Nr. 2 C-Dur, op. 42 "Der Ozean"
Slovak Philharmonic Orchestra Stephen Gunzenhauser
(1986)
:hello Agravain
Leute, das ist hörenswert! Hier und da mal eine Länge, das gebe ich ja zu. In ihrer Gesamtheit aber sehr facettenreiche, bildhafte, melodiöse und gut ins Ohr gehende Musik. Sicher, das Orchester dürfte hier und da inspirierter spielen, das Holz ist nicht immer schön, das Blech nicht superb. Aber mir scheint, das Möglichste wird gegeben und der zu Tage tretende Enthusiamus entschuldigt vieles. Schön fände ich es, wenn sich einmal ein Spitzenensemble an das - wie ich meine: vernachlässigte - Werk wagen würde. Ich habe gesehen, dass es neben dieser noch eine Einspielung aus Wuppertal gibt. Kennt die jemand?
24. September 2010 in Wuppertal am Musiktheater im Revier http://www.omm.de/veranstaltungen/musiktheater20102011/GE-mefistofele.html
16. Mai 2009, Premiere am Theater in Erfurt Wiederaufnahme Fr, 13. Mai 2011, 19.30 Uhr, Großes Haus Weitere Aufführungen So, 22.05. l Fr, 27.05.2011 http://www.theater-erfurt.de/frontend/index.php?page_id=60&v=repertoire_detail&pi=32&mid=16
R.Schumann: Violinsonate Nr. 1 a-moll op. 105 (Capucon, Argerich) F.Chopin: Rondo in C op. 73 für zwei Klaviere (Zilberstein, Edelmann) J.Brahms: Variationen über ein Thema von Schumann op. 23 (Angelich, L.Maisky) F.Chopin: Klavierkonzert Nr. 1 e-moll op. 11 (Argerich)
Nikolaus
Agravain (28.05.2011, 12:43): Original von Sully Hallo Agravain
Boito's Mefistofele wurde aufgeführt am
24. September 2010 in Wuppertal am Musiktheater im Revier http://www.omm.de/veranstaltungen/musiktheater20102011/GE-mefistofele.html
16. Mai 2009, Premiere am Theater in Erfurt Wiederaufnahme Fr, 13. Mai 2011, 19.30 Uhr, Großes Haus Weitere Aufführungen So, 22.05. l Fr, 27.05.2011 http://www.theater-erfurt.de/frontend/index.php?page_id=60&v=repertoire_detail&pi=32&mid=16
Gruss Sully
Lieber Sully,
besten Dank für den Hinweis, besonders für den auf Erfurt, das durchaus in erreichbarer Nähle liegt. Vielleicht wird die Inszenzierung ja auch noch vor der Spiezeitpause einmal gegeben oder in die nächste Spielzeit hinübergerettet. Dann kann ich evtl. hin. Die Besprechungen waren ja sehr ordentlich!
ab (28.05.2011, 14:54): Diese Woche im Konzert Schnittkes Streichquartett Nr. 3 zum ersten Mal im Kozert erleben können, lausche ich nun als (kleine) Entschädigung der Aufnahme des Kronos Quartetts nach (denn so gut ist diese auch wieder nicht), denn das Konzert des Acies Quartetts - vielfach preisgekrönt und mit international lobenden Konzertkritiken - war, abgesehen vom tollen Programm neben Schnittke mit Haydns Sonnenaufgangsquartett und Beethovens op. 132, in fast allen Hinsichten sehr enttäuschend.
Jeremias (28.05.2011, 17:03): Ich konnte mich mit Mahler's Sinfonien ohne Gesang bislang nie anfreunden... bis ich letzten So. eine Doku über die sechste mit Zinman gesehen habe... daher jetzt meine Neuerwerbung, von der man auch als "8. Weltwunder" spricht...
Cetay (inaktiv) (29.05.2011, 07:54): Dank simfy kommen wir nun auch in Deutschland (wieder) in den Genuß von legalen Streamings. Das Tagging ist bei Klassikaufnahmen freilich eine Katastrophe und so ist das Finden ein Glücks- oder Geduldssspiel. Die hier findet man nur unter dem Namen der Interpreten. Wohl dem, der weiß wie man die richtig schreibt... :D
Peter Brixius (29.05.2011, 08:47): François Adrien Boieldieu: La Dame blanche Fleming, Demler, Uecker, Swensen u.a. Nico Castel, Erzähler Opera Orchestra of New York (OONY) Eve Queler, Dirigentin 1992
Eine halbkonzertante Aufführung, durch die ein etwas aufdringlicher Erzähler führt. Dazu hat jemand die Tracks mit kleinen - recht störenden - Pausen versehen. Aber die Musik gewinnt.
Als ich mich im Csampai/Holland über die Oper informieren wollte, fand ich Boieldieu nur im Anhang, wo es zwar noch ausführliche Biografien gibt, die Opern selbst aber nur noch in einem Satz abgehandelt wird. Der erste Satz des Artikels war übrigens
Boieldieu ist der größte Meister der französischen opéra comique.
Was sagt uns dann die Platzierung von Boieldieu im Anhang über die Wertschätzung der opéra comique durch Csampai? Immerhin erfuhr ich noch, dass Boieldieu eine Oper "Telemacque" geschrieben hat. Da muss ich doch gleich...
ab (29.05.2011, 12:23): Carl Philipp Emanuel Bach - Cellokonzerte Truls Mork, Les Violons du Roy Bernard Labadie virgin
Wenn die CD auch so unglaublich viel lauter gemacht klingt, wie der Live-mp3-Stream befürchten lässt, dann ist das ein Jammer um diese spielfreudige CD!
Lobhudeleien über diesen Komponisten im Allgemeinen und diese Werke im Speziellen gab es von mir hier schon reichlich. Deshalb statt einer Wiederholung nur ein Link.
Peter Brixius (30.05.2011, 09:28): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51fe129nNpL._SS500_.jpg
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-dur
Das Philharmonia Orchestra wird dirigiert von Otto Klemperer.
Liebe Grüße Peter
Cantus Arcticus (30.05.2011, 10:57): Lieber Peter
Claudio Arrau: Ein Künstler, den ich bewundere... :down Schumanns und Griegs KK habe ich auf Eloquence in meiner Sammlung und diese Interpretationen sind für mich "Kult".
Bei mir heute: "Wolferl und seine Symphonien":
Symphony no. 1 in E flat major, K. 16 Symphony no. 4 in D major, K. 19 Symphony no. 5 in B flat major, K. 22 Symphony in F major, K. 76 (42a) Symphony no. 6 in F Major, K. 43 Symphony no. 7 in D major, K. 45 Symphony in G major, K. Anh. 221 (45a) "Old Lambach"
Karl Böhms Einspielungen sind auch heute noch spannend, erfrischend und - meiner Meinung nach - gleichberechtigt neben denjenigen von Charles Mackerras und Christopher Hogwood.
Grüsse Stefan
Peter Brixius (30.05.2011, 11:58): Original von Cantus Arcticus Claudio Arrau: Ein Künstler, den ich bewundere... :down
Diese Bewunderung teile ich mir Dir
Schumanns und Griegs KK habe ich auf Eloquence in meiner Sammlung und diese Interpretationen sind für mich "Kult".
Da dirigiert Dohnanyi das Concertgebouw Orchester Amsterdam
In der Arraubox sind Schumann- und Griegkonzerte eine ältere Einspielung (1957) unter Galliera mit dem Philharmonia Orchestra. Ich kann beide nicht vergleichen, vermute aber, dass der Dohnanyi zumindest den besseren Klang hat.
Liebe Grüße Peter
Cantus Arcticus (30.05.2011, 12:33): Original von Peter Brixius
Da dirigiert Dohnanyi das Concertgebouw Orchester Amsterdam
In der Arraubox sind Schumann- und Griegkonzerte eine ältere Einspielung (1957) unter Galliera mit dem Philharmonia Orchestra. Ich kann beide nicht vergleichen, vermute aber, dass der Dohnanyi zumindest den besseren Klang hat.
Liebe Grüße Peter
Genau diese Einspielung habe ich und die Klangqualität ist wirklich gut.
Ich überlege mir gerade, ob ich mir die von Dir vorgestellte Arrau-Ausgabe zulegen möchte. Dies wäre ein schöner Querschnitt durch sein künstlerisches Schaffen :).
Liebe Grüsse Stefan
Peter Brixius (30.05.2011, 13:10): Original von Cantus Arcticus Ich überlege mir gerade, ob ich mir die von Dir vorgestellte Arrau-Ausgabe zulegen möchte. Dies wäre ein schöner Querschnitt durch sein künstlerisches Schaffen :).
Lieber Stefan,
ich bin mir sicher, dass Dir die Box gefällt. Bei dem Preis ist das Leistungs-/Preis-Verhältnis ohnedies hervorragend.
Liebe Grüße Peter
daniel5993 (30.05.2011, 21:41): Original von Peter Brixius Original von Cantus Arcticus Claudio Arrau: Ein Künstler, den ich bewundere... :down
Diese Bewunderung teile ich mir Dir
Guten Abend Stefan & Peter,
...wenn auch ich mich einmischen darf,
Claudio Arrau ist der Pianist, welchen in am meisten schätze! Ob Chopins Nocturnes & Walzer uvm., sein Beethoven-Zyklus der 60er Jahre, oder seine brilliante Art Schumanns Carnaval wiederzugeben. Höchste Anerkennung bei Brahms Klavierkonzerten in der Zusammenarbeit mit Carlo Maria Giulini und wenn ich auch längst nicht alles aufgezählt habe, letztenendes sein Spiel absoluter Zerrissenheit in Schuberts letzten Klaviersonaten.
Höchste Bewunderung auch von mir :beer
Beste Grüße Daniel
Amadé (30.05.2011, 21:49): Hallo Cantus arcticus,
Du solltest Dir überlegen, ob Du statt der Wallet-Box nicht folgende Doppel-CD zulegen könntest, sie ist unter dem Strich etwas teurer, dafür bekommst Du aber auch die Konzerte Nr.3-5 mit Klemperer, live- Aufnahmen aus der Royal Festival Hall, geliefert:
Cantus Arcticus (31.05.2011, 19:05): Original von daniel5993 Original von Peter Brixius Original von Cantus Arcticus Claudio Arrau: Ein Künstler, den ich bewundere... :down
Diese Bewunderung teile ich mir Dir
Guten Abend Stefan & Peter,
...wenn auch ich mich einmischen darf,
Claudio Arrau ist der Pianist, welchen in am meisten schätze! Ob Chopins Nocturnes & Walzer uvm., sein Beethoven-Zyklus der 60er Jahre, oder seine brilliante Art Schumanns Carnaval wiederzugeben. Höchste Anerkennung bei Brahms Klavierkonzerten in der Zusammenarbeit mit Carlo Maria Giulini und wenn ich auch längst nicht alles aufgezählt habe, letztenendes sein Spiel absoluter Zerrissenheit in Schuberts letzten Klaviersonaten.
Höchste Bewunderung auch von mir :beer
Beste Grüße Daniel
Hallo Daniel und Peter
Ich habe gerade Beethovens 1. KK eingelegt aus der "Piano Masterworks" Editions-Box von Decca:
Piano Concerto no. 1 in C major, op.15 Claudio Arrau, piano Royal Concertgebouw Orchestra Bernard Haitink, 1964
und auch noch auf der CD enthalten:
Concerto for piano, violin and cello in C major, op.56 Claudio Arrau, piano Henryk Szeryng, violin János Starker, cello New Philharmonia Orchestra Eliahu Inbal, 1971
Fazit: Die Klangwiedergabe ist einmalig! Klar und transparent tritt die Struktur des Werkes hervor, die Balance zwischen Orchester und Künstler ist optimal erreicht worden. Ich muss sagen, die Decca-Einspielungen (vor allem bei den Klavierwerken) beeindrucken mich immer wieder und ich ziehe sie den DG und EMI Aufnahmen - wann immer ich kann-, vor.
Was mich bei ihm immer wieder "umhaut" (verzeiht mir den Ausdruck): Die Finger gleiten nur so über die Tasten und dies mit einer Leichtigkeit, die ihresgleichen sucht. Es gibt viele sehr gute Pianisten heute, aber was hat Claudio Arrau, was andere Künstler nicht haben?
Danke, danke :engel !!
Übrigens, die Box ist einfach ein MUSS für alle, die Klavierwerke lieben :J
Viele Grüsse Stefan
Rachmaninov (31.05.2011, 19:08): Original von ab fasziniert mich:
von 1952 erworben und höre sie gerade erstmals komplett.
:downIch bin tief ergriffen, wirklich! :down
magdalena (01.06.2011, 12:02): Don Davis
Soundtrack The Matrix! Toll!
Und als kleines Schmankerl für mich noch ein Link den ich im Netz gefunden habe und euch nicht vorenthalten möchte - ich geh bereits hin!
Klassik trifft Science Fiction: "Matrix Live - Film in Concert"
Am 08.10.2011 findet inder Arena Leipzig ein großartiges Film-Live-Konzert statt. "Matrix - Live - Film in Concert"kombiniert visionäre Science-Fiction-Bilder mit fantastischen Klängen eines großen Sinfonieorchesters. Der Filmklassiker "The Matrix" wird gemeinsam mit dem MDR- Sinfonieorchester, welches unter der Leitung von Frank Strobel spielt, auf einer 24 mal 12 Meter großen Leinwand präsentiert. Mehr als 100 Lautsprecher und über 60 Orchestermikrofone kommen dabei zum Einsatz. Die aufwendige Surround- Beschallung bei "Matrix live - Film in Concert" lädt zu einem außergewöhnlichen Konzerterlebnis ein.
Der Fokus der Vorstellung verlagert sich dabei auf die Filmmusik von Don Davis, denn diese spielen rund 100 Musiker live, wobei die Tonspuren des Films mit dem Orchestersound in Einklang gebracht werden müssen. Eigens für das Projekt wurde eine Filmkopie hergestellt, die nur die Dialoge und die Toneffekte enthält.
Cetay (inaktiv) (02.06.2011, 10:52): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51hAEBScV2L._SL500_AA300_.jpg John Zorn; Waht Thou Wilt Contes de fees für Violine und Orchester; Stephanie Nussbaum, Tanglewood Orchestra, Ryan McAdams Fay ce que vouldras für Klavier; Stephen Drury 777 (Nothing is true, everything is permitted) für 3 Celli; Fred Sherry, Mike Nicolas, Erik Friedlander
Zorn dürfte der vielseitigste Musiker/Komponist überhaupt sein. Mir fällt sonst niemand ein, der zu so vielen unterschiedlichen Genres bedeutsame Beiträge geleistet hat: Jazz, Punk, Klassische Avantgarde, Klezmer, Filmmusik, Noise, Easy Listening...
What Thou Wilt enthält zwei von Aleister Crowley inspirierte Kompositionen, beide mit einem hohen wiederhören-müssen Faktor. Das Violinkonzert klingt hingegen genau so beliebig wie das meiste nach 1950 für diese Besetzung geschriebene, das ich gehört habe (Ausnahmen: Xenakis, Carter, Maderna, Glass, Lindberg).
Heike (02.06.2011, 10:54): Bei mir beginnt der Tag - wie es sich gehört - mit Bachs "Himmelfahrtsoratorium"
Da mache ich mit:
Frimmer, Popken, Pregardien, Wilson-Johnson, Age of Enlightenment Orchestra, Gustav Leonhardt
FonoForum 7 / 1995 (zitiert nach jpc.de): "Gustav Leonhardt arbeitet mit einem kleinen Instrumentalensemble, einem im Sopran mit vier, in den anderen Stimmen nur mit je drei Sängern besetzten Chor und großartigen Solisten, darunter einem männlichen Alt. Die beiden von Bach selbst als Oratorien bezeichneten Jubelwerke zu Ostern und Himmelfahrt sind in ihren Eingangs- und Schlusschören erwartungsgemäß von martialischem Trompetengeschmetter weit entfernt, dennoch feierlich prunkvoll."
Agravain (02.06.2011, 20:52): Original von Heike Bei mir beginnt der Tag - wie es sich gehört - mit Bachs "Himmelfahrtsoratorium"
Da mache ich mit:
Frimmer, Popken, Pregardien, Wilson-Johnson, Age of Enlightenment Orchestra, Gustav Leonhardt
FonoForum 7 / 1995 (zitiert nach jpc.de): "Gustav Leonhardt arbeitet mit einem kleinen Instrumentalensemble, einem im Sopran mit vier, in den anderen Stimmen nur mit je drei Sängern besetzten Chor und großartigen Solisten, darunter einem männlichen Alt. Die beiden von Bach selbst als Oratorien bezeichneten Jubelwerke zu Ostern und Himmelfahrt sind in ihren Eingangs- und Schlusschören erwartungsgemäß von martialischem Trompetengeschmetter weit entfernt, dennoch feierlich prunkvoll."
Ja, die habe ich (neben eine Reihe anderer) auch noch. Ich finde das, was uns Leonhardt da anbietet im wahrsten Sinne des Wortes urig, gerade im Eingangschor (gilt auch für das Osteroratorium). Das ist ja schon fast provokativ langsam (Gardiner, Parrott, Herreweghe und selbst Richter sind deutlich beschwingter). Ich habe mich erst gefragt, was das soll. Gegenwärtig glaube ich, dass Leonhardt die Virtuosität des flotten HIP-Spiels vermeidet, um einen aus seiner Perspektive wahrscheinlichen Originalklang entstehen zu lassen. Will sagen: Mir drängt sich der Verdacht auf, dass Leonhardt die Virtuosität des Himmelfahrtsorchesters des Jahres 1735 deutlich provinizieller, sagen wir es ruhig: ländlich-bedächtiger versteht als seine bekannten Kollegen. Davon abgesehen, bringt Prégardien eine herrliche Interpretation der Schweißtuch-Arie.
Bei mir nun nach einer langen Fahrradtour bei idealem Wetter als Nachbereitung des sommerlichen Tages jetzt:
Summer Evening (aus den Three Small Tone Poems) The Walk to a Paradise Garden (aus A Village Romeo and Juliet) Summer Night on the River (auc den Two Pieces for Small Orchestra)
Milhaud: Scaramouche op. 165 b für 2 Klaviere Ravel: Daphnis & Chloe-Suite Nr. 2 für 2 Klaviere Faure: Dolle op. 56 für Klavier 4-händig Debussy: Nocturnes für 2 Klaviere Ravel: La Valse für 2 Klaviere
Nikolaus.
Cetay (inaktiv) (03.06.2011, 08:36): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61DGF7VaHzL._SL500_AA240_.jpg Bruckner; Sinfonie Nr. 8, Celibidache
Cantus Arcticus (03.06.2011, 22:23): Gerade ist Van Cliburn bei mir das Thema und zwar in konzentrierter Form:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51BICjw097L._SS400_.jpg sowie http://ecx.images-amazon.com/images/I/51avt3fGFvL._SS400_.jpg und http://ecx.images-amazon.com/images/I/510jBN9NaOL._SS400_.jpg
CD 3 Symphony No. 3 "Scottish" Symphony No.4 "Italian"
CD4 Piano Concerto No.1 Capriccio Brilliant Piano Concerto No.2
CD5 Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Night's Dream) - Complete Recording
Cyprien Katsaris - Piano Barbara Bonney - Soprano Edith Wiens - Soprano Christiane Oertel - Mezzo-Sopprano Peter Schreier - Tenor Friedhelm Eberle - Speaker Rundfunkchor Leipzig Gewandhausorchester Kurt Masur
Daraus der Lobgesang (Hymn of Praise - Symphony no. 2).
Fazit: Für den Preis von ca. 20.- Euro ist die Ausgabe okay. Die Aufnahmen sind solide gemacht und das Klangbild ist sosolala. Das Orchester ist zu weit entfernt, irgendwie fehlt mir hier die Transparenz und Klarheit.
Die TelDec-Aufnahmen sind aus den Jahren 1988, 1989, 1990 und 1992.... Die Schwächen sind mir schon bei Harnoncourt und Barenboim aufgefallen, vielleicht war das damals einfach der Zeitgeschmack? Ich weiss nicht.
Grüsse aus der Rosenstadt Rapperswil, wo gerade der Ironman 70.3 stattfindet....
(Aufnahmen aus den Archiven des WDR und DeutschlandRadio, 1959/1967) Ballade Nr. 1; Etüde Nr. 4; Mazurken Nr. 15, 23, 26, 29, 36-38, 40; Nocturnes Nr. 4 & 16; Klaviersonate Nr. 3 h-moll op. 58
Nikolaus.
nikolaus (05.06.2011, 20:33): Aus gegebenem Anlass:
ab (07.06.2011, 21:11): Angeregt durch den Faden höre ich erstmals weder seit einer halben Ewigkeit das ABQ mit dem Tod und das Mädchen von Schubert, live aus dem Wiener Konzerthaus und extrem unruhig-getrieben.
ab (07.06.2011, 21:44): im direkten Vergleich gefällt mir die Studioproduktion viel besser, aber mein Lieblings-Schubert-Interpret wird das ABQ nie werden.
Da höre ich doch auch gleich rein, leider etwas viel Vibrato...
Das Vibrato ist mir nicht so negativ aufgefallen, wie die Instrumentalparts positiv. Insbesondere die Percussions sind herausragend.
Nun aber zu etwas completely different: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51HtWQBnKCL._SL500_AA300_.jpg
Gustav Mahler: Sinfonie Nr.8, Solti 1971
Grüße Jürgen
ab (09.06.2011, 20:19): Gerade noch spielt Kissin für mich Liszt und Schumann, aber danach möchte ich zu einer meiner Lieblingseinspielungen von Monteverdis L'Orfeo, nämlich die von Gabriel Garrido, kommen:
ab (09.06.2011, 23:24): mir ist gerade doch nicht nach Haydn, und so höre ich erstmals Nelly Akopian-Tamarina. Wow, was für eine Pedaltechnik. Herrlich, die alte Russische Schule mit diesem wahnsinnsschönen Anschlag. Unergründlich in den tiefen des Netzes, wann sie geboren wurde, diese letzte Studentin Alexander Goldenweisers und Goldmedailiengewinnerin des Schumannwettbewerbs in Zickau 1963, und Rober Schumann Preis-Gewinnerin 1974; ja nicht einmal ein einziges Foto spuckt google aus. :B Im Booklet steht, sie sei 1944 geboren (wie auch Viktoria Postnikova, die zwar viel bekannter ist, aber in keiner Hinsicht mit ihr mithalten kann)
Brahms 3 Intermezzi und Schmann Fantasie in C und Arabeske (1996/97) :engel
CD Nr. 21 http://ecx.images-amazon.com/images/I/51gB2HEH0VL._SL160_AA160_.jpg
Agravain (10.06.2011, 07:32): Zum Tagesbeginn tönen "Efterklange af Ossian" (Nachklänge von Ossian) durchs Haus. Danach dann die - sowohl den klimatischen als auch meinen Wohnverhältnissen angemessene - Suite "En sommardag paa landet" (Ein Sommertag auf dem Land). Beides aus der Feder Niels Wilhelm Gades:
ab (10.06.2011, 22:59): Ich bleibe bei den letzten drei Beethovensonaten, diesmal aber von Backhaus gespielt von seiner ersten Mono-GA 1950-1954, die bei uns nie auf CD erschienen ist. (limited Edition 2002 Universal music Italie)
Backhaus ist einfach einer , wenn nicht sogar der, meiner absoluten Lieblingsbeethoveninterpreten!
Anatoly Lochak (Der Dämon), Alison Browner (Der Engel), Marina Mescheriakova (Tamara), Leonid Zimnenko (Prinz Gudal), Valery Serkin (Prinz Sinodal), Richard Robson (Diener), Ludmilla Andrew (Amme), Wjacheslav Weinorowski (Bote)
Wexford Festival Chorus National Symphony Orchestra of Ireland
Alexander Anissimov
(Marco Polo, Oktober/November 1994, live vom Wexford Festival)
Ich habe die Aufnahme bestellt, weil ich darauf gehofft habe, dass ein Libretto beigefügt sein könnte. Und so ist es auch, und zwar das russiche Original und dessen Übertragung ins Englische. Der Klang ist ordentlich. Zum Werk selbst an anderer Stelle und zu anderer Zeit mehr.
Mein Lieblingstrio kommt am 17.12. in die Kölner Philharmonie und ich kann da nicht :I :I :I :I :I :I :I :I :I :I
Amadé (12.06.2011, 09:42): Original von Jeremias http://ecx.images-amazon.com/images/I/51oTh1PmK3L._SL500_AA300_.jpg
Mein Lieblingstrio kommt am 17.12. in die Kölner Philharmonie und ich kann da nicht
Ich würde sie auch mal gern live hören, mein Lieblingstrio - von den Plattenaufnahmen her zu urteilen - ist es sicher nicht. Sie spielen gut, begeistern konnten sie mich jedoch noch nicht.
Leopold Kozeluch: Sinfonia Concertante für Trompete, Mandoline (!), Klavier, Kontrabass und Orchester Es-dur
Mitglieder des Consortium Classicum um Dieter Klöcker
Die richtige Stück für einen schönen sonnigen Sonntagmorgen.!
EMI-Electrola Aufnahme, jetzt wieder neu zusammen mit weiteren Concertanten von Crusell, Schneider, F.Danzi, Hoffmeister, Ritter, Winter, Abel und Pleyel. Die Aufnahmen sind einfach klasse! :times10
Grüße Amadé
Cantus Arcticus (12.06.2011, 12:44): Original von Amadé Jetzt läuft bei mir:
Leopold Kozeluch: Sinfonia Concertante für Trompete, Mandoline (!), Klavier, Kontrabass und Orchester Es-dur
Mitglieder des Consortium Classicum um Dieter Klöcker
Die richtige Stück für einen schönen sonnigen Sonntagmorgen.!
EMI-Electrola Aufnahme, jetzt wieder neu zusammen mit weiteren Concertanten von Crusell, Schneider, F.Danzi, Hoffmeister, Ritter, Winter, Abel und Pleyel. Die Aufnahmen sind einfach klasse! :times10
Grüße Amadé
Hallo Amadé Dieter Klöcker ist in meiner Sammlung stark vetreten - nicht nur zusammen mit dem Consortium Classicum - und er hat viel für die Verbreitung der klassischen Klarinettenliteratur geleistet.
Ich habe noch einige Einspielungen vorliegen, die Du vielleicht kennst oder hast:
Auch für diese Einspielungen gilt: Sie sind Klasse!! :) :)
Viele Grüsse Stefan
Amadé (12.06.2011, 16:23): Hallo Cantus Arcticus,
es freut mich, dass auch Dir das Spiel Klöckers und seines Consortium Classicums (in wechselnder Besetzung) gefällt. Die neuen MDG Aufnahmen besitze ich noch nicht, ich warte noch auf fallende Preise. Klöcker hat in seinen Anfangsahren als Klarinettist noch im Sinfonie-Orchester gespielt und berühmte Dirigenten vor sich gehabt. Er kann davon interessante Dinge berichten.
Grüße Amadé
Amadé (12.06.2011, 16:23): Hallo Cantus Arcticus,
es freut mich, dass auch Dir das Spiel Klöckers und seines Consortium Classicums (in wechselnder Besetzung) gefällt. Die neuen MDG Aufnahmen besitze ich noch nicht, ich warte noch auf fallende Preise. Klöcker hat in seinen Anfangsahren als Klarinettist noch im Sinfonie-Orchester gespielt und berühmte Dirigenten vor sich gehabt. Er kann interessante Dinge berichten.
Cantus Arcticus (14.06.2011, 00:48): Original von Amadé Hallo Cantus Arcticus,
es freut mich, dass auch Dir das Spiel Klöckers und seines Consortium Classicums (in wechselnder Besetzung) gefällt. Die neuen MDG Aufnahmen besitze ich noch nicht, ich warte noch auf fallende Preise. Klöcker hat in seinen Anfangsahren als Klarinettist noch im Sinfonie-Orchester gespielt und berühmte Dirigenten vor sich gehabt. Er kann interessante Dinge berichten.
Grüße Amadé
Hallo Amadé Interessanterweise sind einige Einspielungen der MDG (auch Mozarts Werke für Bläser mit dem Consortium Classicum) zur Zeit immer wieder in Aktionen zu haben hier in der Schweiz. Mir fält auf, dass gerade Werke für Bläser (Quintette, Septette, Oktette etc.) oft in den Aktions-Auslagen der Fachgeschäfte landen. Vielleicht sind diese Werke hier nicht so gefragt, ich weiss nicht. Zum Beispiel habe ich sämtliche Bläserquintette von Anton Reicha mit dem Albert-Schweitzer-Quintett auf CPO erstanden. Dies zu einem Schnäppchenpreis (10 CDs).
Grüsse Stefan
Cetay (inaktiv) (14.06.2011, 06:29): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41rEATFDpPL._SL500_AA300_.jpg Bruckner; Sinfonie 8; Simone Young
Der ultimative Punk.
Cantus Arcticus (14.06.2011, 09:36): Noch vor den Ferien ergattert:
CD 1: Goldberg Variationen BWV 988 (mono) Excerpt of The Well-Tempered Clavier Book II: Fugue in F-sharp minor BWV 883 (mono) Fugue in E major BWV 878 (mono)
CD 3: Toccata in D major BWV 912 Toccata in F sharp minor BWV 910 Toccata in D minor BWV 913 Toccata in C minor BWV 911 Toccata in G minor BWV 915 Toccata in G major BWV 916 Toccata in E minor BWV 914
CD 4: Partita No. 1 in B-flat major BWV 825 Partita No. 2 in C minor BWV 826 Partita No. 3 in A minor BWV 827 Partita No. 4 in D major BWV 828 Partita No. 5 in G major BWV 829 (stereo/mono)
CD5: Partita No. 6 in E minor BWV 830 (stereo/mono) Six Little Preludes BWV 933-938 Prelude and Fughetta in D minor BWV 899 Prelude and Fughetta in G major BWV 902 Nine Little Preludes BWV 924-928, 930 Fugue in C major BWV 952 Fughetta in C minor BWV 961 Fugue in C major BWV 953 Prelude and Fugue in A minor BWV 895 Prelude and Fughetta in E minor BWV 900
CD6: The Art of Fugue BWV 1080 Contrapunctus 1-9 on Organ Contrapunctus 1, 2, 4, 9, 11, 13 & 14 on Piano Prelude and Fugue in B-flat major on the name BACH BWV 898
Fazit: Eine gelungene Kompilation zum Thema Bach / Gould. Er verschont auch seine Zuhörer nicht und liefert im Hintergrund eine Kostprobe seiner stimmlichen Untermalung...nun gut...jeder hat so seine Dinger...
Grüsse Stefan
Jürgen (14.06.2011, 13:27): http://bach-cantatas.com/Pic-Rec-BIG/Richter-C05.jpg
J.S.Bach: BWV 140: Wachet auf, ruft uns die Stimme, Richter 1978
Soprano: Edith Mathis; Tenor: Peter Schreier; Bass: Dietrich Fischer-Dieskau
ab (14.06.2011, 22:24): Sachen findet man: Die Piano-Transkription wurde von Gustav Mahler selbst erstellt und tauchte erst 70 Jahre nach seinem Tode wieder auf.
Mahler : Das Lied von der Erde Thomas Moser Brigitte Fassbaender Piano Version von Cyprien Katsaris
"Welcome to all the pleasures" Z 339 (Ode for St Cecilia's Day) "Who can from joy refrain?" Z 342 (Birthday Ode for the Duke of Gloucester)
Teresa Bonner, Gillian Fisher, John Bowman, Michael Chance, Charles Daniels, John Mark Ainsley, Rogers Covey-Crump Michael George, Charles Pott, Simon Keenlyside
The Choir of New College, Oxford The King's Consort
Robert King
:hello Agravain
Agravain (15.06.2011, 09:00): Original von ab Sachen findet man: Die Piano-Transkription wurde von Gustav Mahler selbst erstellt und tauchte erst 70 Jahre nach seinem Tode wieder auf.
Mahler : Das Lied von der Erde Thomas Moser Brigitte Fassbaender Piano Version von Cyprien Katsaris
Georg Solti, Wiener Philharmoniker, Lucia Popp, Brigitte Fassbaender Die vier Hauptprotagonisten spielen bzw singen genau so, wie ich es liebe: Märchenhaft und romantisch.
Grüße Jürgen
Cantus Arcticus (15.06.2011, 18:05): Bei mir ist der 18. Mai 1986 und Vladimir Horowitz das Thema:
Mit dringender Bitte um Einschäztung: :thanks "Meine" Mahler 3 suche ich ja leider immer noch. Womöglich werde ich endlich bei Nott fündig...
Ich kann's mir fast nicht vorstellen, dass Du mit Nott den Gral der Mahler 3-Exegese finden wirst. Mein erster Höreindruck läuft darauf hinaus, dass ich das solide gemacht finde, ohne irgendetwas davon nicht schon einmal gehört zu haben. Kurzum: Die Aufnahme hatte also beim ersten Hören - und ich bitte dies wirklich im Hinterkopf zu behalten - etwas vollkommen Durchschnittliches. Vielleicht offenbart sie sich mir ja aber auch erst im zweiten oder dritten Anlauf. Dann dazu ggf. mehr im entsprechenden Faden.
Hast Du es eigentlich schon mit diese, von mir gegenwärtig favorisierten Einspielung versucht?
Mit dringender Bitte um Einschäztung: :thanks "Meine" Mahler 3 suche ich ja leider immer noch. Womöglich werde ich endlich bei Nott fündig...
Ich kann's mir fast nicht vorstellen, dass Du mit Nott den Gral der Mahler 3-Exegese finden wirst. Mein erster Höreindruck läuft darauf hinaus, dass ich das solide gemacht finde, ohne irgendetwas davon nicht schon einmal gehört zu haben. Kurzum: Die Aufnahme hatte also beim ersten Hören - und ich bitte dies wirklich im Hinterkopf zu behalten - etwas vollkommen Durchschnittliches. Vielleicht offenbart sie sich mir ja aber auch erst im zweiten oder dritten Anlauf. Dann dazu ggf. mehr im entsprechenden Faden.
Hast Du es eigentlich schon mit diese, von mir gegenwärtig favorisierten Einspielung versucht?
Nein, Bychkov kenn ich leider nicht, weil sie bei uns in der Provinz nirgends anzuhören gibt und sich die Live-Stream-Seiten ausschweigen.
Was Nott betrifft, so meine ich nach der Kenntnis der bisherigen durchaus ruhenden Aufnahmen, dass die Beschreibung aus Amazonien sehr treffend sein dürfte: :hello
Nachdem Mahler mit seiner 2. Sinfonie eben Weltuntergang und Auferstehung beschwor, ging es ihm in seiner 3. und längsten Sinfonie (105 Minuten Spieldauer hier) um nichts weniger als mit allen orchestralen Mitteln eine Welt zu erschaffen. Allein dieser Anspruch ist ja schon zum Scheitern verurteilt, doch ein tönerndes Abbild Kakaniens, des kaiserlich-königlichem Österreichs um 1900 ist ihm doch gelungen: Die Apotheose des Militärmarsches, der Paraden und Umzüge, "wenn das Gschwerl in der Prater geht" (Richard Strauss), der grenzenlose Selbstüberschätzung. Auch die in den Sätzen 2 und 3 beschworene Natur ist ein seltsames Idyll, immer wieder ironisch gebrochen zwischen Posthorn-Seligkeit und aggressiven, höchst poyphonen Stellen. Dann der abrupte Wechsel über Nietzsche, Engelslied zu endlosen brucknerischen Steigerungen - so ein Werk muss einfach modern sein, im informativen Begleittext (heute ja keine Selbstverständlichkeit mehr) werden dann gleich Schönberg und Ligeti als entsprechende Bürgen aufgeführt.
Einen durchgängigen Spannungsbogen über diese Symphonie zu ziehen, ist wohl garnicht möglich. Jonathan Nott mit den Bambergern versucht aber zumindest, einen gemeinsamen Nenner für die heterogenen Stimmungen zu finden. So ist seine Interpretation eigentlich nicht modern im Sinne alle Brüche herauszuarbeiten, alle Tempo- und Stimmungswechsel nochmals extra zu verstärken und die grellen Marschepisoden noch im Sinne etwa Bernsteins zu übertreiben. Eher ist das ein trockener, britischer (?), aber auch immer wieder massiver, monumentaler Mahler, mit viel Blech- und Schlagzeugpower. Dass das dann aber eben nicht in Langeweile oder hohlem Dröhnen mündet, liegt in der Präzision, der Durchhörbarkeit der Aufnahme, die gerade immer wieder die Holzbläser markant erklingen lässt und gnadenlos die vielen verschiedenen Stimmen gegeneinandersetzt. Man sollte sich mit seinen Nachbarn schon gut verstehen, wenn man diese Aufnahme ohne Kopfhörer hört. Nüchtern, ohne jegliche Süßlichkeit (englische Chortradition des britischen Dirigenten?)kommt der 5.Satz und weit schwingt das "Oh Mensch" aus, Mihoko Fujimura gestaltet das ergreifend schön, auch wenn sie das "sch" bei Mensch immer wieder verschluckt. Dazwischen gehen die klagenden "Klezmertöne" der Klarinette unter die Haut.
Dass die Bamberger Symphoniker auch ein hervorragendes Brucknerorchester sind, beweisen sie im letzten Satz, der für mich genau richtig langsam, aber nicht zu langsam "ruhevoll, empfunden" und sehr sanglich dahinströmt, um in einer gewaltigen Apotheose zu gipfeln. Hier wie in den Schlüssen der 2. und 8. packt Mahler den Hörer einfach, da kann mann sich kaum entziehen. Krach haben hier schon viele gemacht, selten aber so schönen wie hier. Und wenn sich nach dem Höhepunkt des Choralthemas das Orchester in eine große Orgel verwandelt und die Pauken wie Glocken dazu dröhnen, ist das für mich auch wie ein Abschied von der romantischen Orchester-Symphonie, in der 8. geht er mit Chor, Solisten und Orgel zwar äußerlich nochmal darüber hinaus, eigentlich ist aber hier schon alles gesagt.
Jonathan Nott und die Bamberger setzen ihren Mahler-Zyklus auf gleichhohem Niveau wie bisher fort und stellen da manche berühmtere Dirigenten und Orchester in den Schatten. Wenn das so bleibt, entsteht hier einer der größten Mahlerzyklen überhaupt, mir drängt sich der Vergleich zu Günter Wands ersten Bruckner-Zyklus aus den 70/80iger Jahren auf, der damals ja auch ein "Außenseiter" unter den großen Pultstars war und nun Referenzstatus besitzt. Die hervorragende Klangtechnik darf auch nicht unerwähnt bleiben - ob Stereo oder in der Surround-Anlage gehört.
ab (20.06.2011, 21:52): schnell zu schöner Musik gewechselt:
Nein, Bychkov kenn ich leider nicht, weil sie bei uns in der Provinz nirgends anzuhören gibt und sich die Live-Stream-Seiten ausschweigen.
Was Nott betrifft, so meine ich nach der Kenntnis der bisherigen durchaus ruhenden Aufnahmen, dass die Beschreibung aus Amazonien sehr treffend sein dürfte: :hello
Nachdem Mahler mit seiner 2. Sinfonie eben Weltuntergang und Auferstehung beschwor, ging es ihm in seiner 3. und längsten Sinfonie (105 Minuten Spieldauer hier) um nichts weniger als mit allen orchestralen Mitteln eine Welt zu erschaffen. Allein dieser Anspruch ist ja schon zum Scheitern verurteilt, doch ein tönerndes Abbild Kakaniens, des kaiserlich-königlichem Österreichs um 1900 ist ihm doch gelungen: Die Apotheose des Militärmarsches, der Paraden und Umzüge, "wenn das Gschwerl in der Prater geht" (Richard Strauss), der grenzenlose Selbstüberschätzung. Auch die in den Sätzen 2 und 3 beschworene Natur ist ein seltsames Idyll, immer wieder ironisch gebrochen zwischen Posthorn-Seligkeit und aggressiven, höchst poyphonen Stellen. Dann der abrupte Wechsel über Nietzsche, Engelslied zu endlosen brucknerischen Steigerungen - so ein Werk muss einfach modern sein, im informativen Begleittext (heute ja keine Selbstverständlichkeit mehr) werden dann gleich Schönberg und Ligeti als entsprechende Bürgen aufgeführt.
Einen durchgängigen Spannungsbogen über diese Symphonie zu ziehen, ist wohl garnicht möglich. Jonathan Nott mit den Bambergern versucht aber zumindest, einen gemeinsamen Nenner für die heterogenen Stimmungen zu finden. So ist seine Interpretation eigentlich nicht modern im Sinne alle Brüche herauszuarbeiten, alle Tempo- und Stimmungswechsel nochmals extra zu verstärken und die grellen Marschepisoden noch im Sinne etwa Bernsteins zu übertreiben. Eher ist das ein trockener, britischer (?), aber auch immer wieder massiver, monumentaler Mahler, mit viel Blech- und Schlagzeugpower. Dass das dann aber eben nicht in Langeweile oder hohlem Dröhnen mündet, liegt in der Präzision, der Durchhörbarkeit der Aufnahme, die gerade immer wieder die Holzbläser markant erklingen lässt und gnadenlos die vielen verschiedenen Stimmen gegeneinandersetzt. Man sollte sich mit seinen Nachbarn schon gut verstehen, wenn man diese Aufnahme ohne Kopfhörer hört. Nüchtern, ohne jegliche Süßlichkeit (englische Chortradition des britischen Dirigenten?)kommt der 5.Satz und weit schwingt das "Oh Mensch" aus, Mihoko Fujimura gestaltet das ergreifend schön, auch wenn sie das "sch" bei Mensch immer wieder verschluckt. Dazwischen gehen die klagenden "Klezmertöne" der Klarinette unter die Haut.
Dass die Bamberger Symphoniker auch ein hervorragendes Brucknerorchester sind, beweisen sie im letzten Satz, der für mich genau richtig langsam, aber nicht zu langsam "ruhevoll, empfunden" und sehr sanglich dahinströmt, um in einer gewaltigen Apotheose zu gipfeln. Hier wie in den Schlüssen der 2. und 8. packt Mahler den Hörer einfach, da kann mann sich kaum entziehen. Krach haben hier schon viele gemacht, selten aber so schönen wie hier. Und wenn sich nach dem Höhepunkt des Choralthemas das Orchester in eine große Orgel verwandelt und die Pauken wie Glocken dazu dröhnen, ist das für mich auch wie ein Abschied von der romantischen Orchester-Symphonie, in der 8. geht er mit Chor, Solisten und Orgel zwar äußerlich nochmal darüber hinaus, eigentlich ist aber hier schon alles gesagt.
Jonathan Nott und die Bamberger setzen ihren Mahler-Zyklus auf gleichhohem Niveau wie bisher fort und stellen da manche berühmtere Dirigenten und Orchester in den Schatten. Wenn das so bleibt, entsteht hier einer der größten Mahlerzyklen überhaupt, mir drängt sich der Vergleich zu Günter Wands ersten Bruckner-Zyklus aus den 70/80iger Jahren auf, der damals ja auch ein "Außenseiter" unter den großen Pultstars war und nun Referenzstatus besitzt. Die hervorragende Klangtechnik darf auch nicht unerwähnt bleiben - ob Stereo oder in der Surround-Anlage gehört.
Ja, hatte ich auch gelesen. Mich deucht allerdings eher, dass sich der bajuwarische Rezensent von seiner Freude über den im Freistaat entstehenden Mahler-Zyklus etwas zu sehr enthusiasmieren lässt.
Ich bin auch nach dem dritten Durchgang der Meinung: Die Scheibe ist Mahler solider Mittelklasse. Nicht gruselig, nicht weltbewegend.
Aber vielleicht solltest Du sie doch einfach einmal hören.
Und Bychkov natürlich...
:hello Agravain
Agravain (21.06.2011, 07:36): Mir ist nach Bach. Darum beginne ich meinen Hörtag mit seinem Dramma per musica "Der Streit zwischen Phoebus und Pan" ("Geschwinde, ihr wirbelnden Winde") BWV 201:
http://www.musicweb-international.com/classrev/2008/May08/Fiesta_Dudamel_4777457.jpg Ginastera: Tänze aus dem Ballett „Estancia“, Dudamel 2008
Die Aufnahme hat sich durchaus gelohnt.
Grüße Jürgen
Jürgen (21.06.2011, 08:36): Von Agravain beeinflusst, habe ich mir vorgenommen Phoebus vs. Pan am späten Vormittag zu hören. Bei mir allerdings unter Koopman:
Karl Erb, Tenor Gerhard Hüsch, Bariton Tiana Lemnitz, Sopran Friedel Beckmann, Alt Siegfried Schulze, Baß
Der Thomanerchor Das Gewandhausorchester Leipzig Günther Ramin
Leipzig 1941
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Befiehl du deine Wege Und was dein Herze kränkt Der allertreusten Pflege Des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden Gibt Wege, Lauf und Bahn, Der wird auch Wege finden, Da dein Fuß gehen kann. ____________________________
Diese höre ich seit Erscheinen immer wieder gern - drei solche Sänger in einem Konzert mit den populärsten, aber beileibe nicht am einfachsten zu singenden Ensembles, das gibt's heute nicht mehr, :I.
Meine Umgebung schaut schon etwas irritiert, wenn ich aus Begeisterung bisweilen mitsinge, aber das müssen die Kollegen heute mal aushalten, finde ich.
Cetay (inaktiv) (25.06.2011, 11:17): http://ecx.images-amazon.com/images/I/511y8ER6goL._SS500_.jpg Francesco Tristano Schlimé; Werke von Bach, Frescobaldi, Haydn, Stravinsky sowie Ragtimes und Eigenkompositionen
Ich stelle mir vor, wie der gemeinsam mit dem Typen einen Beitrag höher intoniert: Spieglein, Spieglein...
ab (27.06.2011, 20:54): Original von daniel5993 http://www.recordsale.org/cdpix/b/bach-violinkonzerte_auf_originalinstrumenten.._concentus_musicus_wien._harnoncourt.jpg
Herrlich das Dirigt beim a-Moll Konzert :engel
Ich wusste gar nicht, dass sogar in der DDR Lizenzausgaben von Teldec erschienen sind...
daniel5993 (27.06.2011, 22:49): Guten Abend ab,
beim letzten hören ist die Platte ohne besondere Erkenntnisse an mir vorbeigerauscht, beim nächsten Hören höre ich einfach noch mal genauer hin, vielleicht kann ich deiner Aussage dann zustimmen...
Folgende Aufnahme finde ich in Ihrem Ganzen als eine der gelungensten Aufnahmen der 3 Violinkonzerte Bachs. Längst hat sich diese Aufnahme tief in mein Herz gespielt.
Wirklich klar und durchsichtig musiziert, in den Ecksätzen stets dynamisch-exakt, sogar richtig mitreißend. Eine schlanke Interpretation, welche auch im Herzen der Violinkonzerte (Mittelsatz) nicht die nötige "beseeeeltheit vermissen lässt. Seit langer Zeit stand diese Platte auf meiner Wunschliste. Und was soll ich sagen, urplötzlich hat sie jemand angeboten und schwupps, da war sie mein... Manchmal ist das so einfach...
Anton Dermota, Irmgard Seefried, Erich Kunz, Emmy Loose, Ludwig Weber, Wilma Lipp
Wiener Philharmoniker und der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Herbert von Karajan
Columbia, 1950
Jeremias (29.06.2011, 18:48): Gerade im Live-Stream: Finale des Cello-Parts des diesjährigen Tschaikowksy-Wettbewerbs: Schumann-Konzert mit Umberto Clerici... dem Lebensgefährten meiner früheren Duopartnerin... also, Daumen drücken!!!
Wer die Geschichte der Kinder von Lir nicht kennt, kann Sie HIER nachlesen.
:hello Agravain
Peter Brixius (30.06.2011, 08:30): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51AqZFjbBuL._SS400_.jpg
Franz Ignaz Beck: Stabat mater
Bei meiner Exploration des Beckschen Werkes, soweit man es auf CD bekommen kann, bin ich mit diesem Chorwerk sicher auf einem Gipfel angekommen. Marie Antoinette war (wie ich) begeistert.
Agravain (02.07.2011, 11:03): Bir mir nun Sir Edwards zweite Symphonie in Sinopolis Londoner Einspielung, die mir aufgrund ihrer aufdeckenden Exzentrik weiterhin die liebste ist:
ab (02.07.2011, 11:32): Eigentlich wollte ich mich ja zurückhalten, konnte nun aber doch nicht widerstehen - zum Glück! ein Jammer nur, dass nicht auch die Booklet-Texte enthalten sind, fast überall die Namen der Singenden und überall die der Spielenden nicht genannt werden und nur die Liedtexte abgedruckt sind. Sonst finde ich die Box sehr liebevoll gestaltet. Von der Ensemble-Qualität ist das einfach überragend: absolutes Highend :times10
Cetay (inaktiv) (03.07.2011, 07:57): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51nqazEg-bL._SL500_AA300_.jpg Beethoven; Klavierkonzert Nr. 3; Mustonen
Ich rätsle, warum ein großer Internet-Buchhänder feststellt, dass Kunden die diese CD gekauft haben, auch den neuen Roman von John Irving gekauft haben. ?(
Cetay (inaktiv) (03.07.2011, 10:52): http://ecx.images-amazon.com/images/I/413B0XGAV9L._SL500_AA300_.jpg Sibelius; Kantaten; Järvi
Herausragend ist die archaisch-dramatische Ausdrucksgewalt von Snöfrid op. 29, einer "Improvisation" für gemischten Chor, Orchester und Sprecherin.
Rachmaninov (03.07.2011, 13:52): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51nqazEg-bL._SL500_AA300_.jpg Beethoven; Klavierkonzert Nr. 3; Mustonen
Ich rätsle, warum ein großer Internet-Buchhänder feststellt, dass Kunden die diese CD gekauft haben, auch den neuen Roman von John Irving gekauft haben. ?(
Vielleicht ist Mustonen ebenfalls wie Irving auf einer ewigen Suche?
Kurt Atterberg: Rhapsody Piano Concerto Ballad and Passacaglia On A Theme In The Swedish Folk Tone
Piano: Love Derwinger Ari Rasilainen / Radio-Philharmonie Hannover des NDR 2000
Das 1935 vollendete, sehr romantische Klavierkonzert erinnert mich in seinem Gestus stark an die Konzerte von Rachmaninov. Im gerade laufenden Mittelteil intoniert das Klavier nur spärlich vom Orchester untermalt wunderbar melancholische Melodien.
Diese GA der Symphonien des brasilianischen Komponisten ist einmalig. Angereichert mit zusätzlichen Werken wie "New York Skyline Melody", "Ouverture de l'Homme Tel", "Suite pour Cordes" und der "Sinfonietta 1" stellt diese Kompilation das Werk neben den berühmten Bachianas Brasileiras vor. Carl St. Clair hat zusammen mit dem SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart eine packende und transparente Interpretation vorgelegt.
Die Symphonie No. 5 sucht man allerdings vergebens auf dieser Ausgabe. Die Partitur ist verschollen...
Severina (03.07.2011, 19:55): Bin heute auch bei Schubert, aber vokal:
Am Anfang war diese Version wegen des Kammermusikensembles etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann entwickelte es eine ungeheure Sogwirkung. Christoph Prégardien ist natürlich großartig, das ist nun schon meine zweite "Winterreise" mit ihm.
Trotzdem werde ich jetzt als Kontrast die Aufnahme mit Quasthoff/spencer einlegen, die ich ebenfalls heiß und innig liebe.
lg Severina :hello
ab (03.07.2011, 23:11): Till Fellner, Klavier. Joseph Haydn: Sonate C-Dur, Hob. XVI/50 Kit Armstrong: Half Of One, Six Dozen Of The Other Robert Schumann: Kinderszenen, op. 15 Franz Liszt: Années de Pèlerinage. Zweites Jahr: Italien (aufgenommen am 20. Juni im Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg).
Jürgen (04.07.2011, 23:00): http://ecx.images-amazon.com/images/I/516OhzpFj5L._SL500_AA300_.jpg
Franz Liszt: Années de Pèlerinage - Zweites Jahr (Italien), Lortie 2010
Insbesondere die Dante-Sonate, die ich in einigen Alternativeinspielungen kenne, habe ich schon spannender zupackender gehört.
Grüße Jürgen
Cantus Arcticus (05.07.2011, 11:25): Heute ist die Bach-Familie bei mir zu Gast im CD-Player:
Wilhelm Friedrich Ernst Bach: http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0761203967223.jpg Schmithüsen, Crook, Schwarz, Mertens and other soloists Rheinische Kantorei Das Kleine Konzert Hermann Max
Johann Michael Bach: http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0761203967124.jpg Gleiche Besetzung wie oben: Schmithüsen, Crook, Schwarz, Mertens and other soloists Rheinische Kantorei Das Kleine Konzert Hermann Max
Johann Christian Bach: http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0761203971824.jpg Emma Krkby Markus Schäfer L'Orfeo Barockorchester Michi Gaigg
Grüsse Stefan
Jürgen (05.07.2011, 11:29): http://www.jpc.de/image/w600/front/0/8424562209213.jpg
Claudio Monteverdi: Primo Libro dei Madrigali (1587), La Venexiana 2006
Arnold Bax: Winter Legends Morning Song ‘Maytime in Sussex’ Saga Fragment
Piano: Ashley Wass James Judd / Bournemouth Symphony Orchestra 2010
Die Winterlegenden für Klavier und Orchester sind ein sehr düsteres, vergrübeltes Werk. Bax selber beschrieb es als ein "Stück über nordische Landschaften voller Seen und Kiefernwälder und dunkler Legenden". Stimmungsmäßig liegt das alles in der Richtung seiner drei "Northern Ballads". Das Werk steht auch einer symphonischen Dichtung näher als einem Klavierkonzert. Es gibt viele musikalische Wendungen wie in einer literarischen Erzählung, und das Klavier sorgt in erster Linie für Stimmungszauber, nur selten drängt es sich virtuos in den Vordergrund.
Cantus Arcticus (06.07.2011, 11:20): Hyvää päivää :rofl
Bei mir läuft die unlängst hier besprochene 1. Symphonie von Sibelius unter Lorin Maazel und dem Pittsburgh Symphony Orchestra:
Warum ist das so? Die Aufnahme ist wie ein ungeschliffener Diamant, hat Ecken und Kanten und ist mitunter ein bisschen sperrig, rauh und auch trocken. Das Blech tritt vielleicht ein wenig zu sehr in den Vordergrund, aber das schadet dem Werk ganz und gar nicht. Sie ist nicht ganz so dynamisch wie die Sony/BMG Ausgabe, aber sie spricht mich auf einer tiefen emotionalen Ebene an.
Ich weiss nicht, aber geht es euch auch so, dass Ihr Aufnahmen von Werken besitzt, wo die technischen Aspekte vollkommen in den Hintergrund treten, die Ihr aber trotz ihrer Unzulänglichkeiten heiss und innig liebt?
Mir geht es jedenfalls so....
Tervehdys :hello
Stefan
Jürgen (06.07.2011, 13:44): http://ecx.images-amazon.com/images/I/410P8TVPN9L._SL500_AA300_.jpg
Orlando di Lasso: Lagrime di San Pietro, Huelgas Ensemble - Paul van Nevel 1996
Jürgen (06.07.2011, 16:26): http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9288276.jpg
Monteverdi: Ottavo Libro dei Madrigali (1638), La Venexiana 2005
Ich genehmige mir einen 90minütigen Querschnitt.
Grüße Jürgen
Amadé (06.07.2011, 18:33): Original von Cantus Arcticus Ich weiss nicht, aber geht es euch auch so, dass Ihr Aufnahmen von Werken besitzt, wo die technischen Aspekte vollkommen in den Hintergrund treten, die Ihr aber trotz ihrer Unzulänglichkeiten heiss und innig liebt?
Na klar, immer wieder, sonst müsste ich doch auf die meisten historischen Einspielungen von Furtwängler, Toscanini, Fritz Busch, Gerhard Hüsch ....... verzichten. Interessante Beobachtung: Meine Ohren stellen sich schnell auf den neuen (unzulänglichen) Klang ein.
Gruß Amadé
Nordolf (06.07.2011, 22:03): Zum ersten Mal im Player:
Aus dieser Box erklang soeben die spannende, abwechslungsreiche 1. Symphonie von Arnold Bax mit Vernon Handley und dem BBC Philharmonic. Bei englischen Komponisten ist Handley für mich die erste Wahl. Und wenn ich gleich bei den ersten Takten diesen harschen Bläserklang höre und die energische Gangart vernehme, mit der Handley zu Werke geht, weiß ich auch warum.
ab (06.07.2011, 22:17): http://ecx.images-amazon.com/images/I/511%2B6kWqqjL._SL500_AA300_.jpg
Jürgen (07.07.2011, 08:21): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51rTDo1HNLL._SL500_AA300_.jpg
Huelgas Ensemble - Paul van Nevel: À Quarante Voix, 2005
Jürgen (07.07.2011, 09:43): http://www.jpc.de/image/w300/front/0/4809056.jpg
Jean Richafort: Requiem in memoriam Josquin Desprez & Motets 2002
Ich zitiere mal eine Bewertung, die ich in den Tiefen des Internet gefunden habe: Original von salisburgensis aus einem anderen Forum
Vermutlich hat Richafort das Requiem auf den Tod von Josquin Desprez - er starb 1521 - komponierte, der wohl sein Lehrer gewesen ist. Mehrfach zitiert er darin Werke aus Josquins Feder. Es ist ein grandioses Werk, einzigartig mit seinen großen Bögen trotz strenger kontrapunktischer Durcharbeitung. Man könnte sogar davon sprechen, dass die Melodie im Vordergrund steht, obwohl es keine ausgemachte Melodiestimme gibt. Es ist ein sanft dahinfließender Strom, der zugleich schmerzerfüllt aber auch tröstlich ist.
Wie nun das Huelgas Ensemble dieses Werk zu Gehör bringt, kann man nicht anders als sensationell bezeichnen. Wie aus dem Fließen immer wieder einzelne Stimmen ganz behutsam aufblühen und wieder in den Strom zurückfinden, wie lange Haltetöne belebt werden, das ist atemberaubend schön und erzeugt eine unglaubliche Spannung. Dabei steht immer der Klang im Vordergrund, der Text dient fast nur als Beiwerk und ist dadurch manchmal nicht leicht zu verstehen, wobei französisch ausgesprochenes Latein das Verstehen noch erschwert. Aber das ist kein Mangel des Chores sondern gehört zur Interpretation des Stückes. Allzu deutliche Artikulation würde wahrscheinlich eher störend wirken. Das Fließen der Musik geht immer bis zum verklingen des Schlußakkordes, ja die Musik geht sogar über den Schluss hinaus, weit hinein in die Stille. Ich habe selten so schöne Schlüsse gehört wie in dieser Aufnahme! Wie beiläufig werden auch die immer wieder vorkommenden herben Dissonanzen in den ewigen Strom integriert.
Der äußerst homogene, schön rund und volle Chorklang des Huelgas Ensembles bei perfekter Intonation machen die CD endgültig zu einer Aufnahme für die berühmte Insel.
So treffend und fachmännisch hätte ich es natürlich nicht formulieren können, ich will ihm aber zustimmen.
Grüße Jürgen
Peter Brixius (07.07.2011, 11:08): Beim Aufräumen fiel mir eine Promotion-CD von Warner in die Hände, die bei Gramophone erschienen war, eine Zusammenstellung von Stücken der preiswerten apex-Serie durch einen Redakteur. Das hat der durchweg mit Geschmack erledigt, mit einer ganzen Anzahl von Stücken, die Appetit auf weniger bekannte Musik machen (wie etwa auf die vorzügliche Sinfonie Nr. 1 g-moll von Méhul). Ganz so geschmacksicher scheint Jolly allerdings nicht im Barock zu sein, denn der Pachelbel-Hit Canon in D wird in einer Version abgeliefert, die man auch auf folgender CD hören kann
Jean-François Paillard präsentiert mit seiner Truppe einen Schmachtfetzen sondergleichen. Da habe ich mir schnell den zuverlässig guten Neville Marriner nachgeschenkt
... und so geht es auch, ruhig musiziert ohne Streicherpizzicati u.ä. in den Begleitstimmen. Auch der Rest der CD bringt Bekanntes in hervorragender interpretatorischer Qualität. Die "Toy-Symphony" ist übrigens die komplette Cassatio ex G, was aus dem Cover nicht hervorgeht.
Naja, und nun Tartinids Teufeltriller. Was man eben so beim Aufräumen findet.
Liebe Grüße Peter
Agravain (07.07.2011, 11:24): Nachdem ich eben die Lieder aus Elgars Bühnenmusik zu "The Starlight Express" gehört habe
muss es jetzt Bruckner 8 sein. Ich höre die Aufnahme meines insgesamt favorisierten Bruckner-Dirigenten: Giuseppe Sinopoli.
Der 2. von Brahms hängt man gerne die Attribute pastoral, lichtvoll und heiter an. Der Komponist sah das freilich anders und sprach einmal von einer kaum auszuhaltenden Melancholie. Friscay schlägt sich ganz eindeutig auf die Seite von Brahms und erteilt der Wörthersee-Seligkeit eine Absage. Er interpertiert das Werk sehr düster und voller dramatischer Wucht und Schärfe. Bei Fricsay ist es fast überflüssig zu vermerken, dass das dabei völlig organisch und natürlich wirkt.
Jürgen (08.07.2011, 13:53): http://www.jpc.de/image/w300/front/0/4809056.jpg
Jean Richafort: Requiem in memoriam Josquin Desprez 2002
Es war so gut, dass ich es noch einmal hören muss.
Grüße Jürgen
Severina (08.07.2011, 18:16): Seit gestern in Endlosschleife - meine Entdeckung des Jahres 2011 - und mit jedem Anhören mehr entzückt:
lg Severina :hello
Bassbariton92 (08.07.2011, 20:02): Ich höre seit Kurzem diese wunderschöne Aufnahme von Hoffmann´s Erzählungen von Offenbach fast ununterbrochen
Ein Kritiker schrieb in der Chicago Tribune, dass der Dirigent von seinen männlichen Solisten im Stich gelassen wurde. Wenn er damit meint, dass auf dieser Aufnahme endlich einmal die für eine Totenmesse gebotene Zurückhaltung zu hören ist, dann gebe ich ihm recht.
Arnold Bax: 5. Symphonie Vernon Handley / BBC Philharmonic 2003
Ich beschäftige mich die letzten beiden Tage viel mit dieser Box. Die gerade laufende 5. Symphonie ist Jean Sibelius gewidmet und von diesem finnischen Komponisten beeinflusst. Im 1. Satz gibt es ganz bewußt Anklänge an die 4. Symphonie von Sibelius. Ansonsten ist hier wieder vieles typisch Bax: insbesondere dieses irrisierende, flirrende Wechseln der Instrumente bzw. Instrumentengruppen, was den Klängen etwas sehr Bewegtes, fast Unruhiges gibt und die Symphonie in die Richtung einer Tondichtung schiebt. Häufig muss ich auch an Filmmusik denken: - dieser Eindruck wird durch die vielen bedrohlich-heroischen oder dunklen, naturnahen Stimmungen in der Musik von Bax verstärkt.
Jürgen (09.07.2011, 17:37): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51BFvnWkPjL._SL500_AA300_.jpg
Herbert Hamilton Harty (1879-1941): The Children of Lir, Thomson 1996
Agravain hat mich drauf gebracht. Vielen Dank.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (10.07.2011, 07:28): Erstkontakt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/510IYeiv6XL._SL500_AA240_.jpg Rued Langgaard; Antikrist; Ole Schmidt
"A religious mystery opera. A magnificent doomsday vision. A full length nightmare" geschrieben 1921 im Alter von 27 Jahren.
Cetay (inaktiv) (10.07.2011, 21:30): http://www.jpc.de/image/w183/front/0/4260063108297.jpg York Höller; Mythos, Klanggedicht für 13 Instrumente, Schlagzeug und elektronische Klänge (1979/80)
Schwer zu beschreiben, deswegen kurz: Sehr geil! Eine etwas fundiertere Kritik, die aber auch nicht sagt, wie es sich anhört, gibt es hier. Letzlich hilft nur hören, z.B. hier.
Weiter mit Arnold Bax in der Interpretation von Vernon Handley und dem BBC Philharmonic - jetzt die 6. Symphonie. Diese hielt Bax für seine beste Symphonie. Der erste Satz beginnt mit einem ernsten, archaisch anmutenden Motiv, das auf verschiedene Weise wiederholt wird. Danach geben sich wieder verschiedene, durchaus spätromantisch-farbige, aber schnell wechselnde, kaum ausgekostete Motive und Harmonien die Klinke in die Hand. Mit einem kurzen Orchesterschlag endet der erste Satz. Ich stehe beeindruckt, aber etwas verwirrt da. Und schon geht die Hand zur Skip-Taste, um den ersten Satz noch einmal zu hören...
Ceuleers(*1963): Nomen mortis infame Comes: Gloria Desprez: Qui habitat Wylkynson: Jesus autem;Credo Striggio: Ecce beatam lucem Massins: En venant de Lyon Rebelo: Lauda Jerusalem Gabrieli: Exaudi me Domine Tallis: Spem in alium
Die fettgedruckten Stücke sind auch auf der von ab gehörten CD Utopia Triumphans enthalten.
Grüße Jürgen
Nordolf (13.07.2011, 19:18): Monumentale, epische Symphonik der Bruckner-Nachfolge im 20. Jahrhundert:
Trotz aller Anklänge an das Vorbild prägt diese 1917 uraufgeführte Symphonie ein ganz eigener, introvertiert-resignierter Ton. Wirklich wunderschöne Musik!
ab (13.07.2011, 21:19): CD7 aus der herrlichen schwarzen Box des Huelgas Ensembles
Ich schätze mehr die Werke kleiner Besetzungen. 12 Sänger sind mir eigentlich schon zu viel, von 40 ganz zu schweigen :cool
ab (13.07.2011, 21:37): Original von ab Bei CD 6 angelangt. Und immer noch ein Chopin, den ich gut hören kann! Und immer noch unendlich viele Stunden zum Hören... :P
Und immer noch 29 CDs ungehört vor mir. Wann ich wohl endlich zu Debussy & Ravel kommen werden, weswegen ich mir eigentlich die Box gekauft hatte :A
nikolaus (13.07.2011, 22:09): http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028947619390.jpg Streichquartett Nr. 15 D. 887 (Orchesterversion)
Nikolaus
ab (13.07.2011, 23:31): Schnittke - Klaviersonate Nr. 3 von 1992 Ragna Schirmer
Irgendwie fehlt mir hier immer bei Schirmer der Sinn fürs Dramaturgischen und so könnte ich mir da interessantere Interpretationen vorstellen... Lubimov etwa? Leider kenne ich nicht die Chandos-Aufnahmen von Boris Berman, auch von einem Igor Tchetuev habe ich bis jetzt noch nie etwas gehört.
Jürgen (15.07.2011, 08:29): http://www.jpc.de/image/w300/front/0/9288276.jpg
Monteverdi: Ottavo Libro dei Madrigali (1638), La Venexiana 2005
Dieses Madrigalbuch wird bei jedem Anhören besser. Ich plane mal, alle drei CDs zu hören. Bei der Arbeit klappt das nicht immer. Es sind immerhin mehr als 3 Stunden.
Grüße Jürgen
Nordolf (15.07.2011, 11:15): Eine Empfehlung aus diesem Forum:
Die Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Tondichtungen des früh verstorbenen Polen Karlowicz sind stark von den Philosophien Schopenhauers und Nietzsches beeinflusst. Kraftvolle Stimmungen verbinden sich mit traurig-resignativen Klängen: - die Streicherteppiche wandeln sich von süßer Schwelgerei zu sehr fahlen Klangfarben, die Hörner intonieren heroische Motive und klingen dann wieder unheilvoll-düster. Die farbige Orchestrierung erinnert mich ein wenig an Richard Strauss oder auch an Szymanowski. Von der Stimmung her scheint mir eine Nähe zum späten Tschaikowsky zu bestehen.
Genau wie in seinen Szymanowski- und Penderecki-Aufnahmen erzeugt der Dirigent Antoni Wit einen wunderbar dichten, intensiven Orchesterklang. Klanglich ist die CD zudem hervorragend.
Für Spät-und Neo-Romantiker wie mich also eine klare :times10
Agravain (15.07.2011, 15:55): Bei mir gibt es ein Vergleichshören: 3 x BWV 21: Ich hatte viel Bekümmernis
Wiener Philharmoniker Wilhelm Furtwängler Live Recording: Grosser Saal des Wiener Musikvereins, 22. Februar 1953
Mein Eindruck: Eine überraschend gute Aufnahme, trotz des Hustens und Räuspernss des Publikums im Hintergrund. Es präsentiert sich hier ein Werk, welches einerseits der Spätromantik verpflichtet scheint, andererseits ist es ein Werk, das sich höchst Zeitgenössisch darstellt. An einigen Stellen meint man den Einfluss Anton Bruckners zu spüren, vor allem in der Gestaltung des dynamischen Verlaufs und im Konzept der langen Spannungsbögen im Kopfsatz. Diese Symphonie gehört zu den Werken in meiner Sammlung, bei denen ich immer wieder denke: "Warum hörst Du diese CD nicht öfter?"
Für die Freunde von Fu's Werk ist diese Einspielung sicher zu empfehlen :)
Manchmal etwas überspannt, aber sehr gut anzuhören - fast schon rockig. Kermes faziniert mich in den höchsten Lagen, in denen sie sich geradewegs in himmlische Spähren singt. Auch für Gesangsmuffel zu empfehlen.
Symphony in D major, K95/K73n Symphony No.11 in D major, K84/K73q Symphony No.10 in G major, K74 Symphony in D major, K87/K74a Symphony in D major, K120/K111/111a Symphony in C major, K96/K111b Symphony No.13 in F major, K112
Gruss Stefan
Nordolf (17.07.2011, 18:42): Original von Cantus Arcticus Bei mir gerade jetzt: Fu's 2te Symphonie
Wiener Philharmoniker Wilhelm Furtwängler Live Recording: Grosser Saal des Wiener Musikvereins, 22. Februar 1953
Mein Eindruck: Eine überraschend gute Aufnahme, trotz des Hustens und Räuspernss des Publikums im Hintergrund. Es präsentiert sich hier ein Werk, welches einerseits der Spätromantik verpflichtet scheint, andererseits ist es ein Werk, das sich höchst Zeitgenössisch darstellt. An einigen Stellen meint man den Einfluss Anton Bruckners zu spüren, vor allem in der Gestaltung des dynamischen Verlaufs und im Konzept der langen Spannungsbögen im Kopfsatz. Diese Symphonie gehört zu den Werken in meiner Sammlung, bei denen ich immer wieder denke: "Warum hörst Du diese CD nicht öfter?"
Für die Freunde von Fu's Werk ist diese Einspielung sicher zu empfehlen :)
Grüsse Stefan
Ich kann Stefan nur zustimmen :beer - daher läuft diese CD jetzt auch bei mir. Das 1948 uraufgeführte Werk beeindruckt mich mit seinem langen, weiten Atem. Selbst einige Kritiker, die Furtwängler damals "Rückwärtsgewandtheit" vorwarfen, mussten doch die Qualität des Aufbaus und der Instrumentierung einräumen.
Bach: Partita BWV 826 Schumann: Faschingsschwank aus Wien op. 26 Janacek: Im Nebel (1912) Beethoven: Klaviersonate Nr. 31 Bartok: 3 Ungarische Volkslieder
Nikolaus.
Cantus Arcticus (18.07.2011, 07:53): Zum Auftakt Mahlers 7te unter Klaus Tennstedt:
Für mich nach wie vor etwas vom Besten in der Mahlerinterpretation :down .... aber nicht nur.
Grüsse Stefan
Jürgen (18.07.2011, 13:33): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/61ug8aE529L._SL500_AA300_.jpg Colori d'amore (Werke intalienischer Barockkomponisten); Simone Kermes
Manchmal etwas überspannt, aber sehr gut anzuhören - fast schon rockig. Kermes faziniert mich in den höchsten Lagen, in denen sie sich geradewegs in himmlische Spähren singt. Auch für Gesangsmuffel zu empfehlen.
Habe ich jetzt auch mal angehört. Ich finde die Scheibe sehr erfrischend.
Nun aber zu einer Matthäus-Passion, die ich am Freitag in der Bücherei ausgeliehen habe. Ich dachte zwar, dass ich mehr MPs habe, als ich brauche, aber diese Aufnahme sieht so wertig und mit Liebe aufgelegt aus, dass der Jäger und Sammler gesiegt hat.
Heike (18.07.2011, 15:40): Lieber jürgen, das ist doch die Aufnahme der Matthäuspassion, wo die Chöre unterschiedlich stark besetzt sind? Da würde mich deine Meinung sehr dazu interessieren, die Ausschnitte (die ich ehemals im Radio hörte) klangen sehr interessant und vielversprechend Heike
Hans Pfitzner: Eichendorff-Kantate "Von Deutscher Seele"
Clara Ebers / Gertrude Pitzinger / Walter Ludwig / Hans Hotter
Eugen Jochum / Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks Chor des Bayerischen Rundfunks
1952 (live, mono)
Die Eichendorff-Kantate von Pfitzner ist geradezu ein Panoptikum der verschiedenen Facetten der romantischen Weltsicht: - das Humorvolle, das Ironische, das Heroische, die Schwermut, das Tragische, die Naturstimmungen, der Pathos des tiefen Weltgrundes. Auch die symphonischen Zwischenspiele spiegeln das wieder: ein expressionistisch-morbider "Tod als Postillon", ein impressionistisch-einzelklang-verliebter "Abend - Nacht"-Übergang, ein fahles Flöttenkonzert mit Namen "Ergebung" und schließlich ein "Vorwärts!"-Chorfinale mit heroischer Apotheose. Mir aber hat es besonders die Beschwörung des "Königs der Nacht" am Ende des ersten Teiles der Kantate angetan.
Diese Aufnahme ist vom Ausdruck der Solisten und vom Dirigat her ganz hervorragend gelungen. Der Mono-Klang ist bei weitem nicht schlecht, aber es ist nicht auszudenken wie beeindruckend das alles in Stereo daherkommen würde...
ab (18.07.2011, 18:22): Original von Jürgen Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/61ug8aE529L._SL500_AA300_.jpg Colori d'amore (Werke intalienischer Barockkomponisten); Simone Kermes
Manchmal etwas überspannt, aber sehr gut anzuhören - fast schon rockig. Kermes faziniert mich in den höchsten Lagen, in denen sie sich geradewegs in himmlische Spähren singt. Auch für Gesangsmuffel zu empfehlen.
Habe ich jetzt auch mal angehört. Ich finde die Scheibe sehr erfrischend.
Nun aber zu einer Matthäus-Passion, die ich am Freitag in der Bücherei ausgeliehen habe. Ich dachte zwar, dass ich mehr MPs habe, als ich brauche, aber diese Aufnahme sieht so wertig und mit Liebe aufgelegt aus, dass der Jäger und Sammler gesiegt hat.
Veldhofen hat ein ganz, ganz wunderschönes Weihnachtsoratorium von Bach aufgenommen und ein ganz, ganz phantastisches Membra Jesu Nostri von Buxtehude :times10
Kermes, übrigens, hatte ich letzte Jahr im Konzert erlebt und ihr exaltierten Schuhe werden mir in Erinnerung bleiben. Erfrischend, ja, berührend, nein.
Jürgen (18.07.2011, 19:43): Original von Heike Lieber jürgen, das ist doch die Aufnahme der Matthäuspassion, wo die Chöre unterschiedlich stark besetzt sind? Da würde mich deine Meinung sehr dazu interessieren, die Ausschnitte (die ich ehemals im Radio hörte) klangen sehr interessant und vielversprechend Heike
Ich will nicht behaupten, dass ich das schon so exakt herausgehört hätte. Daher schreibe ich das einfach mal ab. Andere nennen das Zitieren.
Original von Herby (Amazon Rezensentin aus Ho Chi Minh City Vietnam) Veldhoven - einst Chorleiter unter Ton Koopman - hat sich viele Gedanken zur originalen Bach gemaessen Auffuehrungspraxis gemacht die einfach bestechen. Er fuehrt die Passion ein-choerig und gleichzeitig stereophon" doppel-choerig auf indem er einmal die Idee der OVVP (One Voice per Part) uebernimmt und Chor I solistisch besetzt und Ripienisten diesen, sowohl als auch Chor II (ebenfalls solistisch besetzt) je nach Klangwunsch verstaerken laesst.
Grüße Jürgen
Jürgen (18.07.2011, 19:48): Original von ab Kermes, übrigens, hatte ich letzte Jahr im Konzert erlebt und ihr exaltierten Schuhe werden mir in Erinnerung bleiben. Erfrischend, ja, berührend, nein.
Ein Arbeitskollege, der in einem Chor singt, hat sie einmal bei Proben und Aufführungen erlebt. Er meinte heute, sie sei schon ziemlich divenhaft und eine ziemliche **.
Trotzdem kann ich die CD sehr gut hören.
Grüße Jürgen
ab (18.07.2011, 23:00): Beethoven Klavierkonzert Nr. 3 Afanassiev, Soudant, Mozarteum Orchester Oehms
Mit diesem Zyklus hat Oehms für mich eine der Platte der Nuller Jahre schlechthin vorgelegt, Danke! :down
Italienische Arien, Lauri Volpi, immer noch einer der ganz ganz Großen!
Gruß Amadé
Armin70 (19.07.2011, 20:55): Sir Granville Bantock (1868 - 1946):
Einfach genial: Musik, Interpretation und Klangqualität
Armin
Jürgen (20.07.2011, 09:11): http://www.musicweb-international.com/classrev/2001/Oct01/Wagner_Meistersingers_GROC.jpg Die Meistersinger von Nürnberg, Karajan 1970 3.Akt ab: "Die selige Morgentraum-Deutweise"
L'Arpeggiata - Christina Pluhar: La Tarantella - Antidotum Tarantulae 2001
In der Bücherei war diese CD unter World Music einsortiert. Vielleicht der Grund dafür, dass sie mir nicht schon früher aufgefallen ist. Es ist aber nicht ganz verkehrt, da hier italienische Volksmusik des 17.Jahrhunderts zum Besten gegeben wird. Es gefällt mir nicht alles, aber das meiste sehr.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (20.07.2011, 11:56): "Aus aktuellem Anlass", wie man zu sagen pflegt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51heAfjyxiL._SL500_AA300_.jpg Mozart; Sinfonie Nr. 38; Krips
Armin70 (20.07.2011, 16:36): Sinfonik aus Schweden:
Wilhelm Peterson-Berger (1867 - 1942):
Mal wieder ein Beweis dafür, dass Skandinavien musikalisch mehr zu bieten hat als Grieg, Sibelius und Nielsen.
Armin
Cantus Arcticus (20.07.2011, 22:19): Original von Armin70 Sinfonik aus Schweden:
Mal wieder ein Beweis dafür, dass Skandinavien musikalisch mehr zu bieten hat als Grieg, Sibelius und Nielsen.
Armin
Hallo Armin Neben Hugo Alven ist es gerade auch dieser Komponist, den ich oft im CD Player habe:
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0761203957828.jpg und http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0761203935321.jpg
Gruss Stefan
ab (20.07.2011, 23:24): http://ecx.images-amazon.com/images/I/312W1P80WYL._SL500_AA300_.jpg :engel
ab (21.07.2011, 00:12): dieser Debussy ist einer meiner Glanzstücke meiner ganzen Klaviersammlung
Jürgen (21.07.2011, 15:18): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51l3Ak79yDL._SL500_AA300_.jpg
Andreas Scholl - Julian Behr - Concerto Di Viole Crystal Tears : Dowland And His Temporaries
Jürgen (21.07.2011, 16:09): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41ZmVcFnSDL._SL500_AA300_.jpg
Andre Campra: Requiem (Messe des Morts) J.E. Gardiner - The Monteverdi Choir, English Baroque Soloists
Grüße Jürgen
ab (21.07.2011, 19:47): Heute in der städtischen Bücherei als Neueingang entdeckt und gleich einmal im Ohr: Janacek - Jenufa Benackova, Kniplova Opernorchester und -chor aus Brünn František Jílek Supraphon, 1977/78
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, denn Jilek(1913-93) gilt ja als Janacek-Spezialist und darüber hinaus war er Schüler von Radoslav Kvapil, dessen Klavierspiel ich ja besonders schätze, insbesondere bei Janancek. Überdies habe ich heute schon sporadisch reingehört in im Netz gefundene Aufnahmen dirigiert von Bohumil Gregor (EMI) :( und Sir Charles Mackerras (DECCA) :) . Nun erhoffe ich von dieser einst preisgekrönten Produktion zumindest ein :W . :hello
Armin70 (21.07.2011, 20:27): @Stefan: Von dem Dänen Hakon Borresen kenne ich bis jetzt noch gar nichts aber das wird sicherlich nicht so bleiben. Da gibts noch vieles zu entdecken.
Bei mir jetzt Debussy:
Armin
ab (21.07.2011, 21:01): Original von Armin70 @Stefan: Von dem Dänen Hakon Borresen kenne ich bis jetzt noch gar nichts aber das wird sicherlich nicht so bleiben. Da gibts noch vieles zu entdecken.
Bei mir jetzt Debussy:
Armin
Ist das die viersätzige Suite oder eine längere Fassung? Das interesseirt mich sehr! :hello
Cantus Arcticus (21.07.2011, 21:49): Original von ab Original von Armin70 @Stefan: Von dem Dänen Hakon Borresen kenne ich bis jetzt noch gar nichts aber das wird sicherlich nicht so bleiben. Da gibts noch vieles zu entdecken.
Armin
Guten Abend Armin Ich habe ja so nebenbei Hugo Alfvén erwähnt. Ich habe vor geraumer Zeit eine Zusammenstellung seiner 5 Symphonien erworben, die mir sehr hörenswert erscheint und preisgünstig zu haben ist:
Neeme Järvi und die "Stockholmer" sind hierfür geradezu prädestiniert :down
Vielleicht kennst Du diese GA schon.
Gruss Stefan
ab (21.07.2011, 22:57): Endlich, endlich, endlich heraußen, der Mitschnitt der Uraufführung der Symphonie Nr. 2 von Michael F.P. Huber. :leb :leb :leb :times10
Jeder Liebhaberin und jedem Liebhaber großer Symphonik aller wärmstens ans Herz gelegt!
Armin70 (21.07.2011, 22:58): Original von ab Ist das die viersätzige Suite oder eine längere Fassung? Das interesseirt mich sehr! :hello
In dieser Aufnahme wurde die komplette Bühnenmusik von Claude Debussy, die er in Zusammenarbeit mit Andre Caplet komponierte, aufgenommen.
Das Werk ist in 5 Akte unterteilt und hat eine Gesamtspielzeit von knapp 53 Minuten. Die Ausführenden in dieser Aufnahme sind:
Florence Kopleff und Catherine Akos: Alt Phyllis Curtin: Sopran Charles Munch: Sprecher New England Conservatory Chorus Boston Symphony Orchestra Charles Munch
Die Aufnahmen entstanden am 29. und 30. Januar 1956 und die zusätzlich auf dieser CD enthaltene Iberia-Suite wurde am 16. Dezember 1957 aufgenommen.
Armin70 (21.07.2011, 23:04): Original von Cantus Arcticus Original von ab Original von Armin70 @Stefan: Von dem Dänen Hakon Borresen kenne ich bis jetzt noch gar nichts aber das wird sicherlich nicht so bleiben. Da gibts noch vieles zu entdecken.
Armin
Guten Abend Armin Ich habe ja so nebenbei Hugo Alfvén erwähnt. Ich habe vor geraumer Zeit eine Zusammenstellung seiner 5 Symphonien erworben, die mir sehr hörenswert erscheint und preisgünstig zu haben ist:
Neeme Järvi und die "Stockholmer" sind hierfür geradezu prädestiniert :down
Vielleicht kennst Du diese GA schon.
Gruss Stefan
Hallo Stefan,
die Sinfonien von Hugo Alfven kenne ich bis jetzt noch nicht aber ich kann mir gut vorstellen, dass Neeme Järvi mit den Göteborger Sinfonikern die Werke sehr gut interpretieren.
Von Alfven habe ich immerhin eine Aufnahme seiner Schwedischen Rhapsodien, die mir auch sehr gut gefällt:
Die Sinfonien von Hugo Alfven stehen noch auf meiner langen musikalischen "To-Do-Liste".
Armin
ab (22.07.2011, 00:07): L V BEETHOVEN SONATA 32 Op. 110 CEDRIC PESCIA hier
Jürgen (22.07.2011, 10:25): Bis eben: http://ecx.images-amazon.com/images/I/31y5hiWb5NL._SL500_AA300_.jpg
Monteverdi: Vespro della Beata Vergine (1610), L`Arpeggiata - Christina Pluhar
Nun bin ich auf Mozarts Klavierquartett KV 478 umgestiegen:
Am interessantesten fand ich Kuerti, sehr schlüssig auch Gulda.
Seltsam, die op. 110er könnte ich mich nicht so oft hinereinander anhören... :hello
ab (22.07.2011, 21:49): Original von Armin70 Original von ab Ist das die viersätzige Suite oder eine längere Fassung? Das interesseirt mich sehr! :hello
In dieser Aufnahme wurde die komplette Bühnenmusik von Claude Debussy, die er in Zusammenarbeit mit Andre Caplet komponierte, aufgenommen.
Das Werk ist in 5 Akte unterteilt und hat eine Gesamtspielzeit von knapp 53 Minuten. Die Ausführenden in dieser Aufnahme sind:
Florence Kopleff und Catherine Akos: Alt Phyllis Curtin: Sopran Charles Munch: Sprecher New England Conservatory Chorus Boston Symphony Orchestra Charles Munch
Die Aufnahmen entstanden am 29. und 30. Januar 1956 und die zusätzlich auf dieser CD enthaltene Iberia-Suite wurde am 16. Dezember 1957 aufgenommen.
Danke, das interessierte mich sehr, fand ich doch sonst alle Fassungen der fragments symphoniques wenig überzeugend. Grandios ist aber die fünfaktige Fassung von Inghelbrecht (1955, 62:55), GANZ grandios im Hohen Stil von André Falxon rezitiert. :times10 Gleich hineine damit:
Cetay (inaktiv) (22.07.2011, 23:14): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41Vl6yznQ-L._SL500_AA300_.jpg Xenakis et al.; CCMIX: New Electroacoustic Music From Paris (a compilation of electronic music blended with acoustic instruments from several French composers) Hieraus zuletzt: Daniel Terrugi; Gestes De L'écrit For Upic
OMF* wie g**l kann Musik sein?
Amadé (23.07.2011, 10:24): Zum heute beginnenden beruflichen Ruhestand jetzt:
Haydn: Sinfonie Nr.45 fis-moll
Grüße Amadé
Cetay (inaktiv) (23.07.2011, 14:30): Original von Amadé Zum heute beginnenden beruflichen Ruhestand (...)
Meine aufrichtigen Glückwünsche! Ich würde auch lieber heute als morgen aufhören, habe aber noch keine lebensstandarderhaltende Alternative zum Selbstverschleiß im kapitalistischen Mahlwerk gefunden. Zum Glück ist Wochenende:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51mpolMrCZL._SL500_AA300_.jpg Bruckner; Sinfonie Nr. 0 "Die Nullte"; Tintner
ab (23.07.2011, 15:28): Original von Amadé Zum heute beginnenden beruflichen Ruhestand
Auch meine aufrichtigen Glückwünsche! Glück, vor allem nicht in die Falle zu tappen, und sich zu übernehmen im Haufen der vielen Dinge, zu denen man meinte, erst nach dem Berufsleben Zeit zu finden!
Glück wünsche ich auch Cetay, dessen Zeilen mich gerade sehr getroffen und mich schlagartig sehr traurig gemacht haben.
Verstärkt wird diese meine Gefühlslage durch eine geradezu überragende Interprtation der Sonate op. 111 von Beethoven, gespielt von Backhaus aus seinem bloß in Italien einmal auf CD herausgekommenen Mono-Zyklus, die ich geliehen bekommen habe. :down
ab (23.07.2011, 15:47): Sonate op. 111 von Beethoven, gespielt von Backhaus aus seinem Stereo-Zyklus. Wieviel konventioneller, ja fast virtuos und architektonisch deutlich weniger überzeugend wirkt doch diese Fassung entgegen seiner früheren Interpretation...
ab (23.07.2011, 17:02): Bei mir spielt gerade Maria Grinberg Bethovens 5. Klavierkonzert, und zwar genaus so, wie ich es gar nicht mag. Irgendwann einmal ging es hier im Forum um die Frage, was eine "teutonische" Beethoveninterpretation sei, und Grinberg, wie viel ander Russen auch, würde mir dazu sofort einfallen. Alexander Gauk aber begleitet - wieder einmal - ausgezeichnet hier mit dem Staatlichen Radio- und Fernsehsymphonieorchester der UdSSR am 23.1.1957. Danach wir Tatiana Nikolayeva Bahs erstes Kalvierkonzert mit Schodédtwenskij (1956) spielen - und ich fürchte, das wird mir auch nicht besser gefallen. CD 8 ist wohl nichts für mich...
Apropos, ich sehe gerade, dass die 25 CDs für 11 EUR verramscht werden! http://ecx.images-amazon.com/images/I/51g0BzzqoxL._SL500_AA300_.jpg
Armin70 (23.07.2011, 22:50): Zum ersten Mal habe ich Bruckner von Herreweghe dirigiert gehört:
Ich fands durchaus überzeugend. Sehr schöner dunkel gefärbter und gut durchhörbarer Orchesterklang.
nikolaus (24.07.2011, 10:16): Gestern habe ich im Radio eine großartige Aufnahme des Oktetts von Mendelssohn gehört, leider nicht mitbekommen, wer spielte.
Original von Nikolaus Gestern habe ich im Radio eine großartige Aufnahme des Oktetts von Mendelssohn gehört, leider nicht mitbekommen, wer spielte.
@ Nikolaus
Habe gestern Morgen im Autoradio genanntes Oktett von WdR gehört, angesagt waren Cleveland und Tokyo Quartett, vielleicht war es diese Sendung, die Du gehört hast. Zur Qualität der Aufnahme will ich mich jedoch - Autoradio! - nicht äußern.
Gruß Amadé
ab (24.07.2011, 18:03): :times10 :engel Wer eine Alternative zu du Pré sucht: voilà hier ist sie!
Natalie Clein (cello) Royal Liverpool Philharmonic Orchestra/Vernon Handley rec. 28-29 May 2007, Philharmonic Hall, Liverpool. DDD EMI http://www.musicweb-international.com/classrev/2007/Nov07/Elgar_Clein_5014092.jpg
nikolaus (24.07.2011, 18:39): Original von Amadé
Original von Nikolaus Gestern habe ich im Radio eine großartige Aufnahme des Oktetts von Mendelssohn gehört, leider nicht mitbekommen, wer spielte.
@ Nikolaus
Habe gestern Morgen im Autoradio genanntes Oktett von WdR gehört, angesagt waren Cleveland und Tokyo Quartett, vielleicht war es diese Sendung, die Du gehört hast. Zur Qualität der Aufnahme will ich mich jedoch - Autoradio! - nicht äußern.
Gruß Amadé
Ja, das wird es gewesen sein. Mir hat es gut gefallen!
Nikolaus :hello
nikolaus (24.07.2011, 20:00): Live aus Verbier als konzertante Aufführung mit leichtem szenischen Einschlag:
Giacomo Puccini
Tosca
Verbier Festival Orchestra Collegiate Chorale Gianandrea Noseda conductor
Tosca: Barbara Frittoli soprano Cavaradossi: Riccardo Massi tenor Scarpia: Ambrogio Maestri bass baritone Angelotti: Robert Gleadow bass baritone Sagrestano: Matteo Peirone bass Spoletta: Carlos Osuna tenor
Nikolaus.
ab (24.07.2011, 23:31): Dvorak Sinfonie nr. 1 Vaclav Neumann, Tp Supraphon
Vaclav Neumann gehört für mich neben Raphael Kubelik zu den begnadeten Dvorak Interpreten. Diese GA gefällt mir ausserordentlich gut, gerade die 1. Symphonie ist - so finde ich - ein Meilenstein :).
:hello Stefan
Cantus Arcticus (25.07.2011, 11:18): Bei mir ist aber nicht Dvorak heute das Thema, sondern die Metamorphosen Ovid's:
Werk Die Missa, entsanden in der relativ kurzen Zeit zwischen Mai und Juli 1894 hat auch heute noch einen schwierigen Stand, muss sie sich doch gegen übermächtige "Nachbarn" behaupten wie die Messen Anton Bruckners, die Deutsche Messe von Schubert oder gegenüber der Missa Solemnis von Ludwig van Beethoven. Dieses Werk rangiert nicht auf den vorderen Plätzen der populären Sakralwerke und wenn man sich dieses Opus anhört, versteht man auch warum. Das zeitlos Gültige der grossen Werke fehlt hier, die Demut Bruckners vor dem Allgewaltigen ist nicht auszumachen ebenso wenig das Erhabene und für sich Einzigartige einfordernde Element Beethovens wird hier vermisst. Dem Werk fehlt irgendwie die innere Spannung....
Interpretation Was den Klang und das Mastering betrifft, ist die Aufnahme ein glatter Durchfall :(. Im Kyrie spielt das Ensemble ungenau zusammen und der Chor verschwindet im Klangbrei. Die Solisten haben ebenfalls keine Chance, hier hinsichtlich Klangfarbe und Artikulation hervorzutreten, da sie vom Ensemble absorbiert werden. Vor allem Bass und Tenor sind nur diffus im Gesamtklanggebilde auszumachen. Gesamthaft ist die Einspielung viel zu leise und das ganze klingt wie hinter einer Gardine gespielt.
Schade, denn grundsätzlich könnte das Werk - in einer wirklich guten Einspielung - an Format gewinnen.
Viele Grüsse Stefan
Armin70 (27.07.2011, 00:34): Bei mir gabs Musik von Erich Wolfgang Korngold:
Much ado about nothing, op. 11 Ouvertüre "Sursum Corda", op. 13 Klavierkonzert für die linke Hand, op. 17
Cantus Arcticus (27.07.2011, 09:16): Heute Frederick Delius bei mir zu Gast:
CD2 1. Summer Evening (6:31) 2. Summer Night on the River (6:23) 3. A Song of Summer (9:34)
North Country Sketches 4. - 1. Autumn: The Wind Soughs in the Trees (7:25) 5. - 2. Winter Landscape (4:10) 6. - 3. Dance (6:47) 7. - 4. The March of Spring: Woodlands, Meadows and Silent Moors (8:24)
8. Lebenstanz (15:21) 9. Cynara (9:30)
To Be Sung of a Summer Night on the Water 10. - 1. Slow, but not dragging (2:11) 11. - 2. Gaily, but not Quick (2:04)
Ensembles Northern Sinfonia of England; Richard Hickox (1) London Philharmonic Orchestra; Vernon Handley (2) Royal Philharmonic Orchestra; Sir Charles Groves (3 - 8) Royal Liverpool Philharmonic Orchestra; Sir Charles Groves (9) Choir of King's College, Cambridge; Robert Tear (tenor); Sir Philip Ledger (10 - 11)
Wunderbare Musik :engel
Grüsse Stefan :hello
Jürgen (27.07.2011, 14:12): http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0761195106723.jpg
Agnes Giebel Hertha Töpper Peter Schreier Theo Adam
Thomanerchor Leipzig Mitglieder des Gewandhausorchesters Leipzig Erhard Mauersberger
1966
____________________________________
So geh herein zu mir, du mir erwählte Braut! Ich habe mich mit dir von Ewigkeit vertraut. Dich will ich auf mein Herz, auf meinen Arm gleich wie ein Sigel setzen, und dein betrübtes Aug’ ergötzen. Vergiß, o Seele, nun die Angst, den Schmerz, den du erdulden müssen; auf meiner Linken sollst du ruhn, und meine Rechte soll dich küssen. _____________________________________
:engel
BESTE Grüße Daniel
Cantus Arcticus (28.07.2011, 10:56): Bei mir ein Werk, welches mich jedesmal fesselt:
Alsfelder Vokalensemble Steintor Barock Ensemble für alte Musik Bremen Wolfgang Helbich - Leitung Barbara Schlick - Sporan Isolde Assenheimer - Alt Harry van Berne - Tenor Harry van der Kamp - Bass
Joseph Leopold Eybler (1765 – 1846) Geboren 1765 in Schwechat geboren, gehört Joseph Leopold Eybler zu den Komponisten, die zu Lebzeiten berühmt und hoch geschätzt waren, heute jedoch nahezu vergessen sind. Eybler, der im nahem resp. unmittelbaren Umfeld Joseph Haydns und auch Wolfgang Amadeus Mozarts aufwachsen durfte, gehörte zu deren besten Freunden. Die musikalische Prominenz Wiens war ihm sehr gewogen und die daraus entstandene Gönnerschaft - unter anderem diejenige des Barons von Swieten und die seines Lehrers Albrechtsbergers - liessen Kaiserin Maria Theresia ebenfalls auf ihn aufmerksam werden. Eybler hat in ihrem Auftrag einige Werke geschaffen. 1804 erfolgte seine Ernennung zum Vizehofkapellmeister, er wurde damit keinem geringeren als dem Meister Antonio Salieri zur Seite gestellt und konnte somit seine Stellung am Hofe festigen. Mitunter verzichtete er für 2 Jahre auf eine Entlöhnung und lieferte darüber hinaus noch einige Werke jeglicher Gattungsrichtung. 1824 ging Salieri in den verdienten Ruhestand und Kaiser Franz I. ernannte Eybler zum Hofkapellmeister, 11 Jahre später wurde er – auf eigenen Wunsch hin- in den Adelsstand erhoben und trug fortan den erblichen Titel "Edler". Seine musikalische Karriere dauerte jedoch nur bis 1833. Während der Leitung einer Aufführung von Mozarts Requiem erlitt Joseph Eybler einen Schlaganfall. 13 Jahre später verstarb er im Juli 1846.
Joseph Eybler schrieb Werke in vielen Gattungen. Eine Oper, diverse Kammermusikwerke, Sinfonien und Kirchenmusik zeugen vom vielfältigen Schaffen des heute vergessenen Künstlers. Dass er als erster im Auftrag Constanze Mozarts begann, das fragmentarische Autograph des Requiems ihres Mannes Wolfgang Amadeus zu ergänzen, bewahrte in vor der vollständigen Versenkung in den Annalen der Musikgeschichte.
Requiem in c Moll (1803) Das Requiem in c Moll entstand 1803 und war eine Auftragskomposition des Hofes und wurde an der Totenmesse für Leopold II. aufgeführt. Gegenüber den Werken Mozarts und Haydns präsentiert sich das Requiem in einer eigenwilligen Form der Gestaltung und der Ausdruck ist sehr individuell gehalten. Die unterschiedliche Konzeption hebt sich deutlich von den üblichen Werken der damals zeitgenössischen Kirchenmusik ab. (vgl. Ernst Herzog, 1993, cpo)
Fazit Die Einspielung Wolfgang Helbichs mit dem Alsfelder Vokalensemble und dem Steintor Barock Bremen Ensemble für alte Musik zeigt eine erfreuliche Frische und Lebendigkeit. Gespielt wird auf authentischen Instrumenten und dem Werk wird Raum und Luft gelassen. Die Strukturen sind sehr klar und transparent. Die Alsfelder Stimmen erscheinen im Klangbild sehr ausgewogen und homogen, die Momente der Trauer sind spürbar, ohne jedoch übermässig im Pathos zu versinken. Die Solisten sind perfekt eingebettet im Gesamtgebilde und die Stimmen harmonieren sehr schön. Als Aufnahmeort wurde der Dom zu Wetzlar gewählt, der akustisch die perfekte Grundlage für dieses Werk bildet.
Eine empfehlenswerte Produktion eines mehr als nur hörenswerten Werkes :down :down :down
Auffallend ist hier die frappante Ähnlichkeit des Concerto for Oboe, Traverse Flute, and Orchestra in G minor S. 238 (S = Werkverzeichnis Seibel) mit den entsprechenden Werken Antonio Vivaldis. Das Booklet zur CD erklärt dann auch, warum:
(Zitat: Das Konzert für eines oder mehrere Soloinstrumente und Orchester war Anfang des 18. Jahrhunderts in ganz Europa eine Sache des italienischen Stils. Zitat Ende).
Die Konzerte sind leichtfüssig und unterhaltsam. Thomas Albert und die Fiori Musicali machen ihre Arbeit sehr gut und mit viel Spielfreude. Die Solisten Laurence Dean (Traverse Flute), Martin Stadler (Oboe), Hariett Herrle (Oboe Tracks 1-3) und Thomas Albert selbst (Violine Tracks 10-13) sind souverän und technisch sauber.
Schön :rofl Gruss Stefan
ab (28.07.2011, 22:28): Original von Amadé eine Neuanschaffung:
ab (28.07.2011, 22:32): Gustav Mahler, Sinfonie Nr 1 "Der Titan" Süddeutsche Philharmonie Denis Zsoltay
Die von mir hoch geschätzte Einspielung der ersten Sinfonie Mahlers von Denis Zsoltay mit der Süddeutschen Philharmonie (etwas 1970er verräuschelt und dumpf), aber musikalisch sehr beeindruckend sowie die jüdischen Wurzeln Mahlers aufdeckend, lange bevor dies die Jazzer um Uri Cane aus New York getan haben. Mein Geheimtipp in Sachen Mahler #1
Armin70 (28.07.2011, 22:35): Orchestermusik von Charles Koechlin:
Interessante Klangfarben, besonders die exotischen Klänge des Ondes Martenot sind spektakulär.
Cantus Arcticus (29.07.2011, 11:32): Erik Satie http://ecx.images-amazon.com/images/I/41N5BWUGT%2BL._SS400_.jpg
CD 1 Gymnopédie No.1 (orch. Debussy) Gymnopédie No.3 (orch. Debussy) Parade, ballet réaliste Relâche - ballet instaneisté en deux actes
Orchestre de la Société des Concerts du Conservatoire Louis Auriacombe
Gruss Stefan
Amadé (29.07.2011, 18:32): Mein erster Eindruck ist dieser:
Der Dirigent tastet sich mit seinem Orchester von Stelle zu Stelle (gilt insbesondere für die ersten drei Sätze), ich kann keine großen Bögen ausmachen, Nott musiziert meist auf einer, nicht auf mehreren Ebenen. Ein großer Wurf, wie bei seiner 9., scheint das nicht zu sein.
ab (02.08.2011, 23:36): Josquin des Prez - Motetten und Lieder Hilliard Ensemble, http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qpDSKenAL._SL500_AA300_.jpg
Cetay (inaktiv) (03.08.2011, 08:29): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51JaSNuDgBL._SL500_AA240_.jpg Tüür; Zeitraum; Anu Tali
Die Erstbegegnung mit diesem Werk und nach einer halben Minute ist mein Puls am Anschlag. ***!! ... was für ein gewaltiger Auftakt. Mit der Zeit verflacht es dann arg, wie bei den Nordics allzuoft gehört.
uhlmann (03.08.2011, 16:37): habe in den letzten tagen einen mitschnitt des 2001er rings aus der oper seattle gehört: ich bin doch glatt begeistert.
der mir bisher völlig unbekannte dirigent franz vote, der auch schon, wie ich gelesen habe, assistent in bayreuth war, dirigiert dort einen der mitreißendsten ringe, die ich kenne. ganz im stile karl böhms, enorm vorwärts-drängend, sehr dramatisch, überhaupt nicht auf "schöne stellen" aus, sondern mit blick auf den fortgang der handlung, dabei sehr sängerfreundlich - einfach rundum gut. stellt imo orchestral den wiener ring der letzten jahre unter welser-möst, von dem ich einige vorstellungen gesehen habe, klar in den schatten. über solche völlig unerwarteten aha-erlebnisse freue ich mich ganz besonders.
ich will hier die links zu dem mittschnitt nicht öffentlich posten. wen's interessiert, bitte pn.
greetings, uhlmann
Cantus Arcticus (03.08.2011, 16:41): Johann Ernst Hartmann (1726 - 1793) Complete Symphonies
Armin70 (03.08.2011, 19:02): Mal wieder Lust auf alte Musik bekommen:
aus dieser tollen Box:
Armin
Jürgen (03.08.2011, 21:08): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51oReOJyTYL._SL500_AA300_.jpg
Demidenko spielt Medtner
Bis vor kurzem kannte ich Medtner noch gar nicht. Dank Heike lernte ich ihn in dieser meistergültigen Einspielung kennen.
Jürgen (03.08.2011, 21:10): Original von Amadé http://ecx.images-amazon.com/images/I/613VWS4887L._SL500_AA300_.gifhttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2BtjhT7cLL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/414pCQn-eDL._SL500_AA300_.jpg
3 Tenöre im Vergleich
Gruß Amadé
Und wie ist der Vergleich ausgegangen?
Grüße Jürgen
Severina (03.08.2011, 23:08): Ich höre gerade die Radioübertragung der Macbeth-PR von denalzburger Festspielen. Nun ja. Tatiana Serjan gefällt mir sehr gut, Zejlko Lucic singt wie immer sehr schön, ist aber ein Macbeth ohne Ecken und Kanten, bleibt einfach als Charakter einiges schuldig, und ein Giuseppe Filianoti dürfte den Salzburger Festspielen eigentlich nicht passieren. Ich habe das "O patria opressa" schon lange nicht so schwach gehört. Da blieb sogar dem eher unbedarften PR-Publikum der Applaus stecken. Muti begeistert mich auch nicht wirklich, das tönt alles sehr schmeichelweich und entschärft, aber ich finde es immer schwierig, ein Dirigat nur aufgrund einer Radioübertragung seriös zu beurteilen.
Sopran: Satu Vihavainen / Bass-Bariton: Juha Uusitalo Ari Rasilainen / Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz KYL Male Chorus 2005
Sibelius' in der vorliegenden Einspielung 73minütige, über finnische Sagen handelnde Tondichtung für Sopran, Bariton, Männerchor und Orchester ist über weite Strecken von geradezu opernhafter Pompösität und Dramatik. Ari Rasilainen zeigt sich wie immer als ein hervorragender Interpret dieser Art von Musik. Das Klangbild tönt wunderbar vollmundig.
Jürgen (05.08.2011, 16:19): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41i9xluadQL._SL500_AA300_.jpg
Katia & Marielle Labeque spielen Vierhändiges von Albeniz, Lecuona und Falla
Davor hörte ich Sibelius' Zweite unter Bernstein http://image.kazaa.com/images/20/074646184820/Leonard_Bernstein_New_York_Philharm/Sibelius_Symphony_No__2_in_D_Major_/Leonard_Bernstein-Sibelius_Symphony_No_2.jpg
Grüße Jürgen
nikolaus (05.08.2011, 22:37): Alle fünfe gaaanz laut
:down Wow! Was für eine spannungsvolle, dunkle Dramatik... ein sehr farbenreiches Werk, das etwas Hypnothisches, Hineinziehendes für mich hat...
Das zwischen 1967-69 entstandene Violinkonzert des türkischen Komponisten Akses, der u.a. bei Joseph Marx und Josef Suk studierte, spricht eine neoromantische Tonsprache und hat die Ausmaße einer Symphonie.
Cantus Arcticus (07.08.2011, 14:17): Ralph Vaughan Williams: Fantasia on a Theme by Thomas Tallis.
@ Nordolf: Vielen Dank für die Anregung :thanks Original von Nordolf http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0095115112229.jpg
Arnold Bax: 5. Symphonie Vernon Handley / BBC Philharmonic 2003
Ich beschäftige mich die letzten beiden Tage viel mit dieser Box. Die gerade laufende 5. Symphonie ist Jean Sibelius gewidmet und von diesem finnischen Komponisten beeinflusst. Im 1. Satz gibt es ganz bewußt Anklänge an die 4. Symphonie von Sibelius. Ansonsten ist hier wieder vieles typisch Bax: insbesondere dieses irrisierende, flirrende Wechseln der Instrumente bzw. Instrumentengruppen, was den Klängen etwas sehr Bewegtes, fast Unruhiges gibt und die Symphonie in die Richtung einer Tondichtung schiebt. Häufig muss ich auch an Filmmusik denken: - dieser Eindruck wird durch die vielen bedrohlich-heroischen oder dunklen, naturnahen Stimmungen in der Musik von Bax verstärkt.
CD3 Symphony No. 3 in C major op. 52 The Swan of Tuonela op. 22 no. 3 from Lemminkäinen Suite Karelia op. 11 Valse triste op. 44 no.1 from Kuolema Finlandia op. 26
Gruss Stefan
Jürgen (09.08.2011, 08:49): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ayB1iEebL._SL500_AA300_.jpg
Bantock: A Celtic Symphony (für Streichorchester und 6 Harfen), Handley 1990 und danach A Hebridean Symphony.
Dora Pejacevic (1885 - 1923): Symphony In F Sharp Minor Phantasie Concertante (Piano: Volker Banfield)
Ari Rasilainen / Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz 2008
Symphonische Werke einer leider früh verstorbenen kroatischen Gräfin - angesiedelt irgendwo zwischen Bruckner, Tschaikowsky, R. Strauss und Mahler.
Besonders gefällt mir, wie im ersten Satz der Symphonie im Schönklang schwelgende Streicherteppische mit harschen schicksalshaft-tragisch anmutenden Klangfiguren kontrastiert werden. Die Themen des letzten Satzes erinnern mich etwas an Mahlers 6. Symphonie.
Nordolf (09.08.2011, 18:28): Original von Cantus Arcticus Arnold Bax:
Leif Segerstam / Helsinki Philharmonic Orchestra 1994-95
Ein sehr grandios und mystisch interpretierter Sibelius... Bei "Tapiola" sieht man den Waldgott regelrecht durch die düsteren, nordischen Wälder ziehen...
Auf jeden Fall sind Segerstams Interpretationen hier genau das Richtige für Sibeliushörer, die - wie Cetay so treffend an anderer Stelle im Forum schrieb - "mystizistisch-kulinarische Erlebnissucher" sein wollen.
Cantus Arcticus (09.08.2011, 21:18): Original von Nordolf Original von Cantus Arcticus Arnold Bax:
Und wie mundet Dir der Bax in Handleys Interpretation?
:hello
Hallo Nordolf
Ich muss sagen, Bax entwickelt sich zu einem meiner Favoriten in der englischen Musik. Seine Werke sind überaus kraftvoll und dynamisch, legen aber auch jene Abgründe frei, die den Zeitgeist im England der zwanziger und dreissiger Jahre widerspiegeln. Obwohl man eigentlich davon ausgehen kann, dass Sir Arnold ein typischer Vertreter der Ära King George V. war, sind seine Werke durchaus nicht nur dem spätromantischen Genre verpflichtet, sondern sie zeichen sich durch progressive Entwicklung hin zur Moderne aus.
Ein Kleinod in meiner Sammlung :engel
Grüsse aus der Schweiz :hello Stefan
Armin70 (09.08.2011, 22:31): Musik des isländischen Komponisten Jon Leifs (1899 - 1968):
@Stefan: Hallo Stefan, danke für den Hinweis auf die CPO-Aufnahmen von Svendsens Orchesterwerken. Da werde ich demnächst mal intensiver reinhören. Gruß Armin
Jürgen (09.08.2011, 22:31): Wie hier schon geschrieben, habe ich diesen Lohengrin mit Kubelik ausgeliehen.
Rhapsodien Nr. 1 und Nr. 2 ‘Song To The Night’ Lyrics* In St. Luke’s Monastery (Erzähler: Eva Kotamanidou) Minas The Rebel, Corsair Of The Aegean The Death Of The Valiant Woman
Byron Fidetzis / Russian State Symphonic Capella 1992
*Sopran: Julia Souglakou // Byron Fidetzis / Karlovy Vary Symphony Orchestra 1995
:down Was für eine vielseitige, musikalische Farbpalette mit exotischem Kolorit! Genau wie die Naxos-Einspielung des Triptych und der 3. Symphonie kann mich auch diese CD mit Werken von Kalomiris begeistern. Und immer wenn es auf dieser CD dramatisch wird, da brechen so richtig die Stürme los...
Wer etwas mit der instrumentalen Seite der Opern "Elektra" und "Salome" von Richard Strauss, mit der "Römischen Trilogie" von Ottorino Respighi oder den Kompositionen von Aram Khachaturian anfangen kann, sollte auch mal in Manolis Kalomiris reinhören.
Jürgen (11.08.2011, 08:06): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61DVV034TSL._SL500_AA300_.gif
Diese Sinfonie ist in dieser vernichtend resignativen Interpretation (andere kenne ich nicht - wozu auch?) eine einzige eisige Umklammerung des Hörers. Der langsame Satz gehört zum Bewegendsten und Aufwühlendsten, was mir untergekommen ist. Den mit einem Paukenschlag eingeleiteten Durchbruch des Chorals könnte man auch im "Wahnsinnsszenen"-Thread unterbringen.
Cantus Arcticus (11.08.2011, 09:59): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51U5gwy0mqL._SL500_AA300_.jpg
DSCH; Sinfonie Nr. 15; Gennadi Roshdestwenskij
Diese Sinfonie ist in dieser vernichtend resignativen Interpretation (andere kenne ich nicht - wozu auch?) eine einzige eisige Umklammerung des Hörers. Der langsame Satz gehört zum Bewegendsten und Aufwühlendsten, was mir untergekommen ist. Den mit einem Paukenschlag eingeleiteten Durchbruch des Chorals könnte man auch im "Wahnsinnsszenen"-Thread unterbringen.
Hallo Cetay Deine Beschreibung passt für mich genau auch auf die Interpretation Kondraschins in der Melodia-Gesamtausgabe:
Jürgen (12.08.2011, 08:21): http://ecx.images-amazon.com/images/I/514A9E2BHAL._SL500_AA300_.jpg
Jordi Savall: Carlos V 2000
Diese Platte wurde schon oft gelobt, aber entweder ist nicht alles darauf mein Geschmack oder ich muss sie noch ein paar mal hören.
Grüße Jürgen
Cantus Arcticus (12.08.2011, 09:37): Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/514A9E2BHAL._SL500_AA300_.jpg
Jordi Savall: Carlos V 2000
Diese Platte wurde schon oft gelobt, aber entweder ist nicht alles darauf mein Geschmack oder ich muss sie noch ein paar mal hören.
Grüße Jürgen
Hallo Jürgen ich habe von ihm die 6 Brandenburgischen Konzerte und ich empfinde diese als - gelinde gesagt - mässig gelungen. Die Flut von Produktionen, die Jordi Savall allein in den letzten 4 Jahren herausgebracht hat, ist schon fast inflationär. Weniger, dafür bessere Produktionen würde der Sache mehr dienen. Dies - wie immer - ist meine persönliche Meinung.
Ich werde nichts mehr von ihm erwerben, dafür ist es mir zu wenig.
Gruss Stefan
Cetay (inaktiv) (12.08.2011, 15:13): Original von Cantus Arcticus
DSCH; Sinfonie Nr. 15; Gennadi Roshdestwenskij
Diese Sinfonie ist in dieser vernichtend resignativen Interpretation (andere kenne ich nicht - wozu auch?) eine einzige eisige Umklammerung des Hörers. Der langsame Satz gehört zum Bewegendsten und Aufwühlendsten, was mir untergekommen ist. Den mit einem Paukenschlag eingeleiteten Durchbruch des Chorals könnte man auch im "Wahnsinnsszenen"-Thread unterbringen.
Hallo Cetay Deine Beschreibung passt für mich genau auch auf die Interpretation Kondraschins in der Melodia-Gesamtausgabe:
Gruss Stefan
Vielleicht ist ja was dran an dem Klischee, dass Landleute besonders einfühlsame Dirigenten sein sollen. Ich will mir jedenfalls nicht ausmalen, was die US-A-HU Superstartrojka daran verbrochen hat oder hätte. :ignore
Hier gibt es gleich im Auto eines der spannendsten und originellsten Projekte der letzten Jahre. Die Plastic Art Foundation wird hauptsächlich in Jazzkreisen besprochen, doch betont, dass es sich eigentlich eher um klassische Avantgarde handelt. In diesen Kreisen wird die Gruppe freilich nicht wahrgenommen. Für die Neue Musik Fraktion scheint es ein unüberwindbares Problem zu sein, Musik anzuerkennen, die -wenn auch nur ganz sporadisch- einen "Beat" und/oder für den "Rock" typische Instrumente im Einsatz hat. Da wird gerne die Crossover-Keule rausgeholt und mit einem Hieb ist die Abqualifizierung erfolgt. Bei der PAF handet es sich nicht um Crossover, denn hier wird nichts vermischt, sondern transzendiert. Die Zutaten Klassik, Jazz/Fusion, Electronica und Neue Improvisationsmusik sind in dem völlig eigenständigen Klangkosmos des Duos nicht mehr als Einzelbestandteile auszmachen.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51SnytiTRtL._SL500_AA300_.jpg PAF (Carlo Crameri: E-Gitarre, Tasteninstrumente, Kornett, Stimme; Martin Tillman: E-Cello); OR
Cetay (inaktiv) (12.08.2011, 21:47): http://ecx.images-amazon.com/images/I/5121x9zHYhL._SL500_AA300_.jpg George Crumb; Black Angels (Thirteen images from the dark land) für elektrisch verstärktes Streichquartett; Kronos Quartett
:ignore Erstbegegnung mit einem der Gipfelpunkte der neueren Quartettliteratur. Besser spät als nie.
DEPARTURE Threnody I: Night of the Electric Insects Sounds of Bones and Flutes Lost Bells Devil-music Danse Macabre ABSENCE Pavana Lachrymae Threnody II: Black Angels! Sarabanda de la Muerte Oscura Lost Bells (Echo) RETURN God-music Ancient Voices Ancient Voices (Echo) Threnody III: Night of the Electric Insects
Cetay (inaktiv) (13.08.2011, 08:03): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51H8WM78TtL._SL500_AA300_.jpg Carl & Anton Holzbläserkonzerte; Prager Kammerorchester, Vajnar
1. Carl Stamitz, KLarinettenkonzert Nr. 2; Bohuslav Zahradnik 2. Carl Stamitz, Hornkonzert Nr. 1; Zdenek Tylsar :engel :down
3. Anton Stamitz, Sinfonia concertante für 2 Flöten ; Jirí Válek, Radomir Pivoda
Jedesmal, wenn ich diesen überragenden Hornisten höre, frage ich mich, warum ich nicht mehr von bzw. mit ihm kenne. Dabei ist die Antwort einfach, also wird jetzt Abhilfe geschafft und in den "Gekauft"-Faden gewechselt.
Und dann werden diese vier Herren folgen – gleiches Werk:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qMUmsAk1L._SL500_AA300_.jpg Alban Berg Quartett
Ein schönes Wochenende, Wolfgang
Poztupimi (13.08.2011, 11:40): Die letzte Aufnahme dieses Werks für den Vormittag:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51gQm8N1PeL._SL500_AA300_.jpg Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Streichquartett Nr. 14 G-Dur KV 387 aus "Sechs Streichquartette Joseph Haydn gewidmet" Hagen Quartett
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (13.08.2011, 12:28): Noch einmal das Hagen Quartett, diesmal von ihrer jüngsten CD:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51xqvhci-SL._SL500_AA300_.jpg Anton Webern (1883-1945) Fünf Sätze für Streichquartett op. 5 Hagen Quartett
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (13.08.2011, 12:54): Noch einmal Anton Webern:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Uq%2BT6VfuL._SL500_AA300_.jpg Anton Webern (1883-1945) Sechs Bagatellen für Streichquartett op. 9 / Streichquartett op. 28 Alban Berg Quartett
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (13.08.2011, 13:18): Eine weitere Aufnahme mit dem Alban Berg Quartett:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/512KHFAdkVL._SL500_AA300_.jpg Johannes Brahms (1833-1897) Streichquartett Nr. 2 a-moll op. 51 Nr. 2 Alban Berg Quartett
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (13.08.2011, 13:42): Brahms in einer weiteren Aufnahme, diesmal das Borodin Quartett:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51JFlFPVN3L._SL500_AA300_.jpg Johannes Brahms (1833-1897) Streichquartett Nr. 3 b-moll op. 67 Borodin-Quartett
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (13.08.2011, 14:36): Mit dem Borodin Quartett werde ich jetzt mal meine Streichquartett-Tour beenden:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41C6EQDQ6YL._SL500_AA300_.jpg Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) Streichquartett Nr. 10 As-Dur op. 118 Borodin-Quartett
Grüße, Wolfgang
nikolaus (13.08.2011, 19:28): Viel zu selten gehört:
Poztupimi (14.08.2011, 10:10): Weiter mit dem Mandelring Quartett:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/512UkpbE6eL._SL500_AA300_.jpg Robert Schumann (1810-1856) Klavierquintett Es-Dur op. 44 Mandelring Quartett / Claire-Marie Le Guay, Piano
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (14.08.2011, 10:41): Noch einmal Robert Schumann mit kammermusikalischer Besetzung:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51I8IZG1rtL._SL500_AA300_.jpg Robert Schumann (1810-1856) Klavierquartett Es-Dur op. 47 Fauré Quartett
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (14.08.2011, 11:06): Noch einmal das Fauré Quartett:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/21uNoOTVgwL._SL500_AA180_.jpg Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Quartett für Klavier und Streicher Nr. 2 Es-Dur KV 493 Fauré Quartett
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (14.08.2011, 11:46): Mozart bleibt, die Interpreten wechseln – das Hagen Quartett:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41D5TWYY2BL._SL500_AA300_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/51gQm8N1PeL._SL500_AA300_.jpg Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Streichquartett Nr. 15 d-moll KV 421 / K.417b aus "Sechs Streichquartette Joseph Haydn gewidmet" Hagen Quartett
Grüße, Wolfgang
Peter Brixius (14.08.2011, 12:39): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51024A6KD3L._SL500_AA300_.jpg
Christoph Willibald Gluck: Triosonate Nr. 1 C-dur
Bei meiner Pergolesi/Gluck-Session am Freitag bin ich auch wieder auf die Problematik der Trio-Sonaten-Rezeption gestoßen, wie sie sich in dem Booklet zu dieser Aufnahme zeigt. Dass es von Pergolesi zu Gluck eine direkte Verbindung in Sachen Triosonaten gibt, war mir allenfalls unbewusst bekannt. Die Darlegungen dazu fand ich recht überzeugend. Es wird zwar noch ein paar Wochen dauern, bis ich das Thema aufgreife (mit dem Telemaco bin ich ja noch nicht am Ende), aber die Fäden, die sich nun ziehen lassen, beobachte ich schon mit großem Interesse.
Den Schuldigen für die verkorkste Rezeption habe ich inzwischen auch gefunden: Bockmaier hat im Band 5 des Handbuchs der musikalischen Gattungen geschrieben
In ihrer fast zeitgleichen Veröffentlichung eignen sich die 'Londoner' Triosonaten von Gluck und die 'Leipziger' Triosonate für Friedrich II. von Bach für eine Gegenüberstellung, die bestimmte in der Divergenz der kompositorisch-ästhetischen Möglichkeiten liegende Fluchtpunkte der seit Corelli abgelaufenen Gattungsentwicklung markiert. (S. 52)
Selbst wenn man dem Geschriebenen wohlwollend folgt, muss man , das Verzerrte einer solchen Gegenüberstellung gleich feststellen: Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen, die Intentionen der beiden Komponisten liegen weit auseinander. Und das Schlimme ist: es scheint dem Autor unmöglich zu sein, einen als Gattungsbestimmung gemeinten Vergleich von Wertungen fern zu halten. Da liest man dann
Insgesamt bleibt bei Gluck, verglichen mit dem durch stete kontrapunktische Fortspinnung realisierten 'Einheitsablauf' der Bachschen 'Allegri', das simple Prinzip der reihenden Verbindung einzelner Motigruppen dominierend. (S. 57)
Dass das jeweilige Formprinzip bewusst so gemeint ist, sollte vor Begriffen wie "simpel" abschrecken. Ich werde das im Thread zu Glucks Triosonaten ausführlicher erörtern, aber das sollte doch deutlich werden: man kann Gluck doch nicht vorwerfen, dass er unterhaltsame Musik für ein normales Publikum geschrieben hat statt eine Strecke an kompositorischen Höchstschwierigkeiten als Leistungsbeweis für den preußischen König und seinen Stab an ausgezeichneten Musikern vorzulegen. Es ist so, als wolle man sagen, dass die Kunst der Fuge besser ist als die "Kleine Nachtmusik".
En skärgårdssägen, op. 20 Sinfonie Nr.4 c-moll op.39 "Från Havsbandet"
:hello Agravain
Poztupimi (14.08.2011, 12:50): Gleiches Ensemble, jetzt mit Ludwig van Beethoven:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/412H7VJATTL._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Streichquartett Nr. 7 F-Dur op. 59 Nr. 1 Hagen Quartett
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (14.08.2011, 13:34): Da gleiche Werk noch einmal – mit dem Tokyo String Quartet:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51wiojXU0OL._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Streichquartett Nr. 7 F-Dur op. 59 Nr. 1 Tokyo String Quartet
Grüße, Wolfgang
Agravain (14.08.2011, 13:47): Ach ja, der Alfvén hat schön sehr klangmächtige und bildgewaltige Musik geschrieben. Was kann dem jetzt folgen?
Dulcamara (14.08.2011, 14:07): Original von Poztupimi Noch einmal Robert Schumann mit kammermusikalischer Besetzung:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51I8IZG1rtL._SL500_AA300_.jpg Robert Schumann (1810-1856) Klavierquartett Es-Dur op. 47 Fauré Quartett
Grüße, Wolfgang
Ich mag das Fauré-Quartett sehr gerne, aber diese Aufnahme des Schumannschen-Klavierquartetts wirkt auf mich sehr gehetzt. Das ist auch faktisch so, ich habe acht Aufnahmen von diesem Klavierquartett (es ist einer meiner absoluten Favoriten) und das Fauré-Quartett braucht mit 8:32 am wenigsten Zeit für den ersten Satz. Zum Vergleich das Beaux-Arts-Trio mit dem wunderbaren Menahem Pressler am Klavier braucht 9:15. Noch krasser ist es im 3. Satz (Andante cantabile), wo die Faurés gerade einmal 5:58 verweilen, das Beaux-Arts-Trio ganze 7:41. Glenn Gould braucht mit dem Juillards sogar 7:57. Selbst wenn diese krassen Diskrpepanzen im dritten Satz vermutlich dadurch zustande kommen, dass die Faurés irgendwo eine Wiederholung auslassen, das Ganze gibt schon einen Eindruck von der Zügigkeit mit der hier instrumentiert wird.
Für mich zerstört dieses hohe Tempo viele der Effekte des Stücks, das ja aus dem Kontrast lyrischer (langsamer) und schroffer (zügiger) Passagen viel seiner Spannung bezieht. Das ist ja schon im Beginn des ersten Satzes angelegt, wo die Streicher und das Klavier ganz zart und quasi aufeinander horchend loslegen. Nach einer Pause, in der dieser sanfte Beginn verklingt greifen Streicher und Klavier unisono dann das zweite, im Vergleich wesentlich schroffere Thema auf.
Poztupimi (14.08.2011, 14:38): Original von Dulcamara
Ich mag das Fauré-Quartett sehr gerne, aber diese Aufnahme des Schumannschen-Klavierquartetts wirkt auf mich sehr gehetzt. Das ist auch faktisch so, ich habe acht Aufnahmen von diesem Klavierquartett (es ist einer meiner absoluten Favoriten) und das Fauré-Quartett braucht mit 8:32 am wenigsten Zeit für den ersten Satz. Zum Vergleich das Beaux-Arts-Trio mit dem wunderbaren Menahem Pressler am Klavier braucht 9:15. Noch krasser ist es im 3. Satz (Andante cantabile), wo die Faurés gerade einmal 5:58 verweilen, das Beaux-Arts-Trio ganze 7:41. Glenn Gould braucht mit dem Juillards sogar 7:57. Selbst wenn diese krassen Diskrpepanzen im dritten Satz vermutlich dadurch zustande kommen, dass die Faurés irgendwo eine Wiederholung auslassen, das Ganze gibt schon einen Eindruck von der Zügigkeit mit der hier instrumentiert wird.
Für mich zerstört dieses hohe Tempo viele der Effekte des Stücks, das ja aus dem Kontrast lyrischer (langsamer) und schroffer (zügiger) Passagen viel seiner Spannung bezieht. Das ist ja schon im Beginn des ersten Satzes angelegt, wo die Streicher und das Klavier ganz zart und quasi aufeinander horchend loslegen. Nach einer Pause, in der dieser sanfte Beginn verklingt greifen Streicher und Klavier unisono dann das zweite, im Vergleich wesentlich schroffere Thema auf.
Hallo Dulcamara,
wenn ich davor op. 47 von der Mandelring-CD gehört hätte, wäre mir das Fauré Quartett womöglich auch gehetzt vorgekommen (9:11/3:42/6:13/7:33), aber so kam es mir eigentlich nicht gehetzt vor – ich habe mich aber auch nicht ausschließlich auf die Musik beschränkt Mit Deinen Hinweisen werde ich die beiden ggf. später noch einmal einlegen und dann auch endlich die Aufnahme aus der weißen Schumann-Box hervorholen, die ich bisher noch nicht gehört habe (Ax, Stern, Laredo, Ma – 8:58/3:37/7:04/7:31).
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (14.08.2011, 14:41): Wechsel des Komponisten und noch einmal das Tokyo String Quartet:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51RZXXSWJML._SL500_AA300_.jpg Franz Schubert (1797-1828) Streichquartett Nr. 14 d-moll D 810 "Der Tod und das Mädchen" Tokyo String Quartet
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (14.08.2011, 14:59): Original von Poztupimi Original von Dulcamara
Ich mag das Fauré-Quartett sehr gerne, aber diese Aufnahme des Schumannschen-Klavierquartetts wirkt auf mich sehr gehetzt. Das ist auch faktisch so, ich habe acht Aufnahmen von diesem Klavierquartett (es ist einer meiner absoluten Favoriten) und das Fauré-Quartett braucht mit 8:32 am wenigsten Zeit für den ersten Satz. Zum Vergleich das Beaux-Arts-Trio mit dem wunderbaren Menahem Pressler am Klavier braucht 9:15. Noch krasser ist es im 3. Satz (Andante cantabile), wo die Faurés gerade einmal 5:58 verweilen, das Beaux-Arts-Trio ganze 7:41. Glenn Gould braucht mit dem Juillards sogar 7:57. Selbst wenn diese krassen Diskrpepanzen im dritten Satz vermutlich dadurch zustande kommen, dass die Faurés irgendwo eine Wiederholung auslassen, das Ganze gibt schon einen Eindruck von der Zügigkeit mit der hier instrumentiert wird.
Für mich zerstört dieses hohe Tempo viele der Effekte des Stücks, das ja aus dem Kontrast lyrischer (langsamer) und schroffer (zügiger) Passagen viel seiner Spannung bezieht. Das ist ja schon im Beginn des ersten Satzes angelegt, wo die Streicher und das Klavier ganz zart und quasi aufeinander horchend loslegen. Nach einer Pause, in der dieser sanfte Beginn verklingt greifen Streicher und Klavier unisono dann das zweite, im Vergleich wesentlich schroffere Thema auf.
Hallo Dulcamara,
wenn ich davor op. 47 von der Mandelring-CD gehört hätte, wäre mir das Fauré Quartett womöglich auch gehetzt vorgekommen (9:11/3:42/6:13/7:33), aber so kam es mir eigentlich nicht gehetzt vor – ich habe mich aber auch nicht ausschließlich auf die Musik beschränkt Mit Deinen Hinweisen werde ich die beiden ggf. später noch einmal einlegen und dann auch endlich die Aufnahme aus der weißen Schumann-Box hervorholen, die ich bisher noch nicht gehört habe (Ax, Stern, Laredo, Ma – 8:58/3:37/7:04/7:31).
Grüße, Wolfgang
Kleine Notiz am Rande, die ich eben vergessen habe zu erwähnen.
Ich habe die CD letztes Jahr günstig bei 2001 erworben und letztens bei der Durchsicht einiger älterer Fono Forum-Hefte eine Kritik gefunden. Der Kritiker (N.H.) hat unter dem Titel "Volltreffer" für Musik und Klang jeweils die max. Sternchenzahl vergeben und schrieb:
In jeder Hinsicht gelungen ist diese Interpretation des Werkes mit dem Fauré Quartett, das sich einmal mehr als ein Spitzenensemble präsentiert: homogen, klangprächtig und ausdrucksstark. (Fono Forum 11/2005, S. 77)
Die von Dir angemerkten Punkte haben wohl für die Bewertung keine Rolle gespielt oder werden nicht als Grund für eine Einschränkung bei der Bewertung empfunden.
Grüße, Wolfgang
Agravain (14.08.2011, 17:14): Nun Sibelius 3 in der schlicht grandiosen zweiten Einspielung mit Maazel und dem Pittsburgh Symphony Orchestra.
Dieses federnd genommende und vollkommen von der gängigen Art der Interpretation abweichende Andantino, das sowohl dem beigefügten con moto als auch dem Zusatz quasi allegretto viel gerchter wird, als in jeder anderen Aufnahme, die ich kenne, rafft mich immer wieder beglückt dahin. :D
:hello Agravain
Poztupimi (14.08.2011, 18:13): Weiter mit Franz Schubert in etwas kleinerer Besetzung:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41N0T4GYYZL._SL500_AA300_.jpg Franz Schubert (1797-1828) Sonate für Violine und Klavier D-Dur D 384 Gidon Kremer / Oleg Maisenberg
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (14.08.2011, 18:29): Gidon Kremer darf noch einmal, jetzt aber Wolfgang Amadeus Mozart:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61c0EoC1euL._SL500_AA300_.jpg Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Trio für Klavier, Violine oder Klarinette und Viola Es-Dur KV 498 "Kegelstatt-Trio" Valery Afanassiev / Gidon Kremer / Kim Kashkashian
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (14.08.2011, 18:57): Mit Mozart bin ich wieder bei den Musikerinnen vom Klenke Quartett gelandet – und damit am Ausgangspunkt meiner gestern gestarteten Kammermusik-Tour:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41Y7BJ40AKL._SL500_AA300_.jpg Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Streichquartett Nr. 15 d-moll KV 421 / K.417b aus "Sechs Streichquartette Joseph Haydn gewidmet" Klenke Quartett
Und ich glaube, Schumanns op. 47 verschiebe ich auf einen der nächsten Abende.
Grüße, Wolfgang
Cetay (inaktiv) (14.08.2011, 20:47): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61IpJpUj4dL._SL500_AA300_.jpg Satie; Klavierstücke / Messe des Pouvres / Socrate; Francis Poulenc, Marilyn Mason, Paris Philharmonic, Rene Leibowitz
Man lernt nie aus. Mir war bisher nicht bekannt, dass Poulenc auch als Interpret von Saties Klavierstücken in Erscheinung getreten ist; hier in Aufnahmen von '56 zu hören. Ebensowenig wußte ich, dass es für die Messe des Pauvres eine Vokalsektion gibt; ich kannte bislang nur die fulminante Einspielung für Orgel solo mit Bowers-Broadbent (und gegen die wirkt das hier Gehörte trotz Chorverstärkung ziemlich lahm). Zuletzt wußte ich nicht, dass von Socrate eine Orchesterversion existiert; die ist eine echte Entdeckung.
Nordolf (14.08.2011, 21:28): Nach intensivem Hören von Richard Wetz' Requiem nun:
Krzysztof Penderecki: Credo Cantata In Honorem Almae Matris Universitatis Iagellonicae Sescentos Abhine Annos Fundatae
Sopran: Iwona Hossa / Sopran: Aga Mikolaj / Alt: Ewa Wolak / Tenor: Rafal Bartminski / Bass: Remigiusz Lukomski Antoni Wit / Warsaw National Philharmonic Orchestra Warsaw Boy’s Choir Warsaw National Philharmonic Choir 2008
Pendereckis Credo für Solisten, 2 Chöre und Orchester aus dem Jahre 1998 gehört zu seinen neoromantischen Werken, in denen er eine tonale Klangsprache mit atonalen Stellen des Schlagwerks oder der Bläser sowie mit expressiv agierenden Chören verbindet. Der barocke, lange Name der Kantate aus dem Jahre 1964 steht in einem grotesken Gegensatz zur Spielzeit von gerade mal secheinhalb Minuten. Die Chöre erinnern etwas an einschlägige Werke von Ligeti. Die Stimmung ist hier viel experimenteller, minimaler und gespenstischer als im farbenstrahlenden Credo. Wie immer bei Penderecki gefallen mir sowohl die alten wie die neuen Werke.
Der Kopfsatz hat es in sich: Monumentale Brachialsinfonik mit erfreulich wenig Schwulst und Pathos. Ich meine, an vielen Ecken den Geist von Sibelius zu hören.
Agravain (15.08.2011, 09:45): Bei mir geht es heute los mit Josef Suk:
Misa Solemins in D major for soli, choir and orchestra Motteto de Venerabili Sacramento "O salutaris hostia" for solo soprano, choir and Orchestra Litaniae Lauretanae in C major for soli, choir and orchestra
Monika Frimmer, Soprano Sylvia Schlüter, Alto Harry van Berne, Tenor Tom Sol, Bass
Alsfelder Vokalensemble Barockorchester Bremen Wolfgang Helbich
Gruss Stefan
Jürgen (15.08.2011, 11:34): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41MDZXJ3GDL._SL500_AA300_.jpg
Morales: Missa pro Defunctis (1544), McCreesh 1997
Klingsor (15.08.2011, 13:21): Hiervon CD 1 "L'heure espagnole" von Maurice Ravel (Kann es sein, dass es davon kaum Einspielungen gibt? Liegt's an der Kürze?)
Richard Wetz: Violinkonzert (Violine: Ulf Wallin) Traumsommernacht (Kammerchor der Musikhochschule Augsburg) Hyperion (Bariton: Markus Köhler // Kammerchor der Musikhochschule Augsburg)
Werner Andreas Albert / Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz 2003
Das späte Violinkonzert ist eine freie muskalische Phantasie, in der sich Wetz wenig um klassische Formen des Konzertes kümmert. Der Geiger Ulf Wallin begeistert mich wieder einmal mit seinem sehr runden, schönen Klang. Die "Traumsommernacht" für Frauenchor und Orchester besingt in schwül-heißer, spätromantischer Manier eine mondbeschienene Nacht. Diese pure Klangsinnlichkeit wird in "Hyperion" auf einen Text des Dichters Friedrich Hölderlin mehr ins Philosophische gewendet.
Seit geraumer Zeit begeistert mich die Glasunowsche Orchestermusik.
Besonders schwärme ich, ich gebe es gern zu, für seine symphonischen Dichtungen, zumal ich der Gattung ohnehin mehr als zugeneigt bin. Und was hat Glasunow da doch Großartiges geleistet: "Morye", "Stenka Rasin" oder "Les".
Nun läuft also das "symphonische Gemälde in drei Teilen": Kreml, op. 30 aus dem Jahre 1890 in der durchweg empfehlenswerten Naxos-Aufnahme, die den Farbenreichtum und die geradezu luxuriöse Üppigkeit dieser ganz fulminanten Musik bestens ausschöpft.
:hello Agravain
Jürgen (16.08.2011, 07:44): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51x1dWTtjFL._SL500_AA300_.jpg
Isaak Albéniz: Iberia, Hamelin 2005
Agravain (16.08.2011, 08:34): Mein Tag startet mit Musik von Mieczyzslaw Karlowicz:
Es läuft die symphonische Dichtung "Stanislaw I Anna Oswiecimowie", op. 12.
Wit ist genau der richtige Interpret für diese Musik. Glutvolles Dirigat, leidenschaftlich, zart, dramatisch und doch nicht einfach nach vorn gestürmt, sondern immer gut durchdacht. So wird diese musikalische Umsetzung der ebenso klassischen wie tragischen polnischen Liebesgeschichte ein echtes spätestromantisches Schmankerl.
:hello Agravain
Agravain (16.08.2011, 09:43): Nun meine noch immer favorisierte Aufnahme von Shostakovichs fünfter Symphonie mit dem jungen Semyon Bychkov:
Während die Einspielungen mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln ja gut zu bekommen sind und entsprechend gewürdigt werden können, so sind die älteren bei Philips verlegten Einspielungen der Achten, der Elften und eben der Fünften mit den Berliner Philharmonikern leider vom Markt verschwunden. Ich finde, hier dürfte eine Neuauflage durchaus her.
:hello Agravain
Cantus Arcticus (16.08.2011, 10:11): Bei mir Händels Dettinger Te Deum in der Bearbeitung von Mendelssohn Bartholdy:
Schön beschwingt, vielleicht nahe am Kitsch? Nein ehrlich, mir gefällt Albrecht Meyers Oboenspiel und das New Seasons Ensemble macht seine Sache sehr gut.
Das New Seasons Ensemble: Riccardo Minasi, Violine Christine Rox, Violine Maren Ries, Bratsche Klaus-Dieter Brandt, Violoncello Ulrich Wolff, Kontrabass Luca Pianca, Theorbe/Laute Léon Berben, Cembalo/Kammrorgel Albrecht Meyer, Oboe/Leitung
Gruss Stefan
Agravain (16.08.2011, 18:06): Bei mir nun Bruckner 8. Es dirigiert Georg Tintner.
Nun, Mark Minkowski ist so ein Fall: Einerseits hat er mich mit seiner Interpretation von Bachs H-Moll Messe sowie des Te Deums vom M.A. Charpentier begeistert, andererseits sind Haydns "Londoner Symphonien" in seiner Liveeinspielung ein wenig gewöhnungsbedürftig. Hier bin ich gespannt, was kommt.... Rameau ist bei mir nicht so gängig.
Natanael Berg (1879 – 1957): Symphonie Nr. 1 ’Alles endet was entstehet’ Symphonie Nr. 2 ’Die Jahreszeiten’
Ari Rasilainen / Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz 2007
Sonnendurchstrahlte, leuchtende, rauschende Orchestermusik eines schwedischen Spätromantikers zwischen Symphonie und symphonischer Dichtung mit einprägsamen Melodien (man höre nur das a-Moll-Thema im Anfangssatz der 1. Symphonie!) und stellenweise leichten Walzer- sowie Ländleranklängen. Krass ist der Bruch im Endsatz der 1. Symphonie, der unter dem Eindruck der Nachricht vom Untergang der Titanic entstand - die ganze pralle Sinnenlust der vorherigen Klänge wird von einem majestätischen Trauermarsch zu einem morbiden Ende geführt.
Armin70 (17.08.2011, 19:09): Musik des schwedischen Komponisten Wilhelm Peterson-Berger (1867 - 1942):
Spätromantisch geprägte Musik mit einer sehr farbigen Instrumentierung.
Poztupimi (17.08.2011, 20:23): Eigentlich wollte ich ja Schumann hören, habe mich jedoch für ganz was anderes entschieden:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41A44HF395L._SL500_AA300_.jpg Claudio Monteverdi (getauft 1567-1643) L'Orfeo – Favola in Musica Emilia Petrescu, Nigel Rogers, Anna Reynolds, James Bowman, Alexander Malta, Stafford Dean, Ian Partridge, John Elwes / Monteverdi-Chor Hamburg, Hamburger Bläserkreis für alte Musik, Camerata Accademica Hamburg / Jürgen Jürgens
Eine Aufnahme aus dem Jahr 1973
Grüße, Wolfgang
Cetay (inaktiv) (18.08.2011, 07:48): Mein Urlaub startet mit Gustavs schreiendem Ego, hier gebändigt durch den strengen Otto:
Nun, die Silbenbetonung der französischen Sprache in der Oper ist für mich manchmal sehr erheiternd :), das hat aber nichts mit der Künstlerin zu tun! Französisch ist für mich eine sehr schöne Sprache, leider komme ich nicht dazu, sie häufiger zu sprechen. :(
Hier zeigt sich aber auch wieder einmal, warum les arts florissants unter William Christie für mich zu den absoluten Könnern in der Barockmusik gehören: Kraftvolles Spiel mit einer hinreissenden Dynamik, transparent und klanglich perfekt. Die Auswahl der Stücke representiert das Thema optimal. Anne Sofie von Otter singt die Werke so, dass man eine Vorstellung davon bekommt, wie es unter der beherrschten Fassade glüht und brodelt vor Leidenschaft. Diese Einspielung beschert mir immer wieder eine Gänsehaut....
Grüsse Stefan
Jürgen (18.08.2011, 11:18): http://www.soundstagedirect.com/media/antal_dorati_minneapolis.jpg
Prokofiev: Skythische Suite (Ala und Lolly) Op.20, Dorati 1957 und Sinfonie Nr.5 Op.100, Dorati 1959
Nordolf (18.08.2011, 15:32): Aufgrund von teletons begeisterter Empfehlung hier im Forum nun zum ersten Mal bei mir im Player:
Passt gerade zu meiner momentanen Gefühlslage, vor allem der V. Satz "Songe d'une nuit de Sabbat Larghetto - Allegro - Ronde du Sabbat: Poco meno mosso"
Grüsse Stefan
Agravain (18.08.2011, 17:53): Bei mir läuft Untypisches, aber nicht minder grandioses:
Der jungen Caballé konnte in jenen Jahren in diesem Repertoire niemand das Wasser reichen. Was sie da mit den berühmten Schmankerln aus Rossinis "Otello", dem "Tancredi", dem "Stabat Mater", der "Almira" oder der "Donna del Lago" macht zeugt von einer Virtuosität, technischen Brillanz und interpretativer Intelligenz, die vergessen macht, was sie in späteren Jahren streckenweise für einen Mist abgeliefert hat.
Dies hier aber ist einfach Öl für die Ohren.
:hello Agravain
Poztupimi (18.08.2011, 18:10): So, nun doch mal wie schon am Wochenende angedacht aus dem Sony-Schumann-Klotz:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/519DzBlcdnL._SL500_AA300_.jpg Robert Schumann (1810-1856) Klavierquartett Es-Dur op. 47 Emanuel Ax, Isaac Stern, Jaime Laredo, Yo-Yo Ma
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (18.08.2011, 18:41): Noch einmal Schumann:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/512UkpbE6eL._SL500_AA300_.jpg Robert Schumann (1810-1856) Klavierquartett Es-Dur op. 47 Mandelring Quartett
Grüße, Wolfgang
Armin70 (18.08.2011, 22:55): Fetzige Musik von Erwin Schulhoff (1894 - 1942):
und
Die "Sonata Erotica" von der 2. CD (Vol. 2), übrigens passend zu den schwül-heissen Temperaturen, könnte vermutlich das Vorbild zu der berühmten Szene aus "Harry und Sally" gewesen sein.
Cetay (inaktiv) (19.08.2011, 00:02): http://ecx.images-amazon.com/images/I/514-7otdvkL._SL500_AA300_.jpg Cage; Sonate Nr. XIII für präpariertes Klavier; Peter Roggenkamp
Weil der Mensch immer erst zu dem werden muss, was er eigentlich ist, sollte man ihn nicht "sapiens" , den Wissenden, sondern "exercens", den Übenden, nennen. Seo Yoon-Nam
Welcome, welcome, glorious Morn Z 338 (Birthday Ode for Queen Mary)
:hello Agravain
Cetay (inaktiv) (19.08.2011, 07:33): Weiter geht es mit Amadés Empfehlung für die Prager:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51QSrjtH4uL._SL500_AA300_.jpg Mozart; Sinfonie Nr. 38; Markevitch
Mein lieber Mann, nach der sehr gewichtigen Einleitung wird man beim Allegro schier vom Stuhl geblasen - ohne dass es gehetzt oder fahrig wirken würde.
Cetay (inaktiv) (19.08.2011, 10:16): Jetzt aus der gleichen Box das Vorspiel zum ersten Akt aus Lohengrin. Das habe ich schon weit mehr otherworldly gehört, etwa hier.
Cantus Arcticus (19.08.2011, 10:25): Hallo Community Bei mir ist heute "russischer Tag" mit buntem Mix von 3 "Alexandern":
Alexander Konstantinovich Glasunov: Symphonie No. 1 und No. 6 http://ecx.images-amazon.com/images/I/51gtm8XqWSL._SS400_.jpg
Alexander Borodin: Polovtsian dances und Symphonie No.1 http://ecx.images-amazon.com/images/I/61NPv20jYwL._SS500_.jpg
Alexander Scriabin: Le Poème de l'extase und Symphonie No.2 http://cover7.cduniverse.com/MuzeAudioArt/Large/82/1132782.jpg
Grüsse :hello Stefan
Agravain (19.08.2011, 12:29): Bei mir Tschechisches:
- In the Mountain Country (Symphonic impression) - Rhapsodies No. 1 & 2 for orchestra - Nocturne for baritone, chorus and orchestra
Hugh Mackey The Renaissance Singers Ulster Orchestra Vernon Handley
:hello Agravain
Cetay (inaktiv) (19.08.2011, 17:37): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Mr5mzPFqL._SL500_AA300_.jpg Mahler; Sinfonie Nr. 7; Barbirolli
Sir John Barbirolli und Mahler funktionieren für mich scheinbar immer dann gut, wenn keine -glaubt man den Kritikern- "Spitzenorchester" am Werk sind. Die Studioeinspielungen der 5. (New Philharmonia) und 9. (Berliner) finde ich dröge. Die Live-Einspielung der 9. mit den Turinern und ganz besonders die eben gehörte 7. mit einem Team aus Hallé und BBC Orchester können mich dagegen total in ihren Bann ziehen. Jetzt bin ich auf den Bruckner gespannt.
Armin70 (19.08.2011, 23:30): Kurt Atterberg (1887 - 1974):
Sehr spannende, effektvolle Musik, die einerseits spätromantisch geprägt ist aber auf der anderen Seite weist sie ganz individuelle Züge auf, die kennzeichnend für das 20. Jahrhundert sind.
Tolle Interpretationen.
Cetay (inaktiv) (20.08.2011, 06:35): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51O6eN8gQkL._SL500_AA300_.jpg Varèse; "The Varese Album"; Robert Craft
Die Aufnahmen mit Craft aus den 60'ern waren meine Erstbegnung mit Varèse (allerdings nicht in den 60ern :D) und prägen mich bis heute. Obwohl die Reihenfolge der Stücke keinerlei Chronologie folgt, erscheint sie mir "richtiger" als auf anderen Zusammenstellungen. Besonders der Übergang des Soloflötenstücks Density 21.5 zum solistischen Auftakt der Klarinette auf Integrales wirkt wie komponiert.
Agravain (20.08.2011, 08:09): Bei mir geht es heute los mit Musik von Sir Malcolm Arnold:
Klassik-Kompilationen funktionieren selten. Entweder muss ein wirklich stimmiger innerer Zusammenhang her, der das Hören am Stück sinnig macht oder es müssen durchweg überragende Kompositionen sein. Diese hier bietet beides. Das Posaunenkonzert von Gröhndal ist mehr als eine schnöde Repertoireaddition und die Stücke von Maros (Aurora) und Mayuzumi (The Ritual Overture) sind echte Entdeckungen. Vor allem das letzte, das unüberhörbar von Vareses Bläserstücken beeinflusst ist und deren Schärfe mit spätromantischen Farben kontrastiert, ist unbedingt hörenswert. Warum man in diese expressionistische Sammlung die Ouvertüre für Harmoniemusik op. 24 hineinquetschen musste, kann ein Mendelssohn-Phobiker wie ich erklären. In dem Umfeld verliert diese Musik ein gutes Stück ihrer Volkfestseligkeit und gewinnt ungeahnte expressionistische Qualitäten. Dabei wirkt gerade der extreme Konstrat zum nachfolgenden fast statischen Chorali von Sallinen besondes koheränt. Aus der Statik heraus wird quälend langsam Spannung aufgebaut, die sich schließlich unter dem eigenen Druck heftig entlädt. Das klingt wie Schema F bei gefühlt 100 anderen (nordisch-)postmodernen Stücken, ist hier aber ganz klischeefrei und individuell umgesetzt.
Eine ganz ganz dicke Empfehlung :times10
Cetay (inaktiv) (20.08.2011, 08:50): Angefixt durch die vorherige CD habe ich folgendes aus dem Netz gefischt:
Agravain (20.08.2011, 10:29): Ich habe den Eindruck, es wird (mal wieder :)) ein von britischer Musik geprägter Tag. Ich höre jetzt Sir Arthur Bliss' wunderschöne, und recht ungewohnt innerlichen "Meditations on a Theme by John Blow" mit denen er seines im Ersten Weltkrieg gefallenen Bruders gedenkt:
Agravain (20.08.2011, 11:11): Ein ganz Unbekannter der englischen Spätromantik ist Sir John Blackwood MacEwen. Allein fünf Symphonien hat er komponiert, diverse Orchesterwerke, dazu 17 Streichquartette usw. Nur wenig davon findet sich auf CD wieder. Erfreulicherweise gibt es zwei rundum gelungene Einspielungen von Werken dieses Phantoms mit dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Alisdair Mitchell. Ich höre nun diese:
City of Birmingham Symphony Orchestra Sir Simon Rattle
Es ist ein sich ungerechterweise haltendes Gerücht, man könne die "Songs of Travel" eigentlich nur mit Bryn Terfel hören. Sir Thomas Allen liefert hier eine gut durchdachte und glänzend gesungene Darstellung des Werkes, die in der Tat anders ist als Terfels - nicht aber "schlechter".
:hello Agravain
Cetay (inaktiv) (20.08.2011, 14:51): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51IcvnU%2BpZL._SL500_AA300_.jpg Cage; Imaginary Landscapes 1-5 / Credo in US; Percussion Group Cincinnati
Gerade frisch ausgepackt. Geschlagene 14 Tage sind von der Versandbestätigung bis zum Eintreffen vergangen. Ich frage mich, welchen Weg so ein Päckchen aus UK via Royal Mail Standardversand wohl nimmt. Die Geduld wird jetzt damit belohnt, dass ich eine "Cage On Original Instruments" CD zu hören bekomme. Weiter als ins Jahr 1942 dürfte die HIP-Bewegung kaum noch vordringen.
Holst hielt das Werk zur Zeit der UA (1913) für sein bis daher gelungenstes. Doch die Reaktionen auf die UA fielen allerdings recht unterschiedlich aus. Vaughan Williams fand das Stück "schön", Holsts Tochter Imogen hingegen konnte nicht viel Gutes über das Werk sagen ("rückwärtsgewandt"), Edmund Rubbra empfand es als "formlos herumwuchernd". Insgesamt kam es also nicht zu dem von Holst erhofften Erfolg, was ihn in Folge recht stark deprimierte.
:hello Agravain
Nordolf (20.08.2011, 18:59): Original von Armin70 Kurt Atterberg (1887 - 1974):
Sehr spannende, effektvolle Musik, die einerseits spätromantisch geprägt ist aber auf der anderen Seite weist sie ganz individuelle Züge auf, die kennzeichnend für das 20. Jahrhundert sind.
Tolle Interpretationen.
Ich bin genau der gleichen Meinung und deswegen lief diese fantastische CD heute vormittag auch bei mir.
Nun ein kleines Vergleichshören der "Tapiola" von Sibelius: - mit Leif Segerstam und dem Helsinki Philharmonic Orchestra 1994 und mit Vladimir Ashkenazy und dem Philharmonia Orchestra 1981:
die Tapiola-Aufnahme mit Leif Segerstam habe ich auch und ich mag die kraftvolle zupackende Interpretation, die er dort wählt. Nebenbei enthält diese Aufnahme auch eine der besten Interpretation der "Lemminkäinen-Suite" op. 22, die ich kenne und ich habe immerhin 12 verschiedene Aufnahmen dieses geilen Werks.
Bezüglich "Tapiola" bietet Herbert Blomstedt mit einer scharf-analytischen Interpretation eine interessante Alternative:
Ich bleibe musikalisch in Skandinavien, genauer gesagt in Schweden:
Armin
Nordolf (20.08.2011, 19:50): Original von Armin70 Hallo Nordolf,
die Tapiola-Aufnahme mit Leif Segerstam habe ich auch und ich mag die kraftvolle zupackende Interpretation, die er dort wählt. Nebenbei enthält diese Aufnahme auch eine der besten Interpretation der "Lemminkäinen-Suite" op. 22, die ich kenne und ich habe immerhin 12 verschiedene Aufnahmen dieses geilen Werks.
Bezüglich "Tapiola" bietet Herbert Blomstedt mit einer scharf-analytischen Interpretation eine interessante Alternative:
Hallo Armin,
bezüglich des Segerstam-Ansatzes kann ich dir nur zustimmen: - ich finde, er bringt auch die mystischen, geheimnisvollen Dimensionen des Werkes gut zum klingen. Und ja - die Suite ist ebenfalls der Hammer auf dieser CD.
:hello Nordolf
Agravain (20.08.2011, 22:57): Zum Abschluss des Tages noch einmal Vaughan Williams:
John Westbrook (Sprecher) Choir of King's College, Cambridge The Jacques Orchestra Sir David Willcocks
:hello Agravain
Armin70 (21.08.2011, 01:20): Den "skandinavischen" Tag beschliesse ich mit Musik des finnischen Komponisten Aarre Merikanto (1893 - 1958):
Sehr kraftvolle Musik. Bei einigen Werken ist der fast übermächtige Schatten von Jean Sibelius noch spürbar aber in den späteren Werken gelingt es Merikanto eine eigenständige Musiksprache zu finden. In der expressiven Musik tauchen immer wieder impressionistische Inseln auf gemischt mit post-romantischen Anklängen.
Howard Fergusons letztes Werk "The Dream of the Rood" entstand 1958/59 und trägt die verhältnismäßig kleine Opuszahl 19. Mit dessen Abschlus hatte Ferguson laut eigenen Angaben alles gesagt, was er musikalisch zu sagen hatte und so verlegte er sich fortan auf die Musikwissenschaft. Er starb 1999. Dieses letzte seiner Werke ist vielleicht das späteste spätestromantische englische Chorwerk überhaupt. "The Dream of the Rood" (Der Traum vom Kreuz) ist eine altenglische christliche Dichtung, die im Vercelli Book aus dem 10. Jahrhundert überliefert, aber wahrscheinlich noch um einiges älter ist.
:hello Agravain
Agravain (21.08.2011, 16:47): Bei mir nun zum Abschluss meiner UK-Serie eine weitere britische Rarität:
Sir George Dyson: The Canterbury Pilgrims (1930) (nach Geoffrey Chaucer)
Yvonne Kenny, Robert Tear, Stephen Roberts London Symphony Chorus London Symphony Orchestra Richard Hickox
:hello Agravain
nikolaus (21.08.2011, 19:10): Auf arte live aus La Roque d'Anthéron:
“Piano à l'ombre des platanes”
Bonne soirée,
Nikolaus.
Jürgen (21.08.2011, 19:58): Original von Agravain Bei mir eine der Bachschen Kantaten zum heutigen 09. Sonntag nach Trinitatis: BWV 105 " Herr, gehe nicht ins Gericht".
Cetay (inaktiv) (22.08.2011, 06:56): Mit diesem hier viel gehörten Briten versuche ich es auch mal:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51j1wCrxopL._SL500_AA300_.jpg Bantock; Hebridean Symphony / Old English Suite; Leaper
Cetay (inaktiv) (22.08.2011, 07:57): Klasse! Der Mann verstand zweifellos mit Orchesterfarben umzugehen. Strauss-Einflusse sind unüberhörbar, aber es fehlt dessen Plakativität. Ich bleibe mal dabei:
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/5099990991523.jpg Bantock; Fifine at the Fair; Beecham
Cetay (inaktiv) (22.08.2011, 08:20): Die Browning Vertonung ist mir viel zu dick aufgetragen. Jetzt versuche ich noch ein Oratorium:
Cetay (inaktiv) (22.08.2011, 10:17): Eigentlich wollte ich nur kurz reinhören, aber jetzt bin ich mit Teil 1 durch - nach fast eineinhalb Stunden. Die Solisten haben erfreulich wenig Einsätze, der fulminante Chor umso mehr. Ebenso faszinierend wie die Musik ist übrigens die Lyrik des besungenen Dichters:
Ich habe des Daseins Höhen und Tiefen, soviel es der Geist vermag, durchdrungen Und alles, was irgend das Denken ermißt; Doch nennt mich Tropf, wofern nicht von allem, wozu der Mensch sich emporgeschwungen, Das Beste, Höchste der Weinrausch ist!
Cetay (inaktiv) (22.08.2011, 11:58): In England gefällt es mir gerade:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51LvM2t5J1L._SL500_AA300_.jpg Bainton; Sinfonie Nr. 2; Handley
Cantus Arcticus (22.08.2011, 13:51): Bei mir weiter in Russland zur Zeit des "Kalten Krieges":
Nordolf (22.08.2011, 16:19): Bei mir laufen die 1. und 3. Symphonie von Sibelius in den expressiven Interpretationen von Leonard Bernstein mit den New Yorkern 1967 und 1965:
The John Alldis Choir New Philharmonia Orchestra Pierre Boulez
:hello Agravain
Cetay (inaktiv) (23.08.2011, 10:07): Beethoven; Sinfonie 6; Mengelberg (Live 1940) Sehr spektakulär (gilt auch für auch die noch gehörten 1. und 5.): Extreme Temposchwankungen in kürzester Zeit, eigenartig verbogene Phrasierungen -in sich wirkt das durchaus stimmig und streckenweise erhellend.
Nordolf (23.08.2011, 17:40): Nun dreimal Arnold Bax mit Werken, die sich mit nordischen Landschaften und Sagen beschäftigen. Dementsprechend herrschen dunkle, schroffe Stimmungen vor:
Und dann werden diese vier Herren folgen – gleiches Werk:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qMUmsAk1L._SL500_AA300_.jpg Alban Berg Quartett
Ein schönes Wochenende, Wolfgang
Alle drei Aufnahmen, mit deren Mozart ich recht wenig anfangen kann :hello
ab (23.08.2011, 23:15): Original von Poztupimi Eine weitere Aufnahme mit dem Alban Berg Quartett:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/512KHFAdkVL._SL500_AA300_.jpg Johannes Brahms (1833-1897) Streichquartett Nr. 2 a-moll op. 51 Nr. 2 Alban Berg Quartett
Grüße, Wolfgang
Beonders grandios deren Brahms, wie ich finde :times10
ab (23.08.2011, 23:19): Original von Poztupimi Gidon Kremer darf noch einmal, jetzt aber Wolfgang Amadeus Mozart:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61c0EoC1euL._SL500_AA300_.jpg Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Trio für Klavier, Violine oder Klarinette und Viola Es-Dur KV 498 "Kegelstatt-Trio" Valery Afanassiev / Gidon Kremer / Kim Kashkashian
Grüße, Wolfgang
bei aller Liebe zu diesen Interpreten: eine mich anödende Interpretation; ganz anders als Kremer, Ma & Kashkashian gradios mit dem Divertimento Es-Dur Kv 563.
ab (23.08.2011, 23:24): Original von Cetay Beethoven; Sinfonie 6; Mengelberg (Live 1940) Sehr spektakulär (gilt auch für auch die noch gehörten 1. und 5.): Extreme Temposchwankungen in kürzester Zeit, eigenartig verbogene Phrasierungen -in sich wirkt das durchaus stimmig und streckenweise erhellend.
:down :down Und dann Jo Vincent auch noch! :down :down
Armin70 (23.08.2011, 23:25): Heute war ich ganz im Bann der fantastischen Musik von Granville Bantock:
Ganz großes Kino für die Ohren. Bantock versteht es wie ich finde genial, mit den Orchesterfarben zu spielen. Das RPO spielt unter der versierten Leitung von Vernon Handley auch einfach umwerfend. Große Klasse !
ab (23.08.2011, 23:25): Original von Agravain Ich beginne den Tag mit einem Nocturne pour orchestre:
Charles Koechlin: Vers la Voûtre étoilée op. 129 (Im Anblick des Sternenuniversums)
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart Heinz Holliger
:hello Agravain
Ah! Endlich jemand, der Holligers Koechlin-Aufnahmen hört! Und ??? Da hoffe ich auf eine Box!
ab (23.08.2011, 23:30): Im Urlaub schon im Fnac in Händen gehalten und dann bei einem Preis deutlich über 20 EUR empört wieder zurück gestellt. Nun, da ich die Aufnahme von Sacre erneut als Live-Stream höre, bedauere ich es sehr. (Überhaupt ein Urlaub ganz ohne Urlaubs-Musik-Souvenir :I )
Wann nur bekommt man diese CD endlich irgendwo billig? Ich finde diese Interpretation des Stravinsky-Werks grandios, soweit das meine Computerboxen zu sagen erlauben. Der Mussorgsky hingegen interessiert mich nicht im Geringsten...
Nordolf (23.08.2011, 23:37): Original von Armin70 Heute war ich ganz im Bann der fantastischen Musik von Granville Bantock:
Ganz großes Kino für die Ohren. Bantock versteht es wie ich finde genial, mit den Orchesterfarben zu spielen. Das RPO spielt unter der versierten Leitung von Vernon Handley auch einfach umwerfend. Große Klasse !
Da kann ich dir nur zustimmen: - das lasziv-schwül-celloschwere "Sappic Poem", das marschmässig-monumentale "Processional" und die epische Tondichtung "Thalaba the Destroyer" gehören zu meine Favoriten von Bantock.
:beer Jörg
Agravain (24.08.2011, 07:21): Mein Tag beginnt mit Musik vom Miecyzeslaw Karlowicz:
Dieser Zyklus ist eine unbedingt hörenswerte Alternative. Historisch korrekt ist das nicht, aber ein Fingerzeig, wie öde die Interpretationslandschaft durch Werktreuedogmatik und Klangfetischismus heute geworden ist.
Agravain (24.08.2011, 11:50): Bei mir geht es nun weiter mit Musik aus der großen Anfangszeit der britischen "light music".
Richard Suart, Dame Felicity Palmer, Sir Thomas Allen, Michael Schade, Rebecca Evans, Doonald Evans, Richard van Allan Orchestra and Chorus of the Welsh National Opera
unter der großartigen Leitung von Sir Charles Mackerras
Interessante Musik, so etwas von Strauss, ein bischen früher Rachmaninow und eine Prise französischer Impressionismus meine ich gelegentlich auch herauszuhören. Die Brüche in den Werken, d. h. nach triumphalen Aufschwüngen bricht die Musik oft in sich zusammen, erinnern mich gelegentlich an Mahler aber nur entfernt.
Jedenfalls lassen die Interpretationen für mich keine Wünsche offen. Wäre wünschenswert diese Werke auch mal im Konzertsaal zu hören aber das ist wohl utopisch, daran zu glauben.
Jürgen (24.08.2011, 21:24): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41ocdc58W5L._SL500_AA300_.jpg
Eine von der Presse weitgehend ignorierte GA. Wegen der extrem verschobenen Balance zugunsten des Klaviers muss man die kaum ausgraben, wohl aber wegen der Improvisationskunst der Solistin bei den Kadenzen.
Sheila Armstrong, soprano Felicity Lott, soprano Amanda Roocroft, soprano Ian Bostridge, tenor Jonathan Summers, baritone Sarah Chang, violin
London Philharmonic Choir London Philharmonic Orchestra
Content: Symphonies 1-9 Fantasia on a Theme by Thomas Tallis Norfolk Rhapsody No.1 The Lark Ascending In the Fen Country On Wenlock Edge
Regards :hello Stefan
Cetay (inaktiv) (26.08.2011, 17:23): Ich höre "gerade" 30 Vergleichsaufnahmen von Beethovens 3. Klavierkonzert mit dem Ziel, die besten zu finden. Für die erste Vor-Auswahl belasse ich es beim ersten Satz. Die Krux: Ich höre blind. Dazu habe ich mir die 30 Aufnahmen in eine Playlist geladen und lasse diese per Zufallsmodus ablaufen. Mein Urteil (samt Notizen) ist höchst subjektiv (und berücksichtigt weder Partiturtreue noch Spieltechnik) aber sicher frei von Vorurteilen.
Zur Fast-Halbzeit (14/30) sind noch im Rennen: Schnabel/Sargent (glatte 1); Vracheva/Kofman (im besten Sinne unidiomatisch, schattiert, betont dialogisch, bei aller Objektivität extrem fesselnd - insgesamt überragend!); Gilels/Szell (ideale Paarung von Kraft und Empfindsamkeit, Vorwärtsdrang und Kontrolle; tolles Dirigat); Kempff/Leitner (Sehr ausgewogen, spektakuläres und farbenreiches Dirigat); Westenholz/Schönwandt (schörkellos, sehr atmosphärisch, dunkle, kräftige Orchesterfarben); Badura-Skoda/Scherchen (was für ein Dirigat!)
Aussortiert: Ashkenazy/Metha (lahm und überromantisch); Weissenberg/Karajan (Orchester verschliffen und fett); Guy/Jordan (fahrig, ohne Linie); Pollini/Abaddo (Pianist mit "perlendem Stakkato", Orchester kontrastreich - ingesamt aber zu unterkühlt); Burato/Arigoni (indifferent); Zacharias/Vonk (etwas zu gehetzt); Serkin/Ormandy (etwas dick aufgetragen); Pletnev/Gansch (heroisches Gedonnere).
Agravain (26.08.2011, 18:01): Bei mir gibt es nun zum ersten Mal Musik am heutigen Tag.
Es laufen zwei Orchesterstücke von Sir Edward German (1862-1936)
Cetay (inaktiv) (26.08.2011, 19:30): Original von Cetay Ich höre "gerade" 30 Vergleichsaufnahmen von Beethovens 3. Klavierkonzert mit dem Ziel, die besten zu finden. Für die erste Vor-Auswahl belasse ich es beim ersten Satz. Die Krux: Ich höre blind. Dazu habe ich mir die 30 Aufnahmen in eine Playlist geladen und lasse diese per Zufallsmodus ablaufen. Mein Urteil (samt Notizen) ist höchst subjektiv (und berücksichtigt weder Partiturtreue noch Spieltechnik) aber sicher frei von Vorurteilen.
Zur Fast-Halbzeit (14/30) sind noch im Rennen: Schnabel/Sargent (glatte 1); Vracheva/Kofman (im besten Sinne unidiomatisch, schattiert, betont dialogisch, bei aller Objektivität extrem fesselnd - insgesamt überragend!); Gilels/Szell (ideale Paarung von Kraft und Empfindsamkeit, Vorwärtsdrang und Kontrolle; tolles Dirigat); Kempff/Leitner (Sehr ausgewogen, spektakuläres und farbenreiches Dirigat); Westenholz/Schönwandt (schörkellos, sehr atmosphärisch, dunkle, kräftige Orchesterfarben); Badura-Skoda/Scherchen (was für ein Dirigat!)
Aussortiert: Ashkenazy/Metha (lahm und überromantisch); Weissenberg/Karajan (Orchester verschliffen und fett); Guy/Jordan (fahrig, ohne Linie); Pollini/Abaddo (Pianist mit "perlendem Stakkato", Orchester kontrastreich - ingesamt aber zu unterkühlt); Burato/Arigoni (indifferent); Zacharias/Vonk (etwas zu gehetzt); Serkin/Ormandy (etwas dick aufgetragen); Pletnev/Gansch (heroisches Gedonnere).
Ebenfalls draussen sind Zimmermann/Bernstein (etwas langatmig) und Panenka/Smetacek (unauffällig im negativen Sinn).
Jetzt unterbreche ich diese spannende Übung für ein paar Tage - das Meer ruft! http://www.smileygarden.de/smilie/Flaggen/flaggen25.gif
Armin70 (27.08.2011, 00:13): Heute habe ich zum ersten Mal mit großer Begeisterung Musik des englischen Komponisten Frank Bridge (1879 - 1941) gehört:
Celibidaches Lesart von Rimsky-Ks "Scheherazade" ist fulminant. Schon der Anfang ist bestechend anders. Während viele Dirigenten das Sultan-Motiv oft - eingedenk der Wut des Sultans Schahrayâr über den Betrug seiner Frau und seiner daraufhin nicht ganz astreinen Heiratspolitik ( :ignore ) - mit brachialer Gewalt umsetzen, so wirkt dieser erste Einsatz bei Celibidache eher resignativ. Hier wütet Schahrayâr nicht nur. Er leidet in seiner Wut. Wenn dann das Scheherazade-Thema auftaucht, dann hat das nicht nur etwas erotisch Umgarnendes, sondern in erster Linie etwas Tröstliches. Nicht, dass ich die gängige Lesart nicht mag. So wie beispielsweise Muti das macht, ist es auch sehr eindrucksvoll. Aber die Andersartigkeit dieser Aufnahme zieht mich immer wieder in sie hinein.
Nadine Denize, Vinson Cole, Robert Lloyd Kölner Rundfunkchor, Südfunkchor Stuttgart, Rias-Kammerchor Berlin RSO Frankfurt Eliahu Inbal
Long time - no hear, muss ich gestehen. Tatsächlich ist es mindestens ein gefühltes Äon her, dass das Werk in meinem Player rotiert ist. Auf ein Neues also!
Symphony No. 7 "Die Sturmsymphonie" Klein Idas Blumen Ballett-Ouvertüre Gespräche mit dem Tod (Alt: Susanne Resmark) Jahrmarkt bei London
Jan Wagner / Odense Symphony Orchestra 2000
Symphonische Werke und Orchesterlieder eines Dänen, der den Großteil seines Lebens in Österreich und Deutschland verbrachte. Klenau verbindet spätromantische Orchesterfarben mit der Zwölftontechnik Schönbergs, d.h. auch seine Zwölftonwerke enthalten tonale Elemente und bleiben klanglich nahe an der Tonalität. Im NS durften seine Werke daher als Vertreter einer "germanischen" Zwölftontechnik aufgeführt werden - Klenau erklärte diese Technik zur musikalischen Entsprechung des Führerprinzips, da hier "totalitär" alles einer Idee unterworfen sei. Inwieweit das nur Taktik oder echte Überzeugung war, bleibt bis heute unklar: - auf jeden Fall aber hatte er regen, freundschaftlichen Kontakt zu Arnold Schönberg und zu Alban Berg.
Die 1941 entstandene "Sturmsymphonie" beginnt mit einer äußerst expressiven Dramatik. Die fahlen Klangfarben des Werkes malen düstere, musikalische Bilder.
Amadé (27.08.2011, 16:56): Sind die wenigen richtigen Sommertage schon vorbei? Ich tröste mich einstweilen mit:
Die aus dem Jahr 1913 stammende Symphonie von Ludolf Nielsen (mit Carl Nielsen im übrigen nicht verwandt) ist von berückender Schönheit: - schwelgende Melodien, idyllische Streicherteppische, sehnsuchtsvolle Gesten, ein Trauermarsch und gewittrig-dunkle oder kämpferische Motive zaubern eine Welt wie aus einem Fantasy-Film. Bruckner taucht als fernes Vorbild am Horizont auf, aber Ludolf Nielsen spricht eine eigen Sprache. Frank Cramer und die Bamberger spielen sehr innig, mit viel Ausdruck und Leuchtkraft.
:times10
Jürgen (27.08.2011, 20:32): Habe mal wieder Zeit für Vinyl.
Hurra, nächste Woche wird er bei uns mit Yumiko Urabe am Klavier Mozarts Sonate in e Moll KV 304(300c), Sarasates Malaguena, Paganini/Kreislers La Campanella sowie Francks Violinsonate musizieren. :haha
Nordolf (28.08.2011, 13:50): Bei mir läuft gerade der komplette Sibelius-Zyklus mit Leif Segerstam und dem Klangkörper aus Helsinki:
Jean Sibelius: Die Symphonien Nr. 1 - 7 Violin Concerto (Violine: Pekka Kuusisto) Finlandia (Polytech Male Choir)
Leif Segerstam / Helsinki Philharmonic Orchestra 1996 - 2004
Nach der 1., der 7. und Finlandia nun die 2. und 6.
Wie ich es nach der "Lemminkäinen Legends / Tapiola"-CD mit den gleichen Interpreten erwartet hatte, handelt es sich um einen sehr nordisch-mystisch interpretierten Sibelius: - trüb-nebelhaft verhangene Klangfarben, präsente Pauken, geheimnisvoller Spannungsaufbau mit brachialen Höhepunkten und ein hervorragender räumlicher Klang.
Armin70 (28.08.2011, 18:23): Frank Bridge (1879 - 1941):
Ich habe den Eindruck, dass Frank Bridge oft nur als der Lehrer von Benjamin Britten und als Komponist von Kammermusik reduziert wird.
Die verdienstvolle Chandos-Reihe, die aus 6 CD`s besteht, zeigt eindrucksvoll, dass Frank Bridge sehr gut mit dem groß besetzten spätromantischen Orchester umgehen konnte und er versatnd es, virtuos mit der ganzen ihm zur Verfügung stehenden Palette umzugehen.
Die Orchesterwerke sind oft von einem schwelgerisch-lyrischen Tonfall geprägt. In den späteren Werken mischen sich mehr expressivere-dunklere Klänge ein und die Tonalität wird da auch schon mal in Frage gestellt.
Nordolf (28.08.2011, 18:28): Ein weiterer Erstling im Player:
Als ich die Anfangsklänge aus der symphonischen Dichtung "Brand" (nach dem Stück von Ibsen) vernahm, die mit "Wanderung durch Nebel und Sturm nach dem höchsten Gipfel" überschrieben sind, dachte ich sofort: - Wagner! Ein Blick ins Booklet belehrt mich, dass tatsächlich Wagner jenes einschneidende, musikalische Erlebnis für den norwegischen Komponisten Gerhard Schjelderup gewesen ist. Er komponierte vorallem Musikdramen, die damals recht erfolgreich waren, aber heute in keiner einzigen Einspielung vorliegen :I. Der gerade laufende erste Satz aus der 2. Symphonie heißt "Das Meer". Schjelderup dachte dabei an die "düstere, tiefe, überwältigend mächtige, todbringende See vor der beinahe endlosen Küste Norwegens". Dementsprechend finster, grollend, reich instrumentiert, von unheilvollen Höhepunkten getragen, klingt dieser Satz.
Unheimlich spannende, überwältigende Musik, die mein nach düsteren und tragisch-dramatischen Klängen hungriges Gemüt mehr als zufriedenstellt...
Sinfonie fis-moll op.40 Helsinki Philharmonic Orchestra John Storgards
Gruß Amadé
Armin70 (28.08.2011, 19:20): Musikalisch geht es bei mir von England nach Schweden:
Aus dieser tollen CD-Box mit allen Sinfonien von Wilhelm Peterson-Berger (1867 - 1942):
Sinfonie Nr. 3 "Same Ätnam" (Lapland) + Earina-Suite + Choral & Fuge aus "Domedagsprofeterna"
Die Musik ist gar nicht so skandinavisch-düster, eher im Gegenteil denn es mischen sich immer wieder einige impressionistisch-helle Klangfarben darunter.
Jürgen (29.08.2011, 09:17): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51uiUQJIdsL._SL500_AA300_.jpg
Zubin Mehta / Los Angeles Philharmonic Orchestra 1976
Strauss' Tondichtung in einer sehr farbigen Breitwand-Aufnahme mit wunderbaren Blechbläsern...
Armin70 (30.08.2011, 00:11): Original von Nordolf http://ecx.images-amazon.com/images/I/417F4ET6YAL._SL500_AA300_.jpg
Richard Strauss: Eine Alpensinfonie
Zubin Mehta / Los Angeles Philharmonic Orchestra 1976
Strauss' Tondichtung in einer sehr farbigen Breitwand-Aufnahme mit wunderbaren Blechbläsern...
Gute Idee, diesen orchestralen Schinken werde ich mir auch mal wieder anhören. Allerdings in dieser prächtigen Aufnahme:
Nordolf (30.08.2011, 00:25): Original von Armin70
Gute Idee, diesen orchestralen Schinken werde ich mir auch mal wieder anhören. Allerdings in dieser prächtigen Aufnahme:
Hallo Armin!
Du scheinst diese Aufnahme sehr zu schätzen. Ich kenne sie nicht, aber ich lese immer wieder, dass Previn Höhepunkte gern abschwächt und nicht herausspielt. Herr Previn und Strauss' Alpengipfel-Visions-Sturm-Höhepunkte - wie vertragen die sich denn?
:hello Nordolf
Armin70 (30.08.2011, 00:41): Original von Nordolf Original von Armin70
Gute Idee, diesen orchestralen Schinken werde ich mir auch mal wieder anhören. Allerdings in dieser prächtigen Aufnahme:
Hallo Armin!
Du scheinst diese Aufnahme sehr zu schätzen. Ich kenne sie nicht, aber ich lese immer wieder, dass Previn Höhepunkte gern abschwächt und nicht herausspielt. Herr Previn und Strauss' Alpengipfel-Visions-Sturm-Höhepunkte - wie vertragen die sich denn?
:hello Nordolf
Hallo Nordolf,
die Alpensinfonie habe ich in folgenden Aufnahmen:
- BR Sinfonieorchester, Georg Solti - Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan - Staatskapelle Dresden, Giuseppe Sinopoli - Wiener Philharmoniker, Andre Previn - Wiener Philharmoniker, Christian Thielemann
Von all diesen Aufnahmen finde ich Previns Aufnahme am überzeugensten, weil sie bei mir den größten "Gänsehaut-Faktor" erzeugt. Klanglich ist sie von diesen Aufnahmen auch die beste. In dem Nacht-Cluster hört man sehr gut, wie sich die vielen Stimmen ineinander verflechten. Bei den anderen Aufnahmen höre ich da nur einen Klangbrei. Weiter hört man die tiefen Blechbläser sehr gut heraus (Kontrabass-Posaune und Kontrabass-Tuba) und in der Sturm- und Gewitterszene ist im wahrsten Sinn des Wortes der Teufel los. Bei Karajan weht im Vergleich dazu nur ein laues Lüftchen und die Gipfelszene strahlt bei Previns Aufnahme eine majestätische Erhabenheit aus.
Richard Strauss' Orchesterwerke höre entweder nur noch in den RCA Living Stereo-Aufnahmen von Fritz Reiner oder als neuere Alternative Andre Previns Telarc-Aufnahmen.
Gruß Armin
Nordolf (30.08.2011, 01:14): Original von Armin70
Hallo Nordolf,
die Alpensinfonie habe ich in folgenden Aufnahmen:
- BR Sinfonieorchester, Georg Solti - Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan - Staatskapelle Dresden, Giuseppe Sinopoli - Wiener Philharmoniker, Andre Previn - Wiener Philharmoniker, Christian Thielemann
Von all diesen Aufnahmen finde ich Previns Aufnahme am überzeugensten, weil sie bei mir den größten "Gänsehaut-Faktor" erzeugt. Klanglich ist sie von diesen Aufnahmen auch die beste. In dem Nacht-Cluster hört man sehr gut, wie sich die vielen Stimmen ineinander verflechten. Bei den anderen Aufnahmen höre ich da nur einen Klangbrei. Weiter hört man die tiefen Blechbläser sehr gut heraus (Kontrabass-Posaune und Kontrabass-Tuba) und in der Sturm- und Gewitterszene ist im wahrsten Sinn des Wortes der Teufel los. Bei Karajan weht im Vergleich dazu nur ein laues Lüftchen und die Gipfelszene strahlt bei Previns Aufnahme eine majestätische Erhabenheit aus.
Richard Strauss' Orchesterwerke höre entweder nur noch in den RCA Living Stereo-Aufnahmen von Fritz Reiner oder als neuere Alternative Andre Previns Telarc-Aufnahmen.
Gruß Armin
Danke für die schnelle Antwort! Deine Previn-Aufnahme steht nun auf meinem Wunschzettel. Klischees über einen Dirigenten mögen auch nicht immer richtig sein...
Die Thielemann-Aufnahme würde bei mir auf dem ersten Platz mit Abstand stehen - insbesondere gefällt mir der aufgrund des schweren, wuchtigen Klangs, der verzögerten Steigerungen und grellen Effekte sehr bedeutungschwanger wirkende Gehalt seiner Interpretation (Strauss dachte bei seinem Werk nicht nur an ein Naturpanorama, sondern auch an die Bergmetaphern Nietzsches). Folgen würden in meiner Liste Mehta (Breitwand, nahe an Filmmusik) und danach Karajan (kompakt, symphonisch, romantisch). Ashkenazy und das Cleveland Orchestra finde ich ebenfalls gut in Punkto Transparenz und Durchhörbarkeit (insofern könnte er dir gefallen), aber er wirkt auf mich zuweilen etwas kalt. Reiners Strauss-Interpretationen kenne ich leider gar nicht.
:hello Nordolf
Armin70 (30.08.2011, 01:29): Original von Nordolf Reiners Strauss-Interpretationen kenne ich leider gar nicht.
Wenn man Strauss' Orchesterwerke mag, kommt man meiner Meinung nach an Reiners Aufnahmen nicht vorbei. Leider scheint er die Alpensinfonie nicht aufgenommen zu haben. Jedenfalls kenne ich keine Aufnahme dieses Werkes von ihm. Dafür gelingt es ihm, aus der eigentlich relativ belanglosen Sinfonia Domestica mehr herauszuholen, als eigentlich in dem Werk steckt.
Erster Eindruck: Bin noch nicht sicher, wie gut mir diese Einspielung gefällt.....
Gruss Stefan
Und, bist Du mittlerweile bei einer Einschätzung angelangt? Ich hatte diesen Zyklus ebenfalls, habe ihn jedoch wieder verkauft. Ich fand das, was Abbado mit Tschaikowsky veranstaltet, einigermaßen schwach. Matt im Ton, von seltsamer Leidenschaftslosigkeit und mit wenig Sinn für den pathetischen Gestus dieser Musik.
:hello Agravain
Agravain (30.08.2011, 10:58): Nach längerer Abstinzenz nun wieder einmal:
Ruud Langgaard: Symphonie Nr. 1 "Klippenpastoraler"
Richard Wetz (1875 – 1935): Symphony No. 2 Kleist Overture
Werner Andreas Albert / Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz 1999
Die dreisätzige, 1919 vollendete 2. Symphonie des thüringischen Komponisten ist voller Wärme, Melancholie, Schönheit und Dramatik. Der großformatige Bau dieses Werkes ist sicher ohne Bruckner nicht zu denken, aber Wetz ist gewiß kein Epigone. Der 1. Satz weckt bei mir Assoziationen an das Meer. Es gibt keinerlei inhaltliche Verbindung der Komposition zu diesem Thema, aber die fließende Bewegung der Musik- teils mit Harfenunterstützung -, aus der sich mächtige, dramatische Höhepunkte erheben, erinnert mich an große Wellen, die sich an hohen Klippen brechen (das scheint sich auch der Coverdesigner gedacht zu haben). Der zweite Satz wird von klagenden, wehmütigen Melodien beherrscht. Im Dritten gewinnen diese Melodien eine kämpferische Haltung und gehen ins Festliche, Majestätische über. Wunderschön...
Opernkennern ist der italienische Komponist Franco Alfano bestimmt aufgrund seiner Opern "Cyrano de Bergerac" und "Risurrezione" sowie durch die Vollendung von Puccinis Oper "Turandot" bekannt.
Diese Aufnahme zeigt aber eindrucksvoll, dass sich Alfano sehr gut auf sinfonischem Terrain bewegen konnte. Die beiden Sinfonien sind sehr effektvoll instrumentiert und Alfano jongliert höchst virtuos mit dem großen Orchesterapparat, der fast schon verschwenderisch luxuriös üppig besetzt ist. Vom Stil her kann man Alfanos Sinfonien am ehesten mit der sog. römischen Trilogie seines Landsmanns Respighi vergleichen. Wobei jetzt die Frage, wer wen beeinflusste, vergleichbar mit der Frage ist, ob das Huhn oder das Ei zuerst da war.
Aber das ist mir letztlich egal, denn was zählt ist, dass Alfanos Musik einfach spass macht und das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt/O. unter der Leitung von Israel Yinon ein prächtiges Feuerwerk abbrennt. Die Klangqualität ist übrigens auch einsame spitze.
Agravain (31.08.2011, 07:26): Am Morgen schnell 'n bisschen Bach:
Endlich wieder Musik morgens im Büro! Der CD-Spieler kam irgendwie als letztes aus den Kartons. Jetzt sitze ich hier im Büro mit Blick auf den Hafen von Palma und höre Liszt...Chopin werde ich mir danach zu Gemüte führen, aber so früh war mir noch nicht danach, also muß der Ausflug nach Valldemossa noch ein wenig warten.
Grüße!
Honoria
Jürgen (31.08.2011, 08:17): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51GNVPR80CL._SL500_AA300_.jpg
Mahler: Sinfonie Nr.7, Kubelik 1970
Da der Tag, sogar nach einem Espresso, noch nicht so richtig angekommen ist, höre ich das sogenannte "Lied der Nacht". Vielleicht weckt mich dann das Finale.
Grüße Jürgen
Jürgen (31.08.2011, 09:31): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41GJ09XETDL._SL500_AA300_.jpg
Richafort: Requiem in memoriam Josquin Desprez & Motets Huelgas Ensemble - Paul van Nevel 2002
Das ist zwar auch keine wirkliche Weckmusik, aber das Requiem ist soo schön.
Grüße Jürgen
Nordolf (31.08.2011, 17:07): Zum ersten Mal im Player:
John Williams: Unheimliche Begegnung der Dritten Art – Suite / Star Wars – Suite
Richard Strauss: Also sprach Zarathustra
Zubin Mehta / Los Angeles Philharmonic Orchestra 1968 - 1977
Jetzt diese Doppel-CD mit Werken, die laut Backcover einen "starken Bezug zum Weltraum" aufweisen: - wobei der ja teilweise eher mittelbar gegeben ist. Beim "Mars" von Holst zeigt Mehta gleich, wo der Hammer hängt.
Armin70 (31.08.2011, 18:38): Bei mir auch die Planeten-Suite von Gustav Holst, allerdings in einer Bearbeitung für Orgel:
Diese Bearbeitung stammt vom Organisten der Aufnahme Peter Sykes und diese basiert auf der ursprünglichen Fassung für Klavier zu vier Händen von Gustav Holst. Zwar fertigte Gustav Holst vom Neptun-Satz selbst eine Orgelfassung an aber Sykes verwendet hier seine eigene Version.
Unterstützt wird Peter Sykes in dieser Aufnahme von seiner Frau Victoria Wagner, d. h. bei einigen Passagen im Mars, Jupiter, Saturn und Neptun wird drei- bis vierhändig bzw. bis zu vierfüßig gespielt, um die ganze orchestrale Bandbreite auf die Orgel zu übertragen.
Vor allem die lyrisch-mystischen Passagen (Venus, Saturn, Uranus und natürlich Neptun) strahlen fast einen magischen Zauber auf der Orgel aus.
Diese Orgelfassung klingt meiner Meinung nach sehr überzeugend und die Great Skinner Organ im Girard College in Philadelphia ist ein prächtig klingendes Instrument, das die idealen Voraussetzungen dafür bietet.
Emma Kirkby, Emily Van Evera, Panito Iconomou, Christian Immler, Michael Kilian, Rogers Covey-Crump, David Thomas Taverner Consort Taverner Players Andrew Parrott
Harfenkonzert (Harfe: Marielle Nordmann) Symphonie Nr. 8 "Die Reise"
Leif Segerstam / Helsinki Philharmonic Orchestra 2001
Der moderne, hypnothische Impressionismus des Finnen Rautavaara - voller Wärme und irgendwie "traumverloren"... Eine ausführliche Beschreibung dieser CD hatte ich vor längerer Zeit mal hier gegeben -> klick.
Nordolf (01.09.2011, 20:44): Zwei ältere Interpretationen des Violinkonzertes von Jean Sibelius:
Violine: David Oistrakh Gennady Rozhdestvensky / Moscow Philhamonic Orchestra 1966
Violine: Jascha Heifetz Walter Hendl / Chicago Symphony Orchestra 1959
Immer noch zwei sehr fesselnde Darbietungen - auch wenn die Oistrakh-Aufnahme unter einem etwas topfigen Klang leidet. Die Aufnahmequalität ist bei Heifetz hingegen ganz hervorragend und der Hörgenuß hierdurch größer. Oistrakh erscheint mir lyrisch-leuchtend, Heifetz hingegen brilliant-kraftvoll.
Armin70 (03.09.2011, 00:16): Bekannte Werke in Bearbeitungen für Blechbläser:
Richard Strauss: Eine Alpensinfonie Tod und Verklärung
Neeme Järvi / Scottish National Orchestra 1987 bzw. 1986
Eine dramatisch wirkende, sehr die Blechbläser in den Vordergrund rückende Interpretation der "Alpensinfonie".
Armin70 (03.09.2011, 16:49): Ausschnitte aus "Salome" und "Elektra":
(Aufnahmen von 1954 & 1956)
Cetay (inaktiv) (03.09.2011, 19:11): Original von Cetay Original von Cetay Ich höre "gerade" 30 Vergleichsaufnahmen von Beethovens 3. Klavierkonzert mit dem Ziel, die besten zu finden. Für die erste Vor-Auswahl belasse ich es beim ersten Satz. Die Krux: Ich höre blind. Dazu habe ich mir die 30 Aufnahmen in eine Playlist geladen und lasse diese per Zufallsmodus ablaufen. Mein Urteil (samt Notizen) ist höchst subjektiv (und berücksichtigt weder Partiturtreue noch Spieltechnik) aber sicher frei von Vorurteilen.
Zur Fast-Halbzeit (14/30) sind noch im Rennen: Schnabel/Sargent (glatte 1); Vracheva/Kofman (im besten Sinne unidiomatisch, schattiert, betont dialogisch, bei aller Objektivität extrem fesselnd - insgesamt überragend!); Gilels/Szell (ideale Paarung von Kraft und Empfindsamkeit, Vorwärtsdrang und Kontrolle; tolles Dirigat); Kempff/Leitner (Sehr ausgewogen, spektakuläres und farbenreiches Dirigat); Westenholz/Schönwandt (schörkellos, sehr atmosphärisch, dunkle, kräftige Orchesterfarben); Badura-Skoda/Scherchen (was für ein Dirigat!)
Aussortiert: Ashkenazy/Metha (lahm und überromantisch); Weissenberg/Karajan (Orchester verschliffen und fett); Guy/Jordan (fahrig, ohne Linie); Pollini/Abaddo (Pianist mit "perlendem Stakkato", Orchester kontrastreich - ingesamt aber zu unterkühlt); Burato/Arigoni (indifferent); Zacharias/Vonk (etwas zu gehetzt); Serkin/Ormandy (etwas dick aufgetragen); Pletnev/Gansch (heroisches Gedonnere).
Ebenfalls draussen sind Zimmermann/Bernstein (etwas langatmig) und Panenka/Smetacek (unauffällig im negativen Sinn).
Jetzt unterbreche ich diese spannende Übung für ein paar Tage - das Meer ruft! http://www.smileygarden.de/smilie/Flaggen/flaggen25.gif
Wieder zurück und aktiv:
Weiter: Uchida/Sanderling (perfekt); Moravec/Neumann (Piano leicht, licht, verspielt, dabei tief und ernst - extrem farbiges Dirigat, sehr natürlich); Argerich/Abaddo (ähnlicher Charakter wie Moravec/Neumann, fast improvisatorisch wirkend); Gould/Karajan (Piano tiefschürfend, leicht grüblerisch, antiromantisch, Dirigat außergewöhnlich dramatisch - passt trotzdem irgendwie zusammen; interessant); Arrau/Ormandy (Piano ernst und tief, dabei vorwärtsdrängend; Dirigat nahe am Hollywoodkitsch - seltsame Mischung, aber hochspannend)
Aussortiert: Dikov/Tabakov (träge); Aimard/Harnoncourt (sehr durchsichtiges und prägnantes Dirigat; indifferenter Klavierpart); Afanassiev/Soudant (wirkt buchstabiert); Roll/Shelly (gehetzt, ohne Linie); ABM/Giulini (in negativen Sinne unauffällig); Brendel/Rattle (unangenehm schnörkelhaft); Gulda/Stein (dröges Dirigat); Fellner/Marriner (quicklebendig, es fehlt das gewisse Etwas); Barenboim/Klemperer (*gähn*); Schiff/Haitink (indifferentes Dirigat); Richter/Abendroth (:-#)
... und jetzt kommt mir dieses geliebte Stück Musik zu den Ohren raus. Ich habe noch weitere Aufnahmen aufgetrieben, aber genug vom Blind-Vergleichshören. Es war eine interessante Erfahrung, auf diese Weise eigene Vor- und das Vertrauen in Fremdurteile in Frage zu stellen.
Die größte Überraschung sind für mich Vracheva/Kofman - dafür hat sich der Aufwand mehr als gelohnt; ich habe die GA bestellt und werde bei Gelegenheit berichten.
Agravain (04.09.2011, 11:07): Zum heutigen 11. Sonntag nach Trinitatis vergleiche ich drei Einspielungen der Bachschen Kantate "Mein Herze schwimmt im Blut" BWV 199:
Eine Alpensinfonie Tod und Verklärung Ein Heldenleben Don Juan
Neeme Järvi / Scottish National Orchestra 1986 - 1989
"With the brass section in your face" - wie Jed Distler auf classicstoday.com treffend über diese Interpretationen schrieb. Besonders bei der "Alpensinfonie" stellt Järvi das Blech weit heraus, die Streicher treten etwas in den Hintergrund: - das macht das Besondere dieser "Alpensinfonie" aus. Hochdramatisch kommt auch das "Heldenleben" daher.
Aus dieser CD jetzt das Violinkonzert von Jean Sibelius mit Sergey Khachatryan und der Sinfonia Varsovia unter der Leitung von Emmanuel Krivine im Jahre 2003. Der Geigenton von Sergey Khachatryan ist von solch unsagbarer Abgerundetheit, Schönheit und Leuchtkraft - er wirkt auf mich wie eine Reinkarnation von David Oistrakh im besseren Soundgewand. Die Orchesterbegleitung kann da leider nur gute bis durchschnittliche Akzente setzen.
Jürgen (05.09.2011, 10:03): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2BPY28Yh0L._SL500_AA300_.jpg
Beethoven: Sinfonie Nr.3 "Eroica", Karajan 1962
Cantus Arcticus (05.09.2011, 13:09): Russische Streichquartette aus der Zeit vor der Revolution und der Post-Soviet Aera:
Igot Stravinsky, Alfred Schnittke, Nikolay Roslavets, Dmitri Smirnov und Elena Firsova
Jean Sibelius: Symphonies Nos. 1, 2, 5, 7 Leonard Bernstein / Wiener Philharmoniker 1986 - 1990
Edward Elgar: "Enigma" Variations” Leonard Bernstein / BBC Symphony Orchestra 1982
Benjamin Britten: Four Sea Interludes Leonard Bernstein / Boston Symphony Orchestra 1990
Ich höre jetzt die 1. Symphonie mit den Wienern von 1990. Was soll man dazu noch sagen! :down :down :down Bernstein braucht ca. 5 Minuten länger als in seiner früheren, großartigen Einspielung mit den New Yorkern. Die Tempi sind langsamer, aber die Spannung bleibt jederzeit erhalten: - es wird nichts zerdehnt. Die Großformatigkeit dieser Darbietung, die Präsenz aller Instrumente, die Durchhörbarkeit, der "Schmelz" des Orchesterklangs, die krassen dynamischen Unterschiede, das In-den-Bauch-fahren der Pauken: - all das sorgt für eine sehr emotionale und eigenwillige Interpretation.
Armin70 (05.09.2011, 17:05): Viktor Ullmann (1898 - 1944):
jünter (05.09.2011, 18:48): Rechtzeitig zum gefühlten Herbstanfang "mahlert" es bei mir wieder:
Martha Argerich Charles Dutoit Orchestre Symphonique de Montreal
:down
Nikolaus.
ab (05.09.2011, 21:33): Schnittke: Konzert für gemischten Chor; Requiem für Solsiten, gemischten Chor & Instrumentalensemble
Chamber Choir HYMNIA Electric guitar: Jesper Lützhøft Bass guitar: Jesper Egelund Pedersen Trumpet: Carl Husum Trombone: Kasper Thaarup Percussion: Mathias Friis-Hansen, Jon Meinild, Markus Wall Timpani: Amir Lavie Celesta: Thomas Rischel Piano: Ole Worm Organ: Daniel Munkholm Bruun Conductor: Flemming Windekilde Recorded in 2000
Im Vergleich dazu: http://ecx.images-amazon.com/images/I/61%2BaO53tO3L._SS400_.jpg
Dieses Werk unter David Zinman damals im KKL Luzern war mein erstes klassisches Konzert überhaupt, welches ich besucht habe. Das Werk hat meine Liebe zur Klassik geweckt und mich bis heute gefesselt. :engel
Philippe Jordan's Einspielung ist für mich gleichwertig zu jener von David Zinman.
Gruss :hello Stefan
Cetay (inaktiv) (06.09.2011, 12:25): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41rxQhIckkL._SL500_AA300_.jpg Elgar; The Kingdom op. 51; Halle Orchestra, Mark Elder
Das habe ich gestern beim CD-Dealer meines Vertrauens probegehört, aber die überkandidelten Sänger/innen gingen mir schnell die Nerven.
Jürgen (06.09.2011, 13:21): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qaiRdY1GL._SL500_AA300_.jpg
Richard Strauss: Eine Alpensinfonie Rosenkavalier-Suite
Christian Thielemann / Wiener Philharmoniker 2000
Thielemanns intensive, symbolistische und älteren romantischen Klangidealen verpflichtete Lesart der "Alpensinfonie" gefällt mir immer noch am besten. Mit "romantischem Klangideal" meine ich ein gewisses warmes, entrücktes Timbre der Musik, ein Ineinander-waschen der Klangfarben, anstatt sie fein säuberlich heraus zu sezieren und der Hang zum lauten, monumentalen Höhepunkt.
Ich kenne bislang vier weitere, ebenfalls hervorragende Interpretationen, aber Thielemann mit den Wienern berührt mich am meisten. Die Abschnitte "Auf dem Gipfel" und die nachfolgende "Vision" sind mir am wichtigsten - und hier sind sie so majestätisch wie nirgendwo sonst.
Eine sechste Interpretation ist inzwischen unterwegs - die von Armin empfohlene Telarc-Aufnahme von Andre Previn mit den Wienern. Ich bin gespannt.
Cetay (inaktiv) (07.09.2011, 10:17): http://ecx.images-amazon.com/images/I/514-7otdvkL._SL500_AA300_.jpg Cage; Sonate Nr. 13 für präpariertes Klavier; Peter Roggenkamp
Dieses kurze Stück Musik in genau dieser Interpretation gehört zum Unverzichtbarsten des Unverzichtbaren in meinem musikalischen Kosmos.
Es sind Lennys Aufnahmen aus den 60-iger Jahren, ich habe gerade mit der 1sten und 2ten angefangen. CD 4 aus der Box ist identisch mit der von Dir oben aufgeführten Aufnahme.
Aus gegebenem Anlass zweimal die "Bachianas Brasileiras No. 2" von Heitor Villa-Lobos (die mit den tollen, atmosphärischen Saxophonstellen):
Enrique Arturo Diemecke / The Royal Philharmonic Orchestra 1994 und Enrique Batiz / Royal Philharmonic Orchestra 1985
Jürgen (07.09.2011, 16:46): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61SOY5P3DWL._SL500_AA240_.jpg
Respighi mit Oue, 1999
Pinien von Rom Belkis, Königin von Saba
Nordolf (07.09.2011, 17:30): Nach den Bach'schen Anklängen von Villa-Lobos und nachdem ich noch an seiner Bachianas Brasileiras Nr. 3 für Klavier und Orchester hängengeblieben bin nun zu Bach selbst:
Johann S. Bach: Sonatas & Partitas for Solo Violin (2 CD)
Violine: Sergey Khachatryan 2008 - 2009
Was für ein Geigenton!
Armin70 (07.09.2011, 17:47): Bei mir auch Musik von Heitor Villa-Lobos:
Choros Nr. 4, 6, 8 und 9 aus dieser Box:
Sao Paulo Symphony Orchestra, John Neschling
Je mehr ich diese Werke höre, desto mehr gefallen sie mir. Das ist richtig spektakuläre Musik und vor allem ist die Interpretation auch wirklich fantastisch. Das Orchester spielt brilliant. BTW, eine der besten Käufe, die ich in der letzten Zeit machte.
Ich habe mich ja an anderm Ort schon weidlich zu dieser Aufnahme ausgelassen. Celibidaches höchst individuelle, ja idiosynkratische Sicht auf das Werk, ist - lässt man sich darauf ein - schon ein Ereignis, die für den Hörer durchaus zu einer Neubewertung des Werkes führen kann. Tatsächlich gelingt Celibidache das interpretative Experiment nur hier. Die Münchner Einspielungen der Vierten & Sechsten sind im Vergleich zur Intensität dieser eher durchschnittlich.
Nordolf (10.09.2011, 13:31): Nachdem ich die letzten Tage sehr viel zeitgenössische Klassik (Christou, Ligeti, Scelsi, Xenakis, Aho) über YouTube gehört habe nun wieder zu einer Alpensinfonie-Interpretation:
Eine sehr klangschöne Aufnahme, bei der mir zuerst die Qualität der Wiener Streicher und einige äußerst präsent gesetzte Orchesterschläge (z.B. der Waldeintritt) auffallen.
Cetay (inaktiv) (10.09.2011, 13:32): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51pzhCM15oL._SL500_AA240_.jpg Beethoven; Sinfonie Nr. 6; Franz Konwitschny
Ich pastoralisiere mit, das dürfte so ungefähr die 30ste sein in den letzten Tagen. Natürlich höre ich nicht alles ganz; wenn etwas nach der Hälfte des ersten Satzes nicht gefällt oder sich durch nichts abhebt, wird in den nächsten Satz geskippt. Das ganze findet wieder im Blind-Zufallsmodus statt ohne zu wissen, wer spielt und dirigiert. Die eben ganz zu Ende gehörte ist eine der Besten bislang.
ab (10.09.2011, 15:15): Debussy: Le Musicien de l'Amour Jan Van der Crabben / Inge Spinette Fuga libre
Cetay (inaktiv) (10.09.2011, 17:29): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61RSw-90NCL._SL500_AA300_.jpg Lichtes Spiel/Time Machines; A.S. Mutter
Rihm; Lichtes Spiel; New York Philharmonic; Michael Francis Penderecki; Duo concertante für Violine & Kontrabass; Roman Patkoló Rihm; Dyade für Violine & Kontrabass; Roman Patkoló Currier; Time Machines; New York Philharmonic, Alan Gilbert
Nee... Lauter UAs, trotzdem 1000 mal gehört.
ab (11.09.2011, 09:05): Erstmals im Ohr muss ich sagen, dass das eine seiner gelungenen Aufnahmen ist
Bert (11.09.2011, 09:36): In Erinnerung an die im August verstorbene, in Deutschland zwar wenig bekannte, dennoch eine ausgezeichnete Ausnahmesopranistin Milada Subrtova habe ich mir die Libuse aufgelegt, wo Subrtova als Krasava mehr gesanglichen Genuß bietet als die Protagonistin (Libuse; gesungen von Nadezda Kniplova) selbst. Als Libuse habe ich Subrtova nicht gehört, aber als Rusalka blieb sie in den letzten 50 Jahren unübertroffen.
Argerich und Schumann - eine ganz besondere Beziehung
Nikolaus :down
nikolaus (12.09.2011, 23:50): Jetzt Schumann von Anderszewski, etwas "feinnerviger", nicht so rauschhaft, anders gut... (allerdings auch anderes Programm...)
Edgar Bainton: The Golden River, op. 16 (1908/1912) & Three Pieces for Orchestra (1916-18/1919-1920)
BBC Philharmonic Paul Daniel
Bainton war - bevor er 1934 nach Australien ging - eine bedeutende Figur im britischen Musikbetrieb, gleichermaßen gefragt als Pianist, Dirgent, Komponist, Prüfer, Dozent und Preisrichter. Heute sind seine Werke, die stilistisch zwar durchaus eigenwillig, beim Hören aber problemlos in die Phase der (zweiten) English Rennaissance einzuordnen sind, mehr oder minder unbekannt. Die gezeigt CD bringt somit auch ausschließlich Weltersteinspielungen. Daneben ist nur wenig von ihm käuflich zu erwerben: zwei CDs bei Chandos (Vernon Handley sei wieder einmal Dank) und bei Dutton, wo ja ohnehin am laufenden Band fast unbemerkt viele Lücken gefüllt werden.
:hello Agravain
Cantus Arcticus (13.09.2011, 11:14): Heuer ist Bartók das Thema: Klavierkonzerte 1-3 http://ecx.images-amazon.com/images/I/51fuW5o7sdL._SS400_.jpg Gruss Stefan
Cetay (inaktiv) (13.09.2011, 12:36): Original von Cetay Lust auf Neues:
It pour sept instruments (2004-07); Ensemble 2e2m, Pierre Roullier La solitude du coureur de fond pour saxophone alto (2000); Pierre-Stéphane Meugé Tracés d’ombres pour quatour à cordes (2005-07); Ensemble 2e2m Manifesto pour huit instruments à vent (2008); Ensemble 2e2m, Pierre Roullier Bossa Nova pour accordéon (2008); Pascal Contet Propaganda pour quatour de saxophones et électronique (2008); Quatour Habanera
In der zeitgenössischen Musikszene habe ich mal wieder eine Stimme, die (mir) etwas zu sagen hat, gehört. Weitab von verkopften Abstraktismen oder postmoderner Beliebigkeit verschmelzt Bedrossian lt. Klappentext die Klang-Energie von Varèse mit dem Klanggestus des Free-Jazz. Das klingt nicht nur in der Theorie vielversprechend, sondern zeitigt überwältigende Ergebnisse - vielfältig an Xenakis erinnerned ("It" mit der schreiend-röhrenden Bassklarinette und den sägenden Striecherglissandi scheint mir sehr stark von "Anaktoria" inspiriert). Aber Bedrossian versteht es nicht nur, mit einem Orchesterensemble richtig Krach zu machen, sondern beherrscht auch die leiseren Töne; freilich weitab von postromantischen Anwandlungen. Und er erschafft bezwingende Formen, welche die komplexen Klanggewebe in Song-struktur artige Kanäle lenkt. Das ist eine glatte :times10
Jürgen (13.09.2011, 13:31): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41jzBqp0FaL._SL500_AA300_.jpg
ab (13.09.2011, 23:40): Etws für Freunde der Epoche der Klassik:
Innsbrucker Klassik (Sinfonien des 18.Jahrhunderts aus dem Archiv des Innsbrucker Musikvereins). L. Mozart: Sinfonia D-Dur für Streicher Johann Christan Bach: Sinfonia Es-Dur op. 3 Nr. 3 Auffmann: Sinfonia D-Dur Demmler: Sinfonia F-Dur Müller (warhscheinlich Josef Sixtus M.): Sinfonia Es-Dur Malzat: Sinfonia A-Dur Concerto Stella Matutina, Silvia Schweinberger MusikMuseum
Erfreulich muszierte "leichte" Werke der Fühklassik
It pour sept instruments (2004-07); Ensemble 2e2m, Pierre Roullier La solitude du coureur de fond pour saxophone alto (2000); Pierre-Stéphane Meugé Tracés d’ombres pour quatour à cordes (2005-07); Ensemble 2e2m Manifesto pour huit instruments à vent (2008); Ensemble 2e2m, Pierre Roullier Bossa Nova pour accordéon (2008); Pascal Contet Propaganda pour quatour de saxophones et électronique (2008); Quatour Habanera
In der zeitgenössischen Musikszene habe ich mal wieder eine Stimme, die (mir) etwas zu sagen hat, gehört. Weitab von verkopften Abstraktismen oder postmoderner Beliebigkeit verschmelzt Bedrossian lt. Klappentext die Klang-Energie von Varèse mit dem Klanggestus des Free-Jazz. Das klingt nicht nur in der Theorie vielversprechend, sondern zeitigt überwältigende Ergebnisse - vielfältig an Xenakis erinnerned ("It" mit der schreiend-röhrenden Bassklarinette und den sägenden Striecherglissandi scheint mir sehr stark von "Anaktoria" inspiriert). Aber Bedrossian versteht es nicht nur, mit einem Orchesterensemble richtig Krach zu machen, sondern beherrscht auch die leiseren Töne; freilich weitab von postromantischen Anwandlungen. Und er erschafft bezwingende Formen, welche die komplexen Klanggewebe in Song-struktur artige Kanäle lenkt. Das ist eine glatte :times10
In der Tat hört sich das stark nach dem Gestus des Free-Jazz à la New Yorker Jazz-Avantgarde der 1990er an. Das macht mir jedenfalls mehr Spaß zum Hören als die ewiggleichen Stücke, die mit einer Eruption im fff beginnt, um dann sofort wieder in einen Klangteppich ins p zu verebben, wie sie seit nun schon Jahren einen geradezu eigenen Stil zu prägen scheinen. (Kann mir endlich einmal jemand erklären, ob sich diese üblich gewordenen Misspropertionen von An- und Entspannung kompositionsmethodenimmanent ergeben oder aber dem Formwillen (den ich alles andere als bezwingend finde) der Komponisten entspringen?)
Royal Liverpool Philharmonic Orchestra Libor Pesek
:hello Agravain
Agravain (14.09.2011, 21:08): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51S1S32RahL._SL500_AA300_.jpg und http://ecx.images-amazon.com/images/I/51R8SPyDweL._SL500_AA300_.jpg
Zdenek Fibich:
"Im Zwielicht" (Idyll für Orchester), op. 39 Carlsbad Symphony Orchestra Douglas Bostock
Symphonie Nr. 2 op. 38 Detroit Symphony Orchestra Neeme Järvi
:hello Agravain
Armin70 (14.09.2011, 22:09): Nachdem Heike mir gestern Busonis Klavierkonzert dankenswerterweise wieder in Erinnerung brachte, habe ich diese echte Bildungslücke heute glücklicherweise gleich schließen können:
Jürgen (15.09.2011, 08:54): http://1.bp.blogspot.com/-AJj-I90nztw/TgijmwrvKOI/AAAAAAAAD7M/71o23OIif0k/s1600/VALERY%2BAFANASSIEV%2B-%2BCHOPIN%2BNOCTURNES.jpg
Chopin: Einige Nocturnes, Afanassiev 1999
Ich höre die Nocturnes hier mit Afanassiev zum ersten mal und muss sagen, dass sie mich, so gespielt, doch sehr ergreifen. Afanassiev hat mir Chopin ein gutes Stück näher gebracht. :down
Grüße Jürgen
Cantus Arcticus (15.09.2011, 09:46): Heute ist es Zarathustra und ein Heldenleben bei mir:
Afanassiev konnte mich gestern für Chopins Nocturnes erwärmen. Mit den Diabelli-Variationen tut er sich schon wesentlich schwerer. Das mag aber auch am Werk selber liegen, das ich bislang stark vernachlässigt habe. Um nicht zu sagen: Ich habe es - glaube ich - erst einmal gehört.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (16.09.2011, 08:26): http://ecx.images-amazon.com/images/I/514-7otdvkL._SL500_AA300_.jpg Cage; Song Books I & II (Version für Vokalensemble und Stimmumwandlung) kombiniert mit Empty Words III (vorgetragen von John Cage); Schola Cantorum Stuttgart, Clytus Gottwald
Cantus Arcticus (16.09.2011, 15:26): Alexander Tcherepnin
schöööööööööööööön Warum in aller Welt werden Händel-Opern eigentlich so selten auf der Bühne gespielt?
ab (16.09.2011, 23:16): Mozart Streichquartette KV 421,465 Quatuor Ebene Virgin
Ich weiß nicht, schlecht ist das nicht; aber wirklich gut finde ich es auch nicht. Irgendwie fehlt mir ein homogener Klang. Und die Divertimetos, die ich eher überzeugend erwartet hätte, finde ich überrschend matt.
Armin70 (16.09.2011, 23:21): Charles Koechlin (1867 - 1950):
Faszinierende Orchesterwerke.
Agravain (17.09.2011, 08:14): Zum beschwingten Beginn des Wochendes höre ich Sir Charles Villiers Stanfords Symphonie Nr. 4, deren Kopfsatz ebenso frank und frei irische Motivik bemüht, wie die Sätze der Dritten:
Ich bin weiterhin sehr angetan von der Naxos-GA der Symphonien Stanfords aus Bournemouth, die völlig auf Augenhöhe mit Handleys Gesamtaufnahme aus Nordirland ist. Lloyd-Jones hat ein gutes Gespür für den schwelgerischen, lichten, problemlosen Charakter dieser Musik und das Bournemouth Symphony Orchestra prduziert den rechten vollen, zupackenden Ton.
Franz Liszt: "Ce qu'on entend sur la montagne" (Berg-Symphonie). Symphonische Dichtung Nr. 1 für großes Orchester nach Victor Hugo
Orchester Wiener Akademie Martin Haselböck
:hello Agravain
Cetay (inaktiv) (17.09.2011, 10:13): Holst als Chor- und Liederkomponist ist neues Territorium (außer man will den Neptun dazurechnen) :
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51MNMOeq4tL._SL500_AA300_.jpg Holst; The Cloud Messenger; Hickox
Agravain (17.09.2011, 10:30): Original von Cetay Holst als Chor- und Liederkomponist ist neues Territorium (außer man will den Neptun dazurechnen) :
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51MNMOeq4tL._SL500_AA300_.jpg Holst; The Cloud Messenger; Hickox
Wie schön, dass das (= The Cloud Messenger) auch mal jemand außer mir hört! :D Ein paar Gedanken hierzu nach meinem letzten Hördurchgang.
Holst hielt das Werk zur Zeit der UA (1913) für sein bis daher gelungenstes. Doch die Reaktionen auf die UA fielen allerdings recht unterschiedlich aus. Vaughan Williams fand das Stück "schön", Holsts Tochter Imogen hingegen konnte nicht viel Gutes über das Werk sagen ("rückwärtsgewandt"), Edmund Rubbra empfand es als "formlos herumwuchernd". Insgesamt kam es also nicht zu dem von Holst erhofften Erfolg, was ihn in Folge recht stark deprimierte.
Ich frage mich nach intensivem Hören, warum dieses Werk wohl durchgefallen sein mag.
Einleuchtende Gründe finde ich nicht. Tatsächlich empfinde ich das Werk als einigermaßen gut gelungen und finde es eigentümlich, wenn jemand wie Christopher Palmer allen Ernstes noch im Booklet zur Ersteinspielung (es ist - wenn ich mich nicht täusche - die einzige geblieben) schreibt, es gebe "peinliche Momente" in diesem Werk und "manche eher nichtssagende Musik".
Aber auch die kritischen Äußerungen von Imogen Holst und Edmund Rubbra empfinde ich als nicht den Kern der Sache treffend.
Ja, das Werk scheint im ersten Moment "rückwärtsgewandt". Hebt der Chor an, so meint man wohl, alles sei sicher: Ganz klar, das ist ein Chorwerk in Weiterentwicklung der von Elgar begründeten englischen Chortradition, obwohl schon Orchestereinleitung auf das herbere Spätwerk Holst' hinweist. Doch wie gesagt: Singt der Chor erst einmal, dann hört es sich durchaus schon einmal nach "The Black Knight", nach "The Light of Light" oder den späteren großen Oratorien Elgars an. Aber spätestens mit dem Einsatz der Altistin, die zunächst nur von ausgesprochen fahlen Holzbläserfiguren begleitet wird (was ganz exquisit die Relation zum Text "Behold her lying there, yearning for thee, who hath been absent so long: a poor thin wand'ring stream, like the braided trees of one early widowed. On her banks the trees shed their withered leaves in silent sympathy" illustiriert) begegnet man dem Holst, der später ein "Egdon Heath" komponieren konnte. Ab hier scheint mir eine durchaus charakteristische Tonsprache gefunden worden zu sein: der Marsch, der zu den Quellen des Ganges und zum heiligen "Mount Kaliasa" führt, der großartige Moment, in dem die silbern entrückte Gipfelwelt nur mit Harfe und Glockenspiel in Töne gegossen wird, und dann jener machtvoll ekstatischer, ja archaischer Tanz, der die Klimax der Werkes darstellt. Wenn dann plötzlich noch die Orgel einsetzt und ein geradezu kosmisches Brausen entfacht wird, dann weiß man, dass die ungleich populäreren "Planeten" eine kompositorische Vorgeschichte haben. Mir scheint, das Werk macht eine organische kompositorische Metamorphose durch und illustriert einen Prozess der Stilfindung - vielleicht ist es das, was Rubbra mit "formlos herumwuchernd" meinte. Doch verstehe ich das eben nicht negativ.
Ursprünglich ist die symphonische Dichtung "Pan", op. 43 ja als umfangreiches Werk für Klavier 1910 entstanden. 1912 hat Novák es dann orchestriert und es ist diese Fassung, die ich gerade aus meinem Briefkasten fischen konnte. Das Werk gliedert sich in fünf Sätze (Prolog - Die Berge - Das Meer - Der Wald - Die Frau) als deren thematischer und symbolischer Mittelpunkt Pan in seiner Eigenschaft als wollüstiger Naturgott zu verstehen ist. So viel ich bisher gehört habe, so hat man es auch hier mit einem ausgesprochen interessanten Werk zu tun, das ausgesprochen farbig instrumentiert und ausgesprochen evokativ ist. Ich frage mich, wie sich das auf dem Klavier anhört. Gottlob hat Margaret Fingerhut bei Chandos eine Einspielung vorgelegt, deren Anschaffung mich dann wohl noch tiefer in die Verarmung treiben wird...
:hello Agravain
Cantus Arcticus (17.09.2011, 15:14): Heute aus einer Laune heraus:
Cetay (inaktiv) (17.09.2011, 16:41): Original von Agravain
Wie schön, dass das (= The Cloud Messenger) auch mal jemand außer mir hört! :D
(...) schreibt, es gebe "peinliche Momente" in diesem Werk und "manche eher nichtssagende Musik".
Auch wenn mich das Werk nicht vom Stuhl gerissen hat, konnte ich keines von beidem nachvollziehen. Das "formlos herumwuchernde" in der langen instrumentalen Einleitung schon, nur fand ich das ausgesprochen reizvoll.
Zurück auf gewohntes Terrain:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51x7bPVIAhL._SL500_AA240_.jpg Beethoven; Sinfonie Nr. 8; Mengelberg (Live 1940)
Auch die Achte ist großartig geraten! An der Anschaffung dieses Zyklus als Hardware führt für mich früher oder später kein Weg vorbei.
Bert (17.09.2011, 16:43): Beethoven: Tripelkonzert Oistrach, Richter, Rostropowitsch, Berliner Philharmoniker und Karajan
Gruß, Bert
Cetay (inaktiv) (17.09.2011, 18:24): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41NSMTTVX1L._SL500_AA300_.jpg Cage; Europera 5; Yvar Mikhashoff, Martha Herr, Gary Burgess, Jan Williams, Don Metz
Cages "tragbare Oper" für 2 Stimmen, Klavier, Grammophon, Tonband & Radio erstmals in meinen Ohren.
Cetay (inaktiv) (18.09.2011, 10:10): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51lLWHTigDL._SL500_AA240_.jpg Pousseur; Couleuers croisées; Orchestre Philharmnique de Liège, Pierre Bartholomée
Dieses Orchesterwerk wird am letzen Freitag des Oktobers in der Reihe Musica Viva in München aufgeführt - zusammen mit Werken von Cage, Berio und Ives. Und am nächsten Tag im Kammerkonzert findet eine Realiserung von Cages Variations IV statt, welche eine Auswahl von Number Pieces und Ryoanji enthält. Wer meine Forenaktivitäten verfolgt, kann mitfühlen, dass mir dieses Event-Wochendende in der von mir meistgeliebten Stadt wie ein feuchter Traum vorkommen muss. Die Alptraumkomponente dabei: Ich bin in genau dieser Woche auf Dienstreise und komme erst am Sonntag abend zurück. :I :I :I
Randbemerkung für Wissbegierige: Der Dirigent der gezeigten Aufnahme leitete 1983 die Uraufführung der von Brian Newbould basierend auf den Fragmenten 936a/709a eingerichteten Zehnten von Schubert.
Amadé (18.09.2011, 10:14): Heute weitere Pastoralen, diesmal mit Otto:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/512n1j-2O5L._SL500_AA300_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/51v0TkwvFWL._SL500_AA300_.jpg und andere
Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (18.09.2011, 10:39): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41T5WkWNt%2BL._SL500_AA300_.jpg Schubert; Sinfonie E-Dur D 729 (basierend auf der Partiturskizze 1821 - eingerichtet von Felix Weingartner); Rögner & Sinfonische Fragmente D 615, 708A, 936A (basierend auf Klavierskizzen - eingerichtet von Peter Gülke); Gülke
Cetay (inaktiv) (18.09.2011, 10:41): Original von Amadé Heute weitere Pastoralen, diesmal mit Otto:
Kommt die mit den Wiener Sinfonikern von 1951 auch noch dran?
AcomA (18.09.2011, 13:46): Hallo,
Arcadi Volodos live in Vienna
Liszt: Apres une lecture du Dante
Interpretation 10/10 (IMO) Klang. 10/10 (IMO)
LG, Siamak
Amadé (18.09.2011, 19:43): Original van Cetay Kommt die mit den Wiener Sinfonikern von 1951 auch noch dran?
Armin70 (18.09.2011, 22:58): Angeregt durch das Forum:
Heike (18.09.2011, 23:03): Hallo Armin, "On an overgrown path" und "In the Mists" kenne und liebe ich von Janácek, aber diese "Straßen"- Sonate war mir live gehört wie neu (ich habe sie auf der CD schon gehört). Schade, dass der 3. Satz verschollen ist. Der zweite Satz mit diesen endlos-Wiederholungen ist ja fast schon Minimal Music ;-) Heike
Heike (18.09.2011, 23:08): Ich höre mal mit, auch eine sehr schöne Aufnahme
Armin70 (18.09.2011, 23:09): Hallo Heike,
ja das empfinde ich auch so beim Anhören von Janaceks Klaviermusik. Wie in seinen anderen Werken (Opern, Chor- und Orchesterwerken, Streichquartetten) finde ich auch in den Klavierwerken Janaceks eigenwillig-kantigen Stil, der sich um keine Konventionen schert, sehr spannend.
Armin
Jürgen (19.09.2011, 11:47): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41JCMMX24EL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/61fgsNLuA9L._SL500_AA300_.jpg
Cipriano de Rore: Missa Praeter rerum seriem, Madrigals & Motets, 2002 Costanzo Festa: La Spagna 32 Contrapunti, 2003
Huelgas Ensemble - Paul van Nevel
Erste CD ist rein vokal, die Kontrapunkte instrumental. Deswegen höre ich beide im Wechsel von etwa 10 Minuten. So höre ich beide CDs durch, ohne in die Sättigung zu kommen.
Grüße Jürgen
Cantus Arcticus (19.09.2011, 14:13): Bei mir heute Kannonendonner und Glockengeläut:
Peter Ilyich Tchaikovsky 1) 1812 Ouverture, op. 49 (14:49) 2) Commentary to the 1812 ouverture / sound effects / bells (12:08) 3) Capriccio Italien, op. 45 (14:44)
Ludwig van Beethoven - Wellington's Victory, op. 91 4) Battle (8:18) 5) Symphony of Triumph (6:52) 6) Commentary to Wellington's Victory / sound effects (9:16)
Minneapolis Symphony Orchestra University of Minnesota Brass Band Bronze Cannon, Douay France (1775) Courtesy of U.S. Military Academy, West Point, New York Bells of the Laura Spelman Rockefeller Memorial Carillon, The Riverside Church Spoken Commentary by Deems Taylor London Symphony Orchestra (Beethoven) Antal Dorati
Grüsse Stefan
Armin70 (19.09.2011, 17:18): Charles Koechlin (1867 - 1950):
Ballade für Klavier und Orchester, op. 50 (1911 - 1919) The Seven Stars Symphony, op. 132 (1933)
Charles Koechlin war ein großer Fan des frühen Tonfilms. Daher setzte er den Filmstars Douglas Fairbanks, Lilian Harvey, Greta Garbo, Clara Bow, Marlene Dietrich, Emil Jannings und Charlie Chaplin in seiner "Seven Stars Symphony" ein musikalisches Denkmal.
Koechlin entlockt dem groß besetzten Orchester, u. a. mit Cembalo, Klavier und Ondes Martenot, faszinierend-schillernde Klänge.
Armin70 (19.09.2011, 17:56): Erich Wolfgang Korngold (1897 - 1957):
ziemlich enttäuschend, dieser Ingolf Wunder oder, wie ein Amazon-Kunde trefflich meint: "...ein wenig zu moderat auf sicher gespielt und kaum individuell -'ausserordentlich' prägnant sind. "
Viel besser habe ich dann Evgeni Bozhanov gefunden, auch wenn diese Art Chopin zu spielen, nicht meinen Geschmack trifft (aber wer tut das schon ;-)
Diese CD habe ich mir als Vorlage genommen, aber jedes einzelne Stück darauf durch eine andere - gänzlich unhippe - Interpretation ersetzt. Meist bemühte ich die Herren Richter und Rötsch, in seltenen Fällen auch Rilling. Das war in 5 Minuten zusammengeklickt (natürlich weil es auf der Festplatte ist und dank Foobar) und hört sich wunderbar an.
Vinyl-Liebhaber müssten dafür einen halben Tag Urlaub verbraten. :D
Vor 30 Jahren hätte ich mir eine C-90 Compact Cassette (die älteren unter uns wissen, was das ist) geschnappt und eine Nacht durchgemacht. Am nächsten Morgen hätte ich aber was in der Hand gehabt, nämlich eine wunderbare Bach-Cassette. Das Dumme ist nur, dass ich damals viel zu wenig Bach-LPs hatte. :I
Ja, ja. Früher war alles besser.
Grüße Jürgen
Cantus Arcticus (21.09.2011, 13:46): Heute Finnland: Aulis Sallinens erste Symphonie aus der GA von cpo:
Claude Debussy: Images - Gigues & Rondes De Printemps
Charles Munch / Boston Symphony Orchestra New England Conservatory Chorus & Alumni Chorus 1955
ab (21.09.2011, 21:31): Schumann: Klaviersonate op. 14 David Kadouch Decca
und das Quintett mit dem Quartuor Ardo ist um Welten besser geraten als das von Dmitri Schostakowitsch, zuletzt noch ausschließlich beim Label Transart in der gleichen Besetzung; nun gibts dieselbe Schumann-Aufnahme auf zwei Labels ?(
Violin Sonata op. 134 Arranged for violin, percussion and string Orchestra by Michail Zinman and Andrei Pushkarev (percussion), 2005
Viola Sonata op. 147 Arranged for viola and string orchestra by Vladimir Mendelssohn, 1991 -92
Gruss Stefan
Solitaire (22.09.2011, 11:17): Ein spezieller Service der Stadtbibliothek meines Vertrauens ermöglicht online und kostenlos den Zugriff auf ca. 400 (historische) Operngesamtaufnahmen die man für einige Tage auf den PC speichern und hören kann. Gerade läuft das hier:
Anton Bruckner: Symphony No. 3 "Wagner-Symphonie" (Erstfassung 1873)
Eliahu Inbal / Frankfurt Radio Symphony Orchestra 1982
Bruckners 3. in der Erstfassung mit allen Wagner-Zitaten. Inbals Bruckner scheint mir mehr symphonisch-zupackend und unmittelbar klangsinnlich gespielt - meditative Tongrübeleien oder analytisches Nachhorchen einzelner Details sind seine Sache nicht.
Armin70 (23.09.2011, 00:57): Heute bzw. gestern Abend gehört:
Paul Hindemiths Sonaten für Blechbläser (Trompete, Horn, Althorn, Posaune, Tuba) und Klavier
Philadelphia Brass Ensemble & Glenn Gould
Amadé (23.09.2011, 09:46): heute meine ältesten Pastoralen:
Cetay (inaktiv) (23.09.2011, 11:14): Original von Amadé Original van Cetay Kommt die mit den Wiener Sinfonikern von 1951 auch noch dran?
Nur wenn Du mir Deine kurzfristig leihst.
Gruß Amadé
Lieber Amadé,
das würde ich gerne tun, weil ich auf dein Urteil sehr gespannt wäre, aber ich "habe" diese Aufnahme nur als frei zugänglichen Live-Stream auf irgendwelchen Servern des Musikportals simfy. Zwar ist das auch mit Aufnahmen neueren Datums über den D/A Wandler der guten Anlage gehört kein audiophiler Hochgenuß -dazu ist die Bitrate von 192 kbit/s einfach zu niedrig- aber die Möglichkeit, Dutzende von Aufnahmen zu vergleichen oder völlig neues Repertoire kennenzulernen ist einfach zu verlockend. Was aus den Vergleichen oder Entdeckungsreisen als besonders (wieder-)hörenswert herausfiltert wird, kommt dann eh als CD ins Haus.
Hast du alle gehörten Pastoralen als CD zum Anfassen vorliegen?
Bei mir lief heute morgen:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/514KDMqWvLL._SL500_AA300_.jpg Sibelius; Sinfonie Nr. 3; DNO, Segerstam (ca. 1990)
Amadé (23.09.2011, 15:01): Original von Cetay Hast du alle gehörten Pastoralen als CD zum Anfassen vorliegen?
Ja, einige als LP bis auf drei Mitschnitte aus dem Radio. Es muss immer das vollständige Werk sein, Hörschnitzel aus dem Netz können doch kein abschließendes Bild ergeben.
Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (23.09.2011, 15:15): Original von Amadé Original von Cetay Hast du alle gehörten Pastoralen als CD zum Anfassen vorliegen?
Ja, einige als LP bis auf drei Mitschnitte aus dem Radio. Es muss immer das vollständige Werk sein, Hörschnitzel aus dem Netz können doch kein abschließendes Bild ergeben.
Gruß Amadé
Natürlich nicht! Die Werke sind in voller Länge anhörbar.
Agravain (23.09.2011, 15:47): Ein Satz den ich schon oft gehört habe: "Elgars "Sea Pictures" kann man im Grunde nur mit Janet Baker und Barbirolli hören." Auf die Nachfrage, welche Interpretationen denn sonst bekannt sind, kommt dann ein anderer Satz, den ich oft höre: "Nö, andere Einspielungen kenne ich gar nicht." Mythifizierende Meinungsbildung per CD-Führer eben. Schade ist es außerdem, denn eine Reihe bekannter britischer Mezzos und Altistinnen (sogar Männer versuchen sich bisweilen daran) haben diese Lieder eingespielt und eigenständige, ebenso interessante Darstellungen geliefert wie Dame Janet.
Dame Janet Baker, Londony Symphony Orchestra, Sir John Barbirolli Sarah Conolly, Bournemouth Symphony Orchestra, Simon Wright Dame Felicity Palmer, Londony Symphony Orchestra, Richard Hickox Linda Finnie, London Philharmonic Orchestra, Bryden Thomson Della Jones, Royal Philharmonic Orchestra, Sir Charles Mackerras Konrad Jarnot, Reinild Mees (Klavier)
auf der Suche nach Aufnahmen meinen Regalen, die ich noch nicht gehört habe, bin ich auf diese DoCD gestoßen. op. 61 & 102 lagen wohl schon mal im CD-Spieler, aber nicht das, was gerade verklungen ist:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2B6NiH2dzL._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56 "Tripelkonzert" Isaac Stern, Leonard Rose, Eugene Istomin / Philadelphia Orchestra / Eugene Ormandy (aufgenommen 1964)
Ein schönes Wochenende, Wolfgang
Poztupimi (23.09.2011, 19:38): Auch noch ungehört bisher ist diese Aufnahme:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41GA0ZVMSKL._SL500_AA240_.jpg Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Sinfonia Concertant für Violine, Viola und Orchester Es-Dur KV 364 Igor Oistrach, David Oistrach / Moscow Philharmonic Orchestra / Yehudi Menuhin (Mitschnitt von 1963)
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (23.09.2011, 21:59): Nach einer Pause jetzt ein Komponist, der bei mir eher selten läuft – aber da ich auch noch hier nicht alles aus der Box gehört habe, ist er jetzt dran:
http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/01/ciu/e0/57/16bb793509a010157e143110.L._SL500_AA300_.jpg Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893) Symphonie Nr. 4 f-moll op. 36 Royal Philharmonic Orchestra / Juri Temirkanow
György Ligeti: Lux Aeterna (Daniel Reuss / Cappella Amsterdam) Drei Phantasien nach Friedrich Hölderlin (Daniel Reuss / Cappella Amsterdam) Sonate für Viola Solo (Susanne van Els)
Robert Heppener: Im Gestein für Chor, Streichquartett und Schlagwerk (Daniel Reuss / Capella Amsterdam / Ensemble musikFabrik)
Libera me, Domine (gregorianisch; Daniel Reuss / Cappella Amsterdam)
2007
Ein sehr schön abgestimmtes, Mystik und Literatur verbindendes Konzept liegt dieser CD zugrunde. Die drei Sätze der Violasonate von Ligeti werden nicht hintereinander gespielt, sondern umrahmen ein ganz hervorragend interpretiertes "Lux Aeterna" und die "Hölderlin-Phantasien" - beide für Chor a cappella. Danach folgt ein kammermusikalisches Werk von Heppener (geb. 1925) - beruhend auf symbolistischen Gedichten von Paul Celan. Den Abschluss bildet ein mittelalterlicher Choral.
Armin70 (24.09.2011, 01:33): Von Böhmen gehts musikalisch über den großten Teich in die neue Welt:
Das fetzt !!!
Agravain (24.09.2011, 08:32): Bei mir bestes aus dem Hause Gilbert & Sullivan:
Poztupimi (24.09.2011, 08:55): Guten Morgen (und nicht Mirgen, wie ich eben schrieb),
Original von Armin70 Bernd Alois Zimmermann (1918 - 1970):
- Canto di speranza - Violoncellokonzert - Oboenkonzert - Trompetenkonzert "Nobody knows the trouble i see"
Heinrich Schiff, Heinz Holliger, Hakan Hardenberger SWR Sinfonieorchester Baden-Baden Michael Gielen
ist ja witzig, diese CD ist mir gestern auch auf den Bildschirm geraten, da ich noch nicht alle Stücke gehört habe. Ich habe sie mal vorgemerkt, dann aber den musikalischen Abend beendet. Nachher vielleicht, jetzt noch einmal was von dieser:
http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/01/ciu/e0/57/16bb793509a010157e143110.L._SL500_AA300_.jpg Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893) Fatum – Symphonische Dichtung op. 77 Royal Philharmonic Orchestra Juri Temirkanow
:hello Wolfgang
Poztupimi (24.09.2011, 09:40): Auch noch nicht gehört:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51XCDGCNXXL._SL500_AA240_.jpg Josef Suk (1874-1935) Pohádka léta (Ein Sommermärchen) – Symphonische Dichtung op. 29 Czech Philharmonic Orchestra / Libor Pešesk
:hello Wolfgang
Agravain (24.09.2011, 10:35): Bei mir läuft die in sämtlichen spätromantsichen Klangfarben schillernde und in ihrer Üppigkeit geradezu lasziv klingende Tondichtung "Sireny" op. 33 von Reinhold Glière, entstanden zwischen 1904 und 1908:
Gunzenhauser und die Slowakischen Philharmoniker machen das schon ausgezeichnet (ist bei der Kombi ja zugegebenermaßen nicht immer der Fall). In Anschluss läuft ebenfalls Suk, mit dem ich mich in letzter Zeit etwas intensiver beschäftigt habe. Auch bei mir das "Somermärchen", allerdings in dieser Einspielung:
Gleicher Dirigent wie in der Supraphon-Box - anderer Klangkörper.
:hello Agravain
Poztupimi (24.09.2011, 10:41): Die letzte noch nicht gehörte CD aus der Barbirolli-Box ist so bunt gemischt, da kann sie durchlaufen:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51I5trkVNXL._SL500_AA300_.jpg Giacomo Puccini (1858-1924) – Madama Butterfly – Auszüge aus dem 2. Akt Hector Berlioz (1803-1869) – Les nuits d'été – Six mélodies pour mezzo-soprano et orchestre sur des poèms de Théophile Gautier op. 7 Gustav Mahler (1860-1911) – Fünf Lieder nach Texten von Friedrich Rückert SIr John Barbirolli dirigiert: Renata Scotto, Anna di Stasio, Piero de Palma, Ronaldo Panerai, Giuseppe Modesti / Orchestra del Teatro dell'Opera di Roma Janet Baker / New Philharmonia Ochestra
:hello Wolfgang
Peter Brixius (24.09.2011, 11:24): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41049KC6KML._SL500_AA300_.jpg
Franz Liszt: Fantasie über ungarische Volksmelodien
Bei meinem Durchgang durch die Lisztbox die nächste - und eine gute Einspielung.
Liebe Grüße Peter
Agravain (24.09.2011, 12:34): Bei mir gibt es nun Schären-Musik von Hugo Alfvén:
En Skärgårdssägen & Symphonie Nr. 4 "Från Havsbandet"
Christina Högman, Claes-Håkon Ahnsjö (beide in Symphonie Nr. 4) Royal Stockholm Philharmonic Orchestra Neeme Järvi
:hello Agravain
Bert (24.09.2011, 12:45): Richard Wagner: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
Peter Seiffert (in seinem Element), Jane Eaglen (nicht wirklich überzeugend), Waltraud Meier (einmalig), Thomas Hampson (stimmsicher und mit viel Lyrik), René Pape, Chor der Berliner Staatsoper, Berliner Staatskapelle und Daniel Barenboim (diesmal geht's)
Gruß, Bert
Jürgen (24.09.2011, 12:55): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41GJ09XETDL._SL500_AA300_.jpg
Jean Richafort: Requiem in memoriam Josquin Desprez & Motetten, Huelgas Ensemble/Paul van Nevel
Agravain (24.09.2011, 14:18): Weiter geht es mit Symphonien von Bohuslav Martinu:
Concerto For Orchestra, Turkish Instruments and Voices Kemence: Neva Özgen / Ney: Celalettin Bicer / Zurna: Ali Bektas / Zurna: Cevdet Akdeniz // Kamran Ince / Bilkent Symphony Orchestra // Bilkent Youth Chorus
Symphony No. 2 ‘Fall Of Constantinople' Kamran Ince / Bilkent Symphony Orchestra
Piano Concerto Piano: Kamran Ince // Isin Metin / Bilkent Symphony Orchestra
Infrared Only Kamran Ince / Bilkent Symphony Orchestra
2009
Die im Grunde minimalistische Musik des türkisch-armenischen Komponisten Kamran Ince kommt in einem recht gewaltigen und lauten Soundgewand daher. Im Konzert für Orchester, türkische Instrumente und Stimmen erklingen exotische Klangkörper wie eine Kemence (eine spezielle Laute), eine Ney (eine Art Längsflöte) und zwei Zurnas (sogenannte Kegeloboen). Die Musik wirkt aufgrund der repetativen, auf Wiederholungen basierenden Rhythmik weniger folkloristisch, sondern vielmehr ritualistisch. Das häufig eingesetzte, durchdringende Schlagwerk erinnert schon fast an die heftigen Ausbrüche in der Musik des Isländers Jon Leifs. Nur das Klavierkonzert ist etwas verspielter und auch schräger als die anderen Klangmonolithen dieser CD. Die Zeiten eines manchmal etwas stumpfen Klangbildes bei NAXOS scheinen endgültig vorbei zu sein: - der superbe, räumliche Sound hier hat definitiv DECCA-Qualitäten.
Armin70 (25.09.2011, 00:31): Sir Granville Bantock (1868 - 1946):
AcomA (25.09.2011, 00:36): Hallo,
Ivan Moravec live in Bruessel 1983:
Beethoven Pastoral-Sonata
Brahms Intermezzi und 2. Rhapsodie
Chopin Auswahl Nocturnes und Mazurken
Chopin 1. Scherzo
Interpretation 8-10/10 (IMO)
Klang 9/10 (IMO)
LG, siamak
ab (25.09.2011, 01:06): Nach einem nicht unbedingt erquickliche Abschlusskonzert (die ähnlich unerquicklich begonnen hatten) der 18. Klangspuren Schwaz, hat mich gerade Luigi Nonos Como una ola de fuerza y luz geradezu berauscht. Jetzt kann ich zufrieden ins Bett gehen: Gute Nacht!
Nordolf (25.09.2011, 01:25): Endlich habe ich mir die Gesamtaufnahme der Symphonien des estnischen Komponisten Eduard Tubin unter der Leitung von Neeme Järvi gekauft. Hieraus jetzt die erste CD:
Symphony No. 1 Neeme Järvi / Swedish Radio Symphony Orchestra 1986
Symphony No. 5 Neeme Järvi / Bamberg Symphony Orchestra 1985
Tolle Musik! Ganz meins... :W
Die 1. Symphonie erinnert mich an die Klangsprache der ersten beiden Symphonien von Sibelius. Allerdings ist die Harmonik Tubins schärfer und schneidender als die des älteren Finnen. Letzteres wird in der 5. Symphonie dann noch deutlicher. Hier vermeine ich Einflüsse von Schostakowitsch und Prokovjev zu hören. Ansonsten prägen ganz spezielle melodische Linien die Musik von Tubin, die wiederum wenig mit den beiden eben genannten Russen zun tun haben. Tubin bewegt sich in beiden Symphonien zwischen martialischer Gewalt und melancholischer Stimmung. Ein gewisser tragödienhafter Unterton scheint mir nicht nur typisch für Tubin, sondern überhaupt für baltische Komponisten zu sein.
Armin70 (25.09.2011, 01:44): Original von Nordolf Endlich habe ich mir die Gesamtaufnahme der Symphonien des estnischen Komponisten Eduard Tubin unter der Leitung von Neeme Järvi gekauft. Hieraus jetzt die erste CD:
Symphony No. 1 Neeme Järvi / Swedish Radio Symphony Orchestra 1986
Symphony No. 5 Neeme Järvi / Bamberg Symphony Orchestra 1985
Tolle Musik! Ganz meins... :W
Die 1. Symphonie erinnert mich an die Klangsprache der ersten beiden Symphonien von Sibelius. Allerdings ist die Harmonik Tubins schärfer und schneidender als die des älteren Finnen. Letzteres wird in der 5. Symphonie dann noch deutlicher. Hier vermeine ich Einflüsse von Schostakowitsch und Prokovjev zu hören. Ansonsten prägen ganz spezielle melodische Linien die Musik von Tubin, die wiederum wenig mit den beiden eben genannten Russen zun tun haben. Tubin bewegt sich in beiden Symphonien zwischen martialischer Gewalt und melancholischer Stimmung. Ein gewisser tragödienhafter Unterton scheint mir nicht nur typisch für Tubin, sondern überhaupt für baltische Komponisten zu sein.
Hallo Jörg,
diese CD-Box steht auch bei mir sehr hoch im Kurs. Tubins Musik finde ich auch großartig. Eben die Mischung aus rhythmischer Prägnanz und dann die fast schon für skandinavisch-estnische Komponisten typische Melancholie in den lyrischen Seitenthemen finde ich reizvoll.
Armin
Armin70 (25.09.2011, 01:49): Weil es sich gerade anbietet:
Eduard Tubins 2. Sinfonie "Die Legendäre" (1937/38)
Aus Neeme Järvis Gesamtaufnahme.
Nordolf (25.09.2011, 02:06): Original von Armin70 Weil es sich gerade anbietet:
Eduard Tubins 2. Sinfonie "Die Legendäre" (1937/38)
Aus Neeme Järvis Gesamtaufnahme.
Da schliesse ich mich Armin an und höre jetzt ebenfalls die 2. Symphonie: - und ja, schon der ganze Spannungsaufbau zu Beginn ist hervorragend gemacht und die nachfolgenden rhythmisch-treibenden Figuren reissen unmittelbar mit.
Armin70 (25.09.2011, 02:24): Weil es so schön ist höre ich zum Abschluss etwas ruhigere Musik von Tubin:
Balalaika-Konzert und die Musik für Streicher
Nordolf (25.09.2011, 02:32): Original von Armin70 Weil es so schön ist höre ich zum Abschluss etwas ruhigere Musik von Tubin:
Balalaika-Konzert und die Musik für Streicher
Bei mir ebenfalls zum Abschluss ruhigere Musik von Tubin. Über YouTube höre ich gerade seine atmosphärische Sonate für Saxophon und Klavier aus dem Jahre 1951:
Saxophonsonate
Peter Brixius (25.09.2011, 07:44): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41NUPt21xLL._SL500_AA300_.jpg
Franz Liszt: Konzert für Klavier und Streichinstrumente "Malédiction" S 121
Liebe Grüße Peter
Agravain (25.09.2011, 08:32): Ich beginne den Sonntag pflichtschuldigst mit Bach. BWV 78 "Jesu, der Du meine Seele" in drei verschiedenen Aufnahmen:
Cetay (inaktiv) (25.09.2011, 18:22): Original von ab Easy-Listening-Classics, die so fisch gespielt ist, dass sie nicht nervt: Ja das gibt es selten. Sehr erfreulich...
Ferruccio Busoni: Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 op. 36a George Enescu: Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 op. 25
Nurit Stark, Violine Cédric Pescia, Klavier
Beide Stücke für mich Neuland und eine sehr positive Entdeckung. Zur Interpretation kann ich mangels Vergleich nicht viel sagen, beide Musiker sprechen mich aber sehr an...
Neeme Järvi / Swedish Radio Symphony Orchestra 1985
Meine Begeisterung für Eduard Tubin hält an - auch die zum ersten Mal gehörte 6. Symphonie zieht mich in ihren Bann. Die 2. empfinde ich ohnehin als Meisterwerk. Diese Box ist für mich der Kauf des Jahres 2011. :down :down :down
Armin70 (25.09.2011, 23:05): Ja, die Musik von Eduard Tubin ist schon was Feines. Ebenfalls mehr als hörenswert ist die von Eduard Tubin unvollendet hinterlassene 11. Sinfonie. Von diesem Werk existiert nur der erste Satz: Allegro vivace con spirito.
Paavo Järvi hatte dieses sinfonische Fragment einmal aufgenommen:
Im April diesen Jahres dirigierte Paavo Järvi dieses Werk im Konzert in der Alten Oper in Frankfurt/Main und es spielte das HR-Sinfonieorchester. Des weiteren gab es in jenem Konzert Elgars Violoncellokonzert mit dem Solisten Truls Mørk und die 5. Sinfonie von Carl Nielsen.
Immerhin kann man sich die Werke von Tubin und Nielsen von diesem Konzert noch bei Liveweb.Arte.TV ansehen und anhören:
wenn Du Dir eine Mischung aus typsch skandinavisch-baltischer, spätromantischer Symphonik mit modern-geschärfter Harmonik und einem kräftigen Schuss Schostakowitsch und Prokofiev vorstellen kannst, könnte Deine Neugier sehr berechtigt sein.
Furtwänglers Violinsonaten (die ich noch nicht kenne) sind bestimmt auch was Feines...
:hello Nordolf
Jürgen (29.09.2011, 07:34): http://ecx.images-amazon.com/images/I/417ZR80WSEL._SL500_AA300_.jpg
Allan Pettersson: Sinfonie Nr.9, Francis 1993
Zum Tagesbeginn versuchte ich mich an dieser Sinfonie. Allerdings bin ich nicht in der richtigen Stimmung und muss nach 15 minuten abbrechen. Sie geht nicht an mich.
Giovanni Battista Pergolesi: Stabat Mater, Hogwood 1988
Ja, so komme ich wesentlich besser in den Tag.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (29.09.2011, 07:50): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51X6zKHlgWL._SL500_AA300_.jpg Sibelius; Lemminkäinen Suite op. 22; Royal Stockholm PO, Paavo Järvi
Eine sehr veritable 4CD-Box, die für einen kleinen Obulus mit weniger ausgetretenem Sibelius Repertoire bekannt macht, u.a. die Kullervo-Sinfonie, die kurze Oper Die Jungfrau im Turme und einige Kantaten. Bei Järvi Jr. gibt es nichts zu meckern.
Cantus Arcticus (29.09.2011, 11:10): Ich mache heute eine neue Bekanntschaft: Erich Wolfgang Korngold:
CD1 1-4: Symphony in F sharp - The Philadelphia Orchestra; Franz Welser-Möst 5-7: Violin Concerto - Ulf Hölscher, Violin; Radio-Synfonieorchester Stuttgart; Willy Mattes
CD2 1-5: Suite from "Much Ado about nothing" - Radio-Synfonieorchester Stuttgart; Willy Mattes 6: Theme and Variations - Radio-Synfonieorchester Stuttgart; Willy Mattes 7-10: Piano Trio - Israela Margalit, piano; Glenn Dicterow, violin; Alan Stepansky, cello 11: From "Die tote Stadt": Mariettas Lied - Dame Kiri Te Kanawa, soprano; Philharmonia Orchestra; Julius Rudel 12: From "Die tote Stadt": Pierrots Lied - Thomas Hampson, baritone; Münchner Rundfunkorchester; Fabio Luisi
Mario! Lanza At His Best, 1958 & Leontyne Price: Verdi und Puccini Arien, 1960
Auweia, der Herr Lanza sülzt da ganz schön rum. Ziemlich Hollywood-lastig.
Grüße Jürgen
Nachbetrachtung: Bei den letzten Stücken des Herrn Lanza fiel mir das Zuhören recht schwer. Aber Frau Price gefiel mir gerade bei Puccini seeehr gut. Da ging mir das Herz auf, zerfließe.
Um 1960 herum entstanden, gehören die Variations zu Cage's avantgardistischten "Kompositionen" überhaupt. Getrieben von dem Ziel, Musik zu schaffen, die völlig Indeterminiert ist, legte Cage in der Partitur lediglich Regeln fest, wie mit Hilfe von Zufallsoperationen durch die Ausführenden selbst eine graphische Partitur zu erstellen ist. Auch für das Lesen der graphischen Partitur gibt es nur einen losen Satz von Hinweisen; die Interpreten sind hier weitgehend frei, Regeln und Beschränkungen festzulegen, nach denen sie die Aufführungspartitur schaffen. (Da drängt sich die Frage auf, warum man sich als Ausführende die Mühe machen soll, das alles zu erarbeiten und dann einzustudieren, statt gleich frei zu improvisieren. Die Antwort ist simpel: Im ersten Fall spielt man nach Partitur, im zweiten Fall improvisiert man.)
Das Motion-Ensemble hat einen interessanten Plan für die Realisierungen gewählt. Die Variation I wird auf konventionellen Instrumenten (Trompete, Geige, Schlagwerk, Klarinette, Kontrabass, Horn, präpariertes Klavier) gespielt, Variation II nutzt präparierte und elektrisch verstärkte Instrumente (Violine, Schlagwerk, Kontrabass) und Nr. 3 ist auf rein elektronischem Wege realisiert. Zeitgleich mit der Variation II wird von einer Sprecherin die Lecture on Nothing vorgetragen. Dieses Stück (in der Version für Sprecher und Cello) hat in mir vor rund 30 Jahren die Liebe zur Neuen Musik entfacht.
Symphony No. 3 ‘The Muses’ Piano Concerto No. 2 (Klavier: Howard Shelley) Neptune (Poem Of The Sea)
Martyn Brabbins / BBC Philharmonic 2003
Impressionistische Farbenwelten auf Englisch - besonders beeindrucken mich die harfendurchwirkten Klangwellen und geheimnisvollen Stimmungen der Meeresdichtung "Neptune".
ab (29.09.2011, 23:14): Original von Rachmaninov Original von ab :engel
so ist es! Die vierhändige Stückchen gefallen mir zwar etwas weniger, ich vermute seine Frau spielt die erste Stimme, dafür ist das Klavier ganz ungewohnlich getuned, was reizvoll zu hören ist. Koroliov ist einfach ein großartiger Bach-Interpret.
Grüsse und schönes Wochenende für euch :hello Stefan
ab (30.09.2011, 16:44): In Vorfreude auf das Konzert kommende Woche mit dem hr-Sinfonieorchester unter Paavo Järvi, die bei uns mit Anton Bruckners Symphonie Nr. 8 c-Moll WAB 108 gastieren werden, wage ich mich wieder einmal an den Livemitschnitt von Nikolaus Harnoncourt aus Berlin, der mir , andes als seine Aufnahmen der 3. und 7. aber auch der 4. und 9. bislang so gar nicht schmecken wollte.
Leider gekürzte Studio-Einspielung, kein Mitschnitt, aus Bayreuth 1928!
Was waren das für Sänger! Da kann man das meiste aus Bayreuth-aktuell ganz und gar vergessen.
Grüße Amadé
Dulcamara (30.09.2011, 21:02): Da muss ich jetzt mal ein bisschen widersprechen. Ich finde eigentlich, dass mit Waltraud Meier und Nina Stemme in den letzten Jahren wiederholt wirklich fantastische Sängerinnen in Bayreuth als Isolde zu hören waren. Auch die übrigen Rollen sind in dieser Oper immer wieder sehr gut besetzt gewesen, mit Ausnahme des Tristan. Aber auch da ist es immer sehr unfair, Leistungen von heute mit 1928 zu vergleichen, wo gerade der Tenorpart immer radikal zusammengestrichen wurde. Klar, dass man dann die Kraft hat, die Rolle ganz anders zu singen.
Cetay (inaktiv) (01.10.2011, 06:55): Angeregt durch den Finnenthread:
Auweia! Der Schluss mit dem Chor ist arg pathetisch. Kajanus war mir bislang nur als Sibeliusinterpret ein Begriff. Seine Aufnahmen aus den frühen 30ern sind unbedingt hörenswert und zeichnen ein anderes Sibeliusbild (schnelle Grundtempi, rhythmische und strukturelle Klarheit, wenig Emphase) als jenes, das sich später durchgesetzt hat. Kajanus starb bevor das Projekt fertig wurde; es fehlen die 4, 6 und 7.
Amadé (01.10.2011, 10:08): Original von ab In Vorfreude auf das Konzert kommende Woche mit dem hr-Sinfonieorchester unter Paavo Järvi, die bei uns mit Anton Bruckners Symphonie Nr. 8 c-Moll WAB 108 gastieren werden...
Auf das Konzert kannst Du Dich sicher freuen. Gestern Abend wurde das Konzert aus der Alten Oper Frankfurt im hr übertragen, mein Eindruck: insgesamt eine beeindruckende Aufführung, die ich P.Järvi von seinem bisherigen Repertoire her nicht so zugetraut hätte. Im 3.SAtz - 1.Drittel - erklang ca 1-2 Minuten eine Nebenstimme der Tuben, die ich bisher bei anderen Interpretationen nicht wahrgenommen habe, für mich sehr interessant. Achte mal im Konzert darauf. Den 3. und 4.Satz fand ich spitze. Järvi nahm sich viel Zeit für die Musik und warf den Blick immer wieder auf bestiimte Stellen.
Herzliche Grüße Amadé
Amadé (01.10.2011, 10:24): Original von Dulcamara Da muss ich jetzt mal ein bisschen widersprechen. Ich finde eigentlich, dass mit Waltraud Meier und Nina Stemme in den letzten Jahren wiederholt wirklich fantastische Sängerinnen in Bayreuth als Isolde zu hören waren. Auch die übrigen Rollen sind in dieser Oper immer wieder sehr gut besetzt gewesen, mit Ausnahme des Tristan. Aber auch da ist es immer sehr unfair, Leistungen von heute mit 1928 zu vergleichen, wo gerade der Tenorpart immer radikal zusammengestrichen wurde. Klar, dass man dann die Kraft hat, die Rolle ganz anders zu singen.
Liebe Dulcamara, mit meinem Verdikt gegen die Bayreuther Sängermisere (aber auch anderswo), dachte ich nicht an die letzten Tristan-Aufführungen, sondern hatte die sängerische Situation dort insgesamt im Blick. Gott sei Dank gibt es immer wieder Ausnahmen, z.B. Waltraut Meier, die jeweiligen Ensembles dort sind jedoch, was das sängerische Niveau und auch die Textverständlichkeit betreffen, keineswegs ausgeglichen.
Der Elmendorff-Studio-Aufnahme liegen allerdings Aufführungen im Festspielhaus zugrunde. Der Dirigent wählte zügige Tempi, die den Sängern, speziel dem Tristan im 3.Akt, sehr entgegen kamen.
Liebe Dulcamara, mit meinem Verdikt gegen die Bayreuther Sängermisere (aber auch anderswo), dachte ich nicht an die letzten Tristan-Aufführungen, sondern hatte die sängerische Situation dort insgesamt im Blick. Gott sei Dank gibt es immer wieder Ausnahmen, z.B. Waltraut Meier, die jeweiligen Ensembles dort sind jedoch, was das sängerische Niveau und auch die Textverständlichkeit betreffen, keineswegs ausgeglichen.
Der Elmendorff-Studio-Aufnahme liegen allerdings Aufführungen im Festspielhaus zugrunde. Der Dirigent wählte zügige Tempi, die den Sängern, speziel dem Tristan im 3.Akt, sehr entgegen kamen.
Zugegeben, die Ensembles sind heute sicher nicht so ausgeglichen besetzt wie auf sehr frühen Aufnahmen. Allerdings: Damals war eine Tonbandaufnahme soetwas wie eine Sensation, so dass man sich alle Mühe geben konnte, zu einem solchen Anlass aus aller Welt die Droschken in Bewegung zu setzen. Heute sind zudem auch Bayreuths finanzielle Ressourcen deutlich kleiner.
Ich (der im übrigen nach dem männlichen Quacksalber in Donizettis Liebestrank benannt bin) wehre mich aber immer gerne ein wenig gegen den reflexartigen Seufzer, dass es soetwas wie einen Verfall der Gesangskultur gäbe. Auch in Sachen Wagner stimmt das glaube ich nicht. Klar, es läuft zur Zeit kein Vickers rum und auch keine Nilsson. Aber man muss sich nur ein bisschen umschauen. Mit Jonas Kaufmann und Klaus-Florian Vogt haben wir derzeit zwei Lohengrins, die auch in fünfzig Jahren in der Rückschau sicher noch Beachtung finden werden. Wie auch dieses Jahr in Bayreuth erlebt, ist derzeit vielleicht eher eine Lohengrin-Ära als z.B. eine Siegfried-Ära. Auch den ersten Akt der Walküre kann man derzeit so gut besetzen wie eh und je. Die Met hat es vorgemacht, mit Jonas Kaufmann und Eva Maria Westbroek. Nimmt man dann noch z.B. Nina Stemme als Brünhilde dazu hat man schon eine wirkliche tolle Besetzung. Nur hat keine Produktionsfirma mehr das Geld solche Stars alle gleichzeitig für eine Studio-Aufnahme zu engagieren, weshalb vielleicht der Eindruck entsteht die Zeit der Sternstunden sei vorbei.
Was den Tristan angeht gibt es übrigens gerade mit Domingo, Stemme und Pappano eine ganz wunderbare Ausnahme hierzu. Auch in den Nebenrollen (Pape als Marke, Bostridge als Hirt, Villazon (!) als Seemann) ist diese Aufnahme toll besetzt. Allerdings von Domingo privat finanziert. Und wieder ein Beispiel für die Einfachheit, tolle Studio-Tristans zu kriegen. Auf der Bühne hat Domingo sich nie getraut.
Cetay (inaktiv) (01.10.2011, 19:37): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61Uxk51wp7L._SL500_AA240_.jpg Sibelius; Sinfonie Nr. 5; Anthony Collins
ZU HÜLF! Kann es sein, dass in diesem sibeliuphilen Forum niemand je diesen Dirgenten erwähnt hat??! (Die Suchfunktion ergibt jedenfalls nichts.) Es kann... ich selbst kenne ihn auch erst seit heute. Die Wege des Forianertums sind unergründlich. Durch den Finnenthread wurde ich inspiriert, mal wieder Kajanus' Sibeliusdirigat zu hören, war schwer angetan, wollte etwas dazu recherchieren, bin dabei auf eine enthusiatische Rezension von Collins' Aufnahme der Zweiten gestossen, habe flugs bei simfy gesucht und die oben gezeigte Fünfte zum Streamen in voller Länge gefunden ... und bin schier vom Stuhl gefallen. Ich war bislang mit keiner 5. recht zufrieden .. bis heute! Der Zyklus muss ins Haus:
Cetay (inaktiv) (03.10.2011, 09:23): Ich war noch etwas im Norden: http://ecx.images-amazon.com/images/I/515IeZXHj0L._SL500_AA300_.jpg Segerstam; Sinfonie 81; ohne Dirigent
Äußerst unterhaltsam und fesselnd mit vielen Ohrfängern. Die moderne Klangsprache klingt nie gewollt avantgardistisch sondern einfach zeitgemäß.
Das ist richtig gut! Modale Einfärbungen, eine echte Dramaturgie, inspirierte Momemte, überraschende Wendungen. Es fällt mir schwer zu beschreiben, wodurch sich Nordgren aus der Masse an VKs dieser Art abhebt. Es ist leichter zu sagen, was es nicht ist, man muss nur den Bergman danach hören: Die Geige sägt herum, das Orchester gibt Liegetöne, kommentiert, bricht in Tuttieruptionen aus, das Schlagwerk knallt; passieren tut trotzdem nichts.
Rachmaninov (03.10.2011, 10:36): Original von Cetay Ich war noch etwas im Norden: http://ecx.images-amazon.com/images/I/515IeZXHj0L._SL500_AA300_.jpg Segerstam; Sinfonie 81; ohne Dirigent
Cetay (inaktiv) (03.10.2011, 18:39): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51zrYP36uxL._SL500_AA300_.jpg Sibelius; Sinfonie Nr. 1; Gibson
Mein zwischenzeitlich abgeflautes Interesse am Sinfoniker Sibelius wurde durch einige zuletzt gehörte tolle Aufnahmen wieder neu entfacht. So schwer und melodramatisch will ich das freilich nicht hören.
Cetay (inaktiv) (03.10.2011, 18:43): Original von Rachmaninov Wieviele Sinfonieen hat Segerstam geschrieben?
Um das genau sagen zu können, brauchte man einen tagesaktuellen Zähler. Stand August 2011: 251
Rachmaninov (03.10.2011, 19:51): Original von Cetay Original von Rachmaninov Wieviele Sinfonieen hat Segerstam geschrieben?
Um das genau sagen zu können, brauchte man einen tagesaktuellen Zähler. Stand August 2011: 251
Gewaltig! Ob die sich auch unterscheiden! Haydn ist da ja ein Weisenkind gegen den Herrn.
Amadé (03.10.2011, 20:22): Grygory Sokolov bei den diesjährigen Schwetzinger Festspielen,
augenblicklich in SWR2
Bach: Italienisches Konzert F-dur, Französische Ouvertüre h-moll BWV 831 dann im Konzertsaal selten zu Hörendes von Schumann: Humoreske op.20, 4 KLaviersücke op.32
Gruß Amadé
nikolaus (03.10.2011, 22:24): Original von nikolaus http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028947663553.jpg
Nikolaus
Erneut...
ab (04.10.2011, 00:38): Original von Cetay
ZU HÜLF! Kann es sein, dass in diesem sibeliuphilen Forum niemand je diesen Dirgenten erwähnt hat??! (Die Suchfunktion ergibt jedenfalls nichts.) Es kann... ich selbst kenne ihn auch erst seit heute. Die Wege des Forianertums sind unergründlich. Durch den Finnenthread wurde ich inspiriert, mal wieder Kajanus' Sibeliusdirigat zu hören, war schwer angetan, wollte etwas dazu recherchieren, bin dabei auf eine enthusiatische Rezension von Collins' Aufnahme der Zweiten gestossen, habe flugs bei simfy gesucht und die oben gezeigte Fünfte zum Streamen in voller Länge gefunden ... und bin schier vom Stuhl gefallen. Ich war bislang mit keiner 5. recht zufrieden .. bis heute! Der Zyklus muss ins Haus:
Jon Leifs: Baldr (Choreographisches Drama in 2 Akten)
Tenor: Gunnar Gudbjörnsson Kari Kropsu / Iceland Symphony Orchestra Schola Cantorum 2001
Leifs' Tanzdrama beruht auf Geschichten über den Konflikt zwischen den nordischen Göttern Baldr und Loki aus der Snorri-Edda, die um 1220 entstanden ist. Die Kontraste zwischen Stille und Ausbrüchen sind sehr scharf gestaltet: - auf Passagen, die fast in Unhörbarkeit verschwinden, folgen laute, häufig metallene Schläge. Das Schlagwerk besteht u.a. aus Ambossen und Metallketten. Es sind auch viele tänzerische Stellen zu hören, die mich manchmal ein wenig an Grieg erinnern.
jünter (05.10.2011, 18:58): Von Hector Berlioz ist wahrlich nicht nur die S.F. hörenswert. Dieser Tage eingetroffen:
Heike (05.10.2011, 20:46): Weil es von Mozart leider keines der Klavierkonzerte in meine Top Ten geschafft hat, tue ich ihm Abbitte und höre jetzt diese wirklich wunderbare CD:
ab (05.10.2011, 23:15): Finde ich nicht empfehlenswert
Padre Antonio Soler Fandangos & Klaviersonaten Marcela Roggeri Transart
Ravel - Klavierwerke Sonatine 1905; Oiseaux tristes; Valses nobles et sentimentales; Le Tombeau de Couperin; Pavane pour une infante defunte Claude Bessmann, Klavier Tutti , 2009
Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken Ole Schmidt
Børresens symphonischer Erstling hat es mir angetan. Besonders der schwerblütige, zunächst (nordisch-)düstere, dann leidenschaftlich-bewegte erste Satz, der nicht selten an Tschaikowsky gemahnt, zieht mich immer wieder in seinen Bann.
:hello Agravain
Jürgen (06.10.2011, 09:26): Angeregt durch das Konzerte-Ranking:
Aion Pfhat Konx-Om-Pax Quattro Pezzi Per Orchestra Anahit (Poeme Lyrique Dedie A Venus) Uaxuctum Hurqualia Hymnos Chukrum
Jürg Wyttenbach / Orchestre de la Radio-Television polonaise de Cracovie Choeur de la Philharmonie de Cracovie 1988 - 1990 :down
Die hypnothischen, klangmystischen Einzelton- und Tonflächen-Meditationen des italienischen Komponisten Scelsi wirken auf mich wie eine surreale Ritualmusik - gebildet aus den Versatzstücken indischer und buddhistischer Musik, verbunden mit etwas unbestimmbar Urtümlich-Urgründigem und modernen Dissonanzen. Die häufig langgezogenen, kreisenden Klänge haben etwas Rufendes und Hineinziehendes an sich. Die Interpretationen von Jürg Wyttenbach scheinen mir vollkommen rund und klar - ich kann mir diese Musik gar nicht besser denken. Die Klangqualität ist hervorragend.
Cetay (inaktiv) (06.10.2011, 22:51): Wunderbar das neue Zeitalter der legalen Portale, wo man Anregungen aus dem Forum gleich nachhören kann:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51NfAOJmWtL._SL500_AA300_.jpg Werke von Hillborg
Fängt schon mal GANZ vielversprechend an...
Jürgen (07.10.2011, 07:48): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YF8oMuKLL._SL500_AA300_.jpg
Diesmal das 2. Klavierkonzert von Tschaikowski mit dem phänomenalen Cherlassky - Aufnahme ist von 1955 mit den Berliner Philharmonikern unter Richard Kraus.
Grüße!
Honoria
Jürgen (07.10.2011, 08:30): Ich setze mein Konzertprogramm von gestern fort, ungeachtet der Tatsache, dass ja auch Vivaldis Flötenkonzerte dazuzurechnen sind:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61tbA29vUaL._AA115_.jpg Brahms: Konzert für Violine, Cello und Orchester a-moll Op.102, Wallenstein/Heifetz/Piatigorsky 1960
verdammt, wie großartig ist diese musik! sogar in herreweghes unsäglich schwacher aufnahme, die ich wohl einmal und nie wieder hören werde (wie auch schon seine vierte und siebte).
Gösta Nystroem (1890 – 1966): Sinfonia Breve Sinfonia Del Mare (Mezzo-Sopran: Malena Ernman)
Christoph König / Malmö Symphony Orchestra 2006 - 2007
Diese Kompositionen des Schweden Gösta Nystroem scheinen mir recht tragisch gestimmt. Die Mischung aus Elegie und rhythmischem Antrieb liegt nicht weit weg von der Musik Eduard Tubins.
Ich wage mal wieder einen Versuch, Wagner irgendetwas abzugewinnen.
Cetay (inaktiv) (08.10.2011, 11:05): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61i18-lImuL._SL500_AA300_.jpg Bruckner; Sinfonie Nr. 7; Venzago
Ein extrem schubertianisches Brucknerbild wird hier gezeichnet. Etwas irritierend, aber auch sehr schlüssig; Bruckner erscheint nicht erratischer Block der Musikgeschichte, sondern mitten im Fluss.
Amadé (08.10.2011, 11:28): Original von Cetay und Agravain http://ecx.images-amazon.com/images/I/513CbCp0qeL._SL500_AA300_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/61i18-lImuL._SL500_AA300_.jpg http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0724347690129.jpg
Das Ihr morgens schon so schwere Musik verdauen könnt ?(, für mich eher was für spätere Tageszeiten.
Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (08.10.2011, 11:31): Naja, Wagner war eher ein Verdauungsversuch, der irgendwann mal abgebrochen wurde, weil es nicht wirklich schmeckte. Bruckner in dieser Interpretationsauffassung geht aber zu jeder Tageszeit.
Agravain (08.10.2011, 11:35): Original von Amadé Das Ihr morgens schon so schwere Musik verdauen könnt ?(, für mich eher was für spätere Tageszeiten. Gruß Amadé
Ich habe einen Pferdemagen. :D Außerdem ist es ja nicht das erste Stück Musik heute...
:hello Agravain
Agravain (08.10.2011, 12:48): Bei mir geht es wuchtig weiter:
Der Vergleich zeigt, dass ich mit Kremer eine sehr gute aber nicht die beste Interpretation im CD-Regal habe. Mir erscheint das wie ein -gelungener- Versuch, Glass' Idiom an die Hörgewohnheiten des Konzertpublikums anzupassen. Die Naxos-Aufnahme klingt "authentischer". Die etwas indifferente Telarc-CD fällt deutlich ab.
Klaviersonate f-moll op. 14 "Concert sans orchestre"
Nikolaus.
Cetay (inaktiv) (08.10.2011, 18:50): http://ecx.images-amazon.com/images/I/415A14Dkf9L._SL500_AA240_.jpg Scelsi; Aiôn (Quattro episodi di una giornata di Brahma) für 6 Schlagzeuger, Pauken und Orchester; Ceccherini
Cetay (inaktiv) (09.10.2011, 08:28): Heute geht es so weiter wie es gestern aufgehört hat: Moderne aus Italien - hier hören die Gemeinsamkeiten zwischen Maderna und Scelsi dann allerdings auf.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Tob-PAe2L._SL500_AA240_.jpg Maderna; Ausstrahlung ('71) für Mezzosporan, Flöte, Oboe und Orchester; Tamayo
Agravain (09.10.2011, 08:30): Guten Morgen! Bei mir beginnt der Tag mit Bachs Kantate "Liebster Gott, wann werd' ich sterben" BWV 8 in Herreweghes herrlicher Einspielung:
Bagatellen op. 126 Klavierkonzert Nr. 1 op. 15 Piotr Anderszewski Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Nikolaus.
ab (09.10.2011, 12:34): Original von Amadé Original von ab In Vorfreude auf das Konzert kommende Woche mit dem hr-Sinfonieorchester unter Paavo Järvi, die bei uns mit Anton Bruckners Symphonie Nr. 8 c-Moll WAB 108 gastieren werden...
Auf das Konzert kannst Du Dich sicher freuen. Gestern Abend wurde das Konzert aus der Alten Oper Frankfurt im hr übertragen, mein Eindruck: insgesamt eine beeindruckende Aufführung, die ich P.Järvi von seinem bisherigen Repertoire her nicht so zugetraut hätte. Im 3.SAtz - 1.Drittel - erklang ca 1-2 Minuten eine Nebenstimme der Tuben, die ich bisher bei anderen Interpretationen nicht wahrgenommen habe, für mich sehr interessant. Achte mal im Konzert darauf. Den 3. und 4.Satz fand ich spitze. Järvi nahm sich viel Zeit für die Musik und warf den Blick immer wieder auf bestiimte Stellen.
Herzliche Grüße Amadé
In Radio erklingt gerade der Mitschnitt vom Brucknerfest Linz 2011 von Paavo Järvis Gastspielen durch Österreich. Dort stand nicht Bruckners 8. auf dem Programm, sondern gerade erklingt Schuberts große C-Dur, die mir nicht so recht schmecken will. Davor aber hat Järvi ganz hervorragend Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert A-Dur, KV 488 begleitet: Das hätte ich ihm nicht so zugetraut! Hier 10 Tage nachzuhören. Khatia Buniatishvili am Klavier hat mich da gar nicht sehr gestört. Was das Brucknerkonzert bei uns betraf, so hieß es wie folgt in unserer Tageszeitung. Einen wirklich sehr schönen Klang hat dieses Orchester und in puncot Klangbalance habe ich schon lang nicht mehr etwas so überzeugendes gehört. Alle haben schön zusammen musiziert und geatmet. Eine solche Perfektion wie bei Nott mit den Bambergern bei Mahler #9 war zwar nicht zu vernehmen, dennoch habe ich das Konzert fast ähnlich genießen können. Außergewöhnliche Nebenstimmen habe ich vor allem in den ersten beiden Sätzen gehört, die darauf zurück gingen, dass er die Linienverteilung durch alle Instrumentengruppen, bis hin zur knalligen Pauke gehen ließ. :hello
ab (09.10.2011, 12:40): Besuch bekommen, der etwas mitgebracht hat, was ich schon seit Jahren einmal hören wollte: Afanassiev spielt Chopin. Wohl nicht seine überzeugendest Aufnahme.
Sir Edward Elgar: Konzert für Violine und Orchester h-moll op. 61
Salvatore Accardo London Symphony Orchestra Richard Hickox
:hello Agravain
Cetay (inaktiv) (09.10.2011, 15:04): Beethoven; Streichquartett 15 op. 132; Hollywood Quartet Das schmeckt mir ganz ausgezeichnet, viel mehr als die vergleichweise gehörten Takács Quartet und Quartetto Italiano. Jetzt läuft noch das Guarneri Quartet.
Kennt jemand zum Vergleich die Harnoncourt-Aufnahme?
GRuß Amadé
Cetay (inaktiv) (09.10.2011, 20:28): Original von Rachmaninov http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028947792994.jpg
D. Sch - VK #1
hat jemand die Aufnahme von euch schon gehört?
Hab ich und mich fassungslos gefragt, was nur aus Salonen geworden ist. Unterschrift bei DGG = Künstlerische Bankrotterklärung?
Rachmaninov (09.10.2011, 20:32): Original von Cetay Original von Rachmaninov http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028947792994.jpg
D. Sch - VK #1
hat jemand die Aufnahme von euch schon gehört?
Hab ich und mich fassungslos gefragt, was nur aus Salonen geworden ist. Unterschrift bei DGG = Künstlerische Bankrotterklärung?
Warum?
ab (09.10.2011, 22:39): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51wi8bPHz1L._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/61D7QypZ2yL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/41RZ9PTK7SL._SL500_AA300_.jpg Glass; Violinkonzert; Anthony, Yuasa / Kremer, Dohnányi / McDuffie, Eschenbach
Der Vergleich zeigt, dass ich mit Kremer eine sehr gute aber nicht die beste Interpretation im CD-Regal habe. Mir erscheint das wie ein -gelungener- Versuch, Glass' Idiom an die Hörgewohnheiten des Konzertpublikums anzupassen. Die Naxos-Aufnahme klingt "authentischer". Die etwas indifferente Telarc-CD fällt deutlich ab.
Danke für diese Einschätzung, wo nur Kremer mein Regla ziert. :hello
Cetay (inaktiv) (10.10.2011, 05:42): Original von Rachmaninov Original von Cetay Original von Rachmaninov
D. Sch - VK #1
hat jemand die Aufnahme von euch schon gehört?
Hab ich und mich fassungslos gefragt, was nur aus Salonen geworden ist. Unterschrift bei DGG = Künstlerische Bankrotterklärung?
Warum?
Im Vergleich zu dem, was dieses Übertalent vorher -teils schon in jungen Jahren- von Hadyn bis Lutoslawski gebracht hat, finde ich seine Ausgaben für das Gelblabel enttäuschend. Der Sacre mit wenig Profil, das Sibelus-VK arg pauschal und auf reine Begleitfunktion reduziert, und jetzt das von Schosatkowitsch kaum anders. Da darf man schon spekulieren, inwieweit der musikindustrielle Betrieb, der dem Künstler seinen Platz im "Portfolio" zuweist, hier Einfluss nimmt.
Cantus Arcticus (10.10.2011, 08:02): Original von ab Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51wi8bPHz1L._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/61D7QypZ2yL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/41RZ9PTK7SL._SL500_AA300_.jpg Glass; Violinkonzert; Anthony, Yuasa / Kremer, Dohnányi / McDuffie, Eschenbach
Der Vergleich zeigt, dass ich mit Kremer eine sehr gute aber nicht die beste Interpretation im CD-Regal habe. Mir erscheint das wie ein -gelungener- Versuch, Glass' Idiom an die Hörgewohnheiten des Konzertpublikums anzupassen. Die Naxos-Aufnahme klingt "authentischer". Die etwas indifferente Telarc-CD fällt deutlich ab.
Danke für diese Einschätzung, wo nur Kremer mein Regla ziert. :hello
Hallo Zusammen Ich habe auch nur die Einspielung von Kremer, mit der Naxos-Aufnahme liebäugle ich seit einiger Zeit, steht aber nicht auf meiner Prioritätenliste. Mir gefällt Kremers Deutung des VK von Glass, mit Schnittke habe ich - ehrlich gesagt - meine liebe Mühe. Da gefällt mir das Werk schlicht und ergreifend nicht :( .
Hans Pfitzner: Von Deutscher Seele – Eichendorff-Kantate
Sopran: Gabriele Fontana / Mezzo-Sopran: Barbara Hölzl / Tenor: Glenn Winslade / Bass: Robert Holl Martin Sieghart / Wiener Symphoniker Wiener Singverein 1999
Dieses Werk ist wirklich das programmatische, musikalische Bekenntnis zur romantischen Weltsicht. Die eben gehörte Aufnahme besticht durch ihre Textverständlichkeit und das einfühlsame Dirigat. Robert Holl ist ohnehin eine Klasse für sich. Der Chor ist allerdings nicht immer herausragend: - mittelmässig und gut interpretierte Momente wechseln einander ab. Der Kraft des Rundfunkchors Berlin in der Metzmacher-Aufnahme kann der Wiener Singverein nicht das Wasser reichen.
Daraus die 2. Symphonie des russischen Komponisten Reinhold Moritzewitsch Gliere aus dem Jahre 1907. Trotz hörbarer Wagner-Einflüsse klingen die einprägsam-epischen Melodien dieser Symphonie ganz eindeutig russisch: - manchmal fühle ich mich in einen Historienfilm über das russische Mittelalter versetzt. Der dunkle, warme Klang, den Edward Downes und das BBC Philharmonic erzeugen, passt wunderbar zu den Stimmungen dieser Musik.
ab (10.10.2011, 22:30): Boesset: L'Archange & Le Lys - Messe und Motetten Ensemble Correspondances Sébastien Dauce Zig Zag
Nr.2 Ashkenazy / Haitink 1984 (habe ich soeben angefangen)
Grüße Jürgen
Armin70 (11.10.2011, 17:39): Zwei Konzerte für Soloinstrumente, die sonst eher stiefmütterlich in der Gattung der Instrumentalkonzerte behandelt werden:
Cantus Arcticus (11.10.2011, 17:41): Bei mir heute Bohuslav Martinu:
CD3 1. Sigurd Slembe op.8 (Symphonisches Vorspiel zu Bjornsons Stück) 2. Ifjol gjaett' e gleitinn op.31 (Voriges Jahr hütete ich die Ziegen) 3. Norsk Rapsodi No.1 op.17 4. Norsk Rapsodi No.2 op.19 5. Norsk Rapsodi No.3 op.21 6. Norsk Rapsodi No.4 op.22
Latvian National Symphony Orchestra Terje Mikkelsen
:engel
Gruss :hello Stefan
Jürgen (12.10.2011, 13:07): Original von Rachmaninov Original von Jürgen Auch ich bin gerade bei Rachmaninovs Klavierkonzerten.
für 2,99 bei jpc gekauft und gleich mal angehört (bei jpc gibts hier einiges von cpo gerade verbilligt). na ja, die stücke sind recht nett. etwas bieder natürlich - im vergleich zu schubert etwa - aber immerhin nett. nichts, was man unbedingt kennen müsste - aber doch auch nett...
Cetay (inaktiv) (12.10.2011, 22:31): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51HH-PB%2BaiL._SL500_AA300_.jpg Tubin; Sinfonie 5; Järvi
Die Tubin-Tour war sicher nicht repräsentativ, aber ausreichend, um festzustellen, dass ich ihn kaum zu meinen favorisierten Komponisten rechnen werde. Das Problem: ich fühle mich an Vieles erinnert, etwa Sibelius (wie soll man die erste Hälfte des ersten Satzes der 4. Tubins hören, ohne ständig in gedanklich in die 5. von Sibelius abzugleiten?), Pettersson, Shostakovich, Nystroem, Hovhannes, höre aber keinen Personalstil, kaum großformatige Entwicklungen und vor allem fehlen mir die Großen Momente (man höre zum Vergleich Nystroems 3.), die ich bei diese Art von spät/post/neo-romantisch-expressiver Musik brauche, um nicht schnell ermüdet zu werden. Respekt: ja, Liebe: nein.
ab (12.10.2011, 23:05): Tchaikovsky & Bartok : Violin Concertos Valery Sokolov Tonhalle-Orchester Zürich David Zinman Virgin
Endlich wieder einmal: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51DGj5Eh0jL._SS500_.jpg
CD2 1. Sinfonietta (FP141) 2. Concert Champêtre (FP49) 3. Pièce brève sur le nom d'Albert Roussel (FP50) 4. Boucolique (FP160) 5. Fanfare (FP25) 6. Deux Marches et un Intermède (FP88) 7. Suite française (FP80)
Cetay (inaktiv) (15.10.2011, 08:16): Gestern im Radio. Liveübertragung einer Uraufführung bei den Donaueschinger Musiktagen:
Pierluigi Billone; Phonogliph für Stimme, Fagott und Orchester Sehr g :ignoreil. Wie schade, dass ich nicht dort sein konnte, um die Raumwirkung dieses Wunderwerks an Ideen der Klanggestaltung zu erleben. Das Orchester -mit 3 solistischen Fagotten und viel Schlagwerk, das allerdings kaum geschlagen sondern irgendwie anders in Schwingung versetzt wird, ist in (KLang-)Schichten um die Solisten herum aufgestellt. Das war unmittelbar emotional packende, Neue Musik (genauer: Klangkunst) die den Namen verdient und die mit postmoderner Beliebigkeit genau so wenig zu tun hatte wie mit verkopft-zwanghaftem Avantgardismus; ein echtes Hörabenteuer, spannend von der ersten bis zur letzten Minute.
Eigentlich würde die 2. ja besser zu diesem herrlichen "October" Tag passen... BTW, der etwas "sachlichere" als oft gehört, spannend-farbig-fließend-ausgewogene Interpretationsansatz kommt meinen Präferenzen sehr entgegen. Das sieht nach einer echten Entdeckung aus.
Die Sinfonia Breve und die Sinfonia Del Mare des schwedischen, lange Jahre im französischen Ausland lebenden Schweden Gösta Nystroem mit Christoph König und dem Symphonie-Orchester Malmö. Dunkle Gewitterwolken hängen über der gerade laufenden Sinfonia Breve ("Kleine Symphonie"): - die Klangsprache (ganz besonders diese fahlen Streicherteppiche!) erinnert ein wenig an die düsteren Seiten von Honegger und Schostakowitsch.
Rachmaninov (15.10.2011, 18:55): Original von Nordolf http://ecx.images-amazon.com/images/I/51H4lcjQd9L._SS400_.jpg
Die Sinfonia Breve und die Sinfonia Del Mare des schwedischen, lange Jahre im französischen Ausland lebenden Schweden Gösta Nystroem mit Christoph König und dem Symphonie-Orchester Malmö. Dunkle Gewitterwolken hängen über der gerade laufenden Sinfonia Breve ("Kleine Symphonie"): - die Klangsprache (ganz besonders diese fahlen Streicherteppiche!) erinnert ein wenig an die düsteren Seiten von Honegger und Schostakowitsch.
Du bist nun der zweite der binnen weniger Tage auf Nystroem hinweist.
Die Scheibe werde ich mir mal anhören! Vllt. schon morgen! :leb
Cetay (inaktiv) (15.10.2011, 20:34): Original von Rachmaninov Original von Nordolf
Die Sinfonia Breve und die Sinfonia Del Mare des schwedischen, lange Jahre im französischen Ausland lebenden Schweden Gösta Nystroem mit Christoph König und dem Symphonie-Orchester Malmö. Dunkle Gewitterwolken hängen über der gerade laufenden Sinfonia Breve ("Kleine Symphonie"): - die Klangsprache (ganz besonders diese fahlen Streicherteppiche!) erinnert ein wenig an die düsteren Seiten von Honegger und Schostakowitsch.
Du bist nun der zweite der binnen weniger Tage auf Nystroem hinweist.
Die Scheibe werde ich mir mal anhören! Vllt. schon morgen! :leb
Allerdings kommt diese und schon gar nicht die alternativ zu streamende mit Svetlanov interpretatorisch auch nur annähernd an die Aufnahme der Mare mit Stig Westerberg heran. Mehr dazu im bald eröffneten Siinfonia del Mare Faden. :engel
Rachmaninov (15.10.2011, 20:50): Original von Cetay Original von Rachmaninov Original von Nordolf
Die Sinfonia Breve und die Sinfonia Del Mare des schwedischen, lange Jahre im französischen Ausland lebenden Schweden Gösta Nystroem mit Christoph König und dem Symphonie-Orchester Malmö. Dunkle Gewitterwolken hängen über der gerade laufenden Sinfonia Breve ("Kleine Symphonie"): - die Klangsprache (ganz besonders diese fahlen Streicherteppiche!) erinnert ein wenig an die düsteren Seiten von Honegger und Schostakowitsch.
Du bist nun der zweite der binnen weniger Tage auf Nystroem hinweist.
Die Scheibe werde ich mir mal anhören! Vllt. schon morgen! :leb
Allerdings kommt diese und schon gar nicht die alternativ zu streamende mit Svetlanov interpretatorisch auch nur annähernd an die Aufnahme der Mare mit Stig Westerberg heran. Mehr dazu im bald eröffneten Siinfonia del Mare Faden. :engel
Oder Nystroem Faden? Wie auch immer die freude ist groß!
Armin70 (16.10.2011, 01:36): Was fetziges zur Nacht:
Cetay (inaktiv) (16.10.2011, 08:06): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51VmdVgXhyL._SL500_AA300_.jpg "Birth of the String Quartet"; casalQuartett Scarlatti; Sonata a Quattro in D-Moll (1715) Sammartini; Sinfonia per archi in G-Dur (1740) Mozart; Quartett K.80 (1770) Boccerini; Quartett in C minor Op. 2/1 (1761) Haydn; Quartett in D minor Op. 9/4 (1769)
Das SQ ist eine von mir stark vernachlässigte Gattung. Höchste Zeit für etwas intensivere und systematischere Auseinandersetzung und wo könnte man besser anfangen als bei den gattungsbildenden Werken?
:times10 Würden Quartette nur öfter so spielen, hätte ich längst mehr davon gehört. Die Schweizwerinnen spielen auf Instrumenten der Zeit, praktisch ohne Vibrato und so unverzopft, wie ich es mir wünsche. Mir scheint, bei den Streichquartetten ist HIP noch viel wichtiger, andererseits kommt es mir so vor, als ob man da gewaltig hinterher hinkt. Warum gibt es eigentlich so wenige HIPster in dieser Gattung und welche der Wenigen haben der Rang der Großen?
Au Weia, der erste Satz von Beethoven grenzt an Pyromanie. Leider sind die Sätze 3 und 4 korrupt und nur heftiges Rauschen zu vernehmen (so kühn war Beethoven dann auch nicht). Dafür packt der Janacek gleich von Beginn an an den Grundfesten.
Rachmaninov (16.10.2011, 08:54): Original von Amadé Neuanschaffung:
Cetay (inaktiv) (16.10.2011, 09:44): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51X9LECzTbL._SL500_AA240_.jpg Beethoven; Große Fuge op. 133 B-Dur; Hollywood Quartet
Wie man bei diesem Stück so die Contenance und Klangschönheit bewahren kann, ohne ihm etwas von seiner atemberaubenden Energie nehmen, ist faszinierend. Die Hardware steht auf dem Wunschzettel:
Die Winterreise geht bei mir nur mit einer ganz tiefen Männerstimme (Martti Talvela kann mir das näher bringen, Textverständlichkeit hin oder her) oder einer unaffektierten Frauenstimme (also nicht Faßbender oder Schäfer), wie die gerade gehörte. Tenöre vom Schlage eines Fischer-Dieskau machen mir das unerträglich, das ist Künstlich-Lied statt Kunstlied. :A :ignore
Wenn man eine emotional intensive Tschaikowsky-Interpretation sucht, wird man bei Bernstein immer das Richtige finden: - unabhängig von Orchester oder Aufnahmedatum.
@Artemis:
Wer spielt denn die 1. Symphonie in Deiner Brilliant-Box?
Hans Pfitzner: Von Deutscher Seele – Eichendorff-Kantate
Sopran: Solveig Kringelborn / Mezzo-Sopran: Nathalie Stutzmann / Tenor: Christopher Ventris / Bass: Robert Holl Ingo Metzmacher / Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Rundfunkchor Berlin 2007
Die Sänger sind stimmlich sehr gut aufgestellt. Frau Kringelborn wandelt in kunstvoll schwindelerregenden Höhen: - ich bin beeindruckt. Allerdings ist mir persönlich bei diesem Werk Textverständlichkeit wichtiger und und da könnte manches bei ihr deutlicher artikuliert sein. Robert Holl ist meiner Ansicht nach einer der besten lebenden Sänger überhaupt. Ingo Metzmacher gelingt ein Dirigat, das atmosphärisch-romantisch und transparent gleichzeitig daherkommt. Mein größter Respekt in dieser Aufnahme gehört freilich dem herrlich textverständlich und klar agierendem Rundfunkchor Berlin. :down Der "Nachtgruß" und ebenso der Schlusschoral sind ein echter Genuß.
Cetay (inaktiv) (16.10.2011, 17:19): Obwohl schon der Titel höchst verdächtig anmutet, gebe ich dem mal eine Chance - allerdings ist der Name Metzmacher bei mir seit K.A. Hartmann arg ramponiert, deswegen höre ich die Alternative mit Keilberth (dort singt zwar Wunderlich, aber irgendeinen Kompromiss muss man halt eingehen).
Armin70 (16.10.2011, 17:48): Original von Nordolf http://ecx.images-amazon.com/images/I/411xJO%2BSCgL._SS400_.jpg
Hans Pfitzner: Von Deutscher Seele – Eichendorff-Kantate
Sopran: Solveig Kringelborn / Mezzo-Sopran: Nathalie Stutzmann / Tenor: Christopher Ventris / Bass: Robert Holl Ingo Metzmacher / Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Rundfunkchor Berlin 2007
Das höre ich jetzt auch.
P.S.: Tschaikowskys 1. Sinfonie "Winter-Träume" wird in der Brilliant-Box vom Tchaikovsky Symphony Orchestra of Moscow Radio unter der Leitung von Vladimir Fedoseyev gespielt.
Cantus Arcticus (16.10.2011, 19:04): Gerade auf der Fahrt nach Hause:
CD2 1. Norsk Kunstnerkarneval op.14 2. Romeo og Julia op. 18 3. Karneval i Paris op. 9 4. Zarahayda op. 11 5. Festpolonese op. 12 6. Andante funèbre
Grüsse :hello Stefan
Nordolf (16.10.2011, 19:25): Original von Armin70
P.S.: Tschaikowskys 1. Sinfonie "Winter-Träume" wird in der Brilliant-Box vom Tchaikovsky Symphony Orchestra of Moscow Radio unter der Leitung von Vladimir Fedoseyev gespielt.
Danke für die Auskunft!
Bei mir geht es weiter mit dieser CD:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41
gZbuSL._SS500_.jpg
Igor Stravinsky: Le Sacre Du Printemps Alexander Scriabin: The Poem Of Ecstasy
Valery Gergiev / Kirov Orchestra 1999
Eine wuchtige, füllige Stravinsky- und Scriabin-Interpretation...
Bernard Herrmann (1911 - 1975) komponierte neben seinen Filmmusiken auch immer wieder Werke für den Konzertsaal und er litt immer darunter, dass man diese Werke nie so richtig zur Kenntnis nahm. Zu diesen Werken gehören die auf dieser CD mustergültig eingespielte dramatische Kantate "Moby Dick" (1938) und die Sinfonietta für Streicher (1935), die wie eine Vorstudie zum Soundtrack zu "Psycho" (1960) wirkt, die auch nur für Streicher ist.
Symphonie Nr. 3 Imants Resnis / Latvian National Symphony Orchestra 1982
Cello Concerto Cello: Maris Villeruss // Leonids Vigners / Latvian National Opera Orchestra 1981
:down :down :down Den herrlich "verregneten", melancholischen Melodien von Ivanovs könnte ich stundenlang lauschen - im Andante der 3.Symphonie darf die Musik sogar richtig schmachten... Mir erscheint dabei nichts als kitschig, denn diese Wehmut wirkt völlig authentisch ... Die Tondichtung "The Cloudy Mountain" lasse ich jetzt mal wegen der leider kratzigen Tonqualität weg - die anderen beiden Werke sind in einem fülligen, wunderbar warmen ADD-Klanggewand zu hören.
Balladen 2 u. 3 Mazurken 36 - 41, 49 Polonaisen 5 u. 6
Jetzt aber Shostakovich:
Sinfonien Nr. 2 und 10
London Philharmonic Orchestra Bernhard Haitink
Nikolaus.
ab (17.10.2011, 22:22): Lezte Woche mit unserem neuen, jungen Chef Christoph Altstaedt und dem örtlichen Symphonieorchester ganz hervorragend zu hören bekommen, nun auf Aufnahme:
Schostakowitsch Sinfonie nr 15 Charles Dutoit DECCA
gefällt mir besser als die heute am Nachmittag gehörte Aufnahme von Ashkenazy vom selben Label
Nordolf (18.10.2011, 00:07): Original von Armin70
Bernard Herrmann (1911 - 1975) komponierte neben seinen Filmmusiken auch immer wieder Werke für den Konzertsaal und er litt immer darunter, dass man diese Werke nie so richtig zur Kenntnis nahm. Zu diesen Werken gehören die auf dieser CD mustergültig eingespielte dramatische Kantate "Moby Dick" (1938) und die Sinfonietta für Streicher (1935), die wie eine Vorstudie zum Soundtrack zu "Psycho" (1960) wirkt, die auch nur für Streicher ist.
Das sieht nach sehr spannender Musik aus. Auf YouTube konnte ich einen Clip mit Ausschnitten aus der "Moby Dick"-Kantate in der Einspielung des Komponisten selbst aus den 60ziger Jahren entdecken, die derzeit leider nicht mehr erhältlich ist:
hier klicken
Bei mir laufen gerade die oben auch von Achim gehörten Kompositionen von William Russo für Bluesband und Orchester sowie Gershwins "An American in Paris". Auch diese CD ist derzeit nicht erhältlich - daher nur auf meinem PC.
Armin70 (18.10.2011, 00:48): Original von Nordolf
Das sieht nach sehr spannender Musik aus. Auf YouTube konnte ich einen Clip mit Ausschnitten aus der "Moby Dick"-Kantate in der Einspielung des Komponisten selbst aus den 60ziger Jahren entdecken, die derzeit leider nicht mehr erhältlich ist:
hier klicken
Herrmanns eigene Aufnahme, die ausschnittsweise auf dem Youtube-Clip zu hören ist, scheint auch richtig gut zu sein. Diese Aufnahme kann man zumindest noch gebraucht kaufen, wenn auch recht teuer:
Armin70 (18.10.2011, 00:59): Gestern abend hörte ich wieder diese meiner Meinung nach sehr gute Aufnahme:
Im Vergleich zur wirklich guten Chandos-Neuaufnahme ist Herrmanns eigene Aufnahme aus dem Jahr 1967 noch eine Spur dramatischer und packender. Die "Moby Dick-Kantate" kann man meiner Meinung nach schon fast als Kurz-Oper bezeichnen. Eine sehr spannende Interpretation, was auch an den sehr guten Solisten liegt, die sich vielleicht noch etwas mehr ins Zeug legen als die Kollegen bei Chandos.
Die 1943 komponierte Orchester-Elegie "For the Fallen" ist ein ruhiges melancholisches Werk mit einem kleinen optimistischen Aufflackern zum Schluss. Glücklicherweise ist das Werk bzw. Herrmanns Interpretation gänzlich frei von irgendwelchem Pathos oder gar Larmoyanz.
Rachmaninov (18.10.2011, 19:00): Original von Jürgen
Baroque Reflections Johann Sebastian BACH (1685-1750) Toccata and Fugue in D minor, BWV565, transcribed by Ferrucio Busoni (1866-1924) Concerto in D minor, BWV974, after an Oboe Concerto by Alessandro Marcello (1669-1747) Prelude in B minor, BWV855, transcribed by Alexander Siloti (1863-1945) Jesu, joy of man’s desiring from Cantata No 147, transcribed by Myra Hess (1890-1965) Christoph Willibald GLUCK (1714-87) Mélodie (from Orfeo ed Euridice) arranged by Giovanni Sgambati (1841-1914) Franz LISZT (1811-86) Transcription of the Sarabande and Chaconne from Almira, by George Frederick Handel (1685-1759) Sergei RACHMANINOV (1873-1943) Suite from the Partita in E major for solo violin, BWV1006, by Johann Sebastian Bach (1685-1750) Variations on a theme of Corelli, Op 42
Daraus: Nocturnes Nr. 1, 2, 3 op. 9 Nocturnes Nr. 1, 2 op. 37 Nocturnes Nr. 1, 2 op. 48 Scherzo b-Moll Klaviersonate Nr. 2 "Die mit dem Trauermarsch"
Jürgen (19.10.2011, 07:52): http://cover7.cduniverse.com/MuzeAudioArt/Large/43/1133943.jpg
Puccini: La Rondine, Maazel, Te Kanawa, Domingo, Nucci 1983
Ich habe diese Aufnahme schon lange, aber fast genauso lange schon nicht mehr gehört. Jetzt weiss ich auch wieder warum. Drei Tracks auf 2 CDs, für jeden Akt einen. Das ist nicht wirklich bedienungsfreundlich.
la finta giardiniera aus salzburg 2006: lustig inszeniert von doris dörrie, sehr gut gesungen und gespielt, ergibt spaßige und spannende 3 stunden.
übrigens, falls ich es noch nicht erwähnt habe: die bei jpc gerade um 60 euro erhältliche box "mozart 22" (hier) gefällt mir ganz ausgezeichnet. unbedingt empfehlenswert - wenn man (gutes) "regietheater" mag.
Armin70 (19.10.2011, 22:25): Bei mir wieder Musik von Bernard Herrmann:
Die Symphony (1941) und der Liederzyklus "The Fantasticks" (1942)
(Aufnahmen vom Januar 1974 und Juni 1975)
AcomA (19.10.2011, 23:07): Hallo,
W.A. Mozart Sonate f. Violine und Klavier Nr. 19 Es-Dur KV 302
Henryk Szeryng, Ingrid Haebler (Philips)
Interpretation 10/10 IMO Klang 8/10 IMO
Mozart in seiner reinsten Form.
LG, Siamak
Jürgen (20.10.2011, 10:11): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51o5s6ARC1L._SL500_AA300_.jpg
Chopin: Klaviersonaten 2 & 3 (und ein wenig mehr), Argerich 1974 & 1967
Jürgen (20.10.2011, 16:40): http://www.classicrecords.co.uk/photos/2530712.jpghttp://www.shugarecords.com/images/records/0189004a-7f96-47dd-a647-6c9eada42ef0-0.JPG
Dvorak: Kytice (Blumenstrauss), R. Kubelik - Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks 1976
Im Einzelnen:
Der Wassermann op.107 Die Mittagshexe op.108 Das goldene Spinnrad op.109 Die Waldtaube op.110
Aus dieser rundum gelungenen höchst empfehlenswerten CD höre ich in den letzten Tagen total zum Suchti mutiert immer wieder das Posaunenkonzert von Gröhndal. Die Posaunisten sind ja nicht gerade mit großem Repertoire gesegnet, aber dafür haben sie hier einen Kracher, um den sie die anderen Stiefinstrumentalisten beneiden müssten. Was mir besonders imponiert, ist der gelunge Balanceakt zwischen Eingängigkeit und Abstraktion oder einfacher: das hat fieseste Ohrwurmqualitäten ohne dass es dabei banal oder allzu volkstümlich klingen würde (kurz: keine Gassenhauer-Qualitäten). Die Themen und Motive passen zu dem Instrument wie die Faust aufs Auge; da hat einer wirklich ein ganz großes Gespür für die Möglichkeiten und Wirkung der Posaune gezeigt (ähnlich wie Mozart bei seinen Hornkonzerten). Das Orchester hat Begleit- und Kommentierfunktionen, nicht ohne die spezifische klangliche Raffinesse, die nordischen Komponisten zu eigen sein scheint. Schwermütig ist da allerdings nichts, das zwischen Klassizismus und Romantizismus jonglierende Konzert ist ein ernstes Spasspaket und Oberhaltung vom allerfeinsten.
Cantus Arcticus (21.10.2011, 14:13): Sir Edward Elgar Symphonie #1 http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/01/ciu/08/ac/ebedc060ada01436d30c8110.L.jpg Giuseppe Sinopoli Philharmonia Orchestra
Grüsse Stefan
Rachmaninov (21.10.2011, 18:44): Original von Armin70 Klaviermusik von Sergej Rachmaninov:
Mir kann man es auch nicht recht machen. Ich meckere gerne über Interpreten, die immer nur das 1258-fach ausgelutschte Repertoire aufnehmen, statt auch mal seltener Gehörtes und/oder intelligente Programme zu Ohren zu bringen. Das casalQuartett macht genau das, ist freilich so gut, dass ich von denen gerne Haydn's op. 76 und Mozarts Haydn-Quartette, die späten Beethoven- und die letzen Schubert-Quartette und erst recht Bartok und Shostakovich hören würde.
Rachmaninov (22.10.2011, 09:51): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51VmdVgXhyL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51mnd1WqK6L._SL500_AA300_.jpg
Mir kann man es auch nicht recht machen. I
Nein, was, doch ............ oh......echt....boar...........das geht!
gestern neu erworben und jetzt hörend. Man kennt A. Tharaud als versierten Barockinterpreten (z.B. Couperin). Hier spielt er einen Yamaha-Flügel, der Sound erinnert an Sviatoslav Richter, das Orchester spielt auf modernem Instrumentarium. Eine schöne Interpretation, elegant und mit interessanten Nebenaspekten, z.B. spielt A. Tharaud im Konzert für 4 Klaviere sämtliche Klavierstimmen selbst (playback-Verfahren). Mir gefällt die Interpretation deutlich besser als z.B. die Darbietungen von Angela Hewitt, Martin Stadtfeld (die Bach-Konzerte betreffend).
LG, Siamak
ab (23.10.2011, 12:27): Im Netz heute erstmals auf diesen Namen drauf gestoßen, habe ich diese Aufnahme heute gerne gehört:
Erfreulich anzuhören, wohl zurecht preisgekrönt, auch wenn ich sie mir deshalb nicht kaufen wollte (Kollege Cédric Pescia fasziniert und berührt mich mehr), wohl aber Lust bekomme, einmal einen Konzertmitschnitt zu Gehör zu bekommen.
Cabasso ist 1961 geboren, lebt in Paris und scheint mit Nikita Magaloff, György Sebök, György Sandor, Norbert Braïnin und Maria Curcio-Diamand gearbeitet zu haben.
ab (23.10.2011, 12:30): Schostakowitsch - Symphonie Nr. 15, op. 141
Montreal Symphony Orchestra, Charles Dutoit, Decca Erneut habe ich da besonders gerne zugehört
Chicago Symphony Orchestra, Sir Georg Solti, Decca Schön bissig, aber mir doch eine Spur zu wenige die Gegensätze in der weiten Linie herausgeholt und zu sehr an der Oberfläche fürmeinen Geschmack
London Symphony Orchestra, Bernard Haitink, Decca Mehr als nur solide, toll vom Orchester; mehr aber auch nicht
Royal Philharmonoc Orchestra, Vladimir Ashkenazy, Decca Sagt mir nicht recht zu und hält mich auch nicht bei Konzentration.
Orchestra Sinfonica Di Milano G. Verdi, Oleg Caetani, Arts Solche Schlampigkeiten beim Orchesters machen keinen Spaß beim Hören, außerdem öd.
eine würdige Alternative zu den fast zeitgleich entstandenen Aufnahmen von Ignacy Friedman !
:times10
LG, Siamak
nikolaus (23.10.2011, 20:13): Shostakovich:
Sinfonie Nr. 6 op. 54
Sinfonie Nr. 12 op. 112
Concertgebouworkest Bernhard Haitink
Ich sollte wohl wirklich mal mit anderen Aufnahmen vergleichen, andererseits lassen mich Haitink und das Orchester immer wieder gebannt zuhören, was will ich mehr?
Nikolaus.
Rachmaninov (23.10.2011, 20:51): Original von AcomA Hallo,
Dora Pejacevic: Symphonie in fis-Moll Phantasie Concertante (Klavier: Volker Banfield)
Ari Rasilainen / Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz 2008
Schwelgerische Spätromantik einer kroatischen Gräfin irgendwo zwischen Bruckner, Tschaikowsky und Mahler... Die harmonisch-melodische Erfindungskraft der Komponistin ist durchaus eigen und bereitet großen Genuss - nur der letzte Satz der Symphonie erinnert gelegentlich etwas an das Finale der Sechsten von Mahler.
gestern neu erworben und jetzt hörend. Man kennt A. Tharaud als versierten Barockinterpreten (z.B. Couperin). Hier spielt er einen Yamaha-Flügel, der Sound erinnert an Sviatoslav Richter, das Orchester spielt auf modernem Instrumentarium. Eine schöne Interpretation, elegant und mit interessanten Nebenaspekten, z.B. spielt A. Tharaud im Konzert für 4 Klaviere sämtliche Klavierstimmen selbst (playback-Verfahren). Mir gefällt die Interpretation deutlich besser als z.B. die Darbietungen von Angela Hewitt, Martin Stadtfeld (die Bach-Konzerte betreffend).
LG, Siamak
Heute als livestream angehört: wirklisch vorzüglich, aber leider musikalische Eiseneskälte. :hello
ab (24.10.2011, 23:24): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51zLu0uEplL._SL500_AA240_.jpg
Jürgen (25.10.2011, 08:00): Original von Jürgen http://cover7.cduniverse.com/MuzeAudioArt/Large/41/1191941.jpg
Mussorgsky: Boris Godunov, Semkow 1976
Irgendwie kam gestern ständig etwas dazwischen, so dass ich nicht fertig wurde mit dem Boris. Daher mache ich heute weiter mit Akt 3 & 4.
Grüße Jürgen
Jürgen (25.10.2011, 08:56): Original von Jürgen Original von Jürgen http://cover7.cduniverse.com/MuzeAudioArt/Large/41/1191941.jpg
Mussorgsky: Boris Godunov, Semkow 1976
Irgendwie kam gestern ständig etwas dazwischen, so dass ich nicht fertig wurde mit dem Boris. Daher mache ich heute weiter mit Akt 3 & 4.
Grüße Jürgen
Ich habe diese Oper lange Zeit nicht mehr gehört (soweit die erste Hälfte gestern nicht mitzählt). Ich sollte es aber unbedingt häufiger tun, da sie, wie ich eben feststellen musste, wunderschöne Musik enthält.
Felix Weingartner: Lustige Ouvertüre Symphonie Nr. 3
Marko Letonja / Sinfonieorchester Basel 2005
Die 1910 uraufgeführte Symphonie des österreichischen Dirigenten und Komponisten Weingartner ist voller Anklänge und Verweise auf seine damalige Geliebte und spätere Frau Lucille. In der Tonart der Sonne - E-Dur - stehend erklingt über weite Strecken eine strahlende Liebesmusik. Im 19-minütigen Adagio endet es gar in einer von der Orgel unterlegten, pathetischen "Liebeschwurszene".
Im gegensatz zu ab empfinde ich hier eine warme und spiellustige Interpretation der Bach-Konzere http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0710357614828.jpghieraus das 3. Konzert:
Liszt: Années De Pèlerinage - Year 1, Switzerland:
Weil Liszt viel mehr ist als "nur" die berühmte Sonate!!!
Rainer (30.10.2011, 13:13): immer wieder gerne gehört: SCHEHERAZADE von Rimskij Korsakow. Diesmal als LP: Wiener Festspielorchester / Willem van Otterloh (1907-1978) Aufnahme wahrscheinlich aus den 60ern
... schöne Sonntagsmusik zum Entspannen, während meine 3Monate alten Zwillinge auf dem Balkon bei wunderschönem Herbstwetter friedlich schlafen. Ach wie kann das Leben schön sein. :W LG - artemis
Gänsehaut ... und wie schon nach Hahn/Oue große Zweifel, ob die Komposition wirklich so schlecht ist. Die anderen Paganini-Konzerte meinetwegen, aber das 1. auch?
Rachmaninov (31.10.2011, 18:26): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51jcsRZmedL._SL500_AA300_.jpg Paganini; Violinkonzert; Rabin/Matacic
Gänsehaut ... und wie schon nach Hahn/Oue große Zweifel, ob die Komposition wirklich so schlecht ist. Die anderen Paganini-Konzerte meinetwegen, aber das 1. auch?
Nein, IMHO ist das erste VK von Paganini klasse!
Solitaire (31.10.2011, 19:08): Die Liveübertragung von "Les contes d'Hoffmann" aus München via Livestream: http://mediathek-audio.br.de/index.html?playeronly=true&channelId=brk
Rachmaninov (31.10.2011, 19:20): Original von Rachmaninov http://ecx.images-amazon.com/images/I/51a7axVGEcL._SL500_AA300_.jpg
Nochmals
nikolaus (31.10.2011, 20:02): Shostakovich:
Sinfonie Nr. 15 op. 141
From Jewish Folk Poetry op. 79
Elisabeth Söderström, Sopran Ortrun Wenkel, Alt Ryszard Karcykowski, Tenor
Koninklijk Concertgebouworkest Bernhard Haitink
Nikolaus.
Cetay (inaktiv) (31.10.2011, 21:13): Original von Cetay Kennst du die Rabin-Aufnahme?
Kann ich mir selbst beantworten, steht ja in erwähntem Faden.
Cetay (inaktiv) (01.11.2011, 07:54): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41XEQ7KVV5L._SL500_AA300_.jpg Beethoven; Streichquartette 12, 13, 14, 15, 16 und Große Fuge; Hollywood Quartet
Ich bin etwas bei der Hälfte angelangt und werde die ganze Box am Stück zu Ende hören. Falls das für diese unverdauliche Werkgruppe noch nicht genung Lob ist, kann ich gerne fundiert etwas dazu sagen: :engel :times10 JA JA JA :times10 :engel
Ich habe gerade mal in die Schnipsel reingehört. Die Interpretation erscheint mir nicht halb so langweilig, wie sein Photo auf dem Cover suggerieren möchte.
Ich habe gerade mal in die Schnipsel reingehört. Die Interpretation erscheint mir nicht halb so langweilig, wie sein Photo auf dem Cover suggerieren möchte.
Grüße Jürgen
Es ist m. E. die einzige, die das als ernste Musik begreift. Mehr dazu bei Gelegenheit im aktuellen Thread zum Thema.
Die Turiner sind nicht die Berliner (was für eine törichte Redundanz; dennoch im Überfluss gebraucht), aber den hier gebotenen schrundigen Interpretationsansatz würden Schönklang und Perfektion eher hindern, seine bestürzende Wirkung zu entfalten.
Agravain (01.11.2011, 14:18): Bei mir nun vorbildlichst musizierter Händel:
Verschiedene Live-Mitschnitte von 2005 - 2009: Frédéric Devreese: Benvenuta - Tango (1984) George Gershwin: An American in Paris (1928) Manuel de Falla: El sombrero de tres picos - Finale (1917) Peter I. Tschaikowsky: Streicherserenade C-Dur, op. 48 (1880)
Cetay (inaktiv) (02.11.2011, 03:58): Original von Rachmaninov Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51jcsRZmedL._SL500_AA300_.jpg Paganini; Violinkonzert; Rabin/Matacic
Gänsehaut ... und wie schon nach Hahn/Oue große Zweifel, ob die Komposition wirklich so schlecht ist. Die anderen Paganini-Konzerte meinetwegen, aber das 1. auch?
Nein, IMHO ist das erste VK von Paganini klasse!
IMHO auch. Und besonders mit Rabin. Auf der Testament 6er-Box ist es gleich zwei mal drauf. Ich habe das neulich beim Betreten eines Geschäfts gehört und war hin und weg; auch klanglich ist das allererste Sahne. EMI bringt die Box jetzt unter dem eigenen Billiglabel Icon heraus (s. Neuerscheinungsfaden) - hoffentlich ohne den bei EMI immer noch viel zu oft gehörten Digitalsteinzeitsound.
Cetay (inaktiv) (02.11.2011, 09:02): Original von Agravain Original von Cetay Neuland:
Elgar; Sea Pictures; Felicity Palmer, Richard Hickox
:beer
... und dann gleich noch eine andere Aufnahme mit Handley, die ich gar nicht kenne. Scheint mir entwischt zu sein. Wie findest Du Miss Greevy?
:hello Agravain
Es hatte mich auch schwer gewundert, dass bei dir Handley fehlt. :D Als Freund von britischem Understatement beim Gesang gefällt mir Felicity Palmer deutlich besser.
Symphonie No.9 Mein Eindruck: Sehr moderat in der Wahl des Tempos, noch langsamer als Barenboim mit den Berlinern auf TelDec aus den 90ern. Die Klangqualität ist - was die Ausgewogenheit betrifft - gewöhnungsbedürftig: Die Bläser sind zu sehr gedämpft und die Dynamik wirkt sehr komprimiert. Da ist die EMI-Einspielung von Eugen Jochum und der Dresdner Staatskapelle um einiges transparenter und lebhafter. Grosses Plus ist sicher, dass die "Nullte" ebenfalls in diese GA aufgenommen worden ist.
SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Ari Rasilainen
Seit einigen Tagen höre ich mich mit großer Begeisterung durch diese tolle Gesamtaufnahme von Atterbergs Sinfonien. Die Rundfunksinfonieorchester aus Hannover, Frankfurt und Stuttgart unter der versierten Leitung von Ari Rasilainen interpretieren diese Werke mit großer Intensität und Engagement. Insgesamt sind Atterbergs Sinfonien für mich sehr spannende Werke, die einen eigentümlichen herben Charme ausstrahlen und fast schwelgerisch-opulente Momente haben.
AcomA (02.11.2011, 18:03): Hallo,
JS Bach
Goldberg-Variationen
Vladimir Feltsman, Klavier
Interpretation 10/10 (IMO) Klang 7-8/10 , live (IMO)
LG, Siamak
Rachmaninov (02.11.2011, 18:18): Original von AcomA Hallo,
JS Bach
Goldberg-Variationen
Vladimir Feltsman, Klavier
Interpretation 10/10 (IMO) Klang 7-8/10 , live (IMO)
LG, Siamak
@Siamak,
da kannst Du doch keine 10 für die Interpretation geben wenn Du Shepkin gehört hast, oder?
Heike (03.11.2011, 00:59): da kannst Du doch keine 10 für die Interpretation geben wenn Du Shepkin gehört hast, oder? Was zeichnet Shepkins Spiel aus? Ich kenne die CD nicht, aber es interessiert mich! Heike
Jürgen (03.11.2011, 08:10): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41JCMMX24EL._SL500_AA300_.jpg
Cipriano de Rore: Missa Praeter rerum seriem, Madrigals & Motets Huelgas Ensemble - Paul van Nevel, 2002
Simple Symphony op. 4 (1933/34) Variations on a Theme of Frank Bridge for String Orchestra op. 10 (1937) Prelude and Fugue for 18-part String Orchestra op. 29 (1943)
Ein richtiger Hörgenuss :engel
Ein bestens disponiertes Ensemble, super Klangqualität :down
Sir Edward Elgar: Konzert für Violine und Orchester h-moll, op. 61
Nigel Kennedy London Philharmonic Orchestra Vernon Handley
:hello Agravain
Cetay (inaktiv) (03.11.2011, 09:50): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41XEQ7KVV5L._SL500_AA300_.jpg Beethoven; Große Fuge; Hollywood String Qaurtet
Für mich bislang die Entdeckung eines ohnehin schon sehr entdeckungsreichen Jahres.
In diesem Forum ist kaum etwas über das Hollywoodquartet zu finden. Bei Capriccio bleib eine Fadeneröffnung gar ohne jegliche Antwort. ?( Dass ich als (ehemaliger) SQ-Muffel die erst jetzt entdeckt habe, OK. Aber wer sich für die Gattung interessiert, müsste den (zurecht) als legendär geltenden Einspielungen doch irgendwann begegnet sein.
Heike (03.11.2011, 10:34): @Cetay: Die Große Fuge ist genial, eines meiner Lieblingswerke. Beethoven ist damit seiner Zeit um Lichtjahre voraus, meine ich. Ich kann mir richtig vorstellen, wie die Zuhörer damals verschreckt waren. Die von dir genannte Aufnahme habe ich nicht, sie ist leider auch sehr teuer. Kennst du die CD mit dem Hagen-Quartett, die spielen das auch ganz großartig. Heike
Agravain (03.11.2011, 10:42): Bei mir geht ruhig weiter:
Dame Margaret Price, Alan Titus Philharmonischer Chor München Münchner Philharmoniker Sergiu Celibidache
:hello Agravain
Amadé (03.11.2011, 10:52): Ich kenne die Aufnahmen des Hollywood String Quartets schon sehr lange, die meisten besitze ich noch auf LP. Im KLassik-Prisma habe ich Dvoraks F-dur op.96 hier und Brahms KLavierquintett f-moll op.34 hier einbezogen. Kammermusikfreunde/-innen :wink sucht man leider hier wie eine Stecknadel im Heuhaufen. :ignore
Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (03.11.2011, 11:44): Original von Heike @Cetay: Die Große Fuge ist genial, eines meiner Lieblingswerke. Beethoven ist damit seiner Zeit um Lichtjahre voraus, meine ich. Ich kann mir richtig vorstellen, wie die Zuhörer damals verschreckt waren. Die von dir genannte Aufnahme habe ich nicht, sie ist leider auch sehr teuer. Kennst du die CD mit dem Hagen-Quartett, die spielen das auch ganz großartig. Heike
Aber jeden Cent wert. Allein schon für den Heiligen Dankgesang aus op. 132 und noch mehr dafür, dass es die erste Einspielung dieser Werkgruppe ist, die bei mir keinerlei Wünsche offen läßt. Die Homogenität ist sagenhaft, die Ausgewogenheit zwischen dem Großen Ganzen und dem Einzelnen immer exemplarisch. Entfesselte Energien im betörend schönen Klanggewand? Ja, das geht! Au Weia, ich scheine gerade in einer Schwärmer-Phase zu sein. Es ist aber auch schon fast unheimlich, was für tolle Platten mich in letzter Zeit finden.
Cetay (inaktiv) (03.11.2011, 11:45): Original von Amadé
Kammermusikfreunde/-innen :wink sucht man leider hier wie eine Stecknadel im Heuhaufen. :ignore
Gruß Amadé
Das kann sich ja noch ändern. Ich habe gerade mit der Metamorphose begonnen. :engel
Cetay (inaktiv) (03.11.2011, 12:27): Original von mir Au Weia, ich scheine gerade in einer Schwärmer-Phase zu sein. Es ist aber auch schon fast unheimlich, was für tolle Platten mich in letzter Zeit finden.
Noch so ein Exemplar:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51VmdVgXhyL._SL500_AA300_.jpg "Birth of the String Quartet"; casalQuartett Scarlatti; Sonata a Quattro in D-Moll (1715) Sammartini; Sinfonia per archi in G-Dur (1740) Mozart; Quartett K.80 (1770) Boccerini; Quartett C-Moll Op. 2/1 (1761) Haydn; Quartett D-Moll Op. 9/4 (1769)
Nordolf (03.11.2011, 16:47): Original von Armin70 Kurt Atterberg (1887 - 1974):
SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Ari Rasilainen
Seit einigen Tagen höre ich mich mit großer Begeisterung durch diese tolle Gesamtaufnahme von Atterbergs Sinfonien. Die Rundfunksinfonieorchester aus Hannover, Frankfurt und Stuttgart unter der versierten Leitung von Ari Rasilainen interpretieren diese Werke mit großer Intensität und Engagement. Insgesamt sind Atterbergs Sinfonien für mich sehr spannende Werke, die einen eigentümlichen herben Charme ausstrahlen und fast schwelgerisch-opulente Momente haben.
Sehr gut beschrieben! Dieser Begeisterung kann ich mich nur anschließen. Besonders liebe ich die 5. Symphonie aus dieser Box, in der aus dem herben ein recht morbider Charme wird...
Werke für 2 Klaviere und Klavier zu vier Händen gespielt auf Erard-Flügeln von 1897 und 1905.
Claire Chevallier und Jos van Immerseel
Jürgen (04.11.2011, 10:56): http://ecx.images-amazon.com/images/I/519Psyw3rCL._SL500_AA300_.jpg
Tschaikowsky: Eugen Onegin, Levine 1987
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51-AX0xlMUL._AA115_.jpgNachdem ich vor einigen Tagen Netrebkos Russian Album und dort Tatianas Briefszene endlich mal bis zu Ende gehört habe, stellte ich fest, dass da ja richtig schöne Musik drinsteckt.
Daher höre ich nun eine Gesamtaufnahme unter Levine, eine Einspielung, die sehr häufig positiv erwähnt wird.
Grüße Jürgen
Heike (04.11.2011, 16:17): Bei mir jetzt:
Purcell und seine Lieder bzw. Arien haben irgendwie auch eine Suchtfaktor, vor allem, wenn sie so schön wie hier gesungen sind. Heike
ab (04.11.2011, 18:19): Original von Cetay Original von Heike @Cetay: Die Große Fuge ist genial, eines meiner Lieblingswerke. Beethoven ist damit seiner Zeit um Lichtjahre voraus, meine ich. Ich kann mir richtig vorstellen, wie die Zuhörer damals verschreckt waren. Die von dir genannte Aufnahme habe ich nicht, sie ist leider auch sehr teuer. Kennst du die CD mit dem Hagen-Quartett, die spielen das auch ganz großartig. Heike
Aber jeden Cent wert. Allein schon für den Heiligen Dankgesang aus op. 132 und noch mehr dafür, dass es die erste Einspielung dieser Werkgruppe ist, die bei mir keinerlei Wünsche offen läßt. Die Homogenität ist sagenhaft, die Ausgewogenheit zwischen dem Großen Ganzen und dem Einzelnen immer exemplarisch. Entfesselte Energien im betörend schönen Klanggewand? Ja, das geht! Au Weia, ich scheine gerade in einer Schwärmer-Phase zu sein. Es ist aber auch schon fast unheimlich, was für tolle Platten mich in letzter Zeit finden.
ab (04.11.2011, 19:22): Reißt mich nicht vom Hocker! Maurice Ravel - Daphnis et Chloe (Ga) Orchestre Philharmonique De Radio France Myung-Whun Chung DG
wie großartig ist doch im vergleich dazu Chungs Interpretation von Stravinskis Sacre
Cetay (inaktiv) (05.11.2011, 06:09): Mittlerweile habe ich -Komponisten und Interpreten belassend- vom Studio in den Konzertsaal gewechselt und lausche höchst eingenommen dem Andante con moto quasi allegretto aus op. 59/3.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51cXzTYZR9L._SL500_AA240_.jpg Beethoven; Streichquartett op. 59 No 3; Busch-Qaurtett (LIve)
1921 arrangiert für Klarinette, Horn, Streichquartett, Kontrabass, Klavier zu 4 Händen und Harmonium von Eisler, Stein und Rankl für Arnold Schönbergs Verein für musikalische Privataufführungen.
Cetay (inaktiv) (05.11.2011, 10:10): Nein, während die Schönbergvereinsarrangements bei Mahler eine völlgültige Alternative zu den Originalen ergeben, bleibt bei Bruckner nur ein erbärmlicher Abklatsch.
Die Pearl-Tranfers, so habe ich es bisher erlebt, halten sich klanglich sehr an die Schellacks, was mich doch stört. Mittlerweile sind bessere Übertragungen, d.h. ohne ständiges Knistern, auf dem Markt, z.B. Dutton, die mich immer wieder begeistern. Wie sieht es bei deisen CDs aus, ich höre hier immer noch die alten EMI-Lps DMM ?
Cetay (inaktiv) (05.11.2011, 13:57): Original von Amadé @ Cetay
Die Pearl-Tranfers, so habe ich es bisher erlebt, halten sich klanglich sehr an die Schellacks, was mich doch stört. Mittlerweile sind bessere Übertragungen, d.h. ohne ständiges Knistern, auf dem Markt, z.B. Dutton, die mich immer wieder begeistern. Wie sieht es bei deisen CDs aus, ich höre hier immer noch die alten EMI-Lps DMM ?
Gruß Amadé
Ich habe Einzelaufnahmen der Dutton-Transfers (Play Beethoven vol. 1 & 2) und mir jetzt den Pearl-Transfer zugelegt, um die späten Quartette vollständig zu haben. Auch ich war von der Störungsfreiheit der Duttons bei Bewahrung von viel Musikalität begeistert, muss jetzt aber nach dem direkten Vergleich anhand von op. 95 doch stark relativieren. Sicher, die Pearls rauschen und knistern mächtig, wenn auch lange nicht so extrem wie etwa bei Schnabels Sonaten. Aber das wird durch das Mehr an Klarheit, Attacke und Dynamik bei einem weniger beengten Klangbild weit aufgewogen; es klingt einfach viel live-haftiger. Den ab und an zu lesenden Vorwurf übermäßigen Halls kann ich nicht nachhören. Ich ziehe den Pearl-Transfer klar vor.
Aus dieser Box nun die siebte CD, die den Titel "Music for Queen Elizabeth" trägt und u.a. das herrliche "Spem in alium" enthält.
:hello Agravain
Heike (06.11.2011, 11:16):
Lange nicht gehört und doch gleich wieder verliebt! :times10 Heike
Cetay (inaktiv) (06.11.2011, 11:18): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51yLO-j8jQL._SL500_AA300_.jpg Brahms; Piano Trio Nr. 1; Borodin Trio
Original von Heike: ich wundere mich sowieso schon lange, warum du so wenig Kammermusik hörst, wo du doch sonst auch oft schlanke bzw. solistische Interpretationen bevorzugst. Ich wußte bislang nicht, was für tolle Werke ich verpasse.
...und weil es bei Kammermusik noch viel mehr auf die Interpretation ankommt. Ich habe gerade die ECM-Aufnahme der Ives'schen Violinsonate wegen des pianistischen Gepolteres schnell weggedrückt. Das ist aber kein Fehler des Werks, denn so gespielt, gefällt mir das ganz ausgezeichnet:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61w3vZyghfL._SL500_AA240_.jpg Ives; Sonate für Violine & Klavier 1; Fulkerson, Shannon
Ashkenazy (Klavier) London Symphony Orchestra Previn 1975
Cetay (inaktiv) (06.11.2011, 13:38): ... und weil ich das klassisch-romantische Repertoire des Post-Beethoven Hauptstroms, in dem die Kammermusik ihre Blüte hatte, weitgehend meide, mit Ausnahme gerade der beiden Komponisten, die zu der Gattung kaum etwas beigetragen haben: Bruckner und Mahler.
Cetay (inaktiv) (06.11.2011, 13:52): Boah nee... das gefällt mir überhaupt nicht.
...und weil in der von mir bevorzugten Moderne die Unterscheidung nach Kammermusik und Orchestermusik selten getroffen wird -da geht es eher nach Kriterien seriell, minimalistisch, etc. Keiner würde den Marteau sans maitre oder die Music in twelfe parts unter Kammermusik verorten, obwohl sie es von der Bestzungsstärke her sind. Oft kann die Entscheidung gar nicht getroffen werden; Atlas Eclipticalis etwa kann von 1 - 81 Spielern aufgeführt werden.
Diese Liszt-Aufnahme gefällt mir richtig gut und damit deutlich besser als Immerseels Aufnahme von Berlioz`Symphonie fantastique, die mir etwas zu brav geraten ist.
Jennifer Smith, Ashley Stafford, Brian Gordon Paul Elliott, Stephen Varcoe, David Thomas Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
:hello Agravain
Cantus Arcticus (08.11.2011, 16:35): Nun das Gewandhausorchester Leipzig:
Jürg Wyttenbach / Orchestre de la Radio-Television polonaise de Cracovie Choeur de la Philharmonie de Cracovie 1989
:down :down :down
Klangmystizismus in einer klaren, räumlichen, tiefschürfenden Interpretation...
Rachmaninov (08.11.2011, 18:40): Original von Nordolf Diese 3-CD-Box kommt auch kaum noch aus dem Player:
Also, wenn ich eine 3-cd Box in den Player bekäme würde ich mich auch schwer tuen sie wieder raus zu bekommen :rofl
Cetay (inaktiv) (08.11.2011, 20:39): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41XEQ7KVV5L._SL500_AA300_.jpg Beethoven; Streichquartett Nr. 15 op. 132 (incl. Heiliger Dankgesang); Hollywood String Quartet
Ich stimme meinen eigenen heiligen Dankgesang darüber an, das gefunden zu haben.
ab (08.11.2011, 21:49): Original von Cetay Mittlerweile habe ich -Komponisten und Interpreten belassend- vom Studio in den Konzertsaal gewechselt und lausche höchst eingenommen dem Andante con moto quasi allegretto aus op. 59/3.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51cXzTYZR9L._SL500_AA240_.jpg Beethoven; Streichquartett op. 59 No 3; Busch-Qaurtett (LIve)
Ist das die mittelmäßige Nachkriegsaufnahme oder etwas früheres? :hello
ab (08.11.2011, 21:50): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/513NI3%2BM56L._SL500_AA300_.jpg Beethoven; Kreutzer-Sonate; Corey Cerovsek, Paavali Jumppanen
Was für ein erfrischend modernes, dabei völlig natürliches und selbstverständliches Beethovenbild.
Ich war auch sehr positiv überrascht!
ab (08.11.2011, 21:54): Original von Amadé @ Cetay
Die Pearl-Tranfers, so habe ich es bisher erlebt, halten sich klanglich sehr an die Schellacks, was mich doch stört. Mittlerweile sind bessere Übertragungen, d.h. ohne ständiges Knistern, auf dem Markt, z.B. Dutton, die mich immer wieder begeistern. Wie sieht es bei deisen CDs aus, ich höre hier immer noch die alten EMI-Lps DMM ?
Gruß Amadé
Ich habe diese Aufnahmen in eben jenem Pearl-Transfer kennen gelernt, wobei mich die Interpretation schier umgehauen hat und immer noch seither zu meinen Lieblingseinspielungen dieses Werks zählt. Auch mich störte diese Schellakästehtik sehr. Ich selbst habe daher Teile auf Dutton sowie von Membran. :hello
ab (08.11.2011, 21:57): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/41XEQ7KVV5L._SL500_AA300_.jpg Beethoven; Streichquartett Nr. 15 op. 132 (incl. Heiliger Dankgesang); Hollywood String Quartet
Ich stimme meinen eigenen heiligen Dankgesang darüber an, das gefunden zu haben.
Ich kenne deren Beethoven überhaupt nicht, sondern bloß Schönberg; aber bekommen Lust, dies zu ändern....
ab (08.11.2011, 22:02): Die Einspielung des Mikrokosmos-Streichquartetts wurde teils enthusiastisch aufgenommen, von authentischer Bartók-Wiedergabe war die Rede, im Begleittext wird ausgeführt, die Mitglieder seien weniger auf eine möglichst virtuose Realisierung der Werke aus, wollten vielmehr Wert legen auf Werktreue, mündlich tradierte, nicht notierte Informationen zur Interpretation einfließen lassen. (so zu lesen bei Amazon)
Musikalisch sehr schön und interpretatorisch sowohl besonders gestaltungsreich als auch klangfärbig, vemisse ich doch letztlich etwas die Ensemblehomogenität, die sich bei genuinen Quartettformationen findet. Und: Was für ein Cellist!!!
Vaughan Williams: Symphony No.3 (A Pastoral Symphony), Handley 1992 Gestern abend habe ich schon mal in die Londoner hineingehört (1.&2.Satz). ==> Handley gefällt mir sehr gut. Bei den genannten Sinfonien kannte ich bislang nur Previn. Der ist sicherlich nicht schlecht, aber Handley bietet eine andere (verträumtere?) Sichtweise.
Grüße Jürgen
Nachtrag: Bis eben habe ich noch die Sea-Symphony gehört und lege nun nach mit der Londoner. Auch auf die Gefahr hin, dass ich spätestens übermorgen kein RVW mehr hören kann.
Cantus Arcticus (09.11.2011, 13:59): Original von Jürgen Ich höre nun aus dieser Big-Box:
Vaughan Williams: Symphony No.3 (A Pastoral Symphony), Handley 1992 Gestern abend habe ich schon mal in die Londoner hineingehört (1.&2.Satz). ==> Handley gefällt mir sehr gut. Bei den genannten Sinfonien kannte ich bislang nur Previn. Der ist sicherlich nicht schlecht, aber Handley bietet eine andere (verträumtere?) Sichtweise.
Grüße Jürgen
Nachtrag: Bis eben habe ich noch die Sea-Symphony gehört und lege nun nach mit der Londoner. Auch auf die Gefahr hin, dass ich spätestens übermorgen kein RVW mehr hören kann.
Hallo Jürgen Diese GA kann ich als Alternative zu Previn empfehlen, Handley ist aber sicher die erste Wahl. Previn ist für mich zumindest nicht wirklich berauschend.
Jürgen (09.11.2011, 15:00): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51rTDo1HNLL._SL500_AA300_.jpg
Huelgas Ensemble - Paul van Nevel: À Quarante Voix, 2005
Ein wenig Abwechslung muss sein.
Original von Stefan Diese GA kann ich als Alternative zu Previn empfehlen, Handley ist aber sicher die erste Wahl. Previn ist für mich zumindest nicht wirklich berauschend.
Danke für den Hinweis. Aber wenn Handley die erste Wahl ist, dann bin ich mit ihm ja gut bedient. Und das eine und andere Hörenswerte wird sich auch noch in dieser Box finden.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (09.11.2011, 16:47): Original von ab Original von Cetay Mittlerweile habe ich -Komponisten und Interpreten belassend- vom Studio in den Konzertsaal gewechselt und lausche höchst eingenommen dem Andante con moto quasi allegretto aus op. 59/3.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51cXzTYZR9L._SL500_AA240_.jpg Beethoven; Streichquartett op. 59 No 3; Busch-Qaurtett (LIve)
Ist das die mittelmäßige Nachkriegsaufnahme oder etwas früheres? :hello
Booklet: The two Beethoven quartets were taped during a concert at the palace in Ludwigsburg, near Stuttgart, during the Busch Quartet's only post-war tour of Germany.
Amadé (09.11.2011, 17:25): Die Aufnahme entstand nicht nur nach dem Krieg, sondern hier spielt auch die letzte Formation des Busch Quartetts. Das berühmte Team mit Gösta Andreasson und Karl Doktor, wie wir es von den meisten Platten her kennen, wurde 1945 aufgelöst. Dann spielten Adolf und Hermann Busch zusammen mit Ernest Drucker, dem Vater von Eugene Drucker vom Emerson Quartet, und Hugo Gottesmann. Drucker wird bald durch Buschs jungen schweizer Schüler Bruno Straumann ersetzt. In dieser Formation spielte das Quartett bis zum Tode Adolf Buschs. Das letzte Konzert des letzten Busch Quartetts fand am 7. Mai 1952 in London statt.
Gruß Amadé
Jürgen (10.11.2011, 16:54): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51UGjaeJrcL._SL500_AA300_.jpg
Bach: Toccata BWV 911 / Partita Nr.2 BWV 826 / Englische Suite Nr.2 BWV 807, Martha Argerich 1979
Cetay (inaktiv) (10.11.2011, 22:32): Lange nicht im Player:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/5125zr2k9mL._SL500_AA300_.jpg John Adams; Fearful Symmetries; Orchestra of St. Luke's
AcomA (11.11.2011, 00:07): Hallo,
Joseph Haydn
Klaviersonate Nr. 62 Es-Dur
Vladimir Horowitz, piano
(live at Carnegie Hall, Sony)
Interpretation 10/10 IMO Klang 6/10 (mono) IMO
LG, Siamak
Jürgen (11.11.2011, 10:04): http://www.musicweb-international.com/classrev/2010/Nov10/RVW_collector_2066362.jpg
Ich erkunde weiter diese RVW-Kiste. Seit gestern fast nur noch mir bislang unbekannte Werke:
Five Tudor Portraits, Willcocks 1969 An Oxford Elegy, Willcocks 1969 Concerto accademlco, Hickox 1988 Dona nobis pacem (cantata), Boult 1974 Fantasia on a Theme by Thomas Tallis, Silvestri 1968 Norfolk Rhapsody No.1, Boult 1968 Old King Cole - A Ballet for Orchestra, Hickox 1984 Partita (for double string orchestra), Handley 1991 The Lark Ascending, Boult/Bean 1967 The Wasps - Arlstophanlc Suite, Handley 1985
Ich korrigiere: Überwiegend unbekannte Werke, denn Einiges davon kenne ich ja schon.
Grüße Jürgen
Maria-Anna (11.11.2011, 14:04): ....ich höre meine neue CD! Hab sie geschenkt bekommen: :D
Franz Schubert (String Quintet) gespielt vom Alban Berg Quartett.
Amadé (11.11.2011, 18:45):
Original vonMaria Anna Franz Schubert (String Quintet) gespielt vom Alban Berg Quartett.
Ich bin zwar nicht so vertraut mit Schumanns Sinfonien, aber ich denke, dass Järvi und der Deutschen Kammerphilharmonie mit dem jetzt gestarteten Schumann-Zyklus wieder ein grosser Wurf gelingen könnte.
Mehr im entsprechenden thread.
Nikolaus.
Cetay (inaktiv) (12.11.2011, 07:06): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61qmUKgzNuL._SL500_AA300_.jpg Mozart; Divertimento K563; Kim Kashkashian, Gidon Kremer, Yo-Yo Ma
Nordolf (12.11.2011, 13:29): Normalerweise geniesse ich Werke lieber am ganzen Stück und verzichte auf "Soundschnipselei". Die eben gehörte Ondine-CD stellt allerdings eine Ausnahme dar. Alle Stücke sind extra für diese Veröffentlichung aufgenommen worden:
Leif Segerstam / Helsinki Philharmonic Orchestra Finnish Philharmonic Choir
1997
Diese laute, grandios "inszinierte", auf Effekt dirigierte Werkefledderei macht einfach Spaß! :D Sie enthält zudem eine Hammeraufnahme von Jon Leifs' musikalischem Vulkanausbruch "Hekla". Außerdem macht die CD mich neugierig: - besonders von Howard Hanson, Silvestre Revueltas, Erwin Schulhoff und Jacques Ibert würde ich gerne noch mehr Musik kennenlernen wollen.
Armin70 (12.11.2011, 15:42): Original von Nordolf Normalerweise geniesse ich Werke lieber am ganzen Stück und verzichte auf "Soundschnipselei". Die eben gehörte Ondine-CD stellt allerdings eine Ausnahme dar. Alle Stücke sind extra für diese Veröffentlichung aufgenommen worden:
Leif Segerstam / Helsinki Philharmonic Orchestra Finnish Philharmonic Choir
1997
Diese laute, grandios "inszinierte", auf Effekt dirigierte Werkefledderei macht einfach Spaß! :D Sie enthält zudem eine Hammeraufnahme von Jon Leifs' musikalischem Vulkanausbruch "Hekla". Außerdem macht die CD mich neugierig: - besonders von Howard Hanson, Silvestre Revueltas, Erwin Schulhoff und Jacques Ibert würde ich gerne noch mehr Musik kennenlernen wollen.
Ja, diese Aufnahme macht wirklich Spaß und die zwei gelben Ohrstöpsel, welche der CD beiliegen, haben ihre Berechtigung. Dank dieser CD begann z. B. mein Interesse für die Musik von Howard Hanson und Jon Leifs "Hekla" ist natürlich nicht zu toppen. Vermutlich ist es wirklich das lauteste Musikstück, was jemals komponiert wurde. Alles andere ist dagegen nur Kindergeburtstag, z. B. die Gewittermusik aus Strauss' "Alpensinfonie" ist nur ein laues Frühlingslüftchen und Strawinskys "Sacre" ein dezentes Tänzchen für Kammerensemble...
Armin70 (12.11.2011, 15:46): Howard Hanson (1896 - 1981):
Sinfonie Nr. 6 (1968)
Seattle Symphony Orchestra, Gerard Schwarz
Cetay (inaktiv) (12.11.2011, 16:29): http://ecx.images-amazon.com/images/I/419TaU9XxNL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51nFahSLF%2BL._SL500_AA240_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/41D2S6N82ZL._SL500_AA300_.jpg Schubert; Der Tod und das Mädchen
Was für ein g :ignores, von mir sträflichst vernachlässigtes Werk. Die Petersens und Italianios haben die Presse hinter sich, die Portlands mich.
Katherine Fuge, Daniel Taylor, James Gilchrist, Peter Harvey Monteverdi Choir, English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
:hello Agravain
Cetay (inaktiv) (13.11.2011, 09:52): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41EF9F42R8L._SL500_AA300_.jpg Mozart; Divertimento in Es-Dur K 563; Grumiaux-Trio
Trotz großem Namen und immer wieder abgeschriebenem Referenzgerede der Presse: Diese Aufnahme wird von den Underdogs der heutigen Generation locker überflügelt.
Heike (13.11.2011, 10:22):
„Die frühen Händel-Variationen, die er bewusst trocken perlend spielt, doch das barocke Stilimitat stets in romantisch breit genommenen Wohlklang einbettend, kontrastiert er mit reiferen und späteren Werken, wie den beiden Rhapsodien op. 24, den Sechs Klavierstücken op. 118 und den Vier Klavierstücken op. 119. Perahia führt so von einer fein ausbalancierten Schule der Geläufigkeit in die melancholiesatte, doch auch schlank gespielte Versenkung. Auf viele Noten folgt Konzentration. Das gelingt ihm wundervoll konsequent und mit wie stets enorm elegantem Anschlag. Klarheit und Intellekt, sind hier stets hörbar, doch auch das niemals kalte Gefühl kommt zu seinem Klavierrecht. Ist da zunächst viel Nachklang von Perahias intensiver Bachbeschäftigung, so wandelt sich das in eine schön ausgewogene Mischung aus Lyrik und durchaus aufwallendem Temperament.“ (Die Welt, 03.12.2010)
Cyril Scott: Symphony No. 3 ‘The Muses’ (The Huddersfield Choral Society) Piano Concerto No. 2 (Klavier: Howard Shelley) Neptune - Poem Of The Sea
Martyn Brabbins / BBC Philharmonic
2003
Die farbig orchestrierte, harfendurchtränkte Musik des englischen Komponisten und Okkultisten Cyril Scott lässt sich als eine Mischung aus Ravel und Vaughan-Williams bezeichnen - und das nicht nur wegen des lautmalerischen Chores im letzten Satz der "Musen-Symphonie". Richtig genial ist meiner Meinung nach die Meeresdichtung "Neptune", deren phantastische Klangbilder eine recht berauschende Wirkung entfalten.
Im Ernst: Diese Aufnahmen haben mich geradewegs gefangen genommen. Neben Geza Anda und der Camerata Academia des Salzburger Mozarteums DIE Einspielung in meiner Sammlung!
nikolaus (14.11.2011, 21:45): Nach den letzten Tagen mit viel Schumann und Beethoven mit Järvi und er Kammerphilharmonie Bremen jetzt zur Abwechslung etwas aus Frankreich:
Werke aus den Schulen von Saint-Martial de Limoges und Notre Dame, aus den Codices von Bamberg und Montpellier sowie aus dem Graduale der Alienor de Bretagne.
:hello Agravain
Jürgen (15.11.2011, 07:58): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61M7ui6CCYL._SL500_AA300_.jpg
Aus aktuellem Anlass.
Liszt: Sonate in h-moll, Ranki 1974
Cantus Arcticus (15.11.2011, 11:41): Aus dieser Box:
Ausschnitte aus: Le Roman de Fauvel, Messe Tournai, Messe Notre Dame, Chansons und Madrigale der französischen & italienischen Ars nova sowie geistliche Musik aus England. Es musizieren das Clemencic Consort, Anonymus 4, das Ensemble Organum, Mala Punica und das Hilliard Ensemble.
Die letzten Tage per Livestream hineingehört in Muti, Gardiner aber auch in Paray, Maag, Ashkenazy und Krivine. Nur den ersten beiden konnte ich bislang etwas abgewinnen, und auch Abbado sagt mir gerade nicht so zu. Karajan, Bernstein, Dohnanyi und Sawallisch stünden noch aus. Leider gibts nichts von Harnoncourt :I
Meine Fr*e, ist das GL! Ob das gut ist, weiß ich noch nicht so recht, aber wird keiner behaupten können, diese Aufnahme sei überflüssig, weil so oder so ähnlich schon mal dagewesen.
Jürgen (17.11.2011, 11:50): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61WtmTH3G3L._SL500_AA300_.jpg
Virgil Fox spielt Orgel (-transscrpitionen), 1958
Grüße Jürgen
Heike (17.11.2011, 20:55):
:times10
Streichquartette Nr. 3, 6, 8 (op. 73, 101, 110) Cetay, diese Quartette sind bei dir auch dran
nikolaus (17.11.2011, 21:57): Aus einer spontanen Laune heraus:
Wiki zitiert den Komponisten Richard Wetz: Diese Symphonie ist das Gegenstück zur fünften von Beethoven. In beiden ein energisches Ringen mit finsteren Gewalten, ein Sichauflehnen gegen dunkle Mächte. Bei Beethoven Sieg - hier Untergang, vergebliches Ringen, heißestes Sehnen, mutiges Emporraffen, ohne Sieg. Die Wirkung der Symphonie ist eine echt tragische. Das Tragische, das in ihr zum Ausdruck kommt, ist die Tragödie des Menschen, der mit seinem Schicksal ringt, und zuletzt wie am Anfang steht, wehmütig, schmerzvoll, resigniert, gefasst, aber nicht mehr zur Freude geschaffen. (...)
Welchem unserer Forumates müßte das wohl gefallen? :tongue:
nikolaus (18.11.2011, 20:50): Im Radio live aus der Kölner Philharmonie:
J.Sibelius: Violinkonzert op. 47
Zugabe: J.S.Bach, Sarabande aus der 2. Partita
L.v.Beethoven: Sinfonie Nr. 3
Nikolaj Snajder WDR Sinfonieorchester Köln Jukka Pekka Saraste
Gerade ist das Violinkonzert zu Ende. Mir persönlich hat das nicht besonders gut gefallen. Ich weiss nicht, ob das an der Übertragungsqualität, aber ich empfand den Geigenton phasenweise als unangenehm "gequetscht", gar nicht frei. Der erster und zweiter Satz war irgendwie seltsam gedehnt und für mich etwas spannungslos. Der dritte Satz war dann besser. Die Sarabande dagegen sehr schön.
Mal sehen, wie der Beethoven wird. Was ich bisher von Saraste, der seit jetzt einem Jahr Chef in Köln ist, gehört habe, konnte mich nicht so begeistern.
Nikolaus.
nikolaus (18.11.2011, 22:17): Original von nikolaus Im Radio live aus der Kölner Philharmonie:
J.Sibelius: Violinkonzert op. 47
Zugabe: J.S.Bach, Sarabande aus der 2. Partita
L.v.Beethoven: Sinfonie Nr. 3
Nikolaj Snajder WDR Sinfonieorchester Köln Jukka Pekka Saraste
Gerade ist das Violinkonzert zu Ende. Mir persönlich hat das nicht besonders gut gefallen. Ich weiss nicht, ob das an der Übertragungsqualität, aber ich empfand den Geigenton phasenweise als unangenehm "gequetscht", gar nicht frei. Der erster und zweiter Satz war irgendwie seltsam gedehnt und für mich etwas spannungslos. Der dritte Satz war dann besser. Die Sarabande dagegen sehr schön.
Mal sehen, wie der Beethoven wird. Was ich bisher von Saraste, der seit jetzt einem Jahr Chef in Köln ist, gehört habe, konnte mich nicht so begeistern.
Nikolaus.
Jetzt ist auch der Beethoven fertig.
Hm, seltsam uneinheitlich mein Eindruck: der erste Satz bleischwer, der Trauermarsch zwar ziemlich langatmig, aber dennoch irgendwie stimmig, das Scherzo ging komplett an mir vorbei. Dafür war der vierte Satz dann extrem gut: das Orchester blühte hörbar auf, die Gestaltung war sehr lebendig, insbesondere der Schluss mit ganz zarten Stellen, habe ich so noch nicht gehört. Also ein versöhnliches Ende.
Jetzt höre ich aber mal wieder Viktoria Mullova mit ihrem Sibelius...
Nikolaus.
Cetay (inaktiv) (19.11.2011, 05:41): Das bereitet mir zur Zeit viel Freude:
Bach: "Lass, Fürstin, lass noch einen Strahl" BWV 198
Ingrid Schmithüsen, Charles Brett, Howard Crook, Peter Kooy Collegium Vocale Gent La Chapelle Royale Philippe Herreweghe
:hello Agravain
ab (19.11.2011, 12:13): Einfach eine tolle Interpretation, dennoch werde diese beiden Kompositionen - meiner großen Liebe zur Musik Bartóks zum Trotzt - wohl leider nie zu meinen Lieblingswerken der Violinkonzertliteratur gehören.
Bela Bartok : Violinkonzerte Nr. 1 & 2, Thomas Zehetmair Budapest Festival Orchestra Ivan Fischer BerlinClassics
(das neue Cover finde ich ansprechender als mein altes hier)
Diese CD mit Musik, die sich in der Nähe von Minimal Music bewegt, hat den österreichischen Pasticcio-Preis Oktober 2011 gewonnen, ein Preis, der seit 2003 monatlich vom Österreichischen Rundfunk vergeben wird.
Löblich: Die Begünstigten sind MusikerInnen (mit Lebensmittelpunkt Österreich), die im Laufe der letzten zwei Jahre mit einer CD-Veröffentlichung aufgefallen sind, die außergewöhnliche Musikalität und thematisch interessante Konzepte dokumentiert. Bevorzugt werden Produktionen, die bei "Independent Labels" veröffentlicht wurden, da diese 1. über geringe Werbe-Etats verfügen. 2. von kunstverständigen Leuten geleitet werden, deren Idealismus oft an jenen der Musiker heranreicht. 3. durch ihre hochwertigen Publikationen einen wenig beachteten Beitrag zur Vielfalt der Musikkultur leisten. Die Musiker repräsentieren nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Kollegen, die es nicht leicht haben, sich gegen die Übermacht größerer Länder mit ihren bedeutend stärkeren Medienindustrien behaupten zu können. Die Preisträgerinnen und Preisträger stehen für eine lebendige österreichische Musikkultur, die dieses Land weltweit repräsentiert und deren Leistungen (auch für den "Standort Österreich") kaum zu überschätzen sind und daher unbedingt betreut und gefördert werden müssen. Zudem transportiert diese Gala auch das Anliegen, dass die interessierte Öffentlichkeit mehr über die Arbeit und den Reichtum der österreichische Musikszene erfährt.
Nordolf (19.11.2011, 17:12): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/41IErqbTL-L._SL500_AA240_.jpg Draeseke; Symphonia Tragica; Desser
Wiki zitiert den Komponisten Richard Wetz: Diese Symphonie ist das Gegenstück zur fünften von Beethoven. In beiden ein energisches Ringen mit finsteren Gewalten, ein Sichauflehnen gegen dunkle Mächte. Bei Beethoven Sieg - hier Untergang, vergebliches Ringen, heißestes Sehnen, mutiges Emporraffen, ohne Sieg. Die Wirkung der Symphonie ist eine echt tragische. Das Tragische, das in ihr zum Ausdruck kommt, ist die Tragödie des Menschen, der mit seinem Schicksal ringt, und zuletzt wie am Anfang steht, wehmütig, schmerzvoll, resigniert, gefasst, aber nicht mehr zur Freude geschaffen. (...)
Welchem unserer Forumates müßte das wohl gefallen? :tongue:
Ähem... ich glaube, Du meinst meine Vorliebe fürs Tragische und Düstere. Und tatsächlich - aufgrund deiner Anregung erscheint der Draeseke nun in der CPO-Einspielung mit Weigele und dem NDR-Orchester auf der Liste meiner nächsten Bestellung...
Vor kurzem lief hier Brahms' 4. Symphonie und die "Tragische Ouvertüre":
Bernstein interpretiert Brahms' Werke nicht als klassizistische Kabinettstückchen im spätromantischen Klanggewand, sondern als aufgewühlte Seelendramen - getreu seiner Aussagen im Booklet der Box. So vermutet er beispielsweise ausdrücklich "hineinkomponierten" Zorn im Finale des letzten Satzes der Vierten.
Armin70 (19.11.2011, 17:38): Felix Draeseke ist ein gutes Stichwort: Im Frühjahr erwarb ich die CPO-Aufnahmen mit seinen Sinfonien aber eherlich gesagt ist bei mir der Funke da nicht so übergesprungen. Ich versuche es mal wieder mit der "Tragischen Sinfonie":
Sfantu (19.11.2011, 20:18): Soeben ausgedreht auf meinem Plattenteller:
Bruckners Erste, Berliner Philharmonisches Orchester - Eugen Jochum (DGG, feinst gepresstes, kratzerfreies Vinyl).
Da glaubt man ein Stück seit 20 Jahren zu kennen und hört es plötzlich mit offenem Mund wie zum ersten Mal:
Da geht dermassen die Post ab, dass ich aus dem Staunen nicht herauskomme: Jochum baut Spannungsbögen auf, setzt Glanzpunkte, legt Wert auf Transparenz, erlaubt sich auch manche Frei-, ja Frechheiten: Im Schluss des Kopfsatzes lässt er die Musiker anziehen (will sagen: accellerieren) wie ein italienischer Opern-Maestro - ganz grosses Theater! Das ist so dreist wie es schlüssig und stimmig ist.
Das Scherzo wird ungewohnt langsam genommen ohne, dass das auf Kosten seines unwiderstehlichen Swing & Drive ginge.
Das Finale folgt dann nach alter Manier quasi attacca auf das Scherzo, was ganz nach meinem Geschmack ist. Dreht Karajan hier in den Anfangstakten ordentlich sein alles zudeckendes Blechregister auf (klingt zugegebenermassen bärenstark), höre ich bei Jochum erstmals die sich mit dem Blech die Bälle zuspielenden Streicher - superb! Nicht 100%ig mein Geschmack am Ende ein, wenn auch wirkungsvolles, Ritardando - da wird etwas vom energetischen Taumel verschenkt, der, bei striktem Metrum, für mich hier einfach hingehört.
Insgesamt jeden Moment staunenmachend, mit Biss und Herzblut! In meiner bisherigen Sammlung nehmen sich Sawallisch und Karajan (sonst einer meiner Bruckner-Favoriten) nun daneben wie Schuljungen aus, einzig Vaclav Neumann und das Gewandhaus finden hier noch Anschluss.
:hello Sfantu
Cetay (inaktiv) (19.11.2011, 20:57): Original von Nordolf
Draeseke; Symphonia Tragica; Desser
Wiki zitiert den Komponisten Richard Wetz: Diese Symphonie ist das Gegenstück zur fünften von Beethoven. In beiden ein energisches Ringen mit finsteren Gewalten, ein Sichauflehnen gegen dunkle Mächte. Bei Beethoven Sieg - hier Untergang, vergebliches Ringen, heißestes Sehnen, mutiges Emporraffen, ohne Sieg. Die Wirkung der Symphonie ist eine echt tragische. Das Tragische, das in ihr zum Ausdruck kommt, ist die Tragödie des Menschen, der mit seinem Schicksal ringt, und zuletzt wie am Anfang steht, wehmütig, schmerzvoll, resigniert, gefasst, aber nicht mehr zur Freude geschaffen. (...)
Welchem unserer Forumates müßte das wohl gefallen? :tongue:
Ähem... ich glaube, Du meinst meine Vorliebe fürs Tragische und Düstere. Und tatsächlich - aufgrund deiner Anregung erscheint der Draeseke nun in der CPO-Einspielung mit Weigele und dem NDR-Orchester auf der Liste meiner nächsten Bestellung...
:D
Nächster Erstkontakt: Die Grieg-Quartette. Ich höre die von unserem ab bevorzugte Einspielung im Livestream.
Cetay (inaktiv) (20.11.2011, 06:05): In der Hoffnung, die Potagonistin damit heute nochmal so schön wie gestern herauszulocken, beschäftige ich mich jetzt mit Haydns Sonnenquartetten op. 20. Der Beginn von Nr. 1 (Nr. 31 Es-Dur) ist gleich eine Bewährungsprobe, denn es sind wohl Themen wie dieses, bei dem sich viele gleich wieder "Papa Haydn" murmelnd abwenden. Pro-Arte, Medici und Pellegrini tun (philologisch möglicherweise richtig) gar nichts gegen dieses Vorurteil, die Hagens ein wenig, aber erst hier werden die Bedenken vollkommen weggefegt:
Schon vor der ausgebrochenen Chambermania war dies eines meiner Lieblingswerke. Erstmalig gehört habe ich das vor gefühlten 250 Jahren in einer Rundfunksendung "Spuren des Jazz bei Ravel und Debussy".
Frances Lucey, Virginia Kerr, Colette McGahon, Peter Kerr, Nigel Leeson-Williams RTÉ Philharmonic Choir RTÉ National Symphony Orchestra of Ireland Adrian Leaper
:hello Agravain
Amadé (20.11.2011, 19:55):
1.KLavierkonzert d-moll op.15
So interpretiert ganz klar ein Sturm-und-Drang Stück, Katchen nahe bei Serkin, auch Kempe überzeugt!! Eine weitere empfehlenswerte Aufnahme, 1967 Gruß Amadé
Jürgen (21.11.2011, 12:00): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51zTjanvJDL._SL500_AA300_.jpg
J.S.Bach: Brandenburgische Konzerte, Pinnock 2007
Jürgen (21.11.2011, 13:50): Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/51zTjanvJDL._SL500_AA300_.jpg
J.S.Bach: Brandenburgische Konzerte, Pinnock 2007
Nachdem ich erst kürzlich Gardiner kennengelernt habe, kommt mir die Pinnock-Neuaufnahme eher tranig daher. Mir fällt kein Grund ein, diese Einspielung noch einmal anzuhören.
Daher jetzt noch einmal Gardiner (bzw. z.T. unter Gardiner).
Nordolf (21.11.2011, 16:41): Original von Armin70 Felix Draeseke ist ein gutes Stichwort: Im Frühjahr erwarb ich die CPO-Aufnahmen mit seinen Sinfonien aber eherlich gesagt ist bei mir der Funke da nicht so übergesprungen. Ich versuche es mal wieder mit der "Tragischen Sinfonie":
Hallo Armin!
Sprang der Funke denn diesmal über?
:hello Jörg
Armin70 (21.11.2011, 17:07): Hallo Jörg,
ehrlich gesagt nicht so richtig. Klar ist Draesekes 3. Sinfonie beste romantische Orchestermusik, die auch gut instrumentiert ist. Soweit ich das überhaupt beurteilen kann auf jeden Fall handwerklich gut gemacht. Irgendwie fehlt für mich aber das gewisse "Etwas" was nötig wäre, um mich richtig zu packen.
Vergleiche in der Musik sind ja immer problematisch und unfair aber wenn ich mir dennoch Brahms' 4. Sinfonie anhöre, die im gleichen Jahr (1886) wie Draesekes 3. Sinfonie entstand, ist das für mich doch ein anderes Level.
Nichtsdestotrotz werde ich aber die guten CPO-Aufnahmen mit Draesekes Sinfonien doch immer wieder mal hören.
Gruß Armin
Armin70 (21.11.2011, 17:17): Wenn ich bei Felix Draeseke das "gewisse Etwas" vermisse, um mich zu packen, so finde ich es eindeutig hier bei Hans Rott (1858 - 1884) in seiner Sinfonie in E-Dur, die eben zum ersten Mal hörte:
Wenn ich gehässig wäre, könnte ich behaupten, dass Gustav Mahler an einigen Stellen ganz schön von Hans Rott geklaut hat: z. B. gibt es im 1. Satz von Rotts Sinfonie ein Trompeten-Motiv, das mich unwillkürlich auch an ein Trompeten-Motiv aus dem 4. Satz von Mahlers 6. Sinfonie denken ließ.
Rott's Sinfonie ist meiner Meinung nach ein Geniestreich und Brahms hatte Tomaten auf den Ohren, als er dieses Werk ablehnte und geradezu verriss.
Nordolf (21.11.2011, 17:26): Original von Armin70 Hallo Jörg,
ehrlich gesagt nicht so richtig. Klar ist Draesekes 3. Sinfonie beste romantische Orchestermusik, die auch gut instrumentiert ist. Soweit ich das überhaupt beurteilen kann auf jeden Fall handwerklich gut gemacht. Irgendwie fehlt für mich aber das gewisse "Etwas" was nötig wäre, um mich richtig zu packen.
Vergleiche in der Musik sind ja immer problematisch und unfair aber wenn ich mir dennoch Brahms' 4. Sinfonie anhöre, die im gleichen Jahr (1886) wie Draesekes 3. Sinfonie entstand, ist das für mich doch ein anderes Level.
Nichtsdestotrotz werde ich aber die guten CPO-Aufnahmen mit Draesekes Sinfonien doch immer wieder mal hören.
Gruß Armin
Danke für Deine Einschätzung! Demnächst werde ich auch etwas zu dieser Aufnahme schreiben können.
Cetay (inaktiv) (21.11.2011, 22:00): Durch den Mix-Rätselthread angeregt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Cwo5EjkCL._SL500_AA300_.jpg Hindemith; Repertorium für Militärmusik "Minimax" für Streichquartett; Buchberger Quartett
BTW, Hindemiths Klarinettenquintett braucht sich hinter den üblichen Verdächtigen nicht zu verstecken, im Gegenteil, es darf sich m.E. sogar davor aufstellen.
Armin70 (21.11.2011, 22:21): Mendelssohn in Verbier:
Agravain (22.11.2011, 07:57): Der Tag beginnt mit:
Die Kunst der inneren Reinigung: Egal was ich schlechtes gedacht, gesagt, gefühlt, getan oder zu mir genommen habe - nach einer konzentrierten Inhörung der h-Moll Messe ist der Geist geläutert. :engel
Agravain (22.11.2011, 13:16): Bei mir nun altes Zeugs:
CD1 The Miraculous Mandarin Concerto for Orchestra
City of Birmingham Orchestra
Wie schätzt ihr Simon Rattles Interpretationen ein? Ich habe aus der EMI Serie noch Britten, Stravinsky und Mahler von ihm. Mich interessiert hier eure Meinung :)
Gruss :hello Stefan
Jürgen (22.11.2011, 17:00): Bei mir auch Rattliges:
Armin70 (22.11.2011, 19:02): Original von Cantus Arcticus Wie schätzt ihr Simon Rattles Interpretationen ein? Ich habe aus der EMI Serie noch Britten, Stravinsky und Mahler von ihm. Mich interessiert hier eure Meinung :)
Hallo Stefan,
zu der Bartok-Box mit Simon Rattle kann ich nichts sagen, da ich sie nicht habe. Ansonsten habe ich von den wenigen Aufnahmen, die mit ihm habe, auch eher zwiespältige Eindrücke. Am besten gefällt mir die Sibelius-Aufnahme mit dem Violinkonzert (Nigel Kennedy) und der 5. Sinfonie. Ansonsten gibts immer irgendetwas, was mir an Rattles Interpretationen fehlt. Ich habe den Eindruck, dass er oft die "schönen" bzw. "eindrucksvollen" Stellen gerne auskostet und andere Passagen, z. B. Durchführungsteile etc., läßt er zu zügig überspielen. Ansonsten finde ich sein CD-Repertoire seit dem er Chef in Berlin ist schlicht und einfach langweilig im Vergleich zu seiner Zeit in Birmingham. Warum dirigiert er in Berlin nicht mal Werke seiner Landsleute (Britten, Elgar, Holst, Delius, RVW, Walton etc.); es müssen ja nicht gleich ganze Zyklen sein aber zumindest mal die ein oder andere Sinfonie dieser Komponisten auf dem Spielplan der Berliner Philharmoniker und dann auch auf CD würden mich mehr interessieren als seine Brahms- oder Strauss-Aufnahmen.
Armin
Armin70 (22.11.2011, 23:48): Dmitri Schostakowitsch:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/412WM4CGSXL._SL500_AA300_.jpg Mozart; Divertimento K563; Budapest String Quartet
Jürgen (23.11.2011, 07:34): http://4.bp.blogspot.com/-3rrLSDcAVtw/TqrHGogh6JI/AAAAAAAAA6o/eRF9w0ga3NQ/s320/portadablog.jpg
Pierre de Manchicourt: Missa Veni Sancte Spiritus, Motetten & Chansons Huelgas Ensemble - Paul van Nevel, 1996
Cantus Arcticus (23.11.2011, 11:26): Original von Armin70 Original von Cantus Arcticus Wie schätzt ihr Simon Rattles Interpretationen ein? Ich habe aus der EMI Serie noch Britten, Stravinsky und Mahler von ihm. Mich interessiert hier eure Meinung :)
Hallo Stefan,
.... Ansonsten habe ich von den wenigen Aufnahmen, die mit ihm habe, auch eher zwiespältige Eindrücke. Am besten gefällt mir die Sibelius-Aufnahme mit dem Violinkonzert (Nigel Kennedy) und der 5. Sinfonie.
Hallo Armin Diese Eindrücke teile ich mit Dir. Mir fällt einfach auf, dass die Aufnahmen ziemlich schwach auf der Brust sind, ich drehe den Volumenregler hoch, aber: "Da kummt nüscht.."
Ansonsten gibts immer irgendetwas, was mir an Rattles Interpretationen fehlt. Ich habe den Eindruck, dass er oft die "schönen" bzw. "eindrucksvollen" Stellen gerne auskostet und andere Passagen, z. B. Durchführungsteile etc., läßt er zu zügig überspielen.
Er ist mir halt auch ein wenig zu glatt, die Konturen und Kanten fehlen mir gerade bei seinen Bartok-Interpretationen total. Die Klavierkonzerte sind - im Gegensatz zur Einpielung von Geza Anda unter Ferenc Fricsay - schon sehr belanglos.
Ansonsten finde ich sein CD-Repertoire seit dem er Chef in Berlin ist schlicht und einfach langweilig im Vergleich zu seiner Zeit in Birmingham. Warum dirigiert er in Berlin nicht mal Werke seiner Landsleute (Britten, Elgar, Holst, Delius, RVW, Walton etc.); es müssen ja nicht gleich ganze Zyklen sein aber zumindest mal die ein oder andere Sinfonie dieser Komponisten auf dem Spielplan der Berliner Philharmoniker und dann auch auf CD würden mich mehr interessieren als seine Brahms- oder Strauss-Aufnahmen.
Dem kann ich nichts hinzufügen! Du triffst es genau auf den Punkt (leider) :(
Nun, ich habe Rattle zu meinen Klassik-Anfangszeiten erworben. Da waren diese Boxen ziemlich erschwinglich für mich. Heute würde ich mir das zweimal überlegen, ob sich diese Investition lohnt. Vom Klang her sicherlich nicht.
Grüsse :hello Stefan
Jürgen (23.11.2011, 16:54): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51rwuw%2BTzfL._SL500_AA300_.jpg
Christóbal de Morales: Officium Defunctorum, Savall 1992
Wenn diese tiefen Chöre durch die Kathedrale hallen, das ist wie Balsam.
Grüße Jürgen
ab (23.11.2011, 23:26): Sibelius Sinfonie #3 Adelaide Symphony Orchestra Arvo Volmer ABC Classics
Mein erster Eindruck: Ganz zu Recht so prämiert worden, diese lohneswerte GA!
ab (23.11.2011, 23:38): Original von Armin70 Wenn ich bei Felix Draeseke das "gewisse Etwas" vermisse, um mich zu packen, so finde ich es eindeutig hier bei Hans Rott (1858 - 1884) in seiner Sinfonie in E-Dur, die eben zum ersten Mal hörte:
Wenn ich gehässig wäre, könnte ich behaupten, dass Gustav Mahler an einigen Stellen ganz schön von Hans Rott geklaut hat: z. B. gibt es im 1. Satz von Rotts Sinfonie ein Trompeten-Motiv, das mich unwillkürlich auch an ein Trompeten-Motiv aus dem 4. Satz von Mahlers 6. Sinfonie denken ließ.
Rott's Sinfonie ist meiner Meinung nach ein Geniestreich und Brahms hatte Tomaten auf den Ohren, als er dieses Werk ablehnte und geradezu verriss.
Gehässig war Brahms, als er meinte, in dieser Sinfonie gebe es „neben so viel Schönem wieder so viel Triviales oder Unsinniges, dass dies erstere nicht von Rott herrühren kann.“ Gehässig war es auch vom Karrieristen Mahler, die Sinfonie seines hoch geschätzten Kollegens so regelrecht auszuschlachten, aber das Werk bloß im Klavierauszug seinen Freunden vorzuspielen, nie aber in seinen zahllosen Konzerten aufs Programm zu setzen! Angst vor Plagiatsvorwürfen? So wurde sie erst 1989 uraufgeführt!
Diese Sinfonie ist unso erstaunlicher, als der Student Rott bei Fertigstellung des ersten Satzes erst 19 Jahre alt war. :hello
Armin70 (24.11.2011, 00:13): Original von ab Original von Armin70 Wenn ich bei Felix Draeseke das "gewisse Etwas" vermisse, um mich zu packen, so finde ich es eindeutig hier bei Hans Rott (1858 - 1884) in seiner Sinfonie in E-Dur, die eben zum ersten Mal hörte:
Wenn ich gehässig wäre, könnte ich behaupten, dass Gustav Mahler an einigen Stellen ganz schön von Hans Rott geklaut hat: z. B. gibt es im 1. Satz von Rotts Sinfonie ein Trompeten-Motiv, das mich unwillkürlich auch an ein Trompeten-Motiv aus dem 4. Satz von Mahlers 6. Sinfonie denken ließ.
Rott's Sinfonie ist meiner Meinung nach ein Geniestreich und Brahms hatte Tomaten auf den Ohren, als er dieses Werk ablehnte und geradezu verriss.
Gehässig war Brahms, als er meinte, in dieser Sinfonie gebe es „neben so viel Schönem wieder so viel Triviales oder Unsinniges, dass dies erstere nicht von Rott herrühren kann.“ Gehässig war es auch vom Karrieristen Mahler, die Sinfonie seines hoch geschätzten Kollegens so regelrecht auszuschlachten, aber das Werk bloß im Klavierauszug seinen Freunden vorzuspielen, nie aber in seinen zahllosen Konzerten aufs Programm zu setzen! Angst vor Plagiatsvorwürfen? So wurde sie erst 1989 uraufgeführt!
Diese Sinfonie ist unso erstaunlicher, als der Student Rott bei Fertigstellung des ersten Satzes erst 19 Jahre alt war. :hello
Auch wenn Brahms von Rott`s Sinfonie nichts gehalten so hat, so hat er sich immerhin den Gebrauch der Triangel bei Rott abgeschaut wenn man sich den 3. Satz seiner 4. Sinfonie anhört.
Cetay (inaktiv) (24.11.2011, 05:38): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51MVf77qKsL._SL500_AA300_.jpg Chopin, Scriabin, Ligeti, Liszt
Liszt und Chopin sind eigentlich ein Horrorprogramm, aber das nehme ich mal mit. Auf die Idee, sich Musik anzuhören, die ihnen nicht gefällt, kommen wohl nur Klassikhörer. :cool
Cetay (inaktiv) (24.11.2011, 09:06): Liszt und Chopin sind eigentlich ein Horrorprogramm, aber das nehme ich mal mit. Auf die Idee, sich Musik anzuhören, die ihnen nicht gefällt, kommen wohl nur Klassikhörer. :cool Vielleicht zahlt sich das ja mal aus. Die Chopin-Sonate habe ich so erträglich noch nicht zuvor gehört und der Wunsch nach Wiederhören ist durchaus latent vorhanden. Liszt geht freilich auch mit Frau Wang überhaupt nicht.
Jetzt aber die Sensation:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/412WM4CGSXL._SL500_AA300_.jpg Mozart; Streichquartett KV421; Budapest String Quartet
KV 421 hatte ich bislang gar nicht richtig bewußt wahrgenommen. Schwerer Fehler! Was für ein Ideenreichtum, was für unerwartete Wendungen, welch erhebende Wirkung. Ich fürchte ich muss mich systematisch durch die Mozart'schen SQs "arbeiten". Wer weiß, was da noch für Juwelen versteckt sind. Die Suche nach der richtigen GA ist eröffnet. :W
Cetay (inaktiv) (24.11.2011, 13:14): Zunächst mal fand ich das Werk in einer Einspielung mit dem Quartett. :leb
ca.100 Jahre nach der Komposition wurde die Sinfonie 1989 in Cincinnati vom Cincinnati Philharmonia Orchestra unter Leitung von Gerhard Samuel uraufgeführt und eingespielt, es handelt sich hier um die Aufnahme dieser Pioniertat.
Klavier: Geoffrey Tozer Neeme Järvi / London Philharmonic Orchestra 1991
Wunderbar dunkle, sonore Interpretationen...
Heike (24.11.2011, 23:52):
Das ist sooooo schön! Heike
Heike (25.11.2011, 01:26): KV 421 hatte ich bislang gar nicht richtig bewußt wahrgenommen. Schwerer Fehler! Was für ein Ideenreichtum, was für unerwartete Wendungen, welch erhebende Wirkung. Ich fürchte ich muss mich systematisch durch die Mozart'schen SQs "arbeiten". Wer weiß, was da noch für Juwelen versteckt sind. Die Suche nach der richtigen GA ist eröffnet. Vielleicht sollten wir mal einen Mozart-SQ-Thread machen? Du bist auf den Kammermusikgeschmack gekommen (und hast ja vorher schon immer etliches an Mozart protegiert), ich nähere mich Mozart an und habe kaum eine Ahnung von seiner Kammermusik, liebe aber Streichquartette allgemein. Das würde mich interessieren, was du von wem an Mozarts Streichquartettaufnahmen besonders magst. Schließlich hast du mich auch schon für seine Prager missioniert und in seiner Kammernusik ist sicher noch viel zu entdecken. Heike
Cetay (inaktiv) (25.11.2011, 08:02): Original von Heike Das würde mich interessieren, was du von wem an Mozarts Streichquartettaufnahmen besonders magst.
Das muss ich auch erst mal rausfinden. Bislang habe ich mich zu wenig damit beschäftigt. KV421 ist Klasse (und in d-Moll!) und die Budapester können so verkehrt nicht sein. Eine miese Interpretation würde kaum so zünden, dass ich sie immer und immer wieder hören will ... muss. (Klangtechnisch braucht das freilich einiges an Nehmerqualitäten.) Und KV80 mit den casals hast du ja schon, das ist der absolute Brenner - eine GA auf diesem Niveau... *träum* ABQ und Amadeus habe ich früher gehört, ohne dass es Spuren hinterlassen hätte. Zu einer Fadeneröffnung fehlt mir momentan das Fleisch, aber das kann sich in den nächsten Wochen ändern.
jünter (25.11.2011, 18:47): Nach einer stressigen Woche mit abschliessendem Weihnachtsbaumkauf (zum 1. Advent muss das Ding auf der Terrasse stehen!) etwas einfach nur Schönes in meiner Lieblingsaufnahme:
Haydn; L'isola disabitata; Sinfonietta de Chambord, Amaury du Closel
Irgendwie bin ich an diesem Livesteam hängen geblieben. Diese nur mit einem Solistenquartett besetzte Minioper hat echt was; auch und vor allem wegen der Interpretation. Die gibts wohl nicht auf CD. Die kurz an-gehörte Alternativversion aus Padua ist dagegen zum Davonlaufen (meine üblichen Abschusskriterien: überkandideltes Geträllere und Geschmettere der Solist(inn)en und dazu noch ein fettes und träges Orchester).
ab (25.11.2011, 23:58): Original von Amadé Noch mal auf Rott zurückzukommen:
ca.100 Jahre nach der Komposition wurde die Sinfonie 1989 in Cincinnati vom Cincinnati Philharmonia Orchestra unter Leitung von Gerhard Samuel uraufgeführt und eingespielt, es handelt sich hier um die Aufnahme dieser Pioniertat.
Gruß Amadé
Es hieß, die Einspielung von Sebastian Weigle bei Arte Nova sei die empfehlenswerteste, jedenfalls besser als Radio Sinfonieorchester Wien mit Dennis Russell Davies (cpo); aber neuerdings gibts auch eine mit Norrköping SO, Segerstam bei BIS sowie Staatstheater Mainz PO, Rückwardt bei Acousence. Was lohnt sich? :thanks
Ich kann selbst kaum glauben, wieviel weniger mir das gefällt als das Budapest String Quartet oder das casalsQuartett. Das hier erscheint mir sowas von aufdringlich und vordergründig; und wo ist die Mozart-Magie? Neee! :A
ab (26.11.2011, 10:54): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51IXaM70IRL._SL500_AA240_.jpg Mozart; KV 421; Emerson String Quartet
Ich kann selbst kaum glauben, wieviel weniger mir das gefällt als das Budapest String Quartet oder das casalsQuartett. Das hier erscheint mir sowas von aufdringlich und vordergründig; und wo ist die Mozart-Magie? Neee! :A
Kann ich gut verstehen! Und wie gefallen Dir die Klassizisten vom Amadeus Quartett? :hello
ab (26.11.2011, 11:10): Ich selbst habe bislang keine Aufnahme zuhause und 95 Jahre hat es bis zu uns in unserer Stadt gebraucht: Weil kommende Woche zum allerersten Mal das Werk hier im Konzert erklingen wird: Gustav Holst Conducts His Own Work: The Planets The London Symphony Orchestra - 1920-24
Frédéric Chopin: - Polonaise in C minor, Op. 40 No. 2 - Nocturne in E flat major, Op. 55 No. 2 - Prélude in C sharp minor, Op. 45 - Piano Sonata No. 3 in B minor, Op. 58
Joseph Haydn: Piano Sonata in A flat major, Hob. XVI 46
Wolfgang Amadeus Mozart: Piano Sonata in A major, K 331 "Alla Turca"
Wenn ich dem jungen Pogorelich bei seinem Spiel auf die Finger schaue, dann finde ich das direkt erotisch. Heike
Heike (26.11.2011, 15:45):
daraus mache ich weiter mit der h moll Sonate Heike
Cetay (inaktiv) (26.11.2011, 16:33): Original von ab Brittens Violinkonzert mit Baiba Skride gegeben.
Brahms 1.Sinfonie c-moll im Vergleich mit Bruno Walter am Pult
ab (26.11.2011, 20:31): Da mache ich doch gleich mit und höre die Sinfonie in der Aufnahme der wohl klangintensivesten Interpretation aller Zeiten: Karajan DDD 1987
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41RGCyT431L._SL500_AA300_.jpg K421 arrangiert für Oboenquintett von Franz Joseph Rosinack (1748-1823); Schneemann, Rombouts Quartet
Cetay (inaktiv) (27.11.2011, 07:06): Mein Güte, das war erst ein Bruchteil (Klenke und Petersen hab ich nach kurzem Hören ad acta gelegt), aber jetzt brauch ich eine Pause, bzw. erst höre ich nochmal die Budapester, an denen niemand vorbeikommen ist.
Die hochgehandelten Guarneris gibt es leider gar nicht im Livestream. Die Italianos finde ich nicht mit diesem Opus; deshalb zum Quercheck ein anderes:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/618P7KD1T8L._SL500_AA300_.gif Mozart; Streichquartett K458 B-Dur; Quarteto Italiano
Das klingt sehr erfreulich!
Cetay (inaktiv) (27.11.2011, 17:26): Einmal noch: zum 15ten. Damit dürfte so etwas ein Viertel der erhältlichen Einspielungen abgedeckt sein? :(
Damit soll es jetzt genug sein. Kurzes Fazit: Die Bandbreite, mit der man dieses Werk interpretieren (oder genauer: spielen -nur diesen Teilaspekt kann ich beurteilen) kann, ist enorm und (fast) jede Art hat was für sich. Ganz toll finde ich das Esterhazy Quartett mit großer Klarheit und Transparanz (Originalklang) bei einer eher trockenen Leseart und als Kontrast dazu das Suske Quartett mit einem warmen, runden, die großen Linien nachzeichnenden Ansatz, dabei aber quicklebendig. Genau dazwischen macht es sich das Smithon Quartett (Originalklang) gemütlich; für mich fürs Erste die perfekte Synthese. Das Budapest Quartet, das mir dieses Werk so nahe gebracht hat, läuft außer Konkurrenz; das ist wohl der Entenküken-Effekt. Damit ergibt sich folgendes weitere strategische Vorgehen zum Kennenlernen der Mozart-Streichquartette: Die (fast-)GA mit dem Suske-Quartett ist (zum Budgetpreis) bestellt, ebenso die kompletten Hadyn-Quartette mit dem Smithon Quartett (auf einer 5er CD-Box für 4,32 incl. Porto neu erstanden), dazu die letzten Quartette (Hoffmeister und Preußische) mit den Budapestern. Der lange Urlaub kann kommen. :leb
Klavier: Geoffrey Tozer Neeme Järvi / London Philharmonic Orchestra 1991
Das 1943 vollendete Klavierkonzert bewegt sich in einem kraftvollen Fluß, dessen Harmonien und Melodien nostalgisch anmuten und eine abgeklärte Melancholie ausstrahlen. Manchmal führt dieser Fluß zu leidenschaftlichen oder prachtvollen Höhenpunkten. Der sonore Klavierklang von Geoffrey Tozer in bester Arrau-Tradition ist ganz nach meinem Geschmack - das Orchester klingt ebenso dunkel und warm.
Armin70 (27.11.2011, 23:44): Frank Bridge:
Jürgen (28.11.2011, 13:49): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61ESVS48NEL._SL500_AA300_.jpg
Beata Vergine (Motetten für die Jungfrau zwischen Rom und Venedig im 17. Jahrhundert)
Philippe Jaroussky - Ensemble Artaserse; Paris, Eglise Notre-Dame du Liban, 5.-10. Dezember 2005
Ich bin in Sachen Furtwängler sozusagen noch "Anfänger", weil mich die leider meist recht bescheidene Qualität der alten Aufnahmen immer wieder vor einem tieferen Einstieg zurückhält.
Aber zu Schubert: Was für ein besonderer "Fluss" in der Musik und was für eine Ausstrahlung! :down
Cetay (inaktiv) (28.11.2011, 21:16): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61OOkte1kOL._SL500_AA240_.jpg Sciarrino; Sui poemi concentrici I, II, III
Ganz groß! :times10
Armin70 (28.11.2011, 22:51): Paul Hindemith dirigiert eigene Werke:
Richtig guter Klang dieser frühen Stereo-Aufnahmen vom November 1956 aus der Kingsway-Hall, London.
Jürgen (29.11.2011, 08:25): http://ecx.images-amazon.com/images/I/518AUUMP1kL._SL500_AA300_.jpg
Ich glaube es war 2007 zum ersten mal, da wurde mir diese Interpretation in diesem Forum schmackhaft gemacht. Aber man sollte sich ja nicht alle Wünsche sofort erfüllen. Ich bin mitten im ersten Satz und kann noch nicht viel sagen, ausser: Vielen Dank an Rachmaninov, Nordolf und ... ja auch an Zelenka.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (29.11.2011, 08:26): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41XEQ7KVV5L._SL500_AA300_.jpg Beethoven; Streichquartett Nr. 15 op. 132; Hollywood Quartet
Ich würde ja gerne ein paar Zeilen dazu schreiben, aber das läßt mich einfach sprachlos zurück. :engel
Agravain (29.11.2011, 08:58): Bei mir startet der Tag böhmisch:
Die warme, leuchtende Symphonik des dänischen Spätromantikers Ludolf Nielsen...
ab (29.11.2011, 19:32): Montserrat Figueras ist am 23. November nach etwa einjähriger Krankheit gestorben. Sie wurde 69 Jahre alt. Hier meineLieblingsaufnahme mit ihr in memoriam.
Agravain (30.11.2011, 08:03): Original von ab Ich wage es kaum zu sagen: Aber ich kenne gar nichts von Otmar Suitner - ein Fehler?
Ja. Sein Dvorák ist ausgesprochen ordentlich, sein Brahms ebenfalls, seine Einspielungen von Mahler 1, 2 & 5 durchaus hörenswert und auch sein Mozart ist ausgesprochen klangschön - wenngleich in der Art der Darstellung vollkommen unHIP.
Reiner dirigiert Wagner (Vor- und Zwischenspiele aus Meistersinger und Götterdämmerung) 1959
@Suitner: Er ist bei mir unterdurchschnittlich vertreten. Eine CD mit Mozartschen konzertarien, die in der Brilliant-Mozart-Edition enthalten ist, habe ich bestenfalls vor Jahren kurz angespielt.
Wesentlich länger schon besitze ich die Beethoven-Sinfonien mit ihm.
http://2.bp.blogspot.com/_HIW_P_a1cqw/R9_k0c0nEZI/AAAAAAAAAKQ/MDx3I010hIE/s400/Suitner.jpg Zuletzt habe ich daraus bei einem Pastorale-Ranking gehört. Und das Ergebnis war, um mit Agravains Worten zu sprechen, ausgesprochen ordentlich.
Eine hervorragende, klanglich mehr als gelungene Zusammenstellung einiger Werke von Christoph Willibald Gluck, Carl Philipp Emanuel Bach, Pietro Antonio Locatelli, Wilhelm Friedemann Bach,Luigi Boccherini.
:times10 Grüsse Stefan
Stonie (30.11.2011, 15:28): Und schon wieder mal bei einen vom "mächtigen Häuflein" gelandet! :) Rimsky-Korsakov - Scheherazade
Und danach die beiden Tschaikowsky-Stücke "Capriccio italien" und "Ouvertüre 1812" Karajan mit den Berlinern 1966/67
Variationen über ein Volkslied aus Hardanger für zwei Klaviere und Orchester (Klavier: Havard Gimse / Klavier: Gunilla Süssmann) Klavierkonzert Nr. 4 ‘Aurora Borealis’ (Klavier: Havard Gimse)
Bjarte Engeset / Royal Scottish National Orchestra 2001
Ich höre hier sehr originelle und abwechslungsreiche Werke eines norwegischen Komponisten, der eine ganz eigene Klangsprache spricht. Die Einflüsse sind trotzdem zu spüren: die norwegischen Volks- und Tanzmelodien klingen aus dem Grieg'schen Klangwelten herüber. Dunkel-schroffe Stimmungen und Grübeleien verbreiten Sibelius-Flair. Farbige Glitzerwelten und ein gewisser Esprit kommen aus dem Frankreich Ravel'scher Prägung. Das russische Sentiment so mancher Klavierharmonie erinnert an Rachmaninov. Im Nordlicht-Klavierkonzert wird es manchmal richtig kräftig und wild - da scheinen wiederum Strawinsky, Honegger und Konsorten nicht weit. Am meisten fühle ich mich aber an Respighi erinnert: - das liegt vor allem daran, das die Verwendung schwerer, archaisierender Kirchentonarten für mich auf ewig mit den Werken dieses Italieners verknüpft bleibt. Und diese Kirchentonarten stellen auch eine besondere Spezialität von Tveitt dar. Und trotzdem: - Tveitts Stil klingt bei all diesen Einflüssen wirklich ganz eigen und homogen. Die Naxos-CD hat zudem ein überdurchschnittlich gutes Klangbild. :times10 Geniale Musik!
Nordolf (30.11.2011, 19:47): Original von Armin70 Original von Nordolf Für heute noch zwei Erstkontakte:
Hallo Jörg, wie sind denn deine Eindrücke von diesen Aufnahmen ?
Armin
Hallo Armin,
ich muss beides noch öfter hören. Bei Draeseke fiel mir auf, wie stark er in der deutschen Tradition des 19. Jahrhunderts wurzelt: einmal von Liszt bis Brahms natürlich, aber ebenso ist der ältere Strang von Beethoven bis Mendelssohn oder Schumann deutlich spürbar. Außerdem war mein erster Gedanke bei ihm: - ziemlich gut und auf den Punkt komponiert und orchestriert, die Musik geht dadurch klar und schnörkellos voran. Hanson ist etwas völlig anderes: - sehr eingängige Spätromantik mit einem gewissen "filmischen" Flair. Sehr ausufernd und üppig - mir gefällt solch ein Klangzauber.
Cetay (inaktiv) (30.11.2011, 21:17): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51X5OKSzS0L._SL500_AA300_.jpg Hadyn; Sinfonie Nr. 45; István Kertész
Auf dieser ramschig wirkenden (und zu einem entsprechenden Preis zu bekommenden) CD mit verschiedenen Dirigenten ist dieses absolute Juwel versteckt. Gibt es eigentlich irgendwas mit Kertész, das nicht weit überdurchschnittlich ist?
Agravain (01.12.2011, 07:25): Bei mir zum Tagesbeginn Klavier:
Edvard Grieg: Peer Gynt Sheila Armstrong The Ambrosian Singers The Hallé Orchestra Sir John Barbirolli
:hello Agravain
Jürgen (01.12.2011, 09:47): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61GAK2AHGQL._SL500_AA300_.gifhttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51YcffPJxzL._SL500_AA300_.jpg
W.A. Mozart: Le Nozze di Figaro KV 492, Marriner 1985
José van Dam; Barbara Hendricks; Ruggero Raimondi; Agnes Baltsa; Lucia Popp; Ambrosian Opera Chorus; Academy of St. Martin in the Fields, Neville Marriner; August 1985
Die Viola hat es mir seit jeher angetan, Fülle und Klang erwärmen mir das Herz :engel
Gruss :hello Stefan
Jürgen (01.12.2011, 12:34): http://ecx.images-amazon.com/images/I/612OCrACMXL._SL500_AA300_.jpg
Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung (für Orgel), Guillou 1988 Transscription von Jean Guillou selbst. Er spielt auf der großen Orgel der Tonhalle, Zürich
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (01.12.2011, 13:17): Original von Amadé http://ecx.images-amazon.com/images/I/41rEATFDpPL._SL500_AA300_.jpg
Original von Cetay Bruckner; Sinfonie Nr. 8; Young
Die hat sich ganz klar zu meiner Lieblingsaufnahme der Achten gemausert.
Und was sagst Du zu der Urfassung, die ja nur ganz wenige eingespielt haben?
Gruß Amadé
Mir gefällt die Urfassung klar besser. Wenn die (in der 2. Fassung gestrichene) Coda nach dem Veröschen im 1. Satz so wie bei Frau Young als Schockmoment angehängt wird, will ich sie nicht mehr missen. Und der Höhepunkt des Adagio ist durch das zusätzliche Hinauszögern (hier fehlt die letzte Passage in der 2. Fassung) und den 6-fachen Beckenschlag ungleich erschütternder.
Jürgen (01.12.2011, 13:48): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51j7XmriexL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51mn1LENxFL._SL500_AA300_.jpg
George Enescu: Oedipe, Lawrence Foster 1989
Van Dam, Gedda, Hendricks, Fassbaender Orchestre Philharmonic De Monte Carlo
Ich kannte bislang nur die 1. Rumänische Raphsodie von diesem Komponisten. In dieser Oper zeigt sich eine sehr farbige, blumige und variable Klangsprache. Sehr eingängig, was ich bisher im ersten Akt höre.
Sergej Prokofiev: 3. Klavierkonzert C-Dur, op. 26 Claude Debussy: La Mer Ottorino Respighi: Pini di Roma
Yuja Wang, Klavier Staatskapelle Dresden Charles Dutoit (Live aus der Semper-Oper vom 22.11.2011)
Ursprünglich sollte Martha Argerich die Solistin in diesem Konzert mit Beethovens 1. Klavierkonzert sein aber sie musste aus gesundheitlichen Gründen leider absagen. Da Yuja Wang z. Zt. in Europa verschiedene Konzerte spielt, sprang sie glücklicherweise mit Prokofievs 3. Klavierkonzert ein. Echt toll gespielt von ihr.
Sfantu (01.12.2011, 23:49): Neu auf Vinyl:
Manuel de Falla - El amor brujo Leontyne Price - Chicago Symphony Orchestra - Fritz Reiner
Die Price nähert sich unter Negierung ihrer geschulten Stimme dem wohl vom Komponisten angestrebten volksmusikalischen Klangideal an - überwiegend stimmig und mit (soweit mir da ein Urteil zusteht) akzeptablem Spanisch - bis auf gelegentliche verräterisch zischende "T"s der anglophonen oder friesischen Art, die hier nicht hergehören. Reiner lässt sei Orchester delikat-erlesen begleiten, der Klang ist superb (trocken, etwas kompakt, transparent - typisch frühes Stereo). Dass ihm diese Musik jedoch nicht eben im Blut liegt, ist ebenfalls unüberhörbar.
Meine Favoriten bleiben hier Nati Mistral, das New Philharmonia Orchestra London und Rafael Frühbeck de Burgos.
:hello Sfantu
ab (02.12.2011, 00:17): noch etwas zu tun, und so höre ich dazu Musik:
Was für grandiose Musik! Mir scheint, wann immer Moll bei der Werkbezeichnung steht, lohnt es sich bei Mozart besonders genau hinzuhören.
Cetay (inaktiv) (04.12.2011, 08:01): Original von Cetay Was für grandiose Musik! Mir scheint, wann immer Moll bei der Werkbezeichnung steht, lohnt es sich bei Mozart besonders genau hinzuhören.
?( Versteht das wer? Ich nicht! Das ist wohl der Uhrzeit geschuldet.... Ich wollte wohl damit ausdrücken, dass sich bei Mozart die Charakteristik der Mollwerke so deutlich von den Dur-Schwesterwerken abhebt, dass sie qausi aus ihrer Werkgruppe herausfallen, z.B. K 427 bei den Hadyn-Quartetten oder eben K 515 bei den späten Quintetten. Schade, dass WAM so wenig molliges geschrieben hat.
Der Bayreuther 'Jahrhundert-Ring' mit Dirigent Pierre Boulez unter der Regie von Patrice Chereau. Für mich als Wagner - bzw. Operneinsteiger absolut top! :down
ab (04.12.2011, 18:24): Hindemith Cellokonzerte Miklos Perenyi Lehel
Mimi - Maria Callas Rodolfo - Guiseppe di Stefano Marcello - Rolando Panerai Colline - Nicola Zaccaria Schaunard - Manuel Spatafora Musetta - Anna Moffo Parpignol - Franco Ricciardi ...
Orchestra e Coro del Teatro alla Scala di Milano Antonio Votto
1956
Nikolaus
Cetay (inaktiv) (04.12.2011, 20:34): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51SFBv2XWaL._SL500_AA300_.jpg
Herrlich interpretiert auch das Divertomento K563.
Es handelt sich bei den Smithons um ausgesprochene Mozart-Kenner. Pimarius Jaap Schröder leitete schon das Esterhazy Quartet, das die ersten Originalklang-Einspielungen von Mozart-Quartetten vorlegte und war Konzertmeister bei der Sinfonien-GA mit der Acadamy of Ancient Music. Cellist Jaap ter Linden hat gar eine Sinfonien-GA selbst dirigiert.
Armin70 (04.12.2011, 21:47): Peter Tschaikowsky:
Manfred-Sinfonie, op. 58
Live-Mitschnitt von den BBC Proms 2010.
Royal Liverpool Philharmonic Orchestra Vassily Petrenko
Ziemlich gute Bild- und Tonqualität. Wenn man sich das z. B. mit dem kostenlosen Youtube-Song-Downloader herunterlädt und auf der Hifi-Anlage anhört und am Fernseher ansieht, kommt das ganz gut rüber.
Jürgen (05.12.2011, 08:47): http://www.bach-cantatas.com/Pic-Rec-BIG/XO-Suzuki-R1a%5BBIS-2CD%5D.jpg
J.S. Bach: Weihnachts-Oratorium, Suzuki 1998
Cantus Arcticus (05.12.2011, 11:56): Bei mir heute aus den 3 Messen Anton Bruckners:
CD2 TE DEUM, for soloists, choir and orchestra (1884) PSALM 150, for choir, soprano and orchestra MESSE/MASS No.2 in E minor, for choir and wind instruments (1882)
Jürgen (05.12.2011, 14:41): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51njStJOC%2BL._SL500_AA300_.jpg
J.S. Bach: Orchestersuiten, Suzuki 2005
Billy Budd (05.12.2011, 15:27): Ich kann ganz selten in diesem Thread posten, da ich nur in Ausnahmefällen nebenbei Musik höre (Der Thread heißt ja "Was höre ich gerade jetzt".), aber während ich meinen vorgeschriebenen Bericht über die gestrige Aufführung in die Tasten klopfe, nehme ich die vor kurzem auf Ö1 ausgestrahlte Sendung per Livestream auf.
Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart/1756 - 1791 Textdichter, Textquelle: Lorenzo Da Ponte/1749 - 1838 Titel: LE NOZZE DI FIGARO KV 492 / Komische Oper in 4 Akten Giuseppe Taddei /Figaro Anna Moffo /Susanna Eberhard Waechter /Graf Almaviva Elisabeth Schwarzkopf /Gräfin Almaviva Fiorenza Cossotto /Cherubino Ivo Vinco /Bartolo Dora Gatta /Marzellina Renato Ercolani /Don Basilio Renato Ercolani /Don Curzio Elisabetta Fusco /Barbarina Piero Cappuccilli /Antonio Gillian Spencer /1.Mädchen Diana Gillingham /2.Mädchen Chor: Philharmonia Chorus London Choreinstudierung: Roberto Benaglio Orchester: Philharmonia Orchestra London Leitung: Carlo Maria Giulini Länge: 153:06 min Label: EMI CMS 7632662 (2 CD)
Hier habe ich folgendes Bild gefunden: http://ecx.images-amazon.com/images/I/61T8fcmcPbL._SL500_AA300_.jpg
Heute werden sich wahrscheinlich nur der erste und zweite Akt ausgehen (Ich habe ja auch schließlich noch anderes zu tun.), aber der Rest wird sicher nachgeholt.
Die "Nozze" ist zwar meine liebste Mozartoper, aber ich habe sie erst zwei Mal gesehen und kann deshalb nicht gut beurteilen, aber ich sage es so: Diese Einspielung gefällt mir ganz ausgezeichnet.
Was ich aus dieser sehr kontrovers diskutierten GA bisher gehört habe (Nos 1, 25, 29, 31, 38, 40, 41), ist für meine Hörpräferenzen alllererste Sahne. Originalklang ohne übertriebene Mikrodynamik und -phrasierung, frisch und lebendig musiziert, aber mit interpretatorischer Nüchternheit, die Ohren auf das Werk statt auf die Interpreten lenkend
Harry Briggs, Anthony Rolfe Johnson Corydon Singers, Choiristers of St George's Chapel Windsor, Girls of Warwick University Chamber Choir English Chamber Orchestra Matthew Best
:hello Agravain
Jürgen (06.12.2011, 17:23): http://www.selections.com/images/products/picture1zoom/AG467.jpg
Lindsay String Quartett - wunderbar engagiert und musikalisch, wenn auch nicht ganz auf dem hohen Ensemblekultur wie die guten unten. http://ecx.images-amazon.com/images/I/21B41WXHHSL._SL500_AA300_.jpg
Die guten:
Belcea Quartet– eine sehr schöne und gute Interpretation, vielleicht etwas zu wenig das, was ich als musikalische Tiefe empfinde: etwas zu kontrolliert
Pro Arte Quartet - auch sehr sostenuto, zu stark auf erster Geige, vielleicht dem Aufnahmejahr geschuldet? Jedenfalls vorzügliches remaster! http://ecx.images-amazon.com/images/I/31k-tjf6UjL._SL500_AA300_.jpg
Die schlechte
Tokyo String Quartet - eine klanglich völlig unausgegorene Sache, für mich kaum auszuhalten
CD1 Adagio for Strings Op.11 The School for Scandal - Ouverture, Op.5 Violin Concerto Op.14 Essay for Orchestra Op.12 Second Essay for Orchestra Op.17 Medea's Dance of Vengeance Op.23a
Gruss :hello Stefan
Jürgen (07.12.2011, 11:33): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51p2WTllDyL._SL500_AA240_.jpg
Holst: Orchestral Works, London Symphony Orchestra & Richard Hickox 1995
Cetay (inaktiv) (07.12.2011, 12:00): Heute mit ungläubigem Staunen im Radio gehört:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Z1GrXgTwL._SL500_AA300_.jpg Schubert; Sinfonie Nr. 1; Deutsche Kammerphilharmonie, Hengelbrock
Es darf auch mal was anderes als die Unvollendete sein, sofern es so gespielt wird. Dagegen ist das, was renommierte Namen abgeliefert haben, fast als Verbrechen am Werk zu bezeichnen.
Ashkenazy und Rachmaninov sind für mich eine wunderbare Verbindung: - ohne wilde Eskapaden, dafür mit viel Nachdenklichkeit, Klangschönheit und Melancholie interpretiert.
ab (08.12.2011, 19:07): Original von Cetay Original von ab Michael F.P. Huber: Sinfonie Nr.2 Orchester der Akademie St.Blasius Siessl
Bei mir jetzt im Livestream (endlich ist es drinnen!) vor der Arbeit noch der der 1. Satz. Das beginnt sehr vielversprechend.
Wo gibts denn den live-stream anzuhören? Danke!
Der vierte Satz müsste gerade für Dich etwas sein, wenn ich so Deine Geschmack - auch - abseits der Klassik bedenke... Wie erwähnt, es sind diese vielen Bezüge durch das ganze Werk hindurch, was über das rein sinnliche Erleben dieser Sinfonie hinaus, das wiederholte Hören immer mehr und mehr reizvoll macht. Außerddem begeistert mich die die Kreativetät im Umgang mit traditionellen Formen: Gerade der erste Satz verbflüfft mich immer wieder aufs Neue, wie die einzelenen Abschnitte gereiht sind. Ich wünschte, es gäbe Vergleichsinterpretationen, mir scheint diese Komposition gäbe besonders viel für verschiedene Ansätze her. Die Sinfonie ist so überwältigend, dass ich gar nicht die Streichorchesterwerke - eine besonders heikle Gattug für die Klangbalance - höre... (Die CD gibts beim Label dirket derzeit als Weihnachtsaktion zum halben Preis) - zugreifen!
Agravain (08.12.2011, 19:10): Bei mir wieder Bach:
Was ist denn das für eine Gemälde der Romatik, das für die Covergestaltung herangezogen wurde? :thanks
Es handelt sich um einen Ausschnitt aus dem Bild "Wasserfall in der unteren Telemark" (1852) von August Cappelen. Siehe HIER.
:hello Agravain
ab (08.12.2011, 21:14): Original von Agravain
Es handelt sich um einen Ausschnitt aus dem Bild "Wasserfall in der unteren Telemark" (1852) von August Cappelen. Siehe HIER.
:hello Agravain
:thanks
Armin70 (08.12.2011, 22:10): Mal wieder Musik von Kurt Atterberg:
Cetay (inaktiv) (08.12.2011, 22:35): Original von ab Original von Cetay Original von ab Michael F.P. Huber: Sinfonie Nr.2 Orchester der Akademie St.Blasius Siessl
Bei mir jetzt im Livestream (endlich ist es drinnen!) vor der Arbeit noch der der 1. Satz. Das beginnt sehr vielversprechend.
Wo gibts denn den live-stream anzuhören? Danke!
Der vierte Satz müsste gerade für Dich etwas sein, wenn ich so Deine Geschmack - auch - abseits der Klassik bedenke... Wie erwähnt, es sind diese vielen Bezüge durch das ganze Werk hindurch, was über das rein sinnliche Erleben dieser Sinfonie hinaus, das wiederholte Hören immer mehr und mehr reizvoll macht. Außerddem begeistert mich die die Kreativetät im Umgang mit traditionellen Formen: Gerade der erste Satz verbflüfft mich immer wieder aufs Neue, wie die einzelenen Abschnitte gereiht sind. Ich wünschte, es gäbe Vergleichsinterpretationen, mir scheint diese Komposition gäbe besonders viel für verschiedene Ansätze her. Die Sinfonie ist so überwältigend, dass ich gar nicht die Streichorchesterwerke - eine besonders heikle Gattug für die Klangbalance - höre... (Die CD gibts beim Label dirket derzeit als Weihnachtsaktion zum halben Preis) - zugreifen!
http://img827.imageshack.us/img827/6362/simfy.png
Uploaded with ImageShack.us
Am Wochenende werde ich mir das mal in Ruhe zu Gemüte führen.
ab (08.12.2011, 23:51): Original von Cetay
http://img827.imageshack.us/img827/6362/simfy.png
Uploaded with ImageShack.us
Am Wochenende werde ich mir das mal in Ruhe zu Gemüte führen.
:thanks
Cetay (inaktiv) (09.12.2011, 05:58): http://www.jpc.de/image/w220/front/0/5028421921105.jpg Mozart; Sinfonie Nr. 13 K174; ter Linden
Dieser Zyklus gefällt mir ganz hervorragend und ist schon auf der Weihnachts-Einkaufliste gelandet.
Cetay (inaktiv) (09.12.2011, 22:58): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41e%2BfEKmLIL._SL500_AA300_.jpg Berlioz; Grande Messe des Morts; McCreesh
Cetay (inaktiv) (10.12.2011, 05:52): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/41e%2BfEKmLIL._SL500_AA300_.jpg Berlioz; Grande Messe des Morts; McCreesh
Klasse wie McCreesh das 400 Köpfe starke Emseble -genauer gesagt sind es 5 verschiedene Ensembles- absolut transparent hält. Er befreit diesen Schinken allem äußerlichen Bombast, ohne ihm etwas von seiner -zeitweise- gewaltigen Wucht und Energie zu nehmen. In den leisen und ruhigen Passagen entwickelt die Musik einen unwiderstehlichen meditaitven Sog. Klasse! Das gefällt mir um Meilen besser als Davis' Aufnahme. Wichtige Randbemerkung: Der Solo-Tenor (der kaum zum Einsatz kommt) kennt den Unterschied ziwschen einem Requiem und einer Openarie - oder McCreesh, der schon bei der Schöpfung seine Solisten wunderbar an der kurzen Leine hält, hat ihn entsprechend disponiert.
Jetzt: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51gQS%2BL74AL._SL500_AA300_.jpg Beethoven; Streichquartette op. 18 Nos 1-3; Juilliard Quartet
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qxNJhxGLL._SL500_AA300_.jpg Franz Baur; Die schöne Stadt, Liederzyklus über Gedichte von Georg Trakl für Mezzosopran und Streichtrio
Agravain (10.12.2011, 07:44): Der Tag beginnt mit Bach:
Rachmaninov (10.12.2011, 08:39): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51q5v%2Bj7fmL._SL500_AA300_.jpg Sibelius; Violinkonzert; Frang
Hat eigentlich jeder, der die Meinung vertritt, Geiger x oder y sei bei diesem VK nicht zu übertreffen, diese Aufnahme mitberücksichtigt?
Symphonie Nr. 2 Symphonie Nr. 5 "Sinfonia Funebre" Ari Rasilainen / Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt 2000
Ich muss sagen, das die CD mit der 2. und 5. Symphonie mein absoluter Liebling aus dieser Box ist: - sowohl das abenteuerlich-heroische Flair der dynamischen 2. Symphonie als auch der morbide Charme und die ein wenig an Richard Strauss oder Tschaikowsky gemahnende Klangsprache der 5. Symphonie gefallen mir außerordentlich gut.
Armin70 (10.12.2011, 23:54): Dieses mal nicht Musik von Kurt Atterberg aber ich bleibe im gleichen Land mit Musik von Wilhelm Peterson-Berger (1867 - 1942):
Sinfonie Nr. 3 "Same Ätnam" (Lapland) & Earina-Suite
Cetay (inaktiv) (11.12.2011, 05:54): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41BE8krE6fL._SL500_AA240_.jpg Atterberg; Sinfonie Nr. 6; Beecham
Hier dann wieder Atterberg. Die 6. erklingt bei uns im Frühjahr im Konzertsaal mit Neeme Järvi am Pult. Mal hören, ob sich das lohnen könnte.
Scena Di Berenice für Sopran und Orchester Hob. Xxiva:10; Schmiege, Linde Miseri Noi, Misera Patria für Sopran und Orchester, Hob. Xxi; Schmiege, Linde Violinkonzert Nr. 4 G-Dur; Seifert, Linde Sinfonie Nr. 92"Oxford"; Leitner
Was hat der Haydn doch für geile Musik geschrieben; und hier hat sie herausragende Interpreten gefunden. Dieses Album ist eine echte Wundertüte.
ab (11.12.2011, 21:03): Original von Rachmaninov Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51q5v%2Bj7fmL._SL500_AA300_.jpg Sibelius; Violinkonzert; Frang
Hat eigentlich jeder, der die Meinung vertritt, Geiger x oder y sei bei diesem VK nicht zu übertreffen, diese Aufnahme mitberücksichtigt?
Alt solo: Sidsel Abel Jan Wagner / Odense Symphony Orchestra 2000
Die ganze CD habe ich heute schon gehört - nun noch einmal die wunderbare symphonische Dichtung "Jahrmarkt bei London"...
Die Musik basiert auf den London-Besuchen des dänischen Komponisten: - sie beschreibt wie ein kleiner, singender Junge durch Nebel und Regen am frühen Morgen mit seinem Fuhrwerk auf einen Hügel mit einem Jahrmarkt ankommt. Die Sonne geht auf und das Rummel- und Zirkustreiben beginnt. Schließlich versinkt am Abend alles wieder im Regen und Nebel.
Cetay (inaktiv) (12.12.2011, 06:05): Original von ab Original von Rachmaninov Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51q5v%2Bj7fmL._SL500_AA300_.jpg Sibelius; Violinkonzert; Frang
Hat eigentlich jeder, der die Meinung vertritt, Geiger x oder y sei bei diesem VK nicht zu übertreffen, diese Aufnahme mitberücksichtigt?
NEIN! Kenne sie immer noch nicht! Ein Fehler?
Ich finde: Klar ja! :hello
:times10 Ich höre sie jetzt.
Jürgen (12.12.2011, 08:15): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51R1zgTX-bL._SL500_AA300_.jpg
Ginastera: Popol Vuh (Die Schöpfung der Welt der Mayas), Stefan Asbury, WDR Sinfoieorchester Köln, 2007
Das Entstehungsjahr 1941 hört man der Symphonie an: - düster paukend, fahle Klangfarben, viele dramatische und Trauer ausdrückende Stellen. Klenau komponierte in einer eigenen, Zwölftontechnik und Spätromantik verbindenden Klangsprache.
Nordolf (12.12.2011, 17:20): Das Violinkonzert des türkischen Komponisten Necil Kazim Akses:
Das 1969 entstandene Violinkonzert hat in der vorliegenden Live-Einspielung eine Länge von ca. 45 Minuten. Es scheint mir - wie die Länge vermuten lässt - sehr symphonisch orientiert zu sein. Die Klangsprache ist neoromantisch und voller Dissonanzen, die für dramatisierende Effekte eingesetzt werden.
ab (12.12.2011, 20:56): Während mir die Chopin Nocturnes nicht zugesagt hatten, kann mich nun, nach gehöriger Pause im Weiterhören, die Fantasie op. 49 wieder durchaus fesseln.: Auf CD11 angekommen. Noch vier CDs und ich bin endlich bei dem Repertoire angekommen, weshalb ich mir diese Box zugelegt hatte. Ich hätte nicht erwartet, dass ich diese Box in diesem Jahr gar nicht unterbekommen würde. Sozusagen ein Zweijahresprojekt :D
Vilde Frang, Violine BBC Scottish Symphony Orchestra Donal Runnicles (Radio-Mitschnitt eines Live-Konzerts aus dem Festspielhaus Baden-Baden vom Oktober 2010)
Jürgen (13.12.2011, 00:02): http://ecx.images-amazon.com/images/I/4152hzXjF4L._SL500_AA300_.jpg
Herbert von Karajan - The complete EMI recordings 1946-1984 Volume 2: Opera & Vocal
Ich hörte heute in diese gigantische Kiste hinein. Ich war erst skeptisch, weil viel davon der Mono-Ära entstammt. So auch die erste CD mit einem Opern Recital aus den Jahren 47/48. Ich mag solch alte Tondokumente eigentlich nicht, aber was ich hier von Erich Kunz, Irmgard Seefried und Elisabeth Schwarzkopf geboten bekam, war herzallerliebst. Und die Begleitung des Herrn Karajan war - aus dem Bauch heraus beschrieben - nicht zu viel, nicht zu wenig, einfach ideal. Ich werde dranbleiben, an dieser Box.
Grüße Jürgen
Jürgen (13.12.2011, 08:40): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41KD9CZFW8L._SL500_AA300_.jpg
Sibelius: Sinfonie Nr.2, Bernstein 1966
Cantus Arcticus (13.12.2011, 12:16): Bohuslav Martinu bei mir
Alun Francis / Radio-Philharmonie Hannover des NDR 1993-94
Gerade die harsche, dissonant-aufschreiende 10. Symphonie... O-Ton Pettersson: "Mitgefühl gibt es in allen meinen Symphonien, nur nicht in der Zehnten".
Nordolf (14.12.2011, 19:23): Original von Cantus Arcticus Bei mir heute dies:
CD2: Vêpres d'un Confesseur & Messe a Capella 1 - Dixit Dominus 2 - Confitebor Primo 3 - Credidi 4 - Laudate Pueri Secondo 5 - Laudate Dominum Terzo 6 - Himnus: Iste Confessor 7 - Magnificat Secondo 8 - Salve Regina a 3 9 - Memento 10-14 - Messa a 4 da capella
Da mich dieses Quartett von den Cremonesern gespielt wie ein Gummiball durch den Raum springen läßt, wollte ich wissen, ob das dem Werk oder der Interpretation und Musizierhaltung geschuldet ist. Also hörte ich etablierte Aufnahmen zum Vergleich und die Antwort ist kaum verwunderlich: sowohl als auch. Das ist sicher kein Streichquartett, wie man es von Haydn erwartet, aber die Weißzopfperücken- und Rotfrack-freien Italiener holen auch noch das Maximale raus. Leider steht im Booklet nichts über die -extrem obertonreich klingenden- Instrumente und die -wohl nicht gleichstufig temperierte- Stimmung, die für diesen erregenden (das gilt schon beinahe im Wortsinne; ich meine, die Töne in den Eingeweiden zu spüren :ignore) Sound verantwortlich sind.
Auch Bartoks 4. ist zum an der Decke laufen. :times10 :leb
Jürgen (16.12.2011, 09:02): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41THM6HTJSL._SL500_AA300_.jpg
ab (16.12.2011, 17:48): Seit dem Erscheinen im Jahr 2000 warte ich darauf, dass der Preis fällt - bislang vergeblich. Also habe ich nun, nachdem ich wieder einmal die Töne durch das Knacken und Rauschen der uralten Schallplatte aus den USA herausgelauscht habe, endlich doch zugeschlagen, denn diese Interpretation des 2. Streichquartetts ist schlicht grandios! :times10 :engel :times10
Sergei Rachmaninow: Symphonie Nr. 2 e-moll, op. 27
Berliner Philharmoniker Lorin Maazel
:hello Agravain
ab (17.12.2011, 10:53): Erstmals zwei sakrale Werke mit Bläsern im Ohr:
Jakob Schgraffer (1799-1959) - Passions-Oratorium "Die Angst und der Tod des Erlösers" (1828) Johann Baptist Gänsbacher (1778-1844) - Harmonienmesse (1818) Vokalensemble Novocanto, Bläserensemble des Ferdinandeums Ernst Schlader Musikmuseum
Eine Oratorium in Harmonienbegleitung, also ohne Streicher, ist eine ganz besondere Rarität! Die Musik ist von großer dramatischer Wirkung und fand seiner Zeit weite Verbreitung.
Gänsbacher, der u.a. bei Albrechtsberger und Salieri studiert hatte und später im Wiener Stephansdom als Domkapellmeinster höchst erfolgreich werden sollte, kann hier mit schmissig-freudiger Musik überzeugen.
Diese CD ist nicht nur wegen der tollten Musik, seines hohen Repertoirwerts und der geglückten Interpretation empfehlenswert, sondern auch wegen des Klangs, weil das Bläserensmble auf Originalistrumenten spielt. :hello
Ungeliebt von Dir? Speziell bei Böhm soll es ja leidenschaftliche Anhänger geben.
Ich werde heute mal alle Neune hören, begonnen habe ich mit dieser:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41anEO8ADxL._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 Berliner Philharmoniker / Claudio Abbado
Jetzt liegt diese im CD-Spieler: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41%2BbLF3uWML._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36 The Academy of Ancient Music / Christopher Hogwood
Ein schönes Wochenende, Wolfgang
Poztupimi (17.12.2011, 13:40): So, nun läuft die Dritte in einer schon lange nicht mehr gehörten Aufnahme: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51SoopmekFL._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 "Eroica" Tonhalle Orchester Zürich / David Zinman
Grüße, Wolfgang
ab (17.12.2011, 14:14): Svjatoslav Richter spielt Ravel & Rachmaninoff
Poztupimi (17.12.2011, 14:29): So, ein paar Jahrzehnte zurück in die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41TTN70ZGVL._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60 NBC Symphony Orchestra / Arturo Toscanini (AD 1939)
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (17.12.2011, 15:04): Für die Fünfte greife ich mal zu der Vinylscheibe, mit der ich dieses Werk vor ein paar Jahrzehnten kennengelernt habe. Gibt es aktuell auf dieser CD: http://www.jpc.de/image/w220/front/0/0028946319529.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Symphonie Nr. 5 c-moll op. 67 Wiener Philharmoniker / Karl Böhm
Grüße, Wolfgang
ab (17.12.2011, 15:34): Vespro per la salute (1650) Akadêmia / La Fenice Françoise Lasserre
Poztupimi (17.12.2011, 15:42): Aus einer meiner erst kürzlich erworbenen Boxen nun die Sechste: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2ByGFRew3L._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 "Pastorale" Le Chambre Philharmonique / Emmanuel Krivine
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (17.12.2011, 16:21): So, Endspurt: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41QC8B6HKTL._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 Orchestre Révolutionaire et Romantique / John Eliot Gardiner
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (17.12.2011, 17:10): Jetzt diese Achte: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2BrMPlRD4L._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Symphonie Nr. 8 F-Dur op. 93 KlangVerwaltung / Enoch zu Guttenberg
Grüße, Wolfgang
Cetay (inaktiv) (17.12.2011, 17:29): Original von Poztupimi
Ungeliebt von Dir? Speziell bei Böhm soll es ja leidenschaftliche Anhänger geben.
Ein schönes Wochenende, Wolfgang
Ja, das ist nur meine subjektiv-geschmäcklerische Einschätzung und gilt für den frühen Mozart. Bei den späten Sinfonien passt mir sein Musizierstil etwas besser, aber ich schätze ihn vor allem als Beethoven-Dirigenten. Da eh die Neunte an der Reihe ist, empfehle ich, deinen Mix-Zyklus hiermit abzuschließen: :D
Cetay (inaktiv) (17.12.2011, 17:45): Original von ab Bläserensemble des Ferdinandeums
Diese CD ist nicht nur wegen der tollten Musik, seines hohen Repertoirwerts und der geglückten Interpretation empfehlenswert, sondern auch wegen des Klangs, weil das Bläserensmble auf Originalistrumenten spielt. :hello
Poztupimi (17.12.2011, 17:50): Original von Cetay Original von Poztupimi
Ungeliebt von Dir? Speziell bei Böhm soll es ja leidenschaftliche Anhänger geben.
Ein schönes Wochenende, Wolfgang
Ja, das ist nur meine subjektiv-geschmäcklerische Einschätzung und gilt für den frühen Mozart. Bei den späten Sinfonien passt mir sein Musizierstil etwas besser, aber ich schätze ihn vor allem als Beethoven-Dirigenten. Da eh die Neunte an der Reihe ist, empfehle ich, deinen Mix-Zyklus hiermit abzuschließen: :D
Da sich von Böhm nur die eine oben gezeigte Aufnahme einer Beethoven-Symphonie meinen Regalen befindet, greife ich jetzt beim Finale zu dieser "antiken" Aufnehme: http://ecx.images-amazon.com/images/I/414l6gq-t4L._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Symphonie Nr. 9 d-moll op. 125 "Choral" Elisabeth Schwarzkopf, Elisabeth Höngen, Hans Hopf, Otto Edelmann Chor der Bayreuther Festspiele / Orchester der Bayreuther Festspiele / Wilhelm Furtwängler
Einen schönen Abend, Wolfgang
ab (17.12.2011, 18:11): Zusammen mit dem Liederkreis op. 39 von Schumann, und zwar jene Altersaufnahme gemeinsam mit Brendel, oder die Brahms-Lieder mit Jörg Demus, ist das hier meine Lieblingseinspielung von DiFiDi (bei mir aus der Brillant-Box):
Poztupimi (18.12.2011, 11:40): Schon etwas länger nicht mehr gehört habe ich die nachfolgende CD:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41OC5MlMSOL._SL500_AA300_.jpg Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Streichquartett Nr. 16 Es-Dur KV 428 aus "Sechs Streichquartette Joseph Haydn gewidmet" Klenke Quartett
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (18.12.2011, 12:15): Der Nachteil mehr als einer Aufnahme im Regal: Jahre nicht gehört – ein Schicksal, das sie allerdings mit allen anderen Aufnahmen teilt, da ich das Konzert in diesem Jahr kein einziges mal gehört habe.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/5150PCP3JhL._SL500_AA300_.jpg Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Konzert für Violine und Orchester e-moll op. 64 Joshua Bell / Camerata Salzburg / Sir Roger Norrington
Ralph Vaughan Williams (1872-1958): Symphonie Nr. 1 "A Sea Symphony" für Sopran, Bariton, gemischten Chor, Orgel und Orchester
Amanda Roocroft, Thomas Hampson BBC Symphony Chorus BBC Symphony Orchestra Sir Andrew Davis
:hello Agravain
Poztupimi (18.12.2011, 12:40): Ein nicht wirklich winterlicher Titel läuft jetzt:
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0761203936229.jpg Niels Wilhelm Gade (1817-1890) En sommerdag paalandet / Ein Sommertag auf dem Land op. 55 Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz / Ole Schmidt
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (18.12.2011, 13:10): So, zurück in der Zeit:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51wUXQZfX0L._SL500_AA300_.jpg Johann Sebastian Bach (1685-1750) Konzert für Violine, Streicher und Continuo g-moll BWV 1056 (nach dem Cembalokonzert Nr. 5) Rachel Podger, Violine / Brecon Baroque
Grüße, Wolfgang
ab (18.12.2011, 13:26): Noch weiter zurück in der Zeit:
Guillaume de Machaut: Messe de Nostre Dame Andrew Parrott
Was für unglaublich gute Musik! Früher haben mich solche Klänge verjagt; nun jage ich ihnen nach :D
Poztupimi (18.12.2011, 13:32): Original von ab Noch weiter zurück in der Zeit:
Guillaume de Machaut: Messe de Nostre Dame Andrew Parrott
Ob ich heute so weit zurückgehe wird sich zeigen – zumindest habe ich noch nichts in der Richtung rausgelegt –, aber zunächst eimal geht es wieder ins 19. Jahrhundert:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51npcMi0xXL._SL500_AA300_.jpg Johannes Brahms (1833-1897) Quintett für Klarinette und Streichquartett h-moll op. 115 Karl Leister, Klarinette / Berliner Solisten
Ich bin schon auf Deine Rückmeldung gespannt! :hello
In erster Linie treibt mich dieses Werk schier zum Wahnsinn - wegen des Assoziationsreichtums, der nicht selten in fast wörtliches Zitieren umschlägt und ständig den wo-habe-ich-das-schon-mal-gehört Knopf in meinem Hirn gedrückt hält. Ich musste mehrere Male unterbrechen und die gerade gehörte Passage im Kopf weiterspinnen, um auf das Original zu kommen. Lutoslawski, Shostakovich, Sibelius, Maros und Sallinen haben da neben anderen mehr als Pate gestanden, aber vom wem ist das sechstönige Motiv der Bläser, das die Sinfonie so eindrucksvoll beendet? Ich kenne das (und zwar genau in einem solchen Zusammenhang - aus einer Klangfläche aufsteigend mit Paukenwirbeln darunter) und habe alles, was in Frage kommt, durchgescannt. Nichts! ?(
Poztupimi (18.12.2011, 14:07): Wieder ein kleiner Schritt zurück in der Zeit:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51T9IX9fKfL._SL500_AA300_.jpg Anton Eberl (1765-1807) Symphonie Es-Dur op. 33 Concerto Köln
Grüße, Wolfgang
ab (18.12.2011, 14:26): Original von Cetay Original von ab Original von Cetay Der 3. und letzte Teil, direkt vom Label:
Ich bin schon auf Deine Rückmeldung gespannt! :hello
In erster Linie treibt mich dieses Werk schier zum Wahnsinn - wegen des Assoziationsreichtums, der nicht selten in fast wörtliches Zitieren umschlägt und ständig den wo-habe-ich-das-schon-mal-gehört Knopf in meinem Hirn gedrückt hält. Ich musste mehrere Male unterbrechen und die gerade gehörte Passage im Kopf weiterspinnen, um auf das Original zu kommen. Lutoslawski, Shostakovich, Sibelius, Maros und Sallinen haben da neben anderen mehr als Pate gestanden, aber vom wem ist das sechstönige Motiv der Bläser, das die Sinfonie so eindrucksvoll beendet? Ich kenne das (und zwar genau in einem solchen Zusammenhang - aus einer Klangfläche aufsteigend mit Paukenwirbeln darunter) und habe alles, was in Frage kommt, durchgescannt. Nichts! ?(
Der "Assoziationsreichtum" ist aber nur einer der vielen Apsekte, welche das Werk so reichhaltig machen. Mich begeistert immer mehr die fantastische Orchestrierung, durch die schier alles zu hören ist, und insbesondere diese so ungewöhnlich seltene Präsenz der Musik, als Hörer durchgängig ohne große Anstrengung die ganze lange Sinfonie hindurch durchgängig voll bei Konzetration gehalten zu werden. Die Beziehungen durch das Werk hindurch finde ich viel interesanter, als den "Assoziationsreichtum". Und bei allen Assoziationen, finde ich, klingt da dennoch nichts nach "Plagiat", sondern alles ganz eigenständig: Es kommt weniger darauf an, welches Material man verwendet, als vielmehr darauf, was man daraus zu machen versteht.... :hello
Und: Die Musik gewinnt mit jedem weiteren Hören! :down
Poztupimi (18.12.2011, 14:47): Eine meiner Gebrauchterwerbungen in diesem Jahr liegt jetzt für ein Werk im CD-Spieler:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/21HKRW52V3L._SL500_AA300_.jpg Franz Schubert (1797-1828) Streichquartett B-Dur D 112 Auryn Quartett
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (18.12.2011, 15:24): Pause für den CD-Spieler, Zeit für eine alte schwarze Electrola-Scheibe. Auf CD gab es sie mal in dieser Aufmachung:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ImPtVoAzL._SL500_AA300_.jpg Johannes Brahms (1833-1897) Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77 Yehudi Menuhin / Festival Strings Lucerne / Wilhelm Furtwängler
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (18.12.2011, 16:11): Ich glaube, die Brahms-LP müsste mal dringend gewaschen werden ... Fast genauso alt, aber Tonträger-technisch auf neuerem Stand ist die nächste Aufnahme:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51acVXfbqnL._SL500_AA300_.jpg Camille Saint-Saëns (1835-1921) Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 h-moll op. 61 Zino Francescatti / New York Philharmonic / Dimitri Mitropoulos (im Beiheft ist ein Bild vom Originalcover, da firmieren die New Yorker unter "philharmonic symphony orchestra of new York")
Edmund Rubbra: Symphonie Nr. 8 "Hommage à Teilhard de Chardin", op. 132
BBC National Orchestra of Wales Richard Hickox
:hello Agravain
Poztupimi (18.12.2011, 16:29): Ein paar Jahrzente jünger ist jetzt das folgende Werk:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/21AK36VKE5L._SL500_AA300_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/51axbtdpn1L._SL500_AA300_.jpg Hans Pfitzner (1869-1949) Streichquartett c-moll op. 50 Franz Schubert Quartett
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (18.12.2011, 16:59): Zeit für eine CD, die sich seit vier Jahren vor mir versteckt hält – ungehört ?(
http://ecx.images-amazon.com/images/I/519D8ysrvmL._SL500_AA300_.jpg Joseph Haydn (1732-1809) Missa in tempore belli – Messe für Soli, Chor und Orchester C-Dur Hob. XXII: 9 "Paukenmesse" Dorothea Röschmann, Elisabeth von Magnus, Herbert Lippert, Oliver Widmer Arnold Schoenberg Chor / Concentus musicus Wien / Nikolaus Harnoncourt
Grüße, Wolfgang
Agravain (18.12.2011, 17:01): Nachdem mich Rubbras Auchte - wie auch schon die Siebte - einigermaßen ratlos zurückgelassen hat, manche ich nun weiter mit dem Unauslöschlichen:
Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 8 c-moll, op. 65
Berliner Philharmoniker Semyon Bychkov
:hello Agravain
Poztupimi (18.12.2011, 17:53): Noch länger ungehört als die Haydn-Messe ist diese 1€-LP mit Sibelius' Violinkonzert. Und bevor ich einem klassikforialen Herdentrieb folge und eine weitere Aufnahme ins Regal stelle, liegt sie jetzt auf dem Teller:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41vBgm6TQ4L._SL500_AA300_.jpg Jean Sibelius (1865-1957) Konzert für Violine und Orchester d-moll op. 47 Ludwig van Beethoven (1770-1827) Romanze für Violine und Orchester Nr. 1 G-Dur op. 40 / Nr. 2 F-Dur op. 50 Pinchas Zukerman / London Philharmonic Orchestra / Daniel Barenboim
http://www.jpc.de/image/w220/front/0/5028421921105.jpg Mozart; Sinfonien 8-10, 12-13; ter Linden
Nach den ganz frühen, weit mehr als nur "beachtlichen" Sinfonien des Wunderkinds, findet zwischen der 8. und der 9. ein enomer Sprung statt. Das Erhören der Mozart'schen Sinfonienkosmos von Anfang bis Ende ist mit dieser GA ein echtes Vergnügen.
Rachmaninov (19.12.2011, 12:04): Original von Cetay Heute morgen vor dem letzten Arbeitstag bis zum 9.01 (!!) :leb ein buntes Potpourri:
Habe schon seit dem 8.12. den letzten Arbeitstag bis 9.1.2012 :haha
Cantus Arcticus (19.12.2011, 13:05): Carl Orff und seine Werke
CD1 Der Mond (A theatrical microcosm - Libretto: Carl Orff) Rudolf Christ -> Narrator Karl Schmitt-Walter, Helmut Graml, Paul Kuén, Peter Lagger -> Four Rascals who steal the moon Albrecht Peter -> A Farmer Hans Hotter -> St Peter
Recorded: 16-20.III / 16-18 & 24.IV.1957
CD2 Die Kluge (The Story of the King and the Clever Young Woman - Libretto: Carl Orff) Marcel Cordes -> The King Gottlob Frick -> The Peasant Elisabeth Schwarzkopf -> The Clever Woman (The Peasant's Daughter) Georg Wieter -> The Jailer Rudolf Christ -> The Donkey-Man Benno Kusche -> The Mule-Driver Paul Kuén -> First Vagabond Hermann Prey -> Second Vagabond Gustav Neidlinger -> Third Vagabond
Recorded: 22-26.V.1956
Philharmonia Chorus Philharmonia Orchestra Wolfgang Sawallisch
Gruss :hello Stefan
Poztupimi (19.12.2011, 14:03): Eine CD von gestern liegt heute zum Start im CD-Spieler:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51wUXQZfX0L._SL500_AA300_.jpg Johann Sebastian Bach (1685-1750) Konzert für Violine, Streicher und Continuo A-Dur BWV 1055 (nach dem Cembalokonzert Nr. 5) Rachel Podger / Brecon Baroque
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51XlhRy9acL._SL500_AA300_.jpg Joseph Haydn (1732-1809) Streichquartett Nr. 34 D-Dur op. 20 Nr. 4 / Hob. III:34 Auryn Quartett
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (19.12.2011, 14:57): Nun ein wenig Symphonik:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41X7SC6GJ9L._SL500_AA300_.jpg Jean Sibelius (1865-1957) Symphonie Nr. 4 a-moll op. 63 Göteborgs Symfoniker / Neeme Järvi
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (19.12.2011, 15:39): Wieder zurück zur kleineren Besetzung:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41AXVRWRZFL._SL500_AA300_.jpg Franz Schubert (1797-1828) Streichquartett g-moll D 173 Auryn Quartett
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (19.12.2011, 16:06): Etwas mehr Instrumente:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61aUGSiWGIL._SL500_AA300_.jpg Johann Sebastian Bach (1685-1750) Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046 Concentus musicus Wien / Nikolaus Harnoncourt
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (19.12.2011, 16:30): Dagegen kommt der gute Nikolaus Harnoncourt fast betuhlich daher:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51XxZkow26L._SL500_AA300_.jpg Johann Sebastian Bach (1685-1750) Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046 Café Zimmermann / Pablo Valetti (Konzertmeister)
Grüße, Wolfgang
Rachmaninov (19.12.2011, 16:48): Mozart Reqiuem
Hogwood
Poztupimi (19.12.2011, 16:52): Noch einmal Bach, allerdings solistisch und nicht wirklich HIP:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/515ahEYHrLL._SL500_AA300_.jpg Johann Sebastian Bach (1685-1750) Sonate für Violine Solo Nr. 1 g-moll BWV 1001 / Partita für Violine Solo Nr. 1 b-moll BWV 1002 Itzhak Perlman, Violine
Grüße, Wolfgang
Jürgen (19.12.2011, 17:11): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41BYF25719L._SL500_AA300_.jpg
Mendelssohn-Bartholdy: Paulus Op.36, Herreweghe 1996
Das erste mal, dass mir ein Oratorium vom Felix gefällt. Wahrscheinlich hat mir der Choral Wachet auf aufs Fahrrad geholfen.
Peter I. Tschaikowsky: Symphony No. 6 'Pathetique'
Leonard Bernstein / New York Philharmonic 1986
Extreme Dynamikunterschiede und langsame Tempi, hohe dramatische Gesten und fast ersterbend-leise Stellen, ein überlang konzipiertes und trance-artiges Schlussadagio - Bernsteins ganz spezielle Vision der Sechsten von Tschaikowsky...
Armin70 (19.12.2011, 17:21): Arthur Bliss (1891 - 1975):
Die Musik des englischen Komponisten Arthur Bliss zähle ich zu meinen positiven musikalischen Neuentdeckungen in diesem Jahr.
Poztupimi (19.12.2011, 17:44): Paganini nimmt nur wenig Platz in meinen Regalen ein und liegt daher insgesamt eher selten bei mir im CD-Spieler, aber heute:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qkgniLQiL._SL500_AA300_.jpg Niccolò Paganini (1782-1840) Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 h-moll M.S. 48 "La Campanella" Ingolf Turban / WDR Rundfunkorchester Köln / Lior Shambadal
Mein Eindruck: fast immer Tempo rubato 1.Satz: tatata-taa ganz entspannt, danach schneller, jedoch nicht wie man es von Karajan, Kleiber (beide) ... gewohnt ist, ohne ein Konzept zu entdecken 2.Satz: routiniert 3.Satz: dem Zufall überlassen, das machte auch Böhm besser 4.Satz: HT etwas langsam, danach schneller ("erst lahm, dann loslegen"), teilweise auch wie durchgeknetet. Nach meiner Einschätzung eine völlig überflüssige Produktion, die man in einer Box versteckt hat. So können die WPh im Abonnementskonzert spielen (da lassen sie mich jetzt nicht mehr rein :I ), auf CD veröffentlicht fördert es nicht ihre Reputation. Nach meiner Bewertung auf klassik-prisma höchstens 3.
Danach, gewissermaßen als Erholung oder Reinigung:
Cetay (inaktiv) (20.12.2011, 10:31): http://ecx.images-amazon.com/images/I/4191SexXQDL._SL500_AA300_.jpg Mozart; Streichquartett K499; Budapest Quartet (Live at Library of Congress 1955)
Für mich ist diese Produktion ein Paradebeispiel für eine völlig mißglückte Restauration. Da ist kein Rauschen, kein Knistern und kein Jaulen zu vernehmen, aber um welchen Preis! Man hat gleich Körper und Schmelz, Farbe und Artikulation mit entfernt und eine leblose Musikimitation geschaffen. Mein Hirn ist schnell auf die Filterung von Störgeräuschen und Verzerrungen eingestellt und kann die Musik genußvoll wahrnehmen, aber wenn die Musik von vorne herein weg ist, finde ich keinen Hörzugang mehr. Es ist ein Jammer dass man diese Erstveröffentlichung den unmusikalischen Klangtechnikern von united archives überlassen hat, wenn man sich anhört wie behutsam BRIDGE bislang mit den Library of Congress Aufnahmen der Budapester umgegangen ist. Bei denen hätte man nicht nur hören können, dass das Adagio himmlisch gespielt wird -ich werde unmittelbar in die Welt von Beethovens Heiligem Dankgesang versezt- sondern auch fühlen. :I
Poztupimi (20.12.2011, 12:03): Während es draußen vor sich hin schneit, verklingt dies:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41X7SC6GJ9L._SL500_AA300_.jpg Jean Sibelius (1865-1957) Symphonie Nr. 5 Es-Dur op. 82 Göteborgs Symfoniker / Neeme Järvi
Einen schönen Tag Euch, Wolfgang
Poztupimi (20.12.2011, 12:21): Aus dieser Box:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/5133FW5V41L._SL500_AA300_.jpg Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Symphonie Nr. 1 c-moll op. 11 / Die Hebriden oder Die Fingalshöhle – Ouvertüre op. 26 London Symphony Orchestra / Claudio Abbado
Grüße, Wolfgang
Cantus Arcticus (20.12.2011, 13:43): Heute in meinem Gehörgang:
und nochmals dazu: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51UbafdIKiL._SS500_.jpg
Gruss :hello Stefan
Poztupimi (20.12.2011, 14:00): Nach Abbado habe ich noch einmal Järvi herausgeholt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/4159AFVAF9L._SL500_AA300_.jpg Edvard Grieg (1843-1907) Sigurd Jorsalfar – Musik zum Schauspiel von Bjørnstjerne Bjørnson op. 22 Kjell Magnus Sandve / Gösta Ohlin's Vocal Ensemble, Pro Musica Chamber Choir Göteborgs Symfoniker / Neeme Järvi
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (20.12.2011, 14:38): Zum Tee:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61BdkA-uw-L._SL500_AA300_.jpg Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893) Francesca da Rimini – Fantasie für Orchester op. 32 Royal Philharmonic Orchestra / Juri Temirkanow
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (20.12.2011, 15:19): Mal ganz was anderes:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51VTOtvY-hL._SL500_AA300_.jpg Giuseppe Verdi (1813-1901) Sei Romanze (1838) & Sei Romanze (1845) Ning Liang, Mezzosopran / Cord Garban, Piano
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (20.12.2011, 16:06): Das Stöbern in meinen Regalen hat zu dieser CD geführt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ZnddZWXuL._SL500_AA300_.jpg Dmitry Borisovich Kabalevsky (1904-1987) Konzert für Violine und Orchester op. 48 (1948) Lydia Mordkovitch / Scottish National Orchestra / Neeme Järvi (schon wieder)
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (20.12.2011, 16:26): Ein wenig älter (1926) ist dieses Werk:
Albert Roussel (1869-1937) Suite in F für Orchester op. 33 Detroit Symphony Orchestra / Paul Paray
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (20.12.2011, 16:43): Bevor ich zur Kammermusik wechsel noch ein wenig Symphonik:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41P55JM5EKL._SL500_AA300_.jpg Joseph Haydn (1732-1809) Symphonie Nr. 82 C-Dur Hob. I:82 "Der Bär" Orchestra of the 18th Century / Frans Brüggen
Grüße, Wolfgang
Nordolf (20.12.2011, 16:55): Bei mir nun Mahler mit Bernstein:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51v1jMSXh3L._SL500_AA300_.jpg Franz Schubert (1797-1828) Quintett für zwei Violinen, Viola und zwei Violoncelli C-Dur D 956 Guarneri Quartett / Bernard Greenhouse, Violoncello
Jascha Horenstein / London Symphony Orchestra 1967
Ausdrucksstark und intensiv interpretiert...
Armin70 (20.12.2011, 17:44): Kalevi Aho (*1949)
Einfach genial diese 12. Sinfonie von Aho: Fantastisch was Aho da für Klänge entfacht. Erinnert mich stellenweise an Jon Leifs. Wow.
Poztupimi (20.12.2011, 18:03): Kammermusik, die nächste:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/21S1JVK1AVL._SL500_AA130_.jpg Karl Goldmark (1830-1915) Suite für Violine und Klavier op. 11 Ulf Wallin / Bruno Canino
Grüße, Wolfgang
Cetay (inaktiv) (21.12.2011, 05:17): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41fJS3D4TdL._SL500_AA300_.jpg Grøndahl; Posaunenkonzert; Stockholm Wind, Hirokami
Eine der vielen großartigen Neuentdeckungen in diesem fruchtbaren Musikjahr.
Poztupimi (21.12.2011, 07:52): Guten Morgen,
ich starte in den Tag mit Kammermusik:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/21S1JVK1AVL._SL500_AA130_.jpg Karl Goldmark (1830-1915) Suite für Violine und Klavier op. 34 Ulf Wallin / Bruno Canino
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (21.12.2011, 08:26): Ich bleibe noch für ein kurzes Stück bei Goldmark:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51rY2voX6LL._SL500_AA300_.jpg Karl Goldmark (1830-1915) Der gefesselte Prometheus – Ouvertüre op. 38 Philharmonia Orchestra / Yondani Butt
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (21.12.2011, 08:47): Noch einmal der Prometheus:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51snnWzvO7L._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Die Geschöpfe des Prometheus – Ballettmusik op. 34 (Auszüge) Littauische Kammerphilharmonie / Karl Anton Rickenbacher Allerdings schenke ich mir die gesprochenen Texte
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (21.12.2011, 09:32): So, jetzt gibt es mal ein etwas längeres Werk:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/6124EXH4ATL._SL500_AA300_.gif Erich Wolfgang Korngold (1897-1957) Das Wunder der Heliane – Oper in drei Akten Anna Tomowa-Sintow, Hartmut Welker, John David de Haan, John David de Haan, Reinhild Runkel, René Pape, Nicolai Gedda, Martin Petzold u. a. / Rundfunkchor Berlin / Radio-Symphonie-Orchester Berlin / John Mauceri
Cetay (inaktiv) (21.12.2011, 11:41): Hier auch Beethoven:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51gQS%2BL74AL._SL500_AA300_.jpg Quartett Nr. 1 op 18/1; Juilliard Quartet
Poztupimi (21.12.2011, 12:31): Die Werke von Lera Auerbach von dieser CD habe ich bisher tatsächlich noch nicht gehört, aber jetzt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/31zUo2piaML._SL500_AA300_.jpg Lera Auerbach (*1973) Lonely Suite (Ballet fo a Lonely Violinist) / Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 Vadim Gluzman / Angela Yoffe
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (21.12.2011, 13:02): Ein Beethoven-Streichquartett liegt bei mir jetzt auch im CD-Spieler, allerdings ein späteres:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51xj1Co94oL._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Streichquartett Nr. 13 B-Dur op. 130 / Große Fuge op. 133 Hagen Quartett
Poztupimi (21.12.2011, 14:57): Beethovens Große Fuge erforderte im Nachgang etwas nicht ganz so wildes, ich habe mich für Haydn entschieden:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41P55JM5EKL._SL500_AA300_.jpg Joseph Haydn (1732-1809) Symphonie Nr. 83 g-moll Hob. I:83 "Die Henne" Orchestra of the 18th Century / Frans Brüggen
und jetzt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51XlhRy9acL._SL500_AA300_.jpg Joseph Haydn (1732-1809) Streichquartett f-moll op. 20 Nr. 5 / Hob. III:35 Auryn Quartett
Grüße, Wolfgang
Amadé (21.12.2011, 15:08): Heute wieder die 1.Brahms:
Peter Erasmus Lange-Müller (1850 - 1926): Symphonie Nr. 1 ‘Herbst’ Symphonie Nr. 2
Douglas Bostock / Chamber Philharmonic Of Bohemia
Spätromantische Symphonik aus Dänemark, die zuweilen ein wenig an Schumann erinnert... Der dänische Komponist beschrieb die Stimmung seiner Herbstsymphonie mit folgendem schönen Bild: "Ein weißer Schmetterling flattert über eine Lichtung im Wald. Ein Zweiter erscheint. Matte Stimmen sind aus dem Waldesinnern zu hören, unterbrochen von leichten Windstößen, die immer stärker werden. Dann ist das Abschiedslied des Sommers zu hören, während die Blätter von den Bäumen fallen."
Cetay (inaktiv) (21.12.2011, 17:38): Original von Poztupimi
Joseph Haydn (1732-1809) Streichquartett f-moll op. 20 Nr. 5 / Hob. III:35 Auryn Quartett
Grüße, Wolfgang
http://www.smileygarden.de/smilie/Schockiert/Wow1.gif Noch eine! Wieviele von den -auch auf dem Zweitmarkt- sauteuren Auryn-Haydn CDs hast du denn? Da kommt ja der kalte Neid auf. Ich bescheide mich bisher mit Vol. 1 aus der Serie, aber die weckt den dringenden Wunsch nach Mehr. Es fehlt bei dem Projekt nur noch Vol. 14, vielleicht gibts ja dann eine erschwingliche GA (oder sie leisten sich so einen unglaublichen Lapsus wie Artemis mit Beethoven und bringen den Rest nur in der GA heraus, um die, die bislang brav alle Einzelvolumina gekauft haben, ordentlich zu verhöhnen).
Stonie (21.12.2011, 19:07): Klaus Tennstedt - Great EMI Recordings http://www.jpc.de/image/w220/front/0/5099909443327.jpg
Daraus Brahms: Symphonie Nr. 1 und Ein Deutsches Requiem op. 45
Poztupimi (21.12.2011, 19:39): Original von Cetay Original von Poztupimi
Joseph Haydn (1732-1809) Streichquartett f-moll op. 20 Nr. 5 / Hob. III:35 Auryn Quartett
Grüße, Wolfgang
http://www.smileygarden.de/smilie/Schockiert/Wow1.gif Noch eine! Wieviele von den -auch auf dem Zweitmarkt- sauteuren Auryn-Haydn CDs hast du denn? Da kommt ja der kalte Neid auf. Ich bescheide mich bisher mit Vol. 1 aus der Serie, aber die weckt den dringenden Wunsch nach Mehr. Es fehlt bei dem Projekt nur noch Vol. 14, vielleicht gibts ja dann eine erschwingliche GA (oder sie leisten sich so einen unglaublichen Lapsus wie Artemis mit Beethoven und bringen den Rest nur in der GA heraus, um die, die bislang brav alle Einzelvolumina gekauft haben, ordentlich zu verhöhnen).
10 von 14. Und das Beste: die habe ich mitt 2010 im Zehnerpack für € 45,59 bei ebay ersteigert :D
Soweit ich das sehe, gibt es alle bei JPC für € 18,99/Stück – unabhängig davon, ob eine oder zwei CDs. Auch die Nr. 14:
Das "Problem" mit den Einzelausgaben und der GA ist ja nicht neu. Solange es wenigstens alle CD als Einzelausgabe gibt, die man sich Stück für Stück zulegen kann. Ärgerlich wird es nur, wenn ein Werkkomplex mit der GA vervollständigt wird und das eine oder andere Werk nur in der GA erhältlich ist. So ist das wenn mich nicht alles täuscht bei der Beethoven-GA der Streichquartette mit dem Artemis-Quartett. Ich meine, op. 74 gibt es nur in der GA. Zwei Einzel- und eine Doppel-CD habe ich schon ...
Grüße, Wolfgang
Amadé (21.12.2011, 21:16): Auch bei mir Kammermusik, wie schreibt die Presse, "vom Feinsten":
http://ecx.images-amazon.com/images/I/5133FW5V41L._SL500_AA300_.jpg Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 "Italienische" London Symphony Orchestra / Claudio Abbado
Einen schönen Tag, Wolfgang
Poztupimi (22.12.2011, 08:39): Weiter mit dieser Box:
http://cover6.cduniverse.com/CDUCoverArt/Music/62/02894716662.jpg Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Symphonie Nr. 38 D-Dur KV 504 "Prager" The English Concert / Trevor Pinnock
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (22.12.2011, 09:14): Moderner wird es jetzt mit dieser CD:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61CRPQBG3DL._SL500_AA300_.gif Erich Wolfgang Korngold (1897-1957) Symphonie in Fis op. 40 London Symphony Orchestra / André Previn
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (22.12.2011, 10:09): Alle im Vorweihnachtsstreß? Jetzt im CD-Spieler:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41V4EESSM7L._SL500_AA300_.jpg Granville Bantock (1868-1946) Celtic Symphony – für Streichorchester und 6 Harfen Royal Philharmonic Orchestra / Vernon Handley
Poztupimi (22.12.2011, 10:33): Zur Abwechslung endlich mal wieder Beethoven:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41WVXQCHHVL._SL500_AA300_.jpg Ludwig van Beethoven (1770-1827) Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 "Pastorale" Royal Concertgebouw Orchestra / Bernard Haitink
Grüße, Wolfgang
Cetay (inaktiv) (22.12.2011, 10:44): Als CD noch zu teuer, als Livestream schon umsonst. :W
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51mbh5yG8bL._SL500_AA300_.jpg Brahms; Klavierkonzert "Nr. 3" (nach dem Violinkonzert op. 77 eingerichtet von Dejan Lazic); Dejan Lazic, Robert Spano
Also nein, die Klavierversion brauche ich ganz bestimmt nicht, aber ein solch geschmackvolles Dirigat würde ich bei Aufnahmen der Originalfassung gerne öfters hören.
Danke für den Hinweis auf Vol. 14, das war mir entgangen. Die Auryns wären momentan die einzigen, die mich zu einer Hadyn-GA bewegen könnten. Buchberger finde ich dröge, das Kodaly-Quaret und das Aeolian-Quartet sind nicht schlecht, aber wenn man dann Einzelaufnahmen zum Vergleich hernimmt, sehen diese GAs doch recht eindimensional aus. Beispiel:
http://www.jpc.de/image/w220/front/0/8713897902648.jpg Haydn; Streichquartett op. 20 Nr. 2; Cuarteto Quiroga Interessant und erhellend ist auch die Werkkopplung mit Webern (Langsamer Satz; 5 Sätze für Streichquartett) und Sollima (Sonnets et Rondeaux, 2008).
Poztupimi (22.12.2011, 11:29): Mal ganz was anderes:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/619FKVFZPQL._SL500_AA300_.gif Anton Bruckner (1824-1896) Helgoland – Chorballade für vierstimmigen Männerchor und großes Orchester g-moll WAB 71 Chicago Symphony Chorus / Chicago Symphony Orchestra / Daniel Barenboim
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (22.12.2011, 11:41): Original von Cetay Original von Poztupimi
Soweit ich das sehe, gibt es alle bei JPC für € 18,99/Stück – unabhängig davon, ob eine oder zwei CDs. Auch die Nr. 14:
Danke für den Hinweis auf Vol. 14, das war mir entgangen. Die Auryns wären momentan die einzigen, die mich zu einer Hadyn-GA bewegen könnten. Buchberger finde ich dröge, das Kodaly-Quaret und das Aeolian-Quartet sind nicht schlecht, aber wenn man dann Einzelaufnahmen zum Vergleich hernimmt, sehen diese GAs doch recht eindimensional aus. Beispiel:
http://www.jpc.de/image/w220/front/0/8713897902648.jpg Haydn; Streichquartett op. 20 Nr. 2; Cuarteto Quiroga Interessant und erhellend ist auch die Werkkopplung mit Webern (Langsamer Satz; 5 Sätze für Streichquartett) und Sollima (Sonnets et Rondeaux, 2008).
Ich denke mal, irgendwann landen auch noch die letzten vier mit den Auryns in meinem Bestand. Wobei ich auch noch ein paar Einzelaufnahmen mit anderen besitze (Quatuor Mosaïques, Meta4, Schuppanzigh Quartett, Quatuor Festetics), die mir dann bisweilen noch besser gefallen. Bei op. 20 z. B. diese:
Allerdings muß man da etwas Geduld haben. Momentan liegt der Gebrauchtpreis bei >€100! Im Mai und Juni dieses Jahres habe ich sie auch schon für unter €20 auf dem Marktplatz gesehen (immer wenn ich eine CD daraus einlege, rieskier ich einen Blick, ich habe 2009 neu dafür inkl. Porto knapp unter €30 bezahlt).
Auch ganz gut gefallen hat mir op. 55 in diese Ausgabe (Auryn fehlt mir noch):
Poztupimi (22.12.2011, 11:44): Jetzt wieder ohne Chor:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51uPCzdSdKL._SL500_AA300_.jpg Antonín Dvorák (1841-1904) Symphonie Nr. 4 d-moll op. 13 Staatskapelle Berlin / Otmar Suitner
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (22.12.2011, 12:27): Jetzt eine fröhliche Herrenrunde:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/71pdMR03VmL._AA300_.jpg Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Streichquartett Nr. 21 D-Dur KV 575 "1. Preußisches Quartett" Orlando Quartett
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (22.12.2011, 13:21): Während ich Papierkram sortiere, lief dies:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/518J5XR3Y9L._SL500_AA300_.jpg Joseph Haydn (1732-1809) Streichquartett f-moll op. 20 Nr. 5 / Hob. III:35 Hagen Quartett
Und jetzt das:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51T9IX9fKfL._SL500_AA300_.jpg Anton Eberl (1765-1807) Symphonie d-moll op. 34 Concerto Köln
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (22.12.2011, 13:49): Kuzes Werk:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51W57EAS5WL._SL500_AA300_.jpg Ernst Wilhelm Wolf (1735-1792) Symphonie Es-Dur Franz-Liszt-Kammerorchester Weimar / Nicolás Pasquet
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (22.12.2011, 14:10): So, Zeit für ein längeres Werk:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51RhoV5UPHL._SL500_AA300_.jpg Gustav Holst (1874-1934) Die Planeten – Suite für Orchester op. 32 New York Philharmonic / Leonard Bernstein
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (22.12.2011, 15:04): Ich mal wieder – mit Haydn:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51nsIqH7j9L._SL500_AA300_.jpg Joseph Haydn (1732-1809) Symphonie Nr. 93 D-Dur Hob. I:93 Les Musiciens du Louvre – Grenoble / Marc Minkowski
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (22.12.2011, 15:28): Die Gute habe ich so lange nicht mehr eingelegt, da lasse ich sie doch mal wieder zu ihrem Recht kommen:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61gbb47RDKL._SL500_AA300_.jpg Opera proibita – Arien von Scarlatti, Händel & Caldera Cecilia Bartoli / Les Musiciens du Louvre – Grenoble / Marc Minkowski
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (22.12.2011, 16:41): Gesang vielleicht später noch mal, jetzt erst einmal nach langer Pause ein dirigierender Sänger:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51IfCuGoS0L._SL500_AA300_.jpg Hugo Wolf (1860-1903) Penthesilea – Symphonische Dichtung Radio-Sinfoniorchester Stuttgart / Dietrich Fischer-Dieskau
Grüße, Wolfgang
Nordolf (22.12.2011, 16:51): Mit epischen Klängen in die eisigen Regionen der Erde:
Ralph Vaughan-Williams: Symphony No. 7 ‘Sinfonia Antarctica’
Kees Bakels / Bournemouth Symphony Orchestra
Sopran: Lynda Russell Ladies Of The Bournemouth Symphony Chorus
1996
Am Ende dieser CD befinden sich die Mottos, die Vaughan-Williams jedem Satz voranstellte - gesprochen von David Timson. Ich höre die Symphonie jetzt mit programmierter Track-Reihenfolge, so dass das jeweilige Motto vor jedem dazugehörigen Abschnitt der Symphonie steht. Das sorgt für eine besondere Stimmung.
Sinfonie Nr. 4 "La vitoria" (1919) & Sinfonie Nr. 12 (1957)
Poztupimi (22.12.2011, 17:52): So, nach einem kurzen Ausflug zu anderer Music jetzt diese:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61JUdFok44L._SL500_AA300_.jpg Francis Poulenc (1899-1963) Quatre Motets pour le temps de Noel The Choir of Westminster Cathedral / James O'Donnell
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (22.12.2011, 18:09): So, eine letzte CD für den Moment:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51EDpm6B52L._SL500_AA300_.jpg Angels & Shepherds – Weihnachtsmusik aus dem 17.Jahrhundert Choir of the Netherlands Bach Society
Grüße, Wolfgang
Armin70 (22.12.2011, 18:13): Poulenc ist eine gute Idee:
Nordolf (22.12.2011, 18:28): Ich bleibe weiter bei Vaughan-Williams' filmisch-bildhafter Antarktis-Symphonie. Diesmal aus dieser Box:
Symphonischer Prolog zu ‘König Oedipus’ Ein Zwiegespräch (Violine: Elisabeth Glass / Cello: Alban Gerhardt) Tanz der Blumen Das Hexenlied - Melodram (Sprecherin: Martha Mödl)
Jan Stulen / Kölner Rundfunkorchester 1991 – 1992
Vornehmlich dunkel gefärbte Spätromantik eines Komponisten, der damals mit Richard Strauss und Hans Pfitzner in einem Atemzug genannt wurde...
Beethoven Sonate f. Klavier u. Violine Nr. 10 G-Dur Op. 96
Lev Oborin, Klavier/ David Oistrach (Philips)
Interpretation: 8-10/10 (IMO) Klang: 6-7/10 (IMO)
LG, Siamak
Nordolf (24.12.2011, 10:02): Nachdem ich die Interpretation der 6. Symphonie mit Georg Solti und dem CSO nun schon seit Jahren sehr liebe, wurde es nun Zeit für den Kauf der GA:
Trauerkantilenen, eruptive Gesten, expressive Klagerufe, folkloristisch-tänzerische Melodien über futuristisch stampfenden Rhythmen, Bartoksche Kleinmotivik und Rückgriffe auf altbewährte Formen. Alles drin und dennoch wie aus einem Guss. Obwohl Hartmann vorher schon einiges geschrieben hat, erklärte er dieses Quartett zum Op. 1.
Agravain (25.12.2011, 08:03): Bei mir beginnt der erste Weihnachtstag mit den entsprechenden Kantaten Bachs:
BWV 248.1: "Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage" Marga Höffgen, Josef Traxel, Dietrich Fischer-Dieskau Thomanerchor Leipzig Gewandhausorchester Leipzig Kurt Thomas
BWV 91: "Gelobet seist du, Jesu Christ" Helen Donath, Helen Watts, Adalbert Kraus, Wolfgang Schöne Gächinger Kantorei Stuttgart Bach-Collegium Stuttgart Helmuth Rilling
BWV 63: "Christen, ätzet diesen Tag" Ann Monoyios, Sara Mingardo, Rufus Müller, Stephan Loges The Monteverdi Choir The English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
BWV 110: Unser Mund sei voll Lachens" Vasilika Jezosvcek, Sarah Connolly, Mark Padmore, Peter Kooy Collegium Vocale Gent La Chapelle Royale Philippe Herreweghe
Ute Selig, Annette Markert, Elisabeth Wilke, Armin Ude, Egbert Junghanns Dresdner Kreuzchor Dresdner Philharmonie Martin Flämig
Agravain
Cetay (inaktiv) (25.12.2011, 10:52): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ROdNSxvvL._SL500_AA300_.jpg Haydn; Streichquartette Nr. 37 & 78 / Klavierkonzert H18 Nr. 4 (Version für Klavierquintett) / Konzert F-Dur für Violine, Klavier & Streichquartett; Delian Quartett
Es hat mehr als ein halbes Leben und ein paar unverstaubte junge Ensembles wie z.B. die Delians gebraucht, um dahinterzukommen, was es mit Haydn auf sich hat. Jetzt ersaufe ich schier in dem genialen Kosmos des "Erfinders der Musik, wie wir sie kennen" (Hurwitz).
Agravain (25.12.2011, 10:54): Das letzte weihnachtliche Werk für heute:
Hans Pfitzner: Das Christ-Elflein Spieloper in zwei Akten. Libretto unter freier Benutzung des gleichnamigen Märchens von Ilse von Stach. Gesprochene Texte von Alois Fink.
Marlies Petersen, Martina Rüping, Kevin Connors, Christian Bauer Michael Volle, Andreas Hörl, Friedemann Röhlig, Richard Salter Andrea Sokol (Erzählerin) Tölzer Knabenchor Münchner Rundfunkorchester Claus Peter Flor
Eine Seltsamkeit ist diese Scheibe. Thomas Zehetmair, lange hauptamtlich als Geiger tätig, dirigiert hier die beiden unpopulärsten Sinfonien von Sibelius und ergänzt das nicht etwa mit dem populären Violinkonzert des Finnen, sondern mit dem von Strawinsky. Das Wundern hört aber nach ein paar Minuten auf und weicht der Maulsperre. WOW!! Da schmeisse ich jede andere 3. dafür weg. Zehetmaier verbindet die kammermusikalisch-solistisch-transparent-farbenstarke Spielweise von Saraste (RCA Studio) mit Bernsteinschen Klüften und einem entfesselten Drive, wie ich ihn bei dieser Sinfonie überhaupt noch nie gehört habe.
Vor dem Aufmarsch der Verwandtschaft noch Haydns Abschiedswerk aus dieser Box. Für Haptiker: Die "Box" ist ein Schuber mit fünf Einzel-CDs in der Plastikhülle mit Original-Booklet.
Gefaellt mir signifikant besser als mit Tharaud oder Barto.
LG, Siamak
ab (26.12.2011, 00:07): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51uzyIn2LPL._SL500_AA300_.jpg Hartmann; Streichquartett; Zehetmair
Trauerkantilenen, eruptive Gesten, expressive Klagerufe, folkloristisch-tänzerische Melodien über futuristisch stampfenden Rhythmen, Bartoksche Kleinmotivik und Rückgriffe auf altbewährte Formen. Alles drin und dennoch wie aus einem Guss. Obwohl Hartmann vorher schon einiges geschrieben hat, erklärte er dieses Quartett zum Op. 1.
Mir ist diese Hartmann-Interpretation zu bartokquesk: mir fehlt bei ihr bei der Suche nach Kontrasten zu sehr das lyrische Element. Da ziehe ich die beiden anderen Einspielungen, die des Pellegrini-Quartetts und des Doelen Kwartets, vor, obwohl die Ensemblequalität dort zurückstehet. Den Bartok hingegen finde ich grandios interpretiert. :hello
Cetay (inaktiv) (26.12.2011, 06:37): Original von ab Original von Cetay
Hartmann; Streichquartett; Zehetmair
Trauerkantilenen, eruptive Gesten, expressive Klagerufe, folkloristisch-tänzerische Melodien über futuristisch stampfenden Rhythmen, Bartoksche Kleinmotivik und Rückgriffe auf altbewährte Formen. Alles drin und dennoch wie aus einem Guss. Obwohl Hartmann vorher schon einiges geschrieben hat, erklärte er dieses Quartett zum Op. 1.
Mir ist diese Hartmann-Interpretation zu bartokquesk: mir fehlt bei ihr bei der Suche nach Kontrasten zu sehr das lyrische Element. Da ziehe ich die beiden anderen Einspielungen, die des Pellegrini-Quartetts und des Doelen Kwartets, vor, obwohl die Ensemblequalität dort zurückstehet. Den Bartok hingegen finde ich grandios interpretiert. :hello
Ich kenne leider noch keine Vergleichseinspielungen, kann mir aber gut vorstellen, dass das kontrastreicher geht, auch und noch mehr auf der Seite der Ausbrüche. Der Bartok etwa hört sich im Vergleich mit dem Quartetto di Cremona ziemlich abgemildert und eingeebnet an - was aber durchaus seinen spezifischen Reiz hat.
Die Cremoneser schiebe ich gleich mal in den Player, fange aber mit Haydns op. 54/2 an:
In erster Linie treibt mich dieses Werk schier zum Wahnsinn - wegen des Assoziationsreichtums, der nicht selten in fast wörtliches Zitieren umschlägt und ständig den wo-habe-ich-das-schon-mal-gehört Knopf in meinem Hirn gedrückt hält. Ich musste mehrere Male unterbrechen und die gerade gehörte Passage im Kopf weiterspinnen, um auf das Original zu kommen. Lutoslawski, Shostakovich, Sibelius, Maros und Sallinen haben da neben anderen mehr als Pate gestanden, aber vom wem ist das sechstönige Motiv der Bläser, das die Sinfonie so eindrucksvoll beendet? Ich kenne das (und zwar genau in einem solchen Zusammenhang - aus einer Klangfläche aufsteigend mit Paukenwirbeln darunter) und habe alles, was in Frage kommt, durchgescannt. Nichts! ?(
Der "Assoziationsreichtum" ist aber nur einer der vielen Apsekte, welche das Werk so reichhaltig machen. Mich begeistert immer mehr die fantastische Orchestrierung, durch die schier alles zu hören ist, und insbesondere diese so ungewöhnlich seltene Präsenz der Musik, als Hörer durchgängig ohne große Anstrengung die ganze lange Sinfonie hindurch durchgängig voll bei Konzetration gehalten zu werden. Die Beziehungen durch das Werk hindurch finde ich viel interesanter, als den "Assoziationsreichtum". Und bei allen Assoziationen, finde ich, klingt da dennoch nichts nach "Plagiat", sondern alles ganz eigenständig: Es kommt weniger darauf an, welches Material man verwendet, als vielmehr darauf, was man daraus zu machen versteht.... :hello
Und: Die Musik gewinnt mit jedem weiteren Hören! :down
Das kann ich so unterschreiben, insbesondere die von mir fett hervorgehobenen Passagen. Der "Assoziationsreichtum" hat am Anfang alles überschattet, aber nachdem die Quasizitate (ich finde schon, dass z.B. die Passage unmittelbar nach dem Kulminationspunkt im 1. Satz nach Plagiat klingt - Turangalîla-Sinfonie!) erst mal gefunden sind, entwickelt das Werk eine unheimliche Sogwirkung. In der Tat läßt die Innenspannung keine Sekunde nach und vor allem wächst alles so organisch auseinander hervor, dass ich gar nicht zu analysieren brauche, ob da formale Perfektion geboten wird - es ist hörbar. Das ist es, was ich bei den meisten Post/Neo-Sinfonikern vermisse, etwa bei Tubin, der sich aus einem ähnlichen Fundus wie Huber bedient, aber in meinen Ohren zu oft nebeneinanderstellt und aneinanderreiht, ohne dass das irgendwie zwingend wirken würde. Bezwingend ist vielleicht die treffendste Charakteristik für Hubers Zweite, das beinhaltet den Zwang, sie immer wieder hören zu müssen.
Agravain (26.12.2011, 08:49): Bach zum zweiten Feiertag:
BWV 248-2: "Und es waren Hirten in derselben Gegend" Arleen Augér, Annelies Burmeister, Peter Schreier, Theo Adam Dresdner Kreuzchor Dresdner Philharmonie Martin Flämig
BWV 40: "Dazu ist erschienen der Sohn Gottes" Ortrun Wenkel, Peter Schreier, Siegfried Lorenz Thomanerchor Leipzig Neues Bachisches Collegium Musicum Hans-Joachim Rotzsch
Rachmaninov (26.12.2011, 09:25): Original von Nordolf Nachdem ich die Interpretation der 6. Symphonie mit Georg Solti und dem CSO nun schon seit Jahren sehr liebe, wurde es nun Zeit für den Kauf der GA:
Armin70 (26.12.2011, 21:24): Chormusik von Benjamin Britten:
&
Die großartige Chor-Suite "Christ`s Nativity" wird von den BBC Singers gesungen, welche das Front-Cover leider unterschlägt aber sie werden auf der CD-Rückseite genannt.
Die Naxos-CD erschien übrigens 1996 ursprünglich bei Collins mit diesem Cover:
Agravain (26.12.2011, 21:55): Bei mir wird der Tag beschlossen mit:
George Enescu Philharmonic Orchestra Bucharest Cristian Mandeal
Agravain
Heike (26.12.2011, 23:06): nach den ganzen weihnachtlich-jubilierenden Gesängen usw brauche ich mal wieder was Finsteres:
"Messe Noire" Alexei Lubimov Strawinsky "Serenade in A" DSCH Piano Sonata No.2 Op.61 Prokofjev Piano Sonata No.7 in B flat, Op.83 Scrjabin Piano Sonata No.9 Op.68
BWV 248-3: "Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen" Lisa Larsson, Elisabeth von Magnus, Christoph Prégardien, Klaus Mertens The Amsterdam Baroque Orchestra & Choir Ton Koopman
BWV 133: "Ich freue mich in dir" Katherine Fuge, Derek Lee Ragin, Julian Podger, Gotthold Schwarz The Monteverdi Choir The English Baroque Sir John Eliot Gardiner
Nordolf (27.12.2011, 18:58): Original von Rachmaninov Original von Nordolf Nachdem ich die Interpretation der 6. Symphonie mit Georg Solti und dem CSO nun schon seit Jahren sehr liebe, wurde es nun Zeit für den Kauf der GA:
Die Vorteile diese Einspielung sind von deutlicher Klarheit: rhythmisch prägnant, schroffes Blech und grollender Bass, grotesk-hell aufblitzende Gesten, grimmiges Pathos, trockne, kurze Hammerschläge wie von Mahler gefordert - und vor allem auch der 3. endgültige Hammerschlag der ursprünglichen Fassung. Trotz vieler hervorragender Interpretationen bleibt das hier für mich die Referenzeinspielung der Sechsten! :down :times10
Cetay (inaktiv) (28.12.2011, 10:13): :hello Guten Morgen! Wie herrlich ist das doch, aufzustehen und keinerlei fremdauferlegte Pflichten zu haben. Ich höre:
Eines der vielen angefangenen Projekte einer Gesamteinspielung der Haydn-Sinfonien. Allerdings läuft das bereits seit 1999 und im Janaur kommt erst Vol. 16 heraus; es kann also noch ein paar Jährchen dauern...
Das hier ist auch eine Spitzeneinspielung: - herrlich wie präsent die Hörner erklingen, großartig wie mitreissend-tänzerisch das Finale gestaltet wird!
Nordolf (28.12.2011, 15:48): Nach so viel Mahler lasse ich mich jetzt mal von wohligen Schönklängen einlullen:
uhlmann (28.12.2011, 18:39): mahler 9 - vasily petrenko, liverpool philharmonic, live 8-12-2011
wow! der kann nicht nur schostakowitsch. exzellente mahler 9. den konzertmitschnitt der bbc gibts übrigens im netz. wen's interressiert, bitte pn.
Heike (28.12.2011, 18:44): vasily petrenko :times10 Über den habe ich vor einigen Wochen einen enthusiastischen Bericht geschrieben, nachdem ich ihn live in Berlin (u.a. mit Tschaikowskys Mandred-Sinfionie) hörte. Heike
Rachmaninov (28.12.2011, 18:54): Original von uhlmann mahler 9 - vasily petrenko, liverpool philharmonic, live 8-12-2011
wow! der kann nicht nur schostakowitsch. exzellente mahler 9. den konzertmitschnitt der bbc gibts übrigens im netz. wen's interressiert, bitte pn.
Seinen Rachmaninov schon gehört?
uhlmann (28.12.2011, 19:12): Original von Rachmaninov Original von uhlmann mahler 9 - vasily petrenko, liverpool philharmonic, live 8-12-2011
wow! der kann nicht nur schostakowitsch. exzellente mahler 9. den konzertmitschnitt der bbc gibts übrigens im netz. wen's interressiert, bitte pn.
Seinen Rachmaninov schon gehört?
nein, leider.
ich kenne nur seinen schostakowitsch (5, 8, 9, 11), den finde ich recht gut. rachmaninov ist aber auch überhaupt nicht mein bier, da kenne ich nur ganz weniges (v.a. ashkenazy).
Cetay (inaktiv) (28.12.2011, 22:40): Original von Nordolf
Symphony No. 50 ’Mount St. Helens’ (...) Der Komponist Bernard Rogers zu Hovhaness' Musik: "Hovhaness kommt von einem kleinen Planeten, auf dem es immer Weihnachten ist und auf dem es keine schiefen Klänge gibt."
Da hat er im ditten Satz der 50. wohl nicht richtig hingehört?
Hier jetzt eine der denkbar stimmigsten Korrespondenzen zwischen Text und Musik:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qxNJhxGLL._SL500_AA300_.jpg Franz Baur (*1958); Die schöne Stadt - Liederzyklus nach Gedichten von Georg Trakl; Matha Senn, Ensemle Astarte
Nordolf (29.12.2011, 13:53): Original von Cetay Original von Nordolf
Symphony No. 50 ’Mount St. Helens’ (...) Der Komponist Bernard Rogers zu Hovhaness' Musik: "Hovhaness kommt von einem kleinen Planeten, auf dem es immer Weihnachten ist und auf dem es keine schiefen Klänge gibt."
Da hat er im ditten Satz der 50. wohl nicht richtig hingehört?
Bei mir gerade erneut Hovhaness...
Der Vulkanausbruch im dritten Satz der "Mount St. Helens"-Symphonie stellt aber eine echte Ausnahme auf dieser CD dar - ansonsten badet der Hörer hier in Klangwolken...
Agravain (29.12.2011, 16:41): Bei mir im Laufe des heutigen Tages:
Armin70 (29.12.2011, 18:06): Original von Nordolf Original von Cetay Original von Nordolf
Symphony No. 50 ’Mount St. Helens’ (...) Der Komponist Bernard Rogers zu Hovhaness' Musik: "Hovhaness kommt von einem kleinen Planeten, auf dem es immer Weihnachten ist und auf dem es keine schiefen Klänge gibt."
Da hat er im ditten Satz der 50. wohl nicht richtig hingehört?
Bei mir gerade erneut Hovhaness...
Der Vulkanausbruch im dritten Satz der "Mount St. Helens"-Symphonie stellt aber eine echte Ausnahme auf dieser CD dar - ansonsten badet der Hörer hier in Klangwolken...
Die Musik von Hovhaness ist bei mir nur in Form des "Misteriösen Bergs" vertreten:
Dieses Werk von Hovhaness klingt zwar nett aber es wird von den anderen beiden Werken auf dieser CD klar in den Schatten gestellt. Wobei ich denke, dass die Aufnahme mit dem CSO und Fritz Reiner das Maximale dieser Musik überhaupt herausholen. Jedenfalls habe ich kein Interesse, meine "Hovhaness-Diskographie" zu erweitern.
Kleines Vergleichshören von Haydn, 69. Sinfonie. Neben Fey kann im Direktvergleich nichts und niemand bestehen. Die unglaubliche Präsenz des Blechs und der Pauken, sowie die solistisch-kammermusikalische Transparenz ergeben bei Fey das, was andere immer nur versprechen: das Gefühl Haydn neu zu erleben, bzw. erstmalig richtig kennenzulernen. Es ist fast unmöglich, sich danach wieder in eine "normale" Aufnahme einzuhören, weil dort einfach etwas zu fehlen scheint, besonders bei Dorati meine ich, nur noch mulmigen Orchesterbrei zu hören. Ich bin mir nicht sicher, ob Feys prägnanter Ansatz möglicherweise auf Dauer ermüdet, mir scheint da Fischer ein gangbarer Mittelweg (nicht Mittelmaß) zu sein. Harnoncourts kantige Phrasierung gefällt mir gar nicht.
Cetay (inaktiv) (29.12.2011, 18:50): Original von Armin70
Die Musik von Hovhaness ist bei mir nur in Form des "Misteriösen Bergs" vertreten:
Dieses Werk von Hovhaness klingt zwar nett aber es wird von den anderen beiden Werken auf dieser CD klar in den Schatten gestellt. Wobei ich denke, dass die Aufnahme mit dem CSO und Fritz Reiner das Maximale dieser Musik überhaupt herausholen. Jedenfalls habe ich kein Interesse, meine "Hovhaness-Diskographie" zu erweitern.
Ich habe mir eben diese Aufnahme angehört und will das klar verneinen. Ich finde, Reiner geht jegliches Gefühl für die spezielle Magie von Hovhannes ab. Er macht da einen echt schwer verdaulichen Schinken draus; so wollte ich davon auch nicht mehr hören.
Nordolf (29.12.2011, 20:42): Weiter mit Soltis Mahler:
Eine gute, aber nicht überragende Interpretation - Bernstein auf DGG mit dem Concertgebouw Orchestra im Jahre 1985 erschafft eine eindrücklichere Klangkathedrale aus dieser Symphonie.
Nun die Symphonie Nr. 8 ‘Sinfonie der Tausend’:
Soprano I: Heather Harper Soprano II: Lucia Popp Soprano III: Arleen Auger Contralto I: Yvonne Minton Contralto II: Helen Watts Tenor: Rene Kollo Baritone: John Shirley-Quirk Bass: Martti Talvela Georg Solti / Chicago Symphony Orchestra Wiener Staatsopernchor Wiener Singverein Wiener Sängerknaben 1971
Den ersten Teil der Symphonie mit ihrem jubelnden Bombast so grandios darzubieten, mögen auch andere Interpreten können. Den zweiten Teil habe ich aber noch nie mit so viel durchgehaltener Innenspannung gehört: - schon die Einleitung zieht mich in ihren Bann! Die ganze Symphonie wirkt hier endlich wie aus einem Guß. Alle Mitwirkenden sind schlicht überragend - für mich die beste Einspielung der Achten. :down :times10
Amadé (30.12.2011, 09:41): Nach dem Schnee schippen geht es wieder weiter mit Brahms' 1., heute mit Günter Wand:
Cetay (inaktiv) (30.12.2011, 12:08): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61-a0P-BoHL._SL500_AA240_.jpg Mahler; Sinfonie 10 (Adagio); Bulgarian National Radio Symphony Orchestra, Emil Tabakov.
Ein wenig bekannter Dirigent mit einem osteuropäischen Orchester und das, wo es doch genug Mahler mit großen Namen und Weltklasseorchestern gibt. Tabakov wird wohl nie über den ewigen Geheimtipstatus in Sachen Mahler hinauskommen.
Agravain (30.12.2011, 13:10): Bei mir nun Max Bruch:
Mit besonderem Ohrenmerk auf den Orchesterpart. Die Aufnahme der Sinfonien mit diesem Dirigenten und Orchester wurden im 2011 Faden als Geheimtip genannt.
Dame Felicity Palmer, Robert Tear, Robert Lloyd Cambridge University Musical Society Chrous London Philharmonic Orchestra Sir Philip Ledger
:hello Agravain
AcomA (30.12.2011, 21:48): Hallo,
Liszt
Sonate h- moll
Maurizio Pollini, piano
(DG)
I 10/10 IMO K 8-9/10 IMO
LG, Siamak
Heike (30.12.2011, 23:49): @AcomA Pollini hat übrigens vor ein paar Wochen in Berlin die h moll Sonate in gefühlter Rekordzeit gespielt .... so schnell habe ich das jedenfalls noch nie gehört. Teuflisch.
h moll Sonate ist aber eine gute Idee, hier jetzt diese:
Das ist auch schon wieder 20 Jahre her. Eine der allerersten Aufnahmen, die "historisch informiert mit kleinem Orchester und modernen Instrumenten" gemacht wurde, etwas das heutzutage fast zur Standardformel geworden ist: Kleine Besetzung, wenig Vibrato, zügige Tempi, dynamische Schweller, deutliche Akzentuierungen, harte Phrasenenden, frisches und lebendiges Musizieren.
Cetay (inaktiv) (31.12.2011, 10:47): Haydn; Sinfonien 82, 78 & 22; Salonen Was für anregende und inspirierende Musik! Da kommt mir Eliot in den Sinn: I think I should have no other mortal wants, if I could always have plenty of music. It seems to infuse strength into my limbs, and ideas into my brain. Life seems to go on without effort, when I am filled with music.
Heike (31.12.2011, 11:34): Ich stimme mich auf mein heutiges Silvesterkonzert ein Love Songs - Lieder, Arien, Duette und Instrumentalstücke von Henry Purcell Evmorfia Metaxaki - Sopran, David Erler - Countertenor LAUTTEN COMPAGNEY Berlin, Leitung: Wolfgang Katschner in der Berliner Gethsemanekirche
deshalb also Purcell (aber so einsam wird es sicherlich heute Abend nicht werden)
Lucanuscervus (31.12.2011, 11:44): Nikolai Miaskowsky - Symphonie Nr.20 E-dur op.50
....zum ruhigen Jahresausklang: was für ein herrliches Adagio (2.Satz) !!! :times10
Billy Budd (31.12.2011, 14:52): Original von Rachmaninov Opernfreund: Gibt es einen Thread zu den Aufnahmen der Oper? Lieber Rachmaninov, ich glaube, das ist der passende. Billy :hello
Je mehr ich die Bruch'schen Symphonien höre, desto weniger verstehe ich ihr Verschwinden. Das ist schlicht schöne, klangvolle, gut ins Ohr gehende Symphonik, deren Schicksal es eventuell ist, an Mendelssohn orientiert und darin durchaus konservativ zu sein. Hinzu kommt, dass sie durch und durch gerade heraus ist und völlig ohne (spät-) romantische Grübelei auskommt: "Diese Symphonie ist ein Werk des Lebens und der Freude", sagte Bruch selbst über das Werk. Schade, dass diese Musik weitgehend im Schatten verblieben ist.
Masur lässt forsch und mit Sinn für Bruchs Klangwelt musizieren. Gefällt mir gut - besonders im langsamen Satz (Adagio ma non troppo), in dem von Ferne Schumann winkt.
:hello Agravain
Armin70 (31.12.2011, 16:08):
Daraus die 3. CD mit den Sinfonien Nr. 5 & 6 sowie der Valse triste. (Aufnahmen vom 24./25. Oktober 2007 sowie vom 01./02. August 2008)
Agravain (31.12.2011, 16:22): Weiterhin Wohlkingendes:
Sir Charles Villiers Stanford: Symphonie Nr. 3 f-moll, op. 28 "Irish"
Bournemouth Symphony Orchestra David Lloyd-Jones
:hello Agravain
Lucanuscervus (31.12.2011, 17:05): Original von Rachmaninov Original von Lucanuscervus Nikolai Miaskowsky - Symphonie Nr.20 E-dur op.50
....zum ruhigen Jahresausklang: was für ein herrliches Adagio (2.Satz) !!! :times10
Hallo Lucanuscervus,
willkommen in Forum. Interessantes, eher unkonventionelles Programm! Interessant.
:D
Vielen Dank, Rachmaninov (oder darf ich Sergej sagen ? :wink ) !
verfolge das Forum schon länger und bin nun endlich auch dazugestossen...
Deinem (Nick)Namen nach zu urteilen hast Du auch einiges für russische Musik übrig... ?
in diesem Sinne einen guten Jahresausklang !
LG Lucanuscervus
Lucanuscervus (31.12.2011, 17:17): ...nun doch etwas festlicher (man glaubt förmlich, die Alkoholfahne der Musik zu riechen :W ) - Gavriil Popov: Symphonie Nr.6 op.99
Cetay (inaktiv) (31.12.2011, 18:14): Ich habe kurz in die 1. von Popov mit den St. Petersburgern reingehört, aber das ist mir dann doch zu dick aufgetragen. Ich stelle immer wieder fest, dass der Grat zwischen Expressionismus und Klamauk überraschend schmal werden kann ... und es hat ja dann auch prompt Schelte von der Partei gegeben.
Da hatte Shostakovich mit seiner 2. Sinfonie noch nichts zu befürchten. Oleg Caetani meistert auch dieses "ideologisch problematische" Werk ohne Kitsch, Pathos und Lärm, dafür mit wunderbar süffigen Klangfarben. Wenn ich mich mal systematisch mit Shostakovichs Sinfonien auseinandersetzen will, dann wird das die GA dazu.
Sydney Symphony, Vladimir Ashkenazy (Aufnahmen v. 31.10. - 22.11.2007)
Allen einen guten Rutsch und alles Gute für 2012.
:hello Armin
Lucanuscervus (31.12.2011, 19:15): Original von Cetay Ich habe kurz in die 1. von Popov mit den St. Petersburgern reingehört, aber das ist mir dann doch zu dick aufgetragen. Ich stelle immer wieder fest, dass der Grat zwischen Expressionismus und Klamauk überraschend schmal werden kann ... und es hat ja dann auch prompt Schelte von der Partei gegeben.
Da hatte Shostakovich mit seiner 2. Sinfonie noch nichts zu befürchten. Oleg Caetani meistert auch dieses "ideologisch problematische" Werk ohne Kitsch, Pathos und Lärm, dafür mit wunderbar süffigen Klangfarben. Wenn ich mich mal systematisch mit Shostakovichs Sinfonien auseinandersetzen will, dann wird das die GA dazu.
...die 1.Symphonie von Popov gab übrigens entscheidende Anregungen zur Komposition von Schostakowitschs 4.Symphonie, die man sogar hören kann :D
daß dann beide Komponisten einen anderen Weg einschlagen mußten, ist bekannt; Schostakowitsch gelang es, seinen Stil anzupassen und trotzdem "echt" zu bleiben, Popov wurde dagegen hohler und verfiel dem Alkoholismus... gerade die 6.Symphonie ist für mich ein tragisches Beispiel eines talentierten, zugrundegerichteten Künstlers ...
... Schostakowitschs 2.Symphonie überzeugt mich bislang nur in der Einspielung von Roshdestwensky und Kondrashin; Caetani kenne ich noch nicht...
:hello
Rachmaninov (01.01.2012, 06:51): Hallo,
Da ja schon manche ganz fleißig war schließe ich den tread. Antowrten im 2012 Faden bitte!