Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2018

Cetay (inaktiv) (02.01.2018, 14:59):
Ich bin wohl der erste, dessen Silvester-Kater soweit überwunden ist, dass Musik keine Kopfschmerzen mehr bereitet. Es sollte allerdings nichts allzu heftiges sein:


Johann Sebastian Bach; Goldberg-Variationen, BWV 988
Pierre Hantai (Cembalo, AD: 1993)
Nicolas_Aine (02.01.2018, 16:00):


R. Strauss: Violinsonate Es - Dur Op. 13
Itzhak Perlman & Emmanuel Ax

Perlman sagte vor wenigen Jahren einmal, er sei kein besserer Geiger geworden, seit er 20 war, aber ein besserer Musiker. Fantastische Aufnahme!!!
EinTon (02.01.2018, 17:52):
Mein dritter Poppe:




"Speicher" und "Salz" haben mir aber beide besser gefallen (möglicherweise liegen mir bei Poppe eher die kleineren Besetzungen), zudem ist der Sound der Aufnahme etwas dumpf.
Cetay (inaktiv) (02.01.2018, 19:06):
Mein dritter Poppe:

"Speicher" und "Salz" haben mir aber beide besser gefallen (möglicherweise liegen mir bei Poppe eher die kleineren Besetzungen)
Das geht mir bei Neutönern fast immer so und bei allen anderen eigentlich auch. Gib einem Komponisten ein großes Orchester und er wird Krach damit machen...
Speicher ist eine großartige Komposition, aber noch mehr beeindruckt mich Interzone, trotz der größeren Besetzung.
Cetay (inaktiv) (02.01.2018, 21:37):
Ich verkoste gerade das dunkelste Bier, das mir je vor die Augen und in die Kehle gekommen ist:

Noctus 100 "Schwarzes Geheimnis", Irish Ale, 10,0%(!); Riegle BierManufaktur, Augsburg

Das ist wirklich so opak wie Obsidian, was durch die Bezeichnung 100 (tiefschwarze Dunkeleinheiten) angedeutet werden soll. Faszinierend! Schmecken tuts nach Bitterschokolade und Kaffee. Muss man mögen...

Als Soundtrack:



Ludwig van Beethoven; Tripelkonzert C-Dur, op. 56
Eliane Rodrigues (Klavier), Chingiz Osman (Violine), Luc Tooten (Violoncello), St. Petersburger Staatsorchester, Walter Proost
Cetay (inaktiv) (02.01.2018, 22:53):

Wolfgang Amadeus Mozart; Violinkonzerte
Frank Peter Zimmermann, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Jörg Faerber

Vor und nach Zimmermanns Jugendstreich sind viele Aufnahmen dieser Konzerte entstanden (unter anderem von Zimmermann selbst): Virtuosere, reifere, individuellere, spritzigere, klangschönere, gewichtigere, die neuesten Forschungsergebnisse berücksichtigende, mit Referenzen ausgezeichnete, besser zwischen Solist und Orchester verzahnte, tiefer geistig durchdrungene, klügere Auseinandersetzung mit dem Notentext zeigende, sich dem Originalklang annähernde...
Nach kurzer Begeisterung verschwinden die im Regal (oder aus dem Speicher beim Ström-Dienst) - Zimmermann I bleibt. Das nenne ich eine Aufnahme für die Ewigkeit.



Eben wieder aufgelegt (K. 211 & 218) und ich kann nicht anders, als mich nach einem dreiviertel Jahr nochmals zu wiederholen. Im Zeitalter der täglichen Erinnerungen sollte das drin sein.
Cetay (inaktiv) (03.01.2018, 22:13):
Die Verkostung geht in die nächste Runde:

Noctus 20 "Dunkle Versuchung", Starkbier, kaltgereift, 7,5%; Riegle BierManufaktur, Augsburg.

Dazu eine weitere Aufnahme für die Ewigkeit im Selbstzitat:

Johann Sebastian Bach; Musikalisches Opfer, BWV 1079
Ensemble Sonnerie, Monica Huggett
Monica Huggett (Violine), Sarah Cunningham (Viola da Gamba), Gary Cooper (Cembalo), Wilbert Hazelzet (Flöte),
Paul Goodwin (Oboe, Oboe d'amore, Oboe da caccia), Pavlo Beznosiuk (Violine, Viola, Tenor Viola), Frances Eustace (Fagott)

Diese Aufnahme ist die weitaus klangfarbenreichste unter allen mir bekannten - die vielfältige Instrumentierung gibt einen Fingerzeig. Bach hat für die meisten der 16 kontrapunktischen Sätze die Instrumentierung offen gelassen und diese Freiheit hat das Ensemble sehr kreativ genutzt, selbstredend mit Originalinstrumenten. Beim 6-stimmigen Ricercar ist es zwar nicht ganz gesichert, aber es gibt doch Indizien dafür, dass es für Cembalo allein gedacht war. Die Sonneries wollten es sich dennoch nicht nehmen lassen, gerade den Sechser besonders bunt zu präsentieren. Daher bieten sie uns beide Realisierungen zur Auswahl.
Das Musikalische Opfer als Ganzes ist und bleibt wie die Kunst der Fuge ein verdammt sperriges und schwer zugängliches Werk. Diese Aufnahme ermöglicht mit ihren zahlreichen reizvollen Klangkombinationen einen erleichterten Eintritt und macht das auch ohne kanonisches Rätselraten zu einer echten Hörfreude.
Cetay (inaktiv) (04.01.2018, 21:49):
Bourbon Barrel Bock, fassgereifter Bockbier-Cuvée, 6,6%; Welde Braumanufaktur, Plankstadt-Schwetzingen

Begleiter für die Ohren:


Franz Schubert; Sinfonien 2 & 5
Sinfonieorchester Antwerpen, Phillipe Herreweghe
Sinfonie Nr. 2 B-Dur, D. 125
Sinfonie Nr. 5 B-Dur, D. 485
Aufs erste Gehör sehr erfreulich. Das wäre ein gutes Gespann für Haydns Londoner Sinfonien.
Cetay (inaktiv) (06.01.2018, 10:50):

John Cage; Four
Quatuor Bozzini
String Quartet in Four Parts
Thirty Pieces for String Quartet
Four
Cetay (inaktiv) (06.01.2018, 19:13):

Nicolò Paganini; Violinkonzert Nr. 4 d-Moll, MS 60
Alexei Gorokhov, Shevchenko Theaterorchester Kiev, Zakhary Kozharsky
Cetay (inaktiv) (06.01.2018, 22:50):

Jean Sibelius; Sinfonie Nr. 3 C-Dur, op. 52
Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Sixten Ehrling
Cetay (inaktiv) (07.01.2018, 10:40):

Luigi Boccherini; 3 Quintette für Gitarre & Streichquartett
Pedro Ibañes, Danuta Glowacka-Pitet, Haïk Davtian, Ghislaine Rouits, Emmanuelle Cohen
Quintett Nr. 7 e-Moll, G. 451
Quintett Nr. 6 G-Dur, G. 450
Quintett Nr. 4 D-Dur, G, 448
Cetay (inaktiv) (07.01.2018, 21:03):

Ludwig van Beethoven; Violinkonzert D-Dur, op. 61 (Kadenzen: Alfred Schnittke)
Gidon Kremer, Academy of St. Martin in the Fields, Neville Marriner
Amonasro (07.01.2018, 23:16):


Richard Wagner: Siegfried

Siegfried - Jess Thomas
Mime - Gerhard Stolze
Der Wanderer - Thomas Stewart
Alberich - Zoltán Kelemen
Fafner - Karl Ridderbusch
Erda - Oralia Domínguez
Brünnhilde - Helga Dernesch
Stimme des Waldvogels - Catherine Gayer

Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

Im 2. und 3. Akt gefällt mir Jess Thomas besser als im 1. Akt. Die restliche Besetzung ist tadellos, besonders gelungen ist die Erda-Szene.

Allen ein frohes neues Jahr 2018!

Gruß Amonasro
Amonasro (08.01.2018, 15:29):


Giacomo Meyerbeer/Eugène Scribe/Émile Deschamps: Les Huguenots

Margherite de Valois - Ghylaine Raphanel
Valentine - Françoise Pollet
Urbain - Danielle Borst
Le Comte de Saint-Bris - Boris Martinovich
Raoul de Nangis - Richard Leech
Marcel - Nicola Ghiuselev
Le Comte de Nevers - Gilles Cachemaille
Tavannes - Jean-Luc Maurette
Cossé - Christian Jean
Thoré - Marc Barrard
De Retz - Antoine Garcin
Méru - Hervé Martin
Maurevert - Christian Boulay
Bois-Rosé - Chritian Jean
Un Valet/Une Dame d'honneur - Andrée Didier

Chœurs de l'Opéra de Montpellier
Orchestre philharmonique de Montpellier, Cyril Diederich

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (08.01.2018, 20:59):

Claus-Steffen Mahnkopf; Pynchon Cycle
The Tristero System für 4 Piccolo, 3 Posaunen, 2 Bassklarinetten, 2 Klaviere & 2 Percussion
- Ensemble SurPlus, James Avery
The Couriers Tragedy für Violoncello solo
- Franklin Cox
W.A.S.T.E. für Oboe & Live-Elektronik
- Peter Veale, Experimentalstudio des SWR (Klangregie: Joachim Haas & Claus-Steffen Mahnkopf)
D.E.A.T.H für 8-Spur Tonband
- Experimentalstudio des SWR
Sfantu (08.01.2018, 22:42):
Raymond Murray Schafer (*18. Juli 1933 in Sarnia/Ontario)


Kanadischer Komponist & Klangforscher.
Er prägte den Begriff Soundscapes. Damit sind Klanglandschaften, Klanghüllen gemeint, die jedes Wesen abhängig von seinem Standort umgeben. Sein Credo besteht u. a. darin, dass der Mensch sich wandeln solle von demjenigen, der Soundscapes ausgesetzt ist zu demjenigen, der sie mit schöpferischer Kraft umgestaltet, sie verschönert & von Lärm befreit. Dabei beruft er sich bspw. auf John Cages Aussage: "Musik sind Klänge. Klänge, die uns umgeben. Seien sie innerhalb oder ausserhalb von Konzertsälen" (aus dem Vorwort zu "The Soundscape").

Auf YouTube gibt es einige kurzweilige Interviews mit Schafer. Sie vermitteln eine Idee der Richtungen, in die er denkt & von seiner Klangphiliosophie.

Kennt ihr das? Euch fehlt von Ravel meinetwegen noch die Originalversion von "Ma mère l'oye". Die CD, auf der ihr das Stück findet, "beglückt" euch nebenbei noch mit dem 15. "Boléro" oder der 8. "La Valse", die dann mit im Regal stehen. Will sagen: ein Nischenstück allein - das erscheint vielen Produzenten marktstrategisch als nicht vertretbar. Es muss also ein Superhit mit drauf (böse gesagt: den Mob und die Neues-Suchenden zufriedenstellen).

So ist es auch hier:


The Orford String Quartet spielt
Mozart: Dissonanzenquartett
Schubert: Quartettsatz
Schafer: Streichquartett
(LP, Concert Hall, stereo, ca. 1975)

Zugegeben: Mozart & Schubert werden hier exzellent dargeboten, die vier spielen aufmerksam, mit Attacke, auf der Stuhlkante (das Coverfoto täuscht...).
Doch ohne den neugierig machenden, unbekannten Komponistennamen hätte ich sie sicher links liegen lassen.

Der Klappentext trifft es ganz gut:
Das Quartett beginnt mit einer äusserst angespannten Atmosphäre, als ob vier aneinandergekettete Personen sich vergeblich zu befreien suchten. Die Anstrengungen der Instrumente, sich frei zu machen, erscheinen alle aussichtslos, bis schliesslich der ersten Geige ein Solo-Gesang in völliger Freiheit gelingt, den die anderen Instrumente ruhig beantworten. Ein Ostinato-Rhythmus im Pizzicato wird hörbar, dessen Bedeutung bald zunimmt & sich mit einer teils von einem, teils von mehreren Instrumenten gleichzeitig übernommenen Melodie abwechselt; darauf folgt eine lange Unisono-Passage. Das Werk endet mit einer Reihe von lebhaften Wiederholungen der wichtigsten strukturellen Elemente, welche jedesmal durch einen Schlageffekt ausgelöst werden "als ob ein Photoapparat Aufnahmen macht: am Ende nimmt man weiterhin Geräusche des Auslösers wahr, obwohl der Film bereits zu Ende ist". (Murray Schafer)

Je näher dem Schlussabschnitt, diesem "Photoshooting", desto spannender das Stück. Die Musiker traktieren ihre Instrumente col legno battuto (das klingt tatsächlich wie ein Blitzgerät), schlagen auf die Corpi, kratzen die Saiten mit den Fingernägeln usw. Das Ganze ist einsätzig & dauert weniger als 15min.

Da sich der Text über die Numerierung & über etwaige Schwesterwerke ausschweigt, nehme ich an, dass es sich um das erste Quartett Schafers von 1970 handelt.
Jedenfalls ist meine Neugier geweckt:

Kennt jemand diese Aufnahmen? Ich liebäugle heftig...





Liäbi Grüess us Bärn,
Sfantu
Cetay (inaktiv) (09.01.2018, 06:50):
Interessant...


R. Murray Schafer; 3 Solos
Bradyworks
Music for the Morning of the World für Sopran solo und 4-Kanal Tonband
Le cri de Merlin für elektrisch verstärkte Gitarre und Tonband
DeLuxe Suite für Klavier
Falstaff (12.01.2018, 22:29):
Heute eingetroffen:
Cetay (inaktiv) (13.01.2018, 09:32):
Ein Wochenende ohne Arbeit, Termine, Besuch oder andere Verpflichtungen steht an... :leb



Ludwig van Beethoven; Streichquartett Nr. 12 Es-Dur, op. 127
Fine Arts Quartett
Cetay (inaktiv) (13.01.2018, 11:04):
Die wohl originellste Besetzung eines Orchesterwerks der Klassik i. e. S.


Leopold Kozeluch; Sinfonia Concertante Es-Dur für Fortepiano, Mandoline, Trompete, Kontrabass und Orchester, PosK II:1
Kathryn Cok, Anna Torge, Robert Vanryne, David Sinclair, Kölner Akademie, Michael Alexander Willens

Auf der CD befindet sich auch ein Stück von F. D. Weber, der völlig zu Unrecht im Schatten seines wiederum berechtigt im Schatten stehenden Namensvetters steht und an den hier deswegen erinnert werden soll:


Friedrich Dionys Weber
Cetay (inaktiv) (13.01.2018, 20:08):
Und jetzt läuft in Cetays Heimoper eines der aufregendsten Werke der Klassik des 21. Jahrhunderts.


Enno Poppe; Interzone - Lieder und Bilder für fünf Stimmen, Ensemble und Elektronik (Text: Marcel Beyer)
Neue Vocalsolisten, Omar Ebrahim, ensemble mosaik, Jonathan Stockhammer
EinTon (13.01.2018, 22:26):
Aus gegebenem Anlass vorhin gerade angehört: das Korngold-Violinkonzert:







...ich sag mal nix weiter dazu... ;)
Cetay (inaktiv) (14.01.2018, 22:26):
Nicolò Paganini; Centone di Sonate op. 64, MS. 112 - Lettera A (Nos. 1-6)
Luigi Alberto Bianchi (Violine), Maurizio Preda (Gitarre)

Ein echter Alptraum für diejenigen, die eine Aversion gegen Vielschreiberei haben. Es gibt von Opus 64 noch einen Buchstaben B und C - insgesamt 18 Sonaten und damit ist gerade mal ein Drittel der Box abgehandelt. Ich finde es bewundernswert, dass sich Enthusiasten finden, die ein so uniformes Randwerk komplett über einen Zeitraum von fast 20 Jahren einstudieren und aufnehmen, wohlwissend, dass sich das kaum mehr als ein paar handvoll Leute je ganz anhören werden.
Nicolas_Aine (15.01.2018, 16:30):
Aus gegebenem Anlass vorhin gerade angehört: das Korngold-Violinkonzert:







...ich sag mal nix weiter dazu... ;)
wie darf man denn das verstehen? ;)

bei mir läuft jetzt



Beethoven: Violinkonzert D-Dur Op. 61

Vadim Repin
Riccardo Muti
Wiener Philharmoniker

Nachdem ich kürzlich nach langer Zeit wieder seine Brahms Aufnahme gehört habe und schwer enttäuscht war, obwohl ich sie mir eigentlich unter "Gefällt mir" abgespeichert habe, wollte ich jetzt doch mal wissen, wie mir sein Beethoven noch gefällt. Das ist deutlich besser :)

Außerdem grade regelmäßig am Laufen:



Habe ich mir kürzlich angeschafft, auf Empfehlung von eigentlich allen, auch hier im Forum wird die Box ja hochgelobt. Aber der Funke will einfach nicht überspringen :(
Cetay (inaktiv) (15.01.2018, 22:32):

Giacinto Scelsi; Werke für Violine solo
Weiping Lin
Divertimento Nr. 4
L'âme ailée
L'âme ouverte
Divertimento Nr. 2
Xnoybis
Divertimento Nr. 3
Nach langer Abstinenz drängt es den Quartalsscelsianer wieder in eine Exzessphase.
EinTon (15.01.2018, 23:00):
wie darf man denn das verstehen? ;)

Ich wollte - da das Werk gerade bei Capriccio, z. T. etwas hochkochend, diskutiert wird - mal antesten, ob sich mein seinerzeitiger (Konzert in der alten Oper um 1990) Ersteindruck einer recht penetranten Süßlichkeit mittlerweile geändert hat. Im Großen und Ganzen hat er sich aber durchaus bestätigt.
Cetay (inaktiv) (17.01.2018, 02:25):

Franz Schubert; Oktett F-Dur für Klarinette, Horn, Fagott, Streichquartett & Kontrabass, D. 803
Ensemble Prisma Wien (auf historischen Instrumenten)

:times10
Cetay (inaktiv) (17.01.2018, 19:44):
Nachdem ich schon zugegeben habe, dass ich Mozarts Violinkonzerte höher schätze als seine Klavierkonzerte, verspiele ich nun den letzten Rest an Kredibilität, indem ich einräume, dass das auch für die Flötenkonzerte gilt. Vor allem dann, wenn Orchester und Solistin so glänzend aufgelegt sind wie auf der gerade Gehörten und wenn als Sahnehäubchen zeitgenössisch re-interpretierende Kadenzen oben drauf kommen.


Wolfgang Amadeus Mozart; Flötenkonzerte Nr. 1 & 2 / Konzert für Flöte & Harfe / Andante C-Dur / Rondo D-Dur (Kadenzen: Kalevi Aho)
Sharon Bezaly, Ostrobothnian Chamber Orchestra, Juha Kangas
Cetay (inaktiv) (19.01.2018, 18:41):

Ein Fagott in Stockholm (Werke verbunden mit dem Virtuosen Frans Preumayr (1787-1825))
Donna Agrell (Fagott - Grenser & Wiesner, c. 1820)
Franz Berwald; Septett B-Dur
+ Lorenzo Coppola (Klarinette), Teunis van der Zwart (Horn), Marc Destrube (Violine), Yoshiko Morita (Viola), Albert Brüggen (Violoncello), Robert Franenberg (Kontrabass)
Eduard du Puy; Quintett a-Moll
+ Marc Destrube (Violine), Franc Polman (Violine), Yoshiko Morita (Viola), Albert Brüggen (Violoncello)
Franz Berwald; Quartet Es-Dur
+ Ronald Brautigam (Fortepiano), Lorenzo Coppola (Klarinette), Teunis van der Zwart (Horn)
Amonasro (19.01.2018, 19:23):


Richard Wagner: Götterdämmerung

Siegfried - Helge Brilioth
Gunther - Thomas Stewart
Alberich - Zoltán Kelemen
Hagen - Karl Ridderbusch
Brünnhilde - Helga Dernesch
Gutrune - Gundula Janowitz
Waltraute - Christa Ludwig
Erste Norn - Lili Chookasian
Zweite Norn - Christa Ludwig
Dritte Norn - Catarina Ligendza
Woglinde - Liselotte Rebmann
Wellgunde - Edda Moser
Floßhilde - Anna Reynolds

Chor der Deutschen Oper Berlin
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

Helge Brilioth gefiel mir sehr, ein sehr angenehmes Timbre und gegenüber Jess Thomas klingt er heldischer und textverständlicher. Auch Helga Dernesch und Thomas Stewart finde ich gute Besetzungen. Dernesch singt den Schlussmonolog geradezu lyrisch. Karl Ridderbusch hinterlässt bei mir gemischte Gefühle, sein Hagen klingt zu sympathisch und harmlos, zu wenig bedrohlich. Neben Stewarts heldisch und kraftvoll tönendem Gunther, der ja der deutlich schwächere der beiden sein sollte, fällt das noch mehr auf. Die Nebenrollen und die orchestrale Seite lassen keine Wünsche offen, für den Trauermarsch dürfte das meine Lieblingsversion werden. Der Chor der Mannen klingt mir zu sehr nach typischem Opernchor, nicht wie Krieger. Insgesamt hinterlässt die Aufnahme also vorerst einen zwiespälitigen Eindruck. Mal sehen, ob sich das bei nochmaligem Hören bessert, allerdings liegt auch noch der Böhm-Ring ungeöffnet hier....

Gruß Amonasro :hello
Amonasro (20.01.2018, 21:24):


Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Rigoletto

Il Duca di Mantova - Luciano Pavarotti
Rigoletto - Sherrill Milnes
Gilda - Joan Sutherland
Sparafucile - Martti Talvela
Maddalena - Huguette Tourangeau
Giovanna - Gillian Knight
Il Conte di Monterone - Clifford Grant
Marullo - Christian Du Plessis
Matteo Borsa - Riccardo Cassinelli
Il Conte di Ceprano - John Gibbs
La Contessa di Ceprano - Kiri te Kanawa
Un usciere di corte - John Noble
Un paggio della Duchessa - Josephte Clément

Ambrosian Opera Chorus
London Symphony Orchestra, Richard Bonynge

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (21.01.2018, 03:23):


Nicolò Paganini; Quartett Nr. 9 D-Dur für Streichtrio und Gitarre, MS 36
Paganini Quartet

Das Cover stellt das richtig dar. Die 15 Quartette sind keine Werke, bei denen die Gitarre mit den Streichern konzertiert, sondern eine Stimme im Ensemble darstellt. Von einer Gleichberechtigung der vier Stimmen kann aber keine Rede sein, die Violine spielt klar die erste Geige.
Nr. 9 ist ein echter Reißer. Mit den gleichen perfiden Tricks, mit denen ein Rossini den Opernbesuchern das dämliche Grinsen in die Gesichter treibt, überrumpelt Paganini hier eins ums andere Mal mit schlagerhaften, aber wirksamen Wendungen. Rein instrumental - ohne Belcanto Sängerschmalz aber dafür mit mal triefendem Gefiedel und mal virtuosem Gesäge - macht das richtig Laune. Mein Guilty Pleasure.
Nicolas_Aine (21.01.2018, 08:39):


Nicolò Paganini; Quartett Nr. 9 D-Dur für Streichtrio und Gitarre, MS 36
Paganini Quartet

Das Cover stellt das richtig dar. Die 15 Quartette sind keine Werke, bei denen die Gitarre mit den Streichern konzertiert, sondern eine Stimme im Ensemble darstellt. Von einer Gleichberechtigung der vier Stimmen kann aber keine Rede sein, die Violine spielt klar die erste Geige.
Nr. 9 ist ein echter Reißer. Mit den gleichen perfiden Tricks, mit denen ein Rossini den Opernbesuchern das dämliche Grinsen in die Gesichter treibt, überrumpelt Paganini hier eins ums andere Mal mit schlagerhaften, aber wirksamen Wendungen. Rein instrumental - ohne Belcanto Sängerschmalz aber dafür mit mal triefendem Gefiedel und mal virtuosem Gesäge - macht das richtig Laune. Mein Guilty Pleasure.
kein Zufall, soweit ich weiß. Ich hab mal irgendwo gelesen, dass Rossini Paganini bei der Ausarbeitung der Begleitung seiner Violinkonzerte geholfen hat. Die klingen ja eigentlich auch wie eine Belcantoschnulze, abgesehen von dem technischen Gedöns :D
Cetay (inaktiv) (21.01.2018, 09:31):
kein Zufall, soweit ich weiß. Ich hab mal irgendwo gelesen, dass Rossini Paganini bei der Ausarbeitung der Begleitung seiner Violinkonzerte geholfen hat. Die klingen ja eigentlich auch wie eine Belcantoschnulze, abgesehen von dem technischen Gedöns :D
Yep, das meinte ich mit mal triefendem Gefiedel und mal virtuosem Gesäge. Aber irgendwie ist die Kombi der Brenner. :thumbsup:
Cetay (inaktiv) (22.01.2018, 19:39):
Rossinis Hilfe scheint wenig bewirkt zu haben, denn der Orchesterpart wird immer wieder kritisiert, weil er kaum über eine Kulissenfunktion hinauskommt und oberndrein noch lasch instrumentiert ist. Alexei Gorokhov, der nach Salvatore Accardo die zweite Gesamtaufnahme vorgelegt hat, griff zur Selbsthilfe und hat das einfach umorchestriert und eigene Kadenzen beigesteuert. Mit der verschlankten und differenzierteren Begleitung gefällt mit das ganz ausgezeichnet. Ich höre jetzt das Dritte:



Nicolò Paganini; Violinkonzert Nr. 3 E-Dur, MS 50
Alexei Gorokhov, Shevchenko Theaterorchester Kiev, Zakhary Kozharsky
Amonasro (22.01.2018, 21:36):


1. Ah.. non mi lasciar, o speme di vendetta - O muto asil del pianto (Rossini: Guglielmo Tell)

2. A te, o cara (Bellini: I puritani)

3. Com'è gentil (Donizetti: Don Pasquale)

4. Ogni mortal mister.. Giunto sul passo estremo (Boito: Mefistofele)

5. Di qual tetra luce... Ah sì ben mio... Di quella pira (Verdi: Il trovatore)

6. Cielo e mar! (Ponchielli: La Gioconda)

7. Che gelida manina (Puccini: La bohème)

8. È la solita storia del pastore (Cilea: L'Arlesiana)

9. Io conosco un giardino (Pietri: Maristella)


Luciano Pavarotti mit

Arleen Augér, Reid Bunger, Herbert Lackner (2)
Gildis Flossmann, Peter Baillie (5)
Wiener Opernchor, Wiener Opernorchester, Nicola Rescigno (1, 2, 5, 8 )
New Philharmonia Orchestra, Leone Magiera (3, 4, 6, 7, 9)
The Ambrosian Singers (3)

Von Pavarottis Arien-Alben sicher eines der besten.

Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (22.01.2018, 21:42):
Rossinis Hilfe scheint wenig bewirkt zu haben, denn der Orchesterpart wird immer wieder kritisiert, weil er kaum über eine Kulissenfunktion hinauskommt und oberndrein noch lasch instrumentiert ist. Alexei Gorokhov, der nach Salvatore Accardo die zweite Gesamtaufnahme vorgelegt hat, griff zur Selbsthilfe und hat das einfach umorchestriert und eigene Kadenzen beigesteuert. Mit der verschlankten und differenzierteren Begleitung gefällt mit das ganz ausgezeichnet. Ich höre jetzt das Dritte:



Nicolò Paganini; Violinkonzert Nr. 3 E-Dur, MS 50
Alexei Gorokhov, Shevchenko Theaterorchester Kiev, Zakhary Kozharsky
eigentlich eine gute Idee, da mache ich mit. Allerdings mit dieser Einspielung:



Ingolf Turban, Violine
Lior Shambadal
WDR Rundfunkorchester Köln
Cetay (inaktiv) (23.01.2018, 02:28):

Joseph Haydn; Die Sieben Letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze, Hob. XX:2
Sandrine Piau, Ruth Sandhoff, Robert Getchell, Harry van der Kamp,
Accentus, Akademie für Alte Musik Berlin, Laurence Equilbeyete
Cetay (inaktiv) (23.01.2018, 08:45):

Joseph Haydn; Messe d-Moll Hob. XXII:11 "Nelsonmesse"
Jonty Ward, Hugh Cutting, Nick Pritchard, Tom Edwards
Choir of New College Oxford, New Century Baroque, EdwardHigginbottom

Ich war und bin schwer begeistert... und bass erstaunt. Der Sopran, der ob seiner uneitlen Freiheit von Herumgeeiere - neben dem wuchtigen HIP-Sound des Ensembles- zu meiner Freude beigetragen hat, erwies sich beim Nachlesen als Knabe. Ich hab das echt nicht erhört. :whistling:
Sfantu (26.01.2018, 12:17):
Nach längerer Zeit endlich mal wieder aufgelegt:
2x die beiden Klavierkonzerte von Franz Xaver Mozart


Henri Sigfridsson, International New Symphony Orchestra Lviv - Gunhard Mattes (CD, INSO, 2003)


Klaus Hellwig, Kölner Rundfunk Sinfonieorchester - Roland Bader (LP, koch schwann, 1982)

Das erste Konzert C-dur op. 14 entstand in seinem 15. Lebensjahr. Wieviel von einer eigenen charakteristischen Note kann man also erwarten? So klingt hier auch noch deutlich der Stil seines Vaters durch. Dennoch bereits bemerkenswert die erstaunliche Tiefe der Empfindung & eine sanfte Schwermut des langsamen Satzes. Das Hauptthema des Finales hat Ähnlichkeit mit "Bald nun ist Weihnachtszeit, fröhliche Zeit". Im Klaviersatz zeigt sich der virtuose Könner, es hat viele rasche Läufe.

Eindrücklich die Weiterentwicklung, welche das um dreizehn Jahre jüngere zweite Konzert Es-dur op. 25 markiert.
Hier ist ein entschiedener Schritt der Emanzipation vom Übervater zurückgelegt. Schade, dass der Mittelsatz eher knapp ausfällt. Dort hätte ich mir noch mehr Versinken in melancholische Tiefen erhofft. Allenthalben weht schon romantischer Geist - der Einfluss seines Lehrers Hummel wird hörbar, man geniesst ein bezauberndes Beispiel eines Werkes auf der Entwicklungslinie hin zum Grand Concert, am Horizont winken bereits Moscheles, Kalkbrenner & Chopin. Da ist sogar das nicht gerade geistblitzende Thema des Schlusssatzes (Allegretto) verkraftbar. Es steht im reizvollen Polacca-Rhythmus. Was Mozart daraus macht, macht staunen. Er verfügt hier über eine breite musikalische Ausdruckspalette, ist souveräner in der Orchesterbehandlung, das Ganze ist abwechslungsreich, unterhaltend, spannend, macht ganz einfach Spass! Gegen Ende erlaubt Mozart sich noch einen Scherz: auf eine Generalpause folgt ein Tutti-Akkord in H-dur. Der Hörer glaubt, nun werde noch ein neues Kapitel aufgeschlagen. Doch zwei Takte später wird wieder zur Grundtonart zurückgekehrt & eine knappe Coda führt zum auftrumpfenden Schluss.
Bedauerlich, dass sein Werkkatalog recht überschaubar blieb.

Beide Einspielungen bewegen sich auf hohem, selten aber höchstem Niveau.
Hellwig spielt gediegen, Sigfridsson mit einer Spur mehr Emphase. Vom Kölner RSO bin ich etwas enttäuscht, es kommt doch etwas zu brav rüber. Anders die Lemberger (übrigens die Stadt, in der Mozart mehr als die Hälfte seines Lebens verbrachte & wo er wohl massgeblich am Aufbau/Ausbau des Musiklebens beteiligt war): man spürt das Engagement & die Frische dieses (eigentlich Jugend-) Sinfonieorchesters. Nur, dass zu einem gewachsenen Ensembleklang 2003 (5 Jahre nach der Gründung) noch ein paar Schritte zu machen sind, wird eben auch hörbar.
Klanglich liegen ebenfalls die Lemberger vorn - die Kölner Aufnahme klingt etwas dumpf - den Höhenregler musste ich bis zum Anschlag hochdrehen. Sigfridsson mit einem Spitzenorchester wäre meine Wunschkombination.

Mutter Constanze meinte übrigens, ihren Sohn, als sich seine musikalische Begabung zeigte, in Wolfgang Amadeus umtaufen zu müssen (zu dürfen). Wie er dazu stand & ob er dies selbst so beibehielt, geht aus keiner der mir vorliegenden Quellen hervor.


Die MGG, 1. Auflage, charakterisiert ihn wie folgt:

Wolfgang Amadeus Mozart d. J. brachte es trotz seines Fleisses nicht zu grossen kompositorischen Leistungen, und da man ihn immer wieder mit dem Vater und dessen Schaffen verglich, wurde ihm der Name des Vaters zur Bürde. Eine schwere Enttäuschung in einem Liebesverhältnis (er blieb ledig) und fortwährende wirtschaftliche Sorgen lähmten seine Schaffenskraft. Als Pianist bewies er beachtliches Können, als Lehrer und Vermittler zwischen Künstler und Laien machte er sich sehr verdient. Im Vater sah er das hehrste Vorbild, ihm zu dienen als seine Verpflichtung. Die Lauterkeit seines Charakters und die Liebenswürdigkeit seines Wesens sicherten ihm wertvolle Freundschaften, so auch die von R. Schumann, F. Grillparzer, J. Spaun u. a. Wolfgang Amadeus Mozart d. J. gehörte nicht zu den grossen der Zeit, überragte aber den Durchschnitt des üblichen Schaffens. Als Persönlichkeit und Komponist verdient er auch das Interesse der Gegenwart. (Walter Hummel)


Interessant der Umstand, dass es ein auch finanziell sehr erfolgreiches Konzert mit Werken seines Vaters in Wien war, das dem 14jährigen erlaubte, Studien bei Salieri & Hummel zu betreiben.
Die Mozart-& Hummel-Experten mögen mich korrigieren: Hummel selbst wurde doch als Knabe in den 1780ern im Hause Mozart beherbergt & genoss kostenlosen Unterricht. Wäre es da nicht zu erwarten gewesen, dass der Sohn des einstigen Lehrers gleiche Rechte geniesst?
Cetay (inaktiv) (27.01.2018, 08:38):

Mauricio Kagel; Musik für Renaissance-Instrumente
Collegium Instrumentale
Jürgen (27.01.2018, 17:07):


Dvorak: Sinfonie Nr.9 (Aus der neuen Welt), Solti 1983
Cetay (inaktiv) (28.01.2018, 08:16):


Haydn 2032, Vol. 5: L'homme de génie
Kammerorchester Basel, Giovanni Antonini
Joseph Haydn; Sinfonien D-Dur, d-Moll & G-Dur, Hob. I: 19, 80 & 81
Joseph Martin Kraus; Sinfonie c-Moll, VB 142
Cetay (inaktiv) (30.01.2018, 19:24):


Haydn 2032, Vol. 4: Il Distratto
Il Giardino Armonico, Giovanni Antonini
Joseph Haydn; Sinfonie C-Dur, Hob I:60 "Per la commedia intitola Il distratto"
Joseph Haydn; Sinfonien D-Dur & E-Dur, Hob I:70 & 12
Domenico Cimarosa; Il Maearto di Capella
+ Riccardo Novaro (Bariton)
Amonasro (31.01.2018, 17:35):


Jules Massenet/Édouard Blau/Paul Milliet/Georges Hartmann: Werther

Werther - José Carreras
Charlotte - Frederica von Stade
Albert - Thomas Allen
Sophie - Isobel Buchanan
Le Bailli - Robert Lloyd
Schmidt - Paul Crook
Johann - Malcolm King
Käthchen - Linda Humphries
Brühlmann - Donalson Bell

Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden; Sir Colin Davis

Gruß Amonasro
Amonasro (02.02.2018, 10:55):


Umberto Giordano/Sem Benelli: La cena delle beffe ("Das Mahl der Spötter")

Neri Chiaramantesi - Marco Chingari
Giannetto Malespini - Fabio Armiliato
Ginevra - Rita Lantieri
Gabriello Chiaramantesi - Francesco Piccoli
Lisabetta - Giovanna Manci
Laldomine - Maria Augusta Micelli
Fiammetta - Gigliola Caputi
Cintia - Patrizia Gentile
Fazio - Alberto Carusi
Il Tornaquinci - Enrico Marini
Il Calandra - Carlo Micalucci
Il Trinca - Gabriele de Julis
Il Dottore - Guido Mazzini
Lapo - Piero Manghesi
Un cantore - Francesco Piccoli

Orchestra Sinfonica di Piacenza, Gian Paolo Sanzogno

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (02.02.2018, 21:59):

Joseph Haydn; Streichquartett D-Dur op. 76/5, Hob. III:79
Tokyo String Quartet

Morgen geht's ins Hifi-Studio für eine erste Hörsitzung auf der Suche nach neuen Luxus - Lautsprechern. :leb
Diese CD ist dabei.
Nicolas_Aine (02.02.2018, 23:04):
zufällig nach Gmünd? :D
Habe die späten Beethoven und Brahms Quartette mit den Herren aus Tokyo, aber so richtig überzeugen tut mich das nicht.
Cetay (inaktiv) (03.02.2018, 07:33):
Die Gmünder sind momentan meine Spielpartner und sind beim Preis-Leistungs-Verhältnis in der Oberliga sicher unschlagbar. Aber mich dürstet es nach dem Aufstieg in die Champions League.

Mit Brahms kann mich niemand überzeugen. :D Und der Tokyoter Beethoven hat sich auch nicht in meinem Hörrepertoire verankert. Aber dieser Haydn ist was ganz besonderes. Vor allem die problematischen Menuette werden sensationell gelöst. Für mich ist das eine der beiden Top-Empfehlungen in puncto Opus 76.

Hier läuft das Mozartsche und nur das Mozartsche Requiem - nix ergänzt, nix hinkomponiert.


Wolfgang Amadeus Mozart; Requiem K. 626
(Introitus, Kyrie & originale Fragmente von Mozarts Hand)
Iride Martinez, Monica Groop, Steve Davislim, Kwangchul Youn,
Chorus Musicus Köln, Das Neue Orchester, Christoph Spering
Cetay (inaktiv) (04.02.2018, 11:40):


Carl Reinecke; Flötenkonzert D-Dur op. 283
Tatjana Ruhland, RSO Stuttgart des SWR, Alexander Liebreich
Cetay (inaktiv) (04.02.2018, 22:06):


Franz Schubert; Winterreise op. 89, D. 911
Josef Greindl, Hertha Klust
Cetay (inaktiv) (05.02.2018, 02:15):

Ludwig van Beethoven; Sinfonie Nr. 5 c-Moll, op. 67
New York Philharmonic, Arturo Toscanini (Carnegie Hall, 6. März 1931 & 9. April 1933)
Amonasro (05.02.2018, 14:27):


Umberto Giordano/Sem Benelli: La cena delle beffe

Giannetto Malespini - Antonio Annaloro
Neri Chiaramantesi - Anselmo Colzani
Gabriello Chiaramantesi - Enzo Cuagni
Ginevra - Gigliola Frazzoni
Lisabetta - Mafalda Micheluzzi
Laldomine - Liliana Pellegrino
Fiammetta - Pina Leo Tanco
Cintia - Mafalda Micheluzzi
Fazio - Antonio Sacchetti (bei dieser Ausgabe nicht angegeben)
Il Tornaquinci - Franco Calabrese
Il Calandra - Arrigo Cattelani
Il Trinca - Enzo Cuagni
Il Dottore - Aldo Corelli
Lapo - Walter Artioli
Un cantore - Walter Artioli

Orchestra Sinfonica di Milano della RAI, Oliviero De Fabritiis
1955

Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (05.02.2018, 23:07):


Theodor Kuchar
NSO of Ukraine

Shostakovich: Der Bolzen, Suite, und die Suite für Varieté Orchester (auch bekannt als Jazz Suite Nr. 2). Das ist einfach tolle Musik!
Cetay (inaktiv) (06.02.2018, 22:30):


John Cage; Variations III (Version für Singstimmen-Synthesizer & Farfisa-Orgel)
Petridisch

Spooky... Lange dauert es nicht mehr, bis man den Gesang vom Vocaloid nicht mehr als unecht erkennt.
Amonasro (07.02.2018, 17:37):


Umberto Giordano/Nicola Daspuro: Mala vita

Vito Amante - Maurizio Graziani
Annetiello - Massimo Simeoli
Cristina - Paola di Gregorio
Amalia - Maria Miccoli
Nunzia - Tiziana Portoghese
Marco - Antonio Rea

Coro Lirico Umberto Giordano

Orchestra Lirico Sinfonica della Capitanata, Angelo Cavallaro

Ein interessantes Frühwerk Giordanos, das sich deutlich an die Cavalleria anlehnt. Die Sänger sind nicht herausragend, aber rollendeckend und hörenswert ist die Oper allemal. Es wird die Urfassung gespielt (trotz der damaligen Beliebtheit veristischer Stoffe ging dem Publikum die Handlung um eine betrogene Prostituierte zu weit und in dem Handlungsort Neapel, wo das Publikum seine Heimat beleidigt sah, kam es bei der Aufführung zu einem Theaterskandal, woraufhin Giordano später in der 2. Fassung die "kritischen" Stellen entfernte).

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (08.02.2018, 02:31):

Morton Feldman; Late Works with Clarinet
Carol Robinson
Three Clarinets, Cello & Piano
+ Olivier Voize, Pierre Dutrieu, Elena Andreyev & Vincent Leterme
Bass Clarinet & Percussion
+ Françoise Rivalland, Peppie Wiersma
Clarinet & String Quartet
+ Quatuor Diotima
Amonasro (08.02.2018, 16:23):


Pietro Mascagni/Luigi Illica: Le maschere

Pantalone de' Bisognosi - Carlos Chausson
Rosaura - Maria Josè Gallego
Florindo - Vincenzo La Scola
Dottor Graziano - Nelson Portella
Colombina - Amelia Felle
Brighella - Oslavio di Credico
Il Capitan Spavento - Angelo Romero
Arlecchino Battocchio - Giuseppe Sabbatini
Tartaglia - Enzo Dara
Giocadio - Antonio Pierfederici

Orchestra e Coro del Teatro Comunale di Bologna, Gianluigi Gelmetti

Mascagnis einzige Komödie in hervorragender Besetzung.

Gruß Amonasro
palestrina (08.02.2018, 20:56):
AD2013


Hallo Amonasro, selbst dabei gewesen, heute selbst in Wildbald abgeholt und 5€ gespaart! :down

LG palestrina
Amonasro (08.02.2018, 23:13):
Viel Spaß mit der Aufnahme, palestrina. Ich habe mich gestern durch Hörproben auf der Naxos-Website gehört und freue mich schon auf die ganze Aufnahme.

Gruß Amonasro :hello
Amonasro (13.02.2018, 17:02):

Pietro Mascagni/Giovanni Targioni-Tozzetti/Guido Menasci: Cavalleria rusticana

Santuzza - Fiorenza Cossotto
Turiddu - Carlo Bergonzi
Lucia - Mariagrazia Allegri
Alfio - Giangiacomo Guelfi
Lola - Adriana Martino

Coro e Orchestra del Teatro alla Scala, Herbert von Karajan

Gruß Amonasro
Amonasro (15.02.2018, 21:13):


Francesco Cilea/Arturo Colautti: Adriana Lecouvreur

Adriana Lecouvreur - Renata Scotto
Maurizio - Plácido Domingo
Il principe di Bouillon - Giancarlo Luccardi
La principessa di Bouillon - Elena Obraztsova
Michonnet - Sherrill Milnes
L'abate di Chazeuil - Florindo Anpreolli
Mad.lla Jouvenot - Lilian Watson
Mad.lla Dangeville - Ann Murray
Quinault - Paul Hudson
Poisson/Il maggiordomo - Paul Crook

Ambrosian Opera Chorus
Philharmonia Orchestra, James Levine
1978

Gruß Amonasro
Amonasro (16.02.2018, 12:55):


Ruggero Leoncavallo: Pagliacci

Nedda - Maria Callas
Canio - Giuseppe Di Stefano
Tonio - Tito Gobbi
Beppe - Nicola Monti
Silvio - Rolando Panerai

Coro e Orchestra del Teatro alla Scala di Milano, Tullio Serafin

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (16.02.2018, 18:15):

Ludwig van Beethoven; Sinfonie Nr. 5 c-Moll, op. 67
New York Philharmonic, Arturo Toscanini (Carnegie Hall, 6. März 1931 & 9. April 1933)
Immer wieder. Die einzigen brauchbaren Interpretationen der Fünften überhaupt. Begründung im Fachfaden folgt.
Guenther (17.02.2018, 18:20):
Schnell WDR3 einschalten:

Boccherinis Stabat Mater in der "WDR3 Vesper"!
Amadé (18.02.2018, 11:17):


Der Klang ist meist doch besser als ich dachte.
Amonasro (21.02.2018, 21:58):


Pietro Mascagni/Giovacchino Forzano: Lodoletta

Lodoletta - Giovanna de Liso
Flammen - Orfeo Zanetti
Giannotto - Giuseppe Altomare
Antonio - Franco Boscolo
La Vanard - Corina Iustian Schmidt
La Pazza - Fulvia Bertoli
Il Portalette/Una voce di tenore - Carlo Bosi
Franz - Ettore Cresci
Maud - Alessandra Rossi Trusendi

Coro Cooperativa Artisti Associati, Coro di Voci Bianche Corale "Guido Monaco"
Orchestra Camerata Strumentale, Massimo De Bernart

Gruß Amonasro
Amonasro (22.02.2018, 20:57):


Igor Strawinsky:

Pétrouchka

Royal Concertgebouw Orchestra, Riccardo Chailly

Le Sacre du printemps

The Cleveland Orchestra, Riccardo Chailly

Gruß Amonasro
Amonasro (23.02.2018, 14:36):

Richard Wagner: Der fliegende Holländer

Daland - Gottlob Frick
Senta - Marianne Schech
Erik - Rudolf Schock
Mary - Sieglinde Wagner
Der Steuermann Dalands - Fritz Wunderlich
Der Holländer - Dietrich Fischer-Dieskau

Chor der Deutschen Staatsoper Berlin
Staatskapelle Berlin, Franz Konwitschny

Eine sehr textverständliche Aufnahme. Marianne Schech als Senta finde ich gewöhnungsbedürftig. Das Booklet ist sehr schön gestaltet, aber leider fest mit der Hülle verklebt, finde ich etwas unpraktisch.

Gruß Amonasro
Amonasro (25.02.2018, 16:37):

Riccardo Zandonai/Tito Ricordi: Francesca da Rimini

Francesca - Christina Vasileva
Samaritana - Victória Mester
Ostasio - Levente Molnár
Giovanni lo sciancato - Juan Orozco
Paolo il bello - Martin Mühle
Malatestino dall'occhio - Adriano Graziani
Biancofiore - Bénédicte Tauran
Garsenda - Kim-Lillian Strebel
Altichiara - Marija Jokovic
Adonella - Sally Wilson
Smaragdi - Victória Mester
Ser Toldo Berardengo - Aaron Judisch
Il giullare - Alejandro Lárraga Schleske
Il balestriere - Se Hun Jin
Il torrigiano - Levente Molnár
Il prigioniero - Se Hun Jin

Freiburger Kammerchor, Opern- und Extrachor des Theater Freiburg, Vokalensemble der Hochschule für Musik Freiburg
Philharmonisches Orchester Freiburg, Fabrice Bollon

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (27.02.2018, 07:16):
Zurück in heimischen Gefilden: Von 25°C nach -10°C. :thumbdown:
Da bekommt man Gelüste, ganz auszuwandern...


Joseph Haydn; Messe d-Moll Hob. XXII:11 "Nelsonmesse"
Jonty Ward, Hugh Cutting, Nick Pritchard, Tom Edwards
Choir of New College Oxford, New Century Baroque, Edward Higginbottom
Cetay (inaktiv) (28.02.2018, 14:00):

Luigi Boccherini; Streich- und Gitarrenquintette
Europa Galante, Fabio Bondi
Streichquintette a-Moll, C-Dur & d-Moll, G. 300, 298 & 295
Menuett aus Streichquintett E-Dur, G. 275
Quintett für Gitarre, 2 Violinen, Viola und Violoncello D-Dur, G. 488 "Fandango"
Streichquartett Nr. 4 g-Moll (Opera Prima, 1777)
Quintett für Gitarre, 2 Violinen, Viola und Violoncello C-Dur, G. 453 "La ritratra di Madrid"
Nicht täglich, aber doch Gelegentlich sei an diesen Komponisten erinnert, der wirklich zu Unrecht im Schatten anderer steht.
Amonasro (28.02.2018, 22:24):


Jonas Kaufmann - Arien/Duette aus Manon Lescaut, Le Villi, Edgar, La bohème, Tosca, Madama Butterfly, La fanciulla del West, La rondine, Il tabarro, Gianni Schicchi und Turandot

mit Kristine Opolais, Massimo Simeoli, Antonio Pirozzi

Orchestra e coro dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Antonio Pappano

Insbesondere die Arien von Des Grieux und Ramerrez stechen heraus, für Rodolfo und vor allem Rinuccio (Gianni Schicchi) ist mir eine helle lyrische Stimme deutlich lieber.

Gruß Amonasro
Schostakowitsch (01.03.2018, 07:33):
Amonasro (01.03.2018, 15:59):


Carl Maria von Weber/Johann Friedrich Kind: Der Freischütz

Ottokar - Bernd Weikl/Otto Mellies
Kuno - Siegfried Vogel/Gerd Biewer
Agathe - Gundula Janowitz/Regina Jeske
Ännchen - Edith Mathis/Ingrid Hille
Kaspar - Theo Adam/Gerhard Paul
Max - Peter Schreier/Hans Jörn Weber
Ein Eremit - Franz Crass
Kilian - Günther Leib/Peter Hölzel
Brautjungfern - Renate Hoff, Brigitte Pfretzschner, Renate Krahmer, Ingeborg Springer
Samiel - Gerhard Paul
Fürstlicher Jagdbursch - Friedrich Wilhelm Junge
Heger - August Hütten
Fürstlicher Leibschütz - Achim Schmidtchen
Schenkmädchen - Gerlind Schulz

Rundfunkchor Leipzig
Staatskapelle Dresden, Carlos Kleiber
Dialogregie: Joachim Herz

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (03.03.2018, 05:38):

Ludwig van Beethoven; Tripelkonzert C-Dur op. 56
Anne Gastinel, Nicholas Angelich, Gil Shaham, Frankfurt Radio Symphony, Paavo Järvi
Cetay (inaktiv) (04.03.2018, 07:40):

Ludwig van Beethoven; Missa Solemnis, op. 123
Carolyn Sampson, Marianne Beate Kielland, Thomas Walker, David Wilson-Johnson, Capella Amsterdam, Orchestra of the Eighteenth Century, Daniel Reuss

Ich wiederhole mich: Das ist die mit weitem Abstand beste Missa auf dem Markt.

:times10
Cetay (inaktiv) (04.03.2018, 20:50):

Gustav Mahler; Das Lied von der Erde (Fassung für Soli und Kammerorchester v. Arnold Schönberg, vollendet v. Rainer Riehn)
James Elves (Tenor), Russell Braun (Bariton), Smithsonian Chamber Players & Santa Fe Pro Musica, Kenneth Slowik

Mein Lieblings-Lied. :thumbsup:
Gernot H. (05.03.2018, 14:10):
Hallo Cetay.

Ich höre gerade die Messe solennelle von Hector Berlioz aus dem Jahr 1824. Ein sehr frühes Werk dieses begeisternden Komponisten, das auf spätere Kompositionen wie Sinfonie fantastique, Te Deum und Requiem vorausweist.
Cetay (inaktiv) (05.03.2018, 18:38):
Hallo Gernot,

herzlich willkommen in unserem kleinen aber feinen Forum. :hello
Berlioz verirrt sich bei mir nur noch selten in den DAC, aber diese Aufnahme finde ich grandios:


Hector Berlioz; Grand Messe des Morts
Robert Murray (Tenor), Chetham’s School of Music Symphonic Brass Ensemble,
Gabrieli Players and Consort, Wroclaw Philharmonic Choir and Orchestra, Paul McCreesh
Sfantu (06.03.2018, 22:09):

Krzysztof Penderecki - Lukas-Passion

Stefania Woytowicz, Sopran
Andrzej Hiolski, Bariton
Bernard Ladysz, Bass
Rudolf Jürgen Bartsch, Sprecher
Tölzer Knabenchor,
Kölner Rundfunkchor
Rundfunk-Sinfonie-Orchester Köln - Henryk Czyz
(2 LPs. dhm, 1967)

Der Reigen der Passionsmusiken beginnt bei mir dieses Jahr einmal nicht mit den wohlklingenden barocken Schlachtrössern sondern mit dem kargen, spröden Penderecki: Solisten wie Chöre singen, schreien, flüstern, über weite Strecken wird acappella gesungen.
Die Instrumenten-Stimmen sind so effektiv wie sparsam dosiert.
Das Erzählte wirkt in seiner Ungeschminktheit schonungslos direkt.
Gute bis sehr gute Darbietung.
Festtagsstimmung kommt hier zu keiner Zeit auf. Daran ändert auch der wie ein Fremdkörper klingende triumphale Dur-Dreiklang des Schlussakkords nichts.
Cetay (inaktiv) (07.03.2018, 07:36):
Sfantu! Ich habe schon befürchtet, du wurdest von einem Vampyr gebissen...

Hier jetzt:


Ludwig van Beethoven; Sinfonie Nr. 9 d-Moll, op. 125
Judith Hellwig, Lydia Kindermann, René Maison, Alexander Kipnis
Teatro Colon Orchestra & Chorus, Arturo Toscanini (Buenos Aires, 24. Juli 1941)
Sfantu (07.03.2018, 23:02):
Hallo Gernot,

auch von mir: Herzlich willkommen!
Viel Freude wünsche ich Dir & viel anregenden Austausch erhoffe ich mir!

:hello
Amonasro (08.03.2018, 18:54):


Verdi/Piave/Ghislanzoni: La forza del destino

Il Marchese di Calatrava - Silvio Maionica
Donna Leonora di Vargas - Renata Tebaldi
Don Carlo di Vargas - Ettore Bastianini
Don Alvaro - Mario Del Monaco
Preziosilla - Giulietta Simionato
Il Padre Guardiano - Cesare Siepi
Fra Melitone - Fernando Corena
Curra - Gabriella Carturan
Mastro Trabuco - Piero De Palma
Un alcalde - Ezio Giordano
Un chirurgo - Eraldo Coda

Orchestra e coro dell'Accademia di Santa Cecilia Roma, Francesco Molinari-Pradelli
Decca 1955

Gruß Amonasro
Amonasro (09.03.2018, 17:11):


Gioachino Rossini/Luca Agolini/Jacopo Ferretti: La Cenerentola, ossia La bontà in trionfo

Don Ramiro - Francisco Araiza
Dandini - Domenico Trimarchi
Don Magnifico - Enzo Dara
Clorinda - Emilia Ravaglia
Tisbe - Marilyn Schmiege
Angelina - Lucia Valentini Terrani
Alidoro - Alessandro Corbelli

Georg Fischer: Hammerklavier
Chor des Westdeutschen Rundfunks
Cappella Coloniensis, Gabriele Ferro

Gruß Amonasro
Falstaff (09.03.2018, 23:30):


Ein weiterer Versuch meinerseits, dieser Oper nahe zu kommen. Aber irgendwie klappt es nicht. Sie bleibt mir fremd. Vielleicht müsste ich sie wirklich erst einmal auf der Bühne sehen.

:hello Falstaff
Falstaff (09.03.2018, 23:32):
Danach Kontrastprogramm:



Eine Aufnahme, die mich aufgrund des Tempos und der Leidenschaftlichkeit schwer begeistert.

:hello Falstaff
Sfantu (10.03.2018, 23:21):

Helmut Lachenmann
- Allegro sostenuto für Klarinette, Cello & Klavier (1986-88)
- Pression für einen Cellisten (1969)
- Dal niente für einen Solo-Klarinettisten (1970)
- Intérieur 1 für einen Schlagzeugsolisten (1966)

Eduard Brunner, Klar.,
Walter Grimmer, Vcl.,
Massimiliano Damrini, Klav.,
Johannes Beer, Schlagzeug
(CD, col legno, 1994)

Letzte Woche machte ich zufälig die Bekanntschaft eines Kompositionsschülers von Lachenmann (in den 80ern in Stuttgart). Dies nahm ich zum Anlass, meine einzige Lachenmann-CD nach langer Pause einmal wieder zu "verkosten".
Bei mir braucht es hierfür immer eine gewisse Einstimmung - mentales Training oder wie auch immer man das nennen mag. Jedenfalls ist das keine Musik zum Nebenbei-Hören. Sie verlangt nach unbedingter Fokussierung. Oft passiert nichts oder kaum Hörbares, dann wieder kommt es zu jähen Ausbrüchen. Die Instrumentalisten realisieren spieltechnische Grenzgänge oder - Überschreitungen. Die Spieldauer der Stücke nehme ich potenziert länger wahr als das tatsächlich in Minuten & Sekunden Messbare.
In summa: eine Hörhaltung, die erst einmal ausgesprochen herausfordernd ist, im Verlauf aber auch mit Sinneseindrücken der aussergewöhnlichen Art belohnt.
Cetay (inaktiv) (11.03.2018, 11:04):

Jedenfalls ist das keine Musik zum Nebenbei-Hören. Sie verlangt nach unbedingter Fokussierung. Oft passiert nichts oder kaum Hörbares, dann wieder kommt es zu jähen Ausbrüchen. Die Instrumentalisten realisieren spieltechnische Grenzgänge oder - Überschreitungen. Die Spieldauer der Stücke nehme ich potenziert länger wahr als das tatsächlich in Minuten & Sekunden Messbare.

In summa: eine Hörhaltung, die erst einmal ausgesprochen herausfordernd ist, im Verlauf aber auch mit Sinneseindrücken der aussergewöhnlichen Art belohnt.
So ist es. Ich habe einmal das 2. Streichquartett live erlebt. Da schien die Zeit fast stehen zu bleiben. Das war eines meiner intensivsten und am nachhaltigsten wirkenden Konzerterlebnisse überhaupt.

Hier läuft jetzt die Fünfte aus Toscaninis nie wieder von jemandem auch nur annähernd erreichten 1939er Beethoven Zyklus in der excellenten Restauration von Music & Arts:



Ludwig van Beethoven; Sinfonie Nr. 5 c-Moll, op. 67
NBC Symphony Orchestra, Arturo Toscanini
Cetay (inaktiv) (11.03.2018, 18:17):

Gérard Grisey; Vortex temporum für Piccolo/Flöte/Bassflöte, Klarinette/Bassklarinette, Streichtrio & Klavier
Ensemble Risognanze, Tito Ceccerini

Wer noch einen Beweis braucht, dass moderne Musik nicht auf populistische Methoden angewiesen ist, um "verständlich" zu sein, höre hier. Ich kriege immer die Krätze, wenn propagiert wird, zeitgenössische Komponisten hätten gefälligst "fasslich" zu schreiben. Man stelle sich vor, Beethoven hätte sich nach solchen Flachköpfen gerichtet. Dann gäb's heute keine Große Fuge zu bestaunen...
Cetay (inaktiv) (11.03.2018, 20:00):
Den Rest des Tages verbringe ich mit extrem hartem Stoff. Allein die Erklärungen im Booklet zu studieren, ist trotz physikalischer Vorbildung eine abendfűllende Angelegenheit. Es geht um die kosmolgische Natur der (höherdimensionalen) Realität, in der wir leben, wahrnehmen, denken und handeln. Das Libretto stammt von einer der führenden theoretischen Physikerinnen unserer Zeit.


Hèctor Parra; Hypermusic Prologue - A projective opera in seven planes
Charlotte Ellett (Sopran), James Bobby (Baritone), Ensemble Intercontemporain, Clement Power (Libretto: Lisa Randall)
Sfantu (11.03.2018, 23:02):

Adolf Brunner - Markus-Passion

Ulrich Studer, Bariton - Christus
Dieter Agricola, Tenor - Petrus, Hohepriester, Kriegsknecht
Martin Bruns, Bariton - Hauptmann
Christoph Näf, Bass - Judas
Heinz Suter, Bass - Pilatus
Regula Zimmerli, Sopran - Magd
Heiner Kühner, Orgel
Kantoreien & Collegium musicum der Evangelischen Singgemeinde - Klaus Knall
(3 LPs, ex libris, 1985)

Weiter geht's mit den Passions-Musiken.
Nachdem Penderecki bei mir den Eindruck der Sprödigkeit & Kargheit hinterliess, relativiert sich das nach Adolf Brunners Markus-Passion (UA 1975 in Dresden) ein wenig: hier haben wir es mit einem tief empfundenen aber auch ebenso tief ernsten Stück zu tun: Pendereckis im Vergleich geradezu schillernde Erzählhaltung bleibt in jedem Moment ganz dicht am Geschehen & sorgt stets für eine Art Thrill - trotz des von ihm vertonten Latein gegenüber dem bei Brunner gesungenen Deutsch. Der Komponist betont im Beiheft die schonungslose Direktheit, ja Dramatik von Lukas im Vergleich mit den anderen Evangelisten. Davon blitzt in der Vertonung aber recht selten etwas hervor. Einerseits wohltuende Innenschau, andererseits ein Ausbremsen des dramatischen Flusses stellen die Präludium & Intonation genannten Orgelvorspiele zu den 6 Abschnitten dar. Der emotionale Grundcharakter der Passions-Schilderungen ist mehrheitlich düster-verhangen. Die Chancen zu dramatischer Zuspitzung werden nicht immer genutzt. Die Rolle eines Erzählers oder Evangelisten wird dem Chor übertragen. Dadurch bleibt allein an Aussage & Ausdruck Vieles im Ungefähren, hat weniger Kontur, als wenn die Rolle klar personalisiert wäre. Klug gewählt ist die Wahl der Instrumente für die jeweilige Szenerie. Brunners Klangsprache hat mich einige Male an Benjamin Britten & Michael Tippett denken lassen. Immerhin interessant & von starkem Eindruck die häufige Unterordnung der Musik unter den Sprachduktus, was die Prosodie angeht.
Unter den Solisten sticht Heinz Suter als Pilatus hervor: weniger mit einem attraktiven Timbre als vielmehr mit Gestaltungskraft. Aufnahmetechnisch ist die Rolle des Christus leicht in den Vordergrund gezogen während die anderen Protagonisten quasi aus der Mitte des Chores heraus zu hören & somit zu leise sind. Chor & Instrumentalisten sind bestens disponiert, die Aufnahme plastisch, durchsichtig & dynamisch, meine Exemplare obendrein mutmasslich ungespielt & daher im obersten Vinyl-Himmel angesiedelt.
Fazit > eine Passionsbetrachtung, die einen unverplanten Nachmittag mit Konzentrationsvermögen, Ausdauer & einer Kanne Rooibos verlangt.
Cetay (inaktiv) (13.03.2018, 11:17):
Normalerweise mache ich um programmatische Schlachten- und Revolutionsmusik einen großen Bogen, aber die "Große charakteristische Sinfonie für den Frieden mit der französischen Republik" von Wranitzky ist durchaus genießbar und funktioniert auch ohne Programm sehr gut.


Paul Wranitzky; Sinfonie c-Moll op. 31
NDR Radiophilharmonie, Howard Griffith
Falstaff (17.03.2018, 00:09):
Aus aktuellem Anlass:



Vielleicht keine ausgesprochene Geburtstagsmusik, aber irgendwie war mir bei diesem erneuten Wintereinbruch danach. Zudem erinnert sie mich an den letzten Liederabend mit der Ludwig in Berlin mit eben dieser Winterreise.

:hello Falstaff
Falstaff (17.03.2018, 00:13):
Und danach dann diese hier:



Vor allem die Szenen aus der 'Elektra' und der 'Frau ohne Schatten' sind schlichtweg grandios.

:hello Falstaff
Amonasro (18.03.2018, 16:49):


Ein weiterer Versuch meinerseits, dieser Oper nahe zu kommen. Aber irgendwie klappt es nicht. Sie bleibt mir fremd. Vielleicht müsste ich sie wirklich erst einmal auf der Bühne sehen.

:hello Falstaf
Mir gefällt Fanciulla von ein paar Längen im 1. Akt abgesehen eigentlich sehr, allerdings ziehe ich die Aufnahme mit Carol Neblett, Placido Domingo und Sherill Milnes deutlich vor. Tebaldi klingt mir als Minnie zu glatt, insbesondere die Poker-Szene ist mit Neblett und Milnes deutlich intensiver.

Bei mir jetzt:



Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Ernani

Ernani - Carlo Bergonzi
Elvira - Leontyne Price
Don Carlo - Mario Sereni
Don Ruy Gomez de Silva - Ezio Flagello
Don Riccardo - Fernando Iacopucci
Iago - Hartje Mueller
Giovanna - Julia Hamari

RCA Italiana Opera Orchestra and Chorus, Thomas Schippers

Von Verdis Frühwerken höre ich Ernani am liebsten. Nur schade, dass Bergonzi hier nicht auch die Arie Odi il voto singt.

Gruß Amonasro :hello
Amonasro (19.03.2018, 15:08):


Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Rigoletto

Il Duca di Mantova - Renato Cioni
Rigoletto - Cornell MacNeil
Gilda - Joan Sutherland
Sparafucile - Cesare Siepi
Maddalena - Stefania Malagù
Giovanna - Anna di Stasio
Matteo Borsa - Angelo Mercuriali
Marullo - Giuseppe Morresi
Il Conte di Ceprano - Giulio Corti
La Contessa di Ceprano - Luisa Valle
Il Conte di Monterone - Fernando Corena
Un paggio della Duchessa - Maria Fiori

Orchestra e coro dell'Accademia di Santa Cecilia Roma, Nino Sanzogno

Gruß Amonasro
Sfantu (19.03.2018, 23:01):
Bei mir jetzt:



Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Ernani

Ernani - Carlo Bergonzi
Elvira - Leontyne Price
Don Carlo - Mario Sereni
Don Ruy Gomez de Silva - Ezio Flagello
Don Riccardo - Fernando Iacopucci
Iago - Hartje Mueller
Giovanna - Julia Hamari

RCA Italiana Opera Orchestra and Chorus, Thomas Schippers
Eine ganz vorzügliche Aufnahme!
Allein den Eingangschor mit seinem unwiderstehlichen Drive zähle ich zu den absoluten Glanzpunkten der Verdi-Diskographie! Das ist pure, mitreissende, Klang gewordene Italianità! Bei jedem neuen Hören so elektrisierend wie beim ersten Mal...
Dekyi1210 (20.03.2018, 22:06):
Schöne Sachen werden hier gehört. Ernani mit Schippers - herrliche Aufnahme, Bergonzi in perfekter Belcantomanier, dazu das frische, elektrisierende Dirigat des viel zu jung verstorbenen Schippers, übertroffen nur von Mitropoulos 1956.

Bei mir heute Walküre mit Solti - ich weiß, einfallslos, aber die Besetzung fast ideal und vor allem die Aufnahmetechnik von DECCA (Vinyl mit der DECCA-Kurve!) bis heute unerreicht. Schwachpunkt - wenn es denn einen gibt - eigentlich Hotter. Da ist mir z.B. London unter Leinsdorf oder Stewart unter Karajan lieber...aber das ist Jammern auf eher höherem Niveau
satie (20.03.2018, 22:31):
Hallo Dekyi.
willkommen im Forum! Ich freue mich auf interessante Beiträge.

Herzliche Grüße
Satie
Falstaff (20.03.2018, 23:14):
Heute bei mir eher fern der Oper:



:hello Falstaff
Falstaff (20.03.2018, 23:17):
Und danach ein wunderbar leichtes 1. Klavierkonzert von Beethoven.



:hello Falstaff
Amonasro (22.03.2018, 22:00):

Gustav Mahler: Das Lied von der Erde

Christa Ludwig
Fritz Wunderlich
Philharmonia Orchestra, New Philharmonia Orchestra, Otto Klemperer

Gruß Amonasro
Amonasro (23.03.2018, 17:13):


Gaetano Donizetti/Felice Romani: Lucrezia Borgia

Don Alfonso I. d'Este - Ingvar Wixell
Lucrezia Borgia - Joan Sutherland
Gennaro - Giacomo Aragall
Maffio Orsini - Marilyn Horne
Jeppo Liverotto - Graham Clark
Apostolo Gazella - Lieuwe Visser
Ascanio Petrucci - John Bröcheler
Oloferno Vitellozzo - Piero De Palma
Gubetta - Richard Van Allan
Rustighello - Graeme Ewer
Astolfo - Nicola Zaccaria
Un usciere - David Wilson-Johnson
Un coppiere - Paul Taylor

London Opera Chorus
National Philharmonic Orchestra, Richard Bonynge

Diese düstere Oper Donizettis zieht alle Register des Schaurigen: eine inzestuöse Liebe, unklare Identitäten, Gifte, Gegengifte und ein Massenmord am Ende, bei dem eine ganze Festgesellschaft vergiftet wird. Die Handlung ist dabei nicht immer logisch (wieso sagt Lucrezia ihrem Mann nicht einfach, dass Gennaro ihr Sohn ist?), während die Musik mit dem Donizetti-typischen Koloratur-Feuerwerk aufwartet. Die Besetzung überzeugt auf ganzer Linie bis in die Nebenrollen hinein, die im Gegensatz zu anderen Donizetti-Opern relativ viele Auftritte haben. Joan Sutherland war bei dieser Aufnahme schon über 50, klingt aber noch deutlich frischer als in der wenig später entstandenen Sonnambula. Ihr teilweise eher kaltes Timbre passt gut zu der unnahbaren Figur, der Tenor Aragall besticht durch eine sehr schönklingende Stimme mit müheloser Höhe und darf hier auch zwei Arien singen, die häufig gestrichen werden.

Gruß Amonasro
Falstaff (24.03.2018, 01:10):
Heute ein bisschen Mozart mit Haskil und Cluytens:



:hello Falstaff
Falstaff (24.03.2018, 01:12):
Und danach Richter mit Mozart-Sonaten:



:hello Falstaff
Falstaff (24.03.2018, 01:14):
Und zum Abschluss eine der Kronen Mozarts in einer fantastischen Interpretation:



:hello Falstaff
Sfantu (25.03.2018, 23:22):


Josef Bohuslav Foerster (1859 - 1951) - Sinfonie Nr. 4 c-moll "Veliká noc" ("Osternacht"), 1905
Symfonický orchestr hlavního města Prahy Film Opera Koncert - Václav Smetáček (LP, Supraphon, 1970)

Nach Penderecki & Brunner erfährt meine kleine Oster-Serie eine denkbar schroffe Kehrtwende: Zum einen hat man es bei Foerster mit einem rein instrumentalen Werk zu tun. Dann aber eben auch mit einer emotionsschwangeren Spätest-Romantik: Foerster schloss als Lehrer & Kritiker um die Jahrhundertwende in Hamburg Freundschaft mit Gustav Mahler. & das dringt in diesem Werk offenkundig durch. Auch werden Anklänge an, Humperdinck & Dvořák, stellenweise sogar Skrjabin hörbar.
Die 4 Sätze tragen programmatische Titel: I. "Kreuzweg". Bewegte Thematik spiegelt den Widerstreit von Gut & Böse. II. "Kartfreitag eines Kindes": Der scherzoartige Satz wartet mit allerlei Folkloristischem auf - der stellenweise heiter-verspielte Grundton mag auf den ersten Blick nicht so recht zum tragischen Grundkontext passen. Foerster wählte aber selbst den Untertitel "Karfreitag eines Kindses". Laut Klappentext sei dies eine Anspielung auf österliche Festtagsbräuche & Kindheitserinnerungen. III. "Zauber der Einsamkeit" wird als inbrünstiges Gebet & als Evokation Christi im Garten von Gethsemane gedeutet. IV. "Sieg des Karsamstags": Heldische Motivik im Sinne Mahlerscher Erlösungs-Dramen wird effektvoll von einem Paukenschlag unterbrochen. Hierauf baut sich, von der Orgel ausgehend, eine hymnische Apotheose auf, die unter dröhnender Kathedralen-Kuppel im vollen Orchester ihren triumphalen Abschluss findet.
Das Ganze geht für mich in Ordnung, rufe ich mir den übergeordneten Kontext ins Bewusstsein: Christi Sieg über alles Irdische. Denn rein stilistisch ist Foerster gerade in diesem Finalsatz doch wieder sehr nahe an Mahler (mit dem ich immer schon meine Mühe hatte/habe). Bei Mahler steht hinter allem Weltumspannenden am Ende doch immer ein selbstmitleidtrunkener Ich-Schrei - hier darf man wenigstens nominell ein höheres Prinzip als Leitgedanken annehmen (Foerster mag es als tiefgläubiger Christ wohl ernst gemeint haben).

Mag ich diese Musik: Ja. Die übergeordnete Klammer Ostern lässt die Dramaturgie sinnfällig erscheinen. Die in mir schlummernden Mahler-Allergene kauern somit knapp unter der Aktivierungsschwelle...
Falstaff (27.03.2018, 00:19):
Und noch 'n bisserl Mozart.



:hello Falstaff
Cetay (inaktiv) (27.03.2018, 16:12):

Johannes Kalitzke; Bericht über den Tod des Musikers Jack Tiergarten
Szenische Moritat für zwei Schauspieler, Sopran, Bariton und Kammerorchester
Werner Eggenhofer, Till Krabbe, Brigitte Jäger, Espen Fegran,
Ensemble musikFabrik (NRW), Johannes Kalitzke

Streng genommen könnte man auch diese in die Auswahlliste für Falstaffs Einstiegsdrogen-Opernprojekt aufnehmen. Ich kenne zumindest eine Person, die mit der Oper gar nichts am Hut hat, aber diese Platte zu den wertvollsten seiner Sammlung zählt. Die Handlung bietet ebenso viel Tiefgang wie klassischer Stoff und kommt dabei ganz ohne Adelige und Heldinnen aus.
Falstaff (27.03.2018, 22:49):
und kommt dabei ganz ohne Adelige und Heldinnen aus.
Na, das is' 'n Kriterium. :P
Streng genommen könnte man auch diese in die Auswahlliste für Falstaffs Einstiegsdrogen-Opernprojekt aufnehmen.
Lieber Cetay, würde ich glatt machen und Moderne kommt in der Runde immer sehr gut an. Nur leider kenne ich das Stück nicht und bei YouTube finde ich es auch nicht. Bislang kenne ich von Kalitzke nur die Filmmusik zu 'Schatten' und habe nun ein wenig 'Labyrinth der Lieder' gehört. Was mich sofort veranlasst hat, den 'Bericht' zu bestellen. Werde die Runde damit vielleicht beim nächsten Treffen überraschen. Wo sie doch immer nur Callas von mir erwarten. :D

LG Falstaff
Falstaff (27.03.2018, 22:51):
Daraus das Streichquartett op.74 Nr.1 von Haydn.



:hello Falstaff
Cetay (inaktiv) (28.03.2018, 18:50):

Carl Maria von Weber; Der Freischütz
Gundula Janowitz, Edith Mathis, Peter Schreier, Staatskapelle Dresden, Carlos Kleiber
Cetay (inaktiv) (28.03.2018, 23:07):

Gustav Mahler; Sinfonie Nr.8
Mormon Tabernacle Choir, Utah Symphony Orchestra, Thierry Fischer
Falstaff (29.03.2018, 01:20):
Weiter mit meiner Haydn-Entdeckertour:



:hello Falstaff
Cetay (inaktiv) (29.03.2018, 13:30):
Weiter mit meiner Haydn-Entdeckertour:

:hello Falstaff
Eine Lebensaufgabe ist das, aber eine lohnende.

Das "Problem" ist, dass es bei Haydn kein Frühwerk gibt, in dem Sinne, dass es sich um qualitativ weniger hochstehendes Material handelt. Schon unter den ersten 20 Sinfonien finden sich allerlei Juwelen - und selbst die Scherzandi, die es nicht in die offizielle Zählung geschafft haben, möchte ich nicht verpasst haben. Und damit ist noch kein Streichquartett und kein Klaviertrio gehört und Nebenschauplätze wie die Concerti a Due Lire oder Baryton-Oktette unergründet. Haydns Gesamtwerk kann ich in meinem Normalhörerleben auch nicht mal ansatzweise erfassen, aber egal was ich weglasse: ich weiß, ich verpasse etwas.
Ach ja, er hat auch einen ganzen Sack voller Opern geschrieben. ;)
Cetay (inaktiv) (29.03.2018, 16:29):

Gustav Mahler; Sinfonie Nr.8
Mormon Tabernacle Choir, Utah Symphony Orchestra, Thierry Fischer
Nachdem ich gestern den Schreifritz ganz unterhaltsam fand, hatte ich noch Lust auf etwas mehr "mit Chor". Warum ich den von mir weitgehend geschassten Mahler und die noch nie sehr geliebte 8. ausgewählt habe, kann man wohl nur Intuition nennen. Die hat mich wirklich schier vom Stuhl gerissen - nicht (nur) wegen des Spektakels, sondern weil ich auf einmal das Gefühl hatte vom Mahler-"Schaf", das nichts "capirt" zum Eingeweihten zu mutieren. Sicher ist aus die Achte ein Ich-Geschrei, aber schreit hier nicht das Universum durch Mahler?
Egal, die Interpretation ist herausragend, weil sie ohne das ganze Psycho-Gedöns auskommt und ein weiteres Indiz dafür, dass man den Intentionen des Komponisten möglicherweise am nächsten kommt, indem man sich heraushält. Utah ist eine feine Adresse im Mahler-Kosmos. Schon Maurice Abravanel hat dort einen ganz vorzüglichen Sinfonien-Zyklus vorgelegt, der heute etwas schepps angesehen wird, weil ihm das Abgründige und Doppelbödige abgehen würde - sprich, weil er sich ganz klassisch gibt und den kompositorischen Exzessen Mahlers eben nicht noch interpretatorische (und effekthascherische) aufsetzt.
Falstaff (29.03.2018, 23:29):
Eine Lebensaufgabe ist das, aber eine lohnende.
Ach, der Aufgaben sind so viele und die Zeit ist so bemessen. ;)

Nein, ich werde schon weitermachen. Deshalb gab es heute:



Daraus das Klaviertrio Hob.XV:19. Bisschen was findet sich ja doch in meinem Regal.

LG Falstaff
Cetay (inaktiv) (30.03.2018, 12:17):

4 x Wolfgang Amadeus Mozart; Sinfonie Nr. 6 F-Dur, K. 43
Wiener Philharmoniker, James Levine // The English Concert, Trevor Pinnock // RIAS-Symphony-Orchester, Ferenc Ficsay // Danish National Chamber Orchestra, Adam Fischer
Amonasro (30.03.2018, 17:32):


Johann Sebastian Bach/Picander: Matthäus-Passion

Solisten:
Christoph Prégardien
Matthias Goerne
Chrisina Schäfer
Dorothea Röschmann
Bernarda Fink
Elisabeth von Magnus
Michael Schade
Markus Schäfer
Dietrich Henschel
Oliver Widmer
Jan Leibnitz

Wiener Sängerknaben, Arnold Schoenberg Chor
Concentus musicus Wien, Nikolaus Harnoncourt

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (30.03.2018, 19:42):
Der große alte Bach steht immer noch hoch im Kurs. Spotify verzeichnet in diesem Jahr schon 42 Neuerscheinungen bzw. Wiederauflagen. Als Cageianer bekommt man neues Futter in bescheideneren Dosen verabreicht. Aber immerhin gibt es schon die zweite Ration zu vermelden und damit so viel wie im ganzen Jahr 2017.


John Cage; Electronic Music for Piano
Tania Chen (Klavier), Thurston Moore (E-Gitarre), David Toop (Klangbearbeitung), Jon Leidecker (Elektronik)
Cetay (inaktiv) (30.03.2018, 21:08):

Gustav Mahler; Sinfonie Nr. 8 Es-Dur
Bulgarian National Choir "Svetoslav Obretenov", Sofia Philharmonic Orchestra, Emil Tabakov
Cetay (inaktiv) (31.03.2018, 00:29):

Johann Sebastian Bach ; Violinkonzerte a-Moll & E-Dur, BWV 1041 & 1042
Frank Peter Zimmermann, Berliner Barocksolisten

Auf das erste Gehör sehr erfreulich.
Cetay (inaktiv) (31.03.2018, 06:49):

Hector Berlioz; Symphonie fantastique op. 14, H. 48
Utah Symphony Orchestra, Varujan Kojian
Amadé (31.03.2018, 09:55):


live 1949 Berlin, Funkhaus an der Masurenallee, d. h. guter Klang.
Fritz Lehmann dirigiert Mitgl. des Rundfunk-Sinfonie-Orchesters Berlin, den Rundfunkchor, den Knabenchor der St. Hedwigskathedrale. Als Solisten sind u. a. zu hören Helmut Krebs als Evangelist und Dietrich Fischer-Dieskau als Jesus. Keine Hip-Interpretation, trotzdem immer werkbezogen, sehr beeindruckend.

Grüße Amadé
Sfantu (31.03.2018, 17:05):
Gestern hintereinander gehört:

Carl Philipp Emanuel Bach - Markus-Passion (vermutlich 1750er Jahre - keine Wotquenne-Nr.)

Krisztina Laki, Sopran
Ursula Kunz, Alt
Peter Schreier, Tenor (auch Evangelist)
Andreas Schmidt, Bass (auch Christus)
Constanze Backes, Sopran (Dienerin)
Dietmar Keitz, Bass (Hohepriester, Pilatus)
Christoph Wagner, Bass (Petrus, Judas, Hauptmann, Kriegsknecht)
Gächinger Kantorei, Stuttgart,
Bach-Collegium Stuttgart - Helmuth Rilling
(2 LPs, CBS, 1987)

Eine Passion wie ein Schäferspiel.
Schon der Eingangschor hebt in heiter gelöster Festtagsstimmung an. & mehrheitlich sonnig geht es weiter, es überwiegen ganz klar die Dur-Tonarten. Die Tenor-Arie "Dich, Petrus, weckt der muntre Hahn" wartet sogar mit verschmitzter Ironie auf, dazu die lautmalerisch kikerikierende Oboe. "Schrecklich harter Ausdruck. Wehe!" kommt wie eine ungestüme Rache-Arie daher. Sie wird vom selben Bass vorgetragen, der unmittelbar davor das Jesus-Rezitativ sang, in welchem das Wort über Judas fällt, es sei besser, er wäre nie geboren worden. Ich begreife also unwillkürlich auch die Worte der folgenden Arie als von Jesus kommend. Das befremdet etwas, da Rachegedanken für mich nicht zum Wesen Christi passen.
Im Begleittext wird gemutmasst, dies sei wohl nicht als zusammenhängend aufzuführende Passion konzipiert gewesen. Die Kopien (Autographe sind (oder waren 1986) nicht erhalten) tragen Überschriften, die bestimmten Sonntagen der Fastenzeit zugeordnet sind. Zwar stellt sich ein entsprechender Pasticcio-Eindruck bei mir nicht ein. Befremdlich bleibt, wie gesagt, die fast fröhliche Stimmung. Die Turba-Chöre & die erwähnte Bass-Arie bilden da die wenigen Ausnahmen.
Das Ensemble agiert recht homogen auf sehr hohem Niveau. Dennoch herausragend: Andreas Schmidt mit kluger Gestaltung & natürlich mit seinem edlen Gold-Timbre sowie Peter Schreier - der Archetyp eines Evangelisten - blitzsaubere Diktion, expressives Durchleben, ja Verkörpern des Geschehens & auch in schon reiferen Sängerjahren glockenklar wie eh & je. Die genannte Petrus-Verschmäh-Arie macht er zu einem Kabinettstück! Das Instrumental-Ensembel ist kein historisierendes. Wäre es eines, hätte das Ganze ein Quäntchen mehr Kontur, mehr Biss. Dies der einzige kleine Kritikpunkt an der ansonsten vorzüglichen Darbietung.

Fazit: eine schöne, hörenswerte Passion, die nur leider keine ist. Liebliche, harmlose Geschichten in mehrheitlich heiter-melodiöser Vorklassik. Ecken, Kanten, erschütternde Abgründe: Fehlanzeige. (Muss an die 1980er DEFA-Produktion "Johann Sebastian Bachs vergebliche Reise in den Ruhm" denken: sehe Alexander May als Vater Bach vor mir, wie er Henry Hübchen (als CPE) eine Ohrfeige verpasst, nachdem er dieses Werk zu Ohren bekommt. Auch wenn diese Passion garnicht vorkommt & auch, wenn es Sebastian Kozik als Johann Christian war, der vom Vater abgewatscht wurde, aber egal).




Carl Philipp Emanuel Bach - Passions-Kantate "Die letzten Leiden des Erlösers" Wq 233

Barbara Schlick & Greta de Reyghere, Sopran
Cathérine Patriasz, Alt
Christoph Prégardien, Tenor
Max van Egmond, Bass
Collegium Vocale Ghent,
La Petite Bande - Sigiswald Kuijken
(2 LPs, deutsche harmonia mundi, 1987)

Ganz anders dieses Werk.
Es herrscht fast meditative Innenschau vor. Das Kernstück die ausladende, fast formsprengende Tenor-Arie "Wende dich zu meinem Schmerz". Die nicht wenigen wild-dramatischen Ausbrüche zeigen den Sturm-& Drang-Bach den ich kenne & liebe: so z. B. die Bass-Arien "Verstockte Sünder" & "Donnre nur ein Wort der Macht" & wiederum die Turba-Chöre. Vorzüglich die federnd & mit Brennschärfe aufspielende "Bande", das praktisch akzentfrei singende Collegium, der famose Christoph Prégardien & die Goldkehle von Barbara Schlick. Ein Schwachpunkt aus meiner Sicht Max van Egmond: hier fehlt ihm einfach der nötige Biss, die Gestaltungskraft. Auch klanglich bleibt er mit seinem fahlen, schwammigen Timbre blass, wie nicht fassbar. Schade bei dieser lohnenden Partie. Diesmal wird kein Evangelisten-Text vertont sondern Anna Luise Karsch. Sie kommentiert das Geschehen, es fallen kaum Zitate. Die Rollen entsprechen denn auch keinen Figuren der Leidensgeschichte. Interessant, wie sie Pilatus' im Grunde guten Kern herausstreicht & ihn als lediglich zu schwach oder als Opfer der Umstände fast verteidigt. Nicht selten wechseln die Erzähler sogar innerhalb der (phantasievollen) Rezitative.

Insgesamt eine sehr gute, über weite Strecken herausragende Darbietung eines Meisterwerks, das in seinem ernsthaften, edlen Charakter tief bewegt. Hier (1767) hat Bach eine souveräne Reife ausgebildet.
Sfantu (31.03.2018, 19:20):
Funkhaus an der Masurenallee, d. h. guter Klang.
Das wäre doch vielleicht mal einen eigenen Faden wert: "Die bestklingenden Säle" oder "Das Geheimnis der Zauberakustik". Denn wenn die von Dir gemeinte Aufnahme trotz ihres Jahrganges & trotz Mono klanglich dermassen überzeugt, dann muss das einen Grund haben. Nicht umsonst gehen Orchester für Aufnahmen gern an speziell ausgesuchte Orte: die Berliner statt in die eigene Philharmonie in die Christus-Kirche Dahlem, die Dortmunder statt in ihr Konzerthaus in die Märtmann-Kirche Aplerbeck. Die altehrwürdige Stadthalle Elberfeld hat diesbezüglich ebenfalls einen hohen Nimbus. Was macht aus einem Ort mit Boden, Decke & 4 Wänden eine Wunderbox?
Cetay (inaktiv) (01.04.2018, 13:07):



Franz Schubert; Winterreise op. 89, D. 911
Josef Greindl, Hertha Klust

Ganz klar die Winterreise für mich.
Amadé (01.04.2018, 18:44):
Sie gehört auch schon lange zu meinen Favoriten.

Gruß Amadé
Sfantu (01.04.2018, 23:14):



Josef Bohuslav Foerster (1859 - 1951) - Sinfonie Nr. 4 c-moll "Veliká noc" ("Osternacht"), 1905
Symfonický orchestr hlavního města Prahy Film Opera Koncert - Václav Smetáček (LP, Supraphon, 1970)


Nach Penderecki & Brunner erfährt meine kleine Oster-Serie eine denkbar schroffe Kehrtwende: Zum einen hat man es bei Foerster mit einem rein instrumentalen Werk zu tun. Dann aber eben auch mit einer emotionsschwangeren Spätest-Romantik: Foerster schloss als Lehrer & Kritiker um die Jahrhundertwende in Hamburg Freundschaft mit Gustav Mahler. & das dringt in diesem Werk offenkundig durch. Auch werden Anklänge an, Humperdinck & Dvořák, stellenweise sogar Skrjabin hörbar.
Die 4 Sätze tragen programmatische Titel: I. "Kreuzweg". Bewegte Thematik spiegelt den Widerstreit von Gut & Böse. II. "Kartfreitag eines Kindes": Der scherzoartige Satz wartet mit allerlei Folkloristischem auf - der stellenweise heiter-verspielte Grundton mag auf den ersten Blick nicht so recht zum tragischen Grundkontext passen. Foerster wählte aber selbst den Untertitel "Karfreitag eines Kindses". Laut Klappentext sei dies eine Anspielung auf österliche Festtagsbräuche & Kindheitserinnerungen. III. "Zauber der Einsamkeit" wird als inbrünstiges Gebet & als Evokation Christi im Garten von Gethsemane gedeutet. IV. "Sieg des Karsamstags": Heldische Motivik im Sinne Mahlerscher Erlösungs-Dramen wird effektvoll von einem Paukenschlag unterbrochen. Hierauf baut sich, von der Orgel ausgehend, eine hymnische Apotheose auf, die unter dröhnender Kathedralen-Kuppel im vollen Orchester ihren triumphalen Abschluss findet.
Das Ganze geht für mich in Ordnung, rufe ich mir den übergeordneten Kontext ins Bewusstsein: Christi Sieg über alles Irdische. Denn rein stilistisch ist Foerster gerade in diesem Finalsatz doch wieder sehr nahe an Mahler (mit dem ich immer schon meine Mühe hatte/habe). Bei Mahler steht hinter allem Weltumspannenden am Ende doch immer ein selbstmitleidtrunkener Ich-Schrei - hier darf man wenigstens nominell ein höheres Prinzip als Leitgedanken annehmen (Foerster mag es als tiefgläubiger Christ wohl ernst gemeint haben).


Mag ich diese Musik: Ja. Die übergeordnete Klammer Ostern lässt die Dramaturgie sinnfällig erscheinen. Die in mir schlummernden Mahler-Allergene kauern somit knapp unter der Aktivierungsschwelle...
Die Scheibe lag heute erneut auf meinem Plattendreher.

Weshalb? Zur Selbsttherapie - bevor mein Mahler-Problem noch pathologische Züge annimmt. Denn wie albern ist das denn?: wieder & wieder weniger bekannte Komponisten allein an dem zu messen, was sie von berühmten Zeitgenossen unterscheidet. Oder was sie mit ihnen verbindet. Wie gerecht ist es bspw., Richard Strauss, Gustav Mahler, Alexeij Skrijabin, Josef Suk usw. usf. als Messlatten neben jemanden zu setzen, der bisher nicht als stil-oder epochebildend galt - aus welchen Gründen auch immer? Ist Bekanntheit perse bereits ein Qualitätsmerkmal? Wer sagt z. B., dass Mahler als Kollege & Freund zu Hamburger Zeiten stilbildende Impulse nicht von Foerster erhielt als (wie man aufgr. der heutigen Popularität anzunehmen geneigt ist) umgekehrt? Wenn es mir gelingt, mich zu diesem Punkt durchzuringen, dann wird meine Sichtweise vielleicht eine andere.
Dann konstatiere ich hohe Instrumentationskunst, kluges Mass der Proportionen, geschickten Einsatz der Mittel zur Erzeugung von Emotionen um eine Geschichte packend & überzeugend zu transportieren.
Dann erscheint es in einem neuen Licht, wenn die Leidensgeschichte hier im Hollywood-Stil daher kommt. Stimmt meine vorherige mentale Einstimmung, dann spricht mich am Ende auch das Ergebnis an.

Foerster steht stellvertretend für viele: mein Regal ist davon über die Jahre angefüttert worden, die Auseinandersetzung damit wurde aber auf den Sankt Nimmerleins-Tag verschoben. & so konnte dank eines entsprechenden Urknalls auch Folgendes endlich mal erkundet werden:



"Ze Shakespeara"("aus oder von Shakespeare"), Sinfonische Dichtung op. 76
"Jaro a touha" ("Frühlingszeit & Sehnsucht"), Sinfonische Dichtung op. 93

Symfonický orchestr hlavního města Prahy Film Opera Koncert - Václav Smetáček
(LP, Supraphon, 1986)



2. Violinkonzert op. 104
Capriccio für Flöte & Orchester op. 183b

Libor Hlaváček, Vl., Oldřich Slavíček, Fl.,
Symfonický orchestr Českého rozhlasu - Václav Jiráček
(LP, Supraphon, mono. Kein Aufnahmejahr angegeben)

Ich bin froh, dass es endlich mal eine Initialzündung gab, diese Platten aufzulegen.
Meine ersten Eindrücke sind noch frisch, brauchen Zeit, um sich zu setzen. Allenthalben höre ich hochromantische, emotionsbetonte Musik, die vor allem Stimmungen transportiert. Das Violinkonzert (entstanden über einen Zeitraum von 1918 bis 26) tönt bereits einen Schritt abgeklärter. Das Cappriccio zitiert mehrfach das Hauptthema des Kopfsatzes aus Dvořáks Cellokonzert. Die Interpretationen erscheinen mir durchweg stimmig. Die Flamme der Emphase ist konstant (wenn auch wohltuend etwas kleiner als in der Osternacht-Sinfonie). Ausser den erwähnten Zeitgenossen klingen hie & da auch Debussy oder ein weiter gedachter Dvořák durch...Herrgott! Jetzt bin ich ja schon wieder beim Vergleichen!

Foerster lohnt sich!
Amonasro (02.04.2018, 10:38):


Hector Berlioz:

L'Enfance du Christ

Marie - Susan Graham
Joseph - François Le Roux
Le Récitant - John Mark Ainsley
Hérode - Philip Cokorinos
Le Père de famille - Andrew Wentzel
Un Centurion - Gordon Getz
Polydorus - Marc Belleau

Sara la baigneuse

Hélène

La Belle Voyageuse (mit Susanne Mentzer)

Quartetto e coro dei maggi

Chant sacré (mit John Mark Ainsley)

Chœur de l'Orchestre symphonique de Montréal
Orchestre symphonique de Montréal, Charles Dutoit

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (02.04.2018, 12:15):
Denn wie albern ist das denn?: wieder & wieder weniger bekannte Komponisten allein an dem zu messen, was sie von berühmten Zeitgenossen unterscheidet. Oder was sie mit ihnen verbindet. Wie gerecht ist es bspw., Richard Strauss, Gustav Mahler, Alexeij Skrijabin, Josef Suk usw. usf. als Messlatten neben jemanden zu setzen, der bisher nicht als stil-oder epochebildend galt - aus welchen Gründen auch immer? Ist Bekanntheit perse bereits ein Qualitätsmerkmal?
Bekanntheit perse ist kein Qualitätsmerkmal, so wie Unbekanntheit per se nicht auf fehlende Qualität schließen lässt. Sich an den Unterschieden zu berühmten Zeitgenossen zu orientieren, ist für eine Einordnung nicht verkehrt - das, was anders ist, reflexartig als Mangel zu kategorisieren, ist der Blödsinn, der sich quer durch die Rezeptionsgeschichte zieht. Aber da kann man wohl nichts mehr ändern. Der Kanon steht unerschütterlich und auch in der Zeit, in der Musik all-verfügbar geworden ist und Neuerkundungen und -bewertungen für jeden ein Leichtes sind, hört man sich lieber die 279. Neuaufnahme eines der üblichen Verdächtigen an, als dass man mal jemandem, der bisher nicht als stil- oder epochebildend galt, wenigstens mal eine Chance gibt. So? Schulterzucken und Weitertherapieren!

Hier läuft gerade:


Frank Zappa; Civilization Phase III
Ensemble Modern, Frank Zappa (Synclavier, Samples)
Sfantu (02.04.2018, 18:54):


Georg Philipp Telemann - Matthäus-Passion (1746)

Wilfried Jochens, Tenor (Envagelist)
Klaus Mertens, Bass (Jesus)
Sebastian Hübner, Tenor (Petrus)
Christoph Burmester-Streffer, Tenor (Judas)
Uwe Czyborra-Schröder, Altus (1. Zeuge)
Koen van Stade, Bass (2. Zeuge)
Bernhard Scheffel, Tenor (Caiphas)
Ekkehard Abele, Bass (Pilatus)
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert - Hermann Max

(CD, Capriccio, 1999)

Aufs neue eine Passion der Leichtigkeit. Alles ist betont kleingliedrig gefügt, kaum eine Nummer überschritet einmal 5 min Spieldauer. Dies erwartungsgemäss in den Arien, in denen fast durchweg reizvolle Instrumental-Soli mit dem Sänger wettstreiten. Dies dann auch der Pluspunkt für meinen Geschmack. Sicher, man bekommt höchste Qualität in Erfindung, gediegener Komposition & Klangpracht geboten - Telemann eben. Vieles klingt mir angesichts der Leidensgeschichte aber zu freudig & passt oftmals eher in eine Huldigungs-Kantate für einen noblen Auftraggeber, in der repräsentativen, prachtvollen Manier des nordostdeutschen Barock.
Jochens ist ein guter aber kein überragender Evangelist. Es fehlt eine Portion deklamatorische Schärfe, um dem Geschehen die angemessene Spannung zu verleihen. Klaus Mertens dagegen ein Abgeklärtheit ausstrahlender Christus mit kernigem Timbre.
Die übrigen Beteiligten verdienen sicher ein Gut bis Sehr gut.
Unfreiwillig komisch der Chor in Nr. 11 (Track 11) "Wehe, Aufruhr, eilet, helfet!". Durch die hastig zu repitierenden Worte stellt sich der Eindruck ein, den damals ein Rezensent (FonoForom oder Rono muss es gewesen sein) sehr treffend als von einem "in Aufregung geratenen Kaffeekränzchen" beschrieben hat.

Also: musikalisch wert- & reizvoll (kenne nichts von Telemann, auf das dies nicht zuträfe): ja!
Eine angemessen würdevolle Passion?: leider nein.





Georg Philipp Telemann - Matthäus-Passion (1730)

Sena Jurinac, Sopran
Theo Altmeyer, Tenor (Evangelist)
Horst Günter, Bariton (Jesus)
Franz Crass, Bass
Festival-Chor Luzern
Schweizer Festival-Orchester - Kurt Redel

(2 LPs, Philips, ca. 1965)

Gleich die einleitende Sinfonia macht unmissverständlich klar, dass hier eine bodenlose Tragödie heraufzieht. Das Werk ist von feierlichem Ernst durchzogen, die gesamte Anlage breiter, gesetzter, ausladender. Bisher noch nicht so emphatisch gehört wie in dieser Version: Judas' Szene des Erkennens & Eingestehens der eigenen Schuld - passend mit "Furioso" überschrieben. Auch die Stelle gegen Ende mit dem zerreissenden Vorhang, der bebenden Erde & den brechenden Felsen kommt hier ebenfalls herrlich plastisch mit Donnergrollen daher: wilde Streicher-Tremoli & Paukenwirbel. Sehr anrührend die Sopran-Arie "Lass Dich bitt're Tränen netzen". Interessant, dass bei den Nummern in etwas aufgehellterer Stimmung oftmals Traversflöten & Piccoli die stimmführenden Geigen verstärken - so, wie häufig sonst etwa bei Rameau zu hören - sehr reizvoll!
Für mich besonders hervorzuheben: Franz Crass & Theo Altmeyer mit jeweils souveräner, fast mustergültiger Gestaltung. Crass steht hier auch stimmlich noch in Saft & Kraft. Altmeyer formt seinen Part exzellent, man lässt sich gern von ihm durch diese Geschichte leiten. Allerdings ist er entweder stimmlich vergleichsweise schmalbrüstig oder aber von der Klangregie benachteiligt. Auch die anderen Solisten sind zu sehr im Hintergrund, verfügen aber wohl einfach über Organe mit mehr Durchschlagskraft. Schade: Horst Günter verkörpert mit seinem nicht besonders attraktiven, altväterlichen Stimmklang keinen Mittdreissiger.
Chor & Orchester sind tadellos, der Klang (bis auf die erwähnte Disbalance) voll, durchsichtig, geschmeidig. Organische Tempi, alle sind bei Redel in kundigen, sicheren Händen.

Wie kam es nur zu derart unterschiedlich geratenen Passions-Geschwistern? Auch das ältere Werk ist bereits in Telemanns Hamburger Zeit entstanden. Gut, es liegen 16 Jahre dazwischen. Vielleicht gab es unterschiedliche Auftraggeber? Die Booklets enttäuschen: bei Capriccio wird lang & breit über die neue Art der Rezitativ-Komposition in der 1746er Passion doziert, über die Entstehungsgeschichte erfahre ich nichts. Bei Philips (nur auf französisch & eine etwas sparsame Low-Budget-Auflage) wird auf derartige Unterschiede in Telemanns Passionen nicht ausreichend eingegangen.

Die Pistole auf die Brust, entscheide ich mich - trotz der Einschränkungen - klar fü die 1730er-Version.
Cetay (inaktiv) (02.04.2018, 21:49):
Also lieber Sfantu, ich fände es jammerschade wenn diese wunderbaren Besprechungen allesamt bald im Geradehör-Nirvana untergingen. Wie wäre es mit einem Faden "Passionsmusiken abseits des Mainstream" oder so, wo man die hinkopieren und später wiederfinden könnte?
Sfantu (02.04.2018, 22:33):
Hi Cetay,
von mir aus...warum eigentlich nicht? Bin zwar kein Experte. Bin da so reingeschliddert (die übliche Ausrede der Kleinkriminellen). Also - wer sich berufen fühlt & autorisiert ist: nur zu.
Cetay (inaktiv) (04.04.2018, 16:51):

Louis Spohr; Nonett F-Dur, op. 31
Osmosis (auf Originalinstrumenten)

Mitreißend und farbenstark. :times10
Amonasro (05.04.2018, 16:18):
Zuerst Bach, dann Bizet:



Johann Sebastian Bach: Brandenburgische Konzerte

Il Giardino Armonico, Giovanni Antonini



Georges Bizet/Louis Gallet: Djamileh

Djamileh - Lucia Popp
Haroun - Franco Bonisolli
Splendiano - Jean Philippe Lafont
Hassan - Jacques Pineau

Chor des Bayerischen Rundfunks
Münchner Rundfunkorchester, Lamberto Gardelli

Dieser trotz prominenter Fürsprecher (Mahler, Strauss) in Vergessenheit geratene Einakter setzt wie die Perlenfischer ganz auf den exotischen Schauplatz (Kairo). Die Handlung ist kaum der Rede wert und aufgrund der bei dieser Aufnahme gestrichenen Dialoge nur schwer zu entschlüsseln, bietet aber Anlass zu orientalischen Klängen (oder was man dafür hielt), tanzenden Haremssklavinnen, etc. Nach einer sehr schönen Ouvertüre und einer stimmungsvollen, von einem Frauen(Nilschiffer?)-Chor eingerahmten Arie Harouns (mit "Harouns Traum" überschrieben) fällt die Oper musikalisch etwas ab. Auf einen herausragenden Moment wie z.B. das Perlenfischer-Duett wartet man leider vergeblich.

Gruß Amonasro
uhlmann (05.04.2018, 22:42):

Gustav Mahler; Sinfonie Nr. 8 Es-Dur
Bulgarian National Choir "Svetoslav Obretenov", Sofia Philharmonic Orchestra, Emil Tabakov
Wie gehts dir da?
Diese Achte ist imo ganz schwer zu packen. Die sog. "Sänger" sind tw. jenseits der Schmerzgrenze (meiner zumindest). Der Zyklus als ganzes ist aber sehr gelungen - v.a. die 3. und 9. sind grandios.
Cetay (inaktiv) (06.04.2018, 15:54):
Ich hatte diese Achte ewig nicht mehr gehört (so wie Mahler allgemein -außer LvE- kaum noch den Weg in meine Ohren findet), aber ich erinnere mich, dass wir uns vor ein paar Jahren schon mal drüber ausgelassen haben (-> da).
Die Quintessenz gilt heute noch genau so: Eine Aufnahme der Achten wird mir niemals wegen der Sänger gefallen, sondern trotz der Sänger und musikalisch reißt Tabakov die Ungereimtheiten der Vokaldarbietung mehr als raus.
Falstaff (06.04.2018, 22:40):
Aus aktuellem Anlass höre ich im Moment natürlich nur den 'Don Carlos'. U.a. in dieser Version:
Falstaff (06.04.2018, 22:42):
Dann auch diesen hier:
Falstaff (06.04.2018, 22:49):
'Reingezogen' habe ich mir natürlich auch diese Version (vergleichsweise nebs einigen anderen Live-Einspielungen):
Amonasro (07.04.2018, 21:13):

Gioachino Rossini/Luigi Romanelli: La pietra del paragone

La Marchesa Carice - Agata Bienkowska
La Baronessa Aspasia - Anna Rita Gemmabella
Donna Fulvia - Anke Herrmann
Il Conte Asdrubale - Raffaele Costantini
Il Cavalier Giocondo - Alessandro Codeluppi
Macrobio - Dariusz Machej
Pacuvio - Gioacchino Zarrelli
Fabrizio - Teru Yoshihara

Czech Chamber Chorus, Czech Chamber Soloists, Brno
Alessandro de Marchi (Dirigent & Cembalo)

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (08.04.2018, 01:05):

Franz Berwald; Sinfonie Nr. 3 C-Dur & Sinfonie Nr. 4 Es-Dur
Royal Philharmonic Orchestra, Ivor Bolton
Amadé (08.04.2018, 09:40):
Wieder mal eine Ausgrabung von Klöcker:



Schöne, gefällige Musik für den Sonntagmorgen.

Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (08.04.2018, 11:59):


Schöne, gefällige Musik für den Sonntagmorgen.
Ein herrlicher Euphemismus für völlig belanglos. :thumbup:

Hier läuft das Quintetto Boccherini, das in den 50ern mit der Veröffentlichung von einigen Strichquintetten auf der Basis von Originalmanuskripten maßgeblich zur Wiederentdeckung ihres Namespatrons beigetragen hat. Ich höre die preisgekrönte Hit-Sammlung von 1975, eingespielt mit der 2. Generation des Ensembles, nachdem die beiden Gründer schon verstorben waren. HIP ist das nicht, aber mit Gewicht und Tiefe, die dieser Musik sehr gut zu Gehör stehen. Man kann das trotzdem gut am Sonntagmorgen hören.
Amonasro (08.04.2018, 12:30):

Jules Massenet/Alfred Blau/Louis de Gramont: Esclarmonde

Esclarmonde - Joan Sutherland
Parséis - Huguette Tourangeau
L'Empereur Phorcas - Clifford Grant
Le Chevalier Roland - Giacomo Aragall
L'Évêque de Blois - Louis Quilico
Énéas - Ryland Davies
Cléomer - Robert Lloyd
Un Envoyé sarrasin - Ian Caley
Un Héraut byzantin - Graham Clark

Finchley Children's Music Group, John Alldis Choir
National Philharmonic Orchestra, Richard Bonynge

Gruß Amonasro
Amonasro (09.04.2018, 22:40):


Gioachino Rossini/Angelo Anelli: L'Italiana in Algeri

Mustafà - Lorenzo Regazzo
Elvira - Ruth Gonzalez
Zulma - Elsa Giannoulidou
Haly - Giulio Mastrototaro
Lindoro - Lawrence Brownlee
Isabella - Marianna Pizzolato
Taddeo - Bruno De Simone

Gianni Fabbrini (Cembalo)
Transsylvania State Philharmonic Choir, Cluj
Virtuosi Brunensis, Alberto Zedda
2008

Gruß Amonasro
Sfantu (10.04.2018, 21:08):
Nicht schlecht gestaunt habe ich als ich dies hier vergangene Woche im Radio hörte:

https://www.youtube.com/watch?v=zE-hbJIC9V0

Johann Wenzel Kalliwoda - Sinfonie Nr 1 f-moll op. 7 (1824): III. Satz, Menuetto. Allegro (ab Minute 17'00).
Nach dem ersten Takt war klar: Schumanns Vierte, III. Satz. Dann ging es aber völlig ungewohnt weiter & ich war augenblicklich hellwach (nicht das Schlechteste im morgendlichen Berufsverkehr :) ). Ein Restzweifel an meinem Irrtum blieb: klang das vielleicht in der Erstfassung so? Die hab' ich nicht so selbstverständlich im Gedächtnis abgespeichert. Der Moderator sagte das Stück, wie sich's gehört, anschliessend ab & die Zweifel waren dahin. Ausserdem konnte ich kurz drauf nachprüfen, dass die Scherzi aus Schumann 4 in Erst-wie Zweitfassung - zumindest thematisch - identisch sind.



Von Kalliwoda findet sich nichts in meiner Sammlung (soweit ich's überblicke). Von Vertrautheit mit diesem Komponisten kann also nicht die Rede sein.
Kalliwoda (1801-66) prägte als Kapellmeister für annähernd 4 Jahrzehnte das Musikleben am fürstlich Fürstenbergischen Hof zu Donaueschingen. Zu Lebzeiten wurde er recht eifrig im deutschsprachigen Raum gespielt. Grove wie MGG berichten allerdings übereinstimmend von einer im Verlauf nachlassenden Erfindungskraft resp. Verflachung des Stils.

Zurück zu Kalliwodas Erster:
Das berühmteste Werk war seine 1. Symphonie, die nach den Erfolgen der Prager und Leipziger Aufführung (1826) in allen grösseren deutschen Städten und im Ausland fast drei Jahrzehnte lang immer wieder auf den Konzertprogrammen stand ...entfaltete Kalliwoda fast vierzig Jahre hindurch ein reges künstlerisches Leben am Hofe. Aufführungen von Cherubinis Wasserträger, Mozarts Don Juan, Titus, Zauberflöte u. a. sowie Orchesterkonzerte mit Liszt, Schumann, Clara Wieck, Thalberg, Dreyschock u. a. als Solisten geben ein Bild von seiner Arbeit.
Walter Kramolisch, MGG, 1. Ausgabe

Es ist also mehr als nur wahrscheinlich, dass Schumann das Werk kannte. Kalliwodas Thema von 1824 zitiert er somit in der 1841er Erst- als auch in der 1851er Zweitfassung seiner Vierten.

Im Barock galt es nicht im entferntesten als anrüchig, eigene Themen wieder zu verwenden oder fremde zu "klauen" - ja, es wurde vielmehr gar als Ehrenbezeugung für den Bestohlenen verstanden. War das in der Romantik auch noch der Fall?

Fragen über Fragen...Tja - man lebt & lernt...
Amonasro (11.04.2018, 14:38):


Benjamin Britten: War Requiem

Galina Wischnewskaja
Peter Pears
Dietrich Fischer-Dieskau

The Bach Choir, London Symphony Orchestra Chorus, Highgate School Choir
Simon Preston (Orgel)
Melos Ensemble
London Symphony Orchestra, Benjamin Britten

Gruß Amonasro
Amonasro (11.04.2018, 21:07):


Giuseppe Verdi/Joseph Méry/Camille du Locle: Don Carlo

Filippo II - Nicolai Ghiaurov
Don Carlo - Carlo Bergonzi
Rodrigo - Dietrich Fischer-Dieskau
Il Grande Inquisitore - Martti Talvela
Un frate - Tugomir Franc
Elisabetta di Valois - Renata Tebaldi
La Principessa Eboli - Grace Bumbry
Tebaldo - Jeannette Sinclair
Il Conte di Lerma - Kenneth MacDonald
Un araldo reale - John Wakefield
Una voce dal cielo - Joan Carlyle

Orchestra and Chorus of the Royal Opera House, Covent Garden; Sir Georg Solti

Tebaldi klingt hier schon sehr ältlich, ist aber eine dramatischere Gestalterin als sonst. Die übrige Besetzung ist spitze, wobei die düstere Großinquisitor-Szene mit Talvela und Ghiaurov besonders herausragt. Solti verfolgt einen dramatischeren Ansatz als Giulini. Vieles klingt rauer, ist an vielen Stellen aber auch packender.

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (12.04.2018, 08:17):

Wolfgang Amadeus Mozart; Hornkonzert Nr. 1 D-Dur, K. 412/514 (386d) & Nr. 2-4 Es Dur, K. 414, 447 & 495
Günter Högner, WP, Karl Böhm
Sfantu (14.04.2018, 19:51):
Wachgerüttelt durch Cetays Sinfonien-Gerippe-Faden hörte ich dies hier seit langem endlich mal wieder. Anschliessend fragte ich mich: wie konnte ich meinen Ohren das so lange vorenthalten?!


Adolphe Blanc (1828-85) - Septett E-dur op. 40 für Violine, Bratsche, Klarinette, Horn, Fagott, Violoncello & Kontrabass

I Allegro
II Andante
III Scherzo. Tarantella (Allegro vivace)
IV Finale. Introduktion: Andante maestoso. Allegro moderato

Camerata Luzern

(LP, Armida, 1978)

In den mir greifbaren einschlägigen Quellen suche ich vergebens nach Blanc. Die MGG online scheint dann doch etwas zu wissen. Bisher konnte ich mich aber zu keiner Subskription durchringen, war mit meiner gedruckten ersten Ausgabe bisher gut zufrieden. Ansonsten gibt es - wie sollte es anders sein - einen knappen Wiki-Artikel.
Ich tippe hier den ebenso knappen Klappentext ab:

Adolphe Blanc, der 1828 in Manosque (Provence) geboren wurde, trat mit 13 Jahren ins Pariser Konservatorium ein, wo er im Hauptfach Violine und bei Jacques Fran ois Halévy Komposition studierte. Mühelos gelang ihm eine glänzende Karriere als Theaterkapellmeister und Komponist von Opern, Operetten und Sinfonien. Den grössten Erfolg aber erzielte er mit seiner Kammermusik, die er in all ihren Gattungen ausschöpfete. Hierin gilt er als Vorläufer von Camille Saint-Saëns. Für seine Verdienste zeichnete ihn die Pariser Akademie im Jahre 1862 mit dem Prix Chartier aus. Im Septett, welches er 1860 komponiert hat, setzt sich Blanc nicht nur in der Tonart von seinen Vorbildern (Beethoven, Schubert) ab, er verlässt darin auch das Serenadenhafte, indem er das Werk wie eine Sinfonie in vier Sätze gliedert und alle Instrumente als möglichst gleichwertige solistische Partner einsetzt. Blancs Septett erfreut durch eingängige Melodik, überraschenden Ideenreichtum und französischen Esprit. Es ist zu hoffen, dass die vorliegende Ersteinspielung dem heute wenig bekannten Komponisten viele Freunde schafft.

Dem habe ich nicht viel hinzuzufügen.
Allerdings: die grössten Erfolge mit Kammermusik erzielt...im Frankreich des 19. Jahrhunderts mit seiner Opern- & Ballett-Monokultur...da purzeln die zweifelnden Fragezeichen aber so was von...

Beim Scherzo mit einer Spielzeit von 2'05 schrappen die Luzerner hart an der Grenze der Spielbarkeit. Noch einen Tick schneller & mein Staunen würde ins Ärgern umkippen - Geschmackssache halt...Im Finale kadenziert die Geige zum Abschluss der langsamen Einleitung recht rassig fast im Stile von Sarasate - sehr apart! Alles in allem ausgesprochen lohnend!
Falstaff (14.04.2018, 23:21):


Aus der Eröffnungsserie des neuen Hauses der MET. Bergonzi singt wie immer sehr gepflegt und versucht immerhin das Decrescendo am Ende seiner Arie, auch wenn er es nicht mir Bruststimme singt. Aber ich vermisse immer bei ihm die Leidenschaftlichkeit. Die gibt es bei der Price, aber mit dem Timbre und ihrem überaus stark eingesetzten Vibrato werde ich irgendwie nicht warm.

Was übrigens für die ganze Aufnahme gilt.

:hello Falstaff
Falstaff (14.04.2018, 23:25):


Ich liebe ja die Welitsch, aber als Aida finde ich sie nicht so ideal. Vinay brüllt sich durch die Partie und die Harshaw muss ich auch nicht unbedingt haben. Zum Glück gibt es wenigstens Merrill.
Die 'goldenen' Jahre der MET waren manchmal auch eher Blech als Edelmetall.

:hello Falstaff
Cetay (inaktiv) (18.04.2018, 17:58):

John Cage; Works For Percussion (Complete Edition) Vol.6
Amadinda Percussion Group
Haikai
+ Gergely Ittzés (Suling-Bambusflöte)
Improvisation Ia: Child Of Tree
Improvisation Ib: Branches
Five^4
+ Mihály Borbély (Altsaxophon), László Dés (Sopransaxophon)
cComposed Improvisation - Version for Bass Guitar and Snare Drum
+ Tamás Barabás (Bassgitarre)
cComposed Improvisation - Version for Snare Drum and One-sided Drums With or Without Jangles
But What About The Noise Of Crumpling Paper Which He Used To Do In Order To Paint The Series Of "Papiers Froissés" Or Tearing Up Paper To Make "Papiers Déchirés"? Arp Was Stimulated By Water (Sea, Lake, And Flowing Waters Like Rivers), Forests.
:engel
Amonasro (20.04.2018, 19:27):


Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Simon Boccanegra (Version von 1857)

Simon Boccanegra - Vittorio Vitelli
Amelia Grimaldi - Annalisa Raspagliosi
Jacopo Fiesco - Francesco Ellero d'Artegna
Gabriele Adorno - Warren Mok
Paolo Albiani - Nikola Mijailovic
Pietro - Massimiliano Chiarolla
Un'ancella - Songhu Liu

Bratislava Chamber Choir, Choir of Teatro Petruzelli di Bari
Orchestra Internazionale d'Italia, Renato Palumbo

Gruß Amonasro
Amonasro (21.04.2018, 10:00):


Giuseppe Verdi/Arrigo Boito: Otello

Otello - Mario del Monaco
Desdemona - Renata Tebaldi
Jago - Aldo Protti
Cassio - Nello Romanato
Emilia - Ana Raquel Satre
Lodovico - Fernando Corena
Montano - Tom Krause
Roderigo - Athos Cesarini
Un araldo - Libero Arbace

Wiener Staatsopernchor, Wiener Kinderchor
Wiener Philharmoniker, Herbert von Karajan

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (22.04.2018, 18:27):

Electronic Music for Modular Instruments
Ctrl-Z
Nicholas Wang; Study for Electronics Ensemble
John Cage; Fontana Mix/WBAI
Ryan Page; Etude #51
Ryan Ross Smith; Proles
EinTon (23.04.2018, 00:03):
Heute nachmittag mal wieder Schumanns 2. und 3. Klaviertrio durchgehört, 2 Werke mit denen ich mich bislang noch nicht viel befasst habe:


https://www.amazon.de/Klaviertrios-Andsnes/dp/B004N96HXI/ref=tmm_acd_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1524433869&sr=8-1



Das angeblich am wenigsten beliebte 3. Trio in g-moll gefiel mir mit seiner sehr dichten Kompositionsweise, v. a. in den ersten beiden Sätzen, besser als das 2 in F-Dur. Beim F-Dur-Trio sticht der poetische und außerordentlich romantische 2. Satz besonders heraus.
Cetay (inaktiv) (23.04.2018, 20:15):
Für den Gaumen mit fast perfektem Timing:

"7:45 Escalation", Double IPA, 8,3%
Crew Republic Brewery, Unterschleißheim

Ein echter Geheimtip. Ein Bier dieser Stärke, das so verhältnismäßig frisch und leicht schmeckt, ist mir bisher noch nicht untergekommen. Für die Gehörgänge gibt es Haydn. Thomas Feys kompletter Sinfonienzyklus liegt immer noch auf Eis, weil die Genesung nach seinem Unfall viel länger dauert als erhofft. Auch in diesem Jahr wird es keine Fortsetzung geben. Zur Überbrückung hat das Label jetzt die bereits vollständig eingespielten 12 Londoner Sinfonien zusammen in einer 4er-Box wieder veröffentlicht. Die Aufnahmen entstanden zwischen 1999 und 2015 und bieten das besten aus den Welten OPI (Blech, Pauken) und OMI (Streicher, Holz). Ich fange mit der Nr. 93 an und sehe wie weit ich komme...
Cetay (inaktiv) (23.04.2018, 21:28):
Dazu noch eine Ergänzung bzw. Korrektur. Die 101. war vor Feys Ausfall noch nicht im Kasten. Um das Set mit den Heidelbergern zu komplettieren, ist Konzertmeister Benjamin Spillner eingesprungen.
Amonasro (23.04.2018, 23:32):


Giuseppe Verdi: Messa da Requiem

Joan Sutherland, Marilyn Horne, Luciano Pavarotti, Martti Talvela

Wiener Staatsopernchor
Wiener Philharmoniker, Sir Georg Solti

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (27.04.2018, 07:43):

Morton Feldman; Late Works with Clarinet
Carol Robinson (Klarinette, Bassklarinette)
Three Clarinets, Cello & Piano
+ Olivier Voize (Klarinette), Pierre Dutrieu (Klarinette), Elena Andreyev (Cello), Vincent Leterme (Klavier)
Bass Clarinet & Percussion
+ Françoise Rivalland, Peppie Wiersma
Clarinet & String Quartet
+ Quatuor Diotima
Viel und gerne geströmt. Definitiv in den Top 3 der gehörten Feldman-Platten.
Cetay (inaktiv) (28.04.2018, 03:24):
Hier läuft jetzt Band 1 (von 3) der Wiederveröffentlichungen von Aufnahmen des Quintetto Boccherini mit Quintetten von Boccherini aus den 50ern. Zwei der Gründungsmitglieder selbst entdeckten über 100 der Originalmanuskripte und beschlossen daraufhin, ein Ensemble zusammenzustellen, um das bekannt zu machen. Diese Einspielungen haben maßgeblich zur Wiederentdeckung ihres Namespatrons beigetragen.
Cetay (inaktiv) (29.04.2018, 12:55):
Es gibt eine neue Realisierung von Ryoanji. :leb
Anders als bei der 2587. Einspielung mit irgendwas von BMBBMB gibt es hier wirklich jedes Mal etwas Neues zu entdecken, weil die Partitur genügend Unbestimmtheiten und Wahlfreiheiten enthält.


John Cage; Ryoanji
Anna Frederike Potengowski (Prähistorische Knochenflöte, rekonstr.), Georg Wieland Wagner (Perkussion)
Cetay (inaktiv) (01.05.2018, 21:43):

Johann Sebastian Bach ; Violinkonzerte a-Moll & E-Dur, BWV 1041 & 1042
Frank Peter Zimmermann, Berliner Barocksolisten

Auf das erste Gehör sehr erfreulich.
Dieser Eindruck hat sich mittlerweile fest etabliert. Es ist schwer zu beschreiben, was Zimmermann und das Orchester anders machen, aber so unwiderstehlich in die Musik "hineingezogen" werde ich bei Bach sonst höchst selten.
:times10
Cetay (inaktiv) (05.05.2018, 23:49):

Joseph Haydn; Stabat Mater, Hob. XXbis
Ann Hoyt, Luthien Brackett, Stephen Sands, Richard Lippold
Trinity Choir, Rebel Baroque Orchestra, J. Owen Burdick

Astrein! :thumbsup:
Falstaff (06.05.2018, 23:13):
Im Moment ist mal wieder die Tosca angesagt. Kommt eigentlich eher selten vor, aber als Abschluss der Callas-Edition halt zunächst diese hier:



24.01.1964 mit Gobbi und Cioni. (Allerdings natürlich in der neueren Version von Warner, aber das andere Bild funktionierte nicht.) Cioni war und ist nie mein Fall gewesen. Callas und Gobbi bekanntermaßen sehr dramatisch, aber auch beide ziemlich über ihren stimmlichen Zenit hinaus. Das visuelle Dokument des II. Aktes wiegt da wirklich manches auf.

:hello Falstaff
Falstaff (06.05.2018, 23:18):
Danach die 2. Studioproduktion.



Callas und auch Gobbi in wesentlich besserer Form. Welch' Wunder, handelt es sich doch um ein Studioprodukt. Aber darum fehlt dann auch die allerletzte Spannung zwischen den beiden. Bergonzi ist im Verismo nie so mein Fall. Zu gepflegt im Gesang und zu wenig Leidenschaftlichkeit.
Also wenn Callas im Studio natürlich 1953. Da geht nichts drüber.

:hello Falstaff
Falstaff (06.05.2018, 23:22):
Und dann noch die 1952er Live-Version aus Mexico.



Callas im absoluten Vollbesitz ihrer stimmlichen Mittel. Di Stefano ein begnadeter Cavaradossi mit einem 'E lucevan le stelle', das mich immer wieder vom Hocker reißt. Campolonghi ist ok, mehr aber auch nicht.

:hello Falstaff
Cetay (inaktiv) (07.05.2018, 07:15):


Wolfgang Amadeus Mozart; Sinfonien Nr. 1, 4-9
RIAS Sinfonie-Orchester Berlin , Ferenc Fricsay

Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber es fiel mir heute morgen auf, dass das, was ich über K. 181 & K. 199, die unter Fricsay zu Ereignissen mit Gewicht und Tiefe , ohne dass man das Gefühl hat, dass er etwas dazu tut, geschrieben habe, auch für die ganz frühen Sinfonien gilt.
Amonasro (07.05.2018, 22:27):


Richard Wagner: Das Rheingold

Wotan - Theo Adam
Donner - Gerd Nienstedt
Froh - Hermin Esser
Loge - Wolfgang Windgassen
Alberich - Gustav Neidlinger
Mime - Erwin Wohlfahrt
Fasolt - Martti Talvela
Fafner - Kurt Böhme
Fricka - Annelies Burmeister
Freia - Anja Silja
Erda - Vera Soukupova
Woglinde - Dorothea Siebert
Wellgunde - Helga Dernesch
Floßhilde - Ruth Hesse

Orchester der Bayreuther Festspiele, Karl Böhm

Windgassens Loge finde ich sehr uncharismatisch; die erste Aufnahme mit ihm, die mir nicht gefällt. Theo Adam überzeugt mich auch nur teilweise. Herausragend sind dagegen die Riesen, beide mit imposanten Stimmen und dennoch deutlich kontrastierend: Böhme düster und machthungrig, Talvela geradezu sympathisch.

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (10.05.2018, 17:30):

Gérard Grisey; Vortex Temporum & Periodes
Ensemble Risognanze, Tito Ceccherini
Vortex temporum für Piccolo/Flöte/Bassflöte, Klarinette/Bassklarinette, Streichtrio & Klavier
Périodes für Flöte, Klarinette, Posaune, Violine, Viola, Violoncello & Kontrabass.
Amonasro (10.05.2018, 22:11):


Richard Wagner: Parsifal

Amfortas - Dietrich Fischer-Dieskau
Titurel - Hans Hotter
Gurnemanz - Gottlob Frick
Parsifal - René Kollo
Klingsor - Zoltan Kélémen
Kundry - Christa Ludwig
Erster Gralsritter - Robert Tear
Zweiter Gralsritter - Herbert Lackner
Altstimme - Birgit Finnilä
Erster Knappe - Rotraud Hansmann
Zweiter Knappe - Marga Schiml
Dritter Knappe - Heinz Zednik
Vierter Knappe - Ewald Aichberger
Klingsors Zaubermädchen - Lucia Popp, Alison Hargan, Anne howells, Kiri Te Kanawa, Gillian Knight, Margarita Lilowa

Wiener Staatsopernchor
Wiener Philharmoniker, Sir Georg Solti

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (11.05.2018, 18:01):

Franz Clement; Violinkonzert D-Dur
Rachel Barton Pine, RPO, José Serebrier

Hier kann man im direkten Vergleich nachhören, wo der Titan abgeschrieben hat.
Cetay (inaktiv) (13.05.2018, 10:54):

Anton Bruckner; Sinfonie Nr. 4 Es-Dur (Version 1878/80)
Wiener Philharmoniker, Karl Böhm
Cetay (inaktiv) (20.05.2018, 20:38):
Zur Einstimmung auf den morgigen Besuch der Mozartstadt samt Monument und Geburtshaus höre ich Musik des Meisters. Nicht HIP, aber TOP.


Wolfgang Amadeus Mozart; Sinfonien Nr. 25 g-Moll, K. 183 & Nr. 39 Es-Dur, K. 543
Wiener Philharmoniker, Ricardo Muti
Nicolas_Aine (23.05.2018, 22:10):
kennst Du zufällig auch die Schubert Symphonien in dieser Kombination? Ich spiele gerade mit dem Gedanken, mir diese zuzulegen.

Bei mir gerade:



Brahms: Horntrio Es-Dur Op. 40

Itzhak Perlman
Barry Tuckwell
Vladimir Ashkenazy

Eine sehr klangschöne Interpretation, das Klavier könnte vielleicht noch etwas wärmer sein. Mir gefällt besonders das Verhältnis von Ruhe und Drängen.
Falstaff (24.05.2018, 01:24):
Nach gefühlten Jahrzehnten heute mal wieder diese Aufnahme gehört:



Fangen wir hinten an. Zaccaria war ein wirklich toller und beeindruckender Timur. Schwarzkopf singt ihre Partie traumhaft schön, ist aber von A bis Z keine Liù. Fernandi verfügte über beeindruckende Spitzentöne, messerscharf gesungen. Leider zu viel Messer und zu scharf und auch sonst sehr unbeweglich. Und Callas? Warum um alles in der Welt musste sie diese Killerpartie 1957 noch aufnehmen? Neben wunderbaren Phrasen, ausdrucksvoll und berührend, stehen eben diese (für eine Turandot halt notwendigen) Aufschwünge zu den Spitzentönen. Und da klingt sie nur noch sauer und scharf. Natürlich ist ihr Portrait unglaublich ausgefeilt, wie man es sonst wohl selten hört. Aber Turandot verlangt eben mehr und genau das konnte die Callas zu der Zeit nicht mehr leisten.
Was also bleibt? Serafin und Serafin und Serafin!!! Der Altmeister zeigt es mal wieder allen Konkurrenten. Das ist leidenschaftlich und differenziert, das ist wissend und erfahren und klingt wie aus leichter Hand. Großartig!

:hello Falstaff
MaJu1997 (24.05.2018, 12:41):
Johann Sebastian Bach: Air aus der Suite Nr. 3 in D-Dur
Amonasro (25.05.2018, 20:36):


Gioachino Rossini/Jacopo Ferretti: Matilde di Shabran ossia Bellezza e cuor di ferro

Matilde di Shabran - Annick Massis
Corradino - Juan Diego Flórez
Raimondo Lopez - Bruno Taddia
Edoardo - Hadar Halevy
Aliprando - Marco Vinco
Isidoro - Bruno de Simone
Contessa d'Arco - Chiara Chialli
Ginardo - Carlo Lepore
Egoldo - Gregory Bonfatti
Rodrigo - Lubomír Moravec

Prague Chamber Choir
Orquesta Sinfónica de Galicia, Riccardo Frizza

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (26.05.2018, 10:30):
kennst Du zufällig auch die Schubert Symphonien in dieser Kombination? Ich spiele gerade mit dem Gedanken, mir diese zuzulegen.
Ich kenne die 1.und 8. daraus und die gefallen mir gar nicht. Das ist mir zu aufgedonnert, romantisierend und klanglich zu wenig transparent. Ganz alte Schule, die ich mit dem Namen Muti immer verbunden habe. Deswegen war ich von dem Mozart so überrascht, der bei aller dramatischen Wucht keine der genannten Untugenden als Begleiterscheinung mitbringt.
Nicolas_Aine (26.05.2018, 14:48):
danke. Ein Freund hat im BR unter Muti Schubert gespielt und war sehr begeistert, kannte die Aufnahmen aber nicht. Und bei Wien bin ich immer vorsichtig :D Hast Du oder sonst jemand hier eine Empfehlung zu Schubert Sinfonien?

Bei mir gerade völlig unpassend zum Wetter:

Penderecki: Violinsonate Nr. 2 (2000)

Ida Bihler, Violine
Natalia Tichman, Klavier

anschließend:

Shostakovich: Violinsonate Op. 134

Oleg Kagan, Violine
Sviatoslav Richter, Klavier
Amadé (26.05.2018, 20:01):
Hallo Nicolas,
bei den Schubert-Sinfonien kann ich Dir folgende Einsopielungen empfehlen:
Blomstedt-Staatskapelle Dreden
Manacorda-Kammerakademie Potsdam
Heras-Casado-Freiburgerbarockorchester
bei der 3. Jacobsen-The Knigts
Viel Vergnügen
Amadé
Cetay (inaktiv) (26.05.2018, 20:07):


Manacorda-Kammerakademie Potsdam

Da kann ich mit! :thumbsup:
Cetay (inaktiv) (27.05.2018, 07:52):

Franz Schubert; Sinfonie h-Moll, D759 (Scherzo vervollständigt von Newbold & Entr'acte Nr. 1 h-moll aus D757 als Finale)
ASMF, Neville Marriner
Cetay (inaktiv) (27.05.2018, 22:47):

Franz Schubert; Sinfonie h-Moll, D759
Orchestra of the 18th Century, Franz Brüggen

Die ist für die Unvollendete unbedingt als Empfehlung zu nennen.
Amonasro (27.05.2018, 22:55):


Gioachino Rossini/Francesco Maria Berio Marchese di Salsa: Otello ossia Il moro di Venezia

Otello - José Carreras
Desdemona - Frederica von Stade
Iago - Gianfranco Pastine
Rodrigo - Salvatore Fisichella
Emilia - Nucci Condò
Elmiro - Samuel Ramey
Lucio - Keith Lewis
Il Doge di Venezia/Un gondoliere - Alfonso Leoz

Ambrosian Opera Chorus
Philharmonia Orchestra, Jesús Lopéz Cobos

"Indeed, if one were to choose a single moment as the watershed between the worlds of eighteenth- and nineteenth-century Italian opera, it would have to be the third act of Otello." - Philip Gossett

Ein Fest für Tenöre und eine meiner liebsten Aufnahmen mit Carreras.

Gruß Amonasro
Falstaff (28.05.2018, 00:49):
In den letzten Tagen habe ich mich durch einige Interpretationen von D.960 von Schubert durchgehört. Kempff, Haskil, Malikova, Leonskaja, Richter und eben Sokolov.

https://www.youtube.com/watch?v=BAF5daMhyy4

Er nimmt es schon sehr langsam, aber welche Gefühlstiefe erreicht er hier. Da erscheint jede Phrase speziell, da glüht ein inneres Feuer, da ist jemand auf der Suche nach kleinsten und großen Erkenntnissen, kann es umsetzen und verliert trotzdem nicht den Gesamtzusammenhang aus den Augen. Da ist jemand eigen und trotzdem trifft er das Werk. Großartig. Ich weiß, warum ich Sokolov so liebe. ;)

:hello Falstaff
Cantus Arcticus (28.05.2018, 15:07):
Hallo Zusammen!
Die Lustige Witwe unter Gardiner bei mir:

Viele Grüsse :hello
Stefan
Cetay (inaktiv) (28.05.2018, 15:43):
Oh weh, die Arbeitssenke muss dich arg mitgenommen haben. Ich lege Lehár immer am Rand des Wahnsinns auf, um mir zu zeigen, dass alles noch viel schlimmer hätte kommen können. 8o
Cetay (inaktiv) (28.05.2018, 20:23):
Natürlich gibt es allerorten das übliche Geheule, da stünde doch "moderato". Aber keiner kann sagen, was "moderato" seinerzeit bedeudet hat. Wenn es mal objektive Hinweise gibt, dass das für unsere heutigen Ohren ganz schön flott gewesen ist, dann war halt das Metronom kaputt. Jedenfalls geht bei Zinmans Unvollendeter der Punk ab. Es braucht einige Durchläufe, um sich (lies: mich) an das Tempo und die Athletik zu gewöhnen, aber dann wird das Besondere dieser Leseart klar. Das ist keine Aneinanderreihung von verkappten Liedern einer Trauerweide, sondern sich zwingend entfaltende symphonische Logik, die - trocken wie sie ist - sich selbst genügt. Sicher, ein Ardbeg 10 Single Malt schmeckt sehr herb und gewöhnungsbedürftig und man hat deswegen eine leichter trinkbare, in Sherry-Fässern nachgefreifte Version kreiert. Der wahre Kenner bleibt freilich beim Original, das seine Einzigartigkeit erst mit der Zeit, aber dafür umso nachhaltiger entfaltet. Zinman ist der Ardbeg 10 unter den Unvollendeten.


Franz Schubert; Sinfonie h-Moll, D759
Tonhalle Orchester Zürich, David Zinman
Falstaff (28.05.2018, 23:06):
Bei mir auch Schubert, allerdings weiterhin D.960.



:hello Falstaff
Cetay (inaktiv) (28.05.2018, 23:47):
Ich muss zugeben, dass Dieter Schnebel bislang unter meinem Radar durchgeflogen ist. Lediglich die Komposition Languido für Bassflöte und Live-Elektronik ist mir bekannt. Anlässlich der Todesmeldung füge ich nun diesem fast weißen Fleck auf meiner Hörkarte einen weiteren Farbtupfer hinzu:


Dieter Schnebel; Movimento
AG Neue Musik am Leininger-Gymnasium Grünstadt, Silke Egeler-Wittmann

Großer Stoff, den man mir als Kagel verkaufen könnte.
Amonasro (29.05.2018, 21:22):


Claude Debussy/Maurice Maeterlinck: Pelléas et Mélisande

Pelléas - Didier Henry
Mélisande - Colette Alliot-Lugaz
Golaud - Gilles Cachemaille
Arkel - Pierre Thau
Geneviève - Claudine Carlson
Yniold - Françoise Golfier
Un berger/Le médecin - Phillip Ens


Chœur de l'Orchestre symphonique de Montréal
Orchestre symphonique de Montréal, Charles Dutoit

Gruß Amonasro
Falstaff (29.05.2018, 23:50):
Mal weg von D.960. Heute nun die 3. Brahms in dieser Version:



:hello Falstaff
Cetay (inaktiv) (30.05.2018, 07:35):

Manacorda-Kammerakademie Potsdam

Da kann ich mit! :thumbsup:
Ich hörte gerade die 3. und die h-Moll und kann dem nur nochmal Nachdruck verleihen. Zumal der 3-Buchstaben-Versand die Einzel-CDs auf 3,99 (Nr. 2 & 4 und Nr. 1 & 10 (Fragment)) bzw. 7,99 EU-Mark (der Rest) runtergesetzt hat.
Cetay (inaktiv) (31.05.2018, 09:30):
Im Vergleich: Arnold Schönberg; Variationen für Orchester, op. 31




Berliner Philharmoniker; Herbert von Karajan // Philharmonia Orchestra, Robert Craft
Cetay (inaktiv) (31.05.2018, 09:55):
Das hat richtig Laune gemacht, da schiebe ich gleich noch eine nach:


Arnold Schönberg; Variationen für Orchester, op. 31
Berliner Sinfonie-Orchester, Gunther Herbig
Falstaff (01.06.2018, 23:45):
Nachdem bei unserem 'Sinfoniker-Treffen' die angepeilte Vorstellung einer Oper 2x wegen zu dünner Teilnahme verschoben werden musste, soll sie nun morgen wohl stattfinden. Deshalb zur Einstimmung und aufgefrischten Vorbereitung heute nochmal der Carlos:



Die junge Caballé, der junge Domingo - von der Stimmschönheit und durchaus auch vom Ausdruck her eine Traumpaarung. Raimondi und Milnes sind für mich live die besten Vertreter dieser Rolle, die ich je gehört habe (trotz Ghiaurov). Aber im Studio klingt es doch immer wieder ein bisschen anders. Verrett allerdings ist fantastisch.
Aber warum musste mein so sehr geliebter Giulini gerade diese Oper so langsam dirigieren?

:hello Falstaff
Falstaff (01.06.2018, 23:48):
Und dann noch zur Auffrischung und zum Vergleich:



Hier singt er 'Io l'ho perduta' auf französisch und v.a. in französischer Manier. Was die Sehnsucht nach einer wirklich guten und vollständigen französischen GA mal wieder steigerte.

:hello Falstaff
Falstaff (01.06.2018, 23:51):
Danach ein wenig aus dieser Aufnahme:



Eine der wirklich tollen HvK-Aufnahmen der 50iger. Nur, warum musste er unbedingt auf Fernandi zurückgreifen?

:hello Falstaff
Amadé (02.06.2018, 10:42):
Gestern Abend gehört:



Von den Solisten her eine der besten Figaro-Aufnahmen, besonders hervorheben möchte ich Walter Berry als Figaro.
Gruß Amadé
Gernot H. (03.06.2018, 14:57):
Soeben hörte ich die Sinfonische Dichtung Tasso von Franz Liszt. Interpretiert von dem Polnischen Nat. Radio Sinf. Orchester Katowice unter Leitung von Michael Halasz. Die Aufnahme erschien 1991, als das Label naxos noch erschwinglich war.
palestrina (03.06.2018, 17:13):
Die Aufnahme erschien 1991, als das Label naxos noch erschwinglich war.
klick
Hallo Gernot H., nach 27 Lenzen darf eine neue NAXOS CD doch heute €9,99 kosten (eine doppel CD nur €16,99) und ist immer noch ERSCHWINGLICH! ;)
Und heute wird sie veramscht s,o.!

LG palestrina
Cetay (inaktiv) (03.06.2018, 22:31):


Anton Webern; Sinfonie op. 21
Ulster Orchestra, Takuo Yuasa

In Abwandlung eines Bonmots: In diesen 10 Minuten stecken 10 Mahler-Sinfonien drin.
Falstaff (04.06.2018, 00:10):
Nach all dem 'Calos', heute einmal etwas Reduzierteres.



:hello Falstaff
Falstaff (04.06.2018, 21:14):
Und noch 'n bisschen FiDi:



Live in Berlin, 1971.

:hello Falstaff
Falstaff (04.06.2018, 22:17):
Dazwischen geschoben:

Toscanini 1939

und

Furtwängler 1948

:hello Falstaff
Amonasro (09.06.2018, 20:53):


Pjotr Tschaikowski: Der Nussknacker

Libera (Chor)
Berliner Philharmoniker, Simon Rattle

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (10.06.2018, 11:09):

John Cage; Fontana Mix/WBAI
Ctrl-Z

Fontana Mix ist eine völlig ideterminierte Komposition. Die Partitur ist eine Kopfschmerzen verursachend komplizierte Vorschrift, wie das Material für die Herstellung des Tonbands zu mixen ist, aber das Material selbst kann frei wählbar alles sein. Dennoch ist das die überzeugenste Komposition auf dieser CD. Wirkt Cages Geist in den Auswahl- und Realisierungsprozess hinein oder höre ich mir das schön, weil ich ein Fan-Boy bin? Egal, das ist spitz wie Nachbars Lumpi.
:thumbsup:
Cetay (inaktiv) (10.06.2018, 15:09):
Bei mir ist es auch so, dass das genüssliche Musikhören am Abend mit einem Glas Wein ebenfalls nie stattfindet (...)
Hier findet es gerade statt. Man könnte jetzt einwenden, dass es noch nicht Abend ist und anmahnen, dass es für die Flasche (mit Gläsern gebe ich mich nicht ab) noch etwas früh sei, aber angesichts der Seltenheit der Gelegenheit wollen wir nicht allzu pingelig sein.


Gustav Mahler; Sinfonie Nr.8
Mormon Tabernacle Choir, Utah Symphony Orchestra, Thierry Fischer

Von der SACD Spur. :engel
Cantus Arcticus (15.06.2018, 13:01):
Bei mir diese beiden Werke:



Grüsse :hello
Stefan
Falstaff (16.06.2018, 00:13):
Barbirolli mit Sibelius.



Daraus die 7. und 'Finlandia' und die 'Karelia Suite'.

:hello Falstaff
Falstaff (16.06.2018, 00:14):
Danach als Vergleich die 7. mit Bernstein:
Falstaff (19.06.2018, 01:12):
Karajan mit den Berlinern 1940 und zwar die 9. Sinfonie von Dvorak:



Irgendwie ganz schön martialisch. OK, es ginge noch heftiger, aber trotzdem wirkt es doch recht auftrumpfend.

:hello Falstaff
Falstaff (19.06.2018, 01:14):
Zur 'Erholung' die 9. mit Fricsay:



:hello Falstaff
Falstaff (21.06.2018, 00:45):
Weiter auf dieser Schiene:



Nun ja. Insgesamt zu brav für mich.

:hello Falstaff
Falstaff (21.06.2018, 00:47):
Wesentlich spannender fand ich:



:hello Falstaff
Falstaff (21.06.2018, 23:46):
Heute mal Bartok. Diesmal in der Kombination mit Karajan in der Aufnahme von 1949.



:hello Falstaff
Falstaff (21.06.2018, 23:49):
Und danach dann eine Aufnahme, die ich sehr liebe:



:hello Falstaff
Cantus Arcticus (22.06.2018, 10:15):
Und danach dann eine Aufnahme, die ich sehr liebe:



:hello Falstaff
Hallo lieber Falstaff
Da kann ich mich nur anschliessen :times10 !!

Viele Grüsse :hello
Stefan
Nicolas_Aine (24.06.2018, 10:04):
kann die CD grade nicht online finden, aber es läuft:

Smetana: Ma Vlast

Rafael Kubelik
Wiener Philharmoniker
palestrina (24.06.2018, 11:24):
kann die CD grade nicht online finden, aber es läuft:

Smetana: Ma Vlast

Rafael Kubelik
Wiener Philharmoniker
Hier...


LG palestrina
Nicolas_Aine (24.06.2018, 17:06):
danke! Hab die mal bei uns im Müller für €1,50(!!!) gekauft
Cetay (inaktiv) (26.06.2018, 07:52):

Karlheinz Stockhausen; Spirals
Eberhard Blum (Flöte, Stimme, Radio)
Cantus Arcticus (26.06.2018, 15:38):
Hallo Zusammen
Bei mir seit gestern Morgen:


Kempffs feinsinnige und unaufgeregte Art des Eintauchens in diese Welt der Poesie sucht bis heute Ihresgleichen. Selten war ich so gefesselt von den Klavierwerken Schuberts.

:times10 :down :down :down
Gruss
Stefan
Cetay (inaktiv) (28.06.2018, 00:31):

Wolfgang Amadeus Mozart; Serenade Nr. 13 G-Dur, K. 525 "Eine kleine Nachtmusik"
Kölner Akademie, Michael Alexander Willens
Cetay (inaktiv) (28.06.2018, 08:33):


John Cage; Fontana Mix & Solo for Voice
Eberhard Blum (Flöte, Stimme)
Cetay (inaktiv) (30.06.2018, 22:41):

John Cage; Works For Percussion (Complete Edition) Vol.6
Amadinda Percussion Group
Haikai
+ Gergely Ittzés (Suling-Bambusflöte)
Improvisation Ia: Child Of Tree
Improvisation Ib: Branches
Five^4
+ Mihály Borbély (Altsaxophon), László Dés (Sopransaxophon)
cComposed Improvisation - Version for Bass Guitar and Snare Drum
+ Tamás Barabás (Bassgitarre)
cComposed Improvisation - Version for Snare Drum and One-sided Drums With or Without Jangles
But What About The Noise Of Crumpling Paper Which He Used To Do In Order To Paint The Series Of "Papiers Froissés" Or Tearing Up Paper To Make "Papiers Déchirés"? Arp Was Stimulated By Water (Sea, Lake, And Flowing Waters Like Rivers), Forests.
:engel
Zum Tagesausklang bei einer Flasche Wein. Amadinda und Cage - das ist eine Symbiose, die einfach nur beglückend ist.
Cetay (inaktiv) (01.07.2018, 14:45):
Müsste ich die eine Paganini-CD benennen, wäre es diese:


Nicolò Paganini; Violinkonzert Nr. 4 d-Moll, M.S. 60
Gidon Kremer, Wiener Philharmoniker, Riccardo Muti
Amonasro (05.07.2018, 22:06):
Mal ein seltener Ausflug in den Barock:



Giovanni Battista Pergolesi:

Stabat Mater

Laudate Pueri Dominum

Confitebor tibi Domine

Julia Lezhneva, Philippe Jaroussky

Coro della Radiotelevisione svizzera, Lugano
I Barocchisti, Diego Fasolis

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (06.07.2018, 08:40):

Luigi Boccherini; Oboenquintette G431-436
Lajos Lencsés (Oboe), Parisii String Quartet

Superb und höchst originell! Um ihn von seinen Zeitgenossen abzugrenzen: Haydn klingt immer nach Haydn, Mozart immer nach Mozart, bei Boccherini weiß man nie...
Amonasro (08.07.2018, 12:42):

Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Schwanensee

London Symphony Orchestra, André Previn

Gruß Amonasro
Amonasro (11.07.2018, 20:43):


Franz Schreker: Der Schatzgräber

Elis - Raymond Very
Els - Manuela Uhl
Der König - Tijl Faveyts
Der Narr - Graham Clark
Der Vogt - Kay Stiefermann
Der Wirt - Andrew Greenan
Albi - Gordon Gietz
Der Kanzler/Der Schreiber - Alasdair Elliott
Der Graf (Der Herold) - André Morsch
Der Magister/Der Schultheiß - Kurt Gysen
Der Junker - Mattijs van de Woerd
Ein Landsknecht - Peter Arink
Erster Bürger - Cato Fordham
Zweiter Bürger - Richard Meijer

Chorus of De Nederlandse Opera
Netherlands Philharmonic Orchestra, Amsterdam; Marc Albrecht

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (12.07.2018, 00:17):
Frisch ausgepackt:


The New York School: Feldman, Wolff, Brown & Cage
Ensemble Avantgarde
Ralf Mielke (Flöte), Stefan Stopora (Perkussion), Steffen Schleichermacher (Klavier)
Cetay (inaktiv) (16.07.2018, 11:49):

John Cage; Ryoanji
Robert Black (Kontrabass), Eberhard Blum (Flöte), Iven Hausmann (Posaune), Gudrun Reschke (Oboe), John Patrick Thomas (Stimme), Jan Williams (Perkussion)

Im September werde ich den Zen-Garten, der Cage zu dieser Komposition inspiriert hat, besuchen. :leb


Von Stephane D'Alu - Stephane D'Alu's photo, CC BY-SA 3.0
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24502
Cetay (inaktiv) (20.07.2018, 03:36):

Antonio Vivaldi; Fagottkonzerte RV 480, 497, 499 & 502, Doppelkonzert RV 545 & Konzert für 2 Oboen RV 534
Mihu Fukui, Amy Power, Ensemble F (auf Originalinstrumenten)

Spannend.... :thumbup:
Falstaff (20.07.2018, 22:34):
Angeregt durch die Lektüre von Julian Barnes habe ich dies mal wieder aufgelegt:



Mitte der 90iger habe ich mal eine Produktion davon in HH gesehen. Ljubimov inszenierte und Maxim Schostakowitsch dirigierte. Und trotzdem ging es leider ziemlich in die Hose. Von daher war ich immer ein gebranntes Kind, was dieses Werk angeht. Was mit Sicherheit nicht fair ist.

:hello Falstaff
Schostakowitsch (22.07.2018, 18:59):
Amonasro (25.07.2018, 16:08):
Ich bin vor der Hitze nach drinnen geflüchtet und höre nun diese Oper, in der auch die glühende Mittagssonne eine wichtige Rolle spielt:



Eugen d'Albert/Hanns Heinz Ewers/Marc Henry: Die toten Augen

Der Hirt - Lothar Odinius
Der Schnitter - Olaf Bär
Der Hirtenknabe - Cornelia Wosnitza
Arcesius - Hartmut Welker
Myrtocle - Dagmar Schellenberger
Aurelius Galba - Norbert Orth
Arsinoe - Margaret Chalker
Maria von Magdala - Anne Gjevang
Ktesiphar - Eberhard Büchner
Rebecca - Cornelia Wosnitza
Ruth - Angela Liebold
Esther - Barbara Hoene
Sarah - Sabine Brohm
Eine sieche Frau - Angela Liebold
Die Juden - Gerald Hupach, John Maxham, Eberhard Bendel
Eine Stimme - Olaf Bär
Zwei Stimmen aus dem Brunnen - Barbara Hoene, Cornelia Wosnitza

Philharmonischer Chor Dresden
Dresdner Philharmonie, Ralf Weikert

Gruß Amonasro
Falstaff (26.07.2018, 22:14):
Nach der Bayreuth-Premiere natürlich dies hier:



Vor allem in der Sicht auf die Personen völlig anders. Aber trotzdem eine Sternstunde der Plattengeschichte.

:hello Falstaff
Amonasro (27.07.2018, 23:45):


Philip Glass/Shalom Goldman/Robert Israel/Richard Riddell: Akhnaten

Akhnaten - Paul Esswood
Nefertiti - Milagro Vargas
Queen Tye - Melinda Liebermann
Horemhab - Tero Hannula
The High Priest of Amon - Helmut Holzapfel
Aye - Cornelius Hauptmann
The Daughters of Akhnaten - Victoria Schneider, Lynne Wilhelm-Königer, Maria Koupilová-Ticha, Christina Wächtler, Geraldine Rose, Angelika Schwarz
The Scribe - David Warrilow

Staatsopernchor Stuttgart
Staatsorchester Stuttgart, Dennis Russel Davies
Cetay (inaktiv) (28.07.2018, 09:49):


Johann Sebastian Bach; Violinkonzerte
Frank Peter Zimmermann, Berliner Barocksolisten

:times10
Cetay (inaktiv) (01.08.2018, 20:27):

Mauricio Kagel; Alles wechselt, All things change
Schönberg Ensemble, Nederlands Kamerkoor, Reinbert de Leeuw
Quirinus' Liebeskuss für Vokalensemble und Instrumentalisten
Serenade für Trio
Doppelsextett für 2 Flöten, Oboe, Englischhorn, 2 Fagotte, 2 Violinen, 2 Violas & 2 Violoncelli
Großer Stoff. Nichts ist zuviel, nichts fehlt.
:times10
Falstaff (02.08.2018, 23:13):
Bin mal wieder beim ollen Beethoven und seinen Sinfonien gelandet.



Irgendwie hofft man beim 'Gewittersatz' der 6., dass sich das vielleicht mal auf draußen übertragen würde, aber nix is. :D

:hello Falstaff
Falstaff (02.08.2018, 23:42):
Danach die Mengelbergsche Version der 6. Beethoven.



:hello Falstaff
Falstaff (03.08.2018, 01:40):
Und dann natürlich erst einmal Furtwängler. ;) Hier in der 1952-Aufnahme.



:hello Falstaff
palestrina (03.08.2018, 18:16):
Ich bin ja ganz vernarrt in die Kantate BWV 82 bzw.82a "Ich habe genug" .....

klick
...ob Bass, Bassbariton, Counter oder Sopran meine Stimmung ist entscheidend, ich mag sie Alle!
Hier Monica Huggett (Violine u.Leitung ) mit dem Ensemble Sonnerie, Nancy Argenta, Sopran ergo 82a mit Flöte, anstatt wie bei 82 mit Oboe!
Eine wunderbare Einspielung!

LG palestrina
Amonasro (04.08.2018, 13:37):

Jules Massenet/Édouard Blau/Paul Milliet/Georges Hartmann: Werther

Werther - José Carreras
Charlotte - Frederica von Stade
Albert - Thomas Allen
Sophie - Isobel Buchanan
Le Bailli - Robert Lloyd
Schmidt - Paul Crook
Johann - Malcolm King
Käthchen - Linda Humphries
Brühlmann - Donalson Bell

Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden; Sir Colin Davis

Gruß Amonasro
Amonasro (04.08.2018, 20:39):

Pietro Mascagni/Luigi Illica: Le maschere

Pantalone de' Bisognosi - Carlos Chausson
Rosaura - Maria Josè Gallego
Florindo - Vincenzo La Scola
Dottor Graziano - Nelson Portella
Colombina - Amelia Felle
Brighella - Oslavio di Credico
Il Capitan Spavento - Angelo Romero
Arlecchino Battocchio - Giuseppe Sabbatini
Tartaglia - Enzo Dara
Giocadio - Antonio Pierfederici

Orchestra e Coro del Teatro Comunale di Bologna, Gianluigi Gelmetti

Gruß Amonasro
Falstaff (04.08.2018, 22:02):
Victor de Sabata 1947 mit seiner Aufnahme der 'Pastorale' von Beethoven.



:hello Falstaff
Falstaff (04.08.2018, 22:44):
Daraus die 'Pastorale'.



:hello Falstaff
Falstaff (04.08.2018, 23:40):
Und weiter geht's mit der der 6.:



:hello Falstaff
Cetay (inaktiv) (05.08.2018, 11:36):

Katrin Zenz spielt John Cage. Ich höre gerade Ryoanji in der Version für Flöte, Perkussion und Tonband und anschließend Solo für Flöte, Altflöte und Piccolo aus dem Concert for Piano and Orchestra. Ich mag Zenz' Ton sehr. Schade, dass keine weitere Volumina folgten, obwohl die Serie m. E. noch nicht "complete" ist. Es fehlen die Flöten-Stimmen von Atlas Eclipticalis, die wie die Stimme des Concert unabhängig aufgeführt werden können und streng genommen gehören auch Werke mit unspezifischer Instrumentierung, wie die Variations dazu.
Cetay (inaktiv) (06.08.2018, 20:29):

Cornelius Cardew; Treatise
QUaX Ensemble
Petr Kotik (Flöte, Trompete, Violine, Violoncello, Klangobjekte), Pavel Kondelík (Tenorsaxophon, Violine), Jan Hynčica (Posaune, Violine), Josef Vejvoda (Perkussion, Strohgeige), Václav Zahradník (Klavier, Stimme, Violine)

Auf dem Heimweg von der Packstation abgeholt und jetzt im Player. Ich bin zum zerreißen gespannt.
Falstaff (07.08.2018, 01:59):
Beethoven 8. Sinfonie:



:hello Falstaff
Falstaff (07.08.2018, 02:01):
Und im Vergleich:



Stockholm 1948.

:hello Falstaff
Cetay (inaktiv) (07.08.2018, 22:23):
Ein Ständchen zur Nacht:



Arnold Schönberg; Serenade op.24
Stephen Varcoe (Bass), Charles Neidich (Klarinette), Alan R. Kay (Bassklarinette), Peter Press (Mandoline), David Starobin (Gitarre), Rolf Schulte (Violine), Toby Appel (Viola) & Fred Sherry (Violoncello)
Falstaff (07.08.2018, 23:54):
Bin immer noch bei der 8.



De Sabata 1951 live mit dem New York Philharmonic Orchestra.

:hello Falstaff
Falstaff (07.08.2018, 23:57):
Und danach:



Die 8. live von 1943.

:hello Falstaff
Falstaff (08.08.2018, 00:30):
Und ein erneutes Kontrastprogramm:



Wieder die 8., diesmal mit Leibowitz und dem Royal Philharmonic Orchestra aus dem Jahre 1961.

:hello Falstaff
Falstaff (08.08.2018, 00:58):
Und mal wieder 'was ganz anderes:



Logischerweise daraus die 8. Sinfonie.

:hello Falstaff
Falstaff (09.08.2018, 00:27):


Wie überraschend ;) , daraus mal wieder die 8.

:hello Falstaff
Falstaff (12.08.2018, 01:17):
Und nun die 9.



:hello Falstaff
Falstaff (12.08.2018, 01:19):
Und danach 'Beethoven brutal' =O :



:hello Falstaff
Amonasro (14.08.2018, 18:51):


Claude Debussy/Maurice Maeterlinck: Pelléas et Mélisande

Pelléas - Didier Henry
Mélisande - Colette Alliot-Lugaz
Golaud - Gilles Cachemaille
Arkel - Pierre Thau
Geneviève - Claudine Carlson
Yniold - Françoise Golfier
Un berger/Le médecin - Phillip Ens

Chœur de l'Orchestre symphonique de Montréal
Orchestre symphonique de Montréal, Charles Dutoit

Gruß Amonasro
palestrina (16.08.2018, 10:08):
Ein Beispiel meiner neuen Hörgewohnheiten....
klick

.....CD 1-3 Matthäuspassion Aufnahme von 1994 mit einem erlesenen Solisten Ensemble unter Koopman.

LG palestrina
palestrina (16.08.2018, 14:47):
Weiter mit Gregorianik....

klick
Mater Domini... Festività mariane
Die gesammte Kultur des späten christlichen Altertums besingt die ruhmreiche Herrlichkeit von der heiligen Maria . Besonders den Hymnus "Ave maris stella" nach Venantius Fortunatus
Dichter und Hagiograph der Merowingerzeit und Bischof von Poitiers, od.Venanzio Fortunato.
Übrigens, gestern war Maria Himmelfahrt!

Cantorei Gregoriani /Fulvio Rampi

LG palestrina
Cetay (inaktiv) (16.08.2018, 16:01):
Ein Beispiel meiner neuen Hörgewohnheiten....
klick

.....CD 1-3 Matthäuspassion Aufnahme von 1994 mit einem erlesenen Solisten Ensemble unter Koopman.

LG palestrina

Die erste Aufnahme, die mir die Vorzüge der original instrumentierten und solistisch besetzen Messe nahe gebracht hat - nein, dieses Werk überhaupt erst nahe gebracht hat, ist die Pioniertat von Joshua Rifkin. Da wird der polyphone Himmel frei von Chorwolken und aufgedickten Gesangslinien glasklar hörbar.
palestrina (16.08.2018, 16:02):
klick

Apocalypse - Kantaten der Barockzeit,
mit Werken von: Johann Sebastian Bach (1685-1750), Dieterich Buxtehude (1637-1707), Christian Geist (1650-1711)
Siri Karoline Thornhill, Ingeborg Dalheim, Ebba Rydh, Hugo Hymas, Havard Stensvold,
Trondheim Barokk, Sigiswald Kuijken
Der Chor ist hier auch solistich besetzt!

LG palestrina
palestrina (16.08.2018, 16:18):
Die erste Aufnahme, die mir die Vorzüge der original instrumentierten und solistisch besetzen Messe nahe gebracht hat - nein, dieses Werk überhaupt erst nahe gebracht hat, ist die Pioniertat von Joshua Rifkin. Da wird der polyphone Himmel frei von Chorwolken und aufgedickten Gesangslinien glasklar hörbar.




Mit Rifkin hatte ich es bisher noch nicht so, aber was nicht ist kann ja noch werden! ;)
LG palestrina
palestrina (16.08.2018, 20:55):
BEJUN MEHTA CANTA....

klick

Händel: Mi palpita il cor HWV 132c; Siete rose rugiadose HWV 162; I will magnify thee HWV 250b; Rezitativ & Arie "Yet can I hear that dulcet lay" aus The Choice of Hercules HWV 69
+Bach: Kantate BWV 82 "Ich habe genug"
+Vivaldi: Pianti, sospiri e dimandar mercede RV 676
+JC Bach: Lamento "Ach, daß ich Wassers g'nug hätte"
+GM Hoffmann: Arie "Schlage doch, gewünschte Stunde"

Akademie für Alte Musik Berlin/Bejun Mehta

Eine echte Bereicherung meiner Countertenor Sammlung!

LG palestrina
Cetay (inaktiv) (17.08.2018, 23:28):

Johann Sebastian Bach; Brandenburger Konzerte
The Cambridge Baroque Camerata
Cetay (inaktiv) (18.08.2018, 07:52):
Einmal quer solistisch durchs Orchester (Horn, Kontrabass und Pauken müssen leider draußen bleiben):


Luciano Berio; Sequenzas I-XIV
Cetay (inaktiv) (21.08.2018, 00:11):
Haydns 100+ Baryton-Trios waren allesamt Auftragswerke, die einem minderbegabten Fürsten als Spielzeug dienen sollten. Soweit richtig. Aus diesem Grund sind sie allenfalls gefällige Gebrauchsmusik. Sicher, und morgen klaut der Weihnachtsmann dem Osterhasen die Eier auf der Scheibenerde.


Joseph Haydn; Trio No. 97 D-Dur, Hob. XI:97
Finnish Baryton Trio
Cetay (inaktiv) (21.08.2018, 20:48):



Mauricio Kagel; Exotica für 6 singende Instrumentalisten mit je mindestens 10 außereuropäischen Instrumenten
Michel Portal, Vinko Globokar, Christoph Caskel, Wilhelm Bruck, Theodor Ross & Siegfried Palm, Ltg: Mauricio Kagel

Kagel gehört mehr gehört.
Cetay (inaktiv) (22.08.2018, 23:07):


Gustav Mahler; Sinfonie Nr. 7 e-Moll
Tschechisches Radio Sinfonie Orchester, Jiri Stárek
Falstaff (23.08.2018, 02:15):
Im Moment mal wieder die unverwüstliche 5. von Beethoven.

2x mit Furtwängler. Das 1. RIAS-Konzert von 1947 und dann das letzte von 1954. Interessanter Vergleich.



:hello Falstaff
Falstaff (23.08.2018, 02:17):
Wer Furtwängler sagt, muss natürlich auch Toscanini sagen.



:hello Falstaff
Falstaff (23.08.2018, 02:19):
Dann weiter das CD-Regal durchsucht.



:hello Falstaff
Falstaff (23.08.2018, 02:21):
Erstaunlicherweise hängt sie mir immer noch nicht zum Halse raus.



:hello Falstaff
Falstaff (23.08.2018, 02:23):
Und wieder nur die 5.



:hello Falstaff
Falstaff (23.08.2018, 02:25):
Das CD-Regal leert sich langsam, obwohl ich irgendwo bestimmt noch welche finde.



:hello Falstaff
Falstaff (23.08.2018, 02:27):
Was man so alles hat.



Leibowitz, Cluytens, Harnoncourt werden mit Sicherheit noch folgen.

:hello Falstaff
Amonasro (23.08.2018, 23:08):


Claude Debussy:

La Mer

Jeux

Le Martyre de saint Sébastien (Fragments symphoniques)

Prélude à l'après-midi d'un faune

Orchestre symphonique de Montréal, Charles Dutoit

Gruß Amonasro
Sfantu (24.08.2018, 18:06):
Auf meiner Beethoven-Achte-Tour bei Fricsay angekommen, kam ich auf den Geschmack, meine Platten von ihm mal rauszusuchen. Dabei stiess ich auf diese Single mit Virtuosenfutter. Helmut Zacharias war ein Trauma meiner Kindertage, als es noch original drei Fernsehprogramme gab. In den grossen Feg'-die-Strasse-Samstag-Abend-Unterhaltungsshows tigerte er zum Playback irgendwelcher Schmalz Medleys auf die rückwärts rollende Kamera zu, ein Schmunzelkater, der beim Geigen seine Lippen vor & zurück bewegte wie ein nach Luft schnappender Karpfen - grausig...

Als fescher Jüngling um 1950 herum war sein Weg ins Entertainment wohl noch nicht in Stein gemeisselt. Ein mitreissender Sarasate! Da braucht jemand den Vergleich mit den grossen Namen nicht zu scheuen...


Pablo de Sarasate Zigeunerweisen op. 20
Helmut Zacharias, RIAS Sinfonie Orchester Berlin - Ferenc Fricsay
(10 Zoll-Platte, DG, mono, ca. 1950)
Falstaff (25.08.2018, 00:54):
Nach einer kurzen Unterbrechung (Harnoncourt mit Beethoven 8., nun wieder die 5.



:hello Falstaff
Amadé (26.08.2018, 09:45):


Unbeschwerte Musik für den Sonntag-Morgen, Beecham ist der richtige Mann fürdieses Genre.

Gruß Amadé
satie (27.08.2018, 12:29):
Bei dem Bild Frage ich mich: ist das ein Bärtchen, oder ist ihm bei dem Foto gerade die Zigarettenkippe aus dem Mund gefallen?
Sfantu (27.08.2018, 16:08):
Zum Runterkommen von & Kontrastieren zu Beethoven lief anschliessend das hier:

Urs Joseph Flury
- Romantisches Klavierkonzert (2011)
Margaret Singer, Bieler Sinfonie-Orchester - Urs Joseph Flury
- Trio für zwei Geigen & Bratsche (2009)
Alexandre Dubach, Franziska Grütter, Françoise Pellaton
(CD, UJF, 2011)

Konnte man Vater Richard noch das Signet Nach-bzw. Neuromantiker verpassen, so greift das beim Sohn, der noch rückwärtsgewandter schreibt, längst nicht mehr. Wir haben es hier eher mit einer Art Kunsthandwerk zutun: da komponiert jemand im Stile vergangener Epochen - ein Bindeglied, ein auch nur angedeutetes Sein im Hier & Jetzt fehlt komplett. Das Klavierkonzert tönt nach Carl Reinecke oder einem weiter gedachten Schumann. Das thematische Material des Kopfsatzes speist sich zu 2/3 aus der arpeggierenden Figur im Chopin-Konzert Nr.1: nach dem ersten kraftvollen Einsatz des Solisten mit den punktierten Akkorden geht es jeweils eine Terz auf-, dann einen Sekund-& einen Terzschritt wieder abwärts, das Ganze ein paarmal wiederholt, jeweils eine Terz tiefer beginnend. In unzähligen Abwandlungen in vielen Orchesterstimmen - das nenn' ich mal ökonomisch klug gemacht. Nur verliert auf Dauer das Ganze an Reiz, da irgendwann absehbar. Später kommen ein paar nette impressionistische Tupfer, auch mit Glockenspiel, hinzu, aber - naja.
Das ist gut gemachte nostalgische Nachschöpfung - & ich bin unentschieden, wie ich das finden soll. Da komponiert jemand quasi selbstlos resp. ohne existenzielle Not, mehr zum eigenen Vergnügen?
Jedenfalls verwundert es nicht, dass Flury die Aufnahme im Selbstverlag herausbrachte.

Kann man den musealen Charakter mal so akzeptieren, wie er ist, dann gewinnt diese Musik einen gewissen morbiden Charme. Die Ausführenden machen ihre Sache jedenfalls stellenweise überzeugend, die Klangqualität ist passabel.

Beim Streichtrio liegt die spieltechnische Wipfelhöhe der Musiker um eine Nuance tiefer (Alexandre Dubach ausgenommen). Stilistisch noch verzopfter als das Klavierkonzert, lässt das Werk im II. Satz dann unvermutet aufhorchen: das selten bis gar nicht in der Kunstmusik aufgegriffene schöne, traurig-tragische Schweizer Volkslied "Ds Vreneli ab em Guggisbärg", das Guggisberglied, wird hier in einem kunstvollen Variationensatz verarbeitet. Allein deshalb hat die CD wohl eine Chance, von meinem Aussortier-Stapel zu entkommen.

Letzterer (der Stapel) ist mittlerweile auf insgesamt knapp 1000 LPs & CDs angewachsen, weshalb ich plane, sie am 22. September auf der Karlsruher Plattenbörse für kleines Geld zu verkaufen.
Cetay (inaktiv) (27.08.2018, 16:33):
Bei dem Bild Frage ich mich: ist das ein Bärtchen, oder ist ihm bei dem Foto gerade die Zigarettenkippe aus dem Mund gefallen?
Da ist die Sachlage bei Feldman eindeutiger:
Cetay (inaktiv) (27.08.2018, 16:39):
Allein deshalb hat die CD wohl eine Chance, von meinem Aussortier-Stapel zu entkommen.
Letzterer (der Stapel) ist mittlerweile auf insgesamt knapp 1000 LPs & CDs angewachsen, weshalb ich plane, sie am 22. September auf der Karlsruher Plattenbörse für kleines Geld zu verkaufen.
Och wie Schade - da bin ich noch im Jahresurlaub in Fernost. Sonst wäre ich auf ein Hallo vorbeigekommen... :hello
Sfantu (27.08.2018, 18:31):
Och wie Schade - da bin ich noch im Jahresurlaub in Fernost. Sonst wäre ich auf ein Hallo vorbeigekommen...
Ja, find' ich auch! Wär' eigentlich 'n Grund, es nochmal zu verschieben... :hello
Sfantu (27.08.2018, 19:11):
...& vom geklauten Thema ist dann der Weg nicht weit zum Original:


Frédéric Chopin - Konzert für Klavier & Orchester e-moll op. 11
Krystian Zimerman, Wielki Orkiestra Symfoniczna Polskiego Radia i Telewizji - Jerzy Maksymiuk
(das Preisträger-Konzert. LP, Polskie Nagrania, 1975)

Der Erstplatzierte des IX. Warschauer Chopin-Wettbewerbs hiess 1975 Krystian Zimerman.
Der 19jährige spielt seinen Part mit traumwandlerischer Sicherheit (ein einziger winziger Patzer im Kopfsatz), setzt individuelle Akzente, hinterlässt "seine "Duftmarke" (falls sich das Bild hier schickt). Maksymiuk liefert mit seinem Orchester so viel mehr ab als die zu erwartende Routine-Übung. Der fast sprichwörtlich schwache Orchester-Komponist Chopin wird hier aufgewertet, indem scharfe Akzente gesetzt werden. Die Unisono-Streicher, die das Finale einleiten, habe ich nie so rigoros, so vehement gehört: kurz & trocken abphrasiert - so hat das endlich einmal Pfeffer! Diese forsche Tempo-Vorgabe fängt Zimerman mühelos auf & zieht das bis zum Ende durch.
Die Schlussakkorde gehen in einem Jubel-Orkan unter.

offtopic: Zu diesem Aspekt habe ich vor vielen Jahren hier mal in ein Wespennest getreten. In "Gestern in der Oper" hatte ich Verständnis für solchen emotionalen Überschwang bei einem Donzetti'schen Aktschluss geäussert. Was nicht heisst, dass ich mir das auch zu eigen mache. Ich würd' es aber auch nicht ausschliessen. Kommt eben immer drauf an: In die Schlusstakte von Haydn 45 oder Tschaikowskij 6 hineinzujubeln, würde niemandem einfallen. Als ich vor 2 Wochen in Edinburgh beim Fringe Festival mehrfach während verschiedener Gigs emphatische Urlaute von mir gab, war das völlig normal & ich nur einer von vielen...

Doch zurück zu dieser Schallplatte: Fazit > so muss Chopin!
Cetay (inaktiv) (27.08.2018, 22:39):
Ich nehme mal wieder einen Anstrurm auf den vermeintlichen Mount Everest der Streichquartett-Literatur. Beethoven ist ja gerade en vogue bei 2/4 der noch regelmäßig schreibenden Mitglieder, da will ich dann das dritte Viertel beisteuern - nur: bei den Sinfonien kann ich nicht mit. Bei der Fünften gibt's keine interpretatorischen Kompromisse, die Achte mag ich nicht, die geliebte Erste wird nicht wahrgenommen, 2-4 und 6-7 sind bei mir mittlerweile verbotene Hörzone.

Also die Quartette, von denen wir insgeheim wissen, dass sie eigentlich nur der zweithöchste Gipfel sind. Ein musikhistorischer Messfehler sozusagen - freilich im Zeitalter der Kanonhörigkeit unkorrigierbar. Die Frage bleibt, wem man sich für die Tour in die dünne Luft, wo die vier alles andere als vernünftigen Leute hausen, anvertrauen kann. Nach Memorieren, Quer- und Längshören, fiel die Wahl auf das Ungarische Streichquartett in der 2017 herausgegebenen 24-bit/96-kHz Remaster-Ausgabe der 1953 in Mono aufgenommenen Gesamteinspielung. Für Haptiker, die noch das antiquierte Medium CD nutzen: Die Hüllen der Einzel-CDs sind aus stabiler Pappe und wenn man sie mit der Öffnung nach unten hält und leicht mit Daumen und Zeigefinger gegen die Ränder drückt, dann gleitet die Silberscheibe so weit heraus, dann man sie an den Seitenrändern greifen und vollends herausziehen kann. Ich stelle das deswegen heraus, weil Rezensenten heutzutage Boxen ungeachtet ihres musikalischen Inhalts kompett verdammen, wenn man die CDs nicht ohne zerstörerische Gewalt aus den Hüllen kriegt - irgendwo verständlich. Ein vom Tod bedrohtes Medium braucht gerade bei solchen vermeintlichen Nebensächlichkeiten besondere Aufmerksamkeit. Ok, genug geschwafelt. Jetzt geht's ans Hören mit Opus 18 Nr. 1:
Sfantu (28.08.2018, 22:08):
Bei der Fünften gibt's keine interpretatorischen Kompromisse, die Achte mag ich nicht, die geliebte Erste wird nicht wahrgenommen, 2-4 und 6-7 sind bei mir mittlerweile verbotene Hörzone.
Das passt (diametral) wie eine Schablone auf meine Präferenzen: Hochgradig unerträglich sind mir die 5 ob ihrer Abgedroschenheit & aufdringlichen, indezenten Äusserlichkeit als auch die 9 ob ihrer Abgedroschenheit & formsprengenden Masslosigkeit. Lass uns gemeinsam in Musikantiquariaten stöbern & wir werden uns niemals wegen einer begehrten Scheibe an die Köppe kriegen... :beer :engel
Wie schlagen sich die Magyaren beim op. 18?
Falstaff (30.08.2018, 01:06):
Das passt (diametral) wie eine Schablone auf meine Präferenzen: Hochgradig unerträglich sind mir die 5 ob ihrer Abgedroschenheit & aufdringlichen, indezenten Äusserlichkeit als auch die 9 ob ihrer Abgedroschenheit & formsprengenden Masslosigkeit.
Warum gibt es hier eigentlich keinen 'Ich-fall-in-Ohnmacht'-Smiley? :D

:hello Falstaff
Falstaff (30.08.2018, 01:08):
Heute mal zur Erholung ein wenig Mahler. :D



:hello Falstaff
Falstaff (30.08.2018, 01:11):
Und danach einige meiner Lieblingslieder von ihm.



:hello Falstaff
EinTon (30.08.2018, 14:59):
Bei dem Bild Frage ich mich: ist das ein Bärtchen, oder ist ihm bei dem Foto gerade die Zigarettenkippe aus dem Mund gefallen?

Ersteres:
Amadé (30.08.2018, 17:10):
Hallo in der Runde,

Beechams Bärtchen ist Original, der Dirigent vergnügte sich mit Zigarren, weniger mit Zigaretten, wie auf vielen Fotos zu sehen ist.

Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (31.08.2018, 07:26):
Lass uns gemeinsam in Musikantiquariaten stöbern & wir werden uns niemals wegen einer begehrten Scheibe an die Köppe kriegen... :beer :engel Wie schlagen sich die Magyaren beim op. 18?
:beer

Die Magyaren sind sicher die besten Sherpas, die man sich vorstellen kann, allein es fehlt mir an Kondition und wohl auch an der rechten Geisteshaltung, um den Gipfel zu schaffen - ich hab schon im Flachen (bei Nr. 3) schlapp gemacht und jetzt mal auf unbestimmte Zeit Rast eingelegt. Oder ich nehme - wie bei jedem Versuch bisher- gleich die Seilbahn zu Opus 127. Der Weg dahin lohnt die Anstrengung nicht, vor allem wenn man immer im Hinterohr hat, mit wieviel weniger Aufwand man schlüssiger und befriedigender mehr erleben kann: Haydns Opus 76.
satie (01.09.2018, 08:56):
Bei dem Bild Frage ich mich: ist das ein Bärtchen, oder ist ihm bei dem Foto gerade die Zigarettenkippe aus dem Mund gefallen?
Ersteres:


Die Frage war natürlich nicht wirklich ernst gemeint, aber dennoch danke! ^^
EinTon (01.09.2018, 19:42):
Also die Quartette, von denen wir insgeheim wissen, dass sie eigentlich nur der zweithöchste Gipfel sind.
Und welche sollen dann Deiner Meinung nach der allerhöchste sein ;-) ??
Cetay (inaktiv) (01.09.2018, 20:56):
Au weia! Wenn das noch nicht durchgedrungen ist, dann tauge ich wahrlich nicht zum Missionar. ;)
Siehe z. B. -> hier.
Falstaff (01.09.2018, 23:07):
Gehört das hier hinein oder in ...neben der Klassik? ^^



:hello Falstaff
Sfantu (01.09.2018, 23:16):
Das gehört tief ins Violette!!! :cool

Grüsse aus Kalau!
Amonasro (01.09.2018, 23:23):


Felix Mendelssohn Bartholdy: Die erste Walpurgisnacht op. 60

Horst Laubenthal
Margarita Lilowa
Tom Krause
Alfred Sramek

Wiener Singverein
Wiener Philharmoniker, Christoph von Dohnányi

Gruß Amonasro
Falstaff (01.09.2018, 23:26):
Das gehört tief ins Violette!!!
Das hab ich mir fast gedacht. :D

Immer dieser Mischmasch. Keiner will ihn haben.
LG Falstaff
Sfantu (02.09.2018, 00:27):
Neulich als Zufallsfund (böse gesagt: Beifang) auf meinem Stapel mit Neuzugängen gelandet, bin ich jetzt doch aufs Angenehmste überrascht: Bennett als blosser Wurmfortsatz Mendelssohns: so wollen es viele Stimmen in den Konzertführern. Allein, was ich hier & heute höre (5. Klavierkonzert f-moll), nimmt mich gefangen: sicher - der junge Musiker blickte auf zu Schumann & Mendelssohn, war in den 1830ern & 40ern mehrfach in Deutschland. Was mich aber so sehr einnimmt, ist die traumwandlerische Selbstverständlichkeit, mit der Bennett von beiden Vorbildern nur das Beste aufnimmt, darüberhinaus aber eine so selbstbewusste, fast abgeklärte Nonchalance an den Tag legt, die überaus gewinnend ist. Nicht allzu zerrissen & selbstzerstörerisch wie Schumann bisweilen & ohne die oberflächliche Süsse, von der Mendelssohn sich nicht immer ganz freisprechen kann - ein Idealtypus der Hochromantik! (zumindest hier)

Eine abgerundete, sehr fürsprechende Interpretation macht das Glück annähernd komplett.


William Sterndale Bennett - Klavierkonzerte Nr. 2 Es-dur op. 4 & Nr. 5 f-moll
Malcolm Binns, Philharmonis Orchestra London - Nicholas Braithwaite
(CD, Lyrita, 1990)
Cetay (inaktiv) (02.09.2018, 23:31):
Das gehört tief ins Violette!!! :cool

Grüsse aus Kalau!
Auch auf die Gefahr hin, mich als Langleitung zu outen, muss ich jetzt doch nachfragen. Besteht der Kalauer darin, dass sich das "Violette" durch vertauschen zweier und ersetzen eines Buchstaben in etwas verwandeln lässt, für das es ein abgekürztes Synonym gibt, welches man durch dieselben Operationen angewandt auf eine "CD" erzeugen kann?
Sollte dass der Hintersinn sein, dann kann ich voll und ganz mit. Rein damit mit dieser Peinlichkeit und laaange spülen.
Falstaff (03.09.2018, 00:25):
Sollte dass der Hintersinn sein, dann kann ich voll und ganz mit. Rein damit mit dieser Peinlichkeit und laaange spülen.
So habe ich den Beitrag von Sfantu nicht verstanden. Allerdings auch nicht diesen Thread. Ich dachte hier wird Musik, die man gerade hört vorgestellt und sie nicht von anderen niedergemacht.

Ich halte mich dann hier lieber raus.

Falstaff
Sfantu (03.09.2018, 06:37):
Bester Sir John,
Ihr seid bisweilen gar mimosisch, meiner Treu!

Deep = Tief
Purple = Violett
Kalau = Kalauer

Ein Wortspiel war's, ein Spässle, Witz
Ganz ohne Hokus Pokus
Nicht bös gemeint, ohn Arg & List
War nichts als bloss ein Jokus

Alles wieder gut?
Freundschaft?
LG, Sfantu
Cetay (inaktiv) (03.09.2018, 08:43):
Ich dachte hier wird Musik, die man gerade hört vorgestellt und sie nicht von anderen niedergemacht.


Ich halte mich dann hier lieber raus.


Falstaff
Wegen einem negativen Kommentar? Der zugegebenermaßen etwas deftig ausfiel, weil der -wie wir jetzt wissen- missverstandene Kalauer dazu eine Steilvorlage lieferte, wodurch die humorige Komponente dieses "niedermachens" eigentlich erkennbar bleiben sollte - was offenbar eine falsche Einschätzung von mir war.
Hey, das kam von mir. In den Annalen dieses Forums finden sich mehrfach Kommentare, dass mir die Rolle des Kritikers nicht liegt, weil ich zu viel Respekt vor jedem habe, der es mit Talent und Fleiss auf eine Bühne geschafft hat - deswegen liest du von mir so gut wie keine Verisse. Nun mach ich mal eine seltene Ausnahme und nicht nur ich, sondern die ganze Sippe soll dafür in diesem Faden mit Schweigen bestraft werden?
Ich hoffe, du uberdenkst das nochmal. Ich verspreche im Gegenzug, an anderer Stelle zu begründen, warum das Album meinen Geschmack total verfehlt.
Falstaff (03.09.2018, 22:36):
Bester Sir John,
Ihr seid bisweilen gar mimosisch, meiner Treu!

Deep = Tief
Purple = Violett
Kalau = Kalauer

Ein Wortspiel war's, ein Spässle, Witz
Ganz ohne Hokus Pokus
Nicht bös gemeint, ohn Arg & List
War nichts als bloss ein Jokus

Alles wieder gut?
Freundschaft?
LG, Sfantu
Lieber Sfantu, ich denke, ich habe deinen Einwurf genau so verstanden, wie du ihn gemeint hast. Als 'Jokus' eben. Und dann noch als einen guten. Von daher gibt es da überhaupt kein Problem von meiner Seite aus. Ich hätte das aber wohl in meinem letzten Beitrag deutlicher machen sollen.
LG Falstaff
Falstaff (03.09.2018, 22:41):
Ich hoffe, du uberdenkst das nochmal. Ich verspreche im Gegenzug, an anderer Stelle zu begründen, warum das Album meinen Geschmack total verfehlt.
Du kannst das Album gerne verreißen, das ist dein gutes Recht und völlig ok. Aber in diesem Thread ist das total fehl am Platze. Das ist kein Diskussionsthread, schon gar nicht in dieser Art. Tut mir leid, aber das war daneben.
Schließlich habe ich nur gepostet, was ich gerade höre. Und dann gibt es eine solche Breitseite.

Es wäre übrigens auch noch etwas anderes, hättest du als Antwort nur geschrieben: Tut mir leid, da habe ich mich vergriffen.

Falstaff
Falstaff (03.09.2018, 22:42):
Du erwartest doch nicht, dass ich in diesem Thread noch etwas schreibe immer in der Erwartung....
satie (04.09.2018, 13:35):
Hm... Es tut mir leid, aber ist das, lieber Falstaff, jetzt nicht doch etwas arg humorlos? Ich hatte Sfantu und Cetay durchaus so gelesen, sie haben es ja auch danach noch einmal erklärt.

Ich möchte zu bedenken geben, dass alle Threads hier durchaus für Diskussionen genutzt werden dürfen. Solche entstehen durchaus auch dadurch, dass wir bestimmte Aufnahmen unterschiedlich bewerten. Sonst könnten wir auch nur einen Katalog verfügbarer Aufnahmen hier einstellen, wenn keine Bewertungen erlaubt wären. Wie diese formuliert werden, mag ein anderes Thema sein, ich bitte auch gerne darum, hier vorsichtig zu sein, gleichermaßen aber auch um etwas Gelassenheit, wenn Mal ein etwas derberer Tonfall aufscheint.

Herzliche Grüße
Satie
Cetay (inaktiv) (06.09.2018, 07:11):

John Cage; Solo für Cello
Friedrich Gauwerky
Solo for Cello (aus dem Concert for Piano and Orchestra)
59 1/2 Seconds for a String Player
Altas Eclipticalis (Version für Violoncello und Violoncello Playback)
Variations I (Realisierung für Violoncello Solo)
Études Boréales
Amonasro (06.09.2018, 14:29):

Antonín Dvořák:

Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88
Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95

Berliner Philharmoniker, Rafael Kubelik

Gruß Amonasro
Amonasro (06.09.2018, 20:59):


Giovanni Battista Pergolesi:

Stabat Mater

Laudate Pueri Dominum

Confitebor tibi Domine

Julia Lezhneva, Philippe Jaroussky

Coro della Radiotelevisione svizzera, Lugano
I Barocchisti, Diego Fasolis

Gruß Amonasro
Amonasro (07.09.2018, 14:13):


Gioachino Rossini:

Petite Messe solennelle

Mirella Freni, Lucia Valentini Terrani, Luciano Pavarotti, Ruggero Raimondi
Leone Magiera (Klavier), Vittoria Rosetta (Harmonium)
Coro Polifonico de Teatro alla Scala, Romano Gandolfi

Stabat mater

Pilar Lorengar, Yvonne Minton, Luciano Pavarotti, Hans Sotin
London Symphony Orchestra & Chorus, István Kertész

Gruß Amonasro
Amonasro (07.09.2018, 20:51):


Gaetano Donizetti/Giuseppe Bardari: Maria Stuarda

Maria Stuarda - Joan Sutherland
Elisabetta - Huguette Tourangeau
Leicester - Luciano Pavarotti
Talbot - Roger Soyer
Cecil - James Morris
Anna - Margreta Elkins

Orchestra e coro del Teatro Comunale di Bologna, Richard Bonynge

Gruß Amonasro
Amonasro (08.09.2018, 19:25):

Gustav Mahler: 2. Sinfonie c-Moll

Jennie Tourel, Lee Venora

The Collegiate Chorale
New York Philharmonic, Leonard Bernstein

Die Textverständlichkeit der Solistinnen könnte besser sein und der Chor klingt etwas zu sehr in der Ferne aufgenommen, ansonsten eine klangschöne, emotionale Wiedergabe.

Gruß Amonasro
Rachmaninov (09.09.2018, 08:17):
Sfantu (11.09.2018, 21:58):
Hallo Rachmaninov,

was machen die Bostoner aus Schostakowitsch? Wie kommt das Ergebnis bei Dir an?

VG, Sfantu
Sfantu (11.09.2018, 22:42):
2x Elliott Carters Three Occasions for Orchestra:


Sinfonieorchester des Südwestfunks Baden-Baden - Michael Gielen
(CD, Arte Nova, 1995)

A Celebration of 100 x 150 Notes 3'32
Remembrance 6'31
Anniversary 6'57


London Sinfonietta - Oliver Knussen
(CD, EMI, 1992)

A Celebration of 100 x 150 Notes 3'13
Remembrance 5'49
Anniversary 6'57

Gielen & die Baden-Badener überzeugen mehr. Der Klang ist direkter. Es handelt sich um eine Live-Einspielung (Grande Auditório Gulbekian, Lisboa, 4. Mai 1992). Der Musik wird mehr Luft zum Atmen gelassen, die Details werden besser ausgekostet - Ausnahme: das Glockenspiel zu Beginn des ersten Satzes ist in der EMI-Ausgabe präsenter, prominenter. Oliver Knussen war seinerzeit Ideengeber, den Kopfsatz um die beiden anderen zu ergänzen: A Celebration of 100 x 150 Notes war ein Auftragswerk zum 150. Jubiläum des Staates Texas. Ich habe die konservativen, Cowboy-Hut gedeckten Honoratioren vor Augen, wie sie bei dieser Musik naserümpfend den "gemütlichen Teil" des Abends herbeisehnen...(quasi Perlen vor die Säue). Remembrance soll ein Trauergesang auf den seinerzeit verstorbenen Neue-Musik-Mäzen Paul Fromm sein. Das muss man im Falle der Knussen-Einspielung allerdings auch dazu sagen. Bei Gielen kommt die entsprechende Stimmung ungleich packender zum Ausdruck!

Als Kontrast:


Elliott Carter - Partita
Verbier Festival Orchestra - James Levine
(CD, VFA, live, 2005)

16'20

Diese Musik - noch dazu in dieser mitreissenden Darbietung - ist pure Energie, wird in keinem einzigen Moment langweilig - das ist feinstes, elektrisierendes Hörvergnügen!
Sfantu (12.09.2018, 22:29):

Johann Joachim Quantz - Konzert e-moll für Flöte, Streicher & Basso continuo "Pour Potsdam"
Ernst-Burghard Hilse, Akademie für Alte Musik Berlin
(CD, Berlin Classics, 1992)

Allegro 7'02
Arioso 4'59
Presto 4'53

Die gesamte CD ist seit jeher einer meiner Evergreens.
Das Quantz-Konzert repräsentiert für mich ein Ebenmass der Gleichgewichte. Woraus? Aus stupender Virtuosität, untrüglichem Sinn für Eleganz & Tiefe der Empfindung. Der barocke, höfische Geist ist noch nicht gänzlich abgestreift. Die Mannheimer Rakete harrte noch der Zündung, ebenso die süssliche Seligkeit des Salzburger Wonnebüberl. Man gibt sich gern einer Illusion vom alten, vermeintlich "grossen" Fritz hin: der des der Künste wie auch der Philosophie zugetanen & fördernden Friedensfürsten. Dass er zur gleichen Zeit brutale Eroberungskriege vom Zaun brach um eine europäische Vormachtstellung anzustreben, kann oder muss man vielleicht sogar, ausblenden, will man diese Klänge losgelöst von der Zeitgeschichte geniessen.

Bessere Fürsprecher als die hier aufspielenden Interpreten kann ich mir nicht wünschen - ein Album für die einsame Insel!
Nicolas_Aine (17.09.2018, 22:47):



verschiedenes hier heraus, bisher das Violinkonzert, das erste Klaviertrio und nun die erste Sonate.

Das Violinkonzert gefällt mir vom Solisten her sehr sehr gut. Könnte meinen bisherigen Favoriten Szeryng ablösen. Allerdings gefallen mir die New Yorker unter Mehta dazu gar nicht. Das ist ein Teppich der ganz schlechten Version. Ein ganz schwammiger Klang ohne jegliche Konturen und Differenzierung, und leider stört das auf Dauer ziemlich.

Die Violinsonate Nr. 1 mit Alexander Zakin am Klavier gefällt mir außerordentlich gut. Stern hat einen fantastischen klaren Ton, sie spielen insgesamt recht stringent, nehmen sich aber an den richtigen Stellen Zeit, ohne das es kitschig oder ausgetreten wird. Ich bin begeistert :times10


edit: wenig überraschend hat Stern das Konzert mehrfach aufgenommen. Es gibt wohl noch Aufnahme mit Beecham und Royal Philharmonic sowie Ormandy und Philhadelphia. Kennt die jemand und kann was dazu sagen? Ich schau auch gleich mal noch im entsprechenden Thread.
Amadé (18.09.2018, 09:25):


Lieder ohne Worte, mit Gieseking. ungedingt einmal hören.
Gruß Amadé
Amonasro (18.09.2018, 18:58):


Pietro Mascagni/Giovanni Targioni-Tozzetti/Guido Menasci: Cavalleria rusticana

Santuzza - Fiorenza Cossotto
Turiddu - Carlo Bergonzi
Lucia - Mariagrazia Allegri
Alfio - Giangiacomo Guelfi
Lola - Adriane Martino

Coro e Orchestra del Teatro alla Scala, Herbert von Karajan

Gruß Amonasro
Sfantu (21.09.2018, 18:17):

Franz Hummel - Streichquartett Nr. 1 (1980)
Leonardo Quartett
(LP, col legno, 1985)

Unglaublich spannend & aufregend, dieses Quartett!

Dieser (also der vorige) Satz steht nun schon etliche Minuten da & ich weiss einfach nicht, wie weiter...
Hier stehe ich wieder mal einem Problem gegenüber, das ich habe, wenn es darum geht, Musik wie dieser mit Worten gerecht zu werden. Drum werde ich heute in Allgemeine Klassikthemen einen Faden zu diesem Phänomen (besser: casus knaxus) eröffnen.
Nicolas_Aine (22.09.2018, 16:29):
Cantus Arcticus (27.09.2018, 09:57):

Hallo Zusammen
Meine Auswahl, die ich für diesen Morgen getroffen habe. Ein Feuervogel ganz nach meinem Geschmack. Interessant, wie Stravinsky sein eigenes Werk vermittelt... Wobei ich feststelle, dass Boulez sehr nah dran ist mit seiner Auffassung dieser Werke... Kann leider nicht ins Detail gehen, da ich mit einer Hand im Gips nur langsam schreiben kann...

Gruss
Stefan
Amonasro (27.09.2018, 14:21):
Aus dieser Zusammenstellung:



Manuel de Falla:

El amor brujo

Nati Mistral (Mezzosopran)
New Philharmonia Orchestra, Rafael Frühbeck de Burgos

Concierto para clavecín y 5 instrumentos

John Constable (Cembalo)
The London Sinfonietta, Simon Rattle

Homenaje "Le Tombeau de Claude Debussy"

Eduardo Fernández (Gitarre)

Psyché

Jennifer Smith (Sopran)
The London Sinfonietta, Simon Rattle

Noches en los jardines de España

Alicia de Larrocha (Klavier)
The Philharmonic Orchestra, Rafael Frühbeck de Burgos

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (29.09.2018, 10:59):
Guten Morgen! :hello


Frank Zappa; 200 Motels - The Suites
L.A. Master Chorale & Philharmonic, Esa-Pekka Salonen
Nicolas_Aine (29.09.2018, 22:02):
heute angekommen, direkt im Player:
Cetay (inaktiv) (30.09.2018, 11:57):

Joseph Martin Kraus; Sinfonie c-Moll VB142
Kammerorchester Basel, Giovanni Antonini

Dieses unter Haydns Sinfonien Hob. I: 19 & 80-81 geschmuggelte Meisterwerk von Kraus ist der Superstar auf dieser CD. Das ist einfach unfassbar gut und wieder mal schüttelt man den Kopf über die Musikwissenschaft, die den Komponisten eines solchen Geniestreichs an den Rand der Geschichte schreibt. Unbedingt hören!
Amonasro (30.09.2018, 18:09):


Charles Gounod/Jules Barbier/Michel Carré: Faust

Faust - Franco Corelli
Méphistophélès - Nicolai Ghiaurov
Marguerite - Joan Sutherland
Valentin - Robert Massard
Siebel - Margreta Elkins
Marthe - Monica Sinclair
Wagner - Raymond Myers

Ambrosian Opera Chorus
London Symphony Orchestra, Richard Bonynge

Corelli und Sutherland stehen mit der französischen Sprache auf Kriegsfuß, ich höre sie trotzdem gerne. Ghiaurov und Massard singen hervorragend. Besonders gefällt mir in dieser Aufnahme das sehr leidenschaftliche Schlussterzett, aber die Cluytens-Aufnahme bleibt als Gesamtpaket überzeugender.

Gruß Amonasro
Sfantu (30.09.2018, 19:02):

Balz Trümpy - Nachtgesang
Sinfonie Orchester Biel - Marc Kissoczy
(CD, SRI, 1994)

9'47

Der Grundpuls dieser Musik ist ein schreitendes alla breve. Zunächst sind allerlei kraus meandernde Stimmen in allen Instrumentengruppen zu hören - alles recht leise & geheimnisvoll. Die Stimmung einer Nachtwanderung durch eine verzauberte, surreale Szenerie kommt auf. Nach etwa 1/3 beginnt ein Abschnitt, der mich schaudern lässt - grausig & wohlig zugleich: nach einer Generalpause nehmen die Kontrabässe den vertrauten Puls wieder auf. Tun sie das entlang des untersten Frequanzspektrums, so tun das zur gleichen Zeit im anderen Extrem die hohen Streicher mit lang gehaltenen, schrillen, fiependen Noten. Dazwischen klafft ein gigantischer Spalt. Allmählich bekommen die Bässe Unterstützung durch die Celli, das Holz, das Blech, der Klang kehrt zu einem an Extremen verlierenden Gemisch zurück. Nicht aber zu einem Spannungsabfall. Mehr Wirrwarr, mehr Widerstreit, mehr Bedrohliches macht sich breit, in Wellenbewegungen, bis es irgendwann ohne wirkliche Auflösung mit vielen, kleiner & leiser werdenden Fragezeichen verebbt.

Mir gefällt die Idee des Concours international d'éxecution musicale Genève (hier dokumentiert: die 50. Ausgabe), dass Nachwuchs-Dirigenten sich explizit mit zeitgenössischen Kompositionen auseinander zu setzen haben.



Balz Trümpy (* 1946)
Cetay (inaktiv) (30.09.2018, 20:20):

Mauricio Kagel; 75. Geburtstags-Edition
daraus: Ein Aufnahmezustand (Hörspiel)
Cetay (inaktiv) (01.10.2018, 01:56):
Heavy Rotation:


John Cage; Solo für Cello
Friedrich Gauwerky
Solo for Cello (aus dem Concert for Piano and Orchestra)
59 1/2 Seconds for a String Player
Altas Eclipticalis (Version für Violoncello und Violoncello Playback)
Variations I (Realisierung für Violoncello Solo)
Études Boréales
Amonasro (01.10.2018, 16:44):


Arrigo Boito: Mefistofele

Mefistofele - Nicolai Ghiaurov
Faust - Luciano Pavarotti
Margherita - Mirella Freni
Marta - Nucci Condò
Wagner - Piero De Palma
Elena - Montserrat Caballé
Pantalis - Della Jones
Nereo - Robin Leggate

London Opera Chorus, Trinity Boy's Choir
National Philharmonic Orchestra, Oliviero De Fabritiis

Boitos Oper ist durch ihren episodischen Aufbau, den Einbezug von Szenen aus Faust II und der an vielen Stellen fast wörtlichen Übernahmen näher an Goethe als Gounods Version. Die Aufnahme hat keine Schwachstelle, die zahlreichen Chöre klingen genug abwechslungsreich und die Solisten singen traumhaft.

Gruß Amonasro
Amonasro (02.10.2018, 17:55):


Umberto Giordano/Luigi Illica: Andrea Chénier

Andrea Chénier - Franco Corelli
Maddalena di Coigny - Antonietta Stella
Carlo Gérard - Mario Sereni
La contessa di Coigny - Luciana Moneta
Bersi - Stefania Malagù
Madelon - Anna Di Stasio
Roucher/Fouquier Tinville - Giuseppe Modesti
Pietro Fléville - Dino Mantovani
Mathieu, detto Populus - Paolo Montarsolo
Un Incredibile/L'abate - Piero De Palma
Il maestro di casa/Schmidt/Dumas - Paolo Pedani

Orchestra e Coro del Teatro dell'Opera di Roma, Gabriele Santini

Vielleicht Corellis beste Aufnahme, aber auch Antonietta Stella und vor allem Mario Sereni, eine der schönsten Baritonstimmen, sind hier ideal. Dazu kommen die durchweg überzeugenden Nebenrollen (besonders Piero De Palma) und eine exzellente Aufnahmequalität.

Gruß Amonasro
Amonasro (02.10.2018, 22:58):

Olivier Messiaen:

Turangalîla-Symphonie

Yvonne Loriod (Klavier)
Jeanne Loriod (Ondes Martenot)
Orchestre de l'Opéra Bastille, Myung-Whun Chung

Quatuor pour la fin du temps

Gil Shaham (Violine)
Paul Meyer (Klarinette)
Jian Wang (Violoncello)
Myung-Whun Chung (Klavier)

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (03.10.2018, 18:00):

Georges Aperghis; Situations für 23 Solisten
Klangforum Wien, Emilio Pomàrico
Cetay (inaktiv) (03.10.2018, 19:11):

Edgard Varèse; The Varèse Album
Columbia Symphony Orchestra, Robert Craft


Daraus CD 1:
Ionisation für 41 Schlaginstrumente (13 Spieler)
Density 21.5 für Solo-Flöte
Intégrales für 11 Bläser und 17 Schlaginstrumente (4 Spieler)
Octandre für 7 Bläser und Kontrabass
Hyperprism für 9 Bläser und 18 Schlaginstrumente (7 Spieler)
Poème Électronique für Tonband


Das wurde gerade zum ersten Mal über die neue Anlage gehört und ich bin schier ausgerastet. Das ist und bleibt eines meiner Allzeitfavoriten-Alben. Bei Craft klingt das wie eine einzige zusammenhängende Komposition. Er zeigt auf, wie sehr Varèse aus der Zeit gefallen war, ohne ihn als gewollten Avantgardisten dastehen zu lassen (vgl. Boulez) oder ihn irgendwie doch an die Tradition hängen zu wollen (vgl. Nagano). Hier treffen zwei Singularitaten aufeinander und kreieren einen folgerichtigen Ereignisstrudel, der in der Geschichte der Tonaufzeichnung senesgleichen sucht.
Sfantu (06.10.2018, 00:03):

_____

Administrator: Das Klassikforum
Hallo Rachmaninov,

was machen die Bostoner aus Schostakowitsch? Wie kommt das Ergebnis bei Dir an?

VG, Sfantu
Na, dann dskutier' ich das mal mit mir selbst:
In unserem hiesigen Kulturradio kam dieser Tage eine Besprechung mit Hörbeispielen. Da ganz altmodisch via Tuner über die HiFi-Anlage verfolgt, kam ich dann auch in den vollen klanglichen Genuss dieser Aufnahme. Ich muss schon sagen: das Boston Symphony seziert diese Musik messerscharf, alles (genauer: die martialischen Knalleffekte beider Werke) wird exemplarisch herausgespielt. Es herrscht eine quasi Letztgültigkeit an Detailschärfe & Transparenz, die staunen macht.
Ohne etwas darüber zu wissen, wie Nelsons die ruhigeren Passagen angeht, würde ich die Einspielung ohne Weiteres zumindest mal für den Einstieg empfehlen.
Über die Elfte sag' ich hier & heute nichts - mit ihr bin ich nie so richtig warm geworden. Stattdessen habe ich an zwei Tagen "meine" beiden Aufnahmen der Vierten nach gehöriger Pause mal wieder durchgehört:


London Philharmonic Orchestra - Bernard Haitink
(CD, Decca, 1979)

"Detailschärfe, Transparenz, Ausspielen der Knalleffekte" - kann es da überhaupt noch eine Steigerung geben angesichts Haitink?
Diese Version bleibt meine Nummer Eins. Mehr noch als die erwähnten Extreme an Schall-& Alpdruck schlägt mich der Schlussabschnitt des Finales in den Bann mit diesem drückenden, geheimnisvollen Verebben (oder besser: Ersterben?). Da ist am Ende so garnichts geklärt, es bleiben alle Fragen offen...Souveräne Gestaltung! Formidabler ADD-Stereo-Klang!



Philadelphia Orchestra - Eugene Ormandy
(LP, CBS, 1963)

Eine famose Orchesterleistung ist hier zu erleben! Schade nur, dass die Aufnahmequalität dem etwas hintan steht: keine optimale Balance, nicht die gleiche hockerstürmende Dynamik wie bei Haitink. Hie & da werden einzelne Abschnitte gehighlightet, so bspw. die Klanghölzer gegen Ende des langsamen Satzes oder das Glockenspiel im leisen Verklingen des Finales. Das wirkt ein wenig cineastisch, hat irgendwo aber auch seinen Reiz.

Fazit: neben Haitink brauche ich keine weitere Schostakowitsch 4. Insgesamt werde ich mir künftig diesen Klang gewordenen Seelenstrip nur noch nach reiflicher mentaler Einstimmung geben & wer weiss, wie oft noch in diesem Leben? 2x in 48 Stunden geht jedenfalls an meine persönlichen Grenzen.
Ein Koloss, dieser Dmitrij Dmitrijewitsch!
Amonasro (06.10.2018, 22:39):
Aus aktuellem Anlass:



Gioachino Rossini/Étienne de Jouy/Hippolyte Bis: Guillaume Tell

Guillaume Tell - Gabriel Bacquier
Hedwige - Jocelyne Taillon
Jemmy - Mady Mesplé
Mathilde - Montserrat Caballé
Arnold Melchthal - Nicolai Gedda
Melchthal - Gwynne Howell
Gessler - Louis Hendrikx
Walter Furst - Kolos Kovacs
Ruodi - Charles Burles
Leuthold - Nicolas Christou
Rodolphe - Ricardo Cassinelli
Un chasseur - Leslie Fyson

Ambrosian Opera Chorus
Royal Philharmonic Orchestra, Lamberto Gardelli

Gruß Amonasro
Nikolaus (07.10.2018, 10:02):

_____

Administrator: Das Klassikforum
Hallo Rachmaninov,

was machen die Bostoner aus Schostakowitsch? Wie kommt das Ergebnis bei Dir an?

VG, Sfantu
Na, dann dskutier' ich das mal mit mir selbst:In unserem hiesigen Kulturradio kam dieser Tage eine Besprechung mit Hörbeispielen. Da ganz altmodisch via Tuner über die HiFi-Anlage verfolgt, kam ich dann auch in den vollen klanglichen Genuss dieser Aufnahme. Ich muss schon sagen: das Boston Symphony seziert diese Musik messerscharf, alles (genauer: die martialischen Knalleffekte beider Werke) wird exemplarisch herausgespielt. Es herrscht eine quasi Letztgültigkeit an Detailschärfe & Transparenz, die staunen macht.
Ohne etwas darüber zu wissen, wie Nelsons die ruhigeren Passagen angeht, würde ich die Einspielung ohne Weiteres zumindest mal für den Einstieg empfehlen.
Über die Elfte sag' ich hier & heute nichts - mit ihr bin ich nie so richtig warm geworden. Stattdessen habe ich an zwei Tagen "meine" beiden Aufnahmen der Vierten nach gehöriger Pause mal wieder durchgehört:


London Philharmonic Orchestra - Bernard Haitink
(CD, Decca, 1979)

"Detailschärfe, Transparenz, Ausspielen der Knalleffekte" - kann es da überhaupt noch eine Steigerung geben angesichts Haitink?
Diese Version bleibt meine Nummer Eins. Mehr noch als die erwähnten Extreme an Schall-& Alpdruck schlägt mich der Schlussabschnitt des Finales in den Bann mit diesem drückenden, geheimnisvollen Verebben (oder besser: Ersterben?). Da ist am Ende so garnichts geklärt, es bleiben alle Fragen offen...Souveräne Gestaltung! Formidabler ADD-Stereo-Klang!

...

Fazit: neben Haitink brauche ich keine weitere Schostakowitsch 4. Insgesamt werde ich mir künftig diesen Klang gewordenen Seelenstrip nur noch nach reiflicher mentaler Einstimmung geben & wer weiss, wie oft noch in diesem Leben? 2x in 48 Stunden geht jedenfalls an meine persönlichen Grenzen.
Ein Koloss, dieser Dmitrij Dmitrijewitsch!
Dann werfe ich mal etwas ein:

Ich habe Andris Nelsons mit dem Boston Symphony Orchestra im September live in Paris erlebet - eben mit dieser 4. Sinfonie.
Das war eines der intensivsten Musikerlebnisse, die ich bisher hatte, einfach überwältigend (und ich gebe dir Recht: auch ich stoße da eine meine persönlichen Grenzen...).

Das liegt natürlich an dieser großartigen Musik (v.a. der letzte Satz, nicht nur das Finale, sondern auch die Steigerungen davor!!), aber - davon bin ich überzeugt - auch an der kompromisslosen Interpretation durch Nelsons und sein Orchester.
Die Spannungsbögen waten teilweise kaum zu ertragen (s.o.), und er gestaltete die Übergänge zwischen den unterschiedlichen Stimmungen so, dass das ganze nicht auseinanderfielen.

Haitinks Aufnahme habe ich auch, ebenfalls großartig!
Im Vergleich wäre bei mir Nelsons vorne, aber eben mit dem live-Erlebnis. Deshalb habe ich mir die Aufnahme bestellt und kann dann besser vergleichen.

Gruß, Nikolaus.
Amonasro (07.10.2018, 19:56):


Amilcare Ponchielli/Arrigo Boito: La Gioconda

La Gioconda - Montserrat Caballé
La Cieca - Alfreda Hodgson
Enzo Grimaldo - Luciano Pavarotti
Alvise Badoero - Nicolai Ghiaurov
Laura Adorno - Agnes Baltsa
Barnaba - Sherrill Milnes
Zuàne - John Del Carlo
Isèpo - Regolo Romani
Un pilota - Neil Jenkins
Prima voce dalla laguna - Neil Jenkins
Seconda voce dalla laguna - Geoffrey Shaw
Un cantore - Stephen Varcoe
Un barnabotto - Rodney Macann

London Opera Chorus, Finchley Children's Music Group
National Philharmonic Orchestra, Bruno Bartoletti

Eine sehr gelungene Aufnahme, auch wenn Caballé die Gioconda weniger dramatisch angeht als andere, letztlich überzeugendere Rollenvertreterinnen (wie Cerquetti, Callas).

Gruß Amonasro :hello
Sfantu (07.10.2018, 22:17):
Lieber Nikolaus,

dann bin ich gespannt auf Deine Eindrücke! Übrigens beneide ich Dich um dieses Konzerterlebnis!

VG, Sfantu
Amonasro (11.10.2018, 11:22):

Heitor Villa-Lobos:

Bachianas brasileiras No. 1
Bachianas brasileiras No. 2
Bachianas brasileiras No. 3

Jorge Federico Osorio (Klavier)
Royal Philharmonic Orchestra, Enrique Bátiz

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (11.10.2018, 22:46):


Joesph Haydn; Streichquartett h-Moll op. 33/1, Hob. III:37
Amonasro (12.10.2018, 15:40):


Heitor Villa-Lobos:

Bachianas brasileiras No. 4
Bachianas brasileiras No. 5
Bachianas brasileiras No. 6
Bachianas brasileiras No. 7

Barbara Hendricks (Sopran), Eldon Fox (Cello)
Lisa Hansen (Flöte), Susan Bell (Fagott)
Royal Philharmonic Orchestra, Enrique Bátiz

Gruß Amonasro
norb (13.10.2018, 19:39):
Guten Abend

Ich höre gerade die Flötenkonzerte von Saverio Mercadante, Teil einer Galway Box.
Nicolas_Aine (13.10.2018, 22:40):
tapeesa (13.10.2018, 22:42):
Ich bin seit ich hier angekommen bin, abendlich im Klassik-Rausch. Grad das hier entdeckt - das ist ja unglaublich - einfach nur wunderschön.
Weiß gar nicht, wie ich beschreiben kann, was ich da empfinde - aber es hat ja auch Zeit; Zeit zum immer wieder hören und mich bewegen, berühren lassen davon.
ich versuche mich nicht zu ärgern, dass ich bisher so eine enge Klassik-Scheuklappe auf hatte. Da war nur: Mozart, Beethoven, Haydn, Bach, Vivaldi, Wagner und ein paar andere und Schuberts Winterreise als mein "Liebstes" -
sicher hatte ich den Namen Schönberg zumindest mal gehört - aber war nie auf meinem Schirm.
Egal: es ist nun da.






Verklärte Nacht, Op. 4 / Suite, Op. 29 Import

Pierre Boulez Arnold Schoenberg - Ensemble InterContemporain (Künstler)
Cetay (inaktiv) (13.10.2018, 22:55):
Guten Abend

Ich höre gerade die Flötenkonzerte von Saverio Mercadante, Teil einer Galway Box.
Einen ebensolchen guten Abend und herzlich Willkommen zurück. :hello
Was ist mit ertus passiert?

Hier läuft gerade eine der unverzichtbarsten meiner Unverzichtbaren:


Joseph Haydn; Streichquartett B-Dur op. 76/4, Hob. III:78
Tokyo String Quartet

Das Vierte hat sich bei mir als Favorit aus Opus 76 herauskristallisert. Vor allem das Adagio scheint aus anderen Welten zu stammen.
tapeesa (14.10.2018, 11:46):
andächtig, wach, Trost, berührt und keine Worte eigentlich -



daraus:

Lili Boulanger
Psalm 130

Bernadette Greevy, contralto
Ian Partridge, tenor
BBC Chorus
BBC Symphony Orchestra
Nadia Boulanger
30 October 1968
norb (14.10.2018, 20:25):
Ertus mag keine Klassik mehr.

Jetzt Bartoks Concerto for Orchestra, Fritz Reiner und das Chicago SO, ein großer Favorit.
agravain (14.10.2018, 20:42):
Hier aufgrund aktueller Beschäftigung (nett) Nachempfundenes.
Nicolas_Aine (14.10.2018, 21:12):


daraus die 6. Symphonie
tapeesa (14.10.2018, 23:21):
1 - The lark ascending
David Nolan/London Philharmonic Orchestra/Vernon Handley
Amonasro (14.10.2018, 23:26):


Gaetano Donizetti/Salvadore Cammarano: Lucia di Lammermoor

Lord Enrico Ashton - Robert Merrill
Lucia Ashton - Joan Sutherland
Sir Edgardo di Ravenswood - Renato Cioni
Lord Arturo Bucklaw - Kenneth Macdonald
Raimondo Bidebent - Cesare Siepi
Alisa - Ana Raquel Satre
Normanno - Rinaldo Pelizzoni

Orchestra e coro dell'Accademia di Santa Cecilia Roma, Sir John Pritchard

Eine meiner liebsten Sutherland-Aufnahmen, sie klingt hier deutlich jugendlicher als in der späteren Aufnahme mit Pavarotti. Auch die übrige Besetzung, insbesondere der wenig bekannte Tenor Renato Cioni, braucht den Vergleich nicht zu scheuen. Verglichen mit der späteren Aufnahme gibt es aber leichte Kürzungen (z. B. im Duett Edgardo/Enrico).

Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (15.10.2018, 00:15):


daraus die Nr. 8

edit: und wie sich herausstellt, auch die Nr. 7
Cetay (inaktiv) (15.10.2018, 07:50):

Joseph Martin Kraus; Streichquartette op. 1/2-4
Joseph Martin Kraus-Quartett

Ganz exquisit. Kraus' Lebensdaten sind ähnlich mit denen von Mozart. Wenn in seiner Musik Anklänge an Mozart und Haydn zu finden sind, dann weist ihn das nicht als Nachahmer aus, sondern alle drei haben gemäß den Konventionen der Zeit komponiert. Im Rahmen derselben ist Kraus höchst originell und spannend. Die Interpreten dieser Gesamteinspielung (es gibt noch Vol. 2, womit alle Zehne im Kasten sind) setzen sich zu drei Vierteln aus Mitgliedern des Concerto Köln zusammen. Es gibt sicher schlechtere Anwälte für diesen etwas vernachlässigten Klassiker.
tapeesa (15.10.2018, 11:14):


Miroirs, Jeux d'Eau Pavane
Andre Laplante (Künstler), Maurice Ravel (Komponist)

daraus

10 - Une barque sur l`océan


Sehr interessant.
norb (15.10.2018, 20:12):
Die Brandenburgischen Konzerte 1-3 von JS Bach, Akademie für Alte Musik Berlin.
Amonasro (15.10.2018, 20:58):


Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Ernani

Ernani - Carlo Bergonzi
Donna Elvira - Leontyne Price
Don Carlo - Mario Sereni
Don Ruy Gomez de Silva - Ezio Flagello
Don Riccardo - Fernando Iacopucci
Iago - Hartje Mueller
Giovanna - Julia Hamari

RCA Italiana Opera Orchestra and Chorus, Thomas Schippers

Diesen Ernani zu hören ist immer wieder ein Genuss.

Gruß Amonasro
norb (16.10.2018, 20:30):


Daraus die vierte Symphonie. Von Prokofiev sind meine Lieblingssymphonien die erste und siebte, die anderen entdecke ich erst so nach und nach.
tapeesa (19.10.2018, 21:41):



daraus
1 - Takemitsu: I Hear the Water Dreaming
von Patrick Gallois & BBC Symphony Orchestra & Sir Andrew Davis
Amonasro (19.10.2018, 22:14):


Giuseppe Verdi/Salvadore Cammarano: Il trovatore

Il conte di Luna - Ettore Bastianini
Leonora - Antonietta Stella
Azucena - Fiorenza Cossotto
Manrico - Carlo Bergonzi
Ferrando - Ivo Vinco
Ines - Amanda Bonato
Ruiz - Franco Ricciardi
Un vecchio zingaro - Giuseppe Morresi
Un messo - Angelo Mercuriali

Coro e orchestra del Teatro alla Scala, Tullio Serafin
1962

Trotz ein paar Strichen (Wiederholungen der cabalette) ist das neben dem Salzburg-Mitschnitt unter Karajan mein Lieblings-trovatore. Besonders Bergonzis stilvoller Manrico, der in den lyrischen Passagen aufzeigt, warum diese Oper "Der Troubadour" heißt, ist eine willkommene Abwechslung zu den heroisch-lauten Versionen vieler anderer Tenöre.

Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (19.10.2018, 23:44):


BWV 1060, 1041, 1042.


Hat mit HIP nix zu tun. Ist auch keine Aufnahme, die ich wirklich weiterempfehlen würde, aber ich mag die Hahn, und so ab und zu geht das schon :)
Amonasro (20.10.2018, 10:30):


Heitor Villa-Lobos:

Bachianas brasileiras No. 8
Bachianas brasileiras No. 9

Royal Philharmonic Orchestra, Enrique Bátiz

Mômoprecóce

Cristina Ortiz (Klavier)
New Philharmonia Orchestra, Vladimir Ashkenazy

Gitarrenkonzert

Angel Romero (Gitarre)
London Philharmonic Orchestra, Jesús López-Cobos

Gruß Amonasro
Andréjo (20.10.2018, 12:01):
Hallo, tapeesa!

Wenn ich mir Dein Hörprogramm der letzten Tage ansehe, erkenne ich deutlich die Vorliebe im Neu-Entdecken all dessen, was unmittelbar schmeichelt, Stimmungen vermittelt, Reizharmonik verströmt. Nichts daran erscheint mir problematisch - nicht dass wir uns falsch verstehen!

Möglicherweise wirst Du staunen, wenn Du Dir mit der Zeit das ganze Spektrum stärker problembeladener oder eben "modernerer" Musik eröffnest. Das braucht ein wenig seine Zeit, aber das wird kommen, wenn man so offen herangeht wie Du - da bin ich mir sicher. Ich unterstelle jetzt mal ganz kühn, dass Du über 20 bist und nicht wie ich über 60 ... :ignore (Bitte um dezenten Widerspruch, falls grobschlächtige Fehleinschätzung.)

Es ist ein unermessliches Feld.

Aber Takemitsu ist ohnehin schon ganz beachtlich!

Beispiel: Ravels "Miroirs", die "Barques sur l'océan" sprechen mich immer noch stärker an als der Rest - genau wegen dieser Wirkung, die ich oben zu beschreiben versucht habe. Dabei sind sie kompositorisch eher schwächer. Stark ist sicher "Alborado del gracioso".

Ich könnte mir den Zyklus auch gleich wieder mal anhören.



(Bezüglich der Verlinkung muss ich wohl erst mal wieder nachsehen, wie das hier geht.)

:hello Wolfgang
Amonasro (20.10.2018, 15:39):


Ottorino Respighi:

Feste romane
Fontane di Roma
Pini di Roma

Orchestra Sinfonica di Roma, Francesco La Vecchia

Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (20.10.2018, 18:11):
zwar aus einer anderen Box, trotzdem diese Aufnahme von Op. 81:




ich finde das nach wie vor unglaublich gut. Die spielen so fantastisch farbig und schaffen zu jeder Zeit die richtige Stimmung. Das ist einfach völlig durchdrungen.
tapeesa (20.10.2018, 22:39):
Hallo Wolfgang,

ich freue mich gerade sehr über deine Rückmeldung. (alterstechnisch bewege ich mich zwischen der 40 und der 50 ;) )

Das "Alborado del gracioso" habe ich wenig konzentriert vorhin kurz durch gehört, aber ich glaube, ich verstehe, was du meinst. Danke fürs drauf aufmerksam machen.
Werde mit Muße noch genauer hinhören.

Im Versuch einer Antwort bin ich gerade immer mehr "verästelt", ist vielleicht aber ein gutes Stichwort, weil ich aus einer extremen Fülle komme, Reize mich viel überfluten, Emotionen sehr stark sind und "weniger ist mehr" ein gutes Motto für mich ist. Das merke ich auch beim mich durch youtube momentan treiben lassen: Einfachheit (Satie), Kühle, Beruhigung, Zentrierendes, Solo-Interpretationen ("die Moldau" / Harfe / Valérie Milot) / zum Ozean dann aber auch die "barque" (schön, dass du das auch hörst ...) -
Im Prinzip würde ich gerne vom: in der Fülle ertrinken / mich verlieren hin zu: ich bin gut geerdet / zentriert und öffne mich von da aus. Die "umschmeichelnden" Stücke helfen bei diesem Prozess.

Nächste Woche habe ich vor zu einem Konzert mit einigen Schumann-Werken zu gehen. Ansonsten bin ich ein bisschen planlos gerade, ob der Fülle oder diesem unermesslichen Feld, wie du sagst, aber das ist okay. Darf sein.
MIr geht es auch weniger um Leistung momentan, eher um: womit gehe ich in Resonanz und warum vielleicht und wie reagiere ich auf Stücke, was sind Schwerpunkte, usw. - viel beobachten und möglichst wertfreier Zugang.
Es ist gerade auch ein Stück wie mich in die Musik fallen lassen und getragen werden. Sehr schön und ein Gefühl, was ich brauche.

Einen schönen Abend wünscht
tapeesa
Nicolas_Aine (21.10.2018, 23:55):
Nicolas_Aine (22.10.2018, 13:26):
ich bleibe erstmal in Schottland:
tapeesa (23.10.2018, 01:01):


Nocturne in B Flat Minor, Op. 9 No. 1: "A Madame Camille Pleyel"
Nocturne in E Flat Major, Op. 9 No. 2: "A Madame Camille Pleyel"
Nocturne in B Major, Op. 2 No. 3: "A Madame Camille Pleyel"
Nocturne in F Major, Op. 15 No. 1: "A Monsieur F. Hiller"
Nocturne in F Sharp Major, Op. 15 No. 2: "A Monsieur F. Hiller"
Nocturne in G Minor, Op. 15 No. 3: "A Monsieur F. Hiller"
Nocturne in C Sharp Minor, Op. 27 No. 1: "A la Comtesse d'Appony"
Nocturne in D Flat Major, Op. 27 No. 2: "A la Comtesse d'Appony"
Nocturne in B Major, Op. 32 No. 1: "A la Baronne de Billing"
Nocturne in A Flat Major, Op. 32 No. 2: "A la Baronne de Billing"

______________________________________________________________________________

Nach Mussorgskys "Night on bald mountain". Barbers "Agnus Dei" (wow) und Grieg und einer Komposition eher düsterer Art, die ich vergessen habe,
führe ich mir verschiedene Nocturnes nun zu Gemüte.
Chopin kommt meiner Stimmung da gerade am Nächsten oder meine Stimmung kommt Chopin am Nächsten oder wie auch immer.

Ist ein bisschen wie Wind und Wetter gerade - quer durch die Epochen, spricht mich dieses oder jenes an und Stunden später wieder gar nicht mehr so, dafür anderes, oft auch nur ein Stück von einem Komponisten.
Meine Wiener Klassik und Händel - Aversion (viele Jahre eher zwangsverordnetes Kirchengemeinde-Flöten (längere Geschichte), was irgendwann zu einer generellen Klassik-Abwehr geführt hat) löst sich ein bisschen zumindest auf, wenn ich mehr von Außen drauf schaue.
Nicolas_Aine (23.10.2018, 18:17):


daraus die Nr. 3. :times10
Amonasro (23.10.2018, 20:15):


Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Rigoletto

Il Duca di Mantova - Renato Cioni
Rigoletto - Cornell MacNeil
Gilda - Joan Sutherland
Sparafucile - Cesare Siepi
Maddalena - Stefania Malagù
Giovanna - Anna di Stasio
Matteo Borsa - Angelo Mercuriali
Marullo - Giuseppe Morresi
Il Conte di Ceprano - Giulio Corti
La Contessa di Ceprano - Luisa Valle
Il Conte di Monterone - Fernando Corena
Un paggio della Duchessa - Maria Fiori

Orchestra e coro dell'Accademia di Santa Cecilia Roma, Nino Sanzogno

Eine vozügliche Aufnahme, nicht nur wegen der jugendlich-reinen Stimme Joan Sutherlands, die ideal zur naiven Gilda passt, und dem dramatisch packenden Rigoletto MacNeils, sondern auch wegen dem wenig bekannten Tenor Renato Cioni, der mit seiner hellen lyrischen Stimme hervorragend mit Sutherland harmoniert. Sein Duca klingt zwar eher wie ein leichtsinniger Jüngling, insgesamt finde ich die Aufnahme aber stimmig. Das unheimliche Duett von Sparafucile und Rigoletto zieht mir hier aber etwas zu unauffällig vorbei, das Cello scheint zu sehr im Hintergrund aufgenommen, Siepi bleibt auch etwas blass und so hinterlässt die Szene keinen so bleibenden Eindruck wie in anderen Aufnahmen (hier finde ich die Version mit Martti Talvela und Sherill Milnes unter Bonynge exemplarisch).

Gruß Amonasro
palestrina (23.10.2018, 20:24):
klick

daraus die Nr. 3. :times10
Hallo Nicolas_Aine, die Cover kann man auch kleiner machen! :D

LG palestrina
Nicolas_Aine (23.10.2018, 21:20):
Hi palestrina,

ja, aber wenn ich mit dem Handy was einstelle, dann kann ich nie abschätzen, wie groß das wird :D ich werde mir in Zukunft Mühe geben!
Amonasro (23.10.2018, 21:44):
Hi palestrina,

ja, aber wenn ich mit dem Handy was einstelle, dann kann ich nie abschätzen, wie groß das wird :D ich werde mir in Zukunft Mühe geben!
Man kann bei Bildern von Amazon die Größe auch exakt einstellen, indem man in der Bildadresse die Zahl hinter dem SX oder SL ändert. Ich nehme in der Regel 350. Genauer ist es hier erklärt: Bilder ändern vor dem Einfügen

Bei mir geht es nun weiter mit:



Heitor Villa-Lobos:

Einleitung zu den Choros

Zwei Choros (Bis)

Choros Nr. 2, 3, 10, 12

Fabio Zanon (Gitarre), Cláudia Cruz (Violine), Johannes Gramsch (Cello), u. a.
Chor des São Paulo Symphony Orchestra
São Paulo Symphony Orchestra, John Neschling

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (26.10.2018, 21:35):

Johann Sebastian Bach; Die Kunst der Fuge, BWV 1080
Ars Rediviva, Milan Munclinger
Amonasro (26.10.2018, 21:36):
Rossini trifft Respighi:



Ottorino Respighi:

La boutique fantasque (nach Gioachino Rossini)

Cinq Études-tableaux (nach Sergei Rachmaninow)

Cincinnati Symphony Orchestra, Jesús López-Cobos

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (28.10.2018, 07:07):
Der heutige Morgen stand ganz im Zeichen der New Yorker Schule. Der von Eberhard Blum herausgegebene Dreier-Pack mit den Großen Vier macht süchtig und gehört für mich zu den unverzichtbaren Aufnahmen. Die Anordnung der Stücke mit ständig wechselnden Instrumentierungen wirkt sehr durchdacht - die Serie ist ein überzeugendes Plädoyer für diesen Seitenstrang der Moderne. Und trotz dem durchweg experimentellen Charakter ist das auch gut zum nebenbei hören beim Samstagmorgenkaffee geeignet.
:ignore


The New York School 1-3; Werke von Brown, Cage, Feldman & Wolff
Eberhard Blum
Sonntagmorgens geht das natürlich auch. :D
Cetay (inaktiv) (28.10.2018, 15:40):


Joseph Haydn; Streichquartette C-Dur, Es-Dur & G-Dur op. 9/1-3, Hob. III:19-21
Aeolian String Quartet

Klanglich ist das eines der absoluten Hochlichter meiner Sammlung. Ich habe einen Artikel gefunden, der versucht, dem warm-voluminösen, dabei verblüffend unmittelbaren Sound dieser Gesamteinspielung auf den Grund zu gehen. Die Theorie des Autors besagt, dass es an den damals verwendeten Vakuumröhren-Mikrophonen liegt, die wenig später aus der Mode kamen.
Cetay (inaktiv) (29.10.2018, 04:46):

Joseph Martin Kraus; Sinfonien VB 142-143 & Violinkonzert
Kang-Hoon Kim, Kurpfälzisches Kammerorchester, Jiri Malat
Cetay (inaktiv) (30.10.2018, 08:01):
:thumbsup: Ganz nach meinem Gusto:




Mauricio Kagel; 2
Michael Riessler (Saxophone, Klarinetten), Brigitte Sylvestre (Harfe), Geoffrey Wharton (Violine), Kristi Becker (Klavier), Theodor Ross (Gitarre), Mauricio Kagel (Glastrompete, Stimme)
Zwei Akte für Saxophone und Harfe
Rrrrrrr... 5 Jazzstücke für Klarinette, Violine & Klavier
Blue's Blue - Komödiantisches Musiktrugstück für Klarinette, Glastrompete, Gitarre, Violine und Grammophon
Amonasro (30.10.2018, 18:45):


Giuseppe Verdi/Andrea Maffei: I masnadieri

Massimiliano - Ruggero Raimondi
Carlo - Carlo Bergonzi
Francesco - Piero Cappuccilli
Amalia - Montserrat Caballé
Arminio - John Sandor
Moser - Maurizio Mazzieri
Rolla - William Elvin

Ambrosian Singers
New Philharmonia Orchestra, Lamberto Gardelli

Verdis Vertonung von Schillers Räubern fällt neben dem fast gleichzeitig entstandenen Macbeth deutlich ab. Das Libretto bleibt zwar für Opernverhältnisse relativ nah an der Vorlage, die Oper besteht jedoch hauptsächlich aus Arien und die Hauptfiguren bleiben als Charaktere eher blass. Der vierte Akt hebt sich dann jedoch positiv ab. Francesco erhält in seiner Traumerzählung und im Duett mit Pfarrer Moser (erinnert von der Situation her ein bisschen an das Großinquisitor-Duett) doch noch ein gewisses Profil und auch das anschließende Vater-Sohn Duett (Carlo/Massimiliano) finde ich sehr berührend. Leider liegt mir nur das italienische Libretto vor und es bleibt für mich unklar, ob Franz überlebt oder stirbt (bei Schiller begeht er Selbstmord).

Die vorliegende Aufnahme lässt keine Wünsche offen: Bergonzi, Caballé, Cappuccilli, Raimondi - was will man mehr?

Gruß Amonasro :hello
Amonasro (01.11.2018, 21:26):
Und noch ein früher Verdi:



Giuseppe Verdi/Salvadore Cammarano: Luisa Miller

Luisa - Anna Moffo
Rodolfo - Carlo Bergonzi
Miller - Cornell MacNeil
Il conte di Walter - Giorgio Tozzi
Wurm - Ezio Flagello
Federica - Shirley Verrett
Laura - Gabriella Carturan
Un contadino - Piero De Palma

RCA Italiana Opera Chorus & Orchestra, Fausto Cleva

Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (01.11.2018, 23:33):
bei mir kommt noch vor dem zu Bett gehen:




daraus das Sibelius VK
Cetay (inaktiv) (02.11.2018, 11:53):


Johann Sebastian Bach; Die Kunst der Fuge, BWV 1080 (Arrangement für Kammerorchester v. Leonard Isaacs)
Members of the Philomusica London, George Malcom

Heute am frühen Morgen wollte ich diese sehr breite und getragene Version der KdF als Wiedereinschlafhilfe missbrauchen, aber die Faszination überwog - ganz abseits von Fragen nach der historischen Korrektheit von Instrumentierung, Tempi, Phrasierung und Artikulation. Ich bin froh, dass ich mir auf meine alten Tage solche Hörerlebnisse nicht mehr selbst durch ohnehin illusorische Werk- oder Texttreue-Dogmen verbauen muss.
Cantus Arcticus (02.11.2018, 21:18):
Bei mir Sir Edward Elgar persönlich zu Gast mit seiner ersten Symphonie, aufgenommen vom 20.-22. November 1930 in Kingsway Hall London. Ich habe die drei Triple CD Boxen in der ursprünglichen Ausgabe im Second Hand Laden um die Ecke erstanden zu einem sehr guten Preis!!

Ich war erst skeptisch: 1930....naja, wahrscheinlich viel Rauschen ab 78er Scheiben....
Doch WEIT GEFEHLT!!!!

Ich habe dieses Werk selten so frisch und unverbraucht gehört wie hier. Die Klangqualität ist - gemessen am Alter - hervorragend. Was mich wirklich überrascht ist die Tatsache, dass Sir Edward hier eine solch frische und schwungvolle Interpretation vorweist, welche die landläufigen Ansichten zu Elgars Musik - sie sei "viktorianisch" konzipiert, was immer das heissen mag - glatt Lügen straft. Sie gestaltet sich in seiner Sichtweise so modern und luftig wie die Aufnahmen von Haitink oder Sinopoli. Zudem ist Sir Edward markant schneller Unterwegs als seine Kollegen (Sinopoli, Haitink, Davis oder Tate). Für mich ein Glücksgriff :down

Viele Grüsse :hello
Stefan
Cetay (inaktiv) (03.11.2018, 14:19):

Cornelius Cardew; Treatise
QUaX Ensemble
Petr Kotik (Flöte, Trompete, Violine, Violoncello, Klangobjekte), Pavel Kondelík (Tenorsaxophon, Violine), Jan Hynčica (Posaune, Violine), Josef Vejvoda (Perkussion, Strohgeige), Václav Zahradník (Klavier, Stimme, Violine)

Ein neuer Bewohner meines persönlichen CD-Olymp.
Cetay (inaktiv) (03.11.2018, 23:07):

Hans Joachim Hespos; Seiltanz
Ensemble 13, Manfred Reichert
agravain (04.11.2018, 08:32):
Hier:



Peter Iljitsch Tschaikowsky: Symphonie Nr. 6 „Pathétique“

Philharmonia Orchestra
Giuseppe Sinopoli

:hello Agravain
Cetay (inaktiv) (04.11.2018, 16:15):


Wolfgang Amadeus Mozart; Flötenquartette K. 285 & 298
William Bennett, Grumiaux Trio

Höre nicht auf die Komposition und Interpretation, sondern auf den Geist der Werkes - Ersetze Theorie durch Hörerfahrung - Glaube nichts, nur weil es von Vielen geglaubt wird - Glaube nichts, nur weil es seit Generationen gesagt wird - Glaube nichts, nur weil es in Standardwerken geschrieben steht - Glaube nichts, nur weil es von Autoritäten stammt - Höre, beobachte, prüfe selbst und nehme an, was dir gefällt, wohltut und nutzt.
agravain (04.11.2018, 18:41):
Glaube nichts, nur weil es von Vielen geglaubt wird - Glaube nichts, nur weil es seit Generationen gesagt wird - Glaube nichts, nur weil es in Standardwerken geschrieben steht - Glaube nichts, nur weil es von Autoritäten stammt - Höre, beobachte, prüfe selbst und nehme an, was dir gefällt, wohltut und nutzt.
Genau.

Hier:



Johann Sebastian Bach: Ouvertüre Nr. 3 D-Dur BWV 1068

Münchener Bach-Orchester
Karl Richter

:hello
Cetay (inaktiv) (05.11.2018, 20:15):

Wolfgang Amadeus Mozart; Streichtrios & Duette
Grumiaux Trio
tapeesa (05.11.2018, 21:41):


daraus:

Erlkönig, Op. 1, D. 328
Daniel Norman
Amonasro (05.11.2018, 21:51):


Giuseppe Verdi/Temistocle Solera: Nabucco

Nabucco - Tito Gobbi
Ismaele - Bruno Prevedi
Zaccaria - Carlo Cava
Abigaille - Elena Souliotis
Fenena - Dora Carral
Il Gran Sacerdote di Belo - Giovanni Foiani
Abdallo - Walter Kräutler
Anna - Anna d'Auria

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Wiener Opernorchester, Lamberto Gardelli

Gruß Amonasro
tapeesa (05.11.2018, 22:19):



1 The Battell - William Byrd

Conductor: Elgar Howarth
tapeesa (06.11.2018, 00:09):

=> William Byrd
=> Cembalo
=> Bertrand Cuiller

====> ♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥
Cetay (inaktiv) (06.11.2018, 07:05):
Bei mir Sir Edward Elgar persönlich zu Gast mit seiner ersten Symphonie, aufgenommen vom 20.-22. November 1930 in Kingsway Hall London. Ich habe die drei Triple CD Boxen in der ursprünglichen Ausgabe im Second Hand Laden um die Ecke erstanden zu einem sehr guten Preis!!

Ich war erst skeptisch: 1930....naja, wahrscheinlich viel Rauschen ab 78er Scheiben....
Doch WEIT GEFEHLT!!!!

Ich habe dieses Werk selten so frisch und unverbraucht gehört wie hier. Die Klangqualität ist - gemessen am Alter - hervorragend. Was mich wirklich überrascht ist die Tatsache, dass Sir Edward hier eine solch frische und schwungvolle Interpretation vorweist, welche die landläufigen Ansichten zu Elgars Musik - sie sei "viktorianisch" konzipiert, was immer das heissen mag - glatt Lügen straft. Sie gestaltet sich in seiner Sichtweise so modern und luftig wie die Aufnahmen von Haitink oder Sinopoli. Zudem ist Sir Edward markant schneller Unterwegs als seine Kollegen (Sinopoli, Haitink, Davis oder Tate). Für mich ein Glücksgriff :down

Viele Grüsse :hello
Stefan
Ja, dasselbe gilt auch für das Violinkonzert mit Elgar am Pult. Ganz ähnliche Erfahrungen kann man machen, wenn man sich Gustav Holsts zerschundene Planeten mal unter der Stabführung des Dirigenten anhört.
Sfantu (06.11.2018, 10:12):
Weiss nicht, ob das hier irgendwo schonmal Thema war:
könnten vielleicht nicht auch technische Gründe eine Rolle gespielt haben, gerade längere Stücke eher flott zu nehmen? Zumindest dann, wenn eine Veröffentlichung auf Tonträger geplant war?
Eine 12-Zoll-Schellackplatte bot pro Seite maximal 10min Spielzeit am Stück - & das auch nur im Falle der eher seltenen 33 1/3 Umdrehungen pro Minute. Standard waren bis zuletzt die 78 rpm, woraus nochmal spürbar kürzere Laufzeiten resultieren. Denke da bspw. an die erste Zauberflöten-Gesamtaufnahme mit Beecham. Hab' die mal im Brocki entdeckt - ein imposanter Klotz (weiss nicht mehr, wie viele Scheiben) - konnte es jedenfalls von den Abmessungen locker mit einem der späteren Nibelungenringe auf Vinyl aufnehmen > hier 2h, dort 15h Spieldauer...
Cetay (inaktiv) (06.11.2018, 17:19):
Diese Diskussion gibt es immer dann, wenn Werktreue-Jünger mit Hinweis auf das Dirigat des Komponisten behaupten, dass die heutigen Interpretationen viel zu langsam wären und dann eben das Gegenargument mit der begrenzten Spieldauer kommt - egal um welches Werk es geht. Holst ist hier freilich unverdächtig. Er brauchte für jeden Satz außer Merkur zwei Matrizen und hätte damit eine Kapazität von ca. 8-10 Minuten zur Verfügung gehabt. Genutzt hat er für die einzelnen Sätze nur 5:32 - 7:16 Minuten Spielzeit.
Amonasro (06.11.2018, 21:19):


Heitor Villa-Lobos: Floresta do Amazonas

Anna Korondi (Sopran)
São Paulo Symphony Orchestra & Choir, John Neschling

Gruß Amonasro
tapeesa (06.11.2018, 23:54):
Antonín Dvořák - Requiem

Krassimira Stoyanova, soprano
Elīna Garanča,mezzo-soprano
Stuart Skelton, tenor
Robert Holl, bass

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Mariss Jansons, conductor

(kein CD-Cover, weil keine CD im Handel (habe zumindest nichts gefunden))
agravain (09.11.2018, 12:17):
Hm. Ähnlich wie schon bei der von einiger Zeit erschienenen neuen "Falstaff"-Einspielung finde ich, dass Davis nicht (mehr) an die Intensität seiner vorangegangenen Aufnahmen herankommt.
Seine 1993er Aufnahme von Sir Edwards "The Music Makers" mit Joan Rogers und den musikantischen Reckinnen und Recken der BBC ist doch ein ganz anderes Kaliber als diese jüngst erschienene.
agravain (10.11.2018, 12:08):
Und noch eine Neuerscheinung in Sachen Elgar.



Nicht immer bin ich mit Sir Marks Herangehensweise an Elgar so richtig glücklich. Hier aber schöpft er aus dem Vollen.

:hello Agravain
tapeesa (10.11.2018, 12:48):


Heute im Barock und bei den Arien und adagio - und Philippe Jaroussky ist für mich auch eine Entdeckung -

1 - Andromeda liberata, RV Anh. 117: "Sovente il sole" (Perseo)
von Philippe Jaroussky
Amonasro (10.11.2018, 22:02):


Gioachino Rossini/Cesare della Valle: Maometto secondo

Paolo Erisso - Ernesto Palacio
Anna Erisso - June Anderson
Calbo - Margarita Zimmermann
Maometto II - Samuel Ramey
Condulmiero/Selimo - Laurence Dale

Ambrosian Opera Chorus
Philharmonia Orchestra, Claudio Scimone

Eine sehr gelungene Aufnahme von einer der ungewöhnlichsten Opern Rossinis. Wie ich zufällig entdeckt habe, ist gestern eine neue Aufnahme des Maometto aus Wildbad unter Antonio Fogliani erschienen, ein Grund die Scimone-Einspielung mal wieder zu hören. Auch wenn ich abgesehen von Andersons etwas gewöhnungsbedürftigen Timbre nichts auszusetzen habe, kommt die neue Aufnahme auf den Wunschzettel.

Gruß Amonasro
Sfantu (11.11.2018, 12:23):

Claude Debussy - Images I & II
Werner Haas,
(LP, Philips, ca. 1969)

Reflets dans l'eau. Andantino molto 4'49
Hommage à Rameau. Lent et grave 7'10
Mouvement. Animé 3'13

Cloches a travers des feuilles. Lent 3'53
Et la lune descent sur le temple qui fut. Lent 5'35
Poissons d'or. Animé 3'18

Genau das Richtige an solch einem Nebel-Suppen-Sonntagmorgen.
Haas erweckt die beschriebenen Bilder zum Leben. Hier wird das Wesen der Musik berührt während bei Benedetti Michelangeli (steht gleich neben dran im Plattenregal) darüber hinaus ein Grad an Perfektion erreicht ist, der fast schon steril wirkt. Dort verfliegen die Klänge in ätherischer Transzendenz. Beim Ausklingen der Schlussnoten nimmt er den Fuss erst vom Pedal, wenn der Toningenieur längst auf stop gedrückt hat. Faszinierend? Ja, ohne Frage! & doch passiert bei Haas mehr. Eine grandiose Aufnahme!
agravain (12.11.2018, 20:28):
Hier mit ein wenig Verspätung:



Cyril Rootham: For the Fallen

The Sinfonia Chorus
BBC Northern Singers
Northern Sinfonia of England

Richard Hickox

:hello Agravain
Cetay (inaktiv) (14.11.2018, 18:24):


Franz Schubert; Rondo, Concerto, Polonaise
Andreas Janke, Tonhalle Orchester Zürich, David Zinman
Rondo für Violine und Orchester, A-Dur, D. 438
Polonaise in B-Dur für Violine und Orchester, D. 580
Konzertstück in D-Dur für Violine und Orchester, D. 345
Diese Werke wurden als Kollateralschaden mit der Unvollendeten erworben, stellen aber m. E. eine Bereicherung der VK-Literatur der Klassik i. e. S. dar. Wer sich beklagt, dass es aus dieser Epoche zu wenig Substanzielles gibt, hört hier rein. Zwar sind das keine kompletten Konzerte, aber vor allem das Konzertstück braucht sich nicht im Schatten des Titanen zu verstecken.
Cantus Arcticus (14.11.2018, 21:08):
Bei mir aus dieser Box:


The Well Tempered Clavier, Book I, 17-24, Bwv 846-869 J.S. Bach

Eigentlich wollte ich diese Collection gar nicht erwerben, bekam sie dann für unter 90.- Schweizer Franken. Da war der Fall klar und ich habe es nie bereut. Zeitgleich lese ich "Glenn Gould - Die Biographie" von Kevin Bazzana:


Es ist wirklich spannend, sich gleichzeitig hörend und lesend mit einem Künstler zu beschäftigen.

Grüsse :hello
Stefan
tapeesa (15.11.2018, 15:48):
Es ist wirklich spannend, sich gleichzeitig hörend und lesend mit einem Künstler zu beschäftigen.
Das finde ich auch -

bin gerade bei "Die Regenschirme des Erik Satie" von Stéphanie Kalfon " hängen geblieben,
nach in ein paar andere Bücher hinein geschaut zu haben (dank Großstadtbücherei unkompliziert möglich einfach mal "zu probieren".)

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Haas erweckt die beschriebenen Bilder zum Leben. Hier wird das Wesen der Musik berührt während bei Benedetti Michelangeli (steht gleich neben dran im Plattenregal) darüber hinaus ein Grad an Perfektion erreicht ist, der fast schon steril wirkt.

War sehr interessant zu lesen und parallel in beide Interpretationen hinein zu hören. Werde da nochmal genauer hinhören, hinfühlen, unter den von dir genannten Aspekten.
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daraus:

4 - in a landscape / John Cage;
pianoforte Margaret Leng Tan
Amadé (16.11.2018, 11:18):


daraus KV 467, superb, aber auch kurios: moderner Flügel trifft auf HIP-Orchester!

Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (16.11.2018, 12:47):
Ich glaube, dass ich diese CD auch schon mal lobend erwähnt habe. In der Tat ist das ganz superb, auch KV466.
Ich muss etwas Erbsen zählend erwähnen, dass das Heidelberger Orchester nur im Blech und bei den Pauken mit Originalinstrumenten besetzt ist, aber in punkto historischer Aufführungspraxis sind sie natürlich durch die Feysche Schule gestählt. Auf der Webseite des Orchesters ist zu lesen, dass sich Thomas Frey -nachdem das Comeback nach seinem Unfall mehrfach verschoben wurde- nun ganz zurückgezogen hat. Damit ist das Aus für die Haydn-Sinfonien-GA endgültig besiegelt. Ich höre daraus:


Joseph Haydn; Sinfonie C-Dur, Hob. I:31 "Hornsignal"
Wilhelm Bruns (Naturhorn), Heidelberger Sinfoniker, Thomas Fey
Sfantu (16.11.2018, 14:27):
Haas erweckt die beschriebenen Bilder zum Leben. Hier wird das Wesen der Musik berührt während bei Benedetti Michelangeli (steht gleich neben dran im Plattenregal) darüber hinaus ein Grad an Perfektion erreicht ist, der fast schon steril wirkt.
War sehr interessant zu lesen und parallel in beide Interpretationen hinein zu hören. Werde da nochmal genauer hinhören, hinfühlen, unter den von dir genannten Aspekten.
Bin gespannt auf Deine Eindrücke!
& übrigens: Kompliment, dass Du Dich mit Lili Boulanger auseinandersetzt.
Viel zu jung verstorben, schrieb sie wie besessen im Wettlauf mit dem Tod. & entlud geradezu spiralförmig ihr immenses Potential: an Ideen, an schöpferischer Kraft, an Ausdruck. Sie verschob quasi bei jedem Atemzug ihre Grenzen. Wer weiss, was sie noch alles hätte realisieren können. Eine Ausnahme-Begabung!
Sfantu (16.11.2018, 15:03):

Jakob Friedrich Kleinknecht (1722 - 94)
Sinfonia concertante G-dur für zwei Flöten & Orchester

Konrad Hampe, Albert Müller,
Münchener Kammerorchester - Hans Stadlmair
(LP, Bayerische Vereinsbank, 1980)

Allegro maestoso - Tentino - Allegro e grazioso 13'28
Romanza. Poco andante 4'19
Rondo. Andante 5'10

Kapellmeister am Hofe des Markgrafen von Ansbach-Bayreuth, schrieb Kleinknecht diese reizvolle & trotzdem eigenwillige Musik: Der Stil mit seiner sonnigen, geschmeidig-eleganten Art erinnert mich stellenweise an den Bückeburger Bach. Auch Anklänge an Haydn sind vorhanden & nicht selten werden romantische Harmonien gestreift. Im Kopfsatz dauert es stattliche gut 3 1/2 Minuten, bevor die Solisten ihren ersten Einsatz haben. Im wiegenden 6/8 wird man mit einer eng gewirkten kompositorischen Struktur & vielen herrlichen Einfällen beglückt (im Finale übrigens auch). Die Romanza (g-moll) lässt auch das Cello solistisch hervortreten. Im Schlusssatz (alla breve) sorgt das etwas simple Hauptthema für keinen Punktabzug, da auch hier ein Füllhorn an unerwartbaren kleinen Volten & Trugschlüssen das Zuhören spannend macht (im Schlussabschnitt weiss man bspw. mehrfach nicht, wo es hingeht: eine zünftige Stretta oder ein leises Ausklingen).
Zwar ohne jede Ahnung vom Flötenspiel, bezeichne ich die Solistenparts als nicht übermässig anspruchsvoll - das hätte sicher auch der alte Fritz locker vom Blatt gespielt.
Die Einspielung ist konkurrenzlos, daher gibt es wenig zu mäkeln. Es wird tadellos, geschmackvoll & nicht historisierend musiziert.
Formal ungewöhnlich, dass die Sätze durch verbindende Überleitungen attacca gespielt werden. Ein 3/4 Jahrhundert später griff Mendelssohn zu diesem Trick um dem britischen Publikum keine Gelegenheit zum damals dort üblichen Zwischenapplaus zu bieten. Aber hier: im fest gefügten Hofzeremoniell brauchte man so etwas doch wohl nicht zu befürchten?

Eine Trouvaille!

P. S. Nicht wundern, wenn die Cover-Abbildung später in anderem Kontext wieder auftaucht. Auf der B-Seite sind zeitgenössische (1980) Werke, die ich noch erkunden muss.
Amonasro (16.11.2018, 20:17):


Gioachino Rossini/Felice Romani: Bianca e Falliero, o sia Il consiglio dei tre

Priuli - Laurent Kubla
Contareno - Kenneth Tarver
Capellio - Baurzhan Anderzhanov
Loredano - Marcin Banas
Falliero - Victoria Yarovaya
Bianca - Cinzia Forte
Costanza - Marina Viotti
Pisani/Un usciere/Un uffiziale - Artavazd Sargsyan

Camerata Bach Choir, Poznan
Virtuosi Brunensis, Antonio Fogliani

Gruß Amonasro
palestrina (17.11.2018, 10:03):


Gioachino Rossini/Felice Romani: Bianca e Falliero, o sia Il consiglio dei tre
Gruß Amonasro
Hallo Amonaso, hast du meinen Beifall in der Einspielung vernommen! :)

Und wie gefällt dir die Aufnahme?

LG palestrina
agravain (17.11.2018, 21:17):
Hier:



Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61

Vadim Repin - Violine

Wiener Philharmoniker
Riccardo Muti

„This is surely one of the most satisfying Beethoven recordings to hit the shelves in some time...“ schreibt Kevin Sutton. Ich meine: Ein im positiven Sinne traditionsverbundenes Dirigat Mutis, dazu schlüssiges, unaufgeregtes und durchaus für sich einnehmendes Spiel Repins ohne Ausreißer. Turnt nicht ab, reißt aber auch nicht vollends mit.

:hello Agravain
Nicolas_Aine (18.11.2018, 00:42):
ich mag diese Beethoven Aufnahme sehr gern (übrigens auch die Kreutzer Sonate), ich finde es ähnlich wie bei seiner Tchaikovsky Aufnahme ganz toll, wie er das alles mit großer Ruhe spielt, das schafft fantastische Momente, finde ich.

@Cetay: Ich bin nicht auf dem aktuellen Stand, aber ich kenne ein paar Geiger aus dem Heidelberger Orchester, und meines Wissens wurde überlegt, die Aufnahme ohne Dirigent fortzusetzen. Aber die Info ist schon mindestens einige Monate alt, kann sein, dass sich das geändert hat.

Bei mir vorher:



manchmal fehlt mir ein bisschen die Klangwucht, wie z. B. beim allerersten Forte beim Choreinsatz, aber sonst finde ich das ganz toll.



Und jetzt noch:




Daraus ebenfalls das Requiem:

Tomova-Sintov, Anna
Leib, Günther
Rundfunksolistenvereinigung Berlin
Koch, Helmut
RSO Berlin
agravain (18.11.2018, 06:50):
Hier früh am Morgen:



Sergei Rachmaninow: Symphonie Nr. 2 e-Moll op. 27

The Philadelphia Orchestra
Eugene Ormandy

Wunderbar.

:hello Agravain
Cetay (inaktiv) (18.11.2018, 09:04):


Ludwig van Beethoven; Streichquartett Nr. 15 a-Moll, op. 132
Ungarisches Streichquartett (1953)
agravain (18.11.2018, 16:31):



Daraus ebenfalls das Requiem:

Tomova-Sintov, Anna
Leib, Günther
Rundfunksolistenvereinigung Berlin
Koch, Helmut
RSO Berlin

Brahmsens Requiem nun auch hier:

Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem op. 45

Katherine Fuge
Matthew Brookes
Monteverdi Choir
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Sir John Eliot Gardiner

Sehr schön. Nur der letzte Satz kommt mir zu Beginn deutlich zu forsch daher. Aber mir ist die ältere Aufnahme - auch wegen der dortigen Solisten (ich möchte bspw. die ziemlich harte Ms. Fuge hier nicht mit der wirklich balsamischen Margiono im Detail vergleichen müssen) - noch einen erkennbaren Tuck näher.

:hello Agravain
Amonasro (18.11.2018, 21:31):


Gioachino Rossini/Felice Romani: Bianca e Falliero, o sia Il consiglio dei tre
Gruß Amonasro
Hallo Amonaso, hast du meinen Beifall in der Einspielung vernommen! :)
Und wie gefällt dir die Aufnahme?

LG palestrina
Lieber palestrina,

beneidenswert, dass du live dabei warst. Mir gefällt die Aufnahme sehr. Wunderbare Sänger und tolle Arien (ein richtiges Kolaratur-Feuerwerk). Allerdings kenne ich noch keine der anderen Aufnahmen dieser Oper. Heute habe ich mir übrigens die neue Maometto-Aufnahme aus Wildbad bestellt.

Gruß Amonasro :hello
Amonasro (18.11.2018, 22:22):
Heute diese ungemein stimmungsvolle Musik:


Heitor Villa-Lobos:

Gênesis
Erosão
Amazonas
Dawn in a Tropical Forest

Czecho-Slovak Radio Symphony Orchestra (Bratislava), Roberto Duarte
1990

Gruß Amonasro
agravain (19.11.2018, 10:42):
Montag. Morgen. Mozart.



Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur KV364

Yehudi Menuhin - Violine
Rudolf Bardhai - Viola
Bath Festival Chamber Orchestra

:hello Agravain
tapeesa (19.11.2018, 23:26):

& übrigens: Kompliment, dass Du Dich mit Lili Boulanger auseinandersetzt.
& entlud geradezu spiralförmig ihr immenses Potential:
Sie verschob quasi bei
jedem Atemzug ihre Grenzen.

Danke. Freut mich, dass du das siehst und ich mag, wie du den Prozess von Lili Boulanger in Worte fasst.

Bin gespannt auf Deine Eindrücke!

Okay :)

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So - hart abgekämpft auf der Suche nach einem passenden Stück für heute Abend -
immer wieder taucht meine Vorliebe für mythologische Inhalte, Märcheninhalte, Literatur-Vertonungen in der Klassik auf.
Den Blaubart-Mythos fand ich immer schon faszinierend. Bela Bartók ist generell auch eine Entdeckung für mich heute.



Christa Ludwig, Walter Berry,
London Symphony Orchestra, István Kertész
Amadé (20.11.2018, 17:20):
Mozart KK C-Dur KV 467 in dieser Aufnahme:



Gruß Amadé
Cantus Arcticus (20.11.2018, 19:20):
Mozart KK C-Dur KV 467 in dieser Aufnahme:



Gruß Amadé
Hallo Amadé
Eine Aufnahme, die ich sehr schätze!
Gruss :hello
Stefan
Cetay (inaktiv) (21.11.2018, 05:54):
Forenangeregt:


Albert Roussel; Sinfonie Nr. 4 A-Dur
Royal Scottish National Orchestra, Stéphane Denève
agravain (21.11.2018, 08:29):
Hier wird erneut gefidelt. Auf höchstem Niveau, wie ich meine:



Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61

Zino Francescatti - Violine
Columbia Symphony Orchestra
Bruno Walter

:hello Agravain
tapeesa (21.11.2018, 12:11):
Gestern Michail Iwanowitsch Glinka (La Séparation (Sokolov) und The Lark (Kissin)) - das hat den ganzen Tag in mir nachgehallt.

Davor ein Abstecher in meine persönliche Vorhölle - Johann Strauß - senior wie junior - die Fledermaus hat mir dann den Rest gegeben - der inkarnierte Albtraum der Neujahrstage meiner Kindheit.


Um so spannender zu entdecken, dass es so viel anderes neben dem, was ich an Klassik erfahren habe, gibt -

Mit Bluebeard's castle, habe ich mir gestern dann auch meine erste bewusste Klassik-CD gekauft - vorher war eher suchend und nicht wirklich tieferes Gefühl dabei.

heute:





daraus

Three Questions with Two Answers /
BBC Philharmonic Orchestra

I. Sostenuto
II. Moderato
III. Impetuoso
IV. Largamente
V. Molto sostenuto
Amadé (22.11.2018, 17:12):
nochmal KV 467, jetzt in einer neueren Aufnahme (Mitschnitt) mit Jonathan Biss:



Biss (*1980) ist ein Sohn der bekannten Geigerin Miriam Fried.

Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (22.11.2018, 22:25):


John Cage; Variations IV
Realisierung: John Cage, David Tudor
agravain (23.11.2018, 08:25):
Mein Tag beginnt mit einer Lieblingsaufnahme:



Carl Maria von Weber: Der Freischütz

Max - René Kollo
Agathe - Hildegard Behrens
Kaspar - Peter Meven
Ännchen - Helen Donath
Kilian - Hermann Sapell
Kuno - Raimund Grumbach
Eremit - Kurt Moll
Ottokar - Wolfgang Brendel
Samiel - Rolf Boysen

Chor & Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Rafael Kubelik

Musikalisch mich rundum überzeugend. Und dazu mit dem unvergleichlichen Rolf Boysen als Samiel. Großes Kino.

:hello Agravain
agravain (23.11.2018, 16:07):
Anlässlich des 10. Todestages von Richard Hickox:



Edward Elgar: The Dream of Gerontius op. 38

Arthur Davies - Gerontius
Felicity Palmer - The Angel
Gwynne Howell - The Priest & The Angel of the Agony
London Symphony Chorus
London Symphony Orchestra
Richard Hickox

:hello Agravain
tapeesa (23.11.2018, 19:01):


daraus
Tchaikovskys Symphonie No. 6

krass, ganz viele Ebenen ... ich höre Töne von kreuz und quer, links, rechts und Linien.
ein bisschen wie bei The Battell / Byrd, das hat auch so - (ich finde keine passenden Worte dafür) - ein rund-um-Erleben bei mir erzeugt, ein "Alles" und "die Teile", Strömungen gleichzeitig glasklar, präsent.
Hatte bisher gar keinen Zugang zu Tchaikovsky, aber bei der Symphonie und dem Orchester / Dirigenten - ja.
Amonasro (24.11.2018, 19:18):


Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Macbeth

Macbeth - Piero Cappuccilli
Banco - Nicolai Ghiaurov
Lady Macbeth - Shirley Verrett
Dama di Lady Macbeth - Stefania Malagù
Macduff - Plácido Domingo
Malcolm - Antonio Savastano
Medico - Carlo Zardo
Servo di Macbeth - Giovanni Foiani
Sicario - Alfredo Mariotti
Araldo - Sergio Fontana
Tre apparizioni - Alfredo Giacometti, Maria Fausta Gallamini, Massimo Bortolotti

Coro e Orchestra del Teatro alla Scala, Claudio Abbado

Zwar ziehe ich den volleren, wärmeren Klang und die lebendigeren Hexenchöre der Muti-Aufnahme vor, Abbados Aufnahme höre ich trotzdem immer wieder gerne.

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (25.11.2018, 00:04):
Mit gut angeheizten Röhren ohne Gegenkopplung auf die Kopfhörer verstärkt, in Begleitung eines Dalmore Scotch "Cigar" Single Malt, 44%, ins akustische Nirvana:




Johann Sebastian Bach; Die Kunst der Fuge, BWV 1080 (Arrangement für Kammerorchester v. Leonard Isaacs)
Members of the Philomusica London, George Malcom
Amonasro (28.11.2018, 15:15):


Hector Berlioz: Les Troyens

Énée - Michael Spyres
Chorèbe - Stéphane Degout
Panthée - Philippe Sly
Narbal - Nicolas Courjal
Iopas - Cyrille Dubois
Ascagne - Marianne Crebassa
Cassandre - Marie-Nicole Lemieux
Didon - Joyce DiDonato
Anna - Hanna Hipp
Hylas - Stanislas de Barbeyrac
Priam - Bertrand Grunenwald
Un Soldat/Un Chef grec - Richard Rittelmann
L'Ombre d'Hector - Jean Teitgen
Hélénus - Stanislas de Barbeyrac
Sentinelle I - Jérôme Varnier
Sentinelle II - Frédéric Caton
Le dieu Mercure - Jean Teitgen
Hécube - Agnieszka Sławińska

Les Chœurs de l'Opéra national de Rhin, Badischer Staatsopernchor, Chœur phiharmonique de Strasbourg
Orchestre philharmonique de Strasbourg, John Nelson

Gruß Amonasro
Amonasro (29.11.2018, 20:37):


Camille Saint-Saëns/Ferdinand Lemaire: Samson et Dalila

Dalila - Rita Gorr
Samson - Jon Vickers
Le Grand-Prêtre de Dagon - Ernest Blanc
Abimélech/Un vieillard hébreu - Anton Diakov
Un messager philistin - Rémy Corazza
Premier Philistin - Jacques Potier
Deuxième Philistin - Jean-Pierre Hurteau

Chœurs René Duclos
Orchestre du Théâtre National de l'Opéra de Paris, Georges Prêtre

Gruß Amonasro
agravain (30.11.2018, 14:53):
Am letzten Novembernachmittag noch einmal ein "herbstliches" Programm, das ausnahmslos aus britischen Werken besteht.
Ich beginne mit dieser CD, die mitnichten "nur" die Cellokonzerte von Sir Edward und Sir William beherbergt, sondern auch zwei Preziosen aus dem Hause Holst.



Imogen Holst: The fall of the leaf - for cello solo

Stephen Isserlis - Violoncello

Auch hier fälllt das Blatt. Großartiges Stück. Sagte ich schon, wie sehr mich Finzi immer wieder beeindruckt?



Gerald Finzi: The Fall of the Leaf - Elegy for orchestra op. 20

London Philharmonic Orchestra
Sir Adrian Boult

Hier fällt nicht nur das eine Blatt...




Sir Arnold Bax: November Woods

Ulster Orchestra
Bryden Thomson

Und schließlich noch ein einigermaßen unbekanntes Werk unter den unbekannten Werken Rutland Boughtons, das sich perfekt an die keltische Waldvision Bax' anschließt:





Rutland Boughton: Symphonie Nr. 2 "Deirdre" - A Celtic Symphony

BBC Philharmonic Orchestra
Sir Edward Downes

Für denjenigen, den's interessiert, geht es HIER zu Infos zur Sage von Deidre of the Sorrows...

:hello Agravain
Amadé (30.11.2018, 19:48):
Eine Cosi in deutscher Sprache:



nicht zu verachten!

Gruß Amadé
tapeesa (30.11.2018, 21:41):
Meine Großbritannien-Affinität (plus Irland und Nord-Irland) hat ihr Zentrum in den schottischen Highlands und bei Robert Burns, sowie bei der Sage um Flora MacDonald und Bonnie Prince Charlie.
Deirdre of the Sorrows kannte ich noch gar nicht - danke für den Link!

Arvo Pärt haut mich gerade um ...




daraus:
5 - My heart´s in the Highlands / Arvo Pärt
Stephen Wallace & Matthew Owens
Nicolas_Aine (30.11.2018, 22:48):
Amadé (02.12.2018, 09:56):


daraus KK B-Dur KV 238

Gruß Amadé
agravain (02.12.2018, 11:18):
Hier Adzventzmusik.




Georg Philipp Telemann: Saget der Tochter Zion TWV 1:1235

Dorothee Mields, Britta Schwarz, Wilfried Jochens, Dirk Schmidt

Magdeburger Kammerchor
Telemann-Kammerorchester
Ludger Rémy

Wilhelm Friedemann Bach: Lasset uns ablegen die Werke der Finsternis

Barbara Schlick, Claudia Schubert, Wilfried Jochens, Stephan Schreckenberger

Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Hermann Max

:hello Agravain
Amonasro (03.12.2018, 22:41):

Giuseppe Verdi:

Messa da Requiem

Joan Sutherland, Marilyn Horne, Luciano Pavarotti, Martti Talvela

Wiener Staatsopernchor
Wiener Philharmoniker, Sir Georg Solti

Quattro pezzi sacri

Chicago Symphony Chorus
Chicago Symphony Orchestra, Sir Georg Solti

Gruß Amonasro
agravain (04.12.2018, 18:04):
Hier gab es - Elisabeth Gaskell lässt grüßen - „North & South“.



Jean Sibelius: Symphonie Nr. 6 d-Moll, op. 104

Bournemouth Symphony Orchestra
Paavo Berglund



Giuseppe Verdi: Luisa Miller

Luisa - Montserrat Caballé
Miller - Sherrill Milnes
Laura - Nancy Williams
Rodolfo: Richard Tucker
Wurm - Ezio Flagello
Conte di Walter - Giogio Tozzi
Federica - Louise Pearl
Un contadino - Lou Marcella

The Metropolitan Opera Chorus and Orchestra
Thomas Schippers

:hello Agravain
agravain (07.12.2018, 16:30):
Sfantu (07.12.2018, 19:29):

Entschuldigt bitte - dies ist das einzige Bild, das ich im Netz finden konnte. Die image-address lässt aus meiner Sicht keine Option zur Grössen-Anpassung zu.

Tōru Takemitsu - "From me flows what you call time" für 5 Perkussionisten & Orchester (1990)

Schweizer Schlagzeug Ensemble
Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester - Andreas Delfs
(CD, sjso, live aus der Tonhalle Zürich, 31. Oktober 1993)

26'26

Tiefenentspannt & gleichzeitig hellwach macht mich diese knappe halbe Stunde Klangreise. In meiner Wahrnehmung ist sie am Ende aber mindestens doppelt so lang. Das ist Neue Musik ohne jede Annäherungsschwelle, sie zieht einen unwiderstehlich hinein...
Formidable Klangqualität!
tapeesa (08.12.2018, 00:02):
Entschuldigt bitte - dies ist das einzige Bild, das ich im Netz finden konnte. Die image-address lässt aus meiner Sicht keine Option zur Grössen-Anpassung zu.
Mich hat das gerade zu einem Lächeln verleitet -
:) und auf das Stück von Takemitsu neugierig gemacht - wunderschöner Titel -
_____________________________________

Heute erst ein Podcast über Schumann und die Kreislerianer.

Nun Mendelssohn: Lieder ohne Worte - interpretiert und gespielt von Daniel Barenboim.
agravain (08.12.2018, 11:27):
Düstere Wolken jagen über den Himmel, es stürmt, Regen peitscht gegen die Fenster. Das ist die rechte klimatische Atmosphäre für diese Tragödie aus dem „Kalevala“:



Jean Sibelius: Kullervo, op. 7

Soile Isokoski, Sopran
Tommi Hakala, Bariton

YL Male Voice Choir
Helsinki Philharmonic Orchestra

Leif Segerstam
Sfantu (08.12.2018, 16:11):
Hatte gestern & heute mehrfache Begegnungen mit "La Piemontoise", dem 4ème ordre aus der Triosonaten-Sammlung "Les Nations" von François Couperin.





.
Sfantu (08.12.2018, 16:13):

Frans Brüggen, Block-& Querföte
Jaap Schröder & Marie Leonhardt, Violinen
Gustav Leonhardt, Cembalo
Anner Bylsma, Violoncello
(LP, Telefunken, 1969)

21'20
Sfantu (08.12.2018, 16:17):

Wilbert Hazelzet & Philippe Suzanne, Querflöten
Reinhard Goebel & Hajo Bäß , Violinen
Henk Bouwman, Cembalo
Jaap ter Linden, Viola da Gamba
(LP, DGA, 1984)

20'36
Sfantu (08.12.2018, 16:21):

Wolfgang Schulz, Querflöte
Hansjörg Schellenberger, Oboe
Philip Moll, Cembalo
Milan Turkovic, Fagott
Klaus Stoll, Violone
(CD, Denon, 1990)

18'53
Sfantu (08.12.2018, 16:55):
Speziell der Hörvergleich zwischen der Telefunken-Platte & der Denon-CD ist verblüffend: zunächst glaubt man kaum, es hier mit ein & demselben Werk zu tun zu haben. Die Holländer spielen mit fast meditativer Ruhe, mit ernster Innenschau. Bei den "Europäern" dagegen quirlt & sprüht es nur so. Da ist zum einen die unterschiedliche Gesamtspieldauer (wobei 2'27 Unterschied jetzt auch nicht die Welt ist). Dann die andere Instrumentenwahl (Couperin gewährt hier gewisse Freiheiten): die manchmal schneidende Oboe & fast mehr noch das knackige Fagott bringen eine andere Grundfarbe, sorgen für mehr äusseren Klang-Glamour. Mir scheint aber vor allem, daß überhaupt eine grundsätzlich andere Werkauffassung & Musizierhaltung besteht. Selbst die Moll-Sätze (sie sind sogar in der Überzahl) kommen so keck, beinahe überdreht daher, dass es wie fremd wirkt. Oder packt nun endlich auch mich einmal ein vielbeschworenes Gespenst an die Schulter, das ich bisher immer für ein Phantom hielt?: die seinerzeit viel & heiß diskutierte quasi antiseptische Kälte der Digital-Technik. Nach dem Hören dieser Aufnahme fühl' ich mich jedenfalls negativ gestresst.

Fazit > ab sofort 2cm freier Platz im CD-Regal.
Die Musica Antiqua Köln erfreut mit phantasievoller Tempogestaltung & feinem Sinn für Agogik - die höfische Noblesse dieser Musik kommt so ideal zur Geltung. Einen wohltuenden Counterpart bilden die Holländer mit ihrer dunkler grundierten, nachdenklicheren Sicht & geschmackvollen Phrasierungen & Verzierungen.
agravain (08.12.2018, 21:05):
Hier:



Johann Sebastian Bach: „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir“ BWV 131

Balthasar-Neumann-Chor
Balthasar-Neumann-Ensemble
Thomas Hengelbrock

Großes Kino!
Cetay (inaktiv) (09.12.2018, 07:59):
Hier:

Johann Sebastian Bach: „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir“ BWV 131

Balthasar-Neumann-Chor
Balthasar-Neumann-Ensemble
Thomas Hengelbrock

Großes Kino!
Das gilt m. E. für die ganze Platte.
Amadé (09.12.2018, 10:26):
Gestern Abend gehört:



(bei mir noch Eurodisc-Cover)

Rimsky-Korssakoff: 2. Sinfonie op.9 "Antar", gespielt vom Staatl. Sinfonie-Orchester der UdSSR unter Leitung von Jewgenij Svetlanov

Meines Erachtens ein schwaches Werk, auch wenn die Interpreten sich alle Mühe geben. Auch die Bezeichnung "Sinfonie" trifft nicht zu, besser wäre "Sinfonische Suite" wie Scheherazade, die aber mit viel mehr und interessanterer Musik aufwartet. Kennt jemand das Stück?

Gruß Amadé
satie (09.12.2018, 12:42):
Ich kenne die Aufnahme mit Neeme Järvi, finde das Werk nicht schlecht, es ist halt noch ein eher frühes. Rimski-Korssakow hat es übrigens später tatsächlich in Symphonische Suite umbenannt!
Amonasro (09.12.2018, 13:22):

Claudio Monteverdi: Vespro della Beata vergine da concerto

Roberta Invernizzi, Monica Piccinini, Anna Simboli (Sopran)
Sara Mingardo, Francesco Ghelardini (Alt)
Vincenzo Di Donato, Luca Dordolo, Gianluca Ferrarini (Tenor)
Pietro Spagnoli, Furio Zanasi (Bariton)
Antonio Abete, Daniele Carnovich (Bass)

Concerto Italiano, Rinaldo Alessandrini

Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (09.12.2018, 18:11):

Nicolai Rimsky-Korsakov; Sinfonie Nr. 2, op. 9 "Antar"
L'Orchestre de la Suisse Romande, Ernest Ansermet
Amonasro (09.12.2018, 22:43):


Hector Berlioz: L'enfance du Christ

Marie - Susan Graham
Joseph - François Le Roux
Le Récitant - John Mark Ainsley
Hérode - Philip Cokorinos
Le Père de famille - Andrew Wentzel
Un Centurion - Gordon Getz
Polydorus - Marc Belleau

Chœur et Orchestre symphonique de Montréal, Charles Dutoit

Gruß Amonasro
Amonasro (10.12.2018, 23:25):

Georg Friedrich Händel/Nicola Francesco Haym: Giulio Cesare in Egitto

Giulio Cesare - Marie-Nicole Lemieux
Cleopatra - Karina Gauvin
Cornelia - Romina Basso
Sesto - Emőke Baráth
Tolomeo - Filippo Mineccia
Achilla - Johannes Weisser
Nireno - Milena Storti
Curio - Gianluca Buratto

Il Complessa Barocco, Alan Curtis

Gruß Amonasro
Sfantu (11.12.2018, 22:20):

Nikolai Rimskij-Korsakow - Antar op. 9

Státní filharmonie Brno - Jiří Bělohlávek
(LP, Supraphon, 1977)

Largo - Allegro 11'55 Allegro 5'45 Allegro risoluto alla marcia 5'30 Allegretto vivace - Adagio 8'40
Sfantu (11.12.2018, 22:29):

Nikolai Rimskij-Korsakow - Antar op. 9

Rotterdams Philharmonisch Orkest - David Zinman
(LP, Philips, 1981)

Largo - Allegro 11'22 Allegro 5'11 Allegro risoluto alla marcia 5'20 Allegretto vivace - Adagio 8'12
Sfantu (11.12.2018, 22:35):

Nikolai Rimskij-Korsakow - Antar op. 9

Göteborgs Symfoniker - Neeme Järvi
(CD, DG, 1987)

Largo - Allegro 12'32 Allegro 5'23 Allegro risoluto alla marcia 5'55 Allegretto vivace - Adagio 8'53
Sfantu (11.12.2018, 23:50):
Bemerkenswert ist, daß die Spontaneit der Einfälle die mehrfachen Umarbeitungen des "Antar" überlebt hat. Die ursprüngliche Fassung entstand nämlich bereits 1868 (wurde allerdings erst 1949 veröffentlicht) 1875 unterzog er das Werk einer gründlichen Umarbeitung: diese Fassung erschien 1880 im Druck Eine weitere, drastischere Umarbeitung folgte jedoch 1897 & nunmehr hieß das Werk "Symphonische Suite". Unter den vier Fassungen des "Antar" handelt es sich hier zweifellos um die beste: dennoch ist sie äußerst selten zu hören. Herausgegeben von Maximilian Steinberg erschien sie 1913, fünf Jahre nach dem Tod des Komponisten, in einer Druckausgabe. Daß sie nicht zu Lebzeiten Rimsky-Korsakovs herauskam, lag am Widerstand seines Verlegers, der die Umarbeitung von 1875 veröffentlicht hatte & die Kosten eines neuen Stichs der Platten scheute, den die zahlreichen Änderungen der Fassung von 1897 erforderlich gemacht hätten. Infolgedessen führte der Komponist eine weitere Umarbeitung durch, wobei er die Platten der Fassung von 1875 zugrunde legte. Diese 1903 erschienene Version wird in vielen Ausgaben irrtümlicherweise mit 1897 datiert. Diese "Kompromiß-Lösung" ist die heute am häufigsten gespielte.
Max Harrison (Klappentext zur Zinman-Aufnahme)

Verwirrend, oder?
Daß ausgerechnet bei dieser dazugehörigen Platte nicht erwähnt wird, welche Version denn nun eingespielt wurde, ist so daneben, dass es fast schon wieder komisch ist.

Im Booklet zur Järvi-Einspielung wird Claude Debussys Kommentar zu "Antar" zitiert:
Hier haben wir ein vollkommenes Meisterwerk, das die traditionelle Gattung der Symphonie erneuert, indem es sie zum Teufel jagt.

Man muß diese Einschätzung nicht teilen, selbst, wenn man ihr eine etwas provokante Würze zugesteht.

Ich habe den "Antar" immer gemocht. & sei's allein schon, weil er nicht (die arg überstrapazierte) "Sheherazade" ist. Aber das greift natürlich zu kurz. Beide Werke sind sich nicht einmal unähnlich in der Klangsprache, selbst in der Dramaturgie: dort ein patriarchales Vorzeichen mit Happy End, hier ein matriarchales ohne Happy End aber mit einem quasi versüßten Tod des Titelhelden, da er (der Tod) die Weisung / den Wunsch Antars erfüllt, nämlich zu sterben, sobald er nicht mehr vorbehaltlos liebt. Der orientalistische Märchenzauber wirkt im "Antar" kongruenter, weniger plakativ.

@ Amadé
Swetlanows Aufnahme kenne ich nicht. Trotzdem ist er doch eigentlich der Spezialist für spätromantischen Überschwang. Drum könnte sich meine Befürchtung bewahrheiten: wenn er's nicht schafft, Dich für das Werk zu begeistern - wer dann?

Järvis wie Zinmans Einspielungen bezeichne ich als sehr gut bis luxuriös:

Zinman mit den Rotterdamern: klasse Aufnahmen bspw. von Rimskiij bis Bartok - nicht eine Platte dieses Gespanns, die mich nicht begeistert, zudem sind sie praktisch alle audiophil geraten. Seine Zürcher Zeit hielt diese Höhe beileibe nicht immer, das gilt ebenso für die Aufnahmen aus seiner Zeit als Chef in Baltimore.

Bei Järvi ist der Von-Haus-aus-Schlagzeuger nicht zu verleugnen: grosse Trommel & Pauken haben im "Antar" nicht gerade wenig zu tun - Järvi lässt es entsprechend krachen, legt das Schwergewicht klar auf Klang-Spektakel. Auf der anderen Seite entkommt er auch hier nicht ganz (meinem) Vorurteil der Oberflächlichkeit. Zinman hat am Ende doch mehr feine Details zu bieten.
Einzig bei Järvi wird die gespielte Fassung erwähnt nämlich die von 1897 Angesichts des oben beschriebenen Wirrwarrs mit den Fassungen darf man aber wohl vorsichtig zweifeln...

Bělohlávek erhält schließlich die Note "Dabei sein ist alles": die Brünner Staatsphilharmonie spielt(e) nicht in einer Liga mit den Holländern & den Schweden. Spieltechnisch nicht über die letzten Zweifel erhaben bspw. der 2. Satz mit den raschen Tonrepititionen im Holz. Der gleich darauf folgende Alla-Marcia-Satz ist dagegen noch am besten gelungen: angemessen markiges, schneidiges Musizieren! & trotzdem: das Märchen-Parfum kommt nicht so recht ins Schweben. Weder Klang noch Interpretation ziehen einen in illusionierende Traumbilder.

Ohne Kenntnis der Partituren vermute ich dieselbe Ausgabe bei allen drei Aufnahmen.
Amadé (12.12.2018, 18:37):
Lieber Sfantu,

ganz herzlichen Dank für die umfassende Recherche, Du scheinst wohl die meisten "Antars" zu besitzen. Ich habe mal in meinen alten Bielefelder Katalogen geblättert und kann folgende Ergebnisse melden: 1966 1 Aufn. (Scherchen), 1977 0 Aufn., 1985 1 Aufn. (Zinman), 1993 3 Aufn.(Järvi, Maazel, Svetlanov-POL), 2001 6 Aufn. (Butt, Järvi, Kitajenko, Svetlanov-POL, Svetlanov-UdSSR, Zinman), im letzten Katalog von 2014 sind es nur noch 4 CDs. Also scheint das Interesse nicht groß zu sein, Scheherazade drängt alles zurück.
Ich selbst besitze 3 Aufnahmen: Beecham (EMI) ein Mitschnitt von 1951, Svetlanov-Melodya/BMG und Järvi. Bei Svetlanov-POL ist im Bielefelder Fassung 1897 vermerkt, dann wird er in Moskau (1977) auch diese Version benutzt haben. Dietmar Holland berichtet im Booklet dueser Einspielung nur von einer grundlegenden Überarbeitung 1876, welche Svetlanov tatsächlich spielen lässt, darüber schweigt sich das Booklet aus.
Bisher hat mich "Antar" nicht überzeugen können, aber ich werde mich noch einmal bemühen.

Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (12.12.2018, 18:53):
Lieber Sfantu,

ich habe mir überlegt, wie ich zur Ehrenrettung des Antar beitragen könnte, aber du hast ja schon ganze Arbeit geleistet.
Die fehlende Wiener Form darf man dem Werk keineswegs per se als Schwäche vorwerfen, denn R-K hat sie ganz bewusst vermieden (zum Teufel gejagt). Dass die Themen und Motive weniger ausgeprägt und einprägsam als bei der Sheherazade sind, stimmt wohl, aber es ist ebenso richtig festgestellt, dass sie weniger plakativ wirken. Die Orientalismen bleiben in den Fluss eingebettet, der teilweise etwas zäh und repetitiv ist, aber dadurch auch eine eigenartige innere Spannung bewahrt. Das Beste ist, dass das zwar akribisch auf Grundlage eines Programms konstruiert wurde und dennoch als absolute Musik glänzend funktioniert. Allzu gerne würde ich dieses narkotisierende Klangfarbenfest im Konzertsaal erleben. Auf Konserve wird die Helios-CD (auch mit Svetlanov) klanglich ganz hoch gehandelt:
Sfantu (13.12.2018, 09:17):
Lieber Amadé,

nach Adam Riese haben wir beide gleich viele Antar-Aufnahmen. Allerdings wird sich das höchstwahrscheinlich ändern, da Bělohlávek bei mir wohl bald weichen muss. Es sei denn, Du

lieber Cetay,

begeisterst mich / uns noch für die Ansermet-Aufnahme. Wie fandest Du sie? Eigentlich sind OSR & Ansermet für meinen Geschmack immer eine sichere Bank. Beim Antar, könnt' ich mir auch gut vorstellen, mit "nur" 2 Einspielungen gut leben zu können. Falls Du sagst: "Diese (Ansermet) oder keine!", wär' ich jedoch schnell wieder in Versuchung (zumal sie sicher auch noch auf Vinyl aufzutreiben ist)...

Gruß, Sfantu
tapeesa (13.12.2018, 22:52):
Obwohl ich seit Tagen komplett "abgenervt" von klassischer Musik bin - höre ich nun dieses - irgendwie "schizo" - angezogen - abgestoßen - oder auch mit innerer Glaswand dazu - zu Teilen auf dieser, wie auf jener Seite.
immerhin ertrage ich heute Worte wie Jesus und Messias. Auch habe ich bei Messiaen schon öfters hinein gehört und nicht wirklich Zugang gefunden und jetzt aber irgendwie "dann doch".




Album
Messiaen : Edition

daraus - Messiaen : 20 regards sur l'enfant Jésus

Künstlerin
Yvonne Loriod

____________________________________

Bingo - nun auch von mir ein überdimensioniertes Cover-Bild - weil auch für mich keine Zahl in dieser Adresse ersichtlich, mit der man die Größe justieren könnte.
Amonasro (14.12.2018, 21:31):
Puccinis Il trittico wurde genau heute vor 100 Jahren in New York uraufgeführt. Grund genug, mir die drei Einakter heute wieder einmal anzuhören, und zwar in dieser Aufnahme:



Giacomo Puccini/Giuseppe Adami: Il tabarro

Michele - Tito Gobbi
Giorgetta - Margaret Mas
Luigi - Giacinto Prandelli
Il Tinca - Piero de Palma
Il Talpa - Plinio Clabassi
La Frugola - Miriam Pirazzini
Un venditore di canzonetta - Renato Ercolani
Due amanti - Piero de Palma, Silvia Bertona

Coro e Orchestra del Teatro dell’Opera di Roma, Vincenzo Bellezza

Giacomo Puccini/Giovacchino Forzano: Suor Angelica

Suor Angelica - Victoria de los Ángeles
La zia principessa - Fedora Barbieri
La badessa - Mina Doro
La suora zelatrice - Corinna Vozza
La maestra delle novizie - Mina Doro
Suor Genovieffa - Lidia Marimpietri
Suor Osmina - Santa Chissari
Suor Dolcina - Anna Marcangeli
La suora infermiera - Lidia Marimpietri
Due suore cercatrici - Lidia Marimpietri, Santa Chissari
Due converse - Silvia Bertona, Maria Huder
Una novizia - Santa Chissari

Coro e Orchestra del Teatro dell'Opera di Roma, Tullio Serafin

Giacomo Puccini/Giovacchino Forzano: Gianni Schicchi

Gianni Schicchi - Tito Gobbi
Lauretta - Victoria de los Ángeles
Zita detta La vecchia - Anna Maria Canali
Rinuccio - Carlo del Monte
Gherardo - Adelio Zagonara
Nella - Lidia Marimpietri
Gherardino - Claudio Cornoldi
Betto di Signa - Saturno Meletti
Simone - Paolo Montarsolo
Marco - Fernando Valentini
La Ciesca - Giuliana Raymondi
Maestro Spinelloccio - Alfredo Mariotti
Messer Amantio Di Nicolao - Alfredo Mariotti
Pinellino - Virgilio Stoco
Guccio - Paolo Caroli

Orchestra del Teatro dell'Opera di Roma, Gabriele Santini

Ob es sich hier um eine geplante Gesamtaufnahme oder nachträgliche Kompilation handelt, weiß ich nicht. Zwar spielt bei allen drei Aufnahmen das selbe Orchester, aber unter drei verschiedenen Dirigenten; zudem sind die ersten beiden Teile Mono, der Schicchi eine Stereoaufnahme. Andererseits scheinen die drei Aufnahmen nur zusammen erhältlich. Verbindendes Element sind die beiden Sänger Tito Gobbi und Victoria de los Ángeles, die in jeweils zwei Teilen eine Hauptrolle haben. Sie sind auch der Grund, warum das bisher mein Lieblings-trittico ist. Insbesondere Gobbis Michele ist für mich unerreicht. Als einzigen Nachteil neben der nicht idealen Tonqualität empfinde ich den Umstand, dass die von Puccini geforderten Hintergrundgeräusche in Il tabarro wie Schiffssirenen, Autohupen oder Glockenläuten hier komplett weggelassen wurden.

Gruß Amonasro :hello
Cetay (inaktiv) (15.12.2018, 11:15):
lieber Cetay,

begeisterst mich / uns noch für die Ansermet-Aufnahme. Wie fandest Du sie? Eigentlich sind OSR & Ansermet für meinen Geschmack immer eine sichere Bank. Beim Antar, könnt' ich mir auch gut vorstellen, mit "nur" 2 Einspielungen gut leben zu können. Falls Du sagst: "Diese (Ansermet) oder keine!", wär' ich jedoch schnell wieder in Versuchung (zumal sie sicher auch noch auf Vinyl aufzutreiben ist)...

Gruß, Sfantu
Ich bin nicht gerade ein verlässlicher Richter für diese Musik, wenn ich also die Aufnahme ganz vorzüglich beurteile, sollten die Alarmglocken läuten. Hier gibt es keinen spätromantischen Überschwang und wer die viel beschworene russische Seele sucht oder gar hochemotionales Feuer, wird hier nicht viel finden. Und das finde ich gut. Ich sage nicht: die oder keine, sondern: wenn eine, dann die.
agravain (16.12.2018, 14:46):
Hier lief diese Version von Bachs D-Dur „Magnificat“ BWV 243:



Danach nun George Templeton Strongs symphonische Dichtung „Le Roi Arthur“. Leider verwehrt mir seit geraumer Zeit chronischer Zeitmangel, einen schon länger im Hirn herumspukenden Text zum „Arthurischen“ in der Musik zu schreiben. Aber wer weiß, was das kommende Jahr so bringt. An den sich hier herumtreibenden Adriano jedenfalls besten Dank für die Einspielung dieses höchst interessanten Werkes.
Cetay (inaktiv) (16.12.2018, 18:08):

John Cage; Variations I-III
Motion Ensemble

Um 1960 herum entstanden, gehören die Variations zu Cage's avantgardistischten "Kompositionen" überhaupt. Getrieben von dem Ziel, Musik zu schaffen, die völlig Indeterminiert ist, legte Cage in der Partitur lediglich Regeln fest, wie mit Hilfe von Zufallsoperationen durch die Ausführenden selbst eine graphische Partitur zu erstellen ist. Auch für das Lesen der graphischen Partitur gibt es nur einen losen Satz von Hinweisen; die Interpreten sind hier weitgehend frei, Regeln und Beschränkungen festzulegen, nach denen sie die Aufführungspartitur schaffen. (Da drängt sich die Frage auf, warum man sich als Ausführende die Mühe machen soll, das alles zu erarbeiten und dann einzustudieren, statt gleich frei zu improvisieren. Die Antwort ist simpel: Im ersten Fall spielt man nach Partitur, im zweiten Fall improvisiert man.)

Das Motion-Ensemble hat einen interessanten Plan für die Realisierungen gewählt. Die Variation I wird auf konventionellen Instrumenten (Trompete, Geige, Schlagwerk, Klarinette, Kontrabass, Horn, präpariertes Klavier) gespielt, Variation II nutzt präparierte und elektrisch verstärkte Instrumente (Violine, Schlagwerk, Kontrabass) und Nr. 3 ist auf rein elektronischem Wege realisiert.
Zeitgleich mit der Variation II wird von einer Sprecherin die Lecture on Nothing vorgetragen. Dieses Stück (in der Version für Sprecher und Cello) hat in mir vor rund 30 Jahren die Liebe zur Neuen Musik entfacht.
Ich höre gerade diese zu den unverzichtbarsten unter den Unverzichtbaren gehörende Scheibe und zitiere dem Prinzip der maximalen Faulheit folgend einen Uralt-Kommentar, weil der heute noch genau so gilt, ausser, dass man aus der 30 bald eine 40 machen kann.
:ignore
Adriano (16.12.2018, 18:22):
Danke sehr, Agravain
Wie Du siehst, treibe ich mich heute mal hier herum :-)
Diese Templeton Strong-CD gehört zu meinen Lieblings-CDs. Schade, dass ich damals diese Serie nicht weitermachen durfte...
agravain (16.12.2018, 19:24):
Schade, dass ich damals diese Serie nicht weitermachen durfte...
Das ist in der Tat schade, denn auch „Sintram“ und „Ondine“ waren für mich schöne Entdeckungen. Gern würde ich mal „The Haunted Mill“ oder auch „The Trumpeter“ hören...

Hier nun Jahreszeigemäßes:



Gerald Finzi:
Magnificat op. 36
In terra pax op. 39

Norma Burrows, John Shirley Quirk
The Richard Hickox Singers
City of London Sinfonia
Richard Hickox
Cetay (inaktiv) (16.12.2018, 19:34):

If I was on a desert island and I could only have one Respighi work, assuming I would have a CD player etc and electricity to play it, I would choose Metamorfoseon
Grund genug, das mal (wieder) zu goutieren. Welche Einspielung ist zu empfehlen?
Adriano (16.12.2018, 19:34):
Apropos "Mill", hat Templeton Strong 1883 den zweiten Satz von Raffs Streichquartett No.7 für Orchester bearbeitet. Der Titel "Die Mühle"...
Adriano (16.12.2018, 20:07):
@Cetay
Von "Metamorfoseon, Modi XII" gibt es gute Einspielungen von Edward Downes, Geoffrey Simon (beide Chandos), Geog Hansen (MDG) und John Neschling (BIS). Für mich ist die erste die beste, aber das ist nur eine persönliche Meinung.
Cetay (inaktiv) (16.12.2018, 20:29):

Ottorino Respighi; Metamorphoseon modi XII, P. 169
Philharmonia Orchestra, Geoffrey Simon
agravain (16.12.2018, 20:53):
Ottorino Respighi; Metamorphoseon modi XII, P. 169
Ich habe das Werk seit mindestens einem Äon nicht mehr gehört und folge darum nun der Anregung. Auf meinem kleinen CD-Regal steht nur diese Aufnahme. Klanglich IMHO ein ziemliches Fest.
Amonasro (16.12.2018, 20:53):
Ich kenne López-Cobos (Telarc) und La Vecchia (Brilliant). López-Cobos' flottere Tempi ziehe ich klar vor. La Vecchia (36 Minuten) klingt mir zu zerdehnt.

Gruß Amonasro :hello
tapeesa (17.12.2018, 21:11):
Arnold Schönberg (1874-1951): Pélleas und Melisande, poema sinfonico op.5 (1903) --

Sinfonie-Orchester des Südwestfunks Baden-Baden
Dirigent: Bruno Maderna

(keine CD-Aufnahme gefunden)
______________________________________

Habe in mehrere Aufführungen der sinfonischen Dichtung hinein gehört - unter der Dirigentenschaft von Bruno Maderna spricht es mich am meisten an.
Irgendwann kriege ich dann vielleicht auch mal hin, präziser zu benennen warum, von musiktheoretischen Aspekten und konkreteren Dingen her.

Etwas Paukenartiges (?) - in der 8. Minute finde ich richtig gut.
Amonasro (18.12.2018, 21:34):

Antonín Dvořák: Cellokonzert h-Moll op. 104

Mischa Maisky
Berliner Philharmoniker, Zubin Mehta

Robert Schumann: Cellokonzert a-Moll op. 129

Mischa Maisky
Orpheus Chamber Orchestra

Gruß Amonasro
Amonasro (19.12.2018, 22:42):


Heitor Villa-Lobos:

Choros Nr. 11

Cristina Ortiz (Klavier)
São Paulo Symphony Orchestra, John Neschling

Choros Nr. 5 "Alma brasileira"

Cristina Ortiz (Klavier)

Choros Nr. 7 "Settimino"

Bülent Evcil (Flöte), Arcádio Minczuk (Oboe), Sérgio Burgani (Klarinette), Nailor Azevedo 'Proveta' (Altsaxophon), José Arion Linarez (Fagott), Cláudio Cruz (Violine), Alceu Reis (Violoncello), Armando Yamada (Tamtam)

Gruß Amonasro
Amonasro (20.12.2018, 17:49):


Vincenzo Bellini/Carlo Pepoli: I puritani

Elvira Valton - Montserrat Caballé
Lord Arturo Talbo - Alfredo Kraus
Sir Riccardo Forth - Matteo Manuguerra
Enrichetta di Francia - Julia Hamari
Sir Giorgio Valton - Agostino Ferrin
Lord Gualtiero Valton - Stefan Elenkov
Sir Bruno Roberton - Dennis O'Neill

Ambrosian Opera Chorus
Philharmonia Orchestra, Riccardo Muti

Mein Favorit ist zwar die Sutherland/Pavarotti-Aufnahme, aber Caballés berückendes O rendetemi la speme ist schon sehr beeindruckend.

Gruß Amonasro
tapeesa (21.12.2018, 01:43):



daraus

12
P. I. Tchaikovsky
Hymn of the cherubim (excerpt)

gespielt von:
The USSR Ministry of Culture Chamber Choir
tapeesa (21.12.2018, 02:09):
Langsam werde ich fündig.





Sofia Gubaidulina -
Canticle of the Sun


1
Gubaidulina: The Lyre Of Orpheus (Live)
von Gidon Kremer & Marta Sudraba & Kremerata Baltica

2
Gubaidulina: The Canticle Of The Sun - Glorification Of The Creator, And His Creations: The Sun And The Moon (Live)
von Nicolas Altstaedt & Andrei Pushkarev & Rihards Zaļupe & Rostislav Krimer & Māris Sirmais & Chamber Choir Kamēr...

3
Gubaidulina: The Canticle Of The Sun - Glorification Of The Creator, The Maker Of The Four Elements: Air, Water, Fire And Earth (Live)
von Nicolas Altstaedt & Andrei Pushkarev & Rihards Zaļupe & Rostislav Krimer & Māris Sirmais & Chamber Choir Kamēr...

4
Gubaidulina: The Canticle Of The Sun - Glorification Of Life (Live)
von Nicolas Altstaedt & Andrei Pushkarev & Rihards Zaļupe & Rostislav Krimer & Māris Sirmais & Chamber Choir Kamēr...

5
Gubaidulina: The Canticle Of The Sun - Glorification Of Death (Live)
von Nicolas Altstaedt & Andrei Pushkarev & Rihards Zaļupe & Rostislav Krimer & Māris Sirmais & Chamber Choir Kamēr...
Adriano (21.12.2018, 16:46):
Ups, hatte die Einspielungen von "Metamorfoseon" mit López-Cobos und Francesco La Vecchia vergessen. Danke, agravain :-)
Die erste ist hervorragend, ausser in einigen Variationen, wo der Maestro eindeutig zu schnelle Tempi braucht.
Adriano (21.12.2018, 16:50):
Zu Schönbergs "Pelléas": Hör Dir mal die Aufnahme Karajans an, die ist sensationell - und sinnlich, wie sie sein soll, also kein intellektuelles Gewürm. Ein Bogen übers ganze Werk - und was für ein Orchester! Das waren noch Zeiten!
Nicolas_Aine (21.12.2018, 22:51):
gerade fertig gehört:



daraus die 3. Symphonie d-moll

Martha Lipton
Women's Chorus of The Schola Contorum, Ross, Hugh
Boy's Choir of The Church of the Transfiguration, Garder, Stuart
Bernstein, Leonard; New York PO
1963


und jetzt:



die 5. Symphonie

Bruno Walter, New York PO
agravain (22.12.2018, 12:29):
gerade fertig gehört:



daraus die 3. Symphonie d-moll

Martha Lipton
Women's Chorus of The Schola Contorum, Ross, Hugh
Boy's Choir of The Church of the Transfiguration, Garder, Stuart
Bernstein, Leonard; New York PO
1963
Eine Aufnahme, zu der ich immer wieder gern zurückkehre - besonders, was den letzten Satz angeht. Viel inniger kann man das kaum musizieren, finde ich.

Hier:
agravain (22.12.2018, 14:03):
Oldie but - irgendwie auch - goldie:
Amadé (22.12.2018, 16:31):
jetzt mal wieder Schuricht:



Gruß Amadé
Maurice inaktiv (22.12.2018, 17:44):
agravain (22.12.2018, 19:04):
Hier eine weitere historische Aufnahme von Bachs „Magnificat“ - nun in der weihnachtlichen Es-Dur-Fassung mit Einlegesätzen.
tapeesa (22.12.2018, 21:24):

Pascal Dusapin
Quatuor Vl "Hinterland" & Quatuor Vll "OpenTime"

Arditti String Quartet
Orchestre Philharmonique de Radio France
Pascal Rophé
Cetay (inaktiv) (23.12.2018, 05:54):

Otorinno Respighi; Metamorphoseon modi XII
Sinfonieorchester Wuppertal, George Hanson

Endlich!! Wie oft wurde bei spätromantischen Orchesterwerken schon beteuert, dass der aufgeblähte Orchesterappart nur zur Differenzierung der Farben dient und hauptsächlich kammermusikalisch eingesetzt wird. Und wenn man es dann nachhört, dann wird halt doch Krach damit gemacht. Hier nicht! Und es kommt noch besser: Es handelt sich um ein formal strenges Variationenwerk; 12 Stück in allen Kirchentonarten und mit wechselnden Solisten. Man wird nicht mit Programmen belästigt oder, schlimmer noch, mit untergeschobenen biographischen, psychologischen oder philosophischen Deutungen oder, am Allerschlimmsten, mit zeitgeschichtlich-politischen Botschaften, die sich angeblich hinter den Noten verstecken. Hier gibt es ein Fest der Farben und Formen ohne Nebenwirkungen. Wer die Klangmagie der Römischen Trilogie schätzt, nicht aber die dort mitgelieferten Geschmacklosigkeiten, hört mal bei den Metamorphosen rein.
agravain (23.12.2018, 18:45):
Weiter geht es mit meiner Reise durch Aufnahmen des Bachschen „Magnificat“ älteren Baujahres.
Nun:
Adriano (24.12.2018, 09:25):
Bravo, agravain :-)
Durch diese tollen Bach-Einspielungen von Karl Münchinger und Karl Richter bin ich gross geworden und konnte Vieles lernen! Und was für tolle Sänger da mitmachten! Leider werden heute diese Aufnahmen von Fachidioten belächelt. Aber gut, dass es noch Musikliebhaber gibt, die mit dem Herzen hören. Es gibt zwei preisgünstige Reissue-Boxen, eine von newton (Münchinger) und die andere von DGG (Richter), wo die h-Moll-Messe und die beiden Passionen drin sind. Bei Richter kommen noch die Osterkantaten und bei Münchinger das Weihanchtsoratorium dazu.
agravain (24.12.2018, 10:20):
Leider werden heute diese Aufnahmen von Fachidioten belächelt.
Lieber Adriano,
wie schön, mal solch einen Kommentar zu lesen. Ich habe einfach viel Spaß an den besagten Aufnahmen und interessiere mich ohnedies für die Geschichte der Bach-Rezeption. Als eifriger Chorist habe ich Bachs Werke für Chor x-Mal „historisch informiert“ gesungen und mich umfangreich theoretisch mit „HiP“ beschäftigt. Dennoch freue mich aber auch an den alten Aufnahmen, weil sie mir (nicht immer, aber doch oft) freier vom Herzen weg musiziert erscheinen als manch eine historisierende und doch nur glatt-perfektionistisch und am Ende gänzlich seelenlos bleibende. Tatsächlich ist mir ersteres mittlerweile wesentlich wichtiger als vermeintliche Korrektheit. Und auf das Urteil von „Fachidioten“ gebe ich schon lange nichts mehr.

Drum nun auch weiter Älteres:



Anbei eine Besprechung zur Aufnahme, die ich vor längerer Zeit geschrieben habe.


Georg Friedrich Händel: Messiah HWV 56
Boult (1954) – Jennifer Vyvyan, Norma Procter, George Maran, Owen Brannigan, London Philharmonic Choir, London Philharmonic Orchestra

Während Boults zweite Aufnahme des Händel’schen „Messiah“ auch heute noch ausgesprochen populär ist, so ist seine erste Aufnahme doch historisch gesehen seine bedeutendere, markiert sie doch (wie auch die im selben Jahr entstandene Scherchen-Aufnahme) eine erste Abkehr von der älteren britischen Händel-Tradition, wie sie von Sir Malcolm Sargents und Sir Thomas Beecham vertreten wurde. Boult präsentierte zwar gestalterisch einen „Messiah“, wie man ihn sich auf den britischen Inseln traditionell wünschte, aber er wandte sich ab von Uminstrumentierungen, Arrangements und Kürzungen.

Auch aus heutiger Perspektive lässt sich ein Gutteil dieser Aufnahme gut hören, wobei es natürlich hilft, kein Purist zu sein. Im Jahre 1954 war es natürlich beim „Messiah“ – ähnlich wie im Falle der Bach’schen Passionen“ – vollkommen gängig, die Größe und die Würde, die das Werk ausstrahlt, durch üppige Besetzung und eine eher ruhige, vermeintlich „Bedeutung“ ausstrahlende Tempowahl zu verdeutlichen. Das ist hier nicht anders. Der London Philharmonic Choir ist ein satt besetztes Ensemble, im Klang ein echter „Volkschor“. Es ist ein voller und recht üppiger Chorklang, der dem Hörer hier entgegenflutet, wobei das Ensemble nie Gefahr läuft massiv und unbeweglich zu wirken. Boult lässt die Choristen selten so recht schmettern, er legt stattdessen viel mehr Wert auf leichte Artikulation, rhythmische Akkuratesse und Wohlklang im Piano (ganz wunderbar zurückhaltend, ja fast ehrfurchtsvoll das „Glory to God“). Oft sind es ja gerade jene Sechzehntelläufe („Ha shall purify“ oder „For unto us a child is born“), die anfällig für ein zuviel an Saft und Kraft. Hier nichts dergleichen. Erleichternd kommt für den Chor hinzu, dass Boults Tempi in den Chören nie wirklich rasant sind. Selten sind sie unerwartet zäh, beispielsweise bei „The Lord gave the word“ (das wie gegen die Musik musiziert wirkt) oder im ziemlich trägen „Their sound is gone out“. An sich jedoch schwingen Boults Tempi, alles fließt. Tatsächlich kommen mir die meisten Stücke freundlich beschwingt und enorm selbstverständlich vor, nie entsteht hier der Eindruck eines Zielens auf oberflächliche Darstellung der virtuosen Leistungsfähigkeit eines Ensembles (wie ich es bisweilen in jüngeren Aufnahmen wahrzunehmen glaube). Zudem ist Boult ist kein „Haudrauf“ wie Beecham, der die Feierlichkeit des Stückes mit reichlich Bummsfallera förmlich in die Zuhörer hineingeprügelt. Boult lässt – zumindest in den vielen Chorsätzen, dezent, aber voller Ausdruck und mit einer gewissen Lässigkeit, die man klischeehaft man vielleicht als „britisches Understatement“ beschreiben mag.

Zu den Solisten.

Von den Damen bin ich rundum angetan. So hat Jennifer Vyvyan eine kristallklare, flexible und doch auch warme und körpervolle Stimme, die m.E. für die Sopran-Partie im „Messiah“ fast schon idealtypisch ist. Mit strahlender Freude und schon fast hipper Leichtigkeit gestaltet sie die Koloraturen in „Rejoice greatly“, nimmt sich dann aber enorm eindrucksvoll zurück, wenn es – Boult reduziert hier deutlich das Tempo – heißt „he shall speak peace unto the heathens“. Ganz zart gestaltet sie dann gemeinsam mit Norma Proctor das „He shall feed his flock“, das „How beautiful are the feet“ bringt sie ungeheurer verinnerlicht und ihr „I know that my redeemer liveth“, für das sie einen kaum schlagbaren kindlich-gläubigen Ton parat hat, ist allein schon das Hören der gesamten Aufnahme Wert.

Auch Norma Procter gefällt mir ausgesprochen gut. Zunächst einmal freue ich mich darüber, dass sie ein „echter“ Alt ist, mit voller und warmer Stimme, die auch im tiefen Register – ganz ohne jedes Pressen - hervorragend klingt (z.B. „O thou that tellest“). Das gibt es m.E. gar nicht mehr so oft. Das von Boult ausgesprochen ruhig genommene „He was despised“ gestaltet sie liedhaft schlicht, ohne irgendwelchen interpretatorischen Schnickschnack, dafür voll von Mitgefühl und Wahrhaftigkeit. Das ist so eine überzeugende Leistung, dass ich ihre ab und an etwas spezielle Artikulation problemlos vergessen kann.

Die Gestaltung der Tenor-Partie obliegt dem amerikanischen Tenor George Maran. Bekanntermaßen bringt das Accompagnato „Comfort ye, my people“ die ersten gesungenen Töne im „Messiah“ und entsprechend hoch ist hier – so geht es mir zumindest – die Erwartungshaltung. Trotz des ziemlich langsamen Tempos, das Boult hier anschlägt, offenbaren sich unmittelbar Marans Qualitäten. Das ist eine ganz leichte, im Kopf angesiedelte, schwebende Stimme, die sich am besten im Piano und Pianissimo anhört (z.B. in „But thou didst not leave“). Wenn dann aber mehr Brust und Kraft hinzugegeben werden, dann gewinnt die Stimme nicht unbedingt an tenoraler Strahlkraft, sondern eher eine gewisse Härte („Ev’ry valley shall be exalted“). Leider geht damit dann keine zunehmende Entschlossenheit im Ausdruck einher, wie Marans Wiedergabe der Arie „Thou shalt break them“ deutlich zeigt. Während Boult und das London Philharmonic Orchestra, das überhaupt durchweg überzeugend musiziert, die ruppige Tonsprache der Arie, das Zerschlage und Zerbrechen so recht ausreizen, bleibt Maran zu blass, steif und kraftlos.

Bassist Owen Brannigan ist nach meinem Empfinden der ganz deutliche Schwachpunkt der Aufnahme. In seinem Falle frage ich mich immer, wie der Mann einst in Großbritannien eine solche Karriere machen konnte (Geraint Evans ist noch so ein Fall). Sicher, es herrschte ein anderes Sängerideal als heute. Aber trotzdem. Es muss wohl die Bühnenpräsenz gewesen sein. Was man heute per Tonträger – und eben auch hier - hören kann, ist eine nach meinem Dafürhalten unkultivierte, geradezu grobschlächtige Stimme, groß und dunkel zwar, aber enorm schlecht geführt und in der Färbung oft sehr nach ganz heißer Kartoffel klingend. Dazu gesellen sich ein Hang zu fettigem Pathos, artikulatorischen Manierismen und Schwächen in der Intonation (insbesondere bei Melismen). Und das bei der herrlichen Partie. Schade.

Insgesamt ist dies – ich lasse Brannigan einmal außen vor – eine durchaus hörenswerte Aufnahme, die nicht nur dokumentarischen Charakter hat. Interpretatorisch verändert Boult bis zu seiner 1960er Aufnahme nur wenig. Dort indes ist die Leistung des Solistenquartettes homogener, auch wenn ich Vyvyan und Procter den Damen Sutherland und Bumbry tatsächlich vorziehe. Deutlicher Pluspunkt der jüngeren Einspielung ist – da beißt die Maus keinen Faden ab – der dort exquisite Klang. Hier tönt es dann doch bisweilen etwas muffig.[\quote
palestrina (24.12.2018, 11:25):
Hallo lieber agravain, ich stelle dann mal das passende Cover ein ;)



LG palestrina

:engel Allen ein frohes besinnliches Weihnachtsfest! :engel
agravain (24.12.2018, 11:31):
Hallo lieber agravain, ich stelle dann mal das passende Cover ein ;)



LG palestrina

:engel Allen ein frohes besinnliches Weihnachtsfest! :engel
:thumbup:

Auch von meiner Seite: Frohes Fest allseits!
agravain (24.12.2018, 13:41):
Und nun:



Heinrich Schütz: Historia der freuden- und gnadenreichen Geburt Gottes und Marien Sohnes Jesu Christi SWV 435

Herta Flebbe, Hans Joachim Rotzsch, Hans-Olaf Hudemann
Westfälische Kantorei
Wilhelm Ehmann
Adriano (24.12.2018, 14:11):
Bach hat auch sehr sinnliche Musik geschrieben - und die klingt auf Darmseiten gespielt nicht immer sinnlich :-)

Zum Thema Sinnlichkeit in der Musik: Soeben habe ich in meinem Archiv gewühlt und eine fabelhafte, unübertroffene Supraphon-Aufnahme von 1965 gehört. Ich vermute, die gibt es noch nicht auf CD. Als ich damals meine LP-Sammlung verkaufte, habe ich etliche Platten digitalisiert (mit sehr guten Resultaten) - darunter auch diese "Psyché" dirigiert von Jean Fournet - einem der besten César Franck-Dirigenten seit eh und je. Also, falls Ihr sie nicht habt, kann ich meinen Transfer durch einen Link oder durch wetransfer verfügbar machen. Mann muss mich allerdings zuerst benachrichtigen oder durch die
E-Mail-Adresse, die auf der Titelseite meiner Homepage steht.
agravain (24.12.2018, 14:42):
eine fabelhafte, unübertroffene Supraphon-Aufnahme von 1965 gehört. Ich vermute, die gibt es noch nicht auf CD.
Doch, die gibt es auf CD, und zwar in dieser insgesamt sehr hörenswerten Kiste:
Adriano (24.12.2018, 15:03):
Ach ja, stimmt, die ist ziemlich neu, gell?. Danke. Doch behalte ich mir meinen privaten Transfer, denn so Boxen mag ich nur, wenn nur ein einziger Komponist drin vorkommt :-)
Natürlich mache ich Ausnahmen, wie z.B. bei Ansermet, Carl Schuricht und bei der Callas...
Bald wird ja meine Fritz-Brun-Box auf Brilliant Classics erscheinen :-)
agravain (24.12.2018, 21:08):
Hier:



Felix Mendelssohn-Bartholdy: Vom Himmel hoch

Für mich seine schönste Choralkantate.
agravain (25.12.2018, 08:51):
Festlich-traditionell in den Tag mit:



Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 - Kantate I: „Jauchzet, frohlocket“

Agnes Giebel, Marga Höffgen, Josef Traxel, Dietrich Fischer-Dieskau
Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Kurt Thomas
agravain (26.12.2018, 09:54):
In den Tag mit:



Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 - Kantate II: „Und es waren Hirten in derselben Gegend“

Gunthild Weber, Sieglinde Wagner, Helmut Krebs, Heinz Rehfuss
Berliner Motettenchor
RIAS Kammerchor
Berliner Philharmoniker
Fritz Lehmann
tapeesa (27.12.2018, 23:56):


Richard Strauß: Ariadne auf Naxos

daraus:

"Gibt es kein Hinüber?"

und "Es gibt ein Reich"

Jessye Norman


und dann vielleicht noch mehr.

Langsam kristallisiert sich heraus, welche Komponisten mir ein Stück näher sind, wo es mich immer wieder hinzieht.
Richard Strauß gehört auf jeden Fall dazu.

Elektra, war die erste Oper die ich "live" gesehen / gehört habe.

War damals ein riesiges Erlebnis für mich. Hat mich völlig gefangen genommen.
Adriano (28.12.2018, 11:17):
Ja ja, aber Strauss dann schon lieber mit einem etwas weniger langweiligen Dirigenten als Kurt Masur! Böhm und Solti machen dieses besonders wertvolle Stück richtig lebendig. Kürzlich (und endlich) ist die hervorragende Böhm-Einspielung am Bayerische Rundfunk von 1970 auf CD erschienen; das spürt man echte Theaterluft, auch wenn es "nur" ein Studioaufnahme ist!
palestrina (28.12.2018, 11:18):


Richard Strauß: Ariadne auf Naxos daraus:"Gibt es kein Hinüber?"und "Es gibt ein Reich"Jessye Norman
und dann vielleicht noch mehr.Langsam kristallisiert sich heraus, welche Komponisten mir ein Stück näher sind, wo es mich immer wieder hinzieht.
Richard Strauß gehört auf jeden Fall dazu.Elektra, war die erste Oper die ich "live" gesehen / gehört habe.War damals ein riesiges Erlebnis für mich. Hat mich völlig gefangen genommen.
Lieber tapeesa, du meinst doch hoffentlich Richard Strauss! ;)

LG palestrina
agravain (28.12.2018, 12:10):
Hier GM mit MTT:



Ich mag „meine“ Mahler 9 ja sowohl in fließender (wie bspw. bei Neumann aus Leipzig oder Ančerl) als auch in weit ausholender Lesart (Sinopoli aus Dresden). MTTs Darstellung gehört in die zweite Kategorie. Sie lässt sich viel Zeit, ist ausgesprochen klangschön und durchweg bestens „gestylt“. Viel Außenwirkung, aber zu wenig Potenzial, um an letzte Dinge rühren zu können.
Nicolas_Aine (28.12.2018, 20:41):


daraus die Kreutzer Sonate. :times10
agravain (29.12.2018, 10:51):
Hier:



Anton Bruckner: Symphonie Nr. 8 c-Moll WAB 108

Chicago Symphony Orchestra
Daniel Barenboim

Gar nicht übel.
agravain (29.12.2018, 13:56):
Und nun die älteste vollständige Aufnahme von Bachs „Magnificat“ BWV 243 aus dem Jahre 1944.



Erika Rokyta, Lore Fischer, Heinz Marten, Josef Greindl
Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Günther Ramin
tapeesa (29.12.2018, 15:04):
Lieber tapeesa, du meinst doch hoffentlich Richard Strauss!

liebe tapeesa - wenn wir dann schon ganz genau sind - zum Manne bin ich noch nicht mutiert - ;)

Da ich überall Richard Strauß geschrieben habe, nehme ich an, du meinst das "ß" -
danke für den Hinweis (war da dann etwas "schlampig" unterwegs).
______________________________________________________________________________


Ja ja, aber Strauss dann schon lieber mit einem etwas weniger langweiligen Dirigenten als Kurt Masur!

Habe deine Sicht (Kurt Masur - Langeweile - Bruno Maderna - intellektuelles Gewürm) und deine Empfehlungen zur Kenntnis genommen! Sowie teils reingehört.

Persönlich finde ich Langeweile und Intellektualität haben aber auch ihren ganz eigenen Reiz.

___________________________________________________

Ich glaube, ich lasse erstmal sacken -

euch allen einen guten Jahreswechsel!
Sfantu (30.12.2018, 00:03):
Es hat ein knappes Dutzend Hörsitzungen gebraucht, bis Samuel Barbers Klavierkonzert sich dergestalt bei mir ins Gedächtnis & ins Gemüt gespielt hat, daß ich dazu etwas schreiben kann. Zwar waren das nicht meine ersten Begegnungen mit diesem Werk, wohl aber die ersten, die weiter unter die Oberfläche gingen.

Was könnte der Grund dafür sein?
Sperrigkeit etwa? Nicht, wenn ich es genau betrachte: zwar ist es arg zerklüftet in seiner Anlage, besonders der Kopfsatz. Es mangelt andererseits aber auch nicht an einschmeichelnden Themen. Was mich am Ende fasziniert, ist die Vielgestaltigkeit, das immer neu auftretende Überraschungsmoment & der klangliche Thrill: virtuoses Feuerwerk, jedoch nie im Übermaß. Kompositorische Volten & Hakenschläge, die ständig aufrütteln. Alles aber in klugem Maße, in sicher abgerundeten Proportionen. Sollte ich ein Attribut exemplarisch herausstreichen, so hieße dies: geheimnisvoll

Stellvertretend hierfür 3 Details:

Im ersten Satz wird das betriebsame Geschehen wiederholt unvermittelt unterbrochen: ein schneidender Ton im gestopften Blech, begleitet von Streicher-Tremoli, sogleich wieder decrescendierend. Das Ganze vermittelt sich als eine Art Einspruch, ein warnendes "Aaaaaber...!" "Man" nimmt es unwillkürlich als bedrohlich wahr. Weshalb? Weil es tatsächlich natürlicherweise als bedrohlich wahrgenommen werden muss? Oder, weil es hundertfach so oder ähnlich in entsprechenden Kontexten gehört & somit zu einer Chiffre für Bedrohliches wurde (also "gelerntes Verhalten" im psychologischen Sinne)? Wie auch immer - bei mir erzeugen diese Stellen eine fast unwiderstehliche Spannung & Faszination.

Der gesamte langsame Satz hat etwas Rätselhaftes, auch hier schwingt für mich etwas Geheimnisvolles in praktisch jedem Takt mit. Das Eingangsthema wird quasi durch sich selbst zeitversetzt begleitet - ein ungemein wirkungsvoller Kunstgriff. Holzbläser-Soli bringen feine lyrische Farben mit hinein.

Das Finale ist von Beginn an von motorischer Betriebsamkeit geprägt. Das toccatenhafte Hauptmotiv domoniert letztendlich das gesamte Geschehen. & doch: das zweite Thema in deutlich ruhigerem Zeitmaß wird rhythmisch vom Xylophon solistisch angekündigt - aufs Neue verblüffend, Spannung erzeugend & ja, auch hier, ungemein geheimnisvoll.

Kann sein, daß nur mir es so geht. Jedenfalls sorgt Barber mit diesen Schlüsselstellen dafür, daß ich stetig unter Spannung bleibe.
Sfantu (30.12.2018, 00:11):

Samuel Barber - Konzert für Klavier & Orchester op. 38

John Browning, Saint Louis Symphony Orchestra - Leonard Slatkin
(CD, RCA, 1991)

Allegro appassionato 14'24
Canzone. Moderato 7'54
Allegro molto 6'41
Sfantu (30.12.2018, 00:17):

Samuel Barber - Konzert für Klavier & Orchester op. 38

John Browning, The Cleveland Orchestra - George Szell
(LP, CBS, 1964)

Allegro appassionato 12'50
Canzone. Moderato 7'04
Allegro molto 5'47
Sfantu (30.12.2018, 00:34):
Beide Einspielungen ergänzen sich aufs Beste:

Browning war auch der Uraufführungs-Solist, hat somit sicher eine besondere Beziehung zum Werk.

In der älteren Aufnahme ist das Klangbild eine Nuance natürlicher. Obwohl hier etwas mehr Zug nach vorn herrscht (siehe die Spielzeiten), wirkt es zu keiner Zeit verhetzt). Browning geht hier volles Risiko, man höre nur in die Kadenz im ersten Satz hinein: da wird durch die wilden Akkord-Ketten gewütet, daß es einem den Atem raubt. Über Kopfhörer ist sogar das Stöhnen & Schnauben des Solisten im Stile Glenn Goulds oder Keith Jarrets wahrnehmbar.

Die knapp 30 Jahre jüngere Version zeigt Browning eine Spur beherrschter, kalkulierter. Mit Slatkin an seiner Seite ist eine geradezu cineastisch breite Orchester-Dynamik garantiert, die dem Werk gut zu Gesichte steht. Packender als bei Szell das erwähnte jähe Dazwischenfahren, die bedrohlichen, warnenden Akkorde im ersten Satz.

Das Stück hat das Zeug zu einem Favoriten bei mir.
agravain (30.12.2018, 10:13):
Ich beginne heute mit einem „Schlager“:



Frédéric Chopin: Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll op. 11

Krystian Zimerman
Polish Festival Orchestras
agravain (30.12.2018, 11:05):
Und nun auf mehrfache Empfehlung Adrianos hin:



Reinhold Glière: Symphonie Nr. 3 h-Moll op. 42 „Ilja Muromets“

Orchester der Wiener Staatsoper
Hermann Scherchen

Bei mir als Download.
Adriano (30.12.2018, 12:03):
Ja, auch Naxos bietet diese Aufnahme als Download dar. Habe mir jedoch eine eigene Digitalisierung ab Original-LPs gemacht, die sehr gut gelungen ist und etwas weniger ausgefiltert klingt :-)
Sfantu (30.12.2018, 18:50):
Jetzt kram' auch ich mal wieder den ukrainischen Superhero Ilja Murometz heraus.
Auf CD habe ich die alte Naxos-Version (ursprünglich Marco Polo) mit Donald Johanos.


Reinhold Glière - Sinfonie Nr. 3 h-moll op. 42 "Ïlja Murometz"

Symphonický Orchestr Československo Rozhlásu, Bratislava - Donald Johanos
(CD, Naxos, 1991)

Die wandrenden Pilger. Ilja Murometz & Svjatogor 21'42
Solovej, der Räuber 21'41
Bei Vladimir dem Großen 6'50
Kriegstaten & Steinwerdung des Ilja Murometz 25'05

Die Slowaken schlagen sich mehr als nur tapfer - mir gefällt die Scheibe nicht schlecht. Zwar verwöhnt die Aufnahme das Ohr nicht gerade mit audiophilen Freuden. Aber mit der Zeit gehtä s in Ordnung...

Die von Adriano ungeliebte Farberman-Doppel-LP ist der einzige andere "Ilja"in meiner Sammlung. Mein letztes Mal liegt Jahre zurück - ich bin gespannt auf das Vergleichshören. Allerdings: diesen Brocken 2x am selben Tag? (Für mich) unmöglich. Das spar'ich mir wohl für den Berchtoldstag auf.

Übrigens tradiert auch das Naxos-Booklet den Unsinn von Glières belgischer Abstammung. Als er im Jahre 1900 die Schreibweise seines Familiennamens Glier (sein Vater war aus Sachsen eingewandert} offiziell ins Kyrillische ändern ließ, war der pseudofranzösische Akzent entweder Ergebnis der Transkription oder aber Glier / Glière half ein wenig nach - französich war damals nicht nur, aber besonders im Zarenreich extrem chic. Der kleine "Unfall" oder Trick kam also fast einer Nobilitierung gleich.
agravain (30.12.2018, 19:05):
Und nun auf mehrfache Empfehlung Adrianos hin:



Reinhold Glière: Symphonie Nr. 3 h-Moll op. 42 „Ilja Muromets“

Orchester der Wiener Staatsoper
Hermann Scherchen

Was soll ich sagen: Die hat mir wirklich gut gefallen!

Aber...

Die von Adriano ungeliebte Farberman-Doppel-LP
... finde ich nach wie vor auf ihre eigene Art und Weise doch faszinierend. Wild-wuchernd, mäandernd einen düsteren Mythos erzählend, eher spontan als strukturiert. Kommt man von Scherchen her, dann kann ich mir gut vorstellen, dass das, was Farberman (ich wusste gar nicht, dass er im November verstorben ist) hier macht, etwas fad schmeckt. Im Moment genieße ich den Luxus, beide Herangehensweisen interessant finden zu können. Wie sich das auf längere Zeit entwickeln wird? Wer weiß. Downes, der ebenfalls im Regal steht, hat in meinen Ohren ein wenig etwas von der Normalnull.

Weiter geht es hier mit:
agravain (31.12.2018, 11:19):
Der letzte Tag dieses Jahres gehört bei mir natürlich Edward Elgar.
Ich beginne mit:



Variations on an Original Theme („Enigma“), op. 36

Royal Philharmonic Orchestra
Sir Yehudi Menuhin