Johann Sebastian Bach: Geistliche Kantaten BWV 9, 97 & 177 Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki
Das neue Jahr beginnt wie das alte ausgekungen ist. Der Bach, der Meer heißen müsste, wird ein Schwerpunkt, soviel steht fest.
Cetay (inaktiv) (01.01.2020, 14:19): Überredet:
Ludwig van Beethoven; Klaviersonate No. 29 B-Dur, Op. 106, "Hammerklavier" Glenn Gould
Werther (01.01.2020, 14:33): Überredet:
Ludwig van Beethoven; Klaviersonate No. 29 B-Dur, Op. 106, "Hammerklavier" Glenn Gould :D Wenn Du's für Schrott hältst, darfst Du das sagen - ich nehm's nicht persönlich. ;) Es ist nun mal sehr eigenwillig. Gould halt.
Amonasro (02.01.2020, 12:05): Allen ein frohes neues Jahr!
Richard Wagner: Der fliegende Holländer
Der Holländer - George London Senta - Leonie Rysanek Daland - Giorgio Tozzi Erik - Karl Liebl Mary - Rosalind Elias Der Steuermann - Richard Lewis
Orchestra and Chorus of the Royal Opera House Covent Garden, Antal Doráti
Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (02.01.2020, 13:21):
Johann Wenzel Kalliwoda : Sinfonien Nr.2 & 4 : Die Kölner Akademie , Michael Alexander Willems
Angeregt durch den Thread mit "Zeitgenossen Beethovens" heute mal Kalliwoda. Der hat durchaus einen Bezug zu Beethoven, was zumindest ich bei den Sinfonien hier und da so empfunden habe. Der in Prag geborene Komponist hat aber die meiste Zeit in Donaueschingen lebte (1822-1866), und dort bei Fürst Karl Egon II angestellt war.
Maurice inaktiv (02.01.2020, 13:57): Hier nun die beiden Sinfonien Carl Maria von Webers, dazwischen mit dem Konzertstück,op.79
Es spielen The London Classical Players , Roger Norrington (hier war er noch kein "Sir) + Melvin Tan (Fortepiano)
Diese CD gibt es für wenige Cent auf dem Amazon-Marktplatz zu erwerben. EIne gute Investition, denn Norrinton ist dafür der ideale Interpret.
tapeesa (02.01.2020, 17:51): Meine erste nähere Begegnung mit Wagner. Spannend zum neuen Jahr. aber auch hoch ambivalent. Hätte ich nicht erwartet. Aber passt bei genauerer Betrachtung. Wird tiefere Auseinandersetzung brauchen, schon von der Geschichte her:
Richard Wagner - Der fliegende Holländer Arnold van Mill, Jean Cox, George London, Astrid Varnay, Elisabeth Schärtel Orchester der Bayreuther Festspiele, Joseph Keilberth
Marcie (02.01.2020, 20:50):
Amonasro (02.01.2020, 23:58): Meine erste nähere Begegnung mit Wagner. Spannend zum neuen Jahr. aber auch hoch ambivalent. Hätte ich nicht erwartet. Aber passt bei genauerer Betrachtung. Wird tiefere Auseinandersetzung brauchen, schon von der Geschichte her - Ambivalent beschreibt auch mein Verhältnis zu der Oper. Mit der Handlung habe ich so meine Probleme: Dass Senta so besessen davon ist, einen ihr völlig unbekannten Verfluchten, den sie nur aus einer Ballade kennt, zu erlösen - selbst wenn sie dafür sterben muss - finde ich sehr irritierend. Die Musik mag ich dagegen sehr, ganz besonders das Duett "Wie aus der Ferne längst vergang'ner Zeiten" mit seinem geheimnisvollen Beginn und kontinuierlichen Steigerung.
Gruß Amonasro :hello
Cetay (inaktiv) (03.01.2020, 00:45):
Ludwig van Beethoven; Violinkonzert op. 61, arr. für Klarinette v. Mikhail Pletnev Michael Collins, Russian National Orchestra, Mikhail Pletnev
Dieses Experiment ist an sich nicht schlecht gemacht, aber in dieser Einspielung wirkt die anachronistisch breite Orchesterbegleitung, die sämtliche Erkenntnisse und Entwicklungen der letzten 50 Jahre ignoriert, schon arg grenzwertig. Thielemann hätte das kaum schlimmer hinbekommen. Zu Beginn des langsamen Satzes wähnte ich mich beim Orchesterzwischenspiel im Doktor Schiwago Film und mußte aufgeben.
Werther (03.01.2020, 01:23): Zu Beginn des langsamen Satzes wähnte ich mich beim Orchesterzwischenspiel im Doktor Schiwago Film und mußte aufgeben. Muss gerade echt schmunzeln, weil mir beim Hören dieser Version speziell bei den Orchesterpassagen des Kopfsatzes oft der breite Fluss der Wolga vor Augen steht.
Das ist in der Tat ein "russischer" Beethoven, der vor allem die melancholische Seite des Stückes ausleuchtet. Es klingt beinahe wie Tschaikowsky, und ich vermute, der ist Dir zu sentimental und eher nicht so Deins.
Nun, ich bekenne mich schuldig - ich mag diese Version. Was sicher auch daran liegt, dass mir die Klarinette als Soloinstrument lieber ist als die Violine.
Die auf der CD ebenfalls enthaltene Version des Mozartschen Klarinettenkonzerts - das ich sehr mag - finde ich übrigens auch nicht schlecht, wenngleich man hier wohl letztlich dieselben Einwände haben kann wie beim Beethoven-Konzert.
tapeesa (03.01.2020, 17:13): Mit der Handlung habe ich so meine Probleme: Dass Senta so besessen davon ist, einen ihr völlig unbekannten Verfluchten, den sie nur aus einer Ballade kennt, zu erlösen - selbst wenn sie dafür sterben muss - finde ich sehr irritierend. Geht es dir nur darum, dass es ein völlig Unbekannter ist?
Weil mich irritiert dieses Motiv - Frau erlöst Mann durch ihren Tod, egal ob bekannt oder unbekannt - generell. Zucke manchmal schon zusammen, wenn ich eine Inhaltsbeschreibung einer Oper lese und eine Variation davon auftaucht.
Liebe über den Tod hinaus - okay - ich weiß nicht, ob es das symbolisiert - in der Orpheus-Sage will der Mann erlösen.
Ich beiße mir da etwas die Zähne dran aus - hatte das bisher als archetypisches Motiv gedeutet - (Wenn ich ganz missgelaunt war, habe ich es schlicht als Männerphantasie abgetan, aber ich denke, dass das Ganze doch komplexer ist :S )
Gruß, tapeesa,
tapeesa (03.01.2020, 17:18): Ruth Laredo plays RachmaninoffThe Complete Music for Solo Piano
Amazon-Kurzbeschreibung: CD1 Morceaux de fantaisie op. 3, Morceaux de salon op. 10, Moments musicaux op. 16 CD2 Variationen über ein Thema von Chopin op. 22, Klaviertranskriptionen von Werken von Bach, Bizet, Rimsky-Korsakov, Schubert u.a. CD3 Klaviersonate Nr. 1 in d-moll op. 28 und Nr. 2 in b-moll op. 36, Variationen über ein Thema von Corelli op. 42 CD4 10 Preludien op. 23, 13 Preludien op. 32 CD5 Études-tableaux op. 33 und op. 39, Preludium in d-moll op. posth. und Klaviertranskriptionen Lilacs op. 21/5, Daisies op. 38/3 u.a.
Cetay (inaktiv) (04.01.2020, 02:43):
Johann Sebastian Bach; Sonate g-Moll für Solovioline BWV 1001 (Arrangement & Transkription für Laute) Hopkinson Smith
Cetay (inaktiv) (04.01.2020, 03:01):
Johann Sebastian Bach; Sonate g-Moll BWV 1001 für Solovioline Ingrid Matthews
tapeesa (04.01.2020, 10:52): Edmund Rubbra, Ralph Vaughan Williams - Rune of Hospitality Mark Chambers, counter-tenor, David Mason, piano The Caractacus String Quartet
Wagner - Overtures & Preludes Karl Böhm, Rafael Kubelik, Eugen Jochum, u. v. a.
tapeesa (04.01.2020, 16:29): l Giardino Corrupto - 17th-Century German Chamber MusicLa Luna, Ensemble for 17th Century Music Ingrid Matthews, Emily Walhout, Byron Schenkman, Scott Metcalfe
Amonasro (04.01.2020, 16:46): Geht es dir nur darum, dass es ein völlig Unbekannter ist?
Weil mich irritiert dieses Motiv - Frau erlöst Mann durch ihren Tod, egal ob bekannt oder unbekannt - generell. Zucke manchmal schon zusammen, wenn ich eine Inhaltsbeschreibung einer Oper lese und eine Variation davon auftaucht. Das geht mir ähnlich, dieses Motiv taucht wirklich in vielen Opern auf (und insbesondere bei Wagner). In dieser Oper stoße ich mich aber besonders daran, denn Senta scheint ja von Anfang an - also bevor sie ihm erstmals begegnet - nur daran zu denken, den Holländer zu erlösen, es scheint fast ihr ganzer Lebensinhalt zu sein. Dazu kommt, dass sie von ihrem Vater wie eine Ware an den Holländer verkauft wird und daran überhaupt keinen Anstoß nimmt.
Bei mir geht es heute mit dieser Aufnahme weiter:
Richard Wagner: Der fliegende Holländer
Der Holländer - Dietrich Fischer-Dieskau Senta - Marianne Schech Daland - Gottlob Frick Erik - Rudolf Schock Mary - Sieglinde Wagner Der Steuermann - Fritz Wunderlich
Chor der Deutschen Staatsoper Berlin Staatskapelle Berlin, Franz Konwitschny
Insgesamt ziehe ich die dramatischere Dorati-Aufnahme mit den klangschöneren Stimmen von London und Rysanek vor, in der Konwitschny-Aufnahme wird dafür deutlich textverständlicher gesungen.
Gruß Amonasro :hello
Werther (04.01.2020, 22:29): Geht es dir nur darum, dass es ein völlig Unbekannter ist?
Weil mich irritiert dieses Motiv - Frau erlöst Mann durch ihren Tod, egal ob bekannt oder unbekannt - generell. Zucke manchmal schon zusammen, wenn ich eine Inhaltsbeschreibung einer Oper lese und eine Variation davon auftaucht. Das geht mir ähnlich, dieses Motiv taucht wirklich in vielen Opern auf (und insbesondere bei Wagner). In dieser Oper stoße ich mich aber besonders daran, denn Senta scheint ja von Anfang an - also bevor sie ihm erstmals begegnet - nur daran zu denken, den Holländer zu erlösen, es scheint fast ihr ganzer Lebensinhalt zu sein. Dazu kommt, dass sie von ihrem Vater wie eine Ware an den Holländer verkauft wird und daran überhaupt keinen Anstoß nimmt.
Naja. :-) Wenn wir anfangen, nach der inneren Logik oder der politischen Korrektheit von Opern-Stoffen zu fragen, dann haben wir ein Schlachtfest. Und zwar ein großes. ;)
Die Komponisten haben ihre Stoffe doch anhand der Frage ausgewählt, inwieweit sie sich gut musikdramatisch umsetzen ließen. Es ist in erster Linie Musiktheater. Da steckt nicht immer die große überzeitliche Botschaft dahinter, und so sollte man das m.E. auch verstehen.
Der Holländer ist eine schöne Oper. Und ob Sentas Arie so schön geworden wäre, wenn sie von ihrer Selbstverwirklichung, ihrer beruflichen Karriere, ihrem Verzicht auf Ehe und Kinder, ihrem Selbstfindungstrip zum Dalai Lama oder ihrem Engagement für Not leidende Katzen gesungen hätte?
Ich glaub, es wär ein fades Stück Musik geworden. Seien wir froh, dass Wagner was anderes geschrieben hat und freuen wir uns an der Musik.
Nichts für ungut. :-)
LG, Werther
tapeesa (05.01.2020, 17:16): dieses Motiv taucht wirklich in vielen Opern auf (und insbesondere bei Wagner). Bei dem Versuch besser zu verstehen, wie es auch zu dem, von dir Benannten kommt -bin ich heute auf die Unterscheidung "Liebestod" und "Liebesverklärung" gestoßen. (am Beispiel: Isoldes Liebestod, Isoldes Liebesverklärung). Wagner unterscheidet da ja laut Wikipedia zumindest: https://de.wikipedia.org/wiki/Liebestod . (Viel weiter bin ich noch gar nicht gekommen).
Meine momentane Theorie wäre, dass um das Ideal "Liebestod", "Liebe über den Tod hinaus" - wenn nicht das bereits eine Verklärung ist - sich sehr viel Verklärendes abspielt - was zu allen möglichen Konstellationen führen und missbräuchliche Komponenten haben kann. Selbst-Verrat, und und und - in der Kunst, wie im realen Leben -
Hier jetzt:
Piano Transcriptions of Franz Liszt 1 - Isoldes Liebestod, Wagner Thomas Otten
Amonasro (05.01.2020, 18:38): Naja. Wenn wir anfangen, nach der inneren Logik oder der politischen Korrektheit von Opern-Stoffen zu fragen, dann haben wir ein Schlachtfest. Und zwar ein großes.
Die Komponisten haben ihre Stoffe doch anhand der Frage ausgewählt, inwieweit sie sich gut musikdramatisch umsetzen ließen. Es ist in erster Linie Musiktheater. Da steckt nicht immer die große überzeitliche Botschaft dahinter, und so sollte man das m.E. auch verstehen.
Der Holländer ist eine schöne Oper. Und ob Sentas Arie so schön geworden wäre, wenn sie von ihrer Selbstverwirklichung, ihrer beruflichen Karriere, ihrem Verzicht auf Ehe und Kinder, ihrem Selbstfindungstrip zum Dalai Lama oder ihrem Engagement für Not leidende Katzen gesungen hätte?
Ich glaub, es wär ein fades Stück Musik geworden. Seien wir froh, dass Wagner was anderes geschrieben hat und freuen wir uns an der Musik.
Nichts für ungut. Dass der Holländer eine schöne Oper ist, würde ich sofort unterschreiben. Aber Musiktheater ist eben auch Theater und so mache ich mir automatisch bei jeder Oper auch Gedanken über die Handlung, die Musik kann ich trotzdem uneingeschränkt genießen.
Jetzt:
Ottorino Respighi:
Sinfonia drammatica Belfagor (Konzertouvertüre)
Orchestre Philharmonique Royal de Liège, John Neschling
Gruß Amonasro
tapeesa (05.01.2020, 20:52): Ich nehme erstmal Abstand vom Wagner hören. Freude will nicht aufkommen, eher immer größeres Befremden. Muss den Wagner-Exkurs erstmal verdauen. ____
Jacques Offenbach - Orpheus in der Unterwelt NDR Symphonie-Orchester, Paul Burkhard, Heinz Hoppe, Anneliese Rothenberger, Ferry Gruber, Ursula Schirrmacher, Karl Otto, Rupert Glawitsch
Cetay (inaktiv) (06.01.2020, 07:27): Ich nehme erstmal Abstand vom Wagner hören. Freude will nicht aufkommen, eher immer größeres Befremden (...) muss den Wagner-Exkurs erstmal verdauen. Es muss ja nicht unbedingt weiter gehen. Dein Befremden teilen nicht Wenige. Witzigerweise las ich passend dazu gestern in einem Roman die folgenden höchst erfreulichen Sätze:
Dowland war der erste, der ein Stück abstrakter Musik geschrieben hat, dachte Buckman. Er nahm das Band heraus, legte ein anderes ein und lauschte den >Lachrimae antique pavan<. Darauf beruhen, überlegte er, letzten Endes auch Beethovens Quartette. Und alles andere. Außer Wagner. Er konnte Wagner nicht ausstehen. Wagner und seinesgleichen - Leute wie Berlioz - hatten die Musik um drei Jahrhunderte zurückgeworfen. Erst Karlheinz Stockhausen mit seinem >Gesang der Jünglinge< hatte sie wieder auf die Höhe der Zeit gebracht.
(Philip K. Dick, Eine andere Welt, Fischer Klassik E-BOOKS, Pos. 1527-1531)
Das hat mich dann zu folgendem Nachtprogramm bewogen:
John Dowland; Lachriame "Seven Teares" Opera Prima Consort, Cristiano Contadin
Ludwig van Beethoven; Streichquartett Nr. 16 F-Dur, op. 135 Végh Quartett
Karlheinz Stockhausen; Gesang der Jünglinge Studio für elektronische Musik des WDR, Karlheinz Stockhausen
tapeesa (06.01.2020, 23:35): Xenakis - Percussion Works Persephassa Rebonds B, Rebonds A Psappha Pléïades: I. Mélanges Steven Schick, u. a.
Cetay (inaktiv) (07.01.2020, 03:58):
John Dowland; Lachriame Philomusica of London, Thurston Dart (AD: 1957)
Johann Sebastian Bach; Triosonaten fur Orgel BWV 525 - 530 Ton Koopman
Das nenne ich mal einen angenehmen Orgelsound. Klingt weder nach Kirche noch nach Kirmes.
tapeesa (07.01.2020, 20:00): Christian Jost: Angst - 5 Pforten einer Reise in das Innere der Angst Rundfunkchor Berlin, Simon Halsey Musikfabrik
Amonasro (07.01.2020, 21:11):
Heitor Villa-Lobos:
Sinfonie Nr. 1 "O Imprevisto" Sinfonie Nr. 2 "Ascensão"
São Paulo Symphony Orchestra, Isaac Karabtchevsky
Gruß Amonasro
tapeesa (07.01.2020, 21:22): Einojuhani Rautavaara Cantus Arcticus Laura Mikkola, Klavier Hannu Lintu, Royal Scottish National Orchestra
Mireille - Mirella Freni Vincent - Alain Vanzo Taven - Jane Rhodes Ramon - Gabriel Bacquier Ourrias - José Van Dam Vincenette - Christine Barbaux Clémence - Michèle Command Ambroise - Marc Vento Le passeur - Jean-Jacques Cubaynes Andreloun - Luc Terrieux
Orchestre et Chœurs du Capitole de Toulouse, Michel Plasson
Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (08.01.2020, 23:18):
Johann Sebastian Bach; Sonaten für Violine und Cembalo BWV 1014 - 1019 (Version mit Klavier) Jaime Laredo, Glenn Gould
tapeesa (09.01.2020, 13:25): Mozart - Die sechs Streichquintette Talich Quartett
Marcie (10.01.2020, 13:36): Ahhh, ich bin hingerissen. An der Sinfonie werde ich wohl noch lange Freude haben, ohne dass das Hören jemals langweilig werden könnte. Und auch die eher traditionellen Beigaben gefallen mir. Tolle Platte!
Was sollte ich mir denn am besten als Nächstes von Korngold holen?
Amonasro (10.01.2020, 14:45):
Eugèn D'Albert/Rudolph Lothar: Tiefland
Pedro - Heinz Hoppe Marta - Hanne-Lore Kuhse Sebastiano - Ernst Gutstein Tommaso - Theo Adam Moruccio - Günther Leib Nuri - Rosemarie Rönisch Pepa - Ingeborg Wenglor Antonia - Jola Koziel Rosalia - Gertraud Prenzlow Nando - Harald Neukirch Stimme eines Bauern - Siegfried Vogel
Chor der Staatsoper Dresden Staatskapelle Dresden, Paul Schmitz
Gruß Amonasro
tapeesa (10.01.2020, 14:53): Ahhh, ich bin hingerissen. An der Sinfonie werde ich wohl noch lange Freude haben, Ich mag diese CD auch sehr. ________
Erasmus van Rotterdam Èloge de la Folie, Praise of Folly, Elogio de la Locura - kastilische Version Montserrat Figueras, u. v. a. La Capella Reial de Catalunya, Hespèrion XXI, Jordi Savall
Nicolas_Aine (10.01.2020, 22:45):
D. Shostakovich: Violinsonate Op. 134
Oleg Kagan, Violine Sviatoslav Richter, Klavier
Die Entstehungsgeschichte dieser Sonate ist sehr amüsant: Shostakovich wollte Oistrakh zum 60. Geburtstag sein zweites Violinkonzert schenken. Leider hatte er sich um ein Jahr vertan und schenkt ihm das aus Versehen schon zum 59. Geburstag. Daraufhin schrieb er dann ein Jahr später die Sonate :D
tapeesa (11.01.2020, 09:23): Tre Voci - Takemitsu, Debussy, Gubaidulina And then I knew 't was wind Sonate für Flöte, Viola und Harfe, L.137 Garten von Freuden und Traurigkeiten Kim Kashkashian, Sivan Magen, Marina Piccinini
Amonasro (11.01.2020, 11:22): Jetzt:
Erich Wolfgang Korngold/Paul Schott: Die tote Stadt
Paul - René Kollo Marietta/Marie - Carol Neblett Frank - Benjamin Luxon Brigitta - Rose Wagemann Fritz - Hermann Prey Juliette - Gabriele Fuchs Lucienne - Patricia Clark Gaston/Victorin - Anton de Ridder Graf Albert - Willi Brokmeier
Chor des Bayerischen Rundfunks, Tölzer Knabenchor Münchner Rundfunkorchester, Erich Leinsdorf
Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (11.01.2020, 12:35): Bei mir wird es gerade auch "korngoldig"..... :D
Erich Wolfgang Korngold : Symphonie in Fis : London SO, André Previn
Für mich immer noch eine geniale Einspielung seiner Sinfonie.
Marcie (11.01.2020, 13:09):
Maurice inaktiv (11.01.2020, 13:32): Bitte höre Dir unbedingt mal seine Streichersinfonien an. Sie sind wirklich sehr sehr schön anzuhören, auch und gerade in den Naxos-Einspielungen.
Die beiden CDs sind echt ihr Geld wert.
Maurice inaktiv (11.01.2020, 13:33):
Bei mir läuft natürlich die A-Dur-Sinfonie von August Halm.
Marcie (11.01.2020, 13:40): Bitte höre Dir unbedingt mal seine Streichersinfonien an. Sie sind wirklich sehr sehr schön anzuhören, auch und gerade in den Naxos-Einspielungen.
Die beiden CDs sind echt ihr Geld wert. Und erneut: Vielen Dank für die Tipps! Ich habe/kenne von Robert Fuchs bisher nur dieses absolut fantastische Klavierkonzert und die Sinfonien 1 & 2. Eigentlich auch so ein "Schattenwesen" ;-)
Maurice inaktiv (11.01.2020, 13:54): Eigentlich auch so ein "Schattenwesen" Jein. Er ist ja vor allem als Lehrer bekannt geworden. Als Komponist galt er als eher konservativ.
Marcie (11.01.2020, 14:01): Wer solch ein Klavierkonzert hinterlässt, war für mich ein äußerst fähiger Komponist, ob konservativ oder zeitlich oder sonstwie eingeschränkt, und verdient doch unbedingt, gespielt/gehört zu werden. Das würde ich so gerne mal im Konzert erleben, aber da werden ja hier nur ständig die üblichen Verdächtigen gespielt, wenns um Klavierkonzerte geht. 3. oder 5. von LvB oder 2. Rachmaninov, andere scheinen ja garnicht mehr existent...
Maurice inaktiv (11.01.2020, 14:29): Wer solch ein Klavierkonzert hinterlässt, war für mich ein äußerst fähiger Komponist, ob konservativ oder zeitlich oder sonstwie eingeschränkt, und verdient doch unbedingt, gespielt/gehört zu werden. Das würde ich so gerne mal im Konzert erleben, aber da werden ja hier nur ständig die üblichen Verdächtigen gespielt, wenns um Klavierkonzerte geht. Das ist leider richtig. Daher finde ich die Serie von Hyperion auch sehr wichtig, diese Raritäten in hochrangigen Einspielungen vorliegen zu haben. Natürlich haben auch Firmen wie CPO, Naxos oder Chandos zu solchen Einspielungen beigetragen.
Marcie (11.01.2020, 17:22): Für mich persönlich eine der schönsten Entdeckungen des vergangenen Jahres. Ein große, wuchtige Sinfonie, farbenreich, melancholisch, wie im Wind umherwirbelndes Herbstlaub vor einem mit Unheil verheißenden Gewitterwolken gespickten Sonnenuntergang.
Maurice inaktiv (11.01.2020, 17:36): Joseph Marx ist immer eine Option. Dazu seine Zeitgenossen Davon gibts so viele..... :ignore
Amonasro (11.01.2020, 19:07): Unterhaltsames von Rossini:
Gioachino Rossini:
Un Sauté (Ein Ragout) Un Rêve (Ein Traum) Étude Asthmatique (Asthmatische Etüde) Prélude prétentieux (Anmaßendes Präludium) La Pesarese (Die Frau aus Pesaro) Prélude convulsif (Konvulsivisches Präludium) Un Petit Train de Plaisir (Ein kleiner Vergnügungszug) Prélude religieux (Religiöses Präludium) Valse Torturée (Gefolterter Walzer)
Stefan Irmer (Klavier)
Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (11.01.2020, 19:10): So, heute abend gehts einmal kreuz und quer durch diese Neuanschaffung, die ich mir kürzlich in einer Stern Begeisterung ganz spontan gekauft habe (zusammen mit einer anderen Stern 10 CD Box... Ich glaube, ich bin erstmal versorgt. Aber von den ganzen großen Geigern ist mir Stern wahrscheinlich der liebste).
Grade lief das Tripelkonzert, jetzt die 10. Sonate, anschließend höre ich mich erstmal durch die mir weitgehend unbekannten Klaviertrios durch und dann schauen wir mal, wieviel vom Abend noch übrig ist :)
Maurice inaktiv (11.01.2020, 22:38):
Robert Fuchs : Serenaden N3. 3 bis 5 : Kölner Kammerorchester , Christian Ludwig
Das sind einfach herrliche Werke, die viel zu wenig im Konzertsaal, aber auch auf Tonträger zu hören sind. Das KKO spielt das ganz ausgezeichnet hier.
Maurice inaktiv (12.01.2020, 07:09):
Ernst Eichner : 4 Sinfonien l'arte del mondo , Werner Ehrhardt
Eine hervorragend eingespielte CD mit Werken eines weitgehend unbekannten Komponisten. Seine Harfenkonzerte wurden von CPO eingespielt.
Marcie (12.01.2020, 08:40): Ich starte den Sonntag mit einem Käffchen und:
Amonasro (12.01.2020, 10:30):
Franz Schreker: Der ferne Klang
Grete Graumann - Elena Grigorescu Fritz - Thomas Harper Der Schmierenschauspieler - Horst Fiehl Dr. Vigelius - Andreas Haller Der alte Graumann - Rüdiger Bunse Seine Frau - Erica Pilari Der Wirt - Paul Friess Ein altes Weib - Marisa Altmann-Althausen Mizi - Christina Styczynski Milli - Marisa Altmann-Althausen Mary - Susanne Pettersson Eine Spanierin - Celeste Barrett Der Graf - Werner Hahn Der Baron - Peter Nikolaus Kante Der Chevalier - Reinhard Leisenheimer Rudolf - William Pickersgill Erster Chorist - Jürgen Dittebrand Zweiter Chorist - Paul Friess Die Kellnerin - Marisa Altmann-Althausen Ein zweifelhaftes Individuum - Cornelius Sullivan Ein Polizeimann - Rüdiger Bunse Ein Diener - Siegfried Wichert
Opernchor Hagen Philharmonisches Orchester Hagen, Michael Halász
Sehr sinnliche, schillernd-atmosphärische Musik.
Gruß Amonasro
tapeesa (12.01.2020, 21:31): Beethoven - Klaviersonaten 1 - 3, Konstantin Scherbakov
Maurice inaktiv (12.01.2020, 23:13):
aus der Box die Sinfonien Nr.1, D-Dur , D.82 & Das Fragment zur Sinfonie Nr.10, D-Dur , D.936A , Arr. Newbould
Kammerakademie Potsdam , Antonello Manacorda
Maurice inaktiv (13.01.2020, 00:13):
Aus der Beethoven-Box die Sinfonien Nr.1 & 2 : Tonhalle Orchester Zürich , David Zinman
Maurice inaktiv (13.01.2020, 13:31):
Salomon Jadassohn : Sinfonien Nr.3 & 4 , Cavatine für Cello und Orchester
Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt , Howard Griffiths , Solist: Thomas Georgi (Cello)
Heute mal was aus der Kiste mit den Raritäten. JPC bietet die Doppel-CD für 9,99 € an, also ein Schnäppchenpreis, wenn jemand mal einen wenig bekannten Zeitgenossen von Brahms und Gernsheim anhören möchte. Es gibt dazu auch von mir einen eigenen Thread.
tapeesa (13.01.2020, 19:19): Dmitri Kabalevsky - Complete Piano Concertos, Fantasy, Rhapsody Michael Korstick, Klavier NDR Radiophilharmonie, Alun Francis
Maurice inaktiv (13.01.2020, 20:21): Vermutlich auch einer derer im Schatten - habe zumindest noch nie etwas von Kablevsky gehört - und bin sehr froh, das nun zu tun.
Hier mal eine kleine Auswahl an Werken von Kabalewskij. Da gibt es noch viel zu entdecken. Auf die Sinfonien habe ich auch ein Auge geworfen.
Es gibt auch noch ein Vioinkonzert, diverse Kammermusik und drei Suiten
Cetay (inaktiv) (14.01.2020, 07:54):
Gaetano Brunetti; Sinfonia Concertante Nr. 3 für 2 Violinen & Orchester B-Dur, L. 329 Camerata Antonio Soler, Gustavo Sanchez
Niccolò Paganini; Centone Di Sonate 7 & 10 für Gitarre und Violine Duo Paganini
Maurice inaktiv (14.01.2020, 10:36):
Felix Mendelssohn : Die Streicherssinfonien - Daraus die Nr.1-6 & 10 = CD-Nr.1
Stuttgarter Kammerorchester, Michael Hofstetter
Eine sehr gelungene GA der Streichersinfonien, wie ich meine. Spritzig, sehr gute Aufnahmetechnik, sehr gutes Orchester. Mir haben auch die Haydn-Sinfonien unter Davies vom gleichen Orchester schon sehr gut gefallen.
Marcie (14.01.2020, 11:35):
Cetay (inaktiv) (14.01.2020, 12:29):
Niccolò Paganini; Centone di Sonate op. 64, MS 112 Nr. 1, 2, 3 & 6 Gianfranco Iannetta (Violine), Gianni Landroni (Gitarre)
Der Beginn "Introduzione Larghetto" der a-Moll Sonate (Nr. 1) verblüfft mich jedes Mal aufs Neue. Da hat sich doch jemand später kräftig inspirieren lassen oder kann das Zufall sein? Hier
Und wieder geht es in Regionen, die sich nicht genau einordnen lassen. Martinus Musik ist nicht sofort eingängig und greifbar. Seine Musik ist weitaus komplexer als jene seiner Landsleute Dvorak oder Foerster. Wir bewegen uns hier nicht mehr in der Spätromantik, das ist schon Neoklassizismus, auch wenn so hin und wieder noch sehr versteckt die "Reste" der Spätromantik erhörbar sind. Kein Wunder, studierte er doch bei Josef Suk (Violine UND Komposition) und später Albert Roussel (Kompostion).
In Vaclav Neumann, später auch Neeme Järvi und natürlich Jiri Belohlavek, fand er würdige Nachfolger, die die Musik Martinus weiterleben lassen.
Cetay (inaktiv) (14.01.2020, 14:39):
Carson Cooman; Liminal Slovak National Symphony Orchestra, Kirk Trevor Shorline Rune, op. 1083 Sinfonie Nr. 4 "Liminal", op. 1062 Prism für Orgel solo, op. 522 (Erik Simmons) Die Besonderheit der Sinfonie sind die beiden um einen Viertelton gegeneinander verstimmten Harfen. Unterm Strich ist mir das zu statisch und einförmig. Die Kritik ist begeistert.
Marcie (14.01.2020, 15:12):
Maurice inaktiv (15.01.2020, 01:27):
Xaver Schwarwenka : Sinfonie in c-moll, op. 60 & Andante Religioso, op.46 a Gävle SO, Christopher Fifield AD: 2003
Mal wieder etwas eher selten gehörtes, geschweige denn, gespieltes Repertoire.
Scharwenka (1850 - 1924) war der jüngere Bruder von dem Komponisten und Pädagogen Philipp Scharwenka (1847 - 1917). X.Sch. war damals ein begandeter Pianist gewesen (er schrieb später vier Klavierkonzerte, die auch als Einspielungen vorliegen). Er schrieb zwei Sinfonien, wobei die Erste als verschollen gilt (um 1875). Seine Zweite liegt hier vor. Sie wurde 1882 komponiert.
Er wurde Schüler von Franz Liszt in Weimar, der auch seine Talente förderte. Er trat in London, Wien und Budapest auf, gehörte zur "musikalischen Society", und war mit so berühmten Kollegen wie Iganz Brüll, Saint-Saens, Sarasate oder dem Dirigenten Hans Richter bekannt. 1890 besuchte er das erste Mal Amerika, von 1891 bis 1898 wohnte er gar dort.
Von seinen rund 100 Kompositionen wurden 89 veröffentlicht, darunter waren aber nur drei Orchesterwerke. dazu war er Herausgeber der Werke von Chopin und Schumann. 1922 schrieb er eine Melndessohn-Biographie.
Er verstarb in Berlin an einer Blinddarmentzündung.
Seinen Orchesterstil zu beschreiben ist nicht ganz so einfach. Sein Frühwerk, die Ouvertüre, scheint mehr Bezug auf die Zeit von Beethoven und Schumann zurück zu führen, seine Sinfonie hat die Besetzung einer Brahms-Sinfonie in etwa. Obwohl er von Liszt unterrichtet wurde, kann ich hier keinen echten Einfluss durch diesen erkennen. So sehe ich eher den Bezug in die Brahms-Ecke und nicht in die Liszt/Wagner-Ecke.
Meine Angaben habe ich vor allem aus dem wunderbaren Booklet von Sterling herausgenommen, die der Dirigent der Einspielungen, Chrsitopher Fifield, selbst geschrieben hat.
Die Klavierkonzerte kann man komplett bei mit einer Doppel-CD von Chandos erwerben, oder dann einzeln bei Hyperion in der berühmten Reihe "The Romantic Piano Concerto" mit u.a. Marc-André Hamelin und Stephen Hough oder Seta Tanyel als Solisten.
Stilistisch
Maurice inaktiv (15.01.2020, 02:25):
Josef Joachim Raff : Sinfonie Nr.5, E-Dur "Leonore" RSO Berlin, Matthias Bamert AD: 1982
Mit Raff (1822-1882) schließt sich der Kreis. Er war ab 1849 in Weimar der persönliche Sekretär und Assistent von Franz Liszt. Später - 1878 - wurde er der erste Direktor des Dr.Hoch's Konservatoriums in Frankfurt/Main. 1882 verstarb er an einem Herzinfarkt in Frankfurt in seiner Wohnung. Er bekam dort ein Ehrengrab auf dem Frankfurter Hauptfriedhof.
Seine 5.Sinfonie dürfte sein bekanntestes Werk gewesen sen. Man kann es heute noch in den Konzertsälen hören, wenn auch nur sehr selten. Immerhin gibt es eine recht erfreuliche Gesamteinspielung der Sinfonien bei Tudor mit den Bamberger Smyphonikern unter Hans Stadlmair. Auch Marco Polo hat alle Sinfonien eingspielt, aber nicht auf einem guten Niveau insgesamt gesehen. Bei CPO gibt es immerhin die Sinfonien Nr.7 bis 11 zu erwerben. Er schrieb übrigens 11 Sinfonien.
tapeesa (15.01.2020, 04:04): Michael F. Williams - The Juniper Passion Libretto - John G. Davies Julia Booth, Stephanie Acraman, Lilia Carpinelli, James Ioelu, Matt Landreth, Pene Pati New Zealand Chamber Soloists + Members of the Auckland Philharmonia Orchestra
tapeesa (15.01.2020, 06:42): "The Juniper Passion" ist das beeindruckendste Werk, das ich je gehört habe. Danach war ein: okay Buch zugeklappt, "ich habe fertig", aber ich glaube, es ( was immer das meint ) fängt eher an. _____
Ernesto Cavallini - Klarinettenkonzerte 1 & 2 Giuseppe Porgo Norddeutsche Philharmonie Rostock, Johannes Moesus
palestrina (15.01.2020, 10:28): Josef Joachim Raff : Sinfonie Nr.5, E-Dur "Leonore" RSO Berlin, Matthias Bamert AD: 1982 Bei Cover wird Albrecht angegeben, du meinst wahrscheinlich diese...
LG palestrina
Maurice inaktiv (15.01.2020, 11:20): Danke. Genau so ist es. Da haben mich die Müdigkeit und die Suchmaschine im Stich gelassen. Beide Cover sehen sich sehr ähnlich, dazu kommt die Seltenheit, dass Koch das gleiche Werk mit dem gleichen Orchester hat zwei Mal einspielen lassen. Das ist für Koch eher unnormal gewesen.
Maurice inaktiv (15.01.2020, 11:23):
Heute geht es mit Raff weiter : Seine 7.Sinfonie unter Werner Andreas Albert und der leider aufgelösten Philharmonia Hungaria
Maurice inaktiv (15.01.2020, 13:32):
August Klughardt : Sinfonie Nr.3 & Drei Stücke
Anhaltische Philharmonie Dessau , Atony Hermus
Und weiter ins Reich der Raritäten. Man meint fast, ich mache hier Werbung für CPO oder JPC, aber die Bilder sind dort klein und handlich, man muss sie nicht bearbeiten, das ist schon ein Vorteil. Doch das ist nicht das Kriterium, warum ich was höre. Es ist einfach so, dass ich darauf gerade Lust habe.
Maurice inaktiv (15.01.2020, 14:03):
Bohuslav Martinu : Die Sinfonien Nr.3 & 4 : Prager RSO, Vladimir Valek
Mal schauen, ob ich alle Sinfonien die Woche schaffe. Da ich drei GA habe, werden die Sinfonien Nr.5 & 6 wohl unter Neeme Järvi laufen dann.
palestrina (15.01.2020, 14:36): dass Koch das gleiche Werk mit dem gleichen Orchester Dem ist nicht so..... Radio Symphonie Orchester Berlin Deutsches Symphonie Orchester Berlin
LG palestrina
Maurice inaktiv (15.01.2020, 14:43): Dem ist nicht so..... Radio Symphonie Orchester Berlin Deutsches Symphonie Orchester Berlin Das ist das gleiche Orchester, lieber Palstrina. Das Orchester wurde mehrfach umbenannt. Früher war es Das RIAS Sinfonie-Orchester Berlin, dann das Radio-Sinfonie-Orchester Berlin, dann das Deutsche Sinfonie Orchester Berlin. Alles nach dem 2.Weltkrieg im Westen erfolgt. Im Osten saß das Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin...... ;) :beer
palestrina (15.01.2020, 16:12): Das ist das gleiche Orchester
Nein, siehe hier....
Ende 2009 gab es kurzzeitig einen Plan, mit Beginn der Saison 2011/2012 das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin in das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin einzugliedern. Chefdirigent des Orchesters sollte Marek Janowski bleiben. Aufgrund des großen Widerstands durch die Politik, die Mitglieder und das Publikum des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin wurde der Plan jedoch wieder verworfen LG palestrina
Amonasro (15.01.2020, 16:34):
Bohuslav Martinů:
Cellokonzert Nr. 1 Cellokonzert Nr. 2 Concertino für Violoncello, Bläser, Klavier und Schlagzeug
Raphael Wallfisch (Cello) Czech Philharmonic Orchestra, Jiří Bělohlávek
Bisher das einzige, was ich von Martinů kenne, macht aber durchaus Lust auf mehr.
Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (15.01.2020, 16:37): Nein, siehe hier.... Das Orchester wurde vor dem 2.Weltkrieg gegründet, aber war NACH dem 2.Weltkrieg im Osten ansässig.
Gerd Albrecht hat mit dem DEUTSCHEN SO BERLIN den Raff eingespielt. Aufgenommen bereits 1982. Damals hieß das Orchester Radio-Sinfonie-Orchester Berlin (seit 1956 bis eben 1993). Im Jahre 2001 wurde bei Koch die CD aufgelegt. Da hieß das Orchester dann Deutsches Sinfonie-Orchester Berlin (seit 1993)
Ich hoffe, jetzt ist es klar und eindeutig. Sonst gebe ich es auf.
palestrina (15.01.2020, 16:53): Wie immer!
Andréjo (15.01.2020, 17:55): Wie immer! :?:
Mir ist es auch nicht anders bekannt als Maurice André.
:hello Wolfgang
Maurice inaktiv (15.01.2020, 18:30): Wie immer! Komisch. Du willst Andere verbessern, aber schreibst dann puren Unsinn. Selbst dann, wenn man Dich versucht mit Fakten aufzuklären, magst Du es nicht einsehen. Und dann heißt es lapidar "Wie immer!". Sorry, dann lasse es doch einfach sein, das ist doch ganz einfach, oder informiere Dich vorher. Niemand ist perfekt, damit auch das klar ist, aber wenn man Andere schon "aufklären" will, sollte man es dann auch wirklich wissen. Schönen Tag noch.
Marcie (15.01.2020, 19:16):
Marcie (15.01.2020, 20:45):
Sfantu (15.01.2020, 22:48):
Beide Cover sehen sich sehr ähnlich Ääähhhm, ja. ^^
dazu kommt die Seltenheit, dass Koch das gleiche Werk mit dem gleichen Orchester hat zwei Mal einspielen lassen. Das ist für Koch eher unnormal gewesen. ...& das im selben Jahr? Ich fürchte eher, daß wir es hier mit einem Etikettenschwindel zu tun haben. Habe die zu unterst abgebildete Bamert-Aufnahme als LP. Im Netz findet sich das zu oberst abgebildete CD-Cover mit Albrecht als genanntem Dirigenten, während die Rückseite ebenfalls Bamert als Orchesterleiter aufführt (klassik heute / jpc). Mit identischen Spielzeiten. Auf der LP sind als Aufnahmeort & -datum die Jesus Christus Kirche Dahlem & der 24. bis 26. August 1982 angegeben, auf dem CD-Rückenetikett derselbe Ort & "VIII 1982". Wäre interessant, herauszufinden, was hinter dieser kuriosen Geschichte steckt.
Wie auch immer - was das Wirrwarr mit den Orchester-Umbenennungen angeht, würde ich auch eher Maurice recht geben.
Komisch. Du willst Andere verbessern, aber schreibst dann puren Unsinn. Selbst dann, wenn man Dich versucht mit Fakten aufzuklären, magst Du es nicht einsehen. Okay - wie war das nochmal mit: "Fakten sind für die Polizei interessant, weniger in einem Musik-Forum" ?
Übrigens trägt Raffs Fünfte den Beinamen Lenore, nicht Leonore. Man könnte sonst leicht Anknüpfungspunkte am Fidelio vermuten. Beethoven & seine Librettisten beziehen sich auf französische Quellen. Raff geht klar von Gottfried August Bürgers Ballade "Lenore" aus, was sich bei Raff auch bis in die Satztitel niederschlägt.
Maurice inaktiv (15.01.2020, 23:00): Übrigens trägt Raffs Fünfte den Beinamen Lenore, nicht Leonore Stimmt. Habe ich "Leonore" geschrieben? Soll vorkommen, ich bin leider auf der rechten Seite zu 60 % blind, was mir immer wieder Probleme bereitet.
Okay - wie war das nochmal mit: "Fakten sind für die Polizei interessant, weniger in einem Musik-Forum" ? Sehe ich anders. Fakten sind nun mal Beweise, die man am Ende durch Nachweise belegen kann. Sie sind hin und wieder auch in der Musik nötig, vielleicht nicht direkt beim Spielen, aber eben in den Bereichen drumherum.
...& das im selben Jahr? Ich fürchte eher, daß wir es hier mit einem Etikettenschwindel zu tun haben. Habe die zu unterst abgebildete Bamert-Aufnahme als LP. Im Netz findet sich das zu oberst abgebildete CD-Cover mit Albrecht als genanntem Dirigenten, während die Rückseite ebenfalls Bamert als Orchesterleiter aufführt (klassik heute / jpc). Mit identischen Spielzeiten. Auf der LP sind als Aufnahmeort & -datum die Jesus Christus Kirche Dahlem & der 24. bis 26. August 1982 angegeben, auf dem CD-Rückenetikett derselbe Ort & "VIII 1982". Wäre interessant, herauszufinden, was hinter dieser kuriosen Geschichte steckt. Ich kann dazu nichts sagen, da ich keine CD mit Gerd Albrecht und der Fünften von Raff habe. Doch natürlich ist es möglich, dass hier ein Fehler vorliegt, ob mit Absicht oder nicht, ist am Ende auch egal. ICH kann es mir nicht vorstellen, aber völlig ausschließen eben auch nicht.
Auf meiner CD stehen die gleichen Angaben wie auf Deiner LP.
Wie auch immer - was das Wirrwarr mit den Orchester-Umbenennungen angeht, würde ich auch eher Maurice recht geben. Schön. Man kann die Geschichte der Orchester auf den entsprechenden Homepages nachlesen. Diese Seiten sollten doch stimmen, denke ich mal. Und ich habe auch nichts Anderes getan als selbst nachzuschauen, auch wenn ich den Orchester-Wirr-Warr in Berlin halbwegs auseinander klabustern kann. Der Osten hatte meines Wissens nach nur "RUNDFUNK-Sinfonie-Orchester, der Westen nutzte das Wort "RADIO" dagegen, vermutlich wegen der amerikanischen und britischen Besatzungsmächte nach dem 2.Weltkrieg. Das wäre zumindest meine Herleitung dazu. Es gab ja auch das Radio-Sinfonie-Orchester Stuttgart, aber nur noch das "Rundfunk-Sinfonie-Orchester Leipzig". Das waren die beiden mir bekannten Orchester aus dem Osten, die dem Rundfunk angeschlossen waren.
Cetay (inaktiv) (16.01.2020, 11:01):
Ludwig van Beethoven; Streichquartett B-dur, op. 130 & Grosse Fuge B-Dur, op. 133 Fitzwilliam String Quartet (das seit seiner Formierung 1968 immer so hieß)
Die Grosse Fuge ist in der Titelfolge vor dem Finale von op. 130 platziert.
Maurice inaktiv (16.01.2020, 11:15): das seit seiner Formierung 1968 immer so hieß) Das soll vorkommen. :D
Maurice inaktiv (16.01.2020, 13:22):
Anton Bruckner : Sinfonie Nr.1, c-moll , Ed.Nowak/1866
Wiener PO, Claudio Abbado AD: 1996, live
Ein tolles Werk !! Da merkt man irgendwie schon den Unterschied, ob man Brucker mit einem Topp-Orchester hört, oder ob das ein Komponist der zweiten Garde mit einem Orchester der zweiten Garde ist. Das mag jetzt wieder ein gewisses Nase rümpfen erzeugen, aber die Wucht, wie das Werk hier schon rüberkommt, ist einzigartig.
Maurice inaktiv (16.01.2020, 13:36):
Carl Nielsen : Sinfonien Nr.2 & 3 : New York PO, Alan Gilbert
tapeesa (16.01.2020, 17:13): Edgard Varèse - Amériques, Arcana, Déserts, Ionisation Chicago Symphony Orchestra, Pierre Boulez
Maurice inaktiv (16.01.2020, 17:23): Ich kann damit Null anfangen. Aber auch rein überhaupt nichts.
tapeesa (16.01.2020, 17:39): Ich kann damit Null anfangen. Aber auch rein überhaupt nichts. Ich hatte spannenderweise auf der Suche nach Forenbeiträgen zu Varèse gerade auch einen Beitrag von dir gelesen, in dem du nicht ganz so rigide, dein "nicht warm werden" damit (genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr) ausgedrückt hast ;) Falls du Lust hast, würde mich interessieren, warum du damit Null anfangen kannst, nur wenn es zu musik-theoretisch wird - da bin halt nicht wirklich bewandert und kann da nicht diskutieren. Aber vielleicht entsteht ja mit anderen eine tiefere Diskussion dazu, der ich dann folgen würde. ______
Edgard Varèse Offrandes, Intégrales, Octandre, Ecuatorial Jan DeGaetani - Mezzosopran, Thomas Paul, Bass The Contemporary Chamber Ensemble, Arthur Weisberg
Marcie (16.01.2020, 17:53): "The Juniper Passion" ist das beeindruckendste Werk, das ich je gehört habe. Danach war ein: okay Buch zugeklappt, "ich habe fertig", aber ich glaube, es ( was immer das meint ) fängt eher an. Ich bin mir grad unsicher: war das ernst hemeint oder eher ironisch?
tapeesa (16.01.2020, 17:56): Ich bin mir grad unsicher: war das ernst hemeint oder eher ironisch? Durch und durch ernst gemeint. Das "ich habe fertig" war ein Gefühl von "es gibt dazu nichts mehr zu sagen"; im Sinne von: besser geht es nicht auszudrücken. Mich hat das Hören an einen Punkt gespült, wo in mir etwas "auf-" oder vielleicht eher "umgebrochen" ist.
Kennst du die Oper?
Maurice inaktiv (16.01.2020, 18:00): Ich hatte spannenderweise auf der Suche nach Forenbeiträgen zu Varèse gerade auch einen Beitrag von dir gelesen, in dem du nicht ganz so rigide, dein "nicht warm werden" damit (genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr) ausgedrückt hast Dann helfe ich Dir mal auf die Sprünge:
Da komme ich leider nicht mehr wirklich mit.Ich habe es mit K.A.Hartmann und Messian versucht,auch Varese,aber das ist nicht meine Welt.Hier helfen mir auch meine musikalische Ausbildung und der Jazz nicht weiter.Da bin ich NOCH mit meinem Latein am Ende.
Ich bin ja echt auch im Jazz recht flexibel,was das Hören angeht,aber auch hier ist beim Free Jazz Ende bei mir.Dazu fehlt mir letztendlich das Verständnis,vielleicht auch der Wille es zu verstehen.
Das war am 20.Mai 2013 gewesen. Dem habe ich auch nach fast sieben Jahren nichts hinzu zu fügen. Es ist nicht meine Welt, und ich habe dazu auch weder den Nerv noch die Zeit, mich groß damit zu beschäftigen. Ich stehe auf die Erkennbarkeit von Melodie, Harmonik und Rhythmik. So kann ich mit den Werken von leonard Bernstein was anfangen, auch wenn es da manchmal ebenfalls sehr "schräg" zugeht. Ich habe einen kleinen Teil seiner Werke auch selbst gespielt mit entsprechenden Orchestern vor meiner Jazz-Zeit.
Marcie (16.01.2020, 18:00):
Kennst du die Oper? Nein, eben nicht. Deshalb auch meine Nachfrage! :)
Marcie (16.01.2020, 18:18):
tapeesa (16.01.2020, 19:41): Nein, eben nicht. Deshalb auch meine Nachfrage! Verstanden :) (War nicht eindeutig ersichtlich für mich.) Auf Wikipedia (falls du noch nicht selbst geschaut hast), gibt es zumindest eine kurze Beschreibung dazu. Dann helfe ich Dir mal auf die Sprünge: Herzlichen Dank :)
Ist für mich nachvollziehbar, was du schreibst. Das "leider" habe ich auch wahrgenommen.
Gruß, tapeesa
Marcie (16.01.2020, 20:23): Nein, eben nicht. Deshalb auch meine Nachfrage! Verstanden :) (War nicht eindeutig ersichtlich für mich.)Auf Wikipedia (falls du noch nicht selbst geschaut hast), gibt es zumindest eine kurze Beschreibung dazu. Mit etwas Abstand, werde ich vermutlich nach weiteren Informationen schauen - und vielleicht schreibe ich dann noch etwas hier dazu Nicht nur geschaut, ich habe mir die von Dir gehörte Veröffentlichung heute bestellt! :)
Maurice inaktiv (17.01.2020, 00:28): Ist für mich nachvollziehbar, was du schreibst. Das "leider" habe ich auch wahrgenommen. Nun, ich bin z.B. mit Philip Glass zurecht gekommen. Das ist recht verblüffend, aber er ist für mich ein "neuzeitlicher Minimalisten-Bruckner", was den Aufbau seiner Werke angeht.
Ich spiele den Jazz der ersten 50-60 Jahre, also durchaus in die beim Jazz um 1945 beginnende Moderne hinein. Das ist schon recht viel, dazu komme ich aus der Klassik heraus. Eigentlich eine gute "Vorbildung", um auch die Moderne a la Varese zu verstehen, aber es ist einfach nicht meine Welt. Die Impressionisten ja, die sind nicht das Thema, aber wenn es zu abstrakt wird, fange ich an es nicht mehr zu verstehen.
Jetzt noch etwas Verblüffendes: Wenn man selbst so etwas spielt, sagen wir mal, in freier Form Improvisationen mit Kollegen spielt, ist man völlig anders in das Stück integriert, als wenn man es nur einfach hören muss. DAS ist dann wieder etwas, was ich durchaus schon gemacht habe. Zugegeben, das ist sehr lange her, aber ich fand es sehr gut und auch irgendwie befriedigend.
Maurice inaktiv (17.01.2020, 00:49):
Cesar Franck : Sinfonie d-moll Ernest Chausson : Sinfonie B-Dur
Orchestre de la Suisse Romande , Marek Janowski
Maurice inaktiv (17.01.2020, 01:49):
Felix Draeseke : Sinfone Nr.2, op.35 & Serenade,49.49 , D-Dur
Radio-Philharmonie Hannover des NDR , Jörg-Peter Weigle
Maurice inaktiv (17.01.2020, 10:32):
Ernest Bloch : sinfonie cis-moll & Poems of the Sea London Symphony Orchestra ; Dalia Atlas
Eine Sinfonie, die irgendwo im Bereich von Mahler anzusiedeln ist, aber doch Bloch ist. Geschrieben 1901/1902, gehört sie zu seinen frühen Werken.
udabonn (17.01.2020, 11:18):
Beethoven 3. Sinfonie "Eroica", Beethoven Orchester Bonn, Stephan Blunier, MDG.
Da hört man, was für eine klasse Akustik die Beethovenhalle hat/hatte. Erinnert mich ein wenig an die J.-Chr.-Kirche in Dahlem ... Und was ist die Beethovenhalle totgeredet worden, nur weil man ein Festpielhaus wollte. MDG als audiophiles Label hat ja nicht umsonst die Aufnahmen hier (und nicht etwa in der Kölner Philharmonie) gemacht.
Maurice inaktiv (17.01.2020, 14:40):
Paul Graener : Orchesterwerke, Vol.2 NDR-Radiophilharmonie Hannover , Werner Andreas Albert
Paul Hermann Franz Gräner, so sein voller Name, wurde 1872 in Berlin geboren. studierte Komposition bei Albert Becker in Berlin. Zunächst Kapellmeister in Stendal, Bremerhaven, Königsberg und Berlin, ging 1898 bis 1906 als Musikdirektor nach London am Theatre Royal Haymarket. Hier kam seine Schreibweise "Graener" zustande, die er beibehielt. Nach einer kurzen Zeit am Neuen Wiener Konservatorium als Kompositionslehrer, ging er von 1911 bis 1913 nach Salzburg ans Mozarteum.
1914 - 1920 war er freischaffend in München ansässig. 1920 -1927 wurde er als Professor Nachfolger von Max Reger in Leipzig am dortigen Konservatorium. 1930 wurde er Nachfolger von Alexander von Fielitz Direktor am Stern'schen Konservatorium in Berlin, 1934 übernahm er die Meisterklasse der Akademie der Künste.
Seine Rolle vor und in der Zeit des Nazionalsozialismus wäre für ihn nach dem 2.Weltkrieg mit Sicherheit zum Verhängnis geworden wie anderen Künstlern ebenso. Bereits vor 1933 war er Mitglied im "Kampfbund Deutscher Kultur", am 01.04.1933 trat er in die NSDAP ein. 1933 übernahm er die Führung der Fachschaft Komposition der Reichsmusikkammer. 1934 war er deren Vize-Präsident, nachdem Wilhelm Furtwängler zurück getreten war. 1941 legte er diesen Posten nieder, Werner Egk wurde sein Nachfolger. Er wurde mehrfach ausgezeichnet von den Nazis.
1944 wurde seine Berliner Wohnung durch Bomben zerstört, es gingen dabei alle Manuskripte verloren. Er floh quasi in einer abenteuerlichen Reise nach Salzburg, wo er im dortigen Landeskrankenhaus verstarb.
Sein Stil ist mMn keinesfalls mehr als "rein Spätromantisch" einzustufen. Dazu hört man doch den Impressionismus etwa eines Debussy doch zu deutlich heraus.
Von Paul Graener gibt es mehrere Einspielungen bei CPO, so auch sein Klavier - und Cellokonzert. Dazu zwei CDs mit seinen Orchesterwerken. Auch eine CD davon gibt es auf Sterling, und eine CD mit seinen Klaviertrios kann man bei CPO erwerben.
Amonasro (17.01.2020, 17:19):
Ludwig van Beethoven:
Sonaten für Cello & Klavier Nr. 1-5 12 Variationen über "Ein Mädchen oder Weibchen" * 7 Variationen über "Bei Männern, welche Liebe fühlen" * 12 Variationen über "See the conquering hero comes" *
Mstislav Rostropovich (Cello), Svjatoslav Richter (Klavier) Maurice Gendron (Cello)*, Jean Françaix (Klavier)*
Gruß Amonasro
Marcie (17.01.2020, 19:40):
tapeesa (17.01.2020, 21:17): @Maurice André - ich hatte peinlicherweise Philip Glass mit Max Richter verwechselt. Bin gerade froh, dass sich das aufklärt. Was du zum leichteren aktiven Zugang schreibst, finde ich gar nicht verblüffend. Der Ausdruck "nur hören müssen" ist interessant, ich erlebe "nur hören", eher als ein "dürfen".
____
John Luther Adams - erst aus "Strange and sacred noise": Dust into Dust Percussion Group Cincinnati jetzt: in the white silence ( Classical Net review => http://www.classical.net/music/recs/reviews/n/nwr80600a.php ) Oberlin Contemporary Music Ensemble
Nachdem "The Juniper Passion" mich von den Kontrasten her sprachlos gemacht hat, ist es bei "in the white silence" die Balance - Zitat aus der verlinkten review: "The music manages to balance the pretty with the bleak, and the cerebral with the emotional" - Raymond Tuttle
Maurice inaktiv (17.01.2020, 21:51): ich hatte peinlicherweise Philip Glass mit Max Richter verwechselt. Bin gerade froh, dass sich das aufklärt. Wenn ich meine Zeiten im Netz manchmal so sehe, weiß ich, wie es Dir dann ergangen ist. Daher sollte man das auch mal so stehen lassen. Ich kannte Max Richter nicht, daher habe ich mich erst mal zurück gehalten.
Was du zum leichteren aktiven Zugang schreibst, finde ich gar nicht verblüffend. Der Ausdruck "nur hören müssen" ist interessant, ich erlebe "nur hören", eher als ein "dürfen". Als Musiker ist das Hören von Musik manchmal eine Freude, aber auch immer mal wieder eine Last. Das dürfte mein Statement doch ein wenig anders aussehen lassen, als Du es jetzt vielleicht gemeint haben könntest.
Werther (17.01.2020, 22:16): Wenn es zu abstrakt wird, fange ich an es nicht mehr zu verstehen. An dieser Stelle sage ich jetzt mal was ganz Böses, was aber nicht gegen Dich gerichtet ist (auch wenn Du mir das womöglich nicht glaubst):
Bei so manchem modernen Stück habe ich große Zweifel, ob es wirklich etwas zu verstehen gibt - oder ob wir in Wahrheit nicht verarscht werden und uns aus Angst vor Gegenwind durch sogenannte "Experten" scheuen, das offen auszusprechen.
Wenn jemand Umweltgeräusche auf Magnetband aufzeichnet, die Bänder dann schnibbelt und neu verklebt (z.B. Stockhausen "Kontakte")... Ich mir dann minutenlang Gefurze, Geblubber und Gequaller anhöre... Und mir dann weismachen lassen soll, das sei Musik...
Dann sage ich: Der Künstler kann mich mal.
Ich werde das nicht als Musik bezeichnen und so einer Scharlatanerie Absolution erteilen, damit ich als "progressiv" erscheine.
Und dasselbe gilt auch für vieles andere, was heute als Musik ausgegeben wird. So manches davon kann mein Staubsauger besser.
Und jetzt könnt Ihr mich von mir aus schlachten.
Maurice inaktiv (17.01.2020, 22:31): An dieser Stelle sage ich jetzt mal was ganz Böses, was aber nicht gegen Dich gerichtet ist (auch wenn Du mir das womöglich nicht glaubst):
Bei so manchem modernen Stück habe ich große Zweifel, ob es wirklich etwas zu verstehen gibt - oder ob wir in Wahrheit nicht verarscht werden und uns aus Angst vor Gegenwind durch sogenannte "Experten" scheuen, das offen auszusprechen. :thumbsup: :times10
Acj, so böse bin ich doch nicht. Ich musste gerade herzhaft lachen. Genau DIESEN Spruch hätte man auch von mir hören können. Du hast sicher ein wahres Wort gelassen ausgesprochen. Auch mir erschließt sich hin und wieder der Eindruck, dass man mit aller Gewalt was Neues, noch Spektakuläreres "machen" will, so erging es mir auch beim Free Jazz und dessen extremster Form.
Und jetzt könnt Ihr mich von mir aus schlachten. Nee, dafür bestimmt nicht. Das macht Dich sogar sympathisch. Nee, für dieses Posting bestimmt nicht. Also ich nicht. Vielleicht findet sich noch jemand. Keine Ahnung. :D
Cetay (inaktiv) (18.01.2020, 09:52): Hier wird niemand geschlachtet. Aber ich fand Maurices Sprunghilfe sehr erfrischend. Es kommt selten genug vor, dass jemand, der mit der Moderne nichts anfangen kann, das Problem bei sich sucht und nicht bei den Künstlern. Durch die Sekundanz von Werthers Post wurde das zwar etwas relativiert, aber immerhin. :beer Ich kann nicht recht nachvollziehen was das "Verständnis" von Musik oder Amusik mit der Kompositionsmethode zu tun hat. Ich glaube diese Wiener Klassiker haben uns verarscht. Modulieren ständig innerhalb von zwei Skalen mit einem auf Ganz- und Halbtonschritte begrenzten Tonvorrat herum (z. B. Beethoven "5. Sinfonie") und das soll dann Kunst sein. Da kann meine Sirene mehr. :thumbdown:
Maurice inaktiv (18.01.2020, 10:26): Ich kann nicht recht nachvollziehen was das "Verständnis" von Musik oder Amusik mit der Kompositionsmethode zu tun hat. Manchmal eine ganze Menge. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass man zunächst einmal nu eine begrenzte Aufnahmefähigkeit hat. Die liegt bei einem etwas höher, bei anderen Leuten etwas niedriger.
Es kommt selten genug vor, dass jemand, der mit der Moderne nichts anfangen kann, das Problem bei sich sucht und nicht bei den Künstlern. Nun, ich kann ja immerhin mit recht viel Erfahrung mit einer anderen "modernen Musik" aufwarten, dem Jazz der ersten 50 bis 60 Jahre. Das ist eigentlich eine gute Basis, um auch mit zumindest der gemäßigten Moderne zumindest etwas anfangen zu können, ohne gleich schreiend davon zu laufen. Hier haben bereits viele andere Menschen ihre Probleme.
Durch die Sekundanz von Werthers Post wurde das zwar etwas relativiert, aber immerhin. Das sehe ich anders. Wenn ich z.B. "Moderne Kunst" sehe, etwa Bilder oder auch Dinge, die ein "Künstler" als "Kunst" bezeichnet, wo ich selbst beim allerbesten Willen nicht einmal einen Ansatz von Kunst entdecken kann, was für mich (!!) als solche auch Kunst darstellt, darf schon einmal die Frage erlaubt sein, was ein "Künstler" damit aussagen möchte. Und da kommen teilweise schon Antworten, bei denen ich (!!!) mich einfach verarscht fühle.
Ich glaube diese Wiener Klassiker haben uns verarscht. Modulieren ständig innerhalb von zwei Skalen mit einem auf Ganz- und Halbtonschritte begrenzten Tonvorrat herum (z. B. Beethoven "5. Sinfonie") und das soll dann Kunst sein. Da kann meine Sirene mehr. Nun, das war damals das berühmte "Maß der Dinge" gewesen. Das fängt schon beim Instrumentarium an. Eine Sirene alleine kann übrigens überhaupt nichts, sie erzeugt auch nur dann ein Geräusch, wenn sie jemand betätigt. Dazu muss man aber rein überhaupt nichts können, nicht mal ein traditionelles Musikinstrument beherrschen. Die Runde geht an mich, lieber Cetay. ;)
Auch wenn ich mich wiederhole. Man kann meines Erachtens auch "moderne Musik" schreiben, die zumindest einen Teil der Menschen anspricht, der groß genug ist, um damit auch kleine Säle füllen zu können. Denn ein Künstler kann nur dann überleben und leben, wenn er einen Schritt auf jene Leute zugeht, von denen er am Ende leben möchte. Sonst spielt, komponiert, malt - was auch immer er gerade künstlerisch gestalten mag - er am Ende nur für sich alleine. Das mag ihn dann persönlch künstlerisch befriedigen, aber davon wird er weder satt, noch kann er davon die Miete zahlen.
Daher verstehe ich Werthers Meinung durchaus, auch wenn Du das fpr Dich persönlich nicht so sehen wirst. Dein Ansatz ist ein völlig anderer, der ist so legitim wie der meinige, der zumindest Melodie-Rhythmus und Harmonik erkennen möchte, um eine Grundlage zu haben, Musik verstehen zu können. Mein Ohr ist für bestimmte Dinge offen, doch es ist nicht unbegrenzt aufnahmefähig, was auch an meinem Tinnitus liegt, der mich seit Jahren teilweise übel nervt.
Ich finde es persönlich auch wichtig, einen Bezug zur Musik, dem Bild oder dem Kunstwerk zu haben oder zu finden, sonst lässt es mich kalt wie eine nicht mehr genutzte Feuerstelle.
Cetay (inaktiv) (18.01.2020, 10:45): Ich glaube diese Wiener Klassiker haben uns verarscht. Modulieren ständig innerhalb von zwei Skalen mit einem auf Ganz- und Halbtonschritte begrenzten Tonvorrat herum (z. B. Beethoven "5. Sinfonie") und das soll dann Kunst sein. Da kann meine Sirene mehr. Nun, das war damals das berühmte "Maß der Dinge" gewesen. Das fängt schon beim Instrumentarium an. Eine Sirene alleine kann übrigens überhaupt nichts, sie erzeugt auch nur dann ein Geräusch, wenn sie jemand betätigt. Dazu muss man aber rein überhaupt nichts können, nicht mal ein traditionelles Musikinstrument beherrschen. Die Runde geht an mich, lieber Cetay. ;) Lieber Maurice, ich führe doch gar keinen Ringkampf mit dir. Das war eine Replik auf Werther. Eine Sirene bietet das ganze Tonkontinuum im Gegensatz zu den Wienern und kann damit in dem Sinne "mehr", wie ein Staubsauger mehr kann als das Geblubber der Neutöner. Diese Vergleiche von zeitgenössischer Musik mit Haushaltsgeräten (es fehlte nur noch die Toilettenspülung) sind so abgestanden wie absurd - ebenso absurd wie der Vergleich von Beethoven und Sirenen. :thumbup:
Maurice inaktiv (18.01.2020, 11:05): Lieber Maurice, ich führe doch gar keinen Ringkampf mit dir. Das war eine Replik auf Werther. Ich habe das auch nicht als "Ringkampf" gesehen, wollte aber versuchen zu erklären, wie ich es sehe.
Eine Sirene bietet das ganze Tonkontinuum im Gegensatz zu den Wienern und kann damit in dem Sinne "mehr", wie ein Staubsauger mehr kann als das Geblubber der Neutöner. Diese Vergleiche von zeitgenössischer Musik mit Haushaltsgeräten (es fehlte nur noch die Toilettenspülung) sind so abgestanden wie absurd - ebenso absurd wie der Vergleich von Beethoven und Sirenen. Okay, das habe ich dann in der Tat falsch verstanden. Stimmt, da kann ich Dir nicht wirklich widersprechen. Will ich auch überhaupt nicht. :hello
Maurice inaktiv (18.01.2020, 11:18):
Louis Spohr : Sinfonie Nr.5, op.102 , c-moll : NDR-Radiophilharmonie Hannover , Howard Griffiths
Louis Spohr (1784 - 1859) schrieb insgesamt 10 Sinfonien. Ich bezeichne ihn als wichtigen Vertreter von der Klassik hin zur Romantik. Seine Sinfonien genießen nicht den guten Ruf seiner Klarinetten - oder Violinkonzerte, haben aber durchaus Neues zu sagen.
tapeesa (18.01.2020, 13:15): Robert Schumann - Manfred Dennis Laubenthal Sinfonieorchester Münster, Fabrizio Ventura
Maurice inaktiv (18.01.2020, 13:34):
Bei mir läuft gerade diese CD mit den Sinfonien Nr. 8 & 10 des Komponisten Louis Spohr. Orchestra della Svizzera Italiana , Howard Shelley
Cetay (inaktiv) (18.01.2020, 14:43):
Johann Sebastian Bach; "Akademische" Kantaten BWV 205 & 207 Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki
Für meine Ohren sind das die idealen Anwälte für das Bach'sche Kantatenwerk. Es ist eine abgedroschene und beim genaueren Hinterfragen wohl auch hohle Phrase, aber mir fällt nichts besseres ein: Hier verschwinden die Interpreten hinter der Musik, die ganz für sich selbst spricht.
Maurice inaktiv (18.01.2020, 14:49):
Alberic Magnard : Aus der Boox Unten die Sinfonien Nr.1 & 3 : Malmö SO, Thomas Sanderling
Die Box ist eine Lizenz-Ausgabe von den beiden Einzel-CDs der Firma BIS, wo die Einspielungen ursprünglich herausgegeben wurden.
Die Sinfonien sind sehr klangschön und entsprechen im Stil ganz der Romantik. Die ersten Einspielungen der Sinfonien wurden von Michel Plasson und seinem Orchestre de Toulouse gemacht Ende der 1980-er Jahre, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Weitere GE der Sinfonien wurden durch das Label Hyperion und dem Dirigenten Jean Yves Ossonce Mitte der 1990-er Jahre vorgenommen.
Neu sind die Einspielungen, die Naxos vorgelegt hat. Hier dirigiert Fabrice Bollon die Werke. Eine CD ist 2019 erschienen, die zweite CD wird jetzt noch im Januar 2020 erscheinen.
Sfantu (18.01.2020, 15:07):
Seine Rolle vor und in der Zeit des Nazionalsozialismus wäre für ihn nach dem 2.Weltkrieg mit Sicherheit zum Verhängnis geworden wie anderen Künstlern ebenso. Für welchen Künstler wurde das nach dem Krieg denn zum Verhängnis?
Für den Karrieristen Karajan? Parteimitglied, sogar 2x aktiv eingetreten - vor & nach dem "Anschluß", später Weltkarriere. Für Böhm? Hofiert, geehrt. Ein großer Sympathisant, jedenfalls weit mehr als ein Mitläufer, später lebenslang ein gesuchter top Dirigent & selbst ernannte Mozart-&-Strauss-Instanz. Für Werner Egk, Ernst Pepping, Harald Genzmer? In Amt & Würden, angesehen & einflußreich. Für den strammen Nazi Pfitzner? Für Strauss? Sie alle waren übrigens auch "Gottbegnadete", ebenso wie Joseph Marx.
Furtwängler würde ich noch am ehesten als leidtragend bezeichnen, da er eh als gebrochene Persönlichkeit sich innerlich widerstrebend dem Regime andiente & praktisch nie offen widersprach. Er wurde von den Besatzern mit 2 Jahren Dirigierverbot belegt & diente vielleicht als eine Art exemplarischer Sündenbock.
Wem aber sein Mitläufertum, seine passive oder aktive Rolle im System später zum Verhängnis wurde, das würde mich wirklich interessieren.
Maurice inaktiv (18.01.2020, 15:27): Wem aber sein Mitläufertum, seine passive oder aktive Rolle im System später zum Verhängnis wurde, das würde mich wirklich interessieren. Franz Schmidt und Joseph Messner standen nicht auf der Liste (ok, Schmidt starb bereits 1934), wurden aber nach dem Kriege kaum mehr gespielt viele Jahre lang. Von einem Gidon Klein, Erwin Schulhoff oder Viktor Ullmann ganz zu schweigen, die als Juden einfach ermodert wurden. Doch auch sie waren nach dem Kriege viele Jahre lang quasi vergessen worden. Auch das waren Auswirkungen aus der Zeit von 1933-1945.
Für den Karrieristen Karajan? Parteimitglied, sogar 2x aktiv eingetreten - vor & nach dem "Anschluß", später Weltkarriere. Für Böhm? Hofiert, geehrt. Ein großer Sympathisant, jedenfalls weit mehr als ein Mitläufer, später lebenslang ein gesuchter top Dirigent & selbst ernannte Mozart-&-Strauss-Instanz. Für Werner Egk, Ernst Pepping, Harald Genzmer? In Amt & Würden, angesehen & einflußreich. Für den strammen Nazi Pfitzner? Für Strauss? Sie alle waren übrigens auch "Gottbegnadete", ebenso wie Joseph Marx. Es standen auch Carl Schuricht, Carl Orff, Oswald Kabasta (ein glühender Nazi, der nach dem Kriege Selbstmord verübt hat), Eugen Jochum, Hans Knappertsbusch oder Clemens Krauss auf der Liste drauf. Oder Johann Nepomuk David, der erst vor wenigen Jahren durch CPO wieder aus der Versenkung geholt wurde.
Ich habe bei Dir grundsätzlich den Eindruck, dass Du es irgendwie bevorzugst, hier negativ zu kommentieren, egal was man schreibt. Diese Einstellung finde ich ehrlich gesagt, ziemlich befremdlich.
satie (18.01.2020, 16:00): Na, lieber Maurice, ich weiß nicht...ich tendiere in diesem Fall dazu, Sfantu zuzustimmen, dass die Karriere der meisten, die "mit dabei" waren eher keinen Schaden nahm. Sie waren nach dem Krieg die Hochschullehrer, Orchesterleiter, oder auch die Herausgeber etwa der wichtigsten Musik-Enzyklopädie im deutschen Sprachraum (MGG - Musik in Geschichte und Gegenwart). Von der Deutschen Grammophon brauchen wir auch nicht anfangen. Hierzu ist u.a. die Forschung von Eva Weissweiler sehr interessant.
Und bitte: nur weil eine Frage kritisch ist, muss sie noch lange nicht persönlich sein. Die Antwort auch nicht.
Maurice inaktiv (18.01.2020, 16:33): Und bitte: nur weil eine Frage kritisch ist, muss sie noch lange nicht persönlich sein. Die Antwort auch nicht. Ich habe es nur festgestellt, dass das bei ihm so ist, und eben auch entsprechend so geschrieben.
ich tendiere in diesem Fall dazu, Sfantu zuzustimmen, dass die Karriere der meisten, die "mit dabei" waren eher keinen Schaden nahm. Ich habe nicht geschrieben, dass alle Sympathisanten dieser Zeit davon betroffen waren, sondern es durchaus Künstler gab, die nach dem Kriege keine wesentliche Rolle mehr gespielt haben Nicht mehr und nicht weniger. Wie viele es wirklich waren, wissen wir nicht. Wie viele Musiker nach dem Kriege nicht mehr in die Orchester übernommen wurden, oder gar Selbstmord verübt haben, ist wohl nur abzuschätzen. Etwa Der Solo-Cellist der Wiener Philharmoniker, Friedrich Buxbaum, den das Ganze so mitgenommen hatte, und er nie wieder aus seinem Exil in London ins Orchester gehen wollte, trotz eines Angebotes 1946. Dagegen durfte der Ex-Nazi Wobisch im Orchester bleiben, konnte nach der Entnazifizierung zurück an seinen alten Platz kommen.
Wir kennen nur die ganz großen Namen, der Rest ist aber weitgehend unbekannt.
satie (18.01.2020, 17:37): Ok, jetzt sind wir hier eh hoffnungslos off topic... Lieber Werther, so eine Polemik habe ich schon lange nicht mehr gehört. Mahnkopf, den ich sogar persönlich kenne, kann ich auch nicht leiden, aber das ist eine andere Geschichte. Stockhausens Werk muss man schon etwas besser kennen, um es beurteilen zu können. Stockhausen hörte sehr genau. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wieviel Kenntnis zeitgenössischer Musik hier von Deiner Seite vorliegt (Hörerfahrung), aber das Spektrum ist seit dem Postserialismus so breit, dass ich mir nur vorstellen kann, dass es Dir nicht wirklich bekannt ist.
Äpfel und Birnen vergleichen hat bekanntlich aber noch nie viel gebracht. Wenn Du wissen willst, was man als Komponist im Studium lernt, kann ich Dir das gerne mal auseinanderlegen. Du unterschätzt das sehr, soviel darf ich sagen.
Es ist ok, ein Ressentiment-Hörer in Adornos Sinn zu sein, aber dann ist etwas Zurückhaltung bei Urteilen über Musik außerhalb des eigenen Repertoires nicht verkehrt.
Herzliche Grüße Satie
Marcie (18.01.2020, 21:04):
Cetay (inaktiv) (19.01.2020, 06:35): Ich bin mir grad unsicher: war das ernst hemeint oder eher ironisch? Durch und durch ernst gemeint.Das "ich habe fertig" war ein Gefühl von "es gibt dazu nichts mehr zu sagen"; im Sinne von: besser geht es nicht auszudrücken. Mich hat das Hören an einen Punkt gespült, wo in mir etwas "auf-" oder vielleicht eher "umgebrochen" ist. Ich kenne das Gefühl, von einem erstmalig gehörten Werk regelrecht in eine andere Dimension gespült zu werden und sprachlos zu glauben, ich hätte gerade das Allzeithoch der Musikgeschichte gehört - allerdings ist das in den seltensten Fällen wiederholbar, weil der Überraschungseffekt eine wichtige Spül-Komponente ist. Ich bin gespannt, ob dir das Werk nach dem zweiten oder dritten Hören immer noch als Nonplusultra erscheint.
Hier lief heute morgen:
J. S. Bach; Die Kunst der Fuge, BWV 1080 (Contrapunctus 1-11 & "14", arr. für Gambenquartett) Phantasm
Maurice inaktiv (19.01.2020, 06:49):
Joseph Haydn : sinfonien Nr.69 , 86 & 87 : Heidelberger Sinfoniker, Thomas Fey
Für mich ist (war) Thomas Fey ein Garant für hochkarätige Einspielungen. Sei es sein Haydn, oder auch sein Mendelssohn, hier war ein großartiger Dirigent zu Werke gewesen, der diesen Werken quasi neues Leben eingehaucht hat. Leider kann er aus gesundheitlichen Gründen seit Jahren nicht mehr auftreten, und dadurch seine GA der Haydn-Sinfonien nicht vollenden.
Maurice inaktiv (19.01.2020, 08:13):
Louise Farrenc : Sinfonien Nr.1 & 3 : NDR-Radiophilharmonie Hannover des NDR , Johannes Goritzki
Louise Farrenc (1804-1875) war eine Zeitgenössin von Robert Schumann, Felix Mendelssohn oder auch Franz Liszt, deren Werke zu ihren Lebzeiten immerhin sich ein gewisser Beliebtheit erfreuten. Doch schon bald nach ihrem Tode gerieten Werke und Komponistin in völlige Vergessenheit. Erst die Einspielungen durch CPO (auch Teile ihrer Kammermusik) riefen sie uns wieder zurück in unser Gedächtnis.
Bis heute gibt es nur noch eine weitere GA ihrer Sinfonien (durch Stefan Sanderling), Naxos hat 2018 eine CD mit den Sinfonien Nr. 2 & 3 veröffentlicht, die Erste fehlt aber noch.
Amonasro (19.01.2020, 16:02):
Maurice Ravel:
Gaspard de la nuit Valses nobles et sentimentales Jeux d'eau Miroirs
Pascal Rogé (Klavier)
Gruß Amonasro
Marcie (19.01.2020, 20:47): Wirklich ganz wunderbar! Eine tolle Entdeckung für mich.
Cetay (inaktiv) (20.01.2020, 01:47):
Sinfonia Concertane Kammerorchester Basel, Umberto Bendetti Michelangli Ignaz Holzbauer; Sinfonia Concertante Es-Dur für Violine, Viola, Violoncello und Orchester Ignaz Pleyel; Sinfonia Concertante F-Dur für Flöte, Oboe, Fagott, Streichquartett, Kontrabass und Orchester, B. 113 Wolfgang Amadeus Mozart; Sinfonia Concertante Es-Dur für Flöte, Oboe, Horn, Fagott und Orchester, K. 297b (Rekonstruiert & ergänzt von Robert Levin, Zuschreibung zu Mozart umstritten) Farbige und vielseitige Reißer in allerbester Spiellaune präsentiert. :times10
Cetay (inaktiv) (20.01.2020, 04:30):
Haydn / Mozart Handel and Haydn Society, Harry Christophers
Joseph Haydn; Sinfonie f-Moll, Hob. I:49 "La Passione" Wolfgang Amadeus Mozart; Sinfonia Concertante Es-Dur für Violine, Viola und Orchester, K. 364 + Aisslinn Nosky, Max Mandel Joseph Haydn; Sinfonie A-Dur, Hob. I:87
Maurice inaktiv (20.01.2020, 09:05):
Wolfgang A. Mozart : Sinfonien Nr.22 , 33 & 38 : RSO Stuttgart , Sir Roger Norrington
Lange Zeit konnte ich nicht wirklich etwas mit Mozarts Sinfonien anfangen. Grund war, dass mir die völlig verzopften Einspielungen von Karl Böhm jede Lust am Hören vermiest haben. Später konnte mich auch Harnoncourt nur bedingt überzeugen, obwohl dessen Einspielungen so hoch gelobt wurden sind. Mein "letzter Versuch" war Sir Roger Norrington - und sie an, mit seinen Interpretationen war ich sofort völlig im Reinen. Danke, Sir Roger !!
Maurice inaktiv (20.01.2020, 10:44):
Felix Mendelssohn : Sinfonie Nr.1 & Streichersinfonien Nr.8 & 13 Heidelberger Sinfoniker , Thomas Fey
Maurice inaktiv (20.01.2020, 14:05):
Franz Lachner : Sinfonie Nr.1, Es-Dur & Louis Spohr : Sinfonie Nr.2 ,d-Moll Singapore SO, Choo Huey
Ich bin von der 1985 entstandenen Aufnahme recht angetan. Sicher, Lachner ist nicht Schubert und Spohr auch nicht (dafür schrieb er tolle Violin - und Klarinettenkonzerte), aber hier wird sehr lebendig musiziert. Auch aufnahmetechnisch ist die Einspielung erstaunlich gut gelungen, gelten doch die Frühzeiten von Marco Polo oder Naxos oftmals als das Hauptproblem der Aufnahme.
Maurice inaktiv (20.01.2020, 14:40):
Feix Mendelssohn : Sinfonien Nr. 3 & 4 London Classical Players , Roger Norrington AD: 1989
Auch hier wieder eine exzellente Einspielung von Roger Norrington, der 1989 noch "kein" Sir war.....
udabonn (21.01.2020, 09:47):
Wolfgang Amadeus Mozart; Sinfonia Concertante Es-Dur für Violine, Viola und Orchester, K. 319 + Aisslinn Nosky, Max Mandel
KV 319??? Ist das eine neue Zählung? Muss das nicht ursprünglich KV 364 heißen bzw. jetzt 320d? (KV 319 ist die Sinfonie Nr. 33 B-Dur) Diese ständigen angeblichen Verbesserungen am KV sind mir ein Greuel (to'ebah) X( , die angeblich von Zaslaw im neuen KV beseitigt werden sollen.
tapeesa (21.01.2020, 10:04): Sortiert, berappelt, einen Weg gefunden, hier sowie mit der klassischen Musik weiter zu machen. _____
Martinů und Fauré - Mari Nakamura jetzt nur kurz: Martinů - Butterflies and birds of paradise, H. 127
Cetay (inaktiv) (21.01.2020, 10:06): Ich hab keine Ahnung wie ich auf 319 komme. ?( Hab's im Orignalpost verbessert.
Cetay (inaktiv) (21.01.2020, 10:08): Sortiert, berappelt, einen Weg gefunden, hier sowie mit der klassischen Musik weiter zu machen. Das freut mich. :hello
Cristina Ortiz Royal Philharmonic Orchestra, Miguel Gómez-Martínez
Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (22.01.2020, 21:35): Haydn ist nicht vergessen, nein. Aber es ist ein Trauerspiel, wie sehr sein Werk durch Mozart und Beethoven verdunkelt wird. Es ist so unglaublich gute Musik. Auch und gerade diese beiden Sinfonien. Ich denke aber, dass es durchaus gelungene Einspielungen gibt von Haydn. Und sooooo wenig wird er auch nicht gespielt. Da gibt es ganz andere Komponisten, die kaum noch zu hören sind, zumindest bei uns hier.
Hast Du mit dem Bilder einstellen Probleme? Einfach auf z.B. auf das Bild bei z.B. Amazon oder JPC gehen, kopieren, hier einfügen. Bei zu großen Bildern dann nach dem Einfügen auf das Bild klicken, dann kommt der Hinweis "bearbeiten". Dann solltest Du es von rechts Unten aus verkleinern können. Ich hoffe, ich habe es verständlich erklärt. Ich will nur helfen, das als Info.
Werther (22.01.2020, 21:41): Oh, vielen Dank. :-) Ich kam grad in der Tat nicht klar.
Werther (22.01.2020, 21:53): Ich denke aber, dass es durchaus gelungene Einspielungen gibt von Haydn. Und sooooo wenig wird er auch nicht gespielt. Da gibt es ganz andere Komponisten, die kaum noch zu hören sind, zumindest bei uns hier. Das ist zweifellos korrekt. Nur ist mein Eindruck, dass heute eher die schwächeren Beethoven-Sinfonien auf dem Spielplan landen als die besten von Haydn.
Die Mackeras-Interpretationen schätze ich übrigens wegen ihres transparenten Klangs und des straffen Zugriffs. Da wird nichts in Schmelz ersäuft und nichts verschleppt.
Maurice inaktiv (22.01.2020, 23:34): Nur ist mein Eindruck, dass heute eher die schwächeren Beethoven-Sinfonien auf dem Spielplan landen als die besten von Haydn. Mmmmh, keine Ahnung. Beethovens Erste, Zweite, Vierte sind eher selten zu hören, Drei, Fünf, Sechs, Sieben und Neun schon mehr, die Achte extrem selten. Das ist mein Eindruck, aber der kann auch völlig falsch sein.
Die Mackeras-Interpretationen schätze ich übrigens wegen ihres transparenten Klangs und des straffen Zugriffs. Da wird nichts in Schmelz ersäuft und nichts verschleppt. Mackerras ist für mich IMMER eine Option bei Einspielungen. Sei es bei den tschechischen Komponisten, den Briten, oder dem deutschen Repertoire (Haydn, Beethoven, Mozart und Brahms). Selbst seine Sechste Mahler mit dem BBC SO ist der Hammer. Daher gebe ich Dir da absolut recht.
Oh, vielen Dank. Ich kam grad in der Tat nicht klar. Ich kann auch nett sein, so ist es nicht.
Werther (23.01.2020, 00:10): Mmmmh, keine Ahnung. Beethovens Erste, Zweite, Vierte sind eher selten zu hören, Drei, Fünf, Sechs, Sieben und Neun schon mehr, die Achte extrem selten. Das ist mein Eindruck, aber der kann auch völlig falsch sein. Nee, das dürfte schon hinkommen.
Man müsste mal in die Tiefen der Bachtrack-Klassik-Statistiken über die meistaufgeführten Komponisten und Einzelwerke steigen, um Details zu verifizieren.
Ich hab die Statistiken der letzten Jahre mal kurz überflogen: Haydn als Komponist kommt nicht kontinuierlich unter die Top 10, während die beiden ersten Plätze immer an Mozart und Beethoven gehen, nur die Führung wechselt.
Unter den meistgespielten Orchesterwerken tauchen die Haydn Sinfonien nicht auf, Werke von Mozart und Beethoven hingegen regelmäßig - vor allem die von Dir genannten Beethoven-Sinfonien 3, 5, 6, 7 und 9.
Werther (23.01.2020, 00:19):
Mackerras ist für mich IMMER eine Option bei Einspielungen. Sei es bei den tschechischen Komponisten, den Briten, oder dem deutschen Repertoire (Haydn, Beethoven, Mozart und Brahms). Selbst seine Sechste Mahler mit dem BBC SO ist der Hammer. Daher gebe ich Dir da absolut recht.
Ich kann auch nett sein, so ist es nicht. Sieht so aus, als sollte ich mir da noch mehr anhören.
:beer
Maurice inaktiv (23.01.2020, 00:53): Ich hab die Statistiken der letzten Jahre mal kurz überflogen: Haydn als Komponist kommt nicht kontinuierlich unter die Top 10, während die beiden ersten Plätze immer an Mozart und Beethoven gehen, nur die Führung wechselt.
Unter den meistgespielten Orchesterwerken tauchen die Haydn Sinfonien nicht auf, Werke von Mozart und Beethoven hingegen regelmäßig - vor allem die von Dir genannten Beethoven-Sinfonien 3, 5, 6, 7 und 9. Okay. Das habe ich mal vermutet, allerdings ohne in eine Statistik zu schauen. Es ist auch oft bei meinen Kollegen im Jazz so, dass viele ein begrenztes Repertoire spielen können und wollen. Ich bevorzuge dagegen, in jedem meiner Konzerte eine angemessene Zahl an Raritäten zu spielen. Das macht es den Kollegen etwas schwerer, aber wer sich darauf einlässt, möchte dann immer mit mir spielen, weil ich halt auch was fordere und die Leute damit auch herausfordere.
In der Klassik vermisse ich diese Programmgestaltung sehr oft. Auch auf den Tourneen der Spitzenorchester werden selten Raritäten gespielt. Man muss schon dankbar sein, wenn mal jemand Hans Rott (der in Frankfurt mal total "in" war. Zuerst spielte das unser HR-SO Frankfurt unter Paavo Järvi, dann das Frankfurter Museums&Opernorchester unter Weigle), Nielsen oder Mahlers Zehnte mit Finale oder Carl Nielsens Vierte spielt. Unter Paavo Järvi waren die Programme recht gut gewesen, finde ich.
Cetay (inaktiv) (23.01.2020, 05:38):
John Cage; The Seasons Margaret Leng Tang, American Composers Orchestra, Dennis Russel Davies
Seventy-Four (Version I) The Seasons Concerto for Prepared Piano and Orchestra Seventy-Four (Version II) Suite for Toy Piano Suite for Toy Piano (Orchesterfassung von Lou Harrison
Diese Cage-Platte würde ich Schrägton-Phobikern zum Versuchen geben.
Nicolas_Aine (23.01.2020, 09:24): hm, witztigerweise habe ich neben der 3. die 1. und 4. am häufigsten gespielt. Die 9. kommt eigentlich - außer an Silvester halt - gar nicht so oft, weil das immer ein größerer (Kosten-)Aufwand ist. Bei der 5. hab ich den Eindruck, dass die auch nicht oft auf dem Plan steht, weil sie schon abgespielt ist. Die 7. kommt mir eigentlich am öftesten unter, auch wenn ich selbst bisher noch nicht das Vergnügen hatte. Aber auch hier nur ein anekdotischer Eindruck, das ist nichts statistisch belastbares. Generell gebe ich aber Werther recht: Beethoven steht bedeutend öfter auf dem Plan als Haydn. Meine persönliche Bilanz: Von Beethoven habe ich die Nummern 1-5 und 9 gespielt, bis auf 2 und 9 alle mehrfach, von Haydn je einmal die 92 und die 44, das wars. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass es rund 12x so viel von Haydn gibt, ist das schon recht eindeutig, finde ich. Auch im Freundes- und Kollegenkreis sind Haydn Symphonien eigentlich kein großes Thema, im Gegensatz zu Beethoven.
Edit: oh, ich habe die Beiträge auf der nächsten Seite übersehen :D Dann trügt mein Eindruck zumindest nicht völlig. Maurice, wenn du in der Frankfurter Gegend wohnst, schau doch mal ins Programm der Deutschen Radiophilharmonie in Saarbrücken, die spielen recht viel unbekanntes, die Rott Symphonie lief da z.B. auch vor nicht allzu langer Zeit, auch Nielsen kommt da vor.
Und was Tourneen angeht: Von den Agenturen, die selbige veranstalten, werden die großen Schlachtschiffe meist zur Bedingung gemacht, was aus finanzieller Hinsicht auch nachvollziehbar ist. Da haben die Orchester /Dirigenten / Solisten leider nur wenig Einflussmöglichkeiten.
Cetay (inaktiv) (23.01.2020, 09:27): An der Wiege der abendländischen Kunstmusik mit frühen komplexen 4-stimmigen Organa.
Perotin; Viderunt Omnes & Sederunt Principes The Hilliard Ensemble
Das Ensemble ist in Alte-Musik-Zirkeln nicht unumstritten, weil sie mehr nach sich selbst als nach der Musik, die sie interpretieren, klingen sollen (die Soltkarasteins des Mittelalters? :D ) Diese Aufnahme wird davon aber explizit ausgenommen.
Maurice inaktiv (23.01.2020, 09:31): Wenn man jetzt noch bedenkt, dass es rund 12: so viel von Haydn gibt, ist das schon recht eindeutig, finde ich. Nun, dafür sind die Haydn-Sinfonien auch eher "kurz" gehalten, bis auf die späteren Werke. Ähnlich ist es auch bei Mozart. Manchmal habe ich das Gefühl, dass das auch eine Rolle spielen könnte. Als ob man da mehr üben müsste für, oder zu viele Musiker nur für einen Teil des Konzertes benötigt würden, aber den ganzen Abend bezahlt werden müssen.
Maurice inaktiv (23.01.2020, 12:57):
Florian Leopold Gassmann : Ouvertüren für Opern AD: 2007 Eclipse Chamber Orchestra , Sylvia Alimena
Auch von dem Orchester habe ich noch nie was gehört. Also dazu mal in Kurzform, was das Booklet aussagt darüber: 1992 von Mitgliedern des National Symphony Orchestras gegründet. Sylvia Alimena spielt im gleichen Orchester 2.Horn seit 1985.
Ich habe noch nie von diesem Komponisten was gehört. Auch habe ich keine Ahnung, wie ich auf die CD beim Kauf gestoßen bin. Ich kann nicht mal sagen, woher ich sie habe. Immerhin gibt "Tante Wiki" was dazu her:
1729 in Brünx geboren, gestorben 1774 in Wien. Komponist von Barock bis Vorklassik. Interessante Einordnung. Erhielt früh Unterricht in Gesang, Harfe und Violine. Floh mit 13 Jahren vor seinem Vater nach Karlsbad. Dort als Harfenspieler tätig. Dann 1742 Reise nach Venedig. Studierte dann nach Vermittlung in Bologna bei Giovanni B. Martini und ging nach zwei Jahren als Organist nach Venedig zurück. Dort Förderung durch den Grafen Veneri. 1757 Leiter des Mädchenchores am dortigen Konservatorium. 1763 in Wien Nachfolger von Gluck. Dort 1772 Hofkapellmeister.
Er schrieb 24 Opern, ein Oratorium, ein Requiem, um die 50 Sinfonien, 6 Streichquartette (Auswahl)......
Bis jetzt würde ich die Stileinordnung so unterschreiben. Es sind noch typische Merkmale des Barock vorhanden, aber nicht mehr in der Fülle und Verspieltheit. Es ist ein "vereinfachter Barock", ohne die Verzierungen etwa in den Violinen. Die Begleitung ist für mich wiederum mehr im Barock anzusehen. Ausgespart, aber deutlich an den Generalbass erinnernd. Doch das können Andere besser beschreiben als ich.
Franz Benda; Flötenkonzerte e-Moll, A-Dur & a-Moll András Adorján, Ars Rediviva Ensemble Prag, Milan Munclinger
tapeesa (23.01.2020, 23:08): Best Amy Beach Emma Kirkby, Steven Isserlis, Stephen Hough Romantic Chamber Group of London
Ihre Musik berührt mich sehr tief. So traurig und wunderschön.
Maurice inaktiv (23.01.2020, 23:51):
Hans Rott : "Balde Ruhest Du Auch !" & Sinfonie E-Dur Michael Volle (Bariton) - Münchner Symphoniker , Hansjörg Albrecht
Maurice inaktiv (23.01.2020, 23:54):
Ihre Musik berührt mich sehr tief. So traurig und so wunderschön. Werde einen eigenen Thread zu ihr aufmachen. Das sollte eigentlich anders herum rein, egal. Ich besitze diese eine Einspielung von ihr. Da muss ich mal wieder reinhören. Dann bin ich mal gespannt über den Thread.
Maurice inaktiv (24.01.2020, 01:45):
Anton Bruckner Sinfonie Nr.2 , c-moll (1877)
Northern Sinfonia , Mario Vanzago
Der Chefdirigent des Berner Symphonie Orchesters, Mario Venzago, stemmt sich gegen das Schwere, Pathetische, Langsam-Lärmige der meisten gängigen Interpretationen und hat sich für jede der zehn Sinfonien jeweils ein ganz spezielles Orchester ausgesucht. Die Arbeit mit Klangkörpern von ganz unterschiedlicher Größe, Ausrichtung und Prägung soll nicht das Gleiche hervorheben, sondern das so wunderbar Unterschiedliche in Bruckners Werk. Dies unterstreicht die Tatsache, dass Bruckner selbst seine Sinfonien über einen Zeitraum von 27 Jahren schrieb, in denen er sich als Komponist ebenso spektakulär entwickelt hatte wie sein Instrumentarium, das romantische Orchester.
Quelle: JPC über die GE der Sinfonien bei CPO unter Mario Venzago
Cetay (inaktiv) (24.01.2020, 03:10):
Franz & Georg Anton Benda; Concerti Il Giardollino Franz Benda; Flötenkonzert E-Dur Georg Benda; Cembalokonzert h-Moll Franz Benda; Violinkonzert Es-Dur Georg Benda; Cembalokonzert f-Moll
Ob man diese GA aller 126 Baryton Trios, plus Duette, Quintette, Oktette, Cassationen und Fragmente 'braucht', kann man diskutieren. Dass ich jedesmal, wenn ich irgendetwas davon rausziehe, große Freude habe, ist Fakt.
:thumbup:
Maurice inaktiv (24.01.2020, 10:57):
Alberic Magnard : Sinfonie Nr.4 Malmö SO, Thomas Sanderling
Diese Einspielungen gab es damals im Original von BIS. An der Interpretation und auch klangtechnich gibt es nichts auszusetzen. Die Fachpresse war damals voll des Lobes gewesen.
Maurice inaktiv (24.01.2020, 13:14):
Joseph Messner : Salzburger Suite,op.51, Rondo giocoso für Orchester, u.a.
Mozarteum-Orchester Salzburg, Ivor Bolton
So wirklich vom Hocker hauen tut mich das Ganze jetzt nicht. Es scheint mir auch nicht an der Interpretation zu liegen. Wobei Messner gefällig schreibt, aber das ist vielleicht auch gerade das Problem dabei.
Nun, er lebte von 1893 bis 1969 und hatte nicht nur Theologie studiert, sondern auch Orgel und Komposition eben am Mozarteum in Salzburg. Seine Haltung im 3.Reich gilt als "regimekonform" , im Gegensatz etwa zu seinem Bruder Johannes Messner. So vollzog er auch in den 1930-er Jahren seinem Kompositionsstil einem radikalen Wechsel zurück zum "Tonikadreiklang".
Von 1922 bis zu seinem Tode 1969 war er Domorganist, ab 1926 Domkapellmeister am Salzburger Dom.
Quelle : Wkipedia Das Booklet ist leider nicht sonderlich ergiebig mit Informationen
Maurice inaktiv (24.01.2020, 14:06):
Johan Wagenaar : Orchesterwerke Royal Concertgebouw Orchestra , Riccardo Chailly
Eine ausgezeichnet eingespielte und auch mitgeschnittene CD. Ob da die CPO-Einspielungen mithalten können ? Das kann ich mir nicht so recht vorstellen.
Cetay (inaktiv) (24.01.2020, 14:16): Vor der Druckbetankung zum lunaren Neujahrsfest noch schnell aus dieser nur als Download erhältlichen Box:
Wolfgang Amadeus Mozart; Sinfonie Nr. 1 Es-Dur, K. 16 Mainzer Kammerorchester, Günther Kehr
Das ist keine echte GA. Die Nummern 35-41 werden von Peter Maag beigesteuert.
tapeesa (24.01.2020, 20:32): On the Shoulders of Giants The Royal Conservatoire of Scotland, Symphonic Wind Orchestra - Nigel Boddice, Bryan Allen 1 - 3 On the shoulders of giants, Peter Graham 4 Behac Munroh, Christian Lindberg 5 - 8 Inner weather, Steve Forman 9 - A plain man's hammer, Martin Dalby 10 - Behemoth, Rory Boyle
Werther (24.01.2020, 22:58): Aus dieser empfehlenswerten Box den größten aller Beethovenschen Sinfoniesätze - das Adagio der Neunten.
Cetay (inaktiv) (25.01.2020, 08:29):
Johann Sebastian Bach; Messe h-Moll BVW 232 Concerto Copenhagen, Lars Ulrik Mortensen (Kammerton: 415 Hz, Stimmung: Neidhardt "Grosse Stadt")
Exzeptionell durchhörbare, perfekt balancierte Aufführung mit minimalem Aufgebot (10 Stimmen, einschließlich der fünf Solisten, 13 Streicher, 7 x Holz, 4 x Blech, Pauke und Orgel). Im besten Sinne neutral und uneitel ohne Pomp und Firlefanz. Meine neue Lieblingsaufnahme.
Maurice inaktiv (25.01.2020, 11:25):
Johannes Brahms : Sinfonie Nr.4 Scottish Chamber Orchestra , Sir Charles Mackerras
Cetay (inaktiv) (26.01.2020, 02:50):
Wolfgang Amadeus Mozart; Violinkonzerte G-Dur & A-Dur, K. 216 & 219 So Jin Kim, Kurpfälzisches Kammerorchester
Oha! Das überzeugt restlos - auch im von der Solistin selbst geleiteten Orchesterpart. Jeder Liebhaberin dieser Werke sei hiermit Hörpflicht auferlegt.
Cetay (inaktiv) (26.01.2020, 05:26):
Johann Joachim Quantz; Flötenkonzerte a-Moll, G-Dur, c-Moll & d-Moll, QV5: 268, 165, 38 & 81 Mary Oleskiewicz, Concerto Armonico, Miklós Spányi
Wer Quantz bislang für einen Vielschreiber von gefälliger Gebrauchsmusik hält, hört hier bitte genau hin. Die Solistin und das gleichsam hervorragende Ensemble nehmen diese Werke ernst und jedes mit individuellem Zugriff. Da werden bei mitreißendem Spielfluss feinste Details herauszilisiert und unerwartete Tiefen ergründet.
Amadé (26.01.2020, 09:50):
Das passt gut zum Frühstück.
Gruß Amadé
Werther (26.01.2020, 13:53): Mackerras Haydn und Mozart haben mich bereits überzeugt, die von ihm dirigierten Kammerorchester bringen hier sehr gute, sehr pointierte Resultate.
Wirklich überrascht hat mich diese exzellente Einspielung von Schuberts "Unvollendeter". Dass man dieses so strapazierte Stück noch mal so frisch wiedergeben kann, dass man richtig Lust darauf bekommt und nicht aufhören möchte zuzuhören - das finde ich sehr beachtlich. Hörtipp!
Maurice inaktiv (26.01.2020, 17:54): Wirklich überrascht hat mich diese exzellente Einspielung von Schuberts "Unvollendeter". Dass man dieses so strapazierte Stück noch mal so frisch wiedergeben kann, dass man richtig Lust darauf bekommt und nicht aufhören möchte zuzuhören - das finde ich sehr beachtlich. Hörtipp! Das ist eine sehr gute gelungene Doppel-CD mit den Sinfonien Nr. 5, 8 & 9 unter Mackerras. Auch diese CD hier ist sehr erfreulich unter ihm:
Werther (26.01.2020, 19:59): Das ist eine sehr gute gelungene Doppel-CD mit den Sinfonien Nr. 5, 8 & 9 unter Mackerras. Auch diese CD hier ist sehr erfreulich unter ihm: Die Mackerras-Einspielungen mit den Schotten habe ich an Mozart erprobt, da haben mir aber die Aufnahmen mit dem Prager Kammerorchester besser gefallen. Deshalb habe ich jetzt auch die entsprechende Gesamteinspielung geordert.
Ich habe den Mozart-Zugriff verschiedener Dirigenten anhand der mir vertrautesten Sinfonie - der Nr. 40 g-moll - verglichen. Da haben dann Mackerras/Prag gewonnen, weil mir der Klang der Schotten zu verwaschen war. Das Tempo war auch bei ihnen top.
Verworfen wurden darüber hinaus: Böhm - sämig und langweilig Karajan - seelenlos, läppisch, ganz furchtbar Norrington - Tempo gut, aber das Klangbild gefällt mir nicht Bernstein - trotz großem Orchester gutes Klangbild, aber zu langsam Harnoncourt - Tempo ok, aber Klangbild für meine Begriffe zu unscharf, irgendwie auch uninspiriert Abbado, Rattle - alles gut und solide gemacht, aber letztlich irgendwie nicht packend.
An Mackerras kam letztlich keiner ran.
Maurice inaktiv (26.01.2020, 20:46): Ich habe den Mozart-Zugriff verschiedener Dirigenten anhand der mir vertrautesten Sinfonie - der Nr. 40 g-moll - verglichen. Da haben dann Mackerras/Prag gewonnen, weil mir der Klang der Schotten zu verwaschen war. Das Tempo war auch bei ihnen top.
Verworfen wurden darüber hinaus: Böhm - sämig und langweilig Karajan - seelenlos, läppisch, ganz furchtbar Norrington - Tempo gut, aber das Klangbild gefällt mir nicht Bernstein - trotz großem Orchester gutes Klangbild, aber zu langsam Harnoncourt - Tempo ok, aber Klangbild für meine Begriffe zu unscharf, irgendwie auch uninspiriert Abbado, Rattle - alles gut und solide gemacht, aber letztlich irgendwie nicht packend. Ich habe nur alles übernommen, aber zu Norrington eine Info: Er hat die Nr.40 2x eingespielt. Mit den "London Classical Players" und später seinem Funk-Orchester, dem RSO Stuttgart. Ich selbst habe nur die zweite Einspielung, und die ganze Box (6 CDs) finde ich wunderbar gelungen. Du dürftest aber die ältere Aufnahme aus England gemeint haben, denke ich mal. Oder liege ich falsch?
Werther (26.01.2020, 21:07): Ich habe nur alles übernommen, aber zu Norrington eine Info: Er hat die Nr.40 2x eingespielt. Mit den "London Classical Players" und später seinem Funk-Orchester, dem RSO Stuttgart. Ich selbst habe nur die zweite Einspielung, und die ganze Box (6 CDs) finde ich wunderbar gelungen. Du dürftest aber die ältere Aufnahme aus England gemeint haben, denke ich mal. Oder liege ich falsch? Nein, wenn ich mich jetzt nicht ganz falsch erinnere, liegst Du richtig - es war die Aufnahme aus England.
Relativieren würde ich nochmal mein Urteil zu Bernstein, den ich generell sehr schätze:
Wenn man das Stück lieber etwas langsamer genommen hört, ist das schon sehr gut. Es ist letztlich eine Geschmacks- und sicher auch Stimmungsfrage, welchen Ansatz man bevorzugt.
Ich schätze auch seine Beethoven-Deutung: Er hatte ein exzellentes Gespür für die Klangfarben und einen außergewöhnlichen Riecher dafür, auch klangliche Juwelen an weniger prominenten Stellen zu entdecken und herauszupolieren.
Werther (27.01.2020, 00:01): Und hier noch ein hoffnungslos überspieltes Stück, aus dem Mackerras nochmal richtig etwas rausgeholt hat.
Das Adagio ist vielleicht doch zu Andante geraten, da bin ich noch nicht konform.
Aber der Kopfsatz - unheimlich luzide. Und das Scherzo, das so sehr auf eine klare und transparente Linienführung angewiesen ist: Ja, ja, ja - SO muss man das spielen. Kann mich nicht erinnern, es je so gut gehört zu haben.
Auch das Finale: Sehr gut, wenn auch - wie immer - nur so lange, bis die Singerei des (laut Verdi "schlecht gesetzten") Vokalfinales anfängt. Wobei man Mackerras zugute halten muss, dass er die Dynamik im Zaum hält und es nicht in die übliche Schreierei ausarten lässt. Die Vokalisten sind hier allerdings insgesamt nur mäßig, finde ich.
Dennoch: Eine insgesamt starke Interpretation. Auf YouTube hat sie nicht mal 1000 Aufrufe. Eine Schande. Sie lohnt sich.
Cetay (inaktiv) (27.01.2020, 04:16): Wobei man Mackerras zugute halten muss, dass er die Dynamik im Zaum hält und es nicht in die übliche Schreierei ausarten lässt. Unter diesem Gesichtspunkt würde ich auch Suzuki zur Hörprobe empfehlen.
Cetay (inaktiv) (27.01.2020, 05:55): Auweia! Zwischendurch war ich mir nicht sicher, ob der Strömendienstleister das falsche Cover eingestellt hat und in Wirklichkeit eine Brahms-Sinfonie läuft. Ich habe dann das Original nachgeschoben. Gardiner macht das - als einer der ganz ganz wenigen- nicht schlecht, aber irgendwann ging es mir doch auf den Keks und ich musste abbrechen. Ein längst ausgeschiedenes Mitglied schrieb in den Anfangszeiten mal sinngemäß, sie höre nur noch Barock- oder Kammermusik, weil sie sich langsam zu alt fühle, zuzuhören, wie mit Riesenorchestern massive Klanggebilde aufgetürmt werden, um sie dann wieder zusammenkrachen zu lassen. Ein Jahrzehnt später begreife ich so langsam, was sie gemeint hat. :thumbup:
Johannes Brahms; Sinfonie Nr. 4 e-Moll, op. 98 OR&R, John Eliot Gardiner
Cetay (inaktiv) (27.01.2020, 07:35): In diesem Sinne:
Aus der dicken Mozart-Box die Diveetimenti B-Dur, KV 287 & D-Dur, KV 205 Camerata Academica des Mozarteums Salzburg, Sador Vegh AS: 1988
Ein eher ungewöhnlicher Beginn der Woche, aber ich habe die Box schon so lange, doch noch immer nicht ganz durchgehört. Dabei kann ich mit Veghs Lesart was anfangen, auch sein Schubert hat mir gut gefallen.
Maurice inaktiv (27.01.2020, 13:29):
Aus der 10-CD-Box "The British Symphonic Collection" die CD-Nr.8 :
Rued Langgaard : Die Sinfonien Nr.6 - 8 : Danish NSO, Danish National Vocal Ensemble , Danish National Choir , Leitung: Thomas Dausgaard
Heute habe ich echt ein völlig anderes Programm als sonst laufen. Bei Langgaard und auch zuvor bei Ruth Gipps fühle ich mich wohl, bei Arthur Butterworth muss ich sagen, dass mir das überhaupt nicht gefallen hat. Das hat mich überhaupt nicht angesprochen, mir wurde da kein Sinn und Zusammenhang klar. Es wirkte alles mehr "zufällig" entstanden, man möge es mir verzeihen. Einen Bogen über das Ganze konnte ich nicht erkennen.
Andréjo (27.01.2020, 16:01): Bei Langgaard und auch zuvor bei Ruth Gipps fühle ich mich wohl, bei Arthur Butterworth muss ich sagen, dass mir das überhaupt nicht gefallen hat. Das hat mich überhaupt nicht angesprochen, mir wurde da kein Sinn und Zusammenhang klar. Es wirkte alles mehr "zufällig" entstanden, man möge es mir verzeihen. Einen Bogen über das Ganze konnte ich nicht erkennen. Im Prinzip gerne einverstanden! Angeregt von Maurice André habe ich die CD in der Billg-Box mal wieder - höchstens zum dritten Mal - aufgelegt. Mit der Erinnerung war es nicht so weit her ...
Die Langgaard-Box kenne ich noch nicht komplett, finde aber beispielsweise die pompöse erste Sinfonie sehr malerisch.
Ruth Gipps hat eine relativ knappe und kleingliedrige Sinfonie verfasst, die melodiös aus sehr englischem Geist erklingt. Gefällig ohne spezifisch individuellen Anspruch. Bei Butterworth, der anspruchsvoller zu hören ist, sagt mir der langsame Satz atmosphärisch zu. Insgesamt bleibt aber zu wenig haften. Arnold Bax und Vaughan Williams, die vielleicht nicht gar so weit entfernt sind, haben Interessanteres zu bieten.
:) Wolfgang
Maurice inaktiv (27.01.2020, 16:53): Bei Butterworth, der anspruchsvoller zu hören ist, sagt mir der langsame Satz atmosphärisch zu. Insgesamt bleibt aber zu wenig haften. Arnold Bax und Vaughan Williams, die vielleicht nicht gar so weit entfernt sind, haben Interessanteres zu bieten. So sehe ich es auch.....
Amonasro (27.01.2020, 22:53): Mal wieder Verdi:
Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Macbeth
Macbeth - Piero Cappuccilli Lady Macbeth - Shirley Verrett Banco - Nicolai Ghiaurov Macduff - Plácido Domingo Malcolm - Antonio Savastano Dama di Lady Macbeth - Stefania Malagù Medico - Carlo Zardo Servo di Macbeth - Giovanni Foiani Sicario - Alfredo Mariotti Araldo - Sergio Fontana
Coro e Orchestra del Teatro alla Scala, Claudio Abbado
Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (28.01.2020, 01:29):
Ludwig van Beethoven; Klavierkonzert c-Moll, op. 38 Jos van Immerseel, Tafelmusik, Bruno Weil
Cetay (inaktiv) (28.01.2020, 06:58): Das sind sicher nicht die allerbesten -insbesondere selbst ausübende Fagotts lassen kein gutes Haar daran- und nicht die historisch informiertesten Aufnahmen Vivaldischer Fagottkonzerte, aber als erste GA eine bemerkenswerte Pioniertat:
Antonio Vivaldi; Fagottkonzerte Daniel Smith, English Chamber Orchestra, Philp Ledger
Zunächst RV 467 (C-Dur) , 499 (F-Dur) & 500 (a-Moll)
tapeesa (28.01.2020, 10:59): Bartók - Mikrokosmos, Sz. 107, Book 1 György Sandor
tapeesa (28.01.2020, 18:14): Hier jetzt: Schubert, Klaviertrio in Es-Dur - habe zwar noch keine Vergleiche, aber gefällt mir.
Franz Schubert - Klaviertrio in Es-Dur, D 929 (Op. 100) und Notturno in Es-Dur D 897 (Op. posth. 148) Thomas Demenga & Hansheinz Schneeberger & Jörg Ewald Dähler
und: Sinkovsky plays and sings Vivaldi
Amadé (28.01.2020, 19:49): Hallo tapeesa, ich besitze diese CD auch, es ist eine HIP-Interpretation. Du solltest unbedingt noch eine weitere Aufnahme zum Vergleich heranziehen, es gibt da eine Menge, kein Wunder bei diesem ausdrucksvollem Stück.
Gruß Amadé
Werther (28.01.2020, 20:20): Sehr empfehlen kann ich diese Einspielung hier. Eine fantastische Aufnahme.
Cetay (inaktiv) (29.01.2020, 03:15):
Karlheinz Stockhausen; Michaels Reise aus Donnerstag aus Licht (Solisten-Version für Trompete, 9 Mitspieler und Klangregie) Suzanne Stephens (Basset-Horn), Markus Stockhausen (Trumpete), Solisten-Ensemble
Cetay (inaktiv) (29.01.2020, 04:23):
John Cage; Four4 Empty Words Percussion Ensemble
Werther (29.01.2020, 13:47): Gerade geohrwurmt vom zweiten Satz des Dvorak-Quartetts. :)
Eine sehr schöne Einspielung, sehr feines Spiel des Emersons Quartetts.
Großer Pluspunkt: Sowohl die Kantilene als auch die durchgehende Pulsbewegung der Begleitung, die das Stück so eigentümlich macht, kommen klar und transparent heraus.
Die meisten übrigen Einspielungen, die ich erprobt habe, scheitern entweder am einen oder am anderen. In der an sich sehr guten Interpretation des Smetana Quartetts z.B. geht immer wieder der Puls unter, bei anderen leider dafür im Gegenzug die Klarheit der Kantilene.
Ernest Bloch : Israel Symphony & Suite für Bratsche und Orchester AD: 2000 & 20001
Slowakisches RSO + Vocalisten , Dalia Atlas (Symphony) Atlas Camerata , Dalia Atlas + Yuri Gendelsman (Bratsche)
Dalia Atlas gilt als Spezialistin der Musik Ernest Blochs.
Die Aufnahme erschien ursprünglich auf dem Label ASV , wurde von Naxos aus deren Katalog übernommen.
Cetay (inaktiv) (30.01.2020, 13:32):
Franz Schubert; Oktett F-Dur, D. 803 Academy of Ancient Music Chamber Ensemble
tapeesa (30.01.2020, 18:18): 1 Leoš Janáček - In the mists Zoltán Fejérvári
2 John Luther Adams - The place we began
Werther (30.01.2020, 22:26): Mal wieder reingehört, weil ich die Hebriden-Ouvertüre sowie "Meeresstille und glückliche Fahrt" eigentlich klanglich mag...
Aber es geht mir wie so oft bei Musik der Romantik: Ich komme mit diesem Strukturverlust nicht klar. Die Musik wabert irgendwohin, es hat - um eine Formulierung aus der Pfälzer Mundart zu verwenden - "kein Kopp und kein Arsch".
Bei Bach, Händel, Scarlatti, in der Wiener Klassik, auch noch bei Frühromantikern wie Schubert und Chopin hat es immer einen roten Faden.
Später zerfällt das zunehmend. Und ich gebe zu: Das nervt mich.
Cetay (inaktiv) (31.01.2020, 03:04): Interssante Ausführungen, die ich durchaus nachvollziehen kann.
Hier läuft ein Genannter, der als einer der letzten seiner Art ohne Gewabere auskam.
Franz Schubert; Oktett F-Dur für Klarinette, Horn, Fagott, Streichquartett & Kontrabass, D. 803 Wiener Oktett (1958)
Cetay (inaktiv) (31.01.2020, 06:06):
Guillaume Dufay; "O gemma lux" - Isorhythmische Motetten Huelgas Ensemble, Paul van Nivel
Der Bach des Mittelalters an der Nahtstelle zur Renaissance. Fantastische, hochstrukturierte Musik. Anspieltip: Salve flos Tusce gentis
Werther (31.01.2020, 08:15): Der Bach, der Meer heißen sollte...
"Wenn mir das Leben alles genommen hätte, dies Stück würde mich wieder trösten." (Felix Mendelssohn-Bartholdy)
Giacinto Scelsi; Werke für Viola Vincent Royer (Viola & Stimme) Manto Coelocanth Elegia per Ty + Séverine Ballon (Violoncello) Three Studies Xnoybis
Amadé (01.02.2020, 10:42):
Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (02.02.2020, 00:52):
Joseph Haydn; Londoner Sinfonien & The Seasons Royal Philharmonic Orchestra, Thomas Beecham Daraus die Sinfonien Es-Dur, Hob I:99 & G-Dur, Hob. I:100 "Militär"
Amadé (02.02.2020, 09:31):
Sinfonie Nr. 7 g-moll op. posth. Gruß Amadé
tapeesa (02.02.2020, 10:11): Aaron Copland - Orchestral Works - Appalachian Spring, Billy the Kid, Rodeo Dallas Symphony Orchestra Saint Louis Symphony Orchestra Philharmonic Orchestra of the City of Mexico Eduardo Mata, Leonard Slatkin, Enrique Bátiz
tapeesa (02.02.2020, 18:24): Guillaume Dufay - Das weltliche Werk The Medieval Ensemble of London Peter Davies & Timothy Davies
tapeesa (03.02.2020, 23:16): Argenore - Arien und Szenen aus der Oper der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth Batzdofer Hofkapelle, Viktor Lukas Hagen Matzeit, Ralf Simon, Silvia Weiss, Marlen Herzog, Raimonds Spogis, Peter Kube
Cetay (inaktiv) (05.02.2020, 02:36):
Ludwig van Beethoven; Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 NBC Symphony Orchestra, Arturo Toscanini
Dieser Transfer des "einzig brauchbaren" (Cetay) Beethoven-Sinfonien-Zyklus wurde von Music & Arts inzwischen aus dem Programm genommen und durch einen angeblich noch besseren ersetzt - mit dem gleichen Restaurator. Ich bin mit dem gerade Gehörten schon glücklich. Es ist halt nun mal ein paar Jährchen her...
Cetay (inaktiv) (05.02.2020, 04:50):
Franz Schubert; Sinfonie h-Moll, D759 Tonhalle Orchester, David Zinman
Hier werden keine Gefangenen gemacht. Formel 1 mit schroffen Akzentsetzungen und rabiater Dramatik.
Maurice inaktiv (05.02.2020, 10:52):
Michael Haydn : Die Sinfonien Nr.19, 24, 29 & 33 : Deutsche Kammerakademie Neuss , Frank Beermann
Aus der Doppel-CD von CPO die erste CD. Es muss nicht immer der Joseph sein
Amonasro (05.02.2020, 15:40):
Ludwig van Beethoven: Streichquartett Nr. 1 & 2
Gewandhaus-Quartett
Gruß Amonasro
tapeesa (05.02.2020, 19:56): Music of the Night - American Nocturnes Anthology of American Piano Music Vol. 2 mit Werken von: Crumb, Barber, Beach, Copland, Griffes, Gottschalk, Mason, Bloch, Ornstein, Hamelin, Chadwick, Foote, Grofé, Lamb, Farwell, Schelling Klavier: Cecile Licad
Cetay (inaktiv) (06.02.2020, 05:25):
Ludwig van Beethoven; Streichquartett Nr. 15 a-Moll, op. 132 Fitzwilliam String Quartet
Wie schon die weiter vorne gezeigte Aufnahme von op. 130/133 ist das überragend. No-nonsense Beethoven, Architektur-bewußt, Extreme meidend (abgesehen vom sehr langsamen Tempo im Adagio - 18:52) und dadurch souveräne Meisterschaft ausstrahlend. Zu schade, dass dieser Vierer nicht wenigstens die späten Quartette komplett eingespielt hat.
Maurice inaktiv (06.02.2020, 10:30):
Michael Haydn : Sinfonien Nr. 14 & 17 , 40, 41, F-Dur
Deutsche Kammerakademie Neuss , Johannes Goritzki
Der zweite Teil der Doppel-CD von CPO
Maurice inaktiv (06.02.2020, 12:36):
Franz Schmidt : Sinfonie Nr.2 , Es-Dur Richard Strauss : Träumerei am Kamin aus Intermezzo
Mozart als Füller für den zweiten und letzten Teil der GA eines "Kleinmeisters" kleingedruckt auf dem Cover. Sieht man auch nicht alle Tage.
tapeesa (06.02.2020, 14:14): Complete Nocturnes - John Field, Frédéric Chopin + Nocturnes von Zeitgenossen C. Schumann, C. Pleyel, F. Kalkbrenner, M. Glinka, L. Lefébure-Wély, E. Weber, C.-V. Alkan, M. Szymanowska,I. Dobrzyński Klavier: Bart van Oort - Chopin-Stücke auf Hammerklavieren der Firmen Pleyel (1842) und Erard (1837), Field auf einem Klavier von Broadwood (1823) bei einem 3-händigen Stück auch: Agnieszka Chabowska
Amonasro (06.02.2020, 19:04):
Heitor Villa-Lobos: Klaviertrio Nr. 1 & 3
Damocles Trio
Gruß Amonasro
Amonasro (06.02.2020, 21:56):
Giuseppe Verdi/Temistocle Solera: Nabucco
Nabucco - Piero Cappuccilli Abigaille - Ghena Dimitrova Ismaele - Plácido Domingo Zaccaria - Evgeny Nesterenko Fenena - Lucia Valentini Terrani Anna - Lucia Popp Il Gran Sacerdote - Kurt Rydl Abdallo - Volker Horn
Chor & Orchester der Deutschen Oper Berlin, Giuseppe Sinopoli
Gruß Amonasro
Werther (06.02.2020, 22:23): Möchte gerade immer wieder das "namenlose" Quartett Op. 76 Nr. 5 hören, einfach ein sehr schönes Stück, über alle vier Sätze hinweg.
Die Einspielung des ABQ ist aber insgesamt sehr hörenswert. Vielleicht spielen die gesetzten Herren manchmal etwas zu glatt und zu akademisch, aber ich finde, sie treffen den Charakter der Musik sehr genau. Zudem wird man ein derart sauberes Spiel und Zusammenspiel so schnell auch kein zweites Mal finden.
Cetay (inaktiv) (07.02.2020, 05:15):
Joseph Haydn; Konzerte für Tasteninstrument und Orchester, Hob. XVIII: 1-5, 8, 10 & 11 Christine Schornsheim (Cembalo, Orgel, Hammerklavier), Neue Düsseldorfer Hofmusik, Mary Utiger
Das ist einfach ein Spasspaket allererster Güte. Schornsheim brilliert auf verschiedenen historischen Instrumenten und die quicklebendige Hofmusik srahlt und funkelt, dass es eine wahre Freude ist. Das sind nicht die erstrangigsten Werke von Haydn und manche sogar mit zweifelhafter Authentizität? So what - ich liebe diese CD.
Cetay (inaktiv) (07.02.2020, 15:35):
Johann Sebastian Bach; Das Wohltemperierte Clavier Roger Woodward
Daraus aus Buch I die Nrs. 2, 12 & 23
Das WTK auf dem modernen Konzertflügel ist grober Unfug, aber wenn ein beleumundeter Xenakis-Interpret an den Tasten sitzt, siegt dann doch die Neugierde. Gehört und für gelungen befunden. No-nonsense mit Sogwirkung. Die Aufnahme hat seinerzeit hervorragende Kritiken eingefahren, wie man auf der Webseite des Künstlers nachlesen kann. Sie scheint sich aber nicht etabliert zu haben. Oder kennt das irgendwer?
Cetay (inaktiv) (08.02.2020, 00:53):
Johann Sebastian Bach; Das Wohltemperierte Clavier - Buch I Edward Parmentier (Cembalo)
Bach - Complete Violin Sonatas, BWV 1014 - 1023 Arthur Grumiaux, violin, Christiane Jaccottet, harpsichord, Philippe Mermoud, cello Ist ja kurios: steht da auf dem Cover wirklich Christiane Jaccottet, Violine? Wie konnte das denn passieren? Und Grumiaux spielt...gar nix. Hab ich noch nie gesehen auf einem Cover, einen solchen Fehler. Musikalisch stelle ich mir die Aufnahme schön vor, muss ich demnächst mal reinhören.
Vitezslav Novák (1870-1949) war u.a. Student bei Antonin Dvorak am Prager Konservatorium gewesen. Dort wurde er selbst 1909 bis 1939 Professor für Komposition. Die hier eingespielte "Symphonische Dichtung" Pan wurde ursprünglich 1910 für das Klavier geschrieben. Erst später wurde sie orchestriert. Meines Wissens ist es die einzige CD-Einspielung dieses Werkes überhaupt. Stilistisch ist das für mich Spätromantik, manchmal vielleicht eine Prise in Richtung Impressionismus gehend. Das ist zumindest mein Höreindruck gewesen.
Der Dirigent Zdenek Bilek (1923-2006) studierte bei Vaclav Talich in Brünn. Von 1953 bis 1969 war er eine Art Zweiter Dirigent der Slovakischen Philharmonie, also jenem Orchester, mit dem er Pan eingespielt hat. 1969 bis 1975 wurde der Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters von Zlin, dann bis 1981 der Oper von Kosice. Bilek gilt als Spezialist der Werke von Dvorak, Janacek, Suk, Martinu und Novak.
Cetay (inaktiv) (09.02.2020, 16:59):
Ludwig van Beethoven; piano concerto no. 3 / violin concerto (version for piano) Olli Mustonen, Tapiola Sinfonietta Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll, op. 37 Klavierkonzert D-Dur, op. 61a (Klavierfassung des Violinkonzert Op. 61) Neben Kremers Interpretation von op. 61 in der Originalfassung (mit Schnittke-Kadenz) ist das sicher die von mir meistegehörte Beethoven-Platte.
tapeesa (09.02.2020, 18:25): Und Grumiaux spielt...gar nix. Das (Nichts) dafür aber sehr gut :) !
Hab ich noch nie gesehen auf einem Cover, einen solchen Fehler. Musikalisch stelle ich mir die Aufnahme schön vor, muss ich demnächst mal reinhören. Mich hat es immerhin dazu gebracht etwas genauer zu Christiane Jaccottet zu schauen. X/ _____
Telemann - Twelve Fantasias for Violin Solo Arthur Grumiaux
satie (09.02.2020, 18:29): Grumiaux zeichnet sich immer durch eine schlichte Eleganz aus, zumindest bei dem Wenigen, was ich bisher gehört habe. Ich muss mich unbedingt mit ihm befassen.
Herzliche Grüße Satie
tapeesa (09.02.2020, 18:46): Hatte ihn bisher nur mit Clara Haskil zusammen gehört. Die beiden hatten wohl eine sehr intensive musikalische Verbindung. Das letzte Konzert von Clara Haskil war gemeinsam mit Grumiaux. Bei Wikipedia steht, dass Grumiaux zwar vorwiegend für sein Geigenspiel bekannt und geschätzt, aber auch ein guter Pianist war - und die beiden öfters die Instrumente getauscht haben.
Mehr weiß ich leider auch noch nicht -
Werther (09.02.2020, 21:16): "Es ist eigenartig, dass Musik verteidigt werden muss, die zum Besten zählt, was je komponiert worden ist." (Charles Rosen, "Der klassische Stil")
Anders als die Klaviertrios von Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms etc., die alle Instrumente gleichrangig behandeln, sind die von Haydn vorrangig Klaviersonaten mit Streicherbegleitung. Insbesondere das Cello hat fast keine Eigenständigkeit.
Das hat dafür gesorgt, dass sie oft als nachrangig betrachtet wurden. Zu Unrecht, denn sie bieten fantastische Musik.
Man muss beispielsweise nur einmal das wunderbare Trio Nr. 44 E-Dur (Hob. XV: 28) hören, um zu wissen, wie recht Charles Rosen hatte.
Empfohlen sei hier die hervorragende Einspielung des Beaux Art Trios.
Werther (09.02.2020, 21:36): Kennt eigentlich jemand diese Aufnahme?
Ja, das sind die Standards: Trauermarsch, Regentropfen-Prelude, die E-Dur-Etüde, das Faintaisie-Impromptu...
Aber ich habe sie nie so gut gehört wie hier. Keine virtuose Selbstdarstellung. Tempo raus. Totale Versenkung in die Musik. Klingt plötzlich ganz anders und weit weniger oberflächlich als man es oft kennt.
Leider gibt es von Frau Igoshina nicht viele Aufnahmen, und sie ist nach einem vielversprechenden Start auch ein wenig in der Versenkung verschwunden. Ein Jammer, bei dieser überragenden Begabung
EinTon (10.02.2020, 00:03): Gestern mal wieder angehört: Rothko Chapel, meine Lieblingskomposition von Morton Feldman:
Cetay (inaktiv) (10.02.2020, 03:01): @Werther zu Haydn Ja, die Qualitätskriterien der teutonischen Musikhistorik sind schon sehr einseitig an formalen Merkmalen festgemacht und wenig am klingenden Ergebnis.
@Werther zu Chopin Ich kenne die CD nicht, da ich Chopin seit bestimmt 10 Jahren nicht mehr gehört habe. Da ich gerade das WTK mit grossem Appetit fresse, kriegt Freddy bald mal wieder eine Chance und Igoshina ist dafür vorgemerkt.
@EinTon Tolle Platte. Mir gefällt die Zugabe “Why Patterns?” noch einen Ticken besser.
Hier Ausschnitte aus den den vermeintlichen Großen Vier Aufnahmen des Wohltemperierten Klaviers: Gould, Gulda, Feinberg, Tureck.
Amadé (10.02.2020, 10:10):
Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (10.02.2020, 11:19): doppelt ?(
Cetay (inaktiv) (10.02.2020, 11:23):
Johann Sebastian Bach; Das Wohltemperierte Clavier, Buch I Jenö Jandó
Daraus die Nrs. 1-10
Sehr gut! Flüssig und wenig invasiv, ohne dass Langeweile oder Genervtheit aufkommt. Jandó steht als Naxos-Hauspianst und Allesspieler unter dem Generalverdacht, häufig Ordentliches aber kaum Herausragendes zu bringen. Zurecht?
Maurice inaktiv (10.02.2020, 12:49): Jandó steht als Naxos-Hauspianst und Allesspieler unter dem Generalverdacht, häufig Ordentliches aber kaum Herausragendes zu bringen. Zurecht? Irgendwie schon, was aber völlig normal ist, finde ich zumindest. Hier kann ich mich recht gut in die Rolle des Musikers hinein versetzen, denn wer sich in allen Bereichen versucht, kann bei der Menge niemals auf Dauer hervorragende Einspielungen vornehmen. So war (und ist) das auch bei Daniel Barenboim gewesen. Es ist aus Zeitgründen auch nicht realisierbar. Was einem besser liegt, wird im Regelfall auch besser funktionieren, aber es wird halt kaum ein bleibenden Eindruck hinterlassen.
Daher kamen dann auch Idil Biret und andere Pianisten dazu, wie etwa Bernd Glemser und Scherbakov.
Cetay (inaktiv) (11.02.2020, 00:22): Im stimme zu, dass das bei der Masse nicht alles höchste Qualität sein kann, aber sehe halt die Gefahr, dass daraus schnell ein Vorurteil wird und man erst gar nicht mehr hinhört. Sein WTK wird auf Spezialisten-Seiten sehr positiv besprochen, sonst hätte ich wohl über ihn weggescrollt...
Hier jetzt:
Giacinto Scelsi; Klaviersuite Nr. 9 (Ttai) Marianne Schroeder
Maurice inaktiv (11.02.2020, 02:18): Im stimme zu, dass das bei der Masse nicht alles höchste Qualität sein kann, aber sehe halt die Gefahr, dass daraus schnell ein Vorurteil wird und man erst gar nicht mehr hinhört. Das ist sicher richtig, aber ich muss zugeben, auch mir von ihm nicht wirklich etwas gekauft zu haben, weil mir die Gefahr zu groß wäre, dass es eben nur eine Einspielung unter vielen Anderen sein könnte. Ich vefahre bei etwa Daniel Barenboim nicht viel anders.
Mit so etwas muss man eben leben, wenn man für ein Label quasi fast das gesamte Standard-Repertoire und noch darüber hinaus aufgenommen wird. Man bekommt meist etwas Grundsolides angeboten, aber die Schere nach Unten oder Oben kommt auch nur selten vor.
Das ist ja grundsätzlich nicht verwerflich, aber das ist in etwa so, wenn man sich die Beethoven-Sinfonien unter Bela Drahos oder Michael Halasz kaufen würde. Das braucht im Grunde kein wirklicher Klassik-Hörer, das ist für den breiten Massenmarkt gedacht.
tapeesa (11.02.2020, 09:07): Vivaldi - Six Concertos - Two Trumpets, Madrigalesco, Two Cellos, Two Flutes, Two Violins, Alla Rustica, Two Cellos Christopher Hogwood, Academy of Ancient Music
Werther (11.02.2020, 19:55): Das ist ja grundsätzlich nicht verwerflich, aber das ist in etwa so, wenn man sich die Beethoven-Sinfonien unter Bela Drahos oder Michael Halasz kaufen würde. Das braucht im Grunde kein wirklicher Klassik-Hörer, das ist für den breiten Massenmarkt gedacht. Eine kleine ketzerische Bosheit am Rande: Dasselbe Gefühl beschleicht mich zunehmend auch bei Karajan.
Maurice inaktiv (11.02.2020, 20:51): Eine kleine ketzerische Bosheit am Rande: Dasselbe Gefühl beschleicht mich zunehmend auch bei Karajan. Nein, das ist auch da eine Tatsache. Manche seiner Einspielungen sind wirklich klasse geworden (etwa sein Bruckner, Tschaikowsky, Sibelius, Nielsen, die Zweite Wiener Schule, für mich auch sein Mahler, de ich für weitaus besser halte, als das, was man da sonst teilweise zu hören bekommt - damals, wie heute, Richard Strauss). Auch sein früher Beethoven ist immer wieder hörenswert, bei den späteren Einspielungen gehen die Meinungen schon wieder ziemlich auseinander.
Bei seinem Bach, Mozart, Haydn sehe ich heute viele Einspielungen weitaus besser gelungen, so spielt man das heute nicht mehr, das war damals schon "Old School" gewesen. Sein Wagner galt auch als hervorragend, sein Brahms ebenso. Bei Schumann und Mendelssohn geht es auch wieder auseinander. Über seine Opern kann ich nichts sagen.
Werther (11.02.2020, 21:24): Nein, das ist auch da eine Tatsache. Manche seiner Einspielungen sind wirklich klasse geworden (etwa sein Bruckner, Tschaikowsky, Sibelius, Nielsen, die Zweite Wiener Schule, für mich auch sein Mahler, de ich für weitaus besser halte, als das, was man da sonst teilweise zu hören bekommt - damals, wie heute, Richard Strauss). Auch sein früher Beethoven ist immer wieder hörenswert, bei den späteren Einspielungen gehen die Meinungen schon wieder ziemlich auseinander. Also, ich besitze - leider, muss ich fast sagen - bei Karajan/Beethoven u.a. diese Box hier mit späteren Einspielungen von 1976/77. Und die gehörte eigentlich in die Rubrik "Was höre ich gerade nicht", wenn es diese Rubrik denn hier gäbe.
Besonders erbost hat mich, dass er beim Kopfsatz der Pastorale - dem vielleicht schönsten und heitersten Stück Musik aus Beethovens mittlerer Periode - tatsächlich die Expositionswiederholung weglässt. Für mich gerade bei diesem Stück ein musikalisches Verbrechen, das die von Beethoven intendierte Wirkung stark beeinträchtigt, wenn nicht sogar zerstört.
Die Neunte ist hier für mich ein Reinfall, die Fünfte und die Eroica auch, wobei ich letztere ohnehin nicht sonderlich mag. Am ehesten kann ich von Karajan noch die Achte hören.
Das unterkühlte Klangbild, das ja durchaus Absicht war, ist ohnehin nicht so meins.
Aber ich habe tatsächlich Sibelius-Aufnahmen von ihm, die ich sehr lange nicht gehört, aber positiv in Erinnerung habe - etwa die von den Klassikern "Finlandia" und "Der Schwan von Tuonela". Ich müsste da mal wieder die Probe machen.
Maurice inaktiv (11.02.2020, 22:32): Aber ich habe tatsächlich Sibelius-Aufnahmen von ihm, die ich sehr lange nicht gehört, aber positiv in Erinnerung habe - etwa die von den Klassikern "Finlandia" und "Der Schwan von Tuonela". Ich müsste da mal wieder die Probe machen. Ich habe vor allem seinen Sibelius, den er mit den Berlinern, aber auf EMI eingespielt hat. Gerade die Orchesterwerke sind sehr sehr gut geworden.
Also, ich besitze - leider, muss ich fast sagen - bei Karajan/Beethoven u.a. diese Box hier mit späteren Einspielungen von 1976/77. Und die gehörte eigentlich in die Rubrik "Was höre ich gerade nicht", wenn es diese Rubrik denn hier gäbe.
Besonders erbost hat mich, dass er beim Kopfsatz der Pastorale - dem vielleicht schönsten und heitersten Stück Musik aus Beethovens mittlerer Periode - tatsächlich die Expositionswiederholung weglässt. Für mich gerade bei diesem Stück ein musikalisches Verbrechen, das die von Beethoven intendierte Wirkung stark beeinträchtigt, wenn nicht sogar zerstört.
Die Neunte ist hier für mich ein Reinfall, die Fünfte und die Eroica auch, wobei ich letztere ohnehin nicht sonderlich mag. Am ehesten kann ich von Karajan noch die Achte hören.
Das unterkühlte Klangbild, das ja durchaus Absicht war, ist ohnehin nicht so meins. Ich sagte ja, ab diesem Zyklus gehen die Meinungen wirklich richtig auseinander.
Werther (11.02.2020, 22:48):
Ich sagte ja, ab diesem Zyklus gehen die Meinungen wirklich richtig auseinander. Na, meine nicht. ;) :D
Maurice inaktiv (11.02.2020, 23:10): Na, meine nicht. ich meine damit nicht mal unbedingt unsere Meinungen, sondern allgemein. Viele bemängeln das, was Du bereits geschrieben hast, mal mehr, mal weniger auf Deine ganzen Aussagen bezogen. Das ist, wie viele Westcoast-Aufnahmen der 1950-er Jahre im Jazz, die in der Regel technisch UND aufnahmetechnisch perfekt waren, aber auch glatt und irgendwie austauschbar und gefühllos. Das muss man mögen, oder an bestimmten Tagen so eingestellt sein, aber an sich braucht man es nicht unbedingt. Das mal sehr vereinfacht geschrieben jetzt.
Werther (12.02.2020, 07:53): Na, meine nicht. ich meine damit nicht mal unbedingt unsere Meinungen, sondern allgemein. Viele bemängeln das, was Du bereits geschrieben hast, mal mehr, mal weniger auf Deine ganzen Aussagen bezogen. Das ist, wie viele Westcoast-Aufnahmen der 1950-er Jahre im Jazz, die in der Regel technisch UND aufnahmetechnisch perfekt waren, aber auch glatt und irgendwie austauschbar und gefühllos. Das muss man mögen, oder an bestimmten Tagen so eingestellt sein, aber an sich braucht man es nicht unbedingt. Das mal sehr vereinfacht geschrieben jetzt. Eigentlich hatte ich das gar nicht ernstgemeint. Aber Du hast völlig recht: Je nach Tagesform bevorzugt man verschiedene Aufnahmen, hat also als eine und dieselbe Person unterschiedliche Meinungen. Und bei Musik kann man sich auch erlauben, das auszuleben.
Das geht mir auch mit Komponisten so. Obwohl ich selbst zB großer Beethoven-Fan bin, gibt es Phasen, in denen ich vor allem die Musik seiner mittleren Stilperiode nicht ertragen kann. Die bereitet mir dann regelrecht Magendrücken. Aber mir ist heute ohnehin das Spätwerk wichtiger.
Marcie (12.02.2020, 08:54): Wunderbar!
Maurice inaktiv (12.02.2020, 13:14):
Anton Bruckner : Sinfonie Nr.8 RSO Leipzig , Herbert Kegel AD: 1975 , so Wikipedia
Marcie (12.02.2020, 13:47):
Maurice inaktiv (12.02.2020, 14:06): Mit Werken von Walter Piston kannst Du auch bei Naxos mal schauen. Die haben die Einspielungen von Gerard Schwarz übernommen, aber auch die beiden Violinkonzerte neu einspielen lassen:
Das sind nur mal zwei Beispiele aus dem Naxos-Katalog als Info.....
Marcie (12.02.2020, 14:10): :thumbup:
tapeesa (12.02.2020, 18:32): Gott wird geboren, Mächtige erstarren vor Angst Weihnachtliche Orgelmusik aus Polen und Deutschland Josef Still an der Beckerath-Mayer-Orgel der Lebensbaumkirche Manderscheid in der Eiffel
Cetay (inaktiv) (13.02.2020, 03:51):
Edvard Grieg; Klavierkonzert / Sinfonie
Klavierkonzert a-Moll. op. 16 - Olli Mustonen, San Francisco Symphony, Herbert Blomstedt Sinfonie c-Moll, EG119 - Bergen Symphony Orchestra, Karsten Andersen
tapeesa (13.02.2020, 09:48): Rautavaara - Angels and Visitations Helsinki Philharmonic Orchestra, u. a., Leif Segerstam
Cetay (inaktiv) (13.02.2020, 10:03):
Duality - Trios fur Violine, Viola & Klavier Oberon Trio Joseph Haydn; Klaviertrio d-Moll, Hob. XV:23 Toshio Hosokava; Trio Aaron Copland; Vitebsk Robert Schumann; Klaviertrio Nr. 2 F-Dur, op. 80
tapeesa (13.02.2020, 12:33): Rautavaara - a tapestry of life Helsinki Philharmonic Orchestra, Leif Segerstam
Joseph Haydn; Klaviertrios C-Dur, E-Dur, Es-Dur & Es-Dur, Hob. XV:27-30 Robert Levin (Klavier, Andreas Stein 1780 - Nachbau), Vera Beths (Violine, Stradivarius 1727), Anner Bylsma (Violoncello, Gianfranceso Pressenda 1835)
tapeesa (14.02.2020, 08:56): Louise Farrenc - Etudes & Variations Joanne Polk
Cetay (inaktiv) (14.02.2020, 11:02):
Antonio Vivaldi; Le quattro stagioni, Op. 8, Nos. 1-4 Elisabeth Blumenstock (Barock-Violine, Andrea Guarneri 1660), Philharmonia Baroque Orchestra, Nicholas McGegan
Wo McGegan draufsteht, ist HIPste und höchste Qualitat drin. Das quietscht, kratzt und beisst - ganz musikalisch, ohne Hetzjagden und Gestampfe. Wer sich an dem Zylus totgehört hat, wird damit wieder erweckt.
Marcie (14.02.2020, 11:06): ...im Grunde seit Tagen unentwegt:
Werther (14.02.2020, 18:59):
Schuberts letzte Klaviersonate B-Dur (D 960), gespielt 1972 von Svjatoslav Richter (live in Prag). Für mich persönlich die Jahrhundert-Aufnahme dieses unglaublichen Stücks, auf die ich immer wieder zurückkomme.
Werther (14.02.2020, 19:50): Sehr schön von Richter übrigens auch diese Live-Aufnahme meiner bevorzugten Mozart-Klaviersonate KV 282 Es-Dur.
Zu Mozart habe ich seit jeher ein ambivalentes Verhältnis - vielleicht aufgrund dieser noblen Distanziertheit, die seine Musik oft ausstrahlt. Als wollte er sich an der Welt nicht die Finger schmutzig machen.
Aber Richter findet hier eine gute Waage. Nicht so runtergeklingelt, wie man das oft hört, aber auch nicht zu romantisch. Die Melancholie kommt hervor, aber es bleibt trotzdem der Mozart, der die Welt nicht allzu weit in seine Musik vordringen lässt.
So empfinde das jedenfalls ich.
tapeesa (15.02.2020, 09:27): Cécile Chaminade - Klaviermusik - The Flatterer Joanne Polk
Amonasro (15.02.2020, 19:16):
Gaetano Donizetti: Il campanello di notte
Don Annibale Pistacchio - Enzo Dara Enrico - Angelo Romero Serafina - Agnes Baltsa Madama Rosa - Bianca Maria Casoni Spiridione - Carlo Gaifa
Wiener Staatsopernchor Helmuth Froschauer (Klavier) Wiener Symphoniker, Gary Bertini
Diese Opera buffa über den Apotheker Annibale dessen Hochzeitsnacht von seinem Nebenbuhler Enrico vereitelt wird, der ihn in immer neuen Verkleidungen mit verschiedenen "Erkrankungen" und langen Rezepten beschäftigt hält, ist in verschiedener Hinsicht ungewöhnlich: Die Oper ist relativ kurz (etwa 55 Minuten), Tenor und Sopran haben nur kleine Nebenrollen und der Großteil der Handlung spielt sich in mehreren aufeinanderfolgenden Duetten zwischen Bariton und Bass ab. Insbesondere dem Sänger des Enrico wird einiges abverlangt, da er in kurzer Abfolge die verschiedensten Rollen spielen muss (zwielichtiger Verführer, betrunkener Franzose, heiserer Opernsänger, etc.) Donizetti komponierte nicht nur die Musik, sondern schrieb auch das Libretto selbst. Trotz hervorragender Sänger kann ich dem Werk weniger abgewinnen als anderen Donizetti-Opern. Bei den Hauptrollen dominiert der für Buffo-Rollen typische schnelle Parlando-Stil, der Anteil der Secco-Rezitative ist relativ groß. Insgesamt ganz nett, aber auch nicht mehr, auf der Bühne stelle ich mir das Werk dagegen unterhaltsamer vor.
Gruß Amonasro
Werther (15.02.2020, 22:27): Nachdem die Beethoven-Interpretationen von Järvi und der Bremer Kammerphilharmonie in zahlreichen Feuilleton-Artikeln hochgelobt und als aktuelle Referenzaufnahme gepriesen werden, habe ich gestern mal zur Probe in die zahlreichen Liveaufnahmen auf YouTube reingehört.
Ich muss sagen, ich bin enttäuscht.
Vielleicht muss ich mal wieder zum Ohrenarzt, aber von den leuchtenden Farben und dem frischen Zugriff, vom dem die Rezensionen sprechen, kann ich nichts erkennen. Das sind in meinen Augen mäßig inspirierte Interpretationen ohne sonderlich spektakulären Sound, die auch keineswegs eine sensationelle Transparenz erzeugen. Da hat Mackerras mit den Liverpoolern in den 1970er Jahren m.E. weit Besseres zustande gebracht.
Stellvertretend seien hier zwei Spezialstellen angeführt, die mir immer viel sagen:
1. Der Übergang vom ersten zum zweiten Thema im zweiten Satz der Fünften. Sehr schön komponiert, aber von Interpreten oft lieblos hingeschnuddelt.
So auch hier, und daran erkennt man die falsche Fokussierung: Für den klassischen Stil ist - vor allem im Sonatensatz - der rhythmisch-melodisch-harmonische Übergang zwischen zwei oder mehr tonalen Zentren das entscheidende Wesenselement. Nicht, ob der Künstler zwei oder mehr gute Themen hat, sondern ob die Übergänge zwischen ihnen gelingen, entscheidet über das Gelingen der ganzen Komposition. Wer die Übergänge vernachlässigt, vernachlässigt also das Wichtigste. Auch und gerade bei Beethoven, bei dem der Kontrast zwischen den tonalen Zentren noch einmal zusätzlich durch eine bewusst konträre Gestaltung der thematischen Charaktere geschärft wird.
Dem werden die Bremer an dieser Schlüsselstelle m.E. nicht gerecht. Sie sind damit nicht allein, Karajan hat die Passage auch nicht hingekriegt. Man vergleiche aber wie Bernstein das mit den Wienern und New Yorkern spielte.
2. Auch der Anfang des Scherzos der Neunten verrät so einiges. Maximale Transparenz ist hier immens wichtig, weil der innere Zug des Stückes sonst nicht greifbar wird - aber auch diese Transparenz ist hier für mich nicht in hinreichendem Maße da.
Fazit: Die Kombi Järvi/Bremen vermarktet sich gut, scheint mir aber überschätzt. Mit den Interpretationen von Bernstein oder Mackerras kann das m.E. nicht mithalten.
Amadé (16.02.2020, 10:09): Lieber Werther, wie Du schon bemerktest sind die Youtube-Aufnahmen live-Mitschnitte, die CDs sind allerdings im Studio aufgenommen, da mag es Unterschiede, wenn auch nur geringere, geben. Außerdem habe ich bei mir selbst festgestellt, dass Hören/Anschauen eines Videos etwas von der Musik ablenkt, das stelle ich immer wieder fest, wenn ich die Digital-Concert-Hall der Berliner Philharmoniker anschaue, dann nehme ich die Musik nicht mehr so wahr, wie sie mir ausschließlich hörend bekannt ist. Außerdem möchte ich noch daraufhinweisen, dass Järvi und seine Musiker ihren Aufnahmen die damals "Neue kritische Urtextaufnahme" der Sinfonie von Jonathan Del Mar zugrunde legten und die Abweichungen von herkömmlicher Interpretationen dezent herausarbeiteten. Wichtig war ihnen dabei auch auf ein durchgehend einheitliches Tempo im betreffenden Satz zu achten. Das fehlt natürlich bei Bernstein und den meisten anderen Maestros. Sicher haben diese auch bestimmte Stellen überzeugend hingekriegt. Mackerras hat sich übrigens mit einer Neuaufnahme (live) mit dem Scottish Chamber Orchestra "verbessert".
Gruß Amadé
Werther (16.02.2020, 10:45): Lieber Werther, wie Du schon bemerktest sind die Youtube-Aufnahmen live-Mitschnitte, die CDs sind allerdings im Studio aufgenommen, da mag es Unterschiede, wenn auch nur geringere, geben. Außerdem habe ich bei mir selbst festgestellt, dass Hören/Anschauen eines Videos etwas von der Musik ablenkt, das stelle ich immer wieder fest, wenn ich die Digital-Concert-Hall der Berliner Philharmoniker anschaue, dann nehme ich die Musik nicht mehr so wahr, wie sie mir ausschließlich hörend bekannt ist. Außerdem möchte ich noch daraufhinweisen, dass Järvi und seine Musiker ihren Aufnahmen die damals "Neue kritische Urtextaufnahme" der Sinfonie von Jonathan Del Mar zugrunde legten und die Abweichungen von herkömmlicher Interpretationen dezent herausarbeiteten. Wichtig war ihnen dabei auch auf ein durchgehend einheitliches Tempo im betreffenden Satz zu achten. Das fehlt natürlich bei Bernstein und den meisten anderen Maestros. Sicher haben diese auch bestimmte Stellen überzeugend hingekriegt. Mackerras hat sich übrigens mit einer Neuaufnahme (live) mit dem Scottish Chamber Orchestra "verbessert".
Gruß Amadé Moin Amade,
dass das ein Unterschied zur Studioaufnahme sein kann, ist mir bewusst.
Ich höre YouTube meist per Kopfhörer am Handy, das ich dann zur Seite lege. Ich achte also kaum auf das Bild - aus genau den von Dir genannten Gründen.
Zumindest bei der Live-Aufnahme der Fünften scheint mir das einheitliche Tempo mehr Anspruch denn Wirklichkeit. Gerade zu Beginn des ersten Satz schwankt das Tempo für mich sogar so stark, dass es stört - ein Effekt, den ich von den "Großen" eher nicht kenne.
Ohnehin bin ich immer skeptisch, wenn da einer hinkommt und erzählt, er hält jetzt endlich mal das Tempo. Das klingt immer so, als hätten Bernstein und Co. in Allegro-Sätzen zwischen Largo und Presto alles dabei.
Dass das Rubato so extrem übertrieben wird, stimmt erstens nicht, und zweitens ist ein Rubato durchaus im Sinne von Beethoven, der nach zahlreichen Berichten selbst viel mit Rubato-Effekt gearbeitet hat. Einheitliche Tempi sind also ebensowenig historisch informierte Aufführungspraxis wie ein überzogenes Rubato.
Bei der Kritik, dass ich keine besondere Inspiration und Transparenz und keine "leuchtenden Klangflächen" erkennen kann, bleibe ich.
Insgesamt fällt mir auf, dass sehr viele der Eigenmarketing-Formeln des Orchesters in Rezensionen und Käuferbewertungen eingegangen sind. Man muss schon auch aufpassen, dass man nicht zum Werbeopfer wird.
Mackerras mit den Schotten muss ich noch mal checken - die haben mich aber schon bei Mozart nicht so überzeugt wie das Prager Kammerorchester, weil ihr Klang verwaschener war.
LG, Werther
Marcie (16.02.2020, 12:31): Oh, gute Idee! Mein liebstes Beethovensinfonien-Set, zumindest seit einigen Monaten:
Werther (16.02.2020, 12:53): Oh, gute Idee! Mein liebstes Beethovensinfonien-Set, zumindest seit einigen Monaten: Es sei Dir gegönnt. ;) Die Geschmäcker sind zum Glück verschieden.
Marcie (16.02.2020, 13:18): :beer
Glücklicherweise, ja! Zumal mein eigener Geschmack sich auch ständig im Wandel befindet...Gut, dass es so viele tolle, unterschiedliche Veröffentlichungen gibt!
Werther (16.02.2020, 14:59): :beer
Glücklicherweise, ja! Zumal mein eigener Geschmack sich auch ständig im Wandel befindet...Gut, dass es so viele tolle, unterschiedliche Veröffentlichungen gibt! Das sehe ich genauso. :beer Zumal es auch mir so geht, dass der Geschmack sich wandelt. Über längere Zeiträume sowieso, aber auch über kürzere Strecken.
Im Moment denke ich z.B., dass ich Haydn über all die Jahre viel zu wenig Beachtung geschenkt habe. Je mehr ich mich hineinhöre, um so mehr bin ich begeistert. Seien es die Sinfonien, die Streichquartette oder die Klaviertrios.
Im Moment sind es wieder die Klaviertrios, aktuell Hob XV:25 G-Dur, davor waren es Hob XV:28 und 24. Das ist so fantastische Musik, und es ist wirklich schade, dass gerade die Trios in der allgemeinen Wahrnehmung oft unter Wert geschlagen werden.
Die Beaux-Art-Einspielung ist erste Sahne und umfasst 9 CDs. Ich habe also noch einiges zu entdecken. :)
Amonasro (16.02.2020, 19:10):
Johannes Brahms: Klarinettentrio a-Moll op. 114
Tamás Vásáry (Klavier) Karl Leister (Klarinette) Ottomar Borwitzky (Violoncello)
Durch Hinweise hier, den interessanten Namen und die Bekanntheit des Stückes doch mal neugierig geworden und eine Bildungslücke geschlossen. Ich hatte das bisher noch nicht gehört.
Atmosphärisch beeindruckend, die Musik lässt vor meinem inneren Auge tatsächlich arktische Landschaften entstehen - mehr vielleicht sogar als Grieg oder Sibelius.
tapeesa (17.02.2020, 00:43): Florence Foster Jenkins - The Diva of Din
Habe heute Abend den Film "Florence Foster Jenkins" (mit Meryl Streep, Hugh Grant, Regie Steven Frears) gesehen.
Marcie (17.02.2020, 20:30):
Cetay (inaktiv) (19.02.2020, 06:56):
Georg Philipp Telemann; Oboenkonzerte Sarah Francis, London Harpsichord Ensemble Oboenkonzerte d-Moll, f-Moll & c-Moll, TWV51:d1, f1 & c2 Konzerte für Oboe d'amore A-Dur & e-Moll, TWV51:A2 & e2 Konzert für Flöte, Oboe d'amore und Viola d'amore E-Dur, TWV53:E2
Cetay (inaktiv) (19.02.2020, 13:36):
William Lawes; Fantasia Suites The Purcell Quartet
Amadé (19.02.2020, 18:16):
Nicht von schlechten Eltern, empfehlenswert.
Gruß Amadé
tapeesa (19.02.2020, 21:39): @Marcie - die Shostakovich / Bernstein CD, die du gepostet hast, ist mir schon ganz oft aufgefallen, aber es hat nie gepasst, ganz durchzuhören - irgendwann, werde ich es tun. Wie hat dir die Aufnahme gefallen?
______
William Lawes - Fantasia Suites für 2 Geigen, Bratsche, Orgel London Baroque
William Lawes sieht nach Fundgrube aus.
Werther (19.02.2020, 23:36): Beethoven - The Nine Symphonies Royal Liverpool Philharmonic Orchestra Dir.: Charles Mackerras
Zyklus 3 in meiner Sammlung nach Karajan/Berlin :thumbdown: und Bernstein/Wien. :thumbsup: Und auch hier: :thumbsup:
Man könnte sagen: Bernsteins Intensität ohne Bernsteins Fülle und Langsamkeit. Zügig, sehr transparent, scharf angespielt - das tut diesen Klassikern gut. Der Neunten, insbesondere auch der Fünften, nicht zuletzt der von mir immer vernachlässigen Siebten.
Allein: Der Schlachtenlärm des mittleren Beethoven kann selbst Liebhabern auf Dauer auf den Zeiger gehen. Wumm!!! Wumm!!! Wummwummwummwummwumm! Wumm! Wummtatahahahawummtatawummtatawumm! Wumm! Wuuuuuumm. Wumm!!
Ob man sich die Eroica, die Fünfte, das Tripelkonzert, das Violinkonzert oder das Fünfte Klavierkonzert reinzieht - es ist Wumm! regelmäßig dieselbe Masche. Von Wellingtons ratatatata Sieg gar nicht zu reden. WUMM! Die Pastorale hätte es fast ohne geschafft, aber dann kam das Gewitter. WUMM. Ich weiß, das ist jetzt bös.
Trotzdem: Momentan lieber Haydn.
Marcie (20.02.2020, 00:00): @Marcie - die Shostakovich / Bernstein CD, die du gepostet hast, ist mir schon ganz oft aufgefallen, aber es hat nie gepasst, ganz durchzuhören - irgendwann, werde ich es tun. Wie hat dir die Aufnahme gefallen? Für mich ist diese Aufnahme eine sehr schöne Ergänzung zu meinen (sehr vielen) Einspielungen der siebten. Sie wird sicher nicht bei mir unter die Top3 kommen, aber ich habe sie bereits mehrfach, teilweise erstaunt durchgehört, da Bernstein tatsächlich noch für mich Neues herausgearbeitet hat. Also als Einstieg oder Referenz für mich nicht geeignet, aber als wuchtige Variante in einer Sammlung empfehlenswert.
Cetay (inaktiv) (20.02.2020, 08:29): William Lawes sieht nach Fundgrube aus. Das scheint mir für die gesamte Musik vor dem Hochbarock zu gelten. Die spielt im klassischen Kanon eine ebensolche Spezialistenrolle wie die Moderne. Viel Spass beim Finden.
Allein: Der Schlachtenlärm des mittleren Beethoven kann selbst Liebhabern auf Dauer auf den Zeiger gehen. Oder er sorgt dafür, dass es erst gar nicht die grosse Liebe wird. Das Violinkonzert finde ich aber durchaus vergnüglich, trotz wumm wumm wumm wumm wuuummm. :D
Cetay (inaktiv) (20.02.2020, 10:57): Hier nicht nur momentan lieber Haydn. Das 2032 Projekt hat Zuwachs bekommen und Vor-Bach ist auch dabei :leb :
Haydn 2032; La Roxolana Il Giardino Armonico, Giovanni Antonini
Joseph Haydn; Sinfonien C-Dur, Es-Dur & A-Dur, Hob. I:63, 43 & 28 Bela Bartok; Romanian Folk Dances, SZ.68, BB76 Anonymus; Sonata Jucunda (MS Kromeriz, ca. 1673-78)
Amadé (20.02.2020, 19:17):
Bayreuth 1942 - Dirigent Karl Elmendoff, Siegfried: Set Svanholm, Brünnhilde: Martha Fuchs, Hagen: Friedrich Dalberg
Gruß Amadé
Werther (20.02.2020, 22:33): Hier nicht nur momentan lieber Haydn. Das 2032 Projekt hat Zuwachs bekommen und Vor-Bach ist auch dabei :leb : Von diesem Projekt wusste ich bisher gar nichts, hab eben mal gespickt. Vielleicht führt es dazu, dass Haydns Werk auch in der Breite wieder mehr Aufmerksamkeit erhält.
Wobei alle Einspielungen und Konzerte nicht helfen, wenn die Leute ihre Ohren nicht aufsperren. Wie ich gerade las, ist das Klaviertrio Nr. 39 G-Dur Hob XV:25 (das sogenannte "Zigeunertrio") das bekannteste Klaviertrio Haydns, weil vor allem das finale Rondo al'Ongarese gern als Konzert-Zugabe gespielt wird.
Dass der langsame Satz "Poco andante, cantabile" viel besser und speziell im Mittelteil ein unfassbar schönes Stück ist, das im Grunde auf jeden populären Klassiksampler gehört - das scheint selbst Kennern nicht aufzufallen.
Und das dürfte es angesichts dieser Werkfülle noch deutlich häufiger geben.
Marcie (21.02.2020, 19:59):
tapeesa (21.02.2020, 20:17): Johann Caspar Kerll Johann Joseph Fux Missa pro defunctis, Kaiserrequiem Vox Luminis Lionel Meunier
tapeesa (21.02.2020, 21:53): Johann Joseph Fux - Oratorium germanicum de Passione Alois Mühlbacher St. Florianer Sängerknaben Ars Antiqua Austria, Gunor Letzbor
Amonasro (21.02.2020, 23:00):
Ludwig van Beethoven:
Tripelkonzert C-dur, op. 56
David Oistrakh (Violine) Mstislav Rostropovich (Cello) Sviatoslav Richter (Klavier) Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
Johannes Brahms:
Doppelkonzert a-moll, op. 102
David Oistrakh (Violine) Mstislav Rostropovich (Cello) Cleveland Orchestra, George Szell
Gruß Amonasro
Amonasro (22.02.2020, 17:35):
Gaetano Donizetti/Calisto Bassi: La Favorita
Alfonso XI - Gabriel Bacquier Leonora di Gusman - Fiorenza Cossotto Fernando - Luciano Pavarotti Baldassare - Nicolai Ghiaurov Don Gasparo - Piero De Palma Ines - Ileana Cotrubas Un cortigiano - Bruno de Franceschi
Orchestra e coro del Teatro Comunale di Bologna, Richard Bonynge
Gruß Amonasro
tapeesa (23.02.2020, 09:02): Giya Kancheli -Themes from the Songbook Dino Saluzzi, Gidon Kremer, Andrei Pushkarev
Werther (23.02.2020, 09:29): Domenico Scarlatti - 7 Sonaten Emil Gilels, Piano
Immer wieder schön zu hören: Die "wilden Blumen am Zaun der Klassik" (Barbara Zuber). Pfiffig geschrieben, harmonisch sehr interessant, gleichzeitig oft sehr eingängig.
Scarlatti hat vielfach das, was man in der Popmusik "Hooks" nennt: Die prägnanten, einfachen, schön zu hörenden Wendungen, die im Ohr hängenbleiben und Erinnerungs- und Wiedererkennungseffekte erzeugen.
Zum Glück hat man Scarlatti inzwischen in etwas größerem Stil wiederentdeckt - nachdem lange nur noch wenige Stücke im Repertoire geblieben waren, die als Zirkusnummer für virtuose Zugaben dienten. Eine vollständige Einspielung aller über 500 einsätzigen Sonaten steht aber m.W. immer noch aus.
Gilels hat eine schöne Auswahl von sieben Sonaten vorgelegt, die alle hörenswert sind. Sehr schön vor allem die Version der lyrischen K.32. Puristen mögen das vielleicht als zu romantisch kritisieren. Man sieht aber, was diese Musik hergibt - und das ist für die Zeit schon absolut erstaunlich. Hier eine Hörprobe:
https://youtu.be/4FcRGmHTqSc
Andréjo (23.02.2020, 10:57): Eine vollständige Einspielung aller über 500 einsätzigen Sonaten steht aber m.W. immer noch aus. Es gibt eine auf 34 CDs, mit dem Cembalisten Scott Ross.
:) Wolfgang
satie (23.02.2020, 15:08): Eine vollständige Einspielung aller über 500 einsätzigen Sonaten steht aber m.W. immer noch aus. Es gibt eine auf 34 CDs, mit dem Cembalisten Scott Ross. :) Wolfgang Pieter Jan Belder hat auch alle eingespielt. Dann gibt es bereits mehrere auf dem modernen Klavier, u.a. Claudio Colombo (finde ich richtig mies, nebenbei bemerkt), aber auch eine Naxos-Ausgabe mit verschiedenen Pianisten.
Cantus Arcticus (23.02.2020, 15:32): Hallo Zusammen Scott Ross' Einspielungen sind ein Quasi-Standard in dieser Art.
Gruss Stefan :hello
Werther (23.02.2020, 18:46): Moin zusammen,
habe eben nochmal nachgeschaut, ob ich mich vor ein paar Monaten verlesen oder jetzt falsch erinnert habe. Meine letzte Info war, dass eine tatsächlich vollständige Gesamteinspielung erst im Entstehen ist.
Wenn der Wikipedia-Eintrag zu Scarlatti korrekt ist, dann fehlt mittlerweile (Stand Dez. 2019) von 558 Sonaten nur noch eine. Ich gebe zu: Wir haben es fast. :thumbsup:
Tatsächlich ist die Naxos-Edition laut Wikipedia noch nicht fertig. Colombo hat "nur" 538, und Ross hat offenbar auch nicht alle 558.
Es ist also richtig, dass nominelle Gesamtaufnahmen existieren, sie erfassen aber offenbar nicht alle Sonaten. Es gibt wohl ein paar, bei denen Scarlattis Autorschaft umstritten ist, aber ganz sicher, dass man alle hat, kann man wohl nur sein, wenn alle 558 vorliegen.
LG, Werther
satie (23.02.2020, 20:37): Huch, mein Nachtrag wurde offenbar nicht übermittelt... Colombo ist Fake! Das ist digital erzeugter Quark ohne Seele, deshalb findet man keinerlei Info und es erklärt auch die vielen Alben...ich habs gewittert vorhin beim Probehören... Belder hat 555 aufgenommen. Die umstrittenen sind tatsächlich sehr umstritten, aber nun gut, wenn die drei Stück es erst vollständig machen, dann ist das eben so...
Werther (23.02.2020, 23:48): Huch, mein Nachtrag wurde offenbar nicht übermittelt... Colombo ist Fake! Das ist digital erzeugter Quark ohne Seele, deshalb findet man keinerlei Info und es erklärt auch die vielen Alben...ich habs gewittert vorhin beim Probehören... Belder hat 555 aufgenommen. Die umstrittenen sind tatsächlich sehr umstritten, aber nun gut, wenn die drei Stück es erst vollständig machen, dann ist das eben so... Wie - Fake? Noten mit digital erfasst und einfach per Musikprogramm abspulen lassen oder was? Und das dann auf CD? =O
Ob 555 oder 558 ist mir persönlich letztlich egal. Ich frag mich sowieso viel eher, wie man eigentlich drauf sein muss, um von ein und demselben Komponisten über 500 Stücke einzuüben und einzuspielen.
Selbst, wenn ich Profi-Musiker wäre - das würde ich nicht fertigbringen. Ich hätte auch keine Lust, die 32 Beethoven-Sonaten einzustudieren, weil mir nicht alle gefallen.
Ich bin da eher bei Horowitz, der meines Wissens nie eine Gesamtaufnahme von irgendwas produziert hat, sondern immer nur spielte, worauf er Lust hatte. Aber ich hab Respekt vor jedem, der durchhält.
Werther (24.02.2020, 00:28): Ach ja, Horowitz... Das hat das Stichwort gegeben, mal wieder in die schönen Aufnahmen aus dem Wiener Konzert von 1987 (zwei Jahre vor seinem Tod) reinzuhorchen.
Zwei Klassiker romantischer Klaviermusik, von denen man nicht viele Interpretationen dieser Qualität finden wird:
Der Mann konnte schon unfassbar gut Klavier spielen.
https://youtu.be/FxhbAGwEYGQ
https://youtu.be/xaGKPC3CoV0
Amonasro (24.02.2020, 17:44):
Gaetano Donizetti/Alphonse Royer/Gustave Vaëz: La Favorite
Alphonse XI - Anthony Michaels-Moore Léonor de Guzman - Vesselina Kasarova Fernand - Ramón Vargas Balthazar - Carlo Colombara Don Gaspar - Francesco Piccoli Inès - Abbie Furmansky Un seigneur - Lorenz Fehenberger
Chor des Bayerischen Rundfunks Münchner Rundfunkorchester, Marcello Viotti
Gruß Amonasro
tapeesa (24.02.2020, 20:40): Bach - Musikalisches Opfer Ricercar Consort Maude Gratton, Cembalo Marc Hantaï, Flöte François Fernandez, Geige Philippe Pierlot, Bassgambe
tapeesa (24.02.2020, 20:49): @Werther - meine Beethovensche - "wumm, wumm, wuhuuummm" Irritation und Abneigung - hatte sich mit René Leibowitz Aufnahmen gelöst. Dort fand ich Motive durchaus auch triumphal, aber es war in meinen Ohren kein Triumph über etwas, was degradiert wird dadurch, sondern ein "Triumph des Seins" (besser kann ich es nicht formulieren, mag mir da nochmal mehr Gedanken machen) der stehen lässt, was "ist".
Weiß nicht, ob du gesehen hast, dass es hier im Forum auch einen Thread zu den Gesamtaufnahmen der Sinfonien gibt.
tapeesa (24.02.2020, 21:23): Rubens and the Music of his Time Suzanne un jour, u. a.
Werther (24.02.2020, 22:15): @Werther - meine Beethovensche - "wumm, wumm, wuhuuummm" Irritation und Abneigung - hatte sich mit René Leibowskis Aufnahmen gelöst. Dort fand ich Motive durchaus auch triumphal, aber es war in meinen Ohren kein Triumph über etwas, was degradiert wird dadurch, sondern ein "Triumph des Seins" (besser kann ich es nicht formulieren, mag mir da nochmal mehr Gedanken machen) der stehen lässt, was "ist".
Weiß nicht, ob du gesehen hast, dass es hier im Forum auch einen Thread zu den Gesamtaufnahmen der Sinfonien gibt. Moin tapeesa,
diesen Thread hatte ich tatsächlich noch nicht beachtet, danke!
Erschreckend, wie viele Gesamtaufnahmen es inzwischen gibt. Das bestätigt mal wieder das alte Bonmot von Karl Valentin, dass schon alles gesagt ist, nur noch nicht von allen. ;-)
Ich glaube Stand heute kaum, dass ich mir noch viele andere Einspielungen besorgen werde. Ich sammle nicht, sondern lege mir nur zu, was ich auch regelmäßig hören will. Mit Bernstein bin ich vielfach im Reinen, Mackerras ist eine schöne Ergänzung.
Das reicht, zumal mir nur drei der Sinfonien (5, 6 und 9) wirklich was geben und ich Beethovens Klavierwerke interessanter finde als seine Orchestersachen.
Zu "Triumph des Seins": Der Musikwissenschaftler Hans-Heinrich Eggebrecht hat Beethovens Musik mal auf die Formel gebracht: Leiden - Wollen - Überwinden. Das ist nicht ganz falsch. Es ist schon so, dass sich Beethovens berühmter Satz vom Schicksal, dem er in den Rachen greifen wolle, in seiner Musik spiegelt.
tapeesa (25.02.2020, 06:16): Habe gerade korrigiert: Leibowitz, nicht Leibowsky. Nur, dass du dich nicht wunderst, weil mein Fehler bereits im Zitat steht.
Zu Eggebrecht habe ich jetzt nur mal auf die Schnelle bei Wikipedia geschaut.
Maurice inaktiv (25.02.2020, 10:51): Habe gerade korrigiert: Leibowitz, nicht Leibowsky. Ich bin auch schon darüber gestolpert, aber das war heute Nacht. Da war mir das gerade mal egal. :wink Aber "Leibowsky" klingt auch gut. Das ist eine Michung aus Swarowsky und Leibowitz. Wie DER wohl dirigiert hätte? :D
satie (25.02.2020, 13:02): Habe gerade korrigiert: Leibowitz, nicht Leibowsky. Ich bin auch schon darüber gestolpert, aber das war heute Nacht. Da war mir das gerade mal egal. :wink Aber "Leibowsky" klingt auch gut. Das ist eine Michung aus Swarowsky und Leibowitz. Wie DER wohl dirigiert hätte? :D Swarowsky hätte sicher sehr ordentlich dirigiert (Hans), Swarovski hingegen hätte sicherlich geglitzert und gefunkelt... Leibowsky allerdings...von allem etwas?
Werther (25.02.2020, 21:42): Kennt jemand diese Einspielung hier? - Hatte mir das gerade zugelegt, weil ich neulich mal das leidenschaftliche Spiel des ersten Satzes von No. 14 durch das ABQ hörte und angetan war.
Aber jetzt war ich beim Hören dann doch enttäuscht, es war mir zu scharf und zu schroff - und ich ärgere mich, dass ich nicht doch die Einspielung des Emerson Quartetts genommen habe, die im Klangbild feiner und zurückgenommener daherkam. Nicht, dass Schubert weichgespült klingen müsste. Aber den richtigen Ton zu treffen, scheint auch bei ihm alles andere als einfach.
satie (25.02.2020, 22:18): Lieber Werther, der Primarius des ABQ hat einen Ton, der nicht jedem gefällt. Mir auch nicht! Das Quartett 13 wurde auch vom Quatuor Mosaiques eingespielt, das ich immer sehr schätze. Nr.14: hier suche ich noch die ideale Aufnahme. Ich kann die Gesamtaufnahme der Streichquartette des Verdi Quartetts empfehlen, zumindest hörte ich diese sehr gerne vor ein paar Jahren. Schubert ist bei mir immer wieder so eine "Saison-Geschichte"...
Werther (25.02.2020, 23:03): der Primarius des ABQ hat einen Ton, der nicht jedem gefällt. Mir auch nicht!
Nr.14: hier suche ich noch die ideale Aufnahme. Da bin ich ja mal froh, dass es in diesen Punkten nicht nur mir so geht.
Deinen Hinweisen werde ich gerne mal nachgehen. Vielleicht komme ich mit diesen Versionen eher klar.
Aber die ideale Aufnahme, das wäre auch mal ein eigenes Thema... habe so das Gefühl, dass die überraschenderweise gerade bei den ganz großen Klassikern viel häufiger fehlt als man denkt...
Ich möchte da fast den alten Schlager umdichten: 1000mal gehört, 1000mal hat was gestört...
Schlimmstes aller möglichen Beispiele:
Kennst Du eine ideale Einspielung der Mondscheinsonate? Ich nicht. Totgespielt, aber bis heute nicht voll erfasst, so mein Eindruck. Liszt hat schon gewusst, warum er das Stück seine Schüler nie spielen ließ. Er hielt es für zu anspruchsvoll.
Cetay (inaktiv) (26.02.2020, 03:35): Das von mir hochgeschätze Fitzwilliam Quartett, bzw. das Divine Art Label hat diese Werke erst vor ein paar Tagen neu rausgebracht. Gespielt wird auf Originalinstrumenten mit Darmsaiten. Das höre ich mir gleich mal an:
Amadé (26.02.2020, 10:10): Bei mir steht die alte Aufnahme mit dem Busch-Quartett ganz oben! An weiteren sehr guten Einspielungen kann ich empfehlen: Juilliard-Quartett (unbedingt RCA, nicht CBS Sony), Guaneri-Quartett (RCA), Leipziger Streichquartett (MDG) und das noch junge Pavel-Haas-Quartett (Supraphon). Die älteren Aufnahmen findet man fast nur noch in Boxen, kaum noch auf einer Einzel-CD.
Gruß Amadé
satie (26.02.2020, 10:29): Das von mir hochgeschätze Fitzwilliam Quartett, bzw. das Divine Art Label hat diese Werke erst vor ein paar Tagen neu rausgebracht. Gespielt wird auf Originalinstrumenten mit Darmsaiten. Das höre ich mir gleich mal an:
JA, JA, JA!!!!!! Danke, mein lieber Cetay, das ist sie nun endlich, die Aufnahme, auf die ich gewartet habe. Pianissimi wirklich leise, die lauten Passagen nicht ohrenbetäubend, der Andante-Satz endlich einmal als Alla-Breve gelesen und gespielt.
Werther (26.02.2020, 23:57): Moin zusammen,
das sind ja doch etliche Hinweise, und ich bin jetzt mal einigen (nicht allen) nachgegangen.
Das hier kann ich gut nachvollziehen:
Bei mir steht die alte Aufnahme mit dem Busch-Quartett ganz oben! Das ist in der Tat eine sehr gute, sehr ausdrucksstarke Einspielung. Das ist auch noch ein anderes Violinenspiel, und es käme sehr wahrscheinlich noch besser rüber, wenn die Aufnahmetechnik damals schon weiter gewesen wäre.
Ansonsten würde ich mich unverändert für die Version des Emerson Quartetts stark machen, die finde ich durchaus überzeugend.
Juillard - finde ich in der Sony Version wie ABQ zu schroff (RCA habe ich noch nicht gefunden) Leipzig - ging spontan nicht so an mich, schien mir nicht so differenziert
Noch nicht genannt, aber gecheckt: Hagen - solide, aber kein must have Melos - habe ich noch auf LP, ist nicht schlecht, aber auch kein Knaller
Und Fitzwilliam - Männer, seid mir net bös, aber für mich klingt das stumpf. Es stimmt zwar, es fehlen - zum Vorteil der Musik - die allzu groben Ausschläge. Da kann ich Dich verstehen, Satie. Aber es fehlt für mich eben auch an Klang und Klangdifferenzierung.
Da würde ich noch eher die Schwächen der Busch-Aufnahme in Kauf nehmen.
LG, Werther
Nicolas_Aine (27.02.2020, 00:32): ich habe seit Jahren die Busch Aufnahme und nie das Bedürfnis nach weiteren verspürt. Aber irgendwann kommt trotzdem noch was. Die Pavel Haas Aufnahme würde mich interessieren, mehr allerdings noch das Quintett auf der CD, das hier im Forum auch sehr gut wegkam. Allerdings ist die CD deutlich über dem, was ich bereit bin zu bezahlen… in die Fitzwilliam Aufnahme werde ich mal reinhören, das klingt interessant.
Bei mir läuft jetzt die Busch Aufnahme und dann gehts ins Bett :)
Cetay (inaktiv) (27.02.2020, 01:14): Und Fitzwilliam - Männer, seid mir net bös, aber für mich klingt das stumpf. Es stimmt zwar, es fehlen - zum Vorteil der Musik - die allzu groben Ausschläge. Da kann ich Dich verstehen, Satie. Aber es fehlt für mich eben auch an Klang und Klangdifferenzierung. Mann, sei mir net bös, aber seit du geschrieben hast, wie du hörst (youtube am Handy mit Kopfhörer), lese ich deine Klangbeurteilungen mit etwas Vorsicht, um es mal vorsichtig auszudrücken. Sicher gab es da Fortschritte, YT-Files findet man immer öfter mit vernünftiger Bitrate, die Soundchips in neueren Handys sind ordentlich, Kopfhörer fürs Handy gibt es auch gute - aber das ist immer noch meilenweit davon entfernt, herzugeben, was auf einer CD oder einem HiRes-File drauf ist. Wenn Fitzwilliam stumpf und undifferenziert klingen sollen, dann wäre meine erste Frage, welche Bitrate das YT-File hat und die nächste, welchen Kopfhörer du benutzt (das ist dann aber ein anderer Thread). Mir war das nämlich fast schon zu viel an "Klang".
tapeesa (27.02.2020, 01:42): Ich kenne nur die Aufnahme vom Amadeus Quartet. Gegen die habe ich nichts.
Franz Schubert: String Quartet No.14 In D Minor, D.810 -"Death And The Maiden" Amadeus Quartet
Werther (27.02.2020, 08:24): Mann, sei mir net bös, aber seit du geschrieben hast, wie du hörst (youtube am Handy mit Kopfhörer), lese ich deine Klangbeurteilungen mit etwas Vorsicht, um es mal vorsichtig auszudrücken. Sicher gab es da Fortschritte, YT-Files findet man immer öfter mit vernünftiger Bitrate, die Soundchips in neueren Handys sind ordentlich, Kopfhörer fürs Handy gibt es auch gute - aber das ist immer noch meilenweit davon entfernt, herzugeben, was auf einer CD oder einem HiRes-File drauf ist. Wenn Fitzwilliam stumpf und undifferenziert klingen sollen, dann wäre meine erste Frage, welche Bitrate das YT-File hat und die nächste, welchen Kopfhörer du benutzt (das ist dann aber ein anderer Thread). Mir war das nämlich fast schon zu viel an "Klang". Wie Du Dir sicher denken kannst, nutze ich lediglich banale Ohrstöpsel.
Nein, ich benutze tatsächlich kein ultimatives High-End-Gerät, sondern einen 80-Euro-Kopfhörer von Yamaha, wie er auch für elektronische Musikinstrumente genutzt werden kann (ich besitze neben einem akustischen auch ein E-Piano, um in den Abendstunden spielen zu können, ohne Nachbarn oder Kind zu stören).
Da ich leider seit meinem vierten Lebensjahr auf dem rechten Ohr taub bin, kann ich allerdings nur die linke Seite hören.
Ich werde mich daher ab sofort mit öffentlichen Klangbeurteilungen zurückhalten und mich darauf konzentrieren, mir das rauszusuchen, was für mich persönlich am angenehmsten klingt.
LG, Werther
satie (27.02.2020, 09:26):
Und Fitzwilliam - Männer, seid mir net bös, aber für mich klingt das stumpf. Es stimmt zwar, es fehlen - zum Vorteil der Musik - die allzu groben Ausschläge. Da kann ich Dich verstehen, Satie. Aber es fehlt für mich eben auch an Klang und Klangdifferenzierung. Bös bin ich sicher "net", aber ich frage mich, ob hier nicht wieder was verwechselt wird. Das dynamische Spektrum ist so angelegt, dass es nicht dazu führt, dass ein zu rauer Klang entsteht, denke ich. Mir ist v.a. wichtig, dass sich ein Quartett traut, wirklich leise zu spielen und dass nicht vibriert wird ohne Ende. Ich finde, bei dieser Aufnahme gibt es eine gute Balance zwischen Zurückhaltung und doch romantischem Gestus. Ich habe jetzt allerdings gesehen, dass die Mosaiques das Quartett ja doch auch eingespielt haben, ich muss mir da aber tatsächlich wohl die CD besorgen. Ich höre ja sonst alles nur noch über Qobuz...
Andréjo (27.02.2020, 11:05): Ich habe jetzt allerdings gesehen, dass die Mosaiques das Quartett ja doch auch eingespielt haben, ich muss mir da aber tatsächlich wohl die CD besorgen. Bloß nebenbei: Ich kenne die Mosaiques bislang nur mit den späten Streichquartetten Beethovens. Da war ich recht enttäuscht, da ziemlich longwhiley, wie der Chinese sagt. Keine Ecken, alles auf Schönklang gebürstet und herzhaft in der Mitte angesiedelt.
Da ich aber schon auf Originalklang stehe - auch, gewiss nicht nur - und Obiges auch nur ein Ausrutscher sein könnte, vielleicht sogar allein aus meiner Sicht (1), frage ich mal an dieser Stelle. ob jemand die folgende Einspielung kennt:
(1) Ich wurde allerdings an anderem Ort bereits bestätigt dahingehend.
Fitzwilliam mit Schubert habe ich übrigens bestellt.
:) Wolfgang
tapeesa (27.02.2020, 12:14): Ich habe einen Abstecher unternommen plus die Fitzwilliam Aufnahme längere Abschnitte ausschließlich links gehört - plus: die Kopfhörer im Moment sind schlechter als deine, @Werther, und ich glaube nicht, dass was du bemängelst und die Wahrnehmung "stumpf" damit zu tun hat.
Was beim reinen links hören bei mir schwierig ist, geht eher in Richtung "dialogisch". Aber um mehr dazu, zu sagen müsste ich nochmal genauer dahin fühlen und hören.
Könnte mir vorstellen, dass dieses:
Das dynamische Spektrum ist so angelegt, dass es nicht dazu führt, dass ein zu rauer Klang entsteht, denke ich.
von dir anders erlebt wird.
_____
Hindemith - Der Schwanendreher, mit Schwerpunkt 1 - Zwischen Berg und tiefem Tal sowie Nobilissima Visione 3 - Passacaglia San Francisco Symphony, Herbert Blomstedt sowie beim Schwanendreher: Geraldine Walther, viola
Werther (27.02.2020, 13:12): Bös bin ich sicher "net", aber ich frage mich, ob hier nicht wieder was verwechselt wird. Weißt Du, was mir langsam auf den Zeiger geht?
Wenn man einer Meinung zustimmt, ist alles klar und niemand stellt die Hörgewohnheiten und das Verständnis in Frage. Wenn man aber widerspricht oder genauer gesagt: Einfach eine andere Wahrnehmung hat, dann muss es auf die persönliche Ebene gehen, dann sieht man ja, dass der Betreffende eh die falschen Mittel nutzt oder hier "wieder" was verwechselt.
Ganz ehrlich: Ich finde das eine Frechheit, und in diesem Punkt könnt Ihr mich langsam kreuzweise.
Ich habe kein Problem mit Widerspruch, aber ich bin nicht hier, um mich al gusto anrotzen oder als Hörer in Frage stellen zu lassen, wenn jemand meine Wahrnehmung (!) nicht passt. Wo sind wir hier eigentlich?
Ich selbst habe z.B. auch ohne Weiteres anerkannt, dass einem Kollegen der Bremer Beethoven gut gefiel, obwohl ich ihn nicht mochte. Wo ist das Problem?
Insofern bin ich sehr dankbar für diesen Kommentar hier:
Ich habe einen Abstecher unternommen plus die Fitzwilliam Aufnahme längere Abschnitte ausschließlich links gehört - plus: die Kopfhörer im Moment sind schlechter als deine, @Werther, und ich glaube nicht, dass was du bemängelst und die Wahrnehmung "stumpf" damit zu tun hat.
Was beim reinen links hören bei mir schwierig ist, geht eher in Richtung "dialogisch". Aber um mehr dazu, zu sagen müsste ich nochmal genauer dahin fühlen und hören.
Könnte mir vorstellen, dass dieses:
Das dynamische Spektrum ist so angelegt, dass es nicht dazu führt, dass ein zu rauer Klang entsteht, denke ich. von dir anders erlebt wird.
_________
Ja, es wird von mir womöglich anders erlebt. Und das muss dann auch ok sein, wie bei jedem anderen auch. Wenn es nicht ok ist, dann - sorry - muss und will ich nicht länger hier sein.
LG, Werther
tapeesa (27.02.2020, 14:25): Es stimmt zwar, es fehlen - zum Vorteil der Musik - die allzu groben Ausschläge. Da kann ich Dich verstehen, Satie. Aber es fehlt für mich eben auch an Klang und Klangdifferenzierung.
Da würde ich noch eher die Schwächen der Busch-Aufnahme in Kauf nehmen. Es ist ein Unterschied ob eine Interpretation nicht klang differenziert ist oder ob man das Klangdifferenzierte nicht hören kann.
Um mehr geht es meiner Meinung nach hier gar nicht.
satie (27.02.2020, 14:37): Bös bin ich sicher "net", aber ich frage mich, ob hier nicht wieder was verwechselt wird. Weißt Du, was mir langsam auf den Zeiger geht? Wenn man einer Meinung zustimmt, ist alles klar und niemand stellt die Hörgewohnheiten und das Verständnis in Frage. Wenn man aber widerspricht oder genauer gesagt: Einfach eine andere Wahrnehmung hat, dann muss es auf die persönliche Ebene gehen, dann sieht man ja, dass der Betreffende eh die falschen Mittel nutzt oder hier "wieder" was verwechselt.
Ganz ehrlich: Ich finde das eine Frechheit, und in diesem Punkt könnt Ihr mich langsam kreuzweise. Großer Gott. Verzeihung, dass ich (wie manch anderer hier) nicht die gewaltfreie Kommunikation à la Rosenberg pflege und auch mitunter nicht jedes Wort, dass ich unterwegs ins Handy tippe vorher im Kopf 10 mal abwäge. Das böse Wort "Verwechslung" hätte ich nicht nehmen dürfen, aber wenn ich es nun einmal gerne genauer wüsste? Was meint denn "stumpf"? Klangliche Differenzierung hätte ich auch gerne näher erläutert: bezieht es sich auf die Dynamik oder auf die Farben?
Aber schon gut, Du darfst meinen, was Du möchtest. Wenn wir jetzt wieder auf so eine Ebene absteigen müssen, sei mir noch der Hinweis am Rande erlaubt, dass kreuzweise nicht die der Anatomie ideal angemessene Lecktechnik darstellt. Das Angebot jedenfalls lehne ich grundsätzlich ab.
tapeesa (27.02.2020, 14:43): Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg ist ein rotes Tuch für mich, mal mit jemand alle Thesen in ihre Einzelteile zerlegt - und die meisten für sehr falsch befunden ;)
Over and out - ich bin (für den Moment zumindest) aus der Diskussion hier raus - hört was ihr wollt - ich tue es jetzt auch - und ja manches meine ich, ist auf Sachebene besser als anderes -
Maurice inaktiv (27.02.2020, 20:13): Ich verstehe echt nicht, was ihr wegen eines Wortes hier für einen Aufstand probt. Da versteht halt mal jemand was falsch, oder fragt unglücklich nach, aber hier dann auf "beleidigte Leberwurst" zu machen, ist echt kindisch. Sorry, aber da frage ich mich schon, wie ihr durchs "reale Leben" geht, wenn ihr DESHALB hier schon in den Zickenkrieg verfallt.
Ich habe gegen keinen von euch Dreien was, es wäre echt schade, wenn DESWEGEN jetzt wieder das "Eiserne Schweigen" (oder sollte ich schreiben "EIserner Vorhang"?) einkehren würde. Da werden Probleme gemacht, wo keine sind oder waren. Wegen SOWAS muss doch niemand hier Krach machen. Echt nicht.
Macht was ihr wollt, aber ich verstehe es nicht - und zwar überhaupt nicht......
Marcie (27.02.2020, 21:27): Jedenfalls gleichermaßen beruhigend wie dämlich, dass es in diesem kleinen feinen Klassikforum auch nicht anders läuft, als in den (meisten) anderen Foren!
Ich kenne nur die Aufnahme vom Amadeus Quartet. Gegen die habe ich nichts.
Diese Platte habe ich auch/ist derzeit noch die einzige Quintett/Quartett-Aufnahme, welche ich habe (und sehr gerne höre).
satie (27.02.2020, 21:32): Ich verstehe echt nicht, was ihr wegen eines Wortes hier für einen Aufstand probt. Da versteht halt mal jemand was falsch, oder fragt unglücklich nach, aber hier dann auf "beleidigte Leberwurst" zu machen, ist echt kindisch. Sorry, aber da frage ich mich schon, wie ihr durchs "reale Leben" geht, wenn ihr DESHALB hier schon in den Zickenkrieg verfallt.
Ich habe gegen keinen von euch Dreien was, es wäre echt schade, wenn DESWEGEN jetzt wieder das "Eiserne Schweigen" (oder sollte ich schreiben "EIserner Vorhang"?) einkehren würde. Da werden Probleme gemacht, wo keine sind oder waren. Wegen SOWAS muss doch niemand hier Krach machen. Echt nicht.
Macht was ihr wollt, aber ich verstehe es nicht - und zwar überhaupt nicht...... Sorry, aber die Leberwursthaut ziehe ich mir nicht an. Ich fand nicht, dass meine Frage an Werther etwas enthielt, das gleich zur Aufforderung lingualer Reinigung des Analbereichs führen musste.
Marcie (27.02.2020, 21:39): Over and out - ich bin (für den Moment zumindest) aus der Diskussion hier raus - hört was ihr wollt - ich tue es jetzt auch - und ja manches meine ich, ist auf Sachebene besser als anderes - :saint: Das würde ich sehr schade finden, weil ich Deine Schilderungen zu Hörerlebnissen neben den sonst eher beinahe "wissenschaftlichen" Beiträgen hier sehr erfrischend finde!
Maurice inaktiv (27.02.2020, 21:59): Sorry, aber die Leberwursthaut ziehe ich mir nicht an. Ich fand nicht, dass meine Frage an Werther etwas enthielt, das gleich zur Aufforderung lingualer Reinigung des Analbereichs führen musste. ich habe extra an alle appelliert, verstehen kann ich Dich aber absolut. Mir war einfach wichtig, dass es völlig grundlos eskaliert ist. Das war eigentlich der Kern gewesen, was ich aussagen wollte.
tapeesa (27.02.2020, 22:54): @Maurice André - ich kann dich beruhigen, ich war und bin zu keinem Zeitpunkt beleidigt gewesen oder auf irgend jemand sauer. ;) Habe mich gar nicht in einem Konflikt gesehen. (Eine kleine Replik sei mir gestattet: Im realen Leben schreie ich draußen prophylaktisch jeden an, der schief guckt - klappt ganz gut - viel freier Raum (Scherz!) Ich hoffe, dass du Worte auch nicht auf die Goldwaage legst.) Das würde ich sehr schade finden, weil ich Deine Schilderungen zu Hörerlebnissen neben den sonst eher beinahe "wissenschaftlichen" Beiträgen hier sehr erfrischend finde! Das ist ja mal eine schöne Rückmeldung :) Herzlichen Dank, Marcie - tut gut. Das Over and Out ist glaub radikaler angekommen, als es in dem Moment bei mir war - das war eher flapsig-lustig gedacht - ich dachte die Smileys verdeutlichen das.
Maurice inaktiv (27.02.2020, 23:34): Eine kleine Replik sei mir gestattet: Im realen Leben schreie ich draußen prophylaktisch jeden an, der schief guckt - klappt ganz gut - viel freier Raum (Scherz!) Ich hoffe, dass du Worte auch nicht auf die Goldwaage legst. Nee, deswegen doch nicht. Ich kann durchaus laut zurück schreien, und "Schief" schaue ich vor allem dann, wenn man mir mein Essen wegnimmt. Da könnte mein Blick auch weit über das "schief gucken" hinaus gehen :J Ich musste echt lachen bei dem Satz von Dir.
Marcie (27.02.2020, 23:39):
Cetay (inaktiv) (28.02.2020, 03:32): Scheint ich komme zu spät zur Party. 8o Gut so. Mir scheint langsam, Klassikforen ziehen hypersensitive Ultra-Mimosen magisch an. Da will man irgendwann gar nicht mehr schlichten, beschwichtigen, erklären oder richtigstellen, sondern einfach einen Howard Carpendale Song anstimmen: Dann geeeh doch, ich sage dir geeeh doch...
Was wir hier schon alles mitgemacht haben; wer erinnert sich noch an die Bügel-Affäre? :thumbsup:
Marcie (28.02.2020, 03:57): Toll, und wer zu spät kommt....
Bügel?? Erzähl! :thumbsup:
tapeesa (28.02.2020, 15:00): Paul Hindemith - artist and educator Ida Bieler, Georg Sarkisjan 41 pieces for two violins
Marcie (28.02.2020, 19:48):
Marcie (29.02.2020, 00:26): Gefällt mir, wie schon die 2. Sinfonie von ihm, ganz außerordentlich:
Marcie (29.02.2020, 08:48): Ich gebe es zu: ich habe weder vom Interpreten noch vom Komponisten jemals etwas gehört. Umso mehr bin ich nun begeistert, wie sich momentan in meinem Zimmer wohlig die Symbiose aus heißem Kaffeedampf und zarten Tönen vollzieht, während dicke Regentropfen ans Fenster prasseln.
Marcie (29.02.2020, 10:56):
tapeesa (29.02.2020, 18:27): Lucas Debargue - Schubert (Klaviersonaten 13 und 14) & Szymanowski (Klaviersonate 2) __
Improvisations for Theremin and Piano Carolina Eyck & Christopher Tarnow
tapeesa (29.02.2020, 18:52): Hier ist ist auch Carolina Eyck mit dem Theremin dabei.
Fazil Say - Sinfonie No. 2 - Mesopotamia Sinfonie No. 3 - Universe Borusan Istanbul Philharmonic, Gürer Aykal
Marcie (29.02.2020, 20:58):
Marcie (29.02.2020, 23:12):
Marcie (01.03.2020, 11:31): Bin immer noch am Bernsteinboxen durchforsten. Toll, was das für Schatztruhen sind...
tapeesa (01.03.2020, 15:28): Forgotten Polish Piano Music for Four Hands 1 - Maria Szymanowska - Grand Valse in F Major Maria Szymanowska Piano Duo u. a.
Marcie (01.03.2020, 17:21):
:times10
tapeesa (01.03.2020, 22:24): Samuel Barber - Violin Concerto op. 14 James Buswell Royal Scottish National Orchestra, Marin Alsop
Marcie (02.03.2020, 08:11):
Amonasro (02.03.2020, 11:30):
Gioachino Rossini/Étienne de Jouy/Hippolyte Bis: Guglielmo Tell
Guglielmo Tell - Sherrill Milnes Arnoldo - Luciano Pavarotti Matilde - Mirella Freni Gualtiero - Nicolai Ghiaurov Melchthal - John Tomlinson Jemmy - Della Jones Edwige - Elizabeth Connell Un pescatore - Cesar Antonio Suarez Leutoldo - Richard van Allan Gessler - Ferruccio Mazzoli Rodolfo - Piero De Palma Un cacciatore - John Noble
Ambrosian Opera Chorus National Philharmonic Orchestra, Riccardo Chailly
Gruß Amonasro
Marcie (02.03.2020, 18:33):
tapeesa (02.03.2020, 23:53): Schubert - Winterreise Dietrich Fischer-Dieskau, Klaus Billing Ber!in, 19. 01. 1948
tapeesa (03.03.2020, 02:49): The Operatic Works of Dinos Constantinides 2 - Threnos von Kreon Louisiana Sinfonietta
Amonasro (03.03.2020, 21:44):
Olivier Messiaen: Quatuor pour la fin du temps
Gil Shaham - Violine Paul Meyer - Klarinette Jian Wang - Violoncello Myung-Whun Chung - Klavier
Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (03.03.2020, 22:41): interessantes Ensemble! wie tut das?
Marcie (04.03.2020, 12:26): ...nach dem gestrigen, wunderbaren Konzertabend seit Längerem mal wieder:
Marcie (04.03.2020, 16:46): Was für ein unglaubliches Remastering! Als ob es gestern aufgenommen wurde. =O
Amonasro (04.03.2020, 21:54): interessantes Ensemble! wie tut das? Ich kenne keine andere Aufnahme und kann daher nicht vergleichen. Das Stück beschert mir ein sehr intensives Hörerlebnis, obwohl ich sonst kaum Kammermusik höre. Ich werde in jedem Fall versuchen, noch mehr von Messiaen kennenzulernen (evtl. die Cambreling-Box).
Jetzt:
Felix Mendelssohn Bartholdy: Lobgesang (Sinfonie Nr. 2)
Edita Gruberova, Sona Ghazarian, Werner Krenn
Wiener Staatsopernchor Wiener Philharmoniker, Christoph von Dohnányi
Gruß Amonasro
Marcie (05.03.2020, 11:12): Hm, ich überlege grad... sicher ne blöde Frage: Was sind eigentlich On The Town, Candide und/oder West Side Story? Sind das Operetten, Singspiele, Musicals...?
Amonasro (05.03.2020, 12:25): Üblicherweise werden sie als Musicals bezeichnet. Eine wirklich überzeugende Definition zur Unterscheidung von Komischer Oper, Operette, SIngspiel, Musical, etc. habe ich aber noch nicht gelesen. Die Grenzen scheinen mir da fließend.
Bei mir heute:
Amilcare Ponchielli/Arrigo Boito: La Gioconda
La Gioconda - Montserrat Caballé La Cieca - Alfreda Hodgson Enzo Grimaldo - Luciano Pavarotti Alvise Badoero - Nicolai Ghiaurov Laura Adorno - Agnes Baltsa Barnaba - Sherrill Milnes Zuàne - John Del Carlo Isèpo - Regolo Romani
London Opera Chorus, Finchley Children's Music Group National Philharmonic Orchestra, Bruno Bartoletti
Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (05.03.2020, 13:30): sicher ne blöde Frage: Was sind eigentlich On The Town, Candide und/oder West Side Story? Sind das Operetten, Singspiele, Musicals...? Es sind Musicals, so hat es Bernstein selbst mal geschrieben. Von einer "Operette" scheinen sie mir recht entfernt zu sein, dafür sind zu jazzig angehaucht. Wobei "On the Town" bereits 1944, also Mitten in der Jazz-Ära geschrieben wurde. Man kann das auch gut hören. Vergleiche mal, was etwa Igor Strawkinsy damals für Woody Herman geschrieben hatte (Das "Eboony Concerto" etwa). Das entstand 1946, also zwei Jahre später.
Marcie (05.03.2020, 13:34): Ok, Vielen Dank erstmal. Also mag ich wohl Musicals... :S Aber On The Town ist ja herrlich, gerade die Jazzeinschübe gefallen mir sehr.
Maurice inaktiv (05.03.2020, 14:16): Ok, Vielen Dank erstmal Keine Ursache In den USA haben Musicals eine völlig andere Tradition wie bei uns in Deutschland. Dort gibt es sie im Grunde seit Ende des 20.Jahrhunderts. Schaue mal hier nach, dort bekommst Du einen ganz guten Überblick:
Aber On The Town ist ja herrlich, gerade die Jazzeinschübe gefallen mir sehr. Es war Bernsteins eigentlicher Durchbruch in den USA. Das Einspringer-Konzert war der Anfang gewesen, aber das Musical brachte ihn in die Top-Liga rein.
Marcie (05.03.2020, 14:37): Ich muss zu meiner Schande zugeben, dass ich On The Town bisher, mit Ausnahme von zwei Melodien im Opening nicht kannte. West Side Story und Candide hingegen schon. Noch eine dumme Frage: Sind solche Musicals dann eigentlich in diesem Thread OT?
tapeesa (05.03.2020, 14:46): Also mag ich wohl Musicals... :)
Deine Bernstein-Posts und die Musical-Nähe, die da für mich mit schwingt - haben mich (vor dem Austausch hier heute) zu ein paar Liedern aus "Hair" geführt. Hatte kurz überlegt, sie im anderen Thread zu posten - aber ich bin nicht sehr Muical-affin, um es gemäßigt auszudrücken ^^
Marcie (05.03.2020, 14:55): aber ich bin nicht sehr Muical-affin Ich auch nicht, garnicht. Umso erstaunlicher für mich die Entdeckung von On The Town! Herrlich. :)
Maurice inaktiv (05.03.2020, 15:55): aber ich bin nicht sehr Muical-affin, um es gemäßigt auszudrücken Willkommen im Club. Allerdings gibt es immer wieder tolle Stücke aus einzelnen Musicals. Allerdings sind wir leider durch die grauenvollen EInheits-Musicals von Webber ziemlich verblödet worden. "Evita" von ihm war klasse gewesen, der Rest ist ein Einheitsbrei, der klingt, als ob Webber einfach nur noch nach Bausteinkasten-System "komponiert" hat. Ich weiß genau, wovon ich hier schreibe, da ich die meisten Musicals von ihm spielen musste, von "Evita" angefangen, bis hin zu den späteren Werken, etwa dem "Phantom der Oper".
Ich möchte z.B. mal auf das Broadway-Musical "Oklahoma" hinweisen, was hier ziemlich wenig bekannt wurde. Die Musik stammt von keinem geringeren als Oscar Hammerstein, dessen erstes Musical bereits 1921 (!!!) am Broadway aufgeführt wurde ("Always You"). Er schrieb auch das berühmte "Ol' Man River" (1927, aus dem Musical "Show Boat", was drei Mal verfilmt wurde : 1929, 1936 und 1951). Um mal ein paar Perlen dieser Musik zu erwähnen, die man hier nie finden würde.
tapeesa (05.03.2020, 16:08): Allerdings gibt es immer wieder tolle Stücke aus einzelnen Musicals. "Ol man River" - ist hier auch eingeprägt - wusste ich gar nicht, dass das aus einem Musical ist :S ___________________
Mozart - Sinfonien 1, 4 - 7, "55" Sir Charles Mackerras, Prague Chamber Orchestra
Marcie (05.03.2020, 16:36):
Maurice inaktiv (05.03.2020, 17:03): "Ol man River" - ist hier auch eingeprägt - wusste ich gar nicht, dass das aus einem Musical ist Tröste Dich. Ich wusste zuvor auch nicht so viel darüber. Doch da ich seit Jahren oft Moderation mache, vor allem in den eigenen Konzerten, muss ich schon mehr wissen über die Stücke, die ich da spiele. Und da ich gerne Stücke spiele, die NICHT jeder spielt, krame ich gerne in den 1920-er/30-er/40-er Jahre herum - und da kommen dann halt solche Stücke heraus bei.
tapeesa (07.03.2020, 00:28): Hindemith, Britten, Penderecki: Lachrymae Kim Kashkashian Stuttgarter Kammerorchester, Dennis Russell Davies
Marcie (07.03.2020, 19:44):
Maurice inaktiv (07.03.2020, 20:09): Carl Nielsen. Oh, den müsste ich auch mal wieder hören. Die Vierte unter Bernstein finde ich exzellent gelungen.
Marcie (07.03.2020, 20:12): Carl Nielsen höre ich mittlerweile am liebsten unter Esa-Pekka Salonen.
Maurice inaktiv (07.03.2020, 20:55): Carl Nielsen höre ich mittlerweile am liebsten unter Esa-Pekka Salonen. Okay. Ich habe seinen Nielsen-Zyklus, aber es gibt zum Glück auch andere, hervorragende Einspielungen. Natürlich ist es am Ende wieder wie immer: Jeder hat seine(n) Favoriten.
Amadé (08.03.2020, 09:51):
Marcie (08.03.2020, 19:35):
Marcie (08.03.2020, 20:05): Ich höre eine meiner liebsten Sinfonien, nämlich die dritte, aus diesem tadellosen Set:
Maurice inaktiv (08.03.2020, 20:47): Ich höre eine meiner liebsten Sinfonien, nämlich die dritte, aus diesem tadellosen Set: Ich kenne und besitze die Einspielungen auch. Fairerweise muss ich sagen, dass ich noch Neeme Järvi, Engeset, Jansonss (zu seiner Osloer Zeit, also lange her) und auch Kamu habe. Keine davon ist schlecht, im Gegenteil. Dausgaard gibt es ja auf Chandos und die gleichen Einspielungen auf Brilliant Classics in Lizenz. Kauma habe ich ergänzt.
Marcie (08.03.2020, 20:55): Ich höre eine meiner liebsten Sinfonien, nämlich die dritte, aus diesem tadellosen Set: Ich kenne und besitze die Einspielungen auch. Fairerweise muss ich sagen, dass ich noch Neeme Järvi, Engeset, Jansonss (zu seiner Osloer Zeit, also lange her) und auch Dausgaard habe. Keine davon ist schlecht, im Gegenteil. Die habe ich mittlerweile auch alle. Neeme Järvi und Dausgaard sind mir die liebsten. Die dritte Sinfonie ist ein derartiger Knaller. Warum kann man sie nie in Konzertsälen hören??
Maurice inaktiv (08.03.2020, 21:04): Die dritte Sinfonie ist ein derartiger Knaller. Warum kann man sie nie in Konzertsälen hören?? Keine Ahnung. Ich spiele sie nicht, da ich Jazz spiele. Da passt so ein Werk nicht so wirklich ins Programm rein. :D
Andréjo (08.03.2020, 21:36): Obwohl ich gar kein so intensiver Konzertgänger bin, habe ich die dritte Sinfonie von Franz Berwald vor vielleicht zwei Jahren live gehört, mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Herbert Blomstedt. Ihm liegt dieses Repertoire natürlich am Herzen und ich schätze Berwald auch sehr, gerade die Nummer drei!
:) Wolfgang
Marcie (08.03.2020, 22:42): Obwohl ich gar kein so intensiver Konzertgänger bin, habe ich die dritte Sinfonie von Franz Berwald vor vielleicht zwei Jahren live gehört, mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Herbert Blomstedt. Ihm liegt dieses Repertoire natürlich am Herzen und ich schätze Berwald auch sehr, gerade die Nummer drei!
:) Wolfgang Du Glücklicher! Die dritte würde ich so gerne mal live in voller Pracht genießen...
Ja, von Blomstedt habe ich auch die erste und vierte auf CD, leider hat er die dritte nicht veröffentlicht.
Lysann otto (09.03.2020, 14:14): Höre zur zeit mein Liebling stück von Georg Philipp Telemann Tafelmusik. Label Telefunken. Vinyl Box
tapeesa (09.03.2020, 14:16): Hallo @Lysann otto ! _____
Concertino für Flöte, Viola & Kontrabass, WV 75 - András Adorján, Walter Küssner, Klaus Stoll Sonate fur Flöte & Klavier op. 61, WV 61 - András Adorján, Yumiko Urabe Streichsextett op. 45, WV 70 "Das Autobiographische" - Philharmonisches Streichsextett Berlin Spannende Sachen...
Marcie (10.03.2020, 18:31): Die 7. in Dauerschleife...
tapeesa (10.03.2020, 22:11): Brahms - The Piano Trios, op. 18 & op. 36 arranged by Theodor Kirchner from the original versions for string sextet Trio Stradivari
Marcie (11.03.2020, 20:31):
tapeesa (12.03.2020, 09:17): Mahler - Kindertotenlieder Strauss - Tod und Verklärung Brigitte Fassbaender Münchner Philharmoniker, Sergiu Celibidache
tapeesa (12.03.2020, 16:56): Midwinter Spring - Kancheli, Pärt, Vasks Alessandro Stella daraus Kancheli: Simple music for piano, N. 12 und 3 (Theme from "Waiting for Godot" und Theme from "When almonds blossomed")
Marcie (12.03.2020, 20:25):
Amonasro (12.03.2020, 20:36):
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur
Reri Grist (Sopran) New York Philharmonic, Leonard Bernstein
Gruß Amonasro
Marcie (13.03.2020, 02:24): @tapeesa
https://www.youtube.com/watch?v=TzIZPZN5K60
tapeesa (13.03.2020, 22:29): @Marcie => Arvo Pärt - Spiegel im Spiegel; Benjamin Hudson, Sebastian Klinger, Jürgen Kruse The Very best of Arvo Pärt
und Danke.
(Für Alina und Spiegel im Spiegel, mag ich - auch wenn ich gelesen habe, dass Arvo Pärt auch größeres Polarisierungspotential hat. Von der zweiten CD kenne ich noch kaum etwas.) ____________________
7 Stücke benannt nach / zu sieben nördlichen Pflanzen.
(Für Alina und Spiegel im Spiegel, mag ich - auch wenn mir nicht entgangen ist, dass Arvo Pärt auch größeres Polarisierungspotential hat. Von der zweiten CD kenne ich noch kaum etwas.) Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich außer diesen beiden Stücken bisher auch nichts von diesem Komponisten kenne. Aber das will ich ändern.
satie (14.03.2020, 01:57): @Marcie =>
:) und Danke.
(Für Alina und Spiegel im Spiegel, mag ich - auch wenn mir nicht entgangen ist, dass Arvo Pärt auch größeres Polarisierungspotential hat. Von der zweiten CD kenne ich noch kaum etwas.) Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich außer diesen beiden Stücken bisher auch nichts von diesem Komponisten kenne. Aber das will ich ändern. Ich empfehle von Pärt "Fratres". Und zwar die Orchesterversion. Eines seiner besten Stücke, wie ich finde.
tapeesa (14.03.2020, 21:20): John Adams - Road Movies mit Schwerpunkt: Hallelujah Junction
Amadé (15.03.2020, 11:02):
Sinfonie Es-Dur KV 543
Maurice inaktiv (15.03.2020, 11:56): Sinfonie Es-Dur KV 543 Das Bildchen etwas größer, bzw. mal ein paar Informationen dazu wäre hilfreich. Ich kann davon Null lesen.
udabonn (15.03.2020, 12:07): Sinfonie Es-Dur KV 543 Das Bildchen etwas größer, bzw. mal ein paar Informationen dazu wäre hilfreich. Ich kann davon Null lesen. Sinfonie Nr. 39 Es Dur KV 543 Sinfonie Nr. 40 g-moll KV 550 Wiener Symphoniker, Dirigent: Ferenc Fricsay Vinyl DG 138 125; (p) 1961
Amadé (15.03.2020, 17:59): @ udabonn danke für die Ergänzung.
Gruß Amadé
Maurice inaktiv (15.03.2020, 19:22): Sinfonie Nr. 39 Es Dur KV 543 Sinfonie Nr. 40 g-moll KV 550 Wiener Symphoniker, Dirigent: Ferenc Fricsay Vinyl DG 138 125; (p) 1961 Danke sehr !!
Marcie (15.03.2020, 21:00):
Gibt es eine schönere Klaviermusik als den 2. Satz des Konzertes in G? (Ich höre den Satz grad, drum ist die Frage reine Rhetorik)
Amadé (16.03.2020, 09:21):
Sinfonie KV 543, Kammerorchester "C.Ph.E.Bach"
Gruß Amadé
tapeesa (17.03.2020, 09:03): Montserrat Figueras La Voix de l'émotion, The voice of emotion II Hespèrion XX, Jordi Savall
Marcie (18.03.2020, 04:04):
Amadé (18.03.2020, 10:37): Jetzt:
Sinfonie Es-Dur KV 543, Jos van Immerseel
Gruß Amadè
tapeesa (19.03.2020, 11:57): Lou Harrison - The Perilous Chapel The San Francisco Contemporary Music Players
tapeesa (19.03.2020, 17:10): Lou Harrison - Works for Percussion, Violin and Piano 1 - John Cage, Lou Harrison 2 - 10 Lou Harrison Donna Fairbanks ( 1 - 10 ), Doug Smith & Hilary Demske ( 6 - 10 ), Percussion UVU ( 1 )
Marcie (19.03.2020, 18:03): Immer mehr schätze ich diesen Komponisten. Keck, überraschend, vielfältig.
tapeesa (20.03.2020, 00:19): The Harry Partch Collection, Vol. 1 Ben Johnston, Betty Johnston, Bill Snead, Donald Pippin, Horace Schwartz Gate 5 Ensemble
udabonn (20.03.2020, 11:12):
1. Klavierkonzert (S. Richter - hat heute Geburtstag) und Violinkonzert (Chr. Ferras) -- best ever
Maurice inaktiv (20.03.2020, 12:45):
Gustav Mahler : Sinfonie Nr.5 , cis-moll RSO Köln, Gary Bertini
Aus dieser tollen Box Mahler Fünfte. Gerade bei Amazon günstig zu erwerben habe ich gesehen.
Marcie (20.03.2020, 12:47):
tapeesa (20.03.2020, 21:37): Harry Partch - Delusion of tbe fury, first recording A ritual of dream and delusion Ensemble of unique instruments, Danlee Mitchell Leitung Harry Partch
Maurice inaktiv (21.03.2020, 08:59):
Joseph Martin Kraus : Sinfonien, Vol.2 Concerto Köln
Die Sinfonien "cis-moll" und "c-moll, "Symphonie funébre" zum Gedenken an die Verstorbenen des Corona-Virus'
Amonasro (21.03.2020, 13:57):
Camille Saint-Saëns:
Cellokonzert Nr. 1 a-Moll op. 33* Cellokonzert Nr. 2 d-Moll op. 119
Klavierkonzert Nr. 3 op. 29 Klavierkonzert Nr. 5 op. 103 Wedding Cake op. 76 Africa op. 89
Jean-Philippe Collard (Klavier) Royal Philharmonic Orchestra, André Previn
Die Klavierkonzerte höre ich deutlich seltener als die Cellokonzerte, aber insbesondere Nr. 5 gefällt mir sehr.
Jean-Baptiste Lully:
1ère Suite: Le Bourgeois gentilhomme 2ème Suite: Le divertissement royal 3ème Suite: Alceste Chaconne de l'Amour médecin
Le Concert des Nations, Jordi Savall
Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (22.03.2020, 21:09):
Joseph Haydn : Die Sinfonien Nr.76 - 78
Stuttgarter Kammerorchester, Dennis Russell Davies
Alle drei Sinfonien erscheinen mir leider ziemlich vernachlässigt worden zu sein. Man findet sie nur selten in Einzeleinspielungen, etwa Günter Wand, aber auch noch mit Roy Goodman. Leider hat auch Thomas Fey, einer meiner absoluten Favoriten bei Haydn, die drei Sinfonien nicht mehr einspielen können, bevor er durch seinen Unfall nicht wieder dirigieren konnte. Sehr bedauerlich. Doch Goodman konnte ich erwerben, mal schauen, wie er sich da geschlagen hat. Seinen Haydn fand ich nämlich auch noch spannend und spritzig.
tapeesa (23.03.2020, 02:58): Julián Carrillo - Six Quasi-Sonatas in Quarter Tones Jimena Giménez Cacho
xarddam (23.03.2020, 09:39): momentan höre ich gerade das wunderschöne Konzert der Ludwig Chamber Players. Das ist ihr Konzert bei den disjährigen Ettlinger Schloßkonzerten, die bereits im Januar waren und somit noch stattfanden.
Schöne und nicht so oft gehörte Musik von Beethoven in originellen Interpretationen.
Das Orchester wird diese Musik (aber nicht dieses Konzert!) auch auf CD veröffentlichen.
Leopold van der Pals : Sinfonie Nr.1 & 3 Symphonische Dichtungen
Helsingborg SO , Johannes Goritzki
Der Komponist ist Neuland für mich, doch irgendwie kommt mir alles so vor, als ob ich das schon mal gehört hätte. damit will ich nicht sagen, dass das nicht gut komponiert sei, aber es scheint mir auch ZU nostalgisch gedacht zu sein. Vielleicht habe ich auch gerade nicht die Ohren für sowas. Keine Ahnung !!
xarddam (23.03.2020, 13:47):
Jean-Baptiste Lully:
1ère Suite: Le Bourgeois gentilhomme 2ème Suite: Le divertissement royal 3ème Suite: Alceste Chaconne de l'Amour médecin
Le Concert des Nations, Jordi Savall
Gruß Amonasro
Hallo Amonasro !
von Jean-Baptiste Lully kenn ich nur: 1ère Suite: Le Bourgeois gentilhomme vom Freiburger Barockorchester. Ein Konzert von 2013, was mal im SWR2 Radio kam. Gefällt mir sehr sehr gut, und die Aufnahme höre ich auch öfter. Sind die anderen Suiten ähnlich gut ?
Amonasro (23.03.2020, 13:51):
Gioachino Rossini/Giuseppe Maria Foppa: Sigismondo
Aldimira - Hera Hyesang Park Sigismondo - Marianna Pizzolato Anagilda - Rachel Kelly Ladislao - Kenneth Tarver Radoski - Gavan Ring Zenovito - Guido Loconsolo Ulderico - Il Hong
Hammerflügel: Olga Watts Chor des Bayerischen Rundfunks Münchner Rundfunkorchester, Keri-Lynn Wilson
Gruß Amonasro
Amonasro (23.03.2020, 14:15): Hallo Amonasro !
von Jean-Baptiste Lully kenn ich nur: 1ère Suite: Le Bourgeois gentilhomme vom Freiburger Barockorchester. Ein Konzert von 2013, was mal im SWR2 Radio kam. Gefällt mir sehr sehr gut, und die Aufnahme höre ich auch öfter. Sind die anderen Suiten ähnlich gut ? Meiner Meinung nach ja. Sehr schwungvolle farbige Stücke, die ich auch sehr mag. Es scheint aber so zu sein, dass es die Suite Le Bourgeois gentilhomme nicht gibt, da das nur Ausschnitte aus der Bühnenmusik sind und unterschiedliche Zusammenstellungen existieren. In wie weit die Suite hier mit der von dir gehörten übereinstimmt, weiß ich daher nicht. Auch die Alceste-Suite ist letztlich ein instrumentaler Auszug aus der gleichnamigen Oper.
Gruß Amonasro :hello
tapeesa (23.03.2020, 18:43): Ben Johnston - Ponder Nothing Charles Yassky, Dora Ohrenstein, Stephen Kalm, Music Amici
Amonasro (23.03.2020, 22:34):
Georg Friedrich Händel: Ariodante
Ariodante - Joyce DiDonato Ginevra - Karina Gauvin Dalinda - Sabina Puértolas Polinesso - Marie-Nicole Lemieux Lurcanio - Topi Lehtipuu Il Re di Scozia - Matthew Brook Odoardo - Anicio Zorzi Giustiniani
Il Complesso Barocco, Alan Curtis
Gruß Amonasro
satie (24.03.2020, 07:36):
Leopold van der Pals : Sinfonie Nr.1 & 3 Symphonische Dichtungen
Helsingborg SO , Johannes Goritzki
Der Komponist ist Neuland für mich, doch irgendwie kommt mir alles so vor, als ob ich das schon mal gehört hätte. damit will ich nicht sagen, dass das nicht gut komponiert sei, aber es scheint mir auch ZU nostalgisch gedacht zu sein. Vielleicht habe ich auch gerade nicht die Ohren für sowas. Keine Ahnung !! Van der Pals ist quasi der anthroposophische Hauskomponist. Ich habe damals, als ich mir mein Studentenleben als Eurythmie-Begleiter finanziert habe, jedes Jahr auch die Oberuferer Weihnachtsspiele untermalen "dürfen". Die Musik von Van der Pals versucht zwar, spätromantische Harmonik einzusetzen, was aber oft der simplen periodischen Melodik im Weg steht. Ich kenne allerdings die Orchesterwerke nicht.
Maurice inaktiv (24.03.2020, 07:54): Die Musik von Van der Pals versucht zwar, spätromantische Harmonik einzusetzen, was aber oft der simplen periodischen Melodik im Weg steht. Ja, so in etwa kann man es beschreiben. Ich finde auch die Harmonik jetzt nicht gerade so berauschend. Ich könnte damit leben, wenn die Harmonik mehr Biss hätte, das würde dem Ganzen zumindest noch mal etwas mehr geben, aber so empfinde ich es einfach wie "aufgewärmte Romantik", die aber andere Komponisten weitaus besser konnten. Wenn ich mir da so anschaue, wer so alles in der Zeit 1884-1966 (die Lebensdaten von van der Pals) komponiert hat (Ich nenne nur mal Mahler, Richard Strauss, Zemlinsky und Franz Schmidt, oder auch Johan Wagenaar), da kann er nicht mal im Ansatz mithalten.
Ich kenne allerdings die Orchesterwerke nicht. Da verpasst Du genau Null. Hier kann ich nur sagen, dass man auf diese "Wiederentdeckung" getrost hätte verzichten können.
Danke Dir für Deinen Beitrag, lieber Satie. Da bin ich ja doch sehr zufrieden, dass mich meine Ohren gestern nicht im Stich gelassen haben. Ich dachte schon, dass mich mein Gehör verlassen habe.
tapeesa (24.03.2020, 14:45): Edward Elgar -
1 - Sea Pictures & Overture in the South Yvonne Minton London Philharmonic Orchestra, Daniel Barenboim
2 - Symphony No. 1 & Pomp and Circumstance Marches 1, 3 & 4 BBC Symphony Orchestra, Andrew Davis
Marcie (24.03.2020, 17:46):
Amonasro (24.03.2020, 21:43):
Gioachino Rossini/Cesare Sterbini: Il barbiere di Siviglia
Il conte d'Almaviva - Luigi Alva Figaro - Tito Gobbi Rosina - Maria Callas Dr. Bartolo - Fritz Ollendorff Don Basilio - Nicola Zaccaria Berta - Gabriella Carturan Fiorello - Mario Carlin
Philharmonia Orchestra and Chorus, Alceo Galliera
Gruß Amonasro
tapeesa (24.03.2020, 23:04): Rossini - Semiramide Albina Shagimuratova, Daniela Barcellona, Mirco Pallazi, Barry Banks, Gianluca Buratto 0rchestra of the Age of Enlightenment, Sir Mark Elder
Maurice inaktiv (25.03.2020, 10:36):
Johannes Brahms ; Sinfonien Nr. 3 & 4 : Scottisch Camber Orchestra, Sir Charles Mackerras
Immer wieder gerne gehört, Brahms unter Mackerras. Den Mann finde ich einfach absolut spitze. So auch hier, und das mit einem Kammerorchester, was bei Brahms durchaus ausreicht, wenn ein Mann wie Sir Charles vor dem Orchester steht.
Maurice inaktiv (25.03.2020, 10:48):
Anton Urspruch : Sinfonie, op.14 : Nordwestdeutsche Philharmonie , Marcus Bosch
Erstbegegnung mit diesem Komponisten. Ich fange mit der Sinfonie an. Später am Tag dann noch das Klavierkonzert. Schauen wir mal.....
Maurice inaktiv (25.03.2020, 13:47):
Ignaz Brüll : Aus der Doppel CD die CD-Nr.1 . Macbeth-Ouvertüre , Serenade Nr.2 in E, op.36 , Violinkonzert a-moll, op.41
Philharmonisches Orchester Malta, Michael Laus & Marius Stravinsky
Ignaz Brüll ist inzwischen vor allem für seine Klavierkonzerte bekannt geworden, die Martin Roscoe für Hyperion eingespielt hat. Die Sinfonie, das Violinkonzert und die Orchesterwerke lagen zuvor wohl nicht auf CD vor, sind also vermutlich Ersteinspielungen. Natürlich sind die Orchester aus Malta (1967 gegründet) und das "Belarussian State Symphony Orchestra (1927 gegründet) nicht gerade bekannte Klangkörper. Doch immerhin kann man die Werke hören und ich erfreue mich auch daran.
Das Malta Philharmonic Orchestra wurde 1967 gegründet. Zur Zeit ist Sergej Smbatyan der Chefdirigent des Orchesters. Er stammt aus Armenien, und hat bereits das London Symphony Orchestra, die Dresdner Philharmoninker, die Moskauer Philharmoniker, das Deutsche Sinfonie-Orchester Berlin, die Warschauer Philharmoniker und das Philharmonia Orchestra geleitet als Gastdirigent.
2018 war er mit dem Orchester aus Malta auch auf Europatournee und in Deutschland zu erleben.
Michael Laus ist dem Orchester aus Malta seit rund 25 Jahren eng verbunden, u.a. auch als langjähriger Chefdirigent.
Das gab die Homepage des Orchesters als Informationen heraus.
Das Staatlich Akademische Sinfonieorchester der Republik Belarus wurde 1927 gegründet, und wurde 1980 zum Staatsorchester ernannt. 2001 wurde Alexander Anisimov Chefdirigent des Orchesters. Ihn dürften einige User als Dirigenten bei zahlreichen Naxos-CDs in Erinnerung haben.
Das Orchester dürfte in Vilnius seinen Sitz haben.
Amonasro (25.03.2020, 18:35): Dann bei auch mal wieder die Semiramide, eine meiner liebsten Rossini-Opern:
Gioachino Rossini/Gaetano Rossi: Semiramide
Semiramide - Alex Penda Arsace - Marianna Pizzolato Assur - Lorenzo Regazzo Idreno - John Osborn Oroe - Andrea Mastroni Azema - Marija Jokovic Mitrane - Vassilis Kavayas Nino - Raffaele Facciolà
Camerata Bach Choir, Poznan Virtuosi Brunenses, Antonio Fogliani
Gruß Amonasro
Marcie (25.03.2020, 20:09): Eine Neuanschaffung. Das Fairy Tale gefällt mir schonmal gut.
Maurice inaktiv (25.03.2020, 21:47):
Bedrich Smetana : May Vlast Milwaukee SO , Zdenek Macal AD: 1991 , Telarc
Hier eine Einspielung, die vermutlich kaum bekannt sein dürfte. Ich hatte sie mal vor Jahren erworben, als ich viele unterschiedliche Einspielungen des Werkes mir angehört und entsprechend darüber geschrieben hatte. Sie lässt keine Wünsche offen, natürlich klanglich herausragend von Telarc aufgenommen. Unter die Topp-Fünf würde sie es trotzdem nicht schaffen, dafür war und ist die Auswahl zu gut bei dem Werk. Alleine Kubelik, Neumann, Belohlavec, Mackerras, Talich, Pesek, Wit haben hervorragende Einspielungen abgeliefert. Kubelik und Neumann sogar mehrfach.
tapeesa (26.03.2020, 13:44): Ivanhoe - Sir Arthur Sullivan J. Watson & G. McGreevy, sopranos- C. Wyn-Rogers, mezzo-soprano - T. Spence, P. Wedd & A. Staples, Tenor - P. Rose, basse - J. Rutherford & N. Davies, barytons Adrian Partington Singers BBC National Orchestra of Wales, David Lloyd-Jones
Maurice inaktiv (26.03.2020, 14:12):
Joseph Haydn : Sinfonien Nr. 70-72 : The Hanover Band , Roy Goodman AD: 1991
Das ist so eine der Haydn-CDs, die direkt mit einem HIP-Orchester und einem Dirigenten gemacht wurden, der sich dieser Bewegung angeschlossen hat, aber trotzdem auch weiterhin anderes Repertoire spielte. "The Hanover Band" gehörte dabei zu den besten Orchestern dieser Richtung, die später auch unter Anthony Halstead viele Aufnahmen für CPO gemacht haben. Etwa die Sinfonien von Johann Christian Bach, usw.
tapeesa (26.03.2020, 17:29): Bei so viel Haydn komme ich nicht länger umhin, der Musik nicht mehr auszuweichen ;) - Aber: dank hier nun geht Annäherung, was mich freut.
Joseph Haydn - London Symphonies - Symphonies nos. 97 & 98 Amsterdam Baroque Orchestra, Ton Koopman
Maurice inaktiv (26.03.2020, 17:48): Bei so viel Haydn komme ich nicht länger umhin, der Musik auszuweichen ber: dank hier nun geht Annäherung, was mich freut. Mich auch. Das ist doch klasse, wenn durch so ein Forum und einen einfachen Thread bei Dir doch noch der Knoten geplatzt ist.
Ich kann es Dir übrigens nachfühlen, denn ich hatte ewig Probleme mit Mozarts Sinfonien. Das lag daran, dass ich durch die grausamen Einspielungen Karl Böhms (ich weiß bis heute nicht, warum man IHN als Mozart-Spezialisten bezeichnet hat. Okay, mit Opern habe ich es überhaupt nicht. Vielleicht war er da besser? Seine Lesart der Sinfonien hatte mir Jahrzehnte jeden Kontakt zu Mozart versaut. Dank der HIP-Leute, besonders Sir Roger Norringtons Lesart, kann ich endlich wieder seine Einspielungen genießen, aber auch Sandor Veghs Serenaden-Einspielungen).
Ich kann bei Haydn vielleicht noch erwähnen, dass Du einfach mal die weniger bekannten Sinfonien Dir anhörst. Davon gibt es mehr als genug, und mit den Pauken ist er ja glücklicherweise nicht verschwenderisch umgegangen. :D
Ich wünsche Dir viel Spaß wieder mit dem unglaublich humorvollen Joseph Haydn.
Lysann otto (26.03.2020, 20:44): Deutsche Grammophon Beethoven Edition Vinyl Box Nr.5 Streichtrios.
Marcie (27.03.2020, 07:31):
:times10
Sfantu (27.03.2020, 09:16): @ Lysann otto,
habe diese Box auch (Trio Italiano d'archi: Franco Gulli, Vl - Bruno Giuranna, Bratsche - Giacinto Caramia, Vcl). Sehr schöne Einspielung, oder?! Die Streichtrios stehen weiter recht stiefmütterlich im Schatten, dabei sind sie echte Geheimtipps.
Viel Freude damit!
Maurice inaktiv (27.03.2020, 10:41):
Joseph Haydn : Sinfonien Nr.48, Maria Theresia", C-Dur , Nr.49, "'La Passione", f-moll , Nr.50 , C-Dur
The Hanover Band , Roy Goodman
Eine sehr vitale, spannende Aufnahme. Leider zur Zeit nur zu Fabelpreisen erhältlich.
Maurice inaktiv (28.03.2020, 10:43):
Louis Glass : Sinfonie Nr.3, D-Dur , op.30 & Sommerliv - Suite für Orchester , op.27
Hier gibt es auch Glass, aber Louis Glass.
Von 1999-2001 hat die Firma Danacord bereits eine GE der Sinfonien von Louis Glass vorgelegt. Allerdings war das Orchester aus Plovdiv dem Ganzen nicht wirklich gewachsen, so dass sich die Werke nicht verbreitet haben. Ebenfalls daran versucht hat sich die Firma Marco Polo, die die GE nicht fortgesetzt hat, nachdem man die Sinfonien Nr.5 & 6 eingespielt hat. Dieses Mal mit einem Orchester aus Südafrika.
Mal schauen, ob CPO mit der Rheinischen Phiharmonie unter Daniel Raiskin mehr Erfolg hat.Mir hat die GE der Brahms-Sinfonien in der gleichen Konstellation sehr gut gefallen. Auch diese Einspielung scheint mir auch vielversprechend zu beginnen.
Maurice inaktiv (28.03.2020, 11:54):
Joseph Haydn : Sinfonien Nr. 1 - 6 : The Hanover Band , Roy Goodman
Die Sinfonien hier sind wohl alle so um 1759/60 herum entstanden, als Haydn im Dienst des Grafen Morzin in Böhmen stand.
Maurice inaktiv (28.03.2020, 13:29):
Gustav Mahler : Sinfonie Nr.1 AD: 02.11.1979 , Herkules-Saal München Live SO des BR , Rafael Kubelik
Zur Zeit bei Rebuy für wenig Geld zu erwerben.
Rafael Kubelik machte mit seiner GE der Sinfonien auf der DGG , ebenfalls mit seinem Orchester, dem SO des BR, in den 1960/70-er Jahren von sich reden. Seine Lesart galt weniger exzessiv etwas früher entstandene Mahler-Zyklus der Columbia mit Leonard Bernstein, aber sicher nicht schlechter, eben anders.
Etwas später ließ nahm man aus seinen Konzerten einen weiteren Mahler-Zyklus mitschneiden, dazu kam "Das Lied von der Erde". Sie kamen alle bei Audite heraus, so auch diese Einspielung hier.
tapeesa (28.03.2020, 14:52): Joseph Haydn - The London Symphonies 102 & 104 Siam Sinfonietta, Somtow Sucharitkul
Maurice inaktiv (28.03.2020, 17:10): Joseph Haydn - The London Symphonies 102 & 104 Siam Sinfonietta, Somtow Sucharitkul Ach, Du mein Herein. Von denen habe ich noch was gehört.
"Fiesta" : Div. lateinamerikanische Komponisten : Simon Bolivar Youth Orchestra of Venezuela , Gustavo Dudamel
Eine der besten CDs, die ich in meinem Bestand habe.
Amadé (29.03.2020, 10:08): Zum aktuellen Anlass:
Einen schönen Tag wünscht Amadé,bleibt gesund.
Maurice inaktiv (29.03.2020, 11:05):
Joseph Haydn : Sinfonien Nr.6-8 , "Die Tageszeiten" Heidelberger Sinfoniker , Thomas Fey AD: März 2014
Es dürften die letzten Einspielungen von Thomas Fey gewesen sein. Nach einem Unfall (ich meine sogar Bühnenunfall) musste er sich gesundheitlich bedingt zurückziehen. Ein großer Verlust für das Orchester und die Musikwelt. Leider konnte so der Zyklus nicht beendet werden, auch wenn es dann noch weitere Einspielungen gab Sie befinden sich auf der zweiten CD dieser Doppel-CD.
Das ist jetzt Zufall, aber auch hier läuft Joseph Haydn. Doch aus einer früheren Zeit.
xarddam (29.03.2020, 11:58):
Joseph Haydn : Sinfonien Nr.6-8 , "Die Tageszeiten" Heidelberger Sinfoniker , Thomas Fey AD: März 2014
Es dürften die letzten Einspielungen von Thomas Fey gewesen sein. Nach einem Unfall (ich meine sogar Bühnenunfall) musste er sich gesundheitlich bedingt zurückziehen. Ein großer Verlust für das Orchester und die Musikwelt. Leider konnte so der Zyklus nicht beendet werden, auch wenn es dann noch weitere Einspielungen gab Sie befinden sich auf der zweiten CD dieser Doppel-CD.
Das ist jetzt Zufall, aber auch hier läuft Joseph Haydn. Doch aus einer früheren Zeit. Hallo zusammen,
ich wohne ja ganz in der Nähe von Heidelberg (20 KM weg) und kann mich noch dunkel an die Geschichte (bzw. das was damals veröffentlicht wurde) erinnern. Thomas Fey erlitt im Oktober 2014 einen Unfall. Die Rhein-Neckar Zeitung schrieb von einem häuslichen Unfall. Er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma; es muss also schon ein heftiger Unfall gewesen sein. Anfangs dachte man, dass Thomas Fey nach einer gewissen Zeit wieder arbeiten könne (als Dirigent), aber dem war nicht so. Was er heute macht und wie es ihm geht, weiss ich leider nicht.
Maurice inaktiv (29.03.2020, 12:22): ich wohne ja ganz in der Nähe von Heidelberg (20 KM weg) und kann mich noch dunkel an die Geschichte (bzw. das was damals veröffentlicht wurde) erinnern. Thomas Fey erlitt im Oktober 2014 einen Unfall. Die Rhein-Neckar Zeitung schrieb von einem häuslichen Unfall. Er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma; es muss also schon ein heftiger Unfall gewesen sein. Anfangs dachte man, dass Thomas Fey nach einer gewissen Zeit wieder arbeiten könne (als Dirigent), aber dem war nicht so. Richtig. Ich wollte auch noch einen Link zu einem Zeitungsbericht posten, habe es aber vergessen. Hier ist er :
Orchester der Russischen Förderation, Jewgenij Svetlanov
Heute mal wieder sog. "Rand-Repertoire", was man auch kaum im Konzertsaal zu hören bekommt bei uns. Viele Grüße sendet Maurice
Maurice inaktiv (29.03.2020, 15:25):
Henrich von Herzogenberg : Sinfonien Nr.1 & 2 : NDR Radiophilharmonie , Frank Beermann
Auch eher selten zu finden in den Konzerthäusern ist Heinrich von Herzogenberg. Dabei sind seine Sinfonien durchaus gelungen. Eine weitere Sinfonie gilt als "Verschollen". Zwei seiner Schüler waren übrigens Ethel Smyth und Johan Wagenaar gewesen.
Marcie (29.03.2020, 20:28): RIP Krzysztof Penderecki.
tapeesa (29.03.2020, 21:26): In "Fiesta" habe ich hinein gehört, da hatte ich Gänsehaut pur, kann das: Eine der besten CDs, die ich in meinem Bestand habe. durchaus nachvollziehen, auch wenn die Stücke an sich, nicht ganz so "meine Welle", zumindest momentan, sind.
Haydn - "Sturm und Drang" - "Paris " und "London" Symphonies, Symphonies 88 - 92 ~ Sinfonia Concertante Orchestra of the Age of Enlightenment Orchestra of the Eighteenth Century Frans Brüggen
Maurice inaktiv (29.03.2020, 21:55): In "Fiesta" habe ich hinein gehört, da hatte ich Gänsehaut pur, kann das: durchaus nachvollziehen, auch wenn die Stücke an sich, nicht ganz so "meine Welle", zumindest momentan, sind. Die Musik Latein-Amerikas ist für uns nicht einfach zu hören, weil sie rhythmisch sehr vertrackt ist. Dadurch sind auch die Melodien völlig anders gestaltet als wir es hier bei uns kennen, harmonisch liegen auch Welten dazwischen. Es ist auch nicht einfach zu spielen, da es eben an unserer gewohnten Rhythmik völlig vorbei geht. Damit haben sogar immer wieder Profis zu kämpfen, zumindest ein gewisser Teil davon.
So wenig ich Dudamel im herkömmlichen Standard-Programm mag, so sehr schätze ich ihn mit der Musik seines Kontinents oder artverwandter Musik.
tapeesa (29.03.2020, 22:42): Die Musik Latein-Amerikas ist für uns nicht einfach zu hören, weil sie rhythmisch sehr vertrackt ist. Es gibt süd-amerikanische Musik, die trotz deines Beschriebenen direkt "andockt". Ich habe ja durchaus ein Faible für andere Tonsysteme. Violeta Parra mag ich aus der süd-amerikanischen nicht-klassischen Musik sehr gerne.
Maurice inaktiv (30.03.2020, 08:23):
Antonin Dvorák : Sinfonien Nr.8 & 9 : The Cleveland Orchestra , George Szell AD: 1958 (Nr.8) & 1959 (Nr.9)
Auch nach über 60 (!!) Jahren noch absolut hörenswert.
Maurice inaktiv (30.03.2020, 08:40):
Johannes Brahms : Sinfonien Nr.2 & 3 : New York PO , Leonard Bernstein AD: 1962 & 1964
Noch so eine historische Aufnahme, die man aber nach wie vor gut hören kann.
Glücklich, überhaupt Bilder gefunden zu haben, die sich auch einstellen ließen, stammt meine CD aus der "Bernstein Century-Serie". Ich vermute mal, dass das keine anderen Einspielungen waren als auf den veröffentlichten Bildern von mir.
Maurice inaktiv (30.03.2020, 10:44):
Jan V.Vorisek : Sinfonie D-Dur, op. 24 Franz Schubert : Sinfonie Nr.1 , D-Dur , D82
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen , Thomas Hengelbrock
Eine der besten CDs, die ich die letzten Jahre gekauft habe. Gerade der Vorisek dazu finde ich klasse. Und er ist auch noch vor Schubert an der Reihe. Damit kann man das Wort "Füllsel" oder "Beigabewerk" ersatzlos streichen.
Amonasro (30.03.2020, 11:32):
Heitor Villa-Lobos:
Introduçao aos Choros* Fabio Zanon (Gitarre)
Choros bis Cláudio Cruz (Violine), Johannes Gramsch (Cello)
Choros Nr. 2 Elizabeth Plunk (Flöte), Ovanir Buosi (Klarinette)
Choros Nr. 3 "Pica-Pau" Chor & Holzbläser des São Paulo Symphony Orchestra
Choros Nr. 10 "Rasga o Coração"* Chor des São Paulo Symphony Orchestra
Choros Nr. 12*
São Paulo Symphony Orchestra, John Neschling*
Gruß Amonasro
Andréjo (30.03.2020, 11:55):
Jan V.Vorisek : Sinfonie D-Dur, op. 24 Franz Schubert : Sinfonie Nr.1 , D-Dur , D82
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen , Thomas Hengelbrock
Eine der besten CDs, die ich die letzten Jahre gekauft habe. Gerade der Vorisek dazu finde ich klasse. Und er ist auch noch vor Schubert an der Reihe. Damit kann man das Wort "Füllsel" oder "Beigabewerk" ersatzlos streichen. Absolute Zustimmung. Vorisek durfte ich schon live erleben vor wenigen Jahren und habe mir dann gleich obige CD besorgt - wenn ich mich nicht sehr täusche, war es in Würzburg beim Mozartfest. Das mit der "Beigabe" ist ja auch dahingehend interessant, dass man nicht viele Einspielungen der Vorisek-Sinfonie findet, von Schubert wohl eher viele Dutzende.
Seltsamerweise wird die Sinfonie bisweilen auch als Opus 23 geführt, was dann zu einem Konflikt führt mit einem anderen Werk, wohl einem der letzten in Voriseks Opus-Abfolge. Dazu habe ich im entsprechenden Artikel der deutschen Wikipedia eine Frage gestellt, auf die leider bislang nicht reagiert wurde.
:hello Wolfgang
Maurice inaktiv (30.03.2020, 22:50):
Anton Bruckner : Sinfonie d-moll "Nullte" Brucknerorchester Linz , Dennis Russell Davies AD: 08.11.2008 , Live aus dem Brucknerhaus Linz
Es ist schade, dass man bei den vielen Bruckner-GE der Sinfonien kaum die Namen Dennis Russell Davies , Ivor Bolton oder Mario Venzago hört. Das beste Beispiel ist diese Live-Einspielung aus dem Jahre 2008 unter der Leitung von Dennis Russell Davies.
tapeesa (01.04.2020, 08:43): Scriabin - Piano Music Sonate Fantaisie, Impromptus, Nocturnes Soyeon Kate Lee
Marcie (01.04.2020, 10:03): Ich höre mich durch diese sehr schöne und interessante Box:
Maurice inaktiv (01.04.2020, 13:19):
Ludvig Irgens-Jensen : Sinfonie d-moll & Air & Passacaglia Bournemouth SO , Bjarte Engeset
Ich kann diesen Komponisten es 20.Jahrhunderts aus Norwegen immer wieder nur weiterempfehlen. Er schreibt in einem angenehmen modernen Stil, der aber auch für den sonst mehr in der Romantik/Spätromantik sich befindlichen Zuhörers, da hier keine Atonalität zu hören ist, die doch den ein oder anderen Hörer abschrecken lässt.
Es gibt auch noch eine ebenfalls hervorragende Doppel-CD auf CPO, die auch hervorragend gelungen ist. Hier dazu das Bildchen:
tapeesa (01.04.2020, 13:50): Mozart - Carinet Quintet in A, K581 Emma Johnson, Andrew Shulman, Gabor Takács-Nagy, Rebecca Hirsch, Tim Boulton
Amonasro (01.04.2020, 20:19):
Johannes Brahms:
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
Gruß Amonasro
Amonasro (02.04.2020, 19:38):
Gioachino Rossini/Felice Romani: Aureliano in Palmira
Aureliano - Juan Francisco Gatell Zenobia - Silvia Dalla Benetta Arsace - Marina Viotti Publia - Ana Victória Pitts Oraspe - Xiang Xu Licinio - Zhiyuan Chen Gran Sacerdote - Baurzhan Anderzhanov
Camerata Bach Choir, Poznan Hammerklavier: Fabio Maggio Virtuosi Brunenses, José Miguel Pérez-Sierra
Ein Frühwerk Rossinis mit seiner einzigen Kastratenpartie. Das Werk ist noch stärker als andere Rossini-Opern auf die drei Hauptfiguren konzentriert und mit drei Liebesduetten eines seiner lyrischsten; selbst das Finale des 1. Akts, für Rossini sonst Gelegenheit für ein großes Ensemble aller Beteiligten, ist hier nur ein Duett & Terzett, zu dem der Chor erst ganz zum Schluss hinzutritt. Einige Stücke (Ouvertüre, Introduktion, Arsaces Rondo im 2. Akt) verwendete Rossini später im Barbier von Sevilla wieder. Trotz des sehr konservativem Zuschnitt ein sehr hörenswertes Werk mit manchen für Rossini ungewohnten Elementen wie zum Beispiel einem Schäferchor mit elegischem Violinsolo. Ich kannte Aureliano bereits von einer Blu-ray aus Pesaro mit Michael Spyres und Jessica Pratt unter Will Crutchfield, die in Bezug auf die Sänger die Nase vorn hat. Allerdings überzeugt mich das Dirigat von Pérez-Sierra weitaus mehr als die teilweise ziemlich zähen Tempi Crutchfields.
Gruß Amonasro :hello
tapeesa (03.04.2020, 01:08): Penderecki - Polnisches Requiem Ingrid Haubold, Sopran, Grazyna Winogrodzka, Mezzosopran, Zachos Terzakis, Tenor, Malcolm Smith, Bass NDR Chor und Chor des bayerischen Rundfunks NDR Sinfonieorchester, Leitung: Krzysztof Penderecki
tapeesa (03.04.2020, 03:29): Penderecki, music for chamber orchestra Sinfonia Varsovia daraus aus der 7. Sinfonie "7 Gates of Jerusalem": III. De profundis
udabonn (03.04.2020, 15:42): Das 5. Klavierkonzert
Und dann erstmal nur die 5.
Marcie (03.04.2020, 16:11): Das 5. Klavierkonzert
Ähm, ich nahm immer an, dass es fünf Klavierkonzerte gibt?? Wie ist denn das gemeint?
Andréjo (03.04.2020, 16:41): Die Bearbeitung des Violinkonzerts, op. 61a, ist gemeint. Sie stammt von Beethoven selbst.
Darüber hinaus gibt es auch noch ein Jugendkonzert in Es-Dur des meines Wissens 14-Jährigen, das gebräuchlicherweise nicht gezählt wird und unter WoO 4 läuft.
Und mittlerweile hat man zusätzlich ein wenig manipuliert - siehe hier:
Die Nummer "sechs" ist hier indes wieder etwas ganz anderes als op. 61a ... :S :D
Du kannst also von acht Klavierkonzerten ausgehen, wenn Du unbedigt möchtest ... vorerst zumindest; ich bin dennoch weiterhin für fünf. :thumbup:
Andererseits gibt es ja auch beim großen Bruckner eine Nullte und eine Doppel-Nullte ...
:hello Wolfgang
xarddam (03.04.2020, 17:08): danke für diese Erläuterungen, Andréjo War mir total neu (op 61 a natürlich nicht, aber der Rest) Ich höre mir gerade bei youtube eine version vom WoO - Klavierkonzert an. Berlin Chamber Orchestra conducted by Peter Gülke. Eva Ander as the pianist Bin noch beim Allegro Moderato Satz, aber das was ich da höre, gefällt mir ausgesprochen gut
Maurice inaktiv (03.04.2020, 17:20): Ähm, ich nahm immer an, dass es fünf Klavierkonzerte gibt?? Wie ist denn das gemeint? Die Bearbeitung des Violinkonzerts, op. 61a, ist gemeint. Sie stammt von Beethoven selbst. Ich mache das kleine Chaos perfekt mit dem "Nullten" Klavierkonzert.
Dazu der passende Text :
Als letztes Element der in über 13 Jahren entstandenen Gesamtaufnahme spielten sie das Nullte Klavierkonzert Beethovens ein - von Mari Kodama anhand des Autographen persönlich editiert. (Zitat aus der Beschreibung bei Amazon)
Cetay (inaktiv) (03.04.2020, 17:55): Eine weitere Gesamteinspielung der Beethovenschen Klavierkonzerte (die dritte innerhalb von drei Wochen), diesmal mit dem Alleinstellungsmerkmal Alle Achte. Eliane Rodrigues und das St. Petersburger Staatsorchester unter der Leitung von Walter Proost haben noch das Tripelkonzert, die Chorfantasie und die heimliche Nr. 6, die Klaviertranskription des Violinkonzerts mit drauf gepackt. Immerhin hat sich die sich Concours Reine Elisabeth Preisträgerin nach ihrem 5. Platz im Jahr 1983 noch reichlich Zeit gelassen bis sie sich an diesen Kosmos gewagt hat. Äußerst erfreulich im Solo- und im Orchesterpart, wie ich zumindest nach dem "Sechsten" bescheinigen kann.
Dann bin ich mal gespannt, wann wir die erste GA aller Zehne erwarten dürfen. :D
Maurice inaktiv (03.04.2020, 18:01): Dann bin ich mal gespannt, wann wir die erste GA aller Zehne erwarten dürfen. Bis zum Ende der Corona-Quarantäne besteht doch eine gewisse Hoffnung, oder nicht? :D
PS: Wie sieht es dann mit der Sinfonie Nr.11 vom alten Ludwig aus? Auch da müsste es mal wieder vorwärts gehen.....
Andréjo (03.04.2020, 18:02): Stimmt, da gibt's ja auch noch die Chorfantasie und das Tripelkonzert ... hätte ich jetzt nicht dazugerechnet. Cetay indes hat den kommeriellen Knackpunkt entdeckt. :P :)
Bis zum Ende der Corona-Quarantäne besteht doch eine gewisse Hoffnung, oder nicht? Du könntest Recht haben ...
Leider ...
udabonn (03.04.2020, 20:59): Die Bearbeitung des Violinkonzerts, op. 61a, ist gemeint. Sie stammt von Beethoven selbst.
Darüber hinaus gibt es auch noch ein Jugendkonzert in Es-Dur des meines Wissens 14-Jährigen, das gebräuchlicherweise nicht gezählt wird und unter WoO 4 läuft.
Und mittlerweile hat man zusätzlich ein wenig manipuliert - siehe hier:
Die Nummer "sechs" ist hier indes wieder etwas ganz anderes als op. 61a ... :S :D
Du kannst also von acht Klavierkonzerten ausgehen, wenn Du unbedigt möchtest ... vorerst zumindest; ich bin dennoch weiterhin für fünf. :thumbup:
Andererseits gibt es ja auch beim großen Bruckner eine Nullte und eine Doppel-Nullte ...
:hello Wolfgang Die Bearbeitung des Violinkonzerts ist m.W. nie ernsthaft als "6." Klavierkonzert gezählt worden. Lief irg.wie immer außer der Reihe, wenn es überhaupt mal Einspielungen gab. Lange war Barenboim /ECO das einzig greifbare. Hat aber eine klasse Kadenz - Klavier + Pauken. Das von Mayuko Vetter/Ruzicka eingespielte 6. KK (1. Satz) kann dagegen tatsächlich als ein begonnenes, aber nicht weitergeführtes, geschweige denn vollendetes 6. Klavierkonzert gezählt werden -- es wurde einige Jahre nach dem 5. Es-Dur begonnen. Und es sind tatsächlich ca. 270 Takte, Orchesterexposition bis zum ersten Klaviersolo inkl., weitgehend fertig auskomponiert worden, aber dann bricht es eben ab, plus ein paar Skizzen. Das Material, das es durchzuführen gilt, ist also durchaus vorhanden. Nach meinem Höreindruck ist jedoch das, was original Beethoven ist, ein deutlicher Rückschritt gegenüber dem Es-Dur Konzert. Recht konventionell. Nach meinem Empfinden ähnlich der 8. Sinfonie (ca. selbe Zeit), die ja auch eher konventionell (ja, ja, ich weiß ...) anmutet nach der 5. und 7. In der CPO-Box ist übrigens auch das Rondo WoO 6 noch enthalten, der ursprüngliche Schlusssatz des heutigen 2. KK. Das Beiheft ist auch, bei aller Kürze, sehr informativ. PS: Wenn man bei Bruckner die ganzen Totalrevisionen und Bearbeitungen/Ersetzungen mitzählt, hat er eigentlich 15 Sinfonien geschrieben :D :P :rofl
Andréjo (03.04.2020, 21:34): Die Bearbeitung des Violinkonzerts ist m.W. nie ernsthaft als "6." Klavierkonzert gezählt worden. Das scheint mir auch so. Diese Mode fing wohl an mit der Einspielung durch Arthur Schoonderwoerd.
Das von Mayuko Vetter/Ruzicka eingespielte 6. KK (1. Satz) kann dagegen tatsächlich als ein begonnenes, aber nicht weitergeführtes, geschweige denn vollendetes 6. Klavierkonzert gezählt werden -- es wurde einige Jahre nach dem 5. Es-Dur begonnen. Und es sind tatsächlich ca. 270 Takte, Orchesterexposition bis zum ersten Klaviersolo inkl., weitgehend fertig auskomponiert worden, aber dann bricht es eben ab, plus ein paar Skizzen. Das Material, das es durchzuführen gilt, ist also durchaus vorhanden. Nach meinem Höreindruck ist jedoch das, was original Beethoven ist, ein deutlicher Rückschritt gegenüber dem Es-Dur Konzert. Ich möchte mir die Aufnahme zulegen, aus Interesse an der Kuriosität. Deine oben formulierten Überlegungen habe ich ähnlich auch schon anderweitig gehört. Es wäre ja wohl eine ganz große Überraschung, bekäme man hier etwas genial Neues vom Meister zu hören. ;) :)
PS: Wenn man bei Bruckner die ganzen Totalrevisionen und Bearbeitungen/Ersetzungen mitzählt, hat er eigentlich 15 Sinfonien geschrieben :D
:beer Wolfgang
tapeesa (04.04.2020, 09:12): Meredith Monk - memory game Bang On a Can All-Stars und viele andere
Vokal-Musik.
satie (04.04.2020, 09:29):
Meredith Monk - memory game Bang On a Cang All-Stars und viele andere
Vokal-Musik. Eines ihrer besten Alben ist meiner Meinung nach immer noch "Volcano Songs". Aber auch "Dolmen Music" und "Book of Days" mag ich sehr. Meredith Monk ist eine, die einen eigenen Weg gegangen ist und ihn bis heute geht. Ich komme immer wieder zu ihr zurück. Wo man sie einordnen soll? Keine Ahnung, und das ist gut so.
Maurice inaktiv (04.04.2020, 10:24):
Joseph Haydn : Sinfonien Nr. 26, 27 und 42 : Heidelberger Sinfoniker, Thomas Fey AD: 2010
Mehr dazu im Haydn-Sinfonien-Bereich zur Nr.27
Amadé (04.04.2020, 10:42): Nach meinem Empfinden ähnlich der 8. Sinfonie (ca. selbe Zeit), die ja auch eher konventionell (ja, ja, ich weiß ...) anmutet nach der 5. und 7. Wenn man sich eingehender mit der 8. beschäftigt, kommt man zu einem anderen Ergebnis. Beethoven hat sich zeitlebens nicht zufriedengegeben nach nur einem (Sonaten-) Modell zu komponieren, sondern probierte immer Neues aus, kein Werk gleicht dem anderen. So ist es auch bei der 8., da fällt, um nur ein paar Beispiele zu geben, im ersten Satz das Ende der Durchführung mit der Reprise zusammen, sie erklingen gleichzeitig. Erster und letzter Satz erhalten auch eine zweite Durchführung (siehe Eroica, Satz 1), alles auf kleinstem Raum. Der dritte Satz ist wieder ein Menuett, diese Form in einer Sinfonie hatte der Komponist längst aufgegeben. Hier jedoch erscheint es verfremdet: der Dreivierteltakt mit Betonung der Eins wird durch wiederkehrende Synkopen aus dem Gleis geworfen. Ich könnte noch weitere Beispiele nennen, verweise stattdessen auf mein Beethoven-Buch Klassik-Prisma, Interpretationen im Vergleich, Bd.1, 8.Sinfonie.
Gruß Amadé
Maurice inaktiv (04.04.2020, 21:29):
Jean Sibelius : Sinfonien Nr. 6 & 4 : AD: 1995
Chamber Orchestra of Europe , Paavo Berglund
Ganz ohne Eitelkeiten von den "Mode-Dirigenten" der neueren Zeit hat Paavo Berglund in den 1990-er Jahren mit dem Europäischen Kammerorchester einen kompetten Sibelius-Zyklus eingespielt. Die Geschmäcker über diese EInspielungen sind sehr unterschiedlich, doch es hat genau so funktioniert wie man inzwischen Brahms und sogar Bruckner (ihn teilweise) mit Kammerorchestern aufgenommen hat. Ob das musik-historisch "richtig" ist, überlasse ich den Leuten, die sich darüber die Köpfe zermalmen wollen, ich halte mich da raus. Wichtig ist, was am Ende dabei heraus kommt, und das kann sich, meiner persönlichen Meinung nach, durchaus hören lassen.
Es ist, wie so oft, EINE Möglichkeit, die Werke zu spielen, aber nicht die einzige eben. Und auch irgendwie nicht die immer so ganz passende für die einzelnen Sinfonien. Mir fehlt manchmal die Wucht eines großen Orchesters, dafür finde ich die leisen Stellen um so intensiver bei dem Kammerorchester. Nun gut, das soll jeder für sich selbst herausfinden.
Berglund hat mit dem Bournemouth SO (in den 1970-er Jahren) und dem Orchester aus Helsinki (1984-1987) zwei weitere GE der Sibelius-Sinfonien eingespielt, da mit den "normalen" Sinfonie-Orchestern. Alle drei GE haben ihre Meriten, für mich ist aber die in Bournemouth aufgenommene GE irgendwie etwas ganz Besonders gewesen.
tapeesa (05.04.2020, 00:15):
Meredith Monk - Turtle Dreams
Maurice inaktiv (05.04.2020, 07:55):
Carl Ditters von Dittersdorf . 3 Sinfonias (d-moll, Grave d1, F-Dur, Grave F7, g-moll, Grave g1) AD: 1996
Failoni Orchestra, Uwe Grodd
Heute mal mit einem Komponisten der "Zweiten Reihe", der immerhin bei Naxos eine gewisse Aufmerksamkeit erhalten hat.
tapeesa (05.04.2020, 22:29): Liszt - Études d’exécution transcendante György Cziffra
Cetay (inaktiv) (06.04.2020, 04:26):
Nicolo Pagnini; Violinkonzert Nr. 1 D-Dur, op. 6 Alexandre Dubach, Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, Michel Sasson
Das Erste gibt es hier mit ungekürzter Orchestereinleitung - leider keine Selbstverständlichkeit. Bei den legendären Aufnahmen mit Michael Rabin oder Ivry Gitlis wurde kräftig zusammengestrichen.
Dag Wirén Sinfonien Nr.2 & 3 Norrköping SO, Thomas Dausgaard
Sowohl beim "Fono Forum", als auch der Zeitschrift "Klassik Heute" wurde dieses Album im Jahre 2000 als "Sehr gut" bewertet, was die Interpretation angeht. Immerhin scheint es noch zwei weitere Einspielungen der 3.Sinfonie zu geben, darunter mit Rumon Gamba und dem Iceland SO auf Chandos eine Aufnahme aus dem Jahre 2018.
Maurice inaktiv (06.04.2020, 23:24):
Franz Liszt : Symphonische Dichtungen
Bei mir läuft die hier auf CD-Nr.2 befindliche Einzel-CD mit "Prometheus", der "Bergsymphonie" (Solist hier ist Ralf-Carsten Brömsel an der Solo-Violine) und "Festklänge"
Dresdner Philharmonie , Michel Plasson AD: Sept.1994, Lukaskirche zu Dresden
es gibt die Werke auch als zwei Einzel-CDs, aber hier die Doppel-CD kostet so wenig auf dem Marketplace, dass man locker zugreifen kann. Auch lassen die Einspielungen keine Wünsche offen. Wer also schon immer mal neugierig auf diese Werke war, kann sich hier bequem bedienen.
Maurice inaktiv (07.04.2020, 09:20):
Johann Christian Bach : Konzertante Sinfonien, Vol.1
Heute mal wieder mein "Lieblings-Bach" , der zum Glück von CPO mit der hervorragenden "The Hanover Band" unter Anthony Halstead auch sehr gut aufgenommen wurde. Heute der erste Teil der "Konzertanten Sinfonien", die leider kaum zu hören sind mehr. Um so schöner dann, wenn sie komplett zu erwerben sind zu einem vernünfigen Preis.
tapeesa (07.04.2020, 09:26): Karol Szymanowski: Stabat Mater * Litania * Demeter Jadwigy Gadulanka, Jadwiga Rappe, Andrzeij Hiolski National Polish Radio Symphony, Antoni Wit
tapeesa (07.04.2020, 10:10): Dieser Einspielung der "Stabat Mater"-Komposition von Szymanowski würde ich den Vorzug geben. Gefällt mir besser.
Karol Szymanowski - Stabat Mater Lucy Crowe, Sopran, Pamela Helen Stephen, Mezzo-Sopran, Robert Murray, Tenor, Gábor Bretz, Bariton BBC Symphony Chorus & Orchestra, Edward Gardner
Maurice inaktiv (07.04.2020, 10:28): Dieser Einspielung der "Stabat Mater"-Komposition von Szymanowski würde ich den Vorzug geben. Gefällt mir besser. Warum? Was gefällt Dir denn besser? An sich würde ich spontan Antoni Wit den Vorzug geben, da kenne ich ihn mit den Sinfonien ganz gut. Gerade bei der Musik seines Heimatlandes hat er eigentlich immer super gegen die vermeintliche "Konkurrenz" problemlos bestanden.
tapeesa (07.04.2020, 10:52): Lieber Maurice - erwischt ;) - genau die Baustelle erwischt - weil ich beim Posten Schwierigkeiten hatte, es zu erfassen / benennen. Deswegen hatte ich es fürs erste Hören beim "gefällt mir besser" belassen. Wird etwas brauchen, aber ich werde dann deine Fragen versuchen so gut ich kann zu beantworten :)
Hatte mich selbst überrascht, weil das: Gerade bei der Musik seines Heimatlandes hat er eigentlich immer super gegen die vermeintliche "Konkurrenz" problemlos bestanden. intuitiv auch mein Gedanke war.
Ich habe eine Idee, zum "Warum". Kann aber auch was rein Subjektives sein.
Maurice inaktiv (07.04.2020, 12:49): Lieber Maurice - erwischt - genau die Baustelle erwischt - weil ich beim Posten Schwierigkeiten hatte, es zu erfassen / benennen. Deswegen hatte ich es fürs erste Hören beim "gefällt mir besser" belassen. Wird etwas brauchen, aber ich werde dann deine Fragen versuchen so gut ich kann zu beantworten Hi,hi,hi....Ich bin halt ein ganz Böser !!!Und weil man uns Musiker zur zeit ja nicht auf die Menschheit loslässt, müssen die Foren halt leiden. :D Keine Eile, aber ich bin halt ein neugieriger Mensch hin und wieder. Doch ich kenne das auch, wenn ich es nicht so recht weiß, WAS jetzt der eigentliche Grund ist, WARUM einem selbst etwas irgendwie "besser2 gefällt als das Andere - oder eben die andere Einspielung.
Hier steht keiner unter Zugzwang, also lasse Dir ruhig bis heute Abend Zeit. :rofl :beer (Wie gesagt, ich bin "Böse" und ärgere gerne die Leute - mit einem gewissen Schalk im Nacken :D )
Maurice inaktiv (07.04.2020, 12:50):
Robert Schumann : Sinfonien Nr.1 & 2 , in der Fassung von Gustav Mahler
Gewandhausorchester Leipzig , Riccardo Chailly
Man kann sich wahrhaft darüber streiten, ob man Schumann wirklich neu erleben kann, nur weil man ihn quasi neu arrangiert hat, aber wenn man das ausblendend, wird man exzellente Musik geboten bekommen, mit einem Orchester, wie man es sich für diese Musik nicht besser hätte wünschen können. Dazu einem Dirigenten, der sich hier auf offenbar pudelwohl gefühlt hat.
Dagegen spricht die Tatsache, dass es auch ausgezeichnete Schumann-Einspielungen gibt, die ohne diese Eingriffe bestens gelungen sind, etwa Norringons Einspielungen in Stuttgart oder Gaudenz auf CPO, um mal zwei Beispiele herauszugreifen, die mir persönlich besonders gut gefallen haben.
Maurice inaktiv (07.04.2020, 14:47):
Robert Schumann : Sinfonien Nr.1 & 4 Odense SO , Simon Gaudenz
Ich persönlich finde Simon Gaudenz mit seiner GE der Sinfonien von Robert Schumann einfach fulminant. Das Orchester aus Odense lässt sich ebenfalls auf dieses frische, unverkrampfte und aufwühlende Spiel ein, und es kam eine GE heraus, die man so kaum besser, höchstens anders machen kann.
Im Vergleich der Ersten mit Chailly/Mahler-Fassung machen das nicht mal die Gesamtspielzeit aus, die liegt bei beiden recht ähnlich: Gaudenz braucht 29,23 Min , Chailly 30,20 Minuten. Das steht leider auf dem CPO-Booklet falsch drauf. Die Spielzeit von 21,21 Minuten ist schlicht völliger Unsinn. Wer das verbockt hat, dürfte bestimmt eine Abmahnung erhalten haben. Sowas ist man von CPO normalerweise nicht gewohnt.
tapeesa (07.04.2020, 22:19): Wie gesagt, ich bin "Böse" Mach dir nichts draus, wir sind alle Sünder*Innen - Eva ist schuld und Maria soll's nun richten, und dafür überhaupt ist Jesus soweit ioh erinnere am Kreuz gestorben :D
Wobei ich bereits bei der Erklärung, warum mir die BBC Aufnahme unter Gardner besser gefällt wäre. Für mich schafft sie ein Stück Distanz und hat weniger märtyrerhafte Elemente. Mir gefällt auch die höhere Spannung besser, klarere Konturen. In musik-theoretischen Begriffen kann ich es nicht ausdrücken.
Ob das im Sinne Szymanowskis ist, kann ich auch nicht beurteilen.
Neugier gestillt? ^^ (Kam nicht neugierig an - )
Maurice inaktiv (07.04.2020, 22:49): Neugier gestillt? (Kam nicht neugierig an - ) Danke, ja. ;) Danke sehr.
Weißt Du, mir ist auch der Humor sehr wichtig, daher auch meine gewisse Vorliebe für Joseph Haydn.
Bei Szymanowski besitze ich die Rattle-Einspielung, habe also auch nicht z.B. die Wit-Einspielung gekauft (die Naxos-Einspielung, damit es keine Verwechslung gibt). Es war bei mir eine Art von "Bauch-Kauf" gewesen, während ich bei den Sinfonien Wit den Vorzug vor Rattle und Strya gegeben habe. Letzteren hatte ich damals zuerst gekauft, dann aber wieder verkauft.
tapeesa (08.04.2020, 10:55): John Cage - 44 Harmonies from Apartment House 1776 Arditti Quartet
Maurice inaktiv (08.04.2020, 12:35):
Robert Schumann : Sinfonien Nr.2 & 3 Odense SO , Simon Gaudenz
Ich persönlich finde Simon Gaudenz mit seiner GE der Sinfonien von Robert Schumann einfach fulminant. Das Orchester aus Odense lässt sich ebenfalls auf dieses frische, unverkrampfte und aufwühlende Spiel ein, und es kam eine GE heraus, die man so kaum besser, höchstens anders machen kann. Das trifft auch auf die nun im Player laufende zweite CD mit beiden anderen Sinfonien.
Andréjo (08.04.2020, 13:21): Den Gaudenz-Schumann hör ich mir auch mal wieder an. Guter Tipp vom Meistertrompeter selig! ;)
Maurice inaktiv (08.04.2020, 14:27): Den Gaudenz-Schumann hör ich mir auch mal wieder an. Guter Tipp vom Meistertrompeter selig! Es lohnt sich wirklich. Ich kenne viele GE der Sinfonien, aber Gaudenz und Norrington aus Stuttgart sind richtig klasse, was die jüngeren Einspielungen angeht. Ach, der so lange ich keine Klassik spielen muss, klingt der "Meistertrompeter" nicht mal schlecht.
Maurice inaktiv (09.04.2020, 10:55):
Joseph Haydn : Die "Pariser Sinfonien" , Teil 1 : Nr.82-84
Concentus Musicus Wien, Nikolaus Harnoncourt AD: 2001-2002
Aus hier aktuellem Anlass der 1.Teil
Amonasro (09.04.2020, 12:33):
Robert Schumann:
Sinfonie Nr. 1 op. 38 Sinfonie Nr. 2 op. 61
Wiener Philharmoniker, Leonard Bernstein
Gruß Amonasro
Sfantu (09.04.2020, 13:00): Hallo Amonasro,
ich hoffe, Du genießt diesen Schumann. Insgesamt finde ich die Wiener mit Bernstein hier zu zerdehnt & schwärmerisch - mehr Bernstein als Schumann gewissermaßen. Allerdings ist für mich das Scherzo aus der Zweiten in dieser Einspielung die Einsame-Insel-Aufnahme! Da bleibt mir immer aufs Neue die Luft weg...
Maurice inaktiv (09.04.2020, 13:02):
Joseph Haydn : Die Sinfonien Nr.90-92
La Petite Bande , Sigiswald Kuijken AD: 1989 (Nr.90 & 91 = CD-Nr.2) & 1991 (Nr.92, die ist auf CD1 drauf)
Diese drei Sinfonien sind die Nachfolger der eigentlichen "Pariser Sinfonien" Haydns. Sie wurden nach dem Erfolg der ersten Reihe nachbestellt und entsprechend später aufgeführt mit großem Erfolg.
Marcie (09.04.2020, 19:31):
Amonasro (09.04.2020, 20:22): Hallo Amonasro,
ich hoffe, Du genießt diesen Schumann. Insgesamt finde ich die Wiener mit Bernstein hier zu zerdehnt & schwärmerisch - mehr Bernstein als Schumann gewissermaßen. Allerdings ist für mich das Scherzo aus der Zweiten in dieser Einspielung die Einsame-Insel-Aufnahme! Da bleibt mir immer aufs Neue die Luft weg... Hallo Sfantu,
ich genieße die Aufnahme sehr. Bernsteins überschwängliche Interpretation sagt mir sehr zu, schwärmerisch trifft es sehr gut und passt auch zu seinem Brahms, den ich ebenfalls sehr mag.
Jetzt:
Edvard Grieg: Peer Gynt-Suiten Nr. 1 & 2 Jean Sibelius: Pelléas et Mélisande
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
Gruß Amonasro
tapeesa (09.04.2020, 20:56): Jaroslav Krček - Instrumental Music
Maurice inaktiv (09.04.2020, 22:02): ich genieße die Aufnahme sehr. Bernsteins überschwängliche Interpretation sagt mir sehr zu, schwärmerisch trifft es sehr gut und passt auch zu seinem Brahms, den ich ebenfalls sehr mag. da kann ich Dir zu 100 % recht geben. Wobei man bei Bernstein auch seinen Brahms aus New York anhören kann. Hast du die Einspielungen auch zur Hand? Übrigens hatte er auch in den 1980-er Jahren noch eine sehr schöne Haydn-CD eingespielt mir Sinfonien.
Heute mal keinen Joseph Haydn am Anfang, sondern dessen etwas jüngeren Zeitgenossen Johann Baptist Vanhal. Diese CD sticht vor allem mit gleich vier Moll-Sinfonien ins Auge.
Vanhal (1739-1813), über den nur wenig bekannt geworden ist, stammte ursprünglich aus Böhmen, wurde aber vor allem in Wien bekannt, wo er lange lebte und auch verstarb. Er scheint ein recht angenehmer Zeitgenosse gewesen zu sein. Seine Reputation muss sehr hoch gewesen sein, seine Sinfonien wurden damals sehr häufig gespielt. Man sagt, sie wurden häufiger aufgeführt als vergleichbare Werke von etwa Dittersdorf, Mozart und sogar Joseph Haydn. Doch wie gesagt, es ist nur wenig verbürgt, daher ist das mit entsprechender Vorsicht zu betrachten.
Seine Sinfonien gehören aber ohne Zweifel dem "Sturm & Drang" an, was hier deutlich hörbar ist. Sie sollen alle in den 1760-er/1770-er Jahren geschrieben worden sein. Der französische Mozart-Forscher Georges de Saint-Foix sieht in Vanhals Sinfone d1 einen möglichen Einfluss zu Mozarts früher "Symphonie g-moll K183.
Man kann das auch wunderbar im sehr guten Boklet von Paul R. Bryan lesen. Das Concerto Köln hat hier meiner Meinung nach eine großartige Arbeit abgeliefert, wie so oft, wenn es um diese Art Repertoire geht.
Amonasro (10.04.2020, 10:37): Ich kenne nur seinen Wiener Brahms, seinen Haydn auch noch nicht.
Jetzt (nachdem ich Wagner dieses Jahr eher vernachlässigt habe):
Richard Wagner: Parsifal
Amfortas - Dietrich Fischer-Dieskau Titurel - Hans Hotter Gurnemanz - Gottlob Frick Parsifal - René Kollo Klingsor - Zoltan Kélémen Kundry - Christa Ludwig
Wiener Staatsopernchor Wiener Philharmoniker, Sir Georg Solti
JB Foerster (1859-1951) wurde in Prag geboren, und gehörte der Generation zwischen Dvorak und Novak und Suk an. Er pendelte quasi zwischen Prag und dem Ausland, etwa Hamburg hin und her, sprach sowol Tschechisch als auch Deutsch, was in Zeiten der K&K-Monarchie durchaus normal war, wenn man etwas mehr Bildung genießen durfte, so wie er.
Seine 1.Sinfonie blieb ungedruckt und entstand 187/88 und wurde 1890 uraufgeführt. 1892/93 entstand die 2.Sinfonie, kurz bevor er nach Hamburg übersiedelte. Sie wurde 1894 in Prag uraufgeführt. Es ganb nur noch zwei weitere Aufführungen, die letzte im Januar 1950.
In Hamburg wirkte er am dortigen Konservatorium ab 1901, lernte Gustav Mahler kennen, mit dem er befreundet war. 1903-1918 lebte er in Wien, unterrichtete dort ebenfalls als Lehrer und betätigte sich als Kritiker. 1921-1931 wirkte er in Prag als Professor für Komposition und leitete ab 1922 das Konservatorium. Anschließend wirkte er bis 1939 an der Tschechischen Akademie als Leiter. 1946 wurde er zum Nationalkünstler ernannt.
Als Komponist war er vor allem Romantiker gewesen, der später aber auch durchaus moderne Tendenzen aufweisen konnte. Foerster war auch als Maler tätig gewesen. Er malte überwiegend Landschaftsbilder.
In Wien war er oftmals bei (Ur)aufführungen von Werken Arnold Schönbergs zugegen, die er mit einer Art "inneren Distanz" hörte.
Dvoraks Sllawische Rhapsodien kann man zumindest hin und wieder im Konzertsaal erleben, aber wenn überhaupt, dann mal EINE davon.
Auch als Gesamteinspielung sind mit nur zwei bekannt, die es auch auf dem Markt gibt. Die frühere wurde mit dem bekannten Karel Sejna und der Tschechischen Philharmonie eingespielt und eben diese hier von Naxos. Ich habe beide erworben, und kann beide sehr empfehlen. Klaglich ist die frühe Naxos-CD auch ganz gut gelungen, dazu kann man sie in der regel für wenig Geld erwerben. Auch Sejna ist gerade für Kleingeld zu bekommen. Wer also Dvoraks Musik liebt, diese Werke aber nicht kennt, kann sich hier quasi selbst ein schönes Ostergeschenk bereiten.
Maurice inaktiv (10.04.2020, 12:26):
Anton Bruckner :Sinfonie Nr.4, Es-Dur (Fassung von 1878/80) SO des BR, Kurt Sanderling AD: 1994
tapeesa (10.04.2020, 14:06): Ostermusikalische Werke, 16. Jhdt, aus den Egidien-Chorbüchern, Nürnberg, in der liturgischen Tradition der Egidienkirche.
Maria Magdalena - Renaissancemusik aus Nürnberger Handschriften Schola Cantorum Nürnberg & Egidienchor Nürnberg Ii Fedeli, Lauten-Consort, Gamben-Consort Leitung: Pia Praetorius
Leonhard Lechner: Resurrexi Stephano Felis: Missa super voces musicales La, sol, fa, mi, re, ut: Kyrie & Missa: Gloria, Sanctus & Agnus Dei Silvio Marazzi: Dum transisset Sabbatum Andrea Gabrieli: Angelus Domini descendit Stephano Felis: Missa: Credo & Philipp de Monte: Tulerunt Dominum meum Andrea Gabrieli: Maria stabat ad monumentum & Congratulamini mihi Marc’ Antonio Ingegneri: Victimae paschali laudes Hans Leo Hassler: Expurgate vetus fermentum Orlando di Lasso: Ego sum qui sum Annibale Stabile: Mane nobiscum Domine Claudio Merulo: Pax vobis
Marcie (10.04.2020, 20:32):
Maurice inaktiv (11.04.2020, 00:29):
Johannes Brahms : Ungarischen Tänze 1-21 Budapest Festvial Orchester , Ivan Fischer AD: 1998
Musikalisch wie klangtechnisch eine absolute Hammer-Einspielung !! Acht Bearbeitungen stammen von Ivan Fischer selbst, drei weitere Tänze haben Frigyes Hidas und Antonin Dvorak arrangiert, drei hat auch Brahms selbst arrangiert. Fischer hat vor allem Wert auf die Zigeuner-Violinisten Jozsef Lendva,Sr. und Jr. , Ozskar Ökrös am Zimbal gelegt. Dadurch bekam das Ganze einen Charakter, der stark an die ungarische Zigeunermusik erinnert, die es seit sehr langer Zeit schon gibt.
Maurice inaktiv (11.04.2020, 10:33):
Karl von Ordonez : 4 Sinfonien (B-Dur, Brown I:82, C-Dur, Brown I:C13, f-moll, Brown I:F12, D-Dur, Brown I:05)
l'arte del mondo , Werner Ehrhardt
Die hier als Weltersteinspielungen vorliegenden Sinfonien sind mal wieder Ausgrabungen von Werner Ehrhardt. Da es auch noch eine weitere CD mit anderen Sinfonien dieses Komponisten bei Naxos unter Kevin Mallon gibt, kann man sich immerhin ein kleines Bild machen von ihm. Er soll immerhin um die 70 Sinfonien geschrieben haben, wovon ein Teil aber Joseph Haydn zugeschrieben wurden später.
Geboren in Wien 1734, gehörte er zum niederen Adel. Als Beamter war er Musiker und Komponist quasi nur "nebenbei". Später wirkte er aber auch in der Wiener Hofkapelle als Violinist mit. 1771 trat er in die "Tonkünstler-Societät" ein.
Maurice inaktiv (11.04.2020, 11:13):
Franz Krommer : Sinfonien Nr. 1-3 (op.12, op.40, op.62) Orchestra della Svizzera italiana , Howard Griffiths
Von Franz Krommer sind vor allem seine Klarinettenkonzerte zumindest den regelmäßig Klassik hörenden Menschen nicht unbekannt geblieben. Seine Sinfonien dagegen sind heute weitgehend unbekannt. Zu seiner Zeit wurden sie wohl zumindest noch bis in die 1840-er Jahre hin und wieder aufgeführt. Er schrieb 9 Sinfonien, also die "magische Beethoven-Zahl", davon sind die ersten fünf auch in zeitgenössischen Drucken erschienen, drei gibt es nur als handschriftliche Hinterlassenschaft, eine gilt als verschollen.
Die hier eingespielten Sinfonien entstanden wohl 1797, 1803 und 1807. Die weiteren Sinfonien von 1820-1830, die Nr.8 gilt als verschollen.
Maurice inaktiv (12.04.2020, 00:03):
Anton Bruckner : Sinfonie Nr.7 Bruckner-Orchester Linz , Dennis Russell Davies AD: 2007
tapeesa (12.04.2020, 01:58): Giovanni Pierluigi da Palestrina - Messa di Santa Cecilia Ensemble Officium, Wilfried Rombach
Cetay (inaktiv) (12.04.2020, 10:03):
Nicolò Paganini; Violinkonzert Nr. 1 D-Dur, op. 6 Salvatore Accardo, London Philharmonic Orchestra, Charles Dutoit
Maurice inaktiv (12.04.2020, 14:47):
Joseph Haydn : Missa Sancti Bernardi de Offida , Job. XXII:10 "Heiligmesse"
Tölzer Knabenchor & Tafelmusik , Bruno Weil & Jörg Hering (Tenor) , Harry van der Kamp (Bass) AD: irgendwann zwischen 1992 und 1996
Amonasro (12.04.2020, 15:34):
Johann Sebastian Bach/Picander: Matthäus-Passion
Christoph Prégardien Matthias Goerne Chrisina Schäfer Dorothea Röschmann Bernarda Fink Elisabeth von Magnus Michael Schade Markus Schäfer Dietrich Henschel Oliver Widmer Jan Leibnitz
Wiener Sängerknaben, Arnold Schoenberg Chor Concentus musicus Wien, Nikolaus Harnoncourt
Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (12.04.2020, 15:42):
Bedrich Smetana : Fest-Symphonie ORF SO, Lothar Zagrosek AD: 1986
Vielleicht eines der 10 besten Einspielungen in der Frühzeit der beiden Label Marco Polo und Naxos. Leider wurde diese Einspielung nie erneut bei Naxos veröffentlicht, wie so manch anderer Schrott aus der Anfangsphase von Marco Polo. Auch wurde hier wohl erstmals mit einem adäquaten Orchester und Dirigenten gearbeitet. Wobei ich Libor Pesek oder Zdenek Kosler bei den tschechischen Werken auch für sehr gute Leute gehalten habe.
Maurice inaktiv (12.04.2020, 19:48):
Gustav Mahler : Sinfonie Nr.5 Cleveland Orchestra , Christoph von Dohnanyi
Eine fulminante Einspielung, mit einem Orchester der allerersten Güteklasse.
Marcie (12.04.2020, 20:58):
Maurice inaktiv (12.04.2020, 21:32): Ich habe dessen zwei Sinfonien hier, sehe ich gerade.
tapeesa (12.04.2020, 21:51): Nach Prosagedichten zur Passion von Paul Claudel.
Marcel Dupré - Der Kreuzweg Harald Feller auf der Orgel der Basilika Waldsassen
Maurice inaktiv (12.04.2020, 22:00):
Heinz Tiessen : Sinfonie Nr.2, op.17, "Stirb und Werde!" , Hamlet-Suite für Orchester,op.30 , Vorspielt zu einem Revlutionsdrama, op.33 & Salambo - Zwei Orchesterstücke nach einem Tanzdrama, op.34a
Rundfunk-SO Berlin, Israel Yinon AD: 1996 , Berlin
Großartige Musik eines hervorragenden Komponisten, Dirigenten, Musikwissenschaftlers, Buchautors und Dozenten. Er war ein großer Förderer und Lehrer des jungen Segiu Celibidache, unterstützte aber auch etwa den jungen Jascha Horenstein, als ihn noch niemanden kannte. Bis zur Machtergreifung durch Hitler 1933 ein gefragter Mann, war dann seine Musik nicht mehr gefragt, ab 1945 auch weitgehend weg vom Fenster. Es gab nur wenige Aufführungen seiner Werke nach dem 2.Weltkrieg.
Stand er zu seiner Zeit in einer Reihe mit Schönberg, Berg, von Webern, Strawinsky, Bartok, Krenek oder Hindemith, verstummte er ab 1933 fast völlig, auch geprägt durch persönliche Schicksale. Dabei begann seine Karriere 1917 als Korrepetitor an die Hofoper Berlin durch Richard Strauss vielversprechend.
Marcie (12.04.2020, 23:26): Ich habe dessen zwei Sinfonien hier, sehe ich gerade. Sind die auch so herrlich hoffnungslos romantisch und melodiegeschwängert wie die Klavierkonzerte?
Maurice inaktiv (12.04.2020, 23:30): Sind die auch so herrlich hoffnungslos romantisch und melodiegeschwängert wie die Klavierkonzerte? Ehrlich gesagt, habe ich da keinerlei Erinnerungen mehr dran.
Tschechische Staatsphilharmonie Brünn , Israel Yinon
Das Bild gibt es doch noch. Es gab aus der Reihe mindestens drei CDs, auch die die Sinfonien Nr.2 und 3 gibt es unter Yinon zu erwerben.
Erwin Schulhoff (1894-1942) gehörte bis zum Einzug der Nazionalsozialisten an die Macht 1933 zu den modernsten und aufregendsten Komponisten der Zeit um 1910-1933. Er sollte als einer der ersten Modernisten sich mit dem Jazz auseinandersetzen, den er auch hier auf dieser CD mit seiner "Suite für Kammerorchester" kompositorisch umzusetzen wusste.
Als Pianist musste er in den 1.Weltkrieg ziehen, den er mit einer Verwundung und Erfrierungen an der Hand auf Seiten des österreichischen Heeres überlebte, aber auch nachhaltig prägte. Er sollte dann in Dresden (als er bei seiner Schwester lebte) die Maler Otto Dix und George Grosz kennen lernen. Auch schloss er sich dem Dadaismus an, wie man an einigen Kompositionen erkennen, bzw. erhören kann.
Als Jude, aber auch Sympathisant des Kommunismus, erwarb er 1941 die sowjetische Staatsbürgerschaft. Doch er konnte nicht mehr ausreisen, da Hitler die Russen angegriffen hatte inzwischen. Er wurde einen Tag nach dem Einmarsch in Russland verhaftet und interniert, dann auf der Würzburg bei Weißenburg in Bayern deportiert. Hier starb er am 18.August 1942 an Tuberkolose. Damit ging einer der modernsten und fähigsten Komponisten dieser Epoche, vielleicht sogar des 19.Jahrhunderts für immer von uns. Anschließend geriet er sehr lange in Vergessenheit, wie so viele seiner Kollegen, die die Zeit von 1933-1945 nicht überlebt, oder im Exil überlebt hatten.
Seine Oper "Flammen" , die er von 1928-1932 schrieb, wurde 1932 in Brünn uraufgeführt. Er schrieb u.a. 8 Sinfonien, von denen zwei als Skizzen vorliegen. Eingespielt wurden meines Wissnens nach die Sinfonien Nr.1 - 3 und 5. Neben Israel Yinon machten sich James Conlon und George Alexander Albrecht einen Namen mit Einspielungen seiner Werke.
Maurice inaktiv (13.04.2020, 00:30):
Richard Strauss : Eine Alpensinfonie AD: 2005 Staatskapelle Weimar, Antoni Witt
Exzellente Einspielung !! Das war ein sehr interessanter musikalischer Abend gewesen bei mir. Von Gustav Mahler hin zu Horst Tiessen, weiter zu Erwin Schulhoff und wieder zurück zu Richard Strauss, aber alles im 20.Jahrhundert. Was für ein Reichtum an Klängen, Harmonien, Melodien, Rhythmen und Können !! Und die Liste ist nicht einmal ansatzweise abgearbeitet. Da fehlen noch etwa Max Reger, Alexander von Zemlinsky, Robert Ullmann, Franz Schmidt, Hugo Wolf, Erich Korngold, Hans Pfitzner, Emil Nikolaus von Rezniczek, Wilhelm Furtwängler (als Komponist).....
Maurice inaktiv (13.04.2020, 09:08):
Anton Zimmermann : 3 Sinfonien l'arte del mondo , Werner Ehrhardt
Amadé (13.04.2020, 09:33):
Dieses Orarorium steht ganz im Schatten von Bachs anderen großen Oratorien. Die Anzahl der Einspielungen istauch nicht sehr üppig.
Gruß Amadé
Amadé (13.04.2020, 09:43): ad Beitrag Nr, 573 Heinz Tiessen
Heinz Tiessen war u. a. auch Kompositions-Lehrer des Komponisten und Pianisten Eduard Erdmann, später dann auch von Sergiu Celibidache.
Gruß Amadé
Maurice inaktiv (13.04.2020, 09:44): Dieses Orarorium steht ganz im Schatten von Bachs anderen großen Oratorien. Die Anzahl der Einspielungen istauch nicht sehr üppig. Bei 18 Einspielungen habe ich gerade aufgehört zu zählen. Darunter Leute wie Herreweghe, Leonhardt, McCreesh, Münchinger, Rilling, Bernius, Suzuki, Parrott. Da gibt es von anderen Werken weniger bekannter Komponisten, die bestimmt auch interessant genug wären eingespielt zu werden, weniger Alternativen. Es hätte schlimmer kommen können. Für mich ist das "Jamnnern" auf höchstem Niveau.
Maurice inaktiv (13.04.2020, 09:52):
Carl Maria von Weber : Sinfonien Nr.1 & 2, Konzertstück f-moll AD: 1994 EMI
The London Classical Players, Roger Norrington + Melvyn Tan (Hammerklavier)
Wer sic die beiden Sinfonien Carl Maria von Webers zulegen möchte, wäre hier bestens bedient. Nach wie vor zum Schnäppchenpreis zu bekommen, aber jeden Cent davon auch wert. Dazu das Konzertstück für Klavier zwischen den Sinfonien platziert, sehr gute Lösung, wie ich finde.
Maurice inaktiv (13.04.2020, 11:23):
Felix Mendelssohn : Sinfonie Nr.4 & die Streichersinfonien Nr.7 und 12
Heidelberger Sinfoniker, Thomas Fey
Die Sinfonien gibt es einmal als GE , aber auch als Einzel-CD.
Maurice inaktiv (13.04.2020, 11:29):
Hier mal die Auflistung der Box, falls jemand Interesse haben sollte. Extra etwas größer im Bild als ich es sonst posten würde.
Amonasro (13.04.2020, 13:22):
Antonio Vivaldi: Il cimento dell'armonia e dell'inventione 12 Concerti op. 8
Europa Galante, Fabio Biondi
Gruß Amonasro
tapeesa (13.04.2020, 17:56): Paul Hindemith - Sonaten für Blasinstrumente und KlavierFlöte, Oboe, Fagott, Klarinette, Horn Angelo Persichilli, Pietro Borgonovo, Michele Carulli, Luciano Giuliani, Massimiliano Damerini
Amonasro (13.04.2020, 18:17):
Giovanni Battista Pergolesi:
Stabat Mater Laudate Pueri Dominum Confitebor tibi Domine
Julia Lezhneva, Philippe Jaroussky
Coro della Radiotelevisione svizzera, Lugano I Barocchisti, Diego Fasolis
Gruß Amonasro
Marcie (13.04.2020, 20:58):
:times10
tapeesa (13.04.2020, 22:52): Stravinsky - Le sacre du printemps Teodor Currentzis
John Adams - Must the devil have all the good tunes? Yuja Wang Los Angeles Philharmonic, Gustavo Dudamel
tapeesa (14.04.2020, 03:16): Igor Stravinsky - Le sacre du printemps Philharmonia Orchestra, Eliahu Inbal
Prrobiere es bei Adams mal mit dieser Einspielung. Die ist zwar etwas älter, aber der junge Simon Rattle konnte das meiner Meinung nach sehr gut.
Bei Arnold Schönberg solltest Du mit den ganz frühen Werken anfangen. Die waren noch tonal, aber äußerst ansprechend gewesen.
Thielemann nähert sich ihm von der romantischen Seite her. Die Kombination finde ich sehr gelungen.
Karajan war einer der brillantesten Dirigenten für diese Werke. Gerade diese Kombination macht diese CD zu einem absoluten Klangfestival.
Alternativ die ganzen Einspielungen von ihm der 2.Wiener Schule.
Als "analytischer Gegenpart" wäre Giuseppe Sinopoli noch eine absolute Hausnummer mit dieser Musik. Er hat auch drei CDs (oder 4) mit Werken von Schönberg, Webern, Berg eingespielt. Diese hier gibts für ein paar Cent auf dem Marktplatz von Amazon zu erwerben.
Dazu empfehle ich Dir, Dich dazwischen mit Gustav Mahler (etwa mit seiner 10.Sinfonie - hier sich mal Sir Simon Rattles Berliner Einspielung reinziehen, oder Daniel Hardings Aufnahme mit den Wiener Philharmonikern), Franz Schreker (, Max Reger und Alexander von Zemlinsky auseinander zu setzen. Sie gehören unbedingt dazu. So habe ich einen Bezug zu der 2.Wiener Schule gefunden. All diese Komponisten haben in dieser Zeit gelebt. Auch Richard Strauss kann da helfen, der auch (etwa in der Oper "Elektra" an die Grenzen der Tonalität gegangen ist).
Maurice inaktiv (14.04.2020, 13:29):
Arnold Schönberg : Verklärte Nacht, op.4 & Pelias und Melisande, op.5 Berliner PO, Herbert von Karajan
Für mich nach wie vor eine der besten Scheiben, die Herbert von Karajan je eingespielt hat. Auch insgesamt gesehen, ein Meilenstein in den Einspielungen dieser beiden Werke überhaupt. Grandios, wie hier Dirigent und Orchester zu einer absoluten Einheit wurden. Traumhaft !!
Ich hatte diese CD gestern Abend bereits parat liegen, doch nun komme ich auch zum Anhören. Endlich !!
udabonn (14.04.2020, 16:10):
Daraus KV 537 und 595 mit Brendel, ASMIF und Marriner
tapeesa (14.04.2020, 17:50): Schoenberg - Pelleas und Melisande Philharmonia Orchestra, Giuseppe Sinopoli
Marcie (14.04.2020, 20:49):
tapeesa (14.04.2020, 20:50): @Maurice André -
jetzt noch etwas ausführlicher: durch deine Empfehlungen und die Verbindungen, die du aufzeichnest, fällt es leichter. Vielen Dank. Ich denke, ich komme mit dem beinahe rein intuitiven Hören des letzten Jahres, an eine Grenze.
Mahler mit Simon Rattle - da bin ich auch schon mal etwas angedockt. Zemlinsky wäre vielleicht das Nächste, wo ich schauen mag. _______
Richard Strauss - Elektra Inge Borkh, Lisa Della Casa, Jean Madeira, Kurt Böhme, Max Lorenz Wiener Philharmoniker, Dimitri Mitropoulos
Maurice inaktiv (14.04.2020, 21:48): jetzt noch etwas ausführlicher: durch deine Empfehlungen und die Verbindungen, die du aufzeichnest, fällt es leichter. Vielen Dank. Ich denke, ich komme mit dem beinahe rein intuitiven Hören des letzten Jahres, an eine Grenze. Das freut mich zu lesen. Dann hast Du ja neue Ansatzpunkte gefunden. Ja, man stößt an seine Grenzen, das geht auch mir so.
Mahler mit Simon Rattle - da bin ich auch schon mal etwas angedockt. Zemlinsky wäre vielleicht das Nächste, wo ich schauen mag. Viellleicht folgende Werke mal anhören : Bruckners Neunte MIT dem komplettierten Finalsatz (kann man mit Berliner PO/Sir Simon Rattle), dann Mahlers Fünfte (vielleicht bleibst Du bei Rattle und den BPO, das hatte Sir Simon echt drauf. Auch Mahlers Zehnte MIT allen vervollständigten Sätzen - würde mit Sir Simon und dem Berliner PO passen). Du hast hier den Vorteil, den Prozess recht gut über EINEN Dirigenten nachvollziehen zu können. Das ist natürlich kein Muss, aber hier liegen Meiner Meinung nach drei sehr gelungene Einspielungen mit einem exzellenten Orchester vor, die noch dazu recht günstig zu haben sind.
Dann den Weg mit Zemlinsky zu gehen wäre stimmig. Hier James Conlon mit seinem Kölner Orchester damals, auch das würde passen. Doch nehme Dir den Max Reger dazu, er ist zwar vielen Hörern zu sperrig, doch genau DAS könnte der "Dosenöffner" zur Moderne werden. Wer Reger nicht mehr sperrig findet, sollte auch bei Schönberg, Berg oder von Webern nicht mehr völlig "vorm Berg" stehen. Natürlich muss das bei DIR nicht so sein, aber hier kannst Du ja über Youtube weiterkommen.
https://www.youtube.com/watch?v=zbh0rG4E0L8
Das wäre so ein Werk. Nicht atonal, aber schon sehr ausgedehnt in der Harmonik und orchestralen Behandlung. Das ist keine "leichte Kost", aber sehr sehr wicthtig.
Bei Zemlinsky sind die beiden Sinfonien auch nur EINE Seite des Ganzen. Er wird Dir im Vergleich zu Reger fast schon "altmodisch" vorkommen.
https://www.youtube.com/watch?v=zgrLXVphts4
https://www.youtube.com/watch?v=Meno1bBhjKs
2x Zemlinsky
satie (14.04.2020, 23:27): Hatte neulich von Werner Keil - Musikgeschichte im Überblick aus der Onleihe geliehen - ließ sich leider auf dem E-Reader kaum lesen. Aber damit könnte ich mir vorstellen zu arbeiten. Mal sehen. Das ist ein prima Buch! Kompakt und gut zu lesen. Manches bleibt natürlich auf der Strecke, aber das sind Vorlesungen zur Einführung in die Musikgeschichte und als solche empfehlenswert.
Herzliche Grüße Satie
Maurice inaktiv (15.04.2020, 07:26):
Johann Baptist Vanhal : Sinfonien, Vol.4 Toronto Chamber Orchestra , Kevin Mallon
Maurice inaktiv (15.04.2020, 08:44):
Carl Czerny : Sinfonien Nr.2 & 6 : SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern , Grzegorz Nowak AD: 2004/2005
Der vor allem durch seine Klavierwerke und Etüden bekannte Czerny dürfte jeden Klavierschüler noch bekannt sein. Etwa "Schule der Geläufigkeit" und "Kunst der Fingerfertigkeit". Als Komponist von Sinfonien, Klavierkonzerte, Kammermusik oder Kirchenmusik eher weniger. Dafür war seine Bedeutung als Lehrer (etwa von Liszt, Thalberg und Leschetizky) und eben Ersteller seiner Klavierschule um so mehr. Auch als Musiktheoretiker konnte er Erfolge vorweisen (er brachte eine Ausgabe von Bachs "Wohltemperiertem Klavier" heraus). Zu seiner Zeit war er einer der wichtigsten Künstler in seiner Heimatstadt Wien. Er starb, im Gegensatz zu vielen anderen Komponisten etwa, als wohlhabender Mann.
Czery war selbst ein hochvirtuoser Pianist gewesen, der bei Beethoven selbst, Clementi, Hummel und Salieri Unterricht erhielt.
Seine Sinfonien kann man als eine Verbindung der "Wiener Schule" und der früheren Romantik deuten.
Maurice inaktiv (15.04.2020, 09:51):
Max Bruch : Sinfonie Nr.3 in E, op.51 Franz Schreker : Vorspiel zu einer großen Oper
Gürzenich-Orchester Kölner Philharmoniker , James Conlon
Die Kombination Gürzenich-Orchester/James Conlon hat meiner Meinung nach zu vielen sehr guten Ergebnissen geführt, so auch bei Bruch und Schreker.
Maurice inaktiv (15.04.2020, 10:55):
Alfredo Casella : Sinfonie Nr.1 & Concerto für Streicher, Klavier, Pauken und Percussion
Orchestra Sinfonica di Roma, Francesco La Vecchia + Desirée Scuccuglia (Klavier) + Antonio Ceravolo (Percussion)
udabonn (15.04.2020, 13:20):
Daraus die Sinfonien Nr. 2 und Nr. 4
Maurice inaktiv (15.04.2020, 13:43):
Manuel de Falla : Al amor brujo & Noches en los jardines de Espana & tres danzos aus "El sombrero de tres picos"
Orquesta Filarmónica de Gran Canaria , Adrian Leaper
Manuel de Falla (1876-1946) war und ist vielleicht vor allen anderen spanischen Komponisten DER Nationalkomponist seines Heimatlandes, welches er 1939 Richtung Argentinien verließ. Dort verstarb er 1946 auch, da er über die Folgen des 2.Weltkrieges nicht hinweg kam, auch wenn sein Heimatland nicht direkt ins Geschehen einbezogen war.
Die hier eingespielten Werke sind seine wichtigsten orchestralen Werke. Es fehlt auch nur noch "Homenajes" aus dem Jahre 1926.
Marcie (15.04.2020, 19:16): Für mich das erste, was ich von dem Komponisten höre. Habt ihr da weiterführende Empfehlungen?
Maurice inaktiv (15.04.2020, 19:32): Für mich das erste, was ich von dem Komponisten höre. Habt ihr da weiterführende Empfehlungen? Ich habe diese Einspielung und kann auch nur bei Amazon nachschauen:
Mehr habe ich selbst nicht gefunden. Über die Qualitätkann ich wenig sagen. Previn kann sowas gut, da habe ich keine Zweifel.
tapeesa (16.04.2020, 01:24): Edgard Varèse - 9 Pièces de Avant Garde
Maurice inaktiv (16.04.2020, 10:13):
Albert Dietrich : Sinfonie d-moll , op.20 Oldenburgisches Staatsorchester , Alexander Rumpf
Wer sich im Umfeld von Brahms wohl fühlt, wird auch mit Albert Dietrich zurecht kommen. Dazu kommt erfreulicherweise, dass auf der hier erwähnten Doppel-CD mit seinem Violinkonzert, aber auch der Romanze für Horn und Orchester (mit der exzellenten Marie Luise Neunecker perfekt besetzt) sich zwei weitere interessante Werke im Paket befinden. Sein Cellokonzert kann man bei Hyperion erwerben mit Alban Gerhardt als Solisten.
Anschließend :
Joseph Joachim Raff : Sinfonie Nr.3, "Im Walde" , op.153 Bamberger Symphoniker , Hans Stadlmair
Mal passend für meinen geplanten Nachmittag das entsprechende Werk gefunden. ;)
Jorge Federico Osorio - Klavier (Nr. 3) Royal Philharmonic Orchestra, Enrique Bátiz Batiz ist ein ausgezeichneter Dirigent, nicht nur für die Werke Latein-Amerikas, auch in anderen Bereichen hat er sich einen Namen gemacht. Ein unterschätzter Dirigent, der hier relativ unbekannt geblieben ist.
tapeesa (16.04.2020, 18:55): @Maurice André -
Die Kammersymphonie Nr. 1 E-Dur op.9 und die Suite op.29 von Schönberg - da bin ich am ehesten für Momente angedockt. Bei Zemlinsky der Kreidekreis vielleicht am Nächsten - (aber noch nicht durch gehört).
Es ist weniger ein "Mögen" der Musik, von Schönberg, Reger, Zemlinsky und auch Mahler - aber ich habe vor mich ohne Druck, neben dem, was ich höre, weil es "funkt", oder besser gesagt: eine Herzensangelegenheit ist - mich damit auseinander zu setzen. Solange es Varése gibt, um mich wie gestern nach dem Exkurs wieder fangen zu können, geht das klar ^^ ______
Zemlinsky - Seven Songs & Streichquartett No. 2, op.15, arr. R. Dünser für Kammerorchester Jenny Carlstedt, Lapland Chamber Orchestra, John Storgards
Maurice inaktiv (16.04.2020, 20:21): Die Kammersymphonie Nr. 1 E-Dur op.9 und die Suite op.29 von Schönberg - da bin ich am ehesten für Momente angedockt. Bei Zemlinsky der Kreidekreis vielleicht am Nächsten - (aber noch nicht durch gehört). Na, immerhin ein kleiner Anfang. Das ist doch schon mal was.
Es ist weniger ein "Mögen" der Musik, von Schönberg, Reger, Zemlinsky und auch Mahler - aber ich habe vor mich ohne Druck, neben dem, was ich höre, weil es "funkt", oder besser gesagt: eine Herzensangelegenheit ist - mich damit auseinander zu setzen. Es hat niemand gesagt, dass Du in irgend einer Form Druck haben solltest. Damit kommt man in der Musik nicht weit. Also, das wäre der absolut falsche Weg. Daher machst Du das völlig richtig. Es waren nur Vorschläge, wie man eventuell Schönberg näher kommen könnte. Mehr nicht.
Solange es Varése gibt, um mich wie gestern nach dem Exkurs wieder fangen zu können, geht das klar Da frage ich mich, wie Du mit Schönberg Probleme haben kannst. Ich kann mit Varese absolut Null anfangen. Seine Musik spricht mich nicht mal im Ansatz an. Jetzt siehst Du mal, wie schwierig es ist, wenn man von "gefällt mir" bis zu "finde ich verstörend" oder "das ist ja schrecklich" bei einen Komponisten spricht. Doch mich stört das nicht. Ich brauche Varese nicht, meine Auswahl hier ist so groß, ich werde daher eh nicht alles hören können, was ich vielleicht gerne hören will.
tapeesa (16.04.2020, 21:03): Es hat niemand gesagt, dass Du in irgend einer Form Druck haben solltest. Es waren nur Vorschläge, wie man eventuell Schönberg näher kommen könnte. Mehr nicht. Ich habe nirgends geschrieben und auch nicht empfunden, dass du mir Druck machst. Mal abgesehen davon, finde ich Druck auch nicht per se / absolut schlecht - Da frage ich mich, wie Du mit Schönberg Probleme haben kannst. Tja, vor dem Rätsel stand ich die letzten Tage auch ;) . Beginnt sich für mich langsam zu klären. Jetzt siehst Du mal, wie schwierig es ist, wenn man von "gefällt mir" bis zu "finde ich verstörend" oder "das ist ja schrecklich" bei einen Komponisten spricht. Das habe ich auch vorher schon gesehen / selbst gekannt.
Doch mich stört das nicht. Ich brauche Varese nicht, meine Auswahl hier ist so groß, ich werde daher eh nicht alles hören können, was ich vielleicht gerne hören will. Kann ich verstehen - ob ich Schönberg, usw. "brauche" weiß ich nicht - aber ich habe Interesse mich damit zu beschäftigen.
Gruß, tapeesa
tapeesa (16.04.2020, 21:27): Nachtrag @Maurice André und für deinen kleinen Leitfaden war ich übrigens dankbar - der hat mir gestern den Einstieg sehr vereinfacht und ein paar Namen an die Hand gegeben zum weiter schauen.
Amonasro (16.04.2020, 21:35): Dann ist auch mir mal wieder Schönberg dran:
Arnold Schönberg:
Verklärte Nacht
Artemis Quartet, Thomas Kakuska (Bratsche), Valentin Erben (Cello)
Kammersinfonie Nr. 1
Birmingham Contemporary Music Group, Sir Simon Rattle
Kammersinfonie Nr. 2
English Chamber Orchestra, Jeffrey Tate
Mehr als die beiden CDs kenne ich von Schönberg nicht. Die drei Werke auf der ersten CD finde ich noch relativ ansprechend. Zu den anderen Stücken (Fünf Orchesterstücke, Erwartung, Variationen für Orchester) finde ich gar keinen Zugang.
Gruß Amonasro
Marcie (17.04.2020, 07:16): @tapeesa
Mein Türöffner bei Zemlinsky war:
Absolut bezaubernd!
Maurice inaktiv (17.04.2020, 10:38):
Bernhard Romberg : Die 3 Sinfonien c-moll, op. 23, Es-Dur, op. 28, 6 C-Dur, op. 53) AD: 2006 & 2007
Kölner Akademie, Michael Alexander Willems
Bernhard Romberg (1767-1841) galt zu seiner Zeit als DER Cello-Virtuose überhaupt. Zusammen mit seinem gleichaltrigen Cousin Andreas Romberg (1767-1821), der wiederum ein großartiger Violin-Virtuose war, zog er quasi durch Europa, um Konzerte zu geben. Beide taten das zusammen seit ihren siebenten Lebensjahr. Zusammen spielten sie aber auch in der Hofkapelle Münster, anschließend in der Kurkölnischen Hofkapelle Bonn. Dort traf sich quasi die Elite der damaligen Zeit, etwa Ludwig van Beethoven, Franz Anton Ries (der Vater von Ferdinand Ries, der von BR Cellounterricht erhielt), Josef und Anton Reicha,
Es gab auch ein Quartett, welches aus Ferdinand Ries und Andres Romberg (Violinen), Ludwig van Beethoven (Bratsche !!!) und eben Bernhard Romberg (Cello) bestand (bis 1799).
Die hier eingespielten Sinfonien Bernhard Rombergs waren eher "Spätwerke" von ihm. Sie entstanden (1810 die "Erste" unmittelbar nach dem Tode von Königin Luise von Preußen, die "Zweite" irgendwann von 1813-1815, ganz genau ist das nicht überliefert worden. 1815 fand aber die UA in Leipzig statt, die "Dritte" dann wohl um 1830 herum, denn da fand der Stimmdruck statt).
tapeesa (17.04.2020, 14:52): Szymanowski - Violinkonzert No. 1 & Zemlinsky - Lyric Symphony Elina Vähälä, Johanna Winkel, Michael Nagy Polish National Symphony Orchestra, Alexander Liebreich
Amonasro (17.04.2020, 15:11):
Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Rigoletto
Il Duca di Mantova - Plácido Domingo Rigoletto - Piero Cappuccilli Gilda - Ileana Cotrubas Sparafucile - Nicolai Ghiaurov Maddalena - Elena Obraztsova Giovanna - Hanna Schwarz Il Conte di Monterone - Kurt Moll Marullo - Luigi de Corato Matteo Borsa - Walter Gullino Il Conte di Ceprano - Dirk Sagemüller La Contessa di Ceprano - Olive Fredricks Un usciere - Anton Scharinger Un paggio della duchessa - Audrey Michael
Wiener Staatsopernchor Wiener Philharmoniker, Carlo Maria Giulini
Rundum überzeugende Aufnahme, auch ohne die traditionell interpolierten Spitzentöne. :times10
Gruß Amonasro
udabonn (17.04.2020, 17:42):
Daraus alles außer Leonoren
Und gleich hinterher
Cetay (inaktiv) (17.04.2020, 19:15):
Saxophone Conquest of Melody Marcus Weiss & Solisten
Werke von Elliott Carter, Stefan Wolpe, John Cage, Anton Webern und Arnold Schönberg
Maurice inaktiv (17.04.2020, 23:44):
Anton Bruckner : Sinfonie Nr.5 , Schalk-Fassung 1894
London Pilharmonic Orchestra , Leonard Botstein
Maurice inaktiv (18.04.2020, 00:02):
Joseph Haydn : Sinfonie Nr.5 : Heidelberger Sinfoniker, Thomas Fey
So, jetzt kann ich mich hier etwas näher auslassen zur Sinfonie Nr.5 :
Der erste Satz klingt mir gerade am Anfang etwas zu "dünn", das scheint mir nicht mit dem ganzen Geigensatz gespielt worden zu sein, zumindest klingt es fast so, als ob es sogar solistisch besetzt aufgenommen worden ist. Fey beachtet die Wiederholung, die offenbar Dorati damals NICHT hat spielen lassen.
Der letzte Satz wird geradezu vehement und derart rasant gespielt, dass man fast meint, die Musiker wollten in den Sommerurlaub anschließend gehen. Das ist doch irgendwie "saugeil" gespielt, da kann man sagen was man will. Man kann dabei klar heraushören, dass Dirigent und Orchester traumwandlerisch-sicher zusammen agieren können, was man SO nicht alle Tage erleben darf. Ob DAS wirklich so damals gespielt worden ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, auch glaube ich nicht, dass das viele große Sinfonieorchester so hinbekommen würden.
Eine "Fünfte", die am Ende einem vom Sitz hauen wird, aber zu Beginn kleine Schwächen aufzeigt, die man vielleicht hier hätte zweckdienlicher lösen können.
Maurice inaktiv (18.04.2020, 00:30):
Anton Webern : Orchesterwerke ("Im Sommerwind", "Passacaglia,op.1, Six Orchestral Pieces,op.6, Five Orchestral Pieces,op.10, Symphony,op.21, Concerto,op.24, Variations,op.30)
Staatskapelle Dresden , Giuseppe Sinopoli
Maurice inaktiv (18.04.2020, 07:57):
Georges Onslow : Sinfonien Nr.1 & 3 : NDR-Radiophilharmonie , Johannes Goritzki
Heute habe ich mal wieder in meinem großen Fundus gesucht und gefunden. Mal schauen, was ich da heute sonst noch so ausgrabe.
Maurice inaktiv (18.04.2020, 08:07):
Etienne Nicolas Mehul : Sinfonien Nr.1, g-moll & 2, D-Dur : Le Musiciens du Louvre , Marc Minkowski AD: 1989
Das sind ganz hervorragende Einspielungen, die auch nach fast 25 Jahren immer noch so frisch ankommen, als wären sie gestern eingespielt worden. Sie sind für wenig Geld immer noch zu haben, wer also sowas in der Richtung sucht, wird hier bestens bedient.
tapeesa (18.04.2020, 08:10): @Marcie zur "Seejungfrau" schreibe ich dir mehr, wenn ich das Stück ganz gehört habe, neben dem "bezaubernd" fallen mir nämlich noch andere Aspekte ein, die den Kern meiner Schwierigkeiten mit dieser Musik verbildlichen. Sicher aber ein interessantes Stück. Kennst du das Märchen? Inkl. Hexe, heraus geschnittener Zunge, jeder Schritt schmerzt wie das Gehen auf Glasscherben ... und nicht mal ein gutes Ende? Ich habe gelesen, dass die Musik nicht ganz eng bei der literarischen Vorlage ist, vermute aber, dass diese Diskrepanz sich darin widerspiegelt. Aber erstmal hören. ______
Alban Berg - Three Pieces for Orchestra San Francisco Symphony, Michael Tilson Thomas
Maurice inaktiv (18.04.2020, 08:35): Kennst du das Märchen? Inkl. Hexe, heraus geschnittener Zunge, jeder Schritt schmerzt wie das Gehen auf Glasscherben ... und nicht mal ein gutes Ende? Ich bin zwar nicht "Marcie", aber kennen wäre zu viel gesagt. Ich habe das Werk schon gehört, allerdings nicht mit Riccardo Chailly, sondern mit James Conlon. Chailly war einige Jahre vor Conlon damit im Studio, hat auch noch die "Eine Florentinische Tragödie", "Lyrische Suite" und den "Psalm 83" eingespielt. Conlon hat sich ebenfalls sehr um Zemlinsky bemüht, auch seine anderen Werke aufgeführt und eingespielt, etwa die weiteren Orchesterwerke und seine Oper.
tapeesa (18.04.2020, 08:52): Ich bin zwar nicht "Marcie", Das macht nichts , war nicht exklusiv gedacht :) Conlon ist in der inneren Datenbank jetzt auch gespeichert! Denke, ich werde da eh mehrere Interpretationen anhören.
Maurice inaktiv (18.04.2020, 09:10): Conlon ist in der inneren Datenbank jetzt auch gespeichert! Denke, ich werde da eh mehrere Interpretationen anhören. Die gibt es bei einigen Werken auch. Bei der "Lyrischen Suite" kannst Du mit etwas Glück an eine alte Arte Nova-Einspielung unter keinem geringeren als Michael Gielen kommen. Doch es gibt auch da Alternativen. Anthony Beaumont ist da ein weiterer Dirigent, den man hier kaum kennt, der aber Zemlinsky sehr gut eingespielt hat.
Maurice inaktiv (18.04.2020, 09:11):
Ferruccio Busoni : Turandot-Suite, op. 41 Hong Kong Philharmonic Orchestra, Samuel Wong
Das sind erfreuliche Einspielungen, die man bei einem eher unbekannten Orchester und Dirigenten nicht unbedingt erwarten würde.
Meine Rundreise geht also weiter. Von Fankreich nun nach nach Italien. Ich bin mal gespannt, wo ich heute Abend enden werde.
Maurice inaktiv (18.04.2020, 10:36):
Ruperto Chapi y Lorente : Sinfonie d-moll & Fantasia musica Orquesta de la Comunidad de madrid , José Ramón Encinar AD: 2007
Ich denke mal, dass niemand den Komponisten Ruperto Chapi y Lorente (1851 - 1909) kennen wird. Ich auch nicht, aber es gibt immerhin eine CD mit zweien seiner Werke. Die Sinfonie hier ist eine Weltersteinspielung, und damit erst recht ein Stück absolutes Neuland für mich. Ich habe die CD vor Jahren schon mal gehört, aber dann ist sie in der Menge meiner CDs untergegangen. Heute habe ich sie mal wieder ausgegraben.
Vor allem als Komponist von "Zarzueleas" (ist ein spanisches Musiktheater in der Tradition der französischen Opera comique) bekannt geworden, schrieb er auch Orchesterwerke, eine Sinfonie, dazu Opern und Kammermusik. Beide auf dieser CD befindlichen Werke wurden 1879 geschrieben. Sie enthalten erstaunlich wenige "typische" spanische Einflüsse, die aber trotzdem durchaus erkennbar sind. Bei der "Fanatsia morisca" vor allem ganz deutlich im 3.Satz "Serenata". Das ist wirklich klar erkennbare spanische Musik, die man heute so noch hören kann. Hier habe ich das Bild fast vor meinen Augen. Das ist einfach "nur schön", man fühlt sich sofort wieder Mitten in Spanien. Chapi stammt es der Region Alicante. Dort habe ich selbst mehrere Male gespielt, auch in einer Banda de musica bei den Osterfeiern dort. Mein Bezug zu dieser Musik ist also durchaus eng und liegt mir auch sehr am Herzen.
Ich bin also inzwischen in Spanien angekommen. Dort könnte ich mich auch durchaus etwas länger aufhalten heute. Diese Musik ist einfach bei mir inzwischen total integriert.
udabonn (18.04.2020, 14:19):
So präzise wie Zinman gelingt kaum einem der Auftakt zur Zweiten
Weiter ging es mit den "Slawischen Tänzen, hier mit Adam Fischer am Dirigentenpult, der nicht, wie sein Bruder, mit eigenen Arrangements und "Specials" aufwartet..
udabonn (18.04.2020, 18:11):
KV 466 mit den Kadenzen WoO 58 von L. van Beethoven
Maurice inaktiv (18.04.2020, 21:22):
Sir Hamilton Harty ; An Irish Symphony & With the Wild Geese & In Ireland AD: 1996
National SO of Ireland , Proinssias O'Duinn
Für mich nach wie vor einer der besten CDs des Jahres 2000 (da wurde sie veröffentlicht). Sie hat mir besser als jene unter Bryden Thomson gefallen.
Damit hat mich meine Reise inzwischen nach Nordirland gebracht. Allerdings sind alle Werke in England erst geschrieben worden.
Maurice inaktiv (18.04.2020, 22:16):
Giovanni Sgambati : Sinfonie Nr,1, D-Dur, op.16 Orchestra Sinfonica di Roma , Francesco La Vecchia AD: 2011
Als ich damals diese CD erworben hatte, war mir der Name Sgambati völlig unbekannt, das Orchester und Dirigent ebenso. Inzwischen hat CPO sich auch der Werke des Komponisten angenommen, offenbar findet da eine Art "Wettlaufen" statt. Louise Farrenc ist bei Naxos eingespielt worden, Ferdinand Ries hat eine Seite die Sinfonien, die andere Seite die Klavierkonzerte aufgenommen. Es gibt durchaus noch weitere Beispiele, aber nun gut.
Maurice inaktiv (18.04.2020, 22:58):
Frederic Delius : Orchesterwerke AD: 1977 London Philharmonic Orchestra, Vernon Handley
Es ist immer wieder eine Freude, wenn man sich diese stark an den französischen Impressionismus orientierten Kompositionen von Frederic Delius anhört. Vor allem dann, wenn es sich dabei um so hochwertige Einspielungen handelt, wie jene unter Vernon Handley, einem großartigen Dirigenten für die Musik seiner Landsleute.
Zur Zeit für weniger als eine herkömmliche Briefmarke , und man kann diese CD auf dem Marktplatz erwerben. Echt unglaublich.
Maurice inaktiv (19.04.2020, 00:01):
Karel Komzak I und II : Walzer, Märsche und Polkas 2 Slowakisches RSO , Christian Pollack
So, jetzt mal was ganz Anderes. Musik aus der alten K&K-Monarchie, aber nicht die Familie Strauß, sondern die Komzak-Dymnastie. Auch deren Musik ist genau so schwelgerisch-mitreißend gewesen, wie jene der Familie Strauß, aber bei uns nicht so bekannt. Christian Pollack, der Ur-Wiener, der noch bei Hans Swarowsky an der Wiener Musikhochschule studiert hat, macht das mit dem Orchester aus Bratislava ganz ausgezeichnet.
Die Reise nach Österreich, zurück in die alte K&K-Monarchie, geht beschwingt in die Endphase. Natürlich mit dem "Kaiser-Marsch", den Komzak II 1898 zum 50.Kaiserjubiläum von Franz Joseph I geschrieben.
tapeesa (19.04.2020, 08:12): Terry Riley - The Harp of New Albion
das ist wieder so ein "Sahne-Bonbon", was die Kölner da damals ausgegraben hatten. Sogar mit der Besetzungsliste der Musiker, die dabei waren.
Amadé (19.04.2020, 09:42): Michael Haydn Sinfonien
Nr. 21, 30-32, Deutsche Kammerakademie Neuss, Johannes Goritzki
Gruß Amadé
Maurice inaktiv (19.04.2020, 10:09):
Sir Granville T. Bantock : "The Cyprian Goddess", "Helena" & Dante and Beatrice"
Royal Philharmonic Orchestra, Vernon Handley
Hier im Bild die 5-CD-Box, da es wohl nicht mehr alle Einzel-CDs auf dem Markt gibt. Dafür ist die Musik eine Entschädigung, da man mit Vernon Handley genau den richtigen Mann für solche "Wohlfühl-Oasen" am Pult stehen hatte.
udabonn (19.04.2020, 12:27):
Und danach
Amonasro (19.04.2020, 13:10):
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 4
Bournemouth Symphony Orchestra, Paavo Berglund
Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (19.04.2020, 13:11):
Franz Berwald : Sinfonien Nr.3 & 4 : Royal Philharmonic Orchestra, Ivor Bolton
Es gibt die CD in diversen Aufmachungen. Das oberste Bild war die Erstveröffentlichung wohl gewesen. Damit man auch was lesen kann, habe ich mal die Rückseite etwas größer versucht zu ziehen, aber leider ist das Bild ein wenig verschwommen.
PS: Ah, noch jemand, der sich in Richtung Norden verabschiedet hat. Sibelius unter Paavo Berglund habe ich noch hier liegen, aber mit dem Orchester aus Helsinki, seiner letzten GE der Sinfonien von Sibelius.
Maurice inaktiv (19.04.2020, 14:28):
Tomas Breton : Escenas andaluzas , Los amantes de Teruel , Garin, En la Alhambra , La Dolores , Guzman el bueno AD: 2004 & 2005
Orchesta de la Comunidad de Madrid , Mugel Roa
Es kommt mir nicht spanisch vor, aber Tomas Breton (1850-1923) war einer der bekanntesten und populärsten Komponisten seiner Zeit gewesen. Seine Musik lässt den Einfluss spanischer Volksmusik zu, ohne aber diese zu sehr dominieren zu lassen. Das Ganze ist glücklicherweise nicht atonal gehalten, man kann das auch als wenig mit spanischer Musik vertrauter Hörer gut anhören, denke ich mal.
tapeesa (19.04.2020, 20:12): 1 - Klavierkonzerte von Dora Bright und Ruth Gipps Samantha Ward, Murray McLachlan, Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, Charles Peebles
2 - Arthur Butterworth - Three Nocturnes "Northern Summer Nights", op. 18 I. Midsummer Midnight II. Rain III. The eerie, silent forest in the stealthy darkness Royal Scottish Orchestra, Arthur Butterworth
Ruth Gipps ist der Spät- und Nachromantik zuzuordnen, ihre Musik birgt Einflüsse von Vaughan Williams, Bax, Edward Elgar und Gustav Holst, und hat Atonalität, Zwölftonmusik und Serialismus offen abgelehnt (sagt zumindest auf die Schnelle Wikipedia). Ich glaube, ich habe noch nicht richtig begriffen, was Atonalität ist - und warum manche der Meinung sind, dass es sie gar nicht gebe (wenn ich das richtig verstanden habe).
Maurice inaktiv (19.04.2020, 21:09): Ich glaube, ich habe noch nicht richtig begriffen, was Atonalität ist - und warum manche der Meinung sind, dass es sie gar nicht gebe (wenn ich das richtig verstanden habe). Lassen wir den Duden zu Wort kommen :
Atonale Musik : nicht den herkömmlichen Gesetzen der Tonalität folgend, sie systematisch umgehend ; nicht tonal
So sagt es der Duden aus. Das ist, um ehrlich zu sein, fast schon wie "Amtsdeutsch" , für nicht unbedingt jedem Menschen zu verstehen.
Das ist für den Musik-Laien auch nur schwer zu verstehen, Ich versuche es mal, aber eine Garantie, dass es verständlich ist, kann ich nicht geben:
Wenn man außerhalb der Chromatischen Tonleiter spielst, die bei einem gerade zu spielenden Stück vorliegt. Das betrifft Harmonik UND Melodik. Beispiel : Bei einem Stück in C-Dur ist der Grundakkord die Töne C-E-G-C . Das ist ein "reiner" C-Dur-Akkord, ohne irgendwelche zusätzlichen Töne, die aber nicht automatisch "atonal" sind, also NICHT in den Akkord reinpassen. Hier wären die Töne A oder Bb noch tonal, die Töne Cis und Fis aber nicht. Mit einem Klavier wäre das auch klanglich verständlich. Hier hast Du extrem "reibende" Töne dabei, die für das Ohr eher "unangenehm klingen, eben "dissonant" sind.
Bereits zu Zeiten der Romantik gab es Komponisten, die an den Rand der Tonalität gegangen sind, etwa Max Reger, Gustav Mahler (bei seiner 10.Sinfonie sind einige Passagen dabei, die bereits darüber hinaus gegangen sind. Natürlich muss man hier vorsichtig sein, weil Mahler nicht mehr die Chance zur Korrektur und Änderung hatte, bzw. viele Teile nicht komplett auskomponiert sind), Anton Bruckner hatte in seinem Finalsatz zur 9.Sinfonie auch einige Stellen dabei, die zumindest am Rande standen. Auch hier starb leider der Komponist vor der Vollendung des Werkes. Auch Skriabin ist da recht weit gegangen, auch er starb leider zu früh, um hier vielleicht noch etwas zu vollenden, was dann Berg, Schönberg und Webern vollendeten.
Ich kann das in diesem Fall wirklich nur sehr sehr schlecht beschreiben.
tapeesa (19.04.2020, 21:18): Maurice, ich habe es gelesen und habe vor meine Frage morgen in einen Thread "Atonalität" zu packen - dann kann man deinen Erklärungsversuch auch dorthin kopieren, wenn es dir recht ist. Hier fühle ich mich zu dicht am "off-topic" um in Ruhe dem tiefer nachzugehen und es würde auch zu zerrupft, weil da bestimmt immer wieder nochmal Fragen kämen. Danke dir aber auf jeden Fall schon mal.
Maurice inaktiv (19.04.2020, 21:29): Okay. Passt.
Maurice inaktiv (20.04.2020, 01:07):
Havergal Brian : Sinfonie Nr.4 , "Psalm of Victory" & Sinfonie Nr.12
Chor der Slowakischen Philharmonie, Chor der Slowakischen Nationaloper, Echo Jugend Chor, Cantus - Gemischter Chor, Chor der Tschechischen Philharmonie Brünn & Slowakisches RSO, Adrian Leaper - Jana Valáskova (Sopran)
Die 4.Sinfonie verlangt insgesamt fünf (!!!) verschiedene Haupt - und Nebenchöre , dazu im 2.Satz eine Sopranistin, ein überdimensionales Orchester mit zusätzlichen Instrumenten, wie z.B. Alt-Flöte, zwei Oboen d'amore, Bass-Oboe, Bassetthörner, etc. Fragt mich nicht, wozu und wo man eine Bass-Oboe benötigt, aber davon habe ich zuvor noch nie etwas gehört. Das Werk ist absolut gigantisch, mitreißend, fremd, aber auch irgendwie hammergeil. Auch frage ich mich, wie viele Dirigenten man für dieses Werk benötigt hat. Das kann doch ein Dirigent alleine nicht mehr überblicken.
Es ist irgendwie eine Mischung aus "Carmina Burana", der 8.Sinfonie von Gustav Mahler, den großen Oratorien eines Bach, Haydn oder Händel, aber auch der "Alpensinfonie" von Richard Strauss, was den Orchesterklang angeht. Die Anlehnung an die großen Barock-Werke ist greifbar, dier Covertext stellt die Nähe zu Händels "Dettinger Te Deum" und Brahms' "Triumphlied" her.
Havergal Brian, so der Covertext weiter, war ein großer Bewunderer der deutschen Musik, etwa von Schütz, Bach, Händel, Beethoven, Wagner und Strauss. Na, da lag ich nicht falsch mit meiner Einschätzung. Den Text habe ich erst nach den Zeilen zuvor gelesen.
Die 12.Sinfonie ist dagegen ein nur kurzes Werk von etwas über 11 Minuten hier. Es bleibt irgendwie "bass" zurück. Diese Kombination war für die Nr.12 nicht besonders glücklich jetzt.
Maurice inaktiv (20.04.2020, 01:49):
Enrique Granados : Danzas Espanolas (Arr.: Rafael Ferrer)
Orquestra Simfonica de Barcelona i Nacional de Catalunya , Salvador Brotons
Original für Klavier geschrieben, hier nun von Rafael Ferrer die Fassung für Orchester. Gegen Havergal Brian ist das hier Erholung pur.
Maurice inaktiv (20.04.2020, 09:25):
Johann Christoph Friedrich Bach : 3 Sinfonien Leipziger Kammerorchester , Morten Schuldt-Jensen AD: 2008
Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) dürfte der am wenigsten bekannte Bach-Sohn sein, was die Musiker angeht. Er wirkte vor allem bei Graf Wilhelm am Hof in Bückeburg als Cembalist ab 1750, um ab 1756 - offiziell ab 1759 - die Rolle des Konzertmeisters zu übernehmen. Er schrieb wohl 10 Sinfonien, von denen aber drei im 2.Weltkrieg verschollen gingen.
Musikalisch und klangtechnisch scheinen dieser Einspielungen für mich sehr gelungen zu sein.
Maurice inaktiv (20.04.2020, 10:00):
Luigi Cherubini : Sinfonia in re maggiore & 3 Ouvertüren
Sehr spritzig gespielte Sinfonie und Ouvertüren. Auf einer anderen Plattform neu für wenige Cent erhältlich. Wer also ein Schnäppchen machen will, sollte zugreifen, wer Cherubini mag oder mal probieren möchte.
Maurice inaktiv (20.04.2020, 11:34):
Gioachino Rossini : Ouvertüren
Philharmonia Orchestra , Herbert von Karajan AD: 1958 & 1960
Ja, hier ist der gute Herbert voll in seinem Element. Auch mit dem britischen PO , dass er ja von Walter Legge quasi serviert bekommen hat nach dem Kriege. machte er vorzügliche Einspielungen.
Es ist übrigens immer wieder spannend, wenn man die Aufnahmen von der EMI mit jenen der DGG vergleicht, sei es bei Beethoven, Brahms, Schubert, Bruckner, Sibelius oder Tschaikowsky.
Maurice inaktiv (20.04.2020, 13:11):
Gustav Mahler : Sinfonie Nr.5 : Gürzenich-Orchester Köln , Markus Stenz
Eine höchst spannende und lebendige Deutung der Sinfonie. Stenz erinnert mich an Bernstein, aber er kopiert ihn nicht. Sehr emotional geprägt, auch die Tempi immer wieder leicht verändernd, ohne aber massiv in den Ablauf eingreifend. Es wird sehr stimmig. Allerdings hat mir die Eröffnungs-Fanfare nicht gefallen. Die Solo-Trompete rennt leicht weg im zweiten Teil der Anfangs-Kadenz. Mit Freiheiten habe ich an sich wenig Probleme, aber das ist nicht mehr "Streng! Wie ein Kondukt". Man kommt leicht ins Straucheln, weil es am Anfang nicht so ist. So steht es aber nicht in der Partitur, so weit ich es weiß.
udabonn (20.04.2020, 16:03):
Ein bißchen schroffer/knackiger als Mariner+ASMIF
tapeesa (20.04.2020, 19:09): @Maurice André
mag Bescheid sagen, dass ich doch erstmal keinen Thread aufmache.
Deine Antwort hat mir sortieren geholfen. Habe klar bekommen, dass es mir um drei Ebenen geht - die musiktheoretische Seite, die du beschreibst. + das manche kompositorisch da nicht weiter gegangen sind, entweder, weil zu kurze Lebenszeit oder anderes oder entschieden nicht gewollt. Die 2. Frage wäre, diese Diskussion gibt es überhaupt Atonalität - das scheint eher eine erweiterte Fragestellung über reine Musiktechnik hinaus zu sein. Die 3. ist dann eher was Persönliches.
Im Forum habe ich vorhin zur 2. Frage Einiges gefunden, wo ich weiter komme. Auch Links zu Artikeln zur Hirnforschung, was mich auch interessiert. Da muss ich erstmal lesen.
Mit der Musiktheorie, das braucht auch einfach Zeit. Da bin ich heute über einen Umweg, eines ziemlich alten Keyboards, was nur noch hoch dissonant brummt und auf Tastatureingaben nicht reagiert - auf die virtuellen Pianos aufmerksam gemacht worden - das ist auf jeden Fall besser, als nur theoretisch. Da hast du Recht.
Also Dank nochmal, dass du in mehrerer Hinsicht mir einen Knoten geholfen hast zu lösen. :thanks
Maurice inaktiv (20.04.2020, 19:23): Ein bißchen schroffer/knackiger als Mariner+ASMIF Die Einspielung von Sir Charles Mackerras ist aber um Längen besser, zumindest empfinde ich es so.
Maurice inaktiv (20.04.2020, 19:29): Deine Antwort hat mir sortieren geholfen. Habe klar bekommen, dass es mir um drei Ebenen geht - die musiktheoretische Seite, die du beschreibst. Also Dank nochmal, dass du in mehrerer Hinsicht mir einen Knoten geholfen hast zu lösen. Vielen herzlichen Dank für das tolle Feedback von Dir. Das freut mich wirklich sehr. Es ist halt ein sehr komplexes Thema, was man so mit ein paar Worten kaum an den Mann/Frau bringen kann. Ich weiß, dass ich manchmal etwas krass bin, aber es ist nur sehr selten auch bösartig gemeint. Dann quäle Dich mal durch das Thema durch. So in fünf Jahren sprechen wir uns dann wieder. :D :hello
Marcie (20.04.2020, 19:38):
satie (20.04.2020, 19:54): @Maurice André
mag Bescheid sagen, dass ich doch erstmal keinen Thread aufmache.
Deine Antwort hat mir sortieren geholfen. Habe klar bekommen, dass es mir um drei Ebenen geht - die musiktheoretische Seite, die du beschreibst. + das manche kompositorisch da nicht weiter gegangen sind, entweder, weil zu kurze Lebenszeit oder anderes oder entschieden nicht gewollt. Die 2. Frage wäre, diese Diskussion gibt es überhaupt Atonalität - das scheint eher eine erweiterte Fragestellung über reine Musiktechnik hinaus zu sein. Die 3. ist dann eher was Persönliches.
Im Forum habe ich vorhin zur 2. Frage Einiges gefunden, wo ich weiter komme. Auch Links zu Artikeln zur Hirnforschung, was mich auch interessiert. Da muss ich erstmal lesen.
Mit der Musiktheorie, das braucht auch einfach Zeit. Da bin ich heute über einen Umweg, eines ziemlich alten Keyboards, was nur noch hoch dissonant brummt und auf Tastatureingaben nicht reagiert - auf die virtuellen Pianos aufmerksam gemacht worden - das ist auf jeden Fall besser, als nur theoretisch. Da hast du Recht.
Also Dank nochmal, dass du in mehrerer Hinsicht mir einen Knoten geholfen hast zu lösen. :thanks Wenn es recht ist, werde ich das gelegentlich in einem eigenen Thread zu erklären versuchen, es reizt mich! Ein wenig Theorie (Notenkenntnisse/Tonkenntnisse) werden nötig sein, aber keine Sorge, sooo schwer ist es gar nicht.
Maurice inaktiv (20.04.2020, 20:16): Mach nur, kein Problem. Ich bin bei sowas nicht sonderlich gut. Danke.
Cetay (inaktiv) (21.04.2020, 04:20):
Franz Schubert; Sinfonie Nr. 4 c-Moll, D. 417 Academy of St. Martin in the Fields, Neville Marriner
Maurice inaktiv (21.04.2020, 11:09):
Franz Krommer : Sinfonien Nr. 4, 5 & 7 Orchestra della Svizzera Italiana , Howard Griffiths
1820 , 1821 und 1824 entstanden, sind es frühe Werke der Romantik.
Uraufführung der 4.Sinfonie war der 12.März 1820 in Wien als Gesellschaftskonzert der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde, wurde das Konzert als "Ereignis nationaler kultureller Bedeutung" von der Presse wahrgenommen. So waren sechs Jahre lang keine Sinfonien bedeutender Meister in Wien aufgeführt worden.
tapeesa (21.04.2020, 13:38): 1 - Webern - Intégrale de l'œuvre pour quatuor à Cordes & Quintette avec Piano Quatuor Parish, Akiko Ebi 2 - Ferrucio Busoni - Integrale delle composizioni per Cello e Piano daraus: 1. Kultaselle, variations on a Finnish folksong 3 - Beethoven & Schubert - Streichquartett Nr. 11 f-moll op. 95 & Streichquartett Nr. 13 a-moll D 804 'Rosamunde' Alban Berg Quartett
tapeesa (21.04.2020, 13:46): Wenn es recht ist, werde ich das gelegentlich in einem eigenen Thread zu erklären versuchen, es reizt mich! Ein wenig Theorie (Notenkenntnisse/Tonkenntnisse) werden nötig sein, aber keine Sorge, sooo schwer ist es gar nicht. Sehr recht. Wenn du ein eigenes Interesse dran hast - umso besser!
Notenkenntnisse habe ich durch das lange Flöte spielen damals, auch Vorzeichen, F- Schlüssel usw. - wo es aufhört sind Akkorde, Quintenzirkel, .... Und: ich habe gestern entdeckt, dass ich ein allgemeines Musiklehre-Buch besitze, was für meine Belange gerade optimal ist. Das poste ich dann noch im Literatur-Thread.
udabonn (21.04.2020, 16:25): Ein bißchen schroffer/knackiger als Mariner+ASMIF Die Einspielung von Sir Charles Mackerras ist aber um Längen besser, zumindest empfinde ich es so. Nur die 10. geht Mackerras ein bißchen arg behäbig an
udabonn (21.04.2020, 16:28):
Ferdinand Ries, Konzert-Ouvertüren RSO Köln, Howard Griffiths
Maurice inaktiv (21.04.2020, 17:46):
Sergej Bortkiewicz : Sinfonien Nr.1 & 2 AD: 2002
BBC Scottish SO, Martyn Brabbins
Der unfreiwillig hin - und her getriebene Bortkiewicz schrieb 1934 & 1937 seine beiden einzigen Sinfonien. Und es ist reine Glückssache, dass die Partitur der 2.Sinfonie überhaupt noch vorhanden ist, denn sie verblieb auf Grund des 2.Weltkrieges bei seinem Freund Hugo van Dalen in Holland. Dort sollte das Orchester aus Rotterdam das Werk unter Eduard Flipse uraufgeführt werden. Dazu ist es aber nie gekommen.
Irgend jemand hatte mich doch gefragt, wie ich die beiden Sinfonien finden würde. Bortkiewicz kam aus der Ukraine, von dort kommt auch sein Stil her. Etwa der späte Tschaikowsky, Alexander Scriabin, Rachmamoniv.....
Marcie (21.04.2020, 17:48): Der irgend jemand dankt!
Maurice inaktiv (21.04.2020, 18:30): Der irgend jemand dankt! Lach.....Ich wusste es nicht mehr, WER es war. Und da ich zwischendurch (Mitten im Schreiben) auch noch das Wlan verlassen hatte, war es ganz aus gewesen. Tut mir leid.
:beer
Amonasro (21.04.2020, 18:32):
Igor Strawinsky:
Petruschka
Royal Concertgebouw Orchestra, Riccardo Chailly
Le sacre du printemps (Version 1947)
The Cleveland Orchestra, Riccardo Chailly
Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (22.04.2020, 10:07):
Haydn - L'Ours Le Concert de la Loge, Julien Chauvin Joseph Haydn; Sinfonie C-Dur Hob. I:82 Jean-Baptiste Davaux; Symphonie concertante mêlée d'airs patriotiques für zwei Violinen Francois Devienne; Symphonie concertante Nr. 4 für Flöte, Oboe, Fagott und Horn Interessante Kopplung einer Pariser Sinfonie mit Werken aus dem Umfeld. Bisher hat das Ensemble in dieser Reihe vier Bände vorgelegt - neben dem gerade gehörten L'Ours noch La Poule (83), La Reine (85) und L'Impatiente (87). Sollte der Tatverdacht des wissend beschreiben Könnens bestehen, gibt es ein paar Worte dazu im Fachfaden.
Maurice inaktiv (22.04.2020, 10:10):
Antonio Casimir Cartellieri : Sinfonien Nr.1-4 : Evergreen SO, Gernot Schmalfuss
udabonn (22.04.2020, 11:33): Ich glaub, den Cartellieri bestell ich gleich. jpc grade ohne Versandkosten bis 26.4. Bis dahin hör ich
Maurice inaktiv (22.04.2020, 12:30): Ich glaub, den Cartellieri bestell ich gleich. jpc grade ohne Versandkosten bis 26.4. Mach das mal. Wenn Du was in der Richtung suchst, wäre vielleicht auch Franz Krommer interessant. Davon gibts auch 2 CDs von CPO.
Marcie (23.04.2020, 07:01): Ich glaub, den Cartellieri bestell ich gleich. jpc grade ohne Versandkosten bis 26.4. Mach das mal. Wenn Du was in der Richtung suchst, wäre vielleicht auch Franz Krommer interessant. Davon gibts auch 2 CDs von CPO. Mittlerweile sogar vier:
CLICK
Maurice inaktiv (23.04.2020, 07:04): Mittlerweile sogar vier: Es ging um die Sinfonien. Da sind es drei CDs. Zwei inzwischen für 7,99 € erhältlich, eine kam erst raus, sie ist noch im HP-Bereich.
Marcie (23.04.2020, 07:59): Jo, aber eben nicht zwei! :P
Maurice inaktiv (23.04.2020, 08:08): Jo, aber eben nicht zwei! Lieber Marcie, wenn ich doch eine CD bereits gepostet habe, muss ich die doch nicht mehr erwähnen. Das ergibt sich aber doch automatisch aus dem Verlauf heraus.
Nächstes Mal schreibe ich "NOCH" zwei CDs, damit keinerlei Unklarheiten mehr herrschen. ;)
Cetay (inaktiv) (23.04.2020, 09:38):
Haydn - L'Ours Le Concert de la Loge, Julien Chauvin Joseph Haydn; Sinfonie C-Dur Hob. I:82 Jean-Baptiste Davaux; Symphonie concertante mêlée d'airs patriotiques für zwei Violinen Francois Devienne; Symphonie concertante Nr. 4 für Flöte, Oboe, Fagott und Horn
Interessante Kopplung einer Pariser Sinfonie mit Werken aus dem Umfeld. Bisher hat das Ensemble in dieser Reihe vier Bände vorgelegt - neben dem gerade gehörten L'Ours noch La Poule (83), La Reine (85) und L'Impatiente (87). Sollte der Tatverdacht des wissend beschreiben Könnens bestehen, gibt es ein paar Worte dazu im Fachfaden.
Ich höre NOCH eine CD aus dieser Serie:
Haydn - La Poule Le Concert de la Loge, Julien Chauvin Joseph Haydn; Sinfonie g-Moll Hob. I:83 Wolfgang Amadeus Mozart; Klavierkonzert Nr. 17 G-Dur, K. 453 + Justin Taylor Alexandre Guénin; Sinfonie d-Moll, op. 4/3
tapeesa (23.04.2020, 11:29): Haydn - Symphonie No. 101 "The Clock" L' Orchestre de la Suisse Romande, Ernest Ansermet
udabonn (23.04.2020, 13:26): Haydn kann ich auch, zur mittäglichen Entspannung :sleeping:
udabonn (23.04.2020, 20:43): Und zur abendlichen Soiree - zu genießen bei einem Glas Wasser ... :beer
udabonn (24.04.2020, 16:51): Und jetzt konzertante Gitarre
Sfantu (24.04.2020, 17:00): Herrliche Musik - besonders das 3. Konzert! Romero & Marriner sind hier geradezu mustergültig. Viel Freude!
udabonn (24.04.2020, 17:47): Stimmt :thumbsup: Weiter gehts mit Konzertantem
CD 3 mit I. Pleyel, F.A. Hoffmeister und L. Kozeluch
udabonn (24.04.2020, 20:26): Und zum Ausklang des Tages G.F. Händel op. 4
tapeesa (24.04.2020, 20:29): 1. Ernest Bloch - Schelomo Georges Miquelle, Cello Eastman-Rochester Orchestra, Howard Hanson
2. Zdeněk Fibich - Twilight, op.39 & Vítězslav Novák - In the Tatras, op. 26 Czech Philharmonic Orchestra, (1.)Karel Šejna, (2.) Karel Ančerl
udabonn (24.04.2020, 22:17): Dann doch noch die zwei italienischen Ouvertüren DV 590 und 591 (Battle mit Rossini) nachgeschoben die einzige Gesamtaufnahme aller Schubert-Ouvertüren 8o
Maurice inaktiv (24.04.2020, 22:23): die einzige Gesamtaufnahme aller Schubert-Ouvertüren Sicher?
Bei Naxos gibt es zwei CDs mit Ouvertüren. Er hat wohl neun Stück geschrieben PLUS die Ouvertüren zu den Bühnenwerken. Da ich nicht weiß, wie viele das sind, weiß ich auch nicht, ob die beiden CDs bei Naxos schon alle beinhalten.
tapeesa (25.04.2020, 08:36): Sergei Prokofiev - Peter und der Wolf Mathias Wieman Orchestre national de France, Lorin Maazel
udabonn (25.04.2020, 12:51): die einzige Gesamtaufnahme aller Schubert-Ouvertüren Sicher? Bei Naxos gibt es zwei CDs mit Ouvertüren. Er hat wohl neun Stück geschrieben PLUS die Ouvertüren zu den Bühnenwerken. Da ich nicht weiß, wie viele das sind, weiß ich auch nicht, ob die beiden CDs bei Naxos schon alle beinhalten. Schubert hat insgesamt 18 Ouvertüren geschrieben, nach meiner Zählung 7 freie und 11 zu Bühnenwerken. Die sind tatsächlich auf den beiden Naxos-CDs vollständig enthalten. Hatte ich nicht im Blick. Dann gibt es doch 2 Gesamteinspielungen ;) "Zum Trost" :/ höre ich dann jetzt
Amonasro (25.04.2020, 13:44):
Giuseppe Verdi/Joseph Méry/Camille du Locle: Don Carlo (Fassung 1886)
Don Carlo - Carlo Bergonzi Elisabetta di Valois - Renata Tebaldi Filippo II - Nicolai Ghiaurov Rodrigo Marchese di Posa - Dietrich Fischer-Dieskau La Principessa Eboli - Grace Bumbry Il Grande Inquisitore - Martti Talvela Un frate - Tugomir Franc Tebaldo - Jeannette Sinclair Il Conte di Lerma - Kenneth MacDonald Un araldo reale - John Wakefield Una voce dal cielo - Joan Carlyle
Orchestra and Chorus of the Royal Opera House, Covent Garden; Sir Georg Solti
Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (25.04.2020, 14:50): Schubert hat insgesamt 18 Ouvertüren geschrieben, nach meiner Zählung 7 freie und 11 zu Bühnenwerken. Die sind tatsächlich auf den beiden Naoxs-CDs vollständig enthalten. Hatte ich nicht im Blick. Dann gibt es doch 2 Gesamteinspielungen Vielen Dank. Ich wusste es wirklich nicht genau, daher hatte ich zuerst mal nachgeschaut, da ich zumindest eine CD mit Ouvertüren selbst hatte.
Maurice inaktiv (25.04.2020, 14:51):
Edward Elgar : Sinfonie Nr.1 London PO, Vernon Handley AD: 1979
Die Streicherserenaden in den Argo-/Decca-Aufnahmen der frühen 70er. Klein, aber fein
Und anschließend
Brauch grad was Kräftiges :P
tapeesa (26.04.2020, 21:02): Gustav Mahler - 6. Sinfonie & Lieder eines fahrenden Gesellen Gesang bei den Liedern: Yvonne Minton Chicago Symphony Orchestra, Georg Solti
tapeesa (27.04.2020, 07:39): Gustav Mahler - Das Lied von der Erde Marianne Beate Kielland, Andrew Staples Musica Saecolorum, Philipp von Steinaecker
udabonn (27.04.2020, 16:29): Nach Beethovens 4. (ASMIF, Marriner) jetzt dies hier:
Beethovens 10., 1. Satz in der Rekonstr. von Barry Cooper Gratulationsmenuett WoO 3 Ruinen von Athen op. 113 Namensfeier op. 115 König Stefan op. 117 Fidelio op. 72 Leonore Prohaska WoO 96 Weihe des Hauses op. 124
Amonasro (27.04.2020, 20:28):
Heitor Villa-Lobos: Klavierkonzerte Nr. 3-5
Cristina Ortiz Royal Philharmonic Orchestra, Miguel Gómez-Martínez
tapeesa (28.04.2020, 00:49): Alban Berg - Wozzeck Grundheber, Meier, Baker, Clark, Wottrich, von Kannen Chor der deutschen Staatsoper Berlin Staatskapelle Berlin, Daniel Barenboim
Maurice inaktiv (28.04.2020, 09:32):
Johannes Brahms : Sinfonie Nr,4 Berliner Sinfonie-Orchester , Günther Herbig AD: 1978
Die Einspielung gibt es in diversen optischen Ausführungen, aber auch als GE der Sinfonien. Der Zyklus entstand 1977/78 in Ost-Berlin, wie man am Orchester ja erkennen kann. Bei uns ist er weniger bekannt geworden, wie der Dirigent auch eher unter dem Radar im Westen gelaufen ist. An seinem hervorragenden Zyklus gibt es aber wirklich nichts zu mäkeln.
Maurice inaktiv (28.04.2020, 10:34):
Bedrich Smetana : Ma Vlast AD: 1990 12.Mai 1990, Live-Mitschnitt vom "Prager Frühling"
Tschechische Philharmonie Prag, Rafael Kubelik
Schwerkrank kehrte der große, alte und weise Mann (RK) nach 41 Jahren ans Pult "seines" Orchesters zurück, um es ein letztes Mal zu dirigieren. Eigentlich Stoff für einen Schnulzenroman, aber bittere Geschichte. Und wie das Orchester spielte, kann man auch 30 Jahre nach der Aufzeichnung nur annähernd erhören. Dabei spürt man förmlich, wie die Musiker sich für ihren Maestro ins Zeug legen, damit er es nicht zu schwer hat mit ihnen. Und das bei genau dem Konzert, dass die Freiheit der Tschechen wiederspiegelte.
udabonn (28.04.2020, 12:12): Mal was Neues, in der Hauptsache WoO, aber auch op. 33 Nr.1 2 3 4 5 6, op. 39 Nr. 1
Ein höchst informatives, ausführliches Booklet, eine intelligente Registrierung, die Beethovens Humor durchscheinen lässt -- Genuss pur. Das ist ab sofort meine Beethoven-Orgel-CD.
Und anschließend
Zumindest Andrea Luchesi hat Beziehungen nach Bonn und zum jungen Beethoven.
Und jetzt noch
Da tummeln sich die Beethoven-Zeitgenossen im halben Dutzend (Luchesi, Neefe mit Lokalkolorit) plus Haydn, Mozart, Rinck. Und der Meister selbst mit WoO 31 und 33
tapeesa (28.04.2020, 15:26): Lulu - Alban Berg Evelyn Lear, Patricia Johnson, Dietrich Fischer-Dieskau, Donald Grobe, Loren Driscoll, Josef Greindl, u. a. Orchester der Deutschen Oper Berlin, Karl Böhm
Marcie (28.04.2020, 17:48): In der Tat "spannend" und überraschend. Von diesem, mir bislang unbekannten Komponisten werde ich mir sicher noch einiges besorgen.
tapeesa (28.04.2020, 18:05): Andreas Scholl & Tamar Halperin - Twilight People Lieder von Ari Frankel, Copland, Vaughan Williams, Alban Berg und anderen
Maurice inaktiv (28.04.2020, 19:53): In der Tat "spannend" und überraschend. Von diesem, mir bislang unbekannten Komponisten werde ich mir sicher noch einiges besorgen. Bei CPO gibt es noch die Sinfonien von ihm.
Marcie (28.04.2020, 20:03): @Maurice André
Jo, Internet kann ich ein bisschen... :P
Was meint ein Jazzer wie Du zu diesem Komponisten?
Maurice inaktiv (28.04.2020, 21:09): Was meint ein Jazzer wie Du zu diesem Komponisten? Ehrlich gesagt, kann ich mit ihm nicht viel anfangen. Ich tue mich mit der Verbindung Klassik und Jazz sehr schwer, weil es nur sehr selten wirklich passt. Der Bigband-Leader Stan Kenton hatte das bereits früh versucht, andere wie Duke Ellington ebenso. Selbst amerikanische oder britische Orchester (die darin noch die besten Ergebnisse ablieferten) können wirklich mit dem Jazz was anfangen.
Es gibt einige Beispiele, die vielleicht teilweise gelungen sind, auch weil die eine Seite entsprechend bereits vorgeprägt war, etwa Dave Brubeck, aber ICH habe das immer nur als Kompromiss empfunden.
Lalo Schifrin hatte das zeitweise mal ganz gut gemacht, und hin und wieder auch Erich Kunzel mit dem Cincinati Pops Orchestra, um mal grob eine Ecke zu nennen.
Andréjo (28.04.2020, 23:40): George Antheil gehört zu den diversen Komponisten im Umfeld der Roaring Twenties. Bestimmte Attitüden des Jazz, wie man ihn damals kannte, werden hier aufgegriffen, ähnlich bei Milhaud etwa - Tanzrhythmen, zum Teil das Instrumentarium, manche Harmonien, Synkopik . Es ist aber notierte Orchestermusik im klassischen Geist, es ist ganz einfach kein echter Jazz, auch nicht solcher der Vor-Swing-Zeit. Aus diesem Hintergrundswissen heraus kann ich aber Antheils Personalstil durchaus goutieren.
Eher überzeugen mich Kompositionen, die quasi den höhergradig jazzoiden und den sinfonischen Part bewusst trennen, die mir insofern auch "ehrlicher" vorkommen. Ich denke da an Howard Brubeck - mit Dave jedenfalls verwandt - oder das zwölftönige Konzert von Rolf Liebermann, das wirklich reizvoll gemacht ist. Dann gibt es noch die vom Blues oder Soul geprägten Konzerte von William Russo.
Einfach mal nachhören - das findet man ja alles in der Tube.
Gershwin ist wieder eine andere Welt.
:hello Wolfgang
Maurice inaktiv (29.04.2020, 00:23): ann gibt es noch die vom Blues oder Soul geprägten Konzerte von William Russo. Wer fast schon "Blues-Sinfonien" geschrieben hatte, war der Amerikaner William Grant Still. Dessen Sinfonien wurden bei Naxos sehr gut eingespielt. Es gibt auch eine Einspielung unter Neeme Järvi.Hier wurde das Werk sinnvollerweise mit einem von Duke Ellington gepaart, der "River-Suite", die aber nicht gerade eines seiner wirklich guten Werke war. Hier würde ich eher auf "Harlem" zurückgreifen, was mal eine Auftrags-Komposition für das NBC SO unter Toscanini war.
George Antheil war u.a. Schüler von Ernest Bloch gewesen, um dann aber 1923 nach Europa zu gehen, genauer gesagt, nach Frankreich und dort vor allem Paris. Daher ist er weit mehr ein "europäischer Komponist" als z.B. Dave Brubeck, der aber wiederum von genau der europäischen Konzertmusik beeinflusst zu werden, die bei IHM am Ende immer wieder den "Klassiker" zum Vorschein brachte, selbst dann, wenn er wirklich improvisierte.
George Gershwin war Amerikaner, wenn auch mit russisch-jüdischen Wurzeln. Eine fast schon perfekte Kombination, um eines Tages im Jazz "Zuhause" zu sein. Was vielleicht viele nicht wissen ist, dass Gershwins erster finanzieller Gewinn durch die Komposition eines Ragtimes war (1916). Bei IHM hört man in jedem seiner Stücke die direkte Verbindung zum Jazz, man muss automatisch mit dem Fiß mitwippen, wenn man etwa "An American in Paris" oder "Rhapsody in Blue" hört. Viele seiner Stücke wurden Standards im Jazz, allen voran "I got Ryhthm" , "Oh Lady be Good" und "Summertime".
Der Blues und Boogie-Pianist James P. Johnson sollte auch einer jener Komponisten werden, die die Verbindung von Klassik und Jazz als Komponist perfekt beherrschten. Er soll bei einem Schüler von Rimski-Korssakov Unterricht gehabt haben. Die Kompositionen "Old Fashioned Love" und "Charleston" (Ja,, DER Charleston) hatte ER geschrieben... Marin Alsop hat übrigens seine Werke mit Orchester aufgenommen (nicht für Naxos, das war noch vor ihrer Zeit dort).
Andréjo (29.04.2020, 00:46): Danke für den Tipp mit William Grant Still - wo ich gerade mal den Namen irgendwann gehört habe.
Marcie (29.04.2020, 12:39): Ich höre diese wundervolle Musik beinahe täglich auf dem Balkon beim Käffchen in der Sonne, oft mehrfach nacheinander. Ich kenne keine anderen Einspielungen/Veröffentlichungen der Konzerte, daher fehlen mir Vergleichsmöglichkeiten.
udabonn (29.04.2020, 13:50): Ich finde diese hier noch sehr empfehlenswert:
Aufnahmedatum Anfang der 70er, in der Blütezeit der ASMIF, als noch die Stimmführer der Londoner Orchester zusammenspielten. Besser jedenfalls als die "Complete Mozart Edition" (mit Leister, Thunemann als Solisten).
Andréjo (29.04.2020, 16:47): Wenn Du's gerne im originalen Sound sehr frisch hören möchtest, vielleicht auch diese:
Das Klavierkonzert, Mozarts letztes, passt in der Stimmung bestens dazu.
Fragst Du fünf Leute, kriegst Du bei Mozarts Klarinettenkonzert zehn verschiedene Empfehlungen. :D
:hello Wolfgang
udabonn (29.04.2020, 17:27): Zuerst
F. Ries, Sinfonien Nr. 1 und 2, Zürcher Kammerorch., Howard Griffiths
Und nun
Thamos und Balletmusik zu Idomeneo
tapeesa (29.04.2020, 19:09): 1 - The Baltimore Consort - The Food of Love Songs Themes and Fancies for Shakespeare
2 - Max Reger - Lieder Iris Vermillion, Peter Stamm
udabonn (29.04.2020, 21:05): Zum gemütlichen Abend Händels Ballettmusiken
Sfantu (29.04.2020, 21:29): Oh, die würde mich ebenfalls reizen!! Am liebsten als Schallplatte. Mit Erscheinungsjahr 1985 müßte sie eigentlich noch auf Vinyl heraus gebracht worden sein. Gardiner finde ich nicht für jedes Repertoire Spitze - bei diesen Barock-Sachen spielte er sich jedoch ganz ganz weit nach vorn!
tapeesa (29.04.2020, 21:37): Die Aufnahme vom Klarinettenkonzert unter Frans Brüggen lief bei mir mal häufig ;) .
Marcie (30.04.2020, 15:50):
udabonn (30.04.2020, 16:38): Eben lief
F. Ries, Sinfonien Nr. 3 und 5; Züricher Kammerorchester, Howard Griffiths
Und jetzt, nach laaanger Zeit mal wieder
Sinfonien Es-Dur KV 543 und C-Dur KV 551, Conc.gebouw, Josef Krips für meinen Geschmack ein bißchen zu behäbig :rolleyes: :ignore
Und jetzt noch
Die Nr. 95, 99 und 104
tapeesa (30.04.2020, 17:33): Schubert - Mass No. 6 in E flat major, D. 950 & Stabat Mater in G minor, D. 175 Birte Kulawik, Cornelia Rosenthal, Dorothea Craxton, Raimund Minarschik, Rolf Ehlers, Klaus Schredl Immortal Bach Ensemble, Leipziger Kammerorchester, Morten Schuldt-Jensen
Amonasro (30.04.2020, 17:46):
Gaetano Donizetti/Alphonse Royer/Gustave Vaëz: La Favorite
Alphonse XI - Anthony Michaels-Moore Léonor de Guzman - Vesselina Kasarova Fernand - Ramón Vargas Balthazar - Carlo Colombara Don Gaspar - Francesco Piccoli Inès - Abbie Furmansky Un seigneur - Lorenz Fehenberger
Chor des Bayerischen Rundfunks Münchner Rundfunkorchester, Marcello Viotti
Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (30.04.2020, 17:52): Sinfonien Es-Dur KV 543 und C-Dur KV 551, Conc.gebouw, Josef Krips für meinen Geschmack ein bißchen zu behäbig Genau DAS ist das, was ich meinte, als ich schrieb, dass die "Old School" heute oftmals nicht mehr wirklich fruchtet bei diversen Komponisten. Und Krips galt zu seiner Zeit als ebenfalls sehr anerkannter, aber anders agierender Dirigent wie z.B. Böhm. Heute dürfte uns beides nicht mehr vom Hocker reißen, da fehlt eben der Harnoncourt, Norringtton oder vielleicht der trotz älterer Generation Mackerras.
tapeesa (30.04.2020, 19:49): udabonn schrieb "für meinen Geschmack ein bißchen zu behäbig"
Das habe ich erst im Nachhinein gelesen. Ich sollte mir die von dir zu behäbig empfundene Einspielung mit Krips vielleicht anhören.
tapeesa (30.04.2020, 19:56): Die Lulu-Interpretation unter Karl Böhm, die ich neulich gehört habe, war aber nicht behäbig. Oder? Die hat mich zumindest ziemlich vom Hocker gerissen. :huh:
udabonn (30.04.2020, 20:44): Ich glaube der Vergleich, den ich noch im Ohr hatte, war für KV 551 Prague Chamber Orch. unter Ch. Mackerras. Dagegen waren Haydn mit Karl Böhm (88, 90, 92) und heute heute Eugen Jochum (95, 99, 104) alles andere als behäbig, sondern genau richtig, und die zwei sind ja fast schon "urold school" ^^ . Es kommt wohl immer auf die konkrete Aufnahme, Stück und Aufnahmezeit an. Z.B. bin ich mit manchen Finalsätzen der Schubert-Sinfonien bei Böhm und Marriner gar überhaupt nicht glücklich.
Warum höre ich eigentlich neuerdings fast jeden Abend Händel? Heute mal
Diese jüngere Aufnahme ist fast noch besser als die 1970er Decca-Produktion.
tapeesa (01.05.2020, 12:00): John Tavener & Anonymous - Darkness into Light - The Bridegroom & other works Chilingirian Quartet
tapeesa (02.05.2020, 14:33): Charles Ives - Symphony No. 3, Three Places in New England The Eastman-Rochester Orchestra, Howard Hanson
Marcie (02.05.2020, 17:55):
udabonn (02.05.2020, 17:59):
Daraus die Concerti grossi op. 6 Nr. 1-6
Und anschließend
Beides in den Aufnahmen der späten 60er und frühen 70er Jahre.
Amonasro (02.05.2020, 19:25):
Franz Schreker: Die Gezeichneten
Alviano Salvago - Heinz Kruse Carlotta Nardi - Elizabeth Connell Andrae Vitelozzo Tamare - Monte Pederson Antoniotto Adorno - Alfred Muff Lodovico Nardi - László Polgár Guidobald Usodimare - Robert Wörle Menaldo Negroni - Endrik Wottrich Michelotto Cibo - Oliver Widmer Gonsalvo Fieschi - Matthias Goerne Julian Pinelli - Kristinn Sigmundsson Paolo Calvi - Petteri Salomaa Capitaneo di Giustizia - Alfred Muff Ginevra Scotti - Marita Posselt Martuccia - Christiane Berggold Pietro - Martin Petzold
Rundfunkchor Berlin Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Lothar Zagrosek
Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (03.05.2020, 08:40):
George Antheil; Orchesterwerke Württembergische Philharmonie Reutlingen, Fawzil Haimar Serenade Nr. 1 for String Orchestra, W. 189 Serenade Nr. 2 for Orchestra The Golden Bird (Version for Orchestra) Dreams Nos. 1-9
udabonn (03.05.2020, 09:43): Den Sonntag mit einer Messe beginnen:
Und jetzt
Orgel- und Cembalokonzerte Hob. XVIII 1 5 7 8 10
Amadé (03.05.2020, 09:52):
Serenade D-Dur KV 100, Vegh ist eine gute Adresse für diese Art von Musik.
Gruß Amadé
Amonasro (03.05.2020, 12:37):
Giuseppe Verdi/Arrigo Boito: Otello
Otello - Mario Del Monaco Desdemona - Renata Tebaldi Jago - Aldo Protti Cassio - Nello Romanato Emilia - Ana Raquel Satre Lodovico - Fernando Corena Montano - Tom Krause Roderigo - Athos Cesarini Un araldo - Libero Arbace
Wiener Staatsopernchor, Wiener Kinderchor Wiener Philharmoniker, Herbert von Karajan
Gruß Amonasro
udabonn (03.05.2020, 15:09): Mit Nr. 7 und 8 hab ich alle durch
Und jetzt noch
tapeesa (04.05.2020, 11:06): Viktor Ullmann - Slawische Rhapsodie, op. 23 und Der zerbrochene Krug, op. 36 John-Edward Kelly, Roland Hermann, Claudia Barainsky, u. a. Deutsches Symphonieorchester Berlin, Gerd Albrecht
udabonn (04.05.2020, 14:21): Die Mittagspause genießen:
Weiter ging es mit
Friedrich Ernst Fesca, Sinfonien Nr. 2 und Nr. 3; NDR Radio Philharmonie, Frank Beermann.
Und jetzt von Joseph Haydn
tapeesa (05.05.2020, 16:34): César Franck: Sonata for violin and piano in A / Karol Szymanowski: Mythes op. 30 & Piesn Roksany und Kurpiowska - Trancriptions for violin and Piano: Paul Kochanski Krystian Zimerman, Kaja Danczowska
udabonn (06.05.2020, 16:00): Heute bin ich mal sehr höflich - geradezu beethövlich :rofl und huldige dem 250.
Erst nochmals
Anschließend
Und nun
Die Geschöpfe des Prometheus op. 43 in Beethovens eigenhändiger Klavierfassung. Zum Schluss dann noch ebenfalls Beethovens eigenhändige Klavierfassung der Einleitung der 7. Sinfonie - damit Liszt u.a. wissen, wie man's zu machen hat. :rolleyes:
udabonn (06.05.2020, 18:28): Gerade eben noch BWV 1014-1016 in dieser Aufnahme:
Ist bei mir ein Japan-Import, wenige Infos. Weiß jemand (von einer anderen Ausgabe oder hat die LP), auf welchem Cembalo Walcha hier spielt? Aufnahme wurde 1969 in Paris gemacht, das würde evtl. für Hemsch sprechen.
tapeesa (07.05.2020, 16:51): Hanns Eisler - Leipziger Sinfonie, rekonstruiert und vervollständigt von Tilo Medek MDR - Sinfonieorchester Leipzig, Jürgen Bruns
Amonasro (07.05.2020, 20:46):
Wolfgang Amadeus Mozart/Lorenzo Da Ponte: Il dissoluto punito ossia Il Don Giovanni
Don Giovanni - Eberhard Wächter Donna Anna - Joan Sutherland Leporello - Giuseppe Taddei Commendatore - Gottlob Frick Donna Elvira - Elisabeth Schwarzkopf Don Ottavio - Luigi Alva Masetto - Piero Cappuccilli Zerlina - Graziella Sciutti
Philharmonia Chorus & Orchestra, Carlo Maria Giulini
Gruß Amonasro
tapeesa (08.05.2020, 12:27): César Franck - Stradella Isabelle Kabatu, Marc Laho, Werner van Mechelen, Philippe Rouillon, Xavier Rouillon, Giovanni Iovino, Patrick Mignon, Roger Joakim Orchestra and Chorus of the Opéra Royal de Wallonie, Paolo Arrivabeni
tapeesa (09.05.2020, 22:57): Franz Liszt - Les Années de pèlerinage Aldo Ciccolini
Henryk Górecki: - The Polish Heart - Miserere - Polish Chamber Music - Works for String Orchestra
Marcie (10.05.2020, 18:50):
Cetay (inaktiv) (11.05.2020, 01:43): Mal wieder die von mir stark vernachlaessigte Linzer:
Wolfgang Amadeus Mozart; Sinfonie Nr. 36 C-Dur, K. 425 Philharmonia Orchestra, Emmanuel Krivine
Marcie (11.05.2020, 18:05): Mmmmmmhhh, ich kann garnicht aufhören... :thumbup:
tapeesa (12.05.2020, 13:35): - Hermann Suter - Le Laudi - Sonnengesang des Franz von Assisi - Michala Petri - Greensleeves Flötenmusik von anonymous, van Eyck, Corelli, Händel, Telemann, Couperin, Leclair, Bach, Schubert, Paganini, Brüggen, etc. etc.
emman (12.05.2020, 15:38):
Johannes Brahms Symphonie Nr. 3 F dur Op. 90 Concergebouw Orchester Amsterdam George Szell Decca mono 1951
emman (12.05.2020, 16:49): Weiter mit Peter Tschaikovsky Symphonie Nr. 4 f-moll Op.36 Wiener Philharmoniker Claudio Abbado DGG Privilege 429527-
satie (12.05.2020, 19:01): Hallo emman und willkommen im Forum!
Herzliche Grüße Satie
emman (12.05.2020, 19:25): @'Satie Besten Dank :)
Maurice inaktiv (12.05.2020, 19:44): Hallo emman und willkommen im Forum! Da schließe ich mich gleich mal an.
Wenn Du es hinkriegst, wäre ein Bild von den Aufnahmen schön, aber das ist kein Muss.
:hello
emman (12.05.2020, 22:07): @ Maurice Danke schön
emman (12.05.2020, 22:16):
Symphonie Nr. 4 c-moll, Op. 39 Christina Högman, Claes-Hákan Ahnsjö Royal Stockholm Philharmonic Orchestra Neeme Jarvi
Cetay (inaktiv) (13.05.2020, 07:22): Hallo emman, auch von mir ein Herzliches Willkommen!
Rentner auf Teneriffa - das klingt nach Traumjob. :hello
emman (13.05.2020, 19:54): @Cetay Danke schön
Hieraus: Schubert Symphonie Nr. 8 h-moll D759 Wiener Philharmoniker Otto Klemperer DGG 435327-2 1968
Eine Unvollendete, einfach souverän
emman (13.05.2020, 22:29): Zum Abschluss des Tages
Pauline Oliveros & American Voices St. George and the Dragon Hier kann ich auch sehr das Album "Deep Listening" empfehlen! Das sind Improvisationen, eine besondere Stärke von Pauline Oliveros. Sie hat ein gleichnamiges Buch geschrieben, in dem es um Musik als Meditation geht. Die Lektüre lohnt sich.
tapeesa (14.05.2020, 17:20): @Satie - "Deep Listening" ist gespeichert - dafür mag ich mir richtig Zeit nehmen. Vom Buch gibt es kein deutsche Übersetzung, oder? Vermutlich auch besser im Original zu lesen. So schön und für mich auch überraschend, auf meine Meredith Monk und Pauline Oliveros Posts Reaktion zu erhalten! Ich komme mir vor, wie in der Tiefsee. Sowie "Kapelle", "Räume" (und auch "Säulen" (Schrein)) - sind Themen, die sich schon bei Liszt / Ciccolini bewusster zeigten und hier ist es ganz zwanglos komplexer "da". Pauline Oliveros wäre ich wohl gerne mal begegnet. Musste zwar erst eine Tür aufgehen, zu ihrer Musik - aber es ist sehr ergreifend.
Höre sie den ganzen Tag schon - und zwischendurch, durch das, was der Streaming-Dienst anspült - Morton Feldman. Diese beiden Stücke haben mich besonders berührt => - Pauline Oliveros - The Roots of the Moment 6. Grains - Morton Feldman - Rothko Chapel & Why Patterns 5. Rothko Chapel 5
udabonn (14.05.2020, 17:47): Angefangen hab ich heute mit BWV 1061-1065
und jetzt BWV 1052, 1053 und 1058 plus Händel, Concerto aus Il Trionfo del Tempo e del Disinganno (1707). Rhythmisch manchmal ein bißchen unsauber, aber sie spielen wenigstens auf einer "richtigen" Orgel (ähnlich wie Paul Nicholson und das Brandenburg Consort die Händel-Orgelkonzerte, bei Hyperion).
Marcie (14.05.2020, 18:08): Die 2. Sinfonie, welche mir nicht mehr aus dem Kopf geht:
satie (14.05.2020, 19:28): @Satie - "Deep Listening" ist gespeichert - dafür mag ich mir richtig Zeit nehmen. Vom Buch gibt es kein deutsche Übersetzung, oder? Vermutlich auch besser im Original zu lesen. So schön und für mich auch überraschend, auf meine Meredith Monk und Pauline Oliveros Posts Reaktion zu erhalten! Ich komme mir vor, wie in der Tiefsee. Sowie "Kapelle", "Räume" (und auch "Säulen" (Schrein)) - sind Themen, die sich schon bei Liszt / Ciccolini bewusster zeigten und hier ist es ganz zwanglos komplexer "da". Pauline Oliveros wäre ich wohl gerne mal begegnet. Musste zwar erst eine Tür aufgehen, zu ihrer Musik - aber es ist sehr ergreifend.
Höre sie den ganzen Tag schon - und zwischendurch, durch das, was der Streaming-Dienst anspült - Morton Feldman. Diese beiden Stücke haben mich besonders berührt => - Pauline Oliveros - The Roots of the Moment 6. Grains - Morton Feldman - Rothko Chapel & Why Patterns 5. Rothko Chapel 5
Meredith Monk und auch Pauline Oliveros haben mich schon vor über 20 Jahren begeistert, und sie tun es immer noch. Beide haben einen ganz eigenen Weg gefunden. Deep Listening habe ich erst vor ein paar Jahren entdeckt, im Rahmen meines Hörprojekts (das boch lange nicht abgeschlossen sein wird) und meiner Improvisationstätigkeit. Das Buch gibt es nur auf Englisch. Ist aber nicht zu schwer zu verstehen.
Herzliche Grüße Satie
tapeesa (14.05.2020, 20:11): Meredith Monk "Dolmen Music": 1. Fear and loathing in Gotham - Gotham Lullaby 2 - 4 Education of the Girlchild - Travelling, The Tale, Biography 5. Dolmen Music
udabonn (14.05.2020, 21:20): Und als Abendmusik was Seltenes
Tripelkonzert für Flöte, Oboe d'amore, Violine nach BWV 99/125/115 Konzert A-Dur für Oboe BWV 1055 Tripelkonzert für drei Violinen nach BWV 99/125/115 Konzert D-Dur für 2 Oboen, Fagott, Violine nach BWV 42/66
emman (15.05.2020, 12:06): Seit Ewigkeit nich mehr gehört
Andréjo (15.05.2020, 13:39): Das könnte ich beides mal wieder hören nach langer Zeit, den Tschaikowsky und den Bach ...
Stattdessen jetzt - das Cover ist allerdings ein anderes:
:) Wolfgang
emman (15.05.2020, 15:50): Bei mir jetzt
01 Una cosa rara (1786) 02 L'arbore di Diana (1787) 03 L'isola del piacere (1795) 04 La capricciosa corretta (1794) 05 Il tutore burlato (La madrileña) (1775) 06 El burbero di buon cuore (1785) 07 La festa del villaggio (1798)
emman (15.05.2020, 16:09): Martin i Soler in 1785 und auf Einladung der Frau des spanischen Botschafters ging er nach Wien zum Hof des Kaisers José II, wo er sich dort niederließ und Opern komponierte über Texte von Lorenzo da Ponte, mit dem er eine große Freundschaft knüpfte, Wie Bellezza ed onestà, L'arbore di Diana oder Il burbero di buon cuore. Dort lernte er auch das Werk von Mozart und Salieri kennen.
Seine Oper "Una cosa rara" erholte sich in wenigen Jahren 55-mal und war einer seiner größten Erfolge. Tatsächlich in der Szene des Banketts, Don Giovanni singt "Bravi! bravi! Cosa rara.
Marcie (15.05.2020, 16:10):
udabonn (15.05.2020, 17:47): Heute nachmittag mal "handle with care" :D :whistling: Zuerst
CD 2 mit Händels eigenhändigen Bearbeitungen als Solo-Orgelkonzerte von op. 6 Nr. 1, 5, 6 und 10 HWV 297-300
Dann
mit eigenhändigen und zeitgenössischen Bearbeitungen, z.B. Concerto aus Judas Maccabäus, Ouvertüre zu Solomon u.a.
Und jetzt
Mit Zadok the priest mal die Nachbarschaft gleich mitbeschallt :rofl . So mit das beste Chorstück, das Händel je geschrieben hat.
Sfantu (15.05.2020, 19:29): Mit Zadok the priest mal die Nachbarschaft gleich mit beschallt. & die denken sicher: Huch!! Hat die Champions league wieder angefangen???
emman (15.05.2020, 19:35): Weiter mit Martin i Soler
emman (15.05.2020, 22:47): Zum musikalischen Tagesabschluss :
:hello
tapeesa (16.05.2020, 07:51): Mozart - Alla Turca Aldo Ciccolini
emman (16.05.2020, 09:19): Hier dreht jetzt als Frühstücksbegleitung:
:hello
Maurice inaktiv (16.05.2020, 13:17):
Anton Bruckner : Sinfonie in f-moll /Studiensinfonie 1863
Philharmonie Festiva , Gerd Schaller AD: 2015 live aus Bad Kissingen
Neuland für mich, was Orchester und Dirigent angeht. Dank JPC habe ich mich mal mit den Sinfonien Nr. 0-4 und eben diese Studiensinfonie eingedeckt.
Und ich wollte auch mal das "Mozart-Festival" unterbrechen :D
emman (16.05.2020, 13:39):
Hieraus: Pohádka léta( Fairy Tale), op. 29
:hello
Marcie (16.05.2020, 13:43): Hier läuft zum Käffchen grad:
emman (16.05.2020, 18:20): Derzeit im Player:
:hello
emman (16.05.2020, 23:12): Vor dem Schlafengehen
Gute Nacht!
:hello
Cetay (inaktiv) (17.05.2020, 03:50):
Ludwig van Beethoven; Sinfonie Nr. 9 d-Moll, op. 125 Copenhagen Phil, Lan Shui
tapeesa (17.05.2020, 08:45): Schubert Streichquintett in C-Dur op. 163, D. 956 Liveaufnahme Casals Festival, Prades, remastered Sándor Végh, Sándor Zöldy, Georges Janzer, Pablo Casals, Paul Szabo
emman (17.05.2020, 09:27): Bei mir beginnt der Tag heute mit:
:hello
emman (17.05.2020, 18:04): Gerade eingelegt:
:hello
Maurice inaktiv (17.05.2020, 18:37): Schöne Aufnahme, der Dvorak. Die GE der Sinfonien unter Pesek finde ich absolut konkurrenzfähig gegenüber der berühmteren Konkurrenz von Kubelik , Kerstesz und Neumann.
tapeesa (17.05.2020, 21:41): Richard Strauss - Der Rosenkavalier Evelyn Lear, Frederica von Stade, Ruth Welting, Jules Bastin, José Carreras Chorus of the Netherlands Opera Rotterdam Philharmonic Orchestra, de Waart
Amonasro (17.05.2020, 23:05):
Alessandro Scarlatti/Filippo Ortensio Fabbri: Sedecia, re di Gerusalemme (Oratorium, 1705)
Sedecia - Gérard Lesne Anna - Virginie Pochon Ismaele - Philippe Jaroussky Nabucco - Peter Harvey Nadabbe - Mark Padmore
Il Seminario musicale, Gérard Lesne
Gruß Amonasro
emman (17.05.2020, 23:08): Zum Abschluß des Wochenendes:
Gute Nacht!
:hello
Cetay (inaktiv) (18.05.2020, 08:23):
(Hier eine Aufnahme auf Vinyl mit einem freundlicheren Cover ) In der Tat, der Globus auf dem CD-Cover schaut wirklich grimmig drein, dabei wurde ihm seinerzeit doch gar nicht eingeheizt. :D
Cetay (inaktiv) (18.05.2020, 10:07): Ludwig van Beethoven; Sinfonie Nr. 9 d-Moll, op. 125 Copenhagen Phil, Lan Shui Diese Neunte habe ich mir am gleichen Tag nochmal angehört. Und am nächsten Morgen nochmal. Das gab es zuletzt als ich Toscaninis fulminate Einspielung aus dem Teatro Colon (24. Juli 1941) entdeckt habe.
Ein Kritiker der Gramophone kritisiert Teile des Kopenhagener Zyklus heftig. Es gäbe dafür wohl eine Anhängerschaft bei der Easy Listening Gemeinde, die ihren Beethoven temporeich und eingängig hören will; Leute denen es völlig egal ist, was genau sie da eigentlich hören. Die modischen flotten Tempi, in Verbindung mit verhungernden Notenwerten (Anti-Sostenutu) und der Überbetonung der 'Eins' würden den Rythmus verfälschen, in einem Ausmass, dass Rhythmik wie auch Phrasierung taktgebunden werden. Damit lässt er es bewenden. Dabei würde sein Job hier eigentlich beginnen. Wie wirkt sich dieser Ansatz auf die Interpretation aus? Was bedeudet das für einzelne Abschnitte und ihre Beziehung zueinander? Gibt es dadurch neue Sichtweisen auf und in das Grosse Ganze? Wie unterscheiden sich diese Erkenntnisse von den altbewährten? - Aber nein: Dieser Beethoven ist irritant und wer das gut findet, hat keine Ahnung. Das geht mir wohl nie mehr in meinen alten Schädel. Warum fordert man von neuen Aufnahmen immer wieder, sie sollen so sein, wie all die anderen, die es schon gibt?
Schwamm drüber! In meiner Ignoranz finde ich diese Neunte gleichsam elektrisierend wie behexend. Teutonischen Titanismus darf man nicht erwarten, dafür rummst es ordentlich und die farbenreiche Detailflut ist kaum aufzunehmen. Es stimmt schon, dass ich mich hier mehr von Ereignis zu Ereignis als an einem Bogen entlang hangle. Und nochmal: So What? Aufnahmen, die den grossen Bogen herausmeiseln, habe ich schon Dutzende gehört.
Moderne Streicher und Holz mit historischem Blech und Pauken, tadellos gespielt, sind fast schon Standard für solcherlei zeitgenössische Lifestyle-Interpretationen. Bleibt die bange Frage nach den singend Solierenden? Hurra, sie versauen es nicht! Die Herren vibrieren zwar, als ob sie das während dem Workout auf einem Rüttler eingesungen haben. Aber sie sind leicht und schlank, keine verirrten Ring-Helden. Und die Damen vermeiden diese an Hysterie grenzende Überkandideltheit, die mir 95% aller Neunten unanhörbar macht. Nichts zu mäkeln gibt es am Chor und klanglich ist das durchaus etwas für Audiophile.
emman (18.05.2020, 10:08): Bei mir beginnt der Tag heute mit:
:hello
emman (18.05.2020, 15:32): Und jetzt bei mir im Player:
:hello
Maurice inaktiv (18.05.2020, 17:01): Das ist übrigens die Box mit allen Sinfonien und Beigaben :
tapeesa (18.05.2020, 17:01): Antonin Dvořák - 9. Sinfonie e-moll, op. 95 - Aus der neuen Welt Tonhalle Orchester Zürich, Josef Krips
Josef Krips ist klasse - andere Umsetzung - ja - aber es geht so eine Ruhe von aus ...
Maurice inaktiv (18.05.2020, 17:07): Und wenn jemand Dvrak mag, aber die "Slawischen Rhapsodien" nicht kennt oder hat, dem sei diese Einspielung empfohlen, die es für kleines Geld gibt. Nicht irritieren lassen, es ist zwar eine ältere Naxos-Einspielung , aber einer der wirklich guten aus der Zeit. Auch technisch sind sie gut geworden.
Maurice inaktiv (18.05.2020, 17:10): Josef Krips ist klasse - andere Umsetzung - ja - aber es geht so eine Ruhe von aus ... Krips ist sowas wie der "Unbekannte" unter den Dirigenten, die bereits in der Weimarer Republik bedeutende oder beachtliche Postionen im Opernbereich hatten. Er hatte ab 1939 Berufsverbot, und konnte sich nur mit List und Tücke über die Kriegszeit in Österreich retten. 1945 war ER derjenige, der die kaputte Wiener Staatsoper zu neuem Leben erweckte, da er nicht vorbelastet war. Doch dann, 1948, jagte man ihn wieder weg. Der Spruch "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen" traf ihn besonders hart als Urwiener.
emman (18.05.2020, 19:51): Ich unterbreche das"Krips Fieber" nicht
Franz Schubert - Symphonie Nr. 9 in C-Dur D944 London Symphony Orchestra 1958 Decca Historic 425957-2
:hello
emman (18.05.2020, 20:08): Und wenn jemand Dvrak mag, aber die "Slawischen Rhapsodien" nicht kennt oder hat, dem sei diese Einspielung empfohlen, die es für kleines Geld gibt. Nicht irritieren lassen, es ist zwar eine ältere Naxos-Einspielung , aber einer der wirklich guten aus der Zeit. Auch technisch sind sie gut geworden.
Dem kann ich nur zustimmen
:hello
Amonasro (18.05.2020, 20:26):
Antonín Dvorák: Cellokonzert in b-moll op. 104
Camille Saint-Saëns: Cellokonzert in a-moll Nr. 1 op. 33
Mstislav Rostropovich (Violoncello) London Philharmonic Orchestra, Carlo Maria Giulini
Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (18.05.2020, 20:36): Ich unterbreche das"Krips Fieber" nicht
Franz Schubert - Symphonie Nr. 9 in C-Dur D944 London Symphony Orchestra 1958 Decca Historic 425957-2 Die Aufnahme ist fantastisch. Vielleicht eine der besten Einspielungen der Sinfonie überhaupt.
tapeesa (18.05.2020, 22:00): Leon Fleisher - Two Hands 2 - J. S. Bach - Schafe können sicher weiden 3 - Domenico Scarlatti - Sonate in E-Dur, K. 380 (L. 23)
G. F. Händel - Ombra mai fu / Andreas Scholl, Akademie für alte Musik Berlin
emman (19.05.2020, 08:58): zum Tagesanfang:
:hello
emman (19.05.2020, 15:47): Bei mir jetzt diese:
:hello
udabonn (19.05.2020, 15:52): Heute mal wieder Händel: Zuerst op. 6 Nr. 9-12
Und jetzt die Orgelkonzerte Nr. 13-16 Das sind die, die außerhalb von op. 4 und op. 7 stehen, finden sich eher selten in Gesamtaufnahmen.
Aufnahmedatum Anfang/Mitte der 60er Jahre, aber wohl schon auf historischen Instrumenten (Harfe von 1818, aber als Continuo-Cembalo ein Neupert :B ). Auch wenn die Spielweise noch nicht hip ist, immer wieder anhörenswert. Dass die Schola Cantorum auf historischen Instrumenten spielt, ist ausführlichst in ihrer Aufnahme der Tafelmusik von Telemann nachgewiesen.
Und danach lass ich es nochmal so richtig krachen:
Was 24 Oboen, 12 Fagotte, 9 Hörner, 9 Trompeten und dreifaches Schlagzeug so ausrichten können :times10
emman (19.05.2020, 18:56):
CD3 Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 Chorfantasie c-Moll op.80
:hello
tapeesa (19.05.2020, 21:49): Anna Netrebko - Verismo Orchestra Dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia Antonio Pappano
emman (19.05.2020, 23:11): Zum Tagesabschluß:
Gute Nacht!
:hello
tapeesa (20.05.2020, 00:58): Mahler: Sinfonie Nr. 8, Es Dur "Sinfonie der Tausend" Ileana Cotrubas, Birgit Finnilä, William Cochran, Hermann Prey, Hans Sotin Amsterdam Toonkunst Choir & Royal Concertgebouw Orchestra & Collegium Musicum Amstelodamense, Bernard Haitink
emman (20.05.2020, 09:02): Zum Tagesanfang:
:hello
emman (20.05.2020, 15:59): Und jetzt bei mir im Player:
:hello
tapeesa (20.05.2020, 19:55): Satie - 3 Gymnopédies, 3 Gnossiennes, 3 Sarabandes, 3 Sonneries de la Rose + Croix (Version for solo piano), Prélude de la porte héroïque du ciel, Pièces Froides (Set 1 "Airs à faire fuir" & Set 2 "Danses de travers") Alessandro Deljavan
Amonasro (20.05.2020, 21:56):
Caudio Monteverdi/Giovanni Francesco Busenello: L'incoronazione di Poppea
Poppea - Helen Donath Nerone - Elisabeth Söderström Ottavia - Cathy Berberian Ottone - Paul Esswood Drusilla - Rostraud Hansmann Seneca - Giancarlo Luccardi Nutrice - Maria Minetto Amalta - Carlo Gaifa Lucano - Philip Langridge
Concentus Musicus Wien, Nicolaus Harnoncourt
Allein schon wegen des Schlussduetts ist die Poppea mein Favorit unter Monteverdis Opern, auch wenn es wahrscheinlich nicht von ihm stammt.
Gruß Amonasro
emman (20.05.2020, 23:10): Zum Tagesabschluß:
Gute nacht!
:hello
Maurice inaktiv (20.05.2020, 23:27): Hallo, Emman !!
Du hörst tolle Sachen. Ich freue mich, dass Du auch McEwen kennst und anhörst.
:thanks :hello
tapeesa (21.05.2020, 00:48): Gustav Mahler - Sinfonien 1 & 9 Oslo Philharmonic Orchestra, Mariss Jansons Live Konzertmitschnitt
Gustav Mahler - Sinfonie Nr. 9 Leonard Bernstein
emman (21.05.2020, 08:54): Ich höre derzeit:
:hello
emman (21.05.2020, 15:40): Und jetzt eine meiner Lieblings CD¨s
:hello
udabonn (21.05.2020, 16:08): Zuerst die dritte Sinfonie
und gerade jetzt daraus CD 1 Trauerkantate WoO 87 und Kantate auf die Erhebung ... WoO 88
Marcie (21.05.2020, 16:53):
emman (21.05.2020, 18:54): Angeregt durch Marcie:
:hello
Amonasro (21.05.2020, 20:53):
Henry Purcell/Nahum Tate: Dido and Aeneas
Dido - Susan Graham Aeneas - Ian Bostridge Belinda - Camilla Tilling Second Woman - Cécile de Boever Sorceress - Felicity Palmer Spirit - David Daniels A Sailor - Paul Agnew
European Voices Le Concert d'Astrée, Emmanuelle Haïm
Gruß Amonasro
emman (21.05.2020, 23:07):
:hello
emman (22.05.2020, 09:26): Hier dreht jetzt als Frühstücksbegleitung:
:hello
tapeesa (22.05.2020, 10:23): Frederick Delius - Florida Suite & Over the Hills and Far Away English Northern Philharmonia, David Lloyd-Jones
Amonasro (22.05.2020, 10:48):
Antonio Vivaldi:
Cellokonzerte RV 411/412, 418, 424, 413, 401
Heinrich Schiff (Cello) Denis Vigay (Cello, Continuo) Ian Watson (Cembalo, Continuo)
Academy of St Martin in the Fields, Iona Brown
Cellosonaten RV 45 & 46
Heinrich Schiff (Cello) Ton Koopman (Cembalo) Jaap ter Linden (Cello, Continuo)
Gruß Amonasro
emman (22.05.2020, 13:04):
:hello
emman (22.05.2020, 17:12):
:hello
Amonasro (22.05.2020, 22:08):
Gioachino Rossini/Felice Romani: Aureliano in Palmira
Aureliano - Juan Francisco Gatell Zenobia - Silvia Dalla Benetta Arsace - Marina Viotti Publia - Ana Victória Pitts Oraspe - Xiang Xu Licinio - Zhiyuan Chen Gran Sacerdote - Baurzhan Anderzhanov
Camerata Bach Choir, Poznan Hammerklavier: Fabio Maggio Virtuosi Brunenses, José Miguel Pérez-Sierra
Gruß Amonasro
tapeesa (22.05.2020, 23:47): Helmut Lachenmann - Piano Music - daraus vor allem 5 variations over a theme of F. SchubertRoland Keller
Schubert - an introduction, ein paar der 36 Originaltänze, Op. 9 D 365 Gil Shaham, Göran Söllscher
udabonn (23.05.2020, 14:20): Heute beim Radeln mal den Sinfonie gewordenen Albtraum ...
eine der m.E. besten Aufnahmen (neben Munch und Solti; Maazel bei Telarc war mir zu technisch und kalt)
Und jetzt zur Einstimmung auf die Bundesliga :P Haffner und "Linzer"
emman (23.05.2020, 16:38): Angeregt durch Udabonn:
Hector Berlioz: Sinfonie fantastique op.14 Conservatoire Orchester Paris Ataulfo Argenta 1957 Meine CD hat allerdings ein anderes Cover. Decca The Classic Sound 452 305-2
Ich würde gerne wissen, warum in einigen meiner Posts die Covers verschwunden sind
:hello
emman (23.05.2020, 18:01): Weiter mit Berlioz
Hector Berlioz: Harold en Italie Yehudi Menuhin Philharmonia Orchestra Colin Davis 1962 Meine CD hat allerdings ein anderes Cover. Emi Studio 7 635530 2
:hello
Maurice inaktiv (23.05.2020, 19:24): Ich würde gerne wissen, warum in einigen meiner Posts die Covers verschwunden sind Äh, ich sehe die Cover hier noch von Dir. Sie sind teilweise sehr groß ausgefallen. Du kannst die hier noch mal bearbeiten, dann werden sie kleiner und sind besser erkennbar. Etwa, es hier dann anklicken, dann sollte sich "eingestrichelt" das Cover von Unten Rechts aus verkleinern lassen. Hilft das weiter?
emman (23.05.2020, 20:03): Ich würde gerne wissen, warum in einigen meiner Posts die Covers verschwunden sind Äh, ich sehe die Cover hier noch von Dir. Sie sind teilweise sehr groß ausgefallen. Du kannst die hier noch mal bearbeiten, dann werden sie kleiner und sind besser erkennbar. Etwa, es hier dann anklicken, dann sollte sich "eingestrichelt" das Cover von Unten Rechts aus verkleinern lassen. Hilft das weiter? Besten dank für den Hinweis.
Maurice inaktiv (23.05.2020, 20:38): Besten dank für den Hinweis. Kein Problem. Gerne.
emman (23.05.2020, 22:38): Zum Tagesabschluß
Anton Bruckner Symphonie Nr. 2 c-Moll Royal Concertgebouw Orchester Ricardo Chailly October 1991
:hello
tapeesa (24.05.2020, 09:02): Hier dann Larry Adler "klassisch":
Larry Adler in Concert
1 Romanian rhapsody no. 1 / Enescu ; arr. T. Duncan 2 Rhapsody in blue / Gershwin ; arr. Robert Russell Bennett 3 "Carmen" fantasy / Bizet ; arr. Adler ; orch. Akister 4 Bolero / Ravel ; arr. Branga 5 Spanish dance. / Granados ; arr. Adler ; orch. Yates 6 Jamaican rumba / Benjamin 7 Porgy and Bess. It ain't necessarily so / Gershwin 8 Roumanian fantasy / Chagrin 9 - 11 Harmonica concerto / Benjamin 12 Romance for harmonica with strings and pianoforte / Vaughan Williams
1 - 6 & 8 Pro Arte Orchestra, Eric Robinson 7 Gerald Moore 9 - 11 London Symphony Orchestra, Basil Cameron 12 - BBC Symphony Orchestra, Sir Malcolm Sargent
Aufnahmen von 1957, Watford Town Hall, 21. 10. 1952, No. 3 Studio, Abbey Road, London, sowie 20. 10. 1952 und August 1953, No. 1 Studio, Abbey Road _____
Mir macht Mundharmonika gerade große Freude, auch wenn man das noch nicht spielen nennen kann. Aber mit Schwerpunkt "Folk". ( Im Kopf noch erweitert Blues, Jazz. )
Jetzt noch Benny Goodman und Klassik: Clarinet recital - Mozart, Bartok, Debussy, Brahms, Beethoven
emman (24.05.2020, 10:21): Guten Morgen
Angeregt durch Tapeesa:
Mozart Klarinettenkonzert A-dur KV622 Benny Goodmann Boston SO - Charles Munch Aufgenommen 9.7.1956 RCA Read Seal RD85275
:hello
udabonn (24.05.2020, 11:11): Heute beginnt mein Tag mit einem Bach-Schüler
Maurice inaktiv (24.05.2020, 12:24): Mir macht Mundharmonika gerade große Freude, auch wenn man das noch nicht spielen nennen kann. Aber mit Schwerpunkt "Folk". ( Im Kopf noch erweitert Blues, Jazz. ) Ich kenne sie auch teilweise im tradtionellen Jazzbereich. Zwei Kollegen von mir spielen sie dort hin und wieder als "Zweitinstrument". Es ist bei der MH aber insgesamt besser bestellt als etwa mit Akkordeon. Letzteres hat nur wenig wirklich gute Jazzer herausgebracht (Art van Damme wäre einer davon). Das Akkordeon hatte vor allem in Europa eine gewisse Tradition, vor allem in Frankreich und Deutschland nach dem Kriege. In Deutschland konnte man damit auch an den Tischen spielen, wenn man etwa in den Biergärten "gejazzt" hat. Meist musste ein Pianist es erlernen, da er schlecht sein Klavier mit ins Publikum nehmen konnte.
Als einen Musiker, der sogar die "chromatische Mundharmonika" gespielt hat, wurde der Drummer (!!) Wilbur Kirk in der Band von Wilbur de Paris Mitte der 1950-er Jahre bekannt.
emman (24.05.2020, 14:06): Weiter mit Mozart
Hieraus: KV216, KV218 und KV219 Artur Grumiaux LSO - Colin Davis Aufgenommen: KV216 und KV219 Nov. 1961 KV218 April 1962
:hello
Amonasro (24.05.2020, 21:10):
Alban Berg: Lulu
Lulu - Teresa Stratas Gräfin Geschwitz - Yvonne Minton Theater-Garderobiere/Gymnasiast/Groom - Hanna Schwarz Medizinalrat/Schigolch/Polizeikommissär - Toni Blankenheim Maler/Neger - Robert Tear Dr. Schön/Jack the Ripper - Franz Mazura Alwa - Kenneth Riegel Tierbändiger/Rodrigo - Gerd Nienstedt Prinz/Kammerdiener/Marquis - Helmut Pampuch Theaterdirektor/Bankier - Jules Bastin Fünfzehnjährige - Jane Manning Mutter - Ursula Boese Kunstgewerblerin - Anna Ringart Journalist - Claude Meloni Diener - Pierre-Yves Le Maigat
Orchestre de l'Opéra de Paris, Pierre Boulez
Gruß Amonasro
tapeesa (25.05.2020, 12:29): Das Akkordeon hatte vor allem in Europa eine gewisse Tradition, vor allem in Frankreich und Deutschland nach dem Kriege. In Deutschland konnte man damit auch an den Tischen spielen, wenn man etwa in den Biergärten "gejazzt" hat. Meist musste ein Pianist es erlernen, da er schlecht sein Klavier mit ins Publikum nehmen konnte. Ich mag gerne, wenn du aus deinem Erfahrungsschatz erzählst. Das Gesellige und "Bewegliche" fasziniert mich auch an beiden Instrumenten. Als einen Musiker, der sogar die "chromatische Mundharmonika" gespielt hat, wurde der Drummer (!!) Wilbur Kirk in der Band von Wilbur de Paris Mitte der 1950-er Jahre bekannt. Danke dir für die Info, auch die zu Art van Damme. __________
Hier jetzt:
Franz Schubert - Trio in Es-Dur für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 2, D 929 (op. 100) ungekürzte Fassung Altenberg Trio Wien, Live-Aufnahme / Mozarteum Salzburg
Maurice inaktiv (25.05.2020, 13:24): Danke dir für die Info, auch die zu Art van Damme. __________ Kein Problem. Danke auch. Es gab noch einige andere Musiker, etwa die beiden Pianisten Pete Jolly und Marty Paich (der auch ein exzellenter Arrangeur war) an der Westküste in den 1950-er Jahren.
Bei der Mundharmonika muss man auch Toots Thielemans nennen, der Cool Jazz, also "modernen Jazz" darauf exzellent spielen konnte, und etwa mit Benny Goodman spielte. Er war ursprünglich Gitarrist gewesen, und auch darin weiterhin tätig.
Zum Akkordeon habe ich noch einige Angaben nachgelesen: Charles Melrose spielte 1930 ein frühes Solo auf diesem Instrument, Buster Moten , der Bruder von Billie Moten, spielte es etwas später in Kansas City hin und wieder, Joe Mooney war quasi DER Swing-Akkordeon-Spieler gewesen, Mat Mathews und Art van Damme kamen einen Ticken später. Dann gab es eben Pete Jolly und Marty Paich, doch alle weiteren Spieler kamen viel später im Bereich des Tangoos und der lateinamerikanischen Musik über das Bandoneon auf.
Es gab und gibt noch eine Art "Zwitter" in der Cajun-Music aus New Orleans. Diese Musik ist ein Stil-Misch-Masch aus Folk, Irish Music und Jazz, vereinfacht ausgedrückt. Diese Musik wird noch in England sehr gepflegt und bei uns gibt es ebenfalls eine nicht so kleine Fangemeinde dafür. Ich selbst hatte mal auf einer Session mit einer solchen Band gespielt, das waren exzellente Musiker, aber ist nicht mein Ding.
tapeesa (25.05.2020, 21:48): @Maurice André - Cajun ist mir nicht detailliert, aber durch einen Auftritt einer Gruppe bei einem Fest ein Begriff. Habe vorhin in Einiges von dir Erwähntes kurz hinein gehört - Thielemans neulich schon - mit der Feststellung, dass eine große Kluft zwischen dem, was ich gerne höre und gerne spiele(n können würde) liegt X/ ______
Johannes Brahms - Sonata per clarinetto e pianoforte, Op. 120, No. 2 Paul Hindemith - Sonata per clarinetto e pianoforte Gerald Finzi - Cinque bagatelle, op. 23 Michele Mangani - Pagina d'album
Pietro Tagliaferri, Klarinette Siro Saracino, Pianoforte
Amonasro (25.05.2020, 22:01):
Hector Berlioz:
Symphonie fantastique op. 14
Tristia op. 18
The Cleveland Orchestra & Chorus, Pierre Boulez
Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (25.05.2020, 22:34): Cajun ist mir nicht detailliert, aber durch einen Auftritt einer Gruppe bei einem Fest ein Begriff. Habe vorhin in Einiges von dir Erwähntes kurz hinein gehört - Thielemans neulich schon - mit der Feststellung, dass eine große Kluft zwischen dem, was ich gerne höre und gerne spiele(n können würde) liegt Okay. Letzteres ist aber völlig normal. Natürlich hat jeder Musiker - egal, ob angehender oder bereits lange spielender Musiker - gewisse Hörgewohnheiten (die auch total unterschiedlich sein können), aber letzten Endes soll man das machen was man gerne spielen möchte, aber auch spielen kann. da besteht nämlich oft eine gewisse Kluft.
emman (25.05.2020, 22:59):
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 4 Es-Dur Wiener Symphoniker Volkmar Andrae Orfeo C 229901 A Aufgenommen: 19. Januar 1953
:hello
Cetay (inaktiv) (26.05.2020, 02:32):
Gustav Holst; The Planets, op. 32 Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, Roger Norrington
Bei Norrington ist dieser viel geschundene Schinken weitgehend in sicheren Handen, allerdings möchte man ihm beim Mars (7:59 Min) gelegentlich in den Allerwertersten treten. Das gilt freilich für alle Aufnahmen, die ich gehört habe, ausser der mit dem Komponisten am Pult. Der hat seinerzeit ein ganz anderes Tempo (6:13 Min) angeschlagen und das ist dann ein völlig anderes Stück.
tapeesa (29.05.2020, 15:03): Matthieu Saglio - el camino de los vientos daraus: Bolero triste Akkordeon (Vincent Peirani), Gitarre (Ricardo Esteve), Cello (Matthieu Saglio)
emman (29.05.2020, 15:28):
:hello
emman (29.05.2020, 19:12):
:hello
tapeesa (30.05.2020, 10:27): Puccini - Madama Butterfly, Highlights Anna Moffo, Cesare Valletti, Rosalind Elias, Renato Cesari Rome Opera, Orchestra and Chorus, Erich Leinsdorf
udabonn (30.05.2020, 12:40): Zuletzt mal das sinfonische Werk F. Schuberts in unterschiedlichen Einspielungen am Stück durchgehört: Sinfonie 1 und 2 Berliner Philh unter Böhm Sinfonie 3 und 4 Chamb Orch Europe unter Abbado Nr. 5 und 6 ASMIF unter Marriner Sinf. Fragm. D 615 und 708A ASMIF unter Marriner Sinf 7 e-moll/E-Dur D 729 ASMIF unter Marriner Sinf. Nr. 8 h-moll vervollst. Newbould ASMIF unter Marriner Sinfonie 9 Tonhalle Orch unter Zinman (mit der Aufnahme ist die 9. für mich wieder anhörbar geworden) Sinfonie 10 rekonstr. Newbould ASMIF unter Marriner Grand Duo D 812 orch. J. Joachim Chamb Orch Europe unter Abbado Fantasie f-moll D 940 orch. van Otterloo Nederlands Radio Orch unter Thierry Fischer Streichquartett "Tod und Mädchen" D 810 orch. ?, Buffalo Phil. Orch unter Ann-Jo Falletta
Und jetzt grad
emman (30.05.2020, 12:50): Bei mir jetzt diese:
:hello
tapeesa (30.05.2020, 21:09): Alan Hovhaness - Sinfonie Nr. 48, Eastern Music Festival Orchestra, Gerard Schwarz
Amadé (30.05.2020, 21:25):
Gruß Amadé
emman (30.05.2020, 22:25):
Aufgenommen November 1960
:hello
emman (31.05.2020, 09:45):
:hello
tapeesa (31.05.2020, 17:05): Prokofiev: Lieutenant Kijé Suite / Andante / Osenneye / Wedding Suite / the Tale of the Stone Flower (Excerpts) Scottish National Orchestra, Neeme Järvi daraus vor allem die Lieutenant Kijé Suite und The Tale of the Stone Flower
Amadé (31.05.2020, 17:12):
2. Cellosonate F-Dur op.99, wow! Ein Cellist solchen Kalibers vermisse ich heute-
Gruß Amadé
emman (31.05.2020, 17:34):
Hieraus: Symphonie Nr. 4 Federica von Stade, Mezzosopran Wiener Philharmoniker Claudio Abbado Aufgenommen Mai 1977
:hello
tapeesa (31.05.2020, 18:30): Modest Mussorgsky - A Night on the Bare Mountain Zoltán Kodály - Háry János Suite Sergei Prokofiev - Lieutentant Kijé Suite
London Philharmonic Orchestra, Klaus Tennstedt
emman (31.05.2020, 23:09): Zum Abschluß des Wochenendes:
Gute Nacht! :hello
emman (01.06.2020, 09:25): Bei mir gibt’s jetzt Klarinettenklänge
:hello
tapeesa (01.06.2020, 10:03): Richard Strauss - Tone Poems - Also sprach Zarathustra, op. 30, 1 - 8 (Don Juan, Till Eulenspiegels lustige Streiche - Ein Heldenleben, Tod und Verklärung) Philadelphia Orchestra, Wolfgang Sawallisch (Tod und Verklärung mit dem London Philharmonic Orchestra und Klaus Tennstedt)
Auf dieser CD ohne das Nachtwandlerlied in "Also sprach Zarathustra".
emman (01.06.2020, 18:35):
:hello
tapeesa (02.06.2020, 18:14): Libby Larsen - Deep summer music, Solo Symphony, Marimba Concerto after Hampton John Kinzie - Marimba Colorado Symphony Orchestra, Marin Alsop
emman (02.06.2020, 19:04):
:hello
emman (02.06.2020, 23:25): Zum Abschluss des Abends
Gute Nacht!
:hello
tapeesa (03.06.2020, 00:49): Lili Boulanger - Nocturne and Cortège Rebecca Clarke - daraus: Passaglica on an old English tune, Lullaby, Lullaby on an ancient Irish tune, I'll bid my heart be still
Dir auch eine gute Nacht, liebe @emman ( danke ).
Amonasro (03.06.2020, 13:32):
Igor Strawinsky:
L'Oiseau de feu (Suite) Jeu de cartes* Apollon musagète
The Cleveland Orchestra* Royal Concertgebouw Orchestra, Riccardo Chailly
Gruß Amonasro
emman (03.06.2020, 19:23):
:hello
emman (03.06.2020, 23:28): Vor dem Schlafengehen noch etwas Rachmaninov
Gute Nacht! :hello
tapeesa (04.06.2020, 00:37): John Cage - Litany for the Whale Theatre of Voices, Paul Hillier
tapeesa (04.06.2020, 17:51): Rautavaara - Anadyomene, oder "Adoration of Aphrodite" - Flötenkonzert, op. 63, "Dances with the winds" (Flöte: Patrick Gallois) On the last frontier (Finnish Philharmonic Choir) Helsinki Philharmonic Orchestra, Leif Segerstam
und hieraus, immer mal wieder -
John Cage - Two² for 2 pianos The Number Pieces 5 Rob Haskins, Laurel Karlik Sheehan
emman (04.06.2020, 18:10):
:hello
tapeesa (04.06.2020, 21:27): American Compositions von Bernstein, Copland, William Schumann, Gershwin, Barber New York Philharmonic (André Kostelanetz), Boston Symphony (Aaron Copland), The Philadelphia Orchestra (Eugene Ormandy), Columbia Symphony (Leonard Bernstein), The Cleveland Pops Orchestra (Louis Lane)
William Schumann - The Witch of Endor
1 Judith, Choreographic Poem (Judith / Holofernes) 2 Night Journey (Ödipus' Geschichte aus Jokastes Sicht) 3 - 7 The Witch of Endor, Part I - V (Begegnung zwischen Saul und dem "Weib mit Wahrsagegeist" von Endor)
Boston Modern Orchestra Project, Gil Rose
emman (04.06.2020, 23:26):
Gute Nacht! :hello
emman (05.06.2020, 08:51): Gerade eingelegt:
:hello
emman (05.06.2020, 19:15): Bei mir jetzt:
Joseph Haydn Symphonie D-dur Hob. I: 104 "Londoner Symphonie" Wolfgang Amadeus Mozart Symphonie Nr. 39 Es-dur KV543 Berliner Philharmoniker Wilhelm Furtwängler DGG Dokumente 427776-2
Kein Cover gefunden
Marcie (05.06.2020, 20:57): Ich kann den Tippgebern hier im Forum garnicht genug danken!!
tapeesa (05.06.2020, 22:56): Wagner - Orchestermusik aus dem Ring des Nibelungen Buffalo Philharmonic Orchestra, JoAnn Falletta
emman (05.06.2020, 23:09):
Wagner - Orchestermusik aus dem Ring des Nibelungen Buffalo Philharmonic Orchestra, JoAnn Falletta
Das war es dann mit meinem Wagner-Widerstand. Schönes Cover. Rakotzbrücke (Kromlau)
emman (05.06.2020, 23:15): Hier dreht jetzt:
:hello
tapeesa (06.06.2020, 01:20): Rakotzbrücke (Kromlau) - bestimmt schön vor Ort zu sehen!
Wagner - Arien aus dem Tannhäuser Richard Strauss - Vier letzte Lieder, u. a. Lise Davidsen Philharmonia Orchestra, Esa-Pekka Salonen
emman (07.06.2020, 11:36): Bei mir jetzt diese:
:hello
tapeesa (07.06.2020, 13:03): Richard Wagner - Der fliegende Holländer Christiane Libor, David Pittman Jennings, Endrik Wottrich, Ewa Marciniec, Hans Sotin, Ryszard Minkiewicz Warschauer Philharmonie und Philharmonischer Chor, Antoni Wit
Amonasro (07.06.2020, 22:56):
Gioachino Rossini: Streichersonaten Nr. 1-6
Academy of St Martin in the Fields, Neville Marriner
Gruß Amonasro
Marcie (08.06.2020, 07:55):
Gioachino Rossini: Streichersonaten Nr. 1-6
Academy of St Martin in the Fields, Neville Marriner
Gruß Amonasro Hoppla, die hatte ich mir auch schon bei JPC vorgemerkt. Lohnt?
Andréjo (08.06.2020, 11:24): Da mische ich mich mal schnell ein: Diese Einspielung der Streicherserenaden von Rossini gilt als Referenz, wohl auch klanglich. Ich besitze sie noch auf LP. Die Musik ist vom Stil her klassizistisch und auf jeden Fall kurzweilig, schwungvoll, eingängig. Da machst Du nichts falsch, Marcie!
:) Wolfgang
Marcie (08.06.2020, 12:08): Da mische ich mich mal schnell ein: Diese Einspielung der Streicherserenaden von Rossini gilt als Referenz, wohl auch klanglich. Ich besitze sie noch auf LP. Die Musik ist vom Stil her klassizistisch und auf jeden Fall kurzweilig, schwungvoll, eingängig. Da machst Du nichts falsch, Marcie!
:) Wolfgang Somit vom Merkzettel in den Einkaufskorb gewandert! :thumbup:
Amonasro (08.06.2020, 23:43): Da mische ich mich mal schnell ein: Diese Einspielung der Streicherserenaden von Rossini gilt als Referenz, wohl auch klanglich. Ich besitze sie noch auf LP. Die Musik ist vom Stil her klassizistisch und auf jeden Fall kurzweilig, schwungvoll, eingängig. Da machst Du nichts falsch, Marcie!
:) Wolfgang Das kann kann ich so unterschreiben. Rossini hat die Sonaten als Jugendlicher komponiert, und sie klingen mehr nach Klassik als Romantik. Kurzweilig sind sie allemal, man darf sich aber keine Achterbahnfahrt wie bei seinen Ouvertüren erwarten. Die Rossini-typischen Crescendi sucht man hier noch vergebens. Ursprünglich sind die Sonaten nicht für Streichorchester, sondern für ein Quartett (2 Violinen, Cello & Kontrabass) komponiert. Die Doppel-CD enthält als Füller ein Streichquartett von Donizetti (in Streichorchester-Fassung), eine Etüde für Horn & Orchester von Cherubini und ein Oboenkonzert von Bellini.
Gruß Amonasro
Marcie (09.06.2020, 08:39):
udabonn (09.06.2020, 10:23): Mein Tag beginnt mit
Daraus die 2. Sinfonie D-Dur op. 36
tapeesa (09.06.2020, 12:08): Händel - 1 - Keyboard Suite in D Minor, HWV 437: III. Sarabande (Orch. Hale) Academy of St. Martin in the Fields, Alexander Briger
udabonn (09.06.2020, 15:44):
Daraus CD 1 mit Gallimathias musicum und Cassation KV 99
emman (10.06.2020, 20:53): Ich hörte bis gerade eben:
Hieraus: Symphonie Nr. 3
:hello
Amonasro (10.06.2020, 22:58):
Hector Berlioz: Les Troyens
Énée - Michael Spyres Cassandre - Marie-Nicole Lemieux Didon - Joyce DiDonato Chorèbe - Stéphane Degout Panthée - Philippe Sly Narbal - Nicolas Courjal Iopas - Cyrille Dubois Ascagne - Marianne Crebassa Anna - Hanna Hipp Hylas/Hélénus - Stanislas de Barbeyrac Priam - Bertrand Grunenwald Un Soldat/Un Chef grec - Richard Rittelmann L'Ombre d'Hector/Le dieu Mercure - Jean Teitgen Sentinelle I - Jérôme Varnier Sentinelle II - Frédéric Caton Hécube - Agnieszka Sławińska
Les Chœurs de l'Opéra national de Rhin, Badischer Staatsopernchor, Chœur phiharmonique de Strasbourg Orchestre philharmonique de Strasbourg, John Nelson
Gruß Amonasro
Maurice inaktiv (11.06.2020, 07:08): Ich hörte bis gerade eben:
Hieraus: Symphonie Nr. 3 Das ist wirklich eine tolle GE der Dvorak-Sinfonien. Ich bevorzuge sie z.B. der Kubelik/DGG-Einspielungen, sie sind aber auch etwas jünger und klangtechnisch schon wieder eine Stufe besser als jene aus den 1970-er Jahren.
emman (11.06.2020, 09:57): Angeregt durch Amadé:
:hello
tapeesa (11.06.2020, 11:30): Henryk Wieniawski - Pieces for Violin Solo, Two Violins and Violin with Piano Konstanty Andrzej Kulka, Bartłomiej Nizioł, Piotr Plawner, Daniel Stabrawa, Elzbieta Stabrawa, Andrzej Tatarski
Marcie (11.06.2020, 17:05): Die 2. Sinfonie. Warum wird so etwas Tolles nicht Konzerthäusern gespielt?
udabonn (11.06.2020, 17:26): Begonnen hat mein Tag mit Nr. 98 B-Dur mit dem berühmten "National Anthem"-Adagio
Jetzt höre ich Erich Kleibers letztes Konzert (Weber und Mozart): https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-konzert/konzertplayer-klassik-kammerkonzert-106~_tag-03062020.html (noch bis 3.7. in der Mediathek)
Marcie (12.06.2020, 20:24): Das prächtige, wunderschöne 3. :down
tapeesa (13.06.2020, 13:54): Edvard Grieg - Piano Concerto | Lyric Pieces Javier Perianes BBC Symphony Orchestra, Sakari Oramo
emman (13.06.2020, 16:08): Derzeit im Player:
:hello
udabonn (15.06.2020, 16:26): 3. Sinfonie op. 90. In der 1962er Aufnahme ist ein bißchen mehr Feuer drin als in denen aus 1977 und 1984.
Maurice inaktiv (15.06.2020, 16:31): 3. Sinfonie op. 90. In der 1962er Aufnahme ist ein bißchen mehr Feuer drin als in denen aus 1977 und 1984. Ja, stimmt. Wobei ich noch die Decca-Einspielungen besitze. Wobei ich die letzten Einspielungen doch außerordentlich traumhaft geworden sind. Mit einer erstaunlichen Tiefe, Reife und Altersweisheit versehen, mit der Ruhe einer jahrzehntenlangen Erfahrung mit diesen Werken. Bei Brahms war er irgendwie immer in seinem Element, der verehrte Herr von Karajan.
emman (15.06.2020, 18:14): Angeregt durch Udabonn und Maurice André:
:hello
Maurice inaktiv (15.06.2020, 18:25): Angeregt durch Udabonn und Maurice André: Eine tolle CD !! Viel Spaß beim Anhören.
tapeesa (16.06.2020, 16:08): Carl Nielsen - Symphony No. 4, op.29 - The Inextinguishable Alexander Scriabin - Le Poème de L'Exstase, op.54 Los Angeles Philharmonic Orchestra, Zubin Mehta
emman (16.06.2020, 19:12):
:hello
tapeesa (16.06.2020, 20:26): Giovanni Battista Pergolesi - Stabat Mater, Laudate pueri Dominum, Confitebor tibi Julia Lezhneva, Philippe Jaroussky Coro della Radiotelevisione svizzera, I Barocchisti - Diego Fasolis
udabonn (17.06.2020, 16:52): Zu Brahms: Die Wiener Aufnahmen fehlen mir noch in meiner Sammlung. Da gibts keine gescheite Zusammenstellung der 1. und 3. Und als mp3-Download fehlt meist ein Satz weil er zu lang ist ... :B
emman (17.06.2020, 18:04):
:hello
Nicolas_Aine (17.06.2020, 23:34):
aus dieser Neuerwerbung läuft grad so einiges querbeet. Das Violinkonzert und die 3. Sonate von Brahms, Sibelius VK, gleich ein VK von einem Richard Flury (?), mal sehen auf was ich dann noch Lust hab. Das ist tatsächlich meine erste Begegnung mit Kulenkampff, bisher lässt es mich ziemlich kalt, mal sehen, ob sich das noch ändert.
Sfantu (18.06.2020, 12:40): gleich ein VK von einem Richard Flury (?) Flury (1896 bis 1967) war bis weit in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein ein musikalisches Unikum, ein ewig Gestriger, ja beinahe ein Stil-Kopist. Das hat einen speziellen Reiz & er pflegt einen geschmackvollen Stil - aber ja, er ist halt Jahrzehnte hinter dem Zeitstrom zurück.
tapeesa (18.06.2020, 15:36): Philip Glass - Satyagraha, Act 3, Conclusion + Metamorphosis + Mad Rush John Cage - A Room: from she is asleep + Dream Bruce Brubaker
udabonn (18.06.2020, 16:14):
Die ursprünglich bei Hänssler erschienene Edition, heute mal die Wassermusik, ASMIF unter Sir N. Marriner (op. 3 und op. 6 dirigiert Iona Brown)
Heut morgen schon
Daraus op. 4 Nr. 1-3
satie (18.06.2020, 16:17):
Philip Glass - Satyagraha, Act 3, Conclusion + Metamorphosis + Mad Rush John Cage - A Room: from she is asleep + Dream Bruce Brubaker Spielt er "A Room" mit Präparation oder ohne? Das macht bei dem Stück (das beides zulässt) einiges aus.
emman (18.06.2020, 17:47):
:hello
tapeesa (18.06.2020, 18:40): Spielt er "A Room" mit Präparation oder ohne? Ohne. Das macht bei dem Stück (das beides zulässt) einiges aus. Kann man wohl sagen - ich habe Augen und Ohren gleichzeitig aufgerissen ;) Würde fast sagen nicht nur "Einiges" sondern "vice versa". :thanks
Mir ist die Welt der "präparierten Version" vertrauter. Brubaker ein guter Gegenpol.
Neben mir liegt das Buch: "Tosende Stille". Die Cage-Biographie von David Revill - da steht ein wenig dazu - braucht Zeit genauer zu schauen - habe auch noch nicht ganz durchblickt, was wohin gehört ( A Room und She is asleep) -
____
The 25-Year Retrospective Concert of the Music of John Cage
Marcie (18.06.2020, 19:02):
satie (18.06.2020, 20:37):
Neben mir liegt das Buch: "Tosende Stille". Die Cage-Biographie von David Revill - da steht ein wenig dazu - braucht Zeit genauer zu schauen - habe auch noch nicht ganz durchblickt, was wohin gehört ( A Room und She is asleep) - Als Ergänzung dazu unbedingt zu empfehlen:
tapeesa (19.06.2020, 01:35): Donaueschinger Musiktage 2002 CD 3 2 - Bernhard Lang - Differenz / Wiederholung 7 für großes Orchester und Loop-Generator Experimentalstudio des SWR, Freiburg, SWR Sinfonieorchester Baden Baden und Freiburg, Sylvain Cambreling 3 - Chaya Czernowin - Maim Zarim, Maim Gnuvim (hebr.: fremdes Wasser, gestohlenes Wasser), für Großes Orchester, Tubax, Solisten-Quintett und Live-Elektronik Seth Josel, Peter Veale, Mary Oliver, Rico Gubler, John Mark Harris, Experimentalstudio des SWR, Freiburg, SWR Sinfonieorchester Baden Baden und Freiburg, Sylvain Cambreling
udabonn (19.06.2020, 11:31): Begonnen hat der Tag mit op. 4 Nr 4-5 und op. 7 Nr 1
Gerade verklungen
die erste und die dritte Sinfonie in einer sehr gelobten Aufnahme der ASMIF unter Sir N. Marriner
Und nun Sibelius, Valse triste und Finlandia
emman (19.06.2020, 12:28): Derzeit im Player:
Symphonie Nr.1 e-moll Boston SO - Colin Davis
:hello
Nicolas_Aine (19.06.2020, 23:36): gleich ein VK von einem Richard Flury (?) Flury (1896 bis 1967) war bis weit in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein ein musikalisches Unikum, ein ewig Gestriger, ja beinahe ein Stil-Kopist. Das hat einen speziellen Reiz & er pflegt einen geschmackvollen Stil - aber ja, er ist halt Jahrzehnte hinter dem Zeitstrom zurück. https://richardflury.ch/inhalt/pages/stiftung.php
danke für die Infos! Ich war mit Blick auf die Lebensdaten gespannt vor dem ersten Hören. Leider bin ich noch nicht zu einem zweiten Durchhören gekommen, aber dass er, nennen wir es mal altmodisch, war, lässt sich nicht überhören :D Ich hatte einige Assoziationen mit dem 1. VK von Bruch, mit dem es - innerhalb der Box - auch gekoppelt ist.
Insgesamt muss ich sagen, dass mich die ganze Box nicht vom Hocker haut. Es gibt ein paar Lichtblicke, z.B. die Kreutzersonate (wobei das eher am Pianisten, Solti, liegt...), aber ich glaube, ich werde vorerst keine weiteren Aufnahmen mit Kulenkampff anschaffen.
tapeesa (20.06.2020, 12:00): Hans Zender - Schumann-Phantasie & Bardo for Cello and Orchestra Heinrich Schiff, violoncello (Bardo) SWR Sinfonieorchester Baden Baden und Freiburg, Sylvain Cambreling, Hans Zender
aus Distant still: Poul Ruders - Horn Trio I. Alpha. Begyndelsen (the Beginning) II. Diadema. Juvelen (the Jewel) III. Dilemma. Vendepunktet (the Turning Point) IV. Omega. Slutningen og begyndelsen (the End and the Beginning) The Danish Horn Trio
udabonn (22.06.2020, 12:34):
Daraus op. 7 Nr. 2 und 3
tapeesa (22.06.2020, 18:09): Johannes Brahms & György Ligeti Trios for Violin, Horn and Piano (Brahms: op. 40, Ligeti: "Hommage à Brahms" ) The Danish Horn Trio
Amadé (22.06.2020, 19:54): Danke für den Tipp zu Erich Kleibers letztem Konzert - ich schaue, dass ich es bis Mittwoch ganz zu hören schaffe - ärgert mich, es nicht aufgenommen zu haben - aber gut. Hallo udabonn,
die einzelnen Werke gibt es noch zu kaufen, hier außer Weber Euryanthe-Ouvertüre und Mozart Oboenkonzert:
Man muss also zwei Artikel kaufen, früher gab es alles auf 2 amadeo-CDs (außer Euryanthe)
Gruß Amadé
tapeesa (22.06.2020, 20:33): Lieber Amadé,
unabhängig davon, ob dein Post sich an udabonn, mich oder beide richtete - ( meine Worte / udabonns Name :) ) - ich habe eine Radioaufnahme und denke über einen CD-Kauf nach.
Gruß, tapeesa
Amadé (23.06.2020, 09:32): Liebe tapeesa,
Verzeihung, der Dateianhang hatte mich verwirrt. Viel Spaß mit Erich Kleiber, dem großen Konzert- und Operndirigenten.
Gruß Amadé
Amonasro (23.06.2020, 22:52):
Léo Delibes/Edmond Gondinet/Philippe Gille: Lakmé
Lakmé - Mady Mesplé Gérald - Charles Burles Nilakantha - Roger Soyer Mallika - Danielle Millet Frédéric - Jean-Christophe Benoît Ellen - Bernadette Antoine Rose - Monique Linval Miss Bentson - Agnès Disney Hadji - Joseph Peyron
Chœurs et Orchestre du Théâtre National de l'Opéra-Comique, Alain Lombard
Die Plasson-Aufnahme ist mir noch etwas lieber, aber nur marginal.
Ernestina - Petia Petrova Gamberotto - Marco di Felice Buralicchio - Marco Vinco Ermanno - Dario Schmunck Rosalia - Monica Minarelli Frontino - Eduardo Santamaria
Czech Chamber Chorus Czech Chamber Soloists, Alberto Zedda
Rossinis erste aufgeführte Oper und ehrlich gesagt nur bedingt hörenswert. Die Aufführung ist zwar auf einem hohen Niveau, aber die Oper selbst ist etwas langatmig und hat nicht den Witz seiner späteren Komödien. Da sie schon kurz nach der Uraufführung verboten wurde (wegen des als anstößig empfundenen Librettos über eine Frau, die als Kastrat in Frauenkleidern ausgegeben wird), hat Rossini zudem die besten Stücke in La pietra del paragone erneut verwendet.
Gruß Amonasro
tapeesa (25.06.2020, 17:31):
Voices of Nature - Alfred Schnittke und Arvo Pärt Jonny Ronnlund Swedish Radio Choir, Tõnu Kaljuste
Marcie (25.06.2020, 20:08): Meine schönste Entdeckung der letzten Zeit:
Amonasro (25.06.2020, 22:28):
Georg Friedrich Händel: Serse
Serse - Anne Sofie von Otter Romilda - Elizabeth Norberg-Schulz Atalanta - Sandrine Piau Arsamene - Lawrence Zazzo Amastre - Silvia Tro Santafé Ariodate - Giovanni Furlanetto Elviro - Antonio Abete
Les Arts Florissants, William Christie
Gruß Amonasro
udabonn (26.06.2020, 12:02):
Nach Nr. 104 zum Frühstück läuft jetzt die CD mit Nr. 26 Lamentatione Nr. 31 Hornsignal Nr 43 Merkur
tapeesa (26.06.2020, 22:05): Scarlatti:Cage:Sonatas David Greilsammer, (präpariertes) Klavier
Gemischter kontrastreicher Dialog zwischen Barock und zeitgenössisch. Yes!
udabonn (27.06.2020, 13:19): Bin heute wieder unter den Haydn ^^ geraten: zunächst Große Orgel-Solo-Messe
Und jetzt Nr. 47, 48, 49, 53
udabonn (28.06.2020, 12:12):
Orchestersuite Nr. 1 BWV 1066
tapeesa (28.06.2020, 17:12): Italian Oboe Concertos: Corelli - Bellini - Cimarosa - Fiorilli - Righini - Barbirolli Anthony Camden, Julia Girdwood, Oboen City of London Sinfonia, Nicholas Ward
Vivaldi - Concerto Italiano, Rinaldo Alessandrini
Cetay (inaktiv) (29.06.2020, 09:37):
Hector Berlioz; Symphony Fantastique op. 14 Les Siecles, Francois-Xavier Roth
Die unlängst bei hm erschienene Aufnahme mit derselben Besetzung -ebenfalls live- ist nicht mit dieser gerade gehörten identisch.
Cetay (inaktiv) (29.06.2020, 09:53): Scarlatti:Cage:Sonatas David Greilsammer, (präpariertes) Klavier
Gemischter kontrastreicher Dialog zwischen Barock und zeitgenössisch.
:) :) :) Yes! Zu dieser Kombi empfehle ich:
Cage / Scarlatti; Changes Pi-Hsien Chen
Deutlich schwieriger zu hören, aber wegen unerwartet unter der Oberfläche aufgespürten Verwandschaftsbeziehungen für mich lohnender .
Amadé (29.06.2020, 17:52):
Dvorak: Klavierquintett A-Dur op. 81 Frank Braley, Ensemble Exploration
Gruß Amadé
tapeesa (29.06.2020, 19:23): (Muss gestehen, dass ich Liszt, Greilsammer, Igor Levit und am anderen Ende Currentzis zu einer inneren Gruppe zusammen gefasst habe - ) _________
1 - Scarlatti - 52 Sonatas Lucas Debargue
2 - Romantic Violin Favourites - Zauber der Geige Takako Nishizaki, Geige Wolf Harden, Klavier
Andréjo (29.06.2020, 22:03): (Muss gestehen, dass ich Liszt, Greilsammer, Igor Levit und am anderen Ende Currentzis zu einer inneren Gruppe zusammen gefasst habe - ) Magst Du das ein wenig ausführen? Greilsammer kenne ich nicht. Bezüglich der anderen Namen ist meine Meinung keine so ganz klare ... Von daher ist die Formulierung am anderen Ende für mich interessant ...
Vielleicht ahne ich das Richtige ...
:D ;) :) und so weiter ...
:hello Wolfgang
Cetay (inaktiv) (30.06.2020, 04:20):
Hector Berlioz; Symphony Fantastique op. 14 Les Siecles, Francois-Xavier Roth
Das ist die oben erwähnte Neuaufname von 2019.
emman (30.06.2020, 09:51): Hier dreht jetzt als Frühstücksbegleitung:
:hello
emman (30.06.2020, 23:23): eine meiner liebsten CD aufgelegt:
Gute Nacht!! :hello
tapeesa (02.07.2020, 10:13): Magst Du das ein wenig ausführen? Bezüglich der anderen Namen ist meine Meinung keine so ganz klare ... Auch bei mir ist das "nicht ganz so klar" - schwer greifbar. Grundlegend treibt mich die Frage um, ob es bei den Genannten um Musik im Vordergrund geht. Oder auch: was der Kern hinter der Polarisierung ist. Liszt: einerseits kritisch beäugt + "das in Ohnmacht fall" Phänomen, Greilsammer und auch Igor Levit, da kommt für mich Zeitgeist mit hinein, ein Stück "Showbiz" vielleicht, politische Statements und Currentzis - wurde häufiger im Forum geschrieben - polarisiert auf etwas andere Art extrem - und da stehe ich immer noch auf leicht wackeligem Boden.
Von daher bitte auch nur als "lose Gedanken" sehen - ich habe da a) keine wirkliche Expertise und b) "das wackelt" halt ;) und ist auch mehr betrachtend, beschreibend, als wertend gemeint.
Andréjo (02.07.2020, 11:45): Bei mir sind das recht ähnliche Überlegungen, tapeesa. Igor Levits Podcast zu den Beethoven-Sonaten verfolge ich ziemlich oft. Da stehen interessante, durchaus pointierte Gedanken neben einer Art der Selbstdarstellung, die zwischen Selbstironie und Jugendlichkeitswahn schwankt. Er engagiert sich auch gerne gesellschaftlich, was ja nicht falsch sein muss. Als Pianist wird er mir bislang ein wenig hochgejubelt, denn die Konkurrenz ist riesig. Alles in allem, ist er mir aber nicht unsympathisch.
Currentzis kenne ich vom Hören noch eher wenig. Wenn man über ihn liest, wird das Unkonventionelle betont. Ich weiß, dass Maurice André ihn etwa deswegen nicht schätzt, weil er den Musikern alles Mögliche an gewollten Kunststückchen abverlangt - und da bin ich durchaus bei dem Kollegen. Das heißt nicht, dass er kaum Bemerkenswertes mit seinen Orchestern bewerkstelligt. Und doch sind die Resultate wohl strittig. das habe ich explizit bei seinen Barockaufnahmen oder bei Strawinsky und Tschaikowsky beobachten können.
Und da sich hier Patrizia Kopatschinskaja beim Tschaikowsky-Konzert anbietet: Sie ist mir in vieler Hinsicht sehr sympathisch, was ihr Auftreten, ihre Ansichten zur Musik, ihre Offenheit gegenüber der Moderne anbelangt. Und doch stört mich bei Beethoven (op. 61) - im Gegensatz zu dem ohnehin primär virtuosen Tschaikowsky-Konzert - der Hang zu Mätzchen bezüglich Dynamik, Phrasengestaltung und Spieltechnik. Das ging mir anfangs anders: Da habe ich das hehre und für mich recht verbrauchte Werk noch als erfrischend anders präsentiert empfunden.
Was ich bewundere, ist das gesprochene Deutsch der Moldawierin. Slawischer Akzent, ja,aber souveräne Grammatik und gepflegter Wortschatz. Beachtlich!
Sie sind alle drei äußerst begabte Kinder unserer Zeit. Sie dürften alle drei durchaus bewusst und gerne polarisieren. Da bin ich mir relativ sicher.
Liszt - der Hexenmeister. Da bin ich nicht der richtige Ansprechpartner, denn er stand nie auch nur annähernd im Zentrum meines Interesses. Das muss nicht so bleiben, ich kann da sehr spontan sein.
:hello Wolfgang
emman (02.07.2020, 15:52):
Hieraus: CD3 Overtures
Philidor (02.07.2020, 16:48): Hier gab es Weltenbrände.
Richard Wagner: Götterdämmerung (aus dem „Karajan-Ring“, Oktober und Dezember 1969/Januar 1970)
Brünnhilde – Helga Dernesch Siegfried – Helge Brilioth Alberich – Zoltan Kelemen Hagen – Karl Ridderbusch Gutrune – Gundula Janowitz Gunther – Thomas Stewart Waltraute – Christa Ludwig Woglinde – Liselotte Rebmann Wellgunde – Edda Moser Flosshilde – Anna Reynolds Erste Norn – Lili Chookasian Zweite Norn – Christa Ludwig Dritte Norn – Catarina Ligendza
Chor der Deutschen Oper Berlin Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan
Hinreißende Nornenszene, aber bei Waltraute hängt das Stück leider durch. Das eine wie das andere verorte ich beim Dirigenten. Vokale Highlights für mich bei Janowitz und Ludwig, auch bei Brilioth.
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (02.07.2020, 18:36): Hallo Philidor,
herzlich willkommen hier & viel Freude!
Viele Grüße, Sfantu
Sfantu (02.07.2020, 19:07): Ispiriert durch Emman,...
Carl Czerny Sinfonien Nr. 1 c-moll op. 780, Nr. 2 D-dur op. 781 & Nr. 5 Es-dur Konzert für Klavier zu vier Händen C-dur op. 153
...hatte ich mir die beiden Scheiben bestellt & sie sind gestern eingetroffen. Von der ersten Sinfonie habe ich bereits eine gute Aufnahme mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra & Stefan Solyom. Diese hier (meine ersten CDs mit dem Frankfurter Orchester & Athinäus) ist mindestens ebenbürtig. Vom Sofa gehauen hat mich dann aber die Sinfonie Nr. 2! Was für eine Power, was für herrliche, beglückende Musik?! Da sag' noch einer, zwischen Beethoven & Schumann gäb' s keine Sinfoniker von Rang - neben Ries, Onslow & Farrenc, versteht sich. Die Freude ist immens!!!
Philidor (02.07.2020, 19:35): Hallo Sfantu,
vielen Dank für Deinen Willkommensgruß!
Hier Estnisches:
Erkki-Sven Tüür: Sinfonie Nr. 2
USSR State Symphony Orchestra Paul Mägi
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (03.07.2020, 02:48):
Gruß Philidor
:hello
Hallo Philidor,
Herzlich Willkommen und viel Spass im Forum. Aus der Kombination von Nick und Avatar schliesse ich messerscharf, dass du Schachfreund bist. Ich war mal Vereinsspieler -lang ist es her- aber nie so gut, dass sich das auf den Gang der Welt ausgewirkt hätte. Die nach deinem Nick benannte Verteidigung habe ich in den rund 10 Jahren nie gespielt.
:hello
Cetay (inaktiv) (03.07.2020, 04:33):
Franz Liszt / Alexander Scriabin; Messe Noire Célimène Daudet
LIszt, Lugubre Gondola No. 2, S. 200 Scriabin, Poème Nr. 1 & 2, op. 71 Liszt, Nuages Gris, S. 199 Scriabin, Sonate Nr. 9, op. 68 "Messe Noire" Liszt, Schlaflos! Frage und Antwort, S. 203 Scriabin, Poème-nocturne, op. 61 LIszt, La Notte, S. 112 Scriabin, Cinq Préludes, op. 74 Liszt, Bagatelle Sans Tonalité, 216a
Philidor (03.07.2020, 08:18): Hallo Cetay,
danke für Deine nette Begrüßung1 Aus der Kombination von Nick und Avatar schliesse ich messerscharf, dass du Schachfreund bist. So ist es. Ich gebe mir Mühe, den Anforderungen usw. usw. Die nach deinem Nick benannte Verteidigung habe ich in den rund 10 Jahren nie gespielt. Ich denke auch, dass Schwarz bessere Alternativen hat. Mit Weiß freue ich mich, wenn mein Gegner Philidor spielt.
Hier Mozart am Morgen:
Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 5 B-Dur KV 22
Concentus musicus Wien Nikolaus Harnoncourt
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.07.2020, 08:45): Ich blieb noch bei dem Donnerblitzbub.
Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 11 F-Dur KV 413
Alfred Brendel, Klavier Academ of St. Martin in the Fields Sir Neville Marriner
Gruß Philidor
:hello
agravain (03.07.2020, 08:51): Hier Sibelius - früher und später:
Jean Sibelius: En Saga, op. 9 Symphonie Nr. 7 C-Dur, op. 105 Tapiola, op. 112*
Hallé Sir Mark Elder
Berliner Philharmoniker* Herbert von Karajan*
Elder hat nun seinen Sibelius-Zyklus mit dem Hallé fertig. Wahrgenommen habe ich das nicht so recht, viel Aufhebens ist - glaube ich - darum auch nicht gemacht worden. Das mag auch damit zu tun haben, dass der Zyklus mit den Hauslabel und nicht mit einem der großen produziert wurde. Ich werde mich in den nächsten Tagen einmal durchhören.
Philidor (03.07.2020, 09:09): Hinterher noch ein feiner Haydn.
Philidor (03.07.2020, 09:43): Hallo emman, danke für den Willkommensgruß!
Hier ein Nachklapp zum gestrigen Fest Mariä Heimsuchung.
Johann Sebastian Bach: "Meine Seel erhebt den Herren" BWV 10
Lisa Larsson, Daniel Taylor, James Gilchrist, Stephen Varcoe Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
emman (03.07.2020, 09:56): angeregt durch Stanfu
:hello
Philidor (03.07.2020, 10:08): Elder hat nun seinen Sibelius-Zyklus mit dem Hallé fertig.Tatsache. Danke für den Hinweis!
Hier gab es erst nochmal Hartmann mit Metzi, aber dann höre ich mal in Elders Sibelius rein. Bei Qobuz dankenswerterweise schon verfügbar.
Karl Amadeus Hartmann: Sinfonie Nr. 2 - Adagio für großes Orchester
Arno Bornkamp, Bariton-Saxophon Bamberger Symphoniker Ingo Metzmacher
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (03.07.2020, 10:48): Hier ist ja richtig was los :) - Hallo @Philidor :hello ______
Igor Levits Podcast zu den Beethoven-Sonaten verfolge ich ziemlich oft. Da stehen interessante, durchaus pointierte Gedanken neben einer Art der Selbstdarstellung, die zwischen Selbstironie und Jugendlichkeitswahn schwankt. Er engagiert sich auch gerne gesellschaftlich, was ja nicht falsch sein muss. Als Pianist wird er mir bislang ein wenig hochgejubelt, denn die Konkurrenz ist riesig. Alles in allem, ist er mir aber nicht unsympathisch.
Ich hätte das nicht so (gut) in Worte fassen können, aber es deckt sich mit meiner Wahrnehmung. "Selbstdarstellung" ist das Wort, das mir gefehlt hat.
agravain (03.07.2020, 11:11): Elder hat nun seinen Sibelius-Zyklus mit dem Hallé fertig. Tatsache. Danke für den Hinweis! Mir schwante, es könnte Dich vielleicht interessieren.
Hier nun ein anderer Schwan:
Franz Schubert: Schwanengesang D 957
Wolfgang Holzmair - Bariton Imogen Cooper - Klavier
Hmmm ... im Kopfsatz haben mich die Zaubereien des Elderstabes nicht so recht begeistert ... am besten sind mMn und auf den ersten Lausch die beiden mittleren Sätze gelungen. Aber auch da klang es in meinen Ohren etwas zu widerstandsfrei ... demnächst nochmal hören.
Philidor (03.07.2020, 12:31): Hier weiter mit Nördlichem.
Per Nørgård
Voyage into the Golden Screen Symphony Nr. 2 - In One Movement
Danish National Radio Symphony Orchestra
Tamás Vető (Voyage) Leif Segerstam (Sinfonie)
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.07.2020, 15:26): Vom Feinsten.
Johann Sebastian Bach: Das wohltemperierte Klavier Band I
Gustav Leonhardt, Cembalo
Ach ja ... bei mir immer noch der Maßstab ... Leonhardt spielt herrlich unaufdringlich, ohne diese Zeigefinger-Rubati, die mich bei anderen Aufnahmen bisweilen stören.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.07.2020, 16:14): Gattungswechsel.
Antonín Dvořák: Streichquartett Nr. 14 As-Dur op. 105
Cleveland Quartet
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.07.2020, 17:15): Warum?
Jean SIbelius : SInfonie Nr. 2 D-Dur op. 43
Hallé Orchestra Sir Mark Elder
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.07.2020, 17:46): Dann doch lieber nochmal 16saitiges.
Antonín Dvořák: Streichquartett Nr. 14 As-Dur op. 105
Alban Berg Quartett
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.07.2020, 18:50): Nun den Schluss von diesem ...
Kaikoshru Shapurji Sorabji: Opus Clavicembalisticum
aus der "Pars tertia":
X. Cadenza II XI. Fuga IV Quadruplex XII. Coda stretta
John Ogdon, Klavier
Als Satyrspiel gibt es dann die Fantasia contrappuntistica oder so ...
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (03.07.2020, 19:02): Hallo Philidor, auch von mir herzlich Willkommen :)
Pietro Mascagni/Luigi Illica: Iris
Iris - Ilona Tokody Osaka - Plácido Domingo Kyoto - Juan Pons Il Cieco - Bonaldo Giaiotti La voce di Dhia - Gabriella Ferroni Una Guècha - Conchita Antuñano Il Cenciaiuolo - Sergio Tedesco Un Cenciaiuolo/Un Merciaiuolo - Heinrich Weber
Chor des Bayerischen Rundfunks Münchner Rundfunkorchester, Giuseppe Patanè
Gruß Amonasro
Philidor (03.07.2020, 19:06): Hallo Philidor, auch von mir herzlich Willkommen Hallo Amonasro,
danke für Deine Begrüßung!
Gruß Philidor
:hello
agravain (03.07.2020, 19:40): Bei mir nun neuer Elgar-Stoff. Frisch erschienen. Keine der Einspielungen, die Pentrenkos Vasily in Sachen Sir Edward abgeliefert hat, finde ich in irgendeiner Weise hörenswert (mit der Ausnahme der schmissigen Wiedergabe von "In the South"). Mal sehen, ob das wieder nicht viel mehr ist als eine Pflichtübung.
Sir Edward Elgar: Sea Pictures, op. 37 The Music Makers, op. 69
Kathryn Rudge - Mezzosopran
Royal Liverpol Philharmonic Orchestra & Choir Vasily Petrenko
Philidor (04.07.2020, 08:58): Hier wieder Mozart am Morgen:
Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie G-Dur KV Anh. 221 ("Alte Lambacher")
Concentus musicus Wien Nikolaus Harnoncourt
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.07.2020, 09:24): Und nochmal mit Brendel.
Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 12 A-Dur KV 414
Alfred Brendel, Klavier Academ of St. Martin in the Fields Sir Neville Marriner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.07.2020, 09:57): Hinterher wieder eine Ärmelkanal-Sinfonie.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 89 F-Dur
Berliner Philharmoniker Sir Simon Rattle
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (04.07.2020, 10:09): Glinka: Ivan Susanin (A Life For The Tsar) Chorus Of The Yugoslav Army & Belgrade National Opera Orchestra, Oskar Danon
Philidor (04.07.2020, 10:26): Hier wieder der Däne.
Per Nørgård: Symphony Nr. 2 - In One Movement
Oslo Philharmonic Orchestra John Storgårds
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.07.2020, 13:52): Hier Italianità.
Giuseppe Verdi: La forza del destino
Donna Leonora di Vargas - Leontyne Price Don Alvaro - Richard Tucker Don Carlo di Vargas - Robert Merrill Preziosilla - Shirley Verrett Padre Guardiano - Giorgio Tozzi Fra Melitone - Ezio Flagello Trabuco - Piero de Palma Marquis di Calatrava - Giovanni Foiani RCA Italiana Opera Orchestra and Chorus Thomas Schippers
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.07.2020, 16:27): Nun wieder der Este.
Erkki-Sven Tüür
Lighthouse Cellokonzert Sinfonie Nr. 3
David Geringas, Violoncello Radio-Symphonieorchester Wien Dennis Russell Davies
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.07.2020, 17:48): Weiter mit dem Elderschen Sibelius.
Jean Sibelius
Pohjolas Tochter op. 49 Sinfonie Nr. 3 C-Dur op. 52
Hallé Orchestra Sir Mark Elder
Wenn Elder eine Steigerung anlegen darf und am Ende seinem Orchester die Zügel schießen lässt, finde ich ihn richtig gut - der Wahnsinn in Pohjolas Tochter. Den langen Atem, der durch das ganze Stück trägt, habe ich aber noch nicht wahrgenommen.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.07.2020, 18:04): Und nochmal das Hartmannsche Adagio.
Karl Amadeus Hartmann: Sinfonie Nr. 2 - Adagio für großes Orchester
Netherlands Radio Philharmonic Orchestra James Gaffigan
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.07.2020, 19:05): Hier nochmals As-Dur.
Antonín Dvořák: Streichquartett Nr. 14 As-Dur op. 105
Quatuor Talich
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.07.2020, 19:42): Hier am Vorabend des 4. So. n. Tr.:
J. S. Bach: "Barmherziges Herze der ewigen Liebe" BWV 185
Magdalena Kožena, Nathalie Stutzmann, Paul Agnew, Nicolas Teste Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.07.2020, 08:36): Hier wieder Mozart am Morgen:
Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 7 D-Dur KV 45
Concentus musicus Wien Nikolaus Harnoncourt
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.07.2020, 09:07): Und nochmal Mozartglück mit Brendel.
Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 13 C-Dur KV 415
Alfred Brendel, Klavier Academ of St. Martin in the Fields Sir Neville Marriner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.07.2020, 09:42): Spritziger Haydn.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 90 C-Dur
Berliner Philharmoniker Sir Simon Rattle
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.07.2020, 11:05): Und die beiden verbleibenden Kantaten zum Tage.
J. S. Bach
"Ein ungefärbt Gemüte" BWV 24 "Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ" BWV 177
Magdalena Kožena, Nathalie Stutzmann, Paul Agnew, Nicolas Teste Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.07.2020, 11:41): Hier nochmal Tüürs Dritte.
Erkki-Sven Tüür: Sinfonie Nr. 3
Radio-Symphonieorchester Wien Dennis Russell Davies
Freue mich schon auf "Magma" ... :rofl
Gruß Philidor
:hello
Andréjo (05.07.2020, 12:08): Mit Deiner Begeisterung gerade für Tüürs und Nørgårds Postmoderne, Meister Philidor, kommen wir bestens zusammen.
Was nachserielle Retrospektive, in diesem Fall eher so etwas wie Expressionismus, anbelangt, kann ich mich auch für Allan Pettersson in hohem Maße erwärmen.
Ansonsten gilt: Es gibt fast keine Musik (oberhalb des deutschen Schlagers oder so ...), die mir nicht gefällt, aber man muss sich natürlich aus diversen Gründen Schwerpunkte schaffen, für die man dann auch Zeit finden will (und mittlerweile aus Altersgründen auch findet). Ersichtlich befasst Du Dich aber ebenso mit einem breiten Spektrum.
Doch ich will hier den Rahmen nicht sprengen, sondern Dir vor allem ein Grüß Gott (oder Guten Tag oder Hallo oder Willkommen ...) sagen!
Aus Mittelfranken meldet sich
Wolfgang
PS: Dann höre ich doch später mal wieder Magma ... :thumbup:
Philidor (05.07.2020, 12:50): Lieber Woilfgang,
danke für Deinen Willkommensgruß!
EIgentlich wollte ich mal intensiver Hindemith hören (fast völlig aus den Ohren verloren außer der Mathis-Sinfonie) und hatte neulich ein paar der Kammermusiken gehört, auch Bartóks Quartette harren einer hörenden Wiederentdeckung, aber jetzt haben mich doch Tüür und Nørgård angefixt, alternierend mit Bachs WK I, Verdi-Opern und Kammermusik von Dvořák.
Mit Petterson bin ich nicht richtig warm geworden. Eher noch würde ich mal wieder Tubin und Holmboe hören wollen.
Was Du über die Schwerpunkte sagst - sehe ich auch so. Der Versuchung der Vielfalt widerstehen und Weniges konzentiert hören ist wohl bereichernder.
Gruß Philidor (der doch ein eher ein mittelprächtiger Meister der Musik war ... nur Schach konnte er, relativ zu seiner Zeit, ziemlich gut ... heute gelten etliche seiner Empfehlungen aber ebenfalls als fragwürdig ... trotzdem hat er da Bleibendes hinterlassen und einen theoretischen Grundstock gelegt.)
:hello
Maurice inaktiv (05.07.2020, 13:08): Mit Petterson bin ich nicht richtig warm geworden. Eher noch würde ich mal wieder Tubin und Holmboe hören wollen. So ist es mir auch ergangen. Pettersson war nicht meine Welt, mit Tubin und Holmboe bin ich recht gut klar gekommen. Bei Tüür liege ich irgendwie genau dazwischen. Doch zur Zeit ist bei mir kein Platz für die Klassik, wie so oft in den Sommermonaten.
Philidor (05.07.2020, 13:49): Heute diese Aufnahme:
J. S. Bach: Das wohltemperierte Klavier Band I BWV 846-869
Bob van Asperen, Cembalo
Bob van Asperen nimmt etliche Stücke lebendiger als sein Lehrer Gustav Leonhardt. Ich könnte auch schreiben: nervöser, denn Leonhardts Ruhe hat mir manchmal gefehlt. - Anregender ist eventuell diese Aufnahme.
Gruß Philidor
:hello
Andréjo (05.07.2020, 14:16): Ich hab soeben einen graphisch sauberen Nørgård von Dir kopiert und oben eingefügt, werter Philidor. ;)
Vom Barock an - mit Schwerpunkt Klassische und Nachkriegsmoderne - interessiert mich eigentlich alles Instrumentale. Vokalmusik, Oper und Jazz kommen zu kurz. Aber sie kommen schon auch immer mal wieder dran.
Von Tubin und von Holmboe kenne ich vor allem die Sinfonien. Nichts dagegen zu sagen.
Und Pettersson ist ein langes Kapitel, das hier, in diesen Thread so nicht hingehört. Mal schauen ...
Bis wieder!
Wolfgang
Philidor (05.07.2020, 16:08): Ich hab soeben einen graphisch sauberen Nørgård von Dir kopiert und oben eingefügt, werter Philidor. Ich hab meinen von Tante Wiki ... ;)
... hier mein (derzeitiges) Lieblingswerk des Dänen:
Per Nørgård: Sinfonie Nr. 3 (1972-75)
Hedwig Rummel, Alt Danish National Symphony Orchestra and Choir Tamás Vetö
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.07.2020, 17:45): Weiter mit dem Elderschen Sibelius. Eine Freude ist mir das leider nicht.
Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 4 a-Moll op. 63 Die Okeaniden op. 73 Sinfonie Nr. 5 Es-Dur op. 82
Hallé Orchestra Sir Mark Elder
Nee, nee, nee, ... nach 1970 hat Barbirolli aus natürlichen Gründen keinen Sibelius mehr beim Hallé Orchestra dirigiert. Das heißt, dass von damals nicht ein*e Musiker*in mehr im Orchester ist. Das erklärt manches.
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (05.07.2020, 18:41): Weiter mit dem Elderschen Sibelius. Eine Freude ist mir das leider nicht. Nee, nee, nee, ... nach 1970 hat Barbirolli aus natürlichen Gründen keinen Sibelius mehr beim Hallé Orchestra dirigiert. Das heißt, dass von damals nicht ein*e Musiker*in mehr im Orchester ist. Das erklärt manches. Ich bin mal ganz ganz böse jetzt. Hat wirklich jemand erwartet, dass Sir Mark jetzt einen Sibelius der Spitzenklasse vorlegen würde? Wenn ich ehrlich sein soll, ich nicht. Nicht mal im Ansatz. Elder mag kein schlechter Dirigent sein, aber mit Sibelius ist er mir zumindest noch nicht aufgefallen. Okay, das muss nichts heißen, aber man kennt ja DIrigenten, die mit bestimmtem Repertoire zumindest eine gewisse Aufmerksamkeit erregt hat, da hat man vielleicht etwas höhere Erwartungen, aber bei Elder? Nein, Nein und nochmals Nein.
Das Hallé Orchestra kann nur das umsetzen, was der Dirigent vorgibt. Ich denke mal, dass man das mit einem Sibelius-Spezialisten bestimmt gut hinbekommen hätte, daher mache ich dem Orchester keinen Vorwurf.
Bestimmt wird bald der Einspruch des von mir hoch geschätzten Andrejo kommen, doch da wir uns schon lange genug kennen, weiß er auch, dass ich durchaus mich mit Sibelius und auch den Aufnahmen anderer Dirigenten sehr gut auskenne. Allerdings kenne ich den Elder-Zyklus nicht, wäre aber nie auf die Idee gekommen, ihn mir auch anzuschaffen von ihm.
Philidor (05.07.2020, 19:03): Elder mag kein schlechter Dirigent sein, aber mit Sibelius ist er mir zumindest noch nicht aufgefallen. Das ist, wenn man ein reiner Scheiben-Hörer ist, auch ein Ding der Unmöglichkeit. Es ist Elders erster Sibelius-Zyklus ... ;) ... Experten hätten eventuell seine Aufnahme der 3. Sinfonie gekannt, die zum 150. Jubiläum des Hallé veröffentlicht wurde. Okay, das muss nichts heißen. Eben. Siehe oben. man kennt ja DIrigenten, die mit bestimmtem Repertoire zumindest eine gewisse Aufmerksamkeit erregt hat, da hat man vielleicht etwas höhere Erwartungen, aber bei Elder? Ja - wie gesagt: Sein erster Sibelius-Zyklus auf Medium. Jedenfalls meines Wissens. - Bevor Solti den Ring aufgenommen hat, war er ebenfalls "no name", jedenfalls in Sachen Ring-Einspielungen ... (ok, es gab einen dritten Aufzug der Walküre mit der Flagstad vorher) .. das sind so Aufnahmen, bei denen mir klar wurde, dass es hilfreich sein mag, sich von seinen Vorurteilen möglichst freizumachen, bevor man (also ich) die erste Note hört ... schwierig genug. Das Hallé Orchestra kann nur das umsetzen, was der Dirigent vorgibt. Och, es gibt Orchester, die lassen den Kerl vorne pinseln, was er will, und spielen ihren Stiefel runter ... ok, nicht beim Chef, stimmt schon.
Gruß Philidor
:hello
Nicolas_Aine (05.07.2020, 19:15): manchmal auch beim Chef :D
Andréjo (05.07.2020, 19:39): Bestimmt wird bald der Einspruch des von mir hoch geschätzten Andrejo kommen, doch da wir uns schon lange genug kennen, weiß er auch, dass ich durchaus mich mit Sibelius und auch den Aufnahmen anderer Dirigenten sehr gut auskenne. Allerdings kenne ich den Elder-Zyklus nicht, wäre aber nie auf die Idee gekommen, ihn mir auch anzuschaffen von ihm. Danke für das Kompliment. Kein Einspruch, da ich den Dirigenten bislang nur namentlich kenne. Das würde sich wohl dann ändern, wenn ich ein Werk hören möchte, welches nur er eingespielt hat - oder weitaus preiswerter als andere. ;) :) Ansonsten - aber das weißt Du ja - bin ich viel stärker musik- als personenorientiert.
PS: Wer ist jetzt wieder der Chef? Nix verstehn, bleed. (Adaption nach Jaroslav Hasek)
:hello Wolfgang
Maurice inaktiv (05.07.2020, 19:57): Das ist, wenn man ein reiner Scheiben-Hörer ist, auch ein Ding der Unmöglichkeit. Es ist Elders erster Sibelius-Zyklus ... Ich denke, für so ein Urteil bist Du zu wenig mit mir zuvor in Kontakt gekommen, um DAS zu beurteilen, was ich von Sibelius von wem wann und wie oft gehört habe. Und dass ich von Elder noch keine Sibelius-Werke je gehört habe, und er nur mit einer Einspielung in dieser Hinsicht auf CD erhältlich ist, lässt ja auch keine Beurteilung nach dem Anhören zu.
Es scheint noch was mit Carl Nielsen zu geben, so sagt es Amazon aus. Das wars dann auch. Halt viel Elgar, Holst, etwas Wagner, Donizetti, Debussy, ein paar weitere britische Komponisten. Das ist nicht so wirklich viel.
Och, es gibt Orchester, die lassen den Kerl vorne pinseln, was er will, und spielen ihren Stiefel runter ... ok, nicht beim Chef, stimmt schon. Eben. Den ersten Teil unterschreibe ich blind, das ist Tatsache.
Philidor (05.07.2020, 19:58): Und Pettersson ist ein langes Kapitel, das hier, in diesen Thread so nicht hingehört. Mal schauen ... Lieber Andréjo,
dann will ich dieses Fass auch nur einen klitzekleinen Spalt öffnen und falle durch die Tür aufs Haus (oder wie das heißt): Hier steht eine Box mit den Sinfonien des Schweden - mit welcher (aufs Neue) beginnen ...? Und sag bloß nicht, mit dieser:
Hier nun wieder ein Böhme:
Antonín Dvořák: Streichquintett Es-Dur op. 97
Raphael Ensemble
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.07.2020, 20:03): Ich denke, für so ein Urteil bist Du zu wenig mit mir zuvor in Kontakt gekommen, um DAS zu beurteilen, was ich von Sibelius von wem wann und wie oft gehört habe. Werter Maurice, ich meine, wir wären noch gar nicht in (physischen) Kontakt gekommen ... ich lese allerdings mal in diesem und mal in jenem Forum ... ich denke, manchmal macht man sich schnell ein Bild, und es ist der Realität (wessen? wann?) mal näher und mal ferner ...
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (05.07.2020, 20:30): Werter Maurice, ich meine, wir wären noch gar nicht in (physischen) Kontakt gekommen ... ich lese allerdings mal in diesem und mal in jenem Forum ... ich denke, manchmal macht man sich schnell ein Bild, und es ist der Realität (wessen? wann?) mal näher und mal ferner ... Und damit sind wir bei der BILD-Zeitung angekommen. Die kommen der Wahrheit auch mal näher und mal nicht. :D
Andréjo (05.07.2020, 21:15): Das Pettersson-Fass ganz ohne einen Findus ...
Ich habe ja den Verdacht, Philidor, dass Du stärker vorgeprägt bist, als es erscheint ... ;) :)
Die Sieben hat ihn, den armen Kranken und gnadenlosen Philosophen, beinahe berühmt gemacht und ist am einfachsten zu hören. Meine Lieblingssinfonie ist sie nicht. Aber natürlich höre ich sie dann gerne, wenn ich sie höre. Das geschieht jedoch selten.
Favoriten sind für mich eher 6 und 10 und vielleicht 16 - die mit dem Saxophon.
6 ist in der ersten halben Stunde spröd freitonal, um dann - typischerweise - in einer langen lyrischen Moll-Insel Bezug zu nehmen auf eines der Barfußlieder. Es bleibt insofern schon ein starker und letztlich beinahe heller Gesamteindruck.
10 dauert nur eine halbe Stunde, erscheint mir dabei auch sehr klar gegliedert. In mehreren Etappen wird hier von großer greller Herbheit - mich fasziniert das, aber sicher nicht jeden, das ist mir schon klar - zu jenem spätromantisch-expressionistischen Pseudo-Barockduktus in tröstlicher Linienführung vorgearbeitet, die man bei Erstbegegnungen mit Pettersson vielleicht überhört. Ich habe solches bestimmt recht lange überhört.
Du kannst auch mit dem zweiten Violinkonzert beginnen, dass von freier Tonalität über pseudobarockes Moll bis hin zu jener Dur-Melodie sich entwickelt, die wieder auf eines der Barfuß-Lieder zurückgeht. Es klingt wie ein einfaches Wiegenlied. Andererseits weiß ich schon: Das ist zunächst eine sehr anstrengende volle Stunde und es entgeht einem das meiste.
Hier liegt der berühmte Hund beerdigt: Wenn man (über zu lange Zeit) Pettersson nicht voll konzentriert hört, entgeht einem viel zu viel. Das vertragen Mozart, Beethoven, Debussy, Strawinsky ... mehr oder minder gut ... Pettersson verträgt es nicht.
Schwierig ist es, mit den Sinfonien vor der Sechsten zu beginnen. Die stehen mir auch noch nicht so wirklich nahe, denn es fehlt ihnen die enorme psychophysische Intensität der späteren Kompositionen, welche über all die herbe Abstraktion hinweghelfen kann. Die jetzt noch fehlenden Sinfonien sind zumindest zum Teil allein schon wegen der Ausdehnung eher für den zweiten Großschritt geeignet. Das Bratschenkonzert ist äußerst spröd; ich verstehe es noch lange nicht. Die Nummer 13 verblüfft mich mittlerweile insofern, als nach beinahe anderthalb Stunden freitonalem Dschungel, in dem man sich auch verlieren kann, ohne viel zu begreifen, ein kurzer Dur-Akkord das Werk beschließt.
Du hast es so gewollt! Doch jetzt hör ich auf.
Seid mir alle gegrüßt!
Wolfgang
PS: Das Dvorak-Quintett, op. 97, ist ein wunderschönes Werk!
Andréjo (05.07.2020, 21:32): Jetzt muss ich noch eine dumme Bemerkung loswerden. Ja, vielleicht ist sie wirklich dumm, aber sie ist ehrlich gemeint:
Du hast gesagt, Du hörst gerne Nørgård? Ein genialer Instrumentator, den ich erst vor vielleicht zwei Jahren überhaupt kennengelernt habe. Pettersson ist kein genialer Instrumentator, das war nicht, was ihn getrieben hat. Aber Pettersson ist doch fast leichter zu hören als er, wenn man in etwa den gleichen Ausgangspunkt nimmt?
:/ :P
Philidor (05.07.2020, 22:59): Ich habe ja den Verdacht, Philidor, dass Du stärker vorgeprägt bist, als es erscheint ... Geprägt? Wie eine Münze? Na, hoffentlich kein falscher Fuffziger ... ;) PS: Das Dvorak-Quintett, op. 97, ist ein wunderschönes Werk! Aber so was von ... überhaupt Dvoraks Kammermusik, einfach wunderbar ... warum wird der zum böhmischen Musikanten und Erfinder schöner Melodien herabgewürdigt? Wer Streichquartett und -quintett so kann wie der, braucht wahrlich keinen Vergleich zu scheuen. Aber Pettersson ist doch fast leichter zu hören als er, wenn man in etwa den gleichen Ausgangspunkt nimmt? Tja, das ist wohl das mit dem (Hühner-)Auge des Betrachters. Nørgård ist bei mir sofort eingerastet, mit Pettersson tue ich mich sehr schwer. Bei manchen ist es wohl gerade umgekehrt.
Aber lieber andréjo, lieber Wolfgang, ganz herzlichen Dank für Deine Empfehlungen! Dann versuche ich es nochmal mit der Sechsten und der Zehnten.
Viele Grüße Philidor
:hello
Andréjo (05.07.2020, 23:27): Übrigens, lieber Philidor, scheinen sich so manche mit Pettersson schwerzutun. Ich glaube, dass es gar nicht so oft "umgekehrt" ist.
Kleines Apercu: Ein guter Bekannter und breiter Musikliebhaber lässt nichts mehr von sich hören, seit ich ihm Pettersson ans Herz gelegt habe. Nun denn, wahre gute Bekannte unterscheiden sich halt so von einfach nur guten ... :P Außerdem ist der Mann zehn Jahre älter und hat auch wohl größere gesundheitliche Probleme als ich.
Ich könnte mir in der Tat vorstellen, dass so etwas eine Rolle spielt. Eine kathartische Wirkung wird zwar bisweilen behauptet, aus persönlicher Erfahrung heraus (Hochphase einer mittelschweren Depression, die jetzt sehr gut eingestellt ist) würde ich aber genau dies von mir weisen. Es macht überhaupt nichts oder ist sogar wertvoll, wenn man in einer weichen, verletzlichen Stimmung ist, will man solche Musik hören, aber gegen eine belastende Krankheit dürfte sie nicht helfen. Umgekehrt wird dann der berühmte Schuh draus.
Ein weites Feld!
:hello
Andréjo (05.07.2020, 23:50): Zitat von mir: PS: Wer ist jetzt wieder der Chef? Nix verstehn, bleed. (Adaption nach Jaroslav Hasek)
Ach so, Ihr meint vermutlich den aktuellen Chef des Hallé Orchestra. Ist das Mark Elder? (1) Für den großen Barbirolli dürfte es sicher auch gegolten haben.
(1) Scheint so. :ignore
Maurice inaktiv (05.07.2020, 23:54): Ach so, Ihr meint vermutlich den aktuellen Chef des Hallé Orchestra. Ist das Mark Elder? Ja, seit 2000 inzwischen schon. Er ist 73 Jahre alt, also durchaus nicht mehr der Jüngste. Ich musste dafür aber auch googlen.
Philidor (06.07.2020, 09:39): Mozart am Morgen. Herrlich. (Und dass mir keiner von den "kleinen Hallés" spricht!)
Wolfgang Amadé Mozart
Divertimento D-Dur KV 136 Klavierkonzert Nr. 14 Es-Dur KV 449
Jean-Efflam Bavouzet Manchester Camerata Gábor Takács-Nagy
Gruß Philidor
:hello
Philidor (06.07.2020, 10:10): Hinterher wieder Haydn. Schön, dass Rattle diese Aufnahmen gemacht hat.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 91 Es-Dur
Berliner Philharmoniker Sir Simon Rattle
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (06.07.2020, 11:29): Mozart - Sinfonien 38 & 40 - vor allem die 40. Mozarteumorchester Salzburg, Ivor Bolton
tapeesa (06.07.2020, 12:22): The Secret Fauré - Orchestral Songs & Suites Caligula, Pénélope, Shylock, u. a. Olga Peretyatko, Benjamin Bruns Balthasar-Neumann-Chor, Sinfonieorchester Basel, Ivor Bolton
Philidor (06.07.2020, 13:30): Nun wieder große Oper. Wer sagt denn, dass die Gattung nicht zeitgemäß sei - bei dem Titel ...
Giuseppe Verdi: Un ballo in maschera
Amelia - Leontyne Price Riccardo - Carlo Bergonzi Renato - Robert Merrill Ulrica - Shirley Verrett Oscar - Reri Grist Samuel - Ezio Flagello Tom - Ferruccio Mazzoli Richter - Piero da Palma RCA Italiana Opera Orchestra and Chorus Erich Leinsdorf
Fast dieselbe Besetzung wie in der "Forza" unter Schippers, nur statt Richard Tucker singt Carlo Bergonzi - wahrlich kein schlechter Ersatz ... und Reri Grist ist einfach großartig ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (06.07.2020, 16:56): Nun also Pettersson - ohne Findus.
Allan Pettersson: Sinfonie Nr. 6
Deutsches Sinfonie-Orchester Berlin Manfred Trojahn
Mannmannmann ... das hat schon was von gefrorener Zeit ... und ja, ich kann mir vorstellen, dass es Seelenzustände geben mag, in denen man das genau so möchte ... ich gebe mir demnächst nochmal die Lindberg-Aufnahme. Mal hören.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (06.07.2020, 17:57): Die letzten beiden Sinfonien gab ich mir auch noch.
Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 6 op. 104 Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105
Hallé Orchestra Sir Mark Elder
Gruß Philidor
:hello
Philidor (06.07.2020, 19:39): Hinterher noch was für die Seele. Nach Pettersson und Sibelius/Elder eine Wohltat.
Antonín Dvořák: Streichquintett Es-Dur op. 97
Pavel Haas Quartet Pavel Nikl, Viola
Musik wie ein guter Freund.
Gruß Philidor
:hello
Andréjo (06.07.2020, 22:45): Hinterher noch was für die Seele. Nach Pettersson und Sibelius/Elder eine Wohltat. Stark über den Daumen gepeilt, brauche ich solche musikalischen Genüsse für den geplagten Intellekt und für die wohltätige Seele - oder umgekehrt - ein wenig im Wechsel.
;) :)
Philidor (06.07.2020, 23:04): Stark über den Daumen gepeilt, brauche ich solche musikalischen Genüsse für den geplagten Intellekt und für die wohltätige Seele - oder umgekehrt - ein wenig im Wechsel. Ich verstehe, was Du meinst, bilde mir das jedenfalls ein ... also, ich habe gerne mal ein Stück, mit dem ich über Kreuz liege, im Wechsel mit Musik, die mir näher ist ...aber wenn ich mit einem Stück über Kreuz liege und ich es dennoch hören will, dann gibt es darin etwas, was mich anzieht. Bei Pettersson ist das anders. Veilleicht habe ich für die Musik einfach keine Antenne. Mein Interesse daran beruht auch nur darauf, dass so viele andere sagen, dass das werttvolle Musik sei. Also liegt es vielleicht an mir. Schwierig ...
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (06.07.2020, 23:13): Bei Pettersson ist das anders. Veilleicht habe ich für die Musik einfach keine Antenne. Mein Interesse daran beruht auch nur darauf, dass so viele andere sagen, dass das werttvolle Musik sei. Also liegt es vielleicht an mir. Schwierig . Es liegt an Pettersson, der wohl auch selbst eine schwierige Psyche hatte. Ich kann ihm rein überhaupt nichts abgewinnen, diese Art von Musik ist mir völlig fremd. Er ist mit Fartein Valen einer der wenigen Komponisten aus dem Norden, bei denen ich völlig die Segel streichen musste. Valens Ansatz kann ich grundsätzlich nachvollziehen, da weiß ich zumindest, dass er Schönberg (also der 2.Wiener Schule) nahe stand, aber Pettersson hat hier für mich kein Ansatzpunkt. Er schreibt quasi sich selbst, was übrigens grundehrlich und damit absolut echt ist. Er ist damit sicher einmalig und auch viel krasser als etwa Gustav Mahler, der ja auch viel aus persönlichen Motiven heraus geschrieben hat.
Andréjo (07.07.2020, 00:47): Wir müssen da nicht zusammenkommen. Wertvolle Musik ist Pettersson mit Sicherheit; das lasse ich mir von niemandem ausreden. Wagners Ring des Nibelungen, deren Wert kein Kenner bestreiten würde, habe ich bislang nicht und werde ich mir vermutlich auch kein einziges Mal mehr ernsthaft zu Gemüte führen, obwohl ich mal, schon vor einigen Jahrzehnten, eine Wagner-Phase für wenige Monate hatte und mir vielleicht vier oder fünf Male Rundfunkübertragungen aufmerksam angehört hatte, die Meistersinger sogar zweimal. Und damals hatte ich eigentlich überhaupt noch keine Zeit für viel aufmerksames Musikhören!
Es geht nicht alles und man muss sich auch nicht zwingen. Trotzdem: Mich begeistert Petterssons Musik jetzt schon seit wenigstens zwanzig Jahren ungebrochen selbst dann, wenn, respektive dort, wo ich sie nicht durchschaue. Es gibt jetzt auch nichts mehr von ihm, was ich nicht kennen würde - wobei zwar diverse Orchesterwerke sehr umfangreich, aber das Gesamtschaffen überschaubar ist.
Ich will nicht bestreiten, dass das Wissen über den biographischen Hintergrund die Faszination zweifellos deutlich unterstützt hat. Und umgekehrt habe ich ja nicht geleugnet, dass auch noch aktuell manche seiner Kompositionen kaum gehört wurden. Aber vor allem die zehnte Sinfonie habe ich quantitativ wahrscheinlich dreißig Mal laufen lassen ... oder so, ich führe nicht Buch.
@ Philidor: Wenn Du ein stärkeres Faible für Vokales hast, könntest Du vielleicht noch einen Umweg nehmen, nämlich über die Vox Humana, die fast so einfach zu hören ist wie die Barfota-Lieder. Aber fühl Dich um Gottes Willen nicht zu etwas gedrängt. Nur wie gesagt: Diese Sachen sind wirklich bequem zu rezipieren und haben zwangsläufig eine direkt vermittelte Aussage ganz im Sinne des Meisters ... quasi misanthropisch und philanthropisch zugleich. Indes: Das ist nicht der Pettersson, der mich primär reizt - vielleicht, weil er so einfach ist. Die frühe Kammermusik kenne ich im Wesentlichen vom allenfalls zweimaligen Hören. Sie ist sehr abstrakt. Das wird auch keine große Liebe mehr.
Interessant ist, dass Maurice André Mahler nennt. Auch Mahler habe ich, was weiß ich, wie oft gehört, zumindest einige seiner Sinfonien. Er ist im Moment ein wenig verbraucht für mich. Vielleicht schwingt ein Schuss intellektueller Eitelkeit mit, dass mir hier die Lust abhanden gekommen ist, mich mit ihm als einem Komponisten zu befassen, auf den sich die Spezialisten seit einigen Jahrzehnten wie verrückt stürzen. Dieses Schicksal könnte einem Pettersson sogar erspart bleiben - im guten und im schlechten Sinne quasi. Die Mahler-Rezeption überfordert mich irgendwie jenseits gewisser Klischees. Pettersson ist eine runde Sache. Ihr versteht mich? Wenn nicht, kein Problem. :P
:D @ Maurice André: Bitte um einen echten Fartein Valen per CD-Tipp - ich kenne den Herrn nur dem Namen nach - und ich melde mich wieder. Versprochen!
:hello Wolfgang
Cetay (inaktiv) (07.07.2020, 03:44):
:D @ Maurice André: Bitte um einen echten Fartein Valen per CD-Tipp - ich kenne den Herrn nur dem Namen nach - und ich melde mich wieder. Versprochen! Ich darf hoffentlich auch? :P -> hier
Maurice inaktiv (07.07.2020, 04:05): @ Maurice André: Bitte um einen echten Fartein Valen per CD-Tipp - ich kenne den Herrn nur dem Namen nach - und ich melde mich wieder. Versprochen! Ich darf hoffentlich auch? Ihr seit echt gemein und böse. :D Dann muss ich euch auch ein wenig ärgern. Die Sinfonien sind zur Zeit offenbar nicht mehr lieferbar. Allerdings gibt es da eine Reihe, die könnte das mehr als wettmachen.
Es gibt zur Zeit 3 CDs dieser Reihe, die dabei die Sinfonien, als auch die Orchesterwerke beinhaltet. diese Reihe kenne ich nicht, bei mir waren es die Sinfonien dieser Reihe;
Es ist das Orchester aus Bergen unter der Leitung von Aldo Ceccato. Diese CD scheint aber vergriffen zu sein, auch die Einzel-CDs.
Philidor (07.07.2020, 09:10): Hier wieder ... Ihr wisst schon.
Wolfgang Amadé Mozart
Divertimento B-Dur KV 137 Klavierkonzert Nr. 15 B-Dur KV 450
Jean-Efflam Bavouzet Manchester Camerata Gábor Takács-Nagy
Ich finde es schön, dass es mehr als einen Komponisten gab und gibt, der grundehrlich und echt war bzw. ist in dem, was er schrieb. Was für eine Beleidigung für alle anderen.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (07.07.2020, 09:12): Ich höre derzeit sehr gerne dieses Set:
Philidor (07.07.2020, 09:54): Hinterher wieder Haydn.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 92 G-Dur ("Oxford")
Berliner Philharmoniker Sir Simon Rattle
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (07.07.2020, 10:10): John Ireland - Sextet, Phantasie Trio, Piano Trios 2 & 3 The Holywell Ensemble
Philidor (07.07.2020, 10:36): Hamerik? Hmmm ... könnte ich mal reinhören ... hier noch ein anderer Landsmann, um nicht den wohl bedeutendsten dänischen Komponisten zu nennen (Diderik Buxtehude? ;) ) :
Fein! Morgen vielleicht noch die "Klippenpastoraler".
Gruß Philidor
:hello
Andréjo (07.07.2020, 11:10): Dank an Cetay und Maurice André! Fartein Valen kriege ich auch noch unter!
:)
Und noch eine kleine Rückmeldung an Philidor:
Langgaard höre ich als reizvolle Spätromantik mit manchen Eigenwilligkeiten und in großer Besetzung. Asger Hamerik empfand ich als nicht sonderlich individuell und als recht harmlos. Oft genug braucht man aber Hintergrund für das halbe Ohr - und Geschmackssache ist dat Janze gewiss ebenso.
Marcie (07.07.2020, 11:13): @Andréjo
Dir auch ein Dankeschön, bin jetzt mit Pettersson angefixt durch Dich!
Andréjo (07.07.2020, 11:20): @Andréjo
Dir auch ein Dankeschön, bin jetzt mit Pettersson angefixt durch Dich! Wer sagt's denn! Erzähl schnell, was Du schon kennst oder was Dir vorschwebt - wenn Du magst!
:W
PS: Alles in diesen Thread? Meister Satie - gibt es andere Lösungen?
Okay - eigentlich dumme Frage. Eigentlich.
Marcie (07.07.2020, 11:21): @Andréjo
Dir auch ein Dankeschön, bin jetzt mit Pettersson angefixt durch Dich! Wer sagt's denn! Erzähl schnell, was Du schon kennst oder was Dir vorschwebt - wenn Du magst! :W
PS: Alles in diesen Thread? Meister Satie - gibt es andere Lösungen?
Okay - eigentlich dumme Frage. Eigentlich. Kenne NICHTS und mir schwebt diese dicke Box von CPO vor... :)
Andréjo (07.07.2020, 11:31): Das ist eine gute Idee, Marcie!
Philidor (07.07.2020, 12:04): Und noch eine kleine Rückmeldung an Philidor:
Langgaard höre ich als reizvolle Spätromantik mit manchen Eigenwilligkeiten und in großer Besetzung. Asger Hamerik empfand ich als nicht sonderlich individuell und als recht harmlos. Oft genug braucht man aber Hintergrund für das halbe Ohr - und Geschmackssache ist dat Janze gewiss ebenso. Klar ist es Geschmackssache! Altkluge Leute wissen aber :ignore , dass es den angeborenen und den angelernten Geschmack gibt ... mit mitteleuropäischer Standard-Sozialisiation gefällt wohl niemandem Schönbergs Streichtrio, und doch haben einige ihren Geschmack so weit entwickelt, dass sie das Werk goutieren ...
Erstmal bleibe ich bei Tüür und Nørgård, hab ja gerade den Durchlauf begonnen. Wenn zwischendurch ein Langgaard oder Pettersson, ein Tubin oder Holmboe erklingt, dann wird das nicht stören. Und ja, die Geister scheiden, bleibt eine dauernde Aufgabe ... siehe Hamerik.
Danke Dir für Deine Anregungen!
Viele Grüße Philidor
:hello
Amonasro (07.07.2020, 12:12): Bei mir jetzt:
Heitor Villa-Lobos:
As Três Marias A Prole do Bebê Suite Nr. 1 A Prole do Bebê Suite Nr. 2 Rudepoêma
Marc-André Hamelin (Klavier)
Insbesondere das wilde und aufwühlende Rudepoêma ist immer wieder hörenswert.
Gruß Amonasro
Marcie (07.07.2020, 12:16):
Maurice inaktiv (07.07.2020, 12:40): https://www.youtube.com/watch?v=oi-zeoTezz4
Fartein Valen mit der 1.Sinfonie unter Aldo Ceccato
Das ist mal zum Reinhören gedacht. Der Anfang könnte vielleicht auch Pettersson-Fans entzücken, das ist sicher richtig toll geschrieben. Heute empfinde ich es auch nicht mehr so schrecklich wie damals vor rund 10 Jahren. Das liegt bestimmt daran, dass ich inzwischen den Zugang zu Schönberg zumindest in Teilen gefunden habe. Doch es ist immer noch nicht so recht meine Welt.
https://www.youtube.com/watch?v=ZJCZfP79UHE
HIer dann noch Valens Violin - und auch Klavierkonzert. Wer reinhören mag, nur zu. Es ist genau dazu gedacht. Mir ziehen sich die Fußnägel hoch, ich möchte wieder zum Jazz zurück gerade.
Philidor (07.07.2020, 12:55): Weiter mit diesem Werk.
Johann Sebastian Bach: Das wohltemperierte Klavier Band I BWV 846-869
Masaaki Suzuki, Cembalo (Nachbau eines Ruckers-Cembalo durch Willem Kroesbergen von 1982)
"Masaaki Suzuki, Klavier" weiß die jpc-Webseite. Aha. Naja, im Internet liest man allerhand Mist.
Suzuki zeigt sich hier sehr spiel- und entdeckungsfreudig, ganz anders als bei seinen Aufnahmen der geistlichen Vokalwerke Bachs, die doch häufig eine quasi spirituelle Aura tragen. – Für meine Ohren ist das eine vollgültige Lesart neben der Leonhardtschen Aufnahme, die gewiss weniger individuell und meinetwegen auch „klassischer“ geraten ist. Zwar hat mich schon im allerersten Klavierstunden- und Hochzeits-Ave-Maria-Präludium genervt, dass Suzuki schon im dritten Takt ein sehr deutliches Rubato anbringt, aber sei's drum. Das waren zwei erfüllte Stunden. – Wunderbarer Cembaloklang, I: 8‘ + 4‘, II: 8‘, das wars … reicht dem Meister aus Kōbe.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (07.07.2020, 13:45): Nun wieder der Däne. Kommt gut nach den Sphärenklängen Langgaards.
Per Nørgård: Sinfonie Nr. 3 (1972-75)
Danish National Symphony Orchestra and Choir Leif Segerstam
Fantastisch.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (07.07.2020, 14:26): Fast hätte ich vergessen, einen anderen Hörfaden wieder aufzunehmen ...
Ludwig van Beethoven: Streichquartett cis-Moll op. 131
Hagen-Quartett
Mmmmja ... die bisweilen ruppige Spielweise der Hagens hat schon was (meine ich), doch mit Busch und Takács war ich glücklicher ... da bleibt diese eher als "something else"-Aufnahme in der engeren Wahl.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (07.07.2020, 15:26): Nun gibt es im Ostsee-Raum freilich noch mehr ...
Pēteris Vasks: Tāla gaisma (Fernes Licht) für Violine und Streichorchester
Vadim Gluzman, Violine FInnisches RSO Hannu Lintu
Wie bei Lintu nicht anders zu erwarten, eine glutvolle Wiedergabe. Kalte Glut.
Gruß Philidor
:hello
satie (07.07.2020, 16:41):
PS: Alles in diesen Thread? Meister Satie - gibt es andere Lösungen?
Okay - eigentlich dumme Frage. Eigentlich. Na aber sicher. Mach einen Vorschlag, wohin es verschoben/kopiert werden könnte, dann mache ich das gerne!
Marcie (07.07.2020, 17:26):
Philidor (07.07.2020, 17:37): Yeah.
Modest Mussorgsky/Maurice Ravel: Bilder einer Ausstellung
Maurice Ravel: La valse
Les Siècles François-Xavier Roth
Hammerhammerhammer. Ich mag die "Bilder" nicht so sehr und höre sie eher selten, egal ob mit Celi Stuttgart/München oder mit Reiner oder mit sonstwem, aber das hier hat mir gut gefallen.
Ich harre immer noch der Sinfonie von César Franck mit diesem Ensemble und diesem Dirigenten ...
Gruß Philidor
:hello
michael74 (07.07.2020, 18:33): Hallo Zusammen
gerade gibt es folgendes im Player
Gruss Michael
Philidor (07.07.2020, 19:47): Heute der ganze dritte Teil. Die Leber wächst ja auch mit ihren Herausforderungen.
Kaikoshru Shapurji Sorabji: Opus Clavicembalisticum
"Pars tertia":
IX. Interludium Alterum (Toccata, Adagio, Passacaglia cum LXXXI Variationibus) X. Cadenza II XI. Fuga IV Quadruplex XII. Coda stretta
Schönbergs Streichtrio - warum nicht, solange nicht jeden Tag? Aber oft habe ich's noch nicht gehört. Bei Schönberg kommt wegen der Originalität bei mir öfters mal die Serenade in den Drehautomaten, die mit Mandoline und mit Tenorsolo. Und die beiden Solokonzerte.
Was den Geschmack anbelangt, das ist wie mit der Liebe. Keiner und keine weiß, was das ist, woher das kommt, worin es genau besteht, vielleicht noch nicht einmal, ob es auf jemanden bzw. etwas anderes fixiert ist oder doch nur auf den oder die, die oder der behauptet, ihr oder ihm wäre es danach ... :P
Nein - ich glaube schon auch, dass man Geschmack entwickeln kann und das er mit Bildung zu tun hat - aber nicht grenzenlos.
:hello
Andréjo (07.07.2020, 20:01): Die Sinfonien Allan Petterssons - nachtschwarze Brachial-Sinfonik?
Werter Satie, ich komme auf Dein Angebot in Beitrag 1077 zurück. Nachdem es hier schon seit mindestens zwei Tagen oft um Pettersson ging, könnte man in den obigen Thread kopieren, was dazugehört.
Vielen Dank!
Wolfgang
Philidor (07.07.2020, 20:16): Was den Geschmack anbelangt, das ist wie mit der Liebe. Keiner und keine weiß, was das ist, woher das kommt, worin es genau besteht, vielleicht noch nicht einmal, ob es auf jemanden bzw. etwas anderes fixiert ist oder doch nur auf den oder die, die oder der behauptet, ihr oder ihm wäre es danach ... Hmmmjjjaaaa ... es gibt Leute, die sich mit diesen Dingen viel besser auskennen als ich. Die sagen, bei der Liebe geht es zuallererst um die Fortpflanzung mit einem dafür im Rahmen der Einschätzung des eigenen Marktwertes bestmöglich geeigneten Partner, egal, was wir uns so einreden mögen ... die anderen Dinge, die bewirken, dass aus Verliebtheit (oder Begierde) irgendwann mal Liebe wird, kommen später ... aber das wäre jetzt off topic. :ignore
Ich meine, es spräche nichts dagegen, sich die Musik zum eigenen Zeitvertrieb nach den Begierden auszusuchen ... und um nicht vollständig zum Sklaven seiner Launen und Stimmungen zu werden (gerne beschönigt à la "ich höre das, was ich gerade will") , das ein wenig zu strukturieren ...
Gruß Philidor
:hello
michael74 (07.07.2020, 22:03): zum Tagesabschluss noch
Gruß Michael
satie (08.07.2020, 03:06): Hallo Michael und willkommen im Forum!
Ich mag Perahia sehr gerne. Bedaure immer noch, dass er seine Beethoven-Konzerte hier absagen musste. Ich hatte so schöne Karten fürs Konzerthaus... :I
Herzliche Grüße Satie
Philidor (08.07.2020, 08:42): Und weiter mit Mozart aus Manchester mit französischem Einschlag, äh Anschlag.
Wolfgang Amadé Mozart
Divertimento F-Dur KV 138 Klavierkonzert Nr. 16 D-Dur KV 451
Jean-Efflam Bavouzet Manchester Camerata Gábor Takács-Nagy
Gruß Philidor
:hello
Philidor (08.07.2020, 09:28): Hinterher Haydn.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 93 D-Dur
Concertgebouw Orchestra Nikolaus Harnoncourt
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (08.07.2020, 09:29): Auch von mir ein Hallo @michael74 :hello _____
J. S. Bach - The Art of Fugue Tatyana Nikolayeva The 1993 Sibelius Academy Recital, Helsinki
Amadé (08.07.2020, 11:01):
Gruß Amadé
agravain (08.07.2020, 14:02): Hier:
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 8 c-Moll WAB 108
Münchner Philharmoniker Sergiu Celibidache
Maurice inaktiv (08.07.2020, 14:27): Anton Bruckner: Symphonie Nr. 8 c-Moll WAB 108
Münchner Philharmoniker
Ich war mal so frei..... :)
Philidor (08.07.2020, 15:25): Hier wieder Italienisches. Genua war auch ohne Brücke aufregend.
GIuseppe Verdi: Simon Boccanegra
Simon Boccanegra - Piero Cappuccilli Maria Boccanegra/Amelia - Mirella Freni Gabriele Adorno - José Carreras Jacopo Fiesco - Nicolai Ghiaurov Paolo Albani - José van Dam Pietro - Giovanni Foiani Coro e Orchestra del Teatro alla Scala Claudio Abbadio
Großartige Bässe. Bei dieser Aufnahme (Januar 1977) kann ich auch nachvollziehen, warum Carreras zu Carreras werden konnte. Bei aller Liebe zu älteren Aufnahmen: Diese Einspielung ist ein Beleg dafür, was in den 1970ern noch möglich war - bei wirklich guter Aufnahmetechnik.
Und überhaupt: Ist der Boccanegra in der überarbeiteten Fassung nicht Verdis beste Oper?
Gruß Philidor
:hello
Philidor (08.07.2020, 16:11): Bavouzet, dessen Mozart mich nun schon eine ganze Zeit morgens erfreut, hat auch Bartóks Klavierkonzerte eingespielt:
Béla Bartók: Klavierkonzert Nr. 1
Jean-Efflam Bavouzet BBC Philharmonic Gianandrea Noseda
Kommt gut.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (08.07.2020, 16:58): Nun ein anderer Ostseeanrainer:
Eduard Tubin: Sinfonie Nr. 5 h-Moll
Cincinnati Symphony Orchestra Paavo Järvi
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (08.07.2020, 17:34): Hier wieder Italienisches. Genua war auch ohne Brücke aufregend.
GIuseppe Verdi: Simon Boccanegra
Simon Boccanegra - Piero Cappuccilli Maria Boccanegra/Amelia - Mirella Freni Gabriele Adorno - José Carreras Jacopo Fiesco - Nicolai Ghiaurov Paolo Albani - José van Dam Pietro - Giovanni Foiani Coro e Orchestra del Teatro alla Scala Claudio Abbadio
Großartige Bässe. Bei dieser Aufnahme (Januar 1977) kann ich auch nachvollziehen, warum Carreras zu Carreras werden konnte. Bei aller Liebe zu älteren Aufnahmen: Diese Einspielung ist ein Beleg dafür, was in den 1970ern noch möglich war - bei wirklich guter Aufnahmetechnik.
Und überhaupt: Ist der Boccanegra in der überarbeiteten Fassung nicht Verdis beste Oper?
Gruß Philidor
:hello Ob es seine beste ist, weiß ich nicht, aber es ist meine Lieblingsoper und in dieser Aufnahme sowieso. Das Hauptlob gebürt hier Abbado der deutlich mehr aus der Partitur holt, aIs z. B. Santini. In gewisser Weise scheint mir der Boccanegra die Verdi-typischste Oper: die zentrale und komplexe Bariton-Rolle, die hier gleich doppelte Vater-Tochter-Konstellation, das Ineinandergreifen von privatem und politischem - all das durchzieht Verdis Ouevre, ist hier aber vielleicht am stärksten ausgeprägt.
Von Carreras kenne ich nur wenige Aufnahmen, mit denen ich rundum zufrieden bin, besonders gelungen sind noch sein Otello (Rossini!) und Verdis Il Corsaro.
Bei mir heute:
Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Ernani
Ernani - Carlo Bergonzi Donna Elvira - Leontyne Price Don Carlo - Mario Sereni Don Ruy Gomez de Silva - Ezio Flagello Don Riccardo - Fernando Iacopucci Iago - Hartje Mueller Giovanna - Julia Hamari
RCA Italiana Opera Orchestra and Chorus, Thomas Schippers
Von den frühen Verdi-Opern gefiel mir der Ernani immer am meisten. Insbesondere die Szenen für den Bariton sind großartig. Die Schippers-Aufnahme lässt keine Wünsche offen, man kann lediglich bedauern, dass hier die später komponierte Arie "Odi il voto", die die Titelfigur etwas aufwertet, nicht inkludiert ist.
Gruß Amonasro
Philidor (08.07.2020, 18:20): Ob es seine beste ist, weiß ich nicht, aber es ist meine Lieblingsoper und in dieser Aufnahme sowieso. ;) Der "Boccanegra" kämpft bei mir mit Don Carlo, Otello und Falstaff ... wenn ich die Genua-Story höre, scheint die Sache vollkommen klar, aber nur bis zum nächsten "Fontainebleau!", "Esultate!"" oder bis zu den Dialogen von Pistola und Bardolfo ... Das Hauptlob gebürt hier Abbado der deutlich mehr aus der Partitur holt, aIs z. B. Santini. Ja. Das ist auch das Manko der interessanten Aufnahmen mit Warren und Tibbett. Offenbar galt die Oper lange als "Zweitliga"-Verdi, und die Dirigenten haben sich nicht sooo viel Mühe gegeben.
Ich habe mir von obiger Disc mit Paavo Järvi erst noch die Zweite von Sibelius gegeben - sehr ok - und griff nun zu diesem:
Vagn Holmboe: Sinfonie Nr. 1 für Kammerorchester op. 4
Aarhus Symphony Orchestra Owain Arwel Hughes
{/img]
Gruß Philidor
:hello
Philidor (08.07.2020, 19:07): Hier nochmal die dritte.
Per Nørgård: Sinfonie Nr. 3
Danish National Vocal Ensemble Danish National Choir Danish National Symphony Orchestra
Frappierend. Das Stück wirkt hier durchaus anders auf mich als in den Aufnahmen von Vetö und Segerstam.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (08.07.2020, 19:34):
Philidor (08.07.2020, 19:46): Impressionismus und Orgel geht nicht! Oder doch?
Maurice Duruflé
Prélude et fugue sur le nom d'Alain op. 7 Suite op. 5
Friedhelm Flamme Mühleisen-Orgel der Stiftskirche zu Bad Gandersheim (III/43)
Gruß Philidor
:hello
michael74 (08.07.2020, 19:51): Hallo Zusammen
es ist die CD1 mit Symphonie 1 und 3
William
Äh ja ich gucke das ich Zukunft die Cover etwas kleiner hinbekomme
Marcie (08.07.2020, 19:54):
Äh ja ich gucke das ich Zukunft die Cover etwas kleiner hinbekomme Ich kann leider gar kein Cover sehen. :(
michael74 (08.07.2020, 20:02): Äh ja ich gucke das ich Zukunft die Cover etwas kleiner hinbekomme Ich kann leider gar kein Cover sehen. :( what? Ich sehe es und habe es auch in der Vorschau gesehen bevor ich es gepostet habe
Marcie (08.07.2020, 20:06): Ich sehe es leider nur so, aber vielleicht liegt das auch an mir/meinem Browser? @Satie ?
satie (08.07.2020, 20:15): Ich sehe es leider nur so, aber vielleicht liegt das auch an mir/meinem Browser? @Satie ?
Ich sehe es auch nicht...
michael74 (08.07.2020, 20:35): Ich sehe es leider nur so, aber vielleicht liegt das auch an mir/meinem Browser? @Satie ?
Ich sehe es auch nicht... äh ja kann sein weil ich am iPad bin das es nicht klappt
satie (08.07.2020, 20:46): Jetzt allerdings kann ich es sehen! Eigenartig...
michael74 (08.07.2020, 20:50): Jetzt allerdings kann ich es sehen! Eigenartig... habe es gerade formatiert
michael74 (08.07.2020, 21:50): ich mach einfach mal weiter hier
Maurice inaktiv (08.07.2020, 22:03): habe es gerade formatiert Es ist nach wie vor nicht zu sehen. Zumindest bei nicht. Das gleiche Bild wie bei den Usern zuvor habe ich immer noch hier.
Marcie (08.07.2020, 23:54): Ich kann es nun auch sehen. ?(
Cetay (inaktiv) (09.07.2020, 03:21): Ja, das mit der Sichtbarkeit ist so eine Sache. Ich sehe manchmal Bilder am Smartphone nicht, aber am Laptop schon. Bei den eigenen Bildern habe ich festgestellt, dass sie manchmal unsichtbar werden, wenn ich verlinke und dann den Link bearbeite, um sie zu verkleinern. Seither benutze ich den BB-Code (das kleine Quadrat links oberhalb der Menueleiste) und das geht dann ohne Probleme. Man kann auch -einfacher- das Bild mit der Maus zusammenziehen, das geht allerdings mit dem Smartphone nicht - zumindest nicht mit meinem Browser.
Eine von drei Einspielungen des Konzerts mit Oue am Pult. Ich hab früher schon mal flachwitzig spekuliert, ob er das Stück wirklich so liebt oder ob sich einfach sonst keiner findet, der das machen will.
Cetay (inaktiv) (09.07.2020, 04:17): Hier jetzt Hardcore-Piano-Shredding:
Franz Liszt; Klavierkonzert Nr. 1 E-Dur, S.124 Zoltán Kócsis, Budapest Festival Orchestra, Iván Fischer
Philidor (09.07.2020, 09:25): Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart
Ouvertüre zu Don Giovanni KV 527 Klavierkonzert Nr. 17 G-Dur KV 453 (Kadenzen: Jean-Efflam Bavouzet - stilistisch den Bereich Mozarts klar verlassend )
Jean-Efflam Bavouzet, Klavier Manchester Camerata Gábor Takács-Nagy
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.07.2020, 10:02): Nun wieder Haydn.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 94 G-Dur
Concertgebouw Orchestra Nikolaus Harnoncourt
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (09.07.2020, 10:03): J. S. Bach - The Well-Tempered Clavier, Book 1 Wanda Landowska
Philidor (09.07.2020, 10:45): Mit Landowskas Spiel des WK I wurde ich nie warm ... aber ich versuche es gerne bei Gelegenheit nochmal ...
Hier wieder Estnisches:
Erkki-Sven Tüür: Sinfonie Nr. 4 ("Magma")
für Solo-Schlagzeug und Sinfonieorchester
Evelyn Glennie, Schlagzeug Estonian National Symphony Orchestra Paavo Järvi
Das war meine erste Scheibe mit Musik von Tüür und sie hat mich restlos begeistert. - Die Musik würde ich auch einem Heavy-Metal-Fan sofort empfehlen ...
Gruß Philidor
:hello
michael74 (09.07.2020, 10:47): Ja, das mit der Sichtbarkeit ist so eine Sache. Ich sehe manchmal Bilder am Smartphone nicht, aber am Laptop schon. Bei den eigenen Bildern habe ich festgestellt, dass sie manchmal unsichtbar werden, wenn ich verlinke und dann den Link bearbeite, um sie zu verkleinern. Seither benutze ich den BB-Code (das kleine Quadrat links oberhalb der Menueleiste) und das geht dann ohne Probleme. Man kann auch -einfacher- das Bild mit der Maus zusammenziehen, das geht allerdings mit dem Smartphone nicht - zumindest nicht mit meinem Browser.
Eine von drei Einspielungen des Konzerts mit Oue am Pult. Ich hab früher schon mal flachwitzig spekuliert, ob er das Stück wirklich so liebt oder ob sich einfach sonst keiner findet, der das machen will. Hallo darf ich Sie einmal fragen wie Sie rechts neben dem Cover den Link bzw. Button einfügen?
Danke Michael
Amonasro (09.07.2020, 10:55):
Vincenzo Bellini/Carlo Pepoli: I puritani
Lord Gualtiero Valton - Gian Carlo Luccardi Elvira - Joan Sutherland Sir Giorgio Valton - Nicolai Ghiaurov Lord Arturo Talbo - Luciano Pavarotti Sir Riccardo Forth - Piero Cappuccilli Sir Bruno Roberton - Renato Cazzaniga Enrichetta di Francia - Anita Caminada
Chorus of the Royal Opera House, Covent Garden London Symphony Orchestra, Richard Bonynge
Gruß Amonasro
Philidor (09.07.2020, 14:43): Vincenzo Bellini/Carlo Pepoli: I puritani Liegt das daran, dass neulich "Fitzcarraldo" im TV zu sehen war? ;)
Hier molto rubato:
Johann Sebastian Bach: Das wohltemperierte Klavier Band I BWV 846-869
Richard Egarr Nachbau eines Ruckers-Cembalo von 1638 durch Joel Katzman, 1991 Ungleichstufige Stimmung nach Bradley Lehman http://www.larips.com/
Wo Leonhardt und Suzuki ihre Rubati eher diskret einsetzen und offenbar wissen, dass die Andeutung bisweilen stärker als die Ausführung ist, leistet sich Egarr eine (auf mich) sehr subjektiv wirkende Wiedergabe mit viel Agogik, Verlängerungen von betonten Tönen, Verzögern davor, das volle Programm, und eben nicht angedeutet, sondern teilweise exzessiv (für meine Ohren). Und doch - obwohl mir der Zugang von Leonhardt und Suzuki näher steht, lasse ich mich gerne darauf ein. Es hat schon eine bezwingende Logik. Ich finde die Egarrsche Agogik gar nicht störend, fast schon ... horribile dictu ... natürlich ...
In der C-Dur-Fuge spielt Egarr eine ältere Fassung ohne Punktierung des Themas, Rhythmus also Achtel-Achtel-Achtel-Achtel-16tel-16tel-Achtel- ... Das Fis-Dur-Präludium finde ich deutlich zu schnell, auch das b-Moll-Präludium. Aber ok.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.07.2020, 16:04): Weiter mit diesem Zyklus:
Béla Bartók: Klavierkonzert Nr. 2
Jean-Efflam Bavouzet BBC Philharmonic Gianandrea Noseda
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.07.2020, 16:58): Und wieder Nordisches.
Vagn Holmboe: Sinfonie Nr. 2 op. 15
Aarhus Symphony Orchestra Owain Arwel Hughes
{/img]
Da geht's ganz schön ab ... doch es gibt auch finstere Seiten ("Lamentazione", 2. Satz).
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.07.2020, 17:40): Und noch einer. Diesen SIbelius-Zyklus höre ich sehr gerne und würde ihn sofort in den Top 5 platzieren. EIgentlich sogar Top 3.
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39
London Symphony Orchestra Sir Colin Davis
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.07.2020, 19:09): Tageszeitgerechtes.
Franz Liszt: Harmonies poétiques et religieuses
Brigitte Engerer, Klavier
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (09.07.2020, 19:52): Halli hallo,
jetzt im Streaming Leider sind nur leere Felder zu sehen.
tapeesa (09.07.2020, 19:54): Fälschlicherweise obwohl nicht angesprochen in Dinge gehängt. Hoffe, es passiert mir nicht noch mal.
Philidor (09.07.2020, 19:54): Hier ganz konventionell vom physischen Medium - die Aufnahme scheint es bei Qobuz nicht zu geben ...
Antonín Dvořák: Streichquintett Es-Dur op. 97
Panochovo kvarteto Josef Klusoň, Viola
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.07.2020, 20:00): Wenn ich mir das "Magma"-Cover ansehe, scheint das auch diametral entgegen gesetzt zu dem, wie und wo du momentan unterwegs bist UInd dafür reicht schon das Cover ...? :D ... ich höre ja gerade WK I in Druckbetankung ... Muss ja nicht jeder mit allem, etwas anfangen können Eben. apokalyptische Musik Ups ... wenn's soweit ist, macht erstmal niemand mehr Musik ... glaube ich ... :engel ... luja, sog i ...
Viele Grüße Philidor
:hello
Marcie (09.07.2020, 20:02): Die knackige Fünfte aus diesem Set:
Marcie (09.07.2020, 20:10):
michael74 (09.07.2020, 20:10): Also mal analog
Helene Grimaud Essential Víkingur Ólafsso Debuusy
tapeesa (10.07.2020, 02:29): Uff, mir sind ein paar "Sicherungen durchgebrannt" - bitte wenn möglich nicht weiter kommentieren - geht jetzt auch wieder. Michael - das hatte wenig mit dir zu tun, war nur der Auslöser, der ein eh schon (mit allem Möglichen) volles Fass zum Überlaufen gebracht hat. Werde versuchen mehr bei mir zu bleiben. ______
1 - The Art of Helen Donath 1 - 4 Händel - Messiah, HWV 56 - Part 1:16, Part.2:36, Part 3: 43 und 50
2 - Engelbert Humperdinck - Hänsel und Gretel, Gesamtaufnahme Ann Murray, Edita Gruberova, Barbara Bonney, Christiane Oelze, Franz Grundheber Staatskapelle Dresden, Sir Colin Davis
Philidor (10.07.2020, 07:38): Hier 16saiiges.
Ludwig van Beethoven: Streichquartett a-Moll op. 132
Takács Quartett
Gruß Philidor
:hello
Philidor (10.07.2020, 09:39): Nun wieder Mozart.
Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 18 B-Dur KV 456
Jean-Efflam Bavouzet, Klavier Manchester Camerata Gábor Takács-Nagy
Gruß Philidor
:hello
michael74 (10.07.2020, 09:49): Guten Morgen
Gruß Michael
Philidor (10.07.2020, 10:21): Moin. - Nun wieder Haydn.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 95 c-Moll
Concertgebouw Orchestra Nikolaus Harnoncourt
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (10.07.2020, 11:57): Vincenzo Bellini/Carlo Pepoli: I puritani Liegt das daran, dass neulich "Fitzcarraldo" im TV zu sehen war? ;) Nein, ich kenne den Film gar nicht.
Warum ausgerechnet diese Aufnahme? Weil dies meine erste war (wie auch Ballo/Leinsdorf, Forza/Schippers), weil sie gut ist und weil ich sie meistens deswegen nicht gehört habe, weil ich mir sagte "das war meine erste Traviata, die kenne ich". Also jetzt mal wieder Kleiber Sohn am Pult.
Philidor (10.07.2020, 17:32): Keine schlechte Aufnahme, wahrlich nicht ...
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43
London Symphony Orchestra Sir Colin Davis
Gruß Philidor
:hello
Philidor (10.07.2020, 18:59): Nun nochmals die "Harmonies ... "
Franz Liszt: Harmonies poétiques et religieuses
Aldo Ciccolini, Klavier
Gruß Philidor
:hello
Marcie (10.07.2020, 19:46): Ich kann mich derzeit garnicht satthören an Ferdinand Ries...
Marcie (10.07.2020, 20:34): ...jetzt grad die 7.
tapeesa (10.07.2020, 20:51): 1 - John Cage - Four Quatuor Bozzini
2 - Deep listening Band - Non Stop Flight daraus 7. The last Chances - Stuart Dempster, Pauline Oliveros, David Gamper, Abel Steinberg Winant Trio, HUB und IES, The, The Audience (Bin mir nicht sicher, ob die Angaben stimmen und ob das eine Komposition von Stuart Dempster ist oder eine Gemeinschaftsarbeit.)
Philidor (11.07.2020, 08:52): Hier Mozart mit Brendel.
Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 19 F-Dur KV 459
Alfred Brendel, Klavier Academ of St. Martin in the Fields Sir Neville Marriner
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (11.07.2020, 08:52): Isaac Albéniz - Iberia Cuaderno, Navarra, Suite Española, Pavana-Capricho, Tango, Rumores de la caleta, Puerta de Tierra Klavier: Alicia de Larrocha
Philidor (11.07.2020, 09:21): Nun wieder Haydn.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 96 D-Dur ("The Miracle")
Concertgebouw Orchestra Nikolaus Harnoncourt
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.07.2020, 09:56): Erstling.
Luigi Nono: Variazioni canoniche sulla serie dell’op. 41 di Arnold Schönberg
Sinfonieorchester des Südwestfunks Michael Gielen
Gruß Philidor
:hello
agravain (11.07.2020, 11:57): Ich höre zweimal Quellwasser aus den Appalachen.
Aaron Copland: Appalachian Spring
San Francisco Symphony Michael Tilson Thomas
Berliner Philharmoniker Sergiu Celibidache
Philidor (11.07.2020, 14:06): Bei Tidal zu hören - oder in der Tube mit Partitur:
Luigi Nono: Polifonica - Monodia - Ritmica für Flöte, Klarinette, Bass-Klarinette, Alt-Saxophon, Horn, Klavier und Schlagzeug (von Scherchen stark gekürzte Fassung der UA)
Ensemble UnitedBerlin Peter Hirsch
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.07.2020, 14:47): Nun die Urfassung, die erst 2005 aus den erhaltenen Originalstimmen rekonstruiert wurde.
Luigi Nono: Polifonica - Monodia - Ritmica für Flöte, Klarinette, Bass-Klarinette, Alt-Saxophon, Horn, Klavier und Schlagzeug (Urfassung)
ensemble aisthesis
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.07.2020, 15:38): Nun die "Carmina Danica".
Vagn Holmboe: Sinfonie Nr. 4 op. 29 ("Sinfonia sacra")
The Jutland Opera Choir Aarhus Symphony Orchestra Owain Arwel Hughes
{/img]
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.07.2020, 16:29): Weiter mit Dänischem.
Per Nørgård: Sinfonie Nr. 4
Oslo Philharmonic Orchestra John Storgårds
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.07.2020, 17:59): Weiter mit diesem mMn sehr gelungenen Zyklus.
Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 3 C-Dur op. 52 Sinfonie Nr. 4 a-Moll op. 63
London Symphony Orchestra Sir Colin Davis
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (11.07.2020, 18:49): 1 - Baltic Souls daraus: 6 - 11 Pēteris Vasks - Little Summer Music und 12 Arvo Pärt - Spiegel im Spiegel Ursula Schoch, Marcel Worms
2 - Pēteris Vasks - Concerto for Viola and String Orchestra & Symphony No. 1 "Voices" (of Silence, of Life, of Conscience) Sinfonietta Rīga, Maxim Rysanov
Philidor (11.07.2020, 19:33): Feine baltische Musik bei tapeesa!
Auch hier ein Ostseeanrainer:
Allan Pettersson: Sinfonie Nr. 6
Norrköping Symphony Orchester Christian Lindberg
Fand ich wesentlich zugänglicher als in der Aufnahme bei cpo ...
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (11.07.2020, 20:32): Ēriks Ešenvalds - Translations Portland State Chamber Choir, Ethan Sperry
Philidor (11.07.2020, 23:28): Hier noch ein früher Nono zu später Stunde.
Luigi Nono: Composizione per orchestra No. 1
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Peter Hirsch
Hmmm ... kein großer Fortschritt gegenüber "Poliofonica - Monodia - Ritmica", oder?
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (11.07.2020, 23:56):
Luigi Boccherini:
Gitarrenquintett IV "Fandango" D-Dur Streichquartett op. 24 Nr. 6 g-Moll Gitarrenquintett "La ritirata di Madrid" C-Dur
Europa Galante
Gruß Amonasro
Philidor (12.07.2020, 09:16): Hier wieder Mozart.
Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 20 d-Moll KV 466
Jean-Efflam Bavouzet Camerata Manchester Gábor Takács-Nagy
Gruß Philidor
:hello
Philidor (12.07.2020, 10:22): Hinterher wieder Haydn.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 97 C-Dur
Concertgebouw Orchestra Nikolaus Harnoncourt
Gruß Philidor
:hello
Philidor (12.07.2020, 11:06): Heute ist der 5. Sonntag nach Trinitatis.
J. S. Bach
"Wer nur den lieben Gott lässt walten" BWV 93 "Siehe, ich will viel Fischer aussenden" BWV 88
Joanne Lunn, William Towers, Kobie van Rensburg, Peter Harvey Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (12.07.2020, 11:42): Rebecca Clarke - Songs for voice and piano, voice and violin with works for violin and piano Sopran - Patricia Wright Geige - Jonathan Rees Klavier - Kathron Sturrock
Philidor (12.07.2020, 12:42): Hier nochmals Bach.
Johann Sebastian Bach: Der dritte Teil der Klavierübung BWV 552 + BWV 669-689
Kevin Bowyer Marcussen & Son-Orgel der Sct. Hans Kirke zu Odense/Dänemark (III/37)
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (12.07.2020, 15:13): 1 - Davidovsky/Korf/Wright: Orchestral Works Anthony Korf: Symphony No. 2, Mario Davidovsky: Divertimento, Maurice Wright: Night Scenes Riverside Symphony
2 - Laurel Zucker - Inflorescence II - Music for Solo Flute Song (Jennifer Higdon), Six Tango Etudes (Astor Piazolla), Les Folies d'Espagne (Martin Marais), Tōru Takemitsu, u. a.
Etwas John Tavener (The Protecting Veil) sowie MacMillan (The Confession of Isobel Gowdie, unter Marin Alsop), aber das eher hintergründig.
Jetzt: Wolfgang Rihm - 2. Styx und Lethe (Lucas Fels) - Wolfgang Rihms Kompositionen, da möchte ich tiefer schauen - ich meine kurz gelesen zu haben, dass es zwischen ihm und Luigi Nono auch eine Verbindung gibt.
satie (12.07.2020, 16:47): Zu Rihm und Nono gibt es hier einiges:
As Três Marias A Prole do Bebê Suite Nr. 1 A Prole do Bebê Suite Nr. 2 Rudepoêma
Marc-André Hamelin (Klavier)
Insbesondere das wilde und aufwühlende Rudepoêma ist immer wieder hörenswert.
Gruß Amonasro Schönes Cover ! Probier mal Rudepoema live (das dürfte relativ selten sein). Grüße, Gamaheh
Philidor (12.07.2020, 17:12): Hier noch ein "Wohltemperiertes" ...
Johann Sebastian Bach: Das wohltemperierte Klavier Band I BWV 846-869
Christine Schornsheim Ruckers-Cembalo von 1624
Toller Cembaloklang!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (12.07.2020, 17:52): ... und wieder Ostseenahes.
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 5 Es-Dur op. 82
London Symphony Orchestra Sir Colin Davis
Gruß Philidor
:hello
Philidor (12.07.2020, 18:24): Ich blieb in der Gegend.
Vagn Holmboe: Sinfonie Nr. 5 op. 35
Aarhus Symphony Orchestra Owain Arwel Hughes
{/img]
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (12.07.2020, 20:01): Nach viel Neuer Musik in den letzten Tagen brauchte es jetzt mal einen Kontrapunkt in klassischem Schönklang - dafür sorgte u. a. ein spanischer Namensvetter des großen Luigi:
Interessante, genrehafte Nettigkeiten (mit Ausnahme von Arriagas einziger Sinfonie, welche weit darüber hinaus reicht / hinaus weist), denkbar ideal aufgewertet durch das Kölner Ausnahme-Ensemble!
Amonasro (12.07.2020, 20:29): Hieraus:
Manuel de Falla:
El amor brujo
Nati Mistral (Mezzosopran) New Philharmonia Orchestra, Rafael Frühbeck de Burgos
Concierto para clavecín y 5 instrumentos
John Constable (Cembalo) The London Sinfonietta, Simon Rattle
Homenaje "Le Tombeau de Claude Debussy"
Eduardo Fernández (Gitarre)
Psyché
Jennifer Smith (Sopran) The London Sinfonietta, Simon Rattle
Noches en los jardines de España
Alicia de Larrocha (Klavier) The Philharmonic Orchestra, Rafael Frühbeck de Burgos
Gruß Amonasro
Sfantu (12.07.2020, 22:10): @ Amonasro,
da hörst Du meine Allzeit-Favoritin unter den Amor brujo-Einspielungen: Nati Mistral mit ihrem betont folkloristischen, unklassischen Timbre & Frühbeck de Burgos mit rauhem, holzschnittartigem Zugriff... immer wieder grandios!
Philidor (12.07.2020, 22:49): Spanisch Induziertes auch hier.
Luigi Nono: Epitaffio No. 1 per Federico García Lorca España en el corazón
Roswitha Trexler, Sopran und Sprecherin Werner Haseleu, Bariton und Sprecher Rundfunkchor Leipzig Rundfunk-Sinfonie-Orchestewr Leipzig Herbert Kegel
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.07.2020, 09:06): Hier wieder Mozart.
Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur KV 467
Jean-Efflam Bavouzet Camerata Manchester Gábor Takács-Nagy
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.07.2020, 09:49): Hinterher wieder Haydn.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 98 B-Dur
Concertgebouw Orchestra Nikolaus Harnoncourt
Gruß Philidor
:hello
emman (13.07.2020, 10:38):
:hello
Philidor (13.07.2020, 12:35): Einstieg in die Serienfertigung.
Olivier Messiaen
Préludes (1929)
Quatre études de rhythme (1949-50) (mit dem 'Mode de valeurs et d'intensité')
Peter Hill, Klavier
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.07.2020, 13:13): Musik für die Analyse.
Karlheinz Stockhausen: Kreuzspiel No. 1/7 (1951)
Ives Ensemble
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.07.2020, 13:38): Nochmal der Sirius-Kenner.
Pierre Boulez: Structures Livre I pour deux pianos (1953)
Alfons und Aloys Kontarksy, Klavier
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.07.2020, 14:47): Irgendwie beruhigend, dass sich nicht alle der seriellen Diktatur auslieferten. Wobei die "Atmosphères" eigentlich auf ihre Weise genauso eine Sackgasse sind.
György Ligeti
Apparitions (1958/59)
WDR Sinfonieorchester Köln Peter Eötvös
Atmosphères (1961)
Wiener Philharmoniker Claudio Abbado
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.07.2020, 15:37): Dabei waren Cluster in den 1960ern schon ein uralter Hut.
Pierre Boulez: Structures Livre I pour deux pianos (1953)
Alfons und Aloys Kontarksy, Klavier
Gruß Philidor
:hello Hörst du mehrere CDs gleichzeitig ?
Hörst du mehrere CDs gleichzeitig ? Nö, warum? Gruß Philidor
:hello Ich habe mir die Frage auch schon gestellt bei dem Output... :J
Philidor (13.07.2020, 16:31): Dabei sind die doppelt gehörten Stücke je nur einmal genannt ... wo ist das Problem? Strengt Euch mal ein bisschen an! Das Leben ist kurz, und es gibt so viel gute Musik ... :J
Gruß Philidor
Philidor (13.07.2020, 18:14): Nun Italianità.
Giuseppe Verdi: Il Trovatore
Manrico - Jussi Bjoerling Leonora - Zinka Milanov Conte di Luna - Leonard Warren Azucena - Fedora Barbieri
RCA Victor Orchestra Robert Shaw Chorale
Renato Cellini
Im Regal steht die linke Box, gestreamt habe ich die rechte Überarbeitung von Naxos ... auf den ersten Lausch eine gute Entscheidung.
Gruß Philidor
:hello
EinTon (13.07.2020, 18:51): Dabei waren Cluster in den 1960ern schon ein uralter Hut. Bei Strauss ist es aber nur ein diatonischer Cluster (am Anfang in den Streichern).
Philidor (13.07.2020, 19:01): Bei Strauss ist es aber nur ein diatonischer Cluster (am Anfang in den Streichern). Und am Schluss. Außerdem lässt Strauss Lücken im Cluster der Streicher - für die oberen beiden Töne des b-Moll-Akkords der Posaunen. Klangtechnisch raffiniert. Dagegen ist Ligetis "ich verteile alle Töne von D bis c4 irgendwie auf die Planstellen eines nach BAT bzw. Beamtentarif bezahlten Orchesters" fast schon ungeschlacht.
Gruß Philidor
:hello
satie (13.07.2020, 19:06): Dagegen ist Ligetis "ich verteile alle Töne von D bis c4 irgendwie auf die Planstellen eines nach BAT bzw. Beamtentarif bezahlten Orchesters" fast schon ungeschlacht. Gruß Philidor
:hello Na ja, Atmosphères ist schon etwas durchdachter komponiert...
Philidor (13.07.2020, 19:08): Na ja, Atmosphères ist schon etwas durchdachter komponiert... Die Alpensinfonie aber auch ... und die war Höhepunkt und Schlusspunkt einer Gattung.
Die Atmosphères waren Anfang und Ende einer Gattung. Darum auch Höhepunkt. Aber nicht nur deswegen ...
Ich gebe ja, zu, es war eine satirisch überspitzte Antwort auf den leisen Vorwurf, Strauss habe ja "nur" einen diatonischen Cluster komponiert. In der Elektra gibt es schließlich noch ein paar andere Ballungen.
Gruß Philidor
:hello
EinTon (13.07.2020, 19:39): Na ja, Atmosphères ist schon etwas durchdachter komponiert.. Es gibt aber auch stärkere Stücke von Ligeti als "Atmosphères", zB die Hölderlin-Fantasien für A-Capella-Chor:
https://www.youtube.com/watch?v=B7pYmGr_AoM
Amonasro (13.07.2020, 20:04): Bei mir nun ebenfalls der Trovatore mit dem ungewöhnlich kultivierten Manrico Carlo Bergonzis in meiner meistgehörten Einspielung:
Giuseppe Verdi/Salvadore Cammarano: Il trovatore
Il Conte di Luna - Ettore Bastianini Leonora - Antonietta Stella Azucena - Fiorenza Cossotto Manrico - Carlo Bergonzi Ferrando - Ivo Vinco Ines - Amanda Bonato Ruiz - Franco Ricciardi Un vecchio zingaro - Giuseppe Morresi Un messo - Angelo Mercuriali
Coro e orchestra del Teatro alla Scala, Tullio Serafin
Gruß Amonasro
Philidor (13.07.2020, 20:04): Es gibt aber auch stärkere Stücke von Ligeti als "Atmosphères", zB die Hölderlin-Fantasien für A-Capella-Chor: Die "Atmosphères" finde ich schon sehr hörenswert - ein-, zwei- vielleicht dreimal. - Um in den 1960ern zu bleiben: Ligetis Requiem finde ich sehr gelungen.
Hier politische Musik:
Luigi Nono: Il canto sospeso
Susanne Lothar, Bruno Ganz, Sprecher Barbara Bonney, Sopran Susanne Otto, Mezzo-Sopran Marek Torzewski, Tenor Rundfunkchor Berlin Berliner Philharmoniker Claudio Abbado
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (13.07.2020, 23:03): Antonio Salieri - Ouvertüren & Bühnenmusiken
Il Talismano Eraclito a Democrito Cesare in Farmacusa Il Ricco d'un giorno La Secchia rapita Axur, Re d'Ormus Les Danaïdes Don Chisciotte alla nozze di Gamace La Grotta di Trofonio Il Moro Armida L'Angiolina ossia Il Matrimonio per sussurro
Symfonický orchestr Československého rozhlasu Bratislava - Michael Dittrich (CD, Marco Polo, 1991/92 ℗ 1993)
Il Mondo alla rovescia Tarare Axur, Re d'Ormus Palmira, Regina di Persia Il Moro La Grotta di Trifonio La Calamita dei cori Daliso e Delmita Die Hussiten vor Naumburg L'Angiolina ossia il Matrimonio per sussurro
Mannheimer Mozartorchester - Thomas Fey (CD, Hänssler, 2010)
Einfach nur großen Spaß macht diese funkensprühende Musik! Farbig, mit immer neuen Ideen aufwartend, unverwechselbar in seinem repräsentierenden Pomp, seiner glanzvollen Grandeur! Hörprobe: Entr'actes II & III aus "Die Hussiten vor Naumburg"! Das machte Salieri so schnell keiner nach. Nach 27 Jahren (damals Dittrich) nun meine zweite Salieri-Ouvertüren-CD (Fey), machen die alte wie die neuere Scheibe viel Freude - der Bühneninstinkt dieses Komponisten weht einem förmlich in die Nase.
satie (13.07.2020, 23:04): Na ja, Atmosphères ist schon etwas durchdachter komponiert.. Es gibt aber auch stärkere Stücke von Ligeti als "Atmosphères" Ich finde, er hat einige immer noch sehr hörenswerte Sachen komponiert. Es herrschte am Ende ein gewisser "Hype" um ihn, was zur Folge hatte, dass er von einigen schlecht geredet wurde. Mein liebstes Werk von ihm ist und bleibt das "Poème Symphonique" für 100 Metronome.
Maurice inaktiv (13.07.2020, 23:14): Nach 27 Jahren (damals Dittrich) nun meine zweite Salieri-Ouvertüren-CD (Fey), machen die alte wie die neuere Scheibe viel Freude - der Bühneninstinkt dieses Komponisten weht einem förmlich in die Nase. Leider auch schon wieder 10 Jahre her - und Thomas Fey, den ich für einen fantastischen Dirigenten halte (ich finde seinen Haydn und Mendelssohn ebenfalls ganz ausgezeichnet. Bei Haydn ist er für MICH persönlich mit seinem Lehrer Nikolaus Harnoncourt und Sir Roger Norrington der beste Dirigent gewesen). Leider kann Thomas Fey nach einem Bühnenunfall vor einigen Jahren nicht wieder dirigieren. Was ein Jammer für die Stadt Heidelberg und die Musik.
Philidor (13.07.2020, 23:29): Bei mir nun ebenfalls der Trovatore mit dem ungewöhnlich kultivierten Manrico Carlo Bergonzis in meiner meistgehörten Einspielung: Die Aufnahme habe ich in einer DG-Box mit dem Titel "Verdi - Great Operas from La Scala".
Habe ich als ok, aber nicht herausragend in Erinnerung. Mag sein, dass Bergonzi die Glanzlichter setzt. Warum nicht.
Meine meistgehörte Einspielung? Oha ... so oft höre ich den Troubadour nicht ... ich würde wahrscheinlich zu Karajans Salzburger MItschnitt von 1962 greifen, auch, wenn Corelli dem Affen Zucker gibt.
Ansonsten natürlich die Mitschnitte mit Maria Callas, mit höchsten Unterhaltungswert (Schreihals Kurt Baum und die Spitzentöne, zum Niederknien "D'amor sull'ali rosee") die Aufnahme aus Mexiko 1950, aber auch mit Serafin in Neapel 1951.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.07.2020, 23:38): Mein liebstes Werk von ihm ist und bleibt das "Poème Symphonique" für 100 Metronome. Nee, ne? Diese Kreuzung von Cage (4' 33") und Hespos? Jeder Domino-Day-Amateur investiert mehr Kreativität ...
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (14.07.2020, 00:35): Leider kann Thomas Fey nach einem Bühnenunfall vor einigen Jahren nicht wieder dirigieren. Was ein Jammer für die Stadt Heidelberg und die Musik. Wie in den letzten Monaten bereits etwa 1 Dutzend Mal erwähnt.
tapeesa (14.07.2020, 04:02): John Cage - Cagexperience Stefano Luigi Mangia
tapeesa (14.07.2020, 05:40): John Cage - Early Piano Music Herbert Henck
Summer Metamorphosis Ophelia
tapeesa (14.07.2020, 05:46): Und dann wage ich mich bis morgen mal an die Stille, was mir die größte Herausforderung zu sein scheint.
Philidor (14.07.2020, 08:13): Hier Mozart mit Brendel.
Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 22 Es-Dur KV 482
Alfred Brendel, Klavier Academy of St. Martin in the Fields Sir Neville Marriner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.07.2020, 08:49): Hinterher wieder Haydn.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 99 Es-Dur
Concertgebouw Orchestra Nikolaus Harnoncourt
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.07.2020, 09:42): Weiter mit dem Dänen.
Vagn Holmboe: Sinfonie Nr. 6 op. 43
Aarhus Symphony Orchestra Owain Arwel Hughes
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (14.07.2020, 10:35): Wie in den letzten Monaten bereits etwa 1 Dutzend Mal erwähnt. Na, dann weiß ich, dass wenigstes EINER gründlich hier gelesen hat. Bitte nächstes Mal genaue Anzahl benennen, das möchten vielleicht die Neuen auch wissen. :D
Philidor (14.07.2020, 10:42): Hier Musik zwischen Klassik, Jazz und Rock. Vielleicht im falschen Thread gepostet?
Erkki-Sven Tüür: Sinfonie Nr. 5 für Big Band, elektrische Gitarre und Sinfonieorchester
Nguyên Lê, elektrische Gitarre Umo Jazz Orchestra Helsinki Philharmonic Orchestra Olari Elts
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (14.07.2020, 11:47): Hier nochmal Villa-Lobos:
Heitor Villa-Lobos:
Streichquartett Nr. 6
Streichquartett Nr. 1
Streichquartett Nr. 17
Cuarteto Latinoamericano
Gruß Amonasro
satie (14.07.2020, 12:12): Mein liebstes Werk von ihm ist und bleibt das "Poème Symphonique" für 100 Metronome. Nee, ne? Diese Kreuzung von Cage (4' 33") und Hespos? Jeder Domino-Day-Amateur investiert mehr Kreativität ... Gruß Philidor
:hello Aber sicher doch. Da hatte einer noch Sinn für Humor. Ich mag aber auch Fluxus sehr gerne. Ich glaube, dass Du mit dieser Kreuzungsauffassung (irgendwie haben wirs mit den Kreuzen, was?) in Gänze falsch liegst.
Herzliche Grüße Satie
Philidor (14.07.2020, 12:34): Ich glaube, dass Du mit dieser Kreuzungsauffassung (irgendwie haben wirs mit den Kreuzen, was?) in Gänze falsch liegst. ;)
In Mainz gab es mal Ligeti-Tage, da wurde das "Werk" mit Unterstützung aller Musikalienhändler in Mainz und Wiesbaden am damaligen Fachbereich Musik der Universität (damals noch nicht Hochschule für Musik) aufgeführt.
Es wurde diejenige Version gegeben, in welcher das Publikum draußen vor dem Saal ist und nach dem Start aller Metronome hineingelassen wird.
Das Ende vom Lied war, dass irgendwann alle Metronome schwiegen und nur ein einziges wie ein Duracell-Häschen noch lange quälende Minuten einsam vor sich hin tickte ... das Erlebnis, der Aufführung eines Meisterwerkes beigewohnt zu haben, muss unermesslich gewesen sein ... ;)
Herzliche Grüße zurück Philidor
Philidor (14.07.2020, 14:34): Von Zeit zu Zeit hör ich den Alten gern ...
Béla Bartók
Streichquartett Nr. 3 Streichquartett Nr. 4
Emerson Quartet
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.07.2020, 14:59): Nun ein anderer Landsmann.
György Ligeti: Streichquartett Nr. 1 ("Métamorphoses nocturnes")
Arditti String Quartet
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.07.2020, 16:06): Nun anders gelagertes Repertoire.
Sergej Prokofjew
Klavierkonzert Nr. 1 Des-Dur op. 10 Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll op. 16
Vladimir Krainev, Klavier Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt Dmitri Kitaenko
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.07.2020, 18:39): Und nochmal der Russe.
Sergej Prokofjew: Sinfonie Nr. 5 B-Dur op. 100
Münchner Philharmoniker Sergiu Celibidache
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (14.07.2020, 19:47):
Gaetano Donizetti/Alphonse Royer/Gustave Vaëz: La Favorite
Alphonse XI - Anthony Michaels-Moore Léonor de Guzman - Vesselina Kasarova Fernand - Ramón Vargas Balthazar - Carlo Colombara Don Gaspar - Francesco Piccoli Inès - Abbie Furmansky Un seigneur - Lorenz Fehenberger
Chor des Bayerischen Rundfunks Münchner Rundfunkorchester, Marcello Viotti
Gruß Amonasro
Philidor (14.07.2020, 19:49): Noch ein wenig Ligeti.
György Ligeti
Lux aeterna für gemischten Chor (1966)
Continuum für Cembalo (1968)
Zwei Etüden für Orgel (1967/69) Nr. 1 Harmonies Nr. 2 Coulée
Volumina für Orgel (1961/62)
London Sinfonietta Voices Terry Edwards
Elisabeth Chojnacka, Cembalo
Zsigmond Szathmáry, Mathis-Orgel der Kirche St. Martin zu Olpe (CH), III/50
Gruß Philidor
:hello
Marcie (14.07.2020, 20:25): Kann mich nicht satthören an der Fünften...mag die eigentlich noch jemand? :rolleyes:
Sfantu (14.07.2020, 21:27): @ Marcie,
danke für die Anregung! in diese Ries-Box hatte ich seit Jahren nicht mehr reingehört. Die Klavierkonzerte mit Hinterhuber laufen dagegen recht regelmäßig bei mir - strange, oder? Habe keine Erklärung dafür - ist aber ja vielleicht auch wurscht. Jedenfalls - durch Deine Lobeshymnen drehte sich die Fünf nun endlich wieder bei mir. Nehme das gern auch zum Anstoß, die Box nach Ewigkeiten neu komplett durchzuhören.
Speziell beim Kopfsatz dachte ich mehrmals: das ist schon verdammt nah an Ries' Freund LvB - wohl gemerkt, ohne zum Abziehbild zu werden. Spätestens beim Scherzo war ich aber hin & weg: so schroff, kühn & eigenwillig - das zieht mächtig mit! Das Finale dann wirklich elektrisierend! Kann man sich eine energischere Darbietung wünschen als die durch das Zürcher Kammerorchester??
Wie gesagt - versuche, dran zu bleiben.
tapeesa (15.07.2020, 08:43): Dmitri Shostakovich - The Gadfly Suite, (Hamlet Suite) Berlin Radio Symphony Orchestra, Leonid Grin
Philidor (15.07.2020, 09:57): Eines meiner liebsten Mozart-Konzerte.
Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur KV 488
Alfred Brendel, Klavier Academy of St. Martin in the Fields Sir Neville Marriner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.07.2020, 10:27): Hinterher wieder Haydn.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 100 G-Dur ("Militär")
Concertgebouw Orchestra Nikolaus Harnoncourt
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.07.2020, 11:29): Kann mich nicht satthören an der Fünften...mag die eigentlich noch jemand? :rolleyes:
Danke für den Impuls! Lief hier gerade zweimal. Neuland für mich, die anderen Sinfonien werden hier wohl auch noch einströmen.
Gruß Philidor
:hello
michael74 (15.07.2020, 11:45): Kann mich nicht satthören an der Fünften...mag die eigentlich noch jemand? :rolleyes:
Danke für den Impuls! Lief hier gerade zweimal. Neuland für mich, die anderen Sinfonien werden hier wohl auch noch einströmen.
Gruß Philidor
:hello Hallo Zusammen
auch beschäftige mich gerade mit den Sinfonien und Klavierkonzerten, dank des Posts.
Philidor (15.07.2020, 14:32): Hier wieder Verdi. Sterben nicht bei ihm die Frauen am schönsten ...? Vermutlich kämen heutzutage diese Opern deswegen nicht durch die Zensur.
Giuseppe Verdi: Rigoletto
Rigoletto - Robert Merrill Gilda - Anna Moffo Duca - Alfredo Kraus Sparafucile - Ezio Flagello Maddalena - Rosalind Elias RCA Italiano Opera Orchestra and Chorus Georg Solti
Im Regal steht die links abgebildete Box (gekauft in den frühen 1990ern), bitweise eingeströmt ist die remasterte Ausgabe rechts.
Ich muss mal wieder Warren und Tibbett hören. Oder wenigstens Gobbi mit Callas. Aber das war mein erster Rigoletto, und schlecht ist er ja wirklich nicht ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.07.2020, 15:09): Weiter mit dem Dänen.
Vagn Holmboe: Sinfonie Nr. 7 op. 50
Aarhus Symphony Orchestra Owain Arwel Hughes
Die Tonsprache wird roher ... jaaaa, mehr ...
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (15.07.2020, 15:49): Pauline Oliveros -
To Valerie Solanas And Marilyn Monroe In Recognition Of Their Desperation The Roots of the Moment - 1 - Crossing the Sands The Space between
Philidor (15.07.2020, 18:40): Dauerbrenner.
Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 6 op. 104 Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105
London Symphony Orchestra Sir Colin Davis
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (15.07.2020, 19:56): Hier Barockes:
Antonio Vivaldi/Matteo Noris: Tito Manlio
Tito Manlio - Sergio Foresti Manlio - Elisabeth Scholl Lucio - Nicki Kennedy Vitellia - Rosa Dominguez Servilia - Lucia Sciannimanico Decio - Thierry Grégoire Geminio - Davide Livermore Lindo - Bruno Taddia
Modo Antiquo, Federico Maria Sardelli
Gruß Amonasro
agravain (15.07.2020, 20:56): Den Abend verbringe ich mit einem wirklich herrlichen Stück in dieser (wie ich finde) ganz wunderbaren Aufnahme:
Joseph Haydn: Il ritorno di Tobia Hob. XXI/1
Roberta Invernizzi - Rafaelle Sophie Karthäuser - Sara Ann Hallenberg - Anna Anders J. Dahlin - Tobia Nikolay Borchev - Tobit
VokalEnsemble Köln Capella Augustina Andreas Spering
Cetay (inaktiv) (16.07.2020, 05:11): Ich bin weiter im Heavy Metal Fieber und begebe mich nun auf die Suche nach den Wurzeln. Erste Spurenelemente lassen sich im Notre Dame Organum oder bei Gabrieli und Monteverdi ausmachen, bevor dann eine Reihe von Pionieren wichtige Grundlagen schaffte. Noch weit entfernt von einem Metal-Prototyp, namentlich wegen der fehlenden Elektrifzierung der Instrumente, ordnet man diese frühen Headbanger eher dem Genre der Klassischen Musik zu, weswegen ich sie hier in diesem Faden poste: Bach, Beethoven, Paganini, Liszt, Berlioz, Wagner, Bartok, Holst.
Ich beginne mit Wagner. Dessen Beitrag ist unleugbar und schon ersichtlich aus der Tatsache, dass "Twilights of the Gods" einer der häufigsten im Metal vorkommenden Liedtitel ist.
Richard Wagner; Götterdämmerung & Siegfried (Auszüge) Helen Traubel, Lauritz Melchior, NBC Symphony Orchestra, Arturo Toscanini
Philidor (16.07.2020, 08:32): Ich bin weiter im Heavy Metal Fieber und begebe mich nun auf die Suche nach den Wurzeln. Erste Spurenelemente lassen sich im Notre Dame Organum oder bei Gabrieli und Monteverdi ausmachen, :D
Philidor (16.07.2020, 09:04): Hier gleich so ein Trash-Kracher. Voll düster in c-Moll. Quasi Rokoko-Gothic.
Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 24 c-Moll KV 491
Alfred Brendel, Klavier Academy of St. Martin in the Fields Sir Neville Marriner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (16.07.2020, 09:40): Uuuaaaaahhhh ... diese langsame Einleitung ... wie ein okkultes Ritual.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 101 D-Dur ("Die Uhr")
Concertgebouw Orchestra Nikolaus Harnoncourt
Gruß Philidor
:hello
Philidor (16.07.2020, 10:54): Hier nun also Beschäftigung mit dem Riesen - läuft gerade zum zweiten Mal.
Ferdinand Ries: Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 23
Zürcher Kammerorchester Howard Griffiths
Boah - der erste Akkord in der langsamen Einleitung des Kopfsatzes macht Beethovens op. 21 Konkurrenz. (IV. Stufe in Moll mit sixte ajoutée?) Ok, das Werk ist auch knapp zehn Jahre später entstanden, da war schon eine Eroica dazwischen und andere Steigerungen des Dissonanzgrades.
Gruß Philidor
:hello
Andréjo (16.07.2020, 12:57): Ferdinand Ries: Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 23
Boah - der erste Akkord in der langsamen Einleitung des Kopfsatzes macht Beethovens op. 21 Konkurrenz. (IV. Stufe in Moll mit sixte ajoutée?) Ich hab grad mal nachgeguckt bei imslp. Es ist in der Tat so, wie Du in Klammern vermutest. Der Effekt wirkt auch deshalb so frisch, weil die Einspielung der Züricher ihn gekonnt scharf und verblüffend präsentiert.
Die Erste Ries habe ich vielleicht deshalb auch schon öfters gehört, den Rest ein oder zwei Male. Dies soll kein Werturteil darstellen. Wenn man alles öfters hören wollte, was gut ist ... :whistling:
Für mich erscheint der Anfang der ersten Beethoven-Sinfonie harmloser. Aber das dürfte Geschmackssache sein. Anzunehmen, dass Ries Beethoven auf wieder etwas andere Weise nachahmen wollte, wäre meines Erachtens weder abwegig noch würde es den Klischees bezüglich der Rolle des Meisters Ries im Geringsten widersprechen. ;)
:hello Wolfgang
Philidor (16.07.2020, 14:36): Für mich erscheint der Anfang der ersten Beethoven-Sinfonie harmloser. Aber das dürfte Geschmackssache sein.Ich will die Musikgeschichte bestimmt nicht auf eine Geschichte der Harmonik reduzieren und dabei noch eine lineare Zunahme der jeweils erreichten Dissonanzgrade unterstellen. Schönberg hat in seiner Harmonielehre mal so etwas Ahnliches formuliert (" ... die Ausdrücke Konsonanz und Dissonanz, die einen Gegensatz bezeichnen, sind falsch. Es hängt nur von der wachsenden Fähigkeit des analysierenden Ohrs ab, sich auch mit den fernliegenden Obertönen vertraut zu machen und damit den Begriff des kunstfähigen Wohlklanges so zu erweitern, daß die gesamte naturgegebene Erscheinung darin Platz hat.") Und doch ist das Revolutionäre, Aufmüpfige vielleicht doch eher der Dominantseptakkord von F-Dur am Anfang einer Sinfonie in C-Dur. Einen solchen Anfang in der "falschen Tonart" gibt es jedenfalls in den elf Londoner Sinfonien Haydns, die eine langsame Einleitung haben, nicht.
So gesehen ist der Beginn von Ries' erster Sinfonie fast schon konventionell, da er nur das Tongeschlecht ändert - DAS gibt es auch bei Haydn -, aber nicht in der falschen Tonart beginnt. Auch führt Beethoven seinen Hörer in die Irre: C7-F / G7 - a / D7 - G: Nach dem Beginn in F-Dur ist G die erste (gefühlt) stabil erreichte Tonart, die dann sogleich wieder verlassen wird. Ries hingegen schreibt eine einfache Allerweltskadenzformel: s6 - DDv - T7 - s, erst dann wird es verwickelter.
Hier wieder Heavy Metal from Danmark.
Vagn Holmboe: Sinfonie Nr. 8 op. 56 ("Sinfonia borealis")
Aarhus Symphony Orchestra Owain Arwel Hughes
Gruß Philidor
:hello
Marcie (16.07.2020, 15:05): Ich weiss garnicht, warum bei Ries ständig so ein Vergleichs/Wettbewerbshören veranstaltet wird?! (Der vermeintliche Sieger steht doch eh schon im voraus fest) Seine Musik ist doch eigenständig und genial genug, um für sich zu bestehen, meine ich.
Philidor (16.07.2020, 15:28): Ich weiss garnicht, warum bei Ries ständig so ein Vergleichs/Wettbewerbshören veranstaltet wird?! Ich finde, das ist das Normalste der Welt - man lernt etwas Neues kennen und ordnet es ins Koordinatensystem seines Lebens ein. Neues iPhone, neue Beziehung, neuer Winzer, neues Kochrezept, ...
Und ja, der erste Schritt sind oft A-B-Vergleiche. Mit Wettbewerb hat das aber nix zu tun.
Wahrscheinlich haben die (Lern-)Psychologen dafür sogar einen terminus technicus.
Hier schwere Kost:
Per Nørgård: Sinfonie Nr. 5
Danish National Radio Symphony Orchestra Leif Segerstam
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (16.07.2020, 16:10): man lernt etwas Neues kennen und ordnet es ins Koordinatensystem seines Lebens ein.
Ich würde ergänzen: "man" versucht es - und es gibt für mich aber auch eine andere Seite - das Wissen, dass es nicht gänzlich gelingen kann, wenn diese Offenheit wegfällt - oder eine Seite zu sehr überbetont wird, fängt es für mich an kritisch zu werden - abgesehen davon, dass die "perfekte Balance" vermutlich auch Stillstand bedeuten würde - aber keine Ahnung.
So bleibt es ein Tanz - und jetzt gehe ich mal lavoon begrüßen :)
Philidor (16.07.2020, 16:26): Man kann fast alles verwerfen, indem man es sogleich in extremis betrachtet - Schopenhauer hat in seinem Werk "Die Kunst, Recht zu behalten" weidlich beschrieben, wie wirkungsvoll dieses unlautere rhetorische Mittel sein kann. ;) Du hast es ja nicht so betrachtet, fein! Irgendwie sind wir derart sozialisiert, gleich die Konsequenzen bei übermäßigem Gebrauch zu beleuchten. ("Wenn ich mich jetzt nur noch vegan ernähre, aus welchen Gründen werde ich dann krank?")
Diesen hier habe ich ein paar Tage vernachlässigt:
Antonín Dvorak: Klavierquartett Es-Dur op. 87
Menahem Pressler, Klavier Emerson Quartet
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (16.07.2020, 17:07): Joseph Martin Kraus - Amphitryon, Incidental MusicAmphion Wind Octet _____________________
Man kann fast alles verwerfen, indem man es sogleich in extremis betrachtet
Sicher. Sowie man vermutlich auch fast (oder sogar ganz) Alles verwerfen kann, indem man es gar nicht betrachtet. Würde ich meinen.
Irgendwie sind wir derart sozialisiert, gleich die Konsequenzen bei übermäßigem Gebrauch zu beleuchten. Ein derart homogenes "Wir" existiert für mich nicht.
Philidor (16.07.2020, 17:44): Sowie man vermutlich auch fast (oder sogar ganz) Alles verwerfen kann, indem man es gar nicht betrachtet. Hm? Was man nicht betrachtet, kann man m. E. auch nicht verwerfen - man kennt ja nicht einmal die Idee des potenziell zu Verwerfenden. - Bach konnte keine Kernkraftwerke verwerfen, weil er sie nicht betrachtete, nicht betrachten konnte. Ein derart homogenes "Wir" existiert für mich nicht. Ja. Der Weg zum "Alle Menschen werden Schwestern" ist weit und der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. Das bringt mich zu dem alten Pfarrerwitz: "Alle Brüder werden Menschen". :D
Hier Russisches:
Sergej Prokofieff
Klavierkonzert Nr. 3 C-Dur op. 26
Vladimir Krainev, Klavier Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt Dmitri Kitaenko
Sinfonie Nr. 6 es-Moll op. 111
Mariinsky Orchestra Valery Gergiev
Gruß Philidor
:hello
Philidor (16.07.2020, 19:45): Apropos.
Kurt Weill
Die sieben Todsünden Lieder
Anne Sofie von Otter NDR Sinfonieorchester John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (16.07.2020, 23:01):
Anders Hillborg (*1954) Klarinettenkonzert 28'48 Liquid marble 10'22 Violinkonzert 25'22
Martin Fröst, klarinette, Anna Lindal, Geige, Sveriges Radio Symfonieorkester Stockholm - Esa-Pekka Salonen (CD, ondine, 2003)
Das Klarinettenkonzert hinterläßt einen zweispältigen Eindruck. Im Ganzen ein grandioses, schillerndes Werk, wenn sich Hillborg eine handvoll wohl spaßig oder auflockernd gemeinter Mätzchen verkniffen hätte: bedient wird da das Klezmer-Klischee der ach so schelmischen, quäkend "lachenden" Klarinette...nerv!!! Wie diskreditiert man sich todsicher? Genau so! Oder hat sich der Widmungsträger Fröst solche Einlagen gewünscht? Dann spräche das In-Erfüllung-Gehen dieses Wunsches nicht für Fröst & noch weniger für Hillborg.
Schnell vergessen gemacht wird dieses Ärgernis durch die anderen beiden Werke dieses Albums: "Liquid Marble" entlädt solch kolossale Energien, daß der Strom des "flüssigen Marmors" beinahe körperlich spürbar wird. Mehr noch - hier scheinen sich alle Elemente in einem mächtigen Auf-& Nieder gegenseitig zu zermalmen. Was für einen unglaublichen Sog erzeugen ab etwa Minute 6 die sich immer höher schraubenden Glissandi! Man meint auf ein beispielloses Bersten aller Materie zuzusteuern (nebenbei auch ein geschickter Kunstgriff!). Das sind gut 10 Minuten Klangentfesselung, die man erlebt haben muss!
Für das Violinkonzert fehlen mir (noch) die geeigneten Worte. Man meint ganze Kosmen zu durchschreiten. Die Ideenfülle ist schier unfassbar! Hier braucht es ein Wieder-&-wieder-Erleben um es einigermaßen orten zu können. Grenzensprengende Musik, formidabel realisiert! Alle drei Werke sind einsätzig.
Cetay (inaktiv) (17.07.2020, 03:57): Anders Hillborg (*1954) Liquid marble 10'22
Das sind gut 10 Minuten Klangentfesselung, die man erlebt haben muss! Dieser Aufforderung würde ich gerne nachkommen, aber leider ist das Stück hinter der Great Firewall nirgends greifbar. Als Entschädigung gibt es diese hier:
Anders Hillborg; Sirens Royal Stockholm Philharmonic Orchestra Best Sampler + Sakari Okamo O Dessa Ogon + Hannah Holgersson (Sopran), Sakari Okamo Cold Heat + David Zinman Sirens + Ida Falk Winland & Hannah Holgersson (Sopran), Eric Ericson Chamber Choir, Swedisch Radio Chorus, Esa-Pekka Salonen
Philidor (17.07.2020, 09:13): Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 25 C-Dur KV 503
Alfred Brendel, Klavier Academy of St. Martin in the Fields Sir Neville Marriner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (17.07.2020, 10:07): Nun wieder Geistreiches.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 102 B-Dur
Concertgebouw Orchestra Nikolaus Harnoncourt
Gruß Philidor
:hello
Philidor (17.07.2020, 11:07): Nun wieder Ries.
Ferdinand Ries: Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 80
Zürcher Kammerorchester Howard Griffiths
Hm - musste eher an Schumann als an Beethoven denken. Gute Musik!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (17.07.2020, 13:29): Nicht so schnell ... ich komm ja nicht hinterher ... also nun "Anders hören" mit Hillborg.
Anders Hillborg
King Tide (+) Exquisite Corpse (#) Dreaming River Eleven Gates
Royal Stockholm Philharmonic Orchestra
Sakari Oramo (+) Alan Gilbert (#) Esa-Pekka Salonen
"King Tide" hat mich stark an "Music for 18 Musicians" von Steve Reich erinnert. "Exquisite Corpse" kann man auch als fröhliches Zitateraten von Sibelius bis Ligeti hören."Dreaming River" hat mir nicht viel gesagt. "Mondlicht über Lappland" wäre aber ein noch kitschigerer Titel gewesen, da ist noch Luft nach oben.
"Eleven Gates" ist wohl das Hauptwerk der CD.
Das alles ist sehr wirkungsvoll, darum danke für den Impuls! Die andere CD mit dem flüssigen Marmor ist bestellt.
Vielleicht sind die Sinfonien von Nørgård und Tüür reichhaltiger. Jedenfalls muss ich die mir hörend erarbeiten. Hier liegt die Sache doch ziemlich offen. Vielleicht kratze ich aber auch nur an der Oberfläche.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (17.07.2020, 13:54): Verdi - Macbeth
Macbeth: Giuseppe Altomare Lady Macbeth: Olha Zhuravel Banco: Pavel Kudinov Macduff: Rubens Pelizarri Malcolm: Marco Voleri Il medico: Luca Dall'Amico und andere
Orchestra Philharmonica Marchigiana Choro Lirico Marchigiano Daniele Callegari
Philidor (17.07.2020, 14:43): HIer weiter mit Holmboe.
Vagn Holmboe: Sinfonie Nr. 9 op. 95
Aarhus Symphony Orchestra Owain Arwel Hughes
Gruß Philidor
:hello
Philidor (17.07.2020, 15:45): Da stoßen sich die Leute mit den eigenen Gedanken die Hirne blutig ... alles ist eitel.
Per Nørgård: Sinfonie Nr. 5
Oslo Philharmonic Orchestra John Storgårds
Gruß Philidor
:hello
satie (17.07.2020, 16:27): Da stoßen sich die Leute mit den eigenen Gedanken die Hirne blutig ... alles ist eitel. ?(
Philidor (17.07.2020, 16:38): Da stoßen sich die Leute mit den eigenen Gedanken die Hirne blutig ... alles ist eitel. ?( Mit der fünften von Nørgård komme ich nicht zurande ... ich glaube, das war der elfte oder zwölfte Versuch, mich diesem Stück zu nähern. Ich stelle mir dies vor, ich stelle mir das vor, ich versuche die Form nachzuvollziehen, ich versuche die Gesten zu dechiffrieren, aber es bleibt alles leer und die Musik dreht hohl in meinem Kopf.
Man muss auch mal wissen, wann Schluss ist ... es gibt genug Musik, bei der ich eher in Resonanz gerate.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (17.07.2020, 16:52):
Philidor (17.07.2020, 19:18): Streicheleinheiten für die Seele:
Antonín Dvořák: Klavierquartett Es-Dur op. 87
Domus
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (17.07.2020, 19:30): @ Marcie,
dieses Bernstein-Album, finde ich, ist ein felsenfestes Allzeit-Hochlicht! Die fetzigste Candide-Ouvertüre, der zärtlichste, herzerwärmendste Appalachian Spring, das emotionalsten Barber-Adagio! Noch dazu in audiophiler Qualität. Als Schallplatte findet man sie vergleichsweise selten - ich hatte irgendwann Glück bei der Suche. Eine meiner liebsten Scheiben!
Ganz viel Freude damit!
Marcie (17.07.2020, 19:41): @ Marcie,
dieses Bernstein-Album, finde ich, ist ein felsenfestes Allzeit-Hochlicht! Die fetzigste Candide-Ouvertüre, der zärtlichste, herzerwärmendste Appalachian Spring, das emotionalsten Barber-Adagio! Noch dazu in audiophiler Qualität. Als Schallplatte findet man sie vergleichsweise selten - ich hatte irgendwann Glück bei der Suche. Eine meiner liebsten Scheiben!
Ganz viel Freude damit! Ich hatte mir, wie im entsprechenden Thread auch ausgestellt, zwei große Bernstein-CD-Boxen gekauft. Ich war und bin immernoch ganz hin und weg! Dieses Remastering ist einfach unfassbar gelungen, durchweg. Auch boten mir die beiden Sammlungen so Viiiiiiieles zum Neu- und Wiederentdecken. Eine der schönsten dieser Entdeckungen war Aaron Copland, von dem ich vorher zu meiner Schande noch nie etwas gehört hatte, nichtmal den Appalachian Spring.
Amonasro (17.07.2020, 21:54):
Claudio Monteverdi: Vespro della Beata vergine
Roberta Invernizzi, Monica Piccinini, Anna Simboli (Sopran) Sara Mingardo, Francesco Ghelardini (Alt) Vincenzo Di Donato, Luca Dordolo, Gianluca Ferrarini (Tenor) Pietro Spagnoli, Furio Zanasi (Bariton) Antonio Abete, Daniele Carnovich (Bass)
Concerto Italiano, Rinaldo Alessandrini
Gruß Amonasro
tapeesa (17.07.2020, 22:07): Kaija Saariaho - l'amour de loin Ekaterina Lekhina, Marie-Ange Todorovitch, Daniel Belcher Rundfunkchor Berlin, deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Kent Nagano
Philidor (18.07.2020, 09:28): Mozart am Morgen. Schon das vorletzte.
Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 26 D-Dur KV 537
Alfred Brendel, Klavier Academy of St. Martin in the Fields Sir Neville Marriner
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (18.07.2020, 09:33):
Caroline Boissier-Butini (1786-1836) Konzert G-dur für Klavier, Flöte & Streichorchester "La Suisse"
Ein anmutiges, vor-bis frühromantisches Konzert. Die Besetzung hat sicher Seltenheitswert. Hauptsächlich im melodienselig-Gluck'schen Mittelsatz werden welschschweizer Volkslied-Themen verarbeitet, daher der Beiname. Schöne, abgerundete Darbietung, transparenter Klang.
tapeesa (18.07.2020, 09:46): Felix Mendelssohn Bartholdy Die erste Walpurgisnacht, op. 60 Infelice, op. 94 Trompeten-Ouvertüre in C-Dur, op. 101 Das Märchen von der schönen Melusine, op. 32: Ouvertüre
Philidor (18.07.2020, 10:10): Hinterher wieder ein geistreicher Haydnspaß.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 103 Es-Dur ("MIt dem Paukenwirbel")
Concertgebouw Orchestra Nikolaus Harnoncourt
War schon ein Guter, der Haydn ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (18.07.2020, 12:19): Nun wieder riesige Neugier.
Ferdinand Ries: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 90
Zürcher Kammerorchester Howard Griffiths
Gruß Philidor
:hello
Philidor (18.07.2020, 14:11): Danke für den Hinweis auf ihren 125. Geburtstag in den News vom 12. Juli 2020!
Richard Strauss
Vier letzte Lieder
Richard Wagner
Tristan und Isolde - Vorspiel und Liebestod Götterdämmerung - Tagesgrauen. Siegfrieds Rheinfahrt und Schlussgesang
Kirsten Flagstad, Sopran Philharmonia Orchestra Wilhelm Furtwängler
Hmmm ... mal wieder der Furti-Flagstadt-Ring. Oder ein Tristan mit Melchior/Flagstad ...
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (18.07.2020, 14:36):
Jean-Baptiste Lully:
Le Bourgeois gentilhomme (Suite) Le Divertissement royale (Suite) Alceste (Suite) Chaconne de l'Amour médecin
Le Concert des Nations, Jordi Savall
Musik mit Suchtpotential.
Gruß Amonasro
Philidor (18.07.2020, 14:47): HIer weiter mit Holmboe.
Vagn Holmboe: Sinfonie Nr. 10 op. 105
Aarhus Symphony Orchestra Owain Arwel Hughes
Gruß Philidor
:hello
michael74 (18.07.2020, 15:16): Hallöle,
gerade läuft:
Philidor (18.07.2020, 15:47): Nun weiter mit Tüür.
Erkki-Sven Tüür: Sinfonie Nr. 6 "Strata"
Nordic Symphony Orchestra Anu Tali
Gruß Philidor
:hello
Philidor (18.07.2020, 17:08): Die Aufnahme sehen und einströmen lassen war eins ...
Béla Bartók
Violinkonzert Nr. 1 Violinkonzert Nr. 2
Christian Tetzlaff, Violine Finnish Radio Symphony Orchestra Hannu LIntu
... doch vom Hocker gerissen hat sie mich jetzt nicht.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (18.07.2020, 19:01): Heute frisch eingetroffen:
Gioachino Rossini/Angelo Maria Ricci: Le nozze di Teti e di Peleo
Giove - Joshua Stewart Cerere - Leonor Bonilla Teti - Eleonora Bellocci Peleo - Mert Süngü Giunone - Marina Comparato
Górecki Chamber Choir, Kraków Virtuosi Brunensis, Pietro Rizzo
Eine der Dynastie der Bourbonen huldigende Kantate anlässlich der Heirat in procura von Charles-Ferdinand d'Artois, Duc de Berry (damals präsumtiver französischer Thronfolger) mit Maria Carolina Prinzessin von Bourbon-Sizilien, Enkelin des Königs beider Sizilien. Musikalisch im selben Stil seiner Opern, aus denen auch große Teile entnommen sind, mit hochvirtuosen Gesangspartien. Zwar gibt es keine Handlung im eigentlichen Sinne, dennoch wurde das Werk bei der Uraufführung szenisch im Opernhaus in Neapel gegeben (einschließlich spektakulärer Enthüllung eines Porträts Ludwig XVIII. im Finale). Das von einem anderen Komponisten stammende Ballett, dass zwischen beiden Kantaten-Teilen aufgeführt wurde, ist nicht erhalten. Ein durchaus gelungener Live-Mitschnitt dieses sehr unbedeutenden Werks, aber wohl hauptsächlich für die Hardcore-Rossinianer interessant, die ihre Sammlung vervollständigen wollen.
Gruß Amonasro :hello
Philidor (18.07.2020, 19:11): Liverpool kann auch ohne Klopp. - Und auch Sir Charles wurde neulich in den News gedacht.
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 ("Eroica") Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60 Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Royal Liverpool Philharmonic Orchestra Sir Charles Mackerras
Gruß MB
:hello
Philidor (19.07.2020, 10:44): Mozart am Morgen. Nun sind sie erklungen.
Wolfgang Amadé Mozart: Klavierkonzert Nr. 27 B-Dur KV 595
Alfred Brendel, Klavier Academy of St. Martin in the Fields Sir Neville Marriner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.07.2020, 11:18): Auch hier die letzte ...
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 104 D-Dur
Concertgebouw Orchestra Nikolaus Harnoncourt
Der ganze Zyklus ist sehr hörenswert mit Harnoncourt, jedenfalls für meine Ohren.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.07.2020, 12:19): Heute ist der 6. Sonntag nach Trinitatis. Von Bach sind uns zwei Kantaten dazu überliefert:
Johann Sebastian Bach
"Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust" BWV 170 "Es ist das Heil uns kommen her" BWV 9
Joanne Lunn, Michael Chance, James Gilchrist, Stephen Varcoe Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.07.2020, 13:46): HIer weiter Holmboe - mit zwölf zum Quadrat.
Vagn Holmboe: Sinfonie Nr. 11 op. 144
Aarhus Symphony Orchestra Owain Arwel Hughes
Gruß Philidor
:hello
Marcie (19.07.2020, 19:56):
Amonasro (19.07.2020, 20:13): Zurück nach Versailles:
Jean-Baptiste Lully/Philippe Quinault: Alceste
Alceste/La Gloire - Judith Van Wanroij Alcide - Edwin Crossley-Mercer Admète/2e Triton - Emiliano Gonzalez Toro Céphise/Nymphe des Tuileries/Proserpine - Ambroisine Bré Lycomède/Charon - Douglas Williams Cléante/Straton/Pluton/Éole - Étienne Bazola Nymphe de la Marne/Thétis/Diane - Bénédicte Tauran Nymphe de la Seine/Une Nymphe/Femne affligée/Une ombre - Lucia Martin Cartón Lychas/Phérès/Alecton/Apollon/1er Triton/Suivant de Pluton - Enguerrand de Hys
Chœur de Chambre de Namur Les Talens Lyriques, Christophe Rousset
Gruß Amonasro
tapeesa (19.07.2020, 22:16): Hier kann ich z. B. sagen, dass ich das hier schätze: Heute ist der 6. Sonntag nach Trinitatis. Von Bach sind uns zwei Kantaten dazu überliefert:
Johann Sebastian Bach
"Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust" BWV 170 "Es ist das Heil uns kommen her" BWV 9 Nicht, weil ich so sonderlich christlich bin, aber christlich geprägt und für so etwas könnte man auch mal eine eigene Rubrik einrichten. Weil meine Erfahrung ist, dass das Kirchenjahr unterbewusst Einfluss hat - egal, ob ich will oder nicht und es macht mir Freude, mein Hörverhalten an den Tagen dahin gehend zu betrachten. Außerdem habe ich heute im Eifer des Gefechts erst darüber entdeckt, dass Sonntag ist :J
Ansonsten finde ich es langsam äußerst angenehm zu wissen, dass die Wände Ohren haben. X/
Ludvig Irgens-Jensen Symphony in D minor, Air, Passacaglia Bournemouth Symphony Orchestra - Bjarte Engeset
Philidor (21.07.2020, 07:52): Bach am Morgen.
Johann Sebastian Bach
Sonate für Flöte und Cembalo E-Dur BWV 1035 Sonate für Flöte und Cembalo h-Moll BWV 1030
Marc Hantaï, Flöte Pierre Hantaï, Cembalo
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (21.07.2020, 16:20):
Heitor Villa-Lobos: Streichquartette Nr. 7 & 15
Cuarteto Latinoamericano
Gruß Amonasro
Amonasro (21.07.2020, 21:51):
Jean-Baptiste Lully/Philippe Quinault: Armide
Armide - Marie-Adeline Henry Renaud - Antonio Figueroa La Gloire/Phénice/Mélisse/Une Nymphe des eaux - Judith Van Wanroij La Sagesse/Sidonie/Lucinde/Une Bergère héroïque - Marie-Claude Chappuis Aronte/La Haine - Marc Mauillon Hidraot - Douglas Williams Le Chevalier danois/Un Amant fortuné - Cyril Auvity Artémidore - Emiliano Gonzalez Toro Ubalde - Étienne Bazola
Chœur de Chambre de Namur Les Talens Lyriques, Christophe Rousset
Von den Lully-Opern, die ich bisher kenne, die dramatischste und durch die starke Fokussierung auf eine zentrale tragische Hauptfigur und die stärkere (und sinnvollere) Einbindung der Divertissements in den Handlungsverlauf diejenige, die den heutigen Erwartungen an eine Oper wohl am ehesten entspricht.
Gruß Amonasro
Sfantu (21.07.2020, 22:15): Ich bin weiter im Heavy Metal Fieber und begebe mich nun auf die Suche nach den Wurzeln. Erste Spurenelemente lassen sich im Notre Dame Organum oder bei Gabrieli und Monteverdi ausmachen, bevor dann eine Reihe von Pionieren wichtige Grundlagen schaffte. Noch weit entfernt von einem Metal-Prototyp, namentlich wegen der fehlenden Elektrifzierung der Instrumente, ordnet man diese frühen Headbanger eher dem Genre der Klassischen Musik zu, weswegen ich sie hier in diesem Faden poste: Bach, Beethoven, Paganini, Liszt, Berlioz, Wagner, Bartok, Holst. Magst Du nicht einen eigenen Faden daraus flechten?
Gruß, Sfantu
Cetay (inaktiv) (22.07.2020, 07:31): Ich bin weiter im Heavy Metal Fieber und begebe mich nun auf die Suche nach den Wurzeln. Erste Spurenelemente lassen sich im Notre Dame Organum oder bei Gabrieli und Monteverdi ausmachen, bevor dann eine Reihe von Pionieren wichtige Grundlagen schaffte. Noch weit entfernt von einem Metal-Prototyp, namentlich wegen der fehlenden Elektrifzierung der Instrumente, ordnet man diese frühen Headbanger eher dem Genre der Klassischen Musik zu, weswegen ich sie hier in diesem Faden poste: Bach, Beethoven, Paganini, Liszt, Berlioz, Wagner, Bartok, Holst. Magst Du nicht einen eigenen Faden daraus flechten? Gruß, Sfantu Mit dieser Idee gehe ich in der Tat seit Wochen schwanger. Die Spuren von Paganini bei Malmsteen oder von Holst bei Black Sabbath zu finden, hat schon was. Überhaupt scheint mir der künstlerische und philosophische Gehalt des Genres stark verkannt zu werden. Es ist OK, das nicht hören zu wollen, es ist nicht OK, das ignorant zu Schrott zu erklären. Die Lust, hierüber aufzuklären hat allerdings eine sehr mächtige Gegenerin und die heisst ... Prokastination.
Sfantu (22.07.2020, 08:14): Die Lust, hierüber aufzuklären hat allerdings eine sehr mächtige Gegenerin und die heisst ... Prokastination. Oh ja, diese Gegnerin kenne ich nur allzu gut...
Philidor (23.07.2020, 08:24): Hier mal wieder Zelenka.
Jan Dismas Zelenka: Triosonate Nr. 1 F-Dur für zwei Oboen, Fagott und B. c. ZWV 181
Heinz Holliger, Maurice Bourgue, Oboen Klaus Thunemann, Fagott Klaus Stoll, Kontrabass Christiane Jaccottet, Cembalo
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (23.07.2020, 13:05): Marc-Antoine Charpentier - Œuvres pour le Port-Royal - Jill Feldman, Greta de Reyghere, Isabelle Poulenard, Bernard Foccroulle, Capelle Ricercar
Hasse - Requiem und Miserere - Susanne Moncayo von Hase, Greta de Reyghere, Ian Honeyman, Timothy Neil Johnson, Dirk Snellings, Vincent Gregoire Il Fondamento, Paul Dombrecht
Johann Heinrich Schmelzer - Sonatae a violino solo - Hélène Schmitt, Jan Krigovsky, Stephan Rath, Jörg-Andreas Bötticher
tapeesa (23.07.2020, 14:09): Tomaso Antonio Vitali - Chaconne in G minor Mario Castelnuovo-Tedesco - The Lark Gabriel Fauré - Sonata No. 1, op. 13 Jascha Heifetz
Marcie (23.07.2020, 19:57): Meine innig geliebte Dritte aus diesem Set:
Cetay (inaktiv) (24.07.2020, 05:14):
Hector Berlioz; La Damnation de Faust (Auszüge) Concertgebouw Orchestra, Eduard van Beinum
Berlioz ist nach Aussage des Musikologen und Produzenten Sandy Pearlman der einzige der ganz grossen Komponisten, der auf der Gitarre anstatt auf einem Tasteninstument komponiert hat. Das gigantische Repertoire an Akkorden, das er durch Herumprobieren auf der Basis von Volksliedern geschaffen hat, diente nicht nur Wagner, Bruckner und Mahler als Grundlage, sondern auch dem Metal, so Pearlman, und die Kreation von neuen Riffs als dem zentralen Element dieses Generes folgt weitestgehend der Berloiz'schen Technik. Ob das so stimmt, weiss ich nicht, wohl aber, dass ich den verschmähten Franzosen unter diesen Gesichtspunkten völlig neu und auf einmal gerne höre.
tapeesa (24.07.2020, 14:34): Chaya Czernowin - Wintersongs - International Contemporary Ensemble, Steven Schick Glas, Rutter, Français - Harpsichord Concertos, u. .a. - 1 - 6
John Rutter: Suite Antique / John McMurtery, West Side Chamber Orchestra
Speak, Be Silent - 1 - Chaya Czernowin: Ayre "Towed Through Plumes, Thicket, Asphalt, Sawdust and Hazardous Air I Shall Not Forget the Sound Of" Riot Ensemble
Philidor (25.07.2020, 09:53): Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart
Violinkonzert Nr. 1 B-Dur KV 207 Violinkonzert Nr. 2 D-Dur KV 211
Bruno Carmignola, VIoline Orchestra Mozart Claudio Abbado
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.07.2020, 10:52): Weiter mit Ries.
Ferdinand Ries: SInfonie Nr. 4 F-Dur op. 110
Zürcher Kammerorchester Howard Griffiths
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.07.2020, 12:21): Nun weiter Holmboe.
Vagn Holmboe: Sinfonie Nr. 12 op. 175
Aarhus Symphony Orchestra Owain Arwel Hughes
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (25.07.2020, 13:44): Paul Hindemith - Mathis der Maler Sergei Prokofiev - L'enfant prodigue, Ballettsuite Czech Philharmonic Orchestra, Oskar Danon
Prokofiev und Hindemith - Lieder Peter Schreier, Tenor; Walter Olbertz, Klavier
Philidor (25.07.2020, 14:56): Hier Älteres aus Albion.
John Dowland: Lachrimae or Seaven Teares
Hespèrion XX Jordi Savall
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.07.2020, 15:48): Nun zwei Werke von der Hillborg-CD.
Philidor (26.07.2020, 19:29): Hier wieder Estnisches.
Erkki-Sven Tüür
Klavierkonzert Sinfonie Nr. 7 ("Pietas")
Laura Mikkola, Klavier NDR Chor RSO Frankurt Paavo Järvi
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (26.07.2020, 19:42): Mittlerweile kann ich Arnold Schönberg-Kompositionen problemlos hören und schätze das meiste bisher Gehörte sehr.
Schoenberg - Gurre-Lieder Alwyn Mellor, Anna Larsson, Stuart Skelton, James Creswell, u. a. Bergen Philharmonic Orchestra and Choirs, Edward Gardner
Philidor (26.07.2020, 19:48): Mittlerweile kann ich Arnold Schönberg-Kompositionen problemlos hören und schätze das meiste bisher Gehörte sehr. Zu den eindrucksvollsten seiner Werke würde ich das Streichtrio oder "Ein Überlebender aus Warschau" zählen.
Aber die Liste der Favoriten wäre schon lang ... Erwartung, Pierrot, 4. Streichquartett, ... wo anfangen?
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (27.07.2020, 20:50): Hallo @Philidor - ich besitze nicht viele CDs, aber diese Aufnahme:
Schönberg - A survivor from Warsaw, Chamber Symphony No. 1, Six Orchestral Songs Staatskapelle Dresden, Giuseppe Sinopoli
befindet sich in meinem CD-Regal. __
Messiaen - Quatuor pour la fin du Temps Gould Piano Trio, Robert Plane
Amonasro (27.07.2020, 22:53):
Richard Strauss:
Also sprach Zarathustra Till Eulenspiegels lustige Streiche Don Juan Tanz der sieben Schleier (aus Salome)
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (28.07.2020, 01:11):
Niccolò Paganini; Violinkonzert Nr. 5 a-Moll, MS. 78 Orchestra del Teatro Carlo Felice di Genova, Massimo Quarta (Guarneri "del Gesu", 1743)
Cetay (inaktiv) (28.07.2020, 01:59):
Hector Berlioz; Grande messe des morts, Op. 5, "Requiem" Michael Schade (Tenor), Toronto Mendelssohn Choir & Youth Choir, Elora Festival Orchestra, Noel Edison
tapeesa (28.07.2020, 04:29): Bizet, Beethoven, Pachelbel & Berlioz: Works arranged for Percussion Ensemble The All Star Percussion Ensemble
Cetay (inaktiv) (28.07.2020, 04:59):
Gustav Mahler; Das Lied von der Erde (Fassung für Kammerorchester von Glen Cortese) Marianne Beate Kielland, Andrew Staples, Musica Seaculorum, Philip von Steinaecker
Alle Quartale wieder wird das Lied zu meinem Lieblingslied. :love:
Sfantu (28.07.2020, 10:58):
Ferdinand Ries Sämtliche Sinfonien Zürcher Kammerorchester - Howard Griffiths (CDs, cpo, 1999-2002, ℗ 2006)
Bin weiterhin mit Freude (nicht immer mit der nötigen Zeit & Muße) dabei, Ries' Sinfonien zu verkosten. Dabei oszilliere ich vorläufig zwischen den Nummern 1 bis 5. Die 2 vereint vielleicht die meisten Aspekte, die mir persönlich zusagen. Der Kopsatz der 3 weist in seiner zerklüfteten, unkonventionellen Vielgestalt fast schon auf Berwald. In der 3. & 4. (bei Letzterer in den Binnensätzen) atmen die idyllischen kleinen Soli, vor allem in den Streichern, eine leichte Biedermeier-Nähe. Insgesamt wirkt dieses Feld recht homogen auf mich. Feine Musik eines echten Könners. Geschmack-& effektvoll ohne jemals äußerlich zu sein. & die Interpretation finde ich, wie erwähnt, geradezu ideal. Nochmals danke an Marcie & Philidor für den Hör-Impuls!
Amonasro (28.07.2020, 21:15):
Gustav Holst: The Planets
RIAS Kammerchor Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
Gruß Amonasro
tapeesa (28.07.2020, 22:18): John Cage - Atlas Eclipticalis (with Winter Music and Songbooks) Southwest Chamber Music
Cetay (inaktiv) (29.07.2020, 02:23):
Johann Sebastian Bach; Sonaten for Violine and Cembalo, BWV 1014-1019 Roberto Noferini, Chiara Cattani
Gerade bei meinem Strömer gefunden: Ein MAJOR EVENT, über das im Netz so gut wie nichts zu finden ist. ?( Es scheint auch (noch) nicht auf physischem Tonträger vorzuliegen. Noferini hat rund ein Dutzend Aufnahmen für Tactus gemacht, man darf hier also historisch best- und aktuellst-informiertes Spiel erwarten.
Cetay (inaktiv) (29.07.2020, 07:28): Hallöle,
gerade läuft:
Ich muss gestehen, von diesem Gespann noch nie gehört zu haben, aber ich bin für "kleine Namen" immer zu haben. Und das soll ja nach Kritiküberflug etwas ganz besonderes sein. Der Download wurde soeben gestartet. Danke für den Tip.
tapeesa (29.07.2020, 11:10): Stephen Paulus - A Chamber Fantasy
Sfantu (29.07.2020, 13:27): Lieber Philidor,
Du als Holmboeaner: welches Werk empfiehlst Du für einen geschmeidigen, einigermaßen verdaulichen Einstieg? Würde zu dieser Musik gern Annäherungsversuche starten. Bisher bin ich aber an ihrer spröden Sperrigkeit gescheitert.
Gruß, Sfantu
michael74 (29.07.2020, 15:38):
Kennt einer diese Aufnahme?
Danke Michael
Philidor (29.07.2020, 18:16): Lieber Philidor,
Du als Holmboeaner: welches Werk empfiehlst Du für einen geschmeidigen, einigermaßen verdaulichen Einstieg? Würde zu dieser Musik gern Annäherungsversuche starten. Bisher bin ich aber an ihrer spröden Sperrigkeit gescheitert.
Gruß, Sfantu Lieber Sfantu,
hmm, vielleicht die 8. Sinfonie?
Leichter verdaulich finde ich die 2. und 3., aber in den mittleren Werken ist in meinen unverständigen Ohren Holmboe am ehesten Holmboe. Oder das, was ich für Holmboe halte. Na ja, zwischen Beethovens 5. Sinfonie und op. 131 ist halt auch ein Unterschied ...
... jedenfalls kann man sich von der 8. Sinfonie aus prima nach vorne oder hinten durcharbeiten.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (29.07.2020, 21:07): Sehr empfehlenswerte Einspielung:
Marcie (29.07.2020, 21:11): @Sfantu
Ich empfehle Dir SEHR dieses überaus gelungene Set:
Maurice inaktiv (29.07.2020, 21:21): @Sfantu
Ich empfehle Dir SEHR dieses überaus gelungene Set: Das sind aber NICHT die Sinfonien !! Das nur mal erwähnt. Denn nach denen hatte er gefragt.
Marcie (29.07.2020, 21:27): @Sfantu
Ich empfehle Dir SEHR dieses überaus gelungene Set: Das sind aber NICHT die Sinfonien !! Das nur mal erwähnt. Denn nach denen hatte er gefragt. Nein, er hatte nach einem "Werk" und nach"weniger sperrig" gefragt. Und da erscheint mir das empfohlene Set sehr hilfreich.
Maurice inaktiv (29.07.2020, 21:51): Nein, er hatte nach einem "Werk" und nach"weniger sperrig" gefragt. Und da erscheint mir das empfohlene Set sehr hilfreich. Okay. Kann man so sehen, ich war da auf die Sinfonien aus, denn darum ging es erst mal. Wenn es aber "hilfreicher" sein sollte, muss er es entscheiden. Dann schreibe mal, warum es so sein sollte. Das frage ich jetzt nicht um Dich zu ärgern, doch Du musst ja einen Grund dafür haben. Immerhin empfiehlst Du gleich eine Box mit 6 (!!) CDs drin. Okay, der Preis ist dafür echt in Ordnung, aber die Einzel-CD würde doch auch erst mal reichen.
Mein Hinweis wäre, auf Youtube reinzuhören, denn die von Marcie empfohlene Einspielung kann man zu zumindest die einzelnen Sätze anhören. Einfach Holmboe Koivula eingeben, dann erscheinen schon die passenden Links dazu.
Sfantu (29.07.2020, 22:05): Stimmt, Philidor hatte wohl in erster Linie die Sinfonien erwähnt. Ich bin aber auch für Hinweise auf Werke aus anderen Gattungen dankbar - schon okay. Merci
Maurice inaktiv (29.07.2020, 22:33): Stimmt, Philidor hatte wohl in erster Linie die Sinfonien erwähnt. Ich bin aber auch für Hinweise auf Werke aus anderen Gattungen dankbar - schon okay. Na, dann passt es ja wieder. Um so besser. Ich habe die Sinfonien und die Konzerte noch, das reicht mir. So oft komme ich nicht dazu die Sachen zu hören. Im Grunde könnte ich sie abgeben, was nichts mit der Qualität, sondern der Seltenheit zusammenhängt, wann ich darauf Lust habe sie mir anzuhören.
Amonasro (29.07.2020, 23:21):
Jean-Baptiste Lully/Philippe Quinault: Atys
Atys - Guy de Mey Cybèle - Guillemette Laurens Sangaride - Agnès Mellon Célénus - Jean-François Gardeil Idas - Jacques Bona Sangar/Pobector - Bernard Deletré Trio - Isabelle Desrochers, Jean-Paul Fouchécourt, Véronique Gens Morphée - Jean-Paul Fouchécourt Phantase - Michel Laplénie Le Sommeil - Gilles Ragon Melisse - Noémi Rime Doris - Françoise Semellaz
Les Arts Florissants, William Christie
Gruß Amonasro
Marcie (29.07.2020, 23:31): Nein, er hatte nach einem "Werk" und nach"weniger sperrig" gefragt. Und da erscheint mir das empfohlene Set sehr hilfreich. Dann schreibe mal, warum es so sein sollte. Das frage ich jetzt nicht um Dich zu ärgern, doch Du musst ja einen Grund dafür haben. Immerhin empfiehlst Du gleich eine Box mit 6 (!!) CDs drin. Okay, der Preis ist dafür echt in Ordnung, aber die Einzel-CD würde doch auch erst mal reichen. Ganz einfach: da Holmboe, nach meinem Dafürhalten, in diesen "kleinen" Formen weit weniger "sperrig", viel rascher zugänglich ist als in seinen Sinfonien. Und der Tipp mit dem Set deshalb: ich glaube, ich hätte mich SEHR geärgert, wenn ich mir zunächst eine CD gekauft hätte, dann noch eine, um schließlich festzustellen, dass dieses preiswerte, vollständige Set doch die bessere Entscheidung gewesen wäre. Ich hatte bei diesem Komponisten, welchen ich noch garnicht kannte, den Einstieg mit eben diesen Kammerkonzerten gemacht und mich dann auch interessiert den Sinfonien zugewandt. Gute Bereicherung.
tapeesa (30.07.2020, 08:48): Heinz Holliger - Romancendres Clara Schumann: 3 Romanzen Holliger : Romancendres & Gesänge der Frühe, nach Robert Schumann und Friedrich Hölderlin Christoph Richter, Dénes Várjon Stuttgart - SWR Vokalensemble & Radio Sinfonieorchester
mehr zur CD: https://www.universal-music.de/heinz-holliger/musik/holliger-romancendres-158195
Cetay (inaktiv) (31.07.2020, 07:03): Nein, er hatte nach einem "Werk" und nach"weniger sperrig" gefragt. Und da erscheint mir das empfohlene Set sehr hilfreich. Dann schreibe mal, warum es so sein sollte. Das frage ich jetzt nicht um Dich zu ärgern, doch Du musst ja einen Grund dafür haben. Immerhin empfiehlst Du gleich eine Box mit 6 (!!) CDs drin. Okay, der Preis ist dafür echt in Ordnung, aber die Einzel-CD würde doch auch erst mal reichen. Ganz einfach: da Holmboe, nach meinem Dafürhalten, in diesen "kleinen" Formen weit weniger "sperrig", viel rascher zugänglich ist als in seinen Sinfonien. Und der Tipp mit dem Set deshalb: ich glaube, ich hätte mich SEHR geärgert, wenn ich mir zunächst eine CD gekauft hätte, dann noch eine, um schließlich festzustellen, dass dieses preiswerte, vollständige Set doch die bessere Entscheidung gewesen wäre.Ich hatte bei diesem Komponisten, welchen ich noch garnicht kannte, den Einstieg mit eben diesen Kammerkonzerten gemacht und mich dann auch interessiert den Sinfonien zugewandt. Gute Bereicherung. Ich schrieb vor 5 Jahren zu Holmboe: Seine historische Stellung verspricht viel: Sibelius, Bartók, Nielsen, Strawinski und Schostakowitsch haben seine Arbeit beeinflusst und Norgard hat wiederum bei ihm gelernt. Allerdings hat sich das Interesse bei mir schnell abgenutzt. Es gibt halt in dem riesigen Oeuvre zu viel nur "Gutes", das einfach keinen Wiederhören-müssen Effekt bei mir auslöst und es fehlt ein Wegweiser, um die Rosinen zu finden. Bei mir letztlich im Hörrepertoire geblieben sind das Kammerkonzert Nr. 8 (Sinfonia Concertante) und die Kammersinfonie Nr. 1. Das heisst, ich kann mich der Empfehlung anschliessen.
Philidor (31.07.2020, 09:17): Das heisst, ich kann mich der Empfehlung anschliessen. Danke Marcie, danke Cetay!
Gerade sehe ich, dass der Strom-Dienstleister meines Vertrauens das nicht ganz kleine Set (6 CDs ... oha ...) digital anzuliefern bereit ist.
Das Wochenende ist gerettet ... keine Ahnung, warum die Leute auf Opernplätzen herumrennen und Party machen wollen ...
Gruß Philidor
:hello
Andréjo (31.07.2020, 15:29): Auch von mir besten Dank für die Empfehlung des Sechserpacks mit Kleiner-Sinfonischem von Holmboe. Ich werde ihn mir bestellen, die Sinfonien haben mich überzeugt und lohnen auch ein zweites (bzw. in meinem Fall teilweise drittes) Hören.
Holmboes Sinfonien gelingt meines Erachtens der Spagat zwischen musikalischer Spannung bei struktureller Stringenz, gemäßigter Modernität und einer gewissen Beeinflussung durch die regionale, also folkloristische Farbe. Die Sinfonien unterscheiden sich stärker voneinander als - nur zum Beispiel - die von Bruckner und ich tue mich noch etwas schwer mit dem Nachvollzug eines Personalstils. Aber das bedeutet auch Anreiz zum Wiederhören und Neuentdecken im Detail.
Da, etwa seitens Philidor, gerne Holmboe neben dem Skandinavien-Landsmann und ungefährem Altersgenossen (s. EDIT) Nörgard hier zur Sprache kommt: Mir scheint persönlich, dass man die beiden Komponisten nicht vergleichen kann - bitte nicht als unterschwellige Kritik an Philidor verstehen, der dies auch nicht tut - es geht nur darum, dass die beiden Namen immer wieder in der Nähe voneinander auftauchen und ich sie eben auch beide mag.
Nörgard ist spannender, moderner, bei Weitem experimenteller, auch farbiger im Klanglichen. Er ist weniger zugänglich als Holmboe, aber man kann sich bestens an ihn gewöhnen und stets Neues entdecken, wohl auch mehr als bei Holmboe. Nur wer wagt, gewinnt.
:hello Wolfgang
EDIT: Holmboe hat von 1909 bis 1996 gelebt. Nörgard wurde 1932 geboren. Das entspricht quasi auch dem Stilunterschied. Von Altersgenossen sollte man wohl nicht mehr sprechen.
Philidor (31.07.2020, 16:08): Er ist weniger zugänglich als Holmboe, aber man kann sich bestens an ihn gewöhnen und stets Neues entdecken, wohl auch mehr als bei Holmboe. Die erste und dritte würde ich ohne Einschränkung empfehlen.
Hier Jahreszeitliches:
Anton von Webern: Im Sommerwind
Cleveland Orchestra Christoph von Dohnányi
Gruß Philidor
:hello
Philidor (31.07.2020, 16:47): Hinterher Frisches:
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15
Martin Helmchen, Klavier Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Andrew Manze
Gruß Philidor
:hello
Philidor (31.07.2020, 18:42): Und Mozart im Fetzigkeitsduell mit Jacobs.
Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543
Ensemble Resonanz Riccardo Minasi
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (31.07.2020, 23:38): Selim Palmgren - Early and middle-period Piano Pieces Izumi Tateno
Philidor (01.08.2020, 08:31): Hier fing der Tag entspannt an.
Richard Wagner: Siegfried-Idyll
San Francisco Symphony Orchestra Herbert Blomstedt
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.08.2020, 09:01): Macht Spaß!
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19
Martin Helmchen, Klavier Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Andrew Manze
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.08.2020, 09:35): Hier eine riesige Fünfte. Schicksalsmotiv inkludiert.
Ferdinand Ries: Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 112
Zürcher Kammerorchester Howard Griffiths
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.08.2020, 11:15): Nun strömte quasi Bukolisches ein.
Richard Strauss: Oboenkonzert
Lothar Koch, Oboe Berliner Philharmoniker Herbert von Karajan
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.08.2020, 12:59): Jetzt kam die hier freundlicherweise beworbene Box an die Reihe.
Vagn Holmboe
Kammerkonzert Nr. 1 für Klavier, Streicher und Pauken op. 17 Kammerkonzert Nr. 2 für Flöte, Violine, Streicher und Schlagwerk op. 20 Kammerkonzert Nr. 3 für Klarinette und Kammerorchester op. 21
Anne Øland, Klavier Eva Østergaard, Flöte Mikkel Futtrup, Violine Niels Thomsen, Klarinette
Danish National Chamber Orchestra Hannu Koivula
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.08.2020, 14:04): Ich blieb bei der Gattung.
Alban Berg: Kammerkonzert für Klavier, Violine und 13 Bläser
Daniel Barenboim, Klavier Pinchas Zukerman, Violine Ensemble Intercontemporain Pierre Boulez
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.08.2020, 15:23): Im neuen FONO FORUM werden Aufnahmen der Trompetenkonzerte von Haydn und Hummel gewürdigt. Zitat: "Die CD mit Balsom und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen darf auf der einsamen Insel nicht fehlen!"
Wohlan:
Jospeh Haydn: Konzert Es-Dur für Trompete und Orchester Johann Nepomuk Hummel: Konzert Es-Dur für Trompete und Orchester
Alison Balsom, Trompete Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.08.2020, 16:55): "Soooo lang war der Fisch! Mindestens!"
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 5 F-Dur op. 76
Česká filharmonie Jiří Bělohlávek
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (02.08.2020, 05:27):
Gustav Mahler; Das Lied von der Erde Birgit Finnilä, Peter Schreier, Berliner Sinfonie-Orchester, Kurt Sanderling
Schreier macht seinem Namen alle Ehre, aber hier passt es genau. Die Textzeile Lasst mich betrunken sein habe ich nur von James Elwes verachtender gegrowlt in Erinnerung. Bombastfreies Wahnsinnsdirigat von Sanderling: emotionale Beteiligung hoch; Kitsch und Sentimentalität nicht vorhanden. Selten sowas.
:times10
"Soooo lang war der Fisch! Mindestens! Da lohnt es sich, nach Konzern-Verflechtungen von Postille und Label zu forschen. Da ist fast niemand mehr neutral. Das muss freilich in diesem Fall nicht unbedingt so sein...
Ganz ausgezeichent gefällt mir dieses Repertoire auf der Naxos-CD -> hier
Philidor (02.08.2020, 09:11): Gustav Mahler; Das Lied von der Erde Birgit Finnilä, Peter Schreier, Berliner Sinfonie-Orchester, Kurt Sanderling Jedenfalls eine der weniger bekannten unter den großartigen Aufnahmen des Werkes.
Hier die Kantaten zum heutigen 8. Sonntag nach Trinitatis:
J. S. Bach
"Erforsche mich, mein Gott" BWV 136 "Wo Gott der Herr nicht bei uns hält" BWV 178 "Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist" BWV 45
Robin Tyson, Christoph Genz, Brindley Sherratt Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (02.08.2020, 09:17): Da lohnt es sich, nach Konzern-Verflechtungen von Postille und Label zu forschen. Da ist fast niemand mehr neutral. Das muss freilich in diesem Fall nicht unbedingt so sein... Jetzt verstehe ich erst ... Deine Replik bezog sich nicht auf die Dvorak-Aufnahme, sondern auf den Artikel zu den Trompetenkonzerten Haydns und Hummels im FONO FORUM ...
... ich fand die Aufnahme großartig gespielt. Trompeten- wie Orchesterseitig. Überhaupt finde ich die Anregungen im "Klassik Kanon" oft sehr gut gewählt. Auch, wenn nicht jede empfohlene Aufnahme nach meinem Geschmack ist, so entsteht doch meist so etwas wie ein Panorama der verschiedenen Ansätze.
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (02.08.2020, 09:22):
Ludwig van Beethoven; Sinfonie Nr. 3 E-Dur, op. 55 "Eroica" Sinfonia Grange au Lac, Esa-Pekka Salonen
Cetay (inaktiv) (02.08.2020, 09:26): Da lohnt es sich, nach Konzern-Verflechtungen von Postille und Label zu forschen. Da ist fast niemand mehr neutral. Das muss freilich in diesem Fall nicht unbedingt so sein... Jetzt verstehe ich erst ... Deine Replik bezog sich nicht auf die Dvorak-Aufnahme, sondern auf den Artikel zu den Trompetenkonzerten Haydns und Hummels im FONO FORUM ... ... ich fand die Aufnahme großartig gespielt. Trompeten- wie Orchesterseitig. Überhaupt finde ich die Anregungen im "Klassik Kanon" oft sehr gut gewählt. Auch, wenn nicht jede empfohlene Aufnahme nach meinem Geschmack ist, so entsteht doch meist so etwas wie ein Panorama der verschiedenen Ansätze.
Gruß Philidor
:hello Witzig. Ich wiederum bezog die Bemerkung mit dem Fisch auf die Rezension und dachte du findest sie übertrieben positiv. Schön, wenn man Missverständnisse klären kann, ohne mehrere Ausrufezeichen und Großbuchstaben zu verwenden. :P
Philidor (02.08.2020, 09:49): Ich wiederum bezog die Bemerkung mit dem Fisch auf die Rezension und dachte du findest sie übertrieben positiv. :D Nein, nein, die Bemerkung mit dem Fisch bezog sich alleine auf die Geste Bělohláveks auf dem Cover ... die CD mit Alison Balsom fand ich tatsächlich klasse. Von diesen Werken habe ich keine drei Aufnahmen, aber die ist nun bei mir vorne.
... hier früher Tüür mit frühem Järvi. Made in Estonia.
Erkki-Sven Tüür
Searching for Roots Insula deserta Zeitraum
Royal Stockholm Philharmonic Orchestra Paavo Järvi
Gruß Philidor
:hello
Marcie (02.08.2020, 09:55):
tapeesa (02.08.2020, 11:38): Hier die Kantaten zum heutigen 8. Sonntag nach Trinitatis: Danke! ______
András Schiff - Concertos & Chamber Music daraus: Beethoven: Klavierkonzerte 1 - 5 Staatskapelle Dresden, Bernard Haitink
sowie ein Schlenker zu Bartóks erstem Klavierkonzert auf dieser CD.
Philidor (02.08.2020, 11:43): Hier nochmal Haydn & Hummel Blechmusik GmbH & Co. KG. Kommanditist ist Puccini ... leider bietet mein Strömer nicht die von Cetay gelobte Aufnahme mit Eklund. Alternativ dann eben eine Klappentrompete mit Reinhold Friedrich, der bei Abbado in Luzern die erste Trompete mehr als würdig blies.
Joseph Haydn: Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur Johann Nepomuk Hummel: Konzert für Trompete und Orchester E-Dur
Reinhold Friedrich, Klappentrompete
Michele Puccini: Konzert für Flöte, Klarinette, Trompete, Horn und Orchester
Christian Gurtner, Flöte Lisa Klevit-Ziegler, Klarinette Reinhold Friedrich, Trompete Hector McDonald, Horn
Wiener Akademie Martin Haselböck
Gruß Philidor
:hello
Philidor (02.08.2020, 13:44): Danke! Immer wieder gerne, liebe Tapeesa ... wenn Du mal in dem C-Forum schauen wolltest, da hat mal ein netter Forianer zu jedem Sonn- und Feiertag die Kantaten des Thomaskantors aufgeschrieben ... ich schaue da selber nach, wenn ich's grad nicht weiß ...
... hier eine Lieblingsaufnahme eines Lieblingswerkes:
Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll BWV 232
Dorothee Mields, Sopran I Hana Blažíková, Sopran II Damien Guillon, Countertenor Thomas Hobbs, Tenor Peter Kooij, Bass
Collegium Vocale Gent Philippe Herreweghe
Ja, ich glaube, danach geht nur noch der Don Giovanni oder so ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (02.08.2020, 16:31): Wie gesagt ...
Wolfgang Amadé Mozart: Don Giovanni KV 527
Don Giovanni - Eberhard Waechter Donna Anna - Joan Sutherland Leporello - Giuseppe Taddei Donna Elvira - Elisabeth Schwarzkopf Commendatore - Gottlob Frick Don Ottavio - Luigi Alva Masetto - Piero Cappuccilli Zerlina - Graziella Sciutti Philharmonia Orchestra & Chorus Carlo Maria Giulini
Das war mein zweiter DG nach Harnoncourts Aufnahme. Das waren noch Zeiten ... aber der Hörgenuss ist nicht geringer geworden. - Das Remastering ist spektakulär.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (02.08.2020, 18:59): Ich blieb im Kostbarkeiten-Modus.
Franz Schubert: Impromptus D 899 & D 935
Krystian Zimerman, Klavier
Gruß Philidor
:hello
Amadé (02.08.2020, 19:38): Die Schubert-CD mit Zimerman gefällt mir auch sehr gut,
jetzt aber in größter Besetzung:
Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (03.08.2020, 11:12): Hier Minimalbesetzung:
Niccolò Paganini; Grand Sonata A-Dur für Gitarre solo, MS. 3 Marco Tamayo
Marcie (03.08.2020, 11:20): Bei mir läuft wieder Ries:
Cantus Arcticus (03.08.2020, 16:20): Hallo Zusammen Bei mir ebenfalls Ries:
Gruss :hello Cantus
Marcie (03.08.2020, 18:32): @Cantus Arcticus
Die fünfte hat sich bei mir zu einem richtigen Dauerbrenner entwickelt. Ist die nicht einfach grandios?
Bei mir läuft momentan:
Philidor (03.08.2020, 19:14): Hier anregender Mozart.
Wolfgang Amadé Mozart
Violinkonzert Nr. 4 D-Dur KV 218
Bruno Carmignola, VIoline Orchestra Mozart Claudio Abbado
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.08.2020, 19:51): Danke an Cetay und Michael74 für den Hinweis auf diese Aufnahme - das ist diejenige fetzige "große g-Moll", die ich als beginnender Plattensammler suchte und bei Harnoncourt, Gardiner, Hogwood, Pinnock und Bernstein nicht fand - schon gar nicht bei Böhm und Marriner.
Vor allem klingt es bei aller Fetzigkeit noch "rund", nicht so mutwillig wie Currentzis' Aufnahmen der da-Ponte-Opern oder wie bei Jacobs.
Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550
Ensemble Resonanz Riccardo Minasi
:down :leb :down :leb :down
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (04.08.2020, 12:42): Passend zu meinem Beethoven-Hör-Vorhaben (...) Ich bin hier gerade beim Beethoven-Hör-Nachhaben. Mit Ludwig bin ich fertig. Aber eine Raritäten-CD, zumal wenn Volkslieder, Bagatellen und andere Miniaturen so herrlich (de)konstruiert werden, darf nochmal aufspielen:
Ludwig van Beethoven; Variationen, Tänze, Bagatellen Olli Mustonen Variationen über 6 Volksweisen, op. 105 7 Ländlerische Tänze, WoO 11 6 Leichte Variationen WoO 77 Rondo C-Dur, op. 51 12 Variationen über "Le Nozze Distrubate", WoO 68 Menuett Es-Dur, WoO 82 6 Ecossaises, WoO 83 6 Bagatellen, op. 126 Klavierstück h-Moll, WoO 61 Das macht sogar einem Beethoven- und Klaviermusik-Muffel richtig Spass. Die bleibt vorerst in der Offline-Bibliothek. :times10
Andréjo (04.08.2020, 12:57): Mit Ludwig bin ich fertig. Bei mir heißt der Klaus ... Schon lange ... Gschmarri.
Was ich gerade höre:
Klavierkonzert in C, KV 467 mit Clifford Curzon und dem BR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Rafael Kubelik, live aus München, 16. Dezember 1976.
Ach so, von Mozart.
:) Wolfgang
Philidor (04.08.2020, 17:46): Und Mozart zum Letzten.
Wolfgang Amadé Mozart
Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219
Bruno Carmignola, VIoline Orchestra Mozart Claudio Abbado
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (04.08.2020, 18:31):
Vincenzo Bellini/Felice Romani: La sonnambula
Amina - Natalie Dessay Elvino - Francesco Meli Rodolfo - Carlo Colombara Teresa - Sara Mingardo Lisa - Jaël Azzaretti Alessio - Paul Gay Un notaro - Gordon Gietz
Orchestre & Chœurs de l'Opéra de Lyon, Evelino Pidò
Gruß Amonasro
Philidor (04.08.2020, 18:38): Hm.
Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551
Ensemble Resonanz Riccardo Minasi
Naaaa, in meinen unmaßgeblichen Ohren klingt Minasis Ansatz bei der Jupiter-Sinfonie nicht halb so gut wie bei KV 550.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.08.2020, 19:15): Das ist schon eher nach meinem Geschmack:
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58
Martin Helmchen, Klavier Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Andrew Manze
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (04.08.2020, 19:30): wenn Du mal in dem C-Forum schauen wolltest, da hat mal ein netter Forianer zu jedem Sonn- und Feiertag die Kantaten des Thomaskantors aufgeschrieben .. Wenn es passt, gehe ich mal länger schauen. Danke :) Momentan schaue ich parallel auf einer Seite zum Kirchenjahr, wo über die Kantaten hinaus Infos zu finden sind.
Ich bin hier gerade beim Beethoven-Hör-Nachhaben. Hör-Nachhaben klingt auch gut ^^ ________
Beethoven - Complete Sonatas for Piano and Violin daraus: Beethoven - Violinsonate Nr. 1, der zweite Satz zusätzlich in 4 Variatonen Klavier: Martin Roscoe, Violine: Tasmin Little
Philidor (04.08.2020, 20:04): Weiter mit Ries.
Ferdinand Ries: SInfonie Nr. 6 D-Dur op. 146
Zürcher Kammerorchester Howard Griffiths
Gruß Philidor
:hello
michael74 (04.08.2020, 21:53): hallo Zusammen
Gruß Michael
Cetay (inaktiv) (05.08.2020, 04:05): Naaaa, in meinen unmaßgeblichen Ohren klingt Minasis Ansatz bei der Jupiter-Sinfonie nicht halb so gut wie bei KV 550. Interessante Feststellung. Mir fällt auf die Schnelle kein einziger Dirigent ein, dem für mich beide gleichermassen gut gelungen waren. Von KV 550 gibt es eh wenige, die mir zusagen, aber wenn, dann ist KV 551 vom selben Gespann nicht halb so gut.
Ich höre jetzt den viel interessanteren Zeitgenossen:
Joseph Haydn; Octuors & Quintet avec Baryton à Cordes Aria Lachrimae Consort Divertimenti a otto voci für Baryton, 2 Hörner, Streichquartett und Gambe D-Dur, a-Moll & G-Dur, Hob. X:2, 3 & 5 Divertimento per il pardian D-Dur, Hob. X:10 Cassationsstücke, Hob XII:19 Nr. 8 & 10-12
Philidor (05.08.2020, 09:47): Ich höre jetzt den viel interessanteren Zeitgenossen: Oh ... darob kam ich ins Nachdenken.
Haydn: Musik für den Kopf, formal bisweilen innovativ (z. B. Kopfsatz von op. 50 Nr. 1), wirklich gut gemacht, ein intellektuelles Vergnügen. Gibt es bei Haydn Gänsehautmomente?
Mozart: Musik für Bauch und Herz, mit Gänsehautmomenten (Komtur-Musiken im Don Giovanni, Dissonanzenquartett, Stellen im Requiem, Finale von KV 551, Fantasie c-Moll für Klavier, Klaviersonate a-Moll, Figaro-Ouvertüre, Finale des zweiten Figaro-Aktes, zweiter Satz von KV 488, ...); die Form "stimmt" einfach, da hat er wohl nicht viel nachdenken müssen.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (05.08.2020, 09:49): @Cetay
Gute Idee, da mach ich kurz mit:
Amonasro (05.08.2020, 11:59): Hieraus:
Johannes Brahms:
Streichquartett Nr. 3 B-Dur op. 67 Klavierquintett f-Moll op. 34
Emerson String Quartet Leon Fleisher
Gruß Amonasro
tapeesa (05.08.2020, 17:17): Carl Maria von Weber - Der FreischützRudolf Schock, Elisabeth Grümmer, Hermann Frey, u. a. Der Chor der deutschen Oper Berlin Die Berliner Philharmoniker, Joseph Keilberth
Marcie (05.08.2020, 17:21): Was für wundervolle Musik , um auf dem Balkon in der Sonne zu entspannen:
Philidor (05.08.2020, 18:24): Mozart auch hier. Der Tageszeit angemessen.
Wolfgang Amadé Mozart: Serenade D-Dur ("Haffner-Serenade") KV 250
Lucy van Dael, Violine Orchestra of the 18th Century Frans Brüggen
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.08.2020, 19:06): Hmmm, die frühen Konzerte waren vielleicht noch gelungener.
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73
Martin Helmchen, Klavier Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Andrew Manze
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (05.08.2020, 22:07):
Richard Wagner: Parsifal
Amfortas - Dietrich Fischer-Dieskau Titurel - Hans Hotter Gurnemanz - Gottlob Frick Parsifal - René Kollo Klingsor - Zoltan Kélémen Kundry - Christa Ludwig
Wiener Staatsopernchor Wiener Philharmoniker, Sir Georg Solti
Gruß Amonasro
tapeesa (05.08.2020, 22:25): Richard Wagner: Parsifal (Querschnitt) Plácido Domingo - Jessye Norman - Kurt Moll - James Morris The Metropolitan Opera Orchestra & Chorus, James Levine New York, 1991
tapeesa (07.08.2020, 11:52): Alexander Borodin - String Quartets Nos. 1 & 2 Haydn Quartet, Budapest
Philidor (07.08.2020, 18:29): Hier Sommermusik.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Gerhild Romberger Augsburger Domsingknaben Frauenchor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Bernard Haitink
Na, da werde ich mir morgen wohl seine Chicagoer Aufnahme auferlegen.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (08.08.2020, 15:26): Heute also diese.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Michelle DeYoung, Mezzosopran Chicago Children's Choir Damen des Chicago Symphony Choir Chicago Symphona Orchestra Bernard Haitink
Chœur de Chambre de Namur Les Talens Lyriques, Christophe Rousset
Gruß Amonasro
Philidor (08.08.2020, 17:29): "Warte, warte nur ein Weilchen ..."
Richard Strauss: Elektra
Elektra - Deborah Polaski Klytämnestra - Waltraud Meier Chrysothemis - Alessandra Marc Aegisth - Johan Botha Orest - Falk Struckmann Chor der Deutschen Staatsoper Berlin Staatskapelle Berlin Daniel Barenboim
Gruß Philidor
:hello
Philidor (08.08.2020, 19:33): Nach dem Blutbad.
Johannes Brahms
Violinsonate Nr. 1 G-Dur op. 78 Violinsonate Nr. 2 A-Dur op. 100 Violinsonate Nr. 3 d-Moll op. 108
Leonidas Kavakos, VIoline Yuja Wang, Klavier
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (08.08.2020, 20:34): 6 & 7 - Erik Satie: 3 Gymnopédies - Orch. Claude Debussy - 3. Lent et douloureux, 1. Lent et grave 8 - 10 - Gabriel Fauré: Pelléas et Mélisande, op. 80 - 3. Sicilienne Pavane, op. 50 Masques et Bergamasques, Stage Work, 1919 - Ouverture
Orpheus Chamber Orchestra
Philidor (09.08.2020, 08:20): Hier begann der Tag mit einem konzertanten Blick in die Ewigkeit - das eigentümliche F-Dur-Paar.
Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge F-Dur BWV 540
Kevin Bowyer Marcussen-Orgel der Sct. Hans Kirke zu Odense (III/37)
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.08.2020, 09:32): Die Bach-Kantaten zum heutigen 9. Sonntag nach Trinitatis.
Johann Sebastian Bach
"Was frag ich nach der Welt" BWV 94 "Tue Rechnung! Donnerwort" BWV 168 "Herr, gehe nicht ins Gericht" BWV 105
Katharine Fuge, Daniel Taylor, James Gilchrist, Peter Harvey Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.08.2020, 11:44): Ich blieb dem Wiederholungstäter auf der Spur.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Jard van Nes, Mezzosopran Tölzer Knabenchor Ernst-Senff-Kammerchor Berliner Philharmoniker Bernard Haitink
Auch das ist eine Aufnahme, die mich völlig zufrieden stellt (wenn da nicht Bernstein mit seiner DG-Aufnahme wäre ... John Alessi an der ersten Posaune im Kopfsatz ... Hammer.)
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.08.2020, 12:44): Weiter mit Mahler/Haitink. Auch eine Aufnahme, die ich sehr schätze.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur
Christine Schäfer, Sopran Royal Concertgebouw Orchestra Bernard Haitink
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (09.08.2020, 13:38): Peter Navarro-Alonso Le quattro Stagione (nach Vivaldi RV269, 315, 293, 297) Concerto in B-Minor (nach Vivaldi RV 580) Alpha, Ekkozone, Mathias Reumert
Philidor (09.08.2020, 14:15): Nummer 5. Die mit dem Finale, dessen Jubel man nicht über den Weg traut.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
Berliner Philharmoniker Bernard Haitink
Ich höre das Werk ja gerne in einer aufgebrezelten Version, z. B. Bernstein/WP oder zur Not auch Solti, aber so finde ich es auch mal sehr hörenswert.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.08.2020, 15:42): Die Sechste wollte ich dann doch weniger auf der ausgeglichenen Seite hören ...
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 6 a-Moll
London Philharmonic Orchestra Klaus Tennstedt live Royal Albert Hall 22. August 1983
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.08.2020, 18:56): „Ist es Satzung ja, dass des Mordbluts Strom, Vergossen zur Erd, aufs neue verlang Nach Blut. Ruft doch Mord die Erinys auf, Die zur Blutschuld an vordem Gemordeten führt Immer wieder herbei neue Blutschuld.“
Richard Strauss: Elektra
Elektra - Alessandra Marc Klytämnestra - Hanna Schwarz Chrysothemis - Deborah Voigt Aegisth - Siegfried Jerusalem Orest - Samuel Ramey Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor Wiener Philharmoniker Giuseppe Sinopoli
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (10.08.2020, 17:11): Mozart - Die Zauberflöte Herbert Lippert, Elisabeth Norberg-Schulz, Georg Tichy, Kurt Rydl, Hellen Kwon, Wilfried Gahmlich Ungarischer Festivalchor Failoni Orchester Budapest, Michael Halász
Philidor (10.08.2020, 18:38): Ich habe mal gehört, Haitink hätte Mahlers Dritte fünfmal aufgenommen. Habe nur vier Aufnahmen gefunden.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Maureen Forrester, Alt Knabenchor der Willibrord-Kirche Amsterdam Damen des Niederländischen Radiochores Roval Concertgebouw Orchestra Bernard Haitink
Mit dem Hörerlebnis dieser vier Aufnahmen im Ohr würde ich diesem Werk durchaus das Etikett eines "signature piece" Haitinks ankleben wollen. Und schon die erste Aufnahme ist grandios, vielleicht sogar die allergelungenste. Da passt alles. Wunderbar.
Sie kam hier im Remastering auf 24 Bit/96 kHz an, eine klare Verbesserung gegenüber der rechts abgebildeten Ausgabe.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (10.08.2020, 18:50): Ich habe mal gehört, Haitink hätte Mahlers Dritte fünfmal aufgenommen. Habe nur vier Aufnahmen gefunden. Rätsel gelöst.
Von 1977 bis 1987 hat Haitink mit dem Koninklijk Concertgebouworkest in Weihnachtskonzertmatineen die Sinfonien 1 bis 7 und 9 aufgeführt, davon gibt es Live-Mitschnitte:
Gruß Philidor
:hello
Philidor (10.08.2020, 19:49): Nun Orgelmystik.
César Franck: Trois Chorals
- No. 1 Mi majeur - No. 2 Si mineur - No. 3 La mineur
Marcel Dupré Orgel der St. Thomas Kirche zu New York CIty
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (10.08.2020, 21:37): Mozart-Abend
aus Mozart: Zaide "Ruhe sanft, mein holdes Leben" und "Tiger, wetze nur die Klauen" Natalie Dessay Orchestra of the Age of Enlightenment, Louis Langrée
Amonasro (10.08.2020, 22:32): Wieder Verdi:
Giuseppe Verdi/Salvadore Cammarano: Luisa Miller
Luisa Miller - Montserrat Caballé Rodolfo - Luciano Pavarotti Miller - Sherrill Milnes Il Conte di Walter - Bonaldo Giaiotti Wurm - Richard Van Allan Federica - Anna Reynolds Laura - Annette Céline Un contadino - Fernando Pavarotti
London Opera Chorus National Philharmonic Orchestra, Peter Maag
Gruß Amonasro
Philidor (11.08.2020, 06:47): Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester Es-Dur KV 364
Cetay (inaktiv) (11.08.2020, 09:14): Ich würde auf die Frage, welche der fünf Haiting-Aufnahmen der Dritten ich vorziehe, folgende Antwort geben: Die aus Chicago wegen des Covers - wenn drinnen Tabakov aus Sofia steckt. :D
Nachdem mir Haydns Baryton-Qktette mit dem Aria Lachrimae Consort sehr gut gefallen haben, kommen jetzt die Trios dran:
Cetay (inaktiv) (11.08.2020, 09:20): Mit Ludwig bin ich fertig. Bei mir heißt der Klaus ... Schon lange ... Gschmarri. Als Nicht-Linguist mit zur Hälfte weggesoffenen Synapsen brauche ich hier Erklär-Nachhilfe um die Verbindung herzustellen. :P
Cetay (inaktiv) (11.08.2020, 09:44): Ich höre jetzt den viel interessanteren Zeitgenossen: Oh ... darob kam ich ins Nachdenken. Haydn: Musik für den Kopf, formal bisweilen innovativ (z. B. Kopfsatz von op. 50 Nr. 1), wirklich gut gemacht, ein intellektuelles Vergnügen. Gibt es bei Haydn Gänsehautmomente?
Mozart: Musik für Bauch und Herz, mit Gänsehautmomenten (Komtur-Musiken im Don Giovanni, Dissonanzenquartett, Stellen im Requiem, Finale von KV 551, Fantasie c-Moll für Klavier, Klaviersonate a-Moll, Figaro-Ouvertüre, Finale des zweiten Figaro-Aktes, zweiter Satz von KV 488, ...); die Form "stimmt" einfach, da hat er wohl nicht viel nachdenken müssen.
Gruß Philidor
:hello Da ist es schwer einen effektiven Konter zu setzen. Sicher, eine halbe Handvoll gibt es schon. Zuallererst, zuoberst und zuvorderst das Adagio aus dem Streichquartett op. 76 Nr. 4, dann vielleicht noch die Steigerung in der Durchführung des ersten Satzes von Sinfonie Nr. 82, einige Stellen in späten Baryton-Trios und in der Harmoniemesse, sowie der Beginn der Schöpfung. Aber es stimmt, dass Haydn gerne den Umweg über den Kopf nimmt. Das macht aber nichts, die Euler'sche Identität verschuf mir auch erst eine Gänsehaut, als ich kapiert habe, was da steht. Und überhaupt, wenn es direkt in den Bauch gehen soll, leistet ein gutes Metal-Riff immer noch die besten Dienste. :evil:
Andréjo (11.08.2020, 11:59): Mit Ludwig bin ich fertig. Bei mir heißt der Klaus ... Schon lange ... Gschmarri. Als Nicht-Linguist mit zur Hälfte weggesoffenen Synapsen brauche ich hier Erklär-Nachhilfe um die Verbindung herzustellen. :P Hoffentlich hast Du Dir noch nicht zu viel Mühe gemacht. ;) Du bist mit Ludwig fertig, redest also nicht mehr mit ihm. Mir geht es so mit Klaus. Sei froh, wenn Du den nicht kennst.
Gschmarri - wie wir Franken sagen. Scherz dritter Klasse.
:) Wolfgang
tapeesa (11.08.2020, 17:35): Fritz Busch Brahms - 2. Sinfonie Sächsische Staatskapelle Dresden, Aufnahme von 1931 Mozart, Beethoven, Reger Orchester des Württembergischen Landes-Theaters Dänisches Radiosinfonieorchester, Aufnahmen von 1919 (?) & 1948 - 1951
Einiges aus: Marcel Dupré - Organ Works Jan Lehtola
Philidor (11.08.2020, 18:39): Ich würde auf die Frage, welche der fünf Haiting-Aufnahmen der Dritten ich vorziehe, folgende Antwort geben: Die aus Chicago wegen des Covers - wenn drinnen Tabakov aus Sofia steckt. :D Tabakov? Ist das eine neue Wodka-Sorte? Sicher, eine halbe Handvoll gibt es schon. Jaja. Bei 83 Streichquartetten und 104 nummerierten Sinfonien nebst Oratorien, Opern, Klaviersonaten, Barytontrios usw. usw. immerhin eine halbe Handvoll. Man muss zufrieden sein und Bescheidenheit ist eine Zier. ;) Das macht aber nichts, die Euler'sche Identität verschuf mir auch erst eine Gänsehaut, als ich kapiert habe, was da steht. So ist's recht! Und wenn wir erst beweisen könnten, wo alle nichttrivialen Nullstellen der Riemannschen Zeta-Funktion liegen ...
... hier ein weiterer Mahlerwiederholer.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Martha Lipton, Mezzosopran Choir of the Church of Transfiguration The Schola Cantorum New York Philharmonic Leonard Bernstein
Wirklich nicht schlecht. Wirklich. - Es gibt gefühlt ein Dutzend Ausgaben dieser Aufnahme. Mein Strömer bietet mir eine japanische SACD in CD-Qualität mit prima Abmischung.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.08.2020, 19:19): Hier noch ein wenig Georgel.
César Franck
aus "L'Organiste": - Chant de la creuse - Noel angevin
aus "Six pièces pour Grand orgue": Pastorale op. 19
aus "Trois pièces pour Grand orgue": Cantabile
Choral No. 3 la mineur
Charles Tournemire Cavaillé-Coll-Orgel in Sainte-Clotilde zu Paris Aufnahmen 1930/31
Bildchen gibt*s leider nicht.
Francks Schüler Tournemire spielt die Werke wesentlich freier und fantasievoller als Marcel Dupré dies mit seiner sachlichen, quasi objektiven Lesart tat.
Bin auf Langlais gespannt.
Gruß Philidor
:hello
Amadé (11.08.2020, 19:58):
Hallo Tapeesa,
danke für den Hinweise. Diese Aufnahme ist anlässlich eines Gastspiels der Sächsischen Staatskapelle in der Alten Berliner Philharmonie mitgeschnitten worden. Klanglich ist die Aufnahme eigentlich indiskutabel, man verspürt jedoch den Elan, wie Busch mit seinem Orchester damals musizierte, der Finalsatz wirkt wie durchgepeitscht, ohne jedoch der Musik Gewalt anzutun. So etwas wünschte ich mir in moderner Klangzechnik.
Gruß Amadé
tapeesa (12.08.2020, 17:58): Lieber Amadé,
der Finalsatz wirkt wie durchgepeitscht, ohne jedoch der Musik Gewalt anzutun. So etwas wünschte ich mir in moderner Klangtechnik. Den Wunsch kann ich nachempfinden.
Habe mir später noch das Inhaltsverzeichnis von:
Susanne Popp - Berufung und Verzicht Fritz Busch und Richard Wagner
angesehen.
Kennst du das Buch? Das liest sich sehr interessant.
Lieben Gruß, tapeesa
tapeesa (12.08.2020, 18:18): Franz Joseph Haydn - 1. Cellokonzert Yo-Yo Ma, English Chamber Orchestra, José Luis Garcia Jean Guihen Queyras, Freiburger Barockorchester, Petra Müllejans Sergei Istomin, Apollo Ensemble, David Rabinovich
_____
Fritz Busch -
Haydn: Sinfonie Nr. 88 Sinfonia Concertante in B-Dur (105)
Mozart: Serenade No. 13, "Eine kleine Nachtmusik" Sinfonie Nr. 36 "Linz"
Danish Radio Symphony Orchestra, aufgenommen 1948 - 1951
Philidor (12.08.2020, 19:03): Und nochmal Mahler 3.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Christa Ludwig, Mezzosopran Brooklyn Boys Chorus New York Choral Artists New York Philharmonic Leonard Bernstein
Einer meiner liebsten Aufnahmen des Werkes. - Irgendwie war ich heute nicht so recht bei der Sache, spontan hätte ich jetzt die ältere Aufnahme für frischer, besser gehalten.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (12.08.2020, 20:42): Hier nochmals Francks Schwanengesang.
César Franck: Trois Chorals
- No. 1 Mi majeur - No. 2 Si mineur - No. 3 La mineur
Jean Langlais Cavaillé-Coll-Orgel der Basilique Sainte-Clotilde de Paris (dort waren Franck und Langlais Titularorganisten)
Ja ... Langlais gilt als einer der berufensten Interpreten der Franckschen Orgelwerke. Auch er ist weit weg vom "objektiven" Spiel Duprés.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (13.08.2020, 16:36):
Jean-Philippe Rameau/Louis Fuzelier: Les Indes galantes
1. Le Turc généreux: Émilie - Miriam Ruggeri Valère - Howard Crook Osman - Nicolas Rivenq
2. Les Incas du Pérou: Phani - Isabelle Poulenard Don Carlos - Jean-Paul Fouchécourt Huascar - Bernard Deletré
3. Les Fleurs: Fatime - Noémi Rime Zaïre - Sandrine Piau Tacmas - Jean-Paul Fouchécourt Ali - Jérôme Correas
4. Les Sauvages: Zima - Claron McFadden Adario - Nicolas Rivenq Damon - Howard Crook Don Alvar - Bernard Deletré
Les Arts Florissants, William Christie
Gruß Amonasro
Amadé (13.08.2020, 17:42): Schon seit Jahrzehnten eine immer wieder gern gehörte Aufnahme, besonders die Sinfonie Nr. 6 C-Dur:
GRuß Amadé
Philidor (13.08.2020, 20:06): Und täglich grüßt ...
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Birgit Remmert, Alt Prager Philharmonischer Kinderchor Damen des Prager Philharmonischen Chores Tschechische Philharmonie Zdeněk Mácal
Der Böhme Gustav Mahler ist bei den Tschechen in besten Händen. Eine wunderbare Aufnahme.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.08.2020, 17:31): Heute "nur" Franck. ohne Mahler.
César Franck
Pièce héroique Prélude, Fugue et Variation op.18 Trois Chorals
Olivier Latry Orgel in Notre Dame de Paris
Ähnlich wie seine Messiaen-Aufnahmen - quasi perfekt, aber etwas kühl. Imho.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (14.08.2020, 18:17):
Georg Friedrich Händel: Orlando
Orlando - Patricia Bardon Dorinda - Rosa Mannion Medoro - Hilary Summers Angelica - Rosemary Joshua Zoroastro - Harry van der Kamp
Les Arts Florissants, William Christie
Gruß Amonasro
Philidor (15.08.2020, 09:16): Hier ging's mit Mozart los:
Wolfgang Amadé Mozart
Ouvertüre zur Zauberflöte KV 626 Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur KV 488
Akademie für Alte Musik Berlin René Jacobs
Friedrich Gulda, Klavier Royal Concertgebouw Orchestra Nikolaus Harnoncourt
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.08.2020, 10:01): EIner ging noch:
Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550
Ensemble Resonanz Riccardo Minasi
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.08.2020, 12:53): Diese herrliche Scheibe wollte ich nochmal einströmen lassen.
Modest Mussorgsky/Maurice Ravel: Bilder einer Ausstellung
Maurice Ravel: La valse
Les Siècles François-Xavier Roth
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.08.2020, 14:38): Das ist schon die "ganz besondere" Aufnahme. Aber sehr idiosynkratisch ... ein wenig wie Glenn Gould bei Beethoven.
César Franck: Trois Chorals
Jean Guillou Van-den-Heuvel-Orgel in St. Eustache zu Paris (V/101)
Ist schon ein Knaller.
Gruß Philidor
:hello
michael74 (15.08.2020, 15:29): Diese herrliche Scheibe wollte ich nochmal einströmen lassen.
Modest Mussorgsky/Maurice Ravel: Bilder einer Ausstellung
Maurice Ravel: La valse
Les Siècles François-Xavier Roth
Gruß Philidor
:hello hallo die habe ich auch ein paar Wochen gehabt, musste sie wieder abgeben da sie aus einer Bibliothek war. Mein Gesamteindruck war verdammt gut, ein paar stellen die ich leider nicht mehr nennen kann waren etwas verworren...
Gruß Michael
Philidor (15.08.2020, 16:16): waren etwas verworren... Ja, den einen oder anderen erratischen Block gibt es da. Seltsam.
Hier eine frisch eingetroffene Box mit Ton und Bild:
Serge Prokofieff: Klavierkonzert Nr. 3 C-Dur op. 26
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1 D-Dur
Yuja Wang, Klavier Lucerne Festival Orchestra Claudio Abbado live 11.-15. August 2009
Wusste gar nicht, dass der Prokofieff mit drauf ist. Sehens- und hörenswert! Der Mahler - ganz aus Bereich zwischen Stille und Ton entwickelt. Spannend.
Mal schaun, wie's weitergeht.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.08.2020, 18:08): Auf die Gefahr hin, der Gourmandise gescholten zu werden:
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Gerhild Romberger, Alt Kinderchor Cantemus Damenchor des Bayerischen Rundfunks Budapest Festival Orchestra Iván Fischer
Strömte hier mit generösen 192 kHz/24 Bit ein, das Maximum dessen, was mein Streamer noch in Schwingungen verwandeln mag. - Nicht nur deswegen eine Aufnahme, welche meine Ohren sehr erfreute.
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (15.08.2020, 21:36): Modest Mussorgsky/Maurice Ravel: Bilder einer Ausstellung
Maurice Ravel: La valse
Les Siècles François-Xavier Roth Ich meine, man kann - wahrscheinlich unzulässig generalisierend - sagen, dass wann immer dieses Gespann liefert, alles drin ist, außer tausendfach gehörter Routine. Top-Tip: Der Sacre.
tapeesa (16.08.2020, 08:27): J. S. Bach - Cantatas Vol. 8 Amsterdam Baroque Orchestra & Choir, Ton Koopman
Philidor (16.08.2020, 09:08): Ich meine, man kann - wahrscheinlich unzulässig generalisierend - sagen, dass wann immer dieses Gespann liefert, alles drin ist, außer tausendfach gehörter Routine. Top-Tip: Der Sacre. Unterschreib. Ich mag "Daphnis et Chloé" noch sehr ...
Hier Musik zum heutigen 10. Sonntag nach Trinitatis.
Johann Sebastian Bach
"Schaut doch hin und sehet, ob bei euch irgend ein Schmerz sei" BWV 46 "Nimm von uns, Herr, du treuer Gott" BWV 101
Joanne Lunn, Daniel Taylor, Christoph Genz, Gotthold Schwarz Monteverdi Choir English Baroque Soloists John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (16.08.2020, 10:16): Der piscatoreske Mahler gefiel mir gestern gut ...
Gustav Mahler: SInfonie Nr. 1 D-Dur
Budapest Festival Orchestra Iván Fischer
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (16.08.2020, 11:32):
Giuseppe Verdi/Antonio Ghislanzoni: Aida
Il re d'Egitto - Nicola Zaccaria Amneris - Fedora Barbieri Aida - Maria Callas Radamès - Richard Tucker Ramfis - Giuseppe Modesti Amonasro - Tito Gobbi Un messaggero - Franco Ricciardi Una sacerdotessa - Elvira Galassi
Coro e Orchestra del Teatro alla Scala di Milano, Tullio Serafin
Insgesamt keine meiner Lieblingsaufnahmen der Aida, das Duett Aida/Amonasro im 3. Akt ist jedoch unschlagbar: Callas, Gobbi, Serafin erzeugen hier eine Dramatik und in der Schlusssequenz ("O patria, quanto mi costi") eine Tragik, die ich so in keiner anderen Aufnahme finde.
Gruß Amonasro
Philidor (16.08.2020, 11:56): das Duett Aida/Amonasro im 3. Akt ist jedoch unschlagbar: Callas, Gobbi, Serafin erzeugen hier eine Dramatik und in der Schlusssequenz ("O patria, quanto mi costi") Gibt's da nicht noch die Aufnahme mit Rethberg/de Luca ...? Gut, Serafin dirigiert da nicht ...
Hier eine Einspielung, an der man den Rezensionen zufolge wohl nicht mehr vorbeikommt:
Ludwig van Beethoven
Streichquartett D-Dur op. 18 Nr. 3 Streichquartett F-Dur op. 18 Nr. 1 Streichquartett G-Dur op. 18 Nr. 2
Quatuor Ébène
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (16.08.2020, 13:01): Gibt's da nicht noch die Aufnahme mit Rethberg/de Luca ...? Gut, Serafin dirigiert da nicht ... Sängerisch ist das mindestens ebenbürtig, zumal De Luca in der Höhe sicherer klingt als Gobbi, aber der ruhigere Schluss des Duetts (ab "Padre, a costoro schiava non sono") hat auf mich unter Serafin die weitaus größere Wirkung. Die weinenden Violinen bei "O patria, quanto mi costi" (für mich der Höhepunkt der ganzen Oper) klingen bei Serafin schmerzvoller und erzeugen eine größere Anspannung als bei der älteren Aufnahme, die aber natürlich durch das Klangbild, in dem das Orchester weiter in den Hintergrund gerückt ist als bei Serafin, gehandicapt ist (den Namen des Dirigenten der Aufnahme, die wohl nur den 3. Akt umfasst, konnte ich nicht in Erfahrung bringen).
Gruß Amonasro :hello
Philidor (16.08.2020, 13:10): (den Namen des Dirigenten der Aufnahme, die wohl nur den 3. Akt umfasst, konnte ich nicht in Erfahrung bringen) Meine Pearl-CD sagt:
"O patria mia" (1927): Orchester der Berliner Staatsoper unter Fritz Zweig. Alle anderen Szenen, aufgenommen 1929/30: Victor Orchestra unter Rosario Bourdon
Gruß Philidor
:hello
Philidor (16.08.2020, 14:20): Hier wieder Mahler vom Vierwaldstättersee.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 2 c-Moll ("Auferstehungssymphonie")
Eteri Gvazava, Sopran Anne Larssen, Alt Orfeón Donostiarra Lucerne Festival Orchestra Claudio Abbado live 21. August 2003
Abbado mit handverlesenem Ensemble. Kolja Blacher als Konzertmeister, dazu Wolfram Christ, Georg Faust/Natalja Gutmann und Alois Posch an den ersten Pulten der Streicher, dazu das Hagen Quartett, dann Emanuel Pahud, Albrecht Mayer, Sabine Meyer, Dag Jensen als Solo-Holzbläser, Reinhold Friedrich an der ersten Trompete, Raymond Curfs als erster Pauker ...
.. ich habe das Stück einige Dutzend Male gehört, aber beim "Auferstehn" mit dem Einsatz der Orgel mit 32'-Registern hat's mich wieder gepackt ...
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (16.08.2020, 15:32): P. I. Tchaikovsky Sinfonie 4 Paris Conservatoire Orchestra, Albert Wolff Sinfonie 5 Radio-Sinfonieorchester Hamburg, Hans Schmidt-Isserstedt
Philidor (16.08.2020, 15:41): Die dritte Kantate für heute fehlte noch.
Johann Sebastian Bach: "Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben" BWV 102
Daniel Taylor, Christoph Genz, Gotthold Schwarz Monteverdi Choir English Baroque Soloists John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (16.08.2020, 17:25): Debussy - Petite Suite Orchestre de chambre Jean-François Paillard, Jean-François Paillard
Die dritte Kantate für heute fehlte noch. Hatte mich schon gewundert ;)
Die Kirchenjahr-Seite, auf der ich schaue, gab gleich 4 Kantaten an. noch: BWV 90 - Es reißet euch ein schrecklich Ende - (nach BWV 46 und vor BWV 101 & 102)
Philidor (16.08.2020, 17:57): Die Kirchenjahr-Seite, auf der ich schaue, gab gleich 4 Kantaten an. noch: BWV 90 - Es reißet euch ein schrecklich Ende - (nach BWV 46 und vor BWV 101 & 102) Klingt nach Dr. Martinus ... es ist nun mal so, dass heute am 10. Sonntag nach Trinitatis (und an vielen anderen Sonntagen) nicht mehr dieselben Perikopen gelesen werden wie zu Bachs Zeiten - d. h., Bachs Kantaten zum Sonntag X können heute noch passen, müssen aber nicht. Umgekehrt kann man Kantaten, die für bestimmte Sonntage im Kirchenjahr gedichtet und komponiert wurden, heute eventuell auch an anderen Sonntagen einsetzen.
Im Leipzig der Bachzeit hat man am 10. So. n. Tr. das Evangelium von der Ankündigung der Zerstörung Jerusalems gelesen, also einen Text, den man potenziell auch judenfeindlich auslegen könnte. Heute wird dieser Sonntag als sog. Israel-Sonntag begangen, als Tag, an welchem die Ev. Kirche bekennt, dass das Volk Israel immer noch Gottes auserwähltes Volk ist. Ein nicht ganz unbedeutender Wechsel der Thematik ...
Bevor ich mir Abbados Luzerner Lesart der Dritten auferlege, wollte ich mir nochmal seine früheren Exegesen des monumentalen Werkes zu Gehör bringen:
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Jessye Norman, Sopran Damen der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor Wiener Sängerknaben Wiener Philharmoniker Claudio Abbado
Meine erste Mahler-Sinfonie auf Tonträger, damals (1988/89) noch auf Schallplatte. Ich habe diese Aufnahme seinerzeit vielleicht dreimal gehört, dann streikte irgendwie das Erdungskabel meines Plattenspielers, so dass ich einen Dauerbrumm hatte. Als dies geschah, hatte ich aber auch schon einen CD-Spieler und kaufte mir Bernsteins DG-Aufnahme des Werkes.
Abbados ließ das Werk sehr unspektakulär spielen. Mir ist das etwas zuviel Understatement, wenn es um die Erschaffung der Welt geht. Viele schöne Stellen, aber die kosmische Dimension bleibt zu sehr auf der Strecke, von der archaischen Gewalt des Felsgebirges ganz zu schweigen.
Jens Malte Fischers Lob von Jessye Norman kann ich fast nachvollziehen, meine jedoch, dass es noch überzeugendere Aufnahmen mit ihr gäbe.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (16.08.2020, 18:36): d. h., Bachs Kantaten zum Sonntag X können heute noch passen, müssen aber nicht. Umgekehrt kann man Kantaten, die für bestimmte Sonntage im Kirchenjahr gedichtet und komponiert wurden, heute eventuell auch an anderen Sonntagen einsetzen. Das wusste ich gar nicht.
Im Leipzig der Bachzeit hat man am 10. So. n. Tr. das Evangelium von der Ankündigung der Zerstörung Jerusalems gelesen, also einen Text, den man potenziell auch judenfeindlich auslegen könnte. Heute wird dieser Sonntag als sog. Israel-Sonntag begangen, als Tag, an welchem die Ev. Kirche bekennt, dass das Volk Israel immer noch Gottes auserwähltes Volk ist. Ein nicht ganz unbedeutender Wechsel der Thematik ... Danke für die Erklärung. :hello
Philidor (16.08.2020, 19:21): Danke für die Erklärung. Pleasure. :hello
Hier beim Schmökern in Press/Sievers: Allgemeine Geologie:
Frede Grofé
Grand Canyon Suite Mississippi Suite
Hollywood Bowl Symphony Orchestra Felix Slatkin
Death Valley Suite Grand Canyon Suite - Cloudburst
Capitol Symphony Orchestra Frede Grofé
Ok, damit ist mein Hörbedarf an diesen Werken voraussichtlich für die nächsten 25 Jahre gedeckt ... das Leben ist kurz ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (17.08.2020, 19:10): Zeit, sich den Ikonen der Aufnahmegeschichte des Werkes zu nähern.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Kerstin Meyer, Mezzosopran Boys of Manchester Grammar School Ladies of the Hallé Choir Hallé Orchestra Sir John Barbirolli März 1969
In einem Punkt gebe ich Tony Duggan recht: Barbirolli nimmt den Hörer tatsächlich mit auf eine stufenweise Reise, von der unbelebten Natur des Felsgebirges über den Einzug des Sommers, Pflanzen und Tiere hin zum Menschen, zum Engel und zur Liebe. Das ist mehr als eine Folge unzusammenhängender Charakterstücke.
Kerstin Meyer - kein Idealbesetzung, auch keine sehr gute. Das Hallé ... au weia. Die fünfzig Jahre zwischen Hallé 1969 und dem, was ein Orchester der ersten Liga (Wien, Berlin., Amsterdam, Leipzig, Dresden, München, Köln, London, New York, Chicago, Boston, San Francisco, Philadelphia u. v. a. m.) heute abliefert, sind doch ein immenser Zeitraum.
Und doch - Barbirolli scheint die zugrundeliegende Idee des Werkes tatsächlich besser zu transportieren als all die so viel perfekteren Aufnahmen. Spannend.
Es gibt noch eine Aufnahme der dritten mit "Glorious John" und den Berliner Philharmonikern ... na, vielleicht zu Weihnachten.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (17.08.2020, 19:32): Maurice Ravel - Orchestral Works 2 daraus: Gaspard de la nuit Orchestre National de Lyon, Leonard Slatkin
Philidor (17.08.2020, 19:47): Auch Strauss hatte seinen Nietzsche gelesen ...
Richard Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30
Michel Schwalbé, Violine Berliner Philharmoniker Herbert von Karajan
Top-Aufnahme. Hier in 96 kHz/24 Bit eingeströmt, da kann man nicht meckern.
Gruß Philidor
:hello
michael74 (17.08.2020, 21:06): Auch Strauss hatte seinen Nietzsche gelesen ...
Richard Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30
Michel Schwalbé, Violine Berliner Philharmoniker Herbert von Karajan
Top-Aufnahme. Hier in 96 kHz/24 Bit eingeströmt, da kann man nicht meckern.
Gruß Philidor
:hello Hallo Philidor,
als SACD?
Philidor (17.08.2020, 22:16): Hallo Philidor,
als SACD? Hallo Michael74,
nein, per Stream aus dem Internet vom froozösischen Streaming-Dienstleister (Qobuz).
Manchmal überrascht er mich. Den Mahler mit Iván Fischer liefert er in 192 kHz/24 Bit, Mahlers Dritte mit Abbado aus Berlin gibt's dafür gar nicht ... dafür heute der Zarathustra im HiRres-Remastering.
Viele Grüße Philidor
:hello
michael74 (17.08.2020, 22:29): Hallo Philidor,
als SACD? Hallo Michael74, nein, per Stream aus dem Internet vom froozösischen Streaming-Dienstleister (Qobuz).
Manchmal überrascht er mich. Den Mahler mit Iván Fischer liefert er in 192 kHz/24 Bit, Mahlers Dritte mit Abbado aus Berlin gibt's dafür gar nicht ... dafür heute der Zarathustra im HiRres-Remastering.
Viele Grüße Philidor
:hello hallo Philidor,
ok ich höre es gerade per Amazon Musik. Welchen Streamer haben Sie denn? Bin schon länger am überlegen mir einen zu kaufen aber ja bin nie so richtig fündig geworden.
Danke Michael
Philidor (17.08.2020, 22:47): Hallo Michael,
hier wandelt ein Streamer von LINN die Daten aus dem Netz in Schwingungen. Vor gut zwei Jahren gebraucht gekauft.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (18.08.2020, 10:14): Darmstadt Aural Documents - Box 4 - Pianists daraus Klavierstück No. 8: "Luzifers Traum" - Karlheinz Stockhausen Bernhard Wambach sowie andere Titel der CD in Warteliste: Der schlafende Landmann, der Baum des Lebens und die Schalen der Finsternis - Klaus Lang (Bernhard Wambach), Drawing with an angel - Olga Rayeva (Pi-hsien Chen), Die Haut anderer - Mark Barden (Rei Nakamura), Pasaka "Ein Märchen" - Vykintas Baltakas (Benjamin Kobler), Play the piano drunk like a percussion instrument until the fingers begin to bleed a bit - Daniel Rothman (Bernhard Wambach), Un-fini III - Mark Andre (Ermis Theodorakis)
Philidor (18.08.2020, 18:06): Zeit, sich den Ikonen der Aufnahmegeschichte des Werkes zu nähern. Wie gesagt ...
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Norma Procter, Alt Wandsworth School Boys' Choir Ambrosian Singers London Symphony Orchestra Jascha Horenstein
Hier verstehe ich gut, warum diese Aufnahme gleichsam zum Modell einer Wiedergabe des kolossalen Werkes werden konnte. Alles passt ausgezeichnet zusammen. Wie aus einem Guss. - Und Horenstein hat weitaus geeignetere Kräfte zur Verfügung als weiland Glorious John.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (18.08.2020, 19:54): Noch'n Klassiker ... die bekannte Aufnahme von 1954 mit dem Mordsdrive.
als SACD? Hallo Michael74,nein, per Stream aus dem Internet vom froozösischen Streaming-Dienstleister (Qobuz).
Manchmal überrascht er mich. Den Mahler mit Iván Fischer liefert er in 192 kHz/24 Bit, Mahlers Dritte mit Abbado aus Berlin gibt's dafür gar nicht ... dafür heute der Zarathustra im HiRres-Remastering.
Viele Grüße Philidor
:hello hallo Philidor, ok ich höre es gerade per Amazon Musik. Welchen Streamer haben Sie denn? Bin schon länger am überlegen mir einen zu kaufen aber ja bin nie so richtig fündig geworden.
Danke Michael @ Philidor und Michael: Ich muss zugeben, dass ich den Nutzen von Streamern nie so recht verstanden habe. Was ist der Vorteil gegenüber dem direkten Anschluss eines Laptops an den Digital-Analog-Wandler über asynchronen USB?
Hier strömt jetzt (wie moistens der Bequemlichkeit halber vom Smartphone über aptX-Bluetooth, daher nur in "Quasi-CD-Qualität"):
Pat Muchmore; Fracture Anti-Social Music Ensemble Fracture IV brokenAphorisms 7-15 Streichquartett Nr. 2 Hatte neulich nicht jemand nach Moderner Klassik mit Punk-Attitude gefragt? Falls ja, das hier geht in die richtige Richtung.Imagine an orchestra wearing formal attire and combat boots, then replace the conductor’s baton with a bottle of Jack Daniel’s. Magnet, zitiert bei Innova
Cetay (inaktiv) (19.08.2020, 09:01): Und gleich noch Muchmores für mich beste (eingespielte) Komposition:
Verschiedene Komponisten; Sings the Great American Songbook Anti-Social Music Ensemble
Daraus: Pat Muchmore; Fracture II
tapeesa (19.08.2020, 09:44): Krzysztof Penderecki - A sea of dreams did breathe on me .... Olga Pasichnyk, Sopran, Ewa Marciniec, Alt, Jarosław Bręk, Bassbariton Warsaw Philharmonic Choir and Orchestra, Antoni Wit
Hatte neulich nicht jemand nach Moderner Klassik mit Punk-Attitude gefragt? Hatte erwähnt, dass ich in den Kompositionen von Chaya Czernowin Aggression auf eine Art umgesetzt (emp)finde, die ich lange in der "traditionelleren Klassik" gesucht und nicht gefunden habe.
Vielleicht meintest du ja das?
Philidor (19.08.2020, 19:15): @ Philidor und Michael: Ich muss zugeben, dass ich den Nutzen von Streamern nie so recht verstanden habe. Was ist der Vorteil gegenüber dem direkten Anschluss eines Laptops an den Digital-Analog-Wandler über asynchronen USB? Keine Ahnung!
Vielleicht, dass der Laptop nicht bei jedem Musikhören gestartet werden muss?
Außerdem brauchte ich nicht nur einen Streamer, sondern auch einen Vorverstärker. Da hat der LINN prima gepasst.
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (19.08.2020, 21:44): @ Philidor,
wie wär's - magst Du Deine Mahler-3-Besprechungen nicht hier mit einflechten?
Bei der Ausführlichkeit wäre es eigentlich schade, das alles in diesem flüchtigen Faden hier versickern zu lassen.
Gruß, Sfantu
michael74 (20.08.2020, 16:57): Hallo Zusammen es läuft...
Gruß Michael
Philidor (20.08.2020, 17:59): magst Du Deine Mahler-3-Besprechungen nicht hier mit einflechten Hallo Sfantu, danke für die Anregung - aber für so wichtig halte ich die hingeworfenen Eindrücke nicht ...
Hier nochmal Mahler 3. Heute aus Berlin mit Claudio.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Anna Larsson, Alt London Symphony Chorus City of Birmingham Symphony Youth Chorus Berliner Philharmoniker Claudio Abbado
Hmmjjaaaa ... das kommt mir doch schon wesentlich profilierter vor als die doch recht pauschale und sich auf den schieren Bericht beschränkende Wiener Aufnahme des Claudio Abbado.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (20.08.2020, 19:28): Corona ... tion. Bis zum Dirigenten wahrhaft königlich.
Georg Friedrich Händel
Four Coronation Anthems Musick for the Royal Fireworks
The Choir of New College, Oxford The King's Consort Robert King
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (21.08.2020, 12:58): Ravel & Janáček
Leoš Janáček: Sonata 1-X-1905 - "from the street" I. Pressentiment II. Death Maurice Ravel: Miroirs Le Tombeau de Couperin
Piano: António Oliveira
Zu Janáčeks Sonate gab es noch einen dritten Satz, den er verbrannte. Die Seiten, auf denen die anderen beiden Sätze notiert waren, landeten nach der Uraufführung in der Moldau, zu seinem Bedauern - aber die Pianistin Ludmila Tučková besaß eine Kopie, was sie sich aber erst viel später traute ihm zu berichten. https://www.hyperion-records.co.uk/dw.asp?dc=W13556_66167
Amonasro (21.08.2020, 14:08):
Gaetano Donizetti/Felice Romani: Lucrezia Borgia
Don Alfonso I. d'Este - Ingvar Wixell Lucrezia Borgia - Joan Sutherland Gennaro - Giacomo Aragall Maffio Orsini - Marilyn Horne Jeppo Liverotto - Graham Clark Apostolo Gazella - Lieuwe Visser Ascanio Petrucci - John Bröcheler Oloferno Vitellozzo - Piero De Palma Gubetta - Richard Van Allan Rustighello - Graeme Ewer Astolfo - Nicola Zaccaria Un usciere - David Wilson-Johnson Un coppiere - Paul Taylor
London Opera Chorus National Philharmonic Orchestra, Richard Bonynge
Gruß Amonasro
Philidor (21.08.2020, 19:32): Die heutige Dritte kam aus Köln - unter legendärem Dirigenten.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Lucretia West, Mezzosopran Damen des Kölner Rundfunkchores Kölner Domchor Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester Dimitri Mitropoulos 31. Oktober 1960
Naklar ist das eine historisch bedeutende Aufnahme - zumal der Dirigent am Folgetag bei einer Probe des Werks in Mailand starb.
Ansonsten würde ich aus jener Zeit Bernstein/CBS, Horenstein und Barbirolli vorziehen - in dieser Reihenfolge.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (21.08.2020, 20:22):
Hans Pfitzner: Palestrina
Giovanni Pierluigi Palestrina - Peter Bronder Ighino - Britta Stallmeister Silla - Claudia Mahnke Carlo Borromeo - Wolfgang Koch Giovanni Morone - Johannes Martin Kränzle Bernardo Novagerio - Frank van Aken Kardinal Christoph Madruscht - Alfred Reiter Der Kardinal von Lothringen - Magnús Baldvinsson Abdisu - Peter Marsh Anton Brus von Müglitz - Franz Mayer Graf Luna - Michael Nagy Der Bischof von Budoja - Richard Cox Theophilus - Hans-Jürgen Lazar Avosmediano - Dietrich Volle Bischof Ercole Severolus - Sungkon Kim Papst Pius IV. - Alfred Reiter Die Erscheinung Lukrezias - Katharina Magiera Dandini von Grosseto - Chad Graham Bischof von Feltre - Zoltan Winkler Bischof von Fiesoli - Constantin Neiconi und andere
Chor der Oper Frankfurt Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Kirill Petrenko
Gruß Amonasro
Philidor (22.08.2020, 10:04): Mal anderes vom Gustav.
Gustav Mahler: Rückert-Lieder
Thomas Hampson, Bariton Wiener Philharmoniker Leonard Bernstein
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (22.08.2020, 11:16): "Hoc Modo Parvae Caritate"
Giuseppe Tartini: Violinsonate in g-Moll, B.g5, Arr. for Orchestra Violinkonzert in h-Moll D. 124, Arr. for Orchestra Violinkonzert in E-Dur, D. 46, Arr. for Orchestra
Orchestre André Campra Clovis St. Jacques
Philidor (22.08.2020, 13:09): Hier Mahler mit Blick in die Ewigkeit.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 2 c-Moll ("Auferstehung")
Lisa Milne, Sopran Birgit Remmert, Alt Ungarischer Radio-Chor Budapest Festival Orchestra Iván FIscher
Wahrlich, wahrlich, das ist nicht schlecht ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (22.08.2020, 17:14): Nun Wässriges.
Ralph Vaughan Williams: A Sea Symphony
Joan Rodgers, Sopran William Shimell, Bariton Royal Liverpool Philharmonic Choir & Orchestra Vernon Handley
Gruß Philidor
:hello
Philidor (22.08.2020, 19:19): Die heutige Dritte kam aus Luzern.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Anne Larssen, Alt Tölzer Knabenchor Damen des Arnold Schoenberg Chores Lucerne Festival Orchestra Claudio Abbado live 19. August 2007
Bin nicht ganz sicher, ob ich diese Aufnahme wirklich noch mehr mag als die Berliner. aber es ist schon ein Pfund ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (23.08.2020, 11:32): Die Kantaten Bachs zum 11. Sonntag nach Trinitatis.
"Mein Herze schwimmt im Blut" BWV 199 "Siehe zu, dass deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei" BWV 179 "Herr Jesu Christ, du höchstes Gut" BWV 113
Magdalena Kožená, William Towers, Mark Padmore, Stephan Loges Monteverdi Choir English Baroque Soloists John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (23.08.2020, 12:19): 1 - 8, J. S. Bach - "Mein Herze schwimmt im Blut", BWV 199 Emma Kirkby (Sopran) Katharina Arfken (Oboe) Freiburger Barockorchester, Gottfried von der Goltz
J. S. Bach - Cantatas Vol. 11 CD 3, 7 - 14 "Herr Jesu Christ, du höchstes Gut", BWV 113 Amsterdam Baroque Orchestra, Ton Koopman
J. S. Bach - Cantatas Vol. 6 CD 2, 8 - 13 "Siehe zu, dass deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei", BWV 179 Amsterdam Baroque Orchestra, Ton Koopman
Philidor (23.08.2020, 13:46): Bevor ich zu einem anderen Wiederholungstäter aus dem nichtdigitalen Stereo-Zeitalter trete (Kubelik), hier noch eine frühdigitale Aufnahme:
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Hanna Schwarz, Alt Damen des Philharmonia Chorus New London Children's Choir Philharmonia Orchestra Giuseppe Sinopoli
Na, da ist ja ein Ding ... wo Abbado in Luzern homogenisierte und die einander grundverschiedenen Gestalten der sinfonischen Evolution vom Felsgebirge bis zur Liebe in feinstem Wohlklang einander annäherte, da arbeitete Sinopoli die Gegensätze durch klare Konturen heraus, ohne dass ein Patchwork daraus wurde. Klar ist das alles auch Geschmacksfrage, doch ich finde diese Aufnahme viel spannender als die hochgelobte aus Luzern.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (23.08.2020, 16:33): Hier weiter mit Ebenholz.
Ludwig van Beethoven
Streichquartett c-Moll op. 18 Nr. 4 Streichquartett A-Dur op. 18 Nr. 5 Streichquartett B-Dur op. 18 Nr. 6
Quatuor Ébène
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (24.08.2020, 01:28):
Wolfgang Amadeus Mozart; Sinfonie Nr. 40 g-Moll, K. 550 Berliner Philharmoniker, Carlo Maria Giulini
Episch breit und absolut tiefenentspannt, passend zu meiner Gemütsverfassung. :thumbup:
Amadé (25.08.2020, 18:16):
Gruß Amadé
Philidor (25.08.2020, 19:01): Wer eine wunderbare Turangalîla-Sinfonie einspielte, hat wohl auch das Zeug für den Liebeshymnus am Ende dieses Werkes:
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Dagmar Pecková, Mezzosopran Damen des Rundfunkchores Berlin Knabenchor Hannover Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Kent Nagano
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (26.08.2020, 07:29): daraus: Ralph Vaughan Williams Songs of travel - Derek Holman - The centred passion Gerald Finley, Stephen Ralls
Amonasro (26.08.2020, 17:24):
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Wiener Philharmoniker, Carlos Kleiber
Gruß Amonasro
Amonasro (27.08.2020, 23:15):
Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Rigoletto
Il Duca di Mantova - Luciano Pavarotti Rigoletto - Sherrill Milnes Gilda - Joan Sutherland Sparafucile - Martti Talvela Maddalena - Huguette Tourangeau Giovanna - Gillian Knight Il Conte di Monterone - Clifford Grant Marullo - Christian Du Plessis Matteo Borsa - Riccardo Cassinelli Il Conte di Ceprano - John Gibbs La Contessa di Ceprano - Kiri te Kanawa Un usciere di corte - John Noble Un paggio della Duchessa - Josephte Clément
Ambrosian Opera Chorus London Symphony Orchestra, Richard Bonynge
Gruß Amonasro
tapeesa (28.08.2020, 09:50): Bohuslav Martinů - Les trois souhaits ou Les vicissitudes de la vie, H. 175 (Die 3 Wünsche oder Die "Wechselfälle" des Lebens, Czech: Tři přání) Marcel Važanský, Michal Vojta, Josef Pančík, Jaroslav Souček, Jiřina Marková, Anna Barova, Zdeněk Šmukař, Yvona Škvárová, Magda Kloboučková, Josef Škrobánek, Aleš Šťáva, Vladimír Chmelo, u. a. Brno Janáček Opera Orchestra and Chorus, Václav Nosek
Filmoper von 1929 Erstaufführung: Juni 1971, Staatstheater Brno
Philidor (28.08.2020, 12:24): Il Duca di Mantova - Luciano Pavarotti Pavarotti als Herzog - die fleischgewordene Leichtigkeit des süßen Lebens ...
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (28.08.2020, 12:33): Pavarotti empfinde ich tatsächlich als die Hauptattraktion dieser Aufnahme (neben Talvelas furchteinflößendem Mörder). Für die anderen Hauptrollen ziehe ich die Aufnahmen von Serafin und Giulini vor.
Jetzt:
Jean-Baptiste Lully/Philippe Quinault: Amadis
Amadis - Cyril Auvity Oriane - Judith van Wanroij Arcabonne - Ingrid Perruche Arcalaüs - Edwin Crossley-Mercer Florestan - Benoit Arnould Urgande - Bénédicte Tauran Corisande - Hasnaa Bennani Alquif/Ardan Canile/Un geólier/Un berger - Pierrick Boisseau Un captif/Un berger/Un héros - Reinoud Van Mechelen Une suivante d'Urgande/Une héroine/Une captive/Une bergère - Caroline Weynants Une bergère/Ube suivante d'Urgande - Virginie Thomas
Chœur de Chambre de Namur Les Talens Lyriques, Christophe Rousset
Gruß Amonasro :hello
Philidor (28.08.2020, 18:36): Für die anderen Hauptrollen ziehe ich die Aufnahmen von Serafin und Giulini vor. Ich habe eine Schwäche für Soltis Aufnahme. Aber Serafin (Gobbi, Callas, di Stefano - Träumchen) und Giulini sind eine prima Wahl. Wobei das Hineinhören bei Warren (alle drei Aufnahmen - gerne auch mit Björling ...) und Tibbett lohnt.
Heute würde eigentlich das längste Weinfest am Rhein beginnen. Aus bekannten Gründen wurde es abgesagt. Weck, Worscht und Woi gibt es also nur in häuslicher Umgebung. Dazu:
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 ("Rheinische")
Orchestre Révolutionnaire et Romantique John Eliot Gardiner
Die Aufnahmen wurden bei ihrem Erscheinen ziemlich übel in Internetforen besprochen. Ich finde sie nach wie vor ausgezeichnet.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (28.08.2020, 20:35): Berliner Philharmoniker, Saisoneröffnung 2020/21
Arnold Schönberg: Verklärte Nacht op. 4 (Version für Streichorchester)
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Berliner Philharmoniker Kirill Petrenko
Das hat stellenweise bedenklichst geklappert, sowohl in der Verklärten Nacht als auch in der Quasi-Reprise der Passacaglia ... lange ausgebliebene Spielpraxis? Tribut an die ungewohnt großen Abstände?
Egal - das ebenfalls stark dezimierte Publikum spendete höchst dankbar Applaus.
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (29.08.2020, 03:59):
Wolfgang Amadeus Mozart; Sinfonie Nr. 28 C-Dur, K. 200 Mozart Akademie Bratislava, Martin Sieghart
tapeesa (29.08.2020, 08:59): Beethoven - Sinfonien 1 + 3 Münchner Philharmoniker, Rudolf Kempe
Philidor (29.08.2020, 10:02): Hier das eigentlich beabsichtigte Programm der Saisoneröffnung:
Anton Webern: Passacaglia op. 1
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Staatskapelle Dresden Giuseppe Sinopoli
Berliner Philharmoniker Sir Simon Rattle
Diese Brahms-Aufnahmen gehören für mich zu Sir Simons stärksten Hinterlassenschaften seiner Berliner Zeit.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.08.2020, 10:47): Ich blieb im Umfeld.
Philidor (29.08.2020, 13:21): Das passte gut in die Reihe des Morgens:
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur
Miah Persson, Sopran Budapest Festival Orchestra Iván Fischer
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (29.08.2020, 14:23):
Giuseppe Verdi/Salvadore Cammarano: Il trovatore
Il Conte di Luna - Giorgio Zancanaro Leonora - Rosalind Plowright Azucena - Brigitte Fassbaender Manrico - Plácido Domingo Ferrando - Evgeny Nesterenko Ines - Anna Di Stasio Ruiz - Walter Gullino Un vecchio zingaro - Alfredo Giacomotti Un messo - Aldo Verrecchia
Coro e Orchestra dell'Accademia di Santa Cecilia, Carlo Maria Giulini
Aufgrund der langsamen Tempi und der Sängerauswahl ein sehr ungewöhnlicher, aber trotzdem stimmiger trovatore.
Gruß Amonasro
Philidor (29.08.2020, 15:12): Ebenholzgeraspel.
Ludwig van Beethoven
Streichquartett F-Dur op. 59 Nr. 1 Streichquartett e-Moll op. 59 Nr. 2 Streichquartett C-Dur op. 59 Nr. 3
Quatuor Ébène
Yeah.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.08.2020, 16:09): Aus der Mediathek von 3sat:
Richard Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Mariss Jansons live aus der Philharmonie im Gasteig 2016
Marjorie Thomas, Alt Tölzer Knabenchor Damen des Chores des Bayerischen Rundfunks Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Rafael Kubelik
Diese Aufnahme wird üblicherweise nicht in den Empfehlungen genannt. Warum eigentlich nicht? Vermutlich, weil die Live-Aufnahme bei Audite sie in einigen Aspekten übertreffen mag. Na, dann bin ich gespannt auf morgen ...
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (29.08.2020, 21:47): Und nochmal Verdi:
Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: La traviata
Violetta Valéry - Joan Sutherland Flora Bervoix - Miti Truccato Pace Annina - Dora Carral Alfredo Germont - Carlo Bergonzi Giorgio Germont - Robert Merrill Gastone - Piero De Palma Barone Douphol - Paolo Pedani Marchese d'Obigny - Silvio Maionica Dottore Grenvil - Giovanni Foiani Giuseppe - Angelo Mercuriali Domestico di Flora - Tenero Meridionale Commissionario - Mario Frosini
Orchestra e coro del Maggio Musicale Fiorentino, Sir John Pritchard
Joan Sutherland überzeugt vor allem in den Koloraturen des 1. Akts, den 2. Akt haben andere tiefgründiger gestaltet als Sutherland und Merrill. Carlo Bergonzi ist eine Idealbesetzung für Alfredo, zudem ist es eine der wenigen völlig ungekürzten Aufnahmen. Pritchard lässt die Sänger ihre Stimmen uneingeschränkt zur Schau stellen, vom eher kammerspielartigen Ansatz der berühmten Kleiber-Aufnahme ist das denkbar weit entfernt.
Gruß Amonasro :hello
Philidor (30.08.2020, 10:39): Hier nochmals diese Scheibe.
Georg Friedrich Händel
Four Coronation Anthems Musick for the Royal Fireworks
The Choir of New College, Oxford The King's Consort Robert King
Gruß Philidor
:hello
Philidor (30.08.2020, 11:59): Ich blieb im festlichen Modus - zum 12. Sonntag nach Trinitatis.
Johann Sebastian Bach
"Lobe den Herrn, meine Seele" BWV 69a "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" BWV 137 "Geist und Seele wird verwirret" BWV 35
Katharine Fuge, Robin Tyson, Christoph Genz, Peter Harvey Ian Watson, Organo obligato Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (30.08.2020, 12:43): Hier noch eine kleine Nietzsche-Lesung.
Richard Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30
Chicago Symphony Orchestra Fritz Reiner
Nicht die bekannte, hitzige Aufnahme von 1954, sondern die von 1962, die einiger Grade entspannter daherkommt und mir darum fast noch lieber ist.
By the way: Wer hätte die schiere klangliche Wirkung der Subdominante klarer, treffender auf den Punkt gebracht als Strauss in diesem Werk, in der Einleitung, nach dem dritten Trompetensignal? (Wilhelm Maler spricht von "Dir, dir, Jehova, will ich singen" aus den Schemelli-Liedern, aber das ist schon something else.)
Rigoletto - Ettore Bastianini Gilda - Renata Scotto Duce - Alfredo Kraus Maddalena - Fiorenza Cossotto Sparafucile - Ivo Vinco
Orchestra e Coro del Maggio Muscale Fiorentinoi Gianandrea Gavazzeni
Gruß Philidor
:hello
Philidor (30.08.2020, 15:41): Weiter mit Harfenklängen ...
Ludwig van Beethoven: Streichquartett Es-Dur op. 74 ("Harfenquartett")
Quatuor Ébène
Hmmm ... im langsamen Satz fand ich den Ton überwiegend zu fett. Das fetzige Scherzo hat mich entschädigt.
Je mehr neue Aufnahmen ich höre, angefangen mit der nervöse Darstellung der Emersons, über Takács, Artemis und Belcea bis hin zu Ébène, desto mehr bewundere ich die erste Aufnahme der Beethoven-Quartette mit dem Alban Berg Quartett. Die Ruhe, aus der sie diese Musik entwickeln, der Verzicht auf spektakuläre Effekte durch angeschärfte Tempi, Artikulationen, Dynamik usw. usw. hat kein Ensemble danach wieder erreicht. Jeder versucht eine eigene, unverwechselbare Darstellung zu finden - legitim -, doch das uneitle Spiel des ABQs scheint diese individuellen, subjektiven Zugänge zu überragen.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (30.08.2020, 18:06): Hat mir in der Tat noch besser gefallen als die Studioaufnahme.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Marjorie Thomas, Alt Tölzer Knabenchor Damen des Chores des Bayerischen Rundfunks Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Rafael Kubelik
Gruß Philidor
:hello
Philidor (30.08.2020, 19:37): HIer wieder Mahlergrüße vom Vierwaldstättersee.
Gustav Mahler
Rückert-Lieder Sinfonie Nr. 4 G-Dur
Magdalena Kožená Lucerne Festival Orchestra, Mezzosopran Claudio Abbado live 21./22. August 2009
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (30.08.2020, 23:42):
Heitor Villa-Lobos: Streichquartette Nr. 2, 12 & 16
Cuarteto Latinoamericano
Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (31.08.2020, 04:29): Bei soviel Dreierismus durch Al Mahler Phil werde ich zum Mitläufer:
Gustav Mahler; Sinfonie Nr. 3 d-Moll Brigitte Pretschner, Bulgarian National Choir "Svetoslav Obretenov", Sofia Philharmonic Orchestra, Emil Tabakov
Amadé (31.08.2020, 09:50):
Schumann 3. Sinfonie Es-dur - Leibowitz, Royal Philharmonic Symphony Orchestra - mit den "Verbesserungen" von Mahler
Gruß Amadé
Philidor (31.08.2020, 17:46): Mark Jewgenjewitsch Taimanow (1926–2016) war ein sowjetischer bzw. russischer Schachgroßmeister und Konzertpianist. Er hat vor allem im Duo mit seiner Ehefrau Lyubov Bruk gespielt, eine Doppel-CD der beiden hat es immerhin in die Reihe "Große Pianisten des 20. Jhds." bei Philips geschafft.
Sergej Rachmaninov Suite Nr. 1 für zwei Klaviere g-Moll op. 5
Anton Arensky Suite Nr. 2 für zwei Klavier op. 23 "Silhouetten") Suite Nr. 1 für zwei Klaviere op. 15
Sergej Rachmaninov Suite Nr. 2 für zwei Klaviere op. 17
Ferruccio Busoni Duettino concertante (nach dem Finale von Mozarts Klavierkonzert F-Dur KV 459)
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (31.08.2020, 18:32):
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Martha Lipton (Mezzosopran) John Ware (Posthorn-Solo), John Corigliano (Solo-Violine) Women's Chorus of the Scholum Cantorum Boys' Choir of the Church of Transfiguration
New York Philharmonic, Leonard Bernstein
Gruß Amonasro
Philidor (31.08.2020, 19:19): Hier wieder Mahler aus Ungarn.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
Budapest Festival Orchestra Iván Fischer
Okay, bei diesem Werk bin ich durch Bernsteins Wiener Aufnahme (DG) versaut, aber FIschers Einspielung hat mich total unterwältigt. Da ist der biedere Haitink ja ein richtiger Draufgänger ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (31.08.2020, 19:50): Um auf andere Gedanken zu kommen:
Erich Wolfgang Korngold: Violinkonzert D-Dur op. 35
Vilde Frang, Violine Frankfurter RSO James Gaffigan
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (01.09.2020, 16:04):
Gaetano Donizetti/Salvadore Cammarano: Poliuto
Poliuto - Franco Corelli Paolina - Maria Callas Severo - Ettore Bastianini Callistene - Nicola Zaccaria Nearco - Piero De Palma Felice - Rinaldo Pelizzoni Due cristiani - Virgilio Carbonari, Giuseppe Morresi
Orchestra e coro del Teatro alla Scala, Antonino Votto Live 1960
Gruß Amonasro
Philidor (01.09.2020, 18:08): Brahms als Konzept-CD.
Johannes Brahms: Begräbnisgesang op. 13 Felix Mendelssohn Bartholdy: MItten wir im Leben sind op. 23 Johannes Brahms: Schicksalslied op. 54 Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68
Monteverdi Choir Orchestre révolutionnaire et romantique John Eliot Gardiner
Der Ansatz, Brahms in seinen historischen Kontext zu stellen, ist mir sehr sympathisch; auch, wenn Gardiner damit eine Anti-Haltung vertritt: Brahms nicht mit Wagner-Ohren zu hören. DIe Frage ist ja, was am Ende an Positivem für den Hörer herauskommt - nicht, was er weggelassen oder unterdrückt hat.
Wirklich gut gelungen finde ich die hohe Transparenz in den Verwicklungen des ersten und letzten Satzes. Weniger gefallen hat mir das hohe Tempo zu Beginn des zweiten, dem m. E. doch einige Ausdruckswerte zum Opfer fielen. Auch in der Einleitung des letzten Satzes schätze ich es durchaus, wenn Dirigent und Orchester eine unheimliche Atmosphäre zaubern - Anti-Wagner hin oder her, das Klarinettenquintett op. 115 oder die Walzer op. 39 funktionieren schließlich auch nicht als reine Struktur-Etüde. Das vollzieht sich hier doch eher kühl.
Also unterm Strich viel Erhellendes, Auflichtendes, aber auch Defizite gegenüber einer traditionellen Deutung.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.09.2020, 19:50): Nun wieder Mahler 3.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Michelle DeYoung, Mezzosopran Pacific Boychoir San Francisco Girls Chorus Damen des San Francisco Symphony Chorus San Francisco Symphony Orchestra Michael Tilson Thomas
Wirklich nicht schlecht.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (02.09.2020, 11:00): Weiter mit Gardiner: Brahms cum comitibus.
Johannes Brahms: Alt-Rhapsodie op.53
Franz Schubert: Gesang der Geister über den Wasser D 721 Franz Schubert (bearb. von J. Brahms): Gruppe aus dem Tartatus D 583 Franz Schubert (bearb. von J. Brahms): An Schwager Kronos D 369
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Nathalie Stutzmann, Alt Monteverdi Choir Orchestre révolutionnaire et romantique John Eliot Gardiner
Gefiel mir besser als die erste Sinfonie.
Was mir auch bei der ersten CD auffiel: Die Beigaben sind schon verblüffend. Mal eine Wendung, die an die Sinfonie erinnert, mal eine Instrumentierung, mal einfach nur eine Stimmung. Super ausgewählt.
Aber meine Favoriten für das Werk bleiben Furtwängler, Bruno Walter (!!), Rattle und Nelsons.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (02.09.2020, 11:29): Giacinto Scelsi - Chamber Music Ko-Lho (1976) für Flöte und Klarinette, u. a. Ensemble Avantgarde
(und die Bach-Kantaten vom Wochenende nachholen)
Philidor (02.09.2020, 17:51): Schluss mit Lustig - anstelle der netten Naturbilder kommt jetzt der Hammer!
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 6 a-Moll
Budapest Festival Orchestra Iván Fischer
Na, das ist aber ziemlich gesittet ... existenzielle Fragen? Katastrophen? Ach was ... Märchenbilder sind das.
Dann doch lieber Tennstedt oder Bernstein.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (02.09.2020, 18:20):
Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: La traviata
Violetta Valéry - Ileana Cotrubas Flora Bervoix - Stefania Malagù Annina - Helena Jungwirth Alfredo Germont - Plácido Domingo Giorgio Germont - Sherrill Milnes Gastone - Walter Gullino Barone Douphol - Bruno Grella Marchese d'Obigny - Alfredo Giacomotti Dottore Grenvil - Giovanni Foiani Giuseppe - Walter Gullino Domestico di Flora - Paul Friess Commissionario - Paul Winter
Bayerischer Staatsopernchor Bayerisches Staatsorchester, Carlos Kleiber
Gruß Amonasro
Philidor (02.09.2020, 19:19): Lasst uns pilgern.
Franz Liszt: Années de pèlerinage I - Suisse
Carlo Gesualdo: Io taceró / In van dunque / Non t'amo
Ragna Schirmer, Klavier Ensemble amarcord
Gruß Philidor
:hello
Philidor (02.09.2020, 19:56): Wenn der piscatoreske Mahler nicht beißt, muss der ebeneische Beethoven herhalten.
Ludwig van Beethoven: Streichquartett f-Moll op. 95 ("Quartetto serioso")
Quatuor Ébène
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.09.2020, 06:47): Hier früher Beethoven am frühen Morgen.
Ludwig van Beethoven: Klaviertrio Es-Dur op. 1 Nr.1
Philidor (03.09.2020, 07:25): Ich blieb beim Ensemble.
Dmitri Schostakowitsch: Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67
Trio Wanderer
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.09.2020, 08:43): Wie gesagt:
Franz Schubert: Klaviertrio Nr. 1 B-Dur op. 99
Trio Wanderer
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.09.2020, 16:09): Nun wieder revolutionärer und romantischer Brahms.
Johannes Brahms
Ich schwing mein Horn ins Jammertal op. 41 Nr. 1 für Männerchor a capella
Es tönt ein voller Harfenklang op. 17 Nr. 1 für Frauenchor, Horn und Harfe
Nachtwache I op. 104 Nr. 1 für gemischten Chor a capella
Einförmig ist der Liebe Gram op. 113 Nr. 13 für Frauenchor a capella
Gesang der Parzen op. 89 für gemischten Chor und Orchester
Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Nänie op. 82 für gemischten Chor und Orchester
Monteverdi Choir Orchestre révolutionnaire et romantique John Eliot Gardiner
Habt Ihr auch schon mal von einer Wiedergabe von "Brahms 3" geträumt, die einen in den Ecksätzen an die Wand bläst? So ungefähr, wie wir es erlebt haben, als die ersten HIP-Aufnahmen von Haydn, Mozart, Beethoven auf den Markt kamen.
Diese Aufnahme könnte diese Träume wahr werden lassen. Und im Finale klappt das sogar - Wahnsinn!
Leider liefert Gardiner auch den Beweis, dass dies im Kopfsatz nicht funktioniert. Da sind zu viele Synkopen drin, Achtel im 6/4-Takt gegen die Zählzeit, die setzen den vorwärtsdrängenden Kräften so etwas wie eine widerborstige Bremswirkung entgegen. Das kann das ansonsten sehr gut spielende Orchestre révolutionnaire et romantique in diesem Tempo nicht mehr umsetzen, aus störrischen Synkopen wird ein ungefähres Raunen. Schade.
Es geschieht sogar das Paradox, dass der Satz energieärmer wirkt als sonst, weil die seltsame Spannung von kinetischen Energien und bremsenden Kräften nun nicht mehr existiert. Schade.
DIe beigegebenen Werke - großartig. Wirklich toll. Sehr hörenswert. Als Konzept ist auch diese CD mMn wunderbar gelungen, nur das Hauptwerk, welches in dieser Umgebung noch intensiver leuchten soll, ist nicht so überzeugend wie der Rest. Die Beilagen sind das Ereignis dieses Menüs.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.09.2020, 19:37): Der heutige Mahler kam aus Baden-Baden und Freiburg:
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Cornelia Kallisch, Mezzosopran Freiburger Domsingknaben Damen der EuropaChorAkademie SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg Michael Gielen
Von wegen analytisch-kühl. Das Felsgebirge ist der Hammer. Mehr Archaik geht nicht. Auch als Ganzes eine tolle Aufnahme.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (03.09.2020, 21:20):
Giuseppe Verdi/Antonio Somma: Un ballo in maschera
Riccardo - Luciano Pavarotti Renato - Sherrill Milnes Amelia - Renata Tebaldi Ulrica - Regina Resnik Oscar - Helen Donath Silvano - José van Dam Samuel - Leonardo Monreale Tom - Nicolas Christou Un giudice - Pier Francesco Poli Un servo - Mario Alessandrini
Orchestra e coro dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Bruno Bartoletti
Neben dem Duca ist Riccardo Pavarottis überzeugendste Verdi-Rolle, aber insgesamt gebe ich seiner späteren Aufnahme unter Solti wegen der besseren Rest-Besetzung den Vorzug.
Gruß Amonasro
Philidor (04.09.2020, 12:37): Das nächste Brahms-Menü
Ludwig van Beethoven: Ouvertüre „Coriolan“ op. 62
Giovanni Gabrieli: Sanctus und Benedictus a 12
Heinrich Schütz: Saul, Saul, was verfolgst du mich? SWV 415 (aus den „Symphoniae Sacrae III“)
Johann Sebastian Bach: aus der Kantate „Nach dir, o Herr, verlanget mich“ BWV 150: - Nr. 6 Chor „Meine Augen sehen stets zu dem Herrn“ - Nr. 7 Ciacona „Meine Tage in den Leiden endet Gott dennoch zur Freuden“
Johannes Brahms: Geistliches Lied op. 30 (original für Chor und Orgel, von John Eliot Gardiner für Chor und Streicher berarbeitet)
Johannes Brahms: Fest- und Gedenksprüche op. 110 für Doppelchor a capella - Unsere Väter hofften auf dich - Wenn ein starker Gewappneter - Wo ist ein so herrlich Volk
Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
The Monteverdi Choir Orchestre Révolutionnaire et Romantique John Eliot Gardiner
Wieder tolle Zugaben. Die Ciacona aus der Bach-Kantate Nr. 150 war freilich naheliegend, da das Thema aus der Passacaglia der Sinfonie dem Thema eben dieser Ciacona nachgebildet ist. – Brahms war Subskribent der (ersten) Bach-Ausgabe der Bach-Gesellschaft. Im Oktober 1884 erschien Band 30 mit Kantate 150. Zu dieser Zeit hatte Brahms bereits die ersten beiden Sätze komponiert, im Folgejahr beendete er seine vierte Sinfonie.
Gardiner exzelliert wieder in den Nebenfächern, im Hauptfach bleibt es bei „gut“. Das Feld ist halt ziemlich abgegrast, in gut 80 Jahre Aufnahmegeschichte gab es die Einspielungen von Mengelberg über Furtwängler, Walter, Schmidt-Isserstedt, Celibidache (Stuttgart), Carlos Kleiber, Abbado bis Rattle. Da hat es jeder schwer.
The sorrow of loneliness 10'02 Waltz 4'58 Songs about the sea 10'25 Dance in the night 7'08 Weddings and funerals 7'23
Angefixt durch die jpc-Soundschnipsel, bestellte ich die Vinyl-Ausgabe beim lokalen Händler meines Vertrauens. Erwartungsfroh die Scheibe gewaschen & auf den Plattenteller gelegt, zog mich das Gesamtergebnis beim ersten Hören vor ca. 10 Wochen zunächst wieder runter auf normal null. Heute gab es die zweite Chance, & siehe da - es kroch schon etwas tiefer ins Ohr. Der Hörschnipsel, der mich damals euphorisierte, war der Beginn des 4. von 5 Sätzen, "Dance in the night", ein wildes, energisches Stampfen mit dunklen Klangwerten in Blech, tiefen Streichern & Pauken. Das war so vielversprechend, dann auch noch als Platte verfügbar, das mußte ich einfach haben! Das ist dann auch schon der beste Satz, die Übrigen halten dieses Niveau nicht ganz. Speziell der Zweite, "Waltz", thematisch von nordischer Volksmusik geprägt, kommt teils wie von einer Jahrmarkt-Orgel herüber. Daß Kverndokk (kannte den Namen überhaupt nicht) film scores schreibt, hört man halt an mehreren Stellen deutlich. Wie auch immer - je nach Deutungsstandpunkt keine zeitgenössische Musik, wenn auch von 2014. Mit Schwächen aber eben auch mit starken, fesselnden Passagen - wie gesagt, im vierten, & dann auch im leise verklingenden letzten Satz.
Philidor (04.09.2020, 19:02): Heute Mahler aus Wien, französisch moderiert.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Anne Sofie von Otter, Mezzosopran Wiener Sängerknaben Damen des Wiener Singvereins Wiener Philharmoniker Pierre Boulez
Diese CD hatte ich mir vor ein paar Jahren auf die Empfehlung in einem Klassikforum hin gekauft. Selten so geärgert ... ich fand das total kühl, Noten ohne Musik. Töne ohne Sinn.
Na ja, ganz so schlimm finde ich die Aufnahme nicht mehr, aber sooo viel höre ich da nicht jenseits des schieren Berichts der notierten Töne.
The sorrow of loneliness 10'02 Waltz 4'58 Songs about the sea 10'25 Dance in the night 7'08 Weddings and funerals 7'23
Angefixt durch die jpc-Soundschnipsel, bestellte ich die Vinyl-Ausgabe beim lokalen Händler meines Vertrauens. Erwartungsfroh die Scheibe gewaschen & auf den Plattenteller gelegt, zog mich das Gesamtergebnis beim ersten Hören vor ca. 10 Wochen zunächst wieder runter auf normal null. Heute gab es die zweite Chance, & siehe da - es kroch schon etwas tiefer ins Ohr. Der Hörschnipsel, der mich damals euphorisierte, war der Beginn des 4. von 5 Sätzen, "Dance in the night", ein wildes, energisches Stampfen mit dunklen Klangwerten in Blech, tiefen Streichern & Pauken. Das war so vielversprechend, dann auch noch als Platte verfügbar, das mußte ich einfach haben! Das ist dann auch schon der beste Satz, die Übrigen halten dieses Niveau nicht ganz. Speziell der Zweite, "Waltz", thematisch von nordischer Volksmusik geprägt, kommt teils wie von einer Jahrmarkt-Orgel herüber. Daß Kverndokk (kannte den Namen überhaupt nicht) film scores schreibt, hört man halt an mehreren Stellen deutlich. Wie auch immer - je nach Deutungsstandpunkt keine zeitgenössische Musik, wenn auch von 2014. Mit Schwächen aber eben auch mit starken, fesselnden Passagen - wie gesagt, im vierten, & dann auch im leise verklingenden letzten Satz.
Klasse Orchesterleistung, knackig-konturenreicher Klang. Danke für den (Kauf)-Impuls!
Sfantu (04.09.2020, 21:13): Hey Marcie, viel Freude damit!
Philidor (05.09.2020, 08:25): Der Gang vor die Haustür macht unmissverständlich klar: Es wird Herbst! Also eine andere Dritte:
The sorrow of loneliness 10'02 Waltz 4'58 Songs about the sea 10'25 Dance in the night 7'08 Weddings and funerals 7'23
Angefixt durch die jpc-Soundschnipsel, bestellte ich die Vinyl-Ausgabe beim lokalen Händler meines Vertrauens. Erwartungsfroh die Scheibe gewaschen & auf den Plattenteller gelegt, zog mich das Gesamtergebnis beim ersten Hören vor ca. 10 Wochen zunächst wieder runter auf normal null. Heute gab es die zweite Chance, & siehe da - es kroch schon etwas tiefer ins Ohr. Der Hörschnipsel, der mich damals euphorisierte, war der Beginn des 4. von 5 Sätzen, "Dance in the night", ein wildes, energisches Stampfen mit dunklen Klangwerten in Blech, tiefen Streichern & Pauken. Das war so vielversprechend, dann auch noch als Platte verfügbar, das mußte ich einfach haben! Das ist dann auch schon der beste Satz, die Übrigen halten dieses Niveau nicht ganz. Speziell der Zweite, "Waltz", thematisch von nordischer Volksmusik geprägt, kommt teils wie von einer Jahrmarkt-Orgel herüber. Daß Kverndokk (kannte den Namen überhaupt nicht) film scores schreibt, hört man halt an mehreren Stellen deutlich. Wie auch immer - je nach Deutungsstandpunkt keine zeitgenössische Musik, wenn auch von 2014. Mit Schwächen aber eben auch mit starken, fesselnden Passagen - wie gesagt, im vierten, & dann auch im leise verklingenden letzten Satz.
Klasse Orchesterleistung, knackig-konturenreicher Klang. Danke für den Hinweis - habe mir mal die ersten drei Sätze einströmen lassen.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.09.2020, 10:22): Heute Gielens Beigaben von Mahler 3:
Franz Schubert: Rosamunde D 797
satzweise interpoliert mit:
Anton Webern: Sechs Stücke für Orchester op. 6
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg Michael Gielen
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (05.09.2020, 11:28): Danke für den Hinweis - habe mir mal die ersten drei Sätze einströmen lassen.
Gruß Philidor
Hoffe, auch Dir gefällt's.
Der Gang vor die Haustür macht unmissverständlich klar: Es wird Herbst! Hier haben wir nochmal einen richtig schönen (& jetzt bereits ziemlich warmen) Spätsommertag. Nach meiner einstündigen Runde durch Feld, Wald & Wiesen war mir nach Ebenmaß - in Wohlklang, Form & Beschwingtheit:
Franz Schubert - Sinfonie Nr. 5 B-dur D 485 Camerata Academica des Mozarteums Salzburg - Sándor Végh (CD, Capriccio, 1994)
Allegro 7'14 Andante con moto 9'35 Menuetto. Allegro molto 5'04 Allegro vivace 7'39
In der famosen Salzburger Einspielung kommt all das & mehr auf das Schönste zur Geltung. Ausgefeilt, aufgerauht, hellwach. Der Auffassung vom scheinbaren Schritt zurück nach der dramatischen Vierten Richtung Tradition wird, wie ich finde, nirgends so klar widersprochen wie hier.
tapeesa (05.09.2020, 12:50): Giuseppe Verdi - Aida Aprile Millo, Placido Domingo, Dolora Zajick, James Morris, Samuel Ramey Metropolitan Opera Orchestra and Chorus, James Levine
Philidor (05.09.2020, 14:05): Nachdem die Sonne die Nebel über dem Rhein vertrieben hatte, wurde es hier spätsommerlich schön. - Biegen wir auf die Zielgerade ein:
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Bernarda Fink, Mezzosopran Damen des Netherlands Radio Choir Boys of the Breda Sacrament Choir Rijnmond Boys' Choir Concertgebouw Orchestra Mariss Jansons live 3./4./5. Februar 2010
Eine ganz ausgezeichnete Aufnahme, wie ich meine, obendrein wahrlich superb aufgenommen. Das Orchester in Hochform - na ja, mit Bruckner und Mahler waren sie wohl immer allererste Liga.
Um ein Favorit zu sein, fehlt diesem Mitschnitt m. E. nur ein kleines Quäntchen Individualität. - Aber als einzige "Mahler 3" würde er vielleicht gerade deshalb eine prima Rolle spielen: Mahler in Reinschrift ohne Mätzchen.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.09.2020, 15:54): Brahms vom Feinsten.
Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90 Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Boston Symphony Orchestra Andris Nelsons
Richtig, richtig gut. Vor allem die Dritte fand ich hinreißend. Alleroberste Schublade.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.09.2020, 16:21): Was Mahler nicht zu schreiben wagte.
Alban Berg: Drei Orchesterstücke op. 6 (revidierte Fassung von 1929)
Berliner Philharmoniker Herbert von Karajan
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (05.09.2020, 17:18): Meine Freundin hat mit Klassik nicht viel "am Hut", weshalb ich für gewöhnlich entweder die Tür schließe oder Kopfhörer benutze. Doch vorhin wünschte sie sich als Berieselung zum Lernen "was Schönes", am liebsten mit "Wiener Charme". Also war ich gut beraten, Prokofievs 2. Klavierkonzert wieder vom Teller zu nehmen 8) Die ewig selben Straußschen & Waldteufelschen Superhits wollte ich umschiffen & etwas finden, womit wir beide leben können. Da packte ich tief in die Mottenkiste & förderte kurzerhand diesen guten alten K. u. K.-Ballett-Evergreen wieder ans Licht:
Josef Bayer - Die Puppenfee Rheinische Philharmonie Koblenz - Peter Falk (LP, Sastruphon, 1970er)
Klein aber fein, diese Westentaschen-Variante des beliebten Zauberspuk-Sujets (siehe Nussknacker, Boutique Fantasque, Coppelia usw.) Mehr als solide, die Darbietung. Klanglich aber nicht optimal (gedeckelte Forti), drum beim nächsten Mal die Eichhorn-Aufnahme.
Philidor (05.09.2020, 17:18): Zwischendurch was Lockeres zum selbstgemachten Gyros mit Tzatziki ... lecker! (Aber morgen gibt es Metaxa-Soße dazu.)
George Gershwin: Klavierkonzert in F
André Previn, Klavier und Leitung Pittsburgh Symphony Orchestra
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.09.2020, 17:21): Also war ich gut beraten, Prokofievs 2. Klavierkonzert wieder vom Teller zu nehmen :D
KV 550 wäre immer einen Versuch wert ... und Beethovens Fünfte mal ganz, wer weiß?
Meine Frau pfeift mittlerweile die Hauptthemen der Mahlersinfonien (und vieles anderes mehr) mit, was ihr auch nicht an der Wiege gesungen wurde ...
Gruß Philidor
:hello
Nicolas_Aine (05.09.2020, 18:17): mich überrascht eher, dass sie Mahler 3 noch nicht auswendig rückwärts kann :ignore :J
Marcie (05.09.2020, 19:11): Bei mir läuft Nielsen:
Philidor (05.09.2020, 19:17): mich überrascht eher, dass sie Mahler 3 noch nicht auswendig rückwärts kann :ignore :JDas kann sie wahrscheinlich sogar ... :D ... hier gab es vergleichbare Orgien aber auch schon zu Mahler 6, 1 und 9, Bruckner 4, 7 und 9, Beethoven 3 und 6 und andere mehr ...
Hier wieder Mahlergrüße vom Vierwaldstättersee.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
Lucerne Festival Orchestra, Mezzosopran Claudio Abbado live 18./19. August 2004
Reinhold Friedrich als souveräner Spielmacher. Was für eine Luxusbesetzung.
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (05.09.2020, 23:23): Danke Marcie, inspiriert durch Dich lief auch bei mir heute 2x dieses Flötenkonzert. Was mal wieder allerhöchste Zeit wurde, da Nielsen auf meinen Hörprogrammen viel zu lang keine Rolle mehr spielte (mit Ausnahme des Bläserquintetts, an dem ich irgendwie einen Narren gefressen habe).
Die Aufführung aus Dänemark ist gediegen & vertritt so etwas wie eine neutrale, (vermutlich) den Notentext exakt wiedergebende Position. Der Solist ist aufnahmetechnisch nicht in den Vordergrund gerückt & hat daher vereinzelt Mühe, seine Stimme zu behaupten. Über verstereophonisierte Mono-Aufnahmen hab' ich an anderer Stelle schonmal meine Bedenken erhoben. Ob in diesem Fall das originale Mono-Tape besser klingen würde? Leicht topfig tönt das Ganze, insgesamt ist das Ergebnis aber okay. Es wird lediglich das Copyright-Jahr 1977 angegeben - laut Alain Pâris "Lexikon der Interpreten klassischer Musik im 20. Jahrhundert" war Thomas Jensen zwischen 1955 - 61 Co-Direktor des Kopenhagener Orchesters. Daher vermute ich, daß das Aufnahmedatum in diesen Zeitraum fällt.
Julius Baker, New York Philharmonic Orchestra - Leonard Bernstein (LP, CBS, 1967)
Allegro moderato 10'56 Allegretto 7'27
Ich mache es kurz. Die Dänen schlagen sich wacker - die New Yorker sind jedoch in allen Belangen überlegen. Es wird so viel mehr aus den Noten herausgeholt, alles überbordet förmlich vor Spannung & Musizierlaune. Der klare, satte Stereosound der 60er bringt zudem jedes Detail zum Funkeln, daß es eine pure Freude ist!!
Die braven Dänen sind als Bezugspunkt geeignet & sie machen ihre Sache keineswegs schlecht. Baker & Co. aber bescheren ein großes Musik-Erlebnis!
Philidor (06.09.2020, 09:52): Hier ging's mit Brahms los.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Concertgebouw Orchestra Willem Mengelberg 10. Mai 1931 (bisweilen wird das Aufnahmejahr auch mit "1932" angegeben)
Zweite prähistorische Aufnahme, zweiter Treffer. Wobei die Klarheit der Krausschen Aufnahme nicht zu toppen ist. Aber auch diese fand ich sehr hörenswert.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (06.09.2020, 11:01): Musik zum Tage - 13. So. n. Tr.
Johann Sebastian Bach
"Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben" BWV 77 "Allein zu dir, Herr Jesu Christ" BWV 33 "Ihr, die ihr euch von Christo nennet" BWV 164
Gillian Keith, Nathalie Stutzmann, Chirstoph Genz, Jonathan Brown The Monteverdi Choir The English Baroque Solists John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (06.09.2020, 12:19):
Antonín Dvořák: Cellokonzert h-Moll
Mischa Maisky Berliner Philharmoniker, Zubin Mehta
Robert Schumann: Cellokonzert a-Moll
Mischa Maisky Orpheus Chamber Orchestra
Gruß Amonasro
Sfantu (06.09.2020, 13:31): Was für ein wunderschönes Herbstcover! & zu dem Programm - vor allem zu Schumann - sehr passend. Wie schlägt sich Maisky hier? Für Schumann habe ich für mich bisher noch keine Einsame-Insel-Aufnahme gefunden. Bei Dvořák heißt mein Allzeit-Dreigestirn:
1.) Perenyi / I. Fischer 2.) Starker / Doráti 3.) Rose / Ormandy
Philidor (06.09.2020, 15:06): Danke an Amonasro für die Anregung, sich mal wieder mit der Belcanto-Oper auseinanderzusetzen!
Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor
Lucia - Joan Sutherland Edgardo - Luciano Pavarotti Enrico - Sherrill Milnes Raimondo - Nicolai Ghiaurov Arturo - Ryland Davies Alisa - Huguette Tourangeau Normanno - Pier Francesco Poli
Chor und Orchester des Königlichen Opernhauses Covent Garden Richard Bonynge
Gruß Philidor
:hello
Philidor (06.09.2020, 16:43): Kein Säbeltanz.
Aram Khatchaturjan: Klavierkonzert Des-Dur
Dora Serviarian-Kuhn, Klavier Philharmonisches Orchester Armenien Loris Tjeknavorian
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (06.09.2020, 17:11):
Carl Nielsen - Konzert für Flöte & Orchester Aurèle Nicolet, Gewandhausorchester Leipzig - Kurt Masur (LP, Philips, Coproduktion VEB Deutsche Schallplatten, 1985)
Allegro moderato 11'30 Allegretto 7'26
Mir schwante, ich hätte doch noch eine dritte Aufnahme des Nielsen-Konzerts irgendwo stehen. Aus Katalogisierungsgründen halt nicht unter Nielsen sondern bei den Flöten-Recitals. Aufgelegt hatte ich sie noch nie, drum wurd' es jetzt mal Zeit um die Eindrücke von gestern Abend abzurunden. & das ist jetzt tatsächlich nochmal ein anderer Nielsen. Die Leipziger gehen grundsätzlich etwas behäbiger ans Werk (langsamster Kopfsatz) & es wird einem die dunkle Instrumentierung bewußter (keine Flöten, keine Trompeten). Ein leichtes Manko an Attacke also, dafür wird man andererseits durch den herrlich warmen Ensembleklang der Leipziger entschädigt. Dramaturgisch von Bedeutung sind die Dialoge der Flöte mit Solo-Klarinette resp. Solo-Posaune im ersten Satz & im zweiten Satz dann die Eskalation, ja der Schlagabtausch mit der Posaune. Nicolet realisiert Letzteres mit einem Maximum an Expression, manche Einzeltöne muten fast wie Schreie an, während die halb bedrohliche, dann wieder tapsige oder müde Posaune in ihren quasi gähnenden Glissandi sich irgendwann gelangweilt abwendet & das Stück friedlich ausklingt. Ist das so ein Peter-&-der-Wolf-Ding, das man sich dazu vorstellen darf? Ich tue es unwillkürlich, wobei die Ente in diesem Fall eher ein Vöglein ist & der Wolf eher ein Bär. Sehr interessante Variante also. Favorit bleibt aber Baker mit Bernstein. Der Klappentext der Baker-Bernstein-LP verrät übrigens, daß Gilbert Jespersen (s. o.) Widmungsträger dieses Werks ist
Zwischendurch was Lockeres zum selbstgemachten Gyros mit Tzatziki ... lecker! (Aber morgen gibt es Metaxa-Soße dazu.) Klingt verlockend. Wäre mir für hier & jetzt aber noch etwa 2 Stündchen zu früh. Auch, weil's dazu nach einem passenden Tropfen verlangen würde. Daher bei mir, tageszeitlich & zum Stück besser passend: 2 Scheiben geröstetes Tessiner Weißbrot mit guter Schwarzwälder Sauerrahm-Butter & feinem Honig - 1x aus Franken, 1x aus der Lüneburger Heide. Dazu eine Tasse nicht aromatisierter Rooibos-Tee. Ohne Zucker, versteht sich.
Mal im Ernst - Musik & Kulinarisches sind keine zu vernachlässigenden Koeffizienten für Sinneseindrücke. Denke da zurück an Cetays Single-Malt-Exkurse...
Sfantu (06.09.2020, 17:13): Der Khatchaturian war jetzt Gedankenübertragung. Stand für heute ebenfalls in meinem Spielplan - aktuell aber revidiert bzw. verschoben.
Philidor (06.09.2020, 17:40): Wäre mir für hier & jetzt aber noch etwa 2 Stündchen zu früh. Auch, weil's dazu nach einem passenden Tropfen verlangen würde. Och, das sehe ich nicht so eng ... ich halte es da eher mit französischer Ess- und Trinkkultur. Zum Gyros braucht man eh keinen teuren Wein, der wäre da eher deplatziert. Alleine schon, weil der Knoblauch es jedem Tropfen schwer macht. (Bei Lamm ist das irgendwie anders ...) Daher bei mir, tageszeitlich & zum Stück besser passend: 2 Scheiben geröstetes Tessiner Weißbrot mit guter Schwarzwälder Sauerrahm-Butter & feinem Honig - 1x aus Franken, 1x aus der Lüneburger Heide. Dazu eine Tasse nicht aromatisierter Rooibos-Tee. Ohne Zucker, versteht sich. Klingt herrlich ... ist natürlich die volle Kohlenhydrat-Dröhnung, auch, wenn kein Zucker im Rotbusch ist. Mal im Ernst - Musik & Kulinarisches sind keine zu vernachlässigenden Koeffizienten für Sinneseindrücke. Absolut! Kammermusik von Brahms ruft nach mittelschwerem, rundem Rotwein, Haydn nach Riesling, bei Rachmaninoff ein schwerer Rotwein von der Rhône, für Korngold wäre dann eher ein komplexer Süßwein aus Südfrankreich, bei Mozart vielleicht ein einfacher, halbtrockener Gutswein, bei dem man gar nicht versteht, wieso der so gut ist und bei dem jeder Schluck Lust auf den nächsten macht ...
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (06.09.2020, 18:29): Was für ein wunderschönes Herbstcover! & zu dem Programm - vor allem zu Schumann - sehr passend. Wie schlägt sich Maisky hier? Für Schumann habe ich für mich bisher noch keine Einsame-Insel-Aufnahme gefunden. Bei Dvořák heißt mein Allzeit-Dreigestirn:
1.) Perenyi / I. Fischer 2.) Starker / Doráti 3.) Rose / Ormandy Ich würde Maiskys Spiel hier als energisch-zupackend beschreiben. Den zweiten lyrischen Satz würde ich mir zarter, anmutiger wünschen; kenne allerdings noch nicht viele Aufnahmen, am ehesten sagt mir Mørk/Järvi zu. Bei Dvořák ist mein Favorit Rostropovich/Giulini.
Jetzt:
Giuseppe Verdi: Quattro pezzi sacri
Chicago Symphony Chorus Chicago Symphony Orchestra, Sir Georg Solti
Gruß Amonasro
Philidor (06.09.2020, 18:41): Ultima. Ratio?
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Marjana Lipovšek, Mezzosopran Damen des WDR Rundfunkchores Köln Mädchen und Knaben der Chöre am Kölner Dom WDR Sinfonie-Orchester Köln Semyon Bychkov Januar 2002
Herrlich. Zum Schluss eine ganz starke Aufnahme aus dem nichthochauflösenden Digitalzeitalter. Vielleicht eine der besten Aufnahmen überhaupt.
Tony Duggan hob diese Einspielung unter den jüngeren auf den Thron, ich war da mit Bernstein (DG), Gielen und Jansons (Concertgebouw) im Ohr nie so ganz einverstanden, aber heute fand ich sie herausragend. Ist übrigens gerade ein Schnäppchen am Urwaldfluss. Wohl dem, der strömen lässt.
Was bleibt? Horenstein, Bernstein I, Kubelik (audite) ziemlich vorn, Barbirolli großartig in der Abstufung der Sätze. Haitink in allen Aufnahmen zuverlässig (außer vielleicht in der Letzten mit dem BR SO). Digital Bychkov, Gielen, Abbado (Berlin), Sinopoli, Bernstein II. - Mist, ich sehe gerade, dass ich Rattle vergessen habe ...
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (06.09.2020, 18:46): Kammermusik von Brahms ruft nach mittelschwerem, rundem Rotwein, Haydn nach Riesling, bei Rachmaninoff ein schwerer Rotwein von der Rhône, für Korngold wäre dann eher ein komplexer Süßwein aus Südfrankreich, bei Mozart vielleicht ein einfacher, halbtrockener Gutswein, bei dem man gar nicht versteht, wieso der so gut ist und bei dem jeder Schluck Lust auf den nächsten macht ... Ich ahne: wir verstehen uns.
Johann Sebastian Bach - Englische Suite Nr. 5 e-moll BWV 810 Huguette Dreyfuss, Cembalo (CD, DGA, 1974)
Nach Isolde Ahlgrimm & Christiane Jaccottet in den letzten Tagen spielt hier nun Huguette Dreyfuss die 5. Englische. An der abschließenden Gigue kann ich mich kaum satt hören - was für eine Anarchie & Wildheit! Süchtig machend! & Madame Dreyfuss bringt das zu Gehör, daß man aus dem Staunen nicht heraus kommt. Diese Doppel-CD war eine meiner ersten selbst gekauften, Ende der 80er. Von der würde ich mich nur unter glaubhaften Morddrohungen trennen...
Dazu ein Glas spritzig-trockener Fendant du Valais
Philidor (06.09.2020, 19:56): Die heutige Brahms 3 hat ein britischer Landwirt zubereitet.
Johannes Brahms
Ich schwing mein Horn ins Jammertal op. 41 Nr. 1 für Männerchor a capella
Es tönt ein voller Harfenklang op. 17 Nr. 1 für Frauenchor, Horn und Harfe
Nachtwache I op. 104 Nr. 1 für gemischten Chor a capella
Einförmig ist der Liebe Gram op. 113 Nr. 13 für Frauenchor a capella
Gesang der Parzen op. 89 für gemischten Chor und Orchester
Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Nänie op. 82 für gemischten Chor und Orchester
Monteverdi Choir Orchestre révolutionnaire et romantique John Eliot Gardiner
So richtig froh macht mich die Aufnahme der Sinfonie nicht. Schnell, schnell in den Ecksätzen. Packen tut's mich nicht. - Der Rest - großes Hörkino.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (06.09.2020, 21:04): Richard Wagner - Tristan und Isolde, 3. Akt, 3. Szene "Mild und leise wie er lächelt" Isolde: Nina Stemme Orchestra of the Royal Opera House, Antonio Pappano
Philidor (07.09.2020, 17:30): Nun wieder herbstlicher Brahms.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Boston Symphony Orchestra Serge Koussevitzky 2. Januar 1945
Ebenfalls auf der klassischen Seite, wie auch Clemens Krauss und (mit Abstrichen) Mengelberg. Gut anhörbar für meine Ohren, feine Wiedergabe, nur ganz Anfang, im zweiten Akkord, da dominiert die erste Trompete mit einem hohen f die ganze Sache, so dass das leitmotivische f-as-f (Frei, aber einsam) verdunkelt wird.
Spannende Termpowahl: Zügig im Kopfsatz, zurückhaltend im zweiten, fast schon drängend im dritten., "Standard" für mein Gefühl im Finale.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (07.09.2020, 22:16): Nach dem ersten Akt der Wirrungen Heinrich VIII. mit Anna Boleyn noch etwas fürs Gemüt:
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 op. 90
Berliner Philharmoniker Sir Simon Rattle
Wunderschöne Deutung mit herbstlichen Farben. Spannend finde ich, dass Rattle das Werk wesentlich subjektiver, "romantischer" wiedergibt als die historischen Dirigenten Krauss, Mengelberg und Koussevitzky. Na, mal hören, was Furtwängler so bringen wird ...
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (07.09.2020, 23:00): Dann nehme ich mir die Anna Bolena auch mal wieder vor, allerdings in dieser Aufnahme:
Gaetano Donizetti/Felice Romani: Anna Bolena
Enrico VIII - Nicolai Ghiaurov Anna Bolena - Elena Souliotis Giovanna Seymour - Marilyn Horne Lord Riccardo Percy - John Alexander Smeton - Janet Coster Rochefort - Stafford Dean Hervey - Piero De Palma
Wiener Staatsopernchor Wiener Opernorchester, Silvio Varviso
Die Netrebko-Aufführung habe ich schon mal im Fernsehen und später nochmal auf Youtube gesehen; zum Kauf ist es indes nie gekommen, hauptsächlich weil ich die Inszenierung als eher langweilig in Erinnerung habe und mir die Sänger in obiger Aufnahme noch etwas mehr zusagen.
Gruß Amonasro :hello
Philidor (08.09.2020, 06:18): Die Netrebko-Aufführung habe ich schon mal im Fernsehen und später nochmal auf Youtube gesehen; zum Kauf ist es indes nie gekommen, hauptsächlich weil ich die Inszenierung als eher langweilig in Erinnerung habe und mir die Sänger in obiger Aufnahme noch etwas mehr zusagen. Ghiaurov ist natürlich ein Pfund. Top 3 in meiner Liste von Lieblingsbässen? (Christoff, Siepi, Frick, Salminen, ... ach, es sind doch mehr ...) D'Arcangelo fand ich in der Wiener Aufnahme am wenigsten überzeugend von den Hauptpartien.
Aber danke für den Hinweis! Gerade Elena Souliotis ist ja nicht bei allen Kritikern so gut weggekommen.
Mal schauen ... die Callas/Gavazzeni-Aufnahme wollte ich noch hören (bis dato die einzige in meinem Regal) und dann auch Dame Joan Sutherland einströmen lassen.
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (08.09.2020, 11:06):
Wolfgang Amadeus Mozart; Sinfonie Nr. 39 Es-Dur K. 543 Berliner Philharmoniker, Carlo Maria Giulini
Ich muss zugeben, dass mir diese breite und ruhig fliessende Mozart-Leseart auf meine alten Tage hin immer mehr zusagt.
Amonasro (08.09.2020, 11:51): Die Netrebko-Aufführung habe ich schon mal im Fernsehen und später nochmal auf Youtube gesehen; zum Kauf ist es indes nie gekommen, hauptsächlich weil ich die Inszenierung als eher langweilig in Erinnerung habe und mir die Sänger in obiger Aufnahme noch etwas mehr zusagen. Ghiaurov ist natürlich ein Pfund. Top 3 in meiner Liste von Lieblingsbässen? (Christoff, Siepi, Frick, Salminen, ... ach, es sind doch mehr ...) D'Arcangelo fand ich in der Wiener Aufnahme am wenigsten überzeugend von den Hauptpartien. Aber danke für den Hinweis! Gerade Elena Souliotis ist ja nicht bei allen Kritikern so gut weggekommen.
Mal schauen ... die Callas/Gavazzeni-Aufnahme wollte ich noch hören (bis dato die einzige in meinem Regal) und dann auch Dame Joan Sutherland einströmen lassen.
Die Souliotis-Aufnahme ist auch sicher nicht perfekt, gerade an Souliotis musste ich mich auch erst gewöhnen, von Schönklang ist das weit entfernt, aber dafür ist ihre Interpretation sehr dramatisch und individuell, auch wenn ein paar technische Schwächen, z. B. die fehlenden Triller in der Schlussszene, nicht von der Hand zu weisen sind. Ghiaurov ist auch einer meiner Lieblingssänger und der Höhepunkt der Aufnahme. Die Callas-Aufnahme ist durch Tonqualität und deutliche Kürzungen eingeschränkt, die Sutherland-Aufnahme auch schon für sie relativ spät entstanden.
Jetzt:
Giuseppe Verdi/Temistocle Solera: I Lombardi alla prima crociata
Giselda - Cristina Deutekom Oronte - Plácido Domingo Pagano - Ruggero Raimondi Arvino - Jerome Lo Monaco Viclinda - Desdemona Malvisi Pirro - Stafford Dean Acciano - Clifford Grant Sofia - Montserrat Aparici Un priore - Keith Erwen
Ambrosian Singers Royal Philharmonic Orchestra, Lamberto Gardelli
Gruß Amonasro :hello
Sfantu (08.09.2020, 13:44):
Hans Werner Henze Doppio concerto für Oboe, Harfe & Streichorchester Fantasia für Streichorchester Sonata für Streichorchester
Heinz Holliger, Oboe Ursula Holliger, Harfe Collegium Musicum Zürich - Paul Sacher (LP, DG, 1969)
Mit dem spröden Doppio concerto habe ich so meine Mühe. Es zieht sich doch recht zäh in die Länge. Dabei bleibt es irgendwo im Nirgendwo hängen - es will mir einfach nichts sagen. Bei meinen Platten stecke ich immer eine A7-Karteikarte in das Mitteloch der gefütterten Innenhülle, auf dem ich jedesmal mit Datum notiere, wann ich sie abgespielt habe. Die Spalte für diese A-Seite wird wohl auch in Zukunft nicht mehr oft von einer Stiftspitze traktiert werden. Ganz anders sieht es da mit der B-Seite aus. Daß Henze diese Fantasie aus seinem Soundtrack zu Schlöndorffs Törless-Film zusammengestellt hat, wird schnell nachvollziehbar. Diese Musik erzählt nämlich etwas. Es scheinen Bilder auf, es werden Emotionen spürbar, Ohr & Seele werden unmittelbar gepackt. Glutvolles Spiel des Collegium Musicum. Die Sonata fiel neben der Fantasia wieder etwas ab. Hier muß ich nochmal konzentrierter hören.
In summa: 2x Henze. 1x zum Füße-Einschläfern, 1x zum (im absolut positiven Sinne) Nackenhaare-Aufstellen.
Philidor (08.09.2020, 15:55): Hier Brahms überlebensgroß.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Berliner Philharmoniker Wilhelm Furtwängler 18. Dezember 1949
Dass dies keine klassisch-klare Wiedergabe à la Clemens Krauss wird, war vorher irgendwie klar. Doch wer bei einem subjektiven Brahms-Zugang die zarten Übergänge, das Zerbrechliche und Verletzliche schätzt, das Rattle so wunderbar offenlegte, wird hier eventuell nicht ganz glücklich. Furtwängler hebt die monumentalen Aspekte des Werkes hervor - und nach der Hörlektüre kann ich kaum bestreiten, dass auch diese im Werk angelegt sind.
Vielleicht bleibt es Geschmackssache, was man vorzieht - Furtwänglers epische Überwältigungsdramaturgie oder Rattles subtile Empathie.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (08.09.2020, 17:57): Wien um 1910.
Gustav Mahler: Adagio aus der Sinfonie Nr. 10 (bearbeitet für Kammerensemble von Martyn Harry)
Arnold Schönberg: Kammersinfonie Nr. 1 E-Dur op. 9 (bearbeitet für Kammerensemble von Anton Webern)
Richard Strauss: Rosenkavalier-Suite op. 59 (bearbeitet für Kammerensemble von Martyn Harry)
Gruß Philidor
:hello
Philidor (08.09.2020, 19:03): Heute der zweite Akt. Brexit auf Katholisch.
Gaetano Donizetti: Anna Bolena
Enrico VIII - Ildebrando d'Arcangelo Anna Bolena - Anna Netrebko Giovanna Seymour - Elīna Garanča Lord Rochefort - Dan Paul Dumitrescu Lord Riccardo Percy - Francesco Meli Smenton - Elisabeth Kulman Sir Hervey - Peter Jelosits
Chor und Orchester der Wiener Staatsoper Evelino Pidò
Was mich bei Donizetti stört, ist, dass die dramatischsten Momente oft total entspannt klingen, als ob die Protagonisten von ihrem letzten Bummel über den Wochenmarkt erzählen würden.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (08.09.2020, 21:32): Joaquín Rodrigo - Œuvres pour Piano / Piano Works Maria Luisa Cantos Cuatro Piezas Latinoamericanas, Sonaten Nr. 1 + 4, Pastorale, A l'0mbre de Torre Bermeja, und anderes
Philidor (08.09.2020, 21:51): Brahms der Mitte.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
London Philharmopnic Orchestra Marin Alsop
Eher auf der geradlinigen Seite. Von den Tempi her eher Mainstream. Sehr schöne ausgespielte Phrasen, feine Farben, gute Balancen. Wirklich sehr gut ausgearbeitet und gespielt. Trotzdem packt es mich nicht ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.09.2020, 08:15): Hier früh- bis hochbarocke Violinmusik.
Seicento! Werke für Violine und Basso continuo von Kapsberger, Marini, Mealli, Stradella u. a.
Enrico Onofri, Violine Imaginarium Ensemble (Alessandri Palmeri, Violoncello Simone Vallerotonda, Theorbe und Erzlaute Feferica Bianchi, Cembalo und Orgel)
Fantasievoll, anregend, verinnerlicht bis exaltiert.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.09.2020, 08:51): Nun Mozart.
Wolfgang Amadé Mozart: Violinsonate D-Dur KV 306
Rachel Podger, Violine Gary Cooper, Hammerklavier
Sehr fein!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.09.2020, 09:30): Spannend.
Ludwig van Beethoven: Violinsonate c-Moll op. 30 Nr. 2
Daniel Sepec, Violine Andreas Staier, Klavier
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.09.2020, 10:31): Auch eine tolle Geigenscheibe.
Franz Schubert
Fantasie C-Dur D 934 Rondo h-Moll D 895 Sonate A-Dur D 574
Carolin Widmann, Violine Alexander Lonquich, Klavier
Gruß Philidor
:hello
Andréjo (09.09.2020, 11:52): Nun Mozart.
Wolfgang Amadé Mozart: Violinsonate D-Dur KV 306
Rachel Podger, Violine Gary Cooper, Hammerklavier
Sehr fein!
Gruß Philidor
:hello So ist es. Das Booklet ist hingegen sehr unfein.
:hello Wolfgang
Philidor (09.09.2020, 13:06): Großes Brahms-Kino:
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
New York Philharmonic Bruno Walter Dezember 1953
Grundsätzlich möchte ich auch diese Aufnahme in die Reihe der eher klassisch-objektiv angelegten stellen. Jedenfalls ist sie weit von Ansatz der lokal individuellen Beleuchtung wie bei Furtwängler oder Rattle entfernt. Doch Walter findet einen eigenen Weg, bei welchem einzelne Schlüsselpassagen eben doch (beinahe) aus dem Ganzen herausfallen. So etwa der Übergang zur Reprise im Kopfsatz, der durch starke Zurücknahme von Tempo und Intensität fast schon exterritorial in diesem stürmisch gespielten Satz wirkt.
Die verhalten und versonnen genommenen Mittelsätze bieten den willkommenen Gegensatz.
Das Finale wird dann recht schnell wieder kräftig zupackend, mit ziemlich scharfen Akzenten. Walter nahm den Drive auch in den entspannteren Abschnitten nicht wirklich raus, so dass es da quasi bei geschlossenem Deckel weiter kochte. Schön ist der Übergang in den verlöschenden Schluss.
Unterm Strich eine „Brahms 3“, die mich voll überzeugte.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (09.09.2020, 13:45): Sibelius Werke haben mich lange wenig interessiert - jetzt aber sehr.
Jean Sibelius - Sinfonie Nr. 4 Hallé-Orchester, Sir Mark Elder
Jean Sibelius - Piano Miniatures Håvard Gimse
Philidor (09.09.2020, 18:05): Sibelius Werke haben mich lange wenig interessiert - jetzt aber sehr. Mit Recht! (Das "jetzt aber sehr") ;) DIe Vierte ist da ein feines Sprungbrett für weitere Erkundungen. Zum Beispiel der Fünften ...
Hier lasse ich mich vom schönen Spätsommertag inspirieren und höre einen Mahler-3-Nachzügler (auch Nott und Chailly habe ich vergessen ...)
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Birgit Remmert, Alt City of Birmingham Symphony Youth Chorus Ladies of the City of Birmingham Symphony Chorus City of Birmingham Symphony Orchestra Sir Simon Rattle
Fünf großartig gespielte und gesungene Sätze! Sehr fein! Im Finale fehlt mir etwas Zug nach vorne und Stringenz, was nicht nur eine Tempofrage zu sein scheint. Die Wiedergabe erschöpft sich beinahe in der Entfaltung des Wohlklangs dieser Musik (den sie ja auch fraglos hat) ... trotzdem ... irgendwas fehlt mir.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.09.2020, 19:11): Sowas geht immer mal zwischendurch ...
Johann Sebastian Bach: Werke für Laute
Sean Shibe, Gitarre
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.09.2020, 20:11): Nun noch eine Brahms 3.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Gewandhausorchester Riccardo Chailly
Flott, flott im ersten Satz. Nur weiter, immer weiter. Hängen blieb bei mir nicht viel außer dem Eindruck eines zügig-straffen Spiels, welches ja auch seine Attraktivität hat, doch hier für meine Ohren tiefere Dimensionen vermissen ließ. Besser gelungen fand ich den dritten und vierten Satz, aber insgesamt blieb der Eindruck einer durchgestylten, schicken Aufnahme, die mit ganz vielen Parametern äußerlich glänzt, aber unter der schönen Oberfläche nicht viel zu bieten hat.
Die Stärke von Aufnahmen wie unter Bruno Walter 1953 wird vor dem Hintergrund solcher auf den ersten Lausch perfekten, aber doch letztlich hohl drehenden Tondarbietungen noch deutlicher.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (09.09.2020, 22:52):
Gaetano Donizetti/Giovanni Ruffini: Don Pasquale
Don Pasquale - Sesto Bruscantini Norina - Mirella Freni Dottor Malatesta - Leo Nucci Ernesto - Gösta Winbergh Un notaro - Guido Fabbris
Ambrosian Opera Chorus Philharmonia Orchestra, Riccardo Muti
Gruß Amonasro
Philidor (10.09.2020, 06:54): Heute mit einfachem Rohrblatt.
Wolfgang Amadé Mozart: Klarinettenquintett A-Dur KV 581
Jörg Widmann, Klarinette Arcanto Quartett
Gruß Philidor
:hello
Philidor (10.09.2020, 07:42): Weiter mit dem Riesen.
Philidor (10.09.2020, 08:08): Nun wieder zu fünft.
Carl Maria von Weber: Klarinettenquintett B-Dur
Eduard Brunner, Klarinette Hagen Quartett
Ups – warum ist dieses herrliche Werk nicht bekannter? Warum immer nur Mozart und Brahms?
Gruß Philidor
:hello
Philidor (10.09.2020, 09:56): Pflichtrepertoire.
Johannes Brahms
Sonate f-Moll für Klarinette und Klavier op. 120 Nr. 1 Sonate Es-Dur für Klarinette und Klavier op. 120 Nr. 2
Sharon Kam, Klarinette Martin Helmchen, Klavier
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (10.09.2020, 13:19): Georg Friedrich Händel - Lotario Sara Mingardo, Hilary Summers, Sonia Prina, Simone Kermes, Vito Priante, Steve Davislim Il Complesso Barocco, Alan Curtis
Philidor (10.09.2020, 17:09): Nochmal mit Furtwängler.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Berliner Philharmoniker Wilhelm Furtwängler 27. April 1954
Eines der letzten Konzerte Furtwänglers. Vorangegangen waren Händels Concerto grosso op. 6 Nr. 5 sowie Vorspiel und Liebestod aus dem "Tristan", in der zweiten Hälfte folgten die "Concertante Musik" von Boris Blacher und Strauss' Don Juan. Ein langes Programm!
Vielleicht fiel deswegen die Wiederholung der Exposition im Kopfsatz weg, vielleicht hat wegen des vorher erklungenen Liebestod der Beginn der Sinfonie so ein tragisches Gewicht. Davon abgesehen - und vom wahnsinnigen Ritardando am Ende des Kopfsatzes - läuft derselbe geradliniger ab als in der zerklüfteteren Aufnahme von 1949.
Sehr zurückhaltend und verinnerlicht der zweite Satz. III. Aufzug, der Hirte im Gespräch mit Kurwenal. Auch im dritten Satz gibt es die gewohnten gedeckten Farben und (angedeutet) sehnsuchtsvollen Töne, jedoch alles mit engem emotionalen Radius, fast wie sediert.
Passend dazu beginnt das Finale extrem langsam, quasi buchstabiert. Auch nach dem Ausbruch zum Forte wird es nie so richtig drängend, bleibt eher gemessen und gewichtig. Breitestes Verlöschen am Ende. Wie das nach dem Liebestod gewirkt haben mag?
Was soll's - diese Furtwängler-Aufnahmen sind Kunstwerke sui generis, nicht vergleichbar, individuell fast wie ein Mensch. Interessant allemal, im Gegensatz etwa zu Chaillys durchgestylter Lesart. Ich mag die 1949er Aufnahme mit ihrer Monumentalität und Subjektivität dennoch etwas mehr.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (10.09.2020, 18:47): Nun wieder Mahler aus der schönen Schweiz.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 6 a-Moll
Lucerne Festival Orchestra Claudio Abbado live 10. August 2006
Ich habe die Berliner Aufnahme des Werkes mit Abbado lange nicht mehr gehört, aber beide Wiedergaben teilen den klassizistischen Ansatz, der mich bei diesem Werk nur teilweise überzeugt. Da kann ich mit Bernsteins oder Tennstedts Einspielungen deutlich mehr anfangen. - Auch die Alternative, den langsamen Satz an zweiter Stelle zu spielen, ist aus meiner Sicht nur die zweitbeste.
Gruß Philidor
:hello
P. S.: Ich lese es gerade im Abspann - Antonello Manacorda, der später so famose Aufnahmen von Sinfonien Schuberts und Mendelssohn vorgelegt hat, war hier zweiter Konzertmeister ...
Philidor (10.09.2020, 19:57): Reichtum der Mittelstimmen.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Kammerphilharmonie Bremen Paavo Järvi
Ups - wie konnte ich die Aufnahme Paavo Järvis mit den Bremer Stadtmusikanten vergessen? Licht und locker klingt das, Bläser- und MIttelstimmen sind mühelos hörbar.
Die Aufnahme ist weder auf der klassischen noch auf der subjektiven Seite - mal so, mal so. Besondere Kennzeichen sind weder Gefühlsüberschwang noch Strukturverdeutlichung, sondern vielmehr die Leichtigkeit des Klanges, die Dichte des Ineinanders der Stimmverläufe, die einander nicht verdecken und verunklaren, sondern einander partnerschaftlich durch Kontrast hervorheben und bereichern. Teils sind die Abläufe metrisch-straff gehalten, teils gönnt Järvi seinen Musikern und uns Zeit, um innezuhalten und lokale Schönheiten zu genießen. Herrlich.
Durch den leichten, stellenweise fast zart-tupfigen Klang entsteht viel mehr Kontinuität zwischen erstem und zweitem Satz als in vielen anderen Aufnahmen.
Das dritte Satz entfaltet seine Schönheiten ohne jeden sentimentalen Drücker.
Im FInale lässt Järvi scharf zupacken, doch durch die kleine Besetzung wird der Klang nie massiv, bleibt durchsichtig und vielschichtig. An die Stelle des oft zu hörenden "Hauptstimme plus Klangteppich" tritt abermals ein reiches Gewebe mit klar voneinander unterschiedbaren einzelnen Fäden, so dass aberdutzende Einzelereignisse das Ohr gefangen nehmen und fast für eine Reizüberflutung sorgen. Aber welch angenehme Flut ist das! Viel Kontinuität gibt es dann in der verlöschenden Coda. Der Puls des Hauptteils bleibt auch im großen Decrescendo latent vorhanden, bis zum finalen Bläserakkord bleibt es ein großes Ganzes. Herrlich das letzte zarte Aufleuchten des Hauptthemas aus dem Kopfsatz.
Insgesamt ein wunderbarer Gegensatz zum vollsaftigen großorchestralen Ansatz von Andris Nelsons mit den Bostonern, beide in meinen Ohren sehr überzeugend, beide jedem pauschalen, gefällig-flotten Herunterspielen abhold. Man kann diesen Partituren durchaus noch neue Klänge und Dramaturgien entlocken - wenn man kann.
Coro Polifonico del Teatro alla Scala, Romano Gandolfi
Gruß Amonasro
Philidor (11.09.2020, 09:14): Hier ein Nachklapp zu gestern:
Camille Saint-Saëns: Sonate für Klarinette und Klavier op. 167
Gervase de Peyer, Klarinette Gwyneth Prior, Klavier
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.09.2020, 11:32): Nun Musik zum Tage.
Steve Reich: WTC 9/11 für Streichquartett und Tonband
Kronos Quartet
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.09.2020, 12:11): Next One.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Chicago Symphony Orchestra Fritz Reiner
Herrlich, dieses hochpräzise Spiel des CSO. Ist schon großes Orchesterkino.
Ansonsten gibt es auch hier den traditionellen Ansatz der Klangarchitektur nach dem Prinzip "Hauptstimme plus Klangteppich". Mit Järvi noch im Ohr ist das ziemlich arm und - langweilig.
Aber für eine konventionelle Brahms-Wiedergabe ist das wunderbar gespielt. Kennten wir die anderen nicht, wären wir hiermit vermutlich sehr glücklich und würden uns anderen Werken zuwenden.
Im zweiten Satz ist mir der Klang stellenweise etwas zu fett. Klingt zwar herrlich, wenn die Streicher des CSO spielen, ich finde es unpassend.
Dasselbe gilt überwiegend für den dritten Satz. Temposeitig sind beide Mittelsätze im üblichen Bereich.
Nachdem verhaltenen Beginn schnurrt das Finale schön griffig ab. Hier gibt es einen vergleichsweise harten Break beim Übergang in den Schluss.
Psychologen haben herausgefunden, dass wir diejenigen Gesichter als am schönsten beurteilen, die ganz nahe am Durchschnitt aller Gesichter liegen. Mainstream rules. Diese Einspielung erinnerte mich ganz frappierend an diese Erkenntnis: Sie ist bzgl. Tempi, Instensitäten, Balancen so durchschnittlich, wie eine Aufnahme wohl nur sein kann, aber das halt perfekt gespielt. Nicht zu individuell-romantisierend in der Tempovariation, nicht zu sehr metrisch durchgeprügelt, irgendwo dazwischen. Das kommt an. Eine "bessere" traditionelle Aufnahme wird man wohl kaum finden.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.09.2020, 18:08): Es ist weiter spätsommerlich ... da höre ich noch eine Mahler 3, die mich interessierte ...
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Mihoko Fujimura, Mezzosopran Knaben des Bamberger Domchores Damen des Chores der Bamberger Symphoniker Bamberger Symphoniker - Bayerisches Staatsorchester Jonathan Nott
Die vier instrumentalen Sätze - großartig.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.09.2020, 19:10): Wo ich schon mal bei den Bambergern war, nun ein deutsch-böhmisches Grenzgelage.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Bamberger Symphoniker - Bayerisches Staatsorchester Jakub Hrůša
Erdiger Orchesterklang. - Hrůša nimmt den Kopfsatz gelassen. Ein nostalgischer Hauch weht über der Musik. Nichts ist superwichtig, nichts wird scharfkantig herausgemeißelt, doch mancher Phrase tut er die Liebesmühe an, sie mit sanftem Rubato zu vergrößern. Herrlicher Klang entsteht, wenn Hrůša sein Orchester in der Coda von der Leine lässt und die Sphäre sanfter Melancholie kurz verlassen wird.
Erst im Finale legt Hrusa die Nachdenklichkeit und Zurückhaltung ab und lässt diesseitiger spielen. Nicht schlecht.
Gute Aufnahme, aber keine, die ich auf Augenhöhe mit Reiner, Nelsons oder Järvi sähe.
Gruß Philidor
:hello
El_melómano70 (12.09.2020, 05:03):
Augustin Dumay · Maria João Pires
1992 Deutsche Grammophon GmbH, Berlin
Auf dem Programm stehen bei mir u.a. zur Zeit auch Mendelssohn und Schumann.
VG Frank
Philidor (12.09.2020, 08:40): Die Aufnahme der Violinsonaten mit Dumay und Pires mag ich auch sehr!
Vom Bremer Brahms-Kammerspiel wollte mehr ich hören.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Paavo Järvi
Wunderbar. Nicht der einzige Weg, Brahms zu hören, aber ein herrlich leichter und reicher.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (12.09.2020, 09:25): Klassiker der Diskographie enttäuschen manchmal. Dieser nicht.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Philharmonia Orchestra Otto Klemperer
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (12.09.2020, 09:53): Franz Schubert - Die schöne Müllerin, op. 25, D795 Hein Meens, Tenor Jos van Immerseel, Fortepiano
BR-Klassik - Das starke Stück extra - "Die schöne Müllerin" (Nachtrag: Den RadioBeitrag habe ich eben erst genauer gehört und ich werde unter mehreren Aspekten damit nicht warm. Christian Gerhaher bin ich beim Hören bisher noch nie begegnet. Werde austesten, ob es am Gesang liegt oder am Format der Sendung. Falls jemand zu Schubert, den Liedern, Liedzyklen einen Literaturtipp oder Ähnliches hat, wäre ich offen.)
Amonasro (12.09.2020, 13:49):
Georg Friedrich Händel/Nicola Francesco Haym: Giulio Cesare in Egitto
Christian Gerhaher bin ich beim Hören bisher noch nie begegnet. .....ich könnte/kann mir vorstellen das dies ein Fehler ist! ;)
Falls jemand zu Schubert, den Liedern, Liedzyklen einen Literaturtipp oder Ähnliches hat, wäre ich offen
Das erste Buch von Arnold Feil finde ich sehr gut sowie die beiden Bücher von Fischer-Dieskau. Ian Bostridge liebe ich nicht nur des Gesangs wegen, nein das Buch ist auch ein Volltreffer! LG palestrina
Philidor (12.09.2020, 16:59): Wow, tolle Zusammenstellung! :down Vielen Dank!
Hier nach einem fantastischen ersten Akt der Anna Bolena in der Aufnahme mit Julius Rudel, Beverly Sills, Shirley Verrett, Stuart Burrows, Paul Plishka und Patricia Kern nordische Klänge:
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39
Helsinki Philharmonic Orchestra Leif Segerstam
Was'n Brett. Einfach nur gut. Bin begeistert! So stark hatte ich die gar nicht in Erinnerung ...
Gruß Philidor
:hello
Amadé (12.09.2020, 17:03):
# 3. Sinfonie Es-Dur "Rheinische" wer kann das noch besser als Dohnanyi? In der Fülle der nachfolgenden Einspielungen ist sie mittlerweile beinahe untergegangen.
Gruß Amadé
Philidor (12.09.2020, 18:59): wer kann das noch besser als Dohnanyi? Harnoncourt? Gardiner? Nézet-Séguin? Oder Schuricht, Bernstein (New York und Wien) und Sawallisch, wenn's älter sein darf ... ? :beer
Förster - Thomas Allen Füchsin - Eva Jenis Fuchs - Hana Minutillo Förstersfrau - Libuše Márová Háraschta, ein Landstreicher - Ivan Kusnjer Der Schulmeister - Josef Hajna Pfarrer/Dachs - Richard Novák Schankwirt/Hund - Jean-Philippe Marlière Frau des Schankwirts/Hahn/Eichelhäher - Sarah Connolly Henne - Florence Bonnafous Specht - Françoise Martinaud
Choeur du Châtelet Maîtrise des Hauts-de-Seine
Orchestre de Paris Sir Charles Mackerras
Gruß Philidor
:hello
Philidor (12.09.2020, 19:59): Nun nochmal op. 90.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Helsingborg Symphony Orchestra Andrew Manze
Nun also Manze. Auch hier ist der Klang aufgelichtet. Wikipedia berichtet, dass das Orchester heute über elf erste und neun zweite Geigen verfügt – könnte passen.
Metrisch-straff erklingt der Kopfsatz, 12:23 mit Wiederholung sind schon eine Ansage (Gardiner brauchte freilich nur 11:32, allerdings mit Verlusten). Umso mehr Entspannung gibt es im zweiten Satz, der allerdings auch ein wenig „unterspielt“ wirkt; da fehlt mir etwas Intensität, die Sinfonie hängt hier beinahe in Beschaulichkeit durch. Schade. Andante? Mit sotto-voce-Klang hebt der dritte Satz an. Nicht ganz ausgespielte Phrasenenden erzeugen einen dahinhuschenden, fahrigen Eindruck. Interessant! Im Finale sind mir stellenweise die Konturen zu unklar.
Von dieser Aufnahme hatte ich mir mehr erwartet. Schade … Järvi hat mit ebenfalls unterwagnerischer Besetzung deutlich mehr Reichtum der Mittelstimmen freigelegt.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.09.2020, 06:19): Hier Musik zum 14. Sonntag nach Trinitatis.
Johann Sebastian Bach
"Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe" BWV 25 "Jesu, der du meine Seele" BWV 78 "Wer Dank opfert, der preiset mich" BWV 17
Malin Hartelius, Robin Tyson, James Gilchrist, Peter Harvey Monteverdi Choir English Baroque Soloists John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.09.2020, 12:58): Noch ein Wiederholungstäter:
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Columbia Syphony Orchestra Bruno Walter 1960 (?)
Da wiederhole ich nur, was ich zur älteren Aufnahme mit mit NYPO schrieb:1960 (?) Grundsätzlich möchte ich auch diese Aufnahme in die Reihe der eher klassisch-objektiv angelegten stellen. Jedenfalls ist sie weit von Ansatz der lokal individuellen Beleuchtung wie bei Furtwängler oder Rattle entfernt. Doch Walter findet einen eigenen Weg, bei welchem einzelne Schlüsselpassagen eben doch (beinahe) aus dem Ganzen herausfallen. So etwa der Übergang zur Reprise im Kopfsatz, der durch starke Zurücknahme von Tempo und Intensität fast schon exterritorial in diesem stürmisch gespielten Satz wirkt.
Die verhalten und versonnen genommenen Mittelsätze bieten den willkommenen Gegensatz.
Das Finale wird dann recht schnell wieder kräftig zupackend, mit ziemlich scharfen Akzenten. Walter nahm den Drive auch in den entspannteren Abschnitten nicht wirklich raus, so dass es da quasi bei geschlossenem Deckel weiter kochte. Schön ist der Übergang in den verlöschenden Schluss.
Unterm Strich eine „Brahms 3“, die mich voll überzeugte. Bei allen Ähnlichkeiten - im dritten Satz habe ich dann doch nochmal verglichen. Ungleich transparenter ist der Klang in der älteren Aufnahme mit dem NYPO. Auch der Hang zu verunklarenden Legato ist in der jüngeren Aufnahme deutlich stärker, so dass ich der älteren Aufnahme doch den Vorzug gebe. Da wogt und vibriert es von inneren Vorgängen, von denen die jüngere nichts weiß.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.09.2020, 13:40): Sehr, sehr fein ...
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Kammerphilharmonie Bremen Paavo Järvi
Bin begeistert von diesen Aufnahmen. Die stehen Järvis Beethoven-Aufnahmen mit den Bremern in nichts nach. Werde mir wohl noch die Blu-ray besorgen ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.09.2020, 15:21): Heute der zweite Akt.
Gaetano Donizetti: Anna Bolena
Enrico - Paul Plishka Anna Bolena - Beverly Sills Giovanna Seymour - Shirley Verrett Lord Percy - Stuart Burrows Smenton - Patricia Kern Lord Rochefort - Robert Lloyd Hervey - Robert Tear John Alldis Choir London Symphony Orchestra Julius Rudel
Also, ich wäre sehr geneigt, Frau Sills auch in den anderen Opern der Tudor-Trilogie mein Ohr zu leihen ... auch, wenn die Kritiken gespalten sind. Zumal Rudel imho ausgezeichnet dirigiert.
Gruß Philidor
:hello
Amadé (13.09.2020, 17:52): Amadé zur 3. Schumann: wer kann das noch besser als Dohnanyi? #1624
Harnoncourt? Gardiner? Nézet-Séguin? Oder Schuricht, Bernstein (New York und Wien) und Sawallisch, wenn's älter sein darf ... ? Für Schuricht war die 3. Sinfonie Schumanns eine Herzensangelegenheit, lange Zeit galt die Decca-Aufnahme als eine der besten. Von den neueren nach Dohnanyi glänzt Gardiner mit einer inspirierten und klangprächtigen HIP-Interpretation, das ist ein großer Wurf. Nézet-Séguin bringt eine aufmerksame Umsetzung des Notentextes, die sich in den Ecksätzen in Bezug auf klangliche Entfaltung jedoch zurückhält. Sowohl Gardiner als Nézet-Séguin beschäftigen je ca. 60 Instrumentalisten.
Gruß Amadé
tapeesa (13.09.2020, 18:33): @palestrina - hätte niemals mit so vielen Vorschlägen gerechnet und bin ganz glücklich darüber. Danke nochmal! Stand selbst etwas auf dem Schlauch an dem Punkt. :hello ______
Franz Schubert - Complete Masses daraus: Messe Nr. 5 in As-Dur, D678 Kari Løvaas, Sopran Hilke Helling, Alt Richard Graeger, Tenor Gerhard Faulstich, Bass Spandauer Kantorei Berlin, Capella Vocale Hamburg, Bach Collegium Berlin, Martin Behrmann
und immer mal: Violin Concertos - Bach, Vivaldi, Telemann Stanley Ritchie The Bach Ensemble, Joshua Rifkin
Philidor (13.09.2020, 19:52): Niki goes BPhil.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Berliner Philharmoniker Nikolaus Harnoncourt
Harnoncourt lässt im Booklet wissen. dass Brahms‘ Sinfonien häufig zu laut gespielt werden – Fortissimo und dreifaches Forte werden erreicht, wenn in der Partitur nur ein einfaches Forte steht.
In der Tat klingt der Kopfsatz recht zurückhaltend und in seiner dynamischen Bandbreite verkleinert. Aber flüssig, und rhythmisch sehr präzise, ohne zu dozieren.
Die Mittelsätze haben mir sehr gut gefallen, der zurückhaltende Ansatz scheint mir hier wie der Schlüssel in Schloss zu passen. Sehr stimmig. Quasi Kammermusik.
Im Finale hebt die Musik nicht ab. Das klingt in meinen Ohren alles richtig, aber auch unterspielt. Interessant zu hören, aber glücklich macht es (mich) nicht.
Das mit der Dynamik stimmt sicherlich, und die herrlichen Phrasierungen in den Mittelsätzen habe ich mit Genuss gehört. Dazu die rhythmische Präzision – die Aufnahme hat, modern gesagt, durchaus ihre attraktiven „unique selling points“. Ein problematischer Aspekt scheint mir aber die Gesamtdramaturgie zu sein – die Musik klingt in meinen Ohren unterspielt. Interessant, aber nicht selig machend.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (13.09.2020, 20:54): @Andréjo
Ja, die Vierte ist wahrlich ein Meisterwerk!
Amonasro (13.09.2020, 23:03):
Gioachino Rossini: Un rien Nr. 1-24
Stefan Irmer (Klavier)
Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (14.09.2020, 05:54):
Picture Source: Universidad de Guanajuato (OSUG promueve nuevo disco, una grabación de la Tercera Sinfonía de Mahler)
Gustav Mahler; Sinfonie Nr. 3 d-Moll Carla López-Spaziale, Coro de Niños del Valle de Señora, Orquesta Sinfónica de la Universidad de Guanajuato , Roberto Beltrán Zavala
Wenn ein Uni-Orchester als Ergebnis jahrelanger Arbeit Mahlers Dritte gibt und dieses Konzert mitschneidet, kann man alles erwarten ausser langweiliger Routine. Sicher, ein mexikanisches Nachwuchs-Orchester hat nicht den weltbesten Posaunisten und nicht die allerletzte Perfektion. Aber dafür gibt es Einsatz und leidenschaftliche Hingabe bis zum Letzten. Eine bisweilen schroffe und düstere, spannungs- und kontrastreiche Interpretation, die sich gleich hinter Tabakov einreiht. Das Klangbild ist extrem transparent, da geht kein kleinstes Detail verloren. Zur Zeit nur als Streaming greifbar. Sehr empfehlenswert.
tapeesa (14.09.2020, 09:02): Richard Strauss - Taillefer Ballade für Chor, Soli und Orchester, Op. 52 Text Ludwig Uhland Johan Botha (Taillefer, Tenor), Michael Volle (Herzog Wilhelm, Bariton),, Felicity Lott (seine Schwester, Sopran) Ernst-Senff Chor Berlin, Dresdner Philharmonie, Michel Plasson
Philidor (14.09.2020, 13:33): Da schau her!
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Wiener Philharmoniker Herbert von Karajan
Wir reden hier nicht über die mindestens drei Gesamtaufnahmen der Brahms-Sinfonien, die unter Herbert von Karajan mit den Berlinern entstanden sind. Hier geht es um eine Aufnahme der Wiener Philharmoniker aus dem Jahre 1960 (?). Die Berliner übten da noch für ihren Wirtschaftswunder-Beethovenzyklus.
Großzügig, selbstzufrieden und mit breitem Strich beginnt der Kopfsatz. Klingt ein bisschen wie „mia san mia“. Wie meinte Harnoncourt? Wenn Brahms das F-Dur schon im zweiten Takt mit as nach Moll wendet, dann hat das etwas zu sagen. Keine Wiederholung. – In der Durchführung geht es betriebsam zur Sache, die Gemütlichkeit des Beginns ist erst einmal weg. Den ruhigen Abschnitt vor der Reprise fand ich sehr schön gespielt, Timing, Intensitäten, Balancen – wow! Und in der Reprise ist es auch weniger „mia san mir“, sondern hat an Richtung und Willen gewonnen.
Der erste Mittelsatz dämmert zumeist beschaulich vor sich hin. Das Dauerlegato mag man für zu sämig halten, aber schö is‘ scho.
Im dritten Satz ist mir das vom Ton her zu fett. Pianissimo, leggiero steht da, bei Übernahme des Hauptgedankens durch die ersten Violinen „mezza voce“ … da scheinen mir die hinhuschenden Aufnahmen den Kern besser zu treffen. Aberdutzende kleiner Noten in den Begleitstimmen, alle sicher noch leiser gedacht als die Melodie, das ist doch fast ein Mahlersches „schattenhaft“. In den Ideenkontext dieser saturierten Wiedergabe passt es freilich gut. – Und wenn im da capo des A-Teils die ersten Violinen das Hauptthema spielen, dann haben sie dieselben Phrasierungsbögen wie die Celli am Anfang des Satzes. Warum spielen sie dann im Dauerlegato, wenn die Celli so schön phrasierten?
Irgendwo ist das schon eine modellhafte Aufnahme, ganz nahe bei Fritz Reiners großartiger Version aus Chicago. Dass sich der common sense in Stilfragen weiterentwickelt hat – geschenkt. Mit Järvis Aufnahme im Ohr könnte man auf ganz viele Stellen zeigen und mäkeln. Und sich natürlich mit gesunden linksintellektuellen Reflexen über den saturierten Ansatz mit größtmöglicher Distinktion mokieren, wenn man die Aufnahme gerade über die eigene Hifi-Anlage aus dem oberen Segment gehört hat. Wenn man jedoch seinen Brahms so selbstzufrieden hören will, dann wird man perfekt bedient – meine ich.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.09.2020, 17:47): Gestern und heute gehört.
Modest Mussorgsky: Boris Godunov (eigene Fassung)
Boris Godunov - Orlin Anastassov Xenia - Alessandra Marianelli Fyodor - Pavel Zubov Grigory - Ian Storey Pimen - Vladimir Vaneev Shuisky - Peter Bronder Varlaam - Vladimir Matorin Missail - Luca Casalin
Chor des Giuseppe-Verdi-Konservatoriums Turin Kinderchor, Chor und Orchester des Teatro Regio (Turin) Gianandrea Noseda
Meine Lieblingsoper wird das in diesem Leben nicht mehr.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.09.2020, 18:47): Nun wieder eine Erstbegegnung.
Franz Schmidt
Sinfonie Nr. 2 Es-Dur Zwischenspiel aus "Notre Dame"
hr-Sinfonieorchester Paavo Järvi
Fand ich deutlich überzeugender als die Erste. Hat zwar auch irgendwie Potpourri-Charakter, aber für meine Begriffe ist die Zweite meilenweit vom Choralbearbeitungs-Gestus der Ersten entfernt.
Gruß Philidor
:hello
Andréjo (14.09.2020, 19:32): Nun wieder eine Erstbegegnung.
Franz Schmidt
Sinfonie Nr. 2 Es-Dur Zwischenspiel aus "Notre Dame"
hr-Sinfonieorchester Paavo Järvi
Fand ich deutlich überzeugender als die Erste. Hat zwar auch irgendwie Potpourri-Charakter, aber für meine Begriffe ist die Zweite meilenweit von den Choralbearbeitungs-Gestus der Ersten entfernt.
Gruß Philidor
:hello Den pseudo-barocken Einstieg der Zweiten finde ich ausgesprochen reizvoll.
Ich denke, ich werde mir die Sinfonien mal wieder am Stück anhören. Gut kenne ich ohnehin nur die Vierte. Deine Idee des "Potpourri-Charakters" interessiert mich jetzt beispielsweise, Meister Philidor. :)
Und das Notre-Dame-Zwischenspiel ist einer jener Reißer, in die man möglicherweise kraft Tradition etwas hineinhört, was eigentlich nicht drin ist ...
:hello Wolfgang
Philidor (14.09.2020, 19:57): Nun wieder eine Dritte. Und was für eine ...
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Scottish Chamber Orchestra Sir Charles Mackerras
Geil. Wirklich gut. Macht voll Spaß. Ich brauche die Ecksätze nicht immer so fetzig, Klemp ist auch mal ok (und mehr als das), aber diese Aufnahme macht echt Laune. Unter den HIP-orientierten Zugängen ist sie für mich die mit Abstand überzeugendste (morgen kommt vielleicht noch Norrington mit seinen LCP). Bei der zweiten und vierten Sinfonie fand ich Mackerras und seine Schotten nicht ganz so stark, aber das hier ist vom Feinsten.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (14.09.2020, 20:04): Schauriges am Abend:
Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Macbeth
Macbeth - Sherrill Milnes Lady Macbeth - Fiorenza Cossotto Banco - Ruggero Raimondi Macduff - José Carreras Malcolm - Giuliano Bernardi Una dama - Maria Borgato Un dottore - Carlo Del Bosco Un servo - Leslie Fyson Un assassino - John Noble Un araldo - Neilson Taylor Prima apparizione - Christopher Keyte Seconda apparizione - Sara Grossman Terza apparizione - Timothy Sprackling
Ambrosian Opera Chorus New Philharmonia Orchestra, Riccardo Muti
Gruß Amonasro
Philidor (14.09.2020, 21:43): Erstbegegnung.
Pancho Vladigerov: Klavierkonzert Nr. 1 a-Moll op. 6
Teodor Moussev, Klavier Bulgarian National Radio Symphony Orchestra Alexander Vladigerov
Na! Kann man doch mal hören!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.09.2020, 08:32): Auch hiervon ließ ich mich durch Streifzüge in den Tiefen des INternets inspirieren:
Ludwig van Beethoven: Violinsonate A-Dur op. 47 ("Kreutzersonate")
Adolf Busch, Violine Rudolf Serkin, Klavier
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.09.2020, 10:05): Hors concours.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
RSO Stuttgart Hans Knappertsbusch live Liederhalle Stuttgart 15. November 1963
Jajaja. Natürlich ist das alles „falsch“. Aus dem „Allegro con brio“ im Kopfsatz wird ein „Allegro moltissimo moderato“, aus dem „Poco allegretto“ ein „Andante tranquillo“, aus dem „Allegro“ ein „Moderato pesante“.
Das Erstaunliche ist nicht das Tempo, sondern, dass das Werk dabei nicht auseinanderfällt. 12:35 für den Kopfsatz ohne Wiederholung der Exposition – Hammer. Und doch klingt in meinen Ohren alles musikalisch sinnvoll, behutsam ausgeleuchtet, mit gutem Gewicht in Szene gesetzt, die inneren Spannungen nicht überspielt, sondern zur Wirkung gebracht.
Die Assoziation „Celibidache“ steht im Raum, aber der dirigierte „seinen“ Brahms wesentlich zügiger, auch in München, dort den Kopfsatz in 9:58.
Der langsame Satz ist vielleicht einen Tick weniger versonnen als anderswo, dafür konzentriert-nachdenklicher.
Am konventionellsten klingt das Poco Allegretto mit 7:57. Herrlich das subtile Ausleuchten der Phrasierungen, das Immer-wieder-nachgeben, innehalten, hineinhören …
Das Finale scheint mir die Tempi am wenigsten zu vertragen, ja, bis zur Coda … da wird das Ganze auf einmal mit Sinn erfüllt. Herrlich.
Keine Wiedergabe für alle Tage, gewiss keine Referenz, aber eine sehr lohnende Hörerfahrung, wie ich meine. Obendrein klingt die Aufnahme für ihr Alter verdammt gut.
Gruß Philidor
:hello
Andréjo (15.09.2020, 12:04): Werter Philidor,
ich melde mich nochmals bezüglich Franz Schmidt und seiner Zweiten.
Die habe ich - was weiß ich, vielleicht zum vierten Mal - gestern gehört und bin eigentlich sehr angetan.
Gewohnter süffiger Sound eines österreichischen Spätromantikers mindestens zweiter Güte. Der Stil ist recht leicht zu hören; er liegt für mich in der spezifischen Harmonik, die immer wieder durchdringt und die dann noch nicht in der Dritten, aber ganz deutlich in der Vierten eine tragische Komponente erfährt. Ansonsten ist Schmidt, meine ich, ein markanter, eher einfacher Melodiker; das Rhythmische bleibt unspezifisch.
Vor der Nummer vier überwiegt nach wie vor ein Optimismus, den die Erste noch allzu unbekümmert pflegt. Das sehe ich vermutlich genauso wie Du. (Die Dritte habe ich dann auch gehört; sie wirkt auf mich ein wenig transparenter noch und klassizistischer.)
Den Potpourri-Charakter sehe ich weniger bei der Nummer zwei. Die Musik ist schlüssig aufgebaut anhand abgewandelter Motivik. Da hilft mir zugegeben auch das Booklet zur obigen Einspielung, aber ich meine, das hören zu können. Wenn Du Lust hast, gleich noch mal hineinzuhorchen? :)
Die habe ich - was weiß ich, vielleicht zum vierten Mal - gestern gehört und bin eigentlich sehr angetan. es freut mich sehr, dass die Hörerlebnisse mit Schmidts zweiter Sinfonie Dich so sehr bereichern! Ich bedaure es sehr, dass es mir nicht vergönnt ist, selbiges zu empfinden. Gewohnter süffiger Sound eines österreichischen Spätromantikers mindestens zweiter Güte. Der Stil ist recht leicht zu hören; Die leichte Hörbarkeit mag man als wichtigen Vorzug des Werkes wahrnehmen, da bin ich ganz bei Dir.
Dass Schmidt sich von der ersten zur zweiten Sinfonie stilistisch wesentlich weiterentwickelt hat und dass seine Fähigkeit, ein sinfonisches Geschehen aufzubauen und im Fluss zu halten, stark gewachsen ist, ist freilich unüberhörbar.
Dann fällt mir ein, was der im selben Jahre wie Schmidt geborene Arnold Schönberg bereits 1902/03 mit "Pelleas und Melisande" geschaffen hat, und höre, wie sehr sich Schmidt abmühte, etwas Eigenes zu erfinden.
Man kann sich am beherzten Fußballspiel des MSV Duisburg erfreuen, das macht Spaß. Spielen sie aber gegen Borussia Dortmund, so verlieren sie 0:5, und keiner, der das Spiel gesehen hat, wird den Gedanken gehabt haben, dass es auch anders hätte ausgehen können.
Den wahren Zebra-Fan darf das freilich nicht stören.
Heute ist die Blu-ray mit den Brahms-Sinfonien unter Paavo Järvi angekommen, da werde ich mir die erste antun. Dann Brahms 3 mit Roger Norrington und seinen London Classical Players. Wenn ich dann noch Lust habe, gibt es noch Mahler 7 mit Abbado aus Luzern.
Für Schmidt nehme ich mir gerne einen zweiten Durchlauf. Aber erst, wenn ich mit allen Vieren in erster Lesung durch bin.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.09.2020, 17:18): Hier also Brahms mit den Bremern unter Järvi in Bild und Ton.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Paavo Järvi live aus dem Théâtre des Champs-Élysées zu Paris, 4./5. April 2018
Derselbe Effekt wie beim Beethoven desselben Teams. Die CDs sind schon klasse, aber mit Bild ist das nochmal eine andere Nummer. Herrlich.
Aus dem Beiheft: Paavo Järvi: "Wenn ich die Kammerphilharmonie in den letzten Jahren dirigiert habe, dann haben wir ausschließlich Brahms gespielt. Und wir haben ein fast schon religiöses Ritual: Es wird immer intensiv geprobt, ganz egal wie oft wir die Werke schon gespielt haben. In diesem Momenten arbeiten wir an Details und probieren neue Sachen aus. Das ist eine Anstrengung, die sich nur wenige Orchester zumuten." Bratscherin Friederike Latzko: "Der Dirigent hat hier nicht die Rolle, dass er sagt: So geht das und so macht ihr das bitteschön. Es ist tatsächlich eine sehr gemeinsame Sache."
Wenn ich das engagierte Spiel der Bremer sehe, glaube ich jedes Wort. EIne verschworene Gemeinschaft.
Wenn im letzten Satz die Posaunen dazukommen und der große Blechapparat Streichern in Besetzung 10/8/5/5/4 gegenüber steht, ist das schon ein fantastischer Klang.
Auch hier habe ich wieder Stimmverläufe gehört, die mir bei diesem Werk bisher unbekannt war. Wahnsinn.
Vielleicht kann mir noch jemand die Frage beantworten, warum fünf Hörner im Orchester sitzen und spielen. In der Partitur stehen nur vier ... das würde ich gerne verstehen. Danke!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.09.2020, 18:22): Die nächste HIP-Aufnahme des Werkes.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
London Classical Players Roger Norrington
So langsam wird's mir unheimlich. Bei ähnlichen Hörsitzungen zu Brahms 2 und Brahms 4 war die Ausbeute an Spitzenaufnahmen (in meinen Ohren) doch etwas kleiner. Ok, im Regal stehen eigentlich fast nur Aufnahmen, die hier oder da als besonders hörenswert empfohlen wurden, trotzdem ... immerhin gilt die Dritte als schwierig, und Sätze wie "sogar Brahms-Interpreten vom Ausnahme-Rang eines Furtwänglers oder Toscaninis hatten ihre Probleme mit dem Werk" sind zu geflügelten Worten geworden.
Hier passt wieder mal alles, und eine sehr gute Durchhörbarkeit kommt hinzu. Im Vergleich zu Järvi klingt manches etwas weniger rund und selbstverständlich, das neue/alte Idiom musste sich wohl erst erarbeitet werden. Aber dass diese Aufnahme in den 1990ern Furore gemacht hat, ist sofort klar. Und ich höre sie auch heute gerne und bin froh, dass sie im Regal steht - mein Streaming-Dienstleister bietet sie mir nicht.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.09.2020, 19:53): Nun wieder Mahler aus der schönen Schweiz.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 7 e-Moll ("Lied der Nacht")
Lucerne Festival Orchestra Claudio Abbado live 17./18. August 2005
Abbado und Mahler 7, das weckt höchste Erwartungen. Immerhin wird seine Aufnahme des Werks mit dem Chicago Symphony Orchestra regelmäßig in Bestenlisten genannt.
Die Siebte ist (zusammen mit der Vierten und Zehnten) wohl diejenige Sinfonie Mahlers, die ich am wenigsten häufig gehört habe. Ich sehe gebannt die Luzerner Aufführung und frage mich, warum eigentlich. Der erste und der dritte Satz sind Mahler vom Feinsten. (Hört eigentlich noch jemand die Vorwegnahmen vom Intro zur Titelmusik von „Star Trek“ in der Durchführung des Kopfsatzes … ?) Auch die Zweite Wiener Schule scheint mir hier noch näher als etwa in der Neunten.
Es ist ganz schön, mal die ganzen exotischen Instrumente der Siebten nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Angefangen mit dem Tenorhorn, dessen Spieler an entscheidenden Stellen zur Posaune greift und hilft, dem gewaltigen Streicherchor (16 Bratschen und 10 Kontrabässe habe ich gezählt, mindestens 15 Celli) noch mehr Substanz entgegen zu setzen. (Nach dem Kopfsatz schien er in den Feierabend entschwunden zu sein, aber zum Schlussapplaus war er wieder da.) Die Rute in der ersten Nachtmusik (die Herdenglocken kamen leider nicht ins Bild), Gitarre und Mandoline in der zweiten.
Über den Jubel des letzten Satz, gebrochen oder nicht, vordergründig oder nicht, dramaturgisch passend oder nicht, wurde schon weidlich im Internet diskutiert. Abbado dirigiert in meiner Wahrnehmung einen ungebrochen fröhlichen Schluss. Trotz Tamtam.
Ich meine, dass Abbado die Erwartungen voll erfüllt. Die ganze Box fand ich herausragend gut.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (15.09.2020, 21:30): Jetzt aus gegebenen Anlass:
Gioachino Rossini: Ouvertüren (Il barbiere di Siviglia, Semiramide, L'Italiana in Algeri, Guillaume Tell, La Cenerentola, La scala di seta & La gazza ladra)
The Chamber Orchestra of Europe, Claudio Abbado
Gruß Amonasro
Philidor (16.09.2020, 08:51): Gar nicht schlecht ...
Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550
Wiener Philharmoniker Wilhelm Furtwängler 7./8. Dezember 1948
Verblüffend modern, straff, zügig.
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (16.09.2020, 13:20):
Bach 333 - Great Singers
Schon das Cover erzeugt ein leichtes Gruseln und das weitet sich zum blanken Horror, wenn man die Titelliste mit den Besetzungen liest. Janowitz, Ludwig, Fischer-Dieskau, Berliner, Wiener, Concertgebouw, Lehmann, Jochum, Ozawa - alles Bach-Versteher von Feinsten. :A Aber langsam, vor dem Weglaufen kommt das Prüfen und die Sache gestaltet sich überraschend gut anhörbar. Natürlich sind die HIPster hipper, aber viele irgendwie auch voller mit Leere (sic).
Philidor (16.09.2020, 13:45): das weitet sich zum blanken Horror, wenn man die Titelliste mit den Besetzungen liest. Janowitz, Ludwig, Fischer-Dieskau, Berliner, Wiener, Concertgebouw, Lehmann, Jochum, Ozawa - alles Bach-Versteher von Feinsten. :rofl :rofl :rofl
Aber was heißt schon "Verstehen", wie gerade in einem anderem Forum diskutiert wird ... wie üblich mit gepflegten Umgangsformen und voller Respekt für den Diskussionspartner und eingedenk der Möglichkeit, sich irren zu können.
Hier Brahms aus Norddeutschland:
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
SO des NDR Hans Schmidt-Isserstedt
Sehr fein!
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (16.09.2020, 14:46): aus Sir Arthur Sullivan - Songs CD 2, 1 - 11: The Window "The Songs of the Wrens" Ben Johnson, David Owen Norris
Hugo Wolf - The Complete Songs, Vol. 4 daraus: Nach dem Abschiede, Ein Grab, Das Kind am Brunnen, 3 Gesänge auf Ibsens: Das Fest aus Solhaug, Perlenfischer, u. a. Mary Bevan, Sholto Kynoch, Quirijn de Lang
+ die italienische Serenade von Hugo Wolf
tapeesa (16.09.2020, 15:17): Puccini Opera Arias
aus Gianni Schicchi "O mio babbino caro" Renée Fleming London Philharmonic Orchestra, Sir Charles Mackerras
aus Tosca "Recondita armonia" Jośe Carreras, Domenico Trimarchi Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden, Sir Colin Davis
Philidor (16.09.2020, 17:35): Krass. ...imir.
Pancho Vladigerov: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 22
Krassimir Gatev, Klavier Bulgarian National Radio Symphony Orchestra Alexander Vladigerov
Richtig gut. Für mich die größte Entdeckung im Feld der Klavierkonzerte in der ersten Hälfte des 20. Jhds., seitdem mich jemand auf Medtner aufmerksam gemacht hat.
Wenn ich sage, dass die Musik bisweilen Dauerorgasmusqualitäten hat, werden viele den in Klassikforen bekannten Instrumentalisten erraten, der sich dafür werbend eingesetzt hat.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (16.09.2020, 18:36): Macht Spaß.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Paavo Järvi live aus dem Théâtre des Champs-Élysées zu Paris, 4./5. April 2018
Gruß Philidor
:hello
Philidor (16.09.2020, 19:18): Auch die finde ich richtig gut - abermals die Bremer Staatsmusikanten!
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Daniel Harding
Sehr erfrischend, das Spiel. Leider etwas weniger feingezeichnet als unter Paavo Järvi. Trotz noch kleinerer Besetzung klingt es fetter und "großsinfonischer".
Die Vierte habe ich von dieser Scheibe als nicht ganz so stark in Erinnerung.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (16.09.2020, 20:06): Nun nochmal Tiefes.
Ludwig van Beethoven: Violinsonate A-Dur op. 47 ("Kreutzersonate")
Gidon Kremer, Violine Martha Argerich, Klavier
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (16.09.2020, 20:47):
Giuseppe Verdi:
Vorspiel (Simon Boccanegra, 1. Fassung 1857) Odi il voto (Ernani) Oh dolore! (Attila) Io la vidi (Szene für Tenöre & Orchester) Dal più remoto esilio (I due Foscari) Si, lo sento, Iddio mi chiama (I due Foscari) À toi, que j'ai chérie (Les vêpres siciliennes) Ouvertüre (Aida)
Luciano Pavarotti in kleinen Rollen: Antonio Savastano, Giuseppe Morresi, Alfredo Giacometti Orchestra del Teatro alla Scala, Claudio Abbado
Eine Zusammenstellung von Alternativ-Arien, die Verdi nachträglich für bestimmte Sänger komponierte. Pavarotti singt die sehr virtuosen Arien mit vielen Spitzentönen (teilweise im Falsett) mit einer Stimme zum Dahinschmelzen. Die Gesamtaufnahmen der jeweiligen Opern enthalten diese Stücke üblicherweise nicht, daher eine ideale Ergänzung für jede Verdi-Sammlung. Das gilt auch für die Aida-Ouvertüre, die Verdi nicht in die endgültige Version aufgenommen hat.
Gruß Amonasro
Philidor (16.09.2020, 21:57): eine ideale Ergänzung für jede Verdi-Sammlung. Das gilt auch für die Aida-Ouvertüre, die Verdi nicht in die endgültige Version aufgenommen hat. Cool, danke für den Hinweis!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (17.09.2020, 08:56): Die heutige Aufnahme in historischer Aufführungspraxis steuert Old Klemp bei:
Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 1 C-Dur BWV 1066 (Aufnahme 1969)
Philharmonia Orchestra Otto Klemperer
Ich meine: Bei diesem DIrigenten geht der Gesichtsausdruck auf dem Cover als sehr freundliches Lächeln durch!
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (17.09.2020, 10:37):
Georg Friedrich Händel/Thomas Morell: Theodora
Theodora - Sophie Daneman Dydimius - Daniel Taylor Septimius - Richard Croft Valens - Nathan Berg Irene - Juliette Galstian Messenger - Laurent Slaars
Die Brahms-Aufnahmen mit Dohnányi und dem Cleveland Orchestra wurden ja - Oxymoron jetzt - im Internet als Geheimtipp gehandelt.
Die erste fand ich korrekt wiedergegeben, aber manchmal auch zu sehr korrekt. Klar auf der metrisch-straffen Seite positioniert, fehlte mir doch bisweilen das Nachgeben, die elastische Wiedergabe von Phrasen, welches diese Musik, der man ja Melodienarmut nachsagt, erst zum Aufblühen bringt. Selbst der Posaunenchoral, der dem Alphorn-Thema folgt, hat nicht ein Krümelchen Weiheglanz.
Trotzdem eine sehr gute Aufnahme, im Geiste nicht fern den Aufnahmen von Günter Wand und Hans Schmidt-Isserstedt. Muss man halt so mögen ...
Gruß Philidor
:hello
P. S.: DIe Steigerungen im letzten Satz sind fulminant ... erstklassig!
Philidor (17.09.2020, 18:46): Ja geh, da schaust: Dös is a Sinfonie ... !
Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 3 A-Dur
hr-Sinfonieorchester Paavo Järvi
Die Entstehung ist ganz spannend: Die Sinfonie wurde für den "Internationalen Schubert-Wettbewerb 1928" eingereicht, in welchem die beste Vervollständigung von Schuberts Unvollendeter oder die beste Sinfonie im Geiste der Unvollendeten prämiiert werden sollte.
Aber: Ein Riesenschritt nach der zweiten Sinfonie. Alleine das Scherzo fand ich klasse.
Schmidt gewann mit dieser Sinfonie übrigens den zweiten Preis. Sieger wurde Kurt Atterberg mit seiner 6. Sinfonie.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (17.09.2020, 19:52): Kann mich gar nicht dran satthören.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Paavo Järvi live aus dem Théâtre des Champs-Élysées zu Paris, 4./5. April 2018
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (17.09.2020, 22:58): Rachmaninov - Sinfonie Nr. 2 Russian State Symphony Orchestra, Valeri Polyanski
Cetay (inaktiv) (18.09.2020, 01:27):
Gustav Mahler; Sinfonie Nr. 8 Solisten, Chöre, Radio-Sinfonieorchester Frankfurt, Eliahu Inbal
Inbals Mahler-Aufnahmen sorgten seinerzeit für grosses Aufsehen. Klanglich war das absolut State of the Art und das Orchester ist herausragend, allen voran das Blech. Um die Interpretation ging es eher weniger. Ein Kritiker meinte zynisch, dass sich -wie immer bei Inbal- die Musiker den Allerwertesten abspielen und die Tontechniker wahre Wunderdinge vollbringen, während der Dirigent auf der Stelle tritt. Genau das ist für mich die Stärke. Mahler ist nun wirklich geschwätzig genug, da braucht es keinen, der da noch dazukaspert. Unter Inbal ist das einfach gute Musik.
Philidor (18.09.2020, 08:57): Hier wieder historische Aufführungspraxis.
Wolfgang Amadé Mozart
Serenade B-Dur KV 261 "Gran Partita"
Mitglieder der Wiener Philharmoniker
Eine kleine Nachtmusik KV 525
Wiener Philharmoniker
Wilhelm Furtwängler
Gruß Philidor
:hello
Marcie (18.09.2020, 08:58):
Cetay (inaktiv) (18.09.2020, 09:52):
Ludwig van Beethoven; Violinsonaten 1-4 Frank Peter Zimmermann, Martin Helmchen
Daraus: Sonate für Klavier und Violine Nr. 4 a-Moll, op. 23 Beim ersten Durchlauf sehr erfreulich!
Amonasro (18.09.2020, 10:40):
Johannes Brahms: Streichquartett Nr. 1 & 2
Emerson String Quartet
Gruß Amonasro
Philidor (18.09.2020, 17:16): Die Entdeckungsreise geht weiter.
Pancho Vladigerov: Klavierkonzert Nr. 3 b-Moll op. 31
Ivan Drenikov, Klavier Bulgarian National Radio Symphony Orchestra Alexander Vladigerov
Nicht ganz so ausgeflippt wie das zweite, aber immer noch sehr hörenswert.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (18.09.2020, 19:06): Weiter mit Donizetti:
Gaetano Donizetti/Salvadore Cammarano: Roberto Devereux ossia il conte di Essex
Elisabetta - Nelly Miricioiu Roberto Devereux - José Bros Sara - Sonia Ganassi Il duca di Nottingham - Roberto Frontali Sir Gualtiero Raleigh - Graeme Broadbent Lord Cecil - Robin Leggate
Royal Opera House Chorus Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden; Maurizio Benini
Gruß Amonasro
Philidor (18.09.2020, 19:11): Finale.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Paavo Järvi live aus dem Théâtre des Champs-Élysées zu Paris, 4./5. April 2018
Herzliche Empfehlung zu dieser DVD bzw. Blu-ray. Sie gibt nicht nur die vier Sinfonien in einem Konzertmitschnitt aus April 2018 wieder, sondern auch einen Film mit dem Titel "The Brahms Code" von Christian Berger, in welchem Järvi und seine Bremer ausführlich über Brahms, seine Sinfonien und ihre Aufführung spechen. Viele Probenausschnitte.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.09.2020, 07:36): Weiter mit Dohnányi.
Johannes Brahms: Tragische Ouvertüre op. 81
Cleveland Orchestra Christoph von Dohnányi
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.09.2020, 08:27): Nun nochmals Brahms mit Järvi.
Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15
Nicolas Angelich hr-Sinfonieorchester Paavo Järvi
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.09.2020, 09:14): Nun die Zweite.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Cleveland Orchestra Christoph von Dohnányi
Ebenfalls (wie die erste) auf der metrisch-straffen Seite mit wenig Ambitionen, hier und da eine Phrase dehnend noch schöner auszuleuchten. Struktur ist fast alles. Was nicht wenig ist, und die Cleveland-Musiker*innen spielen fein. Außerdem liebe ich es, wenn die Wiederholung der Exposition gespielt wird, was den herrlichen Kopfsatz auf eine Länge von um die 20 Minuten bringt. So wie hier. Aber muss man deswegen des dritten Satz so fantasielos bzgl. Farben und Stimmungen spielen?
Am Anfang des Finales dämmert mir, wo dieser Zyklus hohl drehen könnte: Das ist frisch und knackig, aber irgendwie scheint nicht klar, warum und wohin es gehen soll. Schnell und zupackend, ja, aber es spricht keine Freude aus der Musik. Das vibriert nicht. Das agile und drahtige Spiel hat keinen inneren Anlass. Da werden Sforzati halbherzig hervorgehoben, da liefern die Bläser ihre Synkopen artig und punktgenau ab, aber es fehlt der Biss dabei. Die Stelle, wo das Hauptthema von Mahlers 1. Sinfonie mit seinen Quartfällen vorweggenommen scheint, hat keine Ruhe und Tiefe. - Artiger Einlauf auf die Zielgerade. Man höre dagegen Walters Ekstase mit dem NY Philharmonic ...
Irgendwie hat die Aufnahme doch viel mit Szells Brahms-Versuchen gemeinsam.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (19.09.2020, 10:50): Wow, die Klavierkonzerte von Martinů sind ja mindestens so auf/anregend wie seine von mir kürzlich erworbenen Sinfonien!
tapeesa (19.09.2020, 11:45): Heitor Villa-Lobos - 1. Uirapurú, sinfonische Dichtung / Ballett, W133 2. Bachianas brasileiras No. 1, W246: II. Preludio: Modinha "Cinderella" (Prokofiev) Orchestersuite-Auszüge abgebrochen The Stadium Symphony Orchestra of New York, Leopold Stokowski
tapeesa (19.09.2020, 12:32): Heitor Villa-Lobos - Violin Sonatas Complete Fantasy Sonata No. 1, op. 27 "Désespérance" Fantasy Sonata No. 2, 0p. 49 Violinsonate Nr. 3 Jenny Abel, Roberto Szidon
Philidor (19.09.2020, 14:14): Dem Live-Mitschnitt der Wiederentdeckung einer Oper begegnet man auch nicht alle Tage ...
Gaetano Donizetti: Anna Bolena
Anna Bolena - Maria Callas Giovanna Seymour - Giulietta Simionato Enrico VIII - Nicola Rossi-Lemeni Percy - Gianni Raimondi Smenton - Gabriella Carturan Sir Hervey - Luigi Rumbo Lord Rochefort - Plinio Clabassi
Orchestra e Coro del Teatro alla Scala, Milano Gianandrea Gavazzeni
Live-Mitschnitt der Premiere vom 14. April 1957
Das Publikum war begeistert. Mit Recht.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.09.2020, 15:30): Mal weiter mit diesem Thema ...
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Wiener Philharmoniker Sir John Barbirolli
Schöööön! Warm und weich. Im letzten Satz mit für meinen Geschmack etwas zu wenig Zug nach vorne, aber ansonsten eine ohrenschmeichelnde Aufnahme sondergleichen.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.09.2020, 16:33): Bevor ich Paavo Järvis Aufnahme einströmen lasse, erst noch ein paar ältere Einspielungen.
Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 4 C-Dur
Wiener Philharmoniker Zubin Mehta
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (19.09.2020, 16:56):
Claude Debussy: Préludes, Livre I
Krystian Zimerman (Klavier)
Gruß Amonasro
Philidor (19.09.2020, 17:58): Nun wieder piscatoresker Mahler.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 7 e-Moll ("Lied der Nacht")
Budapest Festival Orchestra Iván Fischer
Sehr fein.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.09.2020, 19:43): Nun wieder Oper. Back to the roots.
Claudio Monteverdi: L'Orfeo
Orfeo - Philippe Huttenlocher Euridice - Dietlinde Turban La Musica/Speranza - Trudeliese Schmidt Apollo - Roland Hermann Messagera/Proserpina - Glenys Linos Plutone - Werner Gröschel Caronte - Hans Franzen Ninfa - Suzanna Calabro Pastori - Peter Keller, Francisco Araiza, Rudolf A. Hartmann, Christian Boesch, Joszef Dene Spiriti - Francisco Araiza, Rudolf A. Hartmann, Joszef Dene
Chor des Opernhauses Zürich Das Monteverdi-Ensemble des Opernhauses Zürich
Nikolaus Harnoncourt
Inszenierung, Regie und Bühnenbild: Jean-Pierre Ponnelle
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (19.09.2020, 21:29):
Giuseppe Verdi/Temistocle Solera: Nabucodonosor
Nabucco - Tito Gobbi Abigaille - Elena Souliotis Zaccaria - Carlo Cava Ismaele - Bruno Prevedi Fenena - Dora Carral Il Gran Sacerdote di Belo - Giovanni Foiani Abdallo - Walter Kräutler Anna - Anna d'Auria
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor Wiener Opernorchester, Lamberto Gardelli
Gruß Amonasro
Philidor (19.09.2020, 22:36): Liturgisch beginnt der Sonntag mit dem Sonnenuntergang am Samstag abend. Wohlan - hier schon die Kantaten zum 15. Sonntag nach Trinitatis:
Johann Sebastian Bach
"Warum betrübst du dich, mein Herz" BWV 138 "Was Gott tut, das ist wohlgetan" BWV 99 "Jauchzet Gott in allen Landen" BWV 51
Malin Hartelius, William Towers, James Gilchrist, Peter Harvey (BWV 51: Malin Hartelius, Sopran und Nikals Eklund, Trompete) The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Fein. Ganz schön flott im ersten Satz von BWV 51.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (20.09.2020, 07:11): Hier wieder ein Brahms-Programm, beginnend mit diesem Werk:
Johannes Brahms: Akademische Festouvertüre
Cleveland Orchestra Christoph von Dohnányi
Gruß Philidor
:hello
Philidor (20.09.2020, 08:02): Nun nochmals Brahms mit Järvi.
Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83
Nicolas Angelich hr-Sinfonieorchester Paavo Järvi
Gruß Philidor
:hello
Philidor (20.09.2020, 08:47): Weiter mit Dohnányi.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Cleveland Orchestra Christoph von Dohnányi
Ja! Hier gibt es im Kopfsatz die kleinen Dehnungen, die kleinen Verzögerungen, die Brahms‘ Musik das Leben einhauchen, vor allem, wenn der Grundpuls so vital und straff ist, wie er nach den ersten beiden Sinfonien erwartet werden durfte. Das ist ein gutes Stück vom metrischen Herunterspielen der ersten Sinfonie entfernt.
Dritter Satz, Lackmustest. Nicht langsam! Beinahe drängend, die herbe Melancholie ein wenig überspielend. War nicht ganz überzeugt.
Finale. Nicht ganz so hurtig (relativ) wie der Kopfsatz. Tolles Orchesterspiel, wie auch in den vorherigen Sätzen. Gar nicht mal so fett, das ist schon drahtig, gleichwohl bei Bedarf muskulös.
Würde ich nicht zu den Spitzenaufnahmen zählen (die erste und zweite auch nicht), aber der klanglich entfettete Zugang hatte Mitte/Ende der 1980 zweifellos noch seine Meriten.
Gruß Philidor
:hello
Nikolaus (20.09.2020, 09:28): Hier also Brahms mit den Bremern unter Järvi in Bild und Ton.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Paavo Järvi live aus dem Théâtre des Champs-Élysées zu Paris, 4./5. April 2018
Derselbe Effekt wie beim Beethoven desselben Teams. Die CDs sind schon klasse, aber mit Bild ist das nochmal eine andere Nummer. Herrlich.
Aus dem Beiheft: Paavo Järvi: "Wenn ich die Kammerphilharmonie in den letzten Jahren dirigiert habe, dann haben wir ausschließlich Brahms gespielt. Und wir haben ein fast schon religiöses Ritual: Es wird immer intensiv geprobt, ganz egal wie oft wir die Werke schon gespielt haben. In diesem Momenten arbeiten wir an Details und probieren neue Sachen aus. Das ist eine Anstrengung, die sich nur wenige Orchester zumuten." Bratscherin Friederike Latzko: "Der Dirigent hat hier nicht die Rolle, dass er sagt: So geht das und so macht ihr das bitteschön. Es ist tatsächlich eine sehr gemeinsame Sache."
Wenn ich das engagierte Spiel der Bremer sehe, glaube ich jedes Wort. EIne verschworene Gemeinschaft.
Wenn im letzten Satz die Posaunen dazukommen und der große Blechapparat Streichern in Besetzung 10/8/5/5/4 gegenüber steht, ist das schon ein fantastischer Klang.
Auch hier habe ich wieder Stimmverläufe gehört, die mir bei diesem Werk bisher unbekannt war. Wahnsinn.
Vielleicht kann mir noch jemand die Frage beantworten, warum fünf Hörner im Orchester sitzen und spielen. In der Partitur stehen nur vier ... das würde ich gerne verstehen. Danke!
Gruß Philidor
:hello Den Zyklus durfte ich damals live in Paris erleben, eines meiner großartigsten Konzerterlebnisse! Die Energie, die von Orchester und Dirigenten ausgeht, ist unbeschreiblich.
Gruß, Nikolaus.
P.S.: Der Brahms-Zyklus von Philippe Jordan und den Wiener Symphonikern gefällt mir nach ausschnittsweisem Hören im Radio auch sehr gut!
palestrina (20.09.2020, 09:41): Das Publikum war begeistert. Mit Recht Hallo Philidor, mir gefällt diese Aufnahme auch überaus gut, aber leider leider hatte man damals den Stück zuviele Federn ausgerupft! :(
LG palestrina
Philidor (20.09.2020, 09:51): Den Zyklus durfte ich damals live in Paris erleben, eines meiner großartigsten Konzerterlebnisse! Die Energie, die von Orchester und Dirigenten ausgeht, ist unbeschreiblich. Lieber Nikolaus, darum beneide ich Dich - es sei Dir von Herzen gegönnt! Hallo Philidor, mir gefällt diese Aufnahme auch überaus gut, aber leider leider hatte man damals den Stück zuviele Federn ausgerupft! Lieber Palestrina, ja, die ideale Opernaufnahme gibt es nicht ... selbst beim ersten Akt der Walküre mit Bruno Walter stört die Klangqualität ... es ist immer ein Kompromiss.
Aber danke für Eure Rückmeldungen!
Gruß Philidor
:hello
Marcie (20.09.2020, 10:43):
Amonasro (20.09.2020, 11:12):
Heitor Villa-Lobos: Choros Nr. 10 "Rasga o Coração"
Chor des Saõ Paulo Symphony Orchestra Saõ Paulo Symphony Orchestra, John Neschling
Gruß Amonasro
Philidor (20.09.2020, 11:40): What shall we do with a drunken sailor, ...
Benjamin Britten: Peter Grimes
Peter Grimes - Philip Langridge Ellen Orford - Janice Cairns Captain Balstrode - Alan Opie Auntie - Ann Howard Swallow - Andrew Greenan Ned Keene - Robert Poulton Bob Boles - Alan Woodrow Mrs. Sadley - Susan Orton First Niece - Maria Bovino Second Niece - Sarah Pring Hobson - Mark Richardson Rev. Horace Adams - Edward Byles Dr. Crabbe - Eric Shilling
English National Opera Orchestra and Chorus David Atherton
Inszenierung: Tim Albery
Nicht unbedingt mein Geschmack, aber die Oper hat ihre Momente ... vielleicht am stärksten im dritten Akt, wenn das Volk von Mrs. Sadley aufgewiegelt wird und sich auf die Jagd nach Peter Grimes macht. - Langridge spielt großartig.
Gruß Philidor
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Philidor (20.09.2020, 12:17): Die Entdeckungsreise geht weiter.
Pancho Vladigerov: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 48
Ivan Drenikov, Klavier Bulgarian National Radio Symphony Orchestra Alexander Vladigerov
Das hat wieder einen höheren Fetzigkeitsfaktor als das Dritte ...
... werden die "Best of"-Aufnahmen für 2020 schon ausgekaspert? My 2 cts:
- beste Neuentdeckung: Diese Klavierkonzerte von Vladigerov - beste Aufnahme eines bereits bekannten Werks: Brahms-Sinfonien mit Järvi auf DVD/Blu-ray
(Freilich nur bis jetzt ... kommt ja noch ein Quartal.)
Gruß Philidor
:hello
Philidor (20.09.2020, 13:14): Ein Dokument seiner Zeit.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-dur op. 90
Berliner Philharmoniker Claudio Abbado September 1989
Das war die erste Brahms-Sinfonie, die mit Abbado und den Berlinern Ende der 1980er herauskam. Aufgenommen im September 1989, kurz vor dem Mauerfall, Karajan war keine drei Monate zuvor verschieden, aber Abbado noch nicht zum Nachfolger am Pult der Berliner ernannt. (Der Vertrag wurde am 4. September 1990 unterschrieben.) Eine Einspielung aus einer Wendezeit, aus einer Zeitenwende.
Ah ja, das ist wieder eine der breiteren und saftigeren Zugänge zum Kopfsatz, mit nachdenklichen und nachgebenden Einschlägen. Sanft flexibel im Tempo, rund im Klang, geschmeidig in der Anmutung, bisweilen angeschärft im Tonansatz (diesbzgl. ganz anders Barbirolli mit den Wienern). Nicht so luftig im Klang wie bei den Cleveländern unter von Dohnányi. Das klingt auch schon mal stämmig. Aber es bleibt so ziemlich alles hörbar, es ist deutlich mehr als „Hauptstimme plus Klangteppich“. – Nach zweimaligem Hören des Kopfsatzes, um mich über irgendwas mokieren zu können, stelle ich fest, dass das Hauptkennzeichen wohl ist, dass es an Stolpersteinen fehlt. (Von wie vielen Aufnahmen kann man das eigentlich sagen?)
Im dritten Satz erkennt man bei den Aufnahmen mit leichterem Klang ganz gut, ob der leichte Klang Selbstzweck ist („man trägt den Rock jetzt wieder knielang“) oder ob die Entfettungskur der klareren Darstellung von Stimmverläufen zugutekommen soll und damit einem höheren Ziel dient. Beispielsweise kann man das beim letzten Einsatz des Hauptthemas hören, etwa eine Minute vor Ende des Satzes, bei dem die ersten Violinen selbiges geteilt in Oktaven spielen, sekundiert durch die Celli, die eine weitere Oktave bespielen. Sind die Figurationen in den zweiten Geigen und Bratschen zu hören, kommen die Kontrapunkte in Flöten, Oboen und Fagotten deutlich heraus und bereichern das Geschehen? Klare Antwort: Nein, nicht in dieser Aufnahme. – Apropos: „mezzopiano espressivo“ steht bei den ersten Violinen und Celli in den Noten. Wenn da ein saturiertes Mezzoforte mit genutztem Steigerungspotenzial erklingt, dann funktioniert das nicht, auch, wenn die Streicher eigentlich mit recht leichtem Strich spielen.
Das Finale fand ich tadellos, abgesehen davon, dass ich auch hier gerne die eine oder andere Nebenstimme deutlicher gehört hätte. Sehr schön fand ich die kohärente Gestaltung des großen Diminuendos am Schluss.
Aber, klar, das sind die Berliner vor Abbados Umgestaltungsmaßnahmen, vor dem Generationswechsel im Orchester und vor der Auflichtung des Klanges. Es ist noch Karajans Orchester, und das ist zu hören. Trotz aller Mäkeleien fand ich die Aufnahme sehr hörenswert, nicht nur als Dokument ihrer Zeit.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (20.09.2020, 14:25): Wer sich über Frequenzen und Wellenlängen streitet, könnte mal kurz innehalten und überlegen, wovon die Schwingung einer Saite im Vakuum abhängt. Ohne Medium. Schwingt auch. Und ist offenbar nur abhängig von den Materialeigenschaften.
Für die Ausbreitungsgeschwindigkeit c der Welle, die die Saite entlangläuft (und die ist maßgeblich, nicht die Schallgeschwindigkeit im umgebenden Medium) gilt:
c = 2/D x Quadratwurzel von ( Phi / (pi x rho) ) .
Dabei ist D der Durchmesser der Saite, Phi die Spannkraft, pi die Kreiszahl 3,141592653... und rho die Dichte des Saitenmaterials.
Für die Frequenz f der Grundschwingung, und da kommt natürlich die Länge L der Saite ins Spiel, gilt:
f = c / 2L .
2L, nicht L, wie einige mutmaßten, weil bei der Grundfrequenz nur eine "Halbschwingung" zwischen den beiden Einspannpunkten der Saite entsteht. Alles schwingt gleichzeitig entweder nach oben oder nach unten, d. h. es ist nur der halbe Schwingungsbauch.
Setzen wir für c obigen Ausdruck ein, so erhalten wir:
f = 1/(DL) x Quadratwurzel von ( Phi / (pi x rho) ) .
Ob die Wellenlänge oder die Frequenz den Primat hat und welcher jeweils andere Parameter von der Schallgeschwindigkeit im umgebenden Medium abhängt: Da überlege man sich, was bei einer offenen Orgelpfeife passiert. Die Wellenlänge der Schwingung hängt alleine von der Länge der Pfeife ab (und vom eventuellen Überblasen). Das Instrument bestimmt also in diesem Falle die Wellenlänge der Schwingung, und die Frequenz der Schwingung ergibt sich über die Schallgeschwindigkeit im Medium.
Es ist also kein Henne-Ei-Problem ... Zumindest beim Blasinstrument mit einer schwingenden Luftsäule ist die Wellenlänge durch die Eigenschaften des Instrumentes vorgegeben, und die Frequenz ergibt sich über die Schallgeschwindigkeit. Da die Schallgeschwindigkeit (bei gleichem Druck und gleicher Luftfeuchtigkeit) mit steigender Temperatur zunimmt, würde sich also die Frequenz bei steigender Temperatur erhöhen, sofern die Temperaturerhöhung nicht dazu führt, dass auch das Instrument sich ausdehnt und die Wellenlänge somit größer wird.
Bei einer schwingenden Saite ist es eben anders: Das umgebende Medium wird von der Frequenz der schwingenden Saite angeregt. Das sollte temperaturunabhängig sein, sofern nicht die Saite selbst sich ausdehnt.
Philidor (20.09.2020, 17:31): Nun mal wieder nordische Klänge. Bald ist es Winter ... :D
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43
Helsinki Philharmonic Orchestra Leif Segerstam
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (20.09.2020, 23:41):
Heitor Villa-Lobos: Floresta do Amazonas
Anna Korondi (Sopran) São Paulo Symphony Orchestra & Choir, John Neschling
Das Genre dieses Stücks ist nicht ganz klar: eine Art symphonische Dichtung mit eingestreuten Gedichtvertonungen der Dichterin Dora Vasconcellos. Ein Teil der Musik war ursprünglich wohl als Filmmusik gedacht. Wie so oft bei Villa-Lobos dreht sich alles um den brasilianischen Regenwald, der mit sehr farbiger, rhythmisch abwechslungsreicher Musik evoziert wird. Die Sopranvokalisen erinnern an Bachianas brasileiras Nr. 5.
Mittlerweile bin ich noch auf diese Live-Aufzeichnung der Choros Nr. 10, die sich immer mehr als mein Lieblingswerk von Villa-Lobos herauskristallisieren, mit dem OSESP gestoßen, die mir noch etwas mitreißender vorkommt als die Studioaufnahme:
Violinkonzert Nr. 1 f-moll op. 11 Bulgarische Rhapsodie für Violine & Orchester op. 16
Georgi Badev, Симфоничен оркестър на Българското национално радио (Sinfonitschen Orkestr na Bulgarskoto Televisia i Radio = Bulgarisches Radio-& Fernseh-Sinfonieorchester (Sofia) - Alexander Vladigerov (LP, Balkanton, ca. 1970)
Durch Philidor & Marcie auf den Geschmack gekommen, holte ich meine (ziemlich verwaisten) 2 Tonträger mit Musik Vladigerovs hervor um eventuell ebenfalls Appetit auf die Capriccio-Box mit den Klavierkonzerten zu bekommen. Das Ergebnis ist irgendwie "zweigeteilt":
Sobald der Komponist bulgarische Folklore in seine Stücke einflechtet, macht das sofort Spaß. Es zündet gehörig & ich lasse mich mit Freude in diese Strudel mit hineinreißen: es stampft, es swingt, gern auch mit "Zwiefachen" & anderen kleinen Schnittmengen mit der benachbarten rumänischen Volksmusik, mit der ich besser vertraut bin & die ich liebe. Alles freilich mit viel harmonischer Finesse & stellenweise etwas "fett" instrumentiert - auch hier wieder gewisse Parallelen mit Rumänien, genauer gesagt mit Gheorghe Enescu.
Beim Violinkonzert aber scheint hier eine andere Seite Vladigerovs auf - & für meinen Geschmack: nicht gerade die Bessere: Die Klangsprache schöpft hier mit voller Suppenkelle aus Leinwand-Klischees. Von Wotans Abschied über Vom-Winde-verweht zu UFA-&-Wochenschau-Klangtapeten schwelgen wir in süßlichen Zelluloid-Wogen, daß es nur so Fettspuren zieht. Stellenweise erschien mir ein Zarah-Leander-Hologramm zwischen den Lautsprechern...brrrrr, grausig!!
@ Marcie, @ Philidor, Kommt euch das bekannt vor aus den Klavierkonzerten? Falls ja, dann nehm' ich wohl besser Abstand vom erwähnten Capriccio-Set.
Die Darbietungen sind untadelig. Das Orchester aus Rouse macht seine Sache sehr gut, es wird ein temperamentvolles & überzeugend Plädoyer für diese Musik abgelegt. Der Klang ist weiträumig & klar.
Georgi Badev als Solist legt ein stupendes Zeugnis seiner Virtuosität ab - besonders im 3, Satz erhält er hierzu die Gelegenheit. Der beschriebene Leinwand-Kitsch tritt hier zeitweise wohltuend in den Hintergrund. Auch für das Orchester schreibt Vladigerov durchaus reizvoll & lohnend. Allein der Stil ist hier halt leider zum Abgewöhnen. Auch in dieser älteren Einspielung ist die Klangqualität immerhin gehobener Durchschnitt, die Balance ist ideal. Mein Exemplar hat auf der 2. Seite jedoch wenige kurze Übersteuerungen.
Nebenbei bemerkt: sowohl die "Bulgarische" als auch die "Vardar"- Rhapsodie tragen die Opuszahl 16. Es sind beides eigene Bearbeitungen eines Originals für Geige & Klavier.
Marcie (21.09.2020, 00:31): @Sfantu
Ich kann dazu eigentlich noch garnichts entäußern, da ich bisher lediglich das erste Klavierkonzert gehört habe und es so scheußlich fand, dass ich keine Lust hatte, weiter zu hören.
Das wirkt auf mich eher matt im Vergleich mit den im Wortsinne glänzenden Mahler-Einspielungen dieses Gespanns.
Philidor (21.09.2020, 08:42): Kommt euch das bekannt vor aus den Klavierkonzerten? Falls ja, dann nehm' ich wohl besser Abstand vom erwähnten Capriccio-Set. Hallo Sfantu,
das zweite und vierte Klavierkonzert fand ich in jedem Falle auf der von Dir genannten Spaß-Seite! Das erste hat seine Untiefen, durchaus. - Die Violinkonzerte wollte ich mir nochmal vornehmen, da gibt es eine jüngere Aufnahme.
Und, ja, durch Digitalisierung und Globalisierung sind die Chancen, nochmal auf ein unentdecktes Genie zu stoßen, welches älter als 100 Jahre ist und von dem bereits Aufnahmen vorliegen, mMn ziemlich gering geworden. Wenn es da einen Vladigerov gibt, der einigen Hörern stellenweise Spaß macht, dann gibt es vermutlich Stellen, bei denen andere Hörer sich eher abwenden. So isses. Leider.
Hier wieder historische Aufführungspraxis:
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 8 D 944 ("Große C-Dur")
Berliner Philharmoniker Wilhelm Furtwängler Live Alte Philharmonie 8. Dezember 1942
Gefällt mir besser als die Studioaufnahme aus den 1950er Jahren. Das darf man aber getrost als gepflegtes Forenallgemeinwissen bezeichnen. ;)
Gruß Philidor
:hello
Philidor (21.09.2020, 10:20): Das Beste kommt zum Schluss.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Cleveland Orchestra Christoph von Dohnányi
Da schau her! Eine ziemlich straffe Darstellung der ersten drei Sätze wird von einer großartig gespielten Passacaglia gekrönt. Auf den ersten Lausch ist dies mit Abstand die am besten gelungene Sinfonie in diesem Zyklus.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (21.09.2020, 10:59): Gustav Holst - Egdon Heath, Op. 47 London Philharmonic Orchestra, Sir Adrian Boult
Gustav Holst - The perfect Fool, Op. 39 1. Introduction - Dance of Spirits of Earth 2. Dance of Spirits of Water 3. Dance of Spirits of Fire
von derselben CD - auch LPO / Boult.
tapeesa (21.09.2020, 12:29): Gustav Holst: The Cloud Messenger, op. 30; H. 111, chamber version arr. Joseph Fort (Caitlin Goreing, Alt) 5 Partsongs The Choir of King's College London The Strand Ensemble, Joseph Fort
Libretto "The Cloud Messenger": Kālidāsa "Meghadūta" (Wolkenbote) aus dem Sanskrit übersetzt von Gustav Holst
Philidor (21.09.2020, 12:35): Hier wieder op. 90.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
London Philharmonic Orchestra Eugen Jochum
Sehr schöne Mainstream-Aufnahme. im FInale geht ganz schön die Post ab ... ja, bis zum verlöschenden Schluss, der großartig gelungen ist, bestens mit dem Vorhergehenden verbunden.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (21.09.2020, 14:22): Mal was anderes von Brahms ...
Johannes Brahms: Variationen über ein Thema von Joseph Haydn op. 56a
Berliner Philharmoniker Claudio Abbado
Gruß Philidor
:hello
Philidor (21.09.2020, 15:14): Ich blieb beim Thema.
Max Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132
Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks Sir Colin Davis
Gruß Philidor
:hello
Philidor (21.09.2020, 15:55): Variatio delectat.
Arnold Schönberg: Variationen für Orchester op. 31
Philidor (21.09.2020, 17:22): Der Komponist bezeichnete dieses Werk als "Kaffeehausmusik".
Witold Lutosławski: Variationen über ein Thema von Paganini
für Klavier und Orchester
Bernd Glemser, Klavier Polnisches RSO Antoni Wit
Gruß Philidor
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Amonasro (21.09.2020, 18:05):
Claude Debussy: Préludes, Livre II
Krystian Zimerman (Klavier)
Gruß Amonasro
Philidor (21.09.2020, 19:18): Aus der Hand des freundlichen Boten in den Player ...
Claudio Monteverdi: Vespro della Beata Vergine
Ann Monoyios, Marinella Pennicchi, Sopran Michael Chance, Kontratenor Mark Tucker, Nigel Robson, Sandro Naglia, Tenor Bryn Terfel, Alastair Miles, Bass
The Monteverdi Choir The London Oratorio Junior Choir His Majesties Sagbutts & Cornetts The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner
Live-Aufnahme Basilika St. Marco zu Venedig
Die DVD ist akustisch identisch mit der bei DG erschienen Doppel-CD. Das heißt, nicht ganz, denn auf der CD gibt es auch das Magnificat II (a sei voci), welches in London aufgenommen wurde. Als Ausgleich gibt es einen Bonus-Track auf der DVD, in welchem Gardiner über Monteverdi und die Vesper spricht.
Ganz interessant, mal die räumliche Verteilung der Sänger und Instrumentalisten in der Kirche zu sehen.
Die Bildqualität ist nicht besonders gut, auch nicht für eine DVD.
Ich muss mir mal die "Selva morale ..." wieder vornehmen ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (21.09.2020, 20:04): Nun das Letzte in der Reihe.
Pancho Vladigerov: Klavierkonzert Nr. 5 D-Dur op. 58
Pancho Vladigerov, Klavier Bulgarian National Radio Symphony Orchestra Alexander Vladigerov
Habe eine Idee, was Sfantu mit den "Leinwand-Klischess" meint ... ja, das gibt's im fünften Konzert. Ich empfehle das zweite Konzert als Gegengift.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (22.09.2020, 06:36): Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquartett Nr. 17 G-Dur KV 387
Griller Quartet
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (22.09.2020, 12:37): Edit: das landete im falschen Faden...
Philidor (22.09.2020, 14:00): Weiter mit dem Finnen.
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 3 C-Dur op. 52
Helsinki Philharmonic Orchestra Leif Segerstam
Gruß Philidor
:hello
Philidor (22.09.2020, 15:42): Noch'n Orpheus. Fehlt noch Offenbach.
Christoph Willibald Gluck: Orphée et Euridice (Berlioz-Fassung von 1859)
Orphée - Anne Sofie von Otter Eurydice - Barbara Hendricks L'Amour - Brigitte Fournier
Monteverdi Choir Orchestre de l'Opéra de Lyon
John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (22.09.2020, 17:40): In einem Faden dieses Forums wurde freundlicherweise auf diese Aufnahmen hingewiesen:
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Anima Eterna Jos van Immerseel
Danke für den Hinweis - fand ich sehr hörenswert!
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (22.09.2020, 18:51):
Claudio Monteverdi: Vespro della Beata vergine
Roberta Invernizzi, Monica Piccinini, Anna Simboli (Sopran) Sara Mingardo, Francesco Ghelardini (Alt) Vincenzo Di Donato, Luca Dordolo, Gianluca Ferrarini (Tenor) Pietro Spagnoli, Furio Zanasi (Bariton) Antonio Abete, Daniele Carnovich (Bass)
Concerto Italiano, Rinaldo Alessandrini
Gruß Amonasro
Philidor (22.09.2020, 19:33): Ja, die Alessandrini-Aufnahme ... hochgeschätzt bei Kennern des Werkes, darunter der legendäre Tschabredenki ... hier nochmals Gluck mit Gardiner.
Christoph Willibald Gluck: Orphée et Eurydice (Berlioz-Fassung)
Philidor (23.09.2020, 08:45): Made my day Na ja, ist ja nur mit zwei "h", nicht mit drei ... es gibt Lustigeres, auch bei Künstlernamen, aber ... no jokes with names.
Hier ein doppelter Haydn.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 88 G-Dur
Philharmonia Orchestra Otto Klemperer
Berliner Philharmoniker Wilhelm Furtwängler
Gruß Philidor
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Marcie (23.09.2020, 09:41): no jokes with names. In diesem Fall doch, unbedingt sogar!!! :rofl
Freu Dich doch einfach, dass ausnahmsweise mal irgendjemand hier einen Deiner täglich millionenfach in die Luft entäußerten Beiträge überhaupt gelesen hat! :sleeping:
Philidor (23.09.2020, 10:11): Freu Dich doch einfach, dass ausnahmsweise mal irgendjemand hier einen Deiner täglich millionenfach in die Luft entäußerten Beiträge überhaupt gelesen hat! :D Aber klar ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (23.09.2020, 19:25): Nach zwei Akten zum Thema "AN singt AN" (am Beispiel der MET-Lucia di Lammermoor) habe ich lieber hiermit weitergemacht:
Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 4 C-Dur hr-Sinfonieorchester Paavo Järvi
Wirklich nicht schlecht. Eher sachlich. Schöne Ergänzung zur Mehta-Aufnahme.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (23.09.2020, 21:27): C. Ph. E. Bach - Flötenkonzerte Eckart Haupt Kammerorchester "Carl Philipp Emanuel Bach", Hartmut Haenchen
Der niederländische Dokumentarfilm über Hartmut Haenchens Leben "Der Himmel über Dresden" - "De hemel boven Dresden" (Paul Cohen und Martijn van Haale) ist vorgemerkt.
Amonasro (23.09.2020, 23:15):
Johann Sebastian Bach: Cello-Suiten Nr. 1-6
Heinrich Schiff
Gruß Amonasro
Philidor (24.09.2020, 06:49): Tempi passati - aber wie schööön ist das denn ... ?
Wolfgang Amadé Mozart
Violinkonzert Nr. 1 B-Dur KV 207 Violinkonzert Nr. 2 D-Dur KV 211
Josef Suk, Violine und Leitung Prager Kammerorchester
Gruß Philidor
:hello
Philidor (24.09.2020, 17:59): Trostlos.
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 4 a-Moll op. 63
Helsinki Philharmonic Orchestra Leif Segerstam
Gruß Philidor
:hello
Philidor (24.09.2020, 19:26): Gestern und heute gehört und gesehen:
Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor
Lord Enrico Ashton - Mariusz Kwiecien Miss Lucia - Anna Netrebko Sir Edgardo di Ravenswood - Piotr Beczala Lord Arturo Bucklaw - Colin Lee Raimondo Bidebent - Ildar Abdrazakov Alisa - Michaela Martens Normanno - Michael Myersvom
The Metropolitan Opera Chorus and Orchestra
Marco Armiliato
Ich hatte es schon mal gesagt: Ich finde das Wort-Ton-Verhältnis bei Donizetto bisweilen höchst fragwürdig. Nachdem Raimondo der Hochzeitsgesellschaft den Mord berichtet hat, erklingt ein völlig harmloser, gelöster, verhalten freudiger Chor, der genauso von den Freuden der Liebe singen könnte. Nicht mein Ding.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (24.09.2020, 20:21):
Philidor (25.09.2020, 07:42): Mozart aus England.
Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur ("Jupiter") KV 551
Royal Philharmonic Orchestra Sir Thomas Beecham
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (25.09.2020, 11:11): Giovanni Gabrieli - Canzoni et Sonate Consort Fontegara, René Clemencic
Philidor (25.09.2020, 12:52): Ich mache mal auf dieser Baustelle weiter:
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
NDR SO Günter Wand
Ja, die hochgelobte Wand-Aufnahme ... Tempovariationen halten sich in engen Grenzen. Es klingt sachlich, aber nicht lieblos. Die Modifikationen halten sich halt in engerem Rahmen als bei traditionelleren Aufnahmen. Und das Ganze ist ziemlich durchsichtig.
Ziemlich zügig kommt der dritte Satz daher.
MItte der 1980er war der Ansatz wohl neu und frisch, das mag die Reputation der Aufnahme zumindest teilweise erklären. Ansonsten gibt es heute eine Menge Aufnahmen mit ähnlicher Anmutung, z. B. kam Dohnányis Serie kurz hinterher. Ob Wand da noch eine herausragende Stelle einnimmt, wenn man die EInspielungen nicht vor dem Hintergrund von Furtwängler, Klemperer, Walter, Karajan und Bernstein hört, sondern vor dem Hintergrund von Norrington, Mackerras, Harnoncourt, Gardiner und Järvi?
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.09.2020, 14:59): Es wird Herbst.
Johannes Brahms: Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2
Amadeus-Quartett
So was von fett im Ton - nee, war gar nicht mein Ding ...
Gruß Philidor
:hello
Amadé (25.09.2020, 15:55): Bei vielen Plattenliebhabern galt diese Interpretationshaltung, gerade hier bei Brahms, im letzten Jahrhundert als zumindest angemessen. Man kannte auf LP wenig Konkurrenz, die amerikanischen Quartette (Budapest und Juilliard) waren den meisten kaum bekannt, die La Salles rückten ins Bewusstsein, als Amadeus abtrat.
Gruß Amadé
Philidor (25.09.2020, 16:20): Nun die erste CD aus dieser wunderbaren Box.
Monteverdi: Selva morale e spirituale
(Auszüge, darunter - Messa a 4 da capella - Messa concertata)
Ensemble Elyma Gabriel Garrido
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.09.2020, 16:22): Bei vielen Plattenliebhabern galt diese Interpretationshaltung, gerade hier bei Brahms, im letzten Jahrhundert als zumindest angemessen. Man kannte auf LP wenig Konkurrenz, die amerikanischen Quartette (Budapest und Juilliard) waren den meisten kaum bekannt, die La Salles rückten ins Bewusstsein, als Amadeus abtrat. Ja, die Geschmäcker haben sich verändert! Die Julliard-Aufnahme würde mich in der Tat interessieren, mein Streaming-Dienstleister hat sie leider nicht im Angebot. Mal schauen ...
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (25.09.2020, 18:26): Glogauer Liederbuch - die nacht die wil verbergen sich Geistliche und weltliche Musik der Spätgotik aus Schlesien im Jahreslauf Clemencic Consort, René Clemencic
Kurz nachdem ich ins Forum kam, bin ich auf diese Aufnahme: Das Glogauer Liederbuch (The Glogau Song Book). Songs, Comic Tales and Tails. Sabine Lutzenberger (Sopran), Martin Hummel (Bariton), Marc Lewon (Laute, Leitung), Ensemble Dulce Melos, aufmerksam geworden und hatte mir die CD auch gekauft. Die Aufnahme des Clemencic Consort ist eine schöne Entdeckung. Werde mich mehr mit beiden beschäftigen.
Amonasro (25.09.2020, 19:31): Ich hatte es schon mal gesagt: Ich finde das Wort-Ton-Verhältnis bei Donizetto bisweilen höchst fragwürdig. Nachdem Raimondo der Hochzeitsgesellschaft den Mord berichtet hat, erklingt ein völlig harmloser, gelöster, verhalten freudiger Chor, der genauso von den Freuden der Liebe singen könnte. Nicht mein Ding. Mein Eindruck ist bei Donizetti ehrlich gesagt ein anderer: verglichen mit Bellini, Mercadante, etc. scheint mir seine Musik oft der dramatischen Situation angemessener (z. B. im Duett Enrico/Lucia. Zugegeben: das gilt bei weitem nicht für jede Musiknummer. Als freudig habe ich die genannte Stelle aber nie empfunden. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist der Schluss mit Chor von Raimondos Erzählung als Gebet, Bitte um Gnade gedacht; sodass Donizetti hier vielleicht bewusst eher einen hoffnungsvollen Ton anschlagen wollte, um einen größtmöglichen Kontrast zu Lucias folgendem blutverschmierten Auftritt herzustellen. Möglicherweise lohnt der Vergleich mit der Behandlung einer sehr ähnlichen Situation in Bellinis I puritani: In der Arie Cinta di fiori, die ebenfalls einer Wahnsinnsszene vorausgeht, schildert der Bass ebenfalls dem um ihn versammelten Chor den Wahnsinn der Protagonistin. Raimondos Erzählung finde ich im Vergleich weniger generisch und der schrecklichen Situation angemessener.
Heute:
Giuseppe Verdi/Arrigo Boito: Otello
Otello - Mario Del Monaco Desdemona - Renata Tebaldi Jago - Aldo Protti Cassio - Nello Romanato Emilia - Ana Raquel Satre Lodovico - Fernando Corena Montano - Tom Krause Roderigo - Athos Cesarini Un araldo - Libero Arbace
Wiener Staatsopernchor, Wiener Kinderchor Wiener Philharmoniker, Herbert von Karajan
Gruß Amonasro
Philidor (25.09.2020, 22:09): Bin auf Mozart-Wolke 7 ... ist es nicht eine der genialsten Opern überhaupt?
Wolfgang Amadé Mozart: Le Nozze di Figaro KV 492
Il Conte di Almaviva - Rodney Gilfry La Contessa di Almaviva - Hillevi Martinpelto Susanna - Alison Hagley Figaro - Bryn Terfel Cherubino - Pamela Helen Stephen Marcellina - Susan McCulloch Bartolo - Carlos Feller Basilio/Don Curzio - Francis Egerton Antonia - Julian Clarkson Barbarina - Constanze Backes
The Monteverdi Choir The English Baroque Soloists
John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (26.09.2020, 07:38): Mein Eindruck ist bei Donizetti ehrlich gesagt ein anderer: verglichen mit Bellini, Mercadante, etc. scheint mir seine Musik oft der dramatischen Situation angemessener (z. B. im Duett Enrico/Lucia. Mercadante kenne ich bisher nur dem Namen nach, Bellini habe ich lange nicht mehr gehört. Aber den beschriebenen Eindruck des Auseinanderfallens von dramatischer Höhe des Textes und dramatischer Höhe der Musik ist mir auch in der Anna Bolena aufgefallen. Das hat schon Gluck anders behandelt (mit der Ausnahme, die hier tatsächlich die Regel bestätigt, der C-Dur-Arie nach Eurydices zweitem Tod).
Als freudig habe ich die genannte Stelle aber nie empfunden. Das habe ich schlecht formuliert. Aber wenn der Text die Freuden der Ehe besingen würde, wäre die Musik nicht unpassend. Möglicherweise lohnt der Vergleich mit der Behandlung einer sehr ähnlichen Situation in Bellinis I puritani: Mal schauen. vielleicht greife ich nahc dem Donizetti-Streifzug auch noch zu Bellini. Danke jedenfalls für die Anregungen, mal wieder nach dieser Epoche zu schauen!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (26.09.2020, 07:41): Hier noch eine Kugel Mozart.
Wolfgang Amadé Mozart: Violinkonzert Nr. 3 G-Dur KV 216
Josef Suk, Violine und Leitung Prager Kammerorchester
Hammer. Ok, völlig veralteter Mozartstil, aber darin sowas von sicher und in sich stimmig.
Gruß Philidor
:hello
palestrina (26.09.2020, 09:17):
Mercadante kenne ich bisher nur dem Namen nach Lieber Philidor, das solltest du schleunigst ändern ;) !
LG palestrina
Philidor (26.09.2020, 09:56): Lieber Philidor, das solltest du schleunigst ändern ! Lieber Palestrina,
mal schauen ... beim Suchen am Urwaldfluss nach "Mercadante" stieß ich auf seine Flötenkonzerte, und da fiel mir ein, dass ich vor knapp 30 Jahren mal eine befreundete Flötistin beim einen oder anderen Satz daraus als Fortist begleitete ... aber wenn überhaupt, dann würde ich erst einmal zu Bellini greifen, mit dem ich mich gefühlt vor über 20 Jahren zum letzten Mal auseinandergesetzt habe ... ich weiß noch, wo ich wohnte, als die "Sonnambula" und die "Puritani", beide mit Sutherland, Pavarotti und Ghiaurov, bei mir einflatterten ... außerdem kommen hier gerade täglich neue Opern-DVDs und -Blu-rays an, so dass ich gar keine Zeit für Mercadante habe ... der Tag ist zu kurz. ;(
Hier nach dem hinreißenden ersten Akt aus Händels "Giulio Cesare" aus Glyndebourne in der Inszenierung von David McVicar mit William Christie am Pult und einer noch hinreißenderen Danielle de Niese als Cleopatra (gestern eingetroffen) Musik aus dem Strom:
Richard Strauss
Don Juan op. 20 Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28
NDR Elbphilharmonie Orchester Krzysztof Urbański
Gruß Philidor
:hello
Philidor (26.09.2020, 15:38): Nun der zweite und dritte Akt.
Georg Friedrich Händel: Giulio Cesare in Egitto
Giulio Cesare - Sarah Connolly Curio - Alexander Ashworth Cornelia - Patricia Bardon Sesto - Angelika Kirchschlager Cleopatra - Danielle de Niese Nireno - Rachid Ben Abdesdam Tolomeo - Christophe Dumaux Achilla - Christopher Maltman
Orchestra of the Age of Enlightenment The Glyndebourne Chorus
Philidor (26.09.2020, 17:25): Weiter mit dieser Box.
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 5 Es-Dur op. 82
Helsinki Philharmonic Orchestra Leif Segerstam
Am Schluss für meine Ohren nicht ganz überzeugend in der Tempogestaltung.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (26.09.2020, 18:25): Nun ein sinfonischer Erstling.
Hans Rott
Vorspiel zu "Julius Cäsar" Sinfonie Nr. 1 E-Dur
Münchner Rundfunkorchester Sebastian Weigle
Gruß Philidor
:hello
Philidor (26.09.2020, 19:17): Hier schon mal zwei Kantaten zum morgigen 16. Sonntag nach Trinitatis.
Johann Sebastian Bach
"Komm, du süße Todesstunde" BWV 161 "Christus, der ist mein Leben" BWV 95
Robin Tyson, Mark Padmore (BWV 161) Katharine Fuge, Mark Padmore, Thomas Guthrie (BWV 95) The Monteverdi Choir The English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (26.09.2020, 21:51): Auch bei mir eine Barock-Oper:
Leonardo Vinci/Pietro Metastasio: Artaserse
Artaserse - Philippe Jaroussky Mandane - Max Emanuel Cenčić Artabano - Daniel Behle Arbace - Franco Fagioli Semira - Valer Barna-Sabadus Megabise - Yuriy Mynenko
Coro della Radiotelevisione svizzera Concerto Köln, Diego Fasolis
Gruß Amonasro
Philidor (27.09.2020, 06:50): Hier die beiden verbleibenden Kantaten zum heutigen 16. Sonntag nach Trinitatis. Perlen.
Johann Sebastian Bach
"Liebster Gott, wann werd ich sterben" BWV 8 "Wer weiß, wie nahe mir mein Ende" BWV 27
Katharine Fuge, Robin Tyson, Mark Padmore, Thomas Guthrie The Monteverdi Choir The English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (27.09.2020, 08:39): Nun wieder Mozart-Glück aus alten Zeiten.
Wolfgang Amadé Mozart: Violinkonzert Nr. 4 D-Dur KV 217
Josef Suk, Violine Prager Kammerorchester Libor Hlavácek
Gruß Philidor
:hello
Philidor (27.09.2020, 09:52): Weiter mit dieser Baustelle.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Berliner Philharmoniker Herbert von Karajan
Was soll man sagen? Berlin/HvK steht drauf, Berlin/HvK ist drin, was will man mehr. - Listeneintrag abgearbeitet.
Donna Lucrezia Borgia - Montserrat Caballé Don Alfonso - Ezio Flagello Gennaro - Alfredo Kraus Maffio Orsini - Shirley Verrett
RCA Opera Italiana Orchestra and Chorus
Jonel Perlea
Na! Für mich bis jetzt die musikalisch befriedigendste Donizetti-Oper! Nun werde ich der Maria Stuarda und dem Roberto Devereux wohl doch noch näher treten. Von der ersten gibt es eine wohl sehr gelungene DVD mit Joyce DiDonato von der Met, von Letzterer hat eine DVD mit Edita Gruberova aus München hohes Lob bekommen.
Ich freue mich, Ezio Flagello hier mal in einer gewichtigen Rolle zu hören. Ansonsten kannte ich ihn nur als Sparafucile oder Fra Melitone, wenn ich nichts übersehen habe. Und Montserrat Caballé ist in ihren frühen Aufnahmen freilich eine Klasse für sich. Alfredo Kraus und Shirley Verrett gehören bei mir ohnehin zu den fast kritiklos genossenen Sängern. Also vokal in meinen Ohren eine wunderbare Aufnahme. Ohne andere Aufnahmen zu kennen: Perlea scheint mir das Drama sehr wirkungsvoll zu entfalten.
Ach so ... L'Elisir d'amore und Don Pasquale kommen noch dran - aber das ist wohl ein anderes Genre.
Um doch noch zu meckern - mit dem Figaro von Freitag noch im Ohr, wirkt die dramatische Idee des von der Mutter wiedererkannten Sohnes freilich etwas abgegriffen. Und im Trovatore erscheint das Thema ja in abgewandelter Form wieder. Aber gut ...
Bei den DVDs der Lucrezia Borgia scheint es keine rundum gelungene zu geben, weder mit Sutherland noch mit Gruberova noch mit Fleming.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (27.09.2020, 15:43): Gabriela Lena Frank - Compadrazgo Sonata Andina, Sueños de Chambi: Snapshots for an Andean Album, Canto de Harawi: "Amadeoso", Tres Homenajes: Compadrazgo, Canto de la lunita Ensemble Meme
Philidor (27.09.2020, 16:13): Nun wieder ein sinfonischer Erstling.
Wilhelm Stenhammar: Sinfonie Nr. 1 F-Dur
Gothenburg Symphony Orchestra Neeme Järvi
Gruß Philidor
:hello
Philidor (27.09.2020, 16:50): Nun das dritte Werk dieser CD:
Richard Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30
NDR Elbphilharmonie Orchester Krzysztof Urbański
Gar nicht schlecht. Die Klangtechnik sorgt dafür, dass die orchestrale Wucht im Rahmen des Möglichen durchhörbar bleibt. Den Bogen des Werkes schlägt Urbański m. E. auf bemerkenswert gute Weise. Die bekannte Einleitung habe ich seit Karajan selig nicht mehr so würdig ausmusiziert gehört. In lichter besetzten Abschnitten erfreuen durchweg schön ausgehörte Farben. Und das Tanzlied samt Schluss war mir hier mal nicht hart an der Grenze von zu lang.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (27.09.2020, 17:10): Triumvirate
Gabriele Lena Frank: Compadrazgo I - IV David Finckel (cello), Wu Han (piano) Lera Auerbach: Fragile Solitudes for String Quartet and Orchestra "Shadowbox" The Borromeo String Quartet Joan Tower: Purple Rhapsody Paul Neubauer (viola)
ProMusica Chamber Orchestra, Timothy Russell
Philidor (27.09.2020, 17:55): Abschluss dieses Zyklus.
Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 6 op. 104 Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105
Helsinki Philharmonic Orchestra Leif Segerstam
Sehr starker Schluss dieses Zyklus. Beide Sinfonien haben mir in Segerstams Wiedergabe sehr gefallen.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (27.09.2020, 19:41): Ein Luzerner Mahler mit Abbado steht hier noch herum ...
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9 D-Dur
Lucerne Festival Orchestra Claudio Abbado
Gruß Philidor
:hello
Philidor (28.09.2020, 08:29): Leider schon das Letzte.
Wolfgang Amadé Mozart: Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 218
Josef Suk, Violine Prager Kammerorchester Libor Hlavácek
Gruß Philidor
:hello
Philidor (28.09.2020, 13:47): Weiter mit Mozart in historischer Aufführungspraxis ... weit weniger süßlich als bei Suk.
Wolfgang Amadé Mozart: Le nozze di Figaro KV 492
Figaro - Cesare Siepi Susanna - Nadine Conner Il conte di Almaviva - Giuseppe Valdengo La contessa di Almaviva - Victoria de los Angeles Cherubino - Mildred Miller Bartolo - Salvatore Baccaloni Marcellina - Jean Madeira Basilio - Alessio de Paolis Antonio - Lawrence Davidson Barbarina - Roberta Peters Don Curzio - Gabor Carelli
Orchestra and Chorus of the Metropolitan Opera House Fritz Reiner
Met live 1. März 1952
Keine Lieblingsaufnahme, aber mit viel Hörenswertem. Immerhin sind ein Don Giovanni, ein Falstaff, eine Carmen, eine Erda und eine Königin der Nacht am Start, und Reiner dirigierte mit straffer Hand.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (28.09.2020, 14:01): Na! Für mich bis jetzt die musikalisch befriedigendste Donizetti-Oper! Nun werde ich der Maria Stuarda und dem Roberto Devereux wohl doch noch näher treten. Von der ersten gibt es eine wohl sehr gelungene DVD mit Joyce DiDonato von der Met, von Letzterer hat eine DVD mit Edita Gruberova aus München hohes Lob bekommen.
Ich freue mich, Ezio Flagello hier mal in einer gewichtigen Rolle zu hören. Ansonsten kannte ich ihn nur als Sparafucile oder Fra Melitone, wenn ich nichts übersehen habe. Und Montserrat Caballé ist in ihren frühen Aufnahmen freilich eine Klasse für sich. Alfredo Kraus und Shirley Verrett gehören bei mir ohnehin zu den fast kritiklos genossenen Sängern. Also vokal in meinen Ohren eine wunderbare Aufnahme. Ohne andere Aufnahmen zu kennen: Perlea scheint mir das Drama sehr wirkungsvoll zu entfalten.
Ach so ... L'Elisir d'amore und Don Pasquale kommen noch dran - aber das ist wohl ein anderes Genre.
Um doch noch zu meckern - mit dem Figaro von Freitag noch im Ohr, wirkt die dramatische Idee des von der Mutter wiedererkannten Sohnes freilich etwas abgegriffen. Und im Trovatore erscheint das Thema ja in abgewandelter Form wieder. Aber gut ... Die Lucrezia zählt auch zu meinen Donizetti-Favoriten. (Apropos: auch La favorite gefällt mir sehr und wäre sicher einen Versuch wert, zumal mir in der französischen Fassung die von dir gewünschte Stimmigkeit von Text und Musik gegeben scheint.)
Ezio Flagellos Alfonso passt deutlich besser zur Rolle als der eher baritonale Ingvar Wixell in der Konkurrenz-Aufnahme unter Bonynge, die mir dennoch sehr gut gefällt (z. B. klingt Horne androgyner als Verrett). Flagello ist auch ein sehr guter Silva, Wurm, Giorgio Valton, etc.
Bei der Handlung der Lucrezia stört mich weniger die Thematik als die fehlende Logik: Es gibt keinen Grund, wieso Lucrezia Alfonso nicht offenbart, dass Gennaro ihr Sohn ist, und so sein Leben aufs Spiel setzt.
Philidor (28.09.2020, 17:27): auch La favorite gefällt mir sehr und wäre sicher einen Versuch wert, zumal mir in der französischen Fassung die von dir gewünschte Stimmigkeit von Text und Musik gegeben scheint. Danke für den Tipp! Kommt auf die Liste ... Bellini muss warten. Flagello ist auch ein sehr guter Silva, Wurm, Giorgio Valton, etc. Tatsächlich steht der Schippers-Ernani hier im Regal, den hatte ich übersehen. Ist aber auch kein Kern-Hörrepertoire von mir. Und die Luisa Miller fehlt gleich ganz, wie ich gerade feststellte. Da gibt es hier nur die Transskriptionen einiger Nummern für Streichquartett von Emanuele Muzio mit dem Hagen-Quartett. Da muss wohl die Cleva- oder die Maag-Aufnahme herbei ... Bei der Handlung der Lucrezia stört mich weniger die Thematik als die fehlende Logik: Es gibt keinen Grund, wieso Lucrezia Alfonso nicht offenbart, dass Gennaro ihr Sohn ist, und so sein Leben aufs Spiel setzt. Da hast Du natürlich vollkommen recht ... ist mir noch gar nicht aufgefallen. Die Met-Maria Stuarda kann ich empfehlen. Danke! Ist bestellt.
Es hat sich gelohnt, diese Aufnahme ziemlich ans Ende dieses Hördurchgangs zu stellen. Großartig. Wer an die Bruckner-Tempi des späten Celi denkt, liegt völlig falsch: Nach 9:13 ist der Kopfsatz vorbei, und Du sitzt im Sofa, gepresst an die Rückenlehne von der Wucht und dem Schwung, die Celi hier entfesselte. Das wirklich mal "con brio"!
Schön ausgeleuchtete Binnensätze. Der dritte Satz mal wirklich "Poco allegretto" statt "Andante sostenuto". Das Finale ("Allegro") hat nicht ganz so viel Drive wie der Kopfsatz und überzeugt mich mit einem feinen Übergang in den Schluss.
Unterm Strich ist das für mich eine der besseren Aufnahmen von op. 90.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (28.09.2020, 20:06): Nach dem ersten Akt des Furtwängler-Don Giovanni auf DVD gab es nach Rott und Stenhammar noch einen weiteren sinfonischen Erstling.
Sinn und Zweck ist es, meine bösen Worte zur geringeren Attraktivität von Franz Schmidts erster Sinfonie durch diese anderen Erstversuche zu überprüfen.
Bei Beethoven, Brahms, Tschaikowsky, Sibelius, Mahler, Schostakowitsch u. a. ist die Qualität der ersten wohl außerhalb jeder Diskussion, bei Schumann, Mendelssohn und Bruckner ist die erste halt nicht wirklich die erste. Bei Franz Schmidt kann man m. E. drüber reden, aber dann ist halt rechts und links zu schauen, was es sonst noch so gab.
Hugo Alfvén: Sinfonie Nr. 1 f-Moll op. 7
Royal Stockholm Philharmonic Orchestra Neeme Järvi
Nehme ich, wie die Erstlinge von Rott und Stenhammar auch, als außerhalb der Diskussion wahr.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (28.09.2020, 22:29): Nun ein wenig Mendelssohn der fetzigen Art.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 11
Heidelberger Sinfoniker Thomas Fey
Kammerakademie Potsdam Antonello Manacorda
Bezüglich Fetzigkeit nehmen sich die beiden Aufnahmen nix. Beide Dirigenten wissen, wie sie der Musik am Phrasenende noch einen Extrakick mitgeben, um das Geschehen schön in Fahrt zu halten, und achten auch bei Nebenstimmen auf ausgefeilteste Artikulation, um die Ereignisdichte zu befeuern.
Mir persönlich gefällt das dunklere Timbre der Potsdamer etwas besser als das ganz auf agile Drahtigkeit herausgeputzte Spiel der Heidelberger. Auch nehmen sich die Brandenburger im langsamen Satz mehr Zeit, um die schönen Bögen der Musik "mit Bauch" auszuspielen, was ich hier sehr mag. (5:56 vs. 7:36)
Aber das sind wohl individuelle Vorlieben, und ich meine, man wird mit beiden Aufnahmen ausgezeichnet bedient, wesentlich besser als in pauschaleren Zugängen älteren Datums (insbes. HvK).
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.09.2020, 08:20): Hier Mozart der feinen Art.
Wolfgang Amadé Mozart
Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur KV 488 Klavierkonzert Nr. 24 c-Moll KV 491
Robert Casadesus Columbia Symphony Orchestra (KV 488) Mitglieder des Cleveland Orchestra (KV 491) George Szell
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.09.2020, 09:24): Ich vertiefte den Blick auf die dunklen Wolken in KV 491. Passt heute zum Wetter.
Johannes Brahms
Alt-Rhapsodie op. 53 Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68
Christa Ludwig, Mezzosopran Philharmonia Orchestra Otto Klemperer
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.09.2020, 11:52): Jetzt:
Johann Sebastian Bach: Cembalo-Konzerte Nr. 1-3
The English Concert, Trevor Pinnock
Gruß Amonasro :hello Heute ist Michaelis-Tag. Bevor ich zu den Bach-Kantaten des Tages greife, ließ ich mich von Amonasros Bach-Pinnock-Audition inspirieren:
Johann Sebastian Bach
Konzert für vier Cembali, Streicher und B. c. a-Moll BWV 1065 Konzert für drei Cembali, Streicher und B. c. C-Dur BWV 1064 Konzert für drei Cembali, Streicher und B. c. d-Moll BWV 1063
Trevor Pinnock, Kenneth Gilbert, Lars Ulrik Mortensen, Nicholas Kraemer, Cembalo The English Concert Trevor Pinnock
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.09.2020, 13:57): Zum Michaelistag wird der Drache mit Pauken und Trompeten verjagt: (das hat nichts mit Satie zu tun ... ;) )
Johann Sebastian Bach
"Herr Gott, dich loben alle wir" BWV 130 "Es erhub sich ein Streit" BWV 19 "Man singet mit Freuden von Sieg" BWV 149 "Nun ist das Heil und die Kraft" BWV 50 (Fragment)
Malin Hartelius, Richard Wyn Roberts, James Gilchrist, Peter Harvey The Monteverdi Choir The English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.09.2020, 14:37): Der nächste sinfonische Erstling. Ich sehe schon, Franz Schmidt wird es schwer haben ...
Erkki Melartin: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 30/1 (1902)
Tampere Philharmonic Orchestra Leonid Grin
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.09.2020, 17:36): Hier nochmals Brahms 3.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Chicago Symphony Orchestra James Levine
Gruß Philidor
:hello
Marcie (29.09.2020, 19:16): Wieder laufen diese herrlichen Klavierkonzerte bei mir. Martinů ist für mich persönlich DIE Entdeckung 2020.
Philidor (29.09.2020, 19:29): Heute der zweite Akt.
Wolfgang Amadé Mozart: Don Giovanni KV 527
Don Giovanni - Cesare Siepi Commendatore - Deszö Ernster Donna Anna - Elisabeth Grümmer Don Ottavio - Anton Dermota Donna Elvira - Lisa della Casa Leporello - Otto Edelmann Zerlina - Erna Berger Masetto - Walter Berry
Chor der Wiener Staatsoper Wiener Philharmoniker
Wilhelm Furtwängler
Gefilmt im Rahmen der Salzburger Festspiele 1954
Inszenierung hin oder her - die sängerische Qualität macht eben doch 60 % einer Opern-DVD aus ...
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (29.09.2020, 19:52): Dmitri Shostakovich - Symphony No. 11 "The Year 1905" London Philharmonic Orchestra, Vladimir Jurowski
Philidor (30.09.2020, 08:11): Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett Nr. 2 c-Moll KV 406 (nach der Serenade c-Moll "Nachtmusique" KV 388)
Griller Quartet WIlliam Primrose, Viola
Gruß Philidor
:hello
Philidor (30.09.2020, 09:34): Und wieder Brahms.
Johannes Brahms: Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2
LaSalle Quartet
Fein! Sehr fein! Gefiel mehr wesentlich besser als die süffige Darstellung der Amadeus-Mannen.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (30.09.2020, 15:17): Und nochmals der kauzige Meister.
Johannes Brahms
Akademische Festouvertüre op. 80 Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Philharmonia Orchestra Otto Klemperer
Gruß Philidor
:hello
Philidor (30.09.2020, 15:54): Hinterher Warmlaufen für Janáček .
Leoš Janáček : Sinfonietta
Prague Radio Symphony Orchestra Tomáš Netopil
Gruß Philidor
:hello
Philidor (30.09.2020, 18:43): Erstbegegnung.
Leoš Janáček: Věc Makropulos
Emilia Marty - Anja Silja Albert Gregor - Kim Begley Baron Jaroslav Prus - Viktor Braun Dr. Kolenatý - Andrew Shore Vitek - Anthony Roden Kristina - Manuela Kriscak Janek Prus - Christopher Ventris Hauk-Sendorf - Robert Tear Zimmermädchen - Susan Gorton Maschinist - Henry Waddington
The Glyndebourne Chorus London Philharmonic Orchestra
Andrew Davis
Regie: Nikolaus Lehnhoff
Herodias warst du, und was noch? Gundryggia dort, Kundry hier: Hierher! Hierher denn!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (30.09.2020, 19:45): Hinterher noch ein wenig Mendelssohn. Auch, wenn noch nicht der 31. Oktober ist.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107 "Reformation"
Berliner Philharmoniker Lorin Maazel
Heidelberger Sinfoniker Thomas Fey
Maazels Aufnahme ist schon ne Nummer. Wie er den vierten Satz aus dem Flötensolo heraus startet, finde ich klasse. Würde ich gerne öfter so hören. - Fey hat es da eiliger, möchte eventuell schnell zu den Stellen gelangen, die er mit kratzbürstiger Art effektvoll wiedergeben kann. Leider fiel ihm zur Durchführung des Choralthemas nicht sonderlich viel ein. Nein, seligmachend finde ich seine Fünfte nicht. Da hat mir die Erste mit seinen Heidelberger Sinfonikern viel besser gefallen. Muss nachher wohl nochmal in Manacordas Aufnahme reinhören. Oder Gardiner. Oder Dohnányi. Oder sogar Abbado. Oder Nézet-Séguin, Manze und Heras-Casado. Das Feld ist bei der Reformations-Sinfonie schon gut bestellt ... Fey sehe ich da nicht vorne.
Gruß Philidor
Philidor (30.09.2020, 21:59): Jetzt nochmal mit den famosen Potsdamern.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107 "Reformation"
Kammerakademie Potsdam Antonello Manacorda
Jungs, Jung*innen und Mädels - also, diese Runde geht aus meiner Sicht klar nach Brandenburg ...
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (01.10.2020, 00:02):
Giuseppe Verdi/Joseph Méry/Camille du Locle: Don Carlo (fünfaktige italienische Fassung 1886)
Don Carlo - Rolando Villazón Elisabetta di Valois - Marina Poplavskaya Rodrigo Marchese di Posa - Simon Keenlyside La Principessa Eboli - Sonia Ganassi Filippo II. - Ferruccio Furlanetto Il Grande Inquisitore - Eric Halfvarson Carlo V. - Robert Lloyd Tebaldo - Pumeza Matshikiza Il Conte di Lerma/Un araldo reale - Nikola Matisic Una voce dal cielo - Anita Watson Inquisitor - Alexander d'Andrea
Royal Opera Chorus Orchestra of the Royal Opera House, Antonio Pappano
Regie: Nicholas Hytner
Diese Aufführung gefällt mir sehr gut. Die Sänger sind in guter Form; vor allem Furlanetto ist ein sängerisch wie schauspielerisch imposanter Filippo, aber auch Villazón überzeugt mit der für ihn typischen überdrehten Interpretation, die hier sehr gut passt. Lediglich den Großinquisitor würde ich mir etwas stimmgewaltiger wünschen. Das Regiekonzept ist weitestgehend konservativ mit schönen Kostümen. Die Bühne ist nie überladen, das Bühnenbild verbindet historisierende und abstrakte Elemente und ist überwiegend in dunklen Farben gehalten (abgesehen von den roten Gewändern in der Autodafé-Szene und des Großinquisitors). Die Inszenierung bemüht sich, die Figur des Carlos in den Vordergrund zu stellen: Bei den Szenenwechseln bleibt er als einziger auf der Bühne, dies ist erkennbar seine Geschichte, was ich für eine gute Idee halte, da der Fokus sonst häufig mehr auf den anderen Figuren liegt. Auch Carlos am Ende sterben zu lassen finde ich einen sinnvollen Einfall, da mir der Schluss mit dem (toten?) Kaiser sonst immer zu offen und unbefriedigend vorkommt.
Gruß Amonasro :hello
Philidor (01.10.2020, 07:06): Danke für die Worte zur Don-Carlo-DVD! Hier steht die exquisit besetzte DVD mit Levine aus der Met (Italienisch/5 Akte) und die hinreißende Konwitschny-Inszenierung der Urfassung an der Wiener Staatsoper. Da Don Carlo(s) einer meiner Favoriten bei Verdi ist, darf es gerne noch eine dritte werden ...
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett Nr. 3 C-Dur KV 515
Griller Quartet WIlliam Primrose, Viola
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.10.2020, 08:40): Hier wieder Brahms a-Moll.
Johannes Brahms: Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2
Melos-Quartett
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.10.2020, 13:02): Ups, da war noch eine im Regal ...
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Gewandhausorchester Riccardo Chailly
In den ersten drei Sätzen habe ich mich gefragt, was denn nun der unique selling point dieser Aufnahme sein mag. Flott, straff, gediegen, ja, das sind andere Aufnahmen aber auch ...
... bis zum letzten Satz: der kam dann mit einer schier umwerfenden Spielfreude um die Ecke, na ja, bis zum Beleuchtungswechsel freilich nur, und dann war der Schluss noch schön integriert. Fein!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.10.2020, 18:59): Heute die erste der beiden gluckschen Iffischeeniehen.
Christoph Willibald Gluck: Iphigénie en Aulide
Iphigénie – Véronique Gens Diane – Salomé Haller Agamemnon – Nicolas Testé Clytemnestre – Anne Sofie von Otter Achille – Frédéric Antoun Patrocle – Martijn Cornet Calchas – Christian Helmer Arcas – Laurent Alvaro
Chorus of De Nederlandse Opera Les Musiciens du Louvre Grenoble
Marc Minkowski
Ich muss die Atriden-Saga nochmal lesen … jedenfalls wird Klytämnestras Mord an Agamemnon (Elektra/Strauss) nachvollziehbarer, wenn Agamemnon zuvor ihre Tochter geopfert hat. Aber das Opfer findet qua last-minute-Intervention der Dea ex machina doch nicht statt?! – Mozarts Idomeneo ist ja auch irgendwie am Rande berührt. Und „Il ritorno d‘Ulisse“ … das Ganze ist ja noch komplizierter als der „Ring“.
Da sieht man mal, was ein Meisterwerk ist … aus dem, was Homer geschaffen (oder zumindest ordnend aufgeschrieben) hatte, brachen die Leichenfledderer im Nachgang ein gutes Dutzend Goldzähne, äh, Opern heraus.
Aber Iffischeeniehe im Sprengstoffgürtel eines Selbstmordattentäters ist schon sehenswert. Gut, dass Diana eingegriffen hat – was hätte die Atridin auch mit 72 Jungfrauen anfangen sollen? (Ähem - müsste Diana im Zusammenhang mit Ilias und Atriden nicht eher "Artemis" heißen ...?)
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.10.2020, 19:46): Hier noch ein sinfonischer Erstling.
Ture Rangström: Sinfonie Nr. 1 cis-Moll "August Stringberg in memoriam" (1914)
Norrköping Symphony Orchestra Michail Jurowski
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (01.10.2020, 19:46): Joan Tower
Amonasro (01.10.2020, 21:21):
Gioachino Rossini/Francesco Maria Berio Marchese di Salsa: Otello ossia Il moro di Venezia
Otello - John Osborn Desdemona - Cecilia Bartoli Elmiro - Peter Kálmán Rodrigo - Javier Camarena Jago - Edgardo Rocha Emilia - Liliana Nikiteanu Il Doge di Venezia - Nicola Pamio Un gondoliero - Ilker Arcayürek
Zurich Opera Supplementary Chorus Orchestra La Scintilla, Muhai Tang
Regie: Moshe Leiser & Patrice Caurier
Unter Rossinis ernsten Opern ist Otello eine der herausragenden, insbesondere wegen des packenden 3. Akts. Während einiges bei Rossini (auch das ein oder andere Stück in den ersten beiden Akten) wie Virtuosität als Selbstzweck erscheint, steht der 3. Akt ganz im Dienst des Dramas. Das Lied des Gondoliere, das Weidenlied und schließlich das mit einer Sturmmusik unterlegte Mord-Duett, das bereits auf Rigoletto vorausweist, sind die Höhepunkte der Oper. Bereits Meyerbeer äußerte sich euphorisch: "Der dritte Akt ist wirklich göttlich, und das Aussergewöhnliche daran ist, dass seine Schönheiten gar nicht nach Rossini klingen. Erstklassige Deklamationen, fortwährend leidenschaftliche Rezitative, geheimnisvolle Begleitungen voller Lokalkolorit und besonders der Stil alter Romanzen ist zu höchster Vollendung gebracht." Musikwissenschaftler Philip Gossett bezeichnet den Akt gar als "watershed between the worlds of eighteenth- and nineteenth-century Italian opera".
Das Orchester La Scintilla spielt auf historischen Instrumenten. Neben der sehr guten Besetzung der Hauptrollen mit John Osborn und Cecilia Bartoli, besticht diese Aufführung durch einen hervorragenden Rodrigo (Javier Camarena) und Jago (Edgardo Rocha). Keine andere der mir bekannten Aufnahmen wartet mit so überzeugenden Interpretationen aller drei großen Tenor-Rollen auf. Camarena singt den ersten Teil der Arie „Che ascolto? ahimè, che dici?“ trotz der hohen Lage sehr leise und mit einer Zartheit und Emotionalität, dass diese Arie ausnahmsweise nicht als bloße Bravourarie zur Demonstrierung der Virtuosität eines Sängers erscheint. Edgardo Rocha gelingt es nicht nur, das perfide und bedrohliche Jagos im Duett mit Otello glaubhaft zu machen, man nimmt ihm (auch unterstützt durch die Regie) außerhalb dieses Duetts die Rolle des geheimen Strippenziehers ab.
Die in der Gegenwart oder zumindest nicht sehr fernen Vergangenheit angesiedelte Inszenierung, betont vor allem einen Aspekt, nämlich die verglichen mit Shakespeare und Boito/Verdi deutlich aktivere und selbstbewusstere Figur der Desdemona, die sich gegen ihren Vater (beeindruckend gespielt von Peter Kálmán) auflehnt. Dies gelingt sehr gut und selbst die von der Regie völlig umgekrempelte Schlusszene des zweiten Akts (im Libretto eine Bitte um Verzeihung an den Vater, hier ein Akt der Rebellion gegen diesen) wirkt zu jeder Zeit stimmig. Abgesehen von ein paar weniger gelungenen Entscheidungen wie dem Wegfall des Hochzeitschors (stattdessen wird nur die Orchestereinleitung gespielt) und der knisternden Schallplatte, die die Harfenbegleitung zum Weidenlied liefert, eine gelungene und sehr empfehlenswerte Aufführung.
Gruß Amonasro :hello
Philidor (02.10.2020, 08:44): Gioachino Rossini/Francesco Maria Berio Marchese di Salsa: Otello ossia Il moro di VeneziaDanke für die Erinnerung an Rossini ... darin vertiefte ich mich vor etwa zwei Jahren ... hängengeblieben sind jenseits von Barbier und Tell vor allem Tancredi, Cenerentola und Semiramide ... das wäre auch mal wieder was.
Hier wieder Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett Nr. 4 g-Moll KV 516
Griller Quartet WIlliam Primrose, Viola
Gruß Philidor
:hello
Philidor (02.10.2020, 09:29): Heute mit den wunderbaren Italienern.
Johannes Brahms: Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2
Quartetto Italiano
Ich liebe das Brahms-Spiel des Ensembles. Die Musik klingt wie mit einem feinen Schleier überzogen, ein wenig unwirklich, nicht das letzte Geheimnis offenlegend.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (02.10.2020, 09:52):
Ludwig van Beethoven: Klaviersonaten Nr. 25, 24, 27 & 23
Tragische Ouvertüre op. 81 Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Philharmonia Orchestra Otto Klemperer
Gruß Philidor
:hello
Philidor (02.10.2020, 13:17): Hier eine Ratswechselkantate.
Johann Sebastian Bach: „Gott ist mein König“ BWV 71
Joanne Lunn, William Towers, Kobie van Rensburg, Peter Harvey The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (02.10.2020, 14:42): Noch zwei Ratswechselkantaten, leider nicht von Gardiner eingespielt.
Johann Sebastian Bach
"Preise, Jerusalem, den Herrn" BWV 119 "Gott, man lobt dich in der Stille zu Zion" BWV 120
Deborah York, Ingeborg Danz, Mark Padmore, Peter Kooy Collegium Vocale Gent Philippe Herreweghe
Gruß Philidor
:hello
Philidor (02.10.2020, 15:40): Weiter mit dieser feinen Box.
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 ("Eroica")
Anima Eterna Jos van Immerseel
Gruß Philidor
:hello
Philidor (02.10.2020, 18:10): Heute also die zweite gluckschen Iphigenie. Wer hätte gedacht, dass es noch eine Erkennungsszene des Orest in der Opern-Literatur gibt ...?
Christoph Willibald Gluck: Iphigénie en Tauride
Iphigénie – Mireille Delunsch Thoas - Laurent Alvaro Oreste - Jean-François Lapointe Pylade - Yann Beuron Diane – Salomé Haller Première Prêtresse - Simone Riksman Deuxième Prêtresse - Rosanne van Sandwijk Un Scythe - Peter Arink Un ministre du Sanctuaire - Harry Teeuwen
Chorus of De Nederlandse Opera Les Musiciens du Louvre Grenoble
Marc Minkowski
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (02.10.2020, 21:06):
Gioachino Rossini/Cesare Sterbini: Il barbiere di Siviglia
Figaro - Roberto Servile Rosina - Sonia Ganassi Il conte d'Almaviva - Ramon Vargas Don Bartolo - Angelo Romero Don Basilio - Franco de Grandis Berta - Ingrid Kertesi Fiorello - Kázmér Sárkány Ambrogio - László Orbán Un ufficiale - Ferencz Korpás
Hungarian Opera Chorus András Déri (Fortepiano), Béla Sztankovits (Gitarre) Failoni Chamber Orchestra Budapest, Will Humburg
Sehr ansprechende Aufnahme der vollständingen Oper (einschließlich Cessa di più resistere). Die Rezitative werden ungewöhnlich lebendig dargeboten und klingen nicht so gehetzt wie in anderen Aufnahmen. Dazu wurden viele der Regieanweisungen akustisch umgesetzt: Stimmen der Instrumente, wechselnde Geldbeutel, schlagende Türen, usw. Insbesondere letzteres wurde sehr virtuos in Szene gesetzt; die sehr verschiedenen klingenden Türen (wie leichte Boudoir-Tür, schwere Haustür) und die verschiedene "Handhabung" (zorniges Zuschlagen durch Bartolo, vorsichtiges Öffnen durch Rosina) erzeugen fast den Eindruck eines Hörspiels und ein sehr lebendiges Bild von Bartolos Haus.
Gruß Amonasro :hello
Philidor (03.10.2020, 08:08): Weiter mit Mendelssohn aus Heidelberg und anderswoher.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 "Italienische"
Orchestra of the Age of Enlightenment Sir Charles Mackerras
Heidelberger Sinfoniker Thomas Fey
Ok, es ist natürlich nicht nett, Feys Aufnahme nach einem klaren all-time-Favoriten für dieses herrliche Werk zu hören. Aber schon in den ersten Takten ist klar: Da fehlt es den wackeren kurpfälzer Bläsern an Biss und Präzision bei den Tonrepetitionen.
Überhaupt dachte ich nach der fulminanten ersten, die "italienische" würde Fey ausgezeichnet liegen. Doch manches klingt einfach unentschlossen. Wie gut hat doch Mackerras das Werk auf den Punkt (seinen Punkt) gebracht. Schade.
Aber dann das Finale - hier schlägt Fey wohl alle Temporekorde und knüpft an die Aufnahme der ersten an. Und bringt abermals die Bläser gleich zu Anfang an ihre Grenzen. Ok, das Finale ist ein unique selling point. Das hat vielleicht noch keiner so rasant riskiert. Hörenswert!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.10.2020, 09:17): Zum hohen Feiertage darf es auch etwas staatstragender sein - hier noch zwei Ratswechselkantaten. Beide nicht von Gardiner in seiner "Pilgrimage" berücksichtigt, also wohl auch nicht in der GA enthalten. Gut zu wissen ...
Johann Sebastian Bach
"Wir danken dir, Gott, wir danken dir" BWV 29
Hana Blažíková, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij Bach Collegium Japan Masaaki Suzuki
"Lobe den Herrn, meine Seele" BWV 69
Ruth Ziesak, Elisabeth von Magnus, Paul Agnew, Klaus Mertens The Amsterdam Baroque Orchestra & Choir Ton Koopman
Welche Freude, dem vergeistigten Musizieren Suzukis wieder zu begegnen ...!
Gruß Philidor
Philidor (03.10.2020, 14:42): Nun die dritte da-Ponte-Oper.
Wolfgang Amadé Mozart: Cosi fan tutte KV 588
Fiordiligi - Miah Persson Guglielmo - Luca Pisaroni Dorabella - Anke Vondung Ferrando - Topi Lehtipuu Don Alfonso - Nicolas Rivenq Despina - Ainhoa Garmendia
The Glyndebourne Chorus Orchestra of the Age of Enlightenment
Iván Fischer
Inszenierung: Nicolas Hynter
Ich werde noch zum Glyndebourne-Fan ... vor einiger Zeit eine großartige Lulu, neulich der hinreißende Giulio Cesare, jetzt diese in Gesang und Bühne sehr gelungene Cosi ... da sind wohl bald noch die Meistersinger fällig.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.10.2020, 15:53): Nun wieder ein sinfonischer Erstling.
Kurt Atterberg: Sinfonie Nr. 1 h-Moll op. 3 (1910)
hr-Sinfonieorchester Ari Rasilainen
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (03.10.2020, 16:23): Ich werde noch zum Glyndebourne-Fan ... vor einiger Zeit eine großartige Lulu, neulich der hinreißende Giulio Cesare, jetzt diese in Gesang und Bühne sehr gelungene Cosi ... da sind wohl bald noch die Meistersinger fällig.
Ich besitze bisher nur eine Glyndebourne-DVD: La Cenerentola, die mir sehr gut gefällt, auch wenn ich etwas häufiger zur Ponnelle-Verfilmung greife.
Jetzt auch mal wieder Mendelssohn:
Felix Mendelssohn Bartholdy:
Sinfonie Nr. 1 Die erste Walpurgisnacht
Horst Laubenthal Margarita Lilowa Tom Krause Alfred Sramek
Wiener Singverein Wiener Philharmoniker, Christoph von Dohnányi
Gruß Amonasro
Philidor (03.10.2020, 18:18): Diese musste noch sein.
Gaetano Donizetti: Lucrezia Borgia
Donna Lucrezia di Borgia - Joan Sutherland Don Alfonso - Ingvar Wixell Gennaro - Giacomo Aragall Orsini - Marilyn Horne
London Opera Chorus National Philharmonic Orchestra
Richard Bonynge
Ich stimme Amonasro zu - Wixell ist keine Konkurrenz für Ezio Flagello in diesen Aufnahmen. - Wenn ich nichts übersehen habe, höre ich hier Aragall zum ersten Mal. Warum eigentlich ...?
Insgesamt ziehe ich die Perlea-Aufnahme vor, auch wenn Bonynge, nicht ganz unangemessen für meine Ohren, mit leichterer Hand unterwegs ist. Variatio delectat.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.10.2020, 18:59): Hinterher Nachklänge zu Lucia di Lammermoor.
Arnold Schönberg: Pierrot lunaire op. 21
Christine Schäfer, Sprechstimme Ensemble InterContemporain Pierre Boulez
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.10.2020, 19:17): Noch ein Nachtschattenstück.
Pierre Boulez: Dialogue de l'ombre double für Klarinette und Tonband
Alain Damiens, Klarinette
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (03.10.2020, 21:18):
Giuseppe Verdi/Antonio Ghislanzoni: Aida
Aida - Leontyne Price Amneris - Rita Gorr Radamès - Jon Vickers Amonasro - Robert Merrill Ramfis - Giorgio Tozzi Il Re d'Egitto - Plinio Clabassi Un messaggero - Franco Ricciardi Una sacerdotessa - Mietta Sighele
Coro e Orchestra del Teatro dell'Opera di Roma, Sir Georg Solti
Gruß Amonasro
Philidor (03.10.2020, 22:34): Die Solti-Aida mit Leontyne Price ... ja, man könnte an so vielen Stellen weitermachen ...
... diese Scheibe wollte ich noch hören und sehen, und es hat sich sowas von gelohnt:
Christoph Willibald Gluck: Orfeo ed Euridice (Fassung Wien 1762)
Sehr gelungen. Zwar aufgenommen im barocken Opernhaus im Schloss zu Český Krumlov, dennoch hat die Aufnahme durch Einbeziehung von Stockwerken, die nicht zur Bühne gehören (Unterwelt/Elysium), auch die Anmutung eines Opernfilms.
Hier ein Appetitmacher: https://www.youtube.com/watch?v=2pJ0r19S-3g
(Ich hoffe, dass die Verlinkung statthaft ist ...)
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (03.10.2020, 23:26): Ohne die Initialzündungen hier käme ich aus meinem momentanen Hamsterrad barocker Concerti & Suiten von Telemann bis Fasch, Heinichen bis Graupner & Pisendel bis Schieferdecker kaum heraus.
Nun auch bei mir nach laaaaaanger Pause wieder der Sinfoniker Franz Schmidt. Ich beginne allerdings hinten & schreite dann zurück zum Anfang. Also liefen gestern & heute "meine" beiden Aufnahmen der Vierten.
Franz Schmidt - Sinfonie Nr. 4 C-dur
Beethoven Orchester Bonn - Stefan Blunier (CD, Dabringhaus & Grimm, 2010)
Allegro molto moderato - Passionato 16'53 Adagio - più lento - Adagio 12'19 Molto vivace 7'13 Tempo primo un poco sostenuto - Passionato - Tempo primo (Allegro molto moderato) 12'01
Detroit Symphony Orchestra - Neeme Järvi (CD, Chandos, 1996)
Allegro molto moderato 13'13 Adagio - più lento - Adagio 12'06 Molto vivace 7'37 Tempo primo un poco sostenuto - Passionato - Tempo primo (Allegro molto moderato) 9'16
Beide Aufnahmen schenken sich nicht viel hinsichtlich des Engagements, den Hörer für Schmidt zu begeistern. Da wäre ich vielleicht schon beim ersten Paradoxon: die Musik "begeistert" (oder neutraler formuliert: verfängt) sicher nicht bei Jeder & Jedem. Weite Passagen imaginieren bei mir ein lautloses Schweben (in etwa wie bei einer Ballonfahrt) über nebelgetrübten Abgründen zwischen bizarren Bergriesen - eine Mischung aus Majestät & Schrecken. Düstere Klänge, enormer Tiefgang, Grusel, Trauer, vielleicht schemenhafte Erinnerungen an Licht & Leidenschaft. Schmidt zeigt seinen Januskopf aus Nachromantik & etwas, das neu ist aber noch keinen Namen hat. Mir geht das extrem nahe & ich setze mich gern diesem seltsam heimeligen Nachtmahr aus.
Für eine kleine Gegenüberstellung ziehe ich den dritten Satz, das Quasi-Scherzo, heran. Warum? Weil ich ihn noch am ehesten beschreiben kann & er am überschaubarsten ist. Die Aufnahmequalität ist in beiden Fällen sehr gut bis exzellent (nicht umsonst haben wir es mit (im eigenen Selbstverständnis) audiophilen Labels zu tun). Schmidts Musik kommt das definitiv entgegen. Täuscht mich der Eindruck oder haben die Amerikaner einen dezenten Vorsprung, was die spieltechnische Klasse angeht? Falls ja, dann sind es allerdings keine himmelweiten Unterschiede. Auch finde ich, daß Järvi oft mehr aus dem Werk herausholt. Feindifferenzierte Dynamik, mehr Farbigkeit. Dann aber auch zwei Punkte für die Rheinländer: der Grundcharakter als Geschwindmarsch wird besser verdeutlicht, Die 2/2 werden dann, wenn der ground beat bei den tiefen Streichern liegt, markant herausgespielt, fast stampfend. Bei Järvi sind diese Stellen eher nivelliert. Die eiskalt über diesen zwar bizarren aber irgendwo auch gemütlichen Reigen hereinbrechende Apokalypse gegen Ende fegt bei Blunier beim ersten Hören schier vom Sitzmöbel während der Routinier Järvi eine Spur kalkulierter bleibt.
Mehr als sechs Minuten schneller (gemeint ist die gesamte Sinfonie) sind die Detroiter hier durch. Mehr Stofflichkeit hier, mehr Versenkung dort - beides hat seine Berechtigung, beides überzeugt auf eigene Art.
Philidor (04.10.2020, 07:55): Ohne die Initialzündungen hier käme ich aus meinem momentanen Hamsterrad barocker Concerti & Suiten von Telemann bis Fasch, Heinichen bis Graupner & Pisendel bis Schieferdecker kaum heraus. Na, dann lasse ich mich mal ebenso inspirieren und beginne den Tag mit Zelenka. Franz Schmidt kommt später, wieder beginnend mit der ersten.
Jan Dismas Zelenka: Concerto à 8 concertanti G-Dur ZWV 186
Das Neu-Eröffnete Orchestre Jürgen Sonnentheil
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.10.2020, 08:46): Hinterher nochmal op. 90 ... nicht von Brahms.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 ("Italienische")
Wiener Philharmoniker John Eliot Gardiner
Ich staune, zu welch leichtem und agilem Spiel Gardiner den Traditionsklangkörper der Wiener brachte. Macht riesig Spaß beim Hören, wenngleich ich bei dieser Musik eine kleinere Besetzung vorziehe. Präzision und Biss im Holz bei der Repetitionen des Beginns sind hier freilich - anders als bei den Heidelbergern - kein Problem. Kopfsatz in 10:13; Mackerras 10:24, Abbado 10:27, Manacorda 10:34, Harnoncourt 10:38. Karajan und Dohnányi spielen die WIederholung nicht. Fey schafft es in 09:57, aber da strauchelten halt die Holzbläser.
Und ab und zu blitzen eben doch die philharmonischen Klanggewohnheiten hervor, da erklingt eine Linie in der Streichern im satten Legato - na und. Im Gegenzug sind sie in der Lage, bei den entsprechenden Stellen qua Besetzung ganz schön Alarm zu machen.
Auch im Finale ist das eine reine Freude, da klappert nix. Auf den Punkt zusammen, und die Funken fliegen, ohne dass man Angst um die körperliche Unversehrtheit der Beteiligten haben müsste.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.10.2020, 09:47): Heute ist der 17. Sonntag nach Trinitatis.
Johann Sebastian Bach
"Bringet dem Herrn Ehre seines Namens" BWV 148 "Ach, lieben Christen, seid getrost" BWV 114 "Wer sich selbst erhöhet, der wird erniedriget werden" BWV 47
Frances Bourne, Mark Padmore (BWV 148) Katharine Fuge, Charles Humphries, Mark Padmore, Stephen Loges (BWV 114 und 47)
The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.10.2020, 12:53): Danke an Satie für die Erinnerung an Francisco Araizas 70. Geburtstag am heutigen Tage – diese Zauberflöte war erst für das nächste Wochenende vorgesehen, aber so … nun denn, schon heute dieser Klassiker:
Wolfgang Amadé Mozart: Die Zauberflöte KV 620
Sarastro – Kurt Moll Königin der Nacht – Edita Gruberová Pamina – Lucia Popp Tamino – Francisco Araiza Papageno – Wolfgang Brendel Papagena – Gudrun Sieber Sprecher – Jan-Hendrik Rootering Monostatos – Norbert Orth Drei Damen – Pamela Coburn, Daphne Evangelatos, Cornelia Wulkopf Drei Knaben – Cedric Rossdeutscher, Christian Immler, Stefan Bandemehr Zwei Geharnischte – Hermann Winkler, Karl Helm Priester – Kurt Böhme, Franz Klarwein, Gerhard Auer, David Thaw Sklaven – Peter Wagner, Roland Fröhlich, Abbas Maghfurian
Chor der Bayerischen Staatsoper Das Bayerische Staatsorchester
Wolfgang Sawallisch
Inszenierung und Regie: August Everding
Sexismus und Rassismus auf der Bühne. Unglaublich ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.10.2020, 15:23): Was für ein Spektakel ... ich habe Tränen gelacht ... diese Operette war eigentlich für heute gedacht, bevor sich die Zauberflöte qua Geburtstag dazwischengeschmuggelt hatte ... das hat ja schon Festspielcharakter an diesem Wochenende ... ein würdiger Nachfolger des erhabenen Meisterwerkes von Christoph Willibald Gluck einschließlich Zitat "che faro senza Euridice":
Orchestre et Choeur de l'Opéra National de Lyon Grenoble Chamber Orchestra
Marc Minkowski
Inszenierung und Regie: Laurent Pelly
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (04.10.2020, 18:04): "Feuer muss fressen, was Flamme gebar."
Franz Schreker: Irrelohe
Graf Heinrich - Michael Pabst Eva - Luana DeVol Lola - Eva Randová Peter - Monte Pederson Christobald - Heinz Zednik Der Förster/Anselmus - Goran Simić Der Pfarrer/Strahlbusch - Neven Belamarić Der Müller/Ratzekahl - Sebastian Holecek Fünkchen/Ein Lakai - Helmut Wildhaber
Wiener Singverein Wiener Symphoniker, Peter Gülke
Gruß Amonasro
Philidor (04.10.2020, 18:16): Hier noch einmal Brahms vom Feinsten.
Johannes Brahms
Variationen über ein Thema von Haydn op. 56a Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Philharmonia Orchestra Otto Klemperer
Einfach ein wahnsinnig gut gelungener Aufnahmezyklus.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.10.2020, 18:47): Nun noch ein Werk von der Hillborg-CD.
Anders Hillborg: Violinkonzert
Anna Lindal, Violine Swedish Radio Symphony Orchestra Esa-Pekka Salonen
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.10.2020, 19:44): Nun wieder Schmidts Erste.
Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 1 E-Dur
hr-Sinfonieorchester Paavo Järvi
Hmmm ... nach der Hörlektüre anderer sinfonischer Erstlinge aus dieser Zeit gefällt mir dieses Werk nicht besser ... besonders originell finde ich es nicht.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.10.2020, 12:11): Yeah.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 ("Italienische")
Kammerakademie Potsdam Antonello Manacorda
Mackerras' Geniestreich mit dem OAE aus dem Jahr 1987 behält die Nase vorn, aber die Potsdamer sind für mich nur knapp dahinter. Ansteckende Spielfreude, Energie, Drive, ohne zu überdrehen. Tolle Aufnahme.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (05.10.2020, 23:33):
Franz Schreker: Irrelohe
Graf Heinrich - Roman Sadnik Eva - Ingeborg Greiner Lola - Daniela Denschlag Peter - Mark Morouse Christobald - Mark Rosenthal Fünkchen - Valentin Jar Strahlbusch - Piotr Micinski Ratzekahl - Ramaz Chikviladze Anselmus - Rafael Bruck Der Förster - Martin Tzonev Der Pfarrer - Boris Beletskiy Der Müller - Johannes Marx Ein Lakai - Josef Michael Linnek
Chor des Theater Bonn Beethoven Orchester Bonn, Stefan Blunier
Heute noch diese Aufnahme: Der Eindruck ist ambivalent. Zwar hat diese Aufnahme die bessere Tonqualität (allerdings mit Bühnengeräuschen) und die Musik klingt unter Blunier leidenschaftlicher und klangschöner (teilweise fast wie Verismo) als unter Gülke, die Sängerbesetzung der Sony-Aufnahme gefällt mir allerdings (abgesehen von einer Ausnahme) besser. Insbesondere Ingeborg Greiner hat ein sehr starkes Vibrato und singt nicht gerade textverständlich, Mark Rosenthal kommt nicht mal annähernd an die elegante Interpretation von Heinz Zednik heran. Andererseits ist der Heinrich der Gülke-Aufnahme (Michael Pabst) ein Schwachpunkt, er klingt angestrengt und bleibt als Charakter blass. Hier ist Roman Sadnik deutlich vorzuziehen und der eigentliche Trumpf der Bonner Aufnahme. Das zentrale Duett Heinrich-Eva im 2. Akt wird dank Sadnik und Blunier zum Höhepunkt der Aufnahme. Welche würde ich empfehlen? Ich weiß es nicht, beide haben ihre Meriten, perfekt ist keine. Im Gegensatz zur Sony-Aufnahme liegt hier ein Libretto bei.
Gruß Amonasro
Philidor (06.10.2020, 06:43): So geht's auch.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 11
Chamber Orchestra of Europe Yannick Nézet-Séguin
Weit weniger auf Krawall gebürstet als bei Manacorda oder Fey. Der Schöngeist Mendelssohn wird hörbar.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (06.10.2020, 17:54): Die Opuszahl ist die Ordnung der kleinsten nichtabelschen einfachen Gruppe.
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60
Anima Eterna Jos van Immerseel
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (06.10.2020, 18:07):
Gioachino Rossini/Gaetano Rossi: Tancredi
Tancredi - Ewa Podleś Amenaide - Sumi Jo Argirio - Stanford Olsen Orbazzano - Pietro Spagnoli Isaura - Anna Maria di Micco Roggiero - Lucretia Lendi
Capella Brugensis Collegium Instrumentale Brugense, Alberto Zedda Ewald Demeyere (Cembalo), Lieven Baert (Violoncello), Franck Coryn (Kontrabass)
Gruß Amonasro
Amadé (06.10.2020, 18:14):
daraus: Brahms 4. Sinfonie e-Moll op.98, eine der Spitzenaufnahmen, A: 1958
Gruß Amadé
Philidor (06.10.2020, 21:57): eine der Spitzenaufnahmen So ...? Na, dann muss ich wohl mal reinhören ...
Hier nach den ersten drei Akten aus Gounods Faust von der Covent-Garden-DVD mit Pappano/Alagna/Gheorghiu/Terfel ebenfalls Brahms:
Johannes Brahms: Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2
Alban-Berg-Quartett
Gruß Philidor
:hello
Amadé (07.10.2020, 09:23): Hallo Philidor,
ich möchte auf das c-Moll-Quartett aus dieser Brahms-Einspielung mit dem ABQ hinweisen. Die Rückführung vom Trio zum Scherzo - nur wenige Takte - gelingt den Alban Berg-Leuten sehr einfühlsam. In ihrer späteren EMI-Aufnahme jedoch nicht mehr.
Gruß Amadé
Philidor (07.10.2020, 10:08): Hallo Amadé,
danke für Deinen Hinweis!
Ja, wenn ich einfach eine gute Aufnahme eines Brahms-Streichquartetts hören will, dann greife ich in der Tat meistens zur Teldec-Aufnahme des ABQs. Ich habe das nie systematisch verglichen, würde aber zunächst dieses Set nehmen, trotz Quartetto Italiano, Melos, Belcea, Auryn und artemis und einiger Einzelaufnahmen wie Busch, Emerson, Orlando. Aber das a-Moll-Quartett höre ich ja gerade in mehreren Aufnahmen ...
Per Streaming gibt es jetzt ein paar Möglichkeiten mehr, LaSalle fand ich ausgezeichnet. Juilliard soll noch sehr gut sein, würde ich gerne mal hören.
Auf die bewusste Stelle werde ich gerne nochmal achten, danke!
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (07.10.2020, 10:26): Augusta Read Thomas - Ritual Incantations David Finckel Taipei Symphony Orchestra, Felix Chiu-Sen Chen Third Coast Percussion, Spektral Quartet, Civitas Ensemble, Allen Harrington, Lottie Enns-Braun, Scott Kluksdahl, Lynn Ralley
Augusta Read Thomas - Of Being is a Bird Aurora Orchestra, Nicholas Collon Claire Boothe, Third Coast Percussion, Parker Quartet Spektral Quartet, Nathan Giem, Nathan Cole, Nicola Melville
Philidor (07.10.2020, 15:19): Zwei Jahre nach dem Furtwängler-Video hörte sich der Salzburger Don Giovanni so an:
Wolfgang Amadé Mozart: Don Giovanni KV 527
Don Giovanni - Cesare Siepi (wie 1954) Il Commendatore - Gottlob Frick Donna Anna - Elisabeth Grümmer (wie 1954) Don Ottavio - Léopold Simoneau Donna Elvira - Lisa della Casa (wie 1954) Leporello - Fernando Corena Zerlina - Rita Streich Masetto - Walter Berry (wie 1954)
Chor der Wiener Staatsoper (wie 1954) Wiener Philharmoniker (wie 1954)
Dmitri Mitropoulos
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (07.10.2020, 16:47): Paul Hindemith - Die vier TemperamenteFany Solter, piano Orchestra Gelmini, Hortense von Gelmini
Witold Lutoslawski: Musique Funèbre Béla Bartók: Rumänische Volkstänze für Orchester, Sz. 68 - Trans. für Streichorchester, Arthur Willner - Divertimento für Streicher, Sz. 113 2- und 3stimmige Chöre (27) Sz. 103, BB 111 - für Kinder- oder Frauenchor & Klavier oder Orchester Kinderchor des Ungarischen Rundfunks Stuttgarter Kammerorchester, Dennis Russell Davies
Philidor (07.10.2020, 17:19): Der vollständige Name der o. g. Dirigentin lautet "Hortense Anna Stephanie von Gelmini Edle zu Kreutzhof, verheiratete Freifrau Droste zu Hülshoff". Passt bei der Steuererklärung in kein elektronisches Formular.
Weiter mit Nézet-Séguin.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 5 d-Moll/D-Dur op. 107 ("Reformation")
Chamber Orchestra of Europe Yannick Nézet-Séguin
Ein ähnlicher Eindruck wie bei der Ersten: Nézet-Séguin legt die Wiedergabe nicht auf maximale Schroffheit an, sondern serviert einen Mendelssohn auf der eleganten, eher gelassenen Seite. - Ich finde den anderen Weg attraktiver, aber hörenswert ist es so auch. MMn.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (07.10.2020, 17:52): Noch eine Fünfte.
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Anima Eterna Jos van Immerseel
Gruß Philidor
:hello
Philidor (07.10.2020, 19:09): Heute die letzten beiden Akte.
Charles Gounod: Faust
Faust - Roberto Alagna Marguerite - Angela Gheorghiu Méphistophélès - Bryn Terfel Valentin - Simon Keenlyside Siébel - Sophie Koch Marthe - Della Jones Wagner - Matthew Rose
Royal Opera Chorus Orchestra fo the Royal Opera House
Antonio Pappano
Inszenierung & Regie: David McVicar
live Covent Garden 19. Juni 2004
War Alagna in seinem früheren Leben zweiter Bläser auf irgendeinem Orchesterinstrument? "Lieber zu hoch als falsch ..." Aragall hat mich neulich in der "Lucrezia Borgia" wesentlich mehr überzeugt (ja, anderes Fach, ich weiß ...) als Alagna hier ... Gheorghiu, Terfel und Keenlyside großartig.
Die Inszenierung ist bzgl. Originalität meilenweit vom Giulio Cesare entfernt, ich fand sie aber sehenswert.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (07.10.2020, 20:04): edit - im Thread vertan - sollte in den "neu erworben" Thread - nochmal edit: und ist nun dort, neben 2 weiteren Schreker-CD-Käufen, auch zu finden.
Amonasro (07.10.2020, 23:23):
Gioachino Rossini/Angelo Anelli: L'Italiana in Algeri
Mustafà - Wladimiro Ganzarolli Elvira - Jeanne Marie Bima Zulma - Lucia Rizzi Haly - Alessandro Corbelli Lindoro - Francisco Araiza Isabella - Lucia Valentini Terrani Taddeo - Enzo Dara
Männerchor des WDR Fortepiano: Georg Fischer Cappella Coloniensis, Gabriele Ferro
Gruß Amonasro
Philidor (08.10.2020, 14:10): Na ja ...
Wolfgang Amadé Mozart: Don Giovanni KV 527
Don Giovanni - Thomas Hampson Il Commendatore - Robert Holl Donna Anna - Edita Gruberová Don Ottavio - Hans Peter Blochwitz Donna Elvira - Roberta Alexander Leporello - László Polgár Masetto - Anton Scharinger Zerlina - Barbara Bonney
Chor der Niederländischen Oper Concertgebouw Orchestra
Nikolaus Harnoncourt
Das war mein erster Don Giovanni ... mit genau diesem Cover ... vor über 30 Jahren ... habe ihn heiß und innig geliebt und rauf und runter gehört.
Heute bin ich ziemlich enttäuscht. Da fehlt sowohl der nummernübergreifend vorwärtsdrängende Impetus als auch das Dämonische. Ohne diese beiden Aspekte ist mir das zu viel "giocoso" und zu wenig "dramma", so schön die Sänger*innen stellenweise auch singen und singschauspielern. (Das "Fin ch'han dall vino" ist völlig verhetzt - armer Thomas Hampson.)
Gruß Philidor
:hello
michael74 (08.10.2020, 15:30): Hallo Zusammen
Philidor (08.10.2020, 17:40): Weiter mit dieser Box. Hurtig, hurtig ...
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68
Anima Eterna Jos van Immerseel
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (08.10.2020, 18:11):
Heitor Villa-Lobos:
Sinfonie Nr. 1 "O Imprevisto" Sinfonie Nr. 2 "Ascensão"
São Paulo Symphony Orchestra, Isaac Karabtchevsky
Gruß Amonasro
Philidor (08.10.2020, 18:28): Viel diskutiert in diesen Tagen.
Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Violinkonzert D-Dur op. 35
Stellenweise ungewohnt kleingliedrig. Daher für mich zumindest gewöhnungsbedürftig. Das Hauptthema im Finale kommt maximal rasant daher. Spontan klingt das interessant. Aber ist es auch dauerhaft befriedigend?
Gruß Philidor
:hello
Philidor (08.10.2020, 19:17): Wirklich nicht schlecht ...
Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64
Philharmonia Orchestra Giuseppe Sinopoli
Gruß Philidor
:hello
Philidor (08.10.2020, 19:54): Zum 150. Geburtstag ...
Louis Vierne: Symphonie No. 3 fa dièse mineur op. 28
Pierre Cochereau Orgel zu Notre-Dame de Paris
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (09.10.2020, 02:07): Antonín Dvořák - Kate and the Devil, op .112, B.201 Anna Barová, Richard Novák, Miloš Ježil, Brigita Šulcová Brno Janáček Opera Chorus and Orchestra, Jiří Pinkas
Philidor (09.10.2020, 13:55): Vormittag und früher Nachmittag vergingen (nur unterbrochen von der einen oder anderen Telko) wie im Flug, und die Arbeit vollzog sich wie im Flow dank dieser Knaller-Aufnahme des Jahres 1998:
Wolfgang Amadé Mozart: Cosi fan tutte KV 588
Fiordiligi - Véronique Gens Dorabella - Bernarda Fink Ferrando - Werner Güra Guglielmo - Marcel Boone Don Alfonso - Pietro Spagnoli Despina - Graciela Oddone
Kölner Kammerchor Concerto Köln
René Jacobs
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.10.2020, 16:27): Nochmal Schmidts Erste. Ich gebe noch nicht auf ...
Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 1 E-Dur
hr-Sinfonieorchester Paavo Järvi
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.10.2020, 18:01): Weiter mit Nézet-Séguin.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 4 a-Moll op. 90 ("Italienische")
Chamber Orchestra of Europe Yannick Nézet-Séguin
Abermals eine nicht aufgebrezelte Wiedergabe. Solide und präzise.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (09.10.2020, 18:37):
Franz Schreker: Der Schatzgräber
Elis - Raymond Very Els - Manuela Uhl Der Narr - Graham Clark Der König - Tijl Faveyts Der Kanzler/Der Schreiber - Alasdair Elliott Der Graf - André Morsch Der Magister/Der Schultheiß - Kurt Gysen Der Vogt - Kay Stiefermann Der Junker - Mattijs van de Woerd Der Wirt - Andrew Greenan Albi - Gordon Gietz Ein Landsknecht - Peter Arink Erster Bürger - Cato Fordham Zweiter Bürger - Richard Meijer
Chorus of De Nederlandse Opera Netherlands Philharmonic Orchestra, Amsterdam; Marc Albrecht
Gruß Amonasro
tapeesa (09.10.2020, 18:55): Jules Massenet - Orchesterwerke Visions (Sinfonisches Gedicht), Brumaire & Phèdre (Ouvertüren), Espada (Suite), Les Érinnyes (Bühnenmusik, Fassung 1876) Royal Scottish National Orchestra, Jean-Luc Tingaud
Philidor (09.10.2020, 19:07): Nun nochmal Seelendramen à la russe.
Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64y
Corrado - José Carreras Medora - Jessye Norman Gulnara - Montserrat Caballé Seid - Gian-Piero Mastromei Giovanni - Clifford Grant Selimo - John Noble Un Eunuco nero/Uno schiavo - Alexander Oliver
Ambrosian Singers New Philharmonia Orchestra, Lamberto Gardelli
Eher unbekannte Oper mit einigen sehr schönen Momenten (Medoras Arie, die Kerkerszene) und überragender Besetzung. :times10
Gruß Amonasro
Philidor (10.10.2020, 11:07): Heute morgen kamen die herbstlichen Klänge von der Insel.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")
London Symphony Orchestra Peter Maag
Auch so'n Klassiker ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (10.10.2020, 18:02): Heute der prominente Jubilar des Jahres.
Ludwig van Beethoven: Fidelio op. 72
Don Ferrando - Günther Groissböck Don Pizarro - Alfred Muff Florestan - Jonas Kaufmann Leonore - Camilla Nylund Rocco - László Polgár Marzelline - Elisabeth Rae Magnuson Jacquino - Christoph Strehl
Chor und Orchester des Opernhauses Zürich
Nikolaus Harnoncourt
Regie: Jürgen Flimm
Gruß Philidor
:hello
Philidor (10.10.2020, 18:46): Wo ich schon mal beim Meister war ...
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92
Anima Eterna Jos van Immerseel
Gruß Philidor
:hello
Philidor (10.10.2020, 19:43): Das hier ging noch. Ganz schön unsentimental. Straff.
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64
Philharmonia Orchestra Otto Klemperer
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.10.2020, 09:23): Heute ist der 18. Sonntag nach Trinitatis.
Johann Sebastian Bach
"Herr Christ, der einge Gottessohn" BWV 96 "Gott allein soll mein Herze haben" BWV 169
Katharine Fuge, Nathalie Stutzmann, Christoph Genz, Gotthold Schwarz (Nathalie Stutzmann in BWV 169)
The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Marcie (11.10.2020, 12:21): Hören und Sehen. Und Genießen!
Philidor (11.10.2020, 16:03): Genial.
Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg
Hans Sachs - Michael Volle Veit Pogner - Günther Groissböck Sixtus Beckmesser - Johannes Martin Kränzle Walther von Stolzing - Klaus Florian Vogt David - Daniel Behle Eva - Anne Schwanewilms Magdalene - Wiebke Lehmkuhl
Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele
Philippe Jordan
Inszenierung und Regie: Barrie Kosky
Großartig gesungen. Der Hammer ist aber die Inszenierung. Von Kosky gibt es dazu einen sehr lesenswerten Text im Beiheft. Nur ein paar Gedanken: Nürnberg ist in Wagners Oper kein realer Ort. Es ist geboren aus seiner Sehnsucht und seinem Verlangen nach einem Paradies auf Erden.
Die Ouvertüre ist inszeniert - Richard Wagner tritt darin auf, dazu Frau Cosima und Schwiegervater Liszt, die Söhne und Kapellmeister Levi. Der erste Aufzug spielt - wie das Vorspiel - in Wagners Wohnzimmer zu Wahnfried. Wagner wird zu Sachs, Levi zu Beckmesser, Cosima zu Eva, ein Sohn zu Walther, eine Bedienstete zu Magdalena, Liszt zu Pogner ... und es funktioniert - und wie! (Wagner selbst unterschrieb Briefe an Cosima mit "Hans" und nannte sie "Eva".)
Der zweite Aufzug spielt auf einer imaginären Blumenwiese. Der dritte dann im Saal der Nürnberger Prozesse ...
Sachs' Ansprache "Verachtet mir die Meister nicht ..." ereignet sich vor völlig geleertem Saal, als Rede ans Theaterpublikum. Die schwierige Stelle mit "welschem Dunst und welschem Tand" bleibt interessanterweise ohne weitere Kommentierung, danach fährt allerdings ein Bühnenorchester auf eigenem Podium in den Saal, und Sachs wendet sich um und dirigiert dieses samt Schlusschor - die "Komische Oper in drei Aufzügen" endet als Oratorium auf dem Theater.
Also, diese Aufführung hätte ich sehr, sehr gerne gesehen; aber auch vom Medium funktioniert sehr. sehr viel.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.10.2020, 18:13): Wo wir bei Wagner und Beckmesser waren - weiter mit Mendelssohn aus Heidelberg.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 "Schottische"
Heidelberger Sinfoniker Thomas Fey
Bis jetzt vielleicht die am besten gelungene Sinfonie in dieser Box. Bin gespannt auf den "Lobgesang"!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.10.2020, 19:14): Hier Tschaikowsky mit Mrawinsky, jedoch in Mono.
Nach Meinung von Kennern sollte man die Live-Aufnahmen hören ... nun gut, dann kommen die auch noch dran ...
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (11.10.2020, 19:29):
Franz Schreker: Das Spielwerk und die Prinzessin
Meister Florian - Thomas J. Mayer Die Prinzessin - Julia Henning Ein wandernder Bursch - Hans-Jürgen Schöpflin Wolf - Matthias Klein Graben-Liese - Anne-Carolyn Schlüter Der Kastellan - Hans Georg Ahrens Männer & Bürger - Bernd Gebhardt, Jörg Sabrowski, Jakob Zethner, Paul McNamara, Martin Fleitmann Sprecher - Frank Arnold
Opernchor des Theaters Kiel, Kinderchor Kiel Philharmonisches Orchester Kiel, Ulrich Windfuhr
Wie auch andere Schreker-Opern überzeugt diese durch eine ungemein sinnliche, irisierende Musik. Wie auch in Der ferne Klang arbeitet Schreker hier mit der Überlagerung mehrerer Klangkörper aus unterschiedlichen Entfernungen und Richtungen (Orchester im Graben, Bühnenorchester für das Spielwerk und weiteres Fernorchester). Die Handlung ist allerdings selbst für Schrekers Verhältnisse sehr diffus, aber wie heißt es schon im Vorwort des Komponisten: "Selbst idealste Aufführungen, sorgfältigste Deklamation von Seiten der Sänger vermögen es nicht, uns ohne Zuhilfenahme des Textbuches bei erstmaligem Hören vollkommen über die Handlung zu orientieren."
Die Live-Aufnahme lässt wie auch die anderen cpo-Schreker-Aufnahmen kaum Wünsche offen. Selbst die Textverständlichkeit ist sehr hoch. Das Beiheft mit informativen Texten, Sängerbiografien und Libretto ist vorbildlich. Die bei der Aufführung in Kiel anscheinend ausgelassene Traumerzählung des Burschen im 2. Akt wurde nachträglich mit einem Sprecher eingespielt und zwischen 1. und 2. Akt eingefügt.
Insgesamt ist Der Schatzgräber mit seiner konzisen Handlung, dem rauschhaften, an Tristan erinnernden Liebesduett im 3. Akt und den zahlreichen balladesken Tenor-Soli die für mich überzeugendste Schreker-Oper.
Gruß Amonasro :hello
tapeesa (11.10.2020, 22:06): Franz Schubert - Part-Songs, Vol. 1 (Mehrstimmige Gesänge, Folge 1)
Die Geselligkeit D. 609; Nun lasst uns den Leib begraben D. 168; Osterlied D. 168a; Gott der Weltschöpfer D. 986; Gott im Ungewitter D. 985; Hymne an den Unendlichen D. 232; Das Abendrot D. 236; Viel tausend Sterne prangen D. 642; An die Sonne D. 439; Der Hochzeitsbraten D. 930; Des Tages Weihe D. 763; Gebet D. 815; Der Tanz D. 826
Sibylla Rubens, Silke Schwarz, Regina Jakobi, Ingeborg Danz, Markus Schäfer, Marcus Ullman, Thomas E. Bauer, Markus Flaig, Marcus Schmidl Piano: Ulrich Eisenlohr
tapeesa (12.10.2020, 01:24): Richard Strauss - Vier letzte Lieder Brentano-Lieder Ariadne auf Naxos - Ouvertüre, Tanzszene Ricarda Merbeth, Sopran Staatskapelle Weimar, Michael Halász
Philidor (12.10.2020, 10:52): Im Gegensatz zu meinem ersten Don Giovanni (Harnoncourt) besteht mein erster Figaro, gekauft vermutlich 1989, den "Test of Time" mit Auszeichnung. Nur Cherubino könnte etwas jünger klingen.
Wolfgang Amadé Mozart: Le nozze di Figaro KV 492
Il Conte di Almaviva - Ruggero Raimondi La Contessa di Almaviva - Lucia Popp Figaro - José van Dam Susanna - Barbara Hendricks Cherubino - Agnes Baltsa Marcellina - Felicity Palmer Basilio - Aldo Baldin Don Curzio - Neil Jenkins Bartolo - Robert Lloyd Antonio - Donald Maxwell Barbarina - Cathryn Pope
Ambrosian Opera Chorus Academy of St. Martin-in-the-Fields
Sir Neville Marriner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (12.10.2020, 11:37): Nun Vorfreude auf den für heute abend geplanten Freischütz (Konwitschny/Metzmacher):
Carl Maria von Weber
Ouvertüre zu "Der Freischütz" Ouvertüre zu "Euryanthe" Ouvertüre zu "Oberon"
Philharmonia Orchestra Otto Klemperer
Diese preisgünstige Box empfehle ich gerne, enthält sie doch vieles, was man eventuell nicht mit "El Klemp" im Regal stehen hat. Insbesondere Mendelssohn 3+4 und Tschaikowsky 4-6, aber auch Sinfonien von Schumann, Berlioz, Franck, ...
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (12.10.2020, 14:53):
Gioachino Rossini/Felice Romani: Il turco in Italia
Selim - Michele Pertusi Fiorilla - Cecilia Bartoli Geronio - Alessandro Corbelli Narciso - Ramón Vargas Zaida - Laura Poverelli Poeta - Roberto de Candia Albazar - Francesco Piccoli
Orchestra e coro del Teatro alla Scala di Milano, Riccardo Chailly Massimiliano Bullo (Fortepiano)
Gruß Amonasro
Philidor (12.10.2020, 19:27): Der Teufel, sein Buchhalter und ihre Gestalten.
Carl Maria von Weber: Der Freischütz
Ottokar - Wolfgang Rauch Cuno - Dieter Weller Agathe - Charlotte Margiono Ännchen - Sabine Ritterbusch Caspar - Alfred Dohmen Max - Jorma Silvasti Samiel - Jörg-Michael Koerbl Eremit - Simon Yang Kilian - Oliver Zwarg Weiblicher Samiel (Bratsche) - Andra Darzins
Chor der Hamburgischen Staatsoper Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Ingo Metzmacher
Inszenierung: Peter Konwitschny
Ebenfalls sehr unterhaltend, ebenfalls mit Rätseln. - Grün ist die Farbe des Waldes, grün ist die Farbe Samiels, grün ist die Farbe Ännchens.
Der Deus ex machina, der Eremit, beginnt seine Rede aus der ersten Reihe des Parketts, wo er bis dahin als Zuschauer saß, bei geschlossenem Vorhang.
Klischees von Wald und Wolfsschlucht werden nicht bedient. Der Text des Jägerchors wird durch Samiels Rezitation der ihm eigenen Lächerlichkeit preisgegeben.
Schade, dass die Dichte der ersten Szene mit dem Spottchor nicht gehalten wird.
Sehr ordentliches Singen, vor allem von den Damen, aber auch Caspar fand ich sehr stark. Metzmacher dirigiert ein spannendes Drama, so gar nicht romantisch aufgeplustert.
Na ja, der Aufzug mit der Kelleretage "W" ... okay ...
... am Schluss Operettenfinale mit Sekt - auch für Samiel und Samieline, und noch beim Schlussapplaus scheinen Eremit und Samiel Visitenkarten zu tauschen, ganz business-like ...
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (12.10.2020, 22:41):
Johannes Brahms:
Sonate für Klavier & Violoncello e-Moll op. 38 Sonate für Klavier & Violoncello F-Dur op. 99
Rudolf Serkin (Klavier), Mstislav Rostropovich (Cello)
Gruß Amonasro
Philidor (13.10.2020, 08:52): Hier wieder Mozart am Morgen - diesen Hörfaden wollte ich nochmals aufnehmen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett Nr. 5 D-Dur KV 593
Griller Quartet WIlliam Primrose, Viola
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.10.2020, 09:38): Auch mit Brahms 2 wollte ich 16saitig weitermachen, heute mit einer frühen Aufnahme des artemis quartet (Mai 2000):
Johannes Brahms: Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2
artemis quartet (in der Besetzung Natalia Prischepenko, Heime Müller, Volker Jacobsen, Eckart Runge) Mai 2000
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.10.2020, 10:15): Nun härtere Drogen.
Leoš Janáček: Streichquartett Nr. 1 ("Kreutzersonate")
Pavel Haas: Streichquartett Nr. 1 cis-Moll op. 3
Pavel Haas Quartet
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.10.2020, 17:04): Nach meinem ersten Don Giovanni (Harnoncourt) und erstem Figaro (Marriner) dachte ich seinerzeit, es wäre zur Abrundung des Mozart-Bildes gut, noch eine ältere Aufnahme mit früheren Stars des Mozart-Gesangs zu haben ... da wurde es bei der "Cosi" die Böhm-Aufnahme von 1962:
Wolfgang Amadé Mozart: Cosi fan tutte
Fiordiligi - Elisabeth Schwarzkopf Dorabella - Christa Ludwig Ferrando - Alfredo Kraus Guglielmo - Giuseppe Taddei Don Alfonso - Walter Berry Despina - Hanny Steffek
Philharmonia Orchestra & Chorus
Karl Böhm November 1962
Nach den ersten beiden Szenen dachte ich, das geht gar nicht ... aber ich konnte mich "einhören". Mein Interesse an der Aufnahme ist überwiegend historisch ... "so hat man das damals gemacht". Packen tut's mich nicht.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.10.2020, 18:49): Hier nochmal eine Neuanschaffung des Sommers: Mahler 3 aus Berlin mit Claudio.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Anna Larsson, Alt London Symphony Chorus City of Birmingham Symphony Youth Chorus Berliner Philharmoniker Claudio Abbado
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.10.2020, 08:20): Das letzte Werk in dieser Reihe.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett Nr. 6 Es-Dur KV 614
Griller Quartet WIlliam Primrose, Viola
Diese herrliche Werkreihe werde ich mir gleich nochmal geben.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.10.2020, 08:54): Und nochmal Brahms.
Johannes Brahms: Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2
Auryn Quartet
Oh ... herrlich ... zart und verschleiert ... wow.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.10.2020, 10:38): Hier nochmals Mendelssohn 3.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56
Kammerakademie Potsdam Antonello Manacorda
Nicht so fetzig wie bei Fey. Ich habe Manacordas Aufnahme gerne gehört, werde aber nochmal zu den Heidelbergern greifen. Die war sehr spannend.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.10.2020, 16:27): Hier nochmal Janáček.
Leoš Janáček: Streichquartett Nr. 2 ("Intime Briefe")
Pavel Haas Quartet
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (14.10.2020, 16:41):
Ottorino Respighi:
Fontane di Roma Pini di Roma Feste romane
São Paulo Symphony Orchestra, John Neschling
Gruß Amonasro
Philidor (14.10.2020, 18:50): Erstbegegnung.
Leoš Janáček: Z mrtvého domu (Aus einem Totenhaus)
Alexandr Petrovič Goryančikov – Olaf Bär Aljeja – Eric Stoklossa Luka Kuzmič/Filka Morozov – Stefan Margita Šiškov – Gerd Grochowski Skuratov – John Mark Ainsley Šapkin – Peter Hoare Čerevin – Andreas Conrad Čekunov – Jan Galla Platzmajor – Jiří Sulženko Der große Sträfling mit dem Adler – Peter Straka Der kleine Sträfling – Vladimir Chmelo Der alte Sträfling – Heinz Zednik Der betrunkene Sträfling – Tomáš Krejčiřík Der junge Sträfling – Oliver Dumait Ein Sträfling in der Rolle des Kedril – Marian Pavlovič Ein Sträfling in der Rolle des Don Juan und des Brahminen – Ales Jenis Eine Landstreicherin – Susannah Haberfeld Der Koch, ein Sträfling – Martin Bárta Der Pope - Vratislav Kříž
Arnold Schoenberg Chor Mahler Chamber Orchestra
Pierre Boulez
Inszenierung: Patrice Chéreau
Das muss ich noch öfter sehen ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.10.2020, 19:56): Noch etwas mehr.
Leoš Janáček
Sonata 1. X. 1905 „Z ulice“ (Sonate 1. X. 1905 „Von der Straße“) V mlhách (Im Nebel) Concertino für Klavier und Kammerensemble
Rudolf Firkušný Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Rafael Kubelik
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (14.10.2020, 21:03):
Gaetano Donizetti/Alphonse Royer/Gustave Vaëz: La Favorite
Alphonse XI - Anthony Michaels-Moore Léonor de Guzman - Vesselina Kasarova Fernand - Ramón Vargas Balthazar - Carlo Colombara Don Gaspar - Francesco Piccoli Inès - Abbie Furmansky Un seigneur - Lorenz Fehenberger
Chor des Bayerischen Rundfunks Münchner Rundfunkorchester, Marcello Viotti
Gruß Amonasro
Philidor (15.10.2020, 09:43): Gaetano Donizetti/Alphonse Royer/Gustave Vaëz: La FavoriteJa ... liegt bei mir schon/noch auf dem Stapel ...
Nun wieder nördlichere Gefilde:
Felix Mendelssohn Bartholdy
Ouvertüre "DIe Hebriden" op. 26 Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")
Philharmonia Orchestra Otto Klemperer
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (15.10.2020, 12:21):
George Antheil; Sinfonie Nr. 1 "Zingareska" (1923) RSO Frankfurt, Hugh Wolff
Ein herausragendes sinfonisches Debut im Alter von 23. Da wurden Strawinsky, Ives und Debussy in den Mixer geschmissen und das Resultat mit amerikanischem Schlimmerjungentum aufgemotzt. Da schwelgt man gerade noch in fast meditativen Holzbläser-Kantilenen und schon wird man unerbittlich von einer barbarischen Tutti-Steigerunswelle fortgerissen. Atemberaubend!
Marcie (15.10.2020, 13:00): @Cetay
Gute Idee, da mache ich mit den Klavierkonzerten mit! :thumbup:
Philidor (15.10.2020, 14:55): Heute Freischütz ohne die ach so entstellenden Regietheater-Ideen. :D
Carl Maria von Weber: Der Freischütz
Ottokar - Hermann Prey Kuno - Ernst Wiemann Agathe - Elisabeth Grümmer Ännchen - Lisa Otto Kaspar - Karl-Christian Kohn Max - Rudolf Schock Eremit - Gottlob Frick Kilian - Wilhelm Walter Dicks Samiel - Fritz Hoppe
Chor der Deutschen Oper Berlin Berliner Philharmoniker
Joseph Keilberth
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (15.10.2020, 21:21): Zweiter Schritt in meiner antichronologischen Schmidt-Hörtour:
Franz Schmidt - Sinfonie Nr. 3 E-dur
Chicago Symphony Orchestra - Neeme Järvi (CD, Chandos, 1991)
Die nachtschwarzen Abgründe der Vierten meine ich etwas besser nachzuvollziehen, seit ich las, daß Schmidt sie unter dem unmittelbaren Eindruck des Todes seiner einzigen Tochter schrieb. Etwas lichter dagegen Nummer Drei. Der Kopfsatz in seiner friedvollen pastoralen Beschaulichkeit scheint eine perfekte Welt, eine sonnenbeschienene Zwergenwiese mit Ponies & Regenbogen zu malen. Es durchströmt mich ein Gefühl von Ebenmaß & Ausgeglichenheit. Järvi hat die bessere Aufnahmequalität & tendenziell auch das bessere Orchester zur Verfügung. Was aber auch einen Hauch Laissez-fair begünstigen kann. & ich finde: hie & da hört man das. Pešek sorgt hier für mehr Plastizität, besonders einige Stellen im Holz kommen schöner zur Geltung. Vermutlich würde Dave Hurwitz Järvi als chord guy & Pešek als line guy klassifizieren. Die Binnensätze sind wiederum bei den Amerikanern besser aufgehoben. Speziell das Scherzo rundet Järvi nahezu perfekt ab während die Slowaken hier seltsam blass bleiben. Im Schlußsatz punktet Pešek dagegen auf eindrucksvolle Weise. Mehr Herzblut, mehr Akzente werten die Musik deutlich auf. Allein, den etwas mauen Schlußakkord bei Järvi der plastischen Geste bei Pešek gegenüber zu stellen, verdeutlicht das.
Wieder also eine Art Patt.
Ich könnte schwören, Mehta mit den Wienern mal im Plattenregal stehen gehabt zu haben. Wo steckt die bloß??
Philidor (15.10.2020, 21:50): Ich könnte schwören, Mehta mit den Wienern mal im Plattenregal stehen gehabt zu haben. Wo steckt die bloß?? Vielleicht gekoppelt mit Mahler 2?
Gruß Philidor
:hello
Philidor (16.10.2020, 12:25): Im Gegensatz zu Böhms 1962er Cosi kann ich diese Aufnahme mit größtem Vergnügen hören:
Wolfgang Amadé Mozart: Le nozze di Figaro KV 492
Il Conte di Almaviva - Alfred Poell La Contessa di Almaviva - Lisa della Casa Susanna - Hilde Gueden Figaro - Cesare Siepi Cherubino - Suzanne Danco Marcellina - Hilde Rössl-Majdan Bartolo - Fernando Corena Basilio - Murray Dickie Don Curzio - Hugo Meyer-Welfing Barbarina - Anny Felbermayer Antonio - Harald Pröglhof
Gruß Philidor
:hello
Philidor (16.10.2020, 13:56): Hinterher eine Ladung "Best of Ravel".
Maurice Ravel
Rapsodie espagnole
Chicago Symphony Orchestra Jean Martinon
Klavierkonzert G-Dur Konzert D-Dur für Klavier linke Hand und Orchester
Alicia de Larrocha, Klavier London Philharmonic Orchestra Rafael Frühbeck de Burgos
La valse Boléro
Boston Symphony Orchestra Charles Munch
Gruß Philidor
:hello
Philidor (16.10.2020, 15:18): Weiter mit Nézet-Séguin.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ("Schottische")
Chamber Orchestra of Europe Yannick Nézet-Séguin
Nichts Neues - ein gutes Stück von der Schroffheit Feys und Manacordas entfernt, gut anzuhören.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (16.10.2020, 15:25): :times10
tapeesa (16.10.2020, 16:28): Leoš Janáček - Orchestral Suites from the Operas, Vol. 3 The Cunning little Vixen From the House of the Dead New Zealand Symphony Orchestra, Peter Breiner
Lieber @Philidor , ich "beäuge" schon seit einer Weile deine "Janáček"-Posts und bin inspiriert Janáček intensiver und systematischer zu hören. Die "From the House of the Dead" DVD überlege ich zu kaufen.
Habe die Aufnahme des neuseeländischen Sinfonieorchesters für den Anfang recht willkürlich heraus gegriffen, auch weil mir das Orchester bereits mehrmals positiv aufgefallen ist. Die ersten Takte lassen sich gut an -
Philidor (16.10.2020, 16:51): Die "From the House of the Dead" DVD überlege ich zu kaufen. Ja, musikalisch finde ich das, was ich bisher hörte (Jenufa, Vec Makropulos, Füchslein, Aus einem Totenhaus) alles sehr stark und individuell.
Handlung beim Totenhaus? Ähnlich schwierig wie beim Tristan ... eigentlich besteht die Oper aus den Erzählungen einzelner Gefangener, warum sie im Gefängnis sind, dünn zusammengehalten durch eine Rahmenhandlung. Also nicht der große dramaturgische Wurf nach bekannten Erzählmustern, die Intensität entsteht anders ... Chéreau erzählt im Beiheft, wie er qua Inszenierung versuchte, Zusammenhang zu stiften.
Vorbehaltlos empfehlen möchte ich freilich Füchslein und Jenufa, bei Letzterer fand ich die Lehnhoff-Produktion aus Glyndebourne sehenswert.
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (16.10.2020, 17:40): Habe die Aufnahme des neuseeländischen Sinfonieorchesters für den Anfang recht willkürlich heraus gegriffen, auch weil mir das Orchester bereits mehrmals positiv aufgefallen ist. Die ersten Takte lassen sich gut an - Bei Janacek kann man vor allem den Dirigenten Sir Charles Mackerras empfehlen. Er war ein Spezialist für dessen Musik, wenn man Aufnahmen haben möchte, die auch gut klingen. Dazu Jiri Belohlavek und Frantisek Jilek. Allerdings bin ich kein Opern-Kenner,wobei alle drei Dirigenten sowohl das symphonische Repertoire und das Opern-Repertoire bedient haben dürften.
Philidor (16.10.2020, 18:10): Gestern und heute gesehen (na, teilweise) und gehört:
Gioacchino Rossini: Tancredi
Tancredi - Bernadette Manca di Nissa Amenaide - Maria Bayo Argirio - Raul GImenez Orbazzano - Ildebrando d'Arcangelo Isaura - Katarzyna Bak Roggiero - Maria Pia Piscitelli
Südfunk-Chor Stuttgart RSO Stuttgart
Gianluigi Gelmetti
Die Musik - sehr, sehr fein. Gute Sängerinnen und Sänger. Gelmetti mit bewährtem Rossini-Händchen.
Aber Inszenierung ...? Wenn man so inszeniert, könnte man die Oper freilich auch konzertant geben. Aber gut. Irgendwann habe ich nicht mehr hingeschaut. Vermutlich habe ich genau dann die fraglos vorhandenen zwei Gags der Inszenierung verpasst ...
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (16.10.2020, 18:54):
Maurice Ravel:
Daphnis et Chloé
Pavane pour une infante défunte
La Valse
Orchestre Symphonique de Montréal, Charles Dutoit
Gruß Amonasro
Lysann otto (16.10.2020, 21:44):
Philidor (17.10.2020, 09:15): Fürwahr, die Schöpfung ist groß. ;)
Heute ist Donizetti-Tag. Noch eine Leonore, die im Kloster stirbt. Und das heute, rund 500 Jahre nach der Krönung von Karl V.
Gaetano Donizetti: La Favorite
Alphonse XI. – Anthony Michaels-Moore Léonor de Guzman – Vesselina Kasarova Inès – Abbie Furmansky Fernand – Ramón Vargas Balthazar – Carlo Colombara Don Gaspar – Francesco Piccoli Un seigneur – Lorenz Fehenberger
Chor des Bayerischen Rundfunks Münchener Runkfunkorchester Marcello Viotti
Feine Musik - danke an Amonasro für den Tipp! ... Da harren ja um die sechzig Donizetti-Opern ihrer Anhörung ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (17.10.2020, 17:54): Nun Donizetti, zweiter Teil.
Gaetano Donizetti: Maria Stuarda
Elisabetta - Elza van den Heever Maria Stuarda - Joyce DiDionato Anna Kennedy - Maria Zifchak Roberto, Earl of Leicester - Matthew Polenzani Lord Giorgio Talbot - Matthew Rose Lord Guglielmo Cecil - Joshua Hopkins
The Metropolitan Opera Orchestra and Chorus
Maurizio Benini
Na ja - da höre ich jetzt mal den zweiten Aufzug vom Herheim-Parsifal via YouTube, das liegt mir doch mehr ... gestern der erste Aufzug war schon mal ein Erlebnis ...
Gruß Philidor
:hello
Nicolas_Aine (17.10.2020, 23:22): Hier läuft der Altmeister:
J.S. Bach: Violinkonzerte BWV 1052, 1056, 1041, 1042 und die Doppelkonzerte für zwei Violinen bzw. Violine und Oboe BWV 1043 und 1060.
Es gibt immer mal wieder einzelne Sätze, bei welchen mir der Interpretationsansatz nicht so gut gefällt, bspw. der zweite Satz von 1041, aber ingesamt ist das eine ganz fantastische Einspielung.
Philidor (18.10.2020, 13:35): Gaetano Donizetti: Maria Stuarda Na ja - da höre ich jetzt mal den zweiten Aufzug vom Herheim-Parsifal via YouTube, das liegt mir doch mehr ... Dabei wurde das Werk auf den Tag genau vor 186 Jahren uraufgeführt, wie ich heute morgen lesen durfte ...
... nun weiter mit dieser erfreulichen Box:
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93
Anima Eterna Jos van Immerseel
Gruß Philidor
:hello
Philidor (18.10.2020, 19:02): Gestern als Maria Stuarda, heute als Rosina ...
Gioacchino Rossino: Il barbiere di Siviglia
Il Conte d'Almaviva - Juan Diego Flórez Rosina - Joyce DiDOnato Don Bartolo - Alessandro Corbelli Don Basilio - Ferruccio Furlanetto Berta - Jennifer Rhys-Davies Ambrogio - Bryan Secombe Fiorello - Changhan Lim Un ufficiale - Christopher Lackner Un notaro - Andrew McNair
Royal Opera Chorus Orchestra of the Royal Opera House
Antonio Pappano
Sehr vergnüglich - und teilweise atemraubend gesungen!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (18.10.2020, 19:52): Hier läuft der Altmeister: So auch hier. - Das Bach-Set von Isabelle Faust fand ich auch weit überwiegend erfreulich!
J. S. Bach: "Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen" BWV 46
William Towers, James Gilchrist Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Nicolas_Aine (18.10.2020, 22:23): grade zu Ende:
Symphonie Nr. 8 c - moll
Günther Wand Kölner RSO (heute WDR SO)
es ist meine einzige Bruckner GA, wird aber nicht die letzte bleiben. Irgendwie kann ich damit nicht allzu viel anfangen, es wirkt alles ein bisschen glatt. Im ersten Satz der 8. verstehe ich oft erst am Ziel, wo es hingeht, bzw. bemerke überhaupt erst, dass es irgendwo hingegangen ist (was aber teilweise auch an der Komposition liegt). Der zweite Satz ist auch völlig glatt. Der 3. und 4. sind schon deutlich besser gelungen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich zu Bruckner ein gespaltenes Verhältnis habe. Auf der einen Seite stört mich die Blockhaftigkeit einfach zu oft. Auf der anderen Seite, wenn der Moment und die Stimmung richtig ist, ist es schon fantastisch. Und interessanterweise macht es mir auch jedes Mal viel Spaß, Bruckner zu spielen.
So, jetzt Brahms'sche Kammermusik:
J. Brahms: Streichquartett Nr. 1 c - moll & Nr. 2 a - moll
Cleveland Quartett
und im Anschluss:
J. Brahms: Klaviertrio Nr. 1 H - Dur
Arthur Rubinstein, Klavier Jascha Heifetz, Violine Emanuel Feuermann, Violoncello
Diese drei, alternativ auch mit Piatigorsky, begeistern mich nach wie vor, nicht nur mit Brahms, auch mindestens genauso mit Mendelssohn und Tchaikovsky, aber auch mit Schubert und was sie halt sonst noch so aufgenommen haben :D
tapeesa (18.10.2020, 22:53): Bei Janacek kann man vor allem den Dirigenten Sir Charles Mackerras empfehlen. Er war ein Spezialist für dessen Musik, wenn man Aufnahmen haben möchte, die auch gut klingen. Dazu Jiri Belohlavek und Frantisek Jilek. Allerdings bin ich kein Opern-Kenner,wobei alle drei Dirigenten sowohl das symphonische Repertoire und das Opern-Repertoire bedient haben dürften. Danke dir für die Empfehlungen - habe nun in Einiges zumindest hinein gehört - Mackerras schätze ich bei anderen Werken / Aufnahmen sehr - ist hier für den Moment nicht meine (subjektive) Wahl - ebensowenig wie Aufnahmen unter den beiden anderen erwähnten Dirigenten.
Das wären meine bisherigen Favoriten:
Leoš Janáček - Sinfonietta - Taras Bulba Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Rafael Kubelik
Leoš Janáček - Jenůfa New Zealand Symphony Orchestra, Peter Breiner
sowie
Leoš Janáček - Jenůfa Milada Čadikovičová, Beno Blachut, Štěpánka Jelínková, Milada Šubrtová, Marta Krásová, Karel Kalaš, Ivo Žídek, Miloslava Fidlerová, Ludmila Hanzalíková, Vladimír Jedenáctík, Marie Veselá, Marie Musilová, Jarmil Burghauser Prague National Theatre Orchestra, Prague National Theatre Chorus, Jaroslav Vogel
Philidor (19.10.2020, 08:03): Hier nun die beiden verbleibenden Kantaten zum gestrigen 19. Sonntag nach Trinitatis.
Johann Sebastian Bach
"Wo soll ich fliehen hin" BWV 5 "Ich will den Kreuzstab gerne tragen" BWV 56
Joanne Lunn, William Towers, James Gilchrist, Peter Harvey BWV 56: Peter Harvey The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
palestrina (19.10.2020, 10:44): Na ja Lieber Philidor, da musst du dir doch noch mal Mühe geben ;) ,denn die MARIA STUARDA ist eine von Donizettis besten Opern und dazu eine ganz wunderbare. Ich würde dir eine Aufnahme auf CD empfehlen, damit du es besser nachvollziehen kannst, natürlich mit Libretto! :)
LG palestrina
Marcie (19.10.2020, 11:08): Ich bin wiedermal bei diesem tollen Set gelandet:
Philidor (19.10.2020, 11:33): Lieber Philidor, da musst du dir doch noch mal Mühe geben ,denn die MARIA STUARDA ist eine von Donizettis besten Opern und dazu eine ganz wunderbare. Ich würde dir eine Aufnahme auf CD empfehlen, damit du es besser nachvollziehen kannst, natürlich mit Libretto! Au weia - da habe ich ja was geschrieben ... jetzt setze ich mich noch mehr in die Nesseln: Ja, für Donizetti ist das in der Tat ganz ordentlich ... ;) ... aber nach der Dosis "La Favorite" davor war es vielleicht an diesem Tage etwas viel.
Das Duett Elisabetta/Maria Stuarda ist durchaus großes Kino. - Mich gelüstete es an dieser Stelle einfach noch mehr nach Parsifal.
Welche CD-Aufnahme empfiehlst Du denn? Gruberova/Baltsa? Oder doch lieber Caballé? Beverly Sills fand ich bei "Anna Bolena" sehr hörenswert ...
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (19.10.2020, 11:55): Mackerras schätze ich bei anderen Werken / Aufnahmen sehr - ist hier für den Moment nicht meine (subjektive) Wahl - ebensowenig wie Aufnahmen unter den beiden anderen erwähnten Dirigenten. Das musst Du wissen. Kubelik klar, den hatte ich vergessen. Breiner kenne ich nicht als Janacek-Dirigenten (ok, dürfte ihm liegen als Slowake), aber gerade Mackerras galt als DER Janacek-Dirigent, oder überhaupt der Tschechischen Musik überhaupt.
Philidor (19.10.2020, 12:27): Das Gegenstück zur Kleiber-Aufnahme des Figaro.
Wolfgang Amadé Mozart: Don Giovanni KV 620
Don Giovanni - Cesare Siepi Il Commendatore - Kurt Böhme Donna Anna - Suzanne Danco Don Ottavio - Anton Dermota Donna Elvira - Lisa della Casa Leporello - Fernando Corena Masetto - Walter Berry Zerlina - Hilde Gueden
Chor der Wiener Staatsoper Wiener Philharmoniker
Josef Krips 1955
Fast dasselbe Ensemble wie unter Mitropoulos 1956 in Salzburg. Dort sang dann Frick den Commendatore, Elisabeth Grümmer die Donna Anna, Leopold Simoneau den Don Ottavio und Rita Streich die Zerlina.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (19.10.2020, 13:22): aber gerade Mackerras galt als DER Janacek-Dirigent, oder überhaupt der Tschechischen Musik überhaupt. Mag durchaus sein - das kann ich nicht beurteilen und wollte ich auch nirgends ausdrücken. _____
Bedřich Smetana: Das Geheimnis (Tajemství) Karel Kalas, Premsyl Koci, Stepanka Stepankova, Stefa Petrova, Ivo Zidek, Oldrich Kovar Chor und Orchester des Nationaltheaters Prag, Jaroslav Krombholc
Maurice inaktiv (19.10.2020, 14:08): Mag durchaus sein - das kann ich nicht beurteilen und wollte ich auch nirgends ausdrücken. _____ Alles gut.
Bedřich Smetana: Das Geheimnis (Tajemství) Karel Kalas, Premsyl Koci, Stepanka Stepankova, Stefa Petrova, Ivo Zidek, Oldrich Kovar Chor und Orchester des Nationaltheaters Prag, Jaroslav Krombholc Der gute, alte Krombholc ...... :D
palestrina (19.10.2020, 16:57): Welche CD-Aufnahme empfiehlst Du denn? Gruberova/Baltsa? Oder doch lieber Caballé? Beverly Sills fand ich bei "Anna Bolena" sehr hörenswert Lieber Philidor, die gezeigte mit Gruberova ist nicht meine liebste, wegen der Baltsa, das ist aber nur pers.!
Die mit Beverly Sills ist schon erste Sahne, und wenn schon Gruberova dann diese ist etwas ausgefeilter in der Interpretation!
Dieses Live Aufnahme mit Remigo, Ganassi und Calleja ist sehr gut, aaaaber die Gencer mitvVerrett und Tagliavini ist meine liebste, jedoch ist der Klang nicht sooo gut aber trotzdem!!!! :thumbsup:
Hier noch Caballé mit dem jungen Carreras, aber auch hier, der Klang ist nicht optimal, jedoch gesanglich 1a!
So, jetzt kannst du dir was aussuchen! :leb
LG palestrina
Philidor (19.10.2020, 17:26): Lieber Palestrina,
vielen, vielen Dank für Deine Empfehlungen! Ja, Gencer, Verrett und Tagliavini liest sich in der Tat wie ein Festmenü, serviert von Maestro Molinari Pradelli.
Hier zunächst etwas fürs Herz:
Jonas Kaufmann: The Puccini Album
Jonas Kaufmann, Tenor Kristine Opolais, Sopran Massimo Simeoli, Bariton Antonio Pirozzi, Bass
Orchestra e Coro dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia
Antonio Pappano
Und nun darf Parsifal den verzweifelten Gralsrittern den Speer zurückbringen. Bin sehr gespannt!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.10.2020, 19:25): Nach dem Welterlösungsgeschehen im Bonner Bundestag:
Johannes Brahms: Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2
Belcea Quartet
Oha ... gar nicht schlecht ... eigentlich ... also ... sehr gut ... ausgezeichnet! Tolle Aufnahme!
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (19.10.2020, 21:33):
Antonín Dvořák: Violinkonzert
Itzhak Perlman London Philharmonic Orchestra, Daniel Barenboim
Philidor (20.10.2020, 13:27): So toll hat man schon Anfang der 90er Mozart musiziert ... vor den Jacobs und Currentzis dieser Welt ...
Wolfgang Amadé Mozart: Così fan tutte KV 588
Fiordiligi - Felicity Lott Dorabella - Marie McLaughlin Ferrando - Jerry Hadley Guglielmo - Alessandro Corbelli Despina - Nuccia Focile Don Alfonso - Gilles Cachemaille
Edinburgh Festival Chorus Scottish Chamber Orchestra Sir Charles Mackerras
Einfach gut!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (20.10.2020, 15:22): Nachdem vom "contratto nuziale" die Rede war, hier noch ein paar musikalische Beiträge zu diesem und angrenzenden Themen:
Johann Sebastian Bach
"Was Gott tut, das ist wohlgetan" BWV 100 "Bekennen will ich seinen Namen" BWV 200 "Dem Gerechten muss das Licht" BWV 195 "Gott ist unsre Zuversicht" BWV 197 "In allen meinen Taten" BWV 97
Sandrine Piau, Johannette Zomer (BWV 195) Bogna Bartosz, Annette Marker (BWV 195) James Gilchrist Klaus Mertens
The Amsterdam Baroque Orchestra & Choir
Ton Koopman
Gruß Philidor
:hello
Philidor (20.10.2020, 18:37): Was für ein Ensemble, was für ein Brio - Hammer, Hammer, Hammer, ...
Gioacchino Rossini: L'Italiana in Algeri
Isabella - Teresa Berganza Lindoro - Luigi Alva Mustafa - Fernanco Corena Taddeo - Rolando Panerai Elvira - Giuliana Tavolaccini Zulma - Miti Truccato Pace Haly - Paolo Montarsolo
Orchestra e coro del Maggio Musicale Fiorentino
Silvio Varviso
Gruß Philidor
:hello
Marcie (20.10.2020, 19:12):
Maurice inaktiv (20.10.2020, 22:18):
Jean Sibelius : Sinfonie Nr.7 & Orchesterwerke AD: 1984-1987
Philharmonisches Orchester Helsinki , Paavo Berglund
Mir ist heute Abend nach Sibelius. Es sind jetzt doch viele Monate vergangen, seitdem ich eine Klassik-CD im Player hatte. Doch mein Ohr möchte mal wieder andere Klänge und Impressionen hören.
Paavo Berglund ist dafür bestens geeignet.
Philidor (21.10.2020, 08:36): HIer 20saitiger Mozart. Nach den Grillers wollte ich das nochmal einwerfen.
Philidor (21.10.2020, 10:07): Wo ich schon mal bei Quintetten war ...
Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichquintett Nr. 1 A-Dur op. 18 Streichquintett Nr. 2 B-Dur op. 87
Mandelring Quartett Gunter Teuffel, Viola
Mannmannmann ... jedesmal, wenn ich op. 87 höre, dann denke ich "was für eine großartige Musik, müsste ich viel öfter hören" und dann vergesse ich es wieder bis zum nächsten Hören ...
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (21.10.2020, 10:53): Darius Milhaud - La Création du monde, Le Bœuf sur le toit, Suite provençale Orchestre National de Lille, Jean-Claude Casadesus
palestrina (21.10.2020, 11:05): "Languir per una bella"Was für ein Ensemble, was für ein Brio - Hammer, Hammer, Hammer, ... Lieber Philidor, das ist ganz gut aber, Luigi Alva ist mir pers. zu schmalbrüstig!
Das ist meine Lieblingsaufnahme, das Ensemble ist großartig ohne eine/n der Protagonisten einzeln hervorzuheben. Pizzolato und Mironov sowie Vinco habe ich auch schon Live gehört und gesehen!
Diese 3 Aufnahmen sind alle gut, haben aber alle für mich einen Schwachpunkt, bei Abbado ist es Baltsa, bei López Cobos ist es Lamore, bei Ferro ist Araiza.
LG palestrina
tapeesa (21.10.2020, 12:25): Henri Dutilleux - Symphony No. 1 Cyril Ciabaud, Oboe, Kasia Tomczak-Feltrin, Harpsichord, Mathieu Petit, Double Bass, Romain Robine, Percussion Orchestre National de Lille, Jean-Claude Casadesus
Henri Dutilleux - Chamber Music with Piano Soloists of the Accademia Nazionale di Santa Cecilia: Andrea Oliva, flute, Francesco Di Rosa, oboe, Francesco Bossone, bassoon, Akanè Makita, piano
John Cage - Thirteen Ensemble 13, Manfred Reichert
Philidor (21.10.2020, 16:17): Lieber Philidor, das ist ganz gut aber, Luigi Alva ist mir pers. zu schmalbrüstig! Lieber Palestrina,
danke für Deine Empfehlungen! Hier steht noch die Bertini-Aufnahme, die hat ein gewisser Philbert in einem Forum, von dem mir gerade nicht einfällt, wie es heißt, empfohlen ... ansonsten bietet mein Streaming-Dienstleister einen ganzen Stall von Aufnahmen, darunter die mit Ferro, Giulini, Abbado, López Cobos und auch die von Dir favorisierte! Ich muss mal schauen ... das Leben ist kurz und Rossinis opere buffe sind nicht das Zentrum der (meiner) Welt.
Auch zu Donizetti - um den habe ich 30 Jahre lang einen Riesenbogen gemacht und jetzt dank Amonasro zarte Annäherungsversuche unternommen ... im Falle von Anna Bolena, Lucrezia Borgia und La Favorite waren die ja erfolgreich, und die Maria Stuarda wird bestimmt noch kommen ...
... wenn ich überlege, wie das vor über 30 Jahren mit Verdi war ... Rigoletto gehört, na ja, Traviata, na jaaaaa, Otello, ganz ok, ... erst bei Simon Boccanegra und Don Carlo hatte ich die leise Ahnung, dass es bei Verdi irgendwann funken könne ... vielleicht kommt das ja noch mit Donizetti.
Ich arbeite weiter an meinen Antennen. Aber wie gesagt: Das Leben ist kurz, vor allem das restliche, und dann vielleicht eben doch lieber zum zwanzigsten Mal mit Genuss die Meistersinger und zum fünfzehnten Mal mit Genuss den Ring gehört, als zum dritten Mal durch Lucia di Lammermoor gequält, in der Hoffnung, dass es irgendwann mal klappt ... im Alter wird man bequem.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (21.10.2020, 19:16): Jetzt gab es hier sowieso erst einmal etwas ganz anderes:
Erich Wolfgang Korngold: Die tote Stadt
Marietta - Angela Denoke Paul - Thomas Kerl Frank - Yuri Batukov Brigitta - Birgitta Svenden Juliette - Barbara Baier Lucienne - Julia Oesch Victorin - Christian Baumgärtel Fritz - Stephan Genz
Chor der Opéra National du Rhin Orchestre Philharmonique de Strasbourg
Jan Latham-Koenig
Inszenierung: Inga Levant
Gruß Philidor
:hello
Philidor (22.10.2020, 07:23): Heute die Streichquintette von Johannes Brahms.
Johannes Brahms
Streichquintett Nr. 1 F-Dur op. 88 Streichquintett Nr. 2 G-Dur op. 111
Hagen Quartett Gérard Caussé
Gruß Philidor
:hello
Philidor (22.10.2020, 11:07): Hier wurde scharf geschossen.
Carl Maria von Weber: Der Freischütz
Ottokar - Bernd Weikl Kuno - Siegfried Vogel Agathe - Gundula Janowitz Ännchen - Edith Mathis Kaspar - Theo Adam Max - Peter Schreier Eremit - Franz Crass Kilian - Günther Leib
Rundfunkchor Leipzig Staatskapelle Dresden
Carlos Kleiber
Gruß Philidor
:hello
Philidor (22.10.2020, 18:08): Ich blieb beim deutschen Stile.
Johannes Brahms
Variationen über ein Thema von Haydn op. 56a Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68
London Classical Players Sir Roger Norrington
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (22.10.2020, 20:57):
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9
Gundula Janowitz, Hilde Rössel-Majdan, Waldemar Kmentt, Walter Berry Wiener Singverein Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
tapeesa (23.10.2020, 13:08): Leoš Janáček - Orchestral Works, Vol. 2 Taras Bulba, Jealousy, The Fiddler's Child, The Ballad of Blanik, Violin Concerto, The Danube James Ehnes, Violine Bergen Philharmonic Orchestra, Edward Gardner
Amonasro (23.10.2020, 19:14):
Heitor Villa-Lobos: Streichquartette Nr. 5, 10 & 13
Cuarteto Latinoamericano
Gruß Amonasro
Marcie (23.10.2020, 19:16):
Amonasro (23.10.2020, 22:13):
Gioachino Rossini/Angelo Anelli: L'Italiana in Algeri
Isabella - Marianna Pizzolato Mustafà - Lorenzo Regazzo Lindoro - Lawrence Brownlee Taddeo - Bruno De Simone Haly - Giulio Mastrototaro Elvira - Ruth Gonzalez Zulma - Elsa Giannoulidou
Transsylvania State Philharmonic Choir, Cluj Virtuosi Brunensis, Alberto Zedda Cembalo: Gianni Fabbrini
Das ist zurzeit meine Lieblingsaufnahme der Italiana. Bei der Ferro-Aufnahme stört mich Araiza weniger als die insgesamt zu schwerfällige Interpretation, da fehlt mir etwas das quirlige, leichtfüßige anderer Aufnahmen. In die von palestrina empfohlene mit Pizzolato werde ich aber bei Gelegenheit auch mal reinhören.
Gruß Amonasro
Amonasro (24.10.2020, 11:34):
Antonio Vivaldi/Antonio Salvi: Ercole su'l Termodonte
Philidor (24.10.2020, 16:46): Hier schon mal eine Kantate zum morgigen 20. Sonntag nach Trinitatis.
Johann Sebastian Bach: "Ach, ich sehe, itzt, da ich zur Hochzeit gehe" BWV 162
Magdalena Kožená, Sara Mingardo, Christoph Genz, Peter Harvey The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Nicolas_Aine (24.10.2020, 16:52):
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Oktett Es-Dur Op. 64
Christian Tetzlaff, Isabel Faust, Lisa Batiashvili, Antje Weithaas, Violinen Rachel Roberts, Ori Kam, Violen Tanja Tetzlaff, Quirine Viersen, Violoncelli
:times10
tapeesa (24.10.2020, 17:16): Rossini - String Sonatas Nos. 1, 2, 3, 4, 5, 6 Hungarian Virtuosi, Tamás Benedek
Sfantu (24.10.2020, 17:21): @'Nicolas Aine,
hör' Dir unbedingt auch den Enescu aus diesem Album an!
George Enescu - Oktett für 4 Violinen, 2 Bratschen & 2 Violoncelli C-dur op. 7 (1900) Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Isabelle Faust & Katherine Gowers, Vl., Antoine Tamestit & Rachel Roberts, Br., Gustav Rivinius & Quirine Viersen, Vcl. (live, 12. Juni 2008, Kraftwerk Heimbach) (CD, Avi, 2009)
I Très modéré II Très fougueux III Lentement IV Mouvement de valse bien rhythmée
Hier kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus: über welche Hochspannung, welche Urgewalt, welche Farben & Stimmungen verfügt dieser Neunzehnjährige dermassen souverän?! Es herrscht die drückende Schwüle der Spät-& Hyperromantik - Vieles erinnert an Schönbergs "Verklärte Nacht". Gerade, was den 2. Satz angeht, fehlen mir fast die Worte: "fougueux", also "getrieben, besessen, ungestüm" wird hier geradezu gewütet, es werden fast körperlich wahrnehmbarer Schauer, ja Alpdruck spürbar - ich könnte schier durchdrehen... Ein Glücksfall stellt dieses hochkarätig besetzte Ensemble dar. Dann diese Klänge, dann auch noch live...eine Sternstunde!
George Enescu - Dezett D-dur op. 14 für 2 Flöten, Englischhorn, 2 Klarinetten, Oboe, 2 Fagotte & 2 Hörner (1907) Nicolae Alexandru & Mihai Teodorescu, Fl., Pavel Tornea, Engl,horn, Constantin Ugureanu & Constantin Cernăianu, Klarinette, Constantin Iliuţă, Oboe, Ion Bădănoiu & Paul Staicu, Horn (LP. electrecord, ca. 1980)
I Doucement mouvementé II Modérément III Allégrement mais pas trop vif
Deutlich ruhiger das Bläser-Dezett. Es herrscht ein friedvoller, pastoraler Grundton vor - sanfte, getragene Melodie-Linien. Im Mittelsatz wird es in einem quasi Trio vorsichtig lebhafter & beinahe folkloristisch. Ohne eine Alternativ-Einspielung zu kennen, kann ich mir mehr Sorgfalt, mehr Delikatesse vorstellen. Ich bin kein Hornist - manche Stellen scheinen mir aber unbequem hoch zu liegen - auch, wenn es vom Klangergebnis nicht uninteressant ist. Allerdings ist die Klangqualität auch nicht optimal. Viele Grüße, Sfantu
Philidor (24.10.2020, 19:50): Danke für den TIpp mit Enescu! Wird demnächst probiert ...
Johannes Brahms
Tragische Ouvertüre op. 81 Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
London Classical Players Sir Roger Norrington
Hm, imho nicht so gut gelungen wie die Dritte aus diesem Set.
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (24.10.2020, 22:48):
Ralph Vaughan Williams : Sinfonien Nr.3 & 5
Royal Liverpool Philharmonic Orchestra , Vernon Handley
Amonasro (24.10.2020, 23:27):
Ludwig van Beethoven: Streichquartette op. 59,2 & op. 74
Gewandhaus-Quartett
Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (24.10.2020, 23:51): Der Enescu ist ein super Stück! Der läuft bei mir auch immer wieder. Allerdings habe ich ein Problem mit dieser Aufnahme, über das ich leider nicht so recht drüberhören kann: sie ist ziemlich unsauber. Zugegebenermaßen ist das furchtbar schwer, grade auch intonatorisch, aber dadurch wirds halt auch nicht sauberer :( Der Mendelssohn ist hingegen blitzsauber.
Ich bleibe bei Kammermusik, diesmal Dvorak:
Aus dieser Box, die neben einigen Nieten (Streichquartette!) auch einige Hauptgewinne hat:
Klavierquartett A-Dur Op 87
Ames Klavierquartett
und im Anschluss das Klavierqu8ntett A-Dur Op. 81
Borodin Quartett Sviatoslav Richter
Philidor (25.10.2020, 07:34): Nun die beiden anderen Kantaten zum heutigen 20. Sonntag nach Trinitatis.
Johann Sebastian Bach
"Schmücke dich, o liebe Seele" BWV 180 "Ich geh und suche mit Verlangen" BWV 49
Magdalena Kožená, Sara Mingardo, Christoph Genz, Peter Harvey The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.10.2020, 09:15): Nun veritable 32-Ender, äh, -Saiter.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Oktett Es-Dur op. 20
George Enescu: Oktett C-Dur op. 7
Gringolts Quartet & Meta 4
VIelen Dank für den Tipp! Mein Lieblings-Streaming-Dienstleister behauptet zwar, die Scheibe mit Tetzlaff & Co. anzubieten, schaut man genauer hin, stellt man fest, dass die Kopfsätze beider Werke im Monats-Abo nicht enthalten sind ... :cursing:
Aber diese Aufnahme in HiRes bot Entschädigung genug.
Danke für den Tipp! Die behauptete Nähe zu Schönberg kann ich nachvollziehen, würde mir jedoch auch nochmal Korngolds Sextett gerne anhören.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (25.10.2020, 13:10): Mozart - Requiem Anna Tomowa-Sintow, Helga Müller-Molinari, Vinson Cole, Paata Burchuladze Wiener Singverein Wiener Philharmoniker, Herbert von Karajan
Philidor (25.10.2020, 13:26): Hier Festtagsbraten. Im November kommt das nicht mehr so gut.
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125
Anna-Kristiina Kaappola, Marianne Beate Kielland, Markus Schäfer, Thomas Bauer Anima Eterna Jos van Immerseel
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (25.10.2020, 13:31): @ Philidor, @ Nicolas, fein, daß auch ihr Freude am Enescu-Oktett habt!
@ Nicolas, da spricht natürlich der Profi & Perfektionist aus Dir. Ich als begeisterungsfähiger & oft emotionsgesteuerter Nur-Hörer kann solche Unsauberkeiten (vorausgesetzt, ich erkenne sie) manchmal verzeihen.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 52 "Lobgesang"
Eleonore Marguerre, Ulrika Strömstedt, Markus Schäfer Deutscher Kammerchor Heidelberger Sinfoniker Thomas Fey
Sorry, weder die Solisten noch der Chor schienen mir erste Liga zu sein ... so engagiert die Heidelberger auch spielen.
Gruß Philidor
:hello
Andréjo (25.10.2020, 17:22): @ Philidor, @ Nicolas, fein, daß auch ihr Freude am Enescu-Oktett habt! Die hab ich auch, die Freude! Es ist eine meiner Entdeckungen des letzten Jahres, ein frappierend originelles und packendes Werk. Ich besitze ebenso die Einspielung mit Tetzlaff und Freunden und überlege, ob ich eine Alternative zum Vergleichen benötige. Dringend eigentlich nicht - und es gibt so viel anderes ...
:hello Wolfgang
Sfantu (25.10.2020, 19:46): Ola Andrejo, willkommen im Club! Ja, die Frage nach Vergleichsaufnahmen stellt sich natürlich. & ja, es gäbe da noch unzählige interessante Musik mehr... & gerade, wenn man, so wie wir zwei, praktisch ausschliesslich via Tonträger hört, sieht man sich halt wieder & wieder mit dem Platzproblem konfrontiert - trotz aller Versuche, die Physik zu überlisten
Viele Grüße & Freude beim Hören! Sfantu
Philidor (25.10.2020, 19:56): gerade, wenn man, so wie wir zwei, praktisch ausschliesslich via Tonträger hört, sieht man sich halt wieder & wieder mit dem Platzproblem konfrontiert Ich werde nicht müde, auf die Vorteile des Streamings hinzuweisen. Ja, das Ding war schweineteuer, aber anstelle dreistelliger Eurobeiträge im Monat für neue und gebrauchte Medien bei den Versendern dieser Welt bezahle ich jetzt € 25,- im Monat an Qobuz. Hat sich längst amortisiert, würde ich sagen. Und das Platzproblem wird zumindest nicht größer.
Hier wieder Schmidt - bitweise aus dem Stream:
Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 3 A-Dur
hr-Sinfonieorchester Paavo Järvi
Gruß Philidor
:hello
Nicolas_Aine (25.10.2020, 23:08):
Johannes Brahms: Klavierkonzert B-Dur Op. 83
Leon Fleisher, Klavier George Szell Cleveland Orchestra
Philidor (26.10.2020, 09:04): Hier wieder Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett C-Dur KV 515
Auryn Quartet Nobuko Imai, Viola
Gruß Philidor
:hello
Philidor (26.10.2020, 12:34): Routinearbeiten gingen an diesem Vormittag locker von der Hand dank dieser Unterstützung:
Wolfgang Amadé Mozart: Die Zauberflöte KV 620
Tamino - Nicolai Gedda Pamina - Gundula Janowitz Papageno - Walter Berry Königin der Nacht - Lucia Popp Sarastro - Gottlob Frick Sprecher - Franz Crass Drei Damen - Elisabeth Schwarzkopf/Christa Ludwig/Marga Hoffgen Papagena - Ruth-Margret Pütz Monostatos - Gerhard Unger Zwei Geharnischte - Karl Liebl, Franz Crass Zwei Priester - Gerhard Unger, Franz Crass Drei Knaben - Agnes Giebel, Anna Reynolds, Josephine Veasey
Philharmonia Orchestra & Chorus
Otto Klemperer
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (26.10.2020, 15:46):
Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Ernani
Ernani - Luciano Pavarotti Don Carlo - Sherrill Milnes Don Ruy Gomez de Silva - Ruggero Raimondi Elvira - Leona Mitchell Giovanna - Jean Kraft Don Riccardo - Charles Anthony Jago - Richard Vernon
Metropolitan Opera Orchestra and Chorus, James Levine Regie: Pier Luigi Samaritani
Tolle Stimmen, vor allem in den drei männlichen Hauptrollen. Pavarotti singt auch die nachträglich komponierte Arie Odi il voto. Die Inszenierung ist reines Rampenstehtheater. Einzig Raimondi scheint um ein Minimum an Schauspiel bemüht.
Gruß Amonasro
Philidor (26.10.2020, 17:52): Die Inszenierung ist reines Rampenstehtheater. Auch mal schön ... ich habe eine "Aida" mit Pavarotti von der Scala, wo dieser Jahrhunderttenor im Wesentlichen als überdimensionierter Kleiderständer agiert. Was den vokalen Leistungen freilich keinen Abbruch tut.
Hier Mendelssohn in Cinemascope.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 52 ("Lobgesang")
Maria Bengtsson, Johanna Winkel, Pavlo Bresnik NDR Chor Kammerakademie Potsdam Antonello Manacorda
Ja, das ist schon eine andere Nummer als in Heidelberg (denen ich gerne den Vorzug bei der "Schottischen" gebe). Chor und Solisten machen halt viel aus.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (26.10.2020, 18:31): Maurice Ravel - Rapsodie espagnole Claude Debussy - Prélude à l'après-midi d'un faune & La mer London Symphony Orchestra, François-Xavier Roth
tapeesa (26.10.2020, 19:32): Alberto Posadas - 1. Oscuro abismo de Ilanto y de ternura 2. Nebmaat 3. Cripsis 4. Glossopoeia Ensemble InterContemporain, IRCAM-Centre Pompidou, François-Xavier Roth
Amonasro (26.10.2020, 22:35):
Duette aus Faust, I pescatori di perle, Carmen, Otello & Iris
Rosanna Carteri, Giuseppe Di Stefano Milan Symphony Orchestra, Antonio Tonini 1957
Szenen & Arien aus Otello, I pescatori di perle, La bohème & Turandot
Rosanna Carteri Orchestra of Radio Italiana, Turin; Arturo Basile, Gabriele Santini 1952
Rosanna Carteri ist gestern mit 89 Jahren verstorben. Diese Scheibe mit Duetten mag ich besonders. Vor allem die Szene aus Mascagnis Iris Oh, come al tuo sottile corpo s’aggira mit der sogenannten Oktopus-Arie gehört zu meinen absoluten Lieblingsaufnahmen (auch wenn ich das nicht als Liebesduett bezeichnen würde).
Gruß Amonasro :hello
Cetay (inaktiv) (27.10.2020, 03:48):
Wolfgang Amadeus Mozart; Maurerische Trauermusik, K.477/479a Budapest Symphony Orchestra, Otto Klemperer (Live, 2. Nov. 1948)
Über das Lied auf dieser Aufnahme habe ich schon im Fachfaden subjektiv gelobhudelt, aber auch die Trauermusik hat es in sich. Klar ist das nicht Stand der Wissenschaft, aber das ist so intensiv hineinziehend, wobei die Intensität einfach da ist, nicht etwa reindirigiert wirkt. Sagenhaft! Irgendwie macht sich das auch ganz wunderbar als 'Vorspiel' zu Mahler. Diese neun Minuten Mozart werten die Platte noch mehr auf und machen sie reif für einen Platz auf meinen persönlichen Olymp.
:times10
Sfantu (27.10.2020, 08:47): Zuletzt in "Gestern im Konzert": War vielleicht noch jemand Live am Radio dabei ? Nicht live dabei. Aber durch Deinen Beitrag neugierig geworden habe ich mir die CD gestern gekauft. Die Spielfolge war beinahe dieselbe wie Du sie im Konzert gehört hast - nur wechselten die beiden Bach-Sinfonien ihren Platz, also WQ 183 Nr. 4 vor Beethoven 1 & WQ 175 zwischen Beethoven 1 & 2. Was mich zuerst etwas zögern liess, war freilich: wieviele LvB-Aufnahmen braucht man noch?? Was mich aber reizte, war einerseits, dass nunmal dieses Orchester spielt & ich war bisher meist begeistert & nur 1x wirklich enttäuscht, nämlich bei den Brandenburgischen. & ausserdem erschien mir die Aussicht auf CPE Bach mit den Berlinern dann doch sehr verlockend. & genau diese gemischte Erwartungshaltung findet nun ihre Bestätigung:
Beethoven erklingt hier in einer guten Darbietung unter den vielen guten bis sehr guten Einspielungen in historisierender Aufführungspraxis. Es wird nichts revolutionär Neues hörbar gemacht, allenfalls einige interessante Details. Der Klang ist nicht optimal räumlich, die Tiefen recht schwach. Regelt man diese aber hoch, ertönt die Pauke bei Beethoven (bei Bach sind keine beteiligt) dumpf & ohne rechten Resonanzkern. Das Menuett der Ersten bringt einige Temporückungen, die in diesem Rahmen gerade noch okay sind - es steht aber immer kurz davor, dass das rhythmische Gesamtgerüst einstürzt. In der Schlusssteigerung vor der Stretta im Kopfsatz der Zweiten bleiben die Trompeten unterbelichtet - schade. All das sind Kleinigkeiten & unterm Strich tolerabel. Etwas Wesentliches, das mir hier aber insgesamt fehlt, ist der grosse Bogen. Es gibt einige schöne Stellen, in die das Ganze aber leider zerfällt.
Mit dem Bach bereiten sie allerdings uneingeschränkte Freude! Auch hier, speziell, was die Wotquenne 183er angeht, herrscht auch nicht gerade ein Mangel an guten Aufnahmen. Hier aber wird mit einem mitreissenden Schwung & feinen, pointierten Akzenten musiziert, dass ich nicht genug davon bekomme!
Fazit > Bach top! > Beethoven so lala.
Carl Philipp Emanuel Bach - Sinfonien F-Dur Wq 175 & G-Dur Wq 183 Nr. 4 Ludwig van Beethoven - Sinfonien Nr. 1 C-Dur op. 21 & Nr. 2 D-Dur op. 36
Akademie für Alte Musik Berlin (CD, harmonia mundi, 2020)
Philidor (27.10.2020, 09:25): Hier wieder Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett g-Moll KV 516
Auryn Quartet Nobuko Imai, Viola
Eulen nach Athen: Tolle Musik! :down :down :down
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (27.10.2020, 10:57):
Johann Wenzel Kalliwoda : Sinfonien Nr.5 & 7 Das Neue Orchestrer , Christoph Spering
Ich mache mal wieder Werbung für den Romantiker J.W.Kalliwoda (1801-1866). Der Böhme mit mährischen und ungarischen Wurzeln, wird mir leider immer wieder allzu gerne ausgelassen, wenn es um die Musik aus Böhmen geht. In Prag geboren, geörte er zur deutschsprachigen Minderheit. Das Wunderkind, das mit 10 Jahren bereits am Prager Konservatorium im Fach Violine auftauchte, erhielt sogar ein Stipendium für seine ausgezeichneten Leistungen auf der Violine.
Von seinen über 500 Werken, die er komponiert hatte, sind sieben Sinfonien übermittelt (1824-1841 geschrieben). Die Erste entstand in etwa zu jener Zeit, als Franz Schubert seine ehemalige "Neunte", also "Die Große C-Dur Sinfonie" schrieb, seine letzte Sinfonie entstand im leichen Jahr, in der Robert Schumann seine Erste schrieb.
Philidor (27.10.2020, 13:38): Hier wurde einer rasiert.
Gioacchino Rossini: Il barbiere di Siviglia
Il Conte d'Almaviva - Raúl Giménez Rosina - Jennifer Larmore Figaro - Håkan Hagegård Bartolo - Alessandro Corbelli Basilio - Samuel Ramey
Choeur du Grand Théâtre de Genève Orchestre de Chambre de Lausanne
Jesús López-Cobos
Obwohl teilweise prächtig gesungen wird, hebt das Stück für mein Empfinden nicht ab. Es bleibt etwas steif. Schade - da fehlt was ...
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (27.10.2020, 17:33):
Claude Debussy:
Nocturnes Premières Rhapsodie pour clarinette et orchestre Jeux La mer
Ladies of The Cleveland Orchestra Chorus Franklin Cohen (Klarinette) The Cleveland Orchestra, Pierre Boulez
Gruß Amonasro
Philidor (27.10.2020, 19:27): Hier nochmals Rossini.
Gioacchino Rossini: Otello ossia Il moro di Venezia
Otello - John Osborn Desdemona - Cecilia Bartoli Elmiro - Peter Kálmán Rodrigo - Javier Camarena Jago - Edgardo Rocha Emilia - Liliana Nikateanu Doge di Venezia - Nicola Pamio Gondoliero - Ilker Arcayürek
Extrachor des Opernhauses Zürich Orchester La Scintilla des Opernhauses Zürich
Muhai Tang
Danke nochmals an Amonasro für den Hinweis! Nach der statischen Tancredi-Inszenierung war dies wesentlich erfreulicher - und auch gesanglich ein Genuss.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (27.10.2020, 20:06): Gut, Ravel und Debussy hauen mich jetzt nicht unbedingt vom Hocker, da habe/liebe ich einfach so viele andere Aufnahmen. Immerhin unaufgeregt, ja souverän gespielt und in Wohlklang gebettet. Aber: mit den Konzerten von Poulenc und vor allem Francaix sind zwei Werke mit dabei, die ich bislang garnicht kannte und welche mir SEHR gefallen! Und die mich sicher nach weiteren Aufnahmen forschen lassen werden.
tapeesa (28.10.2020, 00:52): Giacomo Puccini - Il Trittico
Il tabarro, Libretto: Giuseppe Adami Renata Scotto, Plácido Domingo, Ingvar Wixell
Ambrosian Opera Chorus (Il tabarro, Suor Angelica) Desborough School Choir (Il tabarro) New Philharmonia Orchestra, Lorin Maazel
Momentan "Il tabarro".
Andréjo (28.10.2020, 10:52): Gut, Ravel und Debussy hauen mich jetzt nicht unbedingt vom Hocker, da habe/liebe ich einfach so viele andere Aufnahmen. Immerhin unaufgeregt, ja souverän gespielt und in Wohlklang gebettet. Aber: mit den Konzerten von Poulenc und vor allem Francaix sind zwei Werke mit dabei, die ich bislang garnicht kannte und welche mir SEHR gefallen! Und die mich sicher nach weiteren Aufnahmen forschen lassen werden.
Ja, für das Francaix-Konzert habe ich vor über vierzig Jahren mal wochenlang geschwärmt. Es war für Francaix wohl 1936 der stilistische Auslöser, den er dann vielleicht ein wenig totgeritten hat. Als älterer Mensch höre ich das nicht mehr so oft, aber es ist auf jeden Fall spritzige und unverwechselbare Musik.
Poulencs Konzert von 1949 ist eine seiner melodisch prägnantesten, sehr französischen, mild melancholischen Nummern, nicht so clownshaft wie anderes, eher Filmmusik. Sehr schön! Ich bin ein großer Fan des Komponisten - nach wie vor.
Die CD kenne ich nicht. Gut - bei Ravel ist die Auswahl riesig und es gibt absolute Klassiker. Das G-Dur-Konzert wird es sein, Marcie, oder? Sehr bekannt und viel gespielt. Ich ziehe mittlerweile das etwas interessantere in D vor.
Und schließlich Debussy. Das ist die Fantasie, nehme ich an? Früher Debussy, noch nicht so stiltypisch und eher selten zu hören. Aber mit Sicherheit ebenso eine attraktive Komposition.
:) Wolfgang
Marcie (28.10.2020, 17:21): Das G-Dur-Konzert wird es sein, Marcie, oder? Das ist die Fantasie, nehme ich an? Früher Debussy, noch nicht so stiltypisch und eher selten zu hören. Aber mit Sicherheit ebenso eine attraktive Komposition.
:) Wolfgang Sorry, dass ich es vergessen habe, den Inhalt zu benennen. Beides richtig!
Das Ravelkonzert für die linke Hand spielt Florian Uhlig übrigens auf der CD-Veröffentlichung nach der oben aufgeführten.
Marcie (28.10.2020, 17:28): Die von mir gestern gehörte CD ist derzeit für 3,19 Euro bei amazon bestellbar, falls jemand Lust haben sollte auf Francaix und Poulenc:
CLICK
Marcie (28.10.2020, 20:07):
Philidor (28.10.2020, 20:09): Hier rollte ein Kopf.
Na ... die Inszenierung riss mich nicht vom Hocker.
Gruß Philidor
:hello
xarddam (29.10.2020, 10:46): Zuletzt in "Gestern im Konzert": War vielleicht noch jemand Live am Radio dabei ? Nicht live dabei.Aber durch Deinen Beitrag neugierig geworden habe ich mir die CD gestern gekauft. Die Spielfolge war beinahe dieselbe wie Du sie im Konzert gehört hast - nur wechselten die beiden Bach-Sinfonien ihren Platz, also WQ 183 Nr. 4 vor Beethoven 1 & WQ 175 zwischen Beethoven 1 & 2. Was mich zuerst etwas zögern liess, war freilich: wieviele LvB-Aufnahmen braucht man noch?? Was mich aber reizte, war einerseits, dass nunmal dieses Orchester spielt & ich war bisher meist begeistert & nur 1x wirklich enttäuscht, nämlich bei den Brandenburgischen. & ausserdem erschien mir die Aussicht auf CPE Bach mit den Berlinern dann doch sehr verlockend. & genau diese gemischte Erwartungshaltung findet nun ihre Bestätigung:
Beethoven erklingt hier in einer guten Darbietung unter den vielen guten bis sehr guten Einspielungen in historisierender Aufführungspraxis. Es wird nichts revolutionär Neues hörbar gemacht, allenfalls einige interessante Details. Der Klang ist nicht optimal räumlich, die Tiefen recht schwach. Regelt man diese aber hoch, ertönt die Pauke bei Beethoven (bei Bach sind keine beteiligt) dumpf & ohne rechten Resonanzkern. Das Menuett der Ersten bringt einige Temporückungen, die in diesem Rahmen gerade noch okay sind - es steht aber immer kurz davor, dass das rhythmische Gesamtgerüst einstürzt. In der Schlusssteigerung vor der Stretta im Kopfsatz der Zweiten bleiben die Trompeten unterbelichtet - schade. All das sind Kleinigkeiten & unterm Strich tolerabel. Etwas Wesentliches, das mir hier aber insgesamt fehlt, ist der grosse Bogen. Es gibt einige schöne Stellen, in die das Ganze aber leider zerfällt.
Mit dem Bach bereiten sie allerdings uneingeschränkte Freude! Auch hier, speziell, was die Wotquenne 183er angeht, herrscht auch nicht gerade ein Mangel an guten Aufnahmen. Hier aber wird mit einem mitreissenden Schwung & feinen, pointierten Akzenten musiziert, dass ich nicht genug davon bekomme!
Fazit > Bach top! > Beethoven so lala.
Carl Philipp Emanuel Bach - Sinfonien F-Dur Wq 175 & G-Dur Wq 183 Nr. 4 Ludwig van Beethoven - Sinfonien Nr. 1 C-Dur op. 21 & Nr. 2 D-Dur op. 36
Akademie für Alte Musik Berlin (CD, harmonia mundi, 2020) Hallo Sfantu !
Vielen Dank für die ausführliche CD Besprechung Nun, ich kenne die CD nicht, habe lediglich das Konzert angehört Auch bin ich nicht DER Fachmann, um solche "Feinheiten" (abgesehen vom Sound der CD) zu hören
Daher nochmal, DANKE für die CD Kritik !
Das Konzert hat mir (als casual Klassik Hörer) gut gefallen; die Beethoven Sinfonien fand ich schwungvoll und mit Freude gespielt
Die beiden Bach Werke sind eh genau meine Musik. Einfach nur schön. Mitreissend
Wenn Du Lust/Zeit hast, kannst Du das Konzert (oder Teile davon) auch anschauen/anhören bei ARTE TV. Kannst ja da mal ansehen/anhören, ob das Orchester Live auch mit Abzügen spielt . Wobei man den Sound CD > < Live natürlich jetzt net vergleichen kann. Dabei ist es natürloch schon schade, dass der Sound bei der CD (mit den heutigen Möglichkeiten) nicht ganz TOP ist.
Ach ja, hier der link: https://www.arte.tv/de/videos/099434-001-A/beethovens-sinfonien-und-ihre-vorbilder-i/
palestrina (29.10.2020, 11:48): Na ... die Inszenierung riss mich nicht vom Hocker. Lieber Philidor, hättest mal lieber nur die CD angehört! :P
LG palestrina
Philidor (29.10.2020, 13:38): Lieber Philidor, hättest mal lieber nur die CD angehört! ... Lieber Palestrina, das ist aber nicht dieselbe Aufnahme ...
bzgl. einer weiteren Salome in Ton und Bild schwanke ich zwischen Stratas/Böhm, Ewing/Downes und Nadja Michael/Philippe Jordan.
Hättest Du da eine Präferenz ...?
Rein akustisch käme ich mit Behrens/Karajan und in seltenen Fällen Welitsch/Reiner ja zurecht ...#
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (29.10.2020, 14:06):
Giacomo Puccini/Giuseppe Adami: Il tabarro
Michele - Tito Gobbi Giorgetta - Margaret Mas Luigi - Giacinto Prandelli Il Tinca - Piero De Palma Il Talpa - Plinio Clabassi La Frugola - Miriam Pirazzini Un venditore di canzonetta - Renato Ercolani Due amanti - Piero De Palma, Silvia Bertona
Coro e Orchestra del Teatro dell’Opera di Roma, Vincenzo Bellezza
Eine von Gobbis besten Rollen, allerdings muss man den Mono-Klang und den Umstand, dass die von Puccini geforderten Hintergrundgeräusche wie Schiffssirenen, Autohupen oder Glockenläuten hier komplett weggelassen wurden, in Kauf nehmen.
Auf YouTube findet sich auch ein netter Schwarz-Weiß-Film des tabarro, in dem Gobbi zugleich als Michele und Erzähler auftritt, die Oper ist dafür leider stark gekürzt.
Gruß Amonasro
Sfantu (29.10.2020, 14:31): Merci, xarddam, für den Link!
Höre gern bei nächster Gelegenheit hinein.
tapeesa (29.10.2020, 17:52): Auf YouTube findet sich auch ein netter Schwarz-Weiß-Film des tabarro, in dem Gobbi zugleich als Michele und Erzähler auftritt, Danke für den Tipp! __
Antonio Vivaldi - Motezuma Vito Priante, Marijana Mijanovic, Roberta Invernizzi, Maite Beaumont, Romina Basso, Inga Kalna Il Complesso Barocco, Alan Curtis
Philidor (29.10.2020, 19:52): Klassiker. Und wie gut.
Gioacchino Rossini: La Cenerentola ossia La bontà in trionfo
Don Ramiro – Francisco Araiza Dandini – Claudio Desderi Don Magnifico – Paolo Montarsolo Clorinda – Margherita Gugliemi Tisbe – Laura Zannini Cenerentola – Frederica von Stade Alidoro – Paul Plishka
Orchestra e Coro del Teatro della Scala Claudio Abbado
Inszenierung: Jean-Pierre Ponnelle
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (29.10.2020, 22:56): Jake Heggie - Dead Man Walking, Libretto: Terrence McNally Joyce DiDonato, Frederica von Stade, Measha Brueggergosman Houston Grand Opera Chorus, Houston Grand Opera Orchestra (Livemitschnitt Neuinszenierung Saison 2010 - 11), Patrick Summers
Uraufführung: 7. Oktober 2000 im War Memorial Opera House der San Francisco Opera
Ebenso wie der Film von 1995 nach dem Buch von Helen Prejean.
palestrina (30.10.2020, 11:20): Hättest Du da eine Präferenz ...? Lieber Philidor, leider nein ich schaue, bis auf klitzekleine Ausnahmen, keine DVD bzw.BluRay an, das gibt mir gar nichts! Bei mir heisst es schon immer, entweder Live in der Oper (wo ich mir selber ein Bild davon mache wo ich hinschauen möchte), oder nur hören mit Libretto und meiner Phantasie! Ich bin Stolz auf meine Sammlung von mittlerweile ca 16.500 Tonträger und das hauptsächlich nur Oper, Oratorien und Sängerrecitals da kann ich meiner Phantasie freien Raum lassen und genießen! :leb
LG palestrina
Maurice inaktiv (30.10.2020, 12:47):
Johannes Brahms ; Sinfonien Nr.1-4 :
Sinfonie Nr.1, c-moll & Nr.3, F-Dur
WDR-SO Köln, Jukka-Pekka Saraste
Dank JPC und der dortigen Angebote habe ich hier noch genug Scheiben herumliegen, die die nächsten Wochen gehört werden können. Zeit dazu habe ich ja nun genug. Unserer Regierung sei Dank. :cursing:
Philidor (30.10.2020, 12:48): Lieber Palestrina,
danke für Deine Rückmeldung!
Das mit den 16.500 Tonträgern muss ich mal meiner Frau sagen ... obwohl: Meinst Du 16.500 Tonträger (also ein Ring zählt 12-15 Tonträger, je nachdem) oder 16.500 Verkaufseinheiten (also ein Ring zählt 1 Verkaufseinheit)?
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (30.10.2020, 18:16):
Gioachino Rossini/Jacopo Ferretti: Matilde di Shabran o sia Bellezza e cuor di ferro
Matilde - Olga Peretyatko Corradino - Juan Diego Flórez Isidoro - Paolo Bordogna Edoardo - Anna Goryachova Aliprando - Nicola Alaimo Contessa d'Arco - Chiara Chialli Ginardo - Simon Orfila Egoldo - Giorgio Misseri Raimondo - Marco Filippo Romano Rodrigo - Ugo Rosati Udolfo - Dario Sallusto
Orchestra e coro del Teatro Comunale di Bologna, Michele Mariotti Regie: Mario Martone
Eine sehr vergnügliche Oper mit brillanten Ensembles. Angesichts der für eine Komödie enormen Länge (der 1. Akt kommt auf rekordverdächtige 2 Stunden 15 Minuten!) überrascht die eher minimalistische Inszenierung. Allerdings ist die Personenführung sehr durchdacht und selbst Flórez, der sonst sehr holzschnittartig agiert, überzeugt hier ausnahmsweise auch schauspielerisch. Gesanglich ist die Aufführung sowieso spitze.
16.500 Tonträger 8o :down
Gruß Amonasro
Philidor (31.10.2020, 08:10): Reformationstag.
Johann Sebastian Bach
"Gott, der Herr, ist Sonn und Schild" BWV 79 "Ein feste Burg ist unser Gott" BWV 80 "Nun danket alle Gott" (Fragment) BWV 192
Joanne Lunn, William Towers, James Gilchrist, Peter Harvey The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (31.10.2020, 09:56): Den „Mosè“ habe ich übersprungen (die Beschaffung der Blu-ray aus Pesaro mit Roberto Abbado/Graham Vick ist geplant) und stattdessen gestern und heute gesehen und gehört:
Gioacchino Rossini: Semiramide
Semiramide – June Anderson Arsace – Marilyn Horne Assur – Samuel Ramey Idreno – Stanford Olsen Azema – Young Ok Shin Oroe – John Cheek Mitrane – Michael Forest L’ombra di Nino – Jeffrey Wells
Metropolitan Opera Orchestra and Chorus
James Conlon
Inszenierung: John Copley
Babylon New York: „It was the largest audience ever to witness an inauguration, period, both in person and around the globe“ (Sean Spicer). – Aber rein musikalisch fand ich das sehr annehmbar.
In jedem Falle ist das eine Oper, der ich mich weiter annehmen werde. Barbiere, L’italiana in Algeri und La cenerentola mit ihren Crescendowalzen, zungenbrecherischen Prestissimo-Parlandi und effektvollen Ensemblenummern sind das eine, Otello und Semiramide sind das andere. – Bin schon auf das Wiederhören des „Tell“ (nach etlichen Jahren …) gespannt.
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (31.10.2020, 12:45):
Alexander Glasunov : Sinfonie Nr.8 & Raymonda-Suite, op.57a
Royal Scottish National Orchestra , José Serebrier
Oben ist die Box incl. der Konzerte, die inzwischen so günstig angeboten wird, dass sie weniger als die reine Sinfonien-Box kostet die ich noch habe. Egal, Serebrier macht das vorzüglich.
Philidor (31.10.2020, 14:05): Weiter mit Nézet-Séguin.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 52 ("Lobgesang")
Regula Mühlemann, Karina Gauvin, Daniel Behle RIAS Kammerchor Chamber Orchestra of Europe Yannick Nézet-Séguin
Gute Solisten, toller Chor, insgesamt doch eher auf der beschaulichen Seite.
Gruß Philidor
:hello
Amadé (31.10.2020, 14:59): Bereits gestern Abend:
MMn eine der besten Tristan-Aufnahmen. Meist textverständliches Singen, gute Rollenausdeutung. Klang bei solistischen Stellen sehr deutlich, mit vollem Orchester jedoch einige Verzerrungen.
Gruß Amadé
Philidor (31.10.2020, 15:03): Hier Achttausender der Orgelliteratur.
Max Reger
Fantasie über den Choral "Ein feste Burg ist unser Gott" op. 27 Fantasie über den Choral "Halleluja! Gott zu loben, bleibet meine Seelenfreud" op. 52 Nr. 3
Balázs Szabó Walcker-Orgel der Votivkirche zu Wien (III/61, op. 27) Kuhn-Orgel in St. Anton zu Zürich (III+Fernwerk/54, op. 52 Nr. 3)
Gruß Philidor
:hello
Philidor (31.10.2020, 15:33): Noch so'n Brett.
Jehan Alain: Trois danses
Kevin Bowyer Marcussen-Orgel der St. Augustine-Kapelle der Tonbridge School (III/60)
Gruß Philidor
:hello
Philidor (31.10.2020, 16:07): Ich blieb im Genre.
Maurice Duruflé
Prélude et fugue sur le nom d'Alain op. 7 Suite op. 5
Friedhelm Flamme Mühleisen-Orgel der Stiftskirche zu Bad Gandersheim (III/50)
Wenn nur eine CD mit französischer Orgelmusik, dann vielleicht diese Perle ...? Obwohl, es fehlen Franck und Messiaen ... und Vierne und Dupré ... aber was für eine unglaubliche Aufnahmetechnik mit Rauminformation und voller Durchsichtigkeit! Würde es immer so klingen, Orgelmusik hätte viel mehr Anhänger.
Coro Filarmonico di Praga Orchestra del Teatro Comunale di Bologna, Alberto Zedda
Diese Aufnahme habe ich erst kürzlich erworben, obwohl ich Tamar und Scalchi noch nicht kannte. Mir gefällt sehr, was ich hier höre. Iano Tamar singt die Titelrolle sehr expressiv und nicht in erster Linie klangschön, ähnelt mehr Alex Penda als Joan Sutherland. Auch die übrige Besetzung überzeugt. Die Tonqualität ist etwas durchwachsen, in den Ensembles und Cabaletten gibt es zum Teil Verzerrungen. Die Fogliani-Aufnahme bleibt mein Favorit, aber diese ist eine gute Ergänzung, sogar ein Libretto liegt bei.
Gruß Amonasro
Philidor (31.10.2020, 20:02): Die Fogliani-Aufnahme bleibt mein Favorit, Ja, die Aufnahme aus Wildbad wollte ich auch nochmal hören ... mein Streaming-Dienstleister bietet sie freundlicherweise an.
Hier Brahms:
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
London Classical Players Roger Norrington
Aus meiner irrelevanten Sicht die am besten gelungene Wiedergabe in dieser GA, wobei auch die Haydn-Variationen ihre Meriten haben.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (01.11.2020, 00:02): Frédéric Chopin - die Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23, die Etüde Nr. 2 a-Moll op. 10 und die zweite Klaviersonate b-Moll op. 35 Wilhelm Backhaus
Erik Satie - Embryons desséchés Pascal Rogé
Erik Satie - Embryons desséchés, 2. D'Edriophthalma Katia Labèque
tapeesa (01.11.2020, 00:31): Eugen d'Albert - Tiefland Ernst Gutstein, Heinz Hoppe, Hanne-Lore Kuhse, Theo Adam, u. a. Chor Der Staatsoper Dresden, Chorleiter: Gerhart Wüstner Staatskapelle Dresden, Paul Schmitz
Philidor (01.11.2020, 10:04): "Il tabarro" Danke an Tapeesa und Amfortas, der die legendäre Gobbi-Aufnahme hörte, für die Anregung ... ja, Puccini ist auch mal wieder dran ...
Hier zunächst Musik zum Tage - nicht nur Allerheiligen, sondern auch der 21. Sonntag nach Trinitatis.
Johann Sebastian Bach
"Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben" BWV 109 "Aus tiefer Not schrei ich zu dir" BWV 38 "Was Gott tut, das ist wohlgetan" BWV 98 "Ich habe meine Zuversicht" BWV 188
Joanne Lunn, William Towers, Paul Agnew, Gotthold Schwarz Silas John Standage, Organo concertato (BWV 188) The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Jeden Sonntag dieses ungläubge Staunen, was der Kerl Woche für Woche rausgehauen hat ...
Gruß Philidor
:hello
palestrina (01.11.2020, 11:10): obwohl: Meinst Du 16.500 Tonträger (also ein Ring zählt 12-15 Tonträger, je nachdem) oder 16.500 Verkaufseinheiten (also ein Ring zählt 1 Verkaufseinheit)? Ja, lieber Philidor ich meine Tonträger, also pro Oper 2-3-(4) aber ich denke trotzdem das reicht ☆, das sind reichlich Regale. Nach meinem Umzug habe ich alles neu machen lassen, so mit Schieberegalen! :) ☆von z.B. Donizetti, Verdi, Rossini, Wagner, Bellini, Puccini, Berlioz, Cilea, Mercadante, Giordano, Massenet und vielen anderen Komponisten gibt es keine veröffentliche Oper die ich nicht wenigstens 1X habe.
Die Tonqualität ist etwas durchwachsen, in den Ensembles und Cabaletten gibt es zum Teil Verzerrungen. Lieber Amonasro, ich habe noch die Original Ausgabe....
.....da hört man der gleichen Fehler nicht, bei Überspielungen kommt das schon mal vor, leider! Wenn ich was älteres noch nicht hatte und mir es zulegen wollte war ich zum größten Teil darauf bedacht das Original haben zu wollen, was natürlich nicht immer gelang trotz intensiver Suche im www.! Und gerade die obige Semiramide kostet im Original ein kleines CD Vermögen! Übrigens, eine wirklich schlechte Aufnahme der Semiramide gibt es nicht, allerdings die Aufnahme von Opera Rara war das erstemal eine kleine >Enttäuschung< für mich, die braucht man nun wirklich nicht!
LG palestrina
Philidor (01.11.2020, 11:32): Ja, lieber Philidor ich meine Tonträger, also pro Oper 2-3-(4) aber ich denke trotzdem das reicht ☆ Mein lieber Palestrina, oha ... 16.500 Tonträger, das sind mindestens 14.000 Stunden Musik (mindestens! Das entspräche einer durchschnittlichen Laufzeit von 51 Minuten pro CD). Bei einem Hörpensum von durchschnittlich acht Stunden pro Tag ergäbe dies 1.750 Tage oder 4 Jahre und - ein Schaltjahr eingerechnet - 289 Tage, also etwa 4 Jahre, 9 Monate und 17 Tage ... wie viel ist das in Weinflaschen? :D Nach meinem Umzug habe ich alles neu machen lassen, so mit Schieberegalen! Über das Hinzuziehen eines Schreiners habe ich auch schon nachgedacht ... vor allem sollten die Regale zumindest im Arbeitszimmer fast Raumhöhe haben. Im Wohnzimmer stehen Massivholzregale von Möbelum für die CDs. Aber Streaming war die Rettung.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (01.11.2020, 13:20):
Antonio Vivaldi/Matteo Noris: Tito Manlio
Tito Manlio - Sergio Foresti Manlio - Elisabeth Scholl Lucio - Nicki Kennedy Vitellia - Rosa Dominguez Servilia - Lucia Sciannimanico Decio - Thierry Grégoire Geminio - Davide Livermore Lindo - Bruno Taddia
Modo Antiquo, Federico Maria Sardelli
Gruß Amonasro
Philidor (01.11.2020, 15:58): Nun mal wieder Meistersinger – freilich in einer weniger diskussionsanregenden Aufführung als unter Kosky 2017 in Bayreuth.
Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg
Hans Sachs – Gerald Finley Walther von Stolzing – Marco Jentzsch Sixtus Beckmesser – Johannes Martin Kränzle Veit Pogner – Alastair Miles Eva – Anna Gabler Magdalene – Michaels Selinger
The Glyndebourne Chorus London Philharmonic Orchestra
Vladimir Jurowski
Inszenierung: David McVicar
Von McVicar habe ich noch keine Inszenierung kennen gelernt, in der es nicht es nicht viel zu sehen gäbe – da passiert etwas. So auch hier, trotz der recht kleinen Bühne. Kurzweilig ist es also allemal. Nur in den Monologen vom Flieder und vom Wahne gehört der Raum Hans Sachs allein. Ansonsten, beginnend mit dem Blick- und Gestenspiel von Eva, Walther und Magdalene beim Täuferchoral, ist etwas los. – Die Hochbühne auf der Festwiese wirkt freilich wie ein Inszenierungszitat von Wolfgang Wagner in Bayreuth 1984, aber irgendwo muss der ganze Chor auf der kleinen Bühne ja hin.
Platziert wird das Werk in der biedermeierlichen Zeit der Klassiker – Goethes Bildnis ziert die Schusterwerkstatt, ein Denkmal eines Schriftstellers steht vor seinem Hause – und gleichzeitig diejenige, in welche Wagner hineingeboren wurde. Die Meister sind ein recht seltsamer Haufen. Geschmacklose Emporkömmlinge, denen man die niedere Herkunft aus Entfernung ansieht. „Die sind bequem“ – allemal. Aber auch ungebildet, ungehobelt, selbstgefällig und mit Freude an billigen Späßen (Begrüßungsszene im ersten Aufzug). Beckmesser vom Dienst, Johannes Martin Kränzle, scheint neben Sachs noch der Einzige zu sein, der etwas von Umgangsformen gehört hat. Kein Wunder, dass die beiden besonderes Ansehen genießen. – Die Keilerei ereignet sich als Klamauknummer, unter den Augen des Dichterfürsten auf dem Sockel. Na, da hat mir doch etwas gefehlt . das wird erst auf Schelmenweis nach dem Nachtwächtervers ein wenig abgerundet.
Gesanglich fand ich den Live-Mitschnitt in allen Hauptrollen sehr gut besetzt. Gut, Schreiers Darbietung der Meisterlehren und Zeppenfelds Nachtwächter sind wohl kaum zu toppen, Walther war nicht immer frei in der Höhe, aber das war mehr als anständig. Jurowskis Dirigat ist ok, vielleicht aber nicht mehr. Das London Philharmonic spielt prächtig. Der Chor („Wach auf“) singt großartig.
McVicar zeigt eine „Komische Oper in drei Aufzügen“, wie Wagner selbst überschrieb. Problematisierungen spielen keine Rolle, McVicar verzichtete auf Inszenierung der Metaebene. Damit sind die Probleme des Werkes freilich weder gelöst noch überwunden, doch Spaß macht es schon, die „Meistersinger“ mal so zu sehen.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.11.2020, 16:42): Zum Gedenktag aller Heiligen.
Franz Liszt: Deux Légendes
St. François d'Assise: La prédication aux oiseaux St. François de Paule marchant sur les flots
Alfred Brendel, Klavier
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.11.2020, 17:33): Am Vorabend von Allerseelen.
Max Reger
Fantasie über den Choral "Freu dich sehr, o meine Seele" op. 30 Fantasie über den Choral "Alle Menschen müssen sterben" op. 52 Nr. 1
Balázs Szabó Walcker-Orgel der Votivkirche zu Wien (III/61, op. 30) Kuhn-Orgel in St. Anton zu Zürich (III+Fernwerk/54, op. 52 Nr. 1)
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.11.2020, 18:10): Ich blieb beim Thema.
Johann Sebastian Bach
Actus tragicus ("Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit") BWV 106 "Nach dir, Herr, verlanget mich" BWV 150
Nancy Argenta, Michael Chance, Anthony Rolfe-Johnson, Stephen Varcoe (BWV 106) Joanne Lunn, Daniel Taylor, Paul Agnew, Panajotis Iconomou (BWV 150)
The Monteverdi Choir English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner
Der "Actus tragicus" ist für mich eine der gelungensten Kantaten-Aufnahmen, die Gardiner noch für DG Archiv gemacht hat. Sehr fein.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.11.2020, 18:54): Wo BWV 150 ist, ist Brahms 4 nicht weit.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
London Classical Players Roger Norrington
Auch nicht schlecht.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (01.11.2020, 20:23):
Sfantu (01.11.2020, 23:30): Nach der Beethoven-Enttäuschung mit der AkAMus von vergangener Woche lief heute ein Teil des Zweigestirns meiner Lieblingsalben dieses Ensembles (neben dem mit Musik am preußischen Hofe mit & um CPE Bach). Dabei war nun ein spezieller Focus auf Schiefendecker gerichtet. Das Album des Elbipolis Barockorchesters hatte ich kürzlich erworben, drum bot sich - neben dem Verkosten der kompletten Alben (& jedes für sich ist ein Hochgenuß!) - jetzt mal ein Vergleichshören an:
Johann Christian Schieferdecker (1679 - 1732) - aus den Musicalischen Concerten (Hamburg, 1713): Nr. 1 a-moll
Akademie für Alte Musik Berlin (CD, harmonia mundi France, 2005)
Die Berliner haben den kompakteren & um eine Nuance trockeneren Ensembleklang. Das Elbipolis ist einmal eine Spur klarer & transparenter eingefangen. Dazu spielen sie aber auch mit etwas mehr Lust & Schwung, es kommen mehr Farben zur Geltung - als Beispiel: gleich in der Ouvertüre der reizvolle Klang der Oboen im Kontrast zu den Streichern. Im Entrée wird ein gravitätisch langsames Tempo gewählt, dazu Trommel & Glocke als rhythmische Grundierung, sodaß sich fast die Ambience eines Trauermarsches ausbreitet. Die Berliner spielen das für meinen Geschmack mit dem flüssigeren & passenderen Tempo. Trotzdem - dieser Kunstgriff der Hamburger wirkt vielleicht etwas gewollt, in seiner ganz eigenen Schrulligkeit kann er dennoch überzeugen. Auch der Gigue (in Berlin an die vorletzte Stelle, in Hamburg als furioser Schlußsatz platziert) wird bei den Hanseaten mit Klangholz & Castagnetten ein ansteckender Drive verliehen, während die Berliner auch hier doch vergleichsweise brav bleiben - kurios, denn in den übrigen Nummern ihres vorzüglichen Konzept-Albums geizen sie nicht mit allerlei Schlagwerk-Spektakel. Das Elbipolis legt sich für seinen Lokalhelden (1702 - 1707 Cembalist & im Orchester & Komponist an der Oper am Gänsemarkt) halt mehr ins Zeug. Für dieses Album beschränkte man sich auf die Nummern 1, 5, 6, 8, 10 & 13 aus diesen 13 Musicalischen Concerten (auch Concerts Musicaux), welche die einzig überlieferte Sammlung von Instrumentalmusiken Schieferdeckers darstellen. Es bliebe nur zu wünschen, daß auch die restlichen 7 Konzerte noch folgen! Eine Ohrenweide!
tapeesa (02.11.2020, 01:23): The Koroliov Series Vol. XXII feuilles nocturnes - Nocturnes, waltzes, études and mazurkas by Frédéric Chopin Evgeni Koroliov, piano
palestrina (02.11.2020, 10:25): Aber Streaming war die Rettung. Lieber Philidor, das ist nichts für mich ich bin nachwievor ein haptisches Mensch, und ganz wichtig, ich muss meine CDs sehen und mich daran erfreuen! :leb
LG palestrina
Philidor (02.11.2020, 13:25): Lieber Philidor, das ist nichts für mich ich bin nachwievor ein haptisches Mensch, und ganz wichtig, ich muss meine CDs sehen und mich daran erfreuen! Wenn ich die Regale sehe (hier sind es vermutlich "nur" um die 6-7k Tonträger), ist die Lust meiner Augen voll befriedigt ... alles Weitere kann gerne bitweise einströmen ...
Hier nun Bach - natürlich hat der nix zu Allerseelen komponiert, aber dieses Werk passt leidlich:
Johann Sebastian Bach: "Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn" BWV 157
Christoph Genz, Peter Kooy Bach Collegium Japan Masaaki Suzuki
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (02.11.2020, 18:26):
Jean-Baptiste Lully/Philippe Quinault: Atys
Atys - Guy de Mey Idas - Jacques Bona Sangaride/Iris - Agnès Mellon Doris - Françoise Semellaz Cybèle - Guillemette Laurens Mélisse - Noémi Rime Célénus - Jean-François Gardeil Le Sommeil - Gilles Ragon Morphée - Jean-Paul Fouchécourt Pobector/Sangar/Le Temps - Bernard Deletré Phantase - Michel Laplénie Un Songe funeste - Stephan Maciejewski Flore - Monique Zanetti Zéphirs - Jean-Paul Fouchécourt, Gilles Ragon Melpomène - Arlette Steyer Trio - Isabelle Desrochers, Jean-Paul Fouchécourt, Véronique Gens
Les Arts Florissants, William Christie
Angeblich die Lieblingsoper von Ludwig XIV. Verglichen mit anderen Opern Lullys (wie Alceste oder Armide) finde ich das Werk eher monoton und stellenweise langatmig (vor allem in den ersten beiden Akten). Ob es am Werk oder der Interpretation liegt, weiß ich nicht. Die Traumszene ist allerdings klasse.
Gruß Amonasro
Philidor (02.11.2020, 18:28): Nun seine schönste Oper.
Giuseppe VerdI: Requiem
Herva Nelli, Fedora Barbieri, GIuseppe di Stefano, Cesare Siepi Robert Shaw Choral NBC Symphony Orchestra Arturo Toscanini 1951
Hat mir sehr gut gefallen. Die Aufnahme leidet m. E. nicht unter dem Überdruck, der manche Aufnahme des Maestros beschädigt. - In irgendeiner Sammelbox liegt hier noch seine 1940er Aufnahme des Requiems mit Björling herum ... mal schauen.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (02.11.2020, 18:38): Giuseppe Verdi - Il trovatore (Highlights) Zinka Milanov, Jussi Bjoerling, Fedora Barbieri, Leonard Warren The Robert Shaw Chorale, Robert Shaw RCA Victor Orchestra, Renato Cellini
Philidor (02.11.2020, 18:41): Zinka Milanov, Jussi Bjoerling, Fedora Barbieri, Leonard Warren The Robert Shaw Chorale, Robert Shaw RCA Victor Orchestra, Renato Cellini Oh ja ... wie schnell vergessen wir ob der digital strömenden Verlockungen, welche Schätze wohlbehütet im häuslichen Regal ihrer wohlwollenden Anhörung harren ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (02.11.2020, 18:58): Johann Christian Schieferdecker (1679 - 1732) - aus den Musicalischen Concerten (Hamburg, 1713): Nr. 1 a-moll
Elbipolis Barockorchester Hamburg (CD, WDR - The Cologne Broadcasts, 2011)
Eine Ohrenweide! Danke für den Tipp! Bei der Salix (wohl eher cibatio?) aurium stimme ich überein.
Hier neben dem ersten auch noch das 8. Concert in F-Dur.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.11.2020, 07:15): Hier wieder Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett D-Dur KV 593
Auryn Quartet Nobuko Imai, Viola
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.11.2020, 08:42): Weiter mit Brahms.
Johannes Brahms: Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2
Alban Berg Quartett (2. Studioaufnahme für EMI)
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (03.11.2020, 09:08):
J.S. Bach; Klavierkonzerte Nr. 1, 4 & 5, Brandenburger Konzert Nr. 5 Edwin Fischer Kammerorchester
Sfantu (03.11.2020, 09:14): Bei der Salix (wohl eher cibatio?) aurium stimme ich überein. Freut mich ungemein!
Drum: g'lüstet's nach barockem Gaudium, Hier wird sie wahr, die salix aurium!
Philidor (03.11.2020, 09:29): Der Sfantu ist ja ein Dichter ... :down
Hier wieder Slawisches:
Leoš Janáček: Streichquartett Nr. 1 ("Kreutzersonate")
Škampovo kvarteto/Škampa quartet
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.11.2020, 15:04): Hm.
Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll BWV 232
Gerlinde Sämann, Elisabeth Hermans, Patrizia Hardt, Petra Noskaiová, Bernhard Hunziker, Christoph Genz, Marcus Niedermeyr, Jan Van der Crabben La Petite Bande Sigiswald Kuijken
So sehr ich viele der ebenfalls mit solistischer Vokalbesetzung entstandenen Kantaten-Aufnahmen Kuijkens schätze, so sehr hat mir nun doch zumindest stellenweise der Chor gefehlt. Sind's nur meine Hörgewohnheiten? Vielleicht ...
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (03.11.2020, 15:54): In irgendeiner Sammelbox liegt hier noch seine 1940er Aufnahme des Requiems mit Björling herum ... mal schauen. Dass du neben dem Verdi-Hören auch Björling erwähnt hattest, habe ich erst nachträglich entdeckt. Mochte, was ich von ihm in den Il trovatore-Highlights gehört habe. __
Salvatore Accardo plays Paganini 24 Caprices for Solo Violin, op. 1 Violinkonzerte 1 - 5 La Primavera u. a.
Diabolus in Musica - Accardo interpreta Paganini London Philharmonic Orchestra, Charles Dutoit
A war concert - Transcriptions by Jascha Heifetz Lucio Degani, violin; Andrea Rucli, piano
Anna Netrebko (Sopran) Ian Bostridge (Tenor) Thomas Hampson (Bariton)
Orchestra, Coro e Voci Bianche dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Roma; Antonio Pappano
Gruß Amonasro
Philidor (03.11.2020, 17:22): Hier noch drei vergnügliche Concerti.
Johann Christian Schieferdecker aus den Musicalischen Concerten (Hamburg, 1713):
- Nr. 13 c-Moll - Nr. 6 d-Moll - Nr. 10 G-Dur
Elbipolis Barockorchester Hamburg
"Elbipolis" ist wohl bestenfalls Selbstironie - die Römer nannten die Elbe "Albis". Ob die alten Griechen sie kannten, sei dahingestellt - heute sagen sie Έλβας zu ihr. Also eher Elbapolis? Analog Neapolis?
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (03.11.2020, 19:02): Das Graecum diese Wicht' entbehren? Der Untergang des Abendland's! Auch, wenn wir uns darob empören, 's Ergebnis läßt sich dennoch hören. Nomenclatura irritans...
Sfantu (03.11.2020, 19:04): Nein, im Ernst: interessante Richtigstellung.
Philidor (03.11.2020, 19:16): Wer nicht weiß, wo es des Genitivs bedarf, Und Kapostrophe regelwidrig scharf Benutzt, zu schmähen andre Denkensart, Der überdenk sein Urteil schnell und hart, Bevor ihn unbarmherzig richt', Was er mit leichter Zunge spricht. Sonst würde an ihm selbst erschaut Der Untergang, den er woanders glaubt.
;)
Philidor (03.11.2020, 19:34): Heute etwas von den Folgen unkontrollierten Trinkens.
Gaetano Donizetti: L’elisir d’amore
Adina – Anna Netrebko Nemorino – Rolando Villazón Belcore – Leo Nucci Dulcamaro – Ildebrando d’Arcangelo Giannetta - Inna Los
Chor und Orchester der Wiener Staatsoper
Alfred Eschwé
Inszenierung nach Otto Schenk
So eine dümmliche Handlung … da liest Adina im ersten Bild aus „Tristan und Isolde“ vor, dabei weiß doch jede(r), dass dieses Musikdrama erst Jahrzehnte später geschaffen wurde … ;)
Nein, im Ernst: Die Inszenierung zeigt die Oper als reine buffa und verfehlt damit einige tragische Dimensionen, die sie auch haben kann.
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (03.11.2020, 19:41): Wortakrobatisch' Spezereien, Sie kitzeln keck den Gaumen fein. So wird zum Philidorianer Der Türk, Walache wie der Spanier Ja selbst die Elbe-Schrammeln stimmen ein.
tapeesa (03.11.2020, 19:45): Benjamin Britten - War Requiem
Luba Orgonasova (Sopran) Anthony Rolfe Johnson (Tenor) Boje Skovhus (Bariton)
Jürgen Lamke, Organist
Tölzer Knabenchor The Monteverdi Choir (London) NDR Chor (Hamburg)
NDR Sinfonieorchester, John Eliot Gardiner
Sfantu (03.11.2020, 19:46): Ich meine mich zu erinnern, daß jemand hier an anderer Stelle Villazons Nemorino-Darstellung als Klamauk beschrieben hat. Was auch nicht wirklich verwundert, oder?
Philidor (03.11.2020, 19:53): daß jemand hier an anderer Stelle Villazons Nemorino-Darstellung als Klamauk beschrieben hat Ich sag's mal so: Man könnte anhand dieser DVD erklären, was mit "physique du rôle" gemeint ist ... :D
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.11.2020, 10:14): Das letzte der sechs Werke.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett Es-Dur KV 614
Auryn Quartet Nobuko Imai, Viola
Das klinget so herrlich, das klinget so schön, da werde ich wohl demnächst mit dem Talich Quartet oder den Julliards weitermachen.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (04.11.2020, 18:06): Diese Aufnahme seiner schönsten Oper finde ich hinreißend:
Giuseppe Verdi: Messa da Requiem
Maria Stader, Marianna Radev, Helmut Krebs, Kim Borg
RIAS-Kammerchor Chor der St.-Hedwigs-Kathedrale RIAS-Symphonie-Orchester Berlin
Opera Rara Chorus Orchestra of the Age of Enlightenment, Sir Mark Elder
Donizettis französische Überarbeitung des italienischen Poliuto. Michael Spyres singt hier, wie so oft, herausragend. Die restliche Besetzung ist gut, klingt aber zu indifferent. Insgesamt finde ich die Aufnahme gelungener als die mir bekannten Poliutos, die unter tontechnischen (Corelli/Callas) bzw. sängerischen (Carreras/Ricciarelli) Problemen und Mischfassungen (beide) leiden.
Gruß Amonasro
tapeesa (04.11.2020, 22:41): György Ligeti - Le Grand Macabre Libretto von Michael Meschke und György Ligeti, frei nach Michel de Ghelderode: "La balade du Grand Macabre"
Dieter Weller, Penelope Walmsley-Clark, Olive Fredricks, Peter Haage, Christa Puhlmann-Richter, Kevin Smith, Ude Krekow, u. a. ORF-Chor und Arnold Schönberg-Chor (Einstudierung: Erwin Ortner) Die Gumpoldskirchner Spatzen (Einstudierung: Elisabeth Ziegler)
ORF-Symphonie-Orchester, Elgar Howarth
Philidor (05.11.2020, 08:23): Nun wieder Mozart.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquartett Nr. 14 G-Dur KV 387
Isabella - Lucia Valentini-Terrani Elvira - Norma Palacios-Rossi Zulma - Gigliola Caputi Mustafa - Sesto Bruscantini Lindoro - Ugo Benelli Taddeo - Enzo Dara Haly - Alfredo Mariotti
Chor der Staatsoper Dresden Staatskapelle Dresden
Gary Bertini
Nein, nein, ... so schön hier auch gesungen wird, das Stück hebt für meine Begriffe nicht ab ... wie lebendig und quirlig war das doch unter Varviso ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.11.2020, 15:52): Hier Vorfreude aufs Wochenende:
Gioacchino Rossini: Ouvertüre zu "Guglielmo Tell"
Orchestra dell'Accademia nazionale di Santa Cecilia Antonio Pappano
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.11.2020, 17:23): Hier wieder Schmidt - bitweise aus dem Stream:
Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 3 A-Dur
hr-Sinfonieorchester Paavo Järvi
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.11.2020, 19:40): Ich dachte ja, Wahlkampf wäre vor der Wahl. Aber gut. Die Berichte haben mich hierzu inspiriert:
Richard Strauss: Elektra
Klytemnästra – Astrid Varnay Elektra – Leonie Rysanek Chrysothemis – Catarina Ligendza Aegisth – Hans Beirer Orest – Dietrich Fischer-Dieskau Der Pfleger des Orest – Josef Greindl Ein alter Diener – Kurt Böhme
Wiener Philharmoniker
Karl Böhm
Regie: Götz Friedrich
Mit diesen Sängern hätte man freilich auch einen Tristan erster Güte besetzen können. Sogar mit zwei Isolden … egal: Ein packendes Erlebnis am Fernseher.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (05.11.2020, 21:26):
Gioachino Rossini/Andrea Leone Tottola: La donna del lago
Elena - Sonia Ganassi Uberto di Snowdon/Giacomo V. - Maxim Mironov Malcolm Groeme - Marianna Pizzolato Rodrigo di Dhu - Ferdinand von Bothmer Douglas d'Angus - Wojtek Gierlach Albina - Olga Peretyatko Serano - Stefan Cifolelli
Prague Chamber Choir Tübingen Festival Band SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern, Alberto Zedda
Eine der besten Aufnahmen aus Wildbad. Mit dem Nebeneinander von idyllisch-pastoralen Szenen und Freiheitskampf weist die Oper schon auf Guillaume Tell voraus, enthält aber auch brillante Bravour-Arien (allen voran Tanti affetti). Zudem kombiniert La donna del lago die in Rossinis neapolitanischen Opern üblichen zwei großen Tenorrollen mit einer heroischen Hosenrolle, wie sie in seinen nicht für Neapel geschriebenen ernsten Opern üblich war.
Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (06.11.2020, 10:55):
César Franck; Psyché, M. 47 (Gesamtaufnahme ohne Chor) Sofia Symphony Orchestra, Vassil Kazandjiev
Philidor (06.11.2020, 18:44): Klassiker.
Giuseppe Verdi: Messa da Requiem
Leontyne Price, Rosalind Elias, Jussi Björling, Giorgio Tozzi
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien Wiener Philharmoniker
Fritz Reiner
Gruß Philidor
:hello
Marcie (06.11.2020, 19:31): Schon der zweite Durchlauf. Was für eine wunderbare Neuentdeckung für mich. Aufregend, überraschend, frisch!
Maurice inaktiv (06.11.2020, 20:54): Schon der zweite Durchlauf. Was für eine wunderbare Neuentdeckung für mich. Aufregend, überraschend, frisch! Japp. Das ist eine richtig tolle CD. Du hast Dir da einige richtig gute Sachen gekauft Dag Wiren, Borresen, Gouvy, Klengel, Fesca, Graener, Walter, Kalliwoda (!!!), Weingartner und Milhaud (die habe ich wieder verkauft. Sie war nicht so gaz mein Fall. Würde ich heute vielleicht anders sehen) habe ich auch hier (bzw. hatte ich mal). Viel Spaß beim Hören die nächsten Wochen.
Marcie (06.11.2020, 20:56): Schon der zweite Durchlauf. Was für eine wunderbare Neuentdeckung für mich. Aufregend, überraschend, frisch! Japp. Das ist eine richtig tolle CD. Du hast Dir da einige richtig gute Sachen gekauft Dag Wiren, Borresen, Gouvy, Klengel, Fesca, Graener, Walter, Kalliwoda (!!!), Weingartner und Milhaud (die habe ich wieder verkauft. Sie war nicht so gaz mein Fall. Würde ich heute vielleicht anders sehen) habe ich auch hier (bzw. hatte ich mal). Viel Spaß beim Hören die nächsten Wochen. An Kalliwoda bist allein Du schuld! :beer
Maurice inaktiv (06.11.2020, 21:09): An Kalliwoda bist allein Du schuld! Das ist völlig ausgeschlossen. Nicht, dass ich noch Deine Rechnung zahlen muss. :D
Chœur de Chambre de Namur Les Talens Lyriques, Christophe Rousset
In der Oper geht es um die Nymphe Io, der Jupiter nachstellt, und die daher von der eifersüchtigen Juno mehrere Akte lang gequält wird, bis Jupiter ihr entsagt. Die Handlung dient eigentlich nur als Rahmen für ausgedehnte Divertissements, die nur marginal zur Handlung beitragen. Nach der üblichen Huldigung des Sonnenkönigs im Prolog, sind die ersten beiden Akte noch relativ dialoglastig, von der ausgedehnten Ballettszene am Ende des 2. Akts abgesehen. Ab dem 3. Akt schöpft Lully dann aus den Vollen: Zur Ablenkung des hundertäugigen Argus (der später in einen Pfau verwandelt wird, daher das Cover) wird eine Art Oper in der Oper aufgeführt, die in einigen lebhaften Chören und Tänzen die Geschichte von Syrinx und Pan erzählt und schließlich in eine großartige von Flöten begleitete Trauerszene Pans mündet (Trauerszenen scheinen eine Spezialität Lullys zu sein). Der 4. Akt führt Io an verschiedene unwirtliche Orte, wofür Lully sehr lautmalerische Musik komponierte: die eisige Winterlandschaft Skythiens (stotternder Chor und Streichertremoli zur Darstellung der Kälte) und die heiße Schmiede der Chalybes (onomatopoetischer Gesang & rhythmisches Schlagen auf Metall). Der in Ägypten spielende Schlussakt wartet mit einer tragischen Arie Ios, einem Versöhnungsduett des Götterpaares und einem festlichen Chor-Tableau auf. Verglichen mit anderen Opern Lullys ist Isis sehr undramatisch, enthält aber viele musikalische Schönheiten. Für den Librettisten Quinault hatte das Werk übrigens negative Folgen: Er musste den Hof verlassen, da die Mätresse des Königs Madame de Montespan sich in der rachsüchtigen Juno wiederzuerkennen glaubte.
Gruß Amonasro
Marcie (07.11.2020, 10:32):
Philidor (07.11.2020, 15:37): Hier wurde scharf geschossen.
Gioacchino Rossini: Guillaume Tell
Guillaume Tell – Gerald Finley Hedwige – Enkelejda Shkosa Jemmy – Sofia Fomina Arnold Melcthal – John Osborn Melcthal – Eric Halfvarson Leuthold – Samuel Dale Johnson Gesler – Nicolas Courjal Rodolphe – Michael Colvin
Royal Opera Chorus Orchestra of the Royal Opera House
Antonio Pappano
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (07.11.2020, 21:27):
Vincenzo Bellini/Felice Romani: I Capuleti e i Montecchi
Capellio - Tiziano Bracci Giulietta - Anna Netrebko Romeo - Elina Garanca Tebaldo - Joseph Calleja Lorenzo - Robert Gleadow
Wiener Singakademie Wiener Symphoniker, Fabio Luisi
Gruß Amonasro
Philidor (07.11.2020, 21:41): Danke für Dein "Like", lieber Amonasro!
Ich komme mit Rossini in seinen verschiedenen Geschmacksrichtungen zurzeit besser zurecht als mit Donizetti.
"La Cenerentola" enthält so viel wundervolle Musik, "Otello" war sehr stark, "Semiramide" hat mich trotz bombastischer, Met-kompatibler Inszenierung wieder mitgenommen, und sein Versuch mit dem "Tell" in der "Grand opéra" ist einfach unglaublich. Zum einen absolut, also ohne Rückbezug auf ältere Werke, aber erst Recht mit Blick auf die älteren - wie schade, wie unendlich schade, dass er nach dem "Tell" aufgehört hat ...
... und, ja, bei allem Respekt vor Donizetti, ich kann nachvollziehen, dass Donizetti erst zu Donizetti wurde, als Rossini aufgehört hat ... Tell 1829, Anna Bolena 1830. Sorry. Ich hoffe, dass mir da noch Antennen wachsen, die auf Donizetti-Wellenlänge empfänglich sind.
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (07.11.2020, 21:55):
Jean Sibelius : Sinfonien Nr.1 & 3 : New Zealand SO, Pietari Inkinen
tapeesa (07.11.2020, 22:52): Richard Wagner - Parsifal Peter Hofmann, José van Dam, Dunja Vejzović, Kurt Moll, Siegmund Nimsgern, Victor von Halem Chor der deutschen Oper Berlin Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
tapeesa (08.11.2020, 00:48): Bruckner - Sinfonie Nr. 6 New Zealand Symphony Orchestra, Georg Tintner
Philidor (08.11.2020, 08:23): Heute ist der drittletzte Sonntag im Kirchenjahr. Im Leipzig Bachs kannte man solch moderne liturgische Dinge noch nicht und zählte die Sonntage nach Trinitatis fröhlich weiter. - Also heute Bachs Kantaten zum 22. So. n. Tr.
Johann Sebastian Bach
"Was soll ich aus dir machen, Ephraim?" BWV 89 "Mache dich, mein Geist, bereit" BWV 115 "Ich armer Mensch, ein Sündenknecht" BWV 55
Joanne Lunn, Robin Tyson, James Gilchrist, Peter Harvey Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (08.11.2020, 09:19): Nun wurde die Orgel geschlagen.
Georg Muffat: Apparatus musico-organisticus
Toccata prima - Toccata sexta
Joseph Kelemen I/III/V/VI: Freundt-Orgel (1642) im Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg (III/35) II/IV: Silbermann-Orgel (1732) in der Abteikirche zu Ebersmunster (III/29)
Gruß Philidor
:hello
Marcie (08.11.2020, 11:15): Wow, hier geht ja die Post ab! Gefällt mir sehr!
Sfantu (08.11.2020, 12:01): @ Marcie, ja, die CD ist wirklich 'ne Wucht! Schade, daß cpo die Sinfonien-Gesamtaufnahme schon vor Jahren gestrichen hat. Kurz, nachdem sie aus dem Katalog genommen wurde, sah ich sie noch als Neuware in einem Laden in Istanbul - wusste damals aber nichts von der Streichung. Da kneift' s mich noch heute im Magen...
Marcie (08.11.2020, 14:27): @ Marcie, ja, die CD ist wirklich 'ne Wucht! Schade, daß cpo die Sinfonien-Gesamtaufnahme schon vor Jahren gestrichen hat. Kurz, nachdem sie aus dem Katalog genommen wurde, sah ich sie noch als Neuware in einem Laden in Istanbul - wusste damals aber nichts von der Streichung. Da kneift' s mich noch heute im Magen... Ja, das hatte ich auch schon enttäuscht festgestellt. Schaue grad, ob ich sie irgendwo antiquarisch bestellen kann.
Ulisse - Werner Hollweg Penelope - Trudeliese Schmidt Telemaco - Francisco Araiza
Antinoo - Simon Estes Pisandro - Peter Straka Eurimaco - Paul Esswood
Melanto - Janet Perry Eumete - Philippe Huttenlocher Iro - Arley Reece Ericlea - Maria Minetto
Monteverdi-Ensemble des Opernhauses Zürich
Nikolaus Harnoncourt
Inszenierung, Regie und Bühnenbild: Jean-Pierre Ponnelle 1979
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (08.11.2020, 20:42): Anton Bruckner - Sinfonie Nr. 5
Residentie Orchestra The Hague, Neeme Järvi und Eugen Jochum, Staatskapelle Dresden
Amonasro (08.11.2020, 21:05): Ich komme mit Rossini in seinen verschiedenen Geschmacksrichtungen zurzeit besser zurecht als mit Donizetti. Da sind wir gar nicht soo weit von einander entfernt. Zwar mag ich einige Opern von Donizetti, aber Rossini steht mir auch näher (allerdings kenne ich von letzterem auch deutlich mehr Werke).
- wie schade, wie unendlich schade, dass er nach dem "Tell" aufgehört hat ... Hier stimme ich vorbehaltlos zu.
Heute (aber erstmal nur den 1. Akt):
Richard Wagner: Parsifal
Gurnemanz - René Pape Kundry - Katarina Dalayman Amfortas - Peter Mattei Parsifal - Jonas Kaufmann Titurel - Rúni Brattaberg Klingsor - Evgeny Nikitin
The Metropolitan Opera Orchestra, Chorus and Ballet, Daniele Gatti Regie: François Girard
Gruß Amonasro
Cetay (inaktiv) (09.11.2020, 02:14):
Wolfgang Amadeus Mozart / Franz Xaver Süssmayr; Requiem d-Moll, K. 626 Lynne Dawson, Jard van Nes, Keith Lewis, Simon Estes, Philharmonia Chorus & Orchestra, Carlo Maria Giulini
Hier wird in der Theorie so ziemlich alles falsch gemacht: Riesenbesetzung, moderne Instrumente und sehr breite Tempi. Und es ist in der Praxis sehr gut so. Wie schon bei den letzten drei Sinfonien und der Sinfonia Concertante malt der späte Guilini ein ruhig fliessendes, warm leuchtendes Mozart-Bild, an dessen Tiefenwirkung ich mich nicht satt hören kann.
palestrina (09.11.2020, 10:09): Ich komme mit Rossini in seinen verschiedenen Geschmacksrichtungen zurzeit besser zurecht als mit Donizetti. Da sind wir gar nicht soo weit von einander entfernt. Zwar mag ich einige Opern von Donizetti, aber Rossini steht mir auch näher (allerdings kenne ich von letzterem auch deutlich mehr Werke). - wie schade, wie unendlich schade, dass er nach dem "Tell" aufgehört hat ... Hier stimme ich vorbehaltlos zu. Heute (aber erstmal nur den 1. Akt):
Richard Wagner: Parsifal
Gurnemanz - René Pape Kundry - Katarina Dalayman Amfortas - Peter Mattei Parsifal - Jonas Kaufmann Titurel - Rúni Brattaberg Klingsor - Evgeny Nikitin
The Metropolitan Opera Orchestra, Chorus and Ballet, Daniele Gatti Regie: François Girard
Gruß Amonasro Hallo ihr beiden, eurer Konversation Stimme ich nicht ganz zu, bei mir steht nach wie vor Donizetti im Vordergrund und dann kommen gleichberechtigt Rossini und Bellini hinzu!
Den Parsifal habe ich sogar auch auf DVD :) , einfach genial! :times10 :thumbsup:
LG palestrina
Philidor (09.11.2020, 11:14): Hallo ihr beiden, eurer Konversation Stimme ich nicht ganz zu, bei mir steht nach wie vor Donizetti im Vordergrund und dann kommen gleichberechtigt Rossini und Bellini hinzu! Wat dem eenen sin Uhl, ... ... das ist ja das Schöne an solchen Foren. Der eine mag Schokoladenpudding, der andere nicht, und auf dieser Basis kann man einen Dialog mit iteriertem Inhalt perpetuieren. Den Parsifal habe ich sogar auch auf DVD , einfach genial! Das freut mich sehr! Die Blu-ray liegt hier schon, wird aber bis zum Samstag vor dem ersten Advent warten müssen. Diese 4-Stunden-Trümmer gehen nur am Wochenende, und jetzt kommen erst einmal Meistersinger (Gatti/Herheim) und Les Troyens (Pappano/McVicar).
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (09.11.2020, 16:19): "The Artistry of Hans Fagius" - A collection of English, German and French Organ Musik daraus: 4. Partita über "Ach wie nichtig, ach wie flüchtig" an der Orgel: Georg Böhm
Bach - Sacred Cantatas for Soprano daraus: 1 - 6 "Falsche Welt, dir trau ich nicht" Siri Karoline Thornhill, Sopran Bach Vocalensemble Köln, Kölner Kammerorchester, Helmut Müller-Brühl
Marcie (09.11.2020, 17:06):
Philidor (09.11.2020, 18:01): Heute mit Solti, Gar nicht schlecht - angefangen mit den Solisten. Dass ihm das "Dies irae" liegt, war vermutbar, dass die anderen Abschnitte so geschmackvoll gerieten, vielleicht nicht ...
Giuseppe Verdi: Messa da Requiem
Joan Sutherland, Marilyn Horne, Luciano Pavarotti, Martti Talvela
Wiener Staatsopernchor Wiener Philharmoniker
Sir Georg Solti
Gruß Philidor
:hello
Philidor (09.11.2020, 19:51): Nun Kantaten für die, die sich (was) trauen.
Johann Sebastian Bach
"Herr Gott, Beherrscher aller Dinge" BWV 120a "Der Herr denket an uns" BWV 196
BWV 120a: Hana Blažíková, Damien Guillon, Christoph Genz, Peter Kooy Bach Collegium Japan Masaaki Suzuki
BWV 196: Barbara Schlick, Kai Wessel, Guy de Mey, Klaus Mertens The Amsterdam Baroque Orchestra Ton Koopman
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (09.11.2020, 19:54): Die Kantaten von Bach stehen auch auf meiner Wunschliste :) . Ich weiß nur noch nicht, welche Aufnahme es sein soll. Musikalische Grüße Jan
Philidor (09.11.2020, 19:56): Ich weiß nur noch nicht, welche Aufnahme es sein soll. :D Ein treffliches Diskussionsthema für lange Winterabende ...
- auf historischen Instrumenten oder nicht? - mit Knabenchören oder mit Frauen? - solistisch besetzt oder nicht? - ... - ...
Suchst Du zunächst nach einer Auswahl (da kann man verschiedenste Aufführungspratiken mischen) oder soll es gleich eine Gesamtaufnahme sein?
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (09.11.2020, 20:16): Ich hatte vor allem drei Gesamtaufnahmen ins Auge gefasst: Karl Richter Nikolaus Harnoncourt Ton Koopman In diesem Bereich kann ich mir einiges vorstellen. Bei Klassik und Romantik kann ich mit HIP nur wenig anfangen, beim Barock möchte ich da allerdings gerne mal experimentieren. Ich denke, ich werde mich mal im Netz durchhören. Musikalische Grüße Jan
Philidor (09.11.2020, 20:45): Karl RichterVon Richter gibt es m. W. keine Gesamtaufnahme. Nikolaus HarnoncourtVon Harnoncourt auch nicht. Der hat sich eine Gesamtaufnahme mit Gustav Leonhardt geteilt. Ich denke, ich werde mich mal im Netz durchhören.Das ist wohl die beste Idee. Vergiss Herreweghe und Suzuki nicht. Und Gardiner.
Interessante (vokal) solistisch besetzte Aufnahmen haben m. E. Kuijken und Pierlot gemacht. Und einige andere mehr ...
Viele Grüße Philidor
:hello
Jan Van Karajan (09.11.2020, 20:50): Lieber Philidor, Der Onlinehändler meines Vertrauens führt tatsächlich eine Aufnahme mit Richter, die als Gesamtaufnahme bezeichnet wird. Ich werde aber nochmal recherchieren. Man ist ja nicht allwissend :leb . Im Moment reizt mich Gardiner tatsächlich am meisten. Es ist erstaunlich, was für tolle Anregungen man hier bekommt :) . Danke dafür. Grüße Jan
Philidor (09.11.2020, 21:26): Der Onlinehändler meines Vertrauens führt tatsächlich eine Aufnahme mit Richter, die als Gesamtaufnahme bezeichnet wird. Hmmm ... vielleicht eine Gesamtaufnahme der Richterschen Aufnahmen? ;) Ein erster Test bestünde darin. ob die Kantaten mehr als 50 CDs belegen. Im Moment reizt mich Gardiner tatsächlich am meisten. Seine "Pilgrimage" umfasst leider auch nicht alle Kirchenkantaten.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (09.11.2020, 21:31): Lieber Philidor, Das hatte ich natürlich nicht bedacht. Verzeih mir meine Unwissenheit :rofl . Mit werde ich nochmal ordentlich recherchieren, im Moment ist mir eher nach Stöbern in diesem tollen Forum. Musikalische Grüße Jan
Jan Van Karajan (09.11.2020, 22:27): Hier jetzt vor der Nachtruhe:
Tschaikowsky: Violinkonzert in D-Dur Vadim Repin Kirov Orchester St. Petersburg, Valery Gergiev :down :down :down
Maurice inaktiv (09.11.2020, 22:54):
Johannes Brahms : Sinfonie Nr.4 : WDR-SO Köln, Jukka-Pekka Saraste
Hier zu später Stunde Brahms, auch aus Köln, aber mit finnischem Einschlag :D Keine Angst, es klingt nicht nach einem "deutschen Sibelius"...... :evil:
Maurice inaktiv (10.11.2020, 00:15):
Gustav Mahler : Sinfonie Nr.5 : London Philharmonic Orchestra, Jaap Van Zweeden AD: 16.01.2008, Royal Albert Hall, Live-Einspielung
Es haut mich nicht vom Hocker. Da fehlt mir der Biss. Das sollte man mit so einem Orchester weitaus intensiver hinbekommen. Mir ist das zu seicht. Das klingt alles schön, aber sonst ist da nix. Damit alleine wird man Mahler niemals treffen. Das konnten Leonard Bernstein, Herbert von Karajan (der bestimmt nicht gerade DER Mahler-Dirigent war; Seine Fünfte finde ich aber ganz hervorragend gelungen. Da gehen aber die Meinungen auch auseinander), Chailly,.Rattle oder Abaddo besser. Selbst die Einspielung aus Gran Canaria bringt Mahler mir näher als hier. Das fängt schon bei dem Eröffnungs-Solo der Trompete an. Auch das Horn-Solo im dritten Satz was wunderschön gespielt wurde, ist mir zu stromlinienförmig ausgelegt.
Leider werden die Solisten nicht genannt. Sowas finde ich immer wieder total bedauerlich, gerade dann, wenn es sich um das Hauslabel handelt. Da werden die eigenen Kollegen einfach verschwiegen. Das finde ich schon sehr schwach.
Van Zweeden mag ein geschätzter Mahler-Dirigent sein, HIER würde ich das leider nicht vermuten.
Philidor (10.11.2020, 08:34): Hier wieder Mozart am Morgen. Da weiß ich doch gleich, was mir in den letzten Tagen gefehlt hat.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquartett Nr. 15 d-Moll KV 421
Juilliard String Quartet
Gruß Philidor
:hello
Marcie (10.11.2020, 09:07):
Maurice inaktiv (10.11.2020, 09:26):
Anton Bruckner : Sinfonie Nr. 0 , d-moll, WAB 100 Philharmonie Festiva , Gerd Schaller
Marcie (10.11.2020, 10:04): Auch meine Antheil-Entdeckungsreise geht weiter. Und bleibt spannend!
tapeesa (10.11.2020, 10:29): Tigran Mansurian - Con Anima
Agnus Dei Sonata da chiesa Con anima String Trio String Quartet No. 3 Die Tänzerin
Kim Kashkashian, Movses Pogossian, Varty Manouelian, Michael Kaufman, Karen Ouzounian, Tatevik Mokatsian, Boris Allakhverdyan
Maurice inaktiv (10.11.2020, 11:05):
Jean Sibelius : Sinfonie Nr.2 & Karelia-Suite : New Zealand SO, Pietari Inkinen
Es ist irgendwie erstaunlich, dass man bei Naxos bereits den dritten Zyklus der Sibelius-Sinfonien eingespielt hat - und man kann alle drei wirklich als gelungen bezeichnen (Leaper, Saccari und nun Inkinen). Ich bin gespannt, wann der vierte Zyklus beginnt, und wer ihn dirigieren wird. Ob vielleicht sogar einer unter Leif Segerstam geplant ist?
Maurice inaktiv (10.11.2020, 11:49):
Antonin Dvorak: Sinfonie Nr.9 : Berliner Philharmoniker , Herbert von Karajan AD: Nov.1958 (plus Carl Maria von Weber: Aufforderung zum Tanz - Philharmonia Orchestra, AD: 1957)
Die Aufnahme klingt selbst 2020 noch ganz hervorragend. Da hatten die EMI-Leute Ende der 1950-er Jahre ein ausgezeichnetes technisches Equipment zur Verfügung. Dazu in Stereo. Und Karajan hat eine wunderbare Einspielung vorgelegt.
tapeesa (10.11.2020, 11:50): Valentin Silvestrov - Bagatellen und Serenaden
Eduard Abramian - 24 Preludes for Piano Mikael Ayrapetyan
Philidor (10.11.2020, 12:13): Valentin Silvestrov - Bagatellen und Serenaden Ja ... wunderbare Musik. In den Top 3 der musikalischen Hausapotheke.
Hier wieder Bach:
Johann Sebastian Bach: Messe h-moll BWV 232
Balthasar-Neumann-Chor Freiburger Barockorchester
Thomas Hengelbrock
Hat mir sehr gut gefallen. Weder der Drauflos-Stil des jungen John Eliot noch der vergeistigte Stil à la Herreweghe oder Suzuki, irgendwo dazwischen, ich bekomme es nicht recht zu fassen.
Die Solo-Partien werden von Chorsängern übernommen. wie weiland in der ersten Aufnahme des Werkes unter Gardiner.
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (10.11.2020, 14:24):
Ralph Vaughan-Williams : The Lark Assending , The Wasps, Prelude and Fugue in C minor. Frederic Delius : Intermezzo aus "Fennimore and Gerda", "On Hearing the first Cuckoo in Spring", "Sleigh Ride", "Irmelin Prelude", "la Calinda"
London Philharmonic Orchestra , Vernon Handley
Jan Van Karajan (10.11.2020, 14:59): Vaughan Williams wünsche ich mir auch :D . Hat Handley nicht auch die Symphonien vorgelegt? Grüße Jan
tapeesa (10.11.2020, 15:02): John Adams - I was looking at the ceiling and then I saw the sky Libretto: June Jordan Martina Mühlpointner, Kimako Xavier Trotman, Markus Alexander Neisser, Jeannette Friedrich, Darius de Haas, Lilith Gardell, Jonas Holst The Band of Holst-Sinfonietta, Klaus Simon
Marcie (10.11.2020, 15:04): Vaughan Williams wünsche ich mir auch :D . Hat Handley nicht auch die Symphonien vorgelegt? Grüße Jan da würde ich Dir, ohne zu zögern, dieses wundervolle, und auch günstige Set empfehlen:
Jan Van Karajan (10.11.2020, 15:20): Lieber Marcie, Vielen Dank :) . Ich kenne Boults Sibelius aus dem Netz, wusste aber nicht, dass er auch auf diesem Gebiet so aktiv war. Grüße Jan
Marcie (10.11.2020, 15:22): Am besten bestellst Du diese gleich dazu, kostet auch nur ein paar Euro:
Jan Van Karajan (10.11.2020, 15:25): Lieber Marcie, Vielen Dank :) . Ich kenne Boults Sibelius aus dem Netz, wusste aber nicht, dass er auch auf diesem Gebiet so aktiv war. Grüße Jan Entschuldigung, gemeint war natürlich Barbirolli :D . Boults Sibelius kenne ich natürlich nicht :D Grüße Jan
Jan Van Karajan (10.11.2020, 15:26): Am besten bestellst Du diese gleich dazu, kostet auch nur ein paar Euro:
Klingt auch toll :) . Zu dumm, dass mein Wunschzettel schon so voll ist :I
Marcie (10.11.2020, 15:28): Na, du wirst ja wohl ein paar Euro übrig haben und dir das selber schenken können?!
Jan Van Karajan (10.11.2020, 15:46): Das könnte allerdings drin sein :D . Einmal im Kaufrausch ist es nur schwer, mich wieder zu bremsen :D
Marcie (10.11.2020, 15:47): Einmal im Kaufrausch ist es nur schwer, mich wieder zu bremsen Dann ist es wirklich gefährlich, sich in diesem Forum aufzuhalten! :rofl
Amonasro (10.11.2020, 16:05): Heute nochmal Wagner:
Richard Wagner: Der fliegende Holländer
Der Holländer - Dietrich Fischer-Dieskau Senta - Marianne Schech Daland - Gottlob Frick Erik - Rudolf Schock Mary - Sieglinde Wagner Der Steuermann - Fritz Wunderlich
Chor der Deutschen Staatsoper Berlin Staatskapelle Berlin, Franz Konwitschny
Ein Trumpf der Aufnahme ist die sehr hohe Textverständlichkeit aller Sänger, leider nicht selbstverständlich. Fischer-Dieskau gefällt mir sehr gut in der Titelrolle, Marianne Schech finde ich hier allerdings gewöhnungsbedürftig.
Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (10.11.2020, 16:27): Einmal im Kaufrausch ist es nur schwer, mich wieder zu bremsen Dann ist es wirklich gefährlich, sich in diesem Forum aufzuhalten! :rofl Das war mir vor meiner Anmeldung schon bewusst :leb
Jan Van Karajan (10.11.2020, 16:36):
Lieber Marcie, Durch Zufall fand ich gerade diese Box. Sie enthält auch zahlreiche Konzerte und andere Orchesterwerke. Vielleicht schlage ich später zu :D Musikalische Grüße Jan
Maurice inaktiv (10.11.2020, 17:26): Durch Zufall fand ich gerade diese Box. Sie enthält auch zahlreiche Konzerte und andere Orchesterwerke. Vielleicht schlage ich später zu Musikalische Grüße Boult ist super, ABER : Aufpassen !! Er hat einen Mono-Zyklus UND Stereo-Zyklus vorgrstellt. Vernon Handley hat da einen ebenfalls fantastischen Zyklus UND auch viele Orchester(Solowerke eingespielt. Auch Haitink hat eine sehr schöne Box mit den Sinfonien und Orchesterwerken vorgelegt. Zur Zeit ist der Handley nicht zum günstigen Preis zu erwerben, aber da kannst Du mal schauen. Den gibts immer mal günstig.
Jan Van Karajan (10.11.2020, 17:56): Ich glaube, bei dieser Box handelt es sich um den Zyklus in Stereo. Muss ich aber noch recherchieren. Haitink hatte ich völlig vergessen. Der reizt mich aber auch :D . Handley soll ja ohnehin DER Spezialist für dieses Reportoire sein. Da gibt es noch enorm viel zu entdecken. Danke für die tollen Anregungen Grüße Jan :D
Jan Van Karajan (10.11.2020, 17:56): Hier leitet man den eigenen Ruin ein :D
Philidor (10.11.2020, 18:03): Hier leitet man den eigenen Ruin ein Voll nommaaaal. Sozusagen ein Aufnahmeritual in Klassikforen. Durch umfassende Verarmung aller Teilnehmenden kommt man dem Ideal der klassenlosen und kunstliebenden Gesellschaft schon sehr nahe. :D
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (10.11.2020, 18:16): Der Sammler hat große Freude im Leben. Aber wenn es hoch kommt, hat er nur kleine Geldreserven :D . Später läuft hier vielleicht noch die Fantastique unter Münch. Gleich aber erstmal Wiener Walzerklänge unter Dudamel. Juhu :leb . Grüße Jan
Maurice inaktiv (10.11.2020, 18:52): Hier leitet man den eigenen Ruin ein Voll nommaaaal. Sozusagen ein Aufnahmeritual in Klassikforen. Durch umfassende Verarmung aller Teilnehmenden kommt man dem Ideal der klassenlosen und kunstliebenden Gesellschaft schon sehr nahe. Ja, man sollte sich bereits VOR einen Eintritt in die Welt der Kunst sehr sicher sein, dabei gleichzeitig mit einer massiven Gehaltserhöhung, in baldiger Erwartung eines Lotterie-Gewinnes und eines großen Erbes baldigst rechnen können. :D Wer unter dei Privatinsolvenzen hier rausgeht, hat eindeutig zu wenig investiert. Dazu bedarf es selbstverständlich der täglichen Hilfe der bereits völlig verarmten Forenmitglieder. :rofl :ignore
Morgen muss ich wieder beim Supermarkt mit der Trompete Herbstlieder spielen, damit ich mir die nächste Box kaufen kann. :D :hello
Jan Van Karajan (10.11.2020, 19:08): Gott sei Dank ist es noch nicht ganz so schlimm :D . Und natürlich achte ich auch auf Preise :J . Maß halten ist gesund :D Hier jetzt ein Traum im Walzertakt:
Wiener Philharmoniker, Gustavo Dudamel Herrlich :down :down :down :down Grüße Jan :hello
Philidor (10.11.2020, 19:13): Wiener Philharmoniker, Gustavo Dudamel Maß halten ist gesund Und die beiden Statements gehen gut zusammen, ja? ;)
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (10.11.2020, 19:18): Maß halte ich nur beim Preis ;) . Bei dieser Herrlichkeit ist Übermaß erlaubt , mein lieber Philidor :D . Diese Konzerte haben teilweise meinen Weg in die klassische Musik geebnet, auch wenn jetzt bei Gegnern der leichten Muse die Haare zu Berge stehen :D . Grüße Jan
Maurice inaktiv (10.11.2020, 20:06): Maß halte ich nur beim Preis . Bei dieser Herrlichkeit ist Übermaß erlaubt , mein lieber Philidor . Diese Konzerte haben teilweise meinen Weg in die klassische Musik geebnet, auch wenn jetzt bei Gegnern der leichten Muse die Haare zu Berge stehen Mir stehen die Haar zu Berge, wenn ich an das Konzert mit Dudamel zurückdenke. Er ist ja recht sympathisch, aber so recht mit ihm anfreunden als Dirigent kann ich mich nicht. Nur bei den Stücken seines Kontinents finde ich ihn wirklich gut.
Jan Van Karajan (10.11.2020, 20:10): Was mich bei ihm fasziniert, ist seine offensichtliche Freude am Dirigieren. Er gehört auch in meinen Augen nicht zur absoluten Elite, kann sich aber vielleicht ja noch entwickeln. Aber für Tanzmusik hat er schon ein Talent. Grüße Jan
Maurice inaktiv (10.11.2020, 20:14): Was mich bei ihm fasziniert, ist seine offensichtliche Freude am Dirigieren. Dafür alleine gibt es weltweit bestimmt eine Million weitere Dirigenten. Die werden aber bestimmt nicht so gut bezahlt wie Dudamel. Sorry.
Er gehört auch in meinen Augen nicht zur absoluten Elite, kann sich aber vielleicht ja noch entwickeln. So langsam sollte diese Entwicklung mal weiter fortgeschritten sein. Immerhin ist er Chef in LA, das ist ja kein Provinz-Orchester. Dort muss er ja auch super ankommen. Okay, man muss die Staaten nicht unbedingt immer verstehen.
Aber für Tanzmusik hat er schon ein Talent. Dann soll er eine Tanzband gründen, vielleicht eine Salsa-Band, aber sich aus dem klassischen Bereich verabschieden. Auch hier "Sorry".
Jan Van Karajan (10.11.2020, 21:02): Du brauchst dich nicht zu entschuldigen :) . Ich kann ihn schlecht beurteilen, kenne nur wenig mit ihm. Grüße Jan
Maurice inaktiv (10.11.2020, 21:25): Du brauchst dich nicht zu entschuldigen Ich will damit nur sagen, dass ich bei ihm nicht mit den Huldigungen aus anderen Ecken einsteigen werde. Sobald er aber im lateinamerikanischen oder auch amerikanischen Raum sich Komponisten vornimmt, kommt der ohne Zweifel exzellente Rhythmiker in ihm hoch. Da geht er aus sich raus. Bei anderen Komponisten habe ich immer ein wenig das Gefühl, er müsse einen auf "Klassiker" machen, also sich in der Abteilung "Bieder und steif" verlieren. Das ist jetzt natürlich sehr pauschal und vereinfacht beschrieben, aber so kommt es MIR vor.
Jan Van Karajan (10.11.2020, 21:46): Lieber Maurice, Huldigen werde auch ich bei Dudamel nur sein Neujahrskonzert, auch wenn man darüber sicher streiten kann. In meinem Regal und auf meiner Festplatte findet sich nichts von ihm. Grundsätzlich besitze ich relativ viele Aufnahmen der älteren Dirigentengeneration, die ich auch klar bevorzuge. Um Hans Sachs leicht abgewandelt wiederzugeben: Ehrt die alten Meister, dann habt ihr gute Geister :D . Aber natürlich bin ich offen für alles. Klar, es ist manchmal nett, Dudamel am Pult zuzusehen. Aber mit den Großmeistern kann er nicht mithalten. Meine persönliche Meinung :) Grüße Jan
Jan Van Karajan (10.11.2020, 21:49): Jetzt hier:
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 9 Wiener Philharmoniker, Claudio Abbado Grüße Jan :hello
Philidor (10.11.2020, 22:16): Vorletztes Wochenende gab’s hier Finley als Sachs, letzten Samstag als Tell und jetzt als Figaro. Was kommt da noch? Rigoletto? Holländer?? Wotan??? – In der späteren Glyndebourne-Produktion des „Figaro“ mit Davic McVicar/Pappano (2006) singt und spielt er den Almaviva … Saariahos „L’Amour de loin“ steht hier auch noch herum … er wird wohl noch des Öfteren Gast auf dem heimischen Bildschirm sein.
Wolfgang Amadé Mozart: Le nozze di Figaro KV 492
Il Conte di Almaviva – Andreas Schmidt La Contessa di Almaviva – Renée Fleming Susanna – Alison Hagley Figaro – Gerald Finley Bartolo – Manfred Röhrl Marcellina – Wendy Hillhouse Cherubino – Marie – Ange Todorovitch Don Basilio – Robert Tear Antonio – Donald Adams Don Curzio – John Graham-Hall Barbarina – Susan Gritton
The Glyndebourne Chorus (??? nicht angegeben auf Verpackung und Booklet) The London Philharmonic
Bernard Haitink
Inszenierung: Stephen Medcalf
Mai 1994
Herrlicher Mozart-Gesang, feines Orchesterspiel, gute Timings, aber eine Inszenierung, die anfangs ziemlich steif ist und erst später ein wenig in Fahrt kommt, ohne je den Drive der Musik zu erreichen. Schade. Da lobe ich mir die DVD mit Gardiner, übrigens ebenfalls mit der wunderbaren Alison Hagley als Susanna.
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (10.11.2020, 22:49): Grundsätzlich besitze ich relativ viele Aufnahmen der älteren Dirigentengeneration, die ich auch klar bevorzuge. Nun, das sie Dir natürlich vorbehalten. Ich habe so mit Böhm (seinen Mozart finde ich unerträglich langweilig), Karajan ( :D - hier vor allem bei Barock, Mozart, Haydn), Jochum, Barenboim, Solti (das ist mir oftmals einfach zu wuchtig) und auch Furtwängler, so meine Probleme. Gerade bei Mozart, Schubert, auch Schumann, Mendelssohn, Haydn, sind mir die HIP-Aufnahmen oftmals lieber. Nicht immer, aber da mag ich keinen Breitwand-Sound a la Karajan.
Jan Van Karajan (10.11.2020, 23:06): Lieber Maurice, Bei mir ist es genau umgekehrt, ich kann mit HIP an sich nicht viel anfangen, bin aber auch gewissen " Mischformen" gegenüber nicht abgeneigt. Gardiner und Harnoncourt schätze ich beide. Vor allem Gardiners Einspielungen der Lustigen Witwe und Berlioz Messe Sollenelle sind eine Wucht. Harnoncourt hat mir vor allem mit Mozart oder Nach gefallen. Bei Böhm sind mir tatsächlich die Tempi zu langsam. Karajan ist bei Beethoven meine Referenz, bei Barock oder Mahler hat er nichts zu suchen. Gerade beim romantischen Reportoire mag ich die Interpretationen der alten Schule, auch bei Barenboim, Jochum und Karajan. Aber jeder wie er mag. Beste Grüße Jan :hello
Maurice inaktiv (10.11.2020, 23:23): arajan ist bei Beethoven meine Referenz, bei Barock oder Mahler hat er nichts zu suchen. Mmmmh, da gehen wir in der Tat ziemlich auseinander. Mahler unter Karajan finde ich weitaus besser als etwa unter Barenboim. Gerade die Nr.5 und Nr.9 hat Karajan mir persönlich exzellent eingespielt. Beethoven und Karajan ist ein Kapitel für sich. Da trifft wohl "Sie küssten und sie schlugen Ihn" gut hin. Ich kenne nicht seine Einspielung der Beethoven-Sinfonien aus den 1950-er Jahren, dafür den 1961/62-er und 1976/77-er Zyklus. Die sind zumindest in Teilen durchaus hörenswert, wobei der aus den 70er Jahren schon recht stromlinienförmig ausgefallen ist. Was er dann in den 80er Jahren eingespielt hat, kenne ich nur in Teilen, das war dann überhaupt nicht mehr mein Fall.
Bei HIP kommt es darauf an. Harnoncourts Mozart war nicht mein Fall, hier liege ich mit Norrington für mich besser. Norrington (nicht bei allem) und bei Haydn neben Harnoncourt, Norrington, etwa Roy Goodman, und vor allem Fey. Dennis Russell Davies finde ich auch in seinem Haydn-Zyklus für eine sehr gute Wahl. Bei Mendelssohn habe ich sehr lange gebraucht, aber Dank Fey aber spät einen Dirigenten gefunden, der mir sehr zusagt. Bei den Strecihersinfonien sind es neben Fey noch Harnoncourt und Michael Hofstetter, der mir da sehr gut gefallen hat.
Cetay (inaktiv) (11.11.2020, 05:29):
Gustav Mahler : Sinfonie Nr.5 : London Philharmonic Orchestra, Jaap Van Zweeden AD: 16.01.2008, Royal Albert Hall, Live-Einspielung
Es haut mich nicht vom Hocker. Da fehlt mir der Biss. Das sollte man mit so einem Orchester weitaus intensiver hinbekommen. Mir ist das zu seicht. Das klingt alles schön, aber sonst ist da nix. Damit alleine wird man Mahler niemals treffen. Das konnten Leonard Bernstein, Herbert von Karajan (der bestimmt nicht gerade DER Mahler-Dirigent war; Seine Fünfte finde ich aber ganz hervorragend gelungen. Da gehen aber die Meinungen auch auseinander), Chailly,.Rattle oder Abaddo besser. Selbst die Einspielung aus Gran Canaria bringt Mahler mir näher als hier. Das fängt schon bei dem Eröffnungs-Solo der Trompete an. Auch das Horn-Solo im dritten Satz was wunderschön gespielt wurde, ist mir zu stromlinienförmig ausgelegt.
Leider werden die Solisten nicht genannt. Sowas finde ich immer wieder total bedauerlich, gerade dann, wenn es sich um das Hauslabel handelt. Da werden die eigenen Kollegen einfach verschwiegen. Das finde ich schon sehr schwach.
Van Zweeden mag ein geschätzter Mahler-Dirigent sein, HIER würde ich das leider nicht vermuten. Ich habe diesen Kommentar zum Anlass genommen, mal reinzuhören, denn nach Neurahmung (dt.: Reframing) der Kritik könnte das durchaus etwas für mich sein.
Biss (...) sollte man (...) intensiver hinbekommen = sachlich, nüchtern oder wie die Angelaschsen so schön sagen: no-nonsense. Tick Klingt (...) schön (...) sonst (...) nix = objektiv. Tick Damit alleine wird man Mahler niemals treffen = aber vielleicht mich. Tick wunderschön gespielt (...) zu stromlinienförmig = wunderschön gespielt (...) unaufgeregt, ohne Ecken und Kanten. Tick Das konnten Leonard Bernstein, Herbert von Karajan (...) besser. Van Zweeden (...) leider nicht = LB und HvK konnten es für mich gar nicht. Daher gibt es vermutlich bei JvZ ebenfalls die gegenteilige Wahrnehmung. Tick
So ist es, aber irgendwie sagt mir das Werk nicht mehr zu, egal wer dirigiert. Auch Inbal, der die 7. und 8. ganz nach meinem Gusto eingespielt hat, vermochte das nicht unlängst zu ändern. Damit ist die Fünfte nun endgültig zu den Akten gelegt, wie schon Nr. 1, 2, 4, 6 & 9.
Jan Van Karajan (11.11.2020, 07:58): arajan ist bei Beethoven meine Referenz, bei Barock oder Mahler hat er nichts zu suchen. Mmmmh, da gehen wir in der Tat ziemlich auseinander. Mahler unter Karajan finde ich weitaus besser als etwa unter Barenboim. Gerade die Nr.5 und Nr.9 hat Karajan mir persönlich exzellent eingespielt. Beethoven und Karajan ist ein Kapitel für sich. Da trifft wohl "Sie küssten und sie schlugen Ihn" gut hin. Ich kenne nicht seine Einspielung der Beethoven-Sinfonien aus den 1950-er Jahren, dafür den 1961/62-er und 1976/77-er Zyklus. Die sind zumindest in Teilen durchaus hörenswert, wobei der aus den 70er Jahren schon recht stromlinienförmig ausgefallen ist. Was er dann in den 80er Jahren eingespielt hat, kenne ich nur in Teilen, das war dann überhaupt nicht mehr mein Fall. Bei HIP kommt es darauf an. Harnoncourts Mozart war nicht mein Fall, hier liege ich mit Norrington für mich besser. Norrington (nicht bei allem) und bei Haydn neben Harnoncourt, Norrington, etwa Roy Goodman, und vor allem Fey. Dennis Russell Davies finde ich auch in seinem Haydn-Zyklus für eine sehr gute Wahl. Bei Mendelssohn habe ich sehr lange gebraucht, aber Dank Fey aber spät einen Dirigenten gefunden, der mir sehr zusagt. Bei den Strecihersinfonien sind es neben Fey noch Harnoncourt und Michael Hofstetter, der mir da sehr gut gefallen hat. Ich besitze Karajans frühen Londoner Zyklus und bin sehr zufrieden mit ihm. Der scheint mir nicht ganz so stromlinienförmig. Von Norrington kenne ich tatsächlich noch nichts. Aber da kann man es wieder sehen: Bei wenigen Dingen gibt es so viele verschiedene Meinungen wie in der Musik. :D . Grüße Jan :hello
Philidor (11.11.2020, 09:19):
Ihr habt ja so recht. Das musste mal gesagt werden. Wird man ja wohl noch dürfen!? Die von Euch genannten Aufnahmen sind so schlecht, dass es völlig genügt, sie mit einer einzigen hingeworfenen Vokabel abzuqualifizieren. Wozu viele Worte machen? Seit dem Sündenfall wissen wir schließlich, was gut und böse ist … eritis sicut Deus scientes bonum et malum oder so. Steht schon in der Bibel. So isses. Man sollte solche Aufnahmen einfach mit einem äußeren Kennzeichen versehen, damit man sie von weitem als schlecht erkennt.
Zu langsam, Giulini, schon wieder zu langsam … mangelhaft, setzen. Sie müssen sich einfach länger mit den Werken auseinandersetzen, die sie dirigieren, um tiefer in deren Geist einzudringen – solange, bis sie sie so verstehen, wie ICH sie verstehe … Wie meinen? Sie wären immerhin einer der renommiertesten Dirigenten des 20. Jahrhunderts? Wissen Sie, lieber Giulini, nehmen sie diese ihre Auffassung und stecken sie sie sich in eine Körperöffnung ihrer Wahl. Vor MIR gilt nur MEINE Meinung. Und die ist seit Jahrzehnten unverändert. Hören sie? Seit JAHRZEHNTEN! Die Partituren sind lange nicht so hohl, wie sie klingen, wenn sie mit ihrem Kopf zusammenstoßen … Sehen sie, als ICH ihre Aufnahme hörte, habe ICH keinen einzigen Grund gefunden, warum sie das Tempo so langsam nehmen … verstehen Sie? ICH habe keinen einzigen Grund gefunden – also sind sie schlecht! Quod erat demonstrandum. Ach, damals, als ICH diese Werke noch dirigierte, geistreich und schwungvoll … jedenfalls im Geiste … also, die ersten Takte zumindest …
Viel zu viele Worte. „Giulini ist zu langsam“ reicht völlig. Ihr habt ja so recht. Das musste mal gesagt werden.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.11.2020, 09:46): Hier wieder Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquartett Nr. 16 Es-Dur KV 428
Juilliard String Quartet
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (11.11.2020, 10:49): Über Dirigenten kann man sich wunderbar streiten :D . Steht schon in meinem Handbuch drin, dass 250 Maestros alphabetisch vorstellt :D
Ihr habt ja so recht. Das musste mal gesagt werden. Wird man ja wohl noch dürfen!? Die von Euch genannten Aufnahmen sind so schlecht, dass es völlig genügt, sie mit einer einzigen hingeworfenen Vokabel abzuqualifizieren. Wozu viele Worte machen? Seit dem Sündenfall wissen wir schließlich, was gut und böse ist … eritis sicut Deus scientes bonum et malum oder so. Steht schon in der Bibel. So isses. Man sollte solche Aufnahmen einfach mit einem äußeren Kennzeichen versehen, damit man sie von weitem als schlecht erkennt.
Zu langsam, Giulini, schon wieder zu langsam … mangelhaft, setzen. Sie müssen sich einfach länger mit den Werken auseinandersetzen, die sie dirigieren, um tiefer in deren Geist einzudringen – solange, bis sie sie so verstehen, wie ICH sie verstehe … Wie meinen? Sie wären immerhin einer der renommiertesten Dirigenten des 20. Jahrhunderts? Wissen Sie, lieber Giulini, nehmen sie diese ihre Auffassung und stecken sie sie sich in eine Körperöffnung ihrer Wahl. Vor MIR gilt nur MEINE Meinung. Und die ist seit Jahrzehnten unverändert. Hören sie? Seit JAHRZEHNTEN! Die Partituren sind lange nicht so hohl, wie sie klingen, wenn sie mit ihrem Kopf zusammenstoßen … Sehen sie, als ICH ihre Aufnahme hörte, habe ICH keinen einzigen Grund gefunden, warum sie das Tempo so langsam nehmen … verstehen Sie? ICH habe keinen einzigen Grund gefunden – also sind sie schlecht! Quod erat demonstrandum. Ach, damals, als ICH diese Werke noch dirigierte, geistreich und schwungvoll … jedenfalls im Geiste … also, die ersten Takte zumindest …
Viel zu viele Worte. „Giulini ist zu langsam“ reicht völlig. Ihr habt ja so recht. Das musste mal gesagt werden.
Gruß Philidor
:hello :hello
Philidor (11.11.2020, 11:38): Über Dirigenten kann man sich wunderbar streiten . Genau. Und solange man das globalgalaktisch macht ("Komponist X ist bei DIrigent Y immer zu schnell/laut/langsam/fahrig/undifferenziert"), wird man dem Thema auch gerecht. ;)
Ich fände es eine schöne Geste der Bescheidenheit, die Fehlbarkeit der eigenen Wahrnehmung zumindest als Möglichkeit zu berücksichtigen. ("Bernsteins Wiedergabe von Sibelius 4 war mir heute zu stark emotional aufgeladen. Mit 'klarem, frischen Quellwasser' würde ich eher eine nüchternere Wiedergabe verbinden".)
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (11.11.2020, 12:03): Dem ist nichts hinzuzufügen :hello
Maurice inaktiv (11.11.2020, 12:30):
Jean Sibelius : Sinfonien Nr.4 & 5 : New Zealand SO, Pietari Inkinen
Ich lasse lieber die Musik zu Wort kommen. Und die wurde hier wunderbar eingefangen. Es sind nicht die großen Orchester mit einem bekannten Dirigenten, dessen Name sofort bei den Leuten zu finden wäre, wenn es um Aufzählungen der ganzen "Promi-Dirigenten geht. Dazu braucht man auch keine Selbstdarsteller oder medienwirksame Portraitfotos in gebieterischen Posen. Hier geht es einfach endlich mal um die Musik. Und das Coverfoto finde ich auch passend - ohne Foto des Dirigenten drauf.
Dass das hier eine ausgezeichnete Einspielung ist, kann man schon an der Eröffnung gut heraushören (Nr.4).
Philidor (11.11.2020, 13:25): Hier gab's wieder Verdi.
Giuseppe Verdi: Messa da Requiem
Elisabeth Schwarzkopf, Christa Ludwig, Nicolai Gedda, Nicolai Ghiaurov
Philharmonia Orchestra & Chorus
Carlo Mario Giulini
Hat mir sehr gut gefallen, wie eigentlich immer. Solisten, Chor, Orchester - fein! Was mir immer missfallen hat, war die Klangtechnik: etwas dumpf und entfernt. Mein Streaming-Dienstleister hat eine neue Abmischung bereitgestellt, die hier mit 96 kHz und 24 Bit einströmte, das klang wesentlich besser als erwartet.
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (11.11.2020, 14:20):
Jean Sibelius : Sinfonien Nr.6 & 7 plus Finlandia New Zealand SO , Pietari Inkinen
Der letzte Teil der GE der Sibelius-Sinfonien von Inkinen mit dem Orchester aus Neuseeland.
Jan Van Karajan (11.11.2020, 15:00):
Mozart: "Haffner"-Symphonie Wiener Philharmoniker, James Levine Grüße Jan :hello
Amonasro (11.11.2020, 18:57):
Gioachino Rossini/Luigi Balocchi: Il viaggio a Reims ossia L'albergo del Giglio d'Oro
Corinna - Cecilia Gasdia Marchesa Melibea - Lucia Valentini Terrani Contessa di Folleville - Lella Cuberli Madama Cortese - Katia Ricciarelli Cavalier Belfiore - Edoardo Gimenez Conte di Libenskof - Francisco Araiza Lord Sidney - Samuel Ramey Don Profondo - Ruggero Raimondi Barone di Trombonok - Enzo Dara Don Alvaro - Leo Nucci Don Prudenzio - Giorgio Surjan Don Luigino - Oslavio di Credico Maddalena - Raquel Pierotti Delia - Antonella Bandelli Modestina - Bernadette Manca di Nissa Antonio - Luigi de Corato Zefirino - Ernesto Gavazzi Gelsomino - William Matteuzzi
Prague Philharmonic Chorus The Chamber Orchestra of Europe, Claudio Abbado
Rossinis Krönungsoper in All-Star-Besetzung. :times10
Gruß Amonasro
Philidor (11.11.2020, 19:49): Gioachino Rossini/Luigi Balocchi: Il viaggio a Reims ossia L'albergo del Giglio d'Oro Oh ja ... die fehlt mir auch noch ... hier nun Symbolisme.
Gestern noch als Susanna, heute als Mélisande.
Claude Debussy: Pelléas et Mélisande
Mélisande – Alison Hagley Pelléas – Neill Archer Golaud – Donald Maxell Arkel – Kenneth Cox Geneviève – Peleope Walker Yniold – Samuel Burkey Le Berger/Le Médecin – Peter Massocchi
Orchestra and Chorus of Welsh National Opera
Pierre Boulez
Inszenierung: Peter Stein
1992
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (11.11.2020, 21:56): Das Ende des Tages gehört dem Bonner Meister:
Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr.1 in C-Dur, op.15 Klaviersonate Nr.23 in f-moll, op.57 "Appassionata" Klaviersonate Nr.24 in Fis-Dur,op. 78 "A Therese" Grüße Jan :hello
tapeesa (11.11.2020, 22:15): Aram Khachaturian - Original Piano Works and Transcriptions Kariné Poghosyan
Sfantu (11.11.2020, 22:33):
Joseph Leopold von Eybler (1765 - 1846) Sinfonie Nr. 1 C-dur Sinfonie Nr. 2 d-moll Ouvertüre
L'orchestre de chambre de Genève - Michael Hofstetter (SACD hybrid, cpo, 2020)
Großen Spaß bereitet diese Eybler-Scheibe! Die wohl einzigen zwei Gattungsbeiträge & die Ouvertüre entstanden mutmaßlich Ende der 1780er. Insbesondere Nr. 2 wartet mit schillernder Vielseitigkeit & Musikantentum auf, zeigt auch mehr Versiertheit & Sinn für Proportionen als ihre ältere Schwester. Auch verfliegt die Stimmung der düsteren Einleitung des Kopfsatzes bald, es herrscht eine ansteckend festlich-freudige Stimmung vor. Formal interessant auch ihre 5sätzigkeit: in der Mitte rahmen zwei Menuetti ein Andante ein, das die Genfer für meinen Geschmack etwas flinker nehmen könnten. Reizvoll das erste Menuett mit seinen ständig gegen den Strich der Metrik gebürsteten Motiven - man muß fast mitzählen um nicht auf der falschen Fährte zu landen. Eine Spezialität Eyblers waren die 2stimmig geführten Bratschen - hier wie auch in seinen (etwas bekannteren) Streichquintetten. Es erfreut aber immer wieder auch eine lohnende & charmante Behandlung der Holzbläser mit vielen kleinen Soli. Über die Entstehung der Ouvertüre schweigt sich das Booklet leider aus. Ob für Konzert oder Oper gedacht, bleibt also offen. Es riecht aber förmlich nach Theaterbrettern, so drängend & nicht ohne dramatische Zuspitzungen wirbelt es daher & macht direkt Lust auf die erste Szene (wenn es denn eine gibt). Das Genfer Orchester (ein modern-historisierender Hybrid) bringt diese geistreiche Musik zum Funkeln, daß es das Herz höher schlagen läßt. Gut ausgewogene Balance der Instrumentengruppen, eine elektrisierend knackige Pauke - mehr davon! Jammerschade nur, daß der Sinfoniker Eybler damit wohl Geschichte war & seinen Focus fortan auf Sakralwerke richtete.
tapeesa (12.11.2020, 00:12): Bruckner - Sämtliche Symphonien daraus CD 12 - Symphonie Nr. 9 in d-Moll und CD 2 Adagio aus dem Streichquintett in F-Dur Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, Stanislaw Skrowaczewski Da braucht es - zumindest für den Moment - nichts mehr. -
Maurice inaktiv (12.11.2020, 01:06): Da braucht es - zumindest für den Moment - nichts mehr. - Ach, da geht doch noch die Neunte unter Rattle in der rekonstruierten Fassung mit dem 4.Satz. :D
Maurice inaktiv (12.11.2020, 01:07): Carl Nielsen : The Historic Collection :
Sinfonie Nr.1 : The Danish Radio Symphony Orchestra , Erik Tuxen AD: 06.Juni 1957 , Live Sinfonie Nr.2 : gleiches Orchester, Lanny Grondahl AD: 07.Juni 1956
Leider ohne Bild. Das hat Amazon rausgenommen.
Maurice inaktiv (12.11.2020, 02:12):
Jean Sibelius : Sinfonie Nr.2 & Nr.5 Philharmonia Orchestra London , Herbert von Karajan AD: März 1960 (Nr.2) & Sept.1960 (Nr.5) Stereo
Jean Sibelius konnte noch Karajans Einspielung der Vierten hören und war tief beeindruckt von dem von ihm hoch geschätzten Dirigenten. Diese beiden Einspielungen hier entstanden rund drei Jahre nach dem Tode des Komponisten. Nun, es sollte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass Herbert von Karajan ein idealer Dirigent der wunderbaren Werke war.
Philidor (12.11.2020, 07:12): Hier wieder Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquartett Nr. 17 B-Dur KV 458 ("Jagdquartett")
Juilliard String Quartet
Da ich keine Ahnung habe, was ein idealer Interpret ist, ... laberrhabarber ... also, mir hat's wie immer gefallen.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (12.11.2020, 10:03): Hier Bach:
Johann Sebastian Bach: Brandenburgische Konzerte
Il Giardino Armonico, Giovanni Antonini
Gruß Amonasro
Philidor (12.11.2020, 10:12): Hier Bach: So auch hier - die Aufnahme der "Brandenburgischen" im harmonischen Garten gefällt mir sehr gut!
Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll BWV 232
Carolyn Sampson, Rachel Nicholls, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooy Bach Collegium Japan Masaaki Suzuki
Bin ganz hin und weg. Nach einem Kantatenjahr mit John Eliot wird nun doch klar, was mir fehlte ... "als wenn die ewige Harmonie sich mit sich selbst unterhielte" ...
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (12.11.2020, 10:23): Anton Bruckner - Sinfonien 3 und 4 Münchner Philharmoniker, Valery Gergiev
Maurice inaktiv (12.11.2020, 10:44):
Carl Ph.E.Bach : 4 Sinfonien & Cembalo-Konzert C-Dur, Wq20
Camerata Salzburg , Sir Roger Norrington & Florian Birsak (Cembalo)
In den Tag mit mal was völlig Anderem als die Tage. Mit dem Cembalo werde ich mich wohl in diesem Leben nicht mehr anfreunden können. Ähnlich geht es mir bei der Kirchenorgel. Ich habe mal an so einem Monstrum gesessen. Die Musiker, die das spielen, müssen irgendwie einsame Menschen sein. Sitzen dort oben alleine da und spielen vor sich hin. Nun gut, jedem das Seine.
palestrina (12.11.2020, 11:09): Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll BWV 232
Carolyn Sampson, Rachel Nicholls, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooy Bach Collegium Japan Masaaki Suzuki
Bin ganz hin und weg. Nach einem Kantatenjahr mit John Eliot wird nun doch klar, was mir fehlte ... "als wenn die ewige Harmonie sich mit sich selbst unterhielte" ...
Gruß Philidor
:hello Lieber Philidor, ich bin zwar nicht so ganz der Suzuki Fan, das hat mit seinen div.Sängern zu tun, aber diese h-Moll Messe ist spitzenmäßig !
Oh ja ... die fehlt mir auch noch Das ist ja schon fast ein Muss :ignore !
LG palestrina
Philidor (12.11.2020, 13:38): Ähnlich geht es mir bei der Kirchenorgel. Ich habe mal an so einem Monstrum gesessen. Die Musiker, die das spielen, müssen irgendwie einsame Menschen sein. Sitzen dort oben alleine da und spielen vor sich hin. Nun gut, jedem das Seine. Und - Zack! - haben wir einige Tausend Menschen alleine in Deutschland über einen Kamm geschoren. Einfache Weltbilder haben etwas Beruhigendes, man muss nicht viel nachdenken ...
Diese wunderbare CD lief hier gerade - danke für die Anregung:
Reinhold Friedrich, Trompete Iveta Apkalna, Kuhn-Orgel der Philharmonie Essen (III/62)
Werke von Messiaen, Zbinden, Schostakowitsch, Eben, Jolivet, Escaich, Tomasi, Sauget und Takemitsu
Die "Okna" (= "Fenster") von Petr Eben, mittig platziertes Hauptwerk der CD, erfahren hier eine wunderbare Wiedergabe, mit aller Mystik und Farbigkeit.
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (12.11.2020, 14:08): ....
Amonasro (12.11.2020, 15:02):
Ottorino Respighi: Vetrate di chiesa
Orchestre Philharmonique Royal de Liège, John Neschling
Tolles Stück, von der lyrischen Schönheit der Flucht nach Ägypten bis zum überwältigenden Klangrausch im letzten Satz (Gregor der Große).
Gruß Amonasro
tapeesa (12.11.2020, 18:14): Joseph Haydn - Akkordeonkonzerte nach den Klavierkonzerten H18 Nr. 3,4,7,11 Viviane Chassot, Kammerorchester Basel
Marcie (12.11.2020, 18:58): Seit Tagen einer meiner Dauerbrenner. Leute, hört Euch diese Musik an! Welch eine Pracht. :down
Marcie (12.11.2020, 20:04):
Maurice inaktiv (12.11.2020, 21:12):
Anton Bruckner : Sinfonie Nr.7 Mozarteum Orchester , Ivor Bolton AD: 07.02.2006 , live aus Salzburg
Jan Van Karajan (12.11.2020, 22:03): Hier eine ähnliche Richtung:
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 9 in D-Moll Kölner RSO, Günter Wand :down Grüße Jan
Andréjo (12.11.2020, 22:11): Seit Tagen einer meiner Dauerbrenner. Leute, hört Euch diese Musik an! Welch eine Pracht. :down
Ich habe, wie es sich gehört, eine Vormerkliste bei dieser Hüttenfirma. Da leg ich das jetzt hinein zur späteren Verwendung!
:) Wolfgang
Maurice inaktiv (12.11.2020, 22:16): ch habe, wie es sich gehört, eine Vormerkliste bei dieser Hüttenfirma. Da leg ich das jetzt hinein zur späteren Verwendung! Ich kann Dir dann ein echtes "Hütten-Gaudi" versprechen, lieber Wolfang. :hello
Andréjo (12.11.2020, 22:23): ch habe, wie es sich gehört, eine Vormerkliste bei dieser Hüttenfirma. Da leg ich das jetzt hinein zur späteren Verwendung! Ich kann Dir dann ein echtes "Hütten-Gaudi" versprechen, lieber Wolfang. :hello Auch das ist ein Wort! :thumbup:
Maurice inaktiv (13.11.2020, 09:12):
Friedrich Gernsheim : Sinfonie Nr.1 & 3 : Philharmonisches Staatsorchester Mainz , Hermann Bäumer
Sfantu (13.11.2020, 12:26):
Benjamin Britten Six Metamorphoses after Ovid op. 49 für Oboe solo Temporal Variations für Oboe & Klavier Phantasy Quartet für Oboe & Streichtrio Two Insect Pieces für Oboe & Klavier
Heinz Holliger, Oboe András Schiff, Klavier Thomas Zehetmair, Geige Tabea Zimmermann, Bratsche Thomas Demenga, Violoncello (CD, Philips, 1991)
Einen Großteil seiner Kammermusik schrieb Britten als junger Mann - noch vor dem einem Urknall gleichkommenden Erfolg seines Peter Grimes, auf welchen seine übrigen Opern folgten. Als deren Schöpfer (& als jener des War Requiems) wird er in erster, zweiter & dritter Linie wahrgenommen. Daß aber die Instrumentalmusik einen Großteil seines Gesamtschaffens ausmacht, geht dagegen in der breiten Wahrnehmung oftmals unter. Gerade der Kammermusik des Frühwerkes misst der Booklet-Autor Gunther Diel eine große Bedeutung hin zur Entwicklung der Opern bei:
Vor dem Hintergrund jener Erfolge der späteren musikdramatischen Partituren darf wohl vermutet werden, daß sich in diesen frühen Werken und ihren ganz anderen Bedingungen des autonomen musikalischen Satzes - bis zur Rückkehr aus dem 3jährigen Exil in den USA gehören gut drei Viertel des Gesamtœvres dem Bereich Kammer-bzw. Orchestermusik an - eine von instrumentalem Denken inspirierte Sprachfähigkeit entwickelt, der eben auch für das Opernschaffen eine maßgebende Tragfähigkeit zugesprochen werden kann.
Die Metamorphosen fesseln durch ihre meditative Wirkung. Man kann sich dieser Musik gedankenlos überlassen. Ich fühle mich in entfernte Zeitalter zurückversetzt. Nur das gegenwärtige Erleben zählt - lauschend, beobachtend, nicht raisonierend, nicht eingreifend. Eine Viertelstunde lang (ich nehme es als ungleich länger wahr) zu faszinieren & den Hörer bei der Sache zu halten - dazu gehört schon Einiges bei einem Instrument mit solch sparsamem Timbre wie es die Oboe ist. Heinz Holliger (wem sonst) gelingt das (scheinbar) mühelos. Die Temporal Variations bleiben unter den übrigen Stücken etwas blaß, das Quartett dann wieder farbig & unterhaltsam. Die zwei Insektenstücke sind sehr charakterisierend & lautmalerisch (herrlich gestaltet auch von András Schiff!).
Letztere habe ich dem (hoffentlich baldigen) Abschied der Mücken gewidmet - auch, wenn die beiden Sätze den Grashüpfer & die Wespe verkörpern. In Referenz auf den Werktitel hab' ich's mir trotzdem erlaubt. Wir wohnen hier am Waldrand am plätschernden Bach bei Rotkäppchens Großmutter - ein Preis, den man für solches Landleben zahlt, ist eben leider auch, daß dieser Ausrutscher der Schöpfung einen bis weit in den November hinein nervt & plagt. Erst jetzt, wo's allmählich kälter wird, machen die Viecher endlich langsam schlapp. Kein Wunder, daß ich im Begeleittext Kleinterzintervall im ersten Moment als Kleintierintervall las (wenn das nicht für ein veritables Moskito-Trauma spricht!).
Gerhard Schjedelderup : Sinfonie Nr.2 & Brand : Trondheim SO, Eivind Aadland
Nun mal abseits der bekannten nordischen Meister der leider ziemlich unbekannt gebliebene Schjelderup (1859-1933). Er war wohl von Richard Wagner beeinflusst und studierte u.a. in Paris bei Jules Massenet. Ab 1890 war er vor allem im deutschsprachigen Raum tätig, besser gesagt, in München und Leipzig, jeweils als mit einer Professur. Er schrieb auch eine Biographie über seinen großen Landsmann Edvard Grieg (1903) und ein Buch über Richard Wagner (1907).
Ich tue mir schwer mit der Einordnung seines Stils. Da kann ich nicht wirklich viel Wagner erkennen, vielleicht seine dramatische Zuspitzung an manchen Stellen, dafür eher aus seinem Studium bei Massenet, denn farbig orchestrieren konnte er hervorragend. Vermutlich kommt in seinen Bühnenwerken mehr der Einfluss Wagners zur Geltung, schließlich war es der berühmte "Ring der Nibelungen" , den er in Karlsruhe erleben durfte, so etwas wie ein Zeichen gewesen. Das ist keine "reine" Spätromantik mehr, da ist auch schon der Impressionismus herauszuhören.
Eigentlich war noch eine weitere CD mit Werken von ihm geplant, aber die wurde offensichtlich nie in Angriff genommen. Schade.
Philidor (13.11.2020, 18:16): Von den Folgen hormoneller Überproduktion.
Wolfang Amadé Mozart: Don Giovanni KV 527
Don Giovanni – Rodney Gilfry Il Commendatore – Matti Salminen Donna Anna – Isabel Rey Don Ottavio – Roberto Saccà Leporello – László Polgár Donna Elvira – Cecilia Bartoli Zerlina – Liliana Nikiteanu Masetto – Oliver Widmer
Chor und Orchester des Opernhauses Zürich
Nikolaus Harnoncourt
Inszenierung: Jürgen Flimm
Donna Zerlina furiosissima! – Kulissen und Requisiten brauchte Flimm ja kaum, vom höllischen Feuer mal abgesehen. Umso mehr Personenführung bis zu kleinen Gesten gab es. – Das Schlussbild schlägt den Bogen zur den Täuferchoral singenden Familie Wagner in Koskys Meistersingern. Bloß Don Giovanni redivivus lässt Fragen offen bzgl. des immergleichen, schönen, alten Spiels ...
Gruß Philidor
:hello
Marcie (13.11.2020, 18:59):
Sfantu (13.11.2020, 19:20): O ja - diese grandiose Schjelderup-CD war auch bei mir mal wieder überfällig!
Gerhard Schjelderup (1859 - 1933) "Brand", Sinfonische Dichtung Sinfonie Nr. 2 "An Norwegen"
...& wie unterschiedlich die Wahrnehmungen doch sein können! Der Kopfsatz der Sinfonie wäre, wie ich finde, ohne das Rheingold fast nicht denkbar. Allerorten wabern die feuchtgrauen Schleier von Niebelheim, stapfen Fafner & Fasolt mit dunklem Blech, tiefen Streichern & Pauken mitten durchs Bild. Das Beste aber: das ist ein weiter gedachter, teilentrahmter aber genauso wuchtiger Wagner - fahler, spröder, unerbittlicher als das Vorbild - großartig! Alle Sätze tragen Titel, der Erste ist mit Havet (=das Meer) überschrieben. In dem Fall also eine stürmische, feindliche, gefährliche See! Auch gegen Ende des kauzig-humorigen Quasi-Scherzos (3. Satz) kommt noch einmal eine Fafner-Episode, dort aber recht unerwartet & nicht zur Grundstimmung des Satzes passend. Eben darum aber umso wirkungsvoller. An den Qualitäten als Instrumentator (& Schjelderup besitzt sie zweifelsohne!) mag der Lehrer Massenet seinen Anteil haben - stilistisch liegen aber doch Welten zwischen ihnen. Massenet ist ungleich leichter konsumierbar (um nicht zu sagen: seichter) als sein Schüler. Impressionismus? Gut, ich will nicht alles kleinreden - vielleicht ansatzweise hie & da im langsamen Satz der Sinfonie.
Die Tondichtung schildert den Ibsen-(Anti-) Helden sehr bildhaft. & hier fällt es noch schwerer (wobei: im Grunde ist es bei beiden Werken unmöglich), im Blindtest den Urheber herauszuhören. Vielleicht spricht aber auch die Schwierigkeit des Verortens ausdrücklich für Schjelderup als eigenen & sich von Einflüssen/Vorbildern selbstbewusst emanzipierenden Kopf. Nicht zuletzt deshalb kann ich Maurice nur beipflichten: schade, daß es nicht mehr gibt! Ein norwegisches Label hatte eine der Opern auf Platte herausgebracht. Aber ja - das war noch zu guten alten Analog-Zeiten...
Maurice inaktiv (13.11.2020, 19:37): Gerhard Schjelderup (1859 - 1933) "Brand", Sinfonische Dichtung Sinfonie Nr. 2 "An Norwegen"
...& wie unterschiedlich die Wahrnehmungen doch sein können! Ja, das ist aber oftmals so. Und trotzdem sind wir uns am Ende einig : Eine tolle CD !!
Der Kopfsatz der Sinfonie wäre, wie ich finde, ohne das Rheingold fast nicht denkbar. Auch gegen Ende des kauzig-humorigen Quasi-Scherzos (3. Satz) kommt noch einmal eine Fafner-Episode, Ich kenne Wagners Opern nahezu überhaupt nicht. Ich habe es zwar mal geschafft, den "Ring" mit Unterbrechungen anzuhören, aber mehr auch nicht. Damit konnte ich Null anfangen (was bei Opern aber bei mir grundsätzlich der Fall ist). Ich höre, und das nur extrem selten, in die Orchesterwerke rein. Sonst habe ich es mit dem Richard nicht so. Ich schrieb ja auch deshalb, dass der Einfluss Wagners über die Bühnenwerke zu finden sein dürfte.
An den Qualitäten als Instrumentator (& Schjelderup besitzt sie zweifelsohne!) mag der Lehrer Massenet seinen Anteil haben - stilistisch liegen aber doch Welten zwischen ihnen. Massenet ist ungleich leichter konsumierbar (um nicht zu sagen: seichter) als sein Schüler. Impressionismus? Gut, ich will nicht alles kleinreden - vielleicht ansatzweise hie & da im langsamen Satz der Sinfonie. Ich habe auch nicht geschrieben, dass man Massenet raushören kann, sondern die hervorragende Instrumentationskunst. Wo wir einer Meinung sind ist, dass Massenet weitaus leichter zu verdauen ist.
Amonasro (13.11.2020, 20:22):
Hector Berlioz/Leon de Wailly/Auguste Barbier: Benvenuto Cellini
Benvenuto Cellini - Gregory Kunde Teresa - Patrizia Ciofi Giacomo Balducci - Laurent Naouri Ascanio - Joyce DiDonato Fieramosca - Jean-François Lapointe Le pape Clément VII - Renaud Delaigue Francesco - Éric Salha Bernardino - Marc Mauillon Le cabaretier - Éric Huchet Pompeo - Ronan Nédélec
Chœur de Radio France Orchestre national de France, John Nelson
Ein paar Längen, aber herrliche Ensembles.
Gruß Amonasro
tapeesa (13.11.2020, 20:59): Johannes Brahms - Ein deutsches Requiem Christiane Oelze, Gerald Finley La Chapelle Royale Collegium Vocale Gent Orchestre des Champs-Elysees, Philippe Herreweghe
Maurice inaktiv (13.11.2020, 21:01): Bei mir geht es weniger traurig zu:
Ernest Bloch : America* & Suite hebraique
* Slowakisches RSO + Lucnica Chor & Atlas Camerata , Dalia Atlas & Haggai Shaham (Violine) AD: 2001 jeweils
Der Komponist Ernest Bloch (1880-1959) gehörte sicher zu den modernsten Komponisten in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Seine Geschichte jetzt aufzuschreiben wäre zu lange. Kurz soll erwähnt werden, dass er 1916 in die USA kam, als er Orchesterleiter einer Tanzgruppe war. Dort blieb er bis 1930, als es ihn wieder zurück in seine Schweizer Heimat führte. 1941 ging er wieder zurück in die USA. Hier wählte er Oregon aus, was ihn an seine Heimat erinnerte mit den ganzen Bergen.
Er hatte einige bedeutende Schüler, darunter Roger Sessions.
Er schrieb 3 Sinfonien (cis-moll, 1902, Israel, 192-1916 und Es-Dur, 1954/55), Sinfonia Breve (1952), Symphonie für Posaune und Orchester (1954/55), America (An Epic Rhapsody for Orchestra) (1927), Schelomo - Hebräische Rhapsodie für Cello und Orchester, Ein Violinkonzert, ein Bratschenkonzert, 10 Streichquartette, eine fertig gestellte Oper "Macbeth", dazu weitere Orchesterweke, Werke für Solo-Instrumente, Kammermusik, Klavierwerke, u.v.a. Das ist nur eine Auswahl, keine vollständige Übersicht.
Sein Stil, gerade in der frühen Sinfonie, erscheint mir eine gewisse Verbundenheit zu Mahler zu bestehen. Also Einflüsse der Spätromantik, aber des Impressionismus. Kein Wunder, hilet er sich doch auch in Paris auf und begegnete dort Claude Debussy.
Jan Van Karajan (13.11.2020, 22:17): Hier wieder Beethoven: Symphonie Nr.4 B-dur, op.60 SYmphonie Nr.5 c-moll op.67 Ouvertüre zu "Coriolan" op.62 Philharmonia Orchestra, Herbert von Karajan Grüße Jan :hello
Sfantu (14.11.2020, 00:11): @ Marcie,
ich hoffe, diese Neuanschaffung sagt Dir zu. Deine Frage nach Präferenzen beim "Buch" hat neulich leider miemand beantwortet - das bedaure ich.
Warum ich mich da ebenfalls nicht geäußert habe? Dieses Werk Franz Schmidts ist mir eine der gewaltigsten & komplexesten Schöpfungen der Musikgeschichte insgesamt. Ich habe in meiner Sammlung zwei Einspielungen auf Platte (Zagrosek & Märzendorfer) & auf CD ebenfalls den Harnoncourt. 2006 erlebte ich zudem eine Aufführung im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Um ernsthaft & seriös etwas dazu beisteuern zu können, müsste ich mich erst wieder in Ruhe damit auseinandersetzen. Rückblickend kann ich aber sagen, daß Du mit dieser Aufnahme beileibe keine schlechte Wahl getroffen hast. Nochmal: für mich sprengt das "Buch mit sieben Siegeln" den Rahmen dessen, dem man mit Worten gerecht werden kann. Allein hierdurch erlangt Franz Schmidt Unsterblichkeit.
Maurice inaktiv (14.11.2020, 00:36):
Johannes Brahms : Arrangierte Werke ("Sinfonia in H" & "Scherzo aus F-A-E Sonata" , Clara Schumann (3 Romanzen, op.22) + Robert Schumann (Intermezzo aus F-A-E-Sonata) AD: 2009
Malmö Opera Orchestra, Joseph Swensen (Dirigat & Solo-Violine)
Maurice inaktiv (14.11.2020, 00:45):
Joseph Joachim Raff : Sinfonie Nr.5 : RSO Berlin, Matthias Bamert AD: 1982
Diese Aufnahme ist von den drei Einspielungen, die ich davon kenne, mein Favorit. Sie scheint mir insgesamt "runder" als jene unter Urs Schneider (Marco Polo, bzw. Naxos) und jener von Hanns Stadlmair zu sein (mit den Bamberger Symphoniker). Jene unter Neeme Järvi kenne ich so wenig, wie jene unter Nicholaus Carthy und dem Orchestra della Svizzeria Italiana.
Marcie (14.11.2020, 06:15): @ Marcie,
ich hoffe, diese Neuanschaffung sagt Dir zu. Deine Frage nach Präferenzen beim "Buch" hat neulich leider miemand beantwortet - das bedaure ich.
Warum ich mich da ebenfalls nicht geäußert habe? Dieses Werk Franz Schmidts ist mir eine der gewaltigsten & komplexesten Schöpfungen der Musikgeschichte insgesamt. Ich habe in meiner Sammlung zwei Einspielungen auf Platte (Zagrosek & Märzendorfer) & auf CD ebenfalls den Harnoncourt. 2006 erlebte ich zudem eine Aufführung im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Um ernsthaft & seriös etwas dazu beisteuern zu können, müsste ich mich erst wieder in Ruhe damit auseinandersetzen. Rückblickend kann ich aber sagen, daß Du mit dieser Aufnahme beileibe keine schlechte Wahl getroffen hast. Nochmal: für mich sprengt das "Buch mit sieben Siegeln" den Rahmen dessen, dem man mit Worten gerecht werden kann. Allein hierdurch erlangt Franz Schmidt Unsterblichkeit. Ich habe die Platte erst einmal durchgehört und leider ist es mir dabei noch nicht gelungen, alle der sieben Siegel zu erbrechen und den Inhalt des "Buches" ausgebreitet erfassen zu können. Aber ich glaube, dass hatte eher mit meiner Tagesstimmung zu tun als mit dem Werk selbst. Jedenfalls konnte es mich noch nicht auf Anhieb so tief beeindrucken wie etwa seine 4. Sinfonie. Aber allein schon Dein Beitrag dazu ist ja ein Anreiz, es noch einige Male zu versuchen.
Philidor (14.11.2020, 10:10): Gerade begonnen:
Johannes Brahms - Ein deutsches Requiem Christiane Oelze, Gerald Finley La Chapelle Royale Collegium Vocale Gent Orchestre des Champs-Elysees, Philippe Herreweghe Nochmal Gerald Finley ... ;)
Ja, diese Aufnahme mag ich auch sehr! - An anderm Orte schrob ich mal: Das Konzept der Interpretation ist aber vor allem das, was schon im Chorklang perfekt umgesetzt ist: Der Blick scheint stets in Jenseits gerichtet zu sein, zutiefst berührend. Das „Selig sind, die da Leid tragen“ wird als Zusage aus einer anderen Welt gesungen, selbst in dem „Tod, wo ist dein Stachel, Hölle, wo ist dein Sieg?“ schwingt noch das Schauen der Ewigkeit mit – man höre zum Vergleich den diesseitigen wütenden Trotz bei Kegel.
Unter den mir bekannten HIP-Aufnahmen (Norrington, Gardiner I, Herreweghe) ist mir diese die liebste.
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (14.11.2020, 14:39):
Jean Sibelius : Sinfonie Nr.2 : Gewandhausorchester Leipzig, Car von Garaguly AD: 1964
Eine in der Tat auch meiner Meinung hach sehr gute Einspielung. In den Tempi kommt mir das recht flott vor, aber nicht geeilt oder gar hektisch. Mit dem Leipziger Orchester verfügte er auch über einen der besten Klangkörper in Gesamtdeutschland. Danke für die Empfehlung aus einem anderen Kulturforum.
Der Dirigent, gebürtiger Ungar, wirkte lange Jahre in Skandinavien und später auch in der DDR. Aus dieser Zeit stammt die vorgestellte Aufnahme, die nicht nur klanglich, sondern auch interpretatorisch in die erste Reihe gehört. Leider ist Garaguly bei uns so gut wie ein Unbekannter; kaum jemand weiß seinen Namen. Er wurde 1900 in Budapest geboren und starb 1984. Sein unermüdlicher Einsatz für Sibelius hat ihn, vor allem in Skandinavien, berühmt gemacht. (Den Text habe ich aus dem anderen Forum übernommen. Dort stammt er vom User "Fallada").
Philidor (14.11.2020, 16:41): … den Grund mir aufzufinden, warum gar bis aufs Blut die Leut' sich quälen und schinden in unnütz toller Wut! Hat keiner Lohn noch Dank davon: in Flucht geschlagen, wähnt er zu jagen. Hört nicht sein eigen Schmerzgekreisch, wenn er sich wühlt ins eig'ne Fleisch, wähnt Lust sich zu erzeigen.
Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg
Hans Sachs – Michael Volle Walther von Stolzing – Roberto Saccà Eva – Anna Gabler David – Peter Sonntag Magdalene – Monika Bohenec Sixtus Beckmesser – Markus Werba Veit Poger – Gerd Zeppenfeld
Lehrbuben – Akademie Meistersinger of the Young Singers Project Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor Wiener Philharmoniker
Daniel Gatti
Inszenierung: Stefan Herheim
Der Sekretär Sachsens (Wagners?), welcher beim inszenierten Vorspiel zum ersten Aufzug noch in der Ecke steht, wird, wie von Zauberhand um ein Mehrfaches gewachsen, zur Bühne für Täuferchoral wie Singschul. Boah. Starker Beginn. Quasi ein Inszenierungs-Zitat der Biene-Maja-Festwiese Konwitschnys, welche ebenfalls die Wucht der nationalen Worte durch Verkleinerung der Handelnden brach. So sind wohl auch die im Buch „Des Knaben Wunderhorn“ getrockneten, überdimensionalen Blumen zu verstehen, ebensolche wurden in Hamburg auf die Bühne getragen.
Diese Meistersinger spielen im Puppenhaus. Dazu passen ein Schaukelpferd und ein halbrundes Ensemble aus Bauklötzen, wie sie beide auch in Herheims Parsifal zu sehen sind. - Spannend ist der häufige Wechsel zwischen Tag- und Nachtbeleuchtung, zwischen Realität und Traum.
Zum zweiten Höhepunkt des ersten Aufzugs gerät die Freiung Walthers. Schon beim Hinsetzen mit dem Gedenken an die Geliebte verdunkelt sich die Bühne. Erst haut die Wucht seines beim Sprung vom Singestuhl gezogenen Degens die Lehrbuben um, die Meister ein dazu symmetrischer Schwung des linken Armes dann. Wie Käfer fuchteln die Meister auf dem Rücken liegend in Zeitlupe traumverloren in der Luft, nur Sachs und David bringt so schnell nichts aus der Fassung. Stark das Bild im weiteren Verlauf, wenn sich die Meister Seit an Seit mit halbgehobenen Armen verzückt im Takte des Liedes wiegen. Nicht eingestehbare Verzückung durch ein regelwidriges Lied? Fortführung des Sachsens Traum der Rahmenhandlung aus dem Vorspiel? „Es ward einem bang“. Schön herausgearbeitet während der Verteidigungsrede des Schusters: Dass auch Angst ein Teil der Verehrung Sachsens ist. – Walther ist wiederholt schnell mit seinem Degen zur Hand, für den Eva schon in der Kirche besondere Faszination empfand.
Der erste Aufzug ist vorbei, nächtliche Beleuchtung, Sachs zieht den Vorhang zu, und die Singschul schnurrt auf die Größe des Sekretärs zurück.
Auch im zweiten Aufzug treten nur Zwerge und Kobolde inmitten riesiger Möbel auf – Sachsens (?) blumenbekränzte Büste eingeschlossen, Fliederzweige überdimensional im emaillierten Tonkrug, das Schaukelpferd ward zur Schnecke. Hier ist’s ein Schrank bzw. ein Regal in der Schusterstube, welches zur Bühne wächst. – Der Dialog Eva/Sachs hatte zumindest anfangs für mich seine Länge, mag auch an der Koordination im Graben gelegen haben. – Sachs klopft seine Merkzeichen auf einen Schuh der ungefähren Größe 152 (für Füße, die etwa 1 m lang sind).
Anstelle der Figuren aus Biene Maja kommen vor der Prügelfuge die sieben Zwerge, Struwwelpeter, Froschkönig, Rotkäppchen und der Wolf, der gestiefelte Kater und wohl noch anderen Märchenfiguren auf die Bühne, ein zwei Meter hohes Buch mit Grimms Märchen zierte schon vorher den Hintergrund. Beckmessers Laute nimmt sich ein Esel. Nürnbergs Bürger tragen Nachtgewänder, geprügelt wird wenig, eigentlich nur Beckmesser. Regenschirme deuten den Wasserguss an. Dennoch ist der Nachtwächter der letzte, der sich nach der nächtliche Orgie erhebt, um gleich wieder wie bewusstlos liegen zu bleiben. Der Sachs der Rahmenhandlung mit Nachthemd und Schlafmütze zieht abermals der Vorhang zu, zu den Klängen des einsamen Fagotts schrumpft die Bühne wieder zum Regal in der Schusterstube.
Dritter Aufzug. Wohin schrumpft die Stube dieses Mal? Gar nicht! Zu Ende das Träumen, willkommen in der Realität. Abermals Sachs im Nachthemd mit Schlafmütze. Im Regal der Schusterstube ist über Nacht offenbar einiges durcheinander gekommen. Nach einem Gedenken vor dem unfertigen Halbakt Evas im Paradies (mit dem Apfel; Sachs war also nicht nur Schuster und Dichter, sondern auch Maler) bricht er am Andachtswinkel zusammen, verzweifelt an der Welt und ihren Frauen.
In die Schusterstube eingedrungen, muss sich auch Beckmesser einiger Traumbilder erwehren. Weniger Stolzings Gedicht als vielmehr Evas Halbakt scheint ihn auf die falsche Fährte bezüglich Sachsens Absichten bringen. Sehr gut gelungen schien mir die Szene zwischen Sachs und Beckmesser mit der Überlassung des Liedes. – Eva wird bei der dritten von Walther gesungenen Strophe von Tränen und muss von Sachs wieder aufgerichtet werden. Sachsens Bericht von der Erwartungen anderer an ihn gerät zum Wutausbruch, Eva muss besänftigen. Große Emotionen hier wie da, die im Quintett glücklich konvergieren, wo Büsten von Wagner, Beethoven (?) und anderer die Fünfergruppe vergrößern. – Beim Übergang zur Festwiese spielen Eva und Magdalena Kasperletheater, die Figuren erscheinen dann dreimannhoch beim Auflauf des Volkes. Die Mädels aus Fürth kommen mit der legendären „Adler“. In der Traumsphäre wurde wieder fleißig kopuliert, wie schon nächtens, und der Rest des Aufzugs bleibt wie im Traum. – Beim „Wach auf!“ strecken alle auf der Bühne ihre Zeigefinger in Richtung Sachs, der sichtlich getroffen zusammenbricht. Solche Zusammenbrüche sind in dieser Inszenierung in der Tat ein häufiges Ereignis. – Den Meistersingern entgleiten die Gesichtszügen schon bei Beckmessers – sehr langsam genommenen – Vorspiel zum mit „blinder Meinung“ gesungenen Lied. Passend dazu springt Sixtus vom Singestuhle, so deutlich wie noch nie wird der Bezug zur Freiung Walthers im ersten Aufzug. Deutlich wird aber auch, dass der Schelmenstreich nicht in allen Facetten von Sachs geplant war, sondern, dass er die Gunst der Stunde nutzt.
Vollkommene Dunkelheit auf der Bühne bei „Habt acht!“ und den heiklen Worten zum welschen Tand – mit Ausnahme von Sachs und den Büsten der deutschen Meister.
Eva schien mir stimmlich an ihren Grenzen. Mit Staunen habe ich gelesen, dass sie auch schon die Senta gesungen hat. – Saccà bleib für mein Empfinden sängerisch wie darstellerisch unter den Möglichkeiten seiner Rolle, was hier doch mehr ins Gewicht fällt als beim Don Ottavio. Volle und Zeppenfeld großartig. – Dem leichten Sommernachtstraumduktus der Inszenierung passte sich Gatti offenbar an. Dem Ohr mag einiges Gewohnte fehlen, doch zum märchenhaft-komödiantischen Ansatz passte es m. E. gut – mich dünkt, sollt‘ passen Wort und Weise.
Die Meistersinger, gedeutet als Sommermorgentraum – sage noch einer, dass dies nicht im Texte stünd. Ich fühlte mich gut unterhalten. Die nächste Inszenierung mit dem Streben nach Würde und Gewicht kommt bestimmt.
Gruß Philidor
:hello
Amadé (14.11.2020, 17:36):
Eine Perle. Gruß Amadé
Philidor (14.11.2020, 17:57): Nun noch einmal Schmidt - bitweise aus dem Stream:
Franz Schmidt: Sinfonie Nr. 4 C-Dur
hr-Sinfonieorchester Paavo Järvi
Ich bleibe dabei: Das ist schon die mit Abstand interessanteste Sinfonie aus den Vieren. Kann gut nachvollziehen, dass einige Dirigenten sich "nur" der Vierten angenommen haben. Was Paavo Järvi Verdienste nicht schmälern soll - immerhin wird der Rang der VIerten vor dem Hintergrund des gesamten sinfonischen Werkes nochmal umso klarer.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.11.2020, 18:40): Soso, Musik auf untergegangene Schiffe?
Györy Ligeti: Sechs Bagatellen (für Saxophonquartett bearbeitet von Guillaume Bourgogne, von Ligeti freigegeben)
Erkki-Sven Tüür: Lamentatio
Georg Katzer: Wie ein Hauch ... doch manchmal ...
sonic.art Saxophonquartett
Gruß Philidor
Philidor (14.11.2020, 19:21): „Ganz nette Sachen, setzen Sie ruhig fort!" meinte Richard Strauss, als ihm sein Bewunderer Natanael Berg 1909 in Dresden einige Kreationen vorlegte.
Natanael Berg: Sinfonie Nr. 1 ("Alles endet, was entstehet")
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Ari Rasilainen
Nun ja. Immerhin ein Komponist, von dem gesagt wurde, er habe die erste Hitler-Oper komponiert ("Engelbrekt"). - Im Internet fand ich einen Hinweis, er habe Beziehungen zu schwedischen Faschisten gehabt und mit dem deutschen NS-Regime sympathisiert. Ich weiß aber nicht, wie belastbar das ist. Freilich ist die Musik eher simpel gestrickt und wohl massentauglich.
Der Engelbrekt-Stoff wurde jedenfalls auch von expliziten Anti-Faschisten okkupiert.
Vielleicht können ja die hiesigen Natanael-Berg-Experten etwas Licht in das Dunkel der diesbezüglichen Verflechtungen des Komponisten bringen.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (14.11.2020, 21:21): @Maurice André
:times10
Maurice inaktiv (14.11.2020, 21:46): mmerhin ein Komponist, von dem gesagt wurde, er habe die erste Hitler-Oper komponiert ("Engelbrekt"). - Im Internet fand ich einen Hinweis, er habe Beziehungen zu schwedischen Faschisten gehabt und mit dem deutschen NS-Regime sympathisiert. Ich weiß aber nicht, wie belastbar das ist. Aha. Welcher Quelle hast Du diese Weisheiten denn entlockt? Im Internet steht viel bis der Tag vorbei ist. "Kontakte" zum NS-Regime hatten auch Richard Strauss,Furtwängler, Böhm, von Karajan. Und was willst Du damit nun aussagen?
Vielleicht können ja die hiesigen Natanael-Berg-Experten etwas Licht in das Dunkel der diesbezüglichen Verflechtungen des Komponisten bringen. Interessant. Erst damit umher werfen, dann Andere vorschieben.
Freilich ist die Musik eher simpel gestrickt und wohl massentauglich. Super Aussage. Also geeignet für das NS-Regime, oder wie soll man das verstehen?
Damit Deine Neugierde ein wenig befriedigt wird, hier was dazu. Natürlich mit zwei Links, denn Du stehst doch sonst immer auf Quellenangaben.
Vielleicht mal zurück zu den Fakten. Es gab wohl einen "Ständigen Rat für internationale Zusammenarbeit der Komponisten" aus dem Jahre 1934, der von Richard Straus ausging. Es werden eine Menge durchaus bekannter Komponisten genannt, die dann auch teilweise in diesem Rat eine Funktion hatten, etwa Jean Sibelius (der aber dort kaum aktiv wurde). Für Schweden war es Kurt Atterberg gewesen, nicht etwa Natanael Berg. Es wurde wohl mal Werke im Laufe der Zeit aufgeführt, eine Funktion hatte er dort aber nicht. Dazu der Bericht Unten mit dem entsprechenden Link. Übrigens wurden auch Werke von Paul Dukas, Edward Elgar, Bartok oder Milhaud aufgeführt. Alles Komponisten, die mit dem NS-Regime Null zu tun hatten.
Das zu finden, ist nicht gerade schwierig gewesen. Dazu muss man kein "Experte" für die Musik dieser Zeit oder gar Berg sein.
So viel dazu. Mehr kann und werde ich dazu auch nicht beitragen können, da ich KEIN Experte von Herrn Berg bin. Deswegen finde ich seine Musik trotzdem nicht langweilig und als Massenware geeignet. Doch dies bleibt jedem selbst überlassen, wie immer eben.
Sfantu (14.11.2020, 22:12):
Jean Sibelius Sinfonie Nr. 2 D-dur op. 43
Gewandhausorchester Leipzig - Carl von Garaguly (LP, VEB Deutsche Schallplatten, 1964, noch mono?)
Auch hier kann ich Maurice nur uneingeschränkt zustimmen: eine sehr gute Einspielung! Man kann sich immer fragen: brauche ich wirklich noch eine Sibelius 2 (der Chartbreaker innerhalb dieses Sinfonien-Siebeners)?? Meine Antwort: Ja - diese hier habe ich tatsIächlich noch gebraucht!
In den Tempi kommt mir das recht flott vor, aber nicht geeilt oder gar hektisch. & gerade diese flotten Tempi sind ein wichtiger Schlüssel, dieses Monstrum zu entschlacken: klare Linien, schlanke, durchhörbare Verläufe, klug gesetzte Akzente (Pauken!) - das alles macht die Zweite endlich einmal verdaulich. Sie klingt hier viel moderner, weniger rückwärts gedacht. Daran ändert auch das mächtige Bremspedal nichts, das sich gegen Ende des Finalsatzes über alles legt & die Schlußapotheose doch gehörig aufbläst. Unterm Strich geht das in Ordnung, weil vorher alles klarer, linearer & natürlicher ertönte als es der Interpretationskanon sonst definiert.
Philidor (14.11.2020, 22:19): Aha. Welcher Quelle hast Du diese Weisheiten denn entlockt? (1) Zum Thema "erste Hitler-Oper" Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Engelbrekt_(Oper) Dort werden zwei Quellen dafür angegeben, darunter diese: John London (Hrsg.): Theatre Under the Nazis. Manchester University Press, Manchester/New York 2000, ISBN 0-7190-5991-7, S. 161
(2) Zum Thema "Im Internet fand ich einen Hinweis, er habe Beziehungen zu schwedischen Faschisten gehabt und mit dem deutschen NS-Regime sympathisiert" Siehe hier: https://www.capriccio-kulturforum.de/index.php?thread/2132-eben-geh%C3%B6rt-2010-11/&postID=74844#post74844
Da ich nicht weiß. wie belastbar diese Quellen sind - das schrieb ich ja schon vorher -, erhoffte ich von denen, die sich hier für Natanael Berg stark machen, weitere Aufklärung.
Dass es aus einigen Richtungen Abwehrreflexe geben mag, wenn man so ein Thema antippt, ist ja nichts Neues. "Kontakte" zum NS-Regime hatten auch Richard Strauss,Furtwängler, Böhm, von Karajan. Und was willst Du damit nun aussagen? Ich habe hier nicht geschrieben, dass Strauss, Furtwängler, Böhm, von Karajan "Kontakte" zum NS-Regime hatten. Dazu muss ich also wohl nichts sagen. Interessant. Erst damit umher werfen, dann Andere vorschieben. Ich stelle es zur Diskussion. Ich glaube, das ist nicht unüblich für ein Forum. Wie gesagt: Ich erhoffte von denen, die sich hier für Natanael Berg stark machen, weitere Aufklärung. Vielleicht ist die Kompetenz dafür ja vorhanden?! Würde mich freuen. Super Aussage. Also geeignet für das NS-Regime, oder wie soll man das verstehen? Dass faschistische Regimes "volksnahe" Musik bevozugen, ist sicher keine neue Erkenntnis. Vielleicht mal zurück zu den Fakten. Es gab wohl einen "Ständigen Rat für internationale Zusammenarbeit der Komponisten" aus dem Jahre 1934, der von Richard Straus ausging. Es werden eine Menge durchaus bekannter Komponisten genannt, die dann auch teilweise in diesem Rat eine Funktion hatten, etwa Jean Sibelius (der aber dort kaum aktiv wurde). Für Schweden war es Kurt Atterberg gewesen, nicht etwa Natanael Berg. Es wurde wohl mal Werke im Laufe der Zeit aufgeführt, eine Funktion hatte er dort aber nicht. Dazu der Bericht Unten mit dem entsprechenden Link. Übrigens wurden auch Werke von Paul Dukas, Edward Elgar, Bartok oder Milhaud aufgeführt. Alles Komponisten, die mit dem NS-Regime Null zu tun hatten. Was hat das jetzt mit Natanael Berg zu tun? Mehr kann und werde ich dazu auch nicht beitragen können, da ich KEIN Experte von Herrn Berg bin. Schade. Aber vielleicht gibt es ja jemanden, der sich auskennt.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (14.11.2020, 22:21):
Jean Sibelius Sinfonie Nr. 2 D-dur op. 43
Gewandhausorchester Leipzig - Carl von Garaguly (LP, VEB Deutsche Schallplatten, 1964, noch mono?)
Auch hier kann ich Maurice nur uneingeschränkt zustimmen: eine sehr gute Einspielung! Man kann sich immer fragen: brauche ich wirklich noch eine Sibelius 2 (der Chartbreaker innerhalb dieses Sinfonien-Siebeners)?? Meine Antwort: Ja - diese hier habe ich tatsIächlich noch gebraucht!
In den Tempi kommt mir das recht flott vor, aber nicht geeilt oder gar hektisch. & gerade diese flotten Tempi sind ein wichtiger Schlüssel, dieses Monstrum zu entschlacken: klare Linien, schlanke, durchhörbare Verläufe, klug gesetzte Akzente (Pauken!) - das alles macht die Zweite endlich einmal verdaulich. Sie klingt hier viel moderner, weniger rückwärts gedacht. Daran ändert auch das mächtige Bremspedal, das sich gegen Ende des Finalsatzes über alles legt & die Schlußapotheose doch gehörig aufbläst. Unterm Strich geht das in Ordnung, weil vorher alles klarer, linearer & natürlicher ertönte als es der Interpretationskanon sonst definiert. Darf ich dazu DRINGENDST Paavo Järvis Einspielung mit dem Orchestre De Paris jedem Sibeliushörer ans Herz/Ohr legen?! Ich habe, besonders zur 2., welche mir die liebste der sieben ist, jahrelang nach einer Interpretation gesucht/Versionen gekauft, bei welcher mir die Tempi in allen Sätzen zusagen. Und erst hier ist für mich tatsächlich alles stimmig, einleuchtend, nah. Ich kann Euch die gerne mal zum Reinhören fertig machen, wenn Ihr mögt!
Maurice inaktiv (14.11.2020, 22:27): Was hat das jetzt mit Natanael Berg zu tun? Steht doch da. Lesen, dann weißt Du es.
Maurice inaktiv (14.11.2020, 22:44): 2) Zum Thema "Im Internet fand ich einen Hinweis, er habe Beziehungen zu schwedischen Faschisten gehabt und mit dem deutschen NS-Regime sympathisiert" Siehe hier: capriccio-kulturforum.de/index…1/&postID=74844#post74844 Eine "Quelle", die auch nur etwas schreibt, aber keine wirkliche Quelle ist, die aussagekräftig ist. Es steht etwas in einem Forum. Schön, Weiter? Dazu habe ich ja bereits zwei Links gepostet, was diese "Gremium" angeht. Eben OHNE Berg, dafür sogar ein erweiterter Beg, nämlich ATTRERberg. Nichts Neues, alter Kaffee, neu aufgewärmt. Alles eher etwas, was GEGEN eine direkte Beteiligung sprechen würde. Denn man könnte vermuten, dass Berg dort zumindest eine Funktion hätte ausüben können, wenn er denn gewollt hätte. Doch das ist wirklich nur mal so weitergesponnen.
Schade. Aber vielleicht gibt es ja jemanden, der sich auskennt. Lebende Zeitzeugen dürften wohl kaum ehr zu finden sein. Vielleicht findet man in Schweden was darüber, aber im deutschsprachigen Netz scheint (!!) es nichts zu geben, was direkt zur Antwort führen könnte. Und ich meine das überhaupt nicht böse, abwertend oder sonst wie negativ ausgerichtet. Ich habe die CD hier irgendwo, aber finde sie gerade nicht. Vielleicht kann jemand an Hand des normal immer recht umfangreichen Booklets was dazu noch schreiben, ich weiß es nicht.
Es ist ja nicht gerade ein gängiger Komponist bei uns.
In den beiden Links ist auch kein Hinweis zu finden, dass Berg einen direkten Draht hatte zu den Faschisten. Wenn, dann über den Komponistenverband, aber da zunächst nur die Juden ausgeschlossen waren, spricht bsi zum Kriegsausbruch nicht direkt etwas dagegen, dass er sich in Deutschland aufgehalten haben könnte. In Schweden hat es sicher genau so Faschisten gegeben wie allen anderen Teilen der Erde. Man hat ja auch z.B. der im Jazz/Artistenbereich lebenden Familie Carling über den Vater der heutigen "Clan-Chefin" Gunhild nachgesagt, dass er mit den Faschisten geliebäugelt hatte. Das hat mit Berg nichts zu tun, betrifft aber die gleiche Zeit.
Maurice inaktiv (14.11.2020, 22:49): Jean Sibelius Sinfonie Nr. 2 D-dur op. 43
Gewandhausorchester Leipzig - Carl von Garaguly (LP, VEB Deutsche Schallplatten, 1964, noch mono?)
Auch hier kann ich Maurice nur uneingeschränkt zustimmen: eine sehr gute Einspielung! Man kann sich immer fragen: brauche ich wirklich noch eine Sibelius 2 (der Chartbreaker innerhalb dieses Sinfonien-Siebeners)?? Meine Antwort: Ja - diese hier habe ich tatsIächlich noch gebraucht! Ich kann das Lob nur an den User des anderen Forums weitergeben. Dort wurde auf diese Einspielung hingewiesen.
Darf ich dazu DRINGENDST Paavo Järvis Einspielung mit dem Orchestre De Paris jedem Sibeliushörer ans Herz/Ohr legen?! Ich habe, besonders zur 2., welche mir die liebste der sieben ist, jahrelang nach einer Interpretation gesucht/Versionen gekauft, bei welcher mir die Tempi in allen Sätzen zusagen. Und erst hier ist für mich tatsächlich alles stimmig, einleuchtend, nah. Ich kann Euch die gerne mal zum Reinhören fertig machen, wenn Ihr mögt! Ehrlich gesagt, war und ist mir diese Einspielung zu teuer. Ich denke, dass ich einige sehr gute GE habe, in denen es auch sehr gute "Zweite" gibt. Danke aber für den Hinweis. Vielleicht gibts sie mal irgendwann günstig. Doch mit Sibelius bin ich eigentlich jetzt von den Aufnahmen her bis die nächsten Jahre durch. Da höre ich lieber davon mal wieder in eine rein.
Marcie (14.11.2020, 22:53): @Maurice André
ja, mittlerweile...ich habe für das Set 16 Euro bezahlt, als es erschien.
Maurice inaktiv (14.11.2020, 23:02): @Maurice André
ja, mittlerweile...ich habe für das Set 16 Euro bezahlt, als es erschien. Ja, das ist natürlich ein Argument. Ich hatte das überhaupt nicht mitbekommen. Da war ich bestimmt selbst zu oft unterwegs, da bleibt für ein Forum keine bis sehr wenig Zeit.
Philidor (14.11.2020, 23:05): Eine "Quelle", die auch nur etwas schreibt, aber keine wirkliche Quelle ist, die aussagekräftig ist. Es steht etwas in einem Forum. Schön, Weiter? Eben. Mehr habe ich ja auch nicht behauptet. In der Hoffnung, hier gäbe es Experten. Dazu habe ich ja bereits zwei Links gepostet, was diese "Gremium" angeht. Du hast etwas zum "Ständigen Rat für internationale Zusammenarbeit der Komponisten" geschrieben. Diesen Rat gab es freilich. Ich bin nur unsicher, was es heißt, dass N. Berg darin KEINE Funktion hatte, wie Du ja selbst schreibst. Um klar zu machen, was ich meine: Im Nationalen Olympischen Komittee war N. Berg auch nicht Mitglied. Was sagt das jetzt?
Aber da Du Gremien erwähnst: Ich zitiere aus dem Beiheft der cpo-Aufnahme von Sinfonie Nr. 3: 1914 kamen sie das sind Oskar Lindberg, Ture Rangström, Kurt Atterberg und N. Berg, Anm. Philidor] zusamrnen, um das Fundament für eine Organisation zu Iegen, aus der Föreningen Svenska Tönsättare, mithin der schwedische Komponistenverband hervorging. Nur war man der Zeit ein wenig voraus, und der Versuch blieb ein Fragment. Doch 1919 war die FST eine Tatsache geworden, und während der ersten fünf Jahre ihres Bestehens fungierte Natanael Berg als Vorsitzender des Verbandes. Einige Jahre später wurde das Swenska Tonsättares Internationella Musikbyrä (STIM] gegründet, das "lntemationale Musikbüro der Schwedischen Komponisten", und wieder war Natanael Berg der erste Vorsitzende - allerdings nur für die Dauer der ersten Saison. AnschlieBend übernahm Kurt Atterberg den Vorsitz beider Organisationen. https://www.chandos.net/chanimages/Booklets/CX7325.pdf
Was immer das heißt - offenbar hatte N. Berg durchaus Führungspositionen in prominenten Gremien inne. Denn man könnte vermuten, dass Berg dort zumindest eine Funktion hätte ausüben können, wenn er denn gewollt hätte. Siehe oben.
Mir ist allerdings nicht klar, in wie weit die Aussage, dass N. Berg in einem bestimmten Gremium keine Funktion hatte, etwas über seine politische Gesinnung beweisen oder widerlegen soll.
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (14.11.2020, 23:23): Aber da Du Gremien erwähnst: Ich zitiere aus dem Beiheft der cpo-Aufnahme von Sinfonie Nr. 3: chandos.net/chanimages/Booklets/CX7325.pdf
Was immer das heißt - offenbar hatte N. Berg durchaus prominente Funktionen in leitender Rolle inne. Ja, aber das war VOR der Nazi-Zeit gewesen. Was hat das nun mit der Zeit ab 1933 zu tun?
Mir ist allerdings nicht klar, in wie weit die Aussage, dass N. Berg in einem bestimmten Gremium keine Funktion hatte, etwas über seine politische Gesinnung beweisen oder widerlegen soll. Nein? Es sagt zumindest aus, dass er zu einer Zeit, die Du offenbar mit Berg in Verbindung versuchst zu bringen, gerade DORT nicht aktiv tätig war, die geradezu prädestiniert gewesen wäre, sich dort zu tummeln. Dies scheint er offensichtlich nicht getan zu haben. Schon merkwürdig, gerade damals. Du magst es nicht wahrhaben wollen, dass Du -Stand jetzt - auf dem Holzweg bist. Erbringe einen hieb-und stichfesten Beweis dafür, alles andere ist Kaffeesatzleserei, heiße Luft oder was auch immer.
Ich möchte Dich daran erinnern, dass Du mit diesem Thema hier angetanzt bist, sonst niemand. Wenn Du sonst nichts weiter dazu beitragen kannst, ist die Diskussion hier beendet, denn es gibt zur Zeit keine neune Erkenntnisse, die eine weitere Diskussion auslösen könnte. Es geht zu allererst um die Musik Bergs, alles Sonstige gehört, wenn überhaupt in einen Extra-Thread. Den werde ich weder aufmachen, noch in Erwägung ziehen aufzumachen. Warum auch? Ich habe nicht mal alle CDs von ihm vorliegen, und "Experte" bin ich auch nicht. Du offenbar ebenso wenig, das hast Du bereits selbst geschrieben.
Philidor (14.11.2020, 23:42):
Weiter viel Freude an N. Bergs Musik.
Gruß Philidor
Maurice inaktiv (14.11.2020, 23:55):
Ich habe Berichte hier als Link gepostet, die sicher keine direkten Aussagen waren, aber eben auch kein Wort zu einer Aktivität von Berg hergaben. Und das in einem Gremium, was ganz offensichtlich hier um 1934 herum nicht unwichtig war. Ja, er taucht als GESPIELTER Komponist auf, mehr auch nicht.
Ob es tatsächlich eine Verbindung gibt, dürften weder Du, noch ich hier vorlegen können. Es sei denn, wir reisen nach Schweden, kennen jemanden, der uns das übersetzt, und dann .- und vielleicht nur dann, wissen wir mehr. Berg ist hier ein weitgehend unbeschriebenes Blatt, selbst das andere Forum hat keinen echten Beweis dazu liefern können, das sind alles nicht wenige Personen, daher macht es keinerlei Sinn, hier zu diskutieren.
Nicolas_Aine (15.11.2020, 00:17):
Das ist jetzt innerhalb weniger Tage das zweite Mal, es reicht jetzt !! Hier stimme ich zu. Allerdings auf euch beide bezogen. Mir ist ehrlich gesagt völlig egal, wer angefangen hat, und in welchen Foren oder anderen Orten ihr euch sonst noch streitet. Aber lasst das bitte hier sein. Und zwar alle beide. Ihr könnte gerne weiter über N. Berg diskutieren, aber jeden weiteren folgenden unsachlichen Post, egal ob inhaltlich oder formal unsachlich, werde ich kommentarlos löschen.
Philidor (15.11.2020, 09:13): Heute wäre der 23. Sonntag nach Trinitatis. Bach hat dafür folgende Kantaten komponiert:
Johann Sebastian Bach
"Nur jedem das Seine" BWV 163 "Wohl dem, der sich auf seinen Gott" BWV 139 "Falsche Welt, ich trau dir nicht" BWV 52
Susan Hamilton, Hilary Summers, William Kendall, Peter Harvey (BWV 163+139) Gillian Keith (BWV 52) Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.11.2020, 09:57): Warschau.
Arnold Schönberg: Ein Überlebender aus Warschau op. 46
Gottfried Hornik, Sprecher Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor Wiener Philharmoniker Claudio Abbado
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.11.2020, 10:24): Tschechoslowakei.
Karl Amadeus Hartmann: Concerto funèbre für Violine und Streichorchester
Isabelle Faust, Violine Münchener Kammerorchester Christoph Poppen
Komponiert "für die Schublade" in der Zeit innerer Emigration.
Gruß Philidor
:hello
palestrina (15.11.2020, 10:43): Lieber Philidor, das Concerto funèbre ist für mich ein besonderes Werk nach einem Live Erlebnis geworden.!
Und zwar mit Gil Shaham.....
....damals mit dem BBC Orchester! Diese CDs sind allesamt hervorragend!
LG palestrina
Philidor (15.11.2020, 10:50): München. (?)
Richard Strauss: Metamorphosen für 23 Solostreicher
NHK Symphony Orchestra Tokyo Paavo Järvi
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.11.2020, 10:52): Concerto funèbre Und zwar mit Gil Shaham.... Lieber Palestrina,
danke für die Empfehlung! Ja, ein Wahnsinnswerk im doppelten Sinne. Die Aufnahme mit Shaham kenne ich nicht, habe aber Gutes von ihr gelesen. Danke für Deinen Hinweis! Auch die Aufnahme mit Zehetmair steht noch auf der Hörliste.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (15.11.2020, 11:15): Bei mir geht es weniger traurig zu Traurig habe ich nicht nicht mit dem "Deutschen Requiem" von Brahms verbunden - eher Trost.
selbst in dem „Tod, wo ist dein Stachel, Hölle, wo ist dein Sieg? schwingt noch das Schauen der Ewigkeit mit – man höre zum Vergleich den diesseitigen wütenden Trotz bei Kegel. Werde ich bestimmt mal tun.
Beim Cover der so gepriesenen Natanael Berg - CD denke ich jedes Mal an die Titanic ("Achtung, Eisberg!") _______
Berlioz - L'Enfance du Christ Veronique Gens, Paul Agnew, Olivier Lallouette, Laurent Naouri, Frédéric Caton Collegium Vocale Gent, La Chapelle Royale Orchestre des Champs-Elysees, Philippe Herreweghe
Philidor (15.11.2020, 11:34): Beim Cover der so gepriesenen Natanael Berg - CD denke ich jedes Mal an die Titanic ("Achtung, Eisberg!") Nun, Deine Reflexe sind in diesem Punkte völlig in Ordnung, sit venia verbo ;) ... und das Layout des Covers auch. Im Schlusssatz malt der Komponist tatsächlich den Untergang der „Titanic“ und schließt mit einem Trauermarsch. - Die Nachricht vom Unglück hatte den Technik- und Fortschrittsgläubigen einen Dämpfer versetzt. Das Schiff galt ja aufgrund modernster Schiffsbauingenieurskunst als unsinkbar - und dann das.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.11.2020, 13:26): Musik, die stille macht.
Alfred Schnittke
Konzert für Chor Drei geistliche Gesänge Stimmen der Natur
Chor des Bayerischen Rundfunks Peter Dijkstra
Gruß Philidor
:hello
Marcie (15.11.2020, 14:14):
Philidor (15.11.2020, 14:17): Noch einer, der für die Schublade schrieb und dies als Ehre betrachtete, nochmal Metamorphosen.
György Ligeti: Streichquartett Nr. 1 ("Métamorphoses nocturnes")
Hagen Quartett
Ligetis erstes Streichquartett entstand in den Jahren 1953/54. Zu jener Zeit fand das Leben in Ungarn unter der vollständigen Kontrolle der kommunistischen Diktatur statt. Reisen ins Ausland waren unmöglich, entsprechende Kontakte ebenso. Die informationsseitige Isolation des Landes bezog sich auch auf Noten und Bücher. Und dies nicht nur in Bezug auf den Westen, sondern auch innerhalb der Staaten des Warschauer Paktes. Moderne Kunst und Literatur waren verboten. Das Regime verlangte nach einer billigen Massenkunst, die die politische Propaganda jener Zeit unterstützen sollte. Sogar Bartók war nur teilweise genehm, nämlich die einigermaßen gemäßigten Werke wie das Konzert für Orchester, das dritte Klavierkonzert und die Volksliedbearbeitungen.
Unter diesen Prämissen komponierte Ligeti für die Schublade – was damals als Ehre galt. Die Mehrheit der Künstler wählte einen solchen Weg der inneren Emigration.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.11.2020, 14:42): Protest der 1970er Jahre.
George Crumb: Black Angels "Thirteen Images from the Dark Land"
Kronos Quartet
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.11.2020, 15:07): Eventuell doch kein Anti-Kriegs-Werk.
Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110 „Im Gedenken an die Opfer des Faschismus und des Krieges“ (Untertitel bei der Veröffentlichung)
Pavel Haas Quartet
Der Untertitel ist in Schostakowitschs Manuskript nicht zu finden. Eventuell wurde er erst auf Druck aus Moskau hinzugefügt.
In einem Brief, der erst im 21. Jhd. auftauchte, schreib der Komponist zu op. 110: „… Wie sehr ich auch versucht habe, die Arbeiten für den Film im Entwurf auszuführen, bis jetzt konnte ich es nicht. Und stattdessen habe ich ein niemandem nützendes und ideologisch verwerfliches Quartett geschrieben. Ich dachte darüber nach, dass, sollte ich irgendwann einmal sterben, kaum jemand ein Werk schreiben wird, das meinem Andenken gewidmet ist. Deshalb habe ich beschlossen, selbst etwas Derartiges zu schreiben. Man könnte auf seinen Einband auch schreiben: ‚Gewidmet dem Andenken des Komponisten dieses Quartetts’.“
Sein bekanntestes Quartet ist gleichzeitig sein Epitaph.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (15.11.2020, 15:48): Hier heute mal Vokales:
Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem Genia Kühnmeier Thomas Hampson Arnold Schönberg Chor Wiener Philharmoniker, Nikolaus Harnoncourt Grüße Jan :hello
Marcie (15.11.2020, 15:55): Hier heute mal Vokales:
Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem Genia Kühnmeier Thomas Hampson Arnold Schönberg Chor Wiener Philharmoniker, Nikolaus Harnoncourt Grüße Jan :hello Die Einspielung habe ich auch neben denen von Sawallisch, Karajan und Guilini stehen und es ist MIR die beste/wichtigste/am meisten gehörte.
Jan Van Karajan (15.11.2020, 16:02): Ich höre diese Einspielung heute tatsächlich zum ersten Mal. Sie befindet sich nämlich auf einer lange nicht angerührten Festplatte. Vor allem der Chor fasziniert mich bis jetzt, aber auch, wie transparent Harnoncourt alles gestaltet. Jedes kleine Detail ist zu hören. Ich verstehe, dass dir diese Aufnahme gefällt :times10 . Grüße Jan :hello
Philidor (15.11.2020, 16:02): Themawechsel.
Johann Sebastian Bach: "O Ewigkeit, du Donnerwort" BWV 60 (mit dem Choral "Es ist genug")
Alban Berg; Violinkonzert "Dem Andenken eines Engels"
Robin Tyson, James Gilchrist, Peter Harvey Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Marcie (15.11.2020, 16:05): Ich höre diese Einspielung heute tatsächlich zum ersten Mal. Sie befindet sich nämlich auf einer lange nicht angerührten Festplatte. Vor allem der Chor fasziniert mich bis jetzt, aber auch, wie transparent Harnoncourt alles gestaltet. Jedes kleine Detail ist zu hören. Ich verstehe, dass dir diese Aufnahme gefällt :times10 . Grüße Jan :hello :thumbup:
Knalle Dir mal den Sibeliusdownload auf die Platte, bin gespannt, ob es Dir gefällt!
Jan Van Karajan (15.11.2020, 16:06): Du hast mich jedenfalls neugierig gemacht :D
Marcie (15.11.2020, 16:12): Du hast mich jedenfalls neugierig gemacht :D Der Sinn dieses Forums: Impulse senden und empfangen. :beer
(eitle Selbstdarstellung gibts wohl in vielen Foren, aber davon wollen wir uns hier wohl nicht stören lassen!)
Marcie (15.11.2020, 16:39): Angeregt durch eine nette Konversation ;) :
michael74 (15.11.2020, 17:07): Angeregt durch eine nette Konversation ;) :
puh das ist aber schwere Kost ...
Marcie (15.11.2020, 17:26): Angeregt durch eine nette Konversation ;) :
puh das ist aber schwere Kost ... Nielsen? Nein, den empfinde ich nicht als schwer, eher witzig und überraschend. Und das Flötenkonzert ist genial.
michael74 (15.11.2020, 18:15): Angeregt durch eine nette Konversation ;) :
puh das ist aber schwere Kost ... Nielsen? Nein, den empfinde ich nicht als schwer, eher witzig und überraschend. Und das Flötenkonzert ist genial. Ja mit den Sinfonien und dem Flötenkonzert kann ich mich anfreunden, beim klarinettenkonzert habe ich doch so meine Schwierigkeiten...
Sfantu (15.11.2020, 18:44):
Werner Thärichen (1921 - 2008)
Konzert für Pauken und Orchester op. 34 (1954) Werner Thärichen, Radio-Symphonie-Orchester Berlin - Vernon Handley (LP, Schwann, 1982)
Der langjährige Paukist der Berliner Philharmoniker, aber auch Komponist & Hochschullehrer (zudem Vater des Jazz-Pianisten Nicolai Thärichen (Thärichens Tentett)) hat mit diesem Konzert sein wohl populärstes (naja, sagen wir mal, sein am ehesten aufgeführtes Werk) geschrieben. & das ist so viel mehr als das Produkt eines Feierabend-Komponisten. Ein schillernder, kontrastreicher Stil auf der Höhe der Zeit (auch hier: ganz schwer, ihn zwischen bekannten Koordinaten einzuordnen. Spontan gesagt irgendwo zwischen Strawinskij & Rawsthorne) mit staunenmachendem Pauken-Feuerwerk. Es werden mehr Farben & Facetten hörbar gemacht, als ich geahnt hätte. Der langsame Mittelsatz erzeugt Versenkung & Mystik. Was sich hier an leisen Paukenklängen ereignet, hat etwas Schamanenhaftes. Der Komponist als Solist zieht alle Register, das Orchester glänzt in diesem faszinierenden Stück, der Klang ist satt, stofflich, transparent. Sie lief gestern, sie lief heute, sie hat das Zeug zum Dauerdreher!
Um diese Platte im Brocki-& Trödelreich aufzustöbern, braucht es die Ausdauer & das Glück des Steinpilz-Sammlers. Mein altes Exemplar war in keinem guten Zustand. Kürzlich fand ich sie erneut, diesmal: ein Vinyl-Traum!
Maurice inaktiv (15.11.2020, 18:56): Werner Thärichen (1921 - 2008)
Es gibt auch ein sehr interessantes Buch von ihm über seine Zeit mit den beiden Dirigenten-Giganten. Man kann es noch günstig erwerben.
Sfantu (15.11.2020, 19:00): Guter Tipp - merci!
Maurice inaktiv (15.11.2020, 19:14): Guter Tipp - merci! Ich fand es sehr interessant. Kein Ding.
Andréjo (15.11.2020, 20:05): Angeregt durch eine nette Konversation ;) :
puh das ist aber schwere Kost ... Nielsen? Nein, den empfinde ich nicht als schwer, eher witzig und überraschend. Und das Flötenkonzert ist genial. Ja mit den Sinfonien und dem Flötenkonzert kann ich mich anfreunden, beim klarinettenkonzert habe ich doch so meine Schwierigkeiten... Genau diese Erfahrung war einst auch meine. Das Klarinettenkonzert wirkt spröder - aber letztlich gewöhnt man sich daran als an einen genauso typischen Nielsen. :thumbup:
:) Wolfgang
Jan Van Karajan (15.11.2020, 21:59): Ich blieb bei geistigen Werken heute Abend:
Anton Bruckner: Messe Nr.1 in d-moll für Solisten,Chor und Orchester Edith Mathis, Sopran Marga Schiml, Alt Wieslaw Ochman, Tenor Karl Ridderbusch, Bass Elmar Schloter, Orgel Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Eugen Jochum Auf dieser CD sind auch die Motetten "Virga Jesse" und "Ave Maria" enthalten.
Mächtig, sehr wuchtig und doch teilweise andächtig. Starker Kontrast zum Brahms-Requiem in jeder Hinsicht. Grüße Jan :hello
Nicolas_Aine (15.11.2020, 23:48): puh, ich hab keine Ahnung mehr, wo ich die Aufnahme her hab, aus irgendeiner Box vermutlich, aber jedenfalls höre ich jetzt:
P. I. Tchaikovsky: Violinkonzert D-Dur Op. 35
Zino Francescatti, Violine Arthur Rodzinski Philharmonia Orchestra 1943
Maurice inaktiv (16.11.2020, 00:24): Ja mit den Sinfonien und dem Flötenkonzert kann ich mich anfreunden, beim klarinettenkonzert habe ich doch so meine Schwierigkeiten... Es ist eine super Aufnahme. Der ganze Nielsen (und Sibelius) unter dem noch damals jungen Salonen sit absolut hörenswert. Er war lange Zeit nicht oder nur zu Mondpreisen zu erwerben, dann wurde die Box mit Sinfonien und den Konzerten recht günstig angeboten, die inzwischen offenbar vergriffen ist leider.
Cetay (inaktiv) (16.11.2020, 03:28):
Ludwig van Beethoven; Streichquartett Nr. 12 E-Dur, op. 127 Quartetto Italiano
Die späten Beethoven-Quartette sind für mich nach wie vor schwere Kost. Ich leg sie immer wieder mal auf, höre verschiedene Deutungen, verstehe schon, dass das Große Musik ist, aber sie erhebt mich selten intellektuell oder emotional.
tapeesa (16.11.2020, 13:04): George Crumb -
Vox Balaenae (Voice of the Whale)
Jerry Grossman (cymbal), Jerry Grossman (cello), Erich Graf (flute), Walter Ponce (piano) Aeolian Chamber Players
Night of the Four Moons - based on fragments from Federico García Lorca
I. La luna está muerta, muerta ... (The moon is dead, dead ....) II. Cuando sale la luna .... (When the moon rises ....) III. Otro Adán oscuro está soñando ... (Another obscure Adam dreams ....) IV. ¡Huye luna, luna, luna ! .... (Run away moon, moon, moon ! ....)
Jan DeGaetani (mezzo-soprano), Raymond DesRoches (percussion), Paul Tobias (cello), Lewis Kaplan (banjo), Erich Graf (flute), Erich Graf (piccolo) Aeolian Chamber Players
Makrokosmos II (Twelve fantasy-pieces after the zodiac for amplified piano)
Part 1, I. Morning Music (Genesis II) Part 1, II. The Mystic Chord Part 1, III. Rain-Death Variations
piano: Robert Miller
Marcie (16.11.2020, 13:34): Auch so eine schöne Neuentdeckung für mich:
tapeesa (16.11.2020, 16:21): Minimal Music mit Marimbas, Maracas, Xylophonen, Vibraphonen -
Steve Reich - Music for 18 musicians (1976 komponiert) Steve Reich and Musicians
Philidor (16.11.2020, 16:47): Steve Reich - Music for 18 musicians (1976 komponiert) Steve Reich and Musicians Jaaa ... das ist Musik. Sommer, Sonne, ein Longdrink und Reichs "Music for 18 Musicians" ... la vita è bella ...
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (16.11.2020, 17:18):
Jean-Baptiste Lully/Philippe Quinault: Thésée
Thésée - Howard Crook Médée - Laura Pudwell Æglé - Ellen Hargis Ægée - Harry van der Kamp Cleone - Suzie LeBlanc Dorine/Venus/Une Bergere - Mireille Lebel La Grande Prestresse/Minerve/Une Bergere - Amanda Forsythe Arcas - Olivier Laquerre Mars/Un Combattant - Marek Rzepka Bachus/Un Vieillard/Un Berger - Marc Molomot Un Plaisir/Un Jeux/Un Vieillard - Aaron Sheehan Un Plaisir/Un Jeux - Aaron Engebreth Cerés/Une Bergere - Yulia van Doren Une Bergere - Teresa Wakim
Boston Early Music Festival Orchestra & Chorus; Paul O'Dette, Stephen Stubbs
Eine weitere großartige Lully-Oper. Ich bin schon sehr gespannt auf die Psyché.
Jan Van Karajan (16.11.2020, 22:32): Auch bei mir der russische Meister, der sein seelisches Leid in Musik zu verarbeiten wusste:
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Symphonie Nr.5 in e-moll, op.64 Concertgebouw Orchester, Bernard Haitink Gefühlvoll und intensiv, wie es sich gehört :thumbsup: . Allerdings nehme ich auch eine gewisse Objektivität wahr, die sich nur schwer in Worte fassen lässt. Die Interpretation wirkt zwar leidenschaftlich, aber dennoch nicht überladen. Haitinks Stärke liegt bei diesem Zyklus nach meinem Gefühl eher in den langsamen Sätzen, im Gesamtpaket kann er also leider nicht ganz mit Karajan und Mrawinski mithalten, die mit mehr Schwung in den ecksätzen überzeugen. Dennoch wirkt es irgendwie insgesamt doch "rund" bei Haitink. Grüße Jan :hello
Maurice inaktiv (17.11.2020, 09:33):
Franz Krommer : Sinfonien Nr.1-3 : Orchestra della Svizzera Italiana , Howard Griffiths
Franz Krommer (1759-1831) dürfte vor allem für seine wunderbaren Klarinettenkonzerte bekannt sein. Dass er über 100 Streichquartette und, wie Beethoven, 9 Sinfonien (1797-1830) geschrieben hatte, dürfte weniger bekannt sein. Die ersten fünf Sinfonien wurden, so wie die wichtigsten Werke Mozarts, bei André in Offenbach verlegt.
tapeesa (17.11.2020, 11:21): John Field - Piano Music Volume 2 Nocturnes and Sonatas Benjamin Frith
Maurice inaktiv (17.11.2020, 13:57):
Aus "The Rodrigo-Edition" CD-Nr.4 : "Per la flor del Iliri blau , musica para un jardin, A la busca del mas allá, Zarabanda lejana y villancico, Cinco plazas infantiles, Soleriana
London Symphony Orchestra , Orchetsra Sinfonica del Estado de Mexico , Enrique Batiz
Ich musste mal was ganz Anderes hören. Da kam mir diese schöne Box in den Kopf. Eingespielt Anfang der 1980-er Jahre.
Amonasro (17.11.2020, 16:08):
George Gershwin: Rhapsody in Blue
Columbia Symphony Orchestra, Leonard Bernstein
George Gershwin: An American in Paris
New York Philharmonic, Leonard Bernstein
Gruß Amonasro
Marcie (17.11.2020, 19:39):
Philidor (17.11.2020, 19:59): In der Anstalt.
Wolfgang Amadé Mozart: Così fan tutte KV 588
Fiordiligi – Cecilia Bartoli Dorabella – Liliana Nikiteanu Ferrando – Roberto Saccà Guglielmo – Oliver Widmer Don Alfonso – Carlos Chausson Despina – Agnes Baltsa
Chor und Orchester des Opernhauses Zürich
Nikolaus Harnoncourt
Inszenierung: Jürgen Flimm
Flimm lässt große Teile des Stücks in einer Einrichtung für Erwachsenenfortbildung spielen („La scuola degli amanti“), Ferrando und Guglielmo haben ein gutes Dutzend Mitschüler. Meistens war die Inszenierung recht kurzweilig, hatte aber auch ihre Längen. Etwa beim "Addio" im ersten Akt, wo die Zeit quasi gefriert. Anfänglich berührend, aber das Stück ist hier am Rande des Durchhängens oder darüber hinaus. Ich fühle mich in den Wiedergaben, die diesen Abschnitt straff nehmen, um das Drama dann voranzutreiben, wohler.
Nicht ohne Wirkung ist, dass der Bühnenhintergrund über weite Abschnitte schwarz bleibt. Bild der schwarzen Schultafel?
Roberto Saccà hat mir hier deutlich besser gefallen als neulich in den Meistersingern, mehr Durchzeichnung der Rolle, mehr Singschauspielertum. Fein. Nur das Vibrato, das er etwas pauschal einsetzt, wenn es hoch und laut wird, finde ich etwas aufdringlich. Aber ok. Oliver Widmer fiel für mich stark ab, die schwächste Stimme der sechs. Agnes Baltsa … es wäre unhöflich, das tatsächliche Alter von Sängerin und Stimme mit jenem der Rolle zu vergleichen. Ihre Bühnenpräsenz macht einiges wett. Die drei Damen – nicht ein einziger genuiner Sopran ist auf der Bühne. Schien mir Bartolis Donna Elvira an der Grenze des Overactings, so scheint mir das Experiment hier (noch) besser geglückt. Vokal finde ich die Aufnahme durchaus attraktiv.
Unterm Strich würde ich aber doch die Glyndebourne-Aufnahme deutlich vorziehen (Ivan Fischer/Nicholas Hynter). Die Stimmen sind bestimmt nicht schlechter, aber die Inszenierung hat viel Esprit und lebt nicht im Wesentlichen aus einer einzigen Idee (Scuola).
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (17.11.2020, 22:10):
Jean-Baptiste Lully/Thomas Corneille: Psyché
Psyché - Carolyn Sampson Venus - Karina Gauvin L'Amour/Apollon - Aaron Sheehan Vulcain/Mercure - Colin Balzer Aglaure - Amanda Forsythe Cidippe - Mireille Lebel Femme Affligée - Yulia Van Doren Le Roy/Mars - Olivier Laquerre Zephire/Vertumne - Jason McStoots Jupiter/Palemon - Matthew Shaw Lychas/Mome - Aaron Engebreth Bacchus/Homme Affligé - Ricard Bordas Flore - Teresa Wakim Silene - José Lemos Homme Affligé - Douglas Williams L'Amour - Jake Wilder-Smith
Boston Early Music Festival Orchestra & Orchestra; Paul O'Dette, Stephen Stubbs
Psyché unterscheidet sich in einigen Punkten von Lullys sonstigen Opern: Der Prolog enthält neben der üblichen Lobhudelei auf "den größten König der Welt" bereits den Beginn der Handlung; der Anteil an Tanzszenen im Lauf der Handlung ist vergleichsweise gering, dafür ist ganz am Ende eine sehr langes Divertissement angehängt und im 1. Akt befindet sich ein Lamento für drei Sänger und Ballett in italienischer Sprache ("Plainte Italienne"), während die restliche Oper auf französisch gesungen wird. Das Werk erscheint weniger einheitlich als andere Lully-Opern, was womöglich der komplexen Entstehungsgeschichte geschuldet ist. Die Handlung ist für mein Empfinden weniger interessant als z.B. in Thésée und wird ganz von den beiden Frauenfiguren (Psyché, Venus) bestimmt, die hier vorzüglich gesungen werden. Die Figur des Amor ist dagegen eher eine Nebenrolle und zudem auf zwei Sänger (Tenor & Knabensopran) aufgeteilt. Wie auch im Thésée wird sehr lebhaft musiziert, mit klangschönem Continuo und prominenter Barockgitarre. Die beiden Leiter (Dirigenten?) spielen Theorbe. Das Booklet enthält mehrere interessante Texte (u.a. zum allegorischen Schlussdivertissement, Rolle der Tänze, Anspielungen auf reale Personen, Bühnenbild), Künstlerbiografien und das Libretto mit deutscher Übersetzung einschließlich des an Ludwig XIV. gerichteten Vorworts.
Gruß Amonasro :hello
Philidor (18.11.2020, 08:25): Bußtag.
Max Reger: Fantasie über den Choral "Straf mich nicht in deinem Zorn" op. 40 Nr. 2
Balázs Szabó Link-Orgel in der Ev. Stadtkirche Giengen an der Brenz (III/51)
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (18.11.2020, 15:16):
Umberto Giordano/Luigi Illica: Andrea Chénier
Andrea Chénier - Franco Corelli Maddalena di Coigny - Antonietta Stella Carlo Gérard - Mario Sereni La contessa di Coigny - Luciana Moneta Bersi - Stefania Malagù Madelon - Anna Di Stasio Roucher/Fouquier Tinville - Giuseppe Modesti Pietro Fléville - Dino Mantovani Mathieu, detto Populus - Paolo Montarsolo Un Incredibile/L'abate - Piero De Palma Il maestro di casa/Schmidt/Dumas - Paolo Pedani
Orchestra e Coro del Teatro dell'Opera di Roma, Gabriele Santini
Gruß Amonasro
Philidor (18.11.2020, 18:11): Der Andrea Chénier ... ein weißer Fleck auf meiner musikalischen Landkarte, wie auch Adriana Lecouvreur und noch ein paar italienische Opern um die Jahrhundertwende jenseits der ganz großen Namen ...
... hier Musik zum Tage und zur Jahreszeit aus hanseatischem Umfeld:
Buxtehude and his circle
Christian Geist: Dixit Dominus Domino meo Dieterich Buxtehude: Jesu, meine Freude BuxWV 60 Nikolaus Bruhns: De profundis clamavi Franz Tunder: Dominus illuminatio meo Christian Geist: Die mit Tränen säen Dieterich Buxtehude: Gott, hilf mir BuxWV 34 Kaspar Förster: Confitebor tibi Domine
Theatre of Voices Paul Hillier
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (18.11.2020, 20:03): Der Andrea Chénier ... ein weißer Fleck auf meiner musikalischen Landkarte, wie auch Adriana Lecouvreur und noch ein paar italienische Opern um die Jahrhundertwende jenseits der ganz großen Namen ... Der Andrea Chénier ist eine meiner liebsten Opern aus dieser Zeit. Es ist sicher kein tiefgründiges Werk; Giordano trägt mit dem dicken Pinsel auf und will vor allem überwältigen, das gelingt ihm aber sehr gut: viele einprägsame Arien, starke dramatische Situationen, sehr plastische Darstellung der vielen Nebenfiguren mit einfachen Mitteln, Einbettung der privaten Handlung in öffentliche Szenen (adliges Fest, Café, Revolutionstribunal). Auch das Libretto empfinde ich als überdurchschnittlich. Die Santini-Aufnahme ist in jeder Hinsicht gelungen und eine meiner liebsten Opernaufnahmen. Mit Adriana Lecouvreur kann ich dagegen nur wenig anfangen.
Gruß Amonasro :hello
tapeesa (18.11.2020, 20:35): Maria Callas - éternelle - daraus: La Mamma Morta (aus Andrea Chénier (1997 Digital Remaster)) Philharmonia Orchestra, Tullio Serafin
Maria Callas - Lyric and Coloratura Arias Philharmonia Orchestra, Tullio Serafin
Bellini - La Sonnambula (Remastered Live Recording Mailand 05.03.1955) Maria Callas, Cesare Valletti, Giuseppe Modesti, Gabriella Carturan, Eugenia Ratti La Scala Orchestra, Leonard Bernstein
Philidor (18.11.2020, 21:53): Die Santini-Aufnahme ist in jeder Hinsicht gelungen und eine meiner liebsten Opernaufnahmen. Mit Adriana Lecouvreur kann ich dagegen nur wenig anfangen. Danke für Deine Empfehlung! Hier steht die Aufnahme mit Levine (Domingo/Scotto/Milnes) im Regal, hat mich aber bisher nicht mitgerissen. Es gab wohl aber nur zwei Versuche, an mehr kann ich mich jedenfalls nicht erinnern.
Mein Hermes Handlexikon empfiehlt neben Santini und Levine unter den Studio-Aufnahmen noch diejenige unter Gavazzeni (del Monaco/Tebaldi/Bastianini). Mal schauen - vielleicht gibt es ja noch etwas mit Bild und Ton.
Viele Grüße Philidor
:hello
Jan Van Karajan (18.11.2020, 22:21): Heute ist mir nach Romantik:
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Symphonie Nr.3 in a-moll op.56, "Schottische" Gewandhausorchester Leipzig, Kurt Masur Ich weiß: An Masur scheiden sich die Geister. Seine Aufnahmen hinterlassen häufig einen zwiespältigen Eindruck in den Kritiken und Handbüchern. Aber was er mit dem traditionsreichsten Orchester in Deutschland und Mendelssohn zu leisten vermag, lässt mich nicht mehr los :times10 . Grüße Jan :hello
Maurice inaktiv (18.11.2020, 22:32): Felix Mendelssohn-Bartholdy: Symphonie Nr.3 in a-moll op.56, "Schottische" Gewandhausorchester Leipzig, Kurt Masur Ich weiß: An Masur scheiden sich die Geister. Seine Aufnahmen hinterlassen häufig einen zwiespältigen Eindruck in den Kritiken und Handbüchern. Aber was er mit dem traditionsreichsten Orchester in Deutschland und Mendelssohn zu leisten vermag, lässt mich nicht mehr los Es waren auch meine ersten Einspielungen von den Sinfonien Mendelssohns. Sie haben mich damals so wenig glücklich gemacht wie jene unter Herbert von Karajan. Dann, einige Jahre später, habe ich es mit der Kombination RSO Berlin/Vladimir Ashkenazy probiert, da wurde es etwas besser. Inzwischen habe ich die Einspielungen von Christoph von Dohnany/Wiener POi und vor allem Thomas Fey vorliegen, die mir beide am besten gefallen. Die eine Einspielung steht mehr für die aufgeklärte Tradition, die andere für die moderne, HIP-Aufnahme.
Bei den Streichersinfonien sind mir Harnoncourt und Michael Hofstetter/Stuttgarter KO lieb geworden. Weite Teile habe ich auch mit Thomas Fey noch da.
Karajan habe auch noch da, und finde ihn inzwischen durchaus hörenswert. Das hat aber lange gedauert.
Jan Van Karajan (18.11.2020, 22:50): Tatsächlich besitze ich keinen Gesamtzyklus dieser Symphonien. Das wird sich aber hoffentlich bald ändern :D . Ich schwanke da vor allem zwischen Dohnanyi, Masur und Abbado. Im Moment ist allerdings Masur mein Favorit, weil es mit ihm die Symphonien und Streicher Symphonien in einer Box zu kaufen gibt. Meine ersten Versuche mit dieser Musik hat er sehr angenehm gestaltet. Grüße Jan :hello
Amonasro (18.11.2020, 22:58): Mein Hermes Handlexikon empfiehlt neben Santini und Levine unter den Studio-Aufnahmen noch diejenige unter Gavazzeni (del Monaco/Tebaldi/Bastianini). Mal schauen - vielleicht gibt es ja noch etwas mit Bild und Ton. Die Gavazzeni-Aufnahme ist sehr gut, besonders Tebaldi & Bastianini. Del Monaco singt oft sehr undifferenziert, das fällt bei dieser Rolle zwar weniger ins Gewicht, Corelli, dem oft der selbe Vorwurf gemacht wird, ist mir aber deutlich lieber. Ich habe eine DVD mit Domingo, Benacková, Cappuccili aus der Wiener Staatsoper: Klassische Inszenierung (Schenk), nicht sehr gut beleuchtet, musikalisch sehr gelungen, allerdings mit exzessiven minutenlangen Applaus nach jeder Arie. Die Sänger sind etwas besser als bei der Londoner McVicar-Inszenierung mit Kaufmann, Westbroeck, Lucic, die dafür ton- und bildtechnisch (Blu-ray) natürlich mehr zu bieten hat. McVicars Inszenierung ist genauso konservativ wie Schenks, allerdings mit besserer Personenführung. McVicar hält sich sehr eng an die Regieanweisungen im Libretto, selbst der kurze Auftritt Robespierres und Couthons im 2. Akt wurde umgesetzt. Da sehr viel an Handlung passiert und einige Arien sehr textlastig sind (allen voran Nemico della patria, für mich der Höhepunkt der Oper) ist eine DVD/BD möglicherweise hilfreich, Zugang zu finden. Das beste musikalische Erlebnis hat man aber wahrscheinlich mit einer der Studio-Aufnahmen.
Gruß Amonasro :hello
Maurice inaktiv (18.11.2020, 23:01): Tatsächlich besitze ich keinen Gesamtzyklus dieser Symphonien. Das wird sich aber hoffentlich bald ändern . Ich schwanke da vor allem zwischen Dohnanyi, Masur und Abbado. Abbado habe ich auch noch, stimmt. Danke für den Hinweis. Er gehört auch zu den meiner Meinung nach hörenswerten Einspielungen.
Sfantu (19.11.2020, 00:14): Tatsächlich besitze ich keinen Gesamtzyklus dieser Symphonien. Das wird sich aber hoffentlich bald ändern Lieber Jan, immer mit der Ruhe. Gerade bei Mendelssohn, finde ich, gibt es einerseits eine Reihe guter, sehr guter bis herausragenden Einspielungen der Sinfonien. Andererseits steht die Nr. 1 doch auch noch einen Schritt zurück hinter den Geschwisterwerken, was die Reife des Personalstils, der Tonsprache angeht, sodaß man die Werke auch gut in Einzelaufnahmen erkunden kann. Beim "Lobgesang" sind die Vokal-Parts sicher von großem Gewicht, weshalb (laut Philidor) Fey bspw. eher schwach abschneidet. Bei Masur habe ich ebenfalls in der Zweiten die (für meinen Geschmack) zu straffen Tempi in Erinnerung als auch Schreier als guten aber nicht überragenden Solisten. Hans-Peter Blochwitz bei Abbado, dagegen: wow!!! > vergleiche nur "Stricke des Todes hatten uns umfangen". Blochwitz erschafft hier eine packende Dramatik ohne (wie Schreier) forcieren zu müssen. Dohnányi kenne ich nicht. Seine Totale hat aber (wahrscheinlich nicht umsonst) ihren Nimbus.
Wie gesagt - setz' Dich nicht unter Druck - entdecke Mendelssohn neugierig & lustvoll.
Viele Grüße, Sfantu
Maurice inaktiv (19.11.2020, 01:05): Gerade bei Mendelssohn, finde ich, gibt es einerseits eine Reihe guter, sehr guter bis herausragenden Einspielungen der Sinfonien. Andererseits steht die Nr. 1 doch auch noch einen Schritt zurück hinter den Geschwisterwerken, was die Reife des Personalstils, der Tonsprache angeht, sodaß man die Werke auch gut in Einzelaufnahmen erkunden kann. Beim "Lobgesang" sind die Vokal-Parts sicher von großem Gewicht, weshalb (laut Philidor) Fey bspw. eher schwach abschneidet. Das ist die Meinung eines Users. Auf Amazon schreibt ein User, dass für IHN Fey und und Andrew Manze "Referenzcharakter" hätten. Und der "User" auf Amazon bin nicht ich, bevor das gleich vermutet wird. Fey hat als Gesamtpaket übrigens alle Sinfonien UND Streichersinfonien eingespielt.
Wobei man sicher bei Abbado was die Sinfonien angeht, absolut nichts falsch machen kann. Allerdings ohne Streichersinfonien, aber 7 Ouvertüren dazu.
Sfantu (19.11.2020, 01:27): Fey hat als Gesamtpaket übrigens alle Sinfonien UND Streichersinfonien eingespielt. Was per se allerdings ein quantitatives & noch kein qualitatives Merkmal darstellt. Es bleibt also letztlich immer die Frage: muß ich das alles komplett haben? & falls ja: alles unbedingt aus einer Hand??
Maurice inaktiv (19.11.2020, 02:16): Was per se allerdings ein quantitatives & noch kein qualitatives Merkmal darstellt. Es bleibt also letztlich immer die Frage: muß ich das alles komplett haben? & falls ja: alles unbedingt aus einer Hand?? Nein, das sagte ich auch nicht. Ich persönlich mag den Klang, den Thomas Fey mir bei Mendelssohn und Haydn angeboten hat sehr. Insgesamt ist es für MICH eine absolut lohnenswerte GE, und so weit ich weiß, hat Marcie sie auch. Ich bin mir da nicht sicher. Auch DAS ist noch kein Qualitätsmerkmal, aber vielleicht kann (und mag) er was dazu schreiben mal.
Viele Wege führen zu Mendelssohn, daher würde ich von der mehr traditionellen Seite Christoph von Dohnanyi/Wiener PO nennen, von der HIP-Seite Fey (Gardiner kenne ich nicht, daher muss ich mich da zurückhalten. Könnte mir aber denken, dass das passen würde), und Abbado so in der Mitte, auch wenn er hier mit dem London SO , und nicht mit einem seiner Kammerorchester gearbeitet hat. Allerdings bin ich bei Mendelssohn auch bei einem Komponisten angekommen, der mir irgendwie nicht ganz so liegt. Ich habe mir lange Jahre sehr schwer getan mit ihn, ähnlich war und ist es bei Mozart gewesen. Ob daran Kurt Masur "schuld" ist, weiß ich nicht. Bei Mozart war es mit Sicherheit die hausbackende GE der Sinfonien unter Karl Böhm.
Bei Mendelssohn gibt es , glaube ich, eine GE der Sinfonien unter dem weniger bekannten Peter Maag, die wohl sehr gut gelungen sein soll. Vielleicht weiß da jemand viel mehr und besser bescheid als ich.
Philidor (19.11.2020, 08:23): Die Gavazzeni-Aufnahme ist sehr gut, besonders Tebaldi & Bastianini. DVD mit Domingo, Benacková, Cappuccili aus der Wiener Staatsoper Londoner McVicar-Inszenierung mit Kaufmann, Westbroeck, Lucic VIelen Dank, lieber Amonasro, für Deine Worte!
Ich schaue mal - der Stapel der noch anzusehenden DVDs und Blu-rays wird irgendwie nicht kleiner, und ich liebäugele mit der "Royal Opera House Collection" trotz zweier Doppelungen, gerade wegen Benjamin, Britten, Szymanowski und einer wohl sehr gelungenen Salome und des Trittico. Andererseits will ich ja auch im nächsten Jahr noch etwas sehen ... läuft ja nicht weg.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.11.2020, 09:29): Wegen des späten Ostertermins hat dieses laufende Jahr weniger "Sonntage nach Trinitatis" als andere. Darum müssen ein paar Kantaten eingeschoben werden, bevor am nächsten Sonntag ganz sicher "Wachet auf, ruft uns die Stimme" BWV 140 dran ist.
Johann Sebastian Bach
zum 24. Sonntag nach Trinitatis: "Ach, wie flüchtig, ach, wie nichtig" BWV 26
zum 25. Sonntag nach Trinitatis: "Es reißet euch ein schrecklich Ende" BWV 90 "Du Friedefürst, Herr Jesu Christ" BWV 116
Joanne Lunn, William Towers, Paul Agnew, Peter Harvey (BWV 26) William Towers, James Gilchrist, Peter Harvey (BWV 90) Katharine Fuge, Nathalie Stutzmann, Christoph Genz, Gotthold Schwarz (BWV 116)
The Monteverdi Choir English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (19.11.2020, 10:29): Vielleicht sollte ich einfach alles davon nach und nach bestellen :D . Es fällt mir immer sehr schwer, die für mich passende Aufnahme auszuwählen, obwohl ich die HIP für mich oft ausschließen kann. Da werde ich noch ein bisschen Zeit brauchen, um mich zu entscheiden. Grüße Jan :hello
palestrina (19.11.2020, 10:52): Der Andrea Chénier ... ein weißer Fleck auf meiner musikalischen Landkarte, wie auch Adriana Lecouvreur und noch ein paar italienische Opern um die Jahrhundertwende jenseits der ganz großen Namen ... Lieber Philidor, das macht mich ja ganz traurig ;) ! Schau mal hier!
LG palestrina
Philidor (19.11.2020, 12:05): Lieber Philidor, das macht mich ja ganz traurig ! Ach, lieber Palestrina, ich sehe es genau andersherum: Ich freue mich immer wieder, dass es auch nach über 30 Jahren verschwenderischen CD-Sammelns noch möglich ist, neue Entdeckungen zu machen. Und nicht nur zu überlegen, ob nach Nikisch, Furtwängler, Klemperer, Karajan und Kleiber nun Currentzis die noch fetzigere Version von Beethovens 5. vorgelegt haben könnte. - Harnoncourt schrieb mal "In diesen kleinen Vergleichen verschiedener Möglichkeiten erschöpft sich unser Musikhören, womit wir ein lächerlich primitives Stadium der Rezeption erreicht haben. Wir sind wie Kinder, die dasselbe Märchen immer wieder hören wollen, weil wir uns an bestimmte Schönheiten erinnern, die wir beim ersten Anhören erlebt haben." Ich gehe da nicht ganz mit Harnoncourt, zumal er selbst ja zumindest in späteren Jahren vor allem Mainstream-Repertoire gemacht hat, aber es ist schon etwas dran.
Angeregt durch dieses Forum zunächst Donizetti und dann Rossini (jedenfalls jenseits seiner Top 3), nun könnte noch der "Chénier" hinzukommen.
Dann ist Weinberg noch ein weites Feld, Sinfonien, Streichquartette, ... Und auch Prokofiew hat ja geopert.
Insofern bin ich gar nicht traurig!
Und vielen Dank für den Hinweis auf den Thread!
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (19.11.2020, 14:34): Mendelssohn - Symphonien 3 und 4 Orchestra Del Teatro Fenice Di Venezia, Ettore Gracis
2. Kurt Masur An Masur scheiden sich die Geister. Seine Aufnahmen hinterlassen häufig einen zwiespältigen Eindruck in den Kritiken und Handbüchern. Mein Geist ist entschieden "pro" ;) , aber das fällt vor allem unter "Sympathie". ____
Bruckner - Sinfonie Nr. 7 Gewandhausorchester Leipzig, Kurt Masur )
Jan Van Karajan (19.11.2020, 15:10): Liebe tapeesa, Auch ich tendiere zu "pro". ;) Ich besitze von Masur auch eine Aufnahme von Schumanns Genoveva und eine Mahler 1 aus seinen New Yorker Zeiten. Von seinem Mahler war ich tatsächlich positiv überrascht, auch wenn Bernstein meine Referenz ist. Es gibt immer viel zu entdecken. Grüße Jan :)
Sfantu (19.11.2020, 15:34): Ich tendiere zu "von Fall zu Fall unterschiedlich". Sorry - ich war ja garnicht gefragt. Nur soviel:
Ich besitze von Masur auch eine Aufnahme von Schumanns Genoveva Die finde ich grandios! Das Beste dessen, was damals Rang & Namen (genauer gesagt: Stimme) hatte, aus zwei Welten zusammengebracht (Ost & West) - & lange Zeit die einzige Gesamtaufnahme (korrigiert mich bitte). Harnoncourt lieferte in den Neunzigern dann nach. Ob die aber besser ist (Quasthoff vs. Fischer-Dieskau? Aussichtslos!)?
Grüsse, Sfantu
Jan Van Karajan (19.11.2020, 16:54): Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich sie noch nie komplett gehört habe. Zu Vokalwerken im größeren Umfang finde ich allgemein nur schwer Zugang, von wenigen Ausnahmen mal abgesehen. Zu ungefähr 80% höre ich Instrumentalmusik. Ausnahmen gibt es natürlich immer wieder mal. Grüße Jan :hello
Philidor (19.11.2020, 17:37): Auch ich tendiere zu "pro". Ich besitze von Masur Mit Masur steht hier nicht viel. Per Streaming habe ich mal seine Aufnahme von Mendelssohns "Paulus" gehört, die fand ich hinreißend. Immerhin.
Ich denke, ein pauschales Urteil gibt es bei keinem Dirigenten. Bernsteins "Messiah" ist mMn genauso Katastrophe wie Karajans Haydn vielleicht - im Feld existierender Studioaufnahmen! - bezüglich Esprit nicht einmal im Mittelfeld liegt. Dafür haben beide ja in anderen Gebieten exzelliert.
Gerne werbe ich für "weg von pauschalen Aussagen, die das Ohr zukleben, hin zu differenzierteren Beschreibungen, die helfen, die Ohren für die Eigenarten zu öffnen.
auch wenn Bernstein meine Referenz ist.Hmmm ... welcher Mahler mit Bernstein? Die CBS-Aufnahmen? Die DG-Aufnahmen? Da gibt's ja doch ein paar Unterschiede ... dazwischen gibt's noch die Video-Mitschnitte, ferner Aufnahmen von Mahler 9 mit den Berlinern und den Israelis und vielleicht noch ein paar mehr ... aber ja, Mahler höre ich auch gerne mit Bernstein, meistens jedoch die DG-Aufnahmen. Seine Subjektivität, sein Ausreizen der emotionalen Skala finde ich meistens sehr überzeugend. Und weiter im Pauschal-Modus: Tennstedt bietet in seinen besten Mahler-Aufnahmen Ähnliches.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (19.11.2020, 18:24): Ich beziehe mich tatsächlich auf die CBS-Aufnahmen, die ich tatsächlich günstig bekommen habe. Mir ist klar, dass man diese Dinge nicht pauschal sagen kann, aber ich lerne ja noch :D
Philidor (19.11.2020, 18:51): Lernende sind wir ein Leben lang ...
... gestern und heute gesehen und gehört:
Wolfgang Amadé Mozart: Die Zauberflöte KV 620
Tamino – Piotr Beczala Pamina – Dorothea Röschmann Sarastro – Matti Salminen Königin der Nacht – Désirée Rancatore Sprecher – Wolfgang Schöne Papageno – Detlef Roth Papagena – Gaële Le Roi Drei Damen – Cécile Perrin, Helene Schneidemann, Hélène Perraguin Drei Knaben – Solisten des Tölzer Knabenchores Zwei Geharnischte – Robert Künzli, Bjarni Thor Kristinsson
Orchestre et Choeur de l'Opera national de Paris
Iván Fischer
Inszenierung: Benno Besson
Gar nicht schlecht. Ach, Quatsch - hat mir richtig gut gefallen, sowohl sängerisch mit der jungen Dorothea Röschmann und Piotr Beczala, freilich auch Matti Salminen, aber auch mit der straffen Leitung am Pult durch Iván Fischer. Und die Inszenierung fand ich sehr kurzweilig.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (19.11.2020, 19:49):
Giovanni Battista Pergolesi:
Stabat Mater Laudate Pueri Dominum Confitebor tibi Domine
Julia Lezhneva, Philippe Jaroussky
Coro della Radiotelevisione svizzera, Lugano I Barocchisti, Diego Fasolis
Sehr transparent mit wohlklingenden, perfekt harmonierenden Stimmen. Ein ungetrübter Genuss.
Gruß Amonasro
Marcie (19.11.2020, 20:24): Hab ich ja auch Lust bekommen...
Jan Van Karajan (19.11.2020, 21:33): Wie schön :D . Da hab ich wohl jemanden inspiriert :)
Jan Van Karajan (19.11.2020, 21:55): Heute Abend Spätromantik in kleiner und großer Besetzung:
Richard Strauss: "Metamorphosen" Studie für 23 Solostreicher "Eine Alpensinfonie" op.64 Staatskapelle Dresden, Rudolf Kempe Ich bin ganz hingerissen von den Metamorphosen. Durchhörbar und transparent, und doch romantisch und geföhlvoll :down . Bei der Alpensinfonie kommt mir am ehesten der Ausdruck "kraftvoll in den Sinn. Sehr zu empfehlen. Diese Box enthält den Kernbestand der Orchesterwerke von Richard Strauss, darunter auch ein hervorragendes "Heldenleben", unbekanntere Solokonzerte und eine Menge mehr. Herrlich :thumbsup: . grüße Jan :hello
Philidor (20.11.2020, 08:24): Hauptsache, es bereitet Vergnügen! - Hier endlich mal wieder Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquartett Nr. 18 A-Dur KV 464
Juilliard String Quartet
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (20.11.2020, 08:41): Robert Schumann - Piano Works Wilhelm Kempff
tapeesa (20.11.2020, 09:03): Im Forum entdeckt, von 2013: Wilhelm Kempff verfuegte bei weitem nicht ueber die technische Brillianz und Virtuositaet eines Artur Rubinstein ( hatte uebrigens mit Barth den selben Lehrer) oder Claudio Arrau. Kempff war in erster Linie Musiker. Er hatte einen leicht bruechigen Ton und schnoerkellosen Zugang. Seine Aussagen empfinde ich als sehr ehrlich und lebenserfahren. Damit kann ich etwas anfangen.
Philidor (20.11.2020, 09:32): Schumann und Kempff, das ist schon eine Hausnummer, fürwahr ...
Hier Jahreszeitliches:
Benjamin Britten: Sinfonia da Requiem op. 20
City of Birmingham Symphony Orchestra Mirga Gražinytė-Tyla
Offenbar nur als Stream oder Download erhältlich.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (20.11.2020, 10:04): Wilhelm Kempff verfuegte bei weitem nicht ueber die technische Brillianz und Virtuositaet eines Artur Rubinstein ( hatte uebrigens mit Barth den selben Lehrer) oder Claudio Arrau. Kempff war in erster Linie Musiker. Technik gegen Musikalität auszuspielen, ist nicht unüblich.
Als Perahia Unterricht bei Horowitz nahm, sagte er, er wolle kein reiner Virtuose sein - er wolle mehr sein.
Horowitz entgegnete locker: "Wenn du mehr als ein Virtuose sein willst, musst Du erst einmal ein Virtuose sein".
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (20.11.2020, 11:09): Lieber @Philidor - das sieht nun so aus, als ob ich das von dir Zitierte geschrieben habe - habe ich aber nicht -. Mir wäre wohler, du würdest das Zitat AcomA sichtbar zuordnen ;)
Philidor (20.11.2020, 11:42): Lieber @Philidor - das sieht nun so aus, als ob ich das von dir Zitierte geschrieben habe - habe ich aber nicht -. Mir wäre wohler, du würdest das Zitat AcomA sichtbar zuordnen Liebe Tapeesa, da hast Du natürlich recht - das war mein unzulängliches Zitieren, sorry. Habe das korrigiert ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (20.11.2020, 16:45): Nun Sibelius mit Lintu. :haha
Jean Sibelius
Lemminkäinen-Legenden op. 22 Pohjolas Tochter op. 49
Finnisches RSO Hannu Lintu
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (20.11.2020, 19:03):
Jean-Baptiste Lully:
Dies Iræ De Profundis Te Deum
Sänger: Sophie Junker, Judith van Wanroij, Matthias Vidal, Cyril Auvity, Thibaut Lenaerts, Alain Buet Chœur de Chambre de Namur Millenium Orchestra, Cappella Mediterranea; Leonardo García-Alarcón
Gruß Amonasro
Marcie (20.11.2020, 19:56): Eine meiner schönsten Neuentdeckungen. Ein spannende, hinreißende Platte. :times10
Jan Van Karajan (20.11.2020, 22:33): Hier heute aus einer bereits an anderer Stelle erwähnten Box:
Bela Bartok: Konzert für Violine und Orchester Nr.2 Gil Shaham Chicago Symphony Orchestra, Pierre Boulez grüße Jan :hello
Maurice inaktiv (20.11.2020, 22:42):
Carl Nielsen : Aus der tollen Box die Sinfonien Nr.1 & 4 New York OP , Alan Gilbert
Das war 2019 ein Schnapper gewesen. 7,23 € NEU plus die bekannten 3 € Versandkosten. Einige User hatten es dann auch probiert, ich glaube, einer hatte Glück noch, dann wurde der Irrtum entdeckt. Manchmal darf man auch Glück haben.
Technisch ist die Einspielung super geworden. Der Klang alleine ist schon der Hammer. Die Pauken klingen in der Vierten grandios.
Ich habe mich musikalisch den hier inzwischen 0 Grad angepasst. :D
Andréjo (21.11.2020, 00:58): Ich hab grad nachgeschaut: 7,23 + 3,00 € habe ich damals ebenfalls bezahlt, am 8. Februar 2019!
Was Amazon hat: eine perfekte Buchführung! Bei jpc sind leider nur die letzten beiden Jahre diesbezüglich verfügbar.
:thumbup: Wolfgang
Maurice inaktiv (21.11.2020, 09:47):
Johannes Matthias Sperger : Sinfonien Nr.21,26 & 34 : l'arte del mondo , Werner Ehrhardt
Eine sehr schöne CD mit drei Sinfonien von Sperger, einem Zeitgenossen von Mozart, Joseph Haydn und Louis Spohr. Allerdings steht Sperger klar noch in der Ära seiner Zeitgenossen. Ein Aufbruch zur Romantik ist meiner Meinung nach nicht zu hören.
Joseph Haydn : Sinfonien Nr.26, 27 & 42
Heidelberger Sinfoniker, Thomas Fey
Einer meiner absoluten Favoriten bei Hadyn ist die Konstellation HS/Th.Fey Er kostet die langsamen Stellen genüsslich aus, ohne zu versüßen, und sonst geht die Post ab. Alles Andere als bieder und das sonst zu oft erlebte Bild des "braven Papa Haydn", den man uns zu oft so verkaufen wollte.
Maurice inaktiv (21.11.2020, 09:52): Ich hab grad nachgeschaut: 7,23 + 3,00 € habe ich damals ebenfalls bezahlt, am 8. Februar 2019!
Was Amazon hat: eine perfekte Buchführung! Bei jpc sind leider nur die letzten beiden Jahre diesbezüglich verfügbar. Ich hatte es ja gleich durchgegeben, daher auch der gleiche Preis.
Wilhelm Furtwängler dirigiert Johannes Brahms Sinfonien 1 - 4 2. Klavierkonzert in B-Dur op. 83 Variationen über ein Thema von Joseph Haydn op. 56a
Philidor (21.11.2020, 14:16): Mal eine Oper mit IT-Bezug.
Hector Berlioz: Les Troyens
Énée – Bryan Hymel Cassandre – Anna Caterina Antonacci Chorèbe – Ashley Holland Priam – Robert Lloyd Hécube – Pamela Helen Stephen Ascagne – Barbara Senator Panthée – Ji Hyun Kim Polyxène – Jenna Sloan Andromaque – Sophia McGregor Astyanax –Sebastian Wright Fantôme d‘Hector – Jihoon Kim Didon – Eva-Maria Westbroek Anna – Hanna Hipp Narbal – Brindley Sherratt Iopas – Ji-Min Park Hylas – Ed Lyon
Royal Opera Chorus
Orchestra of the Royal Opera House
Antonio Pappano
Inszenierung: David McVicar
Da ich die Oper nur wenig kenne, mag ich nicht viel sagen. Ich fand die Sängerinnen und Sänger überzeugend, Bryan Hymel großartig in der Live-Situation – was für eine Riesenpartie. Ebenso Cassandre und Didon. Die Inszenierung – ja, es sind große Bilder, aber für mein Empfinden nie überladen, weit von der an der Met häufig zu sehenden Ästhetik entfernt. Hat mir sehr gut gefallen. – Dennoch: Bei diesem Werk werde ich noch ein paar Durchgänge brauchen.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (21.11.2020, 18:13): Passend zur Jahreszeit, die drei letzten Sinfonien Anton Bruckners. Heute Nr. 7.
Richard Wagner: Siegfrieds Trauermarsch (aus "Götterdämmerung") Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur
Gewandhausorchester Andris Nelsons
Gruß Philidor
:hello
Philidor (22.11.2020, 08:36): Hier zwei kapitale Kantaten, komponiert zum 26. bzw. 27. Sonntag nach Trinitatis.
Johann Sebastian Bach
„Wachet! betet! betet! wachet!“ BWV 70 „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ BWV 140
Brigitte Geller, Michael Chance, Jan Kobow, Dietrich Henschel (BWV 70) Susan Hamilton, William Kendall, Peter Harvey (BWV 140) The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Die Gardiner-Aufnahmen aus seiner „Pilgrimage“ haben mir insgesamt sehr gut gefallen. Fast durchweg tolle Solisten, der Chor ist ohnehin erste Liga (sicher war er nicht immer gleich besetzt), die Instrumente ebenfalls tadellos. Ob nun alles vor dem Hintergrund des Terminplans des Vorhabens mit letzter geistiger Durchdringung musiziert wurde, sei dahingestellt. Jedenfalls finde ich die Serie gerade vor dem Hintergrund, dass sie unter Live-Bedingungen entstanden ist, hervorragend gelungen. Was für eine Riesenleistung.
Schade, dass nicht alle Kantaten aufgenommen wurden. Es fehlen bspw. die Ratswechselkantaten BWV 29, 69, 119, 120. Auch die Trauungskantaten BWV 195, 196, 197 sind nicht enthalten.
Wer eine Gesamtaufnahme sucht, muss anderswo schauen - oder ergänzen.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (22.11.2020, 10:19): Antonín Dvořák - Rusalka Eleanor Schneider, Waldemar Kmentt, Gerda Scheyrer, Walter Berry, Hilde Rössel-Majdan, Franz Fuchs, Hugo Meyer-Welfing, Liselotte Maikl, Ruthilde Boesch Großes Wiener Rundfunkorchester, Felix Prohaska
Philidor (22.11.2020, 14:00): Der nächste Spätbruckner, frisch gezapft aus dem Dresdener Brauhaus.
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll (Fassung Nowak 1890)
Staatskapelle Dresden Giuseppe SInopoli
Gruß Philidor
:hello
xarddam (22.11.2020, 15:07): Anton Bruckner höre ich auch gerade, (wie eigentlich schon die letzten ca. zwei Wochen, fast täglich mindestens einmal)
Jetzt die zweite Sinfonie (in der Fassung von 1872, mit dem Scherzo als zweiten Satz)
mit den Hamburger Philharmonikern unter Simone Young Von diesem Orchester (Dirigentin) habe ich kürzlich auch die erste Sinfonie angehört, und da mir Klang und Interpretation gut gefallen haben, höre ich jetzt die Zweite auch einmal von diesem Orchester an
Philidor (22.11.2020, 16:17): Hier wieder Orgelreger der obersten Gewichtsklasse.
Max Reger: Fantasie über den Choral "Wachet auf, ruft uns die Stimme" op. 52 Nr. 2
Balázs Szabó Kuhn-Orgel in St. Anton zu Zürich (III+Fernwerk/54, op. 52 Nr. 3)
Tolle Aufnahme. Sehr breit in der Introduktion und in der ersten Strophe, darum auch über 24 Minuten Länge, aber Szabó weiß die Zeit für meine Begriffe gut zu füllen.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (22.11.2020, 17:12): Dieses Werk mag ich sehr gerne.
Joonas Kokkonen: Requiem (1981)
Soile Isokoski, Sopran Walton Grönroos, Bariton
Savonlinna Opera Festival Choir Lahti Symphony Orchestra
Ulf Söderblom
Gruß Philidor
:hello
Philidor (22.11.2020, 18:29): Hier Impulsempfang. Eine meiner schönsten Neuentdeckungen. Ein spannende, hinreißende Platte. :times10
Henri Dutilleux
Métaboles
<> Nocturne für Violine und Orchester
Symphonie No. 1
Christian Tetzlaff, Violine Orchestre de Paris Paavo Järvi
Gruß Philidor
:hello
Philidor (22.11.2020, 19:54): Hier noch ein sanfter Absacker.
Maurice Duruflé: Requiem op. 9
Cecilia Bartoli, Mezzosopran Bryn Terfel, Bariton
Coro e Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia
Myun-Whun Chung
Gruß Philidor
:hello
Philidor (23.11.2020, 08:03): Hier wieder Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquartett Nr. 19 C-Dur KV 465 ("Dissonanzen-Quartett")
Juilliard String Quartet
Gruß Philidor
:hello
Philidor (23.11.2020, 17:29): Heute also die dritte und letzte der drei späten Sinfonien des Ösis.
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll
Lucerne Festival Orchestra Claudio Abbado
Aufgenommen August 2013
Gruß Philidor
:hello
Philidor (23.11.2020, 19:59): Nun Abbado in jungen Jahren - über 40 Jahre vorher aufgenommen.
Gioachino Rossini: Il barbiere di Siviglia
Il Conte d*Almaviva - Luigi Alva Bartolo - Enzo Dara Rosina - Teresa Berganza Figaro - Hermann Prey Basilio - Paolo Montarsolo Berta - Stefana Malagù Fiorello - Renato Cesari Ambrogio - Hans Kraemmer Un ufficiale - Luigi Roni Un notaio - Karl Schaidler
Orchestra e coro del Teatro alla Scala
Claudio Abbado
Opernfilm von Jean-Pierre Ponnelle (1972)
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (24.11.2020, 03:10):
Sergei Prokofiev; Sinfonie Nr. 2 d-Moll, op. 40 Tschechische Philharmonie, Zdenek Kosler
Dieser schwer verdauliche Brocken ist grell dissonant, kantig-rhythmisch und erstickend dicht texturiert im ersten Satz. Der doppelt so lange zweite Satz ist über weite Strecken komtemplativ, aber die latente Bedrohung aus dem ersten lauert stets im Hintergrund - bis sie schliesslich durchbricht. Für mich klar Sergeis beste und eine der interessantesten Sinfonien überhaupt.
Philidor (24.11.2020, 09:58): Hier wieder Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett Nr. 1 B-Dur KV 174
So, ich werfe mal Ture Rangström ins Rennen. Eigentlich wollte ich was von Sibelius hören, aber Rangström war auch schon lange nicht mehr im Player gewesen.
Philidor (24.11.2020, 15:08): Sehr vergnüglich!
Gioachino Rossini: Il barbiere di Siviglia
Il Conte d'Almaviva - Ramón Vargas Bartolo - Angelo Romero Rosina - Sonia Ganassi Figaro - Roberto Servile Basilio - Franco de Grandis Berta - Ingrid Kertesi Fiorello - Kázmér Sárkány Ambrogio - László Orbán Un ufficiale - Ferenc Korpás
Ungarischer Rundfunkchor Failoni Chamber Orchestra, Budapest Will Humburg
Ja! Quicklebendig! Ein ganz andere Nummer als vor ein paar Wochen mit López Cobos.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (24.11.2020, 16:42): Auch hier eine vergnügliche Komödie:
François Adrien Boieldieu/Eugène Scribe: La dame blanche
Georges Brown - Rockwell Blake Gaveston - Laurent Naouri Dickson - Jean-Paul Fouchécourt Mac-Irton - Bernard Deletré Anna - Annick Massis Jenny - Mireille Delunsch Marguerite - Sylvie Brunet Un payson - Bernard Dehont Gabriel - Gilles Vajou
Chœur de Radio France Ensemble Orchestral de Paris, Marc Minkowski
Opéra-comique mit gesprochenen Dialogen. Einige Stücke ragen deutlich heraus (insbesondere das romantische Viens, gentile dame, das anschließende Duett und die Auktionsszene), andere Teile (vor allem im 1. Akt) erinnern eher an Operetten. Die Handlung ist sehr konstruiert. Insgesamt weniger homogen und nicht ganz so kurzweilig wie Rossinis Komödien, aber in dieser gelungenen Aufnahme durchaus hörenswert.
Gruß Amonasro
xarddam (24.11.2020, 17:09): Joseph Haydn - Trompetenkonzert Es Dur Tine Thing Helseth Norwegian Chamber Orchestra
...einfach nur schöne Musik ...
Maurice inaktiv (24.11.2020, 17:18): Joseph Haydn - Trompetenkonzert Es Dur Tine Thing Helseth Norwegian Chamber Orchestra
...einfach nur schöne Musik ... Sagen wir mal so: Hier haben sich die Optik der Kollegin und die Musik einen spannenden Wettkampf geliefert: Gewonnen haben die Musik und die Schönheit quasi gemeinsam. Im Ernst: Hier hatte damals ein wirklich ausgezeichnete Trompeterin ein glänzendes Debut-Album hingelegt. Sie hat inzwischen diese Qualität bestätigen können. Sie wird auch weniger gehypt als etwa Allison Balsom. Wen man selbst letzten Endes "besser" findet, soll und muss jeder für sich selbst entscheiden.
Philidor (24.11.2020, 17:45): Hier für meine Ohren sehr Erfreuliches:
So, ich werfe mal Ture Rangström ins Rennen. Eigentlich wollte ich was von Sibelius hören, aber Rangström war auch schon lange nicht mehr im Player gewesen. Sehr lobenswert! (hatteste die nicht eigentlich verscherbelt?)
Amonasro (24.11.2020, 21:44):
Hector Berlioz:
L'enfance du Christ op. 25
Marie - Susan Graham Joseph - François Le Roux Le récitant - John Mark Ainsley Hérode - Philip Cokorinos Le père de famille - Andrew Wentzel Un centurion - Gordon Getz Polydorus - Marc Belleau
+ Sara la Baigneuse op. 11, Hélène op. 2/2, La belle voyageuse op. 2/4, Quartetto e coro dei maggi & Chant sacré op. 2/6
Chœur et Orchestre symphonique de Montréal, Charles Dutoit
Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (24.11.2020, 21:53): Heute mal Abwechslung zu meinem sonstigen Hörreportoire. Heute erstmal Akt 1
Richard Strauss: "Der Rosenkavalier" Kömodie in Musik von Hugo von Hofmannsthal
Maria Reinig: Feldmarschallin Fürstin Werdenberg
Ludwig Weber: Baron Ochs auf Lerchenau
Sena Jurinac: Octavian
Alfred Poell: Faninal
Hilde Gueden: Sophie
Chor der Wiener Staatsoper
Wiener Philharmoniker, Erich Kleiber
Opern finden sich eher selten in meinen Playern. Häufig finde ich einfach keinen Zugang oder mir fehlt das Libretto, um mich bei der Stange zu halten. Generell höre ich eher Instrumentalmusik, habe aber meinen Nachholbedarf erkannt :D . Ich verstehe durchaus, dass diese Aufnahme zur ersten Liga zählt :down .
Grüße
Jan :hello
Maurice inaktiv (24.11.2020, 21:58): Sehr lobenswert! (hatteste die nicht eigentlich verscherbelt?) Nein. Ich hatte Peterson-Berger verscherbelt und auch Fartein Valen. Beides konnte ich zu einem sehr guten Preis verhökern damals.
Philidor (24.11.2020, 22:02): Ich verstehe durchaus, dass diese Aufnahme zur ersten Liga zählt Alleine Erich Kleiber und Ludwig Weber sind die Aufnahme mehr als wert ...
Hier ein anderes Jahrhundertereignis - die zweite Aufnahme der Beethoven-Quartette des ABQ gibt es auch mit Bild:
Ludwig van Beethoven
Streichquartett c-Moll op. 18 Nr. 4 Streichquartett cis-Moll op. 131 Streichquartett F-Dur op. 18 Nr. 1
Alban Berg Quartett (Günter Pichler, Gerhard Schulz, Thomas Kakuska, Valentin Erben) live Wiener Konzerthaus 9. Juni 1989
In seinem Buch "Beethovens 32 Klaviersonaten und ihre Interpreten" beschließt Joachim Kaiser die Vorrede des Kapitels zur Hammerklaviersonate mit den Worten "Die Hammerklaviersonate lehrt, was Größe ist. Und, nicht minder evident, wie sinnlos Kulturbetrieb und Krisengeschwätz sind, die von solchen Werken nichts wissen, sondern sich beim Nennen und Nachreden, beim bloßen ästhetischen oder antiästhetischen Gefuchtel befriedigen. Die Hammerklaviersonate macht auch anspruchsvoll. Von ihr berührt, wird man ungeduldig gegenüber vielem Mittelmäßigen und Mäßigen, das sich wer weiß wie aufspielt und doch nichts anderes ist als eine höhere Form der Belästigung."
Diese Worte kamen mir gerade wieder in den SInn.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (24.11.2020, 22:19): Vom Alban Berg Quartett hab ich auch eine Gesamtaufnahme der Beethoven Quartette. Ich bin sehr zufrieden damit :)
michael74 (24.11.2020, 23:21): Hallo Zusammen es läuft ...
Gruß Michael
Marcie (24.11.2020, 23:55): Sehr lobenswert! (hatteste die nicht eigentlich verscherbelt?) Nein. Ich hatte Peterson-Berger verscherbelt und auch Fartein Valen. Beides konnte ich zu einem sehr guten Preis verhökern damals. Ah stimmt, hatte ich verwechselt. Peterson-Berger ist mir übrigens mitllerweile beinahe mehr ans Herz gewachsen als Rangström.
Maurice inaktiv (25.11.2020, 00:49): Peterson-Berger ist mir übrigens mitllerweile beinahe mehr ans Herz gewachsen als Rangström. Ich habe mir beim Verkauf mit Peterson-Berger auch sehr schwer getan. Doch der Preis dafür hat mich am Ende dann halt überzeugt. Ich muss auch unbedingt mal wieder ausmisten. Es wird aber immer schwieriger sich zu trennen. Doch es gibt auch Sachen, zu denen ich am Ende nicht komme sie öfter zu hören.
Maurice inaktiv (25.11.2020, 01:03): Hallo Zusammen es läuft ...
Damit man mal ein Bild direkt sehen kann.
Wie ist die Einspielung Deiner Meinung denn gelungen? Ich kenne Peskin und das Arutiunian-Konzert, das Konzert von Desenclos überhaupt nicht. Ich höre gerade mal auf Youtube rein. Sie hat einen sehr weichen, schönen Ton, aber mir fehlt manchmal beim Arutiunian das Zupackende dabei. Das ist aber jetzt wirklich Kritik auf sehr hohem Niveau. Doch sonst ist das allererste Sahne. Wow !! Das Programm ist auch super zusammengestellt. Das Orchester begleitet auch sehr feinfühlig an den sonst etwas wuchtigeren Stellen. In weit aber hier klangtechnisch einiges entsprechend abgemischt wurde, weiß ich nicht.
Philidor (25.11.2020, 08:23): Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett Nr. 2 c-Moll KV 406 (nach der Serenade c-Moll "Nachtmusique" KV 388)
Juilliard Quartet John Graham, Viola II
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (25.11.2020, 08:56): "Die Hammerklaviersonate lehrt, was Größe ist. Und, nicht minder evident, wie sinnlos Kulturbetrieb und Krisengeschwätz sind, die von solchen Werken nichts wissen, sondern sich beim Nennen und Nachreden, beim bloßen ästhetischen oder antiästhetischen Gefuchtel befriedigen. Die Hammerklaviersonate macht auch anspruchsvoll. Von ihr berührt, wird man ungeduldig gegenüber vielem Mittelmäßigen und Mäßigen, das sich wer weiß wie aufspielt und doch nichts anderes ist als eine höhere Form der Belästigung." Zufälle gibt es. Gerade habe ich auf meinem E-Leser einen Titel F*ck you very much! Probe gelesen und gleich darauf lese ich das Gekaisere hier. Passt! :thumbup:
Es läuft:
Johann Georg Backofen; Quintett für Bassethorn und Streichquartett F-Dur, op. 9 Jane Booth, Eybler Quartet
michael74 (25.11.2020, 09:13): Hallo Zusammen es läuft ... Damit man mal ein Bild direkt sehen kann.
Wie ist die Einspielung Deiner Meinung denn gelungen? Ich kenne Peskin und das Arutiunian-Konzert, das Konzert von Desenclos überhaupt nicht. Ich höre gerade mal auf Youtube rein. Sie hat einen sehr weichen, schönen Ton, aber mir fehlt manchmal beim Arutiunian das Zupackende dabei. Das ist aber jetzt wirklich Kritik auf sehr hohem Niveau. Doch sonst ist das allererste Sahne. Wow !! Das Programm ist auch super zusammengestellt. Das Orchester begleitet auch sehr feinfühlig an den sonst etwas wuchtigeren Stellen. In weit aber hier klangtechnisch einiges entsprechend abgemischt wurde, weiß ich nicht. Hallo Maurice,
ich habe leider keine vergleichbare Aufnahme und kann daher nichts dazu sagen. Auch in Vergleichsanalysen bin ich ehr Schwach. Habe erst in die Aufnahme reingehört und mir dann die CD bestellt und bin super zufrieden. Mal was anderes wie Klavier oder Violinkonzerte
palestrina (25.11.2020, 11:39):
Ja! Quicklebendig! Ein ganz andere Nummer als vor ein paar Wochen mit López Cobos Lieber Philidor, das kann man laut sagen, ein wahrhaft tolles Ensemble!
LG palestrina
tapeesa (25.11.2020, 11:41): Pjotr Tchaikovsky - Der Nussknacker Simon Rattle, Berliner Philharmoniker
Heute nun tatsächlich Sibelius. Dieses Mal die Sinfonien Nr,2 &4
Qualitativ ist das natürlich erste Sahne. Hier passen Dirigent und Orchester perfekt zur Musik. Doch hier hat jeder seine eigene Meinung zu.
Philidor (25.11.2020, 13:22): Zufälle gibt es. Gerade habe ich auf meinem E-Leser einen Titel F*ck you very much! Probe gelesen und gleich darauf lese ich das Gekaisere hier. Passt! Wäre ja schlimm, wenn es nur eine einzige Stilhöhe für Zitate in Blogbeiträgen gäbe, lieber Cetay! :D Gefährlich sind nur die Intoleranten, die eine einzige Art und Weise - selbstverständlich ihre eigene - als die einzig wahre und angemessene betrachten, in der Gesellschaft im Großen wie im Kleinen. - Vielleicht kommen wir ja im Nono-Thread bei der Oper "Intolleranza" ja noch dazu ... Lieber Philidor, das kann man laut sagen, ein wahrhaft tolles Ensemble! So ist es! Hier lief ein weiteres Beispiel einer mitreißenden Rossini-Aufnahme:
Gioachino Rossini: La Cenerentola
Cenerentola - Cecilia Bartoli Don Ramiro - William Mateuzzi Dandini - Alessandro Corbelli Don Magnifico - Enzo Dara Clorinda - Fernanda Costa Tisbe - Gloria Banditelli Alidoro - Michele Pertusi
Orchestra e coro del Teatro Comunale di Bologna
Riccardo Chailly
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (25.11.2020, 20:16): Hier ebenfalls wieder Rossini:
Leone Magiera (Klavier) Vittorio Rosetta (Harmonium) Coro Polifonico del Teatro alla Scala, Romano Gandolfi
Die 1. Fassung für Klavier und Harmonium ohne Orchester.
Gruß Amonasro
Marcie (25.11.2020, 21:11): Aus diesem Set höre ich die "tragische" Zweite:
Jan Van Karajan (25.11.2020, 22:20):
Richard Strauss: "Der Rosenkavalier" Kömodie in Musik von Hugo von Hofmannsthal
Maria Reinig: Feldmarschallin Fürstin Werdenberg
Ludwig Weber: Baron Ochs auf Lerchenau
Sena Jurinac: Octavian
Alfred Poell: Faninal
Hilde Gueden: Sophie
Chor der Wiener Staatsoper
Wiener Philharmoniker, Erich Kleiber
Opern finden sich eher selten in meinen Playern. Häufig finde ich einfach keinen Zugang oder mir fehlt das Libretto, um mich bei der Stange zu halten. Generell höre ich eher Instrumentalmusik, habe aber meinen Nachholbedarf erkannt :D . Ich verstehe durchaus, dass diese Aufnahme zur ersten Liga zählt :down .
Grüße
Jan :hello Heute den unvergesslichen zweiten Akt :down . Durch das Teilhören der Akte finde ich zu Opern wesentlich leichter Zugang. Vielleicht folgt als nächstes der Wiener Fidelio mit Bernstein. Grüße Jan :hello
tapeesa (26.11.2020, 03:02): Lili Boulanger - Hymne au soleil - Chorwerke daraus: Pour les funérailles ďun soldat (Totenfeier für einen Soldaten), (1912 - 1913) Christos Pelekanos, Antonii Baryshevskyi Orpheus Vokalensemble, Michael Alber
edit: Das Werk fügt sich tief zur Jahreszeit.
Philidor (26.11.2020, 18:36): Gestern und heute (zweit-)gehört und (zweit-)gesehen:
Gioacchino Rossini: Otello ossia Il moro di Venezia
Otello - John Osborn Desdemona - Cecilia Bartoli Elmiro - Peter Kálmán Rodrigo - Javier Camarena Jago - Edgardo Rocha Emilia - Liliana Nikateanu Doge di Venezia - Nicola Pamio Gondoliero - Ilker Arcayürek
Extrachor des Opernhauses Zürich Orchester La Scintilla des Opernhauses Zürich
Muhai Tang
Gefiel mir noch besser als beim ersten Mal!
Gruß Philidor
:hello
Marcie (26.11.2020, 18:37):
Philidor (26.11.2020, 19:49): Weiter mit Brahms.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Wiener Symphoniker Philippe Jordan
Hat mich nicht ganz so überzeugt wie die erste. Aber mit Wiederholung im Kopfsatz - fein!
Gruß Philidor
:hello
Marcie (26.11.2020, 20:18):
Jan Van Karajan (26.11.2020, 22:13): Heute der letzte Akt meines Kleiber-Rosenkavaliers:
Grüße Jan :hello
Maurice inaktiv (26.11.2020, 23:39):
Ture Rangström: Sinfonie Nr.2 SO Norrköping , Michail Jurowski
Der "antiquierte und romantische Müll" (so Wilhelm Peterson-Berger) ist Wilhelm Stenhammar und dem Sinfonieorchester von Göteborg gewidmet gewesen 1919. Sie ist die seltenste gespielte Sinfonie des Komponisten, und auch die längste seiner vier Sinfonien.
Ich persönlich finde sie auch harmonisch wunderbar geschrieben. Ja, das ist nordische Spätromantik, sicher sehr in der schwedischen Musik verwurzelt, aber auch wahnsinnig tolle Bläserstellen mit Schlagwerk noch verstärkt, um dann urplötzlich wieder im Nichts zu verschwinden. Vielleicht sogar eine Art der Programm-Musik,
Er selbst hat sie später als "musikalische Liebeserklärung an Schweden mit seiner unbegreiflichen Weite und ein Protest gegen die Verweichlichung seiner niedergedrückten Bewohner" bezeichnet.
Sie ist "verbindlicher" als etwa der Stil der beiden Finnen Sibelius und Nielsen, aber auch zugänglicher als etwa das Werk Ralph Vaughan-Williams', so ist zumindest meine persönliche Wahrnehmung.
Maurice inaktiv (27.11.2020, 11:11):
Jean Sibelius : Sinfonien Nr. 4&5 , Finlandia Philharmonia Orchestra , Herbert von Karajan AD: 1952 (Finlandia & Sinfonie Nr.5) & 1953 (Sinfonie Nr.4) Mono
Der erstaunlich gute Mono-Klang stört mich hier ausnahmsweise mal nicht. Die Aufnahmen gelten inzwischen als "legendär".
Maurice inaktiv (27.11.2020, 12:38):
Erkki Melartin : Violinkonzert & Orchesterwerke Tampere PO, Leif Segerstam + John Storgards (Violine)
Ich hatte im August 2019 das große Glück, diese CD für 9,99 € erwerben zu können. Meist werden ja, wie zur Zeit auch wieder, Fabelpreise für diese CD verlangt. Dass damals mit John Storgards ein Mann den Part der Solo-Violine gespielt hat, der heute ein exzellenter Dirigent der Werke seiner Landsleute ist, gibt dem Ganzen einen zusätzlichen "Touch". Es ist natürlich auch sehr erfreulich, dass mit Leif Segerstam ein exzellenter Mann am Pult stand.
Nicht schlecht, aber im Finale höre nicht den Sog, den ich in den mir liebsten Aufnahmen bewundere.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (27.11.2020, 20:02): Rebecca Clarke - String Chamber Music Lullabies, Morpheus, Untitled, Chinese Puzzle, Passacaglia, I'll bid my heart be still, Dumka, Comodo et amabile, Poem for String Quartet Kenneth Martinson, viola, Christopher Taylor, piano, Jay Zhong, Andrea Molina, Moisés Molina The Julstrom String Quartet
Rebecca Clarke - The Cloths of Heaven https://www.rebeccaclarke.org/shop-rebecca-clarke/shop/the-cloths-of-heaven/?doing_wp_cron=1606510997.7099840641021728515625 Patricia Wright, Sopran, Jonathan Rees, violin, Kathron Sturrock, piano
Jan Van Karajan (27.11.2020, 22:33): Ich widme mich heute wieder dem Bonner Meister:
Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 29 in B-Dur, op. 106 "Hammerklavier" Friedrich Gulda Grüße Jan :hello
Sfantu (27.11.2020, 23:54):
Ludwig van Beethoven Trio Es-dur op. 38 für Klavier, Klarinette & Violoncello nach dem Septett op. 20 Eckart Besch, Karl Leister, Wolfgang Boettcher (LP, DGA, 70er Jahre)
Der alte Ludwig hätte über jemanden wie mich wohl verächtlich die Nase gerümpft. Er schätzte sein bereits zu seinen Lebzeiten sehr beliebtes & viel gespieltes Septett - zumindest in späteren Jahren - eher gering (vielleicht ihm, dem titanischen Gipfelstürmer nicht würdig weil zu bieder). Ich mochte es nämlich immer schon sehr gern: seine entspannte, unproblematische, lebensbejahende Grundstimmung, über die nur ganz sporadisch flüchtige Schatten hinweg ziehen. Dabei in jedem Takt gediegen & geschmackvoll. Eine runde Sache also. Wirklich?? Ein Schönheitsfehler gießt für meine Ohren immer einen Schuß Wasser in den Wein. & das ist die nicht optimale Gewichtung der einzelnen Instrumentenfarben: speziell die Geigenstimme wirkte & wirkt auf mich ungeschmeidig & unidiomatisch. Häufige unvermittelte Oktavierungen nach oben wirken künstlich, das Instrument fiept grell in seinen hohen Randlagen & verzeiht keine Mittelmaß im Können des Ausführenden. & selbst, wenn hier Perfektion herrscht - das klangliche Ergebnis bleibt unnatürlich & angestrengt. Daher dachte ich, als mir dieser Tage jene Platte unter die Augen kam - warum nicht? Ein abgespecktes LvB-Septett, noch dazu eine Übertragung aus der Hand des Komponisten - mal hören... Eine letzte unverplante Urlaubswoche im lock down - wohin darf man überhaupt noch? Meine Partnerin hatte wie immer den pragmatischeren Blick für die Dinge, & so ging es für ein paar Tage ins sonnige Tessin. Bei sattem Sonnenschein viele herrliche Stunden bei bis zu 17 ℃ mit einem Hauch mediterranen Flairs. Dabei lachte mich in Locarno diese Platte so mir nichts Dir nichts an & überzeugte mich, daß wir vielleicht Freunde werden könnten. & so kam es. Sicher - es gehen einige Farben verloren. Doch was steht auf der Haben-Seite? Mehr Stringenz, eine Spur mehr Noblesse: weg vom Freiluft-Ständchen hinein in den Salon resp. - mit einer Prise augenzwinkernden Spotts - in die vorbiedermeierliche gute Stube. Die ursprüngliche Violinstimme wird mehrheitlich vom Klavier übernommen & kommt so bereits deutlich entspannter, mit weniger Schweißtropfen & mit mehr Selbstverständlichkeit daher. Die einleitende Fanfare des Scherzos läßt zwar das kecke Waldhorn vermissen - das Cello vertritt hier aber würdig & die launige Stimmung leidet keinen Mangel.
Die Ausführenden beglücken durch zupackende Verve, der Klang ist natürlich & plastisch.
Sfantu (28.11.2020, 00:09):
Ludwig van Beethoven Trio B-dur für Klavier, Klarinette & Violoncello op. 11 Musicfest Trio: Iwan Llewelyn-Jones, David Campbell, Lionel Handy (CD, IMP, 1991)
Im Anschluß LvBs Originalkomposition für diese Besetzung folgen zu lassen, drängte sich förmlich auf. Der Adagio-Mittelsatz beglückt mit Themen, die so beethovensch sind, wie sie nur beethovensch sein könnten. Der abschließende Variationensatz kommt über weite Strecken doch recht leichtfüßig daher, sodaß das eigene Septett-Trio-Arrangement op, 38 deutlich gewinnt.
Nicolas_Aine (28.11.2020, 00:17):
daraus:
Doppelkonzert a - moll Op. 102
Isaac Stern, Violine Leonard Rose, Violoncello Eugene Ormandy Philadelphia Orchestra
Diese Box ist super. Brahms und Stern passt einfach. :times10
Sfantu (28.11.2020, 00:22):
Carl Nielsen Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn & Fagott op. 43 Oslo Wind Ensemble (CD, Naxos, 1994)
Zum Abschluß für heut' Nacht ein Evergreen bei mir: Nielsens Bläserquintett. Immer wieder aufs Neue kristallklar, luzide, zeitlos.
@ welchen finnischen Nielsen Maurice meint, wer weiß... Dieser hier war Däne.
tapeesa (28.11.2020, 04:19): Ludwig Minkus - Don Quixote (Ballett in drei Akten) Sofia National Opera Orchestra, Nayden Todorov
Philidor (28.11.2020, 07:50): Hier Musik zwischen dem Schauen der Ewigkeit und dem Warten auf das neue Licht.
Giovanni Gabrieli: Sonate e Canzoni aus "Sacrae symphoniae" (1597) und "Canzoni e sonate" (1615)
Concertino Palatino
Gruß Philidor
:hello
Philidor (28.11.2020, 16:35): Ohne Karfreitag.
Richard Wagner: Parsifal
Parsifal – Jonas Kaufmann Kundry – Katarina Dalayman Titurel – Rúni Brattaberg Amfortas – Peter Mattei Gurnemanz – René Pape Klingsor – Yevgeny Nikitin
Orchester, Chor und Ballett der Metropolitan Opera
Daniele Gatti
Inszenierung: François Girard
Gesang und Dirigat mMn sehr, sehr gut – Inszenierung laaangweilig.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (28.11.2020, 17:40): Weiter mit Brahms.
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Wiener Symphoniker Philippe Jordan
Wow. Für mich zusammen mit der Ersten der Höhepunkt in diesem Zyklus.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (28.11.2020, 17:57): Da die Sonne nun untergegangen ist, ist liturgisch schon Sonntag (" ... da ward aus Abend und Morgen der erste Tag", Gen 1, 5). Also ist schon Advent.
Allen Forianer*innen eine gesegnete Adventszeit!
Gregorianischer Choral: Veni redemptor gentium
Choralschola der Wiener Hofburgkapelle Hubert Dopf SJ
Guillaume Dufay: Conditor alme siderum
Schola hungarica Janka Szendrei
Gruß Philidor
:hello
Philidor (28.11.2020, 18:22): In diesem neuen, mit dem 1. Advent begonnenen Kirchenjahr mag ich mich mal auf Bachs Choralkantatenjahrgang fokussieren. - Immerhin ist das wohl sein größtes Projekt, umfassender als bspw. die beiden Bände des Wohltemperierten Klaviers, als die vier Teile der Clavierübung, als die Versionen der Passionen und als alles andere.
Die Stadt Leipzig erwarb nach Bachs Tod aus dessen Nachlass ausschließlich die Noten dieser Choralkantaten. Offenbar war man sich über die Bedeutung dieser Werke im Klaren. Auch seine Nachfolger im Amte zu St. Thomae führten immer wieder mal eine dieser Kantaten auf, obwohl der Zeitgeschmack längst ein anderer war.
Obwohl der Jahrgang im Kern in Bachs zweitem Leipziger Jahr entstand (1. So. n. Trinitatis 1724 bis Trinitatis 1725), hat er zeit seines Lebens danach getrachtet, diesen Jahrgang zu vervollständigen. Im Kirchenjahr 1724/25 fanden ja nicht alle Sonntage statt. Z. B. ist die prominente Kantate "Wachet auf, ruft uns die Stimme" BWV 140 (1731) eine solche "Nachkomposition" zum Choralkantatenjahrgang.
Das heißt natürlich nicht, dass andere Kantaten in diesem Kirchenjahr überhaupt nicht gehört werden sollen ... ;)
Johann Sebastian Bach: "Nun komm, der Heiden Heiland" BWV 62 (komponiert zum 1. Advent, 3. Dezember 1724)
Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Makoto Sakurada, Peter Kooij Bach Collegium Japan (Chor 3/3/3/3, Streicher 3/3/2/1/1) Masaaki Suzuki
Eine herrliche Wiedergabe des ebensolchen Werkes.
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (28.11.2020, 19:36):
Brahms und Stern passt einfach. Dem kann ich nur zu 100% zustimmen.
Johannes Brahms Sonate für Klavier & Violine d-moll op. 108 Yefim Bronfman, Isaac Stern (CD, Sony, 1991, live in Sankt Petersburg, ℗ 1993)
Allegro 7'44 Adagio 4'34 Un poco presto e con sentimento 2'47 Presto agitato 5'51
Funkensprühende Spannung, Attacke, Musizierlust - eine "Stern"-Stunde! Was mich zudem freut: daß das, was nunmal dazu gehört - Publikumsgeräusche samt stürmischem Applaus - nicht herausgeschnitten oder herausgefiltert wurde. Eine absolut mitreissende Aufnahme!
Marcie (28.11.2020, 22:36):
Amonasro (28.11.2020, 22:57):
Gesang und Dirigat mMn sehr, sehr gut – Inszenierung laaangweilig. Die Inszenierung mit ihren einfachen aber stimmigen Bildern gefällt mir eigentlich. Gut, das ganze ist sehr statisch; das trifft aber auch auf die anderen Parsifal-Inszenierungen zu, die ich gesehen habe. Allerdings sind die emotionalen Szenen (insbesondere die Szenen mit Amfortas) sehr intensiv gespielt und gesungen. Gelangweilt habe ich mich keinen Moment.
Heute:
Gioachino Rossini/Andrea Leone Tottola: Ermione
Ermione - Sonia Ganassi Andromaca - Marianna Pizzolato Pirro - Gregory Kunde Oreste - Antonio Siragusa Pilade - Ferdinand von Bothmer Fenicio - Nicola Uliveri Cleone - Irina Samoylova Cefisa - Cristina Faus Attalo - Riccardo Botta
Prague Chamber Choir Orchestra del Teatro Comunale di Bologna, Roberto Abbado
Regie: Daniele Abbado
Rossinis tragischste Oper und seine unerfolgreichste: nach der Uraufführungsserie wurde sie zu seinen Lebzeiten nicht mehr gespielt. Zu Unrecht, wie ich finde. Die Musik ist hochdramatisch und es gibt einige intensive, deklamatorische Passagen. Im Zentrum stehen die Rachegelüste der Titelfigur, die den Großteil des 2. Akts im Alleingang bestreitet und dort in einer großen Szene verschiedenste Gefühlausbrüche von Liebe, Trauer, gekränktem Stolz bis zur wilden Raserei durchlaufen muss. Auch finden sich einige musikalische Experimente wie die Ouvertüre, die mehrmals vom Chor der gefangenen Trojaner hinter dem Vorhang "unterbrochen" wird. Die Aufführung aus Pesaro ist sehr gut besetzt. Besonders überzeugt Sonia Ganassi in der die ganze Oper überragenden Titelpartie. Die Inszenierung ist nicht perfekt, aber stimmig. Die modernen Kostüme und die hölzerne Bühnenkonstruktion mit drehbarem Mittelteil und anhebbaren Bodenelementen bewahren eine gewisse klassische Eleganz und Strenge. Manches wie die Gold-"Verzierungen" auf den Uniformen, die eher wie Vogeldreck wirken, ist etwas irritierend. Aber insgesamt eine gelungene Aufführung, die Konkurrenz ist ohnehin nicht üppig.
Philidor (28.11.2020, 23:06): das ganze ist sehr statisch Ja eben ... der erste Aufzug zog sich für meine Begriffe ohne Ende, und im zweiten und dritten wurde es nicht besser. Gesanglich sind wir absolut beieinander, intensiv, ja. Auch das Dirigat fand ich wirklich gut.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.11.2020, 08:41): Graupner? Das war der, den man in Leipzig lieber als Thomaskantor gehabt hätte als Bach. Erst fragte man Telemann, der wollte nicht, dann Graupner, der durfte nicht, weil sein Dienstherr, der Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Kassel seinen Hofkapellmeister nicht aus dem Vertrag lassen wollte. Der ehrwürdige Leipziger Ratsherr Plaz gab ob dieser beiden Absagen zu Protokoll: " ... da man nun die besten nicht bekommen könne, müße man mittlere nehmen ...."
Hier also Musik von einem der besten.
Christoph Graupner: "Die Nacht ist vergangen" Kantate zum 1. Advent
Amaryllis Dieltiens, Lothar Blum, Stefan Geyer Ex tempore Mannheimer Hofkapelle Florian Heyerick
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.11.2020, 09:01): ... dann noch der Favorit.
Georg Philipp Telemann: "Machet die Tore weit" Kantate zum 1. Advent
Barbara Ullrich, Heidi Rieß, Oly Pfaff, Bruce Abel Motettenchor Stuttgart Ensemble '76 Günter Graulich
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.11.2020, 11:44): Sehr vergnüglich.
Gioachino Rossini: La Cenerentola
Don Ramiro – Lawrence Brownlee Dandini – Simone Alberghini Don Magnifico – Alessandro Corbelli Clorinda – Rachelle Durkin Tisbe – Patricia Risley Angelina – Elīna Garanča Alidoro – John Relyea
The Metropolitan Opera Orchestra and Chorus
Maurizio Benini
Inszenierung: Cesare Lievi
Benini macht aus dem Werk keine Beschleunigungs- und Tempoorgie. Was der Musik mMn gut tut, sie bleibt bei aller Raserei irgendwie noch auf seltsame Weise entspannt. Elīna Garanča und Alessandro Corbelli fand ich großartig, sängerisch wie schauspielerich.
Die Inszenierung ist weit weniger aufwändig als in Ponnelles Film, gleichwohl gibt es ein paar Schmunzler. Hier gilt prima la musica.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.11.2020, 12:23): Hier noch einmal Bachs Choralkantate zum ersten Advent.
Johann Sebastian Bach: "Nun komm, der Heiden Heiland" BWV 62
Nancy Argenta, Petra Lang, Anthony Rolfe Johnson, Olaf Bär The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
So ändern sich die Zeiten und Auffassungen ... was mir Anfang der 90er Jahre schlank und spritzig vorkam, wirkte auf mich heute fast schon großsinfonisch ... dieser Eingangschor.
Ich sehe gerade im SDG Cantatafinder, dass Gardiner diese Kantate nochmal während seiner Pilgrimage aufgenommen hat ... na denn.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (29.11.2020, 13:55): Aaron Copland - Appalachian Spring Suite (1944) - VII. Calm and flowing Royal Northern Sinfonia, Richard Stamp
1. Dmitri Shostakovich - Steichquartett Nr. 3 - Éder Quartet 2. Dmitri Shostakovich - The String Quartets - Emerson String Quartet
Philidor (29.11.2020, 16:08): Hier nun wieder Beethoven mit dem ABQ.
Ludwig van Beethoven
Streichquartett D-Dur op. 18 Nr. 3 Streichquartett Es-Dur op. 74 ("Harfenquartett") Streichquartett B-Dur op. 130 (mit dem nachkomponierten Finale)
Alban Berg Quartett (Günter Pichler, Gerhard Schulz, Thomas Kakuska, Valentin Erben) live Wiener Konzerthaus 11. Juni 1989
Auf Valentin Erbens Webseite fand ich diese bewegenden Gedanken: https://www.valentin-erben.at/de/gedanken/69-thomas-kakuska-gedenkkonzert.html
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.11.2020, 17:00): Nun Eisbärentänze.
Jean Sibelius: Violinkonzert d-Moll op. 47
Ginette Neveu, Violine Philharmonia Orchestra Walter Süsskind
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.11.2020, 19:28): Fastenzeit ist Oratorienzeit. - Bevor ich mich nächste Woche auf Rossinis Sicht der Ereignisse einlasse (war da nicht noch etwas von Schönberg?), hier erst einmal Händels Bearbeitung des Stoffes.
Georg Friedrich Händel: Israel in Egypt
Nancy Argenta, Sopran I Emily van Evera, Sopran II Timothy Wilson, Alt Anthony Rolfe Johnson, Tenor David Thomas, Bass I Jeremy White, Bass II
Taverner Choir & Players
Andrew Parrott
Gruß Philidor
:hello
Philidor (29.11.2020, 19:49): Na denn.
Arnold Schönberg: Friede auf Erden op. 13
Robert Shaw Festival Singers Robert Shaw
Gruß Philidor
:hello
Nicolas_Aine (29.11.2020, 20:37): Brahms und Stern passt einfach. Dem kann ich nur zu 100% zustimmen.
Johannes Brahms Sonate für Klavier & Violine d-moll op. 108 Yefim Bronfman, Isaac Stern (CD, Sony, 1991, live in Sankt Petersburg, ℗ 1993)
Allegro 7'44 Adagio 4'34 Un poco presto e con sentimento 2'47 Presto agitato 5'51
Funkensprühende Spannung, Attacke, Musizierlust - eine "Stern"-Stunde! Was mich zudem freut: daß das, was nunmal dazu gehört - Publikumsgeräusche samt stürmischem Applaus - nicht herausgeschnitten oder herausgefiltert wurde. Eine absolut mitreissende Aufnahme! ja, das finde ich auch eine ganz fantastische Aufnahme!
Heute mal Strauss:
Ein Heldenleben Op. 40
Fritz Reiner Chicago SO
Cetay (inaktiv) (30.11.2020, 04:34):
Christian Ferras; HMW & Telefunken Aufnahmen (komplett). Daraus: Cesar Franck; Violinsonate A-Dur, FWV 8 + Pierre Barbizet Gabriel Faure; Violinsonate Nr. 1 A-Dur, op. 13 + Pierre Barbizet
Cetay (inaktiv) (30.11.2020, 08:17):
Christian Ferras; HMW & Telefunken Aufnahmen (komplett). Daraus: Cesar Franck; Violinsonate A-Dur, FWV 8 + Pierre Barbizet Gabriel Faure; Violinsonate Nr. 1 A-Dur, op. 13 + Pierre Barbizet
Das ist feinste Creme. Unaufgeregt, ohne Getue. Aber man bleibt dran und drin im Fluss der Musik, weil es einfach stimmig ist. Da musste mehr ins Ohr und es wurde mit dem gleichen Begleiter: Geroge Enescu; Violinsonate Nr. 3 a-Moll, op. 25 Ein ganz starkes Werk! Und wieder kommt die Frage, ob man das irgendwie anders spielen könnte oder sollte, nicht auf.
Philidor (30.11.2020, 08:18): Nun also Gardiners zweite Aufnahme, live St. Maria im Kapitol, Köln, 3. Dezember 2000.
Johann Sebastian Bach: "Nun komm, der Heiden Heiland" BWV 62
Joanne Lunn, William Towers, Jan Kobow, Dietrich Henschel The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (30.11.2020, 09:09): Nun Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett Nr. 3 C-Dur KV 515
Juilliard Quartet John Graham, Viola II
Gruß Philidor
:hello
Philidor (30.11.2020, 09:39): Von Brahms mit Stern lasse ich mich gerne anregen. Mein Strömer bietet leider nur die Studio-Aufnahme mit Zakin - auch nicht schlecht:
Johannes Brahms: Violinsonate Nr. 1 G-Dur op. 78
Isaac Stern, Violine Alexander Zakin, Klavier
Meine Favoriten für diese Werke sind Ferras/Barbizet, Suk/Katchen und Dumay/Pires ...
Gruß Philidor
:hello
Philidor (30.11.2020, 11:05): Nun auch hier FFF.
César Franck: Violinsonate A-Dur Gabriel Fauré: Violinsonate Nr. 1 A-Dur op. 13
Christian Ferras, Violine Pierre Barbizet, Klavier
Gruß Philidor
:hello
Philidor (30.11.2020, 14:29): Corsingen gehört in Chorona-Zeiten zu den gefährlicheren Freizeitbeschäftigungen. Darum ersatzweise diese herrliche Scheibe:
Baltic Voices 1
Cyrillus Kreek: Psalmen Davids Sven-David Sandström: Hear my Prayer, o Lord Einojuhani Rautavaara: Lorca-Suite op. 72 Veljo Tormis: Latvian Bourdon Songs Sven-David Sandström: Es ist genug Arvo Pärt: Which was the son of ... Peteris Vasks: Dona nobis pacem (*)
Estonian Philharmonic Chamber Choir Tallinn Chamber Orchestra (*)
Paul Hillier
Gruß Philidor
:hello
Amadé (30.11.2020, 17:45):
Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 23, eine sehr gute Einspielung mit dem Nash Enseble :times10
Gruß Amadé
Philidor (30.11.2020, 17:54): Bevor hier die Rossini-Woche mit "Mosè in Egitto" weitergeht, noch ein Klassiker.
Hector Berlioz: Sinfonie Fantastique op. 14
Boston Symphony Orchestra Charles Munch
Gruß Philidor
:hello
Andréjo (30.11.2020, 18:58): Corsingen - Chorona ... eben: ona Chor
:A - den hatte ich noch nie ...
:hello Wolfgang
Hören tat ich auch was:
Die dritte Brahms-Violinsonate mit den Geschwistern Menuhin von 1934.
Nicht schlecht, weder musikalisch noch klanglich.
Amonasro (30.11.2020, 19:33):
Frédéric Chopin: Nocturnes
Arthur Rubinstein
Gruß Amonasro
Philidor (30.11.2020, 21:58): Eine „azione tragica-sacra“, vom Komponisten auch als „oratorio“ bezeichnet.
Was soll ich sagen – zusammen mit Guillaume Tell und Semiramide für mich bis jetzt das großartigste Werk des "Schwans von Pesaro". Freue mich auf die „Donna del lago“.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (30.11.2020, 22:15): Bei mir heute romantisches Kernreportoire:
Johannes Brahms: Konzert für Violine und Orchester in D-Dur, op. 77 Anne-Sophie Mutter Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan Grüße Jan :hello
Nicolas_Aine (30.11.2020, 22:23):
ich schließe mich mit Brahms und Violine an, allerdings die Violinsonaten, die ja grade beliebt zu sein scheinen :)
Violinsonate Nr. 1 G - Dur Op. 78 Violinsonate Nr. 2 A - Dur Op. 100 Violinsonate Nr. 3 d - moll Op. 108
Isaac Stern, Violine Alexander Zakin, Klavier
Philidor (01.12.2020, 07:13): Hier nochmals Bachs Choralkantate zum ersten Advent.
Johann Sebastian Bach: "Nun komm, der Heiden Heiland" BWV 62
Lydia Teuscher, Charlotte Quadt, Sebastian Kohlhepp, Rafael Fingerlos Chorus Musicus Köln Das neue Orchester Christoph Spering
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.12.2020, 09:36): Nun wieder Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett Nr. 4 g-Moll KV 516
Juilliard Quartet John Graham, Viola II
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.12.2020, 12:43): die Violinsonaten, die ja grade beliebt zu sein scheinenJa, ja, das sind so Wellenbewegungen ...
... gab's da nicht die eine Szene in "Life of Brian", wo Brian das Volk fragt: "Seid ihr alle Individualisten?" und das Volk unisono zurückruft "Ja! Wir sind alle Individualisten!" und nur ein einzelner sagt leise: "Ich nicht!"
Johannes Brahms: Violinsonate Nr. 2 A-Dur op. 100
Isaac Stern, Violine Alexander Zakin, Klavier
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.12.2020, 13:24): Nun ein wenig Atzventzgeorgele.
Johann Sebastian Bach
vier Adventschoräle aus dem „Orgelbüchlein“ Nun komm, der Heiden Heiland BWV 599 Gott, durch deine Güte BWV 600 Herr Christ, der einge Gottes Sohn BWV 601 Lob sei dem allmächtigen Gott BWV 602
drei Bearbeitungen aus „18 Choräle von verschiedener Art“ („18 Leipziger Choräle“) Nun komm, der Heiden Heiland BWV 659 à 2 Clav. e Ped. Trio super: Nun komm, der Heiden Heiland BWV 660 à due bassi e canto fermo Nun komm, der Heiden Heiland BWV 661 In organo pleno
Helmut Walcha Silbermann-Orgel in St.-Pierre-le-Jeune zu Strasbourg
Gruß Philidor
:hello
Marcie (01.12.2020, 13:26): Ja, das packt einen schon ziemlich, wenn man sich drauf einlässt!
Philidor (01.12.2020, 17:03): Nochmal Isaac Stern, nun mit Sibelius.
Jean Sibelius: Violinkonzert d-Moll op. 47
Isaac Stern, Violine Philadelphia Orchestra Eugène Ormandy
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.12.2020, 19:18): Nun wieder 16saiter.
Ludwig van Beethoven
Streichquartett Es-Dur op. 127 Streichquartett F-Dur op. 59 Nr. 1
Alban Berg Quartett Günter Pichler, Gerhard Schulz, Thomas Kakuska, Valentin Erben live Wiener Konzerthaus 13. Juni 1989
Gruß Philidor
:hello
Philidor (01.12.2020, 20:15): Das hier musste noch sein:
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105
Boston Symphony Orchestra Sir Colin Davis
Sehr fein.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (01.12.2020, 21:22): Was soll ich sagen – zusammen mit Guillaume Tell und Semiramide für mich bis jetzt das großartigste Werk des "Schwans von Pesaro". Freue mich auf die „Donna del lago“.
Der Mosè gehört auch zu meinen Rossini-Favoriten. Die Pesaro-Aufführung gefällt mir sehr. Die Inszenierung ist sehr aufwendig und detailreich gestaltet und es wird auch der ganze Zuschauerraum bespielt, weswegen die Aufführung für eine Videoaufzeichnung vielleicht nicht ideal ist, aber sie produziert sehr eindringliche Bilder wie zum Beispiel die Introduktion mit den Menschen, die auf der Suche nach überlebenden Angehörigen durch den Zuschauerraum laufen. Der düstere Beginn in medias res ist sowieso einer meiner liebsten Rossini-Momente und dabei nur das erste einer ganzen Reihe großartiger Ensemble-Stücke, die das Werk durchziehen, während Solo-Arien nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen.
Heute abseitiges Repertoire:
Nicola Porpora/Nicola Coluzzi: Germanico in Germania
Germanico - Max Emanuel Cenčić Ersinda - Julia Lezhneva Arminio - Mary-Ellen Nesi Segeste - Juan Sancho Rosmonda - Dilyara Idrisova Cecina - Hasnaa Bennani
Capella Cracoviensis, Jan Tomasz Adamus
Energetische Virtuosenmusik mit tollen Sängern. Der Dirigent bevorzugt größtenteils sehr zackige Tempi, die ein oder andere Arie hätte ich mir auch etwas entspannter vorstellen können. Dennoch vergehen die 3,5 Stunden wie im Flug.
Gruß Amonasro
Philidor (01.12.2020, 21:33): Der düstere Beginn in medias res ist sowieso einer meiner liebsten Rossini-Momente und dabei nur das erste einer ganzen Reihe großartiger Ensemble-Stücke, die das Werk durchziehen, Ja, man ist von Anfang an "drin". Die Modernisierung fand ich akzeptabel. Es wurde spürbar, welche konkrete Realität hinter Sätzen wie "Da zwangen die Ägypter die Israeliten mit Gewalt zum Dienst und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit in Ton und Ziegeln und mit mancherlei Frondienst auf dem Felde, mit all ihrer Arbeit, die sie ihnen mit Gewalt auferlegten. (Ex 1, 13)" stand.
Das mit der Stärke der Ensemble-Szenen habe ich genauso wahrgenommen. Habe mich gefragt, ob Rossini nicht am ehesten der Meister der Ensembles und der effektvollen Aktschlüsse war. Der wusste, wie Überwältigung geht - vor Wagner.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (01.12.2020, 22:15): Bei mir läuft heute Abend die Pastorale aus Karajans frühem Londoner Beethoven-Zyklus. Ein Cover war leider nicht zu finden, aber die Aufnahme gefällt mir trotzdem :D . Grüße Jan :hello
tapeesa (01.12.2020, 23:03): Emil Nikolaus von Reznicek - „Ritter Blaubart“, Märchenstück in drei Aufzügen, Libretto: Herbert Eulenberg David Pittman-Jennings, Arutjun Kotchinian, Robert Wörle, Celina Lindsley, Andion Fernandez, Victor Sawaley, Carsten Sabrowski, Johannes Schmidt, Peter Maus Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Michail Jurowski
Aufzeichnung der Oper im März 2002 im Großen Sendesaal im Haus des Rundfunks Berlin
Nicolas_Aine (01.12.2020, 23:10):
Ich mache wieder mit:
L. v. Beethoven: Symphonie Nr. 6 F - Dur Op. 68 'Pastorale'
Paavo Järvi Deutsche Kammerphilharmonie Beethoven
Philidor (02.12.2020, 07:33): Hier wieder choralkantatiger Adventsbach.
Johann Sebastian Bach: "Nun komm, der Heiden Heiland" BWV 62
Sibylla Rubens, Sarah Connolly, Christoph Prégardien, Peter Kooy Collegium Vocale Gent (Chor 4/4/4/5, Streicher 4/4/3/2/1) Philippe Herreweghe
Gruß Philidor
:hello
Marcie (02.12.2020, 07:34): Angeregt durch den Kaufberatungs-Thread, bin ich fürs Morgenkäffchen bei Strauss gelandet:
Sfantu (02.12.2020, 09:18): Bekehrung noch möglich?
Robert Simpson Sinfonie Nr. 9 (1987) Bournemouth Symphony Orchestra - Vernon Handley (CD, Hyperion, 1988)
Irgendwann & irgendwo plädierte jemand von euch für die Sinfonien Robert Simpsons. Nach kontroverser Debatte stand am Ende die Empfehlung, die Nr. 9 als Einstieg zu wählen. Daraufhin schaffte ich mir die Einzelaufnahme an & hörte sie gestern Abend innerhalb von 3 Jahren zum original 2. Mal. & wieder war die Auswirkung auf meine Gemütslage: ermüdend. Das Werk ist einsätzig & bringt es dergestalt auf knapp 50min Spieldauer. Ein durchgehender Puls, teils rhythmisch, immer aber, was die Energetik betrifft, ist schon zu verspüren. Hier drängt sich eine Parallele zu Allan Petterson auf. Auch ist im Booklet-Text die Rede verschiedener stilistischer Anleihen an einflussnehmende (müsste man nicht eigentlich sagen: einflussgebende?) Komponisten, sie werden aber nicht namentlich genannt. Die wiederkehrenden fahlen, offene Räume imaginierenden Klänge, gern in liegenden Tönen der Holzbläser, lassen hie & da an Carl Nielsen denken.
Neben dem Ermüdungseffekt bleiben noch diese Eindrücke hängen: interessante Musik, alles eigentlich schonmal da gewesen, also nichts umstürzend Neues, nett. Vielleicht bin ich aber auch komplett auf dem rezeptorischen Holzweg & jemand kann das relativieren oder zum unbedingten Weiter-Erforschen motivieren.
Ein editorischer Minuspunkt: es gibt keine Zeitangaben zu den einzelnen Tracks. Für die im Bonustrack angehängte Werkerläuterung durch den Komponisten fehlten mir zu später Stunde Energie & Fokussierung.
Philidor (02.12.2020, 10:29): Nun wieder Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett Nr. 5 D-Dur KV 593
Juilliard Quartet John Graham, Viola II
Gruß Philidor
:hello
Philidor (02.12.2020, 15:10): Nun wieder Brahms.
Johannes Brahms: Violinsonate Nr. 3 d-Moll op. 108
Isaac Stern, Violine Alexander Zakin, Klavier
Irgendwie klingen mir diese Aufnahmen zu gesund.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (02.12.2020, 16:32): Hier Viersaitiges.
Johann Sebastian Bach
Suite für Violoncello solo Nr. 1 G-Dur BWV 1007 Suite für Violoncello solo Nr. 2 d-Moll BWV 1008 Suite für Violoncello solo Nr. 3 C-Dur BWV 1009
Jaap ter Linden
Gruß Philidor
:hello
Marcie (02.12.2020, 18:16): Ich glaube, das ist die einzige Platte in meinem Besitz, wo Kurt Masur dirigiert. Aber dieser Salvatore Accardo ist ja eine Wucht.
Philidor (02.12.2020, 20:18): Nach dem ersten Akt aus der "Frau vom See" dieser Knaller:
Alfred Schnittke: Violinkonzert Nr. 1 (1957/63)
Mark Lubotsky Malmö Symphony Orchestra Eri Klas
Gruß Philidor
:hello
Cetay (inaktiv) (03.12.2020, 01:56):
Wolfgang Amadeus Mozart; Klaviersonate B-Dur, KV 333 Paul Badura-Skoda (Fortepiano Johann Schantz, Wien, ca. 1790)
Nachdem zuvor die Veralberung dieses Werks durch Ian Underwood & MOI verklungen war, habe ich spontan Lust auf das Original bekommen. Hier doppelt Original mit einem Instrument der Zeit und Wiederholungen ohne Ende. Bei dem wunderbar obertonreichen und nuancierten Klang des Instruments ist kiene davon zuviel.
Philidor (03.12.2020, 07:32): Hier nochmal ohne Chor.
Johann Sebastian Bach: "Nun komm, der Heiden Heiland" BWV 62
Gerlinde Sämann, Petra Noskaiová, Christoph Genz, Jan Van der Crabben La Petite Bande Sigiswald Kuijken
Aus meiner Sicht ist Kuijkens Serie eine der interessantesten Kantateneinspielungen der letzten Jahre. Kuijken besetzt auch die sogenannten Chöre nur mit Solostimmen, dazu kommen Streicher in Besetzung 2/2/2, dazu 1 Violoncello da spalla und 1 Violone in 8'-Lage - wie vermutlich bei Bach. Mit den ebenfalls solistischen Bläsern ergibt dies insgesamt 17 Mitwirkende, da Kuijken selbst an der ersten Violine mitspielt.
Das ergibt einen angeschärften, stellenweise fast rauen Klang, der meilenweit etwa von der Wucht Gardiners erster Aufnahme entfernt ist. Die Technik steuert ein sehr direktes Klangbild bei.
Frappierend der Schlusschoral - wo in anderen Aufnahmen für den doxologischen Schluss des Luther-Chorales nochmal alle Register gezogen werden, bleibt das Ganze hier schlank und fast intim.
Vielleicht nicht alleine seligmachend, aber doch ein m. E. sehr diskussionswürdiges Ergebnis.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (03.12.2020, 08:55):
Philidor (03.12.2020, 10:53): Nun wieder Mozart am Morgen.
Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett Nr. 6 Es-Dur KV 614
Juilliard Quartet John Graham, Viola II
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.12.2020, 11:41): Auch das Magnificat passt gut in die Zeit ...
Heinrich Schütz
Ein deutsches Magnificat SWV 426 Magnificat anima mea SWV 468
Philidor (03.12.2020, 13:49): Der drehte sich hier schon längere Zeit nicht mehr.
Per Nørgård: Sinfonie Nr. 1 ("Sinfonia austera", 1953-55)
Wiener Philharmoniker Sakari Oramo
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (03.12.2020, 18:32):
Jean-Baptiste Lully:
Te Deum Miserere Plaude laetare Gallia
Le Concert Spirituel, Hervé Niquet
Gruß Amonasro
Philidor (03.12.2020, 19:09): Rossini, inszeniert als gesungener Film noir. (Das Cover ist irreführend.)
Gioachino Rossini: La donna del lago
Elena – June Anderson Malcolm Groeme – Martine Dupuy Giacomo V/Uberto – Rockwell Blake Duglas d’Angus – Giorgio Surjan Rodrigo di Dhu – Chris Merritt Serano – Ernesto Gavazzi Albina – Marilena Laurenza, Anna Zoroberto Bertram – Ferrero Poggi
Orchestra e Coro del Teatro della Scala, Milano
Riccardo Muti
Inszenierung: Werner Herzog
Gruß Philidor
:hello
Philidor (03.12.2020, 19:43): Hinterher Sibelius vom Feinsten.
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105
Bournemouth Symphony Orchestra Paavo Berglund
Die in diesem Aufnahmezyklus oft ziemlich gefühlige Wiedergabe dieser Werke, die Sibelius selbst in der Richtung von "kaltem, klarem Quellwasser" einordnete, überzeugt mich nicht immer. Aber die Siebte finde ich in dieser Aufnahme hinreißend stringent dargelegt.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (03.12.2020, 20:32): Michel Huygen - Neo - London Symphony Orchestra
Imaginäre Musik für imaginäre Filme. "Psychotronic" (Michel Huygen über sich und seine Musik).
Marcie (03.12.2020, 22:44):
tapeesa (03.12.2020, 23:06): 1 - 7 Franz Anton Hoffmeister - Duos für Violine und Cello, op. 6, Nr. 1 - 3 8 - 15 Ludwig van Beethoven - Duos für Klarinette und Fagott, WoO 27, Nr. 1 - 3 (Arr. Friedrich Hermann)
John Mills, Violine Bozidar Vukotic, Cello
Die Zuschreibung der Duos (WoO 27, 1 - 3) zu Beethoven ist umstritten, wenn doch Beethoven sind Anlass und Entstehungszeit unklar. Lese ich gerade parallel zumindest. Werde schauen, ob im Forum dazu etwas zu finden ist.
Marcie (04.12.2020, 13:18):
Philidor (04.12.2020, 17:24): Mannmannmann, vor dem ersten Akt des "Tell" (Florez/Mariotti/Vick) glühte ich hiermit vor:
Hector Berlioz: Symphonie fantastique op. 14
New York Philharmonic Leonard Bernstein
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (04.12.2020, 22:09): Auch bei mir heute Abend fantastische Klänge: Hector Berlioz: Symphonie fantastique, op.14 Orchestre National de la RTF, Charles Munch Ein Cover war leider nicht zu finden. Anscheinend handelt es sich bei dieser Aufnahme um einen Radiomitschnitt von 1949, trotz Mono ist die Klangqualität gut. Die Tempi in dieser Aufnahme sind teils sehr straff, aber ich empfinde das überhaupt nicht als störend. Diese Symphonie empfand ich immer als besonders subjektiv, daher bin ich durchaus der Meinung, dass hier verschiedene Interpretationen viele Sichtweisen auf das Werk eröffnen können. Werde mal etwas forschen in der nächsten Zeit. Grüße Jan :hello
palestrina (05.12.2020, 08:56): Auch bei mir heute Abend fantastische Klänge: Hector Berlioz: Symphonie fantastique, op.14 Orchestre National de la RTF, Charles Munch Ein Cover war leider nicht zu finden. Anscheinend handelt es sich bei dieser Aufnahme um einen Radiomitschnitt von 1949, trotz Mono ist die Klangqualität gut. Die Tempi in dieser Aufnahme sind teils sehr straff, aber ich empfinde das überhaupt nicht als störend. Diese Symphonie empfand ich immer als besonders subjektiv, daher bin ich durchaus der Meinung, dass hier verschiedene Interpretationen viele Sichtweisen auf das Werk eröffnen können. Werde mal etwas forschen in der nächsten Zeit. Grüße Jan :hello Hallo Herbert äh Jan :) , das müsste diese sein!
LG palestrina
Philidor (05.12.2020, 10:10): Hier ging's spritzig in den Tag.
Antonio Vivaldi
Flötenkonzert C-Dur RV 444 Flötenkonzert F-Dur op. 10 Nr. 1 "La tempesta di mare" RV 433
Giovanni Antonini, Flöte und Leitung Giardino Armonico
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (05.12.2020, 11:56): Auch bei mir heute Abend fantastische Klänge: Hector Berlioz: Symphonie fantastique, op.14 Orchestre National de la RTF, Charles Munch Ein Cover war leider nicht zu finden. Anscheinend handelt es sich bei dieser Aufnahme um einen Radiomitschnitt von 1949, trotz Mono ist die Klangqualität gut. Die Tempi in dieser Aufnahme sind teils sehr straff, aber ich empfinde das überhaupt nicht als störend. Diese Symphonie empfand ich immer als besonders subjektiv, daher bin ich durchaus der Meinung, dass hier verschiedene Interpretationen viele Sichtweisen auf das Werk eröffnen können. Werde mal etwas forschen in der nächsten Zeit. Grüße Jan :hello Hallo Herbert äh Jan :) , das müsste diese sein!
LG palestrina Lieber palestrina, Genau das ist sie :) . Vielen Dank, ich hatte erst kein Cover gefunden. Grüße Jan :hello
tapeesa (05.12.2020, 14:56): Great Conductors of the 20th Century: Rafael Kubelik mit Werken von Dvořák, Martinů, Berlioz, Felix Mendelssohn, Hindemith, R. Schumann, Schubert, Mahler, Janáček
Meine Güte, ist das großartig gesungen … ich wüsste auf Anhieb keine DVD oder Blu-ray mit diesem gesanglichen Niveau … insbesondere die Duette und Terzette fand ich schlichtweg hinreißend. Flórez in Topform. Nicht geringen Anteil daran hat (vermutlich) Michele Mariotti (nie gehört, Schande über mich …), der auch ansonsten das Geschehen packend vorantreibt und dafür sorgt, dass die gut vier Stunden wie im Flug vorübergehen.
Warum die Klangtechnik das Solocello eingangs der Ouvertüre und beim Bogenschuss derart direkt wiedergibt – keine Ahnung. Aber es stört den Gesamteindruck nur marginal.
Die Inszenierung – ok. Etwas kahl. Aber wenn so fantastisch gesungen wird, können die das meinetwegen auch konzertant geben. Fürs Auge gibt’s ja noch Michielettos Inszenierung am ROH, Covent Garden.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (05.12.2020, 17:37): Jetzt, da es früher dunkler wird, kommen die warmen Farben und süffigen Klänge gut.
Sergej Rachmaninoff: Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27
London Symphony Orchestra André Previn
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (05.12.2020, 17:49):
Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: I due Foscari
Francesco Foscari - Piero Cappuccilli Jacopo Foscari - José Carreras Lucrezia Contarini - Katia Ricciarelli Jacopo Loredano - Samuel Ramey Barbarigo - Vincenzo Bello Pisana - Elizabeth Connell Servo - Franz Handlos Fante - Mieczyslaw Antoniak
ORF Symphony Orchestra and Chorus, Lamberto Gardelli
Gruß Amonasro
Philidor (05.12.2020, 19:17): Männerchorgesang vom Allerfeinsten.
The Singing Apes of Khao Yai
Werke von Jan Sandström, Gustav Holst, Hugo Distler, Peter Cornelius, Franz Schubert, Arnold Schönberg und anderen
Orphei Drängar Robert Sund
Orphei Drängar wurde schon als bester Männerchor der Welt bezeichnet. Ob das stimmt - keine Ahnung. Aber was die Jungs da zaubern, ist schon berückend. (Jeder Gedanke an Liedertafelei vom Männergesangverein um die Ecke wäre völlig daneben. Womit ich nichts gegen den Laienchorgesang in den dörflichen und kleinstädtischen Strukturen sagen möchte.)
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (05.12.2020, 20:54): Il était une fois... - Eine Oper, frei nach Märchenopernmotiven der Romantik
Konzertante Oper für 2 Singstimmen & Klavierquartett, zusammengestellt und transkribiert von Alexandre Dratwicki; mit Musik von Silver, Offenbach, Rile, Massenet, Viardot, Chausson, Rossini, Toulmouche, Severac, Schmitt, Serpette.
Philidor (06.12.2020, 08:04): Hier wieder Graupner.
Christoph Graupner: "Heulet, denn des Herrn Tag ist nahe" Kantate zum 2. Advent
Amaryllis Dieltiens, Lothar Blum, Stefan Geyer Ex tempore Mannheimer Hofkapelle Florian Heyerick
Gruß Philidor
:hello
Amadé (06.12.2020, 09:55):
Die Musik passt gut zum November-Wetter am heutigen Sonntag-Morgen. Baumann mit virtuoser Stopftechnik.
Gruß Amadé
Philidor (06.12.2020, 11:28): Bach hat in Weimar eine Kantate zum zweiten Advent komponiert: "Wachet! betet! betet! wachet!" BWV 70a. Leider ist sie nicht überliefert.
In Leipzig hatte er keine direkte Verwendung dafür, weil die Zeit vom zweiten bis zum vierten Advent als "tempus clausum" galt, in welcher keine Figural-Musik stattfand. Da aber der 26. Sonntag nach Trinitatis und der 2. Advent dasselbe Thema haben - die Wiederkunft Christi am Ende der Zeit -, konnte er die Musik mit ihrem Text wiederverwenden und fügte einige Sätze hinzu. So ist sie heute als BWV 70 bekannt.
Da der Text von BWV 70a erhalten ist, kann man aus BWV 70 die Weimarer Sätze hören und einen begründeten Anfangsverdacht erheben, dass dies BWV 70a sehr nahe kommt.
Johann Sebastian Bach: "Wachet! betet! betet! wachet" BWV 70 Sätze 1, 3, 5, 8, 10, 11
Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooy Bach Collegium Japan Masaaki Suzuki
Gruß Philidor
:hello
Philidor (06.12.2020, 11:51): Nun noch eine Magnifikatze von Bachs Vorgänger in Leibzsch.
Johann Kuhnau: Magnificat C-Dur
Yukari Nonoshita, Akira Tachikawa, Gerd Türk, Chiyuki Urano Bach Collegium Japan Masaaki Suzuki
Gruß Philidor
:hello
Philidor (06.12.2020, 12:51): die warmen Farben und süffigen Klänge Wie gesagt.
Nikolai RImski-Korsakoff: Scheherazade
Münchner Philharmoniker Sergiu Celibidache
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (06.12.2020, 14:44):
Karl Michael Komma (1913-2012) Klaviertrio (1998)
Trio Parnassus (CD, Dabringhaus & Grimm, 1999)
Faszinierende neue Musik, die sofort anspricht & mitnimmt. Über weite Strecken stellt sich bei mir die Wirkung ein, die Cetay im bezug auf Morton Feldman beschrieb - ich nehme Bewegungen draußen vor dem Fenster allmählich wie in Zeitlupe wahr. Speziell im fünften & letzten Satz (bezeichnender Weis mit quasi senza misura überschrieben). Über das Werk verteilt ereignen sich kurze nervöse Abschnitte, in welchen das Klavier in schnellen, kleinen Intervallen auf & aboszilliert - vielleicht eine Art Chiffre? Das Bedürfnis, wieder zu hören & weiter zu erkunden, entsteht jedenfalls unmittelbar. Komma, der von 1954-89 Musikgeschichte, Tonsatz & Komposition an der Stuttgarter Musikhochschule lehrte, war im dritten Reich mehr als nur Mitläufer & schrieb Propaganda-Musiken wie Jubelchöre & Festkantaten für öffentliche Anlässe. Umso bemerkenswerter, daß man hier einen waschechten Neutöner erlebt. Sicher, es liegt fast ein Menschenleben zwischen damals & 1998. Doch auch in jungen Jahren war Komma bspw. bereits in Donaueschingen aktiv. Aber ja - es gibt wohl viele solcher Beispiele des Spagats zwischen Anpassung bis zur Anbiederung einerseits & Avantgarde andererseits. Das Trio Parnassus adelt diese Musik durch seine Extraklasse. Herrlich allein schon der plastische, charaktervolle Ton von Michael Groß' Cello!
Philidor (06.12.2020, 16:32): die warmen Farben und süffigen Klänge .. obendrein klanglich luxuriös, vom Ansatz großzügig und schwelgerisch ... genau das richtige Rach 3 im Advent. So kann man die Vorweihnachtszeit auch unter Corona-Bedingungen bestens aushalten.
Und zum "Tatort" nachher wird Glühwein aufgesetzt. Selbst ausgesuchter Wein, keine Billig-Plörre aus Südosteuropa, Gewürze und Zucker (nicht zu viel) selbst dosiert - kriegste so nicht aufm Weihnachtsmaaakt.
Sergej Rachmaninoff: Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30
Vladimir Ashkenazy, Klavier Concertgebouw Orchestra Bernard Haitink
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (06.12.2020, 16:44): ... & Rach ist ja ebenfalls so eine Art akustischer Glühwein.
Wo ist denn Billig-Plörre aus Südost drin? Es gibt übrigens sehr gute Weine vom West-, vor allem aber vom Ost-Balkan. Wir machen das regelmäßig mit den Nachbarn im Garten: offenes Feuer & Glühwein im Topf auf der Camping-Herdplatte - hier sind derzeit noch Treffen von max. 10 Personen aus 3 Haushalten erlaubt. Der letzte Winzer-Glühwein, vom Kaiserstuhl & aus der Ortenau, ist nur leider aufgebraucht. & wann wir mal wieder über die Grenze dürfen... wer weiß?
Philidor (06.12.2020, 17:34): Wo ist denn Billig-Plörre aus Südost drin? Also, bei manchem Glühwein, den ich auf Weihnachtsmärkten trank, will ich gar nicht so genau wissen, woher der kam ... Flaschen habe ich in den Ständen jedenfalls nicht gesehen ... Es gibt übrigens sehr gute Weine vom West-, vor allem aber vom Ost-Balkan. Das ist völlig unbestritten. - Das Amselfeld hat leider stark unter dem Jugoslawien-Krieg gelitten.Doch Ungarn scheint gerade Furore zu machen, dito Slowenien, bei den anderen weiß ich es leider nicht. Und Tokajer ist ja ein geradezu legendärer Wein! ... & Rach ist ja ebenfalls so eine Art akustischer Glühwein. So ist es! ^^ wann wir mal wieder über die Grenze dürfen... wer weiß? Tja ... ich rechne mit noch etlichen Monaten bis zu einer vor-Corona-Normalität und stelle mich darauf ein.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (06.12.2020, 19:25): Wirklich gute Leute können einfach alles.
Gioachino Rossini: La donna del lago
Elena - Katia Ricciarelli Malcolm - Lucia Valentini-Terrani Giacomo V - Dalmacio Gonzalez Rodrigo di Dhu - Dano Raffanti Duglas d’Angus - Samuel Ramey Bertram - Antonio d'Uva Albina - Cecilia Vadenassi Serano - Oslavio di Credico
The Chamber Orchestra of Europe Coro Filarmonico di Praha
Maurizio Pollini
Toll gesungen - und dirigiert! Bin nun etwas glücklicher mit dieser Oper als nach der DVD mit Muti.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (06.12.2020, 21:23): Heitor Villa-Lobos Bachianas brasileiras (Auszüge), Präludien für Gitarre, Phantasie für Saxophon, Chôros Nos.1 & 5, Guia Prático, 12 Estudos für Gitarre, Floresta do Amazonas
Victoria de los Angeles, Sopran Enrique Bátiz
Amonasro (06.12.2020, 23:20): Toll gesungen - und dirigiert! Bin nun etwas glücklicher mit dieser Oper als nach der DVD mit Muti. La donna del lago ist sogar meine liebste Rossini-Oper. Von den mir bekannten Aufnahmen gefällt mir Muti am wenigsten, allerdings kenne ich nur die CD-Version (wahrscheinlich identisch mit der DVD, da selbe Besetzung). Die Pollini-Aufnahme hat mit Valentini-Terrani den besten Malcolm, ansonsten ist die vitalere Zedda-Aufnahme mein Favorit. Die Opera-Rara-Aufnahme unter Benini ist die vollständigste, leidet aber unter der blutarmen Gestaltung der beiden weiblichen Hauptrollen. Die Met-Aufführung unter Mariotti ist mit DiDonato & Flórez gesanglich vom feinsten, aber die Inszenierung changiert zwischen Langeweile und unfreiwilliger Komik.
Heute einmal Mozart:
Wolfgang Amadé Mozart/Johann Gottlieb Stephanie: Die Entführung aus dem Serail
Konstanze - Yvonne Kenny Blonde - Lillian Watson Belmonte - Peter Schreier Pedrillo - Wilfried Gahmlich Osmin - Matti Salminen Selim - Wolfgang Reichmann
Chorsolisten, Chor und Mozart-Orchester des Opernhauses Zürich, Nikolaus Harnoncourt
Gruß Amonasro
Philidor (07.12.2020, 07:32): La donna del lago ist sogar meine liebste Rossini-Oper. Oh! Dann muss es darin Dinge geben, die sich mir noch nicht erschlossen haben ...
Hier Adventsbach aus Weimarer Zeit in historischer ;) Aufführungspraxis:
Johann Sebastian Bach: Nun komm, der Heiden Heiland BWV 61
Edith Mathis, Peter Schreier, Dietrich Fischer-Dieskau Münchener Bach-Chor Münchener Bach-Orchester Karl Richter
Gruß Philidor
:hello
palestrina (07.12.2020, 09:38):
ist die vitalere Zedda-Aufnahme mein Favorit
:leb Dem ist nicht's weiter hinzuzufügen, doch, ich war dabei :hello !
LG palestrina
Philidor (07.12.2020, 09:59): Dem ist nicht's weiter hinzuzufügen, doch, ich war dabei Du Glücklicher! Na, die liegt schon neben dem Player und wird wohl in der nächsten Woche meine Ohren erfreuen. Wobei der Schwerpunkt bis Weihnachten dann aber eher auf den letzten vier Verdi-Opern liegen soll ... vielleicht noch "Boccanegra".
Hier Phimanuel Bach:
Carl Philipp Emanuel Bach: Magnificat Wq 215
Elizabeth Watts, Wiebke Lehmkuhl, Lothar Odinius, Markus Eiche
Symphonische Improvisationen Jörg Abbing (Th.-Kuhn-Orgel, Stiftskirche St. Arnual, Saarbrücken) Symphonie über gregorianische Themen Vier Meditationen über Worte des Johannesevangeliums + Matthias Girbig (Sprecher) Poème Symphonique "A la mémoire d' Olivier Messiaen
Amonasro (07.12.2020, 16:00):
Giuseppe Verdi/Andrea Maffei: I masnadieri
Massimiliano - Ruggero Raimondi Carlo - Carlo Bergonzi Francesco - Piero Cappucilli Amalia - Montserrat Caballé Arminio - John Sandor Moser - Maurizio Mazzieri Rolla - William Elvin
Ambrosian Singers New Philharmonia Orchestra, Lamberto Gardelli
Verdis Räuber-Oper ist weniger spannend als der kurz zuvor entstandene Macbeth. Durch die relativ lose Aneinanderreihung von virtuosen Arien und der eindimensionalen Charakterisierung der Figuren ist das Stück sehr undramatisch. Im 1. Bild des 4. Akts (Francescos Traumerzählung und Duett mit Moser) nimmt das Ganze dann an Fahrt auf und zumindest Francesco erhält ein schärferes Profil, der 4. Akt gefällt mir daher am besten. Die Aufnahme ist exzellent, lediglich Raimondi klingt für den zerbrechlichen Vater etwas zu jung.
Gruß Amonasro
Philidor (07.12.2020, 19:06): Hier wieder der Finne.
Jean Sibelius: SInfonie Nr. 7 C-Dur op. 105
Helsinki Philharmonic Orchestra Leif Segerstam
Die dunkle Glut, die Segerstam mit dem Helsinki Philharmonic entfacht, finde ich sehr beeindruckend.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (07.12.2020, 22:17): Hier Beethoven:
Ludwig van Beethoven: Klaviersonaten nr. 4,5 und 6 Friedrich Gulda, Klavier :down . Ich werde mir in den nächsten Tagen wieder mehr Zeit zum Hören nehmen und bestimmt auch für mich neues erschließen. Zeit ist im Moment genug. Grüße Jan :hello
tapeesa (07.12.2020, 23:01): Domenico Scarlatti - Keyboard Sonata in D Minor, K.213/L.108/P.288 (arr. L. Raus für Gitarre) Pablo Garibay
aus ... un flot antique de lumière .... : Debussy - Syrinx und Beau soir (letzteres in Bearbeitung für Flöte und Klavier) Gionata Sgambaro und Frédéric Vaysse-Knitter
Philidor (08.12.2020, 08:00): Aus Leibzsch. Wenn das nix is!
Johann Sebastian Bach: "Nun komm, der Heiden Heiland" BWV 61
Arleen Augér, Peter Schreier, Siegfried Lorenz
Thomanerchor Leipzig Neues Bachisches Collegium Musicum
Hans-Joachim Rotzsch
Gruß Philidor
:hello
Philidor (08.12.2020, 17:10): Hab mir noch schnell was intubiniert ...
Eduard Tubin: Sinfonie Nr. 5 h-Moll
Bamberger Symphoniker Neeme Järvi
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (08.12.2020, 17:10): Olivier Messiaen - Quatuor pour la fin du temps Amici Ensemble
Richard Strauss - Salome
Du bist verflucht - Jessye Norman Sächsische Staatskapelle Dresden, Seiji Ozawa
Still, sprich nicht zu mir! Birgit Nilsson, Grace Hoffman, Gerhard Stolze Wiener Philharmoniker, Georg Solti
Philidor (08.12.2020, 19:05): Gestern und heute gesehen und gehört – die erste „moderne“ Oper. Mit dem Prototyp aller Liebesduette …
Claudio Monteverdi: L’incoronazione di Poppea
La Fortuna – Renate Lenhart La Virtù – Helrun Gardow Amore – Klaus Brettschneider Poppea – Rachel Yakar Ottavia – Trudeliese Schmidt Nerone – Eric Tappy Ottone – Paul Esswood Seneca – Matti Salminen Drusilla – Janet Perry Arnalta – Alexander Oliver Nutrice – Maria Minetto Lucano – Philippe Huttenlocher Valletto – Peter Keller Damigella – Suzanne Calabro Liberto – Rudolf A. Hartmann Due soldati – Peter Straka, Fritz Peter Famigliari di Seneca – Francisco Araiza, Werner Gröschel, Peter Keller
Das Monteverdi-Ensemble des Opernhauses Zürich
Nikolaus Harnoncourt
Inszenierung: Jean-Pierre Ponnelle
Gruß Philidor
:hello
Philidor (08.12.2020, 19:52): Nun noch russische Seelenmusik.
Alexander Skriabin: Klavierkonzert fis-Moll op. 20
Yevgeny Sudbin Bergen Philharmonic Orchestra Andrew Litton
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (08.12.2020, 22:01):
Heitor Villa-Lobos: Streichquartette Nr. 4, 9 & 11
Cuarteto Latinoamericano
Gruß Amonasro
Sfantu (09.12.2020, 00:43):
Franz Joseph Clement Konzerte für Violine & Orchester Nr. 1 D-dur & Nr. 2 D-dur / d-moll
Diese CD wird, was das 2. Konzert betrifft, sicher noch durch Toni näher erörtert werden.
Das Schlußrondo des ersten Konzerts avancierte in den letzten Wochen fast schon zu einem Hit im hiesigen Kultur-Radio. Meine ersten Höreindrücke - beide Konzerte liefen nun jeweils zum 2. Mal durch - lassen mich halb perplex & halb beglückt zurück. Der Autor des Booklet-Texts schreibt, daß Beethovens Konzert Clements erstem Konzert weniger schuldet als Clements 2. Konzert Beethovens Einzigem. Dennoch rückt diese CD den Glorienschein LvBs in ein anderes, ein klareres Licht (um nicht zu sagen: es verschiebt die unverrückbar geglaubten Koordinaten). Im langsamen Satz von Nr. 1 werden spätere, teils wortwörtliche Anleihen Beethovens offenbar. In Konzert Nr. 2 verfährt Clement mit neuer Selbstverständlichkeit im Windschatten Beethovens: der stattliche 20 '16 Minuten einnehmende Kopfsatz verdeutlicht die Aufwertung des Solokonzerts allgemein, die beginnend romantische Tonsprache kündet von profunder Tiefe. Frau Contzen brilliert mit schlankem Ton, dabei zu jeder Zeit intonationsrein. Das Orchester liefert mehr als gediegene Begleitung, es wehen allerorten Esprit & dramatischer Schwung, die Aufnahmequalität ist klar & griffig.
off topic: Der Foto-Schnappschuß von Reinhard Goebel: man könnte ihm ausgesprochene Uneitelkeit zugute halten. Karajan hätte solch einen unvorteilhaften Fauxpas niemals veröffentlichen lassen. Goebel schaut aus, als sei er wegen idiopathischer Verwirrtheitszustände im betreuten Wohnen gelandet.
Eine der bedeutenderen Neuerscheinungen der letzten Zeit. & um Nichts weniger: ein Hochgenuss!
Maurice inaktiv (09.12.2020, 02:32): Franz Joseph Clement Konzerte für Violine & Orchester Nr. 1 D-dur & Nr. 2 D-dur / d-moll
Mirijam Contzen, WDR Sinfonieorchester Köln - Reinhard Goebel (CD, Sony, 2020) Vielleicht dazu noch ein paar Worte. Es gibt eine ganze Reihe von Einspielungen seltener Werke von Zeitgenossen Ludwig van Beethovens, die Reinhard Goebel mit diversen Rundfunk-Orchestern gemacht hat. Etwa mit jenen aus Frankfurt und Saarbrücken. Dabei kommen viele Werke als Weltpremieren auf den Markt.
Sie sind vor allem auch bezahlbar, dazu lesen sich die Kritiken auch sehr gut. Dazu kommen exzellente Interpreten. Mal schauen, ob da noch mehr kommt kommendes Jahr.
Sfantu (09.12.2020, 09:07): Was ich gerade nicht wiederfinden kann: Ich denke, es war Cetay, der die 2007er Ersteinspielung des 1. Clement-Konzertes mit Rachel Barton Pine, dem Royal Philharmonic & José Serebrier seinerzeit besprochen hat. Ein Vergleich mit Mirijam Contzens Version wäre (bei Gelegenheit) reizvoll.
Cetay (inaktiv) (09.12.2020, 09:54): Was ich gerade nicht wiederfinden kann: Ich denke, es war Cetay, der die 2007er Ersteinspielung des 1. Clement-Konzertes mit Rachel Barton Pine, dem Royal Philharmonic & José Serebrier seinerzeit besprochen hat. Ein Vergleich mit Mirijam Contzens Version wäre (bei Gelegenheit) reizvoll. Besprochen ist übertrieben. Ich habe lediglich dezent auf Beethovens Schulden hingewiesen und es dann weniger dezent bekräftigt. 8)
Hier:
César Franck; Sinfonie d-Moll, FWV 48 Wiener Philharmoniker, Carlo Maria Giulini
Wie alles, das ich bislang vom späten Giulini (bei SONY) gehört habe, perfekt für mein Herz und Hirn.
tapeesa (09.12.2020, 10:15): Mit dem Prototyp aller Liebesduette … Ja.
Habe im Forum nach Empfehlungen, Eindrücken, Tipps zum Werk und speziell zu "Pur ti miro" geschaut (zumindest auf Seite 1 der Suchanzeige, aber wenig Ausführlicheres gefunden) und aber Amonasro - du hast geschrieben, das Schlussduett ist evtl. gar nicht von Monteverdi? ______
Heitor Villa-Lobos - próle do bébé - Nos. 1 - 2 José Echániz
Cetay (inaktiv) (09.12.2020, 13:50):
Mauricio Kagel; Chorbuch / Les Inventions d' Adolphe Sax Cor de Jong (Harmonium), Sepp Grotenhuis (Klavier), Raschèr Saxophone Quartet, Nederlands Kamerkoor, Klaas Stok
Philidor (09.12.2020, 17:23): Ich blieb bei den Nordlichtern.
Uuno Klami: Kalevala-Suite op. 23
Iceland Symphony Orchestra Petri Sakari
Gruß Philidor
:hello
Andréjo (09.12.2020, 19:21): Der heißt tatsächlich fast genauso, werter Philidor - nämlich Uuno - also typisch finnischer Doppelvokal.
Ich kenne nur die folgende Scheibe und werde mich von Dir anregen lassen:
:hello Wolfgang
Philidor (09.12.2020, 19:26): Der heißt tatsächlich fast genauso, werter Philidor - nämlich Uuno - also typisch finnischer Doppelvokal. Tatsächlich ... danke ... gut, dass der Gioachino in dieser Hinsicht toleranter war ... ;)
Hier läuft der zweite Aufzug des Figaro (Pappano/McVicar). Herrlich. Almaviva kam gerade mit der Axt ins gräfliche Schlafzimmer ... Bis jetzt eine Liga mit Gardiner. - Morgen dann der Rest.
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (09.12.2020, 20:04): Habe im Forum nach Empfehlungen, Eindrücken, Tipps zum Werk und speziell zu "Pur ti miro" geschaut (zumindest auf Seite 1 der Suchanzeige, aber wenig Ausführlicheres gefunden) und aber Amonasro - du hast geschrieben, das Schlussduett ist evtl. gar nicht von Monteverdi? Ich habe mich nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt, wenn also jemand andere Informationen hat, das Folgende bitte korrigieren:
In den zeitgenössischen Libretto-Ausgaben fehlt das Duett. Der Text des Duetts stammt zudem nicht vom Librettisten Busenello, sondern aus einer älteren Oper Il pastor regio (1640) des Komponisten Benedetto Ferrari, der auch sein eigener Texdichter war. Die Musik dieser Oper ist allerdings nicht erhalten. Die verbreitete Annahme scheint zu sein, dass das Duett aus Ferraris Oper bei einer späteren Aufführung an Monteverdis Poppea angehängt wurde. Zudem scheint auch Monteverdis Urheberschaft für andere Teile der Oper in Frage zu stehen. Im Booklet von William Christies Einspielung aus Salzburg heißt es zum Beispiel:
1905. Der Komponist Vincent d’Indy lässt an der Pariser Schola Cantorum L’incoronazione di Poppea in einer konzertanten Aufführung wiederaufleben (acht Jahre später erfolgt eine szenische Version am Théâtre des Arts). Seither toben hitzige Diskussionen über die Authentizität der musikalischen Quellen und die Urheberschaft des Werks. Zwei Manuskripte sind erhalten, die jedoch teilweise voneinander abweichen: Das eine wird in der Biblioteca Marciana in Venedig aufbewahrt, das andere in der Bibliothek des Konservatoriums San Pietro a Majella in Neapel. Inzwischen ist unbestritten, dass diese beiden Abschriften nach Monteverdis Tod erstellt wurden (möglicherweise für die Aufführungen von 1646 und 1651), wobei als Grundlage dieselbe Quelle diente, die jedoch verschollen bleibt. Diese späten Kopien lassen die Eingriffe verschiedener zeitgenössischer Komponisten erkennen: Diejenigen von Francesco Cavalli, Benedetto Ferrari, Francesco Sacrati und Filiberto Laurenzi gelten als gesichert. Es bleibt eine Frage offen: Hat sich Monteverdi im Interesse einer effizienten und raschen Arbeit schon ab der Konzeption seiner Oper von Mitarbeitern umgeben (wie ein Maler in seiner Werkstatt, oder wie Lully später bei seinen Tragédies en Musique verfuhr), oder sind diese Anleihen apokryph? Darauf gibt es nach wie vor keine Antwort.
Heute wieder Verdi und Gardelli:
Giuseppe Verdi/Temistocle Solera/Francesco Maria Piave: Attila
Ambrosian Singers Royal Philharmonic Orchestra, Lamberto Gardelli
Gruß Amonasro
Philidor (10.12.2020, 08:27): Nun nochmals Bachs Weimarer Adventskantate.
Johann Sebastian Bach: "Nun komm, der Heiden Heiland" BWV 61
Sibylla Rubens, Sarah Connolly, Christoph Prégardien, Peter Kooy Collegium Vocale Gent (Chor 4/4/4/5, Streicher 4/4/3/2/1) Philippe Herreweghe
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (10.12.2020, 13:40): In den zeitgenössischen Libretto-Ausgaben fehlt das Duett. Der Text des Duetts stammt zudem nicht vom Librettisten Busenello, sondern aus einer älteren Oper Il pastor regio (1640) des Komponisten Benedetto Ferrari, der auch sein eigener Texdichter war. Die Musik dieser Oper ist allerdings nicht erhalten. Die verbreitete Annahme scheint zu sein, dass das Duett aus Ferraris Oper bei einer späteren Aufführung an Monteverdis Poppea angehängt wurde. Zudem scheint auch Monteverdis Urheberschaft für andere Teile der Oper in Frage zu stehen. Im Booklet von William Christies Einspielung aus Salzburg heißt es zum Beispiel: Danke! Auch für das Zitat. Bin froh dein Post von damals entdeckt zu haben - ich wäre gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass sich das hier so "vielfältig" verhält. ________
Arnold Schoenberg Chor, Erwin Ortner The Chamber Orchestra Of Europe, Claudio Abbado
Philidor (10.12.2020, 14:09): In der Weihnachtsbaxerei ...
Arnold Bax: Symphony No. 1
BBC Philharmonic Vernon Handley
Gruß Philidor
:hello
Philidor (10.12.2020, 16:35): Hier nun Monteverdi-Nachklänge einschließlich "Pur ti miro" zwischen E und U.
Teatro d'amore Kompositionen von Claudio Monteverdi und Bearbeitungen seiner Werke
Nura Rial, Sopran Philippe Jaroussky, Countertenor Cyril Auvity, Jan van Elsacker, Tenor
L'Arpeggiata
Christina Pluhar
Gruß Philidor
:hello
Philidor (10.12.2020, 17:38): Hinterher etwas Zuspätromantik, bevor es mit dem Figaro weitergeht.
Nikolai Medtner: Klavierkonzert Nr. 1 c-Moll op. 33
Geoffrey Tozer, Klavier London Philharmonic Orchestra Neeme Järvi
Gruß Philidor
:hello
Philidor (10.12.2020, 19:40): Gestern und heute diese großartige Aufnahme.
Wolfgang Amadé Mozart: Le nozze di Figaro KV 492
Figaro – Erwin Schrott Susanna – Miah Persson Bartolo – Jonathan Veira Marcellina – Graciela Araya Cherubino – Rinat Shaham Il conte d’Almaviva – Gerald Finley La contessa d’Almaviva – Dorothea Röschmann Don Basilio – Philip Langridge Antonio – Jeremy White Don Curzio – Francis Egerton Barbarina – Ana James
Chorus and Orchestra of the Royal Opera House
Antonio Pappano
Inszenierung: David McVicar
',none,250]
Was soll ich sagen – sängerisch und darstellerisch sehr gut bis ausgezeichnet, tolle Inszenierung. Sogar das heikle Finale des vierten Aktes fand ich hier vollständig überzeugend. Bin ganz hingerissen … für mich bleiben beim „Figaro“ Gardiners DVD oder diese Blu-ray.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (10.12.2020, 22:32): Bei mir heute Abend ebenfalls der Salzburger Meister:
Wolfgang Amadeus Mozart: Klaviersonate Nr. 10 in C-Dur, KV 330 Klaviersonate Nr. 11 in A-Dur, KV 331 Daniel Barenboim, Klavier Ja, ich weiß sehr wohl, dass Herr Barenboim hier keinen guten Ruf hat ;) . Dennoch muss ich gestehen, dass er für Mozart schon ein Händchen hat. Die Zehnte gehört zu meinen Lieblingsstücken Mozarts, den ich ohnehin sehr mag. Der erste Satz klingt bei Barenboim wunderbar leicht und heiter, dennoch schafft er es in meinen Augen, die emotionalen Unterschiede in den verschiedenen Sätzen hervorragend herauszuheben. Vielleicht morgen mal Vergleich auf YT mit Arrau und Gieseking. Grüße Jan :hello
Amonasro (10.12.2020, 23:21):
Gioachino Rossini/Felice Romani: Aureliano in Palmira
Aureliano - Michael Spyres Zenobia - Jessica Pratt Arsace - Lena Belkina Publia - Raffaella Lupinacci Oraspe - Dempsey Rivera Licinio - Sergio Vitale Gran sacerdote - Dimitri Pkhaladze Un pastore - Raffaele Costantini Fortepiano (Continuo) - Lucy Tucker Yates Cello (Continuo) - David Ethève
Coro del Teatro Comunale di Bologna Orchestra Sinfonica G. Rossini, Will Crutchfield Regie: Mario Martone
Aureliano in Palmira ist ein sehr lyrisches Werk mit relativ vielen Duetten (allein drei Liebesduette). Die Rolle des Arsace ist die einzige, die Rossini für einen Kastraten geschrieben hat. Trotz eher konservativem Zuschnitt enthält das Werk viele schöne Momente, z. B. einen pastoralen Freiheitschor mit elegischem Violinsolo. Mehrere Stücke dieses strengen Römerdramas hat Rossini später im Barbier von Sevilla wiederverwendet: die Ouvertüre, das Isis-Gebet in der Introduktion (als Almavivas Ecco, ridente in cielo) und Arsaces Rondò Non lasciarmi in tal momento (als Rosinas Io sono docile). Dabei passt die Ouvertüre zum Aureliano besser, enthält sie doch musikalisches Material aus dem Finale I und der Schäferszene. Die Aufführung aus Pesaro ist sängerisch sehr befriedigend. Die Inszenierung ist einfach gehalten; eine Besonderheit ist die auf der Bühne befindliche und in die Inszenierung integrierte Continuo-Gruppe.
Gruß Amonasro
Sfantu (10.12.2020, 23:31): @Amonasro, schön, daß Du die Ouvertüre erwähnst. Korrigiere mich nötigenfalls bitte: zum Barbiere existiert keine eigene Ouvertüre. Es findet entweder die des Aureliano oder die der Elisabetta Verwendung, welche nahezu identisch sind? Wobei dies die Vermutung nahelegt, daß eine der beiden die ursprüngliche Version, die andere folglich die erste Wiederverwertung ist & im Falle des Barbiere wir es bereits mit dem zweiten Recycling zu tun haben. Korrekt?
Gruß, Sfantu
Amonasro (11.12.2020, 01:20): Die erste Verwendung dürfte in Aureliano (1813) sein. Die Elisabetta wurde erst 1815 uraufgeführt. Beide Versionen unterscheiden sich leicht in der Instrumentierung (für Elisabetta 4 statt 2 Hörner). Welche der beiden für den Barbiere verwendet wird, weiß ich leider nicht. Teilweise wird die Ouvertüre auch mit der noch früheren Oper L'equivoco stravagante (1811) in Verbindung gebracht, da sie in einem Klavierauszug dieser Oper von 1851 erscheint. Hier handelt es sich aber wahrscheinlich um eine Hinzufügung des Herausgebers. Die Ouvertüre dürfte daher ursprünglich für Aureliano komponiert worden sein, was plausibel klingt, da in diesem Fall Musik aus der Ouvertüre auch im Verlauf der Oper wieder auftaucht.
Gruß Amonasro :hello
Cetay (inaktiv) (11.12.2020, 05:46):
Ludwig van Beethoven; Violinkonzert D-Dur, op. 61 Salvatore Accardo, Orchestra Filarmonica della Scala, Carlo Maria Giulini
Philidor (11.12.2020, 07:32): Hier nochmal Adventsbach ohne Chor.
Johann Sebastian Bach: "Nun komm, der Heiden Heiland" BWV 61
Gerlinde Sämann, Petra Noskaiová, Christoph Genz, Jan Van der Crabben La Petite Bande Sigiswald Kuijken
Gruß Philidor
:hello
Philidor (11.12.2020, 08:34): Und noch zwei Magnificatzen.
Jan Dismas Zelenka
Magnificat C-Dur ZWV 107 Magnificat D-Dur ZWV 108
Miah Persson (D-Dur), Yukari Nonoshita (C-Dur), Akira Tachikawa, Gerd Türk, Chiyuki Urano Bach Collegium Japan Masaaki Suzuki
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (11.12.2020, 08:54): @Amonasro, vielen Dank für die Details aus Deiner Rossini-Auskunftei - wen danach fragen, wenn nicht Dich?! Schon kurios, oder? Alle Welt spricht von der famosen "Barbiere"-Sinfonia. Dabei existiert, streng genommen, keine sondern der liebe Schwan entschied sich kurzerhand für eine Notlösung aus eigener Schublade.
Maurice inaktiv (11.12.2020, 12:49):
Arnold Bax: Sinfonien Nr.1 & 3 : BBC PO , Vernon Handley
Ich habe die Box bereits seit 2013 bei mir stehen und auch gehört natürlich. Damals für knapp 30 € neu ein Schnäppchen, wenn ich die Preise heute so sehe. Wobei Amazon um rund 15 Euro günstiger ist als JPC zur Zeit. Damals wurde die GE gefeiert, und sie ist immer noch unerreicht, aber das ist sicher Ansichtssache. Die Naxos-GE ist auch sehr gut geworden, Thomson ist zur Zeit wohl nur einzeln zu erwerben. Von ihm habe ich, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, aber auch Bax-Aufnahmen da, da aber keine Sinfonien.
Wir sollten glücklich sein, dass es mit drei GE auf sehr hohem Niveau eine zwar kleine, aber feine Auswahl gibt von Werken, die nicht nach Delius, Vaughan-Williams oder Sibelius klingen, sondern sehr eigenständig sind. Alleine deshalb sind sie eine Bereicherung für jeden Fan von Werken des 20.Jahrunderts, die man sich anhören kann ohne Ohrenschmerzen zu bekommen, die aber alles andere als "Einheitsbrei" sind.
tapeesa (11.12.2020, 15:22): Josef Suk - Asrael - Fairy Tale Czech Philharmonic Orchestra, Jiří Bělohlávek
Später schaue ich mir die Bax-Aufnahme, mit dem satten Tannengrün, mal an. Arnold Bax habe ich länger nicht gehört und auch noch nicht viel von ihm, aber hatte Zugang. Mal schauen, wie das heute ist.
Maurice inaktiv (11.12.2020, 15:40): Später schaue ich mir die Bax-Aufnahme, mit dem satten Tannengrün, mal an. Arnold Bax habe ich länger nicht gehört und auch noch nicht viel von ihm, aber hatte Zugang. Mal schauen, wie das heute ist. Mache das mal. Sie sind wirklich auch klanglich ein Hörerlebnis. Wenn Du es etwas günstiger haben möchtest, sind auch die Naxos-Einspielungen sehr zu empfehlen. Hier ist Naxos durchaus wieder was Gutes gelungen. Auch die ganzen Orchesterwerke NEBEN den Sinfonien sind absolut hörenswert.
Das ist einfach nur mal eine Auswahl. Bei den Naxos-Einspielungen ist es so, dass zu den Sinfonien pro CD immer auch eine Tondichtung dabei ist. Diese wurden später dann als Einzel-CD nochmals zusammengefasst, wenn ich das spontan richtig gesehen habe.
Maurice inaktiv (11.12.2020, 15:44): Josef Suk - Asrael - Fairy Tale Czech Philharmonic Orchestra, Jiří Bělohlávek Auch zwei tolle Werke, bestimmt in den besten Händen bei Jiri Belohlavek. Ich habe z.B. die Einspielungen von Pesek, Petrenko und Neumann, so weit ich es auswendig weiß. Keine davon möchte ich missen.
Amonasro (11.12.2020, 15:58): Schon kurios, oder? Alle Welt spricht von der famosen "Barbiere"-Sinfonia. Dabei existiert, streng genommen, keine sondern der liebe Schwan entschied sich kurzerhand für eine Notlösung aus eigener Schublade. Ja, wobei es weniger kurios wirkt, wenn man sich vor Augen führt, dass er bei vielen Opern ähnlich vorgegangen ist. La Cenerentola, Tancredi und Otello (um nur die bekanntesten zu nennen) beginnen ebenfalls mit Ouvertüren, die ursprünglich für andere Opern geschrieben wurden.
Heute:
Georg Friedrich Händel: Music for the Royal Fireworks & Water Music
The English Baroque Soloists, Sir John Eliot Gardiner
Gruß Amonasro
Sfantu (11.12.2020, 16:15): Wenn Du es etwas günstiger haben möchtest, sind auch die Naxos-Einspielungen sehr zu empfehlen. Die Handley-Box steht bei jpc derzeit bei 54,99 €. Die Lloyd-Jones-Aufnahmen kommen mit 7 Einzel-CDs auf 69,93 €.
tapeesa (11.12.2020, 16:24): Danke für die Kosten-Infos - aber da ich Streaming für mein Hör-Verhalten äußerst praktisch finde, steht ein Kauf momentan nicht zur Debatte.
Philidor (11.12.2020, 16:48): Hier nochmals Adventsgebaxe.
Arnold Bax: Symphony No. 1
BBC Philharmonic Vernon Handley
da ich Streaming für mein Hör-Verhalten äußerst praktisch findeSo sehe ich das auch ... habe keine "Bax in a Box" im Regal (ein bisschen was auf Naxos, aber keine GA) und lasse es lieber strömen ..
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (11.12.2020, 18:29): Die Handley-Box steht bei jpc derzeit bei 54,99 €. Bei Amazon ist sie 15 Euro günstiger, um auch das mal so beiläufig zu erwähnen.
Die Lloyd-Jones-Aufnahmen kommen mit 7 Einzel-CDs auf 69,93 €. Dann würdest Du teuer einkaufen, aber jeder kann sich ja sein passendes Angebot aussuchen. Und leider gibts seltsamerweise die CDs bei Naxos nicht als Box. Doch man bekommt eben auch die Orchesterwerke dazu. Doch darum ging es mir nicht. Ich habe nur zwei Alternativen zu Thomson erwähnt. Thomson gibt es zur Zeit überhaupt nicht als Box.
Sfantu (11.12.2020, 19:04): da ich Streaming für mein Hör-Verhalten äußerst praktisch finde Ja, das war mir im Grunde auch bewußt. Du hattest Dich mal dahingehend geäußert.
Und leider gibt's seltsamerweise leider die CDs bei Naxos nicht als Box Ja, finde ich auch bedauerlich. Andererseits ist Naxos trotz Verdopplung der Preise seit Label-Start (während beinahe 35 Jahren vielleicht sogar legitim) immer noch günstig. So gesehen waren die 70 Steine für die Einzel-CDs für mich in Ordnung. Reichlich obskur: der als Sinfoniker maßlos überschätzte Malcolm Arnold wurde von Naxos mit solch einer Sinfonien-Box nobilitiert. Eine der überflüssigsten Anschaffungen meines Hörer-Lebens!
Philidor (11.12.2020, 19:21): Nun etwas von einem, der komponieren konnte:
Erich Wolfgang Korngold: Violinkonzert D-Dur op. 35
Vilde Frang, Violine Sinfonieorchester des HR James Gaffigan
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (11.12.2020, 19:49): der als Sinfoniker maßlos überschätzte Malcolm Arnold wurde von Naxos mit solch einer Sinfonien-Box nobilitiert. Eine der überflüssigsten Anschaffungen meines Hörer-Lebens! Oha. Das ist mal eine Aussage. Auch hier halte ich es ganz einfach damit: Wem es gefällt, dem sei seine Sinfonien gegönnt. Ich habe sie auch, wenn auch nicht als Box. Überflüssig halte ich sie nicht, aber es gibt halt auch noch andere Komponisten dieser Zeit, denen man größere Aufmerksamkeit widmen könnte. Mir liegen seine Werke, doch ich höre sie zu selten, als dass ich sie jetzt gut kennen würde.
Jan Van Karajan (11.12.2020, 22:32): Hier wieder die Wand mit Bruckner:
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 4 in Es-Dur "Romantische" (Edition Haas) WDR Sinfonieorchester Köln, Günter Wand Habe kürzlich einen sehenswerten Beitrag über Wand auf dem YT-Kanal des NDR-Elbphilharmonie-Orchesters gesehen. Ist nur zu empfehlen :) . Grüße Jan :hello
Maurice inaktiv (11.12.2020, 23:36): Habe kürzlich einen sehenswerten Beitrag über Wand auf dem YT-Kanal des NDR-Elbphilharmonie-Orchesters gesehen. Ist nur zu empfehlen Wenn Du hier sowas schreibst, wäre es dann sinnvoll uns auch den Link dazu mit zu liefern, danke. Es gibt nämlich eine Menge Wand auf Youtube. Danke.
Philidor (12.12.2020, 09:04): Habe kürzlich einen sehenswerten Beitrag über Wand auf dem YT-Kanal des NDR-Elbphilharmonie-Orchesters gesehen. Ist nur zu empfehlen . Danke für den Hinweis! "Über Günter Wand" (nicht "mit Günter Wand") scheint es in diesem Kanal tatsächlich nur einen Beitrag zu geben.
Hier ein frühes Beck's, äh, früher Bax am Morgen.
Arnold Bax
The Garden of Fand (1913-16) November Moods (1917)
Royal Scottish National Orchestra David Lloyd-Jones
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (12.12.2020, 10:08): Anbei nochmal der Link zum Beitrag: https://www.youtube.com/watch?v=__2i4GkSeEE Grüße Jan :hello
Jan Van Karajan (12.12.2020, 10:34): Hier mal wieder ein Versuch im Opernbereich, leider ohne Libretto:
Wolfgang Amadeus Mozart: Die Entführung aus dem Serail Edita Gruberova, Konstanze Kathleen Battle, Blonde Gösta Winbergh, Belmonte Heinz Zednik, Pedrillo Martti Talvela, Osmin Will Quadflieg, Bassa Selim Wiener Philharmoniker, Sir Georg Solti Grüße Jan :hello
Sfantu (12.12.2020, 11:14): Das Äußerste, was man erreichen kann, ist, die Musik nicht zu interpretieren sondern zu verstehen. Dieser Satz, gleich zu Beginn des Videos, markiert in seinem genauen Wortlaut einen kleinen aber feinen Unterschied zu einer Aussage Daniel Barenboims in einem Fernseh-Interview, als er beim Stichwort Interpretation dem Journalisten etwas flapsig ins Wort fiel: "Es gibt keine Interpretation!". & dann, sinngemäß, weiter: "Es darf nur der Notentext hörbar gemacht werden".
Wir vergleichen hier immer aufs Neue verschiedene Aufnahmen jeweils eines Werkes. Würden die Ausführenden nichts Anderes tun als den Notentext hörbar zu machen, würde alles gleich klingen & wir könnten uns das sparen. Ein Verweis auf die akribischen Analysen unseres Amadé in seinem Klassik-Prima spricht, denke ich, für sich. Ich behaupte, jede Ausführung, sei sie nüchtern oder emotional, ist Interpretation. Denn es sind Menschen, die sie realisieren & es sind Menschen, die sie rezipieren. Der Ton geht nunmal weiter als nur bis zum Innenohr, er löst unweigerlich Emotionen in uns aus.
Obiges Zitat verdeutlicht aber Wands Credo, ja seine ganze Wesensart, sich in den Dienst der Musik zu stellen, "ganz hinter sie zurück zu treten", wie es ihm im Verlauf eine Orchester-Musikerin attestiert.
Also - Interpretieren & Verstehen müssen keine Gegensätze darstellen. & Günter Wand ist einer solchen Verschmelzung beglückend oft nahe gekommen.
@ Jan, danke fürs Einstellen dieses schönen Beitrags!
Viele Grüße, Sfantu
Maurice inaktiv (12.12.2020, 11:47): @ Jan, danke fürs Einstellen dieses schönen Beitrags! Dem schließe ich mich sehr gerne an.
Philidor (12.12.2020, 11:51): Dieser Satz, gleich zu Beginn des Videos, markiert in seinem genauen Wortlaut einen kleinen aber feinen Unterschied zu einer Aussage Daniel Barenboims in einem Fernseh-Interview, als er beim Stichwort Interpretation dem Journalisten etwas flapsig ins Wort fiel: "Es gibt keine Interpretation!". & dann, sinngemäß, weiter: "Es darf nur der Notentext hörbar gemacht werden". Ich behaupte, jede Ausführung, sei sie nüchtern oder emotional, ist Interpretation. Eben. Es gibt keine Aufführung ohne Interpretation, sei es bewusst oder unbewusst.
Der Übergang von optisch erkennbaren Symbolen zu akustisch erkennbaren Vorgängen ist notwendigerweise eine Inter-pretation. Günter Wand ist einer solchen Verschmelzung beglückend oft nahe gekommen. ... sagen wir: Der Illusion einer Verschmelzung ... ;)
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (12.12.2020, 12:53):
Arnold Bax: Sinfonie Nr.2 & November Moods
Royal Scottish National Orchestra , David Lloyd-Jones
Diese 1995 in Glasgow entstandene Einspielung wurde 1999, im Jahre ihrer Veröffentlichung, sowohl vom Fono-Forum, als auch der Zeitschrift Scala in den höchsten Tönen gelobt. Stimmungsmäßig passt sie irgendwie in diese Zeit hinein.
Bax widmete dieses Werk Serge Koussevitzky, dem damaligen Chefdirigenten des Boston Symphony Orchestras. 1926 vollendet, war es auch eben Koussewitzky, der das Werk am 13.12.1929 uraufgeführt hatte. Er leitete auch einen Tag später noch einmal sein Orchester mit diesem Werk. Erst am 20.Mai 1930 wurde das Werk in London erstmals aufgeführt, hier durch den Dirigenten Eugene Goossens. Goossens lebte zu dieser Zeit eigentlich in den USA und war Dirigent des Rochester Philharmonic Orchestras, aber als Dirigent der damaligen Moderne recht bekannt und angesehen.
Jan Van Karajan (12.12.2020, 13:29): Freut mich, dass der Beitrag zu Wand euch gefallen hat :) . Das Buch wird definitiv auch auf meine Liste gesetzt :thumbsup: . Im Übrigen bin auch ich der Meinung, dass jede Aufführung eines Werks eine Interpretation ist. Viele Dirigenten, Pianisten usw berufen sich immer wieder auf das Prinzip der Werktreue. Doch dieser Begriff kann meiner Ansicht nach gar nicht definiert werden. Selbst wenn die Partitur und alles mögliche andere strikt befolgt wird: Den genauen Gedankengang des Komponisten werden wir alle in den meisten Fällen nie nachvollziehen können. Schlicht und einfach deshalb, weil sie nicht mehr unter uns weilen. Grüße Jan :hello
Philidor (12.12.2020, 13:32): Den genauen Gedankengang des Komponisten werden wir alle in den meisten Fällen nie nachvollziehen können. Mehr noch: Die "Werke" (sagen wir doch: Die Partituren) enthalten eventuell noch mehr Möglichkeiten, als der Komponist bedachte.
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (12.12.2020, 13:52):
Arnold Bax: Spring Fire , Symphonic Scherzo & Northern Ballad No.2 AD: Januar 1986, London
Royal Philharmonic Orchestra , Vernon Handley
"Diese äußerst wichtige Bereicherung der Bax-Diskographie erfährt eine kraftvolle, raffinierte Interpretation. Die Platte ist wärnstens zu empfehlen. Hervorragendes, volles, klares Klangbild". So schrieb die Zeitschrift "Gramophone" in ihrer Ausgabe 09/1986.
"Spring Fire" ist ein Frühwerk von Bax und quasi seine eigentliche 1.Sinfonie. Geschrieben hatte er das Werk 1913. Auf Grund des dann einsetzendes Krieges und weiterer höchst unglücklicher Umstände wurde das Werk nie zu Lebzeiten des Komponisten aufgeführt. Auch die zunächst einzige handschriftliche Aufzeichnung des Werkes wurde 1964 durch einen Brand vernichtet. Durch Zufall gab es aber eine weitere handschriftliche Partitur, so dass das Werk nicht für die Nachwelt verloren gegangen war, wie irrtümlich angenommen.
Das "Symphonic Scherzo" ist wohl aus der "Klaviersonate in F" entstanden, die selbst offenbar verloren gegangen ist. Das Werk wurde 1913 geschrieben, 1917 orchestriert und 1919 in London uraufgeführt, so das Booklet.
Die "Northern Ballad No.2" ist schwer nachzuverfolgen, denn man weiß nur von zwei Tonskizzen, die wohl 1926 datiert wurden, die Partitur wurde aber erst im Januar 1934 datiert. Bax stand zu diesem Zeitpunkt wohl unter dem Einfluss von Sibelius. Das Werk wurde nur einmal - 1946 - aufgeführt. Diese Einspielung soll wohl die erst fünfte Aufführung des Werkes überhaupt gewesen sein.
Maurice inaktiv (12.12.2020, 13:57): m Übrigen bin auch ich der Meinung, dass jede Aufführung eines Werks eine Interpretation ist. Viele Dirigenten, Pianisten usw berufen sich immer wieder auf das Prinzip der Werktreue. Doch dieser Begriff kann meiner Ansicht nach gar nicht definiert werden. Selbst wenn die Partitur und alles mögliche andere strikt befolgt wird: Den genauen Gedankengang des Komponisten werden wir alle in den meisten Fällen nie nachvollziehen können. Schlicht und einfach deshalb, weil sie nicht mehr unter uns weilen. So sehe ich es auch. Einen Zusatz möchte ich auch nicht dabei vergessen: Sowohl die musikalische Ausbildung und Qualifikation der Musiker und Dirigenten hat sich im Laufe der Jahrhunderte ja auch enorm verändert. Dazu die technische Weiterentwicklung der Instrumente, aber auch der zur Verfügung stehenden Klangtechnik und Säle. Das wird ganz gerne unterschätzt.
Beispiele gebe ich gerne mit dazu: Alleine durch die HIP werden heute Werke bis um die Jahrhundertwende 1899/1900 doch bei vielen Orchestern, Dirigenten und Musikern anders wahrgenommen und entsprechend auch aufgeführt. Heute klingen Mozart, Haydn, Beethoven oder Schubert "anders" als unter Karajan, Furtwängler oder Solti. In 25 Jahren werden wir den heutigen Standard als "altmodisch" ansehen, eine völlig normale Entwicklung in der Musik.
Jan Van Karajan (12.12.2020, 14:54): Hier sieht man, wie wandlungsfähig eine Kunstform im Laufe der Zeit ist. Ich gebe auch Philidor Recht, viele Möglichkeiten waren dem Komponisten wahrscheinlich gar nicht bekannt. Hier denke ich vor allem an Schubert. Der arme Hund hat die Aufführung seiner Symphonien ja niemals erlebt. Wer weiß, wie er darauf reagiert hätte. Grüße Jan :hello
Philidor (12.12.2020, 16:23): Hier gab es Weltenbrände.
Aufnahme Staatsoper Stuttgart, 3. Oktober 2002 und 12. Januar 2003
Sehr fein! Freue mich schon auf Konwitschnys "Don Carlos".
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (12.12.2020, 18:36):
Die Musik passt gut zum November-Wetter am heutigen Sonntag-Morgen. Baumann mit virtuoser Stopftechnik.
Gruß Amadé Wolfgang Amadé Mozart
Konzerte für Horn & Orchester Es-dur KV 417 & Es-dur KV 447 Hermann Baumann, Naturhorn, Concentus Musicus Wien - Nikolaus Harnoncourt (LP, Telefunken, 1974)
Auch ich bestaune immer aufs Neue (& jedesmal mit großer Hörfreude!) Hermann Baumanns Können. Der Concentus sekundiert aufmerksam & pointiert. Die Klangqualität ist tendenziell leicht "verhangen" / tiefenschwach - mein Verstärker kann sie durch entsprechende Manipulationen aber gut "ausbügeln". Baumann war möglicherweise der Erste, der diese Konzerte auf Naturhorn einspielte. Die kaum wahrnehmbaren Wackler in der Intonation (kaum wahrnehmbar, da Baumann über eine meisterliche Stopftechnik gebietet) stören nicht im Geringsten. Das charakteristisch "gebrochene" Timbre ist deutlich interessanter, ja aufregender, als das der technisch optimierten Ventilhörner.
Philidor (12.12.2020, 18:37): Und nochmal der Irland-Fan.
Arnold Bax
Tintagel (1917-19) Symphony No. 1 Es-Dur (1922)
BBC Philharmonic Vernon Handley
Gruß Philidor
:hello
Marcie (12.12.2020, 19:16): Warum nur hat Blomstedt nicht auch meine geliebte 3. eingespielt? ;( ;( ;(
Philidor (12.12.2020, 19:27): Hier Jahreszeitliches.
Peter I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13
Chicago Symphony Orchestra Claudio Abbado
Gruß Philidor
:hello
Andréjo (12.12.2020, 19:27): Blomstedt und Berwald ...
Natürlich weiß ich das auch nicht, Marcie! Aber aufgeführt mit den Bamberger Symphonikern hat er sie vor einigen Jahren. Da konnte ich dabei sein - und habe das möglicherweise hier schon einmal geschrieben.
:) Wolfgang
Marcie (12.12.2020, 19:30): Blomstedt und Berwald ...
und habe das möglicherweise hier schon einmal geschrieben. ...und ich mir hier möglicherweise schon einige Male gewünscht. :beer
Maurice inaktiv (12.12.2020, 19:47): Warum nur hat Blomstedt nicht auch meine geliebte 3. eingespielt? Vielleicht probierst Du es mal mit Salonen oder Ivor Bolton ?
Bolton kriegst Du nachgeworfen, Salonen ist erschwinglich. Bolton habe ich mir selbst gekauft mal, ich fand sie nicht übel. Salonen kenne ich nicht.
Marcie (12.12.2020, 19:53): Es ist nicht so, dass ich mit "meinen" Versionen hier von der dritten (Neeme Järvi und Thomas Dausgaard) unzufrieden wäre, ganz im Gegenteil. Beim Anhören der oben geposteten, vorzüglichen CD mit der 1 & 4 unter Blomstedt wünscht man sich schon sehr, es möge noch die dritte erklingen...
Philidor (12.12.2020, 20:07): Sixten Ehrling nicht zu vergessen.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (12.12.2020, 20:34): Jetzt läuft bei mir das 24. :
Jan Van Karajan (12.12.2020, 22:44): Auch bei mir ein Klavierkonzert:
Alexander Skrjabin: Konzert für Klavier und Orchester, op.20 Vladimir Ashkenazy, Klavier London Philharmonic Orchestra, Lorin Maazel Eine wirklich sehr gute Box! Morgen folgt dann der letzte Akt der "Entführung aus dem Serail". Grüße Jan :hello
tapeesa (13.12.2020, 00:38): Arnold Bax -
Rhapsodic Ballad (1939) Rohan de Saram, cello
Winter Legends John McCabe, piano BBC Northern Symphony Orchestra, Raymond Leppard
Maurice inaktiv (13.12.2020, 08:08):
Julius Bittner : Sinfonie Nr.1, F-Moll & "Vaterland" (Symphonische Dichtung)
Sibirisches SO, Dmitri Vasiliev
Julius Bittner (1874-1939) gehörte zu den bekanntesten und meistaufgeführten Opernkomponisten der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts der spätromantischen Tradition. Nach dem 2.Weltkrieg allerdings in Vergessenheit. Seine hier eingespielte Sinfonie wurde 1923 im Wiener Musikverein von keinem geringeren als Felix von Weingartner und den Wiener Philharmonikern uraufgeführt. Seine Opern dirigierte oftmals kein geringerer als Bruno Walter teilweise in Uraufführungen noch in der K&K-Hofoper.
Er, der zumindest kein Gegner der Nazis war, musste den 2.Weltkrieg nicht mehr mit erleben. Er verstarb am 09.Januar in seinem Geburtsort Wien. Er erhielt ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.
Seine Sinfonie hat Anklänge von Brahms, Bruckner und Franz Schmidt.
Philidor (13.12.2020, 08:32): Hier wieder Graupner.
Christoph Graupner: "Wer da glaubet, dass Jesus ist der Christ" Kantate zum 3. Advent
Elisabeth Scholl, Stefan Geyer Ex tempore Mannheimer Hofkapelle Florian Heyerick
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.12.2020, 09:24): Nun noch Adventsbach, komponiert allerdings zum ersten Advent.
Johann Sebastian Bach: "Schwingt freudig euch empor" BWV 36
Hana Blažíková, Robin Blaze, Sayoshi Mizukoshi, Peter Kooy Bach CollegiumJapan Masaaki Suzuki
Gruß Philidor
:hello
Philidor (13.12.2020, 13:07): Von Bach zu Bax.
Arnold Bax
Tintagel Symphony No. 1 in Es
Royal Scottish National Orchestra David Lloyd-Jones
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (13.12.2020, 13:58):
Ture Rangström: Sinfonien Nr. 3 & 4 aus der hervorragenden Box
Norrköping SO , Michail Jurowski
Heute die beiden letzten Sinfonien des Schweden. Seine beiden letzten Sinfonien sind nicht mehr der reinen Spätromantik zuzuordnen, meiner persönlichen Ansicht nach. Hier ging er dann doch einen kleinen Schritt weiter, da man Eingang der Moderne durch entsprechende Harmonien und teils dissonante Töne erkennen (oder erhören kann).
Philidor (13.12.2020, 16:36): Es weihnachtet sehr.
Benjamin Britten: A Ceremony of Carols
The SIxteen Sioned WIlliams, Harfe Harry Christophers
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (13.12.2020, 18:58):
Ralph Vaughan Williams
Fantasia on a theme by Thomas Tallis Philharmonia Orchstra London - Malcolm Sargent (LP, EMI, stereo, 1959)
Auf Seite 1 derselben Platte nicht gerade aufregende Enigma-Variationen. Diese Version der Tallis-Fantasia aber bleibt meine Favoritin. Introspektiv & sinnlich zugleich. Hier mit Herzblut gespielt!
Philidor (13.12.2020, 19:31): Nach dem ersten Akt von Rossinis "Guillaume Tell" in der Gardelli-Einspielung befleißigte ich mich des ersten Oratoriums eines deutschen Komponisten - was immer "deutsch" in jener Zeit geheißen haben mag.
Am dritten Advent gedenkt man in heutiger liturgischer Praxis gerne Johannes des Täufers. Nun denn, also heute ohne Strauss' Salome:
Daniel Bollius (ca. 1590-1642): Repraesentatio harmonica conceptionis et nativitatis S. Joannis Baptistae
Simone Schwark (Erzengel Gabriel) Johanna Krell (Elisabeth) Rolf Ehlers (Prophet Jesaja) Georg Poplutz (Evangelist Lukas) Markus Flaig (Priester Zacharias) Sabine Götz (Jungfrau Maria)
Johann Rosenmüller Ensemble
Arno Paduch
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (13.12.2020, 19:48): Bei mir heiterer Rossini am frühen Abend:
Gioachino Rossini: Streichersonate Nr. 1 in G-Dur Streichersonate Nr. 2 in a-moll Academy of St Martin-in-the-Fields, Neville Marriner Diese hübschen Scheiben habe ich vor ein paar Monaten nach einem Beitrag von Marcie gekauft, in dem er sie sehr gelobt hat. Und das kann ich verstehen :thumbsup: . Grüße Jan :hello
Jan Van Karajan (13.12.2020, 22:41): Nun Mozart zur Entspannung:
Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Nr. 36 in C-Dur, KV 425, "Linzer" Wiener Philharmoniker, James Levine Grüße Jan :hello
Maurice inaktiv (14.12.2020, 09:25): Hier ohne Bild:
Sir Arnold Bax : Tintagel , Northern Ballad No.2 & No.3 Sir Granville T. Bantock : Pagan Symphony
BBC Philharmonic (Orchestra) , Sir Edward Downes AD: 1982-1984
Andréjo (14.12.2020, 11:50): Bei mir heiterer Rossini am frühen Abend:
Gioachino Rossini: Streichersonate Nr. 1 in G-Dur Streichersonate Nr. 2 in a-moll Academy of St Martin-in-the-Fields, Neville Marriner Diese hübschen Scheiben habe ich vor ein paar Monaten nach einem Beitrag von Marcie gekauft, in dem er sie sehr gelobt hat. Und das kann ich verstehen :thumbsup: . Grüße Jan :hello Das sind absolute Spitzenscheiben (- nachdem ich in einem alten Thread soeben etwas von Wurstaufschnitt gelesen habe ...). Die besitze ich noch als LPs.
Die ganze Aufnahme spricht mich an - Schwerpunkt aber: Arnold Bax - Elegiac Trio (Link führt zum Kammermusikführer der "Villa Musica", Rheinland-Pfalz)
Es ist nun auch schon wieder über vier Jahre her, als ich mir diese hervorragende Box gekauft habe. Und einmal mehr stelle ich fest, wie sehr ich solche exzellenten Dirigenten wie Belohlavek, Neumann, Kubelik oder auch Mackerras vermisse. Da können mir die ganzen Mode-Dirigenten, die heute gehypt werden, alle mal gestohlen bleiben.
Jan Van Karajan (14.12.2020, 13:20): Auch ich habe diese tolle Box. Möge der Maestro in Frieden ruhen :down Grüße Jan :hello
Maurice inaktiv (14.12.2020, 14:28):
Johannes Brahms : Sinfonie Nr.4 : Berliner Sinfonie-Orchester , Günther Herbig AD: 1978
Diese Einspielung gibt es mit diversen Covern, aber es ist immer jene aus dem Jahre 1978. Die GE (als Einzel-CDs) unter Günther Herbig kann ich jedem Freund der Brahms-Sinfonien jederzeit empfehlen. Nun, es muss nicht immer die Luxus-Ausführung herhalten, manchmal kann man auch mit der "edlen" Variante aus dem Osten Berlins bestens bedient werden.
Das Berliner Sinfonie-Orchester aus Ost-Berlin war das Gegenstück zu den Berliner Philharmonikern aus dem dem Westen der damals geteilten Stadt. Der "Platzhirsch" im Osten war hier Kurt Sanderling, einem auch international bestens bekannten Dirigenten, den ich mal als "Günter Wand des Ostens" salopp aber mit höchster Achtung bezeichnen möchte. Auch Günther Herbig gehörte nicht zu den "Pultstars", die sich noch vor dem Komponisten sahen, sondern der sich den Werken unterordnete. Ihn hat heute kaum noch jemand auf dem Radar. Ähnlich dürfte es auch Leuten wie Heinz Bongartz, Claus-Peter Flor, Herbert Kegel oder Hartmut Haenchen ergangen sein.
tapeesa (14.12.2020, 16:52): Ja, das war mir im Grunde auch bewußt. Du hattest Dich mal dahingehend geäußert. Ein größerer Faktor dürfte auch sein, dass ich immer noch so neu im Klassik-Bereich bin und oft gar nicht richtig weiß, welche CDs ich dauerhaft gerne hätte. ___________
Private Passions Arnold Bax - Sonate in Klavier für Es-Dur (1921, Frühfassung), In the Night, 4 Pieces for Piano und Legend Harriet Cohen - Russian Impressions I - IV Mark Bebbington, Klavier
The Gluepot Connection - Choral Music Ireland, Rawsthorne, Warlock, Bax, Alan Bush, Lutyens, Walton, EJ Moeran Londinium Chamber Choir, Andrew Griffiths
Philidor (14.12.2020, 18:43): Nicht schlecht ...
Richard Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30 Gustav Holst: The Planets op. 32
Boston Symphony Orchestra William Steinberg
Auf den ersten Lausch überzeugte Steinberg mich vor allem als Meister der Orchesterfarben. Schon toll, was er den Bostonern da entlockte. Aber Tempi ... "Mars" klingt vielleicht noch wuchtiger und drohender, wenn er einen Tick langsamer daherkommt. Und auch der Walzer im "Zarathustra" (also gut, das Tanzlied ...) ... ganz schön flott. (Wobei mir das Tanzlied eigentlich zu lang ist - meine einzige Kritik am "Zarathustra".)
Ich bleibe bei den "Planets" bei Boult (kann mich nur nicht zwischen seinen drei Aufnahmen entscheiden) und Dutoit und beim Zarathustra bei Karajan 1973 und Reiner 1960.
Aber sehr hörenswert war*s schon.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (14.12.2020, 20:06): Hier viel Freude mit Klavier im Doppelpack.
Francis Poulenc: Concerto en ré mineur pour deux pianos et orchestre Darius Milhaud: Scaramouche Francis Poulenc: Sonate pour deux pianos Frédéric Chopin: Rondo für zwei Klaviere C-Dur op. 73 Wolfgang Amadé Mozart: Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur KV 365
Lyubov Bruk, Mark Taimanov, Klavier Leningrad Philharmonic Orchestra Arnold Katz (Poulenc) Lazar Gozman (Mozart)
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (14.12.2020, 20:30): Bei mir heiterer Rossini am frühen Abend:
Gioachino Rossini: Streichersonate Nr. 1 in G-Dur Streichersonate Nr. 2 in a-moll Academy of St Martin-in-the-Fields, Neville Marriner Diese hübschen Scheiben habe ich vor ein paar Monaten nach einem Beitrag von Marcie gekauft, in dem er sie sehr gelobt hat. Und das kann ich verstehen :thumbsup: . Grüße Jan :hello Das sind absolute Spitzenscheiben (- nachdem ich in einem alten Thread soeben etwas von Wurstaufschnitt gelesen habe ...). Die besitze ich noch als LPs. :) Wolfgang Das kann ich so unterschreiben. :times10
Heute ebenfalls die Planeten, in dieser Aufnahme:
Gustav Holst: The Planets
RIAS Kammerchor Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (14.12.2020, 20:39): Ich muss mich korrigieren: Ich habe versehentlich Marcie die falschen Worte in den Mund gelegt. Ich meinte tatsächlich Beiträge von Amonasro und Amadé. Ich entschuldige mich in aller Form :) . Ich habe extra nochmal nachgesehen. Grüße Jan :hello
Jan Van Karajan (14.12.2020, 22:20): Hier wird wieder dem Geburtstagskind gehuldigt:
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 in c-moll, op. 37 Friedrich Gulda Wiener Philharmoniker, Horst Stein Grüße Jan :hello
Marcie (14.12.2020, 22:24):
Nicolas_Aine (14.12.2020, 23:42):
G. Verdi: Streichquartett e - moll
Amadeus Quartet
Philidor (15.12.2020, 08:10): Hier noch einmal Bachs dritte Kantate zum ersten Advent.
Johann Sebastian Bach: "Schwingt freudig euch empor" BWV 36
Nancy Argenta, Petra Lang, Anthony Rolfe Johnson, Olaf Bär The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Für meine Begriffe ist das etwas steif im Eingangschor. Nix mit "freudig hochschwingen".
Gruß Philidor
:hello
Philidor (15.12.2020, 08:41): Nun ein wenig 16- und 12-saitiges.
Henri Dutilleux: Ainsi la nuit
Petersen Quartet
Pascal Dusapin: Trio (Musique fugitive)
Arditti Quartet
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (15.12.2020, 09:14): Arnold Bax - Kammermusik mit Harfe
Quintett für Harfe und Streicher (1919) Elegiac Trio für Flöte, Viola und Harfe Fantasy Sonata für Harfe und Viola (April 1927) Sonate für Flöte & Harfe
mobius - Kanako Ito: Violine, Philippe Honoré: Violine, Ashan Pillai: Viola, Martin Storey: Cello, Lorna McGhee: Flöte, Alison Nicholls: Harfe
Cetay (inaktiv) (15.12.2020, 09:42):
Ludwig van Beethoven; Sinfonie Nr. 6 F-Dur, op. 68 "Pastorale" Orchestra Filarmonica della Scala, Carlo Maria Giulini
Der dänische Komponist Victor Bendix (1851-1926) wurde in Kopenhagen geboren und stammte aus einer jüdischen Musikerfamilie. Er hatte zwei ältere Brüder, von denen Otto Bendix als Oboist es immerhin bis ins Königlich-Dänische Orchester geschafft hatte. Später wanderte er in die USA aus und wurde dort ein recht bekannter Pianist und Lehrer.
Victor Bendix wurde später Schüler von Niels Gade. 1872 ging er nach Deutschland und wurde in den erlauchten Kreis von Richard Wagner in Bayreuth geholt. 1874 wurde er Gades Assistent und Dozent für Klavier an Gades Konservatorium. In dieser Zeit lernte er auch Franz Liszt kennen. Bendix wurde vor allem auch in Deutschland damals recht bekannt. Heute kennt man ihn im Grunde überhaupt nicht mehr. Schade. Bendix Stil ist ein Misch-Masch aus Richard Wagner, Liszt und Einflüssen seiner Heimat. Seine Sinfonien sind 1882, 1888, 1895 und 1906 entstanden. Sie stehen klar im romantischen und spätromantsichen Stil. Man kann sie sich problemlos anhören, haben schöne Melodien, hinterlassen aber bei mir keinen besonderen Aha-Effekt.
Es wäre trotzdem wünschenswert, wenn sich ein Label wie BIS, Chandos, JPC oder Naxos mit einem besseren Orchester und Dirigenten an die Werke machen würde. Man kann da bestimmt noch mehr herausholen als das Shestakov mit seinem Orchester aus Omsk getan hat, da bin ich mir doch sicher. Auch die Aufnahmetechnik von Danacord ist nicht das Gelbe vom Ei. Auch hier wäre mehr herauszuholen gewesen. Das ist zumindest mein Eindruck. Und ich besitze die Einspielungen schon lange, höre sie aber nur sehr selten.
Maurice inaktiv (15.12.2020, 14:24):
Arnold Bax: Winter Legends, Morning Song, Saga Fragment
Bournemouth SO, James Judd + Ashley Wass (Klavier)
Eine hervorragende CD !!
Passend zur Jahreszeit. Es geht von Kopenhagen weiter auf die Insel.
Philidor (15.12.2020, 15:13): Hier gab es eine Höllenfahrt.
Wolfgang Amadé Mozart: Don Giovanni KV 527
Don Giovanni – Simon Keenlyside Donna Anna – Marina Poplavskaya Don Ottavio – Ramón Vargas Donna Elvira – Joyce DiDonato Leporello – Kyle Ketelsen Masetto – Robert Gleadow Zerlina – Miah Persson Commendatore – Eric Halfvarson
The Royal Opera Chorus Orchestra of the Royal Opera House Sir Charles Mackerras
Inszenierung: Francesca Zambello
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (15.12.2020, 16:11): Es geht von Kopenhagen weiter auf die Insel. Kopenhagen liegt auch auf einer Insel.
Bin mit meinen Patienten durch für heute. Daher höre ich das wunderbare Farrenc-Nonett nicht in der gezeigten famosen Einspielung mit dem Consortium Classicum (die bei mir daheim steht) sondern im Bureau per YT mit einem no name-Ensemble. So lässt sich die trockene & schier endlose Dokumentation ertragen. Bei Madame Farrenc macht man kaum etwas falsch, wenn man nach ausgereifter Früh-bis Hochromantik in geschmackvollem Instrumentalsatz & souveräner Form & Erfindung sucht.
Marcie (15.12.2020, 16:32): @Sfantu
Klugscheißer! :P
Bei mir läuft die Sinfonia Espansiva aus diesem tollen Set, für Nielsen-Einsteiger ein echter Tipp:
Sfantu (15.12.2020, 16:42): @ Sfantu
Klugscheißer! :P Keine Ursache - dies war ein kostenloser Service :)
Philidor (15.12.2020, 16:58): Die Wahrheit muss man sagen dürfen. -
Hier eine meiner Lieblingsaufnahmen des Werks.
Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61
Thomas Zehetmair, Violine Orchestra of the 18th Century Frans Brüggen
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (15.12.2020, 17:16): Bei mir läuft die Sinfonia Espansiva aus diesem tollen Set, für Nielsen-Einsteiger ein echter Tipp: Japp. Die kann man bedenkenlos kaufen und anhören. Salonen ist bei dieser Musik eine sichere Bank.
Kopenhagen liegt auch auf einer Insel. Klugscheißer! Keine Ursache - dies war ein kostenloser Service :rofl :ignore
Philidor (15.12.2020, 17:33): NIchts ist in diesen Zeiten begehrter als ewige Wahrheiten. Sozusagen das Betongold der auditiven Medien. - Ich ließ mich von Cetays Giulini-Auditionen inspirieren und huldige gleichzeitig dem genius loci:
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur o. 97 ("Rheinische")
Los Angeles Philharmonic Orchestra Carlo Maria Giulini
Hugues Dufourt Lucifer d'après Pollock, für Orchester (1992-1993) Voyage par-delà les fleuves et les monts, für Orchester (2010) Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Pierre-André Valade
Habe mehrere Stücke zum Thema "Lucifer" gehört und das sind die beiden, die mich am meisten angesprochen haben. Hugues Dufourt erweckt Interesse nach mehr von ihm. Eine überraschende Entdeckung. ___
Jean-Pierre Collot (Piano) Spectral Visions of Goethe
Schubert / Liszt - Rastlose Liebe, Meeresstille, Erlkönig, Gretchen am Spinnrade Dufourt - Rastlose Liebe, An Schwager Kronos, Meeresstille, Erlkönig Schubert / Czerny - An Schwager Kronos
Schwerpunkt Dufour - An Schwager Kronos.
Philidor (15.12.2020, 17:43): Thema "Lucifer" Der Lichtträger? Welch treffender Name ...
Gruß Philidor
:hello
Marcie (15.12.2020, 18:12): Ich höre noch einmal die dritte, allerdings diese:
Jan Van Karajan (15.12.2020, 22:46): Heute Abend Bartok:
Bela Bartok: Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta Chicago Symphony Orchestra, Pierre Boulez Bartok gehört zu einer kleinen Gruppe modernerer Komponisten, die zwischendurch den Weg in mein Ohr finden. Dazu gehören auch noch Strawinsky, Bernstein, teilweise Berg, Schönberg und Webern, dazu noch George Gershwin oder Arvo Pärt, sowie Prokofiev, Schostakowitsch und Britten. Dabei läuft auch viel über YT. Grüße Jan :hello
Amonasro (15.12.2020, 22:58): Heute dieses makabere Melodrama:
Amilcare Ponchielli/Arrigo Boito: La Gioconda
La Gioconda - Montserrat Caballé La Cieca - Alfreda Hodgson Enzo Grimaldo - Luciano Pavarotti Alvise Badoero - Nicolai Ghiaurov Laura Adorno - Agnes Baltsa Barnaba - Sherrill Milnes Zuàne - John Del Carlo Isèpo - Regolo Romani Un pilota - Neil Jenkins Prima voce dalla laguna - Neil Jenkins Seconda voce dalla laguna - Geoffrey Shaw Un cantore - Stephen Varcoe Un barnabotto - Rodney Macann
London Opera Chorus, Finchley Children's Music Group National Philharmonic Orchestra, Bruno Bartoletti
Gruß Amonasro
Philidor (16.12.2020, 09:13): Hier wieder Adventsbach.
Johann Sebastian Bach: "Schwingt freudig euch empor" BWV 36
Joanne Lunn, William Towers, Jan Kobow, Dietrich Henschel The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (16.12.2020, 10:42): Nach Ausschnitten aus dem "Rheingold" mit La Fura dels Baus wieder Streichquartette.
Henri Dutilleux: Ainsi la nuit
Belcea Quartet (frühe Aufnahme, Mai 2000)
Pascal Dusapin: Quatuor I (1982/1996)
Arditti Quartet
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (16.12.2020, 12:43):
Franz Schubert : Sinfonien Nr.3 & 7 : KA Potsdam , Antonello Manacorda
Maurice inaktiv (16.12.2020, 13:30):
Knudage Riisager : Orchesterwerke Aarhus SO, Bo Holton AD: 2004
Knudage Riisager (1897-1974) wurde in Estland geboren, was damals zum Russischen Kaiserreich gehörte. Er lebte aber ab 1899 in Frederiksberg in Dänemark. In Kopenhagen verstarb er schließlich. Er studierte u.a. in Paris bei Paul La Flem und Albert Roussel, und gehörte zum Umkreis der berühmten "Groupe des Six". Dabei lernte er auch den berühmten Strawinsky kennen.
"Quarrtsiluni, op. 36" entstand 1938. Es war vielleicht seine rhythmisch am meisten ansprechende Musik gewesen. Da ist viel Power dahinter, und auch viel Schlagwerk. Es geht teilweise richtig "zur Sache", und dürfte von Strawinskys "Sacre" stark beeinflusst worden sein. Es ist eine sehr grelle Musik, aber auch sehr farbig geschrieben.
"Manerenen" stammt aus dem Jahre 1956 und war eine Auftragskomposition des Königlichen Theaters Schwedens, wenn ich das richtig gelesen habe. Es ist ein Ballett und erheblich ruhiger angelegt. Okay, bei einer Liebesgeschichte sicher auch kein Wunder. Doch es ist deshalb nicht langweiliger oder einseitiger geschrieben. Die Akzente sind da, aber der direkte Einfluss von dem übermächtigen "Sacre" nicht mehr so präsent.
Eine lohnenswerte CD, denn sie ist immer gut anhörbar, keine verklärte, spätromantische Sauce. Wie auch, wenn man in Strawinskys Umfeld studiert hat?
tapeesa (16.12.2020, 14:09): Der Lichtträger? Welch treffender Name ... Ja - Lichtbringer war in meinem Kopf - aber Lichtträger öffnet nochmal etwas. Vermutlich gehen beide Übersetzungen? (tragen, bringen). ____
Arnold Bax - Tintagel
London Philharmonic Orchestra, Osmo Vänskä Royal Scottish National Orchestra, David Lloyd-Jones, 2002 BBC Philharmonic Orchestra, Vernon Handley, 2003
Arnold Bax - Sinfonien Nr. 6 und 7 Royal Scottish National Orchestra, David Lloyd-Jones
Philidor (16.12.2020, 17:54): Vermutlich gehen beide Übersetzungen? (tragen, bringen). Ja klar ... von "lux, lucis" = Licht und "ferre" = tragen, bringen, berichten, erdulden und gefühlt noch ein paar Dutzend mehr ...
Keenlyside gestern als Don Giovanni, heute als Papageno. Wenn das keine Karriere ist.
Wolfgang Amadé Mozart: Die Zauberflöte KV 620
Tamino – Will Hartmann Pamina – Dorothea Röschmann Königin der Nacht – Diana Damrau Sarastro – Franz-Josef Selig Papageno – Simon Keenlyside Papagena – Allish Tynan Monostatos – Adrian Thompson Sprecher – Thomas Allen Drei Damen – Gillian Webster, Christine Rice, Yvonne Howard Zwei Priester – Matthew Beale, Richard van Allan Zwei Geharnischte – Alan Oke, Graeme Broadbent Drei Knaben – Zico Shaker, Tom Chapman, John Holland-Avery
Royal Opera Chorus Orchestra of the Royal Opera House
Sir Colin Davis
Inszenierung: David McVicar
Die Darstellung als Märchenoper hat mir gut gefallen. Auch vokal sehr gut. Dass Sir Colin an einigen Stellen älteren Wiedergabetraditionen folgt - geschenkt.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (16.12.2020, 19:33): Danach stand mir der Sinn.
George Gershwin: Concerto in F für Klavier und Orchester
Gioachino Rossini/Felice Romani: Aureliano in Palmira
Aureliano - Juan Francisco Gatell Zenobia - Silvia Dalla Benetta Arsace - Marina Viotti Publia - Ana Victória Pitts Oraspe - Xiang Xu Licinio - Zhiyuan Chen Gran Sacerdote - Baurzhan Anderzhanov
Camerata Bach Choir, Poznan Fortepiano: Fabio Maggio Virtuosi Brunenses, José Miguel Pérez-Sierra
Pérez-Sierra wählt zügigere Tempi als Crutchfield, was mir besser gefällt. Auch gesanglich ist diese Wildbad-Aufnahme sehr gut, allerdings hat die Pesaro-Aufführung in den Hauptrollen die Nase vorn.
Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (16.12.2020, 22:47): Hier Musik einer gequälten Seele:
Peter I. Tschaikowsky: "Romeo und Julia", Fantasieouvertüre
Concertgebouworchester, Bernard Haitink
Danach wahrscheinlich Bach:
Brandenburgische Konzerte Nr. 3 und 4
Deutsche Bachsolisten, Helmut Winschermann
Grüße
Jan :hello
Maurice inaktiv (17.12.2020, 01:21):
Victor Bendix : Sinfonien Nr. 1, C-Dur & Nr.3 , a-moll
Zu später Stunde noch zwei Werke von Bendix.Das ist Romantik, die nicht wehtut, die aber auch keinen wirklich bleibenden Eindruck hinterlässt. Das ist ganz hübsch geschrieben, aber vielleicht braucht es auch eine bessere Interpretation und ein besseres Orchester. Vielleicht gibt es ja mal von Naxos, Chandos, BIS oder CPO eine neue GA der Werke eines Tages.
Philidor (17.12.2020, 07:15): Nun nochmals Bachs dritte Kantate zum ersten Advent.
Johann Sebastian Bach: "Schwingt freudig euch empor" BWV 36
Sibylla Rubens, Sarah Connolly, Christoph Prégardien, Peter Kooy Collegium Vocale Gent (Chor 4/4/4/5, Streicher 4/4/3/2/1) Philippe Herreweghe
Gruß Philidor
:hello
Philidor (17.12.2020, 07:56): Eines der spannendsten Quartette aus dem späten 20. Jhd., das ich kenne.
Pascal Dusapin: Quatuor II ("Time zones", 1989)
Arditti Quartet
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (17.12.2020, 09:24):
arl Goldmark : Sinfonie Nr.2, Es-Dur, op. 35 & Ouvertüre zu Penthesilea Marco Polo AD: Dezember 1985
Rheinische Philharmonie Koblenz , Michael Halász
Zum Morgen mal eine Rarität zum Start in den Tag.
Maurice inaktiv (17.12.2020, 10:44):
Ralph Vaughan Williams : Sinfonien Nr. 2 & 8
BBC SO , Sir Andrew Davis
Weiter geht es mit Vaughan Williams.
Philidor (17.12.2020, 11:11): Na so was! Da hat der olle Ludwig doch heute seinen 250. Tauftag ... Happy baptismdingenskirchen Day!
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Orchestre révolutionnaire et romantique John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (17.12.2020, 11:55): Next one.
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36
NDR Sinfonieorchester Günter Wand
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (17.12.2020, 13:03): Folk Tales - British Cello and Piano Miniatures Bax, Bridge, Delius, Elgar, Moeran, Vaughan Williams Gerald Peregrine, Cello Antony Ingham, Piano
The Protector – Christopher Purves Agnès – Barbara Hannigan Angel 1/The Boy – Bejun Mehta Angel 2/Marie – Victoria Simmonds Angel 3/John – Allan Clayton
Orchestra of the Royal Opera House
George Benjamin
Inszenierung: Katie Mitchell
Herzliche Empfehlung!
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (17.12.2020, 13:47):
Alfredo Casella : Sinfonie Nr.1, h-moll, op.5 & Concerto for Strings, Piano, Timpani and Percussion
Orchestra Sinfonica di Roma, Francesco La Vecchia
Die 1.Sinfonie war 2010, als die CD entstand, eine Weltpremiere gewesen.
Philidor (17.12.2020, 14:33): Numero drei. Heldisch oder so.
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 ("Eroica")
tapeesa (17.12.2020, 16:43): "ferre" = tragen, bringen, berichten, erdulden und gefühlt noch ein paar Dutzend mehr ... "Frag-Caesar" gibt im ca. doppelten Dutzend auch "verklagen" und "bewegen" an - die nehm' ich für heute 8) _____
The Music of George Benjamin - A mind of winter 1. Ringed by the flat horizon Ross Pople, Violoncello BBC Symphony Orchestra, Mark Elder
Philidor (17.12.2020, 16:52): "Frag-Caesar" gibt im ca. doppelten Dutzend auch "verklagen" und "bewegen" an - die nehm' ich für heute Na denn ... ;)
Nun die Fünfte. DIE Fünfte. In DER Aufnahme.
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Berliner Philharmoniker Wilhelm Furtwängler 30. Juni 1943
Gruß Philidor
:hello
michael74 (17.12.2020, 17:05): Hallo Zusammen
in der ARD Mediathek sind ein paar Konzerte und Filme zum Beethoven Jahr.
Gruß Michael
Andréjo (17.12.2020, 17:11):
Alfredo Casella : Sinfonie Nr.1, h-moll, op.5 & Concerto for Strings, Piano, Timpani and Percussion
Orchestra Sinfonica di Roma, Francesco La Vecchia
Die 1.Sinfonie war 2010, als die CD entstand, eine Weltpremiere gewesen. Erst 2010 !! Das überrascht mich !! Denn die Musik ist in ihrer episch-romantischen Haltung gekonnt und reizvoll, auch wenn sie vielleicht stilistisch noch nicht so GANZ typisch erscheint.
Schönen Gruß,
Wolfgang
Maurice inaktiv (17.12.2020, 17:31): Erst 2010 !! Das überrascht mich !! Es geht um die Ersteinspielung auf CD nicht um die Entstehung. Okay, sollte eigentlich klar sein, oder habe ich DICH gerade falsch verstanden? 2010 war in der Tat die Ersteinspielung gewesen. Ich hätte das auch nicht erwartet.
Philidor (17.12.2020, 17:33): Die 1.Sinfonie war 2010, als die CD entstand, eine Weltpremiere gewesen. Also, ich hatte auch verstanden, dass die Sinfonie eine Weltpremiere war, nicht die CD.
D. h., schon im Jahr der Komposition aufgenommen.
Danke für die Klarstellung!
Gruß Philidor
:hello
Philidor (17.12.2020, 17:49): Bukolisches.
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 ("Pastorale")
Wiener Philharmoniker Bruno Walter 5. Dezember 1936
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (17.12.2020, 18:24): Also, ich hatte auch verstanden, dass die Sinfonie eine Weltpremiere war, nicht die CD.
D. h., schon im Jahr der Komposition aufgenommen.
Danke für die Klarstellung! Da Casella 1947 bereits verstorben ist, kann die Sinfonie nicht 2010 entstanden sein. Geschrieben wurde sie 1905/06 , aber es ist erstaunlich, dass man 105 Jahre gebraucht hat, um sie endlich einzuspielen.
Philidor (17.12.2020, 18:32): Da Casella 1947 bereits verstorben ist, kann die Sinfonie nicht 2010 entstanden sein. Geschrieben wurde sie 1905/06 , aber es ist erstaunlich, dass man 105 Jahre gebraucht hat, um sie endlich einzuspielen. Sag das nicht. Vom vierten Satz von Bruckners Neunter gibt es auch Fassungen, da war Bruckner längst Würmerfutter ...
By the way: Die Aufnahme ist von 2009, richtig?
Aber schreib doch einfach eindeutig, das vermeidet Irritationen.
Vielleicht hielt man die Sinfonie nicht für so bedeutend und hat sie daher auf die 105jährige Warteliste für hoffnungslose Fälle gesetzt ... ;)
Hier die Siebte. Frei vom Verdacht, ein hoffnungsloser Fall zu sein:
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92
Berliner Philharmoniker Herbert von Karajan 1963 - der Wirtschaftswunderzyklus
Gruß Philidor
:hello
Marcie (17.12.2020, 18:53): Na, ich feiere auch mal ein wenig mit!
Andréjo (17.12.2020, 18:55):
Alfredo Casella : Sinfonie Nr.1, h-moll, op.5 & Concerto for Strings, Piano, Timpani and Percussion
Orchestra Sinfonica di Roma, Francesco La Vecchia
Die 1.Sinfonie war 2010, als die CD entstand, eine Weltpremiere gewesen. Erst 2010 !! Das überrascht mich !! Denn die Musik ist in ihrer episch-romantischen Haltung gekonnt und reizvoll, auch wenn sie vielleicht stilistisch noch nicht so GANZ typisch erscheint. Schönen Gruß,
Wolfgang Natürlich habe ich Dich richtig verstanden, Maurice - und Du mich falsch, auch wenn ich nicht ganz begreife, wie Du auf diese Idee kommen kannst. Meine Formulierung oben ist doch eindeutig, oder?
Ich habe mich gewundert, dass das Werk erst 2010 erstmals als Tondokument erschien, da es doch reizvoll ist und nicht ein gänzlich unwesentliches Jugendwerk.
Nicht anders als Du, der Du Dich ja auch gewundert hast. :D
:) Wolfgang
Philidor (17.12.2020, 18:58): Hier die Achte.
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93
Kammerphilharmonie Bremen Paavo Järvi
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (17.12.2020, 19:27): Sag das nicht. Vom vierten Satz von Bruckners Neunter gibt es auch Fassungen, da war Bruckner längst Würmerfutter ... Stimmt.
By the way: Die Aufnahme ist von 2009, richtig? 2010
Vielleicht hielt man die Sinfonie nicht für so bedeutend und hat sie daher auf die 105jährige Warteliste für hoffnungslose Fälle gesetzt ... Das ist Spekulation. Möglich ist da vieles.
Natürlich habe ich Dich richtig verstanden, Maurice - und Du mich falsch, auch wenn ich nicht ganz begreife, wie Du auf diese Idee kommen kannst. Meine Formulierung oben ist doch eindeutig, oder? Ich war mir nicht wirklich sicher, sonst hätte ich ja nicht noch einmal geschrieben.
Ich habe mich gewundert, dass das Werk erst 2010 erstmals als Tondokument erschien, da es doch reizvoll ist und nicht ein gänzlich unwesentliches Jugendwerk.
Nicht anders als Du, der Du Dich ja auch gewundert hast. So in etwa. Ja, so wie man erst viel später Bruckners frühe Sinfonien eingespielt und in die GA der Sinfonien dazu genommen hat (zumindest der ein oder andere Dirigent).
Wunder geschehen immer wieder..... :D
tapeesa (17.12.2020, 19:56): Jules Massenet - Werther Rolando Villazón, Sophie Koch, Audun Iversen, Eri Nakamura Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden, Antonio Pappano
Philidor (17.12.2020, 19:57): 2010 Ich will ja wirklich nicht anfangen, Korinthen zu kacken, aber das Cover sagt 2009:
... ach, guckt einfach am Urwaldfluss.
Das Datum aufm Cover kann natürlich falsch sein.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (17.12.2020, 20:09): Gran Finale.
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125
Aase Nordmo Løvberg, Christa Ludwig, Waldemar Kmentt, Hans Hotter Philharmonia Chorus & Orchestra Otto Klemperer live 15. November 1957
So. Morgen kommt aber endlich Verdi. Mitten rein - Don Carlos. (Meine Lieblingsoper des Bauern von Roncole. Jedenfalls, wenn Traviata, Simon, Aida, Otello und Falstaff gerade nicht greifbar sind. Vielleicht aber auch sonst. Oder nicht.)
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (17.12.2020, 20:19): Ich will ja wirklich nicht anfangen, Korinthen zu kacken, aber das Cover sagt 2009:
... ach, guckt einfach am Urwaldfluss.
Das Datum aufm Cover kann natürlich falsch sein. Lach.....Nein, es ist etwas missverständlich angezeigt worden. An der Seite steht schräg P & C 2010. Daran hatte ich mich orientiert. Das RICHTIGE Aufnahmedatum ist in der Tat 05./06.04.2009 Du hast also recht mit 2009. Sorry, ich habe mit den kleinen Schriften so meine Probleme. Normal passt das auch, wenn die Angaben so sind (P & C 2010), aber da nicht, weil eben ALLES erst 2010 veröffentlicht worden war.
Philidor (17.12.2020, 20:22): Alles gut. Hauptsache, gute Musik gehört ... :beer
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (17.12.2020, 20:53): Alles gut. Hauptsache, gute Musik gehört .. So ist es. Doch das wollte ich jetzt selbst auch genau wissen. Man könnte 25 Stunden Musik hören, aber es bleibt dann immer noch genug liegen, übrig oder verschiebt es auf einen späteren Zeitpunkt.
michael74 (17.12.2020, 21:24):
Sowas geht gar nicht...Livemusik am 17.12.2020
Maurice inaktiv (17.12.2020, 21:39): Sowas geht gar nicht...Livemusik am 17.12.2020 ??? Klar geht das. Ich höre gerade ein Konzert live online aus den USA.
Philidor (17.12.2020, 22:27): In den letzten drei Tagen gehört und gesehen - zu diesem Niedrigpreis für die Blu-ray mit den Ausschnitten aus dem Ring mit La Fura dels Baus konnte ich nicht widerstehen:
Fühle mich durchaus angefixt ... tolle Bilder, die sich zumindest vom Überwältigungsgrad mit der Musik messen können ... aber jetzt kommt erst einmal der Audi/Haenchen-Ring.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (17.12.2020, 22:47): Meine lieben Musikfreunde, Ich habe lange überlegt, wie der 250. Geburtstag des größten Künstlers aller Zeiten angemessen zu feiern ist. Ich habe mich für seine 7. Symphonie aus Karajans Londoner Beethoven-Zyklus entschieden, da ich sie als passend zu Beethovens Leben interpretiere. Der 1. Satz symbolisiert dabei seine ständig wechselnden Lebensumstände und seine enorme Wandlungsfähigkeit, die ihn zum Meister macht. Der 2. Satz symbolisiert die zahlreichen Schicksalsschläge, die sein Leben prägten und ihn doch schlussendlich zu dem machten, was er war. Der 3. Satz symbolisiert seine enorme Schaffenskraft, die uns so viele wunderschöne Werke geschenkt hat. Der letzte Satz zeigt, was für eine revolutionäre Erscheinung er war und weist auf seine heutige Bedeutung voraus. Lasst mich diesen Rahmen für eine kleine Festrede nutzen: Heute vor 250 Jahren wurde mit Ludwig Van Beethoven die Symbolfigur der westlichen Kunst geboren. Ein wahrer Meister, der allen musikalischen Gattungen durch seine revolutionären Ideen zu einer neuen Wahrhaftigkeit verhalf. Beethoven war ein Genie, dass aus grausamen Schicksalsschlägen enorme Schaffenskraft schöpfen könnte, die uns seine herrlichen Werke schenkte. Seine Musik kann uns zu Tränen rühren, Trost in schweren Zeiten spenden, Kraft und Hoffnung ausdrücken, Geschichten erzählen, die Fantasie anregen oder Menschen auf der ganzen Welt verbinden. Es ist daher Aufgabe einer kultivierten Gesellschaft, Beethovens Andenken zu pflegen und seine Musik in Ehren zu halten. Denn sie ist als Spiegel von Kultur und Schaffenskraft anzusehen und womöglich Deutschlands und Europas wichtigstes kulturelles Erbe, dass allen Menschen auf der Welt Freude und Hoffnung bringen soll. Auch mir hat der Bonner Meister durch schwierige Zeiten geholfen, seine Musik hat mir stets Kraft und Zuversicht gespendet. Deswegen ist Beethoven für mich vor allem eins: Das größte künstlerische Genie, das jemals auf unserer Erde gelebt hat. In diesem Sinne kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank Meister aller Meister. Grüße Jan :hello
Hier noch zwei Mal Brahms, dieses Mal aus dem wohl bis dato letzten veröffentlichen Zyklus der GA mit dem RSO des NDR. Komischerweise hat man drei Mal mit dem gleichen Orchester den Zyklus veröffentlicht. Ich weiß nicht, ob Wand mit einem anderen Orchester noch einen vollständigen Zyklus gespielt hat, der eines Tages zur Veröffentlichung kommen könnte.
Mit dem DSO Berlin gibt es Brahms Nr.1 & 4, mit den Münchner Philharmonikern nur die Nr.1, mit "seinem" Orchester, dem Gürzenich-Orchester Köln die Nr.2 & 4 und mit dem Chicago SO die Nr.1.
Philidor (18.12.2020, 07:59): Hier noch zwei Mal Brahms, dieses Mal aus dem wohl bis dato letzten veröffentlichen Zyklus der GA mit dem RSO des NDR. Komischerweise hat man drei Mal mit dem gleichen Orchester den Zyklus veröffentlicht. Lieber Maurice, meinst Du "aufgenommen" oder "veröffentlicht"?
Ich meine, mit Günter Wand und dem SO des NDR gäbe es zwei Gesamtaufnahmen. Die eine, ältere, ist eine Studioaufnahme, wurde 1982/83 aufgenommen und wurde ursprünglich in dieser Aufmachung veröffentlicht:
Andere Ausgaben derselben Aufnahmen sind ebenfalls erhältlich.
Der zweite Zyklus besteht aus Live-Aufnahmen der Jahre 1995 bis 1997 und erschien zuerst in der von Dir gezeigten Ausgabe:
Gibt es nun tatsächlich weitere Brahms-Aufnahmen mit Wand und dem NDR SO?
Gruß Philidor
:hello
Philidor (18.12.2020, 08:20): Hier nochmal Adventsbach ohne Chor.
Johann Sebastian Bach: "Schwingt freudig euch empor" BWV 36
Gerlinde Sämann, Petra Noskaiová, Christoph Genz, Jan Van der Crabben La Petite Bande Sigiswald Kuijken
Gruß Philidor
:hello
Philidor (18.12.2020, 08:58): Nun wieder Froozösisches.
Pascal Dusapin: Quatuor III (1993)
Arditti Quartet
Gruß Philidor
:hello
palestrina (18.12.2020, 10:14): des größten Künstlers aller Zeiten Die Liste der grössten ist aber wahrlich länger! :J
LG palestrina
Philidor (18.12.2020, 10:23): Die Liste der grössten ist aber wahrlich länger!Falsch. Die Liste der längsten ist größer ... :haha
der 250. Geburtstag des größten Künstlers aller ZeitenBisschen spät ... Guillaume Dufay wurde um 1400 herum geboren, und selbst wenn wir uns auf Monteverdi einigen würden, wären es schon über 453 Jahre ... :beer ... jaja, der Ludwig war schon nicht schlecht ...
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (18.12.2020, 11:45):
Johannes Brahms : Ungarische Tänze Joseph Joachim : Andantino & Roamnze
Marat Bisengaliev (Violine) - John Lenehan (Klavier)
Sehr gelungene Duo-Einspielung der Tänze.
Jan Van Karajan (18.12.2020, 13:30): @ Philidor und palestrina: Natürlich kann man darüber streiten, ob Beethoven der größte Künstler aller Zeiten ist. Das ist nur mein persönliches Empfinden. Ich käme niemals auf die Idee, die absolute Wahrheit für mich zu beanspruchen Meine Liste umfasst natürlich auch andere Namen ;) . Grüße Jan :hello
Philidor (18.12.2020, 13:48): Natürlich kann man darüber streiten, ob Beethoven der größte Künstler aller Zeiten ist. Leider kann ich nicht mitstreiten ... ich kenne nicht alle Künstler, auch nicht in der Musik ... ;) ... und damit überlasse ich das Feld den Experten für solche Fragen.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (18.12.2020, 15:12): Fast ein must have.
Giuseppe Verdi: Don Carlo (fünfaktig, italienisch)
Filippo II – Matti Salminen Don Carlo – Jonas Kaufmann Elisabetta di Valois – Anja Harteros Rodrigo, Marchese di Posa – Thomas Hampson La Principessa Eboli – Ekaterina Semenchuk Il Grande Inquisitore – Eric Halfvarson Un frate – Robert Lloyd Tebaldo – Maria Celeng Una voce da cielo – Kiandra Howarth Il Conte di Lerma/Un araldo reale – Benjamin Bernheim
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor Mitglieder der Anna-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker (Bühnenmusik) Wiener Philharmoniker
Sir Antonio Pappano
Inszenierung: Peter Stein
Aufgenommen bei den Salzburger Festspielen 2013
Ich Depp. Eigentlich wollte ich ja eine französische Fassung, also einen „Don Carlos“. Dabei steht auf dem Cover drauf, was drin ist. – Habe nun die Blu-ray mit der Aufführung aus dem Théâtre du Châtelet (Antonio Pappano/Luc Bondy) nachbestellt.
Gesungen wird für meine Maßstäbe durchaus ausgezeichnet (Salminen mit 68 Jahren … die Szene mit dem Großinquisitor zeigt den Streit zweier störrischer Greise). Leider fängt die Bühnensituation die Stimmen nicht immer ideal ein. Die Inszenierung zeigt stimmungsvolle Bilder und führt auch die Handelnden m. E. gut, aber Aha-Erlebnisse gab es für mich nicht. Vielleicht war ich einfach zu blöd. – Freue mich auf de Billy/Konwitschny.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (18.12.2020, 17:22): Gustav Mahler - Das Lied von der Erde Kathleen Ferrier Julius Patzak Wiener Philharmoniker, Bruno Walter
Marcie (18.12.2020, 18:11): Kein Ahnung, ob er der größte war, eher der coolste. Und einer meiner Alltimefavorites! <3
Ich höre die erste gleich zweimal hintereinander:
Jan Van Karajan (18.12.2020, 18:23): Lieber Marcie, Sind diese Aufnahmen zu empfehlen? Ich Stelle schon eine Liste auf, was ich nächstes Jahr anschaffen möchte :D . Grüße Jan :hello
Marcie (18.12.2020, 18:26): Lieber Marcie, Sind diese Aufnahmen zu empfehlen? Ich Stelle schon eine Liste auf, was ich nächstes Jahr anschaffen möchte :D . Grüße Jan :hello Unbedingt! Ich kenne zumindest keine Gesamtaufnahme der Sinfonien, die an diese Wucht und Präzision von Weller heranreicht.
Philidor (18.12.2020, 18:27): Loud of Brian.
Havergal Brian: Symphony No. 1 D minor ("The Gothic")
Eva Jenisová, Dagmar Pecková, Vladimír Doležal, Peter Mikuláš Slovak Opera Chorus Slovak Folk Ensemble Chorus Lúčnica Chorus Bratislava City Choir Bratislava Children's Choir Youth Echo Choir Slovak Radio Symphony Orchestra Slovak Philharmonic Orchestra and Choir Ondrej Lenárd
Mag an diesem bombastischen Werk nachvollziehbar sein, warum schulbildende Komponisten nach Mahler und Schönberg (Gurrelieder) andere Wege einschlugen und die Suche nach noch mehr Klangmassierung aufgaben? Und stattdessen bspw. Kammersinfonien schufen? Mehr Linearität der Zusammenklänge suchten statt weitere Blockbildungen mit immer größeren Quadern?
Übrigens ist Havergals Erstling ein weiteres Werk, welches gemeinsam mit Atterbergs Sechster und Schmidt Dritter zum 1928er Kompositionswettbewerb eingereicht wurde. Brian gewann Platz 2 in der "English Zone"; Platz 1 teilten sich Frank Merrick und John St. Anthony Johnson.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (18.12.2020, 19:15):
Jan Van Karajan (18.12.2020, 20:05): Lieber Marcie, Sind diese Aufnahmen zu empfehlen? Ich Stelle schon eine Liste auf, was ich nächstes Jahr anschaffen möchte :D . Grüße Jan :hello Unbedingt! Ich kenne zumindest keine Gesamtaufnahme der Sinfonien, die an diese Wucht und Präzision von Weller heranreicht. Dann landet diese Aufnahme auf meiner Wunschliste :D . Vielen Dank lieber Marcie
Amonasro (18.12.2020, 20:47):
Gioachino Rossini/Giuseppe Maria Foppa: Il signor Bruschino, ossia Il figlio per azzardo
Gaudenzio - Bruno Praticò Sofia - Patrizia Orciani Bruschino, padre - Natale de Carolis Bruschino, figlio - Fulvio Massa Florville - Luca Canonici Un delegato di polizia - Fulvio Massa Filiberto - Pietro Spagnoli Marianna - Katia Lytting
I Filarmonici di Torino, Marcello Viotti
Von Rossinis fünf farse die musikalisch interessanteste. Rossini setzt vor allem auf ungewöhnliche Klangeffekte; z. B. in der Ouvertüre, wo die Geiger an 4 Stellen mit den Bögen gegen ihre Zinnkerzenhalter schlagen sollen (heute wird der Notenständer benutzt); einer Arie mit Englischhornsolo und insbesondere der grotesken Darstellung des älteren Bruschino, dessen Gesang seinem Namen (von ital. brusco = schroff, kratzbürstig) alle Ehre macht. Beim Auftritt des in desolatem Zustand zurückkehrenden Bruschino figlio in der Schlusszene erklingt ein ironisch überspitzter Trauermarsch. Die Oper war zu Rossinis Zeit nicht sehr erfolgreich, auch wenn sich bereits Jacques Offenbach um eine Wiederbelebung bemühte. Die Aufnahme ist gut, aber die Aufnahme unter Ion Marin noch besser.
Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (18.12.2020, 22:39): Hier wieder Peter der Große:
Peter I. Tschaikowsky: Symphonie Nr. 6 in h-moll, op. 74 "Pathetique
Maria Zedelius, Klaus Schneider, Klaus Mertens Kölner Kammerchor Collegium classicum Köln Peter Neumann
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.12.2020, 08:57): Tschaikowsky auch hier.
Peter I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 ("Winterträume")
London Symphony Orchestra Igor Markevitch
Gruß Philidor
:hello
palestrina (19.12.2020, 10:11): Die Aufnahme ist gut, aber die Aufnahme unter Ion Marin noch besser. Das möchte ich so auch bestätigen lieber Amonasro, aber beim Florville gefällt mir Luca Canonici wesentlich besser, Frank Lopardos Stimme ist mir etwas zu dunkel für diese Partie. Wogegen mir Lopardo in der L'italiana.B sehr gut gefällt trotz der der fürchterlichen Agnes Baltsa ?( , natürlich nur m.M.! ;) Wenn man nur eine Rolle bei der GA mit Marin herauspicken will, ist das ganze allein schon wegen Ramey die Aufnahme wert!!!
LG palestrina
tapeesa (19.12.2020, 12:15): American Music for Flute, Voice and Strings Ronald Perera - Five Summer Songs on Poems of Emily Dickinson
I New feet within my garden go II South winds jostle them III I know a place where summer strives IV To make a prairie V The one that could repeat the summer day
Carole Wilson (Mezzosopran) Budapest Camerata, Adrian Sunshine
Philidor (19.12.2020, 13:29): Sphärenklänge.
Giuseppe Verdi: Aida
Aida – Margaret Price Radamès – Luciano Pavarotti Amneris – Stefania Toczyska Amonasro, Re dell’Etiopia – Simon Estes Ramfis – Kurt Rydl Il Re d’Egitto – Kevin Langan
Orchestra and Chorus of the San Francisco Opera
García Navarro
Inszenierung: Sam Wanamaker
Stehtheater und Rampengesinge in prächtigen Kostümen.
Pavarotti kämpft anfangs mit lntonationsproblemen und nimmt das letzte „vicino al sol“ weder pianissimo noch morendo.
Kann es sein, dass Simon Estes, gemessen an seinem Stimmmaterial, auf dem Medium sträflich unterrepräsentiert ist? Was für eine Stimme … Auf die Schnelle fand ich den „Frate“ in der prominenten Studio-Aufnahme des Don Carlo unter Giulini, den „Holländer“ live in Bayreuth unter Nelsson und den „La voce“ in Harnoncourts Idomeneo.
Margaret Price und Simon Estes sind für mich die vokalen Highlights dieser Aufnahme.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.12.2020, 16:31): Nun wieder 16saiter.
Alban Berg Quartett Günter Pichler, Gerhard Schulz, Thomas Kakuska, Valentin Erben live Wiener Konzerthaus 15. Juni 1989
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.12.2020, 17:42): Mystisches.
Karol Szymanowski: Sinfonie Nr. 3 op. 27 "Lied der Nacht"
Jon Garrison, Tenor CBSO Chorus City of Birmingham Symphony Orchestra Sir Simon Rattle
Gruß Philidor
:hello
Philidor (19.12.2020, 18:22): Ich freue mich sehr, dass dieses Konzert bekannt geworden ist. Es wurde verlegt, es wurde uraufgeführt, es hat Aufnahmen erfahren. Fein!
Alfred Schnittke: Konzert Nr. 4 für Violine und Orchester (1984)
Oleh Krysa, Violine Malmö Symphony Orchestra Eri Klas
Qualität ist so ähnlich wie Hubraum: Man kann sie nur durch noch mehr Qualität ersetzen.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (19.12.2020, 19:48):
Amonasro (19.12.2020, 23:23):
Johannes Brahms: Violinkonzert & Doppelkonzert
Gidon Kremer (Violine), Mischa Maisky (Violoncello) Wiener Philharmoniker, Leonard Bernstein
Gruß Amonasro
Philidor (20.12.2020, 09:19): Hier Bachs Kantate zum vierten Advent. Komponiert 1715 in Weimar, in Leipzig gab es ja solche Zerstreuungen nicht in der Zeit vom zweiten bis zum vierten Advent.
Johann Sebastian Bach: "Bereitet die Wege, bereitet die Bahn" BWV 132
Ingrid Schmithüsen, Yoshikazu Mera, Makoto Sakurada, Peter Kooij Bach Collegium Japan Masaaki Suzuki
Gruß Philidor
:hello
Philidor (20.12.2020, 09:38): Hinterher wieder Graupner.
Christoph Graupner: "Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen" Kantate zum 4. Advent
Amaryllis Dieltiens, Lothar Blum, Stefan Geyer Ex tempore Mannheimer Hofkapelle Florian Heyerick
Seinerzeit wurde offenbar am 4. Advent noch Johannes des Täufers gedacht. Heute hat der eher am dritten Advent seinen liturgischen Platz.
Gruß Philidor
:hello
Amadé (20.12.2020, 09:57):
Gerade beim Frühstück genossen. Gruß Amadé
Amonasro (20.12.2020, 12:16):
Heitor Villa-Lobos: Sinfonien Nr. 3 & 4
São Paulo Symphony Orchestra, Isaac Karabtchevsky
Ein unvollständiges Triptychon, denn die Nr.5 "Frieden" ist verschollen.
Gruß Amonasro
Amonasro (20.12.2020, 16:42):
Franz Schubert: Klaviersonaten D 958 & D 959
Maurizio Pollini (Klavier)
Gruß Amonasro
Philidor (20.12.2020, 17:52): Hier Britisches.
Benjamin Britten: Gloriana
Elizabeth I, Queen of England – Susan Bullock Robert Devereux, Earl Of Essex – Toby Spence Frances, Countess Of Essex – Patricia Bardon Charles Blount, Lord Mountjoy – Mark Stone Penelope, Lady Rich – Kate Royal Sir Robert Cecil, Secretary of the Council – Jeremy Carpenter Sir Walter Raleigh, Captain of the Guard – Clive Bayley Henry Cuffe – Benjamin Bevan Recorder of Norwich – Jeremy White Spirit of the Masque – Andrew Tortise Blind Ballad-Singer – Brindley Sherratt Lady-in-Waiting – Nadine Livingston Master of Ceremonies – David Butt Philip Housewife – Carol Rowlands City Crier – Michel de Souza
Orchestra & Chorus of the Royal Opera House
Paul Daniel
Inszenierung: Richard Jones
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (20.12.2020, 22:18): In Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest:
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr.9 in d-moll, op. 125
Anna Tomowa-Sintow, Sopran
Agnes Baltsa, Alt
Peter Schreier, Tenor
Jose van Dam, Bariton
Wiener Singverein
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
Meiner Meinung nach Karajans absolutes Paradestück :down .
Grüße
Jan :hello
Philidor (21.12.2020, 09:34): Meiner Meinung nach Karajans absolutes Paradestück . Jedenfalls ein Kandidat dafür. Bekannt war er insbesondere dafür, dass er Werke wählte, an welchen das Publikum auch einschätzen können sollte, wie gut er war. Dem jungen Karajan in Aachen wurde angeboten, ein Werk an einer Berliner Oper neu einzustudieren - was für eine Chance für Deutschlands seinerzeit jüngsten Kapellmeister und GMD! Er sagte zu, verlangte aber die Übernahme von drei bestehenden Stücken, Fidelio, Carmen und - Tristan. Was für ein Wagnis des jungen Karajan, wo dieses Stück noch so etwas wie einen Sonderstatus hat, Musik, zu dirigieren von eingeweihten Druiden oder so. - Jedenfalls ist es vor diesem Hintergrund gut verstädnlcih, dass er Aufführungen der "Neunten" immer besonders gut vorbereitete. - "Signature pieces" in früheren Jahren waren "Don Juan" von RIchard Strauss, "Daphnis et Chloé"-Suite Nr. 2 von Ravel und die erste Sinfonie von Brahms. - Sein meist aufgenommenes Werk ist wohl Tschaikowsky 6 ... 7 Aufnahmen meines Wissens.
Hier nochmal früher Adventsbach:
Johann Sebastian Bach: "Bereitet die Wege, bereitet die Bahn" BWV 132
Brigitte Geller, Michael Chance, Jan Kobow, Dietrich Henschel Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Otello – Jonas Kaufmann Desdemona – Maria Agresta Iago – Marco Vratogna Cassio – Frédéric Antoun Emilia – Kai Rüütel Roderigo – Thomas Atkins Montano – Simon Shibambu Ludovico – In Sung Sim
Royal Opera Chorus Orchestra of the Royal Opera House
Sir Antonio Pappano
Inszenierung: Keith Warner
Ein weiteres Beispiel für Divergenz der akustisch und optisch wahrnehmbaren Qualitäten. Wobei Iago für mich nicht an die beiden anderen Protagonisten herankam.
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (21.12.2020, 14:30):
Ralph Vaughan Williams : Sinfonie Nr.3 Royal Liverpool PO , Vernon Handley
Eine Einspielung, bei der man ins Schwärmen kommen kann. Vernon Handley ist für mich der vermutlich beste Dirigent für britische Musik überhaupt.
tapeesa (21.12.2020, 15:53): Osvaldo Golijov - Fish Tale (1998) Quatra Duo: Jeff LaQuatra (Gitarre), Michelle Stanley (Flöte)
Music for Flute and Guitar Terry Riley - Cantos desiertos, Fassung für Flöte und Gitarre (1993) Ruth Crawford Seeger - Diaphonic Suite Nr. 1 für Flöte (1930) Daniele Ruggieri, Flöte, Alberto Mesirca, Gitarre
Marcie (21.12.2020, 17:11): Auch eine tolle Einspielung:
Amonasro (21.12.2020, 17:46):
Ruggero Leoncavallo: La bohème
Marcello - Franco Bonisolli Rodolfo - Bernd Weikl Schaunard - Alan Titus Barbemuche - Alexander Malta Il visconte Paolo - Jörn W. Wilsing Gustavo Colline - Raimund Grumbach Gaudenzio - Friedrich Lenz Durand - Norbert Orth Il signore del primo piano - Albert Gassner Musette - Alexandrina Milcheva Mimì - Lucia Popp Eufemia - Sofia Lis
Chor des Bayerischen Rundfunks Münchner Rundfunkorchester, Heinz Wallberg
Leoncavallos Bohème ist völlig anders als Puccinis Version: Die Hauptfiguren sind nicht Rodolfo & Mimì, sondern Marcello & Musette. Komisches und ernstes wechselt sich nicht ab, sondern die Stimmung wird vom heiteren Anfang bis zum Ende immer düsterer: Wo Puccinis Figuren aus ihrem kargen Mal im Schlussakt ein heiteres Spiel machen, sind sie bei Leoncavallo, wo der Schluss wie der erste Akt an Weihnachten spielt, so niedergeschlagen und verzweifelt, dass sie noch nicht einmal das wenige herunterbringen können. Das Werk ist voll von literarischen und musikalischen Zitaten und Anspielungen (Murger, Musset, Wagner, Verdi, Rossini, Meyerbeer). Speziell der 3. Akt ist sehr veristisch: Der Streit von Musette & Marcello ist kein komisches Geplänkel im Hintergrund, sondern eine hochdramatische Auseinandersetzung. Im Anschluss singt Marcello eine verzweifelte Arie (Testa adorata), die mit ihrem instrumentalen Nachspiel an Vesti la giubba in Pagliacci erinnert. Die Aufnahme finde ich herausragend. Die einzige andere Aufnahme, die ich kenne (ein Live-Mitschnitt unter Latham-Koenig aus Venedig), ist zwar etwas vollständiger, die Gesangsleistungen aber weniger gut und manche Stellen durch exzessive Bühnengeräusche beeinträchtigt.
Gruß Amonasro :hello
Philidor (21.12.2020, 18:04): Hier gab's Musik von Monteverdi und Zeitgenossen.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (21.12.2020, 20:21):
Jan Van Karajan (21.12.2020, 22:50): Heute mal Randreportoire:
Nikolai Myaskovsky: Violinkonzert in d-moll, op. 44
Vadim Repin
Kirov Orchestra, Valery Gergiev
Grüße
Jan :hello
Philidor (22.12.2020, 07:43): Hier nochmal Adventsbach ohne Chor.
Johann Sebastian Bach: "Bereitet die Wege, bereitet die Bahn" BWV 132
Gerlinde Sämann, Petra Noskaiová, Christoph Genz, Jan Van der Crabben La Petite Bande Sigiswald Kuijken
Gruß Philidor
:hello
Philidor (22.12.2020, 08:14): Nun wieder 16Saiter.
Pascal Dusapin: Quatuor IV (1997)
Arditti Quartet
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (22.12.2020, 17:21):
Giuseppe Verdi/Arrigo Boito: Otello
Otello - Carlo Cossutta Desdemona - Margaret Price Jago - Gabriel Bacquier Cassio - Petr Dvorský Emilia - Jane Berbié Lodovico - Kurt Moll Montano - Stafford Dean Roderigo - Kurt Equiluz Un araldo - Hans Helm
Wiener Sängerknaben, Chor der Wiener Staatsoper Wiener Philharmoniker, Georg Solti
Margaret Price ist eine ideale Desdemona.
Gruß Amonasro
Philidor (22.12.2020, 17:53): Was für ein Sinnenspektakel.
Karol Szymanowski: Król Roger op. 46
König Roger II von Sizilien – Mariusz Kwiecień Königin Roxana – Georgia Jarman Hirte – Saimir Pirgu Edrisi – Kim Begley Erzbischof – Alan Ewing Diakonissin – Agnes Zwierko
Royal Opera Chours Orchestra of the Royal Opera House
Sir Antonio Pappano
Inszenierung: Kasper Holten
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (22.12.2020, 18:49): Mozart, Rameau - Opera Transcriptions
1 - Mozart • Die Zauberflöte KV 620: 'Der Vogelfänger bin ich ja' (Act I, Arr. for 4 Violins) 3 - Mozart • Die Zauberflöte KV 620: 'Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen' (Act II, Arr. for 4 Violins) 9 - Mozart • Die Zauberflöte KV 620: 'Pa- pa- pa-' (Act II, Arr. for 4 Violins) 11, 12 - Rameau • Pygmalion RCT 52: Ouverture und Pantomime, (je Arr. for 4 Violins) 14 - Rameau • Les Indes galantes RCT 44: "Les sauvages" (Arr. for 4 Violins) 17 - Forqueray • Pièces de viole, Suite No. 3 in D major: Chaconne 'La Morangis ou la Plissay' (Arr. for 4 Violins)
Les Quatre Violons - Hiro Kurosaki, Isabel Serrano, Mihoko Kimura, Simon Heyrick -
Philidor (22.12.2020, 18:50): Nun was zur Jahreszeit. Beinahe.
Johann Sebastian Bach: Canonische Veränderungen über "Vom Himmel hoch" BWV 769
Simon Preston
Gruß Philidor
:hello
Philidor (22.12.2020, 19:27): Und nochmal in Strawinskys Ausleuchtung.
Johann Sebastian Bach/Igor Strawinsky: Choralvariationen über das Weihnachtslied "Vom Himmel hoch, da komm ich her"
Igor Strawínsky: Psalmensinfonie
Collegium Vocale Gent Royal Flemish Philharmonic
Philippe Herreweghe
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (22.12.2020, 19:34):
Robert Schumann
Trio für Klavier, Violine & Violoncello d-moll op. 63 Trio op. 8 (CD, Arte Nova, 1999)
I 13'31 II 5'18 III 6'00 IV 9'00
Kopfüber, mit glasklarer Konzentration & von innen zu kommen scheinender Expression stürzen sich die drei Musiker auf dieses Trio. Das kehrt halt auch die mitunter süßlich schmachtenden Abschnitte im Kopfsatz hervor. Belohnt wird man am Ende aber durch diesen unbedingten Einsatz & die herausragende Klasse von Michael Hauber, Eckhard Fischer & Mario de Secondi.
Jan Van Karajan (22.12.2020, 22:15): Hier Mozart am Abend:
Wolfgang Amadeus Mozart: Klaviersonate Nr. 13 in B-dur, KV 333
Klaviersonate Nr. 14 in c-moll, KV 457
Fantasia in c-moll, KV 475
Daniel Barenboim
Grüße
Jan :hello
Philidor (23.12.2020, 07:06): Nun wieder 16saiter.
Pascal Dusapin: Quatuor V (2004-05)
Arditti Quartet
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (23.12.2020, 12:30): Léo Delibes - Lakmé Natalie Dessay, Gregory Kunde, Jośe van Dam, Delphine Haidan, Franck Leguérinel, Patricia Petibon, Xenia Konsek, Bernadette Antoine, Charles Burles Chœur et Orchestre national du Capitole de Toulouse, Michel Plasson
Philidor (23.12.2020, 12:48): Tutto nel mondo …
Giuseppe Verdi: Falstaff
Sir John Falstaff – Bryn Terfel Ford – Roberto Frontali Alice Ford – Barbara Frittoli Nannetta – Desirée Rancatore Mistress Quickly – Bernadette Manca di Nissa Meg Page – Diana Montague Fenton – Kenneth Tarver Dr. Cajus – Robin Leggate Bardolfo – Peter Hoare Pistola – Gwynne Howell
The Royal Opera Chorus The Orchestra of the Royal Opera House
Bernard Haitink
Inszenierung: Graham Vick
Gruß Philidor
:hello
Philidor (23.12.2020, 14:28): Simpson wurde aufgerufen ...?
Robert Simpson: Sinfonie Nr. 1
Royal Philharmonic Orchestra Vernon Handley
London Philharmonic Orchestra Sir Adrian Boult
Nu joh ... der Brüller isset nich, wa? Macht aber ganz schön Krach. Das wusste schon Shakespeare: Viel Lärm ...
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (23.12.2020, 14:42): Natalie Dessay - The Opera Singer
Philidor (23.12.2020, 16:52): Würzig ist das Lamm.
G. F. Händel: Messiah
Lucy Crowe, Tim Mead, Andrew Staples, Christopher Purves Le Concert d'Astrée Emmanuelle Haim
Großartig. Wenn diese Aufnahme meine bisherigen Favoriten (Pinnock, Christie) vielleicht nicht ganz verdrängt hat, so steht sie diesen doch an der Seite.
Gruß Philidor
:hello
palestrina (23.12.2020, 18:06):
Giuseppe Verdi/Arrigo Boito: Otello
Otello - Carlo Cossutta Desdemona - Margaret Price Jago - Gabriel Bacquier Cassio - Petr Dvorský Emilia - Jane Berbié Lodovico - Kurt Moll Montano - Stafford Dean Roderigo - Kurt Equiluz Un araldo - Hans Helm
Wiener Sängerknaben, Chor der Wiener Staatsoper Wiener Philharmoniker, Georg Solti
Margaret Price ist eine ideale Desdemona.
Gruß Amonasro Hallo lieber Amonasro, ich weiß nicht ob Frau Price die Desdemona je auf der Bühne gesungen hat, jedenfalls ist sie auf der Aufnahme für meine Ohren unglaublich GUT, wie du ja auch schon bestätigt hast! :beer
Was man allerdings nicht unbedingt von Bacquier sagen kann, und Cosutta ist nur gut, OK es gibt schlechtere! ;) Allerdings sind die Nebenrollen trefflich besetzt, und das Orchester hat auch mein Wohlwollen!
LG palestrina
Marcie (23.12.2020, 18:12): @xarddam
Angeregt durch Deine "Entdeckungsreise", höre ich auch mal wieder die Nullte aus diesem Set:
michael74 (23.12.2020, 18:15): @xarddam
Angeregt durch Deine "Entdeckungsreise", höre ich auch mal wieder die Nullte aus diesem Set:
Hallo habe die Mahler Sinfonien 1 und 2 gestern von der Zusammensetzung gehört.
jetzt läuft.
Gruß Michael
Marcie (23.12.2020, 18:30):
Mahler Sinfonien 1 und 2 gestern von der Zusammensetzung gehört. Mahler und Haitink geht FÜR MICH überhaupt nicht zusammen, aber das sieht offenbar der Großteil der Musikliebhaber anders.
Gruß Michael Oh, die liegt auch seit Kurzem in meinem Warenkorb. Was ist das für Musik, gefällt sie Dir? Wäre ja glatt etwas für unseren neuen Komponist*innen-Thread!
Philidor (23.12.2020, 18:37): Rouvali und seine Göteborger Sinfoniker spielten Sibelius vom Feinsten.
Jean Sibelius
En Saga op. 9 Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39
Gothenburg Symphony Santtu-Matias Rouvali
Gruß Philidor
:hello
michael74 (23.12.2020, 18:37): Oh, die liegt auch seit Kurzem in meinem Warenkorb. Was ist das für Musik, gefällt sie Dir? Wäre ja glatt etwas für unseren neuen Komponist*innen-Thread! kleine Hörprobe
Philidor (23.12.2020, 19:50): Hier die erste CD aus dieser Box - weihnachtliches Vorglühen.
Deutsche Barock-Weihnacht
Ricercar Consort La Fenice Choeur de Chambre de Namur Capella Sancti Michaelis Bernard Foccroulle, Orgel
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (23.12.2020, 22:20): Hier Spätromantik:
Richard Strauss: "Tanz der sieben Schleier", op.54
Walzer aus "Schlagobers", op. 70
"Josephslegende", symphonisches Fragment, op. 63
Staatskapelle Dresden, Rudolf Kempe
Grüße
Jan :hello
Philidor (24.12.2020, 08:55): Weiter mit Dusapin.
Pascal Dusapin: Quatuor VI ("Hinterland", 2009) Hapax pour quatuor à cordes et orchestre
Arditti Quartet Orchestre Philharmonique de Radio France Pascal Rophé
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.12.2020, 10:04): Hier Gregorianischer Choral zum Tage.
Hymnus ad Laudes matutines tempore Nativitatis Domini (A solus ortus cardine)
Proprium ad Missam in vigilia in Nativitate Domini Ordinarium der dritten Messe zur Weihnachtszeit
Introitus: Hodie scietis ... Domini est terra ... Golroia patri ... Hodie scietis Kyrie V Gloria V Graduale: Hodie scietis ... Qui regis Israel, intende ... Alleluia: Crastina die Offertorium: Tollite portas Sanctus V Agnus Dei V
Choralschola der Wiener Hofburgkapelle P. Hubert Dopf S. J.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.12.2020, 10:22): Nun Bachs Choralkantate zum Tage - Leipzig anno 1724.
J. S. Bach: "Gelobet seist du, Jesus Christ" BWV 91
Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij Bach Collegium Japan Masaaki Suzuki
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (25.12.2020, 10:48): Inland
Louis Thomas Hardin (Moondog) • Für Fritz, Chaconne in a-Moll Emilie Levienaise-Farrouch • Louella Bryce Dessner • Ornament and Crime (2015) • Ornamente 2 + 3 Philip Glass • Etüden für Klavier, Buch 1 (1994) • Etüde Nr. 9 William Susman • Quiet Rhythms, Band I (2010) • Prologue No. 9 – Action No. 9 Meredith Monk • Railroad (Travel Song) für Klavier (1981) Michael Nyman • The Heart Asks Pleasure First (Aus dem Film "Das Piano") (Teil 2) für Klavier (1993) Hans Otte • Das Buch der Klänge für Klavier solo (1979-1982) • Teil 2 Nico Muhly • A Hudson Cycle für Klavier (2005) • A Hudson Cycle Gavin Bryars • Ramble on Cortona, für Klavier (2010) Louis Thomas Hardin (Moondog) • Elf Dance Wim Mertens • Struggle for Pleasure (1983) Pēteris Vasks • Die Gadalaiki (Die Jahreszeiten) (2010) • 1. Balta ainava – White Scenery
Vanessa Wagner, Klavier
Philidor (25.12.2020, 10:58): "Richtert nicht, auf dass ihr nicht gerichtert werdet". Aber die Solisten entschädigen für manches.
J. S. Bach: "Jauchzet, frohlocket" BWV 248/1 (Teil I des Weihnachtsoratoriums)
Gundula Janowitz, Christa Ludwig, Fritz Wunderlich, Franz Crass Münchener Bach-Chor Münchener Bach-Orchester Karl Richter
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.12.2020, 11:34): Hier nochmal der Jubilar.
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15
Krystian Zimerman, Klavier London Symphony Orchestra Sir SImon Rattle
Tiefsinnig ausgeleuchtet. Aller Betriebsamkeit HIPer Aufnahmen abhold.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.12.2020, 12:10): Nun wieder auf der fetzigen Seite, gleichwohl auch festlich.
Wolfgang Amadé Mozart: Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543
Ensemble Resonanz Riccardo Minasi
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.12.2020, 12:55): Hinterher wieder Graupner.
Christoph Graupner: "Jauchzet, ihr Himmel, erfreue dich, Erde" Kantate zum 1. Christtag
Amaryllis Dieltiens, Lothar Blum, Stefan Geyer Ex tempore Mannheimer Hofkapelle Florian Heyerick
Eine Arie mit obligater Pauke ohne Trompeten - wow. Rarität.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.12.2020, 13:22): Weiter mit Gregorianischem Choral zum Tage.
Proprium in Nativitate Domini ad Missam in die Ordinarium der dritten Messe zur Weihnachtszeit
Introitus: Puer natus est nobis ... Cantate Domino canticum novum ... Gloria patri ... Puer natus est nobis Kyrie V Gloria V Graduale: Viderunt omnes ... Notum fecit Dominus ... Alleluia: Dies sanctificatus illuxit nobis Offertorium: Tui sunt caeli, et tua est terra Sanctus V Agnus Dei V Communio: Viderunt omnes ... Cantate Domino canticum novum ...
Choralschola der Wiener Hofburgkapelle P. Hubert Dopf S. J.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.12.2020, 13:37): Ein paar Jahrhunderte später:
Perotin: Viderunt omnes vierstimmiges Organum
Hilliard Ensemble
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.12.2020, 14:35): Weiter mit der Notre-Dame-Schule.
École Notre-Dame: Messe du Jour de Noël
Ensemble Organum Marcel Pérès
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.12.2020, 14:54): Und nochmals choralkantatiger Bach zum 1. Feiertag.
J. S. Bach: "Gelobet seist du, Jesu Christ" BWV 91
Katharine Fuge, Robin Tyson, James Gilchrist, Peter Harvey Monteverdi Choir English Baroque Soloists John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.12.2020, 15:36): Hinterher nochmal die erste Kantate aus dem WO.
Johann Sebastian Bach: "Jauchzet, frohlocket" BWV 248/1
Barbara Schlick, Michael Chance, Howard Crook, Peter Kooij Collegium Vocale Ghent Philippe Herreweghe
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.12.2020, 17:51): Wie immer man zur Liaison der Berliner mit Sir Simon steht - sie zeitigte ein paar Kinder, die ganz ansehlich geworden sind ...
Peter I. Tschaikowsky: Der Nussknacker
Berliner Philharmoniker Sir Simon Rattle
Gruß Philidor
:hello
Philidor (25.12.2020, 18:53): Nochmal die Choralkantate zum Tage.
Johann Sebastian Bach: "Gelobet seist du, Jesu Christ" BWV 91
Lisa Larsson, Annette Markert, Christoph Prégardien, Klaus Mertens The Amsterdam Baroque Orchestra & Choir Ton Koopman
Gruß Philidor
:hello
Marcie (26.12.2020, 07:11):
Philidor (26.12.2020, 09:25): Hier die Choralkantate zum zweiten Feiertag.
Johann Sebastian Bach: "Christum wir sollen loben schon" BWV 121
Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij Bach Collegium Japan Concerto Palatino (Zink und Posaunen) Masaaki Suzuki
Gruß Philidor
:hello
Philidor (26.12.2020, 10:23): Am zweiten Feiertag.
J. S. Bach: "Und es waren Hirten in derselben Gegend" BWV 248/2 (Teil II des Weihnachtsoratoriums)
Christa Ludwig, Fritz Wunderlich, Franz Crass Münchener Bach-Chor Münchener Bach-Orchester Karl Richter
Gruß Philidor
:hello
Philidor (26.12.2020, 12:19): Schöner sterben.
Giacomo Puccini: La Bohème
Rodolfo -Teodor Ilincai Mimì – Hibla Gerzmava Marcello – Gabriele Viviani Musetta – Inna Dukach Colline – Kostas Smoriginas Schaunard – Jacques Imbrailo Benoît – Jeremy White Alcindoro – Donald Maxwell
Tiffin Children‘s Chorus Royal Opera Chorus Orchestra of the Royal Opera House
Andris Nelsons
Inszenierung: John Copley
Gruß Philidor
:hello
Philidor (26.12.2020, 13:13): Nun ein doppelter Eliot.
Johann Sebastian Bach: Christum wir sollen loben schon" BWV 121
(i) Ann Monoyios, Sara Mingardo, Rufus Müller, Stephan Loges (ii) Katharine Fuge, William Towers, James Gilchrist, Peter Harvey
The Monteverdi Choir English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (26.12.2020, 14:58): Hier Messiaens geniales Weihnachtswerk mit der Großmeisterin dieses Repertoires ...
Olivier Messiaen: La Nativité du Seigneur
Jennifer Bate Danion-Gonzalez-Orgel der Kathedrale zu Beauvais (IV/77)
... einmal im Jahr muss das sein. Für mich ist das einfach die hinreißendeste (mir bekannte, klar) Aufnahme eines Jahrhundertwerks der Orgelliteratur.
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (26.12.2020, 15:52): Peter Dickinson - Piano Concerto & Outcry & Organ Concerto Howard Shelley, Klavier; Jennifer Bate, Orgel; Meriel Dickinson, Mezzo-Sopran The London Concert Choir, City of London Sinfonia, Nicholas Cleobury BBC Symphony Orchestra, David Atherton
Philidor (26.12.2020, 16:32): Nun weihnachtliche Konzerte. Rau, bisweilen fetzisch.
Arcangelo Corelli: Concerto grosso op. 6 Nr. 8 ("fatto per la notte die Natale")
Antonio Vivaldi: Concerto "Il Riposo" ("per il Natale")
Giuseppe Torelli: Concerto à 4 op. 8 Nr. 6 ("per il Santissimo Natale")
Antonio Vivaldi: Pasotrale della Sonata op. 13 Nr. 4
Pietro Antonacci: Sinfonia Pastorale
Johann Christoph Pez: Concerto Pastorale
Francesco Manfredini: Concerto grosso op. 3 Nr. 12 ("per il Santissimo Natale")
Il giardino armonico Giovanni Antonini
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (26.12.2020, 17:46): Star of Heaven - The Eton Choirbook Legacy Nesciens mater, und anderes The Sixteen, Harry Christophers
Philidor (26.12.2020, 18:46): Hinterher nochmal die zweite Kantate aus dem WO.
Johann Sebastian Bach: "Und es waren Hirten in derselben Gegend" BWV 248/2
Barbara Schlick (nur Engel), Michael Chance, Howard Crook, Peter Kooij Collegium Vocale Ghent Philippe Herreweghe
Gruß Philidor
:hello
Philidor (26.12.2020, 19:12): Hinterher wieder Graupner.
Christoph Graupner: "Sie eifern um Gott" Kantate zum 2. Christtag, hier bezogen auf den Stephanustag (26. Dezember)
Amaryllis Dieltiens, Lothar Blum, Stefan Geyer Ex tempore Mannheimer Hofkapelle Florian Heyerick
Gruß Philidor
:hello
Sfantu (26.12.2020, 19:20):
Heinrich von Herzogenberg
"Die Geburt Christi", Weihnachtsoratorium op.90 Alexandra Steiner, Sopran Barbara Werner, Alt Tilman Lichdi & Benedikt Nawrath, Tenor Philipp Gaiser & Michael Bauer, Baß Ökumenischer Hochschulchor Würzburg Herzogenberg Orchester Würzburg - Matthias Beckert (CD, cpo, 2006)
Dieses volkstümliche Weihnachtsoratorium mit einer Dauer von knapp 1 1/2 Stunden ist in seiner Grundstimmung feierlich & besinnlich & stark gottesdienstlich orientiert. Die Bibeltexte aus den verschiedenen Evangelien verwob der Komponist mit traditionellen Weihnachtsliedern, zu welchen die Gemeinde ausdrücklich mitsingen darf. Nicht eine Evangelisten-Partie schildert das Geschehen - die Solisten wechseln einander ab. Oftmals gehen die Rezitative fließend in die Chöre über. Herzogenberg lehnt sich gerade in den Rezitativen hörbar an barocke Vorbilder an, in den Chören kommen nur sehr behutsam romantische Harmonien zur Geltung. Keine eilenden Tempi, nur selten einmal wird es laut. Fast vernimmt man einen sanften Trauerflor über dem Ganzen. So als sollten wir von Beginn an spüren, daß es dereinst einen Karfreitag geben wird. Friedrich Spitta unterteilt sein Libretto in drei Abschnitte: die Verheißung, die Erfüllung & die Anbetung. Der Beginn des Schlußteils mit der einleitenden "Hirtenmusik" & dem attaca folgenden "Kommet, ihr Hirten" verzaubert mit bukolischen Oboen-Soli im Wechselspiel mit dem Chor in sanft wiegender Weihnachtsidylle - ein Bijou!
Alle Beteiligten machen ihre Sache tadellos. Eine - wie gesagt - Festtagsmusik der Innenschau.
Jan Van Karajan (26.12.2020, 19:27): Hier Kraftvolles:
Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 4 in c-moll, op.43
London Philharmonic Orchestra, Bernard Haitink
Dieser Zyklus gefällt mir wirklich gut :times10 .
Grüße
jan :hello
Amonasro (26.12.2020, 19:46):
Arrigo Boito: Mefistofele
Mefistofele - Nicolai Ghiaurov Faust - Luciano Pavarotti Margherita - Mirella Freni Marta - Nucci Condò Wagner - Piero De Palma Elena - Montserrat Caballé Pantalis - Della Jones Nereo - Robin Leggate
London Opera Chorus, Trinity Boy's Choir National Philharmonic Orchestra, Oliviero De Fabritiis
Gruß Amonasro
Philidor (26.12.2020, 20:07): Leibzsch, 25. Dezember 1723.
Johann Sebastian Bach: Magnificat Es-Dur BWV 243a (mit den weihnachtlichen Einlagesätzen)
Carolyn Sampson, Ingeborg Danz, Mark Padmore, Sebastian Noack Collegium Vocale Gent Philippe Herreweghe
Gruß Philidor
:hello
Marcie (26.12.2020, 20:08):
Marcie (26.12.2020, 21:20):
Jan Van Karajan (26.12.2020, 22:45): Hier Liszt:
Franz List: Orpheus
Prometheus
Mazeppa
Festklänge
Symphonische Dichtungen
London Philharmonic Orchestra, Bernard Haitink
Grüße
Jan :hello
Philidor (27.12.2020, 08:31): Hier die Choralkantate zum dritten Feiertag.
Johann Sebastian Bach: "Ich freue mich in dir" BWV 133
Yukari Nonoshita, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij Bach Collegium Japan Concerto Palatino (Zink und Posaunen) Masaaki Suzuki
Gruß Philidor
:hello
Philidor (27.12.2020, 09:11): Am dritten Feiertag.
J. S. Bach: "Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen" BWV 248/3 (Teil III des Weihnachtsoratoriums)
Gundula Janowitz, Christa Ludwig, Fritz Wunderlich, Franz Crass Münchener Bach-Chor Münchener Bach-Orchester Karl Richter
Gruß Philidor
:hello
Philidor (27.12.2020, 13:12): Hier Mendelssohn.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Kantate "Vom Himmel hoch"
Krisztina Laki, Berthold Possemeyer Kammerchor Stuttgart Württembergisches Kammerorchester Frieder Bernius (nein, ich mache jetzt keine "Me Too"-Diskussion auf)
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (27.12.2020, 16:31): Hier Schubertiaden und dabei Gedichte von Goethe:
Franz Schubert: Symphonien Nr. 3 und 4
Chamber Orchestra of Europe, Claudio Abbado
Kürzlich laß ich, dass Schubert vermutlich homosexuell war und entsprechende Kontakte unterhielt. Wo genau ich das gelesen habe, weiß ich nicht mehr. Die "Tragische" schrieb er mit 17 Jahren. Ich vermute, ohne es beweisen zu können, dass er sich in dieser Zeit über seine Sexualität klar wurde und seine Erfahrungen in der Symphonie verarbeitete. Grüße Jan :hello
michael74 (27.12.2020, 16:41): Hier Schubertiaden und dabei Gedichte von Goethe:
Franz Schubert: Symphonien Nr. 3 und 4
Chamber Orchestra of Europe, Claudio Abbado
Kürzlich laß ich, dass Schubert vermutlich homosexuell war und entsprechende Kontakte unterhielt. Wo genau ich das gelesen habe, weiß ich nicht mehr. Die "Tragische" schrieb er mit 17 Jahren. Ich vermute, ohne es beweisen zu können, dass er sich in dieser Zeit über seine Sexualität klar wurde und seine Erfahrungen in der Symphonie verarbeitete. Grüße Jan :hello Ist die Aufnahme von 2009 oder 2015?
tapeesa (27.12.2020, 16:42): All the Ends of the Earth - Contemporary & Medieval Vocal Music -
Judith Weir - All the Ends of the Earth Kyrie Eleison, Stella Maris, andere "anonymous"-Werke, sowie Werke von James Week, Bayan Northcott, John Dunstable, Michael, Finnissy, Robin Holloway, Jonathan Harvey, Gabriel Jackson
The Choir of Gonville & Caius College, Cambridge, Geoffrey Webber
Jan Van Karajan (27.12.2020, 17:15): Hier Schubertiaden und dabei Gedichte von Goethe:
Franz Schubert: Symphonien Nr. 3 und 4
Chamber Orchestra of Europe, Claudio Abbado
Kürzlich laß ich, dass Schubert vermutlich homosexuell war und entsprechende Kontakte unterhielt. Wo genau ich das gelesen habe, weiß ich nicht mehr. Die "Tragische" schrieb er mit 17 Jahren. Ich vermute, ohne es beweisen zu können, dass er sich in dieser Zeit über seine Sexualität klar wurde und seine Erfahrungen in der Symphonie verarbeitete. Grüße Jan :hello Ist die Aufnahme von 2009 oder 2015? Anscheinend wurde die Aufnahme 2015 veröffentlicht, anscheinend stammt die Aufnahme aber aus den Achtzigern. Grüße Jan
Sfantu (27.12.2020, 18:26):
Gottfried Heinrich Stoelzel
Epistel-Kantaten zu Weihnacht "Siehe, ich sehe den Himmel offen" am II. Weyhnachts=Feyertage "Wenn Dein Wort offenbahrt wird" am III. Weyhnachts=Feyertage "Kündlich groß ist das Geheimnis" am III. Weyhnachts=Feyertage
Christine Maria Rembeck, Sopran Schirin Partowi, Alt Andreas Post, Tenor Albrecht Pöhl, Baß Kammerchor der Marien Kantorei Lemgo Handel's Company - Johannes Homburg (CD, Dabringhaus & Grimm, 2003)
Gestern & heute liefen diese drei hübschen kleinen Epistel-Kantaten. Besonders "Kündlich groß ist Dein Geheimnis" bringt u. a. durch die konzertierende Solo-Oboe reizvolle Glanzlichter. Hier sind nur die beiden weiblichen Solisten beteiligt. Der Sopran ist permanent etwas in den Hintergrund gedrängt, weshalb man ohne das Textheft kaum eine Chance hat, das Gesungene zu verstehen. Frau Partowi verfügt über ein kerniges, klares Timbre (eher selten unter den vielen schwammig gurrenden Alt-Stimmen, die man sonst meist hört). Daß sie vereinzelt keinen optimalen Registerausgleich hinbekommt, wiegt weniger schwer, es fördert vielleicht sogar einen reizvollen gestalterischen Bruch zutage. Andreas Pöhl gestaltet routiniert in bühnenaffiner Manier, der glockenklare Tenor Andreas Posts erfreut zudem mit glasklarer Diktion. Der Chor könnte konturierter, plastischer gestalten, das Instrumental-Ensemble spielt stimmig ausgefeilt. Die von D & G hervorgehobene natürliche Klang-Philosophie überzeugt mich hier nicht. Die etwas diffuse Kirchen-Akustik (Sankt Marien zu Lemgo) verschluckt leider die eine Ecke oder die andere Kante. Stoelzel selbst verfasste die Texte. Eine gewisse Eleganz beweisen sie allemal. Teils sind einzelne Wendungen aus heutiger Sicht aber auch ungewollt schrullig:
So stürme denn der Feind auf unsre Ruh Und halt, wenn uns ein Trost erscheint Nur Aug und Ohren zu Er stoß, er stein'ge uns zu Welt hinaus Jagt er uns endlich doch In jenes Freuden=Haus Wo es uns ewig wohlergeht
Philidor (27.12.2020, 18:29):
Ist die Aufnahme von 2009 oder 2015? DIe Aufnahmen der Sinfonien mit dem Chamber Orchestra of Europe stammen m. W. alle aus den 1980ern.
In der Box sind jedoch auch andere Werke, bei denen weiß ich es nicht. Bei der Messe Nr. 6 Es-Dur spielen die Wiener Philharmoniker.
Gruß Philidor
:hello
Philidor (27.12.2020, 18:30): Hier Puccini.
Giacomo Puccini: Il tabarro
Michele – Lucio Gallo Giorgetta – Eva-Maria Westbroek Luigi – Aleksandrs Antonenko Tinca – Alan Oke Talpa – Jeremy White Frugola – Irina Mishura
Giacomo Puccini: Suor Angelica
Suor Angelica – Ermonela Jaho La zia principessa – Anna Larsson La badessa – Irina Mishura La suora zelatrice – Elena Zilio La maestra delle novizie – Elizabeth Sikora Suor Genovieffa –Anna Devin Suor Osmina – Eryl Royle Suor Dolcina – Elizabeth Key La suora infirmiera – Elizabeth Woolett
Royal Opera Chorus Orchestra of the Royal Opera House
Sir Antonio Pappano
Inszenierungen: Richard Jones
Gruß Philidor
:hello
michael74 (27.12.2020, 18:56): Ist die Aufnahme von 2009 oder 2015? DIe Aufnahmen der Sinfonien mit dem Chamber Orchestra of Europe stammen m. W. alle aus den 1980ern. In der Box sind jedoch auch andere Werke, bei denen weiß ich es nicht. Bei der Messe Nr. 6 Es-Dur spielen die Wiener Philharmoniker.
Gruß Philidor
:hello merci
Jan Van Karajan (27.12.2020, 19:05): Ist die Aufnahme von 2009 oder 2015? DIe Aufnahmen der Sinfonien mit dem Chamber Orchestra of Europe stammen m. W. alle aus den 1980ern. In der Box sind jedoch auch andere Werke, bei denen weiß ich es nicht. Bei der Messe Nr. 6 Es-Dur spielen die Wiener Philharmoniker.
Gruß Philidor
:hello Danke für den Hinweis, lieber Philidor :) . Das fiel mir vorhin auch auf. Grüße Jan :hello
Marcie (27.12.2020, 19:18): Also die Shaham-Box ist der Knaller! Was für fantastische Platten. :times10
Philidor (27.12.2020, 19:19): Nun wieder ein doppelter Eliot.
Johann Sebastian Bach: "Ich freue mich in dir" BWV 133
(i) Katharine Fuge, Derek Lee Ragin, Julian Podger, Gotthold Schwarz (ii) Katharine Fuge, Robin Tyson, James Gilchrist, Peter Harvey
The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Philidor (27.12.2020, 19:52): Hier nochmals Bach zum Tage.
Johann Sebastian Bach: "Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen" BWV 248/3
Barbara Schlick, Michael Chance, Howard Crook, Peter Kooij Collegium Vocale Ghent Philippe Herreweghe
Gruß Philidor
:hello
palestrina (28.12.2020, 09:43): Also die Shaham-Box ist der Knaller! Was für fantastische Platten. :times10
Hallo Marcie, das werde ich ihm ausrichten wir haben uns via Skype am Neujahrstag verabredet! :leb Wir kennen uns schon über 20Jahre!
LG palestrina
Philidor (28.12.2020, 09:59): Hier Bachs Choralkantate zum Sonntag nach Weihnachten.
Johann Sebastian Bach: "Das neugeborne Kindelein" BWV 122
Yukari Nonoshita, Timothy Kenworthy-Brown, Makato Sakurada, Peter Kooij Bach Collegium Japan (Streicher 3/3/2/1/1, Chor 3/3/3/3) Masaaki Suzuki
Gruß Philidor
:hello
Philidor (28.12.2020, 11:41): Heute il terzo di trittico.
Giacomo Puccini: Gianni Schicchi
Gianni Schicchi - Lucio Gallo Lauretta - Ekaterina Slurina Zita - Elena Zilio Rinuccio - Francesco Demuro Gherardo - Alan Oke Nella - Lisa Anne Robinson Gherardino -Filippo Turkheimer Betto di Signa - Jeremy White Simone - Gwynne Howell Marco - Robert Poulton Ciesca - Marie McLaughlin Spinelloccio - Henry Waddington Amantio di Nicolao - Enrico Fissore Pinellino - Daniel Grice Guccio - John Mulloy
Royal Opera Chorus Orchestra of the Royal Opera House
Sir Antonio Pappano
Inszenierung: Richard Jones
Gruß Philidor
:hello
tapeesa (28.12.2020, 12:27): Franz List: Orpheus Den Verschreiber Liszt / List finde ich hier recht originell :) , bin auch bei Prometheus und dem Feuer-Klau :engel (Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag dir übrigens noch nachträglich ;) ) _____________________________
Benjamin Britten - Four Sea Interludes op. 33a (aus Peter Grimes) BBC Philharmonic, Edward Gardner
Kaija Saariaho - Nymphea Reflection (Text: Arseniy Alexandrovich Tarkovsky, Übersetzung: Kitty Hunter-Blair) Oltra Mar (1999) - I. Départ II. Amour III. Vagues IV. Temps V. Souvenir de vagues VI. Mort (in Erinnerung an Gérard Grisey) VII. Arrivée Pia Freund, Gabriel Suovanen Tapiola Chamber Choir Finnish Radio Symphony Orchestra, Jukka-Pekka Saraste
und noch:
John Luther Adams - Become Ocean Seattle Symphony, Ludovic Morlot
Philidor (28.12.2020, 13:25): Hier nochmal BWV 11 x 11 + 1.
Johann Sebastian Bach: "Das neugeborne Kindelein" BWV 122
Katharine Fuge, Daniel Taylor, James Gilchrist, Peter Harvey The Monteverdi Choir English Baroque Soloists Sir John Eliot Gardiner
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (28.12.2020, 13:35):
Franz List: Orpheus Den Verschreiber Liszt / List finde ich hier recht originell :) , bin auch bei Prometheus und dem Feuer-Klau :engel (Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag dir übrigens noch nachträglich ;) ) _____________________________
Hier gerade "divers Vermischtes" rund ums Meer / mare, vom Streaminganbieter gesammelt unter "Tiefes Blau" gelistet.
Benjamin Britten - Four Sea Interludes op. 33a (aus Peter Grimes) BBC Philharmonic, Edward Gardner
Kaija Saariaho - Nymphea Reflection (Text: Arseniy Alexandrovich Tarkovsky, Übersetzung: Kitty Hunter-Blair) Oltra Mar (1999) - I. Départ II. Amour III. Vagues IV. Temps V. Souvenir de vagues VI. Mort (in Erinnerung an Gérard Grisey) VII. Arrivée Pia Freund, Gabriel Suovanen Tapiola Chamber Choir Finnish Radio Symphony Orchestra, Jukka-Pekka Saraste
und vorerst noch:
John Luther Adams - Become Ocean Seattle Symphony, Ludovic Morlot Vielen Dank, liebe tapeesa :) . Mein Verschreiber war mir noch gar nicht aufgefallen :D . Aber er ist ja recht passend :D . Grüße Jan :hello
Philidor (28.12.2020, 15:02): Angeregt durch Xaardams Anfrage.
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll Urfassung 1873
Philharmoniker Hamburg Simone Young
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (28.12.2020, 16:11): Hier Französisches:
Claude Debussy: Preludes (Buch 1)
Yuri Egerov
Grüße
Jan :hello
Philidor (28.12.2020, 17:08): ... und durch die andere Anfrage inspiriert:
Jean SIbelius
En Saga op. 9 Tapiola op. 112
Finnisches RSO Hanna Lintu
Gruß Philidor
:hello
Amonasro (28.12.2020, 17:25): Aus der Arte-Mediathek:
Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave/Arrigo Boito: Simon Boccanegra (Fassung von 1881)
Simon Boccanegra - Christian Gerhaher Amelia Grimaldi - Jennifer Rowley Jacopo Fiesco - Christof Fischesser Gabriele Adorno - Otar Jorjikia Paolo Albiani - Nicholas Brownlee Pietro - Brent Michael Smith Capitano dei balestrieri - Savelii Andreev Un'ancella di Amelia - Siena Licht Miller
Chor der Oper Zürich Philharmonia Zürich, Fabio Luisi Regie: Andreas Homoki
Diese Aufführung vom 6. Dezember 2020 stand ganz im Zeichen von Corona. Auf der Bühne befanden sich nur die Solisten und an manchen Stellen (maskierte) Statisten. Auch hielten die Sänger meistens Abstand, die üblichen Umarmungen in den Wiedererkennungsszenen entfielen dementsprechend. Das Publikum bestand nur aus 50 Personen. Chor und Orchester befanden sich nicht im Opernhaus, sondern etwa 1 Kilometer entfernt und wurden live ins Opernhaus übertragen. Das Orchester klingt etwas flach, wie es live im Opernhaus klang, ist natürlich eine andere Frage. Das düstere Bühnenbild besteht aus vorwiegend grauen, wenig möbilierten Innenräumen auf einer Drehbühne. Das in der Musik omnipräsente maritime Element wird durch ein Boot unterstrichen, an dem in den diversen Erzählungen/Rückblenden die verstorbene Maria, Giovanna oder Amelia als Kind zu sehen sind. Christian Gerhaher ist zwar kein stimmgewaltiger, aber sehr intensiv gestaltender Boccanegra. Er spielt den Dogen hektisch-neurotisch, als einen sichtlich von der Vorgeschichte Gezeichneten. Die übrigen Sänger sind okay, hinterlassen aber keinen bleibenden Eindruck. Die Ratsszene, in der die Interaktion mit der Volksmenge eine große Rolle spielt, leidet unter der Abwesenheit des Chors. Die Szenen Amelia/Gabriele sind relativ einfallslos mit den üblichen Standardgesten präsentiert. Die Schlussszene, in der Boccanegra nicht wie sonst theatralisch zu Boden fällt, sondern langsam im Hintergrund abgeht, finde ich dagegen sehr gelungen.
Gruß Amonasro
Philidor (28.12.2020, 19:50): Hier gab's nochmal Puccini.
Giacomo Puccini: Turandot
Turandot – Lise Lindstrom Calaf – Marco Berti Liù – Eri Nakamura Timur – Raymond Aceto Ping – Dionysios Sourbis Pang – David Butt Philip Pong – Doug Jones Altoum – Alasdair Elliott Ein Mandarin - Michel de Souza
Royal Opera Chorus Orchestra of the Royal Opera House
Henrik Nánási
Inszenierung: Andrei Serban
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (28.12.2020, 20:05): Hier wieder Liszt:
Franz Liszt:
Heroide funebre
Hungaria
Hamlet
London Philharmonic Orchestra, Bernard Haitink
Grüße
Jan :hello
Marcie (28.12.2020, 21:02): Mmmmmh, ich schwelge mich immernoch begeistert durch die Shahambox, momentan mit:
Jan Van Karajan (28.12.2020, 22:00): Nun Düsteres: , Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 6 in h-moll, op. 54
Concertgebouw Orchester, Bernard Haitink
Solch düstere Musik ist nichts für Naturen, die zu depressiven Stimmungen neigen. Ich höre hier die Qualen des Stalinismus und einen unterdrückten Künstler heraus.
Grüße
Jan :hello
Jan Van Karajan (28.12.2020, 22:30): Jetzt wieder Mendelssohn:
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Symphonie Nr. 3 in a-moll, op.56
Gewandhausorchester Leipzig, Kurt masur
Grüße
jan :hello
Philidor (28.12.2020, 22:32): Symphonie Nr. 6 in b-moll Ähem ... das, was in englischsprachigen Ländern als B Major oder b minor bezeichnet wird, ist bei uns eher H-Dur bzw. h-Moll. :beer Und das liegt nicht an einer anderen Frequenz des verwendeten Kammertons ...
Jan Van Karajan (28.12.2020, 22:34): Vielen Dank für den Hinweis, mein lieber Philidor :D . Normalerweise passiert mir das nicht so schnell. Ich bitte um Nachsicht :) . Grüße Jan :hello
Jan Van Karajan (28.12.2020, 22:35): Schon geändert :)
Andréjo (29.12.2020, 00:37): Nun Düsteres:
Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 6 in h-moll, op. 54
Solch düstere Musik ist nichts für Naturen, die zu depressiven Stimmungen neigen. Ich höre hier die Qualen des Stalinismus und einen unterdrückten Künstler heraus. Es ist immer eine Gratwanderung, Jan. Manchmal hilft mir das Düstere gerade dann, wenn ich zum Depressiven neige. Das müsste man näher darlegen - aber ich denke, das will ich jetzt dennoch nicht versuchen. :)
Es gibt da eine Steigerung, würde ich mal behaupten - einen Komponisten, den ich sehr schätze. Man kann ihn allerdings nicht wirklich mit Schostakowitsch vergleichen.
Es ist der Schwede Allan Pettersson. Sagt Dir der Name etwas oder ist diese Frage beleidigend für Dich?
Aber ich sehe, dass es doch schon einen kleinen Faden dazu gibt - neben diversen einzelnen Kommentaren anderweitig:
Die Sinfonien Allan Petterssons - nachtschwarze Brachial-Sinfonik?
Pettersson ist nun zwar nicht mein absoluter Lieblingskomponist - weil es da einfach zu viele davon gibt und viele auch bequemer sind -, aber ich habe schon viele Stunden mit seiner Musik verbracht und besitze sie praktisch vollständig zumindest in je einer Einspielung. Geschrieben habe ich auch schon einige Male an anderen Orten über ihn.
Schönen Gruß,
Wolfgang
Maurice inaktiv (29.12.2020, 01:35): Es ist immer eine Gratwanderung, Jan. Manchmal hilft mir das Düstere gerade dann, wenn ich zum Depressiven neige. Es gibt da eine Steigerung, würde ich mal behaupten - einen Komponisten, den ich sehr schätze. Man kann ihn allerdings nicht wirklich mit Schostakowitsch vergleichen.
Es ist der Schwede Allan Pettersson. S Allerdings ist Pettersson wirklich "hardcore". Ich kenne keinen weiteren Komponisten, der Depressivität so eindringlich und nahezu "selbtzerstörender" in Musik umsetzen konnte wie er. Dagegen sind die Filmmusiken zu Alfred Hitchcocks Filme "fröhliche Volksweisen". Man möge mir diesen Vergleich verzeihen, aber mir fällt gerade nichts Anderes ein als Vergleich. Ich hätte auch etwa Mahlers 1.Satz der 5.Sinfonie nennen können.
Ich kann eigentlich mit solcher Musik ganz gut umgehen, da mir Moll-Werke oftmals mehr "liegen", aber bei Pettersson hatte ich wirklich die "weiße Fahne" gehisst, das war mir einfach "to much". Das ist wirklich nichts für Leute mit schwachen Nerven und dem Hang zur Depression. Solche Werke sind wirklich alles andere als "Mainstream".
Cetay (inaktiv) (29.12.2020, 03:18):
Gustav Mahler; Sinfonie Nr. 7 e-Moll Tschechisches Radio Sinfonie Orchester, Jiri Stárek
Eine meiner liebsten Mahler-CDs, auf der nicht das Lied von der Erde drauf ist.
Philidor (29.12.2020, 08:01): Hier gab's nochmal die Choralkantaten zu den drei Weihnachtstagen nebst dem Sonntag nach Weihnachten.
Johann Sebastian Bach
"Gelobet seist du, Jesu Christ" BWV 91 "Christum wir sollen loben schon" BWV 121 "Ich freue mich in dir" BWV 133 "Das neugeborne Kindelein" BWV 122
BWV 91, 121, 133: Dorothee Blotzky-Mields, Ingeborg Danz, Mark Padmore, Peter Kooij BWV 122: Vasiljka Jezovšek, Sarah Connolly, Mark Padmore, Peter Kooij
Collegium Vocale Gent
Philippe Herreweghe
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (29.12.2020, 09:18): Natürlich ist es immer eine Gradwanderung. Das ist mir durchaus bewusst. Diese Aussage war auch nicht ganz ernst gemeint, ich dachte nur, auf diese Weise könnte ich mein Empfinden zu dieser Symphonie besser darlegen. Ich sehe aber ein, dass diese Aussage etwas unangemessen war. Von Peterssen habe ich tatsächlich noch nie gehört. Muss ich mich nochmal mit beschäftigen :) . Grüße Jan :hello
Jan Van Karajan (29.12.2020, 10:44): Nun auf nach Italien:
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Symphonie Nr. 4 in A-Dur, op. 90, "Italienische" Gewandhausorchester Leipzig, Kurt Masur Grüße Jan :hello
Philidor (29.12.2020, 11:50): Hier wurde geringt, äh, gerungen.
Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen Vorabend – Das Rheingold
Wotan – John Bröcheler Alberich – Henk Smit Loge – Chris Merritt Fricka – Reinhild Runkel Freia – Carola Höhn Donner – Jürgen Freier Froh – Albert Bonnema Mime – Graham Clark Fasolt – Peter Mikuláš Fafner – Carsten Stabell Erda - Anne Gjevang Woglinde – Gabriele Fontana Wellgunde – Hanna Schaer Floßhilde – Catherine Keen
Residentie Orkest, Den Haag
Hartmut Haenchen
Inszenierung: Pierre Audi
Gruß Philidor
:hello
Klassiknerd (29.12.2020, 13:33): Dann starte ich mal hier meine Mitgliedschaft:
Elektra - Abbado, Kupfer (Wiener Staatsoper).
Ich mag die Intensität dieser Aufführung sehr, sowohl musikalisch als auch szenisch.
Jan Van Karajan (29.12.2020, 13:58): Willkommen bei uns im Forum :)
Philidor (29.12.2020, 14:42): Es geht um Anton Bruckner's 3. Sinfonie, die ich mir als nächstes in den kommenden Wochen immer mal wieder etwas genauer zu Gehör bringen möchte.
Bei der Auswahl was ich mir da anhören sollte, bin ich schon ein bissel verwirrt. RSO Frankfurt, Eliauh Inbal (Urfassung, m. E. immer vorzuziehen) Danke an Cetay für den Hinweis. Habe mir diese Aufnahme nach langer Zeit mal wieder reingezogen. Geradlinig. Sehr gutes Blech. Manchmal, gerade bei den leiseren Stellen, etwas fett im Klang, sozusagen Dauerhochdruck. Das finde ich bei Frau Young differenzierter.
Aber die Scheibe macht schon ordentlich Laune!
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll Urfassung 1873
RSO Frankfurt (so hie0en die damals noch) Eliahu Inbal
Habe beim Abhören gesehen, dass mein Streaming-Dienstleister die GA mit dem RSO Frankfurt komplett anbietet, einschließlich Null und Doppelnull. Da ist ein Lauschangriff fällig ...
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (29.12.2020, 14:46): Jetzt wieder Schubert:
Franz Schubert: Symphonie Nr. 6 in C-Dur, D 589
Chamber Orchestra of Europe, Claudio Abbado
Zum Niederknien, dieser Zyklus :down .
Grüße
Jan :hello
tapeesa (29.12.2020, 15:04): Dann starte ich mal hier meine Mitgliedschaft Hallo :hello
______________________
George Crumb - Songs, Drones, and Refrains of Death (1962 - 68) & Quest (1994) Ensemble New Art, Fuat Kent
Philidor (29.12.2020, 17:45): Aus gegebenem Anlass gönne ich mir eine Doppel-Null. Die freilich einer Ergänzung zur Tripel-Null bedarf. Dazu später. Hier zunächst:
Anton Bruckner: Sinfonie f-Moll ("Sinfonie Nr. 00")
RSO Frankfurt Eliahu Inbal
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (29.12.2020, 19:04): Hier wieder Tongemälde:
Franz Liszt:
Hunnenschlacht
Die Ideale
Von der Wiege bis zum Grabe
Mephisto-Walzer Nr.1
London Philharmonic Orchestra, Bernard Haitink
Grüße
Jan :hello
Philidor (29.12.2020, 19:04): Nun also die Null.
Anton Bruckner: Sinfonie d-Moll ("Nullte")
RSO Frankfurt Eliahu Inbal
Feine Aufnahmen, da gibt's nix. - Inbal gibt dem Affen etwas mehr Zucker als der recht nüchterne Günter Wand.
Ja, ja, der Günter Wand, wurde allenthalben gelobt wegen seiner sachlichen Darstellungen - was in der 1980ern und 90ern vor dem Hintergrund von Jochum und Karajan bei Bruckner (von Kna und Schuricht und Furti ganz zu schweigen) geschah. War halt ein neuer Stil der Bruckner-Wiedergabe, so ganz emotionslos, ohne die überwältigenden Accelerandi, ohne die atemberaubenden Momente des Innehaltens.
Mittlerweile scheint man doch zu merken, dass bei Wand vielleicht das Entscheidende fehlte, was bei Jochum et al. vielleicht im Übermaß vorhanden gewesen sein mag. Der Kaiser ist nackt. A bisserl Weihrauch hat noch keinen umgebracht. Das rechte Maß macht es ...
Gruß Philidor
:hello
Marcie (29.12.2020, 19:47): Eine der meist gehörten Neuentdeckungen dieses Jahres für mich:
Maurice inaktiv (29.12.2020, 21:14): Feine Aufnahmen, da gibt's nix. - Inbal gibt dem Affen etwas mehr Zucker als der recht nüchterne Günter Wand. Ach, und wenn Du meinst, das Günter Wand nicht so recht der geeignete Bruckner-Dirigent gewesen sei, sei mal so nebenbei bemerkt, dass Wand ausschließlich die Nr.1-9 eingespielt und dirigiert hat, die Studiensinfonien und die Nr.0 nicht, weil sie Bruckner für "ungiltig" erklärt hatte. Du stehst damit auch in der Minderheiten-Ecke, auch wenn Du beharrlich andere Ansichten von Dir gibst.
Später dirigierter nur noch die Nr.3-9 , die beiden anderen Sinfonien auch nicht mehr.
michael74 (29.12.2020, 21:37): Eine der meist gehörten Neuentdeckungen dieses Jahres für mich:
Hallo Marcie,
hattest du dich eigentlich für die Sinfonien von Emilie Mayer entschieden?
Gruß Michael
Jan Van Karajan (29.12.2020, 22:00): Zum Abend Geistliches:
Ludwig van Beethoven: Missa Solemnis, op. 123
Gundula Janowitz
Christa Ludwig
Fritz Wunderlich
Walter Berry
Wiener Singverein
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
Grüße
Jan :hello
Marcie (29.12.2020, 22:23): Eine der meist gehörten Neuentdeckungen dieses Jahres für mich:
Hallo Marcie, hattest du dich eigentlich für die Sinfonien von Emilie Mayer entschieden?
Gruß Michael Bisher habe ich diese noch nicht bestellt. Glaube, ich warte noch, bis sie im Preis, wie meist bei den cpo-Veröffentlichungen, auf 7,95 € gesunken sind.
Philidor (29.12.2020, 22:46): Ach, und wenn Du meinst, das Günter Wand nicht so recht der geeignete Bruckner-Dirigent gewesen sei, sei mal so nebenbei bemerkt, dass Wand ausschließlich die Nr.1-9 eingespielt und dirigiert hat, die Studiensinfonien und die Nr.0 nicht, weil sie Bruckner für "ungiltig" erklärt hatte. Du stehst damit auch in der Minderheiten-Ecke, auch wenn Du beharrlich andere Ansichten von Dir gibst. Jessas - was habe ich denn Böses gesagt? Ist doch ein Forum mit freier Meinungsäußerung, oder?
By the way: Du unterstellst mir, ich hätte gesagt, dass "Günter Wand nicht so recht der geeignete Bruckner-Dirigent gewesen sei". Das habe ich nicht gesagt.
Ich habe meine Sichtweise beschrieben: Ganz grob - vor Wand dominierten Jochum und Karajan das Feld, dazu gab es Aufnahmen mit Schuricht, Kna, Furtwängler und anderen. Wands Lesarten wirkten da erfrischend anders, schlanker, mit weniger Tempovariation, sachlicher. (Rosbauds Aufnahmen waren wohl noch nicht so bekannt, wie sie es verdient hätten.) Den Beckenschlag samt sonstigem Schlagwerk in der Siebten ließ er weg - horribile dictu! Kein Wunder, dass diese Aufnahmen gehyped wurden. Gelobt wurden sie mMn zu Recht. In dieser Zeit - 1980er Jahre. Aber da waren ja auch Autos mit Katalysator gerade hip. Die Welt hat sich halt weiter entwickelt ...
Wands Bruckner-Aufnahmen finde ich ja nicht schlecht. War sogar meine erste GA, die dann mit Hamburger und Lübecker Live-Aufnahmen ergänzt wurde. Ist dreißig Jahre her. Seitdem ist mein Bruckner-Bild halt etwas weiter geworden.
Wenn Du meine Meinung als Minderheiten-Meinung bezeichnest, dann kann ich damit leben. Auch wenn mir die statistische Grundlage dafür schleierhaft ist. Jedenfalls schaue ich nicht in die Charts, wenn ich zum Plattenregal gehe oder den Streamer anschmeiße.
Und jetzt hoffe ich doch, dass Du damit leben kannst, dass es andere Vorlieben als die von Dir dargestellte Mehrheitsmeinung und das von Dir dargestellte Weltbild in Sachen Bruckner-Interpretation gibt. :beer
Gruß Philidor
:hello
Maurice inaktiv (30.12.2020, 01:02): Jessas - was habe ich denn Böses gesagt? Ist doch ein Forum mit freier Meinungsäußerung, oder? Die steht aber auch genau so MIR zu. Und DU hast Dich auf Aufnahmen bezogen, die Wand niemals eingespielt hat.
By the way: Du unterstellst mir, ich hätte gesagt, dass "Günter Wand nicht so recht der geeignete Bruckner-Dirigent gewesen sei". Das habe ich nicht gesagt. Beitrag gekürzt, Administration
Und jetzt hoffe ich doch, dass Du damit leben kannst, dass es andere Vorlieben als die von Dir dargestellte Mehrheitsmeinung und das von Dir dargestellte Weltbild in Sachen Bruckner-Interpretation gibt. Beitrag gekürzt, Administration
Es ist FALSCH, dass Du bei Inbal zugleich auf Wand hinweist, dabei ihn kritisierst, aber ihn überhaupt nicht in Bezug auf Inbals Einspielungen der offiziell NICHT zu Bruckners Werken zu zählenden Sinfonien VOR der Nr.1 kritisieren KANNST, da es von Wand überhaupt keine Einspielungen DIESER Werke gibt.
Beitrag gekürzt, Administration Belege mir mal, wo Günter Wand in den Studiensinfonien und der Nr.0 Deiner Meinung nach welche Dinge nicht nach DEINEM Geschmack dirigiert hat. Ich wünsche Dir viel Spaß dabei. Es gibt keine Aufnahmen von ihm mit diesen Werken.
Die Sinfonien Nr.1 und 2 hat er nur in Köln eingespielt, sonst nie wieder. Auch die Nr.3 gibt es wohl nur zwei Mal: mit dem WDR-SO, im Rahmen der GE der Sinfonien, und einmal und Hamburg noch. Mir sind bis heute keine weiteren Einspielungen bekannt. Vielleicht noch in den Archiven irgendwo, keine Ahnung.
Beitrag gekürzt, Administration Wands Bruckner-Aufnahmen finde ich ja nicht schlecht. War sogar meine erste GA, die dann mit Hamburger und Lübecker Live-Aufnahmen ergänzt wurde. Ist dreißig Jahre her. Seitdem ist mein Bruckner-Bild halt etwas weiter geworden. Weiter heißt nicht unbedingt, dass es "gültiger" ist. Es ist Deine Ansicht, und die wird Dir auch niemand nehmen. Warum auch?
Ich habe meine Sichtweise beschrieben: Ganz grob - vor Wand dominierten Jochum und Karajan das Feld, dazu gab es Aufnahmen mit Schuricht, Kna, Furtwängler und anderen. Wands Lesarten wirkten da erfrischend anders, schlanker, mit weniger Tempovariation, sachlicher. (Rosbauds Aufnahmen waren wohl noch nicht so bekannt, wie sie es verdient hätten.) Den Beckenschlag samt sonstigem Schlagwerk in der Siebten ließ er weg - horribile dictu! Kein Wunder, dass diese Aufnahmen gehyped wurden. Gelobt wurden sie mMn zu Recht. In dieser Zeit - 1980er Jahre. Aber da waren ja auch Autos mit Katalysator gerade hip. Die Welt hat sich halt weiter entwickelt ... Beitrag gekürzt, Administration
Denn Wand hat noch bis 2001 fantastische Einspielungen in Hamburg, Berlin und München hinterlassen, die später entstanden sind. Und da gab es noch den anderen Wand. Daher frage ich mich schon, welchen Weg Du eingeschlagen hast, und wer hier wo stehen geblieben ist.
Beitrag gekürzt, Administration
Cetay (inaktiv) (30.12.2020, 04:54): Ich glaube zu verstehen, was Philidor meint. Ich war auch mal Wand-Fan, aber im Laufe der Zeit hat sich das gewandelt und mir erschien, was er nach dem Kölner Zyklus gemacht, zu "professoral". Wenn man drei Sinfonien mit Inbal gehört hat, sind Quervergleiche durchaus erlaubt, auch wenn Wand zwei davon gar nicht und eine davon nur zweimal eingespielt hat. Mir kanns egal sein, weil ich Bruckner nicht mehr höre. Ich will aber leise Zweifel anmelden, ob ein Streitstil, der Begriffe wie "Mist" und "Stuss" einschliesst, einen Mehrwert bringt.
Hier spielt jetzt ein Evergreen von 'richtiger' CD:
John Cage; Solo für 'Cello Friedrich Gauwerky
Solo for Cello (aus dem Concert for Piano and Orchestra) 59 1/2 Seconds for a String Player Altas Eclipticalis (Version für Violoncello und Violoncello Playback) Variations I (Realisierung für Violoncello Solo) Études Boréales
Feine Aufnahmen, da gibt's nix. - Inbal gibt dem Affen etwas mehr Zucker als der recht nüchterne Günter Wand. Und DU hast Dich auf Aufnahmen bezogen, die Wand niemals eingespielt hat. Ja. Mir ist bekannt, wie Wand "seinen" Bruckner in Köln, Lübeck und Hamburg spielen ließ. Nur die Sinfonien 1 bis 9 in Köln sowie die Sinfonien 3 bis 9 in Lübeck und Hamburg. Du hast vollkommen recht: Die Sinfonien 00 und 0 hat er wohl nicht eingespielt und die Sinfonien 1 und 2 nicht mehr nach Köln. Jedenfalls sind mir keine Aufnahmen bekannt, die Gegenteiliges belegen würden (was aber nichts heißen muss).
Beitrag gekürzt, Administration
Wenn ich Inbal nun mit den Sinfonien 00, 0 und 3 gehört habe und dort feststelle, dass Inbal das hervorragende Blech des RSO Frankfurt in meiner Wahrnehmung viel stärker von der Leine lässt, als ich das bei Wand jemals wahrgenommen habe, dann brauche ich für diese Feststellung keine Aufnahme der Sinfonien 00 und 0 mit Wand. Selbst ohne die Dritte mit Inbal gehört zu haben, wäre der Transfer möglich gewesen.
Im Übrigen gibt es die Ignorierfunktion. Belege mir mal, wo Günter Wand in den Studiensinfonien und der Nr.0 Deiner Meinung nach welche Dinge nicht nach DEINEM Geschmack dirigiert hat. Ich wünsche Dir viel Spaß dabei. Es gibt keine Aufnahmen von ihm mit diesen Werken. Wie gesagt - ich habe nie behauptet, dass Wand die Sinfonien 00 und 0 aufgenommen hat. Auch habe nicht behauptet, dass er sie dirigiert hätte. Beleidung entfernt, Administration Ob er sie dirigiert hat, weiß ich freilich ebensowenig mit letzter Gewissheit wie das mit den Aufnahmen. - Ob es da eventuell noch alte Rundfunkaufnahmen gibt? Wer weiß ...
Ich wünsche Dir viel Freude beim Hören der Bruckner-Aufnahmen mit Günter Wand! Beitrag gekürzt, Administration
Viele Grüße Philidor
:hello
Philidor (30.12.2020, 09:11): Hier lief der Jahreszeit angemessen:
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium (Teile I bis III)
Ruth Ziesak, Monica Groop, Christoph Prégardien, Klaus Mertens Vokalensemble Frankfurt Concerto Köln Ralf Otto
Diese Aufnahme schätze ich sehr. Zum einen ist das Solistenquartett nahe am Dreamteam-Status. Ruth Ziesak hatte gerade als Pamina bei den Salzburger Festspielen unter Solti Furore gemacht. Monica Groop war vielgefragte Sängerin, nicht nur im barocken Umfeld, wo ja vermehrt Countertenöre zum Einsatz kamen, sondern auch bei Mozarts da-Ponte-Opern (Cherubino und Dorabella mit Kuijken), Schubert-Liedern, im Elias bei Herreweghe und auch Sibelius ("Kullervo" mit Sir Colin Davis) und Schönberg ("Gurrelieder" mit Salonen). - Prégardien war einer der gefragtesten Evangelisten jener Zeit, Mertens war ein Fixpunkt in Koopmans Gesamtaufnahme der Bach-Kantaten und ebenfalls einer der führenden Sänger seines Fachs.
Concerto Köln war hier noch frisch - ein fantastischer Glücksgriff, deren lebendiges Spiel die Aufnahme sehr bereichert.
Dazu das Vokalensemble Frankfurt (nicht zu verwechseln mit dem heutigen Vocal Ensemble Frankfurt), von Otto noch in seiner Studentenzeit gegründet. Seinerzeit einer der führenden semiprofessionellen Chöre, der einige erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen hat.
Das Ganze wird geleitet von Ralf Otto, Professor für Chorleitung in Essen und jetzt in Mainz. Otto leitet seit über 30 Jahren höchst erfolgreich den Bachchor Mainz. Schwungvoll, differenziert, aber nie mit Überdruck oder Tempohatz. Tolle Aufnahme mit berührenden Momenten ("Schlafe, mein Liebster") ebenso wie mit viel Spielfreude, z. B. in den Rahmenchören der letzten Kantate.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (30.12.2020, 10:15): Heute mache ich es mal wie Philidor und höre Mozart am Morgen. Ich weiß, bei Philidor ist das eine Weile her: :D
Wolfgang Amadeus Mozart: Krönungsmesse
Anna Tomowa-Sintow
Agnes Baltsa
Werner Krenn
Jose van Dam
Wiener Singverein
Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
Grüße
Jan :hello
Maurice inaktiv (30.12.2020, 10:59): Mein lieber Maurice, ich meine, dass Du mit Deinem letzten Posting einige Grenzen überschritten hast. Auch solche, die im BGB gesetzt sind. - Beitrag gekürzt, Administration
Beitrag gekürzt, Administration
Da ich mich, wie ich meine, durchaus im Rahmen üblicher Meinungsäußerungen zu Aufnahmen bewege - und ich bin sicher nicht der einzige, dem Wands Bruckner-Exegesen auf Dauer doch zu sehr auf der sachlichen Seite angesiedelt sind -Beitrag gekürzt, Administration
Beitrag gekürzt, Administration
Im Übrigen gibt es die Ignorierfunktion. Nee, leider nicht. Beitrag gekürzt, Administration
Dennoch gibt es eine geistige Arbeitsweise, die nennt sich Transfer. Wenn ich Inbal nun mit den Sinfonien 00, 0 und 3 gehört habe und dort feststelle, dass Inbal das hervorragende Blech des RSO Frankfurt in meiner Wahrnehmung viel stärker von der Leine lässt, als ich das bei Wand jemals wahrgenommen habe, dann brauche ich für diese Feststellung keine Aufnahme der Sinfonien 00 und 0 mit Wand. Selbst ohne die Dritte mit Inbal gehört zu haben, wäre der Transfer möglich gewesen.
Allerdings stimme ich Dir zu, was das hervorragende Blech des RSO Frankfurt angeht. Das zieht sich durch die ganzen Bruckner-Aufnahmen durch bei Inbals Frankfurter Zyklus. Auch bei seinem Mahler mit dem gleichen Orchester ist das wahrnehmbar. Wir sind tatsächlich mal einer Meinung.
tapeesa (30.12.2020, 12:03): Wäre es möglich seitens der Administration alles, was tiefer Richtung Konflikt-Klärung geht, konsequent in den bereits vorhandenen foreninternen Konflikt-Thread zu verschieben? Würde ich begrüßen.
Edit: (habe noch was zur Ignore-Funktion, usw. rausgenommen) - würde aber auch begrüßen, wenn sich hier kein Diskussionsstil Richtung "die Mehrheit hat immer recht" einschleicht. Sowie hin zu Entwertungen jeglicher Art, mag ich eine Grenze setzen / und auch versuchen mich selbst nicht so zu verhalten. ______________________________
Quatuor Ardeo - XIII
Monteverdi • Madrigale, Band VIII SV 146-167: Hor che'l ciel e la terra e'l vento tace SV 147 (Bearb. für Streichquartett) Schubert • Streichquartett Nr. 13 in a-Moll op. 29 D 804 “Rosamunde” Purcell • Pavan in g-Moll (Z 752) & Chacony im g-Moll (Z 730) Schubert • Der Tod und das Mädchen op. 7/3 D 531 • Vorüber, ach, vorüber Crumb • Black Angels. Thirteen Images from the Dark Land for Electric String Quartet (Images I) (1970) - Departure, Absence, Return Schubert • Strophe aus "Die Götter Griechenlands" (Zweite Fassung) D 677 (Bearb. für Streichquartett) • Langsam, mit heiliger Sehnsucht
Sophie Pacini - In Between mit Werken von: Franz Liszt, Clara und Robert Schumann, Fanny Mendelssohn-Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy
Nicolas_Aine (30.12.2020, 13:15): Wäre es möglich seitens der Administration alles, was tiefer Richtung Konflikt-Klärung geht, konsequent in den bereits vorhandenen foreninternen Konflikt-Thread zu verschieben? Würde ich begrüßen.
Edit: (habe noch was zur Ignore-Funktion, usw. rausgenommen) - würde aber auch begrüßen, wenn sich hier kein Diskussionsstil Richtung "die Mehrheit hat immer recht" einschleicht. Sowie hin zu Entwertungen jeglicher Art, mag ich eine Grenze setzen / und auch versuchen mich selbst nicht so zu verhalten. Ich will aber leise Zweifel anmelden, ob ein Streitstil, der Begriffe wie "Mist" und "Stuss" einschliesst, einen Mehrwert bringt. Lieber Philidor, lieber Maurice Andre,
zwei Zitate, die zeigen, dass eure Streiterei leider nicht nur euch beide betrifft. Insofern würde ich euch bitten, den Streit einzustellen und Beleidungen und Angriffe zu unterlassen. Ihr könnt von mir aus gern weiter über Bruckner diskutieren, aber bitte gesittet. Alles unsachliche werde ich auch weiterhin konsequent löschen. Wir hatten doch grade erst Weihnachten, lasst uns doch an eine der Kernaussagen dieses Festes denken: Versöhnung! Falls es noch Redebedarf gibt, könnt ihr mich gerne per PM anschreiben, ich melde mich auch noch bei euch.
Viele Grüße, Nicolas_Aine
Jan Van Karajan (30.12.2020, 14:33): Auch ich möchte euch höflich bitten, euch zu vertragen :) . Nun weiter mit Debussy:
Claude Debussy: Preludes (Buch 2)
Yuri Egerov
Durch meine Beschäftigung mit Debussys Klavierwerk verstehe ich jetzt, warum er bereits der Moderne zugerechnet wird. Sehr innovativ, zu Anfang vielleicht ein bisschen abschreckend. Beim hören fühle ich mich teilweise auch an den späten Skrjabin erinnert. Gefällt mir ganz gut, ist aber nichts für jeden Tag. Ich bin auch schon gespannt auf die Kammermusik.
Grüße
Jan :hello Damit hätte ich meinen 200. Beitrag hier verfasst :)
Klassiknerd (30.12.2020, 14:42): "Many people learn how to talk, but they don´t learn how to listen. Listening to one another is an important thing in life. And music tells us how to do that"
Eines meiner liebsten Zitate zum Thema "Musik". Vom großen Claudio Abbado.
Ich finde es immer irritierend, wenn in Foren zu klassischer Musik andere Meinungen und sogar Personen herabgewürdigt werden. Musik sollte uns schulen, einander zu zu hören und zu verstehen. Damit ist nicht gemeint, dass alle einer Meinung sein müssen. Abweichende Meinungen können eine wichtige Anregung sein. Aber wenn Begriffe wie Mist oder Stuss fallen, ist der Austausch eigentlich vorbei.
Ich bin neu hier. Ein bekanntes Forum zum Thema "klassischer Musik" habe ich vor langer Zeit verlassen. Dort ging es mir zu sehr um Meinungsführerschaft und recht haben. Alles nach dem Prinzip "richtig oder falsch" oder "wahr oder unwahr". Wir reden hier doch aber über die großen Werke der Musik, über Kunst in ihrer ganzen Vielfalt. Das müsste Raum lassen für vielfältige Meinungen. Ich glaube nicht, an die eine wahre Intepretation großer Musikwerke. Gerade ihre Offenheit und Vielschichtigkeit macht meiner Meinung nach ihre Größe aus. Dabei liegen auch mir selbstverständlich manche Annäherungen durch Interpreten mehr als andere. Das macht die anderen aber noch nicht unwahr oder falsch.
Sorry! Das musste einfach nach dem, was ich hier gelesen habe raus, auch wenn es nicht zum Thema gehört. Ich bitte um Verständnis.
erstmal willkommen im Forum! Danke auch für die Worte, ich denke, ich sage nichts falsches, wenn ich behaupte, dass die Stimmung hier bei uns in aller Regel durchaus gut ist, insofern würde ich mich freuen, wenn Du trotz Deinem ersten Eindruck hier auch noch einen zweiten folgen lässt :)
Bei mir grade eine meiner ersten CDs, die ich als Kind geschenkt bekommen habe. Inzwischen ist sie nur noch selten im Player, mir gefallen andere Aufnahmen dann insgesamt doch besser, sowohl alte (Heifetz!) als auch neue (Neudauer!). Nichtsdestotrotz gefällt mir die Aufnahme nach wie vor, generell halte ich von ASM mehr als wohl die meisten hier :)
W.A. Mozart: VIolinkonzert Nr. 5 A - Dur KV219
Anne-Sophie Mutter, Violine Herbert von Karajan Berliner Philharmoniker
Amonasro (30.12.2020, 14:57):
Franz Liszt: Wagner-Transkriptionen
François Dumont (Klavier)
Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (30.12.2020, 14:59): Ich hab diese Aufnahme auf LP und ich liebe sie auch :) . Dazu kommen noch in der gleichen Besetzung die Violinkonzerte von Beethoven und Brahms sowie das Tripelkonzert von Beethoven mit Ma und Zeltser. :times10 Lieber Klassiknerd,
erstmal willkommen im Forum! Danke auch für die Worte, ich denke, ich sage nichts falsches, wenn ich behaupte, dass die Stimmung hier bei uns in aller Regel durchaus gut ist, insofern würde ich mich freuen, wenn Du trotz Deinem ersten Eindruck hier auch noch einen zweiten folgen lässt :)
Bei mir grade eine meiner ersten CDs, die ich als Kind geschenkt bekommen habe. Inzwischen ist sie nur noch selten im Player, mir gefallen andere Aufnahmen dann insgesamt doch besser, sowohl alte (Heifetz!) als auch neue (Neudauer!). Nichtsdestotrotz gefällt mir die Aufnahme nach wie vor, generell halte ich von ASM mehr als wohl die meisten hier :)
W.A. Mozart: VIolinkonzert Nr. 5 A - Dur KV219
Anne-Sophie Mutter, Violine Herbert von Karajan Berliner Philharmoniker
Philidor (30.12.2020, 15:08): Ehekrach mit Weltenfolgen.
Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen Erster Tag – Die Walküre
Dass Fricka hier mal als schwach und resigniert gezeigt wird, fand ich ganz spannend. Plausibler wird Wotans Planänderung dadurch allerdings nicht.
Bisher fand ich die Inszenierung eher langweilig. Schade.
Ausgesprochen gut finde ich das Orchesterspiel und das Dirigat von Hartmut Haenchen – flüssige Tempi, schön durchsichtig im Klang. Mag ich. – Leider ist der Gesang auf der großräumigen Bühne nicht immer gut eingefangen.
Noch ein Punkt zum Rheingold: Warum musste das auf zwei DVDs verteilt werden …? Ging bei Boulez, Levine I und Barenboim auch mit einer DVD. Ärgerlich, mitten im Rheingold die DVD wechseln zu müssen.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (30.12.2020, 16:32): Nun eine wahre Novität:
Claude Debussy: Jeux (Klavierfassung)
Jean-Pierre Armengaud
Grüße
Jan :hello
Philidor (30.12.2020, 17:35): Hier gabs das "kecke Beserl".
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 1 c-Moll (Linzer Fassung)
RSO Frankfurt Eliahu Inbal
Gruß Philidor
:hello
Andréjo (30.12.2020, 17:47): Debussy - The Complete Works
@ vorletzter Beitrag - von Jan v.K.:
Diese Integrale werde ich mir zwar nicht zulegen - also hoffentlich nicht :evil: - weil ich gewiss nicht alles, aber doch so viel von Debussy im Schrank finde, dass es mit Sicherheit exakte Überschneidungen (Werk plus Interpret(en)) geben wird. Ich muss auch nicht alle Vokalkompositionen von ihm als CD mein Eigen nennen.
Das Klavierwerk besitze ich mit mindestens zwei Interpreten mehr oder weniger komplett - das Problem scheint mir darin zu bestehen, dass meines Wissens nirgends alle reduzierten Versionen enthalten sein dürften, die Debussy selbst vorgenommen hat. Und noch komplexer wird es wohl, wenn man andere Bearbeiter heranzieht. (Das umgekehrte Phänomen ist mindestens ebenso interessant - so finde ich die Orchestrierungen der Préludes reizvoll ... und es gibt mehrere Versuche, auch wenn ich nur einen kenne ...)
Geschwätziger Rede kurzer Sinn: Es gibt also auch eine Klavierfassung der Jeux ... wieder was gelernt!
:) Wolfgang
Jan Van Karajan (30.12.2020, 17:54): Das wusste ich vorher aber auch nicht, lieber Wolfgang :D
Jan Van Karajan (30.12.2020, 17:56): Ich bin Gesamtaufnahmen ohnehin nicht abgeneigt, auch in so einem großen Fall
Andréjo (30.12.2020, 17:59): Ich bin Gesamtaufnahmen ohnehin nicht abgeneigt, auch in so einem großen Fall Ich auch nicht, lieber Jan. Und wenn man sich näher informiert über die Box, läuft einem schon das berühmte Wasser ... :D
Doch ich werde widerstehen ... X(
Jan Van Karajan (30.12.2020, 18:51): Denk an den Preis, dann geht es wieder :D
Amonasro (30.12.2020, 21:35):
Giacomo Puccini: Manon Lescaut
Manon Lescaut - Mirella Freni Lescaut - Dwayne Croft Il cavaliere Renato des Grieux - Luciano Pavarotti Geronte di Ravoir - Giuseppe Taddei Edmondo - Ramón Vargas L'oste - Federico Davia Il maestro di ballo - Anthony Laciura Primo musico - Cecilia Bartoli Il sergente degli arcieri - James Courtney Un lampionaio - Paul Groves Un commandante di marina - Federico Davia
Metropolitan Opera Orchestra and Chorus, James Levine
:times10 auch wenn mir Massenets Manon näher steht als Puccinis melodramatische Version.
Gruß Amonasro
Andréjo (30.12.2020, 21:59): Denk an den Preis, dann geht es wieder :D Allerdings! :)
Wobei die Box - objektiv betrachtet - ja gar nicht teuer ist.
Trotzdem ... :D
Jan Van Karajan (30.12.2020, 22:17): Das Problem ist, dass es selten bei einer Box bleibt :D ... Nun Kammermusik:
Johannes Brahms: Violinsonate Nr. 1 in G-Dur, op.78
Violinsonate Nr. 2 in A-Dur, op. 100
Violinsonate Nr. 3 in d-moll, op. 108
Maria Joao Pires, Klavier
Augustin Dumay, Violine
Wunderschön :down .
Grüße
Jan :hello
Philidor (30.12.2020, 22:33): Maria Joao Pires, Klavier
Augustin Dumay, Violine Was, diese Aufnahme ist in der Box ...? Die ist das Geld ja schon alleine wert ... ja ja, ich weiß, ist nicht mehr als eine Einzelmeinung. Aber auch nicht weniger! ;)
Dann bin ich auf den weiteren Inhalt mal gespannt.
Gruß Philidor
:hello
Jan Van Karajan (30.12.2020, 23:07): Ich teile deine Meinung, lieber Philidor. :) Morgen sind die Cellosonaten mit Serkin und Rostropowitsch dran :thumbsup: . Grüße Jan :hello
Philidor (30.12.2020, 23:15): Morgen sind die Cellosonaten mit Serkin und Rostropowitsch dran . Oha, noch so'n Knaller ... dann mal viel Vergnügen!
Gruß Philidor
:hello
Marcie (30.12.2020, 23:19): @Jan Van Karajan
Ich habe mir diese Debussy-Box auch gekauft und finde sie einfach toll. Mit einzelnen, dazu gekauften Platten ist man damit mehr als gut versorgt.
Ich habe mir grad auch wieder eine Box, nämlich die zu Weihnachten geschenkt bekommene, von Gil Shaham rausgeholt und höre:
Marcie (31.12.2020, 09:50): Und nochmal Shaham, mit zwei wundervollen Konzerten eines Komponisten, den ich zu meiner Schande bisher garnicht kannte:
Jan Van Karajan (31.12.2020, 10:15): @Marcie ich genieße ebenfalls die Streifzüge durch Debussys Werk :thumbsup: . @Philidor vielen Dank, ich freue mich auch schon sehr auf die Cellosonaten :) Grüße Jan :hello
Philidor (31.12.2020, 10:20): ich freue mich auch schon sehr auf die Cellosonaten Die liefen hier gerade zu meiner Freude:
Johannes Brahms
Cellosonate Nr. 1 e-Moll op. 38 Cellosonate Nr. 2 F-Dur op. 99
Mstislav Rostropovich, Violoncello Rudolf Serkin, Klavier
Gruß Philidor
:hello
Marcie (31.12.2020, 11:37): Ich höre weiter meine Weihnachtsgeschenke durch:
Nicolas_Aine (31.12.2020, 12:10): Und nochmal Shaham, mit zwei wundervollen Konzerten eines Komponisten, den ich zu meiner Schande bisher garnicht kannte:
schäm Dich! :P :rofl
ja, super Aufnahmen, auch die Zigeunerweisen finde ich fantastisch
Philidor (31.12.2020, 12:14): Hier zum Jahresausklang Bach aus der obersten Schublade:
Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll BWV 232
Dorothee Mields, Hana Blažíková, Damien Guillon, Thomas Hobbs, Peter Kooij Collegium Vocale Gent Philippe Herreweghe
Diese dritte Aufnahme unter Herreweghe finde ich schlichtweg hinreißend. In Bezug auf Solisten, Chor und Orchester und die ganze Anlage der Wiedergabe. Es geht sicher schneller, es geht sicher ruppiger und kratzbürstiger, es geht monumentaler, aber Herreweghes Mittelweg führt meine Ohren nach Rom.
Satie hatte angeregt: vielleicht möchtest Du eine neue Einleitung schreiben zum Werk, die wir dann an den Anfang stellen können? Den Rest kann ich dann ausschneiden und wenigstens verstümmelt wieder hinten dran hängen. Freue mich, das so etwas ausdrücklich erwünscht ist. Da denke ich mal drüber nach.
Gruß Philidor
:hello
Marcie (31.12.2020, 12:34): Und nochmal Shaham, mit zwei wundervollen Konzerten eines Komponisten, den ich zu meiner Schande bisher garnicht kannte:
schäm Dich! :P :rofl ja, super Aufnahmen, auch die Zigeunerweisen finde ich fantastisch Ja, die beiden Sarasate-Beigaben sind auch erste Sahne, bei der Carmen-Fantasie hatte ich hier regelrecht abgerockt! :thumbup:
Womit sollte ich wohl nach den beiden schönen Konzerten bei Wieniawski weiterhören?
Amonasro (31.12.2020, 13:03):
Claude Debussy:
Prélude à l'après-midi d'un faune Images pour orchestre Printemps
The Cleveland Orchestra, Pierre Boulez
Gruß Amonasro
Nicolas_Aine (31.12.2020, 13:38): ich mag die Variationen Op. 15 und beiden Polonaisen Op. 4 und 21 sehr gern, ebenso wie das Scherzo tarantelle Op. 16. In Geigerkreisen sind auch noch die Faust Variationen beliebt.
Amonasro (31.12.2020, 17:22):
Heitor Villa-Lobos: Sinfonien Nr. 6 & 7
São Paulo Symphony Orchestra, Isaac Karabtchevsky
Gruß Amonasro
tapeesa (31.12.2020, 19:21): Tan Dun - Symphonic poem on three notes (2012) Orchestral Theatre (1990) Konzert für Orchester (2012) 1. Light of Timespace 2. Scent of Bazaar 3. The Raga of Desert 4. The Forbidden City Hong Kong Philharmonic Orchestra, Tan Dun
Philidor (31.12.2020, 19:57): Hier gab's nochmal den Jubilar:
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73
Krystian Zimerman, Klavier Wiener Philharmoniker Leonard Bernstein
Gruß Philidor
:hello
Philidor (31.12.2020, 22:44): 'S'ist mal bei uns so Sitte ... an Silvester F+F: Fledermaus und Feuerzangenbowle (ohne Rühmann).
Johann Strauß II: Die Fledermaus
Gabriel von Eisenstein - Eberhard Wächter Rosalinde - Gundula Janowitz Frank - Erich Kunz Prinz Orlofsky - Wolfgang Windgassen Alfred - Waldemar Kmentt Dr. Falke - Heinz Holecek Dr. Blind - Erich Kuchar Adele - Renate Holm Frosch - Otto Schenk Ida - Sylvia Lukan
Wiener Staatsopernchor Wiener Philharmoniker
Karl Böhm
Inszenierung: Otto Schenk
Gruß Philidor
:hello
aiel (31.12.2020, 22:47):
Paarvo Järvi - Estonian National Symphony Orchestra Sibelius - Snöfrid und einiges mehr. ;)