Rachmaninov (18.11.2008, 16:00): Thread versteht sich von "slebst" :wink ?(
Nordolf (18.11.2008, 18:20): Danke für das Einrichten des Threads! Für mich hätte der ruhig im öffentlichen Bereich angesiedelt sein dürfen: - warum verbergen, das Klassikhörer auch mal etwas anderes hören? Ich kann allerdings auch die "Gegenseite" verstehen: - wenn man nach außen thematische Einheit demonstrieren möchte, hat das wohl seine Berechtigung. Grenzgänger wie Rypdal, Garbarek oder Hortobagyi würde ich aber gene weiter im öffentlichen Thread besprechen dürfen.
Witzigerweise läuft aber gerade tatsächlich "Klassikfremdes" bei mir:
Es handelt sich um "industriellen" Ambient: - atmosphärische Drones, scharfe und knarzige Töne, undefinierbare Geräusche, langgezogene Intervalle, mystisch-surreale Stimmungen und insbesondere ein gewisses urweltliches Flair prägen diese repetative, völlig un-tonale Musik. Cranioclast arbeiten viel mit Naturanklängen: - Lurch-Biotop-Samples und elektronisch erzeugte Tonfolgen, die wie das Flügelschlagen riesiger Urlibellen klingen, muten wie Impressionen aus vergangenen Erdzeitaltern an.
:hello Jörg
Rachmaninov (18.11.2008, 18:46): da ich viel Auto fahre, dort aber Klassik fast nicht hörbar ist läuft derzeit recht oft diese Scheibe
Jimi (18.11.2008, 20:22): Original von Rachmaninov da ich viel Auto fahre, dort aber Klassik fast nicht hörbar ist läuft derzeit recht oft diese Scheibe
für mich eines der schönsten ruhigeren Jazzalben.(ich höre aber auch sehr gerne "wildere" Sachen :D)
:hello Jimi
Rachmaninov (18.11.2008, 20:25): Original von Jimi Original von Rachmaninov da ich viel Auto fahre, dort aber Klassik fast nicht hörbar ist läuft derzeit recht oft diese Scheibe
?( verrätst du uns auch um was für eine Scheibe es sich handelt, ich kenn's vom Cover her nicht.
Porcupine Tree In Abstentia
Cetay (inaktiv) (18.11.2008, 22:59): Original von Nordolf atmosphärische Drones, scharfe und knarzige Töne, undefinierbare Geräusche, langgezogene Intervalle, mystisch-surreale Stimmungen und insbesondere ein gewisses urweltliches Flair prägen diese repetative, völlig un-tonale Musik. Cranioclast arbeiten viel mit Naturanklängen: - Lurch-Biotop-Samples und elektronisch erzeugte Tonfolgen, die wie das Flügelschlagen riesiger Urlibellen klingen, muten wie Impressionen aus vergangenen Erdzeitaltern an.
:hello Jörg
Das hört sich von der Beschreibung kaum anders an als vieles von dem klassischen Material, das du gerne hörst. :beer
Jürgen (19.11.2008, 09:17): Ummagumma von Pink Floyd
Dieses Album ist etwas abseits des Mainstream (zum Glück)
(Alteingefahrenen Reflexen folgend, hätte ich es fast in den Standard Faden geschrieben, uiuiuiuiu) :S
Das Cover alleine ist ja schon ganz große Kunst!
LadyMacbeth (19.11.2008, 12:05): viel britisch-irische Volksmusik (neudeutsch: Celtica). Ich bin über einen früheren Kollegen darauf gekommen, der als echter Hobby-Schotte sogar das Dudelsackspielen erlernt hat.
Manchmal Jazz - das ist aber stark stimmungsabhängig. Die Brubeck CDs "Brubeck meets Bach" kann ich aber in jeder Lebenslage hören.
Und nach sieben Jahren in einem türkischen Unternehmen verrirrt sich auch manchmal türkische Popmusik (Sertap, Tarkan) in meinen CD-Spieler. Wobei ich die CDs bevorzuge, die dann auch noch orientalisch klinngen und türkisch gesungen werden.
Und ab dem 1. Advent auch wieder das ein oder andere weihnachtliche Stück (dann aber eher klassisch). Ich habe eine sehr schöne CD mit amerikanischen Weihnachtsliedern im Swingstil. Das ist normalerweise nicht meine Musik, aber diese CD macht richtig gute Laune.
Bellini (19.11.2008, 14:13): Ich habe heute vormittag die ganze Zeit meinen Lieblingssender NDR-Kultur gehört, dann das Klavierkonzert Nr. 2 von Frederic Chopin und dann das Klavierkonzert Nr. 11 von Joseph Haydn (sind beide auf einer CD drauf) aber da mich die " rechtssuchenden" Bürger heute so ärgern und das Wetter mich in eine depressive Phase versetzt, habe ich mir jetzt mal was ganz anderes in den "CD-Kasten" gelegt und zwar Rammstein mit "Herzeleid". Das lässt mich nicht einschlafen und baut meine "Wut" ab.
Pollux (19.11.2008, 15:50): Hallo zusammen, habe schon lange nichts mehr gepostet, unter anderm auch, weil ich in den letzten Monaten praktisch keine Klassik gehört habe, mit Ausnahme von Schumanns Kreisleriana, die ziemlich oft lief (Horowitz 1969, falls es wen interessiert). Da ich in den letzten vier, fünf Jahren sehr viel klassische Musik gehört habe, kamen meine anderen musikalischen Interessen einfach zu kurz.
Zur Zeit höre ich hauptsächlich Jazz und Fusion, dazu jede Menge Filmmusik (die Klassik des armen Mannes :D) und natürlich meinen Leib- und Magenkomponisten Frank Zappa, der mit einem Oevre von mehr als 70 CDs - ein Drittel davon auch noch Doppel-CDs - schließlich auch nicht zu kurz kommen soll.
Ja, und dann ist da auch noch eine ganze Menge Funk, Soul und Rock, die mir zur Zeit ebenfalls mehr geben als als dieses ganze hochmögende Klassikzeug. :D Na, war nur Spaß. :haha
Pollux (19.11.2008, 15:52): Achja, wie's der Zufall so will, habe ich die Ummagumma gestern ebenfalls gehört, wenn auch nur die Live-Seite.
Jürgen (20.11.2008, 08:24): Original von LadyMacbeth viel britisch-irische Volksmusik (neudeutsch: Celtica). Ich bin über einen früheren Kollegen darauf gekommen, der als echter Hobby-Schotte sogar das Dudelsackspielen erlernt hat.
Hallo Lady,
hast Du schon mal Afro Celt Sound System gehört? Eine Mischung aus Senegalesischer und Irischer Volksmusik, Trance-mäßig aufgemacht. Die Alben wurden produziert in Peter Gabriels Realworld Studios. Ich kenne das erste Album seit 12 und das zweite seit etwa 8 Jahren und werde nicht müde, sie regelmäßig zu hören. Versuch's mal mit Probehören.
Grüße Jürgen
LadyMacbeth (20.11.2008, 11:39): Original von Jürgen Original von LadyMacbeth viel britisch-irische Volksmusik (neudeutsch: Celtica). Ich bin über einen früheren Kollegen darauf gekommen, der als echter Hobby-Schotte sogar das Dudelsackspielen erlernt hat.
Hallo Lady,
hast Du schon mal Afro Celt Sound System gehört? Eine Mischung aus Senegalesischer und Irischer Volksmusik, Trance-mäßig aufgemacht. Die Alben wurden produziert in Peter Gabriels Realworld Studios. Ich kenne das erste Album seit 12 und das zweite seit etwa 8 Jahren und werde nicht müde, sie regelmäßig zu hören. Versuch's mal mit Probehören.
Grüße Jürgen
Klingt sehr gut und spannend - ich werde mal suchen.
Tipp zurück: Rainer Dimmler. Wenn ihn jemand kennt, dann Leute hier im Hochtaunus, weil er in Kronberg lebt und hin und wieder mal hier im Umkreis auftritt. Er schreibt Musik für "Kinderinstrumente" wie Blockflöten, Xylophon und Gitarre. Das erste Mal habe ich ihn im Rahmen des "Homburger Sommers" bei "Musik zum Träumen" gehört. Die Sachen sind sehr beruhigend, meditativ und einfach nur schön. CDs gibt es auch (zu seinen Konzerten gehe ich immer mit viel Bargeld, da man sie dort direkt kaufen kann). Das ein oder andere gibt es auch über den Internetversand.
Nordolf (20.11.2008, 21:10): Original von Dox Orkh Original von Nordolf atmosphärische Drones, scharfe und knarzige Töne, undefinierbare Geräusche, langgezogene Intervalle, mystisch-surreale Stimmungen und insbesondere ein gewisses urweltliches Flair prägen diese repetative, völlig un-tonale Musik. Cranioclast arbeiten viel mit Naturanklängen: - Lurch-Biotop-Samples und elektronisch erzeugte Tonfolgen, die wie das Flügelschlagen riesiger Urlibellen klingen, muten wie Impressionen aus vergangenen Erdzeitaltern an.
:hello Jörg
Das hört sich von der Beschreibung kaum anders an als vieles von dem klassischen Material, das du gerne hörst. :beer
:engel Dramatische, barbarische Steigerungen und rauschhafte Streicherklangteppiche sucht man hier allerdings vergebens. :D Aber es gibt natürlich maches, das auch in der Klassik in diese Richtung geht. Beziehungsweise eher umgekehrt: - diese industrielle Avantgarde ist ja stark durch Scelsi, Cage, Messiaen, Stockhausen, Xenakis, Reich, Penderecki usw. beeinflusst worden.
Cetay (inaktiv) (21.11.2008, 08:05): Original von Nordolf Original von Dox Orkh Original von Nordolf atmosphärische Drones, scharfe und knarzige Töne, undefinierbare Geräusche, langgezogene Intervalle, mystisch-surreale Stimmungen und insbesondere ein gewisses urweltliches Flair prägen diese repetative, völlig un-tonale Musik. Cranioclast arbeiten viel mit Naturanklängen: - Lurch-Biotop-Samples und elektronisch erzeugte Tonfolgen, die wie das Flügelschlagen riesiger Urlibellen klingen, muten wie Impressionen aus vergangenen Erdzeitaltern an.
:hello Jörg
Das hört sich von der Beschreibung kaum anders an als vieles von dem klassischen Material, das du gerne hörst. :beer
:engel Dramatische, barbarische Steigerungen und rauschhafte Streicherklangteppiche sucht man hier allerdings vergebens. :D Aber es gibt natürlich maches, das auch in der Klassik in diese Richtung geht. Beziehungsweise eher umgekehrt: - diese industrielle Avantgarde ist ja stark durch Scelsi, Cage, Messiaen, Stockhausen, Xenakis, Reich, Penderecki usw. beeinflusst worden.
:hello Jörg
Wie überhaupt bei der gehobenen elektronischen Ambient Musik die Grenzen zur modernen Klassik sehr durchlässig sind. Der hauptsächliche Unterschied scheint mir zu sein, dass bei der klassischen Avantgarde mehrseitige esoterische Werkeinführungen dazugehören, während die Ambient-Gilde oft noch nicht mal Titel für ihre Werke vergibt. :P
Cetay (inaktiv) (21.11.2008, 08:38): Original von Rachmaninov http://www.jpc.de/image/w600/front/0/5099752040858.jpg
Ich hab mal gelesen (leider weiß ich die Quelle nicht mehr), dass bei 99 von 100 Jazz-Freunden diese Aufnahme dabei ist, wenn sie nach den 5 besten Alben aller Zeiten gefragt werden. Coltranes A Love Supreme wurde kaum weniger genannt. Man kann daher mit gutem Gewissen sagen, dass jemand, der den Jazz kennenlernen will, mit diesen beiden Alben anfangen sollte und wenn er sie nicht mag auch gleich wieder aufhören kann.
Rachmaninov (21.11.2008, 09:08): Original von Dox Orkh Original von Rachmaninov http://www.jpc.de/image/w600/front/0/5099752040858.jpg
Ich hab mal gelesen (leider weiß ich die Quelle nicht mehr), dass bei 99 von 100 Jazz-Freunden diese Aufnahme dabei ist, wenn sie nach den 5 besten Alben aller Zeiten gefragt werden. Coltranes A Love Supreme wurde kaum weniger genannt. Man kann daher mit gutem Gewissen sagen, dass jemand, der den Jazz kennenlernen will, mit diesen beiden Alben anfangen sollte und wenn er sie nicht mag auch gleich wieder aufhören kann.
Kind of Blue von Miles Davis ist "the most selling Jazz recording of all times" AFAIK. Sie ist die ultimative Aufnahme zum Anlage testen. Wenn hier kein Musik raus kommt kann man gleich wieder abschalten.
Die Coltrane habe ich noch nicht, ändert sich sehr bald...
HenningKolf (21.11.2008, 09:43): Man wird sicherlich gar nicht wenige Jazzfreunde finden, die KoBl sehr schätzen, aber mit ALS ihre Schwierigkeiten haben................ (damit erst gar keine falschen Vermutungen aufkommen: Ich habe und schätze beide Aufnahmen..........)
Gruß Henning
Jürgen (21.11.2008, 11:34): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41PAXQERY4L._SL500_AA240_.jpg
und danach Salisbury von Uriah Heep, gut eingebettete Brass Sektionen: http://ecx.images-amazon.com/images/I/410F7BJ307L._SL500_AA240_.jpg
Danach vielleicht wieder Klassik? Wer weiss, was ich tu.
Grüße Jürgen
satie (21.11.2008, 11:47): Hmmm...ich sehe schon, diese Ecke hier ist ein offenbar notwendiges Ventil gewesen...aber wir werden schon auch noch über Klassik diskutieren, oder? ?( :J
Rachmaninov (21.11.2008, 11:58): Original von Satie Hmmm...ich sehe schon, diese Ecke hier ist ein offenbar notwendiges Ventil gewesen...aber wir werden schon auch noch über Klassik diskutieren, oder? ?( :J
Sicher, aber es ist wohl so das klassik interessierte menschen sich wohl allgemein für vieles interessieren
cellodil (21.11.2008, 11:59): Original von Satie Hmmm...ich sehe schon, diese Ecke hier ist ein offenbar notwendiges Ventil gewesen...aber wir werden schon auch noch über Klassik diskutieren, oder? ?( :J
Lieber Satie,
ich finde das war eine hervorragende Idee von Dir, dieses Eckchen einzurichten. :thanks
Und wegen der Klassik, da mach' Dir mal vorerst keine Sorgen...
Herzliche Grüße
Sabine
satie (21.11.2008, 12:31): Original von Rachmaninov Original von Satie Hmmm...ich sehe schon, diese Ecke hier ist ein offenbar notwendiges Ventil gewesen...aber wir werden schon auch noch über Klassik diskutieren, oder? ?( :J
Sicher, aber es ist wohl so das klassik interessierte menschen sich wohl allgemein für vieles interessieren
Womit wir meiner Meinung nach aber ein großes Vorurteil widerlegt hätten! Ich persönlich finde, das Image ist sonst eher so, als würde man genau wie ein Bücherwurm zwischen seinen CD-Regalen sitzen, mit der Partitur in der Hand und mit ständig kritisch nach oben gezogener Braue auf ein leicht übertriebenes Vibrato oder ein nicht lupenrein intoniertes hohes C warten. Oder was sind da Deine Erfahrungen?
Rachmaninov (22.11.2008, 13:39): Original von Satie Original von Rachmaninov Original von Satie Hmmm...ich sehe schon, diese Ecke hier ist ein offenbar notwendiges Ventil gewesen...aber wir werden schon auch noch über Klassik diskutieren, oder? ?( :J
Sicher, aber es ist wohl so das klassik interessierte menschen sich wohl allgemein für vieles interessieren
Womit wir meiner Meinung nach aber ein großes Vorurteil widerlegt hätten! Ich persönlich finde, das Image ist sonst eher so, als würde man genau wie ein Bücherwurm zwischen seinen CD-Regalen sitzen, mit der Partitur in der Hand und mit ständig kritisch nach oben gezogener Braue auf ein leicht übertriebenes Vibrato oder ein nicht lupenrein intoniertes hohes C warten. Oder was sind da Deine Erfahrungen?
Also persönlich kenne ich KEINEN solchen Menschen!
HenningKolf (22.11.2008, 14:21): bei mir jetzt Musik, auch passend zum "Filmfaden"
Cetay (inaktiv) (22.11.2008, 16:04): Original von Satie Original von Rachmaninov Original von Satie Hmmm...ich sehe schon, diese Ecke hier ist ein offenbar notwendiges Ventil gewesen...aber wir werden schon auch noch über Klassik diskutieren, oder? ?( :J
Sicher, aber es ist wohl so das klassik interessierte menschen sich wohl allgemein für vieles interessieren
Womit wir meiner Meinung nach aber ein großes Vorurteil widerlegt hätten! Ich persönlich finde, das Image ist sonst eher so, als würde man genau wie ein Bücherwurm zwischen seinen CD-Regalen sitzen, mit der Partitur in der Hand und mit ständig kritisch nach oben gezogener Braue auf ein leicht übertriebenes Vibrato oder ein nicht lupenrein intoniertes hohes C warten. Oder was sind da Deine Erfahrungen?
Nicht zu vergessen sind diejenigen, die mit Stoppuhr und Taschenrechner bewaffnet die Einhaltung der metronomisch vorgeschriebenen Temporelationen überwachen. Hier hat die ständig nach oben gezogene Augenbraue schon tiefe Gramfurchen auf der Stirn hinterlassen. Diese Spezies findet man hauptsächlich in der Kritiken schreibenden Zunft oder in Klassikforen mit Gesichtskontrolle - parodon, Qualitätssicherungssystem.
Hier läuft passend zum Faden und zum grauen Wintereinbruch klassischer Doom:
Harte, rockige und vertrackte Klänge des Jazzkomponisten Klaus König: - basierend auf Gedichten von Edgar Allan Poe. Er bezeichnet das Ganze als Gothic Jazz.
Neben dem theatralisch-rockigen Gesang von Phil Minton ist auch die Schola Cantorum Virtualis zu hören, die zusätzliche harmonisch-mystische Akzente setzt. Ansonsten erklingen hier allerhand Trompeten, Saxophone, Posaunen, Klarinetten und Flöten, Harfe, Bass, Percussion und Schlagzeug - und zwei E-Gitarren, die ordentlich braten dürfen.
So ein Fetzer wie "Dreamland" geht nicht mehr so leicht aus dem Ohr: - genauso wie die atmosphärische, dunkle Ballade "The Sleeper" - oder "For Annie"... Herrlich auch die instrumentalen Stücke, in denen die Bläser über knallenden Rockrhythmen ihre wilden Improvisationen darbieten dürfen. Die Klangqualität ist ganz hervorragend.
Fazit: :times10
LazarusLong (26.11.2008, 12:12): Da es hier nicht ausschliesslich um Musik gehen muss (jedenfalls habe ich nichts dergleichen gelesen):
Ich bin zur Zeit recht viel mit dem Auto unterwegs und finde langsam aber sicher immer mehr Gefallen am guten alten Hörspiel, respektive an Bücherlesungen während der Fahrt. Zuletzt gehört: Alice im Wunderland Die Kinder von Troja (Wolfgang Hohlbein) Der kleine Hobbit Der Herr der Ringe
(und natürlich die Klassiker: Flitze Feuerzahn Bob Baumeister Bibbi Blocksberg etc. ad nauseam)
Hört ihr auch gelegentlich Hörspiele? (Von Rach weiss ich es, er hat mich vor einiger Zeit erst auf den Trichter gebracht.) Wenn ja, hätte ich gern ein paar Empfehlungen.
Können wir das schaffen? :D Frank
Rachmaninov (27.11.2008, 06:59): heute stehen ein paar Behördengänge an
Jürgen (27.11.2008, 12:20): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Wr-sfrBQL._SL500_AA240_.jpg
Anthony Phillips: The Geese and the Ghost, 1977
Das erste Solo-Album des Gitarristen und Gründungsmitglied von Genesis. Er ist allerdings schon bald aus der Band ausgestiegen, noch bevor es richtig los ging. Ich finde dieses Album atmosphärisch sehr dicht, überspringe aber die Vokalstücke regelmäßig.
Industriell-ritueller Ambient, der sich mit der Energie der Elemente beschäftigt. Die "naturnahen" Klangräume werden mit einer Mischung aus Perkussion, Schalen, Rasseln, einem Streichpsalter und elektronischen Effekten erzeugt. Ich assoziiere mit dieser Musik Höhlenrinnsale, Gebirgsbäche oder einfach Wasser und Stein.
Bei mir ist heute "Bluestag", gerade läuft meine Lieblingsbluesaufnahme der letzten paar Jahre:
Der "junge Wilde" Kenny Wayne Shepherd live zusammen mit einigen älteren Herrschaften die zum Teil 50-60 Jahre älter sind als er. ua B.B. King , Clarence "Gatemouth" Brown , Etta Baker usw. :
daniel5993 (30.11.2008, 13:37): Du hörst doch auch Gershwin, dann musst du Porgy & Bess mit Ella und Louis Armstrong haben. Einfach nur gigantisch :down :down :down:
Hallo Jimi,
Ich bin auf dem Gebiet des Jazz recht unerfahren (einerseits), andererseits höre ich schon seit frühsten Jahren Jazz, hab mir aber die Namen nie gemerkt. Also bin ich für jeden Tipp, jeden Hinweis Dankbar!
Jimi (01.12.2008, 17:55): Original von daniel5993 Ich bin auf dem Gebiet des Jazz recht unerfahren (einerseits), andererseits höre ich schon seit frühsten Jahren Jazz, hab mir aber die Namen nie gemerkt. Also bin ich für jeden Tipp, jeden Hinweis Dankbar!l
Hallo Daniel,
ich habe zwar vor allen in den 90er Jahren viel Jazz gehört und mir auch einige Cd's zugelegt(so etwa 140 cm im Cd-Regal ) aber ohne Anhaltspunkt Empfehlungen zu geben finde ich noch viel schwieriger als bei der Klassik und kann je nach Geschmack natürlich voll in die Hose gehen :ignore
Ich probiere es trotzdem mit der Platte mit der mir der Jazz näher gebracht wurde, und zwar war das so :
Als ich eine gute Freundin besuchte die ich nach der Schule eine Weile aus den Augen verloren hatte , stellte ich zu meiner Überraschung fest dass sie mittlerweile zum Jazzfan mutiert war :D. Auf meine Frage was sie mir denn so für den Anfang empfehlen würde hat sie von dieser Platte "Are you going with me" und "Au lait"aufgelegt :
Pat Metheny OFFRAMP http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0042281713828.jpg
Naja , ist ein sehr schöner Abend geworden :wink ... und ich habe mir gleich am nächsten Tag die Cd gekauft die dann eine Weile bei mir rauf und runter gelaufen ist.
:hello Jimi
Jürgen (02.12.2008, 11:53): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41l%2BvyGYgfL._SL500_AA240_.jpg
Andreas Vollenweider: Caverna Magica
Jimi (02.12.2008, 19:19): Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/41l%2BvyGYgfL._SL500_AA240_.jpg
Andreas Vollenweider: Caverna Magica
Jaaa der Vollenweider,
die habe ich direkt gekauft wie sie 83 oder 84 rum als cd rausgekommen ist. Den Vorgänger finde ich aber noch besser, hatte ich noch als Lp:
BEHIND THE GARDENES... für mich ein absoluter Megaklassiker :down :down :down
die technik ist grandios - leider kann er diese nur selten in stimmungsvolle und wirklich tiefgehende musik umsetzen. weniger wäre bei ihm manchmal wohl mehr. auf dieser cd spielt er das andante aus mozarts klavierkonzert nr. 21, klingt lustig.
proben seiner genialen technik gibts auf youtube: http://www.youtube.com/watch?v=HjXN3OLgoqs (stairway to heaven) http://www.youtube.com/watch?v=XeXQz_k20YI&feature=related u.v.m.
thwinter12 (04.12.2008, 21:48): Hallo allen,
"Dave Clarke presents "X-Mix: Electro Boogie"" Studio K7 o.J.
Ein "Kult-Mix" - wie auch die gesamte "X-Mix"-Reihe aus den 90ern... :down
Servas, Thomas
Jimi (07.12.2008, 17:18): Original von uhlmann bei mir jetzt der king of touch tapping mit seiner neuen platte: stanley jordan
die technik ist grandios - leider kann er diese nur selten in stimmungsvolle und wirklich tiefgehende musik umsetzen. weniger wäre bei ihm manchmal wohl mehr.
Das sehe ich genau so, allerdings habe ich von Jordan nur 1 CD auf der ua Stairway to Heaven mit drauf ist, wirklich sehr spektakulär, der Rest der Cd fällt dann im Vergleich dazu leider recht ab und wirkt irgendwie eintönig.
Vieleicht liegt es zum Teil an seiner spektakulären Spielweise selbst?
Sonny Landreth(spielt selber toll Slideguitar) auf der DVD CROSSROADS GUITARFESTIVAL 2007 über die E-Gitarre:
Die E-Gitarre, sie hat so ein uneingeschränktes Soundpotential wenn es um Farben und Stimmungen geht. Wenn man sie einsteckt fängt man an die Luft zu elektrisieren.
Ich glaube das Jordan mit seinem touch tapping zwar technisch eindrucksvolle "highspeed" Kunststücke herzaubern kann, aber auf der anderen Seite genau das Soundpotential und die Farben und Stimmungen beschneidet von denen Landreth spricht.
Hier mal ein Beispiel dass man auch mit normaler Spielweise alles unter einen Hut bringen kann: Technik , Feeling, Farben, Stimmungen. Für mich mit das eindrucksvollste was ich in den letzten paar Jahren von Newcomern auf der Gitarre so gehört habe :
Orianthi
und selbst Santana ist begeistert : Santana über Orianthi
:hello Jimi
Rachmaninov (08.12.2008, 21:32): meine aktuelle Leibspeise im Auto:
Jürgen (09.12.2008, 12:56): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41SdafxBLUL._SL500_AA240_.jpg
Heute morgen im Auto:
Yes: Yessongs, Yours is no disgrace & Starship Trooper
Es ging mir nicht aus dem Kopf. Daher höre ich nun: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41PN9BEQG4L._SL500_AA240_.jpg YES: Tales from Topographic Oceans - Komplett
Neben Relayer das beste Yes Album, nach meinem Geschmack zumindest. Als Teenager hatte ich ein paar Jahre Schwierigkeiten mit Yes-Musik, insbesondere mit diesen beiden Alben. Aber mit etwa 19 hat es geschnackelt und seither komme ich nicht mehr davon los. :down
Grüße Jürgen
ab (09.12.2008, 14:17): Mir haben im meiner Jugend immer die Yes-Shows am besten gefallen.
Gestern hörte ich auch wieder einmal etwas, was seit Jahren nicht mehr lief, nämlich das Debut-Album von Talking Heads (Fear of Muisc war davon stets mein Lieblingsalbum) . Musik um Sänger David Byrne habe ich einst sehr viel gehört.
Cetay (inaktiv) (10.12.2008, 11:43): Original von Jürgen Yes: Yessongs Für mich eines der größten Alben der progressiven Rockmusik; und -da gebe ich ab recht- das Schwesterwerk Yesshows ist mindestens gleichrangig. Yessongs wäre vielleicht sogar fürs Hauptforum tolerierbar - es soll eine Doktorarbeit existieren, in der nachgewiesen wird, dass das Stück Close to the Edge wie eine Sonate gebaut ist.
Nachdem es gestern auf der Betriebsversammlung schlechteste Nachrichten gehagelt hat und auch ansonsten alles nach Verfall aussieht, war mir heute morgen danach:
Beruhigend: während ich in einem früheren Leben locker 10 Alben dieser Art verspeist habe, konnte ich es nicht zu Ende hören, obwohl es kurzzeitig einen Höllenspass gemacht hat.
ab (10.12.2008, 11:53): Mir ist gerade nach Jazz zumute. Da höre ich gleich eines meiner absoluten Lieblingsalben, genauso in sich geschlosse wie kurz, obwohl es unendlich lang anmutet. Dino Saluzzi: Rios (Klanglich superb und ganz frei von widerlichem ECM-Hall) :engel
Jürgen (10.12.2008, 12:17): Original von Dox Orkh Für mich eines der größten Alben der progressiven Rockmusik; und -da gebe ich ab recht- das Schwesterwerk Yesshows ist mindestens gleichrangig. Yessongs wäre vielleicht sogar fürs Hauptforum tolerierbar - es soll eine Doktorarbeit existieren, in der nachgewiesen wird, dass das Stück Close to the Edge wie eine Sonate gebaut ist.
Ja, mit Close to the Edge begann bei Yes eine Phase mit Stücken, die die Dimension von Mahler-Sinfonie-Sätzen annahmen. Die wichtigsten Vertreter dieser Ära waren Ritual (Nous sommes du soleil) und The Gates of Delirium, die sich als Life-Versionen dann auf Yesshows wiederfanden.
Weil das nach den 70ern kaum noch jemand so gemacht hat, höre ich nun eine der wenigen Ausnahmen:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/31CW2E8953L._SL500_AA240_.jpg Dream Theater: Octavarium, Das Stück Octavarium.
Grüße Jürgen
Ach ja: Zuvor hörte ich sämtliche Ausprägungen von In Dulci Jubile, die ich auf meiner Festplatte finden konnte. Ich poste das hier, weil neben den Chor- und Orgelinterpretationen auch die Lesarten von Mike Oldfield und Mannheim Steamroller dabei waren. Mannheim Steamroller (amerikanischer Easy Listening Kitsch) und Nicol Matt (Chor, aus der Brilliant-Box) haben mir noch am besten gefallen. Weniger gefielen mir Rilling mit Chor und Fagius an der Orgel. Und Oldfield hat auch schon Besseres gemacht.
ab (11.12.2008, 01:17): noch etwas zu tun: http://www.hbdirect.com/coverm/08/65108.jpg
Jürgen (16.12.2008, 13:33): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51E3VX7KM5L._SL500_AA240_.jpg Anderson Bruford Wakeman Howe Daraus: 1. Themes 2. Birthright 3. Quartett
Anderson Bruford Wakeman Howe: An Evening Of Yes Music Plus Daraus: 1. Benjamin Britten's Young Person's Guide to the Orchestra 2. Time and a Word/Owner of a Lonely Heart/Teakbois 3. Roundabout
Eigentlich für die bessere Hälfte gekauft, aber man ist ja offen :W
Cetay (inaktiv) (18.12.2008, 21:12): Original von daniel5993
Ich auch, hab unzählige unangerührte CD'S noch im Regal stehen, die will ich mir erst einmal zu Gemüte führen, bevor ich für Nachschub sorge. Derweil beschäftige ich mich stark mit Louis Armstrong (...) Grüße Daniel Hoffentlich die Aufnahmen der Hot Five und Hot Seven aus den späten 20ern. Dann können wir uns hier darüber auslassen. :beer
Heute nicht mehr so bekannt ist der Antipode Bix Beiderbecke. Als Vertreter des Chicago-Jazz ist er deutlich "cooler" als Armstrong. Seinen Bandkollegen war er in allen Belangen (Harmonik, Metrik, Variabilität von Intonation und Phrasierung) um Welten voraus - das ist faszinierend anzuhören. Es dauerte 20 Jahre, bis Miles Davis die Bühne betrat und den Faden aufnahm.
Dr. Schön (18.12.2008, 21:37): Original von Dox Orkh
Hoffentlich die Aufnahmen der Hot Five und Hot Seven aus den späten 20ern. Dann können wir uns hier darüber auslassen. :beer
@Dox Ich bin insgesammt kein großer Jazz Experte/Freund, aber diese ganz frühen Armstrong Aufnahmen sollte man wirklich gehört haben.
Was ich von Beiderbecke gehört habe gefiel mir auch.
Ich hatte noch mal was recht frühes gehört, das war von Jelly Roll Morton. Ich weiß aber nicht was das war und was da wichtig ist. Ich weiß auch nicht ob Du dich da auch auskennst. Hättest du da Empfehlungen? Wahrschein gibt es da auch nicht soviel, so dass eine Doppel CD reichen könnte. Aber wenn Du zufällig Kenner bist?
Cetay (inaktiv) (20.12.2008, 09:13): Original von Dr. Schön Original von Dox Orkh
Hoffentlich die Aufnahmen der Hot Five und Hot Seven aus den späten 20ern. Dann können wir uns hier darüber auslassen. :beer
@Dox Ich bin insgesammt kein großer Jazz Experte/Freund, aber diese ganz frühen Armstrong Aufnahmen sollte man wirklich gehört haben.
Was ich von Beiderbecke gehört habe gefiel mir auch.
Ich hatte noch mal was recht frühes gehört, das war von Jelly Roll Morton. Ich weiß aber nicht was das war und was da wichtig ist. Ich weiß auch nicht ob Du dich da auch auskennst. Hättest du da Empfehlungen? Wahrschein gibt es da auch nicht soviel, so dass eine Doppel CD reichen könnte. Aber wenn Du zufällig Kenner bist?
Hallo Dr. Schön, ich finde es schön, dass du die künstlerische Leistung von Aufnahmen und Musikern, die nicht so sehr deinem Geschmack entsprechen, respektierst und wertschätzt (so interpertiere ich dein sollte man wirklich gehört haben). Davon wünschte ich mir von diesem Forum -einschließlich mir selbst- manchmal mehr.
Zu Jelly Roll Morton. Mit der Doppel-CD liegst du gar nicht schlecht. Die Jazz500 Enzyklopädie kommt mit 3 CDs aus. Die meisten erhältlichen CDs haben große Überschneidungen und enthalten in der Regel die wesentlichen Tracks. Eine Empfehlung kann ich nicht abgeben, weil ich nicht weiß, wie diese Überspielungen klingen. Zu oft wird beim digitalen Remastering zuviel des Guten getan, um die Aufnahmen vordergründig brilliant klingen zu lassen, das Knacksen zu unterdrücken und Gleichlaufschwankungen zu bügeln . Das Resultat ist manchmal kaum anhörbar, es drückt regelrecht in die Ohren und klingt furchtbar steril. Vorbildlich war da die Jazz Gallery Serie, die überhaupt nicht rumgetrickst hat, hat was mir persönlich am meisten zusagt - leider sind die meisten CDs kaum noch aufzutreiben. Die spottbillige Quadromania 4CD-Zusammenstellung klingt beim Hörschnipseln recht unverdächtig.
Dr. Schön (20.12.2008, 11:39): @Dox
Danke wegen der Hinweise.
Ich hatte mal zwei Jahre mit einem Jazz Fanatiker in einer WG gelebt und so zwangsläufig Einblicke in den Jazz bekommen (tw. müssen), die ich mir von selbst wahrscheinlich nie erarbeitet hätte.
Es waren eben meistens eher die "Roots" und ganz frühen Sachen, eben Armstrong, Ellington oder eben J.R. Morton, die ich mir von Zeit zu Zeit geliehen hatte und bisher teilweise auch gekauft habe. So richtig Fan bin ich bei Billie Holiday (auch wg. Lester Young) und dem ersten Miles Davis Quintett (cookin', workin', relaxin', steamin').
thwinter12 (21.12.2008, 00:47): Hallo allen,
ich glaube diese Doppel-CD hörte ich schon seit fast 10 Jahren nicht mehr… :ignore
Kruder & Dorfmeister „The K&D Sessions“ Studio !K7 1998 (CD 1 von 2) …und das war ein schwerer Fehler! :A Ich sollte wieder öfters in meiner "Musik-Vergangenheit" stöbern – manches war doch ganz gut… :down
Servas, Thomas
cellodil (21.12.2008, 01:36): Original von Rachmaninov bei mir eine der neuen Scheiben im Bestand.
Eigentlich für die bessere Hälfte gekauft, aber man ist ja offen :W
... ein Fall für "Kuriose Cover", oder?
Liebe Grüße
Sabine
Cetay (inaktiv) (21.12.2008, 10:50): Gestern gab es auf NBC eine Doku über die Tournee von Iron Maiden. Es ist phänomenal, dass eine Band aus einem absoluten Nischenbereich -ohne Kompromisse an den Massengeschmack zu machen- 27 Jahre lang Spitzenpositionen in den Charts erlangt und Stadien auf der ganzen Welt füllt.
Nachdem ich die erste CD des legendären Live-Doppeldeckers gleich 2 mal am Stück gehört habe, ist jetzt die zweite an der Reihe.
Jürgen (21.12.2008, 23:21): Original von Dox Orkh Gestern gab es auf NBC eine Doku über die Tournee von Iron Maiden. Es ist phänomenal, dass eine Band aus einem absoluten Nischenbereich -ohne Kompromisse an den Massengeschmack zu machen- 27 Jahre lang Spitzenpositionen in den Charts erlangt und Stadien auf der ganzen Welt füllt.
Nachdem ich die erste CD des legendären Live-Doppeldeckers gleich 2 mal am Stück gehört habe, ist jetzt die zweite an der Reihe.
Meine Einstellung zu Iron Maiden ist mittlerweile etwas verhaltend. Ich habe sie live als Vorgruppe kennengelernt, noch bevor ihre erste Platte herausgekommen ist. Sie haben damals die Hauptgruppe ziemlich alt aussehen lassen. Die erste LP höre ich auch heute noch (auszugsweise) als CD. Aber schon die zweite Platte, mit anderem Sänger, hatte einen Hit und der Rest war zu vernachlässigen. Seither stach mir Iron Maiden nur durch ihre Splatter-Cover ins Auge. Im Ohr ist nichts hängengeblieben.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (22.12.2008, 09:36): Original von Jürgen Original von Dox Orkh Gestern gab es auf NBC eine Doku über die Tournee von Iron Maiden. Es ist phänomenal, dass eine Band aus einem absoluten Nischenbereich -ohne Kompromisse an den Massengeschmack zu machen- 27 Jahre lang Spitzenpositionen in den Charts erlangt und Stadien auf der ganzen Welt füllt.
Nachdem ich die erste CD des legendären Live-Doppeldeckers gleich 2 mal am Stück gehört habe, ist jetzt die zweite an der Reihe.
Meine Einstellung zu Iron Maiden ist mittlerweile etwas verhaltend. Ich habe sie live als Vorgruppe kennengelernt, noch bevor ihre erste Platte herausgekommen ist. Sie haben damals die Hauptgruppe ziemlich alt aussehen lassen. Die erste LP höre ich auch heute noch (auszugsweise) als CD. Aber schon die zweite Platte, mit anderem Sänger, hatte einen Hit und der Rest war zu vernachlässigen. Seither stach mir Iron Maiden nur durch ihre Splatter-Cover ins Auge. Im Ohr ist nichts hängengeblieben.
Grüße Jürgen
Damit siehst es genau anders herum wie die Musikgeschichte, die heute das erste Album nicht ganz so hoch bewertet, weil die Gruppe ihren eigenen Stil noch nicht gefunden hat. Dass auf den Folgealben wenig "Hits" zu finden sind und nichts im Ohr hängen bleibt, kommt von der Weigerung den Massengeschmack zu bedienen (wobei man das meiste von Maiden wie jeden "normalen" Hit leicht mitgröhlen kann). Und genau das macht den Erfolg bei der Masse so schwer zu erklären.
Rachmaninov (22.12.2008, 20:18): eigentlich nicht meine Richtung, aber irgendwie eine "fette" Scheibe:
Poztupimi (23.12.2008, 10:06): Das nachfolgende Hörbuch höre ich zwar nicht im Moment (da läuft Saint-Saëns' "Oratorio de Noël", aber für meine längeren Autofahrten in den nächsten Tagen habe ich dies eingepackt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/21Yavttn25L._SL500_AA180_.jpg Franz Kafka: Das Schloß – gelesen von Ulrich Matthes (10 CDs; das sollte für ein paar Kilometer reichen)
Grüße, Wolfgang
cellodil (25.12.2008, 22:33): Letzte Woche Max Goldt live gehört - ein Lichtblick im vorweihnachtlichen Trubel...
Cetay (inaktiv) (27.12.2008, 16:14): Ich leide weiter unter akuter Klassikunlustitis:
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0604388317721.jpg Daevid Allen - Live 88
Der australische Dichter, Sänger und Gitarrist Daevid Allen ist einer meiner Helden. Sein kruder musikalischer und poetischer Kosmos bewegt sich zwischen psychedelischer Abgedrehtheit und erleuchteter Weisheit. Man muss sich bei seinen unzähligen Alben einiges zumuten, um die Juwelen zu finden, die funkeln dann aber um so heller. Vor allem das weltentrückte Glissando-Gitarren Spiel ist in der Musikszene (fast) einmalig. Allen spielt nicht zuletzt durch das ständige Ausloten von Grenzen und das Einbeziehen von nicht-musikalischen Künsten für die Rockmusik eine ähnliche Rolle wie Sun Ra für den Jazz und John Cage für die Klassik.
thwinter12 (28.12.2008, 01:24): Weiter durch die Nacht: :cool
Der Dritte Raum "Elektro Disko" (1995) Virgin 1998
Servas, Thomas
thwinter12 (28.12.2008, 01:57): Die vorherige CD etwas kurz geraten, daher weiter im Takt:
Der Dritte Raum "Wellenbad" (1996) Virgin 1998 Schlaft gut und Servas, :hello Thomas
EinTon (28.12.2008, 17:56): Die habe ich auch, höre sie aber nur noch sehr selten...
thwinter12 (28.12.2008, 18:02): Hallo Normann,
geht mir genauso! Aber manchmal überkommt es mich und ich grabe in meinen alten Beständen (auch Vinyl!) - heute um 2 Uhr nachts gefiel mir die Platte gar nicht mal so schlecht... :wink
Servas, Thomas
EinTon (29.12.2008, 11:58): Kennst Du zufällig die "4-Voice" von Pete Namlook? Die gefällt mir von den "trancigen" Clubalben, die ich so kenne (sind allerdings genaugenommen nur so 3-5... ;)) am besten.
thwinter12 (30.12.2008, 23:01): Original von EinTon Kennst Du zufällig die "4-Voice" von Pete Namlook? Die gefällt mir von den "trancigen" Clubalben, die ich so kenne (sind allerdings genaugenommen nur so 3-5... ;)) am besten. Hallo Normann,
nein - sagt mir jetzt nichts! Vielleicht finden sich ja zukünftig bei uns noch einige gemeinsame Künstler/Labels etc.
Morgen hab' ich ein paar Stunden "sturmfreie Bude", kann somit das gesamte Haus "beschallen" und möchte dabei meine beiden Technics SL1210-MK2 nach jahrelanger Pause wieder mal "anwerfen"... :cool
Servas, Thomas
Cetay (inaktiv) (31.12.2008, 07:38): Original von EinTon Kennst Du zufällig die "4-Voice" von Pete Namlook? Die gefällt mir von den "trancigen" Clubalben, die ich so kenne (sind allerdings genaugenommen nur so 3-5... ;)) am besten.
Ich habe zwei Namlook Alben in meiner Diskographie zu vermelden. The Art of Love, eine Kollaboration mit Move D, zeichnet sich durch die ausgedehnte Verwendung von Saxophon und gemuteter Trompete als Samples aus. Für Hearts of Space konnte Namlook mit Pascal Feos einen der Stars der gehobenen (Minimal-)Techno Szene als Partner gewinnen. Beide Scheiben liegen bei mir in der Rotationshäufigkeit im Vorderfeld. Es wäre sicher interessant, sich weiter mit diesem Künstler zu beschäftigen -es gibt unter seinen über 100 Platten u.a. eine Kollaboration mit Bill Laswell & Klaus Schulze- aber es gibt noch so viel andere gute Musik da draussen, die entdeckt werden will und so viel Bekanntes das noch nach Vertiefung verlangt. Die alte Leier mal wieder... :ignore
Das muss jetzt raus. Ich kann mich nicht erinnern, wann mich das letzte mal eine Neuerwerbung so vom Hocker gerissen hat. Vergesst alles, was ihr über Jam-orientierten Blues-Rock zu wissen glaubt. Auch wenn es sonst nicht nicht unbedingt die bevorzugte Musikrichtung iat... das hier ist schlichtweg der Wahnsinn! http://www.smileygarden.de/smilie/Schockiert/yup.gif
Rachmaninov (31.12.2008, 09:04): Original von Dox Orkh http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qaVNYiz5L._SL500_AA240_.jpg
Das muss jetzt raus. Ich kann mich nicht erinnern, wann mich das letzte mal eine Neuerwerbung so vom Hocker gerissen hat. Vergesst alles, was ihr über Jam-orientierten Blues-Rock zu wissen glaubt. Auch wenn es sonst nicht nicht unbedingt die bevorzugte Musikrichtung iat... das hier ist schlichtweg der Wahnsinn! http://www.smileygarden.de/smilie/Schockiert/yup.gif
Bei einer CD der Zeitschrift "Rocks" war ein Track dieser CD drauf. Fette Musik. Danke das Du sie hier besprichst!
thwinter12 (31.12.2008, 15:00): Original von thwinter12 (gestern) Morgen hab' ich ein paar Stunden "sturmfreie Bude", kann somit das gesamte Haus "beschallen" und möchte dabei meine beiden Technics SL1210-MK2 nach jahrelanger Pause wieder mal "anwerfen"... :cool Nach Mozart und Beethoven was vom "anderen Ufer" :J:
http://www.jpc.de/image/middle/front/0/2641727.jpg The Advent „New Beginnings“ FFRR Rec. 1997 Jetzt aber hurtig: Frau will vom Bahnhof abgeholt werden... :down
satie (02.01.2009, 19:30): Original von daniel5993 http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0042282747525.jpg
George Gershwin
Porgy & Bess
Ella Fitzgerald Louis Armstrong
Was für ein Duo :engel :down :times10 :ignore
Oh ja, das ist auch mein Geschmack! Allerdings ist meine Favoritin immer noch Billie Holiday, gefolgt von "Sassy" Sarah Vaughan und dann erst von Ella, aber letztlich liebe ich alle drei. Und Satchmo war sowieso eine Klasse für sich.
daniel5993 (02.01.2009, 19:52): Original von Satie Original von daniel5993 http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0042282747525.jpg
George Gershwin
Porgy & Bess
Ella Fitzgerald Louis Armstrong
Was für ein Duo :engel :down :times10 :ignore
Oh ja, das ist auch mein Geschmack! Allerdings ist meine Favoritin immer noch Billie Holiday, gefolgt von "Sassy" Sarah Vaughan und dann erst von Ella, aber letztlich liebe ich alle drei. Und Satchmo war sowieso eine Klasse für sich.
Guten Abend Satie,
Meine Frage, immer an mich selbst, ist: Wo machst du weiter, wenn du diese CD zu Genüge gehört hast? Ich bin nicht Jazzbewandert, das heißt ich weiß zwar dass ichs gern höre, aber weiß nicht, welcher gut ist, von wem ich Cd's kaufen soll. Ella und Grapelli waren mein Anfang, jetzt hats sich ausgeweihtet auf Louis Armstrong, und je mehr ich von Ihm höre, desto gewisser bin ich mir, dass meine Liebe dem New Orleans Jazz gehört! Jedenfalls vorerst. Jetzt hast du auch ein Paar Namen in die Runde geworfen und denen werd ich bei Zeiten auch nachgehen, Dank Dir!
Dies war übrigens eine Empfehlung von Jimi. Dass heißt euch kann man vertrauen! :thanks
Jazzige Grüße Daniel
Jimi (02.01.2009, 21:54): Original von Satie Oh ja, das ist auch mein Geschmack! Allerdings ist meine Favoritin immer noch Billie Holiday, gefolgt von "Sassy" Sarah Vaughan und dann erst von Ella, aber letztlich liebe ich alle drei. Und Satchmo war sowieso eine Klasse für sich.
Hallo Satie,
ich finde auch alle drei, jede auf ihre Art, fantastisch, allerdings kenne ich nicht allzuviel von den Mädels, beim Jazz bin ich mehr instrumental unterwegs. Meinst du deine Reihenfolge bezogen auf "Porgy und Bess"(kenne ich von Billie und Sarah nicht) oder allgemein?
Original von daniel5993
Dies war übrigens eine Empfehlung von Jimi. Dass heißt euch kann man vertrauen! :thanks
Jazzige Grüße Daniel
Hallo Daniel,
freud mich dass dir die Aufnahme gefällt, aber sei nicht zu vertrauensselig. Ich habe immer noch ein wenig mehr Nichtklassik als Klassikaufnahmen(obwohl ich in den letzten 10 Jahre fast nur noch Klassik gekauft habe), da ist bestimmt auch einiges dabei was ich toll finde und empfehlen würde, und dir gar nicht entspricht. Also sei vorsichtig :J
Ich höre gerade Abbey Lincoln(mit Stan Getz) das könnte was für dich sein:
Ich glaube es ist die letzte Aufnahme von Getz, muss man schon deshalb haben. Bei jpc kannst du reinhören.
:hello Jimi
satie (03.01.2009, 08:40): @Jimi: Nein, meine Abstufung bezog sich nicht auf Porgy and Bess (was ich doch immer noch in der Originalgestalt Oper präferiere), sondern ist generell meine Rangfolge bei den dreien, allerdings mit deutlichen Schwankungen, wobei ich sagen würde, dass bei mir auf jeden Fall Holiday und Vaughan immer etwas vor Ella Fitzgerald stehen. Warum das so ist, kann ich nicht wirklich sagen. Ich könnte begründen, warum ich beispielsweise Nina Simone oft nicht so gern habe (weil nämlich ihre Intonation oft zu mies ist).
Billie mit "I loves you Porgy" gibts hier zu sehen und hören: http://de.youtube.com/watch?v=jpxfZKeqw48 (Unbedingt bis zum Schluss anhören!) Natürlich hat Billie Holiday objektiv gesehen das "schlechteste" Timbre von den dreien (vieren, mit Nina Simone), aber gerade das finde ich in ihrem Fall immer wieder ergreifend. Ich finde die Brüchigkeit poetisch bei ihr. Hier noch ein Clip mit Billie: http://de.youtube.com/watch?v=-PvRFGwreBI Ich werde immer traurig, wenn ich sie sehe. Wer ihre Biografie nicht kennt, liest sie auch besser nicht...
Hier mit Nina Simone (hier gefällt sie mir!): http://de.youtube.com/watch?v=ISyfTkUHDjQ&feature=related und hier singen sogar Ella Fitzgerald und Sarah Vaughan zusammen Summertime: http://de.youtube.com/watch?v=YCETgWSwbrE&feature=PlayList&p=F8DD4E5BF57F7B89&playnext=1&index=9
Richtig toll ist das hier: http://de.youtube.com/watch?v=mQ4hcjtFHXA Da sieht man Sarah Vaughan zuerst sehr jung, am Beginn ihrer Karriere in den 40ern, dann im Jahr 1985. Wer das sieht und hört, der weiß, was ich an der späten Sarah so schätze. Ein Stimmumfang, wie ich ihn nie wieder erlebt habe (wenn auch die Stimme etwas gelitten hatte, aber die Stimme selbst erzählt eben bei diesen Sängerinnen schon ganze Romane, wie ich finde). In der zweiten Nummer kommt dann noch der alte Billy Eckstine dazu. Anschauen! Hier ist noch "Misty" mit ihr, aus den 70ern: http://de.youtube.com/watch?v=njOGTp-QyXw
Ella mit "Gerogia on my Mind": http://de.youtube.com/watch?v=mCsxZfQqSdA Fantastisch!
Ach ja, und bei dem Song denkt man natürlich sofort an: Ray Charles, den ich auch innig liebe... Hier singt er den Song mit Willie Nelson zusammen: http://de.youtube.com/watch?v=BlLUMwo_VVU Und hier mit Band in Tokyo, 1990: http://de.youtube.com/watch?v=UzdHlN_eVSw&feature=related
ach, ewig könnte man da weitersuchen...alles wunderbar....
Cetay (inaktiv) (03.01.2009, 11:32): Unbedingt in den Raum werfen muss ich in diesem Zusammenhang die Aufnahmen, die Billie Holiday zusammen mit dem Tenorsaxofonisten Lester Young gemacht hat. Die Art und Weise, wie die beiden Seelenverwandten eine Symbiose eingehen, jagt mir immer wieder heißkalte Schauer über den Rücken.
uhlmann (03.01.2009, 13:05): kleine empfehlung für freunde von house music und electronic beats: der metrosound podcast (half hour of house).
das sind superb gemachte mixes von dj richard b - großteils electro-house, immer schön groovy und funky, das macht richtig spass. die registrierung ist kostenlos und spam-frei, die downloads sind gratis. zu finden unter http://www.metrosound.co.uk
derzeit läuft bei mir die 2008er juni-edition.
http://www.metrosound.co.uk/i/200806.jpg
thwinter12 (03.01.2009, 15:24): Original von uhlmann kleine empfehlung für freunde von house music und electronic beats: :thanks uhlmann!
Bei mehr wird's gerade etwas "härter" als House:
V/A "XXX 3" (XXX002) XXX Rec. 1993
Eine Compilation zu den legendären Gazometer-Raves in Wien! Gott, ist das lange her... :I
Servas, Thomas
uhlmann (03.01.2009, 16:22): Original von thwinter12 Bei mehr wird's gerade etwas "härter" als House:
V/A "XXX 3" (XXX002) XXX Rec. 1993
Eine Compilation zu den legendären Gazometer-Raves in Wien! Gott, ist das lange her... :I
das ist richtiger gummistiefel-techno - irgendwo muss bei mir auch noch so eine alte gasometer-cd rumliegen. hab ich früher öfter gehört, gibt mir heute aber weniger.
thwinter12 (03.01.2009, 19:50): Original von uhlmann das ist richtiger gummistiefel-techno - irgendwo muss bei mir auch noch so eine alte gasometer-cd rumliegen. hab ich früher öfter gehört, gibt mir heute aber weniger. Irgendwie schmerzen mir bei sowas heutzutage immer gleich die Ohren :( - und vor 15 Jahren hielt ich es noch für Musik! :ignore
Servas, Thomas
cellodil (10.01.2009, 19:11): Weihnachtsgeschenk an mich selbst:
Jimi (11.01.2009, 13:56): Original von Rachmaninov Original von Dox Orkh http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qaVNYiz5L._SL500_AA240_.jpg
Das muss jetzt raus. Ich kann mich nicht erinnern, wann mich das letzte mal eine Neuerwerbung so vom Hocker gerissen hat. Vergesst alles, was ihr über Jam-orientierten Blues-Rock zu wissen glaubt. Auch wenn es sonst nicht nicht unbedingt die bevorzugte Musikrichtung iat... das hier ist schlichtweg der Wahnsinn! http://www.smileygarden.de/smilie/Schockiert/yup.gif
Bei einer CD der Zeitschrift "Rocks" war ein Track dieser CD drauf. Fette Musik. Danke das Du sie hier besprichst!
@ Dox :
Nein, ich werde nicht alles vergessen was ich über "Jam-orientierten Blues-Rock " zu wissen glaube, denn das ist eine meiner absolut bevorzugten Musikrichtungen und wenn ich das machen würde hätte ich eine Menge Geld für Cd's und Eintrittskarten umsonst ausgegeben. :D
Jetzt Spaß beiseite, es ist natürlich Geschmacksache, aber ich war von der Joe Bonamassa Cd nicht ganz so begeistert, irgendwie ist der Funke auf mich nicht so recht übergesprungen. Andere Interpreten dieser Richtung gefallen mir deutlich besser.
Trotzdem danke für den Tipp, ich habe vor lauter Klassik diese Musikrichtung ein wenig vernachlässigt und glatt übersehen dass es eine neue Chubby Cd gibt, die muss natürlich her :W
@ Rach :
Fette Musik
Das bekommt bei Popa Chubby eine ganz andere Dimension. Auch optisch :ignore :cool
@ Dox,Satie
Ganz Vergessen, danke für die Tipps über Billie,Ella und Co, das könnte mich Geld kosten :J :hello Jimi
Cetay (inaktiv) (12.01.2009, 13:22): Original von Jimi Nein, ich werde nicht alles vergessen was ich über "Jam-orientierten Blues-Rock " zu wissen glaube, denn das ist eine meiner absolut bevorzugten Musikrichtungen und wenn ich das machen würde hätte ich eine Menge Geld für Cd's und Eintrittskarten umsonst ausgegeben. :D
Jetzt Spaß beiseite, es ist natürlich Geschmacksache, aber ich war von der Joe Bonamassa Cd nicht ganz so begeistert, irgendwie ist der Funke auf mich nicht so recht übergesprungen. Andere Interpreten dieser Richtung gefallen mir deutlich besser.
Es scheint so zu sein, dass die Begeisterung für Bonamassa abnimmt, sobald man sich in die "inneren Zirkel" begibt - mittlerweile habe ich auch harsche Kritiken zu lesen bekommen. Ich finde es ganz interessant, mal auf der "anderen Seite" zu stehen. Denn wir Klassikhörer amüsieren (oder ärgern) uns ja auch gerne über die "Unwissenden", die LL, AN, PP und Co. als das Non-Plus-Ultra ansehen. Aber wenn ich Bonammassa nur an Cream, Mahagony Rush, Robin Trower oder Rory Gallagher messe und von einem Popa Chubby noch nie etwas gehört habe, sehe ich wahrscheinlich aus Sicht der Bluesrock-Kenner nicht viel besser aus. :A
Surreale Soundcollagen, die sich mit den dunklen Seiten der Psyche auseinandersetzen. Auffällig ist die Verwendung von Samples aus dem Soundtrack zu Werner Herzogs "Nosferatu"-Film (auch Griegs "Bergkönig" taucht kurz mal auf).
ab (12.01.2009, 19:04): Peter Kruder und sein Peaceorchestra (g-Stone Records), ein Album, dass ich zunächst gar nicht moche, inzwische aber sehr gerne höre (übriges auch gerne als Ambience-Music verwende, wenn ich mir nahe stehende Gäste habe: der sphärische Anteil öffnet emotional und der rhytmische spendet Kraft). (Das mag ich lieber als die Projekte seines Partners Richard Dorfmeister namens Tocsa.)
Großartig übrigens auch das Remix-Album Peaceorchestra Reset! http://ecx.images-amazon.com/images/I/219Y0W3GNRL._SL500_AA240_.jpg
Jimi (13.01.2009, 19:28): Original von Dox Orkh Es scheint so zu sein, dass die Begeisterung für Bonamassa abnimmt, sobald man sich in die "inneren Zirkel" begibt - mittlerweile habe ich auch harsche Kritiken zu lesen bekommen.
Hallo Dox,
so weit würde ich nicht gehen, Bonamassa ist ganz sicher sehr guter Gitarrist und Sänger, aber auf mich wirkt er halt manchmal ein bisschen sehr "bemüht" Bluesfeeling rüberzubringen und irgendwie nicht immer richtig authentisch, ich weis nicht wie ich es anders ausdrücken soll. In "Sloe Gin" singt er zb: "I'm so damn lonely And I feel like I'm gonna die". Sorry, das nehme ich einfach nicht ab wie das singt, da rettet Ihn auch sein spektakuläres Gitarrensolo danach nicht mehr.
Original von Dox Orkh
Ich finde es ganz interessant, mal auf der "anderen Seite" zu stehen. Denn wir Klassikhörer amüsieren (oder ärgern) uns ja auch gerne über die "Unwissenden", die LL, AN, PP und Co. als das Non-Plus-Ultra ansehen. Aber wenn ich Bonammassa nur an Cream, Mahagony Rush, Robin Trower oder Rory Gallagher messe und von einem Popa Chubby noch nie etwas gehört habe, sehe ich wahrscheinlich aus Sicht der Bluesrock-Kenner nicht viel besser aus. :A
Du musst dir keinen Kopf machen wenn du von Popa Chubby noch nichts gehört hast, in meinem Bekanntenkreis war er auch total unbekannt bevor ich Ihn dort "eingeführt" habe. Es waren eigentlich alle überrascht von so einem Musiker noch nichts gehört zu haben. Giganten wie Cream oder Jimi Hendrix als Vergleich(für Bonamassa ) herzunehmen fände ich unglücklich. Die finde ich wirklich einmalig und unvergleichlich :down :down :down. Sowohl Hendrix als auch Cream haben damals Ende der 60er etwas ganz Neues gemacht und Maßstäbe gesetzt die IMO nie mehr erreicht wurden. BTW Popa Chubby ist einer der ganz wenigen von dem ich mir eine ganze Hendrix Cover Cd(eigentlich 3 CD's) anhören kann, wohl deswegen weil er erst gar nicht versucht Hendrix 1:1 zu kopieren sondern immer noch wie Popa Chubby klingt. Läuft bei mir gerade:
Ach ja,ich glaube ich stehe auf dem Schlauch kann mich mal einer aufklären wer "PP" ist ".
:hello Jimi
Dr. Schön (13.01.2009, 19:32): Paul Potts vermute ich.
Jimi (13.01.2009, 20:19): O je da bin ich wirklich auf dem Schlauch gestanden, an Paul Potts habe ich gar nicht gedacht, wohl auch weil ich Ihn nicht wirklich als Klassikinterpreten einordnen würde. Eigentlich ist er gar nicht sooo schlecht, diese Talentshows gibt es ja weltweit, ich hab mir bei Youtube mal ein paar andere Nessun-Dorma-Kandidaten angehört - EIN TOTALES FIASKO - da war Potts mit großem Abstand der Beste. Es kommt halt immer darauf an welchen Maßstab man anlegt.
:hello Jimi
Cetay (inaktiv) (13.01.2009, 20:52): Original von Jimi (...) Bonamassa ist ganz sicher sehr guter Gitarrist und Sänger, aber auf mich wirkt er halt manchmal ein bisschen sehr "bemüht" Bluesfeeling rüberzubringen und irgendwie nicht immer richtig authentisch, ich weis nicht wie ich es anders ausdrücken soll. In "Sloe Gin" singt er zb: "I'm so damn lonely And I feel like I'm gonna die". Sorry, das nehme ich einfach nicht ab wie das singt, da rettet Ihn auch sein spektakuläres Gitarrensolo danach nicht mehr.
Wobei es dieses Gitarrensolo wirklich in sich hat. :down
Ich habe mir heute auszugsweise die folgende Scheibe angehört:
Der Soundtrack von John Debney zu Mel Gibsons "The Passion of the Christ" gefällt mir sehr gut. Trotz einiger Chor-Klischees sowie deutlicher Anklänge an Hans Zimmers Begleitmusiken zu "Gladiator" und "Black Hawk Down" beeindruckt die Musik durch gewaltige, perkussive Rhythmen und mystisch-sphärische Stimmungsbilder. Das ist alles sehr effektvoll gemacht und saugt einen richtig in diese archaisierende Klangwelt hinein.
thwinter12 (14.01.2009, 20:21): Original von Rachmaninov Original von thwinter12 Patrick Süskind "Das Parfum" Ungekürzte Lesung 8 CD / 582 Min. Gelesen von Hans Korte Diogenes Verlag 2006
Die Art wie das Buch geschrieben ist passt ja sehr zu den Eigenschaften des "Hauptdarstellers".
Wie wird gelesen? Hallo Richard,
?( wie meinst du das? ?( Es ist schon länger her, dass ich das Buch las.
Bei der Lesung von Hans Korte höre ich wie gebannt zu - er macht seine Sache gut - ich mag seine Stimme (nur bei meiner Pendlerei stören mich die Nebengeräusche des Zugs und sich unterhaltende Personen :S :ignore) )
Das Buch selbst finde ich ausgezeichnet (auf eine solche Idee muss man mal kommen) - auch an der Verfilmung hatte ich nichts zu meckern und kaufte ihn mir in der "Deluxe Edition". Zur weiteren Vertiefung (oder Erinnerung) jetzt das Hörbuch.
Gefiel übrigens Dir der Film?
Servas, Thomas
cellodil (14.01.2009, 23:28): Weiter mit Jane Austen und Eva Mattes....
cellodil (14.01.2009, 23:37): Original von thwinter12 Patrick Süskind "Das Parfum" Ungekürzte Lesung 8 CD / 582 Min. Gelesen von Hans Korte Diogenes Verlag 2006
(...)
Bei der Lesung von Hans Korte höre ich wie gebannt zu - er macht seine Sache gut - ich mag seine Stimme (nur bei meiner Pendlerei stören mich die Nebengeräusche des Zugs und sich unterhaltende Personen :S :ignore) )
Das Buch selbst finde ich ausgezeichnet (auf eine solche Idee muss man mal kommen) - auch an der Verfilmung hatte ich nichts zu meckern und kaufte ihn mir in der "Deluxe Edition". Zur weiteren Vertiefung (oder Erinnerung) jetzt das Hörbuch.
Gefiel übrigens Dir der Film?
... darf ich mich zwischendurch auch (wiewohl unangesprochen) zu Wort melden? Ich fand das Buch damals als es erschien ziemlich eindrucksvoll und ungewöhnlich, habe es danach aber nie mehr gelesen. Als Hörbuch kann ich es mir (wenn es entsprechend gelesen ist) ganz gut vorstellen. Den Film fand ich allerdings schlicht grauenvoll, hat mir zu sehr auf Effekte gesetzt: Man merkt die Absicht und ist verstimmt - so ging's mir jedenfalls. War einer der Fälle, wo ich nach zwanzig Minuten das Kino verlassen habe. Vielleicht zu früh, wer weiß...
Liebe Grüße
Sabine
Jimi (16.01.2009, 06:46): Original von Dox Orkh
Ich habe mir heute auszugsweise die folgende Scheibe angehört:
Ja, so kann man es auch sagen. Ausgerechnet diese Cd habe ich nicht, ich glaube es ist seine erste Liveaufnahme, ich habe sie auch noch nie in einem Laden gesehen wird man wohl bestellen müssen.Da ich aber alle anderen Liveaufnahmen von Popa habe(soweit mir bekannt),werde ich mich erst mal um seine neue Cd kümmern.
:hello Jimi
Jürgen (16.01.2009, 09:03): http://ecx.images-amazon.com/images/I/5123YVAYFCL._SL500_AA240_.jpg
Dargin, Doyle, Hudson und Atkins: The Sound of Gondwana Das ist Musik für Didgeridoo. Höre ich ab und zu mal ganz gerne, aber nur in geringen Dosen. So heute auch nur die zwei ersten Stücke.
Danach ein Klassiker, den ich einfach regelmäßig hören muss: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41BNMK5TZWL._SL500_AA240_.jpg Paco De Lucia, Al Di Meola & John McLaughlin: Friday Night in San Francisco 1981
Grüße Jürgen
ab (16.01.2009, 09:55): Muss mich gerade wahnsinnig ärgern. Zum Abreagieren - das hatte ich schon jahrelang nicht mehr nötig - reicht hoffentlich ein Stück daraus in voller Lautstärke:
cellodil (16.01.2009, 13:11): Original von ab Muss mich gerade wahnsinnig ärgern. Zum Abreagieren - das hatte ich schon jahrelang nicht mehr nötig - reicht hoffentlich ein Stück daraus in voller Lautstärke:
... das Cover spricht zumindest dafür! Naja, der Titel eigentlich auch...
Wünsche Dir, dass der Ärger und der Grund des Ärgers sich bald in Wohlgefallen auflösen möge.
Liebe Grüße
Sabine
Rachmaninov (16.01.2009, 17:55): Original von cellodil Original von ab Muss mich gerade wahnsinnig ärgern. Zum Abreagieren - das hatte ich schon jahrelang nicht mehr nötig - reicht hoffentlich ein Stück daraus in voller Lautstärke:
... das Cover spricht zumindest dafür! Naja, der Titel eigentlich auch...
Wünsche Dir, dass der Ärger und der Grund des Ärgers sich bald in Wohlgefallen auflösen möge.
Liebe Grüße
Sabine
Die Scheibe ist wahnsinnig GUT!
cellodil (16.01.2009, 20:22): ... vielleicht sollte ich mal auch die anderen Abteilungen bei meinem CD-Händler beachten???
Den nötigen Ärger hätte ich gerade auch zusammen...
Liebe Grüße
Sabine
thwinter12 (16.01.2009, 20:38): Hallo allen, gestern und heute beim Pendeln: :down
Keith Jarrett "The Carnegie Hall Concert" (2005) ECM 2006
Servas, Thomas
cellodil (16.01.2009, 21:10): ... nach dem Rätselraten über "Amadeus Kreisler" und dessen mutmaßlichen Namenspaten... bei mir jetzt der Georg:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/21ARNVPZCCL._SL500_AA130_.jpg Georg Kreisler Everblacks
... hilft vielleicht nicht gegen Ärger, aber hebt die Laune :cool
Liebe Grüße
Sabine
kreisler (16.01.2009, 22:18): :D :hello ich habe leider noch Copin im CD-Spieler... :rofl
thwinter12 (18.01.2009, 22:14): Die nächsten Tage werden meine Zugfahrten in die Arbeit hiermit erträglicher:
Keith Jarrett "Radiance" (Osaka + Tokyo 2002) ECM 2005 (CD 1 von 2) Schlaft gut und Servas, :hello Thomas
thwinter12 (20.01.2009, 22:16): Die nächsten Tage werden meine Zugfahrten in die Arbeit hiermit erträglicher:
Keith Jarrett "Radiance" (Osaka + Tokyo 2002) ECM 2005 (CD 2 von 2)
Weiß vielleicht irgendjemand von Euch wie dieser Kerl so improvisieren kann? Er muss doch zumindest ein grobes "Gerüst" im Kopf haben, wenn er auf die Bühne geht und es dann "ausschmücken"!? Oder wie funktioniert das mit dem Improvisieren?
Weitgehend macht er es ja so, dass er in der linken Hand eine "einfache" Begleitung spielt - manchmal sehr lange nahezu unverändert, und rechts fügt er seiner Improvisation die Melodie etc. hinzu. Zumindest höre ich das so raus! Aber vor allem auf der "Radiance-DoppelCD" und dem "Carnegie Hall Concert" - also seine letzten aufgenommenen Konzerten - scheinen mir seine Improvisationen zwar kürzer, aber immer komplexer zu werden.
Wie ist Eure Meinung zu Jarrett und seinen Improvisationen? Schlaft gut und Servas, :hello Thomas
Jürgen (21.01.2009, 09:12): Ausser dem Köln Konzert kenne ich keine Improvisationen von ihm.
Die höre ich aber so alle zwei Jahre mal.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (21.01.2009, 12:24): Original von thwinter12 Wie ist Eure Meinung zu Jarrett und seinen Improvisationen? Schlaft gut und Servas, :hello Thomas
Da hier ja explizit nach MEINUNG gefragt ist, antworte ich ganz unqualifiziert subjektiv:
Das war nicht immer so. Ich erinnere mich, dass ich früher des öfteren mit größter Begeisterung die Sun Bear Concerts am Stück gehört habe - eine LP-Kasette mit 10 Scheiben. Das waren noch Zeiten, als man ganze Tage Musik hörend und vergammeln konnte... :I
cellodil (21.01.2009, 23:42): Weiter mit Jane Austen und Eva Mattes (CD 6 von 11)
cellodil (21.01.2009, 23:53): Original von thwinter12 Weiß vielleicht irgendjemand von Euch wie dieser Kerl so improvisieren kann? Er muss doch zumindest ein grobes "Gerüst" im Kopf haben, wenn er auf die Bühne geht und es dann "ausschmücken"!? Oder wie funktioniert das mit dem Improvisieren?
Lieber Thomas,
wie Keith Jarret das "macht", das kann ich selbstverständlich nicht sagen, dazu weiß ich viel zu wenig von ihm. Wie Jürgen höre ich nur hin und wieder das "Köln Concert" (allerdings in etwas kürzeren Zeitabständen und durchaus mit Vergnügen). Normalerweise brauchst Du, um improvisieren zu können entweder ein solides Wissen über Harmonien oder ein "Gefühl" dafür oder eine Mischung aus beidem. Dann fängst Du irgendwo an und triffst immer am jeweiligen Punkt Entscheidungen, wo die Reise jetzt hingehen soll. Spannender als Jarret, der ja alleine am Klavier improvisiert, finde ich die Fälle, wo mehrere Musiker zusammen improvisieren. Da ist es wohl dann aber so (hat mir ein Jazz-Bassist erzählt und mir hoffentlich keinen Bären aufgebunden), dass sie sich vorher darüber einigen, über was sie improvisieren wollen, wodurch dann ein gewisses "Gerüst" vorhanden ist.
Meine Meinung zu Jarret? Hmm. So richtig habe ich keine. Wie gesagt, das "Köln Concert" höre ich ganz gerne und auch seine Einspielung des "Wohltemperierten Klaviers" mag ich ziemlich, habe aber nicht unbedingt das Bedürfnis, mir mehr Impro-CDs von Jarret anzuschaffen. Eher mal ein Konzert, wenn es sich ergeben würde.
Liebe Grüße
Sabine
cellodil (21.01.2009, 23:59): ... was mir gerade - apropos Improvisation - noch eingefallen ist...
Das gibt's ja auch in der Klassik. Zum Beispiel weiß ich von Robert Levin, dem Pianisten und Musikwissenschaftler, dass er seine Kadenzen bei Konzerten immer improvisiert. Das ist eher ungewöhnlich, aber in seinem Fall sehr überzeugend.
Liebe Grüße
Sabine
Jürgen (22.01.2009, 09:54): http://ecx.images-amazon.com/images/I/4127YY1PBVL._SL500_AA240_.jpg
Sting: Brand new day
Jürgen (22.01.2009, 14:32): http://ecx.images-amazon.com/images/I/6126ECDSOFL._SL500_AA240_.jpg
The Art of Noise: Seduction of Claude Debussy 1999
Hier wird zwar Debussy verwurstet, d.h. Eigenkompositionen werden mit Debussy-Schnipseln aufgepeppt. Daher habe ich es hier gepostet.
Das Resultat ist aber angenehm anzuhören. Ich lege sie immer mal wieder auf.
Grüße Jürgen
thwinter12 (24.01.2009, 21:53): Gestern beim Pendeln hörte ich von Keith Jarrett diese hier:
Keith Jarrett "The Melody At Night, With You" (1999) ECM 1999
Bei seinen "Piano Solo - Aufnahmen" sehr vernachlässigbar: hört sich irgendwie alles gleich an und ist sehr einschläfernd... :ignore Die CD war wirklichOriginal von Dox Orkh http://www.smileygarden.de/smilie/Schilder/langweilig.gif oder vielleicht am falschen Ort zur falschen Zeit gehört... :(
Servas, Thomas
Jürgen (26.01.2009, 11:10): http://www.asthmatickitty.com/images/releases/covers/AKR014_350.jpg
Sufjan Stevens: Illinoise
Bei einem Freund ausgeliehen. Vielseitig und stilistisch schwer zuzuordnen. Nette, lockere aber nicht zu seichte Musik.
Grüße Jürgen
Jürgen (27.01.2009, 08:19): Heute auf dem Weg zur Arbeit im Auto:
Und danach im Büro: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51i07NkYpzL._SL500_AA240_.jpg Tangerine Dream: Tyger 1987, London m.E. das Kernstück dieses Albums
Und ich brauche nicht einmal Gründe dazu. Geschweige denn Kopfhörer....
LazarusLong (29.01.2009, 07:06): Original von Dr. Schön Geschweige denn Kopfhörer....
Neid
Frank
cellodil (29.01.2009, 07:35): Original von LazarusLong Heute bin ich mal dran, mich so richtig über die menschliche Dummheit zu ärgern. :S :S :S :S :S :S
Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Albert Einstein
Original von LazarusLong ....danach wahrscheinlich etwas Wagner zum Runterkommen (Der deprimiert so schön).
:J
Lieber Frank,
hoffe mal, dass Du inzwischen den Ärger und die (hoffentlich homöopathisch dosierter) Depression hinter Dir lassen konntest.
Herzliche Grüße
Sabine
Dr. Schön (29.01.2009, 15:31): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61WxpaKVr%2BL._SS400_.jpg
Heute mit Grunz, äh... Grund! Aber nicht wegen der Mitmenschen, sondern weil ich so ein verfluchtes Programm endlich wunschgerecht zum laufen gebracht habe. Ekelhaft war das....
cellodil (29.01.2009, 23:25): Bevor ich in den Tisch beiße, ein bisschen Gute-Laune-Musik:
Jürgen (03.02.2009, 08:50): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Wr-sfrBQL._SL500_AA240_.jpg
Anthony Phillips: The Geese and the Ghost, 1977
Ich höre sie seit Gründung dieses Threads nicht zum ersten mal und habe hier schon folgendes geschrieben:
Original von mir selbst Das erste Solo-Album des Gitarristen und Gründungsmitglied von Genesis. Er ist allerdings schon bald aus der Band ausgestiegen, noch bevor es richtig los ging. Ich finde dieses Album atmosphärisch sehr dicht, überspringe aber die Vokalstücke regelmäßig.
Grüße Jürgen
ab (05.02.2009, 10:34): Bekam ich wärmstens ans Herz gelegt:
Zum Glück kenne ich die Abba-Lieder im Original so gut wie gar nicht, so dass ich diese Platte hören kann, ohne Vergleich anstellen zu müssen. Funk music mag ich ja eigentlich sehr gerne, aber diese Produktion nervt mich schon nach kürzester Zeit, vor allem weil das monotone Schlagwerk einfach zu simpel durchgezogen ist. Vor allem fehlt mir ein flow, der mich erfreuen könnte.
Kann mir jemand erklären, warum solches unter "Jazz" eingereiht wird?
cellodil (05.02.2009, 15:00): Original von ab Kann mir jemand erklären, warum solches unter "Jazz" eingereiht wird?
Kann ich nicht, aber vielleicht liegt's ja am hübschen Cover??
Liebe Grüße
Sabine
Cetay (inaktiv) (05.02.2009, 16:35): Original von Jürgen
Anthony Phillips: The Geese and the Ghost, 1977
Ich höre sie seit Gründung dieses Threads nicht zum ersten mal und habe hier schon folgendes geschrieben:
Original von mir selbst Das erste Solo-Album des Gitarristen und Gründungsmitglied von Genesis. Er ist allerdings schon bald aus der Band ausgestiegen, noch bevor es richtig los ging. Ich finde dieses Album atmosphärisch sehr dicht, überspringe aber die Vokalstücke regelmäßig.
Grüße Jürgen
Der Link funktioniert zwar nicht, aber ich erinnere mich noch; das war das Posting, das letzlich zu Gründung der Plauderecke geführt hat.
Bei mir läuft in letzter Zeit unter anderem das hier:
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0025091012022.jpg Jim Black AlasNoAxis; Dogs Of Great Indifference
Bei solchen Platten überfällt mich manchmal der -idiotische- Wunsch, in die Welt hinauszubrüllen, jeder solle sich das anhören. Jim Black's Schlagzeugkunst ist von einer atemberaubenden Subtilität, die es kaum ein zweites Mal auf der Welt gibt. Was Talent und schiere Musikalität angeht, müsste er ein absoluter Superstar sein, dennoch kennt ihn kein Schwein (naja, nicht ganz - immerhin hat er es auf das W&W Label geschafft, die haben schon den einen oder anderen Käufer). Und das wird sich auch nicht ändern, denn er zieht konsequent und sein Ding durch, setzt sich mit seinen Projekten kompromisslos zwischen alle Stühle und kennt stilistisch keinerlei Grenzen. Seine Band Alasnoaxis hat die Besetzung einer Jazzcombo, spielt aber -ohne Jazzideom- minimalistische Songs von Pop bis Punk mit dem Saxophon als Gesangsersatz. Melodien werden oft quälend langsam, tastend, suchend aufgebaut und wenn die Linien dann endlich stehen wirkt ihre schlichte Schönheit umso eindringlicher. Zwischendurch werden auch mal freie Passagen eingestreut, die sich bisweilen bis hart an die Grenze zum puren Geräusch steigern. Diese außergewöhnliche Scheibe erfordert einiges an Geduld und Nehmerqualitäten, aber wenigstens als Musikhörer erfährt man noch Gerechtigkeit: Die Mühen werden doppelt und dreifach zurückvergolten. :times10
thwinter12 (05.02.2009, 20:39): Heute beim Pendeln gehört:
Keith Jarrett "La Scala" Teatro alla Scala, Milano 1995 ECM Rec. 1997
Servas, Thomas
rejo (05.02.2009, 22:10): im Auto läuft bei mir zur Zeit viel Riverdance und Kindermusik :D
thwinter12 (05.02.2009, 22:17): Hallo Lisa, auch von mir ein Herzliches Willkommen hier im Forum! :hello
Mußt Du beruflich viel im Auto unterwegs sein oder fährst Du zumeist mit Deiner Tochter herum?
Servas, Thomas
Jürgen (06.02.2009, 08:52): Ich habe heute Morgen ein gemischtes Programm (das geht mit der FP so schön einfach)
1. ZZ Top: Tres Hombres, La Grange 2. Shostakowitsch: Klaviertrio Nr.2, Allegretto 3. ZZ Top: Tres Hombres, Jesus just left Chicago 4. Spooky Tooth: I'm the walrus 5. Stiff Little Fingers: Johnny was 6. Shostakowitsch: Präludien und Fugen (1-12) Op.87, Jarrett 1991 7. Satie: Gymnopedien 1&3 für Orchester, Slatkin 1981
ab (06.02.2009, 09:51): Original von cellodil Original von ab Kann mir jemand erklären, warum solches unter "Jazz" eingereiht wird?
Kann ich nicht, aber vielleicht liegt's ja am hübschen Cover??
Liebe Grüße
Sabine
"Ich glaub, dort knutscht ein Elch!" ?
Um kein Missverständis aufkommen zu lassen: Im großen und ganzen finde ich dies Platte ein überraschend gutes Funk-Album, eine geglückte Produktion auch und vor allem in Hinsicht darauf, dass es Schlager-Bearbeitungen sind.
nikolaus (06.02.2009, 22:50): Bei mir auch mal was anderes:
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0602498746516.jpg Anouar Brahem: Le Voyage De Sahar
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0063757947929.jpg Rabih Abou-Khalil: Journey To The Centre Of An Egg
Nikolaus. :hello
cellodil (06.02.2009, 23:46): Original von ab Original von cellodil Original von ab Kann mir jemand erklären, warum solches unter "Jazz" eingereiht wird?
Kann ich nicht, aber vielleicht liegt's ja am hübschen Cover??
Liebe Grüße
Sabine
"Ich glaub, dort knutscht ein Elch!" ?
Der knutscht mit dem an und für sich für diese Spezies untypischen Finger? Hmmm... Für mich sieht der Gestus eher nach einem Absolventen des Kurses kommunikationen an der folkhögskolan aus... Immerhin: Er ist nicht schwedenschlagerblond, sondern blau!!! Und: Auf jeden Fall phantasieanregend...
Liebe Grüße
Sabine
ab (07.02.2009, 23:12): Oh, was waren das alles für ganz wunderbare Konzerte, als das Münchner Label jmt seine Jazzer der New Yorker Avantgarde in europa auf Tour schickte! Tim Berne, Joey Baron, Mark Dresser, Mark Feldman, Hank Roberts, Herb Robertson - unvergesslich! Die Aufnahmen, wie immer nur, ein blasses Bild... :down
am besten wie ich finde bei "Warum werde ich nicht satt?", oder was denkst Du?
Viel Spaß beim Grölen, Wolfgang
cellodil (13.02.2009, 14:03): Original von Poztupimi
am besten wie ich finde bei "Warum werde ich nicht satt?", oder was denkst Du?
Viel Spaß beim Grölen
Lieber Wolfgang,
Warum werde ich nicht satt ist wirklich hübsch (ist auch sehr gröltauglich). Ich ertappe mich aber auch oft, wenn ich irgendwo in der Stadt unterwegs bin beim Absingen von Schön sein. Eigentlich mag ich die ganze CD, auch die eher melancholischeren Lieder wie Der Mond, der Kühlschrank und ich.
Da fällt mir ein, dass ich eigentlich auch mal wieder Funny van Dannen, der ja viele Lieder (auch auf der Unsterblich-CD für die Hosen geschrieben hat) hören könnte. Ich glaub' das mach' ich jetzt... Das Mittags-Konzert, das ich gerade so nebenher gehört hatte, macht mich heute leider gar nicht wach... Also:
Cetay (inaktiv) (15.02.2009, 12:55): Für alle Haptiker, die das Ende der CD mit Unbehagen voraussehen, ist das echtes Schmankerl:
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0811521010344.jpg Winchester Club - Britannia Triumphant (Limited Edition)
Verpackt in einer mit rotem Samt ausgeschlagenen Holzbox; handnummeriert. Auf eine Wertsteigerung darf man kaum hoffen; dazu ist der Inhalt zu generisch. Minimalistisch-repetitiver Post-Rock, wie man ihn schon (zu) oft gehört hat.
Jürgen (16.02.2009, 14:53): http://ecx.images-amazon.com/images/I/417228K191L._SL500_AA240_.jpg
Faithless: Reference (nur Insomnia)
LazarusLong (16.02.2009, 17:59): Original von EinTon Original von LazarusLong
Nachts um 04.00, bei Schneeregen, Nebel und nicht geräumter Autobahn. Zum Mitgrölen und Wachbleiben.
Und ja, ich bin allein unterwegs, das kann ich wirkklich niemandem antun.
Nur mal aus Neugier: Was machst Du denn mitten in der Nacht "on the road"?? http://www.smiliemania.de/smilie132/00006400.gif
Kein Geheimnis.
Ich habe seit ein paar Monaten einen neuen Job und mein Arbeitsplatz ist ca. 300km von zu Hause entfernt. Bis ich eine neue Höhle für die beste Ehefrau von allen und meine zwei kleinen Landplagen, nicht zu vergessen, 2 Hunde und 2 Katzen, gefunden habe, heisst es Wochenendehe und Pendeln.
Frank
Und es ist immer noch weniger Stress als mein alter Job.
nikolaus (16.02.2009, 18:20): Original von LazarusLong ...die beste Ehefrau von allen...
Oh, wieviele hast Du denn?
:wink
thwinter12 (16.02.2009, 19:33): Original von EinTon Original von thwinter12 Heute beim Pendeln gehört: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41JABMDV1CL._SL500_AA240_.jpg
und Du treibst okkulte Dinge?? :wink Der musste erst bei mir sickern... :J
Servas, Thomas
LazarusLong (17.02.2009, 07:34): Original von nikolaus Original von LazarusLong ...die beste Ehefrau von allen...
Oh, wieviele hast Du denn?
:wink
Ist meine zweite.
Und dann habe ich ja noch die Vergleichsmöglichkeiten im Bekanntenkreis.
Zugegeben, ich bin da etwas voreingenommen.
Frank
cellodil (17.02.2009, 15:53): Original von LazarusLong Ich habe seit ein paar Monaten einen neuen Job und mein Arbeitsplatz ist ca. 300km von zu Hause entfernt. Bis ich eine neue Höhle für die beste Ehefrau von allen und meine zwei kleinen Landplagen, nicht zu vergessen, 2 Hunde und 2 Katzen, gefunden habe, heisst es Wochenendehe und Pendeln.
Frank
Und es ist immer noch weniger Stress als mein alter Job.
Lieber Frank,
dann war es wirklich eine gute und richtige Entscheidung. Und die passende Höhle, die wird sich bestimmt auch noch finden.
Liebe Grüße
Sabine
Jürgen (18.02.2009, 08:55): Ich schiebe in mein ursprünglich geplantes Programm noch dieses Album ein:
Ich kam darauf, weil es das wunderbare "Slow Marimbas" aus dem Birdy Soundtrack hier live enthält. Vorab zwei Stücke von einer Maxi-Single-CD (oder wie auch immer man so was nennt). Es sind San Jacinto & Mercy Street, die ich besonders schätze und auch auf der Secret-World-Tour live aufgenommen wurden. Leider habe ich kein Cover gefunden.
Warum die Songs nicht mit auf das Original-Doppel-Album gepackt worden sind, kann ich mir nur mit kommerziellen Interessen erklären. Platz wäre reichlich gewesen.
Grüße Jürgen
Jürgen (20.02.2009, 08:40): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41V2TZNX7ML._SL500_AA240_.jpg
Kodo: Heartbeat Drummers of Japan, 1985 (Sheffield Lab)
Ein- bis zweimal im Jahr muss ich Kodo hören. Am besten mit dieser wirklich audiophilen Aufnahme. Die hat mir vor etwa 20 Jahren ein Bekannter besorgt, der bei der US Army angestellt war. Sonst hätte ich sie mir nicht leisten können. (Heute wird sie immer noch hoch gehandelt!)
Grüße Jürgen
Solitaire (20.02.2009, 12:18): Und EIGENTLICH muss man sie dabei auch sehen. Ich hatte mal die Ehre und es war grandios :down
Jürgen (20.02.2009, 14:16): Da hast Du recht, darum beneide ich Dich.
Vielleicht klappts bei mir ja mal.
Grüße Jürgen
Jürgen (23.02.2009, 08:21): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61RW7YEGWXL._SL500_AA240_.jpg
Sufjan Stevens: Come on feel the Illinoise, 2005
Jürgen (25.02.2009, 08:39): Zum richtigen Wachwerden höre ich eine Querbeetzusammenstellung von Deep Purple (ja, ich kann es einfach nicht lassen):
You keep on moving Black night (live) When a blind man cries And the address Mandrake root Hey Joe Smoke on the water (live) Space truckin (live)
After the Requiem The old tower of Löbenicht Alaric I or II Allegrasco
Nikolaus.
cellodil (25.02.2009, 22:43): :hello Nikolaus,
was macht der Player? Vielleicht wollte er Dir mit dem partiellen Gestolper nur sagen, dass er gerne auch mal was anderes spielen würde...
Liebe Grüße
Sabine
nikolaus (25.02.2009, 23:06): Original von cellodil :hello Nikolaus,
was macht der Player? Vielleicht wollte er Dir mit dem partiellen Gestolper nur sagen, dass er gerne auch mal was anderes spielen würde...
Liebe Grüße
Sabine
Na ja, vielleicht hast Du Recht... Aber dieses Mal habe ich abgebrochen, war auf Dauer nicht ganz das Richtige.
Nikolaus.
P.S.: Wie gesagt, er stolpert (im Moment noch) nur bei manchen CDs, aber es werden mehr...
cellodil (25.02.2009, 23:25): Lieber Nikolaus,
vielleicht solltest Du mal überlegen, bei welchen CDs er stolpert und bei welchen nicht... Er will Dir ganz bestimmt etwas damit sagen (der Mensch und seine Dinge halt... grins).
... vielleicht hat der kleine ja Sehnsucht nach seiner japanischen Heimat. Hast Du's schon mal mit Takemitsu probiert?
Liebe Grüße und gute Nacht
Sabine
nikolaus (26.02.2009, 22:40): Original von cellodil Lieber Nikolaus,
vielleicht solltest Du mal überlegen, bei welchen CDs er stolpert und bei welchen nicht... Er will Dir ganz bestimmt etwas damit sagen (der Mensch und seine Dinge halt... grins).
... vielleicht hat der kleine ja Sehnsucht nach seiner japanischen Heimat. Hast Du's schon mal mit Takemitsu probiert?
Liebe Grüße und gute Nacht
Sabine
:J Ich werde es mal probieren. Du wirst lachen, ich besitze sogar - wenn auch nur eine - CD mit Musik von Takemitsu :D
Nikolaus.
cellodil (27.02.2009, 13:57): Original von nikolaus :J Ich werde es mal probieren. Du wirst lachen, ich besitze sogar - wenn auch nur eine - CD mit Musik von Takemitsu :D
Lieber Nikolaus,
ich besitze auch nur eine ( I Hear The Water Dreaming ), die ich eigentlich viel zu selten höre...
Liebe Grüße
Sabine
Cetay (inaktiv) (27.02.2009, 21:59): Original von nikolaus Ich glaube, hier bin ich richtig mit dieser CD, oder?
Gavin Bryars
After the Requiem The old tower of Löbenicht Alaric I or II Allegrasco
Nikolaus.
Für mich ist das zeitgenössische klassische Musik und würde ins Hauptforum passen. Wie würdest du es kategorisieren?
nikolaus (27.02.2009, 23:04): Original von Dox Orkh Original von nikolaus Ich glaube, hier bin ich richtig mit dieser CD, oder?
Gavin Bryars
After the Requiem The old tower of Löbenicht Alaric I or II Allegrasco
Nikolaus.
Für mich ist das zeitgenössische klassische Musik und würde ins Hauptforum passen. Wie würdest du es kategorisieren?
Ich bin mir nicht sicher, da ich letztlich zu wenig von ihm kenne. Diese CD würde ich aber auch mit gutem Gewissen ins Hauptforum stellen (trotz der E-Gitarre), da gebe ich Dir Recht!
Großartiger Dark Ambient - etwas zugänglicher, sountrackartig-"symphonischer" als die anderen Arbeiten des Ein-Mann-Projektes, aber genauso konsequent düster. Viel Hall, metallische Geräusche, wabbernde Klangflächen, Samples und Sound-Manipulationen.
"Metavoid" steht nach dem Willen des Soundtüftlers Brian Lustmord für die große Leere, der der Mensch sich im Angesicht des Universums gegenübersieht und an der alle absoluten Wahrheiten scheitern. Seine Bedeutung im Universum bleibt dem Menschen verborgen: - "The sum of knowledge is nothingness." (Booklet)
cellodil (28.02.2009, 22:38): Weil in der Badewanne leider das ungefütterte Krokodil liegt, wird's heute nix mit dem Feierabendplantschen.
( :hello Satie! :D )
Stattdessen muss ein bisschen gemäßigte, aber doch halbwegs amerikanisch angekitschte hawaiianische Folklore in den Player:
http://www.mele.com/assets/images/covers/nui/232.jpg Pekelo - Going to Hana Maui
Gute Nacht und liebe Grüße
Sabine
cellodil (01.03.2009, 00:11): Weil's so schön war, jetzt noch etwas hawaiianisch-polynesischer (was für eine wunderschöne Sprache das Polynesische doch ist!):
- Ho`omaka Hou - Waimanalo - E Haunani - Na Pua Lei `Ilima - E malama i ka wai - Medley / Old Time Island Music: Ua Noho Au A Kupa; Pulupe Nei `Ili Ke Anu; Aloha No Au I Ko Make; My Sweet Sweeting; Kaula `Ili - Tewe Tewe - Ku`u Pua i Paoakalani - Walking in the Queen's Garden - E mau ana ka ha`aheo
Seufz! und liebe Grüße
Sabine :engel
cellodil (01.03.2009, 00:56): ... und noch eine hawaiianische CD (von der ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie überhaupt besitze):
- Hualalai - Kumulipo / E Pua Ana Ka Makani - He Inoa No Pi`ilani - Ka Manokalanipo - Nohili E - Mehameha/White Sandy Beach - Ali`i `Iolani - Pua `Ala Aumoe - Ka Hanu `O Evalina - Take a Walk in the Country - I'll Remember You
Und dann: Gute Nacht!
Liebe Grüße
Sabine
ab (01.03.2009, 01:32): als Betthupferl:
* Mark Feldman * Violin
* Mark Dresser * Bass, Double Bass, Main Performer
* Hank Roberts * Violoncello
inzwischen in diisem Winter&Winter-Cover http://www.artistdirect.com/Images/Sources/AMGCOVERS/music/cover200/drf700/f768/f76863uzscm.jpg
Oh, was waren das für phantastische Konzerte! JMT sei Dank!
Gamaheh (01.03.2009, 14:50): Original von Nordolf ... Brian Lustmord
Heißt der wirklich so?!
"The sum of knowledge is nothingness." (Booklet)
So oder ähnlich hat das schon Sokrates gesagt ...
Grüße, Gamaheh
Cetay (inaktiv) (01.03.2009, 15:04): Original von Nordolf http://ecx.images-amazon.com/images/I/21WR1C0NE8L._SL500_AA130_.jpg Lustmord "Metavoid" (2001)
Großartiger Dark Ambient - etwas zugänglicher, sountrackartig-"symphonischer" als die anderen Arbeiten des Ein-Mann-Projektes, aber genauso konsequent düster. Viel Hall, metallische Geräusche, wabbernde Klangflächen, Samples und Sound-Manipulationen.
"Metavoid" steht nach dem Willen des Soundtüftlers Brian Lustmord für die große Leere, der der Mensch sich im Angesicht des Universums gegenübersieht und an der alle absoluten Wahrheiten scheitern. Seine Bedeutung im Universum bleibt dem Menschen verborgen: - "The sum of knowledge is nothingness." (Booklet)
Ich höre mir die Scheibe gerade an; sie kann in voller Länge bei lastfm geströmt werden. Die erste spontane Eingebung dabei war, dass es sehr nach Steve Roachs Artifacts klingt; es ist wohl kein Zufall, dass Roach auf Metavoid einen Gastauftritt hat.
Nordolf (01.03.2009, 20:13): Original von Gamaheh Original von Nordolf ... Brian Lustmord
Heißt der wirklich so?!
Nein - er heißt ganz gewöhnlich Brian Williams. Der Künstler kommt ja ursprünglich aus der Industrial-Avantgarde-Szene der frühen Achtziger. Es gehörte dort zum Stil, deutsche Namen zu verwenden, die hart klingen und provokativ wirken sollten. Das Projekt SPK (Sozialistisches Patienten Kollektiv) mit dem Album "Leichenschrei" ist auch ein typisches Beispiel dafür.
"The sum of knowledge is nothingness." (Booklet)
So oder ähnlich hat das schon Sokrates gesagt ...
Grüße, Gamaheh
"Ich weiß, das ich nichts weiß."
Herzliche Grüße! Jörg
EinTon (01.03.2009, 21:04): Original von Nordolf
Nein - er heißt ganz gewöhnlich Brian Williams. Der Künstler kommt ja ursprünglich aus der Industrial-Avantgarde-Szene der frühen Achtziger. Es gehörte dort zum Stil, deutsche Namen zu verwenden, die hart klingen und provokativ wirken sollten. Das Projekt SPK (Sozialistisches Patienten Kollektiv) mit dem Album "Leichenschrei" ist auch ein typisches Beispiel dafür. Jörg
ab (02.03.2009, 10:18): Derzeit höre ich vermehrt Sachen, die seit vielen, vielen Jahren nicht mehr in meinem Player waren:
Tim Berne's Caos Totale: Nice View Marc Ducret (guitar); Tim Berne (alto saxophone); Herb Robertson (trumpet); Steve Swell (trombone); Django Bates (piano, keyboards); Mark Dresser (double bass); Bobby Previte (drums). http://image.campusi.com/image/731451401329_1341_l.jpg
Auch so ein Erinnerungsstück ein zwei ganz wunderbare Konzerte aus jener Zeit in den frühen 90ern, als JMT die New Yorker Jazz-Avantgard in unsere kleinen Konzerträume brachte. Das vermisse ich wirklich!
Cetay (inaktiv) (02.03.2009, 11:36): Original von ab Derzeit höre ich vermehrt Sachen, die seit vielen, vielen Jahren nicht mehr in meinem Player waren:
Tim Berne's Caos Totale: Nice View Marc Ducret (guitar); Tim Berne (alto saxophone); Herb Robertson (trumpet); Steve Swell (trombone); Django Bates (piano, keyboards); Mark Dresser (double bass); Bobby Previte (drums). http://image.campusi.com/image/731451401329_1341_l.jpg
Auch so ein Erinnerungsstück ein zwei ganz wunderbare Konzerte aus jener Zeit in den frühen 90ern, als JMT die New Yorker Jazz-Avantgard in unsere kleinen Konzerträume brachte. Das vermisse ich wirklich!
Ich habe seinerzeit Steve Coleman & Five Elements live bewundern dürfen. Mit von der Partie war die damals noch weitgehend unbekannte Cassandra Wilson. Leider gilt, was du weiter oben geschrieben hast: Die Aufnahmen, wie immer nur, ein blasses Bild...
ab (02.03.2009, 11:52): Original von Dox Orkh Ich habe seinerzeit Steve Coleman & Five Elements live bewundern dürfen. Mit von der Partie war die damals noch weitgehend unbekannte Cassandra Wilson. Leider gilt, was du weiter oben geschrieben hast: Die Aufnahmen, wie immer nur, ein blasses Bild...
... die waren auch zweimal bei uns. Beidemal hat Coleman eher seinen Gig durchgezogen als dass sie zusammen wirklich musiziert hätten, anders also als die Mannen rund um Marc Dresser. Im Jazz gilt es - scheint mir leider - vermehrt: Viel zu viele Noten und viel zu selten Musik - leider.
ab (03.03.2009, 09:35): Das Live-Album von Birthcontrol habe ich auch immer gerne gehört (sowie das Cover gerne gesehen). Eine der wenigen Bands, bei denen beim Schalgzeugsolo der Dreschflegel das Tempo durchzuhalten versteht, statt unmotiviert schneller oder langsamer zu werden.
ab (05.03.2009, 18:40): einst heiß von mir geliebt. Erstaunlich wie anders ich heute diese Musik doch höre
ab (06.03.2009, 10:09): Original von nikolaus Original von ab einst heiß von mir geliebt. Erstaunlich wie anders ich heute diese Musik doch höre
Nämlich wie?
einfach analytischer: Auf Klangfarben, auf Zusammenspiel, auf Einfachheit so manchen harmonischen Verlaufs, usw.usf.
ab (06.03.2009, 10:48): Auch so ein Musiker, dessen Musik ich in jüngeren Jahren sehr geliebt habe, Jacques Higelin. Insbesondere sein Konzertalben hatten es mir angetan, und dort beonders dieses, bei dem er auch als Gäste Youssou N'Dour und Mory Kanté auf der Bühne hatte, lange bevor diese selbst zu (wohl deutlich bekannteren) Stars avanciert sind und noch nicht zum kommerziellen Pop konvertiert waren.
Higelin à Bercy http://www.izdi.com/objets/7519.jpg
cellodil (06.03.2009, 15:04): Gegenmittel gegen nasskaltes Trübsinnswetter: Träumen von Maui, Hawaii...
http://www.mele.com/assets/images/covers/nui/232.jpg Pekelo - Going to Hana Maui
nikolaus (06.03.2009, 20:21): Original von ab Original von nikolaus Original von ab einst heiß von mir geliebt. Erstaunlich wie anders ich heute diese Musik doch höre
Nämlich wie?
einfach analytischer: Auf Klangfarben, auf Zusammenspiel, auf Einfachheit so manchen harmonischen Verlaufs, usw.usf.
Das leuchtet mir ein. Ich habe bei dem "einst heiß von mir geliebt" irgendwie automatisch impliziert, daß dem heute nicht mehr so ist. Oder irre ich da? Die von Dir genannten Aspekte des Hörens führen doch erstmal dazu, daß Du die Musik vielleicht genauer wahrnimmst. Ob die Musik dadurch mehr oder weniger gefällt, steht doch auf einem anderen Blatt, oder?
(eigentlich ist das jetzt hier off-topic, sorry...)
Gruß, Nikolaus.
Travi (07.03.2009, 21:55): http://ecx.images-amazon.com/images/I/512Y8KNWEHL._SL500_AA240_.jpg
ab (08.03.2009, 09:08): Original von nikolaus Original von ab Original von nikolaus Original von ab einst heiß von mir geliebt. Erstaunlich wie anders ich heute diese Musik doch höre
Nämlich wie?
einfach analytischer: Auf Klangfarben, auf Zusammenspiel, auf Einfachheit so manchen harmonischen Verlaufs, usw.usf.
Das leuchtet mir ein. Ich habe bei dem "einst heiß von mir geliebt" irgendwie automatisch impliziert, daß dem heute nicht mehr so ist. Oder irre ich da? Die von Dir genannten Aspekte des Hörens führen doch erstmal dazu, daß Du die Musik vielleicht genauer wahrnimmst. Ob die Musik dadurch mehr oder weniger gefällt, steht doch auf einem anderen Blatt, oder?
(eigentlich ist das jetzt hier off-topic, sorry...)
Gruß, Nikolaus.
Hallo Nikolaus,
es sind gerade solche knappen Randbemerkungen, die mir dieses Forum zusätzlich sympathisch machen, denn ohne diese würde ich mir über solche interessanten Fragen vermutlich keine Gedanken machen.
Ich sehe nun auch, dass meine Aussage missverständlich wirken musste: Nein, ich meinte nicht, dass mir die Aufnahme heute nicht mehr gefällt.
Aber das mit dem "genauer" finde ich nicht so ganz trefflich, eher scheint mir, dass die damalige Intensität einer heute ganz anderen Reichhaltigkeit gewichen ist. Jedenfalls nehme ich die Musik anders wahr und sie gefällt mir auch dadurch anders; ob mehr oder weniger, lässt sich gar nicht so sagen, weil es andere Aspekte sind, die ich heute schätzen kann und wieder andere, die mir heute etwas lasch & lau vorkommen.
In der Fachlliterratur zu Philosophie der Musik ist gelegentlich von einem "Our song"-Effekt die Rede (in einem ganz anderen Zusammenhang): Weil man etwa zu einem bestimmten Lebenspunkt eine bestimmte Musik gehört habe (zB beim ersten Kuss) werde dadurch diese Musik zu etwas ganz besonders persönlich Wertvollem, das dann zu späterer Zeit, wenn die Musik wieder erklingt, wieder abgerufen werde könne. Ich kann das gar nicht nachempfinden wenn ich heute diese Musik höre, obgleich ich damit ganz intensive Momente verbinde. Mir scheint hier, um mit einer der berühmtesten Stellen aus Marcel Prousts Roman zu sprechen (der Duft einer in Tee getunkten Madeleine versetzt den Ich-Erzähler unmittelbar in jenen Zustand zurück, den er in seiner Kindheit damit hatte), dass mich der Biss in das Rührteiggebäck nicht in den damaligen intensiven Zustand zu versetzten vermag, sondern ich mich viel mehr mit heutiger Sicht auf die „Suche nach der verlorenen Zeit“ machen muss.
:hello
Cetay (inaktiv) (08.03.2009, 10:22): Kennt das noch jemand?
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0750447340725.jpg jbbg (Jazz Bigband Graz); Electric Poetry & Lo-Fi Cookies
Laut.de schreibt: Das rhythmische, melodische und harmonische Kaleidoskop gleicht einer Weltreise. Von mitteleuropäischem Trance, über Tango Nuevo, Spoken Word, Afrika, James Bond und Jazz hin zu Vinylknistern, verzerrten Scheingitarren, Ambient, Rock und Swing. Das trifft es ganz gut, aber Stilvielfalt allein macht noch keine gute Platte. Hier fließt das allerdings harmonisch zu einem bislang unerhörten Ganzen zusammen und findet dabei noch begnadet kreative Arrangeure und Komponisten im Hintergrund. In positivsten Sinne erregende Musik!
ab (11.03.2009, 09:50): Danke für den Tipp, das klingt interessant!
ab (11.03.2009, 09:52): Freefall Regina Carter, Kenny Barron
ein Feuerwerk an gemeinsamen Miteinandermusizierens! Ich wünschte, eine solche Abstimmung wie zwischen den beiden würde auch in der Klassik (im Jazz schon gar) öfter der Fall sein.
Voice of Eye & Life Garden: The Hungry Void; Volume 1 - Fire
Ritueller Industrial Ambient: - elektronische Klängen paaren sich hier mit traditionelllen Instrumenten wie Trommeln, Flöte, Posaune, Bass oder Klangschalen und mit selbstgebastelten Klangerzeugern. Außerdem wird die "sprachlose" menschliche Stimme zu einem weiteren Instrument.
Die beiden Projekte erzeugen surreale Klangwelten voll großräumiger Halleffekte. Mystische Stimmen, langgezogene Industrial Drones und ausufernde Tonflächen, gespentisch schnarrende und klirrende Töne, basslastige Klangwolken, repetative Perkussion: - die Musik mutet gleichzeitig urweltlich-archaisch und industriell-metallisch, aber auch sphärisch und abgedriftet an.
Im Moment ist mir nicht wirklich nach Klassik. Aber ich bin noch da, nehmt das einfach mal als Lebenszeichen.
Herzliche Grüsse
Frank
Cetay (inaktiv) (14.03.2009, 15:47): http://www.jpc.de/image/w183/front/0/4015698421927.jpg Bohren & The Club of Gore; Sunset Mission
Melancholischer Superzeitlupen-Jazz, hart an der Grenze zur Morbidität. Hoffnungslos und tröstlich zugleich; verstörend. Das Phänomen dabei: Egal welche Musikichtung(en) jemand sonst hört und welche nicht; dieses Meisterwerk scheint jedem zu gefallen, der zufällig darüber stolpert.
Pollux (14.03.2009, 18:01): Hallo Dox, :beer
Sunset Mission höre ich auch oft - für mich die definitive Nachtmusik. Ein unglaubliches Album. Als ich es das erste mal hörte war ich schlichtweg sprachlos. :down
Habe erst kürzlich einen Freund damit "angefixt", und der kann gar nicht aufhören, sich bei mir für den Tipp zu bedanken.
Heike (14.03.2009, 22:42): auch wenn meine ultimative Nachtmusik die Goldbergvariationen bleiben - danke für den Hinweis zu Sunset Mission, da hab ich grad reingehört und das könnte mir auch gefallen Heike
thwinter12 (14.03.2009, 23:11): Etwas in der Vergangenheit gekrammt und was zum "Chillen" entdeckt:
George Pallikaris "Silk" Elektrolux 2001 Einsame Insel ich komme!
Servas, Thomas
ab (15.03.2009, 00:46): quasi zu "chillen" (und etwas Genöle ist auch dabei)
Cetay (inaktiv) (15.03.2009, 15:08): Original von Pollux Hallo Dox, :beer
Sunset Mission höre ich auch oft - für mich die definitive Nachtmusik. Ein unglaubliches Album. Als ich es das erste mal hörte war ich schlichtweg sprachlos. :down
Habe erst kürzlich einen Freund damit "angefixt", und der kann gar nicht aufhören, sich bei mir für den Tipp zu bedanken.
:beer
Ich finde das Nach-Nachfolgewerk Geisterfaust noch um eine Klasse besser, das würde ich allerdings im Gegensatz zu Sunset Mission niemandem, dessen Geschmack ich nicht sehr genau kenne, mit gutem Gewissen empfehlen. Wer auf die ereignisarme, meditative und einzelklangorientierte Neue US-Musik à la Feldmann und Crumb steht, könnte aber durchaus mal ein Ohr risikieren.
Jürgen (18.03.2009, 10:45): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41ZBT6VV6TL._SL500_AA240_.jpg
John Lee Hooker: Chill out
Rachmaninov (18.03.2009, 12:35): Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/41ZBT6VV6TL._SL500_AA240_.jpg
John Lee Hooker: Chill out
ganz coole Scheibe :hello
thwinter12 (21.03.2009, 10:55): Gestern beim "Pendeln" gehört:
Keith Jarrett (*1945) "Vienna Concert" (Vienna State Opera, 13.07.1991) ECM 1992
Servas, Thomas
kreisler (22.03.2009, 00:02): Ganz ausnahmsweise von mir auch mal was in diesem thread:
http://www.jpgr.co.uk/pcsp726_a.jpg
Die Beatles sind die einzigen, die ich außerhalb der Klassik noch richtig gerne mag und anhöre; diesmal aber auch nur, weil ein Freund da war. Sind aber schon wirklich gut!
lg kreisler
ab (22.03.2009, 13:36): Einen halbe Ewigkeit nicht mehr gehört. The The war einmal bei uns als Vorgruppe zu einem The Cure Konzert Open Air zu erleben. Ein gedenkwürdiges Konzert, zum einen weil die unglaublich hoch toupierten Schwarzen glatten Haare mancher Fans einem Regenguss zum Opfer fielen und zum anderen weil die Vorgruppe einen ganz großartigen Soundcheck gemacht hat und somit um Klassen besser als der s.g. Haupt-Act geklungen hat. Von der Musik her waren sie sowieso viel besser.
Rachmaninov (22.03.2009, 15:20): Original von ab Einen halbe Ewigkeit nicht mehr gehört. The The war einmal bei uns als Vorgruppe zu einem The Cure Konzert Open Air zu erleben. Ein gedenkwürdiges Konzert, zum einen weil die unglaublich hoch toupierten Schwarzen glatten Haare mancher Fans einem Regenguss zum Opfer fielen und zum anderen weil die Vorgruppe einen ganz großartigen Soundcheck gemacht hat und somit um Klassen besser als der s.g. Haupt-Act geklungen hat. Von der Musik her waren sie sowieso viel besser.
The the hat sich ja zum glück auch durchgesetzt...
Cetay (inaktiv) (22.03.2009, 17:05): Original von Rachmaninov Original von ab Einen halbe Ewigkeit nicht mehr gehört. The The war einmal bei uns als Vorgruppe zu einem The Cure Konzert Open Air zu erleben. Ein gedenkwürdiges Konzert, zum einen weil die unglaublich hoch toupierten Schwarzen glatten Haare mancher Fans einem Regenguss zum Opfer fielen und zum anderen weil die Vorgruppe einen ganz großartigen Soundcheck gemacht hat und somit um Klassen besser als der s.g. Haupt-Act geklungen hat. Von der Musik her waren sie sowieso viel besser.
The the hat sich ja zum glück auch durchgesetzt...
Während meiner Studienzeit habe ich mal diese LP besessen http://ecx.images-amazon.com/images/I/51B160YHGCL._SL160_AA115_.jpg. Heute gar nicht mehr mein Fall. Dafür das:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41yqUdcTp0L._SL500_AA240_.jpg Tajmahal; Star Circus
Ein Psytrance/Downtempo Hybrid der intelligenteren Sorte. Ich glaube dennoch, ein Großteil der Verkäufe geht auf die Verwechslung mit der Blues-Legende Taj Mahal. :P
Heike (22.03.2009, 21:33):
(von thwinter12 "angesteckt") Heike
Jürgen (23.03.2009, 12:30): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51E7GJW07XL._SL500_AA240_.jpg
Mike Oldfield: Amarok 1990 Ich habe die KH ganz leise gestellt, sonst fliegen mir an manchen Stellen die Ohren weg.
So mag ich ihn, den Herrn Oldfield. Diese Scheibe gefällt mir noch besser, als sein Debut-Album, Tubular bells.
:down :down :down Atmosphärische Ritual-Soundscapes des Drei-Mann-Projektes Lights in a fat City. Das Album heißt "Sound Column" und wurde 1991 aufgenommen.
Die weiten und archaisch anmutenden Klangräume werden durch ein Didgeridoo, verschiedene Tierhörner, Bambusflöten, ein P'iri (oboenähnliches Instrument aus Korea), Perkussion, eine Hybrid-Harfe und elektronische Samples erzeugt.
thwinter12 (23.03.2009, 19:11): Original von Hebre
(von thwinter12 "angesteckt") Heike Bei meiner heutigen "Pendelei" stand diese hier auf dem Programm:
Keith Jarrett (*1945) "Paris Concert" (Salle Pleyel, Paris - 17.10.1988) ECM 1990
Wie gefällt Dir Jarrett? Hörst Du Ihn gern? Ich muss zugeben, dass bei mir schon gewisse "Abnutzungserscheinungen" auftreten und manche Passagen seiner Improvisationen etwas "nerven"! :ignore Zuhause würde ich Ihn nicht mehr hören, aber während der Zugfahrt ist OK... :D
Servas, Thomas
Heike (23.03.2009, 21:41): Wie gefällt Dir Jarrett? Hörst Du Ihn gern?
Ja, ich höre ihn eigentlich ganz gern, ich mag seine versponnenen Gefühlsausbrüche. Ich mag allerdings nicht alles von ihm, aber besonders La Scala und The Köln Concert gefallen mir immernoch sehr gut, auch nach vielen Jahren. Meist drifte ich dann beim Hören weg und lande irgendwo ganz woanders. Also das ist schon ganz anders als eine Beethoven-Sonate hören; bei Jarrett kann ich nach wie vor richtig schön abschweifen und folge einfach nur den Stimmungen, fernab jeder Struktur, ich lande dann meist sonstwo, aber es ist irgendwie gut.
Heike
teleton (24.03.2009, 11:22): Ich habe gesehen, das hier auch Nichtklassische Scheiben Erwähnung finden. Ist ja auch interessant, was die Klassik-Forianer außerhalb der Klassik hören.
Da ich selber Msuik mit Synthesizer mache, höre ich auch gerne aktuelle Musik in dieser Richtung (bis ca.200 als New Age bezeichnet).
Neben den Bekanntesten und den Wegweisern TANGERINE DREAM, DANCING FANTASY. MEGABYTE, INTERFACE ist es auch SCHILLER, von dem ich alle CD´s der letzten Jahre besitze.
Zur Zeit höre ich gerne Schiller: Sehnsucht-Live. Tolle Klangteppiche werden ausgebreitet und sogar die Gesangsstücke kann ich hier ertragen. Schiller legt LIVE immer noch eine "Schippe drauf" und daher ist dieses nächste Live-Album aus 2008 (nach LIVE-Erleben) auch wieder erste Sahne.
LazarusLong (24.03.2009, 15:16): Original von teleton
:hello Wer kennt von Euch SCHILLER ???
Ich, Ich, Ich!
Die Räuber, Kabale und Liebe usw
Hab ich in der Schule gehabt. :leb
Frank
Sorry, ich konnte einfach nicht widerstehen :hello
Rachmaninov (24.03.2009, 15:26): Original von teleton Ich habe gesehen, das hier auch Nichtklassische Scheiben Erwähnung finden. Ist ja auch interessant, was die Klassik-Forianer außerhalb der Klassik hören.
Da ich selber Msuik mit Synthesizer mache, höre ich auch gerne aktuelle Musik in dieser Richtung (bis ca.200 als New Age bezeichnet).
Neben den Bekanntesten und den Wegweisern TANGERINE DREAM, DANCING FANTASY. MEGABYTE, INTERFACE ist es auch SCHILLER, von dem ich alle CD´s der letzten Jahre besitze.
Zur Zeit höre ich gerne Schiller: Sehnsucht-Live. Tolle Klangteppiche werden ausgebreitet und sogar die Gesangsstücke kann ich hier ertragen. Schiller legt LIVE immer noch eine "Schippe drauf" und daher ist dieses nächste Live-Album aus 2008 (nach LIVE-Erleben) auch wieder erste Sahne.
Ich auch, kann aber die Begeisterung, die herrscht nicht so sehr nachvollziehen....
Cetay (inaktiv) (24.03.2009, 16:09): Original von Nordolf http://assets.mog.com/amg/pop/cov200/dre300/e368/e36893z6234.jpg
:down :down :down Atmosphärische Ritual-Soundscapes des Drei-Mann-Projektes Lights in a fat City. Das Album heißt "Sound Column" und wurde 1991 aufgenommen.
Die weiten und archaisch anmutenden Klangräume werden durch ein Didgeridoo, verschiedene Tierhörner, Bambusflöten, ein P'iri (oboenähnliches Instrument aus Korea), Perkussion, eine Hybrid-Harfe und elektronische Samples erzeugt.
Immer wieder interessant, welche Querbezüge sich ergeben. Ich kenne Lights in a fat City nicht, aber die Instrumentierung - v.a. das P'iri -erinnert an die von mir außerordentlich geschätzten Trance Mission. Internet sei Dank ist die Verbindung in wenigen Sekunden gefunden: 2 Mitglieder haben in beiden Bands gespielt.
Nordolf (24.03.2009, 19:47): Original von Dox Orkh Original von Nordolf http://assets.mog.com/amg/pop/cov200/dre300/e368/e36893z6234.jpg
:down :down :down Atmosphärische Ritual-Soundscapes des Drei-Mann-Projektes Lights in a fat City. Das Album heißt "Sound Column" und wurde 1991 aufgenommen.
Die weiten und archaisch anmutenden Klangräume werden durch ein Didgeridoo, verschiedene Tierhörner, Bambusflöten, ein P'iri (oboenähnliches Instrument aus Korea), Perkussion, eine Hybrid-Harfe und elektronische Samples erzeugt.
Immer wieder interessant, welche Querbezüge sich ergeben. Ich kenne Lights in a fat City nicht, aber die Instrumentierung - v.a. das P'iri -erinnert an die von mir außerordentlich geschätzten Trance Mission. Internet sei Dank ist die Verbindung in wenigen Sekunden gefunden: 2 Mitglieder haben in beiden Bands gespielt.
Ich kenne wiederum Trance Mission nicht. Wobei diese ja einen gewissen Techno-Bezug zu haben scheinen, sprich: es gibt die einschlägigen elektronischen Beats und eine gewisse Club-Atmosphäre, oder nicht? Lights in a fat City sind dagegen purer experimenteller, collagenartiger Ritualsound.
Herzliche Grüße! Jörg
Cetay (inaktiv) (25.03.2009, 07:57): Original von Nordolf Original von Dox Orkh
Immer wieder interessant, welche Querbezüge sich ergeben. Ich kenne Lights in a fat City nicht, aber die Instrumentierung - v.a. das P'iri -erinnert an die von mir außerordentlich geschätzten Trance Mission. Internet sei Dank ist die Verbindung in wenigen Sekunden gefunden: 2 Mitglieder haben in beiden Bands gespielt.
Ich kenne wiederum Trance Mission nicht. Wobei diese ja einen gewissen Techno-Bezug zu haben scheinen, sprich: es gibt die einschlägigen elektronischen Beats und eine gewisse Club-Atmosphäre, oder nicht? Lights in a fat City sind dagegen purer experimenteller, collagenartiger Ritualsound.
Herzliche Grüße! Jörg
Einschlägige E-Beats: kaum; Club-Atmosphäre: überhaupt nicht. Zumindest nicht auf Meanwhile. Der überwiegende Teil der Stücke hat einen Beat, aber der wird von "richtigen" Percussions-Instrumenten (deren Namen ich vielfach nie zuvor gehört habe) serviert und ist deutlich komplexer als die einschlägigen E-Beats; Der gefürchtete 4-to-the-floor Technobeat tritt nur ganz sporadisch auf und Elektronik wird hauptsächlich zur Schaffung von atmosphärischen Klangffächen verwendet. Auf dieser Basis gibt es schöne Soli von Klarinette und exotischen Holzblasinstrumenten zu hören. Einige Stücke sind beat-freie pure amorphe Soundscapes. Mein Einstiegswerk und Kandidat für eine hypothetische "Nicht-Klassik für die Insel"-Liste :
Nordolf (25.03.2009, 09:25): Original von Dox Orkh Original von Nordolf Original von Dox Orkh
Immer wieder interessant, welche Querbezüge sich ergeben. Ich kenne Lights in a fat City nicht, aber die Instrumentierung - v.a. das P'iri -erinnert an die von mir außerordentlich geschätzten Trance Mission. Internet sei Dank ist die Verbindung in wenigen Sekunden gefunden: 2 Mitglieder haben in beiden Bands gespielt.
Ich kenne wiederum Trance Mission nicht. Wobei diese ja einen gewissen Techno-Bezug zu haben scheinen, sprich: es gibt die einschlägigen elektronischen Beats und eine gewisse Club-Atmosphäre, oder nicht? Lights in a fat City sind dagegen purer experimenteller, collagenartiger Ritualsound.
Herzliche Grüße! Jörg
Einschlägige E-Beats: kaum; Club-Atmosphäre: überhaupt nicht. Zumindest nicht auf Meanwhile. Der überwiegende Teil der Stücke hat einen Beat, aber der wird von "richtigen" Percussions-Instrumenten (deren Namen ich vielfach nie zuvor gehört habe) serviert und ist deutlich komplexer als die einschlägigen E-Beats; Der gefürchtete 4-to-the-floor Technobeat tritt nur ganz sporadisch auf und Elektronik wird hauptsächlich zur Schaffung von atmosphärischen Klangffächen verwendet. Auf dieser Basis gibt es schöne Soli von Klarinette und exotischen Holzblasinstrumenten zu hören. Einige Stücke sind beat-freie pure amorphe Soundscapes. Mein Einstiegswerk und Kandidat für eine hypothetische "Nicht-Klassik für die Insel"-Liste :
Cetay (inaktiv) (27.03.2009, 06:49): Original von Nordolf Original von Dox Orkh Original von Nordolf Original von Dox Orkh
Immer wieder interessant, welche Querbezüge sich ergeben. Ich kenne Lights in a fat City nicht, aber die Instrumentierung - v.a. das P'iri -erinnert an die von mir außerordentlich geschätzten Trance Mission. Internet sei Dank ist die Verbindung in wenigen Sekunden gefunden: 2 Mitglieder haben in beiden Bands gespielt.
Ich kenne wiederum Trance Mission nicht. Wobei diese ja einen gewissen Techno-Bezug zu haben scheinen, sprich: es gibt die einschlägigen elektronischen Beats und eine gewisse Club-Atmosphäre, oder nicht? Lights in a fat City sind dagegen purer experimenteller, collagenartiger Ritualsound.
Herzliche Grüße! Jörg
Einschlägige E-Beats: kaum; Club-Atmosphäre: überhaupt nicht. Zumindest nicht auf Meanwhile. Der überwiegende Teil der Stücke hat einen Beat, aber der wird von "richtigen" Percussions-Instrumenten (deren Namen ich vielfach nie zuvor gehört habe) serviert und ist deutlich komplexer als die einschlägigen E-Beats; Der gefürchtete 4-to-the-floor Technobeat tritt nur ganz sporadisch auf und Elektronik wird hauptsächlich zur Schaffung von atmosphärischen Klangffächen verwendet. Auf dieser Basis gibt es schöne Soli von Klarinette und exotischen Holzblasinstrumenten zu hören. Einige Stücke sind beat-freie pure amorphe Soundscapes.
Dann könnte "Meanwhile" etwas für mich sein. Die CD wird vorgemerkt.
:hello Jörg
Ich habe diese Diskussion zum Anlass genommen, mir mal wieder das Live-Album anzuhören, das mir seinerzeit weit weniger gut gefallen hat. Und ich habe keine Ahnung warum, denn ich bin schier aus den Latschen gekippt. Da weht ein unglaublich intensiver "Spirit" durch die Lautsprecher. :down :down :down Man muss ins Klassikforum, um so ein versunkenes Ambient-Juwel aus der eigenen Sammmlung zu heben. Ich schließe daraus, dass ich trotz der beiden letzten großen Verschlankungsaktionen immer noch viel zu viele CDs habe.
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0750447801929.jpg Trance Mission; A Day out of Time (Live)
Cetay (inaktiv) (27.03.2009, 07:51): Original von Rachmaninov Original von teleton
:hello Wer kennt von Euch SCHILLER ???
Ich auch, kann aber die Begeisterung, die herrscht nicht so sehr nachvollziehen....
Geht mir auch so. Schiller gehört zu den Acts, die mich kurz aufhorchen lassen, weil sie interessant klingen, mich aber schon nach kürzester Zeit gelangweilt abdriften lassen, weil sich das Interessante abgenutzt hat und dahinter keine Substanz übrig bleibt.
Rachmaninov (27.03.2009, 11:10): Original von Dox Orkh Original von Rachmaninov Original von teleton
:hello Wer kennt von Euch SCHILLER ???
Ich auch, kann aber die Begeisterung, die herrscht nicht so sehr nachvollziehen....
Geht mir auch so. Schiller gehört zu den Acts, die mich kurz aufhorchen lassen, weil sie interessant klingen, mich aber schon nach kürzester Zeit gelangweilt abdriften lassen, weil sich das Interessante abgenutzt hat und dahinter keine Substanz übrig bleibt.
Dies würde ich aus meiner Sicht noch ergänzen mit:
- und vieles was interessant klingt erkennt der erfahrene hörer dann doch als (teilweise) aus der Konserve und erscheint zumindestens nicht ohne div. Einflüsse.
teleton (28.03.2009, 11:46): Hallo Rachmaninov und Dox,
Ihr habt ja Recht mit der Substanz. Aber es gibt Ausnahmen bei einer ganzen Reihe Stücken, und die sind das Hören wert. Es ist natürlich nicht alles GOLD was von Schiller kommt.
So war meine erste Begegnung mit Schiller das LIVE-Konzert in Düsseldorf LIVE-ERLEBEN. Live ist Schiller wesentlich interessanter zu hören, als auf seinen Studioproduktionene, weil die Live-Atmosphäre bei ihm nochmal einen Schub bringt.
Die jetzige aktuelle Doppel-CD ist auch wieder ein Zusammenschnitt aus den zahlreichen LIVEkonzerten in Deutschland. Und da ist eine menge dabei, das Spaß macht zu hören. Ganz hervorragend der Titel (und LIVE noch besser).Let me love you..."; die Live aus der Athmosphäre des Abends heraus gemachten Stücke Rostock I und II sind Klasse gelungen. Hier ist mit Sicherheit nicht alles durchkomponiert, wie in der Klassik üblich. Wo soll denn Substanz auch her kommen.
:wink :D :D Wenn ich Musik mit Substanz hören will - klar doch - oder ? - dann greife ich zu meinen zahlreichen Klassik-CD´s !
Aber das sind nette Ausfüge fern der Klassik, die auch mal schön sind. Der Schiller-Sound ist fastzinierend. Aber kein Dauerthema.....
teleton (28.03.2009, 11:51): Was haltet ihr von TANGERINE DREAM ???
Ich habe ca.30CD´s von dieser NewAge-Formation. :wink :J Und jetzt kommt mir nicht wieder mit subsanzlos - die Sachen sind alle auskomponiert. Fröse hat eine lange Entwicklung hinter sich, die sich in sehr guten Stücken äußert. natürlich sind auch Sachen dabei, die langweilig sind - nicht alles kann immer TOP sein. Aber man darf dann nicht verallgemeinern. *** Auch sein ehemaliger Weggefährte Christopher Franke, der heute in den USA gefragter Filmkömponist ist, hat so einige CD-Alben herausgebracht, die es in sich haben.
Rachmaninov (29.03.2009, 09:48): Original von teleton :wink :D :D Wenn ich Musik mit Substanz hören will - klar doch - oder ? - dann greife ich zu meinen zahlreichen Klassik-CD´s !
Natürlich bietet sich heir die Klassik an, ist aber auch nicht richtig, wenn man behauptet in den letzten 50 Jahren wäre nichts mit Substanz für (für die Ewigkeit?) komponiert worden.
Cetay (inaktiv) (29.03.2009, 11:33): Original von teleton Was haltet ihr von TANGERINE DREAM ???
Ich habe ca.30CD´s von dieser NewAge-Formation. :wink :J Und jetzt kommt mir nicht wieder mit subsanzlos - die Sachen sind alle auskomponiert. Fröse hat eine lange Entwicklung hinter sich, die sich in sehr guten Stücken äußert. natürlich sind auch Sachen dabei, die langweilig sind - nicht alles kann immer TOP sein. Aber man darf dann nicht verallgemeinern. *** Auch sein ehemaliger Weggefährte Christopher Franke, der heute in den USA gefragter Filmkömponist ist, hat so einige CD-Alben herausgebracht, die es in sich haben.
Mit 30 Tangerine Dream CDs kann ich nicht aufwarten, ich habe die Klassiker Alpha Centauri und Zeit. Die Substanz dieser Alben rührt wohl von gewissen Substanzen her, mit denen die Protagonisten ihre Hirnprozesse alteriert haben. Das Ergebnis ist Große Musik, die etwas Einzigartiges und Zeitloses hat - was ich von den Nachfolgealben -schon mit deutlichen Abstrichen- höchstens noch Atem und Phaedra zugestehen würde, dananch wurde es doch recht gesichtslos und indifferent.
Mega-Fetter Hardrock/Metal aus dem Schwabenland. :)
teleton (29.03.2009, 12:33): Hallo Dox,
da kann man mal sehen wie unterschiedlich die Geschmäcker sind.
Ich mochte Tangerine Dream in ihrer anfänglichen Experimentierphase nie besonders. Erst die CD-Alben ab ca. 1980, in denen das rhythmische Element mehr eine Rolle spielten, fingen an mir richtig gut zu gefallen.
:engel Das erste Mega-Album, das mir von TD so richtig gefiel war Underwater Sunlight http://ecx.images-amazon.com/images/I/31kAchqHGQL._SL500_AA240_.jpg
*** Ich lernte dieses Album und vieles andere in dem Bereich in meiner damaligen Radio-Lieblingssendung SCHWINGUNGEN mit Winfried Trenkler im WDR1 (wöchentlich DO 22-0Uhr) kennen.
Heute höre ich erstmal in die TD-Sachen rein und kaufe hin und wieder mal wieder TD. Viele neue Ideen scheint Fröse leider nicht mehr zu haben - er beschränkt sich leider immer wieder auf Widerverwertungspolitik älterer erfolgreicher Stücke, die in neuem Gewand auftauchen. Jetzt wo Haslinger und Franke nicht mehr dabei sind ist es "nicht mehr so doll" mit TD. Ganz daneben fand ich INFERNO (2002) wo Fröse mit unsäglichen Gesangseinlagen und langatmigem Gedudel nervte.
Das neuste Album BOOSTER ist wieder anhörbar, aber basiert auch auf älteren Werken.
Jürgen (29.03.2009, 23:53): Früher habe ich viel TD gehört.
Eine doppel CD "Dream Sequence", ein Sampler mit Material bis Anfang der 80er, war für mich ein guter Einstieg.
Bis heute höre ich gerne noch die sog. Live-Alben. Encore Livemiles Poland
Aber auch Tyger, das eine gewisse Sonderstellung einnimmt, weil dort gesungen wird. Mein Lieblingstitel: London Ein rund 15 minütiges Stück, bei dem etwa 10 Minuten lang ein Sprechgesang vorherrscht, das Stück aber nicht richtig in Fluss kommt. Dann aber ein instrumentaler Epilog, der es in sich hat. Da werden mächtige Akkorde gewuchtet, vor allen Dingen gibt es plötzlich einen Rythmus, den man lange zuvor vermisst hatte und Harmonien ohne Ende.
Nach Lily on the Beach habe ich mich aber an kein weiteres Album herangetraut.
Grüße Jürgen
teleton (30.03.2009, 10:14): Hallo Jürgen,
die CD TYGER habe ich natürlich auch, weil diese zu der TD-Phase gehört, die ich besonders schätze.
Das von Dir angesprochene 14:21Minuten-Stück London aus Tyger höre ich auch sehr gerne, was den zweiten Teil angeht. Ich habe einen SONY-CD-Player, der CD´s erkennt. Die CD Tyger habe ich füre dieses Stück so eingestellt, das ich per Indexwahl direkt auf die Stelle springen kann, wenn der Gesang zuende ist - dann beginnt ein Megastück - Note:1. Mein Lieblingspiece aus Tyger ist Alchemy of the Heart.
Lily on the Beach ist auch ein schönes Album von 1989. Besonders Stück 5 Mount Shasta hat es mir angetan.
Live Miles ist auch für mich eines der Mega-Konzerte. Dei CD ist ein Zusammenschnitt aus den West-Berlin und Albercurcy-Konzerten 1988.
Wenn Du mit Lily.. aufgehört hast, ist das ein Manko. Ich empfehle unbedingt die Alben Melrose 1989, Rockoon 1992, Turn of the Tides 1993 (mit dem Megastück Firetongues), 220V Live 1993, Tyrany of Beauty 1995, ... Die LIVE-Alben Valentine Wheels (London 1997) und Tournado (Live Polen 1997) sind auch erste Sahne.
:times10 Wie Du/Ihr seht schätze ich mehr die Alben, die den Rhythmus der Stücke betonen, als die alten Experimentalalben mit den langatmigen Klangsequenzen.
Rachmaninov (30.03.2009, 11:39): gestern abend gehört
Cetay (inaktiv) (30.03.2009, 14:53): Original von Rachmaninov Original von teleton :wink :D :D Wenn ich Musik mit Substanz hören will - klar doch - oder ? - dann greife ich zu meinen zahlreichen Klassik-CD´s !
Natürlich bietet sich heir die Klassik an, ist aber auch nicht richtig, wenn man behauptet in den letzten 50 Jahren wäre nichts mit Substanz für (für die Ewigkeit?) komponiert worden.
Am WE wurde im provinziellen Schwäbischen Tagblatt (!) ein ganzseitiger Bericht zum 50sten Geburtstag von Miles Davis' Kind of Blue gebracht - ein vortreffliches Beispiel für Nicht-Klassische Musik für die Ewigkeit.
uhlmann (30.03.2009, 15:31): Original von Dox Orkh Am WE wurde im provinziellen Schwäbischen Tagblatt (!) ein ganzseitiger Bericht zum 50sten Geburtstag von Miles Davis' Kind of Blue gebracht - ein vortreffliches Beispiel für Nicht-Klassische Musik für die Ewigkeit.
ich konnte und kann den hype um diese platte nie so ganz nachvollziehen. natürlich ist sie gut gemacht, natürlich spielen hier superbe musiker, aber aus heutiger sicht ist sie für mich auch nur eine alte jazz-platte. mehr wird nicht draus...
Rachmaninov (30.03.2009, 19:20): Original von uhlmann Original von Dox Orkh Am WE wurde im provinziellen Schwäbischen Tagblatt (!) ein ganzseitiger Bericht zum 50sten Geburtstag von Miles Davis' Kind of Blue gebracht - ein vortreffliches Beispiel für Nicht-Klassische Musik für die Ewigkeit.
ich konnte und kann den hype um diese platte nie so ganz nachvollziehen. natürlich ist sie gut gemacht, natürlich spielen hier superbe musiker, aber aus heutiger sicht ist sie für mich auch nur eine alte jazz-platte. mehr wird nicht draus...
So ist das in der subjektiven Bewertung, man kann nicht immer der allgemeinen Meinung folgen.
Für mich ist die Aufnahme eine der größten Einspielungen aller Zeiten. Kaum eine andere Aufnahme transportiert derart viel Musik. Kaum zu glauben das es sich überhaupt um einen Tonträger handelt!
Poztupimi (31.03.2009, 19:23): Original von Rachmaninov Original von uhlmann Original von Dox Orkh Am WE wurde im provinziellen Schwäbischen Tagblatt (!) ein ganzseitiger Bericht zum 50sten Geburtstag von Miles Davis' Kind of Blue gebracht - ein vortreffliches Beispiel für Nicht-Klassische Musik für die Ewigkeit.
ich konnte und kann den hype um diese platte nie so ganz nachvollziehen. natürlich ist sie gut gemacht, natürlich spielen hier superbe musiker, aber aus heutiger sicht ist sie für mich auch nur eine alte jazz-platte. mehr wird nicht draus...
So ist das in der subjektiven Bewertung, man kann nicht immer der allgemeinen Meinung folgen.
Für mich ist die Aufnahme eine der größten Einspielungen aller Zeiten. Kaum eine andere Aufnahme transportiert derart viel Musik. Kaum zu glauben das es sich überhaupt um einen Tonträger handelt!
vielleicht sollte ich dies zum Anlaß nehmen, diese CD endlich mal wieder hervorzukramen. Ich habe sie unmittelbar nach dem Kauf meines ersten CD-Spielers gekauft – was auch erst in den späten Neunzigern war –, einmal gehört und dann schulterzuckend ins Regal gestellt. Seitdem ist sie immer brav mit umgezogen, aber immer wieder nur an ihren angestammten Regalplatz gewandert – zusammen mit zwei weitern Miles Davis-CDs zwischen Dalbellos "Whore" und Joy Denalanes "Mamani".
thwinter12 (20.04.2009, 19:35): Was hältst du von den beiden Jarrett-CDs? Zu "The Melody At Night, With You" schrieb ich ja erst vor kurzem einen Kommentar:
Original von thwinter12 Bei seinen "Piano Solo - Aufnahmen" sehr vernachlässigbar: hört sich irgendwie alles gleich an und ist sehr einschläfernd... :ignore Die CD war wirklichOriginal von Dox Orkh http://www.smileygarden.de/smilie/Schilder/langweilig.gif oder vielleicht am falschen Ort zur falschen Zeit gehört... :(
Beim "Köln-Concert" wiederum hat sich meine Begeisterung mit der Zeit von "Part 1" auf "Part 2" verschoben, der gefällt mir jetzt am besten! Was meinst Du?
Servas, :thanks Thomas
Rachmaninov (20.04.2009, 20:12): bei Keith Jarrett habe ich einmal das falsche cover gepostet.
Neben dem Köln Konzert hörte ich bisher "Dark intervals"
Keith Jarrett könnte interessant sein, aber denke bei der vielzahl der cd's gibt es sicherlich highlights!
Ein Schwesterwerk zu Seafearer's Song, ebenfalls eher Pop- als Jazzorientiert. Grace ist deutlich abwechslungsreicher bezüglich Klang, Stimmung und Tempo, es gibt Ambient-Soundscapes, Percussionspassagen, frenetische Saxophon-Improvisationen und nicht zuletzt ist hier vom Meister selbst am Klavier viel mehr zu hören. Es gibt auch bei Grace ein übergeordnetes Konzept und so fügt sich das alles wie aus einem Guß zusammen - oft weiß man gar nicht recht, wie man in eine total geänderte Stimmung heineingeraten ist. Mit Anneli Drecker ist eine Sängerin an der Front, die sehr viel "schöner" singt als ihr Widerpart auf Seafearer's Song, aber kaum weniger Emotionen transportiert. Grace könnte für mich eines der besten Alben überhaupt sein, wenn nicht der gelernte Saxophonist Bendik Hofseth seine Vorliebe für das Singen entdeckt hätte. Seine Stimmfarbe und seine cool-lässige Art würden ihn eigentlich für diese Rolle prädestinieren und dramaturgisch ist der Wechsel von Frauen- und Männerstimme hervorragend eingesetzt. Aber leider kann der Mann kein Englisch. Ein Akzent wäre ja OK, aber er hat einfach nur eine so miese Aussprache, dass es hart an der Toleranzgrenze ist. Und weil der Rest des Albums 130%-ig stimmt, ist das umso ärgerlicher.
Rachmaninov (22.04.2009, 09:16): gerade im Player:
Cetay (inaktiv) (22.04.2009, 14:03): http://ecx.images-amazon.com/images/I/3106M75SNVL._SL500_AA240_.jpg Ketil Björnstad - The Nest
Björnstad als Songwriter zum Dritten (und Letzen). In meinem persönlichen Kosmos ist das die Schwächste der drei Produktionen. Zum einen fehlen mir hier die Glanzlichter durch die Instrumentierung (Trompete/Cello auf Seafearer's Song bzw. Saxophon/Percussion auf Grace), zum anderen sind die Arrangements weniger ausgefeilt. Das Ensemble, zu dem wieder Anneli Drecker den Gesang beisteuert, wird dieses mal durch eine Viola verstärkt, die ganz hervorragend zu der melancholischen Stimmung passt. Björnstad bewegt sich hier nahe an seinem normalerweise angestammten Stil: reduziert, nur so viele Noten wie nötig, Melodien eher angedeutet als ausgeführt, nordisch-schwermütige Grundstimmung. Wer das mag und sich an einem TCCNFV* erfreuen kann, könnte mal ein Ohr riskieren.
* Typical Crystal Clear Nordic Female Voice :cool
Cetay (inaktiv) (22.04.2009, 14:05): Nach soviel Nordischer Melancholie ist es mir jetzt nach einer der bösesten Scheiben die ich kenne (leider ohne Cover). Melek-Tha; Evil Indoctrination Apokalyptischer Noise-Industrial-Black-Ritual-Ambient. Das dürfte was für Jörg sein?! :cool
Rachmaninov (23.04.2009, 08:53): das ist genau die musik die ich derzeit brauche
Cetay (inaktiv) (26.04.2009, 14:34): Original von mir Schubert; Klaviertrio Nr. 1 D 898; Braley + 2 x Capucon
Von der Terasse schreit es schon: "Veto!". Mein Weib ist wirklich schwierig. Das meiste vor 1900 ist ihr "zu lala", das meiste danach "zu modern". Geduldet werden Vivaldi, Berlioz, Brahms, Sibelius, Nielsen, Glass, Gorecki ... darüber hinaus wird es schon ziemlich schwierig, Klassik aufzutreiben, die Gnade vor ihren Ohren findet. Familienidylle... :A :engel
Zur Wahrung der Letzteren höre ich lieber etwas aus der viel größeren außerklassischen Schnittmenge:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/418t9AINLsL._SL500_AA240_.jpg Warp technique; Make Animals Happy
Cetay (inaktiv) (01.05.2009, 11:12): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ilEFsFWAL._SL500_AA240_.jpg Amorphis; Far from the Sun
Düster melancholischer Hardrock aus Finnland mit stark psychedelischem Einschlag. Amorphis begannen als Death-Metal Band, tilgten aber nach und nach sämtliche Stilelemente dieses Genres aus ihren Platten, bis auf Far from the Sun außer der morbiden Grundstimmung nichts mehr davon übrig war. Als Ersatz gibt es Einflüsse der 60er/70er beim Gesang (man nennt das glaube ich "Beatlesque") und beim Instrumentarium (Hammond, Mellotron). Nachdem sich die letzen alten Fans mit Grausen abgewandt hatten und man im Gegenzug in Finnland eine Nummer1 Chart-Position erreichte, wurde sich die Band wohl selbst unheumlich und begab sich dem Nachfolgealbum vollig überraschend wieder "Back to the Roots".
Heike (07.05.2009, 23:57):
Das war auch ein Geburtstagsgeschenk von meinem Wunschzettel, auf den die CD nach dem Lesen diverser Forenbeiträge gelangte.
Alles in allem außerordentlich entspannend und insoweit die richtige Einschlafmusik jetzt. Aber es wird mir glaube ich bald langweilig werden. Vielleicht bin ich aber auch ein wenig voreingenommen an der Stelle, denn ich lege öfter mal als Hintergrundmusik bei Hypnosesitzungen meditative Musik auf und irgendwie klingt das doch alles immer ziemlich ähnlich, bzw. lande ich dann doch wieder privat bei Klassik oder den Minimalisten. Heike
Cetay (inaktiv) (17.05.2009, 15:44): Als Begleitung für eine ausgiebige Kochsession starte ich mit Gute-Laune-Mitsing Power Metal mit Folk Einflüssen (Dudelsack, Flöten):
Cetay (inaktiv) (17.05.2009, 18:30): Original von Dox Orkh Als Begleitung für eine ausgiebige Kochsession starte ich mit Gute-Laune-Mitsing Power Metal mit Folk Einflüssen (Dudelsack, Flöten):
Olympos Mons; Conquistador
Hach, diese kitschigen Melodien im Verbund mit den harten Gitarren machen einfach Laune. Gleich mehr davon:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51HA7EQTEGL._SL500_AA240_.jpg Rhapsody; Symphony Of Enchanted Lands II - The Dark Secret
Der europäische Powermetal ist eine 'helle', freundlichere Variante des Speed Metal. Von diesem Subgenre wurden die Hochgeschwindigkeit, die fast permanent gehämmerte Doppel-Basstrommel, die komplexen und verschachtelten Songaufbauten, sowie die technisch anspruchsvollen, ausufernden Instrumentalsoli übernommen. Aber in den Lead-Parts und beim Gesang wird sehr stark auf eingängige Melodik gesetzt. Dazu kommem epische Parts mit orchestralen und choralen Einsprengseln und ein theatralisch anmutender Gesangsstil. Besonders bunt treiben es Rhapsody: Hemmungslos packen sie Klassik und Hollywood-Soundtracks ins Speed Metal Gewand, fahren Opernsängerinnen, Chöre, Orchester und Barock-Ensembles auf und schaffen ein schwer verdauliches bombastisches Soundspektakel. Die Grenze zum puren Kitsch ist hier allgegenwärtig, aber es macht einfach Spass. :D
Jürgen (19.05.2009, 08:05): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41kc%2BdStEbL._SL500_AA240_.jpg
Höre mal wieder Pink Floyd: Echoes So'ne Art best of Sampler.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (20.05.2009, 10:25): Wenn ich nicht gerade der exquisiten Genzmer-Box lausche, höre ich weiter symphonischen Melodic Metal:
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0693723281001.jpg Domain; The Chronicles Of Love, Hate And Sorrow
Jürgen (27.05.2009, 10:16): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41Q7JYVTEXL._SL500_AA240_.jpg
George Winston: Summer
Jürgen (27.05.2009, 23:35): http://ecx.images-amazon.com/images/I/5197DK1QFFL._SL500_AA240_.jpg
Jaques Berndorf: Eifel-Blues (Hörbuch)
Jürgen (28.05.2009, 07:42): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51J0JSE7J2L._SL500_AA240_.jpg
Afro Celt Sound System: Volume 1 (Magic)
Rachmaninov (06.06.2009, 10:52): lief eben im Auto
thwinter12 (11.06.2009, 14:21): Gerade etwas "gelesen":
Patrick Süskind (*1949) "Das Parfum" Ungekürzte Lesung, Hans Korte 2006 Diogenes Verlag 2006 (CD 1 von 8)
Servas, Thomas
Cetay (inaktiv) (14.06.2009, 09:17): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51XEKN7QH7L._SL500_AA240_.jpg Insania Stockholm; Fantasy - A New Dimension
Für alle, die glauben, Metal wäre" immer gleich": Ein echter Kenner wird diese Scheibe beim ersten Hören genau so schnell und sicher dem "skandinavischen Melodic Speed Metal" zuordnen, wie ein Klassik-Experte ein entsprechendes Stück als der "Mannheimer Schule" zugehörig erkennt.
Heike (14.06.2009, 10:01):
Elodia von Lacrimosa ein Gothic - Meisterwerk
Heike
Rachmaninov (14.06.2009, 18:16): Original von Hebre
Cetay (inaktiv) (21.06.2009, 07:04): http://ecx.images-amazon.com/images/I/5101CDHD5BL._SL500_AA240_.jpg Hammerfall; Glory to the Brave
Selten passt der Titel "Jahrhundertalbum" besser. Der Heavy Metal war Mitte der 90er drauf und dran, völlig in der Bedeutungslosigkeit des Untergrunds zu versinken. Es gab kaum noch nennenswerte Bands, der Nachwuchs war in Scharen ins Grunge- und Crossover-Lager übergelaufen; das Metal-Genre schien mausetot. Und mit einem einzigen Album kam das Ende der Krise über Nacht. Glory of the Brave schlug ein wie eine Bombe, war ein Riesenerfolg und konnte eine völlig neue Generation von Fans für den Metal begeistern und die alten durften sich wieder dazu bekennen ohne als ewig gestrig abgestempelt zu werden. Hunderte von neuen Bands betraten die Szene und auch die alten Ikonen aus den 80-ern erlebten eine unerwartete Renaissance.
Abseits von allem geschichtsträchtigen Glanz, ist das Album einfach nur Mega-G :ignore
nikolaus (28.06.2009, 09:25): Heute morgen kurz vor acht von den Nachbarn gegenüber mit Diana Ross (auf den Titel komme ich gerade nicht) aus dem Schlaf gerissen... :ignore
Jetzt geniesse ich das Vogelgezwitscher und die offenbar letzten Sonnenstrahlen für heute :(
Nikolaus
uhlmann (01.07.2009, 19:04): Original von Rachmaninov http://www.jpc.de/image/w600/front/0/3760058368701.jpg
würde mich interessieren, wie dir die scheibe gefällt. vielleicht kannst du hier mal was dazu schreiben.
uhlmann (01.07.2009, 19:11): ich höre übrigens in letzter zeit oft die neue placebo:
und auch die älteren immer mal wieder. sind echt ok.
wie gefällt dir die neue?
gefällt mir ganz gut. ist vielleicht nicht der ganz große wurf (nach meds), aber im vergleich zu dem, was sonst so in dem segment geboten wird, ist placebo immer noch die macht - und absolut unverwechselbar.
mir gefallen die schnellen nummern besser als die langsamen, die mir diesmal etwas zu platt ausgefallen sind. meine highlights sind "for what its worth", "the never ending why", "julien", und "kings of medicine". ich mag aber auch die anderen immer mehr, je öfter ich sie höre.
Rachmaninov (07.07.2009, 20:29): ziehe mir gerade via youtube ein paar Klaus Nomi sachen rein!
Cetay (inaktiv) (09.07.2009, 10:59): Original von Rachmaninov Original von Dox Orkh http://ecx.images-amazon.com/images/I/41Z5rGvTcYL._SS500_.jpg Amesoeurs; s/t
Das Cover spiegelt den musikalischen Inhalt wieder und der passt wiederum zu meiner momentanen Gemütslage.
:I
Kaum Veränderung...http://www.smileygarden.de/smilie/Traurig/50.gif
Klassik finde ich gerade unglaublich öde und fad. :ignore :ignore :ignore
kreisler (09.07.2009, 14:12): Original von Dox Orkh Klassik finde ich gerade unglaublich öde und fad. :ignore :ignore :ignore
Oh, du Verblendeter...!
:D
Gamaheh (09.07.2009, 15:52): Original von Dox Orkh Klassik finde ich gerade unglaublich öde und fad. :ignore :ignore :ignore
Eine Krise ? - Ich hoffe, sie geht vorüber!
Dazu mein Zitat der Woche, gehört von einem aus einer Branche, die mitten drin ist: "Klassikhörer haben keine Freunde!"
Ich glaube, er meinte vor allem junge Leute. Was sagen unsere jungen Mitglieder dazu?
Grüße, Gamaheh
Poztupimi (09.07.2009, 18:13): Original von Dox Orkh
Kaum Veränderung...http://www.smileygarden.de/smilie/Traurig/50.gif
Klassik finde ich gerade unglaublich öde und fad. :ignore :ignore :ignore
:I Na, das wird sich sicher/hoffentlich wieder ändern, ich halte die Daumen!
Grüße, Wolfgang
daniel5993 (09.07.2009, 18:43): Original von Dox Orkh Klassik finde ich gerade unglaublich öde und fad. :ignore :ignore :ignore
kreisler (09.07.2009, 20:25): Original von Gamaheh Original von Dox Orkh Dazu mein Zitat der Woche, gehört von einem aus einer Branche, die mitten drin ist: "Klassikhörer haben keine Freunde!"
Ich glaube, er meinte vor allem junge Leute. Was sagen unsere jungen Mitglieder dazu?
Grüße, Gamaheh
:J :rofl :leb Und ob :J :J :J :J die :rofl :rofl Freude :beer :beer haben :leb :leb :leb :leb
von einem "jungen Mitglieder" :D :D :D
Gamaheh (09.07.2009, 20:30): Original von kreisler Original von Gamaheh Original von Dox Orkh Dazu mein Zitat der Woche, gehört von einem aus einer Branche, die mitten drin ist: "Klassikhörer haben keine Freunde!"
Ich glaube, er meinte vor allem junge Leute. Was sagen unsere jungen Mitglieder dazu?
:J :rofl :leb Und ob :J :J :J :J die :rofl :rofl Freude :beer :beer haben :leb :leb :leb :leb von einem "jungen Mitglieder" :D :D :D
Lieber Kreisler,
ich weiß gar nicht, was ich von diesem Verleser halten soll??
Grüße, Gamaheh
kreisler (09.07.2009, 20:37): Das Macht das ganze nur noch komischer.:D
Also sie haben sowohl Freude (wär ja auch wirklich lächerlich gewesen - hab mich schon gewundert :wink - als auch Freunde...
Das war aber kein schlechtes Missverständniss... Kreisler
Gamaheh (09.07.2009, 20:46): Original von kreisler Das Macht das ganze nur noch komischer.:D
Also sie haben sowohl Freude (wär ja auch wirklich lächerlich gewesen - hab mich schon gewundert :wink - als auch Freunde...
Das war aber kein schlechtes Missverständniss... Kreisler
Da bin ich aber beruhigt!
Cetay (inaktiv) (10.07.2009, 09:06): Wow! Bei soviel Anteilnahme fühle ich mich gleich besser. :beer
Ich überbrücke die Flaute mit Musik, die trotz extremistischer Todes-Attitüde mit Format und Anspruch aufwartet. So ganz kann der freundlose Klassiker dann doch nicht aus seiner Haut.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51o1H3djhML._SL500_AA240_.jpg Opeth; The Roundhouse Tapes
Jürgen (10.07.2009, 09:14): Original von Rachmaninov http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4988006835894.jpg
ab (11.07.2009, 20:23): http://graphics.musicme.com/jpg343/u0888072313422.jpg
thwinter12 (15.07.2009, 12:14): Bis vor kurzem mit "Gedröhne" in einen weiteren Urlaubstag:
"X-Mix 08: Ken Ishii: Fast Forward & Rewind" !K7 Rec. 1997
Servas, Thomas
kreisler (19.07.2009, 01:38): Es ist schon recht spät, und wenn, dann müssten jetzt eigentlich die Goldbergvariationen bei mir dran :wink, aber irgendwie höre ich grade ausnahmsweise "andere" Musik. Allerdings verdammt gutes Album!
Jürgen (21.07.2009, 12:10): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51zi7Vvi-EL._SL500_AA240_.jpg
Deep Puple: Concerto for Group and Orchestra, Arnold 1969
ab (21.07.2009, 14:00): http://ecx.images-amazon.com/images/I/514kC6drrvL._SS500_.jpg
deutlich mich weniger ansprechende Kompositionen...
Jürgen (22.07.2009, 10:20): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51VZRTH0Q8L._SL500_AA240_.jpg
Chicago: VII
Neben den ersten drei Chicago-Alben ist dies die beste Platte der Brass-Rocker. Fast alles, was danach kam, war mir zu weichgespült. Allerdings ist das ansatzweise (bzw. bei wenigen Stücken) schon bei VII schon der Fall, wenn auch gut gemacht.
@ab: Jacintha Is Her Name habe ich mal schnipselgehört. Über weite Strecken schön loungig. Für laue Sommerabende im bequemen Gartenstuhl bestens geeignet.
Grüße Jürgen
ab (23.07.2009, 20:43): Original von Jürgen @ab: Jacintha Is Her Name habe ich mal schnipselgehört. Über weite Strecken schön loungig. Für laue Sommerabende im bequemen Gartenstuhl bestens geeignet.
Grüße Jürgen
wie trefflich charakterisiert!
bei mir jetzt etwas Psychedelic Jazz: Alice Coltrane mit Carlos Santana aber auch David Holland und Jack DeJohnette
kreisler (26.07.2009, 23:10): Schon wieder was, was hier reingehört, was ist nur mit mir los :ignore :) Aber keine Angst: Ansonsten lief heute jede Menge Haydn, Schubert und Wagner... :wink
Jürgen (28.07.2009, 10:59): http://ecx.images-amazon.com/images/I/515sGBYkhsL._SL500_AA240_.jpg
Keith Jarrett: The Köln Concert, 1975
ab (30.07.2009, 23:36): Gerade von einem Konzert, das als Tribut an Miles Davis und sein letztes (posthumes) Album gedacht war, geflüchtet: Seit wohl 20 jahren keine derart katastrophalen Sondcheck mehr gehört: eine Frechheit!
Jürgen (31.07.2009, 10:01): http://ecx.images-amazon.com/images/I/416Z05VM7BL._SL500_AA240_.jpg
Eloy: Ocean 1977
Auch wenn (oder gerade deswegen so kultig) der Sänger noch gewaltige Probleme mit der englischen Aussprache hatte, eine athmosphärisch sehr dichte Platte. Ich brauche nichts weiter von Eloy.
Morbid Angel ist eine der ganz großen Bands des Death Metal. In diesem Genre tummeln sich recht viele Dilletanten und Scharlatane; den sowohl musikalischen als auch sozialkritisch-philosophischen Anspruch der führenden Gruppen kann man deswegen leicht übersehen.
Musik gegen die simplifizierende, wegsehende, naiv-glückliche Existenz. Ein mächtiger Tritt in den stinkenden Fleischhaufen einer konservativen, geistesblinden und festgefahrenen Gesellschaft. Texte und Musik sind Darstellungen -das ist nicht gleichbedeutend mit Verherrlichungen- der ausgeblendeten, bzw. nur noch auf dem Sofa als Nachrichtenberieselung wahrgenommenen Bereiche wie Gewalt, Terror, Folter, Krieg, Verwesung, Verfall, Kälte, Isolation. Morbid Angel gehen noch einen Schritt weiter und betreiben Ketzerei (daher der Titel des Albums) gegen dogmatische Paradigmen aus Religion und Wissenschaft und stellen dem einen Realitätsentwurf gegenüber, der stark an das Gedankengut erinnert, welches heutzutage unter "Neue Spiritualität" subsummiert wird.
Die paradoxe Tragik dieser Kunst: Kaum jemand sieht (hört) hin.
Ende der 90er, als Rare Earth auf ihrer ersten Reuniontour waren, gastierteten sie (arg enttäuschend) bei uns in einem kleinen Gastgarten mit jener Anlage, in der sie zuvor große Festivalwiesen beschallt hatten, ohne die Lautstärke entsprechend zu adaptieren: Zusammen mit einem Open Air mit dem Jazz-E-Bassisten Stanley Clarke (bedeutend besser) war das wohl das lauteste Konzert, das ich je erlebt habe; und mir selbst mit Ohropax deutlich zu laut war.
ab (10.08.2009, 11:08): Es regnet, und mir ist nach Jazz. Hier meine wohl Lieblingspianistin des Jazz: Geri Allen
ab (10.08.2009, 12:24): http://graphics.musicme.com/jpg343/u0601215957228.jpg
Cetay (inaktiv) (16.08.2009, 20:19): http://ecx.images-amazon.com/images/I/418H5EtR7aL._SL500_AA240_.jpg Pure Reason Revolution; Amor Vincit Omnia
Bei einem solchen Bandnamen und Albumtitel ist es nicht schwer zu erraten, dass man es mit einer der zur Zeit wie Pilze aus dem Boden schiessenden verkopften New-Artrock Combos zu tun hat. Allerdings hatten PRR wohl genug von diesem Image und lassen hier auf ihrer 2ten Scheibe die größten Geschmacksverirrungen des 80-er Synthiepop wiederauferstehen. Wenn man das nicht ernst nimmt, macht es einen Höllenspass.
Leider landet sich nach wie vor so gut wie keine Klassikscheibe in meinem Player.
ab (22.08.2009, 23:46): Ptah The El Daoud (Impulse Master Sessions) von Alice Coltrane, 1970
Jürgen (27.08.2009, 13:32): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51kLtkODUAL._SL500_AA240_.jpg
Genesis: Selling England By the Pound, 1973
ab (28.08.2009, 18:49): Das war einmal eine ganz großartige LP von Trevor Horn produziert, die dann nicht nur um etliche Minuten zu einer CD gekürzt, sondern insbesondere um viele großarige dichte Spuren brutalst kastriert worden ist, sodaß nichts als ein (immer noch ungewönliches) Pop-Album zurückgeblieben ist. Was habe ich doch für entsetzte Ohren gemacht, als ich mir die CD damals, als sie dann herauskam, gekauft hatte und das lose Gerüst hören musste!
Die ursprüngliche Fassung ist wohl nie auf CD erschienen. Oder?
Jürgen (28.09.2009, 09:19): http://ecx.images-amazon.com/images/I/418EXENS5NL._SL160_AA115_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/41R6FRHNDGL._SL160_AA115_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/410D8N2N6WL._SL160_AA115_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/510CK4MZZBL._SL160_AA115_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/41FG8ZSDM3L._SL160_AA115_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/41R1Z6PR8CL._SL160_AA115_.jpg
Ich höre gerade eine Auswahl aus diversen Rainbow-Alben.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (29.09.2009, 07:17): http://ecx.images-amazon.com/images/I/413CZ3N4K9L._SL500_AA240_.jpg Converge; Jane Doe Wie krank und zerstörerisch kann "Musik" sein? Diese Scheibe ist die Antwort. :down
Poztupimi (30.09.2009, 20:07): Eher selten höre ich zur Zeit noch eine meiner Scheiben aus dem weiten "Nicht-Klassik-Feld". Jetzt aber mal wieder:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51DSDM19BCL._SL500_AA240_.jpg Cassandra Wilson – New Moon Daughter (1995)
Grüße, Wolfgang
Cetay (inaktiv) (02.10.2009, 18:43): Original von Poztupimi Eher selten höre ich zur Zeit noch eine meiner Scheiben aus dem weiten "Nicht-Klassik-Feld".
Bei mir ist es gerade anders herum. Ich brauche zur Zeit "lebende" Musik:
Cetay (inaktiv) (03.10.2009, 07:35): Original von Rachmaninov @Dox,
wie ist diese Bonamassa?
Sie ist ziemlich anders als die Live from NWIP. Die rohe Direktheit und Energie der Live-Aufnahme fehlt naturgemäß. Sloe Gin ist weniger rockig, hat viele Akkustikanteile, wirkt dadurch blueslastiger mit ein paar Folk und ein paar Country-Anleihen. Das ist ziemlich durcharrangiert und kommt dadurch weit weniger fett aus den Boxen. Auf der Habenseite steht der klar bessere, emotional bewegende Gesang. Erst mit diesem Album kann ich nachvollziehen, warum Bonamassa als Sänger fast ebenso hoch geachtet ist wie als Gitarrist; als Letzerer läßt er natürlich auch auf diesem Album kein Auge trocken.
Jürgen (06.10.2009, 15:14): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51yRIwBxWEL._SL500_AA240_.jpg
Cetay (inaktiv) (17.10.2009, 16:14): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Xi4sgGllL._SL500_AA240_.jpg Conny Bauer, Gianluigi Trovesi, Dietmar Diesner, Tony Oxley; Live at Jazzwerkstatt Peitz 1981
Free-Jazz aus einem alten Kino, das zum Mekka der Kollektivimprovisation in der DDR wurde. Das Quartett spielte aus dem Stehgreif erstmalig zusammen. Gemessen daran ist das Ergebnis fast magisch. Nach zwei Dritteln der Zeit kommt die Musik beinahe zum Erliegen; mit Ach und Krach wird eine letzte Idee aufgenommen, ein Tumult entsteht und plötzlich rastet das Geschehen wie von Geisterhand ein und es entsteht meditaitv anmutende Zusammenheit. Das sind die großen Momente, für die ich den Free Jazz so liebe.
.... vielleicht hebt's ja meine Laune bei der Suche nach Druckertreibern, etc...
Mal sehen, was der geliftete Rechner sonst noch so für Überraschungen bereithält.... :A
Liebe Grüße
Sabine
Cetay (inaktiv) (27.10.2009, 09:37): http://ecx.images-amazon.com/images/I/4107T4264JL._SL500_AA240_.jpg Cecil Taylor Septett; Unit Structures
Ein Meilenstein des freien Jazz. Taylors spontane Konstruktionen führten in Grenzbereiche, die archische afrikanische Tradition ebenso umfassen, wie Einflüsse aus der Neuen Musik. Nur die Wenigsten wollten ihm folgen, die Konzertsäle leerten sich bei seinen Auftritten regelmäßig. Sein Kommentar: Ich spiele nicht für die, die gehen, ich spiele für die, die bleiben.
Jürgen (28.10.2009, 09:00): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51VZRTH0Q8L._SL500_AA240_.jpg
Chicago: VII, 1974
Es gibt ein paar Alben, die ich von Chicago gerne höre, wenn auch nicht immer alles auf diesen Alben. Die Siebte ist die letzte aus dieser Reihe und wunderbar vielseitig.
Interessanterweise habe ich Chicago (bzw. diese gute Seite von Chicago) erst in den 90er Jahren kennen und schätzen gelernt.
Grüße Jürgen
ab (28.10.2009, 16:56): ein feines tony scott album im etwas zu lauten 2004er master
Cetay (inaktiv) (30.10.2009, 09:27): Au weia, die Scheibe hatte ich auch mal. Ich glaube, die ist wunderbar geeigent, um einen Raum mit Musik zu desinfizieren, so steril ist das. Ganz anders war danach die überragende Elektric Band II, die mit dem Album Paint the World das Fusion-Genre aus dem Sichtum geholt hat:
cellodil (06.11.2009, 21:41): Original von Cetay Au weia, die Scheibe hatte ich auch mal. Ich glaube, die ist wunderbar geeigent, um einen Raum mit Musik zu desinfizieren, so steril ist das.
... ich hatte das ganz überlesen, sorry.
Ich glaube, ich verstehe, was Du meinst, auch wenn ich es eher als unterkühlt und nicht als steril bezeichnen würde. Und - zumindest mir - tut manchmal auch ein bisschen Kühlhaus ganz gut.
Cetay (inaktiv) (07.11.2009, 08:03): Original von cellodil Original von Cetay Au weia, die Scheibe hatte ich auch mal. Ich glaube, die ist wunderbar geeigent, um einen Raum mit Musik zu desinfizieren, so steril ist das.
... ich hatte das ganz überlesen, sorry.
Ich glaube, ich verstehe, was Du meinst, auch wenn ich es eher als unterkühlt und nicht als steril bezeichnen würde. Und - zumindest mir - tut manchmal auch ein bisschen Kühlhaus ganz gut.
Liebe Grüße
Sabine
http://www.smileygarden.de/smilie/Wetter/56.gif Ich solchen Fällen greife ich gern zum Modern Jazz Quartett.
Jetzt wird es aber eher heiss:
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/4250079758494.jpg Sampler des Jazzwerkstatt Labels.
Das Label dient der Schaffung von Möglichkeiten der absolut freien künstlerischen Entfaltung der Künstler und deren Unabhängigkeit von kommerziellen Zwängen.
Ich habe das gestern für einen eher symbolischen Betrag erstanden. Die Folgekosten könnten allerdings horrend werden, denn es ist ein dicker Katalog mit Mund wäßrig machenden Beschreibungen beigefügt. Ich habe bislang 3 CDs dieses Labels und jede ist ein absolutes Juwel.
kreisler (10.11.2009, 18:36): Also um ehrlich zu sein läuft bei mir grad keine klassik, aber dafür ein "Classic" :P :D http://www.plong.com/MusicCatalog%5CJ%5CJay-Z%20-%20The%20Black%20Album%5CJay-Z%20-%20The%20Black%20Album.jpg
Aber ich glaube danach beginnt bei mir mal wieder ein Opernabend (Lulu?) :leb
Grüße, Kreisler
Jürgen (11.11.2009, 08:01): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51W9ETUBwgL._SL500_AA240_.jpg
Genesis: The Lamb Lies Down on Broadway, 1974
Auch wenn die Musiker damals mit ihrem Produkt großteils unzufrieden waren und Peter Gabriel daraufhin die Band verließ (was für ein Substanzverlust!), dieses Album ist das Beste, was unter dem Namen Genesis jemals veröffentlicht worden ist. Ich höre es nicht oft. Aber wenn, dann mit Genuss.
Grüße Jürgen
Jürgen (14.11.2009, 15:33): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41PAXQERY4L._SL500_AA240_.jpg
Jürgen (16.11.2009, 15:50): http://www.port01.com/uploads/cities/21/event_flyer/1/2009-09-21_14:06:44_tommy_the_who.jpg
The Who: Tommy 1969
Jürgen (17.11.2009, 08:32): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41F3Q049JZL._SL500_AA240_.jpg
Doors: L.A. Woman
Cetay (inaktiv) (21.11.2009, 11:38): Und wenn es in dieser Zeit noch etwas Höllisches und wirklich Verfluchtes gibt, so ist es, sich künstlerisch mit Formen aufzuhalten, anstatt wie Hingerichtete zu sein, die man verbrennt und die auf ihren Scheiterhaufen Zeichen geben.
Dieses Zitat stammt von Antonin Artaud, dem das Album The Crucible gewidmet ist (nebst Crowley und Varèse), das ein erschütterndes Dokument einer solchen Kunst vom Scheiterhaufen ist. Ich weiß nicht, ob ich jemals zuvor so etwas Intensives gehört habe. Hochgradig verstörend ist das, in ganz tief verschüttete Bereiche grabend, aufwühlend und .. nochmal .. so intensiv, dass es Reaktionen zwischen Trance und Taumel provoziert und selbst im liegen gehört noch zur Atemlosigkeit führt. Das ist extrem, keine Frage - und wer sich dem nicht völlig vorbehaltlos öffnet, wird von dieser Musik gefoltert. Es gilt den ersten Schmerz auszuhalten, dann können hier existentielle Erfahrungen gemacht werden.
Auf der rein musikalischen Ebene gibt es die unglaubliche Stimmakrobatik von Ex Faith No More Sänger Mike Patton zu hören. Unglaublich ist das schon deshalb, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie man das über Jahre machen kann ohne Schaden zu nehmen; der Mann muss Schwielen auf den Stimmbändern haben. John Zorn gibt auf seinem frenetisch überblasenen Saxophon (man stelle sich den späten Coltrane hoch 2 vor) einen kongenialen Partner ab und oft kann man bei den kakophonischen Duellen der beiden kaum noch unterscheiden, wer wer ist. Aber: während ich bei früheren Projekten der beiden schon mal das Gefühl habe, hier wird Lärm und des Lärmes Willen gemacht, ist das auf The Crucible nicht der Fall. Das wirkt alles zwingend und schlüssig und es gibt auch ruhige Passagen, die aber nichts an Intensität verlieren. Flüsternd ist Patton noch furchteinflößender und wenn Zorn plötzlich mal "schön" spielt, dann wird man von der Hölle direkt in den Himmel katapultiert. Angetrieben werden die beiden von einem seltsamen Rhythmusgebräu irgendwo zwischen Doom-Metal und Swing.
Das ist .. sagte ich das schon? .. wirklich INTENSIV; Kunst die aufwühlt und aufrüttelt ohne dabei auf die Grausamkeiten der höllischen Welt blicken zu müssen. Sie blickt in die ganz private Hölle des Hörers. Procul o procul este profanis
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2BrWQyWVdL._SL500_AA240_.jpg John Zorn; The Crucible John Zorn (Altsaxophon), Mike Patton (Stimme), Trevor Dunn (E-bass), Joey Baron (Schlagzeug). Bei einem Stück spielt noch Marc Ribot (Gitarre) mit, aber das passt für mich überhaupt nicht zum Rest des Albums - skip
thwinter12 (22.11.2009, 19:58): Gerade eine Schachtel mit "elektronischem Zeugs" von früher entdeckt:
Estelle Montenegro "Lakeside" Elektrolux 2000
Servas, Thomas
Cetay (inaktiv) (28.11.2009, 14:41): Zur Zeit vergeht kein Tag ohne einen Klassiker der Jazzgeschichte. Heute:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/413Di0WdpCL._SL500_AA240_.jpg Benny Goodman; Carnegie Hall 1938 Enthält Trio- (Goodman mit Teddy Wilson und Gene Krupa), Quartett- (plus Lionel Hampton) und Bigband-Aufnahmen, sowie eine viertelstündige Jamsession mit vielen Stargästen, u.a. Johnny Hodges und Lester Young.
Die gezeigte Ausgabe ist die einzig vollständige und enthält ein 40 seitiges Booklet (nur Englisch). Und am Wichtigsten: Hier wurde nicht digital rumgetrickst. Nachdem man Verschiedenes ausprobiert hat und das immer auf Kosten der Lebendigkeit ging, hat man sich entschlossen, das Rauschen und Knistern einfach zu belassen. Eine weise Entscheidung.
Meine erste Begegnung mit Jarrett ausserhalb Shostakovich...
Nikolaus.
cellodil (28.11.2009, 18:03): Original von nikolaus Meine erste Begegnung mit Jarrett ausserhalb Shostakovich...
Nikolaus.
Wow! Nie das legendäre Köln-Concert gehört? Oder seinen Bach (den ich immer noch sehr gerne höre)?
Und: Wie gefällt's Dir?
Liebe Grüße
Sabine
nikolaus (28.11.2009, 18:19): Nein :ignore
Aber irgendwann ist es ja immer das erste Mal...
Bisher mag ich es. Irgendwo ganz weit oben hat Heike geschrieben, sie schweife dabei immer ab und landet dann wo auch immer. Ich glaube, das könnte mir auch passieren, und der Gedanke gefällt mir ungemein!
Nikolaus.
Heike (28.11.2009, 18:32): Genau, ich habe das Köln Concert schon gefühlte 100 Jahre und schon x mal gehört - aber immer wieder, wenn ich es einlege, dann drifte ich ab. Ich liebe es, man kann alles soooo schön bis ins Nirvana weiterspinnen und es wird mir auch nie langweilig!
Heike
Rachmaninov (28.11.2009, 19:20): Und wie gefaellt sie dir?
nikolaus (28.11.2009, 19:33): Original von Rachmaninov Und wie gefaellt sie dir?
Also, wie schon oben angedeutet: Bisher gut. Es ist schon erstaunlich, welch breites Spektrum an Stimmungen er da "auffährt". Ich glaube, es ist optimal, wenn man sich ganz fallen und mit ihm treiben lässt. Überrascht war ich, wie deutlich sein Stöhnen zu hören ist, das stellt Gould und Grimaud weit in den Schatten!
Das alles ist nur der erste Eindruck. Ich denke, es häng auch von meiner eigenen Stimmung ab, wie die Musik auf mich wirkt. Sollte sich da bei mir irgendetwas Entscheidendes verändern, werde ich berichten.
Gruß, Nikolaus.
ab (29.11.2009, 15:42): Ich persönlich finde das Köln Konzert ist eines seiner eher mäßigen Konzertaufnahmen, mich hat es eigentlich noch nie zu begeistern vermocht, wenn ich Jarrett solo hören möchte, greife ich zum Album Changeless. :hello
cellodil (29.11.2009, 15:59): Original von ab Ich persönlich finde das Köln Konzert ist eines seiner eher mäßigen Konzertaufnahmen, mich hat es eigentlich noch nie zu begeistern vermocht, wenn ich Jarrett solo hören möchte, greife ich zum Album Changeless. :hello
... da muss ich Dir mal wieder recht geben (wie so oft :D ), aber es ist eben doch eines der Bekanntesten. Ich höre es gelegentlich ganz gerne nebenbei.
Liebe Grüße
Sabine
cellodil (29.11.2009, 17:34): Vor einiger Zeit geschenkt bekommen und noch nie gehört...
Rachmaninov (30.11.2009, 07:31): Original von cellodil http://ecx.images-amazon.com/images/I/3139EBC4QHL._SS500_.jpg
... muss manchmal auch sein...
Liebe Grüße
Sabine
Ach ja, erinnermich, der Typ, der sich mit seinen dauernden Schlägerreien um seine karriere brachte.
Was macht der wohl heute?
cellodil (30.11.2009, 09:13): Original von Rachmaninov Ach ja, erinnermich, der Typ, der sich mit seinen dauernden Schlägerreien um seine karriere brachte.
Was macht der wohl heute?
... das habe ich mich auch gefragt, als ich die CD gestern ausgegraben hatte (und dabei festgestellt, dass ich sogar noch eine von ihm besitze)... Hatte die CD auch ganz vergessen, war so eine typische Krisenzeiten-CD: Ein paar Wochen Tag und Nacht und immer laut mitgesungen, dann im Kistchen verschwunden.
Liebe Grüße
Sabine
ab (30.11.2009, 11:13): 30. November und es regnet bei 11°C. ?( Da brauche ich etwas Jazz.
ab (02.12.2009, 11:57): Original von Jürgen Angeregt durch ab, habe ich mir in der Bücherei Changeless ausgeliehen:
:J Angeregt durch Dich, hate ich wieder einmal nach der LP mit The Allman Brothers Band At Fillmore East gegriffen.
uhlmann (03.12.2009, 11:11): ich höre seit einiger zeit immer wieder mal zwischendurch etwas house. derzeit läuft ein superber mix von dj subroutine - live @ root society burning man
http://djmix.net/images/mixes/1058BM2009180.jpg
erhältlich ist dieser sowie viele andere mixes auf www.djmix.net (registrierung ist gratis). ist eine klasse site!
Cetay (inaktiv) (04.12.2009, 07:48): Original von uhlmann ich höre seit einiger zeit immer wieder mal zwischendurch etwas house. derzeit läuft ein superber mix von dj subroutine - live @ root society burning man
http://djmix.net/images/mixes/1058BM2009180.jpg
erhältlich ist dieser sowie viele andere mixes auf www.djmix.net (registrierung ist gratis). ist eine klasse site!
In der Tat. Auch für Goa, Darkpsy und Artverwandtes ist das eine geniale Fundgrube. Danke für den Tip!
unfassbar schwach, geradezu erbärmlich (im vergleich zu den frühen rammstein). ein amazon-kunde drückt es trefflich aus: "Prosa a la Pocher meets Rammstein-Coverband"
nikolaus (07.12.2009, 20:45): Keith Jarrett, Testament, Paris 2008
unfassbar schwach, geradezu erbärmlich (im vergleich zu den frühen rammstein). ein amazon-kunde drückt es trefflich aus: "Prosa a la Pocher meets Rammstein-Coverband"
Ja, hatte auch reingehört und schnell wieder ins Regal gestellt. Schwach. Hatten die nicht mal einen der geilsten Lead Gitarren im Universum?
Naja, klingt für mich nach: Wir wollten uns eigentlich trennen haben uns aber nochmal zusammengerauft um die Konten vor dem Ruhestand zu füllen....
Jürgen (08.12.2009, 14:07): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61HpdHnZfEL._SL500_AA240_.jpg
Cetay (inaktiv) (13.12.2009, 10:14): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41AHJBESYBL._SL500_AA240_.jpg Gery Mulligan & Chet Baker; Carnegie Hall Concert (1974)
Das ist einfach nur betörend. :down Jazz, der keinem wehtut (sprich: ohne "hässliche" Intonation und schräge Harmonik, immer schön tonal und fasslich) und trotzdem ganz tief berührt. Der seinen klassischen Anspruch nicht verleugnet, aber keine Sekunde verkopft wirkt. Das wäre eine der Platten, die ich dem von der Klassik kommenden Einsteiger empfehlen würde. Wer bei Song for Strayhorn nicht auf die Knie fällt, ist zumindest für die "zugängliche" Seite dieses Genres ein hoffnungsloser Fall.
Armin70 (14.12.2009, 05:33): Was ich jenseits der Klassik sehr gerne höre:
Easy-Listening-Music at his best vom "Mr.-Strangers-in-the-night".
Wunderbar - nach all den Jahren immer noch großartig :D
Agravain (16.12.2009, 20:02): Original von Rachmaninov http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0042280005221.jpg
Yo :times10 :times10 :times10
nikolaus (19.12.2009, 17:31): Keith Jarrett
London 2008
Nikolaus.
nikolaus (19.12.2009, 17:35): Doppel
Cetay (inaktiv) (19.12.2009, 20:53): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41-vGhk9DtL._SL500_AA240_.jpg Duke Ellington; Complete at Newport 1956
Das sensationelle Comeback des Duke ist heute immer noch eines der mitreißendsten Konzerte der Schallplattengeschichte. Man kommt nicht drum herum, das legendäre 7-minütige Saxofonsolo von Paul Gonsalves auf Diminuendo and Crescendo in Blue zu erwähnen. Gnandenlos angetreiben von seinen Bandkollegen brachte er den Saal so zum kochen, dass es schier zu einem Aufruhr kam und erlangte über Nacht unsterblichen Ruhm. Auch wenn dieses Konzert gelegentlich ein etwas vordergründiges Spektakel war, zähle ich den Mitschnitt zu den 10 besten Jazz-CDs, die ich kenne.
cellodil (20.12.2009, 12:41): Kruschtle gerade öfter in alten Platten - vielleicht ein vorweihnachtlicher Nostalgieanfall (oder vielleicht werde ich auch einfach alt?) ...
Armin70 (20.12.2009, 19:31): Gegen zuviel "weihnachtliches Gedöns" hab ich das mal wieder in den CD-Player gelegt:
Mach schon spass sich anzuhören, wie Rock- und klassische Musik hier miteinander kombiniert werden.
cellodil (20.12.2009, 22:31): Nachdem sich heute schon der pubertierende Sohn einer Freundin am "Penis Song" erfreut hat, jetzt auch für mich noch ein bisschen Monty Python:
Agravain (20.12.2009, 22:49): Original von cellodil Nachdem sich heute schon der pubertierende Sohn einer Freundin am "Penis Song" erfreut hat, jetzt auch für mich noch ein bisschen Monty Python:
uhlmann (22.12.2009, 20:41): nachdem gestern in "treffpunkt kultur" (auf orf) ein bericht über sie war und es dort geheißen hat, sie hätte einen "wahren hype ausgelöst", höre ich mir das gleich mal an:
mein fazit beim ersten hören: schlecht ist sie (= anja plaschg aus der steiermark) wirklich nicht. schön depressiv ist sie, eine ganz düstere platte hat sie da gemacht, errinnert mich von der stimmung her oft an nick cave. einige nummern sind etwas einfach gestrickt, dafür sind andere überraschend sophisticated. jedenfalls ein erstaunliches debut - und fast ein wunder, dass diese art der musik, die in den charts null chancen hat, überhaupt wahrgenommen wird. respekt!
Cetay (inaktiv) (23.12.2009, 09:15): Original von uhlmann
soap & skin: lovetune for vacuum
mein fazit beim ersten hören: schlecht ist sie (= anja plaschg aus der steiermark) wirklich nicht. schön depressiv ist sie, eine ganz düstere platte hat sie da gemacht, errinnert mich von der stimmung her oft an nick cave. einige nummern sind etwas einfach gestrickt, dafür sind andere überraschend sophisticated. jedenfalls ein erstaunliches debut - und fast ein wunder, dass diese art der musik, die in den charts null chancen hat, überhaupt wahrgenommen wird. respekt! Ich mag es ja gerne mal etwas melancholischer, aber die ist mir wirklich zu depressiv. Erinnert mich an manchmal die düsteren Sachen von Bet for Lashes. Ich höre jetzt passend zum Anblick draussen:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51wInBd%2B6EL._SL500_AA240_.jpg Miles Davis (mit Tony Williams, Ron Carter, Herbie Hancock, Wayne Shorter) - Winter in Europe
In der Fachwelt wird dieses Quintett als das zweitbeste, das Miles je hatte, gehandelt, in meiner Welt ist es das beste.
Cetay (inaktiv) (29.12.2009, 08:37): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41NWRCTF7KL._SL500_AA240_.jpg Miles Davis; Cookin' & Relaxin'
Zwei der absoult essentiellsten Jazzplatten auf einer CD. Miles präsentiert hier sein berühmtes "erstes Quintett" mit Philly Joe Jones, Paul Chambers, Red Garland und John Coltrane.
cellodil (30.12.2009, 17:37): Original von Agravain Original von cellodil Nachdem sich heute schon der pubertierende Sohn einer Freundin am "Penis Song" erfreut hat, jetzt auch für mich noch ein bisschen Monty Python:
cellodil (31.12.2009, 11:21): Original von thwinter12 Die muss mal wieder sein: :D
Keith Jarrett (*1945) "The Köln Concert" (Live at the opera in Köln, 24.01.1975) ECM 1975
Servas, Thomas
Stimmt eigentlich... Vielleicht doch kein Tango und stattdessen Keith ??? ?( Obwohl, vielleicht doch nicht das geeignete Mittel gegen Übermüdung, denn so richtig munter macht mich diese Musik nicht, eher schon relaxed, aber vielleicht wäre das am letzten Tag des Jahrzehnts ja auch nicht schlecht.
Liebe Grüße
Sabine
Cetay (inaktiv) (31.12.2009, 11:58): Original von Rachmaninov Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/41KQ1K2N4WL._SL500_AA240_.jpg
Deadwing von Porcupine Tree
kürzlich in der Bücherei ausgeliehen.... nicht schlecht
Ja, gesanglich könnten sie besser sein IMHO aber sonst guter Sound!
Ich hatte PT lange auf dem Radar. The Sky Moves Sideways und das Livealbum Coma Devine zieren meine Sammlung. Das war noch weitgehend Pink Floyd Epigonentum, aber das ist ja kein schlechtes Vorbild. Die Britpop-Einschläge auf ihren den nächsten beiden nächsten Alben mochte ich überhaupt nicht und habe sie deswegen nicht weiter verfolgt. Offenbar sind sie wieder deutlich besser geworden, aber man kann einfach nicht alles hören... :I
Rachmaninov (31.12.2009, 12:17): Original von Rachmaninov http://ecx.images-amazon.com/images/I/51rA4RQlEaL._SL500_AA240_.jpg
gleich nochmal
Cetay (inaktiv) (31.12.2009, 12:25): Original von thwinter12
Keith Jarrett (*1945) "The Köln Concert" (Live at the opera in Köln, 24.01.1975) ECM 1975
Ohne Frage ein sehr gutes Album, allerdings finde ich es bedauerlich, dass Jarrett oft darauf (vielleicht werden noch seine späteren Trioaufnahmen oder seine als verunglückt angesehenen klassischen Ausflüge wahrgenommen) reduziert wird, obwohl er gerade um diese Zeit herum in einer kreativen Hochphase war und noch mehr Geschichtsträchtiges abgeliefert hat.
Mit seinem skandinavischen Quartett feat. Jan Garbarek (der hier noch weit mehr zeigt als heute das, was weniger gewogene Hörer als pseudoelegisches Gedudel bezeichnen) hat er 1974 mit Belonging einen Meilenstein vorgelegt. Was für ein Feuerwerk an Inspiration! Das Ding hab ich in meinen 20ern rauf und runter gehört bis es mir zu den Ohren herausgequollen ist.
Eine indisch-pakistanische Koalition noch dazu im Verbund mit einem Amerikaner - wobei letzerer das einzige Instrument des östlichen Kulturkreises spielt- gibt es leider nur in Kunst und Kultur.
Cetay (inaktiv) (02.01.2010, 12:10): http://ecx.images-amazon.com/images/I/4107R0N18ZL._SL500_AA240_.jpg Bud Powell (1924 - 1966); Live in Lausanne 1962
Powell galt als Jahrhunderttalent, hatte aber auf Grund von Drogensucht und schweren psychischen Problemen seinen Zenit schon mit 30 überschritten. In seiner Reifephase hatte er nur noch seltene Lichtblicke, ein ganz besonders heller ist auf diesem Konzertmitschnitt eingefangen. Wie Powell bei Ornithology das berühmte Thema zerlegt und neu wieder montiert, an- und umdeutet, in harmonisch entlegene Regionen führt um plötzlich durch die Hintertür wieder am Ausgangspunkt anzugelangen; das alles improvisiert und mit einer perketen Verbindung aus Strenge und Swing in den Raum gemeißelt... Das ist einfach genial!
Rachmaninov (12.01.2010, 16:03): Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/51X%2BsNVshBL._SL500_AA240_.jpg
Enigma: MCMXC A.D.
Die war gar nicht schlecht damals.
cellodil (12.01.2010, 22:18): Original von Rachmaninov Original von Jürgen Enigma: MCMXC A.D.
Die war gar nicht schlecht damals.
Stimmt. Die hatte ich damals viel gehört und inzwischen ganz vergessen.
:hello und liebe Grüße
Sabine
Jürgen (13.01.2010, 09:55): Original von cellodil Original von Rachmaninov Original von Jürgen Enigma: MCMXC A.D.
Die war gar nicht schlecht damals.
Stimmt. Die hatte ich damals viel gehört und inzwischen ganz vergessen.
:hello und liebe Grüße
Sabine
Dazu hatte ich kürzlich ein seltsames Erlebnis:
Um die Weihnachtszeit, wir waren auf der Autobahn unterwegs, Verwandschaft zu besuchen und es lief im Radio - ich glaube - FFH. Der Moderator hatte das Thema Meditatives (insbesondere gregorianische Choräle) in der Popmusik und führte als beispiel Enigma ins Feld. Um das mit den gregorianischen Chorälen zu demonstrieren spielte er ein Stück von Enigma an: Return to Innocence aus dem 2. Album: The Cross of Changes Dummerweise ein Stück, bei dem nichts gregorianisches, sondern eher ein Schamanengesang verbraten wird. :rofl Gut gemacht FFH!
Bei oben schon erwähnten Album MCMXC A.D. trifft das allerdings zu. Gregorianische Gesänge werden hier sehr geschickt eingearbeitet. Dummerweise löste das einen richtigen Gregorianik-Boom aus. Es gab in der Folgezeit haufenweise Gregorian-Chants CDs, die nicht annähernd so gut gemacht waren wie Enigma.
Irgendjemand hat mir damals sogar solch eine CD zum Geburtstag geschenkt. :S
die neue slayer: world painted blood klingen immer noch wie früher, nix neues an der thrash-front. trotzdem irgendwie cool.
Cetay (inaktiv) (17.01.2010, 11:10): Original von uhlmann die neue slayer: world painted blood klingen immer noch wie früher, nix neues an der thrash-front. trotzdem irgendwie cool. Ich wußte gar nicht, dass die noch aktiv sind!
Bei mir gerade:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/317hiqeHwxL._SL500_AA216_.jpg Duke Ellington; Best of the War Years
17 der 21 Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1941, in dem Ellington das beste Orchester in seiner langen Karriere hatte. Es ist faszinierend, wie man (wenn man die Ohren an den Solopassagen der Protagonisten geschult hat) die einzelnen charakteristischen Stimmen stets aus dem Kollektiv heraushören kann und doch in der Gesamtheit alles zu etwas Neuem verschmilzt. Eine praktische Lektion, dass das Ganze mehr ist, als die Summe der Einzelteile. Höchst empfehlenswert!
ab (18.01.2010, 13:45): Lausche gerade mit Neugierde, was Keith Jarrett neuerdings so solo macht:
Armin70 (24.01.2010, 00:39): Ein Meisterwerk der sog. "Easy-Listening-Musik": Herbert Rehbeins 3 Alben aus den 1960er Jahren auf 2 CD`s.
Herbert Rehbein (1922 - 1979) war Violinist und hatte eine klassische Musikausbildung und er spielte einige gängige Werke der klassischen Violinliteratur. In den 1950er Jahren begann er sich für die Swing-Musik und den Bigband-Sound zu interessieren und die klassische Musik trat in den Hintergrund. Er machte dann für verschiedene Radiosender in Deutschland Arrangements von Schlagermelodien und er arbeitete als Bandleader. Herbert Rehbein lernte dann Bert Kaempfert (1923 - 1980) kennen und die beiden wurden gute Freunde und zusammen entstanden Welthits wie "Spanish Eyes", "Strangers in the Night", "Lady" und viele andere.
Herbert Rehbein komponierte übrigens auch für die Olympischen Sommerspiele in München 1972 die Olympia-Fanfare und er arrangierte auch Stücke für Klassik-Künstler, z. B. für Hermann Prey.
Die 3 Alben, die auf der Doppel-CD zu hören sind, entstanden 1964 (Music to soothe that tiger), 1967 (Love after midnight) und 1969 (And so to bed). Auf den ersten beiden Alben ist jeweils ein Soloistrument (Saxophon und Trompete) mit einem Streichorchester plus einer dezenten Rhythmus-Gruppe kombiniert und auf dem 3. Album kommt eine größer besetzte Bigband zum Einsatz. Die auf allen 3 Alben zu hörenden Violin-Soli wurden von Herbert Rehbein gespielt. Bei den Stücken handelt es sich einerseits um Arrangements von Songs z. B. von George Gershwin oder Kurt Weill und um Stücke von Bert Kaempfert und von Herbert Rehbein.
Daraus entstand ein faszinierendes Klangerlebnis: sinnlich, verträumt, lasziv, romantisch und sexy. Der Klang der Doppel-CD macht süchtig. Man glaubt kaum, dass diese Aufnahmen schon über 40 Jahre alt sind.
Gruß Armin
Cetay (inaktiv) (24.01.2010, 11:06): Original von Armin70 Herbert Rehbein
Und ich denke manchmal, ich hätte einen kruden Musikgeschmack...
Ich hab mir gerade das Stück Beautiful Morning angehört. http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/4.gif http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/4.gif http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/4.gif Hilfe! Gnade!! Ich kann nicht mehr!!! Das Wort Kitsch hat für mich eine neue Dimension bekommen. Das ist so unterirdisch, dass es schon wieder gut ist. :leb
Agravain (24.01.2010, 12:08): Original von Cetay Original von Armin70 Herbert Rehbein
Und ich denke manchmal, ich hätte einen kruden Musikgeschmack...
Ich hab mir gerade das Stück Beautiful Morning angehört. http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/4.gif http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/4.gif http://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/4.gif Hilfe! Gnade!! Ich kann nicht mehr!!! Das Wort Kitsch hat für mich eine neue Dimension bekommen. Das ist so unterirdisch, dass es schon wieder gut ist. :leb
Ach, das weckt doch Erinnerungen! Damals ( :D), als ich während des Studiums meinen Lebensunterhalt weitgehend als Thekenkraft in einer Bar verdient habe ( :beer http://www.smileygarden.de/smilie/Rauchend/roker002.gif ), hatte ich ein echtes Faible für Easy Listening und seltsame Mucke in dieser Richtung. Rehbein war mir darum kein Unbekannter. "Beautiful Morning" ist einer der Günde, aufgrund derer ich ihn vergessen hatte, und in der Tat ein echter Kracher, aber "Blue Spanish Eyes" mit dem seligen Al Martino ist wirklich eine glorreiche Schmozzette. Weil so schön ist HIER. Jetzt bin ich natürlich wieder angefixt und deshalb jetzt ein paar richtig irre Tracks aus:
ab (24.01.2010, 15:20): Auf Anraten hier im Forum einst im Abverkauf gekauft und endlich auch geöffnet; eine andere Dimension von "Easy-Listening-Musik" :D
die CD1 bereitet wirklich Freuden besselten Musizierens!
Arcangelo Corelli: Sämtliche Werke Ensemble Musica Amphion, Belder Brilliant
Etwas heiterere Stimmung als gestern in der Radioübertragung des jazziger wirkenden Konzerts live aus dem RadioKulturhaus Wien. Aber auch diese CD kommt mir gerade höchst erfreulich vor.
:engel
Cantus Arcticus (27.01.2010, 17:04): Hallo ab Da habe ich meinen absoluten Favoriten im Bossa Nova 'rausgepickt:
Natürlich - Stan Getz, Joao Gilberto & Antonio Carlos Jobim: http://ecx.images-amazon.com/images/I/31TJWYZNQCL._SS500_.jpg
Ein Highlight, welches auch heute noch nichts von der Atmosphäre und Faszination der damaligen Jahre verloren hat.
Grüsse Stefan
ab (01.02.2010, 11:54): Cat'N'Mouse von John Abercrombie, Marc Johnson, Joey Baron & Mark Feldman ECM
Schöne Koinzidenz. Ich habe in letzter Zeit viel Abercrombie gehört, jedoch nur seine frühen Sachen; Timeless und Gateway. Nachdem mich die Trioaufnahmen mit Marc Johnson und Peter Erskine ganz kalt gelassen haben, habe ich seine Karriere mehr weiter verfolgt.
Severina (01.02.2010, 16:45): Nachdem ich heute im CD-Laden meines Vertrauens groß zugeschlagen habe (und den Rest des Monats von Erdäpfeln leben werde :I), läuft gerade die erste Neuerwerbung:
Rossini, L'Italiana in Algeri
Mustafa - Wladimoro Ganzarolli Elvira - Jeanne Marie Bima Haly - Alessandro Corbelli Lindoro - Francisco Araiza Isabella - Lucia Valentini-Terrani Taddeo - Enzo Dara
Der tenorale Kaufgrund :wink überzeugt mich 100%ig, der Rest nur teilweise. Ganzarollis Stimme ist zu schwer, er plagt sich redlich mit den Koloraturen, auch die Komik dieser Figr kann er zumindest vokal nicht vermitteln. lg Severina :hello
ab (01.02.2010, 18:22): Original von Cetay Original von ab Cat'N'Mouse von John Abercrombie, Marc Johnson, Joey Baron & Mark Feldman ECM
Schöne Koinzidenz. Ich habe in letzter Zeit viel Abercrombie gehört, jedoch nur seine frühen Sachen; Timeless und Gateway. Nachdem mich die Trioaufnahmen mit Marc Johnson und Peter Erskine ganz kalt gelassen haben, habe ich seine Karriere mehr weiter verfolgt.
Ich war nie Abercrombie-Fan, am besten hat mir sein frühes Vinyl-Album "M" gefallen, das aber niemals ein Laserlicht der Welt erblicken durfte.
Diese Aufnahme habe ich mir nur angehört weil ich in den 90er großer Liebhaber der NewYorker Avantgarde-Jazz-Scene um das Label jmt war. Marc Johnson, Joey Baron & Mark Feldman waren da die Haupthelden!
Ich finde das Album enttäuschend.
jünter (01.02.2010, 19:29): Zur Abwechsung Kammerjazz vom Feinsten:
Jürgen (02.02.2010, 08:49): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2BXR11wKHL._SS400_.jpg
Diverse: Big Blue Ball
Original von Amazon Peter Gabriel präsentiert: die legendären Sessions aus dem Real World Studio.
Über einen Zeitraum von beinahe 18 Jahren entstand das Album "Big Blue Ball". Es ist das lang ersehnte Resultat einiger ungewöhnlicher Aufnahmen, die in den Sommern 1991, 1992 und 1995 in Peter Gabriels Real World Studios stattfanden. Produziert von Peter Gabriel, Karl Wallinger (World Party, Waterboys) und Stephan Hague (Pet Shop Boys, OMD) ist BBB ein einzigartiges Zusammenspiel von brillanten Künstlern und Songs - insgesamt 75 Musiker aus über 20 Ländern sind vertreten, darunter Gabriel und Wallinger sowie Sinead O'Connor, Natacha Atlas, Papa Wemba, Joseph Arthur, Hukwe Zawose, Justin Adams, Jah Wobble, Billy Cobham und The Holmes Brothers. "Big Blue Ball" ist eine globale Sicht auf Musik, eine musikalische Momentaufnahme der Kontinente jener Zeit. "Es ist, als ob eine Welle aus Klang auf dich zurollt", sagt Karl Wallinger über den abschließenden Mix, "als würde man dem Planeten aus dem Weltall zuhören." Das Album erscheint als CD, Do-LP und Do-LP in limitierter Stückzahl auf blauem Vinyl.
Ganz so enthusiastisch habe ich diese CD nicht erlebt. Aber es ist eine gute Scheibe mit einigen sehr guten Stücken drauf. Und das mag sich nach mehrmaligem Hören noch ändern.
Peter Gabriel und sein Real World Label hat es, wie schon so oft, geschafft meinen musikalischen Horizont ein Stück zu erweitern.
Grüße Jürgen
ab (02.02.2010, 09:41): Java The Jasmine Isle: Gamelan Music Recorded in Java by Suryabrata & David Lewiston, 1969
Freunde von Noise-Music wärmstens ans Herz gelegt! Hier kann man so etwas wie traditionelle Wurzeln finden. Richtig abgefahren diese Musik. Im französischen Internet in Gänze gratis und legal anzuhören, versäumt das nicht! :cool
Cetay (inaktiv) (02.02.2010, 10:30): Original von ab Freunde von Noise-Music wärmstens ans Herz gelegt! Hier kann man so etwas wie traditionelle Wurzeln finden. Richtig abgefahren diese Musik. Im französischen Internet in Gänze gratis und legal anzuhören, versäumt das nicht! :cool
Würde ich ja gerne, aber ich darf da ja nicht hören... :I
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ab (02.02.2010, 10:45): Original von Cetay Würde ich ja gerne, aber ich darf da ja nicht hören... :I
Keine Ahnung, warum Du der einzige bist, bei dem das nicht funktioniert. Hast Du Dich einmal wo angemeldet? Hast Du fix zugewiesene IP-Adresse? :A
Kurzer Eindruck auch hier.
Jürgen (03.02.2010, 22:11): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41XN6BMHGBL._SL500_AA240_.jpg
Yes: Relayer 1974
Grandioses Werk. Mit KH auf dem Hometrainer hat es mich nach vorne getrieben :wink
Für mich einer der Meilensteine der Rockmusik.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (04.02.2010, 08:22): Original von Jürgen
Yes: Relayer 1974
Für mich einer der Meilensteine der Rockmusik.
Grüße Jürgen :beer 100% Zustimmung
Einen neuen Meilenstein, ach was einen Monolith des Jazz habe ich heute morgen gehört.
Ich kann nur eindringlich beschwören: Jede/r, die/der für den Jazz etwas übrig hat, sollte sich das unbedingt einmal anhören. Eine solche Ausnahmegruppe habe ich seit Jahrzehnten nicht mehr gefunden.
ab (04.02.2010, 09:05): Original von Cetay Einen neuen Meilenstein, ach was einen Monolith des Jazz habe ich heute morgen gehört. Vijay Iyer Trio; Historicity (2009)
Dürfte ich es wagen, eine Frage anzutragen: Was ist denn das für eine Besetzung und welchen Stiles befleißigt sich diese Formation? Danke! :hello
Jürgen (04.02.2010, 09:32): Original von ab Original von Cetay Einen neuen Meilenstein, ach was einen Monolith des Jazz habe ich heute morgen gehört. Vijay Iyer Trio; Historicity (2009)
Dürfte ich es wagen, eine Frage anzutragen: Was ist denn das für eine Besetzung und welchen Stiles befleißigt sich diese Formation? Danke! :hello
Die Frage ging zwar nicht an mich, da ich aber gerade hier in die Schnipsel reinhöre, kann ich immerhin die Frage nach der Besetzung beantworten:
Vijay Iyer: Piano und Komposition Marcus Gilmore: Schlagzeug Stephan Crump: Kontrabass
Die Frage nach dem Stil kann ich nicht beantworten, da kenne ich mich beim Jazz viel zu wenig aus. Es klingt aber immerhin für mich so interessant, dass ich es gerne nochmal in voller Länge hören möchte. Ich werde mal in der Bibliothek nachforschen.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (04.02.2010, 09:33): Original von ab Original von Cetay Einen neuen Meilenstein, ach was einen Monolith des Jazz habe ich heute morgen gehört. Vijay Iyer Trio; Historicity (2009)
Dürfte ich es wagen, eine Frage anzutragen: Was ist denn das für eine Besetzung und welchen Stiles befleißigt sich diese Formation? Danke! :hello
Es ist ein klassisches Klavier-Trio (Klavier, Bass, Schlagzeug ohne jeglichen Firlefanz). Der Stil ist Postmodern, den Rückblick auf die Gesichte bis zu den Wurzeln und zeitgenössisch freies Spiel verbindend. Dazu kommen indische Einflüsse in der Rhythmik. Das Zusammenspiel ist an manchen Stellen so übernatürlich, dass man glauben könnte, es wäre eine Person am Werk. Zum weiteren Nachlesen verweise ich auf den PR-Text des Labels, der -obgleich "Marketing"- sehr treffend ist.
Cetay (inaktiv) (05.02.2010, 16:36): http://ecx.images-amazon.com/images/I/514kS9dZPoL._SL500_AA240_.jpg Godspeed You! Black Emperor; Lift Your Skinny Fists Like Antennas to Heaven
Eines der Stil-bildenden Alben des Post-Rock.
Cetay (inaktiv) (06.02.2010, 10:41): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/5126T0IsDlL._SL500_AA240_.jpg Fire! - Mats Gustafsson (Bariton Sax), Johan Berthling (Bass, Gitarre, B3), Andreas Werlin (Schlagzeug); You Liked Me 5 Minutes Ago. Was ist das Beste, das einem Liebhaber von Free-Jazz, Drone und Post-Rock passieren kann? Dass es jetzt eine Combo gibt, die diese Genres fusioniert und das auch noch richtig gut macht. :down
In Ermangelung einer gewählteren Ausdrucksweise, mit der man die Internsität dieses Saxophonisten beschreiben könnte, sage ich es frei raus: Der bläst einem das Hirn raus. Jetzt gleich hinterher sein Treffen mit 2 berühmten Sax-Kollegen:
Peter Brötzmann, Mats Gustafsson, Ken Vandermark; Only the Devil has no Dreams
ab (06.02.2010, 17:32): Original von Cetay In Ermangelung einer gewählteren Ausdrucksweise, mit der man die Internsität dieses Saxophonisten beschreiben könnte, sage ich es frei raus: Der bläst einem das Hirn raus. Peter Brötzmann, Mats Gustafsson, Ken Vandermark; Only the Devil has no Dreams
Ich habe mir heute noch mal Gates of Delirium angehört, allerdings in der Liveversion von Yesshows, die aber keineswegs schlechter ist, im Gegenteil, das polyphone Geflecht ist dort noch besser durchzuhören. Das ist kein Meilenstein der Rockmusik, sondern ein Meilenstein der abendländischen Musikkultur! Wie gut kann Musik sein? Ein solches Kunstwerk an Form, thematischer Variation und Virtuosität in das Gewand und die Energie von Rockmusik zu packen; wer hat das je nochmal geschafft? Mit welchen Superlativen soll man den Druchbruch bei Minute 13 beschreiben, wenn nach der tumultartigen Steigerung zum ersten mal das Thema im Unisono erklingt? Wieviele Körperhaare können sich gleichzeitig aufstellen? Vor allem ist das ein Stück, das ein Leben lang mitwächst. Egal wieviel klassische Hörerfahrung und theoretische Kenntnisse dazugekommen sind; alles findet sich in Gates of Delirium wieder. Was kann man angesichts dieses Wunderwerks überhaupt noch tun, außer ehrfürchtig auf die Knie zu fallen, immer und immer wieder... :down
ab (08.02.2010, 22:36): Original von Cetay Ich habe mir heute noch mal Gates of Delirium angehört, allerdings in der Liveversion von Yesshows, die aber keineswegs schlechter ist, im Gegenteil, das polyphone Geflecht ist dort noch besser durchzuhören.
Dieses von mir einst vielgehörte Live-Album "Yesshows" hat mir als einziges dieser Rockband wirklich gut gefallen, anders als mein Umfeld, das die Dreier-LP "Yessongs" stets vorgezogen hat.
(Ich glaube seit über 15 Jahren habe ich diese Musik nicht mehr im Ohr gehabt. ELPs Live-Album "Welcome back my friends..." hingegen habe ich zwischenzeitlich doch noch ein paar Mal aufgelegt. Erstaunlich, welche einst vielgehörte Musik dann irgendwie nicht mehr auf den Plattenteller kommt...) :hello
Cetay (inaktiv) (10.02.2010, 10:28): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41D1nnTi23L._SL500_AA240_.jpg Jono El Grande; Neo Dada
Frank Zappa hat einen so charakteristischen Stil geschaffen, dass alles, was verwandt klingt, schlicht als zappaesque bezeichnet wird. Eine ganz besonders zappaesque CD hat der Norweger Jono El Grande vorgelegt. Man könnte meinen, hier sei bislang verschollenes ZAPPA-Material aus der Low Budget Orchestra / Captain Beefheart Area aufgetaucht, wenn da nicht die astreine moderne Produktion wäre. Auch wenn es mir einen Tick zu steril und gebremst klingt ist Neo Dada für Fans des Altmeisters sicher hörenswert. Dennoch: Wenn mir nach einem Fagottsolo zumute ist, das von Marimba- und Xylophonklängen in ungeradzahlig-zusammengesetzten Taktarten unterlegt wird und flimschnittartig von neutönerischen Streichquartettklängen abgelöst wird, dann ziehe ich doch das Original vor.
Jürgen (13.02.2010, 21:45): Original von ab Erstaunlich, welche einst vielgehörte Musik dann irgendwie nicht mehr auf den Plattenteller kommt...) :hello
Mich erstaunt oftmals, wieviel ich von der einst vielgehörten Musik immer noch auflege. Ich höre Genesis/Yes/ELP/ usw. natürlich nicht mehr so oft und in der Breite wie damals, schließlich höre ich viel zu viel Klassik und der Tag hat nur 24 Stunden. Aber die Rosinen picke ich mir immer noch regelmäßig heraus.
ab (15.02.2010, 08:56): The Black Album von Prince :cool Das war seine Antwort auf die Vorwürfe, er würde nur mehr "Weiße Musik" machen. Ich hatte sei einst als bootleg auf Cassette überspielt bekommen, und war sehr glücklich, dass sie dann doch noch auf CD erschienen ist, laut Aukleber als limited edition, (aber in gigantisch großer Auflage). Knüppelharter Funk-Sound, (leider in grottenschlechter Soundqualität): Ich finde, dass ist das großartigste Album, das er gemacht hat! (Nach Lovesexy wurde alles nur mehr unerträglich komerziell.)
Leider habe ich nie die Zusammenarbeit von Miles Davis mit Prince hören können, auf welche hinaus Davis meinte, Prince sei der genialste Jazzmusiker, mit dem er jemals zusammengearbeitet hätte.
Cetay (inaktiv) (17.02.2010, 10:33): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51poKx4Hr0L._SL500_AA240_.jpg Whispers of the Shadow; Into the Arms of Choas
Ein hübscher Stilmix aus Post-Punk (The Cure) und Space Rock (Hawkwind). Sehr düster und intensiv; mit Soundsamples, die an Horror-streifen erinnern und okkulten Texten. Manche finden das einfach nur lächerlich, ich finde es wirklich beklemmend. Absolut überzeugend ist die grollende und dennoch klare Produktion, die für ein Gothic-Album expemplarisch gut gelungen ist.
Cetay (inaktiv) (20.02.2010, 10:35): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51poKx4Hr0L._SL500_AA240_.jpg Whispers in the Shadow; Into the Arms of Chaos
Ein hübscher Stilmix aus Post-Punk (The Cure) und Space Rock (Hawkwind). Sehr düster und intensiv; mit Soundsamples, die an Horror-streifen erinnern und okkulten Texten. Manche finden das einfach nur lächerlich, ich finde es wirklich beklemmend. Absolut überzeugend ist die grollende und dennoch klare Produktion, die für ein Gothic-Album expemplarisch gut gelungen ist.
Das Album läßt mich zur Zeit nicht los. Ein so atmosphärisch dichtes und stimmiges unheilschwangeres Werk ist mir selten untergekommen (vielleicht bei Darkthrone, aber da wird es dann politisch unkorrekt). Erstaunlich ist, wie selbstverständlich die vielen Samples und Klangeffekte in die Musik intergriert wurden. Hier kann man schon von einem Hörfilm sprechen; dass der Sänger manchmal eher wie ein Erzähler agiert, passt ins Bild. Herr "Dayour 1331" hat schon eine einzigartige Stimme. Noch im Punk verwurzelt, aber mit einer resignativen Gebrochenheit, die auf mich sehr authentisch wirkt. Ich kann auf diesem Album keine echte Schwäche ausmachen. Es ist musikalisch extrem vielschichtig, man findet progressive und vereinzelt metallische Einflüsse ebenso wie alte Pink Floyd; und das wirkt alles sehr geschossen und immer zweckdienlich. Besonders bei den Melodien wird die Gratwanderung perfekt gemeistert. Eingänig genug, dass etwas hängen bleibt aber nicht zu eingängig, wohlwissend, dass das in einem gewollt düstern Umfeld schnell lächerlich wirken kann. Für mich ist das Austrias Exportschlager Nummer 1 im gehobenen Pop/Rock- Bereich. :times10
ab (22.02.2010, 17:37): Jacques Higelin: Coup De Foudre
ab (24.02.2010, 11:23): einst einmal heiß geliebt und nun viele, viele Jahre nie mehr gehört. Erstaunlich, das ist eigentlich heute noch durchaus anhörbar.
Inzwischen, meine ich mich gerade zu entsinenn, lebt der Herr Blackmoore irgendwo mit seiner Frau in der umsandenten Einöde und spielt countryinspirierte Musik. (Tja, Karl Moik, der langjährige Moderator des Musikantenstadl hat ja angeblich auch nichts mit der volksdümmlichen Musik anfangen können und eigentlich sein Herz beim Swing gehabt.)
ab (24.02.2010, 14:52): http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0724381046425.jpg
ab (28.02.2010, 00:15): Vorhin im Konzert von Werner Pirchner seine Kammer-Symphonie – Soirée Tyrolienne von 1980 gehört, hoffe ich immer noch, dass endlich einmal auch seine Jazz-Aufnahmen, gemeinsam mit Harry Pepl herauskommen werden; schließlich war das ein maßgegliches Ensemble, pirchnertypisch als "Zwio" bezeichent. Hier jetzt eine Trioformation:
Cetay (inaktiv) (28.02.2010, 06:43): Original von ab Vorhin im Konzert von Werner Pirchner seine Kammer-Symphonie – Soirée Tyrolienne von 1980 gehört, hoffe ich immer noch, dass endlich einmal auch seine Jazz-Aufnahmen, gemeinsam mit Harry Pepl herauskommen werden; schließlich war das ein maßgegliches Ensemble, pirchnertypisch als "Zwio" bezeichent.
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0602517935839.jpg gibts hier
cellodil (28.02.2010, 08:47): SWR2 Wissen: Aula Gewinn für alle Soziale Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert Sendung am Sonntag, 28.02.2010, 08.30 bis 9.00 Uhr Von Norbert Bolz
Das große Thema dieses noch jungen Jahrhunderts ist die Produktion sozialen Reichtums, der jetzt schon im Internet sichtbar wird. Dort kommunizieren Wissensarbeiter, die sich miteinander verknüpft haben, um im Spiel zu bleiben und ihre Ideen vermarkten zu können. Ihnen geht es nicht so sehr um absolute soziale Gerechtigkeit, sondern um den Profit für alle, um die Hinwendung zur Kraft des Einzelnen, der sich im Netz mit anderen solidarisiert, um etwa ein Projekt auf die Beine stellen zu können. Norbert Bolz, Professor für Medien und Kommunikation an der TU Berlin, zeigt, wie man soziale Gerechtigkeit neu denken muss.
Prof. Norbert Bolz, geb. 1953, ist Medien- und Kommunikationswissenschaftler, der an der TU Berlin lehrt. Er entwickelte eine Medientheorie, die sich an Nietzsche, Benjamin und McLuhan anlehnt. Kommunikation ist für Bolz in erster Linie ein Religionsersatz, das Göttliche zeigt sich für ihn heute etwa in der neuen Netzwerkkultur, die das Internet möglich gemacht hat. In seinen Büchern reflektiert er über den Konsumismus, die soziale Gerechtigkeit, die digitalen Medien und neue Arbeitsformen.
Bücher (Auswahl): - Diskurs über die Ungleichheit - ein Anti-Rousseau. Wilhelm Fink Verlag. 2009. - Profit für alle - Soziale Gerechtigkeit neu denken. Murmann Verlag. 2009. - Das ABC der Medien. Wilhelm Fink Verlag. 2007. - Die Helden der Familie. Wilhelm Fink Verlag. 2006.
SWR 2 Homepage
P.S. Die Sendung gibt es auf dieser Seite auch als Podcast (was ich genutzt habe, weil ich jetzt schnell in meine Arbeitshufe kommen muss)
ab (28.02.2010, 10:30): Original von Cetay Original von ab Vorhin im Konzert von Werner Pirchner seine Kammer-Symphonie – Soirée Tyrolienne von 1980 gehört, hoffe ich immer noch, dass endlich einmal auch seine Jazz-Aufnahmen, gemeinsam mit Harry Pepl herauskommen werden; schließlich war das ein maßgegliches Ensemble, pirchnertypisch als "Zwio" bezeichent.
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0602517935839.jpg gibts hier
Oh! Danke für den Hinweis! :hello (eile nun in die Matinee mit Leonskaja und dreimal Schubert, wünscht mir viel Glück!)
Jürgen (03.03.2010, 13:21): http://www.progarchives.com/progressive_rock_discography_covers/1295/cover_2151917102008.jpg
Es gibt zwei Textbausteine, die von Rock-Kritikern ebenso inflationär verwendet werden, wie sie sich dann nicht bewahrheiten. Der erste: Wenn das Album anfangs nicht gefällt, dann braucht es eben mehrere Hördurchläufe bis es sich völlig erschließt. Der zweite: Trotz der vielen Zitate und Anleihen hat die Gruppe einen eigenenständigen Stil gefunden. Die Realität: 1. Ein Album, das mich beim ersten Hören abstößt, wird auch beim 10ten Hören nicht besser. 2. Wer ständig zitiert und anleiht, klingt wie ein Konglomerat aber noch lange nicht eigenständig.
Aber es gibt Ausnahmen: Das Album der Pfälzer Eklektiker-Truppe Dioramic hätte ich anfangs schier aus dem Fenster geschmissen, so unausgegoren, zusammenhanglos und willkürlich kam mir dieses Kaleidoskop aus allen möglichen Stilen der progressiven Rockmusik und es des alternativen Extrem-Metal vor. Ich habe selten etwas sperrigeres und anstrengenderes gehört, obwohl ich aus dieser Ecke einiges gewohnt bin. Und vor allem kommt mir alle 20 Sekunden -etwa in diesem Takt wird völlig unvorbereitet mitten im Song der Stil gewechselt- irgend eine andere Band in den Sinn, nach der das klingt. Weil die CD gerade im Autoplayer war und ich das hohe Aggressivitätslevel dieser Musik in der letzten Arbeitswoche gut brauchen konnte, hörte ich sie immer wieder. Und nach dem x-ten Mal hat es klick gemacht und etwas ist eingerastet. Jetzt wo ich die CD als Ganzes "intus" habe, gibt das auf einmal alles einen Sinn. Da wo vorher nur Mosaiksteine waren, ist jetzt ein Bild und es ist klar, warum so gegensätzliche "Farben" aufeinander prallen müssen. Dass die Band ihre Musik Artcore nennt, ist bescheuert aber irgendwie auch ganz treffend.
Armin70 (07.03.2010, 16:11): Alex North: 2001 - A Space Odyssey
The National Philharmonic Orchestra, Dirigent: Jerry Goldsmith
Das ist die ursprüngliche geplante Filmmusik zu Kubricks "2001" von Alex North. Alex North komponierte u. a. die Filmmusiken zu Endstation Sehnsucht, Spartacus, Cleopatra, Wer hat Angst vor Virginia Woolf. Nach dem North die Filmmusik zu 2001 vollendete, erfuhr er erst kurz vor der Film-Premiere, dass Kubrick den Klassik-Mix (Strauß-Sohn, R. Strauss, Ligeti, Khatchaturian) als Filmmusik verwendete.
Ähnlich abrupt endete die Zusammenarbeit zwischen Hitchcok und seinem damaligen "Haus- und Hofkomponisten" Bernard Herrmann bei dem Film "Der zerrissene Vorhang" (The torn curtain, 1966). Herrmann hatte bereits die Filmmusik komponiert und erfuhr auch ziemlich kurzfristig, dass Hitchcok den Komponisten John Addison für die Filmmusik engagierte.
Alex North`Filmmusik zu 2001 ist eine gut komponierte symphonische Filmmusik im besten Hollywood-Stil: Spektakulärer Breitwand-Sound. Wenn man aber den eigentlichen Soundtrack, s. o., zu 2001 im Ohr und dazu die Bilder des Films vor Augen hat, fällt Norths Score doch etwas ab. Natürlich kennt man es auch nicht anders. Zu den größten Unterschieden gehört, dass die "Ur-Mensch-Sequenz" bei North auch mit Musik versehen ist, während in der endgültigen Version dieser Abschnitt komplett ohne Musik ist und diese erst mit dem berühmten Donau-Walzer einsetzt, als die Raumfähre 3/4-Takt zur Weltraumstation-Riesenrad schwebt.
Losgelöst von dem Film ist Norths Score eine interessante Musik und eigentlich auch zu gut, um vollkommen in Vergessenheit zu geraten. Daher ist es auch begrüßenswert, dass vor einigen Jahren die o. g. Aufnahme erschienen ist. Orchester und Dirigent, der Filmkomponist Jerry Goldsmith, nehmen die Musik ernst und behandeln sie mit dem gebotenen Respekt.
ab (11.03.2010, 16:46): erstmals: Patricia Barber Modern Cool
Der von mir allerhöchst geschätzte Pianist mit seinem Trio und seinem Seelenverwandten, dem Altsaxophoinisten Rudresh Mahanthappa. "Zauberhaft" ist der richtige Ausdruck für diese Musik, denn rational ist kaum zu erklären, was hier vor sich geht.
ab (14.03.2010, 11:13): danke für den Tipp, klingt aufs erste erfreulich!
:thanks
Jürgen (19.03.2010, 08:16): Ich habe mal wieder einen 38 jährigen Schinken ausgegraben un ihn mir mit Genuss zu Gemüte geführt:
An Emotion und jenseitger Atmosphäre überreiche Schwarzmetallkunst aus Rumänien. Dafür lasse ich 99,86451% der offiziell anerkannten Meisterwerke aller Epochen und Stie liegen.
Jürgen (23.03.2010, 13:49): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51r9hhXbRPL._SL500_AA300_.jpg
Manu Chao: Baionarena (Live Doppel-CD & DVD) Ich habe Ausschnitte dieses Konzerts mal im TV gesehen und es hat mich sehr mitgerissen. Ist live viel ehrlicher als im Studio.
Jürgen (31.03.2010, 10:10): Saga: Chapters I - VIII
Das ist kein Album an sich, sondern eine Playlist aus den ersten vier Studioplatten der Band. Diese Zusammenstellung drängt sich auf, weil manche Stücke den Untertitel Chapter N tragen. Schon zu MC-Zeiten habe ich diese Zusammenstellung auf eine Seite einer sauteuren C-90+6 gebannt, weil 45 Minuten nicht ganz ausreichten.
Eine etwas andere Vertonung des griechischen Tragödienstoffs, irgendwo im Niemandsland zwischen Jazz, Elektronik und Weltmusik angesiedelt. Die engelhaften Songs und Chöre werden in altgriechisch dargeboten, die Hauptrolle spielt aber die einzigartig "menschliche" Trompete von Arve Henriksen, der die Klänge und Spielweisen von armenischen und japanischen Holzblasinstrumenten in seine Gesänge integriert.
Cetay (inaktiv) (06.04.2010, 09:21): Nachdem ich die letzten beiden Tage das Wesentliche der Klassik gehört habe, mache ich heute mit dem Jazz weiter und akzeptiere auch hierfür die sadistische Beschränkung auf 6 Pfeiler meiner Passion.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41J82VH5TSL._SL500_AA300_.jpg Louis Armstrong; Hot Five & Seven (1924-30)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41WUL%2BOZlzL._SL500_AA300_.jpg Duke Ellington; Never No Lament, The Blanton - Webster Band (1940-42)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51vPZnbxPaL._SL500_AA280_.jpg John Coltrane; Live in Seattle (1965)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/4107T4264JL._SL500_AA300_.jpg Cecil Taylor; Unit Structures (1966)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/31-aZXsA-sL._SL500_AA300_.jpg Keith Jarrett Quartet; Belonging (1974)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61S7ZAAlQdL._SL500_AA240_.jpg John Zorn; Naked City (1989)
(Natürlich fehlt hier Kind of Blue, aber das hat sich so gut verkauft, dass ich es bei den Pop-Alben listen würde. :D)
Rachmaninov (06.04.2010, 10:07): Original von Cetay
(Natürlich fehlt hier Kind of Blue, aber das hat sich so gut verkauft, dass ich es bei den Pop-Alben listen würde. :D)
Aha, eine Jazz Scheibe wird Pop weil die Verkaufszahlen nicht zu Jazz passen? Eine Logik die sich mir nicht erschließt.
BTW. wie ist die Belonging von Garbaneck und Co. empfehlenswert?
Cetay (inaktiv) (06.04.2010, 12:48): Original von Rachmaninov Original von Cetay
(Natürlich fehlt hier Kind of Blue, aber das hat sich so gut verkauft, dass ich es bei den Pop-Alben listen würde. :D)
Aha, eine Jazz Scheibe wird Pop weil die Verkaufszahlen nicht zu Jazz passen? Eine Logik die sich mir nicht erschließt.
BTW. wie ist die Belonging von Garbaneck und Co. empfehlenswert?
Das ist auch bar jeder Logik, was ich durch den "großes Grinsen" Smiley zum Ausdruck bringen wollte.
Eine interessante Frage ist das allemal. Wodurch wird Pop-Musik zu Pop-Musik? Kommerzieller Erfolg allein kann es nicht sein, denn Miles Davis bleibt trotz Charterfolgen ebenso Jazz, wie Iron Maiden nach ihren Top-Ten Hits immer noch als Heay Metal wahrgenommen werden. Andererseits tummeln sich in den Charts die unterschiedlichsten Genres, ohne dass das wahrgenommen wird. 50 Cent (Pap), Amy McDonald (Folk), Taylor Swift (Country) und Beyonce (R&B) verbindet, dass sie die typischen Charakeristika ihrer Genres fast vollständig reduziert haben und das, was übrig bleibt, ist der kleinste gemeinsame Nenner. Damit wäre Pop-Musik ein Stil, der sich durch das Fehlen von charakteristischen Merkmalen auszeichnet und das würde erklären, warum er von ambitionierten Musikfreunden passenderweise als gesichtslos und leer empfunden wird. Dass das, was in diesem Sinne als Pop in den Charts vertreten ist, nur Karikaturen von echten Kunstformen sind, wird leider oft übersehen und beides über einen Kamm geschert.
Belonging ist einfach von der ersten bis zur letzen Note perfekt. Die Themen sind einfallsreich, mitreißend und dabei fast poppig (ha!) eingängig. Das gibt einen leicht verdaulichen Rahmen für die rhythmisch und harmonisch bis zum Bersten spannungsgeladenen Improvisationen. Das Album durchläuft die gesamte Klaviatur an Emotionen und entwickelt streckenweise eine brennende Intensität -sich gelegentlich im Aufstöhnen der Musiker Ausdruck verschaffend- die fast körperlich spürbar ist. Sicher, das bieten viele Free-Jazz Alben auch, aber Jarrett und Co. bleiben eben auf dem Pfad der Tugend und werden nie anstrengend. Garbarek ist hier in einer Form, die er m. E. in seiner Karriere nicht mehr erreicht hat. Das frenetisch-expressive, an Free-Jazz Ikonen wie Coltrane, Ayler und Sanders orientierte Spiel seiner Anfangszeit wird in den langgeschwungenen, elegischen Linien, für die er später berühmt wurde, kanalisiert. Hier ist die perfekte Balance erreicht.
Cetay (inaktiv) (08.04.2010, 09:10): Und weiter mit dem musikalischen Urlaubsmotto: Nur das allerbeste. Nach Klassik und Jazz bleiben noch die 6 Eckpfeiler der "Pop"-Passion.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51GJ0K6QENL._SL500_AA300_.jpg Godspeed You! Black Emperor; F#A#Oo
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41WGTKFNNZL._SL500_AA300_.jpg Neal Morse; One
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41GgO0r24%2BL._SL500_AA300_.jpg Frank Zappa; Roxy & Elsewhere
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Q7EVD0GNL._SL500_AA300_.jpg Iced Earth; Alive in Athens
Jürgen (09.04.2010, 10:09): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41JASYAP4FL._SL500_AA300_.jpg
Lakshminarayana Shankar: Who'S to Know Indian Classical
Boreas (11.04.2010, 11:40): Momentan wird ein wenig quer durch das Album "Permutation" von Amon Tobin gehört. Wunderbare experimentelle Klänge und sehr vielseitig. Insbesondere Nightlife ist wahrlich ein Leckerbissen.
Jürgen (21.04.2010, 14:57): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51VBGW8ZN9L._SL500_AA300_.jpg
Steve Hackett: Please don't touch
Cetay (inaktiv) (25.04.2010, 12:15): Die Faszination die das Metal Genre auf mich ausübt, liegt unter anderem in seiner unglaublichen Vielfalt -ohne Verlust der Identität- begründet. Zwischen den verschiedenen Randgebieten des Metal-Spektrums gibt es so gut wie keine klanglichen oder stilistischen Übereinstimmungen, dennoch wird jeder Kenner sofort das Attribut Metal zuordnen. Auf der anderen Seite gibt es benachbarte Genres (etwa den Hardcore Punk), die dem Metal-Mainstream klanglich und stilistisch viel näher stehen als die Randgebiete des Metal selbst und dennoch sofort als Nicht-Metal erkannt werden. Es muss also so etwas wie eine Metal-Essenz geben, allerdings haben die wenigen musikwissenschaftlichen Versuche, sie zu identifizieren, noch nichts gefruchtet. Wahrscheinlich verhält es sich wie beim Jazz: "You’ll know it when you hear it.".
Metal-Mainstream im besten Sinne wird hier geboten:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/619jt4cGQhL._SL500_AA240_.jpg Iced Earth; Alive in Athens
Jürgen (30.04.2010, 09:42): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51WoiGJHADL._SL500_AA300_.jpg
Gestern ausgeliehen.
Led Zeppelin: Mothership
Dies ist eine Best of LZ Doppel-CD.
Die meisten Sachen habe ich schon auf meinen Originalalben. Allerdings fehlte mir noch Kashmir, und wie ich beim Hören feststelle, ist das Remastering besser gelungen als auf meinen Uralt-CDs.
Grüße Jürgen
ab (04.05.2010, 17:26): In der Bücherei mitgenommen
KulturSPIEGEL präsentiert: World Tour II - Cuba Libre
Cetay (inaktiv) (09.05.2010, 07:19): http://www.jpc.de/image/w183/front/0/8436028692552.jpg Miles Davis, Wayne Shorter, Herbie Hancock, Ron Carter, Tony Williams; Winter in Europe 1967 :times10
Cetay (inaktiv) (14.05.2010, 12:04): http://ecx.images-amazon.com/images/I/411VH7K040L._SL500_AA300_.jpg Valley's Eve; Deception of Pain
Diese Scheibe hat eigentlich alles, was es braucht, um sich im Metal-Fach durchzusetzen: Die Band ist stilistisch und klanglich völlig eigenständig, aber doch nahe genug am Mainstream; aggressive (nicht destruktive) Härte und mitsingbare (aber kitschfreie) Melodik sind vorbildlich gepaart; die Tempi und Arrangements sind abwechslungreich ohne die Linie zu verlieren; und es gibt ein kluges Konzept mit textlichem Tiefgang, vorgetragen von einem weit überdurchschnittlichen Sänger. Die Kritiken waren dann auch überwiegend postitiv und trotzdem blieb das Album in den Regalen kleben. Der Metalgod würfelt.
Die Texte beruhen auf dem unveröffentlichen Manuskript eines Psychiaters, der Interviews mit gescheiterten Selbstmördern aufgezeichnet hat. Er hat übereinstimmend festgestellt, dass in dem Moment, in dem der Geist das Go gegeben hat, der Körper mit einem heftigen Schmerz reagierte. Die Gedanken, die dabei in den Protagonisten aufgekommen sind, wurden in den Refrainzeilen der 12 Songs verarbeitet, wobei die Refrainmelodien leitmotivisch die Variation eines einzigen Themas darstellen.
Das ist eine ganz wunderbare, intelligente und atmosphärische, kunstvoll gemixte House/Tech/Minimal/Ambient-Compilation; das beste was ich aus dieser Ecke seit Zeitaltern gehört habe.
ab (16.05.2010, 23:12): Zum Wochenendausklang etwas Gemütvolles, um die laue Komposition der unsäglichen Misa Tango von Enrique Bacalov, gerade im Konzert gehört, zu vergessen.
Cetay (inaktiv) (24.05.2010, 10:05): Jetzt darf richtig die Sau raus. Hardcore Punk der dreckigen Sorte. Bevor man richtig kapiert, was da über einen wegfegt, ist es auch schon wieder vorbei: 11 Songs in 21 Minuten.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41f8P%2BNaC2L._SL500_AA300_.jpg Blacklisted; Heavier Than Heaven Lonelier Than God
Jürgen (25.05.2010, 10:03): Als Einstieg in den Tag, der nach langem Wochenende etwas träge anläuft:
Ein vielschichtiges Album, wobei einem nicht Alles gefallen muss. Ich empfinde jedoch Einiges sehr genial. Hier war Chicago am stilistischen Wendepunkt. Der ungeschminkt Brassrock bricht zum letzten mal durch, danach wurde Geld verdient.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (30.05.2010, 16:19): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Jm2qzDlaL._SL500_AA300_.jpg Motorpsycho; Heavy Metal Fruit
20 Jahre gibt es Motorpsycho mittlerweile, ihre Musik klingt auch auf dem neuesten Silberling doppelt so alt. Ein Psychedelic-Gebräu aus surrealen Klangteppichen mit waberndern Gitarren und flirrenden Hammonds, kakophonischen Collagen, Flower-Power Gesinge, endlosen Gitarrensoli... Macht Spass! :P
Jürgen (02.06.2010, 09:19): http://realworldrecords.com/img_catalogue/display/98.jpg Paban das Baul & Sam Mills: Dil Ki Doya
http://realworldrecords.com/img_catalogue/display/84.jpg Nusrat Fateh Ali Khan & Michael Brook: Crest
Cetay (inaktiv) (02.06.2010, 09:30): Original von Jürgen http://realworldrecords.com/img_catalogue/display/89.jpg Sheila Chandra: ABoneCroneDrone 3
Wie gefallen dir solche stehenden Klangflächen?
Cetay (inaktiv) (05.06.2010, 07:02): Original von Cetay http://www.jpc.de/image/w183/front/0/0726708670924.jpg Rudresh Mahanthappa's Indo-Pak Coalition Apti; Rudresh Mahanthappa (Altsaxophon), Rez Abassi (Gitarre), Dan Weiss (Tabla)
Eine indisch-pakistanische Koalition noch dazu im Verbund mit einem Amerikaner - wobei letzerer das einzige Instrument des östlichen Kulturkreises spielt- gibt es leider nur in Kunst und Kultur.
Aahh, ich muss die hier nochmal bringen. Das ist so erhebend und erbaulich (die Briten haben dafür das Wort uplifiting), so intensiv ohne aufzuregen ... und was für eine Zusammenheit ... und wo nimmt jemand nach zig Hundert Jahren Musikgeschichte noch diese wunderbaren melodischen Einfälle her? Sprachlos... :down:times10 :down
Cetay (inaktiv) (07.06.2010, 12:40): Eine der abartigsten und gefährlichsten Bands im heutigen Musikbusiness kommt aus Schweden und hört auf den Namen Shining. Die Glorifizierung von Suizid und Selbstverletzung, Konzerte mit gewalttätigen Attacken der Bandmitglieder untereinander und gegen das Publikum und eine totale Fokussierung auf alles Negative sind die zweifelhaften Trademarks der Truppe um den kaputten "Sänger" Niklas Kvarforth Olsson. Kompositorisch und spieltechnisch hat das allerdings Klasse, wenn man mal vom Gesang absieht, der einfach nur krank ist -misanthropische Botschaften im Belcanto wären auch nicht ganz passend- aber dadurch umso glaubwürdiger wirkt. Da müssen keine Quellen gewälzt werden, um herauszufinden, ob er verrückt und/oder suizidal war und man braucht keine langen Analysen, um das in der Kompostion nachzuweisen ("dieser h-moll Akkord könnte von der Ahnung des nahenden Todes künden"). Bei Olsson weiß man, dass er psychisch krank ist und hört das, sobald er den Mund auf macht. Verrücktheit, Drogensucht und Suizidalität von 200 Jahre alten Komponisten scheinen eine gewisse morbide Faszination auf Teile des Klassikpublikums auszuüben. Ich finde, hier kriegt man das weniger umständlich und noch eine ganze Ecke schauerlicher.
Jürgen (07.06.2010, 20:29): Original von Cetay Original von Jürgen http://realworldrecords.com/img_catalogue/display/89.jpg Sheila Chandra: ABoneCroneDrone 3
Wie gefallen dir solche stehenden Klangflächen?
Nun, wenn ich in der richtigen Stimmung bin, gefällt es mir sehr gut.
Da alle von mir oben gelisteten Stücke von diesem Sampler stammen, bin ich neugierig, was der Rest der Chandra-Platte noch zu bieten hat.
Jürgen (09.06.2010, 08:28): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41OA2PSTmAL._SL500_AA300_.jpg
John Lee Hooker: The Healer
Absolut unangestrengt :cool
Grüße Jürgen
Armin70 (10.06.2010, 23:08): Originalsoundtrack: "Die Thomas Crown-Affäre" von Michel Legrand
Schöne Musik aus den "swinging-sixties": Eine Mischung aus Easy-Listening und locker leichtem Jazz mit einer Prise französischem Chanson.
ab (13.06.2010, 11:58): Marc Ribot Y Los Cubanos Postizos Atlantic, 1998
Der Gittarist, den ich von Tom Waits kannte, hier mit einem Album cubanischer Musik als Hommage an Arsenio Rodriguez mit der Kraft karibischer Erotik und guten Klang. :cool
Come Talk to Me (Us) Intruder (Peter Gabriel 3) Moribund the Burgermeister (Peter Gabriel 1) Red Rain (So) The Rhythm of the Heat (Peter Gabriel 4) San Jacinto (Peter Gabriel 4) Sledgehammer (So) Solsbury Hill (Peter Gabriel 1) Steam (Secret World Live) Blood of Eden (Us) Don't Give Up (So) Of These, Hope (Passion) Humdrum (Peter Gabriel 1) Mercy Street (So) Games Without Frontiers (Peter Gabriel 3) Wallflower (Peter Gabriel 4) Down the Dolce Vita (Peter Gabriel 1) Slow Marimbas (Birdy) Here Comes the Flood (Peter Gabriel 1) Biko (Peter Gabriel 3) Open (Passion) Digging in the Dirt (Secret World Live) Home Sweet Home (Peter Gabriel 2) The Nest That Sailed The Sky (Ovo) With This Love (Passion) Make Tomorrow (Ovo) Secret World (Secret World Live) In Your Eyes (Secret World Live) Passion (Passion) The Promise of Shadows (Passion) Growing Up (Up) Signal to Noise (Up) Sky Blue (Up) The Barry Williams Show (Up)
Die Reihenfolge werde ich wohl lieber chronologisch machen.
Die gabs während der 5.55€ Aktion beim DM. Glaubt man den Reviews, soll die Schiebe an alte Glanzzeiten anknüpfen. Diese Meinung teile ich nicht. Sicher, die beiden Gitarristen sind technisch unglaublich versiert und das bekommt man auch ständig unter die Nase gereiben. Ob die halsbrecherisch virtuosen Duelle auch inspiriert sind, steht auf einem anderen Blatt. Auch das Songwriting wirkt auf mich recht eindimensional, fast als notwendiges Übel, das man als Alibi braucht, um der ganzen Welt zu zeigen, wie toll man Gitarre spielen kann. Enttäuschend.
Armin70 (21.06.2010, 00:59): Der große Meister des "Easy-Listening": Bert Kaempfert
u. a.: African Beat A Swingin' Safari Danke Schön Red Roses for a Blue Lady Spanish Eyes (Moon over Naples) Strangers in the Night Lady u. v. a.
Originalaufnahmen aus den 1960er Jahren in einer brillianten Klangqualität, die so manch neue Aufnahme ziemlich alt aussehen läßt.
Jürgen (22.06.2010, 15:09): http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0886973524725.jpghttp://www.jpc.de/image/w600/front/0/0886973524626.jpg
Das erste und das dritte Album von Santana.
Grüße Jürgen
Solitaire (22.06.2010, 15:31): Original von Jürgen Ich höre eine neu erstellte Playlist.
Peter Gabriel
Peter Gabriel gehört zu denen, für die ich auch mal Mozart und Verdi im Stich lasse!!! Ein ganz, ganz großer Musiker, den ich bisher zweimal live erleben durfte. Leider werde ich mir die aktuelle Tour wohl abschminken müssen, es gibt zwar noch Karten, aber die sidn z.Zt. finanziell nicht drin. :( Von deiner Playlist wäre mein Top-Favourit wohl "Blood of Eden". Und jedesmal wenn in diesen Tagen ein Spiel aus Port Elizabeth übertragen wird muß ich an "Biko" denken... Für mich gehört Gabriel zu den ganz wenigen Rockmusikern, die sich in fortgeschrittenem Alter auf der Bühne nicht zum Affen machen und die Gottseidank mehr zu sagen haben als "I love you so, I never let you go..." :down :down :down Ich mag auch sein neues Album sehr, auf dem er ja nur Coverversionen bekannter Songs spielt, und jeder Stück wird unter seiner Feder zu etwas ganz eigenem.
WenN er irgendwann mal abtritt wird jemand in Remscheid sehr, sehr traurig sein...
Jürgen (22.06.2010, 16:37): Original von Solitaire Peter Gabriel gehört zu denen, für die ich auch mal Mozart und Verdi im Stich lasse!!! Ein ganz, ganz großer Musiker, den ich bisher zweimal live erleben durfte. Leider werde ich mir die aktuelle Tour wohl abschminken müssen, es gibt zwar noch Karten, aber die sidn z.Zt. finanziell nicht drin. :(
Da geht es mir ähnlich. Ich habe mal gestöbert, Karten für das Konzert in der SAP-Arena in Mannheim. :I
Meine Favoriten sind z.Zt. San Jacinto und Slow Marimbas. Ich mag aber auch Vieles, was von PG inspiriert wurde, sowie Musik, die ihn inspirierte. Zum Beispiel Baladi We Hetta (Titel Nr.12)
Die neue Platte kenne ich leider noch nicht.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (24.06.2010, 10:45): Peter Gabriel hat einen Gastauftritt auf dieser Platte von Robert Fripp. Hier kann man seine Stimme auf Here Comes The Flood ohne jegliche Studiobearbeitung und in ganz karger Begleitung erleben. Das ist wahnsinnig eindringlich und geht unter die Haut - auch wenn er nicht ganz so sicher wirkt wie sonst. Ich werde nie verstehen, warum sich auch gute Sänger der Studioglättung unterziehen (und so gleich einen Gutteil der Emotionen mit wegbügeln lassen). Die Perfektion, die dadurch vorgegaukelt wird, glaubt ohnehin kein Mensch, der einmal ein Live-Konzert besucht hat.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41GJCB7GNHL._SL500_AA300_.jpg Robert Fripp; Exposure
Cetay (inaktiv) (26.06.2010, 06:41): Gestern neu gekauft und gehört und mir ist immer noch das weggetreten-selige Grinsen ins Gesicht gefroren.
:down :down :down Ja, ja, ja! Das sind die Momente, in denen man für seine rastlose, unermüdliche Suche in den entlegensten Gebieten der Musiklandschaft belohnt wird.
jünter (28.06.2010, 19:12): Nach viel Klassik in letzter Zeit: Time for Miles :down!
Cetay (inaktiv) (02.07.2010, 09:15): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ATPK3tEcL._SL500_AA300_.jpg Reign Supreme; Testing the Limits of Infinite
Ich lasse es ab und an gerne mal richtig krachen und bin einiges gewohnt, aber diese Scheibe dürfte in Punkto Härte den Gipfel darstellen. Die Jungs sind wirklich mächtig angefressen und man muss fast froh sein, dass sie die Musik als Ventil gefunden haben und ihre unbändige Wut nicht auf andere Art ablassen müssen. Die Texte sind intelligent und wenden sich nicht nur gegen die Auswüchse unserer ach so aufgeklärten Gesellschaft, die Umweltzerstörung, Massenvernichtungswaffen, Kriegsinszinierungen, Finanz- und Politskandale, Massentierhaltung, Genmanipulation, Verkehrs- und Arbeitsplatztote etc. als unvermeidliche Nebenwirkungen ihres Lebenstils ansieht, sondern auch gegen die geistigen Grundlagen und Weltbilder, auf denen diese Entwicklungen erst gedeihen konnten.
Jürgen (06.07.2010, 08:31): Ich höre mal einiges Grenzwertiges, schreibe es mal hier.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/419BCMCBRTL._SL500_AA300_.jpg Jon Lord: Sarabande 1976 Großartige Platte mit nur wenigen Schwachpunkten. Sollte eigentlich Klassik-Rock sein, hat aber auch einen Hauch Jazz. Vor allen Dingen hat Lord diesmal keinen Rockschlagzeuger, sondern mit Mark Nauseff und Pete York zwei Experten, die am Schlagwerk wunderbare Nuancen hörbar machen.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51N52VR2FHL._SL500_AA300_.jpg Leroy Anderson: Klavierkonzert C-Dur, Kunzel/Goodyear 1992 Ohne Hintergrundwissen einfach mal aufgelegt. Klingt ein wenig nach Filmmusik.
Eine mehr als bemerkenswerte neue Band (mit Gitarre, Piano, Bass, Schlagzeug) unter dem Jazzhimmel. :down
Heike (18.07.2010, 18:57):
Lacrimosa - Elodia
Das düstere Gothik- Album beschreibt in drei Kapiteln das Scheitern einer Beziehung (natürlich mit ganz bösem Ende).
Cetay (inaktiv) (21.07.2010, 11:09): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51OEVV4g7LL._SL500_AA300_.jpg Sick Of It All; Death to Tyrants
Eine Platte wie ein Tritt ins Gesicht. Wenn Männer in den 40ern Hardcore Punk spielen, bewegen sie sich auf dünnem Eis; sehr schnell findet man sich in der Ecke der Verlachten wieder. In diesem Fall ist das Eis allerdings sehr tragfähig, denn die brachiale Härte mit der der Vierer zu Werke geht wirkt absolut authentisch und läßt den Großteil der jüngeren Konkurrenz blass aussehen.
Jürgen (22.07.2010, 10:57): Ich bin seit gestern auf einem Genesis-Trip.
(Fast) alle Studioalben mit Peter Gabriel:
Trespass Nursery Cryme Foxtrot Selling England by the Pound The Lamb lies down on Broadway
Nach meiner Mittagspause werde ich aber wohl wieder Klassisches hören.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (25.07.2010, 21:43): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/31cU3uWOBLL._SL500_AA240_.jpg Vijay Iyer; Tragicomic
Der von mir allerhöchst geschätzte Pianist mit seinem Trio und seinem Seelenverwandten, dem Altsaxophoinisten Rudresh Mahanthappa. "Zauberhaft" ist der richtige Ausdruck für diese Musik, denn rational ist kaum zu erklären, was hier vor sich geht.
Die letzen Platten von Iyer (neben Tragicomic noch Historicity) sind einfach weit und breit das Beste, was es an zeitgenössischem Jazz für mich zu hören gibt.
Selten eine CD gehört bei der ich derart oft dazu neige sie in eine andere Schublade zu stecken. Mal Britt-Pop, mal Punk, dann Rock, das Hard Rock, wieder Metal.....
jünter (15.08.2010, 11:40): Zu Unrecht fast völlig vergessen und auch von mir lange nicht mehr gehört:
Eine der ganz großen Singer/Songwriterinnen der 80er!
Cetay (inaktiv) (18.08.2010, 10:39): "Was mich an dieser Welt immer interessiert und fasziniert hat, sind die verschiedenen Gesichter des großen Mysteriums, welches die Mitte unserer absoluten Alltagsbanalität umkreist." (David Tibet)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51cu2ZifaJL._SL500_AA300_.jpg Current 93; Aleph at Hallucinatory Mountain
Wo soll man bei diesem Album anfangen? Current 93 ist ein seit über 20 Jahren bestehendes Ein-Mann-Projekt von David Tibet mit wechselnden Gastmusikern. Trotz ständiger, oftmals radikaler Stilwechsel erfährt die Gruppe in Künstler-, Kritiker- und Fankreisen eine fast religiöse Verehrung, ohne dass sich das in nenneswertem kommerziellen Erfolg niedergeschlagen hätte. Bis vor vier Jahren ohne Vorwarnung und rechte Erklärung quasi über Nacht der Durchbruch erfolgte. Und was macht Tibet? Er wechselt erneut radikal den Stil und stößt mit seinem neuen Album in Gefilde vor, in denen er die Mehrheit der neu hinzugewonnenen Fans garantiert gleich wieder los wird und wahrscheinlich auch manch altehrwürdigem Verehrer ein Runzeln auf die Stirn zaubert. Das ist fast schon dreist zu nennen, schließlich hat sich Tibet das Album von seinen Fans vorfinanzieren lassen.
Dieses Modell sieht man in letzer Zeit öfters. Wenn von den Major Labels nur noch Musikimitationen produziert werden, müssen die Künstler kreativ werden, um an Geld zu kommen. Also hat man Spenden eingesammelt, davon das Album produziert und die Spender mit der CD belohnt. Der beigelegt ist ein Poster, auf dem -sofern zur Verfügung gestellt- die Passbilder der Spender zu sehen sind. Je nach entrichtetem Betrag gab es noch eine CD mit alternativer Abmischung, eine Mono-Version und eine Vinyl-Ausgabe dazu.
Die Musik zu beschreiben zu wollen, ist ein hoffnungsloses Unterfangen. Es sein denn, jemand kann mit den Begriffen Doom, Drone und Neo-Folk etwas anfangen, denn diese Grundzutaten werden hier verwurstet ohne dass eine eindeutige Gerne-Zuordnung möglich wäre. Die betont antikommerzielle Haltung -die auf mich wie eine erschrockene Reaktion auf den Erfolg des Vorgängeralbums wirkt- zeigt sich unter anderem in der Verweigerung von Songstrukturen. Es handelt sich hier um ein Monodram (Tibet pendelt zwischen Rezitation und Sprechgesang), das musikalisch in schleppendsten Tempi mit sägenden und kreischenden Gitarren, fuzzigen Bässen, poltrigem Avant-Schlagzeug und elektronischen Soundeffekten unterlegt wird - ein Gebräu, das ab und an durch den Einsatz von "akkustischen" Instrumenten (12-saitige Gitarren, Hardanger-Fiedel, Cello, Klavier) und eingewobenen Frauenstimmen (mal mit textlosen Vokaliesen, mal rezitierend, mal flüstend) aufgelockert wird. Die eindringliche Stimme von Tibet erzählt dabei von der Schöpfung bis zur Apokalypse -freilich aus einem ungewohnten Blickwinkel, wie schon die Eröffnungszeile: “Almost in the beginning… there was a murderer!” zeigt- und die Musik untermalt und kommentiert mehr, als dass sie trägt.
Ein solches Werk kann nur entstehen, wenn man Künstlern die Möglichkeit gibt, ihre Vision unbeeinflußt umzusetzen. Ob das dann auch gefällt, steht auf einem anderen Blatt. Ich finde das Album überragend und es wächst mit jedem Hören. Das Konzept der Vorfinazierung hat was. Es ist einfach, in den Chor derjenigen einzufallen, die über die Labels, die nichts riskieren, schimpfen. Wenn es aber darum geht, selbst etwas zu riskieren und für ein Album zu bezahlen, das noch gar nicht aufgenommen ist, sieht die Sache schnell anders aus. Da hören wir uns dann doch lieber erst das fertige Produkt an und entscheiden dann, ob wir es kaufen. Ich werde in Zukunft verstärkt nach interessanten Projekten Ausschau halten, bei denen ich als "Produzent" mitwirken kann.
Rachmaninov (18.08.2010, 12:34): Original von Heike
Lacrimosa - Elodia
Das düstere Gothik- Album beschreibt in drei Kapiteln das Scheitern einer Beziehung (natürlich mit ganz bösem Ende).
Eine sehr schöne Scheibe! Höre ich auch sehr gerne!
Leider hat Lacrimosa nicht wirklich oft sich "neu erfunden" Viele Alben sind docharg ähnlich.
Jürgen (18.08.2010, 13:12): http://ecx.images-amazon.com/images/I/511EKTA4Z8L._SL500_AA300_.jpg
Steve Hackett: Please don't touch 1978
Jürgen (19.08.2010, 10:40): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41SZPAHCMBL._SL500_AA300_.jpg
Kodo: Ubu-Suna 1988
Geht runter wie Öl, höre ich leider viel zu selten.
bist du deppert - 40 minuten geknüppel vom feinsten. wußte gar nicht, wie schnell man die double-bass spielen kann... wen's interessiert (video): http://www.youtube.com/watch?v=MIMW0aHN0ks
Cetay (inaktiv) (19.08.2010, 22:29): Original von uhlmann
origin - antithesis (2008)
bist du deppert - 40 minuten geknüppel vom feinsten. wußte gar nicht, wie schnell man die double-bass spielen kann... wen's interessiert (video): http://www.youtube.com/watch?v=MIMW0aHN0ks http://www.smileygarden.de/smilie/Teufel/142.gif Antithesis war 2008 bei Metalreviews (wo ich seinerzeit mein Unwesen im Forum getrieben habe) "Album of the Year".
Aus dem Gedächtnis heraus würde ich sagen, dass hierauf stellenweise noch einen Tick schneller (und dabei noch komplexer) getrommelt wird:
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0781676654222.jpg Nile; In Their Darkened Shrines
uhlmann (20.08.2010, 10:36): Original von Cetay Antithesis war 2008 bei Metalreviews (wo ich seinerzeit mein Unwesen im Forum getrieben habe) "Album of the Year".
soweit würde ich nicht gehen. dafür ist mir das zu eindimensional, quasi nur schnell und sonst nix (wie etwa auch hate eternal).
Original von Cetay Aus dem Gedächtnis heraus würde ich sagen, dass hierauf stellenweise noch einen Tick schneller (und dabei noch komplexer) getrommelt wird:
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0781676654222.jpg Nile; In Their Darkened Shrines
nile kenn ich - die finde ich besser, weil bei allem speed doch mehr abwechslung in ihren songs ist. richtig gut ist ihr neusetes album "those whom the gods detest".
thwinter12 (22.08.2010, 21:28): Zum Wochenendausklang (sehr/zu) selten Gehörtes:
Herbie Hancock (*1940) "Mwandishi" (1971) Warner Bros., 2001
Servas, Thomas
Cetay (inaktiv) (23.08.2010, 09:24): Bei mir läuft seit Tagen die neue Maiden rauf und runter:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51CSvAYqelL._SL500_AA300_.jpg Iron Maiden; The Final Frontier
35 Jahre Bandgeschichte, 15 Studioalben und dann so ein Kracher. Die lief neulich beim Planetenmarkt in voller Länge und ich habe sofort einen Haftbefehl ausgestellt und es nicht bereut. Seitdem läuft das Ding hier rauf und runter. Es dauert etwas, bis das Album Fahrt aufnimmt, aber dann wird es ganz groß. Schön verschachtelte Songaufbauten, durchdachte Arrangements, verspielte aber unverkopfte Instrumentalpassagen, alles meist im mittleren Tempo gehalten; so progressiv klangen die Jungfrauen selten. Es gibt fast keine Hits, aber die Themen und Melodien sind charaktervoll -ganz anders als die gesichtlosen Notenfolgen, die von vielen Gruppen unter dem Banner Prog-Metal zu hören sind- und bleiben nach ein paar Durchläufen gnadenlos in den Ohren und Hirnwindungen kleben, um ihre Wirkung umso nachhaltiger zu entfalten. Und dann ist da noch Bruce Dickinson. Auf ihm rumzuhacken, ist fast schon ein Sakrileg. Der Mann ist 52 und zig mal um den Globus getourt, zum Teil mit über 200 Konzerten im Jahr, da darf man der Stimme wohl eine gewisse Reife anhören. Sein berühmtes Falsetto kommt nur noch selten und nicht mehr so hoch und auch sonst meine ich zu hören, dass er technisch seinen Zenit längst überschritten hat (m.E. war er nie besser als auf der vor 25 Jahren erschienen Live After Death). Aber wie beim Wein addiert die Reife etwas dazu, das die "Schwächen" mehr als vergessen lässt. Wie der Mann seine Geschichten phrasiert, wie er die Silben mal verschleppt, mal herausbellt, wie wandlungsfähig er auf der Klaviatur der Emotionen spielt, wie er die Texte mit Leben erfüllt, das ist zum niederknien. Klanglich hat man sich für eine relativ drucklose Lo-Fi Produktion erschienen, was den eher epischen Charakter des Albums noch hervorhebt. Ich bin begeistert! :down
ab (24.08.2010, 18:47): Keith Jarrett & Charlie Haden Jasmine ECM
17 Tom Waits-Songs mit der phantastischen Holly Cole, von der ich selbstredend auch alle weiteren CDs habe und die ich bisher zweimal live erleben durfte. :down :down :down
Wenn sie wieder nach Berlin kommt, bin ich auch wieder da!
ab (31.08.2010, 10:36): Live in Hamburg Esbjörn Svensson Trio Act
laut Aufkleber von The Times gekürt worden als "Best Jazz album of the decade 2000-2010"
mach uns doch mal Appetit auf die e.s.t.-Live-CD - wie hat sie Dir gefallen? Das letzte Studio-Album "Leucocyte" war gleichzeitig das erste, das auch auf Vinyl herauskam. Hatte es mir damals als e.s.t.-Begeisterter selbstredend bestellt. Das Paket traf praktisch gleichzeitig mit der Nachricht von Esbjörn Svenssons Unfalltod bei mir ein. Seitdem steht die Platte noch originalverschweisst in meiner Sammlung - hab's bis heute einfach nicht fertiggebracht, sie auszupacken & aufzulegen.
Inzwischen find ich das selbst ein wenig albern - trotzdem: benötige noch einen letzten Kick, mich zu überwinden...
:hello Sfantu
ab (03.09.2010, 10:16): Original von Sfantu Lieber ab,
mach uns doch mal Appetit auf die e.s.t.-Live-CD - wie hat sie Dir gefallen? Das letzte Studio-Album "Leucocyte" war gleichzeitig das erste, das auch auf Vinyl herauskam. Hatte es mir damals als e.s.t.-Begeisterter selbstredend bestellt. Das Paket traf praktisch gleichzeitig mit der Nachricht von Esbjörn Svenssons Unfalltod bei mir ein. Seitdem steht die Platte noch originalverschweisst in meiner Sammlung - hab's bis heute einfach nicht fertiggebracht, sie auszupacken & aufzulegen.
Inzwischen find ich das selbst ein wenig albern - trotzdem: benötige noch einen letzten Kick, mich zu überwinden...
:hello Sfantu
uups, ich erfahre jetzt erst durch Dich von seinem Unfall. Dies ist meine erste Begegnung mit diesem Trio, nachdem ich zuvor bloß Rezensionen gelesen hatte.
Ich habe sie bislang noch nicht an meiner großen Anlage hören können; und so nebenher am Computer arbeitend ist mir aber noch nicht aufgegangen, weshalb dieses Trio so besonders und herausfallend gegenüber dem sonst üblichen europäischen Jazz (gewesen) sein soll. :hello
Jürgen (08.09.2010, 08:35): http://ecx.images-amazon.com/images/I/5159bqFVanL._SL500_AA300_.jpg
Beide Platten sehr unaufgeregt. Ich höre sie heute zum zweiten mal, obwohl ich sie schon etwa ein Jahr lang habe. Sie gefallen mir besser, als ich sie in Erinnerung hatte.
Grüße Jürgen
Jürgen (10.09.2010, 08:00): Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/5159bqFVanL._SL500_AA300_.jpg
Pat Metheny: Works 1979-83
Nachdem mir Pat Metheny gar nicht so schlecht gefallen hat, habe ich mich in der Bücherei etwas gründlicher eingedeckt:
80/81 Bright Size Life (das Solo Debut) Imaginary Day
Mime (11.09.2010, 18:42): Innuendo von QUEEN-Sänger Freddie Mercury :engel
Solitaire (11.09.2010, 19:04): Oh, eine SEHR gute Wahl! Ich liebe Queen, und Freddie gehört zu den ganz wenigen Promis bei deren Tod ich schlucken mußte. Pavarotti und Sir Peter Ustinov waren die beiden anderen. Und neulich Christoph Schlingensief. :(
Cetay (inaktiv) (26.09.2010, 10:48): http://ecx.images-amazon.com/images/I/510jJywCE8L._SL500_AA300_.jpg Jeff Loomis; Zero Order Phase
Nevermore Saitenhexer Jeff Loomis gehört zu den technisch versiertesten Gitarristen unserer Zeit. Sein erstes Solo-Album geht über pures Geschredder weit hinaus, auch wenn es nicht an Demos mangelt, wie schnell man anatomisch unmögliche Läufe spielen kann. Aber: das ist in Songs und Arrangements gepackt, die auch ohne Gesang funktionieren und es macht Spass - Faktoren, die mir sonst bei den meisten rein instrumentalen Rockalben fehlen.
Cetay (inaktiv) (03.10.2010, 11:55): Black Metal, karpatische Folklore und NewAge/Ambient-Klänge; auf diese Kombination muss man erst mal kommen und -wichtiger- ein koheräntes Ganzes daraus machen. Und dann noch die drei Hauptingredienzien liefern, die jede Insel-Platte unabdingbar braucht: Kreativität, Intensität und etwas, das man vage als spirituelle Tiefendimension bezeichnen könnte.
Cetay (inaktiv) (03.10.2010, 13:42): Vor dem Rückzug in die einsame Natur noch etwas Coleman:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ZKO5pTBAL._SL500_AA300_.jpg Ornette Coleman; Live at the Hillcrest Club, Los Angeles, October 1958
Dieser Konzertmitschnitt entstand kurz vor den legendären Piano-losen Ornette Coleman Quartett Platten, die mit dazu beitrugen, das Gesicht des Jazz für immer zu verändern. Im Hillcrest-Club war noch ein Quintett zugegen, aber die Balance der Aufnahme ist -fast prophetisch- so gestört, dass von dem Pianisten so gut wie nichts zu hören ist.
Severina (04.10.2010, 17:30): Zum 60. Geburtstag von Francisco Araiza (Alles Gute :beer):
lg Severina :hello
Solitaire (04.10.2010, 20:28): Hat er heute Geburtstag? Dann auch von mir alles Gute! Ich kenne nicht viel von ihm, aber was ich kenne ist wunderbar. :down
Severina (04.10.2010, 20:55): Liebe Mina, ja, exakt heute! (Und ich habe es ihm zu Ehren ENDLICH geschafft, ein Cover einzustellen - nach ca. einstündigem Herumprobieren mit nicht druckreifen Kommentaren :cool ) lg Sevi :hello PS: Dafür bin ich im falschen Thread gelandet, obwohl diese CD natürlich nicht "hochklassisch" ist, aber auch nicht Pop oder Soul.
Jürgen (07.10.2010, 08:14): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Ue6wVPSGL._SL500_AA300_.jpg
Art of Noise: The Seduction of Claude Debussy
Soeben verklungen.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (08.10.2010, 18:45): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61z3NkgAzjL._SL500_AA240_.jpg Death; Human
"Diese Musik ist eine einzige Kriegserklärung an die Errungenschaften der Zivilisation" meinte ein aufgebrachter Kritiker angesichts dessen, was sich Ende der 80er im Metal-Untergrund abspielte. Noch härter, noch aggressiver, noch brutaler, noch zerstörerischer als alles bisher Dagewesene; heruntergestimmte Instrumente, die im irrwitzigen Tempo ein akustisches Inferno entfesselten und Texte, die aus den tiefsten Abgründen der menschlichen Seele zu kommen schienen - das lyrische Pendant zu Splatter-Filmen. Dazu ein "Gesang", der keiner mehr war, stattdessen Krächzen, Grunzen, Röcheln: Das sind die Trademarks des Death-Metal, über den sich der Kritiker so aufgeregt hat. Der hatte mit seiner Einschätzung wahrscheinlich auch Recht, wobei es in manchen Fällen besser wäre, wenn sich jemand, der mit unserer Zivilisation auf Kriegsfuß steht, leiglich auf diese Weise abreagieren würde.
Death war keine Band im eigentlichen Sinne, sondern ein Projekt des genialen, viel zu früh verstorbernen Chuck Shuldiner, der mit ständig wechselnden Musikern seine Visionen verwirklichte. Während er mit seinen ersten Alben noch auf der Welle der Destruktivität mitschwamm, änderte sich das später zu Gunsten eines progressiveren und kritischeren Ansatzes. Mit Human wird dies auf einen einsamen Höhepunkt geführt. Dazu hat sich Schuldiner Musiker geholt, die spieltechnisch keine Grenzen kannten und an der Synthese von extremen Metal und Jazz bastelten. Entsprechend schwindelerregend geht es auf Human zu, mit abartig virtuoser Spieltechnik und komplex verschachtelten Songaufbauten. Die Texte handeln nicht mehr nur von den Abgründen der Seele, sondern auch von den psychologischen und soziologischen Mechanismen, die diese Abgründe heraufbeschwören. Ein Meilenstein in der Geschichte der morbiden Extrem-Musik.
Cetay (inaktiv) (09.10.2010, 08:12): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51W6H%2BxZTpL._SL500_AA300_.jpg Danzig; Deth Red Sabbath
Man kreuze Südstaaten-Rock mit Black Sabbath, wähle eine richtig dreckige Produktion und stelle dem einen Sänger vor, der wie Elvis nach 30 durchgekifften und -gesoffenen Nächten klingt: Danzig!
Cetay (inaktiv) (22.10.2010, 06:46): http://ecx.images-amazon.com/images/I/514ogR-d53L._SL500_AA300_.jpg Stan Getz; Montreux 1972
Das ist das einzige Konzert, das diese Startruppe um Stan Getz am Tenorsax mit Chick Corea (E-piano), Stanley Clarke (Bass) und Tony Williams (Schlagzeug) zusammen gespielt hat.
Der eher für kontrollliertes Feuer bekannte Bossa Nova-Spezialist Getz trifft hier auf eine heißblütige Begleittruppe, mit einem entfesselt aufspielenden Tony Williams, der eindrucksvoll zeigt, warum er zu dieser Zeit als weltbester Schlagzeuger gehandelt wurde. Manchmal ist das zu eindrucksvoll, denn in seinem Spielrausch scheint er gelegentlich seine Mitspieler zu vergessen. Trotzdem ist diese Unglaublichkeit hörens- und auf einem Youtube-Ausschnitt aus diesem Konzert auch sehenswert.
http://www.youtube.com/watch?v=8UtW4UA7DOM
Jürgen (22.10.2010, 19:30): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61hU2HDRaVL._SL500_AA300_.jpg
Rolling Stones: It'S Only Rock 'N' Roll
Immer noch meine liebste Stones-Scheibe, von Best-Of-Zusammenstellungen vielleicht abgesehen.
Grüße Jürgen
Mime (23.10.2010, 19:21): Eben dem Nibelheim-Wasserfall entstiegen, sang ich den legendären QUEEN-Song "We are the champions" :hello
Solitaire (23.10.2010, 22:42): Ich bin keinem Wasserfall entstiegen, sondern habe soeben die fulminanteste Don-Giovnani-Höllenfahrt überstanden die ich bisher erleben durte. Leider nur als Konserve im Teatro Solitaire:
Jaja, Zeffirelli und jaja, erzkonservativ, aber was für Künstler. Die Höllenfahrt ist pures 18.-Jahrhundert-Theater mit Rauch und allem drum und dran, und das tat nach all den Dons die auf einer leeren Bühne oder im grünen Wald zur Hölle gefahren sind mal so richtig gut. :times10 Bin noch völlig durch den Wind :I
Severina (24.10.2010, 00:13): Nur für Hardcorefans von Juan Diego Flórez oder Nino Machaidze ein Muss:
Ich dachte ja immer, eine langweiligere Inszenierung als unsere in Wien gäbe es nicht, aber Bologna übertrifft sie noch bei Weitem. Speziell die ersten beiden Akte sind rekordverdächtig punkto Rampensingen, man gewinnt beinahe den Eindruck, die Sänger unterliegen einem strikten Verbot, sich anzuschauen oder allzu nahe zu kommen. Erst der 3. Akt gewinnt dank des Zusammenspiels von Flórez und Machaidze etwas an Dramatik, und wenn man weiß, dass der Tenorino nicht eben zu den begnadetsten Schauspielern zählt, kann man sich die Stehpartie davor lebhaft vorstellen. Stimmlich ist Flórez sehr gut (Wann ist er das nicht?), aber ohne die Über-Drüber-Brillianz, die man von ihm gewohnt ist. Aber ehrlich gesagt kann ich mich an keinen Live-Arturo erinnern, der diese Mörderpartie ganz ohne Ermüdungserscheinungen gepackt hätte, insofern ist Flórez Leistung ohnehin toll. Wenn man Edita Gruberova vergisst, ist Nino Machaidze eine ausgezeichnete Elvira, Ildebrando D'Arcangelo hat als Sir Giorgio starke Momente, Gabriele Viviani verfügt über einen angenehmen Bariton, muss aber einige Male hörbar forcieren.
lg Sevi :hello
PS: Sollten wir nicht vielleicht einen Extrathread für DVD-Besprechungen aufmachen? Die schwirren nämlich im Moment kreuz und quer herum und sind kaum zu finden, wenn jemand Tipps sucht. Besteht Interesse? Wer würde eventuell mitmachen?
Holger (24.10.2010, 03:08): Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/61hU2HDRaVL._SL500_AA300_.jpg
Rolling Stones: It'S Only Rock 'N' Roll
Immer noch meine liebste Stones-Scheibe, von Best-Of-Zusammenstellungen vielleicht abgesehen.
Grüße Jürgen
Hi Jürgen,
willkommen in meiner Welt! :leb
Ich liebe die CD ebenfalls sehr: If you can't rock me - Ain't too proud to beg - If you really want to be my friend - und natürlich das Titelstück. Wenn ich mal aus dem Gedächtnis zitieren darf. :D
Einfach ein Hammer!
Außerdem mag ich Goat's Head Soup und Sticky Fingers sehr gern. Und natürlich die vielen uralten Nummern.
Viele Grüße von Holger
Cetay (inaktiv) (24.10.2010, 08:17): Original von Severina PS: Sollten wir nicht vielleicht einen Extrathread für DVD-Besprechungen aufmachen? Die schwirren nämlich im Moment kreuz und quer herum und sind kaum zu finden, wenn jemand Tipps sucht. Besteht Interesse? Wer würde eventuell mitmachen?
Hier im "Was höre ich gerade jetzt - jenseits der Klassik" Faden sucht sie jedenfalls niemand. :D
Solitaire (24.10.2010, 09:44): Original von Severina PS: Sollten wir nicht vielleicht einen Extrathread für DVD-Besprechungen aufmachen? Die schwirren nämlich im Moment kreuz und quer herum und sind kaum zu finden, wenn jemand Tipps sucht. Besteht Interesse? Wer würde eventuell mitmachen?
Das ist eine sehr gute Idee! Ich würde mitmachen, bin ja ohnehin ein bekennender Opern-DVD-Junkie. Daß Giovanni und die Puritani in diesem Faden gelandet sind, ist vermutlich auch meine Schuld. Ich habe gestern den Don einfach in dieses Thema gestellt ohne nachzudenken. Ich sag ja: ich war völlig durch den Wind :J
Severina (24.10.2010, 11:22): Original von Solitaire Original von Severina PS: Sollten wir nicht vielleicht einen Extrathread für DVD-Besprechungen aufmachen? Die schwirren nämlich im Moment kreuz und quer herum und sind kaum zu finden, wenn jemand Tipps sucht. Besteht Interesse? Wer würde eventuell mitmachen?
Das ist eine sehr gute Idee! Ich würde mitmachen, bin ja ohnehin ein bekennender Opern-DVD-Junkie. Daß Giovanni und die Puritani in diesem Faden gelandet sind, ist vermutlich auch meine Schuld. Ich habe gestern den Don einfach in dieses Thema gestellt ohne nachzudenken. Ich sag ja: ich war völlig durch den Wind :J
Liebe Mina, prima!!! Dann schlage ich vor, dass wir in in dem Thread "Sternstunden auf DVD", den ich vor einiger Zeit begonnen habe, weiter machen. Ich werde einen der Admins bitten, den Titel zu neutralisieren, denn schließlich werden wir nicht nur über Sternstunden zu berichten haben, siehe diese Puritani!! Was hältst Du von "DVD- Oper aus der Flimmerkiste"? Ich werde gleich einmal versuchen, meine "Puritani" hinüberzuschaufeln, denn im "Was höre ich?"-Thread sind sie wirklich fehl am Platz!
lg Sevi :hello
Solitaire (24.10.2010, 11:28): Gute Sache! Ich habe ohnehin meinen "Giovanni"-Bericht gerade ferig, denn offen gestadnen kanni ich es nicht bei den paar Worten lasssen die ich gestern dazu geschrieben habe. Der Titel "DVD- Oper aus der Flimmerkiste" ist klasse!
Rideamus (24.10.2010, 11:33): Original von Severina
Liebe Mina, prima!!! Dann schlage ich vor, dass wir in in dem Thread "Sternstunden auf DVD", den ich vor einiger Zeit begonnen habe, weiter machen. Ich werde einen der Admins bitten, den Titel zu neutralisieren, denn schließlich werden wir nicht nur über Sternstunden zu berichten haben, siehe diese Puritani!! Was hältst Du von "DVD- Oper aus der Flimmerkiste"? Ich werde gleich einmal versuchen, meine "Puritani" hinüberzuschaufeln, denn im "Was höre ich?"-Thread sind sie wirklich fehl am Platz!
lg Sevi :hello
... zumal das hier auch noch der Thread "Was höre ich gerade jetzt - jenseits der Klassik" ist. :wink :haha
Ich habe mich schon gewundert, wie präsent Ihr hier seid. Also her mit dem Moderatoreneingriff und weiter bei "Oper aus der Flimmerkiste". Ich bin ebenfalls voll dafür und werde mich gerne beteiligen. Da könnte es übrigens auch helfen, wenn jemand sich Besprechungen bestimmter Aufnahmen wünscht.
Aber genug des OT hier.
:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (01.11.2010, 13:44): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51BuUnfAH3L._SL500_AA300_.jpg Bill Evans; The Other Side Of Something
Der Saxofonist Bill Evans, der wie viele große Jazzmusiker aus einer der Bands von Miles Davis hervorgangen ist, gehört zu den großen Innovationsmotoren im zeitgenössischen Jazz. Projektnamen wie Soulbop oder Soulgrass deuten an, dass die Erweiterung des Jazzvokabulars eines von Evans' Anliegen ist. Auf The Other Side... gelingt dies durch die Integration von Country, Bluegrass und Funk. Die um Fiddle, Banjo und Mandoline erweiterte Fusion-Band brennt ein treibendes Feuerwerk ab, bei dem es mich kaum auf dem Sitz hält. Mit überraschenden Wendungen vollgespickte Improvisationen, verblüffende Virtuosität und kluge Texte tragen ihren Teil dazu bei, dass dieses Album extrem häufig in meinem Player rotiert. Aber letzlich sind es nicht die Originalität, die Spieltechnik oder die Texte, sondern ein Faktor, der für mich immer mehr zum Entscheidenden wird und dabei kaum greifbar ist: Die Musik ist beseelt, sie ist echt, authentisch; sie ist ein unverstellt-unmittelbarer Ausdruck von tief empfundener Daseinsfreude, wie ich sie in der "ernsten" Musik nur selten finde.
Holger (01.11.2010, 20:29): Original von Cetay
Die Musik ist beseelt, sie ist echt, authentisch; sie ist ein unverstellt-unmittelbarer Ausdruck von tief empfundener Daseinsfreude, wie ich sie in der "ernsten" Musik nur selten finde.
Hallo,
Du erinnerst mich gerade daran, daß ich von Bill Evans eine geniale CD besitze und sie unbedingt mal wieder hören muß! DANKE!
Liebe Grüße von Holger
P.S.: Dank meines Alzheimers habe ich den Titel natürlich vergessen... ?(
Holger (02.11.2010, 23:59): Original von Holger Original von Cetay
Die Musik ist beseelt, sie ist echt, authentisch; sie ist ein unverstellt-unmittelbarer Ausdruck von tief empfundener Daseinsfreude, wie ich sie in der "ernsten" Musik nur selten finde.
Hallo,
Du erinnerst mich gerade daran, daß ich von Bill Evans eine geniale CD besitze und sie unbedingt mal wieder hören muß! DANKE!
Liebe Grüße von Holger
P.S.: Dank meines Alzheimers habe ich den Titel natürlich vergessen... ?(
ARRRGH!
Wie kann man nur so stulle sein?
Das Album, das ich meine, heißt "Into the hot" und ist von Gil, nicht von Bill Evans. ?(
Demselben Gil Evans, der auch Jimi Hendrix gecovert hat.
Betretene Grüße vom großen Verwechsler
ab (03.11.2010, 16:12): Fiction Quatuor Ebene Vigin
Cetay (inaktiv) (06.11.2010, 12:29): http://www.jpc.de/image/w183/front/0/9991606086752.jpg iTi; Live in St. Johann
Free Jazz mit Borderlining zur Elektroakustischen Improvisationsmusik. iTi ist eines der unzähligen Projekte des Multiinstrumentalisten (hauptsächlich Bassklarinette und Saxofon) Ken Vandermark. Seine Karriere auf Tonträger zu verfolgen, würde geradewegs in den Ruin führen. Auf Live in St. Johann sind Johannes Bauer (Posaune), Paal Nilsssen-Love (Schalgzeug) und Thomas Lehn (Analog-Synthesizer) mit von der Partie.
Cetay (inaktiv) (06.11.2010, 13:36): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41V39ETmgbL._SL500_AA300_.jpg Albert Ayler Trio; Spiritual Unity
"(...) if you haven't heard this record, you've missed out on one of the most profound artistic statements of the 20th Century. Enough said." (Nils Jacobson, All About Jazz). Recht hat er!
Jürgen (06.11.2010, 23:19): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YfZ5g6-QL._SL500_AA300_.jpg
Genesis: The Lamb lies down on Broadway (1974)
Heute Nachmittag
Holger (07.11.2010, 00:47): Original von Jürgen
Genesis: The Lamb lies down on Broadway (1974)
Oh ... "Carpet Crawlers" , wenn ich nicht irre. Wunderschönes Lied!
Jürgen (07.11.2010, 11:29): Original von Holger Original von Jürgen
Genesis: The Lamb lies down on Broadway (1974)
Oh ... "Carpet Crawlers" , wenn ich nicht irre. Wunderschönes Lied!
Das ist der Gassenhauer daraus, aber der Rest ist mindestens genauso gut.
Grüße Jürgen
Holger (07.11.2010, 12:58): Original von Jürgen Original von Holger Original von Jürgen
Genesis: The Lamb lies down on Broadway (1974)
Oh ... "Carpet Crawlers" , wenn ich nicht irre. Wunderschönes Lied!
Das ist der Gassenhauer daraus, aber der Rest ist mindestens genauso gut.
Grüße Jürgen
URKS - erwischt! :rofl
Cetay (inaktiv) (09.11.2010, 16:42): Ich laufe immer noch im Alles-außer-Klassik Modus:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41p7ruz2vFL._SL500_AA300_.jpg Dream Theater; Live at Budokan
Seit zwei Jahrzehnten sind Dream Theater die Vorzeigeband für progressiven Heavy Metal auf einem spieltechnischen und kompositorischen Niveau, dem sogar von der aufgeschlossenen Klassik-Fraktion Respekt gezollt wird.
Jürgen (09.11.2010, 21:21): Original von Cetay Ich laufe immer noch im Alles-außer-Klassik Modus:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41p7ruz2vFL._SL500_AA300_.jpg Dream Theater; Live at Budokan
Seit zwei Jahrzehnten sind Dream Theater die Vorzeigeband für progressiven Heavy Metal auf einem spieltechnischen und kompositorischen Niveau, dem sogar von der aufgeschlossenen Klassik-Fraktion Respekt gezollt wird.
Wenn Du mit dieser Fraktion diejenigen meinst, die neben der Klassik auch noch Anderes hören, so fühle ich mich zugehörig und stimme Dir bzgl. Dream Theatre vorbehaltlos zu. Allerdings kenne ich nur die folgenden 3 Alben ( Octavarium / Awake / Systematic Chaos ) http://ecx.images-amazon.com/images/I/41UjF-eluaL._AA115_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/510oHjReyUL._AA115_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51nlAt6PuYL._AA115_.jpg
Es gibt also noch viel zu entdecken.
Gleiches gilt für die Band Porcupine Tree, die ich erst etwa ein Jahr kenne und das auch nur durch eine Platte: Deadwing http://ecx.images-amazon.com/images/I/5179N6DRybL._AA115_.jpg
Aber die gefällt mir immer besser.
Grüße Jürgen
Rachmaninov (10.11.2010, 09:56): Original von Jürgen Gleiches gilt für die Band Porcupine Tree, die ich erst etwa ein Jahr kenne und das auch nur durch eine Platte: Deadwing http://ecx.images-amazon.com/images/I/5179N6DRybL._AA115_.jpg
Aber die gefällt mir immer besser.
Grüße Jürgen
Von Porcupine Tree kenne ich auch ein paar Alben. Kann man sich durchaus anhören :wink
Cetay (inaktiv) (10.11.2010, 12:31): Original von Jürgen Original von Cetay Ich laufe immer noch im Alles-außer-Klassik Modus:
Dream Theater; Live at Budokan
Seit zwei Jahrzehnten sind Dream Theater die Vorzeigeband für progressiven Heavy Metal auf einem spieltechnischen und kompositorischen Niveau, dem sogar von der aufgeschlossenen Klassik-Fraktion Respekt gezollt wird.
Wenn Du mit dieser Fraktion diejenigen meinst, die neben der Klassik auch noch Anderes hören, so fühle ich mich zugehörig und stimme Dir bzgl. Dream Theatre vorbehaltlos zu. Allerdings kenne ich nur die folgenden 3 Alben ( Octavarium / Awake / Systematic Chaos ) http://ecx.images-amazon.com/images/I/41UjF-eluaL._AA115_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/510oHjReyUL._AA115_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51nlAt6PuYL._AA115_.jpg
Grüße Jürgen
Ich bin viel bescheidener und zähle zur aufgeschlossenen Klassik-Fraktion schon diejenigen, die nicht von vornherein ausschließen, dass es auch innerhalb von ("Pop"-)Subkulturen künstlerisch wertvolle Musik geben kann.
Da dir Dream Theater zusagen, kann ich nur dazu raten, das Album Scenes from a Memory (1999) anzuhören. Es ist das bekannteste und m. E. mit Abstand beste Album, das sie gemacht haben (und auch das, mit dem sie weit über Metal/Progrock-Kreise hinaus für Aufsehen gesorgt haben). Es gilt jetzt schon als Meilenstein der Musikgeschichte und deine offenbar sehr gut sortierte Bücherei sollte das haben.
Weil die beiden Nachfolgealben (6DOIT und Train of Thought) dagegen arg abgefallen sind, habe ich die Studio-Karriere nicht mehr weiter verfolgt, kaufe mir jedoch die regelmäßig herauskommenden Live-Alben. Das sind in der Regel Dreifach-Alben (so bekommt man fast alles neue Material zu hören) und immer echte Live-Mitschnitte eines einzelnen Konzerts. Ich finde sie Live noch einen Tick besser ("authentischer") und die zusätzlich eingestreuten, hypervirtuosen Instrumentalabfahrten machen rein musikalisch zwar wenig Sinn aber dafür umso mehr Spass.
Das beste aus beiden Welten, nämlich das komplette Scences from a Memory Album Live und chronologisch in voller Länge gibt es auf dieser Scheibe zu hören:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51fzYguwzVL._SL500_AA300_.jpg Live Scenes from New York 2001
Dazu gibt es eine unheimliche Geschichte: das Album kam am 9/11 in die Läden und wurde schnell wieder zurückgezogen. Das ürsprüngliche Cover zeigte brennende Twin-Towers.
Jürgen (11.11.2010, 15:49): http://www.jon.hinchliffe.name/graphics/rd%20talesfromtopographicoceans.jpg
Yes: Tales from Topographic Oceans, Ritual - Nous Sommes du Soleil
Muss auch mal wieder sein.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (12.11.2010, 21:32): Immer noch vom hartnäckigen Klassikunlustitis-Virus geplagt, gibt es jetzt Futter für das Innere Kind:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61HTVjaWOrL._SL500_AA300_.jpg Gwar; America Must Be Destroyed (1992)
Ursprünglich als reine Spaßtruppe von frustrierten Kunststudenten gegründet, mutierte Gwar schnell zum Generalangriff auf den guten Geschmack. Das ist in jeder Beziehung so maßlos übertrieben, dass es locker als satirisch-parodisticher Geniestreich hätte durchgehen können. Die zensurwütigen Autoritäten hatten freilich keinen Humor und verhalfen der Band mit Auftrittsverboten und Verhaftungen erst richtig zur Popularität. Rein musikalisch ist das weniger unterirdisch. Bei mir trifft der sich selbst nicht ernst nehmende Mix aus Punk der alten britischen Schule und Thrash-Metal mitten ins Spasszentrum.
Jürgen (13.11.2010, 16:37): http://ecx.images-amazon.com/images/I/517s8v%2BiwvL._SL500_AA300_.jpg
Unheilig: Große Freiheit Live
Eine CD meines Sohns, läuft neben der Arbeit im Hof, ist noch erträglich.
Grüße Jürgen
nikolaus (16.11.2010, 22:15): Original von ab Fiction Quatuor Ebene Vigin
Davon kann man einen Eindruck auf medici.tv bekommen: Mitschnitt eines live-Konzertes in Paris, u.a. mit Natalie Dessay...
Nikolaus.
Rachmaninov (17.11.2010, 07:47): Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/517s8v%2BiwvL._SL500_AA300_.jpg
Unheilig: Große Freiheit Live
Eine CD meines Sohns, läuft neben der Arbeit im Hof, ist noch erträglich.
Grüße Jürgen
Pseudo möchtegern Gothic! Wenn man es als Popmusik, die sie ist akzeptiert, ertagbar.
Cetay (inaktiv) (18.11.2010, 21:09): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51iTTW5v94L._SL500_AA300_.jpg Dead Brothers; 5th Sin-Phonie
Es gibt noch etwas Neues unter der (in diesem Fall tiefschwarzen) Sonne: Eine Melange aus Avantgarde Folk, Bluegrass, Chanson und Rockabilly, dargeboten mit dem morbiden Charme einer Bergräbniskapelle. Klasse!
Jürgen (30.11.2010, 23:13): Ich musste heute einfach mal wieder YES hören:
ab (04.12.2010, 13:39): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qRa0VxM7L._SL500_AA300_.jpg
uhlmann (04.12.2010, 18:25): höre in den letzten tagen mal wieder diverse metal-bestände. jetzt die götter meiner jugend mit ihrem 2006 erschienen, lang erwarteten comeback-album monotheist:
eine "originale" Blues-Interpretation, die geniale Alan Price-Adaption und dann eine Cover-Version nach der anderen, wie ein Zyklus von Variationen.
Vor Urzeiten habe ich mal für eine Freundin so eine Kassette zusammen gestellt, aber diese CD hat mehr drauf, sie läuft bei mir das vierte Mal. Dass die CD so gut ist, liegt einfach an Alan Price - da konnte man nur auf hohem Niveau fortsetzen.
Über die anderen CDs der Reihe werde ich noch berichten.
Liebe Grüße Peter
Jürgen (10.12.2010, 08:57): Original von Peter Brixius Ich war die Tage in Bonn bei 2001 und habe mir endlich eingepackt, was ich schon längst haben wollte
eine "originale" Blues-Interpretation, die geniale Alan Price-Adaption und dann eine Cover-Version nach der anderen, wie ein Zyklus von Variationen.
Vor Urzeiten habe ich mal für eine Freundin so eine Kassette zusammen gestellt, aber diese CD hat mehr drauf, sie läuft bei mir das vierte Mal. Dass die CD so gut ist, liegt einfach an Alan Price - da konnte man nur auf hohem Niveau fortsetzen.
Über die anderen CDs der Reihe werde ich noch berichten.
Liebe Grüße Peter
Wow, ich habe mal in die Schnipsel gehört. Das ist ja eine musikhistorische Reise durch die Pop/Rockwelt. Und sogar Mancini ist dabei, wenn auch sehr weichgespült.
Doom-Metal in Reinstkultur: Zähfliessend-schleppende Tempi, extrem tief hinunter gestimmte Instrumente, repetitives Riffing (pardon: sich häufig wiederholende Akkordfolgen) - oft Unisono, Dominanz von Molltonarten und Dissonanzen. Das ergibt einen Sound, der perfekt zu den textlichen Inhalten (das Cover gibt dezente Hinweise) passt.
Armin70 (24.12.2010, 15:37): Das mag vielleicht kitschig sein aber egal, das ist sooo schööööön:
Original-Aufnahme aus dem Jahr 1973.
ab (27.12.2010, 23:24): Dos Lagrimas Diego El Cigala
Cetay (inaktiv) (31.12.2010, 11:41): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51s1om28EaL._SL500_AA300_.jpg Frank Sinatra /w Red Norvo Quatett; Live in Australia, 1959
Als Jazz-Liebhaber liegen mir die entsprechenden Alben (herausragend: Sinatra at the Sands mit dem Count Basie Orchestra) von Franky mehr als seine Balladen-Konzeptwerke. Live in Australia ist insofern eine Rarität, dass er hier keine Big-Band sondern ein Quintett um sich geschart hat. Eine interessante Facette, wie ich meine, auch wenn man klanglich deutliche Abstriche machen muss.
Cetay (inaktiv) (31.12.2010, 16:58): Vor dem Aufbruch zur wüsten Party, die ich traditionell nüchtern erleben werde, nochmal Franky:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/518rdFJPnVL._SL500_AA300_.jpg Frank Sinatra; September of my Years.
Irgendwo habe ich mal gelesen, Sinatra sei eigentlich ein Belcanto-Sänger, jedoch ohne Vibrato und Volumen ... genau dafür liebe ich ihn. :P
Cetay (inaktiv) (05.01.2011, 07:26): Die letzten Tage habe ich viel Sinatra gehört. Meine Sammlung ist angesichts des gigantischen Oeuvres mehr als bescheiden, aber sie ist breit genug, um im reinen Franky-Phasen genügend Abwechslung zu haben.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51s1om28EaL._SL500_AA300_.jpg Live in Australia; Als Jazz Sänger mit Combo-Begleitung (1959)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51NY6gpdX4L._SL500_AA300_.jpg At the Sands; Die swingende Seite mit Basies Bigband in absoluter Topform (1963)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51sNUKB7ZTL._SL500_AA300_.jpg Sings For Only The Lonely; Der Gegenpol: Melancholische Balladen über die Einsamkeit (1958)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/516VusLHJiL._SL500_AA300_.jpg Watertown; Ausflug in poppigere Gefilde (1970)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61WYxw1PYSL._SL500_AA300_.jpg Concert Sinatra; Arrangements als Orchesterlieder (1963). Das ist meine Sinatra-Lieblingsplatte, mit der ich meine (wegen 2-3 totgespielter Schnulzen) lange bestehenden Vorurteile drastisch revidieren musste.
Die einen Beitrag weiter oben gezeigte September of my years gehört zu den Balladenalben und hat das bald 50-werden zum Thema. Dafür findet sich in diesem Forum doch eine recht beträchtliche potentielle Zielgruppe. :D
Solitaire (05.01.2011, 11:40): Original von Armin70 Das mag vielleicht kitschig sein aber egal, das ist sooo schööööön:
Original-Aufnahme aus dem Jahr 1973. Wo hast du DIE denn her? Ich mag die Filmmusik sehr!
Jürgen (05.01.2011, 15:48): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Ca4ge1U8L._SL500_AA300_.jpg
The Very Best of Morricone
Armin70 (05.01.2011, 19:26): Original von Solitaire Original von Armin70 Das mag vielleicht kitschig sein aber egal, das ist sooo schööööön:
Original-Aufnahme aus dem Jahr 1973. Wo hast du DIE denn her? Ich mag die Filmmusik sehr!
Diese CD hatte ich vor ca. 2 Jahren zufällig in einem Plattenladen in Frankfurt/Main gesehen und gleich gekauft. Die gibts aber auch hier zu recht moderaten Preisen.
Solitaire (06.01.2011, 10:30): Danke für den Tip! Ich habe den Film auf DVD aber schon lange nicht mehr geguckt. am Samstag treffen wir uns bei einer Freundin zu einer ausgedehnten "Alien"-Videonacht. Für meine schwachen Nerven eine schwere Belastungsprobe und ich tue es nur, weil es eine wirklich GUTE Freundin ist, da wäre "Drei Haselnüsse..." am Sonntag das ideale Erholungsprogramm :)
Peter Brixius (08.01.2011, 22:52): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51eehUZ5IVL._SS400_.jpg
Nun die näxhste CD aus der One-Song-Edition
Me and Bobby McGee
... Freedom is just another word for nothing left to lose ...
Das konnte und kann nicht wahrhaftiger gesungen werden als von Janis Joplin, natürlich ist es auch auf dieser CD der Höhepunkt, wenn Janis losröhrt. Bekannt sind auch die schönen Versionen von Kris Kristofferson und Gordon Lightfoot. Das meiste, was zu hören ist, bewegt sich im Umkreis von gutem Country. Aber bei Track 15 geht die Post doch noch richtig ab, unter dem hämmernden Rhythmus von Jerry Lee Lewis entlädt sich ein Vulkan. Und gleich darauf der geniale William Nelson, und straight - Johnny Cash. Danach könnte die CD zu Ende sein. Aber erst noch einmal Track 2 - Janis Joplin
... Freedom is just another word for nothing left to lose ...
Liebe Grüße Peter
ab (10.01.2011, 09:21): Marilyn Crispell, Gary Peacock & Paul Motian Nothing ever was anyway. Music of Annette Peacock ECM 1997
Eine der mich wirklich erfreuenden Produktionen des so großen, inheterogenen Katalogs von ECM
artemis (10.01.2011, 19:23): Original von Armin70 Original von Solitaire Original von Armin70 Das mag vielleicht kitschig sein aber egal, das ist sooo schööööön:
Original-Aufnahme aus dem Jahr 1973. Wo hast du DIE denn her? Ich mag die Filmmusik sehr!
Diese CD hatte ich vor ca. 2 Jahren zufällig in einem Plattenladen in Frankfurt/Main gesehen und gleich gekauft. Die gibts aber auch hier zu recht moderaten Preisen.
Klasse, da werden Kindheitserinnerungen wach. Ich liebte diesen tschechischen Film. CD werde ich mir zulegen.
Peter Brixius (10.01.2011, 20:56): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51015C5VHTL._SL500_AA300_.jpg
Das Video kam im 3SAT, als Entgiftung von Berté gut geeignet.
Liebe Grüße Peter
ab (10.01.2011, 23:08): Bebo & Cigala: Lagrimas Negras
irgendwie gefällt mir dieser Grammy-gekrönte Erstling nicht halb so gut wie ihre zweite Studioproduktion "Dos lagrimas", (und diese ist schon kein Vergleich zu deren Konzertmitschnitt "Blanco Y Negro en Vivo")
Cetay (inaktiv) (18.01.2011, 22:18): Schönes Cover, aber leider nicht entzifferbar... :I
ab (19.01.2011, 10:51): Original von Cetay Schönes Cover, aber leider nicht entzifferbar... :I
Prince, "The legendary Black Album" war klein in orange aufs Plastik geklebt, kursierte lange nur als bootleg, kam dann endlich auch offiziell als "limited Edition", aber in so riesiger Auflage heraus, dass sie wohl noch heute einem nachgeschmissen wird. Klanglich wohl eine der miesesten Produktionen von Prince, aber mit seinem knüppelharten, unkommerziellen Funk zurecht als legendär gerühmt - und deutlich voller von Energie als das von Dir gepostete schwarze Metal-Album!
Leider konnte ich nie die Produktion hören, wo Prince mit Miles Davis zusammenspielte, woraufhin der Altmeister sich zu der Aussage verstieg, Prince sei der genialste Jazzmusiker mit dem er in seiner ganzen Karriere je zusammengearbeitet hätte. Ich kenne jemanden, der das Glück hatte eine Aftershow-Party mitzuerleben, wo er nach dem kommerziellen Sound auf der Riesenbühne hinterher gradiose Musik im kleinen Club gespielt habe...
:hello
Rachmaninov (19.01.2011, 11:18): Original von ab
Leider konnte ich nie die Produktion hören, wo Prince mit Miles Davis zusammenspielte, woraufhin der Altmeister sich zu der Aussage verstieg, Prince sei der genialste Jazzmusiker mit dem er in seiner ganzen Karriere je zusammengearbeitet hätte. Ich kenne jemanden, der das Glück hatte eine Aftershow-Party mitzuerleben, wo er nach dem kommerziellen Sound auf der Riesenbühne hinterher gradiose Musik im kleinen Club gespielt habe...
ab (19.01.2011, 11:22): Original von Rachmaninov Original von ab
Leider konnte ich nie die Produktion hören, wo Prince mit Miles Davis zusammenspielte, woraufhin der Altmeister sich zu der Aussage verstieg, Prince sei der genialste Jazzmusiker mit dem er in seiner ganzen Karriere je zusammengearbeitet hätte. Ich kenne jemanden, der das Glück hatte eine Aftershow-Party mitzuerleben, wo er nach dem kommerziellen Sound auf der Riesenbühne hinterher gradiose Musik im kleinen Club gespielt habe...
:hello
Das war Prince, wohl der King of Pop. :times10
Ist das als eine Form von Jackson-Bashing gemeint? :W
Rachmaninov (26.01.2011, 18:34): Original von ab Original von Rachmaninov Original von ab
Leider konnte ich nie die Produktion hören, wo Prince mit Miles Davis zusammenspielte, woraufhin der Altmeister sich zu der Aussage verstieg, Prince sei der genialste Jazzmusiker mit dem er in seiner ganzen Karriere je zusammengearbeitet hätte. Ich kenne jemanden, der das Glück hatte eine Aftershow-Party mitzuerleben, wo er nach dem kommerziellen Sound auf der Riesenbühne hinterher gradiose Musik im kleinen Club gespielt habe...
:hello
Das war Prince, wohl der King of Pop. :times10
Ist das als eine Form von Jackson-Bashing gemeint? :W
:ignore
bei mir jetzt
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51TvaTkPMSL._SS400_.jpg Jazz - La Discotheque Ideale en 25 Albums Originaux
Cetay (inaktiv) (30.01.2011, 10:15): In letzer Zeit viel bei mir gelaufen:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51p0Qa5PXuL._SL500_AA240_.jpg Ski's Country Trash; Trash Valley
Country 'n' Roll mit einer ordentlichen Prise Psychobilly und einer Messerspitze Metal gewürzt und in beinnahe radiotauglichen Songs serviert. Sicher nichts für die Ewigkeit, aber ein geiler Arschtritt fürs Hier und Jetzt.
Peter Brixius (01.02.2011, 11:05): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51UWdFt2rBL._SS500_.jpg
Liebe Grüße Peter
Jürgen (05.02.2011, 18:03): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51bt93irEoL._SL500_AA300_.jpg
Eloy: Ocean
Peter Brixius (08.02.2011, 16:51): Die nächste CD aus der grandiosen Reihe
Forbidden Planet war ja eine (fantastische) Filmadaption von Shakespeares Tempest - in den End-80ern gab es dann eine Musical-Adaption, die in London lang genug lief, dass ich sie zweimal sehen konnte: Raketenstart mit Wipe Out, Captain Tempest singt It's a Man's World, zur Landung gibt es Great Balls of Fire, Dr. Prospero begrüßt die Crew mit Don't Let Me Be Misunderstood und so geht es höchst unterhaltsam ibs zum Schluss: Reprise von Great Balls of Fire zur Landung auf der Erde.
Den Mitschnitt gab es an der Theaterkasse, Original Cast Recording von Shakespeare's forgotten Rock and Roll Masterpiece
Wahrlich meisterlich ...
Liebe Grüße Peter
Cantus Arcticus (17.02.2011, 08:45): Da ist immer wieder die Welt, die ich als Rockmusiker während 30 Jahren "bewohnt" habe:
Da sind zwar auch einige klassische Schmankerl drauf aber die Pop-Ausschnitte sind sau-cool. Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1955 - 1961.
Peter Brixius (21.02.2011, 23:15): Original von Cantus Arcticus Da ist immer wieder die Welt, die ich als Rockmusiker während 30 Jahren "bewohnt" habe:
höre gerade eine frühe (die seinerzeit erste veröffentlichte, glaube ich) project hate. death metal meets gothic metal meets dark metal meets industrial metal meets electro meets whatsoever... bei whisk(e)y würde man sagen: komplex. jedenfalls cool imo.
Cantus Arcticus (17.03.2011, 15:11): Original von Peter Brixius Original von Cantus Arcticus Da ist immer wieder die Welt, die ich als Rockmusiker während 30 Jahren "bewohnt" habe:
Lieber Peter habe erst jetzt gesehen, dass The Who bei Dir Anklang finden. Sorry.. gebe ja sonst immer eine Antwort :(.
Ich finde, sie ist - wie der Film auch - ein in sich geschlossenes und stimmiges Werk.
Mit "Tommy" und "Quadrophenia" hat Pete Townsend seinen Ruf als Komponist und Erfinder der telegenen Rockoper ohne jeden Zweifel begründet. Ein unglaubliches Potential wurde hier freigelegt, Respekt.
Pete war für mich in meinen jungen Jahren gitarrentechnisch ein grosses Vorbild. Er hatte diesen stählernen Rickenbacker- und Gibsonsound auf alten Hiwatt-Verstärkern. Das haut auch die hartgesottensten Hörer um....
Herzliche Grüsse Stefan
Plagalpeter (22.03.2011, 01:09): Grant Green - Green Street
Zwar keine klassische Musik - Trotzdem ein Klassiker! :wink
Kultiger gehts kaum. Ellenlange, sehr psychedelische Songs, bei denen sich inspirierte songschreiberische Glanzmonente mit Improvisationen auf Übungskeller-Niveau abwechseln. Ich habe diese Scheibe in meiner Jugend so geliebt, dass ich beim ersten Wiederhören nach gut 25 Jahren noch jede Note mitdudeln konnte.
Cantus Arcticus (26.03.2011, 21:28): Lieber Cetay Mir geht es genauso mit diesen Werken, die ich heute mal kurz auf dem Plattenteller angespielt habe:
und natürlich diese hier, ich glaube, es ist die erste Liveaufnahme, die mit einem "Kunstkopf" Mikrofon aufgenommen wurde (ich glaube, ein Sennheiser oder AKG):
Stevie Ray Vaughan war meine grösste Inspiration überhaupt während meiner Zeit als Gitarrist einer Südstaaten-Rockband :)
We miss him...
Gruss Stefan
und einer der wenigen, die zu jener Zeit auch auf gute Klangqualität geachtet haben...
ab (04.04.2011, 10:28): zufällig drübergestolpert und als Bewunderer dieses Filmkünstlers höre ich auch gleich in die ihm gewidmetete Musik rein, die sich recht stimmungsvoll anlässt, dann aber vielleicht doch durch Cello und Sopransaxophon ins leicht Dudelige abdriftet?
Die Reife eine mäßigen Rockband führt zu eine Reifen m´ßigen Rockband. Alltägliches ohne bemerkenswerte Höhepunkte. Rockmassenware mit Langeweileeffekt.
Jürgen (07.04.2011, 14:46): Original von ab Original von Rachmaninov Original von ab Original von Rachmaninov http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0724352711727.jpg
Das war lange Zeit einmal meine Lieblingsplatte, in einem früheren Leben....
Das war und bleibt IMHO die "schwächste" Marillionscheibe MIT Fish.
:ignore
Das war auch meines Bruders Ansicht, mir hingegen war das - weil so anders als die Vorgängerplatten - die einzige liebe. :D
Hier stimme ich mit ab's Bruder und Rachmaninov zu, obgleich Misplaced Childhood ziemlich dicht herankommt (zu glatt). Script und Fugazi sind imho das Maß der Dinge.
Allerdings ist das Jammern auf hohem Niveau. Die späteren Alben ohne Fish sind m.E. mindestens eine Liga darunter.
Grüße Jürgen
ab (08.04.2011, 00:05): Original von Plagalpeter Grant Green - Green Street
Zwar keine klassische Musik - Trotzdem ein Klassiker! :wink
jimmy somervilles durchbruch - sophisticated pop, sehr geile platte - zeitlos gut.
Armin70 (14.04.2011, 18:57): Am vergangenen Wochenende sah ich mir seit langer Zeit mal wieder Sergio Leones Meisterwerk "Spiel mir das Lied vom Tod" ("Once upon a time in the west") an. Daher höre ich mir jetzt noch mal Ennio Morricones schönen Soundtrack dazu an:
Und weils so schön ist, liegen die folgenden CD`s mit weiteren Morricone-Soundtracks auch schon bereit:
und
mit dem schönen "Chi Mai-Thema".
ab (15.04.2011, 10:11): Tim Berne's Caos Totale Tim Berne, Herb Robertson, Marc Ducret, Steve Swell, Django Bates, Mark Dresser, Bobby Previte. JMT, 1994
the CD features three compositions by Tim Berne which go far beyond what a traditional jazz tune is like. Their complex structure and lenght makes them appear rather suite-like, without letting them sound too calculated or academic. The band transforms the remarkable diversity of ideas into an energetic whole.
Tim Berne's musicians present themselves as an eminently homogenous ensemble, highly capable and eager to realize the compositions of their leader.
Moreover Tim Berne should not only receive acknowledgement for his compositional and instrumental skills, but also for his ability to form a group with such outstanding musical individuals from the first row of contemporary music who realize his compositions in such a promising and thrilling way.
Was waren das doch für Zeiten des innovativen Jazz! Inzwischen ist die CD, wie ich sehe, wieder neu aufgelegt worden, und gar nicht so leicht das alte Cover noch auffindbar:
ab (18.04.2011, 21:27): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51k99JCsp-L._SL500_AA300_.jpg
Cetay (inaktiv) (19.04.2011, 05:23): Original von Rachmaninov Rockmassenware mit Langeweileeffekt.
:ignore
Ich empfehle folgendes Gegenmittel:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/417Xs%2BFYbSL._SL500_AA300_.jpg Amplifier; ohne Titel (2004)
Ein Debut, das so frisch und innovativ klingt ohne aufgesetzt originell sein zu müssen, gibt es im Rocksektor nur alle Jubeljahre mal.
Jürgen (19.04.2011, 14:11): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51BdkIuV2jL._SL500_AA300_.jpg
Genesis: Selling England by the Pound, 1973
Ja, und weil ich in den letzten Tagen mehrfach an einem Plakat vorbeigefahren bin, ohne es genau lesen zu können, habe ich heute nach den Tourdaten von Ryuichi Sakamoto gegoogelt. Ich fand, dass Ryuichi Sakamoto mit Alva Noto (einem deutschen Tonkünstler, eigentlich Carsten Nicolai) auf Tour ist. Am 29.5.2011 gastieren sie in Frankfurt, daher das Plakat. (Näheres) Bei Youtube fand ich einige Beispiele dieser Kombination, was recht meditativ klang und mit Piano/Electronic minimalistisch besetzt ist.
Interessanterweise fand ich bei mir folgende Denon-CD, die ich nun höre:
Btw: Ryuichi Sakamoto ist ein in Ostasien sehr bekannter Musiker, Schauspieler und vor allem Komponist. In der westlichen Welt hat er sich als Filmmusikkomponist einen Namen gemacht (Merry Christmas, Mr. Lawrence / Der letzte Kaiser / Little Buddha) Obige CD ist sein erstes Soloalbum, mit dem ihm sein Durchbruch gelang.
Grüße Jürgen
Jürgen (19.04.2011, 15:00): Original von ab Tim Berne's Caos Totale Tim Berne, Herb Robertson, Marc Ducret, Steve Swell, Django Bates, Mark Dresser, Bobby Previte. JMT, 1994
the CD features three compositions by Tim Berne which go far beyond what a traditional jazz tune is like. Their complex structure and lenght makes them appear rather suite-like, without letting them sound too calculated or academic. The band transforms the remarkable diversity of ideas into an energetic whole.
Tim Berne's musicians present themselves as an eminently homogenous ensemble, highly capable and eager to realize the compositions of their leader.
Moreover Tim Berne should not only receive acknowledgement for his compositional and instrumental skills, but also for his ability to form a group with such outstanding musical individuals from the first row of contemporary music who realize his compositions in such a promising and thrilling way.
Was waren das doch für Zeiten des innovativen Jazz! Inzwischen ist die CD, wie ich sehe, wieder neu aufgelegt worden, und gar nicht so leicht das alte Cover noch auffindbar:
Pressestimmen: Diese CD ist ein Überraschungscoup der Gruppe um Vincent Dumestre, sprengt die Grenzen und zeigt die Musiker von einer anderen bzw. doch der gleichen Seite: Musik bleibt Musik, sie unterscheidet sich lediglich in der Güte der Ausführung. Hier wir von allen Musikern vortrefflich interpretiert. Toccata
Produktinfo: Dieses Album ist das Resultat eines langjährigen Austausches zwischen dem Bandonéon-Speiler Daniel Brel und Vincent Dumestre, dem Leiter der Gruppe Le Poéme Harmonique. Die Idee, historische Instrumente mit dem Klang des Bandonéons zu verbinden, hatte die beiden sofort außerordentlich gereizt. Gemeinsam beschritt man die "Vier Wege der Melancholie", die den Hörer durch verschiedene Klangwelten und Stimmungen führen: vom Tango über die musikalische Avantgarde zur Alten Musik.
Cantus Arcticus (21.04.2011, 13:32): So, die andere Seite der Musik ist dran:
Cetay (inaktiv) (28.05.2011, 10:07): Dieses Werk, mit dem ich schon seit Tagen ringe, passt zu der in einem anderen Thread laufenden Diskussion über die vermeintliche Komplexität/Einfachheit von Klassik oder Pop/Rock:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YPxsVdYCL._SL500_AA300_.jpg Mindflow; Mind Over Body
Das nenne ich ein s p e r r i g e s Album. Ich will es manchmal am liebsten in die Ecke schmeissen. Aber: Man hört dem Konzeptwerk sofort an, dass es "gut" ist, dass es viele verborgene Zusammenhänge und Strukturen aufzuspüren gibt und es gibt innerhalb der 80 Minuten immer wieder mal wunderschöne, inspirierte Momente, die wie flüchtige Oasen wirken - innerhalb von diesem sonst undurchdringlichen Dickicht aus Riffs, komplexen Metren, im nichts verlaufendnen Gesangslinen und scheinbar nie auf den Punkt kommenden Entwicklungen, samt abrupten Breaks und Stilwechseln. Ich konnte selbst nach dem vierten Hören keine einzige Passage aus dem Kopf rekonstruieren, jetzt nach dem 7 mal haben sich so zwei, drei Linien im Hirn festgesetzt, erste Andeutungen eines roten Fadens zeichnen sich ab, es beginnt Spass zu machen und ich weiß, dass sich die "Arbeit" um das zwanzigste Hören herum schliesslich voll auszahlen wird. Mindflows Musik ist recht einfach zu beschreiben: Man mixe 50% Dream Theater und 50% frühe Pain of Salvation und man hat schon eine sehr klare Vorstellung, wie das klingt. Aber: Die beiden großen Vorbilder können bei allen überragenden Qualitäten schon mal anstrengend werden und Mindflow strapazieren gerade diese Seiten außerordentlich. Immerhin passt die vertrackte Herangehenweise sehr gut zum textlichen Konzept, das sich mit nichts geringerem als der Existenz an sich und der Frage, was das hier überhaupt alles soll, beschäftigt. Großes Kopfkino, das sehr lange braucht, um sich den Weg in den Bauch zu bahnen.
Cetay (inaktiv) (04.06.2011, 08:20): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51GI2-j%2BDML._SL500_AA300_.jpg Dead Soul Tribe; A Murder Of Crows
Was für ein Cover! Auch der musikalische Inhalt gehört für mich zum besten, das in den letzten zehn Jahren veröffentlicht wurde (besser gesagt, von dem was ich gehört habe: der Billbaord vermeldet, dass 2009 über 97000 Alben herausgekommen sind; 265 am Tag! - eigentlich bin ich völlig ahnungslos...).
Brettharte Gitarren treffen auf eine hyperemotionale Stimme zwischen Zerbrechlichkeit, Trauer und Wut, dazu kommt ein wirklich mitspielender Schlagzeuger. Eindringliche Melodien treffen auf düstere Melancholie (ganz ohne Keyboard-Schwulst), gelegentliche Einschübe von Flöte und Akustik-Gitarre sorgen für etwas Farbe - ein eindringliches und aufwühlendes Album.
Cetay (inaktiv) (07.06.2011, 11:17): http://ecx.images-amazon.com/images/I/31RAhYhyjUL._SL500_AA300_.jpg Kilimanjaro Darkjazz Ensemble; From the Stairwell
Eine sehr experimentelle Scheibe; über weite Strecken gibt es "nur" Klangcollagen, ab und an kommen elektronische Beats dazu, gelegentlich swingt es sogar. Bestimmendes Element bleibt aber immer die Atmosphäre - und die ist sehr düster geraten. Bassist Jason Köhnen: Es ist ein natürlicher Geisteszustand, schätze ich. Melancholische oder tragische Musik erschien mir schon immer reiner und wirklicher. Eine zweite Natur. Das Album klingt wie ein Soundtrack zu einem imaginären Film noire, dessen Handlung -durch Beiträge von Posaune, Trompete, Cello, Klavier und Geige- gelegentlich in eine Jazzbar versetzt wird.
Jürgen (09.06.2011, 16:00): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51AVx4696zL._SL500_AA300_.jpg
Mike Oldfield: Tubular Bells III
m.E. die schwächste der Röhrenglocken
Jürgen (15.06.2011, 17:22): http://cdn.7static.com/static/img/sleeveart/00/001/579/0000157947_350.jpg
Kodo: Heartbeat Drummers of Japan, 1985
ab (16.06.2011, 20:45): Original von Jürgen Original von ab Tim Berne's Caos Totale Tim Berne, Herb Robertson, Marc Ducret, Steve Swell, Django Bates, Mark Dresser, Bobby Previte. JMT, 1994
the CD features three compositions by Tim Berne which go far beyond what a traditional jazz tune is like. Their complex structure and lenght makes them appear rather suite-like, without letting them sound too calculated or academic. The band transforms the remarkable diversity of ideas into an energetic whole.
Tim Berne's musicians present themselves as an eminently homogenous ensemble, highly capable and eager to realize the compositions of their leader.
Moreover Tim Berne should not only receive acknowledgement for his compositional and instrumental skills, but also for his ability to form a group with such outstanding musical individuals from the first row of contemporary music who realize his compositions in such a promising and thrilling way.
Was waren das doch für Zeiten des innovativen Jazz! Inzwischen ist die CD, wie ich sehe, wieder neu aufgelegt worden, und gar nicht so leicht das alte Cover noch auffindbar:
Sonderbar. Diese CD habe ich auch. Ich hatte einst mal davon berichtet, wie ich in ihren Besitz gekommen bin :cool
Damals habe ich die CD einmal kurz angespielt und dann wieder weggelegt. Nun mache ich einen zweiten, ausführlicheren Versuch.
Grüße Jürgen
P.S: Dank Deines Covers, ab, kann ich nun die Dateien auf meiner FP endlich mit dem richtigen Cover taggen.
By the way: Seltsam, das ist eine CD, die ich immer in der Reihenfolge, beginnend mit Track 3 im Krebsgang höre, weil mir das Ablum so viel besser gefällt :J
Jürgen (20.06.2011, 11:45): http://www.elden.com.mx/wp-content/uploads/2010/02/pink-floyd-animals-cover-art.jpg
Pink Floyd: Animals, 1976
ab (21.06.2011, 23:18): Eine halbe Ewigkeit nicht mehr in Ohr gehabt, fiel mir diese Platte wieder in die Hände
Rush: die neueren Scherben aus den späten 80er und weiter sind empfehlenswert.
I love them all :down Gruss Stefan
Jürgen (18.08.2011, 10:11): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51nEY8lUD5L._SL500_AA300_.jpg
Beggars Opera: Act One 1970
In Beggars Opera's Debutalbum wird sehr viel klassische Musik verbraten. Allerdings in einer Art und Weise, die mir nur bedingt gefällt, wie in Jam Sessions alsThema schnell hinzitiert.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41iGKQDloBL._SL500_AA300_.jpg Emerson; Lake & Palmer: Works 1 (Auszüge) 1977 Bei ELP wird die verwendete klassische Musik schon respektvoller behandelt.
Bach: Zweistimmige Invention Nr.4 in d-moll BWV 775 Prokofiev: Skythische Suite (Ala und Lolly) Op.20 (2.Satz) Copland: Fanfare for the Common Man
Beggars Opera: Pathfinder 1972 Auch ohne klassische Zitate ein tolles, eingängiges Album.
Grüße Jürgen
Cantus Arcticus (19.08.2011, 10:30): Original von Jürgen http://www.elden.com.mx/wp-content/uploads/2010/02/pink-floyd-animals-cover-art.jpg
Pink Floyd: Animals, 1976
Hallo Jürgen Yepp, dies war meine allererste Pink Floyd Vinyl-Scheibe, ich besitze sie natürlich noch heute und sie lief gestern abend spät bei mir....
...Pigs on the wing.... da kommen längst vergessene Erinnerungen wieder hoch...
Gruss Stefan
Jürgen (24.08.2011, 11:47): http://www.jpc.de/image/w600/front/0/8716059002392.jpg
Opeth haben die rohe Gewalt des Death Metal in progressiven Songstrukturen kanalisiert - auf den ersten 25 Minuten dieses Albums in vollendeter Perfektion.
Eruption (Nummer 2 auf der CD) war das Stück, dass wie eine Bombe eingeschlagen hatte: "Two-hand tapping at it's Best" zu jener Zeit. Zweifellos war Eddie van Halens Gitarrenspiel innovativ wie bei keinem anderen. Ohne ihn wären vielleicht Jungs wie George Lynch, Steve Vai oder Paul Gilbert nicht dort, wo sie heute sind: In der absoluten Topliga der Gitarristen :engel
Keep on tapping! Stefan
jünter (01.09.2011, 18:46): Mit ihrem ersten Album
Cetay (inaktiv) (23.09.2011, 09:04): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61MS%2BU2hGEL._SL500_AA300_.jpg Demon's Eye; The Stranger Within
Der 70er Jahre Hardrock feiert in diesem Jahrzehnt fröhliche Urständ und unter der Masse der Protagonisten ragen Demon's Eye heraus. Sie begannen als Deep Purple und Rainbow Tribut Band und wurden bald so gut, dass die Sänger der Originale für Konzerte einsprangen. Mittlerweile hat es sogar zu einer CD mit Ex-Rainbow Dougie White am Mikro gereicht und die läßt keine Wünsche offen. Sehr eingängige Melodien aber den schmalen Grat zum Banalen oder Kitischigen nicht überschreitend, vorgetragen von einem wandlungsfähigen Stimmorgan, verpackt in abwechslungsreiche Arrangments und Songaufbauten, die voller Überrschungen stecken aber immer kohärent bleiben. Natürlich klingt es manchmal ähnlich wie die Vorbilder, aber eigenständig genug ist es allemal und hie und da -vor allem bei den ausgedehnten Solopassagen- sogar noch einen Ticken besser.
Klasse Scheibe! :times10
Nordolf (25.09.2011, 22:56): Ich höre gerade über YouTube die Aufnahmen der beiden NASA-Sonden Voyager 1 und 2 vom Planeten Jupiter und vom Jupitermond Io. Die Aufnahmen wurden mittels Magnetometern, Plasma-Detektoren und Radiowellen-Empfängern gemacht. Die elektromagnetischen Felder der Himmelskörper sowie das Zusammenspiel des Sonnenwindes mit den Himmelskörpern wurden festgehalten, als Signal zur Erde geschickt und dort aufgezeichnet. Mittels eines speziellen Verfahrens wurden die sonst fürs menschliche Ohr nicht hörbaren Frequenzen in Töne umgewandelt.
Diese "Field Recordings" muten fast schon wie strukturierter Space Ambient an (besonders die Aufnahmen vom Jupiter), was einen etwas unheimlichen Effekt hat:
ich bleibe dabei, mit das "geilste" was ich seit jahren im Bereich Rock(??) vor die Ohren bekommen habe!
Die Nutzung unterschoedlicher Musikrichtungen, die teilweise schon fremdlich hoch schneidende Stimme des Sängers gepaart mit den doch untypische Texten sind einfach Reizvoll. Dazu spielt der Sänger echt gut Gitarre, der Bass ist knackig und die Drums spitze. :times10
the paranoia is in bloom, the PR The transmissions will resume They'll try to push drugs Keep us all dumbed down and hope that We will never see the truth around (So come on!)
Another promise, another scene, another A package not to keep us trapped in greed With all the green belts wrapped around our minds And endless red tape to keep the truth confined (So come on!)
Chorus They will not force us They will stop degrading us They will not control us We will be victorious
Interchanging mind control Come let the revolution take its toll if you could Flick the switch and open your third eye, you'd see that We should never be afraid to die (So come on!)
Rise up and take the power back, it's time that The fat cats had a heart attack, you know that Their time is coming to an end We have to unify and watch our flag ascend
Chorus They will not force us anekatips.com They will stop degrading us They will not control us We will be victorious
Hey .. hey ... hey .. hey! (repeat)
Chorus They will not force us They will stop degrading us They will not control us We will be victorious
ab (09.10.2011, 22:42): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51sZR3XgdCL._SL500_AA300_.jpg
Rachmaninov (10.10.2011, 08:13): Original von ab http://ecx.images-amazon.com/images/I/51sZR3XgdCL._SL500_AA300_.jpg
Ist der Nachname zufällig oder verwandtschaft?
Cantus Arcticus (12.10.2011, 09:45): Original von Rachmaninov Original von ab http://ecx.images-amazon.com/images/I/51sZR3XgdCL._SL500_AA300_.jpg
Ist der Nachname zufällig oder verwandtschaft?
Hallo Rachmaninov Sie war die Frau von John Coltrane -> gemäss Wikipedia
Gruss :hello Stefan
Rachmaninov (12.10.2011, 10:08): Original von Cantus Arcticus Original von Rachmaninov Original von ab http://ecx.images-amazon.com/images/I/51sZR3XgdCL._SL500_AA300_.jpg
Ist der Nachname zufällig oder verwandtschaft?
Hallo Rachmaninov Sie war die Frau von John Coltrane -> gemäss Wikipedia
Gruss :hello Stefan
Hallo Stefan,
Danke für die Aufklärung.
R
Jürgen (12.10.2011, 15:32): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YpW%2BrIrSL._SL500_AA300_.jpg
Nusrat Fateh Ali Khan: Musst Musst
Jürgen (13.10.2011, 12:12): http://www.miomusik.com/sufjan_stevens/greetings_from_michigan_the_great_lake_state_CD_z.jpg
Sufjan Stevens: Greetings From Michigan - The Great Lake State
Cetay (inaktiv) (16.10.2011, 18:46): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61Vu2W7AgwL._SL500_AA300_.jpg Hawkwind; Blood of the Earth (2010)
Hawkwind habe ich in meiner -großzügig bis in die Dreißiger augedehnten- Jugend heiß und innig geliebt und einschließlich vieler obskurer, sauteurer Bootlegs (illlegal veröffentliche Konzertmitschnitte) an die 50 Alben zusammengesammelt. Die Erfinder des Spacerock -einer Spielart des Hardrock, die durch psychedelische Klangeffekte und ausgedehnte Jamsessions charakterisiert ist- hatten ihre guten Zeiten bis in die frühen 90er hinein, dann wurde es recht unstetig und ich habe irgendwann das Interesse verloren. Da überrascht die Qualität des im letzen Jahr erschienenen 33. Studioalbums, das wieder an alte Glanzzeiten anknüpft. Die Frage, ob man für diese immer noch in die 70er-Hippie-Szene schielende Musik irgendwann zu alt wird, beantwortet ein Blick in den Pass von Sänger & Gitarrist Dave Brock: Das letze verbliebene Gründungsmitglied feierte in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag.
ab (16.10.2011, 23:05): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51yUNTqJNZL._SL500_AA300_.jpg
ab (16.10.2011, 23:07): Original von Rachmaninov Original von Cantus Arcticus Original von Rachmaninov Original von ab http://ecx.images-amazon.com/images/I/51sZR3XgdCL._SL500_AA300_.jpg
Ist der Nachname zufällig oder verwandtschaft?
Hallo Rachmaninov Sie war die Frau von John Coltrane -> gemäss Wikipedia
Gruss :hello Stefan
Hallo Stefan,
Danke für die Aufklärung.
R
Und Pharoah Sanders war einer der grandiosesten Saxophonisten, wie ich finde...
Jürgen (17.10.2011, 15:17): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41zaPUvZhpL._SL500_AA300_.jpg
Genesis: The Lamb Lies Down on Broadway, 1974
Cetay (inaktiv) (20.10.2011, 10:32): Original von ab Original von Rachmaninov Original von Cantus Arcticus Original von Rachmaninov Original von ab http://ecx.images-amazon.com/images/I/51sZR3XgdCL._SL500_AA300_.jpg
Ist der Nachname zufällig oder verwandtschaft?
Hallo Rachmaninov Sie war die Frau von John Coltrane -> gemäss Wikipedia
Gruss :hello Stefan
Hallo Stefan,
Danke für die Aufklärung.
R
Und Pharoah Sanders war einer der grandiosesten Saxophonisten, wie ich finde...
:times10 Vor allem in der Zeit, in der er mit Alice und John Coltrane gemeinsam gespielt hat. Was danach kam, grenzte manchmal an die Klischierung seiner ganz ureigenen Spieltechnik.
ab (24.10.2011, 22:18): Immer noch eines der unglaublichsten Pop-Alben der 80er
Und Pharoah Sander war einer der grandiosesten Saxophonisten, wie ich finde...
:times10 Vor allem in der Zeit, in der er mit Alice und John Coltrane gemeinsam gespielt hat. Was danach kam, grenzte manchmal an die Klischierung seiner ganz ureigenen Spieltechnik. :beer
Jürgen (29.10.2011, 14:40): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41ajOb9UCNL._SL500_AA300_.jpg
Porcupine Tree: Fear of a Blank Planet
Höre ich heute zum zweiten mal. Die Platte gefällt mir schon wesentlich besser, als beim ersten mal.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (03.11.2011, 18:32): Mal wieder was von der "dunkeln Seite" :wink
Eine eigentlich unmögliche Verhochzeitung von brachialer Härte und mitreißender Melodiosität.
Jürgen (24.11.2011, 16:11): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51freJ6ZLyL._SL500_AA300_.jpg
Cockney Rebel: Human Menagerie 1973
Vieles davon ist mir heute doch zu schräg (gesungen), aber es sind auch ein paar wirklich gute Kracher drauf. (Sebastian & Death Trip)
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (25.11.2011, 16:34): Für die Heimfahrt etwas ganz Edles:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41AxqKpajYL._SL500_AA300_.jpg Terence Blanchard; A Tale of God'S Will: Requiem for Katrina
Blanchard und seine Mitstreiter verzichten bei dieser Totenmesse für die Opfer von New Orleans auf schmutzige Tonbildung und hektische Phrasierung. Der geglättete Jazz wird mit sinfonischen Zwischenspielen angereichert. Hinter dem geschmackvollen Easy-Listening Gewand gibt es ungemein viele Feinheiten zu entdecken, vor allem auf rhythmischer Ebene. Leichte (nicht seichte) Unterhaltung, die auch den Kunstverstand anspricht. Sehr schön.
Cetay (inaktiv) (26.11.2011, 11:20): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51lxPHuODgL._SL500_AA240_.jpg Charanjit Singh; Synthesizing - Ten Ragas To A Disco Beat
Was es nicht alles gibt. Indien meets Disco - schon 30 Jahre alt und damit seiner Zeit weit voraus.
Cetay (inaktiv) (27.11.2011, 07:25): Nach einer Nachtschicht mit KV 421 brauche ich jetzt was Handfestes:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51iZiQ0P6nL._SL500_AA300_.jpg Nevermore; Year of the Voyager
Trotz erbärmlicher Klangqualität das beste Metal-Live-Album.
ab (08.12.2011, 23:56): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61ZXNJDM7PL._SL500_AA300_.gif
artemis (22.12.2011, 20:42): "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist."Victor Hugo, 26.02.1802 - 22.05.1885
Zur Entspannung ... nachdem mein Sohnemann mich nach dem xten Fläschchen mal wieder vollgekotzt hat. Wahrscheinlich muß ich bald Brei zufüttern. Das gibt ne Schweinerei. :down Töchterchen schläft brav. LG - artemis
artemis (05.01.2012, 17:26): Original von Lucanuscervus ....jenseits der Klassik und doch ein Klassiker ! :down
Rachmaninov (06.01.2012, 11:48): Original von artemis Original von Rachmaninov Original von Rachmaninov http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0804879164623.jpg
erneut
gefällt mir nach dem 5. Mal hören immer besser, hab mir den Song bei itunes heruntergeladen.
Habe auch einige Zeit gebraucht bis ich mich reingehört habe. Leider sind die letzten drei Bonamassa klanglich überschaubar.
Cetay (inaktiv) (06.01.2012, 18:42): Der im Hirn kreiselnde Cocktail aus 73% starkem Black Rum und Red Bull weckt den Wunsch nach Elementarem:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51q51ENAWSL._SL500_AA300_.jpg Vader; Welcome to the Morbid Reich
Rachmaninov (08.01.2012, 08:27): Original von Cetay Für die Heimfahrt etwas ganz Edles:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41AxqKpajYL._SL500_AA300_.jpg Terence Blanchard; A Tale of God'S Will: Requiem for Katrina
Blanchard und seine Mitstreiter verzichten bei dieser Totenmesse für die Opfer von New Orleans auf schmutzige Tonbildung und hektische Phrasierung. Der geglättete Jazz wird mit sinfonischen Zwischenspielen angereichert. Hinter dem geschmackvollen Easy-Listening Gewand gibt es ungemein viele Feinheiten zu entdecken, vor allem auf rhythmischer Ebene. Leichte (nicht seichte) Unterhaltung, die auch den Kunstverstand anspricht. Sehr schön.
Bei der Vorstellung werde ich sie mir dann auch gleich einmal anhören. Starte ich den Tag halt mit Jazz ....
Jürgen (10.01.2012, 09:00): Original von Rachmaninov Original von Cetay Für die Heimfahrt etwas ganz Edles:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41AxqKpajYL._SL500_AA300_.jpg Terence Blanchard; A Tale of God'S Will: Requiem for Katrina
Blanchard und seine Mitstreiter verzichten bei dieser Totenmesse für die Opfer von New Orleans auf schmutzige Tonbildung und hektische Phrasierung. Der geglättete Jazz wird mit sinfonischen Zwischenspielen angereichert. Hinter dem geschmackvollen Easy-Listening Gewand gibt es ungemein viele Feinheiten zu entdecken, vor allem auf rhythmischer Ebene. Leichte (nicht seichte) Unterhaltung, die auch den Kunstverstand anspricht. Sehr schön.
Bei der Vorstellung werde ich sie mir dann auch gleich einmal anhören. Starte ich den Tag halt mit Jazz ....
Das war heute morgen auch meine erste Scheibe. Mit geglättetem Jazz hat Cetay diese Musik schon richtig beschrieben, fast lounchig. Aber zum Wachwerden definitiv nicht geeignet. Ich werde sie zu anderen Tageszeiten gewiss noch häufiger hören.
Cetay (inaktiv) (11.01.2012, 21:52): Original von Cetay im » Heute neu gekauft - jenseits der Klassik? » Faden http://ecx.images-amazon.com/images/I/31sZoUlZ8kL._SL500_AA300_.jpg Youn Sun Nah; Same Girl (Collector's Edition)
Jazz-Pop mit toller Stimme und sparsamen, spannenden Arrangements, z.B. Enter Sandman als Ballade nur mit Akkustikgitarre.
Umfg! Ist die GUT! Genau solche Scheiben sind es, wegen denen ich die Beschäftigung mit populärer Musik nie aufgeben werde. Youn Sun Nah gehört stimmlich in die Ecke der skandinavischen Konsensjazz-Diven, kann aber auch die Stimmakrobatik einer Erika Stucky - und immer schwingt ein Old-School Einfluss der großen alten Damen mit; ich denke oft an Sheila Jordan. Auch wenn es die Kunstgesangsfraktion nicht gerne hört: Eine solche emotionale Sapnnbreite wird man von einer klassischen Sängerin niemals hören (können), gerade weil Ausbildung, Technik und Konvention für die Sun Nahs dieser Welt keine Rolle spielen und damit der Ausdruck durch nichts behindert wird. Wenn der Text erfordert, dass nur noch hysterisch geröchelt wird, dann gibt es das auch zu hören. Man lasse sich nicht davon in die Irre führen, dass das Album -in Frankreich- an der Spitze der Charts zu finden war; manchmal schafft es offenbar auch gute Musik dorthin. Anspieltip (falls man das Original kennt): Enter Sandman
Jetzt stehe ich vor einem Dilemma; Sheila Jordan oder Metallica? Beides!
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51PbyeUlPyL._SL500_AA300_.jpg daraus: Steve Kuhn / Sheila Jordan - Quartett; Deep Tango
Schon mach wenigen Takten muss ich konstatieren, dass das Thema den eigenen Bestand kennenlernen zumindest beim Jazz auch für mich ein Thema ist. Ich habe die Platte Jahre nicht gehört und völlig vergessen, wie gut die ist. :A
Danach dann:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/514woIIrxkL._SL500_AA300_.jpg Metallica; Enter Sandman
Jürgen (12.01.2012, 20:20): Original von Cetay Original von Cetay im » Heute neu gekauft - jenseits der Klassik? » Faden http://ecx.images-amazon.com/images/I/31sZoUlZ8kL._SL500_AA300_.jpg Youn Sun Nah; Same Girl (Collector's Edition)
Jazz-Pop mit toller Stimme und sparsamen, spannenden Arrangements, z.B. Enter Sandman als Ballade nur mit Akkustikgitarre.
Umfg! Ist die GUT! Genau solche Scheiben sind es, wegen denen ich die Beschäftigung mit populärer Musik nie aufgeben werde. Youn Sun Nah gehört stimmlich in die Ecke der skandinavischen Konsensjazz-Diven, kann aber auch die Stimmakrobatik einer Erika Stucky - und immer schwingt ein Old-School Einfluss der großen alten Damen mit; ich denke oft an Sheila Jordan. Auch wenn es die Kunstgesangsfraktion nicht gerne hört: Eine solche emotionale Sapnnbreite wird man von einer klassischen Sängerin niemals hören (können), gerade weil Ausbildung, Technik und Konvention für die Sun Nahs dieser Welt keine Rolle spielen und damit der Ausdruck durch nichts behindert wird. Wenn der Text erfordert, dass nur noch hysterisch geröchelt wird, dann gibt es das auch zu hören. Man lasse sich nicht davon in die Irre führen, dass das Album -in Frankreich- an der Spitze der Charts zu finden war; manchmal schafft es offenbar auch gute Musik dorthin. Anspieltip (falls man das Original kennt): Enter Sandman
Ich hatte gestern (spät) abends auch die Möglichkeit gehabt, diese Platte zu hören. Zwar auch von der Festplatte, aber nicht mit billigen Bürokopfhörern, sondern mit den Guten über den HiFi-Verstärker. Ich fand diese Art und den Inhalt sehr intensiv.
Aber ohne Deinen Hinweis, Cetay, wäre ich wohl nie auf diese Platte aufmerksam geworden. Danke.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (12.01.2012, 21:59): Original von Jürgen Original von Cetay Original von Cetay im » Heute neu gekauft - jenseits der Klassik? » Faden
Youn Sun Nah; Same Girl (Collector's Edition)
Jazz-Pop mit toller Stimme und sparsamen, spannenden Arrangements, z.B. Enter Sandman als Ballade nur mit Akkustikgitarre.
Umfg! Ist die GUT! Genau solche Scheiben sind es, wegen denen ich die Beschäftigung mit populärer Musik nie aufgeben werde. Youn Sun Nah gehört stimmlich in die Ecke der skandinavischen Konsensjazz-Diven, kann aber auch die Stimmakrobatik einer Erika Stucky - und immer schwingt ein Old-School Einfluss der großen alten Damen mit; ich denke oft an Sheila Jordan. Auch wenn es die Kunstgesangsfraktion nicht gerne hört: Eine solche emotionale Sapnnbreite wird man von einer klassischen Sängerin niemals hören (können), gerade weil Ausbildung, Technik und Konvention für die Sun Nahs dieser Welt keine Rolle spielen und damit der Ausdruck durch nichts behindert wird. Wenn der Text erfordert, dass nur noch hysterisch geröchelt wird, dann gibt es das auch zu hören. Man lasse sich nicht davon in die Irre führen, dass das Album -in Frankreich- an der Spitze der Charts zu finden war; manchmal schafft es offenbar auch gute Musik dorthin. Anspieltip (falls man das Original kennt): Enter Sandman
Ich hatte gestern (spät) abends auch die Möglichkeit gehabt, diese Platte zu hören. Zwar auch von der Festplatte, aber nicht mit billigen Bürokopfhörern, sondern mit den Guten über den HiFi-Verstärker. Ich fand diese Art und den Inhalt sehr intensiv.
Aber ohne Deinen Hinweis, Cetay, wäre ich wohl nie auf diese Platte aufmerksam geworden. Danke.
Grüße Jürgen
:beer Danke für die Rückmeldung!
ab (13.01.2012, 14:55): Live at Birdland von Lee Konitz, Brad Mehldau, Charlie Haden und Paul Motian ecm
kam jüngst auf die Viertelsjahrenbestenlist. Ich bin gespannt, ob zurecht...
Solitaire (25.01.2012, 20:11): Ich mußte gerade was ganz Schreckliches (mit)hören: Andrea Berg mit "Tausendmal belogen". :I :I :I :I :I :I :I Schatzi tritt im Februar beim Pfarrkarneval als Christian Wulff auf und singt nach dieser Melodie einen neuen Text ("Ich habe euch tausendmal belogen"). Jetzt mußte er sich die ich will es nicht Musik nennen draufschaufeln. Und ICH habe es ihm rausgesucht :I :J
Heike (28.01.2012, 11:09): Schatzi tritt im Februar beim Pfarrkarneval als Christian Wulff auf LOL, du kommst aber auf Ideen! Spielst du dann die First Lady? Heike
Solitaire (28.01.2012, 12:34): Auf die Idee sind die Kerle ganz allein gekommen, dazu brauchen die nur drei, vier Bier. :J Ich gehe wohl als Laura Ingalls zum Karneval: Bauernkleid, derbe Schnürstiefel und lange Hängezöpfe. Eigentlich woltle ich ja als Prinzessin Leia gehen, die legendäre Haarfrisur würde ich sogar hinkriegen, aber mir fehlt das Kleid. Aber eine Fernseh-Tante muß es diesmal schon werden :)
Rachmaninov (28.01.2012, 15:36): Original von artemis Original von Rachmaninov http://ecx.images-amazon.com/images/I/518QaafaBsL._SS500_.jpg
gefällt mir auch.
LG - artemis
Vllt. kaufe ich mir die sogar
Cetay (inaktiv) (29.01.2012, 14:58): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61Er4C1p9OL._SL500_AA300_.jpg Becoming the Archetype; Celestial Completion
Gutturaler Gesang und infernalisch harte Klänge als Untermalung zu Texten über himmlische Licht und Liebe Visionen? Das gibt es tatsächlich. Eine stark progressive Schlagseite und viele überraschende Auflockerungen (Soloklavierpassagen, Einsatz von Sitar & Tabla, opernhafter Frauengesang, Ska-Bläsersätze) machen das zu einem richtig launigem Album.
ab (29.01.2012, 23:51): Neugierig nach den Beiträge oben geworden, muss ich sagen, dass sie leider ausnehmend kontrolliert singt, was Lust darauf macht, sie im Knzert zu hören...
Cetay (inaktiv) (11.02.2012, 20:05): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ENSH0CXNL._SL500_AA300_.jpg Bolt Thrower; The 4th Crusade
Das Eröffnungs- und Titelstück dieses Death Metal Klassikers beginnt mit einem der fiesesten Riffs der Geschichte und wenn dann der "Gesang" einsetzt, ist alles verloren. Laut über eine bassstarke Anlage hören und dann wie von einer Dampfwalze genüsslich zerrmalmt werden. Herrlich! :times10
Rachmaninov (12.02.2012, 06:47): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ENSH0CXNL._SL500_AA300_.jpg Bolt Thrower; The 4th Crusade
Das Eröffnungs- und Titelstück dieses Death Metal Klassikers beginnt mit einem der fiesesten Riffs der Geschichte und wenn dann der "Gesang" einsetzt, ist alles verloren. Laut über eine bassstarke Anlage hören und dann wie von einer Dampfwalze genüsslich zerrmalmt werden. Herrlich! :times10
bei mir auch
zum wach werden
Solitaire (12.02.2012, 10:20): Um alter Zeiten willen und aus aktuellem Anlaß: Whitney Houston, "All at once". Ich war nie Fan von ihr, aber sie war ein Teil meiner Jugend...
nikolaus (12.02.2012, 10:26): Original von Rachmaninov http://ecx.images-amazon.com/images/I/51xiMP-k04L._SS500_.jpg
Gut?
Nikolaus.
Rachmaninov (12.02.2012, 14:51): Original von Rachmaninov http://ecx.images-amazon.com/images/I/51yhTsoTM4L._SS400_.jpg
Erneut
Cetay (inaktiv) (12.02.2012, 18:34): Feine Sache, die Google-Suche anhand von Bildern. So konnte ich herausfinden, dass das Ed Sheeran ist und mithören. Ist allerdings gar nicht meine Richtung.
Jetzt läuft eine meiner Insel-CDs:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51cYujFWHyL._SL500_AA300_.jpg Glo; Even As We
Psychedlische Klanglandschaften zwischen Ambient und Dub. Das klingt nicht besonders spektakulär, ist es aber. Das Duo aus GONG-Sängerin Gilly Smith und Gitarrist/Programmierer Steffe erschafft surreal-vertrippte Bilder von unwiderstehlicher Sogkraft.
Rachmaninov (12.02.2012, 19:49): Original von Cetay Feine Sache, die Google-Suche anhand von Bildern. So konnte ich herausfinden, dass das Ed Sheeran ist und mithören. Ist allerdings gar nicht meine Richtung.
Auch nicht zwingend meine! Aber dennoch sehr abwechslungsreiche gut gemachte Musik!
Cantus Arcticus (15.02.2012, 11:09): Original von Rachmaninov http://ecx.images-amazon.com/images/I/41da52lljIL._SS500_.jpg
Jaaaaaa....... :P :P Die habe ich gestern im Player "konzertant" heisslaufen lassen :W :W So haben auch meine Nachbarn am Abend eine Portion :rofl Subkultur :rofl erhalten.... :D
Gruss :hello Stefan
Rachmaninov (15.02.2012, 12:15):
Jürgen (24.02.2012, 08:45): http://www.audio-music.info/pic/b/Blackmores_Night_Ghost_of_a_Rose.jpg
Blackmore's Night: Ghost of a Rose
Anspruchsloses Renaissance-Revival-Gedudel. Manches kommt aber recht gefällig daher.
Armin70 (25.02.2012, 17:05): Wenn ich mal keine Lust habe, klassische Musik zu hören dann höre ich sehr gerne Musik von Bert Kaempfert (1923 - 1980), dem Meister des "Easy-Listining":
Bert Kaempfert trat zwar in den 1960er Jahren einige Male live in US-Fernsehshows auf aber er sträubte sich lange Zeit dagegen, Live-Konzerte in großen Hallen zu geben, weil seiner Meinung nach der Klang bei solchen Konzerten nie auf dem gleichen Niveau ist wie bei Studioaufnahmen. Des weiteren hatten viele seiner Orchestermusiker noch andere vertragliche Verpflichtungen, so dass diese bei Konzerttourneen nicht zur Verfügung gestanden hätten und er wollte sich nicht mit zweitklassigen Musikern zufrieden geben.
Dann bekam Bert Kaempfert aber im April 1974 das Angebot, in der Royal Albert Hall in London zwei Konzerte zu geben und ihm wurden dafür die besten englischen Musiker zur Verfügung gestellt. Da konnte er nicht widerstehen und sagte zu. Aus seinem Orchester nahm er dann noch die ganzen Musiker der Rhythmus-Gruppe mit, so dass das Orchester aus insgesamt 50 Musikern plus einem Chor bestand.
Damit brachte Bert Kaempfert das Londoner Publikum zum swingen und tanzen und er begeisterte mit seinen bekannten Hits (Strangers in the night, L.O.V.E, Danke Schoen, A swinging Safari etc.).
Cetay (inaktiv) (25.02.2012, 23:43): Abseits der klassischen Welt mag ich es gerne elementar:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/4189UnMi7JL._SL500_AA300_.jpg Death; The Sound of Perseverance
Bewundernswert finde ich vor allem, dass sich ein so überragend talentierter Haufen von absoluten Weltklassemusikern an eine Minderheiten-Zielgruppe richtet, ohne Kompromisse und damit von vorne herein ohne Chance auf breite Anerkennung. Das nenne ich Idealismus.
Armin70 (26.02.2012, 00:44): Gestern Abend und heute Nacht habe ich verschiedene Aufnahmen der "Anita Kerr Singers" aus den 1960er Jahren gehört:
Alles sehr schöne peppige Arrangements von Songs aus der zweiten Hälfte der 1960er Jahre mit den tollen Stimmen der "Anita Kerr Singers". Da kommt so richtiges Sixties-Feeling auf, diese Aufnahmen sind fast wie ein Soundtrack zu dieser Zeit.
Leider ist der schwedische Jazzpianist Esbjörn Svensson (Esbjörn Svensson Trio kurz e.s.t) 2007 bei einem Tauchunfall ums Leben gekommen.
LG - artemis
Cantus Arcticus (28.02.2012, 14:50): Original von artemis http://ecx.images-amazon.com/images/I/61dOkPneOmL._SL500_AA300_.jpg
Leider ist der schwedische Jazzpianist Esbjörn Svensson (Esbjörn Svensson Trio kurz e.s.t) 2007 bei einem Tauchunfall ums Leben gekommen.
LG - artemis
Ein schwerer Schlag für die Jazzwelt. Das Vermächtnis: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51HV4AuouPL._SL500_AA300_.jpg
Kleine Anmerkung am Rande: Esbjörn Svensson starb am 14. Juni 2008 nach erwähntem Tauchunfall in den Schären östlich von Stockholm.
Er wurde 1964 geboren im schwedischen Västeros. Beide Eltern waren musikalisch: Die Mutter spielte klassisches Klavier, sein Vater hörte Jazz. Esbjörn spielte seit frühester Jugend mit Magnus Öström zusammen, spielte als Jugendlicher E-Gitarre in Garagenbands und sang. Mit 15 Jahren entschied er sich aber, Klavier zu spielen und ging fürs Studium nach Stockholm.
Mit 19 dann der Einstieg in eine Hard-Bop-Combo. 1990 gründete er mit Öström ein Trio, der Kontrabassist Dan Berglund stiess 1993 dazu. Seit 1995 wurde das E.S.T. mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und im 2006 erschien sie als erste europäische Band auf dem Titel des US-Jazzmagazins "Downbeat".
Esbjörn Svensson wurde 44 Jahre alt. Er hat eine Frau und zwei Kinder hinterlassen.
der titel ist programm: death metal hammer album. weit weg von dem tech-death-zeugs, das heute im überfluß produziert wird und (fast) alles gleich klingt. hier gibts noch stuff der alten schule - röhrende riffs, ganz einfach und doch enorm wirkungsvoll, schöne mischung aus schnellen und langamen elementen, dazu van drunens organ - macht unterm strich eine richig geile scheibe.
ab (29.02.2012, 21:08): Jones Jones: We All Feel The Same Way Larry Ochs / Mark Dresser / Vladimir Tarasov SoLyd 2010
Marc Dresser bedeutet für mich unvergessliche Konzerterlebnisse in den 90ern des sponaten improvisierten Jazz' der New Yorker Avantgarde. Ich wünschte, solche Live-Qualitäten würden vermehrt auch in den Konzerte der Klassik zu erleben sein...
Cetay (inaktiv) (06.03.2012, 05:54): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/4107R0N18ZL._SL500_AA240_.jpg Bud Powell (1924 - 1966); Live in Lausanne 1962
Powell galt als Jahrhunderttalent, hatte aber auf Grund von Drogensucht und schweren psychischen Problemen seinen Zenit schon mit 30 überschritten. In seiner Reifephase hatte er nur noch seltene Lichtblicke, ein ganz besonders heller ist auf diesem Konzertmitschnitt eingefangen. Wie Powell bei Ornithology das berühmte Thema zerlegt und neu wieder montiert, an- und umdeutet, in harmonisch entlegene Regionen führt um plötzlich durch die Hintertür wieder am Ausgangspunkt anzugelangen; das alles improvisiert und mit einer perketen Verbindung aus Strenge und Swing in den Raum gemeißelt... Das ist einfach genial!
Das habe ich vor über zwei Jahren geschrieben und würde es heute wieder so sagen. Betrüblich ist allerdings, dass diese grandiose CD bis heute warten musste, um mal wieder mein Gehör zu finden. Vielleicht muss ich wieder mehr "strategisch" hören; die freien Streams im Netz laden doch zum Verzetteln ein... Manchmal beneide ich die Betonköpfe, die nur eine ganz bestimmte Musikrichtung und nur ein ganz bestimmtes Sub-Subgenre an ihre Ohren lassen. Ich erinnere mich noch lebhaft an einen Forianer aus einem anderen Leben, der eine bestimmte CD über Jahre hinweg mindestens ein mal täglich gehört hat. Die Zuversicht, dabei nichts Entscheidendes zu verpassen, finde ich bemerkenswert,
Jürgen (13.03.2012, 16:11): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51S5NOkVduL._SL500_AA300_.jpg
Two Rooms: Tribute Celebrating Elton John & Bernie Taupin Sacrifice - Sinéad O'Connor Ein Stück, welches mir in dieser Coverversion um ein Vielfaches besser gefällt, als das Original.
Solitaire (16.03.2012, 16:15): Original von Jürgen Sacrifice - Sinéad O'Connor Ein Stück, welches mir in dieser Coverversion um ein Vielfaches besser gefällt, als das Original.
Mir auch! Ein schönes Album, das ich auch noch mal hören könnte...
Jürgen (16.03.2012, 17:50): Original von Solitaire Original von Jürgen Sacrifice - Sinéad O'Connor Ein Stück, welches mir in dieser Coverversion um ein Vielfaches besser gefällt, als das Original.
Mir auch! Ein schönes Album, das ich auch noch mal hören könnte...
Das ganze Album habe ich erst einmal gehört. Das Meiste ist auch nicht so prickelnd. Your Song mit Rod Steward ist noch gut, aber Elton John ist mir lieber. Tonight mit George Michael ist noch OK, der Rest ist eher unterirdisch.
Aber: meine Kinder schlafen und ich bin erst in der nächsten Woche wieder in Berlin, dort kann ich meine Mama wieder als Babysitter einspannen. :leb
LG - artemis
Jürgen (22.03.2012, 10:40): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51o1sZzpI0L._SL500_AA240_.jpg Yes: Tales From Topographic Oceans Ritual - Nous Sommes Du Soleil
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51zMz1XdwjL._SL500_AA300_.jpg Yes: Relayer The Gates of Delirium
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41bVr9y%2BKEL._SL500_AA300_.jpg Emerson,Lake & Palmer Take a Pebble
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41qAW-LyWOL._SL500_AA300_.jpg Emerson,Lake & Palmer: Welcome Back My Friends to the Show That Never Ends Tarkus (incl. Aquatarkus)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51i1mO3W7kL._SL500_AA300_.jpg John Lee Hooker: Chill Out
Grüße Jürgen
Stonie (01.04.2012, 18:11): Grateful Dead - Live from Fillmore West 1969
Auf der Suche nach Worten, wie man die Musik dieses Jazz-Klaviertrios mit Sänger beschreiben könnte, bin auch auf den Begiff pop- und clubmusikinformierter Trio-Jazz gestossen. Bingo! Schublade hin oder her, ich finde das saugut und vor allem wird es mit jedem Hören besser.
Cetay (inaktiv) (07.04.2012, 09:03): Auf youtube:
Chick Corea, Vinnie Colaiuta, John Patitucci - Live at Blue Note, Tokyo 1992
Colaiuta trommelt wie von anderem Stern, er reagiert oft absolut zeitgleich auf seine Mitspieler. Das fast hellsichtige Zusammenspiel von Jazz-Klaviertrios finde ich immer wieder faszinierend. Eigentlich kenne ich davon viel zu wenig... :ignore
jünter (08.04.2012, 19:47): Meldi mich nach längerer Forumspause gleich mit einem musikalischen Fremdgang zurück:
Cetay (inaktiv) (09.04.2012, 07:19): Original von Lucanuscervus
Henry Cow - In Praise Of Learning (1975)
:hello
Von den Alben mit dem Sockencover zieren zwei meine Sammlung:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/4184A21JXRL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51y9c0bbvKL._SL500_AA300_.jpg Henry Cow; Leg End / Unrest
Gegen in Praise of Learning sag ich nur: Dagmar Krause. :rofl Die hätte für das, was sie hier abliefert, bei der Wahl zur schlechtesten Vokaldarbietung des letzten Jahrhunderts sicher gute Karten. :J
Cetay (inaktiv) (09.04.2012, 09:05): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qXbkLx9-L._SL500_AA300_.jpg Axel Rudi Pell; The Crest / Live at Rock of Ages 2009
Cetay (inaktiv) (09.04.2012, 09:36): Ich bleibe im Hard-Rock Fach:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51cWkLNbstL._SL500_AA300_.jpg Whitesnake; Live at Donington 1990
Lucanuscervus (09.04.2012, 10:10): Original von Cetay Original von Lucanuscervus
Henry Cow - In Praise Of Learning (1975)
:hello
Gegen in Praise of Learning sag ich nur: Dagmar Krause. :rofl Die hätte für das, was sie hier abliefert, bei der Wahl zur schlechtesten Vokaldarbietung des letzten Jahrhunderts sicher gute Karten. :J
...Du sagst es :rofl wenn der Rest nicht wäre.....
(Leg End kenne ich auch)
:hello
Cetay (inaktiv) (09.04.2012, 10:52): Weiter im Genre:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/516h5ZMHxoL._SL500_AA300_.jpg Gillan; Live in Tokyo 1978
Cetay (inaktiv) (15.04.2012, 06:59): http://ecx.images-amazon.com/images/I/415xZMEv7zL._SL500_AA300_.jpg Return to Forever; Live 77
In dieser Box steckt das gesamte Live 77 Material der Japan-Ausgabe auf 3 CDs. Das beste auf Tonträger eingefangene Fusion Konzert, das ich kenne. :down
Cetay (inaktiv) (22.04.2012, 17:49): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41M2OfbjNCL._SL500_AA240_.jpg Miles Davis; In a Silent Way
Ich mochte die schon immer lieber als das Schwesterwerk Bitches Brew. Von den beiden Pionierplatten der Jazz-Rockfusion ist In a Silent Way die ruhigere. Trotz des kaleidoskopartig brodelnden Rhythmusgebräus von 2 E-Pianos, Orgel, E-Gitarre und E-Bass stellt sich ein fast meditativer Charakter ein. Neben der ganz dem psychedelischen Zeitgeist der Spät-Sechziger verpflichteten klanglichen Ausrichtung, ist dafür vor allem die extreme Zurückhaltung des Schlagzeugers verantwortlich. Er spielt fast die ganze Zeit nur auf den Hi-Hats und gelegentlich auf dem Rand der Snare. Erst gegen Ende der CD, kurz vor dem Höhepunkt von Miles' Trompetensolo auf It's About That Time setzt er das einzige Mal das volle Kit ein - und das ist dann an dieser Stelle so wirkungsvoll, dass ich ohne Übertreibung von einem Gipfelpunkt in der Geschichte der Tonaufzeichnung des Jazz sprechen kann.
:times10
Cantus Arcticus (23.04.2012, 09:48): Bei mir die "Jungen Götter":
Jürgen (24.04.2012, 14:16): Eine kleine Yes - Playlist:
http://pentaclerecords.net/darien3/yes_keys.jpg
Tormato - Madrigal Going for the One - Awaken Anderson Bruford Wakeman Howe - Quartet: I Wanna Learn/She Gives Me Love/Who Was the First/I'm Alive Yessongs - Excerpts from "The Six Wives of Henry VIII" Yessongs - Roundabout Union - Angkor Wat Relayer - Gates of Delirium
Jürgen (27.04.2012, 09:33): http://ecx.images-amazon.com/images/I/614HEFs2oUL._SL500_AA300_.jpg
California Transit Authority: Full Circle 2007
Die Band California Transit Authority wurde von Ex-Chicago Drummer Danny Seraphine gegründet. Der Name leitet sich von Chicago Transit Authority ab, so hieß nämlich Chicago noch, als sie ihr erstes Album veröffentlichen.
Diese CD enthält hauptsächlich Cover-Versionen älterer Chicago-Songs, excellent eingespielt, da Danny sehr gute Studio-Musiker um sich scharte.
Ein Leckerbissen für alle, die die Anfangsjahre von Chicago lieben, mit den Alben Chicago XI - XXX aber weniger anfangen können.
Grüße Jürgen
ab (02.05.2012, 11:44): The Name Of This Band Is Talking Heads
Cetay (inaktiv) (06.05.2012, 06:18): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41aLjgkt9EL._SL500_AA300_.jpg Bersarin Quartett; II
Um in Sachen Elektronischer Musik und Kultur nicht ganz abgehängt zu werden, lese ich die Zeitschrift De: Bug. Im Mai ist der Zweitling des Berasin Quartetts (wie der Name unschwer vermuten lässt, ein Ein-Mann Projekt) Platte des Monats; eine Auszeichnung die sich Vergangenheit recht zuverlässig als Gütesiegel erwiesen hat.
Jürgen (06.05.2012, 18:49): Propaganda: A Secret Wish (Deluxe 2 CD Edition)
Diese in den Jahren 1984/85 total angesagte Platte hatte ich damals als LP. Noch besser gefiel mir die Maxi Version von Dr.Mabuse: http://odimusic.net/download/uploads/posts/2008-05/1210983383_propagandadrmabusesuperva4.jpg Die habe ich leider über lange Jahre nicht auf CD gefunden.
Seit 2010 gibt es aber obiges Doppelalbum, auf dem alles Wesentliche von Propaganda (und noch etwas mehr) enthalten ist.
Gestern lag sie bei mir im Briefkasten.
Nach einmaligem Hören gefallen mir die Superhits Dr.Mabuse und P:Machinery immer noch in sämtlichen Varianten bzw. Remixes, der Rest ist so la la. Es war eine kraftvolle, rythmusbetonte aber kalte Musik damals. Trevor Horn hatte unhörbar seine Finger drin bei der Düsseldorfer Band.
Cetay (inaktiv) (17.05.2012, 07:33): Original von artemis Emiliana Torrini
Typischer Fall eines künstlerisch ruinösen Hits. Bei dem Namen Emiliana Torrini kommt einem heute sofort der bescheuerte Chartbreaker Jungle Drum in den Sinn. Welcher "ernsthafte" Hörer käme da noch auf die Idee, sich näher mit ihr zu beschäftigen? (Bei mir wollte es der Zufall, dass ich später ein Stück von ihr auf einem DJ-Mix gehört habe und das richtig gut fand). Möglicherweise helfen ihr die $$ etwas darüber weg.
Über zu viel davon muss sich der folgende Künstler keine Gedanken machen:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51pixYtj1rL._SL500_AA300_.jpg Satoshi Tomiie; Renaissance Master Series 11
Der Zen-Meister unter den DJs stellt die Geduld mit minimalistischen Endlosschleifen arg auf die Probe. Wenn die Probe bestanden ist, eröffnen sich beim wiederholten Hören nach und nach die Tiefen, aus denen jedes Mal etwas neues geschöpft wird. Ganz große House-Kunst.
Jürgen (24.05.2012, 12:29): http://ecx.images-amazon.com/images/I/614HEFs2oUL._SL500_AA300_.jpg
California Transit Authority: Full Circle 2007
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (03.06.2012, 11:54): Nach bald zwei Wochen Geschäftsreise ohne Konservenmusik befriedige ich meinen Nachholbedarf im Jenseits-Bereich (Oft kommt mir bei längeren Hörpausen Musik in den Sinn, die ich ewig vernachlässigt habe. Die spukt dann so lange in meinem Kopf herum, bis ich sie endlich wieder gehört habe):
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51yL9SdRE8L._SL500_AA300_.jpg Jonas Hellborg, Shawn Lane, Jeff Sipe; Time Is The Enemy
Jürgen (21.06.2012, 15:06): http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0899158002055.jpg
The Lord Of The Rings Symphony
Symphonie von Howard Shore mit Themen aus der Ring-Trilogie für Chor & großes Orchester
21st Century SO & Chorus, Ludwig Wicki
Cetay (inaktiv) (23.06.2012, 14:21): Original von Rachmaninov http://ecx.images-amazon.com/images/I/61lhKMSrrwL._SL500_AA300_.jpg
Was ein geiles BRETT!
Das ist es, keine Frage. Allerdings bin ich über alle Maßen enttäuscht von dem was Myles Kennedy hier abliefert, hat der doch mit seiner Hauptband ureigene Maßstäbe für die Gesangskunst in der Rockmusik definiert:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/519WN87wQ9L._SL500_AA300_.jpg Alter Bridge; One Day Remains
Cetay (inaktiv) (14.07.2012, 08:48): Original von Lucanuscervus
...nach langer Zeit wieder einmal durchgehört:
SOFT MACHINE Volumes 1 & 2
:hello
Danke für diese Erinnerung. Vol. 1 hab ich in meiner frühen Jugend auf dem Plattenspieler meiner Oma rauf- und runtergehört. Das war eine der Platten, die mein Interesse für Experimentelles und Avantgardistisches nachhaltig geweckt haben. Faszinierend finde ich, dass sich das auf Vol. 1 alles noch in innerhalb der konventionellen Popmusik-Strukturen abspielt. Soft Machine war die erste "Pop"-Gruppe, die auf den Donaueschinger Musiktagen aufgetreten ist. Jetzt läuft mein absoluter Favorit "3" (ich mag auch alle ihre anderen Alben, auch das viel geschmähte Land of Cockayne).
Lucanuscervus (14.07.2012, 10:39): Original von Cetay Original von Lucanuscervus
...nach langer Zeit wieder einmal durchgehört:
SOFT MACHINE Volumes 1 & 2
:hello
Danke für diese Erinnerung. Vol. 1 hab ich in meiner frühen Jugend auf dem Plattenspieler meiner Oma rauf- und runtergehört. Das war eine der Platten, die mein Interesse für Experimentelles und Avantgardistisches nachhaltig geweckt haben. Faszinierend finde ich, dass sich das auf Vol. 1 alles noch in innerhalb der konventionellen Popmusik-Strukturen abspielt. Soft Machine war die erste "Pop"-Gruppe, die auf den Donaueschinger Musiktagen aufgetreten ist. Jetzt läuft mein absoluter Favorit "3" (ich mag auch alle ihre anderen Alben, auch das viel geschmähte Land of Cockayne).
:beer ich finde überhaupt, es gibt eine kontinuierliche Steigerung von Vol.1 bis Vol.3 - hier ist erstmal eine Grenze erreicht ! Ab Nr.4 fällt es wieder etwas ab... "Land of Cockayne" - naja... habe ich zwar, aber gehört für mich zu einer komplett anderen Gruppe (wenn ich auch der Eröffnungsnummer eine gewisse hypnotische Wirkung nicht absprechen möchte... ).
MOON IN JUNE (Vol.3) - absoluter "Hit" !
....................... als Ergänzung zu den frühen Soft Machine läuft bei mir jetzt:
die ersten Solo-Alben von Kevin Ayers mag ich sehr !
:hello
Cetay (inaktiv) (14.07.2012, 10:47): Mann, ich habe fast schon vergessen, wie gut die Third ist. Für mich werden Soft Machine völlig zu Unrecht in die 2. Reihe der 70-er Progressive Rock-Größen gestellt. Nichts von ELP, Genesis, King Crimson und Gentle Giant kommt an Ratledge & Co heran. Allenfalls die besten Sachen von Yes würde ich auf einer Höhe sehen. Einmal angefixt ging es gleich weiter:
Lucanuscervus (14.07.2012, 11:05): Original von Cetay Mann, ich habe fast schon vergessen, wie gut die Third ist. Für mich werden Soft Machine völlig zu Unrecht in die 2. Reihe der 70-er Progressive Rock-Größen gestellt. Nichts von ELP, Genesis, King Crimson und Gentle Giant kommt an Ratledge & Co heran. Allenfalls die besten Sachen von Yes würde ich auf einer Höhe sehen. Einmal angefixt ging es gleich weiter:
...obwohl Gentle Giant (die ebenfalls gerne in die 2. oder 3.Reihe gestellt werden) schon sehr, sehr gut waren ! Octopus, Free Hand, Power & The Glory...
:hello
Cetay (inaktiv) (14.07.2012, 14:28): Original von Lucanuscervus Original von Cetay Mann, ich habe fast schon vergessen, wie gut die Third ist. Für mich werden Soft Machine völlig zu Unrecht in die 2. Reihe der 70-er Progressive Rock-Größen gestellt. Nichts von ELP, Genesis, King Crimson und Gentle Giant kommt an Ratledge & Co heran. Allenfalls die besten Sachen von Yes würde ich auf einer Höhe sehen. Einmal angefixt ging es gleich weiter:
...obwohl Gentle Giant (die ebenfalls gerne in die 2. oder 3.Reihe gestellt werden) schon sehr, sehr gut waren ! Octopus, Free Hand, Power & The Glory...
:hello
Keine Frage! Auch die anderen genannten Gruppen haben Werke für die Ewigkeit geschaffen, siehe etwa In the Court of the Crimson King und Red (eigentlich die ersten 7 LPs) von King Crimson oder Trespass und Selling England by the Pound von Genesis. Aber die Situation ist ganz ähnlich wie bei der Klassik. Man will uns weismachen, dass man mit rund zwei Dutzend Komponisten das Wesentliche und das Beste kennt, bis wir dahinter kommen, dass es auch einen Ries, einen Berwald und einen Röntgen gegeben hat...
Den Abfall bei 4th und 5th sehe ich nicht, es ist halt ein Stilwechsel hin zur Jazzrock Fusion. Aber sie haben dabei die progressiven Songstrukturen und Arrangements erhalten und sind damit nie in die Gefahr des "Dudelns" geraten.
Land of Cockayne ist der Tat etwas ganz anderes, aber ein anschaulicher Fall für eine Kritiker-Krankheit. Bei den unsäglichen Verrissen geht es meist darum, dass Soft Machine andere Musik machen als früher. Es wird nicht die Musik rezensiert, sondern die Tatsache, dass die Musikrichtung den Rezensenten nicht gefällt - wer auf ProgRock steht ,mag in den seltensten Fälle Easy Listening Jazz. In diesem Genre ist Land of Cockayne allerdings allererste Sahne. Die höre ich gerade:
Lucanuscervus (14.07.2012, 16:19): Original von Cetay
Keine Frage! Auch die anderen genannten Gruppen haben Werke für die Ewigkeit geschaffen, siehe etwa In the Court of the Crimson King und Red (eigentlich die ersten 7 LPs) von King Crimson oder Trespass und Selling England by the Pound von Genesis. Aber die Situation ist ganz ähnlich wie bei der Klassik. Man will uns weismachen, dass man mit rund zwei Dutzend Komponisten das Wesentliche und das Beste kennt, bis wir dahinter kommen, dass es auch einen Ries, einen Berwald und einen Röntgen gegeben hat...
Den Abfall bei 4th und 5th sehe ich nicht, es ist halt ein Stilwechsel hin zur Jazzrock Fusion. Aber sie haben dabei die progressiven Songstrukturen und Arrangements erhalten und sind damit nie in die Gefahr des "Dudelns" geraten.
Land of Cockayne ist der Tat etwas ganz anderes, aber ein anschaulicher Fall für eine Kritiker-Krankheit. Bei den unsäglichen Verrissen geht es meist darum, dass Soft Machine andere Musik machen als früher. Es wird nicht die Musik rezensiert, sondern die Tatsache, dass die Musikrichtung den Rezensenten nicht gefällt - wer auf ProgRock steht ,mag in den seltensten Fälle Easy Listening Jazz. In diesem Genre ist Land of Cockayne allerdings allererste Sahne. Die höre ich gerade:
Schön, im Hinterzimmer eines Klassikforums einen Weichmaschinisten zu treffen. :hello
:hello ja, finde ich auch !
ich setze also im Sinne aller Weichmaschinisten-Freunde ebenfalls konsequent fort und fördere maulwurfartig folgende Scheibe zutage: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51fDODfmP7L._SL500_AA300_.jpg
macht Spass !
:hello
Jürgen (14.07.2012, 17:47): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41aZ6ntG5lL._SL500_AA300_.jpg
Peter Gabriel: Up
Cetay (inaktiv) (14.07.2012, 22:33): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51t%2BPzpRFJL._SL500_AA300_.jpg Deicide; The Stench Of Redemption
In der Diktatur des Konsens ist diese blasphemische Musik hochgradig verwerflich, durch die exzellente Gitarrenarbeit bleibt sie künstlerisch wertvoll (und macht mit einem Haufen Absinth in der Birne höllischen Spaß).
Cetay (inaktiv) (16.07.2012, 21:52): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51hELV4E%2B5L._SL500_AA300_.jpg Daevid Allen & The Magick-Brothers; Live at Glastonbury
Ich bleibe im Soft Machine Dunstkreis. Gründungsmitglied Allen hat in seiner Karriere sehr viel produziert, dessen Sinn sich mir so recht erschließen will, um es mal vorsichtig auszudrücken - aber unter den Tonnen von Dada finden sich immer wieder Geniestreiche, die es unmöglich machen, an ihm vorbeizukommen. Neben Teilen der You-Trilogie mit Gong gehören seine Magick-Brothers Liveaufnahmen zu den stärksten Outputs.
EinTon (16.07.2012, 22:07): Original von Cetay Mann, ich habe fast schon vergessen, wie gut die Third ist. Für mich werden Soft Machine völlig zu Unrecht in die 2. Reihe der 70-er Progressive Rock-Größen gestellt. Nichts von ELP, Genesis, King Crimson und Gentle Giant kommt an Ratledge & Co heran.
Das ist ja auch kein "Prog", wie man ihn normalerweise versteht, sondern sog. Canterbury-Jazzrock.
Kennst Du auch die anderen Canterbury-Gruppen, wie Caravan oder National Health? Oder die stilistisch verwandte Zeuhl-Richtung mit Magma und den mE noch deutlich besseren Eskaton ( http://www.youtube.com/watch?v=DGfDwbfEeEU&feature=related )
...auch ich begebe mich wieder in den Softmachine Dunstkreis - allerdings in eine andere Richtung...
:hello
Cetay (inaktiv) (18.07.2012, 08:40): Original von EinTon Original von Cetay Mann, ich habe fast schon vergessen, wie gut die Third ist. Für mich werden Soft Machine völlig zu Unrecht in die 2. Reihe der 70-er Progressive Rock-Größen gestellt. Nichts von ELP, Genesis, King Crimson und Gentle Giant kommt an Ratledge & Co heran.
Das ist ja auch kein "Prog", wie man ihn normalerweise versteht, sondern sog. Canterbury-Jazzrock.
Kennst Du auch die anderen Canterbury-Gruppen, wie Caravan oder National Health? Oder die stilistisch verwandte Zeuhl-Richtung mit Magma und den mE noch deutlich besseren Eskaton ( http://www.youtube.com/watch?v=DGfDwbfEeEU&feature=related )
Ich habe früher gerne nächtelange Diskussionen geführt, ob eine Platte zu diesem oder jenem (Sub-)Genre gehört oder an welchem Punkt durch die Verschmelzung von Charakeristika ein neues (Sub-)Genre entsteht (beim Heavy Metal ist das noch reizvoller, weil hier die Abgrenzungen zwischen den Subgenres in der Regel sehr scharf sind). Klar, Canterbury ist was ganz anderes als der Sinfonische Prog von Yes, aber letzlich gehören sie beide zur Prog-Famile. Die ersten 3 genannten Gruppen kenne ich; Magma finde ich außerordentlich gut, speziell ihr 75' Live-Album. Eskaton werde ich mir später anhören.
ab (18.07.2012, 14:12): The Rub and Spare Change von Michael Formanek
eine erfreuliche Jazz-Produktion! http://ecx.images-amazon.com/images/I/51P%2BQLeevKL._SL500_AA300_.jpg
Jürgen (01.08.2012, 10:00): http://ecx.images-amazon.com/images/I/319eUvINmHL._SL500_AA300_.jpg
Sleeper
Jan Garbarek - Tenor & Soprano Saxophones Keith Jarrett - Piano Palle Danielsson - Double-Bass Jon Christensen - Drums
Live Tokyo, April 16th, 1979
Dieser Konzertmitschnitt, der erst letzten Monat als Doppel-CD erschienen ist, bietet ein nahezu identisches Programm wie Personal Mountains, das bei der gleichen Japan-Tournee entstanden ist, dennoch ohne Dubletten.
Jürgen (02.08.2012, 09:22): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51M9EXTjbnL._SL500_AA300_.jpg
Al DiMeola, John McLaughlin & Paco de Lucía Friday Night in San Francisco, 1980
Cetay (inaktiv) (10.08.2012, 23:22): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51z0Aq46zXL._SL500_AA240_.jpg Session Victim; The Haunted House of House pt.1
Sehr schön. Musik für die Tanzfläche (in diesem Fall hadelt es sich um House-Musik - damit ist auch radikalsten U-Verächtern das Wortspiel des Albumtitels erklärt :P) und künstlerische Intelligenz schließen sich nicht aus.
Jürgen (13.08.2012, 09:46): Per Zufall drübergestolpert:
Erfrischend, lockerer Instrumentalrock aus Finnland mit folkloristischen Elementen. Mal was Anderes. Diese CD ist das Debut-Kurzalbum der Band, nur 35 Minuten lang.
Grüße Jürgen
Jürgen (15.08.2012, 15:41): Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/41mx7eDa4zL._SL500_AA300_.jpg
Arianna Savall (Jordi's Tochter), Petter Udland Johansen: Hirundo Maris
Norwegische und Katalanische traditionelle Musik, sehr stimmungsvoll.
Grüße Jürgen
Heute noch einmal.
Habe gerade ergoogelt, dass Petter ein klassisch ausgebildeter Tenor ist.
Cantus Arcticus (20.08.2012, 10:43): Bei mir ein paar SKA-Takte aus frühen Tagen:
Cetay (inaktiv) (08.09.2012, 11:04): http://ecx.images-amazon.com/images/I/513IDQkDotL._SL500_AA300_.jpg Arch Enemy; Wages of Sin
Das ist auch schon wieder 10 Jahre her... :( Wer sich nach der Nikitin-Affäre noch traut, Heavy Metal zu hören -wo ja nun alle "wissen", wofür diese Musik steht :A- sollte den Superhit des Albums, Burning Angels auf Youtube ansehen und dabei bleiben bis die kleine Blonde den Mund aufmacht...
"http://www.youtube.com/watch?v=6KuvVYnklhM"
Cetay (inaktiv) (29.09.2012, 07:25): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41V8vJ2cb3L._SL500_AA300_.jpg Blaine L. Reininger; Live in Brussels 1986
Bei mir tut sich zur Zeit ein nostaligischer Spalt in die Vergangenheit auf. Auf einmal kommen mir jede Menge Platten wieder in den Sinn, die ich als junger Erwachsener viel gehört und dann für lange Zeit vergessen habe. Reininger macht cooles Zeugs. Der von von seiner elektrisch verstärkten und prozessierten Geige dominierte, intensiv-ausdruckstarke Mix aus eindringlichem Gegang, Elektronik und Post-Punk/Wave mit Spuren von Avantgarde und Jazz verzückt mich heute immer noch. Night Air und Broken Fingers sind für die Ewigkeit. Kennt das wer? Hirschkäfer?
Rachmaninov (29.09.2012, 20:44): Muse - 2nd Law
ab (01.10.2012, 09:26): Beautiful Scars von Kip Hanrahan
dieses Album stammt von 2009, die neueren Sachen sollte ich mir einmal anhören, ob diese wieder so gut sind, wie Hanrahans früheren Produktionen, denn bei Beautiful Scars stellt sich mir leider nicht das Gefühl eines geglückten Gesamtalbums ein.
schwarzehand (03.10.2012, 11:02): Original von Rachmaninov Muse - 2nd Law Ein großartiges Album!!!
Rachmaninov (03.10.2012, 15:29): Original von schwarzehand Original von Rachmaninov Muse - 2nd Law Ein großartiges Album!!!
Findest Du?
uhlmann (03.10.2012, 20:08): habe gerade die tour de force hinter mir, die 155 tracks der box "bernstein dirigiert haydn" aus dem amazon cloud player EINZELN runter zu laden (weil diese dillos ihr system umgestellt haben und der geile cloud player natürlich für linux keinen gesammelten download anbietet - das war mein letzter einkauf einer größeren box bei amazon X( ).
daneben höre ich zur erbauung (nur so habe ich das ohne nervenschaden überstanden) die juli-ausgabe des superben metrosound-podcasts. sehr geschmeidige grooves, kommen mir gerade sehr gut rein. gibts als gratis-dl auf www.metrosound.co.uk (kann ich für die freunde von gepflegem house wämstens empfehlen).
http://www.metrosound.co.uk/i/201207.jpg
schwarzehand (03.10.2012, 20:13): Original von Rachmaninov Original von schwarzehand Original von Rachmaninov Muse - 2nd Law Ein großartiges Album!!!
Findest Du?
Ja, läuft bei mir fast rund um die Uhr! Gefällt es dir nicht?
Rachmaninov (03.10.2012, 20:25): Original von schwarzehand Original von Rachmaninov Original von schwarzehand Original von Rachmaninov Muse - 2nd Law Ein großartiges Album!!!
Findest Du?
Ja, läuft bei mir fast rund um die Uhr! Gefällt es dir nicht?
Dafür war meine hörsitzung nicht ausreichend um das zu bewerten!
Cetay (inaktiv) (03.10.2012, 22:57): Das macht neugierig: Henning habe ich Live mit einer Sibelius-Sternstunde erlebt und auch die unter seiner Beteiligung entstandene Aufnahme von Mozarts KV 563 ist absolute Spitze. Bugge macht mir im Duo mit DJ Henrik Schwarz viel Spass. Der Strömer meines Vertrauens hat von Last Spring eine Promo-Version mit 3 Titlen online; die höre ich mir jetzt gleich an.
Edit: Das ist mir eindeutig zu schön und zu (stereo-)typisch nordisch-melancholisch.
ab (03.10.2012, 23:06): Alice Coltrane - Journey In Satchidananda
Wo Tony Oxley drauf steht, ist immer Gutes drin. Wenn ich mir dagegen so manchen Schlagzeuger anhöre, der in der Klassikwelt gehypt wird...
ab (03.10.2012, 23:43): Alice Coltrane - Ptah The El Daoud Ron Carter am Bass, Joe Henderson & Pharoah Sanders an den Saxophonen, Ben Riley am Schlagwerk
Cetay (inaktiv) (04.10.2012, 01:38): Nicht nur die Cover-Ästhetik sondern die ganze Attitude wurde von den Space-Rockern bis in die späten 90er hinein weitergepflegt; wenn auch mit anderen musikalischen Mitteln.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41hh7JLKc3L._SL500_AA240_.jpg Opera Omnia; Red Shift
Jürgen (12.10.2012, 07:57): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41ajOb9UCNL._SL500_AA300_.jpg
Porcupine Tree: Fear of a Blank Planet
Cetay (inaktiv) (13.10.2012, 05:43): Original von uhlmann
daneben höre ich zur erbauung (nur so habe ich das ohne nervenschaden überstanden) die juli-ausgabe des superben metrosound-podcasts. sehr geschmeidige grooves, kommen mir gerade sehr gut rein. gibts als gratis-dl auf www.metrosound.co.uk (kann ich für die freunde von gepflegem house wämstens empfehlen).
Ich höre gerade die Augustausgabe. Wirklich sehr gepflegt.
jünter (17.10.2012, 19:37): Eigentlich ist der Typ mit seiner gnadenlosen Selbstkommerzialisierung in den letzten Jahren bei mir "unten durch", aber seine älteren Aufnahmen gefallen mir doch noch:
Yorick (17.11.2012, 14:38): Ich frage mal hier, weil ich mich nicht zurechtfinde: Wo kann ich eine Frage zu Aufnahmen von Chopins Klavierkonzerten loswerden?
nikolaus (17.11.2012, 18:51): Original von Yorick Ich frage mal hier, weil ich mich nicht zurechtfinde: Wo kann ich eine Frage zu Aufnahmen von Chopins Klavierkonzerten loswerden?
Hier bist Du in der "Abteilung jenseits der Klassik".
Tatsächlich gibt es (noch) keinen expliziten thread zu Chopins Klavierkonzerten, aber hier passt es am besten.
Nikolaus.
Cantus Arcticus (26.11.2012, 10:13): Talking about my generation.....
Jürgen (01.12.2012, 00:01): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51svQ6TPKiL._SL500_AA300_.jpg
Brand X: Unorthodox Behaviour, 1976
Sogenannter Jazz-Rock, gefällt mir richtig gut. Mit Phil Collins am Schlagzeug.
Jürgen (06.12.2012, 10:41): http://tralfaz-archives.com/coverart/B/brandx_moroccanf.jpg
Brand X: Moroccan Roll, 1977
Noch besser, als das Debutalbum.
Cetay (inaktiv) (09.12.2012, 09:45): Original von Jürgen Noch besser, als das Debutalbum.
Das ist natürlich Geschmackssache, ich finde das Debut weit besser. Hachja, Jazzrock war die künsterlisch anspruchsvolle Musik mit der mich als Teenager snobistisch von der Radiodreck konsumierenden Masse abheben und trotzdem das Energielevel der Rockmusik einfangen konnte. (Das mit Klassik zu tun halte ich für reichlich sonderlich. Ein 16 Jähriger nur-Klassikhörer ist für mich genau so eine Absurdität wie ein 60-jähriger nur Metal-Hörer. Alles hat seine Zeit...) Heute stehe ich zumindest der 2. Generation der Jazzrock/Fusion Welle etwas verhaltener gegenüber. Das ist briliant virtuos, keine Frage, aber vielen Acts fehlt es an Substanz, Linie und Sinn für Proportionen: da werden instrumental-technische Höchstleistungen gerne zum Selbstzweck und letzlich bleibt die Musik formelhaft und emotionsarm. Doch der Missionstrieb ist geweckt. Wenn du für diese Musik ein Ohr hast, empfehle ich, die 1. Generation, besonders das Mahavishnu Orchestra (die beiden ersten Alben) und Return to Forever (vor allem Romantic Warrior, das eine Brücke zum Prog-Rock schlägt) als Haupteinflüsse auf Brand X.
jünter (09.12.2012, 19:21): Original von Cetay Hachja, Jazzrock war die künsterlisch anspruchsvolle Musik mit der mich als Teenager snobistisch von der Radiodreck konsumierenden Masse abheben und trotzdem das Energielevel der Rockmusik einfangen konnte.
An meine kurze und eher halbherzige Jazzrock-Phase kann ich mich auch noch erinnern. Das war zu meiner Oberstufen-Pennälerzeit heftigst "in", und da wollte "man" ja nicht völlig im Abseits stehen. Wenn ich heute an die mitunter stundenlangen Billy Cobham- Chick Corea- etc.- Hörsitzungen zurückdenke: Eigentlich war das nie mein Ding, mit Ausnahme von Weather Report. Deren Alben höre ich sogar heute noch manchmal.
Gruß, jünter
Cetay (inaktiv) (09.12.2012, 23:26): Original von jünter Original von Cetay Hachja, Jazzrock war die künsterlisch anspruchsvolle Musik mit der mich als Teenager snobistisch von der Radiodreck konsumierenden Masse abheben und trotzdem das Energielevel der Rockmusik einfangen konnte.
An meine kurze und eher halbherzige Jazzrock-Phase kann ich mich auch noch erinnern. Das war zu meiner Oberstufen-Pennälerzeit heftigst "in", und da wollte "man" ja nicht völlig im Abseits stehen. Wenn ich heute an die mitunter stundenlangen Billy Cobham- Chick Corea- etc.- Hörsitzungen zurückdenke: Eigentlich war das nie mein Ding, mit Ausnahme von Weather Report. Deren Alben höre ich sogar heute noch manchmal.
Gruß, jünter
Ja, vor allem das Weather Report Live Album 8:30 macht mir immer noch sehr viel Freude. Zeitlos aktuell sind auch die Eltern aller Fusion-Platten: Miles Davis' In A Silent Way und Bitches Brew.
Cetay (inaktiv) (12.12.2012, 07:31): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51gV3OIvX6L._SL500_AA300_.jpg The Flower Kings; The Rainmaker
Beim Versuch, die Musik der Flower Kings zu beschreiben, kommt man nicht dran vorbei, die Namen der 70er Prog-Rock Meister Yes, (frühe) Genesis und King Crimson zu nennen. Ausgerechnet das Album, das sich am weitesten von den Vorbildern entfernt -Rainmaker- ist bei Fans und Presse durchgefallen. Mir gefällt es am besten.
Jürgen (14.12.2012, 07:52): Ich zappe ein wenig orientierungslos durchs Archiv:
..bei manchen Sachen von Psarantonis denke ich, das klingt auch ein ganz wenig nach Xenakis, zumal Xenakis auch Sachen aus der traditionellen griechischen Musik in seinen Werken drin hat.
Hörbeispiele Youtube Youtube 2
Läuft jetzt mal, da ich gerade meine Verwandtschaft in Kreta um's Meer beneide....
Mein Interesse an den Kunst-Rock Dinosauriern ist wieder neu erwacht und ich höre mich gerade durch das jüngere Repertoire. So schlecht, wie es uns von Hardlinern, die nur die "klassische" Phase gelten lassen, ist das nach Going for the One produzierte Material beileibe nicht; ich finde die seither betriebene Vermählung von Kunst und Kommerz sehr gelungen.
Jürgen (03.01.2013, 09:09): http://3.bp.blogspot.com/_tUBfh5jJ960/SZsctLpVn4I/AAAAAAAABeM/aYgxHDhBXiU/s400/iron_and_wine_our_endless_numbered_.jpg
Iron & Wine: Our Endless Numbered Days
Sfantu (08.01.2013, 22:39): Endgradig trashig aber zumindest textlich amüsant, ausserdem unvermeidbar, sobald man dieser Tage hier in der Romandie das Radio einschaltet: Die Schweizer Antwort auf Gangnam-Style: "Le gangnam staïle genevois" von Laurent Nicolet, zu sehen auf www.buzzmoica.fr > vidéos. Mit portugiesischem Bockbier gewinnt selbst das eine gewisse Klasse... "Alors, j'crois, c'est clair maintenant, jooooo..."
Cantus Arcticus (10.01.2013, 08:54): Der Blur-Sänger und der Clash-Bassist:
aus meiner Recherche nach diesem Young Gods-Kubus werd' ich nicht ganz schlau: Da sind 'ne CD, 2 DVDs & 2 LPs drin? Oder gibt's das optional so oder so oder so? Hab' die vor 2 Jahren z' Züri im Moods im Schiffbau gehört/gesehen & war ganz gefesselt von der Sogwirkung dieser Sounds!
LG - Sfantu
Cantus Arcticus (10.01.2013, 13:10): Original von Sfantu Hallo Stefan,
aus meiner Recherche nach diesem Young Gods-Kubus werd' ich nicht ganz schlau: Da sind 'ne CD, 2 DVDs & 2 LPs drin? Oder gibt's das optional so oder so oder so? Hab' die vor 2 Jahren z' Züri im Moods im Schiffbau gehört/gesehen & war ganz gefesselt von der Sogwirkung dieser Sounds!
LG - Sfantu
Lieber Sfantu
Also, soweit ich weiss gibt es: Die CD (The Acoustic Sessions) zusammen mit der DVD (Moods-Auftritt vom 16.12.2006). Die habe ich.
Und unabhängig davon die Vinyl-Ausgabe.
Also für mich ist dieses CD ein Meilenstein auf meiner lebenslangen musikalischen Entdeckungsreise. Schon der erste Song "Our House" entführt mich in andere Welten. Ein Album, dass mich immer wieder auf höchstem Niveau zu überzeugen weiss. Wie Du schreibst: Dieser Sogwirkung kann man sich nur schwerlich entziehen (wenn überhaupt). :times10 :engel
Grüsse :hello Stefan
Heidi41 (10.01.2013, 14:05): Hallo, alle zusammen! Ich wusste nichts von diesem Forum, suchte eigentlich den Schlusschor der Johannespassion für meinen alten Pastor aus Chattanooga, der auch Deutsch predigen kann, um ihm den Text zu kopieren (Text aus Herzlich lieb hab ich dich, o Herr). Die Johannespassion habe ich im Alter von 14 Jahren mit dem Vorgänger des Mainzer Bachchors (Kantorei der Christuskirche Mainz) u.a. mitgesungen, und – interessanterweise - die ich damals schöner fand als die Matthäuspassion. Übrigens habe ich die Matthäuspassion mitten im Advent komplett angehört, gesungen vom Thomanerchor unter der Leitung von Prof. G. Chr. Biller. Ein Hochgenuss und dazu muss ich bemerken: Ich erstand die vollständige Ausgabe als Jubiläumsausgabe zu einem Superpreis. Mal sehen, ob es für mich hier Themen gibt, doch ich kann mich nicht allzu lange am PC aufhalten, weil ich nun auch schon „in die Jahre gekommen bin“, jedoch trotz einiger Einschränkungen, noch fit bin und vor allem wieder in einem kleinen (sehr „feinen“) Chor mitsinge, unter der Leitung der Musikprofessorin, Angie Hunter, auch bekannt als Euphonium- und Trompetenvirtuosin (siehe auch EuroBrass). Dann bis demnächst mal, hab täglich noch so viele Aufgaben zu erledigen und bin froh über ein interessantes Leben und offen für alles, was ich hinzulernen kann. Habe auch lange in Erlangen gewohnt und gehörte dort einer Gruppe der VHS über – ich nenn das jetzt mal – „Identifizieren von Interpreten“ an. War sehr interessant. Natürlich ist für mich auch Bachs Weihnachtsoratorium, das ich wirklich in- und auswendig kannte, weil wir das auch öfters aufführten und ich es mir jahrelang immer – wo ich gerade war – angehört habe. Nun habe ich es über den PC zweimal in der Weihnachtszeit (2012)aus dem Herkulessaal in München angehört. Große Klasse einfach ebenfalls! Nun aber Schluss, Grüße aus BW, Heidi41
ab (10.01.2013, 17:38): Original von Heidi41 Hallo, alle zusammen! Ich wusste nichts von diesem Forum, suchte eigentlich den Schlusschor der Johannespassion für meinen alten Pastor aus Chattanooga, der auch Deutsch predigen kann, um ihm den Text zu kopieren (Text aus Herzlich lieb hab ich dich, o Herr).
Hallo Heidi41, willkommen im Forum!
Deine Anfrage steht zwar im falschen Faden des Forums, aber hier eine Antwort, die hoffentlich nützlich für Dich ist:
Hier ist des gesamte Text der Johannespassion; aber der Schlusschoral lautet: Ach Herr, laß dein lieb Engelein
Du meinst wohl: Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte, BWV 174 Der Text ist da. :hello
Sfantu (11.01.2013, 07:54): Hallo Stefan,
danke für die Auskunft. Durch das Cover-Foto des Young Gods-Albums war ich irritiert. Dachte, diesen Holzklotz gäb' es wahrhaftig in Gestalt eines CD-Schubers (da hätten dann ja schätzungsweise mindestens 8 CDs reingepasst). Na, das wär' ja nun zu schön gewesen...
Viele Grüsse, 1x quer durchs Land
Sfantu
Cantus Arcticus (11.01.2013, 09:42): Halt wieder einmal härtere Kost zum Frühstück heute:
Cetay (inaktiv) (14.01.2013, 07:37): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61lwCuOb8vL._SL500_AA240_.jpg Yes; Fly from here (2011; Ja die leben tatsächlich noch, allerdings mit neuem Sänger)
So was nenne ich einen Grower. Ich mochte die Platte beim ersten Hören nicht besonders, habe sie aber trotzdem immer wieder mal aufgelegt, weil mir 2, 3 Fetzen nicht mehr aus dem Hirn rausgehen wollten. Mittlerweile höre ich sie richtig gerne.
Cantus Arcticus (14.01.2013, 10:57): Neben der Klassik meine all-time favourites:
Salif Keita macht afrikanische Popmusik. Er ist 1949 in Mali geboren und ein Mensch mit Albinismus. Bevor er 1984 nach Paris zog, musizierte er mit der Band Les Ambassadeurs (Internationales) erfolgreich in Mali, Elfenbeinküste und Guinea.
Die 1987 erschienene CD Soro habe ich mir noch in den 80ern von einer Bekannten ausgeliehen und auf MC kopiert. Daher kenne und mag ich diese Musik sehr gerne, habe sie allerdings lange nicht mehr gehört.
Das heutige Wiedersehen/hören macht Freude.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (16.01.2013, 21:30): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61ZAlknqqpL._SL500_AA240_.jpg Steve Harris; British Lion
Ich habe eben mit einem intuitiven Spontankauf Karten für die Clubtour des Iron Maiden Bassisten erstanden, ohne vorher eine Note seines Soloprojekts gehört zu haben. Das wird jetzt nachgeholt.
2004 durfte ich sie live in Berlin,Tempodrom erleben. Unvergesslich, auch der gewisse süssliche Rauch im Saal.
Cetay (inaktiv) (24.01.2013, 00:26): Heute Abend war Fremdgehen angesagt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51VM22hF1VL._SL500_AA240_.jpg Yes; Union Live
Das Verhältnis sieht unserer eigentlichen Liebe ziemlich ähnlich. Höchstes kompositiorisches Niveau und jede Menge an hochwertigem philosophischem und spirituellem Beiwerk machen YES zur "E"-rnstesten aller Rockgruppen.
Das nachfolgend Gehörte gehört eindeutig in die "U"-Schublade und genießt selbst dort aufgrund einer raffinierten und perfiden Negativkampagne eines Musikfernsehsenders nur sehr geringes Ansehen (Der Fall "Winger" ist nahezu ein Lehrbuchbeispiel für Medienmacht). Spass machts allemal :D:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51gV3ciadVL._SL500_AA240_.jpg Winger; IV
Cantus Arcticus (24.01.2013, 21:11): Heute war dies mein Abstecher in die "Derbe Welt des Rockkkks" :J
Cetay (inaktiv) (11.02.2013, 20:47): Original von Heike Wie geil ist DAS denn: Swans: The Seer
Wenn ich die Zutatenliste Post-Punk, Neo-Folk und Drone lese und dann noch von einer Geistesverwandtschaft mit David Tibet die Rede ist, dann kann ich mir das gut vorstellen. Damit es nicht bei der Vorstellung bleibt, mache ich mich jetzt ans Hören. :)
Cetay (inaktiv) (13.02.2013, 08:56): Original von uhlmann http://ecx.images-amazon.com/images/I/51MQeEy42TL._SL500_AA300_.jpg
die neue asphyx - deathhammer
der titel ist programm: death metal hammer album. weit weg von dem tech-death-zeugs, das heute im überfluß produziert wird und (fast) alles gleich klingt. hier gibts noch stuff der alten schule - röhrende riffs, ganz einfach und doch enorm wirkungsvoll, schöne mischung aus schnellen und langamen elementen, dazu van drunens organ - macht unterm strich eine richig geile scheibe.
Ha! Hatte ich es doch richtig im Kopf, den Namen Asphyx hier schon mal gelesen zu haben. Ich höre die Scheibe gerade und bin hin und weg. Ja, das ist in den schnellen Passagen richtig schön Old School und erinnert daran, dass die Wurzeln des Death-Metal bis zum Hardcore-Punk zurückreichen. Und die langsamen, doomigen Elemente sind so vernichtend, wie ich es zuletzt auf Anathemas Silent Enigma gehört habe. Ein alter Freund aus Metalreviews-Tagen hat Deathhammer rezensiert und so herrlich treffende (wenn auch nicht "schöne") Bilder gefunden, dass es eigentlich etwas für den Über solche Sätze freue ich mich Faden wäre.
Geht es beim Doom um die verzweifelte Suche nach dem Licht, ist Doomdeath der Horror des Augenblicks und die komplette Dominanz der Dunkelheit. Ist Doom eine Klage über Deine Verlassenheit von Gott und Mensch, so beklagen Asphyx das gleiche, während sie verotten, die faulenden Gliedmaßen von Stacheldraht umhüllt.
:beer Da kommen Nostalgiegefühle auf. Als Lokalmadatoren haben die oft bei uns in der Nähe gespielt. Wir sind uns vorgekommen wie King Käse, weil wir solch fortschrittlichen Klängen gelauscht haben ... und dass man die Jungs im Konzert hinter dicken süsslichen Rauchschwaden kaum noch erkennen konnte, hat auch zum Kult-Faktor beigetragen. Ich höre gerade Adonis, die mir seinerzeit höchste Glücksgefühle beschert hat und bin überrascht, wie wenig Anachronismus und wie viel Reife da aus heutiger Sicht noch herauszuhören ist. Dass sie nie ins Konzert der Großen aufgesteigen sind, liegt m.E. weniger am Timing (Marilllions Debut liegt gar nicht weit weg), sondern an der notorischen Schwäche, die alle deutschen Progressive-Rock Gruppen aus dieser Zeit plagte: Der Gesang.
Jürgen (19.02.2013, 22:50): Original von Cetay Anyone's Daughter
:beer Da kommen Nostalgiegefühle auf. Als Lokalmadatoren haben die oft bei uns in der Nähe gespielt. Wir sind uns vorgekommen wie King Käse, weil wir solch fortschrittlichen Klängen gelauscht haben ... und dass man die Jungs im Konzert hinter dicken süsslichen Rauchschwaden kaum noch erkennen konnte, hat auch zum Kult-Faktor beigetragen. Ich höre gerade Adonis, die mir seinerzeit höchste Glücksgefühle beschert hat und bin überrascht, wie wenig Anachronismus und wie viel Reife da aus heutiger Sicht noch herauszuhören ist. Dass sie nie ins Konzert der Großen aufgesteigen sind, liegt m.E. weniger am Timing (Marilllions Debut liegt gar nicht weit weg), sondern an der notorischen Schwäche, die alle deutschen Progressive-Rock Gruppen aus dieser Zeit plagte: Der Gesang.
Cetay (inaktiv) (23.02.2013, 12:14): Ich lausche seit einigen Tagen immer wieder abwechselnd den beiden Alben einer Nachwuchsgruppe, die mir die Freudentränen in die Augen musiziert, mich regelrecht euphorisiert und positive Energien in mich hineintreibt wie keine Rockband zuvor. Ich trage eine Idealvorstellung von der für mich perfekten Platte in meinem Hirn mit mir herum und noch niemand zuvor ist diesem Bild so nahe gekommen. Wenn sie es mit ihrer nächsten Veröffentlichung schaffen, die Stärken der beiden ersten Alben zu verbinden und die marginalen Schwächen auszumerzen, dann bin ich im seligen Rockhimmel. :engel
Ich fand mich wiederholt bemüßigt, in Worte zu fassen, was eine perfekte Platte ausmacht. So geschehe es:
Sie muss progressiv sein. Das ist ein viel mißverstandener Begriff, weil er sowohl eine Eigenschaft als auch ein Genre meinen kann. Letzteres scheint ein Widerspruch in sich selbst zu sein. Die Zugehörigkeit zu einem Genre wird durch das Vorhandensein von bestimmten Stilelementen als verbindliche Standards definiert, während wirklich progressive Musik solche Standards stets überwinden müsste. Der Genrebegriff entstand in den frühen 70ern als einige Gruppen die einfachen Schemata von Beat-, Pop- und Rockmusik sprengten und neue Elemente hinzu- und zusammenfügten: Ausgedehnte Stücke mit -unter anderem- aus der klassischen Musik entlehnten Kompositonsmethoden und Formen. Anspruchsvolle Texte, oft in Form von Konzeptalben, die ein Thema oder eine Geschichte über ein gesamtes Album hinweg behandeln. Besondes Ohrenmerk auf den Sound u.a. durch Nutzung der technologischen Entwicklungen bei den Tastenistrumenten und die Verwendung von unüblichen Instrumenten oder Spieltechniken. Die Öffnung gegenüber der Musik anderer Genres und Kulturen (Klassik, Jazz, Folklore, "Welt"-Musik) Instrumentale Virtuosität (samt der demonstrativen Darstellung), harmonische und rhythmische Komplexität. Innovation und Experimentierfreude Die besten Gruppen erreichten ein so hohes kompositorisches, technisches und inhaltliches Niveau, dass man eigentlich das Prädikat "Ernste Musik" verleihen müsste. (Höhepunkte in dieser Hinsicht sind m.E. die Alben Relayer und Close to the Edge der Gruppe YES). Seit dem Revival Mitte der 90er gab und gibt es immer neue Steigerungen. Mittlerweile hat eine neue Generation, die überhaupt keine technischen Limits mehr kennt, die Szene betreten (diesselbe Entwicklung wie dei den Virtuosen der klassischen Musik). Fingerbrechende Läufe, für die man vor 30 Jahren noch zum "Gott" erkoren wurde, mit taktweisem Wechsel zwischen 6/8, 5/4 und 7/8 spielen Pickelgesichter heute im Halbschlaf.
Sie muss (unter anderem auch) Heavy sein. Die mit heruntergestimmten Instrumenten geschredderten Riffs des Heavy Metal erzeugen eine einzigartige Energie, die es so nirgendwo sonst gibt. Ich bin bekennender Metal-Fan und sympathisiere mit der Subkultur. Ab und an hole ich noch die Lederkutte raus und gehe ins Konzert. Die Vorurteile über die Musik und die Szene sind so dumm, dass man eigentlich gar nicht darauf eingehen sollte. Jeder, der im Zuge der Bayreuth-Hakenkreuz Affäre um Jewgeni Nikitin nach "Beweisen" dafür gesucht hat, dass alle Metaller verkappte Neonazis sind, hat auch etwas gefunden. Das ist das Problem mit der Allverfügbarkeit von Informationen. Man findet immer (nur) genau das, nach dem man gezielt sucht und kommt damit zur perfekten Halbwahrheit. Am musikalischen Niveau gibt es nichts mehr zu bekritteln, seit es den Progessive Metal gibt. Hartwurstklänge auf YES-Niveau sind mit der Erscheinen der Gruppe Dream Theater zum Allgemeingut geworden. Das Album Metropolis II: Scenes from a Memory kommt meiner Idealvorstellung schon recht nahe.
Sie muss eingängig sein. Da muss sofort der Zusatz kommen: aber bitte nicht banal oder beliebig. Der Grat ist für meine Ohren sehr schmal, das gilt auch und gerade für die klassische Musik. Hand aufs Herz, ein Haufen von dem Volksliedgut, das von gerade von den großen Komponisten verwendet wird, taugt genausogut zum Mitgröhlen beim Musikantenstadel. Ich weiß schon, es kommt darauf an, was man daraus macht, dennoch hätte ich gerne schon in den Hauptmelodien selbst eine gewisse Abstraktion und dabei den Ohrwurmcharakter gewahrt. Beim Radio-Pop gibt es diese Grenzlinie auch. Zwar wird dort aus dem Themen und Melodien nichts gemacht, aber ich höre Pop-Diven, die auf dem Grat der Tugend bleiben trotzdem ab und an sehr gerne. Manches von Katy Perry, Lily Allen, Lana del Ray und wie sie alle heissen, macht mir richtig Laune, wird aber schnell langweilig, weil ich die genanten Zutaten fehlen und und oft wünschte ich mir, eine solche Sängerin mal in einem anspruchsvolleren Umfeld zu hören. Und genau das gibt es jetzt und zwar unter Wahrung der vierten Perfektionsbedingung:
Sie muss konsistent, kohärent und transzendent sein. Was für eine Buzzwort-Schleuder. Kurz: die Zusammenführung der vielfältigen Eigenschaften soll nicht durch permanete Brüche erreicht werden. Es gibt genügend Bands, die eine Minute lang poppig, eine Minute hart und dann wieder orchestral klingen. Oder die zwischen Pop-Songs und Prog-Hymnen wechseln. Ich will das integriert, alles gleichzeitig oder wenigstens so, dass die Wechsel absolut stimmig vor sich gehen. Und als Krönung soll das alles transzendiert werden, so dass man die Einzelelemente gar nicht mehr wahrnimmt, sondern nur noch deren Verschmelzung zu etwas Neuem ... die perfekte Platte hört.
ab (23.02.2013, 16:33): The Tony Williams Lifetime Emergency!
Epocheweisender Jazz-Rock von 1969, wobei ich hier den Schwerpunkt eher auf JazzROCK denn auf JAZZrock empfinde. Das ist ein energetisches Trio von Tony Williams,Schlagzeug, John Mclaughlin, Gitarre, und dem Organisten Larry Young.
Ob wohl dieses Album Cetays Idealvorstellung von für ihn perfekten Platten entspricht?
Cetay (inaktiv) (24.02.2013, 07:56): Original von ab The Tony Williams Lifetime Emergency!
Epocheweisender Jazz-Rock von 1969, wobei ich hier den Schwerpunkt eher auf JazzROCK denn auf JAZZrock empfinde. Das ist ein energetisches Trio von Tony Williams,Schlagzeug, John Mclaughlin, Gitarre, und dem Organisten Larry Young.
Ob wohl dieses Album Cetays Idealvorstellung von für ihn perfekten Platten entspricht?
Obwohl ich Tony Williams Fan bin, bin ich mit Lifetime nie warm geworden. Gibt es mittlerweile ein Remastering mit vernüftigem Kang? Sehr gut gefiel mir trotz (oder wegen) der Aufbietung der allerschlimmsten Fusionklischees The Joy of Flying. Jetzt hab ich direkt Lust bekommen, die (nach schätzungsweise 30 Jahren) mal wieder zu hören:
Cetay (inaktiv) (24.02.2013, 09:28): Die junge Band, die es hinbekommen hat, weiblichen Radiopop, Metal und Retro-Progressive Rock auf überzeugende Weise zu verschmelzen, kommt aus Chicago und hört auf den Namen District 97. Sie begannen als instrumentale Prog-Metal Band, die sich Liquid Tension Experiment (ein Dream Theater Nebenprojekt, das die technisch-virtuose Seite der Hauptband noch mehr heraustellt) zum Vorbild nahm. Dann begegneten sie Leslie Hunt, die bei American Idol (der Mutter aller Castingshows) einen Top10 Platz belegt hat. Diese Kombination aus 4 nerdigen, bebrillten Milchbubis und einer verboten scharfen Sängerin ist schon rein visuell eine Unmöglichkeit, aber irgendwie schafften sie es, gemeinsam Musik zu machen und Konzerte zu geben. Bei einem Auftritt wurden sie von einer Cellistin des Chicago Symphony Orchestras gesehen, die der Band spontan beitrat. Fertig war das Line-up und bald hatte man einen Plattenvertrag in der Tasche. Der Rest ging schnell. Mittlerweile treten die Fünf (leider verließ die Cellistin die Band nach der Veröffentlichung des Debutalbums bald wieder) zusammen mit Größen wie Kansas, Spock's Beard und John Wetton auf.
Das die Frische und Spielfreude einer Newcomerband mit einer erstaunlichen Reife kombinierende Debutalbum ist schon vollgespickt mit Ohrwürmern, die sich haarscharf auf dem geforderten Grat bewegen. Zusammen mit der massenkompatiblen Stimme könnte das streckenweise auch im Radio zu hören sein, wären da nicht die krummen Takte, die Instrumentalsoli, die experimentellen Einsprengsel. Teilweise will die Band zuviel und verhebt sich bei dem fast halbstündigen Schlusstrack -eine 10-teilige Suite- gewaltig, aber auch hier gibt es brilliante melodische Einfälle, die mir die Freudentränen in die Augen treiben. Wäre diese Suite etwas zusammenhängender komponiert, gäbe es an diesem Album schon gar nichts mehr zu bekritteln. Für das Nachfolgealbum hat sich die Band die Kritik zu Herzen genommen, komponierte deutlich stringenter (das Wort musste ich unbedingt noch anbringen) und verzichtete auf allzu Experimentelles. Allerdings geht das etwas auf Kosten besagter Frische und Spielfreude und auch die Ohrwurmqualität ist nicht mehr durchgehend ganz so unwiderstehlich. Ich habe das Gefühl, dass man die Hits bewußt in die kürzeren und einfacher strukturierten Songs "ausgelagert" hat, um nach dem überwältigenden Erfolg bei der Kritik nun auch kommerziell etwas zu reißen. Aber das ist Jammern auf allerhöchstem Niveau. Für die Entwicklung von vielen zeitgenössichen Progressive-Rock Grupen gibt es fast so eine Art Blaupause. Debutalben strotzen vor Innovationskraft und Leidenschaft aber wirken noch etwas unfertig, beim Nachfolger korrigert man zuviel und wirkt noch etwas bemüht, um dann schließlich mit Nr. 3 die perfekte Symbiose abzuliefern. Ich bin sowas von gespannt, ob District 97 das auch schaffen werden. Bis dahin werde ich an den beiden ersten Alben noch lange meine helle Freude haben:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61e1K5O7kbL._SL500_AA240_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51jm8hQDpAL._SL500_AA240_.jpg District 97; Hybrid Child (2010) // Trouble with Machines (2012)
Cetay (inaktiv) (10.03.2013, 08:26): Nach der Entdeckung von District 97 steht das Progressive-Rock Thermometer bei mir (wieder) auf Rot. Die ersten Heilmittel sind gefunden:
Cetay (inaktiv) (15.03.2013, 05:53): Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/513No4KGl-L._SL500_AA300_.jpg Riverside: Second Life Syndrome Eine mir bislang unbekannte Band aus Warschau.
Wie gefallen Sie dir? Für mich ist das Album eine der besten Prog-Rock Veröffentlichungen der letzten Jahre. Riverside schaffen etwas, das heutzutage wenigen Bands gelingt. Sie sind extrem eigenständig mit einem hohen Wiedererkennungswert, ohne deswegen gesichtslos zu klingen. Das klingt eigentlich in sich logisch, ist es aber nicht. In der Progressive- und noch mehr in der Indie-Szene will jede Band irgendwie besonders klingen, um sich von der Breite abzusetzen und am Schluss hat man einen Haufen von Combos, deren einziges Merkmal es ist, dass sie alle absolut individuell klingen - und damit letzlich doch wieder alle "gleich". (Das ist auch ein gesellschaftliches Phänomen. Wo sich alle zwanghaft "individuell" geben, wird die Masse gesichtslos). Die wahre Kunst ist es, innerhalb des Hauptstroms eigensständig mit einem hohen Widererkennungswert zu sein. Das gelingt Riverside ganz vorzüglich ... und abseits aller Theorie ist die Musik einfach nur saugeil. :D
Jürgen (16.03.2013, 00:36): Original von Cetay Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/513No4KGl-L._SL500_AA300_.jpg Riverside: Second Life Syndrome Eine mir bislang unbekannte Band aus Warschau.
Wie gefallen Sie dir? Für mich ist das Album eine der besten Prog-Rock Veröffentlichungen der letzten Jahre. Riverside schaffen etwas, das heutzutage wenigen Bands gelingt. Sie sind extrem eigenständig mit einem hohen Wiedererkennungswert, ohne deswegen gesichtslos zu klingen. Das klingt eigentlich in sich logisch, ist es aber nicht. In der Progressive- und noch mehr in der Indie-Szene will jede Band irgendwie besonders klingen, um sich von der Breite abzusetzen und am Schluss hat man einen Haufen von Combos, deren einziges Merkmal es ist, dass sie alle absolut individuell klingen - und damit letzlich doch wieder alle "gleich". (Das ist auch ein gesellschaftliches Phänomen. Wo sich alle zwanghaft "individuell" geben, wird die Masse gesichtslos). Die wahre Kunst ist es, innerhalb des Hauptstroms eigensständig mit einem hohen Widererkennungswert zu sein. Das gelingt Riverside ganz vorzüglich ... und abseits aller Theorie ist die Musik einfach nur saugeil. :D
Ich finde sie sehr gut. Und das schönste ist: Sie touren gerade. Am Gründonnerstag sind sie in Darmstadt. Wahrscheinlich gehe ich hin.
Grüße Jürgen
uhlmann (16.03.2013, 18:56): höre mich gerade mal wieder durch meine zappa-bestände: diesmal die "you can't do that on stage anymore" serie. bin gerade auf cd2 von vol.3
highlight der ycdtosa-serie ist sicher vol.2, das superbe helsinki concert von 1974 mit der wohl besten zappa band ever. da reicht vol.3 bei weitem nicht heran, aber zappa macht live auch in weniger gelungenen aufnahmen immer spaß.
Man muss schon weit über den Tellerrand blicken, um diese entlegene, zugegebenermaßen etwas extreme Ecke zu erspähen. Die sympathische, dem Goregrind-Genre verbundene Truppe aus Tschechien zeichnet sich vor allem durch ihren gepitchten Pig Squeal Gesang (unverzerrter gutturaler Gesang, der durch das Einsaugen von Luft bei gleichzeitig geschlossenen Stimmritzen erzeugt wird) aus. Das klingt mal nach einem Wildschwein im Häcksler, mal mach einem ersaufenden Frosch. Die Textverständlichkeit ist natürlich Null, was in Ordnung geht, denn angesichts der Songtitel will man gar nicht so genau wissen, worüber da im Detail gegrunzt, geröchelt und geblubbert wird, während die untermalenden Instrumente zur Abrissbirne umfunktioniert werden. Macht gehörigen Spass.
Jürgen (20.03.2013, 12:41): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51vnuZI4WKL._SL500_AA300_.jpg
Letzteres ist sogenannter pagan/folk metal. Ich empfinde es als interssante Abwechslung, zum mehrmaligen Hören eher ungeeignet, weil sättigend.
Die beiden ersten Alben hingegen sind ProgRock vom Feinsten. Immer wieder.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (23.03.2013, 11:24): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61Nyl7gmixL._SL500_AA300_.jpg Joe Bonamassa; An Acoustic Evening at the Vienna Opera House
mit Gerry O'Connor (Fidel, Mandoline, Banjo), Mats Wester (Schlüsselgeige), Arlan Schierbaum (Klavier, Celesta, Accordion, Toy Piano), Lenny Castro (Schlaginstrumente)
Rachmaninov (23.03.2013, 18:39): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/61Nyl7gmixL._SL500_AA300_.jpg Joe Bonamassa; An Acoustic Evening at the Vienna Opera House
mit Gerry O'Connor (Fidel, Mandoline, Banjo), Mats Wester (Schlüsselgeige), Arlan Schierbaum (Klavier, Celesta, Accordion, Toy Piano), Lenny Castro (Schlaginstrumente)
Bonamassa kaufe ich nicht mehr! Klanglich waren die letzten CD so grottig! Peinlich oder frech je nachdem wie man es sehen mag
Zur Abwechslung mal Oldtime-Jazz,den ich aber auch zum Einstudieren brauche.....Es ist also mehr Üben als Hören gerade...
Cetay (inaktiv) (24.03.2013, 22:02): Original von Rachmaninov Original von Cetay
Joe Bonamassa; An Acoustic Evening at the Vienna Opera House
mit Gerry O'Connor (Fidel, Mandoline, Banjo), Mats Wester (Schlüsselgeige), Arlan Schierbaum (Klavier, Celesta, Accordion, Toy Piano), Lenny Castro (Schlaginstrumente)
Bonamassa kaufe ich nicht mehr! Klanglich waren die letzten CD so grottig! Peinlich oder frech je nachdem wie man es sehen mag
Schlimmer noch: kalkuliert! Hier wird aufgedeckt, dass die Alben hyperkomprimiert sind, d.h. dass Bonamassa, bzw. sein Produzent beim Loundness war an vorderster Front kämpft.
Cetay (inaktiv) (24.03.2013, 22:12): Ich höre jetzt eine dynamisch unkomprimierte Aufnahme. Die klingt über die große Anlage so unfassbar gut; das gibt in der Tat zu denken...
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61L1WcV3DtL._SL500_AA240_.jpg White Willow; Sacrament
Nicht nur klanglich, sondern erst recht musikalisch ist das allererste Sahne. Nordisch-melancholischer Folk mit glasklarer Frauenstimme im Soundgewand des 70er Prog.
Rachmaninov (25.03.2013, 07:32): Original von Cetay Original von Rachmaninov Original von Cetay
Joe Bonamassa; An Acoustic Evening at the Vienna Opera House
mit Gerry O'Connor (Fidel, Mandoline, Banjo), Mats Wester (Schlüsselgeige), Arlan Schierbaum (Klavier, Celesta, Accordion, Toy Piano), Lenny Castro (Schlaginstrumente)
Bonamassa kaufe ich nicht mehr! Klanglich waren die letzten CD so grottig! Peinlich oder frech je nachdem wie man es sehen mag
Schlimmer noch: kalkuliert! Hier wird aufgedeckt, dass die Alben hyperkomprimiert sind, d.h. dass Bonamassa, bzw. sein Produzent beim Loundness war an vorderster Front kämpft.
Die Datenbank kenne ich. Es ist wirklich erschreckend was für ein Müll hier mittlerweile als CD vermarktet wird. Zum Glück gibt es auch andere Beispiele!
Rachmaninov (25.03.2013, 20:23): Original von Cetay Original von Rachmaninov Original von Cetay
Joe Bonamassa; An Acoustic Evening at the Vienna Opera House
mit Gerry O'Connor (Fidel, Mandoline, Banjo), Mats Wester (Schlüsselgeige), Arlan Schierbaum (Klavier, Celesta, Accordion, Toy Piano), Lenny Castro (Schlaginstrumente)
Bonamassa kaufe ich nicht mehr! Klanglich waren die letzten CD so grottig! Peinlich oder frech je nachdem wie man es sehen mag
Schlimmer noch: kalkuliert! Hier wird aufgedeckt, dass die Alben hyperkomprimiert sind, d.h. dass Bonamassa, bzw. sein Produzent beim Loundness war an vorderster Front kämpft.
Die Fetzen auf Spotify klingen aber nicht zu grottig! Wie ist Dein Eindruck von CD?
...Rockmusik war noch nie so mein Ding. Ich liebe mehr die Musik für die Hüften, drum mal wieder eine Dancehall-Abend mit Künstlern aus Uganda...... :leb
Cantus Arcticus (28.03.2013, 09:56): Heute .... :cool
Cetay (inaktiv) (28.03.2013, 16:59): Original von Rachmaninov Original von Cetay Original von Rachmaninov Original von Cetay
Joe Bonamassa; An Acoustic Evening at the Vienna Opera House
mit Gerry O'Connor (Fidel, Mandoline, Banjo), Mats Wester (Schlüsselgeige), Arlan Schierbaum (Klavier, Celesta, Accordion, Toy Piano), Lenny Castro (Schlaginstrumente)
Bonamassa kaufe ich nicht mehr! Klanglich waren die letzten CD so grottig! Peinlich oder frech je nachdem wie man es sehen mag
Schlimmer noch: kalkuliert! Hier wird aufgedeckt, dass die Alben hyperkomprimiert sind, d.h. dass Bonamassa, bzw. sein Produzent beim Loundness war an vorderster Front kämpft.
Die Fetzen auf Spotify klingen aber nicht zu grottig! Wie ist Dein Eindruck von CD?
Ich habe das auch nur als Livestream gehört. Aber es ist deutlich hörbar, dass diese Aufnahme besser ist, als die letzten.
Maurice inaktiv (28.03.2013, 17:09): Oh,da hört jemand die tolle Bossa-CD mit Stan Getz und Gilberto....Guter Geschmack und schönes Kontrastprogramm....
VG,Maurice
Cetay (inaktiv) (28.03.2013, 18:23): ...steht das Progressive-Rock Thermometer bei mir (wieder) auf Rot. Mittlerweile hat es Feuer gefangen. Es gibt soviel zu entdecken...
Auf diesem Album verarbeitet Sängerin Tracy Hitchings ihre Erfahrungen mit einer langwierigen "holistischen" Krebs-Therapie, die auf ein agressives Bekämpfen allein auf der körperlichen Ebene verzichtet und statt dessen auf Entgiftung und auf Änderung der mental-spirituellen Ausrichtung setzt. Die dabei gewonnene und in den Texten dargelegte Lebensphilosphie klingt mit Verlaub etwas nach Eso-Kaffeekränzchen (Walsch, Mohr, Chopra), wird aber mit einer so unwiderstehlich lebensbejahenden und ungekünstelten Inbrunst vorgetragen, dass es mir permanent Schauer den Rücken rauf und runter jagt. Die Musik mit ausladenden symphonischen Arrangements und jubilierenden Pink Floyd-Gitarren passt dazu wie Engel in den Himmel. Als Einflüsse werden Genesis, Yes, Camel, Klaus Schulze and Tangerine Dream geannt; das Endergebnis klingt aber recht eigenständig. Langmarq schaffen locker den Spagat zwischen Gehirnakrobatik und Unterhaltung und sie vermögen mich mit ihrer hellen Wöhlfühlmusik emotional so zu packen, wie es sonst nur mit Härte und Düsterness geht. Grandios! :times10
Cetay (inaktiv) (29.03.2013, 08:51): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51yDuszxMSL._SL500_AA240_.jpg The Tubes; Mondo Birthmark
uhlmann (29.03.2013, 15:01): habe mir 2 neue metal-scheiben ausgeborgt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51U4L6tn1eL._SL500_AA300_.jpg jungle rot - terror regime (thrashiger death metal)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61yxKlG4dhL._SL500_AA300_.jpg suffocation - pinnacle of bedlam (brutal tech-death)
schön, dass mir auf meine alten tage der spaß an solchem unsinn immer noch geblieben ist. v.a. die jungle rot sind geil - klingen so ähnlich wie meine alte studentenzeiten-band (nur technisch besser natürlich).
Maurice inaktiv (29.03.2013, 15:52): Aber doch nicht heute und Ostern mit Panzern auffahren....Nee,das geht echt nicht....Sorry..... :(
Maurice inaktiv (29.03.2013, 19:00): So,nun erst mal wieder was Deftiges nach dem ganzen Tag Chormusik :
Cetay (inaktiv) (30.03.2013, 10:42): Original von uhlmann schön, dass mir auf meine alten tage der spaß an solchem unsinn immer noch geblieben ist.
:beer Bei mir nimmt der Spass mit dem Alter sogar noch zu und ich erfreue mich heute an Auswüchsen, die mir früher zu extremistisch waren. Es hat sich aber auch viel getan. Den Wettlauf nach noch tiefer gestimmten Instrumenten, noch mehr Geschwindigkeit, noch ummenschlicheren Stimmlauten, noch mehr Provokation der Zensurwächter fand einfach nur hirnlos, weil das musikalische Niveau dabei völlig auf der Strecke geblieben ist. Heute gibt es einige Gruppen, die auch in diesen abartigen Gefilden mit Musikalität und -wichtig- Humor aufwarten. Auf das Posten von Beispiel-Covern verzichte ich mit Rücksicht auf die österlichen Gefühle von sensitiven Mitgliedern. http://www.smileygarden.de/smilie/Ostern/ostern_23.gif
Jürgen (30.03.2013, 11:38): Original von Maurice André Aber doch nicht heute und Ostern mit Panzern auffahren....Nee,das geht echt nicht....Sorry..... :(
Ich wünschte, im fernen Osten würde man das auch beherzigen.
Maurice inaktiv (30.03.2013, 11:52): Jürgen,ich mir auch.Aber dort lernt man wohl vor lauter Fanatismus nie aus....
Ich finde,solche Cover gehören generell verboten.Musik sollte zusammenführen und nicht noch zu mehr Unheil.Leider gibt es aber auch da Leute,die noch Hass schüren wollen.
Das jetzt hier kein falsches Bild ensteht.Ich gehe davon aus,dass die Person,die dieses Bild hier gepostet hat,es absolut überhaupt nicht so gemeint hat,und auch im Grunde meiner Meinung ist.
Es ist schon traurig genug,dass unser ach so tolles TV-Programm an Weihnachten und Ostern jedes Jahr wieder irgend welche Horror oder Katastrophenfilme bringt.
Ich bin kein besonders gläubiger Mensch,mann kann mich hier also nicht aus religiösen Gründen verletzen,aber ein klein wenig mehr Sensibilität in solchen Zeiten sollte man dann haben.
Nichts für ungut,wahrlich nicht.
VG,Maurice
uhlmann (30.03.2013, 13:07): Original von Maurice André Ich finde,solche Cover gehören generell verboten.
ich nicht. ich finde es eher erstaunlich, dass ein gemalter panzer auf einem cover so aufregt. metalbands spielen halt gerne mit klischees (viele sind ein reines klischee). heißt ja auch "death metal" - könnte man gleich das ganze genre verbieten.
übrigens: auch ich bin für den weltfrieden. :engel und natürlich wollte ich hier niemanden befremden oder gar schlimmeres.
Maurice inaktiv (30.03.2013, 15:29): Ich bin eben kein Freund davon.Wir sollen dankbar sein,dass wir sie seit 60 Jahren hier nicht mehr brauchen.Gut,das ist ein anderes Thema.
Nachdem ich gestern Nacht einen Film gesehen habe,der mir immer noch sehr nahe geht,erst recht.Der Film hieß übrigens "Der Junge im gestreiften Pyjama",falls ihn jemand gesehen hat zufällig.
VG,Maurice
Rachmaninov (30.03.2013, 19:19): Original von Maurice André Ich bin eben kein Freund davon.Wir sollen dankbar sein,dass wir sie seit 60 Jahren hier nicht mehr brauchen.Gut,das ist ein anderes Thema.
Nachdem ich gestern Nacht einen Film gesehen habe,der mir immer noch sehr nahe geht,erst recht.Der Film hieß übrigens "Der Junge im gestreiften Pyjama",falls ihn jemand gesehen hat zufällig.
VG,Maurice
ich verstehe dich zwar aber ein panzer auf dem Cover eine CD finde ich belanglos gg 85 Milliarden Umsatz / Jahr mit Waffen!
Hörbert (01.04.2013, 17:52): Hallo!
@Maurice André
Natürlich kann niemand der bei klarem Verstand ist einen Krieg befürworten, -das ist gar keine Frage-.
Aber einen Panzer als Stilmittel abzubilden finde ich jetzt nicht schlimm, man kann solche Bilder auch als ständige Mahnung ansehen die lehren der Vergangenheit nicht zu vergessen.
Louis Nelson Big Four,aufgenommen 1964 in Japan....
VG,Maurice
Maurice inaktiv (06.04.2013, 22:46): Und jetzt eine Runde Spirituals mit der legendären Preservation Hall Jazz Band.Hier aber schon die neuere Ausgabe mit Wendell Brunious und Dr.Michael White....
Cetay (inaktiv) (07.04.2013, 08:40): Ich verbrate meine Hörzeit weiter mit dem Durchstreifen von abgelegenen Progressive-Rock Gefilden und der Pirsch nach verborgenen Juwelen. Ganz besonders hell funkelt das italienische Trio Le maschere di Clara, das einige Bezüge zu "unserem" Genre aufweist. Der Name der Band ist von Clara Schumann inspiriert und alle sind klassisch ausgebildete und hauptamtliche Berufsmusiker. In ihrem Freizeitprojekt lassen sie es gerne mal etwas krachen, ohne dabei das kompositorische Handwerkszeug zu vernachlässigen. Das wirkt freilich nie verkopft, sondern die Drei veranstalten ein kreatives Feuerwerk, das vor Spielfreude und Ideenreichtum schier explodiert. Die aufgewendeten Mittel sind bescheiden. Ein E-Bass, eine elektrisch verstärkte Geige und ein Schlagzeug sind die Hauptingredienzien; gelegentlich kommt ein Piano zum Einsatz. Der mächtig voluminöse, angezerrte, grollend-rollende Bass in Verbindung mit der Geige erinnert an frühe King Crimson, dazu kommt treibendes, winkelreich-vertraktes Schlagzeugspiel. Den -leider- durchgehend italienischen Gesang teilen sich ein Mann und eine Frau, was neben den ruhigen, mit Klassik-Zitaten gespickten Intros und Interludien ("das kenn ich doch, verdammt, was ist das nochmal?") für zusätzliche Abwechslung sorgt; "leider" sage ich deswegen, weil die Texte anscheinend ebenso anspruchsvoll wie die Musik sind und es Wert wären, verstanden zu werden. Dafür reichen meine 2 Semester VHS-Studium dann doch nicht ganz aus...
http://ecx.images-amazon.com/images/I/6118YlKQl4L._SL500_AA240_.jpg Le maschere di Clara; L'alveare
Maurice inaktiv (07.04.2013, 20:10): Mal wieder was für mich zum Üben :
Percy Humphrey,der legendäre New Orleans-Trompeter,der sehr lange mit der Preservation Hall Jazz Band mit seinem Bruder Willie spielte und sie auch leitete....
Punch Miller mit John Handy,Sing Miller und Sammy Penn.....
VG,Maurice
Cetay (inaktiv) (08.04.2013, 07:44): Die nächste Beute ist erlegt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61spdBgCSPL._SL500_AA240_.jpg Jack Dupon; Bascule à vif (Live)
Unfassbar. Wiki nennt -richtigerweise- King Crimson, Gong und Zappa als Haupteinflüsse; diese Mischung ist für sich schon ein feuchter Traum, aber ich höre noch eine ordentliche Portion Magma. Leztere waren in den 70ern Begründer einer seltsamen Musikrichtung Namens Zeuhl, die sich neben Minimal Music und Free Jazz auf Carl Orff, speziell das Werk Trionfo di Afrodite beruft. In der Tat klingt dieses Orff'sche Werk (das nicht mit Carmina Burana zu vergleichen ist) sehr nach Magma ... ähm, umgekehrt. Ich finde es immer wieder spannend, solche Verbindungen zu finden.
Jürgen (09.04.2013, 17:30): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51eh0%2BPM9dL._SL500_AA240_.jpg
Riverside: Shrine of New Generation Slaves 2013
Wird bei jedem Hören besser. Nicht jedes Stück auf der CD, aber die meisten.
Maurice inaktiv (10.04.2013, 19:08): Und mal wieder was Altes aus dem Jazz für mich.Ab Mai gehts ja wieder los mit den Auftritten....Wird auch Zeit,der Winter war lange genug dann...
Hier waren der hervorragende Klarinettist Albert Burbank,Banjospieler George Guesnon,Veteran Alcide Pavageau am Bass und der auch uralt gewordene Cie Frazier am Schlagzeug mit dabei.Auch er spielte bis zum Tode mit der legendären Preservation Hall Jazz Band und ging auf Tournee rund um die Welt.
Und hier Kid Sheik Cola,Trompete.Bei beiden Aufnahmen spielte auch der noch ältere Veteran Jim Robinson an der Posaune mit,der noch hochbetagt unglaublich fit war,was man auf den Welttourneen der legendären Preservation Hall Jazz Band in den 1970-er Jahren erleben konnte.
Genau so ein Veteran war Posaunist Louis Nelson,der noch 1989 aktiv war,als er tragisch verstarb:
Hier mit dabei DER Klarinettist des alten Jazz überhaupt : George Lewis,Pianist Joe Robichaux,der quasi auf der Bühne verstarb,und Emanuel Sayles,der 1986 hochbetagt verstarb.Er war an genau 99 Aufnahme-Sessions beteiligt in seinem langen Leben....
VG,Maurice
Jürgen (11.04.2013, 15:28): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61-XFjwAHUL._SL500_AA300_.jpg
Camel: Mirage 1974
miclibs (11.04.2013, 23:20): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41qwyi3fIrL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/411zuhHmlxL._AA300_.jpg ..Jah-mek-Jah, oul-taim musik from Buju Banton, Jah gaid ya ... :wink
Maurice inaktiv (12.04.2013, 02:01): Mal wieder ein wenig Jazz....
Ein "Who-is-who" der Szene: Idress Sulieman, trumpet Danny Quebec West, alto sax Billy Smith, tenor sax Thelonius Monk, piano Gene Ramey, bass, Art Blakey, drums George Taitt, trumpet Sahib Shihab, alto sax Bob Paige, bass
Grüsse :hello Stefan
Maurice inaktiv (15.04.2013, 16:06): Ein "Who-is-who" der Szene: Idress Sulieman, trumpet Danny Quebec West, alto sax Billy Smith, tenor sax Thelonius Monk, piano Gene Ramey, bass, Art Blakey, drums George Taitt, trumpet Sahib Shihab, alto sax Bob Paige, bass
Gestatte mir dazu eine kleine Bemerkung,Stefan.
Ich gehe davon aus,dass Du da eine Serie von hast,denn es müssten die frühen Aufnahmen Monks sein,da kein wirklicher Monk.Solist mit von der Party ist.
Sulieman,Ramey und Blakey wirkten doch 1947 mit,richtig?
Monk galt ja auch nicht gerade als pflegeleichter Musiker und Interpret.
Es sind nur Art Blakey und Sahib Shihab wirklich wichtig,mit Abstrichen der ein wenig unterschätze Idress Sulieman (alias Leonard Graham),den ich als Trompeter selbstverständlich kenne und Bassist Gene Ramey,der mit seinem großen Ton gut in den Bop-Bereich passte,aber bekanntermaßen auch mit Basie und dessen Umfeld einen mir guten Eindruck hinterlassen hat.
Bill Smith hat sich kurze Zeit bei Dave Brubeck aufgehalten,dann war er sehr sehr lange aus meinem Sichtfenster verschwunden,bis er in den 90-er Jahren erneut bei Brubeck aufgetaucht ist.
Jetzt bist Du bestimmt baff,aber ich bin ja eigentlich im Jazz mehr zuhause als hier,auch wenn ich vielleicht hier immer nur alten Jazz reinstelle,umfasst meine Sammlung auch hier ein weitaus größeres Spektrum.
Maurice inaktiv (15.04.2013, 18:11): http://ecx.images-amazon.com/images/I/5132vOnBZBL._SL500_AA300_.jpg
Die Preservation Hall Jazz Band mit Spirituals,AD 1995,auf Sony
VG,Maurice
Cantus Arcticus (15.04.2013, 18:59): Original von Maurice André Ein "Who-is-who" der Szene: Idress Sulieman, trumpet Danny Quebec West, alto sax Billy Smith, tenor sax Thelonius Monk, piano Gene Ramey, bass, Art Blakey, drums George Taitt, trumpet Sahib Shihab, alto sax Bob Paige, bass
Gestatte mir dazu eine kleine Bemerkung,Stefan.
Ich gehe davon aus,dass Du da eine Serie von hast,denn es müssten die frühen Aufnahmen Monks sein,da kein wirklicher Monk.Solist mit von der Party ist.
Sulieman,Ramey und Blakey wirkten doch 1947 mit,richtig?
Monk galt ja auch nicht gerade als pflegeleichter Musiker und Interpret.
Es sind nur Art Blakey und Sahib Shihab wirklich wichtig,mit Abstrichen der ein wenig unterschätze Idress Sulieman (alias Leonard Graham),den ich als Trompeter selbstverständlich kenne und Bassist Gene Ramey,der mit seinem großen Ton gut in den Bop-Bereich passte,aber bekanntermaßen auch mit Basie und dessen Umfeld einen mir guten Eindruck hinterlassen hat.
Bill Smith hat sich kurze Zeit bei Dave Brubeck aufgehalten,dann war er sehr sehr lange aus meinem Sichtfenster verschwunden,bis er in den 90-er Jahren erneut bei Brubeck aufgetaucht ist.
Jetzt bist Du bestimmt baff,aber ich bin ja eigentlich im Jazz mehr zuhause als hier,auch wenn ich vielleicht hier immer nur alten Jazz reinstelle,umfasst meine Sammlung auch hier ein weitaus größeres Spektrum.
VG,Maurice
Hallo Maurice Respekt! DieAufnahmen sind Aufgenommen in den WOR Studios NYC am 15. Oktober, 24. Okober und 21. November 1947.
Für mich waren in meinem bescheidenen Jazz-Spektrum Art Blakey, Sahib Shihab und Idrees Sulieman immer wieder präsent. Ich danke Dir für die Informationen. :thanks
Viele Grüsse :hello Stefan
Maurice inaktiv (15.04.2013, 19:58): Respekt!
Danke..... :)
Noch eine kleine Info meinerseits: Sulieman und Shihab haben in den 60-er Jahren zeitweise gemeinsam in der bärenstarken Francy Boland/Kenny Clarke-Bigband gespielt ( mit so bedeutenden Musikern wie Benny Bailey,Ake Persson,Johnny Griffin,Dusko Gojkovic,Jimmie Woode,Phil Woods oder Eddie "Lockjaw" Davis",von den Europäern mal ganz zu schweigen,die ich nichtg erwähnt habe).
Ich habe mir gerade mal die Cover dieser Bigband zum Schreiben der Namen geholt,um keinen zu vergessen....
VG,Maurice
Jürgen (18.04.2013, 12:48): Mal wieder leichte Kost:
Cetay (inaktiv) (20.04.2013, 16:00): http://ecx.images-amazon.com/images/I/5109G8pd75L._SL500_AA300_.jpg Stomu Yamastha's Go; Live from Paris 1976
Ich hätte gerne mein Gesicht gesehen, als ich diese Platte das erste Mal in der Hand gehalten und die Besetzungsliste gelesen habe. Es erschien mir als eine absolute Unmöglichkeit, dass man Winwood, Schulze und Di Meola unter einen Hut bringt und dabei noch etwas Koheräntes herauskommt. Das Hörerlebnis zerstreute alle Befürchtungen und beeindruckt mich Jahrzehnte später immer noch. Vor allem der sonst so kühl-technokratische Supervirtuose Al Di Meola blüht in diesem ungewohnten Umfeld auf und zelebriert auf Crossing the Line eines der emotional packendsten Gitarrensoli, das je meine Ohren erreichte.
ab (21.04.2013, 15:22): http://www.jpc.de/image/w220/front/0/0025218636421.jpg
Cetay (inaktiv) (21.04.2013, 19:33): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51GQTE8TbJL._SL500_AA300_.jpg The Flower Kings; Tour Kaputt (Official Bootleg, Live 2007)
Die Könige des skandinavischen Retroprog präsentieren sich auf diesem ungeschnittenen und nicht nachbearbeiteten Konzertmitschnitt mit allerbester Spiellaune.
Maurice inaktiv (23.04.2013, 01:36): Heute Abend gab es Jazz pur...
Das Foto ist nicht exakt die CD,die ich gerade höre.Von dieser befindet sich leider kein Bild auf Amazon zur Zeit.
Meine CD heißt "Bunk Johnson and his New Orleans Band : The complete Deccas,Victors and V-Discs plus Alternative Takes November 1945 to January 1946"
VG,Maurice
Cetay (inaktiv) (28.04.2013, 14:52): Original von Cantus Arcticus Guten Morgen
Bei mir ist die Stimmung heute auf dem Nullpunkt angekommen X( :A :(, darum dies:
Naja, vielleicht hilft's ja...
Grüsse :hello Stefan
Und hat es geholfen? Wohl dem, der Musik als Hausapotheke gegen Stimmungstiefs nutzen kann...
Cetay (inaktiv) (28.04.2013, 15:23): Ich bin zur Zeit kaum im Hauptforum, weil ich meine Hörzeit fast auschließlich mit Prog-Rock (Neudefinition der stilistischen und konzeptuellen Grenzen der Rockmusik unter Anwendung produzeduraler Abläufe aus klassischer Musik, Jazz und traditionellen, nichtwestlichen Formen) verbrate. Heute höre ich drei der absolut essentiellen Basiswerke dieser Musikrichtung.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61RmQEct%2BLL._SL500_AA240_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/61moHSx14zL._SL500_AA240_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51fAlJaUCZL._SL500_AA240_.jpg Genesis; Trespass (1971) // Foxtrott (1972) // Selling England by the Pound (1973)
Jürgen (29.04.2013, 09:45): Original von Cetay Ich bin zur Zeit kaum im Hauptforum, weil ich meine Hörzeit fast auschließlich mit Prog-Rock (Neudefinition der stilistischen und konzeptuellen Grenzen der Rockmusik unter Anwendung produzeduraler Abläufe aus klassischer Musik, Jazz und traditionellen, nichtwestlichen Formen) verbrate. Heute höre ich drei der absolut essentiellen Basiswerke dieser Musikrichtung.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61RmQEct%2BLL._SL500_AA240_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/61moHSx14zL._SL500_AA240_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51fAlJaUCZL._SL500_AA240_.jpg Genesis; Trespass (1971) // Foxtrott (1972) // Selling England by the Pound (1973)
Die Nachrücker Steve Morse (schon seit Jahren für den Hardrock-Verweigerer Ritchie Blackmoore, der lieber die mittelalterliche Laute spielt) und Don Airey, der für den verstorbenen Jon Lord die Hammondorgel spielt, seitdem dieser vor Jahren gesundheitliche Probleme bekam, machen ihre Sache sehr gut.
Da haben Deep Purple schon schlechtere Platten gemacht.
Cetay (inaktiv) (29.04.2013, 14:06): Original von Jürgen Original von Cetay Heute höre ich drei der absolut essentiellen Basiswerke dieser Musikrichtung. Genesis; Trespass (1971) // Foxtrott (1972) // Selling England by the Pound (1973)
:J Erwischt! Entgegen der offiziellen Lehrmeinung gehört für mich Trespass zu den großen Drei, aber rausschmeissen wollte ich keines und so habe ich ganz unaufällig aus 3 4 gemacht. Heute geht es weiter mit King Crimson, da sind die ersten 7 LPs unumstößliche Klassiker. Meine drei persönlichen Favoriten werden mir bei einer Flasche Spätburgunder den Abend versüßen:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/6150%2BSTwOGL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51-00GY04EL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/61T5EaHAb1L._SL500_AA300_.jpg King Crimson; Lizard // Red // Islands
Lucanuscervus (29.04.2013, 14:24): Original von Cetay Original von Jürgen Original von Cetay Heute höre ich drei der absolut essentiellen Basiswerke dieser Musikrichtung. Genesis; Trespass (1971) // Foxtrott (1972) // Selling England by the Pound (1973)
:J Erwischt! Entgegen der offiziellen Lehrmeinung gehört für mich Trespass zu den großen Drei, aber rausschmeissen wollte ich keines und so habe ich ganz unaufällig aus 3 4 gemacht. Heute geht es weiter mit King Crimson, da sind die ersten 7 LPs unumstößliche Klassiker. Meine drei persönlichen Favoriten werden mir bei einer Flasche Spätburgunder den Abend versüßen:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/6150%2BSTwOGL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51-00GY04EL._SL500_AA300_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/61T5EaHAb1L._SL500_AA300_.jpg King Crimson; Lizard // Red // Islands
:beer (zwar nicht Spätburgunder)
danke für die Anregung - mir ist heute auch nach "early 70s" und ich werde dann später "Larks Tongues" geniessen..... lang lebe der Crimson King !
:hello
Maurice inaktiv (29.04.2013, 14:35): Sollte jemand mal nach Jazz plus Rock aus den 70-ern suchen,und was hören,was nicht jeder kennt,würde ich mal zu dieser Gruppe einen Hinweis geben :
Der Trompeter Bill Chase spielte als Lead-und teilweise Solo-Trompeter bei Stan Kenton,Maynard Ferguson und vor allem Woody Herman von 1959-1971,ehe er die Gruppe "Chase" gründete.
Die Band war das Gegenstück zur bekannten Gruppe "Blood,Sweat&Tears",zuerst sehr erfolgreich,dann löste sich die erste Gruppe auf.Die zweite Gruppe wurde gerade wieder erfolgreich,als die ganze Band bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.
Der Sound ist deshalb so einmalig,weil ein kompletter Trompetensatz mit Rock-Rhythmus vermischt wurde.
VG,Maurice
Cantus Arcticus (29.04.2013, 15:37): Original von Cetay Original von Cantus Arcticus Guten Morgen
Bei mir ist die Stimmung heute auf dem Nullpunkt angekommen X( :A :(, darum dies:
Naja, vielleicht hilft's ja...
Grüsse :hello Stefan
Und hat es geholfen? Wohl dem, der Musik als Hausapotheke gegen Stimmungstiefs nutzen kann...
Hallo Cetay Ja, es hat gewirkt. Die Gruppe ist Togal für meine Seele :W :W :W
Grüsse :hello Stefan
Jürgen (29.04.2013, 16:41): Original von Cetay :J Erwischt! Entgegen der offiziellen Lehrmeinung gehört für mich Trespass zu den großen Drei, aber rausschmeissen wollte ich keines und so habe ich ganz unaufällig aus 3 4 gemacht.
Ich für meinen Teil möchte noch ein fünftes Album dranhängen: The Lamb lies down on Broadway (1974)
Ich habe vor einigen Jahren die Mischung aus Jazz und Chill Out durch die Band (das Duo) Nighthawks kennengelernt. Sehr entspannter, grooviger, leichter Jazz, getragen vom Trompeten- und Flügelhornspiel Reiner Winterschladens, ein Jazztrompeter, der Dir sicherlich bekannt sein dürfte.
Kennst Du noch weitere Bands dieser Richtung?
Grüße Jürgen
Maurice inaktiv (29.04.2013, 17:31): Kennst Du noch weitere Bands dieser Richtung?
Um ehrlich zu sein,war das fast schon reiner Zufall.Das ist nicht wirklich meine Richtung,aber ich kenne natürlich den Namen Reiner Winterschladen.
Ich würde Dir einmal Palle Mikkelborg empfehlen,den man so in etwa als einen Miles plus Elektrik ganz grob bezeichnen könnte.
Auch zu empfehlen wäre die Gruppe "Tower of Power",die auch seit den 70-er Jahren ziemlich hotte Musik spielt.
Leider nur als kleines Bild,5 Alben dieser Band in der Box zum Mitnehmpreis bei Amazon.
Mein "Zuhause" ist vom uralten New Orleans Jazz bis zum Hardbop eines Miles Davis oder Clifford Brown und Lee Morgan.
Also vom frühen Anfang eines Papa Celestin,Bunk Johnson und Louis Armstrong,hin zu Roy Eldridge,Clark Terry,den ganzen Ellington-Trompetern überhaupt,über Dizzy Gillespie und Fats Navarro hin zu Lee Morgan und Bobby Shew.
VG,Maurice
Maurice inaktiv (30.04.2013, 19:28): Mein persönlicher Favorit bei den Jazz-Trompetern der zweiten Generation ist ohne Zweifel Clark Terry.Hier im Duo mit Red Mitchell am Bass.
Percy Humphrey's Hot Six : Percy Humphrey (Trompete) - Louis Nelson (Posaune) - Albert Burbank (Klarinette,Vocal) - Lars Edegran (Klavier) - Chester Zardis (bass) - Barry Martyn (Drums) AD: 01.11.1966
New Orleans Jazz von allerbester Qualität,herrlich relaxt gespielt.Klasse!!!
VG,Maurice
Maurice inaktiv (04.05.2013, 12:57): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51dLcSPqdcL._AA160_.jpg
Heute starte mal mit Jazz in den regnerischen Tag hinein....Die CD ist aber gleich schon zuende.
Louis Nelson and his Palm Court Jazz Band GHB Records
VG,Maurice
Maurice inaktiv (08.05.2013, 23:42): Heute war ein Jazztag bei mir,wenn es so nennen mag :
Musik, die nach nichts klingt, das man bisher gehört hat (außer man kennt Kluster und TU) und die trotzdem -für einigermaßen offene Ohren- zugänglich und dabei noch richtig gut ist? Das gibt es hier. Hinter dem Kürzel KTU verbirgt sich ein Doppel-Duo. Der "K"-Anteil kommt von Kluster mit Akkordeon-Spieler Kimmo Pohjonen und Sampling-Spezialist Samuli Kosminen. Dieses Duo ist in seiner Heimat populär, obwohl Pohjonen aus seinem Akkordeon alles, nur keine folkloristischen Klänge hervorzaubert. Das experimentelle Moment der Musik wird dadurch verstärkt, dass Duo-Partner Kosminen die Klänge seines Partners aufnimmt, manipuliert und wieder zurückspielt. Dass die kompromisslose Verfolgung einer avantgardistisch-künstlerischen Vision kommerziellen Erfolg hat, gibt es wohl nur in Finnland. Die andere Hälfte des Quartetts besteht aus dem unter dem Namen TU auftretenden Duo mit Pat Mastelotto an Schlagzeug und elektronischer Percussion sowie Trey Gunn, der eine Warr-Gitarre bedient - was das ist, musste ich erst mal nachschlagen: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2a/Warr-Guitar-Raptor.jpg
Allegra (11.05.2013, 12:24): Zwar nicht gerade, aber gestern abend habe ich mir eine Tosca-DVD von 2012 angesehen: Jonas Kaufmann, Bryn Terfel, Angela Gheorghiu - göttlich! Gesanglich wie schauspielerisch ein absolutes Highlight. Dirigiert von Pappano, aus Royal Opera House London. Per Handy kann ich leider kein Bild einstellen - folgt später.
uhlmann (13.05.2013, 17:10): bei mir gerade jazz vor abendlicher arbeit:
http://i.imgur.com/FYmY0.jpg
james farm live @ berklee, boston joshua redman: sax | aaron parks: piano | matt penman: bass | eric harland: drums
gibts auf dem superben jazzboot-experiment-blog als dl (für jazzfreunde ein heißer tipp!). redmans neueste combo james farm klingt recht nett - gediegende unterhaltung ohne wahnsinnigen tiefgang. easy listening eben, gut gemacht.
Jürgen (14.05.2013, 08:36): Heute mal ausprobiert:
Japanischer ProgRock der 80er Jahre. Ein wenig angestaubt, aber das bin ich auch in manch einer Hörgewohnheit. Also ich find's klasse. Da klingen sämtliche Progressives der 70er Jahre durch, insbesondere deren Keyboarder, denn der Kern der Truppe ist der Tastenlöwe Tushio Egawa. Daher klingt alles etwas Keyboardlastig.
Grüße Jürgen
ab (16.05.2013, 22:33): Music For Zen Meditation von Tony Scott Einfach großartige, beseelte Musik! :engel
Stan Getz, tenor sax Oscar Peterson, piano Herb Ellis, guitar Ray Brown, bass
(Verve, 50er Jahre)
Perfektes swinging und groove !
LG, Siamak
Cantus Arcticus (17.05.2013, 12:47): Original von Cetay .... Die andere Hälfte des Quartetts besteht aus dem unter dem Namen TU auftretenden Duo mit Pat Mastelotto an Schlagzeug und elektronischer Percussion sowie Trey Gunn, der eine Warr-Gitarre bedient - was das ist, musste ich erst mal nachschlagen: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2a/Warr-Guitar-Raptor.jpg
Ich kenne die Warr-Gitarre durch die Musik von Adam Levine und dem Dark Aether Project....
Ich selbst habe mich nie auf diesem Instrument versucht, aber wäre gewiss eine Erweiterung meines gitarristischen Horizonts.... so nach 30 Jahren Praxis mal was Neues.... warum nicht?
...ein Dancehall-Klassiker; leider bekommt man in Deutschland außer vielleicht in den Großstädten, viel zu wenig Gelegenheit zum Hüfte schwingen Zum Namen Ward21 : so heisst wohl die psychatrische Abteilung in einem Krankenhaus in Kingston (Jamaica) :D
Maurice inaktiv (19.05.2013, 17:24): Ich brauche unbedingt mal wieder mehr Jazz,also gehts los mit was "Klassischem",dem Dave Brubeck Quartett
Phaenomenal sein Gefuehl fuer den Swing und die orchestrale Fuelle seines Klaviersatzes. Die Unabhaengigkeit der Haende ! Garner hatte als Teenager auf einem Flussdampfer begonnen.
LG, Siamak
Maurice inaktiv (21.05.2013, 19:55): Und Garner konnte keine einzige Not lesen!!!Er war ein Genie!!
Lionel Ferbos mit Lars Edegran's New Oreans Band von 1995
Lionel Ferbos,Jahrgang 1911,war zur Zeit der Aufnahmen runde 84 Jahre jung.Er steht im "Guiness-Buch der Rekorde" als ältester aktiver Jazzmusiker,als er 101 Jahre alt war 2012.
Er lebt immer noch,sitzt aber nun im Rollstuhl,kann aber wohl immer noch kurze Stücke Trompete spielen.
VG,Maurice
AcomA (01.06.2013, 16:24): Hallo,
Another gut together
Art Farmer-Benny Golson-Jazztet (Sechstett)
u.a.
Art Farmer, fluegelhorn Benny Golson, tenorsax Harold Mabern, piano
(Mercury, 60er Jahre)
LG, Siamak
Maurice inaktiv (02.06.2013, 22:08): Bei mir gabs unterwegs zum Gig das hier :
Kid Thomas Valentine (Trompete) mit George Lewis (Posaune) - Emanuel Paul (sax) - Charlie Hamilton (Klavier) - Joe Butler Bass) - Sammy Penn (Dm)
Für die Alvin Alcorn-CD gibts leider kein Bild.Sie heißt aber "Live at the Earthquake McGoon's Vol.1
Alvin Alcorn (Trompete) - Big Bill Bissonnette (Posaune) - Polo Barnes (Klarinette,Altsaxophon) - Sing Miller (Klavier,Vocal) - Joe Tutunian (Bass) - O.Bigard (Dm)
Die drei großen New Orleans-Trompeter Kid Thomas Valentine,Percy Humphrey und Thomas Jefferson mit alten Weggefährten mit Aufnahmen aus den 70-er Jahren.
Der großartige New Orleans-Klarinettist mit u.a. Dee Dee Pierce und Big Jim Robinson 1964 in New Orleans.
VG,Maurice
miclibs (12.06.2013, 19:35): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61-nft2pqFL.jpg Oi-Punk von Testosteron, etwas stumpf, aber mit Ohrwurm-Qualität. Da sage ich mal : Erhebe dein Glas, Working Class... :D (auch wenn ich keinen Alkohol trinke)
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Mb7nhae-L.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/610spkpgVuL.jpg Crass - Anarcho-Punk der 80er Amazon-Zitat: Seltsame Rhythmen, anachistische nachdenkliche Texte, schräge Stimmlagen... Crass waren und sind einzigartig.
finde ich auch und zitiere mal Crass : "Our name is Crass, not Clash.." :)
Nachtrag aus Amazon: Crass waren eine von 1977 bis 1984 aktive Anarcho-Punk-Band aus England. Im Gegensatz zu vielen anderen verstanden sie ihr Engagement vor allem als direkt politisch - Musik und die Subkultur waren in diesem Sinne nur Mittel zum Zweck. Sie verweigerten sich trotz diverser Angebote konsequent der Musikindustrie. Wurden die ersten Platten noch bei kleinen Labels veröffentlicht, hatte die Band nach den ersten Erfolgen genug Geld, um die LPs und Singles selbst zu produzieren. Die Band versuchte sowohl bei ihren Konzerten als auch in ihren Veröffentlichungen, mehr als "nur" Musik zu veröffentlichen. Auf Konzerten wurden Filme und Videos mit in das Programm eingegliedert. Crass spielten in Dorfhallen, Hütten, Kommunikationszentren sowie noch vielen weiteren ungewöhnlichen Orten, die immer wieder neu waren. Hunderte von Leuten kamen zu den Veranstaltungen, bei denen neben Musik, Literatur und Filmen auch Essen und Trinken zum Programm gehörte. Die Platten wurden mit ausfaltbarem Postercover produziert, in denen Crass Platz zur Ausformulierung ihrer Ideen hatten. Crass propagierten einen Graffiti-Krieg in der Londoner Innenstadt. Damals oft gesprühte Slogans wie Fight war not wars oder Stuff your sexist shit gingen auf sie zurück.
Noch eine Band, die sich den Vermarktungsmechanismen widersetzt, alles selbst macht und höchstens mal ein Interview bei einer Schülerzeitung gibt. Die Musik von EA80 wird auch unter Düster-Punk eingruppiert. http://ecx.images-amazon.com/images/I/51E%2BUWdf5KL.jpg
EA80 - 202
Maurice inaktiv (12.06.2013, 20:15): http://ecx.images-amazon.com/images/I/91xndL3W4lL._SL1396_.jpg
Jimmy Archey's Crescent City Delegates of Pleasure
Traditioneller Jazz und einzige Aufnahme mit Archey als Bandleader.Die Aufnahme wurde kurz vor seinem Tode 1967 gemacht.
Der große,alte New Orleans-Posaunist im Alter von runden 86 Jahren mit einigen der besten Musiker seiner Heimatstadt.Darunter der 89-jährige Bassist Chester Zardis und der 80-jährige Danny Barker am Banjo.
AD war 1989
VG,Maurice
Cetay (inaktiv) (12.06.2013, 20:42): Für mich das ultimativ letzte Wort in Sachen Extrem-Metal. Nicht nur, dass die Jungs alle Subgenres aus der toten, schwarzen und mahlenden Ecke transzendieren, sie verheiraten das auch noch mit den Ideen, die King Crimson vor 40 Jahren hatten. Das Ergebnis klingt wie: Hey da draussen gibt es diesen Cetay, jetzt machen wir mal eine Platte haargenau nach seinen Vorstellungen von perfektem Metal:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41wHxdwCHsL._SY450_.jpg Akercocke; Words That Go Unspoken, Deeds That Go Undone
Maurice inaktiv (16.06.2013, 09:49): Bevor es dann wieder losgeht zum Musik machen wieder etwas "Vernünftiges".... :D
Punch Miller (Trompete+Vocal) - Louis Nelson (Posaune) - George Lewis (Klarinette) - Joe Robichaux (Klavier) - Emanuel Sayles (Banjo) - John Joseph (Bass) - Joe Watkins (Drums)
AD: 1963 in Osaka/Japan
VG,Maurice
AcomA (24.06.2013, 23:30): Hallo,
Dat Dere (aus 'Big Beat')
Lee Morgan tp Wayne Shorter ts Bobby Timmons p Jymie Meritt, b Art Blakey, d
(Blue Note, 1960)
Groovig und cool
LG, siamak
Maurice inaktiv (27.06.2013, 19:31): http://ecx.images-amazon.com/images/I/417BQQRZP3L.jpg
Kid Thomas : New Orleans-The Living Legends Riverside
Jeweils zwei tolle New Orleans-CDs aus den 1960-er Jahren mit Kid Thomas Valentine (Trompete) - Louis Nelson/Jim Robinson (Posaune) und Sammy Penn (Drums) als Basis.
VG,Maurice
Cetay (inaktiv) (28.06.2013, 00:15): OMFG! Immer auf der Suche nach neuen Grenzerfahrungen in puncto räudiger Härte, bin ich heute fündig geworden. 10 Songs in 14 Minuten: das kann nur ein Mix aus Hardcore-Punk und Grindcore sein. Und was für einer! So einen akustischen Schlag mitten ins Gesicht (vulgo: in die Fresse) habe ich selten empfangen. Schön für die Musiker, dass sie sich den Frust über den erbärmlichen Zustand von Welt und Gesellschaft so gnadenlos von der Seele prügeln können. Mir bereitet das einen gehörigen Hör-Spass. :P
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51mryemcPmL._SL500_AA240_.jpg Nails; Unsilent Death
Hatte die Crass-Scheibe damals in den Punk-Zeiten noch als Doppel-LP, an der meine Ratten dann kräftig am Cover genagt hatten. Crass war für mich die innovativste Punk-Band was Musik als auch Ideologie angingen. In der Band, die vom Anarchismus geprägt war, gab es keinen Chef, jeder spielte, was er wollte und so entstanden Songs, in denen häufig Alltagsgeräusche, Radiomitschnitte, Sprechpassagen eingebunden waren. Naja, Crass hatte nach der ersten verkauften Scheibe so viel Geld, dass sie ihr eigenes Label aufmachten und die DoItYourself-Philosophie des Punk lebten.
Maurice inaktiv (30.06.2013, 11:06): Nach viel Klassik mal wieder was ganz Altes.Ich muss Samstag einen Titel daraus spielen : "What am I living for?" heißt er.Ein wunderbarer Titel,herrlich romantisch und langsam....
Cetay (inaktiv) (01.07.2013, 08:12): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2BV7N%2BuM0L._SL500_AA240_.jpg Zip Tang; Feed our Heads
So viel Abwechslungsreichtum ohne dass es zusammengewürfelt klingt, habe ich selten auf einem Album gehört. Von Jazz über Blues, Hardrock, Funk und Psychedelik bis hin zum modernen Kunstrock ist alles vertreten. Das Wichtigste: Zip Tang verwursten das zu richtig guten Songs und schaffen ein ums andere mal ganz große Gänsehautmomente.
:times10
Cetay (inaktiv) (02.07.2013, 20:58): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51jKNZERyKL._SL500_AA240_.jpg Charlie Parker; Bird at St. Nicks (1950)
Außerweltlich und visionär; trotz miserablestem Sound ist das meine Lieblingsplatte von Parker. An diesem Abend war er seiner Zeit um Jahre voraus. Ich nehme mir viel zu wenig Zeit für den Jazz... :(
ab (06.07.2013, 23:07): Eine halbe Ewigkeit nicht mehr im Player gehabt.
Cetay (inaktiv) (17.07.2013, 08:48): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61ruaihQdqL._SL500_AA240_.jpg Autopsy; The Headless Ritual
Ich nehme zum wiederholten Male diese Dosis Todesblei ein. Das ist die ganz alte Schule mit moderner Produktion und einer der besten "Gesangs"-leistungen, die ich aus dieser Ecke gehört habe.
Jürgen (22.07.2013, 11:32): http://www.justforkicks.de/images/products/2568_g.jpg
Soar Patrol (gälisch : Freiheitsgarde) - Dudelsack, Trommeln + E-Gitarre mit Bezug auf 'BraveHeart'
Maurice inaktiv (03.08.2013, 00:44): Wegen der Wärme ist an Schlaf nicht zu denken. Dafür aber an wunderbare Tango-Musik mit Daniel Barenboim und weiteren großartigen Musikern :
Was hatte der Duke 1957 für ein großartiges Orchester zusammen. Es war eines der Besten seiner Karriere überhaupt.
Als Solisten treten hervor : Shorty Baker (was für ein großartiger Trompeter er war, zeigen diese Einspielungen hier), Ray Nance (Tp+vln), Johnny Hdges (As), Paul Gonsalves (Ts), Harry Carney (Bs), Jimmy Hamilton (Cl), Ellington selbst am Klavier und Sänger Ozzie Bailey.
Mirror in the bathroom Hands off...she's mine Two swords Twist & crawl Rough rider Click click Big shot Whine & grine/Stand down margaret Noise in this world Can't get used to loosing you Best friend Jackpot
Two tone music at it's best...
Gruss :hello Stefan
Cetay (inaktiv) (10.08.2013, 09:30): Heute in der früh:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Wk78xCUWL._SL500_AA240_.jpg Anders Koppel; Everything is Subject to Change
Ganz feiner, sehr atmosphärischer Jazz aus Skandinavien. Anders Koppel (Hammond B3 Orgel), Benjamin Koppel (Saxophon), Kenny Werner (Piano & Fender Rhodes) & Jacob Andersen (Schlagzeug & Percussion).
Weltmusik im allerbesten Sinne Ein Kritiker schrieb: kein Jazz, keine Kammermusik, keine Folklore aus Skandinavien oder Vorderasien oder Afrika, aber doch von all dem etwas. Peter Bastian (Fagott, Klarinette), Anders Koppel (Hammond B3 Orgel), Flemming Quist Møller (Congas, Darbouka, Schlagzeug).
Sehr vielsseitig ist dieser Anders Koppel, der früher in einer Rockband spielte und sich in seiner Heimat nebenbei auch als Komponist von "ernster" Neuklassik etabliert hat.
Florestan (15.08.2013, 18:48): Seit langem mal wieder aufgelegt:
Keith Jarrett mit seinem skandinavischen Quartett. Ein Livemitschnitt vom April 1979 aus Tokyo. Unheimlich packene Musik mit eiem unbändigen Drive (Personal Mountains). Sie beherrschen die kräftigen Farben wie die dezenten Pastelltöne meisterhaft. Jan Garbarek ist für mich auch der vielseitigere Saxofonist als Dewey Redman im amerikanischen Quartett.
Herzliche Grüße Florestan
"Das eine lassen, und das andere nicht tun, so kann man das Unangenehme mit dem Nutzlosen verbinden"
R. Gernhardt
Cetay (inaktiv) (23.08.2013, 07:15): http://ecx.images-amazon.com/images/I/517CzYAeq5L._SL500_AA240_.jpg Bulgarische Volkslieder; Ruska Nedyalkova, Bulgarian National Radio Folk Orchestra; Kalinka Zgurova
Ich muss mal in meinem Stammbaum nachschauen, ob ich bulgarisches Blut in mir habe - das Gehörte geht mir so richtig in dasseble.
miclibs (25.08.2013, 20:07): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51tV4sxfDiL._SX450_.jpg Crass (1977-84) - Penis Envy Diese Scheibe der Anarcho-Punk-Band war ausschließlich eine Frauen-Scheibe. Frontfrau Eve Libertine wußte viel zu erzählen, wie Frauen zu dieser Zeit unterdrückt wurden.
Cetay (inaktiv) (15.09.2013, 09:52): Eine Band, die sich selbst Speedtrap und ihr Album Powerdose nennt, wird an den darin versteckten Versprechen gemessen ... und besteht auf ganzer Linie. So etwas hat es seit den frühen 80ern nicht mehr gegeben. Das ist ursprünglicher US-Speed-Metal in Reinstkultur und anderes als die damaligen Heroen dieses kurzlebigen Genres haben Speedtrap einen richtig amtlichen Sänger an Bord. Ein halbstündiger Gute-Laune-Arschtritt allererster Güte.
Daraus Wall of Noise:http://http://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/art/Metal-Urbain-Anthologie-1977-1979/hnum/4684744
MFG Günther
Jürgen (25.09.2013, 11:57): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61TBp92oYML._SY450__PJautoripBadge,4,-40_OU11__.jpg
Apocalyptica (2005)
Ich bin ein Apocalyptica-Newbie, habe mir diese CD in der Bücherei ausgeliehen, und mag eigentlich die Stücke ohne Schlagzeug und ohne Gesang am liebsten.
Ich habe mir noch die 7.Sinfonie der Jungs ausgeliehen, aber noch nicht gehört.
Grüße Jürgen
Jürgen (25.09.2013, 15:56): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YTc5xeswL._SY450_.jpg
Porcupine Tree: Coma Divine (1997, Live in Rom)
Sehr gutes Live-Album, manche Stücke sind noch besser, als die Studiofassungen.
Jürgen (26.09.2013, 11:48): Dank Spotify: http://www.lesenlaufenlauschen.derwesten.de/wp-content/uploads/2012/11/Steve-Hackett-Genesis-Revisited-II.jpg
Steve Hackett: Genesis Revisited II
Ex-Genesis-Gitarrist Steve Hackett covert seine eigenen Songs mehrheitlich aus der frühen Genesis-Ära. Viele namhafte Gaststars stehen ihm dabei zur Seite.
Also mir gefällts.
Jürgen
Cetay (inaktiv) (02.10.2013, 07:17): http://www.jpc.de/image/w220/front/0/5709498210841.jpg Lis Er Stille; Nous (2012)
Was für Musik. Was für eine Band. Angefangen haben sie mit der Vertonung von surrealen Gemälden, bald vertonten sie Allesmögliche, um schließlich eigene Drehbücher zum Zwecke der Vertonung zu schreiben. Nous ist altgriechisch und steht für die menschliche Fähigkeit, etwas geistig zu erfassen; die Instanz im Menschen, die für das Erkennen und Denken zuständig ist. Das klingt alles reichlich prätentiös, aber sobald man (ich) in den magischen Klangkosmos eingetaucht ist (bin), meldet die Instanz Nous, dass es hier in der Tat einiges geistig zu erfassen gibt. Kunstmusik im Rockgewand, ziemlich sperrig, aber lohnend - mit jedem Hören tut sich irgendwo ein Fenster zu einer weiteren Dimenson auf.
Jürgen (02.10.2013, 16:06): Zweimal Steven Wilson:
Tolle Kontraste: quasi alles da zwischen Dahinschmelzmelodien, minimalistischen Wiederholungen, Schreckstarre, Grusellyrics und Gitarrenhypnose.
Heike (09.10.2013, 22:28): @Cetay Lis Er Stille: Nous ist ganz genau meins!!! Ich höre das jetzt schon zum dritten Mal, großartig, und es wird immer besser!
Mein Lieber, irgendwie trifft du immer mal wieder punktgenau meinen Geschmack, wir scheinen irgendwas gemeinsam zu haben!
Cetay (inaktiv) (11.10.2013, 06:55): Original von Heike @Cetay Lis Er Stille: Nous ist ganz genau meins!!! Ich höre das jetzt schon zum dritten Mal, großartig, und es wird immer besser!
Mein Lieber, irgendwie trifft du immer mal wieder punktgenau meinen Geschmack, wir scheinen irgendwas gemeinsam zu haben!
Ich höre die CD seit ich sie kenne täglich - wenn ich einen engen Terminplan habe, zumindest die ersten beiden ersten Tracks am morgen, so wie jetzt gerade. :)
Nur noch selten aber immer wieder gern gehörter Klassiker.
Cetay (inaktiv) (27.10.2013, 16:31): Was für ein herrlicher Tag. Während in allen Himmelsrichtungen Wolken zu sichten waren, hielt sich über unserer Terasse bis in den frühen Nachmittag hinein ein Sommerloch. Das gab die Gelegenheit nochmal kräftig Sonne zu tanken und die restlichen vier der Großen Fünf Rush-Klassiker hintereinander zu hören. Wenn nichts Unvorhergesehenes mehr dazwischen kommt, erreicht das Trio in ein paar Monaten 40 Jahre ohne jeglichen Besetzungswechsel.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61%2Bc8ktSSsL._SL500_AA240_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51DKrrxxrSL._SL500_AA240_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51z11GH1JwL._SL500_AA240_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/51Q4vUbxTKL._SL500_AA240_.jpg Rush; A Farewell to Kings (1977) / Hemispheres (1978) / Permanent Waves (1980) / Moving Pictures (1981)
Jürgen (30.10.2013, 15:44): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51SQKKXDZ6L.jpg
Steve Howe: Not Necessarily Acoustic (1994)
Schönes Gitarrenspiel. Zum Glück versucht Steve nicht oft, zu singen.
Cetay (inaktiv) (01.11.2013, 05:36): Seit 2 Wochen draußen:
68 und kein bisschen leise. Man hört Mastermind Lemmy das Alter jetzt deutlich an -die Veränderung zum letzen Album ist enorm. Da in diesem Genre der Respekt vor dem Lebenswerk mehr zählt als die gegenwärtige "Leistung", würde es kein Rotzlöffel wagen, ihm deswegen den Ruhestand nahezulegen. Er befäde er sich schnell vor der Tür mit den Fans in einer freundlichen Diskussion, deren Ergebnis noch nach Wochen sicht- und spürbar wäre. :P
Jürgen (01.11.2013, 07:12): http://www.dustygroove.com/images/products/z/zappa_frank_shutupnpl_101b.jpg
Frank Zappa: Shut Up 'n Play Yer Guitar (1981)
Ich höre nicht alle drei CDs, sondern einen etwa einstündigen Querschnitt.
..oder vielleicht doch alles? :down
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (01.11.2013, 07:37): Original von Jürgen
Frank Zappa: Shut Up 'n Play Yer Guitar (1981)
Ich höre nicht alle drei CDs, sondern einen etwa einstündigen Querschnitt.
..oder vielleicht doch alles? :down
Grüße Jürgen
Ob alles oder Querschnitt: Nimm auf jeden Fall die beiden letzen Stücke auf CD3, Stucco Homes und Canard Du Jour mit. Die unterscheiden sich ziemlich vom Rest und sind für mich die heimlichen Stars auf dieser Box.
Cetay (inaktiv) (09.11.2013, 19:39): Gerade sind alte Live-Klassiker angesagt:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/419FRCCX1NL.jpg Taste; Live at the Isle of Wight 1970 Das Rock Trio ist das Pendant zum klassischen Streichquartett. Der Verzicht auf harmonische und klangliche Füllsel fordert nichts als reine Musikalität.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41ETFD6P0EL.jpg Blue Öyster Cult; On your Feet... Live 1975 Mein erstes und einziges Album dieser Gruppe. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es noch besser geht. Im Hard n Heavy Sektor ist das ganz klar ein Fall für die Insel Top 10.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/31L2orYKiKL.jpg Magazine; Play (Live in Melbourne 1980) Eine der ersten Bands die den Punk um progressive Elemente erweiterte - und damit die Schelte der Hardliner auf sich zog.
Cantus Arcticus (09.11.2013, 21:50): Bei mir so ein Hybrid aus - ich weiss auch nicht genau was:
Nö, reine Klassik ist es nicht...... ...und nur Jazz ist es aber auch nicht.... ?( .... aber es gefällt mir sehr gut :) , die Kombination aus Saxofon und mehrstimmigen Gesängen, die mich irgendwie an Mönche erinnern...wie auch immer.
Da war ich noch ziemlich jung und am Anfang meiner Rock-Gehversuche.. :cool
Eine meiner Favourites....
Gruss :hello Stefan
uhlmann (16.11.2013, 15:41): von prince gibts recht wenig offiziell veröffentlichtes live-material, dafür eine menge bootlegs. wie dieses hier aus montreux in recht guter soundqualität:
prince spielte 2013 am jazzfest montreux 3 shows, dieses ist die zweite vom 14. juli. alle 3 shows sind großartige konzerte von einem großartigen (live)musiker. jazzfunkpop at its best.
Jürgen (27.11.2013, 10:07): Eine Playlist Deep Purple Mark III++
Burn: Burn Burn: You Fool No One Burn: Mistreated Burn: "A" 200 Stormbringer: Stormbringer Stormbringer: Soldier of Fortune Come Taste the Band: Love Child Come Taste the Band: This Time Around/Owed to 'G' Come Taste the Band: You Keep on Moving Made in Europe: You Fool No One Perfect Strangers: Knocking At Your Back Door Perfect Strangers: Perfect Strangers
Hier läuft eine Playlist mit Auschnitten aus den 10 besten Hard 'n' Heavy Alben im Countdown:10. Akercocke; Words That Go Unspoken 9. Tiamat; Wildhoney 8. Dream Theater; When Dream and Day Unite 7. Negura Bunget; Virstele Pamintului 6. District 97; Trouble With Machines 5. Shining; V: Halmstadt 4. Mercyful Fate; The Beginning 3. Rush; Hemispheres 1. Iced Earth; Alive in Athens 1. Iron Maiden; Live After Death
Ein Kritiker schreibt hierzu 100% ins Schwarze treffend: Hypnotisches Gitarrengeriffe, monotone Basslinien und wuchtig-stoisches Getrommel bestimmen das Geschehen, ergänzt um wabernde Tastenlinien vom Synthesizer, hallende auf- und abmäandernde und stark verzerrte Gitarrenmelodien und den eigenartigen Gesang Mika Rättös, der einmal mehr uralte, klagende Lieder einsamer Renntierhirten vom Polarkreis vorzutragen scheint. (Rezension auf Babyblaue Seiten - Die deutschsprachige Prog-Enzyklopädie)
ab (07.01.2014, 23:24): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51mbr-GjIAL._SL500_AA240_.jpg
Unfassbar, dass mir diese indonesische Band 10 Jahre lang entgangen ist. Obwohl Crossing-all-Over in unserem noch jungen Jahrtausend einer der Trends im Bereich der Progressiven Rockmusik ist; eine solche Stilvielfalt habe ich noch nie zuvor auf einem Album gehört. Die Babyblauen Seiten, höchste Autorität bezüglich fortschrittlicher Musik jenseits der Klassik, listen das Album unter 11 verschiedenen Subgenres auf, u.a. Jazz, Klassischer Prog, Metal und Weltmusik. Das gibt es manchmal innerhalb einzelner Songs im 30-Sekundentakt wechselnd und trotzdem absolut bruchlos und homogen zusammengeflickt (oder auch mal hart kontrastiert -aber dann eben bewusst als Kontrast zur Homogenisierung) und von einem übergeordneten Formwillen geprägt; dann wieder bleibt die Musik über Minuten in einer Klanglandschaft. Das sind sozusagen die Alfred Schnittkes der U-Musik. Unbedingt hörenswert! Naja, wahrscheinlich nur für aufgeschlossenste Hörernaturen, denn bei soviel Stilvielfalt (inclusive Free-Jazz Soli und guturalem Gesang) ist mit großer Wahrscheinlichkeit etwas dabei, das man nicht ab kann.
Cetay (inaktiv) (26.01.2014, 17:04): Für dieses Coverartwork (pardon: diese Hüllenkunstgestaltung) lohnte sich die LP:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/71b3Vh7d12L._SL1204_.jpg Opeth; Still Life
thomas gabriel fischer (aka tom g. warrior) mit seiner neuen band: triptykon - eparistera daimones
celtic frost gibts doch noch immer (klingt zumindest so, spielen aber jetzt ibanez guitars exclusively - lol). hansruedi hat wieder fürs cover herhalten müssen. trotzdem geile scheibe... lord, have mercy upon me! http://www.scale4x4rc.org/forums/images/smilies/emo-guitar4.gif
Jürgen (11.02.2014, 13:26): http://cultureswithvivendi.com/wp-content/uploads/2012/10/280x918-Tale-Edition-limitee-Salif-Keita.jpeg
Salif Keita: Talé
Jürgen (18.02.2014, 23:51): Alte Sachen von Genesis: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51y-SmocXhL._SY355_.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/61WtqbZMF2L._SY355__PJautoripBadge,4,-40_OU11__.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/41uS9yfWKLL.jpg
Selling England by the Pound Trespass Nursery Cryme
Cantus Arcticus (25.02.2014, 11:28): Bei mir heute "Bilder und Worte": http://ecx.images-amazon.com/images/I/61rzm599SJL.jpg Grüsse :hello Stefan
Cantus Arcticus (26.02.2014, 12:15): Heute Estonias "all-time touring" Rock Band:
Die Jungs haben mich gestern am Zürcher Hauptbahnhof angesprochen und mir ihre CD verkauft. Nun läuft sie bei mir im CD Player....
Fazit: Nicht umsonst waren Sie die Gewinner des "MTV Eesti Award for Best Music Video in 2009" Starke Arrangements, Spiel- und Gesangstechnisch einwandfrei unterwegs. In diesem Genre eine wirkliche Entdeckung für mich (in Insiderkreisen natürlich nicht, da bekannt).
P.S.: Die Überraschung war gross bei den Jungs, als ich ihnen gestanden habe, dass auch ein 50zig-jähriger Sepultura, Dream Theater, Judas Priest, Zakk Wylde und Lynch Mob hört :rofl
Grüsse :hello Stefan
Jürgen (26.02.2014, 15:04): Auch ich bin auf parallelen Wegen:
Cetay (inaktiv) (11.03.2014, 19:54): Dass ich den Namen Didier Malherbe hier lesen darf... Der hat in den 70ern geniale Beiträge bei der Gruppe Gong geleistet. Da kriege ich jetzt direkt Lust drauf:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51BSgWKBh3L._SL400_.jpg Gong; Live au Bataclan 1973
Cetay (inaktiv) (24.03.2014, 08:09): http://ecx.images-amazon.com/images/I/517nZMyPzLL._SL500_AA240_.jpg Rage Against the Machine; Live At The Grand Olympic Auditorium
Es ist faszinierend, wie es manche Bands geschafft haben, allein durch ihren Gitarristen einen einzigartigen und unverwechselbaren Klang zu schaffen. Selbst wenn man das geschredderte Fis der Band Hymne Bulls on Parade aus dem Zusammenhang gerissen hört, erkennt man nach zwei Noten den den Song.
miclibs (24.03.2014, 20:14): Bei Dancehall kann ich nicht stillsetzen und bei dem Video sowieso nicht... :D http://ugpulse.com/images/articles/daily/20090807_100_447.jpg
Youtube Bella (Uganda Dancehall)
..auch hier fällt mir das Stillsitzen schwer, Ästhetik aus Jamaica... :leb http://1.bp.blogspot.com/-YCP2borgyPE/URORScotC1I/AAAAAAAABro/z8bWw8pMikw/s320/qqghettogyal.png
Youtube QQ - Getto Gyal
Cantus Arcticus (02.04.2014, 11:21): Nun, bei mir geplant ist die Reise zur dunklen Seite des Mondes:
Cetay (inaktiv) (06.04.2014, 10:27): Original von Jürgen Original von Cetay Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/513No4KGl-L._SL500_AA300_.jpg Riverside: Second Life Syndrome Eine mir bislang unbekannte Band aus Warschau.
Wie gefallen Sie dir? Für mich ist das Album eine der besten Prog-Rock Veröffentlichungen der letzten Jahre. Riverside schaffen etwas, das heutzutage wenigen Bands gelingt. Sie sind extrem eigenständig mit einem hohen Wiedererkennungswert, ohne deswegen gesichtslos zu klingen. Das klingt eigentlich in sich logisch, ist es aber nicht. In der Progressive- und noch mehr in der Indie-Szene will jede Band irgendwie besonders klingen, um sich von der Breite abzusetzen und am Schluss hat man einen Haufen von Combos, deren einziges Merkmal es ist, dass sie alle absolut individuell klingen - und damit letzlich doch wieder alle "gleich". (Das ist auch ein gesellschaftliches Phänomen. Wo sich alle zwanghaft "individuell" geben, wird die Masse gesichtslos). Die wahre Kunst ist es, innerhalb des Hauptstroms eigensständig mit einem hohen Widererkennungswert zu sein. Das gelingt Riverside ganz vorzüglich ... und abseits aller Theorie ist die Musik einfach nur saugeil. :D
Ich finde sie sehr gut. Und das schönste ist: Sie touren gerade. Am Gründonnerstag sind sie in Darmstadt. Wahrscheinlich gehe ich hin.
Grüße Jürgen
Riverside sind die Hauptdarsteller beim German Kultrock Festival 2014. Das Besondere: Das Konzert findet in einer Höhle statt (-> hier) und das an meinem Geburtstag. Das Ticket ist schon geordert. :cool
Jetzt höre ich nicht Riverside sondern ein Seitenprojekt des Sängers, bei dem er seine Lied-orientierte und balladeske Seite vertieft auslebt. Die hart bratzenden Gitarrenriffs der Hauptband fehlen, dafür sind mehr ambientartige Elemente vorhanden. Das rückt die Stimm- und Dichtkunst von Mariusz Duda in den Vordergrund - und der Mann hat wirklich etwas zu sagen.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/3160RsqAeaL._SY270__.jpghttp://ecx.images-amazon.com/images/I/31PVA-8ZwUL._SY270__.jpg Lunatic Soul; I & II
Cetay (inaktiv) (20.04.2014, 20:47): http://ecx.images-amazon.com/images/I/71fDnUrzmgL._SY200_.jpg Jelly Fiche; Tout Ce Que J'ai Rêvé
Die Frankokanadier haben wahrscheinlichs als Kids die 70er Prog-Rock Platten, namentlich von Pink Floyd und Genesis aus der Sammlung der Eltern geklaut, rauf und runter gehört und irgendwann beschlossen, dass sie auch solche Musik machen wollen. Solche Retro-Bands gibt es wie Sand am Meer, aber Jelly Fiche bieten den kleinen aber feinen Unterschied: Sie halten locker mit den Originalen mit und sorgen durch ihren chansonesken Einschlag und mit sich organisch einfügenden Jazzsoli für höchste Originalität.
Beim hören dieser Scheibe fühle ich mich in meine Jugend versetzt, wo die Herren Crosby, Stills, Nash und Young zu meinen ständigen Begleitern gehörten. Auch heute lege ich die alten Platten gerne mal auf. In diesem Album hingegen klingt die Musik wie neu aufgefrischt. Sie bietet auch dem anspruchsvollen Hörer einiges. So sind die Arrangements nach wie vor raffiniert, aber noch eine Spur ausgefeilter als ehedem. Die harmonischen Finessen hingegen begeistern mich ausserordentlich. Die Musik kommt locker flockig und vollkommen unangestrengt daher. Man möchte am liebsten mit einem Cabrio auf einer Uferstrasse in Kalifornien gemächlich entlangfahren und dabei diese Songs hören. Ganz gegen meine Gewohnheit habe ich die Musik seit ihrem eintreffen gestern Mittag bereits 3 Mal gehört. Ein schöner Kontrast zu dem ewigen Klassikgedudel :W
Florestan
palestrina (24.04.2014, 09:45): Original von Florestan Jüngst erschienen ist eine neue CD des Altmeisters David Crosby.
Beim hören dieser Scheibe fühle ich mich in meine Jugend versetzt, wo die Herren Crosby, Stills, Nash und Young zu meinen ständigen Begleitern gehörten. Florestan
Das waren auch meine Begleiter ! Wurde sofort bestellt ! :thanks
Bei der Hüllenkunstgestaltung denkt man gleich an Black Sabbath, bei der Musik gleich an King Crimson. Die Frage, die sich stellt: Warum soll ich mir nicht lieber das -bessere- Original anhören? Abbruch und Wechsel:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/81TOHR0fecL._SY240_.jpg King Crimson; Lizard
Ich habe mir gerade am Stück die ersten vier Studio-Alben der italienischen Formation Area angehört und bin nach zwischenzeitlichem völligem Ausrasten einfach nur noch sprachlos-entgeistert. Es ist vollbracht! Nach Jahrzehnte langen Streifzügen durch die entlegensten Ecken der Musikwelt habe ich endlich gefunden, wonach ich gesucht habe. Oft war ich nahe dran, aber jetzt herrscht erstmals absolut unzweifelhafte Gewissheit: DAS IST ES! Die rastlose Suche hat ein Ende. Das Ausschöpfen des auf dem Weg Gefundenen kann endlich beginnen.
Area Arbeit macht frei (1973) Cautoin Radiation Area (1974) Crac! (1975) Maleditti (1976)In ihrer Gesamtheit decken diese vier Alben genau alles ab, das ich selbst komponieren/spielen/singen würde, wenn ich dazu in der Lage wäre. Nichts fehlt, nichts ist zuviel.
:times10 :times10 :times10 :times10
Cantus Arcticus (06.05.2014, 16:42): Bei mir: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41Ku5ctPnQL.jpg
Ein bisschen Americana nach Bruckner, welch ein Kontrastprogramm.... :cool
Gruss :hello Stefan
Jürgen (13.05.2014, 08:05): http://www.datscha-projekt.de/_Images/Catalog/1040-1-68.jpg
Cetay (inaktiv) (07.06.2014, 14:13): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51gtqZv%2BE3L._SL500_AA240_.jpg Guns N' Roses; Appetite for Destruction
Eines der 20 meist verkauften Alben aller Zeiten (Media Traffic). Die snobistische Annahme, dass alles, das der Masse zum Pläsier gereicht, nichts tauge, wäre hiermit wiederlegt. :W
Jürgen (11.06.2014, 16:13): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51mQ1LDiksL._SX450__PJautoripBadge,4,-40_OU11__.jpg
Lez Zeppelin
Das Debutalbum der Led Zeppelin Coverband von 2007, die rein weiblich besetzt ist.
Das Ergebnis überzeugt mich. Sehr guter Gesang und perfekte Gitarren. Und dass die Tonqualität besser ist , als vor 45 Jahren, brauche ich ja nicht erwähnen.
Cetay (inaktiv) (14.06.2014, 00:53): http://ecx.images-amazon.com/images/I/71JKFUp03RL._SL270_.jpg Van der Graaf Generator; Pawn Hearts
Was für ein Vergnügen, die Heroen meiner Jugend mit nun klassisch geschultem Ohr wieder zu entdecken und zu verstehen, warum das seinerzeit so fasziniert hat ... und Jahrzehnte später nichts davon verloren hat. Ein zeitloses Meisterwerk. :times10
Cetay (inaktiv) (14.06.2014, 12:37): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51QDAdYcPdL._SY270_.jpg Van der Graaf Generator; A Grounding in Numbers
40 Jahre später klingt die Combo deutlich erdverbundener, aber nicht weniger faszinierend. Gruppenkopf Peter Hammill, der auch eine Menge Soloalben veröffentlicht hat, ist der vielleicht verkannteste Sänger/Liedschreiber/Komponist der Pop/Rock-Szene. Seine besten Texte erreichen literarische Qualitäten - mit einer überreichen Metaphorik, die Anglisten zu Doktorarbeiten herausgefordert hat und mit einem mal an Akrobatik, mal ans Surreale grenzenden Sprachwitz, der seine Lieder zu einer Zitaten-Fundgrube macht. Die musikalische Begleitung verstärkt dies noch mit zahlreichen Kunstkniffen, etwa indem ein vermeintlich starker Textteil auf einen schwachen Takt gelegt wird und sich so weitere Bedeutungsverschiebungen ergeben. (Wer fasziniert ist, wenn in einer Bach-Kantate das Wort zerbro_chen musikalisch durch eine Generalpause getrennt wird, dürfte auch bei Hammill auf seine Kosten kommen). Zu allem Überfluss ist Hammill mit einer absolut individuellen, sofort identifizierbaren Stimme gesegnet, die er virtuos in allen Schattierungen und Stimmungen einzusetzen vermag.
miclibs (14.06.2014, 13:49): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51BAnXyyCrL._SY355_.jpg The Crass - Feeding of the 5000
Crass waren die Band meiner Jugend. Punk mit (politischem) Sprechgesang, im Anarchismus verwurzelt, mit eigenem Label, welches sie von marktwirtschaftlichen Einflüssen unabhängig machte. Kann mich noch gut erinnern als ich 1980 in London nach Platten Ausschau hielt, dass auf den Crass-Platten immer ein Aufkleber drauf war, auf dem stand: 'Pay no more than ...' Das würde ich gern mal von den 'Toten Hosen' sehen, dass auf einer ihrer CD s steht: 'Bezahlt nicht mehr als 10 EUR'
'Our Name is Crass not Clash...' - wie wahr :)
Cetay (inaktiv) (19.06.2014, 07:38): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61P8AwLuxXL._SY270_.jpg Van der Graaf Generator; Godbluff
Ich höre mich weiter durch das komplette Œuvre meiner aktuellen Band der Stunde.
Was einige Leute nicht wissen: Der Samba ist an und für sich nicht nur das, was man allgemein als Musik am Carneval in Rio versteht. Samba ist vielmehr eine Musik, in welcher über das Leben, die Probleme, vom Alltag und über die Liebe und das Verlassenwerden, gesungen wird. Gerade lief im Schweizer Fernsehen der Film "O Samba". Martinho da Vila erzählt über den Samba und seine Verbindung zur Vila Isabel - eine der besten Samba-Schulen überhaupt. Martinho entführt uns in seine Welt und lässt uns auf intime Art und Weise teilhaben am Leben unterhalb des Corcovado.
Höchst Sehenswert!!
Kleines Detail am Rande: In Angola heisst die Musik Semba......
Elektronische Musik aus Deutschland bewgt sich tonmalerisch durch die Welt der Düfte (Parfums). Folgerichtig heißen die Stücke:
Woman Pur Caleche Givenchy III Shalimar First Chloe Fendi Joy Bouquet De Fleures
Ich stelle aber fest, dass ich bei dieser Musik früher ausdauernder war als heute.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (18.07.2014, 14:50): Original von Nordolf
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 9 'Dem lieben Gott'
Carlo Maria Giulini / Chicago Symphony Orchestra 1976
Passend zu dem gewaltigen Werk von Bruckner gibt es jetzt bei mir ein ebenso "gewaltiges" Bier der kalifornischen Firestone Brauerei: - den "Double Jack", ein India Pale Ale (9,5% Alc.), das mit sechs verschiedenen Aromahopfensorten eingebraut wurde, die das Bier zu einer wahren "Fruchtbombe" machen.
Bruckner und ein IPA - was für ein Genuss! :beer
:beer Ich habe gestern ein Fläschchen von ebendiesem IPA verkostet und was soll ich sagen? Da tut sich eine ganz neue Welt für die Sinne auf und an der Qualität des leichten Rausches (0,65l mit 9,5% sind schon spürbar) zeigt sich die Qualität des Konsumierten noch lange nachdem das Geschmackserlebnis vorüber ist. Leider konnte ich keinen Bruckner dazu genießen, weil in meinem Zweitdomizil das WiFi ausgefallen ist (schon eine volle Woche :S) und ich nur auf eine sehr begrenzte Auswahl (genauer: 4) von CDs Zugriff hatte. Dieser "endgeil tiefenentspannte" (Zitat meine Filia) Deep House-Mix hat sich aber als Begleitung durchaus gut gemacht:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51pixYtj1rL._SL500_AA270_.jpg Satoshi Tomiie; Renaissance Master Series 11
Wenn in einer Rezension die Begriffe Collage, Surrealismus, Dadaismus, Jazz und Alptraum gemeinsam fallen, dann kann ich gegen den Hören-Müssen-Reflex nichts machen. Und es hat sich gelohnt, dem nachzugeben. Und weiter:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/514RXAcRntL._SL500_AA270_.jpg Neneh Cherry & The Thing; The Cherry Thing
Heureka, was ist das denn? Das waren meine Gedanken, als mir zur Halbzeit eines Popliedchens ein freejazziges Bartionsaxophon schier das Hirn ausgeblasen hat. Neneh Cherry, die Ende der 80er bis Mitte der 90er häufig in den Pop-Charts vertreten war, hat sich mit unlängst mit dem Experimental-/Freejazz-Trio "The Thing" zusammengetan und kombiniert -ja genau- Pop mit Experimental-/Freejazz. Wenn immer ich mich beim Musik hören frage, ob es dafür überhaupt eine Zielgruppe gibt, kann ich mich mir sicher sein, dass es sich um die authentische Kunst handelt. Und das hört man diesem Album in jeder Sekunde an. Ganz meine Kragenweite.
Cetay (inaktiv) (23.07.2014, 07:32): Viel zu sehr vernachlässige ich den Jazz. Vor allem was sich in diesem Jahrtausend getan hat, ging fast vollkommen an mir vorbei. Eine Ausnahme ist der Pianist Vijay Iyer mit seinem Trio. Was für ein Zusammenspiel! Die Alben Historicity und Tragicomic nenne ich in einem Atemzug mit John Coltranes Sun Ship, Miles Davis' In a Silent Way, Albert Aylers Spritual Unity, dem Great Summit von Louis Armstrong & Duke Ellingtons und dem Massey Hall Concert mit Charlie Parker, Dizzy Gillespie, Bud Powell, Charles Mingus & Max Roach.
... If you drive a car—car I'll tax the street If you try to sit—sit I'll tax your seat If you get too cold—cold I'll tax the heat If you take a walk—walk I'll tax your feet
Taxman
'Cos I'm the taxman Yeah, I'm the taxman ...
Gruss :hello Stefan
Cantus Arcticus (26.07.2014, 16:27): Noch eine Scheibe mit französischem Rock aus den 70iger Jahren:
miclibs (27.07.2014, 22:58): Auf die gute alte Zeit hebe ich meine Tasse Kräutertee... :beer http://ecx.images-amazon.com/images/I/519alQ2xVsL._SY355__PJautoripBadge,4,-40_OU11__.jpg
Cantus Arcticus (28.07.2014, 10:36): Original von miclibs Auf die gute alte Zeit hebe ich meine Tasse Kräutertee... :beer http://ecx.images-amazon.com/images/I/519alQ2xVsL._SY355__PJautoripBadge,4,-40_OU11__.jpg
Ay, those were the days of... "I met my love by the gas works wall Dreamed a dream by the old canal Kissed a girl by the factory wall Dirty old town Dirty old town"
Grüsse :hello Stefan
miclibs (28.07.2014, 22:37): Original von Cantus Arcticus Ay, those were the days of... "I met my love by the gas works wall Dreamed a dream by the old canal Kissed a girl by the factory wall Dirty old town Dirty old town"
Grüsse :hello Stefan
Heute 'Dirty Old Town' in der Version als der Pogues-Sänger noch jung war. Alkohol war ja sein ständiger Begleiter, später kam noch Heroin dazu. Auf der Live-CD 2012 merkt man der Stimme dann doch die schlimmen Jahre an. http://ecx.images-amazon.com/images/I/51yAi6mcbAL._SX355_PJautoripBadge,4,-40_OU11__.jpg
Schöne Zusammenstellung der ersten fünf Pogues-LPs mit CD-Hüllen, die die LP-Cover zeigen. 5 Cds für mittlerweile weniger als 10 EUR.
Cantus Arcticus (04.08.2014, 08:54): Ich schwelge in Jugenderinnerungen....
miclibs (06.08.2014, 21:41): Seit Tagen laufen bei mir die Kolkraben bei der Arbeit. Mit ihren Dudelsäcken und Schalmaien beschwören sie den Teufel in der Musik - schräg mit Rhythmus.. :) http://ecx.images-amazon.com/images/I/41WXeRCNpsL._SX355_PJautoripBadge,4,-40_OU11__.jpg Corvus Corax - Tritonus
Cetay (inaktiv) (08.08.2014, 17:20): http://ecx.images-amazon.com/images/I/412jpWunJhL._SL500_AA270_.jpg Cecil Taylor Unit; Nefertiti, the Beautiful One Has Come (Live at Café Montmartre 1962) Cecil Taylor (Piano), Sunny Murray (Schlagzeug), Jimmy Lyons (Altsaxophon)
Eine -im Wortsinne- atemberaubende Tour de Force, mit einer fiebrigen Intensität gespielt. Herausragend ist Sunny Murray; wie der über sein Schlagzeugset hinweg wütet und doch sets filigran bleibt, muss man gehört haben, um es zu glauben. Diese Aufnahme ist für mich eine der besten Jazz-Platten überhaupt.
miclibs (20.08.2014, 19:37): Hart geknüppelte Stücke wechseln mit melancholischen Punk-Passagen. Neben Slime die einzige Deutsch-Punk-Band, die ich noch sehr gerne höre und deren Texte ich auch sehr mag wie das Beispiel unten.. :) http://ecx.images-amazon.com/images/I/51E%2BUWdf5KL.jpg EA80 - 202
Dr Murkes gesammeltes Schweigen Die Pausen deiner Sätze auf Bänder gesprochen Ich schneide sie zusammen und spule sie auf Ich sammel dein Schweigen Diese ewige Ruh Und bin ich traurig Höre ich ihm zu Dies ist der Freiraum Den ich immer wollte Ich hör was du sagst Und es ist immer gut Dies ist der Weg Den ich immer wollte Und bin ich traurig Du gibst mir den Mut Wie ein Buch, das ich einst las Dessen Titel ich vergaß Oder wars: Dr. Murkes gesammeltes Schweigen.
Cetay (inaktiv) (03.09.2014, 17:17): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61Jyo%2Boy7gL._SL500_AA270_.jpg Nik Tuner; Space Gypsy (2013)
Da hat sich Mr. Turner um rund 40 Jahre in der Zeit geirrt. Wie Cover und Titel unschwer vermuten lassen, gibt es hier Psychedelic Space Rock so retro wie es nur geht: Hypnotisch-redundante Gitarren-Riffs, permanent blubbernd-sirrend-zwitschernde Synthies, vertrippter Gesang, meditative Flöten- und ekstatisch-schräge Saxophon-Soli - und bei jedem Song springt man gedanklich in eine alte Hawkwind-Nummer. Trotzdem klingt das irgendwie frisch und unverbraucht. Macht Spaß.
Cetay (inaktiv) (11.09.2014, 21:24): http://ecx.images-amazon.com/images/I/411CC3CM3KL._SL500_AA270_.jpg Shub-Niggurath; Les morts vont vite
Düster, intensiv, experimentell, mysteriös, repetitiv, schräg, hypnotisch, atonal, rituell, inclusive Opernsopran und Posaune. Klingt nach einem gewöhnlichen Werk der klassischen Avantgarde, ist aber eine der verstörendsten und dunkelsten Rockscheiben der 80er.
Cetay (inaktiv) (21.09.2014, 08:38): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51GVVhcahjL._SL500_AA270_.jpg Yes; Songs from Tsongas - 35th Anniversary Concert (2004) Jon Anderson, Steve Howe, Chris Squire, Rick Wakeman, Alan White
Die letzte Aufnahme in der klassischen Besetzung. Angesichts eines Durchschnittsalters von 57 Jahren nicht mit dem letzten Elan und der ultimativen Perfektion dargeboten, aber dafür herrlich entspannt und spielfreudig, mit modernisierten Tastenklängen und mit einer sehr ausgewogenen Titelauswahl, welche auch die Phase nach 1978 angemessen berücksichtigt. Ganz ausgezeichnet gefällt mir der halbstündige Unplugged-Teil.
Cantus Arcticus (29.09.2014, 09:17): Bei mir ist wieder Blues-Zeit:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51uk8LMu2DL._SL350_.jpg und http://ecx.images-amazon.com/images/I/51E8RMBplCL._SL350_.jpg und http://ecx.images-amazon.com/images/I/71Il3%2BvwB-L._SL350_.jpg und http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ZMS3SYKaL._SL350_.jpg
Grüsse :hello Stefan
Cantus Arcticus (03.10.2014, 12:48): Hier gibts bei mir noch was auf die Ohren:
Bis heute halten sich die Gerüchte, dass dies kein Life-Mitschnitt sei und die Publikums- und Hallengeräusche nachträglich hinzugefügt wurden. Zudem wird die Meinung vetreten, dass das Coverfoto gestellt ist und in einer leeren Halle gemacht wurde. Hinzu kommt die Vermutung, dass man Rob Halford absichtlich so in Pose gestellt habe, um das leere Drum-Set zu verbergen, da der Schlagzeuger Les Binks zu der Zeit bereits Judas Priest verlassen hatte. :ignore :ignore :ignore
Wie auch immer: K.K. Downing - Gründungsmitglied und neben Glen Tipton Gitarrist bei Judas Priest - hat später dann eingeräumt, dass der Sänger Rob Halford zu dieser Zeit stark erkältet war und man Overdubs der Stimme habe machen müssen......
Trotzdem ist das Album eine tolle Sache, ehrlich!
Grüsse, Stefan
Cantus Arcticus (10.10.2014, 13:45): ... und zum Dritten:
Cantus Arcticus (10.11.2014, 11:23): Neben Bartok dies: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51MWBsq-2TL.jpg
:) ... tja, das waren noch Zeiten...
Gruss :hello Stefan
Cetay (inaktiv) (15.11.2014, 07:35): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51AXQ4KmT-L._SL500_AA270_.jpg John Coltrane; My Favorite Things
Vermutlich dämmmert so langsam eine gewisse Altersweisheit über mich; mittlerweile ziehe ich diesen ausgewogenen Klassiker seinen späteren, frei-expressiven Sachen vor.
Cetay (inaktiv) (15.11.2014, 08:29): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61-4KxZds8L._SL500_AA270.jpg Morbid Angel; Altars of Madness
Taucht völlig zurecht in jeder Allzeit-Liste des Todesmetall-Genres auf und bereitet mir gerade höchstes Hörvergnügen. Das wars dann mit der Altersweisheits-Theorie. :D
Cantus Arcticus (16.11.2014, 14:55): Nun bei mir neben Bergs Wozzeck auch dies:
Nippon-Punk! Das ist anstrengender als das meiste, das unter unter Klassische Avantagarde oder Neue Musik kategorisiert wird. Nur mit Bass, Schlagzeug und Stimmen (von Gesang will ich bei den psychopathischen Lautäußerungen nicht reden) ausgestattet, dreht das japanische Duo alle möglichen Einflüsse durch den Fleischwolf und macht einen technisch höchst komplexen, lärmend-hyperaktiven Hör-Comic draus. Unter den 15 Stücken finden sich 3 Medleys, die einen Fingerzeig geben, wo die Wurzeln liegen: Oliver Messiaen, Black Sabbath und Mahavishnu Orchestra.
Eines der besten Livealben aus diesem Genre: Marshall-Sound vom Feinsten :down :down
Stilecht mit Ketchup-Einlage :leb
Gruss :hello
Da war die Gruppe noch richtig gut, die Konzerte nur etwa 60-70 Minuten lang und große Sausen! Heute sind das alte Männer die 2 Stunden in Stadien spielen, müde sind und längst nicht mehr so gut klingen wie in den 70ern.
Meine Meinung ist, dass AC/DC generell ein Kind der 70er ist - die 80er Jahre und alles danach war einfach nicht mehr dasselbe, nicht nur wegen dem neuen Sänger, sondern auch wegen dem Sound. Vergleiche den dreckigen, rotzigen Gitarrensound von "Let there be rock" mit dem braven Radio-Rocksound der 80er und 90er Jahre-Alben, von den 2000er Alben gar zu schweigen.
Aber es gibt eine tolle Coverband, die sich "Hells Belles" nennt. Die Mitglieder sind allesamt Frauen, und spielen AC/DC live so wie in den 70er Jahren, kleine Bühnen, massenweise Energie, bunte Scheinwerfer. Angus Young selbst meinte, dies sei die beste Coverband von AC/DC. Auf Youtube gibts auch Konzertmitschnitte - würde ich heute ein AC/DC Konzert ansehen wollen, würde ich mir Hells Belles ansehen!
LG, Hosenrolle1
Jürgen (13.12.2014, 15:53): If you want blood ist das Album, mit dem ich AC/DC kennen und schätzen gelernt habe.
Allerdings habe ich mich mit den Jahrzehnten von dieser Band weitestgehend entfernt, weil mich dieses ständig am Limit Singende (wäre ich böse, würde ich schreien/kreischen sagen) zu sehr nervt.
Cantus Arcticus (16.12.2014, 15:28): Original von Hosenrolle1 Original von Cantus Arcticus Nun ist die Stromversorgung zu Gast bei mir:
Eines der besten Livealben aus diesem Genre: Marshall-Sound vom Feinsten :down :down
Stilecht mit Ketchup-Einlage :leb
Gruss :hello
Da war die Gruppe noch richtig gut, die Konzerte nur etwa 60-70 Minuten lang und große Sausen! Heute sind das alte Männer die 2 Stunden in Stadien spielen, müde sind und längst nicht mehr so gut klingen wie in den 70ern.
Meine Meinung ist, dass AC/DC generell ein Kind der 70er ist - die 80er Jahre und alles danach war einfach nicht mehr dasselbe, nicht nur wegen dem neuen Sänger, sondern auch wegen dem Sound. Vergleiche den dreckigen, rotzigen Gitarrensound von "Let there be rock" mit dem braven Radio-Rocksound der 80er und 90er Jahre-Alben, von den 2000er Alben gar zu schweigen.
Aber es gibt eine tolle Coverband, die sich "Hells Belles" nennt. Die Mitglieder sind allesamt Frauen, und spielen AC/DC live so wie in den 70er Jahren, kleine Bühnen, massenweise Energie, bunte Scheinwerfer. Angus Young selbst meinte, dies sei die beste Coverband von AC/DC. Auf Youtube gibts auch Konzertmitschnitte - würde ich heute ein AC/DC Konzert ansehen wollen, würde ich mir Hells Belles ansehen!
LG, Hosenrolle1
Hallo Hosenrolle1 Ich teile Deine Meinung uneingeschränkt :beer. Der Sound der Föhnfrisuren, die mit Panther- und Tigerfellmusterhosen und weissen Converse-Turnschuhen ausgestattet waren, war und ist heute noch dazu gut, die Gesichtszüge entgleisen zu lassen....
.... und manche von den gestylten "Margaret Astor"-Typen hatten dann auch tüchtig "The Jack"... um es mal mit AC/DC zu sagen :W :W :W :ignore
Viele Grüsse :hello Stefan
Tangua (17.12.2014, 14:22): Original von Jürgen If you want blood ist das Album, mit dem ich AC/DC kennen und schätzen gelernt habe.
Allerdings habe ich mich mit den Jahrzehnten von dieser Band weitestgehend entfernt, weil mich dieses ständig am Limit Singende (wäre ich böse, würde ich schreien/kreischen sagen) zu sehr nervt.
Mir geht's ganz genauso. Die Stimmen von Bon Scott und Brian Johnson sind wirklich nur oberflächlich hingehört ähnlich - tatsächlich verfügte BS über den erheblich variableren Gesang. Seit "Highway to hell" gefällt mir daher kein Album mehr durchgängig, sondern immer nur einzelne Songs. Auch ist mir völlig rätselhaft, was an "Back in black" so Jahrhundert-mäßig gewesen sein soll, dass es in zahlreichen Rankings als "das" oder zumindest eines der besten Rock-Alben bewertet wird. Außer "Hells bells" ist m.E. kein herausragender Song darauf zu finden und mir gefällt jedes der vorher erschienenen Alben besser als eben dieses.
Cetay (inaktiv) (25.12.2014, 06:11): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41f8P%2BNaC2L._SL500_AA270_.jpg Blacklisted; Heavier Than Heaven Lonelier Than God
Ein kurzes Hardcore Punk Scheibchen, das mühelos künstlerischen (musikalisch, textlich, konzeptuell) Anspruch mit rotzig-dreckiger Attitüde verbindet. Ein echtes Vorzeigewerk des Genres.
Cetay (inaktiv) (25.12.2014, 11:35): http://ecx.images-amazon.com/images/I/619BNUco%2BUL._SL500_AA270_.jpg Rsie and Fall; Our Circle is Vicious
Ich komme gerade wieder auf den Geschmack und durchforste meine Bestände. Was finden sich dort für geile Sachen! Insbesondere der New School HC mit leicht experimentellem Einschlag hat es mir angetan. Exemplarisch dafür diese Scheibe.
Die DJ-Mix-Kunst wird gerne unterschätzt. "Fremdes Material neu aneinanderreihen kann doch jeder." Klar, das kann sogar ich. Ich kann aber auch eine Sonate schreiben. Die will freilich keiner hören, weil er alternativ zu Beethoven greifen kann. Ebenso will niemand einen DJ-Mix von mir hören, weil er alternativ zu Joris Voorn greifen kann.
Für mich ist Balance 014 das Beste, das in diesem Jahrtausend auf Tonträger erscheinen ist und das ich gehört habe. Und aus dem letzten Jahrtausend fällt mir auch nicht viel auf diesem Level ein. Animals von Pink Floyd, Beethoven mit dem Busch Quartett, Mozarts Große c-Molll Messe mit Hogwood, Albert Aylers Spiritual Unity, dann wird die Luft schon sehr dünn...
Cetay (inaktiv) (30.12.2014, 21:29): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61eOyo6KVyL._SL500_AA270_.jpg Eloy; Reincarnation on Stage
Der Titel ist Programm. Das ist eine Wiederauferstehung erster Klasse. 5 Jahre nach dem letzten Album präsentieren sich die Altmeister auf diesem Live-Mitschnitt rockig wie nie und entschlacken ihren Kitsch-Bombastsound ohne etwas von ihrer ureigenen esoterisch-sphärischen Atmosphärik zu verlieren. Das gefällt mir ganz außerordentlich. Eine sehr schöne Überraschung zum Jahresende. :leb
Cantus Arcticus (09.01.2015, 08:51): Bei mir dieses Kaliber heute:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/71c8YvwQ6lL._SL350_.jpg und http://ecx.images-amazon.com/images/I/61fQKHp6aNL._SL350_.jpg
Qualtinger und Heller singen hier lustige, traurige, aber immer bitterböse Lieder, etwa das berüchtigte "Krüppellied", aber auch Lieder wie "Gemma schaun", "Lachen´s nur" oder auch "Wean, du bist a Taschenfeitl" höre ich immer wieder gern!
Maximillian Schell lobte das Album in den "Liner Notes" sehr!
"A Schiller, a Goethe war niemals im Haus, die kenna ma bloß vom Figurimann aus, in der Geografie wiss´ma ned bis Tirol, dafür oba spü ma sehr gut Karambol. A Theater, des is für uns d´höchste Fadess, von die Tanzschulen jedoch wiss ma jede Adress"
LG, Hosenrolle1
Cetay (inaktiv) (13.01.2015, 11:09): Nostalgie pur; aber auch nach heutigem Standard ist das ein Live-Album der Extraklasse. Sogar über Live-Stream ist zu hören, dass der 1996 Remaster deutlich besser klingt als die weiland recht muffige LP.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51JRDF-FY0L._SL500_AA270_.jpg Thin Lizzy; Live and Dangerous
Streng genommen ist das kein Debut, doch das erste Album der Polen fand als Eigenproduktion kaum internationale Verbreitung. Identity sitzt haarscharf auf dem Grat zwischen Kunst und Kommerz, zwischen Tiefgang und Eingängigkeit, zwischen Komplexität und Kompaktheit. Jede Nummer ist ein Hit ohne banal-anbiedernde Ohrwurmerei. Als Album wirkt das sehr kohärent und bietet gerade genug Variabilität und Überraschungsmomente, um die Spannung zu halten. Technisch ist das über alle Zweifel erhaben, das wird aber nie zu Schau gestellt. Der Sänger bringt seine emotionale Ausdruckspalette (von düster-melancholisch bis verzweifelt-aggressiv) absolut glaubhaft rüber. Als Krönung werden die 8 Songs von atmosphärisch stimmigen Intros und Outros eingerahmt, was dem ganzen eine wunderbare Geschlossenheit verleiht. Ein großes Album! :times10
Hosenrolle1 (28.01.2015, 18:41): Zu "Rockmassenware mit Langweileffekt":
Das Album habe ich mir nun gerade doch einmal angetan, in voller Länge (obwohl es keine 40 Minuten dauert).
Völlig kaputtproduziertes Album, langweilige Gitarren, langweilige Songs.
Ich mochte AC/DC schon in den 80ern nicht mehr, weil der Sound und die Songs ab "Back in Black" nur mehr Radiotauglicher, braver Rock mit weichgespültem Gitarrensound war. In den 70ern gab´s aber richtig wilde Nummern, rotzige Gitarren, endlose Soli.
Nummern wie "Let there be rock", "Up to my neck in you" oder "High Voltage" findet man auch auf diesem Album nicht.
Cetay (inaktiv) (06.02.2015, 16:19): http://ecx.images-amazon.com/images/I/81KCYKimF5L._SL500_AA270_.jpg Van der Graaf Generator; Merlin Atmos (Live 2013)
Das Durchschnittsalter des Trios betrug zum Zeitpunkt dieser Aufnahmen 65 Jahre. In einem Alter, in dem der produktive Arbeiter verschlissen in Rente geht (und bald darauf das Zeitliche segnet, wie ich es in den letzten Jahren bei vielen älteren Kollegen erleben musste :I), erreichen viele Musiker erst ihr Leistungshoch und zeigen keinerlei Ermüdungserscheinungen. Im vorliegenden Fall hat man sich gar entschlossen, zwei lange Zeit als (auf der Bühne) unspielbar geltende Meilensteine der Diskographie erstmalig live aufzunehmen und das Ergebnis ist ohne Zweifel das beste Konzert-Dokument dieser Gruppe. Da ziehe ich meinen virtuellen Hut und vergebe eine glatte :times10
Jürgen (10.02.2015, 16:21): http://ecx.images-amazon.com/images/I/612Z2SusfVL._SS280.jpg
:times10 Müsste ich ein Alltime-Jazz-Ranking erstellen, wäre das in jedem Falle Top-Ten, möglicherweise sogar Treppchen.
Cetay (inaktiv) (26.02.2015, 23:31): http://ecx.images-amazon.com/images/I/518wWqIU12L._SL500_AA270_.jpg Rush; Exit Stage Left
Ein Album, das ich schon als Teenager gehört habe und das auch nach gefühlt 1.000 Durchläufen nichts verloren hat und immer noch regelmäßig in meine Ohren kommt.
Cetay (inaktiv) (15.03.2015, 08:39): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51bLY0nJjXL._SL500_AA270_.jpg Betlehem; Dictius Te Necare
one of the sickest and most extreme voices you'll ever hear from a human being. (Kostas Panagiotou, doom-metal.com)
In der Tat. Das hysterische Keifen und Gurgeln und Röcheln aus der vermutlich gegerbten Kehle von Rainer Landfermann ist mit seiner Theatralik hart an der Grenze zum Ridikülen, aber hat genug Authentizität um immer wieder bis ins Mark zu erschüttern. So viel Wahnsinn kann man gar nicht nur spielen. Schon allein um zu eruieren, welche radikalen Ausdrucksformen Kunst jenseits des "ernsten" Musikbetriebs heute entwickelt hat, ist das Hörpflicht für alle informierten Musikhörer, die sich gerade auch mit der Gegenwart - oder zumindest der jüngeren Vergangenheit ein wenig auskennen sollten.
Solitaire (16.03.2015, 21:50): Nicht im Moment, aber heute Nachmittag beim Sport auf dem Laufband: alle meine musikalischen Kellerleichen. :D Ich habe auf meinem mp3-player eine Playlist die für's Fitness-Studio reserviert ist und auf der all das drauf ist, was eigentlich gegen einen gescheiten Musikgeschmack spricht, was mir aber sehr viel Spaß macht während ich mich für Figur und Gesundheit abracker: Sweet Caroline von Neil Diamond, Little arrows von Leapy Lee, Felicità von All Bano und Romina Power etc. Süßkram für die Ohren eben. :D
Jürgen (17.03.2015, 17:20): Original von Solitaire Nicht im Moment, aber heute Nachmittag beim Sport auf dem Laufband: alle meine musikalischen Kellerleichen. :D Ich habe auf meinem mp3-player eine Playlist die für's Fitness-Studio reserviert ist und auf der all das drauf ist, was eigentlich gegen einen gescheiten Musikgeschmack spricht, was mir aber sehr viel Spaß macht während ich mich für Figur und Gesundheit abracker: Sweet Caroline von Neil Diamond, Little arrows von Leapy Lee, Felicità von All Bano und Romina Power etc. Süßkram für die Ohren eben. :D
Versuch es mal mit Sacre du Printemps. Bei mir auf dem Ergometer funktioniert das recht gut.
Cetay (inaktiv) (29.03.2015, 08:59): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61Ezm-vO5aL._SL500_AA325_.jpg The Psychedelic Ensemble; The Sunstone
Es passiert selten, dass mich eine Progressive Rock Band, die die 70er wieder aufleben lassen will, begeistert. Heutzutage noch gegen Alben wie Relayer, Pawn Hearts oder Foxtrot anstinken zu wollen, erscheint aussichtslos. Hier wird das freilich so stimmig und abwechslungsreich dargeboten, dass es eine wahre Freude ist. Die Besonderheiten, die dieses anonyme Quasi-Einmannprojekt auszeichnen, sind zum einen der punktuelle, sehr geschmackvolle Einsatz eines klassischen Orchesters ohne Kitsch und Bombast und zum andern virtuose Hochgeschwindigskeits-Duelle, die sich der Hauptprotagonist (abwechselnd an Gitarre und Tasteninstrumenten) mit sich selbst und mit einem Gastmusiker an der Violine liefert, was Erinnerungen das selige Mahavishu Orchestra weckt. Weil die Instrumentalabfahrten wie auch die Orchesterzwischenspiele wunderbar organisch in den Verlauf eingebunden sind, ergibt sich ein bei aller Vielseitigkeit sehr kohärentes Album, das auch textlich (abwechselnd gesungen von Mr. Unbekannt und einer Gastsängerin) ein durchgehendes Konzept aufzuweisen hat. Klassischer 70er Prog mit Jazz-Rock Fusion aufgemöbelt und mit den Ohren des modernen "Female Fronted" Crossover-Prog gehört. Das gefällt mir ganz ausgezeichnet.
miclibs (31.03.2015, 20:53): Höre gerade auf Youtube die Punk- EPs meiner Jugend nach... :) https://i.ytimg.com/vi/paDxqr6FkRo/mqdefault.jpg Kaaos / Cadgers (EP 1981)
https://i.ytimg.com/vi/VdXg0SD-UZc/mqdefault.jpg The Buttocks - BGS GSG (EP 1980)
https://i.ytimg.com/vi/Y_eZ7P2TpyA/mqdefault.jpg The Cretins - Heimkind (EP 1980)
https://i.ytimg.com/vi/4ltpO_wYFFY/mqdefault.jpg Honkas - Für Fritz (EP 1981)
Hosenrolle1 (01.04.2015, 18:47): Ich höre gerade das ganze Album "Cafe Passe" von der EAV, von 1981, noch ohne den späteren und bis heute aktiven Sänger Klaus Eberhartinger.
Das Album ist auch überhaupt nicht vergleichbar mit späteren Albem wie "Geld oder Leben" oder "Liebe, Tod und Teufel", und Hits wie "Banküberfall" oder "Märchenprinz", es ist teilweise ziemlich punkig, schräg, aber dennoch hat es den typischen bösen EAV Humor.
Meine Lieblingsnummer ist "Aberakadabera", dicht gefolgt von "Wir marschieren".
Mir gehen die 80er und frühen 90er ab :(
LG, Hosenrolle1
Hosenrolle1 (01.04.2015, 18:53): Ich werde mir nach der EAV gleich dieses Album, ebenfalls 1981, anhören, es erinnert mich teilweise stark daran.
Xao Seffcheque
"Sehr gut kommt sehr gut"
http://img.cdandlp.com/2012/05/imgL/115377072.jpg
Hat oder kennt das zufälligerweise jemand hier? Ich hab´s auf LP :D
Wikipedia schreibt dazu:
Einen ersten Achtungserfolg hatte er noch im selben Jahr mit dem Album Sehr gut kommt sehr gut, das als angeblicher Sampler mit Titeln von Kraftwerk, DAF und Der Plan aufgemacht war, die er jedoch alle selbst eingespielt hatte. Die auf dem Label Schallmauer-Records erschienene Platte persifliert satirisch die damalige Punk- und New-Wave-Szene.
LG, Hosenrolle1
miclibs (01.04.2015, 20:52): Tanzmusik zum Abend - Raggamuffin aus Uganda. Mittlerweile höre ich Ragga aus Afrika lieber wie den Ragga/ Dancehall aus dem Ursprungsland Jamaica... :leb https://i.ytimg.com/vi/r6BSrf55U5A/mqdefault.jpg Toolman - Leka Tuzilye
https://i.ytimg.com/vi/JTuFSF0FJdU/mqdefault.jpg Bebe Cool - Coccidiosis Song
https://i.ytimg.com/vi/FKMpoHuIZgc/mqdefault.jpg Bobi Wine Ft Denzo - Size Yo Vs Kadongo Kamu
stiffelio (11.04.2015, 11:41): Hallo an Alle!
keine Ahnung, ob das noch in diesen Thread gehört, aber es passt zumindest zum Titel und ich hatte einfach mal Lust es mitzuteilen: In meiner aktuellen Opernflaute höre ich inzwischen vermehrt: Vogelstimmen (kein Witz!) Durch einen Bekannten, der Biologe ist, kam ich auf die Idee, dieses Frühjahr mal zu versuchen, meine äußerst rudimentären Zuordnungsfähigkeiten von Vogelstimmen aufzupolieren. Da ich kein Handy, Smartphone o.ä. besitzt, kommen Apps als Hilfsmittel nicht in Frage. Aber das Internet bietet trotzdem etwas Hilfestellung. Hilfreich fand ich bisher vor allem http://www.deutsche-vogelstimmen.de/alphabetische und zum Üben die Vogelquiz-Seiten https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/vogelkunde/voegel-bestimmen/13701.html und http://www.spiegel.de/quiztool/quiztool-49475.html (auch wenn alle Vor- und Nachteile haben). Hat jemand noch andere Tipps? Oder ebenfalls Spaß am Zuordnen von Vogelstimmen?
VG, stiffelio
Rotkäppchen (12.04.2015, 14:13): Liebe stiffelio,
zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie auf die Idee gekommen bin, Vogelstimmen zuzuordnen, obwohl ich einige sehr schöne Erinnerungen an exzessiven Amsel-/Nachtigallgesang im Garten meiner Eltern (heute bin ich leider nicht mehr sooo oft dort) habe. Ersterer ist ja in mehrererlei Hinsicht absolut bemerkenswert (kürzlich gab es dazu einen interessanten Thread bei C, kennst Du den? ==> http://www.capriccio-kulturforum.de/der-blaue-salon/6796-das-singen-der-amsel/#post347574)
:hello LG, Rk
stiffelio (12.04.2015, 14:38): Liebe Rotkäppchen,
nein, den kannte ich noch nicht, danke für den Link! Gerade weil der Amselgesang so variabel ist, fand ich den gerade am Anfang gar nicht so einfach gegen andere Vögel abzugrenzen. Natürlich hab ich auch schon oft Amselgesang gehört, der nicht zu verwechseln war, aber wenn ich eine melodische Vogelstimme höre, die ich noch nicht kenne, ist die Frage "könnte das auch eine Amsel sein?" gar nicht so einfach auszuschließen. :wink
VG, stiffelio
Jürgen (16.04.2015, 18:55):
Faithless: Reverence
Jussi (17.04.2015, 16:57): Tango mal anders - aber GENIAL! :leb :down :down
1. Now See How You Are 2. Cheeta 3. D.B. Blues 4. Phinupi 5. Chitlins Con Carne 6. Midnight Blue 7. Love, Your Spell Is Everywhere 8. Loie 9. Day Dreams 10. Togethering 11. Summertime 12. The Jumpin' Blues 13. Jeannine
Blue Note Recordings from 1956 - 1986 with Horace Silver, Hank Mobley, Art Blakey, Stanley Turrentine, Herbie Hancock, Grover Washington Jr., Ron Carter and more...
Viele Grüsse :hello Stefan
Jürgen (23.04.2015, 07:14): http://ecx.images-amazon.com/images/I/91yX5oZI4vL._SX350_.jpg
Hosenrolle1 (27.04.2015, 20:55): Original von Jürgen http://ecx.images-amazon.com/images/I/91yX5oZI4vL._SX350_.jpg
Blind Faith: Blind Faith 1969
Ah, das Album kenne ich ... auf Wikipedia steht zu dem Cover:
Das einzige, vielfach prämierte Album der Band, Blind Faith (August 1969), zeigt auf dem Cover ein 11-jähriges Mädchen mit nacktem Oberkörper, was für Aufsehen sorgte. Für das Cover der amerikanischen Ausgabe wurde daher stattdessen ein neutrales Foto der Band verwendet.
Das erinnert mich an das Cover des Scorpions-Albums "Virgin Killer", von 1976, auf das 2008 herum ein Indizierungsantrag gestellt wurde.
Die nächsten Veröffentlichungen zeigen ebenfalls ein Bild der Band, und nicht mehr das Originalcover.
Solche Cover gingen wohl nur in den 60ern und 70ern :D
LG, Hosenrolle1
Jürgen (29.04.2015, 08:12): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51E8iE1HdgL._SX300_.jpg
Steve Hackett: A Midsummer Night's Dream, 1997
Musik hauptsächlich für akustische Gitarre & Orchester, von Steve selbst komponiert.
Von manchen Rezensenten wird diese Musik als klassisch kategorisiert. Ich kann das weder dementieren noch beweisen. Egal: Da sind ein paar nette Stücke drauf. Der frühe, unklassische Steve Hackett gefällt mir aber deutlich besser.
Cetay (inaktiv) (01.05.2015, 21:37): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51JgWlLeRQL._SL500_AA325_.jpg Chet Baker; Candy
Klang gewordene Melancholie. Die Zerbrechlichkeit von Bakers Trompeten-Spiel wirkt mit der Begleitung nur von Klavier und Kontrabass besonders intensiv. Die hyperrelaxed (pardon: außerordentlich entspannt) perlenden Soli des Pianisten tragen ihren Teil zu der einzigartigen Atmosphäre bei.
Hosenrolle1 (04.05.2015, 20:37): Gerade jetzt höre ich das Ende eines Sherlock Holmes-Hörbuches, es ist der Fall "Die tanzenden Männchen".
https://www.youtube.com/watch?v=Qi9EL-al8TI
Was ich nun sehr interessant fand waren zwei Dinge: zum einen beginnt der Fall damit, dass Holmes die Gedankengänge von Watson nachverfolgt; ein sehr bekannter Fall von Edgar Allen Poes Detektiv Auguste Dupin beginnt ebenfalls so. (War es der "Mord in der Rue Morgue"? Ich weiß es jetzt spontan nicht mehr).
Und Holmes entziffert in dieser Geschichte eine Geheimschrift und erklärt diesen Vorgang bis ins Detail. Auch in der Geschichte "Der Goldkäfer" von Poe findet sich eine solche Stelle, wo mit der selben Detailverliebtheit die Entzifferung geschildert wird.
LG, Hosenrolle1
miclibs (20.05.2015, 21:36): Beginne mit den Urgesteinen des Raggamuffin wie Yellowman, General Trees, Josie Wales , komme dann zu Ninjaman, Bounty Killer, Lady Saw, Aidonia, Assassins und wechsle von Jamaica nach Deutschland zur Non-Profit Rapperin Lena Stoerfaktor mit ihren gesellschaftskritischen Texten... :) https://i.ytimg.com/vi/SonYf3DpQF0/mqdefault.jpg Bounty Killer - Hot Feet (Run Di Street) Free Willy Prod https://i.ytimg.com/vi/l2xIKmqk6wI/mqdefault.jpg Bounty Killer - Ghetto Lifestyle (War Path Riddim) https://i.ytimg.com/vi/vkGS_ESNOCg/mqdefault.jpg Aidonia - Shot Ago Fire (ThrowBack) https://i.ytimg.com/vi/pxPKecBrwho/mqdefault.jpg Charly Black - Bike Back https://i.ytimg.com/vi/21kRLPEyTKI/mqdefault.jpg Yellow Man Ft. Bounty Killer, Shabba Ranks, Sizzla & More - Champion https://i.ytimg.com/vi/7ZkZxgi6pqc/mqdefault.jpg NINJA MI NINJA - Ninjaman https://i.ytimg.com/vi/VxuJTOTTVoA/mqdefault.jpg Lena Stöhrfaktor - Tadelloser Lebenslauf
Jürgen (21.05.2015, 08:37): http://ecx.images-amazon.com/images/I/71AKPewtv7L._SY450_PJautoripBadge,4,-40_OU11__.jpg
Birds and Buildings: Bantam to Behemoth
miclibs (23.05.2015, 18:05): Starke Dancehall-CD , pure Energie, nix für Schöngeister ... :) http://ecx.images-amazon.com/images/I/51MtKwEB8NL._SX425_PJautoripBadge,-40_OU11__.jpg Elephant Man - Higher Level
Cetay (inaktiv) (24.05.2015, 18:52): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51LvkDzIbqL._SL500_AA325_.jpg Walls of Jericho; Redemption
miclibs (24.05.2015, 22:27): Hardcore-Ragga vom feinsten.. :) http://ecx.images-amazon.com/images/I/5176xh9NnML._SX425_.jpg Bounty Killer - Nah No Mercy - Best of
Schnörkelloser Hau-Drauf-Metal mit aberwitzig dämlichen Texten. Eine Scheibe, die alle Vorurteile und Klischees bedient und gerade deshalb für mich so kultig ist. Ein Höllen-Spaß für das innere Kind. http://www.smileygarden.de/smilie/Musik/00000404.gif
miclibs (11.06.2015, 21:08): Original von Cetay Unleashed; Hell's Unleashed Schnörkelloser Hau-Drauf-Metal.... /IMG]
Kann ich bestätigen. Nachhören - hier der YT-Link
Apropos Vorurteile - einer meiner Lieblingsscheiben aus meiner 80er Punk-Zeit von einer Band aus Stuttgart... https://i.ytimg.com/vi/vrei0i4HW9M/mqdefault.jpg Chaos Z - Ohne Gnade
Cantus Arcticus (12.06.2015, 13:00): Americana vom Feinsten:
Eine akustische Abrissbirne. Unfassbar schnell, hart, tief und böse. Mit einer guten Dosis an Punk-Attitüde und technisch versiert. Die Produktion so räudig wie die alte Schule und so druckvoll wie die moderne. Allein diese seltene Punktlandung macht das zu einem Meilenstein des Death Metal. In meinem persönlichen Kosmos die beste Platte des Genres.
Cantus Arcticus (16.06.2015, 13:44): Tja, lieber Cetay Da kann ich momentan nicht mithalten :W
"Ticking away the moments that make up a dull day...."
Gruss :hello Stefan
Hosenrolle1 (18.06.2015, 17:02): Original von Cantus Arcticus Ich habe darüber gelesen, den Film aber noch nicht gesehen. Eine Bildungslücke tut sich hier auf..... :J
Ich kenne auch nur den berühmten Ausschnitt, mit "Wait a minute, wait a minute". Ich weigere mich aber, diesen Film ganz anzusehen, weil mich die Handlung sowas von nicht interessiert. Es gab ja auch schon davor Versuche, Bild und Ton zu synchronisieren, der "Jazz Singer" ist nicht, wie oft fälschlicherweise gesagt wird, der erste Tonfilm.
Vor den Tonfilmen wurde ja auch gewarnt, als er aufkam, wie etwa hier:
DAS war AC/DC: alle jung, Sänger noch nicht tot, kurze, wilde Bühnenshows die 50-60 Minuten gedauert haben.
Wenn ich mir die Konzerte von AC/DC heute ansehe ... lauter alte müde Männer über 60, die über 2 Stunden lang energielos dahinspielen, riesige Bühnen und möglichst viel Effekte mit Scheinwerfern, Feuerwerk und Introvideos. (Die Stones verwenden letzteres leider ebenfalls, grausig!).
Ein dicker, 60 jähriger Angus Young ist einfach nicht das selbe wie ein junger, schlanker, wild herumrennender und zappelnder Mitt-20er Angus Young. Sie hätten m.E. 1980 aufhören sollen.
Manchmal möchte man die 70er wieder haben ...
LG, Hosenrolle1
miclibs (18.06.2015, 20:39): Eine meiner Lieblins-EPs - finnischer Hardcore.. :) https://i.ytimg.com/vi/paDxqr6FkRo/mqdefault.jpg Kaaos/Cadgers EP
Cadgers - Punainen Vaara Cadgers - Kaaosta Tää Maa Kaipaa Cadgers - Kirkot Kytee Cadgers - Vritän Kaatsoo Huomiseen Kaaos - Kytät On Natsisikoja Kaaos - Et Sä Voi Olla Vapaa Kaaos - Tulevaisuus Kaaos - Ei Sääntöjä
https://i.ytimg.com/vi/sqJhY9-qziU/mqdefault.jpg Crass - Do They Owe Us A Living
https://i.ytimg.com/vi/1wfamPW3Eaw/mqdefault.jpg Tom Waits - Chocolate Jesus
Hosenrolle1 (18.06.2015, 21:03): Von Tom Waits hab ich dieses 3 CD-Album:
Little drop of poison Long way home Goodnight Irene King Kong
LG, Hosenrolle1
Cantus Arcticus (19.06.2015, 13:09): Original von Hosenrolle1 Original von Cantus Arcticus Ich habe darüber gelesen, den Film aber noch nicht gesehen. Eine Bildungslücke tut sich hier auf..... :J
Ich kenne auch nur den berühmten Ausschnitt, mit "Wait a minute, wait a minute". Ich weigere mich aber, diesen Film ganz anzusehen, weil mich die Handlung sowas von nicht interessiert. Es gab ja auch schon davor Versuche, Bild und Ton zu synchronisieren, der "Jazz Singer" ist nicht, wie oft fälschlicherweise gesagt wird, der erste Tonfilm.
Vor den Tonfilmen wurde ja auch gewarnt, als er aufkam, wie etwa hier:
DAS war AC/DC: alle jung, Sänger noch nicht tot, kurze, wilde Bühnenshows die 50-60 Minuten gedauert haben.
Wenn ich mir die Konzerte von AC/DC heute ansehe ... lauter alte müde Männer über 60, die über 2 Stunden lang energielos dahinspielen, riesige Bühnen und möglichst viel Effekte mit Scheinwerfern, Feuerwerk und Introvideos. (Die Stones verwenden letzteres leider ebenfalls, grausig!).
Ein dicker, 60 jähriger Angus Young ist einfach nicht das selbe wie ein junger, schlanker, wild herumrennender und zappelnder Mitt-20er Angus Young. Sie hätten m.E. 1980 aufhören sollen.
Manchmal möchte man die 70er wieder haben ...
LG, Hosenrolle1
Hallo Hosenrolle1 Vielen Dank für die beiden Warnplakate.... Der deutsche Musikerverband hat damals zu drastischen Mitteln gegriffen, was auch zum gesellschaftlichen Klima der damaligen Zeit gepasst hat: "Tonfilm ist wirtschaftlicher und geistiger Mord!" Sowas findest Du heute nicht mehr in den Printmedien.
Zu AC/DC: Dieses Album ist neben "It's Alive" von den Ramones mein Lieblings-Livealbum. Warum? Es ist geradeheraus, ohne viel Drum und Dran, aber mit sehr viel Selbstbewusstsein gespielt. Teile dieses Konzerts im Apollo Theatre Glasgow gibt es übrigens auch auf Youtube.
UND: Ich gebe Dir Recht. 1980 wäre die Zeit Reif gewesen. Spätestens nach Bon Scotts Tod, war der Ofen aus....
Grüsse :hello Stefan
Hosenrolle1 (19.06.2015, 13:51): Original von Cantus Arcticus Hallo Hosenrolle1 Vielen Dank für die beiden Warnplakate.... Der deutsche Musikerverband hat damals zu drastischen Mitteln gegriffen, was auch zum gesellschaftlichen Klima der damaligen Zeit gepasst hat: "Tonfilm ist wirtschaftlicher und geistiger Mord!" Sowas findest Du heute nicht mehr in den Printmedien.
Mir fällt da auch gerade der Film "Chaplin" ein, wo Charlie Chaplin zu einem Freund sagt "Der Tramp kann nicht reden!", da er auch gegen den Tonfilm war.
Ich kann das ja auch verstehen: durch den Tonfilm wurden viele Musiker arbeitslos. Oft finde ich Stummfilme auch besser, weil sie zeigen, dass Worte im Grunde überflüssig sind, um eine Geschichte zu erzählen. Mimik und Gestik reichen da schon aus.
UND: Ich gebe Dir Recht. 1980 wäre die Zeit Reif gewesen. Spätestens nach Bon Scotts Tod, war der Ofen aus....
Ich will ja keineswegs den Eindruck entstehen lassen, dass ich finde, dass "alte" Bands schlecht seien oder Bandmitglieder über 60 es nicht mehr "bringen".
Das Problem bei AC/DC sehe ich vor allem darin, wie sich die Shows und die Zeiten verändert haben.
Damals hüpfte und zappelte Angus Young wie ein Wilder herum, warf sich aus dem Stand auf den Boden, Headbangte die ganze Zeit während seiner Soli, während Bon Scott mit seinem Mikro (mit Kabel!) im Hintergrund stand und dazu tanzte.
Heute sind die Shows, wie schon erwähnt, über 2 Stunden lang, alles ist hochmodern, keine Kabelmikros mehr, und Angus ist mit nunmehr 60 Jahren auch nicht mehr so wie damals. Er bewegt sich viel weniger, und wirkt in der Schuluniform auch nicht mehr so glaubhaft wie 1975.
Man setzt auf irgendwelche Gimmicks, wie aufblasbare Rosies, Kanonenschüsse, riesige Statuen auf der Bühne und Introvideos, und verkauft massenweise rote, blinkende Teufelshörner und andere Sachen.
Wenn ich mir die Shows aus den 70ern ansehe, sehe ich kleine Hallen, und weder Handys noch Teufelshörner, und auf der Bühne braucht es keine aufblasbare Rosie, da reicht die Energie der Musik völlig aus. Die Shows heute wirken einfach überladen und überfrachtet, als ginge es mehr um die Show, als um die Musik.
Was mich auch stört bei Angus ist, dass er da bei jedem Konzert heute endlose Soli spielt, aber das Problem ist, dass die alle stinklangweilig sind, weil da überhaupt keine Melodien dabei sind. Analysiert man das einmal, sieht man, dass er die selben Licks immer wieder spielt. Oder er macht da 20 Sekunden lang ein Hammer on auf einer Seite, was dem Publikum aber völlig egal ist, weil er selbst mehr Show macht.
Auf dem Live-Album "If you want blood" spielt er kurze Soli. Hör dir "Let there be rock" an, das ist kurz und prägnant, und nicht über 17 Minuten in die Länge gezogen. Angus´ Repertoire an Licks und Melodien ist leider zu begrenzt, um 17 Minuten lang abwechslungsreich und musikalisch halbwegs gehaltvoll improvisieren zu können. :(
miclibs (12.08.2015, 21:26): Der Rockmusik kann ich wenig abgewinnen. Aber schon seit den 80er Jahren verfolge ich Rap-Bands, die auch was zu sagen haben wie z.B. Public Enemy aus den USA. Auch in Deutschland gibt es gute Projekte fernab von dem seichtem Radio-Rap oder dem 'Kleinkriminellen'-Rap. Kinderzimmer Productions, Lena Stoehrfaktor und Connexion Musicale sind gute Beispiele hierfür.... :)
http://www.tapeteberlin.de/wp-content/uploads/2012/01/406986_287915051265729_142146282509274_804844_1713448319_n.jpg 01. Unerhört 02. Die Angst vor den Gedanken verlieren 03. Kein Frieden mit der Mitte/Don´t walk that line (mit Rebel Diaz & Quese Imc) 04. Der gleiche Scheiß im kleinen (Part1) 05. Mentalidad Capitalista (mit Cloudito) 06. Kategorie Ich! 07. Freu dich 2 08. Die Angst vor dem Verlieren 09. Tauziehen ohne Boden (mit Tapete) 10. Der gleiche Scheiß im kleinen (Part2) 11. Ich bin das, was du studierst (mit MC Josh) 12. Die streichelnde Peitsche 13. Für die Traurigkeit (Skit) 14. Ein bisschen Perspektive
http://www.lenastoehrfaktor.de/wp-content/uploads/2014/01/cd_008_conex_windstill.jpg 01. Kaum Erleichterung 02. Windstill 03. Verstecken 04. Lena Stoehrfaktor s Paradies 05. Die erste Idee 06. Ausgeschlossen 07. Rap-Ästhet 08. Claudio s Wegbeschreibung 09. DJ Fulano s 5te Sonne 10. Atenas-Berlin-Santiago 11. Die zweite Idee 12. Vamos! (Für die Freiräume) 13. Mein eigener Feind 14. Blank s gesprochenes Alibi 15. Nimm es wie es ist (Outro)
Cetay (inaktiv) (16.08.2015, 09:12): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/61-71KuqCBL._SL500_AA300_.jpg Landmarq; Entertaining Angels
Auf diesem Album verarbeitet Sängerin Tracy Hitchings ihre Erfahrungen mit einer langwierigen "holistischen" Krebs-Therapie, die auf aggressives Bekämpfen nur auf der körperlichen Ebene verzichtet und statt dessen auf Entgiftung und auf Änderung der mental-spirituellen Ausrichtung setzt. Die dabei gewonnene und in den Texten dargelegte Lebensphilosphie klingt mit Verlaub etwas nach Eso-Kaffeekränzchen (Walsch, Mohr, Chopra), wird aber mit einer so unwiderstehlich lebensbejahenden und ungekünstelten Inbrunst vorgetragen, dass es mir permanent Schauer den Rücken rauf und runter jagt. Die Musik mit ausladenden symphonischen Arrangements und jubilierenden Pink Floyd-Gitarren passt dazu wie Engel in den Himmel. Als Einflüsse werden Genesis, Yes, Camel, Klaus Schulze and Tangerine Dream geannt; das Endergebnis klingt aber recht eigenständig. Langmarq schaffen locker den Spagat zwischen Gehirnakrobatik und Unterhaltung und sie vermögen mich mit ihrer hellen Wöhlfühlmusik emotional so zu packen, wie es sonst nur mit Härte und Düsterness geht. Grandios! :times10 Jetzt gibt es ein Live-Album, das ausschließlich Material des letzten Studioalbums erhält. Das strömt bei gerade mir und ich bin schon wieder hin und weg, weswegen ich meiner Begeisterung durch Ausgraben der o.g. Besprechung Ausdruck verleihen will.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/81tV4e2-FPL._SL500_AA325_.jpg Landmarq; Roadskill ~ Live in the Netherlands
Cetay (inaktiv) (20.08.2015, 22:21): Original von Cetay Landmarq; Roadskill ~ Live in the Netherlands
Ich komme von diesem Album nicht mehr los. Eine solche authentische Intensität jagt mir permanent einen Schauer nach dem anderen durch den ganzen Körper. Unabhängig von Fragen, ob das 8-fach gestrichene k aufs Micro-Hertz genau getroffen wird, wird hier mit jedem gesungenen Ton das Leben gefeiert. Man braucht keine Quellen zu studieren, um die Intention des Komponisten zu erraten und dann zu philosophieren, ob das von der Interpretin glaubwürdig transportiert wird. Die Interpretin interpretiert sich selbst und als jemand, die schon die Hand des Sensenmanns entgegengestreckt bekam, hat sie etwas zu sagen. (Man kann sich zwar mehr Federn an den Hut stecken, wenn man über fehlende Kleckse auf tausend Jahre altem Papier sinniert als wenn man schnöde U-Musik rezensiert - nichtsdestotrotz:) Für mich ist dieses Album das Statement an glaubwürdiger Gesangskunst im Jahr 2015.
(Der kursive Teil wurde nur eingefügt, um ein Beispiel zu geben, wie man Meta-Botschaften platziert und dabei ganz regelkonform bleibt).
Jürgen (21.08.2015, 09:50): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/61-71KuqCBL._SL500_AA300_.jpg Landmarq; Entertaining Angels
Interessehalber habe ich mal die Amazonschnipsel angehört. Das erste Intro erinnerte mich gleich an David Gilmore in der späten Floyd Ära. Ansonsten ist das handwerklich gut gemachter Neo-Prog, wobei Prog nicht überstrapaziert wird. Geht also schnell ins Ohr. Schön, dass es diesen thread gibt. Da habe ich schon manches Perlchen gefunden.
Werde mir bei Gelegenheit mal das ganze Album strömen.
Danke Cetay
Cetay (inaktiv) (21.08.2015, 15:46): Immer gerne. :beer
Handwerklich gut gemachter Neo-Prog trifft es genau. Weil dieses Genre überbevölkert ist und die Variatonsmöglichkeiten begrenzt sind -bei zuviel davon ist es halt kein Neo-Prog mehr- herrscht dort ein ziemliches einerlei, deshalb steht und fällt fast jede Aufnahme mit den Sängern. Da gibt es die gesichtslosen, austauschbaren oder eben die individuellen und zumeist gleichzeitig exaltierten (angefangen mit Pionier "Fish"), die man entweder liebt oder nicht ausstehen kann. Tracy fällt bei mir trotz ihrer Theatralik in die Kategorie "geliebt", weil ich ihr -ich wiederhole mich- jede Note abkaufe.
EinTon (23.08.2015, 15:40): Gestern gehört:
https://f1.bcbits.com/img/a4101716471_16.jpg
äußerst subtile und feingliedrige Minimalelektronik an der Schwelle vom 20. ins 21. Jahrhundert, von einem der Großmeister dieser Richtung!
Hier kann man sich das Album legal online anhören:
https://12kmusic.bandcamp.com/album/rausch
die ätherischen Höhen, die in dieser Musik eine große Rolle spielen, leiden allerdings mE in der komprimierten Streamingversion.
Peter Brixius (08.09.2015, 19:36): Aus gegebenen Anlass mal wieder hervor geholt
The Dissection and Reconstruction of Music from the Past as Performed by the Inmates of Lalo Schifrin's Demented Ensemble as a Tribute to the Memory of the Marquis De Sade
Liebe Grüße Peter
Cetay (inaktiv) (10.09.2015, 19:54): https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/41tRhedEV0L._SL500_AA325_.jpg Behemoth; The Satanist
(...) Dampfwalze aus konzentrierter Dunkelheit (...) (laut.de)
Hosenrolle1 (01.10.2015, 23:28): Im Disney-Film "Cinderella" von 1950, mit dem ich eigentlich nichts anfangen kann, kommt ein Lied mit bösem Ohrwurmcharakter vor, nämlich "Bibbedi Bobbedi Boo".
Im Original wird es von einer alten Fee gesungen, mit amerikanischen Akzent, wie man hier gleich zu Beginn hören kann:
https://www.youtube.com/watch?v=HJy8kdNNrvI
Nun gab es eine Neuverfilmung, mit der ich noch viel weniger anfangen kann, und da singt Helena Bonham Carter diese Fee.
https://www.youtube.com/watch?v=2l9kZWg0fyQ
Anfangs war ich irritiert, weil diese junge Stimme nicht wirklich gepasst hat, doch daran habe ich mich witzigerweise schnell gewöhnt, davon abgesehen finde ich, dass ihr britischer Akzent viel besser zu dem Stück passt.
Zum Glück hat man sich auch beim Arrangement des Stücks sehr genau an das Original gehalten, sogar der Chor darf wieder mitsingen.
Ich bin immer noch unschlüssig, welche Version ich besser finden soll. Was sagt euch da mehr zu? Das britische oder amerikanische?
LG, Hosenrolle1
Jürgen (26.10.2015, 19:26): Heute (habe Urlaub) bereitete ich im Hof das Brennholz für den anstehenden Winter vor. Dabei lief Nostalgisches von Genesis:
Hosenrolle1 (26.10.2015, 23:27): Ich bin zwar kein Genesis-Fan, aber den Song "I can´t dance" liebe ich! Das ist einer der Songs, der für mich für die frühen 90er Jahre steht. Als Kind hab ich kein Wort verstanden vom Text, aber mir gefiel dieses hohe "AAAAA can´t dance" immer so gut :D
Wunderbar! Musik wie diese gäbe es heute nicht, hätte es die Genesis der 70er (die überhaupt nichts mit I Can't Dance gemein haben) nicht gegeben. Von Jürgen zurecht als nostalgisch bezeichnet, sind die Originale heute für mich kaum mehr anhörbar (anders als YES der 70er, die deutlich zeitloser agierten und auch heute noch unverbraucht klingen), aber es ist immer wieder faszinierend zu hören, wie die Einflüsse heute noch in den verschiedensten Ecken nachwirken.
Cetay (inaktiv) (01.11.2015, 07:43): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51KzgPCcHwL._SL500_AA325_.jpg Miles Davis; In Concert Recorded Live at Philharmonic Hall, New York (1972)
"(...) it's about power, rhythm, and the sum energy of the collective, and of Davis' electric jazz-rock albums, In Concert does one of the most mind-bending jobs of living up to those ideals." (Allmusic.com -> hier) So isses! :times10
Der jung verstorbene Demetrio Stratos zählt Genre-, Geographie- und Epochen-übergreifend zu den besten Sängern. Seine Fähigkeiten waren so außergewöhnlich, dass er zum wissenschaftlichen Forschungsgegenstand über die Möglichkeiten der menschlichen Stimme wurde. Aber jenseits aller Akrobatik klingt er vor allem unglaublich einnehmend und charismatisch; legendär in Prog-Rock-Zirkeln wurden seine Beiträge bei der Gruppe AREA Anfang der 70er.
Jürgen (18.11.2015, 13:50): http://ecx.images-amazon.com/images/I/81abrvjqS5L._SL300_.jpg
Steve Hackett: Please don't touch, 1978 Neue Stereo-Abmischung von Steven Wilson. Und siehe da, viele Details höre ich heute zum ersten mal. Wunderbar.
Das richtige für meine Nonkonformisten-Seele. Von der Netzgemeinde einhellig verrissen, bis hin zu Zweifeln am Geisteszustand des kreativen Kopfes der Gruppe - das kann nur gut sein.
Was gibt es hier zu hören? Zunächst mal einen sehr charismatischen Sänger, der vom Flüstern und Hauchen bis zum Quietschen und Fauchen, vom gutturalem Wort-Gekotze bis hin zur schauderhaften Kopfstimme inflationär alles auffährt, was sein Organ an Tricks hergibt - zum Teil bis zur grotesken Verfremdung mit Auto-Tune überzogen. Das klingt dann schon mal, als ob man zwei Katzen zusammen-tackert. Da hilft es ungemein, wenn die Ohren durch gelegentliches Hören von modernen Opern gestählt sind; ansonsten besser Kopfschmerztabletten bereitlegen. Dann gibt es Gitarren, die nach Metal klingen, aber meist ohne Druck und mit wenig Härte eingefangen wurden. Auch die Keyboards klingen seltsam farblos. Ich habe den Eindruck hier wurde bewusst eine künstliche Atmosphäre geschaffen, manchmal wirkt das regelrecht abstrakt - jedenfalls werden alle Klischees, die man mit dieser Band aus ihren früheren Tagen verbindet, weitestgehend vermieden. Durch die sterile Produktion und die Abmischung, welche die Stimme extrem in den Vordergrund zieht, rückt das Songwriting, ähm: Lieder-schreiben in den Mittelpunkt des Interesses. Und hier gibt es hinsichtlich der Kompositionsstrukturen einige Tricks zu entschlüsseln, was freilich mehrere Hördurchläufe erfordert; Aufs erste Gehör zieht sich das Album über die 80 Minuten manchmal recht zäh und eindimensional dahin - kein Wunder, da Richard Wagner als einer der Haupteinflüsse auf das Schaffen von Meistergeist David DeFeis gilt. Objektiv gibt es einiges zu bekritteln, aber letztlich entscheidend ist, dass ich dieses Album immer wieder und mit immer mehr Begeisterung höre.
Cetay (inaktiv) (21.11.2015, 11:53): http://ecx.images-amazon.com/images/I/71rzxI6G6RL._SL500_AA325_.jpg Asia; Live in Moscow 1990
Cetay (inaktiv) (22.11.2015, 06:02): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51wYGn5hXPL._SL500_AA325_.jpg This is Hell; s/t
Zum richtig wach werden gibt's 13 Minuten Prügel mit Hardcore Punk der neuen Schule.
Hosenrolle1 (15.12.2015, 23:53): Ich bin nicht so der Weihnachtslied-Freund, aber wenn ein Song schön gesungen und/oder musiziert wird, wenn mir das Arrangement gefällt, dann höre ich es gerne.
Habe mir gerade den "Little Drummer Boy" in der bekannten Version vom Harry Simeone Chorale von 1958 angehört, von meiner CD:
Ich finde die Version herrlich: keine Instrumente, sehr intim gesungen, kein fortlaufendes Crescendo mit Bombast am Ende, und die Frauenstimmen singen auch sehr schön - besonders gefällt mir, wie sie bei "parampampampam" am Schluss das "pammmmmmm" noch leise nachklingen lassen.
Gänsehautstimmung die ganze Zeit, und wie sie "Then he smiled at me" singen ... wunderschön interpretiert!
https://www.youtube.com/watch?v=hqaFVDqV0sc
LG, Hosenrolle1
EinTon (16.12.2015, 00:25): Mal wieder ein wenig aus dieser hier:
da geht er - der coolste unter den alten rock haudegen. die nachricht hat mich sehr getroffen, obwohl angesichts seines lebenswandels damit zu rechnen war. motörhead haben mich praktisch mein gesamtes leben musikalisch begleitet. werde heute abend einen jacky auf ihn trinken. r.i.p.
Cetay (inaktiv) (30.12.2015, 06:17): Original von uhlmann Original von Cetay Einer der letzten glaubwürdigen Rock-Musiker hat die Bühne für immer verlassen.
da geht er - der coolste unter den alten rock haudegen. die nachricht hat mich sehr getroffen, obwohl angesichts seines lebenswandels damit zu rechnen war. motörhead haben mich praktisch mein gesamtes leben musikalisch begleitet. werde heute abend einen jacky auf ihn trinken. r.i.p.
:beer
Cetay (inaktiv) (30.12.2015, 06:19): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61Hut0Hs0gL._SL500_AA325_.jpg Ale Möller & Bohuslän Big Band; Pegasus
Rachmaninov (31.12.2015, 12:08): Original von Cetay Original von uhlmann Original von Cetay Einer der letzten glaubwürdigen Rock-Musiker hat die Bühne für immer verlassen.
da geht er - der coolste unter den alten rock haudegen. die nachricht hat mich sehr getroffen, obwohl angesichts seines lebenswandels damit zu rechnen war. motörhead haben mich praktisch mein gesamtes leben musikalisch begleitet. werde heute abend einen jacky auf ihn trinken. r.i.p.
:beer
Ja, sehr traurig. Wenn man seinen Nachruf ließt muss man wohl feststellen, dass er als Mensch wohl ein Menschenfreund war .... RIP
Cetay (inaktiv) (01.01.2016, 08:04): http://ecx.images-amazon.com/images/I/41AchvQAf1L._SL500_AA325_.jpg Frank Zappa; Live at London's Hammersmith Odeon/1978
Unglaublich, dass diese Mitschnitte ewig in den Archiven schmorten, bis sich die Erbengemeinschaft 2010 schließlich zur Veröffentlichung entschloss. Für mich ist die erste CD dieses 3-er Albums das Beste, das es vom Maestro von der Bühne zu hören gibt. Die überragende Band ist in Höchstform -schon alleine die unmenschliche Leistung von Schlagzeuger Terry Bozzio macht das zu einem Erlebnis- und legt eine Spiellaune an den Tag, die mir schier Freudenschreie entlockt. Dass bei Zappa der klassische Hör-Intellekt mit kompositorischen Spuren von Varèse, Bartók und Strawinski immer auch etwas abbekommt, ist der I-Punkt.
:times10
Cetay (inaktiv) (01.01.2016, 11:12): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61CgN8NMUlL._SL500_AA325_.jpg Louis Armstrong; The Complete Town Hall Concert '47
Cetay (inaktiv) (02.01.2016, 15:35): http://ecx.images-amazon.com/images/I/71zu23k5bkL._SL500_AA325_.jpg Dream Theater; When Dream & Day Unite
Cetay (inaktiv) (04.01.2016, 11:19): http://ecx.images-amazon.com/images/I/414FNNZ2MBL._SL500_AA325_.jpg James Holden; At the Controls
At the Controls ist (bzw. war) die mit Abstand beste, innovativste und experimentierfreudigste DJ-Mix-Serie, die es je gab. Leider ging das Label pleite, so dass das ganze bereits nach vier Folgen eingestellt wurde, aber von diesen sind eine für die Ewigkeit (Agoria) und eine fürs Leben (die eben gehörte von James Holden).
Cetay (inaktiv) (06.01.2016, 06:02): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61-Bcyo0rKL._SL500_AA325_.jpg Frank Zappa; The Best Band You Never Heard in Your Life (Live 1988)
Cetay (inaktiv) (22.01.2016, 07:09): https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/51dcl3Wur5L._SL500_AA325.jpg Frank Zappa; Läther
Die Beste des Maestros.
Jürgen (22.01.2016, 11:32): @Läther
Gute Idee, ich höre auch mal rein.
Hosenrolle1 (11.02.2016, 00:17): Von diesem Album höre ich gerade die absolut geile Coverversion des AC/DC Klassikers "Dirty Deeds Done Dirt Cheap".
Joan Jett macht daraus eine fette Nummer mit stampfendem Schlagzeug und singt den Song so, als ob es ihrer wäre. Das Musikvideo dazu ist auch herrlich ... und alles mit diesem typischen frühen 90er Jahre Flair, den ich so liebe; das Album ist von 1990.
Normalerweise mag ich "moderne" AC/DC Coverversionen überhaupt nicht, und auch hier fehlen zwar die rotzigen, dreckigen Gitarren des Originals, jedoch stört es mich überhaupt nicht, weil die fetten Gitarren mit viel Druck daher kommen und zur Interpretation passen.
Das einzig Negative ist für mich das Gitarrensolo, das mir zu unbeholfen wirkt, das trübt den Eindruck ein bisschen. Dennoch: absolut geile Nummer!
Das Original gefällt mir überhaupt nicht, aber die Sinatra-Version gefällt mir (ähnlich wie "Jackson") viel besser!
Kennt noch jemand empfehlenswerte Coverversionen von N. Sinatra?
LG, Hosenrolle1
Cetay (inaktiv) (20.02.2016, 13:03): http://ecx.images-amazon.com/images/I/91bLQ9sNq2L._SL500_AA325.jpg Motörhead; Another Perfect Day
Neben Inferno ist das die von mir meist Geliebte von Lemmy & Co. Neben den Mikrospuren von progressiven Tendenzen (hier und da denke ich flüchtig an Rush) und der virtuos-melodiösen Gitarrenarbeit ist es vor allem die Hit-Dichte, die mich beeindruckt. Jeder Song hat unmittelbaren Wiedererkennungswert, verfügt über irgend eine Hakenzeile, die sofort hängenbleibt - freilich immer genau auf dem Grat der -anders als hier und da auf den früheren Klassikeralben- nie ins primitiv-mitgröhlhafte abfällt (wobei das ab und an auch mal sein darf http://www.smileygarden.de/smilie/Teufel/119.gif).
höre ich gerade eine tolle Cover-Version von "Son of a Preacher Man". Ich gestehe, ich mag das Original nicht sonderlich, einerseits schon wegen dem Text, aber vor allem gesanglich wirkt mir Dusty Springfields Stimme irgendwie zu "kränklich", zu gedeckt.
Da gefällt mir diese Version hier eindeutig besser, besseres Arrangement, und besserer Gesang.
LG, Hosenrolle1
Cetay (inaktiv) (27.02.2016, 17:51): http://ecx.images-amazon.com/images/I/81RBl31DSoL._SL500_AA325_.jpg Heldersleben; 3 - The Fall of Chronopolis
Tolle Band, mit starker 70er-Psychedelic Schlagseite. Am Anfang bin ich kaum hinterher gekommen mit rätseln, an wen mich diese oder jene Passage nun wieder erinnert (etwa: SAHB, Tangerine Dream, The Doors, Pink Floyd, Hawkwind); aber das legt sich schnell, denn die Combo verquirlt das zu einer Brühe, die gar nicht abgeschmackt und -nicht zuletzt durch die seltsam zwischen ätherisch und bodenständig changierende Sängerin- recht eigenständig klingt.
Cetay (inaktiv) (28.02.2016, 07:20): http://ecx.images-amazon.com/images/I/61U4kN-f2vL._SL500_AA325_.jpg This is Hell; Black Mass
Nackenbrecher...
Cetay (inaktiv) (19.03.2016, 07:42): Original von Zefira Es gibt ja auch noch Pat Metheny :down
Und der hat dank dieser Erinnerung bei mir eine kleine Renaissance. Gerade läuft:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/81o53wj1B8L._SL500_AA325_.jpg Pat Metheny Group; The Road to You - Recorded Live in Europe (1993)
Für diese Tour hat sich das Quartett mit zwei südamerikanischen Musikern verstärkt. Konsequenterweise hört man Musik aus den drei letzten Studioalben, welche die "Brasilianische Phase" der Band markieren. Mit Latino-Leichtigkeit und Pop-Melodik streift die Gruppe oberflächlich gehört nur haarscharf am Easy-Listening vorbei, aber gerade das macht die Faszination aus, denn unter dieser trügerisch seichten Oberfläche gibt es faszinierende Tiefen zu erhören.
Cetay (inaktiv) (27.03.2016, 11:01): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51-CqA%2BxuvL._SL500_AA325_.jpg Taylor's Universe, Kind of Red
Der Multinstrumentalist Robin Taylor spinnt in einem ganz eigenen Universum herum. Die warmen Analogklänge seines Tasten-Arsenals versprühen 70er-Flair, die beiden Bläser (Saxophon, Trompete) steuern wunderbare Melodielinien bei, die -bevor es allzu wohlig wird- hin und wieder wieder ins frenetisch-expressive ausbrechen. Und am wichtigsten: Taylor kann Songs schreiben. Obwohl das eine Instrumentalplatte ist, kommt keine Sekunde lang das Gefühl auf, hier wird ziellos geduldet - das ist zwingender Nicht-Unsinn, dessen Bannkraft ich mich nicht entziehen kann. Eines dieser Glücksfall-Alben, bei denen ich das Gefühl habe, das wäre für mich gemacht.
:engel
Cetay (inaktiv) (17.04.2016, 20:39): Ich wollte eigentlich nur kurz reinhören, jetzt bin ich mit der gesamten Doppel-CD durch :
http://ecx.images-amazon.com/images/I/717wWnlDmZL._SL500_AA325_.jpg Tiles; Pretending 2 Run
Tiles gehören ganz bestimmt nicht zu den Schnelllebigen des Musikbusiness. Seit 1993 aktiv, ist das gerade mal ihr 6. Studio-Album, für das sie sich ganze 8 Jahre lang Zeit genommen haben. Liest man die Gästeliste, stellt sich etwas Unbehagen ein. Die Flöte spielende 70-er Ikone Ian Anderson, der im harten Fach beheimatete Ausnahme-Schlagzeuger Mike Portnoy und der Jazz-Gitarrist Mike Stern auf einem Album? Dazu ein Streichsextett, ein klassischer Chor, ein angesagter Elektronik-Tüftler und weitere Exoten wie Oboe, Sopran-Saxophon, Mandoline, Banjo und Hammond B-3 Orgel. Das kann eigentlich nicht gutgehen. Wenn es gut geht, dann kann etwas ganz Großes dabei herauskommen. Und das scheint mir hier der Fall zu sein, jedenfalls schwankte ich beim ersten Hören stets zwischen Euphorie und ungläubigem Staunen. Die heterogenen Stile und Klänge werden stimmig zu einem homogenen Ganzen integriert und dienen stets dem Liedgut und der Geschichte - nichts wirkt überflüssig oder deplatziert, geschmackvolle Ohrwürmer und virtuose Instrumentalabfahrten inklusive. Eine Platte wie ein feuchter Traum.
Cetay (inaktiv) (23.04.2016, 16:46): Hier läuft gerade etwas mit Bezug zu einer Diskussion, die wir neulich zum Thema Live vs Studio hatten.
Musik zusammenzuschustern ist für mich nicht mehr musikalisch, auch nicht, die Tonaufnahmen irgendwie zu bearbeiten. (Ergänzung: mit Musik meine ich klassische Musik, keine Popmusik oder ähnliches, wo solche Methoden ja üblich sind). Hier die Ausnahme von der Regel:
https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/61DMrao%2BxFL._SL500_AA325_.jpg Marco Minnemann; Normalizer 2
Hierbei handelt es sich um ein 52-minütiges improvisiertes Schlagzeugsolo, das lebendig in einem Take ohne nachträgliche Bearbeitung aufgenommen wurde. Nun muss man schon ein Trommelfan sein, um sich das anzuhören, aber dann es wird erst richtig spannend. Minnemann hat dieses Solo für gemeinfrei erklärt und die Musikwelt eingeladen, es als Ausgangsbasis für eigene Kompositionen zu nutzen. Am Solo darf nichts verändert oder geschnitten werden, alles andere bleibt der Phantasie der -ja was sind das; Interpreten, Vertoner, Realisierer?- Ausführenden überlassen. Mittlerweile gibt es 10 Versionen davon und es faszinierend zu hören, auf welch vielfältige Weise man einen solchen Basis-Track nutzen kann - vor allem wie unterschiedlich die Segmente gesetzt werden, die auf den über dem Solo entstanden Alben individuelle Titel darstellen. Ich höre:
https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/51j6IMNKJSL._SL500_AA325_.jpg John Czajkowski & Marco Minnemann; West ZooOpolis
Cetay (inaktiv) (30.04.2016, 08:14): Hierbei handelt es sich um ein 52-minütiges improvisiertes Schlagzeugsolo, das lebendig in einem Take ohne nachträgliche Bearbeitung aufgenommen wurde. Nun muss man schon ein Trommelfan sein, um sich das anzuhören, aber dann es wird erst richtig spannend. Minnemann hat dieses Solo für gemeinfrei erklärt und die Musikwelt eingeladen, es als Ausgangsbasis für eigene Kompositionen zu nutzen.
https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/61Pc9ucerzL._SL500_AA325_.jpghttps://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/61ZLIR3PyBL._SL500_AA325.jpg Minnemann & Brinkmann; Normalizer 2 // At War With Self; Circadian Rhythm Disorder
Zwei weitere höchst unterschiedliche Realisierungen: Brinkmann mit wunderbar altmodischen Analog-Synthie Klängen, At War With Self (ein Ein-Mann-Projekt) mit brachialen E-Gitarren, bundlosem Bass, Mandoline und Mellotron. Letzterer hat 4 Jahre an dem Stück gearbeitet und das hört man dem Ergebnis an. Da werden motivische Keimzellen entwickelt, transformiert, kontrastiert, rhythmisch und harmonisch von verschiedenen Seiten beleuchtet... fast so wie wir es von unserer Musik kennen. :P Ein spannendes und faszinierendes Projekt ist das; und wenn es noch eines weiteren Beweises bedurft hätte, dass sich auch außerhalb der institutionalisierten E-Musik Musiker und Hörer mit Gehirnen tummeln: Bitteschön!
2 x fett :times10 :times10
Hosenrolle1 (11.05.2016, 12:44): Nachdem offiziell wurde, dass Axl Rose als neuer AC/DC Sänger auftritt, dachte ich zunächst, dass das nicht passen wird.
Ich meine, ich mag und mochte Brian Johnson auch nie, und Guns n Roses, geschweige denn Axl Rose, haben mir nie gefallen.
Dann habe ich aber dieses Konzert auf YouTube gesehen und war schnell überzeugt: DAS war einmal wieder ein richtiges Rockkonzert! Rose hatte auf seinem Stuhl sitzend (wegen eines Beinbruchs) mehr Energie als sein Vorgänger, und hatte mit den höheren Tönen überhaupt keine Probleme, wohingegen Johnsons Stimme schon seit Mitte der 80er Jahre ruiniert ist und nur mehr ein scheußliches Gekrächze war. Die Pausen zwischen den Songs sind nun nicht mehr so lang, und statt Schweigen auf der Bühne redet Rose mit dem Publikum. Man hörte und sah ja öfter mal Berichte über einen betrunkenen Axl Rose, der Einsätze verpasste oder den Text nicht mehr wusste - davon war hier nichts zu merken, die Texte und Einsätze passten alle, er war in Höchstform.
Und: das Publikum ging voll mit, rief immer wieder "Axl! Axl!" sowie "AC/DC, AC/DC!", sang bei den Songs mit.
Hätte ja durchaus sein können, dass es die neue Formation nicht akzeptieren würde, und eher gelangweilt herumstehen, aber das Gegenteil war der Fall.
Schön war auch, dass sie nun in der Setlist zwei weitere 70er Jahre Songs (Riff Raff & Rock n Roll Damnation) aufgenommen haben.
Das Konzert war für mich irgendwie wie eine Kollaboration zwei verschiedener Zeiten, die ich sehr mag: die 70er Jahre und die frühen 90er Jahre, und ließ mich die grausliche Zeit von heute wieder ein bisschen vergessen.
LG, Hosenrolle1
Hosenrolle1 (14.05.2016, 13:53): Gerade höre ich Mitschnitte vom nächsten AC/DC Konzert, diesmal in Frankreich. Die spielen jetzt wieder vermehrt alte Songs aus den 70ern, diesmal ist etwa "If you want blood you´ve got it" dabei.
Das Publikum feiert voll mit, und ich bin überrascht, wie gut Axl Rose von den Fans aufgenommen wird. In den Kommentaren findet man massenweise Lob für Axl.
Long live the 70s!
:leb :leb
LG, Hosenrolle1
Cetay (inaktiv) (21.05.2016, 14:15): http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ceLME95bL._SL500_AA325_.jpg ELO; Out of the Blue
So lächerlich aufgeblasen und stellenweise unfassbar kitschig, dass es nicht mehr wehtut, sondern -auch wegen der trotz allem kunstvollen Arrangements- Hörspaß ohne Ende verbreitet. Und dann das Cover... Höchste Ohrwurm-Alarmstufe und 100% Kultfaktor! :times10
Hosenrolle1 (29.05.2016, 21:30): Jetzt habe ich mir gerade eine Coverversion von "These boots are made for walking" angehört, allerdings keine moderne Version, sondern eine von 1966, von Jane Morgan.
https://i.ytimg.com/vi/BSFvhCNUMB4/hqdefault.jpg
https://www.youtube.com/watch?v=BSFvhCNUMB4
Ich fand die Version eher enttäuschend.
Das liegt weniger an der Stimme, die für mich keinen wirklichen Wiedererkennungswert hat (im Gegensatz zur Sinatra), sondern am Arrangement, das eher "jazzig" ist. Ein einfaches Schlagzeug, ein Pizzicato-Bass und ein bisschen Klavier.
Und das passt m.E. überhaupt nicht zur Aussage des Songs, es kommt viel zu harmlos, zu nett, zu beiläufig daher.
Ich finde generell umarrangierte Versionen - besonders, wenn sie in einem ganz anderen Stil gespielt werden - meist nicht sehr gut. Aus einer Rocknummer ein Country-Stück, aus einer Popnummer einen 20er Jahre Schlager machen, das ist meist nichts für mich.
LG, Hosenrolle1
Cetay (inaktiv) (18.06.2016, 10:03): https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/61tXq0vB9fL._SL500_AA325_.jpg Motorhead; Clean Your Clock (Live in München, November 2015)
Jürgen (21.06.2016, 14:03): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41uA5quFoSL._SX350_.jpg
Alison Brown: The Company You Keep
Eine der besten Virtuosen auf dem 5-saitigen Banjo. Ihre Stilrichtung nennt sich Bluegrass, aus der Großfamilie des Country. Obwohl ich eigentlich kein Freund der Countrymusik bin, war ich letzte Woche auf ihrem Deutschland-Debut in Darmstadt. Sie trat dort mit ihrer Band, dem Alison Brown Quartett auf. Ständig abwechselnde Soli von Violine, Mandoline und Banjo kennzeichnen die Musik des Abends und ließen mich vergessen, dass ich Countrymusik hörte.
Also: Es kommt weniger auf die Stilrichtung an, sondern darauf, dass es gut gemacht wird.
Hier eine Rezension der örtlichen Presse.
Grüße Jürgen
EinTon (07.07.2016, 19:03): Hier mal was zum Thema: "U"-Musik die auch als "E"-Musik durchgehen könnte: :D
Äußerst komplexe und abstrakte Elektronik aus der New Yorker "Downtown"-Szene.
Für weitere Infos einfach auf das Bild klicken! :)
satie (07.07.2016, 20:43): Nicht schlecht! Mir fehlt dazwischen mal die eine oder andere reduziertere Nummer. Aber ich habe jetzt ach nur die Ausschnitte gehört. Bleibt die Dichte so hoch?
EinTon (07.07.2016, 21:14): Original von Satie Nicht schlecht! Mir fehlt dazwischen mal die eine oder andere reduziertere Nummer. Aber ich habe jetzt auch nur die Ausschnitte gehört. Bleibt die Dichte so hoch?
Es ist schon ziemlich auf große Ereignisdichte konzipiert. Das letzte Stück hat aber zB einen eher ambient-artigen Charakter.
Das Stück "Expresso Bongo" gibt es auch bei youtube.
Mori hat übrigens auch zeitweise mit Fred Frith zusammengearbeitet (im Trio "Death Ambient"):
Hosenrolle1 (11.07.2016, 16:12): Gerade habe ich eine weitere Cover-Version von "Son of a preacher man" gehört, diesmal von Nancy Wilson.
https://www.youtube.com/watch?v=W4Mt6q9YUlQ
Ich bin kein großer Freund des Originals, finde die Nancy Sinatra-Version aber umwerfend ... aber DIESE Version hier ist für mich fürchterlich, was vor allem am Gesang liegt. Oder eigentlich eher Geschreie. Dazu wird oft nicht die originale Gesangsmelodie gesungen, sondern irgendeine Melodie, die jegliche Dramaturgie vermissen lässt, womit ich kein Gefühl meine, sondern den Spannungsaufbau der originalen Melodie.
Enttäuschend!
LG, Hosenrolle1
Cetay (inaktiv) (23.07.2016, 08:16): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51A7IhuTE5L._SL500_AA325_.jpg Morbid Angel; Blessed are the Sick
Cetay (inaktiv) (23.07.2016, 09:07): Ich bleibe voerst beim harten Fach:
https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51vcrJxmigL._SL500_AA325_.jpg Iron Maiden; Fear of the Dark
Hosenrolle1 (23.07.2016, 14:44): Hab ich live in der Wiener Stadthalle gesehen Anfang der 2000er Jahre. Der Rausschmeißer-Song war "Always look on the bright side of life", was ich ganz witzig fand :D
Der Bassist spielt den Bass (was vielleicht für diese Musik ungewöhnlich ist, keine Ahnung) mit den Fingern, nicht mit dem Plektrum, hat aber einen harten Anschlag.
LG, Hosenrolle1
Jürgen (29.07.2016, 11:42): Nun eine etwa einstündige Yes-Session:
1973 - Tales From Topographic Oceans: Ritual - Nous Sommes Du Soleil 1974 - Relayer: The Gates Of Delirium 1977 - Going For The One: Awaken
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (31.07.2016, 08:16): Original von Jürgen
1973 - Tales From Topographic Oceans: Ritual - Nous Sommes Du Soleil 1974 - Relayer: The Gates Of Delirium 1977 - Going For The One: Awaken
Grüße Jürgen
Yes war die Band, die mich schon als Steppke in die Welt der anspruchsvollen Rockmusik geführt hat. Den Konzertfilm Yessongs im heimischen Jugendhaus zu sehen, war ein transformierendes Erlebnis. Seither gibt es ein auf-und-ab, zwischendurch waren sie mal völlig von meinem Radar verschwunden, seit gut 3 Jahren sind sie aber wieder fester Bestandteil des Hörrepertoires. Bis vor kurzem hielt ich Relayer für das Überalbum, Going for the One und Close to the Edge folgten mit Abstand, während ich bei Tales from Topographic Oceans doch einige Längen auszumachen glaubte. Es wird ja nun auch schon in der zweiten Generation nachgeplappert, dass das Album Längen habe, weil 4 LP-Seiten gefüllt werden mussten, die Kompositionen aber nur für 3 reichten und deshalb Füllmaterial verwendet wurde. Weiter wird bemängelt, dass die langen Stücke in Wirklichkeit nur Aneinanderreihungen und die kompositorischen Zusammenhänge rudimentär sein, ganz anders als auf dem Vorgänger Close to the Edge, dessen Titelstück wegen der Nähe zu klassisch-abendländischen Form- und Kompositionsprinzipien sogar musikwissenschaftliche Analysen über sich ergehen lassen musste. Nichtsdestotrotz ist Tales mittlerweile mein Yes-Überalbum. Die Längen verschwinden paradoxerweise, wenn ich das Album am Stück höre und die thematischen Verklammerungen finde ich gerade weil es so wenige sind umso wirkungsvoller. Es gibt halt nicht 30 Leitmotive, sondern nur eins, das im ersten Stück erstmalig von der Lead-Gitarre vorgestellt und in seiner ursprünglichen Gestalt in jedem weiteten Stück (oder soll ich sagen: Satz?) einmal wiederkehrt und zwar immer wieder in der Leadgitarre. Ich finde, das schafft einen mächtigen Zusammenhang. Am Stück gehört, erkenne ich auch, dass die 4 Stücke nahezu prototypisch der Satzfolge einer klassisch-romantischen Symphonie folgen - als "Scherzo" macht auch das befremdlich schräg-wilde The Ancient auf Seite 3 plötzlich Sinn.
Hier läuft gerade:
https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/41vODDK05lL._SL500_SL325.jpg Marco Minnemann/Illegal Aliens; Swine Songs - The Best Of The Alien Years
Wow! Da behaupte noch einer, dass Pop-Rock nicht intelligent und innovativ gemacht sein kann...
Cetay (inaktiv) (31.07.2016, 08:31): Original von Hosenrolle1 Hab ich live in der Wiener Stadthalle gesehen Anfang der 2000er Jahre. Der Rausschmeißer-Song war "Always look on the bright side of life", was ich ganz witzig fand :D
Der Bassist spielt den Bass (was vielleicht für diese Musik ungewöhnlich ist, keine Ahnung) mit den Fingern, nicht mit dem Plektrum, hat aber einen harten Anschlag.
LG, Hosenrolle1
Steve Harris taucht in vielen Umfragelisten zu den weltbesten Rockbassisten ganz vorne auf. Er hat den Bass im Hard & Heavy-Fach emanzipiert, ihn aber nicht wie Lemmy von Motorhead oder Geddy Lee von Rush zur zweiten Gitarre umfunktioniert, sondern seine angestammte Rolle beibehalten, die aber kunstvoll, oft kontrapunktisch ausgefüllt - und das mit einer Beweglichkeit, die man sonst nur von Jazzbassisten kennt.
Ein eindruckvolles Beispiel seiner Kunst kann man (-> hier) auf Youtube nachhören.
Hosenrolle1 (31.07.2016, 12:50): Was ich auch gut finde ist, dass er einen Fender Precision Bass spielt, für mich (von der Form her) der schönste aller E-Bässe, nicht etwa so ein gezacktes, rabenschwarzes Warwick-Modell oder ähnliches. Er hat ja ein eigenes Signature-Modell:
Ich hatte das Teil mal im Musikladen in der Hand, im Vergleich dazu den Jack Bruce Signature Bass. Obwohl der Bruce edler aussieht, lag der Harris viel besser in der Hand, fand ich.
LG, Hosenrolle1
Cetay (inaktiv) (04.08.2016, 16:05): https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/51u5Cy2yBlL._SL500_AA325.jpg Gandalf's Fist; The Clockwork Fable
Ambitioniert bis an die Grenze zum Größenwahn: Ein Konzeptalbum als Dreifach-CD (jede CD ist ein "Akt"), ein 50-seitiges Drehbuch für Hörspielszenen, die ein Drittel der Spielzeit einnehmen, jede Menge epischer Lang-Lieder jenseits der 10-Minuten Marke (darunter eine 15-teilige Halbstunden-Suite verteilt auf 3 Tracks). So etwas hat sich selbst in den glorreichen 70ern kaum jemand getraut. Die "Amateure" von Gandalf's Fist stemmen das ohne ein Platten-Label im Rücken und sie hatten sich im Vorfeld soviel Anerkennung erspielt, dass sie für diese Produktion prominente Gastsänger und Schauspieler (für die Sprechrollen) gewinnen konnten. Das Libretto erzählt eine dystopische Steampunk-Geschichte. Nach dem atomaren Winter lebt die Menschheit unter der Erde. Als Gerüchte aufkeimen, die Sonne wäre zurück, versuchen einige, zurück zum Licht zu gelangen. Diese Ketzerei wollen die Profiteure und Prediger der Ewigen Dunkelwelt natürlich verhindern. Bei der Ausgestaltung dieser Welt hat man sich Mühe gegeben und liefert als Rahmen Informationen über Energiegewinnung, Sprache, Religion und soziale Strukturen mit.
Ich war höchst skeptisch. 70er und 80er Revival-Musik (die Lieblings-Bands des Gruppenkopfs sprechen Bände: Pink Floyd, Camel, Caravan, Genesis, Iron Maiden) ist in der Regel genau das: 70er und 80er Revival-Musik... die man von den Originalen schon viel besser gehört hat. Dazu Hörspielsequenzen, verschiedene Sänger-Rollen: das geht verdächtig in Richtung Rock-Oper - und damit kann man mich jagen. Doch weit gefehlt. Das Konzept geht voll auf, die abwechselnden Musikstücke und Hörspielsequenzen harmonieren wunderbar und es scheint, dass das Ganze mehr als die Summe seiner Teile ist. Ich meine, dass die Musik für sich alleine -ohne Einbindung in einen Erzählfluss- nicht so wirkungsvoll wäre. Auch wenn die Musik ihre Vorbilder nicht verleugnen kann und will, klingt das ganze Recht eigenständig. Durch den ausgeprägten Sinn für Ohrwürmer und einnehmende harmonische Wendungen und die zweifelhafte Vorliebe für UUUHHH-AAAHHH-Chöre schrammt das des Öfteren hart an der Kitschgrenze vorbei, aber immer dann, wenn sich die Miene zu verziehen beginnt, kommt wie aus dem Nichts eine Überraschung in Form von einem kernigen Riff oder einer virtuosen Instrumentalabfahrt daher. Ich habe mir das auf einer längeren Zugfahrt am Stück angehört und die Konzentration und Spannung hat keine Sekunde lang nachgelassen.
Hut ab! Ich weiß, für Wagnerianer ist das alles natürlich Mumpitz - der war halt noch ein gutes Stück größenwahnsinniger. In der Welt der Rockmusik hat es freilich etwas so Ambitioniertes, das dann (m.E.) auch noch voll und ganz gelungen ist, nur selten gegeben.
AcomA (06.08.2016, 09:46): Hallo
Kind of Blue
Miles Davis, tp Julian 'Cannonball'Adderley, as John Coltrane, ts Bill Evans, p Wynton Kelly, p (im 2. Stück) Paul Chambers, b Jimmy Cobb, d
(Columbia, ADD, 1959)
:times10
LG Siamak
AcomA (07.08.2016, 01:18): Hallo
Clifford Brown Memorial Album 1953
Clifford Brown, tp Lou Donaldson, as Charlie Rouse, ts Elmo Hope, p Percy Heath, b Philly Joe Jones, d
Cetay (inaktiv) (07.08.2016, 10:26): Original von Rachmaninov https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/71rSLsD3iML._SL500_AA325_.jpg
Animals von Pink Floyd = Perfektion in Vollendung. Keine Note, kein Klang, kein Geräusch ist zu viel und absolut nichts fehlt. Ich habe das Album in den bald 40 Jahren seit Erscheinen mehrere Dutzend Male gehört und es kribbelt heute noch wie damals - das ist so etwas wie die ewige Liebe. Wenn ich nach mehreren Jahrzehnten Musikhörerfahrung durch eine Menge -"ernste" wie "unterhaltsame"- Genres und Epochen mein #1 Album nennen müsste. Hier ist es!
Lee Morgan, tp Pepper Adams, bs Bobby Timmons, p Paul Chambers, b Philly Joe Jones, d
(Blue Note, ADD)
:cool
LG Siamak
AcomA (10.08.2016, 23:01): Hallo
Groovin' High Sidewalks of New York
Julian 'Cannonball'Adderley, as Milt Jackson, vib Wynton Kelly, p Percy Heath, b Art Blakey, d
(Riverside, ADD, 1958)
:cool
LG Siamak
AcomA (11.08.2016, 06:17): Hallo
Creepin'In
Kenny Dorham, tp Hank Mobley, ts Horace Silver, p Doug Watkins, b Art Blakey, d
(Blue Note, ADD)
:cool
LG Siamak
AcomA (11.08.2016, 21:25): Hallo
Doin' the Thing Kiss me right
Blue Mitchell, tp Junior Cook, ts Gene Taylor, b Roy Brooks, d
(Blue Note, ADD, live im Village Gate in New York City)
:cool :times10
LG Siamak
AcomA (12.08.2016, 06:17): Hallo
Blue Train
John Coltrane, ts Lee Morgan, tp Curtis Fuller, tb Kenny Drew, p Paul Chambers, b Philly Joe Jones, d
(Blue Note, ADD)
:cool
LG Siamak
AcomA (13.08.2016, 18:40): Hallo
Autumn Leaves
Miles Davis, tp George Coleman, ts Herbie Hancock, p Ron Carter, b Tony Williams, d
(Universal, ADD, live at Monterey Festival, 1963)
:cool
LG Siamak
AcomA (14.08.2016, 09:46): Hallo
Toulouse Bahia
Ahmad Jamal, p James Cammack, b Idris Muhammad, d Manolo Badrena, perc
(Verve, DDD)
:times10
LG Siamak
AcomA (15.08.2016, 01:43): Hallo
Another Git Together
Art Farmer, tp Benny Golson, ts Grachan Muncor III, tb Harold Mabern, p Herbie Lewis, b Roy McCurdy, d
(Mercury, ADD, 1962)
:cool
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (15.08.2016, 10:26): Original von AcomA
Clifford Brown Memorial Album 1953
Clifford Brown, tp Lou Donaldson, as Charlie Rouse, ts Elmo Hope, p Percy Heath, b Philly Joe Jones, d
(AAD, 1953)
Oha! Da hast du dir auf deiner Übersee-Reise wohl einen sehr hartnäckigen Jazz-Virus eingefangen. Den hatte ich auch mal und kenne daher einige der genannten Aufnahmen. Heute noch ab und zu im Player landet Clifford Brown. Bei "Brownie Speaks" bin ich früher regelmäßig im Viereck herumgesprungen und selbst heute juckt es mich noch in den alten Knochen. Ich habe die Jazz Gallery Ausgabe. Da ist als Rausschmeißer eine 15-minutige Aufnahme von Night in Tunesia drauf, die am Vorabend seines tödlichen Autounfalls entstand. Irgendwie spooky...
AcomA (15.08.2016, 10:34): Lieber Cetay,
ja, Du hast es richtig analysiert 😄. Vor 3 Jahren war es ebenfalls so. Damals hatte die Phase etwa 3 Monate angehalten.
LG Siamak
AcomA (15.08.2016, 19:08): Hallo
Love For Sale Where Are You
Dexter Gordon, ts Sonny Clark, p Butch Warren, b Billy Higgins, d
(Blue Note, ADD)
LG Siamak
AcomA (15.08.2016, 20:30): Hallo
Bernies Tune
Earl 'Fatha' Hines, p Richard Davis, b Elvin Jones, d
(Universal, ADD, 60er)
:cool :times10
LG Siamak
AcomA (17.08.2016, 23:30): Hallo
These Foolish Things
Bobby Militello, as Dave Brubeck, p Jack Six, b Randy Jones, d
(Telarc, DDD, live from the Blue Note, New York City)
Eines der bis dahin härtesten Alben der Gruppe und wahrscheinlich auch jenes Album, das die heftigsten Diskussionen in der Fan-Community ausgelöst hat. Ein eigentlich eher untypisches Produkt der Gruppe, erinnert es doch stellenweise an Produktionen von Placebo und Dream Theater. Ein energiegeladenes Album, das - trotz oder gerade wegen der unterschiedlichen Auffasungen dazu - gehört werden will.
Mir gefällts, vor allem Ceiling Unlimited, Ghost Rider, Peaceable Kingdom hallen lange nach und generieren zumindest bei mir Suchtpotential..
Grüsse :hello Stefan
Jürgen (18.08.2016, 20:45): Eine Playlist mit meinen Lieblingsstücken der Gruppe: Porcupine Tree
Hosenrolle1 (18.08.2016, 22:10): Gerade habe ich mir zweimal hintereinander den "Time Warp" aus dem Rocky Horror Picture Show-Remake angehört, der in voller Länge zu hören ist.
https://www.youtube.com/watch?v=sIn3lkxcqWY
Boah, ist das mies! Die Nummer ist das musikalische Gegenstück zu einer Zuckerwatte, über die man zusätzlich noch Zucker streut. Das ist so süßlich, dass ich Karies davon bekomme. Tim Curry ist nur am Anfang kurz mit "It´s just a jump to the left" zu hören, später übernimmt irgendjemand anderer seinen Part.
Die ganze Nummer klingt schmalzig, süßlich, weich, verwaschen und vor allem kaputtproduziert. Eigentlich wie die GLEE-Version.
Fürchterlich fürchterlich fürchterlich.
LG, Hosenrolle1
AcomA (19.08.2016, 06:29): Hallo
Cafe
Sonny Stitt, as McCoy Tyner, p Art Davis, b Art Blakey, d
(Impulse, ADD, 1961)
:times10
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (22.08.2016, 12:02): Ich lasse mich mal anstecken:
https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/61hr2kS8HEL._SL500_AA325_.jpg John Coltrane & Johnny Hartman; s/t
John Coltrane (Tenorsaxophon), Johnny Hartman (Gesang), McCoy Tyner (Klavier), Jimmy Garrison (Kontrabass), Elvin Jones (Schlagzeug)
:cool :engel :times10
Cetay (inaktiv) (22.08.2016, 16:17): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/81ZtLzbj4KL._SL500_AA325_.jpg The Quintet; Jazz at Massey Hall (Toronto, 15. Mai 1953)
Charlie Parker (Altsaxophon), Dizzy Gillespie (Trompete), Bud Powell (Klavier), Charles Mingus (Kontrabass), Max Roach (Schlagzeug)
Die Voraussetzungen für diesen Supergipfel war äußerst ungünstig. Powell kam frisch aus der Psychiatrie, Parker -von seiner Heroinsucht gezeichnet- hatte sein Instrument verpfändet und musste sich eins aus Plastik borgen, zwischen Gillespie und Mingus herrschte offene Feindschaft -Gerüchte von Schlägereien hinter der Bühne halten sich bis heute- und die Halle war fast leer, weil gleichzeitig ein Großer Boxkampf im TV lief. Doch am Ende ging dieser Auftritt als "Greatest Jazz Concert of all time" in die Geschichte ein. Bei mir persönlich hat es zu einem "One of the 10 Best Jazz Records I Know"-Award gereicht. :times10
AcomA (22.08.2016, 17:44): Original von Cetay https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/81ZtLzbj4KL._SL500_AA325_.jpg The Quintet; Jazz at Massey Hall (Toronto, 15. Mai 1953)
Charlie Parker (Altsaxophon), Dizzy Gillespie (Trompete), Bud Powell (Klavier), Charles Mingus (Kontrabass), Max Roach (Schlagzeug)
Die Voraussetzungen für diesen Supergipfel war äußerst ungünstig. Powell kam frisch aus der Psychiatrie, Parker -von seiner Heroinsucht gezeichnet- hatte sein Instrument verpfändet und musste sich eins aus Plastik borgen, zwischen Gillespie und Mingus herrschte offene Feindschaft -Gerüchte von Schlägereien hinter der Bühne halten sich bis heute- und die Halle war fast leer, weil gleichzeitig ein Großer Boxkampf im TV lief. Doch am Ende ging dieser Auftritt als "Greatest Jazz Concert of all time" in die Geschichte ein. Bei mir persönlich hat es zu einem "One of the 10 Best Jazz Records I Know"-Award gereicht. :times10
Lieber Cetay,
diesen Mitschnitt habe ich auch :beer
Jetzt
I want to be happy Pennies from heaven Blues for Herky
Stan Getz, ts Oscar Peterson, p Herb Ellis, g Ray Brown, b
(Verve, AAD, 50er)
:times10
LG Siamak
AcomA (23.08.2016, 06:24): Hallo
In a sentimental mood
John Coltrane, ts Duke Ellington, p Aaron Bell, b Elvin Jones, d
(Impulse, ADD, 60er)
:engel
LG Siamak
AcomA (23.08.2016, 19:34): Hallo
Wham and they're off Fin de l'affaire Stellawise
Hank Mobley, ts Art Farmer, tp Horace Silver, p Doug Watkins, b Art Blakey, d
(Blue Note, ADD, 50er)
:cool
LG Siamak
AcomA (24.08.2016, 18:29): Hallo
Pretty Brown Four and Six
Hank Jones, p Art Davis, b Elvin Jones, d
(Phoenix, ADD, 50er)
:engel
LG Siamak
AcomA (24.08.2016, 23:06): Hallo
Blue Train Locomotion I'm old fashioned
John Coltrane, ts Lee Morgan, tp Curtis Fuller, tb Kenny Drew, p Paul Chambers, b Philly Joe Jones, d
(Blue Note, ADD, 50er)
:cool
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (26.08.2016, 07:33): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/61UtZraWaFL._SL500_AA325.jpg Bird at St. Nicks Charlie Parker (Altsaxophon), Al Haig (Klavier), Red Rodney (Trompete), Tommy Potter (Kontrabass), Roy Haynes (Schlagzeug)
AcomA (27.08.2016, 09:08): Hallo
Tonk Rue Prevail Richie's Dilemma Whisper Not
Art Farmer, tp/flugelhorn Benny Golson, ts Grachan Moncur III, tb Harold Mabern, p Herbie Lewis, b Roy McCurdy, d
'Farmer-Golson Jazztet'
(Mercury, ADD, 60er)
:cool
LG Siamak
AcomA (27.08.2016, 14:41): Hallo
Emily
Bill Evans, p Eddie Gomez, b Marty Morell, d
(AAD, live in Perugia)
:engel
LG Siamak
AcomA (28.08.2016, 07:58): Hallo
Bloomdido My Melancholy Baby Relaxin' with Lee Leap Frog An Oscar for Treadwell Mohawk
Dizzy Gillespie, tp Charlie Parker, as Thelonious Monk, p Curly Russell, b Buddy Rich, d
(Verve, AAD, 1950)
:times10
LG Siamak
AcomA (28.08.2016, 18:48): Hallo
Fin de l'affaire Startin' from Scratch
Hank Mobley, ts Art Farmer, tp Horace Silver, p Doug Watkins, b Art Blakey, d
(Blue Note, ADD, 50er)
:cool
LG Siamak
AcomA (28.08.2016, 23:32): Hallo
Sidewalks of New York
Julian 'Cannonball'Adderley, as Milt Jackson, vib Wynton Kelly, p Percy Heath, b Art Blakey, d
(Riverside, ADD, 1958)
:times10
LG Siamak
AcomA (29.08.2016, 06:21): Hallo
Duke's Place
McCoy Tyner, p Jimmy Garrison, b Elvin Jones, d
(Impulse, ADD, 60er)
:cool
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (29.08.2016, 17:39): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/81cebvr-4fL._SL500_AA325_.jpg Cuts of Guilt, Cuts Deeper Merzbow (Elektronik), Mats Gustafsson (Baritonsaxophon, Live-Elektronik) Thurston Moore (E-Gitarre), Balázs Pándi (Schlagzeug)
Auweia! Bei dieser Besetzung heißt es anschnallen, hier geht es um die nackte Existenz (als Hörer). Was diese vier Herren in der Vergangenheit fabriziert haben, kann man als Anschläge auf die mentale Unversehrtheit der Zuhörerschaft werten. Besonders der japanische Laptop-Künstler Masami Akitasi (aka Merzbow) scheint es mit seinen jüngsten Geräusch-Attacken darauf anzulegen, auch die hartgesottensten seiner Fans zur Kapitulation zu zwingen. Dazu Mats Gustafsson der den Free-Jazz über alle (Schmerz-)Grenzen hinaus geführt hat und Thurston Moore, der das gemeine Rock-Publikum mit auralen Gehirnspülungen beglückt hat. Den Vierten im Bunde, Balázs Pándi kenne ich noch nicht, aber dass er sich mit der Band Wormskull an einer Synthese aus Extrem-Metal und Breakcore-Techno versucht hat, lässt nicht erwarten, dass er hier einen Ruhepol bilden wird. Da haben sich die größten Krachmacher aus Elektronik, Jazz und Rock vereint um Genre-übergreifend das "Unterbewusstsein der Musik" (Merzbow über Noise-Musik) durch die Gehörgange zu fräsen. Ich werde mich dieser Herausforderung stellen. :D
Jürgen (29.08.2016, 20:03): Original von Cetay https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/81cebvr-4fL._SL500_AA325_.jpg Cuts of Guilt, Cuts Deeper Merzbow (Elektronik), Mats Gustafsson (Baritonsaxophon, Live-Elektronik) Thurston Moore (E-Gitarre), Balázs Pándi (Schlagzeug)
Auweia! Bei dieser Besetzung heißt es anschnallen, hier geht es um die nackte Existenz (als Hörer). Was diese vier Herren in der Vergangenheit fabriziert haben, kann man als Anschläge auf die mentale Unversehrtheit der Zuhörerschaft werten. Besonders der japanische Laptop-Künstler Masami Akitasi (aka Merzbow) scheint es mit seinen jüngsten Geräusch-Attacken darauf anzulegen, auch die hartgesottensten seiner Fans zur Kapitulation zu zwingen. Dazu Mats Gustafsson der den Free-Jazz über alle (Schmerz-)Grenzen hinaus geführt hat und Thurston Moore, der das gemeine Rock-Publikum mit auralen Gehirnspülungen beglückt hat. Den Vierten im Bunde, Balázs Pándi kenne ich noch nicht, aber dass er sich mit der Band Wormskull an einer Synthese aus Extrem-Metal und Breakcore-Techno versucht hat, lässt nicht erwarten, dass er hier einen Ruhepol bilden wird. Da haben sich die größten Krachmacher aus Elektronik, Jazz und Rock vereint um Genre-übergreifend das "Unterbewusstsein der Musik" (Merzbow über Noise-Musik) durch die Gehörgange zu fräsen. Ich werde mich dieser Herausforderung stellen. :D
Puh, ich habe eben in die Amazon Schnipsel reingehört, und kann keines Deiner Worte widerlegen. Manche Sequenzen klingen tatsächlich ein wenig interessant, aber es ist schon anstrengend & schmerzend.
Ich hoffe, Du hattest zur Begleitung das passende Getränk.
Grüße Jürgen
AcomA (29.08.2016, 22:47): Hallo
Roccus Stand By
Lee Morgan, tp Clarence Sharpe, as Horace Silver, p Wilbure Ware, b Philly Joe Jones, d
(Blue Note, ADD, 50er)
:times10
LG Siamak
AcomA (30.08.2016, 18:20): Hallo
A Night in Tunisia Heavy Dipper
Lee Morgan, tp Pepper Adams, bs Bobby Timmons, p Paul Chambers, b Philly Joe Jones, d
(Blue Note, ADD, 50er)
:cool
LG Siamak
AcomA (31.08.2016, 06:24): Hallo
Autumn Leaves So What
Miles Davis, tp George Coleman, ts Herbie Hancock, p Ron Carter, b Tony Williams, d
(Concord, ADD, live at Monterey Festival, 1963)
:cool
LG Siamak
ab (31.08.2016, 22:07): Es gibt sie noch, die Entdeckungen:
Wenn man sie hört, stockt einem der Atem: Die 79-jährige Samba-Ikone Elza Soares hat eine Stimme, deren tiefer, rauer Klang all ihre Lebenserfahrung spiegelt. Soares ist in Rios Favelas aufgewachsen, wurde mit 12 Jahren verheiratet, gebar mit 13 ihr erstes Kind. Mit 21 war sie Witwe und fünffache Mutter. Eine Radiotalentshow machte sie über Nacht zum Star. Die dunkel getönte, leicht heisere Gesangsstimme wurde zum Markenzeichen. Sie hat Samba mit Jazz und rhythmischem Scat-Gesang geimpft.
Soares hatte etliche Chart-Hits, war aber auch immer am Überschreiten von Genre-Grenzen interessiert. Auf ihrem neuen Album "A Mulher do Fim do Mundo" (Die Frau am Ende der Welt) macht sie Musik, wie man sie noch nie gehört hat. Das Sandpapier ihrer Stimme reibt sich an schrägen Gitarren, trockenem Schlagzeug-Scheppern und butterweichen Streichersätzen. Musik zwischen Tom Waits und Samba-Punk.
Eigentlich wollte die Plattenfirma ja mit ihr eine Samba-Best-Of-Produtkion mit einer All-Star-Besetzung machen. Sie aber, womöglich schon - keiner weiß es genau - über 80 Jahre alt, hat abgelehnt, um lieber mit den ganz Jungen etwas ganz Neues zu machen.
"Musik, wie man sie noch nie gehört hat" ist zwar etwas übertrieben und "Tom Waits und Samba-Punk" finde ich gar nicht trefflich, aber erstaunlich ist es schon, wie ein durchgängig geschlossen wirkendes Album entstanden ist mit nicht wirklich kommerziellen Klängen, das in Brasilien ein derartiger Überraschungserfolg werden konnt...
Ich bin über eine Radiosendung darauf aufmerksam geworden, weil die CD nun endlich auch in Europa am Markt erhältlich ist, bei der ich blind zuschaltend gedacht hatte, einen Sänger zu hören, und schon gar nicht eine Frau diesen Alters....
Portugisisch ausgesprochen muss ihr Namen übrigens Soáresch ausgesprochen werden.
Anhören!
AcomA (31.08.2016, 23:40): Hallo
Easy to love (Cole Porter) Why can't you behave (Cole Porter) I love Paris (Cole Porter)
Oscar Peterson, p Ray Brown, b Ed Thigpen, d
(Verve, ADD, 1959)
:cool
LG Siamak
AcomA (02.09.2016, 06:19): Hallo
Philly Twist
Kenny Dorham, tp Hank Mobley, ts Kenny Drew, p Paul Chambers, b Philly Joe Jones, d
(Blue Note, ADD, 50er)
:cool
LG Siamak
AcomA (02.09.2016, 22:40): Hallo
Another git together This nearly was mine
Art Farmer, tp/flugelhorn Benny Golson, tp Grachan Moncur III, tb Harold Mabern, p Herbie Lewis, b Roy McCurdy, d
(Mercury, ADD, 60er)
:engel
LG Siamak
AcomA (02.09.2016, 22:53): Hallo
Bloomdido My melancholy baby
Charlie Parker, as Dizzy Gillespie, tp Thelonious Monk, p Curly Russell, b Buddy Rich, d
(Verve, AAD, 1950)
:engel :cool :times10
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (03.09.2016, 09:23): Original von ab Es gibt sie noch, die Entdeckungen:
Wenn man sie hört, stockt einem der Atem: Die 79-jährige Samba-Ikone Elza Soares hat eine Stimme, deren tiefer, rauer Klang all ihre Lebenserfahrung spiegelt. Soares ist in Rios Favelas aufgewachsen, wurde mit 12 Jahren verheiratet, gebar mit 13 ihr erstes Kind. Mit 21 war sie Witwe und fünffache Mutter. Eine Radiotalentshow machte sie über Nacht zum Star. Die dunkel getönte, leicht heisere Gesangsstimme wurde zum Markenzeichen. Sie hat Samba mit Jazz und rhythmischem Scat-Gesang geimpft.
Soares hatte etliche Chart-Hits, war aber auch immer am Überschreiten von Genre-Grenzen interessiert. Auf ihrem neuen Album "A Mulher do Fim do Mundo" (Die Frau am Ende der Welt) macht sie Musik, wie man sie noch nie gehört hat. Das Sandpapier ihrer Stimme reibt sich an schrägen Gitarren, trockenem Schlagzeug-Scheppern und butterweichen Streichersätzen. Musik zwischen Tom Waits und Samba-Punk.
Eigentlich wollte die Plattenfirma ja mit ihr eine Samba-Best-Of-Produtkion mit einer All-Star-Besetzung machen. Sie aber, womöglich schon - keiner weiß es genau - über 80 Jahre alt, hat abgelehnt, um lieber mit den ganz Jungen etwas ganz Neues zu machen.
"Musik, wie man sie noch nie gehört hat" ist zwar etwas übertrieben und "Tom Waits und Samba-Punk" finde ich gar nicht trefflich, aber erstaunlich ist es schon, wie ein durchgängig geschlossen wirkendes Album entstanden ist mit nicht wirklich kommerziellen Klängen, das in Brasilien ein derartiger Überraschungserfolg werden konnt...
Ich bin über eine Radiosendung darauf aufmerksam geworden, weil die CD nun endlich auch in Europa am Markt erhältlich ist, bei der ich blind zuschaltend gedacht hatte, einen Sänger zu hören, und schon gar nicht eine Frau diesen Alters....
Portugisisch ausgesprochen muss ihr Namen übrigens Soáresch ausgesprochen werden.
Anhören!
Ich bin der Aufforderung nachgekommen. Der Kritiker meinte natürlich Musik, wie er sie noch nie gehört hat und beweist damit, dass er nicht wirklich viel gehört hat. Solcherlei Klänge werden heutzutage in Serie produziert. Die Phrasierung und der Klang der elektrischen Gitarren gehen auf King Crimson, insbesondere der '80er zurück; diese Spielweise ist so charakteristisch und weitverbreitet, dass sie in Progressive Rock-Zirkeln einen eigenen Namen erhalten hat: crimsonesque. Auch sonst gibt es nichts, das man nicht schon mal irgendwo gehört hätte. Nichtsdestotrotz ist das ein ganz hervorragendes Album. Ich finde die Stimme wirklich sehr einnehmend und die richtig beschriebene Reibung mit den schrägen Klängen gibt der Scheibe tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal, wie auch die Geschlossenheit - das ist aus einem Guss mit genau so viel an Ebbe und Flut, dass es spannend und abwechslungsreich bleibt und genau so wenig, dass es nicht zerrissen wirkt. Die zyklische Anlage mit den unbegleiteten Gesangsstücken am Anfang und Ende trägt den Rest dazu bei . Großartiger Tip! :thanks
Und jetzt habe ich direkt darauf Lust bekommen:
https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/81v04eMn99L._SL500_AA325_.jpg Jack Dupon; Jesus L'aventurier
AcomA (03.09.2016, 10:03): Hallo
Once in a while
Clifford Brown, tp Lou Donaldson, as Horace Silver, p Curly Russell, b Art Blakey, d
(Blue Note, live at Birdland, NYC, 50er)
:times10
LG Siamak
AcomA (05.09.2016, 06:43): Hallo
Ralph's New Blues
Milt Jackson, vib John Lewis, p Percy Heath, b Connie Kay, d (The Modern Jazz Quartet)
(Riverside, AAD, 1955)
:cool
LG Siamak
AcomA (07.09.2016, 06:13): Hallo
The St. Vitus Dance Break City Peace
Blue Mitchell, tp Junior Cook, ts Horace Silver, p Gene Taylor, b Louis Hayes, d
(Blue Note, ADD, 1959)
:times10
LG Siamak
AcomA (07.09.2016, 23:19): Hallo
Imagine (J Lennon)
Gonzálo Rubalcaba, p
(Blue Note, DDD, live, 90er)
:engel
LG Siamak
AcomA (08.09.2016, 23:10): Hallo
All or nothing at all I wish I knew
John Coltrane, ts McCoy Tyner, p Jimmy Garrison, b Elvin Jones, d
(Impulse, ADD, 1962)
:engel
LG Siamak
AcomA (09.09.2016, 06:18): Hallo
I get a kick out of you
Clifford Brown, tp Harold Land, ts Richie Powell, p George Morrow, b Max Roach, d
(EmArcy, Live, Los Angeles, 1954)
:times10
LG Siamak
AcomA (10.09.2016, 08:18): Hallo
Somethin' special
Sonny Clark, p Tommy Turrentine, tp Charlie Rouse, ts Butch Warren, b Billy Higgins, d
(Blue Note, ADD, 1961)
:times10
LG Siamak
AcomA (11.09.2016, 09:26): Hallo
Minority Young and foolish Lucky to be me Night and day Tenderly Peace Piece
Bill Evans, p Sam Jones, b Philly Joe Jones, d
(Riverside, ADD, 1958)
:engel :times10
LG Siamak
AcomA (11.09.2016, 22:25): Hallo
Blue moon Invitation I remember Italy
Ahmad Jamal, p Reginald Veal, b Herlin Riley, d Manolo Badrena, perc
(Jazz Village, DDD)
:cool
LG Siamak
AcomA (12.09.2016, 06:37): Hallo
Will you still be mine
Oscar Peterson, p Herb Ellis, g Ray Brown, b
(Verve, ADD, live, Newport, 1957)
:engel
LG Siamak
AcomA (13.09.2016, 06:23): Hallo
Get happy Sweet Georgia Brown
Dizzy Gillespie, tp Stan Getz, ts Sonny Stitt, as Oscar Peterson, p Herb Ellis, g Ray Brown, b Gus Johnson, d
(Verve, ADD, 1958)
:times10
LG Siamak
AcomA (13.09.2016, 20:22): Hallo
Voodoo Midnight Mambo
Sonny Clark, p Tommy Turrentine, tp Charlie Rouse, ts Butch Warren, b Billy Higgins, d
(Blue Note, ADD, 1962)
:cool
LG Siamak
AcomA (18.09.2016, 10:12): Hallo
I'll remember April Cherokee Back home
Phineas Newborn Jr., p Calvin Newborn, g George Joyner, b Denzil Best, d
(RCA Victor, ADD, 1958)
:engel
LG Siamak
AcomA (19.09.2016, 06:19): Hallo
Poinciana
Martial Solal, p Teddy Kotick, b Paul Motian, d
(Sony/RCA Victor, ADD, live, Newport, 1963)
:cool
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (19.09.2016, 07:45): https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/51%2BNMoaijhL._SL500_AA325_.jpg Steve Coleman and the Mystic Rhythm Society; Myths, Modes & Means Live In Paris, 1995
Steve Coleman (Altsaxophon), Ralph Alessi (Trompete), Andy Milne (Klavier), Reggie Washington (Bass), Gene Lake (Schlagzeug), Vijay Iyer (Tasteninstrumente), Miya Masaoka (Koto), Josh Jones (Percussion), Ramesh Shotham (Indische Percussion), Yassir Chadly (Gesang)
AcomA (19.09.2016, 23:14): Hallo
45 degree angle
Phineas Newborn Jr., p Calvin Newborn, g George Joyner, b Denzil Best, d
(RCA Victor, ADD, 1958)
:engel :times10
LG Siamak
AcomA (20.09.2016, 23:26): Hallo
Gemini Tea for two Something Eldorado
Errol Garner, p E. McCarty, b Jose Mangual, congas J Smith, perc
(Telarc, ADD, 1972)
:engel :times10
IMO Errol Garner und Oscar Peterson haben den stärksten Drive und swingen am intensivsten von allen Pianisten des modernen Jazz
LG Siamak
AcomA (21.09.2016, 20:01): Hallo
Runnin' away Little Darlin'
Monty Alexander, p Hassan Shakur, b Mark Taylor, d Robert Thomas, congas
(Telarc, DDD, live at the Iridium, New York City, 2004)
:engel
LG Siamak
AcomA (22.09.2016, 06:16): Hallo
Trinidad goodby The day after
Dizzy Gillespie, tp James Moody, ts/fl Kenny Barron, p Christopher White, b Rudy Collins, d Big Black, cong
(Universal, ADD, live, Monterey, 1965)
:engel
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (22.09.2016, 10:52): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/91MrmzQ0eLL._SL500_AA325_.jpg Gwar; America Must Be Destroyed
Warum ist das gute Musik? Weil Gwar zwei Genres (Punkrock und Thrash Metal) so verschmolzen haben, dass die Charakteristika von beiden erhalten geblieben sind und dennoch nirgends Naht- oder Bruchstellen zu hören sind. Weil selbst Taube mit einer Blindenbinde erkennen müssten, dass Texte und Live-Shows als (wirklich jegliche Geschmacksgrenzen negierende, aber für Freunde des abseitig kranken Humors äußerst witzige) Satire gemeint sind, aber trotzdem Zensoren und Sittenwächter auf den Plan gerufen wurden, bis hin zur Verhaftung des inzwischen verstorbenen Sängers Dave Brockie nach einem Konzert. Da könnte sich das ach so schockieren wollende "Regietheater" noch eignes abgucken. :D
AcomA (22.09.2016, 21:13): Hallo
Fun Games Merci, merci, merci Sack O'Woe
Julian 'Cannonball'Adderley, as Nat Adderley, cornet Joe Zawinul, p Victor Gaskin, b Roy McCurdy, d
(ADD, live, Los Angeles, 1966)
:cool
LG Siamak
AcomA (23.09.2016, 22:26): Hallo
The Prayer
Michel Petrucciani, p Palle Danielsson, b Eliot Zigmund, d
(Blue Note, DDD, 1985)
:engel
LG Siamak
AcomA (24.09.2016, 08:12): Hallo
Face's face Night and Day Here's that rainy day
Michel Petrucciani, p Palle Danielsson, b Eliot Zigmund, d
(Blue Note, DDD, 1985)
:cool
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (24.09.2016, 09:09): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/81xd%2Br4hPXL._SL500_AA325_.jpg Dixie Dregs; Dregs of the Earth
AcomA (25.09.2016, 08:00): Hallo
Ruby, my dear Trinkle, trinkle
John Coltrane, ts Thelonious Monk, p Wilbur Ware, b Shadow Wilson, d
(Jazzland, AAD, 1957)
:cool
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (25.09.2016, 11:41): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41FHq9v-dhL._SL500_AA325_.jpg MyCoy Tyner; The Greeting - Live at Great American Music Hall, San Francisco, 17-18 März 1978
Joe Ford (Altsaxophon, Flöte), George Adams (Tenor & Sopransaxophon, Flöte), McCoy Tyner (Klavier), Charles Fambrough (Kontrabass), Woody Theus (Schlagzeug), Guilherme Franco (Congas, Berimbau, Percussion)
AcomA (25.09.2016, 22:53): Hallo
Big Buddy
Ray Bryant, p Tommy Bryant, b Eddie Locke, d
(Columbia, ADD, 1960)
:engel
LG Siamak
AcomA (26.09.2016, 06:22): Hallo
Room 3
Johnny Coles, tp Kenny Drew, p Peck Morrison, b Charlie Persip, d
(EPIC, ADD, 1961)
:times10
LG Siamak
AcomA (26.09.2016, 23:16): Hallo
Come rain or come shine Hi-Fly
Johnny Coles, tp Kenny Drew, p Peck Morrison, b Charlie Persip, d
(EPIC, ADD, 1961)
:times10
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (27.09.2016, 20:15): Original von Cantus Arcticus Rush: Vapor Trails https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51g0KvtruXL._SL500_AA325_.jpg
Eines der bis dahin härtesten Alben der Gruppe und wahrscheinlich auch jenes Album, das die heftigsten Diskussionen in der Fan-Community ausgelöst hat. Ein eigentlich eher untypisches Produkt der Gruppe, erinnert es doch stellenweise an Produktionen von Placebo und Dream Theater. Ein energiegeladenes Album, das - trotz oder gerade wegen der unterschiedlichen Auffasungen dazu - gehört werden will.
Mir gefällts, vor allem Ceiling Unlimited, Ghost Rider, Peaceable Kingdom hallen lange nach und generieren zumindest bei mir Suchtpotential..
Grüsse :hello Stefan
Die Ausführungen verraten eine gewisse Kennerschaft. Deshalb fühle ich bemüßigt ein Verteidigungsplädoyer für das bei Viel- und Gelegenheitshörern nicht allzu hoch im Kurs stehende Live-Album Exit...Stage Left zu halten. Selbst die Band nimmt eine kritische Distanz dazu ein. Für mich ist das völlig unverständlich, entstand das Album doch zu der Zeit, zu der sich die Gruppe unbestritten auf ihrem künstlerischen Zenit befand.
Die ersten 20 Rush-Alben wiesen eine bemerkenswerte Kontinuität auf. Nach 4 Studioalben folgte eine Retrospektive in Form eines Live-Albums, dann eine stilistische Neuausrichtung mit 4 weiteren Studioalben und dann wieder ein Livealbum, und so weiter. Erst nach Nr. 21 wich man von diesem Schema ab und brachte nach gefühlt jedem Studio- ein Livealbum zur anschließenden Tour heraus, dazu noch zusätzlich Livealben zu Jubiläumsdaten der Band oder Jubiläen von wichtigen Alben, die dann nochmal komplett live (und zum Teil miserabel) eingespielt wurden - ab da blicken nur noch hartgesottene Fans durch.
Exit...Stage Left entstand -als noch Ordnung herrschte- nach den Studioalben Nr. 5 bis 8, also A Farewell to Kings, Hemispheres, Permanent Waves & Moving Pictures. Diese gelten allesamt als große Klassiker nicht nur der Bandgeschichte, sondern der Geschichte der progressiven Rockmusik an sich. Besonders die beiden letztgenannten tauchen in Umfragelisten zu den besten Platten des Progressive Rock regelmäßig auf den vordersten Plätzen auf. Wie kann ein Live-Album, das die besten Stücke aus dieser Phase beinhaltet, schlecht sein? Es sollte doch als veritable "Best of" aus der besten Bandphase der Einstieg für Novizen sein - und die eine, die man haben "muss", wenn eine genügt. Aber die Kritiker und viele Fans sehen das anders: "Mieser Sound", "schlechter Mix", "steril", "nachbearbeitet" und "zu nahe an den Studioversionen" lautet das vernichtende Urteil - das es jetzt zu entkräften gilt.
Die Kritik am Klang zielt auf die Basslastigkeit und die fehlende Brillanz ab. Aber meine lieben Geschworenen, ist das nicht zu erwarten bei einem Trio, bei dem die Bassgitarre eine große Rolle spielt? Braucht es, wo raffinierte Rhythmuswechsel, komplexe Harmoniefolgen, spieltechnische Virtuosität und intelligente Texte das Geschehen dominieren, noch eine vordergründige klangliche Brillanz? Im Gegenteil, das angenehm dunkel timbrierte Klangbild erlaubt ein konzentriertes Zuhören ohne Nerv- und Ermüdungserscheinungen über die volle Distanz von über 80 Minuten. Am Mix wird kritisiert, dass die Bassgitarre zu laut abgemischt wurde. Wie bitte? Geddy Lee wird seit Generationen dafür bewundert, dass er den Bass vollständig emanzipiert hat und wie eine zweite Rhythmus- und Leadgitarre behandelt. Das ist doch gerade das Alleinstellungsmerkmal dieser Gruppe und kommt auf dieser Aufnahme erst so richtig zur Geltung, eben weil der Bass auch im Mix völlig gleichberechtigt ist. Er ist keineswegs vorlaut; das erscheint nur so, weil wir es gewohnt sind, dass der Bass in den Hintergrund gemischt ist. Leute, es ist Geddy Lee, den soll und muss man hören können, ohne sich die Ohren zu verrenken. Steril sei das Album, die Live-Atmosphäre würde fehlen, das Vorgängeralbum wäre viel rauher und kantiger, eben live-haftiger. Jawohl, denn damals haben Rush noch "Working Class"-Rock gemacht aber hier bieten Sie Rockmusik, die auch den hohen Kunstverstand anspricht. Genau mit diesem Spagat haben sie doch in dieser Zeit ihren legendären Ruf erspielt. Zu dieser Musik kann man Abrocken und man kann zuhören - da gehört eine gewisse intellektuelle Kontrolliertheit bei in der Darbietung dazu. Weiter sagt man, das sei ja gar kein authentisches Live-Album, weil zum Teil im Studio nachbearbeitet wurde. Na und? Entscheidend ist was hinten raus kommt, oder? Rush haben für ein Trio einen unglaublich komplexen Sound. Lee spielt -gelegentlich auch gleichzeitig- Bass und Tasteninstrumente, bedient Basspedale und löst über Fußpedale Sampler aus; letzteres tun auch der Gitarrist und der Schlagzeuger. Da können schon Zweifel kommen, dass das alles so auf der Bühne gespielt wurde und an machen Stellen ist hörbar, dass das unmöglich sein konnte. Aber: es existieren Bootlegs (illegale am Mischpult oder im Publikum getätigte Mitschnitte) aus dieser Zeit, die beweisen, dass man Live so weit nicht von dem entfernt war, was es schließlich auf dem Album zu hören gibt. Es wurde nachgearbeitet, ja - um das Kunstwerk noch zu veredeln, um ihm den letzten Schliff zu geben. Und das Ergebnis gibt ihnen doch recht, oder? Zu guter Letzt wird herumgemäkelt, dass man sich zu sklavisch an die Studioversionen halten würde, dass die Überraschungen fehlen würden. Also bitte, haben die was an den Ohren? Der deutlichste Unterschied tritt bei den Nummern zutage die auf den Studioalben ausgeblendet wurden. Diese hässliche Fratze der Kommerzialisierung, die Songs auf die Kürze der Aufmerksamkeitsspanne des gemeinen Radiohörers zurechtstutzt und den endlos wiederholten Ohrwurmrefrain ins Hirn brennt ohne das eine Schlusswendung diese Operation stört, hat auf einem progressiven Musikalbum nichts verloren - und dennoch machen Rush gerade auf dem besonders hochgelobten Moving Pictures reichlich gebrauch davon, was mir das ganze Album versaut, ehrlich! Dieser unverzeihliche Makel wird auf dem Live-Album korrigiert -auf der Bühne käme ausblenden nicht so gut an- und wir hören Tom Sawyer und Red Barchetta mit einem Schluss, wie es sich gehört. Allein das ist Unterschied genug, aber es gibt noch mehr: Seite 3 der LP ist sicher die anspruchsvollste und wurde von mir immer als eine zusammengehörige Suite begriffen. Ich war total entgeistert, als ich herausgefunden habe, dass die drei Stücke gar nicht zusammengehören, ja dass sie nicht mal auf derselben Studio-LP zu finden sind. Der geniale Übergang von The Trees in Xanadu ist sicher so unterschiedlich zur Studiofassung wie nur möglich - weil es ihn dort gar nicht gibt, ebensowenig wie das Vorspiel Broons Bane, das zuvor überhaupt nirgends erschienen ist. Wem das immer noch nicht reicht, dem wird der Hinweis, dass die Mutter aller Progmetal-Instrumentals YYZ wegen eines (richtig guten!) Schlagzeugsolos um ein paar Minuten länger ist als Studiofassung, auch nicht helfen.
Sie sehen also, keines der oberflächlich hingeworfenen Argumente gegen das Album hält einer ernsthaften Prüfung stand. Es ist und bleibt eine veritable "Best of" aus der besten Phase einer der besten Bands des Rockzirkus und ist damit nicht nur das beste Album der Band, sondern eines der besten Rockalben überhaupt. So etwas wollen sie als "schlecht" verurteilen? Ich bitte Sie!
https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/71ACFbgmdXL._SL500_AA325_.jpg Rush; Exit...Stage Left :times10
AcomA (28.09.2016, 06:23): Hallo
Morning mist
Ahmad Jamal, p Reginald Veal, b Herlin Riley, d Manolo Badrena, perc
(JazzVillage, ddd, 2012)
:cool
LG Siamak
AcomA (28.09.2016, 23:11): Hallo
Wave
Ahmad Jamal, p Jamil Nasser, b Frank Gant, d
(Impulse, ADD, 1970)
:times10
LG Siamak
AcomA (29.09.2016, 06:21): Hallo
Moanin' Along came Betty The Drum Thunder Suite
Art Blakey, d Lee Morgan, tp Benny Golson,ts Bobby Timmons, p Jymie Merritt, b
John Wetton (Bassgitarre, Gesang), Steve Howe (Gitarre), Geoff Downes (Tasteninstrumente), Carl Palmer (Schlagzeug)
Eine hochkarätige Ansammlung von Ausnahmetalenten, die auf Druck der Plattenfirma beschossen haben, ihre künstlerischen Ambitionen zurückzufahren und stattdessen Radiomucke für Erwachsene zu machen. Resultat: 7 Millionen verkaufte Alben.
Das Nachfolgealbum ist eine Demonstration des Musikbusiness der 80er - wobei es heute wahrscheinlich wenig anders aussehen dürfte. Um den Erfolg des Debuts noch zu übertreffen, wurde Marktforschung betrieben und festgestellt, dass die von Wetton und Downes geschriebenen Stücke die beliebtesten waren. Deswegen bestand die Plattenfirma darauf, dass sie für dieses Album alle Songs schreiben sollen. Dass das bei einer Ansammlung von kreativen Alpha-Tieren zu Frust und Spannungen führen musste, ist klar und konsequenterweise war das zweite auch das letzte Album in der Originalbesetzung. Weiter machte sich das Gros der Käufer des ersten Albums angeblich wenig aus den progressiven Elementen, die das Debut noch klar aus der Masse herausgehoben hatten. Also wurde jeglicher Bezug zur Vergangenheit der Musiker gekappt und damit auch jeglicher verbliebene Anspruch. Dazu wurde der Mix so gestaltet, dass die Einzelinstrumente kaum noch auszumachen waren und die Arrangements beliebig austauschbar klangen. Besonders Steve Howe, der einen unnachahmlichen Individualstil an der Gitarre entwickelt hat, wurde gnadenlos nach hinten gemischt - er war auch der erste, der danach weg war. Das ist es, was Plattenmanager von ihrem Publikum erwarten: dass sie anspruchslose, gleichförmige und jeglicher Individualität beraubter Musik hören wollen. Zum Glück lagen sie daneben. Das am Reißbrett auf das Massenpublikum zugeschnittene Album verkaufte sich nur noch halb so gut und alles was folgte, konnte nicht mehr annähernd an die frühen Tage anknüpfen.
AcomA (30.09.2016, 06:14): Hallo
Come rain or come shine
Art Blakey, d Lee Morgan, tp Benny Golson, ts Bobby Timmons, p Jymie Merritt, b
Art Taylor, d Dave Burns, tp Stanley Turrentine, ts Wynton Kelly, p Paul Chambers, b Carlos 'Patato' Valdes, cong
(Blue Note, ADD, 1960)
:cool
LG Siamak
AcomA (01.10.2016, 08:48): Hallo
Emily
Bill Evans, p Eddie Gomez, b Marty Morell, d
(Lonehill Jazz, live, Pescara, 1969)
:engel
LG Siamak
AcomA (02.10.2016, 18:13): Hallo
Turn up
Sonny Rollins, ts Wynton Kelly, p Percy Heath, b Philly Joe Jones, d
(Essential Jazz Classics, ADD, 1957)
:engel
LG Siamak
AcomA (04.10.2016, 06:25): Hallo
The Peacocks Happy Birthday You and the night and the music
Stan Getz, ts Bill Evans, p Eddie Gomez, b Marty Morell, d
(Milestone, ADD, live, 1974)
:engel
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (04.10.2016, 12:33): Heute Nacht:
https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/91kOvXM8hXL._SL500_AA325_.jpg Miles Davis; Dark Magus - Live at Carnegie Hall (29. März 1974)
Miles Davis (Trompete, Orgel), Dave Liebman (Tenor- & Sopransaxophon, Flöte), Azar Lawrence (Tenorsaxophon), Pete Cosey (E-Gitarre), Reggie Lucas (E-Gitarre), Dominique Gaumont (E-Gitarre), Michael Henderson (E-Bass), Al Foster (Schlagzeug), Mtume (Congas)
Was für ein unnachgiebig brodelndes Rhythmus-Gebräu - da läuft einem der Schweiß von bloßen Zuhören.
AcomA (04.10.2016, 21:20): Hallo
Grandfather's waltz Funkallero You and the night and the music
Stan Getz, ts Bill Evans, p Eddie Gomez, b Marty Morell, d
(Milestone, ADD, live, 1974)
Zum weinen schön !
:engel
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (05.10.2016, 14:04): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51KzgPCcHwL._SL500_AA325_.jpg Miles Davis; In Concert - Live at Philharmonic Hall, New York (29. Sep. 1972)
Miles Davis (Trompete), Carlos Garnett (Sopransaxophon), Reggie Lucas (E-Gitarre), Khalil Balakrishna (Sitar), Serik Lawson (Orgel), Michael Henderson (E-Bass), Al Foster (Schlagzeug), Mtume (Congas), Badal Roy (Tabla)
Verstimmte Instrumente, käsig klingende Keyboards und WahWah-Effekte, unterirdische Aufnahmequalität, schlechter Mix. Statisch, unzusammenhängend, keine Melodien, null Virtuosität, keine nachvollziehbaren Strukturen... Wenn ich die Kriterien für "gute" Musik durchgearbeitet habe und dann einfach nur zuhöre und stattdessen auf das achte, was beim Zuhören passiert, dann erkenne ich den Unterschied zwischen inhärenter und transzendenter Qualität - und die Vergeblichkeit irgendjemanden erklären zu wollen, warum das eines meiner Top 10-Jazzalben ist.
Hosenrolle1 (05.10.2016, 15:33): Weil dir Miles Davis gefällt: hast du vielleicht mal die Harald Schmidt Folge gesehen, wo sie einen Miles Davis-Tag gemacht und alte Davis-Vinylplatten aufgelegt haben?
Das war um 2002 herum, also schon etwas her.
LG, Hosenrolle1
Cetay (inaktiv) (05.10.2016, 15:45): Original von Hosenrolle1 Weil dir Miles Davis gefällt: hast du vielleicht mal die Harald Schmidt Folge gesehen, wo sie einen Miles Davis-Tag gemacht und alte Davis-Vinylplatten aufgelegt haben?
Das war um 2002 herum, also schon etwas her.
LG, Hosenrolle1
Nein, das habe ich nicht gesehen. 2002 hatte ich den Fernseher zwar noch nicht ganz abgeschafft (das war erst 2012), aber ich war sehr wählerisch, von wem ich meinen Verstand torpedieren lasse - und da gehörte Schmidt nicht dazu. :D
AcomA (07.10.2016, 06:18): Hallo
Round About Midnight
Bill Evans, p Eddie Gomez, b Marty Morell, d
(Lonehill Jazz, AAD, live, Pescara, 1969)
:engel
LG Siamak
AcomA (08.10.2016, 16:39): Hallo
I've got you under my skin
Bud Powell, p George Duvivier, b Arthur Taylor, d
(Blue Note, ADD, 50er)
:engel
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (09.10.2016, 07:07): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/71Y8XI3RUHL._SL500_AA325_.jpg The Jelly Jam; Profit
Ty Tabor (Gesang, Gitarre, Tasteninstrumente), Rod Morgenstein (Schlagzeug), John Myung (Bassgitarre)
Eine illustre Besetzung von großen Könnern aus verschiedenen musikalischen Ecken. Dass da ein kohärentes Album mit einem klaren Bandsound (Gruppenklang) herauskommt, ist erstaunlich. Das Herzstück ist schnörkelloser Midtempo-Rock (Rock mit mittlerem Tempo), gelegentlich braten die Gitarren auch mal ordentlich tief und schwer, ab und an wird es ganz leicht angejazzt oder metrisch vertrackt - eben gerade so abwechslungsreich wie nötig, um es interessant zu halten, ohne dass der Eindruck entsteht, hier spielen drei verschiedene Gruppen. Das textliche Konzept versucht sich auch mit etwas Anspruch - jedes der 12 Lieder ist mit einer bis ein paar Textzeilen überschrieben, die einen roten Faden bereitstellen. Ein Prophet warnt vor den Gefahren die dem Marktplatz Erde drohen, wird erst nicht angehört, dann abgelehnt, dann bekämpft, er wendet sich an die weltlichen Führer und wird verjagt, er wendet sich an die spirituellen Führer und wird verraten und sieht schließlich ein, dass er nicht helfen kann. Vielleicht ist man mit dieser Storyline (diesem Handlungsbogen) etwas spät dran; wer bis heute nicht kapiert hat, dass auf unserem Planeten etwas ganz gewaltig schief läuft, dem wird auch die Botschaft dieses Albums nichts helfen. Interessanter als das wer-mit-wem-und-warum aus der Opernwelt ist es allemal.
AcomA (09.10.2016, 08:04): Hallo
All the things you are Joshua fit the battle of Jericho
Coleman Hawkins, ts Tommy Flanagan, p Major Holley, b Edward Locke, d
(Verve/JazzPlus, live, New York City, 60er)
:times10
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (09.10.2016, 08:53): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51keWRPB80L._SL500_AA325_.jpg Paul Gilbert; Alligator Farm
Gilbert ist einer der technisch versiertesten Gitarristen der Welt. Anders als seinen Mitbewerbern um den Schredder-Thron gelingt es ihm, seine Kunst in griffige Lieder verpacken, so dass der Rest des Songs nicht als notwendiges Übel um das virtuose Schaulaufen herum erscheint.
AcomA (09.10.2016, 13:23): Hallo
St. Louis Blues
Dave Brubeck, p Paul Desmond, as Eugene Wright, b Joe Morello, d
(Sony/CBS, ADD, live, Carnegie Hall, 1963)
:cool :times10
LG Siamak
AcomA (09.10.2016, 23:16): Hallo
Pannonica
Tommy Flanagan, p George Mraz, b Art Taylor, d
(Enja, ddd, 1982)
:engel
Pannonica ist eine Komposition von Thelonious Monk für die Freundin der berühmten Jazzmusiker des Bebop und Hardbop, insbesondere Monk selbst, Pannonica von Koenigswarter.
LG Siamak
AcomA (10.10.2016, 21:16): Hallo
Ugly beauty Thelonica
Tommy Flanagan, p George Mraz, b Art Taylor, d
(Enja, DDD, 1982)
:engel
LG Siamak
AcomA (10.10.2016, 23:05): Hallo
Asiatic Raes Wonderful ! Wonderful !
Sonny Rollins Wynton Kelly, p Doug Watkins, b Philly Joe Jones, d
(EssentialJazzClassics, AAD, 1953)
:cool
LG Siamak
AcomA (12.10.2016, 23:45): Hallo
Flying Saucer
Milt Jackson, vib James Moody, voc/fl Cedar Walton, p Ron Carter, b Candy Finch, d
(Limelight, ADD, live, New York City, 1965)
:times10
LG Siamak
AcomA (13.10.2016, 23:26): Hallo
All of you I'll remember April
Milt Jackson, vib John Lewis, p Percy Heath, b Connie Kay, d (Modern Jazz Quartet)
(Prestige, AAD, 1955)
:times10
LG Siamak
Jürgen (14.10.2016, 11:58): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/711lUdXP-aL._SL400_.jpg
Mike Oldfield: Amarok (1990)
Eines meiner liebsten Oldfield-Alben.
Keith M. C. (14.10.2016, 12:36): Hallo,
aha...gefunden. Hier im Hinterzimmer poste ich also "Klassische Musik des 20 Jh." : :wink
Nun gut.
Nach J. Brahms höre ich:
Rolling Stones Let it bleed 1969
Bis dann.
Hosenrolle1 (14.10.2016, 12:41): Hast du von den Stones das "Sticky Fingers"-Album mit dem echten Reißverschluss? :)
Wie denkst du über die Stones? Waren die in den 60ern am besten, oder in den 70ern, oder zu jeder Zeit?
LG, Hosenrolle1
Keith M. C. (14.10.2016, 13:17): Lieber Hosenrolle1,
ja, als LP und CD, jeweils mit Reißverschluss. Die ersten LP hatten keine Innenpappe mit Abbildung einer Unterhose, so dass der Metallverschluss direkt auf den Platte lag. Das änderte man dann sehr kurzfristig.
Die Stones sind immer herausragend...
Objektiv betrachtet, ist die kreativste Phase mit dem Quadrupel: Beggars Banquet, Let it bleed, Sticky Fingers und Exile on Main Street verbunden. Das ist selbst im Vergleich zu anderen Größen der Rockmusik einfach herausragend.
Bis dann.
Jürgen (14.10.2016, 15:14): Mein Favorit: It's Only Rock'N'Roll (1974) https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/612Z2SusfVL._SS500.jpg
Das passt zum Thema Starkult. Bei dieser Combo, bzw. ihrem Leader hat es mich auch erwischt - bis hin zum Konsum seines Lieblingsgetränks beim Lesen der Biographie und dem Tragen eines Bandshirts beim Konzert - und zwar als Ü50er... :ignore
Hosenrolle1 (14.10.2016, 23:23): Ich finde Band-T-Shirts überhaupt nicht schlimm, egal wie alt.
Peinlich sind für mich solche Gimmicks wie etwa diese scheußlichen, rot blinkenden Hörner bei AC/DC Konzerten, oder dieses noch viel scheußlichere Handy-Hochhalten.
Wenn du dir auf YouTube irgendeinen Rockkonzert Mitschnitt aus den frühen 90ern ansiehst, wirst du lauter Hände sehen, die klatschen, oder eben keine Hände.
Heute siehst du nur mehr diese Geräte. Sowas finde ich peinlich.
LG, Hosenrolle1
AcomA (14.10.2016, 23:30): Hallo
I didn't know what time it was
Sonny Clark, p Paul Chambers, b Philly Joe Jones, d
(Blue Note, ADD, 1957)
:engel
LG Siamak
Keith M. C. (15.10.2016, 12:13): Original von Jürgen Mein Favorit: It's Only Rock'N'Roll (1974) https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/612Z2SusfVL._SS500.jpg
Lieber Jürgen,
objektiv betrachtet halte ich die Scheibe für nicht ganz so stark wie das berühmte Quadrupel. Subjektiv gesehen: Ebenfalls eine meiner Favoriten. Besonders die Stücke: Till the next goodbye, Time waits for no one, If you really want to be my friend, Fingerprint file. Extraklasse auch das Gitarrenspiel M. Taylors.
Trotzdem bleibt meine persönliche Nr. 1: Aftermath (UK-Fassung!): Erstklassiger Rhythm and Blues (bei damaliger Definition), Gesamtkonzept, Flair, Erinnerungen, meine erste (eigene) Stones-Platte...
Bis dann.
AcomA (16.10.2016, 01:48): Hallo
Big Buddy
Ray Bryant, p Tommy Bryant, b Eddie Locke, d
(Columbia, ADD, 1959-60)
:times10
LG Siamak
AcomA (18.10.2016, 06:17): Hallo
Moonglow Air mail special
Lionel Hampton, vib Teddy Wilson, p Red Callender, b Gene Krupa, d
(Verve, AAD, 1954)
:engel
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (18.10.2016, 08:34): https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51v0x2yH5UL._SL500_AA325_.jpg Frank Zappa; Road Tapes Venue 2 (Finlandia Hall, 23/24. Aug. '73)
Franz Zappa (Gitarre, Gesang), Ruth Underwood (Vibraphon, Marimbaphon, Bongos, Pauke, Basstrommel, Gong), Ralf Humphrey (Schlagzeug), George Duke (E-Piano, Synthesizer, Clavinet, Klavier), Jean-Luc Ponty (Violine), Tom Fowler (Bassgitarre), Bruce Fowler (Posaune), Ian Underwood (Bassklarinette, Synthesizer)
Ich hoffe, das die Abendländische Musikgeschichte irgendwann erkennt, dass Frank Zappa zu den großen Klassikern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gerechnet werden muss. Nicht wegen der paar Orchester-, Kammermusik- oder Synclavier-Stücke, die auch von Hardlinern als in der klassischen Tradition stehend und damit zur Modernen Klassik gehörend anerkannt werden, sondern weil er mit seinen oberflächlich nach Pop/Rock/Jazz/Comedy aussehenden Platten den Stil und Geschmack seiner Zeit künstlerisch durchdrungen und mit den Kompositionsmethoden der Avantgarde verarbeitet hat und weil er sowohl musikalisch als auch kunstverfremdet textlich die politische und gesellschaftliche Realität seiner Zeit widerspiegelt. Was muss ein Musiker noch alles tun, damit er als "Klassiker" anerkannt wird?
Darüber, welche der Live-Bands von Zappa die beste war, kann man mit Zappologen nächtelang debattieren. Was hatte der für begnadete Musiker in seinen Teams (die vorher meist keiner kannte und die nachher groß Karriere machten), was für eine Kreativität, was für ein blindes Zusammenspiel... OK, ich höre schon auf. Eine Besetzung, die sehr häufig an vorderster Front genannt wird, ist die Roxy-Besetzung (nach dem Album Roxy & Elsewhere) um Percussions-Stuntfrau Ruth Underwood und den Jazzpianisten George Duke. Die gerade jetzt Gehörte markiert die Frühphase dieser Gruppe und ist das einzige Zeugnis eines kompletten Konzerts (bzw. der Illusion eines solchen - die Platte wurde aus 3 Auftritten in 2 Tagen zusammen geschnitten), bei dem der Jazzgeiger Jean-Luc Ponty noch mit von der Partie war. Eine weitere Besonderheit ist das Fehlen eines -neben Zappa- hauptamtlichen Sängers. Der zur Roxy-Besetzung gehörende Napoleon Murphy Brock stieß erst später hinzu. Entsprechend wirkt das Ganze mit wenig Gesang und vielen ausgedehnten Instrumentalpassagen eher als gediegenes Jazzrock-Konzert und ist recht untypisch für Zappa.
Leider hält die Besetzung nicht, was sie verspricht. Sie kommt einfach nicht aus dem Quark und spielt nicht "tight" wie man im Fachjargon zu sagen pflegt. Das mag auch so zu erscheinen, weil man dieselben Stücke von der späteren und nach einem Jahr Tournee blind eingespielten Roxy-Besetzung schon mit viel höherem Tempo und dabei schier unmenschlicher Präzision gehört hat (interessanterweise auch in Helsinki aufgezeichnet und als You Can't Do That On Stage Anymore Vol. 2 veröffentlicht). Sicher, es gibt lichte Momente, in denen aufblitzt, wozu diese Gruppe fähig wäre, aber das fesselt mich selten über längere Abschnitte. Ponty -wegen dem ich auf diese erst 2013 erschienene CD so gespannt war- wirkt auf mich zeitweise wie ein Fremdkörper und von Ian Underwood, der den in frühen Tagen den Zappa-Sound wesentlich mitgeprägt hat, ist kaum etwas zu hören. Als einmaliges Dokument ist das dennoch ein essentielles, nicht wirklich schlechtes Album für Kenner; Einsteiger fangen besser mit dem Live-/Studio Hybrid Roxy & Elsewhere an.
AcomA (19.10.2016, 22:39): Hallo
Come rain or come shine
Johnny Coles, tp Kenny Drew, p Peck Morrison, b Charlie Persip, d
(Epic, add, 1961)
:engel
LG Siamak
AcomA (20.10.2016, 23:09): Hallo
Minority
Bill Evans, p Sam Jones, b Philly Jo Jones, d
(Blue Note, ADD, 1958)
:engel :times10
LG Siamak
AcomA (21.10.2016, 06:23): Hallo
Money Jungle
Duke Ellington, p Charles Mingus, b Max Roach, d
(Blue Note, ADD, 1962)
:cool
LG Siamak
AcomA (22.10.2016, 09:42): Hallo
I'll see you again
Bill Evans, p Gary Peacock, b Paul Motian, d
(Verve, ADD, 1964)
:engel
LG Siamak
Hosenrolle1 (15.11.2016, 22:52): Ich höre gerade diese geile Karaoke-Version der "Floor Show" aus der Rocky Horror Picture Show, allerdings nicht aus dem Film, sondern für eine in den 80er oder 90er Jahren entstandene Produktion.
"https://www.youtube.com/watch?v=jZlcIf75ILA"
Klingt wirklich gut, und meine Lieblingsstelle ist bei 0:26, wo der Bass auf einmal lauter und heftiger wird, und das Schlagzeug sich ebenfalls aufschaukelt.
LG, Hosenrolle1
AcomA (17.11.2016, 06:15): Hallo
Minority
Bill Evans, p Sam Jones, b Philly Joe Jones, d
(Blue Note, ADD, 1958)
:thumbup:
LG Siamak
AcomA (18.11.2016, 06:15): Hallo
Thelonious
Tommy Flanagan, p George Mraz, b Art Taylor, d
(Enja Records, ADD, 1983)
LG Siamak
:thumbup:
Cetay (inaktiv) (18.11.2016, 16:04): 2x gestern Abend, je 1x letzte Nacht und heute Morgen gehört:
Motörhead; Kiss of Death (2006)
Diese Vierfach-Hörsitzung war ein historisches Ereignis in Cetays Lebenskosmos. Von den 22 Motörhead-Studioalben, war dieses das einzig verbliebene, das ich noch nicht kannte. Als nächstes werde ich versuchen, ein Ranking zu erstellen, dann die 22 Alben in umgekehrter Reihenfolge (vom "schwächsten" zum besten) in eine Playlist packen und diese an Lemmys erstem Todestag am Stück konsumieren, begleitet von einer Flasche Jack Daniels - in der GOLD Edition: doppelt gereift (Nachreifung in Ahornfässern) und doppelt Holzkohle-filtriert. Lemmy hätte für solcherlei Veredelung wahrscheinlich nur ein abwinkendes B*llsh*t übrig gehabt, aber ich muss mir ja wenigstes ein bisschen von meinem Bildungsbürgertum bewahren.
AcomA (18.11.2016, 22:44): Hallo
These foolish things Barbados
Chet Baker, tp Bobby Jasper, ts René Thomas, g Amedeo Tommasi, p Benoît Quersin, b Daniel Humair, d
(RCA, ADD, 1962)
:times10
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (19.11.2016, 12:13):
Chris; Days of Summers Gone (2013)
Was für ein herausragendes Album an der Grenzlinie von Symphonischem Progressive-Rock, Folklore und Neo-Klassik. :thumbsup:
Hinter dem bescheidenen Pseudonym Chris verbirgt sich der Niederländer Christiaan Bruin - sicher einer der talentiertesten Künstler, der in den letzten Jahren die Szene betreten hat. Er spielt Gitarre, Tasteninstrumente, Bass, Schlagzeug und ist ein ganz passabler Sänger. Mit 21 Lenzen hat Chris sein erstes Album komplett im Alleingang geschrieben, getextet, gespielt und produziert und danach jedes Jahr ein weiteres abgeliefert bis er fünf im Kasten hatte (das gerade gehörte ist Nr. 5). Damit war er offenbar nicht ausgelastet und denn er spielte in dieser Zeit noch in vier verschiedenen Bands mit, mit dreien davon nahm er insgesamt vier Alben auf und zwar mit zwei Gruppen als Schlagzeuger und mit der dritten als Tastendrücker. Dass ein Musiker zwei Instrumente so gut beherrscht, dass er damit in verschiedenen professionellen Gruppen spielen kann und dies auch tut -und zwar gleichzeitig- ist fast ohne Parallele (Neal Morse fiele mir auf Anhieb noch ein). Aber irgendwie muss sich Herr Briun immer noch gelangweilt haben und gründete das Projekt Black Codex, für das er innerhalb eines Jahres ein sechseinhalb(!)stündiges Konzeptalbum entwarf, zeichnerisch illustrierte, schrieb, textete, fast im Alleingang einspielte (mit Unterstützung von zahlreichen Gastmusikern an Streich- und Blasinstrumenten - hier käme selbst das Wunderkind an seine Grenzen), selbst produzierte (Abmischung, Mastering) und das ganze auf acht CDs veröffentlichte. Der Mann ist der personifizierte Schlag ins Gesicht derjenigen, die immer klagen, keine Zeit zu haben... aber das wäre alles Mumpitz, wenn das irgendwelches minderwertiges Zeugs wäre. Aber es ist richtig gut und obiges Album ist der perfekte Einstieg zum Beweis.
Vinding (19.11.2016, 21:12):
Daraus erst "Compared to what?" + dann "The Generation Gap"
Ich hatte das Vergnügen beide Live zu sehen, vor viellleicht 25 oder 30 Jahren in Leverkusen. Beide waren damals total zerstritten, das Keyboard und Les links auf der Bühne, Eddie 15 Meter weiter rechts meist mit dem Rücken zu ihm, beide sich keines Blicke würdigend. Dem Zusammenspiel hat es aber nicht geschadet.
Vinding (20.11.2016, 10:35):
Garcia-Fons spielt einen 5-seitigen Kontrabass, sowohl con arco als auch pizzicato
......schon vor zwei Stunden gehört, ist aber einer Erwähnung an dieser Stelle wert
Renaud Garcia-Fons 5-string bass, hand clapping, percussion Jean-Louis Matinier accordion Yves Favre trombone Bruno Sansalone clarinet Chris Hayward flutes Vicente Pradal flamenco guitar, hand clapping Claire Antonini lute, théorbe Rabah Khalfa, J.-F. Roger, Sam Schlamminger, Anu Yerno oriental percussion & hand clapping
Vinding (20.11.2016, 18:17):
bereits gehört, veranlasst durch eine Empfehlung hier im Forum
Rudresh Mahanthappa alt sax Rez Abbasi guit Dan Weiss tabla
Indisch-Pakistanische Folk Tradion trifft auf Jazz-Improvisation
Vinding (21.11.2016, 23:28):
wahrscheinlich ein Fehler....das macht mich nämlich immer munter und meistens folgt eine Jazz-Nacht mit viel zu wenig Schlaf
satie (21.11.2016, 23:44): DAS kenne ich nur zu gut! Wenn es Dich tröstet, mache ich mit Dir durch... :D
Vinding (22.11.2016, 01:05): ok
bereits gehört
und jetzt:
daraus den freedom jazz dance in einem etwas schrägen 7/4 Takt, anders als das Original von Eddie Harris
nichts für Originalklängler sozusagen
Vinding (22.11.2016, 01:23): damit ich nicht auf die Idee komme zu schlafen hieraus
"Anu Anu"
und
"Shrine"
Vinding (22.11.2016, 01:52): don ellis
electric bath
(das cover wird weder über den dschungel noch über den weiteren bekannten Grossversender von der forensoftware akzeptiert) daraus:
"Turkish Bath", möchte ich mit Ravi Shankar goes funky umschreiben
Vinding (22.11.2016, 02:02):
und danach wird der Kopfhörer beiseitegelegt, auch wenn ich durchaus noch Lust auf mehr hätte
Schostakowitsch (22.11.2016, 20:16):
Vinding (25.11.2016, 22:23): Derzeit:
Tangerine Dream: Sound of another World (Arte-Doku)
Cosima (26.11.2016, 14:58): Derzeit:
Tangerine Dream: Sound of another World (Arte-Doku) Ah, die hatte ich gestern per Zufall auch gesehen. War wirklich interessant diese Doku über die Pioniere der Synthesizer-Musik - obgleich das überhaupt nicht mein Musikgeschmack ist. Die Verbindung zur klassischen Musik (Stockhausen) verblüffte mich auch.
Ich höre mal etwas ganz altes (Led Zeppelin), das ich aber erst kürzlich auf CD gekauft hatte :)
Vinding (26.11.2016, 15:04): Black Dog und The Battle of Evermore mit der leider früh verstorbenen Sandy Denny als Sängerin - das ist meine Jugendzeit
:thumbup:
Vinding (26.11.2016, 15:52): Was Tangerine Dream betrifft ist das für mich nur noch Nostalgie und gute Filmmusik, aber interessant war die Doku schon. Leider bin ich da verspätet eingestiegen und das Thema Stockhausen ging gerade dem Ende zu.
Von Stockhausen ist es allerdings nur ein kleiner Hopser hierhin:
Die höre ich jetzt beide, und das ist dann für mich anders als Tangerine keine Nostalgie, sondern - jedenfalls für mich - überhaupt nicht angestaubt
Da es hier den Faden "Die Leiden der neuen Musik gibt" und dort unter anderem Stockhausen, E und U und die Welt des Schlagers ein Thema ist, verlinke ich mal
dieses Interview mit Czukay
Dass immer nur Czukay in den Medien auftaucht ist allerdings wohl seinem Pardiesvogel-Image geschuldet, Liebezeit und Irmin Schmidt sind sicherlich stilprägend(er) für das Projekt Can gewesen.
Cetay (inaktiv) (27.11.2016, 10:57): Da es hier den Faden "Die Leiden der neuen Musik" gibt und dort unter anderem Stockhausen, E und U und die Welt des Schlagers ein Thema ist, verlinke ich mal
dieses Interview mit Czukay :J Der Satz gefällt mir: "Stockhausen hat immer gesagt: Hört euch Varèse an, da stecken 150.000 Pendereckis drin!"
Cetay (inaktiv) (27.11.2016, 11:06): Hier herrscht gerade Stilbruch-Anarchie.
Wes Montgomery; Full House Wes Montgomery (Gitarre), Wynton Kelly (Klavier), Paul Chambers (Kontrabass), Jimmy Cobb (Schlagzeug), Johnny Griffin (Tenorsaxophon)
Vinding (27.11.2016, 11:54): Habe ich mir schon beim Lesen gedacht dass Dir der Satz gefällt, da ich Deinen Varesefaden gesehen hatte............. :hello
AcomA (29.11.2016, 06:18): Hallo
Suite pour une frise
Martial Solal, p Teddy Kotick, b Paul Motian, d
(RCA Victor, ADD, live, 1963, Newport)
:cool
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (29.11.2016, 07:55):
Motörhead; Overkill
Vinding (30.11.2016, 17:29):
Soul Surge u. Cunga Black in folgender Besetzung:
Freddie Hubbard - trumpet James Spaulding - alto saxophone , flute Joe Henderson - tenor saxophone Harold Mabern - piano Larry Ridley - bass Clifford Jarvis - drums Big Black - congas Kiane Zawadi - euphonium
die anderen tracks in der Besetzung:
Freddie Hubbard - trumpet Hank Mobley - tenor saxophone James Spaulding - alto saxophone , flute McCoy Tyner - piano Bob Cranshaw - bass Pete LaRoca - drums Kiane Zawadi - euphonium
es gibt auch eine Ausgabe mit 2 Bonus Tracks in einer weiteren Besetzung, ich höre die Orginalzusammenstellung (insg. 5 Titel)
Schostakowitsch (02.12.2016, 07:04):
neu erworben und gestern mal damit angefangen!
AcomA (04.12.2016, 01:17): Hallo
You go to my head Very early
Bill Evans, p Eddie Gomez, b Jack DeJohnette, d
(Resonance Rec., DDD, 1968, Villingen)
:times10 :cool
LG Siamak
AcomA (04.12.2016, 15:15): Hallo
O que sera
Brad Mehldau, p Larry Grenadier, b Jeff Ballard, d
(Nonesuch, DDD, live, Village Vanguard, NYC, 2006)
:thumbup:
LG Siamak
Vinding (04.12.2016, 21:44):
AcomA (05.12.2016, 23:11): Hallo
C.T.A
Brad Mehldau, p Larry Grenadier, b Jeff Ballard, d
(Nonesuch, DDD, 2006, live, Village Vanguard, NYC)
:thumbup: :rofl LG Siamak
AcomA (06.12.2016, 06:14): Hallo
What kind of fool am I I'll remember April
Bill Evans, p Eddie Gomez, b Jack DeJohnette, d
(Resonanance Rec, ADD, 1968, Villingen)
:thumbup:
LG Siamak
Schostakowitsch (06.12.2016, 18:05):
GoGo Penguin - V2.0
AcomA (06.12.2016, 19:56): Hallo
Baubles, bangles and beads It's allright with me
Bill Evans, p Eddie Gomez, b Jack DeJohnette, d
(Resonance Rec, ADD, 1968, Villingen)
:thumbup:
LG Siamak
Vinding (09.12.2016, 14:21):
Das Mehldau-Trio steht schon lange auf der "To Hear-Liste" - Siamaks Mehldau-Begeisterung hat das beschleunigt.
Grandios das Zusammenspiel, besser "auf den Punkt genau" ist das nicht denkbar
:times10
Cetay (inaktiv) (09.12.2016, 17:04): Mensch, ich hatte vielleicht ein schlimmen Alptraum heute Nacht.
Nach dem Ende eines Konzerts, das ich als Gitarrist mit meiner Black Sabbath Coverband gegeben habe, kam ein blasses, schmales Männchen, das bis zum Hals in einer überdimensionierten Hose steckte, auf mich zu gewackelt und sagte: "Ich will mein Eintrittsgeld zurück". Auf Nachfrage erklärte es mir, dass ich falsch gespielt hätte. Ich habe das natürlich entrüstet von mir gewiesen, kenne ich doch jedes Riff und jedes Solo, das Tony Iommi je gespielt hat, in- und aus auswendig und nach 40 Jahren Übung unterlaufen mir bestimmt keine Fehlgriffe mehr. "Es klingt aber nicht so, wie es sich Iommi gedacht hat". Das musste ich dann eingestehen, denn bei meinem Instrument handelt es sich zwar selbstverständlich um einen exakten 1:1 Nachbau, aber eben nicht um das Original - doch ich versuche wenigstens, dem Original so nahe wie möglich zu kommen. Darauf meinte das Männchen: "Es ist trotzdem falsch. Hast du nicht die Quellen studiert? Heutzutage meint jeder, er könne irgendwas, irgendwie spielen, ohne sich dafür zu interessieren, wie es sich der Komponist vorgestellt hat. Nach Quellenlage ist eindeutig belegt, dass Iommis Einzigartigkeit auf einer speziellen Grifftechnik beruht. Diese musste er erlernen, nachdem er bei einem Arbeitsunfall die Fingerkuppen am Mittel- und Ringfinger verloren hat." Mit den letzten Worten holte das Männchen langsam eine die ganze Zeit hinter dem Rücken gehaltene Hand hervor und in dieser befand sich... eine riesige Schere - wie in der Geschichte vom Daumenlutscher.
Ich bin schweißgebadet aufgewacht und hörte erst mal diese - und ich schwöre, das nie wieder nachzuspielen:
Black Sabbath; Vol4
Vinding (09.12.2016, 18:41):
die 14-Minuten-Version
.............. I said a hip hop the hippie to the hippie The hip hip hop, a you don't stop ..............
Ich poste es mal trotzdem hier und nicht im Thementhread............
uhlmann (09.12.2016, 21:17):
Beste Band der 80er. Scheiße, ist das auch heute noch geil. Mein Bruckner der U-Musik.
AcomA (10.12.2016, 00:34): Hallo
Das Mehldau-Trio steht schon lange auf der "To Hear-Liste" - Siamaks Mehldau-Begeisterung hat das beschleunigt.
Grandios das Zusammenspiel, besser "auf den Punkt genau" ist das nicht denkbar
:times10 lieber Vinding, bei mir auch diese :beer Platte
LG Siamak
EinTon (10.12.2016, 00:43): Vorhin ziemlich midifizierte ( ;) ) und elektronische Musik von kyoka:
Vinding (10.12.2016, 10:36): Hallo
Das Mehldau-Trio steht schon lange auf der "To Hear-Liste" - Siamaks Mehldau-Begeisterung hat das beschleunigt.
Grandios das Zusammenspiel, besser "auf den Punkt genau" ist das nicht denkbar
:times10 lieber Vinding, bei mir auch diese :beer Platte LG Siamak Und noch einmal :hello
Gleichzeitig wünsche ich schon mal ein Frohes Fest und einen Guten Rutsch.
Ich mache ma 4 Wochen Forenpause.....
Cetay (inaktiv) (10.12.2016, 10:54): Ich mache ma 4 Wochen Forenpause..... Schon? Hoffentlich nicht wegen dem Umstand, die schon mindestens ein halbes Dutzend in eine ewige Pause getrieben hat...
Dann hoffentlich im nächsten Jahr wieder. :hello
EinTon (10.12.2016, 14:08): Dann hoffentlich im nächsten Jahr wieder. Das hoffe und wünsche ich mir auch! :) ;)
Gruß,
Normann
Vinding (10.12.2016, 17:34): Weihnachten, besinnliche Zeit der inneren Einkehr....
Ewige Pause? Glaube nicht, aber jetzt erst mal ....
Macht es gut....
AcomA (10.12.2016, 18:56): Lieber Vinding,
auch Dir und Deinen Lieben frohe Weihnachten und einen gesunden :hello Rutsch ins neue Jahr
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (11.12.2016, 06:23):
Van der Graaf Generator; Do Not Disturb Hugh Banton (Orgel, Bass, Akkordeon), Guy Evans (Schlagzeug), Peter Hammill (Gesang, Klavier, Gitarre)
Auweia, die Band die eine Zeit lang den Soundtrack zu meiner Jugend geliefert hat, ist richtig alt geworden und liefert ihr bestes -und vermutlich letztes- Album seit der Wiedervereinigung vor 11 Jahren ab. Es ist noch alles da: das warme Orgelspiel von Evans, der charismatische Gesang und die kryptisch-existentialistischen Texte von Hammill, trügerisch eingängige Lieder, die immer wieder mit unerwarteten Ein- und Ausbrüchen aufwarten. Aber es wirkt kohärenter, konzentrierter, verinnerlichter und auch melancholischer als die Vorgänger. Das Bewusstsein, dass unserer aller Wege einmal zu Ende gehen, scheint immer präsent zu sein, freilich ohne sentimentale Gefühlsduselei. Ganz stark!
EinTon (11.12.2016, 19:40): Aus dem Land der aufgehenden Sonne:
Radikaler und exzentrischer Noiserock mit Freejazzeinflüssen und einem starken Anteil an Samplecollagen, von Sprachfetzen über American Football bis zu Maschinengewehrsalven und prätentiösem Fanfarengeschmetter. Sehr stark!
Cetay (inaktiv) (17.12.2016, 05:21):
Sarke; Vorunah Thomas „Sarke“ Bergli (Schlagzeug, E-Gitarre, Bassgitarre), Ted „Nocturno Culto“ Skjellum (Gesang), Anders Hunstad (Tasteninstrumente)
Sarke war beim Debut ein Quasi-Einmannprojekt, bei dem der Hauptprotagonist einfach mal machen wollte, was ihm Spaß macht. Offenbar teilt er mit mir die -unüberhörbare- Verehrung von Black Sabbath, Motörhead und den Prototypen des Extreme Metal (Possessed, Venom, Hellhammer) sowie die Freude an kultig-billiger Horroratmosphäre. Das Ganze ist recht hemdsärmelig zusammengeschustert und wartet mit einer räudigen Produktion der alten Schule auf. Weil es Herr Sarke irgendwie geschafft hat, die Szene-Kultfigur Nocturno Culto zum Worte auskotzen hinters Mikro zu bekommen, wurde das Projekt bekannt und trotz sehr gemischter Kritiken ein Überraschungshit. Ich finds einfach nur saugeil. :thumbsup:
Cetay (inaktiv) (18.12.2016, 03:33):
The Sun Ra Quartet feat. John Gilmore; Other Voices, Other Blues Sun Ra (Klavier, Crumar Mainman, Gesang), John Gilmore (Tenorsaxophon, Percussion), Michael Ray (Trompete), Luqman Ali (Schlagzeug)
Ich höre viel zu wenig Jazz. Aber wann auch? Allein das Werk von Sun Ra zu durchforsten, wäre bei 127 Volllängen-LPs, 22 Singles und diversen Gastauftritten eine halbe Lebensaufgabe. Die Besonderheit der gerade gehörten Aufnahme ist der Einsatz eines mysteriösen Tasteninstruments, das auf den Namen Crumar Mainman hört. Viel ist darüber nicht zu erfahren, außer dass es sehr rar ist und enthusiasts quite literally ejaculate at the thought of being near one (machinewilderness). Weiß jemand etwas mehr darüber? EinTon?
satie (18.12.2016, 04:48): Interessant! Ich habe folgendes gefunden (hier zur Scheibe „Disco 3000“):
It does, however, include Ra playing a "Crumar Mainman", an early synthesizer with a rhythm program, that may or may not have ever existed. The Crumar company (an Italian company which makes keyboards) supposedly has no record of ever manufacturing a "Mainman" and some researchers have suggested that "Mainman" is Ra's nickname for his Crumar Multiman synthesizer. Other reports say that Crumar only made 10 Mainman instruments as test products and then abandoned the idea. In any case Ra claimed that the Mainman was real and is known to have credited "Crumar Mainman" as an actual performer.
Cetay (inaktiv) (18.12.2016, 09:32): Was auch immer dieser Hauptdarsteller ist (klingen tuts eher nach einer Orgel), das Album ist richtig gut. Auch bei expressiven Ausflügen in freie Gefilde herrscht eine beinahe außerweltliche Entspanntheit. Jetzt hab ich Lust bekommen, mehr von diesem Reisenden an die Grenzen der Vorstellungskraft zu hören:
Sun Ra, The Magic City (1965) Sun Ra (Clavioline, Klavier), Pat Patrick (Baritonsaxophon, Flöte, Pauke), John Gilmore (Tenorsaxophon), Marshall Allen (Altsaxophon, Flöte, Oboe, Piccoloflöte) und 11 weitere Musiker (3x Holz, 5x Blech, Kontrabass & 2x Percussion)
Cetay (inaktiv) (19.12.2016, 08:09): Ich bin vom Saturn-Virus infiziert:
Sun Ra and his Myth Science Arkestra; Angels and Demons at Play Diverse Aufnahmesessions (1956/60) und Besetzungen
Cetay (inaktiv) (20.12.2016, 17:47): Ich höre viel zu wenig Jazz. Aber wann auch? Allein das Werk von Sun Ra zu durchforsten, wäre bei 127 Volllängen-LPs, 22 Singles und diversen Gastauftritten eine halbe Lebensaufgabe. Insomnie und Dolcefarniente machten es unverhofft möglich, diese Aufgabe schon mal anzugehen. Bei derzeit maximal 5 Stunden Schlaf pro Nacht und der saisonbedingten Möglichkeit, mit normalen Arbeitszeiten auszukommen, ergeben sich für die Musikhörerseele ungeahnte Mußestunden. Ich bin der Empfehlungsliste in David Toops Buch Oceans of Sound gefolgt. Das habe ich seinerzeit ich bei einem "richtigen" Händler gekauft, noch bevor Amazon in Deutschland online ging und als man sich Platten oder CDs noch kaufen musste oder das Glück haben, sie in einer gut sortierten Bibliothek zum Ausleihen zu finden. Ich habe mir dann Cosmic Tones for Mental Therapy und Art Forms of Dimensions Tomorrow gekauft, weil es die beide auf einer CD vereinigt gab. In der Bibliothek hatte ich auch etwas gefunden - überwältigend! Ich weiß den Titel nicht mehr... irgendwas mit "Space", aber das ist gefühlt bei jedem zweiten Album der Fall und seither stand Sun Ra immer auf meiner "To Do"-Liste.
Nun habe ich also nach den beiden zuletzt gezeigten noch die restlichen Empfehlungen (das meiste aus den 60ern) von Toop gehört und was soll ich sagen? Besser spät als nie! Das ist einfach Musik ganz nach meiner Fasson. In der Hochphase des Free Jazz hat Sun Ra als Erster verstanden, was "Freiheit" wirklich bedeutet. Während der Free Jazz Hauptstrom dogmatisch die Befreiung und radikale Überwindung von Struktur, Tonalität und Metrum suchte, bestand für Ra Freiheit darin, dass man neben Kollektivimprovisationen über einem unregelmäßigen Puls, ohne Bindung an Akkorde und ohne Verharren bei der etablierten Instrumentaltechnik, auch "schöne" Melodien, konventionelle Akkordwechsel und herkömmliche Phrasen mit der traditionellen Rollenverteilung von Solo und Begleitung verwenden und das ganze in eine stringente Großform gießen kann. Das macht die Musik ungemein lebendig, vielseitig, unvorhersehbar und doch in sich stimmig und schlüssig. Die schier besoffen machende Vielfalt an Klangfarben und Texturen tut ein übriges. Hier ein alleine vor sich hin meditierender gestrichener Kontrabass, da ein raumschaffendes Percussions-Ensemble, dort ein chaotisches Bläser-Kollektiv mit frenetischen atonalen Eruptionen - zusammengehalten von der Einsätze verteilenden Hand des Maestros, der mit seinen "spacigen" Klangexperimenten auf allerlei Proto-elektronischen Tasteninstrumenten für den X-Faktor sorgt.
Ganz besonders angetan haben es mir die beiden hier:
The Heliocentric Worlds of Sun Ra Vol. 1 (1965) & Vol. 2 (1966)
:times10 ^^ :times10
AcomA (21.12.2016, 23:45): Hallo
You're gonna hear from me
Bill Evans, p Eddie Gomez, b Jack DeJohnette, d
(Resonance Rec, ADD, Villingen, 1968)
:times10
LG Siamak
Cetay (inaktiv) (24.12.2016, 05:57):
Jasper van't Hof; Live in Montreux (19. Juli 1979) Miroslav Vitous (Kontrabass), Alphonse Mouzon (Schlagzeug), Bob Malach (Tenorsaxophon), Jasper van't Hof (Tasteninstrumente)
Die habe ich bestimmt seit 30 Jahren nicht mehr gehört. Was haben wir als -snobistisch anders als die Masse Musik hörende- Teenies diese Platte abgefeiert, nachdem sie erschienen ist. Und auch heute stellen sich wieder das euphorische Hochgefühl ein und die Körperhaare auf. Das nennt man dann wohl zeitlos. :leb :times10
Keith M. C. (25.12.2016, 10:24): Hallo,
ich höre nun:
The Rolling Stones Blue & Lonesome
Lange musste man warten. Es hat sich gelohnt. Back to the roots. Extraklasse! ____
Ich wünsche allen Frohe Weihnachten!
Bis dann.
Hosenrolle1 (25.12.2016, 10:32): Mich freut, dass die Stones heute offenbar nicht so enttäuschend sind wie AC/DC, die eigentlich seit 1980 nie wieder die Energie und den Sound ihrer 70er Jahre Alben erreichen konnten. Selbst die aktuelleren Alben, von denen manchmal "Back to the roots" gesagt wird, klingen einfach nur kaputtproduziert, langweilig und einfallslos. Klingen die Stones hier wieder wie seinerzeit?
LG, Hosenrolle1
Keith M. C. (25.12.2016, 10:59): Lieber Hosenrolle1,
ACDC: Nun gut, live waren sie zumindest in den 1990er noch ein wahres Ereignis. Und solange man "Originale" noch live erleben kann ist es o. k. Diese Grundfrage ist bei sogenannten Klassik-Interpreten angebrachter.
Stones sind Stones und klingen immer nach Stones. Es ist ihr "Personalstil". Die neue Scheibe zeigt ihre Wurzeln und ist eine Reminiszenz an die Bluesmeister und Rhythm and Blues-Meister (also R & B in seiner originären Bedeutung; nicht in der heute anzutreffenden Verwendung).
Wie ich an anderer Stelle schrieb: Stones-Musik ist wie meine Heimat; wie nach Hause kommen. Direkt danach kommt die Musik von J. Brahms und L. v. Beethoven.
Bis dann.
Hosenrolle1 (25.12.2016, 11:12): ACDC: Nun gut, live waren sie zumindest in den 1990er noch ein wahres Ereignis. Da gebe ich dir Recht, wenngleich das sicherlich Geschmackssache ist. Ich fand die 90er Jahre Shows schon zu überladen mit Effekten. Was die Musik betrifft, muss ich da mein Veto einlegen: der Sound war in den 80ern und besonders ab den 90ern live viel matschiger, verzerrter als in den 70ern. Wenn man sich die 70er Jahre Konzerte anhört, etwa auch die ganzen Bootlegs, die es auf YouTube gibt, hört man da fast unverzerrte Gitarren, die Zerre kommt erst durch die Lautstärke der Amps bzw. durch die Härte des Anschlags. Dadurch klangen die Gitarren beide druckvoll, und trotzdem durchhörbar. Besonders toll war der Bass, der richtig knorrig klang, und den man herausgehört hat. Bei späteren Konzerten waren die Gitarren viel zu stark verzerrt, der Bass nur mehr undefinierbares Gewummere. Die Soli von Angus wurden auch immer unschöner. In den 70ern noch melodiöser und einfallsreicher, spielte er danach nur mehr irgendwelche Skalen rauf und runter.
Ich müsste mal einen Klangvergleich machen, ich hab da schon eine Idee .... :D
Keith Richards war dieser Tage in einer Talkshow und hat erzählt, dass ihm Chuck Berry ins Gesicht geschlagen hat, weil er dessen Gitarre angegriffen hat. Da muss ich gleich an den Streit in "Hail! Hail! Rock n Roll!" denken :D
LG, Hosenrolle1
Keith M. C. (25.12.2016, 11:31): Lieber Hosenrolle1,
ich habe ACDC 2003 als Vorgruppe der Stones in Oberhausen gehört und ich meine, dass sie über die Soundanlage der Stones zu hören waren (das wurde grundsätzlich nicht allen Vorgruppen der Stones erlaubt) und der Klang war entsprechend sehr gut.
Bis dann.
Cetay (inaktiv) (26.12.2016, 06:17): Ich schließe eine eklatante Bildungslücke im U-Sektor:
Iggy & the Stooges; Raw Power (1973)
Cetay (inaktiv) (27.12.2016, 09:06):
Black Oak Arkansas; s/t (1970)
Authentizität wird für mich immer mehr zum herausragenden Qualitätsmerkmal von U-Musik. Die findet man am wahrscheinlichsten auf Debut-Alben, auf denen stilistisch etwas Neuartiges ausprobiert wird, für das es noch keine klare Zielgruppe gibt. Da kommt einem beinahe wieder der früher-war-alles-besser Spruch aus den Fingern...
Cetay (inaktiv) (27.12.2016, 23:23): Morgen jährt sich zum ersten Mal der Todestag von Ian Frasier "Lemmy" Kilmister, dem Gründer und über 40 Jahre einzigen ständigen Mitglied von Motörhead - meiner unangefochtenen Lieblingsgruppe. Die Band war für mich der Inbegriff von Tugenden, die im Musikgeschäft rar geworden sind: Authentizität und Glaubwürdigkeit. Unbeeindruckt von Trends und Moden haben sie den von Ihnen erfundenen Stil -eine Mischung aus Punk, Hardrock, Rock'n Roll und Blues- beibehalten, während andere mit kommerziellen Weiterentwicklungen den Reibach machten. Weniger freundlich gesonnene Kritiker bemerken angesichts dieser Konsequenz bisweilen, Motörhead hätten 22 Mal dieselbe Platte aufgenommen. Auf der anderen Seite haben sich die Kompromisslosigkeit gegenüber Plattenlabels (die Wechsel sind kaum zählbar), die Resistenz gegenüber Kritikern, das Durchhaltevermögen in der Phase des Misserfolgs, die kaum erklärbare Wiederauferstehung und nicht zuletzt die charismatische Persönlichkeit des Bandleaders bis ins Feuilleton herumgesprochen - die großen Blätter der "Qualitätspresse" brachten zu Lemmys Tod vier Tage nach seinem 70. Geburtstag ausgedehnte Nachrufe. Tenor: Er lebte den den Rock'n‘Roll nicht, er war Rock'n‘Roll! Man muss weder seine Lebensphilosophie noch seine Musik mögen, wohl aber, dass sich die beiden 1:1 decken. Das könnte eine Erklärung sein, warum auch Bankangestellte, die sonst allenfalls per Papageien-Krawatte rebellische Züge demonstrieren, auf seinen Konzerten anzutreffen waren. Er lebte all das, wonach sich die meisten nicht mal insgeheim zu fragen trauen und seine Musik transportiert glaubwürdig einen Hauch dieses Lebensgefühls in die angepassten Bürgerstuben - auch in meine. Auch deswegen liebe ich diese Musik.
Ich höre morgen zur Feier des Tages alle 22 Motörhead-Studioalben am Stück und werde nach jedem Album einen Jack-and-Coke trinken. 15 Stunden schneller lauter Rock'n Roll und 0,88 l Whisky versprechen eine nicht alltägliche Erfahrung zu werden. Natürlich kann ich nicht ganz aus meiner Bildungsbürger-Haut und habe mir die Reihenfolge ganz genau überlegt - worst to best. Das erforderte intensives Vergleichshören und etwas Analyse und ich möchte denen, die bis hierher gelesen haben, das Ergebnis nicht vorenthalten (Besuchern von Amadés Webseite dürfte die Darstellung bekannt vorkommen).
Bei meiner subjektiven Bewertung stellt eine "5" die beste Note dar. Hauptkriterium ist natürlich das Liedgut selbst. Da darf man sich nichts vormachen, bei 242 Liedern und einem recht engen stilistischen Korsett kann nicht alles Gold sein - kaum ein Album wird ohne Füllmaterial auskommen und eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem einen und dem anderen Titel kann nicht weg geleugnet werden. Die Frage ist, wie gut die nicht ganz so genialen Sachen auf dem Album versteckt sind. Wenn ein Album mit vier extrem starken Titeln beginnt und mit drei ebenso starken Titeln endet, dann fallen 3 Stücke Leerlauf dazwischen wenig auf und trüben den Gesamteindruck fast nicht. Oft sind es Nuancen, die einen Titel herausheben; die eine Hookline, die sich im Ohr festsetzt ohne -ganz wichtig!- banal oder beliebig zu wirken oder ein besonders wirkungsvoller Break oder ein gelungenes Solo. Ein wichtige Rolle spielt auch die Produktion. Druckvoll und transparent soll sie sein, aber dem Sujet angemessen "dreckig" - keine einfache Gratwanderung. Nicht zuletzt kommt es auch auf die Form und die Lust der Band an: Ist der Gesang kraftvoll und variabel, nimmt man ihm Wut, Sarkasmus, Verachtung und die große Schnauze ab? Sind die Gitarrensoli durchdringend oder spannungsvoll aufgebaut und spielen mit dem thematischen Material oder werden nur beliebige Läufe abgenudelt? Ist das Zusammenspiel mit der Rhythmussektion "tight"? Den Online-Rang habe ich durch Auswertung der sechs im Netz auffindbaren vollständigen (von Kompilationen, EPs und Liveaufnahmen bereinigten) Rankings per Durchschnittsbildung berechnet. Und jetzt genug der Theorie:
Cetay (inaktiv) (27.12.2016, 23:24):
Titel Chronologie Erscheinungs-jahr Besetzung Bewertung Online Rang Kommentar
Inferno 17 2004 LZD 5 8 Produktions- und klangtechnisch fast Metal, inhaltlich Motörhead pur, rotzig und spielfreudig wie nach einer Frsichzellenkur, ohne Füllmaterial, tolle Gitarrensoli, klasse Akustik-Track als Rausschmeißer.
Another Perfect Day 6 1983 LRT 5 6 Außergewöhnlich melodische und virtuose Gitarrensoli, Andeutung von progressiven Songstrukturen, hohe Hitdichte.
Ace of Spades 4 1980 LFT 5 1 Der Klassiker - der eröffnende Titelsong ist die Bandhymne schlechthin. Einige Songs wirken etwas unfertig, es gibt ein wenig Füllmaterial in der Mitte, aber das unwiderstehlichste Schlusstrio in der Bandgeschichte.
We Are Motörhead 15 2000 LZD 5 19 Strafwürdig unterschätzt. Hohe Hitdichte, Eröffnungs- und Schlusstrio überragend, die beste Ballade der Historie, ungewöhnlich variables und klangtechnisch gut eingefangenes Schlagzeugspiel, dichte und angemessen dreckige Produktion.
1916 9 1991 LZWT 4-5 5 Das abwechslungsreichste und ausgereifteste Album, produktionstechnisch fast zu glatt.
Overkill 2 1979 LFT 4-5 2 Extrem hohe Hitdichte, aber Füllmaterial am Schluss. Hemdsärmelig gespielt und (zu) roh und unausgewogen produziert.
Kiss of Death 18 2006 LZD 4-5 15 Die beste Gesangsleistung von Lemmy, spieltechnisch ist die Band -"tight" wie nie- auf dem Höhepunkt, das Songmaterial hält nicht ganz mit, dafür gibt es herausragende Gitarrensoli. Sehr druckvolle und tiefenlastige Produktion.
Bomber 3 1979 LFT 4-5 3 Mehr Hits als Füller, Gesang hörbar im Studio manipuliert. Produktion ohne rechten Punch.
Rock ’n’ Roll 8 1987 LZWT 4-5 16 Die punkige Essenz des Motörhead-Sounds ohne Schnörkel mit passender extrem roher Produktion, außergewöhnliche Spielfreude der sich perfekt ergänzenden Gitarristen.
Hammered 16 2002 LZD 4-5 17 Produktionstechnisch druckvoller und spieltechnisch besser als "We are Motörhead", aber weniger unwiderstehliches Songmaterial. Klasse Gitarrensoli.
Motörhead 1 1977 LFT 4 10 Das Debut ist etwas unausgewogen, die Band hat ihren Stil noch nicht gefunden. Enthält schon einige Hit-Klassiker.
Bad Magic 22 2015 LZD 4 11 Gesang des 69-jährigen gequält aber glaubwürdig, Eröffnungsquartett voll auf die Zwölf, der Rest wirkt wie eine Retrospektive, das unsägliche Stones-Cover am Schluss zieht das Album runter.
March ör Die 10 1992 LZWA 3-4 22 Nicht so schlecht wie sein Ruf, mehr Hard-Rock als Motörhead, produktionstechnisch (zu) aufwendig, außergewöhnlich variables und filigranes Spiel der Gitarristen, insgesamt eher untypisch. Starker Eröffnungstrack.
Snake Bite Love 14 1998 LZD 3-4 21 Fällt in die "Schwäche"-Periode der zweiten 90-er Hälfte, eine Tribal -Instrumentalpassage und ein John Lord Gedächtnis-Orgelsolo sorgen für ungewöhnliche Highlights.
The Wörld Is Yours 20 2010 LZD 3-4 12 Rückkehr zu den Wurzeln, wenig songschreiberische Inspiration, produktionstechnisch etwas roher als die drei Vorgängeralben.
Motörizer 19 2008 LZD 3-4 9 Ähnliche Qualitäten wie "Kiss of Death", aber etwas beliebiges Songmaterial.
Orgasmatron 7 1986 LZWG 3-4 4 Überproduziertes Industrial-artiges Klangbild mit künstlich herausgezogenen Solisten. Wenig memorable Songs, aber das Titelstück am Schluss entschädigt für viel Leerlauf.
Bastards 11 1993 LZWD 3-4 7 Unfassbar starkes Eröffnungsquartett, dann eine sehr ungewöhnliche Ballade (Thema: Kindesmissbrauch) und ab da zieht es sich…
Overnight Sensation 13 1996 LZD 3-4 18 Schwachbrüstiger und wenig glaubwürdiger Gesang, lasche Produktion, austauschbares Songmaterial. Der Titelsong und eine ungewöhnliche Blues-Ballade setzen die wenigen Hinhör-Akzente.
Aftershock 21 2013 LZD 3 14 Setzt auf Abwechslung, aber wirkt unausgewogen. (Viel) zu viel Füllmaterial in der zweiten Hälfte.
Iron Fist 5 1982 LFT 3 13 Das einzige Album mit Songs für die Skip-Taste.
Sacrifice 12 1995 LZWD 3 20 Mit den gleichen Schwächen wie "Overnight Sensation", aber ohne besondere Akzente. Wirkt wie eine Pflichtübung.
L= Lemmy (Gesang & Bassgitarre) / F= "Fast" Eddie Clarke, R= Brian Robertson, Z= Phil "Wizzö" Campell, W= Michael "Würzel" Burston (Gitarre) / T= Phil Taylor, G= Peter Gill, A= Tommy Aldrich, D= Mickey Dee (Schlagzeug)
Edit: Auweia ! Da hat es mir nach dem Abschicken die ganze Formatierung zusammengehauen :-(
Anmerkungen:
Overkill (1979), Bomber (1979) & Ace of Spades (1980)
Die Trias der Alben Nr. 2 - 4 gelten als große Klassiker und haben ihren Platz in den Geschichtsbüchern sicher. Der Einfluss ist in vielen Genres der modernen Rockmusik nachweisbar und zahlreiche Gruppen, die mit künstlerischen und kommerziellen Weiterentwickelungen des Stils weitaus größeren Erfolg als Motörhead verbuchen konnten, geben sie als wichtige Inspirationsquelle an. Dass es die bedeutendsten LPs sind, steht außer Frage, aber dass es wie allerorts verbreitet die besten sind, hat schon Lemmy höchstselbst angezweifelt. In seiner Autobiographie beklagte er sich darüber, dass die Fans immer nur die alten Sachen hören wollen, obwohl seine Band auch später noch "recht vernünftige" Alben herausgebracht hat.
Another Perfect Day (1983)
Das Album wurde lange Zeit von Fans und Kritikern missachtet und wurde erst spät rehabilitiert. Die herausragenden Qualitäten des neuen Gitarristen verleitete die Band dazu, es mit etwas mehr Anspruch zu versuchen und bisweilen wie eine räudige Version von Rush zu klingen. Ich finde das steht der Combo sehr gut zu Gesicht, zumal die übrigen Charakteristika, Lemmys rauher Gesang und sein charakteristisches grollendes Bass-Spiel unverändert präsent sind.
We are Motörhead (2000), Inferno (2004) & Kiss of Death (2006)
Die letzten 17 Jahre spielte die Gruppe in unveränderter Triobesetzung und zeigte sich auf einem deutlich höheren spieltechnischen Niveau als zu Anfangszeiten. Dazu wurde der Klang behutsam modernisiert, ohne die rotzige Attitüde zu opfern. Der Gipfelpunkt wurde mit Kiss of Death erreicht, allerdings hatte die Gruppe ihre seit ewiger Zeit inspiriertesten Lied-Einfälle schon auf We are Motorhead verbraten - dort allerdings noch mit etwas laschem Sound und als Band noch nicht so 100% eingespielt. Vieles da drauf hat ebenso großes Hitpotential wie die alten Klassiker. Das Songmaterial von We are Motörhead gepaart mit der Produktion und dem musikalischen Niveau von Kiss of Death wäre unangefochten auf dem Spitzenplatz. Doch das bleibt Theorie und so muss das dazwischen liegende Inferno als "Kompromiss" herhalten - freilich immer noch gut genug für den knappen Gipfel.
Bad Magic (2015)
Das letzte Album erreichte in Deutschland und in Österreich jeweils die Spitzenposition der Verkaufscharts und in der Schweiz Platz 2. Nach 40 Jahren Arbeit waren die Massen endlich konvertiert und Lemmy konnte beruhigt abtreten. R.I.P.
uhlmann (31.12.2016, 11:56): Ich höre morgen zur Feier des Tages alle 22 Motörhead-Studioalben am Stück und werde nach jedem Album einen Jack-and-Coke trinken. 15 Stunden schneller lauter Rock'n Roll und 0,88 l Whisky versprechen eine nicht alltägliche Erfahrung zu werden. Hast du dein Projekt gut überstanden? Wie war der Morgen danach?
Die beste Motörhead ist übrigens imo die Live No Sleep til Hammersmith.
Cetay (inaktiv) (31.12.2016, 14:58): Ich höre morgen zur Feier des Tages alle 22 Motörhead-Studioalben am Stück und werde nach jedem Album einen Jack-and-Coke trinken. 15 Stunden schneller lauter Rock'n Roll und 0,88 l Whisky versprechen eine nicht alltägliche Erfahrung zu werden. Hast du dein Projekt gut überstanden? Wie war der Morgen danach? Die beste Motörhead ist übrigens imo die Live No Sleep til Hammersmith. Der Morgen war kein Problem. Das setze schon so um die 8./9. Scheibe ein - da habe ich typische Kater-Kopfschmerzen bekommen. Eine Erhöhung der Dosis -zum Glück war ein Ersatzfläschchen bereit- hat es gerichtet. Verleidet hat es mir nichts, im Gegenteil. Die von mir im Vorfeld unterbewerteten "Bastards" und das titellose Debut habe ich mir am nächsten Tag gleich nochmal vorgenommen. No Sleep 'til Hammersmith läuft als Livealbum natürlich außer Konkurrenz. :times10
Jetzt:
David Bowie; Blackstar
Keith M. C. (31.12.2016, 15:52): Hallo,
ich höre nun bevor ich etwas feiern gehe:
The Rolling Stones Beggars Banquet 1968
Auch an dieser verborgenen Stelle für Klassische Musik wünsche ich allen einen Guten Rutsch und Gesundheit!
Bis dann.
Hosenrolle1 (31.12.2016, 17:54): Auf 3sat spielen sie nachher ein Konzert der Stones, falls das was für dich ist :)
LG, Hosenrolle1
Cetay (inaktiv) (03.01.2017, 16:56):
Saxon; Denim and Leather (1981)
Hach, was habe ich als snobistischer Anspruchshörer seinerzeit über diese Platte gelästert: Gitarrenriffs vom Reißbrett, Klischee-triefende Texte, Soli nicht virtuos genug, Rhythmusgitarren zu dünn und zu weit nach hinten gemischt, der Sänger zu weich für diese Musik. Heute liebe ich sie für all das.
Schostakowitsch (08.01.2017, 08:31):
Saxon; Denim and Leather (1981)
Hach, was habe ich als snobistischer Anspruchshörer seinerzeit über diese Platte gelästert: Gitarrenriffs vom Reißbrett, Klischee-triefende Texte, Soli nicht virtuos genug, Rhythmusgitarren zu dünn und zu weit nach hinten gemischt, der Sänger zu weich für diese Musik. Heute liebe ich sie für all das. Hey, Cetay, wirst Du alt oder erfahren :rofl
Cetay (inaktiv) (08.01.2017, 09:29):
Saxon; Denim and Leather (1981)
Hach, was habe ich als snobistischer Anspruchshörer seinerzeit über diese Platte gelästert: Gitarrenriffs vom Reißbrett, Klischee-triefende Texte, Soli nicht virtuos genug, Rhythmusgitarren zu dünn und zu weit nach hinten gemischt, der Sänger zu weich für diese Musik. Heute liebe ich sie für all das. Hey,Cetay, wirst Du alt oder erfahren :rofl :D Eine gewisse Altersmildheit kann ich kaum verleugnen. Meine Kids fragen in letzter Zeit des öfteren: seit wann hörst du solche Musik? Und auf die Gegenfrage, was damit nicht stimmt, kommt als Antwort: Die ist so normal.
Cetay (inaktiv) (08.01.2017, 12:13): Ach du ***. Jetzt heißt es, ganz stark zu sein. Eloy haben für März ein neues Album angedroht. Den Titel -der vermuten lässt, dass es noch viel schlimmer wird, als man sich ausmalen will- hinzuschreiben, bringe ich nicht fertig. Dass dahinter "(Part 1)" steht, verschärft die Drohung nochmals deutlich.
Da muss jetzt sofort der Kult-Klassiker herausgekramt werden:
Eloy; Ocean (1977)
:thumbsup:
Ah waaam paawfu briesss... :rofl
Schostakowitsch (08.01.2017, 18:24):
Saxon; Denim and Leather (1981)
Hach, was habe ich als snobistischer Anspruchshörer seinerzeit über diese Platte gelästert: Gitarrenriffs vom Reißbrett, Klischee-triefende Texte, Soli nicht virtuos genug, Rhythmusgitarren zu dünn und zu weit nach hinten gemischt, der Sänger zu weich für diese Musik. Heute liebe ich sie für all das. Hey,Cetay, wirst Du alt oder erfahren :rofl :D Eine gewisse Altersmildheit kann ich kaum verleugnen. Meine Kids fragen in letzter Zeit des öfteren: seit wann hörst du solche Musik? Und auf die Gegenfrage, was damit nicht stimmt, kommt als Antwort: Die ist so normal. NORMAL? "Alter", das ist der Anfang vom Ende.
Cetay (inaktiv) (08.01.2017, 21:37): Dann muss ich da schnell gegensteuern:
Unleashed; Across the Open Sea
Das bringt wieder ein paar Monate. :evil:
Keith M. C. (13.01.2017, 11:43): Hallo,
ich genieße nun:
J. Haydn The "Paris" Symphonies New York Philharmonic L. Bernstein
Nicht HIP, aber klasse!
Bis denn.
P. S. Aufgenommen in den 1960er Jahren. Also, "da das Werk zu diesem Zeitpunkt Gestalt annimmt" sehr modern. 8)
Cetay (inaktiv) (13.01.2017, 12:44): Auch wenn es nicht HIP ist, darf es trotzdem im "Klassik"-Faden gepostet werden. Dass wir Aufnahmen mit falschen Instrumenten im Hinterzimmer verstecken, wäre etwas zu viel des Doktrinarismus. ^^
Keith M. C. (14.01.2017, 11:09): Lieber Cetay,
ich hatte nur den falschen Thread erwischt und es durch die Anführung humorvoll verbessern wollen. Einen Hintergedanken in der Art eines Versteckens von Nicht-HIP-Aufnahmen mit modernen Instrumenten hatte ich nicht.
Ich höre nun:
Rolling Stones Aftermath 1966 UK-Version
Lieber Hosenrolle1,
das Konzert am 31.12.2016 konnte ich nicht sehen. Aber ich habe sehr viele Konzert-DVD mit den Rolling Stones.
Bis dann.
Hosenrolle1 (14.01.2017, 11:27): das Konzert am 31.12.2016 konnte ich nicht sehen. Aber ich habe sehr viele Konzert-DVD mit den Rolling Stones. Ah ok ... dann wird das Konzert vermutlich eh schon in deinem Besitz sein :) Zumal 3sat die Konzerte leider immer nur teilweise und nie vollständig zeigt. Ein Konzert pro Stunde, sozusagen.
ich hatte nur den falschen Thread erwischt und es durch die Anführung humorvoll verbessern wollen. Einen Hintergedanken in der Art eines Versteckens von Nicht-HIP-Aufnahmen mit modernen Instrumenten hatte ich nicht. Schon klar. Mein Kommentar kam auch aus der humorigen Ecke. :W
Vinding (15.01.2017, 23:34):
Ich merk schon früh schlafen wird heute nichts....
Vinding (16.01.2017, 02:06):
Ich merk schon früh schlafen wird heute nichts.... da hatte was mit den covern nicht funktioniert. Also noch einmal
Cetay (inaktiv) (16.01.2017, 17:46):
Outlaws; Hurry Sundown
Die Outlaws hatte ihre große Zeit in der zweiten Hälfte der 70er. Sie gehören zur Southern-Rock Szene und werden oft mit Lynyrd Skynyrd und den Allman Brothers in einem Atemzug genannt, aber das ist recht oberflächlich. Die Outlaws hatten ihren ureigenen Stil mit einem größeren Country-Anteil und sie waren deutlich virtuoser am Werk. Das ergab auf den frühen Alben abwechselnd pure Faszination oder - durch die Verwendung von allzu fröhlich-volkstümlichen Cowboy-Melodien - üblen Kitsch. Auf ihrem Drittling hatten sie diese Klippe erfolgreich umschifft und setzten auf etwas nachdenklichere Töne. Ein Quintett mit fünf Liedschreibern, vier Sängern und drei hochklassigen Leadgitarristen verspricht viel Abwechslung aber nicht unbedingt ein kohärentes Album. Doch genau das gelingt hier und als Resultat liegt eine meiner Lieblingsplatten vor. Die Gitarrenarbeit ist zum niederknien und die Lieder fressen sich unaufdringlich aber nachhaltig in die Hirnwindungen. Ein besonderes Juwel ist das von Billy Jones geschriebene und gesungene Night Wines. Der bedrückende Vortrag des leise melancholischen Textes (der auf dem Papier gar nicht so beeindruckend aussieht - immer ein Zeichen dafür, es mit einem herausragenden Sänger zu tun zu haben) gewinnt eine prophetische Wirkung, wenn man weiß, dass sich Jones später das Leben nahm. Keiner der spektakulären Fälle, die am Ruhm zerbrachen, sondern einer der wie Viele still vor sich hin litt und schließlich keinen Ausweg mehr aus seiner Depression sah.
AcomA (22.01.2017, 01:42): Hallo
I'll remember April
Modern Jazz Quartet
:engel
LG Siamak
Cantus Arcticus (27.01.2017, 15:39): Bom dia! Bei mir Musica do Brasil:
Gruss :hello Stefan
Schostakowitsch (05.02.2017, 09:15):
Cetay (inaktiv) (15.02.2017, 12:33):
Unleashed; Shadows In The Deep
Death Metal auf seine Grundformel reduziert. Man nehme 50% Black Sabbath und 50% Motörhead, haue ab und zu mit höchstmöglicher Geschwindigkeit Sechzehntel auf die Drums und stimme die Instrumente ein Paar Halbtöne herunter - inklusive der Stimme. Die gutturalen Lautäußerungen erinnern nur noch entfernt an Gesang, der ebenso künstlich ist, wie bei den klassischen Sängern - aber während mir bei letzteren lediglich die Ohren klingeln, vermag mich das Knurren und Fauchen der Todesmetaller meist zu verzücken. Eine wahrscheinlich nicht mehr kurierbare Geschmacksverirrung. :D
Cetay (inaktiv) (11.03.2017, 14:28): Vor 2491 Tagen verstarb Rony James Dio, der bis dato wahrscheinlich beste Sänger des harten und schweren Fachs. Aus diesem Anlass hörte ich im Gedenken an den Kleinen mit der großen Stimme einige Alben mit diversen Formationen, bei denen er hinter dem Mikrofon stand.
Rainbow; Rising (1976)
Black Sabbath; Heaven and Hell (1980)
Dio; Holy Diver (1983)
Heaven & Hell; The Devil You Know (2009)
Hosenrolle1 (18.03.2017, 09:39): Eines kommt zum anderen: ich sehe einen Bugs Bunny Cartoon von 1946 und schaue in der Imdb welche Songs da gespielt wurden. Darunter ein mir bislang unbekannter Song namens "Oh, you beautiful doll". Also auf YouTube gesucht und angehört - kurzer, ziemlich schlichter Text.
Dann sehe ich, dass Nancy Sinatra den Song ebenfalls interpretiert hat, höre mir das an ... was für eine Version! Da stört mich der schlichte Text gar nicht mehr :D
https://www.youtube.com/watch?v=QkKsuiiBqCA
(Das Cover der Platte ist halt Mist, war damals übrigens ein Aufreger, heute lacht man über sowas höchstens)
LG, Hosenrolle1
Cetay (inaktiv) (02.04.2017, 17:54):
Khold; Til Endes
Eine kleine schwarzmetallische Ohrenspülung. Das groovt wie die Sau, ist druckvoll produziert und die norwegische Sprache passt zu dem bösartigen Gekrächze wie die Faust aufs Auge.
Hosenrolle1 (12.04.2017, 10:57): Eine Pop-Version von "Walk the Line" von Johnny Cash, von einer Frau gesungen, von 1965? Darauf war ich gespannt, und war überrascht, wie gut die Sängerin das interpretiert. Sie kopiert dabei aber nicht Cash, sondern macht ihre eigene Version daraus, und hat eine, wie ich finde, schöne, angenehme Stimme, die auch in der Tiefe nicht schlecht klingt. (Gleich im Anschluss habe ich mir ihre - leider stark gekürzte! - Version von "House of the Rising Sun" angehört. Schade, dass sie so wenig Songs gecovert hat, das wäre interessant geworden! Was mich an dieser Cover-Version nur stört sind die unnötigen Unterbrechungen zwischen den Strophen, statt dass es, wie beim Original, fließend weitergeht.
https://www.youtube.com/watch?v=uqOjUTLDgqc
Aber die Stimme (und die Sängerin ;) ) gefallen mir!
LG, Hosenrolle1
Cantus Arcticus (20.04.2017, 12:24): Bei mir gröberes Geschütz heute:
Für mich immer noch :times10 , und das schon seit x-Jahren. Und John Petrucci ist mit seiner Technik und Musikalität für mich als Gitarrist einfach zum :down . Gruss Stefan
Falstaff (25.04.2017, 00:10): Habe mich heute mal wieder alten Erinnerungen an diese grandiose Show, die ich in Hamburg sehen konnte, hingegeben.
:hello Falstaff
Falstaff (28.04.2017, 22:59): Als Ergänzung zur reinen Previn-Gershwin-CD danach nun diese, auch um Ellas 100. Geburtstag zu feiern.
Die späte Ella, ganz intim in die Songs eintauchend, wunderbar begleitet von Andre Previn, der ein wirkliches Gefühl für den Jazz hat. :down :down :down
:hello Falstaff
Cetay (inaktiv) (18.05.2017, 23:20):
Dio; Finding the Sacred Heart: Live in Philly '86 (17. Juni 1986 @ "The Spectrum“, Philadelphia) Ronnie James Dio (Gesang), Vinny Appice (Schlagzeug), Jimmy Bain (Bassgitarre), Craig Goldy (Gitarre), Claude Schnell (Tasteninstrumente)
Diese durch endlose -unbegleitete- Instrumentalsoli und plumpe Zusammenschnitte in Form von Medleys ziemlich zerfledderte Darbietung gibt den ungeschminkten Eindruck eines Hartschaukel-Konzerts der 80er mit allen Höhen und Tiefen wieder. Ich ziehe das jeder post-produzierten Perfektionsillusion vor.
Cetay (inaktiv) (20.05.2017, 10:55):
Dio; Live in London, Hammersmith Apollo 1993 (12. Dezember 1993) Ronnie James Dio (Gesang), Vinny Appice (Schlagzeug), Jeff Pilson (Bassgitarre), Tracy G (Gitarre)
Der Maestro in absoluter Topform.
Cetay (inaktiv) (20.05.2017, 14:57):
Dio; Rainbow in the Dark: Live, (28. Dezember 1983 @ Selland Arena, Fresno, CA) Ronnie James Dio (Gesang), Vivian Campbell (Gitarre), Jimmy Bain (Bassgitarre), Vinny Appice (Schlagzeug)
Cetay (inaktiv) (05.06.2017, 07:11):
Roger Waters; Is this the life we really want?
73-jährig gibt einer der großen Liedschreiber des letzten Jahrhunderts seine Erklärung zur Lage der Menschheit ab. Ohne künstlerische Brechung und ohne Visionen und daher so wertvoll wie die Nachrichten im TV.
Jürgen (05.06.2017, 15:27):
...... so wertvoll wie die Nachrichten im TV. Wie darf ich diese Wertung verstehen?
Cetay (inaktiv) (10.06.2017, 20:55): ...... so wertvoll wie die Nachrichten im TV. Wie darf ich diese Wertung verstehen? Je nachdem, wie hoch man den künstlerischen Wert der Nachrichten im TV einschätzt. Für mich ist er gleich Null und damit ist diese Wertung negativ zu verstehen.
Vinding (17.06.2017, 23:54):
73-jährig gibt einer der großen Liedschreiber des letzten Jahrhunderts seine Erklärung zur Lage der Menschheit ab. Ohne künstlerische Brechung und ohne Visionen und daher so wertvoll wie die Nachrichten im TV. Na ja, ehrlicher als dass was Slomka, Kleber, Maischberger, erst recht Atai zur Lage der Menschheit absondern find ich es allemal, und vielleicht hat man mit 73 keine Visionen mehr und ist eher resigniert. Resignation und Wut waren die Stichworte welche mir beim ersten Anhören einiger Tracks in den Sinn kamen, aber ich müsste mich schon ausführlicher mit den bisher nur angehörten Lyrics beschäftigen um meinen ersten Eindruck zu bestätigen oder zu widerlegen (mein Englisch reicht so für 90 Prozent Verständnis bei erstem Anhören). Werde ich vermutlich deswegen nicht tun, weil ich das Album musikalisch nur mittelmäßig originell finde.
Cetay (inaktiv) (16.07.2017, 01:48):
Misery Index; The Killing Gods
Schön zum Einschlummern. :thumbup: 
Cetay (inaktiv) (16.07.2017, 02:53): Syphilic; A Composition of Murder
Ein Konzeptalbum mit Bildungsauftrag. Es geht um das Leben und Wirken des Serienmörders Carl Panzram - mit adäquaten musikalischen Mitteln illustriert. 
Ich poste gerade nichts in unserem unversteckten Geradehör-Faden, weil ich zur Zeit nur diese eine CD höre. Wer die Szene nur ein klein wenig verfolgt, wird wegen dem Coverbild, dem Namen der Gruppe und dem Titel der CD blind auf das Genre "Neo/Retro-Prog" (also etwa 70er Yes, Genesis, ELP im modernisierten Soundgewand mit Einflüssen aus anderen Genres) tippen und recht behalten, auch wenn er von dieser Band nie gehört hat. So war jedenfalls mein Tip und deshalb habe ich lange einen Bogen um die Gruppe gemacht. Nachdem ich die tollsten Wunderdinge über die Combo gelesen habe, habe ich ihr dann doch einen Versuch gegönnt und – Meine Fresse, so was Gutes ist mir schon lange nicht mehr zu Ohren gekommen. Wer die im großen und ganzen brillanten, aber mit Nerv-Faktoren versehenen Flower Kings (bisweilen langatmig und überladen), Spock's Beard (gelegentlich kitschig) und Dream Theater (manchmal prätentiös) kennt und sich vorstellen kann, wie eine exakte Mischung der 3 ohne die genannten Nerv-Faktoren klingt - und wer dies hören möchte, kann es hier tun. Als Würze gibt es einen sehr angenehmen Sänger (auch eine Achillesferse bei den Benchmark- Gruppen) in eher tieferen Lagen mit einer ganz leichten bluesig-rauchigen Note. Die Gruppe hat ein für meinen Geschmack sagenhaftes Gespür für Dramaturgie. Es gibt pathetische mehrstimmig vorgetragene Melodien, hartmetallische Einsprengsel, ultra-virtuose Instrumentalabfahrten (diesen Gitarristen muss man gehört haben), verträumte Klangflächen, Tasten-Bombast und vieles mehr. Sie bleiben exakt so lange in einem Modus, bis es anfängt an den Nerven zu zehren und wechseln dann Stimmung, Tempo, Sound und Komplexität. Alles bleibt schön kohärent, nichts wirkt willkürlich aneinandergeklatscht – die Jungs und Mädels können nicht nur spielen, sondern auch komponieren. Das ergibt eine Spannung, die über 70 Minuten nicht abreißt. Dass es sich um ein Konzeptalbum handelt, also eines, das nicht nur Lieder aneinanderreiht, sondern eine Handlung hat, ist da fast schon selbstverständlich – ebenso, dass es textlich um die essentiellen Fragen unseres Daseins geht. Großes Ohrenkino!
Cetay (inaktiv) (02.10.2017, 12:50): Heute Nacht bin ich mal wieder schier in Verzückung geraten darüber, wie sehr die Musik mein Dasein bereichert. Konkreter Anlass war das Hören zweier CDs, die bei identischer und ungewöhnlicher Besetzung zwei unterschiedliche Extreme, was Musik alles sein kann, markieren - und beide auf ihre Weise höchst beglückend sind.
Uhler/Smith/Blume; Sperrgut Birgit Uhler (Trompete), Damon Smith (Kontrabass), Martin Blume (Perkussion)
Derby Derby; Love Dance Alan Regardin (Elektrische Trompete), Sylvain Didou (E-Bass), Fabrice L'houtellier (Schlagzeug)
EinTon (06.10.2017, 14:44): Da ich mich ja z Zt wieder verstärkt mit elektronischen Musikapparaten beschäftige (siehe mein jüngster interner Thread ;-) ), höre ich mich passenderweise einmal wieder durch die erste Clicks&Cuts-Compilation des avancierten Labels "mille plateaux" durch:
Hier drei Kostproben dieses um die Jahrtausendwende enstandenen Stils der elektronischen "Populär(?)"-Musik, aus der besagten Compilation:
Mille Plateaux ging leider 2004 ein, infolge des Konkurses des Independent-Vertriebs EFA. Eine Ähnliche musikalische Linie verfolgt das bis heute existierende Label raster (bis vor kurzem raster-noton), urprünglich in den 90er Jahren in Chemnitz gegründet.
Cetay (inaktiv) (06.10.2017, 17:36): Nicht nur die musikalische Linie ist ähnlich. Die Cover-Ästhetik erinnert mich an Ryoji Ikeda und der ist tatsächlich auf dem raster Label aktiv. Vor einigen Jahren hab ich mal was zu seinem Ausflug in die "richtige" Klassik gepostet.
EinTon (06.10.2017, 19:19): Ikeda habe ich Ende 2001 mal zusammen mit Alva Noto (aka Carsten Nicolai) live gehört (im Pariser Batofar, einem Club auf einem Hausboot auf der Seine, direkt gegenüber der französischen Nationalbibliothek). Sie traten unter dem Namen "Cyclo" auf und standen gemeinsam an den Laptops. Für die Lightshow sorgte ein Goniometer:
- ein Meßinstrument, das eigentlich dazu da ist, die Stereobreite eines Signals optisch erkennbar zu machen. Die Musik war ziemlich phonstark.
Mit der von dem Duo um diese Zeit produzierten CD (bei raster-noton (archiv für ton und nichtton ;-) ) veröffentlicht):
kann man gut seine Stereoanlage auf Ihre Belastbarkeitsgrenzen überprüfen.... ;-)
Die klassischen Werke von Ikeda habe ich mir noch nicht angehört, bin aber zugegebenermaßen immer skeptisch, wenn so etwas von Leuten veröffentlicht wird, denen gänzlich der klassische Background und damit auch das handwerkliche Know-How fehlt. Aber ich will nix gesagt haben...
Falstaff (07.10.2017, 00:06): Heute mal wieder ein bisschen Jazz.
Vor allem wegen Sonny Rollins und dem sensationellen Clifford Brown.
:hello Falstaff
Cetay (inaktiv) (14.10.2017, 08:28): Ja, der Brownie. Was für ein tragisches und kurzes Leben... Meine absolute Lieblingsnummer von ihm ist Brownie Speaks.
Und jetzt angeregt durch den Stravinsky-Faden:
Magma; Mekanik Destruktiw Kommandöh
Cetay (inaktiv) (17.10.2017, 19:43):
Amorphis; Far from the Sun
Düster melancholischer Hardrock aus Finnland mit stark psychedelischem Einschlag. Amorphis begannen als Death-Metal Band, tilgten aber nach und nach sämtliche Stilelemente dieses Genres aus ihren Platten, bis auf Far from the Sun außer der morbiden Grundstimmung nichts mehr davon übrig war. Als Ersatz gibt es Einflüsse der 60er/70er beim Gesang (man nennt das glaube ich "Beatlesque") und beim Instrumentarium (Hammond, Mellotron). Nachdem sich die letzen alten Fans mit Grausen abgewandt hatten und man im Gegenzug in Finnland eine Nummer1 Chart-Position erreichte, wurde sich die Band wohl selbst unheumlich und begab sich dem Nachfolgealbum vollig überraschend wieder "Back to the Roots". Diese CD erlebt bei mir gerade eine Renaissance mit schwerer Rotation. Mein 8 Jahre altes Statement kann heute noch genau so stehen bleiben.
Falstaff (24.10.2017, 01:06): Für 'n Euro geschossen. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen.
:hello Falstaff
EinTon (01.11.2017, 01:17): Nicht Nena sondern....
...eine Aufnahme aus der Hochzeit der Clicks&Cuts-Bewegung, damals herausgebracht vom Label mille plateaux. Sehr digital, sehr abstrakt. Der Track "Equivocal" zitiert - ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt - das Thema des 2. Satzes aus Dvoraks 9. Sinfonie.
Danach noch, stilistisch nicht allzu weit weg, allerdings z T mit gesprochenem Text:
Musik vom russischen Elektronikkünstler Ivan Paclov. Bei der auf dem Cover erwähnten "Ionna" handelt es sich um ein kleines Mädchen, das am Anfang des 3. Tracks den Kindervers "Imse Bimse Spinnse" rezitiert. Track 2 ("Silence is golden") hat dagegen einen durch und durch beängstigenden Charakter, es scheint um eine Kommunikation mit einer im Sterben liegenden Person zu gehen, oder gar um eine vorsätzliche Tötung: - "with my arms around you, you never grow old" lautet jedenfalls der letzte Satz...
Cetay (inaktiv) (01.11.2017, 09:45): Heureka!! Nach jahrelanger Suche hab ich es endlich in digitaler Form gefunden. Ich hatte die LP während meiner Stundentenzeit verliehen und nie wiedergesehen. Einige Themen und Szenen spukten bis in die Gegenwart hinein immer wieder in meinem Hirn herum, obwohl ich das um die 30 Jahre lang nicht mehr gehört habe. Da behaupte noch einer, der Free-Jazz könne nichts Einprägsames hervorbringen.
Source: https://www.discogs.com/release/1960539 Discogs.com owned and operated by Zink Media, Inc.
Giorgio Gaslini; Fabricca Occupata Jean-Luc Ponty (Violine), Steve Lacy (Sopransaxophon), Harry Becket (Trompete), Tony Oxley (Schlagzeug), Gianni Bedori (Flöte, Tenorsaxophon), Bruno Tommaso (Kontrabass), Paul Rutherford (Posaune), Giorgio Gaslini (Klavier, Komposition)
Das ist so unfassbar g**l - heute wie damals. :leb Wenn die jeweiligen Solisten einsetzen, sind Gänsehautmomente garantiert. Was war diese Truppe gut drauf an diesem Tag. Die Scheibe müsste eigentlich zig Wiederauflagen auf CD erlebt haben und in allen einschlägigen Polls weit vorne zu finden sein. Aber mit dieser Meinung stehe ich wohl alleine da. Das gibt es lediglich -aber immerhin- im Rahmen der chronologischen Gesamt-Ausgabe des Gaslinischen Oeuvres. Gaslini komponiert übrigens auch "klassisch" und das ist dieser Produktion deutlich anzuhören. Dass die freien Exkursionen von einem komponierten Rahmen ausgehen und immer wieder dort einfangen werden, potenziert die Wirkung nochmals.
Cetay (inaktiv) (05.11.2017, 09:09): Ich hab ewig lange nicht mehr Cannibal Corpse gehört; sie zählten nie zu meinen favorisierten Death-Metal Bands. Seit vorgestern gibt es ein neues Album und aus diesem Anlass hab ich mal wieder ein Ohr riskiert. Meine Fresse, das ist um Längen besser als alles, was ich von dieser lustigen Truppe bislang gehört habe. Wie immer voll auf die 12, aber hier und da gespickt mit kleinen Widerhaken, die der Ermüdung vorbeugen. Besser kann man das nicht spielen und produzieren. Vielleicht ist das fast schon einen Ticken zu perfekt, denn bei aller objektiven Begeisterung für die Musik will sich die letzte Euphorie nicht einstellen.
Cannibal Corpse; Red Before Black
Cetay (inaktiv) (04.12.2017, 23:24):
Death; Scream Bloody Gore
Ein regelmäßig gern gehörtes Zeugnis der Suche nach immer extremeren Ausdrucksformen in der (Metal-)Musik der 80er.
Falstaff (13.12.2017, 21:55): Miles Davis 1963 in Juan-les-Pins:
:hello Falstaff
Falstaff (13.12.2017, 21:57): Und danach, irgendwie ziemlich regelmäßig:
U.a. mit Clifford Brown.
:hello Falstaff
Cetay (inaktiv) (31.12.2017, 11:23):
Organized Chaos; Divulgence Bojan Kvočka (Bassgitarre), Benjamin Lechuga (Gitarre) David Maxim Micić, (Tasteninstrumente, zusätzliche Gitarren), Milan YEQY Jejina (Schlagzeug), Vladimir Lalić (Gesang)
Die Besonderheit dieser vielseitigen, im Metal verwurzelten Gruppe ist Vladimir Lalić: Er ist ausgebildeter Opernsänger. Das heißt nicht, dass Belcanto-Schmalz oder Heldentenor-Geschmetterte zu befürchten wäre, aber die hier gebotene vokale Bandbreite hört man im harten Fach nicht oft. Texte, Musik und Arrangements (alles auch von Lalić) lassen ebenfalls keine Wünsche übrig. Ein echter Höhe-Hammer zum Jahresende.
Cetay (inaktiv) (01.01.2018, 01:58): Ich beginne das Jahr mit einem meiner absoluten Lieblingsalben, dessen Titel ich mir zum Lebensmotto für 2018 machen werde:
Slayer; Show no Mercy
Sfantu (06.01.2018, 22:38):
Omega - Öt (LP, Pepita (Hungaroton), 1973)
Ungarischer Prog-Rock vom Feinsten! Ein Zufallsfund/Blindkauf (für schlappe 5,- Franken von 'nem staubigen Stapel gezogen). Zwar verstehe ich so gut wie kein Wort (& vertraue/hoffe auf die politische/ethische Korrektheit der Texte). Aber allein das wäre mir schon Grund genug, sie zu lieben: In der Muttersprache zu singen, statt - wie es alle Welt damals wie heute tun zu müssen glaubt - in mehr oder weniger schlechtem Amerikanisch. Beim nächsten Budapest-Besuch zu Pfingsten weiss ich jedenfalls, wonach ich im Antiquariat abseits der Klassik stöbern kann...ich will unbedingt mehr von Omega!!! Laut Wiki markiert das Album den Übergang der Gruppe vom gitarrenzentrierten Rock zum Space Rock. Mir macht es ganz einfach unbändigen Spass: kein 0815-Geschwurbel sondern Innovation & Überraschungen der beglückenden Art! Guter, satter Stereo-Sound.
Als Begleitung/zur Vervollkommnung des Genusses fliessen - durch Cetay inspiriert - feine Craft-Biere: San Servolo crvena (rot) & San Servolo zlato (gold). Zugegegbenermassen ohne besonders glänzende Öko-Bilanz: im Sommer-Urlaub aus Kroatien mitgebracht, aus der kleinen, feinen, regional vermarktenden Brauerei San Servolo in Buje/Istrien. Süffige, kräftig-vollmundige Wonne-Gewässer...
Cetay (inaktiv) (06.01.2018, 22:52): :beer
Cetay (inaktiv) (07.01.2018, 09:03):
Ungarischer Prog-Rock vom Feinsten! Ein Zufallsfund/Blindkauf (für schlappe 5,- Franken von 'nem staubigen Stapel gezogen). Zwar verstehe ich so gut wie kein Wort (& vertraue/hoffe auf die politische/ethische Korrektheit der Texte). Aber allein das wäre mir schon Grund genug, sie zu lieben: In der Muttersprache zu singen, statt - wie es alle Welt damals wie heute tun zu müssen glaubt - in mehr oder weniger schlechtem Amerikanisch. Die italienischen Progrocker haben es ebenso gehandhabt. Der muttersprachliche Gesang ist meist ziemlich theatralisch und man scheut sich bei aller kompositorischen Komplexität nicht vor mediterraner Melodieseligkeit, die sich gelegentlich dem Schlager gefährlich annähert. Durch diese Alleinstellungsmerkmale wird der 70er Italo-Prog heute als eigenes Subgenre wahrgenommen. Ich höre daraus jetzt eine der größten Platten:
Auf dem Etikett steht: Eines der stärksten Biere der Welt. Dazu passt dann eines der härtesten und schwersten Musikalben der Welt:
Devourment; Molesting the Decapitated
Ich habe lange gezögert, ob ich mich als Liebhaber der musikalisch, textlich und in puncto Coverkunst allerextremsten Unterarten des Death Metal und Grindcore outen soll. Aber nachdem ich neulich im Sängerinnen-Thread erfahren durfte, mit welch krankem Zeugs sich Opernaficionados beschäftigten (Salome!) kommt mir diese Vorliebe nicht mehr so abseitig vor. Man stelle sich einfach vor, das auf dem Cover ist der Rest von Jochanaan und schon wird R. Strauss zum Godfather des Brutal Slam Death Metal. :thumbup:
Sfantu (12.01.2018, 18:57):
Stefan Stoppok - Happy End im Lala Land (1994)
Nach 'ner schlauchenden Woche ist Entspannung angesagt: Ordentlich Schalldruck für die Anlage mit fettem, bluesigem, tanzbarem Sound. Besonders "Dumpfbacke" & "...lieber nochmal drüber nach" gehörten zu unserem Party-Stammrepertoire Mitte der 90er, kurz bevor die linksstudentische Szene, die Handwerkskollektive & die Kultkneipen in der Dortmunder Nordstadt ausstarben &, wer mochte (& sich's leisten konnte), ins hippe & schickere Kreuzviertel umzog. Nur einer der traurigen Aspekte der Traditionsvergessenheit meiner Heimatstadt...aber egal:
Als ich gerade zu den lange nicht mehr gehörten Zeilen aus "Dumpfbacke" abtanzte, musste ich doch ausgiebig schmunzeln:
Ein Kritiker, der Kritik nicht verträgt, Der Noten verteilt & seine Gründe unterschlägt. Hallo Milchgesicht, fährst dein' Porsche zu Brei? Na, egal, der Papa zahlt ja, Der hat 'ne Molkerei.
Na? Welchem gemeinsamen Bekannten ist das wohl geradezu wie auf den Leib geschnitten, liebe Mitleidenden...?
Cetay (inaktiv) (13.01.2018, 12:37):
Epicardiectomy; Abhorrent Stench of Posthumous Gastrorectal Desecration
In ordentlicher Lautstärke... Mal sehen, wann die Nachbarn auf den Plan gerufen werden, weil sie denken, hier finden Dinge statt, wie sie in den Gesängen des Maldoror beschrieben werden.
Sfantu (13.01.2018, 23:50): Die italienischen Progrocker haben es ebenso gehandhabt. Der muttersprachliche Gesang ist meist ziemlich theatralisch und man scheut sich bei aller kompositorischen Komplexität nicht vor mediterraner Melodieseligkeit, die sich gelegentlich dem Schlager gefährlich annähert. Durch diese Alleinstellungsmerkmale wird der 70er Italo-Prog heute als eigenes Subgenre wahrgenommen. Ich höre daraus jetzt eine der größten Platten:
Banco Del Mutuo Soccorso; Io Sono Nato Libero Habe es heute in voller Länge gehört - via PC, leider nicht in HiFi. Mein Eindruck: Faszinierend, sehr speziell. Melodiebetont, verspielt, emotional, eigen... Was mir ein wenig fehlt, ist eine gewisse Härte, ein gewisser Drive. Es kommt alles ausgesprochen lyrisch & introspektiv daher. Manches lässt mich an Angelo Branduardi oder Grobschnitt denken, wären da nicht diese jähen Hakenschläge ins Skurrile & Abgedrehte. Insgesamt eine einzigartige Mischung, die sich in keine der gängigen Schubladen stopfen lässt...
Meine ungarischen Rocker sind da doch aus gröberem Holz, muss ich sagen.
Heute ausserdem ein seit letztem Sommer wartendes Projekt: das 2 LP-Konzeptalbum "Cantofabule" der rumänischen Prog-Rocker "Phoenix" auf Minidisc aufzunehmen & editorisch fein zu filettieren: Schnitt, Benennung, Gestaltung.
Phoenix - Cantofabule (Electrecord, 1975)
Es geht um allerlei Tier-& Fabelwesen & deren jeweilige Wesensarten. Der Stil ist eine Spur stringenter & lauter als bei "Omega". Experimentelle elektronische Klänge wechseln sich ab mit Hardrock, Folk-Einflüssen (teils rumänisch, teils englisch > Jethro Tull lässt hie & da grüssen) & gelegentlichen Spässen in Richtung Klassik-Verballhornung.
Die Band (sich zeitweise auch "Transsylvania-Phoenix" nennend - wohl, um Verwechslungen mit gleichnamigen Gruppen zu vermeiden) existiert in wechselnden Formationen seit 1962 & geniesst in Rumänien Kultstatus. Sie hat den besseren, stimmgewaltigeren lead singer als Omega. Ausserdem ist das Rumänische ungleich geschmeidiger & sanglicher als das Ungarische & ich kann dem Ganzen in groben Zügen folgen, da ich etwas Rumänisch kann - auf Ungarisch dagegen nur grüssen, danken & Bier bzw. Glühwein bestellen.
Mulțumesc și noapte bună, Sfântu
EinTon (14.01.2018, 00:58):
Omega - Öt (LP, Pepita (Hungaroton), 1973)
Ungarischer Prog-Rock vom Feinsten! Ein Zufallsfund/Blindkauf (für schlappe 5,- Franken von 'nem staubigen Stapel gezogen). Zwar verstehe ich so gut wie kein Wort (& vertraue/hoffe auf die politische/ethische Korrektheit der Texte). Aber allein das wäre mir schon Grund genug, sie zu lieben: In der Muttersprache zu singen, statt - wie es alle Welt damals wie heute tun zu müssen glaubt - in mehr oder weniger schlechtem Amerikanisch. Wobei es auch sein kann, dass damals im kommunistischen Ungarn sprachliche Vorgaben herrschten - so jedenfalls in der DDR, wo Bands, (oder zumindest solche, die einen Plattenvertrag/eine Auftrittserlaubnis haben wollten) auf Deutsch singen mussten. Von den Omega-Alben gibt meines Wissens zumindest auch englischsprachige Versionen - wohl für den ausländischen, speziell den westlichen Markt.
Was progressive Rockmusik (im weiteren Sinne) angeht, kann ich im Bezug auf muttersprachliche Texte noch auf Dunaj (Tschechisch), After Dinner (Japanisch), Eskaton (Französisch), Anglagard (Schwedisch (auf dem 1. Album)) und K.U.K.L. (Isländisch, mit der jungen Björk als Sängerin) verweisen.
Sfantu (14.01.2018, 08:57): Hallo EinTon,
danke für die Infos & Tipps! LG, Sfantu
Cetay (inaktiv) (14.01.2018, 12:57): Wenn einerseits fehlende Härte (die allen 70er-Italo-Prog-Bands gemein ist) als Mangel empfunden und andererseits Romaniaphilie bekundet wird, dann muss ich auf Negura Bunget aufmerksam machen. Sie begannen als reine Schwarzmetall-Combo, aber fuhren den Anteil über die Jahre zurück, um Raum zu schaffen für transsylvanische Folklore und atmosphärischen Ambient. Auf dem Album Virstele Pamintului sind diese Ingredienzien perfekt ausbalanciert und kohärent zusammengefügt. Auch wenn ich von den Texten nichts verstehe, so schlägt sich deren Beschäftigung mit transsylvanischer Spiritualität, mit dem Einfluss des mystischen Naturerlebens auf den Glauben -an verschiedene Realitätsebenen, Unsterblichkeit und die Wirksamkeit von Ritualen- in einer einzigartigen Atmosphäre nieder, die nicht beschrieben werden kann, sondern erhört werden muss. Der bisweilen eingesetzte gutturale Gesang könnte freilich für manchen ein No-Go sein, aber einen Versuch sollte man diesem außergewöhnlichen Album dennoch gönnen.
Sfantu (14.01.2018, 18:15): Astreine Empfehlung, Cetay! Die Appetithappen im Netz gefallen mir. Bin in der 1. Februarwoche wieder bei den Vampyren - da werd' ich dann gezielt suchen (am liebsten natürlich Vinyl...).
Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur New Wave of British Heavy Metal in den frühen 80ern. Allen Unkenrufen zum Trotz blieb dies kein kurzfristiger Trend sondern ist heute noch aktuell. Im glorreichen September 2015 waren 3 Wochen hintereinander drei verschiedene Heavy Metal Alben auf Platz 1 in den sonst von Müll dominierten offiziellen Verkaufscharts in Deutschland.
Cetay (inaktiv) (21.01.2018, 09:49):
Disgorge; Consume the Forsaken (2002)
Nicht ganz exakt Belcanto und inhaltlich leicht politisch unkorrekt - aber man versteht man bei dem Gegurgel eh kein Wort. Spieltechnisch ist das brutale Gebolze allerdings blitzsauber dargeboten.
Ein Vergleich mit der Scheibe eins weiter oben ist ein Beispiel für die Verschiebung der Wertemaßstäbe (mancher sieht es als Verfall). Eine Band wie Judas Priest wurde seinerzeit als Bedrohung für das Wohl der Jugend angesehen und war Klagen und Zensurattacken ausgesetzt. Heute ist das Mainstream, zu dem Omis mit den Fingern schnippen und es braucht schon Kaliber wie Disgorge, um wenigstens ein Kopfschütteln zu ernten.
Cetay (inaktiv) (03.03.2018, 11:35):
Was den Extrem-Metal der 80er und frühen 90er angeht, sind meine Lieblingsalben allesamt Debutalben. Allen diesen Debuts gemein ist, dass sie spieltechnische Mängel, wenig ausgereiftes Songwriting, unvollständig entwickelte Eigenständigkeit und eine lausige Prodktionstechnik aufweisen. Aber das wird durch eine einzigartige Atmosphäre mehr als kompensiert. Die Aufbruchstimmung, die Lust am Vorstoß in immer neue Gefilde von Härte, Geschwindigkeit und Aggression kommt auf den Debuts einfach ungefiltert rüber, bevor nach dem ersten Erfolg die Plattenfirmen mitzureden begannen. Das half zweifellos der Qualität, aber eben auf Kosten der Atmosphäre.
Meine Top 5 aus der Ecke (alles Debuts) :
Venom; Welcome to Hell Slayer; Show no Mercy Kreator; Endless Pain Death; Scream Bloody Gore Deicide; Deicide
\m/
Cetay (inaktiv) (06.03.2018, 08:16):
Pat Metheny Group; Quartet
EinTon (06.03.2018, 15:17): Pat Metheny Group; Quartet
Stark finde ich hier insbesondere den Anfang von "Dismantling Utopia", mit dem mikrotonal verstimmten Pattern. Schade, dass die Band dieses Konzept nicht den ganzen Track durchgehalten hat sondern der "Groove" alsbald abbricht.
Bei gerade zappaesk angehauchter Ami-RIO, von dem leider in Auflösungsgefahr bestehenden Washingtoner Cuneiform-Label:
Cetay (inaktiv) (06.03.2018, 17:35): Pat Metheny Group; Quartet Stark finde ich hier insbesondere den Anfang von "Dismantling Utopia", mit dem mikrotonal verstimmten Pattern. Schade, dass die Band dieses Konzept nicht den ganzen Track durchgehalten hat sondern der "Groove" alsbald abbricht. Ich finde, dass das Album zu Unrecht zu den schwächeren gezahlt wird. Gerade die Experimente und das Skizzenhafte machen für mich den Reiz aus.
EinTon (06.03.2018, 17:45): Ich finde, dass das Album zu Unrecht zu den schwächeren gezahlt wird. Gerade die Experimente und das Skizzenhafte machen für mich den Reiz aus. Ich wusste gar nicht, dass "Quartet" bei Kritikern/Hörern so schlecht abschneidet. Mir sind eher Leute bekannt, die die orchestral anmutenden Keyboardsounds auf vielen Metheny-Alben nicht besonders mögen, und die sind auf diesem fast rein akustischen Album ja gerade nicht zu hören.
Sfantu (07.03.2018, 20:07):
Omul cu șobolani - 20 de ani
(CD, 2017)
@ Cetay: nein, die Vampire haben mich nicht gebissen - die wollten mehrheitlich nur kuscheln. Die transsylvanische Frau Holle & die von ihr ausgeschüttelten Grippe-Viren waren da leider weniger zimperlich.
Negura Bungets Untiefen waren mir (noch?) nicht geheuer genug, drum verschlug es mich am Ende zu Omul cu șobolani (= "Mensch mit Ratte"). "20 de ani" ist - wie der Titel halt sagt - eine Art Best Of aus 20 Jahren (die Band besteht seit 1997): eine Mischung aus Indie, Punk & Schwermetall, die mir ausgesprochen gut gefällt. Von den Texten verstehe ich wiederum etwa 20 bis 30%. Meine Freundin sagt allerdings, sie seien irgendwas zwischen symbolistisch & sinnlos - eine Art kryptischer, mehrdeutiger& angekiffter Philosophie.
Als Vinyl-Besessener bin ich es gewohnt, mehr auszugeben als für das gleiche Album auf CD. Bei einem Verhältnis von 159,- zu 39,- Lei (also von knapp 40,- zu knapp 10,- Euro) zwischen der Doppel-LP & der CD war mir die Sache allerdings zu bunt & ich hab'mich am Ende für die Silberscheibe entschieden.
Cetay (inaktiv) (16.03.2018, 11:47): Vor dem Abflug nach Asien:
Jan Garbarek; Madar Jan Garbarek (Tenor- & Sopransaxophon), Anouar Brahem (Oud), Ustad Shaukat Hussain (Tabla)
Sfantu (19.03.2018, 22:38):
Frank Reemer - Second Thought. Konzert für Stimme & Orchester Nr. 1
Frank Reemer, Gesang & ein Studio-Orchester + Background-Chor - Dirigent: Gerard Stellard (LP, VISCO, 1977)
Einem neckischen Etiketten-Schwindel bin ich da aufgesessen! Dieses Wochenende aus Amsterdam mitgebracht hatte ich diese Platte. Ich fragte mich: die Edition Peters hat auch LPs herausgebracht???!!! Zu hören ist ein schmieriger Plastik-Pop der 70er, den man allenfalls als Party-Hintergrund Gästen mit dem passenden Humor zumuten darf. Eine x-beliebige Liebesgeschichte wird im - in den stärkeren Momenten - James-Last-Sound-Gewand präsentiert. Andere Vergleiche stehen mir nicht zu Gebote, da ich diesen seichten Fahrstuhl-Stil zu wenig gut kenne. Immerhin gibt es zweierlei, das einen gewissen Sammlerwert legitimiert:
- Im Abschnitt "Without Words" doppeln die backing vocals den recht schmalbrüstigen Sänger beim jeweiligen Reimwort am Ende jeder Phrase auf parodistische Art im Stile quäkender Muppets-Figuren & sorgen so wenigstens für einen kleinen ironischen Bruch in dieser kitschgetränkten Story.
- Die B-Seite ist unbespielt, dafür aber mit einem typisch abgespaceten 70er-Jahre Motiv im Stile von Bitches Brew beklebt. Man darf sich abermals als getäuscht ertappen - in dem Glauben, es mit einer echten Picture Disc zu tun zu haben...
Prädikat: Unbedingt vermeiden! Es sei denn, man hat ein ausgeprägtes Faible fürs Abseitige...
Cetay (inaktiv) (22.04.2018, 09:52):
Possessed; Seven Churches
Leichte Unterhaltung zum Sonntagmorgenkaffee. Ein Schlüsselalbum für die Entwicklung des Extrem-Metal in der zweiten Hälfte der 80er.
EinTon (30.04.2018, 19:03): Eben gehört: Zavoloka & AGF - Nature Never Produces The Same Beat Twice.
50 radikale IDM-Tracks von jeweils ca. einer Minute Spieldauer. Produziert von 2 ambitionierten Elektronikerinnen aus Deutschland und der Ukraine. ;)
Cetay (inaktiv) (03.05.2018, 13:59): Eben gehört: Zavoloka & AGF - Nature Never Produces The Same Beat Twice. Aus dem Titel schließe ich ungehört, dass die beiden nicht zu den Vertretern des repetitiven Minimalismus gehören. :P Das klingt sehr interessant. Ich habe es gerade bei Spotify heruntergeladen und führe mir das bei Gelegenheit zu Gemüte.
EinTon (03.05.2018, 22:42): Aus dem Titel schließe ich ungehört, dass die beiden nicht zu den Vertretern des repetitiven Minimalismus gehören. Der Titel verspricht ein wenig zuviel: es kommen schon repetitive Muster vor, allerdings werden diese (auch innerhalb der Minitracks) meist nicht sonderlich lang durchgehalten. Clubkompatibel ist diese Musik definitiv nicht.
Cetay (inaktiv) (04.05.2018, 07:18): Aus dem Titel schließe ich ungehört, dass die beiden nicht zu den Vertretern des repetitiven Minimalismus gehören. Der Titel verspricht ein wenig zuviel: es kommen schon repetitive Muster vor, allerdings werden diese (auch innerhalb der Minitracks) meist nicht sonderlich lang durchgehalten. Clubkompatibel ist diese Musik definitiv nicht. Ich habe es gerade gehört. Einwandfreier Tip, Danke! Das ist geau meine Kragenweite und bleibt zum Wiederhören in der Offline-Bibliothek gespeichert. Die vielen zerhackten Vocal-Samples, die für meine Ohren ein Bindeglied zum House darstellen, auf der einen und manche an Tape-Experimente von Cage und Varèse gemahnende Passagen auf der anderen Seite: da ist alles drin was man braucht. :thumbsup:
EinTon (05.05.2018, 23:16): Danke für die Rückmeldung, Cetay! :)
Du kannst Dir ja auch mal die "Beatnadel" von AGF Solo anhören, die ist ebenfalls sehr hörenswert:
Cetay (inaktiv) (08.05.2018, 06:41): Momentan dominieren in meinen Lautsprechern die etwas dumpferen Geschütze.
Manowar; The Triumph of Steel
Ich habe um diese Gruppe immer einen großen Bogen gemacht. Sie vertreten mit voller Überzeugung wirklich jedes blöde Klischee, das Außenstehende mit Heavy Metal in Verbindung bringen. Und sie berufen sich auf Wagner. Das tut allerdings der musikalischen Qualität keinen Abruch. Beeindruckend insbesondere der Sänger, der mühelos durch diverse Oktaven navigiert und der Bassgitarrist, der mit seinem höhergestimmten Instrument effektvoll mitgestaltet. Und bei den epischen Stücken, die bis zu 30 Minuten dauern, kommt in der Tat opernhafte Atmosphäre auf. Ich bin äußerst positiv überrascht.
Cetay (inaktiv) (09.05.2018, 08:04):
Maowar; Sign of the Hammer
Die Überraschung weicht der Begeisterung. Wenn man auf beiden Alben die schwächeren Titel abziehen und aus dem Rest ein Album machen würde , käme ein Kandidat für meine Metal-Top-10 heraus. Da hab ich -im Bezug auf unsere neuliche Diskussion- Künstler und Werk nicht getrennt und das deshalb lange übersehen.
EinTon (21.05.2018, 17:48): Eben gehört: Kunsttechno vom renommierten Chemnitzer raster-Label:
Cantus Arcticus (28.05.2018, 11:28): Hallo Zusammen Bei mir ein wahrlicher Leckerbissen:
Grüsse :hello Stefan (aus der Arbeitssenke auferstanden)
Falstaff (27.06.2018, 23:40): Nachdem ich ein Porträt über Sammy Davis jr. gesehen habe, musste es mal wieder diese CD sein:
Weit entfernt vom Las-Vegas-Spektakel hier ein ganz stiller Sammy Davis jr. nur mit Laurindo Almeida an der Gitarre. Großartig!
:hello Falstaff
Falstaff (06.07.2018, 22:40): Meine Güte, wie lange nicht gehört.
Eine unglaubliche künstlerische Übereinstimmung. Die passten zusammen wie Ar... auf Eimer. :thumbsup:
:hello Falstaff
Falstaff (06.07.2018, 22:42): Zwischendurch musste das nochmal in den Player rein:
Für mich schlichtweg die beste Zusammenarbeit der beiden, die ich kenne. :down :down :down
:hello Falstaff
Falstaff (09.07.2018, 01:17): Ich mag Branford Marsalis ja sehr gerne und auch diese Scheibe konnte ich gut hören.
Aber trotzdem trifft mich das Original von John Coltrane in seiner Radikalität, Unbedingtheit und geradezu existentieller Notwendigkeit mehr.
Aber vielleicht bin ich da auch voreingenommen, ist doch John Coltrane einer meiner musikalischen Hausgötter. :D