Falstaff (05.08.2018, 22:52): Da ich gerade die 1. Staffel ausgeliehen bekam, muss ich meine Hitchcock-Wochen wohl noch weiter unterbrechen.
So richtig begeistert es mich noch nicht. Die Fälle finde ich nicht so richtig gut konstruiert, an sie muss man sich wirklich gewöhnen und Humor, gerade diesen typisch englischen, unterschwellig, skurril, mit leichter Hand serviert, suche ich irgendwie vergebens. Aber immerhin spielt es in Newcastle und Yorkshire und das weckt einfach einen Haufen Erinnerungen.
:hello Falstaff
Cetay (inaktiv) (16.08.2018, 18:21): Gerade läuft nichts, aber für heute Abend habe ich mir als Begleitung zu ein paar Gläschen Whisky das hier zur Zweitbegutachtung vorgenommen:
Ich sitze ganz selten vor der Mattscheibe und als Grund dafür kann ich wiederholen, was ich im Lesethread gesagt habe. Hat man mal zusammenhängend ein paar Stunden für sich zuhause Zeit, dann müssen erst mal Grundsatzfragen geklärt werden. Lese ich ein Buch, schaue ich einen Film oder höre ich Musik? Meist entscheide ich mich für Musik...
Wenn es mal ein Film sein soll, dann darf es gerne Nippon-Horror sein. Die eigentlich ungenießbare Mischung von Philosophie mit extremer Gewalt, die sich im diesem Genre immer wieder zeigt, finde ich faszinierend. Während feinsinniger Horror mehr andeutet als er zeigt und sich das Grauen erst im Kopf des Zusehers manifestiert, nimmt Takashi Miike den Weg ins andere Extrem. Er zeigt so direkt und übertrieben, dass es über stilisiert wirkt und dadurch Faszination unter das Grauen schmuggelt. Ich spekuliere mal haltlos, dass Manchen, die einen solchen Film nicht durchstehen, einfach vor ihrer eigenen Faszination graut - ich finde das jedenfalls hochgradig verstörend. Es dauert freilich sehr lange, bis sich die unfassbar kalte Gewalt entlädt. Davor werden die Charaktere glaubhaft und vielschichtig eingeführt. Ein Mann sucht nach dem Tod seiner Frau eine neue Beziehung und fingiert zum Kennenlernen ein Vorsprechen für Schauspielrollen. Dem lange gewöhnlich vor sich hin mäandrierenden Handlungsstrang wird ganz langsam der Boden entzogen, bis surreale Elemente nach und nach die Oberhand gewinnen. Am Ende weiß man nicht mehr was Traum, Wahn oder Realität ist und ich will es auch gar nicht wissen. Ich kann es nicht leiden, wenn ich nach dem Ende eines Films gefragt werde, wie ich das jetzt interpretiere oder noch schlimmer auf vermeintliche Logiklücken aufmerksam gemacht werde. Die Nachwirkung ist viel besser, wenn man das für sich selbst offen lässt. Das ist sicher kein gewöhnlicher Film, wie alles von Miike, das ich kenne. Mal sehen, vielleicht lege ich Miike-Tage ein. Für Wochen reichen die drei DVDs in meiner Sammlung dann doch nicht... ;)
putzcilly (30.11.2018, 14:24): Also wirklich Fernsehen tue ich eigentlich nicht, dafür nehme ich lieber Netflix, da bin ich dann auch nicht so an irgendwelche Sendezeiten gebunden.
Cetay (inaktiv) (08.02.2019, 18:17): Ich habe auf einem Langstreckenflug den Film Whiplash gesehen. Das einzige, was ich darüber gelesen habe, war die Kurzbeschreibung im Bordprogrammheft: A young drummer (MIles Teller) finds himself challenged by an instructor (J.K. Simmons) known for his terrifying methods. Das reicht völlig aus. Mehr muss, mehr soll, mehr darf man nicht wissen. Jede Synopsis, jeder Trailer, jede vorab gelesene Kritik wecken Erwartungen, schaffen Voreingenommenheit und setzen Spoiler. Die Wirkung verflacht. Das gilt freilich für jeden Film. Die allerbesten waren die, über die ich im Vorfeld absolut nichts wusste. Musik, insbesondere Jazz zu mögen, ist als Vorrausetzung freilich nicht verkehrt. Ich habe, nachdem ich ebenso in innerlicher Aufruhr wie paralysiert den Abspann angestarrt habe, sofort nochmal von vorne angefangen.
Warum poste ich einen Filmtipp, wenn ich nichts darüber schreiben will? Weil hiermit erklärt ist, warum ich jetzt mal für eine gute Weile für die Klassik verloren bin. Jazz muss es sein.
satie (08.02.2019, 20:21): Ich fand den Film cool, wenn auch einiges furchtbar überzeichnet und manches musikalisch blödsinnig ist. Aber allein Simmons' Leistung macht den Film sehenswert. Ich müsste ihn mir tatsächlich auch gleich zweimal anschauen. Und ja, der Film kann das Feuer für Jazz trotz allem entfachen!
MaJu1997 (20.05.2019, 12:49): Ich zappe immer - und meistens erfolglos - durch sämtliche Kanäle, auf denen vielleicht mal mehr Musik kommt. Wo sind die ganzen Sendungen abgeblieben? Ist Musik so unwichtig geworden?
Krombacher (24.05.2019, 23:29): Ich zappe immer - und meistens erfolglos - durch sämtliche Kanäle, auf denen vielleicht mal mehr Musik kommt. Wo sind die ganzen Sendungen abgeblieben? Ist Musik so unwichtig geworden? Das habe ich auch schon gemerkt, die Musik ist unwichtig geworden :(
Klassiknerd (28.02.2021, 10:35): Sie weiß von dir - Serie
Jetzt bin ich gerade auf dieses Thema gestoßen. Scheint nicht so beliebt hier zu sein. Mal schauen. Ich oute mich bei der Gelegenheit als Serien- und Filmjunkie. Also nicht nur auditiv, sondern auch visuell unterwegs. Letzteres allerdings eher zur Unterhaltung und oft ohne Anspruch an die ganz große Kunst.
Obige Serie läuft gerade bei mir. Bin noch nicht durch. Die Geschichte entwickelt sich vielversprechend, zumindest für Thriller-Freunde. Das Ende soll eine große Überraschung bereit halten......
aiel (03.03.2021, 17:29): Hm, was schaue ich eigentlich?
Mo-Fr.: Wer weiss denn sowas, ARD Sa.: Sportschau, ARD So.: Doppelpass, Sport 1
Ansonsten Snooker auf Eurosport, naturwissenschaftliche Dokus auf arte, Phoenix, 3Sat oder den Dritten, manchmal Wiederholungen von "Mord mit Aussicht" in den Dritten, Star Trek oder Stargate auf Tele5.
Retrobrain (04.06.2022, 08:16): Huch, der Thread braucht eine Wiederbelebung. Im Moment habe ich ein paar Eisen im Streamingfeuer: Obi-Wan als Star Wars Veterane Severance - abgedrehte Geschichte. Mal sehen, worauf das hinausläuft Die 3. Staffel „The Boys“ Love, Death and Robots Ozark :D
PixelPiet (14.08.2022, 10:52): Bei mir läuft zZ "Sandman". Eine Netflixproduktion über einen Gott der Träume. Will jetzt aber auch nicht zu viel spoilern, schaut einfach mal rein, wenn ihr auf ein wenig Fantasy und Drama steht
Retrobrain (15.08.2022, 07:42): Hallo. Sandman soll eine Verfilnung des Romans von Neil Gaiman darstellen. Trifft sie denn?
Das Lied von den zwei Pferden von 2009, filmische Begleitung der mongolischen Sänger- und Musikerin Urna Chahar-Tugchi, auf einer Reise und Suche durch ihre Heimat Regie: Byambasuren Davaa (mongolische Filmemacherin, bekannter vielleicht von der Geschichte vom weinenden Kamel)
Konnte Urna einmal live singen hören, 2003, auf einem Burgfest und sie hat mit ihrer Stimme bei den Proben entweder eine Fensterscheibe komplett zum Zerspringen gebracht oder Risse hinein, ich weiß nicht mehr genau. Ihr Auftritt war wunderschön und ich habe vorhin auch nochmal in eine CD von ihr hinein gehört.
MichaelWalter (28.08.2022, 17:21): Ich bin wieder im GOT Hype. Freue mich schon auf weitere Folgen von House of the Dragon