Was lese ich gerade?

Falstaff (06.08.2018, 23:06):
Patricia Highsmith: Die gläserne Zelle



Ich weiß nicht. Früher las ich die Highsmith mal sehr gerne. Aber entweder ist ihre Zeit vorbei (glaube ich eigentlich nicht) oder ich bin ein anderer geworden oder ich lese gerade die eher schwächeren Bücher von ihr. Jedenfalls quäle ich mich mit diesem Knast- und Eifersuchtsroman ziemlich. Gut, noch bin ich nicht fertig, aber ich denke nicht, dass das Buch im letzten Viertel noch mal Fahrt aufnimmt.
:hello Falstaff
Falstaff (15.08.2018, 23:22):
Offensichtlich liest hier auch niemand Bücher. Ich versuche es trotzdem nochmal.

Im Moment ist es Christopher Isherwoods 'A Single Man'.



Die Geschichte eines schwulen Außenseiters im Los Angeles der 60iger Jahre mit einem bösen, desillusionierten Blicks auf seine Umwelt. Einsamkeit und Scheitern sind die Themen. Verfilmt mit Colin Firth und Julianne Moore. Ich erinnere mich vor Jahren einmal 'Lebwohl Berlin' (Vorlage zu 'Cabaret') gelesen zu haben, von dem ich ziemlich enttäuscht war. Aber dies ist perspektivisch und inhaltlich, mit diesem wirklich bösen Blick auf die Gesellschaft großartig.

:hello Falstaff
Cetay (inaktiv) (16.08.2018, 06:11):
Offensichtlich liest hier auch niemand Bücher. Ich versuche es trotzdem nochmal.
Ich muss in der Tat eine Weile nachdenken, wann ich das letzte Mal ein Buch gelesen habe, das man hier vorstellen kann. Es ist immer das gleiche leidige Thema. Hat man mal zusammenhängend ein paar Stunden für sich zuhause Zeit, dann müssen erst mal Grundsatzfragen geklärt werden. Lese ich ein Buch, schaue ich einen Film oder höre ich Musik? Meist entscheide ich mich für Musik, aber damit hört die Qual nicht auf. E-Musik oder U-Musik? Zur Zeit stehe ich auf Rock-Monumental-Epen, die sich über 3 oder gar 8 CDs hinziehen. Das ist dann eine abendfüllende Angelegenheit. Wie kann jemand in einer Woche 5 Filme schauen, 10 CDs hören, 2 Bücher lesen und das alles noch rezensieren? Vielleicht lebst du in einem Paralleluniversum, in dem der Sekundenzeiger langsamer über das Zifferblatt gleitet oder ich habe einfach den falschen Beruf gewählt. ;)

Wenn die Wahl doch mal auf ein Buch fällt, dann geht es weiter: Sachbuch oder Belletristik? Über die Jahre habe ich festgestellt, dass mich ein gutes Sachbuch mehr befriedigt, als ein besserer Roman. Die Liste der in letzter Zeit angefangenen und wieder unterbrochenen Romane ist lang - wenn er mich nicht absolut hineinzieht, dann meldet sich halt sofort die Instanz in mir, die lieber Musik hören will. Und dann lerne ich nebenher noch Kantonesisch, was nicht gerade die einfachste Sprache ist. Aber immerhin lese ich in diesem Zusammenhang ein Buch:



Didaktisch besser kann ich mir das kaum vorstellen. Es gibt 25 Kapitel, die sich mit einem bestimmten Themenbereich (die üblichen Verdächtigen: Begrüßung, Zahlen, Essen, Wetter, usw...) befassen. Zunächst werden die nötigen Vokabeln vorgestellt, dann gibt es einen Dialog, anhand dessen im Nachgang der Satzbau und die Grammatik erklärt wird. Und es gibt immer wieder eingeschobene "Discovery"-Abschnitte und "Language-Tips", die mit den Besonderheiten der Sprache vertraut machen. Dabei wird auch auf das kulturelle Umfeld eingegangen und das alles auf sehr unterhaltsame Weise. Der Vokabeldrill erfolgt dann per App. Und das ist für mich ein großer Kritikpunkt. Anders als beim Mandarin hat sich für Kantonesisch keine Umschrift (man sieht den chinesischen Schrift-Zeichen nicht an, wie sie ausgesprochen werden, deshalb braucht man eine Romanisierung) als Standard durchgesetzt. Während fast alle Online-Kurse die Jyutping-Umschrift benutzen, bei der die Tonhöhe und Richtung mit einer Zahl festgelegt wird, benutzen fast alle Lehrbücher das Yale-System, das mit diakritischen Zeichen arbeitet und zusätzlich noch den Buchstaben "h" zur Differenzierung der tiefen Töne benutzt. Auch die Konsonanten werden anders benannt. So lautet 早晨 (guten morgen) in der einen Umschrift zou2 san4 und in der anderen jóu-sàhn. Da legt man sich als Neuling besser auf ein System fest, oder? Pustekuchen! Das Buch benutzt die eine und die Vokabel-App fürs Smartphone die andere Umschrift. Ich meine, was soll das? Ich habe mir anfangs damit geholfen, dass ich die Dialoge aus dem Buch abgeschrieben und in Jyutping übertragen habe. Das hatte durchaus einen Lerneffekt - vielleicht ist das ja die Absicht dahinter. Mittlerweile geht es auch ohne, aber für diese unnötige Quälerei des Anfängers gibt es dicken Abzug. Wir leben im 21. Jahrhundert, die Mehrzahl der Menschen lernt Sprachen mit Apps - da muss eine Neuauflage her, die dem Rechnung trägt und auch im Buch die zeitgemäße Umschrift benutzt.

Abgesehen davon. Es macht tierischen Spaß, eine Sprache zu lernen, die mit den uns bekannten so rein gar nichts zu tun hat. Ein völlig anderes Konstrukt fast ohne Grammatik - ich frage mich, wie man sich da überhaupt verständigen kann und versuche mir die Antwort zu geben, indem ich es lerne. In schätze, in 10 Jahren werde ich vielleicht berichten... :D
palestrina (16.08.2018, 15:26):
Mein Lesestoff der letzten Wochen .....

....eine Romanbiogrphie über Monteverdi, sehr aufschlussreich!
...und

Eine Romanbiogrphie über Carlo Gesualdo (Don Carlo Gesualdo da Venosa), spannend!

Dazwischen über div Werke von Bach, Monteverdi, und was ich so höre!

LG palestrina
Falstaff (20.08.2018, 21:17):
Da ich am Mittwoch endlich mal wieder nach Rheinsberg fahren werde zur Auffrischung ein Blick in die Wanderungen:



:hello Falstaff
Falstaff (01.09.2018, 23:22):


Die Lebensgeschichte eines wirklich großen, v.a. politischen Kabarettisten. Aber irgendwie seltsam. Ich kenne kaum jemanden, der seinen Wortwitz und seine eindeutigen Mehrdeutigkeiten wirklich 1:1 schriftlich ebenso präsentieren kann. Es fehlt wohl doch die Dimension des sprechenden, artikulierenden, schauspielernden Gegenüber. Vielleicht können so etwas auch nur die Engländer.

:hello Falstaff
Stroz (25.01.2019, 08:27):
Offensichtlich liest hier auch niemand Bücher.
Anscheinend nicht viele ;)
Ich lese auch nicht viel aber ab und zu mal kommt es doch schon vor,das ich mir ein Buch durchlese.
Lese zur Zeit eins über Astrologie von Hermann Meyer.Ein wirklich gutes Buch!

Abseits dieses Buches lese ich mir auch das ein oder andere was ich so online finden kann wie z.B. das hier https://www.esoterika.ch/astrologie/elemente/ .
Bin durch meine Freundin zu diesem Thema gekommen...Hab' da anfangs nicht sehr viel von gehalten,was sich aber sehr schnell geändert hat!Wie lange es mich noch in seinen Bann ziehen wird,werd' ich dann schon sehen.Zur Zeit ist es das top Thema bei mir ;)

LG
Guenther (25.01.2019, 11:09):
Ich lese gerade "Mythen der Gesundheitspolitik" von H. Reiners.

https://www.amazon.de/Mythen-Gesundheitspolitik-Hartmut-Reiners/dp/3456859074/

Aufschlußreich und interessant...
Sfantu (26.04.2019, 23:46):

Suzanne Prou - Die Freunde des Monsieur Paul

Dieser wohltuend altmodische Krimi begleitete mich auf der Reise nach Rumänien. Ein junger Mann, Gefangener innerer & äusserer Zwänge, blüht auf in dem Glauben, eine sich (scheinbar) anbahnende Beziehung eröffne ihm einen Ausbruch, ein Erwachen, vielleicht einen ganz neuen Lebensentwurf, den er bisher nicht zu träumen gewagt hätte. Daß sich am Ende dann alles auf verblüffende Weise wendet, bringt zwar schmerzliche Desillusion, zeigt im Keimen begriffen aber auch schon Chancen auf einen Neubeginn...
Die gekonnte Schilderung des bedrückenden, ja lähmenden gutbürgerlichen Miefs der französichen Provinz hat bei Prou einen morbiden Reiz. Als Gegenpol fungieren die erlesenen & geheimnisvollen Soireen im Hause des Monsieur Paul, bei denen (zum Schein?) fingierte Femegerichte abgehalten werden. Der Aufbau hält die vielleicht wichtigste Zutat eines Krimis, nämlich die Spannung, bis zum Schluß aufrecht.
Sfantu (27.04.2019, 00:42):

Eugen Uricaru - Der Honig

Schon kurios -
für Rumänien hatte ich mir diesen Wälzer eingepackt um die längeren einsamen Abschnitte zu überbrücken, in denen ich mich mit mir selbst zu beschäftigen hatte: in einer Familienangelegenheit waren endlose Formalitäten zu erledigen, bei denen meine Freundin ihre Eltern & Geschwister unterstützte. Mit meinen gebrochenen Sprachkenntnissen wäre ich da eh mehr ein Statist am Rande gewesen. & so genoß ich die Stunden, in denen ich in Parks & in Cafés mit mir selbst & mit diesem Roman sein konnte.

Habe nach unserer Rückkehr gut die Hälfte der knapp 400 Seiten geschafft, kann aber jetzt schon sagen, daß dies wohl einer der bleibenden Eindrücke in der Summe meiner Lektüren bleiben wird.
Der Protagonist - Journalist & Schriftsteller - kehrt als Mittvierziger Anfang der 1960er in die Stadt zurück, in der er aufwuchs & aus der er in weiser Voraussicht mit Anfang 20 floh. Er trifft seine inzwischen verheiratete Jugendliebe wieder, dann seine Amme von damals, die nicht zu altern scheint & in deren Umgebung ebenfalls die Zeit quasi still steht & eine Reihe weiterer Figuren, deren Bedeutung in diesem Mosaik sich bisher nur zum Teil erschließt. Ausladende Rückblenden & eine Unsumme von Namen machen die Orientierung nicht eben einfach.

Meine vorläufige Quintessenz: Für ein Buch, das 1978, also mitten in der Ceaușescu-Ära erschien, wird erstaunlich offen die drückende Atmosphäre des von Anfang an in falsche Richtungen laufenden Sozialismus in Rumänien geschildert. & das von einem Autor, der das Land nicht verließ. Viel geht es um das Zwischen-den-Zeilen-Lesen, angedeutete Drohungen oder gut gemeinte Warnungen. Figuren treten auf & ab. Allzu leicht funktionieren wohl gesteuerte Verleumdungen um vermeintliche oder tatsächliche Kontrahenten auszuschalten. Daß dabei auch die Selbstachtung & der Gerechtigkeitssinn auf der Strecke bleiben, wird ungeschönt geschildert.

Man lernt viel über seelische Abgründe & den überlebenswichtigen Pragmatismus in einem Unrechtsstaat, doch kommt - & dies scheint mir beinahe eine Kreis-Quadratur - die Poesie nicht zu kurz: bei aller Erbarmungslosigkeit scheinen immer wieder Natur-& Personenschilderungen durch, die zutiefst anrühren.

Eine Hoffnung stiftende Konstante stellt Genosse Cloniş dar. Ein Intellekueller, der kein Blatt vor den Mund nimmt & zu Zeiten des Königreichs als auch später im Sozialismus wiederholt im Zuchthaus landet um nach Jahren, wie verabredet, sich zur Fortsetzung des zuletzt unterbrochenen philosophischen Gesprächs mit seinem alten Freund Octavian Jurj, in deren Stammcafé wieder trifft. Ein Plädoyer der Unbeugsamkeit.

Der Titel (Übersetzung ins Deutsche durch Holda Schiller) ist etwas unglücklich. Es hätte genauer heissen können / müssen: Die Honig-Insel im Fluß. Hintergrund ist die Vision / der Plan des Protagonisten, sich geläutert & dem Literaturbetrieb überdrüssig auf eine Flußinsel zurückzuziehen um fortan als Imker zu leben. Eine interessante Parallele zu "Ole Bienkopp" von Erwin Strittmatter...die Realisierung (oder das Scheitern?) dieses Traums steht aber noch aus - bin gespannt, welchen Weg die verbleibenden 200 Seiten einschlagen...

Für jemanden, der die Hoffnungen, Visionen & das Scheitern des Sozialismus verstehen möchte, sicher ein wichtiges Buch.
tapeesa (18.06.2019, 00:05):
Manuel Negwer:
Villa-Lobos
Der Aufbruch der brasilianischen Musik
Sfantu (04.09.2020, 13:57):

Jurij Trifonow - Das Haus an der Moskwa
(Roman, 1976. Übertragung ins Deutsche von Alexander Kaempfe, Rowohlt 1979. Lizenzausgabe für die SZ, 2010)

Die Geschichte ließ mich gut unterhalten aber auch etwas ermattet & traurig zurück. Im Mittelpunkt stehen Kindheit, Jugend & junges Erwachsenenalter von Personen, die vor, während & nach dem 2. Weltkrieg in einem Wohnhaus am Flußufer in Moskau leben - im Rückblick aus einer eher nebensächlichen Rahmenhandlung um ca. 1970. Das Haus existiert wirklich. Es war unter Stalin so etwas wie ein Prachtbau mit Repräsentationscharakter. Massiv, mit großzügiger, qualitativ hochstehender Einrichtung wie etwa hohe Decken mit Stuckverzierungen - & das als Wohnhaus für jedermann. So wird der Bau in diesem Roman denn auch vom buntest gemischten Volk bewohnt, vom Hilfsarbeiter bis zum Hochschul-Dekan.
Ein schleichender, bittersüßer Prozeß der Ernüchterung über die Ereignisse & über den Charakter der männlichen Hauptfigur ist das, was mich mehr & mehr erfaßte. Letztendlich eine der vielen Varianten von Schilderungen verpaßter Chancen im Leben & dem Sich-Einrichten in erträglichen bis bestenfalls bequemen aber nicht glücklich machenden Lebensentwürfen.

Geradezu köstlich ist allerdings die Episode, in der in groben Zügen eine neu zugezogene Familie im Haus beschrieben wird. Sie machen sich, unabgestimmt mit dem Rest der Hausgemeinschaft, in eigentlich für von allen nutzbaren Räumen breit, sind laut, unverschämt & rücksichtslos. & natürlich sind die beiden Jungs aus dieser Mischpoke die durchtriebendsten sadistischen Schläger in der ganzen Schule. Der Name der Familie: Bychkow. Der Name des polternden Familienpatrons: Semjon!
Richtig gelesen: der Name des ehemaligen Chef-Dirigenten des WDR-Sinfonieorchesters Köln. Daher konnte ich nicht mehr vor Lachen, als ich diese Szene auf Seite 37 las:

Bychkows waren eine fröhliche Sippschaft, sie lebten in Glebows Wohnung wie die Fürsten. Alle fürchteten sich vor ihnen, alle wurden von ihnen angepöbelt; die Bychkows taten, was sie wollten. Riegeln die Küche abends ab und lassen keinen rein. Magst du zur Miliz laufen oder sonstwohin. Wegen der nächtlichen Verriegelung der Küchentür gab es häufiges Gezeter. Jene Nachbarin, die gegenüber wohnte und immer spät heimkam, ereiferte sich am heftigsten. Auch Glebows Mutter war empört. Erstens der Gestank. Und zweitens die Selbstherrlichkeit. Manchmal sprang die Mutter auf den Gang hinaus und legte los: "Euch will ich mal...! Was soll das Ganze überhaupt!". Der alte Semjon konterte mit tiefer Stimme; "Bubububu!"
Jan Van Karajan (10.11.2020, 21:54):
Wie schön, ein Faden, der eine weitere Leidenschaft von mir aufgreift :thumbsup:

Habe das Buch vor einem Jahr günstig auf einer Reise nach Trier erstanden, ohne mich wirklich mit seiner Musik auszukennen. Vielleicht ja morgen das Requiem mit Pappano oder der Rigoletto mit Pavarotti
Grüße
Jan :hello
Cetay (inaktiv) (11.11.2020, 06:05):
Wie schön, ein Faden, der eine weitere Leidenschaft von mir aufgreift :thumbsup:
Tip: Fur Bücher, die sich mit klassischer Musik beschäftigen, gibt es ein -> da ein eigenes Unterforum. Der Faden hier ist für off-topic Gelese.
Jan Van Karajan (11.11.2020, 08:04):
Entschuldigung, soweit war ich noch nicht gekommen :D . Danke für den Hinweis
Jan Van Karajan (28.12.2020, 20:13):
Heute beendet:

Hier werden die Grundlagen verschiedenster politischer Philosophien leicht verständlich beschrieben. Unbedingt zu empfehlen :thumbsup:
Jan Van Karajan (28.12.2020, 20:15):
Und gestern diese 726 Seiten bezwungen

Auch hier restlos begeistert :thumbsup: . Sehr informativ.
Grüße
Jan :hello
Philidor (28.12.2020, 21:17):
Spannend von A bis Z.



Gruß
Philidor

:hello
Jan Van Karajan (01.01.2021, 18:43):
Heute setze ich meine Geschichtsstunde fort:

Neben der Musik, Literatur und Kunst gehören auch Politik und Geschichte zu meinen Leidenschaften. Zu diesen Themen verschlinge ich alles, was ich finden kann, so auch heute. Ein faszinierender Mensch muss dieser Mann gewesen sein, egal, wie man zu ihm steht. Und das zeigt Werner Biermann hervorragend, indem er auch das Privatleben Adenauers gründlich darlegt. Dieser Streifzug durch die Geschichte ist sehr zu empfehlen :) .
Grüße
Jan :hello
aiel (08.01.2021, 20:57):
Spannend von A bis Z.
Das kann ich mir vorstellen, dürfte aber einiges an Theorie sein. :-)

Gruß
Ronald
Klassiknerd (28.02.2021, 15:41):


James Rhodes - Der Klang der Wut

Die teilweise gespaltenen Rezensionen lassen mich auf eine interessante Lektüre hoffen.
palestrina (01.03.2021, 09:45):


James Rhodes - Der Klang der Wut

Die teilweise gespaltenen Rezensionen lassen mich auf eine interessante Lektüre hoffen.
Hallo Klassiknerd, ich fand das Buch äußerst zwiespältig, manches mal abstoßend, das andere mal interressant und 20 Seiten weiter was es dann wiedermal soweit das ich es weglegen wollte, aber ich habe durchgehalten und war letztendlich zwar nicht begeistert aber zufrieden, dass ich es doch gelesen habe!

LG palestrina
Jan Van Karajan (16.02.2022, 19:50):
Im Moment habe ich wieder ein Faible für höhere Literatur und mich in der letzten Woche mit dem Roman "Das Parfum" von Süskind beschäftigt. Sagen wir es so: Dieses Buch ist wirklich nichts für empfindliche Seelen :D .
Die Beschreibungen waren teilweise so realistisch, dass ich die geschilderten Szenen (und insbesondere Gerüche) nahezu körperlich wahrnehmen konnte. Selten so ein gutes Buch gelesen :thumbsup:
Zur Vorbereitung auf den Deutschunterricht in der Schule (Kommt da die Nostalgie, lieber Wolfgang ;) ). Habe ich auch Lessings "Emilia Galotti" mit großem Interesse gelesen und mich in die Interpretationsgeschichte etwas eingelesen.
Und siehe da: Keiner der großen alten Meister hat aus diesem zweifellos gut geeigneten Plot eine Oper gemacht. Ziemlich verwunderlich, findet ihr nicht?
Grüße
Jan :hello
Amonasro (16.02.2022, 20:29):
Das Parfum habe ich damals für die Schule gelesen und war auch ziemlich begeistert.
Zur Vorbereitung auf den Deutschunterricht in der Schule (Kommt da die Nostalgie, lieber Wolfgang ). Habe ich auch Lessings "Emilia Galotti" mit großem Interesse gelesen und mich in die Interpretationsgeschichte etwas eingelesen.
Und siehe da: Keiner der großen alten Meister hat aus diesem zweifellos gut geeigneten Plot eine Oper gemacht. Ziemlich verwunderlich, findet ihr nicht?
Grüße
Jan
Eine Emilia-Galotti-Oper ist mir zwar nicht bekannt, die römische Verginia-Sage, die Lessings Drama zugrunde liegt, wurde aber von Saverio Mercadante (Virginia) "veropert" - eine sehr schöne Belcanto-Oper.
Wahrscheinlich spielen auch politische Gründe eine Rolle, dass der Stoff wenig aufgegriffen wurde: Mercadantes Oper wurde zunächst verboten, weil die Handlung als Kritik an der despotischen sizilianischen Regierung aufgefasst wurde. Die Uraufführung verzögerte sich dadurch um 16 Jahre. Fun Fact: Verdi benannte seinen beiden Kinder nach Figuren der Verginia-Sage: Virginia und Icilio.

Ich habe zuletzt "Der Strandräuber" von Robert Louis Stevenson gelesen: Zwei Freunde ersteigern ein Schiffswrack, an dem ein Unbekannter offenbar ein ungewöhnlich großes Interesse hat. Bei der Untersuchung des Wracks ergeben sich einige Ungereimtheiten. Mein Eindruck war ambivalent: Ein unentschlossener Mix aus Bildungsroman (die ersten 150 Seiten), Abenteuer- und Kriminalgeschichte, aber irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Das Rätselraten um das Wrack ist zwar interessant, bis die eigentliche Handlung Fahrt aufnimmt, dauert es aber ewig.

Gruß Amonasro :hello
Jan Van Karajan (16.02.2022, 21:57):
Eine Emilia-Galotti-Oper ist mir zwar nicht bekannt, die römische Verginia-Sage, die Lessings Drama zugrunde liegt, wurde aber von Saverio Mercadante (Virginia) "veropert" - eine sehr schöne Belcanto-Oper.
Danke für den Hinweis, lieber Amonasro :) . Ich kenne mich nicht sonderlich gut aus mit der italienischen Oper abseits der bekannten Pfade und habe beim Opernhören allgemein großen Nachholbedarf :D . Wer sich meine Sammlung an Beiträgen hier ansieht, wird bemerken, dass ich zu 90% Instrumentalmusik höre.

Wahrscheinlich spielen auch politische Gründe eine Rolle, dass der Stoff wenig aufgegriffen wurde: Mercadantes Oper wurde zunächst verboten, weil die Handlung als Kritik an der despotischen sizilianischen Regierung aufgefasst wurde.
Ja, die Kritik am Verhalten von Fürsten kann man in diesem Stück durchaus sehen (Fürsten nehmen sich was sie wollen, stellen ihre eigene Ehre über alles usw.). Ich kann mir vorstellen, dass die Zensur da nicht besonders begeistert war.

Ich habe zuletzt "Der Strandräuber" von Robert Louis Stevenson gelesen: Zwei Freunde ersteigern ein Schiffswrack, an dem ein Unbekannter offenbar ein ungewöhnlich großes Interesse hat. Bei der Untersuchung des Wracks ergeben sich einige Ungereimtheiten. Mein Eindruck war ambivalent: Ein unentschlossener Mix aus Bildungsroman (die ersten 150 Seiten), Abenteuer- und Kriminalgeschichte, aber irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Das Rätselraten um das Wrack ist zwar interessant, bis die eigentliche Handlung Fahrt aufnimmt, dauert es aber ewig.
So ging es mir vor einiger Zeit mit dem Scherlock-Holmes-Roman "Eine Studie in Scharlachrot". Die Figur des Holmes ist eine der Faszinierendsten in der Kriminalliteratur, hier bekommt sein Talent aber verhältnismäßig wenig Aufmerksamkeit, eine größere Rolle spielt die umständlich erzählte Lebensgeschichte des Mörders. Die ist zwar nicht uninteressant, lässt das Ganze mit der Zeit aber auch etwas langatmig wirken. Deswegen ziehe ich die kürzeren Erzählungen eindeutig vor.
Grüße
Jan :hello
tapeesa (20.02.2022, 17:39):
Das Parfum fand ich auch herausragend intensiv, insbesondere die Höhlenszene.

Søren Kierkegaard mag ich sehr. Der Figaro hat mich heute daran erinnert, dass ich schon länger Kierkegaards Tagebuch des Verführers beginnen wollte, habe das Buch nun zumindest aus dem Bücherregal geholt und die ersten Seiten gelesen.
Jan Van Karajan (26.04.2022, 21:37):
Kürzlich habe ich den "Vorleser" von Schlink beendet. Ein wirklich faszinierendes Buch, diese starken Gegensätze zwischen Hanna und Michael (den Protagonisten) geben mir wirklich viel Stoff zum Nachdenken. Liebesszenen, psychische Gewalt gegen den viel jüngeren Michael und das intime Element des Vorlesens machen die extremen Stimmungsschwankungen innerhalb des Buches deutlich. Auch das Thema Vergangenheitsbewältigung war hier sehr zentral und wird bei der späteren Analyse im Schulunterricht wahrscheinlich noch eine große Rolle spielen. Morgen wird bei mir Orwells "1984" eintreffen, darauf bin ich auch schon sehr gespannt.
Grüße
Jan :hello
Joe Dvorak (27.04.2022, 04:00):


Michel Houellebecq - Serotonin

Der erste und einzige Houellebecq, den ich gelesen habe, mit einem Proagonisten, dessen Gedankengaengen ich gerne gefolgt bin. Gleich auf der ersten Seite hat er am fruehen Morgen um 5 seinen tagtaeglichen Erfolg, der ihn Stolz macht, wie sonst weniges. Er wartet diszipliniert mit dem Anzuenden der ersten Zigarette, bis er den ersten Schluck Kaffee getrunken hat. Man lernt auch einiges ueber Calvados, den man zu einer ebensolchen Wissenschaft wie Schottischen Whisky oder Bordeaux-Wein machen kann. Ich habe mir ein paar Flaschen gekauft und immer davon getrunken, wenn ich in dem Buch weitergelesen habe. (Mit den Protagonisten von Romanen mitzutrinken, ist eine Marotte von mir - so entdeckte ich unter anderem das Getraenk VAT69.)

Ich lese seit ueber einem Jahrzeht fast nur noch E-Books (bis zum Jahr 1 v. Cor. war ich Vielreisender, da eruebrigte sich eine Diskussion um das Fuer und Wider ) und da ich das Lesegeraet des groessten Online-Buchhaendlers nutze und immer dort bestelle hat dessen KI mittlerweile eine gute Trefferquote mit ihren Empfehlungen (die durchaus auch weit ueber die bisher gelesene Blase hinausgehen - das beeindruckt aber beunruhigt auch irgendwie). Wenn ich etwas angezeigt bekomme und Titel und Cover interessant finde, dann lade ich mir die Leseprobe herunter, ohne vorher irgendetwas ueber das Buch zu lesen - keine Beschreibungen oder Rezensionen, nicht mal den Klappentext und falls vorhanden das Vorwort, nichts! Wenn ich am Ende der Leseprobe angelangt bin, Sprache und Stil gefallen und Neugierde, wie es weiter geht, besteht, klicke ich auf "kaufen" (selten), sonst auf "entfernen" (haeufig).

Das ist fuer mich eine voellig neue Art des Lesens, welche mir intensivste Erlebnisse verschafft hat, die mit Vorinformationen so nicht moeglich gewesen waeren. Ich las beispielsweise einen Roman, der zur Haelfte eine voellig unerwartete Wendung nimmt und dann am Schluss nochmal. Haette ich die Kurzbesprechung beim Anbieter gelesen, haette ich von der ersten Wendung gewusst und die erste Haelfte in Erwartung ebendieser anders gelesen. Haette ich die eine oder andere Rezension gelesen, stolperte ich moeglichweise ueber diejenige, deren Verfasser sich ueber den (von ihm offenbar nicht kapierten) Schluss so aufgeregt hat, dass er sich bemuessigt fuehlte, ihn zu verraten, um andere Leser vor dem Buch zu warnen.

Sodann las ich einen Roman, der mich so schockiert hat, dass ich eine Weile voellig neben der Spur war. Das Buch gilt tatsaechlich im Untergrund als einer der besten Horror-Schocker, aber es war nur so effektvoll, weil ich nicht wusste, warum. Das Grauen schleicht sich ganz subtil in die Alltagsidylle ein, steigert sich fast unmerklich, irgendwann wurde es beklemmend und ich begann mich zu fragen, wo das alles noch hinfuehern soll. Und als es klar wurde und sich die Spannung entlud, war das so grausam und bitter, dass es mir bisweilen die Kehle ausgetrockent hat. Hier habe ich das Vorwort ueberblaettert (weil ich den Verfasser nicht mag) und erst im Nachhinein gelesen und bin damit einer massiven Spolierei entgangen, welche die Intesitaet des Leseerlebens um eine Potenz vermindert haette,

Natuerlich gibt es auch Reinfaelle. Ich hatte einen Fall, das verflachte das Buch unmittelbar nach Ende der Leseprobe dermassen, dass ich den Eindruck hatte, der Autor hat sich gerade nur dafuer angestrengt, um Leser zum Kauf des kompletten Buchs zu animieren.

Auf der anderen Seite fanden mich auf diese Art und Weise brilliante und bereichernde Buecher, die ich aufgrund des Sujets sonst wohl nie gelesen haette.
xarddam (27.04.2022, 06:34):


Michel Houellebecq - Serotonin

Der erste und einzige Houellebecq, den ich gelesen habe, mit einem Proagonisten, dessen Gedankengaengen ich gerne gefolgt bin. Gleich auf der ersten Seite hat er am fruehen Morgen um 5 seinen tagtaeglichen Erfolg, der ihn Stolz macht, wie sonst weniges. Er wartet diszipliniert mit dem Anzuenden der ersten Zigarette, bis er den ersten Schluck Kaffee getrunken hat. Man lernt auch einiges ueber Calvados, den man zu einer ebensolchen Wissenschaft wie Schottischen Whisky oder Bordeaux-Wein machen kann. Ich habe mir ein paar Flaschen gekauft und immer davon getrunken, wenn ich in dem Buch weitergelesen habe. (Mit den Protagonisten von Romanen mitzutrinken, ist eine Marotte von mir - so entdeckte ich unter anderem das Getraenk VAT69.)

Ich lese seit ueber einem Jahrzeht fast nur noch E-Books (bis zum Jahr 1 v. Cor. war ich Vielreisender, da eruebrigte sich eine Diskussion um das Fuer und Wider ) und da ich das Lesegeraet des groessten Online-Buchhaendlers nutze und immer dort bestelle hat dessen KI mittlerweile eine gute Trefferquote mit ihren Empfehlungen (die durchaus auch weit ueber die bisher gelesene Blase hinausgehen - das beeindruckt aber beunruhigt auch irgendwie). Wenn ich etwas angezeigt bekomme und Titel und Cover interessant finde, dann lade ich mir die Leseprobe herunter, ohne vorher irgendetwas ueber das Buch zu lesen - keine Beschreibungen oder Rezensionen, nicht mal den Klappentext und falls vorhanden das Vorwort, nichts! Wenn ich am Ende der Leseprobe angelangt bin, Sprache und Stil gefallen und Neugierde, wie es weiter geht, besteht, klicke ich auf "kaufen" (selten), sonst auf "entfernen" (haeufig).

Das ist fuer mich eine voellig neue Art des Lesens, welche mir intensivste Erlebnisse verschafft hat, die mit Vorinformationen so nicht moeglich gewesen waeren. Ich las beispielsweise einen Roman, der zur Haelfte eine voellig unerwartete Wendung nimmt und dann am Schluss nochmal. Haette ich die Kurzbesprechung beim Anbieter gelesen, haette ich von der ersten Wendung gewusst und die erste Haelfte in Erwartung ebendieser anders gelesen. Haette ich die eine oder andere Rezension gelesen, stolperte ich moeglichweise ueber diejenige, deren Verfasser sich ueber den (von ihm offenbar nicht kapierten) Schluss so aufgeregt hat, dass er sich bemuessigt fuehlte, ihn zu verraten, um andere Leser vor dem Buch zu warnen.

Sodann las ich einen Roman, der mich so schockiert hat, dass ich eine Weile voellig neben der Spur war. Das Buch gilt tatsaechlich im Untergrund als einer der besten Horror-Schocker, aber es war nur so effektvoll, weil ich nicht wusste, warum. Das Grauen schleicht sich ganz subtil in die Alltagsidylle ein, steigert sich fast unmerklich, irgendwann wurde es beklemmend und ich begann mich zu fragen, wo das alles noch hinfuehern soll. Und als es klar wurde und sich die Spannung entlud, war das so grausam und bitter, dass es mir bisweilen die Kehle ausgetrockent hat. Hier habe ich das Vorwort ueberblaettert (weil ich den Verfasser nicht mag) und erst im Nachhinein gelesen und bin damit einer massiven Spolierei entgangen, welche die Intesitaet des Leseerlebens um eine Potenz vermindert haette,

Natuerlich gibt es auch Reinfaelle. Ich hatte einen Fall, das verflachte das Buch unmittelbar nach Ende der Leseprobe dermassen, dass ich den Eindruck hatte, der Autor hat sich gerade nur dafuer angestrengt, um Leser zum Kauf des kompletten Buchs zu animieren.

Auf der anderen Seite fanden mich auf diese Art und Weise brilliante und bereichernde Buecher, die ich aufgrund des Sujets sonst wohl nie gelesen haette.

Hallo Joe,
welches war denn der Horror Roman, der Dich so schockiert hat?
Mit diesen Andeutungen kann ich wenig anfangen, wenn ich Schriftsteller und Titel wissen möchte.
xarddam (27.04.2022, 06:38):
ich lese übrigens gerade "Die Nebel von Avalon" von Marion Zimmer Bradley.

Ein dicker Wälzer mit über 1100 Seiten, und ich bin jetzt ein bissel mehr als zur Hälfte durch.
Ein faszinierender Roman, der die Story um Artus aus einer ganz anderen (weiblichen) Perspektive erzählt.

Das Buch lebt von der wunderschönen Geschichte, die es immer wieder spannend hält und so gut wie gar nicht von spannenden Szenen, wie etwa Kampfszenen , wie sie in ähnlichen Romanen oft vorkommen.
Jan Van Karajan (27.04.2022, 07:35):
Houllebecq steht tatsächlich auch noch auf meiner Liste, auch wenn ich mit dem Genre Horror eher wenig anfangen kann und ich gewisse Ansichten des Autors gruselig genug finde. Gerade seinen viel diskutierten Roman "Unterwerfung" würde ich gerne mal lesen.
Grüße
Jan :hello
Joe Dvorak (27.04.2022, 07:47):


Sodann las ich einen Roman, der mich so schockiert hat, dass ich eine Weile voellig neben der Spur war. Das Buch gilt tatsaechlich im Untergrund als einer der besten Horror-Schocker, aber es war nur so effektvoll, weil ich nicht wusste, warum.
Hallo Joe,
welches war denn der Horror Roman, der Dich so schockiert hat?
Mit diesen Andeutungen kann ich wenig anfangen, wenn ich Schriftsteller und Titel wissen möchte.
Hallo xarddam,

ich wollte keine Andeutungen machen, sondern ein Beispiel nennen, wie es mir einen ungemeinen Gewinn gebracht hat, dass ich NULL wusste, was mich erwartet. Titel und Autor spielen keine Rolle.
Joe Dvorak (27.04.2022, 07:52):
Houllebecq steht tatsächlich auch noch auf meiner Liste, auch wenn ich mit dem Genre Horror eher wenig anfangen kann und ich gewisse Ansichten des Autors gruselig genug finde. Gerade seinen viel diskutierten Roman "Unterwerfung" würde ich gerne mal lesen.
Grüße
Jan :hello
Zumindest Serotonin ist keinerlei Horror. Und ueber Unterwerfung habe ich schon zuviel gelesen, als dass ich es noch lesen wollte.
Jan Van Karajan (27.04.2022, 07:54):
Eben weil ich so viel über "Unterwerfung" gelesen habe, möchte ich das Buch gerne lesen :D
Joe Dvorak (27.04.2022, 07:58):
:beer
xarddam (27.04.2022, 09:49):
Sodann las ich einen Roman, der mich so schockiert hat, dass ich eine Weile voellig neben der Spur war. Das Buch gilt tatsaechlich im Untergrund als einer der besten Horror-Schocker, aber es war nur so effektvoll, weil ich nicht wusste, warum.
Hallo Joe,welches war denn der Horror Roman, der Dich so schockiert hat?
Mit diesen Andeutungen kann ich wenig anfangen, wenn ich Schriftsteller und Titel wissen möchte.
Hallo xarddam,
ich wollte keine Andeutungen machen, sondern ein Beispiel nennen, wie es mir einen ungemeinen Gewinn gebracht hat, dass ich NULL wusste, was mich erwartet. Titel und Autor spielen keine Rolle.
Hallo Joe,
ja, ich verstehe schon was Du meinst, bzw. was Du damit sagen wolltest.
Oft ist es spannender ein Buch zu lesen, wenn man NULL darüber weiss.
Habe ich auch schon gemacht, zum Bsp. stehen hier im öffentlichen Bücherregal im Ort wo ich wohne, manchmal auch fest gebundene Bücher, bei denen der Umschlag fehlt; somit kenne ich lediglich Titel und Schriftsteller, aber wenig bis gar nix vom Inhalt . Geht natürlich NUR bei gebundene Büchern, NICHT bei Taschenbüchern ;-)
Da war es ab und an schon mal spannend, das Buch zu lesen. Und es gab auch Reinfälle (wie Du schriebst); da stand das Buch dann halt oft nach kurzer Zeit nur angelesen wieder im öffentlichen Bücherregal.

Aber nochmal zu Deinem "Horror Roman".
Deine Beschreibung hat mich halt jetztert doch so neugierig gemacht, dass ich denke, das könnte was für mich sein.
Ich lese gerne Sci Fi, Fantasy, Horror ...
Und würde doch gern Titel und Schriftsteller Deines Horror Romanes wissen, falls das nicht zu geheim ist.
Kannst mir gerne auch ne PN schicken...
LG
Peter
Joe Dvorak (27.04.2022, 11:25):
Ok, was soll's. Mein Ruf ist eh schon lange ruiniert. :evil:

Jack Ketchum - Evil
tapeesa (27.04.2022, 12:17):
Das Buch von Jack Ketchum habe ich nicht gelesen, lediglich der Filmtitel "The Girl next door" war mir ein Begriff. Soweit ich verstanden habe, gibt es zwar einige Unterschiede, aber Grundlage des Films ist der Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht.
_______

Hier gerade ein Buch über die Geschichte der Mafia.

Sowie "Maria Callas: Musik ist, was ich am meisten liebe" von Gunna Wendt + auf der Suche nach einem passenden Dart-Buch (neues Hobby).
xarddam (27.04.2022, 12:33):
Ok, was soll's. Mein Ruf ist eh schon lange ruiniert. :evil:

Jack Ketchum - Evil
OK, danke
Das Buch kenn ich (dass ich da net selber drauf gekommen bin)
Das ist wirklich sehr brutal.
Kein Wunder dass Stephen King das Vorwort geschrieben hat; das passt.
Ich mochte King's Bücher als Jugendlicher und gerade so Erwachsener sehr gerne.
Mittlerweile nicht mehr so, weil sein Schreibstil ist mir über Jahre doch zu gleich geblieben.
Aber das Buch von Ketchum spielt in Sachen Brutalität und Abartiggkeit in einer ganz eigenen Liga.
Passt (leider) irgendwie in unsere abartige Zeit.
PixelPiet (14.08.2022, 10:54):
Auf meinem Nachttisch liegt grad: Thomas Morus - Utopia
Einfach ein Klassiker
a-way (22.08.2022, 19:18):
Walter Tevis: Das Damengambit
Die Serie habe ich schon gesehen, könnte ich, genau genommen, aber direkt nochmal sehen.
MichaelWalter (28.08.2022, 17:22):
Ich lese grad auf Empfehlung eines Arbeitskollegen "Haben oder sein" von Erich Fromm
classicana87 (08.05.2024, 15:18):
ich lese aktuell das neueste Buch von Ildiko von Kürthy mit dem Titel:
Eine halbe Ewigkeit
Joe Dvorak (09.05.2024, 04:21):
ich lese aktuell das neueste Buch von Ildiko von Kürthy mit dem Titel:
Eine halbe Ewigkeit
Hallo classicana, ich muss zugeben, dass ich von dieser Autorin noch nie gehört habe, aber bei 64.300 Neuerscheinungen pro Jahr (Buchtitelproduktion in Deutschland 2022 | Statista) und ca. 25 Büchern, die ich im gleichen Zeitraum lese, kann man eben nur 0,4 Promille des Neuangebots verfolgen und das auch nur, wenn man bereits Existierendes ignoriert (Joe mal wieder im Binsenweisheitsmodus). Ich lese besonders gerne Unappetitliches wie Edward Lee oder politisch Unkorrektes wie John Niven und Irvine Welch, außerdem Wissenschafts- und Politthriller, mathematisch-naturwissenschaftlich-philosophische Sachbücher, Biographien und natürlich Bücher über Musik. Etwa einmal pro Jahr wage ich mich an die Weltliteratur heran - zur Zeit kämpfe ich mit Faulkners Schall und Wahn.
Sfantu (11.05.2024, 09:20):
@classicana87

ein herzliches Willkommen auch von mir.

Viele Grüsse,
Sfantu
classicana87 (22.10.2024, 13:00):
@Sfantu dankeschön :)

@Joe Dvorak das ist keine Schande :) Ildiko von Kürthy schreibt auch eher nur Bücher für Frauen :)