Welche Filme schauen die Forumianer am liebsten?

Nordolf (18.11.2008, 20:33):
Liebe Foriumianer,

da es nun diese Plauderecke gibt, lässt sich auch über Filme sprechen.

Also - seid ihr Cineasten oder mögt ihr mehr das Popcorn-Kino? Oder beides? Oder Mischungen aus beiden? Gibt es gar einen Zusammenhang zwischen eurem Musik- und eurem Filmgeschmack? Seid ihr regelmässige Kinogänger oder wandert öfter die DVD im trauten Heim in den Player? Welche Filme würdet ihr empfehlen? Was sind eure Lieblingsfilme?

Es sollte hier Platz sowohl für Spielfilme als auch für Dokumentationen sein.

Herzliche Grüsse!
Jörg
satie (18.11.2008, 20:54):
Schön, dass die Plauderecke Anklang findet!
Das hier ist ja was für mich. Ich würde sagen, ich bin ein absoluter Cineast. Alles auzuzählen, was ich mag, wäre endlos, aber zu meinen absoluten Favoriten zählen die Filme von Jim Jarmush (Night on Earth, Coffee and Cigarettes, Stranger than Paradise, Down by Law etc. etc.), dann gibt es einen Film von Peter Greenaway, der zu meinen allerliebsten gehört: Prosperos Bücher (nach Shakespeares Sturm). Des weiteren müssen unbedingt die Filme von Joel und Ethan Coen (Fargo, Oh Brother, where art thou, The Big Lebowsky etc.) genannt werden.
Kubrick schätze ich ebenfalls ungemein (vor allem Barry Lindon, Clockwork Orange und Shining), aber auch für David Lynch habe ich eine Schwäche.
Dann gibt es die Regisseure der Stille, Kaurismäki zum Beispiel ("Das Leben der Bohème" ist herrlich) oder das Duo Humbert und Penzel, die mit "In the middle of the moment" eine wunderschöne Meditation über das Nomadisieren geschaffen haben, in der auch mein Lieblingsdichter Robert Lax zu sehen ist.
Ebenso gerne schaue ich mir aber durchaus auch mal "normales" Hollywoodkino an, Komödien, Thriller, Horrorfilme, aber mein Herz schlägt doch eher für die Filmklassiker der etwas anspruchsvolleren Art.
Ich bin mal gespannt, was ihr alle so guckt...

Herzlich,
S A T I E
Jimi (18.11.2008, 20:55):
Hallo Jörg,

es gibt 2 Filme die ich immer wieder anschauen kann und auch am häufigsten im Kino gesehen habe, ich glaube beide so 10 bis 15 mal.

"Rocky Horror Picture Show" und "Das Leben des Brian"

Inzwischen habe ich natürlich beide auch als DvD.

:hello Jimi
ab (18.11.2008, 22:24):
Ich bin kein Cineast, schlicht weil ich ungerne enttäuscht werden, wobei ich eh nur gewöhnlich mit geringsten Erwartungen dort hin gehe.

Begeistern kann ich mich aber jedenfalls für das Schaffen von Andrei Tarkovsky!

Zugegeben, Michelangelo Antonioni und Peter Greenaway mag ich gelegentlich auch recht gerne, in sparsamen Dosen gelegentlich auch episches Kino wie von Federico Fellini.

Natürlich, einzelne Szenen wie beispielsweise von Stanley Kubrick die Walzerszene aus Eyes wide shut können mich so sehr begeistern, dass ich selbst über den fatalen Fehlgriff der Männerhauptrollenbeseztung (fast) hinweg sehen könnte. Sicher, es gibt schaupielerische Leisungen, die ich grandios finde, wie etwas Gert Voss in Paulus Mankers Der Kopf des Mohren. Sicher, es gibt Themen, die ich faszinierend umgesetzt finde, etwa die globale Gleichzeitigkeit von Kulturen bei Alejandro González Iñárritu. Mich fasziniert auch, wie es möglich ist, dass es Filme wie von Lars von Trier gibt, die ich beim Anschauen gar nicht mag, die mich aber nachhaltig beschäftigen.

Inhaltlich mag ich gerne solchen Realismus wie Festen von Thomas Vinterberg oder Efter brylluppet von Susanne Bier. (Da schlägt wohl meine Verehrung für Tschechow durch :W ) Zum Glück gibst die Skandinavier, denn die Franzosen haben ja seit den 80ern völlig nachgelassen. X(

Morbides aus Österreich sehe ich natürlich auch gerne, macht wohl meine Herkunft aus.

Aber um zu Gros zurückzukommen: Da ist mir ein guter Action-Streifen noch am liebsten :D Womöglich eine Gender-Angelegenheit :A

:hello
Jürgen (19.11.2008, 10:27):
Was die sogenannten Kultfilme angeht, stimme ich Jimi zu.
Wobei die Rocky Horror Picture Show nicht mehr so zieht wie früher.
Aber das Leben des Brian versuche ich doch Karfreitags in den Player zu legen. Ich kann ja hinterher immer noch den Karfeitagszauber zum Geraderücken anhören. :D

Ich habe mich aber auch vor ein paar Tagen köstlich über "Papa ante Portas" amüsiert.

Grundsätzliches zu Steven Spielberg: Der Mann versteht sein Handwerk, wie kein Zweiter, wenn mir auch nicht alles von ihm gefällt.
Zielsicher manipuliert er die Gefühle der Zuschauer. Ich bin eher ein gefühlskalter Klotz, aber bei "Schindlers Liste" oder "Die Farbe Lila" habe ich Rotz und Wasser geflennt.
Die Eingangssequenz von "Der Soldat James Ryan" ist derart schockierend, dass man schon zum Pazifisten werden kann. Leider versinkt der Rest des Films in heroischem Pathos.
Schon in seinem Erstlingswerk "Das Duell" beweist er, dass er auch mit äusserst dürftiger Handlung Spannung pur erzeugen kann.

Sehr gerne sehe ich die Kombination Herzog/Kinski, wobei Fitzcarraldo und Nosferatu musikalische Bezüge zu bieten haben.

Als Physiker habe ich eine Schwäche für gute Science Fiction.

2001 Odyssee im Weltraum, klasse Film/Musik (bei mir schon Kult)
Phase IV
Alien 1, Toller Thriller, weniger Science Fiction, hat auch klassische Musik
Star Wars und Konsorten mag ich weniger (Krawumm im Weltraum, da vergehts mir)

Ausserdem schaue ich gerne mal einen Tatort, da werde ich selten enttäuscht. Wenn er aus Münster kommt, gibt es manchmal auch Fetzen von Mahler und Wagner.

Ich habe sicherlich vieles vergessen, aber dann habe ich ja noch was zum nachreichen.

Ach so, vor ein paar Wochen habe ich mir "Heavens Gate" von Michael Cimono gekauft. Ein genialer Film, in dem auch der Kaiserwalzer beeindruckend in Szene gesetzt wird.

Grüße
Jürgen
Pollux (19.11.2008, 16:48):
Ich liebe Filme (hab sogar mal Film- und Fernsehwissenschaft studiert), egal, ob es nun Mainstream-, Popcorn- oder sog. Cineastenfilme sind. Was ich hingegen nicht leiden kann, sind reine Special-Effect-Gewitter ohne Sinn und Verstand; sowas langweilt mich nur noch. Mit deutschen Komödien kann man mich ebenfalls jagen, denn entweder sind sie nicht lustig oder sie zeugen von einem Humorverständnis, das so vermufft und reaktionär ist, dass es schon weh tut. Ruhmreiche Ausnahmen: Loriot's "Pappa Ante Portas", Helge Schneiders "Texas" und Ottos erster Film. Auch Herbigs "Der Schuh des Manitu" hat seine Meriten.

Statt jetzt lange und breit über Genres, Regisseure und Sujets zu plaudern, nenne ich einfach kurz und schmerzlos aus dem Gedächtnis einige All-Time-Lieblingsfilme, sozusagen als Diskussioinsgrundlage.

Ohne Rangfolge:
Casino (Martin Scorcese)
Groundhog Day (Harold Ramis)
North by Northwest (Alfred Hitchcock)
Terminator II (James Cameron)
The Big Lebowski (Joel Coen)
Zazie dans le Métro (Louis Malle)
Mein Essen mit André (Louis Malle)
Dieses obskure Objekt der Begierde (Luis Bunuel)
Terror 2000 (Christoph Schlingensief)
Sein oder Nichtsein (Ernst Lubitsch)
The Life of Brian (Monty Python)
Laurel & Hardy: Blockheads (John G. Blystone)
Die nackte Kanone (David Zucker)
2001: A Space Odyssey (Stanley Kubrick)
Aliens (James Cameron)
Aufforderung zum Tanz (Peter F. Bringmann)
Hannah and Her Sisters (Woody Allen)
The Sting (George Roy Hill)
Wag the Dog (Barry Levinson)
Im Reich der Sinne (Nagisa Oshima)
Matrix (Larry & Andy Wachowski)
Back to the Future I-III (Robert Zemeckis)
cellodil (19.11.2008, 20:37):
Abgesehen von Horror- und Gruselschockern, um die ich - wenn irgend möglich - einen weiten Bogen mache, schaue ich mir - zwischen Arthaus und Hollywood, von Animationsfilm bis Thriller - so ziemlich alles an. Und, obwohl ich das (auch) aus beruflichen Gründen mache, doch immer noch mit Lust und Freude. Bevorzugt im Kino aber, wenn's nicht anders geht, auch auf DVD.

Selbstverständlich habe ich langjährige Lieblingsfilme. Und bei Saties Ausführungen konnte ich eigentlich nur zustimmend nicken, aber ich möchte die hier nicht aufzählen, weil ich da immer das Gefühl habe, doch ein paar ganz wesentliche Meilensteine meiner persönlichen Film-Biographie vergessen zu haben.

Zwei Filme, die mir in jüngerer Zeit (und - leider - nicht im Kino) untergekommen sind, kann ich aber allerwärmstens empfehlen:

Paul Haggis' In the Valley of Elah

und

Isabelle Mergaults Je vous trouve très beau (Dt: Sie sind ein schöner Mann)

Unbedingt verpassen sollte man indes den neuen James Bond, den ich zumindest einfach nur sterbenslangweilig fand.

Liebe Grüße

Sabine
Rachmaninov (20.11.2008, 08:47):
Als Cineast würd eich mich nicht unbedingt bezeichnen, da ich mich nicht in der Tiefe mit Filmen beschäftige wie es echt Cineasten machen.

Das Leben des Brain war früher der cult Film in unserer Familien. So was von genial.

Die Star Wars Episoden 4-6 habe ich alle in meiner Kindheit/Jugend im Kino gesehen und diese Filme sind einfach ein Meilenstein der Filmgeschichte hinsichtlich der technischen Umsetzung und der Story an sich. Erschreckend empfand ich dagegen die Episoden 1-3.

P. Jackson hat sich mit der Verfilmung der Herr der Ringe Triologie an die wohl größte Geschichte überhaupt gewagt. Nicht ohne Grund hat sich an dieses Material zuvor keiner gewagt Die Umsetzung empfinde ich als persönlich als Meilenstein der Filmgeschichte.

Auch wenn zahlreiche Ideen in Matrix bereits zu vor in anderen Filmen angedahct waren, stellt Matrix in der konsequenz der Umsetzung und aufgrund der vielen neuen filmtechnischen Neuerungen (Kameraführung) ebenfalls einen Meilenstein. Die Teile 2-3 sind enttäuschend und lassen sich nur durch die privaten Probleme des einen Wachowski Bruders erklärlich. Traurig was da bei rausgekommen ist.

Quentin Tarantino ist ein verrückter Regisseur, jedoch hat er IMHO sehr gute Filme gemacht. From dust till dawn, Kill Bill, Pulp Fiction sind grandiose Filme.

Da ich durchaus Sience Fiction Fan bin ich auch von Alien, vor allem Alien 2, angetan.

Großes Kino ist auch der Pate, wobei ich den ersten Teil als den besten empfinde.

Auch das große Kino längst vergangener Tage finde ich sehr gut, vor ALLEM weil ihr oftmals die GESCHICHTE statt die technischen Möglichkeiten im Vordergrund steht/stand.


2001 empfand ich, sorry dass ich es so sage, einfach nur langweilig. 2010 sogar noch langweiliger.

Filme, die mich bisher überzeugt haben:

Fight Club (geniale Idee)
Sieben
Leon der Profi
Taxi Driver
American Histroy X
Der Pianist
Der Untergang
Der Große Diktator (C. Chaplin)
The Sixt Sense
Goodfellas
Saving Private Ryan
Nacht des Falken (R. Redford)
Braveheart
Excalibur (weil ich Ritterfilme so mag)

Des Weiteren muss ich gestehen auch ein Western Freund zu sein. Vor allem die alten z.B. mit James Stewart J. Wayne und aus dieser Zeit sind simpel, aber irgendwie klasse …..
Horror Filme mag ich gar nicht. SAW usw. ekeln mich nur, brauche ich nicht.

Memento und die Verurteilten stehen auf meiner Liste der Filme, die ich noch sehen möchte!

So gerne ich gut gemachte Action im Kino sehe, sofern mal ausnahmsweise die Sitze und die Akustik einem die Laune nicht verderben oder geistig reduzierte Kinobesucher, bedauere ich es doch sehr, das die richtig guten Geschichten immer mehr der Action weichen.

Deshalb liebe ich auch die Herr der Ringe Triologie so sehr, weil hier ALLES passt…..

Hat einer von euch no country for old men gesehen?
Cetay (inaktiv) (20.11.2008, 12:21):
Ich würde mich als Anti-Cineasten betrachten. Kino ist in meinen Augen eine gigantische Geldumverteilungsmaschinerie. Das Geld aus den Taschen der Niedrigverdiener, die sich den Kinobesuch -der sie vielleicht ihr Elend für 2 Stunden vergessen lassen wird- vom Mund absparen und in die Taschen der Stars, die Gagen bar jeglichen Anstands kassieren. Ach was, natürlich ist es anständig, sie sind schließlich die besten der Welt und wenn an der Kinokasse genug Spenden zusammenkommen, dass man ihnen 30 Mio in die Hand drücken kann, dann sei ihnen das gegönnt. Mich hat allerdings noch kein/e Schauspieler/in und auch kein Produzent so überzeugt, dass ich da mein Schärflein beisteuern würde, da müssen die Nebeneinkünfte aus TV-Zweitverwertung reichen. Ausnahme ist vielleicht Theresa Russel, die aber auf viel zu subtile Art gut ist, als dass man sie dafür mit Millionen überhäufen würde. Oder die Macher von Blair With Projekt, welches der einzige Film ist, bei ich dem ich vergessen habe, dass ich vor einer Leinwand sitze.
Ich weiß, dass es auch nicht-kommerzielles Kino gibt, aber da habe ich schon das Feld der Musik als Refugium. Da beide, Film und Musik, ein holographisches Abbild des Lebens an sich sind, reicht es, sich mit nur mit einem von beidem zu beschäftigen, dafür dann in aller Breite und Tiefe.
Am liebsten würde ich auch den Fernseher abschaffen -auch um der ständigen, m. E. gewollten Negativprogrammierung zu entgehen-, aber dann müsste ich wohl den Rest der Familie gleich mit rausschmeissen oder einfacher selbst das Weite suchen. Dabei muss ich zugeben, dass sich so alle Schaltjahre mal ein brauchbarer Film oder gar eine Serie findet, die man ansehen kann, ohne das unter verschwendeter Lebenszeit abzuhaken: Jüngst etwa Dead like me, deren Hintersinn so hintersinnig ist, dass ich eigentlich erwartet habe, dass nach 2 Folgen das Aus wegen Quotenmangels kommt. Ansonsten gestehe ich mir ein, dass Fernsehen eine blöde Tätigkeit ist und erleuchte mich mit entsprechend passendem Material wie Teen-Horror à la Scream oder The Facultiy.
Rachmaninov (20.11.2008, 12:30):
Original von Dox Orkh
Ich würde mich als Anti-Cineasten betrachten. Kino ist in meinen Augen eine gigantische Geldumverteilungsmaschinerie.

Wie in so vielen anderen Gewerben auch.
LazarusLong (20.11.2008, 12:52):
Kinogänger bin ich nicht (mehr). Hier in Polen gibt es noch die Unsitte des polnischen Lektors, will heissen über den leisen Originalton liest ein poplnischer Bariton die polnische Übersetzung des gerade gesprochenen Textes vor und zwar in vollkommen emotionsfreier Stimmlage. Das versaut jeden Film. Das letzte Mal Kino in Deutschland war wenn ich mich recht errinnere MI 2 (dieser Agentenschinken mit Tom Cruise). Hier musste ich wegen einsetzender Kopfschmerzen den Saal vorzeitig verlassen. Die Anlage im Kino war gut, aber für mich viel zu laut. Ich hatte noch 2 Stunden später ein Klingeln in den Ohren.
Also DVD:
Neben diversen Opern, hauptsächlich Actionfilme, gerne auch mit einem Schuss Humor. Ohne Wertung, einfach nur Filme, die mir als sehenswert im Gedächtnis geblieben sind:

Die Klapperschlange
Flucht aus LA (4mal gesehen, ich finde immer wieder neue Stellen zum Lachen)
True Lies
A fish called Wanda
Rocky Horror Picture show
Kentucky fried movie
Pulp fiction
Blues Brothers 1 und 2 (genial)
Van Helsing
Matrix 1
Blade 1-3
Interwiew mit einem Vampir
Independence day
I robot
Starshiptroopers (Ich kenne den Originalroman)
Die Mumie 1/2
Highlander 1
Die Riddick Chroniken
Passagier 49 (oder wars 59, ihr wisst schon, der mit Snipes)
Sudden Death
Rambo 1
Rocky 1
Fight Club
Club der toten Dichter (Nein, ichhabe nicht geheult, mir ist da was ins Auge geflogen)
Schindlers Liste
Das Schweigen der Lämmer 1
Top Gun
Rio Bravo
Der 13. krieger
Die Flintstones
Kindergartencop
Die letzten beiden Batmanfilme
Nosferatu (Kinski?)
Piraten der Karibik



Ganz allgemein, Krawumm im Weltraum, Sword and Sorcery und guter Horror (d.h. Ohne Ekelschocker, deshalb steht das Schweigen der Lämmer 2 auch in der 2ten Liste), Action
usw.

Für mich enttäuschend:
Troia (da fehlte einfach zuviel vom Originalstoff)
Matrix 2ff
Beowulf (Ich dachte jedesmal, was har Highlander mit Beowulf zu tun)
Highländer 2ff
Rambo 2-187
Rocky 2-187
das Schweigen der Lämmer 2

Wenn ich meine Liste so sehe, kann ich nur sagen: Was ein Prolet :D

Frank

Psst, ganz leise noch zum Abschluss, ich will mir ja mein Image nicht versauen:
Ich habe auch "Die Farbe Lila" und "Magnolien aus Stahl" gesehen und fand sie gar nicht schlecht
LadyMacbeth (20.11.2008, 12:55):
@Dox Orkh: ich kenne eine Menge Leute, die keinen Fernsehapparat haben und sich weder zu Tode gelangweilt noch überdurchschnittlich vermehrt haben :rofl Dafür bekommen sie regelmäßig Besuch von der GEZ - die können sich anscheinend gar nicht vorstellen, dass man ohne Fernseher leben kann :B

Ich selbst liebe Filme, mache aber einen Bogen um alles, was zu kitschig, tränendrüsig oder mit Liebesgedöns überfrachtet ist. Dafür mag ich Krimis, Action, SciFi und gut gemachte politische Filme (wie "Im Tal von Elah", der immer noch bei mir nachwirkt). Und ich mag alte Filme, vor allem Hitchcock. Leider wird heutzutage Spannung allzu häufig durch Blut, Ekel und ähnliches ersetzt :I

Mit exorbitant hohen Gagen oder Gehältern werden eine Menge Leute überhäuft, bei denen man lange diskutieren kann, ob das gerechtfertigt ist oder nicht (ich sage nur: Formel1-Rennfahrer). Bei Kulturschaffenden(dazu zähle ich das Kino durchaus) fällt es mir persönlich aber leichter, das zu akzeptieren als beim Sportlern oder Managern, deren einzige Heldentat darin besteht, die Arbeitslosenzahlen nach oben zu treiben. Das ist aber - wie gesagt - meine persönliche Auffassung.
Rachmaninov (20.11.2008, 15:24):
Original von LazarusLong
Die Klapperschlange
True Lies
A fish called Wanda
Kentucky fried movie
Highlander 1
Club der toten Dichter (Nein, ichhabe nicht geheult, mir ist da was ins Auge geflogen)
Rio Bravo


JA :down


Der 13. krieger
Die letzten beiden Batmanfilme


13. Krieger war geprägt von völliger UNLOGIK und der letzte Batman war IMHO schwach-


Für mich enttäuschend:
Matrix 2ff
Highländer 2ff
Rambo 2-187
Rocky 2-187


JA :down
HenningKolf (20.11.2008, 17:07):
Ich weiß, ich bin nicht von dieser Welt, aber

der letzte perfekte Film? Un Flic, 1972, Regie: Jean-Pierre Melville
der vorletzte perfekte Film? Le Cercle Rouge, 1970, Regie: Jean Pierre Melville
davor?
L´Armée des Ombres, 1969, Regie: Jean-Pierre Melville

nicht zu vergessen Le Samouray, Le Deuxième Soffle etc.

(Deutsch: Der zweite Atem, Der eiskalte Engel, Armee im Schatten, Vier im roten Kreis, Der Chef etc.)

Na ja, ok, Verneuil hat auch hervorragende Filme gemacht, insbesondere "Le Clan des Siciliens", allerdings - im Gegensatz zu Melville, auch weniger gute Filme.

José Giovanni hat auch den einen oder anderen guten Streifen abgeliefert.

Lieblingsschauspieler: Ventura, Delon, Piccoli, auch Belmondo in der Frühzeit, bevor er albern wurde.

Lieblingsschauspielerinnen: Moreau, Deneuve

nix aus Hollywood? na ja, Coppola, mit Abstrichen Kubrick, die eine oder andere Hollywoodkomödie aus den 60ern und frühen Siebzigern (Stanley Donan z.B.)

Amerikanische Stars: Zuerst der - Brite - Burton, dann der frühe de Niro, Cary Grant, Robert Mitchum, Walter Matthau (was für ein Gesicht!)
Grace Kelly

Sonst?
Japan: Kurasawa, Italien: Bertolucci (!900 !), Antonioni

Das heutige Kino? Pyrotechnik und unendliches Gerede da wo Melville wußte, dass man Schauspieler schweigen lassen kann, wenn mans halt kann......, Milchgesichter die harte Jungs spielen..

Gibt es denn nichts, was am aktuellen Kino gefällt??

na ja, vielleicht Kevin Spacey und die Filme von Akin, Sergej Budrow vielleicht noch, aber der ist ja auch schon tot (und russisches Kino wird unter Putin sowieso wieder sterben, wenn es nicht schon längst passiert ist)
ach ja, "Fargo" ist ein wirklich guter Film (obwohl "aktuell" hier auch nicht mehr passt)

Versteht sich von selbst, dass ich bei meinem Geschmack hier in der Provinz schon seit Jahren nicht mehr im Kino war........

Gruß
Henning
cellodil (20.11.2008, 17:53):
Original von Rachmaninov
Memento und die Verurteilten stehen auf meiner Liste der Filme, die ich noch sehen möchte!

Lieber Richard,

Memento solltest Du Dir unbedingt anschauen. Ist allerdings von der Dramaturgie her ein echter Kinofilm. Das heißt: Nicht zwischendurch in die Küche und die Leberwurstbrote schmieren...

No Country for Old Men steht bei mir als nächstes an. Einer der wenigen Cohen-Filme, die ich nicht gesehen habe.

Liebe Grüße

Sabine
Jeremias (20.11.2008, 17:56):
Ich schaue am liebsten alles, wobei ich vollkommen abschalten kann, nichts zu denken usw. Ich hab den ganzen Tag über genug Action und Drama....
Rachmaninov (20.11.2008, 18:34):
Original von cellodil

Memento solltest Du Dir unbedingt anschauen. Ist allerdings von der Dramaturgie her ein echter Kinofilm. Das heißt: Nicht zwischendurch in die Küche und die Leberwurstbrote schmieren...

ich weiss, ich weiss
Rachmaninov (20.11.2008, 18:35):
Original von Jeremias
Ich schaue am liebsten alles, wobei ich vollkommen abschalten kann, nichts zu denken usw. Ich hab den ganzen Tag über genug Action und Drama....

Drama Baby :haha
Nordolf (20.11.2008, 20:04):
Hallo!

Danke für Eure so schnellen und zahlreichen Antworten! :thanks

Meine Lieblingsfilme sind häufig phantastische oder surreale Filme.

"El Topo":
Der Regisseur Jodorowsky hat eine Art surreal-rituellen "Spaghetti-Western" geschaffen, in dem der "Revolverheld" El Topo verschiedene spirituelle Einweihungswege geht: vom erbarmungslosen Rächer wandelt er sich zu einer Art Bettelmönch, um am Ende schließlich wieder zur Rache zurückzukehren.
Der Film steckt voller Symbolik aus unterschiedlichen Religionen und Kulten. Fast jede Handlung in dem Film basiert auf Ritualen: - selbst, wenn El Topo mit seinem Pferd genau abgezirkelt um Pfützen herumreitet, hat das eine bestimmte kultische Bedeutung.
Die Bilder des Films sind häufig sehr krass, gewaltsam und physisch.
Auch Jodorowskys Filme "The Holy Mountain" und "Santa Sangre" gehören zu meinen Lieblingen.

"La Belle et la Bete":
Cocteaus Version von "Die Schöne und das Tier" mit Jean Marais. Die traumartigen, "gotischen" Stimmungen des Filmes haben es mir angetan.

"2001":
Der wurde hier ja auch schon mehrfach genannt. Eine faszinierende Vision und wunderbare Musik...

"Der Herr der Ringe 1 - 3":
Epische, monumentale Fantasy-Bilder. Ich liebe diese drei Filme einfach.

"Apocalypse now":
Der Krieg als psychedelische Erfahrung: - dieser Film steckt voller genialer Einfälle, Szenen und Dialoge.

"Opfer":
Tarkowski sehe ich - genau wie ab - sehr gerne. Einige Intellektuelle werden während einer Geburtstagsfeier vom Beginn des 3. Weltkrieges überrascht. Die mystische Vereinigung eines alternden Schauspielers und Kritikers mit einer guten Hexe (in Gestalt des Dienstmädchens) soll die Geschehnisse rückgängig machen. Der Film betreibt einen irgendwie typisch russischen Umgang mit ethischen Fragen... Bach und japanische klassische Musik sind zu hören.
"Solaris" und "Stalker" finde ich ebenfalls großartig.

"Pan's Labyrinth":
Ein sehr bewegender, sensibler, zuweilen aber auch grausamer Film von del Toro: - die Grenzen von Traum (Elfenreich) und Tagwelt (Spanischer Bürgerkrieg) werden hier vermischt; es bleibt am Ende auch offen, welche die entscheidendere Realität ist. Die Kreaturen sind äußerst phantasievoll gestaltet. Letzteres trifft übrigens auch auf del Toros völlig anders geartete Popcorn-Kracher "Hellboy" und "Hellboy 2" zu, die ich genau deshalb sehr mag (auch wegen des schwarzen Humors).

"Sky Captain and the World of Tomorrow":
Anachronistische Science Fiction im Art-Deco-Stil

"Casablanca":
Für mich immer noch einer der besten Filme zum Thema Freundschaft und Loyalität, die es gibt.

"Alexander":
Den Film "Troja" fand ich auch total enttäuschend. Dafür wurde bei diesem Streifen von Oliver Stone sehr viel Wert auf eine authentische Ausstattung gelegt.

"Der Club der toten Dichter":
Literatur nicht als Pflichtfach, sondern als Rebellion...

"Iwan der Schreckliche 1 + 2"
Eisensteins theatralisches Epos über autokratische, charismatische Herrschaft... Szenen wie die Krönungsmesse oder die Zarenhochzeit bleiben mir unvergesslich.

"Der Untergang":
Die großartige Darstellung von Bruno Ganz...

"Ghost Dog":
grotesker Gangsterfilm von Jim Jarmusch über einen Autragskiller, der streng nach den Regeln des japanischen Samuraikodex lebt...

"The Unforgiven (Erbarmungslos)":
Clint Eastwoods karger Western über einen alternden, durch seine - zur Zeit der Handlung verstorbene - Frau domestizierten und fromm gewordenen Revolverhelden, der, während er einen Auftrag ausführt, immer mehr der Alte wird... Ich empfinde diese Geschichte als "menschlich wahr".

"Lost Highway":
Der darf natürlich auch nicht fehlen - David Lynch und seine Alptraumfilme. Neben "Lost Highway" muss ich auf jeden Fall noch "Eareserhead", "Mullholland Drive" und "Wild At Heart" nennen.

"Silent Running":
Ein ungewöhnlicher SF-Film aus den 70igern: - ein Astronaut tötet seine Mitkameraden, um die letzten grünen Pflanzeninseln der Erde zu bewahren...

"Der Kaiser und sein Attentäter":
chinesischer Historienfilm mit opulenten Bildern

"La Strada":
Fellinis traurige Geschichte aus dem Milieu der fahrenden Zirkusleute und Artisten (mit der Musik von Nino Rota)...

Dann noch "Gladiator", "Unheimliche Begegnung der dritten Art", "Krull", "Farewell to the King", "Excalibur" usw.

Aus der Zeit des Stummfilms liegen mir der "Nibelungen"-Zweiteiler und "Nosferatu" sehr am Herzen.

Ich mag auch SF-Katastrophenfilme wie "The Day after Tomorrow" oder "Independence Day" sehr gerne. Bei allen Schwächen: - die Bilder sind doch sehr beeindruckend.

Ah! - und natürlich der griechische "Elektra"-Film von Anfang der 60iger mit Irene Papas...

Herzliche Grüsse!
Jörg
Rachmaninov (20.11.2008, 20:24):
Original von Nordolf

"Ghost Dog":
grotesker Gangsterfilm von Jim Jarmusch über einen Autragskiller, der streng nach den Regeln des japanischen Samuraikodex lebt...


Hast Du Hagakure auch gelesen?
HenningKolf (20.11.2008, 20:24):
Original von Nordolf

"Opfer":
Tarkowski sehe ich - genau wie ab - sehr gerne. Einige Intellektuelle werden während einer Geburtstagsfeier vom Beginn des 3. Weltkrieges überrascht. Die mystische Vereinigung eines alternden Schauspielers und Kritikers mit einer guten Hexe (in Gestalt des Dienstmädchens) soll die Geschehnisse rückgängig machen. Der Film betreibt einen irgendwie typisch russischen Umgang mit ethischen Fragen... Bach und japanische klassische Musik sind zu hören.
"Solaris" und "Stalker" finde ich ebenfalls großartig.



"Silent Running":
Ein ungewöhnlicher SF-Film aus den 70igern: - ein Astronaut tötet seine Mitkameraden, um die letzten grünen Pflanzeninseln der Erde zu bewahren...



Die mag ich auch! Mochte auch den Soundtrack von Silent Running (Joan Baez) sehr - jahrelang nicht mehr gehört.

Gruß
Henning
Nordolf (20.11.2008, 20:54):
Original von Rachmaninov
Original von Nordolf

"Ghost Dog":
grotesker Gangsterfilm von Jim Jarmusch über einen Autragskiller, der streng nach den Regeln des japanischen Samuraikodex lebt...


Hast Du Hagakure auch gelesen?

Nein - noch nicht. Im Film kommen aber jede Menge Zitate aus dem Hagakure vor, die wie ironisch gebrochene Kommentare zum Geschehen wirken.
Viele Gestalten in diesem Film sind sehr ambivalent: - der Killer ist letztlich ein Sympathieträger mit seinen konsequenten Werten gegenüber den kleinkarierten, spießigen Ganoven, denen er erst dient und die ihn später töten wollen.
Kennst Du "Ghost Dog"?

Ich mag auch diese eigenartige Grundgeschwindigkeit des Films: - man könnte fast von einem meditativen Thriller sprechen.

Herzliche Grüsse!
Jörg
Rachmaninov (20.11.2008, 21:30):
Original von Nordolf
Original von Rachmaninov
Original von Nordolf

"Ghost Dog":
grotesker Gangsterfilm von Jim Jarmusch über einen Autragskiller, der streng nach den Regeln des japanischen Samuraikodex lebt...


Hast Du Hagakure auch gelesen?

Nein - noch nicht. Im Film kommen aber jede Menge Zitate aus dem Hagakure vor, die wie ironisch gebrochene Kommentare zum Geschehen wirken.
Viele Gestalten in diesem Film sind sehr ambivalent: - der Killer ist letztlich ein Sympathieträger mit seinen konsequenten Werten gegenüber den kleinkarierten, spießigen Ganoven, denen er erst dient und die ihn später töten wollen.
Kennst Du "Ghost Dog"?

Ich mag auch diese eigenartige Grundgeschwindigkeit des Films: - man könnte fast von einem meditativen Thriller sprechen.

Herzliche Grüsse!
Jörg

Ja, kenne Gohst Dog! Glaube das man Hagakure aber gelesen haben sollte, was ich nicht habe!

Schau Dir mal "Den letzten König Schottlands" an :wink
Nordolf (20.11.2008, 21:41):
Original von Rachmaninov

Schau Dir mal "Den letzten König Schottlands" an :wink

Ich habe eben diese Kritik hier gelesen. Ja - der Film ist definitiv etwas für mich. Mal sehen, wie sich Forest Whitaker dort schlägt...

:hello
Jörg
Rachmaninov (20.11.2008, 21:44):
Original von Nordolf
Original von Rachmaninov

Schau Dir mal "Den letzten König Schottlands" an :wink

Ich habe eben diese Kritik hier gelesen. Ja - der Film ist definitiv etwas für mich. Mal sehen, wie sich Forest Whitaker dort schlägt...

:hello
Jörg

Ein verdienter Oskar für ihn in dieser Rolle!
Rachmaninov (21.11.2008, 07:35):
Original von Pollux
Terminator II (James Cameron)


Das war ein unglaublich gut gemachter Film!

Woody Allans Match Point gefällt mir, vor allem das Ende :D
Und total genial ist "Love and Death", glaube in deustch hieß er "die letzte Nacht des Boris Grushenko"

http://www.imdb.com/title/tt0073312/

Natürlich auch der eine oder andere Hitchkock wie z.B. das Fenster zum Hof.
Schaut ihr die Filme eigentlich im englischen Original?
satie (21.11.2008, 09:00):
Ja natürlich,
wie konnte ich Woody Allen vergessen !?!
Ich mag seine Filme sehr gerne, wenn auch nicht alle (So kann ich zum Beispiel seine "Mittsommernachts-Sexkomödie" gar nicht leiden).
Ich erinnere mich an eine herrliche Woche, in der im Kino um die Ecke eine Woody Allen Retrospektive kam, sprich täglich ein anderer Film von ihm. Ich bin jeden Tag hin und war praktisch immer der einzige Kinobesucher (nachmittags ist in der Woche so gut wie gar nichts los). Allein mit der Leinwand habe ich die Filme, die ich damals teilweise noch gar nicht kannte, sehr genossen. Es waren auch Dinge wie der sehr witzige "Broadway Danny Rose" dabei, aber auch bekanntere wie "The Purple Rose of Cairo", der ja Allens kindliche Enttäuschung darüber verarbeitet, dass man das Kino nach dem Film verlässt und zurück in die Realität muss.
Meine drei Lieblingsfilme von Woody Allen sind:
Zelig (1983)
In diesem gefälschten Dokumentarfilm (auch "Mockumentary" genannt) wird Woody in alte Originalaufnahmen hineinmontiert auf herrlichste Art. Der psychologisch hochinteressante Zelig (so der Name der Hauptfigur) ist ein menschliches Chamäleon, welches sich dem Gegenüber total anpassen kann (sogar optisch...).
Der zweite Lieblingsfilm ist "Oedypus Wrecks" (auf deutsch "Ödypus ratlos"). Dies ist ein Kurzfilm, der zu den drei fantastischen "New York Stories" gehört, die ohnehin jedem empfehlen kann (der erste Film ist von Scorsese, mit Nick Nolte als Jackson-Pollock-artigem Malergenie, der zweite von Francis Ford Coppola, über eine sehr beherzte Bonzentochter, die heimliches Familienoberhaupt zu sein scheint und allein in einer Luxushotel-Suite wohnt, der dritte ist der von Woody Allen). In diesem Streifen geht Allen als neurotischer, unter Ödipalkomplexen leidender jüdischer Anwalt mit seiner ultradominanten Mutter zu einer Zaubervorstellung. Dort wird die Mutter weggezaubert, und zwar wirklich. Sie ist weg, und alles wäre herrlich, würde sie nicht wenige Tage später in kolossaler Größe am Himmel über New York erscheinen und der ganzen Stadt peinlichste Geschichten über ihren Sohn erzählen...

Der dritte Lieblingsfilm von ihm ist "Stardust Memories", ein wunderbar poetisch gemachter Film, aus dem auch Allens Zitat stammt: "Immer wenn ich Wagner höre, möchte ich in Polen einmarschieren." Der Film wird im Film selber am Ende als "philosophische Schmonzette" bezeichnet.

Ein toller Regisseur mit einem unvergleichlichen Humor, den er schon als Stand-Up-Comedian hatte.

Herzlich,
S A T I E
Rachmaninov (21.11.2008, 11:04):
Noch zu nennen:

Papillon
und
in the heat of the night
Jürgen (21.11.2008, 11:25):
Original von Nordolf
"Der Herr der Ringe 1 - 3":
Epische, monumentale Fantasy-Bilder. Ich liebe diese drei Filme einfach.

"Apocalypse now":
Der Krieg als psychedelische Erfahrung: - dieser Film steckt voller genialer Einfälle, Szenen und Dialoge.


Hallo Jörg,

ich hatte Herr der Ringe ganz vergessen. Er hat natürlich seine Schwächen, gerade wenn man die Bücher kennt wird einem das bewusst. Aber wie Du schon sagtest: Epische, monumentale Fantasy-Bilder.
Oder auch die audio/visuelle Umsetzung der Szene, als die Leuchtfeuer entzündet werden. Schon beeindruckend.

Bei "Apocalypse now" darf man natürlich den gar nicht so unpassenden Einsatz des Walkürenrittes vergessen. Und, da wir ja in der Plauderecke sind, die Doors mit "The End".

Vergessen habe ich auch meine Lieblingsspaghetti-Western:
"Zwei glohrreiche Halunken" und
"Spiel mir das Lied vom Tod"
Nicht zuletzt wegen der herrlichen Musik von Ennio Morricone.

@Rachmaninov: Den 13. Krieger finde ich gar nicht so schlecht. Er schlägt ab einer gewissen Stelle halt ins Mystische um und danach darf man es mit der Logik nicht mehr so ernst nehmen.

Der letzte Mohikaner nicht mit Helmut Lange sondern Daniel Day Lewis finde ich auch hervorragend umgesetzt. Hat auch einen schönen Soundtrack.

Ein anderes Extrem ist Kill Bill, der richtig gut choreographiert ist.

Grüße
Jürgen
Rachmaninov (21.11.2008, 11:37):
Original von Jürgen
ich hatte Herr der Ringe ganz vergessen. Er hat natürlich seine Schwächen, gerade wenn man die Bücher kennt wird einem das bewusst. Aber wie Du schon sagtest: Epische, monumentale Fantasy-Bilder.
Oder auch die audio/visuelle Umsetzung der Szene, als die Leuchtfeuer entzündet werden. Schon beeindruckend.

Diese Geschichte kann man nur im eigenen Geist wirklich vollkommen beim Lesen entwickeln, ist aber sehr gut umgesetzt ...


@Rachmaninov: Den 13. Krieger finde ich gar nicht so schlecht. Er schlägt ab einer gewissen Stelle halt ins Mystische um und danach darf man es mit der Logik nicht mehr so ernst nehmen.

Es ist doch vollkommen unlogisch, dass man monatelang aus allen Ecken Europas und weiter Krieger zusammen sucht und kaum sind sie da greifen die Gegner an? Meine, WO WAREN DIE SO LANGE??? :D


Der letzte Mohikaner nicht mit Helmut Lange sondern Daniel Day Lewis finde ich auch hervorragend umgesetzt. Hat auch einen schönen Soundtrack.
Ganmz großes Kino..

Daniel Day Lewis war genial bei Gangs of New York als er ALLE anderen an die Wand spielte.... BTW, There will be blood fand ich eher fade...


Ein anderes Extrem ist Kill Bill, der richtig gut choreographiert ist.

Genial wie Terantiono hier Chinafilmkenntnisse einsetzt und dennoch was neues schafft! Auch die Verbindung mit Comic...

R
cellodil (21.11.2008, 12:08):
Original von Satie
Ja natürlich,
wie konnte ich Woody Allen vergessen !?!

Stimmt, wie konntest Du nur? Tsssss.... :D
(Genau der Grund, wieso ich mit meinem einsetzenden partiellen Alzheimer (vor allem Namen und Titel) mit solchen Film-Listen gar nicht erst anfange)

Und wie sieht's bei Dir mit Almodovar aus? Bei dem geht's mir so, dass ich nicht alle seine Filme mag, aber manche sehr hinreißend finde.

Liebe Grüße

Sabine
satie (21.11.2008, 12:28):
Liebe Sabine,
da hast Du mich genau erwischt: bisher habe ich nicht einen einzigen Film von ihm gesehen (hier stellst Du Dir jetzt bitte einen Smiley mit Schamesröte im Gesicht vor). Welchen sollte ich mir Deiner Meinung nach unbedingt zuerst anschauen?

Herzlich,
S A T I E
cellodil (21.11.2008, 13:14):
Lieber Satie,

von den neueren Almodovar-Filmen hat mir Volver ziemlich gut gefallen: schräg, witzig und gefühlvoll.
http://www.tobis.de/home/files/images/VOLVER_180.jpg
Ein paar Infos dazu zum Beispiel hier.

Und dann könntest Du vielleicht einen eher frühen Almodovar anschauen. Zum Beispiel Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs von 1988. Und wenn Du dann noch mehr sehen möchtest, dann müsste ich in meinem bröseligen Hirn nach den Titeln kruschteln...

Liebe Grüße

Sabine
Leif Erikson (21.11.2008, 18:00):
Mein Lieblingsregisseur ist Ingmar Bergman und seine mir liebsten Filme sind:

Das Lächeln einer Sommernacht
Wilde Erdbeeren
Fanny und Alexander
Die Zauberflöte

Wieviele Filme ich von ihm gesehen habe weiß ich nicht genau. Es haben mir alle gefallen. Natürlich sind viele harte Brocken darunter, die man nicht nebenbei zum relaxen anschaut.
Auch seine Schauspielerinnen sind wunderbar Liv Ullman und die schöne Bibi Anderson.
Bergman hat 58 Preise bekommen und gilt als der Regisseur der Regisseure.

Meine Nr. 2 ist Alfred Hitchcock: Fenster zum Hof, Vertigo und die Vögel sind Meilensteine.

Bunuel Der diskrete Charm der Bourgeoisie Belle de Jour, Dieses obskure Objekt der Begierde.

Peter Weir Der einzige Zeuge, Greencard, Der Club der toten Dichter.

Ridley Scot, Blade Runner

David Lynch, Blue Velvet, Mulholland Drive

Jean Jaques Annaud, Der Name der Rose, Am Anfang war das Feuer, Der Bär

Alle "Dünner Mann" - Filme.

etc. etc.


Gruß, Leif.
Nordolf (21.11.2008, 18:10):
Original von Jürgen

Hallo Jörg,

ich hatte Herr der Ringe ganz vergessen. Er hat natürlich seine Schwächen, gerade wenn man die Bücher kennt wird einem das bewusst. Aber wie Du schon sagtest: Epische, monumentale Fantasy-Bilder.
Oder auch die audio/visuelle Umsetzung der Szene, als die Leuchtfeuer entzündet werden. Schon beeindruckend.

Bei "Apocalypse now" darf man natürlich den gar nicht so unpassenden Einsatz des Walkürenrittes vergessen. Und, da wir ja in der Plauderecke sind, die Doors mit "The End".

Vergessen habe ich auch meine Lieblingsspaghetti-Western:
"Zwei glohrreiche Halunken" und
"Spiel mir das Lied vom Tod"
Nicht zuletzt wegen der herrlichen Musik von Ennio Morricone.


Hallo Jürgen,

natürlich darf man Sergio Leone nicht vergessen. Auch "Todesmelodie" ist ein toller Western von ihm.

"Der Herr der Ringe" hat wirklich das Glück gehabt, einen unkonventionelleren Regisseur zu finden: - Peter Jackson, der vorher ziemlich abgedrehte Splatterkomödien drehte. Die finde ich auch klasse: "Bad Taste", "Brain dead" oder "Meet the Feebles". Letzterer ist ein Puppenfilm, der den Muppets nachempfunden wurde, in dem aber reichlich Blut die Wände hochspritzt. Er strotzt nur so vor makabren Einfällen: eine Pornofilme drehende Ratte (Darsteller sind eine Kuh und eine Schabe), ein Frosch mit einem Vietnam-Trauma oder eine Sch...hausfliege mit entsprechenden kulinarischen Vorlieben, die von Beruf Reporter ist.

Um im Makabren zu bleiben: Jörg Buttgereits "Der Todesking" gefällt mir auch sehr gut. Unter dem Motto "Sieben Tage hat die Woche, sieben Selbstmorde hat die Woche" werden Geschichten von Suiziden erzählt (bzw. eine Episode davon zeigt minutenlang eine Brücke, von der sich jedes Jahr Menschen in den Tod stürzen, mit den entsprechenden Namen)

Ganz vergessen hatte ich Orson Welles: "Citizen Kane" ist eine wunderbare, spannende Parabel auf den "American Way of Life". "Der dritte Mann" sollte bekannt sein - genauso wie das berühmte Sprüchlein von Harry Lime aus dem Film: "In den dreißig Jahren unter den Borgias hat es nur Krieg gegeben, Terror, Mord und Blut, aber dafür gab es Michelangelo, Leonardo da Vinci und die Renaissance. In der Schweiz herrschte brüderliche Liebe, fünfhundert Jahre Demokratie und Frieden. Und was haben wir davon? Die Kuckucksuhr!".
Ganz toll fand ich auch "A Touch of Evil" - ein düsterer Film noir mit sehr ambivalenten Charakteren.

Herzliche Grüsse!
Jörg
Rachmaninov (22.11.2008, 13:43):
Original von Nordolf
Die finde ich auch klasse: "Bad Taste", "Brain dead" oder "Meet the Feebles". Letzterer ist ein Puppenfilm, der den Muppets nachempfunden wurde, in dem aber reichlich Blut die Wände hochspritzt.

Brain Dead kenne ich auch.... die Mädels wollten damals aber nicht im Kino bleiben. Der Film war so was von total unsinng, GENIAL!
Heike (23.11.2008, 14:05):
Memento solltest Du Dir unbedingt anschauen. Ist allerdings von der Dramaturgie her ein echter Kinofilm. Das heißt: Nicht zwischendurch in die Küche und die Leberwurstbrote schmieren...
Dem stimme ich ganz und gar zu, ein klasse Film, über den man noch lange reden und streiten kann.

Ebenso gern sehe ich "Fight Club" - gar kein brutaler Film über Fight Clubs, sondern über die Alter Egos in uns (natürlich hier extrem) und ein äußerst subtiler Film über die Katastrophen des Lebens miteinander. Ich glaube, ich entdecke bei jedem Mal ansehen wieder neue Aspekte drin und staune, wie nachhaltig und hintergründig das ganze komponiert ist.

"The Village" habe ich (nicht nur wegen der wunderschönen Filmmusik) hier schon mal irgendwo gelobt. Ein Ein leiser, sehr aktueller Film über Angst und Manipulation.

Nach wie vor liebe ich die Beziehungsklassiker: "Der Rosenkrieg" und "Szenen einer Ehe" von Ingmar Bergmann. Oder aus der Neuzeit wirklich unterhaltsam war "Sommer vorm Balkon" - trostlose, aber tragikkomische Wahrheiten zweier frustrierter Frauen aus dem modernen Berlin.

Und wenn wir bei den Klassikern wären: Grusel sehe ich nicht so gerne, aber "Bram Strokers Dracula" mag ich sehr, aber nur diesen Dracula. Das hat sowas morbides und ist dabei auch noch fast erotisch, zudem auch hier wirklich eine gute Filmmusik, wie ich meine.

Aus der humoristischen Klassiker-Ecke: Loriots "Ödipussy" und "Papa ante portas" - dazu muss ich wohl nichts erklären.

Bei den experimentellen Sachen hat mir Lars von Triers "Dogville" am besten gefallen - wir haben anschließend lange über die Frage diskutiert, ob und wann und wie man sich wehren soll und muss. Sicher auch eine sehr aktuelle Frage.

Von den eher unbekannten Filmen über Menschen und Landschaften mochte ich "Schiffsmeldungen" besonders gern - ein absolut schräger Selbstfindungstrip in Neufundland, was natürlich die ideale Kulisse für diese sehenswerte Charakterstudie ist.

Von den deutschen Filmen mochte ich zum Beispiel "Elementarteilchen" - den Film fand übrigens viel besser als das Buch, was meiner Meinung nach schon an literarische Masturbation (sorry) grenzt. Der Film hingegen erzählt gekonnt die verstörende Geschichte zweier grundverschiedener Brüder, die jeder auf seine Art völlig verdreht sind und immer wieder mit neuen Problemen kämpfen.

Was die Krimis angeht - da bin ich ganz altmodisch und hab noch nichts gefunden, was mit Hitchkock konkuriieren könnte. Am ehesten noch Agatha Christies Miss Marple, aber die hat ja nun auch schon nen Grauschleier ....

Aus den letzten 10 Oscar-Jahrgängen hat mir "American Beauty" am besten gefallen - so tragisch und komisch zugleich und doch (leider) oft wehtuend wahr.

Aus den vergangenen DVD-Erlebnissen hat mich am meisten getroffen: "Der freie Wille" - sehr heftiig, man sollte sich gut überlegen, ob man das sehen will - aber ein psychologisch exzellenter Film, der leider die Wirklichkeit ziemlich gut abbildet.

Heike
Heike (23.11.2008, 14:24):
Original von Nordolf
Original von Rachmaninov

Schau Dir mal "Den letzten König Schottlands" an :wink

Ich habe eben diese Kritik hier gelesen. Ja - der Film ist definitiv etwas für mich. Mal sehen, wie sich Forest Whitaker dort schlägt...


Hallo,
dazu noch: ich fand den Film auch sehenswert - und zwar ganz speziell dank Forest Whitaker! Auch wenn vom Rest der Story ja nicht alles autentisch ist, Idi Amin ist wirklich absolut brilliant dargestellt. Dieser brutale Diktator, der bei aller Macht oft wie ein ungezogenes Kind agiert und doch schafft, die Massen lange mit seinem Charme und vielen Lügen zu blenden ist meisterhaft getroffen.

Ich habe jedoch das Original gesehen, bin nicht sicher, ob man diese Wahnsinns-Stimme sooooooo eindringlich auch in der Synchronisation wiederfinden kann.
Heike
Rachmaninov (23.11.2008, 15:12):
Original von Hebre
Original von Nordolf
Original von Rachmaninov

Schau Dir mal "Den letzten König Schottlands" an :wink

Ich habe eben diese Kritik hier gelesen. Ja - der Film ist definitiv etwas für mich. Mal sehen, wie sich Forest Whitaker dort schlägt...


Hallo,
dazu noch: ich fand den Film auch sehenswert - und zwar ganz speziell dank Forest Whitaker! Auch wenn vom Rest der Story ja nicht alles autentisch ist, Idi Amin ist wirklich absolut brilliant dargestellt. Dieser brutale Diktator, der bei aller Macht oft wie ein ungezogenes Kind agiert und doch schafft, die Massen lange mit seinem Charme und vielen Lügen zu blenden ist meisterhaft getroffen.

Ich habe jedoch das Original gesehen, bin nicht sicher, ob man diese Wahnsinns-Stimme sooooooo eindringlich auch in der Synchronisation wiederfinden kann.
Heike

@Heike,
was meinst du sein nicht autentisch?
Den Arzt hat es jedenffalls gegeben sofern ich es weiss...

R
Heike (24.11.2008, 07:57):
Hallo,
ich meine gelesen zu haben, dass die ganze Geschichte um den Arzt fiktiv ist.
Heike
Rachmaninov (24.11.2008, 09:37):
Original von Hebre
Hallo,
ich meine gelesen zu haben, dass die ganze Geschichte um den Arzt fiktiv ist.
Heike

Also,
ich meine irgendwo gelesen zu haben das da etwas dran ist.

Muss ich mal nachlesen....
cellodil (24.11.2008, 10:58):
Original von Rachmaninov
Hat einer von euch no country for old men gesehen?

Lieber Richard,

ich habe ihn mir gestern angeschaut und mich dann daran erinnert, warum ich diesen Film auf gar keinen Fall im Kino sehen wollte, sondern lieber klein und mit steuerbarem Ton... Der ist schon sehr brutal und gewaltvoll. Die schlimmste Szene ist allerdings gänzlich unblutig (ich meine die an der Tankstelle - für alle, die den Film kennen). Eigentlich ein klassischer Thriller, der aber eine sehr eigenwillige Atmosphäre hat, der spannend ist, aber immer auch einen melancholischen Unterton hat.

Ist zwar sicher nicht mein Lieblings-Cohen-Brüder-Film, aber ich finde ihn durchaus sehenswert.

Liebe Grüße

Sabine
cellodil (24.11.2008, 11:02):
Original von Hebre
Von den eher unbekannten Filmen über Menschen und Landschaften mochte ich "Schiffsmeldungen" besonders gern - ein absolut schräger Selbstfindungstrip in Neufundland, was natürlich die ideale Kulisse für diese sehenswerte Charakterstudie ist.

Liebe Heike,

kennst Du das Buch? Ich fand den Film zwar auch schön, aber die literarische Vorlage hat mir doch sehr viel besser gefallen (und den Filmgenuss dadurch stark überlagert).

Original von Hebre
Aus den letzten 10 Oscar-Jahrgängen hat mir "American Beauty" am besten gefallen - so tragisch und komisch zugleich und doch (leider) oft wehtuend wahr.

Ja, das ist wirklich ein ganz wunderbarer Film.

Herzliche Grüße

Sabine
Rachmaninov (24.11.2008, 11:56):
Original von cellodil
Original von Rachmaninov
Hat einer von euch no country for old men gesehen?

Lieber Richard,

ich habe ihn mir gestern angeschaut und mich dann daran erinnert, warum ich diesen Film auf gar keinen Fall im Kino sehen wollte, sondern lieber klein und mit steuerbarem Ton... Der ist schon sehr brutal und gewaltvoll. Die schlimmste Szene ist allerdings gänzlich unblutig (ich meine die an der Tankstelle - für alle, die den Film kennen). Eigentlich ein klassischer Thriller, der aber eine sehr eigenwillige Atmosphäre hat, der spannend ist, aber immer auch einen melancholischen Unterton hat.

Ist zwar sicher nicht mein Lieblings-Cohen-Brüder-Film, aber ich finde ihn durchaus sehenswert.

Liebe Grüße

Sabine

Die Szene an der Tankstelle habe ich zur Begeisterung eines Freundes anschließen 100%ig wiedergegeben als wir Heim fuhren.

Es war jeden klar das dieser Dialog Leben oder Tod bedeutet, wohl abgesehen von Tankwart.

Brutaler fand ich die Szene als er aus dem Haus kam und wohl jeden klar war das er am Ende sogar die Frau ermordet hat.....

Hast Du verstanden was dieser Monolog am Ende "Von wegen weißem Licht" usw. zu sagen hat?
Okay, Todesahnung, aber mir war nicht klar ob er Angst hat diesen Killer zu suchen oder ob er sich traut.

Auch sehens wert:

Tödliche Versprechen mit Viggo Mortensen
Heike (24.11.2008, 12:59):
Hallo Sabine,
nein, das Buch "Schiffsmeldungen" kenne ich nicht - aber der Film war für mich bei weitem nicht nur wegen den atemberaubenden Landschaftsbildern auf großer Leinwand beeindruckend, sondern auch und vor allem wegen den klasse gespielten Charakteren berührend. Einer meiner Favoriten der letzten Jahre, schade, dass er hier so wenig Erfolg hatte.
Jetzt hast du mich neugierig gemacht auf das Buch, aber ob ich das NACH dem Film noch lesen sollte ....? Vielleicht warte ich ein paar Jährchen ;-)
Heike
cellodil (24.11.2008, 17:39):
Original von Hebre
Hallo Sabine,
nein, das Buch "Schiffsmeldungen" kenne ich nicht - aber der Film war für mich bei weitem nicht nur wegen den atemberaubenden Landschaftsbildern auf großer Leinwand beeindruckend, sondern auch und vor allem wegen den klasse gespielten Charakteren berührend. Einer meiner Favoriten der letzten Jahre, schade, dass er hier so wenig Erfolg hatte.
Jetzt hast du mich neugierig gemacht auf das Buch, aber ob ich das NACH dem Film noch lesen sollte ....? Vielleicht warte ich ein paar Jährchen ;-)
Heike

Liebe Heike,

das Buch ist auf jeden Fall ein Vergnügen - auch nach dem Film. Ich würde es vielleicht nicht unmittelbar danach lesen, aber mit einem bisschen zeitlichem Abstand, kann das auf jeden Fall bestehen.

Herzliche Grüße

Sabine
cellodil (24.11.2008, 17:53):
Original von Rachmaninov
Brutaler fand ich die Szene als er aus dem Haus kam und wohl jeden klar war das er am Ende sogar die Frau ermordet hat.....

Das fand ich einfach nur grauenvoll. Überhaupt der Moment, als die Frau nach Hause kommt und der Killer sitzt da (der sieht ja aus wie eine psychotische Kreuzung aus Prinz Eisenherz und George Clooney). Brrr... Trotzdem fand ich die Tankstelle härter, weil so willkürlich und weil der Ausgang dieser Sequenz gänzlich offen war (da habe ich gedacht, ich kann den Film nicht weiter anschauen, wenn der Tankwart nicht überlebt).

Original von Rachmaninov
Hast Du verstanden was dieser Monolog am Ende "Von wegen weißem Licht" usw. zu sagen hat?
Okay, Todesahnung, aber mir war nicht klar ob er Angst hat diesen Killer zu suchen oder ob er sich traut.

Ich hatte den Eindruck, dass er für sich selbst da schon eine Grenze überschritten hatte, dass es ihm egal ist, ob er es überleben wird. Hatte schon etwas Resignatives. Denke, die Frage bleibt unbeantwortet. Andererseits: Was soll er denn sonst tun? Kaninchen züchten?

Original von Rachmaninov
Auch sehens wert:

Tödliche Versprechen mit Viggo Mortensen

Sagt mir gar nichts, dieser Titel. Von wann ist der denn?

Kennst Du Mystic River? Ich denke, der passt auch in die No Country for Old Men-Ecke. Den könnte ich mir eigentlich auch mal wieder anschauen. Im Kino fand ich den damals ziemlich beeindruckend, kann mich aber nur noch rudimentär erinnern (zu viele Filme, zu viele Geschichten).

Liebe Grüße

Sabine
Rachmaninov (24.11.2008, 17:59):
Original von cellodil
Original von Rachmaninov
Brutaler fand ich die Szene als er aus dem Haus kam und wohl jeden klar war das er am Ende sogar die Frau ermordet hat.....

Das fand ich einfach nur grauenvoll. Überhaupt der Moment, als die Frau nach Hause kommt und der Killer sitzt da (der sieht ja aus wie eine psychotische Kreuzung aus Prinz Eisenherz und George Clooney). Brrr... Trotzdem fand ich die Tankstelle härter, weil so willkürlich und weil der Ausgang dieser Sequenz gänzlich offen war (da habe ich gedacht, ich kann den Film nicht weiter anschauen, wenn der Tankwart nicht überlebt).


Vor allem kennt man die Szene wie er da sitz und seine Arbarmungslosigkeit aus vorherigen Szenen!!! Schauder

Bei Tankwart habe ich eigentlich innerlich geschmunzelt, weil dieser "einfache" gesit die Lage nicht erkannte!


Original von Rachmaninov
Hast Du verstanden was dieser Monolog am Ende "Von wegen weißem Licht" usw. zu sagen hat?
Okay, Todesahnung, aber mir war nicht klar ob er Angst hat diesen Killer zu suchen oder ob er sich traut.

Ich hatte den Eindruck, dass er für sich selbst da schon eine Grenze überschritten hatte, dass es ihm egal ist, ob er es überleben wird. Hatte schon etwas Resignatives. Denke, die Frage bleibt unbeantwortet. Andererseits: Was soll er denn sonst tun? Kaninchen züchten?


Frage ich ob er die Suche aufnimmt und ahnt es wird sein Tod, oder ob er resigniert....



Original von Rachmaninov
Auch sehens wert:

Tödliche Versprechen mit Viggo Mortensen

Sagt mir gar nichts, dieser Titel. Von wann ist der denn?


2007


Kennst Du Mystic River? Ich denke, der passt auch in die No Country for Old Men-Ecke. Den könnte ich mir eigentlich auch mal wieder anschauen. Im Kino fand ich den damals ziemlich beeindruckend, kann mich aber nur noch rudimentär erinnern (zu viele Filme, zu viele Geschichten).

Liebe Grüße

Sabine

cellodil (24.11.2008, 20:48):
Original von Rachmaninov
Original von cellodil
Original von Rachmaninov
Auch sehens wert:

Tödliche Versprechen mit Viggo Mortensen

Sagt mir gar nichts, dieser Titel. Von wann ist der denn?


2007


... ging völlig an mir vorbei. Oder der lief hier nicht im Kino. Mal sehen, ob ich den auf DVD bekomme.

Liebe Grüße

Sabine

P.S.
Heute abend steht bei mir - aller Voraussicht nach - weniger Gewalt ins Heimkino. Und zwar:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51H%2B0r3IMrL._SS500_.jpg
cellodil (24.11.2008, 20:56):
P.S.

Lieber Richard,

wenn Dir No Country for Old Men gefallen hat, dann schau' Dir doch mal In the Valley of Elah an. Ist auch ein ziemlich düsterer Thriller (über Väter und Söhne und über amerikanischen Patriotismus in Zeiten des Irakkriegs) und auch mit Tommy Lee Jones und filmisch in jeder Hinsicht hervorragend gemacht. Infos zum Beispiel hier oder ein paar Spotlights auf der schreiend-lärmigen Werbeseite von Warner.

Liebe Grüße

Sabine
Rachmaninov (24.11.2008, 20:59):
Original von cellodil
Tommy Lee Jones

Lange nix Gutes von ihm gesehen...........
Solitaire (25.11.2008, 11:45):
Mein Lieblingsfilm seit nahezu 25 Jahren, und vermutlich für alle Ewigkeit:
Travi (26.11.2008, 00:23):
Da habt Ihr ja was Schönes angerichtet - OK, ich oute mich; ich bin ein Filmfreak, der aber so gut wie nie ins Kino kommt. Meine filmische Hitparade sieht zur Zeit etwa so aus:

Zuerst die beiden "Brüder" Rodriguez & Tarantino:
- Desperado (den Vorspann in der Bar habe ich mir schon x mal angesehen und vor allem auch angehört - ich sage nur eins: Banderas!, und: Buscemi!, und...)
- Jackie Brown (Pam Grier - ist sie nicht die Größte? - und dann der Zusammenschnitt von Musik und Bildern; genial)

Jetzt meine Lieblings-Wong Kar Wais, vor allem die mit Chris Doyle als direcor of photography, aber nicht nur die:
- In the Mood for Love (ein wunderbarer Wong Kar Wai)
- Chungking Express (ein irrer Wong Kar Wai)
- 2046 (ein sehr schöner und sehr trauriger Wong Kar Wai)

Asiatische Filme generell habe ich erst in den letzten Jahren entdeckt:
- Dark Water von Hideo Nakata (japanischer Horror vom Feinsten - eine Frau hat Angst, das Sorgerecht für ihr Kind zu verlieren, und allein weil sie dies so sehr fürchtet, darum geschieht es auch - nie zuvor hatte ich, ohne einen einzigen Flecken Blut o.ä. zu sehen, drei Gänsehäute übereinander; um Horror im oft so platten Sinne geht es überhaupt nicht; es geht um den Horror, den ein Mensch in sich hat und der für den Zuschauer fast handgreiflich erlebbar gemacht wird)

Zwei Beispiele aus meiner Animé-Abteilung:
- Spirited Away (melancholisch - schön - brilliant)
- Grave of the Fireflies (ganz harte Kost, vor allem für den europäisch-amerikanischen Zuschauer, der Trickfilme automatisch mit netten kleinen Kindern und Disney gleichsetzt)

- Uzak (wunderschöne Fast-Standbilder von Istanbul im Schnee; Nuri Bilge Ceylan, der Regisseur, ist auch Fotograf)

- Ratatouille (einfach hübsch, diese Ratten - ich mochte sie alle; schön auch das Plädoyer für Außenseiter; und einfach super der food critic, mit der Stimme von Peter O'Toole)

- The Fabulous Baker Boys (unglaublich, die beiden Bridges-Brüder, und dann Michelle, the one and only, in ihrer ganzen jugendlichen Schönheit, und singen konnte sie auch noch! - und dann das nächtliche Seattle)

- Taxi Driver (erst vor einem Jahr gesehen, weil die DVD plötzlich so billig war, dass man sie einfach nicht bei Amazon stehen lassen konnte... aus irgendeinem Grund hatte ich jahrelang die schönsten Vorurteile gegen den Film; dann die große Überraschung; ein toller Robert de Niro; eine göttliche Atmosphäre aus New Yorker Neon und Nacht und, nebenbei gesagt, Musik von Bernard Herrmann)

- The Big Sleep (toller alter Schwarz-Weiß-Film - leider mit Bogart, den ich, wahrscheinlich als einziger Mensch auf der ganzen Welt, hasse wie die Pest, aber mit unglaublich vielen attraktiven NebendarstellerInnen und unglaublichen Szenen und Dialogen)

- I Married A Witch (sehr witzig; schon als Kind habe ich für Veronica Lake geschwärmt, und seit letztem Jahr nenne ich nun endlich ein paar DVDs mit ihren Filmen mein eigen; war nicht leicht, da dranzukommen)

- Brokeback Mountain (mit einem großartigen Heath Ledger; ein furchtbar trauriger, wunderschöner Film, sehr ruhig erzählt)

- No Country for Old Men (noch besser als das Buch, das leider eher langweilig ausplätschert; und Cormac McCarthy ist immerhin einer meiner amerikanischenLieblingsautoren)

Soll ich noch weitermachen...?

Gute Nacht,
Travi
daniel5993 (26.11.2008, 01:50):
Ein schönes Thema! Ich mach mal weiter........

Bis vor ein paar Jahren war ich auch ein großer Filmfreak. Seit dem "Arbeitsleben" bleibt dafür (neben der Musik) kaum noch Zeit. Für mein Leben gern sehe ich Serien (Quer durch die Reihe) wie "LOST", "Boston Legal", "Monk", "24" bis hin zu "unsere kleine Farm"," King of Queens", Don Camillo und Peppone" u.v.a.

Ich sehe eigentlich alle Genres des Films gern, bis auf Horror. Ich sehe sehr gern ältere Filme, angefangen in den 20ern bis Ende der Siebziger Jahre. Mit den Filmen verbundene Größen sind für mich u.a. John Wayne, Clint Eastwood, Martin Dean, Heinz Rühmann, Heinz Erhardt, Al Pacino, Sylvester Stallone.

Mein Lieblingsfilm ist "Die Verurteilten" (schon seit Ewigkeiten) und ich denke, das sich das auch nicht ändern wird....dicht gefolgt von "Gladiator"......."Die Legende von Bagger Vance"...."Der Patriot"...."Assassins - Die Killer"

http://ecx.images-amazon.com/images/I/517SDGYY26L.jpg


Ansonst liebe ich: Mafiafilme, Western, Filme von Ephraim Kishon....... nicht zu vergessen Rocky 1-?, Rambo 1-?......

....ich könnt noch vieles Aufzählen!

Grüße
Daniel
Rachmaninov (26.11.2008, 07:47):
Original von daniel5993[/i

Mein Lieblingsfilm ist "Die Verurteilten" (schon seit Ewigkeiten) und ich denke, das sich das auch nicht ändern wird....


Zu Weihnachten bekomme ich den Film als DVD. Ist die #1 bei imbd.com und ich freue mich schon drauf.


Ansonst liebe ich: Mafiafilme, Western, Filme von Ephraim Kishon....... nicht zu vergessen Rocky 1-?, Rambo 1-?......


--> Goodfellas :times10
Jürgen (26.11.2008, 10:32):
Original von daniel5993
Ich sehe eigentlich alle Genres des Films gern, bis auf Horror.Das habe ich bis vor etwa einem Jahr auch gedacht. Insbesondere dieser ganze Schlabberkram nervte mich. Aber dann habe ich zufällig "The Ring" im FreeTV eingeschaltet und konnte nicht mehr aufhören. Das hatte allerdings die Nebenwirkung, dass ich mir danach um 1 Uhr fast in die Hose gemacht habe als ich im Dunkeln durch den Flur gegangen bin.

Mein Lieblingsfilm ist "Die Verurteilten" (schon seit Ewigkeiten) Da habe ich wohl eine Lücke.

....... nicht zu vergessen Rocky 1-?, Rambo 1-?......Das ist bei mir übersichtlicher, ich mag da nur Rambo 1.



Übrigens liebe ich Historienschinken, weil ich mich seit meiner Kindheit für alte Kulturen interessiere:

Spartakus
Ben Hur
Alexander
Gladiator
Troja, auch wenn er deutlich von der Vorlage abweicht


Grüße
Jürgen
Rachmaninov (26.11.2008, 10:40):
Original von Jürgen
....... nicht zu vergessen Rocky 1-?, Rambo 1-?......Das ist bei mir übersichtlicher, ich mag da nur Rambo 1.


Rambo 1 kann man ja sogar noch mit einer inhaltlichen politischen Aussage plakatieren. Im Gegensatz zu den folgenden Teilen.


Übrigens liebe ich Historienschinken, weil ich mich seit meiner Kindheit für alte Kulturen interessiere:

Spartakus
Ben Hur
Alexander
Gladiator
Troja, auch wenn er deutlich von der Vorlage abweicht


Grüße
Jürgen

Oja, die alten Filme sind alle klasse. Vor allem Ben Hur ist genial.
nikolaus (26.11.2008, 14:55):
Ich bin zwar überhaupt kein Kino-Gänger und nur sehr selten Fern-Seher, aber ein paar meiner Highlights möchte ich nach kurzem brainstorming doch in den Ring werfen:

Dancer in the Dark, Lars von Trier
The Hours, Stephen Daldry
Adam's Apples, Anders Thomas Jensen
Reconstruction, Christoffer Boe
Memento, Christopher Nolan
Wie im Himmel, Kay Pollak
...

Und als Sahnehäubchen (jetzt laufen bestimmt alle weg...):
Jenseits von Afrika, Sidney Pollack :I

und nicht zu vergessen:
die Miss Marple Filme mit Margret Rutherford (oder auch die Serie mit Joan Hickson) :cool

Nikolaus.
daniel5993 (26.11.2008, 15:45):
Original von nikolaus
und nicht zu vergessen:
die Miss Marple Filme mit Margret Rutherford (


Die sind Super!
cellodil (26.11.2008, 18:25):
Original von nikolaus

Wie im Himmel, Kay Pollak

Mein Lieber,

da kann ich Dir nur zustimmen. :beer Ein wunderschöner Film und ikonographisch zwar durchschaubar (Passion Christi), aber dennoch ziemlich raffiniert, daher auf mehreren Ebenen genieß- und rezipierbar.

Original von nikolaus
Und als Sahnehäubchen (jetzt laufen bestimmt alle weg...):
Jenseits von Afrika, Sidney Pollack :I

... den habe ich leider zu oft gesehen. Allerdings die Szene mit dem Grammophon und dem Mozart Klarinettenkonzert, die finde ich immer wieder schön.

Herzliche Grüße

Sabine
Solitaire (27.11.2008, 15:49):
Ich bin bestimmt ein schrecklich herzloser Mensch, aber ich mußte bei "Jenseits von Afrika" nicht weinen. Da konnte nicht mal Mozart was dran ändern. "Wie im Himmel" ist ist wirklich sehr schön.
Im übrigen liebe ich die Filme von Tim Burton.
Rachmaninov (27.11.2008, 15:50):
Original von Solitaire
Ich bin bestimmt ein schrecklich herzloser Mensch, aber ich mußte bei "Jenseits von Afrika" nicht weinen. Da konnte nicht mal Mozart was dran ändern. "Wie im Himmel" ist ist wirklich sehr schön.
Im übrigen liebe ich die Filme von Tim Burton.

Aber hoffentlich liefen bei E.T. ein paar Trämen :I :haha
nikolaus (27.11.2008, 16:19):
Original von Solitaire
Ich bin bestimmt ein schrecklich herzloser Mensch, ....

DAS, liebe Solitaire, kann ich mir beim besten Willen NICHT vorstellen!

Nikolaus. :hello
Poztupimi (27.11.2008, 18:42):
Ihr Lieben,

ich bin zuletzt während des Studiums unregelmäßig ins Kino gegangen und eher kein Kinogänger, also sicher weit davon entfernt, ein Cineast zu sein. Die Liste meiner Lieblingsfilme ist kunterbunt gemischt, kaum einen davon besitze ich als Video oder auf DVD, wenn mir danach ist und einer gerade mal im Fernsehen läuft, schaue ich ihn mir an. Stabil in der Liste meiner Favoriten halten sich (Titel auf deutsch, die Filme im Original zu sehen, ist mir einfach zu mühselig):
Allen: Der Schläfer, Der Stadtneurotiker, Eine Sommernachts-Sexkomödie ( :hello Satie), Hannah und ihre Schwestern, Manhattan
Kurosawa: Ran, Rashomon (ganz weit vorne für mich)
Hitchcock: Über den Dächern von Nizza, Fenster zum Hof, Die Vögel
Kubrick: Dr. Seltsam

Und dann noch:
Jules und Jim, Blowup, Alexis Sorbas, Ein Fisch namens Wanda, Fitzcaraldo, Die 3 Tage des Condor, Am Anfang war das Feuer, Der dritte Mann, Dogs in Space (was das ist? hier)

Ja, ich sehe mir auch sonstige alte und neue Hollywood-Filme im Fernsehen an, wobei ich mir Horrorfilme schenke und die pure Action wie Rambo etc. ebenso. Und heute gönne ich mir zum bügeln vermutlich den Herrn der Ringe.

Grüße,
Wolfgang
cellodil (27.11.2008, 22:33):
Original von Rachmaninov
Original von Solitaire
Ich bin bestimmt ein schrecklich herzloser Mensch, aber ich mußte bei "Jenseits von Afrika" nicht weinen. Da konnte nicht mal Mozart was dran ändern. "Wie im Himmel" ist ist wirklich sehr schön.
Im übrigen liebe ich die Filme von Tim Burton.

Aber hoffentlich liefen bei E.T. ein paar Trämen :I :haha

:rofl

Aber hier ist es an mir, Herzlosigkeit zu gestehen: Für zerfledderte Kartoffelköpfe habe ich dann doch keine Tränen übrig.

Zu meinen liebsten Heulfilmen gehören zum Beispiel The Bridges of Madison County (1995, deutscher Titel: "Die Brücken am Fluss") oder auch Philadelphia oder City of Angels und... und bei The Cider House Rules muss ich aus unerfindlichen Gründen schon beim Vorspann losheulen.

Liebe Grüße

Sabine

P.S.
die Mozart-Szene in Out of Africa, an die ich dachte, ist wohl auch nicht unbedingt die Heulszene - auch wenn die Platte von den Affen zerkratzt wird...
Dr. Schön (27.11.2008, 23:59):
Original von HenningKolf
Ich weiß, ich bin nicht von dieser Welt, aber

der letzte perfekte Film? Un Flic, 1972, Regie: Jean-Pierre Melville
der vorletzte perfekte Film? Le Cercle Rouge, 1970, Regie: Jean Pierre Melville
davor?
L´Armée des Ombres, 1969, Regie: Jean-Pierre Melville

nicht zu vergessen Le Samouray, Le Deuxième Soffle etc.

(Deutsch: Der zweite Atem, Der eiskalte Engel, Armee im Schatten, Vier im roten Kreis, Der Chef etc.)


Da bin ich mal kurz weg und ihr macht ne Filmecke auf...

Sehr schön.

Ja, Melville gehört auch zu meinen absoluten Lieblingen. Wobei ich finde das "Un Flic" nach den hervorragen ersten Minuten völlig ins koventionelle abgleitet. Leider. Aber die anderen genannten unbedingt, sowie sein sehr seltenes Frühwerk "Le Silence de la Mer/Das Schweigen des Meeres" (1948).


Was mag ich?

Meine absoluten Lieblinge sind die Amerikaner Howard Hawks & John Ford.
Auf den vordersten Rängen rangieren des weiteren Fritz Lang, Akira Kurosawa, Billy Wilder und Ingmar Bergman.

Vom Weimarer Fritze mag ich besonders "Der müde Tod" ein völlig abgefahrenes und surreales Teil, die ersten "Dr. Mabuse" Filme und natürlich sein Meisterwerk "M". Auch seine späteren amerikanischen Filme gefallen mir durch die Bank sehr gut.

Von Kurosawa schätze ich besonders "Rashomon", "Die 7 Samurai", "Yojimbo" und einige mehr.

Bei Bergman ist eigentlich alles zwischen "Sehnsucht der Frauen" bis etwa "Angesicht zu Angesicht" etwa so wichtig wie das Atmen, wobei ich "Das Lächeln einer Sommernacht" und "Wilde Erdbeeren" besonders schätze.

Und natürlich mein persönlicher Liebling (als Darsteller & Regiesseur) Clint Eastwood.

Versuche ich mich mal weiter chronologisch.

Ich komme zunächst nicht an Charles Chaplin und Segei Eisenstein vorbei, die ich für die einzigen Genies halte, die es beim Film überhaupt gab.
Ferner zähle ich auch Buster Keaton zu den unbedingt großen.

Ich mag sehr das frühe Hollywood.
Ich liebe Schauspieler wie Cary Grant, James Stewart, Henry Fonda, Humphrey Bogard, Katherine Hepburn....
Ich mag die ganzen klassischen Genres vom Musical (was stehe ich auf Fred Astaire), über den Film Noir, bis zum Horrorfilm (was stehe ich auf Boris Karloff) sehr gerne.

Und natürlich das "amerikanische Kino per excellence " den Western, den ich wohl auch insgesammt am liebsten mag. Die wichtigen Amerikaner (John Ford, Anthony Mann, John Sturges), aber unbedingt auch den Italo Western (Leone, Corbucci, Sollima).

Das amerikanische Kino der 70er (New Hollywood, mit Coppola, Scorsese, Cimino etc...) mag ich bis auf etwas frühen Robert Altman und Woody Allen, von dem ich "Take the money & run" am liebsten mag, eher weniger.

Wechseln wir daher nach Frankreich.

Ich mag sehr das französische Kino der 30er Jahre, den sog. poetischen Realismus und da besonders die Werke von René Claire, Jean Renoir, Marcel Carné. Da komme ich aus der Bewunderung nicht heraus.

Zeitlich etwas später dann neben dem erwähnten Jean-Pierre Melville besonders Robert Bresson, Alain Resnais, Jean Cocteau, Jacques Tati....eben die ganzen Franzosen.

Die 60er... meine einst große Begeisterung für Truffaut und Godard hat in letzter Zeit etwas nachgelassen, wobei ich an "Le Mepris" oder "Alphaville natürlich nicht vorbei komme. Sehr gerne sehe ich auch immernoch die Filme von Eric Rohmer. Besonders die ersten beiden Zyklen.

Die Italiener mag ich, trotz fraglos einiger wichtiger Filmemacher, eher weniger. "Rom - offene Stadt" von Roberto Rosselini mag ich sehr gerne.
"Fahrraddiebe" von De Sica hat mich mal sehr beeindruckt, aber er wurde mir nie wirklich wichtig.
Später dann besonders Michelangelo Antonionis Triologie (L'Avventura, La Notte & L'Eclise - die Sachen danach schon wieder weniger). Bei Visconti & Fellini bin ich ungläubig geblieben. Pier Paolo Pasolini hat bis Mitte der 60er für mich sehr gute Filme gemacht (besonders der Jesus Film), seine späteren extremen Sachen mag ich wieder weniger.

In den 70ern komme ich an Rainer Werner Fassbinder sicher nicht vorbei, der in sehr kurzer Zeit einen gigantischen Kosmos hinterlassen hat. Da ist es schwierig sich einzelne Werke herauszupicken. Auch das Frühwerk von Wim Wenders (bis vor Paris/Texas) mag ich gerne.

Die späten Filme von Luis Bunuel, und besonders "der diskrete Charme der Bourgeoisie" und "Das Gespennst der Freiheit", mag ich auch sehr gerne.

Ja und dann gibt es doch immerwieder kleine Perlen, die mich einfach erfreuen. Da fallen mir aus den letzten Jahren "Jagd auf Roter Oktober" oder "Ronin" ein, die ich beide unwahrscheinlich gerne mag.

Dr. Schön
Jürgen (28.11.2008, 08:55):
Original von Poztupimi
Und heute gönne ich mir zum bügeln vermutlich den Herrn der Ringe.


Für den Fall, dass Dir bei der Extended Version die Wäsche ausgeht (das sind mehr als 11 Stunden), darf ich Dir Nachschub liefern? :J

Grüße
Jürgen
Solitaire (28.11.2008, 08:56):
@Dr. Schön
Dein Filmgeschmack klingt überaus interessant! Manches davon kenne und liebe ich, von anderem, habe ich nicht mal gehört. Von Marcel Carné kenne ich leider, leider nur "Kinder Olymp" den ich ja weiter oben genannt habe, und der mein ewiger Lieblnigsfilm bleiben wird. An James Stewart führt kein Weg vorbei, seinem Charme erliege ich immer wieder.
Von Bergmann liebe ich "Das 7. Siegel", kennt den jemand?
Cocteaus "Die schöne und das Biest" (Schade daß den meisten mittlerweile nur noch Disney dazu einfällt) und "Orphée" sind auch ganz wunderbar.
Isabelle Huppert und ihre Filme haben mir bisher immer sehr gut gefallen, auch wenn ich "Die Klavierspielerin" mehr als seltsam fabd und vermutlich immer an den falschen Stellen gelacht habe. Aber gut, die Vorlage ist von Elfriede Jelinek. Ich weiß nicht, welches Problem diese Frau hat, aber es wird woh lein Ernstes sein... :ignore
Und ja: ich HABE bei E.T. geflennt. Ganz furchtbar sogar ... :J
Rachmaninov (28.11.2008, 09:54):
Original von Jürgen
Original von Poztupimi
Und heute gönne ich mir zum bügeln vermutlich den Herrn der Ringe.


Für den Fall, dass Dir bei der Extended Version die Wäsche ausgeht (das sind mehr als 11 Stunden), darf ich Dir Nachschub liefern? :J

Grüße
Jürgen

Die 11 h habe ich mir mal mit einem Kumpel an einem Tag "reingezogen"!
Solitaire (28.11.2008, 09:59):
Habe ich bei meiner letzten schweren Grippe gemacht: alle HdR-Filme hintereinander weg. Natürlich auch in der Extended Version. Ich LIEBE sie.
Dr. Schön (28.11.2008, 12:27):
Original von Solitaire
@Dr. Schön
Dein Filmgeschmack klingt überaus interessant! Manches davon kenne und liebe ich, von anderem, habe ich nicht mal gehört. Von Marcel Carné kenne ich leider, leider nur "Kinder Olymp" den ich ja weiter oben genannt habe, und der mein ewiger Lieblnigsfilm bleiben wird. An James Stewart führt kein Weg vorbei, seinem Charme erliege ich immer wieder.
Von Bergmann liebe ich "Das 7. Siegel", kennt den jemand?
Cocteaus "Die schöne und das Biest" (Schade daß den meisten mittlerweile nur noch Disney dazu einfällt) und "Orphée" sind auch ganz wunderbar.
Isabelle Huppert und ihre Filme haben mir bisher immer sehr gut gefallen, auch wenn ich "Die Klavierspielerin" mehr als seltsam fabd und vermutlich immer an den falschen Stellen gelacht habe. Aber gut, die Vorlage ist von Elfriede Jelinek. Ich weiß nicht, welches Problem diese Frau hat, aber es wird woh lein Ernstes sein... :ignore
Und ja: ich HABE bei E.T. geflennt. Ganz furchtbar sogar ... :J

@Liebe Solitaire

"Kinder des Olymp" ist ja auch wirklich ganz toll und bei aller theaterhaftigkeit wirklich reine filmgewordene Posie.
Bei Carné gibt es daneben noch 2 weitere Hauptwerke aus der Vorkriegszeit die dem in nichts nachstehen. "Hafen im Nebel/Le Quai des Brumes" und "Der Tag bricht an an/ Le Jour se lève". Jedoch sind sie im einzelnen sehr unterschiedlich.

Die beiden früheren sind halt realistischer und greifen soziale Themen auf, sind aber dabei ähnlich poetisch überzeichnet wie der "Kinder des Olymp".
"Hafen im Nebel" wird dabei sowas wie der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, "Der Tag bricht an" hat dagegen etwas von antiker Tragödie. In der Hauptrolle haben wir jeweils den jungen jungen Jean Gabin, der hier wirklich eine Wucht ist.

Bei "Die Klavierspielerin" dachte ich übrigens dasselbe. :beer

Dr. Schön
Poztupimi (28.11.2008, 19:16):
Original von Jürgen
Original von Poztupimi
Und heute gönne ich mir zum bügeln vermutlich den Herrn der Ringe.


Für den Fall, dass Dir bei der Extended Version die Wäsche ausgeht (das sind mehr als 11 Stunden), darf ich Dir Nachschub liefern? :J

Grüße
Jürgen

Da nur eine "normale" Fernsehfassung vom 1. Teil lief (vermute ich jetzt einfach mal), hat die Wäsche knapp gereicht :D

Grüße,
Wolfgang
Jürgen (28.11.2008, 20:12):
Original von Poztupimi
Da nur eine "normale" Fernsehfassung vom 1. Teil lief (vermute ich jetzt einfach mal), hat die Wäsche knapp gereicht :D


"Da haben wir aber Glück gehabt!"

Und ich bleibe auf meiner Bügelwäsche sitzen :I


Grüße
Jürgen

P.S: Wenn ich HDR sehe, mache ich es meist allein. Stelle den Sessel zwei Meter vor den Fernseher (was uns unsere Eltern immer verboten haben / Kinder ihr verderbt euch die Augen) und setze mir KH auf.
Ich gehe immer mehr auf die englische Spur über, weil Christopher Lee so eine sagenhafte Stimme hat.
Dr. Schön (28.11.2008, 20:41):
Original von Jürgen

Ich gehe immer mehr auf die englische Spur über, weil Christopher Lee so eine sagenhafte Stimme hat.

Stimmt, Christopher Lee war ja auch ein ausgebildeter Opernsänger.
Solitaire (29.11.2008, 07:40):
Original von Dr. Schön
Original von Jürgen

Ich gehe immer mehr auf die englische Spur über, weil Christopher Lee so eine sagenhafte Stimme hat.

Stimmt, Christopher Lee war ja auch ein ausgebildeter Opernsänger.
:B :B :B
DAS habe ich nicht gewusst, aber seine Stimme haut mich auch rgelmäßig aus den Schuhen. Außerdem gehört er zu denen, bei denen man jedes Wort versteht.
Ganz anders als bei den, ob seiner Schauspielerischen Leistungen und immensen Schönheit von mir überaus verehrten Johnny Depp.
Der Depp hat mehr gemacht als nur "Fluch der Karibik" (ich mag die Serie allerdings sehr), und ich liebe fast alle seine Filme, vor allem eben die, die er unter der Regie von Tim Burton gedreht hat, aber verstehen kann man ihn nicht immer.
Ein weiterer Schauspieler, den ich großartig finde ist der wunderbare Alan Rickman. Sehr zu empfehlen: "Snowcake" mit Rickman ubd Sigourney Weaver.
Dr. Schön (29.11.2008, 13:20):
Als es in den 70ern mit Dracula etwas abwärts ging hat er sogar eine LP aufgenommen, auf der er ua. Wagner singt. Bei Lee's Präsenz dürfte da ein großer Hagen verloren gegangen sein.

Ich mag die alten Lee Horror Teile aber sehr gerne, auch manchen schundigeren, weil Lee's Ausstrahlung vieles wett macht.

Lee war auch einer der wenigen wirklich bösen James Bond Gegenspieler, die meisten sind ja nur Karikaturen. Ein anderer wirklicher Bösewicht war dort Christopher Walken, den ich auch sehr gerne mag.

Stimmt, Johnny Depp macht einem das Zuhören mitunter schwer, aber gerade seine Arbeiten mit Tim Burton finde ich ganz toll. V.a. "Ed Wood", den ich für Burtons Meisterwerk halte, und "Sleepy Hollow". Tim Burton ist einer der letzten Regiesseure, der wirklich noch die komplette Leinwand liebt.

Bei den "Fluch der Karibik" Teilen war ich nach anfänglicher Skepsis sehr positiv überrascht.
Solitaire (29.11.2008, 14:06):
Ach wie schön, noch jemand, der Tim Burton mag! Manchmal wird man da ja doch etwas schräg angeguckt... :rofl
Johnny Depp wurde mal gesagt, er könne sich bei der Mischnug von Begabung und Aussehen wohl aussuchen, ob er wie Tim Cruise enden wolle oder wie Christopher Walken :J
Ich hoffe doch, er trifft die richtige Wahl, und die heißt nicht Tom Cruise :cool
Was die Dracula-Filme angeht glaube ich ja, daß Lee DIE Idealverkörperung des Blutsaugers ist. Wenn man den Roman liest, in dem immer wieder die Grausamkeit betont wird, die Dracula ausstrahlt, kommt man nicht umhin, Christopher Lee vor sich zu sehen.
Bela Lugosi habe ich in der Rolle übrigens nie erlebt.

Ein anderer Film, den man als leidenschaftlicher Opernfan natürlich lieben muß ist "Fitzcarraldo" :down :down :down
Was soll ich sagen, man muß ihn sehen: Klick
Ich hoffe, es kommt der Tag, an dem ich auf einer Party voller seelenloser Ignoranten denen beim Wort "Oper" immer nur "schließen!" einfällt genau das tun kann ,was Kinski am Ende tut :D
Dr. Schön (29.11.2008, 14:25):
:D Fitzcaraldo ist bei mir so lange her, dass ich mich nicht mehr erinnern konnte, bzw. selbst noch nicht in Betrecht gezogen hätte Opern zu hören....

Original von Solitaire

Bela Lugosi habe ich in der rolle übrigens nie erlebt.

Böse gesagt: Meiner Meinung nach muss man das auch nicht. Ich fand den Lugosi Dracula von Tod Browning ziemlich enttäuschend und ziehe Christopher Lee in dieser Rolle eindeutig vor. Neben Vincent Price (!) und Boris Karloff ist er mein Horror Darsteller.

Es gibt mit Lugosi aber einen ganz hervorragenden Film "The Black Cat / Die schwarze Katze" von Edgar G. Ulmer (ca. 1935).

Das spielt in irgendeinem europäischen Schloss und er balgt sich die ganze Zeit mit Schlossherrn Boris Karloff.
Das muss man im Original gesehen haben, den wie sich die beiden mit ihren Akzenten anblaffen ist einfach allerliebst.

An der Kamera erzeugt Karl Freund (der zuvor in den 20ern bei Fritz Lang und F.W. Murnau gearbeitet hat) sehr beeindruckende expressionistische Bilder, und ein Kenner hat zur musikalischen Untermalung wirklich das allerfeinste von Beethoven ausgewählt. Dieser Film ist ein absolutes Highlight.
Travi (29.11.2008, 14:54):
Original von Solitaire
Ach wie schön, noch jemand, der Tim Burton mag! Manchmal wird man da ja doch etwas schräg angeguckt... :rofl

Tim Burton mag ich auch, vor allem seinen Edward Scissorhands; konnte bloß nicht alles erwähnen in meiner persönlichen Hit-Liste. Wie schräg da einer guckt, ist mir völlig egal. Das Buch Burton On Burton liegt schon seit einer Ewigkeit halb gelesen neben meinem Bett. Und rate mal, wer das Vorwort geschrieben hat? - Ja, genau: Johnny Depp, der Schönste, Witzigste und Klügste in ganz Hollywood (böse Zungen mögen jetzt behaupten, das sei nicht schwer, aber auch das ist mir egal.).

Auch bei Johnny Depp, dem Burton mit Scissorhands seine erste große Rolle gab, obwohl er zu der Zeit noch keinen Namen hatte, sind wir uns also einig. Dass er so endet wie Cruise, ist wohl nicht zu befürchten, denn JDs Rollen sind meist schreiend komisch oder sonst irgendwie etwas Besonderes, aber über Cruise kann ich leider überhaupt nicht lachen. JD hat entweder einen brillianten Geschmack bei der Auswahl seiner Rollen oder einen brillianten Agenten oder beides.
Solitaire (29.11.2008, 16:38):
Ja, in der Tat: es gibt wenige Schauspieler, die ihre Rollen so klug ausgewählt haben! Das Phänomen bei ihm: weil er so ein phantastischer Darsteller ist, vergesse ich nach kurzer Zeit meist wie verteufelt gut er auch noch aussieht, und das will schon was heißen... :D
Ürigens wurde ihm wohl die rolel des Kestat in "Interview mit einem Vampir" angeboten, er hat die Rolle aber abgelehnt, zugunsten von "Ed Wood". Ich glaube, das hat ihm Tim Burton nie vergessen.
Der Cruise hat die Rolle dann gespielt, und auch wenn ich es nicht gerne sage: er ist verdammt sexy darin :ignore
Das ist aber auch seien einzige Rolle von der man das behaupten kann...
cellodil (29.11.2008, 23:53):
Original von Solitaire
Ein anderer Film, den man als leidenschaftlicher Opernfan natürlich lieben muß ist "Fitzcarraldo" :down :down :down
Was soll ich sagen, man muß ihn sehen

... und dazu am besten auch gleich noch den Herzog-Film über Kinski, Mein liebster Feind, der auch "Durchgeknallte unter sich" heißen könnte...
cellodil (06.12.2008, 01:51):
Schon lange nicht mehr so wohllaunig aus dem Kino gekommen wie heute aus Dany Boons Willkommen bei den Sch'tis.

Philippe wird als Postfilialleiter in den Norden Frankreichs strafversetzt. Da wollte er nie hin, denn dort - so das gemeinhin gültige (Vor-)urteil - ist es schrecklich. Und zudem kalt wie am Nordpol. Und über die besonders depperten Bewohner dieser Region erzählt man sich im Süden wahre Schauergeschichten. Und dann noch dieser Dialekt der Nordfranzosen, der gänzlich unverständlich ist. Philippe, der ohne Frau und Sohn nach Norden reist, versteht denn auch erst einmal kein Wort...

Kann ich nur allerwärmstens empfehlen. Ein schöner, witziger und auch kluger Film über ein wichtiges Thema. Wunderbare Einfälle und Wendungen. Und eine großartige Besetzung. Und auch eine originelle deutsche Synchronisation mit einem erfundenen, kurios und doch auch niedlich klingenden Dialekt. Wenn der Film auf DVD raus ist, dann werde ich vielleicht mal noch versuchen, die französische Originalversion anzuschauen, allerdings ohne große Hoffnung, dabei wirklich viel zu verstehen. Und dann werde ich mir wohl demnächst Boons Mein bester Freund mal auf DVD ausleihen.

Liebe Grüße

Sabine
Nordolf (17.02.2009, 00:15):
Am Wochenende zum wiederholten Male gesehen:

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4010232000538.jpg

"Der schmale Grat" von Terrence Malick (Regie und Drehbuch) von 1998

mit u.a. Sean Penn, James Caviezel, Elias Koteas, Nick Nolte, John Cusack

Das ist schlicht einer meiner Lieblingsfilme zum Thema Krieg. Der Name Malick lässt natürlich erahnen, das hier weder ein politischer Film noch ein Kampfaction-Reisser zu erwarten ist. Vielmehr atmet der Film eine grandios poetische, weite Stimmung: - für einen Kriegsfilm ist er ungewöhnlich zart und fragil. Trotzdem bleibt es eine Poesie des Schreckens. Der Film hat starke spirituelle Anklänge: - eine Mischung aus gnostischen und naturreligiösen Motiven. Der geheimnisvolle Zusammenklang alles Lebens auf der Erde wird sowohl in den Kommentaren der handelnden Personen als auch in den Bildern selbst immer wieder beschworen.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen die amerikanischen Soldaten und Offiziere, die in der Schlacht um die Salomonen-Insel Guadalcanal zwischen dem 7. August 1942 und dem 8. Februar 1943 die japanischen Besatzungstruppen auf der Insel besiegten - ein entscheidender Wendepunkt für die Eroberung der Lufthoheit im Pazifik. Malick nimmt sich ganz viel Zeit für das Innenleben seiner Charaktere - er lässt sie in Off-Kommentaren ihre Gedanken und Gefühle erzählen. Die Off-Kommentare wirken hier völlig homogen und natürlich in die Stimmung des Films einbezogen - etwas, das nicht jedem Filmemacher gelingt. Überhaupt ist die Atmosphäre des Films zum schneiden dicht. Bilder, Musik, Dialoge, Reflexionen: - alles zusammen erzeugt einen Sog, in den man sich gut fallen lassen kann.

Aber letztlich sind es die atemberaubenden Bilder, die diesen Film zu einem Klassiker machen. "Der schmale Grat" ist kein reiner Kriegsfilm, sondern eine in Bildern realisierte Studie über die Verschmelzung von Mensch und Natur. Als die Amerikaner über die pazifische Insel ziehen, finden sie die Leichen zweier Soldaten, denen die Beine fehlen. Die verstümmelten, blutroten Körper scheinen ganz eins mit dem hohen Gras der Insel, ganz verwachsen mit der Natur, in der sie gestorben sind. Dadurch entsteht ein Bild von morbider, aber unbezweifelbarer Schönheit. Immer wieder ist es der hohe, dicke Grasteppich der Insel, der Anlass zu solchen Bildkompositionen gibt: - die Soldaten verschwinden geradezu zwischen den Pflanzen, während sie den Hügel belagern, auf dem die Japaner sich verschanzt haben. Die Sonne fährt mit ihrem Licht über das vom Wind bewegte grüne "Meer".
Genau wie den Pflanzen kommt den Tieren dieselbe symbolische Funktion zu: - während einer Kampfszene, die ganz Metall und Dreck ist, fliegt ein blauer, kleiner Vogel durchs Bild. Der Film beginnt mit einem Krokodil, das ins Wasser kriecht - untermalt von sakralisierender Musik. Kurz vor dem Tod eines Soldaten sammeln sich mehrere Flughunde an den Ästen eines Baumes - zum greifen nahe für den Menschen, der gleich sterben wird. Früher wurde schon das Kreisen der Geier gezeigt.
Malick bezieht auch die Menschen in diesen Symbolismus ein. Die Soldaten sind auf ihrem Weg zur Schlacht, sich umsehend, gepanzert, vorsichtig: - ein alter Eingeborener geht an ihnen vorbei, wie ein gleichgültiger Passant, kaum von ihnen Notiz nehmend, einer anderen Welt angehörend. Mit dem Krieg des "weißen Mannes" hat er nichts zu tun. Als die Amerikaner die überlebenden japanischen Soldaten gefangennehmen, zeigt der Regisseur sie als Angsterfüllte, als Leidende. - das Ganze gemahnt an christliche Vorstellungen des Kreatürlichen, der Unterschied zwischen Amerikanern und Japanern wird aufgehoben. Im Film ist ganz gnostisch die Rede von den Gesichtern der Menschen, die nur verschiedene Variationen von dem Gesicht des einen Menschen sind. Die Japaner gemahnen in ihrer Agonie auch wieder an das wogende Gras in den früheren Einstellungen des Films.

Mel Gibson sagte mal, das der Krieg für Filmemacher so reizvoll sei, weil er wie kaum etwas anderes das Verhalten von Menschen unter Extremsituationen zeigen könne. Malick fragt, was dieses Verhalten im großen Zusammenhang von Welt und Erde bedeutet. Letztlich ist der Krieg nur die extreme Verdichtung dessen, was im Alltag sowieso schon vorhanden ist - der Alltag ist die "Prosa" und der Krieg das "Gedicht" dieser "Prosa". Aber wieder: - Welche Bedeutung hat der Mensch mit diesem Verhalten im großen, kosmischen Zusammenhang? Was ist seine Stellung in der ihn umgebenden Umwelt? Das er für die nach menschlichen Maßstäben rechtschaffenen und guten Verhaltensweisen nicht belohnt wird, zeigt der Film so bitter und schonungslos wie möglich. Illusionen werden hier gnadenlos zerstört (auch in bezug auf die Liebe). Aber: - was bleibt?

Man könnte noch viel über den Film erzählen, z.B. die schauspielrischen Leistungen, Dialoge usw. Unbedingt anschauen!

Neben dem politisch-ambitionierten und dem action-orientierten Kriegskino (die ich beide gerne sehe) gibt es noch eine dritte Art, die mir die liebste ist: - der Krieg als Metapher, mystisch, philosophisch, vielleicht etwas psychedelisch. Aber außer "Apocalypse Now" und "Der schmale Grat" bin ich bislang auf keinen weiteren Vertreter dieser Gattung gestossen.

Herzliche Grüße!
Jörg
LazarusLong (17.02.2009, 07:40):
Original von Nordolf
Am Wochenende zum wiederholten Male gesehen:

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4010232000538.jpg

"Der schmale Grat" von Terrence Malick (Regie und Drehbuch) von 1998

mit u.a. Sean Penn, James Caviezel, Elias Koteas, Nick Nolte, John Cusack



Neben dem politisch-ambitionierten und dem action-orientierten Kriegskino (die ich beide gerne sehe) gibt es noch eine dritte Art, die mir die liebste ist: - der Krieg als Metapher, mystisch, philosophisch, vielleicht etwas psychedelisch. Aber außer "Apocalypse Now" und "Der schmale Grat" bin ich bislang auf keinen weiteren Vertreter dieser Gattung gestossen.

Herzliche Grüße!
Jörg

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41BRZR23N3L._SS500_.jpg

Schon gesehen?

Für mich einer der besten Filme dieses Genres. Ich bin im ersten Teil aus dem Lachen nicht herausgekommen, im 2ten Teil ist mir das Lachen dann im Hals stecken geblieben.

Frank
Dr. Schön (17.02.2009, 08:54):
Original von Nordolf
der Krieg als Metapher, mystisch, philosophisch, vielleicht etwas psychedelisch. Aber außer "Apocalypse Now" und "Der schmale Grat" bin ich bislang auf keinen weiteren Vertreter dieser Gattung gestossen.


Interessante Frage. Mir fällt in dem Sinne wie Du es meinst, und ich sehe die beiden Filme ähnlich, auch nicht wirklich etwas ein. Wobei man doch meinen sollte, dass es sowas noch gegeben hat.
Jürgen (17.02.2009, 09:17):
Original von Dr. Schön
Original von Nordolf
der Krieg als Metapher, mystisch, philosophisch, vielleicht etwas psychedelisch. Aber außer "Apocalypse Now" und "Der schmale Grat" bin ich bislang auf keinen weiteren Vertreter dieser Gattung gestossen.


Interessante Frage. Mir fällt in dem Sinne wie Du es meinst, und ich sehe die beiden Filme ähnlich, auch nicht wirklich etwas ein. Wobei man doch meinen sollte, dass es sowas noch gegeben hat.

Zufällig lief vorgestern "Apocalypse Now". Ich habe leider nur einen 20minütigen Ausschnitt gesehen, weil der Wecker um 5 klingelt.

Es war der Ausschnitt als die amerikanische Hubschrauberstaffel (Kavallerie) ein Küstendorf des Vietcong (letztlich) nur deshalb auslöschen, weil man dort surfen kann. Dabei spielen sie den Walkürenritt, weil das die Schlitzaugen verrückt macht.
Ich empfinde diesen Film nicht nur etwas, sondern enorm psychedelisch.

Habt ihr übrigens mal Birdy gesehen?
Geht m.E. auch in diese Richtung. Und die Musik ist von Peter Gabriel.

Grüße
Jürgen
Dr. Schön (17.02.2009, 09:57):
Original von Jürgen

Habt ihr übrigens mal Birdy gesehen?
Geht m.E. auch in diese Richtung. Und die Musik ist von Peter Gabriel.

Grüße
Jürgen

Ich weiß nur das es ihn gibt. Einer der Filme bei denen ich geduldig warte, bis sie mal wieder (werbefrei) im TV kommen.
nikolaus (17.02.2009, 20:58):
Original von Jürgen

Habt ihr übrigens mal Birdy gesehen?
Geht m.E. auch in diese Richtung. Und die Musik ist von Peter Gabriel.

Grüße
Jürgen

Jaaa, ist schon Jahre her, hat mich damals schwer beeindruckt...

Nikolaus :hello
Nordolf (17.02.2009, 22:17):
Hallo Frank, Dr. Schön und Jürgen!

"Good Morning Vietnam" und "Birdy" habe ich noch nicht gesehen. Wenn man Filme einbeziehen will, die den Zustand nach dem Krieg behandeln, würde in meine Kategorie noch "Jacob's Ladder" fallen. Allerdings ist es mindestens 10 Jahre her, das ich diesen Film gesehen habe. Damals war ich sehr beeindruckt. Es geht um einen Vietnam-Veteranen, dessen Leben immer mehr aus den Fugen gerät und der Visionen von Engeln und Dämonen hat.

Herzliche Grüße!
Jörg
Nordolf (18.02.2009, 22:58):
Hallo!

Gestern abend lief dieser Film bei mir - als Kontrastprogramm zum letzte Woche gesehenen "Der schmale Grat":

http://ecx.images-amazon.com/images/I/214AC7GK3ML._SL500_AA140_.jpg

"Wir waren Helden" von Randall Wallace (Drehbuch und Regie)
2002

mit u.a. Mel Gibson, Sam Elliot, Greg Kinnear, Madeleine Stowe, Barry Pepper...

Unterschiedlicher könnten zwei Kriegsfilme nicht sein. Wo Malick auf literarische Poesie und Reflexion setzt, will "Braveheart"-Drehbuchautor Wallace eine Geschichte voller Heroik und Action erzählen.

Beim ersten Mal habe ich den Fehler gemacht, diesen Streifen in einem persönlichen Film-Marathon nach "Der schmale Grat" und Clint Eastwoods "Mystic River" zu sehen. Nachdem bei diesen beiden Werken sehr viel Feinschliff auf die Zeichnung der Charaktere verwandt wurde, kamen mir die Personen in "Wir waren Helden" nur noch wie klischeehafte Abziehbilder vor. Inzwischen habe ich ihn aber mehrmals gesehen und seine Qualitäten - trotz seiner Schwächen - schätzen gelernt.

Der Film polarisiert: - während ein Großteil der Militärfilm-Fans ihn in ihren Lieblingslisten führt, erntet er bei vielen Kritikern und Kinogängern nur Schimpf und Schande. Im Mittelpunkt steht die erste Schlacht des Vietnam-Krieges im Ia-Drang-Tal (Nord-Vietnam, nahe Kambodscha), in der die Amerikaner ihre Bodentruppen mit massiver Luftunterstützung ins Gefecht schickten. Lt. Col. Moore war damals der Kommandeur dieser Aktion und schrieb später ein Buch über seine Erlebnisse mit Hilfe des Journalisten Joseph Galloway. Beide Figuren spielen auch eine tragende Rolle im Film - natürlich ganz besonders Mel Gibson als Hal Moore.

Ich greife mal ein paar Aspekte heraus, die mir wichtig scheinen:

1. Patriotismus: Der Film ist zweifelsohne patriotisch. Die amerikanischen Soldaten werden als Menschen dargestellt, die sich idealistisch und aufopferungsvoll ihrer Sache verschreiben. Ob der fromme Katholik Moore, dem viel am Überleben seiner Soldaten gelegen ist oder ein Unteroffizier, der gierig nach Orden seine Männer mutwillig in Gefahr bringt - sie alle erfüllen ihre Pflicht. Dieser Patriotismus wird allerdings auch den Gegnern zugestanden: - die Nordvietnamesen werden in einem Licht gezeigt, das ihnen Gesichter verleiht und ihre Leistungen würdigt.

2. Religion und Familie: Für den Familienvater Moore bedeutet die christliche Religion einen wichtigen Halt in seinem Leben: - im Krieg wie im Zusammenleben mit seiner Frau und seinen Kindern. Man sieht seine "dickköpfigste" kleine Tochter scherzhaft mit den schweren Militärstiefeln des Vaters die Treppen hochstapfen; beim Familiengebet werden diese Stiefel, die der Vater hier trägt, mit den nackten Kinderbeinchen kontrastiert; dieser Tochter muss Moore erklären, was Krieg ist und das Daddy es nicht zulassen wird, das er vom Feind umgebracht wird.
Als er sich in der Kirche mit einem untergebenen Soldaten befindet, antwortet er auf dessen Frage, wie er Krieger und Vater gleichzeitig sein könne: - er hoffe, wenn er das eine gut mache, würde er das andere noch besser machen.

3. Schauspieler: Das Drehbuch kann leider keine tiefgehenden Charaktere zeichnen. Obwohl Wallace viel Zeit für die Einführung seiner Personen bereithält, geraten sie zu schematisch, sind zu sehr den Hollywood-Klischees verhaftet. Besonders ärgerlich sind die Sprüche, die Sergeant Major Plumley in den Mund gelegt werden. Dabei spielt Sam Elliot diese Figur mit wunderbarer physischer Präsenz. Etwas besser ist da Mel Gibson mit seinem Hal Moore dran, den er sehr intensiv verkörpert - genau wie Barry Pepper als Galloway...

4. Frauen: Das Leiden der Ehefrauen der Soldaten wird zu einem Extra-Thema des Films. Leider geht es auch hier nicht ohne Klischees zu: - obwohl in den von rassistischen Vorurteilen geprägten USA die Frau eines schwarzen Soldaten, seine Wäsche nicht in einem Salon für Weiße waschen kann, tritt sie vehement für den Kriegseinsatz ihres Mannes ein - ja, er wisse wofür er kämpfe und wer ihn nicht respektiere, den respektiere sie auch nicht. Na super, einfache Lösung! - nicht von ungefähr erinnert das Aussehen der Schauspielerin an Condoleezza Rice...

5. Kampfaction: Die Kampfdarstellung ist ein großer Pluspunkt des Films. Einige patriotische Klischees verdankt der Zuschauer dem Umstand, das Wallace sich die Hilfe des US-Militärs sichern wollte. Die Army stellt gerne billig Material und Technik zur Verfügung, wenn ihr das Drehbuch gefällt. Die Szenen mit den Hubschraubern und Fliegern sind echte Hingucker - wenn etwas nachts das blinkende Blei den Stahlvögeln um die Ohren fliegt oder die Stellungen der Vietnamesen von Bombern mit Feuersbrünsten überzogen werden. Die filmische Darstellung der Gewalt im Krieg ist konsequent naturalistisch: brutal, blutig, erbarmungslos, dreckig.

6. Frontkameradschaft: Die deutsche Titelschmiede hat den sowieso schon vorhandenen Patriotismus des Films noch überzeichnet. Im Original wird nicht von "Helden" geredet, sondern es heißt schlicht "Wir waren Soldaten". Das der Film die Frontkameradschaft - das Eintreten des Einen für den Anderen im Kampf, unabhängig vom Ziel - betont, ist ihm vielfach als Schönfärberei angerechnet worden. Aber: Extreme Erfahrungen, "Schützengrabenerlebnisse" führen Menschen zusammen: - nach meiner Erfahrung ist das auch völlig außerhalb des Krieges im Alltag eine einfache Tatsache.

7. Historischer Symbolismus: Hal Moore beschäftigt sich mit Geschichte und zieht Parallelen zwischen seiner eigenen Situation und der eines General Custer. Diese Motive tauchen immer wieder im Film auf. Für mich ein Pluspunkt...

8. Vietnam: Der Film spielt zu Beginn des Vietnamkrieges. Wallace vermeidet damit, die dunklen Seiten seines weiteren Verlaufs zeigen zu müssen - Seiten, die Werke wie "Platoon", "Full Metal Jacket" und "Apocalypse now" prägen. Damit vermeidet er leider jede tiefergehende Beschäftigung mit den Auswirkungen des Krieges auf die menschliche Natur: - selbst wenn er den Kriegsschrecken ganz unverhüllt präsentiert. Psychologische Plastizität geht dem Film gänzlich ab: - schade...

Trotzdem überwiegen die positiven Elemente des Films. Seine Schwächen zwingen zur Positionierung, was gewiss nicht die schlechteste Wirkung eines Filmes darstellt. Insofern finde ich ihn absolut sehenswert.

Herzliche Grüße!
Jörg
Nordolf (26.02.2009, 18:44):
Hallo!

Letzte Woche habe ich mir einen kleinen Ingmar-Bergman-Filmmarathon mit noch nicht gesehenen Filmen gegönnt:

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4006680033402.jpg

Die Jungfrauenquelle (1959)

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4006680035017.jpg

Schande (1968)

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4006680034997.jpg

Schreie und Flüstern (1973)


Nun sind die Filme von Ingmar Bergman sicherlich ganz schwerer Stoff, aber genau diese Ernsthaftigkeit kann auch süchtig machen. Derzeit gehören seine Werke zu meinen meistgesehensten Filmen. Seine existenzialistischen, symbolträchtigen Seelendramen, denen er sich seit dem Film "Das Siebente Siegel" fast ausschließlich gewidmet hat, thematisieren Einsamkeit und Verlassenheit, schmerzhafte menschliche Beziehungen, Religion, Sinnsuche, Frustration, marode Ehen, Alpträume, Gewalt, Krankheit und Tod. Besonders die Sterblichkeit spielt eine große Rolle bei Bergman: - man könnte den Ausspruch eines Kirchenwand-Malers im "Siebenten Siegel" als Motto über das Schaffen des Regisseurs stellen: "Man kann die Leute nicht oft genug daran erinnern, das sie unter die Erde müssen."

Seine Filme haben meist einen kammerspielartigen Charakter. Bergman liebte die "Totale", das Inszinieren von Gesichtsregungen in Nahaufnahme. Dafür hatte er die richtigen charismatischen Schauspieler und Schauspielerinnen zur Verfügung: z.B. die hager-weltabgewandte, aristokratische Gestalt eines Max von Sydow, das Strenge, manchmal Bittere eines Gunnar Björnstrand, die Sinnlichkeit (mal mütterlich-treu, mal kalt-verführerisch) einer Liv Ullmann oder das Verletztliche und Intellektuelle einer Ingrid Thullin.
Die Dialoge in den Bergman-Filmen sind zumeist lakonisch, treffend und geschliffen: - sie erinnern mich an die alten Island-Sagas. Genau wie diese bringen sie das Innenleben der Personen nicht mit ausgeschmückter Rede und leidvollem Pathos zum Ausdruck, sondern mit kurze Sätzen: - nüchtern, verhalten, prägnant, bitter, hart und zuweilen mit viel schwarzem Humor.
Bergman ist Schwede und seine Filme haben insofern auch etwas typisch Nordisches.

"Die Jungfrauenquelle" inspirierte eine ganz Welle späterer "Rape-and-Revenge"-Filme. Die Geschichte beruht auf einer Legende aus dem 14. Jahrhundert. Die naiv-unschuldige junge Tochter eines Bauern mit Namen Karin wird von drei Brüdern vergewaltigt und erschlagen (bzw. von den zwei Älteren, der Dritte ist noch ein Kind, hilft ihnen aber). Als die Brüder zufällig bei dem Bauern übernachten, findet seine Frau heraus, das sie Karin getötet haben. Der Bauer bringt daraufhin alle drei in einer Nacht um. Schließlich suchen die Leute vom Bauernhof die Leiche der Tochter. Am Schluß des Films entspringt unter dem Kopf des toten Mädchens eine Quelle.
Die explizite Vergewaltigungsszene sorgte damals für viel Aufsehen - diese Härte war das Publikum nicht gewöhnt. Sie ist auch tatsächlich schwer erträglich - insbesondere, weil Bergman Karins Charakter vorher sehr lebendig und plastisch einführt. Die Tötung des kleinen Jungen mag manchem unbarmherzig erscheinen, folgt aber konsequent aus der Logik der Geschichte.

"Schande" handelt von einem gänzlich unpolitischen, zurückgezogen lebenden Künstlerehepaar, das auf einer schwedischen Insel wohnt und dort von den Ereignissen des 2. Weltkrieges eingeholt wird. Der Film zeigt die Ereignisse nur aus der Perspektive der beiden Eheleute und ihrer zwischenmenschlichen Spannungen - alles Politische und Historische bleibt ausgespart. Bergman konzentriert sich ganz auf das menschliche Verhalten seiner Protagonisten. Wie gehen sie mit einer Situation um, in der alle gewohnten Strukturen nacheinander zerbrechen? Wie bewähren sie sich in Todesgefahr? Wie wirkt sich die Kriegssituation auf die Beziehungsprobleme der beiden aus? Von eindringlicher, lange nachwirkender Düsternis ist das Schlußbild des Films: - die Kriegsflüchtlinge fahren in einem Boot auf offener See durch im Wasser schwimmende Soldatenleichen.

"Schreie und Flüstern" spielt gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen drei Schwestern aus großbürgerlichem Hause, von denen eine im Sterben liegt. Sie wird von den beiden anderen Schwestern und ihrer Haushälterin (mit der sie eine starke, leicht erotisch angehauchte Beziehung verbindet) gepflegt. Während die Kranke von Schmerzen gequält täglich ein Stück weiter ihrem Ende entgegengeht, zeigt der Film Szenen aus dem Leben der beiden anderen Schwestern, die in ihren Ehen gescheitert und in Gefühlskälte erstarrt sind. Die Kranke stöhnt und verfällt, das Schlagen der Uhr kündigt ihren nahen Tod an. Bergman erspart auch hier dem Zuschauer nichts. Der Film wirft einen zutiefst pessimistischen Blick auf Verwandschaftsbeziehungen und Eheverbindungen: - allem entweicht die Wärme und zurück bleibt eine entfremdete Sprachlosigkeit. Die einzige Schwester, die sich noch aufrichtige Gefühle bewahrt hat, ist dem Tode geweiht.

Die Farbe bzw. Nicht-Farbe der Bilder spielt bei Bergman ebenfalls eine große Rolle: - das konstrastreiche Schwarz-Weiß der ersten beiden Filme ebenso wie das symbolistische Weiß-Rot von "Schreie und Flüstern".

Herzliche Grüße!
Jörg
Dr. Schön (26.02.2009, 22:04):
Ja, Bergman gehört auch zu meinen absoluten Favoriten und ich habe mir seine Filme seinerzeit auch im Marathon angesehen. :down

Mittlerweile gibt es ja auch die ganzen Nebenwerke einfach auf DVD und schnell verfügbar. Dank dieses Umstandes konnte ich vor etwa einem Jahr auch noch seinen hervorragenden "Frauenträume" sehen, der mir lange gefehlt hat. Fast unvorstellbar, dass es vor ein paar Jahren noch ein Drama war seine ersten Meisterwerke wie "Abend der Gaukler" oder "Sehnsucht der Frauen" mal irgendwie in die Hände zu bekommen und gerade aus den 50er & 60er Jahren lohnt sich wirklich fast alles.

Und Gunnar Björnstrand und Ingrid Thulin sind einfach :down :down

Übrigens, weil Du es ansprichst, Wes Craven's "Last House on the Left" (1972) war sogar ein Remake von Bergman's "Jungfrauenquelle". Ich halte diesen nicht unbedingt für Bergman's stärksten Film und die Craven Version sogar für besser und formal hochinteressant, weil sehr lyrisch aufgebaut. Er kriegt es sogar hin, das Ganze etwas Schauermärchenhaft zu erzählen und kann so den archaischen Gestus der Vorlage auf die einzig mögliche Weise ins Amerkia der 70er Jahre hinüberetten. Craven hat noch ein paar gute Sachen gemacht, aber dieses Niveau hat er nicht mehr erreicht.
(Das Titellied wird übrigens von David Hess gesungen, der den Anführer der Vergewaltiger spielt. Eine so zarte Stimme traut man ihm gar nicht zu.)
Unbedingt ansehen!

:beer
Nordolf (27.02.2009, 01:31):
Original von Dr. Schön

Und Gunnar Björnstrand und Ingrid Thulin sind einfach :down :down


Und "Licht im Winter" ist wohl der Björnstrand/Thulin-Film überhaupt... :down

Übrigens, weil Du es ansprichst, Wes Craven's "Last House on the Left" (1972) war sogar ein Remake von Bergman's "Jungfrauenquelle".

Cravens Film habe ich vor über zehn Jahren in einer ungeschnittenen Holland-Version gesehen. Er hat mir damals sehr gut gefallen.
Ein weiterer Erbe dieser Tradition ist auch "Irreversibel" des Franzosen Gaspar Nöe - in diesem äußerst unangenehmen Avantgarde-Film dauert die Vergewaltigungsszene ganze 9 Minuten. Nicht nur die Härte dieses filmischen Experiments, sondern auch die schwindelerrregende Kameraführung und die antilineare Erzählweise dürften allerdings nichts für Leute sein, die Kino mit Entspannung und Unterhaltung verbinden.

Noch einmal zu Bergman: - neben "Licht im Winter" ist "Das siebente Siegel" mein Lieblingswerk von Bergman. Inzwischen könnte ich da wohl schon mitspielen - so oft habe ich den Film gesehen. Gunnar Björnstrand als Knappe Jöns ist meine Lieblingsfigur. Die Dialoge sind herrlich und stecken voller echter Lebenserfahrung.

:beer
Jörg
Solitaire (27.02.2009, 11:54):
Original von Dr. Schön
Original von Jürgen

Habt ihr übrigens mal Birdy gesehen?
Geht m.E. auch in diese Richtung. Und die Musik ist von Peter Gabriel.

Grüße
Jürgen

Ich weiß nur das es ihn gibt. Einer der Filme bei denen ich geduldig warte, bis sie mal wieder (werbefrei) im TV kommen.
Ein überaus genialer Film, mit nicht wenger genialer Musik.
UNBEDINGT ansehen !!! Für 9,99 bei jpc zu haben. Da kann man nix falsch machen.
klick
Dr. Schön (27.02.2009, 12:22):
Original von Nordolf

Noch einmal zu Bergman: - neben "Licht im Winter" ist "Das siebente Siegel" mein Lieblingswerk von Bergman. Inzwischen könnte ich da wohl schon mitspielen - so oft habe ich den Film gesehen. Gunnar Björnstrand als Knappe Jöns ist meine Lieblingsfigur. Die Dialoge sind herrlich und stecken voller echter Lebenserfahrung.

:beer
Jörg

Meine fixen Bergman Charts sind:

1. Wilde Erdbeeren
2. Lächeln einer Sommernacht (sein heiterster)
3. Wie in einem Spiegel
4. Licht im Winter
5. Szenen einer Ehe (TV Fassung)

Aber die Auswahl ist sehr hart.

"Irreversibel" habe ich seinerzeit im Kino gesehen. Fand ihn teilweise nicht uninteressant, aber dann auch wieder zu konstruiert. Müsste ihn beizeiten nochmal sehen.

:hello
Nordolf (27.02.2009, 18:44):
Meine Bergman Top 5:

1. Das siebente Siegel
2. Licht im Winter
3. Wilde Erdbeeren
4. Die Stunde des Wolfs
5. Schreie und Flüstern

Aber es gibt da noch einiges zu entdecken für mich: - "Wie in einem Spiegel" und "Persona" sollen die nächsten Anschaffungen werden.

:hello
Jörg
Dr. Schön (27.02.2009, 19:47):
Original von Nordolf
"Wie in einem Spiegel" und "Persona" sollen die nächsten Anschaffungen werden.


Sehr gute Wahl!
Solitaire (27.02.2009, 20:53):
"Das siebente Siegel" liebe ich auch sehr!
Außerdem mag ich Bergmanns Version der Zauberflöte, aber die gehört hier ja nicht hin.
Totentraurig und wunderschön:
"Shadowlands" mit Anthony Hopkins und Debra Winger.

Und nahezu alles von Monty Python. Die sind sowas von bekloppt. :rofl
Außerdem mag ich die "Black Adder"-Serie mit Rowan Atkinson.
rejo (27.02.2009, 21:05):
hallo,

den mit Robin W. hab ich auch schon gesehen, ich fand den Film zwar nicht soo toll, aber mich muß hinzufügen, daß das einer meiner Lieblingsschauspieler ist :wink
Nordolf (20.03.2009, 22:28):
Gestern abend lief bei mir ein Film von einem meiner Lieblingsregisseure:

http://img.ofdb.de/film/6/6184.jpg

The Holy Mountain
Alejandro Jodorowsky
1973


Dieser Film scheint in Deutschland nicht existent. Es gibt seit 1973 keine deutsche Version. Jodorowskys Meisterwerk "El Topo" aus dem Jahre 1970 war in Deutschland lange Zeit indiziert und bald darauf verboten. Vor kurzem lief "El Topo" allerdings auf ARTE in voller Länge und ungeschnitten. Sein Film "Santa Sangre" ist bei uns als Doppel-DVD in der Reihe "Kino kontrovers" erschienen. Vielleicht gibt es also auch eine Hoffnung für diesen Film.

Der "Heilige Berg" erzählt keine geradlinige Geschichte, sondern erschafft eine eigene surreale Welt, auf die man sich einlassen muss. Die filmische Symbolik vereint Religiös-Spirituell-Kultisches mit einer eigenwillig ausgelegten Psychoanalyse. Genau wie ein Werner Herzog oder ein Ruggero Deodato verlangt Jodorowsky zudem seinen Schauspielern äußerste Strapazen ab: - wenn in einer Halluzinationssequenz ein mit Vogelspinnen bedeckte Frau am Boden liegt und lauthals schreit, dann ist diese Qual echt. Jodorowsky betrachtet seine Filme als eine Art "Sacred Cinema", in dem die Beteiligten läuternde, oft genug extreme Selbsterfahrungen machen sollen.

Der Regisseur Jodorowsky setzt Dialoge nur ein, wenn er seine Intention nicht mehr durch die Bilder ausdrücken kann. Insofern finden sich in diesem Film kaum Dialoge und das gesprochene Wort hat nur eine reine Aushilfsfunktion:- in der ersten dreiviertel(?) Stunde wird gar nichts gesagt. Die Handlung spielt in einem fiktiven Land, das mich an eine Mischung aus Mexiko, Indien und Argentinien erinnert. Offensichtlich herrscht eine Diktatur, denn die Armee - mit einer Gasmaske bekleidet - zieht in ständiger Präsenz mit gehäuteten Tierkadavern als Standarten durch die Straßen und schlägt Studentenunruhen mit äußerster Brutalität nieder. Die reichen Leute der Stadt knien vor diesen Armee-Prozessionen in bizarren Anbetungsgesten nieder.

Anfangs steht ein Dieb im Mittelpunkt, der der Jesus-Figur nachempfunden ist. Von den Toten auferstanden schlägt er sich mit einem Krüppel als Freund durchs Leben einer Stadt. Höhepunkt dieser Irrfahrt ist die Teilnahme an einem "Chamäleon- und Kröten-Zirkus", der die "Eroberung Mexikos" mit eben diesen Tieren als Darsteller aufführt: - die Chamäleons als Maya-Herrscher und die Kröten als spanische Eroberer. Spätestens hier wird eines deutlich: - es gibt bei Jodorowsky einfach Dinge auf der Leinwand zu sehen, die es sonst nirgendwo zu sehen gibt. Der pure Wahnsinn!

Die Stadt wird von einem geheimnisvollen Meister mit Gold versorgt, der in einem bizarren, obelisk-artigen, hohen Turm lebt. Der Dieb verschafft sich Zutritt zum Turm, um den Meister zu töten und das Gold zu stehlen. Der Meister - gespielt von Jodorowsky selbst - thront auf einem Sitz, der von zwei ausgestopften Böcken umrahmt wird. Die Räume im Turm stellen allesamt Mandalas dar. Nachdem der Meister den Dieb überwunden hat, unterzieht er ihn einem alchemistischen Reinigungsprozeß. Hier wird anfangs - ganz wörtlich und explizit zu sehen - aus Schei..ße Gold erzeugt: - eine Prozedur, die letztlich zur "Goldwerdung" des Menschen überleiten soll, zur Erschaffung einer Seele. Der Mensch ist bei Jodorowsky also zunächst ein "Exkrement" und muss sich seine Seele erst selbst erkämpfen. Diese selbst erschaffene Seele kann dann auch unsterblich werden.

Die zweite Hälfte des Films dreht sich um die Fahrt zu dem Heiligen Berg auf Lotus Island. Mit einer Gruppe von mächtigen Männern (und dem Dieb) will der Meister des Turms den auf der Spitze des Berges lebenden heiligen Meistern das Geheimnis ihrer Unsterblichkeit entreissen. Die mächtigen Männer sind Industrielle und Politiker. Ihre Lebensumstände werden in der Mitte des Films geschildert. Jedem von ihnen wird ein Planet zugeordnet (Astrologie-Bezug). Wie schon in anderen Szenen des Films übt Jodorowsky hier eine ätzende Kapitalismus-Kritik in einprägsamen heftigen Bildern. Diese Machtmenschen sollen ihr Ego überwinden, um zu einer Gruppe zu werden, die fähig ist, das Geheimnis der Unsterblichkeit zu erlangen: - etwas, das ihnen ihr Geld nicht erkaufen kann...

Die Bilder des Films sind krass, physisch, pervers, surreal, gewaltsam, dreckig, häßlich, aber auch mystisch, meditativ, bunt, traumhaft und einfach stark. Es gibt Szenen, die man so leicht nicht wieder vergißt: - der Meister und der Dieb in einem mandalaartigen Raum des Turmes, dessen Wände von seltsamen Tarotbildern bedeckt sind / der Polizeichef mit Irokesenfrisur in seiner "Bibel" lesend vor einer Masse von getöteten Studenten, über die bedrohlich eine Gaswolke aufzieht / ein Schwall von Blut spritzend über einen Haufen von Amphibien aus einer Modell-Pyramide / ein toter junger Mann, aus dessen Herzwunde unablässig Vögel herausfliegen / ein Päderast, der einer minderjährigen Hure zärtlich sein Glasauge in die Hand drückt / eine Maschine, die einen Orgasmus hat und ein Kind gebärt / ein armloser Zwergkrüppel mit Stahlhelm, der aggressiv auf eine Puppe eintritt / eine Frau überdeckt von Vogelspinnen / Milch spritzend aus den falschen Brüsten eines alten Mannes / Kastrationsphantasien usw.

Dieser Film ist keine leichte Kost. Er ist extrem verstörend und schwierig. Genau deshalb ist er aber auch so spannend und einprägsam. Eine wichtige Rolle spielt auch die intensive Ritualmusik, die als Untermalung der Bilder dient.

Herzliche Grüße!
Nordolf
Gamaheh (20.03.2009, 23:08):
Lieber Nordolf !

Dagegen sind die von Dir bevorzugten CD-Cover ja sehr zahm! Bist Du sicher, daß das Ansehen dieses Filmes keine bleibenden Schäden hinterläßt? (Oder soll es das vielleicht?) Klingt jedenfalls faszinierend, und einprägsam ist schon Deine Beschreibung. Hoffentlich kann ich heute nacht schlafen!

Grüße,
Gamaheh

P.S.: So ein Film hat dann wahrscheinlich auch noch den Vorteil, daß man die Sprache (Spanisch ?) nicht zu verstehen braucht?
Nordolf (20.03.2009, 23:57):
Original von Gamaheh
Lieber Nordolf !

Dagegen sind die von Dir bevorzugten CD-Cover ja sehr zahm! Bist Du sicher, daß das Ansehen dieses Filmes keine bleibenden Schäden hinterläßt? (Oder soll es das vielleicht?) Klingt jedenfalls faszinierend, und einprägsam ist schon Deine Beschreibung. Hoffentlich kann ich heute nacht schlafen!

Grüße,
Gamaheh

P.S.: So ein Film hat dann wahrscheinlich auch noch den Vorteil, daß man die Sprache (Spanisch ?) nicht zu verstehen braucht?

Liebe Gamaheh,

:J
Ja - das ist wirklich faszinierend. Du solltest nur die Logik des Erzählkinos beiseite lassen. Dann machen die krassen und tiefgründigen Bilder wirklich Spaß. So fantastisch geschmückte Chamäleons sieht man in einem Film so leicht nicht wieder...

Was die Schäden betrifft - also ich hatte die schon vorher. Der Film ...ähem.. kommt ihnen nur entgegen :D Übrigens: - ein weiterer Lieblingsfilm von mir wurde in den USA zu seiner Zeit ganz ernsthaft mit der Warning "Kann bleibende Schäden hinterlassen" eingestuft: - David Lynchs "Eraserhead" aus dem Jahre 1977.

"The Holy Mountain" ist in englisch. Meine Fassung ist bei "Anchor Bay" erschienen.

Herzliche Grüße!
Jörg
Nordolf (01.04.2009, 23:26):
Hallo!

Vor kurzem liefen bei mir nacheinander zwei Filme zum Thema Gewalt:

http://www.dvduncut.com/images/John%20Rambo.jpg

John Rambo (Uncut Version)
Regie: Sylvester Stallone
2008

"Rambo IV" zeigt Stallone als Action-Opa, der allerdings wesentlich härter agiert als seine jungen Kollegen. Was hier an Grausamkeiten, Blut und Gedärm aufgeführt wird, übersteigt den Blutzoll des Normalo-Mainstream-Actionkinos bei weitem. Zudem ist dieser Film ganz hervorragend fotografiert. Ob stimmungsvolle Landschaftsaufnahme oder knallharte Actionszene: - es sieht immer verdammt gut aus...
Hintergrund für diesen Rambo-Film sind die Ausrottungsfeldzüge der Militärregierung gegen die Bevölkerung im asiatischen Burma. Christliche Missionare wollen der einheimischen Bevölkerung mit Medizin, Nahrung und Bibel beistehen. Dazu benötigen sie einem Fährmann, der sie von Thailand nach Burma übersetzt: - sie müssen natürlich Rambo überzeugen, der sich amerikamüde in Thailand als Schlangenfänger und Bootsmann durchs Leben schlägt. Und natürlich ist es eine engagierte, junge Frau, die ihn schließlich bewegen kann, die "Greenhorns" ins Kriegsgebiet zu bringen: - eines Liebesgeschichte gibt es in diesem Film allerdings nicht. Stattdessen wird auf geradlinige Action mit Schwarz-Weiß-Charakteren gesetzt. Nach allem, was man aus diesem Krieg hört, entspricht die sadistische Zeichnung der Armeeoffiziere allerdings leider der Wirklichkeit in Burma.
Die Filmzensur in Deutschland ließ bei diesem Streifen die Narrenkappe mal wieder besonders lustig klingeln: - in die Kinos durfte er nur um eine Szene gekürzt, dann kam er aber ungeschnitten mit einem "Strafrechtlich unbedenklich"-Siegel (Juristen der Filmkommission) auf den Markt - aber nur für drei Monate, dann musste diese vollständige Version von Markt und die FSK kürzte ihn um viele Szenen - trotzdem bekam er auch in dieser Version keine Jugendfreigabe. Inzwischen konnte man allerdings die geschnittenen Szenen auf YouTube ganz öffentlich bewundern...


http://www.dvduncut.com/images/AHistoryofViolence.jpg

A History of Violence
Regie: David Cronenberg
2005

Der Kanadier Cronenberg beleuchtet die Abgründe, die sich häufig genug hinter einer bürgerlichen Fassade verbergen. In seinem leisen, beklemmenden Thriller erzählt er die Geschichte eines Familienvaters und Kneipenbesitzers in der amerikanischen Provinz, der zum Held wird, als zwei Verbrecher ihn und die Besucher seines Ladens umbringen und ausrauben wollen. Er tötet sie auf erstaunlich effektive und brutale Weise. In der Folge wird er von Mafia-Gangstern besucht, die ihn zu kennen scheinen und offenbar die Rechnung für Taten aus der Vergangenheit präsentieren wollen. Das Bild des treusorgenden Familienvaters beginnt immer mehr zu bröckeln...
Die ruhige Gangart des Films wird immer wieder von grellen, blutigen Gewaltszenen unterbrochen. Diese Gewalt beginnt die Lebenswelt einer kleinen Familie in schleichender Weise zu ändern. Mißtrauen, Verstörung und offenbare Lebenslügen zermürben die Beziehung der beiden Eheleute und die Beziehung des Vaters zum jugendlichen Sohn. Der Sohn konnte seine Konflikte an der Schule bislang mit einer gewissen resignativen Ironie lösen - nachdem aber sein Vater als Held aufgetreten ist, erwartet sein soziales Umfeld ein anderes Verhalten von ihm. Schließlich schlägt er einen Jungen, der ihn ständig hänselte, auf brutale Weise zusammen.
Das Eindringen der Gewalt in menschliche Verhaltensweisen - Konfliktlösung, Sexualität, Lebensweg - wird von Cronenberg sehr realistisch und drastisch dargestellt. Das offene Ende passt wunderbar zur ambivalenten Stimmung des Films.
Als geschnittene Szene kann man auf der DVD übrigens eine kurze Traumsequenz bewundern, die aufwendig gemacht war. Ich kann verstehen, das Cronenberg sie nicht verwendet hat: - sie wäre zu Comic-haft gewesen und hätte nicht zur kargen Atmosphäre des Films gepasst. Anschauen sollte man sie sich aber!

Herzliche Grüße!
Jörg
kreisler (07.09.2009, 23:32):
Gerade eben zum wiederholten Mal angeschaut:
________________________________________

http://thepasswordisswordfish.files.wordpress.com/2009/05/amadeus1.jpg

Auch wenn das - sehr eindrucksvoll gehaltene - Filmplakat als auch der Film selber wohl fast jedem bekannt sein dürfte, bekommt er von mir noch mal ausdrücklich die Bestnote :times10

Und zwar für seinen Umgang mit der Musik selber, als auch für seine dramatische und psychologische Mozart-Interpretation.

Aber was den Film besonders ausmacht: Er versucht nicht nur irgendwie diesem Phänomen auf die Schliche zu kommen oder gar nur eine Biographie zu erzählen, sondern er will in erster Linie durch gute Dialoge, perfekter Kameraführung und teilweise wirklich genialen drammaturgischen Ideen spannend und einfach ein richtig guter Film zu sein. Was er dann auch ist. Repekt besonders an Milos Forman und den Herrn Marriner, der ja für die musikalische Beratung und Untermalung des ganzen zuständig war :B

lg kreisler
daniel5993 (08.09.2009, 05:32):
Ein Klasse Film, leider lang nicht mehr geschaut :hello
Allein schon, wie der Film beginnt, mit dem ersten Satz aus der 25sten Symphony und dann die dunklen Szenen dazu ......

:times10
kreisler (08.09.2009, 11:19):
Ja, genau solche Stellen meine ich!
Da merkt man auch, wie sehr der Film an der Musik entlang gedreht wurde und nicht anders herum.

Aber es ist natürlich auch so: Bei der Musik, die sie herausgesucht haben, kann der Film eigentlich gar nicht schlecht sein...:)

Grüße,
Kreisler
thwinter12 (08.09.2009, 20:03):
Jungs, Eure positiven Kommentare werde ich mir merken - Ihr habt mein Interesse an dem Film geweckt!

Servas, :thanks
Thomas
Heike (14.09.2009, 00:14):
Hat jemand schon "Antichrist" gesehen? Ich mag ja eigentlich die Lars von Trier- Filme, aber ob ich mir den antuen soll, da bin ich noch eher skeptisch.
Ich bin weder zart besaitet noch eine moralische Mimose, aber wenn das nur den Sinn einer Gewaltorgie hätte, dann muss ich das nicht haben. Gibt es eine sehenswerte message hinter den schrecklichen Bildern oder sind das wirklich nur Szenenfolgen eines depressiven Mannes?
Heike
kreisler (14.09.2009, 10:29):
Vorgestern Abend gesehen:

http://www.gelsenkirchen.de/images/KlangderStille_49253.jpg

und meiner Meiung nach - nicht nur im Vergleich mit dem kongenialen "Amadeus" von Milos Forman - katastrophal schlecht und stellenweise sogar peinlich (Ich meine: Schon alein der Titel: "Klang der Stille Copying Beethoven :J!)

Kreisler
Holger (20.11.2010, 15:38):
Original von kreisler
Vorgestern Abend gesehen:

http://www.gelsenkirchen.de/images/KlangderStille_49253.jpg

und meiner Meiung nach - nicht nur im Vergleich mit dem kongenialen "Amadeus" von Milos Forman - katastrophal schlecht und stellenweise sogar peinlich (Ich meine: Schon alein der Titel: "Klang der Stille Copying Beethoven :J!)

Kreisler

Urks, Du kannst einem ja Mut machen!

Den Film möchte ich nämlich unbedingt sehen...

Liebe Grüße von Holger
Holger (20.11.2010, 15:40):
Original von kreisler
Gerade eben zum wiederholten Mal angeschaut:
________________________________________

http://thepasswordisswordfish.files.wordpress.com/2009/05/amadeus1.jpg

Auch wenn das - sehr eindrucksvoll gehaltene - Filmplakat als auch der Film selber wohl fast jedem bekannt sein dürfte, bekommt er von mir noch mal ausdrücklich die Bestnote :times10

Und zwar für seinen Umgang mit der Musik selber, als auch für seine dramatische und psychologische Mozart-Interpretation.

Aber was den Film besonders ausmacht: Er versucht nicht nur irgendwie diesem Phänomen auf die Schliche zu kommen oder gar nur eine Biographie zu erzählen, sondern er will in erster Linie durch gute Dialoge, perfekter Kameraführung und teilweise wirklich genialen drammaturgischen Ideen spannend und einfach ein richtig guter Film zu sein. Was er dann auch ist. Repekt besonders an Milos Forman und den Herrn Marriner, der ja für die musikalische Beratung und Untermalung des ganzen zuständig war :B

lg kreisler

Ich weiß, ich wiederhole mich (und andere) - aber da dieser Thread ja von Lieblingsfilmen handelt, kann ich icht anders!

Liebe Grüße von Holger
Holger (20.11.2010, 15:46):
Ich wage kaum, es in diesen heiligen Hallen auszusprechen, aber diesen

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Vdkit8JQL._SL500_AA300_.jpg

Film liebe ich ebenfalls sehr: "The Sixth Sense".

Das Ende rührt mich jedesmal zu Tränen.

Liebe Grüße von Holger
Holger (20.11.2010, 15:57):
Einen hab ich noch! :haha

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51409M64HBL._SL500_AA300_.jpg

A.I. - Künstliche Intelligenz

Meiner Erinnerung nach an den Kassen eher wohl eher ein Flop, obgleich von Spielberg. Dennoch zerreißt mir der kleine Roboter auf seiner Suche nach Liebe und Wärme das Herz! (Wär vielleicht ebenfalls ein guter Opernstoff...?)

Liebe Grüße

Holger
Armin70 (20.11.2010, 16:18):
In Anlehnung an den gestrigen Konzertbesuch hatte ich vergangene Nacht eine "Hitchcock-Nacht":





Grandiose Filme.
Cetay (inaktiv) (20.11.2010, 16:31):
Original von Holger
Ich wage kaum, es in diesen heiligen Hallen auszusprechen,

Was soll ich dann erst sagen?

Mein Top-Film der letzen Jahre ist:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51rzZjvZzSL._SL500_AA300_.jpg

Ein Horrorstreifen, der den Namen wirklich verdient. Am besten gar nichts vorher drüber lesen -jede Andeutung ist schon zuviel- sondern einfach drauf einlassen. Nicht vergessen, den Whiskey bereitzustellen, um ein Gegenmittel zu bereit haben, wenn sich die Bluttemperatur der 0°C Grenze nähert.
(Dass man in diesem Genre immer darauf achten muss, eine ungeschnittene Versoin zu bekommen, versteht sich von selbst)
Jürgen (20.11.2010, 19:15):
Original von Holger
Einen hab ich noch! :haha

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51409M64HBL._SL500_AA300_.jpg

A.I. - Künstliche Intelligenz

Meiner Erinnerung nach an den Kassen eher wohl eher ein Flop, obgleich von Spielberg. Dennoch zerreißt mir der kleine Roboter auf seiner Suche nach Liebe und Wärme das Herz! (Wär vielleicht ebenfalls ein guter Opernstoff...?)

Liebe Grüße

Holger


Ich erinnere mich, er lief im TV und ich wollte ihn eigentlich nicht sehen, weil die Fernsehzeitschrift und die erste viertel Stunde auf Gefühlsduselei hinwiesen.

Aber wie Spielberg so ist, man kann sich ihm nicht entziehen.

Wenn er will, dass du heulst ie ein Schlosshund, dann passiert es. Sei es bei Die Farbe Lila oder hier, oder zum Schluss von Schindler's Liste. Rotz und Wasser.

Grüße
Jürgen
Solitaire (02.12.2010, 17:25):
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YME58BVNL._SL500_AA300_.jpg

Kennt jemand die Tragikomödie „Luna Papa“ von 1999? Ich habe sie vor wenigen Tagen auf DVD gesehen und bin sehr begeistert. Es ist ein skuriler Film, der nicht jedem gefallen wird, man muß schon einen Sinn für’s Absurde und Skurile haben.
Die Handlung: der Film spielt in Usbekistan, die noch sehr junge, theaterbegeisterte Mamlakat möchte eine Vorstellung einer Gruppe von Wanderschauspielern besuchen. Sie begegnet einem Schauspieler, mit dem sie an jenem Abend noch eine andere Leidenschaft als die für’s Theater teilt, und die, wie sich das für Komödie wie Tragödie gehört, bald Folgen zeigt.
Als sie schließlich ihrem Vater offenbart, daß sie schwanger ist, sieht der die Sache von der praktischen Seite: der Kindsvater muß zwecks sofortiger Eheschließung her. Aber das ist nicht so einfach, denn Mamlakat kennt weder seinen Namen noch weiß sie wirklich wie er aussieht. Mamlakat, ihr Vater und der durch eine Kriegsverletzung geistig behinderte Bruder Nasreddin (ein ganz wunderbarer Moritz Bleibtreu) machen sich auf die Suche nach dem jungen Mann. Mehr will ich eigentlich gar nicht verraten...
„Luna Papa“ ist unglaublich witzig und furchtbar traurig zugleich und in manchen Momenten ist er reine Poesie.
Mein Mann ist durch Zufall auf diesen Film aufmerksam geworden, und da er bei amazon für kleines Geld zu haben ist, möchte ich ihn jedem dringend ans Herz legen. Ich glaube, „Luna Papa“ ist der schönste film, den ich 2010 gesehen habe.


Hallo Holger!
Deine Begeistrung für "Amadeus" teile ich. Ich mag den Film sehr, und es ist mir völlig gleichgültig, daß er es mit den historischen Gegebenheiten nicht immer so genau nimmt. Wenn stört das in einem Film, in dem Sätze wie dieser Fallen:

"Ich hörte, wie die Musik der wahren Vergebung das Theater erfüllte und allen die dort saßen die vollkommene Absolution erteilte. Gott sang durch diesen kleinen Mann der ganzen Welt zu, unaufhaltsam..."
Hosenrolle1 (17.11.2016, 23:21):
Die Star Wars Episoden 4-6 habe ich alle in meiner Kindheit/Jugend im Kino gesehen und diese Filme sind einfach ein Meilenstein der Filmgeschichte hinsichtlich der technischen Umsetzung und der Story an sich.
Wobei man sagen muss, das Lucas hier ORDENTLICH geklaut hat. Es gibt auf YouTube unzählige Videos, wo man sieht, aus welchen Filmen und Serien er seine Geschichte und alle möglichen Szenen zusammengebastelt hat.

Als "Meilenstein" würde ich sie daher keineswegs bezeichnen.



LG,
Hosenrolle1
Peter (18.11.2016, 11:09):
Hallo,

im Bezug auf Musik sind das bei mir:

Once

und

Die Commitments


im Bezug auf Filmmusik:

Local Hero

und

Melancholia

Nette Grüße


Peter
kohlmetin (30.11.2018, 14:56):
Juhu endlich wieder Material für ein Filmemarathon am Wochenende. Liege mit Grippe flach und habe gefühlt Netflix komplett durch.
satie (30.11.2018, 15:23):
Oha, na dann gute Besserung! Ich will auch Mal wieder ein Wochenende durchglotzen...