Welche Zeitschriften sind empfehlenswert, welche nicht?

HenningKolf (13.06.2008, 15:19):
Die Suchfunktion hat keinen Faden mit ähnlichem Thema ergeben, sodass ich hoffe, dass ich nicht bereits Gesagtes wiederkäue.

Meine Sicht auf die Thematik ist dadurch geprägt, dass ich die Printmedien hauptsächlich wegen der CD-Kritiken und nur in zweiter Linie wegen des übrigen Inhalts lese.

a) Derzeit habe ich noch die Zeitschrift FonoForum abonniert, aber ich tendiere dazu, das Abonnement zu kündigen. Auf die CD-Kritiken gebe ich schon lange nichts mehr, da ich diese selten als hilfreich empfinde. Gerade bei zeitgenössischer Musik oder Kompositionen von Komponisten aus der - was den Bekanntheitsgrad betrifft - "zweiten Reihe" wird schon oft nicht klar, ob der jeweilige Rezensent die Komposition oder die Interpretation beurteilt. Oft enthalten die Rezensionen recht rudimentäre Angaben, die als Hilfe bei einer Kaufentscheidung wenig taugen. Zudem sind mehrere Rezensenten "strenggläubige HIPper" - was zunächst einmal nicht schlimm ist, aber zu wenig Erkenntnisgewinn führt, wenn man deshalb häufiger mit der Einschätzung abgespeisst wird, die Einspielung sei unmodern, heute werde diese Komposition so nicht mehr gespielt etc., ohne dass man erfährt, wie tatsächlich interpretiert wird.

Ich hatte mich schon damit begnügen wollen, die Kritiken hinsichtlich ihrer Klangbewertung zu Rate zu ziehen, nun lese ich in der neuesten Ausgabe, die Deletaille/Badura-Skoda/Quatuor Rosamunde - Einspielung von D 956 bzw. der Arpeggione-Sonate sei durch eine "unausgewogene, wenig räumliche Aufnahmetechnik" auffällig. Mir ist das zwar nicht aufgefallen, aber gleichwohl mag man ja die Meinung des Rezensenten akzeptieren. Aber der Rezensent gibt 2 von 5 Sternen für die Klangtechnik; dies ist eine äußerst schlechte Bewertung, die FF sonst nur für historische Aufnahmen oder völlig verunglückte Aufnahmen vergibt und die mich vom Kauf der CD sicher abgehalten hätte (gut das ich die erfreuliche Einspielung bereits erworben hatte, bevor die Rezension veröffentlicht wurde).

Der redaktionelle Teil? - Nun ja, teilweise durchaus interessante Beiträge, aber auch vieles, worauf ich verzichten kann (etwa Beiträge darüber, was Elke Heidenreich beim Opernbesuch empfindet oder warum Donna Leon Händel-Opern schätzt)

Einen theoretischen Vorteil hat das Abonnement allerdings: Als Abonnent erhält man Zugriff auf das Gesamtarchiv - und in den 60er- und 70er-Jahren war FF m.E.´s qualitativ hochstehend. Leider ist der Archivzugriff aber so umgesetzt, dass eine gezielte Suche mit der Ausgabe nur weniger Dokumente kaum möglich ist, sodass ich die internet-Recherche nicht nutze.

Fazit: Die Abonnementskündigung steht an.

b) Sehr zufrieden bin ich als Abonnent der Zeitschrift "Piano-News", die alle zwei Monate erscheint. Auf Klaviermusik beschränkter Inhalt mit gewinnbringenden ausführlichen Rezensionen, die meist nicht nur beschreiben, wie der Rezensent etwas findet, sondern auch warum. Selbst die Kurzrezensionen bringen meist Erkenntnisgewinn. Zudem werden oft Aufnahmen vorgestellt, die in anderen Printmedien nicht erwähnt werden. Der übrige redaktionelle Inhalt ist m.E.´s deutlich gewinnbringender als der des FFs

c) Ganz neu abonniert habe ich die aus dem selben Verlag wie die "Piano-News" stammende Zeitschrift "Ensemble", die auf Kammermusik spezialisiert ist. In der mir vorliegenden Ausgabe hat zwar derselbe Rezensent eine CD von Ivan Zenaty und Igor Ardasev (Dvorák, Werke für Violine und Klavier) einmal in ausführlicher Kritik, einmal in der Rubrik "Kurzkritik" mit unterschiedlichem Ergebnis gewürdigt, ich bin aber noch geneigt, dies als Versehen der Druckerei zu bewerten (man darf ja eine Meinung beim zweiten Hören durchaus ändern).


d) Wenn ich mich auf einem Bahnhof mit internationaler Presse befinde nehme ich meist ein Exemplar des "BBC Music Magazine" mit, welches ich recht gerne lese. Natürlich bin ich auch hier nicht mit allem einverstanden, aber mir gefallen sowohl der Rezensionteil als auch der redaktionelle Teil besser als der Inhalt des FF. Zudem gibt es zu jeder Ausgabe als Dreingabe eine CD, meist mit vollständiger Einspielung einer Komposition und nicht mit verschiedenen Schnipseln als Appetithäppchen. Ich denke darüber nach, diese Zeitschrift zu abonnieren, wenn das FF-Forum abgelaufen ist.



Wie sind Eure Erfahrungen mit Zeitschriften, die sich mit dem Klassiksujet beschäftigen?

Gruß
Henning
satie (13.06.2008, 15:34):
Lieber Henning,

ich finde, das FonoForum hat tatsächlich immer mehr nachgelassen.
Mir gefällt momentan als allgemeineres Magazin "Partituren" sehr gut, welches immer ein ganz bestimmtes musikalisches Thema (etwa "Der Dirigent" oder "Paris" oder "Beethoven") hat. Natürlich gibt es auch speziellere Zeitschriften wie etwa das "Bach-Magazin" (ich bin nicht sicher, ob es so heißt oder anders) die dann eher wenige ansprechen.
Was zeitgenössische Musik betrifft, ist immer noch die ursprünglich von Schumann gegründete "Neue Zeitschrift für Musik" eine der besten, allerdings mit durchaus elitärem Anspruch. Die Beiträge sind oft von sehr hoher Qualität.

Herzlich,
S A T I E
HenningKolf (14.06.2008, 11:45):
@ Satie

Mit "Partituren" habe ich auch schon mal geliebäugelt, mal schaun ob ich in irgendeiner Bibliothek ein Leseexemplar zum Kennenlernen finde.

Gruß
Henning
Rachmaninov (14.06.2008, 12:27):
Original von HenningKolf
b) Sehr zufrieden bin ich als Abonnent der Zeitschrift "Piano-News", die alle zwei Monate erscheint. Auf Klaviermusik beschränkter Inhalt mit gewinnbringenden ausführlichen Rezensionen, die meist nicht nur beschreiben, wie der Rezensent etwas findet, sondern auch warum. Selbst die Kurzrezensionen bringen meist Erkenntnisgewinn. Zudem werden oft Aufnahmen vorgestellt, die in anderen Printmedien nicht erwähnt werden. Der übrige redaktionelle Inhalt ist m.E.´s deutlich gewinnbringender als der des FFs

Die PN lese ich auch ganz gerne. Sie ist durchaus in einigen Teilen anspruchsvoll und richtet sich dort auch gezielt an Musiker, aber die Artikel sind alle sehr gut.
Die Empfehlungen des Doppelmonats sind bisher fast immer sehr gut nachvollziehbar.
Die Besprechungen sind alle sehr gut geschrieben , auch die "Kurzvorgestellten" Aufnahmen....

Was Neuanschaffuingen angeht orientiere ich mich hier sehr gerne an die Empfehlungen....
Cosima (14.06.2008, 14:44):
Original von HenningKolf
Einen theoretischen Vorteil hat das Abonnement allerdings: Als Abonnent erhält man Zugriff auf das Gesamtarchiv - und in den 60er- und 70er-Jahren war FF m.E.´s qualitativ hochstehend.

Im FF-Online-Archiv stöbere ich häufiger, auch wenn die Suche etwas mühsam vonstatten geht. Gerade die älteren Artikel und Rezensionen sind für mich oft interessant, da in der Tat mit sehr viel mehr Sorgfalt recherchiert und geschrieben als die aktuellen. Das Abo der FF habe ich schon vor langer Zeit gekündigt, erstaunlicherweise kann ich aber das Archiv weiterhin kostenfrei nutzen. Vielleicht nur ein Fehler im System, jedenfalls hatte ich das nicht erwartet.

Ansonsten lese ich derzeit nur die Piano News regelmäßig. Auch ich bin damit sehr zufrieden!

Gruß, Cosima
Poztupimi (14.06.2008, 16:16):
Ihr Lieben,

das mit dem Nachlassen werden diejenigen, die schon immer die FF lesen, sicher auch früher immer schon mal festgestellt haben. Ich habe mal einen Stapel alter Hefte aus der Zeit vor der Einführung der CD erworben und ich habe schon den Eindruck, als ob da noch ausführlicher - ob auch fundierter? - geurteilt wurde.

Grammophone lese oder kaufe ich ab und zu, wenn ich mal in Berlin bin, eine Weile habe ich auch mit einem Abo geliebäugelt, es dann aber doch gelassen, da ich wesentlich lieber Texte in einer Sprache lese, deren Feinheiten mir dann eher geläufig sind.

Die Zeitschrift Partituren habe ich schon das eine oder andere mal in der Hand gehabt und sogar einige Hefte erworben. Ich finde es ganz interessant, daß die wie schon Satie schreibt immer eine Schwerpunkt setzen. Rondo nehme ich immer mit, wenn es mir über den Weg läuft und lese auch die Kritiken. Auch hier ist es immer wieder so, daß ich denen mal folgen kann, mal nicht.

Interessant finde ich in jedem Fall immer, wenn man von einer CD - nachdem man sie gehört und erworben hat - mehrere Kritiken findet und dann auch noch feststellen kann, wie sehr die Meinungen häufig auseinander gehen. Aktuelles Beispiel: Schubert/Die schöne Müllerin/Prégardien, Gees
FF 06/2008 3/3 (von 5/5)
Rondo 3/2008 5 (von 5), CD des Monats

Aber das ist hier im Forum ja nicht anders.

Bei den deutlich stärker spezialisierten Zeitschriften hängt es auch immer vom Angebot ab, ob ich mal einen Blick reinwerfe oder gar ein Heft erwerbe. Die Gelegenheit ergibt sich eigentlich immer nur dann, wen ich in die nächstgelegenen größere Stadt fahre. Auf diese Weise haben sich dann Einzelhefte angesammelt, so z. B. Das Opernglas, Piano News, NZM, ?Concerto (glaube zumindest, daß sie so heißt; Schwerpunkt alte Musik, habe gerade kein Zugriff auf meine Hefte, da ich von auswärts schreibe).

Inzwischen sind Internetforen – teilnehmend wie hier oder auch nur lesend – für mich die häufig wichtigere Quelle als Anregung, neue CDs zu hören und/oder zu kaufen. Insbesondere dann, wenn es um für mich bisher unbekannte Werke oder Interpreten geht.

Viele Grüße,
Wolfgang
Zelenka (15.06.2008, 17:43):
Lieber Henning:

"Welche Zeitschriften sind empfehlenswert, welche nicht?" So allgemein läßt sich das kaum beantworten … Empfehlenswert für wen? Den Einsteiger, den Fortgeschrittenen, den Opernfreund, den Klavierenthusiasten? Für Dich scheinen Besprechungen im Vordergrund zu stehen, andere möchten vielleicht eher auch etwas zu einzelnen Künstlern oder Komponisten lesen, vielleicht auch diskographische Überblicksartikel zu einzelnen Werken, möglicherweise auch aktuelle Berichte und Kritiken von Konzerten und Opernaufführungen. Wenn es im wesentlich nur um Rezensionen gehen sollte, ist vielleicht sogar der totale Verzicht auf die Lektüre von Zeitschriften möglich. Im deutschsprachigen Raum gibt es im Internet einiges an Besprechungen zu lesen, mitunter recht Lesenswertes: www.rondomagazin.de, www.klassik.com, www.klassik-heute.com z.B., im englischsprachigen Raum vor allem das ganz ausgezeichnete www.classicstoday.com, das leider in letzter Zeit die Zahl der Rezensionen reduziert hat.

Weiter wird man sich fragen müssen, ob man eine Zeitschrift lesen möchte, die das ganze klassische Gebiet abdeckt oder nur einzelne Bereiche wie die Oper, das Klavier, Streichinstrumente oder die Kammermusik.

Ich verlinke im folgenden zu den Websites der genannten Zeitschriften, wo sich mitunter einiges kostenlos mitlesen läßt.

Deutschsprachige allgemeine Klassikzeitschriften

Im deutschsprachigen Raum gibt es in dieser Kategorie als Kaufzeitschrift wohl nur das "FonoForum", wie es sich heutzutage schreibt. Klagen über die Qualität dieses Organs sind nicht neu und hier im Forum schon wiederholt zu lesen gewesen. (Die Zeitschrift hat auch in früheren Zeiten nie das Niveau des englischen "Gramophone" erreicht.) Die Rezensionen sind in ihrer Mehrheit zu kurz und in der Regel ein wenig nichtssagend. Sich hier einen fundierten Überblick über das allgemeine Veröffentlichungsgeschehen zu verschaffen, ist einigermaßen aussichtslos. Die beigegebene CD wirbt in der Regel für ein Label oder bringt weniger interessante Darbietungen vom Klavierfestival Ruhr.

Dies gilt letztlich auch für die Gratiszeitschrift "Rondo", die ein wenig frischer und frecher daherkommt, deren Rezensionen aber auch nicht in Tiefe gehen. Die Druckfassung ist samt "Rondoplus" (das u.a. weitere Rezensionen und jeweils einen Überblicksartikel zu einem bestimmten Werk enthält) herunterladbar. "Rondoplus" wird in der Druckfassung samt einer CD mit Hörschnipseln nur an Abonnenten geliefert.

Zu "Partituren" kann ich leider nicht viel beisteuern. Die Themenhefte sind mir schlicht und einfach den geforderten Preis (EUR 9) nicht wert. Vereinzelt ist zu hören, daß auch hier das Niveau sinkt. Jeder Nummer liegt eine im wesentlichen überflüssige CD bei.


Deutschsprachige Spezialzeitschriften

Zu "Pianonews" und "Ensemble" kann ich aus meiner Unkenntnis heraus nichts sagen, ebenso nichts zur Situation im Opernbereich.

Ausländische allgemeine Klassikzeitschriften

In Großbritannien sind hier im wesentlichen drei Zeitschriften zu nennen: "Gramophone", "International Record Review" und das "BBC Music Magazine".

Das "Gramophone" bezeichnet sich auf der Titelseite selbstbewußt als " The world's best classical music magazine". Möglicherweise war es das vor Zeiten, aber spätestens seit den 90ern ist das Niveau stetig gesunken, auch wenn die Namen der Rezensenten nicht unbedingt schlagartig gewechselt haben. Die Besprechungen sind kürzer geworden, die Aufnahmen werden weniger im Zusammenhang der Diskographie eines Werkes diskutiert. Die Rubrik "Collection", in der jeweils eine Komposition mit ihren Aufnahmen vergleichend besprochen wird, hat ihr Niveau einigermaßen halten können, obwohl hier je nach Rezensenten natürlich Qualitätsunterschiede zu konstatieren sind. Die übrigen redaktionellen Bestandteile der Zeitschrift sind meist tödlich langweilig (Ausnahme: die Technikecke) und oft nur PR für die phonographische Industrie. Trotzdem ist das allgemeine Niveau immer noch um einiges höher als das des "FonoForum". Der Zeitschrift liegt eine CD mit sehr kurzen Hörschnipseln bei, derzeit gibt es allerdings auch jeweils meist interessante etwa halbstündige Gespräche mit einem bekannten Künstler zu einem Komponisten zu hören, in der aktuellen Juli-Ausgabe z.B. eines mit Belohlávek über Dvorák.

Der "International Record Review" ist letztlich eine Abspaltung vom Gramophone. Personal, das sich mit dem steten "dumbing down" besonders nach dem Verkauf der Zeitschrift durch die Gründerfamilie an einen Konzern nicht abfinden wollte, versuchte eine Alternative. Im Schnitt sind hier die Rezensionen länger und gründlicher, eben wie jene aus alten "Gramophone"-Tagen. Leider reicht das Gebotene nicht, um sich einen umfassenden Überblick über den Markt zu verschaffen. Als Zweit-Zeitschrift ist der "Review" allerdings durchaus sehr empfehlenswert.

Das "BBC Music Magazine" (inzwischen privatisiert) hat sich immer besonders auch an Klassikeinsteiger gewendet, weniger an den harten Kern der Musik- und CD-Liebhaber. Zu einem Teil ist es auch immer noch eine Art Programmzeitschrift für BBC Radio 3. Für Einsteiger sicher interessant sind Überblicksartikel zu Komponisten. Die Ergebnisse von "Building a Library" sind hier auch zu lesen. Die Rezensionen tendieren leider auch eher zur Kürze, das Rezensententeam ist allerdings in der Regel sehr sachkundig. Den Heften liegt jeweils eine CD mit Aufnahmen aus dem BBC-Archiv bei, die schon mal Freude machen können, aber zumeist nicht von jenem Kaliber sind, daß man sie unter anderen Umständen kaufen würde. Reizvoll waren diese Beigaben vielleicht, als CDs noch einiges Geld kosteten.

In den U.S.A. dominieren "Fanfare" und "American Record Guide". Beide erscheinen in einer Art Buchformat und sind (sympathischerweise) recht nüchtern aufgemacht. Es wird in der Regel recht ausführlich und sachkundig rezensiert, bisweilen geht es allerdings auch ein wenig amateurhaft zu. Die beiden Zeitschriften sind in Europa kaum verbreitet.

In Frankreich sind es wieder drei Zeitschriften, die den Markt beherrschen: "Diapason", "Classica-Répertoire" und "Le Monde de la Musique".

Wenn ich den Titel der besten Klassikzeitschrift der Welt zu vergeben hätte, würde ich ihn wohl dem "Diapason" zukommen lassen. Das Maß der redaktionellen Unabhängigkeit ist hier recht groß. Die Klassikindustrie wird in all ihren Facetten kritisch behandelt, und man weist auch, was sonst selten genug geschieht, auf Aufnahmen hin, von denen man kein Besprechungsexemplar bekommen hat. Die Rezensionen sind nicht sehr ausführlich, aber in der Regel sehr sachkundig. Dem Heft liegt eine CD mit Hörproben von Aufnahmen bei, die die Höchstauszeichnung "Diapason d'Or" erhalten haben. Die Auszüge können über 10 Min. lang sein und sind in der Regel vollständige Sätze.

Etwas populärer vielleicht, aber ebenfalls sehr lesenswert, ist "Classica-Répertoire", das aus dem Zusammenschluß zweier Zeitschriften entstanden ist. Dem Heft liegt seit einigen Monaten eine CD mit alten Aufnahmen bei, die nicht mehr dem Copyright unterliegen. Jene zum aktuellen Heft enthält Brahms-Aufnahmen von Furtwängler.

Weniger vertraut bin ich leider mit "Le Monde de la Musique", der Zeitschrift, die die "Chocs" verteilt.

Alle drei französischen Zeitschriften berichten auch über das aktuelle Konzertleben.

Ausländische Spezialzeitschriften

Ich möchte hier nur noch kurz auf "International Piano" hinweisen, früher als "International Piano Quarterly" eine jener Spezialzeitschriften, die der Verlag des "Gramophone" in der zweiten Hälfte der 90er ins Leben rief und später verkaufte. Sie ist sehr lesenswert, erreicht aber leider nicht mehr das Niveau der Anfangszeiten, als etwa bei den jeweiligen Überblicken zu einzelnen Kompositionen Vollständigkeit der Diskographien angestrebt wurde.

Gruß, Zelenka
HenningKolf (22.11.2008, 20:22):
So, die FF ist gekündigt. Ich habe mir Zelenkas Ratschläge zu Gemüte geführt und, soweit möglich, Testexemplare der englischsprachigen Zeitschriften besorgt. Seit soeben bin ich Abonnent des "American Record Guide" und der "International Record Review". Insbesondere letztere entspricht erfreulicherweise nicht dem Zeitgeist "Erklären Sie mir die Welt - aber möglichst in einem Satz".

Ich bin zwar kein Nostalgiker was CDs betrifft - die muss ich nicht im Schrank haben, Festplatte reicht - aber Gedrucktes habe ich lieber gedruckt, sodass ich demnächst die beiden oben genannten englischsprachigen Zeitschriften, "Rondo" in Papierform, "Piano News" und "Ensemble" regelmäßig lesen werde. Natürlich hätten mich die französischen Zeitschriften interessiert, aber mein Französisch reicht für den Urlaub, aber nicht für mehr...ich arbeite aber dran, vielleicht nächstes Jahr.

Gruß
Henning
Cosima (22.11.2008, 20:25):
Original von HenningKolf
So, die FF ist gekündigt.

Recht so! :J Aber schau doch mal, ob Du nach der Kündigung noch das Archiv benutzen kannst. Bei mir funktioniert das noch immer. So kann man immerhin interessante Artikel nachlesen (wenn auch mit etwas Verzögerung).

Gruß, Cosima
HenningKolf (22.11.2008, 20:52):
Ich werde mich dran erinnern und es probieren - die Kündigung ist eh erst nach dem Märzheft wirksam, wenn ich es richtig sehe.
Heike (23.11.2008, 12:56):
Die Printausgabe von "Partituren" wird eingestellt, siehe
http://www.partituren.org/de/Home/index.html
Heike
palestrina (14.10.2013, 22:33):
Hallo zusammen,

wie ihr wohl wisst , wurde die Opernzeitschrift "Orpheus" dieses Jahr eingestellt!
Jetzt gibt es eine Neue Zeitschrift Online von den Machern vom Orpheus, kostenlos !

Hier der Link.....
http://operslounge.de/

Habe mich eben 2 Stunden durchgelesen !

LG palestrina
Jürgen (15.10.2013, 08:20):
Original von palestrina
Hallo zusammen,

wie ihr wohl wisst , wurde die Opernzeitschrift "Orpheus" dieses Jahr eingestellt!
Jetzt gibt es eine Neue Zeitschrift Online von den Machern vom Orpheus, kostenlos !

Hier der Link.....
http://operslounge.de/

Habe mich eben 2 Stunden durchgelesen !

LG palestrina

Danke für den Link.

Kleiner Vertipper:

http://operalounge.de/

Grüße
Jürgen
Florestan (15.10.2013, 08:20):
Lieber Palestrina

Herzlichen Dank für den Hinweis. Um bei dem Link nicht ins Abseits zu geraten muß man allerdings http://www.operalounge.de eingeben.

Ich blättere zwar grundsätzlich lieber in Heften als auf den Bildschirm zu starren, aber es scheint ja immer weniger Zeitgenossen zu geben, die das gleiche Bedürfnis verspüren. Also heißt es mit den Wölfen zu heulen.

Gruß Florestan
palestrina (15.10.2013, 09:03):
Aber ihr habt es doch alle gefunden :wink.

LG palestrina
Hosenrolle1 (03.04.2015, 18:34):
Original von Satie
Mir gefällt momentan als allgemeineres Magazin "Partituren" sehr gut, welches immer ein ganz bestimmtes musikalisches Thema (etwa "Der Dirigent" oder "Paris" oder "Beethoven") hat.

Das klingt nicht schlecht! Werden in der Zeitschrift auch unterschiedliche Partituren vorgestellt und/oder kritisiert? Also dass darüber gesprochen wird, ob es sich um eine kritische Ausgabe handelt, oder eher um eine billige mit vielen Fehlern, usw.?



LG,
Hosenrolle1
satie (03.04.2015, 18:41):
Das war bei Partituren weniger der Fall. Die Zeitschrift erscheint schon länger nicht mehr, man kann aber alle Artikel online lesen, unter:
kultiversum.de/Musik-opernwelt/Archiv-Partituren.html
Hosenrolle1 (03.04.2015, 18:45):
Danke für den Link :)

Schade, gerade das wäre vielleicht auch interessant gewesen, weil es doch viele Unterschiede zwischen einzelnen Partituren gibt ... Kaufempfehlungen für die beste Ausgabe :wink




LG,
Hosenrolle1