zu allererst möchte ich mich vorstellen, da ich neu in diesem Forum bin und dieser Beitrag mein erster sein wird. Ich bin 16 Jahre alt und absolut musikbegeistert. Diese Leidenschaft für die klassische Musik kann ich leider mit meinen engen Freunden meines Alters nicht teilen, so dass ich mich freue, dieses Forum hier gefunden zu haben. Ich möchte direkt sagen, dass ich mich nicht gut auskenne, kein Fachmann bin, erst vergleichsweise wenig Werke gehört habe und interpretatorische Sachen schonmal gleich gar nicht beherrsche. Ich bin einfach nur begeistert von der Musik und - um es mal etwas kitschig auszudrücken - lebe sie. Mir stellt sich beim Lesen der Threads hier immer wieder die Frage, wie ihr eigentlich Musik hört. Macht ihr noch etwas anderes, während des Hörens oder ist die Musik dann in dem Moment das Einzige, was um euch herum passiert. Lasst ihr die Musik während des Arbeitens laufen oder setzt ihr euch richtig in einen Sessel und lauscht nur der Musik? Ich persönlich habe eine ganz eigene Art. Da ich in einem relativ guten Chor singe - der meiner Schule - , der auch Engagements an unserer Oper hat, kam ich schon mit 11 Jahren in den Genuss an Aufführungen der Oper Carmen teilzunehmen. Sie öffnete mir eigentlich die Tür in die Welt der klassischen Musik. Erst jetzt bewegte ich meinen Vater dazu, öfters mit mir ins Konzert zu gehen. Ich war von Anfang an von den Dirigenten begeistert. Nach den Konzerten lief ich als ich zu Hause war, sofort vor den CD-Spieler, schnappte mir irgendeinen Stift oder den Brieföffner meines Vaters, schob eine CD in den Player und dirigierte auf meine natürlich laienhafte Art und Weise das Stück, das dort lief. Zum nächsten Geburtstag lag dann ein echter Dirigentenstab auf dem Gabentisch, da meinem Vater das ganze natürlich nicht verborgen geblieben war. Und so kindisch und lächerlich es klingen mag, noch heute dirigiere ich noch alle Stücke, die ich höre. Ich kann mich damit am besten auf das Stück konzentrieren und Spaß macht es mir heute noch.
Wie macht ihr es? Habt ihr auch eigenartige Angewohnheiten beim Hören?
Liebe Grüße Euer "neuer" Martin aus Düsseldorf!
Rachmaninov (09.01.2007, 19:39): @Martin,
ersteinmal nochmals ein herzliches Willkommen!
Wenn ich intensiv musik hören will dann gehört dazu das ich das Licht ausschalte, Kerzen brennen, ich schön unter einer Decke liege und lausche :cool
Jeremias (09.01.2007, 19:45): Hallo Martin!
Zunächst einmal :hello hier im Forum! Ich kann Dich sehr gut verstehen! Als ich in Deinem Alter war, also vor etwa 10 Jahren, da war ich auch nahezu ein Einzelgänger. Wir hörten zu Hause fast ausschließlich klass. Musik und so ab 13, 14 jahren hatte es mich auch gefangen. Ich hatte aber das Glück einen tollen Klavierlehrer zu haben, der mir gezeigt hat, dass ich nicht alleine bin mit dieser Begeisterung. Er hatte auch andere Schüler in meinem Alter und wir haben dann öfter mal zusammen Musik gehört. Als ich so 15, 16 war, da fing es bei mir auch mit Konzerten an. Damals waren die KArten auch für Schüler recht teuer. Ich denke, dass ich nicht ganz unschuldig bin, dass die Tonhalle Düsseldorf irgendwann die Preise für Schüler und Studenten auf 10 DM bzw. 5 € gesenkt hat. Ich habe dann auch jahrelang Jugendkonzerte in der Tonhalle organisiert. Es ist erstaunlich, wieviele junge Leute plötzlich im Konzert waren! Also lass Dich nicht entmutigen!
Zu Deiner Frage: Bei mir ist es völlig unterschiedlich, wie ich Musik höre. Wenn ich zu Hause bin, dann läuft der Player pausenlos nach der Arbeit. Ich höre beim Lernen, beim Arbeiten zu Hause, beim Hausputz, beim Duschen, eigentlich immer. Wenn ich lerne oder arbeite, dann laufen meist Aufnahmen, die ich schon kenne, da ich mich sonst zu sehr darauf konzentrieren würde. Wenn ich Zeit habe, dann höre ich mit Partitur (die Stadtbücherei hat ja viele), wenn ich ein neues Werk erlerne und mir Interpretationen anhöre, dann habe ich ebenfalls die Partitur dabei. Manchmal geht es mir wie Dir, dass ich einen Bleistift in die Hand nehme und ebenfalls dirigiere. Oftmals passiert das, wenn ich Auto fahre. Da habe ich zwar keinen Stift zur Hand, aber es geht ja auch ohne! es kommt also immer drauf an...!!!
Martin (09.01.2007, 19:57): Na dann danke ich dir doch hiermit mal für die billigen Karten in der Tonhalle, da ich fast in jedes Konzert der DüSys gehe. Meistens am Sonntag um 11 Uhr. Vielleicht sieht man sich ja mal
Amadé (09.01.2007, 20:28): Hallo Martin,
Musik höre ich auf zwei Arten, beim Zitunglesen oder bei häuslicher Büroarbeit lasse ich eine CD oder auch LP, von der ich noch sehr viele mit älteren Aufnahmen besitze, laufen, sozusagen als Hintergrundmusik. Wichtige Werke oder Neuanschaffungen höre ich fast immer abends, auch bei Kerzenschein, damit ich mich auf die Musik konzentrieren kann und ich nicht durch andere Dinge abgelenkt werde. Für alle diejenigen, die Notenlesen gelernt haben und vielleicht ein Instrument spielen, bietet sich an, sich entsprechende Noten/Partituren zu besorgen - siehe Jeremias - und die Musik mitzulesen. Besonders wichtig ist dies, wenn man vergleichend hört. Es käme mir nie in den Sinn, ein Klavierkonzert von Brahms, eine Sinfonie von Beethoven, das Streichquintett von Schubert oder dessen drei letzten Klaviersonaten im Nebenbei mitzunehmen. Bei längeren Autofahrten läuft auch bei mir immer eine MC mit STücken, die ich im Radio aufgenommen habe und nicht auf CD besitze. Ich wünsche Dir viel Freunde und Bereicherung an klassischer Musik sowie gute Anregungen in unserem Forum. Gruß Amadé
Jeremias (09.01.2007, 20:32): Ich denke, es kommt auch ein wenig darauf an, WELCHE Musik man hört. Es gibt Musik, die kann ich nicht jeden Tag hören, es gibt welche, die höre ich wochenlang nahezu täglich! Ich kann z.B. auch Musik des 20. Jahrhunderts nicht nebenbei laufen lassen, die muss ich konzentriert hören. Bei Chopin, Beethoven oder Mozart sieht das wiederum ganz anders aus...
cellodil (09.01.2007, 20:36): Lieber "neuer" Martin aus Düsseldorf,
auch von mir erst einmal ein herzliches Willkommen.
Deine Frage kann ich nur mit einem "It depends..." beantworten.
Ich höre in allen möglichen und unmöglichen Alltagsituationen Musik. Häufig auch beim Arbeiten. Da dann allerdings nur Kompositionen, die ich als "transparent" bezeichnen würde. Da habe ich dann sogar das Gefühl, dass das meine Konzentrationsfähigkeit unterstützt. Ohne Musik kann ich nicht sein. Jedenfalls nicht für einen längeren Zeitraum (Stille braucht's aber schon auch). Zumindest nicht wohlsein. Deshalb schleppe ich auf meinen Reisen auch ständig CDs und Discman durch die Gegend (mp3-Player mag ich nicht) und wenn es nur für 2 x 2 Stunden Bahnfahrt an einem Tag ist. Am allerliebsten höre ich Musik aber live und im Konzert. Oder - wenn aus der Konserve - auf dem Rücken liegend mit Blick in den Himmel (das aber nur bei sommerlichen Temperaturen und ohne Niederschläge). Im Winter gerne auch in der Badewanne mit ein paar Kerzchen drumrum.
Dir viel Spaß im Forum (mit uns alten Säcken) und herzliche Grüße
Sabine
cellodil (09.01.2007, 20:40): Original von Jeremias Ich kann z.B. auch Musik des 20. Jahrhunderts nicht nebenbei laufen lassen, die muss ich konzentriert hören.
Lieber Jeremias,
gilt das bei Dir für die ganze Palette der Musik des 20. Jahrhunderts? Glass oder auch manches von Tavener oder Takemitsu kann ich jedenfalls (auch) prima "nebenher" oder manchmal auch zum Einschlafen hören...
Herzliche Grüße
Sabine
Gerion (10.01.2007, 11:25): Hallo neuer Martin,
ich höre Musik derzeit entweder nebenbei, wenn ich am PC sitze oder leichte Arbeiten verrichte, in beiden Fällen über den PC und die angeschlossenen Boxen. Ich habe mir ein wenig "nebenbei hörbare" Musik von meinen CDs auf meinen Laptop gespielt, so dass immer etwas abrufbereit ist und der Schreibtisch nicht mit CDs "belastet" wird (wäre auch viel zu verführerisch, wegen der Booklets).
Allerdings kann ich (noch) nicht, wie zB Jeremias, bei "echter" Arbeit Musik laufen lassen (obwohl wir beide im juristischen Metier beheimatet sind), dazu sind mir die Dinge dort zu komplex (@Jeremias: Kannst/konntest Du zB Medicus lesen und Musik hören?). Ich werde dann einfach so sehr von der Musik vereinnahmt, dass ich mich nicht mehr konzentrieren kann.
Wenn ich intensiv hören will, benutze ich entweder unsere Mini-Anlage im Wohnzimmer. Diese ist allerdings qualitativ mehr als dürftig (ein "Brüllwürfel" aus meiner Jugendzeit, irgendwie steckte man in dieser Zeit sein Geld in den PC und nicht in die Anlage), so dass ich zum genauen Hören - insbesondere bei Kammermusk - auf gute Kopfhörer ausweiche. Das ist dann aber auch ein wahrer Genuss.
Ach ja, da wir gerade beim "Alters-Striptease" sind: Ich bin 26 und lebe in Köln.
satie (10.01.2007, 13:40): Es gibt bei mir ein besonders kurioses Phänomen. Für gewöhnlich kann ich sowieso nur sehr wenig Musik hören, da ich als Komponist so schnell ein Thema oder eine Passage im Ohr habe und sie so unheimlich schwer wieder aus dem Kopf herauskriege. Das schlimmste daran ist, dass es völlig egal ist, welche Musik das ist, und es ärgert mich besondern, wenn es gerade ein nervender total schlechter Billigpopsong ist, der sich mir so ins Hirn frisst. Ich höre also vorwiegend entweder solche Musik, bei der ich nicht Gefahr laufe, mich festzufrieren und verzichte ansonsten auf ein "Hören nebenbei". Im Konzert höre ich allerdings umso aufmerksamer. Wenn ich komponiere, höre ich gar keine Musik, wenn ich Pausen mache, und auch bei anderer Arbeit ist es extrem selten. Nur einen Fall gibt es, und der ist besonders kurios, wo ich unbedingt irendetwas hören muss: wenn ich meine Reinschriften der Partituren und Stimmen mache! Ich schreibe Noten mit der Software Sibelius und natürlich hört man jeden Ton, den man eingibt, allerdings als Midi-Sound. Wahrscheinlich ist es die unsägliche Scheusslichkeit dieses Klangs, der mich dazu veranlasst, dringend eine völlig andere Musik zu hören als jene, mit der ich mich eigentlich gerade befasse. Und lustigerweise läuft das so viel besser. Es ist so, als ob eine Sekretärin einen Brief abtippt und dabei noch ein Hörbuch hört. Durchaus nicht unvorstellbar, aber doch eigentlich nicht das, was man als konzentrationssteigernd empfinden würde. Ich höre übrigens meistens mit Kopfhörer, mein Equipment ist allerdings recht billig. Ein Sennheiser-Kopfhörer und eine kleine Kompaktanlage. Manchmal, wenn es nach mehr klingen soll, höre ich am Rechner über die Surround-Anlage. Die ist eigentlich angeschlossen, damit ich einen besseren Klang beim Schneiden und Mischen von Aufnahmen habe, aber es klingt schon ziemlich gut, wenn man da mal richtig aufdrehen kann und mal Ligetis Athmospheres richtig den Raum füllt.
S A T I E
Jürgen (15.01.2007, 15:02): Konzentriert und entspannt Musik zu hören ist natürlich am schönsten. Ich mache das in einem bequemen Sessel über Kopfhörer und dämpfe auch sehr gerne die Beleuchtung. Um den Genuss multdimensional zu machen, trinke ich dazu einen leckeren Rotwein.
Leider komme ich nur selten zu diesem Premium-Hören. Im Alltag sieht es so aus, dass ich auf einer externen Festplatte ca. 70GB gerippte Musik liegen habe, die ich neben der Arbeit über (etwas unscheinbarere) Kopfhörer höre. Muss ich mich bei der Arbeit stärker konzentrieren, geht das natürlich nicht mehr.
Grüße Jürgen
Rachmaninov (17.01.2007, 19:37): Das Musik hören im Flugzeug habe ich übrigends gänzlich aufgegeben!
Permanent "stört" der Service und die Triebwerke sind einfach viel zu laut um wirklich vernünftig hören zu können.
:I
Rachmaninov (17.01.2007, 19:44): Kurze Pause und dann
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7345151.jpg
Schostakowitsch Sinfonie '4
Haitink
Gerion (17.01.2007, 20:38): Original von Jürgen Konzentriert und entspannt Musik zu hören ist natürlich am schönsten. Ich mache das in einem bequemen Sessel über Kopfhörer und dämpfe auch sehr gerne die Beleuchtung. Um den Genuss multdimensional zu machen, trinke ich dazu einen leckeren Rotwein.
Ja, Musikgenuss per Kopfhörer ist wahrlich eine feine Sache. Was ist denn deine Wiedergabequelle und welches Kopfhörermodell benutzt Du? Mein Traum wäre ja ein guter CD-Player zB von Naim, NAD oder Marantz und ein paar Stax... :down
@Rachmaninov: Hast Du es im Flugzeug schonmal mit diesen "noise reducing"-Kopfhörern probiert, die eine gewisse Umgebungslautstärke maskieren können sollen?
Rachmaninov (17.01.2007, 20:46): Original von Gerion @Rachmaninov: Hast Du es im Flugzeug schonmal mit diesen "noise reducing"-Kopfhörern probiert, die eine gewisse Umgebungslautstärke maskieren können sollen?
Nein. wäre ggf. eine Alternative!
Kauf Dir einen NAIM Player + Verstärker! :beer
Gerion (17.01.2007, 22:05): @Rachmaninov: Ich schicke Dir meine Kontonummer... :(
Für vernünftiges Equipment muss ich nun mal 1200 € oder mehr einkalkulieren. Das geht erst nach dem Berufseinstieg. Und der dauert noch.
Bis dahin bleibe ich bei meinen Kopfhörern.
Walter (18.01.2007, 08:05): Original von Rachmaninov
Kauf Dir einen NAIM Player + Verstärker! :beer
was soll er denn damit ohne DIE Boxen? :rofl
:cool
Jeremias (18.01.2007, 08:06): @ Gerion: Kommt mir bekannt vor.... v.a., weil Ihr im Ref. ja noch weniger verdient als wir....
Gerion (18.01.2007, 09:37): Original von Jeremias @ Gerion: Kommt mir bekannt vor.... v.a., weil Ihr im Ref. ja noch weniger verdient als wir....
Hör bloß auf, ich darf gar nicht dran denken... Und die ganzen Vergünstigungen werden dann auch wegfallen, vor allem S-Bahn und Philharmonie... Ich hoffe, ich finde einen Job bei einer Kanzlei, um vor dem Ref. noch ein wenig anzusparen. Mein Chef im Institut übernimmt mich wahrscheinlich auf einer kleinen wiss.HK-Stelle, so dass nicht auch noch die StudHK-Einkünfte wegfallen...
Ich bin wirklich gespannt, wie es weiter gehen wird... (vom Ergebnis des eigentlichen Abschlusses natürlich ganz zu schweigen) ?(
Jürgen (18.01.2007, 12:18): Original von Gerion Was ist denn deine Wiedergabequelle und welches Kopfhörermodell benutzt Du? Mein Traum wäre ja ein guter CD-Player zB von Naim, NAD oder Marantz und ein paar Stax... :down
Ich habe noch einen Uralt-Player von Phillips (ungefähr 1985), der aber ab und an Probleme mit der Fehlerkorrektur hat.
Auch auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden: Im Regelfall höre ich dann mit einem DVD-Player von Aldi. Solange ich meinen Geschmack nicht mit Geräten von Naim, NAD oder Marantz verdorben habe, komme ich damit gut klar.
Meine KH dürften ähnlich alt sein, wie mein Phillips-Player. Er ist von Audio Technica, war damals Referenz und klingt auch heute noch gut. Die genaue Bezeichnung des Modells liegt mir gerade nicht vor.
Grüße Jürgen
Gerion (18.01.2007, 17:39): Lieber Jürgen,
solltest Du gesteinigt werden, würde ich mich vor Beginn des Spektakels zu Dir gesellen. Ich höre mit einem ziemlich alten (~1993) Sony Discman, an den ich einigermaßen vernünftige Kopfhörer (Sennheiser HD 570 Symphony) angeschlossen habe. Alternativ gibt es nur eine Sony-Brüllwürfel-Blinklicht-Anlage mit Plastikgehäuse-Boxen...
Das Hören mit Discman und KH funktioniert - zB trotz der Starken Differenzen in der Ohm-Zahl bei Player und KH, der Sony-Ausgang hat 8 ohm, mein KH 128, glaub ich - erstaunlich gut. Bei neueren Playern geht es schon nicht mehr so gut. Ich glaube, hier gibt es kaum noch Qualität...
Gamaheh (03.02.2007, 21:44): Liebe Forenser,
hier habe ich eine Weile überlegt, wie ich eigentlich Musik höre. Am liebsten im Konzert. Da sich die Möglichkeit relativ selten bietet, höre ich z.B. ganz viel im Büro, wo ich meinen PC an einen x-beliebigen Verstärker mit zwei minderwertigen Lautsprechern angeschlossen habe, die ich aber trotzdem so aufdrehen kann, daß es die Leute in den anderen Stockwerken hören (wenn ich eine Entschuldigung dafür habe). Da höre ich aber meistens nur Sachen, die ich gut kenne und freue mich immer, wenn Leute hereinkommen und meinen, das sei aber schöne Musik! Im Auto höre ich immer Kassetten – ich fahre allerdings nur selten Auto. Wenn ich zu Fuß zur Arbeit gehe, habe ich immer meinen kleinen MD-Spieler dabei, und da kann ich sehr konzentriert hören.
Sehr gut höre ich mit Kopfhörern, die weniger beliebig sind als meine „Anlage“, aber mit Kopfhörern fühle ich mich immer irgendwie „angeleint“ und ein wenig autistisch, daher tue ich das nur selten, meistens spätabends aus Rücksicht auf meine Nachbarn (die allerdings auf mich keine Rücksicht nehmen).
Ganz viel höre ich aber auch keine Musik, da ich auch gerne lese und beides gleichzeitig irgendwie nicht funktioniert. Da kann ich allerdings Radio hören, so nebenbei, da das Gehirn es irgendwie schafft aufzumerken und umzuschalten, wenn etwas interessant Klingendes kommt – dann höre ich auf zu lesen und lausche.
Da ich ein relativ gutes auditives Gedächtnis habe, höre ich ganz viel Musik einfach nur im Kopf, wie sie so reinkommt. Das geht manchmal so weit, daß ich im Konzert eine andere Version von dem, was gerade gegeben wird, nebenbei höre, wenn ich sie besonders gut kenne. (Es ist mir sogar einmal passiert, daß ich eine gehört habe, von der ich gar nicht wußte, daß ich sie hatte, und ich sie dann hinterher regelrecht suchen mußte.)