Zum Tod von Rostropovich

Rachmaninov (27.04.2007, 18:17):
@Jeremias,

sehr tragisch, feierte er doch vor einigen Tagen erst den Runden 80. Geburtstag.

Mir bleibt wor allem seine Einstellung im Gedächnis.

Ich sah einst die Aufnahmen zur Trippelkonzert Aufnahme der EMI mit Oistrach und Richte bzw. dem Doppelkonzert mit Oistrach.
Wie er da ohne auf die Noten zu schauen, den Blick immer auf seiner Freunde gerichtet musiziert ist ein wahnsinnigesDokument einer Musikers, der seine Musik liebt und der vor allem Werte wie Freundschaft lebte!

Leider ist das Leben so :I
daniel5993 (27.04.2007, 19:46):
Das was aber bleibt, sind sämtliche Schallplattenaufnahmen, welche in meinen Ragalen liegen!

Er war einer der wenigen, die noch lebten, von denen ich gleichzeitig auch Aufnahmen habe! Da ich Lp's sammle, gibt es kaum noch jemanden, der jetzt noch lebt, von dem ich was höre.

Abbado wäre da noch, Dieskau, aber nicht mehr viele!
karajan (27.04.2007, 21:34):
Original von daniel5993
Das was aber bleibt, sind sämtliche Schallplattenaufnahmen, welche in meinen Ragalen liegen!



Genau so geht es mir auch ich habe zwar nicht viel Aufnahmen aber die ich habe werden bei mir in großer Errinnerung bleiben und auch oft gehört. Aber ich glaube einige werden noch folgen. Als Dirigent habe ich keine Aufnahme von ihm.
Vor zwei Wochen kam eine Doko auf Classica über ihn mit dem Thema Rostropovich kehrt wieder heim ach Russland glaube 1992. Er wurde so freudig empfangen gab mehrere Konzerte und spendete für die Medizin in seinem Heimatland. Ein wirklich großer Musiker und Mensch.

Ich liebe seinen Don Quixote, Cellokonzert von Dvorak, Brahms Doppelkonzert mit Szell und die Rokoko Variationen
Gruss Andreas
karajan (27.04.2007, 21:37):
Original von daniel5993
Das was aber bleibt, sind sämtliche Schallplattenaufnahmen, welche in meinen Ragalen liegen!


Hallo Daniel

Darf ich fragen welche Aufnahmen hast du von Rostropovich?
Gruss Andreas
Gamaheh (08.06.2007, 13:34):
Bei abeilleinfo gefunden:

http://www.abeilleinfo.com/images/francais/dessin/rostropovitch_gr.gif

Grüße,
Gamaheh
Amadé (08.06.2007, 19:15):
Ich habe Slava, wie er von seinen Freunden genannt wurde, zweimal live erlebt. Zuletzt vor ca. 13 Jahren beim Schleswig-Holstein Musikfestival. In der berühmten Scheune von Schloss Salzau probte er mit den jungen Mitgliedern des Festival-Orchesters Prokofieffs Suite aus Romeo und Julia. Seinen Umgang mit den Musikern, sein Erklären in verschiedenen Sprachen, hat mich damals sehr beeindruckt.

Von seinen Platten schätze ich sehr:
- Beethoven Cellosonaten mit S. Richter Philips
- Dvorak Cellokonzert mit Talich Supraphon
- Brahms Doppelkonzert mit Oistrach und Szell EMI
- Schumann Cellokonzert und Tschaikowsky Rokoko-Variationen mit Roshdesvensky DGG
- Schubert Streichquintett C-dur mit dem Tanejew-Quartett und Slava am 2.Cello Melodya
- Brahms Cellosonaten mit Rudolf Serkin DGG
- Schubert Arpeggione-Sonate + Debussy + Schumann mit Benjamin Britten Decca

Gruß Amadé
Jeremias (27.04.2007, 16:00):
Die Musikwelt trauert um einen der größten Musiker aller Zeiten:

Mstislaw Rostropovich starb heute im Alter von 80 Jahren. Geboren 1927 in Baku/Aserbaidjan, kam er im Alter von 16 Jahren 1943 an das Moskauer Konservatorium, wo er bis 1948 studierte. Seine Fächer waren neben Klavier und Violoncello auch Dirigieren und Komposition. Zu seinen Lehrern zählten Schostakowitsch und Prokofjew.

Rostropowitsch wurde zunächst als Cellist weltberühmt, begann um 1970 jedoch auch zu dirigieren. Ab 1971 bekam er Ausreiseverbot, weil er den Literatur-Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn, der beim sowjetischen Regime in Ungnade gefallen war, bei sich aufnahm. 1974 verließ er nach schweren Konflikten mit der Regierung die Sowjetunion und wurde Chefdirigent in Washington DC. Er blieb jedoch auch weiterhin ein sehr aktiver Cellist. 1976 erhielt er den Ernst von Siemens Musikpreis.

1978 wurden ihm die sowjetische Staatsbürgerschaft und alle sowjetischen Auszeichnungen aberkannt. Danach nahm er die Schweizer Staatsbürgerschaft an.

Am 13. November 1989 spielte er am Checkpoint Charlie für die vereinigten Berliner Cello. 1990 bekam er durch Michail Gorbatschow, den damaligen Präsidenten der Sowjetunion, die Staatsbürgerschaft und seine Rechte wieder zurück.

Rostropowitsch gilt als einer der bedeutendsten Cellisten aller Zeiten. Besonders nachdrücklich setzte er sich für die Musik zeitgenössischer Komponisten ein. Er spielte die Uraufführung zahlreicher Werke. Zu den Komponisten, die für ihn Stücke komponierten, zählen Dmitri Schostakowitsch, Sergei Prokofjew, Nikolai Mjaskowski, Aram Chatschaturjan, Dmitri Kabalewski, Benjamin Britten, Henri Dutilleux sowie Sofia Gubaidulina, Arno Babadschanjan.

Rostropowitsch war mit der Sopranistin Galina Wischnewskaja verheiratet.

(Quelle: Wikipedia.org)

Ich hatte das große vergnügen, ihn vor ein paar jahren einmal in Köln live zu erleben..... wie und mit welchen Aufnahmen wird er Euch in Erinnerung bleiben?
Rachmaninov (27.04.2007, 18:17):
@Jeremias,

sehr tragisch, feierte er doch vor einigen Tagen erst den Runden 80. Geburtstag.

Mir bleibt wor allem seine Einstellung im Gedächnis.

Ich sah einst die Aufnahmen zur Trippelkonzert Aufnahme der EMI mit Oistrach und Richte bzw. dem Doppelkonzert mit Oistrach.
Wie er da ohne auf die Noten zu schauen, den Blick immer auf seiner Freunde gerichtet musiziert ist ein wahnsinnigesDokument einer Musikers, der seine Musik liebt und der vor allem Werte wie Freundschaft lebte!

Leider ist das Leben so :I
daniel5993 (27.04.2007, 19:46):
Das was aber bleibt, sind sämtliche Schallplattenaufnahmen, welche in meinen Ragalen liegen!

Er war einer der wenigen, die noch lebten, von denen ich gleichzeitig auch Aufnahmen habe! Da ich Lp's sammle, gibt es kaum noch jemanden, der jetzt noch lebt, von dem ich was höre.

Abbado wäre da noch, Dieskau, aber nicht mehr viele!
karajan (27.04.2007, 21:34):
Original von daniel5993
Das was aber bleibt, sind sämtliche Schallplattenaufnahmen, welche in meinen Ragalen liegen!



Genau so geht es mir auch ich habe zwar nicht viel Aufnahmen aber die ich habe werden bei mir in großer Errinnerung bleiben und auch oft gehört. Aber ich glaube einige werden noch folgen. Als Dirigent habe ich keine Aufnahme von ihm.
Vor zwei Wochen kam eine Doko auf Classica über ihn mit dem Thema Rostropovich kehrt wieder heim ach Russland glaube 1992. Er wurde so freudig empfangen gab mehrere Konzerte und spendete für die Medizin in seinem Heimatland. Ein wirklich großer Musiker und Mensch.

Ich liebe seinen Don Quixote, Cellokonzert von Dvorak, Brahms Doppelkonzert mit Szell und die Rokoko Variationen
Gruss Andreas
karajan (27.04.2007, 21:37):
Original von daniel5993
Das was aber bleibt, sind sämtliche Schallplattenaufnahmen, welche in meinen Ragalen liegen!


Hallo Daniel

Darf ich fragen welche Aufnahmen hast du von Rostropovich?
Gruss Andreas
Gamaheh (08.06.2007, 13:34):
Bei abeilleinfo gefunden:

http://www.abeilleinfo.com/images/francais/dessin/rostropovitch_gr.gif

Grüße,
Gamaheh
Amadé (08.06.2007, 19:15):
Ich habe Slava, wie er von seinen Freunden genannt wurde, zweimal live erlebt. Zuletzt vor ca. 13 Jahren beim Schleswig-Holstein Musikfestival. In der berühmten Scheune von Schloss Salzau probte er mit den jungen Mitgliedern des Festival-Orchesters Prokofieffs Suite aus Romeo und Julia. Seinen Umgang mit den Musikern, sein Erklären in verschiedenen Sprachen, hat mich damals sehr beeindruckt.

Von seinen Platten schätze ich sehr:
- Beethoven Cellosonaten mit S. Richter Philips
- Dvorak Cellokonzert mit Talich Supraphon
- Brahms Doppelkonzert mit Oistrach und Szell EMI
- Schumann Cellokonzert und Tschaikowsky Rokoko-Variationen mit Roshdesvensky DGG
- Schubert Streichquintett C-dur mit dem Tanejew-Quartett und Slava am 2.Cello Melodya
- Brahms Cellosonaten mit Rudolf Serkin DGG
- Schubert Arpeggione-Sonate + Debussy + Schumann mit Benjamin Britten Decca

Gruß Amadé
Katka (03.10.2015, 19:44):
Da ich keinen anderen Thread über Rostropovich gefunden habe, erlaube ich mir, diesen einfach wieder hochzuschubsen.

Mein Freund und ich lieben beide Rostropovichs Cellospiel. Benjamin Britten hat ihm zwei Cellosuiten und eine Sonate gewidmet, die ich alle auf CD habe. Besonders gefällt uns die Sonate, bei der Britten selbst Klavier spielt. Was Rostropovich da aus seinem Cello herausholt, einfach Wahnsinn!