nikolaus (24.02.2009, 20:49): Hilfe, ich glaube mein CD-Player geht in die Binsen...
Manche CDs spielt er nicht mehr korrekt ab, er fängt an zu springen. Eine SACD, die er bisher anstandslso gespielt hat, startet er erst gar nicht. Auf einem anderen Player lief eine dieser CDs ohne Probleme. Kratzer u. Verschmutzungen können es eigentlich nicht sein.
Was tun?! (Ich bin zwar im weitesten Sinne Arzt, aber das übersteigt meine diagnostischen Fähigkeiten bei weitem)
Können meine anderen CDs Schaden nehmen?
Droht mir eine Neuanschaffung (dieser onkyo-Player ist - äh, 16 Jahre alt)?
Nikolaus :I
HenningKolf (24.02.2009, 21:13): Lieber Nikolaus,
dass die Neuanschaffung droht erscheint mir durchaus wahrscheinlich...das klingt nach kaputtem oder fehljustiertem Laser und bei einem 16 Jahre alten Gerät wird da nichts mehr lohnen..verschmutzt können die Linsen auch sein, was man da so tun kann kann ich Dir nicht genau sagen, aber da solltest Du im Netz was zu finden, es gibt reinigungsmöglichkeiten, aber lange her, dass ich dazu mal etwas gelesen habe. Dass die CDs Schaden nehmen könnten kann ich mir eigentlich kaum vorstellen.
Dass die CD auf einem anderen Player läuft heißt allerdings nichts...Kratzer können die Geräte mit der Fehlerkorrektur bis zu einem gewissen Grad tolerieren, aber jedes Gerät unterschiedlich, das heißt die CD kann beschädigt sein und dann in dem einen Player laufen, in dem anderen nicht. Wenn das aber plötzlich gleich bei mehreren CDs auftritt, wird es schon der player sein.
Gruß Henning
satie (24.02.2009, 21:13): Lieber Nikolaus,
nichts ist für die Ewigkeit bestimmt. Der Player hat lange gehalten, und irgendwann muss man Abschied nehmen können. In dieser schweren Stunde darfst Du meiner ungeteilten Anteilnahme versichert sein, auch werde ich gerne bei der Beisetzung einige erbauliche Worte sprechen über den Onkyo, der, ganz untypisch für ein japanisches Produkt, bestens mit westlicher Musik zurecht kam und lange Zeit treu und unterwürfig seinem Herrn diente. Die erste Zeit wird natürlich schwer sein für Dich: oftmals wirst Du gewohnheitsmäßig die Playtaste drücken wollen und feststellen, dass dort, wo jene einst war nur noch klaffende Leere sich findet. Oft wirst Du eine CD einlegen und erschrecken, weil sie einfach zu Boden fällt, weil da nichts ist, wo sie hätte aufgefangen werden können. Du wirst am Lautstärkeregler drehen bis zum Anschlag, aber wo einst herrlichste Melodien ertönten, wird nur noch Stille sein. Doch verzage nicht! Es wird der Tag kommen, wo der Postbote an der Tür klingeln wird, Dir ein Paket überreichen wird, welches Du selbst aus Verzweiflung bestellt hattest. Darin wird sich ein jungfräulicher CD-Player befinden, den Du behutsam entkleiden und dann genüsslich unter Strom setzen wirst, um sogleich mit ihm ungeahnte Freuden zu erleben, die Dich alsbald vergessen lassen werden, dass dein einstmals treuer Begleiter nicht mehr unter uns weilt.
War ja auch schon verdammt alt, die Kiste...
In aufrichtiger Anteilnahme,
S A T elegI E
nikolaus (24.02.2009, 21:26): @ Henning
Ich fürchte, Du wirst Recht haben. Besten Dank für die schnelle Antwort!
vielen Dank für - schneuz - die erbaulichen Worte. Schnief. Ungemein tröstlich. Heul.
Du hast natürlich Recht. Er ist alt. Zudem hat er eine Patientenverfügung verfasst - ich selbst habe sie bezeugt - buuuääääh - und lehnt jede lebensverängernde Maßnahme ab. Nun wird es also zu Ende gehen. Aber so lange werde ich ihn pflegen und hegen. Hach ne, was für ein Elend...
tieftraurig, Nikolaus :I
P.S.: Äh, nur mal so 'ne Frage: hättest Du vielleicht einen Tipp für einen neuen :ignore ?
HenningKolf (24.02.2009, 22:22): Was gedenkst Du denn auszugeben?
Ich bin nicht so der Japan-Elektronik-Fan, jedenfalls was Audio betrifft. NAD, Rotel und Cambridge würden mir in erster Linie bei den billigeren Playern einfallen, Linn bei den teuren und Naim (träum...... :B) bei den sehr teuren. Aber vielleicht bilde ich mir auch nur ein, dass die England-Fraktion im Zweifel "musikalischer" klingt
cellodil (24.02.2009, 22:55): Lieber Nikolaus,
schnief, schnief, schnief... schneuz! Das ist wirklich heftig. Sechzehn Jahre!!! Das übersteigt die durchschnittliche Dauer einer Ehe bei weitem (etwa um das vierfache, wenn ich es richtig im Kopf habe). Ich bin mir sicher, dass ... schnief... onkyo immer in Deinem Herzen bleiben wird. Und vielleicht - immerhin ist er ja Japaner - reinkarniert er sich ja in neuer Gestalt - als Rotel oder Linn oder als KLAVIER??
Liebe Grüße
Sabine
P.S. Zur Reinkarnationsfrage hat sich Henning ja schon geäußert... Original von HenningKolf NAD, Rotel und Cambridge würden mir in erster Linie bei den billigeren Playern einfallen, Linn bei den teuren und Naim (träum...... :B) bei den sehr teuren. Aber vielleicht bilde ich mir auch nur ein, dass die England-Fraktion im Zweifel "musikalischer" klingt
Ich hatte früher einen Rotel, den ich gut fand, den ich auch nicht ausgewechselt hätte (der mich aber verlassen hat - ja, Nikolaus, auch solche CD-Player gibt es), und jetzt seit einigen Jahren eine Linn-Anlage, für die ich mich bewusster entschieden hatte als für den Rotel, die ich auch mag, die allerdings so etwa alle zwei Jahre mal einen kleineren Breakdown hat (könnte auch an mir liegen, ich weiß). Der CD-Player alleine hat für mein Gefühl übrigens keine so maßgeblichen Auswirkungen auf den Klang.
nikolaus (24.02.2009, 22:59): Original von HenningKolf Was gedenkst Du denn auszugeben?
Ich bin nicht so der Japan-Elektronik-Fan, jedenfalls was Audio betrifft. NAD, Rotel und Cambridge würden mir in erster Linie bei den billigeren Playern einfallen, Linn bei den teuren und Naim (träum...... :B) bei den sehr teuren. Aber vielleicht bilde ich mir auch nur ein, dass die England-Fraktion im Zweifel "musikalischer" klingt
Träumen klingt gut... :engel
Aber im Ernst. Ich habe überhaupt keine Ahnung. In welchem Preislevel spielen sich denn die oben genannten ab?
Natürlich weiss ich, dass ich selber probehören muss (zumal meine Boxen auch nicht die besten mehr sind (langsam könnte ich wirklich heulen)), aber ich muss ja wenigstens eine Vorstellung haben.
Bei der Gelegenheit oute ich mich mal: ich stehe auf schlichtes und übersichtliches Design, und im Möbel- und Designhaus meines Vertrauens hat man versucht, mir diese kompakten Dinger von Geneva schmackkhaft zu machen, aber ich weiss nicht recht - schick sind sie ja, aber taugen sie auch zu mehr als zur Zweitanlage? Kennst Du sie?
Gruß, Nikolaus.
Pollux (25.02.2009, 01:20): Ich habe seit Jahre einen Philips-Player, der mal lumpige 200 DM gekostet hat. Und was soll ich sagen, der macht prima Musik. Gebe ich ihm Beethoven, kommt Beethoven raus, bei Bach Bach und bei Birtwistle sogar Birtwistle. Ich habe mal eine Accuphase-Anzeige drübergehängt und dachte für einen Moment tatsächlich, das Ding würde jetzt besser spielen, irgendwie musikalischer, aber das war dann wohl doch Einbildung...
Cetay (inaktiv) (25.02.2009, 07:56): Philips scheint so etwas wie der Käfer unter den Playern zu sein. Meiner ist mittlerweile 18 Jahre alt und frißt anstandslos alles, was ich ihm in den Rachen schiebe. Selbst verkeilte Scheiben, die der in meiner "guten" Anlage spielende 5 mal so teure Marantz nicht mal mehr mit einem Grunzen quittiert, gibt er klaglos wieder. Ich bin was Musikwiedergabe angeht auch eher anglophil angehaucht, würde für die Einstiegsklasse dennoch mal den Onkyo DX 7355 unter die Lupe nehmen. Oder in Betracht ziehen, dass 1Terra-Byte Multimediafestplatten mittlerweile in den gleichen Preisregionen zu haben sind.
HenningKolf (25.02.2009, 08:38): Original von nikolaus Original von HenningKolf Was gedenkst Du denn auszugeben?
Ich bin nicht so der Japan-Elektronik-Fan, jedenfalls was Audio betrifft. NAD, Rotel und Cambridge würden mir in erster Linie bei den billigeren Playern einfallen, Linn bei den teuren und Naim (träum...... :B) bei den sehr teuren. Aber vielleicht bilde ich mir auch nur ein, dass die England-Fraktion im Zweifel "musikalischer" klingt
Träumen klingt gut... :engel
Aber im Ernst. Ich habe überhaupt keine Ahnung. In welchem Preislevel spielen sich denn die oben genannten ab?
Natürlich weiss ich, dass ich selber probehören muss (zumal meine Boxen auch nicht die besten mehr sind (langsam könnte ich wirklich heulen)), aber ich muss ja wenigstens eine Vorstellung haben.
Bei der Gelegenheit oute ich mich mal: ich stehe auf schlichtes und übersichtliches Design, und im Möbel- und Designhaus meines Vertrauens hat man versucht, mir diese kompakten Dinger von Geneva schmackkhaft zu machen, aber ich weiss nicht recht - schick sind sie ja, aber taugen sie auch zu mehr als zur Zweitanlage? Kennst Du sie?
Gruß, Nikolaus.
NAD, Rotel, Cambridge fangen so bei 300 - 500 € an, dass Du Linn unter 1500 € bekommst glaube ich kaum, Naim ist noch teurer. Unterschiede wirst Du allerdings eh nur dann hören, wenn die Wiedergabekette ansonsten auch recht hochklassig ist, wovon ich bei einer Zweitanlage nicht unbedingt ausgehe. Da kannst Du glaube ich ein Markengerät nehmen und auf den Preis achten - Auslaufmodelle für den halben Preis würde ich bevorzugen, wenn Du im Dschungel bestellst ist im übrigen bei Nichtgefallen die Rückgabe völlig problemlos (die haben sich schon daran gewöhnt, dass ich meist erst den dritten Fernseher, die zweite Kamera etc. behalte)
Diese Designfirma sieht mir irgendwie nach 16 Monaten und nicht 16 Jahren aus - schon die Werbung (600 Watt...boah eh.....). Aber womöglich nur ein Vorurteil. Ich hatte übrigens mit Grundig, Philips und Marantz-Geräten in der Vergangenheit mit Problemen zu tun, die allesamt über die Garantie geregelt wurden - hat mein Vertrauen in deren Produkte nicht gesteigert (waren allerdings keine CD-Player, mir scheints eh so, dass Elektronik heute eine geringere Mindesthaltbarkeit hat als früher, aber auch das kann Einbildung sein). Vielleicht guckst Du Dir im internet einen Player aus, der Dich designmäßig anspricht, dann kannst Du ja hier noch mal fragen, womöglich hat der eine oder andere hier im Forum mit der betreffenden Firma Erfahrungen gemacht.
Gruß Henning
cellodil (25.02.2009, 13:17): Lieber Nikolaus,
Probehören ist bestimmt keine schlechte Idee. Letztlich ist das auch in vieler Hinsicht eine Geschmacksfrage. Ich denke, du musst Dir nur überlegen, ob Du Dir einfach einen neuen Player kaufen willst oder gleich eine Großerneuerung der Anlage ansteht (und in Betracht kommt). Und dann ein netter Laden, Zeit und ein netter, geduldiger Berater, der Dir das Zeug umstöpselt und Dich nicht zu sehr zutextet und belästigt...
Das Design-Argument kann ich sehr gut nachvollziehen; das war bei mir das, was schließlich den Ausschlag für die Linn (eine Kompaktanlage, klein, unauffällig und ohne Blinkanzeige und Knöpfe, mit den entsprechenden Boxen für meine Ohren wohlklingend und vergleichsweise günstig im Preis) gegeben hat.
Liebe Grüße
Sabine
P.S. @Henning, "Wiedergabekette" ist ein schönes Wort - schon wieder was gelernt! :thanks
Gamaheh (12.03.2009, 18:58): Lieber Nikolaus,
diesen so sprechend titulierten Faden habe ich leider eben erst entdeckt - ich hoffe, mein guter Rat kommt nicht zu spät.
Nach allem, was ich über die Jahre aus eigener Erfahrung und aus diversen Gesprächen mit Fachverkäufern usw. erfahren habe, ist es dieser:
Kauf Dir den billigsten CD-Spieler von Philips, den Du kriegen kannst, und investier lieber - wenn Du denn investieren willst - in ein paar guter Boxen.
Übrigens altern CD-Spieler (ähnlich wie Batterien) auch wenn sie nicht benutzt werden und nur herumstehen.
Beste Grüße, Gamaheh
Rachmaninov (12.03.2009, 19:04): Original von HenningKolf Was gedenkst Du denn auszugeben?
Ich bin nicht so der Japan-Elektronik-Fan, jedenfalls was Audio betrifft. NAD, Rotel und Cambridge würden mir in erster Linie bei den billigeren Playern einfallen, Linn bei den teuren und Naim (träum...... :B) bei den sehr teuren. Aber vielleicht bilde ich mir auch nur ein, dass die England-Fraktion im Zweifel "musikalischer" klingt
Die Japanware ist IMHO zu unmusikalisch. Denke im bezahlbaren Segment würde ich mich auch bei NAD, Rotal und so umsehen. Cambridge soll auch gut sein, nie gehört. Exclusiver Musical Fidelity oder Naim :down
Rachmaninov (12.03.2009, 19:05): Original von HenningKolf Was gedenkst Du denn auszugeben?
Ich bin nicht so der Japan-Elektronik-Fan, jedenfalls was Audio betrifft. NAD, Rotel und Cambridge würden mir in erster Linie bei den billigeren Playern einfallen, Linn bei den teuren und Naim (träum...... :B) bei den sehr teuren. Aber vielleicht bilde ich mir auch nur ein, dass die England-Fraktion im Zweifel "musikalischer" klingt
Habe damals LINN und NAIM verglichen und mich gegen LINN entschieden, weil IMHO Naim deutlich musiklalische klingt.
DAS IST MUSIK wie ein Herr im Laden passend meinte ....
cellodil (14.03.2009, 10:11): ... habe gerade gemerkt, dass ich die Plauderrunde hier gar nicht mehr weiterverfolgt hatte...
Dass Abspielgeräte "musikalisch" sein können, das war mir neu. Schon wieder was gelernt! :D
Hast Du inzwischen einen neuen Player, Nikolaus? Oder hat sich der geliebte und vermutlich musikalisch hochbegabte kleine Japaner wieder berappelt (soll ja auch bei CD-Playern bisweilen Spontanheilungen geben)?
Liebe Grüße
Sabine
nikolaus (14.03.2009, 11:37): Original von cellodil
Hast Du inzwischen einen neuen Player, Nikolaus? Oder hat sich der geliebte und vermutlich musikalisch hochbegabte kleine Japaner wieder berappelt (soll ja auch bei CD-Playern bisweilen Spontanheilungen geben)?
Liebe Grüße
Sabine
Nein, leider nicht, im Gegenteil, ich finde immer mehr CDs, die er nicht mehr spielen mag. Komischerweise sind es alles CDs, die ich irgendwann einmal auf mein laptop kopiert habe, aber das ist wohl Zufall...
Ich mache mich jetzt auf ins Städtchen und will mir mal den Musikgerätehändler meines Vertrauens suchen...
Leider nocht nicht so ganz sonnige (sie traut sich wohl noch nicht) Grüße in den Süden
Nikolaus.
Cetay (inaktiv) (14.03.2009, 11:57): Original von cellodil
Dass Abspielgeräte "musikalisch" sein können, das war mir neu. Schon wieder was gelernt! :D
Liebe Grüße
Sabine
Das haben Hifi-Jünger erfunden, um nicht anders darstellbare Klang-Unterschiede zwischen Komponenten zu beschreiben und damit Preisunterscheide von einem Faktor 10 zu rechtfertigen. :D
Das sagen zumindest böse Zungen. Seit ich einmal einmal eine Klipsch Forté an einer Welter-Eintakttriode gehört habe, bin ich eines besseren belehrt worden. Darüber ist selbst Howard Carpendale Emotion pur. Allerdings fehlt mir das Geld um einen Tanzsaal mieten zu können und meinem Reihenhaus taugt dieser Lautsprecher wohl lediglich als Abrissbirne. :cool
Gamaheh (15.03.2009, 01:38): Original von Dox Orkh ... eine Klipsch Forté an einer Welter-Eintakttriode ...l
??? (??)
cellodil (15.03.2009, 14:10): Original von Dox Orkh Original von cellodil
Dass Abspielgeräte "musikalisch" sein können, das war mir neu. Schon wieder was gelernt! :D
Liebe Grüße
Sabine
Das haben Hifi-Jünger erfunden, um nicht anders darstellbare Klang-Unterschiede zwischen Komponenten zu beschreiben und damit Preisunterscheide von einem Faktor 10 zu rechtfertigen. :D
Das sagen zumindest böse Zungen. Seit ich einmal einmal eine Klipsch Forté an einer Welter-Eintakttriode gehört habe, bin ich eines besseren belehrt worden. Darüber ist selbst Howard Carpendale Emotion pur.
:rofl
Ich sage nur: Schweinespuren im Sand...
Original von Dox Orkh Allerdings fehlt mir das Geld um einen Tanzsaal mieten zu können und meinem Reihenhaus taugt dieser Lautsprecher wohl lediglich als Abrissbirne. :cool
Kicher!
Das ist aber schon auch ein Punkt, dass die Anlage nämlich auch zum Raum passen muss....
Liebe Grüße
Sabine
cellodil (15.03.2009, 14:15): Original von nikolaus Nein, leider nicht, im Gegenteil, ich finde immer mehr CDs, die er nicht mehr spielen mag.
Das ist bitter... Du Ärmster!
Original von nikolaus Ich mache mich jetzt auf ins Städtchen und will mir mal den Musikgerätehändler meines Vertrauens suchen...
In Stuttgart könnte ich Dir einen empfehlen...
Original von nikolaus Leider nocht nicht so ganz sonnige (sie traut sich wohl noch nicht) Grüße in den Süden
... auf den Frühling werden wir wohl noch etwas warten müssen. Immerhin hat mein Obst- und Gemüsehändler einen schönen Sommer vorhergesagt. Ich habe zwar keine Ahnung, woher er das hat, aber ich tendiere dazu, ihm jetzt einfach mal zu glauben (und ansonsten zu hoffen).
Liebe Grüße
Sabine
Cetay (inaktiv) (15.03.2009, 14:45): Original von Gamaheh Original von Dox Orkh ... eine Klipsch Forté an einer Welter-Eintakttriode ...l
??? (??)
Ich bin mir nicht sicher, ob dieser -vermutete- Ausdruck des Unverständnisses für sich steht oder den Wunsch nach Aufklärung beeinhaltet. Ich nehme einfach mal das letztere an und dies zum Anlass um drauflos zu plaudern.
Es gibt im Kreise der audiophilen (lt. Wiki Menschen, die gerne Musik in hoher Klangqualität hören.) Hörerschaft einen esoterischen Kreis, der den gesamten Hifi-technischen Fortschritt der Nachkriegszeit für eine Fehlentwicklung hält. Als Übeltäter will man die Fokussierung auf die Technik und den Rückzug auf objektive, sprich meßbare Kriterien zur Klangbeurteilung ausgemacht haben. Zwar konnte die Detailtreue der Klangfarbenwiedergabe verbessert, der Raumeindruck in allen Dimensionen realistischer wiedergegeben und eine Dynamik nahe am Original erreicht werden, doch dabei sei das Wichtigste und Wesentliche auf der Strecke geblieben: die Emotionen. Es gäbe bei der Musikreproduktion aus der Konserve Dinge, die man nur rein subjektiv beurteilen könne. Nicht die Originaltreue des Klangbildes sei entscheidend, sondern die Originaltreue des Musik-Erlebens und hier gäbe es keinerlei Korrelation. Das heisst, eine Musikanlage, die in den oben genannten Kriterien Klangfarben, Räumlichkeit und Dynamik höchste Originaltreue erreiche, könne den Hörer dennoch total kalt lassen, weil es an "Fluss", "Rhythmusgefühl" - und eben "Musikalität" mangle. Dagegen könnten Komponenten, die es mit der Originaltreue nicht immer so genau nehmen, oft gerade in diesen Kriterien punkten und damit letztendlich für die befriedigendere Musikwiedergabe sorgen. Weil sich aber der fortschrittsgläubige Mensch auf Zahlen, Daten, und Fakten verlässt -und auch die Testberichterstattung lange einseitig darauf ausgerichtet war- wäre diesen Kriterien keine Aufmerksamkeit geschenkt worden, was letzlich dazu führte, dass perfekte aber sterile Musikreproduktionsmaschinen entstanden sind, die den Spaßfaktor völlig vermissen lassen.
Deshalb gäbe es nur eine Konsequenz: Komponenten, die genau darauf ausgelegt sind, diesen Spaßfaktor wieder in die Hifi-Welt zurückzubringen. Und das Allheilmittel war schnell gefunden. Zurück zu scheinbar antiquierten Techniken, wie zum Beispiel Röhrenverstärkern und zwar möglichst in Uralt-Schaltungstechnik, sprich Eintakttriode.
So, damit wäre elegant der Bezug zur Ausgangsfrage, was eine Eintakttriode ist, hergestellt. Eben dieser speziellen Schaltung sagt man nach, die genannte "Musikalität" des Ausgangssignals -allerdings auf Kosten der Klangfarbentreue- intakt zu lassen. Man kann das durchaus auch technisch verargumentieren -Stichworte: Feinstdynamik und Zeitrichtigkeit- aber letzlich kommt es nur auf das Ergebnis an. Und hier schwört der genannte esoterische Zirkel, dass auf diese Weise -und nur auf diese Wesie- eine Musikreproduktion möglich wäre, die beim Hörer die gleiche Befindlichkeit wie ein Konzertbesuch auslösen kann. Dass das im technsichen Sinne mit hoher Wiedergabetreue nicht mehr viel zu tun hat, spielt dabei keine Rolle.
Nun haben Eintakttrioden einen bedeutenden Nachteil. Mehr als ein paar Watt Leistung kriegt man aus dieser hochgradig ineffizienten Schaltung nicht heraus. (Der gehörte Welter-Verstärker bot sagenhafte 3 Watt pro Kanal.) Das einzige, was da hilft, sind Boxen mit einem hohen Wirkungsgrad. (Die gehörte Klipsch Forté II Box macht bereits aus einem winzigen Watt 103 dB Schalldruck - das liegt irgendwo zwischen Presslufthammer und Düsenflugzeug). Und damit handelt man sich schon das nächste Problem ein. Weil man den Frequenzgang von Boxen nur linear bekommt, indem man die Berge wegdämpft, also etwas wegnimmt, sind ein hoher Wirkungsgrad und hohe Klangfarbenteue (=linearer Frequenzgang) gemeinsam kaum hinzubekommen, schon gar nicht wenn das alles auch noch bezahlbar bleiben soll. Also muss man als Triodenfan sozusagen als Nebenwirkung weitere Klangverfärbungen in Kauf nehmen. Dass hohe Wirkungsgrade überdies mechanische Konstruktionen erfordern, die dieses Problem noch weiter verschärfen, führt dann in Summe zu einem regelrechten Eigenklang der Wiedergabekette. Also genau das Gegenteil vom verstärkenden Draht, von dem die technokratische Mehrheit der Hifi-Szene träumt. Und weil Minderheiten, deren Ansichten weit vom Mainstream abweichen, selten ernst genommen werden, wurde auch die Trioden-Randszene oft verlacht und die wortführenden Protagonisten gerne als Spinner bezeichnet. Hier gilt wie immer: Selber denken, bzw. selber hinhören und dann urteilen.
Um das ganze metaphorisch im Klassikjargon zusammenzufassen: Triode und Hornlautsprecher (hier: Welter und Klipsch) verhalten sich zu modernen Hifi-Anlagen im Bezug auf Wiedergabetrue wie Gould und (später) Bernstein zu Korstick und Gardiner im Bezug auf Werktreue. Während Letzere vielleicht näher am Original dran sind, macht es mit Ersteren mehr Spass.
Gamaheh (15.03.2009, 16:14): Lieber Dox Orkh,
herzlichen Dank für diese erhellenden Worte! Audruck des Unverständnisses: ja, und Wunsch nach Aufklärung: natürlich!
Ich war mir allerdings nicht ganz sicher, ob das ernst gemeint war, eventuell im Sinne von "Männer und ihre Autos", oder als Scherz über dasselbe Thema, der mit erfundenen, möglichst obskur klindenden Fachausdrücken dieses glossiert.
Mit Erleichterung stelle ich fest, daß ich hier - wie in so vielen Dingen - etwas dazulernen kann. Leider verstehe ich Deine Ausführungen in ihren technischen Einzelheiten nicht bis ins letzte Detail, aber ich entnehme ihnen, daß ich auch ein Eintakt-Trioden-Fan wäre, wenn ich die technischen, räumlichen und anderen materiellen Voraussetzungen dafür hätte. In Abwesenheit dieser Voraussetzungen kann ich nur sagen: Lang lebe der Konzertsaal! (Das würde ich aber auch anderenfalls sagen und mich ständig wiederholen.)
Ich habe allerdings ein kleines Röhrenradio in der Küche (und zwei größere auf dem Boden, weil mir in der Wohnung der Platz fehlt), und Leute, die noch nie den Klang eines Röhrenradios gehört haben, sind jedesmal erstaunt, wie gut das klingt. Es scheint, um es mal ganz subjektiv zu sagen (aber ist nicht jede Wahrnehmung subjektiv?), als würde der Klang den Raum füllen, während bei einem Transistor-Gerät der Klang immer aus einer identifizierbaren Quelle zu kommen scheint (oder mehreren).
Übrigens habe ich den Eindruck, daß schon ein Corpus aus Holz einen Unterschied macht, auch wenn Transistoren drinstecken.
Grüße, Gamaheh
cellodil (15.03.2009, 18:55): Lieber Dox Orkh,
auch von mir Danke für die Aufklärung!
Liebe Grüße
Sabine
Cetay (inaktiv) (16.03.2009, 10:55): Original von Gamaheh Ich habe allerdings ein kleines Röhrenradio in der Küche (und zwei größere auf dem Boden, weil mir in der Wohnung der Platz fehlt) ... Da kommt Neid auf. Ich würde mal einen Blick reinwerfen, welche Röhren da drinstecken. Falls nicht doch noch irgendwann die Aussicht auf mehr Platz besteht: Es gibt Jäger und Sammler, die für bestimmte Telefunken-Originale echte Fantasiepreise hinblättern.
Leute, die noch nie den Klang eines Röhrenradios gehört haben, sind jedesmal erstaunt, wie gut das klingt. Es scheint, um es mal ganz subjektiv zu sagen (aber ist nicht jede Wahrnehmung subjektiv?), als würde der Klang den Raum füllen, während bei einem Transistor-Gerät der Klang immer aus einer identifizierbaren Quelle zu kommen scheint (oder mehreren). Grüße, Gamaheh Dieses andere Hören deckt sich mit dem anderen Erleben der Röhrenmaniacs, für die ein Teil der Trioden-Magie darin besteht, sich -wie in einem guten Konzert- als ein Teil der Musik -quasi in sie hineingezogen, von ihr umhüllt- und nicht lediglich als passiver Zuhörer zu erleben.
Ach Mist, dieser Faden weckt wieder alte Sehnsüchte. Schon rein optisch ist das Thema ein echter (Männer?-)Genuß: hier
Original von cellodil auch von mir Danke für die Aufklärung! Bleibt zu hoffen, dass das kein echter Experte zu sehen bekommt. Der dürfte wahrscheinlich anzweifeln, dass meine hobbyesken Ausführungen irgend etwas Aufklärerisches an sich haben. :D
Grüße, Jochen
cellodil (16.03.2009, 16:04): Original von Dox Orkh
Ach Mist, dieser Faden weckt wieder alte Sehnsüchte. Schon rein optisch ist das Thema ein echter (Männer?-)Genuß: hier
Lieber Jochen,
vielleicht nicht nur was für Männer, das hat schon was... Sieht fast niedlich aus... Und erinnert mich an meine elektronischen Bauversuche während meiner Jugendzeit. Frage mich allerdings, ob das so nackt bleibt (und bleiben muss) oder nur fürs Bild der Umhüllung entkleidet wurde (hier spricht die (Haus)-Frau, die ans Abstaubenmüssen denkt :D ).
Liebe Grüße
Sabine
Cetay (inaktiv) (16.03.2009, 16:57): Original von cellodil Original von Dox Orkh
Ach Mist, dieser Faden weckt wieder alte Sehnsüchte. Schon rein optisch ist das Thema ein echter (Männer?-)Genuß: hier
Lieber Jochen,
vielleicht nicht nur was für Männer, das hat schon was... Sieht fast niedlich aus... Und erinnert mich an meine elektronischen Bauversuche während meiner Jugendzeit. Frage mich allerdings, ob das so nackt bleibt (und bleiben muss) oder nur fürs Bild der Umhüllung entkleidet wurde (hier spricht die (Haus)-Frau, die ans Abstaubenmüssen denkt :D ).
Liebe Grüße
Sabine
Liebe Sabine,
also man kann das schon so lassen, aber wie meistens bei der Befriedigung von Sehnsüchten gilt auch hier: Safety First! und deswegen soll lieber der Überzieher in Form eines Abdeckgitters drüber. Gegen Staub hilft das freilich wenig, denn das Gitter muss schon so grob sein, dass man den Röhren noch schön beim Glimmen zusehen kann.
ab (18.03.2009, 15:54): Original von Rachmaninov Denke im bezahlbaren Segment würde ich mich auch bei NAD, Rotal und so umsehen. Cambridge soll auch gut sein, nie gehört.
Ich habe, als ein Freund jüngst auf Anlagensuche war und wir uns durch alles Erhältliche durchgehört haben, klanglich Cambridge vorziehenswert gegenüber NAD und Rotel gefunden! (Letztlich auch alles eine Frage der Kombination. Eine Schwäche kann durch eine andere Schwäche erträglicher gemacht werden :D ) Bei LINN und NAIM hätte ich mich auch für letzteren entschieden! Ein Tipp: In England ist das viel billiger; und bei dem Pfund derzeit schon gar.
Er hat dann auch zum großen Produkt von Cambridge gegriffen. By the way Vollverstärker: Er ist hier schwach geworden: Kein Wunder bei diesem Preis/Leistungs-Verhältnis!
Er hat übrigens das letzte Stück erwischt. Seither wird in Deutschland auf Nachschub gewartet :P Ich kann das hier wärmstens empfehlen, nicht nur optisch :W, aber man muss bereit sein den Strom für Class A zu zahlen. (Bald schon wird Class D Preis/Leistungsmäßig unübertroffen sein...)
Ich kann das hier wärmstens empfehlen, nicht nur optisch :W, aber man muss bereit sein den Strom für Class A zu zahlen. (Bald schon wird Class D Preis/Leistungsmäßig unübertroffen sein...)
... sieht wirklich hübsch aus, klar und ohne Schnickschnack. Kein Geflimmer und Geflacker und gaaanz wenig Knöpfe... Und dann auch noch so schön blau! Seufz!!! Dafür könnte ich schwach werden...
ab (20.03.2009, 12:03): Original von cellodil Original von ab
Ich kann das hier wärmstens empfehlen, nicht nur optisch :W, aber man muss bereit sein den Strom für Class A zu zahlen. (Bald schon wird Class D Preis/Leistungsmäßig unübertroffen sein...)
... sieht wirklich hübsch aus, klar und ohne Schnickschnack. Kein Geflimmer und Geflacker und gaaanz wenig Knöpfe... Und dann auch noch so schön blau! Seufz!!! Dafür könnte ich schwach werden...
Vergleichbares findet sich erst im Preissegement von weit über 3.000 bis 6.ooo EUR. Den Reviews, deren Links auf der genannten Webseite angegeben sind, ist uneingeschränkt zuzustimmen! Dank dem Generalimporteur bekommt man den JA-88D quasi zum Fernostpreis geschenkt, und dann auch noch mit üblicher Garantie. Wer da den üblichen West-Firmen mit den billigen Transitoren und mittelmäßigen Materialien bei mäßiger Verarbeitung sein Geld in den Rachen wirkft, ist selber schuld.
Um noch eins draufzulegen: Im Original ist er wesentlich hübscher als das Bild anmutet! Den Vogel schießt die Fernsteuerung des JA-88D, ganz aus Holz, ab!
nikolaus (08.08.2009, 21:27): Gut Ding will Weile haben:
Ich will langsam mal Nägel mit Köpfen machen und war heute probehören.
Um mich nicht zu überfordern, hat der sehr nette Händler mir erstmal zwei Lautsprecher zur Auswahl gestellt:
Elac FS 247
Fischer&Fischer SN 160 (dieser hat mir im direkten Vergleich wesentlich besser gefallen, ist aber auch wesentlich teurer...)
Bei den Geräten hat er mir Myryad empfohlen. Einzelheiten müssen dabei noch diskutiert werden.
Hat jemand Erfahrung mit den genannten?
Nikolaus.
nikolaus (12.09.2009, 09:46): Dieser thread kann ab sofort als beendet betrachtet werden!
Es stehen seit Donnerstag zwei Fischer&Fischer (SN 160) Standlautssprecher mit Schiefergehäuse bei mir, die die Töne aus dem Myryad mi ganz großartig verströmen...
:leb Nikolaus
Poztupimi (12.09.2009, 10:35): Original von nikolaus Dieser thread kann ab sofort als beendet betrachtet werden!
Es stehen seit Donnerstag zwei Fischer&Fischer (SN 160) Standlautssprecher mit Schiefergehäuse bei mir, die die Töne aus dem Myryad mi ganz großartig verströmen...
:leb Nikolaus
Lieber Nikolaus,
dann hoffen wir mal, daß die neuen Geräte Järvis Beethoven ansatzweise so zu Gehör bringen, wie Du ihn bisher im Konzert erlebt hast. Auch wenn das nach Deiner Schilderung nur schwer möglich sein wird. Viel Hörfreude in jedem Fall damit, sowas ist dann ja jetzt Vergangenheit: http://www.brucknerfreunde.at/forum/images/smilies/_blastingstereo__by_CG_by_ChrisGranger.gif
Grüße, Wolfgang
nikolaus (12.09.2009, 11:45): Danke, Wolfgang.
In der Tat ist Järvis Beethoven live fast besser als auf CD. Allerdings ist bei mir zu Hause jetzt die Akkustik besser als in der Beethovenhalle :ignore
Nikolaus :hello
Gamaheh (12.09.2009, 12:14): Original von nikolaus Dieser thread kann ab sofort als beendet betrachtet werden!
Es stehen seit Donnerstag zwei Fischer&Fischer (SN 160) Standlautssprecher mit Schiefergehäuse bei mir, die die Töne aus dem Myryad mi ganz großartig verströmen...
:leb Nikolaus
Herzlichen Glückwunsch!! "Myriad" heißt dann vermutlich das CD-Abspielgerät?
Viele Grüße, Gamaheh
nikolaus (13.09.2009, 20:17): Danke, Gamaheh!
Selbst wenn ich jetzt bei den Technik-Freaks Kopfschütteln hervorrufe:
Bei dem Myryad mi handelt es sich um ein Kombi-Gerät aus Class-D-Verstärker, CD-Player und Radio. Für meine Belange ist das ideal. Englischer Hersteller, gute Qualität, ohne viel chi-chi.