cpo - der Lückenfüller

Tranquillo (06.02.2008, 12:00):
Hallo zusammen,

das Label cpo ist mittlerweile schon seit über 20 Jahren aktiv; es hat sich auf das Füllen von Repertoirelücken und die Wiederentdeckung von weitgehend unbekannten Komponisten und Werken spezialisiert, und dies über alle Musikepochen hinweg (von der Renaissance bis zur Moderne).

Was die Aufnahmen von cpo neben dem Repertoirewert auszeichnet, ist eine gute bis sehr gute Klangqualität. Erwähnenswert sind auch die CD-Booklets, die ausführliche Informationen zu den Komponisten, Werken und Interpreten enthalten. Neuaufnahmen erscheinen teilweise auf SACD (Hybrid-CD).

Erfreulich ist auch die Preispolitik dieses Labels: Neue Aufnahmen werden überwiegend zum Vollpreis angeboten und dann später im Preis gesenkt oder zu preiswerten Boxen zusammengefasst. Wer etwas Geduld hat, kann so günstig den musikalischen Horizont erweitern.

Ich greife einfach mal quer durch die Epochen ein paar Aufnahmen von cpo heraus, die ich als besonders gelungen empfinde:

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0761203724727.jpg

Die erste Gesamtaufnahme der Sinfonien des schwedischen Komponisten Allan Pettersson.

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Gesamtaufnahme der Sinfonien des schwedischen Komponisten Kurt Atterberg - war mir bis zur Entdeckung dieser Aufnahme völlig unbekannt!

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Gesamtaufnahme der Sinfonien des Haydn-Zeitgenossen Luigi Boccherini mit der Deutschen Kammerakademie Neuss.

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Gesamtaufnahme der konzertanten Sinfonien des Bach-Sohnes Johann Christian (auch "Londoner Bach" genannt) auf historischen Instrumenten mit The Hanover Band.

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Im Barock ist Telemann ein besonderer Schwerpunkt von cpo - hier die Triosonaten von 1718 mit der Camerata Köln.

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Hier ein Beispiel aus dem Frühbarock: Advents- und Weihnachtsmusik von Michael Praetorius, gespielt vom Bremer Barock Consort (das sind Studenten der Bremer Musikhochschule).

Welche Aufnahmen von cpo habt Ihr, welche findet ihr besonders gelungen (oder besonders schlecht)?

Viele Grüsse
Andreas
uhlmann (06.02.2008, 12:52):
cpo ist tatsächlich ein fast unerschöpflicher fundus an wenig oder fast unbekannten komponisten und werken. da ich so gut wie nie cds zum vollpreis kaufe und cpo die preise relativ schnell senkt, kann ich hier immer wieder zugreifen.

ich besitze v.a. modernes von cpo. hier einige empfehlungen, die allesamt gut und günstig sind (meist € 5,99):

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gloria coates: symphonien und orchesterwerke
coates (geb. 1938) ist eine amerikanische komponistin, die schon lange in deutschland lebt. ihre musik ist sehr eigen, geprägt vom fast ständigen einsatz des glissando. durch diese werden spannungsreiche, langgezogene musikalische bögen gebildet, die sich nach und nach verändern und so der musik den charakter einer langsamen und stetigen entwicklung geben. aus den glissando-klangflächen schälen sich immer wieder einzelne kontrastierende figuren heraus, die der musik komplexität und struktur geben.


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hans zender als interpret und komponist
zender ist als dirigent einer der absoluten spezialisten für die moderne. die aufnahmen sind zwar manchmal klangtechnisch nicht ganz top (weil schon etwas älter), dafür liefert zender mit seinem rso saarbrücken, dem er ab 1971 13 jahre lang vorstand, prototypische interpretationen der werke.
ab (08.02.2008, 11:59):
Auch an Streichquartetten ist vieles lobend herovrzuheben.

etwa die Cherubini-Streichquartette mit Hausmusik London
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0761203994922.jpg

die von Onslow mit dem Mandelring Quartett
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die von Busoni mit dem Pellegrini-Quartett
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die von K.A. Hartmann ebenfalls mit dem pellegrini Quartett
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hörenswert sind die Komponistinnen Emilie Mayer sowie Laura Lombardini Sirmen mit dem Erato Quartett Basel
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Weniger gute Kompositionen aber freudespendende Interpretationen liefern auch die von Boccherini mit Alten Instrumenten, allerdings hier nur die mit The Revolutionary Drawing Room, denn die vom Sonare Quartett oder Nomos Quartett fand ich enttäuschend. Oder besonders erfreulich die von Antonio Rosetti mit dem Arioso-Quartett. Von Karl Ditters von Dittersdorf habe ich vor allem gerne das Quintett mit dem Franz Schubert Quartett mit Julius Berger gehört; der Rest ist sehr kleinmeisterlich.

Jedenfalls gut ist die Schubert GA mit dem Auryn Quartett und auch die Reger AG aus Bern. Sehr gelobt wurden die Ries-Aufnahmen mit dem Schuppanzigh Quartett, die ich aber noch nicht gehört habe. Bei Grieg - obwohl gut - bevorzuge ich jedenfalls die Naxos-Aufnahme.
Tranquillo (06.02.2008, 12:00):
Hallo zusammen,

das Label cpo ist mittlerweile schon seit über 20 Jahren aktiv; es hat sich auf das Füllen von Repertoirelücken und die Wiederentdeckung von weitgehend unbekannten Komponisten und Werken spezialisiert, und dies über alle Musikepochen hinweg (von der Renaissance bis zur Moderne).

Was die Aufnahmen von cpo neben dem Repertoirewert auszeichnet, ist eine gute bis sehr gute Klangqualität. Erwähnenswert sind auch die CD-Booklets, die ausführliche Informationen zu den Komponisten, Werken und Interpreten enthalten. Neuaufnahmen erscheinen teilweise auf SACD (Hybrid-CD).

Erfreulich ist auch die Preispolitik dieses Labels: Neue Aufnahmen werden überwiegend zum Vollpreis angeboten und dann später im Preis gesenkt oder zu preiswerten Boxen zusammengefasst. Wer etwas Geduld hat, kann so günstig den musikalischen Horizont erweitern.

Ich greife einfach mal quer durch die Epochen ein paar Aufnahmen von cpo heraus, die ich als besonders gelungen empfinde:

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Die erste Gesamtaufnahme der Sinfonien des schwedischen Komponisten Allan Pettersson.

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Gesamtaufnahme der Sinfonien des schwedischen Komponisten Kurt Atterberg - war mir bis zur Entdeckung dieser Aufnahme völlig unbekannt!

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0761203940127.jpg

Gesamtaufnahme der Sinfonien des Haydn-Zeitgenossen Luigi Boccherini mit der Deutschen Kammerakademie Neuss.

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Gesamtaufnahme der konzertanten Sinfonien des Bach-Sohnes Johann Christian (auch "Londoner Bach" genannt) auf historischen Instrumenten mit The Hanover Band.

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0761203995721.jpg

Im Barock ist Telemann ein besonderer Schwerpunkt von cpo - hier die Triosonaten von 1718 mit der Camerata Köln.

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0761203732722.jpg

Hier ein Beispiel aus dem Frühbarock: Advents- und Weihnachtsmusik von Michael Praetorius, gespielt vom Bremer Barock Consort (das sind Studenten der Bremer Musikhochschule).

Welche Aufnahmen von cpo habt Ihr, welche findet ihr besonders gelungen (oder besonders schlecht)?

Viele Grüsse
Andreas
uhlmann (06.02.2008, 12:52):
cpo ist tatsächlich ein fast unerschöpflicher fundus an wenig oder fast unbekannten komponisten und werken. da ich so gut wie nie cds zum vollpreis kaufe und cpo die preise relativ schnell senkt, kann ich hier immer wieder zugreifen.

ich besitze v.a. modernes von cpo. hier einige empfehlungen, die allesamt gut und günstig sind (meist € 5,99):

http://www.jpc.de/image/w150/front/0/0761203959020.jpg http://www.jpc.de/image/w150/front/0/0761203939220.jpg

gloria coates: symphonien und orchesterwerke
coates (geb. 1938) ist eine amerikanische komponistin, die schon lange in deutschland lebt. ihre musik ist sehr eigen, geprägt vom fast ständigen einsatz des glissando. durch diese werden spannungsreiche, langgezogene musikalische bögen gebildet, die sich nach und nach verändern und so der musik den charakter einer langsamen und stetigen entwicklung geben. aus den glissando-klangflächen schälen sich immer wieder einzelne kontrastierende figuren heraus, die der musik komplexität und struktur geben.


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hans zender als interpret und komponist
zender ist als dirigent einer der absoluten spezialisten für die moderne. die aufnahmen sind zwar manchmal klangtechnisch nicht ganz top (weil schon etwas älter), dafür liefert zender mit seinem rso saarbrücken, dem er ab 1971 13 jahre lang vorstand, prototypische interpretationen der werke.
ab (08.02.2008, 11:59):
Auch an Streichquartetten ist vieles lobend herovrzuheben.

etwa die Cherubini-Streichquartette mit Hausmusik London
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0761203994922.jpg

die von Onslow mit dem Mandelring Quartett
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die von Busoni mit dem Pellegrini-Quartett
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die von K.A. Hartmann ebenfalls mit dem pellegrini Quartett
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hörenswert sind die Komponistinnen Emilie Mayer sowie Laura Lombardini Sirmen mit dem Erato Quartett Basel
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Weniger gute Kompositionen aber freudespendende Interpretationen liefern auch die von Boccherini mit Alten Instrumenten, allerdings hier nur die mit The Revolutionary Drawing Room, denn die vom Sonare Quartett oder Nomos Quartett fand ich enttäuschend. Oder besonders erfreulich die von Antonio Rosetti mit dem Arioso-Quartett. Von Karl Ditters von Dittersdorf habe ich vor allem gerne das Quintett mit dem Franz Schubert Quartett mit Julius Berger gehört; der Rest ist sehr kleinmeisterlich.

Jedenfalls gut ist die Schubert GA mit dem Auryn Quartett und auch die Reger AG aus Bern. Sehr gelobt wurden die Ries-Aufnahmen mit dem Schuppanzigh Quartett, die ich aber noch nicht gehört habe. Bei Grieg - obwohl gut - bevorzuge ich jedenfalls die Naxos-Aufnahme.
Carola (26.07.2008, 00:03):
Auch bei mir haben sich inzwischen eine ganze Reihe cpo -Aufnahmen angesammelt. Da ich ein sparsamer Mensch bin warte ich meistens, bis die CDs bei 5,99 € angekommen sind.

Besonders oft und gerne höre ich diese beiden mit der Camerata Köln:

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Auch sehr gut ist diese Doppel-CD mit Liedern aus Bach/Schemellis Gesangbuch:

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Es singen Klaus Mertens und Barbara Schlick. Besonders lobend ist hier auch das umfangreiche und schön gestaltete Beiheft zu erwähnen. Auch die Cover gefallen mir bei cpo fast immer sehr gut.

Gruß, Carola