Heike (27.11.2008, 23:39): Welche CD habt ihr in euerem Leben am häufigsten gehört?
Das muss ja nicht bis heute die Lieblings-CD geblieben sein (vielleicht hat man ja inzwischen noch viel bezauberndere Meisterwerke entdeckt, die man aktuell auch viel häufiger auflegt). Aber ich hab grad mal überlegt, welche CD (oder LP) ich in meinem ganzen Klassik-Leben wohl am häufigsten gehört habe.
Und, ich bin ganz sicher, es ist:
Ist bestimmt hunderte Male abends zum einschlafen im Player gewesen ....
Was ist euer musikalisches "Mantra" ??? Heike
Jürgen (28.11.2008, 08:46): Original von Hebre Ist bestimmt hunderte Male abends zum einschlafen im Player gewesen Heike
Wenn Du, wie der russische Gesandte am Dresdner Hof, unter Schlaflosigkeit leidest, dann bildet sich bei Dir natürlich ein glasklarer Favorit heraus. Insbesondere wenn Du Dir keinen Goldberg leisten kannst, der Dir die Variationen vorspielt, musst Du auf diese CD zurückgreifen. :D
Da mein Schlaf sehr gut, und leider immer viel zu kurz, ist, habe ich Schwierigkeiten, einen eindeutigen Favoriten zu benennen.
Da wäre sicherlich die CD mit dem schwarzen Cover, auf dem mittig ein Prisma abgebildet ist. Mithilfe dieses Prismas wird ein einfallender Lichtstrahl in seine Spektralkomponenten aufgefächert. Ein schönes Cover und noch besser ist die Musik. Aber das darf ich hier ja nicht schreiben. :ignore
Es kommen vier Alben in die nähere Auswahl, zum Einen weil ich sie schon sehr lange habe (¼ Jhd), zum Anderen, weil ich sie bis heute regelmäßig höre:
Ravel/Debussy: Piano Selections, Alain Planès 1980 Denon http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/01/ciu/da/d3/7e81b220dca032808d428010._AA240_.L.jpg
Wagner: Der Ring des Nibelungen, Solti 1958-65 Decca http://ecx.images-amazon.com/images/I/41XWJGHZGNL._SL500_AA240_.jpg
Rachmaninov (28.11.2008, 11:15): Original von Jürgen Original von Hebre Ist bestimmt hunderte Male abends zum einschlafen im Player gewesen Heike
Wenn Du, wie der russische Gesandte am Dresdner Hof, unter Schlaflosigkeit leidest, dann bildet sich bei Dir natürlich ein glasklarer Favorit heraus. Insbesondere wenn Du Dir keinen Goldberg leisten kannst, der Dir die Variationen vorspielt, musst Du auf diese CD zurückgreifen. :D
Interessanterweise höre ich dieses Werk auch sehr gerne zur sehr späten Stunde und auch schon wenn ich nicht schlafen konnte.
"tausend mal gehört" folgt....
Solitaire (28.11.2008, 11:47): Ich denke mal, diese Aufnahme wird es wohl sein:
Immer noch muß sich jede andere Bohème mit dieser messen lassen, und bei aller aufrichtigen Wertschätzung für die Herren und Damen Kollegen, bis jetzt ist sie für mich noch nicht getoppt worden. Auch wenn es andere Sänger mit ebenfalls sehr schönen Stimmen gibt die Leistung des Orchesters ist für mich unerreicht.
Heike (28.11.2008, 15:46): Hallo, Wenn Du, wie der russische Gesandte am Dresdner Hof, unter Schlaflosigkeit leidest, Das tue ich zum Glück nicht - meist bin ich schon nach wenigen Variationen weg. Was auch dazu geführt hat, dass ich seit langem selten bei Track 1 starte, sondern oft irgendwo mittendrin, denn sonst käme ich ja nie bis zum Ende ;-)
Heike
nikolaus (28.11.2008, 23:41): Ich vermute bei mir diese:
Cetay (inaktiv) (29.11.2008, 12:25): Dieser Faden kommt ein paar Jahre zu früh. Jetzt, wo alle Welt vom Musikverwaltungssoftware-Virus befallen ist, weil es versäumt wurde, die Sammlungen hygienisch klein zu halten, ist der nächste Schritt nicht weit. Tracklisten und Cover werden eh schon aus dem Netz gesaugt und die "Software" über den PC abgespielt, dann kann man sich auch gleich einen der Dienste greifen, die das Hörverhalten protokollieren und ein Infosystem bereithalten, das einem bei Bedarf Auskunft darüber gibt, wie oft man von Nov 2007 - Feb 2008 Konzerte mit X am Klavier, aber ohne Y am Pult, aus der Epoche Z, jedoch nicht von Komponisten aus Land A, gehört hat. Damit wäre die Beantwortung der Frage nach der Meistgehörten die läppischte Übung, bis dahin muss mal wieder das Gedächtnis nachhelfen. Bei mir ist das wahrscheinlich keine Klassik, da ich solcherlei nicht zum Einschlafen verwende (Igitt! Pfui! Was für ein Frevel! - BTW, die GBV waren nicht zum Einschlafen gedacht, sondern um die Schlaflosigkeit angenehmer zu gestalten). Ich bevorzuge zum Einschlafen Goa-Trance, wobei es jede andere Form von Techno mit einem 10Hz Puls auch tun würde - es kommt lediglich darauf an den alpha-Zustand zu induzieren -, aber mit den Einflüssen aus Minimalismus und Indischer Musik kann man das noch irgendwie intellektuell vertreten und sich gut von den Froschmasken tragenden Ravern abgrenzen.
Bei den Klassikalben dürfte es eine von den Folgenden sein. (Hätte ich bloß so eine Software, dann wüßte ich es jetzt genau...) Keine davon zähle ich zu meinen absoluten Lieblings-CDs, aber sie verweilen schon lange in der Sammlung (und haben sämtliche Bereinigungen überstanden, die ich öfters vornehme, damit ich keine Software brauche). Und es sind Kandidaten, die ich gerne auflege, wenn ich gerade nichts Spezifisches hören will.
aus meiner Schulzeit, während der mir ausschließlich die schwarzen Scheiben zur Verfügung standen, ist mir diese Aufnahme als sehr häufig gehört in Erinnerung:
Antonín Dvorák (1841-1904) Symphonie Nr. 9 (5) e-moll op. 95 "Aus der Neuen Welt" Berliner Philharmoniker / Herbert von Karajan
Ich besitze sie immer noch und habe sie nach meinem Einstieg bei den Silberscheiben Mitte der 90er nicht durch die CD-Version ersetzt, da ich zu der Zeit für mich Aufnahmen gefunden habe, die ich eindeutig vorziehe (Ancerl, Reiner, Solti).
Von den Werken, die ich immer wieder höre und die sich bei mir nach wie vor nicht "abgenutzt" haben (Winterreise, Matthäus-Passion, Carmina Burana, Vier Jahreszeiten, die Violinkonzerte von Beethoven, Brahms, Mendelssohn, Mozart u.A., Bruckner 8te, Beethoven 6te, Tosca, La Traviata) besitze ich jeweils mehr als eine Aufnahme, die ich immer wieder herausnehme. Eindeutige Favoriten haben sich da nicht herausgeschält. Bei einer Werkgruppe kann ich zumindest 2 Aufnahmen nennen, die ich seit ihrem Kauf fast ausschließlich einlege, wenn ich ein Stück daraus hören möchte:
Johann Sebastian Bach (1685-1750) 6 Suiten für Violoncello solo BWV 1007–1012
Gavriel Lipkind Völlig unHIP, wie mir scheint manchmal mehr nach dem Motto "nach Bach", aber nichts desto trotz in meinen Augen grandios!
Hidemi Suzuki Genau das Gegenteil, unspektakulär wie ich finde, aber mich dabei immer wieder begeisternd.
Beide Aufnahmen höre ich vor allen Dingen später am Abend zum Ausklang des Tages. Genauso wie diese beiden, die ich vielleicht sogar noch öfer einlege:
The Book of Madrigals Ensemble Amarcord
Mad Scenes von Donizetti, Thomas, Bellini Maria Callas u.a. / Philharmonia Orchestra & Chorus London / Nicola Rescigno
(wenn meine CDs Abnutzungserscheinungen zeigen würden, dann wohl diese beiden).
Grüße, Wolfgang
cellodil (30.11.2008, 10:18): Eine interessante Frage....
Die oben schon erwähnten Gould-Goldberg-Variationen gehören bei mir sicher dazu. Und ansonsten wohl:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41oTDZ21AmL._SS400_.jpg (da konnte ich das alte Cover von meiner Ausgabe nirgends finden, das ist die aktuellere Variante)
Und dann gibt es noch ein paar mögliche Kandidaten, die ich allerdings noch nicht lange genug besitze, um sie tausendmal gehört zu haben: